Zum vorigen Buch: 68    Zum Ende dieses Buches    Zum nächsten Buch: 70

Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
Home Deutsch Inhalt Verschiedenes
Home > Deutsch > Buch 69

Buch 69

B.D. NR. 6423 - B.D. NR. 6504
12.12.1955-18.3.1956
6425 6432 6479 6481 6482  6487 6498 6501

 

Buch 69 6425

Warnung vor unüberlegtem Handeln und Reden.

14. Dezember 1955. B.D. NR. 6425.

Meine Gnade lässet euch Mahnungen und Warnungen zugehen, weil ihr Meine Liebe besitzet und weil ihr aufmerksam gemacht werden sollet auf Gefahren, die euch unmittelbar drohen, wenn ihr nicht achtsam seid. Es stehen wohl Wächter stets um euch zur Abwehr bereit, dennoch müsset ihr selbst es auch wissen, daß ihr den Elementen blinder Rachsucht ausgeliefert wäret ohne diesen Schutz, der in Meinem Auftrag geleistet wird. Und darum sollet ihr nur immer in Verbindung bleiben mit Mir, denn dann bin Ich auch bei euch, weil eure Gedanken Mich anziehen, und dann sind alle Kräfte machtlos, die euch übelwollen. Die Hölle wütet, und ihre Kräfte gewinnen auch die Menschen für ihre Pläne, darum dürfet ihr jenen keine Handhabe bieten, was leicht geschehen kann durch unbedachte Worte, die ein gerechter Zorn euch reden lässet. Seid stets sanft wie die Tauben, aber klug wie die Schlangen! Wer für Mein Reich, wer für die Wahrheit kämpft, der wird auch angegriffen werden von den Gegnern der Wahrheit, und diese stehen im Dienst Meines Gegners, der sie antreibt zu falschen Anschuldigungen, so daß ihr euch gegen Lüge und Falschheit zur Wehr setzen müsset. Dann aber gedenket Meiner Mahnung, gedenket, daß ihr umgeben seid von Meinen Streitern, und dann wendet euch an diese, daß sie euch schützen, und richtet eure Gedanken auch zu Mir, daß Mein Liebelicht zwischen euch und eure Feinde falle und diese zurückdränge. Überall wird Mein Gegner versuchen, euch zu schaden, weil er es erkennt, daß er durch euch an Kraft verliert - weil er eure Arbeit für Mich und Mein Reich zu unterbinden sucht und weil er vor keinem Mittel zurückschreckt, das Ziel zu erreichen - Mein Licht zu verlöschen. Und die Menschen sind ihm hörig, sie hassen genauso die Wahrheit, weil sie selbst sich wohler fühlen in der Finsternis. Sie leisten ihm daher bereitwillig Hilfe, wenn es gilt, gegen euch vorzugehen. Und darum wird menschlicherseits gegen euch vorgegangen werden, und dann müsset ihr auf der Hut sein und nichts Unbedachtes unternehmen. Ihr müsset euch dann nur vollgläubig Meinem Schutz anvertrauen, ihr müsset die Bindung zur Lichtwelt nur immer fester knüpfen, denn sie nehmen dann in Meinem Auftrag den Kampf auf gegen die Kräfte der Unterwelt, was sie aber nur können, wenn ihr euch nicht löset von ihnen und eigenmächtig gegen eure Feinde zu Felde ziehet, denn ihr selbst seid nicht stark genug, und ihr würdet unterliegen ohne den Beistand Meiner Streiter, ohne Meine Hilfe. Ihr brauchet aber nichts zu fürchten, solange ihr euch Mir verbindet im Geist - im Gebet. Und Ich warne euch nur deshalb, damit ihr achtsam seid und sofort die Gefahr erkennet, wenn sie im Anzuge ist. Denn der Gegner hat sich eine List ausgesonnen, die ihr aber erkennet, wenn ihr Meiner Warnung gedenket. Denn immer muß Ich eurem freien Willen Rechnung tragen, darum kann Ich nicht eingreifen und euch Meine Streiter zur Seite stellen, bevor ihr Mich nicht um Hilfe angehet oder euch allen guten Kräften übergebet, daß sie euch schützen mögen. Doch ihnen gegenüber wird Mein Gegner weichen müssen, und jeden Angriff werden sie abschlagen, der euch gilt, weil ihr für Mich und Mein Reich tätig seid. Amen. B.D. NR. 6425.

 

Buch 69 6432

Erlösungsperiode mit Jesus Christus.

