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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 70

B.D. NR. 6505 - B.D. NR. 6589
19.3.1956-7.7.1956
6505 6538 6554 6556 6557  6561

 

Buch 70 6505

Ernste Mahnung Gottes an Seine Knechte. Weltgeschehen.

19. März 1956. B.D. NR. 6505.

An alle Meine Mitarbeiter richte Ich folgende Worte: Der Dienst für Mich und Mein Reich erfordert viel Liebe zu Mir und zum Nächsten, denn er wird nicht leicht sein in kommender Zeit. Ihr werdet offensichtlich gehindert werden durch irdische Einflüsse sowohl als auch durch seelische Konflikte, in die ihr geratet ob des Weltgeschehens. Und gerade dann ist es besonders nötig, euch an Mich anzuschließen und euch eurer Mitmenschen anzunehmen, die durch das Weltgeschehen in Not geraten und ohne Glauben völlig hilflos sind. Dann müsset ihr sie hinweisen auf den Einen, Der ihnen helfen kann und helfen will. Dann sollet ihr immer nur Meiner Erwähnung tun, und darum müsset ihr selbst vorerst Mir so innig verbunden sein, daß ihr innerlich angetrieben seid, für Mich zu reden. Ich sage es euch voraus, daß ihr selbst schwach werdet angesichts dessen, was euch droht, aber ihr könnet diese Schwäche überwinden durch innigen Zusammenschluß mit Mir. Dann lasset euch nicht durch das Weltgeschehen von Mir abdrängen. Diese Mahnung richte Ich ganz ernsthaft an euch, denn ihr könnet nur in Verbindung mit Mir stark sein und eurer Aufgabe nachkommen: eure Stärke auch auf den Mitmenschen zu übertragen, dem ihr zum Glauben verhelfen und auch ihm dadurch seine Lage erleichtern könnet. Liebe zu Mir und Liebe zum Nächsten trägt euch über alles Schwere hinweg, und je mehr ihr euch in Mein Wort vertiefet, je mehr eure Sinne geistig gerichtet sind, desto weniger berührt euch alles irdische Erleben und desto stärkere Stützen werdet ihr sein für Mich und Mein Reich. Ich allein bin der Ruhepunkt, von Mir allein geht alle Kraft, und Ich allein kann auch das irdische Geschehen um euch so lenken, daß ihr weniger davon berührt bleibt, aber es setzt dies eben den innigen Zusammenschluß mit Mir voraus, ansonsten Meine Liebestrahlung unwirksam bleibt, weil ihr selbst euch dieser verschließet, je mehr euch die irdische Welt fesselt, je mehr ihr euch vom Geistigen entfernt. Denn eine große Verwirrung wird sein unter den Menschen, und aller Gedanken werden sich nur mit dem Weltgeschehen beschäftigen, und dann ist die Gefahr, daß die geistige Bindung unterbrochen wird, daß die Welt zwischen Mir und euch steht und daß sie euch dann gefangennimmt. Was auch kommen mag, lasset euch nicht erschrecken, sondern fühlet euch stets in Meiner Liebe geborgen - haltet zu Mir, auf daß Ich euch auch immer gegenwärtig sein kann und ihr dann geschützt seid vor allem Ungemach. Sowie ihr die Bindung mit Mir lockert, seid ihr in Gefahr. Darum mahne Ich euch ernstlich, Mich stets im Herzen zu tragen und durch Liebewirken am Nächsten die Bindung zu verstärken. Betrachtet euch stets als Meine Stützen in der letzten Zeit vor dem Ende, deren Mitarbeit Ich benötige, die aber nur geleistet werden kann im Zusammenschluß mit Mir. Und betrachtet immer nur das Weltgeschehen von dem Gesichtspunkt aus, daß alles so kommen muß, um die letzte Reinigung auf dieser Erde durchzuführen, daß nichts geschieht ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung - aber nur die Menschen daraus unbeschadet hervorgehen, die die geistige Bindung mit Mir nicht aufgeben - die auch in erregendsten Weltgeschehen keine Gefahr sehen für sich selbst, weil sie Mir voll und ganz ergeben sind und darum auch Meinen väterlichen Schutz genießen. Dringend richte Ich die Mahnung an euch, Meine Knechte auf Erden, euch alle Kraft für das irdische Leben nur bei Mir zu holen, nichts zu beginnen, ohne Meinen Beistand, Meinen Segen, erbeten zu haben, und euch vertrauensvoll Meiner Führung hinzugeben. Nur die innige Bindung mit Mir kann euch stärken in kommender Zeit, und nur die Liebe zu Mir und zu eurem Nächsten hebt euch über alles Schwere hinweg, das durch Menschenwillen noch über die Erde kommen wird. Es sind die Stürme, die noch über die Erde hinbrausen werden, bevor das Ende kommt, die euch aber nicht umwerfen können, solange ihr mit Mir verbunden bleibt durch die Liebe und das Gebet. Amen. B.D. NR. 6505.

