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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 63

B.D. NR. 5759 - B.D. NR. 5858
1.9.1953-21.1.1954
5769 5799 5807 5826 5830  5851 5856

 

Buch 63 5769

Binden des Satans. Neue Erde.

14. September 1953. B.D. NR. 5769.

Die Macht des Bösen wird gebrochen für lange Zeit, der Satan wird in Ketten gelegt .... eine Zeit des Friedens wird die Zeit des Kampfes im Universum ablösen, es wird keinem Wesen der Finsternis mehr möglich sein, die Menschen auf der Erde zu bedrängen, es wird der Satan selbst mit seinem Anhang gebunden sein auf lange Zeit, und die Menschen auf der neuen Erde lösen seine Fesseln nicht, weil sie Gott innig verbunden sind und sie nichts mehr anstreben außer Ihm, Der sie nun in Liebe versorget geistig und leiblich. Diese Zeit des Friedens auf der neuen Erde ist der Ausgleich für die Zeit unbeschreiblicher Not in der letzten Zeit auf dieser Erde, die den Menschen beschieden ist, die Gott treu sind und bleiben wollen. Es ist für diese wahrlich eine Zeit des Kampfes, weil sie geistig und irdisch bedrängt werden und sich selbst kaum derer erwehren können, die ihnen nachstellen, die sogar ihr Leben bedrohen, so sie nicht nachgeben wollen. Doch diesen Menschen wird immer wieder die Zeit des Friedens verheißen durch Seher und Propheten, die Zeit, wo ihnen von keiner Seite mehr Gefahr droht, wo Leib und Seele sich erquicken dürfen an den Wunderwerken göttlicher Liebe, wo ein seliger Friede einzieht in das Herz durch die Gegenwart Dessen, Den sie lieben und für Den sie gelitten haben. Alles wird friedvoll sein, Schöpfungen und Geschöpfe werden sich ergänzen, und auch das noch gebundene Geistige wird streben und seinen Widerstand schnell aufgeben, weil es die Nähe Dessen spürt, Dem es sich wieder ergeben soll, und weil die geistigen Ausstrahlungen der Menschen das Gebundene in den Schöpfungen wohltätig berühren. Der Willensentscheid ist von den Menschen schon getroffen worden, und es ist daher auf der neuen Erde keine Willensprobe mehr nötig, denn die Menschen gehören mit Leib und Seele Gott an, von Dem sie sich nun nimmermehr lösen können. Alles Satanische aber schmachtet in der Finsternis, es ist aufs neue gebannt in der festesten Form, es kann keinen Einfluß mehr ausüben auf das Geistige, das dem Licht zustrebt, es muß sich dem Willen Gottes fügen und ist seiner Kraft beraubt auf endlos lange Zeit. Und der Satan selbst ist geschwächt, denn alles, was ihn und seine Macht stärkte, ist gebunden und also auch seinem Einfluß entzogen. Er ist inmitten seiner Welt kraftlos, so lange, bis ihm wieder Stärkung wird durch den verkehrten Willen der Menschen, was aber erst wieder nach langer Zeit eintritt, wenn die ersten Geschlechter der Erde, die Bewohner des Paradieses und deren Kinder und Kindeskinder, längst in das geistige Reich eingegangen sind - wenn neue Geschlechter sein werden, die sich schon wieder spalten werden in ihren Willensrichtungen. Dann werden auch wieder Menschen sein, die sich von der Materie gefangennehmen lassen und die nun durch ihr Verlangen danach die Ketten dessen lösen, der Herr ist der unerlösten Welt. Dann wird auch der paradiesische Zustand ein Ende haben, die Zeit des Friedens wird wieder einer Zeit des Kampfes weichen zwischen Licht und Finsternis, denn nun beginnt das Ringen wieder um die Seelen der Menschen, bis wieder eine Entwicklungsperiode abgelaufen ist, doch mit dem Erfolg, daß unzählige Wesen zur Vergeistigung gelangt sind und die Macht des Satans abnimmt stets mehr und mehr, bis auch er einmal sich ergeben wird, was jedoch noch undenkliche Zeiten und Erlösungsperioden erfordern wird. Amen. B.D. NR. 5769.

