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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 75

B.D. NR. 7000 - B.D. NR. 7101
23.12.1957-24.4.1958
7004 7016 7023 7052 7053  7062 7063 7065

 

Buch 75 7004

Ernster Hinweis auf das Ende und die Vergänglichkeit des Irdischen.

27. Dezember 1957. B.D. NR. 7004.

Es bleibt euch nicht mehr viel Zeit. Immer wieder muß Ich euch darauf hinweisen und immer wieder euch ermahnen, die kurze Zeit gut auszunützen für das Heil eurer Seelen. Wenn ihr nur einmal ernsthaft es euch vorstellet, daß nach einer kurzen Zeitspanne nichts mehr besteht von dem, was jetzt euer Herz erfüllt, was euer Sinnen und Trachten beherrscht, wenn ihr euch vorstellet, daß jeder Tag euch diesem Zeitpunkt näher bringt, wo ihr alles hingeben müsset, selbst wenn euch noch das Leben erhalten bleibt, dann werdet ihr klugerweise nicht mehr euch sorgen um diese vergänglichen Dinge, sondern nur danach trachten, euch Güter zu erringen, die Bestand haben. Denn es gibt solche Güter. Aber sie müssen angestrebt werden, und ihr könnet sie nicht erringen durch irdische Arbeit, weil es geistige Güter sind, die ihr auch mit hinübernehmen könnet in die Ewigkeit. Denn euer Ich bleibt bestehen, und ob auch alles um euch vergeht. Und für dieses Ich - für eure Seele - sollet ihr wirken, solange ihr noch auf Erden weilet, doch nicht eure Herzen hängen an Dinge, die wie Schaumgebilde vergehen werden, wenn die Zeit gekommen ist. Immer schneller eilet die Zeit, und immer näher kommt der Tag, der ein Ende bedeutet für alle Kreatur. Und weil es euch schwerfällt, daran zu glauben, was Ich euch künden lasse schon lange Zeit, will Ich euch noch zuvor einen Beweis der Wahrheit Meiner Ankündigungen geben, obzwar auch dieser sehr schmerzhaft sein wird für unzählige Menschen. Aber es ist das letzte Warn- und Mahnzeichen für alle, die jenes Geschehen überleben werden, auf daß sie die kurze letzte Gnadenfrist noch ausnützen und ihr körperliches Wohl zurückstellen, dagegen ihrer Seele mit vermehrtem Eifer gedenken. Und von diesem Geschehen, mit dem Ich euch Menschen die Wahrheit Meines Wortes beweisen will, trennt euch nur noch eine ganz kurze Zeit. Denn es kommt über Nacht, wenngleich ernste Anzeichen darauf hinweisen schon eine geraume Zeit zuvor. Doch die Menschen sehen auch diese Anzeichen an als Auswirkungen menschlicher Versuche. Doch hier spreche Ich Selbst - hier werden sich Meine Gesetze äußern, und Menschen werden nichts zu verhindern oder zu ändern vermögen. Es wird ein sehr schmerzlicher Eingriff sein, der unzählige Menschen betreffen wird, aber Ich lasse ihn nicht über die Menschen kommen ohne vorherige Ankündigung. Und das Ende dieser Erde ist ein so bedeutsames Geschehen für alles Geistige, daß Ich darum noch eine Warnung vorangehen lasse, um das Unheil abzuschwächen, das allen Menschen droht, die nur der Welt leben, wenn sie durch Meinen Eingriff sich noch so weit beeindrucken lassen, daß sie doch des Unwertes weltlicher Güter gedenken und sich etwas Unvergängliches zu erwerben trachten. Ich kann euch nur ansprechen, euch alles Kommende durch Meine Diener ankünden lassen, Ich kann euch auch nur solche Beweise geben, die euren Willen nicht unfrei machen, aber Ich werde nicht aufhören, auf euch einzuwirken, bis der letzte Tag gekommen ist. Denn Ich will nicht euren Untergang, Ich will nicht, daß ihr wieder endlose Zeiten schmachten müsset in der harten Materie, Ich will eure Freiwerdung aus der Fessel, Ich will eure Seligkeit. Ihr selbst aber seid bestimmend für euer Los. Was jedoch von Mir aus noch geschehen kann für eure Rettung, das geschieht auch, selbst wenn ihr Menschen es nicht verstehen könnet. Und immer wieder sage Ich euch, daß euch nicht mehr viel Zeit bleibt bis zum Ende. Glaubet diesen Worten und bereitet euch vor - und ihr werdet das Ende nicht zu fürchten brauchen. Amen. B.D. NR. 7004.

 

Buch 75 7016

Gottes Macht und Seine Liebe.