 

Buch 70 6538

Glaubenskampf. Anfeindungen. Antichrist.

3. Mai 1956. B.D. NR. 6538.

Ich will euch segnen, auf daß ihr Mir feste Stützen seid, wenn an dem Glaubensgebäude gerüttelt wird, das für die Meinen der Inbegriff der Kirche Christi ist - wenn daran gerüttelt wird, was Ich Selbst aufgebaut habe und worüber Ich immer wieder die Menschen durch Mein Wort belehre. Diese Zeit liegt vor euch, wo nicht nur Vertreter von Irrlehren euch anfeinden werden, sondern wo jeglicher Glaube ausgerottet werden soll, ganz gleich, ob er irrig ist oder der Wahrheit entspricht, weil Mein Gegner nun die schärfste Waffe zu führen gedenkt: jegliches Wissen und jeglichen Glauben an Mich und Mein Erlösungswerk zu verdrängen und zu ersetzen mit materiellen Anschauungen und Plänen. Und dann wird eine Zeit anbrechen, die ihr jetzt noch für unmöglich haltet, denn Mein Gegner wird sich verkörpern in einem irdischen Machthaber und so schlau sein Werk beginnen, daß er anfangs nur von wenigen erkannt wird als der, der er ist. Und so wird er viele für sich gewinnen, die ihm nun blindlings folgen und gehorchen, wenn er unauffällig seine Pläne wandeln wird. Denn anfangs geht er nur gegen einzelne Glaubensrichtungen vor und hat dadurch die anderen auf seiner Seite, die allzuwillig ihm behilflich sind, wenn es gilt, ihre Gegner zu beseitigen. Und darum werdet ihr zuerst glauben, nur den Anfeindungen derer ausgesetzt zu sein, die nur die reine Wahrheit bekämpfen, weil sie selbst Vertreter des Irrtums und der Lüge sind. Und dann müsset ihr vorsichtig sein und euch nicht mutwillig in Gefahr bringen. Nicht lange danach werden diese selbst genauso angefeindet werden, und dann ist das Treiben des Antichristen offensichtlich. Und ihm werden auch dann noch viele folgen, weil sie schon in seiner Gewalt sich befinden und er mit ihnen ein leichtes Spiel haben wird. Es vergeht keine lange Zeit mehr, und die ersten Anzeichen werden sich bemerkbar machen. Es wird kein Gewaltakt sein, der den Glaubenskampf einleitet, denn Mein Gegner geht mit List vor, und er täuschet selbst viele der Gläubigen, die darum ihm anhangen und ihm willkommene Diener sein werden in späterer Zeit. Doch euch, die ihr geweckten Geistes seid, euch wird er nicht täuschen können, denn Ich werde euch die Augen öffnen und eure Gedanken recht lenken. Denn nun gilt es, sich zu rüsten zum letzten Kampf, der mit einer Brutalität geführt werden wird, die ihr nicht ahnet. Ich aber will euch segnen. Ich Selbst werde mit euch sein und keinen ohne Schutz lassen, der nun für Mich und Meinen Namen eintritt. Denn dieser Kampf ist entscheidend, wird er doch die Böcke trennen von den Schafen und das Werk Meines Gegners sein, das ihn richtet. Denn sowie er gegen Mich Selbst vorgeht, sowie er das Zuführen des Wissens um Mich und Mein Erlösungswerk den Menschen unterbinden will, hat er sich selbst den Richterspruch gefällt, er wird gebunden und unwiderruflich all seiner Macht beraubt. Er wird in der Verkörperung als Mensch den ärgsten Plan gegen Mich zur Ausführung bringen wollen - und es werden nicht viele sein, die standhalten und ihm widerstehen, die sich nicht von ihm verführen lassen, weil sie Mein sind und bleiben auf ewig. Aber eine klare Scheidung muß auch stattfinden, weil noch zu viele Menschen weder Fisch noch Fleisch sind - weil viele sich gläubig dünken und erst diese Probe ablegen müssen und leider versagen, weil sie nicht in der Wahrheit stehen, weil sie wenig Liebe haben und darum weder die Wahrheit empfangen noch erkennen können als Wahrheit. Darum müsset ihr, Meine Diener, noch überaus eifrig tätig sein, denn dann werden sich noch viele Gelegenheiten ergeben, wo ihr aufklärend wirken könnet unter denen, die nun - in Zweifel gestürzt - nicht selbst urteilsfähig sind und Rat begehren. Und es wird euch auch gelingen, Schwächgläubigen zu einem starken Glauben zu verhelfen; es wird euch gelingen, einige wenige in euer Lager zu ziehen, ihr werdet ihnen klar und verständlich Auskunft geben können und Mich ihnen als liebenden Gott und Vater vorstellen, Der nur einen festen Glauben verlangt, um auch ihnen dann beistehen zu können in größter Not und ihnen die Kraft zu schenken, auszuharren bis an das Ende. Amen. B.D. NR. 6538.

