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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 64

B.D. NR. 5859 - B.D. NR. 5962
22.1.1954-20.5.1954
5860 5861 5870 5879 5883  5938 5939 5953

 

Buch 64 5860

Überhandnehmen der Sünde. Glaubenskampf. Ende.

23. Januar 1954. B.D. NR. 5860.

Wenn die Sünde überhandnimmt, wenn kein Glaube mehr unter den Menschen ist an die Gerechtigkeit Gottes, wenn sich die Menschen verantwortungslos ausleben und ihren Trieben freien Lauf lassen, wenn keinerlei Liebe mehr unter den Menschen ist, wenn alles Begehren nur der Welt und ihren Gütern gilt, dann ist das Ende gekommen, und es erfüllt sich die Schrift, es erfüllen sich die Weissagungen der Propheten, die im Auftrag Gottes das Ende ankündigten zu jeder Zeit. Und so ihr Menschen um euch blicket, so ihr offenen Auges alles beachtet, was geschieht auf Erden, dann erkennet ihr, die ihr guten Willens seid, in welcher Stunde ihr lebet. Ihr erkennet,daß alles Zeichen sind des nahen Endes, daß die Menschheit selbst das Ende herbeizieht, weil sie in der Sünde lebt und weil sie ihres Gottes nicht mehr achtet. Noch gibt es Menschen, die nicht völlig verdorben sind, die dem Gegner Gottes noch nicht ganz gehören, die aber auch keinen Glauben haben und darum gedankenlos dahinleben - doch je näher es dem Ende ist, werden auch diese Menschen stets weniger werden. Sie werden teils absinken und in die Gewalt des Gegners von Gott geraten und teils abgerufen werden aus diesem Leben ins jenseitige Reich. Und die lasterhaften und satanischen Menschen werden sich mehren, und nur eine kleine Anzahl wird Gott treu bleiben und so wandeln auf Erden, wie es Sein Wille ist. Und diese werden viel zu leiden haben unter den ersteren, denn sie werden gehaßt und verfolgt werden um ihres Glaubens willen. Und sowie offen vorgegangen wird gegen alle, die sich zu Gott, zu Jesus Christus, bekennen, steht ihr Menschen kurz vor dem Ende. Es ist auch dies euch Menschen angekündigt worden lange Zeit zuvor, daß ihr euch werdet verantworten müssen und vor die Richter geführt werdet um des Namens Jesu willen. Und sowie jegliches geistige Streben angefeindet wird, sowie die Diener Gottes auf Erden gehindert werden an ihrer Arbeit für das Reich Gottes, sowie sie verhöhnt und verlacht werden ihres Glaubens wegen, ist auch schon die Zeit gekommen, wo die satanischen Kräfte wirken, die am Ende wüten werden gegen alles zu Gott-Hinweisende. Und alles Schwache, noch nicht gänzlich Böse wird abgerufen werden von der Erde, auf daß es nicht völlig in die Hände des Gegners Gottes falle, wenn die letzten Tage hereinbrechen werden, wo solcher Art vorgegangen wird gegen die Gläubigen, daß nur die Glaubensstarken, Gott-vollvertrauenden Menschen standhalten, weil ihnen ihr Glaube Kraft gibt und weil Gott ihnen offensichtlich beistehen kann ihres Glaubens wegen. Und dann wird das Wirken des Satans offenbar werden, denn er wird sich verkörpern in allen Menschen, die sein sind durch ihre Gesinnung. Und jeder von diesen wird Werke verrichten, die nach Vergeltung schreien. Und die Vergeltung wird kommen - der Tag wird kommen, wo dem Treiben ein Ende gesetzt ist, wo die Gerechtigkeit Gottes hervortritt und eines jeden Menschen Werke offenbar werden. Der Tag des Gerichtes wird kommen, wie es geschrieben steht - wo jeder den Lohn empfängt, den er verdient - wo Gottes Wort sich erfüllt, weil es die ewige Wahrheit ist. Amen. B.D. NR. 5860.

