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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 67

B.D. NR. 6189 - B.D. NR. 6284
14.2.1955-14.6.1955
6190 6192 6193 6194 6227  6230 6235 6250 6254 6263
6265 6267 6271 6276 6282

 

Buch 67 6190

Hinweise auf das Ende.

15. Februar 1955. B.D. NR. 6190.

Oft noch wird Mein Ruf ertönen, und oft noch werde Ich den Menschen Zeichen senden, die sie nachdenklich machen sollen. Denn Meine Liebe lässet nicht nach, den Menschen zu Hilfe zu kommen, bevor das Ende da ist. Und ein jeder Mensch wird sie erfahren, denn keinen lasse Ich aus, der noch zu retten ist. Und auch Meinen Gegnern gebe Ich Gelegenheit, sich zu besinnen und umzukehren - und offensichtlich werden sie daher an den Meinen die Macht und Liebe eines Gottes erkennen können, denn wo keine irdische Hilfe mehr möglich ist, dort wirke Ich, um den Menschen zum Glauben an Mich zu verhelfen, die nur dessen achten, was um sie herum vorgeht. Jeder einzelne kann noch zu Mir finden, denn der Weg wird jedem einzelnen deutlich aufgezeigt. Und Ich werde sorgen, daß immer wieder die Aufmerksamkeit der Menschen erregt wird, Ich werde in allen Orten versuchen, sie zu ernsten Gedanken zu veranlassen, Ich werde immer wieder Verkünder Meines Wortes auftreten lassen, die lebendig die Menschen anreden und auch hinweisen auf das bevorstehende Ende. Von allen Seiten wird ihnen Kunde zugehen, auch denen, die nicht gläubig sind, wird es nicht unbekannt bleiben, was die Gläubigen erwarten und was deren Herzen bewegt. Auch wenn sie selbst sich nicht überzeugen lassen von der Wahrheit dessen, so sind sie doch nicht ohne Wissen, und irdische Geschehen in der Welt werden sie immer wieder daran erinnern, was über das Ende gesagt wird. Naturereignisse von großem Ausmaß werden den Menschen gleichfalls zu denken geben, weil sie in immer kürzeren Zeiträumen aufeinanderfolgen und zum Schrecken der Menschen werden. Wo immer Ich Meine Macht beweisen kann, ohne Willenszwang, dort werde Ich auch in Erscheinung treten, auf daß keiner sagen kann, völlig unwissend geblieben zu sein von dem nahe bevorstehenden Ende. Daß die Menschen nicht daran glauben, ist ihr eigener Wille, aber wissen sollen sie davon, weil immer noch einzelne ihr Denken wandeln können, weil einige noch auf den Ruf von oben hören werden, wenn er immer wieder ertönt und sie keine Erklärung dafür finden, die sie vollauf befriedigt. Und Ich ringe um eine jede Seele und lasse nicht nach, bis das Ende da ist. Wer Augen hat zu sehen, der sehe - wer Ohren hat zu hören, der höre. Denn Ich zeige Mich und äußere Mich stets, daß Ich erkannt werden kann, wenn nur der Mensch willig dazu ist. Ich halte Mich nicht verborgen, sondern trete immer wieder hervor als Rufer, auf daß die Menschen sich abwenden von dem Abgrund, dem sie zustrebten, auf daß sie zögern, weiterzugehen, wenn die warnenden Rufe ihnen ertönen - doch den Willen der Menschen zwinge Ich nicht, Meine Liebe aber verfolgt einen jeden Menschen bis zum Ende - doch dann kommt unweigerlich das Gericht. Amen. B.D. NR. 6190.

 

Buch 67 6192

Erlösung aus der Form Anlaß der Umgestaltung der Erde.

18. Februar 1955. B.D. NR. 6192.

Dem in der Form gebundenen Geistigen komme Ich zu Hilfe, denn es drängt unbewußt der Vollendung entgegen, es spürt die kommende Veränderung seines Aufenthaltes, es drängt vorwärts in seiner Entwicklung, einer gelockerten Umhüllung zu. Es ist das in der festen Materie noch gebundene Geistige nun in einem Reifegrad angelangt, der eine gelockerte Außenform zuläßt, und darum machen sich vor dem Ende dieser Erde schon gewaltige Erd-Veränderungen bemerkbar, es wird feste Materie gesprengt durch Naturkatastrophen, es drängt unaufhörlich das Geistige in der Erde zur Oberfläche. Und dieser Zustand des Geistigen allein schon wäre ein Anlaß zur Umgestaltung der Erdoberfläche, weil die Aufwärtsentwicklung fortschreiten muß und eine Entwicklungsperiode wahrlich lange genug gedauert hat, um das Geistige in der harten Materie zur Aufgabe seines Widerstandes zu bewegen. Für dieses Geistige also bedeutet das Ende dieser Erde Erlösung und Möglichkeit zur Weiterentwicklung in anderer Form. Und auch das Geistige, das die Pflanzen- und Tierwelt belebt, strebt zur Höhe, und es wird auf der neuen Erde wieder in Schöpfungen verkörpert, die es immer schneller durchwandeln kann und auch für dieses Geistige der Zeitpunkt immer näher rückt, wo es sich - als Mensch verkörpert - in der letzten Willensprobe bewähren soll. Ich allein weiß um die Notwendigkeit und den Segen einer Umgestaltung der Erdoberfläche. Ich allein weiß um den Reifegrad des Geistigen, sowohl in den Schöpfungen als auch im Menschen. Ich allein weiß es, wann die Aufwärtsentwicklung stockt und wie sie wieder in Gang gebracht werden kann - und entsprechend ist Mein Heilsplan festgelegt, der nun auch durchgeführt wird in Liebe und Weisheit und Macht. Daß ihr Menschen darüber ohne Wissen seid, ist schon ein Zeichen eines zu niedrigen Reifegrades, doch könntet ihr bei einigem Nachdenken schon auf das Vorhandensein eines überaus weisen Schöpfers schließen und dann auch die Zweckmäßigkeit alles dessen, was geschieht, einsehen - denn Der euer Schicksal lenkt nach Seinem Willen, Der lenkt auch das gesamte Universum wahrlich in Weisheit und Liebe. Er ist kein Wesen, das willkürlich erschaffet und zerstört - ansonsten die Weisheit zweifelhaft wäre. Und nur Meine Liebe liegt allem zugrunde, was geschieht - auch wenn euch Menschen dies zweifelhaft erscheint. Alles um euch ist Geistiges, das gleich euch zu Mir zurückkehren soll - und allem Geistigen schaffe Ich die Möglichkeit, das Ziel zu erreichen. Daß ihr in eurer Verblendung das einzig erstrebenswerte Ziel nicht im Auge behaltet, ist euer freier Wille. Doch der es anstrebt, der erreichet Mich im Stadium als Mensch. Vor endlosen Zeiten erlebtet ihr die gleichen Wandlungsmöglichkeiten, auch ihr konntet erst aus der harten Materie frei werden durch Meinen liebenden Eingriff, auch ihr mußtet den gleichen Weg gehen, den nun das frei werdende Geistige gehen muß. Und allem noch unfreien Geistigen gilt Meine Liebe, wie sie euch gegolten hat und noch gilt. Und darum wird die Menschheit etwas Gewaltiges erleben und zuvor schon viel Leid und Not erleben müssen, auf daß jegliche Gelegenheit noch ausgenutzt werden kann, einen höheren Reifegrad zu erreichen, bevor der letzte Tag gekommen ist, denn er entscheidet für alles Geistige seinen Aufenthalt. Er entscheidet, ob Licht oder Finsternis sein Los ist, und er versetzet alles Geistige in die Außenform, die seiner Reife entspricht. Amen. B.D. NR. 6192.

 

Buch 67 6193

Schlüssel zur Weisheit ist die Liebe, nicht der Verstand.