23. Dezember 1955. B.D. NR. 6432.

Die Stunde der Erlösung naht. Es vergeht keine lange Zeit mehr, daß der Schlußstrich gezogen wird unter eine Periode, die Erlösung bringen konnte und auch Erlösung bringt denen, die sich in die Schar der Streiter Christi eingegliedert haben, die Seinem Ruf gefolgt sind und den gleichen Weg wandelten, wie Er ihn auf Erden gegangen ist. Für die Menschen dieser Erdperiode hatte sich ein besonderes Gnadenlicht ergossen, denn in dieser letzten Erdperiode verkörperte Sich im Menschen Jesus Gott Selbst, um die Menschheit zu erlösen - um es der gesamten Menschheit möglich zu machen, einmal das ewige Licht wieder schauen zu können, von Dem sich das Geistige einst freiwillig abgewandt hatte und darum eine tiefe Finsternis sein Los war und auch geblieben wäre ohne den göttlichen Erlöser Jesus Christus. Diese Erdperiode war darum so bedeutungsvoll, weil sie einen hoffnungslosen Zustand beendete, der schon endlos lange Zeiten währte. Und die Erlösung für alles in dieser Erdperiode in das Stadium der Verkörperung als Mensch getretene Geistige wäre restlos möglich gewesen. Und doch wurde diese unerhörte Gnadenzuwendung nicht ausgenützt, und es haben wieder nur wenige ihr Ziel erreicht auf Erden - ausgereift an ihren Seelen dieses Leben im Fleisch beenden zu können, um im Lichtreich nun Aufnahme zu finden. Allen Menschen wäre dies möglich gewesen, doch weil der freie Wille maßgebend ist und dieser nicht recht genützt wurde, gingen zahllose Seelen unerlöst von dieser Erde - obwohl alle Kenntnis erhielten von dem Erlösungswerk Jesu, von Seinem Kreuzestod und Seiner Mission. Doch der Glaube mangelte ihnen, und auch das Wissen um dieses größte Erbarmungswerk, das je auf Erden vollbracht wurde, hatte keinerlei Wirkung auf die Menschen. Und so geht nun eine Erlösungsperiode zu Ende, die den größten Erfolg hätte bringen können - und es beginnt wieder eine neue, auf daß allem Wesenhaften wieder die Gelegenheit geboten wird, die durch Jesu Tod erworbenen Gnaden einmal wieder in Anspruch nehmen zu können, denn eine restlose Erlösung kann nur mit Hilfe des göttlichen Erlösers Jesu Christi stattfinden. Und ihr Menschen stehet nun vor dieser Wende, ihr stehet vor dem Ende der alten und dem Beginn der neuen Erlösungs-Epoche, die also auch das Ende dieser Erde und das Erstehen einer neuen Erde bedeutet. Noch bleibt jedem einzelnen Menschen Zeit, sich an Jesus Christus zu wenden mit der Bitte, ihm zu helfen. Noch könnte das Wissen um Sein Erlösungswerk genützt werden, selbst wenn der Glaube daran fehlt. Doch wer nur an die Existenz dieses Menschen glauben kann, der kann sich in Gedanken mit diesem Menschen befassen und eine gedankliche Zwiesprache mit Ihm führen, daß dieser Mensch ihm erkläre, warum Er Seine Ideen mit einem Kreuzgang besiegeln wollte. Und er wird die Antwort bekommen, weil der göttliche Erlöser jeden erfaßt, der nur mit Ihm in Verbindung tritt. Das Verstandeswissen allein nützt ihm zwar nicht viel, aber es kann dazu beitragen, eine rein verstandesmäßige gedankliche Auseinandersetzung einzuleiten, die mehr oder weniger erfolgreich enden kann. Diese Erdperiode war mit dem persönlichen Erdengang Gottes gesegnet. Und viel hätten die Menschen erreichen können bei gutem Willen, doch ihr Wille war nicht oft nach oben gerichtet. Nur eine kleine Herde immer ist Ihm gefolgt, und am Ende dieser Periode wird sie auch nicht viel größer sein. Darum könnet ihr alle mit Gewißheit das nahe Ende erwarten, ihr könnet zwar noch zuvor in die Gefolgschaft des göttlichen Erlösers treten, ihr kön- net euch Seiner kleinen Herde anschließen, denn Er wird euch annehmen bis zur letzten Stunde. Aber unwiderruflich ist das Ende dieser Erde gekommen, und es ist daher für euch große Eile geboten und Anwendung aller Kräfte, es ist euch dringend geraten, um Zuwendung von Kraft zu bitten, daß ihr alle das Ziel erreichet, bevor der letzte Tag gekommen ist - daß ihr euch zu Jesus Christus bekennet, ehe es zu spät ist. Amen. B.D. NR. 6432.

 

Buch 69 6479

Vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag.

