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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 79

B.D. NR. 7462 - B.D. NR. 7548
24.11.1959-14.3.1960
7474 7476 7479 7482 7520  7523 7524 7538

 

Buch 79 7474

Zeit- und Raumbegriff.

9. Dezember 1959. B.D. NR. 7474.

Es sind Ewigkeitsbegriffe, wolltet ihr euch die Zeiten vorstellen, da eure Seele sich auf dem Rückweg befindet zu Mir, und euch fehlt dafür jedes Schätzungsvermögen, weshalb also von Ewigkeiten gesprochen wird. Einmal endet jedoch dieser Zustand, einmal ändert sich auch für euch der Begriff von Zeit und Raum - sowie ihr in den Zustand der Vollkommenheit eingetreten seid, der keine Begrenzung mehr kennt. Dann ist für euch alles gleich - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - und ihr erlebet alles, wo und wann ihr es wollet, als gegenwärtig, ein Zustand, den ihr euch gleichfalls nicht vorzustellen vermögt. Aber nur im Unvollkommenheitszustand kennt das Wesen Begrenztes, jedoch alle Begrenzung ist hinfällig, wenn das Wesen vollkommen geworden, also wieder in seinen Urzustand zurückgekehrt ist, in dem es war zu Anbeginn. Darum wird auch die Seele alles Rückläufige wieder erleben können als gegenwärtig und Meine große Liebe erkennen, denn nun erst fasset sie auch das Wunderbare ihres Entwicklungsganges vom tiefsten Fall zur höchsten Höhe, und sie ist überselig im Bewußtsein, nun Mein Kind zu sein und zu bleiben ewiglich. Denn dann gibt es keine Begrenzung mehr, dann kann sie sich aufhalten, wo sie will, und sich auch in den Zustand hineinversetzen, den sie will, auch wenn er schon in der Vergangenheit zurückliegt, weil dieser nun für sie zu einem Gegenwartszustand geworden ist. Der Begriff für Zeit und Raum gehört zum Zustand der Unvollkommenheit, wie jede Begrenzung immer ein Zeichen der Mangelhaftigkeit ist, was ihr Menschen auch erst verstehen werdet, wenn einmal jegliche Begrenzung von euch abfällt. Dafür aber ist Voraussetzung, daß ihr eingehet in das Reich des Lichtes. Es ist auch dies ein Grad der Seligkeit, in welchem Maßstab alles Begrenzte von euch abfällt - denn das Lichtreich bedeutet Aufhebung aller Begrenzung, es bedeutet Durchblick durch Zeit und Raum, es wird die Seele sich aufhalten können, wo sie will, wo sie sich gedanklich hinversetzt und wann sie es will, und es werden dadurch auch Geschehen in der Vergangenheit lebendig werden in ihr, weil sie alles erleben kann als gegenwärtig. Und dann wird sie preisen und loben und Mir ewig Dank singen, daß Ich sie geführt habe zurück in ihr Vaterhaus, wo die Seligkeiten für sie kein Ende nehmen, die sie nun in Meiner Nähe genießen kann und immer sich Meiner Liebe und Gnade bewußt ist, die ihr diese Herrlichkeiten bereiten auf ewig. Und dann wird die Seele Mein Erlösungswerk erleben und nun erst ermessen, was dieses Erlösungswerk für sie selbst bedeutet hat. Denn nun erst erkennt sie die große Liebe, die ihre große Sünde getilgt hat, um ihr alle Herrlichkeiten des Himmelreiches erschließen zu können. Sie erkennt die abgrundtiefe Entfernung, in der sie einst gestanden hat von Mir, sie erkennt die große Gnade und Barmherzigkeit, die ihr folgten in die Tiefe und sie wieder daraus emporhoben, sie erkennt die nimmermüde Geduld und Liebe auf dem Wege der Rückkehr, denn sie sieht auch ihren einstigen Widerstand und ihre Abwehr Meiner Liebe gegenüber. Und sie erbebt in heiligem Erschauern ob Meiner großen Liebe und Gnade zu allem einst Gefallenen. Sie kann nicht anders als loben und preisen Den, Der sie erschaffen hat und Der sie gerettet hat durch Sein Erlösungswerk von ewiger Qual. Und immer wieder erlebt sie dieses Barmherzigkeitswerk aufs neue, weil sie dadurch zu immer tieferer Erkenntnis gelangt, was an ihr getan wurde, um sie so unendlich selig zu machen. Und die Seele wird dankerfüllt alles tun, um auch anderen Seelen zur gleichen Seligkeit zu verhelfen, denn sie ersieht die große Not derer, die noch in der Finsternis weilen, und ihnen zu helfen ist nun ihr ständiger Wille, weil die Liebe zu allem Unerlösten in ihr entflammt ist angesichts der Herrlichkeit, die Meine Liebe Meinem Kind bereitet hat und bis in alle Ewigkeit ihm bereiten wird. Amen. B.D. NR. 7474.