 

Buch 63 5799

Kommen des Herrn. Entrückung.

30. Oktober 1953. B.D. NR. 5799.

Ihr werdet Mich kommen sehen in den Wolken - es wird sich das geistige Reich zu euch herniedersenken; denn ihr, die ihr Mir treu bleibet bis zum Ende, ihr seid schon zu Bewohnern des geistigen Reiches zu zählen, wenngleich ihr noch den Fleischleib traget - ihr habt dann die Reife erreicht, daß ihr Mich schauen dürfet von Angesicht zu Angesicht. Doch in Wolken verhüllet komme Ich euch entgegen. Denn Meines Lichtes ganze Fülle ertraget ihr noch nicht, wenngleich ihr Mich schauen könnet, ohne zu vergehen. Der Vorgang der Entrückung und Meine Wiederkunft zur Erde ist nur Meinen Gläubigen verständlich und darum auch glaubhaft. Und ob Ich auch immer wieder diese Meine letzten Ereignisse begründe und zu erklären suche. Die Menschen dieser Erde werden nichts Ungewöhnliches, Natur-Widriges gelten lassen, weil sie für Geistiges kein Verständnis haben, weil sich ihnen auch nichts Geistiges offenbaren kann. Und darum werden sie Mich auch nicht erblicken können, wenngleich ihr, Meine Gläubigen, jubelnd und verlangend die Hände nach Mir ausstrecken werdet - Sie sehen nichts. Doch der Vorgang der Entrückung bleibt ihnen nicht verborgen und wird sie in großes Entsetzen stürzen - denn auch dieser ist naturwidrig, daß ihr Mir entgegenschwebt, daß Ich euch zu Mir ziehen und eure Körper also lebend die Erde verlassen werden, der Höhe, dem Licht entgegen. Doch auch das Licht erschauen die Ungläubigen nicht, weil sich das Licht nicht Eingang verschafft, wo es noch auf Widerstand stößt. Denn auch der Vorgang der Entrückung, das ungewöhnlichste Erleben auf dieser Erde, könnte noch die Menschen bekehren, die davon Kenntnis erhielten, wenngleich sie es nicht angenommen haben. Ein kurzer Gedanke daran könnte noch in letzter Minute den Menschen zu einem Ruf zu Mir veranlassen, und er wäre gerettet vor dem Verderben. Darum lasse Ich die Entrückung sichtbar vor sich gehen, um wahrlich jede Rettungsmöglichkeit auszunützen. Doch die Herzen der Menschen sind schon zu sehr verhärtet, als daß sie Meine Liebe zu erkennen vermögen. Ihr aber sollet Mich sehen - und alles Leid wird vergessen sein, denn nun seid ihr schon nicht mehr Bewohner dieser Erde, sondern in Meinem Reich, denn ein Ort des Friedens nimmt euch auf, der nicht mehr an die alte Welt gemahnet. Mein Kommen in den Wolken ist euch Menschen angekündigt seit Meiner Auffahrt zum Himmel - und immer wurde Ich erwartet von den Meinen. Mein Kommen ist aber auch das Ende dieser Erde, und erst beim Ablauf einer Erlösungsperiode bin Ich zu erwarten, weil Mein Kommen das Ende bedeutet und die Entrückung der Beginn einer neuen Epoche - weil alle Voraussetzungen erst zu erkennen sein müssen, die eine Auflösung der Erdschöpfungen bedingen. Denn sowohl Meine Wiederkunft zur Erde als auch die Entrückung der Meinen konnte nicht geschehen, solange nicht für die Menschen der endgültige Gerichtstag gekommen war - eben weil beide Erscheinungen für die noch lebenden Menschen einen Glaubenszwang (bedeutet hätten) bedeuten würden und weil Ich nicht Ungewöhnliches geschehen lasse, um die Menschen zum Glauben an Mich zu bewegen. Erst das letzte Ende auf dieser Erde war dafür vorgesehen, und erst das letzte Ende hat eine Scheidung der Geister gezeitigt. Und dann komme Ich Selbst zu den Meinen und hole sie, auf daß sie der großen Not enthoben sind, auf daß sie den Lohn empfangen für ihre Treue - und jubeln und lobpreisen Den, Den sie nun erschauen in aller Herrlichkeit. Amen. B.D. NR. 5799.