18. Februar 1956. B.D. NR. 6479.

Ewige Zeiten noch werden vergehen, bis alle Schöpfungswerke, die gesamte materielle Welt, die unerlöstes Geistiges birgt, aufgelöst werden kann - bis alles Materielle sich vergeistigt hat - bis alles Unvollkommen-Gewordene wieder die Vollkommenheit erreicht hat. Ewige Zeiten werden vergehen. Aber vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, denn Er ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, für Ihn ist jegliche Zeit wie ein Augenblick. Doch für das unvollkommene Geistige sind es endlose Zeiten, bis es wieder zur Vollendung gelangt ist, dann aber gleichfalls die Zeit der Rückwandlung ihm wie ein Augenblick erscheint. Und so könnet ihr Menschen getrost es glauben, daß auch die Erde noch ewige Zeiten bestehen wird, um ihre große Aufgabe zu erfüllen, den Menschen zur Gotteskindschaft zu verhelfen; ihr könnet es glauben, daß immer wieder Menschen diese Erde beleben werden und daß somit ein Ende des Schöpfungswerkes Erde noch lange nicht spruchreif ist. Daß sich aber die Erde immer wieder wandeln, d.h. erneuern wird, daß sie immer wieder instand gesetzt werden muß, um ihrer Aufgabe nachkommen zu können, und daß dieses sich immer in gewissen Zeiträumen abspielen wird, das könnet ihr genauso überzeugt glauben, wenngleich auch der Entwicklungsprozeß noch lange nicht vollendet ist und ihr nicht von einem Weltuntergang sprechen könnet - wenn ihr darunter ein völliges Aufhören irdisch-materieller Schöpfungen versteht. Noch harret unendlich viel Geistiges seiner Erlösung, noch ist das einstmals gefallene Geistige nur zu einem ganz geringen Teil erlöst und zurückgekehrt zu Gott. Noch befindet sich der größte Teil im Gericht, d.h., es ist gebunden in Schöpfungen jeglicher Art. Und alles dieses Gebundene muß noch bis zum Stadium als Mensch gelangen und dann sich also als Mensch auf der Erde verkörpern dürfen. Und darum wird die Erde immer wieder neu erstehen, wenn eine solche Entwicklungsperiode ins Stocken gerät. Aber immer bedeutet das Erstehen einer neuen Erde, die totale Umgestaltung ihrer Erdoberfläche, ein Ende für die die Erde belebenden Menschen - bis auf wenige, denen der Erdengang die Reife eingetragen hat. Und darum also muß auch den Menschen ein bevorstehendes Ende angekündigt werden, es muß ihnen verständlich gemacht werden, was darunter zu verstehen ist, weil sie ein Beenden der gesamten Weltschöpfung nicht glauben wollen und können und die Argumente dafür ihr ihnen nicht werdet widerlegen können. Für die Menschen aber ist es belanglos, ob ein Weltuntergang möglich ist. Sie sollen sich nur mit dem Gedanken vertraut machen, daß für sie selbst das Ende gekommen ist, daß dieser Stern Erde eine Umformung erlebt, der die Menschen zum Opfer fallen, auch wenn noch Ewigkeiten vergehen werden, bis die Erde sich einmal wird völlig vergeistigt haben. Noch ist dieser Zeitpunkt nicht gekommen, und dennoch steht die Menschheit vor dem Ende - weil eine ordnungsmäßige Fortentwicklung des Geistigen auf der Erde eine Auflösung und Neuverformung der Schöpfung bedingt und eine solche immer in gewissen Zeiträumen vor sich gehen wird. Dieses Wissen kann nur auf geistigem Wege den Menschen vermittelt werden, und es wird daher kaum Glauben finden. Und es wird desto weniger geglaubt werden, je mehr es dem Ende zugeht, weil die Erkenntnislosigkeit der Menschen auch ein Zeichen ist, daß die Aufwärtsentwicklung des Geistigen auf der Erde ins Stocken geraten ist, daß die Menschen nicht mehr den Reifegrad erreichen, den sie erreichen sollen und auch könnten - ansonsten sie Verständnis hätten für den Heilsplan Gottes. Ewig noch wird die Erde Schulungsstation bleiben für das zutiefst gefallene Geistige, immer aber wieder neu instand gesetzt werden müssen, um dem göttlichen Heilsplan gemäß das Geistige zur Reife zu bringen. Und immer wieder werden neue Menschengeschlechter die Erde beleben, denn Gott Selbst führt der neugestalteten Erde die Menschen zu, aus denen solche Geschlechter hervorgehen sollen - die am Ende einer Erlösungsperiode nahe vor ihrer Vollendung stehen, so daß eine jede Epoche wieder neu beginnen wird in vollster Harmonie mit Gott und Streben nach der Vereinigung mit Ihm und dann auch immer die Garantie gegeben ist, daß die Menschen zur Vollendung gelangen, daß sie als selige, im Licht stehende Geistwesen wieder zurückkehren zu ihrem Vater von Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 6479.

 

Buch 69 6481

Erkennen und Anerkennen Gottes. Gottesleugner.