 

Buch 79 7476

Lebendiger Glaube.

13. Dezember 1959. B.D. NR. 7476.

Jeder Mensch soll danach trachten, daß sein Glaube ein lebendiger werde, daß sein Denken ein überzeugtes sei, daß ihm jeder Zweifel fernbleibe und er aus einem lebendigen Glauben immer die Kraft entziehe, die ihm den Lebensweg leichter werden lässet. Ein fester Glaube wird immer den Erdenweg eines Menschen leicht gangbar machen, ein fester Glaube wird ihm Sicherheit geben, denn ein fester Glaube setzt auch die Bindung mit Mir voraus, die immer dem Menschen ein Gefühl der Geborgenheit verschaffen wird. Lebendig kann aber nur der Glaube sein, der von Liebe begleitet wird - denn die Liebe erst erweckt den Glauben zum Leben. Wer aber in der Liebe lebt, der lebt in Mir und Ich in ihm. Also sichert euch die Liebe Meine Gegenwart und Meine Gegenwart, wieder muß auch den Glauben in euch zum Leben erwecken und ein lebendiger Glaube euch wieder die Kraft geben, die euch alles überwinden lässet, weil ihr ständig Meiner Hilfe gewiß seid. Lebendig zu glauben heißt, im tiefsten Herzen zu wissen, daß es Wahrheit ist, was ihr glaubet - lebendig zu glauben heißt, nicht einen Augenblick zu zweifeln am Gelingen dessen, was ihr euch vornehmet oder erbittet, und lebendig zu glauben heißt ferner, die Kraft des Glaubens in Meinem Willen wirken zu lassen - was auch mitunter ungewöhnliches Wirken zur Folge haben wird, wo die Glaubenskraft besonders stark ist. Im lebendigen Glauben zu stehen ist schon eine Seligkeit auf Erden, denn der Mensch braucht nichts mehr zu fürchten, weil er es glaubt oder weiß, daß es für ihn immer einen Ausweg gibt, weil es für ihn auch nichts Unüberwindliches gibt, da er ständig mit Mir verbunden ist. Denn er kann nun wirken mit Meiner Kraft, die ihm unbegrenzt zur Verfügung steht, so er nur glaubt. Doch wie wenige besitzen diesen lebendigen Glauben, wie wenige sind so von der Liebe zum Nächsten durchdrungen, daß der lebendige Glaube die sichere Folge davon wäre. Und ohne Liebe bleibt der Glaube tot, ohne Liebe kann der Mensch nicht über die Glaubenskraft verfügen, die ihn beseligt und aller Schwierigkeiten Herr werden lässet. Dann werden es immer nur tote Worte bleiben, wenn der Mensch auch seinen Glauben versichern möchte den Mitmenschen gegenüber, während der lebendige Glaube keiner Worte bedarf, sondern still wirket durch vollste Überzeugung und innere Sicherheit - eben durch die innige Bindung mit Mir, die Folge der Liebe ist. Darum kann diese innere Überzeugung nicht erwartet werden von einem Menschen, der bar jeder Liebe ist, denn er kann nicht glauben, sondern er wird weit eher alles abweisen, was zu glauben von ihm gefordert wird - er ist zu einem lebendigen Glauben nicht fähig, weil ihm die Liebe fehlt. Ihm könnte die reinste Wahrheit vermittelt werden, er wird sie nicht annehmen, weil zum Erkennen dieser ebenfalls Liebe erforderlich ist und also Liebe, Glaube und Wahrheit nicht getrennt werden können, weil auch die reine Wahrheit niemals bewiesen werden kann, sondern geglaubt werden muß und dieses eben nur in der Liebe geschehen kann. Ein lebendiger Glaube beseligt, und darum solltet ihr nur nach einem solchen lebendigen Glauben trachten - ihr solltet in der Liebe leben und dadurch dem Glauben in euch das Leben geben, das euch nun auch die Kraft einträgt im Übermaß, dem Glauben entsprechend zu handeln und zu leben auf Erden. Doch nur der lebendige Glaube ist von Wert, ein toter Glaube ist so gut wie keiner, er hat weder die Kraft in sich, noch kann er dem Menschen das Leben geben - es wird der Mensch versagen, wenn einmal die Kraft des Glaubens von ihm gefordert werden wird, so er sich einmal wird bewähren müssen und den letzten Glaubensentscheid treffen, von dem das Los seiner Seele dann abhängig sein wird nach dem Tode des Leibes - oder auch der Zustand der Neubannung, wenn der Mensch noch das Ende dieser Erde im Unglauben erlebt. Dann wird sich die Kraft des Glaubens erweisen, wenn diese Entscheidung von euch Menschen gefordert wird. Und dann kann sich selig preisen der Mensch, der in der Liebe und im lebendigen Glauben steht. Amen. B.D. NR. 7476.