19. Februar 1955. B.D. NR. 6193.

Kein Gebiet ist so umstritten wie das geistige, denn wo keine Beweise erbracht werden können, dort werden sich die Menschen niemals einig werden - doch jeder Vertreter seiner Ansicht glaubt sich im Recht, er glaubt, in der Wahrheit zu stehen. Jedes irdische Wissen kann der Mensch verstandesmäßig ausweiten, er kann es auch mit Beweisen belegen oder immer wieder sich vom Irrtum überzeugen und sein Denken wandeln. Er kann es ergründen und zu einem festen Ergebnis kommen, das nun als unwiderlegbar angenommen werden kann von denen, die auf gleichem Gebiet forschen und grübeln. Anders aber ist es mit geistigem Wissen - mit dem Gebiet, das außerhalb irdischen Wissens liegt und das niemals verstandesmäßig erforscht werden kann. Was auch an geistigem Wissen den Menschen zugeleitet wird - es kann niemals bewiesen, sondern muß immer nur geglaubt werden. Und daß die Menschen viele und verschiedene Gedanken aussprechen und vertreten als richtig, ist verständlich, weil die Menschen in ihrem Wesen verschieden sind und die Ergründung geistigen Gebietes eng mit der Beschaffenheit des Menschen - mit seiner geistigen Reife - zusammenhängt. Denn dieses Gebiet erforschet nicht der Verstand, sondern das Herz. Es ist dies unverständlich für pure Verstandesmenschen und doch eine Tatsache, die sich selbst beweiset. Selbst die Menschen mit hochentwickeltem Verstandesdenken werden nicht zu übereinstimmenden Resultaten kommen auf geistigem Gebiet, solange nicht das Herz an ihren Forschungen beteiligt ist. Dann aber stimmen die Ansichten voll und ganz überein, weil dann der rechte Schlüssel zur Pforte der Weisheit gefunden und angewendet wird. Und dieser Schlüssel ist die Liebe, die im Herzen entzündet wird - die nun auch den Geist des Menschen erleuchtet, so daß er nicht anders als recht denken kann, weil nun seine Gedanken von Gott gelenkt werden und diese Gedanken garantiert Wahrheit sind. Verstandesmenschen ist mit einer solchen Erklärung nicht beizukommen so lange, bis auch in ihnen selbst die Liebe entflammt. Dann begreifen sie dieses Mysterium - dann verstehen sie, daß Gott Selbst Sich die Wahrheit vorbehält und sie nur denen schenkt, die durch die Liebe sich mit Ihm Selbst in Verbindung setzen. Es ist zwar auch nun ein so gewonnenes Wissen nicht zu beweisen, dem Menschen selbst aber genügt die innere Überzeugung, um zu wissen, daß er in der Wahrheit steht - um zu wissen, daß ihn kein irdischer Wissenschaftler je anders belehren kann und ihm seine Überzeugung nehmen könnte. Wer einmal die Wahrheit entgegengenommen hat von Gott Selbst, durch Seinen Geist, der kann auch nicht mehr zweifeln oder anderswo sein Wissen bereichern wollen. Er hat das geistige Gebiet in Besitz genommen, Gott Selbst hat ihn eingeführt, und für ihn gibt es keine Rückkehr in das Gebiet irdischer Wissenschaft, für ihn gibt es keine Änderung seines Denkens, denn die Wahrheit hat ihn ergriffen, weil Gott Selbst ihn ergriffen hat, Der die ewige Wahrheit ist. Der Weg in dieses Gebiet aber war und ist die Liebe. Und niemals wird ein Mensch ohne Liebe es erforschen können, weshalb alle geistigen Meinungen umstritten bleiben, solange sie nicht auf dem Wege des Herzens gewonnen sind. Es ist das geistige Wissen ein Wissen, das nicht bewiesen werden kann und doch zur vollen Überzeugung wird, sowie durch ein Liebeleben die Verbindung mit Gott hergestellt wurde, Er nun Selbst den Menschen belehrt und ihm Aufschluß gibt in allen Fragen, Der durch den Geist zu ihm redet, Der in ihm wirket, wie Er es Selbst verheißen hat. Amen. B.D. NR. 6193.

 

Buch 67 6194

Ernste Ermahnungen.

Rosenmontag 21. Februar 1955. B.D. NR 6194.

Immer wieder ermahne Ich euch, von der Welt euch zu lösen. Doch ständig mehr kettet ihr Menschen euch an sie, immer mehr jagt ihr irdischen Gütern nach, immer mehr schwelgt ihr in Lebensgenüssen, und immer entfernter ist für euch das geistige Reich, das niemals zugleich mit der irdischen Welt in Besitz genommen werden kann. Und das ist euer Verderben, daß ihr euch dem Herrn ausliefert, der eure Seelen herabzieht, daß ihr immer mehr in seine Fangnetze geratet, die vergoldet sind und von euch darum nicht als das erkannt werden, was sie sind. Euer Verlangen nach Lebensgenuß bringt euch den Tod. Denn dieses Verlangen legt euch Mein Gegner in das Herz, er treibt euch an zu vermehrter Gier, euch den weltlichen Genüssen hinzugeben - er facht alle eure körperlichen Begierden an, daß sie Erfüllung suchen und auch finden in der Sünde. Alle guten Gedanken werden verjagt von ihm, die Ichliebe wird zu höchster Glut angefacht, die Menschen sind nur noch ihm hörig, denn sie fragen nicht mehr danach, ob sie leben nach Meinem Willen, Mir zum Wohlgefallen. Sie sind der Welt verfallen und somit dem, der Herr ist dieser Welt. Dichte Finsternis liegt über der Erde, weil kein geistiger Strahl Zugang findet, und in dieser Finsternis hat Mein Gegner ein leichtes Spiel - er fängt unzählige Seelen und bereitet diesen ein Los, das sie in ihrer Blindheit nicht erkennen. Er gibt ihnen wohl für ihr Erdenleben alles, was sie begehren, doch entsetzlich ist das Los nach ihrem Leibestode. Denn dann nimmt er sie ganz in Besitz, und sie sind kraftlos und können sich nicht von seiner Gewalt frei machen, und die kurze Erdenlebenszeit in Wohlergehen müssen sie bezahlen mit einem entsetzlichen Los in der Ewigkeit. Doch ob es den Menschen noch so ernstlich vorgestellt wird, ob sie noch so dringend ermahnt werden und gewarnt vor dem Feind ihrer Seelen - sie hören nicht darauf, sondern richten ihre Blicke unverwandt der Welt zu, die sie locket mit ihrem Glanz. Und die Sünde nimmt überhand, denn was dem Menschen nicht zufällt von selbst, das sucht er auf unrechtem Wege zu gewinnen. Ihm ist nichts heilig, weder Gut noch Leben des Nächsten, wenn er sich nur verbessern kann, wenn ihm nur ein Vorteil erwächst, der seinem Körper dienet. Und es kann bei einer solchen Einstellung unmöglich das Licht durchbrechen in sein Herz, er ist in dickster Finsternis und fühlt sich darin wohl. Es ist eine Zeit der Verderbtheit, eine Zeit der Sünde, in der Mein Gegner seine Triumphe feiert, in der Meine Lichtboten wenig Einfluß gewinnen und nur die Kräfte von unten Erfolg haben. Mein Gegner hält reiche Ernte - und die Zeit geht ihrem Ende zu. Nötiger denn je ist die Arbeit in Meinem Weinberg, auf daß noch die Menschen gerettet werden, die seinem Einfluß nicht gänzlich unterliegen - deren Seelen noch nicht seine Opfer geworden sind. Amen. B.D. NR. 6194.

 

Buch 67 6227

Erlöste am Ende. Bewohner der neuen Erde.