13. Januar 1958. B.D. NR. 7016.

Die Macht Gottes ist unbegrenzt. Und so auch Seine Liebe. Dies müsset ihr immer bedenken, wenn ihr euch in Not des Leibes oder der Seele befindet. Es gibt Einen, Der alle Not bannen kann, weil Er allmächtig ist, und Der auch alle Not bannen will, weil Liebe Sein ganzes Wesen ist. Aber Er muß auch mit Seiner Liebe auf Gegenliebe stoßen, weil sonst Seine Liebe unwirksam bleibt. Und das ist des Rätsels Lösung, wenn Seine Allmacht sich nicht euch Menschen gegenüber äußert, weil ihr selbst es unmöglich macht durch mangelnde Liebe. Ein Herz, das voller Liebe ist, gewähret gleichsam Gott Selbst Einlaß, und dann kann Er in Seinem Hause walten und wirken. Wo aber die Tür noch verschlossen ist, wo es an Liebe fehlt, dort ist auch Sein Wirken unmöglich, eben weil Er noch außerhalb steht und nicht gewaltsam ein Haus betritt, das sich Ihm nicht freiwillig öffnet. Die Liebe ist alles. Sie ist Kraft und Licht, sie schenkt dem Menschen Erkenntnis, auch die Kraft richtig anzuwenden. Dann wird es für den Menschen auch keine Not mehr geben, weder irdisch noch geistig. Aber die Liebe ist in euch allen noch sehr schwach, sie ist noch nicht zur hellen Flamme aufgelodert, und das wirkt sich aus in einem schwachen Glauben an Gott und Seine Hilfswilligkeit. Wer Ihn erfassen kann mit ganzem Herzen, d.h., wessen Wesen in ständiger Hilfsbereitschaft seinen Mitmenschen gegenüber lebt, der hat auch keine Einschränkung zu fürchten von seiten Gottes, sondern die Liebe Gottes kann ihn anstrahlen mit aller Kraft, und was das bedeutet, das wisset ihr Menschen noch nicht, ansonsten ihr in Liebe aufgehen würdet und die innigste Bindung hergestellt wäre mit Dem, Dessen Wesen Liebe, Weisheit und Macht ist. Und dann bewegten euch auch keine bangen Fragen mehr, dann wäre jede leibliche und geistige Not behoben, und dann würde es auch euch selbst möglich sein, eure Kraft wieder auf den Mitmenschen überzuleiten, der in Not ist. Glaubt es, daß ihr alles vermögt, wenn ihr von der Liebekraft Gottes durchstrahlt werdet - glaubet es, daß es nichts gibt, was zu leisten euch unmöglich wäre, wenn ihr nur die Liebe in euch so stark werden lasset, daß ihr dadurch Gott Selbst veranlaßt, in euch gegenwärtig zu sein, und Er nun vollbringt, was ihr tun wollet zum Wohl des Mitmenschen. Und glaubet es, daß auch ihr selbst im Vollbesitz von Licht und Kraft sein könnet, weil Der in euch ist, Der Urquell ist von Licht und Kraft. Ihr seid in eurer Ursubstanz das gleiche wie Er, ihr brauchtet nicht beschränkt zu sein im Licht und Kraftzustrom, denn vollkommen war euer Urzustand, als ihr von Ihm euren Ausgang nahmet. Und vollkommen könnet ihr wieder werden, sowie die Liebe euch ganz erfüllt. Und daß die Liebe in euch entflammt, das liegt in eurer Macht, aber es erfordert euren Willen. Doch was ihr nicht erreichet, weil euer Wille zu schwach ist, das vermag inniges Gebet. Denn auch ein rechtes Gebet ist eine Bindung mit Gott,die den Zustrom von Kraft euch sichert. Und die nun euch geschenkte Liebekraft wird euch auch sicher zum Liebewirken antreiben, ihr werdet diese durch Gebet erworbene Liebekraft immer nur verwenden zum Wirken in Liebe, und ihr werdet dann auch erreichen, daß euer Glaube zunimmt, denn ein Gebet, das geistigen Gütern gilt, bleibt wahrlich nicht unerfüllt. Darum kann ein jeder Mensch zum Ziel gelangen, denn die Gnade des Gebetes kann jeder nützen - jedes Kind darf mit seinem Vater sprechen und sich von Ihm erbitten, was ihm mangelt. Denn ein Gebet im Geist und in der Wahrheit beweiset auch die Liebe des Kindes zum Vater, es beweiset, daß das Kind zum Vater gelangen will, und darum wird die Liebe des Vaters ihm auch Seinen Strahl zuleiten, und das Herz des Kindes wird sich daran entzünden. Und wo einmal die Liebe entflammt ist, erfaßt sie auch alles Wesenhafte. Es wird der Mensch jegliches Schöpfungswerk lieben müssen, am meisten aber seinen Mitmenschen, und es wird Gott Selbst gegenwärtig sein, und Seine Liebekraft wird so offensichtlich in Erscheinung treten, daß der Mensch alles zu leisten fähig ist, daß er leibliche Gebrechen heilen und auch jegliche Not bannen kann, weil die Liebe, Die da ist Gott, auch die Kraft ist, Die alles vollbringt. Amen. B.D. NR. 7016.

 

Buch 75 7023

Begründung des tieferen Wissens. Glaubenskampf.

