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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 91

B.D. NR. 8625 - B.D. NR. 8718
24.9.1963-7.1.1964
8625 8626 8635 8636 8643  8646 8648 8658 8659 8688
8702

 

Buch 91 8625

Vordringlichkeit der Weinbergsarbeit.

24. September 1963. B.D. NR. 8625.

Wenn ihr euch innerlich getrieben fühlet, für Mich und Mein Reich tätig zu sein, so könnet ihr dies schon als Mein Wirken in euch verzeichnen, dann spreche Ich Selbst euch durch das Herz an und dränge euch, Meiner Aufforderung Folge zu leisten. Dann also wisset ihr auch, daß Mein Wille in euch zum Ausdruck kommt und ihr euch nun bedenkenlos und Meines Segens gewiß betätigen könnet. Und es wird immer euer Tun Meinem Willen entsprechen. Darum seid nur unermüdlich tätig, leistet was ihr zu leisten vermögt, und überlasset Mir alles Weitere. Immer wieder sage Ich es euch, daß es überaus nötig ist, den Mitmenschen die Wahrheit zuzuführen, und also werde Ich auch alle Bemühungen und Arbeiten segnen, die für das Verbreiten der Wahrheit unternommen werden. Denn Ich weiß es, wer dafür noch aufnahmefähig und aufnahmewillig ist, und diesen soll auch die Wahrheit aus Mir zugeführt werden. Nur muß euer Wille dazu bereit sein, weil Ich keinen Menschen zwinge, für Mich tätig zu sein, denn ein solcher Zwang kann sich nicht segensreich auswirken, weil immer die Liebe der Anlaß zur Tätigkeit für Mich sein muß, Liebe aber keinen Zwang duldet. Es wird euch aber nicht an Beweisen Meiner stillen Mitarbeit fehlen, und ihr werdet beglückt sein, Mir dienen zu dürfen. Ich sehe die große geistige Not, Ich sehe die Finsternis, in der die Menschen wandeln, Ich sehe den geistigen Tiefstand, der in der Lieblosigkeit der Menschen seine Ursache hat, und es ist dringend nötig, daß den Menschen wieder das Evangelium der Liebe gebracht wird, wenngleich es oft tauben Ohren gepredigt werden wird, doch es muß den Menschen zugeführt werden in aller Reinheit, es muß wieder von Mir direkt ausgehen und den Weg nehmen zu den Menschen, wenn noch eine Möglichkeit bestehen soll, daß ihre Herzen angerührt werden. Es muß den Menschen Kenntnis gegeben werden von ihrer Erdenlebensaufgabe, sie müssen in aller Wahrheit unterwiesen werden, wenn überhaupt noch ein Erfolg erreicht werden soll. Und wenn es auch nur wenige sind, die sich die Worte zu Herzen nehmen, die ihre Ohren vernehmen (öffnen), es sind aber diese wenigen gerettet vor einem nochmaligen Gang durch die Schöpfungen der Erde, und was das bedeutet, das weiß nur Ich. Doch gerade deswegen gilt den Menschen Meine Vatersorge, und jede Möglichkeit schöpfe Ich aus, die Mir noch Seelen zurückbringen kann vor dem Ende. Doch immer benötige Ich dazu willige Diener auf Erden, die als Mittler tätig sind, die von Mir den Auftrag entgegennehmen, das Evangelium hinauszutragen in die Welt, das ihnen von Mir direkt zugeleitet wird. Ihr also, ihr stehet in Meinen Diensten - wisset ihr, was das heißt? Daß euch euer Gott und Schöpfer, euer Vater von Ewigkeit, auserwählt hat, mit Ihm zusammen zu wirken nach Seinem Willen. Darum dürfet ihr euch auch nicht zurückhalten lassen von dieser Arbeit, ihr sollet sie immer als vordringlich betrachten und dessen gewiß sein, daß Ich Mir alle eure irdischen Sorgen angelegen sein lasse und euch auch irdisch kein Nachteil erwachsen wird, denn Ich bin ein guter Hausvater, Dessen Knechte wahrlich keine Not zu leiden brauchen, so sie nur gewissenhaft die Arbeit leisten, die Er ihnen zuweiset. Nur ihr Menschen könnet euren Mitmenschen helfen, denn eine ungewöhnliche Ansprache, die Ich wohl auch an die Menschen richten könnte, würde sie nur zum Glauben zwingen, und dies wäre zwecklos. Ich rede aber die Menschen dennoch ungewöhnlich an, wenn ihnen Mein Wort zugeleitet wird, wenn sie es anhören. Und wenn sie es willig anhören, dann wird es sie auch ungewöhnlich berühren und sie zum Nachdenken veranlassen. Dennoch muß ihnen die Freiheit des Willens belassen bleiben, doch was nur getan werden kann, um die Menschen der Finsternis des Geistes zu entreißen und sie zum Liebewirken anzuregen, das werde Ich noch tun vor dem Ende, und segnen will Ich, die sich Mir zum Dienst anbieten, die willig sind, Weinbergsarbeit zu verrichten und also mitzuhelfen an der Erlösung derer, die Meinem Gegner noch nicht gänzlich verfallen sind. Denn es ist nicht mehr lange Zeit. Amen. B.D. NR. 8625.

 

Buch 91 8626

Liebe und Glaube mangeln den Menschen.