 

Buch 64 5861

Falsche Christi und falsche Propheten.

24. Januar 1954. B.D. NR. 5861.

Und Ich sage euch immer wieder: Die Zeichen und Wunder werden sich mehren, sowohl von seiten Meines Gegners als auch Meiner Diener auf Erden, denn es werden viele falsche Christi und Propheten erstehen, um zu entkräften im Auftrag des Fürsten der Finsternis, was von Meinen rechten Dienern gelehrt wird - um deren Wunder und Weissagungen zweifelhaft erscheinen zu lassen und die Menschen in immer tiefere Finsternis zu stürzen. Doch die Wunder der falschen Propheten werden nur darin bestehen, irdische Macht und Reichtum zu vermehren, es werden keine Werke der Liebe sein, die sie vollbringen, doch Werke werden erstehen, die mit überirdischer Kraft geleistet vorgegeben werden, jedoch nur als Anhäufung materieller Güter bezeichnet werden können, also auch den verraten, der Herr der Materie ist. Echte Wunder aber sind Werke der Barmherzigkeit an der leidenden und geschwächten Menschheit - echte Wunder sind offensichtliche Kraftwirkungen von oben - und echte Wunder werden nur von denen gewirkt werden können, die als rechte Verkünder Meines Wortes auf Erden tätig sind, die Mich und Meinen Namen bekennen vor der Welt und den Glauben an Mich zu erwecken und zu beleben suchen. Denn das sind auch die echten Propheten, die in Meinem Willen den Menschen künden, was ihnen bevorsteht, und die Ich darum ausersehen habe, das verkündete Wort auch mit Beweisen der Glaubenskraft zu verbinden, auf daß die Menschen erkennen, durch welche Kraft und in welchem Geist diese Meine Vertreter wirken. Denn es werden am Ende viele falsche Propheten auftreten und durch Wundertaten die Menschen zu verwirren suchen. Denn Mein Gegner wird mit den gleichen Mitteln arbeiten, und es wird ihm auch leichter gelingen, die Menschen zu blenden, weil er ihnen keinen Untergang ankündigt, sondern nur immer irdisches Wohlleben und irdischen Aufstieg verspricht und weil seine Wunder darin bestehen, diesen irdischen Aufstieg herauszustellen, weil seine Wunder die Menschen betörende materielle Fortschritte sind und weil seine Prophezeiung eine Zukunft in Reichtum, Ehren und irdischen Erfolgen ist, eine Welt des Aufbaues und irdischer Vollkommenheit, und jeder solchen Prophezeiung wird Beachtung geschenkt und die Menschheit dadurch stets mehr von dem Echten und Wahren abgelenkt, das Meine Vertreter auf Erden ihnen ankündigen - daß die Menschen vor dem Ende stehen, daß alle materiellen Güter sie nicht retten können vor dem Untergang, dem sie sicher entgegengehen, so sie nicht Meinen Worten glauben, sondern denen, die der Fürst der Finsternis beeinflußt - denen, die wohl auch Wunder wirken durch seine Kraft - die mächtig sind auf Erden, weil sie sich ihm ausgeliefert haben, deren Werke aber immer zu erkennen sind. Denn Liebe spricht nicht aus ihnen, Hilfe für notleidende Mitmenschen ist nicht darin zu erkennen, und ob sie sich gleich Meiner Worte bedienen, ob Mein Name auch vorgeschoben wird, um als echte Propheten zu gelten. Wo Liebe nicht waltet, dort ist nicht Mein Geist, und dort werden weder Wunder geschehen, noch echte prophetische Worte gesprochen werden, doch deutlich das Wirken dessen zu erkennen sein, der Mein Gegner ist und in der letzten Zeit alles versuchen wird, Meine kleine Herde zu zerstreuen und für sich selbst zu gewinnen. Die Zeit des Endes ist gekommen, darum achtet alles dessen, was Ich euch sage, auf daß ihr unterscheiden lernet das Echte vom Falschen, das Licht von Blendwerk, die Wahrheit von der Lüge - auf daß ihr nicht dem in die Hände fallet, der euch verderben will. Amen. B.D. NR. 5861.

