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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 61

B.D. NR. 5510 - B.D. NR. 5608
18.10.1952-21.2.1953

5510 5511 5512 5513 5514  5515 5516 5517 5518 5519
5520 5521 5522 5523 5524  5525 5526 5527 5528 5529
5530 5531 5532 5533 5534  5535 5536 5537 5538 5539a
5539b 5540 5541 5542 5543  5544 5545 5546 5547 5548
5549 5550 5551 5552 5553  5554 5555 5556 5557 5558

5559 5560 5561 5562 5563  5564 5565 5566 5567 5568
5569 5570 5571a 5571b 5572  5573 5574 5575 5576 5577
5578a 5578b 5579 5580 5581  5582 5583 5584 5585 5586
5587 5588 5589 5590 5591  5592 5593 5594 5595 5596
5597 5598 5599 5600 5606  5607

 

Neu am 27. Okt. 2019 5510

Neu am 31. Okt. 2019 5511 5512 5513 5514 5515

Neu am 03. Nov. 2019 5516 5517 5518 5519 5520

Neu am 04. Nov. 2019 5521 5523 5525

Neu am 06. Nov. 2019 5529 5530

Neu am 09. Nov. 2019 5531 5532 5533 5534

Neu am 10. Nov. 2019 5536 5537 5538 5539a 5539b 5540

Neu am 11. Nov. 2019 5541 5542 5543 5544 5545

Neu am 14. Nov. 2019 5546 5547 5548 5549 5550

Neu am 17. Nov. 2019 5551 5552 5553 5554 5555

Neu am 22. Nov. 2019 5556 5557 5558 5559 5560

Neu am 29. Nov. 2019 5561 5562 5563 5564 5565

Neu am 10. Dez. 2019 5566 5568 5569

Neu am 12. Dez. 2019 5571b 5573 5574 5575

Neu am 13. Dez. 2019 5576 5577 5578a 5578b 5579 5580

Neu am 15. Dez. 2019 5581 5582 5583 5584 5585

Neu am 16. Dez. 2019 5586 5587

Neu am 19. Dez. 2019 5591 5592 5593 5594 5595

Neu am 21. Dez. 2019 5596 5597 5599 5600

 

Buch 61 5510

Gottes Gegenwart. Glaube ohne Liebe.

18. Oktober 1952. B.D. NR. 5510.

Ich bin stets dort, wo Meiner in Liebe gedacht wird, wo Ich erkannt und anerkannt werde als Gott und Vater von Ewigkeit. Dort weile Ich ständig, und Meine Gegenwart wird auch den Menschen bewußt sein, denn sie werden leben im Frieden und im Glauben. Ich bin aber auch dort, wo Ich noch nicht erkannt werde, wo aber das Herz liebefähig und liebewillig ist - nur dem Menschen noch unbewußt ist dann Meine Gegenwart. Doch seine Liebe zieht Mich mächtig an, die wohl nicht Mir, sondern seinem Nächsten gilt, die aber Mich ebenso berührt und Mich veranlaßt, Mich ihm zu nahen. Und es wird in dem Menschen, der noch nicht an Mich glaubt, der sich Mir noch nicht bewußt anschließet, eine Wandlung seines Innenlebens vor sich gehen, er wird seine Gedanken oft schweifen lassen in die Unendlichkeit, es werden Fragen in ihm auftauchen, die er beantwortet haben möchte, und er wird durch die gedanklichen Antworten, die von Mir Selbst ausgehen, angeregt werden, stets mehr und mehr zu forschen nach der Wahrheit. Die Liebe führet ihn den rechten Weg - die Liebe erwecket den Glauben an Mich, die Liebe wirket ein auf sein Denken, die Liebe macht das Herz aufnahmefähig für rechte Gedanken, die aber stets von Mir ihm zugehen, weil Ich einen Menschen, der in der Liebe lebt, gewinnen will für Mich, d.h. von ihm erkannt und anerkannt werden will, auf daß er nun auch bewußt mit Mir verkehret, wie er es unbewußt zuvor tat durch Wirken in Liebe. Die Liebe also stellet die Verbindung her zwischen dem Menschen und Mir. Der Glaube an einen Gott und Schöpfer braucht diese Verbindung nicht nach sich zu ziehen, denn er kann nur ein Formglaube sein, wenn die Liebe noch fehlt. Dann erkennt er Mich zwar an verstandesmäßig, doch das Band der Liebe ist noch nicht geschlungen, um uns beide zu verbinden. Darum können unzählige Menschen noch weit von Mir entfernt sein, wenngleich sie dem Schein nach als gläubige Christen leben, wenngleich sie Mich bekennen mit dem Munde, wenngleich sie Mich als Gott und Schöpfer nicht leugnen - und doch fehlt die Bindung mit Mir, weil ihnen die Liebe mangelt. Und ob Ich auch alles versuche, um in ihnen den Liebefunken zu entzünden, ob Ich ihnen auch ständig Gelegenheiten schaffe, wo sie sich in der Liebe betätigen könnten - ihre Herzen bleiben kalt, und sie achten nicht der Not, die auf Erden ist, irdisch und geistig. Sie erkennen die geistige Not nicht, weil sie die irdische Not nicht lindern, wo es ihnen möglich wäre. Und darum ist der Glaube der Mehrzahl der Menschen tot. Sie nehmen Mein Evangelium auf mit den Ohren, aber das Herz bleibt unberührt, sie sind zumeist nur Hörer, aber nicht Täter Meines Wortes, denn Mein Wort fordert Liebe, eine Liebe, die nicht nur das Herz gefühlsmäßig bewegen darf, sondern durch Werke uneigennütziger Nächstenliebe unter Beweis gestellt werden soll. Mein Wort fordert Liebeswirken, durch das ihr Menschen die Liebe zu Mir beweiset. Dann wird euer Glaube lebendig werden, dann werdet ihr Mich erkennen und anerkennen und bewußt mit Mir in Verbindung treten, und dann bin und bleibe Ich bei euch bis an der Welt Ende. Dann könnet ihr Mich rufen jederzeit durch gute Mir zugewandte Gedanken und Reden, dann werde Ich mitten unter euch weilen, dann bin Ich euch gegenwärtig, weil, wo die Liebe ist, auch die Ewige Liebe Selbst wohnet und euch Menschen mit Ihrer Gegenwart beglücken will. Amen.
B.D. NR. 5510.

 

Buch 61 5511

Gottes Wesen ist Liebe.

19. Oktober 1952. B.D. NR. 5511.

Eure Liebe will Ich gewinnen, weil Ich euch dann ganz gewonnen habe für ewig. Lieben aber werdet ihr erst ein Wesen, Das ihr kennet und erkennen lernet als liebenswert, Das euch vollkommen erscheint und Das Sich Selbst euch in Liebe zuneigt. Und darum suche Ich euch ein rechtes Bild von Mir zu vermitteln, Ich suche in euch den Glauben zu erwecken an Meine übergroße Liebe zu euch, Ich suche euch Aufklärung zu geben darüber, daß ihr einst ausgegangen seid von Mir, daß Ich also euer Schöpfer und Vater bin von Ewigkeit. Ich suche euch Erkenntnis zu vermitteln, um nun auch euren Willen anzuregen, dieser Erkenntnis gemäß zu handeln und zu streben, denn ohne ein bestimmtes Wissen könnet ihr nicht selbst tätig werden. Erst das Wissen um euren Ausgang und euer Ziel bestimmt euren Willen und eure Gedanken. Ich aber will nicht nur anerkannt werden als Das, Was Ich bin, sondern geliebt. Der Gehorsam aus einem Pflichtgefühl heraus genügt Mir nicht, weil erst der Zusammenschluß in Liebe Seligkeiten auslöst und Ich darum stets und ständig um eure Liebe werbe. Erkennet ihr Mich nun in Meiner Vollkommenheit, die Liebe, Weisheit, Macht, Barmherzigkeit, Geduld, Gerechtigkeit in höchstem Maße bedeutet, so wird auch in euch die Liebe zu Mir aufflammen, denn als selbst einstmals göttliche Wesen sind alle diese Eigenschaften in euch, wenn auch noch ungelöst, da ihr sie in freiem Willen zurückdrängtet durch euren einstigen Sündenfall. Wird euch aber die Erkenntnis vermittelt, ein Wissen, das euch Aufschluß gibt über euer eigentliches Verhältnis zu Mir, eurem Gott und Schöpfer von Ewigkeit, so lernet ihr auch Mich erkennen als Gott - sowie aber die Liebe in euch aufflammet, erkennet ihr Mich als Vater, und ihr kommet Mir von selbst mit großem Verlangen entgegen. Und diese Liebe will Ich gewinnen, um euch mit Meiner unendlichen Liebe beglücken zu können auf ewig. Darum lasse Ich keinen Menschen auf Erden aus und trete einem jeden nahe. Ich will die Gedanken hinlenken auf Den, Dem er das Sein verdankt, und Ich will dann mit Meiner Liebe einwirken auf sein Denken und Wollen, Ich will ihn zu Mir ziehen und doch seinen freien Willen nicht antasten. Und so rede Ich zu ihm, und Mein Wort soll ihm Erkenntnis bringen, so er Mich nur willig anhöret. Mein Wort lehret ihn Liebe zu Mir und zum Nächsten. Die Liebe zu Mir kann er oft nicht aufbringen, solange er Mich noch nicht recht kennt; den Nächsten aber kennet er, und diesem soll er seine Liebe schenken. Dazu will Ich ihn anregen, und so er dieser Meiner Anregung Folge leistet, kommt die Liebe zu Mir von selbst, denn dann fühlet er Mich, Den er noch nicht recht erkannte, schon in sich, sein Denken wird klar und der Wahrheit entsprechend sein als Folge der Liebe zum Nächsten, und durch rechtes Denken wird er nun auch ein rechtes Bild gewinnen von Mir und sich Mir ohne Widerstreben zuwenden, er wird reifen an Erkenntnis und also auch reifen in der Liebe. Und Ich habe ihn nun gewonnen für Mich, denn wer Mich einmal erkannt hat, der lässet Mich nicht mehr, wie auch Ich den nicht aufgebe, der Mir von selbst einen Schritt entgegengekommen ist. Ich sehne Mich nach der Liebe Meiner Kinder und lasse ewiglich nicht nach, um sie zu werben, denn die Vaterliebe will schenken, die Vaterliebe will unausgesetzt beglücken, sie muß aber Erwiderung finden, um als Beglückung empfunden zu werden. Amen.
B.D. NR. 5511.

 

Buch 61 5512

Gottes Wort Beweis Seiner Liebe und Barmherzigkeit.

20. und 21. Oktober 1952. B.D. NR. 5512.

Die Zuleitung des göttlichen Wortes ist ein Gnadenakt von größter Bedeutung, denn die Menschen sind von Gott so weit entfernt, daß sie selbst es unmöglich machen, daß sie von einem Licht- und Liebestrahl Gottes getroffen werden können; und doch dringt dieses Liebelicht Gottes hindurch, um die Seelen zu durchleuchten und ihre Abkehr von Gott aufzuhalten, um ihren Widerstand zu verringern und ihre Rückkehr zu Gott zu veranlassen. Es ist ein Gnadenakt Gottes, der von Seiner unendlichen Liebe zeugt. Das Menschengeschlecht ist reif zum Gericht, oder besser gesagt, es versagt in seiner Erdenlebensprobe und hat daher das Recht verwirkt, sich auf dieser Erde aufzuhalten, weil es das Erdenleben nicht nützet seiner Bestimmung gemäß. Doch Gottes Erbarmung gilt Seinen Geschöpfen, die von Ihm abgefallen sind, und Er lässet nichts unversucht, was nur einer Seele zur Rettung verhilft. Und Er tritt diesen von Ihm abgekehrten Geschöpfen daher Selbst entgegen im Wort - Gott Selbst ist das Wort. Also Gott Selbst steigt zur Erde hernieder, wenn Sein Wort zur Erde geleitet wird. Er tritt mit den Menschen in Verbindung, und Er gibt ihnen das wirksamste Mittel in die Hände, das zum Ziel führt, zur Vereinigung mit Ihm. Sowie sich das Geschöpf aus freiem Willen von Gott entfernt, beraubt es sich Seiner Liebekraft, und es ist unfähig, etwas zu tun zu seiner Höherentwicklung. Der freie Wille verhindert ein zwangsmäßiges Zurückführen zu Gott, durch die Gottferne aber richtet sich das Geschöpf selbst eine Schranke auf. Und diese Schranke durchbricht Gottes große Liebe und Erbarmung. Er geht denen nach, die sich von Ihm abkehren. Eine Gnade von unsagbarer Bedeutung ist dies, denn die Menschen weisen Gottes Liebe zurück, Gott aber berühret sie dennoch mit Seinem Liebestrom. Er spricht die Menschen an, Er will sie gewinnen durch Worte der Liebe und Erbarmung, durch hilfreiche Belehrungen und Hinweisen auf das Ende. Er vergeltet nicht Gleiches mit Gleichem, denn Er sieht die Not Seiner Geschöpfe, die diese in ihrer Blindheit nicht erkennen, Er sucht sie wie ein treuer Vater zu bewahren vor dem Untergang. (21.10.1952) Seine Hilfe bietet Er den Menschen so offensichtlich an, daß sie auch Seine Liebe erkennen und sich Ihm freiwillig zuwenden müßten, doch die Kraft Seiner Liebe kann nicht voll wirksam werden, weil der Wille der Menschen sich dagegen wehrt. Und es werden immer nur wenige sein, die einen Nutzen ziehen und die übergroße Gnadengabe recht verwerten. Und diese wenigen werden noch bis zum Ende wirken können unter den Menschen als Erwecker und Bekenner des Glaubens, sie werden überzeugt reden können und für Gott und Sein Reich arbeiten mit einer Kraft, die sie aus jener unverdienten Gnadengabe schöpfen können; sie werden segensreich wirken unter ihren Mitmenschen und besonders dann hervortreten, wenn alles zu zerfallen droht, wenn irdisch und geistig ein Chaos sein wird und das nahe Ende deutlich zu erkennen ist. Dann werden allein die Menschen angehört werden, die im lebendigen Glauben stehen und das lebendige Wort Gottes vertreten, die aus dem Gnadenschatz empfangen haben und daher auch austeilen können, wo größte geistige Not dies gebietet. Die Liebe Gottes folgt den Menschen nach, und in Zeiten der Not lassen sie sich erfassen von ihr, und sie werden dann auch gerettet sein für alle Ewigkeit. Amen.
B.D. NR. 5512.

 

Buch 61 5513

Ringen in der geistigen Welt. Fürbitte und Vortragen des Evangeliums.

22. Oktober 1952. B.D. NR. 5513.

Es ist ein unvergleichliches Ringen in der geistigen Welt, denn die Zahl der niederen Geister steigt ins unermeßliche, und ständig mehren sie sich, weil die von der Erde abscheidenden Menschen ganz im Banne dessen sind, der das Reich der Finsternis regiert. Es ist eine scheinbar unüberwältigende Aufgabe, aus diesem Reich die Seelen zu erlösen; es ist ein Ringen von seiten der Lichtwelt, das immer nur mit Liebe geführt wird und übermäßige Geduld und Ausdauer erfordert, denn immer wieder sind die finsteren Wesen tätig, um eine ihnen entfliehen-wollende Seele zurückzuhalten, weshalb das Ringen gleichsam zwischen den Lichtwesen und den Kräften der Finsternis stattfindet um die Seelen der Menschen, die noch nicht ganz hoffnungslos dem Gegner Gottes verfallen sind. Doch es gilt den Willen der Seelen anzuregen, daß er nach oben verlangt, weil dann die Lichtwesen sich einschalten können mit ihrer Kraft, während sie zuvor keinerlei Kraft anwenden dürfen. Und dieses Bemühen, den Willen der Seelen recht zu richten, ist unvergleichlich schwer und oft auch ohne Erfolg. Was auch den Seelen vorgehalten wird, sie sind ungläubig und nehmen nichts an. Und doch dürfen sie nicht von den Lichtwesen aufgegeben werden, weil nur Beharrlichkeit zum Ziel führt. Sie können auch nicht in ihrer ganzen Lichtfülle den Seelen der Finsternis gegenübertreten, um den Willen nicht zu zwingen, ihnen Gehör zu schenken. Sie müssen in der gleichen Umhüllung erscheinen und wie aus sich heraus ihnen die Not beleuchten, um sie zur Änderung ihrer Lage zu bewegen. Ihre Liebe berührt sie zwar wohltätig, doch die geistige Not der Seelen ist oft so groß, daß sie abgestumpft und keiner Belehrung mehr zugänglich sind. Nur durch immer wieder neue Versuche sind sie zu gewinnen, weil auch ihre Not unerträglicher wird, je länger sie Widerstand leisten. Haben nun die Lichtwesen von seiten der Menschen auf Erden Unterstützung durch Fürbitte oder gedankliche Zuwendung des Evangeliums, so sind die Seelen leichter bereit, sie anzuhören, weil sie eine Kraft empfangen, die ihren Ablehnungswillen schwächt, und dann sind die Bemühungen der Lichtwesen auch von Erfolg. Die Gedanken der Menschen auf Erden können wahre Wunder wirken im geistigen Reich. Die Seelen werden dadurch in einen gewissen Tätigkeitsdrang versetzt, sie spüren eine Kraft, die sie nun nützen möchten, und sie haben plötzlich das Verlangen, ihren elenden Zustand aufzubessern, sie sehen sich gleichsam um nach einer Gelegenheit, ihrer derzeitigen Lage zu entfliehen, und sie werden auch immer hilfsbereite Wesen finden - Lichtwesen, die ihnen aber nicht als solche erkenntlich sind, die ihnen nun mit Rat und Tat beistehen. Die Lichtwesen werden nicht müde, die ihnen Anvertrauten zur Höhe zu führen, nur der erste Anfang ist oft unglaublich schwer, bevor der Wille der Seele bereit ist, sie anzuhören. Denn dann sind die Gegenkräfte unablässig bemüht, sie gegnerisch zu beeinflussen und alle zurückzuweisen, die ihnen helfen wollen. Das Gebet eines Menschen auf Erden kann dann unsagbar segensreiche Wirkung haben, denn die der Seele dadurch vermittelte Kraft wird immer genützet in positivem Sinn. Es ist, als erkenne dann die Seele die Feindseligkeit der unteren Kräfte und den Hilfswillen der Lichtwesen, und sie wendet sich willensmäßig schon den letzteren zu und von den unteren Kräften ab. Von einer Seite muß den Seelen Hilfe gebracht werden, wenn sie selbst es noch nicht erkannt haben, um was es geht. Und es ist daher die liebende Fürbitte die sicherste Kraftzuwendung, weil sie auch dem noch Gott abgekehrten Wesen als Wohltat spürbar ist und es nun die Kraft nutzet, d.h. seinen Willen wandelt - also durch den Kraftzustrom den Widerstand aufgibt und nun leichter zu lenken und zu beeinflussen ist von den Wesen, die ihm verhelfen wollen zur Höhe. Das Ringen um diese Seelen ist unsagbar schwer, aber doch nicht hoffnungslos, und darum ermüden die Lichtwesen nicht, und sie lassen nicht nach, bis sie die Seelen aus der Finsternis gezogen haben zum ewigen Licht. Amen.
B.D. NR. 5513.

 

Buch 61 5514

Anruf Gottes um Kraft. Kraft von unten.

23. Oktober 1952. B.D. NR. 5514.

Und ihr werdet es immer wieder erfahren, daß ihr ohne Mich nichts vermöget, es sei denn, ihr rufet den, der Mein Gegner und euer Feind ist, der euch aber Kraft gibt, um euch zu verderben. Ihr werdet mit Meiner Hilfe alles überwinden können, doch ihr dürfet euch nicht verlassen auf eure eigene Kraft, denn dann seid ihr schon in den Fangnetzen des Satans, der das Gefühl der eigenen Stärke in euch aufkommen lässet, um euch abzudrängen von Mir. Oft seid ihr in irdischen Nöten allein auf euch angewiesen, von seiten der Mitmenschen kommt euch keine Hilfe, und ihr selbst fühlet euch zu schwach. Dann sollet ihr zu Mir rufen, und ihr könnet euch fest darauf verlassen, daß ihr aus der Not wieder herausgeführt werdet, so ihr an Meine Liebe und Meine Macht glaubet. Es ist aber grundfalsch, statt dieses Rufes eure Kräfte aufs äußerste anzuspornen, in dem Glauben, es dann schaffen zu können, der irdischen Not dann Herr werden zu können. Auch eure eigene Kraft habt ihr von Mir, und diese kann wohl viel leisten nach innigem Anruf um Hilfe. Denn Ich helfe zumeist in natürlicher Weise, daß es nicht wie ein Wunder wirket, und dennoch ist es Meine Hilfe, die euch zugeht. Ist aber der Ruf zu Mir vorangegangen, dann ist auch sicher alles gut, was ihr selbst nun unternehmet, denn Ich lenke eure Gedanken, so wie es förderlich ist für euch. Wohl leisten viele Menschen Außerordentliches, ohne Mich angegangen zu sein um Segen und Hilfe. Ihre Gesinnung kann trotzdem gut sein, und dieser Gesinnung entsprechend ist Meine Kraft nun tätig oder versagt sich. Es kann aber der Mensch durch seinen Liebewillen unbewußt die Bindung mit Mir eingegangen sein - dann werde Ich ihn auch unterstützen in irdischer Not, doch immer nur in einer Weise, daß auch er Mich erkennen lernen wird, so er über die offensichtliche Hilfe nachdenkt. Wer aber Mein Gegner ist schon durch seine Gesinnung, wer Mich bewußt und unbewußt ablehnet, wer Mich nicht zu brauchen glaubt, so seine eigene Kraft nicht ausreichet, der wird von Kraft bedacht, die von unten kommt. Und er wird zu erkennen sein in der Verwertung dessen, was er sich irdisch erworben hat. Es wird keine dienende Nächstenliebe sprechen aus seinem Denken und Handeln, aus allen seinen Werken. Seine irdischen Erfolge werden stets größer und größer werden, denn ihn stattet Mein Gegner aus mit Kraft im Übermaß, um ihn ganz zu gewinnen für sich, indem er ihn fest kettet an die Materie, indem er jede gute Regung in ihm erstickt im Verlangen nach irdischen Gütern, nach Reichtum, Ehre und Ruhm. Doch es wird kein Segen ruhen auf seinem Wirken, er wird auch nicht vermögen, Herr zu werden über sein Schicksal, das von Mir aus über ihn verhängt ist. Denn immer wieder suche Ich, dadurch seine Gedanken hinzulenken auf Den, Der allein mächtig ist im Himmel und auf Erden, immer wieder zeige Ich ihm seine eigene Schwäche, damit er sich anlehnet an Mich und sich von Mir Kraft und Stärke erbittet, wie zwar auch Mein Gegner ihn ständig bedrängen wird. Ohne Mich vermöget ihr nichts, mit Mir und Meiner Kraft aber alles. Doch lasset euch nicht täuschen von der Gegenkraft, die euch wohl reichlich versorget mit allem Irdischen, euch aber das Leben der Seele nehmen will, der euch völlig kraftlos machen will für die Ewigkeit. Denn er tut nichts umsonst, er schädigt euch, wo er nur kann, und jede Kraftzuwendung von unten müsset ihr bezahlen, denn er will nicht eure Seligkeit, sondern nur euer Verderben. Amen.
B.D. NR. 5514.

 

Buch 61 5515

Reinigung des Herzens als Tempel Gottes.

24. Oktober 1952. B.D. NR. 5515.

Ich will in euch wohnen: - Darum soll euer Herz auch so beschaffen sein, daß Ich Mich darin aufhalten kann, und Ich kann nur weilen, wo alles Ungöttliche entfernt wurde zuvor, Ich kann nur sein in einem Tempel der Liebe, in einem Gefäß, das würdig ist, Mich Selbst darin zu bergen. Und es erfordert sehr viel Arbeit an sich selbst, das Herz so zu gestalten, daß Ich darin weilen kann - denn so ein Unrat hinausgeschafft wird, breitet sich schon wieder solcher aus, und die Arbeit muß unermüdlich geleistet werden, bis das Herz geschmücket ist mit den Tugenden, die Mich nun darin Aufenthalt nehmen lassen. Ich bin voller Liebe und Geduld, also müsset auch ihr es sein; ich bin sanftmütig und über alle Maßen friedfertig, und so auch müsset ihr euch bemühen, Mir gleich zu werden; Ich bin voller Nachsicht und Verständnis für alle Schwächen und fordere von euch das gleiche, wenn auch ihr nicht den Grad erreichen werdet, der euch auf Erden noch zu einem göttlichen Wesen gestaltet. Ich vergebe denen, die Mich beleidigt haben, und vergelte es ihnen mit Gnadengeschenken aller Art, und so auch sollet ihr keinem Mitmenschen ein Unrecht nachtragen, ihr sollet mit Gleichmut und Freundlichkeit denen begegnen, die euch kränkten, und ihr sollet ihnen Liebe geben und also auch ihre Liebe zu gewinnen suchen. Ihr sollet euch stets ein Beispiel nehmen an Meinem Wandel auf Erden, da Ich als Mensch mit den gleichen Widerständen zu kämpfen hatte und doch Sieger blieb, weil Mir die Liebe Kraft gab, die auch ihr jederzeit beziehen könnet, wenn ihr nur viel Liebe gebet. Ein so geläutertes Herz wird bald innewerden, wen es in sich birgt, denn die Liebe ziehet Mich gar mächtig an, die Liebe schmücket das Herz aus, und nichts kann daneben bestehenbleiben, was Meine Gegenwart verhindern könnte. Und ihr sollet nicht richten. Ihr sollet das Mir überlassen, und Ich richte wahrlich gerecht, aber doch anders als Ihr, weil Ich auch das Mir noch Fernstehende liebe und einmal gewinnen will. Versuchet es, nach Meinem Vorbild auf Erden zu leben, und der Versuch wird euch gelohnt werden. Denn wer ernstlich will, dem geht auch Meine Kraft zu im Vollmaß, um seinen Willen auch ausführen zu können. Wer ernstlich strebt nach innerer Vollendung, der wird sie erreichen, denn er wird Mich als seinen Helfer bald in sich spüren, und mit Mir zusammen wird ihm alles leicht werden, auch das Erreichen eines Reifegrades, der euer aller Streben und Ziel sein soll. Euer Herz wird Mir eine Wohnstätte werden und bleiben, und Ich werde Selbst euch gegenwärtig sein bis in alle Ewigkeit. Amen.
B.D. NR. 5515.

 

Buch 61 5516

Gnade und Wille.

25. Oktober 1952. B.D. NR. 5516.

Es bleibt euch überlassen, euch Meiner Gnade zu bedienen, doch unbeschränkt steht sie euch zur Verfügung. Nicht Ich kann sonach euch der Vollendung entgegenführen, sondern ihr selbst müsset es tun, indem ihr nur den ernsten Willen dazu habt, zur Höhe zu schreiten, und dieser ernste Wille euch auch alle Gnadengaben nützen lässet, die euch von Mir geboten werden. Ihr müsset wollen. Mein Wille kann euch nicht geben, was ihr selbst ablehnet, doch zu geben bin Ich immer bereit, so ihr es nur annehmen wollet. Und so kann wohl der eine Mensch sagen, daß er in großer Gnade stehe, doch dann eben nur deshalb, weil er bereit war, sie anzunehmen, während der andere das gleiche Gnadenmaß zurückweiset durch seinen Willen, der sich noch Mir gegenüber ablehnend verhält. Ich bin wahrlich gerecht und bedenke nicht willkürlich den einen Menschen mehr als den anderen, die Liebe zu Meinen Geschöpfen kennt keine Einschränkung, und gerade der Mir noch Abgekehrte wird von Meiner Liebe und Gnade mächtig berührt, doch zumeist bleibt Meine Liebeausstrahlung wirkungslos, was jedoch nicht an dem Grade Meines Gnadengeschenkes, sondern an der Richtung des Willens des Geschöpfes liegt. Ich gebe unbegrenzt - und alle Menschen könnten sich diesen Meinen Gebewillen zunutze machen und ebenso unbegrenzt empfangen. Wo aber Abwehr ist, ist auch Meine Gnade ohne Wirkung. Doch ganz plötzlich kann Mein Gnadenstrahl die Seele treffen und wandeln. Dann aber war von Mir aus schon die Willenswandlung vorausgesehen, Ich erkannte den Menschen als wandlungsfähig und wandlungswillig. Ich gebe ihm nun nicht plötzlich die Erkenntnis, sondern die Seele erkennt sich selbst durch die Berührung der Gnade. Es war also nur noch eine schwache Umhüllung zu durchbrechen, die der Gnade nicht mehr standhielt. Berührt wird jede Seele, so Ich ihr Gnadengaben zuwende, doch ob sie darauf reagiert, ist freie Willensangelegenheit. Niemals wird und darf eine Gnadengabe zwingen zur plötzlichen Willenswandlung, und Ich erkenne es sehr wohl, wo dieser Willenszwang ausschaltet, wo die Wirkung der Gnade von der Seele selbst zugelassen wird. Die Gnade tritt an jeden Menschen ungewöhnlich heran, besonders jetzt in der Zeit des Endes, weil Ich helfen will, den Untergang einer Seele zu verhindern. Ich rühre alle Herzen an mit Meiner Liebe und Gnade. Der eine fühlt es, der andere bleibt völlig unbeeindruckt davon, doch nicht durch Meinen, sondern seinen Willen. Das größte Gnadengeschenk kann Ich immer nur anbieten in unaufdringlicher Weise, weil jede ungewöhnliche Weise schon wieder ein Willenszwang wäre. Aber dennoch bleibt die Gnade an sich etwas so Wirkungsvolles, daß sie die Wandlung aus der Tiefe zur Höhe zuwege bringt, so ihr kein Widerstand entgegengesetzt wird, so der Mensch selbst den Willen hat, zur Höhe zu gelangen. Unwirklich bleibt sie dem Menschen, solange er nicht will, offensichtlich erkenntlich ist sie dem, der sie nutzen will. Doch dieser fühlt sich auch geborgen in Mir, denn das Nützen der Gnade führt auch unweigerlich zum Zusammenschluß mit Mir, von Dem sich der Mensch erfaßt fühlt und nicht mehr gegen Dessen Willen denken und handeln möchte. Ich bin immer bereit zu geben, und so ihr Menschen immer bereit seid, Meine Gabe anzunehmen, werdet ihr auch zur Höhe schreiten und im freien Willen eure Entwicklung vollenden, denn Meine Gnade bedeutet Hilfe, Meine Gnade bedeutet Kraft und Segen zu allem, was ihr unternehmet. Amen.
B.D. NR. 5516.

 

Buch 61 5517

Weltliebe. Ernste Mahnung.

26. Oktober 1952. B.D. NR. 5517.

Die Welt wollen die Menschen nicht aufgeben, und darum suchen sie, Kompromisse zu machen, die Ich aber nicht gelten lassen kann. Niemand kann zweien Herren dienen - besonders dann, wenn beide völlig gegensätzlich sind in ihrem Wesen. Und so ist die Welt mit allen ihren Freuden und Reizen völlig gegensätzlich zu dem, was ihr Menschen anstreben sollet - das geistige Reich, dessen Herr Ich bin und bleiben werde. Wohl stehet ihr mitten in der Welt, um euch zu bewähren, um die Welt überwinden zu lernen, nicht aber, um sie auszukosten, daß alle eure körperlichen Wünsche Befriedigung finden, denn in gleichem Maße lasset ihr die Seele unbefriedigt.

Ihr rechnet in euch mit einem natürlichen Rückgang eurer Begierden und Wünsche mit zunehmendem Alter und glaubet dann noch Zeit genug zu finden, eurer Seele zu gedenken. Wisset ihr aber, ob ihr noch lange auf Erden weilet? Wisset ihr, ob ihr ein Alter nach eurem Willen erlebet? Und wisset ihr, wie arm und elend ihr eingehet in das jenseitige Reich, so ihr plötzlich abgerufen werdet? Folglich ist es unklug, das Wichtigste im Erdenleben hinauszuschieben in eine euch noch ungewisse Zeit, und folglich müsset ihr auch erkennen, daß der Weltgenuß, ein irdisch befriedigendes Leben auf dieser Erde, nicht recht sein kann vor Meinen Augen, ansonsten ihr nicht damit zu rechnen brauchtet, daß jeder Tag euer letzter sein kann.

Jeden Menschen, der nur in geringem Glauben steht an Mich und ein Fortleben nach dem Tode, wird ein unbehagliches Gefühl befallen, so er sich einen plötzlichen Tod vor Augen hält, weil er es weiß, daß er nicht entsprechend Meinem Willen lebt, doch er betäubt sich selbst mit der Welt und ihren Freuden. Nur gänzlich ungläubige Menschen haben keinerlei Bedenken oder Gewissensskrupel, wenn sie der Welt abgewinnen, was sie nur können. Sie haben den stillen Mahner in sich schon längst betäubt, der aber immer noch seine Stimme ertönen lässet bei denen, die nicht ohne Glauben sind. Und diesen gelten Meine Worte, daß sie gedenken sollen eines plötzlichen Abrufes, daß ihnen die Welt nicht das gibt, was Bestand hat für die Ewigkeit, daß sie nichts hinübernehmen können in das geistige Reich, was ihnen auf Erden begehrenswert erscheint. Sie sollen bedenken, daß sie sich lösen sollen vom Weltlichen und daß sie es auch können mit Leichtigkeit, wenn sie die Liebe in sich zur Entfaltung bringen. Dann ist ihnen nichts mehr begehrenswert, was dem angehört, der ein Gegner von Mir und daher bar jeder Liebe ist. Die Liebe gibt ihm auch die rechte Erkenntnis über Wert und Unwert der Dinge, die Liebe allein ist das Gegengewicht zur Welt, denn wer die Liebe hat, knüpft auch die Verbindung an mit der Ewigen Liebe, und Diese wird nun das Ziel seiner Wünsche und Begierden, die Welt verblaßet und reizet nicht mehr, die Seele wird nun mehr bedacht als der Körper, der Mensch lernet die Welt überwinden, und dann lebt er sinn- und zweckgemäß sein Erdenleben, und er brauchet auch einen plötzlichen Abruf nicht zu fürchten, denn die Seele hat dann den Weg gefunden, der in ihre wahre Heimat führt. Amen.
B.D. NR. 5517.

 

Buch 61 5518

Erwecken des geistigen Hungers.

27. Oktober 1952. B.D. NR. 5518.

Der geistige Hunger soll geweckt werden unter den Menschen. Und dies erfordert Darbieten schmackhafter Kostproben, die gerade das Wissen enthalten, das dem Menschen unklar war. Jeder Mensch ist an einer Stelle angreifbar, jeder Mensch hat eine besondere Frage, die ihn beschäftigt, und so ihm darin Aufschluß gegeben werden kann, öffnet er sein Herz auch für weiteres Wissen, und es ist dann von größtem Erfolg, wenn der Lehrende ihm keine Antwort verweigert, wenn ihm alle Begriffe bekannt sind und so weit klar, daß er sein Wissen dem Mitmenschen vermitteln kann - daß er den Hunger des Menschen stillt, der nach der Wahrheit verlangt.

In der Menschheit ist das Verlangen nach der Wahrheit noch nicht erwacht, sie gehen gleichgültig darüber hinweg, was ihnen unverständlich ist, sie begehren keine Aufklärung, und darum kann sie ihnen nicht geboten werden. Doch immer liegt dies daran, daß ihr Denken nicht angeregt wurde, daß ihnen keine Kostproben angeboten wurden, daß sie nicht genötigt werden zu einer Selbstentäußerung, zu einem Klar-Legen des eigenen Denkens, es kann eine Frage sie überaus fesseln, wenn sie zur rechten Zeit und in rechter Weise gestellt wird, und es kann eine Antwort überaus befriedigen, wenn sie von einem dazu befugten Lehrer gegeben wird, der die reine Wahrheit vertritt und austeilen kann. Dann wird das Verlangen nach größerem Wissen von selbst wach werden, und dann erst kann der Hungernde gesättigt werden mit dem Brot des Himmels. Eine Antwort, die Unwissenheit verrät, befriedigt nicht und kann die Menschen abhalten, sich irgendwie Aufklärung holen zu wollen, die reine Wahrheit aber spricht für sich und daher auch jeden Menschen an, der nach der reinen Wahrheit ausgeht. Und dieser wird nun ständig ein Himmelsbrot dargeboten bekommen, das von oben ihm zugeleitet wird, er wird nicht mehr zu hungern und zu darben brauchen, er wird immer reichlich bedacht werden nach Bedarf und Würdigkeit. Denn um das Brot des Himmels zu genießen, gehört nur ein Wille nach rechter Belebung seiner Seele, das Aufgeschlossen- Sein für das, was Gottes Liebe ihm bietet.

Darum sollet ihr als echte Vertreter Gottes und Seines Reiches stets Sein Wort verkünden, auch wenn das Verlangen danach noch nicht vorhanden ist, denn Er Selbst wird euch segnen, so ihr sprechet, und ihr werdet diesen Segen erfahren, die Zuhörer werden nun selbst verlangen, sie werden jede Gelegenheit suchen, da ihnen das göttliche Wort verkündet wird.