23. Januar 1958. B.D. NR. 7023.

Je tiefer Ich euch einführe in Meinen Heilsplan von Ewigkeit, desto wertvollere Arbeit könnet ihr leisten, weil ihr dann erst fähig seid, euren Mitmenschen als Lehrer zu dienen, wenn ihr selbst ein großes Wissen besitzet. Und Ich bildete Mir Meine ersten Jünger Selbst aus und werde auch Meine letzten Jünger so belehren, daß sie für Mich und Mein Reich eintreten können, wenn dies gefordert wird - daß sie dann hervortreten können, wenn es gilt, den Glauben zu verteidigen an solche Lehren, die nicht beweisbar sind. Denn es wird die Zeit kommen, wo gegen jegliche Glaubenslehre angegangen wird; es wird die Zeit kommen, wo man allem Geistigen den Kampf ansagen wird, wo keine bestehende Geistesrichtung davon verschont bleibt, daß sie angefeindet und verlästert wird. Und es wird auch nicht schwer sein für Meine Gegner, das Fundament zu zerstören, denn viele haben nur auf leichtem Sand gebaut, d.h., ihre Lehren werden keinen Gegenreden standhalten, sie werden zerpflückt werden können, und ihre Anhänger werden selbst zu zweifeln beginnen und sehr leicht sich zu trennen vermögen - wenn sie nicht in Fanatismus ihrer Geistesrichtung treu bleiben, ohne jedoch innerlich überzeugt sie vertreten zu können. Und dann wird auch gegen die Wahrheit angekämpft werden, und es wird auch gegen euch vorgegangen werden, die ihr von Mir Selbst erwählt und ausgebildet wurdet als Vertreter der Wahrheit, die Ich Selbst euch zuleite. Auch ihr werdet in jenen Kampf einbezogen werden, aber es wird euren Gegnern schwerfallen, euch zur Strecke zu bringen, weil ihr fähig seid, eurer Erkenntnis gemäß auch die Wahrheit zu verfechten und auch jeden Einwand zu widerlegen, weil ihr logisch zu begründen vermögt die tieferen Zusammenhänge. Und darum führe Ich euch in Meinen ewigen Heilsplan ein und schenke euch also ein Wissen, das euch auch berechtigt, den Kampf auch aufzunehmen mit euren Feinden. Und dann sollet ihr kämpfen mit dem Schwert des Mundes. Versteht ihr nun, warum Ich immer wieder euch ein Wissen von oben zuleite, warum Ich euch Einblick nehmen lasse in ein geistiges Wissen, das nicht Allgemeingut ist, das zu besitzen aber keinem Menschen versagt ist, wenn er nur sich selbst so herrichtet, daß auch er von Meinem Geist erleuchtet werden kann. Es ist wahrlich das Denken der Menschen in Verwirrung geraten, ein Netz von Irrtum und Lüge umstrickt sie, und sie finden nicht hindurch, weil sie nicht den Willen dazu haben. Und gerade diese Verfinsterung wird sich erweisen, wenn sie ernstlich Stellung nehmen sollen zum Glauben, zu ihrem Verhältnis zu Mir und zu dem Erlösungswerk. Dann wird alles wie ein Kartenhaus zusammenfallen, denn der Gegner wird erbarmungslos vorgehen und jede einzelne Lehre zerpflücken oder alles verlachen und verspotten, was den Menschen bisher heilig war. Meine Jünger aber werden sich nicht fürchten, sie werden mutig den Kampf aufnehmen, Rede und Antwort stehen, und dies wahrlich mit großer Überlegenheit, weil nicht sie es dann sind, die reden, sondern Ich Selbst. Aber dennoch müssen diese Meine rechten Kämpfer von Mir Selbst gelehrt worden sein, denn sie müssen aus eigenem Antrieb und in ihrer Sprache reden, um die Mitmenschen nicht zum Glauben zu zwingen. Aber es werden sich doch auch aus den Reihen des Gegners ihnen Streiter anschließen, die beeindruckt sind von ihren Worten und ihre Stichhaltigkeit nicht zu leugnen vermögen. Und so wird einmal die Zeit kommen, wo ihr all euer Wissen werdet verwerten können, und für diese Zeit bilde Ich euch aus und versorge euch mit einem Lehrgut, das nicht jeder aufweisen kann und das - weil es von Mir ausgeht - auch nicht ohne Wirkung bleibt. Denn Ich will noch vielen Menschen helfen. Doch ob sie die Hilfe annehmen, ist ihrem freien Willen überlassen, denn Ich lasse wohl Ungewöhnliches geschehen, doch immer in einer Form, daß es nicht zum Glauben zwingt. Ich schütte noch viele Gnaden aus, doch sie müssen genützt werden im freien Willen. Amen. B.D. NR. 7023.

 

Buch 75 7052

Ernster Hinweis auf Gottes Eingriff und Folgen.