 

Buch 63 5807

Weltenwende. Nicht Weltenende.

16. und 17. November 1953. B.D. NR. 5807.

Die Weltenwende bedeutet nicht das Weltenende. Denn Meine Schöpfungen werden noch ewiglich bestehenbleiben, bis sie ihren Zweck erfüllt haben, dem in der Tiefe befindlichen Geistigen zur Höhe verholfen zu haben. Dann erst kann von einem Weltenende gesprochen werden, wenn alles vergeistigt ist, was diese Schöpfungen benötigte zur Vollendung. Was aber vor euch liegt, was ihr mit aller Sicherheit erwarten könnet, was Ich euch verkünden ließ durch Seher und Propheten, das ist eine Wende, die für die Erdenbewohner wohl als Ende bezeichnet werden kann, jedoch richtiger gesagt eine totale Wandlung ist, eine Wende des Bestehenden und völlige Umgestaltung der Erdschöpfung. Es ist ein Wechsel von einer Epoche in eine neue - was für die Menschen sowohl als auch für jegliche Kreatur ein Ende des Lebens bedeutet - das für die Menschen gleich ist einem Weltende. Die totale Umwandlung der Erdoberfläche mit allen Schöpfungen ist auch zugleich ein Beenden jeglicher Entwicklung irdisch materieller Art. Alles, was an Fortschritten auf wissenschaftlichem Gebiet oder menschlichen Leistungen zu denken war, alles, was an Errungenschaften erzielt wurde, fällt der Zerstörung anheim, und alle Erfahrungen verlieren ihren Wert, weil niemand mehr das ausnützen oder anwenden kann, was zuvor als so wichtig angesehen wurde, daß darüber jegliches geistige Streben vergessen wurde. Es bleibt nichts von allem zurück, es wird nichts davon hinübergenommen auf die neue Erde, wenngleich diese bewohnt werden wird von Menschen, die die alte Erde erlebt und belebt haben - denn nichts davon wird auf der neuen Erde von Nutzen sein und nichts davon benötigt werden. Eine völlig neuartige Welt wird die kleine Schar der Entrückten beglücken, eine Welt, die in nichts an die alte Erde gemahnet, die mit Recht eine gewandelte Erde genannt werden kann. Und die Menschen der neuen Erde werden nun verstehen, warum von einer Wende gesprochen wurde - worunter aber niemals das Ende der Welt zu verstehen ist. Irdisch also ist diese Wende erkennbar, aber noch viel mehr geistig. Die geistige Wende ist Ursache und Zweck dessen, was kommt. Ein geistiger Zustand, wie er vor dem Ende der alten Erde besteht, zieht unwiderruflich eine Auflösung nach sich, weil etwas geistig Totes auch das Erstarren dessen bedeutet und wahres Leben nur aus geistigem Leben hervorgehen kann. Darum muß eine Wende eintreten, wo das Leben in der völlig toten Umgebung nicht mehr denkbar ist. Daß sich die Wende nicht mehr auf dieser Erde vollziehen kann, ist offensichtlich, denn stets mehr verweltlichen sich die Menschen, stets mehr trachten sie nach materiellen Gütern, und stets weniger wird ihr Glaube, weil in ihnen die Liebe erkaltet. Erkalten der Liebe aber bedeutet verhärtete geistige Substanz oder auch Abweisen Meiner alles belebenden Liebekraft - und sonach einen bewegungslosen Zustand, eine völlige Kraftlosigkeit und daher ein Erstarren in Untätigkeit. Was noch lebt, wird dann dem Tode verfallen sein, was aber jetzt noch gebunden ist, wird die Freiheit erlangen, um nun aufwärtsstreben zu können mit dem Ziel endgültiger Freiheit. Ein Wendepunkt für die gesamte Erd-Schöpfung ist gekommen, alles Geistige wandelt seine Außenform, und also ist auch dann ein allgemeiner Aufstieg gesichert, weil nur die positiven Kräfte, nicht aber die negativen Kräfte wirken können, weil letztere gebunden sind und völlig kraftlos - und geistig darum überall nur ein Aufstieg möglich ist. Amen. B.D. NR. 5807.

