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Kommentar 5. Die Handschriften

 

Ich habe mir heute einmal die Handschriften von Bertha Dudde angesehen und will dazu ein paar Bemerkungen machen.

Zunächst ein Bild von diesen Handschriften.

Das nachfolgende Bild zeigt das Ende der Botschaft B.D. NR. 4305 und den Anfang von B.D. NR. 4306:

 

Handschrift

 

Es folgt der deutsche Text:

in Liebe an anderen notleidenden Seelen, und es beginnt nun ihr Aufstieg zur Höhe, den sie euch danken wird ewiglich. Amen. B.D. NR. 4305.

Eingreifen der Lichtwesen in Schicksal.

19. Mai 1948. B.D. NR. 4306.

Göttliche Fügung ist alles zu nennen, denn jedes, auch das kleinste Geschehen ist vorbestimmt

 

Es folgt der englische Text:

in love towards other needy souls, and ascent upwards now starts, for which it will thank you for ever. Amen. B.D. NR. 4305.

Intervention of light beings in fate.

19. May 1948. B.D. NR. 4306.

Everything is to be called divine providence, because each, also the smallest event is predetermined

 

Bertha Dudde hat in der deutschen Sprache geschrieben und die Worte, die sie niedergeschrieben hat, hat sie in deutschen Buchstaben geschrieben.

In ihrer Generation war das die normale Art und Weise zu schreiben. Mit Buchstaben zu schreiben, wie sie auf dieser Webpage stehen, wurde auch gelehrt, und auch benutzt, zum Beispiel, wenn man es der lesenden Person, die vielleicht mit den deutschen Buchstaben Schwierigkeiten hätte, das Lesen erleichtern wollte.

Ein Beispiel wäre die Anschrift auf einem Briefumschlag, der ins Ausland geht.

Das Bild zeigt nun die letzten Zeilen der Botschaft mit der B.D. NR. 4305 und dort ist das letzte Wort Amen.

In den Veröffentlichung hat man zu diesem Amen dann noch einmal die B.D. NR. 4305 hinzugefügt und das ist eine praktische und hilfreiche Zugabe, denn sie bestätigt dem Leser, mit welcher Botschaft er sich gerade beschäftigt und auch, daß dies nun das Ende dieser Botschaft ist.

Bertha Duddes Handschrift fängt dann mit der Nummer der folgenden Kundgabe an, hier mit No 4306. Den Veröffentlichungen hat man da noch die Abkürzung von Bertha Dudde, B.D., vorangesetzt und das gibt der Person, die mit diesen Kundgaben von Bertha Dudde vertraut ist, sofort die Information, daß es sich um eine Kundgabe von Bertha Dudde handelt. Wer mit der Bibel vertraut ist, weiß auch sofort, wenn er die Abkürzung Mt vor einem Vers sieht, daß es sich um einen Vers aus Matthäus handelt.

Interessant ist aber auch, daß Bertha Dudde dieses B.D. nicht vor die Nummer geschrieben hat, es kommt also von den Herausgebern. Bertha Duddes Handschriften geben also eigentlich nicht Aufschluß, wer der Schreiber ist. Sie hat sich also als Schreiber nicht bekannt gegeben. Ihr Name erscheint in den Handschriften nicht. Vielleicht kann man dies mit einer Sekretärin vergleichen, die eine Nachricht von ihrem Chef an jemand schreibt, und da ist es auch nicht üblich, das der Name der Sekretärin in dem Schriftstück erscheint. In manchen Büchern der Bibel erscheint im Text auch nicht der Name des Schreibers. Den erfährt man dann vielleicht von dem Titel des Buches.

Wenn man sich die vier großen Propheten des Alten Testaments ansieht, dann erscheinen die Namen dieser Propheten zu Anfang ihrer Bücher - im Text. Bertha Dudde hat es aber vorgezogen, ihren Namen da rauszuhalten, vielleicht wollte sie damit auch ausdrücken, daß es nicht eigentlich ihre Worte waren, sondern die von Gott und seinen Lichtwesen im Jenseits. Und eigentlich stammt ja auch aller Text bei den Dudde-Kundgaben von Jesus und von Gott und Dienern Gottes, die ihr aus dem Jenseits diese Kundgaben zukommen ließen, und nicht von ihr.