1. März 1958. B.D. NR. 7052.

Kurze Zeit nur trennt euch von dem Tage, da Meine Stimme ertönen wird so gewaltig, daß sie von niemandem überhört werden kann. Kurze Zeit nur währet es, wo ihr noch in normalen Verhältnissen lebet. Dann aber wird ein Chaos sein, und ihr Menschen werdet vor ungeheure Aufgaben gestellt werden: euer und eurer Mitmenschen Leben erträglich zu gestalten, durch ungewöhnliche Hilfeleistungen des Chaos Herr zu werden und mit den geringsten euch zur Verfügung stehenden Mitteln euch wieder erträgliche Verhältnisse zu schaffen. Denn ihr werdet alles verlieren, die ihr in den Gebieten wohnet, die von einem Naturgeschehen unvorstellbaren Ausmaßes betroffen werden. Ihr Menschen werdet und könnet es noch nicht glauben, weil niemals je zuvor ein solches Naturgeschehen erlebt worden ist. Aber das nachfolgende Ende dieser Erde erfordert noch einen solchen Eingriff Meinerseits, weil Ich noch einmal alle Menschen ansprechen will, um sie zur Besinnung zu bringen, um noch zu retten, die guten Willens sind. Und diese Ansprache wird kein Mensch überhören können, doch ob sie ihre Herzen und Ohren nun öffnen, bleibt ihnen immer noch freigestellt. Denn auch dann noch werden sich die meisten Menschen absondern von Mir, sie werden in ihrer Isolierung verharren, die sie schon eingegangen sind durch ihren Unglauben, und sie werden alle anderen Erklärungen sich suchen und geben für dieses Geschehen als die eine, daß Ich zu ihnen reden will, daß ein Gott Sich ihnen zu erkennen geben will, Der sie anspricht, um sie zur Besinnung zu bringen, um sie zu veranlassen, sich Ihm zu verbinden in größter Not und Gefahr. Zahllose Menschen werden ihr Leben verlieren, und ungeheure Verwüstungen wird das Auge der Überlebenden erblicken, die Not wird übergroß sein, und nur der feste Glaube an Mich und Meine Hilfe wird sie zu bannen vermögen, den aber nur sehr wenige Menschen besitzen. Was irdisch nicht möglich scheint, wird durch Meine Hilfe dennoch möglich sein, und Ich werde oft wunderbar einwirken dort, wo wahrhaft Gläubige Mir und Meiner Hilfe vertrauen. Aber es muß eine Erschütterung über die Erde gehen, es müssen auch die Menschenherzen ungewöhnlich angerührt werden, auf daß sie sich in der großen Not hilfreich erweisen am Nächsten, und es wird überall auch sichtlich eine Besserung der Lage eintreten, wo diese Liebe in Uneigennützigkeit, im Hilfswillen am Mitmenschen, ersichtlich ist. Denn nur dieses ist Zweck Meines gewaltsamen Eingriffs, daß die Menschen einmal ihr Ich zurückstellen und uneigennützige Nächstenliebe üben. Dann kann Ich auch ihre Not beheben, dann kann Ich sie versehen mit dem Nötigsten, und Ich werde wahrlich Mich derer annehmen, die jene Uneigennützigkeit erkennen lassen. Es wird eine Not sein, wie sie nie zuvor erlebt wurde, aber Ich muß so deutlich sprechen, daß Mich ein jeder erkennen kann in Meiner Macht, und es wird auch Meine Liebe zu erkennen vermögen, der nur der ungewöhnlichen Hilfeleistungen achtet, die menschlich nicht zu erwarten wären. Wer nur die innige Bindung mit Mir herstellt oder befestigt, der wird jederzeit auch Meiner Hilfe sicher sein, doch die Menschen ohne Glauben sind übel dran. Sie werden sich selbst zu helfen suchen und oft auf Kosten ihrer Mitmenschen - aber sie werden keinen Gewinn erzielen, weder irdisch noch geistig. Es ist keine lange Zeit mehr bis zu diesem unheilvollen Geschehen, aber ihr Menschen werdet darauf aufmerksam gemacht, und das schon ist eine unerhörte Gnade, denn ihr wisset dann auch, an wen ihr euch wenden müsset, wer euch helfen kann in größter Not und Gefahr. Ich künde euch deshalb immer wieder dieses Geschehen an, und wer es höret, der soll bitten um starken Glauben, um Kraft und Stärke, um standhaft bleiben zu können. Und dann wird er auch in dieser Not den Weg nehmen zu Mir, Der allein ihm helfen kann. Und er wird nichts zu fürchten brauchen, denn den Meinen werde Ich beistehen, ganz gleich, in welcher Weise. Und zu den Meinen zählen alle, die an Mich glauben, die zu Mir beten, die also sich Mir verbinden und darum auch immer Meines Schutzes und Meiner Hilfe gewiß sein können. Und diesen liegt die Aufgabe ob, auch ihre Mitmenschen hinzuweisen auf Mich, damit auch sie den Weg nehmen zu Mir, wenn die Stunde gekommen ist, die das Wohl und Wehe aller Menschen entscheidet. Amen. B.D. NR. 7052.

 

Buch 75 7053

Ankündigung der kommenden großen Not.