In Liebe müsset ihr austeilen, was ihr selbst durch Gottes große Liebe empfangen habt. Dann bleibt es nicht ohne Eindruck auf eure Mitmenschen. Und dann werbet ihr für Gott und Sein Reich, und ihr leistet treue Weinbergsarbeit, denn ihr seid Seine Diener, ihr sollet denen, die das Gastmahl halten wollen, den Tisch des Herrn zeigen und also gute Gaben austeilen; ihr sollet das Wort Gottes verkünden immer und überall, wo euch geistig Darbende zugeführt werden, ihr sollet ihnen das Brot des Himmels reichen, daß nun ihr geistiger Hunger rege gehalten wird, so daß immer wieder Nahrung verlangt wird für die Seelen, die einmal von dem Himmelsbrot verkostet haben. Amen.
B.D. NR. 5518.

 

Buch 61 5519

Zuleiten des reinen Evangeliums nötig.

28. Oktober 1952. B.D. NR. 5519.

Es muß immer wieder den Menschen das Evangelium in seiner Reinheit zugeführt werden, weil dieses allein die Kraft hat, des Menschen Willen zu wandeln. Das reine Evangelium geht von Gott aus, es ist Sein zu den Menschen gesprochenes Wort, das bestehenbleibt bis in alle Ewigkeit. Sowie es aber zu den unvollkommenen Menschen gelangt, wird es entweder so rein angenommen und ihm entsprechend der Lebenswandel nun geführt, oder es wird von seiten der Menschen verbildet so, wie es dem Willen dieser entspricht, und dann verliert es jegliche Kraft, dann ist es nicht mehr Gottes, sondern der Menschen Wort. Solange das Wort Gottes rein und unverfälscht bleibt, ist seine Auswirkung auch erkennbar an den Menschen, die nun eine Wesenswandlung vollziehen und bewußt Gott zustreben. Hat das göttliche Wort aber Veränderung erfahren, so bleiben die Menschen ungebessert, denn sie haben das, was ihre Änderung zuwege bringen sollte, nach ihrem Willen umgestaltet, und (es, d. Hg.) ist etwas Verbildetes entstanden, das aber immer noch als Gottes Wort vertreten wird, jedoch völlig kraftlos ist. Das reine Evangelium leitet Gott daher immer wieder zur Erde, und Er ermahnet die Menschen, es zu befolgen. Das reine Evangelium ist die göttliche Liebelehre, die der Mensch Jesus auf Erden seinen Mitmenschen predigte und die immer und ewig die gleiche Liebelehre bleiben wird. Da die Liebe auf Erden aber nicht mehr geübt wird, ist die göttliche Liebelehre auch den Menschen unverständlich, und wo das Evangelium verkündet wird, dort wird die Liebe zu Gott und dem Nächsten nur so nebenbei gepredigt, denn durch menschlichen Einfluß sind so viele Lehren und Gebote den Menschen vermittelt worden, daß diese als zuerst zu erfüllende in den Vordergrund treten, daß aber die Wesenswandlung des Menschen, der eigentliche Erdenlebenszweck, nicht mehr angestrebt wurde und doch die Menschen glauben, gute Christen zu sein, weil sie sich die Erfüllung der Nebengebote und Lehren angelegen sein lassen. Darum muß immer wieder aufs neue der göttlichen Liebelehre Erwähnung getan werden, wie sie Jesus auf Erden predigte, und darum muß diese Liebepredigt aufs neue den Menschen gegeben werden in reinster Form, auf daß sie die Kraft des göttlichen Wortes spüren können, so sie es ausleben und also sich selbst zur Liebe wandeln. In ihrem Kern ist die Liebelehre Jesu zwar noch zu finden, so der Mensch guten Willens auch die verbildete Lehre entgegennimmt. Wer also die Liebegebote als erste und allein wichtige Gebote betrachtet und ihnen entsprechend lebt, der wird auch bald hell und klar die Veränderung des göttlichen Evangeliums erkennen, und er wird es auch verstehen, daß und warum immer wieder durch Zuleitung von oben die reine Lehre Christi zur Erde kommt; er wird es verstehen, daß Gott ständig zu den Menschen spricht und Er ihnen Sein Wort in aller Reinheit vermittelt, denn wer in der Liebe lebt, der ist auch von der Kraft der Liebe durchdrungen, wer in der Liebe lebt, der wird selbst belehret durch den Geist in sich, und ihm ist die unendliche Liebe Gottes Erklärung dafür, daß Er alles tut, um die Menschen in die Wahrheit zu leiten und sie zu führen zum ewigen Leben. Amen.
B.D. NR. 5519.

 

Buch 61 5520

Gesinnung bestimmt die geistige Sphäre und ihr Wirken.

29. Oktober 1952. B.D. NR. 5520.

Wie eure Gesinnung ist, so sind auch die Wesen, die sich an euch herandrängen und ihren Einfluß auf euch ausüben wollen. Deshalb seid ihr in Gefahr, so ihr euch nicht selbst kritisch beobachtet und Regungen in euch nachgebet, die nicht dem Willen Gottes entsprechen. Ihr werdet dann von jenen Wesen bedrängt, die euch immer tiefer verstricken wollen in Gott-widriges Denken und Handeln. Ein kurzer Ruf nach Hilfe genügt schon, daß die Lichtwesen euch beistehen und die schlechten Kräfte abwehren, denn dann ist euer Wille ersichtlich, recht zu denken und zu handeln. Euer Wille allein entscheidet die Sphäre, in der ihr euch aufhaltet, und darum kann eine rechte Harmonie in euch erst dann sein, wenn ihr euch nur mit der Lichtwelt verbindet, wenn ihr unausgesetzt gute Gedanken hinaussendet, die im Lichtreich aufgefangen und wieder zurückgesendet werden zu euch zur Stärkung und geistigen Förderung. Euer Wille allein ist es, der abwehret, wenn etwas Unharmonisches die Seele berührt, euer Wille bestimmt die Gedanken, und euer Wille zieht Licht oder Schatten heran. Und der Versucher umlauert euch und wartet nur darauf, daß ihr eure Gesinnung ändert, um dann auf euch einzuwirken, daß ihr Gott-widrige Gedanken fasset und euch abwendet von Dem, Den ihr anstreben sollet. Gebet ihm nicht die Möglichkeit, euch zu beeinflussen, wehret ihm, indem ihr in jeder Willensschwäche einen kurzen Ruf sendet zur Höhe, indem ihr in der Erkenntnis seelischer Not euch wendet an den Vater, Der euch sicher helfen wird; wehret ihm, indem ihr Jesus Christus anrufet, so ihr fühlet, daß ihr schwach werdet und seine Bedrängungen fürchtet. Und wisset, daß jeder Ruf von euch erhört wird, daß Gott euch nicht in der Gefahr lässet, weil ihr durch euren Ruf euren Willen bekundet, Ihm anzugehören, eurem Vater von Ewigkeit, Der euch liebt und Der euch nicht Seinem Gegner überlässet, so ihr nur euren Willen Ihm zuwendet. Aber seid stets wachsam, und betet, denn der Versucher ist euch immer nahe, und er wirket auf euch ein, so ihr euch nicht dagegen wehret. Darum übergebet euch jeden Tag aufs neue der Liebe und Gnade des himmlischen Vaters, übergebet euch dem Schutze der euch betreuenden Lichtwesen. Wollet, daß ihr nicht fallet, und ihr werdet Kraft erhalten, so zu leben und zu denken, wie es Gottes Wille ist. Amen.
B.D. NR. 5520.

 

Buch 61 5521

Gemeinsame Arbeit vom geistigen und irdischen Reich vor dem Ende.

31. Oktober 1952. B.D. NR. 5521.

Was zur Förderung der Seelenreife noch beitragen kann in der letzten Zeit vor dem Ende, ist vorgesehen seit Ewigkeit in Meinem Heilsplan, der der Zurückführung des Geistigen zu Mir gilt. Und wenngleich auf Erden die Gnaden nicht ausgewertet werden, so ziehen doch auch die Seelen im Jenseits ihren Nutzen daraus, die willig sind, und auch dieser Seelen habe Ich gedacht und gebe ihnen immer wieder Gelegenheit, zur Höhe zu schreiten. Denn Ich ersah auch von Ewigkeit, in welcher Notlage sich diese Seelen befinden kurz vor dem Ende der Erde, weil unzählige Seelen unreif die Erde verlassen und nun im geistigen Reich eine dichte dunkle Sphäre sie aufnimmt, wo sie hilflos und verlassen wären, wenn ihnen nicht Beistand geboten würde. In diese dunklen Sphären Licht hineinzutragen, immer wieder Funken aufblitzen zu lassen, das ist in Meinem Heilsplan von Ewigkeit vorgesehen, und Ich erkannte auch von Ewigkeit, daß und wie die Hilfswilligkeit der Erdenmenschen sich einsetzt, um diesen Seelen zum Licht zu verhelfen. Um alles weiß Ich seit Ewigkeit, und darum kommt auch alles so, wie es vorbestimmt ist, weil Ich seit Ewigkeit um den Willen der Menschen weiß und danach Meinen Plan auch gestaltet habe. Denn auch vom geistigen Reich aus können wieder die Seelen an den Menschen hilfreich wirken, wenn erstere eine bestimmte Erkenntnis gewonnen haben und diese dann auch wieder gedanklich den Menschen auf Erden vermitteln können, die ihrer Obhut nun anvertraut sind. Verbindung zwischen den Seelen besteht seit Uranfang, und ebendiese Verbindung gestattet und garantiert ein erfolgreiches Einwirken von der Erde zum Jenseits und umgekehrt. Eine Arbeit, die auf Erden nicht vollendet wurde, kann auch noch im Jenseits geleistet werden und auch zu einem erfolgreichen Ergebnis führen, weil eigentlich keine Grenzen bestehen, geistig gesehen, und es doch geistige Arbeit ist, die geleistet wird und werden soll. Und es bestehen Verbindungen, die den Menschen auf der Erde noch unbekannt sind, im geistigen Reich aber klar erkannt werden und zu eifriger Arbeit antreiben. Darum ist es oft von größtem Segen, wenn unreife Seelen von der Erde abgerufen werden, um im geistigen Reich zu einer gewissen Erkenntnis zu gelangen, die ihnen dann ein Weiterkommen ermöglicht und erfolgreiche Arbeit an ihnen anvertrauten Seelen, die noch auf Erden weilen und nun durch die geistige Beeinflussung zugänglicher sind den Belehrungen, die ihnen nun von seiten der Mitmenschen gegeben werden. Es kann jeder Mensch zum Glauben gelangen, wenn er nur in rechter Weise belehrt wird, wenn der Lehrende es versteht, sein Vertrauen zu gewinnen, seinen Widerstand zu besiegen. Doch es setzt dies immer eine geistige Beeinflussung voraus, es muß die Seele von einer Liebekraft zuvor berührt werden, die ihren Widerstand verringert. Und diese Liebekraft strahlen oft Seelen im geistigen Reich aus auf die ihnen verbundenen Menschen und sichern so den Erfolg eines Menschen auf Erden, der Mein Evangelium verkündet den Ungläubigen. Die Verbindung vom geistigen Reich zur Erde besteht ununterbrochen, in der Endzeit aber ist sie ganz besonders gesegnet, weil das Rettungswerk an den Seelen fortgesetzt werden soll, die unreif abscheiden von dieser Erde, und weil das Zusammenwirken von geistigen Wesen und den Menschen eine Erlöserarbeit bedeutet von größtem Erfolg, die ständig von Mir gesegnet ist. Denn die letzte Zeit fordert erhöhte Tätigkeit, um zu scheiden die Geister - um Licht zu bringen den Wesen der Finsternis und Freiheit und Seligkeit denen, die guten Willens sind. Amen.
B.D. NR. 5521.

 

Buch 61 5522

Gotteskindschaft nur auf Erde. Weiterentwicklung im Jenseits.

01. November 1952. B.D. NR. 5522.

Der Ausreifungsprozeß wird von Gott aus stets gefördert, doch im Stadium des freien Willens kann das Geistige auch Widerstand leisten, und dann tritt der Wille Gottes zurück, und der Wille des Menschen entscheidet. Geht nun die Entwicklung des Menschen nicht vorwärts oder gar zurück, dann hat der Wille des Menschen Widerstand geleistet dem Bemühen Gottes, ihm vorwärtszuhelfen, und dann muß auch das Geistige im Menschen, die Seele, die Folgen tragen - einen Zustand im Jenseits, der dem noch unentwickelten Geistigen angepaßt ist - ohne Licht und ohne Kraft. Widerstand gegen Gott ist immer Licht- und Kraftlosigkeit, weil von Gott allein das Licht und die Kraft ausgeht und Widerstand gegen Gott immer Ablehnung Seines Liebekraftstromes bedeutet. Dieser Zustand nun kann wohl auch im Jenseits geändert werden, doch wieder nur unter Aufgeben des Widerstandes gegen Gott, also williges Annehmen dessen, was ihm auch im Jenseits angeboten wird, doch gleichfalls ohne Zwang. Es ist aber auf Erden eine große Gnade Gottes außer acht gelassen worden, es ist Seine liebevolle Hilfe zurückgewiesen worden, und es hat das verständlicherweise Folgen, die niemals gänzlich aufgehoben werden können, weshalb wohl eine Besserung des Elendszustandes im Jenseits erzielt werden kann, niemals aber das gleiche erreicht wird, was auf Erden möglich war - die Gotteskindschaft. Es ist ferner nicht möglich, willkürlich wieder zur Erde zurückzukehren, um das Versäumte nachzuholen. Der freie Wille des Menschen hat auf Erden eine Entscheidung getroffen, und dieser gemäß ist das Leben im jenseitigen Reich. Doch Gottes große Güte und Barmherzigkeit verhilft allen Wesen zur Seligkeit, und diese Seligkeit ist in so vielen Graden möglich, so daß stets dem Willen des Wesens Rechnung getragen wird. Um einen höheren Grad der Seligkeit zu erreichen, ist eine nochmalige Verkörperung auf der Erde nicht gestattet, jedoch kann eine Seele, getrieben von der Liebe und ihrem übergroßen Hilfswillen, eine Wiederverkörperung erbitten von Gott, um auf der Erde eine Mission auszuführen, die der Rettung von Erdenseelen gilt. Es ist auch ein erhöhter Reifegrad Folge davon, der aber durch ein äußerst schweres Erdenleben erworben werden muß. Zudem ist die sich nun auf der Erde verkörpernde Seele schon in einem gewissen Lichtgrad, so daß von einer Aufwärtsentwicklung eines noch unvollkommenen Wesens nicht gesprochen werden kann, das nun durch ein nochmaliges Erdenleben das nachholen möchte, was sie versäumt hat. Denn Gott gibt der Seele auch im Jenseits die Möglichkeit, zur Höhe zu schreiten, doch es müssen nun die Bedingungen zur Aufwärtsentwicklung andere sein, weil sie die ihnen gewährte Gnadenzuwendung, die das Erdenleben als Mensch an sich schon war, ungenützt ließ, weil sie im freien Willen versagt hat und darum auch nur unter schwereren Bedingungen erreichen kann, daß sie selig wird. Zahllose Sphären gibt es und zahllose Seligkeitsgrade. Alle Seelen können selig werden und durch eigenen Willen den Seligkeitsgrad erhöhen. Doch die höchste Seligkeit eines Gotteskindes bleibt der Seele verwehrt, die auf Erden versagte, denn es ist möglich, diesen Grad auf Erden zu erreichen unter Nutzung der Gnade Gottes im freien Willen. Es ist die Gotteskindschaft die Krönung eines Erdenlebens, das ganz nach dem Willen Gottes, in treuester Liebe zu Gott und zum Nächsten, geführt wird - es ist die Gotteskindschaft das Geschenk des himmlischen Vaters an Seine Kinder, die das Erdenleben ausnutzten, um der letzten Schlacken sich zu entäußern, die durch ein rechtes Liebeleben während des Erdenlebens werden, was sie waren von Anbeginn - göttliche Wesen voller Licht und voller Kraft.
Amen. B.D. NR. 5522.

 

Buch 61 5523

"Wer an Mich glaubt, der wird leben in Ewigkeit."

2. November 1952. B.D. NR. 5523.

Wer an Mich glaubt, der wird leben in Ewigkeit. Es sind dies Meine Worte, die auch Anlaß gaben zu Spaltungen, weil der geistige Sinn nicht recht erkannt wurde. Ich fordere den Glauben an Mich, um den Menschen ein ewiges Leben geben zu können. Was aber ist unter Glauben zu verstehen? Nicht das Bekennen mit dem Munde, nicht das verstandesmäßige Anerkennen Meines Erlösungswerkes, sondern die innere Überzeugung von der Wahrheit alles dessen, was Ich euch Menschen lehrte auf Erden, ist unter "Glaube" zu verstehen, und diese innere Überzeugung ist nur zu gewinnen durch die Liebe. Also bedingt der Glaube auch die Liebe, und so ist doch die Liebe das Erste. Sie wird aber auch erfüllt von denen, die so an Mich glauben, daß Ich ihnen das ewige Leben schenken kann. Der rechte Glaube also ist darum Leben verheißend, weil er die Liebe in sich schließt. Der Verstandesglaube aber führet nicht zum ewigen Leben, und dieser Verstandesglauben ist es, der notfalls noch unter den Menschen anzutreffen ist, den Ich aber nicht so bewerten kann, daß er dem Menschen das ewige Leben einträgt. Ich will einen lebendigen Glauben, der aber nur gewonnen werden kann durch die Liebe. Denn es lebt der Mensch erst, so er durch die Liebe eine Sicherheit in sich empfindet, einen Glauben, der wahrhaft beglückend ist, der nun sein ganzes Wollen und Denken bestimmt und einen Lebenswandel zeitigt, der ihm ein ewiges Leben einträgt. Verstandesmäßig glauben ist kein Beweis einer Seelenreife, denn es kann der Mensch durch Erziehung auf einen christlichen Boden gedrängt worden sein, er kann also nicht mit Überzeugung Mich Selbst, Mein Erdenleben als Mensch und Mein Erlösungswerk ablehnen, er hält alles für wahr. Und doch braucht sein Herz nicht davon berührt zu sein, es ist für ihn eine geschichtliche Begebenheit, die er nicht leugnen kann, es wird aber nicht von ihm empfunden als das, was es ist. Es berührt nicht sein Herz, das erst dann beeindruckt wird, wenn in ihm die Liebe zur Entfaltung kommt. Dann wird der Glaube daran in ihm eine Seligkeit auslösen, dann wird etwas in ihm lebendig, dann fühlt sich der Mensch erst inmitten Meines Wirkens an der Menschheit, dann erst kann er von dem Glauben sprechen, der zum ewigen Leben führt. Wohl fordere Ich als erstes den Glauben an Jesus Christus, den göttlichen Erlöser, weil nur über Jesus Christus der Weg ist zum ewigen Leben, weil der Glaube an Gott allein nicht genügt, durch die Sündenbelastung, die nicht ohne Jesus Christus getilgt werden kann. Darum sprach Ich die Worte: "Wer an Mich glaubt, der wird leben in Ewigkeit." Wohlgemerkt - Ich, Jesus Christus, als Erlöser der Welt, verlangte den Glauben, aber immer ist unter "Glaube" nur der durch die Liebe lebendige Glaube zu verstehen, weshalb also als erstes die Menschen die Gebote der Liebe erfüllen müssen, die Ich den Menschen gab, um ihnen den Weg zu zeigen, der zur ewigen Seligkeit führt. Dann aber werden sie auch glauben können und in diesem Glauben eingehen zum ewigen Leben. Amen.
B.D. NR. 5523.

 

Buch 61 5524

Weltenwende.

4. November 1952. B.D. NR. 5524.

Die Weltenwende steht kurz bevor. Was das bedeutet, wisset ihr Menschen nicht, denn es geht ein Zeitabschnitt zu Ende, was ihr nicht für möglich haltet. Es beginnt eine neue Erlösungsperiode unter völlig anderen Bedingungen, eine Zeitepoche nimmt ihren Anfang, die nicht mit der jetzigen zu vergleichen ist. Es wird eine neue Welt erstehen, d.h., die Erde wird völlig neue Schöpfungen tragen, und es werden Menschen diese Schöpfungen sehen dürfen, die noch die der alten Erde kannten, und sich der Wunder Gottes erfreuen, die Seine unendliche Macht und Weisheit und Seine übergroße Liebe bezeugen. Es geht die Menschheit dem Ende entgegen, denn nur wenige werden die neue Erde erleben und beleben dürfen. Denn sie setzt einen Reifezustand ihrer Bewohner voraus, weil sich auch das Leben auf der neuen Erde ganz anders gestalten wird, weil die Menschen auf ihr mit dem Reiche der seligen Geister in Verbindung stehen so, daß sie miteinander verkehren dürfen, belehrt werden und darum in hohem Wissen stehen, was nur ausgereifte Seelen ertragen können, und darum ein hoher Entwicklungsgrad Bedingung ist, den nur wenige Menschen auf der alten Erde erreichen bis zum Ende. Die Zeit geht ihrem Ende entgegen. Und da die Menschen nur auf niedriger Erkenntnisstufe stehen, glauben und fassen sie das nicht und tun daher auch nichts, um zu höherer Reife zu gelangen. Sie stehen auch zum Teil in der Erwartung, daß eine bessere Zeit anbricht, daß die Menschen sich wandeln werden und also eine geistige Wende eintritt noch auf dieser Erde, weil ihnen ein solches Ende, wie es bevorsteht, nicht glaubwürdig erscheint. Sie wollen nicht wahrhaben, was aber unwiderruflich kommen wird. Es geht um die geistige Aufwärtsentwicklung, nicht um einen irdischen Aufstieg, der allen Menschen als Wichtigstes erscheint. Die geistige Entwicklung aber wird vernachlässigt und macht sonach das Leben auf dieser Erde zwecklos. Darum wird es beendet, wenngleich es den Menschen unfaßbar erscheint, daß diese Erde vergehen soll. Der Zustand auf der Erde ist untragbar geworden, es ist eine Finsternis über die Erde gebreitet, die fast undurchdringlich ist, die Erde ist als Schulhaus des Geistigen untauglich geworden und muß daher gewandelt werden, daß der eigentliche Zweck auf ihr wieder erfüllt werde. Wo noch ein Lichtfünkchen leuchten kann, dort ist auch eine Verbindung zum geistigen Reich, und diese Bindung bleibt bestehen, auch wenn die Erde in ihrer alten Form vergeht, d.h., es wird auch auf der neuen Erde dieses Licht leuchten dürfen, es wird hinübergenommen auf die neue Erde, weil es gleichsam schon über der Erde erstrahlte und also von der Zerstörung dieser nicht berührt werden kann. Menschen, die mit Gott innige Verbindung suchen, werden das Ende dieser Erde überleben, sie werden entrückt werden und dem Paradiese der neuen Erde zugeführt, weil sie nicht mehr von der Erdenschwere zurückgehalten werden, sondern im geistigen Reich die Unterstützung finden in den letzten schweren Tagen, die der Erde noch bevorstehen. Diese also werden die geistige Wende erleben, aber in anderer Form, als die Menschen sie sich vorstellen.... Alles wird gewandelt werden, jegliches Schöpfungswerk wird aufgelöst, und das in der Form gebundene Geistige kommt in neuer Verformung auf der neuen Erde wieder zur fortschreitenden Entwicklung. Schöpfungen herrlichster Art werden das Menschenauge entzücken, und ein unbeschreiblicher Jubel wird von den Lippen derer ertönen, die gewürdigt werden, die neuen Schöpfungen zu sehen und mit den alten auf dieser Erde zu vergleichen. Und es kommet, wie es verkündet ist, die Erde wird vergehen in ihrer jetzigen Form, doch sie wird neu erstehen und die Weisheit, Allmacht und Liebe Gottes bezeugen dem Menschengeschlecht, das hervorgeht aus den Besten dieser Erde, aus denen, die Gott erkennen, Ihn lieben und Ihm die Treue bewahren in der Zeit des schwersten Glaubenskampfes, der dem letzten Ende vorangehen wird. Ihr Menschen stehet vor der Welten wende. Sorget dafür, daß ihr sie erlebet in der Kraft des Glaubens und dem Licht der Erkenntnis. Sorget dafür, daß ihr gehöret zu jenen, die von dieser Erde genommen werden, um auf der neuen Erde Gottes Macht und Herrlichkeit zu bezeugen. Strecket zu Ihm eure Hände empor, daß Er euch errette aus der Finsternis, daß Er euch hole zu Sich in Sein Reich, wo Er euch wieder neue Aufgaben stellen wird - Ihn und Seinen Namen zu verherrlichen, Der die Welt regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5524.

 

Buch 61 5525

Verkündigung des Evangeliums in Zeiten der Not.

5. November 1952. B.D. NR. 5525.

Und wenn ihr die Not sehet um euch, die sich vergrößern wird, je näher das Ende ist, dann waltet eifrig eures Amtes, Mein Evangelium zu verkünden, den Mitmenschen Trost und Mut zuzusprechen und in ihnen den lebendigen Glauben zu erwecken. Denn sowie sie im Glauben stehen, werden sie auch der Not Herr werden, sowie sie glauben, wird ihnen geholfen werden. Aber predigt ihnen zuerst die Liebe, denn diese allein führt zum Glauben, und der lebendige Glaube ist eine Kraft, die alles überwindet. Die Not wird an alle Menschen herantreten, wenn auch in verschiedener Weise, denn Ich will alle Menschen aufrütteln aus ihrem Untätigkeitszustand, Ich will, daß sie erwachen aus ihrem Todesschlafe und erkennen, was ihnen bevorsteht. Ein jeder wird von Meiner Hand angerührt, die ihn erretten will, und nur, die gänzlich Meinem Gegner verfallen sind, die sich hoffnungslos ihm zugekehrt haben, lasse Ich aus, denn unter dem Einfluß Meines Gegners stehend, bleiben sie völlig unberührt von Meiner warnenden Stimme, die sie überall hören könnten, wenn sie ihr Ohr öffneten. Doch viele sind noch unentschlossen, wem sie sich zuwenden sollen. Diese möchte Ich noch gewinnen mit eurer Hilfe. Die dann aber noch zu schwach sind und in Gefahr, daß der Gegner Macht über sie gewinnt, die rufe Ich ab, um ihren gänzlichen Fall in die Tiefe aufzuhalten. Was ihr Menschen auch erleben werdet, es sind alles Mittel zur Rettung des Verirrten. Und ihr sollet kräftig mithelfen und arbeiten für Mich und Mein Reich. Auch ihr werdet viel Kraft benötigen, und ihr könnet sie jederzeit beziehen, so ihr euch nur gläubig an Mich wendet, so ihr Mein Wort zu euch sprechen lasset, so ihr willig seid, Mir zu dienen. Denn Ich brauche euch in der letzten Zeit vor dem Ende, und Ich lasse euch wahrlich nicht schwach und kraftlos werden, solange ihr euch beteiligen wollet an einer Arbeit, die überaus wichtig und nötig ist in der kommenden Zeit. Darum ersehet in der Not um euch nur die Bestätigung Meines Wortes, und glaubet, daß ihr jederzeit Meiner Hilfe sicher seid, wo es gilt, eine Erlöserarbeit zu leisten, für die Ich nur wenige Helfer habe. Die Zeit ist nur noch kurz bis zum Ende, und es soll in dieser kurzen Zeit noch viel erreicht werden, weshalb Ich mit ungewöhnlich harten Mitteln nachhelfen muß, um noch zu retten, die guten Willens sind, um sie vor einem endlos langen Aufenthalt in der Tiefe zu bewahren, die aber derer Los ist, die Mir widerstehen und Meinem Gegner hörig sind. Amen.
B.D. NR. 5525.

 

Buch 61 5526

Geistige Not größer als irdische. Wirken des Gegners.

6. November 1952. B.D. NR. 5526.

Die geistige Not ist noch viel größer als die irdische, denn die Menschen leben nicht mehr in der Wahrheit, und jeder Irrtum ist Hindernis zur Höhe, jeder Irrtum ist geistiger Stillstand oder gar Rückgang, denn der Irrtum ist das Werk Meines Gegners, um den Weg zu Mir zu versperren, um ihn unfindbar werden zu lassen. Jeder Irrtum stärket seine Macht und gibt ihm immer neue Gelegenheiten, das Dunkel der Nacht über die Menschen zu breiten. Irrtum ist alles, was dazu beiträgt, das Erkennen Meiner Selbst zu erschweren, Irrtum ist alles, was die Menschen hindert, mit Mir Verbindung zu suchen und zu finden. Mein Ziel und Streben ist, daß die Menschen sich mit Mir vereinen, daß sie nach Mir Verlangen tragen und dieses Verlangen des Herzens zu stillen suchen. Mein Ziel ist, die Liebe Meiner Geschöpfe zu gewinnen. Alles, was dazu beiträgt, ist gut und niemals des Gegners Wirken. Was aber die Menschen hindert, diese Verbindung mit Mir zu finden, alles, was ihre Blicke anderwärts richtet als nach Mir, ist Wirken Meines Gegners. Und ihr könnet sonach sehr leicht diesen erkennen in allem, was euch geboten wird, seien es geistige Lehren, seien es Botschaften aus dem geistigen Reich, seien es Geschehen, ganz gleich, welcher Art. Immer müsset ihr euch darüber klarwerden, was damit bezweckt wird. Und führet es euch von Mir weg und zur Welt hin, oder erschwert es die innige Verbindung mit Mir, dann wisset ihr auch, daß Mein Gegner am Werk ist, der euch Menschen von Mir abzudrängen sucht. Er wendet auch Mittel an, die Mein Wirken vortäuschen sollen, er scheut sich nicht, scheinbar für Mich zu arbeiten, um die Leichtgläubigen zu gewinnen, die ihn nicht erkennen und daher annehmen, was er ihnen bietet. Die Leichtgläubigkeit der Menschen begünstigt sein Tun, denn sie nehmen an ohne ernste Prüfung, sowie nur ein Anstoß gegeben ist, der ihren Glauben fordert. Das ist seine List, scheinbar den Glauben zu stärken und doch ihn in falsche Richtung lenken. Die Wahrheit wird ständig zur Erde geleitet, sie wird ständig den Menschen zugetragen, und doch wird dickster Irrtum und Lüge viel eher angenommen von ihnen als nur ein Fünkchen Wahrheit, das ihnen ihren Geisteszustand erleuchten würde. Mein Gegner aber hat einen festen Untergrund, er steht auf einem Boden, der von den Menschen selbst fest und haltbar gemacht wurde. Mein Gegner arbeitet dort, wo die Menschen glauben, Mein Revier betreten zu haben. Auch das ist seine List, die wieder nur aufgedeckt werden kann durch die reine Wahrheit, die Ich den Menschen bringe, durch Mein Wort. Doch schwer nur findet dieses Mein Wort dort Eingang, wo der Gegner sorgsam alle Tore versperrt. Und die Menschen selbst stellen sich hinter Meinen Gegner und stärken ihn in seiner Macht. Daher ist die geistige Not unbeschreiblich groß und doch nicht zwangsmäßig zu beheben, denn der freie Wille des Menschen muß selbst anstreben, in das Licht zu treten, dann wird es auch bald hell werden in ihm, und dann beginnt der Boden unter den Füßen Meines Gegners zu wanken. Ohne die Wahrheit jedoch kann die geistige Not nicht verringert werden, denn die Wahrheit lehret die Liebe, wer aber die Liebe hat, der erkennt auch das Wirken des Gegners, und er wird sich frei machen von ihm, weil er durch die Liebe auch die Kraft in sich fühlt, ihm zu entfliehen, weil er durch die Liebe den Zusammenschluß mit Mir herstellt und Ich ihm nun beistehe, indem Ich ihn erfülle mit Licht und Kraft. Amen. B.D. NR. 5526.

 

Buch 61 5527

Überzeugtes Bekennen im Glaubenskampf.

7. November 1952. B.D. NR. 5527.

Wollet ihr echte Bekenner Meines Namens sein, so müsset ihr auch tief in Meine Liebelehre eingedrungen sein; ihr müsset wissen, daß die Liebe das Erste und Wichtigste ist, daß die Liebe geübt werden will, um euch dann auch die Kraft einzutragen, für Mich und Meine Lehre einzustehen. Denn erst die Liebe erkennet Mich, durch die Liebe erst gewinnt der Mensch die Überzeugung, daß Ich Gott und Erlöser bin, erst durch die Liebe wird der Glaube lebendig, und dieser lebendige Glaube stehet dann ohne Furcht für Mich ein. Das Bekennen Meines Namens wird die Krönung des Glaubenskampfes vor dem Ende dieser Erde sein, und dieses Bekennen ist auch euer Sieg. Wer aber kann Mich überzeugt vor der Welt bekennen? Es wird nicht nur euer Bekenntnis mit dem Munde gefordert, sondern dieses Bekenntnis trägt euch irdisch große Not und Drangsal ein, ihr werdet viel hingeben müssen, wollet ihr Mir treu bleiben, denn man wird euch Bedingungen stellen, man wird Opfer von euch verlangen, die nur der zu leisten bereit ist, der Mich in sein Herz aufgenommen hat, der so innig mit Mir verbunden ist durch die Liebe, daß er Meine Gegenwart spürt und diese Gegenwart ihm auch die Kraft und Sicherheit gibt, Mich zu vertreten vor der Welt auch unter Verlust alles dessen, was er irdisch besitzet. Es ist dies eine große Glaubensprobe, die nur wenige bestehen werden, denn die Not in der Endzeit ist groß, und nur, wer fest ist im Glauben und dienet in Liebe, der achtet sie nicht, sondern vertrauet fest auf die Hilfe des Herrn. Dann aber werde Ich auch offensichtlich unter den Menschen weilen, die Mir Treue beweisen wollen und doch schwach sind angesichts des unmenschlichen Vorgehens gegen die rechten Bekenner Meines Namens. Und dann wird auch der Schwache von Meiner Kraft durchflutet sein, denn Ich erkenne seinen Willen, und ihm helfe Ich daher in jeder geistigen und irdischen Not. Ich werde unter den Meinen sein stets und ständig, so sie Meines Namens in Gläubigkeit Erwähnung tun, aber auch ihren irdischen Augen sichtbar werde Ich sein, wo dies der Glaube und die Not gebieten, denn Ich will den Meinen helfen und lasse sie nicht schutzlos den Feinden in die Hände fallen. Der Bekennermut wird sinken bei vielen, die heut noch glauben, gute Christen und Vertreter Meiner Lehre zu sein, denn die Maßnahmen der irdischen Gewalt bedrohen sie, und sie sind nicht fest genug, um Widerstand zu leisten, weil ihnen nicht die Liebe Kraft bietet, weil sie nur mit Verstand den Gang der Ereignisse beobachten, nicht aber innerlich mit Mir verbunden sind. Und in dieser Not, die immer größer wird, komme Ich zur Erde hernieder mit großer Pracht und Herrlichkeit - um den Meinen nun zu helfen, um sie ihren Bedrückern zu entführen und ihnen ihre Treue zu lohnen, indem Ich sie führe an einen Ort des Friedens und der Seligkeit. So der Glaubenskampf so heftig entbrennen wird, daß die Menschen zur Stellungnahme gezwungen werden, ist Mein Kommen jeden Tag zu erwarten. Denn Ich habe euch die Verheißung gegeben, daß Ich die Tage verkürzen will um der Auserwählten willen, um ihre Leiden abzukürzen und ihnen den Lohn zu geben für die Treue, die sie Mir und Meinem Wort bewiesen haben. Ich komme, um euch zu erlösen von allem Übel. Amen. B.D. NR. 5527.

 

Buch 61 5528

Verfolgung der Jünger der Endzeit.