In dieser Hinsicht sind die Dudde-Kundgaben einmalig, verglichen mit den Büchern der Bibel. Es wäre so, als ob man die Evangelien nimmt und dort nur die Texte nimmt, die Jesus gesprochen hat, also wie sie in einer Ausgabe der Bibel erscheinen, wo die Worte von Jesus in Rot gedruckt sind.

Das Überraschende an diesen Handschriften ist nun, daß sie keine Überschriften haben.

Als ich Anfangs die Dudde-Kundgaben laß, machte ich mir Gedanken, ob Bertha Dudde wohl die Überschriften dort auch diktiert bekommen hat, vielleicht am Anfang, oder am Ende, oder ob sie sie aus eigener Initiative selbst hinzugefügt hat, ob also die Überschriften auch Teil der Durchsagen waren oder nicht.

Als ich dann die Autobiographie von Bertha Dudde las, war ich enttäuscht, daß sie darüber keine Aussage machte.

Und nun, da ich mir ihre Handschriften angesehen habe, ist es mir klar, warum sie zu diesem Thema nichts gesagt hat. Sie hat von solchen Überschriften nichts gewußt. Sie stammen nicht von ihr. In ihren Handschriften gibt es sie nicht.

Die sind von jemandem hinzugefügt worden.

Daß man solche Überschriften hinzugefügt, ist eigentlich verständlich, es entspricht dem Gebrauch der Bibel, wo man es bei einigen Übersetzungen auch tut, vielleicht direkt im Text oder auf dem Rand. Es hilft, sich schneller zurechtzufinden.

Was man aber in einem solchen Fall tun sollte, ist, daß man ganz klar in einer solchen Veröffentlichung diese Tatsache bekanntgibt. Man sollte auch sagen, wer die Person ist, die diese Überschriften hinzugefügt hat, aber überhaupt nicht zu erwähnen, daß diese Überschriften nicht in den Handschriften vorhanden sind, ist eigentlich nicht recht.

In jeder Bibelübersetzung sollten solche Einzelheiten dem Leser mitgeteilt werden, Einzelheiten wie zum Beispiel, daß die Versnummerierung hinzugefügt wurde, Kapitelnummerierungen, Überschriften.

Kapiteleinteilungen können den Leser irreführen. Ein Beispiel ist das Ende von Kapitel 2 im ersten Korintherbrief und der Anfang von Kapitel 3 dort. Dort den Text dadurch zu unterbrechen, daß es nun plötzlich einen Kapitelwechsel gibt, kann beim Leser dazu führen, daß er nun meint, ein Thema sei beendet, und nun kommt ein neues Thema. Aber im letzten Vers in Kapitel 2 sagt Paulus, daß wir den Geist Christi haben – wenn wir richtige Christen sind – und dann, im nächsten Vers, also im ersten Vers in Kapitel 3, sagt er dann gleich darauf, daß eben die Korinther diesen Geist nicht haben, daß sie fleischlich sind, eben weil sie angefangen haben, sich in Konfessionen aufzuteilen, weil einige von ihnen sagen, sie würden zu Paulus halten, und andere, sie würden zu Apollos halten, also Spaltung betreiben.

Dies ist ja gerade das wichtige Thema, um das es im ersten Korintherbrief geht. Und dieser Unterschied zwischen geistigen Christen und fleischlichen Christen kommt ja gerade dadurch zum Ausdruck, daß in fast allen Kommentaren zu diesem wichtigen Brief des Paulus, dieses Hauptthema dieses Briefes überhaupt nicht erkannt wird, eben weil die Leute, die diese Kommentare schreiben, eben zu diesen Leuten gehören, die fleischlich sind, die nicht geistig sind. Leute, die spalterisch sind, also zu Konfessionen gehören, sind alle Theologen, denn alle Theologen gehören zu Konfessionen, und sie sind es, die diese Bibelkommentare schreiben.

Und sie sind es, die Angehörigen von Konfessionen, die die Überschriften schreiben und hinzufügen, in Bibelübersetzungen und in Dudde-Veröffentlichungen.

Wenn man sich zum Beispiel die Einheitsübersetzung ansieht, dann werden dort die Briefe an Timotheus, Titus, Philemon und Hebräer als Pastoralbriefe tituliert. Sie tragen dort die Überschrift Pastoralbriefe.