2. März 1958. B.D. NR. 7053.

Ihr alle werdet viel Kraft brauchen, die euch aber immer zur Verfügung steht, denn wer nur Mein Wort anhöret, der wird sie empfangen, sowie er dieses Wort im Herzen bewegt und danach handelt. Dann werdet ihr von Mir Selbst angesprochen und also auch von Meiner Liebe angestrahlt, und es muß euch Kraft zufließen, weil Meine Liebe auch Kraft ist. Doch wer Mein Wort an seinen Ohren verhallen lässet, der wird keinen Segen davon haben, denn mit ihm kann Ich nicht in Berührung treten, und also kann auch Meine Kraft ihn nicht durchströmen. In der kommenden Notzeit brauchet ihr alle Kraft aus Mir - denn irdisch werdet ihr nicht eure Lebenslage meistern können; nur mit Meiner Hilfe wird es euch gelingen. Und Ich will euch eure eigene Macht- und Kraftlosigkeit vor Augen führen. Ich will, daß ihr euch selbst erkennet als schwache Wesen, auf daß ihr Zuflucht nehmet zu der Macht, Die ihr nun wohl erkennen müßtet. Und dann wird euch die Gesinnung der Menschen offenbar werden, die erschreckende Glaubenslosigkeit wird zutage treten und die Notwendigkeit, von Mir und Meinem Reich, von Meiner Macht und Liebe zu den Menschen zu reden, ihnen das Evangelium zu künden und sie zum Glauben zu führen. Auch in dieser Notzeit wird hart gestritten werden, es wird mit dem Schwert des Mundes gekämpft werden müssen, denn viele der Schwachgläubigen werden noch mehr zweifeln an einem Gott und Vater, weil das Unheil, das über die Menschen hereinbrach, ihnen unbegreiflich scheint als Werk eines liebenden Gottes. Denn alle Menschen schätzen das Erdenleben als Mensch noch zu hoch ein, und denen die Bedeutung und den Zweck ihres Erdenlebens zu erläutern und sie hinzuweisen auf das Leben nach dem Tode, ist eine dringende Aufgabe derer, die für Mich arbeiten wollen und die dann ein großes Arbeitsfeld vor sich liegen sehen werden. Noch gehen die Menschen in Gleichgültigkeit und Lauheit dahin, und sie gedenken nicht ihrer Erdenaufgabe. Und darum müssen sie in ihrem Denken erschüttert werden, denn auch die zahllosen Unglücksfälle, bei denen viele Menschen ihr Leben verlieren, erschrecken sie kaum noch, und die Menschen sind nicht anders aufzustören als durch ein so gewaltiges Geschehen, von dem jeder einzelne betroffen wird, der es überlebt. Und wenn Ich euch ständig darauf hinweise, so darum, damit ihr alle euch vorbereitet insofern, als daß ihr euch in der Liebe übet, daß ihr euch Kraft ansammelt, daß ihr euch Mir verbindet und von Mir Kraft empfangen könnet durch Entgegennahme Meines Wortes - auf daß ihr nicht unvorbereitet dieser schweren Zeit entgegengehet, auf daß ihr euren Mitmenschen Stütze sein könnet und ihr auch ihnen Mein Wort verkündet. Ich will eurer aller gedenken, die ihr Meiner gedenket. Und Ich will keinen von euch kraftlos lassen, die Mich zuvor schon bitten um Kraft, die Mich zuvor schon bitten um Meinen Schutz und Meine Hilfe. Und es wird sich zeigen, welches Maß ihr werdet ertragen können, die ihr mit Mir wandelt, ohne jedoch ungewöhnlich belastet euch zu fühlen. Immer wieder ermahne Ich euch Menschen, euch Mir anzuschließen durch Liebewirken und inniges Gebet, und immer wieder versichere Ich euch, daß ihr dann reichlich Kraft empfangen werdet und nichts zu fürchten brauchet, selbst wenn ihr irdisch alles verliert, denn Ich allein kann euch geben, was ihr brauchet, und Ich werde auch immer sorgen für die Meinen, für die, die Meiner nicht vergessen, die in Mir ihren Vater sehen und sich wie Kinder in Meine Arme flüchten in jeder Not und Gefahr. Ihr, die ihr Mir dienen wollet, ihr werdet auch Meine Nähe besonders fühlen, weil ihr die Wahrheit Meines Wortes erkennet und darum euch immer näher an Mich dränget, Den ihr nun erkennet in Seiner Macht und Stärke, an Dessen Liebe ihr aber auch glaubet und daher euch vertrauensvoll Ihm hingebet. Und weil Ich euch dann brauche als Streiter für Mich und Meinen Namen, weil Ich euch brauche zu eifriger Weinbergsarbeit, darum werde Ich euch so offensichtlich beistehen, daß ihr diese eure Arbeit auch werdet ausführen können mit Erfolg. Es kommt alles, wie es vorgesehen ist in Meinem Heilsplan, weil Ich allein es weiß, was Meinen Geschöpfen zu ihrem Heil dienet. Und es ist auch das Ende unwiderruflich bestimmt. Und ebendieses Ende veranlaßt Mich noch zu einem letzten Erbarmungswerk zuvor, wenngleich dieses als ein Akt der Grausamkeit erscheint. Aber es wird doch noch so manchem Menschen Rettung bringen, es wird als letztes Mittel angewendet, Meinen Geschöpfen den Weg zu Mir zu weisen, und es wird nicht gänzlich erfolglos bleiben. Ich denke an die große geistige Not, in der die Menschheit sich befindet, und jede einzelne Seele will Ich daher noch anrühren, um sie zu gewinnen für Mich, und darum muß Ich eine große irdische Not über die Erde kommen lassen, die aber mit Meiner Hilfe auch zu überwinden sein wird. Denn Meine Liebe und Meine Macht wird sich überall äußern, wo Ich um Hilfe angerufen werde, und Meine Kraft werden empfangen, die solche nur begehren. Amen. B.D. NR. 7053.

 

Buch 75 7062

Ankündigung des Vorläufers Jesu Christi.

