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Thema 27. Die zehn Gebote

 

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Neu am 04.05.2018:
B.D. NR. 4978 4979 4982 4983
2 Moses 20,1-17
5 Moses 5,6-21

 

Es folgen Links zu Botschaften von Bertha Dudde zum Thema "Die zehn Gebote", und in diesem Falle auch die Botschaften selbst:

 

 

^ B.D. NR. 4978

Zehn Gebote. Erstes und zweites Gebot.

3. Oktober 1950. B.D. NR. 4978.

Die Richtlinien sollen euch gegeben werden, nach denen ihr auf Erden wandeln und Meinen Willen erfüllen sollt: Ihr müsset euch immerwährend Meine Liebegebote vor Augen halten, und dann werdet ihr niemals sündigen können, weil ein Leben in Liebe stets ein Leben in Meiner ewigen Ordnung ist und dann jede Sünde ausgeschlossen ist. In Meinem Liebegebot gegen Gott und den Nächsten waren die Gesetze und die Propheten enthalten, und somit waren die zehn Gebote, die Moses gegeben wurden, nicht aufgehoben durch Meine Gebote der Liebe, sondern nur bestätigt. Die zehn Gebote waren gleichsam enthalten in Meinen zwei Geboten, in denen Ich die Liebe zu Mir und die Liebe zum Nächsten forderte. Nur einem einzigen Gott sollst du deine ganze Liebe entgegenbringen, also nur ein Wesen soll dir das sein, was du mit deinem ganzen Herzen anstrebst, was du liebst und verehrest, was du zu erreichen trachtest. Nichts soll es für dich geben, was dieses vollkommenste Wesen, deinen Gott, ersetzen oder verdrängen könnte, denn alles andere, was einem Menschen noch begehrenswert erscheint, sind Götter, die die Liebe zu deinem Gott verringern und darum neben Mir nicht geduldet werden können. Deine Liebe soll voll und ganz Mir gelten, deinem Gott, Schöpfer und Vater von Ewigkeit. Denn aus dieser Liebe heraus gestaltet sich dein Lebenswandel, dein Wille und deine Erkenntnis.Wer Mich über alles liebt, der hat alles gewonnen, Mich Selbst, Meine Liebe und das ewige Leben in Meiner Nähe. Es ist dieses Gebot das erste Gebot, schließet aber dennoch auch das zweite Gebot ein, die Liebe zum Nächsten. Denn auch die Liebe zu dem, was Ich geschaffen habe, ist ein Bekenntnis der Liebe zu Mir, und darum sind beide Gebote nicht voneinander zu trennen. Auf daß ihr glauben lernet fest und unerschütterlich, sollet ihr Meine Nähe spüren und es fühlen, daß Ich Selbst zu euch spreche und auf alle eure Gedanken und Bitten eingehe, selbst wenn sie unausgesprochen sind. Ich nehme immer Anteil an eurem Innenleben, Ich weiß um eure Fragen und will sie euch auch stets beantworten, sowie ihr Mir nur Gelegenheit gebt, d.h. sowie ihr Mir die Fragen gedanklich vorlegt und die Antwort geduldig erwartet. Ihr werdet stets die Antwort empfangen, sowie ihr euch empfangsbereit einstellt, also nach innen lauschet, von wo die Antwort kommt. Und so vernehmet nun die Erklärung des Gebotes:

Zweites Gebot.

"Du sollst den Namen deines Herrn nicht vergeblich führen."

