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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 73

B.D. NR. 6795 - B.D. NR. 6867
30.u.31.3.1957-7.7.1957
6810 6832 6838

 

Buch 73 6810

Auferstehung am dritten Tage.

20. April 1957. B.D. NR. 6810.

Wie ihr Menschen euch bekennet zu Meinem Erlösungswerk, das ist ausschlaggebend, ob ihr an ein Leben nach dem Tode glaubt, an eine Auferstehung aus dem Grabe und Eintritt in das jenseitige Reich. Denn das Erlösungswerk, Mein Leiden und Sterben am Kreuz, fand seine Krönung in der Auferstehung am dritten Tage, die alle Meine Lehren zuvor bestätigen sollte, die den Menschen einen Beweis dafür geben sollte, daß mit dem Tode des Leibes das Leben nicht beendet ist, sondern nun das geistige Leben beginnt, sowie der Mensch nach Meiner Lehre lebt. Wohl wird diese Meine Auferstehung angezweifelt und als Legende nur zur Kenntnis genommen. Und sie kann auch nicht bewiesen werden, es können solche Lehren nur geglaubt oder abgelehnt werden. Und der Glaube ist auch eine Auswirkung Meines Erlösungswerkes oder ein Zeichen dessen, daß der Mensch erlöst ist durch Jesus Christus - weil er an Ihn als den göttlichen Erlöser glaubt und also auch die Gnaden des Erlösungswerkes auswertet. Daß Mein Leib sichtbar dem Grabe entstieg, bedeutet aber nicht, daß das Fleisch auferstanden ist, sondern es hatte sich Meine körperliche Hülle völlig vergeistigt durch das Leiden und Sterben am Kreuz, es war das Geisteskleid, das die Seele angezogen hatte und das Ich nur deshalb für die Menschen sichtbar sein ließ, um ihnen zu zeigen, daß der Tod nun alle Schrecken verloren hatte, weil Ich den Tod besiegte. Mein Erdenwandel sollte den Menschen den Weg aufzeigen, der aus der Tiefe zur Höhe führte. An alle Meine Lehren knüpfte Ich die Verheißung, daß ein ewiges Leben sie erwarte. Aber Ich forderte den Glauben an Mich in Jesus Christus. Doch diesen fand Ich nur wenig, und selbst Meine Jünger waren schwachen Glaubens, und sie waren zu Tode erschrocken, als Ich Mich Meinen Feinden in die Hände gab. Ihr Glaube war noch nicht so stark, daß Ich ein Herr war auch über den Tod, und daher gedachten sie auch nicht Meiner Worte: In drei Tagen will Ich den Tempel wieder aufbauen. Große Betrübnis hatte alle erfaßt, die in Meiner engsten Gefolgschaft waren, für sie war etwas zusammengestürzt, als sie Meinen Tod am Kreuz erleben mußten. Und ihnen wollte Ich zu Hilfe kommen, ihren Glauben wieder zu stärken und gleichzeitig ihnen den Beweis zu geben, daß Ich ein Herr bin über Leben und Tod. Darum ließ Ich etwas sichtbar vor sich gehen, was jedoch allen Seelen beschieden ist - daß sie nicht sterben können, sondern erwachen in einem anderen Reiche, das jedoch beschaffen ist nach ihrem Wandel auf Erden. Die Seele verläßt den Körper, dieser aber, als noch unausgereift, bleibt zurück, und darum hat der Mensch keinen Beweis für eine Auferstehung nach dem Tode, der ihm aber auch nicht gegeben werden kann seiner Willensfreiheit wegen. Ich aber konnte den Leib gleichzeitig erstehen lassen, weil seine Substanzen sich vergeistigt hatten, und also braucht auch diese Meine Auferstehung am