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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 80

B.D. NR. 7549 - B.D. NR. 7672
15.3.1959-12.8.1960
7549 7579 7582 7584 7585  7604 7611 7629 7666

 

Buch 80 7549

Unglaube an das Ende.

15. März 1960. B.D. NR. 7549.

Es ist keine lange Frist mehr bis zum Ende - und ob ihr auch glaubet, daß das angekündigte Ende in weiter Zukunft liegt - ihr werdet überrascht sein, wie sich die Anzeichen mehren und es allzu deutlich ersichtlich wird, in welcher Stunde ihr lebet. Aber es wird immer alles im Rahmen des Natürlichen vor sich gehen, und das lässet euch auch immer wieder hoffen, daß das Ende noch lange auf sich warten läßt. Es soll jedoch euer Wille frei bleiben bis zum letzten Tage, denn im Zwang könnet ihr nicht euer Ziel erreichen, das darin besteht, die Bindung mit Mir herzustellen, im freien Willen zu Mir die Hände zu erheben und Mich dadurch anzuerkennen, Den ihr bisher nicht anerkennen wolltet. Es wird darum das irdische Leben große Anforderungen an euch stellen, ihr werdet irdisch viele Nöte ertragen müssen und immer Gelegenheit haben, euch zu Mir zu wenden. Aber es wird sich alles ganz natürlich abspielen, was jedoch der Erweckte als letzte Zeichen vor dem Ende erkennen wird. Und wenn Ich euch immer wieder ankünde, daß ihr kurz vor dem Ende steht - daß euch nur noch wenig Zeit zugebilligt ist auf dieser Erde, so solltet ihr diese Ankündigung sehr ernst nehmen und nicht immer sie in die Zukunft verlegen, wie es der Menschen Ansicht ist. Ihr sollt die Worte so verstehen, wie sie euch gegeben werden, ihr sollt sie wörtlich nehmen, und ihr werdet nur gut daran tun. Denn die Zeit ist nahe herangekommen, wo die Erde gereinigt und eine neue Erde wieder erstehen wird. Ob Ich aber auch noch so dringlich euch anrede, ihr wollt es nicht glauben, und Ich kann euch keine anderen Beweise geben für die Wahrheit Meines Wortes, als daß ihr sehr bald von dem Naturgeschehen überrascht werdet und dann auch ebensosicher mit dem Ende rechnen könnet. Doch wisset ihr, ob ihr das erstere überlebet oder selbst dem Naturgeschehen zum Opfer fallen werdet? Darum rechnet dieses gleichfalls als Ende, denn viele Menschen werden dabei ihr Ende finden, und deren Leben wird nicht mehr lange währen. Daher seid nicht leichtfertig und bereitet euch vor, auch wenn das irdische Leben um euch sich so gestaltet, als gäbe es nur ein Aufbauen und Aufblühen. Ein Tag nur, und alles ist vergangen und der Vernichtung durch die Naturgewalten anheimgefallen, und den Überlebenden werden sich schreckliche Bilder bieten, weil dies Mein Wille ist, daß sie zur Besinnung kommen und noch die letzte Gnadenzeit nützen, die ihnen bleibt bis zum Ende. Denn alles erfüllet sich aufs Wort, was Ich euch Menschen ankündigen ließ durch Seher und Propheten, und ihr werdet bald die Wahrheit Meines Wortes erfahren, und selig, der Mein Wort annahm und den Weg dann findet zu Mir, denn er wird in großer Not immer einen Ausweg finden, er wird Meine Hilfe sichtlich erfahren, die Ich euch allen verheißen habe, die ihr nach Mir rufet. Denn darum rede Ich mit euch, auf daß ihr um Kraft bittet zuvor schon und dann in größter Not, wenn ihr nur auf Meine Hilfe werdet angewiesen sein. Sie wird euch werden, denn Ich vergesse die Meinen nicht. Darum sorget, daß ihr zu den Meinen gezählt werdet. Rufet Mich an in der Not, und Ich will euch erhören. Amen. B.D. NR. 7549.

 

Buch 80 7579

Ostern.