25. September 1963. B.D. NR. 8626.

Immer weiter entfernen sich die Menschen von Mir, immer weniger wollen sie glauben, denn weil sie kein Liebeleben führen, gelangen sie auch nicht zu einem lebendigen Glauben, und ein toter Glaube ist völlig wertlos, weil sie ihn leicht ganz hingeben, wenn sie sich bekennen werden müssen für oder wider Mich. Denn vor diese Entscheidung werden die Menschen gestellt werden, ganz gleich, ob diese Entscheidung verlangt wird von irdischen Machthabern oder auch durch schwere Schicksalsschläge, wo nur der rechte Entscheid ihnen Hilfe bringen kann in irdischer Not. Ohne Glauben sind sie verloren, denn sie sind dann Angehör Meines Gegners, der jeglichen Glauben an einen Gott und Schöpfer unter den Menschen zerstören will. Ein Liebeleben allein wird den Glauben lebendig machen, und dann ist jede Gefahr vorüber, Meinem Gegner zu verfallen. Denn ein lebendiger Glaube stellt die Verbindung her mit Mir, und es wird jede Not behoben werden können, weil der Mensch glaubt, daß Ich dazu die Macht habe, und er auch überzeugt ist, daß Meine Liebe Mich zur Hilfeleistung bestimmt. Doch arm und unglücklich sind die Menschen zu nennen, denen jeglicher Glaube fehlt an ein Wesen, Das voller Liebe, Weisheit und Macht ist. Und wenn ihnen gleich in irdischen Nöten geholfen wird von Meinem Gegner, so geht doch ihre Seele unwiderruflich verloren, denn diese hat jegliche Bindung mit Mir aufgegeben und ist ihm daher rettungslos verfallen. Und dieses Schicksal werden viele Menschen zu erwarten haben, daß Mein Gegner sie gänzlich beherrscht und sie auch sein Los teilen müssen am Ende der Erde, daß sie - wenn er in Ketten gelegt wird - wieder neugebannt werden in den Schöpfungen der Erde und wieder den Gang durch diese Neuschöpfungen hindurchgehen müssen. Doch es geschieht einer jeden Seele nach ihrem Willen, und es kann zu ihrer Rettung nichts anderes getan werden, als daß dem Menschen immer wieder das Evangelium der Liebe vorgetragen wird, daß es ihnen gesagt wird, was sie erwartet, wenn sie ohne Liebe leben und daher auch ohne Glauben. Immer wieder sollen die Menschen gerufen werden, immer wieder sollen sie aufgefordert werden, der Welt den Rücken zu kehren und sich auf geistiges Gebiet zu begeben. Immer wieder soll ihnen ihr Erdenlebenszweck vorgehalten werden, auf daß sie nicht sagen können, völlig ohne Wissen gewesen zu sein. Sie werden zwar euren Worten keinen Glauben schenken, aber sie sollen auch nicht ungewarnt bleiben, denn Ich werde ihnen immer wieder in den Weg treten und durch Schicksalsschläge ihr Denken zu wandeln suchen - weil bis zum Tode immer noch die Möglichkeit einer Wandlung ihres Willens besteht und keine Gelegenheit ungenützt bleiben soll. Und so wird es ein unaufhörliches Ringen sein um jene Seelen, die Mein Gegner noch festhalten will. Und wenn es euch, Meinen Dienern auf Erden, nur gelingt, eure Mitmenschen zum Glauben zu bewegen an einen Gott und Schöpfer, aus Dessen Macht sie hervorgegangen sind - wenn es euch nur gelingt, sie zum Liebewirken anzuregen, dann besteht auch die Möglichkeit, daß sie glauben lernen, daß sie ernstlich nachdenken - besonders wenn sie die Vergänglichkeit des Irdischen erkennen müssen und sie sich nach unvergänglichen Gütern zu sehnen beginnen. Jede Sinneswandlung kann für diese Menschen Rettung bedeuten, und es kann der Mensch sein Denken noch wandeln bis zu seinem Tode. Darum sollet auch ihr, Meine Mitarbeiter, nichts unterlassen, um in den Menschen den Glauben zu erwecken an eine liebevolle Macht, Die alle Menschen für Sich zurückgewinnen will. Ihr sollet sie auch in Kenntnis setzen, daß ihr selbst in unmittelbarer Verbindung stehet mit dieser Macht und daß Sie euch ein umfassendes Geistesgut zuleitet, das Aufklärung gibt über den eigentlichen Daseinszweck des Menschen. Immer wieder besteht die Möglichkeit, daß sich ein Mensch angesprochen fühlt und euch Gehör schenkt, und dann ist er auch schon mit Sicherheit gerettet, denn sowie Ich Selbst ihn ansprechen kann, wird er sich auch berührt fühlen und Stellung nehmen dazu. Darum ergeht auch immer wieder an euch der Aufruf, unermüdlich tätig zu sein, darum lasse Ich nicht nach, um die Liebe aller Seelen zu werben, die Mir noch fernstehen. Darum kommt oft große irdische Not über die Menschen, um sie zum Liebewirken an ihren Mitmenschen anzuregen. Und dann ist es auch nicht hoffnungslos, denn jedes Liebewerk verbindet den Menschen mit Mir und bringt gleichzeitig Lösung von Meinem Gegner. Wenn die Menschen doch glauben wollten, daß nur die Liebe ihnen Erlösung bringen kann von dem Feind ihrer Seelen - daß die Liebe ihnen auch Erkenntnis schenken würde und sie einen lebendigen Glauben gewinnen könnten, auch an den Erlöser Jesus Christus. Und ein lebendiger Glaube an Ihn bedeutet sichere Rettung von Sünde und Tod. Die Liebe aber ist erkaltet und daher auch der Glaube verlorengegangen, und ohne Liebe und Glauben kann kein Mensch selig werden, ohne Liebe und Glauben hat Mein Gegner noch die Herrschaft über dessen Seele, und sie kann nicht zum Leben kommen, das ewig währet. Amen. B.D. NR. 8626.

 

Buch 91 8635

Weinbergsarbeit nach dem Willen Gottes.

4. Oktober 1963. B.D. NR. 8635.

Jeden Meiner Mitarbeiter segne Ich, und Ich gebe ihm die stille Zusicherung Meines Beistandes, sowie er für Mich tätig ist. Denn Ich brauche seine Mitarbeit, wenngleich Ich wahrlich die Macht habe, alles nach Meinem Willen zu gestalten, also auch euch Menschen durch Meinen Willen zu vollenden. Doch Mein Plan, euch zur Vollendung zu bringen, erfordert den freien Willen des Menschen, und deshalb muß auch die Erlöserarbeit durch Menschen ausgeführt werden, auf daß sich alles im Rahmen des Natürlichen abspielt und kein ungewöhnliches Wirken einen Menschen zum Glauben zwingt. Immer wieder gebe Ich euch die Zusicherung, daß Ich alle eure Gedanken lenke und ihr dann auch die Weinbergsarbeit so in Angriff nehmet, wie es Mein Wille ist. Doch immer wieder ermahne Ich euch zu emsiger Tätigkeit, und Ich habe Meine Freude an eurer Dienstwilligkeit. Doch letzten Endes wird eine gesegnete Weinbergsarbeit immer in emsiger Kleinarbeit bestehen - es wird die Verbreitung Meines Evangeliums immer ein Wirken im kleinen sein, denn ob auch Massen sich versammeln und die Verkündigung Meines Wortes hören, so wird doch Mein Wort nur in wenigen Herzen Wurzeln fassen, und der Samen wird aufgehen. Und besonders in der letzten Zeit wird der Erfolg immer geringer werden, denn die Mehrzahl der Menschen wendet sich ab, sie verschließen ihre Ohren, weil sie nicht mehr glauben. Ich aber kenne die einzelnen Menschenherzen, und diesen führe Ich auch die Gnadengaben zu, Ich führe sie mit Meinen Weinbergsarbeitern zusammen, um sie direkt durch diese ansprechen zu können. Und ihr könnet es glauben, daß Ich nicht eine Seele auslasse, wo noch die Hoffnung besteht, daß sie Mich willig anhöret. Und ihr, Meine Diener auf Erden, werdet wahrlich durch emsige Kleinarbeit mehr erreichen als durch Großaktionen, die nicht den Erfolg eintragen, den ihr euch versprechet. Wenn Ich aber Selbst einen Erfolg ersehe, dann werde Ich auch eure Gedanken recht lenken und euch die Mittel zur Verfügung stellen, so daß ihr wieder tätig seid nach Meinem Willen. Doch vorgreifen sollet ihr nicht und euch auch keine Sorgen machen, schenket Mir nur immer euren Willen und lasset euch führen, und überlasset Mir alles Weitere. Wie wenige Menschen nur sind aufgeschlossen für ein Geistesgut, weil nur wenige erweckten Geistes sind. Und das müsset ihr bedenken, daß die meisten Menschen es nicht verstehen, auch wenn es ihnen zugeführt wird, weil sie ohne Liebe dahingehen und daher völlig verfinsterten Geistes sind. Und darum kann das Geistesgut, das von Mir direkt seinen Ausgang genommen hat, auch nicht eine solche Verbreitung finden wie jegliches andere Schrifttum, das den Massen angeboten wird und werden kann, weil die Welt nur weltliche Güter schätzet. Ich aber weiß es, was von Erfolg ist, und von Meiner Seite wird alles getan, um die Zahl derer, die gerettet werden, zu erhöhen, und ihr sollet immer nur tun, was in euren Kräften steht, und immer in liebendem Hilfswillen euch die Not der Mitmenschen angelegen sein lassen. Und jedes Bemühen will Ich segnen, das dieser Rettungsarbeit gilt. Und Ich Selbst will sie fördern in jeder Weise, doch Ich ersehe auch den Erfolg und weiß somit auch, welche Arbeit aussichtslos ist, also werde Ich sie verhindern, auf daß ihr eure Kraft und Mühe nicht ergebnislos verbrauchet. Doch die geistigen Erfolge jeglicher Weinbergsarbeit, die ihr im stillen leistet, könnet ihr selbst nicht ermessen, denn sie erstrecken sich auch in das jenseitige Reich, wo die Seelen jeden geistigen Gedanken aufnehmen und verfolgen, der euch bewegt, und eure Erlöserarbeit daher niemals umsonst sein wird, denn alle Seelen will Ich ansprechen, was ihr, Meine Diener auf Erden, Mir immer dann ermöglicht, wenn ihr selbstlos für Mich tätig seid. Amen. B.D. NR. 8635.