 

Buch 63 5826

Kampf gegen Wahrheit. Schutz den Lichtträgern.

14. Dezember 1953. B.D. NR. 5826.

Und wenn alle Mächte der Finsternis ankämpfen gegen die Wahrheit, wenn sie das Licht verlöschen wollen, das von oben zu euch Menschen herniederstrahlt, so wird sich dieses Licht doch sieghaft Bahn brechen und zuletzt die stärkste Finsternis verjagen. Denn es kommt die Zeit, wo die Erde in hellstem Licht liegt, es kommt die Zeit, wo kein Schatten das Licht trübet - wo die Menschen in der Erkenntnis stehen und jegliche Unwissenheit, jegliche Lichtlosigkeit verschwunden ist. Es kommt diese Zeit ganz sicher, weil Mein Wort Wahrheit ist, weil von Mir Selbst die Wahrheit ausgeht und weil Ich euch als Meinen Lichtträgern deshalb das Licht zur Erde leite, daß ihr es hinaustraget in die Welt, daß ihr gegen die Dunkelheit angeht und also auch fest glauben dürfet, daß sich die Wahrheit einmal durchsetzen wird. Doch bei dem jetzigen Menschengeschlecht ist das unmöglich, es werden immer nur wenige sein, die euch anhören und in denen nun wieder Licht angezündet wird und die den schwachen Schein wieder etwas verstärken, doch in seinem ganzen Licht wird die Wahrheit erst erstrahlen auf der neuen Erde, weil dann alle Menschen in der Wahrheit stehen, wie sie auch in der Liebe leben und deshalb auch ein übergroßes Licht über die Erde ausgegossen ist, vor dem alles weicht und vergeht, was noch als leiser Schatten hervortreten möchte. Die Wahrheit wird siegen - jedoch nicht mehr auf dieser Erde, wo die Finsternis schon so dicht geworden ist, daß sich ein Licht nur mit Meiner Hilfe halten kann, weil überall Feinde lauern, die es verlöschen möchten und die es daher an seiner Leuchtkraft hindern. Doch Ich schütze Meine Lichtträger, Ich führe dem Licht immer wieder neue Nahrung zu, und immer wieder begegnen sich Lichtträger, und sie leuchten nun verstärkt in das Dunkel der Nacht, und auch das sind die Erscheinungen der letzten Zeit, daß alles getan wird, die Wahrheitsverkünder am Reden zu verhindern, daß die Verbreitung der Wahrheit unterbunden wird und daß nur das geduldet und bewertet wird, was die Dunkelheit noch verstärkt - daß die Menschen sich in der Nacht befinden und sich wohl fühlen und nicht nach dem lichten Morgen verlangen. Denn es wird gar mächtig von unten her gearbeitet gegen die Wahrheit, gegen alles, was Mich bezeuget und verherrlicht. Und allzugern nehmen die Menschen diese Lehren und Anschauungen an, allzugern verharren sie in geistiger Finsternis, auf daß im Licht nicht ihre Mängel sichtbar werden. Doch nichts wird ihnen helfen, ihren Zustand zu beschönigen am Tage des Gerichtes - wo alles offenbar wird, das Wollen, Denken und Handeln der Menschen. Dann wird ein überhelles Licht alles aufdecken und die Menschen bloßstellen, dann wird kein Mensch seinen Seelenzustand verbergen können, und die Finsternis wird alle aufnehmen, die nicht das Licht suchten auf Erden. Ewiges Licht leuchten aber wird denen, die auf Erden strebten nach der reinen Wahrheit und die sie nun empfangen dürfen im Übermaß. Amen. B.D. NR. 5826.