Das Konzept des Pastors, das völlig unbiblisch ist, wird dort propagiert. Die Bertha Dudde Kundgabe B.D. NR. 5987 sagt uns: "Viele aber suchen auch in einem solchen Amt sich eine Einnahmequelle zu verschaffen. Sie verbinden damit einen irdischen Zweck, und diese sind nicht Diener Gottes, sondern Diener des Satans."

Der Pastor, so wie ihn die Konfessionen kennen, ist ein Diener Satans.

Das sagt die Dudde-Kundgabe und Jesus bezeichnet solche Leute als die Söhne derer, die die Propheten ermorden.

Teilen der Bibel Überschriften zu geben, ist oft problematisch, da sie den Leser irreleiten können.

Wenn ein Leser erst die Überschrift liest und dann den Text, könnte er voreingenommen sein, und dann den Text so interpretieren, wie es die Überschrift vorschlägt, aber ein inspirierter Text hat oft verschieden Lagen von Interpretations-Möglichkeiten und das, was dem Leser geistig dadurch gegeben werden sollte, mag von seinem geistigen Reifegrad abhängen oder von seinem gegenwärtigen Bedarf, sein Denken zu erneuern.

Wenn man sich Websites ansieht, die sich mit dem Verbreiten von Dudde-Kundgaben beschäftigen, dann kann man unter anderem lesen, daß diese Kundgaben nicht die Aufgabe haben, Menschen von ihrer Konfession abzubringen, aber solche Aussagen sind ein Mißbrauch dieser Kundgaben, denn eigentlich sind diese Kundgaben direkt dazu da, daß Menschen ihre Zugehörigkeit zu religiösen Organisationen einmal kritisch sehen und aus dieser spalterischen Position herauskommen.

Solche Menschen mißbrauchen die Dudde-Botschaften mit ihren Aussagen, um ihre Sekten, ihre Konfession zu rechtfertigen und sie tun damit das Gleiche, was sie mit der Bibel tun, die sie auch dazu benutzen, die Existenz ihrer spalterischen Imitationskirchen zu rechtfertigen und ihre Mitgliedschaft in solchen mensch-gemachten Organisationen.

Es wäre zu begrüßen, wenn alle Seiten von Bertha Duddes Heften so veröffentlicht werden, daß jedermann die Handschriften frei im Internet lesen und studieren kann und so sich selbst ein Bild von ihnen machen kann.

So etwas würde auch Spekulationen vorbeugen, daß Abschriften nicht das wiedergeben, was eigentlich der handgeschriebene Text sagt.

Ein Beispiel sind die Überschriften, die von irgendjemand hinzugefügt wurden, aber nicht Teil ihres Werkes sind.

Ein anderes Beispiel ist, daß Information weggenommen wurde, die in Wirklichkeit direkt zu den Botschaften gehört, und das ist der Teil ihrer Botschaft, der direkt nach der Stelle im Text kommt, wo die Überschrift hinzugefügt worden ist.

Und das ist die Ortsangabe, die Bertha Dudde direkt vor dem Datum geschrieben hat, in unserem Fall die Aussage "Lev. d." – was für "Leverkusen, den" steht.

In anderen Botschaften steht zum Beispiel nur "L. d." vor dem Datum, bei No. 1774, aber das "L" dort ist dann nicht eine Abkürzung für Leverkusen, sondern für Liegnitz. Bei Leverkusen hat sie nicht "L" als Abkürzung verwendet, weil sie das bereits für Liegnitz benutzt hatte. Die No. 1774 wurde 1941 niedergeschrieben, also vor 1945 als sie von Liegnitz wegzog.

Einmal hat sie eine Abkürzung benutzt, die aussieht wie "Gr. H.", bei No. 2749, und ein anderes mal "Sch.", bei No. 2801, vor dem Datum. Das "Gr." könnte für "Groß" stehen, was ein oft gebrauchtes erstes Wort bei Ortsnamen ist.

Bei No. 209 steht "Liegnitz, d." vor dem Datum, aber dort steht dann noch ein zweiter Ortsname, vor "Liegnitz", und nach der No. 209, und das ist der Ortsname "Breslau." Und hinter dem Ortsnamen "Breslau" ist dann noch eine Notiz in Stenographie in Klammern, die könnte angeben, daß an diesem zweiten Ort eine Zweitschrift angefertigt wurde und vielleicht von wem.