 

Buch 91 8636

Der Mensch hat einen freien Willen. Mißbrauch.

5. Oktober 1963. B.D. NR. 8636.

Der Wille des Menschen ist das Entscheidende. Er ist frei und bleibt frei bis an sein Lebensende, und auch im jenseitigen Reich ist es der freie Wille der Seele, der sie zum Aufstieg oder Absturz veranlaßt, und darum bestimmt dieser Wille auch allein das Los der Seele in der Ewigkeit. Wenn ihr Menschen nun einen freien Willen anzweifelt, weil ihr oft euren freien Willen in irdischen Angelegenheiten nicht zur Ausführung bringen könnet, so müsset ihr euch vorerst einmal klarwerden darüber, daß unter freier Wille euer innerstes Wollen verstanden werden muß, das von niemandem bestimmt werden kann, weder von Mir noch von Meinem Gegner, noch von irdischer Macht oder einem Mitmenschen. Dieses innere Wollen werdet ihr immer selbst bestimmen, auch wenn es euch unmöglich ist, das, was ihr wollt, auszuführen. Denn ihr dürfet nicht den Willen verwechseln mit der Ausführungsmöglichkeit. Darum streitet ihr so oft, daß der Mensch einen freien Willen besitze. Und weil ihr einen freien Willen habt, müsset ihr euch auch für die Richtung dieses Willens verantworten. Was ihr nun irdisch unternehmet, ist vielleicht für eure irdische Lebenslage von Wichtigkeit, nicht aber für das Los eurer Seele, und es geht sonach um die Richtung eures Willens in geistiger Beziehung, d.h., euer Innenleben soll Meinem Willen entsprechen, dann ist euer Wille recht gerichtet, und ihr erfüllet euren Erdenlebenszweck. Auf geistiger Ebene aber wandeln nur wenige Menschen, die anderen aber streiten darum einen freien Willen ab, weil sie ihre irdischen Pläne nicht immer ausführen können, und sie versteigen sich sogar zu der Behauptung, daß der Mensch ein Spielball des Schicksals sei und nichts aus Eigenem tun könne, seine Lebenslage zu ändern. Daß aber zumeist das Schicksal immer nur als Mittel dienen soll, um dem freien Willen des Menschen die rechte Richtung zu geben, so daß dieser sich Gott zuwende und also den Menschen auf die geistige Ebene bringe, das erkennen sie nicht an, und schon diese innere Weigerung beweiset einen freien Willen. Der freie Wille des Menschen wird weit mehr mißbraucht als genützet, ansonsten der geistige Tiefstand nicht eingetreten wäre, der aber sichtlich die Endzeit kennzeichnet. Die Menschen machen sich selbst nicht klar, daß sie frei wollende Geschöpfe sind, daß sie ihre innersten Gedanken nach jeder Richtung hin wenden können und daß sie selbst es durch ihren Willen bestimmen, welche Gedanken Zugang finden. Denn jeder Mensch führt ein eigenes Innenleben, das von keiner Seite aus bestimmt werden kann, sondern freie Willensangelegenheit jedes einzelnen ist. Doch solange die Menschen einen freien Willen streiten, schütteln sie auch jegliche Verantwortung von sich ab und machen immer Den für ihr Tun und Denken verantwortlich, Der sie erschaffen hat, wenn sie an einen Gott und Schöpfer glauben. Doch solange sie nicht um Sinn und Zweck ihres Erdenlebens wissen, machen sie sich auch keine Gedanken darüber, wie sie ihren Lebenswandel führen, denn sie halten das Erdenleben für Selbstzweck, nicht aber für ein Mittel zum Zweck, und ihr Wollen und Denken ist nur irdisch gerichtet. Der freie Wille allein ist entscheidend, ob sie ihr Ziel erreichen auf der Erde, denn der freie Wille muß sich zu Gott bekennen als Gott und Schöpfer (zu seinem Gott und Schöpfer bekennen), und im freien Willen muß der Mensch die Liebegebote Gottes erfüllen. Dann wird der freie Wille die rechte Richtung nehmen und auch jederzeit Stärkung erfahren, weil der Mensch, der in der Liebe lebt, auch zu Jesus Christus finden wird und von Ihm die Gnaden eines verstärkten Willens in Empfang nehmen wird und dann sein Los in der Ewigkeit auch gesichert ist. Es wird Mißbrauch getrieben mit dem freien Willen, denn alles schlechte Handeln geht daraus hervor, daß der Mensch seinen Willen falsch richtet, daß er immer noch dem zu Willen ist, der alles Unheil in die Welt gebracht hat. Auch der Abfall der Wesen von Gott hatte den freien Willen zum Anlaß, und die Rückkehr zu Gott muß daher wieder im freien Willen stattfinden, was nur geschehen kann, wenn er die rechte Richtung einschlägt, wenn der Wille wieder sich Gott zuwendet, und nun auch wird der Mensch von Ihm erfaßt und er dann garantiert auch zu Dem wieder zurückkehren, von Dem er einst als freies, lichtvolles Wesen ausgegangen ist. Amen. B.D. NR. 8636.

 

Buch 91 8643

Erklärung über Wassertaufe.