dritten Tage nicht angezweifelt zu werden. Schauen aber konnten Mich nicht alle Menschen, sondern nur die Meinen, denen Ich darum erschienen bin, weil Ich ihnen Meine Auferstehung am dritten Tage angekündigt hatte und weil deren Reifegrad es auch zuließ. Die aber Mein Grab leer fanden, suchten sich genügend andere Erklärungen für das Verschwinden Meines Leibes, und darum war es für diese kein Glaubenszwang. Ich war auferstanden von den Toten. Es konnten die Menschen nur Meinen Leib töten, und selbst dieser unterlag nach Meinem Kreuzestod nicht mehr den natürlichen Gesetzen, denn er war frei geworden von jeglicher Fessel. Selten aber erreicht ein Mensch auf Erden den Reifegrad, daß die Substanzen des Körpers sich der Seele angleichen können nach dem irdischen Leibestod, und darum ist der Glaube an eine Auferstehung nur überaus schwach oder mit falschen Begriffen verbunden. Und darum muß die Erlösung durch Jesus Christus vorangegangen sein, denn ein Mensch, der noch mit seiner Sündenschuld belastet ist, steht auch noch völlig unter der Gewalt Meines Gegners. Und dieser wird jeden Gedanken an eine mögliche Auferstehung ersticken, er wird den Menschen immer in negativem Sinne beeinflussen und so also auch Mein Erlösungswerk und Meine Auferstehung ihnen als unglaubwürdig hinstellen. Daß aber die Auferstehung am dritten Tage doch erfolgt ist, wird kaum ein Mensch anzweifeln, der voll und ganz sich zu Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk bekennt, denn ihm sagt es Mein Geist, und seine Gedanken werden also von Mir recht gelenkt, weil Ich durch Meinen Geist in jedem Menschen wirken kann, der wieder zu Mir in Jesus Christus gefunden hat. Er wird auch den Tod nicht mehr schmecken, denn er wird zum Leben eingehen, das Jesus Christus ihm verheißen hat. Er ist dem Tode entronnen, weil er dem entronnen ist, der den Tod in die Welt gebracht hat. Und er ist diesem entronnen, weil er zu Mir in Jesus Christus geflüchtet ist. Er ist auferstanden von den Toten schon mit dem Moment seiner Hingabe an Jesus Christus, er ist nun erst lebendig geworden, und er wird sein Leben ewig nicht mehr verlieren. Aber auch der Ungläubige wird nicht vergehen, auch er wird nur seinen irdischen Körper verlieren, doch nicht die Existenz seiner Seele, nur wird diese in einem Zustand in das jenseitige Reich eingehen, der gleich ist dem Tode. Das Grab wird sie noch eingeschlossenhalten, und wenn nicht Jesus Christus Selbst den Grabstein hinwegwälzt, wird sie auch in ihrem Grabe verbleiben. Doch der göttliche Erlöser ist für alle gestorben am Kreuz, und einmal wird für jede Seele die Stunde der Auferstehung schlagen, denn einmal wird sie selbst rufen nach Mir in Jesus Christus, und ihren Ruf werde Ich nicht ungehört verhallen lassen. Dann wird sie dem Grabe entsteigen und erwachen zum Leben, dann wird das Grabesdunkel von ihr weichen, und sie wird das Licht schauen dürfen. Denn Ich bin für alle Menschen gestorben, und auch die in ihren Gräbern ruhen, werden davon Kenntnis nehmen, daß Ich auferstanden bin von den Toten und daß Ich auch jedem das Leben gebe, der zu leben begehrt. Amen. B.D. NR. 6810.