 

Buch 70 6554

Vorläufer Jesu.

24. und 25. Mai 1956. B.D. NR. 6554.

Die Aufwärtsentwicklung der Seele ist Erdenaufgabe des Menschen. Doch wenige nur sind sich dessen bewußt, wenige nur stellen sich die Frage um Daseinszweck und Ziel. Die Mehrzahl trachtet nur nach irdischem Wohlstand, nach allem, was dem Körper zum Wohlbehagen verhilft. Aber alle Menschen haben die Gabe, ihren Verstand tätig werden zu lassen, alle Menschen könnten sich die Frage um Zweck und Ziel des Erdenlebens stellen, und alle Menschen würden auch diese Frage beantwortet bekommen - denn sie ist der erste Schritt zur Höhe. Weil aber die Menschen nur bis zu ihrem Tode denken, weil sie selten an ein Fortleben der Seele glauben, ist ihnen die Frage um ihr irdisches Wohlergehen wichtiger, und sie betrachten das Wirken und Schaffen in irdischem Sinne vordringlich. Es fehlt ihnen der Glaube - denn hätten sie nur einen schwachen Glauben, dann würden sie keine innerliche Ruhe finden trotz irdischen Wohlergehens. Je mehr es dem Ende zugeht, desto weniger Glaube ist unter den Menschen zu finden. Und darum erstehen in der Endzeit ungewöhnlich-Gott-verbundene Menschen, die darum auch ungewöhnlich wirken können und die Aufmerksamkeit der Mitmenschen auf sich ziehen, denn Gott versucht wahrlich noch alles, um denen zu helfen, die nur solche ungewöhnliche Anregung brauchen, um sich ihres Erdenzweckes bewußt zu werden. Jene Menschen sind zum Zwecke einer Mission auf der Erde verkörperte Lichtwesen, die sich der Not der Menschen annehmen möchten und darum im Fleisch auf dieser Erde wandeln, ohne sich ihres Herkommens bewußt zu sein. Die starke Bindung mit Gott, die sie aber im freien Willen als Mensch herstellen, wie es auch alle ihre Mitmenschen tun könnten, gibt ihnen ungewöhnliche Kraft. Denn ihr Wesen ist Liebe, und darum stehen sie in einem so lebendigen Glauben, daß sich dieser auch äußert in ungewöhnlichem Wirken - im lebendigen Verkünden Jesu Christi und tatkräftiger Hilfe an Körper und Seele in Seinem Namen. Durch solche Menschen können noch viele zum Glauben finden, weil diese sichtlich eine Kraft beweisen, die irdisch nicht erklärt werden kann. Es soll den Menschen verholfen werden zum Glauben, und es soll gleichzeitig der Weg zu Gott aufgezeigt werden, wozu bei der völlig glaubenslosen Menschheit ungewöhnliche Mittel angewandt werden müssen, die aber dennoch nicht zum Glauben zwingen. Und es werden immer mehr erweckte Menschen ihre Glaubenskraft beweisen, je näher das Ende ist. Bis ein großes Licht aufleuchten wird - bis einer kommen wird, der das baldige Kommen des Herrn ankündigt und Ihm wieder den Weg bereitet. Dessen Licht wird hell leuchten im weiten Umkreis. Denn sein Erscheinen wird bald bekannt werden, und wenngleich er für viele Menschen eine Quelle der Kraft und des Trostes sein wird, so wird er doch noch viel mehr angefeindet werden von denen, die vor dem Ende