8. November 1952. B.D. NR. 5528.

Ihr werdet gleich Meinen ersten Jüngern angegriffen werden auf das heftigste, wenn die Zeit gekommen ist, da es sich zu entscheiden gilt für oder wider Mich. Dann wird jeder, der für Mich ist, der Mich und Meinen Namen vor der Welt vertritt, angefeindet werden, und ihr werdet viel Kraft benötigen, um Widerstand leisten zu können ihren Anforderungen, Mir zu entsagen und alles zu widerrufen, was ihr bisher vertreten habt. Doch ihr werdet nicht furchtsam sein, denn gleich Meinen Jüngern werdet ihr, von Meinem Geist erfüllt, freudig bekennen, wer euer Herr ist, und euer Wille wird immer sein, Mir treu zu bleiben, und da ihr wisset um Meine Macht und Kraft, werdet ihr die nicht fürchten, die wohl euren Leib, aber nicht eure Seele töten können. Und Ich will euch dafür segnen, daß ihr Meinen Namen hochhaltet, daß ihr bekennet euren Mitmenschen gegenüber, daß Er allein eure Stärke ist. Wohl werdet ihr verfolgt werden gleich Meinen ersten Jüngern, doch die Drangsal nicht so fühlen und alles, was euch der Feind der Seele antun will - es wird an euch abprallen, weil das Schild des Glaubens euch deckt. Und gleich Meinen Jüngern werdet ihr auch dann noch Menschen gewinnen für Mich, die durch euer Beispiel zum Glauben geführt werden, die in Meinem Namen eine Kraft erkennen, Der sie sich willig übergeben. Und auch sie werden den Lohn bekommen, den Ich allen verheißen habe, die an Mich glauben - auch sie werden das ewige Leben ernten und aufgenommen in das Reich des Lichtes. Doch nur die werden Mich offen bekennen, die Mich gefunden haben, denen Mein Wort das Licht gebracht hat, die durch die Liebe zum lebendigen Glauben gelangten und daher auch voll überzeugt sind, daß Ich sie errette aus aller Not des Leibes und der Seele. Doch wer diesen tiefen lebendigen Glauben nicht erlangt hat bis zur Zeit des Glaubenskampfes, der gibt Mich leicht auf; ihn lockt die Welt, und er gibt dafür bedenkenlos hin, was ihm das Höchste sein sollte auf dieser Erde - er gibt Mich auf, weil er Mich niemals recht erkannt hat. Ihr aber, Meine Jünger der Endzeit, ihr sollet standhalten, und die Kraft wird euch auch reichlich zugehen, denn euer Wille, Mir treu zu bleiben, garantiert euch auch Meine Hilfe und Kraftzufuhr in unbeschränktem Maß. Ihr könnet nur das irdische Leben verlieren, aber auch dieses wird nicht eher beendet sein, bis es Mein Wille ist; dann aber tauschet ihr ein herrliches Leben dagegen ein im geistigen Reich. Mich aber gebet ihr nicht mehr hin für noch so große Versprechungen von seiten dessen, der euch wohl irdische Güter, nicht aber die ewige Seligkeit geben kann. Kämpfen werdet ihr wohl noch müssen auf dieser Erde, doch der Sieg ist euch sicher, denn ihr kämpfet mit Mir und für Mich, ihr streitet für Meinen Namen und Meine Lehre, ihr streitet für die Wahrheit, für das Licht, für eure Seligkeit. Amen. B.D. NR. 5528.

 

Buch 61 5529

Liebe und Glaube fehlt den Menschen. Verkünden in Liebe von Erfolg.

9. November 1952. B.D. NR. 5529.

Es fehlt euch Menschen nur der Glaube. Wie anders würdet ihr die Welt, euer Erdenleben und eure Aufgabe auf Erden betrachten, so ihr überzeugt glauben könntet an Mich, Der Ich euch und alles im Weltall ins Leben gerufen habe. Ihr würdet das Leben bewußt zurücklegen, ihr würdet euch gelenkt fühlen von Mir, und ihr würdet hell und klar um alles wissen, weil ihr durch den Glauben auch zur Weisheit gelangen könntet. Denn der Glaube hat als Begleiter die Liebe. Glaube ohne Liebe ist nicht denkbar, und das Feuer der Liebe entzündet auch das Licht der Weisheit. Das wahre Leben kann in euch erst erstehen, so ihr durch die Liebe einen rechten Glauben gewonnen habt. Euch Menschen aber fehlt die Liebe und darum auch der Glaube. Und ihr seid tot im Geist, ihr lebet wohl auf Erden, doch in Dunkelheit des Geistes wandelt ihr dahin, und euer Erdenleben trägt euch keinerlei Erfolg ein. Denn gewertet wird nur der geistige Erfolg, da jeder irdische Erfolg nichtig ist mit dem Tode des Leibes. Geistiger Erfolg aber kann nur zu verzeichnen sein durch Liebe und Glauben. In entsetzlicher Armut befindet ihr Menschen euch, und so ihr euch nicht wandelt, gehet ihr auch so armselig in das Jenseits ein, wo ihr sie auch empfinden werdet als Qual, weil euch nicht anderes mehr hinwegtäuschet über euren armseligen Zustand. Und auch dann nur könnet ihr nur zum Leben erwachen durch Liebe und Glauben. Auch im Jenseits wird euch wieder das vorgestellt, was ihr glauben sollet, aber genau wie auf Erden werdet ihr es ablehnen, solange ihr ohne Liebe seid. Liebe aber ist nur durch Liebe zu erwecken, und ihr könnet nun die Not der Seelen im Jenseits ermessen, denen keine Liebe nachfolgt. Unsagbar schwer nur können diese Seelen zum Glauben gebracht werden, und unsagbar lange Zeit kann daher vergehen, ehe dies erreicht wird. Es wird aber allen Wesen im Jenseits und den Menschen auf der Erde stets das zugetragen, was sie glauben sollen, und nun entscheidet der Grad der Liebe derer, die das Evangelium verkünden, wieweit es Anklang findet, ob und wann es angenommen wird. Darum müsset ihr Austräger Meiner Liebelehre selbst in der Liebe stehen, wollet ihr Erfolg haben. Was ihr in Liebe anbietet, erregt nicht so sehr den Abwehrwillen, als was nur schematisch angeboten wird ohne jede persönliche Liebeausstrahlung des Gebers an den Empfänger. Seid ihr euch aber selbst des Wertes dessen bewußt, was ihr austeilen wollet, so wird es euch innerlich drängen, dem Nächsten das gleiche zukommen zu lassen, und dieser Liebestrahl schon zündet im Herzen des Mitmenschen und kann es aufnahmefähig und -willig machen. Versuchet in aller Liebe die Menschen zum Glauben zu bewegen an einen Gott und Schöpfer von Ewigkeit, Der als Vater mit Seinen Kindern Verbindung sucht und ihre Liebe gewinnen will. Sprechet von Meiner unendlichen Liebe zu den Menschen, und suchet so auch in ihnen die Liebe zu entfachen, und es werden die Menschen auch glauben können und nur gewinnen, so sie annehmen, was ihr ihnen bietet. Und lebet ihr selbst ihnen ein Liebeleben vor, auf daß sie euch nacheifern und nun selbst die Liebe üben, dann wird auch ihr Glaube ein lebendiger werden, und ihre Arbeit an sich selbst wird erfolgreich sein, denn nun sind sie auch von der Kraft der Liebe und des Glaubens durchflutet, und sie werden leben und das Leben nun ewig nicht mehr verlieren. Amen.
B.D. NR. 5529.

 

Buch 61 5530

Gott Selbst als Lehrmeister. Wahrheit - Licht.

10. November 1952. B.D. NR. 5530.

Viel Licht strahlet ein in eure Herzen, so ihr euch von Mir belehren lasset. Dies sage Ich zu allen, die Mein direkt aus der Höhe euch zugeleitetes Wort annehmen, so es ihnen angeboten wird. Nirgendwo könnet ihr gleiche Weisheit empfangen, das euer Denken erleuchtet, niemand kann euch ein gleiches Wissen geben, es sei denn, er hat es zuvor empfangen von Mir. Denn die reine Wahrheit kann nur Ich den Menschen vermitteln, und glücklich können sich preisen, denen dieses Mein Wort zugeleitet wird, glücklich auch, die es indirekt empfangen durch Meine Boten, die Ich Selbst belehre. Überall in der Welt wird gelehret, überall sucht man, durch Studium sich ein Wissen anzueignen, überall wird solches Wissen von Mensch zu Mensch weitergetragen. Wer aber garantiert dafür, daß das Wissen der Wahrheit entspricht? Gemeint ist solches Wissen, wofür irdisch keine Beweise erbracht werden können, das aber doch das Wichtigste ist, was der Mensch wissen soll und was er daher, weil es nicht beweisbar ist, nur glauben kann. Doch auch, was zu glauben gefordert wird, kann Irrtum sein, und darum soll gerade für dieses Wissen der Quell gesucht werden, da es seinen Ausgang hat - es soll die ewige Wahrheit Selbst darum angegangen werden, Die allein sie austeilen kann. Doch wo ist unter den Menschen noch der Glaube zu finden, daß die ewige Wahrheit Sich Selbst den Menschen offenbart? Und weil dieser Glaube fehlt, werden eher alle anderen Wege beschritten als dieser eine. Gott Selbst um das rechte Wissen anzurufen, auf daß Ich es nun auch austeilen kann. Dennoch leite Ich Mein Wort zur Erde und bringe also gleichsam einem jeden Menschen Meine reine Wahrheit mit der dringenden Aufforderung, sie anzunehmen und auszuwerten. Ich will euch Menschen nur etwas Gutes geben, für das ihr keinen Ersatz finden könnet, so ihr Meine Gabe ablehnet. Denn kein anderes Wissen kann euch so umfangreich Aufschluß geben, kein anderes Wissen also bringt euch das Licht, das euch mit solcher Kraft erfüllen kann. Wissend zu sein heißt: Kenntnis zu haben von euch selbst, eurer Herkunft und eurem Ziel. Die Kenntnis über den Zusammenhang aller Dinge wird euch beglücken, denn die Unkenntnis ist gleich tiefster Dunkelheit, die euch bedrückt und unfrei macht. Licht aber ist Seligkeit, Licht ist Leben. Und stehet ihr einmal im Licht, so kann es euch nicht mehr genommen werden, denn das Wissen um die reine Wahrheit ist ein Geschenk des Vaters, Der euch liebt. Nur sollet ihr auch Seine Gaben dankend in Empfang nehmen. Immer wieder werde Ich euch das Licht antragen, d.h., das Wissen um die reine Wahrheit ist unerschöpflich und wird euch zugehen, solange ihr es innig begehret. Ich Selbst bin das Licht von Ewigkeit und will auch alles, was aus Mir hervorgegangen ist, mit Meinem Liebelicht durchstrahlen. Ihr alle sollet von Meiner Weisheit erfüllt sein und in Seligkeit schaffen und wirken können. Doch darum müsset ihr auch das Gebiet genauestens beherrschen können, in dem ihr wirken sollet. Ihr müsset um alle Zusammenhänge wissen und entsprechend auch euren Willen tätig werden lassen. Falsche Informationen lassen euch auch falsch denken und handeln, rechte Informationen dagegen wieder in Weisheit tätig sein. Und darum wird euch ständig Licht zugetragen werden, auf daß ihr euch recht betätigen könnet, daß es für euch selbst und für eure Umgebung segensvoll sich auswirkt. Ihr müsset selbst wissen um euren Anfang und euer Ziel, auf daß auch ihr den Mitmenschen zum letzten Ziel verhelfet, die schwach und auf eure Hilfe angewiesen sind. Amen.
B.D. NR. 5530.

 

Buch 61 5531

Geistiger Empfang - Verstandesarbeit. Arbeiter im Weinberg.

11. November 1952. B.D. NR. 5531.

Es ist ein gesegnetes Beginnen, eure Kraft in Meinen Dienst zu stellen, denn sowie sich Mir ein Mensch zum Dienst anbietet, genießet er auch ständig Meinen Schutz, er wird dann stets Meine Weisungen ausführen, weil in ihm keinerlei Widerstand gegen Meinen Willen mehr vorhanden ist. Völliges Unterstellen seines Willens unter den Meinen ist die erste Bedingung, daß er als ein Knecht von Mir gilt, denn Widerstand gegen Meinen Willen treibt ihn einen anderen Weg als den, den Ich ihm vorzeichne. Mein Wille nun ist, die Wahrheit den Menschen zu bringen - wer daher ganz in Meinen Willen eingeht, der ist geeignet dafür, die Wahrheit von Mir in Empfang zu nehmen und sie den Mitmenschen weiterzuleiten. Wer keinen anderen Willen hat als den Meinen, der kann auch keine anderen Gedanken fassen als die, welche sich ganz in der Wahrheit bewegen. Diese Erkenntnis wäre euch ein sicheres Mittel, zu prüfen, ob euch Wahrheit angeboten wird oder nicht. Doch oft sind sich die Menschen selbst nicht klar, wieweit sie ihren eigenen Willen dem Meinen unterstellen - sie sind noch zuviel mit ihrem Verstand tätig und lassen dann ihren eigenen Willen hervortreten, und dann sind sie nicht mehr geeignet, Wahrheit zu empfangen und zu verbreiten. Sie beobachten sich zu wenig und sind sich daher dessen nicht bewußt, daß sie nun nicht "empfangen", sondern selbst produzieren, daß ihr Verstand arbeitet, wo das Herz entgegennehmen soll. Und so ist es zu erklären, daß Menschen als in Meinen Diensten stehend mit der reinen Wahrheit bedacht werden - die aber nicht die rechte Einstellung zu Mir finden, ihre eigenen Gedanken Oberhand gewinnen lassen, wohl auch in gleicher Gedankenrichtung, jedoch gleichsam schriftstellerisch tätig sind und das Gedankengut verwerten, das sie sich zum geistigen Eigentum gemacht haben. Niemals wird eine solche Verstandesarbeit sich zum Schaden der Mitmenschen auswirken, weil das Denken eines solchen Menschen schon eine rechte Richtung genommen hat - im Gegenteil, es kann auch solche Verstandesarbeit auf die Mitmenschen einen erzieherischen Einfluß ausüben, sie kann als glaubenstärkend und glaubenerweckend anerkannt werden und wird niemals Mein Mißfallen erregen. Denn der Mensch arbeitet für Mich und in Meinem Geiste. Also segne Ich auch seine Tätigkeit und werte sie als Arbeit eines Knechtes im Weinberg des Herrn. Es ist eine freie Arbeit für Mich und Mein Reich, aber dennoch nicht das Erfüllen einer Mission, die dem Menschen aufgetragen wird, der sich selbst Mir zum Dienst angetragen hat. Denn eine solche Mission erfordert bedingungsloses Unterstellen des Willens unter den Meinen, sie erfordert, daß sich der Mensch gänzlich des eigenen Willens entäußert und nur das tun will, was dieser Mission entspricht. Er läßt also Meinen Willen gänzlich in den seinen einfließen. Nur eine so völlige Hingabe kann ein Werk zur Ausführung bringen, das Ich als überaus segensreich und wichtig erkannte, das aber von einem Menschen im freien Willen getan werden muß, weil dem freien Willen der Menschen Rechnung getragen wird. Es ist keine leichte Aufgabe, solange die Welt noch einwirkt auf den Menschen, sie ist aber zu erfüllen, wenn die Bindung mit Mir stärker ist als die Bindung mit der Welt, wenn der Mensch sich ohne Einschränkung Mir ergibt, wenn er für sich selbst nichts mehr erzielt, weder Anerkennung noch irdische Ausgleichung; wenn er nur der reinen Wahrheit dienen will und die geistige Arbeit jeder anderen Tätigkeit voransetzt - wenn er ernstlich gewillt ist, Mir ein treuer Knecht zu sein. Dann bin Ich sein ständiger Begleiter, dann weise Ich Selbst ihm seine Tagesarbeit zu, dann gibt es für ihn kein eigenes Denken und Einteilen mehr, dann sind seine Gedanken von Mir Selbst angeregt, dann trägt er keine Verantwortung mehr für sein Tun, weil Mein Wille ihn bestimmt, doch nicht im Zwang, sondern in vollstem Einverständnis mit seinem Willen, den er Mir frei unterstellt hat durch seine dienende Hingabe an Mich. Dann kann die Mission von seiner Seite aus erfüllt werden, er ist dann das Organ, durch das Ich Selbst Mich äußere, und er nimmt auf und verbreitet nun reinste Wahrheit, denn alle Gegenkräfte sind zum Schweigen gebracht, sowie er bewußt die Verbindung mit Mir eingegangen ist, sowie er bereit ist, Mein Wort in Empfang zu nehmen, weil es seine Mission ist, Mittler zu sein zwischen Mir und den Menschen, ihnen das zu geben, was sie nötig brauchen, was Ich Selbst ihnen aber nicht reichen kann, um nicht ihren Glauben zu erzwingen. Wer sich Mir für dieses Mittleramt zur Verfügung stellt, der ist dann auch Mein Vertreter auf Erden, wenn er für Mich und Meinen Namen redet. Und also ist auch das, was er empfängt, unmittelbar von Mir, bestimmt für alle Menschen, und so Ich alle Menschen bedenken will mit der reinen Wahrheit, weil sie diese überaus nötig brauchen, werde Ich auch dafür Sorge tragen, daß sie unverfälscht zu ihnen gelangen kann, was nur dann möglich ist, wenn Mein Knecht und Mitarbeiter auf Erden stets die Wahrheit begehrt und Mich um Schutz vor Irrtum angeht. Ich Selbst stehe dann als Schutz ihm zur Seite, weil Ich Selbst dann begehrt werde, so der Mensch die Wahrheit begehrt. Amen.
B.D. NR. 5531.

 

Buch 61 5532

Zweifel. Erhöhte Wahrheit. Licht. Schatten.

14. November 1952. B.D. NR. 5532.

Ihr werdet immer wieder in Zweifel geraten ob der Wahrheit dessen, was ihr als Mein Wort vertreten sollet euren Mitmenschen gegenüber. Ihr werdet zweifeln, solange ihr selbst noch nicht die Vollkommenheit erreicht habt, die euch ein helles Schauen ermöglicht, das euch alle Zweifel verjagen würde. Doch ihr könnet durch eure Zweifel nur reifen insofern, als daß euer Wahrheitsverlangen immer stärker wird und ihr sonach auch nach Dem verlangt, Der die ewige Wahrheit Selbst ist. Ein Mensch, der völlig selbstsicher ist, der glaubt, nicht irren zu können, strebt nicht nach mehr, sondern gibt sich zufrieden mit dem, was er besitzt - und er fällt zurück. Zwar beweiset es einen starken Glauben, wenn ein Empfänger Meines Wortes von oben von der Wahrheit überzeugt ist - doch auch der gläubigste Mensch ist nur ein Mensch - der gläubigste Mensch ist noch mit der Erde verbunden, solange er auf Erden lebt und sonach dem Zustrom des Erdgebundenen ausgesetzt, das verunreinigen möchte, was rein ist. Und diese Ströme berühren auch zuweilen seinen Verstand, und dann setzen leise Zweifel ein, die aber schnell verjagt werden können durch gläubigen Anruf Dessen, Der Selbst die Wahrheit ist. Es sind Schatten, die das Licht verdunkeln wollen, das hinausleuchtet in die Nacht. Und solange es Kräfte gibt, die wider das Licht ankämpfen, weil sie es nicht vertragen können, so lange ist auch der Mensch vor deren Einfluß nicht sicher, doch immer nur in dem Maße, wie er sich selbst zur Wahrheit verhält. Darum wird der die Wahrheit anstrebende Mensch auch unweigerlich zur Wahrheit gelangen, und selbst ein Zweifel wird nur zur Folge haben, daß sich die Wahrheit immer klarer herausstellt und jeden Zweifel besiegen wird. Es wird kein Mensch sagen können, daß für ihn die Wahrheit unerreichbar wäre, solange er auf Erden lebt - dann wäre euch nicht die Verheißung zugegangen: "Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit, er wird euch in die Wahrheit leiten." Die Wahrheit ist euch nicht unerreichbar, sie kann in euren Besitz gelangen, so es euch ernstlich um ihren Besitz geht. Denn Gott Selbst ist die Wahrheit, und Er verschenkt Sich allen, die Ihn begehren. Er will, daß Seine Geschöpfe in der Wahrheit stehen, weil sie nur durch die Wahrheit das werden können, was Sein Wille ist - Seine Kinder. Also wird Er auch die Wahrheit ihnen zuführen und auch die innere Sicherheit ihnen geben, daß es die Wahrheit ist, die ihnen geboten wird. Und selbst die auftauchenden Zweifel dienen dazu, die rechte Wahrheit zu erkennen und desto fester an ihr zu halten, weil sie Licht gibt, das den Menschen beseligt. Amen
B.D. NR. 5532.

 

Buch 61 5533

Fülle der göttlichen Liebekraft könnte jeder Mensch empfangen.

14. November 1952. B.D. NR. 5533.

In unendlicher Fülle kann euch Meine Liebekraft durchströmen, aber auch völlig leer könnet ihr durch das Erdenleben gehen, und beides liegt in eurem Willen - macht- und kraftvoll zu sein schon auf Erden oder auch, so euer Wille nicht Mir gilt, angewiesen zu sein auf die Kraftzufuhr von unten, die aber nur irdisch materiell sich auswirkt, also euch keinerlei geistigen Aufstieg sichert. Ihr selbst habt es in eurer Hand, in welchem Zustand ihr auf Erden weilet und auch zuletzt die Erde verlasset. Es kann sich euch das Lichtreich erschließen sofort nach dem Ablegen des Leibes, weil eure Seele von Meiner Liebekraft durchstrahlt ist und allsogleich Aufnahme findet in dem Reiche der Seligkeit. Denn so euch Meine Liebekraft auf Erden schon durchströmen kann, bedeutet das, daß sie sich vergeistigt hat während des Erdenlebens, daß sie das Ziel erreicht hat, das Zweck ihres Erdendaseins ist - alles überwunden zu haben, was den Zusammenschluß mit Mir verhindert, und folglich sich gestaltet zu haben zu einem Gefäß, in das Meine Liebekraft ungehemmt einströmen kann. Ich Selbst bin also dann in einer solchen Seele gegenwärtig, da Meine Kraftausstrahlung Mich Selbst beweiset. Ihr könnet nun Mich Selbst in aller Fülle in euch aufnehmen. Bedenket diesen Ausspruch. Was der Mensch Jesus wurde, könntet auch ihr werden, wenn ihr im gleichen Maß von der Liebe erfüllt wäret, die der Mensch Jesus für Mich und Seine Mitmenschen empfand. Ihr Menschen auf Erden aber werdet nicht den Willen aufbringen, den der Mensch Jesus aufbrachte und der wieder in der übergroßen Liebe seine Begründung hatte. Und doch wäre es möglich, denn auch Er war ein Mensch wie ihr, und Er bietet euch zudem Seine Unterstützung an, wenn ihr den ernsten Willen habt, das euch gesteckte Ziel zu erreichen. Doch wer macht die Probe und bittet Ihn um einen solchen Sieg? Stark könntet ihr sein, die Elemente müßten euch gehorchen, und alle Kräfte des Himmels würden euch zur Verfügung stehen, so ihr Ungewöhnliches wirken wolltet zum Heil eurer Mitmenschen; ihr könntet wahrlich Wunder vollbringen und ganz von göttlicher Kraft durchflutet sein, wenn ihr nur selbst euch gänzlich zur Liebe gestalten würdet, was soviel heißt, daß ihr Mich Selbst durch die Liebe in euch aufnehmen möchtet, so daß Ich in euch wirken könnte mit Meiner Kraft, die euch nun ganz erfüllt. Ihr Menschen gehet leidgebeugt, schwach und bangend durch das Erdenleben und könntet statt dessen mutig und kraftvoll und erhobenen Hauptes alles beherrschen, was euch schöpfungsmäßig unterstellt ist. Ihr könntet wahrlich Herren der Schöpfung sein, und alles müßte euch gehorchen, so ihr nur in euch die göttliche Ordnung hergestellt hättet, so ihr wieder die Liebe zur Entfaltung bringen würdet, die uranfänglich euer Wesen war. Ihr habet euch jeder Kraft entäußert, weil ihr euch der Liebe begeben habt, und also seid ihr oft noch der Kreatur unterlegen, die euer Wille nicht zu beherrschen vermag. Doch so ihr es wollet, stehen euch auch die Kräfte von unten zur Verfügung, euch selbst aber nicht zum Segen, sondern nur zum Verderben. Ihr brauchet nicht kraftlos zu sein, denn Meine Kraft steht euch immer zur Verfügung, doch um von Mir die Kraft zu erhalten und von ihr durchströmt zu werden, muß Liebe in euch sein, weil Meine Liebekraft nur ein zur Liebe gewordenes Geschöpf wirksam berühren kann, so daß es sich stark und mächtig fühlt. Die Liebe ist die Kraft, und die Liebe erwirbt die Kraft. Die Kraft bin Ich Selbst, und Liebe zieht Mich Selbst an. Ihr könntet in aller Fülle Meine Liebeströme in Empfang nehmen und euch dann fühlen als Kinder des Vaters, Dem alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden. Keinem Menschen ist diese Kraft versagt, doch ob er sie erringt im Erdenleben, steht ihm frei. Der Mensch Jesus aber hat bewiesen, daß die Liebe allein den Menschen gestaltet zum Aufnahmegefäß der göttlichen Liebekraft, die Er in aller Fülle in Sich einströmen ließ, und darum Ich Selbst in ihm wirken konnte, so daß Ihm nichts unmöglich war. Amen.
B.D. NR. 5533.

 

Buch 61 5534

Teilnahme am Erlösungswerk Christi. Nachfolge Jesu.

15. November 1952. B.D. NR. 5534.

Die Teilnahme am Erlösungswerk Christi solltet ihr Menschen euch alle angelegen sein lassen, denn unzählige Seelen sind gefesselt, denen ihr helfen könnet zur Befreiung. Ihr alle könnet euch beteiligen an dem Erlösungswerk Christi, ihr alle könnet mithelfen, das Gebundene zu erlösen, denn es ist dies in so vieler Art möglich. Das Wichtigste aber ist, daß ihr selbst erst daran glaubet, daß Jesus Christus der göttliche Erlöser ist, Der euer aller Sünden auf Sich nahm, um euch Befreiung zu bringen. Und diesen Glauben müsset ihr nun auch zu übertragen suchen auf eure Mitmenschen, auf alle Seelen, die ungläubig sind und darum gefesselt bleiben und in der Gewalt des Satans. Jeder, der an Ihn als Erlöser glaubt, der rufet Ihn auch an, und seine Erlösung ist gesichert. Ohne Glauben an Ihn aber findet die Seele keinen Ausweg, sie findet keinen Retter, der ihr Befreiung bringt. Jeder Mensch nun, der selbst gläubig ist, weiß auch um die Bedeutung des Erlösungswerkes, und er soll sein Wissen auch den Ungläubigen vermitteln. Es wird ihm ein Erfolg gesichert sein, so er selbst den göttlichen Heiland vertritt durch die Nachfolge Jesu, d.h., so er sich bemüht, das Leben Jesu nachzuleben, so er selbst die Liebegebote beachtet, die in der Lehre Jesu von Ihm Selbst den Menschen gegeben wurden. So er selbst in der Liebe lebt, erweiset er sich als ein rechter Nachfolger Jesu und als ein Vertreter Seiner Lehre, er erweiset sich als selbst erlöst durch Jesu Liebe und Gnade, und er kann nun auch mit Überzeugung eintreten für das Erlösungswerk Christi, er kann seine Mitmenschen auf die durch Jesu Kreuzestod erworbenen Gnaden hinweisen und also dazu verhelfen, daß auch diese sich jener Gnaden bedienen und frei werden können aus ihrem gefesselten Zustand, aus einem Zustand ohne Licht und Kraft und daher einem Zustand der Unseligkeit. Ihr Menschen könnet unsagbar viel beitragen zur Erlösung der Seelen, denn auch den Seelen der Abgeschiedenen könnet ihr in Liebe das Evangelium vortragen, ihr könnet auch ihnen den Weg zeigen, den sie gehen müssen, um aus ihrem unglückseligen Zustand herauszukommen. Ihr könnet auch sie auf den göttlichen Erlöser Jesus Christus hinweisen und in ihnen den Willen und das Verlangen erwecken, von Ihm angenommen zu werden, Ihm ihre Sünden zu bekennen und Ihn um Vergebung zu bitten. Jeder, der gläubig ist, will seinen Glauben übertragen auf den Ungläubigen, und ob es ihm auch nicht immer gelingt, so wird er doch viele Erfolge aufweisen können, und seine Arbeit für das geistige Reich wird nicht vergeblich sein. Denn er wird immer Unterstützung finden von seiten der Lichtwesen, denen gleichfalls die Erlösung des Gebundenen obliegt und die in ihrer Liebe nicht müde werden, Jesus Christus die Wesen zuzuführen, auf daß sie Erlösung finden von ihrer Qual. Amen.
B.D. NR. 5534.

 

Buch 61 5535

Wirken des Satans.

16. November 1952. B.D. NR. 5535.

Der Dämon aus der Unterwelt suchet überall Eingang zu finden, um Haß zu säen und Verwirrung anzustiften, und er nützet jede Gelegenheit, die sich ihm bietet. Er hetzt die Menschen gegeneinander auf, er säet Zwietracht und Unfrieden, er geht mit Lügen vor und raubt so den Menschen die Ruhe, die sie benötigen, um zu Gott zu finden. Denn das will er verhindern, der Gegner Gottes ist. Und sein Einfluß kann stark sein, wenn die Menschen nicht auf der Hut sind und sich sofort an Gott wenden, so sie merken, daß er im Anzuge ist. Ein Gedanke nach oben nur genügt schon, um ihm Widerstand entgegenzusetzen, weil dann seine Macht gebrochen ist, wo die Macht Gottes in Anspruch genommen wird. Der Frieden einer Seele ist dem Satan ein Greuel, und diesen suchet er zu stören, weil ihm dann alle anderen Angriffe leichter und von Erfolg sind. Ihr Menschen wisset nicht, wie feindlich er euch gesinnt ist, wie er alles hasset, was Gott zustrebt, und wie er nicht müde wird, um euch zu Fall zu bringen. Er kann nichts erreichen, solange ihr euch in der Liebe bewegt, darum sucht er, zuerst die Liebe zu ersticken in euch, er sucht euch innerlich zu erregen und Gift auszustreuen, unedle Gedanken gegen euren Mitmenschen in euch zu erwecken und schüret nach, wo sein Gedanke in euch gezündet hat. Er ist gefährlich in seiner Lieblosigkeit, sein Haß stiftet größtes Unheil an, und ihr müsset immer achtsam sein und die ersten lieblosen Gefühlsregungen im Keim ersticken, indem ihr einen Ruf sendet zu Jesus Christus, daß Er euch erlöse aus seiner Gewalt. Diesen Ruf fürchtet er und sucht daher jeden klaren Gedanken in euch zu verwirren - alles, was in der Welt euch unruhig und nervös macht, ist Einwirkung von seiner Seite, um eure Gedanken durcheinanderzubringen, weil er dann einen guten Boden für seine böse Aussaat findet. Bedenket immer, ihr Menschen, daß der Kampf zwischen Licht und Finsternis ständig währet und ihr selbst es seid, um die der Kampf geführt wird. Stellet ihr euch nun bewußt auf die Seite Gottes, dann verliert der Gegner - doch eure Kraft allein versagt, weil er dann stärker ist wie ihr, wenn ihr nicht die Kraft Gottes in Anspruch nehmet durch Anruf um Hilfe. Lasset euch nicht in Unruhe versetzen durch Mitmenschen, durch Geschehnisse, durch Gedanken oder Erlebnisse. Begegnet jedem unruhigen Gedanken mit einem Bittruf nach oben, und der Friede wird wieder in euch einkehren, indem ihr dann jeder Versuchung widerstehen könnet, denn der Friede in Gott ist eine Waffe, mit der ihr ihn verdrängen könnet. Flüchtet zu Dem, Der stärker ist als alle Versucher zusammen. Gebet dem Gegner Gottes keinen Anlaß, über euch triumphieren zu können - aber denket immer daran, daß ihr allein zu schwach seid, Widerstand zu leisten, mit Gott aber alles vermöget, Der keinen Bittruf ungehört verhallen lässet. Amen. B.D. NR. 5535.

 

Buch 61 5536

Hilfswille und Arbeit der Lichtwesen.

17. November 1952. B.D. NR. 5536.

Es werden unzählige Möglichkeiten geschaffen, den Seelen zu helfen auf Erden und im Jenseits, die noch verfinsterten Geistes sind und darum unselig. Jegliche Tätigkeit der Lichtwesen erstreckt sich auf die Hilfeleistung gegenüber dem Unvollkommenen, das auf Erden weilt oder auch unvollkommen in das geistige Reich eingegangen ist. Jegliches Bemühen gilt dem Erlösen des Geistigen, also Lichtzuführung in die Finsternis, sei es auf Erden oder auch im geistigen Reich. Und da die Annahme des Lichtes nicht unter Zwang erreicht werden kann, müssen stets die Begebenheiten an die Seelen herantreten, die in ihnen den Willen anregen, sich in dieser oder jener Weise zu betätigen, sie werden also gleichsam schicksalsmäßig zu einer Willensäußerung gedrängt; es treten ihnen Wesen des geistigen Reiches oder auch Menschen auf Erden nahe, die sie beeinflussen, gedanklich tätig zu werden, und jeder Einfluß kann zu einer für die Seele günstigen Willensänderung führen, die ihr geistige Reife einträgt. Und so kann alles, was auf Erden an den Menschen herantritt, geeignet sein dafür, es kann das ganze Erdenleben dieser geistigen Entwicklung dienen bei rechter Einstellung des Menschen, und es können die einzelnen Begebenheiten ebendiese rechte Einstellung zu Gott zeitigen, und dann hat das Erdenleben auch dem Menschen die Erlösung gebracht. Ebenso aber ist auch noch das Einwirken der Lichtwesen in der Geistwelt zu erwarten, die fortsetzen, was auf Erden ihnen nicht gelungen ist. Auch im geistigen Reich wird das Wesen gedanklich beeinflußt, denn wie auch die Umgebung sein mag, alles der Seele Begegnende verfolgt nur den einen Zweck, ihre Gedanken anzuregen, damit sie sich selbst und ihre falsche Einstellung erkenne und zu wandeln suche. Immer wird das Denken rege gehalten, und stets so, daß sie ihren eigenen Zustand erkennen lerne und eine Wandlung anstrebt. Auch diese Hinweise kommen von seiten der Lichtwesen, die ihr Erlösungswerk an den Seelen fortsetzen, weil ihre Liebe sie antreibt, sie aus ihrer unglücklichen Lage zu befreien. Und darum ist kein Mensch und kein Wesen des geistigen Reiches ohne Betreuung, nur werden die Bemühungen nicht erkannt, solange die Erkenntnis um geistige Dinge nicht vorhanden ist. Der Zusammenhang von der geistigen Welt und den Menschen ist nur wenigen bekannt, die Mehrzahl leugnet jede Verbindung und nützet darum auch nicht die durch solche Verbindung gewonnenen Erkenntnisse. Und solange glauben sie auch nicht, daß alle Geschehnisse im menschlichen Dasein vorbedacht sind und zur geistigen Reife führen können, jedoch nicht müssen, weil es jedem Menschen überlassen bleibt, aus jedem Erleben für seine geistige Entwicklung einen Nutzen zu ziehen. Und ebenso wird auch im Jenseits den Seelen zum Aufstieg verholfen von seiten der Lichtwesen, jedoch immer dem freien Willen Rechnung getragen, denn auch dort ist die freie Entscheidung für Gott oder für Seinen Gegner maßgebend für die Aufwärtsentwicklung der Seele. Doch keine Seele wird aufgegeben, wenn sie sich falsch entscheidet. Es wird um sie gerungen stets und ständig, bis sie doch einmal den rechten Willensentscheid getroffen hat, bis sie sich freiwillig zu und für Gott bekennt, Den sie einmal finden muß und auch finden wird, um dann auch überaus selig zu sein. Amen.
B.D. NR. 5536.

 

Buch 61 5537

Gottes segnende Hand über denen, die helfen wollen.

20. November 1952. B.D. NR. 5537.

Ich bin immer euch gegenwärtig, so ihr für Mich und mit Mir tätig sein wollet. Der Wille zu Mir, das Verlangen, nach Meinem Willen tätig zu sein, ist auch Gewähr dafür, daß Ich nun Selbst in Aktion trete, daß Ich Mich Selbst einschalte und ihr nun unter Meiner Leitung handeln und reden könnet, und es wird immer recht sein. Lasset es euch gesagt sein, daß Ich keine Macht an euch heranlasse, sowie ihr Mir zu Willen sein wollet. Ich verlange nur euren Willen, und sowie dieser Mir gilt, erfasse Ich euch und halte euch wahrlich, daß ihr nicht fallet. Und habet ihr wohl ein sicheres Mittel als ein Stoßgebet zu Mir? Ein kurzer Ruf schon genügt, so ihr euch in Gefahr befindet, und Ich schütze euch vor allen Angriffen des Feindes eurer Seele. Was aber wird Mir wohl angenehmer sein, als daß ihr Mir dienen wollet, als daß ihr euch unter Meinen Willen stellet und bewußt suchet, nach Meinem Wohlgefallen zu leben und zu wirken? Alles, was ihr tut im Liebegeist, was eure Liebe zu Mir und zum Nächsten beweiset, alles, was euren Hilfswillen bezeuget, ist Mir angenehm und wird euch immer Meine Liebe und Gnade eintragen. Und ihr könnet sonach niemals falsch denken oder handeln, so eure Absicht ist, Hilfe zu leisten, geistig oder irdisch. Die geistige Hilfeleistung aber ist überaus nötig, und Ich habe wenige Menschen auf Erden, die Mich in dieser Arbeit unterstützen, deren Unterstützung Ich aber deswegen brauche, weil eine Hilfe von menschlicher Seite immer möglich ist, wo Meine direkte Hilfe jedoch ihre Willensfreiheit beschränken würde. Ich habe nur wenige Mir-dienen-wollende Kinder auf Erden, doch die geistige Not ist übergroß und erfordert liebende Hilfe. Darum werde Ich stets Meine segnende Hand halten über euch, die ihr Mir eure Hilfeleistung angetragen habt, die ihr euch annehmet der irrenden Menschen und auch der Seelen im jenseitigen Reich, deren Erlösung ebenfalls ein Werk barmherziger Nächstenliebe ist und nur von seiten liebender Wesen ihnen gebracht werden kann. Ihr sollet euch nicht mit Zweifeln plagen; solange ihr nur helfen wollet, solange ihr nur den Willen habt, Kraft auszuteilen, Aufklärung zu geben und die Finsternis zu vertreiben, in der die Seelen sich unglücklich fühlen - solange ihr Licht bringen wollet, segne Ich euch und eure Arbeit und schütze euch vor den Angriffen des Feindes, der stets machtlos sein wird, wo die Liebe sich ihm entgegenstellt. Amen.
B.D. NR. 5537.