10. März 1958. B.D. NR. 7062.

Keiner von euch Menschen würde mehr in der Wahrheit wandeln, wenn diese nicht euch immer wieder durch Meinen Geist verkündet würde. Was zu Meiner Erdenlebenszeit den Menschen als reine Wahrheit gepredigt wurde, erhielt sich nicht rein, denn sowie menschliches Denken daran ging, Meine Lehre für die Zwecke ganzer Völker nutzbar zu machen, wurde auch alles mit menschlichem Zusatzwerk vermengt, denn Meine reine Lehre entsprach zuwenig der Eigennützigkeit der Menschen, und es suchten die einzelnen Gemeinden also, auch diese Lehre mehr oder weniger zweckdienlich zu gestalten. Und so wurde die einst von Mir Selbst gegründete Kirche, die sogenannte Urkirche, sehr bald nur noch ein Zerrbild dessen, was sie anfangs gewesen ist. Und es hat Meine reine Lehre zahllose Veränderungen erfahren müssen. Und was nun noch besteht, kann nicht mehr den Anspruch darauf erheben, reine Wahrheit zu sein. Um die Wahrheit rein zu bewahren, dazu gehören lautere Gefäße, in die Mein Geist fortgesetzt einströmen kann. Es muß der göttliche Geist sich ständig ergießen können, es muß auch die von Mir den Menschen gegebene Lehre von solchen Menschen verkündet werden, die voll des Geistes sind, ansonsten schon die Worte im Munde des Verkünders gewandelt werden können und einen anderen Sinn ergeben. Und es muß immer damit gerechnet werden, daß etwas Reines, Göttliches, in ungöttlicher Umgebung von seiner Reinheit verlieren wird, weil Ich dem Willen des Menschen keinen Zwang antue. Was der einzelne Mensch aus der ihm zugeleiteten Wahrheit macht, steht ihm frei, und schon während Meines Erdenwandels wurde Mein heiliges Wort verdreht, wenn es den Menschen zweckdienlich erschien. Ich kann nun wohl immer wieder die reine Wahrheit zur Erde leiten durch Meinen Geist, aber Ich werde auch nun nicht die Menschen unfrei machen, indem Ich ihnen die Wahrheit aufzwinge. Doch solange sich Mir Menschen freiwillig zur Verfügung stellen, die sich zum Aufnahmegefäß Meines Geistes herrichten, ist es auch immer möglich, jeden bestehenden Irrtum zu berichtigen, jede ungeklärte Frage zu lösen und den Menschen ein reines Licht zu geben, das seinen Ausgang nimmt bei Mir, dem Urlicht von Ewigkeit. Aber es halten die Menschen wiederum mit einer Zähigkeit an den verbildeten Lehren fest, hinter denen Mein Gegner steht, der immer gegen das Licht der Wahrheit kämpfen wird. Und so hat sich über die Menschen eine fast undurchdringliche Nacht gebreitet, weil Irrtum und Lüge gleich ist der Finsternis. Und Meinen Lichtträgern wird es überaus schwergemacht, diese Finsternis zu durchbrechen, weil die Menschen schon so verblendet sind, daß sie ein rechtes Licht nicht mehr erkennen können. Und darum wird ein gar mächtiges Licht aufleuchten, und dieses Licht wird zeugen von Mir und Meiner Wiederkunft in den Wolken. Es wird zeugen von dem Gericht und von der Entrückung der Meinen am Tage des Gerichtes. Ein Licht, strahlend hell, wird aufgehen und erneut Mein reines Wort verkünden, es wird ein Rufer in der geistigen Wüste auftauchen und die Menschen aus dem Todesschlaf zu erwecken suchen. Er wird denen zu Hilfe kommen, die von Mir und Meinem Wirken an ihnen zeugen, er wird die Wahrheit dessen bestätigen, was durch Meines Geistes Wirken der Menschheit vermittelt wurde. Er wird eine gewaltige Sprache reden und keinen schonen, der dunkle Wege geht - er wird auch nicht die Mächtigen scheuen, sondern ihnen ihre Maske vom Gesicht reißen, er wird sie bloßstellen und ihre wahre Gesinnung offenbaren. Er wird kämpfen mit dem Schwert des Mundes, denn er wird angefeindet werden von hoch und niedrig, weil niemand die reine Wahrheit hören will, die jedoch nicht abweichet von der Lehre, die Ich einst auf Erden predigte. Dieser also ist Mein Abgesandter, durch dessen Mund Ich Selbst rede und der nur seine letzte Mission auf dieser Erde erfüllen wird: Mich und Mein Kommen noch einmal anzukünden, wie es geschrieben steht. Wenn aber dieses Licht aufleuchtet, dann wisset ihr, daß Mein Kommen nahe ist und auch das Gericht. Und dann werden auch durch ihn außergewöhnliche Dinge geschehen, aber es wird den Menschen nicht mehr schaden an der Freiheit ihres Willens, denn er wird wenig Glauben finden, und nur die Erweckten erkennen ihn und seine Mission. Doch für die noch Schwachen wird er eine ungewöhnliche Stärkung bedeuten, denn sein Wort ist voller Kraft. Dann aber ist auch die letzte Phase dieser Erde gekommen, denn dieser Rufer wird zugleich der heftigste Gegner sein dessen, den die Menschen selbst zu ihrem irdischen Herrscher ausrufen, in dem sich Mein Gegner verkörpern wird, um das letzte schändliche Werk gegen Mich auszuführen. Denn nun wird der Glaubenskampf entbrennen, und die Meinen werden in jenem Licht, das Ich Selbst zur Erde sende, eine große Stütze haben und viel Kraft empfangen, um standzuhalten in der größten Notzeit, die Meinem Kommen zur Erde vorangeht. Denn Ich lasse euch, Meine Getreuen, nicht ohne Hilfe, und auf daß ihr stark bleibet, künde Ich euch dieses Licht, diesen Rufer, an, und dann wisset ihr auch, daß Ich bald kommen werde, um euch zu holen, um dem Treiben Meines Gegners ein Ende zu bereiten, um der Wahrheit zum endgültigen Siege zu verhelfen. Amen. B.D. NR. 7062.

 

Buch 75 7063

Schutz im Glaubenskampf durch Lichtwesen und jenseitige Seelen.