20. Februar 1956. B.D. NR 6481.

Ihr betrachtet euch als unabhängige Wesen, solange ihr nicht an einen Gott glaubet, Dem ihr euer Dasein und euer Bestehen verdanket - denn von Seinem Willen, dem euer Sein unterstellt ist, wollet ihr euch nicht gelenkt wissen. Und doch wisset ihr, daß ihr selbst unfähig seid, euch das Leben nach Wunsch zu gestalten, und daß ihr auch unfähig seid, euch das Leben um einen Tag zu verlängern. Ihr wisset also, daß ihr abhängig seid von einer Macht - oder wenn ihr Diese leugnet - von einem Gesetz, dem ihr also naturmäßig untersteht. Dieses Naturgesetz müsset ihr gelten lassen, es widersteht euch aber, ein Wesen als Gesetzgeber anzuerkennen - es widersteht euch, einen Zweck oder eine Bestimmung eures Daseins anzuerkennen, weil in euch noch zuviel der Gesinnung dessen ist, der sich einstens von seinem Schöpfer lossagte und sich selbst als allein-bestimmend und wirkend allen Wesen hinstellte, die er in dieser verkehrten Gesinnung zeugte. Ihr seid dieses von ihm gezeugte Wesenhafte, und ihr seid gleichen Sinnes mit ihm, ihr erkennet auch seine Existenz nicht an, ihr habt die gleichen Empfindungen in euch, die ihn erfüllten und zu seinem Abfall von Gott trieben. Solange ihr Gott nicht erkennet und anerkennet, seid ihr voll des luziferischen Geistes - überheblich bauend auf eure eigene Kraft und zudem voller Eigenliebe, weshalb auch euer Denken falsch gerichtet ist und ihr in verfinstertem Geisteszustand auf Erden weilet. Was ihr an Weisheit zu besitzen glaubt, macht euch stets überheblicher und selbstbewußter, und doch ist es ein völlig wertloses Wissen, denn es betrifft nur Dinge, die mit dem Moment des Todes verloschen sind für euch. Jeder, der Gott leugnet, der sich nicht mit einer Macht in Zusammenhang stehend wähnt, der ist isoliert von Gott, und er bleibt auch isoliert nach seinem Tode, aber er besteht. Der Tod löscht ihn nicht aus, wie er irrtümlich annimmt im Erdenleben, er bleibt weiter sich selbst bewußt als ein Wesen, nur erkennt es sich als kraftlos, wenn es das gleiche verrichten möchte, was es im Erdenleben getan hat. Und dann nimmt es oft die Kraft der Menschen in Besitz, die gleicher Gesinnung sind, und bestärkt diese nur noch in ihrem falschen Denken. Denn es steht alles Gott-Widersetzliche noch im Verband - sowohl untereinander als auch mit dem Wesen, das als erstes die Trennung von Gott vollzog. Gott stellte wohl alles Geistige als selbständig hinaus, auf daß es sich erkennen sollte als Einzelwesen, aber Er Selbst löste nicht die Bindung mit diesen Einzelwesen, sondern durchstrahlte sie ständig mit Seiner Liebekraft. Und solange sie Seine Liebekraft in Empfang nahmen, waren sie selig - als aber das erstgeschaffene Wesen die Liebestrahlung Gottes zurückwies - als es diese in überheblichem Denken nicht mehr zu benötigen glaubte, lehnte es gleichzeitig Gott Selbst ab und isolierte sich völlig von Ihm und wurde dadurch unselig und finsteren Geistes. Und so ist immer das Leugnen einer Gottheit ein untrüglicher Beweis der Gefolgschaft dessen, der sich einstens auflehnte gegen Gott. Im Erdenleben kann der Mensch leicht zur Erkenntnis kommen, abhängig zu sein vom Willen einer Macht, Die über ihn bestimmt, denn dafür werden ihm zu viele Beweise gegeben an sich selbst und seiner Umgebung. Doch Gott bestimmt niemals den Willen des Menschen, so zu denken, wie es in göttlicher Ordnung ist, aber Er gibt jedem Menschen ein Licht, der Licht begehrt. Es gibt keine Entschuldigung für einen Menschen, der Gott leugnet, denn jeder kann Ihn erkennen, wenn er seinen geistigen Hochmut, das Erbübel, aufgibt - wenn er klein und demütig Fragen stellt in Gedanken, die ihm sicher beantwortet werden und ihm den Glauben an einen Gott schenken können. Jeder Gottesleugner ist überheblichen Geistes, und diese Überheblichkeit hindert ihn auch am Fragen, weil er zu wissen sich anmaßet, wo er völlig unwissend ist. Und jeder Gottesleugner hat Umgang mit Menschen, die im Glauben stehen an einen Gott und Schöpfer von Ewigkeit, Der ihr Dasein bestimmt. Und durch diese wird er immer wieder veranlaßt nachzudenken - weigert er sich aber innerlich, dann hat er noch nichts von seinem einstigen Widerstand aufgegeben, und er wird auch schwerlich im jenseitigen Reich eine Aufklärung annehmen, wenn seiner nicht in Fürbitte gedacht wird. Wer Gott leugnet, dessen Weg ist noch endlos weit zur ewigen Heimat. Amen. B.D. NR. 6481.

 

Buch 69 6482

Betrifft Endvoraussagen.

22. und 23. Februar 1956. B.D. NR. 6482.