 

Buch 64 5870

Verheißung des Erhaltens von Leib und Seele in Notzeit.

6. Februar 1954. B.D. NR. 5870.

Und es wird euch gegeben werden für Körper und Seele, was ihr benötigt, denn Meine Liebe wachet immer über euch und lässet euch nicht darben. Denn es wird über euch kommen eine Zeit der Trübsal und irdischer Not, wenn euch um Meines Namens willen alles entzogen wird, wenn euch alles versagt wird, was ihr zum Leben benötigt, und euch auch geistig Zwang auferlegt wird, auf daß ihr euren Glauben verleugnen sollet, dann sorget euch nicht, denn Ich sorge für euch. Ich werde euch erhalten und eurem Körper zuführen, was er benötigt, wie Ich aber auch geistig euch die Kraft vermittle, Mir treu bleiben zu können. Wer an Mich glaubt, an Meine Liebe und Meine Macht, der braucht wahrlich nicht zu bangen, daß er Mangel leidet an Körper und Seele, denn Ich habe euch verheißen, daß Ich Selbst Mich eurer annehme, mit den Worten: Sorget nicht, was ihr essen und trinken werdet und womit ihr euch bekleidet, sondern suchet zuerst das Reich Gottes - alles andere wird euch zufallen. Und dieser Verheißung gedenket, wenn ihr in irdische Not geratet, und übergebet euch Mir vollvertrauend, Der Ich stehe zu Meinem Wort. Das satanische Einwirken Meines Gegners wird in einer Weise offenbar werden, daß die Menschen vor nichts zurückschrecken, die ihm hörig sind, daß sie zu allem fähig sind, um den Glauben an Mich zu zerstören, daß sie unerbittlich vorgehen gegen Meine Anhänger und bedenkenlos sie dem Tode ausliefern würden, wenn Ich nicht mit Meiner Macht und Kraft bei den Meinen wäre. Und es wird offensichtlich sein, daß die Meinen von oben gespeist werden, denn sie werden leben, weil sie von Mir empfangen, was sie benötigen für Körper und Seele. Und ob ihr Menschen dies auch bezweifelt, ob ihr ungläubig diese Meine Worte anhöret - Der die ganze Welt erschaffen hat, Dem ist es wahrlich auch möglich, die Menschen zu erhalten, die an Mich glauben, die zu Mir halten auch in größter irdischer Not. Und Ich werde sie erretten aus der Hand ihrer Peiniger, Ich werde kommen, sie zu holen, wenn das Wirken des Satans seinen Höhepunkt erreicht hat, daß Ich ihm Fesseln anlege, um ihn unschädlich zu machen. Und dann wird alle Not ein Ende haben. Dann werde Ich den Glauben der Meinen lohnen, dann werde Ich Selbst unter ihnen weilen, und sie werden ewig selig sein. Amen. B.D. NR. 5870.

 

Buch 64 5879

Toben der Naturgewalten.