13. Oktober 1963. B.D. NR. 8643.

Ihr begreifet immer noch nicht Meines Wortes geistigen Sinn - ihr leget euch die Buchstaben aus nach eurem Verstand, und ihr könnet daher auch nicht zu den rechten Ergebnissen kommen, ihr könnet es nicht verstehen, was Ich euch sagen wollte, als Ich zu Meinen Jüngern sprach: Taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Unter Taufe verstehet ihr immer nur das Untertauchen in das Wasser - eine äußere Form, welche die Menschen anwendeten, um ihren Gehorsam gegen das Gebot der Taufe kundzutun - die aber eben auch nur eine äußere Begleitform war und ist, niemals aber den eigentlichen Kern Meines Gebotes berührt. Die Wassertaufe an sich bringt keinerlei Wandlung des Menschen zustande, was ihr Menschen doch werdet zugeben müssen. Erst die Zuwendung dessen, was vom Vater, vom Sohn, vom Geist ausgeht - was die Liebe des Vaters, die Weisheit des Sohnes und die Kraft des Geistes beweiset - das kann in dem Menschen eine Veränderung bewirken und ist erst die wahre Taufe, die ein jeder Mensch empfangen haben muß, um sein Ziel auf Erden zu erreichen: sich zu vollenden, um sich mit Mir zusammenschließen zu können auf ewig. Der Vater - die Liebe - ist ein ewiges Feuer, von Dem das Licht der Weisheit - der Sohn - ausgeht, und es muß nun auch die Kraft des Geistes sich äußern, es muß der Mensch - als schwaches Geschöpf, von Liebe und Weisheit so erfüllt sein, daß er selbst nun wieder zu Kraft und Freiheit gelangt. Er muß von Meinem Geist erfüllt sein, also Liebe, Weisheit und Geisteskraft müssen ihn kennzeichnen als göttliches Geschöpf, das zur Vollkommenheit zurückgekehrt ist. Es muß der Mensch untertauchen im Meer Meiner Liebe, er muß eingeführt werden in alle Wahrheit, was immer geschehen wird durch Meinen Willen, Meine Kraft und Meine übergroße Liebe. Taufet sie im Namen des Vaters - bringet ihnen Mein Wort in Liebe dar, das Weisheit in sich birgt, und machet dadurch das Wirken des Geistes im Menschen möglich, das Liebetätigkeit voraussetzt, weil die Äußerung Meines Geistes die Entäußerung Meiner Liebe ist, die in der Zuleitung der Weisheit - einem wahrheitsgemäßen Wissen - zum Ausdruck kommt. Liebe, Weisheit und Kraft - darüber müsset ihr Menschen wahrheitsgemäß aufgeklärt werden, und diese Aufklärung ist eine wahre Geistestaufe, die aber nicht durch ein Untertauchen im Wasser ersetzt werden kann. Verstehet es doch, ihr Menschen, daß ihr euch nicht an äußere Formen binden sollet - verstehet es, daß Ich wahrlich nicht Äußerlichkeiten von euch fordere, sondern immer nur das bewerte, was im Geist und in der Wahrheit unternommen wird. Und wenn ihr nun als Beweis eures rechten Denkens die Taufe des Johannes an Mir im Jordan anführet, so bedenket, daß die Menschen in jener Zeit noch sehr wenig wußten von Mir, daß sie zu jener Zeit viel auf äußere Handlungen gaben und es erst eines bestimmten Reifegrades des einzelnen bedurfte, um diesem den geistigen Sinn der Taufe verständlich machen zu können. Zudem bewiesen die Menschen durch den Willen, sich von Johannes taufen zu lassen, ihr Verlangen, ihrem Gott und Schöpfer näherzukommen, und in jener Zeit war dies schon ein erheblicher geistiger Gewinn. Und so unterzog auch Ich Selbst Mich dieser Handlung, um das Wirken Meines Vorläufers Johannes zu legitimieren, denn es wäre sinnlos gewesen, den Menschen diese äußere Handlung zu erklären als unwichtig, weil sie für die reine geistige Wahrheit noch kein Verständnis hätten aufbringen können. Es brachte ihnen eine Wassertaufe keinen Schaden, doch Nutzen erst dann, wenn sie auch das Wort Gottes annahmen, das ihnen Johannes brachte. Und so auch wird jetzt der Mensch die Taufe empfangen, wenn er Mein Wort, das ihm Meine endlose Vaterliebe zuleitet, annimmt, danach lebt und dadurch zur Weisheit - die von der Liebe ausgeht - gelangt und nun auch Mein Geist in ihm erweckt wird, der Licht und Kraft ist und im Menschen wirket. Dies alles ist jedoch nicht zu ersetzen durch die Wassertaufe, nur wird letztere immer ein Symbol bleiben, eine äußere Form, von der die Menschen nicht abgehen wollen, weil sie alles nach außen zu demonstrieren suchen und sich nicht mit dem Wert rein geistigen Erlebens begnügen. Ich kann euch nur immer wieder sagen, daß alle äußeren Handlungen und Gebräuche keinen Wert haben, daß Ich niemals einen Menschen bewerte, was er nach außen hin tut, sondern allein die innere Einstellung zu Mir und Meinem Wort ausschlaggebend ist, denn sowie ein Mensch Mein Wort annimmt, es anerkennt und seinen Lebenswandel diesem Wort gemäß führet, wird er sich vollenden noch auf Erden, denn Mein Wort ist das Wasser des Lebens, das dem Urquell entströmt. Und in diesem Wasser sollet ihr untertauchen, dieses Wasser wird eurem Leibe entströmen, und ihr werdet die geistige Taufe erleben, wenn der Geist in euch zum Leben erwacht, wenn Liebe, Weisheit und Kraft euch durchdringen und ihr wieder zu eurem Urwesen werdet, das ihr waret im Anbeginn, wenn ihr durch das Wasser des Lebens zum ewigen Leben gelanget, das ihr nun ewiglich nicht mehr verlieret. Amen. B.D. NR. 8643.

 

Buch 91 8646

Das Evangelium der Liebe muß verkündet werden.

16. Oktober 1963. B.D. NR. 8646.

Wenn euch das Evangelium der Liebe gepredigt wird, dann wisset ihr, daß Ich Selbst es bin, in Dessen Auftrage Meine Boten euch das darbieten, was überaus wichtig ist, wollet ihr die Seelenreife erlangen noch auf Erden. Ich spreche dann selbst euch an durch Menschenmund, denn Ich will euch die Wichtigkeit des Erfüllens Meiner Liebegebote unterbreiten, Ich will euch dazu veranlassen, daß ihr eure Ichliebe wandelt zur uneigennützigen Nächstenliebe. Ich will euch anregen, euch mit Mir Selbst zusammenzuschließen, denn Ich bin die Liebe, und jedes Liebewerk verbindet euch mit Mir, mit jedem Liebewerk fesselt ihr Mich Selbst an euch, und darum könnet ihr nur durch Liebewirken wieder eure Urbeschaffenheit annehmen, da ihr als pur Liebe von Mir ausgestrahlt wurdet und vollkommen waret. Nur die Liebe bringt diese Rückwandlung zustande. Und es ist dies eure einzige Erdenlebensaufgabe, euer Wesen wieder zur Liebe zu gestalten. Und deshalb muß Ich euch immer und immer wieder Meine göttliche Liebelehre predigen, Ich muß Mich des Mundes Meiner Diener auf Erden bedienen, um euch das Evangelium zu predigen, das von euch Erfüllen Meiner Liebegebote fordert. Euer Wesen ist noch zu sehr von der Ichliebe erfüllt, ein jeder Mensch denkt zuviel an sich selbst und achtet seines Mitmenschen nicht, der in geistiger oder irdischer Not seine Hilfe benötigt - und er ist sich dessen nicht bewußt, daß jeder Tag vergebens gelebt ist, wo nicht ein Liebewerk seiner Seele zum Ausreifen verhelfen konnte. Und darum muß er immer wieder darauf hingewiesen werden, Ich muß ihm immer wieder Meine Boten zusenden, die ihn daran gemahnen, sich des Nächsten uneigennützig anzunehmen, sein eigenes Ich zurückzustellen und immer nur die Liebe zu üben, die allein ihm zur Vollendung verhilft. Aber er soll auch eine rechte, wahrheitsgemäße Aufklärung erhalten über die Bedeutung Meiner Liebegebote, er soll wissen um die Auswirkung eines rechten Liebelebens und um die schwerwiegenden Folgen eines Lebenswandels ohne Liebe. Immer soll der Anlaß seines Mensch-Seins in aller Wahrheit dargelegt werden, der das Zurückweisen Meiner Liebe gewesen ist und die Umgestaltung des Urwesens zur Lieblosigkeit, er soll wissen, was die Liebe an sich ist - daß sie Mein Grundwesen ist, daß sie auch die Ursubstanz jedes einzelnen geschaffenen Wesens ist und daß ohne Liebe jedes Wesen höchst unvollkommen genannt werden muß, daß Vollkommenheit nicht ohne Liebe zu denken ist - daß von der Liebe alle Seligkeit, alles Licht und alle Kraft abhängig ist und daß darum der Mensch nur über die Erde geht, um sein Wesen wieder zur Liebe zu gestalten, will er ewig selig sein. Wo euch Menschen daher das Evangelium der Liebe gepredigt wird, dort höret ihr Mich Selbst, denn Ich stehe hinter einem jeden, der die Liebe lehret, und er spricht dann nur aus, was Ich Selbst sagen würde, wenn Ich mitten unter euch weilte und euch belehren würde. Doch Ich muß Mich stets eines Menschen bedienen, um keinen Menschen zum Glauben zu zwingen, weil auch die Liebe trotz des Gebotes völlig frei bleiben muß, denn eine erzwungene Liebe ist keine Liebe und zieht somit auch keinen Segen nach sich. Tief im Herzen muß der göttliche Funke entzündet werden, den Ich in euch hineingelegt habe, auf daß ihr überhaupt dazu fähig seid zur Liebe, denn ihr gabet im freien Willen diese Fähigkeit dahin, als ihr jegliche Liebeanstrahlung von Mir zurückwieset. Ihr waret völlig bar jeder Liebe, und ihr würdet auch auf Erden ewig nimmer zur Vollendung gelangen können, wenn nicht Meine erbarmende Liebe euch ein Fünkchen beigesellt hätte, das ihr nur zu entzünden brauchet, das hell in euch auflodern und zu einem gewaltigen Feuer entbrennen kann. Und dieses ist das Ziel, das ihr erreichen sollet: daß ihr wieder erfüllt seid mit Liebekraft und danach wieder zu göttlichen Wesen werdet, die ihr waret im Anbeginn. Doch es fehlt euch zu Beginn eurer Verkörperung jegliche Erkenntnis, um euren Urzustand, euren Abfall von Mir und eure Erdenaufgabe. Und darum wird euch immer wieder das Evangelium der Liebe gepredigt, darum werdet ihr auch schicksalsmäßig immer wieder angeregt zum Liebewirken. Euer Leben wird sich so abspielen, daß ihr immer uneigennützige Liebe üben könnet, und immer nur soll euer Wille bereit sein, jede Gelegenheit zu nützen, wo ihr liebetätig sein könnet. Denn davon hängt euer Leben in der Ewigkeit ab. Nur die Seele, die zur Liebe sich gestaltet, kann in Gottnähe weilen. Nur die Liebe bringt die Vereinigung mit Mir, der Ewigen Liebe, zustande, und nur die Liebe gibt euch wieder alle Eigenschaften und Fähigkeiten zurück, die zur Vollkommenheit gehören und die ihr freiwillig einst dahingabet, als ihr Mir eure Liebe aufkündigtet und daher verhärtetet in eurer Substanz. Ihr müsset wieder zur Liebe werden, ihr müsset euer Urwesen wieder annehmen, ansonsten ihr in Ewigkeit nicht selig werden könnet. Und weil ihr dies bei Beginn eurer Verkörperung nicht wisset als Folge eurer Lieblosigkeit, die auch Lichtlosigkeit ist, werden euch immer wieder Meine Liebegebote nahegebracht, von deren Erfüllung eure Seligkeit abhängt. Denn nur durch die Liebe schließet ihr euch wieder mit Mir zusammen, und ihr seid wieder vollkommen, wie ihr es waret im Anbeginn. Amen. B.D. NR. 8646.