Das Wort "Breslau" ist interessanter Weise in Buchstaben geschrieben worden, wie sie auf dieser Webpage gebraucht werden, also nicht mit deutschen Buchstaben.

Liegnitz ist eine Stadt in Schlesien, und Schlesien gehörte damals zu dem deutschen Land Preußen, und Breslau war die Hauptstadt von Schlesien. Breslau liegt etwa 60 km östlich von Liegnitz. Das Wort Breslau deutet auch an, daß Bertha Dudde auch dort gewesen war oder sogar dort gewohnt hat.

Diese Ortsangaben, besonders die vor dem Datum, sind wichtig, denn sie geben Information, im Zusammenhang mit dem Datum, in welchem politischen System Bertha Dudde sich befand, als sie schrieb.

Es ist schon von Bedeutung, ob so etwas was Bertha Dudde schrieb, in einer Diktatur oder in einem freien Land geschrieben wurde.

Es gehört schon ein gehörige Portion Mut dazu, solche Dinge aufzuschreiben, wie die von Bertha Dudde, wenn man in einer Diktatur lebt, und die sich gegen die Beschränkung des freien Willens wenden und manchmal direkt gegen die Diktatur.

Und nun kommt noch hinzu, daß es zu der Zeit, in der Bertha Dudde schrieb, also von 1937 bis 1965, zwei Diktaturen in Deutschland gab, und daß sogar die Wahrscheinlichkeit besteht, daß Bertha Dudde nicht nur in der ersten Diktatur, der von Hitler, sondern auch in der zweiten Diktatur, der von Stalin, gelebt hat. Daß sie also 1945 von den angreifenden Sowjet-Truppen überrollt wurde und eine gewisse Zeit dann in Schlesien unter der Stalin-Diktatur war, in Schlesien, das dann ein Teil von Polen wurde. Und danach vielleicht in dem Teil Deutschlands, der dann das kommunistische Deutschland wurde, eine Diktatur Stalins, in Mittel-Deutschland, die auch Ost-Deutschland genannt wurde. Und daß es ihr dann, vielleicht noch im Jahr 1945 gelang, dieser Diktatur zu entfliehen, und nach West-Deutschland, einem freien Land, zu kommen.

Dieses Weglassen von Teilen der eigentlichen handschriftlichen Information, also der Ortsangabe, ist etwas, was bei Mitgliedern von Konfessionen, also Mitgliedern von religiösen Organisationen, die der Orthodoxie angehören, also der Rechtgläubigkeit, beliebt ist und von ihnen praktiziert wird.

Ich gebe einmal ein Beispiel, es kommt von der King James Versionen der Bibel, dort sieht das Ende von Paulus Brief an die Römer so aus:

Rom 16:27 To God only wise, be glory through Jesus Christ for ever. Amen.

Written to the Romans from Corinthus, und sent by Phebe servant of the church at Cenchrea.

Das Interlinear Greek-English New Testament hat auch diese Wiedergabe des Textes.

Nun dieser letzte Satz am Ende von Römer, "Geschrieben an die Römer von Korinthus, und gesendet von Phebe, Dienerin der Kirche in Kenchreä," fehlt in den meisten der anderen, englischen wie deutschen, Bibelübersetzungen.

Das Wort "Korinth" kommt sonst nicht in dem Brief an die Römer vor, ist also in diesem letzten Satz von Römer das einzige mal, das es vorkommt, und wenn dieser Satz unterschlagen wird, dann fehlt eine direkte Information, wo dieser Brief von Paulus geschrieben wurde, und solche Information kann bei einem Bibelstudium von Bedeutung sein.

Aber dieses Weglassen von Information, oder auch von ganzen Büchern, ist ein typisches Merkmal der Orthodoxie, und eigentlich ist die Bibel, der Kanon der Bibel, also die geistige Grundlage der Orthodoxie, ein Meisterwerk des Weglassens.

Die Kleriker haben das schon im Alten Testament praktiziert, die ließen zwei von den sieben Büchern Moses wegfallen, und ließen nur fünf übrig. Und sie ließen alles wegfallen, was nach Maleachi, dem letzten Buch des Alten Testamentes, kam, weil nach Maleachi, dem Propheten, der größte aller Propheten kam, der Prophet Jesus Christus. Und diesen Propheten Jesus Christus und seine Bücher wollten sie nicht in ihrem Kanon haben und haben diese Bücher, und auch gleich alle folgenden Bücher aus der Bibel wegfallen lassen und den Propheten umgebracht. Und Jesus bezeichnet sie deshalb als die Söhne der Prophetenmörder.