in der Mehrzahl sind, die dem Gegner Gottes angehören und in seinem Auftrage auch vorgehen werden gegen alles Göttlich-Geistige und die besonders jene verfolgen werden, die im Namen Jesu reden und das nahe Ende künden. Doch ebendarum, weil der Gegner Gottes mit ungewöhnlicher Brutalität vorgeht in dem letzten Kampf auf dieser Erde, wird auch ein ungewöhnliches Licht zur Erde gesandt - wieder wird sich ein Lichtgeist verkörpern auf dieser Erde, wie es geschrieben steht. Wieder wird dieser vor dem Herrn einhergehen und Sein Kommen künden, und wieder wird er als Rufer in der Wüste" sich selbst zu erkennen geben. Und dieser wird es wissen, wer er ist, jedoch in aller Unscheinbarkeit seinen Erdenweg gehen, der auch wieder mit seinem Tode besiegelt werden wird. Aber alle Gott-getreuen Menschen werden sich von ihm Kraft holen und immer wieder aufgerichtet werden, wenn die Not der Zeit sie zu Boden zu werfen scheint. Denn er redet im Auftrag Gottes - es spricht durch ihn Gott Selbst die Menschen an. Diese erfassen auch die bedeutsame Mission des Vorläufers Jesu Christi, und sie erwarten daher auch das Kommen des Herrn voll-bewußt und zweifeln nicht, daß ihnen Erlösung wird aus größter Bedrängnis. Wenn jener auftreten wird, dann ist die Zeit gekommen, die ständig angekündigt wird durch Seher und Propheten, denn wenn jener kommt, ist auch das Wirken des Antichristen offenbar, der den Gläubigen so ungewöhnlich zusetzen wird, daß sie auch einer ungewöhnlichen Hilfe bedürfen. Denn jener wird sein Licht leuchten lassen, und es wird weit hinaus seine Strahlen senden. Wo es auch sei, es werden die Menschen hören von ihm, und die Gläubigen werden es wissen, wer sich hinter diesem Licht verbirgt, und nun auch wissen, welche Stunde es geschlagen hat. Der Vorläufer Jesu Christi aber geht unbeirrt seinen Weg trotz Anfeindung und Redeverbotes. Er spricht im Auftrag Gottes und erkennet keinen anderen Herrn an als nur den Einen, Dem er dienet. Und seine Reden werden zünden, sie werden den Schwachen Kraft geben zum Widerstand, denn es werden auch die Menschen dadurch den Mut aufbringen, zu sterben für ihren Glauben. Doch eines jeden Menschenleben liegt in Gottes Hand. Er allein weiß es, wann die Stunde der Rettung schlagen wird, wenn (wann) Sein Kommen zur Erde und die Entrückung der Seinen erfolgen wird. Und auch Sein Vorläufer weiß um sein Ende, aber er dienet seinem Herrn auch noch durch seinen Tod. Denn auch dieser wird das Werk der Verherrlichung vollenden, durch seinen Tod wird die Macht und Herrlichkeit Gottes offenbar. Denn Einer nur gebietet über Leben und Tod, und dieser Eine wird Sich erweisen als Herr, als Sieger über Seinen Gegner, wenn der letzte Tag gekommen ist. Er wird denen das Leben geben, die an Ihn glauben - und dem Tode verfallen werden alle, die Seinem Gegner hörig sind. Amen. B.D. NR. 6554.

 

Buch 70 6556

Die Welt bietet große Gefahren.