17. April 1960. B.D. NR. 7579.

Und Ich baute den Tempel wieder auf, wie Ich es verheißen hatte. Ich erstand am dritten Tage von den Toten, und auch Mein Leib entstieg dem Grabe, weil Ich es so wollte, daß die Menschen von Meiner Auferstehung Kenntnis nahmen. Denn sie glaubten nicht an ein Fortleben nach dem Tode, und Ich wollte ihnen den Beweis erbringen, daß es Mir möglich war, auch den Tod zu überwinden, auf daß sie dann Meiner Verheißung Glauben schenken sollten, daß ein jeder Mensch auferstehe zum Leben, der an Mich glaubt. Ich habe darum den Leib in vergeistigtem Zustand mit aus dem Grabe erstehen lassen, Ich bin Meinen Jüngern erschienen, die Mich sehen und auch fühlen konnten, weil sie es glauben sollten, daß Ich von den Toten auferstanden bin, wie Ich es zuvor verkündet hatte. Aber es konnten Mich nur die sehen, deren Reifezustand dies zuließ, denn Ich war nicht mehr körperlich unter ihnen, sondern Leib und Seele hatten sich vergeistigt und waren sonach nur denen sichtbar, die mit geistigen Augen zu schauen vermochten, weil Ich ihnen die geistige Sehe erschloß. Und das war wiederum der Anlaß, daß die Menschen zweifelten, daß sie sich stritten und Verdächtigungen aussprachen, daß Mein Körper unrechtmäßig entfernt worden sei - wie auch heut noch Meine Auferstehung am dritten Tage angezweifelt wird von denen, die den Vorgang der Vergeistigung der Seele und des Körpers nicht verstehen. Die Menschen glauben nicht an eine Auferstehung der Seele, und doch spielt sich bei allen Menschen der gleiche Vorgang ab bei ihrem Leibestode, daß die Seele den Körper verläßt und eingeht in das jenseitige Reich. Denn sie kann nicht sterben, nur daß ihr Zustand ganz verschieden ist je nach ihrem Lebenswandel. Hat dieser nun auf Erden zur Reife geführt, dann ersteht die Seele zum Leben - zu einem neuen Leben im geistigen Reich. Meine Seele war ausgereift, sie hatte sich geeint mit dem Vatergeist von Ewigkeit, und sie hatte auch während des Erdenlebens den Körper zu bestimmen gewußt, sich allem ihren Begehren anzugleichen, so daß auch der Körper die Vergeistigung aller Substanzen schon auf Erden erfuhr und darum zugleich mit der Seele nach dem Tode auferstehen konnte, wofür Ich am dritten Tage den Beweis erbrachte. Doch auch dieser Vorgang kann nur geglaubt werden, weil sich dafür keine Beweise mehr erbringen lassen. Wessen Geist aber erweckt ist, wer um Zweck und Ziel des Menschen auf Erden weiß, der ist auch überzeugten Glaubens an Meine Auferstehung am dritten Tage, denn ihm verkündet es Mein Geist, der nach Meiner Auferstehung auch auf Meine Jünger ausstrahlte, was nach Meiner Himmelfahrt ersichtlich wurde, denn auch diese konnten wieder nur die Menschen erleben, die ausgereift waren, die geistig zu schauen vermochten, weil Ich es wollte und weil sie geistig schon so vorbereitet waren, daß für sie das Erlebnis der Ausgießung des Geistes (Himmelfahrt) kein(en) Willenszwang mehr bedeutete. So auch haben Mich nach Meiner Auferstehung immer nur einzelne schauen können, und Ich habe diese einzelnen gestärkt für dieses ungewöhnliche Erleben. Sie sahen Mich - und Ich wollte es so, weil Meine Jünger hinausgehen sollten in die Welt, um Mein Evangelium zu verkünden, und weil sie zeugen sollten von Meiner Auferstehung am dritten Tage. Doch den Ungläubigen bin Ich nicht erschienen, denn diese hätten Meine Lichtfülle nicht ertragen können, die in ihre geistige Finsternis hineingeleuchtet hätte. Wer aber Mein Evangelium hört, wer an Mich glaubt und an Mein Erlösungswerk, der soll auch glauben können an Meine Auferstehung von den Toten, und es wird ihm auch möglich sein, daran zu glauben, weil der Geist in ihm, der aus Mir strahlt, ihn gleicherweise belehret von innen und ihm einen lebendigen Glauben schenkt. Er wird keines weiteren Beweises bedürfen, er wird innerlich voll und ganz überzeugt sein, daß seine Seele aufersteht zum Leben, und er wird darum auch sein Erdenleben bewußt leben, er wird trachten nach der Vereinigung mit Mir, er wird sich an Jesus Christus halten und in Ihm mit Mir Selbst in Verbindung treten - er wird geistig streben und ständig Meinen Willen zu erfüllen suchen - und er wird den Tod nicht zu fürchten brauchen, weil er weiß, daß er auferstehen wird zum ewigen Leben. Amen. B.D. NR. 7579.

 

Buch 80 7582

Das Paradies der neuen Erde.

21. April 1960. B.D. NR. 7582.

Ich will euch alle in das Paradies auf der neuen Erde versetzen, die ihr Mir treu bleibet bis zum Ende. Diese Verheißung soll euch anspornen zu eifriger Seelenarbeit, sie soll euch Hoffnung und Trost sein in schweren Tagen, sie soll euch Kraft geben auszuhalten, und sie soll euch anregen, euch immer nur an Mich zu halten, bei Mir Kraft und Trost zu suchen, bei Mir Hilfe anzufordern, wenn ihr in Not seid. Und Ich werde euch helfen. Wer an Mich glaubt, der wird Meine Hilfe so offensichtlich erfahren, und er wird darum auch nichts zu fürchten brauchen, was auch über die Menschen kommen wird, denn er gehört zu den Meinen, denen Meine ständige Sorge gilt und die darum auch den letzten Kampf auf dieser Erde bestehen werden, weil sie an Mich glauben. Ich will euch dies ankünden, daß ihr wohl eine Notzeit zu bestehen haben werdet, daß ihr diese aber nicht zu fürchten brauchet, denn ihr werdet sie mit Meiner Kraft durchstehen, und sie wird euch nicht so hart berühren wie eure Mitmenschen, die keinen Glauben haben. Und wenn die Zeit kommen wird, wo ihr von allen Seiten um eures Glaubens willen bedrängt werdet, dann wisset ihr auch, daß Mein Kommen nicht mehr lange währet, denn um der Meinen willen werde Ich die Tage verkürzen, um der Meinen willen wird die Zeit schnell vorübergehen - die Zeit des letzten Glaubenskampfes auf dieser Erde. Und dann sollet ihr immer gedenken und hoffen der Freuden im Paradies auf der neuen Erde, die vor euch liegen laut Meiner Verheißung. Einmal nimmt die Zeit auf dieser Erde ihr Ende, weil dies in Meinem Heilsplan so vorgesehen ist. Und sowie die ersten Anzeichen ersichtlich sind, könnet ihr auch mit einem schnellen Ablauf aller Geschehen rechnen. Denn Ich will wieder Ruhe und Ordnung herstellen auf der Erde, auf daß sie ihre Aufgabe wieder erfüllen kann, als Bildungsstation des Geistigen zu dienen, was in der Jetztzeit bald nicht mehr möglich ist. Darum muß eine Wandlung vorgenommen werden, und diese steht kurz bevor. Aber vorerst findet der letzte Glaubenskampf statt, weil sich die Menschen noch entscheiden müssen - weil eine Scheidung der Geister stattfinden muß, die dieser Glaubenskampf zuwege bringt. Ihr aber, die ihr zu den Meinen gehört, ihr, die ihr an Mich glaubt und Mir treu bleiben wollet, ihr werdet auch diese Zeit unbeschadet überstehen, denn in diesem Kampf bin Ich Selbst euer Heerführer, und mit Mir gemeinsam werdet ihr den Kampf gewinnen - weil ihr auch zuversichtlich seid und Meiner Verheißung gedenket. Und dann werden euch die Freuden im Paradies der neuen Erde vollauf entschädigen für alle Nöte und Leiden, die ihr um des Glaubens willen erdulden mußtet, die ihr aber mit Meiner Kraft, mit Meiner Hilfe auch überstehen werdet. Und ihr sollt darum ohne Furcht jener Zeit entgegensehen, denn es kann euch nichts geschehen, als was Mein Wille zuläßt. Und das ist nur für euch zum Segen. Nur sollet ihr Mein sein und bleiben wollen. Und die Zeit wird schnell vorübergehen, weil Ich das Wirken des Satans unterbinde, weil seine Zeit abgelaufen ist und er erneut in Ketten gelegt wird - was auch das Ende der alten Erde bedingt und den Tag des Gerichtes, da Ich kommen werde in den Wolken, zu richten die Lebendigen und die Toten. Amen. B.D. NR. 7582.