 

Buch 61 5538

Weckruf vor der langen Nacht.

21. November 1952. B.D. NR. 5538.

Wachet auf, die ihr am Tage schlafet, denn eine Nacht bricht heran von endlos langer Dauer für euch, die ihr diesen Mahnruf nicht höret. Dann werdet ihr verdammt sein zur Untätigkeit, wo ihr jetzt noch schaffen und wirken könnet und ihr doch eure Kraft nicht gebrauchet. Wachet auf, lasset das Licht des Tages in eure Herzen scheinen, daß es freudig schlage dem Leben entgegen. O höret doch Meinen Ruf, der allen denen gilt, die ihren Todesschlaf halten, die geistig tot sind, wenngleich sie auf Erden noch leben. Bald aber ist auch dieses euer Leibesleben vorbei, und dann kommt unweigerlich für euch die Nacht, aus der kein Erwachen mehr kommt, wohingegen es jetzt noch möglich ist für euch. Ihr Menschen, die ihr nur für diese irdische Welt lebt, glaubt ihr denn wirklich, daß ihr um eures Erdenlebens willen das wurdet, was ihr nun seid? Glaubet ihr im Ernst, daß euer Schöpfer und Gott von Ewigkeit euch nur darum ins Dasein gerufen hat, daß ihr diese Erde belebet? Genügt euch dieses irdische Dasein, oder verlangt ihr nach einem Leben, das ewig währet und euch selig macht? Wie armselig ist euer Dasein, gemessen an dem wahren Leben im geistigen Reich, und doch wertet ihr es höher als dieses, ansonsten ihr nur für das geistige Leben schaffen und wirken würdet. In welcher Not werdet ihr sein, so euch auch dieses Leibesleben genommen ist. Kraftlos gehet ihr ein in das geistige Reich, so ihr die Gnade habt, noch vor dem Ende abgerufen zu werden, doch in endloser Qual und Reue der ungenützten Erdenzeit gedenket, die euch alles hätte eintragen können, so ihr das Wichtigste angestrebt hättet, die Wiedergeburt zum ewigen Leben. Bricht aber die Nacht herein über euch, so ihr noch am Leben seid, dann wehe euch - dann werdet ihr nicht mehr sein, was ihr waret bisher, dann wird eure Seele aufgelöst und neu gebannt werden in der festesten Materie, und ihr werdet diesem entsetzlichen Lose nicht entfliehen können, ihr werdet wieder gebunden in einer Form, die ihr längst überwunden habt, und einen endlos langen Weg wieder gehen müssen, bis ihr erneut euer Ichbewußtsein erlangt, einen Weg, der euch ewig dünkt. Es ist die Nacht, aus der es kein Erwachen gibt, es ist die Zeit, da ihr im Grabe liegt, tot und doch nicht vergangen - wo ihr nicht mehr wirken könnet nach eigenem Willen, wo ihr im Todesschlafe liegt, den ihr nicht selbst beenden könnet, wohingegen ihr jetzt noch eure Lebenskraft gebrauchen könnet, so ihr tätig werden wollet, so ihr Meinem Weckruf Folge leistet und der Nacht entfliehet, die euch wohl gefangenhalten will, die ihr aber verjagen könnet, wenn ihr euch öffnet dem Licht, das Meine Liebe und Gnade euch erstrahlen lässet. Erhebet euch, ihr Schläfer, und lasset es Tag werden in euch, lasset euch warnen vor der ewig langen Nacht, und tuet alles, daß sie euch nicht überrasche, denn die Nacht ist keines Menschen Freund - suchet das Licht, kommet Mir als dem ewigen Licht entgegen, und glaubet, daß euch dann ein ewiges Leben erwartet, wo es licht und hell ist und wo ihr ewig keine Nacht mehr zu fürchten brauchet.
Amen. B.D. NR. 5538.

 

Buch 61 5539a

Gegenwart Gottes. Liebe.

22. November 1952. B.D. NR. 5539a.

Ich bin in euch gegenwärtig. Diese Zusicherung soll euch Meine Liebe beweisen, wenngleich ihr es nicht in seiner ganzen Tiefe zu fassen vermögt, was es bedeutet, daß Ich bei und in euch bin. Ihr vernehmet wohl diese Worte und nehmet sie auch in euer Herz auf, so ihr guten Willens seid und Mir zustrebet. Doch unfaßlich wird euch dieser Liebebeweis bleiben, den ihr empfanget als Zeichen Meiner Gegenwart, wie euch auch das Bewußtsein, Mich in euch zu tragen, erdrücken würde, so es euch verständlich wäre, was das bedeutet. Euer Gott und Schöpfer, euer Vater von Ewigkeit, nimmt Wohnung in einem Menschenherzen. Liebe im Vollmaß würde es euch wohl verständlich machen, doch stets würde es nur eine Seligkeit im Herzen auslösen, aber dem Verstand doch unerklärlich bleiben. Mein Geist, der alles in der Unendlichkeit erfüllt, durchströmt auch euren Körper, weil ihr sonst nicht leben würdet auf Erden, doch daß er sich in euch zum Ausdruck bringt, daß er euch wahrnehmbar ist, daß er sich gleichsam manifestiert in euch in Form des Wortes, daß euer Liebewille ihn zu erfassen vermag, daß er euch gegenwärtig ist und bleibt als etwas Wesenhaftes, das alle eure Regungen kennt, mit dem ihr Zwiesprache halten könnet, das euch liebet mit aller Gewalt und euch doch nicht verzehret mit seiner Kraft - das ist ein von euch niemals verstandenes Wunder. Darum ein Wunder, weil es nicht mit den menschlichen Sinnen zu fassen und doch unleugbar zu erkennen ist. Ihr Menschen könnet Mich kraft eurer Liebe zu euch ziehen und Mich fesseln - und Ich lasse Mich fesseln von euch, weil Ich euch liebe und Meine Liebe Meinen rechten Kindern alles gewährt, was sie nur wollen. Verlangen sie nun nach Meiner Gegenwart, dann ist auch in ihnen die Liebe zu Mir entfacht, und dann vollzieht sich schon das Wunder. Der höchste und vollkommenste Geist der Unendlichkeit neigt Sich herab, Er kennt das Verlangen Seines Kindes und gibt ihm Erfüllung; Er läßt Sich gefangennehmen durch die Liebe, weil Liebe stets zur Liebe drängt und weil die Liebe stets gibt und beglückt. Ich bin euch gegenwärtig, sowie ihr Mir euer liebendes Herz öffnet und Mich aufnehmen wollet. Und Ich bleibe bei euch, weil die Liebe nimmer vergehen kann, so Ich Besitz ergriffen habe von dem Herzen Meines Kindes, und weil Ich nimmermehr aufgebe, was sich Mir freiwillig hingibt, und Ich ruhe nicht eher, bis alles von Meiner Liebe durchstrahlt ist, was Ich geschaffen habe.
Amen. B.D. NR. 5539a.

 

Buch 61 5539b

Kraft der Liebe.

23. November 1952. B.D. NR. 5539b.

Die Kraft der Liebe ist alles bewältigend. Wie gern möchte Ich euch für diese tiefste Wahrheit empfänglich machen, doch ihr Menschen könnet erst durch die Ausübung der Liebe die Wirkung selbst erfahren, und zuvor bleibt es euch unverständlich, daß sich die Liebe als Kraft äußern kann, und kraft seines Verstandes wird der Mensch niemals diese Weisheit zu erklären und zu fassen vermögen. Daß Mir alle Macht und Kraft zu Gebote steht, beweiset die Schöpfung und die immerwährend wiederkehrenden Schöpfungswerke, die Mein Wille erstehen lässet. Die dazu tätig gewordene Kraft aber ist die Liebe - und da ihr Meine Geschöpfe seid, also alles das in euch ist, was Meine Wesenheit fasset, müsset ihr auch gleichfalls diese Kraft besitzen und gebrauchen können. Doch sie liegt brach in euch, sie ist durch euren einstigen Sündenfall außer Tätigkeit getreten, aber dennoch ist sie in euch, da euer Sein der Beweis der in euch ruhenden Liebekraft ist. Und es steht euch frei, sie wieder so zu entfalten, wie sie war im Anbeginn, und ihr könntet dann Göttern gleich schaffen und wirken nach eurem Willen. Ihr aber lasset sie ungenützt, weil eure geringe Erkenntnis nicht das Wissen um den Zusammenhang enthält und weil ihr selbst nicht eurer Aufgabe nachkommt, die Liebekraft in euch zu entfalten zu einer alles bezwingenden Kraft. Eure Liebe ist nur eine irdische Liebe; sie wendet sich stets nur Dingen zu, die vergänglich sind, sie hat noch nicht die geistige Bahn beschritten, wo sie erst richtig zur Entfaltung kommt - sie muß erst völlig uneigennützig sein, um als Kraft wirken zu können, und an dieser uneigennützigen Liebe mangelt es euch Menschen, und darum löset ihr euch so schwer von der Erde, d.h., eure Gedanken schweifen nicht nach oben in das Reich, das euch noch unbekannt, aber doch eure wahre Heimat ist. Sowie in euch jedoch die rechte Liebe entflammt, könnet ihr auch eindringen in jenes Reich, dann beginnt die Kraft schon zu wirken, und sie wird immer größere Wirksamkeit haben, je stärker sie in euch glüht, und ihr werdet dann Dinge vollbringen, die euch Menschen außer dem Bereich des Natürlichen zu liegen scheinen und doch nur eurer eigenen Beschaffenheit entsprechen. Was könntet ihr Menschen alles vollbringen, so ihr euch nur zur Liebe wandeltet. Schwach und kraftlos lasset ihr euch treiben von allen Geschehen, wo ihr durch die Liebe selbst eingreifen könntet, wo ihr alles bezwingen könntet kraft eurer Liebe. Noch ist euch dieses alles unbegreiflich und darum unglaubwürdig, doch so Ich es euch sage, könnet ihr es als Wahrheit annehmen und darum nur immer anstreben, die rechte, d.h. die uneigennützige Liebe zur Entfaltung zu bringen, und ihr werdet selbst sehr bald die Auswirkung erfahren, und nichts mehr wird euch nun bedrücken, weil ihr, so ihr in der Liebe lebt, mit Mir in Verband tretet und euch somit nichts mehr unmöglich ist, weil Meine Kraft unbegrenzt ist und nun auch euch unbeschränkt zur Verfügung steht. Denn Ich bin die Liebe, die Kraft, Die alles vollbringt, und der Zusammenschluß durch die Liebe mit Mir macht euch auch zu Wesen, die alles ausführen können nach ihrem Willen.
Amen. B.D. NR. 5539b.

 

Buch 61 5540

Warum Jesus Christus und Sein Erlösungswerk anerkannt werden muß.

24. und 25. November 1952. B.D. NR. 5540.

Dem Sünder wird Vergebung durch Jesu Christi Tod. Die Liebe des Menschen Jesus nahm alle Sündenschuld auf Erden auf sich und büßte dafür durch Seinen Tod. Er hat die große Schuld bezahlt mit Seinem Blut, und jedem Sünder kann daher Erlösung werden, sofern er an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk glaubt. Der Opfertod Christi war sonach für die gesamte Menschheit gebracht, doch nur wenige beteiligen sich daran, nur wenige nehmen die Gnaden bewußt in Anspruch, die der Mensch Jesus durch Seinen Tod erworben hat. Und darum ist die Erlösung, die Freiwerdung von aller Sündenschuld, immer ein Akt des freien Willens und muß es auch bleiben, es muß der Mensch selbst wollen, daß er frei werde durch Ihn, weil er sonst nicht zu Gott gelangen kann, Der Sich in Jesus Christus verkörpert hat. Der Glaube an Gott ist so lange nur eine leere Redensart, wie er nicht unter Beweis gestellt wird. Der Glaube an Gott hat auch das Erkennen des eigenen Verhältnisses zu Gott zur Folge. An Gott zu glauben als höchstes und vollkommenstes Wesen läßt auch den weiten Abstand von sich zu Gott erkennen, und dieser Abstand muß unweigerlich verringert werden, weil er im Anbeginn nicht war, als das Wesen vollkommen von Gott erschaffen wurde. Und als "Geschöpf" Gottes erkennt sich der Mensch, sowie er an Gott zu glauben vorgibt. Und also muß der Glaube zur Folge haben, daß das Wesen wieder Gott zustrebt, daß es wieder in das Verhältnis eintreten möchte, in dem es stand zu Anbeginn. Es muß in dem Abstand von sich zu Gott aber auch eine Begründung suchen und also zur Erkenntnis kommen, daß es durch die Sünde selbst diesen Abstand geschaffen hat - folglich von dieser Schuld frei werden wollen. Da die Schuld aber riesengroß ist, weil die Sünde wider Gott gerichtet war, ist der Mensch in der kurzen Erdenlebenszeit nicht fähig, diese riesengroße Sündenschuld abzutragen. Er muß eine ihm angebotene Hilfe annehmen, eine Hilfe, die der Gottmensch Jesus ihm bringen will, Den die sündige Menschheit erbarmte und Der deshalb in Seiner Liebe zu den Menschen ein Sühneopfer dargebracht hat, um ihnen zu helfen, von der Schuld frei zu werden. Nur durch Jesus Christus also ist eine Freiwerdung von aller Schuld möglich. (25.11.1952) Ihr hattet darum eine gewaltige Schuld abzutragen, weil eure einstige Sünde gegen Gott Selbst gerichtet war. Gott ist die Liebe, und wer sich gegen die Liebe versündigt, der versündigt sich gegen Gott Selbst, und er macht es gleichsam unmöglich, daß die Liebe Sich seiner annimmt, weil Sie abgewiesen wurde zuvor. Daher ist der Weg zu Gott einfach ein Absurdum, weil ein Wesen, das sich von Gott freiwillig entfernt, auf diesem Weg nicht zu Gott gelangen kann - verstehet das, ihr vergingt euch gegen die Liebe und könnet daher nur dann Vergebung finden, wenn ihr die Liebe anerkennet und euch zu ihr stellt. Und darum nahm der Mensch Jesus diese Mission auf Sich, der ewigen Liebe den Tribut zu zahlen, der Ihr Seine tiefe Liebe zu Gott und den Menschen bewies. Es konnte nur durch die Liebe eine Schuld getilgt werden, die gegen die ewige Liebe gerichtet war. Darum aber könnet ihr Menschen auch nicht Jesus Christus übergehen, ihr könnet Ihn nicht ausschalten, denn ihr könnet nur durch die Liebe die Rückkehr zu Gott ermöglichen, werdet aber auch, so ihr die Liebe übet, hell und klar erkennen das erbarmende Liebeswerk des Menschen Jesus und Ihn als euren Retter anerkennen, weil die Liebe sich mit allem zusammenschließt, was Liebe ist, und Jesus Christus die verkörperte Liebe war und somit Gott Selbst in Sich aufnahm, Dessen Ursubstanz Liebe ist. Und so manifestierte sich die Liebekraft Gottes in einem Menschen, sie nahm gleichsam Form an; die Kraft, die sich verströmte in die Unendlichkeit, die überall ist im gesamten Universum, die Kraft, Die als Gott Selbst anzusprechen ist, doch keinem als solchen schaubar, wählte Sich eine den Menschen vorstellbare Form und durchstrahlte sie, so daß also Gott Selbst war in dem Menschen Jesus, daß Dieser als Gott anerkannt werden muß, denn Sein ganzes Wesen war Gott, weil es Liebe war, und nur die äußere Form war Mensch, solange Er auf Erden weilte, bis auch nach Seinem Kreuzestode diese Form durchstrahlt war von dem Liebelicht Gottes und darum verklärt und vergeistigt auffahren konnte in den Himmel, doch nur denen schaubar, deren Seelen schon einen gewissen Reifegrad besaßen, um Göttlich-Geistiges schauen zu können, ohne selbst davon vergehen zu müssen. Der göttlichen Gerechtigkeit war Genüge getan, die göttliche Liebe versöhnt worden durch den Kreuzestod Christi, doch ohne Anerkennung Jesu und Seines Erlösungswerkes bleibt der Mensch unwiderruflich in der Sünde, die ihn trennt von Gott, und er kann nimmermehr selig werden.
Amen B.D. NR. 5540.

 

Buch 61 5541

Brücke vom Kind zum Vater.

26. November 1952. B.D. NR. 5541.

Ich will euch belehren, Ich will euch den Glauben geben an Meine Liebe, Weisheit und Allmacht, Ich will in euch das Verantwortungsgefühl erwecken für eure Seelen, Ich will euch Meinen Willen offenbaren, auf daß ihr recht lebet und so für eure Seele das tut, was nötig ist, daß sie lebet; Ich will euch Selbst anregen zur Liebetätigkeit, um euch den rechten Weg zu zeigen, den ihr gehen sollet im Erdenleben. Ich will alles an euch tun, was ein guter Vater an seinen Kindern tut, die er liebt. Und darum gebe Ich euch Mein Wort, darum stelle Ich die Verbindung her mit euch Menschen auf der Erde durch Mein Wort, sowie nur die geringste Möglichkeit bestehet, Zugang zu euren Herzen zu finden. Ich gebe euch ewig nicht auf, doch laut Gesetz von Ewigkeit kann Ich nicht willkürlich euch bedenken, sondern nur unter gewissen Voraussetzungen, die vorhanden sein müssen und doch freie Willensergebnisse von euch Menschen sind. Und darum kann auch Mein Wort euch nur zugeleitet werden, wenn ihr selbst den Willen habt, Mich zu hören; ihr selbst müsset eine Brücke von euch zu Mir herstellen wollen, dann baue Ich sie unverzüglich, weil Ich Mich freue, wenn Meine Geschöpfe zu Mir verlangen. Ich tue alles, um in euch dieses Verlangen zu erwecken, Ich trete euch immer wieder in den Weg, bis ihr aufmerksam werdet und Meine Nähe von selbst ersehnet, und dann spreche Ich euch an. Mein Wort könnet ihr Menschen vernehmen in vielerlei Weise, jedoch immer bringe Ich es euch nahe, sowie ihr danach verlanget. Also euer Verlangen nach Meinem Wort garantiert euch die Zuführung dessen, und was euch dann geboten wird, ist auch Mein Wort, denn Ich werde euch dann Selbst ansprechen, indem Ich euch Verständnis gebe und Urteilsvermögen, um den menschlicherseits unterlaufenen Irrtum klar zu erkennen und auszuscheiden. Nur euer Verlangen nach der Wahrheit, nach dem Wort Gottes, ist nötig, um auch Mein Wort zu empfangen - und dann erhaltet ihr alles - Belehrungen, Ermahnungen, Weisungen und genaue Kenntnis Meines Willens, den zu erfüllen alles ist, was Ich von euch verlange. Denn Ich will euch für Mich gewinnen, also werde Ich euch wahrlich nur das anbieten, was euch zu Mir führt, was euch so gestaltet, daß ihr in Meiner Nähe weilen könnet. In diesem Glauben könnet ihr euch stets Mir verbinden, dann betretet ihr die Brücke, die Ich geschlagen habe zur Erde, und dann könnet ihr stets von Mir in Empfang nehmen, was euch dienlich ist für eure Seele. Und euer Erdenweg wird dann kein Leerlauf sein, ihr werdet am Ende der Tage zurückblicken können auf ein gesegnetes Leben, denn eure Seele wird reif sein für die Ewigkeit.
Amen B.D. NR. 5541.

 

Buch 61 5542

Erleichterung des Glaubens durch das Wort von oben.

27. November 1952. B.D. NR. 5542.

Es wird euch wahrlich der Weg nach oben leicht gemacht durch das Zuleiten Meines Wortes, denn es wird euch dadurch Bestätigung dessen, was euch zweifelhaft ist, und ihr lernet glauben, vorausgesetzt, daß ihr wollet, daß ihr in der Wahrheit stehet. Denn ihr selbst könnet prüfen und euch ein Urteil bilden und werdet stets unterstützt werden von oben, daß ihr recht denket. Es werden euch durch Mein Wort Erklärungen gegeben, die annehmbar sind bei gutem Willen, Erklärungen, die euch Licht geben, es wird euch der Zusammenhang aller Dinge so erläutert, daß es in euch hell wird, ihr werdet bei eifrigem Nachdenken eine euch befriedigende Lösung finden, es wird das, was euch geboten wird, also von euch geglaubt werden können, immer vorausgesetzt, daß euch an der reinen Wahrheit gelegen ist, daß ihr diese suchet. Denn ein gewisser Glaube ist das erste, um bewußt zu streben nach oben. Der Glaube an einen überaus guten, weisen und mächtigen Schöpfer, Der euer aller Vater ist und anerkannt werden will. Erst dieser Glaube bestimmt euer Denken, Wollen und Handeln, denn sowie ihr ein Wesen über euch anerkennt, Dem ihr euch anschließen wollet, erfüllet ihr auch Dessen Willen, der euch nun durch Mein Wort geoffenbart wird. Durch Mein Wort von oben aber ist auch der Zusammenhang zwischen Mir und euch erkennbar, ihr habt gleichsam einen lebendigen Beweis von Mir und Meiner Liebe zu euch, und es ist euch nun leichter, die Verbindung mit Mir so herzustellen, daß ihr auch fühlet, daß Ich euch gegenwärtig bin. Ich bin euch durch Mein Wort von oben zu einem lebendigen Begriff geworden, Ich bin euch nicht mehr der fremde Gott, Der euch wohl gelehrt wurde, jedoch euch nicht so nahe war, daß ihr lebendige Zwiesprache mit Ihm halten konntet. In Meinem Wort allein schon könnet ihr Mich erkennen, und Mein Wort gibt euch den Beweis Meiner Liebe zu euch; so daß ihr euch vertrauensvoll an Mich wenden könnet in jeder geistigen und irdischen Not. Ich komme Selbst zu euch herab, weil ihr euch so entfernt habt von Mir, daß ihr Mich nicht mehr zu hören vermöget und euer Glaube tot ist und kraftlos. Und darum will Ich euch verhelfen zu einem lebendigen Glauben, Ich will Mich euch erkenntlich machen, auf daß ihr Mir bewußt zustrebet und den Weg gehet, der allein zu Mir führet - daß ihr Meinen Willen erfüllet, der euch als Mein Wille offenbart wird und der nur im Erfüllen Meiner Liebegebote besteht. Was euch von oben zugeht, ist so klar und verständlich, daß ihr es nicht abweisen könnet, wenn ihr willig seid, die Wahrheit zu erfahren. Wer diesen Willen nicht hat, der wird niemals glauben an Mich als Gott und Schöpfer von Ewigkeit, und er wird auch niemals eine Verbindung suchen mit Mir, weil ihm dann auch die Liebe fehlt. Diesen spreche Ich zwar auch an durch Mein Wort, doch der Widerstand, den er Mir noch entgegensetzt, veranlaßt ihn auch, Mein Wort abzulehnen, und ihm kann dann auch nicht geholfen werden. Doch derer, die willig sind, nehme Ich Mich besonders an in der letzten Zeit vor dem Ende, auf daß sie den Weg zu Mir finden und also auch zum ewigen Leben.
Amen B.D. NR. 5542.

 

Buch 61 5543

Erlösungsarbeit. Erfolg durch Liebe. Segen erbitten.

28. November 1952. B.D. NR. 5543.

Ich will euch segnen für alles, was ihr tut für Mich und Mein Reich, doch nicht um des Segens willen soll eure Arbeit geleistet werden. Bedenket, daß nur ein rechtes Liebeswerk von Erfolg sein kann und daß die Erlösungsarbeit nur auf Liebe aufgebaut sein kann, ansonsten die erlösende Kraft fehlt. Eure Arbeit muß daher völlig uneigennützig getan werden, wenngleich Ich sie bewerte als höchste Leistung, weil es um die Seelen der Wesen geht, die ohne Hilfe im Unglück schmachten. Denn auch die Menschen auf der Erde sind unglückliche Wesen, solange sie in Finsternis des Geistes dahingehen, nur daß sie ihren Elendszustand nicht erkennen im Erdenleben, weil sie nur dessen achten, was irdisch ist. Ihr aber könnet viel dazu beitragen, diesen Menschen ein Licht zu geben, und diese eure Mühe will Ich segnen. Es soll nichts umsonst geleistet sein, was ihr aus Liebe an euren Mitmenschen tut, denn ein Werk der Liebe kann ewig nicht vergehen, und ist es nicht gleich von Erfolg, so bleibt doch die Wirkung nicht aus, denn in kürzerer oder längerer Zeit kommt die Seele des Menschen dahin, daß sie eurer Liebe gedenkt und sie in Anspruch nimmt. Es geht nichts verloren, was aus der Liebe geboren ist. Doch ihr sollet stets um Meinen Segen bitten, auf daß eure Arbeit wirkungsvoller ist, weil Mein Segen eine große Hilfe bedeutet. Und Ich werde euch den Segen niemals versagen, ist es doch Mein Wille, daß ihr erfolgreich tätig seid, und Mein Segen wird gleicherweise auf eurer Tätigkeit wie auch auf euch selbst ruhen, denn die Arbeit für Mich und Mein Reich soll euch Freude machen, ihr sollet sie nicht leisten mit dem Gefühl, eine Last tragen zu müssen, ihr sollet sie gern und freiwillig verrichten, eben weil euch die Liebe dazu antreiben soll, und eure Liebe will Ich vergelten mit Meinem Segen.
Amen B.D. NR. 5543.

 

Buch 61 5544

Gerüttelt Maß von Gnade.

29. November 1952. B.D. NR. 5544.

Ein gerüttelt Maß sollt ihr empfangen. Nicht karg bedenke Ich euch mit Meiner Gnade, sondern lasse sie euch überreichlich zufließen, so daß ihr nur immer euch aneignen könnet, daß ihr sie verwerten könnet zu eurer Aufwärtsentwicklung. Doch eine Gabe, die euch Meine Liebe zuwendet, sollet ihr auch werthalten, ihr sollet sie betrachten als ein Geschenk eures Vaters im Himmel, Der euch dadurch zur Höhe verhelfen will, und ihr sollet sie auswerten, weil sie sonst völlig nutzlos bleibt. Und so auch sollet ihr Mein Wort betrachten als ein außergewöhnliches Gnadengeschenk, das Ich euch zur Endzeit bringe durch Meine Jünger, die Ich Mir Selbst erwählt habe zum Dienst für Mich. Ihr sollet Mein Wort mehr schätzen als alles andere in der Welt, denn es ist ein Liebestrahl aus dem geistigen Reich, es ist etwas Geistiges, das euch berühren soll, damit auch ihr vergeistigt werdet noch auf Erden. Es ist wahrlich ein Geschenk von unermeßlichem Wert, denn die Menschheit ist Mir so fern, daß sie Mich nicht mehr erkennt, nun aber ihr ein Beweis gegeben wird, daß Ich euch Menschen näher bin als je. Ich spreche euch Selbst an, also muß Ich auch sein. Und daß Ich euch Selbst anspreche, werdet ihr fühlen, so ihr guten Willens Mein Wort entgegennehmet. Mein Wort ist eine Gnade von unnennbarer Wirkung, und es führt euch unfehlbar zur Höhe, doch es zwingt euch nicht, wie alle Meine Gnaden euren Willen voraussetzen, um an euch wirksam werden zu können. Und darum kann Ich nur immer wieder euch ermahnen, Meine Gabe von oben in Empfang zu nehmen, nicht daran vorüberzugehen oder abzuweisen, so sie euch dargeboten wird. Und bedenket, daß ihr auf Meine Gnade angewiesen seid, weil ihr allein zu schwach seid, bedenket, daß euch jederzeit Kraft und Gnade zur Verfügung steht und ihr aus eurem Schwächezustand euch befreien könnet, wenn ihr es wollt. Bedenket aber auch, daß ihr einen freien Willen habt und von selbst handeln müsset, daß ihr also euch auch der Gnaden bedienen müsset, um herauszukommen aus dem Elendszustand, in dem ihr weilet. Und so ein Mensch völlig unwissend ist, gebe Ich ihm Aufklärung durch Mein Wort, Ich belehre ihn und zeige ihm alle Mittel an, Ich bringe Mich Selbst ihm nahe und strecke ihm die Hand entgegen - aber er muß Meine Hand ergreifen und tun, was Ich verlange und ihm durch Mein Wort kundgebe. Dann nützet er eine Gnade von höchstem Wert, und er erreicht mühelos das Ziel, das ihm für das Erdenleben gesteckt wurde. Er schreitet zur Höhe, und seine Seele befreit sich von jeder Fessel - sie wird durch Meine Gnade selig.
Amen B.D. NR. 5544.

 

Buch 61 5545

Gänzliche Hingabe an Gott sichert väterliche Fürsorge.

30. November 1952. B.D. NR. 5545.

Betrachtet euch als Meine Schützlinge, und euch wird eine innere Ruhe überkommen. Es ist dann jegliche Verantwortung von euch genommen, sowie ihr euch Mir vertrauensvoll übergebet und Mich allein walten lasset. Und Ich werde wahrlich alles recht lenken. In irdischer wie in geistiger Not sollet ihr Mich anrufen, dann aber auch vollgläubig abwarten, was Ich bestimme, denn ihr wisset nicht, was gut ist für euch, Ich aber weiß es und handle an euch wie ein liebender Vater, Der nur das Beste will für Seine Kinder. Und so lasset euch leiten von Mir und seid unbesorgt, denn Ich führe euch wahrlich recht. Es ist etwas Gewaltiges um die bedingungslose Hingabe eines Erdenkindes an seinen himmlischen Vater, denn dieses erreichet alles, weil es an Ihn glaubt. Wo noch Zweifeln oder bange Zukunftssorgen ein Menschenherz bedrücken, dort ist dieser Glaube noch nicht vorhanden, es hat sich der Mensch noch nicht gänzlich Mir übergeben, und darum trägt er auch noch schwerer an seiner Last, als nötig ist. Ich weiß um alle eure Nöte, Mir entgeht kein Gedanke, Ich kenne die innersten Regungen, und also weiß Ich auch, was dem Menschen fehlt. Und das will Ich ihm geben. Aber auch den noch fehlenden Glauben will Ich ihm verschaffen, und daher werde Ich ihm seine Sorgen nicht nehmen, bis er den Glauben gewonnen hat und Mir jegliche Sorge anvertraut. Dann aber werden sie abfallen von ihm, dann hat er keine Zweifel und Bedenken mehr, dann ist er völlig beruhigt und Meiner Hilfe sicher. Solange ihr Menschen also banget vor der Zukunft, solange euch beunruhigende Gedanken bewegen, seid ihr noch nicht so mit Mir verbunden, daß ihr euch als Meine Schützlinge fühlt, denn dieses Bewußtsein nimmt euch jegliche Angst und Sorge. Ihr dürfet ruhig gleichgültig sein den irdischen Anforderungen gegenüber, denn ihr könnet sie nicht bezwingen oder erfüllen ohne Meine Hilfe. Darum vertrauet auf Mich, und es wird sich alles regeln für euch zum Besten. Und könnet ihr selbst nicht das Beste daraus ersehen, so vertrauet Mir dennoch, denn Ich sehe wahrlich, was sich für euch gut oder schlecht auswirkt, Ich walte mit Liebe und Weisheit, und Ich will wahrlich nur euer Bestes. Doch erst die völlige Hingabe an Mich, das restlose Unterstellen eures Willens unter den Meinen sichert euch auch Meine väterliche Fürsorge, und ihr selbst könnet jede Sorge fallenlassen. Es kann nichts geschehen ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung, das sollet ihr euch stets vorhalten, was auch über euch kommt. Und so, wie es kommt, ist es gut, denn Ich wache über einem jeden Menschen, um so mehr aber über denen, die Mir dienen wollen und als Meine Knechte auch den Schutz des Hausvaters genießen. Wer sich aber wie ein Kind in Meine Arme flüchtet, der wird auch wie ein Kind aufgenommen, und er genießet väterlichen Schutz und Seine ganze Liebe. Leicht könntet ihr alle durch das Erdenleben gehen, so ihr diese Meine Worte beherzigtet und alle eure Sorgen werfet auf Mich, Der Ich euch liebe und euch auch helfen will zu innerem Frieden und lebendigem Glauben, Der stets bei euch ist, wenn ihr Ihn rufet.
Amen B.D. NR. 5545.

 

Buch 61 5546

Geistiger Zwang. Dogmen. Wahrheit.

2. Dezember 1952. B.D. NR. 5546.

Die geistige Freiheit muß gewahrt bleiben, es darf der Mensch nicht gezwungen werden, seine Gedanken in dieser oder jener Richtung zu bewegen, es muß ihm freistehen, einer Geistesrichtung sich anzuschließen, dann erst wird Mein Wille erfüllt, denn es geht um die freie Willensentscheidung, die jeder Mensch von selbst fällen muß, ohne irgendwie zwangsweise beeinflußt worden zu sein. Darum werde Ich nie und nimmer einen Glaubenszwang gutheißen, der sich durch Dogmen äußert, der die Menschen unfrei macht in ihrem Denken und ihnen jede Möglichkeit nimmt, zu prüfen und zu wählen. Es wird der Mensch dadurch in ein bestimmtes Denken getrieben und kommt nun zu völlig falschen Folgerungen, wenn von falschen Voraussetzungen ausgegangen wird. Er kann schwerlich zur Wahrheit gelangen, die nur der Mensch gewinnt, der sie ernstlich begehrt. Im Erdenleben wird dem Menschen die Wahrheit nahegebracht, weil er denkfähig ist und sein Wille allein entscheidet, ob er recht denkt. Er kann sich in rechtem Denken bewegen, muß aber immer selbst tätig sein, d.h., er muß zu allem, was ihm von außen nahegebracht wird, selbst Stellung nehmen, und das erfordert eigene Verstandestätigkeit und, was noch wichtiger ist, Wahrheitsverlangen, d.h. den Willen, nur im rechten Wissen zu stehen. Dieser Wille wird unbedingt von Mir respektiert, ihm wird stets entsprochen werden, weil Ich, als Selbst Wahrheit, Meinen Geschöpfen auch Mich Selbst nahebringen will. Ich kann aber niemals die Wahrheit einem Menschen zuleiten, der nicht danach verlangt, der nur immer annimmt, was ihm von außen zugetragen wird. Jeder Mensch muß selbst prüfen, denn ebensogut kann ihm etwas Irriges unterbreitet werden als Wahrheit, und es ist der Mensch selbst verantwortlich, wofür er sich entschließt. Es ist ein irriger Einwand, zu sagen, daß die Mehrzahl der Menschen nicht prüfungsfähig sei. Der Verstand allein ist nicht maßgebend, wohl aber der Wille, im rechten Denken zu stehen, und dessen Verstand wird sich dann auch bejahend oder verneinend einstellen, weil Ich Selbst Mich dann einschalte, wenn der Mensch nach der Wahrheit verlangt. Dagegen kann hochentwickeltes Verstandesdenken leicht dem Irrtum verfallen, wo nur der Verstand und nicht das Herz und der Wille der reinen Wahrheit zugewandt sind. Und darum ist es nicht recht, ohne Prüfung ein Wissen anzunehmen, ohne Prüfung Lehren anzuerkennen und ohne Prüfung sich für eine geistige Richtung zu entscheiden - was schon daraus hervorgeht, daß nicht nur eine Geistesrichtung besteht, sondern immer wieder davon Abzweigende es bestätigen, daß eine Prüfung vorgenommen werden muß, in welcher Geistesrichtung die Wahrheit zu finden ist. Denn jeder Vertreter seiner Geistesrichtung hat sich verstandesmäßig dafür entschieden, aber keine Garantie, ob es die Wahrheit ist, wenn er nicht sich selbst damit ernstlich auseinandersetzt, und zwar mit dem Anruf Meiner Unterstützung durch Meinen Geist. Wer diesen Weg wählet, der kann sicher sein, daß ihm die reine Wahrheit zugeführt wird, und er wird sie auch innerlich überzeugt als solche vertreten können. Es ist aber jede einzelne Seele verantwortlich für ihre Entscheidung, und wie ihr Wille ist, so ist auch das Ergebnis. Solange aber die Menschen in eine bestimmte Gedankenrichtung gedrängt werden, solange sich einzelne für berufen halten, den Mitmenschen ein Wissen zu unterbreiten, das sie selbst als Wahrheit anerkannt sehen wollen, das sie aber selbst ablehnen würden bei ernster Prüfung - so lange sieht es schlimm aus unter den Menschen, denn nur die Wahrheit verhilft zum Ausreifen der Seelen, nur durch die Wahrheit können sie zu Mir gelangen und nur durch die Wahrheit frei werden von der Sünde und ihren Folgen, denn die Wahrheit ist von Mir und führt wieder zu Mir zurück. Was aber nicht von Mir ist, was bei rechter Prüfung als Irrtum zu erkennen ist, das ist von Meinem Gegner, und dieser wird euch wahrlich nicht verhelfen zur Seligkeit, er wird euch nicht zu Mir führen, er sucht euch abzudrängen, euren Geist zu verdunkeln und euch sich selbst hörig zu machen. Die Wahrheit allein macht selig, und die Wahrheit könnet ihr nur haben, wenn ihr Mich Selbst darum angehet, wenn es euch darum ernst ist, von Mir die Wahrheit zu erlangen. Dies setzt aber immer euer eigenes Zutun voraus, und niemand kann für euch die Verantwortung tragen, niemand kann euch die Entscheidung abnehmen, die ihr um eures Seelenheiles willen selbst fällen müsset.
Amen B.D. NR. 5546.