Niemals werde Ich den Menschen den genauen Zeitpunkt des Endes angeben, weil solches nicht von Nutzen wäre für die geistige Entwicklung des Menschen. Denn in völlig freiem Willen sollen sie zur Höhe streben, aus eigenem Antrieb sollen sie die Reife ihrer Seelen zu fördern suchen, nicht aber aus Furcht, die eine bestimmte Ansage der Stunde des Endes hervorrufen würde. Ich werde euch Menschen immer darüber im unklaren lassen, was jedoch nicht ausschließt, daß das Ende einmal eintreten wird. Und daß es einmal kommen wird, ist euch Menschen vorausgesagt worden seit Beginn dieser Erlösungsperiode, wenn euch auch nur ein Teil dieser Voraussagen bekannt ist. Denn es sind abgegrenzte Erlösungsperioden, die in Meinem Heilsplan von Ewigkeit festgelegt wurden und die immer einen bestimmten Zeitraum umfassen, dessen Dauer von Meiner Kenntnis um den Entwicklungsprozeß der Menschen berechnet ist. Dies wird bei gutem Willen ein jeder Mensch glauben können, der an Mich als Gott und Schöpfer zu glauben vermag. Anzweifeln aber werden es zu jeder Zeit die meisten Menschen, daß sie selbst in der Zeit leben könnten, wo alles Vorausgesagte einmal zur Gegenwartserscheinung werden wird. Denn es ist für die Menschen etwas so Ungeheuerliches, sich ein Ende der Erde vorzustellen; es ist etwas, woran die wenigsten Menschen glauben können, wenn sie nicht schon so tief im geistigen Wissen stehen, daß sie auch in einem Auflösen der Erdschöpfungen und Erstehen einer neuen Erde einen Anlaß und Zweck zu erkennen vermögen. Doch derer werden immer nur wenige sein. Völlig abstreiten also werdet ihr Menschen ein Ende dieser Erde nicht können - nur niemals zu denen gehören wollen, die dieses Ende erleben, denen das, was sie wohl für die Zukunft nicht unmöglich halten, zur Gegenwart werden wird. Und auch diese Zweifel sollen sie ruhig behalten um ihrer Seelenreife willen, aber sie sollen auch solche Gedanken in Erwägung ziehen, und es wird nicht zu ihrem Schaden sein. Jeder Glaubenszwang aber wäre schädlich und wird daher von Meiner Seite aus niemals ausgeübt werden, weshalb Ich immer nur Zeichen ankündige, niemals aber den Tag des Endes. Und dennoch sage Ich euch immer wieder: Ihr steht kurz davor. Ihr könnet nicht den Geisteszustand der Menschen ermessen - ihr könnet nicht die tiefe Finsternis sehen, die über die Erde gebreitet ist - ihr wisset nicht um den Kampf zwischen Licht und Finsternis, der in der letzten Zeit so überaus heftig wütet - ihr wisset nicht, daß sich das Wirken der Finsternis äußert im Verbreiten von Unwahrheit, von irrigen Lehren und offener Lüge, weil ihr auch nicht ersehet, wie maßlos tief der Irrtum ist, in dem sich das Denken der Menschen bewegt. Nur die reine Wahrheit ist Licht. Wo aber suchet und findet ihr Menschen die Wahrheit? Ihr glaubt wohl, in der Wahrheit zu wandeln, dann aber würdet ihr mit Schrecken den Geisteszustand der Menschen erkennen und es auch begreiflich finden, daß diesem Zustand ein Ende gemacht werden muß. Und wo ihr Menschen Licht vermutet, dort hat euch der Fürst der Finsternis nur ein Blendlicht aufgestellt, das euer Auge nur noch mehr schwächt, so daß ihr nichts mehr zu erkennen vermögt. Denn er versteht es wahrlich, die Menschen abzuhalten von der Arbeit an ihren Seelen, er versteht es, deren Blicke zu lenken auf lockende Ziele, die ihr Menschen aber niemals erreichen werdet, denn Mein Plan ist festgelegt seit Ewigkeit. Daß Ich euch Einblick nehmen lasse in diesen Heilsplan, soll aber nicht euren Glauben zwingen, nur will Ich euch Menschen dadurch die Möglichkeit geben, glauben zu können, weil euch die Beweggründe auseinandergesetzt werden, die Mich zur Beendigung einer Erlösungsperiode veranlassen, weil euch auch die Zweckmäßigkeit einer solchen Beendigung erklärt wird, weil ihr selbst, so ihr diese Kenntnis besitzet, alles Geschehen um euch verfolgen und nun auch erkennen könnet, daß ein Eingriff Meinerseits notwendig geworden ist. Menschen, denen nur ein Ende angekündigt wird ohne nähere Begründung, sind nicht zu verurteilen, wenn sie nicht glauben, wenngleich auch sie nachdenken sollten über die Möglichkeit des Eintreffens des Vorausgesagten. Denen aber, die willig sind und nicht glauben zu können vermeinen, wird auch Mein Heilsplan nahegebracht; es wird ihnen die Kenntnis vermittelt von Meinem Walten und Wirken, und den Begründungen werden sie sich nicht verschließen können, ist doch Meine Liebe und Weisheit deutlich sichtlich, die immer nur für die Seelen das Beste plant und ausführt. Betrachtet ihr Menschen ein Ende dieser Erde nur als einen Strafakt, dann werdet ihr euch auflehnen gegen solche Lehren - betrachtet ihr es aber als einen Rettungsakt, der nicht nur dem als Mensch versagenden Geistigen, sondern auch dem noch in den Schöpfungen gebundenen Geistigen gilt, das auch einmal aus der Tiefe zur Höhe gelangen soll, dann wird es euch auch möglich sein, einen Gott der Liebe und der Weisheit zu erkennen, und dann wird euch auch ein Ende der Erde glaubwürdig erscheinen. Auf welcher Stufe der Entwicklung sich die Menschen auf der Erde nun aber befinden, das vermag Ich allein zu beurteilen, wenngleich ihr selbst auch den geistigen Tiefstand erkennen könnet. Ich aber weiß es seit Ewigkeit, wann sich das Herstellen Meiner Ordnung vollziehen muß - wann Ich dem Treiben Meines Gegners Einhalt gebieten muß und was dazu nötig ist, daß die Erde wieder als Ausreifungsstation für das unvollkommene Geistige dienen kann. Ich allein weiß es, wann der Tiefstand erreicht ist und wann der Zeitpunkt gekommen ist, wo Meinem Gegner sein Wirken unterbunden werden muß. Und weil Ich das weiß, darum beauftrage Ich auch Meine Diener, des bevorstehenden Endes Erwähnung zu tun, wenngleich sie wenig Glauben finden werden. Doch niemals werde Ich Tag und Stunde angeben - was euch aber nicht veranlassen soll, diese Meine Ankündigung noch in weite Zukunft zu verlegen. Ihr wisset es nicht, wie nahe ihr davorsteht, doch es ist euch allen größte Eile geboten, ihr alle könnet nicht eifrig genug für eure Seelen tätig sein, denn jeder Tag ist noch eine Gnade für euch, weil ihr viel erreichen könnet bei gutem Willen. Nur traget euch nicht in der Hoffnung, noch lange Zeit zu haben. Schneller, als ihr denkt, kommt das Ende, und jeder, der Meinen Worten Glauben schenkt, der wird sich auch vorbereiten, er wird sein geistiges Wohl vor das körperliche Wohl setzen und wahrlich viel gewinnen für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 6482.