 

Buch 79 7479

Kommen des Herrn.

16. Dezember 1959. B.D. NR. 7479.

Bereitet euch vor auf das Kommen des Herrn. Denn wieder wird Er zur Erde herabsteigen, Er wird kommen in den Wolken am Tage des Gerichtes, und Er wird die Seinen holen in Sein Reich des Friedens und der Seligkeit. Aber Er wird nicht mehr aus einem Weibe geboren werden, doch schauen werden Ihn alle, die zu den Seinen gehören und ausharren in allen Drangsalen bis an das Ende, schauen werden Ihn nur die Seinen, und sie werden überselig sein. Seine Niederkunft zur Erde fand einmal statt zur Rettung der Menschen aus dem Gericht, aus der Fessel des Satans, und sie findet wieder statt und wird denen zum Gericht werden, die nicht an Ihn glauben und noch freiwillig sich in der Gewalt des Satans befinden - die sich nicht retten lassen von Jesus Christus, bevor der Tag des Gerichtes anbrechen wird. Doch den Seinen wird dieses Sein Kommen Befreiung bedeuten, denn sie sind in großer Not und schreien aus großer Not zu Ihm, daß Er sie hole von der Erde hinweg. Und Er wird kommen in Macht und Herrlichkeit, doch unsichtbar bleiben den Verworfenen, die nur den Vorgang der Entrückung erleben werden und voller Entsetzen die Stunde ihres Endes erkennen. Aber sie werden sich nicht wandeln, denn sie können sich nicht befreien von ihrem Herrn und rufen auch nicht den Einen an, Der die Macht hätte über jenen Herrn und sie auch anwenden würde, wenn nur ein Ruf aus dem Herzen zu Ihm ertönen möchte. Das Kommen des Herrn ist nahe. Nur kurze Zeit noch, die für euch eine schwere Notzeit sein wird, denn die Kräfte der Finsternis wüten in einem Maße, daß es selbst den Gläubigen schwer sein wird, standzuhalten, und daß ihrer wegen auch die Tage verkürzt werden, auf daß sie nicht den Bedrängungen durch den Fürsten der Finsternis zum Opfer fallen. Denn die Finsternis ist wieder so groß, wie sie war, als Gott Selbst zur Erde niederstieg, um die Menschen zu erlösen. Es ist die gleiche Finsternis gebreitet über die Erde, und die Menschen gehen in der Nacht des Todes dahin und suchen auch nicht das Leben, denn noch hätten sie die Kraft, zum Leben zu kommen, aber sie gehen gleichgültig dahin und wissen nicht, was sie erwartet in kommender Zeit. Das Gericht ist nahe, und es wird den Menschen den Tod bringen oder das Leben. Doch Leben ist nur bei Gott und mit Gott zu finden, und darum wird Gott allen Menschen das Leben schenken, die Sein bleiben wollen, und Er wird zu ihnen niedersteigen, um ihnen wieder Rettung zu bringen aus größter Not. Er wird Selbst kommen am Tage des Gerichtes, Er wird richten die Lebendigen und die Toten. Er wird emporholen, die an Ihn glauben, und sie werden Ihn schauen dürfen und leben - sie werden noch im Leib entrückt werden, um einmal die neue Erde beleben zu dürfen. Aber Er wird auch richten, die tot sind im Geist, und ihnen den Platz zuweisen, dem sie ihrem Geist nach angehören. Denn die Zeit ist erfüllet, und ihr alle solltet nur noch in der Erwartung des Tages leben, der kommen wird so gewiß, wie ein Tag dem anderen folgt, der Ihn Selbst bringen wird und bei den Seinen Jubel und Frohlocken auslösen wird - der aber auch das Gericht bedeutet für alle, die Seine Gegner sind und auch lange noch bleiben werden. Amen. B.D. NR. 7479.