Ich bin und bleibe für euch das höchste und vollkommenste Wesen, mit Dem ihr jedoch jederzeit in Verbindung treten könnet. Ich will, daß ihr euch Mir verbindet, daß ihr den Zusammenschluß mit Mir suchet; Ich will, daß ihr nach Mir rufet, weil ihr dadurch euren Willen Mir bekundet; Ich will, daß ihr Mich niemals aus euren Gedanken ausschaltet, daß Ich für euch das Erste und das Letzte bin, daß ihr mit Mir alles teilet, was euch bewegt, daß ihr Mich um Rat angehet und Mir alles anvertraut und daß ihr euch ergeben in Meinen Willen fügt. Aber Ich will nicht, daß ihr Meinen Namen im Munde führt, ohne daß das Herz dabei ist. Ich will nicht, daß ihr ein Scheinleben führet, daß ihr vor der Welt dastehen wollet als Meine Kinder, die dem Vater innig ergeben sind und in Wirklichkeit weit entfernt sind von Mir. Ich will nicht, daß ihr Meinen Namen aussprechet vor der Welt und die Verbindung mit Mir völlig unmöglich macht durch eure Gesinnung, durch einen Lebenswandel, der nicht Meinem Willen entspricht, der aber den Mitmenschen darum verborgen bleibt, weil ihr euch ständig Meines Namens bedienet, um die Mitmenschen zu täuschen. Ihr führet Meinen Namen dann vergeblich, wenn Herz und Mund nicht im Einklang stehen, wenn der Mund anders spricht, als das Herz empfindet. Dann ist es wahrlich besser für euch, wenn ihr euch offen von Mir abwendet, weil euch dann jegliches Erkennen mangelt, während ihr durch Nennung Meines Namens zugebet, daß ihr Mich erkennet, jedoch im Herzen noch Mir widerstrebt. Ihr täuschet Mich nicht, wohl aber eure Mitmenschen, und treibt so ein Spiel der Lüge und des Verrates an Mir. Dessen sollet ihr euch bewußt sein, daß die vorgebliche Namensnennung eures Gottes eure Sünde verdoppelt, daß ihr Mich gleichsam als Deckmantel eures falschen Lebenswandel nützet, daß ihr Verwirrnis anrichten wollet unter denen, die noch glauben und für die Ich das höchste und vollkommenste Wesen bin. Ich müßte euch strafen für jeglichen Anruf und jegliche Namensnennung, die aus eurem Munde kommen, doch Ich achte euren freien Willen und dulde euren Frevel, was jedoch die Gläubigen zuweilen stutzig macht und am Glauben zweifeln lässet. Darum ist jede Namensnennung ohne Ernst eine Versuchung für die Gläubigen, für die Ich dereinst Verantwortung fordere. Sie ist eine Herabsetzung für Mich, Den ihr nicht anerkennt und doch zur Verschleierung eures wirklichen Wesens gebrauchet, den ihr also zum Mitwisser zu machen suchet, ansonsten ihr euch offen von Mir abwenden würdet und euren Lebenswandel nicht zu verdecken suchtet. Es ist die vorgebliche Namensnennung eine Lüge, die sich schwer rächen wird dereinst, wenn alle Sünde offenbar wird, sie ist ein grober Verstoß gegen das Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe. Amen. B.D. NR. 4978.

 

 

^ B.D. NR. 4979

Drittes, viertes, fünftes und sechstes Gebot.

3. und 4. Oktober 1950. B.D. NR. 4979.

"Du sollst den Feiertag heiligen."

Es ist dies ein Gebot, das euch zum Bewußtsein kommen lassen soll, daß ihr Mir etwas schuldig seid, daß euer Erdenleben euch zu einem bestimmten Zweck gegeben wurde, daß ihr ernsthaft danach streben sollet, Verbindung mit Mir zu erlangen - daß ihr die Brücke zu Mir betreten sollet, daß ihr die Welt zurücklasset und euch versetzet in das geistige Reich durch Betrachtungen, durch inniges Gebet, durch stille Zwiesprache mit Mir: - daß ihr also in eurem Herzen einen rechten Feiertag haltet, daß ihr eine Ruhepause einleget in dem Jagen und Hetzen für die Welt, in der ihr zwar lebet, die euch aber nicht zum Sklaven machen darf. In Mir allein sollet ihr euren Herrn erkennen, und Mir sollet ihr dienen und darum recht oft eine Feierstunde einlegen, eine Stunde, wo eure Gedanken bei Mir weilen, auch wenn ihr eure irdische Pflicht erfüllet und unentwegt tätig seid. Je mehr ihr euch zu lösen vermögt von der irdischen Welt, je öfter ihr euch Mir verbindet in Gedanken, desto überzeugter erkennet ihr Mich an als euren Gott und Vater von Ewigkeit und ihr erfüllet also mit diesem Gebot der Heiligung des Feiertages wieder nur das Gebot der Liebe zu Mir.