 

Buch 91 8648

Antwort auf Frage über Wiederverkörperung.

18. Oktober 1963. B.D. NR. 8648.

Nur ein Auszug:

Wenn euch gesagt wird, die Seele des Menschen geht in das jenseitige Reich ein, so versteht ihr noch nicht recht, was unter letzterem alles zu verstehen ist: Alles außerhalb des Erdenlebens ist Jenseits. Und alle Gestirne bergen Geistiges in den verschiedensten Entwicklungsgraden, wo wahrlich jede Seele ihren Entwicklungsgang fortsetzen kann, wenn sie nicht so hartnäckig in ihrem Widerstand verharrt, daß sie in schöpfungslosen Räumen ihr Unwesen treibt zur eigenen Qual.
8648

 

Buch 91 8658

Es soll Licht werden unter den Menschen.

29. Oktober 1963. B.D. NR. 8658.

Ein großes geistiges Gebiet wird euch Menschen erschlossen, die ihr euch von Mir Selbst belehren lasset, denn Ich kann allen durch Meine Boten und Mittler das Wissen zuleiten, die nur danach verlangen und die durch ein Liebeleben fähig sind, es zu verstehen. Es ist ein Gebiet, daß eurem Verstandesforschen verschlossen ist, das auch euch Menschen unbeweisbar ist und bleibt so lange, bis euch von innen, durch den Geist, ein so helles Licht geschenkt wird, das dieses für euch auch die Beweiskraft hat, daß ihr euch in einem wahren Wissen bewegt. Und unerschöpflich ist dieses geistige Gebiet, euer Gott und Schöpfer wird euch ständig belehren und euch immer tiefere Erkenntnis schenken, wenn ihr nur die Voraussetzung erfüllet, die von euch gefordert wird: daß ihr euch Mir innig verbindet im Gebet oder durch Taten der Liebe, denn die Bindung mit Mir muß vorhanden sein, ansonsten ihr in ewiger geistiger Blindheit verharret. Denn Ich Selbst bin das Licht, Ich bin die Wahrheit, Ich bin der Quell, von Dem Liebe, Licht und Kraft - tiefste Weisheit - ausströmt. Und dieser Strom kann sich nur ergießen, wenn der Kontakt hergestellt ist, den ihr selbst herstellen müsset, weil ihr ihn einstens freiwillig unterbrochen hattet. Dann aber wird euch ein Gebiet erschlossen, das ihr als nur Mensch nicht betreten könnet, wenn nicht dieser Kontakt mit Mir besteht. Alles liegt dann klar vor euch, ihr durchschauet die geistigen Zusammenhänge, ihr verstehet Mein Walten und Wirken, euch wird Mein Heilsplan von Ewigkeit enthüllt, und er ist euch verständlich. Ihr erfahret von geistigen Vorgängen, die eurem Sein als Mensch zugrunde liegen, ihr verstehet auch Naturvorgänge und könnet euch die Geschehen um euch erklären, euch wird Mein Wesen enthüllt, und viele Schleier lüften sich, die noch vor euren Augen hängen. Ihr könnt auch Einblick nehmen in geistige Welten, wenn ihr auch nur vorerst gedanklich darüber informiert werdet - bis sich euer geistiges Auge erschließt, wenn ihr einen bestimmten Reifegrad erreicht habt, der ein geistiges Schauen zuläßt. Ein Wissen, das euch als Mensch völlig mangelt, wird euch geschenkt von Meiner Vaterliebe, die euch wieder in dem Zustand wissen möchte wie einst vor eurem Abfall von Mir, als ihr im hellsten Licht der Erkenntnis standet und selig waret. Ihr sollt wieder zu jenem Zustand gelangen und könnet dies auch während eures Erdenlebens als Mensch erreichen. Doch ihr müsset diesen anstreben, er kann euch nicht geschenkt werden. Ihr müsset bewußt euch Mir verbinden, Mich anerkennen als euren Gott und Schöpfer, als euren Vater und Meine Gegenwart ersehnen, die euch dann auch Gnadengaben garantiert von höchstem Wert, weil Meine endlose Liebe sich entäußern will und Ich also euch auch wieder das helle Licht der Erkenntnis zurückgeben möchte, das ihr selbst trübtet und dann gänzlich verloret. Bedenket nun, in welchem Geistesdunkel die Menschheit dahingeht, bedenket, daß nur einige wenige eine lichtvolle Sphäre um sich schaffen, daß also gleichsam nur Lichtfunken auf der Erde aufblitzen, die zwar jeder Mensch auffangen könnte und die genügen würden, wieder ein Licht anzuzünden im Herzen eines Menschen, der dem Dunkel entfliehen möchte. Bedenket, wieviel glücklicher die Menschen wären, wenn sie nur in einem kleinen Grad der Erkenntnis stehen würden, den sie selbst dann jederzeit erhöhen könnten. Dann werdet ihr, die ihr schon ein Licht in euch entzündetet, es verstehen, daß Ich alles begünstigen werde, was dazu beiträgt, daß es Licht werde unter den Menschen. Ihr werdet es verstehen, daß Ich Selbst Mir Lichtträger heranbilde, die Ich mit einem reichen Wissen ausstatte, die Ich stets tiefer einführe in die Wahrheit, die nur von Mir ihren Ausgang nehmen kann - und daß Ich diese Lichtträger wieder beauftrage ihr Licht hinausstrahlen zu lassen, auf daß die Dunkelheit durchbrochen werde, die auf der Menschheit lastet. Ich will nicht, daß ihr Menschen in gleicher Dunkelheit das Erdenleben verlasset, in der ihr es betreten habt. Ich will, daß ihr in diesem Leben als Mensch wieder verlanget nach Licht, und wahrlich, euer Verlangen wird erfüllt werden, und es wird euch beseligen schon auf Erden, wenn es in euch hell wird, wenn ihr begreifen lernet, warum ihr auf Erden weilet und was eure eigentliche Erdenaufgabe ist. Ich allein weiß es, was die Finsternis bedeutet für einen in hellstem Licht erschaffenen, freien, seligen Geist. Ich allein weiß es, daß dieser Geist erst wieder selig sein kann, wenn er sich im Stromkreis Meiner Liebeausstrahlung befindet. Und in diesen Liebestromkreis will Ich ihn schon als Mensch auf Erden hineinziehen und sende ihm daher immer wieder Strahlen zu, die in ihm ein Licht entzünden sollen, das dann von selbst dem Urlicht von Ewigkeit zudrängt. Das heißt also, Ich schenke jedem Menschen vorerst ein kleines Wissen, das in geistiges Gebiet hineinreicht, und der Mensch kann es aus eigenem Willen vergrößern. Er kann unentwegt Meinen Liebekraftstrom in Anspruch nehmen, er kann sich selbst in den Besitz geistiger Güter setzen, wenn er diesen Kraftstrom nützet zum Wirken in Liebe und die Liebe dann in ihm ein immer helleres Licht entzündet. Und Licht bedeutet Wissen, Erkenntnis, tiefste Weisheit - immer aber geistiges Gebiet betreffend, das dem Verstand nicht zugänglich ist, weil Ich Selbst es Mir angelegen sein lasse, jene Menschen zu belehren, die sich Mir hingeben und Mich um Erhellung ihres Geistes bitten. Diese werden ein umfangreiches Wissen entgegennehmen dürfen und so also langsam in jenen Zustand der Erkenntnis eintreten, in dem sie anfänglich sich befanden. Die Finsternis wird von ihnen weichen, die Mein Gegner über sie verhängt hat, sie werden wieder zum Licht gelangen, weil sie bewußt die Verbindung mit Mir, dem Urlicht von Ewigkeit, herstellen und sich von Mir wieder anstrahlen lassen wie einst, als sie in aller Vollkommenheit von Mir ausgegangen sind. Amen. B.D. NR. 8658.