3. April 1955. B.D. NR. 6227.

Wenn durch Meinen Willen und Meine Macht die Vernichtung dieser Erde, d.h. alles auf ihr Lebenden, erfolgen wird, dann wird es sich erweisen, wer als wahrhaft erlöst gelten kann, denn nur diese werden das Ende überleben und eingehen können in Mein Paradies auf der neuen Erde. Denn um dieses letzte Vernichtungswerk zu überleben, gehört vollste Gläubigkeit an Mich in Jesus Christus und vollste Hingabe an Mich - also gänzliches Lösen von Meinem Gegner - es gehört dazu der Zustand der Freiheit, den Jesus erkauft hat für die Menschen durch Seinen Tod am Kreuz. Nur ein durch Sein Blut erlöstes Wesen kann die neue Erde bewohnen, wo der Satan keine Gewalt mehr hat, wo Ich Selbst unter den Meinen weilen kann, weil der Zustand wiederhergestellt ist, in dem sie waren im Anbeginn. Die Erlösung durch Jesus Christus können zwar auch zuvor Menschen erfahren, die Ich abrufe von dieser Erde, ehe das letzte Ende gekommen ist. Auch sie werden selige Bewohner Meines Reiches sein, wo ihnen keine böse Macht mehr schaden oder sie bedrängen kann, eben weil sie erlöst sind von ihr. Doch die Menschen, welche die neue Erde bewohnen sollen, leben in gleicher Seligkeit, in völliger Freiheit, licht- und kraftvoll, aber doch in irdischen Sphären, weil sie den Stamm eines neuen Geschlechtes bilden sollen, weil sie dem folgenden Menschengeschlecht verhelfen sollen zur restlosen Erlösung, das noch so lange die Erde beleben muß, bis alles restlos vergeistigt ist. Als selbst erlöst, können die ersten Menschen auf der neuen Erde überaus segensreich einwirken auf ihre Nachkommen und auf alles sie umgebende Geistige, das noch gebunden ist in den Schöpfungen der neuen Erde. Und es kann also dieses Geistige einen schnelleren Entwicklungsgang zurücklegen. Denn es muß die Zeit gut genützt werden, da Mein Gegner noch in Ketten geschlagen ist - da er keinen Zugang hat zu den Menschen der Erde, weil die Kraft und das Licht der Erlösten so stark ist, daß ihm jede Annäherung an die Menschen verwehrt ist. Genau so, wie in der letzten Zeit vor dem Ende sein Wirken und Wüten untrüglich zu erkennen war, genau wie er seinen ganzen Einfluß anwandte, um die Menschen in die Tiefe zu ziehen, so wird nun auf der Erde der Einfluß des Göttlichen vorherrschen. Es wird alles zur Höhe streben und auch überaus leicht zur Höhe gelangen, weil keine Gegenkraft es hindern kann - weil aus dem erlösten Menschengeschlecht wieder Menschen hervorgehen, die voller Liebe sind, in denen also das göttliche Prinzip vorherrscht und die in kürzester Zeit völlig ausreifen, um in Mein Lichtreich eingehen zu können, wenn ihr Erdenleben beendet ist. Amen. B.D. NR. 6227.

 

Buch 67 6230

Ende. Umwandlung und Neuschöpfung.

6. April 1955. B.D. NR. 6230.

Und es wird kommen, wie Ich es euch verkündet habe - die Erde wird ihr jetziges Aussehen verlieren, es wird eine Wende eintreten geistig und irdisch, es wird eine Scheidung erfolgen von den Böcken und den Schafen - es werden zur Seligkeit gelangen die Meinen und zur Neubannung verurteilt werden, die Meinem Gegner angehören. Und es muß dies so kommen, ansonsten es keine Aufwärtsentwicklung mehr gäbe, weil alles Geistige nach unten strebt, ausgenommen die wenigen Menschen, die Mir treu bleiben werden bis zum Ende. Die Erde aber muß weiter ihren Zweck erfüllen - sie soll dem Geistigen dienen, das zur Höhe gelangen soll. Die Menschen der Jetztzeit aber, die den Weg durch die Schöpfung schon gegangen sind, machen den ganzen zuvorigen Entwicklungsweg vergeblich - sie, die die höchste Entwicklungsstufe schon erreicht haben durch den zuvorigen Erdengang, versagen nun in dem letzten Stadium und sinken so tief zurück, daß der Eingang in das geistige Reich ihnen verwehrt bleibt - daß sie in härtester Materie gebannt werden müssen, um noch einmal zugelassen werden zu können zur letzten Willensprobe als Mensch nach endlos langer Zeit. Die Zahl derer, die das Erdenleben wirklich recht nützen zu ihrer Vollendung, ist sehr gering, weil der Geist dessen, der Mein Gegner ist, so vergiftend einwirkt auf alle Erdenbewohner, daß zuvor die Erde gereinigt werden muß, ehe sie ihrem eigentlichen Zweck wieder nachkommen kann. Und diese Reinigung also will Ich vollziehen durch ein gewaltiges Umgestaltungswerk, dem die Menschen nicht mehr entrinnen können, weil sie selbst den Anlaß dazu geben durch ihr Gebaren und ihre völlig Mir-widersetzliche Gesinnung. Es muß eine Änderung geschaffen werden, denn es geht um Meine Geschöpfe, die endlos lange leiden müssen, wenn sie nicht auf Erden ihren Entwicklungsweg vollenden nach Meinem Willen. Und dieser Zeitpunkt ist gekommen, wenngleich es für euch Menschen unglaubwürdig erscheint, daß sich etwas vollziehen soll in der Schöpfung, in der Natur, wofür sich keine ähnlichen Ereignisse auf Erden nachweisen lassen. Die Erde steht in der letzten Zeit des Bestehens in ihrer jetzigen Form. Was das bedeutet, könnet ihr alle nicht erfassen - daß alles aufhört zu sein - daß Menschen, Tiere und alle Schöpfungswerke ihr Ende finden und eine völlig neue Erde erstehen wird, die sich eure kühnsten Gedanken nicht ausmalen können, weil völlig neue Schöpfungswerke erstehen werden, die euer Auge noch nie geschaut hat und die für euch Wunder über Wunder bedeuten werden, die ihr die neue Erde erleben und beleben werdet. Durch Zeiten hindurch habe Ich die Menschen darauf hingewiesen, daß eine neue Erde und ein neuer Himmel erstehen wird. Die Menschen haben es nicht erfaßt, was darunter zu verstehen ist. Aber Mein Wort ist Wahrheit und wird sich erfüllen - doch nur den wenigen ein Beweis sein Meiner Göttlichkeit, die im tiefen Glauben an Mich Mein geworden sind und denen Ich das Paradies der neuen Erde erschließen kann, weil sie Meine Kinder sind und ewig bleiben werden. Diese wenigen fassen auch Meine Worte in ihrem Sinn, und sie werden Mich und Mein Kommen erwarten im festen Glauben, daß Ich sie erretten werde aus der Not, die dem letzten Ende vorangehen wird. Denn es sind Meine Kinder, die Ich holen werde, wenn die Zeit erfüllt ist. Amen. B.D. NR. 6230.

 

Buch 67 6235

Kampfzeit vor dem Ende. Bedrängnisse.