 

Buch 79 7482

Liebe und Gerechtigkeit Gottes.

20. Dezember 1959. B.D. NR 7482.

Niemals werdet ihr in Mir einen unbarmherzigen Richter zu fürchten haben, Der euch gnadenlos verurteilt, selbst wenn ihr dies verdient hättet. Zwar muß Meine Gerechtigkeit bei jedem Urteilsspruch hervortreten, doch Meine Liebe wird überall mildernd mitsprechen und euch niemals erbarmungslos verurteilen, weil sie nicht anders kann als verzeihen, rechtrichten und die heilende Hand auf Wunden auflegen, die sich der Mensch selbst geschlagen hat durch seine Sünden. Denn alles Unheil, alle Schmerzen der Seele, alle Not und Qual, hat sie sich selbst bereitet, und nicht Ich habe ihr deswegen das Urteil gesprochen, sie selbst hat sich gerichtet im freien Willen, sie selbst hat sich die Verfassung geschaffen, in der sie nun weilet. Und Meine Gerechtigkeit verbietet Mir, sie aus dieser selbstgeschaffenen entsetzlichen Lage herauszuheben, wenn sie nicht selbst danach verlangt um Jesu Christi willen. Sie befindet sich wohl im Gericht, aber sie hat sich das Gericht selbst gewählt. Das soll immer erkannt werden, daß Ich kein strafender Gott bin, Der dem Sünder also solche Strafen auferlegt hat als Sühne für seine Sünden, sondern daß dieser Strafzustand von dem Sünder freiwillig angestrebt und eingegangen worden ist und daß Ich auf Grund Meiner Gerechtigkeit ihm kein besseres Los geben kann, als er durch seinen freien Willen sich selbst erwählt hat. Mich erbarmet die Not, in der sich solche sündig gewordenen Seelen befinden, und Meine Liebe möchte ihnen wahrlich ein besseres Los schaffen, doch wieder ist dies Sache des freien Willens, den weder Meine Liebe noch Meine Gerechtigkeit antasten werden. Die Seele muß selbst wollen, aus ihrer Not herauszukommen, und sie muß - weil sie allein zu schwach ist, ihren Willen auszuführen - zu Jesus Christus rufen um Kraft und Hilfe. Dies ist der einzige Weg, der ihr gezeigt werden kann, dann wird Meine Erbarmung hervortreten, und um Jesu Christi willen werden alle Sünden vergeben sein. Wenn nun vom letzten Gericht gesprochen wird, so ist darunter nicht ein Strafakt Meinerseits zu verstehen, der Meine Barmherzigkeit in Frage stellen könnte oder Meine endlose Liebe zweifelhaft erscheinen läßt. Es ist vielmehr darunter zu verstehen ein Herstellen der Ordnung, ein Zurecht-Richten des falschen verkehrten Zustandes, in dem sich die Menschheit im besonderen und auch noch alles gebundene Geistige befindet in der letzten Zeit, wo die Menschen durch den Einfluß Meines Gegners sich austoben und völlig Gott-widrig leben. Dann greift wieder Meine erbarmende Liebe ein und richtet alles recht - kann aber dem Geistigen, das als Mensch versagt hat, kein anderes Los bereiten, als dieses selbst angestrebt hat im freien Willen. Es ist dies zwar ein Gericht, aber nicht in Meinem Zorn begründet, sondern in tiefster Erbarmung banne Ich das Geistige erneut in der Form, weil die Gerechtigkeit Mich daran hindert, diesem Geistigen ein Los zu schaffen, wo es selig ist. Doch einmal steht auch ihm dieses Los bevor, einmal wird sich der freie Wille auch dieses Geistigen Mir bewußt zuwenden, und dann werde Ich es erfassen können und mit Meiner Liebe durchstrahlen, ohne daß dieses zurückgewiesen wird. Denn ob auch Meine Liebe unendlich ist - auch die Gerechtigkeit gehört zu Meinem Wesen, und diese tritt hervor, wenn die Zeit erfüllet ist. Amen. B.D. NR. 7482.