11. März 1958. B.D. NR. 7063.

Es wird ein überaus heftiges Ringen sein, zu dem Mein Gegner euch veranlaßt, die ihr Mir treu seid und bleiben wollet. Er wird es versuchen in jeder Weise, euch abwendig zu machen vom Glauben, vom geistigen Streben und also von Mir Selbst. Und Ich sage euch das im voraus, auf daß ihr darauf vorbereitet seid und dann nicht zweifelt an Mir und Meiner Macht. Denn ihm ist seine Zeit gegeben, die aber begrenzt ist, also sicher auch von Mir sein Treiben beendet wird. Doch an euch wird er noch in jeder Weise sich austoben, weiß er es doch, daß ihr ihm viel seines Anhanges abwendig machen konntet. Aber gerade dieser Anhang - viele Seelen im jenseitigen Reich - werden euch Schutz gewähren und euch helfen in vielen Widerwärtigkeiten, die er euch bereiten wird. Und Einer ist immer zur Hilfe bereit. Und wenn Ich euch Meinen Schutz und Meine Hilfe verheiße, so könnet ihr wahrlich furchtlos auch dieser kommenden Zeit entgegensehen, denn sie währet nicht lang. Aber sie erfordert euren Willen und eure Glaubensstärke. Immer wieder werdet ihr euch Mir verbinden müssen in innigem Gebet, immer emsiger werdet ihr arbeiten müssen an euch selbst und auch in Meinem Weinberg. Ihr werdet die Kraft aus Meinem Wort schöpfen müssen immer öfter und ein offenes Auge haben für alles, was um euch geschieht. Denn auch die Not um euch wird zunehmen, und dann kann eure Liebe sich erweisen. Und es wird sich auch eure Kraft mehren mit jedem Werk der Liebe, das ihr verrichtet. Mag auch auf der einen Seite scheinbarer Fortschritt zu verzeichnen sein, mag auch irdisch vorerst kein Verfall ersichtlich sein - geistig aber geht alles dem Verfall entgegen, und das Treiben der Menschen lässet es auch sichtlich erkennen, daß die Menschen in der Gewalt Meines Gegners sind. Und dann gerade brauchet ihr eine ungewöhnliche innere Stärke, die ihr nur aus der innigen Bindung mit Mir beziehen könnet. Denn je mehr die Welt in den Vordergrund tritt, desto unwirklicher erscheint alles Geistige, jede Glaubenslehre und auch das geistige Wissen. Denn dafür sorgt Mein Gegner, daß alles angezweifelt wird, und er wird gar eifrige Knechte haben, die offen gegen die Meinen vorgehen und ihnen jeglichen Glauben zerstören möchten. Und würde diese Zeit sehr lange währen, dann würden auch die Meinen zu schwach sein zum Widerstand - aber um der Auserwählten willen werde Ich die Tage verkürzen, und ihr könnet es glauben, daß ihr diese Zeit durchstehen werdet, daß Ich euch ungewöhnliche Stärkung zuführe, weil Ich weiß, daß auch das Ringen ungewöhnlich schwer wird für euch. Aber Ich verlasse die Meinen nicht und erleuchte ihren Geist, so daß sie keiner Täuschung durch Meinen Gegner unterliegen. Und Ich tue zuvor schon alles, um den Meinen zu einem starken Glauben zu verhelfen, der dann auch Kraft ist, mit der sie alles meistern können. Und es wird auch Meinen Lichtträgern ein Widerstand nach dem anderen erwachsen durch seinen Einfluß, aber wer sich Mir im freien Willen hingegeben hat, dem stehen auch zahllose Lichtwesen zur Seite und wehren der feindlichen Macht, indem sie ihn durch ihre Lichtfülle schwächen, der er nicht gewachsen ist. Und so brauchet ihr nur fortgesetzt die Bindung zu suchen, sowohl mit Mir als auch mit allen Wesen des Lichtes, daß sie euch umgeben mögen zu eurem Schutz. Und eure Hingabe an Mich sichert euch nun auch die Hilfe jener Wesen, die ganz in Meinen Willen eingegangen sind. Und Mein Wille ist es, euch beizustehen bis zum Ende - und dieser Wille ist auch der ihre, und also seid ihr wahrlich nicht dem Treiben des Gegners ausgeliefert, sondern ihr werdet den Beweis erbringen, daß Kraft und Stärke euch durchströmt, sowie er sich euch naht in Gestalt irdischer Feinde, die euch und euer geistiges Wirken hindern wollen, die auch euch selbst zum Abfall bewegen möchten, aber nicht mit der Kraft des Geistes rechnen, von der ihr erfüllt seid. Darum wirket, solange ihr noch ungehindert wirken könnt. Traget das Licht hinein in die Finsternis und schließet euch stets inniger an Mich an - und ihr werdet wahrlich standhalten können auch im schwersten Kampf, ihr werdet aus dem Glaubenskampf als Sieger hervorgehen, denn Meine Kraft wird in euch mächtig werden. Amen. B.D. NR. 7063.

 

Buch 75 7065

Erlösung des Gebundenen in der Umgebung.