 

Buch 63 5830

Vorläufer. Verkünden Jesu.

19. Dezember 1953. B.D. NR. 5830.

Trachtet in aller Demut danach, Meine rechten Kinder zu werden, doch strebet nicht nach ungewöhnlichem Wissen, das zur Vollendung eurer Seele wenig nütze ist. Denn in Meinem Reiche gilt der Kleinste und Geringste mehr als der sich erhaben Dünkende, in Meinem Reich wird die Demut übergroß gewertet, und für die Überheblichkeit ist kein Platz. Doch unterscheiden müsset ihr wahre Größe von Überheblichkeit - unterscheiden müsset ihr das Groß-Seiende von Groß-Scheinendem. Denn was vor Mir groß ist, das setze Ich als herrschend über ganze Welten mit ihren Bewohnern, es regieret mit Mir und in Meinem Willen über endlose Schöpfungen und unzählige Geschöpfe - und es wird darum doch nicht überheblichen Geistes sein. Doch es glaubt, zum Regieren auch berechtigt zu sein, der sich groß dünkt, der aber in alle Ewigkeit nicht die Höhe erklimmen wird, die ihm ein Herrscheramt sichert, denn Ich kenne die innerste Gesinnung eines jeden Wesens, Ich weiß, wo wahre Demut ist und wo Mein Wille allein ein Wesen erfüllt. Und so sage Ich denn auch: Die Erde trägt kein Wesen von solcher Demutsfülle, daß Ich es einsetzen könnte als Herrscher über Welten im jenseitigen Reich. Denn diese Demut ist überirdisch, und ein solches Wesen ist Mir so völlig verbunden, daß die Erde ihm kein Aufenthalt sein könnte. Denn alles würde erstrahlen in hellstem Licht, was in seiner Umgebung wäre. Denn diese Lichtwesen sind den Weg auf Erden schon gegangen mit dem Erfolg restloser Vergeistigung auf Erden. Sie kehren nimmermehr zur Erde zurück, wirken aber unausgesetzt auf die Erdenbewohner ein - sie senden ihre Lichtstrahlungen zur Erde herab, weil übergroßer Liebewille sie erfüllt und der Hilfswille sie unausgesetzt tätig sein lässet in erlösendem Sinne. Und so kann ein einzelner Mensch überstark von einem solchen Lichtwesen beeinflußt werden - was aber nicht heißt, daß die Seele dieses Menschen eine von oben herabgestiegene Lichtseele ist. Verstehet es - viele Lichtseelen verkörpern sich vor dem Ende dieser Erde zum Zwecke einer Mission. Doch diese stehen noch vor ihrer letzten Vollendung zum Gotteskind, die sie durch eine solche Mission wohl erreichen können. Vollendete Gotteskinder aber wirken nur von oben auf die Menschen ein, beeinflussen aber bestimmte Menschen stark, so dafür die Voraussetzungen gegeben sind - d.h., um auch in erlösendem Sinne auf Erden tätig sein zu können. Einem Lichtgeist aber ist es gestattet, zur Erde herabzusteigen - Meinem Vorläufer, der Mich Selbst vor dem Ende ankündigen will. Er wird Mich verkünden. Er wird Mir wieder den Weg bereiten, denn dies ist Mein Wille von Ewigkeit, weil er von Anbeginn Mir ergeben war, weil er von Anbeginn ein Streiter war für seinen Herrn. Ihn habe Ich auserkoren zu Meinem Vasallen, zu Meinem Herold, der stets Mich ankün- digte, der es in die Welt hinausrief, wenn Ich den Menschen nahte, der vor Mir herging als Rufer, daß die Menschheit Meiner achten sollte. Er stritt für Mich, und er wird immer streiten für den Namen seines Herrn. Dieser also ist der Strahl, das Licht, das Ich vor Mir herabsende zur Erde, und dieser weiß um Mein Kommen, um das Ende und um seine Aufgabe auf Erden, denn er erkennt sich selbst als den, der er ist. Und dieser ist Mir so innig ergeben, daß von seinem Munde nur Mein Namen ertönt, daß jeder Atemzug nur Meinen Namen verherrlicht, daß jeder Pulsschlag seines Herzens Mir gilt, Den er auf Erden verkündigt mit Übereifer und für Den er auch sein Leben hingibt, wenn seine Mission beendet ist. Dieser also geht über die Erde kurz vor Meiner Wiederkunft, und die Menschen werden ihn in seiner Einfachheit nicht erkennen, bis er den Mund auftun wird, zu künden Den, Der nach ihm kommt. Dann wird es wie Schuppen von den Augen fallen bei den Meinen, doch Meine Gegner werden ihn nicht erkennen. Er aber wird sprechen unbeirrt der eigenen Gefahr, er wird den Menschen das nahe Ende ankündigen, er wird sie auffordern, Buße zu tun, Gott und das Heil ihrer Seelen zu suchen und den Mammon zu verachten - er wird Jesus Christus, den Erlöser der Welt, mit Donnerworten ihnen wieder verkünden, er wird alles tun und reden, was der Verherrlichung des Namens Jesu, des ewigen Gottes, dienlich ist. Er wird Mein Vorläufer sein im wahrsten Sinne des Wortes - er wird der sein, der das Paradies wieder öffnet allen, die seinen Worten Glauben schenken, die Mich getreulich erwarten, daß Ich sie errette aus tiefster Not. Amen. B.D. NR. 5830.