 

Buch 91 8659

Bewußte freiwillige Bindung mit Gott ist Seligkeit.

30. Oktober 1963. B.D. NR. 8659.

Die Seligkeit Meiner Geschöpfe suche Ich ständig zu erhöhen, ganz gleich, in welchem Reifegrad sie sich befinden. Doch es ist der Reifezustand maßgebend, ob sie annehmen, was Ich ihnen an Gnadengaben zukommen lasse, oder sie zurückweisen. Mein Liebelicht strahlt unentwegt in die ganze Unendlichkeit, es berührt sowohl das schon vollkommene Geistige und erhöht ständig seine Seligkeit, wie es aber auch allem noch Unseligen zustrahlt, nur auf Widerstand stößt und daher ohne Wirkung bleibt. Wo jedoch der Widerstand nur um weniges nachläßt, empfindet das Wesenhafte eine Erleichterung seiner Qual oder Fesselung, die es erdulden muß, bis der Widerstand gänzlich nachgelassen hat. Und dann braucht es sich nur bereitwillig Meiner Liebeanstrahlung zu öffnen, um von dieser beglückt zu werden und immer höher zu steigen, was auch immer verstärkten Zustrom Meiner Liebekraft nach sich zieht. Sowie nun Mein Geschöpf wieder seiner selbst bewußt ist - wenn es als Mensch über die Erde geht oder auch schon eingegangen ist in das jenseitige Reich - dann hat es auch die Bindung mit Mir hergestellt und Meinem Liebelichtstrahl freiwillig sich geöffnet, und dann wird es auch die Seligkeit empfinden, die Meine göttliche Einstrahlung ihm auch bereiten muß, weil Ich immer nur beglücken will. Und niemals werde Ich Meinen Geschöpfen nun Meine Liebe entziehen und ihren Seligkeitszustand verringern, wenn sie einmal in diesen Zustand eingetreten sind. Und es kann also immer nur einen Aufstieg geben, es kann sich der Seligkeitszustand immer nur erhöhen, sowie das Geschöpf bewußt die Verbindung mit Mir eingegangen ist. Darum ist diese bewußte Bindung das, was Ich zu erreichen suche durch Mittel verschiedenster Art, denn bis dahin kann das Wesen immer wieder zurückfallen, selbst wenn Meine Liebe alles tut, um es zu verhindern, aber es kann nicht gezwungen werden, und es ist das Herstellen der Bindung mit Mir ein vollkommen freier Willensakt. Er führt das Wesen zur Seligkeit, die sich ständig erhöht, wird er aber nicht ausgeführt, dann bleibt das Wesen in einem unglückseligen Zustand und kann ewige Zeiten darin verharren. Aber es wird immer und immer wieder von Mir angestrahlt, damit es seinen Widerstand aufgibt, nur daß die Anstrahlung unwirksam bleibt bei ständiger Zurückweisung. Darum wisset ihr Menschen nicht, in welch großer Verantwortung ihr steht, denn im Erdenleben als Mensch habt ihr diesen Grad erreicht, daß ihr bewußt den freien Willensentscheid treffen müsset, der euch aus jeglicher Unseligkeit erlösen kann, der euch gestalten kann zu einem göttlichen Wesen, das nun ständig in Verbindung steht mit Mir und daher auch ständig von Meiner Liebekraft angestrahlt werden kann. Aber gerade diese Willensprobe - wenn sie bestanden wird - ist der große Wendepunkt in eurem Sein, auf eurem Wege der Rückkehr zu Mir. Euer Erdenschicksal ist für jeden einzelnen Menschen so bestimmt, daß er diese Willensprobe bestehen kann. Doch Mein Gegner wird alles tun, um den Menschen daran zu hindern, die Bindung mit Mir zu suchen, und darum hat der Mensch auf Erden einen Kampf zu bestehen, denn er allein entscheidet, ob Ich oder Mein Gegner siegt über ihn, weder Ich noch Mein Gegner zwingen seinen Willen, sondern ein jeder sucht ihn nur zu beeinflussen, entscheiden muß sich aber der Mensch selbst. Und wenn ihr nun wisset, daß ihr somit auch über euren Zustand entscheidet, ob er unselig bleibt oder sich in einen seligen gestaltet, werdet ihr auch die große Verantwortung im Erdenleben erkennen, und ihr müßtet dann alles tun, um euch frei zu machen von eurem Gegner, was ihr nun wieder nur könnet, wenn ihr euch von Mir Kraft erbittet, und diese Bitte ist schon eine Verbindung mit Mir, die ihr nur zu bestärken brauchet, um den Sieg über den Gegner zu gewinnen. Denn Ich lasse euch wahrlich nicht ohne Kraft, so ihr nur diese erbittet von Mir. Denn dann öffnet ihr euch Meiner Liebekraftanstrahlung, und ihr habt die schwerste Willensprobe bestanden, ihr schreitet nun aufwärts und werdet auch nimmermehr zurückfallen, sowie einmal eure Bindung mit Mir im Geist und in der Wahrheit stattgefunden hat. Denn Ich achte und bewerte nur das, was tief im Herzen empfunden wird, während Worte allein vor Mir keinen Wert haben. Dennoch werde Ich nicht ruhen, immer wieder euch anzurühren, denn bis zu eurem Leibestode ringe Ich mit Meinem Gegner um eure Seelen, damit ein endlos langer unglückseliger Erdengang durch die Schöpfung nicht für euch vergeblich gewesen sei; immer wieder werde Ich euch Liebelichtfunken aufblitzen lassen auf Erden und auch dann noch im jenseitigen Reich, um euch, Meine Geschöpfe, dazu zu bringen, daß ihr euren Widerstand aufgebet und Mir freiwillig euer Herz zuwendet. Und jedes einzelne Wesen, jede einzelne Seele, ist für Mich ein großer Gewinn, sowie Ich sie mit Meiner Liebe wieder anstrahlen kann. Und was Ich nicht erreiche in einem Erdengang, das werde Ich doch sicher einmal erreichen, denn Ich gebe keine Seele auf, die einstmals aus Mir hervorgegangen ist, Ich verfolge sie mit Meiner Liebe, und ob Ewigkeiten vergehen - einmal kehret sie sicher freiwillig zu Mir zurück. Amen. B.D. NR. 8659.