 

Buch 80 7584

Ernstes Prüfen von Geistesgut mit Gottes Unterstützung.

23. April 1960. B.D. NR. 7584.

Keinem Menschen ist das Recht verwehrt, sich selbst ein Urteil zu bilden, aber er soll auch wissen, daß der Verstand allein keine Garantie ist für rechtes Denken, und wenn er noch so scharf entwickelt ist. Es gilt dies besonders für die Beurteilung geistigen Wissens, für das sich keine Beweise erbringen lassen. Ob nun ein solches Wissen Wahrheit ist oder nicht, das kann der Mensch beurteilen, sowie er sich an Gott Selbst wendet um Erleuchtung seines Denkens - ansonsten er zu einer Prüfung, zu einem rechten Urteil, unfähig ist. Aber es hat auch jeder Mensch das Recht, abzulehnen, was er nicht anerkennen kann, vorausgesetzt, daß er guten Willens ist und unvoreingenommen prüft. Er soll nicht blind glauben, er soll überdenken, was zu glauben von ihm gefordert wird, und er soll sich dazu die Unterstützung Gottes erbitten, er soll wissen, daß der Geist in ihm ihn belehrt. Dann ist auch rechtes Wahrheitsverlangen ersichtlich, und dann wird ihm auch die Wahrheit geboten werden, und er wird sie auch als Wahrheit erkennen können. Denn es wird vieles als Wahrheit den Menschen dargeboten, das sich jedoch oft widerspricht, und dann liegt es am Menschen selbst, zu ergründen, was Wahrheit ist. Wer aber glaubt, mit seinem Verstand allein dahinterzukommen, der kann gewärtig sein, daß er sich noch mehr im Irrtum verstrickt, weil der Verstand beeinflußt wird vom Gegner der Wahrheit, vom Fürsten der Finsternis, der alles daransetzt, die Menschen von der Wahrheit abzubringen und ihnen den Irrtum zuzuführen. Der Mensch aber kann sich davor schützen, wenn er sich an Gott Selbst wendet, wenn er Ihn darum angeht, daß Er ihm Erkenntnis der Wahrheit schenkt. Darum kann kein Mensch den Einwand bringen, er sei nicht fähig zu einem rechten Urteil über Wahrheit oder Irrtum. Sowie er sich mit Gott verbindet, sowie er Ihn angeht um Erleuchtung des Geistes, wird er es gefühlsmäßig erkennen, ob er sich dem ihm gebotenen Geistesgut zu- oder abwenden soll. Und er wird immer die innere Sicherheit haben, recht zu urteilen, weil er weiß, daß er nicht sich selbst das Urteil gebildet hat, sondern Gott sein Denken erleuchtete. Aber es gehört immer der gute Wille dazu, das Rechte zu erkennen und zu tun. Ein Verstandesmensch aber prüft sich nicht selbst, was ihn bewegt, anzunehmen oder abzulehnen. Es arbeitet nur sein Verstand, der jedoch andere Wege geht, der nicht Gott Selbst zu Rate zieht, sondern sich selbst zu einer Prüfung befähigt dünkt. Und dieser wird oft irren, weil Gott nicht ausgeschaltet werden will und weil von Ihm allein die Wahrheit ausgeht. Doch es soll auch nicht ein Prüfen von Geistesgut unterlassen werden, weil sich der Mensch angeblich nicht fähig fühlt zu einem rechten Urteil. Denn er wird sich einst verantworten müssen, und er wird sich nicht auf das Urteil anderer berufen können, das er bedenkenlos angenommen hat, weil es so von ihm verlangt wurde. Er soll zu einem lebendigen Glauben gelangen, und das erfordert auch Nachdenken über das, was ihm gelehrt wird. Erst der lebendige Glaube wird gewertet von Gott, ein toter Glaube, ein Formglaube, aber ist so gut wie kein Glaube. Und so werdet ihr Menschen immer wieder Gelegenheit haben, Stellung zu nehmen zu der einen oder der anderen Lehre, zu einem euch vermittelten Geistesgut, und ihr tut gut daran, euch an Gott Selbst zu wenden, denn Er, als die Ewige Wahrheit, wird euch auch die Wahrheit zugänglich machen, Er wird es euch ins Herz legen, daß ihr fähig seid, euch ein eigenes Urteil zu bilden, und daß dieses Urteil auch der Wahrheit entspricht. Nur sollet ihr nicht auf eure Kraft allein vertrauen, denn sowie Gott Sich nicht einschalten kann durch euren Willen, euer Gebet, schaltet sich ein anderer ein, und dieser bedienet sich eures Verstandes. Und dann werdet ihr euch immer weiter entfernen von der Wahrheit, weil jener nicht eher ruhet, bis er sein Ziel erreicht hat. Amen. B.D. NR. 7584.

 

Buch 80 7585

Rechte Vertreter Gottes auf Erden.