11. April 1955. B.D. NR. 6235.

Ihr werdet noch einen schweren Kampf bestehen müssen wider euch selbst und auch wider eure Feinde - ihr werdet von außen so bedrängt werden, daß es euch schwerfallen wird, alles hinzugeben, und darum ihr auch mit euch selbst ringen müsset, daß euch die irdische Materie nicht zum Unheil wird - daß ihr um dieser willen Mich aufgebet. Denn ihr würdet einen schlechten Tausch machen, weil es nur kurze Zeit währet, da euer Körper darben muß und in mißlichen Verhältnissen das Leben fristet. Denn Ich verkürze die Tage um der Meinen willen, weil Ich weiß, daß sie viel Kraft benötigen, um standzuhalten wider ihre Feinde. Und dann werden sie den Lohn empfangen für ihre Treue. Darum warne und ermahne Ich euch Menschen, nicht euch niederdrücken zu lassen, was auch über euch kommen mag. Es muß dies alles vorangehen, und so auch muß die Entscheidung von euch gefordert werden; aber ihr sollet dann auch wissen, daß bald das Ende da ist, daß Ich komme, um euch zu holen - und daß gerade diese Bewährung im Glauben euch zu den Meinen stempelt. Darum denket immer daran, daß die Menschen wohl den Leib, nicht aber eure Seele töten können, und so ihr dieses fest glaubet, wird auch euer Leib alles ertragen, und Ich werde euch die Kraft geben, auf daß er nicht so empfindet, wie es für den Mitmenschen den Anschein hat. Es wird wohl ein Kampf sein, den ihr gegen euch selbst führet, doch nur so lange, bis ihr euch versenket in Mein Wort - bis ihr Mich Selbst zu euch sprechen lasset. Dann wird eine wundersame Ruhe und Kraft euch durchströmen, und dann werdet ihr keinen Augenblick mehr zögern, ihr werdet hingeben, was man von euch verlangt, euren Glauben aber verteidigen mit Worten, die euch Mein Geist eingibt. Ihr werdet keine Furcht mehr empfinden, sondern freudigen Herzens Meine Bekenner sein, sowie das Bekenntnis für Mich und Meinen Namen gefordert wird. Aber darum ermahne Ich euch, Mich zuvor sooft als möglich zu euch sprechen zu lassen. Ich ermahne euch deshalb, damit ihr schon Kraft in euch aufspeichert, damit ihr nicht erst in die inneren Bedrängnisse kommet, damit ihr wisset, was vor euch liegt, und euch im Herzen schon von allem löset, was euch doch genommen wird, wenn ihr Mir treu bleiben wollet. Ihr habet wahrlich nichts zu fürchten, wenn euer Herz Mir voll und ganz gehört; nur für die Lauen ist dieser Kampf schwer, und zu diesen rede Ich darum eindringlich, daß sie sich vorbereiten sollen auf die Kampfzeit, wo es darum geht, Mir die Treue zu beweisen oder um der Welt und ihrer Güter willen Mich zu verleugnen. Auch ihr werdet den Weg des Kreuzes gehen müssen, doch auch ihr könnet zu Überwindern des Todes werden, denn Meine Liebe wird euch stets hilfreich zur Seite stehen, sowie ihr nur bereit seid, für Mich zu zeugen. Doch immer wieder muß Ich euch darauf hinweisen, daß es ein Kampf sein wird, daß ihr nicht mühelos die Siegespalme euch aneignen dürfet - daß ihr aber fähig seid, den Kampf zu bestehen, und darum nur euch vorbereiten sollet, daß ihr in ständiger Verbindung bleiben sollet mit Mir und dann auch ständig Kraft beziehen werdet, auszuhalten bis zum Ende. Ihr, die ihr Mein Wort empfangen dürfet, ihr seid gesegnet, denn ihr nehmet ständig Kraft entgegen, und ihr könnet auch das Wort mit seiner Kraft weitergeben. Ihr werdet dann euch besonders einsetzen müssen, um auch den Schwachen zu Hilfe zu kommen, um sie aufzurichten und ihnen die Bedeutung eines Entscheides für oder wider Mich klarzumachen. Ihr werdet besonders für diese Kampfzeit ausgebildet, und ihr brauchet auch kein Versagen zu fürchten, weil ihr euch als Streiter für Mich angeboten habt und Ich Selbst an eurer Seite kämpfe. Aber ihr müsset rastlos tätig sein, Mich und Mein Wort auch zuvor zu vertreten, ihr müsset euch beweisen als Meine rechten Diener auf Erden, die immer nur den Auftrag ihres Herrn ausführen und Mich verkünden und auch das nahe Ende. Ihr müsset euch bereitwillig führen lassen und alles als Meine Führung erkennen. Und es wird eure Arbeit gesegnet sein und Frucht tragen in der kommenden Zeit des Kampfes. Ihr werdet selbst voller Kraft eures Amtes walten und Kraft austeilen in reichstem Maße allen, die euch anhören und Mir treu bleiben wollen. Amen. B.D. NR. 6235.

 

Buch 67 6250

Geistige Wende. Heraufziehen der Nacht.

4. und 5. Mai 1955. B.D. NR. 6250.

Einen geistigen Aufschwung auf dieser Erde könnet ihr Menschen nicht mehr erwarten, denn es sind alle Kräfte der Hölle losgelassen, die im Auftrag Meines Gegners wirken und wahrlich großen Einfluß haben auf die Menschen, weil diese selbst in einem Maße entgeistet sind, daß sie nicht erkennen, wer sie beherrscht. Eine geistige Wende auf dieser Erde kann nicht mehr stattfinden, doch einzelne können noch auf den rechten Weg geführt werden, einzelne werden noch die Wandlung an sich selbst vollziehen, und dieser einzelnen wegen wird noch alles getan, bevor das Ende da ist. Auffallend aber wird es sein, wie rapide die Menschheit fällt, wie sie stets mehr in die Finsternis versinkt und das Licht meidet - auffallend wird es sein, wie brutal gegen das Licht der Wahrheit angekämpft wird, wie der Unglaube hervortritt, wie die Sünde überhandnimmt, wie Gott-fern die Menschen leben, doch Meinem Gegner huldigen. Und darum kann es keinen Aufschub mehr geben, weil keine Aussicht mehr besteht, daß jemals eine Wandlung eintritt, wenn Ich nicht diese Wandlung Selbst vollziehe - doch in einer Weise, wie es die Menschheit nicht will - indem Ich allem ein Ende setze und einen neuen Anfang gebe. Die Spanne Zeit bis zum Ende ist überaus kurz, doch keiner weiß den Tag, und darum ist jeder lau in seinem Streben, und auch Meine Gläubigen wähnen ihn nicht so kurz bevorstehend, daß sie eifrig für ihre Seelen schafften. Ich aber sage euch immer wieder: Ihr steht kurz davor. Ich muß diesen Ruf immer wieder für euch ertönen lassen, Ich muß euch anspornen, überaus eifrig tätig zu sein, Ich muß auch Meine Diener zu stets eifrigerer Arbeit auffordern, weil diese wichtig ist und doch noch einzelnen Rettung sein kann vor dem Verderben, wenn das Ende kommt, das Ich ankündigte fort und fort. Es muß das Weltgeschehen zwar natürlich sich abwickeln, und das versetzt auch die Meinen in eine gewisse Ruhe, doch immer wieder sage Ich euch: Das Ende ist plötzlich da - unerwartet bricht der Tag an, der anders endet, wie üblich - dem eine Nacht folgt, die ewig währet, und das Tageslicht nur den wenigen wieder leuchten wird, die Mein sind und Mein bleiben trotz den schweren Anfeindungen und Nachstellungen Meines Gegners. Noch steht euch zwar die Zeit des Glaubenskampfes bevor, doch auch dieser währet nur kurze Zeit, weil er äußerst heftig geführt wird, so daß der Tag Meines Kommens zur Erde von den Menschen selbst beschleunigt wird. Sehr schnell werden die Ereignisse aufeinanderfolgen und doch wieder wirken auf die Menschen als ganz natürliche Erscheinungen, denen kein besonderer Wert beizumessen ist - weshalb sie diese Ereignisse nicht in Zusammenhang bringen wollen mit dem kurz bevorstehenden Ende. Darum werden auch die Meinen überrascht sein, denn Ich werde kommen wie ein Dieb in der Nacht - wenn niemand daran denkt, wenn das Angekündigte noch weit vor euch zu liegen scheint. Wenn ihr Menschen es doch glauben möchtet, daß ihr nur deshalb darauf hingewiesen werdet, damit ihr euch vorbereiten könnet. Schmerzlich wird eure Reue sein, denn ihr tut alle noch viel zuwenig für euer Seelenheil. Das Erdenleben ist euch nicht gegeben als Selbstzweck, und jeder Tag könnte in einer Weise ausgenützt werden, daß ihr eine unerhörte Lichtfülle euch erwerben könntet, die euch unvergleichliche Seligkeit schaffet im geistigen Reich - und einmal werdet ihr das erkennen und reuevoll der zuwenig genützten Erdenzeit gedenken. Es ist aber zur Zeit des Endes kein Glauben, kein Verständnis dafür zu finden, es ist ein geistiger Tiefstand, wie er schlimmer fast nicht mehr gedacht werden kann, denn ihr Menschen übersehet nicht das, was vor Meinen Augen offenliegt, ihr Menschen müsset glauben, was euch nicht bewiesen werden kann, und dazu gehört auch das bevorstehende Beenden dieser Erdperiode, das geistig eine große Bedeutung hat. Ihr müsset euch, wenn ihr nicht glauben wollet oder nicht glauben zu können vermeint, eines Lebens in uneigennütziger Liebe befleißigen, und ihr werdet es dann innerlich empfinden, daß ihr einer völlig anderen Zeitepoche entgegengehet. Und ihr werdet nicht verloren sein, denn aller derer erbarme Ich Mich, die nicht gänzlich Meinem Gegner hörig sind, und Ich verhelfe ihnen im jenseitigen Reich weiter zur Höhe, wenn ihr Erdenleben noch beendet wird vor dem letzten Gericht. Eine überaus dunkle Nacht zieht herauf, der Tag neigt sich bald dem Ende zu, aber noch ist Licht - noch könnet ihr das Licht des Tages ausnützen und in euch selbst ein Licht entzünden, das nicht mehr verlöschen wird. Und dann brauchet ihr die kommende Nacht nicht zu fürchten. Wehe euch aber, wenn ihr träge seid - wenn ihr glaubet, daß der Tag kein Ende nimmt. Wehe euch, wenn ihr in den Tag hineinlebet, ohne eurer Seele zu gedenken. Und ihr, die ihr den Tod nicht fürchtet, weil ihr glaubet, dann nicht mehr zu sein - Ich sage euch, daß ihr den Tod mit allen Schrecken erleben werdet und daß ihr diesen Schrecken nicht werdet entfliehen können - Ihr könnet dann nicht mehr euer Leben hinwerfen, denn ihr könnet nicht vergehen, ihr bleibt bestehen, auch wenn ihr im Zustand des Todes seid, ihr werdet Qualen empfinden müssen, denen ihr nicht entfliehen könnet. Denn der geistige Tod ist weit schlimmer als der Tod des Leibes, der für euch auch der Eingang sein kann zum Leben in Seligkeit. Höret auf Meinen Ruf aus der Höhe, lasset euch warnen und ermahnen. Lasset nicht diese Worte gleichgültig an euren Ohren verhallen, sondern stellet es euch lebendig vor, welche Not euch erwartet, wenn ihr Meinen Worten keinen Glauben schenket. Ihr werdet die Anzeichen des Endes ständig verfolgen können, doch alles wird sich so natürlich abspielen, daß ihr wohl glauben könntet, aber nicht glauben müsset. Vom Glauben daran aber hängt eure Seligkeit ab, denn nur der Gläubige bereitet sich vor, er gedenket Meiner und bleibt mit Mir in Verbindung, auch wenn das Werk der Auflösung beginnt. Denn es ist die Frist abgelaufen, und es erfüllet sich laut göttlicher Ordnung, was vorgesehen ist in Meinem Heilsplan von Ewigkeit. Die Erde wird umgestaltet und mit ihr alles Geschöpfliche, auf daß wieder alles Geistige der Form einverleibt wird, in die es seinem Reifezustand gemäß gehört. Es wird die göttliche Ordnung wiederhergestellt, weil anders eine Aufwärtsentwicklung des Geistigen nicht gewährleistet ist, jedoch Meine Liebe immer nur diese Aufwärtsentwicklung zum Ziel hat, die euch, Meine Geschöpfe, Mir wieder näherbringen soll. Amen. B.D. NR. 6250.