 

Buch 69 6487

Hinweis auf das Ende.

28. Februar 1956. B.D. NR. 6487.

In kurzer Zeit geht eine Aera zu Ende, und es beginnt eine neue. Ihr Menschen könnet diesen Worten Glauben schenken, denn darum spreche Ich sie zu euch, daß ihr euer Leben nun auch so führet, daß ihr dieses Ende nicht zu fürchten brauchet. Einen anderen Zweck verfolge Ich nicht dadurch, Ich will euch nicht beunruhigen ohne Grund, Ich will euch nicht in Verwirrung stürzen ob des vor euch Liegenden, Ich will nur, daß ihr so lebet, wie es Mein Wille ist, dann wird das Ende dieser Epoche für euch nur zum Vorteil sein, dann werdet ihr euch nicht zu fürchten brauchen, sondern mit Freuden einer gesegneten Zeit entgegensehen. Ich brauchte euch keine Kenntnis davon zu geben, denn kein Mensch von euch weiß, wann sein letzter Tag gekommen ist, und es wäre also für viele ein ganz unnötiges Wissen, daß eine Erlösungsperiode zu Ende geht. Doch es kann dieser Hinweis für jeden Menschen noch ein Antrieb sein, ernstlich seiner Seele zu gedenken - er kann ihn veranlassen, ernsthaft mit sich selbst zu Gericht zu gehen, wenn er an die Vergänglichkeit irdischer Güter gemahnt wird und nun geistige Güter zu erringen trachtet. Aber er ist nicht gezwungen zu glauben. Dennoch rufe Ich euch Menschen immer dringlicher zu: Glaubet diesen Worten, und tut alles, wozu ihr fähig seid - und es wird nur euch zum Segen gereichen. Denn ihr befindet euch alle nicht in guter seelischer Verfassung, ihr müsset alle noch an euch arbeiten und habt dazu nicht mehr viel Zeit. Lasset euch nicht überraschen, sondern machet euch mit dem Gedanken vertraut, nur noch kurze Zeit Gäste auf dieser Erde zu sein. Schon dieser Gedanke wird euch bewußter leben lassen, und ihr werdet euch an Mich wenden um Hilfe, wenn ihr an Mich als euren Gott und Schöpfer glaubet. Dann bedenket euer bisheriges Leben, und fraget euch, ob euer Wandel recht war vor Meinen Augen. Denn ihr alle kennet Meine Gebote, und ihr alle wisset es, daß die Liebe das Erste und Wichtigste ist, daß ihr ohne Liebe niemals zur Seligkeit gelangen könnet, und wenn ihr euch nun eingestehen müsset, lau und gleichgültig diesem Liebegebot gegenüber gewesen zu sein, dann holet es nach. Denn es ist euch viel Gelegenheit gegeben, liebetätig zu sein. Überall werdet ihr Not sehen um euch, und ihr werdet helfend eingreifen können, nur seid des Willens, gut und gerecht zu leben und die Gebote der Liebe zu achten, die Ich nur um eures Seelenheils willen euch gegeben habe. Und gedenket stets eures Erlösers Jesus Christus. Rufet Ihn an, daß Er eure Gedanken lenken möge und euch Kraft gebe, den göttlichen Willen auszuführen. Dann rufet ihr Mich Selbst an und bekundet Mir, daß ihr zu Mir gelangen wollet, und ihr wandelt dann auch den rechten Weg, den Weg, den Jesus Christus euch vorangegangen ist. Das Ende kommt unwiderruflich, ganz gleich, wie ihr dann beschaffen seid an euren Seelen. Aber noch habt ihr Zeit, euch darauf vorzubereiten, und darum geht immer wieder euch der Mahnruf von oben zu: Gedenket des Endes. Es ist nur Meine Liebe, die euch retten will vor dem Verderben, die euch aber niemals zwingen wird und darum euch anredet in einer Form, der ihr Glauben schenken könnet, wenn ihr willig seid. So ihr aber achtsam seid, werdet ihr vieles bemerken, was euch glauben lassen könnte. Ein Zeitabschnitt geht zu Ende, und ein neuer beginnt. Und es erfüllt sich nur, was ständig vorausgesagt wurde durch Seher und Propheten. Denn auch diese sprachen in Meinem Auftrag und kündigten das gleiche an, was Ich nun euch Menschen sage, doch euer Wille ist frei; wie aber euer Wille ist, so wird auch euer Los sein, so das Erdenleben für euch beendet ist. Ihr werdet leben können in Seligkeit - aber auch dem Tode verfallen, einer endlos langen Zeit der Qual und Finsternis, aus der ihr selbst euch nicht befreien könnet. Amen. B.D. NR. 6487.