24. April 1960. B.D. NR. 7585.

Lebendige Vertreter Gottes auf Erden müssen von Meinem Geist erfüllt sein, ansonsten sie Mir nicht in der rechten Weise dienen können. Denn sie sollen an Meiner Statt reden, wenn sie Meine rechten Vertreter sein wollen, und sie müssen daher reden, wie es ihnen Mein Geist kündet - sie müssen es zulassen, daß Ich Selbst durch sie rede und also die Menschen direkt angesprochen werden. Sie müssen die Bedingungen erfüllen, die ein Wirken des Geistes in ihnen zulassen: Sie müssen selbst in der Liebe leben und lebendig glauben, daß Ich Mich offenbare denen, die sich zubereiten, und sie müssen ständig innige Verbindung suchen mit Mir, um Mich Selbst in sich vernehmen zu können. Meine rechten Vertreter auf Erden reden von Meinem Geist getrieben, denn sowie sie lebendigst mit Mir verbunden sind, ist Mein Wille der ihre, und sie können nicht anders, als das auszusprechen, was Ich zu den Menschen reden will. Meine rechten Vertreter müssen von Meinem Geist erfüllt sein - dann werden sie auch ihren Zuhörern geben können, was deren Herzen berührt, weil dann Ich Selbst diese anspreche und Mein Wort wahrlich zum Herzen dringen wird, wenn sich der Mensch sehnet nach Gottes Wort. Darum kann Mein Wort überall vernommen werden unter der Voraussetzung, daß der Verkünder sich selbst zuvor so innig mit Mir in Verbindung setzt, daß Ich Selbst nun durch ihn rede. Und zu einer solchen innigen Verbindung gehört auch Liebe, ansonsten der Prediger nicht das Verlangen hat, die Bindung mit Mir herzustellen, sondern er aus Seinem Verstand heraus zu seinen Zuhörern spricht und diese Worte keinen Widerhall finden im Herzen derer - es sei denn, das Sehnen nach Meinem Wort ist in einem Menschen so stark, daß Ich Selbst diesen Menschen ansprechen will und er dann auch dem Wort Gottes die Kraft entzieht. Das Wissen um das Wirken des Geistes ist jedoch den Menschen verlorengegangen, und selbst den Verkündern des göttlichen Wortes fehlt dafür das Verständnis. Es ist ihnen unglaubwürdig, daß Ich Selbst zu den Menschen rede, daß Ich Mich nur eines rechten Werkzeuges bediene, um die Menschen direkt anzusprechen. Sie glauben es nicht, daß Gott Sich offenbart immer und in jeder Weise, daß Er direkt einen Menschen anredet, der die Bedingungen erfüllt, die Ich an einen direkten Wortempfang knüpfe. Und weil sie selbst nicht daran glauben, richten sie sich auch nicht selbst zu einem Aufnahmegefäß Meines Geistes her. Und dann sind sie auch nicht tauglich, als Meine Vertreter auf Erden zu wirken, denn ein rechter Vertreter muß Mir als Sprachrohr dienen, er muß Mich Selbst durch sich reden lassen, auf daß die Menschen in Wahrheit Gottes Wort empfangen, denn die Verkünder sollen reden an Meiner Statt, sie sollen nicht eigene Verstandesarbeit den Menschen unterbreiten, sie sollen nur immer hören, was Ich Selbst zu ihnen rede - sie sollen Meinen Geist in sich wirken lassen. Wo aber der Glaube an Mein Geistwirken fehlt, dort kann sich ein Mensch auch nicht als Mein Vertreter auf Erden ausgeben, denn nur allein das Wirken Meines Geistes in ihm stempelt ihn dazu. Und niemals kann von seiten eines Menschen einem anderen dieses Amt übertragen werden, es kann niemals ein Mensch sich dazu berufen fühlen, einen Mitmenschen zu einem Vertreter Gottes auf Erden zu erheben, denn dieses Amt steht Mir allein zu. Ich wähle Mir Meine Diener aus, Ich sende die Jünger in die Welt, Ich spreche Selbst durch jene, die sich hergerichtet haben zu einem Aufnahmegefäß Meines Geistes. Ich erwähle Mir die rechten Vertreter auf Erden, denn Ich weiß es, wer für ein solches Amt tauglich ist, Ich weiß es, wer Mir als Sprachrohr dienet, wer völlig in Meinen Willen eingeht, wer sich so innig Mir verbindet, daß Ich durch ihn zu den Menschen reden kann. Und die Menschen werden es auch selbst erkennen, ob und wann sie durch eine Predigt sich angesprochen fühlen, denn der rechte Vertreter wird die rechten Worte finden, die an ihre Herzen rühren. Doch es gibt deren nur wenige, und dennoch kann Ich von Meiner Bedingung nicht abgehen, daß das Wirken des Geistes vonnöten ist, soll eine rechte Weinbergsarbeit geleistet werden. Wer für Mich und an Meiner Statt tätig sein will, dessen Geist muß erweckt sein, ansonsten er nicht die Wahrheit den Mitmenschen weiterleiten kann, die von Mir Selbst ausgeht. Ohne Wahrheit aber ist der Weg verbaut zu Mir, denn auf dem Wege des Irrtums wird kein Mensch zu Mir gelangen können. Die Wahrheit aber vermittelt euch Menschen der Geist aus Mir, weshalb nur der ein rechter Vertreter von Mir auf Erden sein kann, in dem Mein Geist wirken kann. Amen. B.D. NR. 7585.

 

Buch 80 7604

Vorläufer. Wissen um Vorverkörperung.

21. und 22. Mai 1960. B.D. NR. 7604.