 

Buch 67 6254

Verbindung mit Gott sichert Seinen Schutz.

10. Mai 1955. B.D. NR. 6254.

Bleibet in ständiger Verbindung mit Mir, und ihr werdet ungefährdet aus allem Schweren hervorgehen, das noch über die Menschen kommen muß vor dem Ende. Es braucht kein Mensch diese Zeit zu fürchten, sofern er nur Mich Selbst gefunden hat und Mich nun nicht mehr loslässet, denn solange er an Meiner Hand geht, solange Ich neben ihm daherschreite, ist er gefeit gegen alles Ungemach. Und Meine Gegenwart ist ihm sicher, so er Mich nimmer aus seinen Gedanken auslässet, so er immer mit Mir Zwiesprache hält, so er sich selbst täglich Mir empfiehlt und Meine Nähe erbittet. Und so er in der Liebe lebt. Denn dann ist er innig mit Mir verbunden für Zeit und Ewigkeit. Euch allen verheiße Ich Meinen Schutz in den Tagen der kommenden Not, die ihr nur mit Mir verbunden sein wollet, die ihr Mich erkannt habt - die ihr an Mich glaubet. Denket darüber nach, daß Ich euch erschaffen habe, um euch zu Meinen Kindern zu gestalten. Denket darüber nach, daß Meine Vaterliebe nie aufhöret, dann wisset ihr auch, daß Ich euch nicht leiden lassen will, wenn es nicht für euch nötig ist. Die Notwendigkeit besteht aber, solange ihr Mich aus euren Gedanken ausschließet, solange ihr noch von Mir abgewendet andere Ziele verfolget als Mich. Dann muß Ich euch hart anfassen, daß ihr Meiner gedenket und euch Mir zuwendet, daß ihr in Mir den Vater erkennen lernet, Der euch hilft, so ihr euch von Ihm helfen lassen wollet. Dann kann euch wohl Leid und Not beschieden sein, bis ihr Meine Hilfe erbittet. Doch sowie ihr von selbst Mich suchet und Mich auch gefunden habt, könnet ihr ohne Sorge sein, daß euch noch Gefahren drohen, denn Meine Nähe schaltet solche aus. Doch einen lebendigen Glauben müsset ihr euer eigen nennen, denn Worte, die nur der Mund ausspricht, sichert euch nicht Meine Gegenwart; dagegen zieht Mich ein Gedanke des Herzens zu euch, und ihr befindet euch dann wahrlich in sicherem Schutz. Ihr müsset in eurem Erdenleben es erreichen, daß ihr Mich stets in eurer Nähe fühlet, ihr müsset beten zu Mir ohne Unterlaß, d.h. Mich bei allem euren Tun zu Rate ziehen. Ich muß in eurer Gedankenwelt der Erste und der Letzte sein, ihr dürfet nicht mehr leben ohne Mich, und desto näher werde Ich euch sein, weil ihr selbst Meine Gegenwart euch sichert durch euer Denken an Mich. Eine große Kraft liegt im Gedanken an Mich, die ihr jederzeit wirken lassen könnet, weshalb also nichts euch schmerzhaft berühren wird und keine Gefahr euch drohen kann, solange ihr Mir verbunden bleibt im Herzen. Diesen Trost gebe Ich euch für die kommende Zeit, die euch darum nicht schrecken soll, weil Ich Selbst über euch wache und euch ständig Meinen Schutz gewähre. Amen. B.D. NR. 6254.

 

Buch 67 6263

Mahnung zu eifriger Weinbergsarbeit.

22. Mai 1955. B.D. NR. 6263.

Unermüdlich tätig sollet ihr sein, denn die Zeit ist nur noch kurz, da ihr ungehindert wirken könnet für Mich und Mein Reich. Sowie aber die Zeit des Chaos beginnt, sowie der Glaubenskampf danach einsetzet, werdet ihr nur im geheimen eure Weinbergsarbeit verrichten können, denn die Welt hasset und verfolget euch - weil sie in eurem Glauben, in eurer Einstellung zu Mir, eurem Schöpfer und Vater, eurem Erlöser von Sünde und Tod, einen Hemmschuh sieht in ihrem Welttreiben. Und dann soll von euch schon viel Vorarbeit getan sein, dann soll Mein Wort schon vielen Menschen zugeführt worden sein, die selbst auch willig waren, es weiterzuleiten, und es wird für alle Empfänger eine große Kraftquelle bedeuten in der Zeit der Not, die ihnen nun bevorsteht. Es wird diese für euch alle eine Zeit der Erprobung sein, die ihr aber nicht zu fürchten brauchet, so es nur euer Wille, euer Verlangen ist, standzuhalten und Mich nicht zu verraten um irdischen Vorteils willen. Was die Welt euch bieten kann, davon würdet ihr nicht lange einen Gewinn haben, denn es bleibt euch nichts, wenn das Ende gekommen ist. Wohl aber bleibt euch ein großer Gewinn, wenn ihr Mir treu bleibet, denn eure geistigen Güter können euch nicht genommen werden, und eure Seele wird großen Reichtum besitzen, wenn der Körper vergeht. Darum lasset euch nicht blenden von den Gütern der Welt, die man euch zusichert, um euch zum Abfall von Mir zu bewegen. Und darum soll viel Vorarbeit noch geleistet werden, auf daß die Menschen in Kenntnis gesetzt werden, was sie erwartet und wie vergänglich die irdische Materie ist, der sie noch huldigen. Arbeiten werdet ihr zwar immer können für Mich, nur im Verborgenen wird es euch dann möglich sein, wenn der Kampf gegen den Glauben, gegen alles Geistige einsetzt. Dann müsset ihr klug sein wie die Schlangen und sanft wie die Tauben. Und ihr werdet auch dann noch Erfolg haben bei vielen, die durch die Not zu Mir finden und Kraft und Trost brauchen und diese suchen werden bei euch. Ich weiß um die Zeit, die vor euch liegt, Ich weiß darum auch, daß und wie ihr den Kampf bestehen werdet. Und darum richte Ich an euch die Forderung, der vielen zu gedenken, die noch schwach sind im Glauben, und ihnen beizustehen, daß auch sie die Stärkung dort suchen, wo ihr sie gefunden habt - bei Mir Selbst, Der Ich nun auch mit jedem einzelnen sein kann und ihn herausführen durch alle Gefahren - daß Ich ihnen ständig Kraft zuwenden kann, weil sie sich Mir verbinden und Mich gläubig darum bitten. Noch weite Kreise soll eure Tätigkeit ziehen, und Ich Selbst will euch dazu verhelfen, daß Mein Evangelium verbreitet wird. Ich will euch die Menschen zuführen, die ihr betreuen sollt in Meinem Auftrag, denen ihr die Wahrheit vermitteln sollet, das reine Evangelium, das Ich von oben euch zuführe, weil die Menschheit in großer geistiger Not ist. Mein Wort soll allen Hilfe bringen in dieser Not. Amen. B.D. NR. 6263.