 

Buch 61 5547

Rechtes Christentum.

4. und 5. Dezember 1952. B.D. NR. 5547.

Ein gläubiger Christ muß auch nach seinem Glauben leben, d.h. in der Nachfolge Jesu Christi, Der den Menschen ein rechtes Leben auf Erden vorgelebt hat und also den Glauben an Sein Erlösungswerk fordert, um von Ihm als Christ anerkannt zu werden. Die christliche Lehre muß aus dem Herzen heraus befolgt werden, denn die Liebe ist es, die Christus fordert von den Menschen, eine Liebe, die ohne Eigennutz ist und darum auch erlösend wirkt, eine Liebe, die Opfer zu bringen bereit ist, eine Liebe, wie sie Jesus den Menschen bewiesen hat durch Seinen Tod am Kreuze. Ein rechter Christ zu sein heißt also, sein inneres Wesen zur Liebe zu gestalten im Glauben an Jesus Christus, denn ohne den Glauben an Ihn ist der Mensch nicht fähig zu dieser Wesenswandlung. Er kann wohl auch glauben an Ihn und doch nicht in der Liebe wandeln. Dann aber ist es nur ein Formglaube, ein Verstandesglaube, der wohl eine Existenz des Menschen Jesus gelten lässet und vielleicht auch Seinen Kreuzestod, der aber nichts weiß über die Bedeutung des Opfers, das der Mensch Jesus für die Mitmenschen gebracht hat. Denn das Verständnis dafür geht ihm erst auf, sowie er sich in der Liebe übet, weil ihm dann erst sein Geist durch das Herz das rechte Verständnis dafür gibt. Darum heißt "Christ sein" als erstes in der Liebe leben, und dann bekennt sich auch der Mensch zu Jesus Christus als Erlöser der Welt. Ein Mensch ohne uneigennützige Liebe aber ist niemals ein Christ, und ob er sich vor der Welt auch dafür ausgibt. Denn es geht bei dem Begriff Christentum nimmermehr um den Glauben an die Existenz Jesu, es geht darum, daß der Mensch so lebt, wie Jesus Christus auf Erden gelebt hat, um den Namen Christ mit Recht führen zu können. Darum ist in der Welt kein rechtes Christentum mehr, trotz Kirchen und Glaubenslehren, denn der Geist Christi fehlt. Es sind die Menschen unerlöst, weil Jesus Christus nicht mehr wirken kann, wo die Liebe nicht vorhanden ist. Und die Liebe ist völlig erkaltet unter den Menschen. Ob arm, ob reich, ob hoch, ob niedrig, allen fehlt das Wichtigste des Christentums, die Liebe. Das Erlösungswerk Jesu wird von den Menschen nicht mehr in Anspruch genommen, sie stellen sich außerhalb derer, für die Jesus Christus gestorben ist; sie sehen wohl das Kreuz, weil sie Jesus Christus als Mensch und Seinen Kreuzestod nicht leugnen können. Aber es ist für sie ganz bedeutungslos geworden, es sind nur tönende Worte ohne Sinn und Kraft, weil die Liebe erst das Verständnis erschließt, die Liebe aber erstorben ist. Für diese Menschen starb Jesus Christus vergeblich am Kreuz, und doch nennen sie sich Christen. Keiner von ihnen macht sich die Bedeutung klar, keiner von ihnen bemüht sich, ein rechter Christ zu sein, und viele Christen schauen verächtlich herab auf die Menschen, die in ihren Augen Heiden oder Ungläubige sind, weil sie nicht einer offiziellen Kirche oder Gemeinschaft angehören. Und es wird für alle diese ein furchtbares Erwachen sein dereinst, wenn sie unerlöst von der Erde geschieden sind und sie Rechenschaft ablegen sollen über ihren Lebenswandel, wenn der Grad der Liebe so niedrig ist, daß kein Lichtschein ihn begleitet bei seinem Eintritt in das jenseitige Reich. Dann erst werden sie suchen müssen nach dem Erlöser der Menschheit und Ihn schwerlich finden, weil sie keinen rechten Glauben hatten an Ihn, ohne Den sie aber niemals selig werden können. O wüßtet ihr Menschen, was ihr euch verscherzet auf dieser Erde durch eure laue Einstellung zu den wichtigsten Dingen - wüßtet ihr, wie bitter ihr es dereinst bereuen müsset. Ihr könnet niemals ohne Liebe selig werden. Ihr müsset als rechte Christen euren Weg auf Erden gehen, ihr müsset Ihm nachfolgen, d.h. Seine Gebote halten, und dann erst wird euer Glaube an Ihn ein lebendiger sein, dann erst werdet ihr Jesus Christus vor der Welt bekennen. (5.12.1952) Ihr werdet für Ihn eintreten und als von Ihm erlöst auch den Mitmenschen eine rechte Erklärung abgeben können, daß und warum Er anerkannt werden muß, daß und warum es ohne die Erlösung durch Jesus Christus kein ewiges Leben gibt und daß vor Gott nur gewertet wird das rechte Leben im Geiste Jesu, nicht aber das nach außen zur Schau getragene Christentum, das in Wahrheit kein Christentum ist.
Amen B.D. NR. 5547.

 

Buch 61 5548

Rechtes Christentum. Nachfolge Jesu.

5. Dezember 1952. B.D. NR. 5548.

Ich will euch Selbst noch einen Zusatz geben, auf daß ihr erkennet, wie ungemein wichtig es ist, daß ihr den Menschensohn Jesus anerkennet als Gott und Erlöser der Menschheit. Meine Liebe zu euch Menschen wollte euch nicht in der Sünde belassen, in der Ferne von Mir, die euch unselig machte. Ich Selbst konnte euch nicht nahetreten, weil ihr in eurem Zustand nicht fähig waret, in Meiner Nähe zu verweilen, weil ihr vergangen wäret im Feuer Meiner Liebe. Doch ohne Mich war es wieder nicht möglich, daß euch Rettung wurde, und darum mußte Ich euch verhüllt entgegentreten, wohl mit Meiner Liebekraft auf euch einwirkend, doch in einem Gewande, das euch nicht erschreckte, vor dem ihr nicht zu fliehen brauchtet - in einem Gewand, das dem euren ähnlich war. Ich mußte als Mensch zu euch kommen. Verstehet zuerst die Begründung, daß und warum Ich zu euch kommen mußte: um euch zu helfen. Dann versteht ihr auch, warum Ich in einer euch verwandten Form kam. Doch auch dieser Aufenthalt Meiner Göttlichkeit in einem Menschen mußte gesetzmäßig vor sich gehen, was wohl auch möglich war, nur euch unbekannt. Daß Mein Liebegeist sich überall manifestieren konnte, wo nur eine Grundbedingung erfüllt war - wo Liebe vorhanden war. Also es mußte der Mensch Jesus Selbst in der Liebe leben, dann gab Er Mir auch die Möglichkeit, Mich in Ihm zu manifestieren, denn Ich kann in Meinem Wesen nur sein, wo die Liebe ist. Die göttliche Liebe wollte euch helfen und wählte sich darum eine Form, in der sie Aufenthalt nehmen konnte, ohne wider das Gesetz von Ewigkeit zu verstoßen, was aber der Fall gewesen wäre, wenn Ich Mich in einem sündigen Menschen verkörpert hätte, dessen Liebe und Wille wider Mich gerichtet gewesen wäre. Die Liebe wollte euch Hilfe bringen, und da der Mensch Jesus voller Liebe war, tat Er für euch, was euch Hilfe brachte. Er büßte eure Schuld. Ich als ein Gott der Gerechtigkeit konnte nicht einfach eine Schuld streichen, die noch keine Sühne gefunden hatte, aber Ich konnte eine für euch geleistete Sühne annehmen, doch wieder nur dann, wenn sie freiwillig und aus Liebe geleistet wurde. Und das tat der Mensch Jesus und wurde dadurch euer Erlöser. Ich, als die ewige Liebe Selbst, war in Ihm, und es brachte somit die Liebe jenes Opfer. Ich Selbst starb für euch am Kreuz, denn Ich Selbst war im Menschen Jesus. Von dieser Seite aus müsset ihr das Erlösungswerk betrachten und werdet dann auch verstehen, daß euch diese Erlösung nur dann werden kann, wenn ihr an Jesus Christus als Erlöser glaubet, was aber bedingt, daß ihr Seine Lehre befolget, daß ihr Ihm nachfolget, ansonsten euer Glaube nur ein Wortspiel ist, denn ein rechter Glaube wird erst durch die Liebe erweckt zum Leben. Wollet ihr Christen heißen, dann müsset ihr euch bemühen, ein Liebeleben zu führen; ihr könnet euch diesen Namen nicht zulegen, wenn ihr ganz gegen Seine Lehre lebet, und Seine Lehre fordert Liebe zu Gott und zum Nächsten. Christ sein also heißt, sich christlich zu benehmen, wie es der Mensch Jesus auf Erden getan hat, uneigennützige Nächstenliebe zu üben und immer dessen eingedenk sein, daß ihr nur dann Erlösung finden könnet, wenn ihr Ihn anerkennet als Gottes Sohn und Erlöser der Welt - und wenn ihr dieses beweiset durch ein Leben in der Nachfolge Jesu.
Amen B.D. NR. 5548.

 

Buch 61 5549

Verschmähen der Kraft Gottes. (Seines Wortes).

6. Dezember 1952. B.D. NR. 5549.

Die Kraft Gottes darf nicht verschmäht werden, will der Mensch auf Erden sein Ziel erreichen, das Zweck der Verkörperung ist, das Ausreifen seiner Seele. Wohl ist es ein freier Willensentscheid, dieses Werk in Angriff zu nehmen, der Mensch selbst muß es anstreben, daß er zur Vollkommenheit gelange, doch das Wichtigste ist die Kraftzufuhr aus Gott, um den Willen zur Tat werden lassen zu können. Denn auch der beste Wille vermag nichts aus sich selbst, da das Wesen eben noch unvollkommen, also kraftlos, ist, während im Vollkommenheitszustand schon der Wille genügt, um schöpferisch tätig sein zu können. Die Kraft aber ist bei Gott. Der Unvollkommenheitszustand ist Gott- ferne, also Mangel an Kraft. Gott aber versagt keinem Wesen Seine Kraft, das danach verlangt, weil durch das Verlangen schon der Wille bekundet wird, Gott wieder näherzukommen. Ohne Kraftzuwendung aber ist der Mensch völlig unfähig, einen Schritt vorwärts zu tun, und dann ist auch sein Wille nicht vorhanden, sich Gott zu nähern. Darum ist ein Verschmähen der Kraft aus Gott auch ein Zeichen des Widerstandes, den der Mensch noch nicht aufgegeben hat, weshalb auch jeder Mensch, der das Wort Gottes, die direkte Kraftübermittlung Gottes, abweiset, dadurch zugibt, daß er noch im Widerstand gegen Gott verharrt und nicht begehrt, von Ihm Kraft zu empfangen. Und ein solcher Mensch kann nicht vorwärtsschreiten in seiner Entwicklung, seine Seele kann nicht ausreifen, sie verbleibt auf der Stufe des Beginnes ihrer Verkörperung. In Seinem Wort kommt Gott Selbst den Menschen nahe und trägt ihnen Seine Kraft an, und dann ist es leicht, die Entfernung von Gott zu verringern, denn der Abstand wird überbrückt durch die Liebe Gottes, und ein Kraftstrom fließt über in das Herz des Menschen, der Sein Wort in sich aufnimmt und danach lebt, der also nun seinen Willen in die Tat umsetzt mit Hilfe der Kraft aus Gott, die ihm das Streben nun erst möglich macht. Kraft aus Gott abweisen aber heißt erneut sich vergehen gegen die Liebe Gottes, ein Gnadengeschenk zurückweisen, das der Mensch nicht zu fordern hat, sondern das ihm durch Gottes große Liebe unverdient angeboten wird, das seinen Elendszustand wandeln kann in kurzer Zeit in einen glückseligen Zustand, das ihn erheben kann aus der Tiefe. Und verständlicherweise wird ein solches Zurückweisen eines Gnadengeschenkes zur Folge haben, daß dem Menschen die Gnade auf lange Zeit entzogen wird, daß er in immer weitere Entfernung von Gott gerät, daß seine Kraftlosigkeit sich stets mehr auswirkt und er ohne Widerstand dem Gegner Gottes verfällt, aus dessen Gewalt eben nur die Kraft Gottes ihn erlösen kann. Gott will angerufen werden um Kraft, um Beistand. Er kommt aber auch zu denen, die Ihn nicht rufen, aber Er drängt Sich nicht denen auf, die Ihn abweisen. Doch derer Zustand ist hoffnungslos, denn kein Mensch kann aus eigener Kraft sich frei machen aus der Gewalt des Satans, und kein Mensch wird je Kraft besitzen, so er sie nicht von Gott Selbst annimmt, dem Urquell der Kraft von Ewigkeit.
Amen B.D. NR. 5549.

 

Buch 61 5550

Ernste Mahnung zur Seelenarbeit.

7. Dezember 1952. B.D. NR. 5550.

Ohne zu zögern, sollet ihr eure Seelenarbeit in Angriff nehmen, denn es bleibt euch nicht mehr viel Zeit. Wenn Ich euch immer wieder diese Worte zurufe, so sehet darin die Dringlichkeit, sehet Meine Liebe zu euch, und sehet die Gefahr, in der ihr schwebet. Ich kann euch keine offensichtlichen Zeichen geben, Zeichen, denen ihr glauben müsset, weil dies keinen Vorteil für euch bringet, sondern nur ein Befolgen Meines Willens im Zwang wäre, aus Furcht vor dem, was ihr nun glaubtet - daß das Ende kommt und mit ihm der Untergang. Ich will euch retten, d.h. euch vor diesem Untergang bewahren, und darum kann Ich nicht euren freien Willen antasten, Ich kann euch nur zureden und euch das vor Augen stellen, was unwiderruflich kommt, aber von euch, so ihr in einem reiferen Zustand seid, nicht gefürchtet zu werden braucht. Ihr Menschen auf dieser Erde, besinnet euch doch auf die Verantwortung, die ihr traget für eure Seelen, für das Unvergängliche in euch. Einmal bereuet ihr es bitter, so ihr Mir und Meinen Worten nicht Gehör schenkt, denn ihr könnet dann nicht mehr nachholen, was ihr jetzt noch tun könnet. Und ihr müsset sehr leiden, so euch geistige Reichtümer fehlen, so ihr nackt und arm im Jenseits ankommet. Und ob eure Zeit noch so kurz bemessen ist auf dieser Erde, ob ihr auch abgerufen werdet vor dem Ende - jeder Tag könnte euch Schätze eintragen, so ihr ihn nur richtig nützen wolltet. Nehmet doch eure Seelenarbeit in Angriff, tretet in innige Verbindung mit Mir, fordert Meine Gnade an, bittet Mich um Kraft, das ausführen zu können, was Ich euch als Erdenaufgabe gestellt habe; übergebet euch Mir, d.h., unterstellet euren Willen ganz dem Meinen, wollet, daß ihr recht wandelt vor Meinen Augen. Lebet von nun an das Leben mit Mir, daß ihr Mich nicht mehr in euren Gedanken auslasset, daß ihr Mich ständig um euch wähnet, und Meine Liebe wird euch ergreifen und auch helfen, wo ihr allein zu schwach seid - nur wollet, daß Ich Selbst Mich eurer annehme - wollet, daß ihr eure Erdenaufgabe erfüllet, und Ich werde euch lenken und führen, Ich werde euch nicht mehr allein lassen, und euer Wille wird immer stärker werden, in den Meinen einzugehen, und dann ist für euch jede Gefahr vorüber, dann brauchet ihr nicht das Ende zu fürchten oder einen schnellen Tod. Und dann ist eure Seele gerettet, und sie geht einem neuen Leben entgegen im geistigen Reich.
Amen. B.D. NR. 5550.

 

Buch 61 5551

Wunderwirken des Kindes Jesus.

9. Dezember 1952. B.D. NR. 5551.

Ich will euch belehren, worüber ihr Aufklärung verlangt, denn Ich will, daß ihr vorerst ein rechtes Wissen besitzet, ehe ihr eure Mitmenschen belehret, was aber eure Aufgabe ist, die ihr Mir dienen wollet. Ich will, daß euch selbst alles verständlich ist, bevor ihr euer Wissen weitergebt, denn der Mitmensch ist oft nicht so duldsam, er begehret Aufklärung besonders, so er zweifelt, und diese sollet ihr dann auch aufschlußreich geben können.

Das Problem der Menschwerdung Gottes in Jesus gibt zu den meisten Fragen Anlaß, und zwar darum, weil es bisher in einer solchen Weise erklärt wurde, daß es nur immer mehr Verwirrung gab anstatt Helligkeit. Mein Erdendasein als Mensch unterschied sich von dem anderer Menschen in keiner Weise, nur daß Ich der Liebeentfaltung Raum gab im Herzen, wo andere ihre Ichliebe steigerten und "begehrten", anstatt "zu geben". Der Liebefunke glimmt in eines jeden Menschen Herz, er kann aber auflodern zur hellen Flamme, wie er auch erstickt werden kann. Dadurch aber unterscheiden sich auch die Menschen voneinander, denn die Liebe drückt jedem den Stempel der Göttlichkeit auf, während die Ichliebe das Abbild ist Meines Gegners, der sich selbst überhob und dadurch fiel. Die Liebe also ist das Göttliche im Menschen, das nur als ein winziges Fünkchen in Erscheinung tritt zu Beginn des Erdenlebens, aber endlos anwachsen kann.

Der Liebefunke war im Kindlein Jesus schon zu erkennen, weil eine Lichtseele sich in dem Kinde verkörpert hatte, die wohl alle Herrlichkeiten Gottes zurückließ im geistigen Reich, aber dennoch sich ihrer Liebe nicht begab und diese Liebekraft sich auch zuweilen äußerte, wenn also der Geistesfunke mit dem Vatergeist von Ewigkeit in Verbindung trat, was bei jedem liebevollen Kind geschieht, aber in Jesus den Menschen offensichtlich sein sollte, auf daß sie glaubten an die Göttlichkeit des Kindes Jesus. Dem Geistwirken wird in einem solchen Kindlein nicht gewehrt, nur kommt es nicht oder nur selten zum Vorschein, weil der Verstand und freie Wille des Menschen erst selbst das Wirken Meines Geistes in sich anstreben muß, was erst bewußt geschieht in den Jahren, da er den Verstand und Willen gebrauchen kann in Freiheit des Denkens. Die Erklärung für die Wunder des Kindes Jesus, für die außergewöhnlichen Begebenheiten, ist nur zu suchen in dem hohen Liebegrad, weil die Seele Jesu von oben war, eine Licht- und Liebeseele, die nun in eine menschliche Form gehüllt und auch in ihrem bis dahin unbeschränkten Schaffen und Wirken gehindert wurde, um der menschlichen Außenform gerecht zu werden. Die Liebe war in hohem Grade in dem Kindlein Jesus - doch auch das Irdisch-Menschliche setzte sich durch - die Welt, d.h. Mein und Sein Gegner, übte seinen Einfluß aus auf dieses Irdisch-Menschliche, weil ihm dies der Willenserprobung wegen gestattet war. Und Mein Geist verhielt sich nun still, denn auch der Mensch Jesus mußte diese Willensprobe ablegen, und das Werk der Vergöttlichung Seiner Seele mußte unter den gleichen Voraussetzungen vor sich gehen wie bei jedem anderen Menschen, wenngleich Mein Geist durch Seine Liebe in Ihm war und blieb. Doch den höchsten Grad der Liebe mußte der Mensch Jesus erreichen durch eigenen Willen. Und darum zog sich Mein Geist während dieser Jahre zurück, er drängte und trieb nicht, er ließ dem Menschen Jesus völlige Freiheit, bis dann die durch Seine gesteigerte Liebe sich stets mehr und mehr steigernde Fülle Meines Geistes sich kundtat als Weisheit und Macht - als übergroßes Wissen und Wunderwirken. Der Mensch Jesus war von Ewigkeit ausersehen für diese Mission. Ein höchstes Lichtwesen stieg zur Erde; eines Meiner in Herrlichkeit lebenden Kinder trat Seinen Erdengang an, und also mußte diese Seele die irdische Form des Kindes Jesus schon durchstrahlen, und alles Ungewöhnliche Seiner Jugend war ganz natürlich und verständlich, doch den in der Finsternis lebenden Menschen ebenso unverständlich, und darum wurde in späteren Jahren eine Hülle gebreitet über das strahlende Licht, und es begann die eigentliche Mission - das Vergöttlichen eines Erdenmenschen durch die Liebe. Wohl konnte Ich durch Meinen Geist jederzeit wirken in dem Menschen Jesus, weil dafür alle Voraussetzungen gegeben waren; um der Mission Jesu willen aber trat alles Göttlich-Geistige zurück, und diese Mission wurde erfüllt von Ihm als Mensch, Der alle Kraft nur aus der in Ihm tätigen Liebe nahm, die zur Entfaltung zu bringen für Ihn genauso schwer war wie für jeden anderen Menschen, weil Mein Gegner wahrlich seinen Einfluß nicht ungenützt ließ, bedeutete doch der Sieg Jesu die Niederlage des Gegners. Den freien Willen Jesu aber konnte Mein Gegner nicht antasten, und dieser war Mir voll und ganz zugewandt. Und darum gelang Ihm das Werk, denn Sein Wille zu Mir entsprang Seiner Liebe. Die Liebe war die Kraft, die stärker ist als der Tod und die darum auch den bezwang, der den Tod in die Welt gebracht hat. Die Liebe war Sieger und wird es bleiben ewiglich.
Amen B.D. NR. 5551.

 

Buch 61 5552

Auslegung der Worte Christi. Zuleitung des reinen Evangeliums.

11. Dezember 1952. B.D. NR. 5552.

Die Worte Christi, die Er auf Erden gesprochen hat, lassen vielerlei Deutungen zu und müssen trotz verschiedener Auslegung als ewige Wahrheit anerkannt werden. Darum müssen die Auslegungen aber auch dem geistigen Sinn entsprechen, den Jesus in Seine Worte gelegt hat, ansonsten sie als irrig zu bezeichnen sind und dazu beitragen, daß das reine Evangelium verunstaltet wird dem Sinn nach. Und darum liegt eine gewisse Verantwortung darin, nach eigenem Verstandesdenken die Schrift deuten zu wollen, wenn der Geist Gottes nicht wirken kann und den Verstand des Menschen erhellt. Das Wirken des göttlichen Geistes aber ist die Folge eines Lebens nach dem Willen Gottes. Und so muß sich der Mensch, der die Schrift auszulegen sich berufen dünkt, vor seinem Gewissen fragen, wieweit er den Willen Gottes erfüllt. Die Deutung des Evangeliums, der Worte Christi, muß der Geist Gottes Selbst vornehmen, dann entsprechen sie auch der Wahrheit, denn das Wort Gottes, die Lehre Jesu Christi, ist eine Lehre des Geistes, sie ist eine Lehre, die nur das geistige Reich betrifft und die geistige Entwicklung des Menschen fördern soll. Folglich kann nicht Weltverstand allein Gottes Wort in seinem tiefen geistigen Sinn erfassen, sondern es muß der Geist im Menschen rege sein, der nun alle Gedanken geistig richtet und den Menschen zum wahren Verständnis der Worte Jesu führt. Wird das Wort nur rein buchstabenmäßig gedeutet, dann lassen sich oft Widersprüche feststellen, die aber bei geistiger Deutung sofort schwinden. Bei falscher Auslegung aber gefährden sie die Lehre Christi, d.h., sie geben wohl oft Anlaß zum Ablehnen, weil wieder nur der Verstand urteilet und durch Widersprüche ein Abwehrwille erzeugt wird. Und so ist es zu erklären, daß die Lehre Christi vielfach abgelehnt wird, weil die Lehrenden selbst nicht vom Geist in sich belehrt werden konnten, weil sie selbst eine falsche Auslegung annahmen und weitergaben, die über kurz oder lang zur Ablehnung führen mußte, weil nur die Wahrheit Licht gibt, Irrtum aber stets die Dunkelheit vergrößert, unter der die Menschen leiden. Und wieder ist dadurch das ganze Christentum in Gefahr, das Erkennen und Anerkennen Christi als Erlöser der Welt wird im gleichen Maße geschwächt, wie die Wahrheit geschwächt wird, weil nur durch die Wahrheit dem Menschen Licht wird und weil nur durch die Wahrheit sich der Bekennermut stärkt für den Heiland und Erlöser, Dessen Liebe- und Barmherzigkeitswerk so ungeheuer bedeutungsvoll ist, daß die Menschen bei rechter Darstellung und Erklärung sich auch voll und ganz zu Ihm bekennen würden. Die Menschen wandeln in der Finsternis durch ihren sündhaften Zustand und werden nicht aus der Finsternis herausgeleitet. Sie finden selbst nicht den Weg, weil alles dunkel ist, das rechte Licht aber nur von Gott Selbst gebracht werden kann durch Seinen Geist. Wo Sein Geist wirket, dort ist Licht, und dort ist auch ein tiefer Glaube an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk. Wo aber ohne Geistwirken eine Lehrtätigkeit ausgeführt wird, dort wird nur Irrtum den Menschen unterbreitet und die Dunkelheit kann nicht von ihnen weichen.

Und so wird euch Menschen nun verständlich sein, warum Gott das Evangelium in reinster Form wieder zur Erde leitet. Es sind Seine Worte, die sich niemals verändern, die immer und ewig bestehenbleiben, aber durch Menschenweisheit nicht sinngemäß erläutert wurden. Nun gibt Gott Selbst die Erläuterung zu Seinem Wort; in faßlicher und liebevollster Weise sucht Er, die Menschen einzuführen in die Wahrheit. Er spricht die gleichen Worte wieder zu den Menschen, und Er erhellet den Geist derer, die Ihn anhören. Er will, daß Licht werde, weil tiefe Nacht über die Erde gebreitet ist; Er will, daß ihr Menschen erkennet, was euch fehlt; Er will, daß ihr in der Wahrheit unterrichtet werdet und nun auch Jesus Christus, den Sohn Gottes und Erlöser der Welt, erkennet und anerkennet, weil ihr nur durch Ihn selig werden könnet, weil Sein Evangelium von euch angenommen werden muß so, wie Er Selbst es euch verkündet hat.
Amen B.D. NR. 5552.

 

Buch 61 5553

Liebeausstrahlung Gottes ist Seligkeit. Einschränkung im Leben.

12. Dezember 1952. B.D. NR. 5553.

Mit Meiner Liebe umfasse Ich alle Meine Geschöpfe, doch ob sie Meine Liebe spüren, das ist jedem einzelnen Geschöpf überlassen, inwieweit es sich in Meinen Willen einfügt, also seinen einstigen Widerstand gegen Mich aufgibt. Meine Liebestrahlung kann es annehmen oder auch zurückweisen. Entsprechend wird das Geschöpf auch Meiner Liebe innewerden oder sie nicht empfinden können. Im Mußzustand fügt sich das Wesen zwar in Meinen Willen ein, d.h., es kann Mir keinen Widerstand leisten, aber es ist sich nicht dessen bewußt, was Meine Liebekraft bedeutet - es lebt wohl und ist tätig, doch das Gefühl der Beglückung über seine Tätigkeit mangelt ihm. Als Mensch aber, im Stadium des freien Willens und des Denkvermögens, ist es ihm freigestellt, sich von Meiner Liebe durchstrahlen zu lassen oder sich zu verschließen jedem Zustrom göttlicher Liebekraft. Und dann schafft es sich selbst den Zustand der Seligkeit oder den Zustand der Glücklosigkeit, was der Mensch aber erst dann begreifen kann, wenn er einmal von Meiner Liebe berührt worden ist. Denn Meine Liebestrahlung berührt die Seele, und diese empfindet das Glück, selbst wenn der Mensch rein körperlich keine Wahrnehmung hat. Sowie sich aber der Mensch bewußt ist, mit Mir in innige Verbindung treten zu können, und also nun diese Bindung herstellt, erfüllt ihn auch eine stille Glückseligkeit, ein Friede ist in ihm, der ihm nicht anders geschenkt werden kann als durch Zuleiten Meiner Liebekraft. Es fühlt sich der Mensch in Mir geborgen, alles Unstete fällt von ihm ab, er hat sich erfassen lassen von Meiner Liebe, und er empfindet sie nun auch so, wie es ihm zuträglich ist, solange er auf Erden weilt. Er kann im irdischen Körper nur ein gewisses Maß ertragen, will er tauglich bleiben für die ihm gestellte Erdenaufgabe, und erst wenn er ausgereift ist, ist er fähig, mehr zu empfangen, ansonsten die Seligkeit auf Erden bei manchen Menschen offensichtlich wäre und für die Mitmenschen einen Glaubenszwang bedeutete. Meine Geschöpfe, die Menschen auf Erden, sollen aber frei aus sich heraus Mir zustreben, sie sollen sich öffnen für Meinen Liebestrahl, sie sollen ohne den geringsten Widerstand sich Mir hingeben, um nun Meine ganze Vaterliebe erfahren zu dürfen, die unbegrenzt ist und nur immer beglücken will. Jeder Mensch kann sie empfinden, doch er muß jeden Widerstand aufgeben - denn aus Meiner Liebe sind alle Meine Geschöpfe hervorgegangen, Meine Liebe verändert oder verringert sich ewig nimmer. Und darum gilt sie allen, doch sie wartet darauf, sich äußern zu können, was allein nur am Willen des Menschen liegt.
Amen B.D. NR. 5553.

 

Buch 61 5554

Segen des geistigen Wissens im Jenseits.

12. Dezember 1952. B.D. NR. 5554.

Was Mein Geist euch offenbart, das ist für euch ein geistiges Wissen, das euch dereinst unsagbar beseligen wird, so ihr im geistigen Reich damit arbeitet zum Segen aller, die noch unwissend sind. Die reine Wahrheit ist selten anzutreffen bei den Menschen auf Erden und daher auch nicht im jenseitigen Reich, bevor die Menschen im Lichtzustand sind. Denn Licht bedeutet Weisheit, Wissen um die reine Wahrheit, und jeder irrige Gedanke ist ein Schatten, der das Licht verdunkelt, selbst wenn eine Seele schon lichtdurchlässig ist. Aber bevor nicht der letzte irrige Gedanke verbannt worden ist, ist das Licht noch immer zeitweilig getrübt, und es muß sich die Seele erst voll und ganz der Wahrheit erschließen, sie muß sich ein wahrheitsgemäßes Wissen angeeignet haben, ehe sie selbst nun als Lichtträger wirken kann im geistigen Reich. Darum ist es eine unermeßliche Gnade, mit einem geistigen Wissen eingehen zu können in das Jenseits, denn es bedeutet dies soviel, wie ein helles Lichtkleid zu tragen, das überall leuchtet und wieder Licht verbreitet. Ihre eigentliche Tätigkeit kann sie nun sofort ausführen, sie kann die Unwissenden belehren und unsagbar segensreich wirken dort, wo noch Finsternis ist oder Dämmerung. Denn ihr werden auch im geistigen Reich Zweifler und Lügner gegenübertreten, die sie aber durch ihr Wissen aufklären kann. Denn dieses Wissen ist Ergebnis der Offenbarungen durch Meinen Geist. Und es liegt eine Überzeugungskraft darin, der selten ein Wesen widerstehen kann, es sei denn, es flieht die Wahrheit als Vertreter des Fürsten der Finsternis. Denn auch solche Wesen werden einem Wissenden in den Weg treten, um ein Licht zu verlöschen, was sie zu können glauben. Und solchen Wesen kann nur Aufklärung gegeben werden durch einen Lichtträger, der sein Wissen von Mir Selbst empfangen hat. Darum aber liegt in Meinen Offenbarungen, in Meinem Wort, das Ich euch zuleite, eine ungeheure Kraft, die auch starke Mauern einzureißen fähig ist, denn Ich Selbst spreche diese Seelen an, so ihr Mir euren Mund leihet, so ihr in Meinem Willen den Seelen der Finsternis das Evangelium vortraget so, wie ihr selbst es von Mir empfangen habt. Denn es ist die reine Wahrheit, und diese überzeugt auch eine bisher in falschem Denken stehende Seele, denn sie fühlt eine innere Beglückung, sie empfindet gleichsam die Wahrheit als eine Wohltat, es erschließt sich ihr das Verständnis dafür, sie kann nicht anzweifeln, was sie gleichsam aus Mir entgegennimmt. Die Kraft Meines Wortes wirket offensichtlich, die Seele wird plötzlich durchleuchtet, und wofür ihr bisher das Verständnis mangelte, das ist ihr plötzlich klar, und sie nimmt es mit Freuden an. So groß das Elend und die Verwirrung ist, das irrige Lehren anrichten, so beglückend und verständlich ist die Wahrheit. Und Wahrheit wird immer dort sein, wo Mein Geist wirken kann, Wahrheit wird immer sein, was Ich durch Meinen Geist den Menschen offenbare. Darum bleibt euch auch der Gnaden bewußt, die ihr empfanget im Übermaß, und arbeitet mit dieser Gnadengabe, traget Mein Wort weiter, traget Licht in die Finsternis, gebt allen Aufklärung, gebt ihnen die Wahrheit, die ihr von Mir Selbst empfangen habt, und seid tätig zum Segen aller, die noch wandeln in der Finsternis des Geistes.
Amen B.D. NR. 5554.

 

Buch 61 5555

Willensfreiheit. Jesus Christus.

13. Dezember 1952. B.D. NR. 5555.

Dem Willen in euch gebiete Ich nicht, Ich lasse ihm seine Freiheit. Dennoch füge Ich alles so, daß eurem Willen immer Gelegenheit geboten wird, ihn recht zu richten; er kann also in Meinen Willen eingehen, denn diese Möglichkeit ist Zweck allen Geschehens im Erdenleben. Ich werde nichts dem Menschen senden, was ihm hinderlich wäre an seiner rechten Willensrichtung, an seiner rechten Einstellung zu Meiner Ordnung von Ewigkeit, doch seine Entscheidung steht ihm völlig frei. Das müsset ihr wissen, um euch eurer Verantwortung bewußt zu sein, denn nichts ist dazu angetan, euch zu einer falschen Entscheidung zu drängen, alles aber dazu, eure Willensprobe bestehen zu können. Und wieder könnet ihr Menschen nur hingewiesen werden zu Jesus Christus, Der euch sicher zur rechten Entscheidung des Willens verhilft, sowie ihr Ihn anrufet um Seinen Beistand. Die einzige Gefahr eines geistigen Versagens, eines Rückganges auf eurem Entwicklungsweg, ist der geschwächte Willen, und diesen könnet ihr jederzeit stärken im Glauben an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk. Und so wird sich der Mensch, der sich bewußt unter das Kreuz Christi stellt, der also die durch den Kreuzestod erworbenen Gnaden in Anspruch nimmt, auch stets recht entscheiden, er wird nicht anders denken, wollen und handeln als in Meinem Willen, weil er gleichsam nun den Weg Christi geht, dessen Ziel Ich war, sein Vater von Ewigkeit. Es ist euer Gegenwille gebrochen mit der Hingabe an Jesus Christus, Der nun in euch lebendig wird und euch an verkehrtem Wollen und Denken hindert, Der euch ziehet nach oben kraft Seiner unendlichen Liebe. Und dennoch bleibt euer Wille frei, denn in freiem Willen müsset ihr euch zu Ihm bekennen, in freiem Willen Seine Hilfe und Seine Gnaden in Anspruch nehmen; ihr werdet nicht gedrängt, aber auch nicht gehindert, den Weg zu gehen, den Er gegangen ist und der mit Sicherheit zu Mir führt. Sowie aber einmal dieser freie Wille sich Ihm zugewandt hat, brauchet ihr keinen Rückfall mehr zu fürchten, denn Der euch erlöst hat durch Sein Blut, Der gibt euch nimmermehr her, sowie ihr einmal die Entscheidung für Ihn getroffen habt. Wer schwachen Willens ist, der lebt noch ohne Ihn und kommt daher auch schwerlich zum Ziel. Denn einen schwachen Willen bearbeitet noch Mein Gegner, und oft mit Erfolg. Dennoch kann er nicht gezwungen werden nach oben oder nach unten. Daher traget ihr die Verantwortung selbst so lange, bis ihr sie dem göttlichen Erlöser Jesus Christus übertragen habt, so lange, bis ihr euch Ihm übergebet, Der euch dann wahrlich frei machet aus der Gewalt des Gegners, Der euren Willen stärkt, so daß er nun sich recht entscheidet.
Amen B.D. NR. 5555.