 

Buch 79 7520

Neue Erde. Römer 8.

11. Februar 1960. B.D. NR. 7520.

Der großen Umwälzung wird kein Schöpfungswerk auf dieser Erde entgehen, sie wird alles betreffen, von der harten Materie an, das Pflanzen- und Tierreich hinauf bis zum Menschen. Alles wird betroffen werden von einem Werk der Zerstörung, dessen Ausmaße alles übertreffen, was sich auf Erden schon ereignet hat. Denn alles ist in Mitleidenschaften gezogen, so daß in Wahrheit nachher von einer neuen Erde gesprochen werden kann, wenn das Werk der Umgestaltung der Erde wird vollendet sein. Alles gebannte Geistige also wird vorerst einmal frei aus der Form; es wird aber seinen Freiheitszustand nicht lange genießen können, denn es wird wieder gebunden in neuen Schöpfungen, wie es jeweilig dem Reifegrad des Geistigen entspricht. Darum können auch die neuen Schöpfungen in ganz kurzer Zeit erstehen, sie brauchen keinen langen Entwicklungsgang, weil für alle Schöpfungen auch die entsprechend ausgereiften geistigen Substanzen vorhanden sind und nur eine andere Form benötigt wird, auf daß die Entwicklung weiter aufwärtsschreitet auf der neuen Erde. Und diese Neuschöpfungen sind so vielseitig, daß wahrlich ein großer geistiger Fortschritt erzielt werden kann in weit kürzerer Zeit als auf der alten Erde, denn dem Geistigen setzen sich nicht so viele Widerstände entgegen, wie dies in der letzten Zeit der Fall ist, in der überall das Einwirken schlechter Kräfte sich hinderlich bemerkbar macht. Der Umgestaltungsakt vollzieht sich also in kurzer Zeit, ist aber keinem Menschen bewußt, denn die Entrückten werden der neugestalteten Erde zugeführt, können aber selbst nicht ermessen, wie lange Zeit sie der Erde fern waren, weil ihnen jeglicher Zeitbegriff fehlte. Aber nichts wird in der alten Verformung belassen werden. Und selbst die Menschen werden ihr Erdenkleid nicht mehr so schwer empfinden - es ist gleichsam schon eine vergeistigtere Form, die sie umhüllt, wenngleich es noch irdisch-materielle Substanz ist, aber sie empfinden keine körperlichen Schwächen und Beschwerden und können ihr Leben auf der neuen Erde in einem Zustand verbringen, der wahrhaft paradiesisch genannt werden kann. Und dieser Zustand wird anhalten, solange die Menschen innig Gott-verbunden leben, solange sie direkte Bindung haben mit der Lichtwelt und ihren Bewohnern und in allem nach dem Willen Gottes leben. Eine