 

Buch 73 6832

Hilfe von oben im letzten Glaubenskampf.

16. und 17. Mai 1957. B.D. NR. 6832.

Voll entschädigt werdet ihr im geistigen Reich für alle Entbehrungen, die euch das Erdenleben auferlegte, wenn ihr sie in Ergebenheit auf euch nehmet und weniger eures Körpers achtet als eurer Seele. Ich habe allen denen ein herrliches Los bereitet, die um Meines Namens willen Leid und Not tragen müssen, die Mich und Mein Reich höher einschätzen als irdische Güter und irdischen Lohn - die ihre Treue zu Mir beweisen dadurch, daß sie körperliche Nöte und Entbehrungen gern auf sich nehmen, wenn es gilt, sich zu bekennen für Mich und Mein Reich. Denn diese Zeit wird einmal kommen und große Anforderungen stellen an euch Menschen. Es wird euch viel genommen werden, wenn ihr euch weigert, Mich zu verleugnen. Mit Mitteln brutaler Gewalt wird man euch zu zwingen suchen, und ihr werdet viel Kraft zum Widerstand benötigen, aber sie auch empfangen im Übermaß. Doch körperlich werdet ihr nicht schwelgen können, sondern nur immer das haben, was ihr zur Erhaltung eures Lebens benötigt. Denn das geht euch von Mir zu, weil Ich Selbst dann für die Meinen sorge, wenn ihnen von feindlicher Macht alles entzogen wird. Aber es ist nur eine kurze Zeit, und tausendfach wird ihnen ihre Treue vergolten werden - auf der neuen Erde oder auch im geistigen Reich, wo ihrer Herrlichkeiten warten, die ihnen unvorstellbar sind. Solange sie aber noch auf Erden weilen, sichere Ich ihnen Meine ständige Hilfe zu, Ich lasse sie wahrlich nicht in irdischer Not, und ob ihre Lage noch so drohend und gefährlich scheint. Der Himmel und Erde erhält, Der kann auch euch erhalten, die ihr zu Mir stehet und dies auch offen bekennet vor der Welt. Und um der Meinen willen werde Ich auch die Tage verkürzen. Ich weiß, daß sie schwer sind für euch, und Ich will nicht, daß ihr wankend werdet in eurem Glauben, weil ihr immer noch schwache Menschen seid trotz eures Willens und weil Ich auch weiß, wie sehr euch Mein Gegner bedrängen wird in eurem Glaubenskampf. Und ihm lasse Ich nicht euch in die Hände fallen. Darum wird sich der letzte Kampf auf dieser Erde in ganz kurzer Zeit abspielen, und ihr könnet getrost und vollgläubig mit Meinem baldigen Kommen rechnen, sowie jener Kampf auf Erden entbrennt. Nur sollet ihr dann auch alles Schwere ergeben auf euch nehmen und immer nur getrost auf Meine Hilfe warten, denn Ich verlasse euch nicht. Und ihr sollt auch nicht um jene trauern, die Ich zuvor noch heimhole, deren Erdenleben euch besonders schwer erscheint und euch zu Zweifelsfragen Anlaß gibt. Denn diese erwartet wahrlich ein herrliches Los in Meinem Reich, und ihre Leiden und Nöte auf Erden werden ihnen tausendfach vergolten sowie ihre Treue, die sie Mir bewiesen. Und so braucht also kein Mensch die kommende schwere Zeit zu fürchten, der sich Mir schon innerlich verbunden fühlt, der des Willens ist, Meinen Willen zu erfüllen, Mir zu dienen und dadurch Mir nahezukommen. Denn dieser gehört schon Mir, und sein ferneres Los ist nur noch die Leiter zum Ersteigen der letzten Höhe. Und dann werden sich auch alle jene Verheißungen offensichtlich erfüllen, die Meine Fürsorge um euch betreffen: Ich werde euch erquicken. Ich werde eure Bitten erhören. Ich werde die Sorge übernehmen für euren Körper und euer irdisches Leben, Ich werde euch die Bürde leichtmachen und nur ein sanftes Joch auflegen. Ich werde Mich als Vater eurer annehmen, auf daß ihr nicht verwaist in der Welt stehet. Denn die Welt wird euch hassen und verfolgen, sie wird euch ausstoßen aus ihrer Gemeinschaft, und Meine kleine Herde wird sich ängstlich flüchten zu ihrem Hirten, und Mein Schafstall wird alle aufnehmen und ihnen sicheren Schutz gewähren. Ich werde dem Wolf sein weiteres Vordringen verwehren, und in Kürze also wird sich auch das Schicksal dessen erfüllen, der - von Meinem Gegner völlig beherrscht - in jenem Glaubenskampf eine große Rolle spielen wird, der selbst herrschet über seine Anhänger und dessen Maßnahmen sich richten werden gegen alle Gläubigen und also auch gegen Mich Selbst, Den er zu entthronen sucht. Er hat keine lange Lebensdauer, und das soll euch auch ein Hinweis sein und eine Hoffnung, daß dann nur noch kurze Zeit vergeht, bis das Ende kommt, das für die Meinen Erlösung bedeutet aus aller Not. Amen. B.D. NR. 6832.

 

Buch 73 6838

Zustand nach dem Tode.