 

Buch 69 6498

Lebensfunke. Liebe. Gnadengeschenk.

11. Mrz 1956. B.D. NR. 6498.

Ihr traget alle den Lebenskeim in euch und brauchet also nicht dem Tode zu verfallen, wenn ihr nur diesem Lebenskeim Nahrung gebet, wenn ihr ihm Licht und Wärme zuführet, so daß er sich entfalten kann - wenn ihr dem göttlichen Funken in euch es ermöglicht, daß er sich zu einer hellen Flamme entwickeln kann - wenn ihr in euch selbst die Liebe entzündet. Dann erwachet ihr aus einem toten Zustand zum Leben, und dann brauchet ihr den Tod nimmermehr zu fürchten. Ihr seid zu diesem Zweck auf Erden als Mensch verkörpert worden, um das Leben zu gewinnen, das ewig währet. Und auf daß dies möglich ist, legte Gott in euch ein Fünkchen der Urlebenskraft, die ihr nun selbst vermehren sollet. Jede Bemühung von eurer Seite wird unterstützt, also brauchet ihr nur zu wollen, daß ihr zum Leben gelanget. Denn den Urlebensfunken in euch anzufachen heißt soviel, als Liebe zu üben, wozu ihr wohl fähig seid, aber immer erst den Willen aufbringen müsset. Also wird immer die Liebe Voraussetzung sein, daß ihr euch das ewige Leben erwerbet. Ohne Liebe verfallet ihr dem Tode. Würdet ihr in dieses Erdenleben treten ohne diesen Lebenskeim, den göttlichen Liebefunken, so würde es euch unmöglich sein, in Liebe zu wirken, weil euch dann der Gegner Gottes völlig in seinem Besitz hätte. Da ihr aber durch den Entwicklungsweg zuvor schon in einem gewissen Reifegrad angelangt seid und dieser Reifegrad nun im Stadium als Mensch nicht gefährdet sein soll, legte Gott in eines jeden Menschen Seele ein Fünkchen Seines Geistes, der jedoch genügt, um ein Liebefeuer in euch entstehen zu lassen, wenn ihm nur die nötige Nahrung zugeführt wird, wenn der Mensch jeder inneren Regung nachkommt und Liebe übet - denn dieser göttliche Funke treibt von innen heraus den Menschen dazu an, jedoch anfänglich nur so leise, daß es kaum gespürt wird, aber den willigen Menschen doch veranlaßt, dem Drängen nachzukommen. Und nun erwacht die Seele zum Leben - denn die Liebe ist eine Kraft, die nichts Totes um sich duldet, die allem das Leben gibt und die auch alles besiegen wird, was sich ihr entgegenstellt. Ein Mensch, der stets die Liebe pflegt, wird auch jegliche innere Schwäche schwinden fühlen, weil die Liebekraft ihn nun durchflutet - weil es nichts Göttliches gibt, was kraftlos ist oder eine Schwäche zurücklassen könnte, und weil die Liebe göttlich ist, weil sie die Ausstrahlung Gottes - weil sie die Ursubstanz Gottes ist, Der in Sich auch Kraft ist in der Urform. Dadurch also gelanget ihr zum Leben, weil ihr unmittelbar aus Gott die Kraft schöpfet, sowie ihr ein Leben in Liebe führet. Und das ist eure Aufgabe auf Erden und auch euer Endziel, durch ein Liebeleben in Verband zu treten mit Gott, also im freien Willen wieder dahin zurückzukehren, wo euer Ausgang war. Daß ihr es könnet, ist ein ungewöhnliches Gnadengeschenk, weil Gott euch trotz eurer einstigen Abwehr Seiner Liebekraft doch ein Fünkchen dieser Kraft beigesellt, sowie ihr in das Erdendasein tretet als Mensch. Aber ihr selbst müsset das Feuer aufflammen lassen in euch, ihr dürfet diesen Liebefunken nicht verglimmen lassen, ihr dürfet ihn nicht verschütten, denn das wäre euer Tod, denn dann beraubt ihr selbst euch jeglichen Lebens, und ihr könnet nicht daran gehindert werden, weil ihr einen freien Willen habt. Jegliche Möglichkeit wird euch erschlossen, das Leben, das ihr einstens verloren hattet, wieder zurückzugewinnen; doch der freie Wille wird euch nicht genommen, und dieser allein bestimmt, was ihr mit dem göttlichen Liebefunken tut. Jeder Mensch wird von innen heraus gedrängt zum Liebewirken, kommt er aber diesem Drängen nicht nach, dann wird die Stimme immer leiser und verklingt zuletzt völlig ungehört. Und dann ist Gefahr, daß der Mensch sich ganz verliert, daß er dem Tode wieder ganz verfällt, wenngleich Gott ihn immer wieder anrühren wird und ihm immer wieder Gelegenheiten schafft von außen, die seinen Liebewillen in ihm anregen könnten. Denn Gott wirbt um eines jeden Menschen Seele bis zum Tode, denn Er will nicht, daß sie dem Tode verfällt, Er will, daß sie lebet. Aber Er beläßt dem Menschen den freien Willen. Amen. B.D. NR. 6498.