Änderung wird mit der Zeit auch wiedereintreten, wenn der Fürst der Finsternis wieder Macht gewinnt über die Menschen; aber es vergeht bis dahin eine lange Zeit, denn die ersten Generationen sind noch so völlig Gott-verbunden, Den sie in aller Macht und Herrlichkeit kennenlernen durften, daß sie Ihm treu bleiben und ständig unter Seiner Liebe und Gnade ihr Leben führen. Und es wird darum auch der Einfluß der Menschen auf alle Kreatur ein äußerst günstiger sein; die Liebe der Menschen spürt das Geistige in allen Schöpfungswerken, und es kommt desto schneller zur weiteren Entwicklung, je mehr Liebe es empfindet und auch seinen inneren Widerstand schneller aufgibt in einer liebeerfüllten Umgebung. Es dienet bereitwillig und kann oft sehr schnell eine Form verlassen, um die nächst-höhere beziehen zu können, so daß der Entwicklungsgang erheblich verkürzt wird, gemessen an der Zeit zuvor auf der alten Erde. Und schon um dieses noch in der Form gebundenen Geistigen willen sollte das Umwälzungswerk den Menschen die Liebe Gottes erkennen lassen, denn nicht nur der Mensch benötigt die Hilfe Gottes, sondern alle Kreatur seufzet nach Erlösung. Der Mensch aber hat die Möglichkeit, sich frei zu machen aus der Form während des Erdenlebens. Wenn er versagt, so ist das seine eigene Schuld, daß er erneut seinen freien Willen mißbraucht hat und er nun auch die Folgen auf sich nehmen muß, denn es wird ihm dann nur zuteil, was er selbst angestrebt hat im Erdenleben - die Materie wird seine Außenform werden, die allein er begehrt hat. Amen. B.D. NR. 7520.

 

Buch 79 7523

Zufuhr von Kraft.

15. und 16. Februar 1960. B.D. NR. 7523.

Nur ein Auszug:

Das aber ist auch Zweck jeder Not, daß ihr Mich um Hilfe angehet, daß ihr die Bindung suchet mit Mir und daß nun in dieser Bindung Meine Kraft in euch überströmen kann, so daß ihr euch stets gekräftigt fühlen werdet, wenn ihr in innigen Gedanken an Mich nur euch öffnet, daß Ich euch geben kann, was ihr wünschet: Kraft und Gnade und einen erleuchteten Geist, der Mich erkennet überall und in jedem Geschehen, so daß ihr Mich dann auch liebenlernet und die Liebe uns immer fester verbindet und dann auch jegliche Schwäche von euch abfällt, weil ihr dann mit Mir wandelt und von Mir jederzeit gespeist werdet mit Licht und Kraft. Auszug aus B.D. NR. 7523.

 

Buch 79 7524

Lebensschicksal förderlich zum Ausreifen.