 

Buch 67 6265

Glaubensstärke nötig im letzten Kampf.

25. Mai 1955. B.D. NR. 6265.

Ihr werdet oft noch Meine sichtliche Hilfe erfahren, auf daß euer Glaube stark werde und allen Widerständen gewachsen ist, die an euch herantreten werden in der letzten Zeit vor dem Ende. Ihr werdet oft so bedrängt werden, daß ihr ohne festen Glauben euch widerstandslos ergeben würdet. Doch euer Glaube an Meine Hilfe lässet euch mutig allem entgegensehen - ihr werdet nicht bangen und nicht zweifeln, denn ihr kennet Meinen Heilsplan von Ewigkeit, und ihr wisset sonach auch, daß alles so kommen muß, wie Ich es vorgesehen habe, und daß nichts geschieht ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung. Ihr wisset darum auch, daß ihr euch in Meinem Schutz befindet, daß euch nichts geschehen kann, solange ihr Mir vertrauet - und ihr vertrauet Mir, weil ihr fest und unerschütterlich glaubet. Darum soll euer Glaube noch gefestigt werden, was durch oft sichtbare Hilfe Meinerseits auch geschehen wird. Denn ihr, die ihr Mir willensmäßig ergeben seid, ihr gehöret dem Heer Meiner Streiter an, das Ich Mir ausbilde für den letzten Kampf auf dieser Erde. Und Meine Streiter werden mutig kämpfen für Mich und Mein Reich. Sie werden die Kraft schöpfen aus Mir, sie werden Meinen Namen gläubig aussprechen und gefeit sein gegen alle Angriffe von seiten Meines Gegners. Und weil Ich euch brauche, lasse Ich es auch zu, daß euch Leid widerfahre, und dessen sollet ihr immer gedenken, so sich die Welt wider euch erhebet. Denn sie wird dies tun, weil euer Licht zu hell leuchtet, weil es aufdeckt, was Mein Gegner lieber verborgen hält - weil er fürchtet, entlarvt zu werden und er darum die ihm Hörigen anstiftet, gegen euch selbst mit aller Härte vorzugehen. Er versucht alles, um sich auf den Thron zu erheben, und er schreckt daher auch nicht davor zurück, Mir Selbst den Kampf anzusagen - also jeglichen Glauben an Mich und Mein Erlösungswerk auszurotten. Doch es gelingt ihm nicht, weil Ich in euch ein Streitheer habe, das Widerstand leistet, das sich nicht bezwingen lässet und das durch den Glauben über Mut und Stärke verfügt, gegen die der Feind vergeblich kämpft. Niemals werdet ihr daher Meine Hilfe vergeblich erbitten, immer werde Ich bereit sein, euch beizustehen in jeglicher Not - darum wendet euch nur immer vertrauensvoll an Mich, was es auch sei. Ich will euch helfen, um euren Glauben zu festigen, daß er durch nichts mehr erschüttert werden kann. Die Welt wird euch zusetzen in schamloser Weise, denn sie schrecket nicht zurück vor falschen Verdächtigungen, und das Treiben Meines Gegners wird offenbar werden. Doch alles dieses soll euch nur die Wahrheit Meines Wortes beweisen, alles dieses soll euch beweisen, wie nahe das Ende ist, weil alles so kommt, wie Ich es euch vorausgesagt habe, daß die Pforten der Hölle sich öffnen und bedrängt werden von teuflischen Kräften alle, die guten Willens sind und Mir angehören. Ich aber stehe schützend neben euch, und das Schild des Glaubens deckt euch allen feindlichen Angriffen gegenüber - bis der Tag kommen wird, wo Ich mit Meiner Macht und Herrlichkeit hervortrete - wo Ich euch erretten werde und den in Ketten lege, der Mein Gegner ist und der Mich stürzen will und den Ich besiege und binden werde auf lange Zeit. Amen. B.D. NR. 6265.

 

Buch 67 6267

Anfang und Ende der Erlösungsperiode weit liegend.

27. Mai 1955. B.D. NR. 6267.

In langen Abständen vollziehen sich die einzelnen Erlösungsperioden, so daß der Beginn einer solchen am Ende kaum mehr erwiesen ist, weil dies auch nötig ist für die Menschen, daß sie in ihrem Glauben frei bleiben. Denn ein sicher zu erwartendes Ende würde bestimmend sein auf den Willen der Menschen. Dennoch ist das Wissen um das Ende der vorigen Periode nicht verlorengegangen, so daß ein jeder es annehmen kann, wenn er es will. Und es wird niemand den Beweis erbringen können, daß es jene Beendigung der vergangenen Epoche nicht gegeben hat. Darum bleibt auch das bevorstehende Ende dieser Erde eine Glaubenssache, und darum ist auch die geistige Not so übergroß, weil das Ende bevorsteht und die Menschen sowenig damit rechnen und sich vorbereiten. Und es ist wie zur Zeit vor einem jeden Abschluß - es erstehen Propheten und Seher, die, getrieben durch ihren Geist, hinwiesen auf das Kommende - aber, wie stets, keinen Glauben finden, weil den Menschen alles Geistige unendlich fernliegt und ihr irdisches Sinnen und Trachten kein Ende der Erde zulässet, weil sie es einfach nicht glauben wollen und es ihnen auch nicht bewiesen werden kann und darf. Niemand weiß Tag und Stunde genau, doch viele wissen, daß sie nicht mehr ferne sind. Auch diese glauben es nur und sind doch innerlich fest davon überzeugt, weil ihr geistiges Wissen, der Grad ihrer Erkenntnis, auch im Heilsplan Gottes zu lesen vermag und sie Ursache und Wirkung verfolgen können und darum auch wissen, daß das Ende unausbleiblich ist, weil es nicht allein um die Menschen dieser Erde geht, sondern um die Aufwärtsentwicklung alles dessen, was in den Schöpfungswerken gebunden ist. Der wissende, in der Erkenntnis stehende Mensch verfolgt alles mit anderen Augen, und er stellt nur fest, daß sich alles dem göttlichen Gesetz nach abspielt. Doch er kann sein Wissen nicht übertragen auf Menschen, deren Erkenntnisgrad ein so niedriger ist, daß sie noch blind sind im Geist - die nur glauben, was sie sehen und beweisen können und keinen Sinn für das Geistige haben. Er kann sein Denken und Wissen nicht übertragen auf die Mitmenschen, aber er kann mahnen und warnen, weil er voller Überzeugung hinweisen kann auf das bevorstehende Ende, wie es jedoch zu erwarten ist. Der Abschluß einer Erlösungsperiode ist etwas so Gewaltiges und von den Menschen noch nicht Erlebtes, daß es schwer ist, es für möglich zu halten, und darum auch für die Menschen unglaubwürdig erscheint. Und ob noch so deutliche Anzeichen zuvor gegeben werden, es wird auch dieser nicht geachtet von seiten der glaubenslosen Menschheit. Aber desto größer wird das Entsetzen sein, wenn sich erfüllet, was Seher und Propheten ankündigten lange zuvor. Und doch kann nichts getan werden, die Menschen darauf vorzubereiten, als daß ihnen ständig Kenntnis gegeben werde von dem Wort Gottes, Der es darum nur zur Erde leitet, um Glauben zu finden, weil den Menschen nicht mehr geglaubt wird. Darum spricht Gott die Menschen an, doch auch so, daß sie nicht gezwungen sind zum Glauben, aber glauben können, wenn sie dazu gewillt sind. Und es ist dies die letzte Möglichkeit, den Menschen ein Wissen nahezubringen, das sie bestimmen könnte, sich zu wandeln und allein noch den Weg zur Höhe zu suchen - ein Wissen, das ihnen rechte Erklärung schenken würde und ihnen somit Hilfe wäre und Rettung bedeutete vor dem Untergang. Doch auch Gottes Wort wird nicht erkannt und daher nicht angenommen. Und es geht die Menschheit dem Verderben entgegen, sie strebt fortgesetzt nur die Materie an, und die Materie wird ihr Aufenthalt werden, wenn das Ende gekommen ist, wenn eine neue Erlösungsepoche beginnt, wie es vorgesehen ist seit Ewigkeit im göttlichen Heilsplan, auf daß alles zur Seligkeit gelange, was noch in Unseligkeit verharrt. Amen. B.D. NR. 6267.