Ihr sollt euch nicht in Vermutungen verlieren, wessen Geist ihr verkörpert, die ihr in der letzten Zeit auf Erden wandelt, um Mir zu dienen. Es ist von Mir aus ein Schleier gebreitet über Dinge, die für euren Erdenwandel und für eure Mission nicht von Nutzen sind. Und darum ist euch das Wissen vorenthalten, in welcher Verkörperung ihr einstens über die Erde gegangen seid. Es genüge euch, zu wissen, daß Ich alle mit großer Kraft und Gnade versehe, die bereit sind, Mir zu dienen, und daß in der Endzeit ebendas Wirken des Gegners so gewaltig ist, daß auch starke Lichtgeister vonnöten sind, um seinem Wirken entgegenzutreten und standzuhalten, wo es gilt, Erlöserarbeit auf Erden zu verrichten. Und diese Lichtgeister müssen in tiefster Demut verbleiben, um ihre Mission ausführen zu können, weil der Gegner gerade im Hochmut, in Überheblichkeit, die beste Angriffsfläche findet und jene Mission also gefährdet werden könnte. Und die Menschen sind alle in der Gefahr, diesem seinem Merkmal und Erbübel zu verfallen. Darum wird von Meiner Seite aus nicht eine solche Möglichkeit gefördert, sondern Ich suche immer darauf einzuwirken, daß der Mensch in tiefster Demut bleibt, weil er dann auch Meinem Gegner widerstehen kann und nicht in seine Fangnetze gerät. Und es ist dem Menschen nicht dienlich, um seine Vorverkörperung zu wissen - ansonsten ihm dieses Wissen gegeben würde mit dem Moment seiner Arbeit für Mich und Mein Reich. Aber einer wird darum wissen, ihm wird es kein Geheimnis sein, weil er den schwersten Auftrag auszuführen hat in der letzten Zeit: als Mein Vorläufer Mich anzukünden, als Rufer in der Wüste Mein Kommen in den Wolken zu verkünden und seine Mission für Mich mit dem Tode zu bezahlen. Dieses Wissen aber wird ihn nicht belasten, weil er ein überstarker Geist ist, der bewußt die letzte Verkörperung auf Erden angetreten hat in der Erkenntnis der Dringlichkeit seines Auftrages, den er in tiefster Liebe zu Mir auszuführen bereit ist. Er ist einer der wenigen, der mit dem Tode besiegelt, was er verkündet. Er hat die Kraft dazu, weil er Mich liebt, Den er einstens nicht recht erkannt hat, der zwar schon einmal sein Leben lassen mußte für Mich, aber tausend Tode zu sterben für Mich bereit ist - der darum auch bewußt diesen letzten Erdengang geht, bewußt seiner Mission und seiner Herkunft. Aber in dieser Gewißheit wird er erst sein, wenn seine letzte Mission beginnt, wenn er - der zuvor in äußerster Zurückhaltung lebt - in die Öffentlichkeit hinaustreten wird, wenn seine innige Gottverbundenheit ihm plötzlich ein helles Licht schenken wird, welche Aufgabe er auf Erden durchzuführen hat. Und dann wird er künden von Mir mit Feuereifer, er wird alles tun, um die Menschen hinzuweisen auf das Ende und das letzte Gericht; er wird offen und ohne Scheu reden gegen die Machthaber, die er nicht fürchtet ob ihrer Macht, sondern sie öffentlich brandmarken wird, weil er in ihnen die Abgesandten des Satans erkennt, gegen den er deutlich zu Felde zieht. Und das wird Mein letztes Zeichen sein, denn er wird auftreten in der letzten Endphase, in der Zeit des Glaubenskampfes, der geführt werden wird, kurz bevor das Ende kommt. Was ihr auch hören werdet zuvor - nicht eher ist die Zeit seines Wirkens auf dieser Erde, bis dieser Glaubenskampf entbrennen wird, wo die Lichter hell erstrahlen werden, die den Menschen den Weg weisen, den alle gehen sollen. Und er wird das hellste Licht sein, das dort erstrahlen wird, wo ihr es am wenigsten vermuten werdet - er wird an Leuchtkraft alles überstrahlen und darum auch erkenntlich sein allen, die das Licht nicht scheuen. Aber fasset euch in Geduld und wartet die Zeit ab, und gebet euch nicht zuvor falschen Vermutungen hin. Denn ihr werdet noch oft irregeführt werden von Meinem Gegner, der eure Blicke falsch lenken will, um euch von eurer eigenen Missionsarbeit abzubringen, die ihr Mir als treue Knechte zu dienen bereit seid. Lasset euch nicht täuschen - ihr werdet es klarstens erkennen, wenn die Zeit wird gekommen sein, wo so ungewöhnliche Dinge geschehen, daß auch Ich ungewöhnlich eingreifen muß, um den Meinen zu Hilfe zu kommen. Denn auch sie werden erschüttert werden im Glauben durch das Vorgehen Meines Gegners, wenn sie sich nicht fest an Mich halten und alles Mir übergeben im Vertrauen auf Meine rechte Lenkung. Und ihr werdet dann auch Meinen Willen im Herzen fühlen, so daß ihr nicht mehr zu fragen brauchet, was ihr nun tun sollet. Mein Wille wird in euch sein, ihr werdet nicht anders handeln können, als es Mein Wille ist, und auch wissen, daß ihr nur Meinen Willen durch euer Tun erfüllet. Immer wieder sage Ich euch: Greifet nicht vor, wartet ab, bis Ich euch rufe, bis Ich euch Meinen Willen ins Herz lege, denn ihr könnet auch durch vorzeitiges Handeln zerstören, was zuvor mühselig aufgebaut wurde. Bedenket immer, daß die Menschen alle noch zu schwach im Glauben sind, daß ihnen zuweilen leichtere Kost geboten werden muß, auf daß sie nicht Schaden nehmen an ihren Seelen. Und denen sollt ihr nur Mein Evangelium der Liebe predigen, nicht aber solche Lehren unterbreiten, die sie nicht zu fassen vermögen. Und dazu gehört auch das Wissen um die Verkörperung von Lichtseelen, weil ihnen oft überhaupt der Glaube an ein Fortleben der Seele fehlt. Diesen Menschen nun das Auftreten des Vorläufers vor Meiner Wiederkunft anzukünden ist nicht immer angebracht, doch nehmen sie Mein Evangelium der Liebe an, dann werden sie auch glauben lernen und ihn erkennen, wenn er auftritt, weil zuvor schwere Ereignisse vorangehen und dann schon eine Scheidung der Geister zu erkennen ist. Menschen, die für oder wider Mich stehen und nun auch entsprechend ihre geistige Erkenntnis sein wird. Es vergeht nicht mehr viel Zeit, dann werden euch alle diese Worte verständlich sein, und dann werdet ihr nicht mehr fragen, sondern wissen, daß Mein Kommen nahe ist, weil ihr den erkennet, der Mein Vorläufer war zu Meiner Erdenzeit und auch wieder sein wird, wie es verkündet ist durch Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 7604.