17. Februar 1960. B.D. NR. 7524.

Es wird euch von Meiner Seite aus jede Entwicklungsmöglichkeit geboten, denn euer ganzer Lebenslauf ist so von Mir bestimmt, daß er euch immer neue Gelegenheiten gibt, an eurer Seele zu arbeiten. Immer wieder treten an euch solche Gelegenheiten heran, wo ihr euch bewähren müsset, wo ihr euren Willen tätig werden lassen müsset, wo ihr also euch selbst dazu einstellen müsset und es nun darauf ankommt, wie ihr euer Handeln und Wollen mit Meinen Geboten der Gottes- und Nächstenliebe in Einklang bringet, die allem eurem Tun und Lassen zugrunde liegen sollen. Und euer Lebensschicksal ist nur ausgerichtet, daß ihr angeregt werdet zum Liebewirken. Immer wieder werden euch Gelegenheiten geschaffen, wo ihr des Nächsten gedenken könnet und dann auch eure Liebe zu Mir unter Beweis stellet. Mir geht es nur darum, euch zur Umgestaltung eures Wesens zu helfen, und darum werde Ich auch immer Mich so äußern, daß euch Möglichkeiten geboten sind, diese Umgestaltung vorzunehmen. Euer Lebensschicksal ist von Mir bestimmt, doch immer nur so, daß es euch zum Besten dienet, daß eure Seele dadurch ausreifen kann, wenn euer Wille gut ist, also eurer Vollendung auf Erden gilt. Dann könnet ihr in allem, was euch begegnet, immer nur Meine Hand erkennen, die euch so lenkt, daß es für eure Seele zum Vorteil ist. Und deshalb sollet ihr auch alles ergeben auf euch nehmen, was schicksalsmäßig an euch herantritt. Es ist dies in Meinem Plan von Ewigkeit so vorgesehen, und dieser Plan ist wahrlich in Liebe und Weisheit entworfen, und er wird in Liebe und Weisheit ausgeführt, immer zu eurem Heil. Es gibt also eigentlich kein Unheil für euch, denn ob es auch irdisch als solches erscheint, so ist es doch geistig nur eine Ausreifungsmöglichkeit für eure Seelen, und nur an euch selbst liegt es, ob ein solches Unheil für euch zum Heil wird, ob es sich segensreich an eurer Seele auswirkt. Es liegt an eurem Willen, wie dieser sich dazu einstellt, ob er die Bindung mit Mir sucht und festhält und dann alles ihm zum Segen gereichen wird, was er nun auch tut und denkt. Alles, was schicksalsmäßig über einen Menschen kommt, muß seine gute Auswirkung haben für einen Menschen, der sich innig Mir verbindet, denn dieser wird nicht von Mir verlassen und auch über alles scheinbar schwere Erleben hinwegkommen, weil Ich Selbst ihm zur Seite stehe durch seine innige Bindung mit Mir. Und so löst sich eigentlich sein Schicksal von selbst und nimmt einen guten Verlauf, sowie der Mensch nur mit Mir verbunden ist und bleibt. Und die Bindung mit Mir ist Zweck und Ziel jeglichen Geschehens, die aber nicht jeder Mensch anknüpft und darum oft lange leiden muß, bevor er den Weg nimmt zu Mir, Der Ich dann auch alles Schwere von ihm nehmen kann, wenn er sich Mir anvertraut und Mich um Hilfe bittet. Aber er soll immer bedenken, daß von Mir aus immer nur sein Ausreifen auf Erden begünstigt wird und daß alles, was über einen Menschen kommt, diesem Ausreifen dienet - er soll daran denken, daß es an ihm selbst liegt, wie lange ihn solche Schicksalsschläge belasten, und daß er frei wird davon, sowie er selbst die innige Bindung eingeht mit Mir - er soll daran denken, daß es nur allein um diese innige Bindung geht, daß er zurückkehren soll zu Mir, von Dem er selbst sich einst freiwillig trennte. Amen. B.D. NR. 7524.

 

Buch 79 7538

Kurze oder lange Lebensdauer.