Doch auch dem Nächsten soll eure Liebe gelten. Wer aber ist euer Nächster? Alle Menschen, mit denen ihr in Berührung kommt - allen soll eure Liebe gehören. Als Ich durch Moses den Menschen die zehn Gebote gab, war es nötig, die Menschen besonders hinzuweisen auf ihre Fehler und Untugenden, denn in ihnen war die Liebe erkaltet zu allen Menschen, die sie umgaben. Auch die Kindesliebe wurde nicht mehr geübt, es war ein Zustand der Verworfenheit, der Lasterhaftigkeit und der Ichsucht. Deshalb mußte ihnen das Gebot der Nächstenliebe in allen Einzelheiten vorgestellt werden. Alles, was göttliche Ordnung war, ließen sie außer acht, und so mußten ihnen mehrere Gebote gegeben werden, die zwar alle in dem Gebot der Nächstenliebe inbegriffen sind, aber auch heut von den Menschen beachtet werden müssen, wollen sie nicht gegen die Liebe verstoßen.

Ihr sollet eure Eltern ehren, ihnen Kindesliebe entgegenbringen und ihnen stets gehorsam sein. Ihr sollet stets daran denken, daß sie in selbstloser Liebe euch zu Menschen heranbilden und es euch also ermöglichen, den Gang durch das Erdenleben zwecks Aufwärtsentwicklung zu gehen, daß sie von Mir diese Aufgabe zugewiesen bekamen, daß ihr ihnen also die Liebe vergelten sollet, die sie euch naturbedingt entgegenbringen und die sie veranlaßt, für euch zu sorgen körperlich und seelisch. Ihnen verdankt ihr euer Leben, und also sollet ihr sie ehren und ihre Sorge für euch ihnen vergelten bis an ihr Lebensende. Dann werde auch Ich euch wohlgefällig ansehen und euch mit Meiner Liebe bedenken, denn ihr beweiset durch die Liebe zu den Eltern ein liebewarmes und liebewilliges Herz, das auch Mir in Liebe entgegenschlagen wird, so es Mich erkannt hat als Vater von Ewigkeit, von Dem alle Geschöpfe ausgegangen sind, die Er zu Seinen rechten Kindern gestalten will. Nur die Liebe macht euch zu Meinen Kindern, und wer die Eltern liebt und ehrt, der wird auch den himmlischen Vater lieben und von Ihm gesegnet sein.

Amen

(4.10.1950) "Du sollst nicht töten."