28. Mai 1956. B.D. NR. 6556.

Ihr werdet die Welt noch sehr bitter empfinden müssen, wenn ihr sie nicht von selbst verachten lernet, denn solange ihr die Welt liebt, ist sie die größte Gefahr für euch. Und will Ich euch retten aus dieser Gefahr, dann muß Ich dafür sorgen, daß ihr die Liebe zur Welt verliert. Ich muß euch durch die Welt selbst Leiden und Schmerzen zufügen, damit ihr erkennet, daß sie euch nicht dienet, sondern euch beherrscht, damit ihr ihre Herrschaft unangenehm empfindet und euch von selbst zurückzieht. Es wird noch viel geschehen, was euch diese Meine Worte verständlich werden läßt, denn was ihr jetzt noch als erhöhten Lebensgenuß ansehet, das wird so überhandnehmen, daß ihr gern die Annehmlichkeiten hingeben würdet, um dadurch großen leiblichen Gefahren enthoben zu sein. Ihr werdet keine Sicherheit mehr haben, denn die Lebensgier derer, die in der Gewalt Meines Gegners sich befinden, wird Ausmaße annehmen, daß Rücksicht auf den Mitmenschen nicht mehr geübt wird, daß jeder nur an sich selbst denkt auf Kosten des Nebenmenschen und diesen oft in Gefahr bringt, der er nicht mehr ausweichen kann. Was ihr anstrebet mit allen Sinnen, das wird euch zum Verderben werden. Und solange ihr diese Welt und ihre Güter euch zum Lebensinhalt machet, wollet ihr auch euer Erdenleben nicht verlieren, und ihr suchet es euch in jeder nur möglichen Weise zu verlängern. Doch es soll euch noch belasten in einem Maße, daß ihr euch sehnet nach einem Ende. Aber nur die werden das Leben drückend und beängstigend empfinden, die noch nicht völlig Meinem Gegner angehören. Und um dieser willen wird das geschehen, was Ich ankündige, damit sie die Lust an der Welt verlieren und in sich gehen, denn diese letzten brauchen starke Hilfsmittel, ansonsten auch sie noch ganz der Welt verfallen, ansonsten sie selbst auch zum Hammer werden, die zuvor noch als Amboß dienten. Und es sollen sich glücklich preisen die Menschen, die durch die Welt Schaden erleiden, denn diese will Ich vor der Welt retten. Wer aber ihr schon verfallen ist, der wird unbarmherzig und rücksichtslos sich zu behaupten wissen. Eine Zeit bricht an, wie sie auf dieser Erde noch nicht erlebt wurde. Menschenleben gilt nichts mehr, die Gesetze der Menschheit sind niemandem mehr heilig, der sich voll und ganz der Welt, also Meinem Gegner, verschrieben hat. Das Eigentum des Mitmenschen wird nicht geachtet und skrupellos daher experimentiert, verfügt und genossen, wo nur ein Vorteil herauszuholen ist ungeachtet dessen, ob dem Mitmenschen Schaden erwächst an seinem Körper oder seinem Besitz. Und Ich lasse es zu, denn Mir geht es nicht um den Körper, sondern um die Seele des Menschen - und findet diese dabei ihre Rettung, dann wird sie es Mir dereinst danken, selbst wenn sie übermäßig leiden mußte auf Erden. Es kann dieses Leid in der letzten Zeit den Menschen nicht erspart bleiben, denn solange es noch ein Mittel gibt, um die Seelen aus den Fangnetzen des Gegners zu befreien, wende Ich auch dieses Mittel an oder lasse es zu, wenngleich es im Grunde das Wirken Meines Gegners ist an den Menschen, die ihm schon angehören. Und wenn die Menschen glauben, fortschrittlich zu sein, so werden die großen Zerstörungen, die ausgelöst werden, ihnen das Gegenteil beweisen. Doch der Blinde sieht nichts und will nichts sehen, dem Sehenden aber wird die Stunde der Weltenuhr offenbar. Amen. B.D. NR. 6556.

 

Buch 70 6557

Wesenswandlung. Kampf gegen verkehrte Liebe.