 

Buch 67 6271

Stille vor dem Sturm. Gerüstete Streiter.

31. Mai 1955. B.D. NR. 6271.

Haltet euch bereit, so daß Ich ein Heer gerüsteter Streiter finde, wenn Ich euch in den Kampf führen werde. Lasset euch nicht täuschen, wenn es scheinbar ruhig ist um euch, wenn das Weltgeschehen sich zu glätten scheint, und werdet dadurch nicht selbst lau in eurem geistigen Streben. Glaubet nicht, daß sich Mein Eingreifen verzögert, daß noch ein langer Aufschub dessen erfolgt, was Ich euch ankündigte stets und ständig. Es ist die Stille vor dem Sturm, es ist die Zeit, da alle Menschen sich noch besinnen können auf sich selbst, da sie selbst auch in die Stille gehen sollten und nicht allein den Freuden der Welt huldigen und gedankenlos in den Tag hineinleben. Es ist noch eine Gnadenzeit, die Ich allen Menschen gewähre, auf daß sie nicht sagen können, in ständiger Sorge und Unruhe des Leibes keine Möglichkeit gefunden zu haben für die Sorge um das geistige Wohl. Doch Meine Getreuen sollten sich nicht täuschen lassen und die Zeit der Ruhe betrachten als die Stille vor dem Sturm. Denn sie ist nur von kurzer Dauer, und plötzlich wird sich alles ändern, und es wird für viele Menschen dann zu spät sein, weil sie die kurze Gnadenzeit nicht genützt haben, um sich Kraft zu sammeln für die kommende Zeit. Die Meinen aber sollen sich rüsten, denn der Kampf wird hart sein, der um Meines Namens willen geführt wird. Und es wird auch viel Kraft benötigt werden, um den sonstigen Anforderungen gerecht werden zu können. Auch darum sollet ihr Kraft aufspeichern, was ihr nur könnet durch immerwährende Verbindung mit dem geistigen Reich, durch ständige Arbeit an eurer Seele, durch Abwenden eurer Gedanken von der Welt und immer tieferes Eindringen in geistige Sphären, deren Bewohner euch stets zu Diensten sind in Meinem Auftrag. Jeder Gedanke, den ihr geistig richtet, wird gesegnet sein, und wie die irdische Welt unausgesetzt sich betätigt und irdische Interessen verfolgt, so auch wird die geistige Welt wirken und das Reich aufbauen helfen, das nicht von dieser Welt ist. Euch Menschen wird es nicht so offensichtlich sein, die Meinen aber werden von der Kraft erfüllt sein, sowie ihre Gedanken Mir gelten und ihrer geistigen Tätigkeit. Und darum werden auch die Meinen erkenntlich geführt werden, auf daß sie nicht erlahmen in ihrem Streben, auf daß sie nicht die Verbindung mit Mir unterbrechen, auf daß die Welt sie nicht gefangennimmt, wenn sie schwach zu werden drohen - denn Mein Gegner ist überaus eifrig am Werk, weil er glaubt, daß die Zeit günstig ist für ihn. Und sie ist es auch, denn der Welthunger der Menschen ist groß - und ihn stillt Mein Gegner in offensichtlicher Weise. Was immer er zu bieten vermag, das wendet er den Menschen zu, und sie erkennen nicht, welche Gefahr irdisches Wohlleben und irdische Genüsse für ihr Seelenheil sind. Ebenso eifrig sind aber auch die Kräfte des Lichtes am Wirken, nur finden sie bei vielen Menschen keinen Zutritt, wo Mein Gegner schon Einlaß gefunden hat. Das vermehrte Wirken der Lichtwelt aber werden die Meinen spüren und selig sein, wenn die Zeit kommet, da Ich sie brauche. Und Ich werde dann sorgen, daß diese Meine Schar nicht geringer werde, Ich will immer ihr gegenwärtig sein, daß ihre Liebe und Treue zu Mir ständig wachse, daß sie Opfer zu bringen bereit sind und daß sie alles tun, um Mir zu dienen und in Meinem Willen zu leben - daß sie furchtlos in den Kampf ziehen, wenn es gilt, den Sieg zu erringen über den Gegner, so die Zeit gekommen ist. Amen. B.D. NR. 6271.

 

Buch 67 6276

Erlösung Luzifers. Heimkehr des verlorenen Sohnes.