Auch dieses Gebot erfüllt sich von selbst, so des Nächsten in Liebe gedacht wird. Denn die Liebe wird ihm niemals einen Schaden zufügen und noch weniger ihm nach dem Leben trachten. Es geht nicht allein um das Leben, das der Mensch auf Erden führt, das ihm der lieblose Mensch rauben will; es geht um die Entwicklungsmöglichkeit, die nur auf Erden zum Erfolg führen kann, den Menschen zum Gotteskind zu wandeln. Ihr ladet daher eine unverantwortlich große Schuld auf euch, wenn ihr euch an dem Leben eines Menschen vergeht, wenn ihr es gewaltsam abbrecht und dadurch der Seele ein Gnadengeschenk von Mir widerrechtlich nehmt. Ihr begeht eine doppelte Sünde, gegen den Nächsten und auch gegen Mich, wie überhaupt jeder Verstoß gegen das Liebegebot zum Nächsten auch ein Verstoß gegen die Liebe zu Mir ist, weil ihr indirekt auch Dem die Liebe verweigert, Der euren Nächsten erschaffen hat. Das irdische Leben zu nehmen ist niemals gutzuheißen, selbst wenn edle Motive Anlaß sind. Denn wieder ist entscheidend, daß das Leben des Leibes nur deshalb der Seele gegeben wurde, daß sich die Seele in ihm zur Höhe entwickelt. Ihr dürfet das irdische Leben, das Leben des Körpers, nicht als Wichtigstes betrachten und daher nur das Leben des Körpers beachten. Ihr dürfet aber noch viel weniger das Leben für so unwichtig halten, daß ihr es nach Willkür beenden zu dürfen glaubt. Eine unvorstellbare Rachsucht verfolgt den Menschen auf Erden und auch noch im geistigen Reich, der widerrechtlich dem Mitmenschen das Leben nahm, und zudem versinkt er durch solche Taten des Hasses und der Lieblosigkeit selbst in tiefstes Dunkel, denn er hat sich dem Satan verschrieben, dessen Bestreben es ist, das von Mir zum Leben Erweckte zu zerstören, um jede Aufwärtsentwicklung zu verhindern. Er hat seinen Willen zur Sünde auf den Menschen übertragen und ihn also zu einem satanischen Werk gebraucht, das der Mensch aber im freien Willen verweigern konnte. Er war nicht gezwungen zur Sünde. Wo aber Zwang vorliegt durch irdische Machthaber, wo der Mensch in Notwehr handelt, um sein eigenes Leben zu erhalten, wo sich sein Inneres sträubt gegen eine Tat krassester Lieblosigkeit und doch sich dem irdischen Gebot nicht widersetzen kann, dort wird immer nur die Gesinnung dessen bewertet, der eine Tat wider dieses Gebot ausführt. Doch wo der Mensch gegen das Gebot verstößt aus dem Herzen heraus, dort wird er auch voll zur Verantwortung gezogen, weil er Meines Liebegebotes nicht achtet und Meinem Gegner hörig ist.

Amen

"Du sollst nicht ehebrechen."

Es ist dieses Gebot ein besonders bedeutsames, denn es umfaßt alles, was mit fleischlichen Begierden zusammenhängt. Es betrifft die Richtung der Sinne, das Ausleben auf sexuellem Gebiet. Wohl gab Ich Selbst dazu das Recht mit den Worten: "Wachset und mehret euch." Ich Selbst habe die Menschen so geschaffen, daß sich die Körper von Mann und Frau nach Vereinigung sehnen, jedoch ist letzter Zweck dessen nur die Fortpflanzung, und da der Mensch im Besitz des freien Willens ist, steht es ihm frei, sich zu beherrschen oder sich ungehemmt auszuleben. Was einerseits von Mir gesegnet ist, kann andererseits dem Gegner eine höchst willkommene Gelegenheit sein, den Menschen zur Sünde zu verführen, was diesem aber auch stets bewußt sein wird, denn jegliches Ausleben, jegliches Erfüllen körperlicher Begierden zieht den Menschen herab und stellt ihn noch unter das Tier, das seinem Naturtrieb nur nachkommt entsprechend dem Naturgesetz. Der Mensch hat aber darum Freiheit seines Willens, weil er sich selbst überwinden soll, weil er seinen Körper zurückdrängen soll, um der Seele zur Höhe zu verhelfen. Die sinnlichen Triebe sind das größte Hindernis zur Vergeistigung der Seele. Und dennoch habe Ich den Menschen so geschaffen, daß ihm die fleischliche Begierde sehr zusetzen kann, wenn er sich von ihr beherrschen lässet - wenn er nicht den Willen hat, Widerstand zu leisten den Versuchungen, hinter denen immer Mein Gegner steht. Es ist dies ein ernstes Gebot, das Ich euch gab: die Ehe nicht zu brechen. Und Ehebruch ist jeder unkeusche Lebenswandel, der in Wahrheit ein widerrechtliches Verhalten gegen Mein Gesetz der Ordnung bedeutet - ein Mißbrauch des natürlichen Zeugungsvorganges zur Erweckung menschlichen Lebens. Reine, selbstlose Liebe soll zwei Menschen zueinander finden lassen, und in solcher Liebe erfolgte Zeugung wird