 

Buch 91 8688

Irrige Auslegung der Worte Jesu.

29. November 1963. B.D. NR. 8688.

Der Menschen Denken ist irdisch gerichtet, und so legen sie auch alles irdisch aus, was einen tiefen geistigen Sinn hatte, was als geistige Belehrung ihnen zugegangen ist von Mir aus, Der Ich immer direkt oder durch Boten zu den Menschen gesprochen habe. Meine Belehrungen aber hatten immer das Heil der Seelen zum Anlaß, und wenn Ich die Menschen ansprach, sowohl in alter als auch in neuer Zeit, so habe Ich stets in Mein Wort einen geistigen Sinn gelegt, der anfangs auch recht verstanden wurde, jedoch niemals lange Zeit verging, bis dieser geistige Sinn weltlich durchsetzt wurde und zuletzt im irdischen Sinn ausgelegt wurde. Und so also hat sich niemals Mein Wort rein erhalten, es sind Handlungen und Gebräuche daraus hervorgegangen, die dem geistigen Sinn nicht mehr entsprachen, und Mein Wort hat die Heilkraft verloren, weil es nicht mehr Mein reines Wort geblieben ist. Was geistig von euch verlangt wurde - weil Ich Mir von der Erfüllung einen Segen für eure Seelen versprach - das habt ihr Menschen zu irdischen Handlungen gewandelt. Ihr habt euch für jede Forderung, die Ich an eure Seelen stellte, einen weltlichen Vorgang erdacht und ausgeführt, und ihr habt diese Vorgänge dann Sakramente genannt und ihnen eine überhohe Bedeutung zuerkannt, so daß nun zahllose Menschen mit größter Gewissenhaftigkeit den ihnen gestellten Forderungen nachkommen und glauben, für ihre Seelen einen Gnadenschatz zu sammeln durch Erfüllen menschlich erlassener Gebote. Und es ist alles nur Form und Schein und völlig bedeutungslos für das Ausreifen der Seelen. Doch ihr Menschen beharret mit äußerster Zähigkeit an solchen Formen, die ihr euch selbst geschaffen habt, die aber niemals von Mir aus von euch Menschen verlangt worden sind. Alle Meine Worte, die Ich sprach, als Ich Selbst über die Erde ging als Mensch, hatten tiefen geistigen Sinn und können niemals durch äußere Handlungen ersetzt werden. Ihr aber habt den tiefen Sinn nicht erfaßt, und ihr lasset euch genügen an äußeren Gebräuchen, die euch niemals für eure Seele einen Vorteil eintragen können. Bedenket, welche Auswirkung ihr schon allein der Taufe zugestehet! Bedenket, daß ihr eine einfache äußere Handlung ausführet und nun von geistigen Erfolgen überzeugt seid: sei es die Freiwerdung von der Erbsünde, sei es die Aufnahme in Meine Kirche - die Aufnahme in eine religiöse Gemeinschaft. Doch alles dieses muß sich der Mensch selbst erwerben während seines Erdenlebens, er muß von der Sünde sich erlösen lassen durch Jesus Christus im freien Willen. Also gehört dazu mehr als nur der Taufakt, der an einem Kinde vorgenommen wird. Und er kann auch nur Meiner Kirche sich angliedern wieder im freien Willen durch bewußtes Leben in Meiner Nachfolge, daß er durch die Liebe zu einem lebendigen Glauben gelangt - dem Merkmal der von Mir gegründeten Kirche. Denket an die Sakramente der Beichte und des Altars. Was ihr daraus gemacht habt und durch welche Äußerlichkeiten ihr die Vergebung der Sünden euch erhoffet. Denket daran, was Ich darunter verstanden haben will, daß ihr Mir Einlaß gewähren sollet, auf daß Ich mit euch das Abendmahl halten kann und ihr mit Mir - und wie ihr diese Meine Worte Tuet dies zu Meinem Gedächtnis - zu einem Vorgang werden ließet, der wieder keine Auswirkung auf eure Seele haben kann, wenn ihr nicht ein so tiefes Liebeleben führet, daß ihr durch die Liebe Mir innig verbunden seid und dann auch Ich Selbst in euch gegenwärtig sein kann. Alles, was geistig von euch verlangt wurde, womit eure Seele allein fertigwerden sollte, das habt ihr Menschen mit irdischen Begriffen verschmolzen und euch also selbst etwas aufgebaut, so daß ihr eifrig befolget, was von euch verlangt wird, was als Mein Wille begründet wird. Und immer wieder muß euch darüber Aufklärung gegeben werden, doch solche Aufklärungen nehmet ihr nicht an, sondern immer eifriger kommet ihr den menschlich erlassenen Geboten nach, während ihr Meine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe unbeachtet lasset und daher stets finstereren Geistes werdet und zuletzt keine Möglichkeit mehr besteht, das Falsche eures Denkens und Tuns zu erkennen. Und ihr habt euch auch selbst eine Fessel angelegt, indem ihr widerspruchslos alles als Wahrheit annehmet, was euch als Mein Wort nahegebracht wurde. Alle Meine Worte leget ihr rein irdisch aus, doch des geistigen Sinnes achtet ihr nicht, und dadurch sind Irrtümer entstanden, die nur dann bereinigt werden können, wenn ihr liebeerfüllt seid, denn dann wird es in euch selbst Licht, und ihr erkennet es, wenn ihr euch im Irrtum bewegt. Euch werden alle menschlich erlassenen Gebote und sakramentalen Handlungen erkenntlich sein als Irreführung, die nur ein finsterer Geist hinstellen konnte als göttlichen Willen und ihr werdet euch zu lösen suchen vom Irrtum in der Erkenntnis der reinen Wahrheit, die allein der Seele zum Heil gereichen kann und die allein nur der Mensch wird als Wahrheit erkennen, der in der Liebe lebt, der also Mein Liebegebot als erstes erfüllt und dann auch sich im rechten Denken bewegen wird. Amen. B.D. NR. 8688.

 

Buch 91 8702

Langsame Aufwärtsentwicklung der Wesen in der Schöpfung.