 

Buch 69 6501

Zeichen und Hinweise auf das Ende.

14. März 1956. B.D. NR. 6501.

Untrügliche Zeichen werden euch das nahe Ende ankünden, doch immer nur erkenntlich denen, die glauben, weil alle anderen sie natürlich sich erklären werden und jene verlachen, die ihnen eine tiefere Bedeutung beimessen. Aber dennoch werdet ihr Menschen darauf aufmerksam, und ein jeder kann sich dazu einstellen nach seinem Willen. Daß ihr aber darauf aufmerksam gemacht werdet, ist eine besondere Gnade, denn ihr könnet euch nun so vorbereiten, ihr könnet mit verstärktem Eifer arbeiten an euch selbst, weil diese Zeichen eine ernste Mahnung sind für euch, die ihr glaubet. Es sind noch letzte Gnadenzeiten, die ein jeder erleben darf und die seinen Erdenlebensgang erfolgreich beenden können, wenn er sie nur recht nützet. Aber ebenso werden die Menschen gleichgültig ihre Tage dahingehen, die nicht glauben, und das Ende wird sie überraschen, und unreif werden ihre Seelen das Ende erleben. Denn dieses kommt unwiderruflich. Wenn ihr Menschen nun ständig ermahnt und hingewiesen werdet, so sind auch das Gnaden, denen ihr Beachtung schenken, die ihr nützen solltet zu eurem Seelenheil, denn immer wieder tritt Gott Selbst an euch heran durch solche Hinweise, die aber immer nur so erfolgen können, daß sie euch den freien Willen belassen - daß es einem jeden freisteht, ob ihr mit einem Ende rechnet oder nicht. Die aber dennoch glauben, sind erheblich im Vorteil, denn sie richten auch ihren Lebenswandel entsprechend ein, sie bemühen sich, dem Willen Gottes gemäß zu leben und bis zum Ende noch auszureifen. Aber dennoch ist der volle überzeugte Glaube nur bei sehr wenigen zu finden, denn es ist ein zu gewaltiges Geschehen, was den Menschen angekündigt wird, es ist ein Geschehen, das sich niemand vorzustellen vermag und das auch noch niemals erlebt wurde, solange Menschen diese Erde bewohnen, denn alle zuvorigen Beendigungen einer Erlösungsperiode spielten sich verschieden ab, niemals wird sich das gleiche Geschehen wiederholen, und niemals sind Belege dafür vorhanden, wie ein solcher Vorgang der Auflösung von Schöpfungen vor sich gegangen ist. Doch Gottes Wort ist Wahrheit, und Gott sprach zu jeder Zeit durch Seher und Propheten und kündigte das Bevorstehende an, nur ohne Zeitangabe, weshalb die Menschen immer Zweifel entgegensetzen werden allen Ankündigungen solcher Art. Die aber glauben, sind selig zu nennen. Es vergeht keine lange Zeit mehr, dann tritt die Erde in eine andere Phase ihrer Entwicklung ein, und es beginnt eine neue Periode unter völlig anderen Voraussetzungen und Lebensbedingungen, denn die Menschen in dieser Periode sind in einem Reifegrad angelangt, der auch andere Lebensverhältnisse und Aufgaben erfordert, um nun den Entwicklungsgang zu vollenden. Ihr könnet es mit Gewißheit annehmen, daß euer Lebensabschnitt begrenzt ist, daß viele nicht die normale Erdenlebenszeit zurücklegen können, sondern vorzeitig abgerufen werden oder dieses bevorstehende Ende noch in jungen Jahren erleben, aber es können auch nur Hinweise gegeben werden ohne jegliche Belege - eurer Willensfreiheit wegen. Doch nehmet diese Hinweise ernst, und ihr werdet es nicht zu bereuen brauchen - lebet so, als sei morgen schon der letzte Tag, denn die Welt kann euch nur noch wertlose Güter bieten, die ihr nicht hinübernehmen könnet in die Ewigkeit. Doch ein rechter Lebenswandel nach dem Willen Gottes kann eure geistigen Güter noch in einem Maße vermehren, daß euch das Ende dieser Erde nur das Tor öffnet zur Ewigkeit, in das ihr nun reich gesegnet an Schätzen eingehen könnet. Es erwächst euch keinerlei Schaden, wenn ihr mehr mit einem Ende rechnet als mit einer langen Fortdauer eures Erdenlebens, denn ihr lernet, nur bewußt zu leben auf Erden, ihr befaßt euch mit Gedanken an die Ewigkeit, an Gott und Sein Reich, und ihr werdet stets nur streben nach Vollendung. Es bleibt euch nicht mehr viel Zeit, darum nützet sie aus nach Kräften, und es wird der Segen nicht ausbleiben. Denn darum werden euch ständig die Hinweise gegeben, daß ihr gedenket des Endes und entsprechend auch lebet auf Erden. Amen. B.D. NR. 6501.

 

Home Deutsch Inhalt Verschiedenes

Zum vorigen Buch: 68    Zum Anfang dieses Buches    Zum nächsten Buch: 70