13. März 1958. B.D. NR. 7065.

Ihr alle könnet zur Erlösung des Geistigen beitragen, sowie nur eure Liebe alles umfaßt, was noch in Unfreiheit und daher in Unseligkeit verharrt. Die Liebe ist das alleinige Lösemittel, denn die Liebe ist eine Schranke, die ihr aufrichtet wider den Gegner, die ihm sein Wirken verwehrt. Wenn ihr des unglückseligen, gebundenen Geistigen gedenket, daß es völlig machtlos dem Gegner ausgesetzt ist (daß es noch dem Gegner angehört) - wenn ihr ihm helfen wollet und ihr eure Kraft einsetzet, um es zu befreien, so tut ihr wahrlich ein Erlösungswerk von größter Bedeutung, denn es wird diesem Geistigen die Aufwärtsentwicklung erleichtert, es vermag sich schneller in die Gesetze göttlicher Ordnung einzufügen und kann auch die Außenform leichter sprengen und schneller in neue Verformungen eingezeugt werden, so daß es rascher zum Ausreifen gelangt. Und diese Erlösung des gebundenen Geistigen bewerkstelligt ihr Menschen durch jene Tätigkeit, die ihr unter dem Segen Gottes bewußt in Liebe verrichtet - sei es durch Schaffen materieller Dinge, die einen dienenden Zweck erfüllen oder auch durch Verhelfen zum Dienen - wenn euch nur immer der Wille bewegt, diesem gebundenen Geistigen zum Fortschritt zu verhelfen. Jede Arbeit wird dann außer ihrem eigentlichen Zweck auch eine geistige Auswirkung haben, die ihr zwar nicht ersehet, die aber unleugbar für das gebundene Geistige wohltuend ist und auch euch selbst in eine Außenlebenssphäre versetzt, daß sich das Geistige in der Materie und auch in der Naturwelt euch aufschließt und also ihr selbst Ausstrahlungen abgebt und somit eure Nähe schon besänftigend wirkt auf das noch gebundene Geistige. Ihr könnet es glauben, daß ihr schon gewaltige Erlösungsarbeit leistet, wenn ihr alles um euch mit liebenden Gedanken umfaßt - jedoch nicht mit einer besitzenwollenden Liebe, sondern mit erbarmender, beglücken- und helfenwollender Liebe alles betrachtet, was euch im täglichen Leben dienet. Das in der Materie gebundene Geistige empfindet diese Liebe, und es ist stets mehr bereit, euch zu dienen. Und schon das ist beginnendes Aufgeben des Widerstandes. Ihr selbst aber lebet dann ein bewußtes Leben, bewußt eurer eigenen Aufgabe und auch bewußt des Zustandes aller Kreatur und aller geschöpflichen Dinge. Und so ihr selbst also in den Zustand einer solchen Liebe eingegangen seid, die alles umfaßt, auch die sogenannte tote Materie, wird es euch auch leicht sein, in euch selbst die gerechte Ordnung herzustellen, weil die Liebe dann die Kraft ist, die auch das vollbringt, noch widergöttliche Substanzen zu sänftigen und ihnen zur Vergeistigung zu verhelfen. Ihr müsset also gleichsam einen Kampf führen mit dem, der jene Substanzen noch in seiner Gewalt hat. Aber wider diesen könnet ihr nur kämpfen mit der Waffe der Liebe. Das ist ein unumstößliches Gesetz, daß dem Gegner Gottes nur durch die Liebe sein Anteil abgerungen werden kann. Und wenn ihr nun wisset, daß selbst das in der Materie gebundene Geistige eurer Liebekraft erliegt, daß es sich euch nähert und in euren Händen gleichsam seinen Widerstand aufgibt, daß es durch euren Willen sich umgestalten lässet, um nun auch dienen zu können, dann wird es euch auch nicht schwerfallen, zu glauben, daß ihr die gleiche Umwandlung auch in euch zuwege bringet durch die Liebe - daß ihr in der Liebe eine so wirksame Waffe habt gegen den Feind eurer Seelen, daß dieser stets weniger Einfluß gewinnt auf jene geistigen Substanzen, die noch als ungeordnet eurer körperlichen Hülle innewohnen. Die Liebe kann alles erreichen, die Liebe nimmt auch Schmerzen auf sich, wenn sie dadurch ein Rettungswerk vollbringen kann. Und diese uneigennützige Liebe müsset ihr Menschen aufbringen, denn dieser Liebe kann der Gegner keinen Widerstand mehr leisten, er wird dann die Stätte fliehen, wo ihm immer nur die Liebe entgegentritt, weil dort seine Macht gebrochen ist. Aber das bedeutet vorerst, daß ihr selbst euch gestalten müsset zur Liebe, dann erst ist auch in euch die Kraft, selbst erlösend tätig zu sein. Und alles braucht Beistand, sowohl eure Mitmenschen als auch alle Schöpfungswerke, die euch umgeben, sei es die Materie, die Pflanzen oder die Tiere. Allen kann im Ausreifen ihrer seelischen Substanzen geholfen werden durch euch, die ihr als ichbewußte Wesen im letzten Stadium eurer Entwicklung stehet. Strahlet ihr viel Liebe aus, so wird auch das in eurer Umgebung sich Befindliche von dieser Liebe getroffen und zum Nachlassen seines Widerstandes bewegt, es empfindet eure Liebeausstrahlung wohltätig, und es geht gleichsam in euren Willen ein, dienend seine Aufgabe zu erfüllen - wie es aber auch jede lieblose Strahlung empfindet und verhärtet und dann auch solches zu erkennen gibt durch unnormale Entwicklung, durch Bösartigkeit oder ungünstigen Einfluß auf seine Umwelt. Was könntet ihr Menschen alles erreichen, wenn Liebe euer ganzes Wesen bestimmte zum Denken und Handeln. Und es würden sich auch wahrlich keine ungeordneten Zustände in und an euch selbst bemerkbar machen, weil eure Liebe euch auch ständig den Kraftzustrom aus Gott sichern würde und dieser wahrlich alles zuwege bringt - also auch Ordnung zu schaffen vermag in einer Weise, der sich alles noch unreife Geistige willig unterzieht. Mit Gewalt werdet ihr nichts erreichen, mit Liebe aber alles. Und ihr könnet sonach gesunden an Seele und Leib, wenn ihr in Liebe versuchet, mit allem in die rechte Ordnung zu kommen. Dann wird die Liebe alles wandeln, was zuvor widergöttlich sich äußerte, es wird die Seele von allen Hüllen befreit werden kraft der Liebe, und es wird auch der Leib aufhören, sich widergöttlich zu betätigen, weil die Liebe dem Gegner nun jeden Zugang verwehrt, weil, wo die Liebe ist, sein Wirken nun unmöglich geworden ist. Amen. B.D. NR. 7065.

 

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