 

Buch 61 5556

Geistige Not: Unwahrheit. Falsches Bild von Gott.

14. Dezember 1952. B.D. NR. 5556.

Ihr werdet der geistigen Not nur dann steuern können, wenn ihr die Wahrheit verbreitet, denn die geistige Not besteht darin, daß die Menschheit im Irrtum wandelt, daß sie blind ist im Geist, daß ihr die rechte Erkenntnis mangelt - daß ihr die Wahrheit fehlt. Denn sowie sie recht erkennt, wie die Zusammenhänge sind zwischen dem ewigen Schöpfer und den Menschen, sowie sie wissen um den Zweck ihres Erdenlebens, ist schon ein bestimmter Liebegrad in ihnen, weil sie dann schon Mich als ihren Vater von Ewigkeit lieben, Den sie nun als überaus vollkommen, als weise, mächtig und übergut erkennen lernen, wenn ihnen die Wahrheit über Mich gelehrt wird. Die Wahrheit stellt Mich so hin, daß sie Mich lieben können, der Irrtum aber gibt ein Zerrbild von Mir, so daß Mich die Menschen vielleicht fürchten, aber nicht zu lieben vermögen. Denn wenn Ich ihnen als ein Rachegott, als ein Gott des Zornes, als ein Gott, Der die Sünder strafet, hingestellt werde, so ist dies ein Zerrbild Meines Wesens, Der Ich doch die Liebe Selbst bin. Wenn Ich die Menschen durch Gebote im Zwang halten wollte, so wäre Ich ebenfalls kein Liebegott, kein Vater, Der Seine Kinder in vollster Freiheit wirken lassen will, sondern Ich wäre ein Tyrann, der immer nur seine Macht und Stärke anwendet und sich zu den Menschen anders verhält als ein Vater zu seinen Kindern. Denn Meine einzigen Gebote sind Meine Liebegebote, die aber auch nicht zwangsmäßig erfüllt werden können, weil die Liebe wieder den freien Willen des Menschen bedingt. Nicht Ich stürze die Menschen in die Tiefe, sondern sie befinden sich darin, und Ich will sie emporziehen zu Mir - nicht Ich verdamme die Menschen auf ewig, sondern sie selbst halten sich von Mir entfernt und sind darum in einem entsetzlichen Zustand, und Ich will sie kraft Meiner Liebe daraus erlösen. Doch wie stellt man Mich den Menschen dar? Auch von seiten derer, die für Mich und Mein Reich tätig zu sein glauben? Welche unnützen Förmlichkeiten verlangt man von den Menschen, und wie unwesentlich sieht man das Wichtigste an - das Leben in Liebe, das allein von Mir gewertet wird. Wohl wird die Lehre Christi, die göttliche Liebelehre, die der Mensch Jesus auf Erden verkündete, auch heut noch gepredigt, doch es sind nur Worte, die an den Ohren der Menschen verhallen, es sind Worte, die nicht mehr lebendig genug gesprochen werden von seiten der Verkünder, weil ihnen die Überzeugungskraft fehlt, die allein Mein Geist ihnen verleihen kann, so der Verkünder selbst in der Liebe lebt. Es muß aber Mein Geist erst wirken können, soll Mein Wort in die Herzen der Menschen dringen, und wo Mein Geist wirket, dort wird auch die Wahrheit sein. Die Liebe aber ist erkaltet unter den Menschen, und daher ist auch die Wahrheit nicht mehr zu finden, und sie wird auch nicht von den Menschen erkannt als solche, wenn ein Wahrheitsträger ihnen Licht bringen will. Und der Weg zu Mir ist unauffindbar, denn er geht nicht über irrige Lehren. Ihr müsset Mich erst erkennen lernen in Meinem Wesen, um Mich liebenzulernen, und nur die reine Wahrheit, die von Mir ausgeht, gibt euch ein Licht. Dann aber wird auch die geistige Not behoben sein für alle Menschen, die eines guten Willens sind.
Amen B.D. NR. 5556.

 

Buch 61 5557

Erdenaufgabe: Willensentscheid. Verkehrtes Streben.

15. Dezember 1952 B.D. NR. 5557.

Ihr habt einen beschwerlichen Weg gehen müssen, bevor ihr soweit waret, die letzte Willensprobe ablegen zu können - eure Seele hat sich wieder zusammengefunden, die einstmals aufgelöst war in unzählige Seelenfunken, die alle in gefesseltem Zustande einen Reifeprozeß durchmachen mußten. Ihr seid wieder zum Ichbewußtsein gelangt, ihr seid als Einzelwesen frei vor eine Entscheidung gestellt: euch den Herrn zu wählen, dem ihr angehören wollet. Diese Entscheidung ist Zweck und Ziel eures Erdenlebens, und diese Entscheidung muß im freien Willen getroffen werden, sie kann nicht stellvertretend für euch abgegeben werden,sie kann auch nicht verzögert werden, sie muß unweigerlich am Ende eures Erdenlebens getroffen worden sein, weil dann dieser Entscheidung gemäß euer Los ist in der Ewigkeit. Ungeheuer schwerwiegend ist daher eure Einstellung zu dieser Erdenlebensaufgabe - sie kann euch Licht und Seligkeit, aber auch Tod und Verderben bringen, und ihr allein bestimmt dies durch euren Willen. Und ihr lasset euch wenig davon berühren, auch wenn euch die Begründung eures Erdenlebens gegeben wird, auch wenn euch das Los in der Ewigkeit herrlich oder furchtbar vorgestellt wird. Denn ihr glaubet nicht daran, daß ihr euch dereinst verantworten müsset für euren Willen. Der Glaube daran kann aber nicht zwangsweise von euch erreicht werden, und darum ist er unter der Menschheit nur ganz selten zu finden, und es erreichen daher nur selten die Menschen ihr Ziel, sich für den rechten Herrn entschieden zu haben. Der Unglaube aber wirkt sich aus. Immer mehr vergessen die Menschen ihrer Lebensaufgabe, und jeglicher Gedanke gilt nur der Welt, die sie jedoch in Kürze verlassen müssen. Was hinter ihnen liegt, dem kehren sie wieder das Antlitz zu. Die Rückerinnerung an ihren Leidensgang durch die Materie ist ihnen genommen, denn sie müssen in Freiheit des Willens ihren Entscheid treffen und dürfen nicht aus der Furcht heraus sich für den rechten Herrn entscheiden. Und so liegt die Gefahr nahe, daß ihre Entscheidung zu ihren Ungunsten ausfällt, daß sie der Materie alle ihre Sinne zuwenden und somit auch den Herrn dieser Welt wählen, dem sie nun auch wieder zum Opfer fallen und dem sie zu verdanken haben, daß sie wieder in die harte Materie gebannt werden, weil sie sich falsch entschieden haben. Denn sie sollten ihre Augen himmelwärts senden, sie sollten streben nach oben und der irdischen Welt den Rücken kehren, dann war eine rechte Entscheidung getroffen worden, dann war der Gang durch die gesamte Schöpfung von Erfolg gewesen, dann hat das Erdenleben dem Wesen die Krönung eingetragen, dann fand die Seele den rechten Herrn und ist Ihm entgegengeeilt - dann hat der Mensch die Willensprobe auf Erden bestanden, und er kann den schweren Erdenleib ablegen und als reiner Geist eingehen in die Ewigkeit, dann ist der lange Erdengang zuvor nicht vergeblich gewesen. Das Wesen hat zurückgefunden zu seinem Ausgang, es hat den Vater erkannt und sich Ihm ergeben für alle Ewigkeit.
Amen B.D. NR. 5557.

 

Buch 61 5558

Betreuung der Menschen durch Lichtwesen.

16. Dezember 1952. B.D. NR. 5558.

Die Pforte des Himmels steht euch weit offen, und die geistigen Wesen erwarten euch sehnlichst, denn sie wollen das Glück mit euch teilen, in Meiner Nähe zu sein. Aber sie bangen auch um euch, weil sie sehen, daß ihr keine Anstalten machet, den Weg zu betreten, der in das Himmelreich führt. Ein jeder von euch ist geistigen Wesen anvertraut, die um euer Seelenheil besorgt sind und alles tun, um eure Gedanken hinzulenken zu Mir. Sie umgeben euch ständig und suchen auf euch einzuwirken, sie führen euch so zueinander, daß ihr von den Mitmenschen angeregt werdet zum Gedankenaustausch, und ihr immerwährendes Bemühen ist, euch zum Liebeswirken zu veranlassen, euch Gelegenheiten zu schaffen, wo ihr euch in uneigennütziger Liebe üben könnet, auf daß ihr ausreifet an eurer Seele. Doch immer nur können sie euch sanft drängen, aber niemals zwingen, zu handeln, wie es recht ist. Und darum könnet ihr Menschen euch in geistiger Obhut fühlen, doch euer Wille muß auch bereit sein. Ihr müsset der Pforte des Himmels entgegengehen, ihr müsset begehren, daß sie euch geöffnet bleibe und daß ihr den Weg nicht verfehlet ins Himmelreich. Denn ob auch die Liebe eurer geistigen Freunde übergroß ist, sie darf nicht entgegen eurem Willen auf euch einwirken, sie muß sich laut göttlichem Gesetz beschränken eben eurem Willen gemäß, denn ihre Kraftwirkung würde genügen, euch ganz nach Meinem Willen zu formen, was euch aber nicht zur Vollkommenheit führt. Die euch betreuenden Geistwesen suchen daher auch mitunter anders ihr Ziel zu erreichen, indem sie für euch schmerzliche Ereignisse mit Meiner Zustimmung über euch verhängen, die ein Hinwenden eurer Gedanken zu Mir bezwecken sollen. Und Ich lasse diesen Wesen Meines Reiches freie Hand, weil sie nur in Meinem Willen tätig sind und ihre erzieherischen Aufgaben an den ihnen anvertrauten Menschen erfüllen wollen, so daß also jegliches Geschehen wohl festgelegt ist in Meinem Heilsplan von Ewigkeit, doch auch die Tätigkeit Meiner Kinder, der Lichtwesen im geistigen Reich, ist inbegriffen, denn alles dienet der Erlösung des noch gebundenen Geistigen, und die Menschen auf Erden sind einer Betreuung bedürftig, einer Hilfeleistung, die ihnen von jenseitigen Führern geschenkt wird, auf daß ihnen der Weg nach oben leichter wird. Das lichtvolle Geistige arbeitet mit Mir und in Meinem Willen, es arbeitet mit Liebe und mit Weisheit. Und darum ist alles, was geschieht im menschlichen Dasein, zweckdienlich. Ob es aber ausgewertet wird, liegt allein am Willen des Menschen, denn dieser ist frei.
Amen B.D. NR. 5558.

 

Buch 61 5559

Wahrheit Lichtwirkung. Irrtum keine Seligkeit im Jenseits.

17. Dezember 1952. B.D. NR. 5559.

Die Erkenntnisse, die euch durch Mein Wort vermittelt werden, wirken sich ganz besonders heilkräftig aus für eure Seele, weil sie gleichsam wie Lichtstrahlen sind, die sie berühren, die also stärker sind als die sie umgebende Hülle und durchzudringen vermögen. Denn die Not der Seele besteht darin, daß es finster ist in ihr, daß kein Licht von außen eindringen kann und daß die Finsternis jeglichen Tätigkeitswillen lähmt. Die Not der Seele besteht in der Unwissenheit, die ihr jegliche Kenntnis Meines Wesens nimmt, die sie als einen düsteren Zustand empfindet und die eben nur behoben werden kann, wenn ihr das Wissen um die reine Wahrheit zugeführt wird. Und so wird stets der Mensch, der über ein Wissen verfügt, sich wohl fühlen im Gegensatz zu einem noch in Unkenntnis Wandelnden, denn es ist nicht sein Verstand allein, der ein Plus zu verzeichnen hat, sondern die Seele ist noch weit dankbarer dafür, weil sie das vermittelte Wissen als Licht empfindet, als Vorahnung eines Zustandes, der ihr Ziel ist auf Erden. Der Verstand will alles erläutert wissen, die Seele aber empfindet das Glück, wissend zu sein, weil sich dies als Licht auswirkt. Darum kann irriges Wissen der Seele keinen Vorteil eintragen, denn ob der Mensch auch noch soviel Verstandeswissen entgegennimmt - wenn es nicht die reine Wahrheit ist, zieht die Seele keinerlei Nutzen daraus, vielmehr verdicken sich die Hüllen, und immer stärkere Dunkelheit breitet sich aus zu ihrem Leidwesen. Eine solche Seele wird aber auch nicht liebewillig sein und nichts tun, um ihren Zustand zu ändern, d.h., der Mensch nimmt durch seine Willensrichtung, durch seinen Lebenswandel, bereitwillig den Irrtum an und erkennt ihn nicht als solchen, er bringt seine Seele selbst in diesen lichtlosen Zustand, weil ohne Liebe auch keine Weisheit, kein Licht, der Seele zugehen kann, die Liebe aber nur die Kraft ist, welche die Hülle der Seele löst, so daß die Wahrheit, das Licht, nun in die Seele einströmen kann. Ein Mensch, der über ein Wissen verfügt, das ihm die rechte Erkenntnis gebracht hat, ist sonach auch liebetätig, weil dies Voraussetzung ist für den Empfang Meines Wortes, das ihm Wahrheit vermittelt hat - ganz gleich, ob Mein Wort ihm direkt oder indirekt geboten wurde. Und so kann euch Menschen immer nur ernstlich ans Herz gelegt werden, die uneigennützige Nächstenliebe zu üben, auf daß ihr in Fülle Meine Weisheit empfangen, Meine göttlichen Liebeworte hören und dadurch zur Erkenntnis gelangen könnet. Ohne Liebe bleiben alle Worte nur ein leerer Schall, der an den Ohren verklingt oder den der Verstand wohl auf sich wirken lässet, der aber nicht dringet bis in die Seele. Und so ist unwiderruflich ein Liebeleben erforderlich, um der Seele zum Licht zu verhelfen, um ihr das Erkennen zu schenken, das ihren Notzustand verringert und sie tätig werden lässet an ihrem Aufstieg. Ohne Liebe kann ihr kein rechtes Wissen zugehen, ohne Liebe ist sie auch nicht urteilsfähig, das ihr vermittelte Wissen zu erkennen als Wahrheit oder Irrtum. Ohne Liebe bleibt es dunkel in ihr, und sie wandelt falsche Wege, weil ihr kein Licht leuchtet, das ihr den Weg erhellet, der zum Ziel führt.
Amen B.D. NR. 5559.

 

Buch 61 5560

Mußzustand. Freier Willensentscheid.

18. und 19. Dezember 1952 B.D. NR. 5560.

Durch endlose Zeiten hindurch bewegtet ihr euch in gebundenem Zustand, euch war jede Willensfreiheit genommen, ihr unterstandet dem göttlichen Gesetz und mußtet so handeln, wie Gott es wollte, wie es laut Naturgesetz vor sich gehen mußte, um Seinem Plan von Ewigkeit zu entsprechen. Ihr waret unfrei - denn eure Seele war in ihren einzelnen Substanzen gebunden in den Schöpfungswerken, die gesamte Schöpfung ist gewissermaßen die Fessel, die eure Seele gefangenhielt, die gesamte Schöpfung ist das gebundene Geistige, das noch in Gott-widersetzlichem Willen sich befindet und darum keine Freiheit erwarten kann so lange, bis es selbst in diesem Widerstand gegen Gott nachläßt. Einmal aber ist für alles gebundene Geistige die Zeit gekommen, wo es sich nicht mehr im Mußzustand befindet, wo ihm eine gewisse Freiheit gewährt ist, wo es als Ich-bewußtes Einzelwesen denken, wollen und handeln kann, ohne daran gehindert zu werden, einmal ist die Zeit gekommen, wo es den freien Willen wiedererlangt hat und nun diesen freien Willen ungehindert nützen kann. Dann aber besteht die große Gefahr, daß der freie Wille falsch genützet wird - daß der Widerstand gegen Gott wieder so stark in dem Wesen aufsteigt, daß es sich erneut von Gott abwendet, anstatt Ihm zuzustreben. Der Gang im gebundenen Willen durch die gesamte Schöpfung war eine Folge der Abkehr von Gott, er war eine Folge des einstmals Gott geleisteten Widerstandes. Doch einmal ist dieser Gang beendet, und dann wird dem Wesen erneut die Willensfreiheit gegeben, weil es das Aufgeben seines Widerstandes gegen Gott frei aus sich heraus unter Beweis stellen soll, um dann ungeahnten Seligkeiten entgegengehen zu können. Wird aber die Willensfreiheit mißbraucht, wird erneut eine Abkehr von Gott vollzogen oder der Widerstand beibehalten, dann gibt es für dieses Wesen nur noch einen Ausweg - wieder im Mußzustand durch die Schöpfung zu wandeln, auf daß der Widerstand endlich gebrochen werde. Die freie Willensentscheidung muß jedes Wesen einmal ablegen, und zwar im Stadium als Mensch, da es mit Verstand begabt ist und ihm durch Gottes große Liebe auch die Erkenntnis vermittelt wird, worin der recht gerichtete Wille besteht. Versagt es in dieser Erdenlebenszeit, so gibt Gott das Geistige dennoch nicht auf, doch da Er es nicht zwangsmäßig richten kann nach Seinem Willen, da Er nicht zwangsmäßig das Wesen zur Vollkommenheit zurückleiten kann, weil dies Seinem Gesetz der ewigen Ordnung widerspricht, weil etwas Göttlich-Gewesenes und wieder Göttlich-werden-Sollendes niemals ohne freien Willen zu denken ist, schafft Er ihm immer wieder neue Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen, doch immer im Rahmen der Gesetzmäßigkeit - wozu auch ein sich wiederholender Gang durch die Schöpfung gehört, der das Wesenhafte so lange gebunden hält, bis sein Widerstand nachläßt, was mit Sicherheit erreicht wird, weil dem Gegner Gottes jener Einfluß auf das gebundene Wesenhafte entzogen ist. Über das Geistige, das in der Schöpfung gebunden ist, hat er keine Macht, und darum schreitet jenes auch mit Sicherheit zur Höhe. Eine freie Willensentscheidung aber erfordert, daß auch die Gegenmacht das Wesen beeinflussen kann, und darum ist im Erdenleben der Mensch den Bedrängungen von seiner Seite ausgesetzt; aber gleichzeitig stehen ihm große Gnadenmittel zur Verfügung, so daß er wahrlich eine rechte Entscheidung treffen kann. Es trägt daher jeder Mensch die volle Verantwortung für seinen Willen, denn Gott tut alles in Seiner Liebe, um ihm die Entscheidung leichtzumachen. Ein Wissen über seine Erdenaufgabe wird ihm auch unterbreitet, wohl in verschiedener Weise, doch stets so, daß er selbst Stellung dazu nehmen kann. (19.12.1952) Er kann darüber nachdenken, kann es aber auch unterlassen, dann aber auch nicht sich entschuldigen damit, nichts über seine Erdenaufgabe gewußt zu haben, denn nur das geringste Verlangen danach wird ihm erfüllt. Niemals wird dem Menschen etwas vorenthalten, was zu einem günstigen Willensentscheid beitragen kann, doch auch niemals ein Zwang ausgeübt auf ihn. Nach dem endlos langen Gang zuvor im Mußzustand ist die Erdenlebenszeit überaus kurz zu nennen, und doch genügt sie dazu, daß sich der Mensch entscheiden kann in der rechten Richtung, daß er zurückkehret zu Gott, Den er nun als seinen Vater von Ewigkeit erkennt, oder zurücksinkt und dem Gegner Gottes sich wieder zukehrt im freien Willen. Und für letzteren ist es noch eine Gnade, wenn er vorzeitig abgerufen wird, damit ihn der Gegner Gottes nicht völlig in seine Gewalt bekommt. Dann kann die Seele noch im Jenseits zur Erkenntnis kommen und sich aus den Fesseln jener Gewalt befreien durch Gottes große Liebe und Erbarmung. Wer aber auch dann noch nicht die erlösende Hilfe annimmt und immer tiefer sinkt, dem wird wieder der Wille gebunden, und er muß den erneuten Gang durch die Schöpfung zurücklegen, und dies so lange, bis die Seele endlich den rechten Weg geht, bis sie sich einmal im freien Willen als Mensch entscheidet für den Vater von Ewigkeit, von Dem sie einst ihren Ausgang genommen hat.
Amen B.D. NR. 5560.

 

Buch 61 5561

Dienen im Mußzustand. Und in Liebe im freien Willen.

20. Dezember 1952. B.D. NR. 5561.

Durch Meine Gnade und Erbarmung seid ihr Menschen Mir wieder beträchtlich nähergekommen, denn eure Seele war dereinst in weitester Entfernung von Mir und wäre nicht aus eigener Kraft zurückgekehrt, da die Entfernung auch Kraftlosigkeit zur Folge hatte. Es ist dies so einfach zu verstehen, daß nur die Liebe zu Mir zurückführt, daß aber die Liebe euch gänzlich fehlte durch eure einstige Abkehr von Mir. Ihr könnet also nur dann zurückkehren zu Mir, wenn ihr wieder die Liebe in euch aufleben lasset, und da ihr freiwillig dies nie getan hättet, weil in euch das Prinzip Meines Gegners - Lieblosigkeit - herrschte und dies also ewige Trennung von Mir bedeutete, wenn Ich nicht einen Weg fand - einen Weg, der euch gleichsam zum Dienen zwang - ihr mußtet euch durch dieses Dienen, auch wenn ihr es nicht freiwillig tatet, einen Lohn erwerben, eine Gegenleistung, die darin bestand, daß ihr Mir wieder näherkommen dürfet; denn euer Dienen war ein Aufbauzweck, ihr truget zur Erhaltung dessen bei, was euch diente zur Rückführung zu Mir. Auch eine erzwungene Arbeit muß irgendwie ausgeglichen werden. Ihr erwarbet euch also den Anspruch darauf, daß euch stets mehr und mehr Kraft zugeführt wurde - die sich so weit steigerte, daß ihr sie nach endlos langer Zeit wieder verwerten durftet nach eigenem, d.h. freien Willen. Euch wurde das Stadium als Mensch zugebilligt, wo ihr die euch zugehende Lebenskraft nützen sollet ebenfalls zum Dienen, jedoch im freien Willen, was immer ein Liebeswirken bedeutet. Ihr seid also gleichsam durch den langen Entwicklungsweg erzogen worden zum Dienen, wenngleich es im Mußzustand geschah, und diese Erziehung könnet ihr nun im Erdenleben unter Beweis stellen, indem ihr freiwillig tut, was ihr zuvor tun mußtet. Niemals hättet ihr freiwillig in Liebe gedienet in dem Zustand weitester Entfernung von Mir, und niemals hätte Ich euch zwangsweise in den Zustand als Mensch versetzen können - es mußte eine langsame Aufwärtsentwicklung vor sich gehen, um eurer selbst willen solltet ihr wieder das werden, was ihr einst waret - Wesen voller Kraft und Licht, mit allen göttlichen Eigenschaften, die ihr uranfänglich besessen habt. Der Inbegriff von Kraft und Licht, von höchster Vollkommenheit aber ist Liebe. Was ihr freiwillig einst hingabet, müsset ihr euch wieder aneignen, ihr müsset völlig zur Liebe werden, wollet ihr vollkommen werden. Und Liebe dienet - und findet darin ihre Beglückung. Was also das Wesen nicht tun wollte, als es abfiel von Mir, das mußte es endlos lange Zeit tun als Erfüllung des göttlichen Gesetzes. Nur auf diesem Wege kann es den eigenen Willen richten, sich Gelegenheiten zu suchen, sich dienend zu betätigen, der dann von Mir gewertet wird und gelohnet mit dem Zustand als Mensch im freien Willen, der eine völlige Wandlung zur Liebe bringen kann und also Rückkehr zu Mir - weil Liebe den Zusammenschluß mit Mir bedeutet und sonach auch Licht und Kraft in aller Fülle, also unbegrenzte Seligkeit.
Amen. B.D. NR. 5561.

 

Buch 61 5562

"Nehmet hin und esset, das ist Mein Fleisch."

21. und 22. Dezember 1952. B.D. NR. 5562.

Ich habe das Brot des Himmels für alle bereit, die es empfangen wollen aus Meiner Hand. Denn Ich sagte zu Meinen Jüngern: "Nehmet hin und esset, das ist Mein Fleisch, nehmet hin und trinket, das ist Mein Blut - tuet dies zu Meinem Gedächtnis." Also teilte Ich aus und gab ihnen den Auftrag, gleicherweise auszuteilen in Meinem Namen. Wie einfach sind diese Worte zu verstehen, und wie werden sie ausgelegt. Ich brach das Brot - zum Zeichen, daß Ich ihnen eine Nahrung zuführen wollte, eine Nahrung, die nicht den Körper, sondern die Seele erhalten und kräftigen sollte. Das Brot des Himmels muß euch Menschen zugeführt werden, das Manna, das euren Hunger stillen soll, das euch eine Kraft zuführen soll, die ihr benötigt, um zur Seligkeit zu gelangen. Ich gab Meinen Jüngern das Brot, und sie sollten das gleiche tun - austeilen, was sie durch Meine Liebe und Gnade empfangen hatten: Mein Wort, das in Wahrheit Mein Fleisch und Mein Blut ist, denn Ich Selbst bin das Wort von Ewigkeit. Und so Ich nun Mein Wort zur Erde leite, so ein von Mir Auserwählter dieses Mein Wort direkt empfängt von Mir, so reiche Ich ihm das Brot des Himmels zugleich mit dem Auftrag, es auszuteilen den Mitmenschen, denen, die Hunger und Durst haben und vollauf gesättigt und getränkt werden mit Meinem Wort. Tuet dies zu Meinem Gedächtnis. Es soll ein Zeugnis abgelegt werden von Mir mit der Verkündigung Meines Wortes. Denn Ich muß als Erlöser von den Menschen erkannt und anerkannt werden, und es müssen die Menschen in vollem Glauben Meiner gedenken, daß sie nur durch Mich erlöst worden sind, ansonsten Mein Erlösungswerk für sie nicht die erlösende Kraft hat durch ihre eigene Schuld. Ich fordere den Glauben an Mich als Erlöser der Welt, und darum kann Mein Wort nur dann recht verkündet werden, wenn Ich Selbst den Menschen verkündet werde, wenn durch Mein Wort von Mir gezeugt wird. Es ist der Sinn Meiner Worte nur zu fassen, wenn Mein Geist in euch Menschen wirken kann, der (22.12.1952) die Kraft ist, die euch von Mir zuströmt, so ihr Mein Brot des Himmels entgegennehmet. Ich kann euch wiederum dieses Brot nur reichen, so ihr in Verbindung tretet mit Mir, und die Verbindung stellet ihr her durch die Liebe. Ihr könnet wohl mit den Ohren Mein Wort entgegennehmen, doch erst wenn ihr willig seid, es zu befolgen, wird der Geist der Liebe in euch wach, und kommet ihr dann mit diesem Liebegeist in euch zu Mir, zum Tisch des Herrn, um mit Mir das Abendmahl zu nehmen, dann ist Mein Wort, das euch nun dargeboten wird, eine rechte Speise und ein rechter Trank für eure Seelen, dann nehmet ihr in Wahrheit Mein Brot und Meinen Wein entgegen, ihr esset Mein Fleisch und trinket Mein Blut, ihr nehmet Mich Selbst in euch auf, Der Ich eingehe zu einem jeden, der Mir freudig die Tür öffnet, so Ich anklopfe, denn in ihm wirket schon der Geist der Liebe. Dann aber ist euch auch jedes Wort verständlich, das Ich zu den Menschen sprach, als Ich auf Erden wandelte, denn dann erleuchte Ich euren Geist, Ich gebe euch Verständnis für alle Zusammenhänge, Ich erschließe euch den geistigen Sinn, während ihr sonst nur den Buchstabensinn erfasset, der euch wahrlich nicht viel Segen einträgt, denn ihr besitzet dann nur ein totes Wissen, das gleich ist dem Weltwissen, wenngleich es geistige Dinge berührt. Ihr haltet dann wohl starr fest an den Worten Jesu Christi und glaubet, Ihn dadurch zu bezeugen. Doch Ich verlange mehr von euch, Ich lasse Mir nicht genügen an einer Form, die ein scheinbares Erfüllen Meiner Worte ist und doch nicht annähernd dem tiefen Sinn dessen entspricht, was Ich zu Meinen Jüngern sprach: Nehmet hin und esset, nehmet hin und trinket - das ist Mein Fleisch, das ist Mein Blut - tuet dies zu Meinem Gedächtnis.
Amen. B.D. NR. 5562.

 

Buch 61 5563

Es werde Licht.

Hl. Abend 24. Dezember 1952. B.D. NR. 5563.

Es werde Licht. Das Licht kam zur Erde, weil es auf Erden finster war und die Menschen sich aus der Nacht des Geistes nicht mehr herausfanden. Da kam das Licht von oben, zu erleuchten alle, die guten Willens waren. Gott sandte Seinen Sohn zur Erde, daß Er ihnen mit dem Licht auch das Heil bringen sollte. Und so zog Er ein in eine Welt des Hasses und der Lieblosigkeit und wurde nicht von den Menschen erkannt als Licht- und Heilsbringer. Aber Seine Liebe zu den unglückseligen Menschen war so groß, daß Er sie erretten wollte aus der Finsternis, daß Er ihnen Erlösung bringen wollte aus der Fessel des Satans, der die Finsternis verschuldet hatte durch die Sünde und der alle Wesen mit sich in die Tiefe gerissen hatte, wo kein Licht war und keine Freiheit. Der Sohn Gottes kam als Erretter für die geknechtete Menschheit. Das Kindlein Jesus wurde geboren - eine Seele aus dem Reiche des Lichtes hatte Sich eine menschliche Form erwählt und kam als unschuldiges Kindlein zur Welt, um nun Seinen Erdengang zu beginnen, der mit dem größten Werk der Liebe und Barmherzigkeit endete, weil die sündige Menschheit erlöst werden sollte. Die Not auf Erden war riesengroß; selbst den Gerechten war der Weg zu Gott versperrt, weil die-einen-jeden-Menschen-belastende Sünde des einstigen Abfalles der Geister von Gott eine Rückkehr zu Gott zur Unmöglichkeit machte, weil die Gerechtigkeit Gottes für diese Sünde auch die entsprechende Sühne forderte, die kein Mensch im Erdenleben zu leisten imstande war. Der Gegner Gottes triumphierte, denn ihm gehörten alle Seelen, die als Mensch auf Erden wandelten. Er hatte sie mit in die Tiefe gerissen, und er gab sie nicht frei. Und die Gerechten schrien zu Gott um Hilfe. Sie riefen nach einem Retter. Jesus Christus, der Sohn Gottes, erlöste die Welt aus seiner Gewalt, Er bezahlte die Sündenschuld mit Seinem Tode am Kreuze. Doch auch dieses Erlösungswerk mußte im freien Willen getan werden,die Sühne mußte freiwillig geleistet werden, wie einst die Sünde gegen Gott freiwillig begangen wurde. Und darum konnte nicht die Lichtgestalt den Menschen Rettung bringen, sondern nur ein Mensch, der sich freiwillig aus Liebe für die Mitmenschen opferte, konnte diese Sühne leisten, und es mußte sonach der Mensch auf dieser Erde geboren werden und in aller Menschlichkeit aufwachsen mitten unter seinen Erdenbrüdern - weil der menschliche Wille allein ausschlaggebend war für dieses Liebeswerk, denn die Liebe eines Lichtwesens hätte ohne Frage schon längst die Menschheit erlöst, wenn dies dem Gesetz der ewigen Ordnung entsprechen würde. Also legte das Lichtwesen Seine Göttlichkeit ab, Es wurde zu einem Menschenkind mit allen menschlichen Schwächen und Eigenschaften, gegen die Es nun bewußt ankämpfen mußte, um Seinen Willen zu stählen, daß Er sich dann ohne Zwang als Erlöser der Menschheit opferte, um Gott die Sühne zu leisten für deren Sünden. Und diesem Kindlein jubelten alle Engel im Himmel zu, und sie beugten ihre Knie vor Ihm. Die Seele zog ein in Seinen Körper und verbreitete helles Licht. Es kam das Licht in die Finsternis. Gott sandte den Menschen einen Retter aus der Höhe, der Heiland Jesus Christus kam zur Erde, um die Menschen zu erlösen. Amen. B.D. NR. 5563.

 

Buch 61 5564

Stimme des Vaters.

Weihnachten 25. Dezember 1952. B.D. NR. 5564.

Die Stimme des Vaters sollet ihr in jedem Wort erkennen, das euch zugeht von oben. Es ist Mein Geist, der euch anspricht, es ist Meine Kraft, die euch zuströmt, es ist Licht von Meinem Licht, das auf euch ausstrahlet, es ist das Wort, das Meine unendliche Liebe prägt für euch, auf daß ihr Mich verstehet, auf daß ihr Meinen Willen erfüllet, getröstet werdet in der Not und belehret werdet in aller Wahrheit. Nur Einer kann euch diese Wahrheit vermitteln - euer Gott und Vater von Ewigkeit, Der euch darum belehret, damit ihr Ihn erkennet und Ihn liebenlernet. Denn Ich will eure Liebe. Darum spreche Ich euch an, die ihr Mich nicht sehen könnet und folglich Mich auch nicht anstrebet, so ihr kein Wissen habet, dem ihr Glauben schenken könnet. Ich aber will, daß ihr an Mich glaubet, und tue darum alles, um euch zu diesem Glauben zu verhelfen. Ich offenbare Mich euch. Ihr Menschen könnet dieses Gnadengeschenk nicht in seiner vollen Bedeutung ermessen, der Herr der Unendlichkeit, der ewige Gott und Schöpfer, Der alles erstehen ließ, was euren Augen sichtbar ist, und unendliche euch unsichtbare Werke erschaffen hat. Er neigt Sich euch liebevoll zu, Er spricht den einzelnen Menschen an, wie Er aber auch durch jene zu allen Menschen redet. Er offenbart Sich euch. Und nur wenige Menschen erkennen Meine Stimme. Diese wenigen aber sind auch erleuchteten Geistes, denn wer Mich zu hören vermag, wer Mich Selbst erkennet in dem Wort, das Ich zur Erde leite, der ist auch von der Kraft Meines Geistes durchstrahlt, und er hat nun einen völlig anderen Blick für alles Geschehen, für alles, was ihn umgibt und was er erlebt. Mein Geist erleuchtet sein Denken und gibt ihm auch Klarheit über alle Zusammenhänge; er kann nicht mehr zweifeln, eben weil er Mich Selbst erkennt, so Ich ihn anspreche durch Mein Wort. Wo Mein Geist wirket, dort ist auch Wissen, und Wissen ist Licht, das die Dunkelheit durchbricht. Wo aber findet ihr Menschen noch ein Licht auf der Erde? Die Menschen wandeln in der Finsternis, sie sind verdunkelten Geistes, sie denken nicht nach, und würden sie nachdenken, so würden sie zu keinem Ergebnis kommen, das beständig wäre. Es ist Finsternis auf Erden, die nur durch ein Licht von oben verdrängt werden kann. Ich aber bin stets bereit, euch ein Licht anzuzünden, Ich bin stets bereit, mit Meiner Geisteskraft euch zu durchstrahlen, so ihr nur bereit seid, die Worte Meiner Liebe entgegenzunehmen, so ihr nur eure Herzen öffnen möchtet, um den Strom Meiner Liebe einfließen zu lassen, so ihr Menschen nur begehrtet, Mich zu hören. Ich möchte, daß ihr Mich liebenlernet, darum müsset ihr Mich anhören, ihr müsset Meine Offenbarungen entgegennehmen, und es wird Licht werden in euch, denn ihr dringet dann ein in die Geheimnisse Meiner ewigen Liebe, in Meinen Heilsplan von Ewigkeit, ihr erkennet euch selbst und eure Erdenaufgabe, ihr erkennet Mich und schenket Mir dann eure Liebe, und ihr sehnet euch nach Meiner Stimme, daß sie euch ertöne ewiglich.
Amen. B.D. NR. 5564.

 

Buch 61 5565

Verwirrtes Denken - Geistige Not. Freier Wille.