17. Februar 1954. B.D. NR. 5879.

Ihr werdet Meine Stimme vernehmen laut und gewaltig, und alle, die ihr Meinem leisen Ruf nicht Folge leisten wolltet, ihr werdet erschrecken, so sie euch laut ertönet, so ihr durch das Toben der Naturgewalten erinnert werdet an Mich, Dem ihr euch stets widersetzt habt und Den ihr doch anerkennen müsset angesichts der Äußerung der Naturelemente. Ihr wollet zwar keinen Zusammenhang gelten lassen von diesem und eurem Tun und Lassen in der Welt. Doch nur letzteres veranlaßt Mich dazu, Mich offensichtlich zu äußern, denn euer Tun und Lassen beweiset, daß ihr Mich nicht anerkennet als euren Gott und Schöpfer, vor Dem ihr euch dereinst verantworten müsset. Ihr glaubet nicht daran und lebet darum euer Erdenleben nicht nach Meinem Willen. Und darum lasse Ich Meine Stimme ertönen, auf daß ihr euch Meiner besinnet und euch wandelt, auf daß ihr Mich erkennet und euch Meinen Willen zum Eigenen werden lasset. Ich rede euch an, vorerst leise und voller Liebe euch zur Umkehr ermahnend - um dann immer lauter Meine Stimme zu erheben, bis sie euch in Angst und Schrecken versetzen wird, weil ihr nun um euer Leben fürchtet. Und viele werden ihr irdisches Leben verlieren, doch so sie noch in letzter Stunde zu Mir gefunden haben, ist der Leibestod für sie kein Verlust - er ist nur eine Gnade, denn sie waren in der Gefahr, gänzlich abzusinken, und darum rufe Ich sie ab im Moment des Erkennens Meiner Selbst, in einem Moment des Erwachens des Glaubens, der ihnen dann den Eingang in das jenseitige Reich erleichtert und der Beginn des Weges zur Höhe für die Seele ist. Ich will Mich durch das Toben in der Natur deutlich zu erkennen geben. Wo Menschenwille am Werk ist, dort ist der Glaube an Mich selten nur zu erwarten, wo aber die Menschen hoffnungslos den Elementen der Natur ausgesetzt sind, da gedenken sie eher ihres Schöpfers und rufen Ihn an. Und dort ist noch Hoffnung, daß Seelen errettet werden aus der Finsternis des Unglaubens, daß sie Mich anerkennen und sich von Mir nun lenken lassen auf Erden oder auch im jenseitigen Reich. Was irdische Geschehen nicht zustande bringen, das kann noch eine Naturkatastrophe im großen Ausmaß erreichen - daß des Gottes und Schöpfers von Ewigkeit gedacht wird und daß die Verbindung zu Ihm im Herzen des Menschen hergestellt wird durch innigen Anruf um Rettung aus größter Not. Und was scheinbar ein unübersehbares Zerstörungswerk ist, kann eine Rettungsaktion für viele Seelen bedeuten, die dadurch dem ewigen Verderben entrinnen und zum Leben erwachen, auch wenn sie den irdischen Tod erleiden. Alles werde Ich tun, was noch zur Rettung derer getan werden kann, die ihre Ohren verschließen Meiner leisen liebevollen Ansprache und die Ich dennoch nicht fallenlassen will. Mit lauter Stimme will Ich sie nochmals anrufen, und gesegnet, die nun sich Meiner erinnern, gesegnet, aus deren Herzen Ich noch nicht ganz verdrängt wurde und die nun zu Mir rufen, ehe es zu spät ist. Amen. B.D. NR. 5879.

 

Buch 64 5883

Aufklärung Gottes über Zusammenhänge. Blinder Glaube.