24. Mai 1957. B.D. NR. 6838.

Ihr betretet nach eurem Ableben ein Reich, das dem gleichet, das ihr verlassen habt, d.h., eurem Seelenzustand entsprechend ist auch nun eure Umgebung. Hat nur die Materie euer Denken erfüllt, so erscheint euch auch die Welt, die ihr nun betretet, materiell; sie wird alle Dinge vor eure Augen stellen, denen eure Sinne noch gelten, nur daß es eine Scheinwelt ist, die vergeht, sowie ihr sie in Besitz nehmen möchtet. Doch lange währt es für eine finstere Seele, ehe sie es begreift, daß sie die materielle Welt nicht mehr bewohnt, weshalb auch solche Seelen es oft nicht wissen, daß sie dem Leibe nach gestorben sind. Jedoch werden ihnen die Scheingebilde ihrer neuen Umgebung immer unklarer, immer verschwommener, so daß sie dann eine entsetzliche Leere fühlen, weil ihre geistigen Augen noch geschlossen sind und ihre Vorstellungskraft für irdische Dinge immer geringer wird. Und dann also bewegen sie sich in öden, endlos weiten Gegenden - wenn sie nicht ganz tief absinken und mit Wesen ihresgleichen Kämpfe führen in bitterster Feindschaft. Ein Wandel durch völlig gegenstandslose Weiten kann die Seelen zur Selbstbesinnung bringen und sie den Unwert irdisch materieller Güter erkennen lassen, und sie können dann auch zum Bewußtsein ihres toten Zustandes kommen, und sowie nur das erreicht ist, daß die Seelen nachzudenken beginnen über ihre trostlose Lage, ist nun auch die Zeit gekommen, wo diesen Seelen Hilfe geleistet wird, indem sie plötzlich mit Wesen zusammenkommen und sie nun gemeinsam nach einem Ausweg suchen. Jene Wesen kommen aus dem Reiche des Lichtes, verhüllen sich aber und kommen in gleicher Gestaltung, um den Seelen vollste Willensfreiheit zu lassen. Und dann kann bei gutem Willen sich ihre Umgebung merklich aufhellen, und es kann ihnen nun eine Tätigkeit zugewiesen werden entsprechend ihrem eigenen Hilfswillen. Es ist euch Menschen die Art ihrer Tätigkeit nicht darzustellen, weil die verschiedenen Bereiche geistigen Wirkens auch ganz verschiedene Bedingungen voraussetzen und oft für Menschen-unbekannte Sphären auch unbekannte Arbeit verlangen. Denn ungeahnte Schöpfungen hat Gott erstehen lassen für das Ausreifen der noch unvollkommenen Seelen - der Zustand der Seelen aber bestimmt auch die Schöpfung, der sie nun zugeführt werden zur weiteren Entwicklung. Hat aber der Mensch auf Erden sich schon lösen können von der Materie, ist sein Denken und Streben dem geistigen Reich zugewandt gewesen, dann kann sich die Seele beim Verlassen der irdischen Hülle wiederfinden in Sphären des Lichtes, d.h., sie vermag ihre Umgebung zu erkennen, sie sieht herrliche Schöpfungen, die aber nichts mit irdischen Dingen gemein haben, die gleichfalls nicht zu beschreiben sind, von jener Seele aber ihres Reifezustandes wegen sofort erfaßt werden können - also gleichsam der Seele blitzschnell die Erkenntnis kommt und sie ein Wissen besitzt, das ihr nie zuvor zugetragen wurde. Es wird Licht in ihr und um sie selbst, und dieses Licht beglückt sie ungemein und erweckt in ihr das Verlangen, sich mitzuteilen, zu helfen und gleichfalls zu beglücken. Auch sie wird sich in Gegenden versetzt fühlen, die unbeschreiblich schön anzusehen sind, und sie wird nicht allein sein, sondern mit gleich reifen Wesen zusammentreffen und gemeinsam mit ihnen wirken wollen. Und sie wird auch blitzschnell ihre neue Tätigkeit erfassen, sie wird nicht das Gefühl haben, daß sie in ein fremdes Bereich kommt, sondern sich in ihre Heimat versetzt fühlen, die sie nur verlassen hat im freien Willen. Sie wird auch wissen, daß dies ihr Unseligkeit eintrug und sich noch viele Wesen in unseligem Zustand befinden, denen sie nun helfen will zur Rückkehr ins Vaterhaus. Ein unbeschreiblich schönes Los erwartet solche Seelen, die auf Erden ihre Willensprobe bestanden haben und sich bewußt Gott zuwandten im freien Willen. Und unbeschreiblich schöne Schöpfungen werden diese Seelen zu schauen bekommen, in Licht und Kraftfülle werden sie sich auch schöpferisch betätigen können, je nach dem Reifegrad, den die Seele erreicht hat. Ihre Sorge aber wird besonders den unglückseligen Seelen gelten, die im Erdenleben ihnen nahestanden und einen ganz anderen Weg gegangen sind als jene Seelen - die sie aber nicht vergessen und also im geistigen Reich auf sie einwirken, wenn auch unerkannt, um sie vorerst der Tiefe zu entreißen und auch ihnen den Aufstieg zu ermöglichen. Denn jegliche Arbeit im geistigen Reich gilt der Erlösung des Gefallenen. Und jedes Wesen, das in das Licht eingehen kann, erbietet sich zu freiwilliger Mitarbeit, weil es liebeerfüllt ist und das Liebelicht, das sie selbst durchstrahlt, nun auch in die Finsternis hineintragen möchte, um dadurch Gott zu danken und Ihm zu dienen ewiglich. Amen. B.D. NR. 6838.

 

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