26. Dezember 1952. B.D. NR. 5565.

Das Denken der Menschen hat sich verwirrt. Und das ist unter geistiger Not zu verstehen, daß sie ohne Erkenntnis sind, daß sie fern von der Wahrheit und darum auch fern von Mir sind, weil sie ohne Liebe leben, denn die Liebe schließt sie unweigerlich mit Mir und mit der Wahrheit zusammen. Wie anders also könnte ihnen geholfen werden, als daß sie nur immer zur Liebe gemahnt und angeregt werden. Die Liebe aber kann ihnen nicht geboten werden, sie kann ihnen nur als das wichtigste Gebot vorgestellt werden, das unbedingt erfüllt werden muß, will der Mensch sein Ziel auf Erden erreichen. Es muß der Mensch wissen, daß er ohne die Liebe keinen Schritt vorwärts kommt, doch zwangsmäßig kann sie nicht gefordert werden, weil dies dann keine Liebe wäre, sondern im günstigsten Falle nur eine Handlung, die Liebe vortäuschen soll. Ihr Menschen dürfet nicht vergessen, daß die Liebe etwas Göttliches ist, daß Ich euch also darum das Liebegebot gab, um euch den Weg zur Vergöttlichung eures Wesens zu weisen. Aber keineswegs übe Ich den geringsten Zwang aus auf euch, was aber ein "Gebot" im Sinne des Wortes bedeutete. Und so stelle Ich euch alles frei, ihr dürfet über euch selbst bestimmen; Ich kann euch nur durch Belehrungen so weit bringen, daß ihr von selbst den rechten Weg einschlaget. Und darum bin Ich unentwegt bemüht, die Menschen in rechtes Denken zu leiten, sie recht zu belehren, ihnen Mein Wort zu senden durch Mir voll und ganz ergebene Diener, ihnen alles Für und Wider zu erläutern, auf daß sie von selbst dann die rechte Entscheidung treffen und das tun, was sie zum Ziel führt - auf daß sie in der Liebe leben und wieder zu dem werden, was sie waren im Anbeginn. Doch Ich stoße auf harten Widerstand. Die Menschen nehmen Meine liebevollen Belehrungen nicht an, sie stehen in so verwirrtem Denken, daß sie das einfache, klare Wissen um die Zusammenhänge nicht mehr fassen können - und sie haben auch keinen Willen dazu. Meine liebevollen Worte vertönen an ihren Ohren und dringen nicht zum Herzen, und die Kraft Meines Wortes kann nicht wirksam werden an den Menschen. Die geistige Not ist riesengroß, weil der Wille der Menschen frei bleiben muß und sie selbst keinen inneren Antrieb mehr haben; sie tragen kein Verlangen nach rechter Aufklärung, sie fühlen sich wohl in ihrem Geistesdunkel, sie begehren kein Licht - und kommt das Licht zu ihnen, so lassen sie seine Strahlen nicht einfallen in ihre Herzen, sie wenden sich ab und den Irrlichtern zu, die überall am Wege aufblitzen. Und Ich schaue voll Erbarmen auf Meine Geschöpfe, die Ich beglücken möchte und die nichts annehmen aus Meinen Händen. Ich sehe, wie sie dahinwandeln, ein jeder auf anderen Pfaden, aber nicht den Weg betreten, der wohl bergauf, aber sicher zu Mir führt. Ich sehe auch die, die Mich suchen, sich aber nicht beraten lassen, wo Ich zu finden bin, die viele Wege gehen müssen, bevor sie auf den rechten Weg stoßen. Ich möchte ihnen allen die vergeblichen Wege ersparen, Ich möchte ihnen den Aufstieg zu Mir leichtmachen, Ich möchte einem jeden einen Führer beigesellen. Doch Ich kann ihnen immer nur mit Meiner lockenden Stimme zurufen: Kommet zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken. Ich kann nur rufen, sie aber nicht zwingen, den rechten Weg zu beschreiten. Und auf Meinen Lieberuf hören sie nicht, weil sie Meine Stimme nicht erkennen, solange sie ohne Liebe sind. Und das ist es, was Ich als geistige Not bezeichne, daß es wohl eine Hilfe gibt und sie von Mir aus überreichlich euch geleistet wird, daß ihr Menschen sie aber nicht annehmen wollet und sonach selbst bestimmt das Ende, dem ihr entgegengehet, Ich kann euch helfen, Ich will euch auch helfen, aber ihr müsset euch helfen lassen wollen. Denn euer Wille ist frei und wird ewig euer Los bestimmen.
Amen. B.D. NR. 5565.

 

Buch 61 5566

Auftrag Gottes an Seine Jünger.

29. Dezember 1952. B.D. NR. 5566.

Meine Jünger sende Ich hinaus in die Welt, daß sie das Evangelium verbreiten von der Liebe, das Evangelium des Geistes, die Verkündung Meines Wortes, das den Menschen die Liebe lehret. Ihr Menschen auf Erden brauchet dringend nötig eine solche Botschaft des Heiles, ihr brauchet dringende Hinweise auf euren elenden Zustand und Ratschläge und Ermahnungen, auf daß ihr einer riesengroßen Gefahr entrinnet. Ihr brauchet Aufklärung, die der Wahrheit entspricht, es muß euch das Evangelium aufs neue gebracht werden, auf daß ihr euch berührt fühlet von seiner Kraft, auf daß die Heilslehre auch eure Seele gesunden lasse, auf daß ein neues Leben einziehe und sich in erhöhter Liebetätigkeit äußere. In alle Herzen soll das Lebenswasser einfließen, Mein göttlicher Liebebeweis, Mein Wort. Es soll euch zum Leben erwecken. Und darum beauftrage Ich überall Meine Diener, daß sie Mich und Mein Wort verkünden, denn überall ist geistige Not, überall sind verlangende Seelen und solche, die gerettet werden müssen, denen Kunde gebracht werden soll, daß sie in Gefahr sind, damit sie wachsam werden und nicht völlig blind einhergehen. Und Ich bedenke die Menschen nach Meinem Ermessen - wie sie aufnahmewillig sind, so teile Ich Meine Gaben aus; jedem biete Ich sie an, so wie sie seinem Annahmewillen entsprechen, jedem versuche Ich das Brot des Himmels schmackhaft zu machen, doch jeder braucht anders zubereitete Nahrung, wenngleich es stets die gleiche Nahrung bleibt, die Speise, die der Seele zuträglich ist, die allein die Seele zum Leben erweckt. Ich werde niemals verschiedene Wahrheiten austeilen, Ich werde niemals Meine Jünger beauftragen, verschiedenes Wissen, verschiedene Lehren, den Menschen zu vermitteln, Ich teile nur immer die gleiche Wahrheit aus, nur ist die Form, in der Ich sie darbiete, nicht immer die gleiche, weil das Denken der Menschen, die Begriffsfähigkeit und die Vorstellungen des einzelnen verschieden sind. Aber die Wahrheit ist und bleibt ewig unveränderlich. Und daran sind Meine Diener zu erkennen, die in Meinem Auftrag tätig sind, daß sie die von Mir vermittelte Wahrheit vertreten, daß sie gleichen Geistes sind, weil sie die Wahrheit von Mir direkt entgegennehmen, daß sie voller Liebe bemüht sind, Licht zu bringen den Menschen, die im Dunkeln wandeln, und daß sie dieses Licht auch eifrig verbreiten, weil sie selbst im Licht stehen und seine Kraft und Wahrheit spüren. Nur ein Lichtträger kann Licht ausstrahlen, nur ein von Mir in die Wahrheit eingeführter Mensch kann die Wahrheit verbreiten und also als Mein Jünger das Evangelium hinaustragen in die Welt. Diese aber wird auch jeder als Meine Boten erkennen, der in der Wahrheit zu stehen begehrt, denn dieser begehret Mich, und Ich werde ihm wahrlich das Licht zuführen und ihn nicht mehr in die Finsternis zurücksinken lassen.
Amen. B.D. NR. 5566.

 

Buch 61 5567

Bevorstehende Wende.

31. Dezember 1952. B.D. NR. 5567.

Ihr könnet eine neue Zeit verkünden allen Menschen, denn es steht euch eine Wende bevor. Und Ich will auch, daß ihr, Meine Diener auf Erden, stets Erwähnung tut dieser Meiner Ankündigung, Ich will, daß die Menschen Kenntnis davon erlangen, auch wenn sie nicht daran glauben wollen. Ihre Gedanken sollen gerichtet werden auf das kommende Geschehen, auf die Zeit, die auch einem ungläubigen Menschen sonderbar vorkommen wird. Sie sollen erfahren von einer gewaltigen Änderung ihrer Lebensverhältnisse zuerst, einem ganz deutlichen Hinweis auf das Ende, das nicht lange danach folgen wird. Sie sollen von diesem Wandel erfahren, weil dann ihr Glaube aufleben kann, wenn er eintritt, wenn sie das Weltgeschehen verfolgen und alle Anzeichen deutlich erkennbar sind, die ihr ihnen vorausgesagt habt. Es kommt eine neue Zeit, und Ich künde sie euch Menschen nicht grundlos an. Ihr geht noch euren Weg abseits von Mir, in eurem Leben bin Ich nur selten oder gar nicht vorhanden, doch Ich will es, daß ihr zu Mir kommet, daß ihr Mich rufet, daß ihr Mich stets vorangehen lasset, daß ihr euer Leben nicht lebet ohne Mich. Darum lasse Ich immer wieder Meinen Ruf ertönen, bis ihr ihn so deutlich vernehmen werdet, daß ihr Meinem Rufe Folge leistet. Und darum sollen Meine Diener auf Erden den Menschen Kunde geben von dem, was ihnen bevorsteht - daß alles anders kommen wird, als sie es wünschen und erhoffen. Bald beginnt die letzte Phase vor dem Ende, bald wird der letzte Glaubenskampf entbrennen, dem aber eine gewaltige Erschütterung der Erde vorangeht, die allen Menschen zu denken geben sollte und die doch nur von wenigen erkannt wird als ein letzter Warn- und Mahnruf von oben. Glaubet es, ihr Menschen, ihr habet noch einen beschwerlichen Weg zu gehen, aber mit Meiner Kraft ist er für euch gangbar, und darum will Ich euch allen zuvor Meine Kraft anbieten, auch euch, die ihr noch nicht an Mich glaubet. Rufet Mich an in der Not, und ihr werdet sichtlich Meine Hilfe erfahren, aber überlasset euch nicht den Kräften der Finsternis, fluchet, murret und klaget nicht, wenn ihr schmerzvoll betroffen werdet von dem, was unwiderruflich kommt und kommen muß. Besinnet euch, wenn eine Entscheidung von euch verlangt wird für oder wider Mich. Besinnet euch, daß Ich geben und nehmen kann, euch aber immer geben will, was für die Ewigkeit euch dienlich ist. Lasset euch nicht betören von Versprechungen irdischer Art, ihr werdet alles wieder verlieren - doch was ihr geistig euch erwerbet, das bleibt euch und wird euch beglücken ewiglich. Ihr steht vor einer Weltenwende - irdisch und geistig steht euch eine Wende bevor, ihr Menschen stehet im Mittelpunkt eines gewaltigen Geschehen; haltet euch an Mich, euren Gott und Vater von Ewigkeit, und ungefährdet werdet ihr bleiben, wenn alles um euch vergeht, denn Ich Selbst bin eure Kraft und Stärke, Ich Selbst bin der Herr über Leben und Tod. Wer bei Mir ist, wer an Meiner Seite steht, der brauchet wahrlich nichts zu fürchten, denn er wird leben in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5567.

 

Buch 61 5568

Recht gerichtetes Begehren.

Neujahr 1. Januar 1953. B.D. NR. 5568.

Was ihr euch erstrebet, das wird euch werden. Ihr alle, die ihr nach Mir verlanget, ihr werdet Mich auch erreichen, denn Ich ziehe euch zu Mir, sowie nur euer Wille Mir gilt. Ihr aber, die ihr die Güter der Welt begehret, ihr werdet deren Sklaven werden, sie werden euch beherrschen und euch zuletzt gänzlich gefangennehmen, so daß ihr in der Materie gefesselt bleiben werdet endlos lange Zeit. Wird euch, die ihr eure Sinne nur weltlich gerichtet habt, jedoch irdisches Gut genommen, so nehmet dies hin als eine unverdiente Gnade, denn ihr könnet dadurch noch Rettung finden vor jenem gebundenen Zustand, ihr könnet noch zur Besinnung kommen und euch abwenden von irdischem Gut und Mir zustreben in der Erkenntnis des Unvergänglichen. Und darum gedenket des Wertes dessen, was ihr anstrebet. Mag es euch noch so verlockend erscheinen - gebet es auf, wenn es vergänglich ist, und suchet euch das zu erwerben, was Ewigkeitswert hat. Denn es wird euer Wille gewertet, es wird euch gegeben, was ihr ernstlich verlanget. Kurz ist die Erdenlebenszeit und ganz besonders kurz für die jetzt lebende Menschheit. Und selbst wenn euch irdisch in allem Erfüllung wird, so ist dieses Erdenleben kein Ausgleich für das Leben in der Ewigkeit, das ihr euch dann auf Erden erworben habt. Irdischer Reichtum trägt euch sicher geistige Armut ein, wenn euer Reichtum nicht von Mir gesegnet ist, weil ihr ihn verwendet nach Meinem Willen, in uneigennütziger Nächstenliebe. Dann aber hat sich euer Herz längst frei gemacht von dem Verlangen danach, dann habet ihr die Materie längst überwunden, was auch euer Ziel sein soll. Solange ihr aber noch nach Reichtum verlanget, sind geistige Schätze wenig bei euch zu finden, und dann ist der irdische Reichtum für euch eine Gefahr, die ihr nicht erkennet. Darum warne Ich euch davor, darum versichere Ich euch, daß ihr empfanget, was ihr begehret, und ihr darum euer Begehren recht richten sollet, auf daß die harte Materie nicht dereinst euer Los wird zu unermeßlicher Qual. Gedenket dieser Meiner Worte und strebet das rechte Ziel an, richtet eure Gedanken geistig, suchet Mich und Mein Reich, suchet euch Güter zu erwerben, mit denen Ich euch reichlich segnen will, so ihr nur im Herzen danach verlanget, und seid euch stets dessen bewußt, daß euer Leben auf Erden nicht ewig währt, daß aber das Leben nach eurem Leibestode so bestellt ist, wie es eurem innersten Verlangen entspricht - daß ihr im Vollbesitz von Licht und Kraft, gesegnet mit geistigen Gütern, eingehen könnet in das geistige Reich, daß ihr aber auch armselig und elend, kraftlos und blind die Folgen eures Strebens auf Erden tragen müsset, endlose Zeiten hindurch, und nur schwer zu geistigen Gütern gelangen werdet, und dies niemals ohne liebende Hilfe, weil ihr allein ohne Kraft seid, euch euer Los zu verbessern. Darum nützet die Erdenzeit gut aus, erwerbet euch, was euch reichlich zur Verfügung steht, doch euren freien Willen erfordert. Und erkennet als wertlos alles das, was nur dem Körper Wohlbehagen schafft, die Seele aber unversorgt läßt. Nützet die Zeit gut, denn sie währet nicht mehr lange, das Ende ist näher, als ihr denkt; darum schaffet und wirket, solange noch Tag ist, denn es kommt die Nacht, wo ihr nicht mehr wirken könnet.
Amen. B.D. NR. 5568.

 

Buch 61 5569

Wann ist Gewähr für reine Wahrheit durch Geistwirken?

2. und 3. Januar 1953. B.D. NR. 5569.

Ihr könnet mit Gewißheit annehmen, daß die Wahrheit euch vermittelt wird, denn Gott Selbst, als die ewige Wahrheit, lehret euch, wie es geschrieben steht, daß ihr, um in der Wahrheit zu stehen, von Gott gelehret sein müsset. Ihr dürfet darum nicht zweifeln, solange ihr selbst die Wahrheit begehret und Gott Selbst darum angehet. Und es sei dies für euch das sicherste Zeichen, daß ihr zuvor nicht das geringste Wissen besaßet, daß aber das Wissen, das ihr jetzt euer eigen nennet, nicht von außen an euch herangetragen wurde, doch an Tiefe und Weisheit jedes Verstandeswissen übertrifft. Ihr brauchet nicht zu fürchten, von Kräften belehrt zu werden, die selbst nicht in der Wahrheit stehen, denn Gott höret jeden Ruf und antwortet direkt oder durch Lichtboten, die dann in Seinem Willen tätig sind und nur göttliches Wissen, also die reine Wahrheit, vermitteln. Es sind aber auch Kräfte tätig, die Verwirrung zu stiften suchen, Kräfte, die auf Menschen einwirken, die ihnen dazu das Recht einräumen, indem sie festhalten an irrigem Wissen, die also sich nicht gänzlich widerstandslos belehren lassen. Dann können Lehren Verbreitung finden, die entgegenstehen der göttlichen Wahrheit. Der Gottesfunke im Menschen steht mit dem Vatergeist von Ewigkeit in unlösbarer Verbindung, und sein Anteil ist Wahrheit, weil Gott Selbst die Wahrheit ist. Belehret euch also der göttliche Geist in euch, nehmet ihr ein Wissen auf, das aus euch selbst kommt, ein Wissen, das ihr verstandesmäßig niemals euch erwerben könnet, nehmet ihr aus euch selbst ein Wissen entgegen, das euch Licht gibt über geistige Zusammenhänge, ein Wissen, das euch klar und logisch Aufschluß gibt über Göttlich-Geistiges, so muß eine Quelle dieses Wissens in euch sein, die nicht irdisch wissenschaftlich erklärt werden kann, sondern der göttliche Geistesfunke in euch selbst ist, ein Teil der ewigen Gottheit. Und aus diesem Quell kann nichts anderes als Wahrheit geschöpft werden. Es kann aber auch der Verstand beeinflußt werden von Kräften, es kann der Mensch rein verstandesmäßig in das geistige Reich einzudringen versuchen, und dann kann er gleichfalls inspiriert werden, d.h., ihn können die Gedankenwellen umspielen, die wohl auch im geistigen Reich ihren Ausgang haben, doch nicht kontrollierbar sind, welchem Reich sie entströmen. Es kann irdisches Wissen sich mit geistigen Ausstrahlungen verbinden, es kann der Verstand des Menschen in einer bestimmten Richtung denken wollen, und diesem Willen entsprechend schalten sich die Kräfte ein und bestärken ihn. Und es ist dann immer eine Gefahr, wenn der Mensch gewisse Ansichten oder ein Vorwissen nicht aufgeben will und geistigen Kräften gestattet, sich einzuschalten und in der gleichen Richtung weiterzuwirken, die aber von der Wahrheit sich entfernt. (3.1.1953) Es ist auch keineswegs anzunehmen, daß Mitteilungen aus dem geistigen Reich immer durch die Kontrolle eines hohen Lichtwesens gehen, wenn die Voraussetzungen nicht da sind - bedingungsloses Anfordern der reinen Wahrheit, was immer Zurückstellen des eigenen Willens erfordert. Es müssen sich die guten Geisteskräfte stets dem göttlichen Willen einfügen, und dieser achtet stets die Willensfreiheit des Menschen. Wo also der Wille des Menschen ein schrankenloses Beeinflussen jener Kräfte nicht zuläßt, dürfen sie sich nicht vordrängen, sie müssen den Willen des Menschen respektieren, und das bedeutet, daß sie auch jenen Kräften den Zugang nicht verwehren dürfen, die der Mensch selbst durch seinen Willen ruft. Ein Festhalten an falschem Wissen gibt den schlechten Kräften immer die Möglichkeit, sich zu äußern. Darum kann nicht scharf genug Selbstkritik geübt werden, wenn es um die reine Wahrheit geht. Und ihr müsset alle von Gott gelehret sein. Gott Selbst will euch die reine Wahrheit zuleiten, Er hat euch die Verheißung gegeben. Darum gehet zu Gott, so ihr die reine Wahrheit empfangen wollet - bittet Ihn um Aufschluß, bittet Ihn um Erleuchtung des Geistes, traget Ihm eure Fragen und Bedenken vor, und Er wird euch wahrlich geben, was ihr erbittet. Er wird euch die reine Wahrheit vermitteln direkt oder auch durch Lichtboten, die aber dann stets in Seinem Willen euch belehren, deren Worte dann anzunehmen sind als Gottes Wort, weil sie Träger des Lichtes, Träger der Wahrheit aus Gott sind, also auch frei von jedem Irrtum. Rufet Gott Selbst an, und Er wird euch hören. Sein Wort ist Wahrheit, und was sich nicht mit diesem Wort deckt, stammt nicht von Ihm, selbst wenn es euch gut erscheinen mag. Es gibt nur eine Wahrheit, und diese ist Gott Selbst. Weil aber ständig der Kampf geführt wird zwischen Licht und Finsternis, müsset ihr auch das Wirken des Gegners von Gott einrechnen und darum achtsam sein und prüfen. Er schleicht sich ein, wo er nur einen Unterschlupf findet, und er sucht Verwirrung zu stiften. Sein Bestreben wird immer sein, Jesus Christus und Sein Erlösungswerk herabzusetzen, in Frage zu stellen oder so darzustellen, daß eine erlösende Wirkung ausbleibt - daß der Mensch den Glauben verliert an Den, ohne Den es ewig keine Seligkeit gibt. Darum sucht er, die Begriffe zu verwirren, auch dort, wo der Wille gut ist, doch die völlige Hingabe an Gott noch nicht erfolgt ist. Traget all eure Liebe, all euer Verlangen, alle eure Zweifel, Nöte und Sorgen zu Gott - und Er wird euch geben, was ihr benötigt, Er wird euch lehren und euch einführen in die ewige Wahrheit, Er wird euch schützen vor Irrtum und mit Seiner Liebe immer bei euch sein.
Amen. B.D. NR. 5569.

 

Buch 61 5570

Gegenwirken des Satans, wo geistiges Streben ist.

4. Januar 1953. B.D. NR. 5570.

Der Gegner Gottes wird immer am Werk sein, wo für Gott und Sein Reich gearbeitet wird. Denn es geht um seine Macht, die im gleichen Maß geringer wird, wie die Seelen sich dem Reiche Gottes zuwenden. Und sein Wirken wird immer darauf hinausgehen, die Menschen in Zweifel zu stürzen, ihnen ein unwahres Wissen vorzusetzen und sich also der Menschen zu bedienen, die selbst nicht in der Wahrheit stehen, denn diese vertreten willig den Irrtum, und der Irrtum ist ein guter Boden für Gott-gegnerische Kräfte. Wer für das Reich Gottes arbeitet, der wird viele Gegner finden, denn Sein Reich ist nicht das, was die Menschen suchen und erwünschen. Sein Reich bedingt Abkehr von der Welt und ihren Freuden, und wenige nur sind bereit dazu, die meisten aber bleiben der Welt treu und somit auch dem, der Herr dieser Welt ist. Wer nun aber das Reich Gottes verkündet, der stößt häufig auf Abwehr, und seine Arbeit ist oft erfolglos. Das aber ist ein Zeichen, daß er Göttliches den Menschen bringen will, daß er angefeindet wird von der Überzahl der Menschen. Diese wollen Erfolg sehen, sie wollen greifbare Güter erwerben, sie wollen auf Erden hochstehen, und alles dieses bietet ihnen das Reich Gottes nicht - und was es ihnen bietet, das verlangen sie nicht - geistige Güter, die ihnen nachfolgen in die Ewigkeit. Die Welt wird immer stärker hervortreten, der Genußsucht und dem Wohlleben des Körpers wird gefrönt werden in übermäßiger Weise, und im gleichen Maße stumpft das Verlangen nach dem Leben der Seele ab, bis zuletzt ein kläglicher geistiger Leib die Erde verläßt, der nicht eingehen kann in das Reich Gottes. Überall, wo geistig strebende Menschen sind, setzen die Gegenkräfte sich in Bewegung, denn der Gegner Gottes weiß, daß er nicht mehr viel Zeit hat. Aber sein Wirken vor dem Ende ist erschreckend, denn die Menschen gehen mit offenen Augen in sein Netz, sie folgen lieber ihm als den Boten Gottes, die Sein Reich verkünden den Völkern der Welt. Denn Gott tritt nicht offensichtlich hervor, um den Menschen freien Willen zu lassen, Er ist aber zu erkennen, wenn man Ihn erkennen will. Denn Seine Boten bringen den Menschen Sein Wort, Seine Boten verkünden wieder die reine Lehre Christi, Seine Boten ermahnen zur Liebe und wollen den Menschen helfen, daß sie nicht blindlings in das Verderben gehen. Gott und Sein Reich wird nicht mehr erkannt, Seine Boten werden abgelehnt, und der Lebenswandel der Menschen ist nicht nach dem Willen Gottes, er basiert nicht auf dem Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe - weil einer dagegenwirkt, der immer Erfolg hat dort, wo das Auge zur Welt gerichtet ist, weil ihm eher Gehör geschenkt wird als den Verkündern des Reiches Gottes. Dennoch sollen die Arbeiter im Weinberg des Herrn nicht müde werden und nicht fürchten die Kräfte der Finsternis. Und ob es auch nur wenige sind, die Licht begehren, sie werden es erhalten und wieder Licht ausstrahlen, und es werden auch Strahlen in die Finsternis fallen und dort wieder einzelnen den Weg weisen, der zum Reich Gottes führt. Es wird die Arbeit der Knechte Gottes nicht vergeblich getan sein, denn Er Selbst steht mit Seiner Liebekraft dahinter, und Er segnet jede Tätigkeit, die für Ihn und Sein Reich ausgeführt wird. Und Sein Reich bleibt bestehen, wenn das Weltreich vergeht, Sein Reich nimmt alle auf, die es suchen, die nicht die Welt begehrten, sondern Gott sich zu eigen gaben, Der ihnen nun Sein Reich erschließet in aller Herrlichkeit. Amen. B.D. NR. 5570.

 

Buch 61 5571a

Äußerlichkeiten, Zeremonien. Rechter Gottesdienst.

6.1.1953. B.D. NR. 5571a.

Suchet den Kern und ergötzet euch nicht an der Schale. Wie dringend möchte Ich euch Menschen dies an das Herz legen, daß alle Äußerlichkeiten euch keinen Schritt weiterführen, daß nur euer Innenleben geweckt werden muß, daß ihr nur dann einen geistigen Erfolg aufweisen könnet, wenn ihr geistig strebet. Und solange euch noch das Äußere etwas gilt, solange ihr euch noch von Zeremonien gefangennehmen lasset, solange könnet ihr noch nicht innerlich sein, denn sowie ihr euer geistiges Auge nach innen richtet, wirkt alles Äußere wie Schatten auf euch, ihr schließet die Augen und wendet euch ab von äußerem Prunk und zeremoniellen Handlungen, weil ihr dann das rechte Licht innen erblicket, das von Mir Selbst ausgeht, das Ich in jedem Menschen entzünde, der wahrhaft innerlich strebet, der sich bemüht, die rechte Bindung mit Mir herzustellen, der nun an sich arbeitet - der Mich ernst und wahrhaft suchet. Von ihm lasse Ich Mich finden, und er wird es dann auch verstehen, warum Ich im Geist und in der Wahrheit angerufen werden will. Bedenket doch, daß Mein Reich nicht von dieser Welt ist. Was also dieser Welt noch angehört, ist eine Schranke zur geistigen Welt, zu Meinem Reich, wo keine materiellen Dinge mehr bestehen; bedenket, daß alle Materie noch von dem beherrscht wird, der in der Welt regiert, und daß es sein Wirken ist, euch Glanz und Prunk, die Augen blendende Materie zu bieten, um Mich euch dadurch zu verdunkeln, um euch vom wahren geistigen Streben fernzuhalten; bedenket, daß er sich alles dessen bedient, was noch sein Anteil ist, um euch zu gefährden. Wer mit Mir ernstlich Verbindung sucht, der gehe in sein Kämmerlein und rufe Mich dort an, d.h., er ziehe sich in die Stille zurück und lenke seine Gedanken nach innen, und er wird Mich sicher finden, wohingegen schwerlich ein Mensch seine Gedanken wird sammeln können, wo ihm die Welt so offensichtlich entgegentritt, wo das Auge nur immer schauen kann und keine wahre Andacht ist. Ich bin nicht dort zu finden, wo man Mich verkündet in einer Weise, die nur Götzendienst ist, weil dem Götzen gehuldigt wird, der noch alle Materie beseelt. Mein Reich ist nicht von dieser Welt. So klar waren Meine Worte, und jeder konnte sie verstehen und wird sie auch verstehen, der nach Mir und Meinem Reich ernsthaft trachtet. In der Welt aber findet ihr Mein Reich nicht, die Meinem Gegner noch gehört. Lasset ab von allem Äußeren, wenn ihr Mir recht dienen wollet, lasset euch nur Meine Liebelehre angelegen sein, befolget sie eifrig, und ihr dienet Mir dann so, daß Ich Wohlgefallen daran finde. B.D. NR. 5571a.

 

Buch 61 5571b

Äußerlichkeiten, Zeremonien. Rechter Gottesdienst.

7.1.1953. B.D. NR. 5571b.

In allen Kirchen, wo Ich verkündet werde, erfahret ihr Menschen die Grundlehren, die euch zur ewigen Seligkeit führen können. Verklingen die Lehren nur an euren Ohren, dann werden sie euch wenig nützen, lasset ihr sie aber eindringen in das Herz, dann wird der Same, der in euch gelegt ist, befruchtet und sprießt empor, bald den ganzen Acker, euer Herz, in üppige Vegetation versetzend - es wird ein Leben in euch erweckt, und die Lehre Christi, Mein Wort, das euch verkündet wurde, bringt herrliche Früchte hervor. Ihr reifet an eurer Seele und gehet eurer Vollendung entgegen. Darum kann euch eine jede Kirche zur Seligkeit verhelfen, die Mein Wort euch nahebringt, doch die Entgegennahme Meines Wortes ist erste Bedingung, und dieses Wort wird euch dargeboten, wenn euch die Lehre Christi vermittelt wird, die euch auch ein Wissen gibt über Jesus Christus, den Sohn Gottes und Erlöser der Welt. Nur durch Jesus Christus könnet ihr Menschen selig werden, also muß euch auch das Wissen über Ihn und Sein Erlösungswerk zugeleitet werden, und nur durch das Erfüllen Seiner Liebegebote könnet ihr der Vollendung entgegengehen, und darum müsset ihr auch unterrichtet werden über Seine Lehre. Wo und wie euch nun diese Lehre Christi vermittelt wird, ist bedeutungslos, aber daß sie euch vermittelt wird, ist dringend notwendig, weshalb Ich alle Verkünder Meines Wortes segne, die den Menschen Mich Selbst nahezubringen suchen, die von Mir zeugen, Der Ich als Mensch Jesus auf Erden wandelte und den Menschen das Heil brachte. Was also geeignet ist, den Menschen von Meinem Leiden und Sterben am Kreuz, von Meiner Menschwerdung und von Meinem Erlösungswerk Kenntnis zu geben, was geeignet ist, sie zur Nachfolge Jesu anzuregen, sie zu einem Leben in uneigennütziger Nächstenliebe zu bewegen, das entspricht auch Meinem Willen und ist von Mir gesegnet, ganz gleich, welche Geistesrichtung dieses bezweckt. Doch was darüber hinausgeht, was nicht mit Meiner Liebelehre im Einklang steht, was von den Menschen als Belastung empfunden wird, weil es den freien Willen des Menschen antastet - alles, was im Widerspruch steht zu Meinem einfachen Lebenswandel auf Erden, was ferner Meinen göttlichen Liebegeboten hinzugefügt wurde, erregt Mein Mißfallen und ist nicht geeignet, wahre Mitglieder der Kirche heranzubilden, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe. Denn wo die Liebe gelehrt wird, muß sie auch selbst geübt werden - d.h., wo Not ist, soll sie gelindert werden. Und wem Ich irdische Güter schenke, der soll sie verwerten im Dienst der Nächstenliebe, er soll Not lindern nach besten Kräften und Können. Wird dieses erste Gebot außer acht gelassen, so ist auch kein Segen zu erwarten, wenngleich Meine Liebelehre verkündet wird, denn dann sind es nur leere Worte, die noch keine Umgestaltung des Wesens gezeitigt haben, dann ist also Mein Wort noch nicht zum Herzen gedrungen, dann wurde es noch nicht lebendig im Herzen des Menschen; es ist ein Samenkorn auf steinigen Grund gefallen und konnte darum nicht aufgehen. Nichts anderes kann euch ein ewiges Leben in Seligkeit eintragen als nur ein Leben in Liebe. Und wo diese Lehre recht eindringlich den Menschen gepredigt wird, dort wird in Wahrheit Mein Evangelium verkündet. Und wo Meine Liebelehre nun ausgelebt wird, dort findet der rechte Gottesdienst statt, der Mich erfreut und der euch einen ungeahnten Segen einträgt.
Amen. B.D. NR. 5571b.

 

Buch 61 5572

Er weiß, daß er nicht mehr lange Zeit hat.

9. Januar 1953. B.D. NR. 5572.

Die Gegenwart steht sehr unter dem Einfluß Meines Gegners, wenngleich das nicht heißen soll, daß Ich mit Meiner Macht, mit Meiner Liebe und Gnade zurückhalte. Doch die Menschen selbst räumen ihm mehr Recht ein durch ihren Willen, ihre Gesinnung, ihr Handeln und Reden. Sie entfernen sich daher von Mir und können Meine Liebeausstrahlung nicht mehr spüren, deren Wirkung sie von dem Einfluß des Gegners befreien könnte. Es ist die Endzeit, die Zeit, wie es geschrieben steht: Er weiß, daß er nicht mehr lange Zeit hat. Und darum wütet er ganz besonders auffällig und wird doch nicht von den Menschen erkannt. Und Mein Gegner kämpfet dort besonders heftig, wo das Streben zu Mir ersichtlich ist. Das wird euch immer die Erklärung sein, wenn Geistig- Strebende in Konflikt geraten mit sich selbst oder ihrer Umgebung. Geistiges Streben, d.h. Hinwenden der Blicke zu Mir, ist Meinem Gegner ein Greuel, es erfüllt ihn mit Haß und Vernichtungswut, es gibt ihm die schändlichsten Pläne ein, und die Auswirkungen sind deutlich zu spüren unter Meinen Kindern, unter denen, die Mir treu dienen wollen, unter denen, die Licht empfangen und hinaustragen sollen in die Welt. Denn er funkt mit seinem Irrlicht dazwischen, ihn stört das Licht von oben, und er möchte es zum Verlöschen bringen. Er kämpfet um jede Seele, die er zu verlieren droht, und da ihm die Mehrzahl der Menschen freiwillig folgt, ist er über jede Seele ergrimmt, die ihn erkennt und sich von ihm löset. Es ist eine Zeiterscheinung, die verständlich ist dem Menschen, der um Ursache und Zweck des Beendens dieser Erdperiode weiß, der um den Kampf zwischen Licht und Finsternis weiß und um das nahe Ende. Und je mehr es diesem zugeht, desto heftiger wird er wüten und eine Verwirrung anrichten unter den Meinen, denn ihm ist jede List, jede Lüge recht, er gebrauchet alle Waffen skrupellos, auch wenn sie den Tod bringen der Seele, um die er kämpft. Er wird unter einer Maske auftreten und oft schwer zu erkennen sein, er wird auch unter den Meinen auftauchen und täuschen alle, die sich täuschen lassen von seiner Maske. Und Ich wehre ihm nicht, denn bis an das Ende dieser Welt hat er Macht und Kraft und kann diese erproben, doch im gleichen Maß stehe auch Ich bereit mit Meinen Gnadengaben, die, so sie nur genutzet werden, den Sieg eintragen werden über ihn am Tage des Gerichtes. Es muß sich erfüllen, was lange zuvor schon euch Menschen verkündet wurde. Und dazu gehört auch das Wüten des Satans in der letzten Zeit vor dem Ende. Es bleibt euch allen aber stets ein Weg, der aus dem Wirrsal herausführt, es bleibt euch ein Hort, dem ihr zueilen könnet in jeder Gefahr. Kommet zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken. Traget all euer Leid, eure bangen Fragen, eure Ängste und Sorgen, eure Bedenken zu Mir. Ich bin immer bereit für euch, Ich will euch beistehen und euch Kraft geben, so ihr schwach seid, Ich will euch herausführen aus der Not eurer Seelen. Denn wer Mich suchet allen Ernstes, der brauchet nicht zu fürchten, Meinem Gegner in die Hände zu fallen, da Ich schon bei dem bin, der nach Mir verlanget. Eine kleine Frist noch, und die Flamme wird hoch emporlodern, die Mein Gegner entzündet, um sich selbst in diesem Brandschein zu verbergen; seine Zeit ist noch nicht vollendet, also wirket er noch in größtem Ausmaß, und er nützet die Zeit gut. Aber sie wird beendet werden, so dies Mein Wille ist. Denn Ich gebiete wahrlich über Himmel und Erde, über die gute und die schlechte Geistwelt, und nichts kann geschehen ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung. Und es ist Mein Wille, daß er gebunden wird auf tausend Jahre - daß ihm die Macht und Gewalt über das Menschengeschlecht genommen wird für eine Zeit; es ist Mein Wille, daß einmal der Friede über die Menschen komme, daß sie, die sich als die Meinen bewiesen haben, erlöst werden von seiner Gewalt; es ist Mein Wille, daß die Meinen den Sieg davontragen über ihn, also werde Ich sie auch in Zeiten des stärksten Kampfes nicht verlassen, Ich werde stets gegenwärtig sein und es nicht zulassen, daß ihr von ihm bedrängt werdet über eure Kraft. Und Ich will euch nur immer gegenwärtig sein dürfen, d.h., ihr sollet trotz aller Anfechtungen von seiner Seite immer in der Liebe verharren, weil Ich Selbst dann bei euch sein kann und er dann weichen muß von euch, die er nun endgültig an Mich verloren hat. Amen. B.D. NR. 5572.