 

Buch 80 7611

Scheidung der Geister. Ende einer Erdepoche.

30. Mai 1960. B.D. NR 7611.

Der Gang als Mensch durch das Erdenleben ist die letzte Phase auf dem Entwicklungsgang des einst gefallenen Urgeistes auf dieser Erde - er ist der Abschluß jener Zeit, die diesem Geistigen zugebilligt wurde in seiner Aufwärtsentwicklung, es ist der Abschluß der Zeitspanne, in welcher der Urgeist wieder die Vollkommenheit erreichen kann, wenn er die letzte Phase, das Stadium als Mensch, gut auswertet, wenn er seinen Willen recht richtet in dieser Zeit. Er kann also sein Ziel erreichen, als völlig vergeistigt wieder einzugehen in das Reich, von dem er einst ausgegangen ist; er kann zum Licht zurückkehren, zu dem Urquell von Ewigkeit, zum Vater, als Dessen Geschöpf er einstens hervorgegangen ist. Aber so kurz diese Erdenlebenszeit auch ist, gemessen an der endlos langen Zeit der Vorentwicklung, so besteht doch die große Gefahr, daß der Mensch erneut seinen Willen mißbraucht, daß er nicht seine Vollendung anstrebt, sondern wieder zurücksinkt zur Tiefe. Und da dies sein freier Wille ist, kann er auch nicht daran gehindert werden, wie er auch umgekehrt nicht gezwungen werden kann, seinen Willen recht zu richten. Es gilt also, ein zweites Mal seinen Willen zu erproben, und er muß diese Probe bestehen als Mensch, ansonsten sein Gang durch das Erdenleben ergebnislos war - was auch eine erneute Bannung in der Materie zur Folge haben kann, wenn ihm nicht noch die letzte Gnade gewährt ist, im jenseitigen Reich langsam zur Höhe zu steigen unter weit schwereren Bedingungen wie auf der Erde. Solange eine Erdperiode noch nicht abgeschlossen ist, besteht auch diese Möglichkeit, weil immer noch das jenseitige Reich offen ist für die Seelen, die unreif abscheiden von dieser Erde. Doch die Pforten zum jenseitigen Reich werden sich schließen, sowie diese Erlösungsperiode ihr Ende nimmt und wieder eine neue beginnt. Denn das Beenden einer alten Epoche bedeutet auch völlige Scheidung der Geister, es bedeutet ein Neueinordnen alles Geistigen in die Außenformen oder Schöpfungen, die seinem Reifegrad entsprechen. Und es wird auch in der letzten Zeit die Hölle alles ausspeien zwecks neuer Bannung, es wird dann auch jede Möglichkeit im jenseitigen Reich vorüber sein, sich fortschrittlich zu entwickeln, weshalb zuvor noch große Erlöserarbeit geleistet wird, um auch aus der Tiefe noch Seelen zu retten vor einer nochmaligen Bannung in der Materie. Es wird ein großes Sichten sein im Jenseits und auf Erden. Und wenn die Menschen auf Erden das bedenken würden, wie weit sie schon vorangeschritten sind und wie kurz sie vor ihrer Vollendung stehen, sie würden wahrlich alle Kraft aufwenden, um die kurze Zeit noch auszunützen, die ihnen noch bleibt bis zum Ende. Doch sie nehmen nichts ernst, was ihnen auch darüber unterbreitet wird; sie nützen die Zeit nicht, um ihr Ziel zu erreichen, und die letzte Gnade der Verkörperung als Mensch geht wirkungslos an ihnen vorüber, denn auch alle Gnadenmittel, die ihnen in dieser Zeit geschenkt werden, werden nicht angenommen oder recht verwertet, und ein endlos langer Entwicklungsprozeß geht zu Ende, ohne den rechten Ausgang gefunden zu haben für die menschliche Seele - für den einst gefallenen Urgeist, der zu Gott zurückkehren soll. Aber es können die Menschen nur ermahnt und gewarnt werden, und das geschieht in hohem Maß durch das göttliche Wort, das von der Höhe durch Gottes übergroße Liebe den Menschen auf Erden zugeleitet wird als ungewöhnliches Gnadenmittel. Und alle Menschen werden davon angesprochen und brauchen nur Herz und Ohr zu öffnen, um die Kraft des göttlichen Wortes auch zu spüren und sicher aufwärtszuschreiten. Es hat also jeder Mensch die Möglichkeit, sich Kraft zu holen, nur muß er guten Willens sein und den Zweck seines Erdenlebens zu erfüllen trachten. Er muß die kurze Zeit bis zu seinem Lebensende bewußt leben, er muß wollen, daß er den Willen Dessen erfüllt, Der ihm das Leben gab, er muß sich Ihm übergeben und Ihn bitten um Kraft und Gnade. Und er wird auch dann sein Ziel erreichen, denn diese Bitte wird immer Erfüllung finden, und Gott wird jeden segnen, der Ihn um Kraft und Gnade angeht, und sein Erdenweg wird nicht vergeblich gewesen sein. Amen. B.D. NR. 7611.

 

Buch 80 7629

Ernstes Wahrheitsverlangen garantiert Wahrheit.