5. Juni 1955. B.D. NR 6276.

Welten werden noch erstehen und wieder vergehen, immer wieder wird Mein Schöpferwille tätig werden, immer neue Formen werde Ich schaffen, die das zu Mir emporstrebende Geistige bergen sollen - und immer wieder werde Ich sie auflösen, um das Geistige darin zu erlösen. Ein Werden und Vergehen wird sein noch Ewigkeiten hindurch, bis Ich Mein Werk als vollendet betrachten kann, bis alles Geistige zu Mir zurückgekehrt ist und Ich auch Meinen Gegner gewonnen habe für Mich, wenn er bar jeder Kraft sich freiwillig Mir zuwendet, Der Ich sein Gott und Vater bin. Und er wird von Mir Liebe erbitten und sie empfangen im Übermaß. Bis aber dies eintritt, vergehen noch Ewigkeiten, denn solange es noch unerlöstes Geistiges gibt, wird es auch Schöpfungen geben - und solange es also Schöpfungen gibt, ist die Erlösung des Gefallenen noch nicht bewerkstelligt. Und so lange bleibt auch der Mein Gegner und Feind, der selbst gefallen ist und den Fall unzähliger Wesen verschuldet hat - dessen Liebe zu Mir geschwunden ist, als er sich des Übermaßes von Kraft bewußt wurde, die ihn durchströmte, und als deren Quell er Mich anerkennen sollte und sich dagegen wehrte. Und darum muß er das Gefühl seiner Kraft erst verlieren, bevor er sich als selbst geschwächtes Wesen Mir wieder ergibt und Mich dann auch wieder lieben wird wie im Anbeginn. Er kann nicht zuvor seine Gefühle zu Mir wandeln, er kann seinen Widerstand zuvor nicht aufgeben, weil er sich noch im Besitz von Kraft wähnt, solange es noch unerlöstes Geistiges gibt, das ihm gehört. Denn dieses Kraftbewußtsein war die Ursache seines Falles in die Tiefe. Ihr Menschen wisset nicht, was er Mir war und was er Mir noch ist. Ihr wisset es nicht, daß er ungewollt mitarbeitet an der Vergöttlichung der von Mir erschaffenen Wesen, es aber in seiner Verblendung und in seinem Haß gegen Mich nicht merkt, daß Ich auch ihn zu einem Werkzeug Meines Planes gemacht habe, der aber nicht in seinem Willen liegt - daß Ich das aber nur konnte, weil Ich um seinen abgrundtiefen Haß wußte - ihn aber für Meine Zwecke niemals genützt hätte, wenn nur die geringste Aussicht bestanden hätte auf eine vorzeitige Rückkehr, auf den Wandel seines Willens und seiner Empfindung gegen Mich. Nur seinen freien Willen habe Ich Mir dienstbar gemacht - um den Ich aber weiß seit Ewigkeit. Die Möglichkeit einer Willenswandlung hätte Ich wahrlich mit allen Mitteln unterstützt - eben weil er das erstgeschaffene Wesen war, dem Meine ganze Liebe gehörte und das Ich gewißlich auch hätte erretten wollen aus der Tiefe. Doch sein Widerstand ist ungebrochen und wird es noch Ewigkeiten bleiben. Und auf diesen Mir wohlbekannten Widerstand baute Ich Meinen Plan der Vergöttlichung des Geschaffenen auf und konnte das deshalb tun, weil Ich es ersah, daß eine Wandlung seines Willens völlig ausgeschlossen ist. Daß aber dennoch Meine ungeteilte Liebe auch diesem erstgeschaffenen Wesen .... nun Mein Gegner .... gilt, geht daraus hervor, daß Ich seinen Willen respektiere, daß Ich ihm volle Freiheit lasse in seinem Wirken gegen Mich, solange dies in dem ihm zugebilligten Maße geschieht. Überschreitet er aber die Grenzen seiner Machtbefugnis, so binde Ich ihn, was immer am Ende einer Erlösungsperiode geschehen wird, daß Ich ihn erneut in Fesseln schlage, auf daß das Freiwillig-Mir-Zustrebende nicht gefährdet ist - um ihn aber stets wieder daraus zu befreien, wenn er Mir wieder dienen soll, wenn auch unbewußt, daß das Geistige zur letzten Reife gelangt. Denn wahrlich sage Ich euch: Himmel und Erde dienen Mir in Meinem Plan von Ewigkeit, und auf daß Mein Gegner nicht das Übergewicht behielt, das er anfangs über die Schar der gefallenen Geister hatte, sandte Ich Meinen Sohn zur Erde - Der nun im gerechten Kampf wider Meinen Gegner siegte - Der die Macht dessen brach, so daß seinem Willen sich nun der Wille des Wesens widersetzen konnte unter Inanspruchnahme der Gnaden des Erlösungswerkes. Durch den Kreuzestod Jesu nahm die Kraft des Gegners ungemein ab, er wurde besiegt - aber er bäumte sich nun desto heftiger auf, weil das Licht der Erkenntnis ihn verlassen hatte, weil der Sturz in die Tiefe auch Finsternis seines Geistes bedeutete und er darum immer nur blindlings wütet, vom Haß getrieben - ohne zu erkennen, wohin sein Haß führt - daß immer wieder ihm das nochgehörende Geistige entwunden und in den Schöpfungen gebannt wird und er dadurch stets mehr an seiner Kraft verliert, denn das Gefallene allein ist sein Kraftbestand - und die Erlösung des Gefallenen bedeutet ständige Abnahme seiner Kraft. Und daß diese Erlösung möglich ist, dafür starb Ich Selbst am Kreuz - Meine Liebe machte diese Erlösung möglich, und Meine Liebe ruhet nicht eher, bis alles von Mir Abgefallene wieder in Meinem Besitz ist - bis es freiwillig zu Mir zurückgefunden hat und nun auch Mein Gegner, seiner Kraft beraubt, sich Mir ergeben wird - bis auch er nach Erlösung verlangt, die Meine endlose Liebe ihm nicht verwehrt - bis der verlorene Sohn heimgekehrt ist in sein Vaterhaus, zu Mir, von Dem er einst seinen Ausgang nahm. Amen. B.D. NR. 6276.

 

Buch 67 6282

Erdumgestaltung. Eruptionen.

11. Juni 1955. B.D. NR. 6282.

Der Kern der Erde bleibt unberührt, wenn die Auflösung der Schöpfungen vor sich gehen wird. Es bleibt die Erde als Gestirn bestehen, nur wird sie in ihrer Außenform so total umgestaltet, daß man wohl von einer neuen Erde sprechen kann, aber nicht von einem Vergehen der Erde. Bis in die tiefsten Tiefen wird zwar die Wandlung sich erstrecken, weil viel Geistiges frei werden und in neuer Verformung seinen Entwicklungsgang fortsetzen soll. Und es wird daher eine gewaltige Erschütterung das Gebundene lösen, es wird die Materie in großem Ausmaß aufgelöst und wieder verdichtet werden. Es wird ein Akt stattfinden, für den menschliches Denken keinen Vergleich findet, wenngleich menschliches Denken in seiner Unzulänglichkeit den direkten Anlaß dazu gibt. Doch die Auswirkung dessen, was Menschen unternehmen, ahnen sie nicht, ansonsten sie davor zurückschrecken würden, zu experimentieren, wo ihnen das letzte Wissen mangelt. Doch was auch die Menschen tun im freien Willen, es ist der Erlösungsplan für das Geistige diesem freien Willen angepaßt, es werden die Auswirkungen dem göttlichen Heilsplan entsprechen, es wird - was auch geschieht - dem Freiwerden des in der Materie Gebundenen dienen, es wird eine Erlösungsepoche ihren Abschluß finden, und eine neue wird wieder beginnen. Alles frei gewordene Geistige bezieht eine neue Außenform, weil völlig neue Schöpfungen entstehen, und es wird die göttliche Ordnung wiederhergestellt, die am Ende einer Erlösungsperiode gänzlich umgestoßen worden ist. Denn die Erde muß weiter ihre Aufgabe erfüllen: Bildungsstation für das noch unreife Geistige zu sein, und darum kann sie nicht restlos vergehen, bevor sie diese Aufgabe erfüllt hat. Doch in ihrer alten Form erfüllt sie ihren Zweck nicht mehr, eben weil alles aus der Ordnung getreten ist, weil die Menschen kraft ihres Willens das tun, was der Gegner Gottes von ihnen verlangt - weil sie Schöpfungen zerstören oder sie nützen zu völlig gott-widrigem Tun und dadurch die Entwicklung des darin gebundenen Geistigen verhindern - was im Sinne des Gegners liegt, der selbst keinen Einfluß hat auf göttliche Schöpfungen und darum seinen Einfluß ausübt auf die Menschen, die ihm hörig sind. Und so treibt der Gegner Gottes die Menschen auch an zu dem letzten Zerstörungswerk, ohne zu bedenken, daß er gerade das Gegenteil erreicht von dem, was er erreichen will - daß die neuen Schöpfungen alles wiederaufnehmen, was unter seinem Einfluß stand, daß er dadurch nur stets mehr Anhang verliert und daß dem Geistigen neue Möglichkeiten geschaffen werden zum Ausreifen, um endlich einmal ganz frei zu werden von gegnerischer Gewalt. Das Beenden dieser Erlösungsepoche ist vorgesehen seit Ewigkeit, doch der Mensch macht sich keinen Begriff davon, wie es vor sich gehen wird, wenngleich er sich nur eine Eruption in größtem Ausmaß vorzustellen brauchte, die sehr wohl möglich ist, da immer wieder solche Eruptionen eintreten, was von den Menschen nicht geleugnet werden kann. Das Erdinnere revoltiert durch den Menschen unbekannte Einflüsse, am Ende aber geben die Menschen selbst den Anlaß dazu, ohne sich über die Auswirkung ihres Tuns klar zu sein. Der Gegner Gottes treibt sie dazu an, und also ist es sein Wille und der Wille der ihm hörigen Menschen, der in den göttlichen Heilsplan einbezogen wurde. Und es dienet sonach auch die Hölle und deren Anhang dem Schöpfer des Himmels und der Erde - es betätigt sich die finstere Welt ungewollt an der Erlösung des Geistigen, und auch der Widerstand gegen Gott trägt letzten Endes dazu bei, daß dem Geistigen immer wieder der Weg frei gemacht wird nach oben - bis das Werk der Erlösung des Geistigen einmal vollendet ist. Amen. B.D. NR. 6282.

 

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