21. Februar 1954. B.D. NR. 5883.

Ich will keinen blinden Glauben von euch, und darum suche Ich, euch durch Mein Wort Aufklärung zu geben über das, was zu glauben von euch gefordert wird. Dennoch kann es nur geglaubt werden, weil euch keine Beweise dafür gegeben werden können, was im geistigen Reich seinen Ursprung hat, was vom geistigen Reich handelt und zum geistigen Reich führen soll. Ich will euch verhelfen zu einem überzeugten Glauben, Ich will euch dazu verhelfen, daß euch keine Zweifel befallen, wenngleich ihr keine Beweise habt von der Wahrheit dessen. Und darum kläre Ich euch auf über alle Zusammenhänge, über Schöpfer und Geschöpfe, Anlaß und Zweck Meiner Schöpfungen, über Ursprung und Ziel alles dessen, was ihr Menschen sehet, wie auch über eure Aufgabe.... über euren Daseinszweck. Ihr könnet nun, so euch dieses Wissen wahrheitsgemäß unterbreitet wird, selbst Folgerungen ziehen, und ihr werdet dann ein so zusammenhängendes und klares Bild erschauen, daß ihr gleichsam den Beweis der Wahrheit in euch selbst findet, daß ihr erkennet und nicht mehr zweifeln könnet - und dennoch nur glauben müsset - aber ein solcher Glaube etwas ganz anderes ist als ein blinder Glaube, wo der Mensch gedankenlos annimmt, um nur nicht zu widersprechen. Ein Blindglaube hat keinen Wert, denn er führt den Menschen keinen Schritt weiter in seiner Aufwärtsentwicklung. Ein blinder Glaube zeitigt keine Früchte, aber er kann zu völligem Unglauben führen, denn vom blinden Glauben zum Unglauben ist nur ein kleiner Schritt. Zum überzeugten Glauben kann aber nur die reine Wahrheit führen, während irrige Lehren einen blinden Glauben erfordern, der jegliches Nachdenken ausschließet oder eben zum Unglauben führen muß, sowie der Verstand des Menschen sich mit jenen Lehren befaßt. Darum also sollet ihr wahrheitsgemäß unterrichtet wer- den, es soll euer Denken angeregt und euer Herz angesprochen werden, und dann wird in euch ein Licht angezündet, und jeglicher Zweifel wird schwinden - denn was ihr glauben sollet - das ersteht licht und klar in euch und gibt euch die innere Überzeugung, für die ihr nun aber auch euch einsetzet, weil euer Glaube nun zum Leben erstanden ist. Ich will nicht, daß ihr erkenntnislos durch das Erdenleben geht, Ich will, daß ihr wiedergewinnet, was euch verlorengegangen ist durch euren einstigen Abfall von Mir. Ich will, daß ihr wieder zur Erkenntnis gelanget, und Ich will euch den Weg dazu ebnen. Glaube und Liebe muß euer Leben erfüllen. Darum belehre Ich euch; wie ein weiser Vater seine Kinder einführt in die Grundregeln des Lebens, so auch führe Ich euch ein in die Grundregeln Meiner ewigen Ordnung und erkläre euch, warum ihr wieder in dieselbe eintreten müsset, warum die Liebe in euch entzündet werden muß und was ihr sonst als wahr annehmen und beherzigen müsset. Und das alles sollet ihr glauben, werdet es aber auch glauben können bei gutem Willen und ernsthafter Überlegung. Denn wenn Ich etwas von euch verlange, dann helfe Ich euch auch, Meine Forderung zu erfüllen. Durch das Erfüllen dessen aber, was Ich von euch verlange, beweiset sich alles, und ihr erfahret nun selbst den Segen eines lebendigen Glaubens. Ein blinder Glaube trägt nichts ein, er ist im Gegenteil nur nachteilig für den Fortschritt der Seele, ein blinder Glaube ist ein Hindernis zum Erkennen, denn Verstand und Herz müssen zusammen tätig sein, die beide bei einem blinden Glauben ausgeschaltet sind. Darum wird ein blinder Glaube ewig kein Licht bringen der Seele, die sich noch in Dunkelheit befindet, und darum suche Ich ständig, durch Zuleiten der reinen Wahrheit den Verstand und das Herz anzuregen, auf daß ein rechter Glaube zum Leben erwache, der allein dem Menschen förderlich ist, zum Licht und zu Kraft zu gelangen, zum geistigen Fortschritt, der das Ziel seines Erdenlebens ist. Amen. B.D. NR. 5883.

 

Buch 64 5938

Verbindung mit Gott. Erdenaufgabe.