Und ihre Nachfolger, die Heuchler, die sich dann Christen nannten, haben davon gelernt, aber das System so verschärft, daß sie gleich alles, was nicht aus der unmittelbaren Zeit um Christus heraus stammte, aus ihrem Kanon verbannt haben, und auch gleich alle Propheten, auch die, die direkt um Christus herum waren, verbannt haben, und wo sie derer habhaft werden konnten, auch umgebracht. Und so ist Jesus Wort von den Prohetenmördern nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft zuständig.

Jesus nennt sie Prophetenmörder und Diener Satans.

Und dies erklärt auch, warum in der Bibel das Alte Testament so dick ist, und das Neue Testament so dünn.

Weil die Orthodoxen, die Rechtgläubigen, alle Bücher der zukünftigen Propheten, aus ihrem Kanon verbannten, und diese Bücher und ihre Verfasser gleich von Anfang an verbrannten.

Und dazu gehören auch die Bücher von Jakob Lorber und Bertha Dudde. Und deshalb ist unsere Bibel so dick, weil für uns die Werke von Jakob Lorber und Bertha Dudde zu unserer Bibel gehören und das Wort Gottes sind.

Diejenigen, die im Besitz der Handschriften von Bertha Dudde sind, sollten bei zukünftigen Herausgaben von ihren Schriften, diese fehlende Information von Ortsangaben hinzufügen, und für die bereits im Umlauf sich befindenden, eine Liste herausgeben, die alle Kundgaben auflistet, mit Nummer und Ortsangabe und Datum, so daß der Studierende sie benutzen kann.

Und zum Datum sei hier noch hinzugefügt, daß auf dieser Website der Monat nicht als Zahl von 1 bis 12 angegeben ist, sondern in Buchstaben voll ausgeschrieben erscheint. Und das hat seinen Grund darin, daß Kundgaben auch in Englisch zur Verfügung stehen und da die Schreibweise des Datums, besonders bei den Amerikanern, oft anders ist, erst der Monat, dann der Tag und danach das Jahr, und somit Verwirrung entstehen könnte, wenn der Monat als Zahl angegeben ist.

Bei der Kundgabe No. 797 steht nach "No. 797" der Ausdruck "L. d. 5.3.39. abends" und hier gilt was weiter oben bereits gesagt wurde: es sollte nichts weggelassen werden, auch nicht solch eine Information wie "abends," denn auch sie gibt Information, z. B. könnte sie andeuten, das Bertha Dudde tagsüber eine arbeitende Person war und ihre Freizeit ausgenutzt hat, um die Arbeit für Gott zu tun, und ist nicht dafür bezahlt worden, im Gegensatz zu den Dienern Satans, den Prophetenmördern, die meinen, Frömmigkeit sei ein Mittel, um irdischen Gewinn zu erzielen, (1 Timotheus 6,5), und die mit dem Word Gottes ein Geschäft machen (2 Korinther 2,17).

Bei No. 2749 steht nach dem "No. 2749" der Ausdruck "Gr. H. d. 21.u.22.5. früh" und dies ist wohl ein Hinweis, daß die Kundgabe früh empfangen wurde, also vor der normalen Arbeitszeit.

Da besteht also ein Problem mit der Veröffentlichung des Materials, das zu uns über Bertha Dudde kommt. Dieses Problem besteht nicht mit den Handschriften selbst, es ist eher ein Problem mit denjenigen, die sie nicht genau so veröffentlichen, wie sie sind, sondern Einzelheiten wegnehmen und sogar Dinge hinzufügen, die dem Leser den Eindruck geben, daß sie Teil der Handschrift sind.