B.D. NR. 4979

niemals Sünde sein, denn sie entspricht Meinem ewigen Gesetz der Ordnung. Doch ohne Liebe ist jeder Sinnenrausch nur größte Gefahr für die Seele, die in geistiger Nacht versinkt und sich schwer daraus erheben kann. Es ist die Fleischeslust eine Ichliebe höchsten Grades, die jede uneigennützige Liebe zum Nächsten erstickt, denn einem solchen Menschen ist nichts heilig, er ehrt und achtet nicht den Mitmenschen, sondern nützt ihn nur aus - er nimmt, was ihm nicht gehört, und sündigt also gegen das Gebot der Nächstenliebe in vielerlei Weise.

Wessen Seele ernsthaft zur Höhe strebt, der weiß auch, daß er sich nicht ungehemmt ausleben darf, weil er es empfindet, daß die Seele herabgezogen wird und daß sie unglaublich ringen muß, um wieder zur Höhe zu gelangen. Eine rechte Ehe wird niemals Meine Mißbilligung finden, ansonsten Ich die Menschen nicht geschaffen hätte, sich selbst fortzupflanzen, doch leicht können die Grenzen überschritten werden, und jedes Überschreiten ist ein Bruch der von Mir durch Naturgesetz gewollten Ehe - des Zusammenlebens von Mann und Frau zum Zwecke der Fortpflanzung des Menschengeschlechtes. Ich aber weiß um die Beschaffenheit der Menschen, Ich weiß um ihre Willensschwäche und den überaus starken Einfluß Meines Gegners. Ich verdamme nicht, die sündigen, aber Ich gebe ihnen das Gebot zu ihrem eigenen Nutzen, und wer es befolgt, der steht auch in der Liebe zu Mir und zum Nächsten, und er wird den Weg zur Höhe leichter erklimmen als jene, die ihren körperlichen Trieben freien Lauf lassen zum Schaden ihrer Seele. Amen. B.D. NR. 4979.

 

 

^ B.D. NR. 4982

Siebentes und achtes Gebot.

15. Oktober 1950. B.D. NR. 4982.

Meinem Kind, das Mir dienet in Treue und Beharrlichkeit, ein weiteres Zeichen Meiner Liebe und Gnade: Es ist euch ferner das Gebot gegeben: "Du sollst nicht stehlen." Ganz offen vergeht ihr euch gegen dieses Gebot der Nächstenliebe, so ihr euch also vergeht gegen alles, was sein ist. Ihr sollt des Nächsten Eigentum achten, ja es sogar schützen gegen seine Feinde, ansonsten ihr keine Liebe für ihn empfindet, wie Ich sie euch gebiete. Ihr sollt den Nächsten lieben wie euch selbst - und ihr werdet dankbar sein dem, der euer Eigentum achtet; also sollet ihr desgleichen tun, um auch die Liebe des Nächsten zu erwerben. Was ihr widerrechtlich an euch zieht, wird euch keinen Segen eintragen, es wird euch vielmehr belasten und eure Seele niederdrücken, die zur Höhe streben will. Du sollst nicht stehlen. Es sind nicht nur irdische Güter, die ihr dem Nächsten nicht entwenden sollet. Auch geistig könnet ihr ihn schädigen, indem ihr ihm vorenthaltet, was seiner Seele zuträglich ist und was Meine Gnade allen Menschen zuwendet und von jedem seinen Mitmenschen vermittelt werden kann. Wer also im Besitz geistigen Gutes ist, hat dieses von Mir empfangen. Aber auch den Mitmenschen steht gleiches Recht zu, sich daran zu sättigen - und dieses Recht sollt ihr ihm nicht schmälern, indem ihr ihm vorenthaltet, was auch für ihn bestimmt ist. Ihr nehmt ihm dann gewissermaßen, was auch ihm gehört, selbst wenn er es noch nicht in Besitz genommen hat. Es verrät dann eure Handlungsweise keine Liebe zum Nächsten und noch weniger Liebe zu Mir, eurem Gott und Schöpfer von Ewigkeit. Jedes Verringern geistigen oder irdischen Gutes fällt dann unter dieses Gebot, und jede Vernachlässigung der Liebe zum Nächsten fällt auf euch selbst zurück, die ihr empfangen werdet, wie ihr ausmesset, und euch entzogen wird, was ihr den Menschen entzieht, und darum seelisch und irdisch den Lohn empfanget, den ihr verdient.