29. Mai 1956. B.D. NR. 6557.

Der größte Gewinn eures Erdenlebens ist die Vereinigung mit Mir. In ihr müsset ihr euer Ziel sehen, und ihr dürfet nicht eher ruhen, bis der Zusammenschluß mit Mir erfolgt ist. Bewußt und unbewußt könnet ihr diesen Zusammenschluß herbeiführen, immer aber müsset ihr vorerst an Mich glauben. Ihr müsset Mich als ein Wesen anerkennen, mit Dem ihr nun Verbindung zu haben wünschet. Schon dieser Wunsch in euch ist ein Beweis, daß der anfänglich noch Meinem Gegner gehörende Wille sich Mir zugewandt hat. Und sowie ihr euch nun gedanklich mit Mir beschäftigt, verbindet ihr euch bewußt mit Mir, wenn auch die rechte Bindung nun erst erfordert, daß ihr selbst euch zuvor umformt, daß ihr euch bemüht, euer Wesen dem Meinen anzugleichen, weil Ich Mich nur zusammenschließen kann mit Vollkommenem, diese Vollkommenheit aber von euch auch erreicht werden kann. Ihr müsset euch also zuvor zur Liebe gestalten, weil Mein Urwesen Liebe ist. Sowie ihr aber in Gedanken die Bindung mit Mir herstellt, sowie ihr zu Mir betet, geht euch auch Kraft zu, diese eure Wesenswandlung vollziehen zu können. Euer Wille gehört Mir nun, und darum kann Ich euch Kraft zuwenden, was vordem nicht möglich war, da die Zugehörigkeit zu Meinem Gegner auch gleichzeitig Widerstand, d.h. Abwehr Meiner Liebekraft, bedeutet. Die Willenswandlung ist darum zuerst nötig, dann erst kann die Wesenswandlung vor sich gehen, die Meine Kraftzuwendung erfordert. Meine Kraft aber ist Liebeausstrahlung - und sie wird sich wieder auswirken in Liebetätigkeit. Sowie ihr nun Liebewerke verrichtet, nehmet ihr diese Kraft in Anspruch und ziehet Mich Selbst dadurch stets näher an euch. Ich bin die Liebe Selbst, und darum kann der Zusammenschluß mit Mir nur stattfinden, wenn Liebe sich zu Liebe gesellt - wie aber auch kein Liebewerk vollbracht werden kann ohne Mich. Darum könnet ihr auch unbewußt den Zusammenschluß herstellen mit Mir, wenn ihr in der Liebe lebet, auch wenn ihr gedanklich die Bindung mit Mir nicht suchet. Doch mit Sicherheit werden solche Gedanken noch in euch auftauchen und euch auch nicht mehr verlassen, denn das bewußte Anerkennen Meiner Selbst muß erfolgen, um selig werden zu können, und es wird auch erfolgen, wo Ich Selbst den Menschen nahe sein kann, weil er in Liebe wirket, also Meine Kraft in Anspruch nimmt. Es ist nicht so schwer, diesen Zusammenschluß zu finden, für den Menschen, den die Ichliebe nicht beherrscht, schwer dagegen, wo die Ichliebe den Menschen an der uneigennützigen Nächstenliebe hindert. Dort also beherrscht Mein Gegner die Gedanken des Menschen, dort hat kein Liebestrahl von Mir Zugang, dort bin Ich noch fern, und es wird weder willensmäßig, also bewußt, noch unbewußt die Bindung mit Mir hergestellt. Und ohne Liebe ist der Mensch in seinem Wesen noch so unvollkommen, daß Ich Selbst Mich nicht mit ihm zusammenschließen kann. Dann erreicht der Mensch sein Ziel nicht auf Erden, und es wird auch schwer sein, ihn im jenseitigen Reich zu anderem Denken zu bewegen, denn solange er von der Ichliebe beherrscht ist, wird ihn auch nicht die Not der anderen Seelen berühren, und niemals wird er Kraft empfangen können, weil er niemals den Hilfswillen in sich aufkommen läßt. Darum ist der wichtigste und auch schwerste Kampf auf Erden der Kampf mit sich selbst, der Kampf gegen die verkehrt gerichtete Liebe, die gewandelt werden muß zu völliger Uneigennützigkeit, um erst als Liebe angesprochen werden zu können, die das Wesen wandelt. Wo nur ein Versuch gemacht wird, helfe Ich nach mit Meiner Kraft, denn es muß Liebe sich zu Liebe finden, dann erst könnet ihr euch Mir verbinden und verbunden bleiben auf ewig. Amen. B.D. NR. 6557.

 

Buch 70 6561

Die Erde, ein Paradies.