22. April 1954. B.D. NR. 5938.

Eure Aufgabe und das Ziel auf Erden ist, die Verbindung mit Mir herzustellen. Immer wieder möchte Ich euch dieses unterbreiten, weil ihr ohne Mich nichts beginnen und nichts erreichen könnet. Irdisch zwar fühlet ihr euch auch allein fähig, eure Ziele zu verfolgen, doch auch dann ist es nur Meine Zulassung, denn sowie Ich euch die Kraft entziehe, seid ihr völlig machtlos, wenngleich ihr lebet. Und das muß euch schon ersichtlich sein, so Krankheiten an euch herantreten, derer ihr nicht Herr werdet. Es sind diese Krankheiten zumeist Beweise eurer Schwäche, die ihr ohne Mich auszukommen glaubet, und es sind Gelegenheiten, um die Verbindung mit Mir anzuknüpfen und Mich anzurufen um Hilfe, also um Zuwendung von Kraft, die euch mangelt. Beziehet ihr die Kraft zur Bewältigung irdischer Angelegenheiten bewußt von Mir, so wird euch auch die Kraftzuwendung geistig nützen, denn Meine Kraft hat diese Wirkung, daß sie zu Mir wieder zurückführt. Jeder bewußte Kraftempfang durch zuvoriges Gebet, das also eine hergestellte Verbindung mit Mir bedeutet, ist schon ein geistiger Vorgang, eine geistige Anstrahlung, die sich auch geistig auswirkt - wenngleich sie für irdische Dinge angefordert wurde. Wer aber glaubt, von Mir keine Unterstützung zu benötigen - wer nicht an Mich glaubt als an den Kraftquell von Ewigkeit, von Dem jeder Mensch Kraft beziehen kann unbeschränkt - der steht isoliert in Meiner Schöpfung, und er kann wie ein Spielball hin und her getrieben werden, weil er keine Gegenkraft besitzt, die ihm Halt gibt, wohingegen die Verbindung mit Mir, die Anlehnung an Mich, ihm eigene Stärke einträgt, die sich stets vermehrt, je näher er hindrängt zu Mir. Solange ein Wesen noch isoliert ist von Mir, ist es auch haltlos, und nur, solange es still ist um dieses Wesen, so lange steht es aufrecht und glaubt daher, aus eigener Kraft sich behaupten zu können. Sowie aber ein Sturm einsetzt, kann es sich nicht halten, und es wird unweigerlich ein Opfer des Sturmes, bis es einen Halt sucht, eine Anlehnung, bis ihm eine Kraft zu Hilfe kommt, von der es sich helfen lassen will. Der Wille aber bedeutet auch Verbindung mit dieser Kraft. Und diese Verbindung müsset ihr suchen, ihr müsset sie herstellen, ihr müsset euch bewußt an die Kraft wenden, daß Sie euch erfülle - ihr müsset mit Mir den Kontakt herstellen, auf daß Ich euch nun vermitteln kann, was euch mangelt und ihr doch nötigst gebrauchet, um euer Ziel zu erreichen. Euch Menschen ist der Segen des Gebetes zuwenig bekannt - ihr wisset nicht, daß jedes rechte Gebet ein Anlehnen an Mich bedeutet - ihr wisset nicht, daß ihr dann aus dem Zustand der Isolierung herausgetreten seid, daß ihr nun einen festen Grund unter den Füßen habt und daß dieser Grund Ich bin, auf Dem ihr nun fest und sicher steht und keinen Widerstand mehr zu fürchten brauchet. Ihr habt alles, so ihr Mich habt. Und ihr besitzet Mich, so ihr euch mit Mir ernstlich verbindet im Gebet - weil ein Gebet im Geist und in der Wahrheit euch auch Meine Gegenwart sichert. Und Meine Gegenwart bedeutet Kraftzustrom, Meine Gegenwart bedeutet auch Zusammenschluß, das Erreichen des Zieles auf Erden - sie bedeutet Widerstandskraft gegen alle Versuche von unten, euch wieder von Mir zu trennen. Ob Ich, euer Gott und Schöpfer, auf Erden für euch zum Begriff werde, daß ihr die Verbindung mit Mir suchet, das ist allein eurem Willen anheimgestellt. Doch Ich schaffe euch Gelegenheiten genug, wo ihr hingewiesen werdet auf euren Gott und Schöpfer, Der euer Vater sein will, zu Dem ihr aber von selbst gehen müsset und euch Ihm freiwillig als Kinder unterstellet. Dann also stellet ihr die Verbindung her mit Mir, und dann gelanget ihr auch sicher zum Ziel, denn dann empfanget ihr Kraft aus Mir im Übermaß. Amen. B.D. NR. 5938.