 

Buch 63 5851

Tote in Christus. Entrückung.

11. Januar 1954. B.D. NR. 5851.

Wenn von der Auferstehung der Toten gesprochen wird, dann ist darunter die Erweckung der geistig Toten zu verstehen, die auch im jenseitigen Reich, nach dem irdischen Ableben, noch zu dieser Erweckung gelangen können, weil das Werk der Erlösung ununterbrochen fortgesetzt wird von seiten derer, die durch Jesus Christus die Erlösung schon gefunden haben, die vom geistigen Tode schon aufgestanden sind auf Erden oder auch im Jenseits. Nicht eines Meiner Wesen verharrt im Zustand des Todes auf ewig, immer wieder wird der Nacht des Todes abgerungen, wer dem Licht des Kreuzes Christi folgt und also aufersteht zu neuem Leben. Die Erweckung der Toten am jüngsten Tage ist also nur ein geistig zu verstehender Vorgang, denn wie Mein Kommen in den Wolken vorerst auch nur geistig zu verstehen ist, daß Ich im Wort zu den Menschen herniedersteige, um eine letzte Rettungsaktion vor dem Ende einzuleiten - so auch steige Ich hinab in die Finsternis, in die Hölle, und lasse auch dort Lichtstrahlen aufblitzen, Ich halte das Kreuz auch den Wesen der Finsternis entgegen, um ihnen den Weg zu Mir zu erleuchten, und auch dieses Rettungswerk wird nicht erfolglos sein, und viele werden aus ihren Gräbern auferstehen zum Leben. Die aber in der Finsternis verharren wollen, die Mich nicht anerkennen wollen, das sind keine Toten in Christo. Sie können nicht aus dem Reiche der Finsternis versetzt werden in das Reich des Lichtes, und diese sind es, die ihren Entwicklungsgang auf Erden wieder beginnen müssen, die gebunden werden in der festesten Materie der neuen Erde. Tote in Christo also sind die aus der Tiefe Erlösten, zum Unterschied derer, die Mich auf Erden schon gefunden haben, die im lebendigen Glauben an Mich stehen und am Ende als Meine Kinder von dieser Erde genommen werden, wie es geschrieben steht. Denn Ich werde wiederkommen in großer Pracht und Herrlichkeit - und Ich werde die Meinen holen und sie lebenden Leibes versetzen an einen Ort des Friedens. Ich werde wiederkommen, wie Ich einst aufgefahren bin zum Himmel - in strahlendstem Licht und sichtbar den Meinen. Und Mein geistiges Wiederkommen im Wort und in den Herzen der Menschen soll es diesen Meinen Kindern möglich machen, sich so zu gestalten, daß sie Mich erschauen können, denn es werden Mich nur die Menschen zu sehen vermögen, die bewußt Mein geworden sind durch einen Lebenswandel in Liebe zu Mir und zum Nächsten. Auf daß sich nun, die guten Willens sind, umgestalten können zu Wesen der Liebe und des Lichtes, lasse Ich ihnen zuvor auch die Kraft zugehen, Ich übermittle ihnen Mein Wort, das Kraft aus Mir in höchster Wirksamkeit ist. Und wer es annimmt im Glauben an Mich und die Wahrheit Meines Wortes von Ewigkeit, der wird Mich auch überzeugt erwarten, und Ich werde ihn nicht enttäuschen, denn es kommet der Tag des Endes unwiderruflich, es kommt der Tag der Entrückung der Meinen und der Auferstehung aller, die durch Jesus Christus Erlösung fanden auf Erden oder auch im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 5851.