Doch dieses Problem scheint gering zu sein im Vergleich mit den Veröffentlichung des Materials, das zu uns über Jakob Lorber kommt. Auch dort scheinen Leute, die eher fleischlich als geistig sind, sich mit der Veröffentlichung zu beschäftigen. Es folgt nun ein Zitat aus Einzelheiten der Bücher des Neuen Testamentes:

In jl.ev01.135,02 finden wir eine Rede von Matthäus dem Apostel, gerade nach seiner und der anderen Berufung. Und dort sagt er: "Wieso da! Ich bin ein Grieche und die können mir nicht viel antun." Und dies ist ein Hinweis, daß er der zweite Matthäus ist, denn in jl.ev01.117,07 beschreibt er sich selbst auch als einen "ehrlichen" Griechen. Diese beiden Passage bestätigen also, daß der zweite Matthäus der Apostel war, und nicht der erste, der Schreiber des Evangeliums nach Matthäus. Die Überschrift von jl.ev01.037 heißt: "Berufung des Matthäus als Evangelist und Apostel" und das ist deshalb nicht korrekt. Die englische Version hat diese Überschrift: "The calling of Matthew as a Gospeller and disciple" (Die Berufung des Matthäus als ein Evangelist und Jünger). Und diese Art der Formulierung der Überschrift vermeidet die fehlerhafte Beschreibung in der deutschen Version des ersten Matthäus als einen Apostel. Die Überschriften in der deutschen Version stammen höchstwahrscheinlich nicht von Jakob Lorber, sondern von den Herausgebern. Jesus scheint das Wort Apostel zu vermeiden und spricht von den zwölf Boten und von den zwölf Erwählten, jl.ev01.134,06. Jesus beschreibt Matthäus als den achten der zwölf, jl.ev01.134,03.

Das Hauptproblem ist in beiden Fällen das Problem, das wir im ersten Kommentar dieser Website diskutiert haben, Kommentar 1. Unglaube.

Menschen haben Schwierigkeiten, alles zu glauben, was sie von Gott gesagt bekommen, und sie meinen, sie müßten Änderungen vornehmen, an dem was sie gesagt bekommen, um es anderen zu präsentieren.

Und die Tatsache, daß sie dann diese Korrekturmaßnamen den Lesern nicht klar und deutlich mitteilen, zeugt von einem Geist der Bevormundung, eine typische Haltung von Mitgliedern von religiösen Organisationen.

Und ein Ergebnis ihrer Fleischlichkeit ist, daß sie nicht vom Geist geleitet sind.

Ich bringe nun noch ein anderes Beispiel dieses Geistes der Bevormundung. Die folgende Erklärung folgt Bertha Duddes Kundgabe B.D. NR. 3821:

Erklärung zu Buch 48 und Buch 49
Es fehlen die Handschriften der Kundgaben 3822 bis 3900, Buch 49 beginnt mit Kundgabe 3901. Von den Kundgaben 3843, 3844, 3847, 3848, 3867, 3869, 3880 liegen zwar Abschriften vor, es fehlen jedoch die Handschriften von Bertha Dudde, ein Vergleich ist nicht möglich, deshalb wurde auf eine Veröffentlichung zunächst verzichtet.

Eine solche Erklärung ist natürlich richtig und angebracht und sinnvoll und hilfreich, aber der Umstand wird dann gleich mißbraucht, die Kundgaben anderen vorzuenthalten und sieben Kundgaben, die doch offensichtlich zum Werk gehören, sonst wären sie ja nicht vorhanden, werden von den Mitmenschen ferngehalten.

Man will den Leser bevormunden und es nicht ihm überlassen, den Inhalt zu beurteilen, und dies führt dann auch dazu, daß der Leser weitere Unterschlagungen vermutet, wo die Entschuldigung dann ist, daß die Herausgeber es dem Leser nicht zumuten wollen, Dinge lesen zu müssen, die die Glaubenskapazität der Herausgeber überfordert, eine Glaubenskapazität von Menschen, die nicht vom Geist geleitet sind.

Für denjenigen, der die Handschriften von Bertha Dudde lesen will, können die folgenden drei Listen von deutschen und lateinischen Buchstaben hilfreich sein:

 

Deutsch

 

Deutsch2

 

DtGr2

 

Und da wir gerade bei Buchstaben sind, die von den Originalen unserer Bibel verwendet werden, hier auch Listen von den griechischen und hebräischen Buchstaben:

 