Und gleicherweise ist auch das nächste Gebot zu verstehen: "Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten." Stets soll lautere Wahrheit deinem Munde entströmen, und niemals sollst du durch eine Lüge deinem Nächsten schaden in seinem Ansehen, in seiner Stellung unter den Mitmenschen. Jede Verleumdung ist eine Sünde wider dieses Gebot, durch jede unwahre Äußerung über ihn schadet der Mensch dem Nächsten und handelt lieblos und ungerecht, wofür er sich verantworten muß. So von dir ein Zeugnis verlangt wird über deinen Nächsten, sei wahr und voller Liebe zu ihm. Suche seine Fehler zu verstehen und ihn liebevoll darauf hinzuweisen, aber mißbrauche nicht seine Schwäche zum Vorteil für dich, indem du ihn herabzusetzen suchest, um selbst dabei zu gewinnen. Durch ein unbedachtes Wort kannst du dem Nächsten schaden, und in ihm wird der Vergeltungsgedanke wach, und dieser erstickt jegliche Liebe und macht den Menschen sündig. Du sollst wohl wahr bleiben, also nicht wider dein Wissen und Gewissen einen Menschen loben, der es nicht verdient, doch ferne sei dir jeder Akt der Lieblosigkeit, ferne sei dir jeder Akt der Zurücksetzung des Nächsten zum eigenen Vorteil. Jedes Urteil über deinen Nächsten, das nicht der Wahrheit entspricht, ist eine grobe Verletzung dieses Gebotes, denn es entbehrt jeder Liebe und gereichet euch Menschen nicht zur Ehre. Jede Lüge ist zu verurteilen, doch so sie offensichtlich zum Schaden des Nächsten ist, ist es eine doppelte Sünde, eine Sünde wider den Nächsten und eine Sünde wider Mich Selbst, Der Ich die ewige Wahrheit bin. Es ist eine Verletzung des Liebegebotes gegen Mich und gegen euren Nächsten. Amen. B.D. NR. 4982.

 

 

^ B.D. NR. 4983

Neuntes und zehntes Gebot.