 

Buch 64 5939

Entscheidung für den rechten Herrn.

23. April 1954. B.D. NR. 5939.

Wem ihr euch zu eigen gebet, von dem werdet ihr auch bedacht werden, denn es kämpfen zwei Herren um euren Willen, um eure Hingabe an sich, und diesen Kampf entscheidet ihr selbst. Ihr werdet nicht gezwungen, dem einen oder dem anderen Herrn anzugehören, ihr könnet frei wählen und euch für den einen oder den anderen entscheiden - doch je nach dieser Entscheidung fallen auch die Güter aus, die euch zugehen - je nach dieser Entscheidung bestimmet ihr euer Schicksal in der Ewigkeit. Ein jeder der beiden Herren gibt euch, was er selbst besitzet, und dieser Besitz ist sehr verschieden - er weicht gänzlich voneinander ab, wie auch seine Herren völlig gegensätzlich sind. Und da ihr euch nun entscheiden sollet zwischen beiden, so müsset ihr sie auch kennenlernen. Denn nur dann könnet ihr zur Verantwortung gezogen werden für rechten oder falschen Entscheid. Es ist aber äußerst schwer, euch volles Verständnis zu geben für Aufklärungen, für die keine Beweise erbracht werden können - die nur euer eigenes Empfinden bejahen kann, wenn es euch ernst ist, eine rechte Aufklärung zu erhalten. Denn ihr könnet nur durch Ansprachen belehrt werden, müsset euch aber die Beweise selbst schaffen, indem ihr der Ansprache Beachtung schenkt und das ausführet, was von euch verlangt wird eben durch jene Ansprache. Ihr müsset das Wort Gottes hören und danach leben - Gott, als der eine Herr, klärt euch durch Sein Wort auf über den Kampf zwischen Ihm und Seinem Gegner, Er gibt euch auch eine Schilderung des Wesens des Gegners sowohl als auch Seines eigenen Wesens, das Liebe ist und ständig um eure Liebe wirbt. Er verheißet euch geistige Güter, die unvergänglich sind. Doch Seine Verheißungen müsset ihr glauben. Die Wahrheit dessen kann euch nicht bewiesen werden, solange ihr auf Erden weilet, weil ihr im freien Willen euch entscheiden müsset für euren Herrn. Der Gegner Gottes sucht euch gleichfalls zu gewinnen. Er verspricht euch irdische Güter, er tritt euch lockend in der Welt und durch die Welt entgegen. Und seine Güter sind euch greifbar und sichtbar - sie brauchen euch nicht bewiesen zu werden, und darum strecket ihr auch die Hände aus nach jenen Gütern und wählet so gleichsam euren Herrn schon während des Erdenlebens trotz des göttlichen Wortes, das euch warnet vor ihm und ermahnet zum rechten Entscheid, das euch ermahnet, geistige Güter anzustreben, die allein von Wert sind und bestehenbleiben, während die Güter Seines Gegners vergehen, wie euer Körper vergeht. Doch es ist eurem freien Willen anheimgestellt, sich den Herrn zu wählen, euer Los in der Ewigkeit aber auch dieser Wahl entsprechend. Gottes Besitz ist unermeßlich, und also kann Er unbegrenzt auch austeilen, und ihr könnet unbegrenzt empfangen, so ihr Ihn als euren Herrn anerkennt und ihr Ihm euch hingebet im freien Willen. Sein Gegner aber besitzet nichts, und also ist bitterste Armut und Finsternis das Los dessen, der ihn zu seinem Herrn erwählt hat. Und dieses entsetzliche Los will Gott von euch abwenden, und Er tritt euch daher immer wieder nahe in Seinem Wort. Er fordert von euch Menschen nur den Glauben an Seine Macht und Herrlichkeit und Seine unbegrenzte Liebe, die euch dieser Seiner Macht und Herrlichkeit teilhaftig werden lassen will. Er tritt euch im Wort entgegen, doch Sein Wort ist eine Offenbarung Seiner Selbst - die auch in euch zum Beweis werden kann, so ihr nur nach Seinem Wort lebet. Ihr selbst entscheidet den Kampf zwischen Ihm und Seinem Gegner. Darum höret Ihn an, so Er im Wort zu euch kommt, auf daß ihr recht entscheidet - auf daß ihr euch Ihm zu eigen gebet, Dessen Reich ist Licht und Kraft und Herrlichkeit. Amen. B.D. NR. 5939.