Griechisches Alphabet
Nr.GroßKleinTransliterationGriechischer Name
1.ΑαaAlpha
2.ΒβbBeta
3.ΓγgGamma
4.ΔδdDelta
5.ΕεeEpsilon
6.ΖζzZeta
7.Ηη‾eEta
8.Θθ oder ϑ thTheta
9.Ιι iIota
10.ΚκkKappa
11.ΛλlLambda
12.Μμm
13.Ννn
14.ΞξxKsi
15.ΟοoOmikron
16.ΠπpPi
17.ΡρrRho
18.Σσ, letzt ς   sSigma
19.ΤτtTau
20.ΥυüYpsilon
21.ΦφphPhi
22.ΧχchChi
23.ΨψpsPsi
24.ΩωöOmega

 

Hebräisches Alphabet
Nr.FormTransliterationNameZahlenwert
1. אAleph1
2. בbBeth2
3. גgGimel3
4. דdDaleth4
5. הhHe5
6. וwWaw6
7. זzZajin7
8. חhChet8
9. טtTet9
10. יjJod10
11. כletzt ךkKaph20
12. לlLamed30
13. מletzt םmMem40
14. נletzt ןnNun50
15. סsSamech60
16. עAijn70
17. פletzt ףpPe80
pPe
18. צletzt ץsSade90
19. קqQoph100
20. רr Resh200
21. שsSin300
sSchin300
22. תtTaw400
tTav

 

Die Botschaft von Bertha Dudde mit der Nummer B.D. NR. B.D. NR. 4981 hat folgende Überschrift:

"Bestärkung im Glauben an meine Aufgabe."

Und im darauf folgenden Text gibt es dann diesen Satz:

"Darum bleibe stark, Mein Kind, und erfülle Meinen Auftrag, und halte dich an Mein Wort, das Ich, dein Vater von Ewigkeit, der Schöpfer und Erhalter des Alls, dir aus der Höhe zugehen lasse, allen Menschen zum Segen, die es vernehmen und aufnehmen in ihre Herzen."

Es ist also eine Botschaft von Gott, die direkt an Bertha Dudde selbst gerichtet ist, und sie hat sie auch offensichtlich als solche aufgefaßt.

In der Überschrift ist das Wort "meine" aufschlußreich. Dieses Wort "meine" ist ein Hinweis auf drei Dinge.

Erstens zeigt es an, daß Bertha Dudde, zumindest in diesem Fall, die Überschrift selbst geschrieben hat. Es ist eine Stelle, wo sie selbst über sich selbst etwas schreibt. Die Überschrift ist also nicht, zumindest in diesem Fall, von jemand anderem formuliert worden. Da in den oben gezeigten Handschriften die Überschriften fehlen, hat sie vielleicht diese Überschriften in einem anderen Dokument hinzugefügt.

Zweitens zeigt dieses Wort "meine" aber auch an, daß Bertha Dudde, zumindest in diesem Fall, die Überschrift nicht diktiert bekommen hat, sondern sie selbst formuliert hat, vielleicht später, vielleicht in einem anderen Dokument.

Die Botschaft von Bertha Dudde mit der Nummer B.D. NR. 4971 hat folgende Überschrift:

"Prüfung von Geistesgut, das voneinander abweicht. (Spiritismus?)"

Ein solches Fragezeichen, mit einem davor stehende Wort und das Ganze in Klammern, taucht mehrere Male auf. Auch dies deutet darauf hin, daß die Überschrift nicht diktiert wurde, sondern daß die Person, die die Überschrift formuliert hat, annimmt, daß das Wort in Klammern etwas mit dem Thema des Inhaltes der Botschaft zu tun hat, oder daß das Diktierte sich auf Dinge bezieht, mit denen sich Bertha Dudde beschäftigt hat, oder auf Diskussionen in Bertha Duddes Bekanntenkreis oder auf Diskussionen in der Öffentlichkeit. Das Wort in Klammern taucht meistens im Text selbst nicht auf.

Wenn man eine Botschaft von Bertha Dudde liest, nimmt man an, daß die Überschrift das erste war, was sie in dem Diktat erhalten hat. Nachdem man sich aber die gerade erwähnte Information ansieht, ist es offensichtlich, daß die Überschrift, erstens, nicht auf eine übernatürliche Weise erhalten wurde, also einen anderen Autor hat, und daß, zweitens, der andere Autor Bertha Dudde war, und daß, drittens, die Überschrift später hinzugügt worden ist, also nicht die erste Sache war, die aufgeschrieben wurde.

 

 

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