22. Juni 1960. B.D. NR. 7629.

Begreifet es, daß nur der ernste Wille nach Wahrheit vorhanden sein muß, um diese auch empfangen zu können. Doch selten nur ist dieser ernste Wille anzutreffen, wenngleich ein jeder Mensch behauptet, nach Wahrheit zu streben. Aber es ist dies auch ein Ausspruch, der den Menschen geläufig ist, ohne daß sie darüber nachdenken, denn das Begehren nach der Wahrheit muß tief im Herzen erwachen und den Menschen nicht mehr loslassen - er muß nichts so sehr fürchten, als dem Irrtum zu verfallen, und er muß darum sich im Herzen an Mich wenden und Mich bitten um Zuführen der Wahrheit. Und sie wird ihm werden. Hat aber der Mensch ein Wissen empfangen und er hält an diesem Wissen fest, ohne es jemals ernsthaft geprüft zu haben auf seine Wahrheit, dann ist es auch schwer, ihm die Wahrheit zu bringen, wenn sie nicht mit seinem Wissen übereinstimmt, denn er wehrt sich dagegen, sein Wissen hinzugeben und gegen die reine Wahrheit einzutauschen. Und dann fehlt ihm das innere Verlangen nach der Wahrheit, und er wird auch zu einer Prüfung unfähig sein, weil er sich nicht mit Mir in Verbindung setzt, weil er Mich nicht um Erleuchtung des Geistes bittet, um nun auch recht urteilen zu können. Darum ist es auch nicht immer möglich, die reine Wahrheit zur Erde zu leiten, darum wird so viel Geistesgut für Wahrheit gehalten, das den Anspruch darauf nicht erheben kann. Und doch wird es als Wahrheit vertreten - besonders dann, wenn sein Ursprung das geistige Reich ist, wenn man glaubt, dann garantiert die Wahrheit empfangen zu haben. Da aber das ernsthafte Verlangen des Empfängers Voraussetzung ist für Übermittlung der Wahrheit, so ist nicht immer der Ursprung im geistigen Reich" Garantie für die Wahrheit dessen, was zur Erde geleitet wird - es ist vielmehr eine ernste Prüfung nötig. Und diese muß mit Mir, mit Meiner Unterstützung vorgenommen werden. Denn auch das geistige Reich birgt Wesen, die noch der Finsternis angehören oder die, als unvollendet, festhalten an ihrem irrigen Wissen, das sie von der Erde hinübergenommen haben und im jenseitigem Reich genau so eifrig vertreten, wie sie es auf Erden getan haben. Denn was der Mensch liebt, davon vermag er sich auch im jenseitigen Reich nicht zu trennen. Und das ist auch bedeutsam für seinen Entwicklungsgang, weil es Ewigkeiten währen kann, bis eine solche Seele sich frei gemacht hat, bis sie endlich die Wahrheit anzunehmen beginnt. Aber sie kann zum Schaden der Menschen wirken im jenseitigen Reich, wenn sie willige Menschen findet, denen sie ihr falsches Wissen vermitteln kann durch gedankliche Übertragung oder auch durch Entäußerung auf medial veranlagte Menschen, die bewußt eine Bindung herstellen von der Erde zum geistigen Reich. Eine solche Verbindung kann und wird nur dann von Segen sein, wenn das ernste Wahrheitsverlangen den Menschen beherrscht und er immer die Unterstützung durch Meinen Geist erbittet. Dann ist keine Gefahr, dann erbaut sich der Mensch selbst eine feste Mauer, die nicht überstiegen werden kann von erkenntnislosen Wesen, und es hat nur die Lichtwelt Zugang zu ihm, die ihm wahrlich nur die Wahrheit aus Mir vermitteln wird, weil sie in Meinem Auftrag tätig ist und weil es Mein Wille ist, daß ihr belehrt werdet in der reinen Wahrheit. Und diese Selbstprüfung soll jeder an sich vornehmen, wieweit er im Verlangen nach der Wahrheit steht. Er soll den Irrtum fürchten und Mich immer um Schutz davor angehen, und seine Bitte wird erhört werden, denn Ich Selbst will, daß ihr Menschen in der Wahrheit steht; Ich Selbst will, daß ihr sie empfanget, also werde Ich euch auch die Möglichkeit dazu schaffen, immer vorausgesetzt, daß in euch der gleiche Wille nach Wahrheit vorhanden ist, der für euch auch sicherer Schutz ist vor irrigem Geistesgut, vor irrigem Denken und falscher Auslegung dessen, was euch geboten wird. Denn es wird der Wahrheit-begehrende Mensch auch das rechte Urteilsvermögen haben, weil Ich zugleich mit der Wahrheit ihm dieses zugehen lasse und er deshalb auch fähig ist, das Geistesgut zu prüfen auf seinen Wert. Ich Selbst bin die Wahrheit, Ich Selbst will mit Meinen Geschöpfen in Verbindung treten, und also will Ich auch, daß Meine Geschöpfe in der Wahrheit stehen. Und Ich werde sie schützen vor dem Einfluß jener Wesen, die Irrtum zu verbreiten suchen und sich tarnen als Lichtwesen, auf daß ihr getäuscht werdet und dem Irrtum anheimfallet. Die enge Bindung mit Mir garantiert auch rechtes Denken, rechte Belehrung, sie garantiert euch das Zuführen der Wahrheit durch den Geist. Denn der Geistesfunke in euch ist Mein Anteil, und er belehret euch wahrlich recht. Und ihr alle sollet danach streben, daß ihr von eurem Geist selbst belehrt werdet, daß ihr euch nicht an solche Übermittlungen aus der geistigen Welt zu halten brauchet, die ihr nicht kontrollieren könnet, weil ihr nicht den Geisteszustand derer kennet, die jene Vermittlungen empfangen auf medialem Wege - denn immer besteht die große Gefahr des Einschaltens von Wesen, denen die Erkenntnis mangelt. Wo aber Mein Geist am Wirken ist, dort wisset ihr, daß Ich Selbst zu euch rede und daß Ich euch wahrlich auch die Wahrheit vermittle, weil Ich will, daß Meine Geschöpfe auf Erden in der Wahrheit wandeln - weil sie nur allein durch die Wahrheit zu Mir und also auch zur Seligkeit gelangen. Amen. B.D. NR. 7629.

 

Buch 80 7666

Einsetzungsworte.