 

Buch 64 5953

Bindung mit Gott.

10. Mai 1954. B.D. NR. 5953.

Und wenn ihr Mich gefunden habt auf Erden, so ist euer Weg durch das Erdental nicht mehr so schwer, denn ihr betrachtet dann alles, was an euch herantritt, als Meinen Willen, ihr wisset euch von Mir betreut, und ihr lenket eure Augen nur noch auf das Ziel, dessen Erreichen Zweck eures Erdenlebens ist. Und Ich kann ständig bei euch weilen, weil auch eure Gedanken ständig bei Mir sind. Ihr habt den Grund gefunden, auf dem ihr nun fest und sicher stehet, während ihr zuvor keine rechte Sicherheit fühltet, weil ihr keinen festen Grund unter den Füßen hattet. Und in der Endzeit werdet ihr diese Sicherheit dringend benötigen, denn was ihr erlebet, was sich um euch abspielt, würde euch verwirren und euch einen seichten oder toten Glauben gänzlich verlieren lassen. Die Bindung mit Mir aber gibt euch Erklärung, und ihr verstehet Meinen Heilsplan von Ewigkeit. In arge Zweifel werden die Lauen und Glaubenslosen gestürzt, denn sie glauben, die Liebe eines Gottes bestreiten oder gänzlich verneinen zu müssen, weil sie ganz ohne Erkenntnis sind und nur das Elend sehen. Und sie wissen auch nicht, wieweit die Menschen selbst dieses Elend verschuldet haben und wie sich alles Böse auswirket. Glücklich können sich preisen, die sich Mir angeschlossen haben, die mit Mir verbunden sind und sich alles geistig zu erklären versuchen, denn ihnen wird diese Erklärung werden, und nichts mehr wird ihren Glauben an Mich erschüttern können. Es werden starke Kontraste sein, Stärke des Glaubens einerseits und gänzlicher Unglaube andererseits, und die Geschehen in der letzten Zeit vor dem Ende werden dazu beitragen, daß sich ein Teil der Menschen voll überzeugt für Mich bekennen wird, während die anderen ebenso überzeugt gegen Mich stehen werden, weil beider Lebenswandel dafür Erklärung ist. Die Mich gefunden haben, sehen und erkennen Mich überall. Meine Gegner aber sehen nur die Welt, die ihnen mehr bedeutet als ein Gott und Schöpfer von Ewigkeit - und wo die Welt in Gefahr ist, wo sichtlicher Verfall oder umwälzende Zerstörung sie zum Nachdenken bringen sollten, dort schleudern sie nur Haß entgegen der Macht, Die sie nicht anerkennen wollen und doch anerkennen müssen. Und sie verleugnen diese Macht, getrieben von dem, der Mein Gegner ist. Doch nichts mehr kann den Glauben derer und ihre Sicherheit erschüttern, die sich Mir angeschlossen haben, die alles ergeben und vertrauensvoll in Meine Hand legen und nichts fürchten, als daß sie Mich verlieren könnten. Die Bindung mit Mir ist es, die ihnen die Kraft und die Erkenntnis gibt, und in dieser Bindung werden sie Mir auch treu bleiben bis zum Ende - sie werden Meine Kraft ständig empfangen dürfen, denn sie sind Mein und werden es auch bleiben ewiglich. Amen. B.D. NR. 5953.

 

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