17. Dezember 1963. B.D. NR. 8702.

So vernimm Folgendes: Als Ich die einst als Wesen von Mir ausgestrahlte Kraft umwandelte zu Schöpfungswerken verschiedenster Art, begann die langsame Aufwärtsentwicklung dieser Wesen im aufgelösten Zustand. Es war anfangs ein unvorstellbares Gewoge geistiger Substanzen, die langsam Form annahmen, als die geistige Kraft verdichtet wurde durch Meinen Willen zur Materie und diese Materie wieder so verschieden geartet war, daß euch Menschen dieses nicht verständlich gemacht werden kann. Nach Meiner Weisheit und Meiner Liebe hatte Ich einen Heilsplan entworfen für das von Mir einst abgefallene Geistige, der eben in der Schöpfung zur Ausführung kommen sollte. Und es war der Zweck Meiner Schöpfung, das in ihr gebundene Geistige zum Dienen zu veranlassen, also mußte ein Schöpfungswerk für das andere nötig sein, damit eine langsame Aufwärtsentwicklung möglich wurde. Die dienenden Funktionen im Anfang der Schöpfung sind euch Menschen nicht vorstellbar zu machen - erst als die Schöpfungswerke schon mehr einen festen Bestand annahmen, begann auch eine wenn auch sehr geringe Tätigkeit in diesen Schöpfungen. Und jede Tätigkeit bezeugt Leben, jede Tätigkeit bringt eine Veränderung zuwege, so daß also auch die Formen sich ständig veränderten, daß sie sich entwickelten zu immer größeren Schöpfungswerken, von denen ein jedes eine Aufgabe zu erfüllen hatte, die Mein Wille bestimmte und die auch Meinem Willen gemäß ausgeführt wurde, weil sich das Geistige Meinem Willen nicht widersetzen konnte. Und so entstand also die Schöpfung nicht im Augenblick aus Meinem Willen heraus, sondern es legte das darin gebundene Geistige oder die umgeformte Kraft einen langsamen Entwicklungsweg zurück, auf daß auch der Widerstand langsam nachließ und sich dies im Dienen äußerte, das zwar immer noch Meinem Mußgesetz unterlag, dennoch eine Verringerung des Widerstandes bewies. Und so ist euch auch der Vorgang der Aufwärtsentwicklung durch die Gesteins-, Pflanzen- und Tierwelt bis hinauf zum Menschen erklärt worden, daß ständig die Außenformen das in ihnen gebundene Geistige freigaben und dieses sich sammelte, um wieder in einer größeren Form Aufenthalt zu nehmen und weiterzudienen, bis alle einem gefallenen Urgeist angehörenden Partikelchen sich gesammelt haben und sich nun als Seele im Menschen verkörpern können. So wie es aber in der Tierwelt vor sich geht, daß kleine und kleinste Lebewesen durch Zusammenschluß mit in gleichem Entwicklungsgrade stehendem Geistigen nach ihrem Vergehen eine größere Außenform beziehen, so vollzog sich auch der Vorgang der Entwicklung weiter, und es wurden durch Meine Liebe und Weisheit immer neue Formen geschaffen, die das bestimmte Geistige aufnehmen konnten. In der Natur nun sehet ihr das als Entwicklung eines kleinen Lebewesens zu einem immer größeren an. Doch einstmals mußte Ich eine jede Form neu schaffen, die noch nicht vorhanden war. Und ob auch diese Formen sich ständig vergrößerten und den vorangehenden Formen ähnelten, war es immer ein Erschaffungsakt Meinerseits, der zwar von seiten der Menschen nicht beobachtet werden konnte, weil noch kein Mensch mit Verstand und freiem Willen begabt die Erde belebte. Doch Mein Plan seit Ewigkeit lag fest, und Ich wußte sonach auch um das Geschöpf, das als Mensch über die Erde gehen sollte zwecks Ablegung der letzten Willensprobe. Und das noch in den verschiedenen Schöpfungswerken gebundene Geistige wurde daher in immer neue Schöpfungen versetzt - je mehr sich das einzelne Geschöpf in seiner geistigen Substanz dem Ausreifen näherte. Immer größer wurden die Schöpfungswerke - womit nicht das körperliche Ausmaß zu verstehen ist, sondern die Beschaffenheit der einzelnen Lebewesen, ihre Funktionen und ihre Fähigkeiten gemeint sind. Doch ein jedes neue lebende Geschöpf war ein Werk Meiner endlosen Liebe und Weisheit und Allmacht - das dann wieder sich fortpflanzte, aber immer dasselbe Werk blieb, als das Ich es herausgestellt hatte. Verstehet es, kein Lebewesen wird sich in seiner Beschaffenheit ändern, und wo ihr eine Veränderung oder Weiterentwicklung festzustellen glaubt, hat es sich bei seinem Entstehen um einen Schöpfungsakt Meinerseits gehandelt. Und so auch hat es sich bei jedem Menschen-ähnlichen Wesen, das die Erde bewohnte, bevor der erste Mensch erschaffen war, immer um Neuschöpfungen gehandelt, die aber in ihrer Art blieben, so wie sie als Produkt Meiner Allmacht erschaffen waren, und da sich das in ihnen gebundene Geistige stets mehr aufwärtsentwickelte, ist auch durch Meinen Willen eine immer mehr dem Menschen ähnliche Außenform erschaffen worden, doch immer lag dieser Erschaffung Mein Wille zugrunde, der sich wieder als Naturgesetz auswirkte - was ihr Menschen nun als naturmäßige Höherentwicklung der Wesen bezeichnet. Es kann aber niemals der Mensch als ein solches Produkt naturmäßiger Entwicklung betrachtet werden, denn dieser ist eine Schöpfung für sich, aus Meiner Allmacht, Liebe und Weisheit hervorgegangen und so gestaltet, daß er eine hohe Aufgabe erfüllen soll und kann auf Erden. Und ob ihr noch so kluge Tiere zu selbständigem Denken und frei-wollenden heranzubilden sucht, es wird euch dies nie und nimmer gelingen, denn die Fähigkeiten, die der Mensch besitzt, liegen in keinem Tier verborgen, denn es ist der Mensch das einzige Wesen in der Schöpfung, das Denkfähigkeit, Verstand und freien Willen besitzt - was sich aber niemals langsam heranbilden lässet, was auch keine Merkmale einer langsamen Aufwärtsentwicklung eines Geschöpfes sind, sondern nur beweiset, daß der Mensch ein Schöpfungswerk für sich ist, durch Meinen Willen und Meine Macht ins Leben gerufen, um eine Aufgabe zu erfüllen. Und es konnte das Schöpfungswerk Mensch erst dann in die Welt gesetzt werden, als die einst gefallenen Urgeister schon die langsame Aufwärtsentwicklung durch die Schöpfung zurückgelegt hatten, weil der Mensch nun einen solchen gefallenen Urgeist als Seele in sich bergen sollte. Es gilt das Wort Entwicklung immer nur für das in jenem (jedem) Schöpfungswerk sich bergenden oder gebundenen Geistigen, das diese Aufwärtsentwicklung zurücklegen muß, während die materiellen Schöpfungswerke immer als Erschaffungsakte anzusehen sind, weil Mein Wille diese äußeren Formen ins Dasein rief, auf daß sie dem Geistigen dienten als Außenform, die selbst durch Dienen zur Höhe gelangen sollte. Daß Mein Wille auch gleichzeitig Naturgesetz bedeutet, dem sich kein Schöpfungswerk widersetzen kann, solange es noch nicht ein geistig reifes Wesen in sich birgt wie der Mensch, wird auch das Wort Entwicklung verständlich werden lassen - aber niemals die Behauptung rechtfertigen, daß der Mensch selbst sich entwickelt habe - denn er war ein Schöpfungswerk für sich, das Mein Wille und Meine Liebekraft ins Leben rief. Amen. B.D. NR. 8702.

 

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