5. August 1960. B.D. NR. 7666.

Und es wird euch immer zum Segen gereichen, wenn Mein Gnadenstrom euch berührt, denn nichts bleibt ohne Wirkung, was Mir entströmt, wenn es willig angenommen wird. Und eine willige Annahme ist garantiert, wenn ihr euch Mir zuwendet im Gebet, wenn ihr begehrt, von Mir gesegnet zu werden - wenn ihr Meine Ansprache begehret. Und so will Ich, daß ihr erfahret, wie Ich Mein Wort verstanden haben will: Tuet dies zu Meinem Gedächtnis. Denn ihr habt daraus eine Handlung abgeleitet, daß ihr buchstäblich Brot und Wein austeilet und nun davon überzeugt seid, Mich Selbst in euch aufzunehmen, wenn ihr dieses Brot esset und den Wein trinket. Meiner Worte rechter Sinn aber ist von euch nicht verstanden worden. Und doch ist gerade die Entgegennahme von Brot und Wein überaus wichtig, worunter Ich aber Mein Wort mit seiner Kraft verstanden haben will. Ihr könnet nicht selig werden, wenn ihr nicht Mein Wort höret, das Brot des Lebens, das Manna, das vom Himmel kommt. Ihr müsset euch von Mir ansprechen lassen, Der Ich Selbst das Wort bin, Das für euch Menschen Fleisch geworden ist. Als Ich über die Erde wandelte, teilte Ich das Brot des Lebens aus mit vollen Händen; Ich sprach alle Menschen an und gab denen, die guten Willens waren, Nahrung für ihre Seelen. Ich gab ihnen Brot und Wein, Mein Wort, das Ich mit Meiner Kraft gesegnet hatte. Ich unterwies Meine Jünger und machte sie zu rechten Verkündern Meines Wortes, weil sie Mein Wort in die Welt hinaustragen sollten - denn alle Menschen brauchten Nahrung für ihre Seelen, alle Menschen sollten Mein Fleisch essen und Mein Blut trinken, allen Menschen sollte Mein Wort nahegebracht werden so, wie es von Mir Selbst ausgegangen war; sie sollten reinste Wahrheit empfangen, die ihnen nur die Ewige Wahrheit Selbst geben konnte. Doch Mein Wandel auf dieser Erde währte nur kurze Zeit. Und in dieser Zeit bereitete Ich Meine Jünger für ihr Lehramt vor. Und als dann die Stunde Meines Abschieds nahe war, als Ich mit Meinen Jüngern das Abendmahl nahm vor Meinem schweren Gang nach Golgatha - da gab Ich ihnen nun den Sendeauftrag - Ich wies sie hin auf ihre Mission, der Welt Kunde zu geben über Mich, über Meine Lehre und auch über das, was noch vor Mir lag, und Ich sprach darum die Worte: Gehet hinaus in die Welt. Ich brach das Brot und reichte es ihnen, wie auch den Becher mit dem Wein - und Meine Jünger wußten, daß Ich das Brot und den Wein als Fleisch und Blut bezeichnete, daß Ich in Bildern zu ihnen sprach, und sie verstanden Mich, daß Ich von ihnen verlangte, Mein Wort den Menschen zu bringen, auf daß sie Meiner gedachten und Mich ewiglich nicht mehr aus ihrem Gedächtnis lassen sollten. Sie wußten es, daß sie austeilen sollten an ihre Mitmenschen, genau wie Ich Selbst ihnen das Brot und den Wein austeilte. Und so setzte Ich wohl Meine Jünger ein in ihr Amt, für das Ich sie ausgebildet hatte. Doch niemals setzte Ich eine solche Abendmahlsfeier ein, wie ihr Menschen aus diesen Meinen Worten entnommen habt. Niemals war es Mein Wille, daß ihr Menschen eine Handlung vollführt und euch eine Auswirkung davon erhoffet, die jedoch andere Voraussetzungen erfordert als nur die Entgegennahme von Brot und Wein. Verstehet das, es war der Auftrag für Meine Jünger, in die Welt hinauszugehen und das Evangelium zu verbreiten - Mein Wort den Menschen zu künden, das in Wahrheit Mein Fleisch und Mein Blut ist, das Brot ist aus den Himmeln und unersetzlich ist und bleiben wird für die Menschen, die den Zusammenschluß suchen mit Mir und ihn dann auch gefunden haben, wenn Ich sie direkt ansprechen kann, wenn Meine Kraft direkt in sie einströmen kann und nun die Vereinigung stattfindet, die Zweck und Ziel im Erdenleben ist. Erste Voraussetzung aber ist, daß sich der Mensch zur Liebe gestaltet, denn Mich Selbst - Mein Wort, Mein Fleisch und Mein Blut - kann er nicht in sich aufnehmen, wenn ihm die Liebe fehlt. Ich Selbst bin die Liebe. Ich kann Mich wieder nur mit der Liebe vereinen. Es ist also nicht möglich, daß Ich in eines Menschen Herz einziehen kann, der die äußere Handlung vollzieht, der Brot und Wein zu sich nimmt, dessen Herz aber bar jeder Liebe ist. Denn unter Liebe verstehe Ich nicht eine gefühlsmäßige Erregung, die Mir in dem Moment entgegenschlägt, sondern Ich verstehe darunter eine niedergekämpfte Ichliebe, die sich äußert in der Liebe zum Nächsten und die Mir nun auch die Liebe zu Mir unter Beweis stellt. Das also ist dann eine wahre Vereinigung mit Mir, in der Ich ihn nun ansprechen kann, in der ihm Mein Fleisch und Mein Blut geboten wird, Mein Wort mit seiner Kraft. Und dann wird der Mensch auch ständig Meiner gedenken, er wird alles beginnen und beenden mit Mir, er wird ständig in Meinem Willen zu leben sich bemühen, und er wird den Weg der Aufwärtsentwicklung gehen - er wird zum Ziel gelangen, zum ewigen Leben und zur Seligkeit. Amen. B.D. NR. 7666.

 

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