 

Buch 63 5856

Zweifel an göttlichen Offenbarungen. List des Gegners.

18. Januar 1954. B.D. NR. 5856.

Betrübet nicht eure Herzen, und zweifelt nicht, wenn Sich euch die göttliche Liebe Selbst offenbart. Vertrauet auf die Liebe des Vaters, Der Seine Kinder wahrlich nicht mit einer ihnen schädlichen Gabe bedenket, also es nicht zulässet, daß ihnen von fremder Seite eine Nahrung gereicht wird, die ihnen schaden könnte. Betrachtet euch als Meine Kinder, und dann könnet ihr auch felsenfest glauben, daß euch der Vater Seinen Schutz angedeihen lässet, daß Er euch als Seine Kinder betreuet und jede Gefahr von euch abwendet, die eure geistige Entwicklung bedrohen könnte. Doch wisset auch, daß ihr in der Endzeit lebet und daß der Gegner Gottes mit allen Kräften versuchet, die Zahl seiner Anhänger zu erhöhen; wisset, daß er wütet kurz vor dem Ende und daß er ganz besonders dort wirket, wo Licht von oben ihn zu entlarven droht - wisset, daß er auch in den Reihen der Gott-Ergebenen Verwirrung anzurichten bestrebt ist und daß er alles versucht, um eine Spaltung herbeizuführen - wisset, daß er auch den Blick derer trüben kann, die ihm die kleinste Handhabe bieten durch verkehrten Willen, durch geistige Überheblichkeit, durch lieblose Gedanken - und daß er dort stets Erfolg hat, ohne jedoch jene Menschen von Gott trennen zu können. Doch ihr Denken verwirrt sich, und sie erkennen die reine Wahrheit nicht mehr - sie erkennen nicht die Stimme des Vaters, weil sie jener Stimme Gehör schenkten. Ihr Wille bleibt aber dennoch Gott zugewandt, und sie fallen nicht den Bemühungen des Gegners zum Opfer. Nur ist es ihm gelungen, eine Spaltung hineinzutragen in einen Kreis, die vereint für Gott wirken wollten. Ihr Menschen kennet nicht seine Macht und List, ihr kennet nicht seine Tarnung und fallet dann seinem Ränkespiel zum Opfer, wenn in euch ein Zweifel auftaucht, der gleichzeitig ein Zweifel ist an der Liebe und Allmacht und Weisheit Gottes - wenn ihr selbst euch also unfähig macht, Ihn zu erkennen in Seinem geoffenbarten Wort. Dann ist sein Einfluß auf euch erkenntlich, doch es wird ihm nicht gelingen, euch zu trennen von Dem, Den ihr ernstlich begehrt. Denn Gott hält Seine schützende Hand über einen jeden, der Ihm zustrebt, aber Er zwingt ihn nicht, zu denken und zu handeln nach Seinem Willen. Er läßt ihm seine Freiheit, sich selbst zur Wehr zu setzen, wenn die Macht der Finsternis ihn angreift. Und der guten Willens ist, der wird den Gegner Gottes auch durchschauen. Amen. B.D. NR. 5856.

 

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