4. März 1960. B.D. NR. 7538.

Es ist keine lange Zeit, die euch für das Erdenleben zugemessen ist, im Vergleich zu der endlos langen Zeit eurer Vorentwicklung, die ihr selbst zeitlich nicht zu schätzen vermögt. Und euer Erdenleben kann auch noch verkürzt werden, daß ihr schon vorzeitig abgerufen werdet in die Ewigkeit. Und darum sollt ihr eurer Seele mit allem Eifer gedenken, ihr sollt ihr zukommen lassen, was nur immer möglich ist, ihr sollt ihr Nahrung geben, damit sie nicht zu darben braucht, wenn ihr Sein auf dieser Erde nur kurz ist. Ihr sollt sie immer reichlich mit Speise und Trank versorgen und niemals mit einem sehr langen Erdenleben rechnen, denn ihr wisset nicht den Tag und die Stunde eures leiblichen Endes. Aber eure Seele kann auch in sehr kurzer Zeit ausreifen, wenn euer Wille gut ist und ihr zum Ausreifen verhilft. Kein Mensch kann seine Lebensdauer bestimmen oder darum wissen, und gerade diese Unkenntnis sollte ihn anspornen zu eifriger Seelentätigkeit, er sollte seinen Lebenswandel so führen, daß er ruhig einen jeden Tag als letzten ansehen kann, ohne für seiner Seele Heil fürchten zu müssen. Und es werden in der Endzeit sehr viele Menschen ihr Leben beenden, denn es wird noch eine große Sichtung stattfinden, und viele Menschen werden zu ihrem eigenen Seelenheil vorzeitig abgerufen werden, weil sie auf Erden es versäumen, an ihrer Seele zu arbeiten, und sie doch nicht dem unbarmherzigen Wüten des Gegners von Gott zum Opfer fallen sollen, der sie nur immer tiefer in den Abgrund zieht, wenn ihm nicht zuvor noch diese Seelen entrissen werden. Gerade die Menschen, die nicht geistig streben, denken nicht an einen frühen Tod, und sie leben ihr Leben verantwortungslos, ohne aber schlecht genannt werden zu können. Ihrer erbarmet Sich Gott, und Er will ihnen verhelfen zur weiteren Entwicklung im Jenseits, was wohl weit schwerer vor sich gehen wird, aber doch nicht unmöglich ist, während auf Erden leicht ein völliges Absinken zur Tiefe das Los der Seelen sein kann, die ohne Verantwortungsbewußsein durchs Leben gehen. Gelegenheiten werden euch genug geboten, wo ihr ausreifen könnet im Erdenleben, doch wenn ihr sie nicht ausnützet, wertet ihr auch das Leben als Mensch nicht aus, das euch nur zum Zwecke des Ausreifens eurer Seele gegeben wurde. Und dann ist es auch gleichgültig, ob ihr lange oder nur kurze Zeit auf Erden weilet, wenn ihr die Gnade der Verkörperung als Mensch nicht nützet und eurer Seele zur letzten Reife verhelft. Doch selbst wenn ihr ein hohes Alter erreichet, ist das Erdenleben nur kurz zu nennen, gemessen an der Zeit eurer Vorentwicklung. Aber es genügt trotzdem auch eine ganz kurze Erdendauer, daß ihr euren Zweck auf der Erde erfüllet. Und also ist eure Reife nicht abhängig von der Dauer des Erdendaseins, sondern allein von eurem Willen, dieses Dasein zweckentsprechend auszuwerten. Und immer wieder wird euch durch das Wort Gottes der rechte Weg gewiesen, um zur Vollendung eurer Seele zu gelangen. Immer wieder werden euch die göttlichen Liebegebote vor Augen gestellt, deren Erfüllung allein Zweck und Ziel des Daseins als Mensch ist. Und die Liebe könnet ihr immer üben, und ob euer Leben noch so kurz ist, es wird eure Seele den Vorteil daraus ziehen, wenn ihr den Lebenswandel in Liebe führt. Haltet ihr aber diese zwei Gebote nicht, so ist euer Leben ein Leerlauf und eure Verantwortung desto größer, je länger euer Erdenleben ist, und ihr könnet dann nur dankbar sein, wenn euer Leben verkürzt wird und euch die Möglichkeit einer Weiterentwicklung im jenseitigen Reich noch bleibt, auf daß ihr nicht gänzlich verlorengeht am Ende der Tage, wo ein jeder gerichtet werden wird nach seinen Werken. Amen. B.D. NR. 7538.

 

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