15. Oktober 1950. B.D. NR. 4983.

Die Menschen, die noch in der Materie schmachten, begehren auch diese mit allen Sinnen. Der Zweck des Erdenlebens als Mensch aber ist das Überwinden der Materie, das Lösen von ihr, das Töten jeglichen Verlangens nach allem, was die Welt den Menschen bietet, denn nur durch Überwinden dessen erreicht die Seele die Reife, die zum Eingehen in das geistige Reich nötig ist. Das Begehren irdischer Dinge braucht keine Sünde zu sein, wenngleich es den Menschen hindert an der Aufwärtsentwicklung, doch es kann leicht zur Sünde führen, denn die Begehrlichkeit sucht sich den Gegenstand des Verlangens zu verschaffen und oft in unrechtmäßiger Weise. Je größer und stärker eine Leidenschaft ist für Dinge, die dem Körper Wohlbehagen bereiten, desto mehr ist das Sinnen und Trachten des Menschen darauf gerichtet und kann schlechte Triebe und Eigenschaften im Menschen auslösen, die sich zum Schaden des Mitmenschen auswirken. Und darum habe Ich euch Menschen das Gebot gegeben: "Du sollst nicht begehren des Nächsten Weib, Haus, Knecht, Acker noch alles, was sein ist." Jeglicher Besitz des Mitmenschen soll euch heilig sein, nichts sollt ihr euch anzueignen suchen, was dem Nächsten gehört; und schon der Gedanke daran, es ihm zu nehmen, ist eine Sünde, denn er verrät seinen Willen, die Finsternis der Seele, die noch keine Liebe kennt. Und wenngleich ihr vor den Mitmenschen eure kalten Herzen zu verbergen sucht, Mir aber sind sie offenbar durch euer Begehren, und sowie ihr verlangend auf eures Nächsten Güter schaut, vergeht ihr euch gedanklich gegen das Gebot der Nächstenliebe, denn ihr ersehet in den Nächsten nicht euren Bruder, den ihr lieben sollet wie euch selbst. Das gleiche Recht, das ihr ihm gegenüber behauptet, euren Reichtum zu achten, sollet ihr auch ihm zubilligen; ihr sollt euch freuen, wenn es eurem Nächsten gutgeht, und ihm helfen, seinen Besitz zu vermehren; dann führt ihr den Kampf der Überwindung der Materie erfolgreich, dann erringet ihr mehr Schätze, als ihr je eurem Nächsten nehmen könntet, denn die Liebe zum Nächsten wird euch gelohnt durch Meine Liebe, und diese gibt euch wahrlich einen unvergänglichen Gnadenschatz, der alle irdischen Güter und Freuden aufwiegt. Darum achte und schütze auch den Besitz deines Nächsten, und halte dich jeder Begehrlichkeit fern, willst du nicht verstoßen gegen das Gebot der Nächstenliebe, das Ich euch nur gegeben habe, um euch den Aufstieg zur Höhe leichtzumachen, denn nur durch die Liebe zum Nächsten könnet ihr euch Meine Liebe erringen und nur durch die Liebe selig werden. Amen. B.D. NR. 4983.

 

 

^ 2 Moses 20,1-17

 

1. Und Gott redete alle diese Worte:

2. Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe.

3. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

4. Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.

5. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;

6. und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.

7. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.

8. Gedenke des Sabbattags, daß Du ihn heiligest.

9. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken;

10. aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist.

11. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

12. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, daß dir der Herr, dein Gott, gibt.

13. Du sollst nicht töten.

14. Du sollst nicht ehebrechen.

15. Du sollst nicht stehlen.

16. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

17. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat.

 

 

^ 5 Moses 5,6-21

 

6. Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus dem Diensthause.

7. Du sollst keine andern Götter haben vor mir.

8. Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist.

9. Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich bin der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der die Missetat der Väter heimsucht über die Kinder ins dritte und vierte Glied, die mich hassen;

10. und Barmherzigkeit erzeige in viel tausend, die mich lieben und meine Gebote halten.

11. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.

12. Den Sabbattag sollst du halten, daß du ihn heiligest, wie dir der Herr, dein Gott, geboten hat.

13. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.

14. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Ochse noch dein Esel noch all dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist, auf daß dein Knecht und deine Magd ruhe wie du.

15. Denn du sollst gedenken, daß du auch Knecht in Ägyptenland warst und der Herr, dein Gott, dich von dort ausgeführt hat mit einer mächtigen Hand und mit ausgerecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, daß du den Sabbattag halten sollst.

16. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der Herr, dein Gott, geboten hat, auf daß du lange lebest und daß dir's wohl gehe in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.

17. Du sollst nicht töten.

18. Du sollst nicht ehebrechen.

19. Du sollst nicht stehlen.

20. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

21. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel noch alles, was sein ist.

 

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