2. Juni 1956. B.D. NR. 6561.

Es könnte ein paradiesischer Zustand schon auf Erden sein, wenn alle Menschen im Willen Gottes lebten und einander dienten in Liebe. Weder Not noch Kummer würde die Menschen bedrücken, und in friedvoller Harmonie würden sie zusammenleben, immer nur einer des anderen Wohlergehen und Sicherheit zu erhalten suchend und sich Beistand gewährend, wo Hilfe benötigt wird. Wo die Liebe herrscht, da ist kein Unfrieden, kein Neid, keine Habsucht - wo die Liebe herrscht, ist keine Überheblichkeit, keine Ungeduld und keine Feindschaft. Denn Gott Selbst ist dort, wo Liebe ist, und Er segnet die Menschen, die durch die Liebe Ihm verbunden sind. Die Erde aber ist kein solcher gesegneter Ort, daß sie ein Paradies genannt werden könnte. Die Erde ist beherrscht vom Gegner Gottes, dessen Wille allzueifrig ausgeführt wird und die mehr Menschen birgt, denen die Liebe mangelt, die darum in Feindschaft leben untereinander und keiner des anderen Vorteil erstrebt, sondern jeder in Ichliebe nur seiner selbst gedenkt. Aber sie soll zum Paradies werden. Denn es ist die Zeit herangekommen, wo dem Treiben des Satans ein Ende gesetzt wird, es ist die Zeit gekommen, wo das Menschengeschlecht erneuert werden muß, wo die wenigen abgesondert werden müssen, die noch Liebe in sich haben und nach Gottes Willen zu leben sich bemühen. Es ist die Zeit gekommen, wo die Erde gereinigt wird und wieder umgewandelt zum Garten Eden, wo Gott Selbst wieder unter den Seinen weilen kann, weil die Liebe wieder auf Erden herrscht. Ihr Menschen, die ihr jetzt die Erde belebt, ihr stehet vor dieser Umwandlung, vor dieser Reinigung, vor dem Ende der alten Erde. Ihr werdet es zwar nicht begreifen können, daß und wie eine solche Umwandlung vor sich geht, doch bei Gott ist kein Ding unmöglich. Und diese Wandlung ist vorgesehen seit Ewigkeit, ist doch Ihm auch seit Ewigkeit der Zustand der Lieblosigkeit unter den Menschen bekannt, der keine Aufwärtsentwicklung mehr zuläßt und darum auch das Ende dieser Erde bedingt. Wohl soll die Erde Ausreifungsstation sein für das in der Entwicklung stehende Geistige, es sollen sich während des Erdenlebens die Seelen zur Liebe gestalten. Sie können es aber auch, und so könnten sich die Menschen selbst den paradiesischen Zustand schaffen schon im Erdenleben, und sie würden binnen kurzer Zeit den Reifegrad erreicht haben und zur ewigen Seligkeit eingehen können. Doch sie mißbrauchen die Gnade ihrer Verkörperung auf Erden. Sie streben keine Wandlung ihres Wesens an, sie verbleiben in ihrem lieblosen Zustand, der Folge des einstigen Abfalles von Gott war, und sie schaffen sich selbst so ein Leben in Not und Elend, Krankheit und Kummer - und gehen körperlich und seelisch zugrunde. Denn sie haben nur eine begrenzte Zeit auf dieser Erde. Und darum ist auch dem Menschengeschlecht eine Begrenzung gesetzt worden, so daß es nur bis zu einer gewissen Tiefe absinken kann, um dann wieder von neuem in den Ausreifungsprozeß eingegliedert zu werden, der zwar überaus qualvoll, aber doch erfolgreich ist. Die Erde aber wird ein neues Gesicht bekommen, schöpfungsmäßig sowohl als auch geistig, denn das neue Menschengeschlecht besteht aus solchen Seelen, die es ernst nahmen mit ihrer Umwandlung, mit ihrer Reife - die sich zur Liebe gestaltet haben und darum das Paradies auf der neuen Erde erleben dürfen. Und Gott Selbst wird mitten unter ihnen sein, denn ihre Liebe lässet Seine Gegenwart zu. Und alle Not wird nun zu Ende sein. Ihr Menschen alle stehet vor dieser Wandlung. Sorget dafür, daß ihr zu jenen gehört, die das Paradies in Besitz nehmen dürfen, sorget, daß Liebe eure Herzen erfüllet, daß ihr die kurze Zeit bis zum Ende noch nützet, daß ihr nach dem Willen Gottes lebet, Der nur von euch verlangt, daß ihr Seine Liebegebote erfüllet. Denn bald ist die Gnadenzeit vorüber, bald ist die Stunde des Endes gekommen. Amen. B.D. NR. 6561.

 

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