 

Buch 61 5573

Gottes Segen über Weinbergsarbeit.

10. Januar 1953. B.D. NR. 5573.

Ihr bringet Mir ein Herz voller Liebe entgegen, so ihr bereit seid, Mir zu dienen. Und so könnet ihr auch mit Mir gemeinsam wirken, ihr seid fähig zur Arbeit in Meinem Weinberg, weil es die Liebe ist, die euch treibt zu dieser Arbeit. Es gibt nicht viele Menschen, die sich bewußt Mir zum Dienst antragen. Betrachtet die Menschen um euch, die wohl zu glauben vorgeben und die doch nur die Bindung mit Mir herstellen, wenn sie irdische Bedürfnisse haben. Wieweit nun aber das Gebet im Geist und in der Wahrheit zu Mir gerichtet ist, das eben bestimmt auch den Wert der Bindung mit Mir. Ein ernstes Streben stellt auch eine Verbindung im Geist und in der Wahrheit her. Die Menschen aber sind irdisch zu sehr gebunden, und Ich bin ihnen ein fremder Begriff, eine Vorstellung, mit der sie sich noch nicht auseinandergesetzt haben durch Nachdenken und die darum keine lebendige Verbindung mit Mir herstellen, die allein geistigen Erfolg zeitigt. Wer nur fähig ist, in der Stille Zwiesprache mit Mir zu halten, wer Mich in Gedanken sucht und Mir nahezukommen trachtet, der wird zum Leben erwachen, denn er verbindet sich schon mit geistiger Kraft, die ihn antreibt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen bis zum Endziel, bis zur Vereinigung mit Mir. Darum tragen sich nur wenige Menschen Mir bewußt an als Knechte in Meinem Weinberg, und darum segne Ich diese wenigen ganz besonders, weil Ich Arbeiter brauche auf Erden, Menschen, die mit Mir und den Mitmenschen in Verbindung stehen und diesen nun geben oder vermitteln können, was sie noch nicht besitzen, weil Ich Menschen brauche, die das ausführen auf Erden, was Ich Selbst tun möchte, aber nicht tun kann, um die Menschen nicht zwangsläufig zum Glauben zu führen. Wie dringend diese Hilfeleistung ist, könnet ihr Menschen nicht ermessen, doch es ist eine Liebetat an euren Mitmenschen, wenn ihr ihnen zuführt, was jenen mangelt. Und es ist wiederum eine große Gnade für euch, wenn ihr von Mir empfanget, was euch und den Mitmenschen zum Seelenheil dienlich ist. Was euch verhelfen soll zur Seligkeit, muß euch zugeführt werden, und es kann dies nur geschehen, wenn ein Mensch sich bewußt mit Mir verbindet, sein Herz öffnet und kräftige Speise von Mir direkt entgegennimmt. Diese köstliche Speise aber kann er weiterleiten an seine Mitmenschen, wenn ihn die Liebe dazu treibt, ihnen zu helfen in geistiger Not. Und für diesen Hilfswillen segne Ich ihn, weil es überaus nötig ist, daß den Menschen geholfen werde, die selbst nicht die Verbindung mit Mir herstellen, also auch nicht direkt gespeist werden können und doch so dringend Kraft benötigen für ihren Erdenweg, um das letzte Ziel zu erreichen, zwecks dessen sie auf Erden sind. Wenige nur sind es, die die geistige Not der Menschen erkennen und helfen wollen, wenige nur sind es, die in der Liebe und im Glauben stehen und darum von Mir Selbst belehrt werden können, um Mein Evangelium nun hinauszutragen in die Welt. Wo aber nur der geringste Wille dafür da ist, bereite Ich Selbst die Menschen zu und stelle sie dann in ein Tätigkeitsfeld, wo sie erfolgreich arbeiten können für Mich und Mein Reich. Und mit Meiner Liebe werde Ich sie halten, mit Meiner Kraft sie erfüllen, ihnen Licht, also ein Wissen geben, und sie schützen vor den Angriffen dessen, der wider Mich ist. Wer Mir dienen will, der steht in der Liebe zu Mir und zum Nächsten, und diese Liebe ist die Kraft, die ihn befähigt, stets Meinen Willen zu erfüllen. Diese Liebe verbindet ihn ewiglich mit Mir und wird ihn stets so denken und handeln lassen, wie es Mein Wille ist.
Amen. B.D. NR. 5573.

 

Buch 61 5574

Entzünden des Gottesfunkens im Menschen.

11. Januar 1953. B.D. NR. 5574.

Der Gottesfunke im Menschen muß entzündet werden. Und das geschieht durch die Liebe. Ihr Menschen habet alle den göttlichen Funken in euch, der euch als Anteil Gottes kennzeichnet, doch er ist scheinbar isoliert von Mir, denn Ich habe euch als selbständige Wesen außer Mir gestellt, damit ihr aus eigenem Antrieb, in freiem Willen, wieder den Zusammenschluß suchet mit Mir, weil dieser Zusammenschluß nun erst beweiset, daß ihr voll des göttlichen Geistes seid durch eigenen Willen. Denn alles kann Ich euch geben, nicht aber euren Willen richten, der frei ist. Und erst, was ihr im freien Willen vollbringet, macht euch zu göttlichen Wesen, zu Meinem Ebenbild. Zuvor waret ihr wohl geschaffen von Mir in aller Vollkommenheit, doch ihr mußtet ebendiese Vollkommenheit unter Beweis stellen, indem ihr sie im freien Willen anstrebtet, und darum stellte Ich euch als freie Wesen hinaus und isolierte euch scheinbar von Mir. Und doch bliebet ihr untrennbar verbunden mit Mir durch den göttlichen Funken in euch, der Mein Anteil war. Verstehet nun: Ihr selbst, d.h., euer freier Wille soll nur diesen Funken entzünden, und dann erkennet ihr auch, daß ihr nicht von Mir getrennt seid, sondern daß ihr selbst als Teil von Mir unlöslich mit Mir verbunden seid. Diese Erkenntnis wird euch anspornen, bewußt die Verbindung mit Mir herzustellen. Der Gottesfunke in euch flammt auf, und das Feuer der Liebe, das ihn entzündete, vergrößert sich. Die Liebe aber dränget unentwegt zum Urquell der Liebe - der Geistesfunke dränget dem Vatergeist von Ewigkeit entgegen. Was außerhalb gestellt wurde, vereinigt sich wieder mit Mir - es ist das Wesen im freien Willen das geworden, was Ich erzielte, was Ich aber niemals schaffen konnte in dieser Vollendung.

Ihr sollet den göttlichen Funken in euch zum Leben erwecken, was in euch gelegt wurde, sollet ihr sorgsam pflegen und vermehren. Die Liebe allein bewirket dies, denn die Liebe ist das Feuer, daran sich der Gottesfunke entzündet, die Liebe ist göttlichen Ursprungs, doch sie untersteht keinem Zwang, die Liebe ist euer freiestes Gefühl, das ihr sowohl ersticken als auch beleben könnet, die Liebe ist das Bindemittel zwischen Mir und euch, das ihr selbst aber erzeugen müsset, das euch nicht gegeben werden kann. Die Liebe ist der Beweis des Mir geltenden Verlangens und darum auch das sicherste Mittel, den Zusammenschluß mit Mir herzustellen. Also brauchet ihr nur die Liebe in euch zur Entfaltung zu bringen, und ihr erwecket dadurch den Geistesfunken in euch zum Leben, der als Mein Anteil nun unentwegt Mir zustreben wird, der euch unentwegt zum Liebeswirken antreibt und also auch sicher die Vereinigung mit dem Vatergeist von Ewigkeit erreichet.
Amen. B.D. NR. 5574.

 

Buch 61 5575

Möglichkeiten zum Erreichen der Gotteskindschaft.

12. Januar 1953. B.D. NR. 5575.

Es wird euch wahrlich ein Ausgleich werden für alle Not, die ihr auf Erden erdulden müsset, und ihr werdet beseligt erkennen, was euch euer Leidenszustand auf Erden eingetragen hat, den Meine Liebe als heilsam für eure Seele erkannte und der darum nur aus Liebe über euch verhängt wurde. Glaubet es, ihr Menschen, daß ihr alle noch Ausreifungsmöglichkeiten benötigt, daß selten ein Mensch ist auf Erden, dessen Seele so kristallisiert ist bei ihrem Austritt aus dem Leib, daß sie als Mein Kind eingehen kann in das geistige Reich - glaubet es, daß nur wenige Menschen den Grad der Gotteskindschaft erreichen würden, der ihnen das Erbe des Vaters einträgt, wenn Ich ihnen nicht die Möglichkeiten schaffen möchte, einen Zustand in Krankheit und Leid, der die Seele völlig entschlacken kann und gleichsam das Abtragen jeglicher Schuld noch auf Erden bedeutet.

Ich aber weiß um die Liebefähigkeit und Liebewilligkeit eines jeden Menschen und also auch um seinen Reifegrad. Ich weiß es wahrlich auch am besten, wer Mir schon so nahesteht, daß Ich es als Mein Kind annehmen kann. Doch laut Gesetz von Ewigkeit muß die Seele bei ihrem Ableben völlig schlackenlos sein, weil der höchste Grad der Glückseligkeit, die Gotteskindschaft, nur auf der Erde erreicht werden kann, weil für die Seele eine Vollendung im geistigen Reich, ein Aufsteigen zur Gotteskindschaft, nicht mehr in Frage kommt. Darum wird der Seele noch auf Erden die Gelegenheit geboten, sich zu vollenden, was ein leidvolles und schweres Erdendasein zuwege bringen kann. Liebe und Leid führen die Seele zur Vollendung, Liebe und Leid lässet sie reifen, Liebe und Leid machet sie teilhaftig der höchsten Freuden und der wonnigsten Gemeinsamkeit mit Mir - das Kind schließet sich zusammen mit dem Vater und bleibt ewiglich mit Ihm verbunden. Das Erdenleben aber ist begrenzt, es ist nur ein flüchtiger Augenblick, gemessen an der Ewigkeit, und ob es noch so leidvoll ist, die Seligkeiten am Herzen des Vaters wiegen das Leid ums Tausendfache auf, und dankbar blicket die Seele zurück und erkennet die übergroße Liebe des Vaters, Der ihr dieses endlose Glück bereiten wollte und sie darum auf Erden leiden ließ.
Amen. B.D. NR. 5575.

 

Buch 61 5576

Beweise für Verbindungen zum geistigen Reich.

13. Januar 1953. B.D. NR. 5576.

Nichts ist zur Zeit für die Menschen wichtiger, als daß ihnen die Wahrheit zugeleitet wird, die sie dringend benötigen. Und es ist darum auch zugelassen, daß sich geistige Kräfte durch Menschenmund äußern, um den Menschen vorerst einen Beweis zu geben, daß eine Verbindung von dem geistigen Reich zur Erde möglich ist. Dann erst stehen sie auch göttlichen Offenbarungen glaubensbereit gegenüber, und sie prüfen selbst, je nach ihrem Wahrheitsverlangen. Es gibt eine Verbindung vom geistigen Reich zur Erde, und dieses Wissen spornt an zum Sammeln von Erkenntnissen, vorerst rein verstandesmäßig. Doch immer besteht eine Möglichkeit, auf einem gewonnenen Wissen aufzubauen und dadurch zur Wahrheit, zur rechten Erkenntnis, zu kommen. Die geistige Blindheit der Menschen ist die größte Gefahr, das Zuleiten der Wahrheit daher ein dringendes Bedürfnis, wenngleich dann erst der Wille des Menschen sich positiv einstellen muß, um einen Vorteil für die Seele zu erreichen. Dem willigen, wahrheitsverlangenden Menschen kann wohl die Wahrheit direkt zugeführt werden, doch ohne die geringste Erkenntnis verlangt der Mensch nicht nähere Aufklärung, es muß ihm ein Gebiet vorerst bewiesen werden, ehe er dieses Gebiet zu betreten sucht. Und dieser Beweis kann jedem Menschen geliefert werden, und es erklären sich stets geistige Kräfte bereit, einzuwirken auf jene, auch mitunter in Erscheinung zu treten, um nur die Menschen zum Glauben zu bewegen an ein Reich, das außerhalb der Erde besteht und das auch sie einst aufnehmen wird nach dem Ablegen des irdischen Leibes. Dieser Glaube erst wird ihren Gedanken eine andere Richtung geben und ein Streben nach geistiger Vollendung nach sich ziehen, und darum ist das Lichtreich mit seinen Bewohnern erst den Menschen glaubhaft zu machen, bevor sie es anstreben. Das lassen sich die Lichtwesen ganz besonders angelegen sein in der letzten Zeit vor dem Ende. So nur sind die vielen Erscheinungen ungewöhnlicher Art zu erklären, die immer häufiger auftreten werden und die alle nur bezwecken sollen, den Boden des Glaubens zu festigen an ein jenseitiges Reich, auf daß dann auch allen Äußerungen, allen Offenbarungen mehr Beachtung geschenkt werde, daß eine Zuleitung der reinen Wahrheit von oben möglich ist, damit den Menschen der Weg gezeigt werde, der in dieses geistige Reich führt. Denn was von seiten der Menschen darüber gesagt wird, hat längst seine Überzeugungskraft verloren. Es muß von oben die Wahrheit kommen, damit sie auch als Wahrheit erkannt und angenommen wird.
Amen. B.D. NR. 5576.

 

Buch 61 5577

Gottes Geist im Menschen Jesus. Nachfolge.

14. Januar 1953. B.D. NR. 5577.

Des göttlichen Geistes voll könnet ihr Menschen sein, so ihr lebet in der Nachfolge Jesu. Er war als Mensch nicht anders als ihr, Sein Leben war nur ein Kämpfen und Ringen wider die Begierden, die Er gleich euch empfand, aber unterdrücken wollte aus Liebe zu Mir. Sein Leben war ein Leben in Liebe zum Nächsten, den Er in Not wußte und dem Er helfen wollte. Was Er vollbrachte, das könntet ihr Menschen auch vollbringen, so es euch ernst wäre, Mich Selbst in aller Fülle in euch aufzunehmen. Seine Seele war wohl aus dem Reiche des Lichtes, doch sie erkannte sich nicht als solche, bevor der Mensch Jesus von Meinem Liebegeist durchflutet war. Zuweilen wohl sprach Mein Geist aus Ihm, dann redete der Mensch Jesus übernatürlich weise und versetzte die Mitmenschen in Staunen. Doch sowie sich Mein Geist wieder verbarg, fühlte Sich Jesus genauso als Mensch, wie ihr und Sein zuweilen hellerer Geisteszustand verwirrte und ängstigte Ihn; Er war verschlossen, doch Mir in immer innigerer Liebe zugewandt, die Ihm dann auch das Licht gab über Seine Erdenaufgabe. Es mußte der Mensch Jesus ringen mit allen Gewalten, die wider Ihn waren, Er mußte alles erleben und erleiden, was nur ein Mensch erleiden kann, denn Er ist euch Menschen den Weg vorangegangen, den auch ihr gehen sollet und könnet mit Seiner Hilfe. Ihm Selbst half Ich mit Meiner Liebekraft, die Er ständig anforderte und Sich erwarb durch Sein Liebeleben. Und diese ungewöhnliche Zufuhr von Liebekraft befähigte Ihn, das Erlösungswerk zu vollbringen. Auch ihr Menschen könntet Ungewöhnliches vollbringen, so ihr selbst durch Liebeswirken euch Meine Liebekraft aneignen möchtet; doch euch fehlt der Wille, der im Menschen Jesus aber überstark entwickelt war, jedoch wieder nur als Folge der Liebe, die Er in Sich zur Entfaltung brachte. Seine Seele empfand als Seele des Lichtes die große geistige Not der Umwelt, und ihr Hilfswille war darum so stark und regte den Menschen Jesus an zum Wirken in Liebe. Auch ihr Menschen sehet um euch Not, geistige und irdische, und so ihr helfen wolltet, würde euch auch die Kraft zugehen - denn dem Willen wird Rechnung getragen. Und auch ihr könntet voll des göttlichen Geistes sein, weil jedes Liebewerk euch Meine Liebekraft eintragen und also Mein Geist in euch wirksam werden könnte. Die Nachfolge Jesu würde wahrlich nicht von euch Menschen verlangt werden, wenn sie nicht zu erfüllen wäre. Denn immer wieder muß betont werden, daß Jesus als Mensch Seinen Weg auf Erden gewandelt ist und daß alle göttlichen Eigenschaften Seine als Mensch erworbenen Verdienste waren, daß nicht die Gottheit Ihn bestimmte zu Seinem Lebensweg, sondern daß der Mensch Sich die Gottheit untertan machte - wohlverstanden: daß die Liebe des Menschen Jesus Mich zur schrankenlosen Liebeentäußerung bewog, weil Ich gegen die Liebe machtlos bin, weil Ich Selbst die Liebe bin von Ewigkeit. Der Mensch Jesus hat Mich Selbst bezwungen mit Mir, Er hat getan, was Ich Selbst tun mußte - was Mein Urwesen verlangt - die Liebekraft wirken zu lassen. Und jeder Mensch, der in Liebe wirket, zwingt Mich zur Selbstentäußerung. Doch es ist dieser Zwang das beglückendste Gefühl für Mich, Der Ich stets Mich verschenken möchte, doch nur nach Meinem Gesetz von Ewigkeit Mich verschenken kann, wo Mir Liebe entgegenkommt. Die Liebe muß das Wesen mit Mir verbinden, dann ist es erfüllt von Meinem Geist, von Meiner Liebekraft, und dann kann es wirken in und mit Mir, dann ist der Mensch den Weg der Nachfolge Jesu gegangen, der zur Vereinigung führt mit Mir.
Amen. B.D. NR. 5577.

 

Buch 61 5578a

Freier Wille. (Nach Gespräch über Fasten und Beten)

15. und 16. Januar 1953. B.D. NR. 5578a.

Der Wille der Menschen ist frei. Darum sollen sie auch tun, was sie für recht halten und kein Mißfallen Meinerseits fürchten, solange sie Mich vor Augen und im Herzen haben. Es kann der Mensch nicht sündigen, so er Mir zu dienen sucht, selbst wenn sein Handeln von Meinem Willen abweicht, denn dann erkennt er nicht Meinen Willen, handelt aber nicht bewußt gegen ihn. Und Ich sehe wohlgefällig auf ihn und sein Wirken. Es geht ein besonderer Kraftstrom aus von Menschen, die sich ganz beugen unter Mich, die in tiefer Demut und stiller Andacht der Stimme des Geistes in sich lauschen. Und diesen Kraftstrom kann auch die Umwelt verspüren, wenn sie sich ihm öffnet. Es ist also der Wille der Mitmenschen erforderlich, soll eine Kraftausstrahlung offensichtlich sein, wie auch der Glaube dort sein muß, wo die Kraft wirksam werden soll. Können nun die Mitmenschen angeregt werden, sich selbst einen Kraftstrom zuzuleiten durch bewußte Verbindung mit dem Kraftquell, so werden sie auch den Segen erfahren, der von dem Kraftquell ausgeht. Und so nur sind die gewaltigen Beweise göttlicher Kraft, die zahllosen Krankenheilungen und geistigen Erweckungen zu erklären, die als erstes den Willen voraussetzen, im Gnaden- und Kraftstrom der ewigen Liebe zu stehen. Es können ungeahnte Kräfte dadurch zur Entfaltung kommen, denn angenommen wird jeder, der zu Mir hindrängt, und Meine Liebe strahlet auf jeden Menschen hernieder, der ernsthaft Mich suchet und offensichtlich Mir entgegenkommt. Meine Liebestrahlung aber bedeutet Kraft, die sich nun so äußert, wie es der Mensch erhofft. Ich will erkannt werden, und Ich verberge Mich daher nicht vor denen, die an Meine Macht und Kraft glauben und davon berührt werden wollen. Ich kann Mich aber nur denen zu erkennen geben, denen Ich nicht mehr fremd bin und die dies beweisen durch innigen Zusammenschluß mit Mir durch die Liebe und das Gebet. Wer Mich erkennt, wird Mich auch lieben und in dieser Liebe Mich fühlen wollen. Wer sich zusammenschließt mit Mir in innigem Gebet, der steht auch seinem Mitmenschen nicht fremd und lieblos gegenüber, mit dem er Gemeinschaft sucht, und also so die Voraussetzungen gegeben sind, die ein offensichtliches Wirken von Mir zulassen. Und also segne Ich die Menschen, und Mein Segen bedeutet Heilung und Stärkung, Mein Segen bedeutet Leben und Licht. Wo viele Meine Kraft erwarten, werden viele Kraft empfangen, denn Ich teile stets aus nach Verlangen. Doch das gleiche kann auch an einzelnen Menschen sich vollziehen, ohne daß die Masse davon Kenntnis nimmt. Der Wille allein öffnet Mir die Herzen, und den Willen kann ein jeder in anderer Art beweisen. Der Wille läßt Mein offensichtliches Wirken zu oder verhindert es - was aber nicht heißen soll, daß der Mensch nur ein Wunder zu verlangen braucht, um dieses Wunder nun auch zu erleben. Der Wille, der Mich zu einer Kraftäußerung veranlaßt, muß innig und voll Mir zugewandt sein, was auch tiefe Liebe zu Mir und zum Nächsten bedingt. Dann wird ihm entsprochen werden in der Öffentlichkeit oder auch in der Stille. Und es ist ein solcher Wille auch zum Geben bereit, zum Opfern und zum Helfen, und das ist seine Kraft und die Gewähr, daß Ich Mich nicht versage.
B.D. NR. 5578a.

 

Buch 61 5578b

Freier Wille. (Nach Gespräch über Fasten und Beten)

16. Januar 1953. B.D. NR. 5578b.

Eine Gemeinschaft kann zu großem Segen führen, sie kann aber auch leicht der Verflachung verfallen, immer ist der Wille des einzelnen maßgebend, ob ein geistiger Erfolg erreicht wird. Wer sich nun freiwillig so zu gestalten sucht, daß Ich Selbst in ihm Wohnung nehmen kann, dem werde Ich Mich auch offenbaren immer zum Segen derer, die in dessen Umgebung sind und wieder den gleichen Willen haben, mit Mir in Verbindung zu treten. Ein jeder ist für sich, für seine Seele, allein verantwortlich, und darum kann keinem Menschen die Arbeit an seiner Seele erspart bleiben, und diese Arbeit besteht im Ablegen der Fehler und Schwächen und Sich-Aneignen der Tugenden, die ihn zu einem göttlichen Wesen stempeln. Es kann diese Seelenarbeit auch nicht mechanisch geleistet werden durch Ausüben formeller Handlungen, denen z.B. die Liebe fehlt. Dagegen kann der Erfolg erhöht werden, wenn der Mensch eine planmäßige Selbsterziehung vornimmt, wenn er bewußt ankämpft gegen Begierden und Laster aller Art, wenn er sich alles dessen entäußert, was eine Gefahr bedeutet für ihn, und das tut, was ihn näherführt zu Mir, wenn er enthaltsam ist und das meidet, was als Anteil Meines Gegners ihn auch dem Gegner ausliefern kann. Wer viel Anlaß hat zu sündigen, soll diesen Anlässen aus dem Wege gehen; wer eine Gefahr fürchtet, soll sie meiden, so er sich zu schwach fühlt, Widerstand leisten zu können. Wer aber immer und immer wieder nur die Liebe übet, der wird stark werden im Geist und auch jeder Versuchung gewachsen sein. Denn die Liebe ist nicht zu ersetzen, und ob der Mensch sich noch so sehr kasteiet. Die Liebe ist das Lösemittel des Geistes und seiner Kraft, und wo die Liebe ist, wird auch jede Begierde verdrängt, das "Ich" tritt zurück und der Mitmensch in den Vordergrund, und die Kraft der Liebe wirket Wunder, die nun verständlicherweise auch die Glaubenskraft zur Begründung haben, die in Menschen aufgeschlossenen Willens so groß sein kann, daß Mein Geist zur Kraftäußerung im Übermaß veranlaßt wird. Alles ist gut, was zur Selbstgestaltung zur Liebe führt. Der Mensch, der selbst verzichten kann, bekämpft seine Ichliebe und wandelt sie in Liebe zum Mitmenschen, dem er das zuführen möchte, wessen er sich selbst entäußert, um ihm zu helfen. Dann liegt der Selbstentäußerung die Liebe zugrunde, und dann ist sie segensreich für die geistige Entwicklung des einzelnen, dann lebt der Mensch in der Liebe, dann leistet er freiwillig Verzicht auf das, was dem anderen noch unentbehrlich ist. Und Ich segne ihn dafür - wie Ich aber auch jedes geistige Streben segne, jeden Willensbeweis, Mir zum Wohlgefallen zu leben. Denn wer Mir zustrebt, der gelangt auch unwiderruflich zu Mir, welchen Weg er auch beschreitet. Der Wille zu Mir ist Gewähr, daß er Mich erreicht. Darum bleibt es jedem Menschen überlassen, in welcher Weise er Meine Gebote der Liebe zu Mir und zum Nächsten erfüllt, wenn es nur sein fester Wille ist, sie zu erfüllen, und er darum sich Mir verbindet im Gebet. Dann komme Ich dem Bittenden immer entgegen, dann wird Mein Geist in ihm tätig, und sein Wirken wird stets erkennbar sein entsprechend dem Liebegrad, entsprechend der Liebekraft, die den Menschen erfüllt, der für Mich wirken will und für Mein Reich. Amen. B.D. NR. 5578b.

 

Buch 61 5579

Zweck von Leid und Elend.

17. Januar 1953. B.D. NR. 5579.

Ihr alle werdet geführt, wie Meine Weisheit es als segensvoll für euch erkennt, und sonach ist jeder von euch einer geistigen Obhut anvertraut, die sich eure Aufwärtsentwicklung angelegen sein läßt. Doch in keiner Weise wird auf euch Zwang ausgeübt, weshalb ihr das Ziel eures Weges stets selbst bestimmt. Doch wie ihr auch wandelt, eure Führer verlassen euch nicht, und sie gehen auch mit euch auf dunklen Wegen und versuchen immer wieder, euren Blicken die rechte Zielrichtung zu geben, ansonsten ihr völlig verlassen und hemmungslos den Kräften der Finsternis ausgeliefert wäret. Solange ihr also auf Erden lebt, ist es niemals zu spät, den Kurs zu ändern, und darum auch noch bis zum Ableben möglich, daß eine Sinneswandlung in euch vorgehen kann, die Rettung bedeutet aus größter Gefahr - in die tiefste Finsternis zu geraten nach dem Ablegen des irdischen Leibes. Die geistigen Führer geben euch nicht auf bis zur Stunde des Todes, und solange ist auch eine Umkehr möglich von dem Wege ins Verderben, denn sie werden euch immer locken und drängen auf den rechten Weg, nur eben in einer solchen Weise, daß es kein Zwang ist, der euch niemals zur Vollendung verhelfen könnte. Sie können immer nur in Form von Gedanken auf euch einwirken, die ihr nun annehmen könnet und euch danach richten, aber auch zurückdrängen könnet, wenn euer Wille noch völlig Mir abgewandt ist. Darum wird bis an euer Lebensende zeitweilig auch der Gedanke an das Vor-euch-Liegende auftauchen, und selbst der Ungläubige kann solchen Gedanken nicht wehren, nur sie auch schnell wieder verwerfen; der stille Mahner aber tritt immer wieder hervor, besonders stark in Tagen körperlicher Schwächen und Not, im Zustand von Gebrechen und Leiden, die an sein Ende gemahnen. Denn solange der Mensch denken kann, suchen sich die Führer durch Gedanken zu äußern, auch wenn sie wenig oder keinen Erfolg haben. Denn sie wirken in Meinem Willen, und Mein Wille, Meine Liebe und Meine Sorge gilt Meinen Geschöpfen immer und ewig, und Ich will nur ihre Vollendung, nicht aber ihr Verderben. Doch die Freiheit eures Willens geht über alles, ansonsten ihr schon alle befreit wäret von Not und Qual, jedoch niemals die Vollkommenheit erreichen könntet, die aber euer Ziel ist und eure Bestimmung. Darum kann Ich euch wohl beistehen, Ich kann euer Schicksal fügen, daß es euch zum Besten eurer Seele diene, Ich muß es aber euch überlassen, wie ihr Meine Gnade ausnützet. Ich kann euch Führer zugesellen, die euch den Weg weisen, ihr aber müsset selbst wollen und euch der Führung bereitwillig überlassen, dann gehet ihr recht und werdet auch euer Ziel erreichen.
Amen. B.D. NR. 5579.

 

Buch 61 5580

Geistige Führung auf allen Wegen.

18. Januar 1953. B.D. NR. 5580.

Durch Leid und Elend müssen so viele Menschen gehen, um zu Mir zu finden, Den sie aus ihren Gedanken ausgeschaltet haben und ohne Den sie doch nicht leben können in der Ewigkeit. Darum sind Leiden und Sorgen so lange als Gnaden anzusehen, wie die Menschen noch völlig ohne Glauben sind an Mich, und darum können solche Leiden und Nöte erst dann von ihnen genommen werden, so sie dadurch auch zu Mir gefunden haben. Ich will nicht, daß die Menschen leiden müssen, aber Ich erkenne die Notwendigkeit, sie durch ungewöhnliches Leid auf den rechten Weg zu führen, Ich erkenne ihren oft unbeugsamen Willen, der Mir trotzet und den Ich nicht gewaltsam brechen kann, um nicht seine Vollendung zu gefährden; Ich kann also diesen Willen nur zu wandeln suchen durch Mittel, die den Menschen zuletzt selbst bestimmen, Mich anzurufen, um ihnen dann durch Hilfeleistung für ihren Glauben den Beweis zu liefern, daß Ich bin von Ewigkeit zu Ewigkeit und mit Meinen Geschöpfen in unauflösbarer Verbindung stehe. Es kann Leid und Not aber auch gläubige Menschen betreffen, und auch für diese sind es Gnadenmittel, ihre seelische Reife zu erhöhen. Wer aber gläubig ist, erträgt auch sein Leid mit Geduld und Ergebung in Meinen Willen, denn er ist auch nicht ohne Erkenntnis, weil ein gläubiger Mensch auch nicht ohne Liebe ist und die Liebe ihm Erkenntnis eingetragen hat. Dieser lebt auch mit geistig gerichteten Sinnen in dieser Welt, und seine Leiden geben seiner Seele noch die letzte Vollendung. Wo aber die irdische Welt noch im Vordergrund steht, geht der Glaube an Mich oft verloren, oder er wird zur bloßen Form, und dann weiß Ich auch Mittel und Wege, um ihn wieder zu neuem Leben erstehen zu lassen, dann zeige Ich Mich auch offensichtlich als den machtvollen und liebenden Gott und Vater von Ewigkeit, wenn die Menschen selbst dies zulassen durch innige Verbindung mit Mir, durch den Anruf um Hilfe, der im Geist und in der Wahrheit zu Mir gesandt wird. Der rechte Glaube wird immer von Mir gelohnet werden durch Erhörung der Bitten, und daß der Glaube ein rechter genannt werden kann, setzt immer Liebe voraus, Liebe der Menschen zu den leidenden Mitmenschen, denen Hilfe gebracht werden soll. Ich will euch wahrlich eure Gebete erhören, so euch die Liebe zum Mitmenschen veranlaßt, Mich um Hilfe anzurufen. Denn alles, was ihr aus Liebe anfordert, wird euch gewährt werden. Und so euch das Leid des Mitmenschen antreibt zu innigem Gebet, höre und erhöre Ich euch, auf daß ihr nun verkünden könnet die Macht und Kraft und Liebe Gottes, des Schöpfers des Himmels und der Erde, Der Sich offenbart an den Menschen, die an Ihn glauben, Ihn lieben und Seine Gebote halten und darum auch von Seinem Geist erfüllt sind, der nun wirket mit Seiner Kraft.
Amen. B.D. NR. 5580.

 

Buch 61 5581

Nichtigkeit irdischer Sorgen.

19. Januar 1953. B.D. NR. 5581.

Wie nichtig sind doch alle irdischen Sorgen, und wie ernst und hoch bewertet ihr sie. Und was allein wichtig ist, das beachtet ihr Menschen wenig, und darum werden eure Nöte und Sorgen immer größer, weil sie euch dazu bewegen sollen, Meiner zu gedenken und eurer eigenen Seele. Und so dieses erreicht wird, dann waren die Nöte und Sorgen von Segen, wo aber auch diese es nicht zuwege brachten, daß sich der Mensch Mir zuwandte, ist oft große Gefahr, daß untere Kräfte nun in Tätigkeit treten und dem Menschen helfen, doch dann immer unter Verlust der Seele, die der Fürst der Finsternis zu gewinnen sucht. Die Glaubenslosigkeit wird immer größer, bedenkenlos geben Mich die Menschen auf und greifen gierig nach materiellen Gütern, die sie gleichsam als Kaufpreis erhalten, weil sie Mich hingeben und also auch ihre Seele. Und darum nimmt auch die irdische Not zu und ist so offensichtlich zu erkennen als vom Satan in die Welt gebracht. Denn Unglauben und irdische Schrecken werden immer zusammen auftreten, weil der Satan herrschet, wo kein Glaube mehr ist, der tiefe Glaube aber immer einen Ausweg bedeutet aus jeder Not. Darum braucht die irdische Not nicht so hoch bewertet zu werden, denn der tiefe Glaube an Mich kann und wird sie beheben. Dieser aber setzt auch eine gewisse Seelenreife voraus, eine innige Verbindung mit Mir, Der immer dann euch beisteht und die Not beendet. Dem Ungläubigen erscheint eine Not riesengroß, den Gläubigen berührt die gleiche Not kaum, weiß er doch einen über sich, Der sie gesandt hat und sie auch wieder nehmen kann von ihm, wohingegen der Ungläubige die eigene Kraft daransetzt, um jener Not Herr zu werden, und da es ihm nicht gelingt, dann die Unterstützung von unten annimmt, d.h. zu Mitteln greift, die Erfolg versprechen, und mit großer Sicherheit und Erwartung alles zwingt, was ihn niederzudrücken schien. Der Unglaube ist auch eine Kraft, vor der aber gewarnt werden muß, denn der Ungläubige steht im Verband mit dem, der auch über Kraft verfügt, sie jedoch verkehrt nützet und so auch jener Kraftempfänger sie zu sündhaftem Tun verwendet. Darum kann diese Kraft unvorstellbaren Schaden anrichten, wenn der Mensch sich ihr überlässet, wenn er sich so völlig von Mir löset, daß Mein Gegner volle Gewalt hat über ihn. Jede irdische Not soll euch Menschen Mir zuführen, und in jeder Not sollet ihr eurer Seele zuerst gedenken, ob sie wohl diese Not gebraucht zum Zusammenschluß mit Mir. Eine ernste solche Frage schon kann die Last verringern, denn sie wird in euch gelegt, auf daß ihr aufmerket und den Sinn eurer Sorgen erkennt. Sehr leicht könnet ihr dieser Sorgen ledig werden durch ernsten Anruf zu Mir um Kraft und Hilfe. Eines solchen Rufes harre Ich nur, um dann euch Meine Hilfe zu gewähren, denn Ich will nur eure Seelen vor der Tiefe bewahren, und Ich kann dies tun, sowie ihr zur Höhe eure Augen wendet und Mich anrufet. Aber seid nicht verstockten Herzens, glaubet nicht, aus eigener Kraft euch aus jeder schwierigen Lage befreien zu können. Ihr Menschen seid alle schwach und brauchet Unterstützung, doch wendet euch an die rechte Quelle, wo ihr Kraft schöpfen könnet, lasset euch nicht von Meinem Gegner verführen, der euch alles verspricht und eurer Seele Schaden zufügt, den ihr nicht mehr gutmachen könnet, es sei denn, ihr rufet Mich an, daß Ich euch heile.
Amen. B.D. NR. 5581.

 

Buch 61 5582

Göttliche Barmherzigkeit.

20. Januar 1953. B.D. NR. 5582.

Die göttliche Barmherzigkeit erfasset euch und bewahret euch vor dem Absturz in die tiefste Tiefe, denn diese bedeutet für euch eine ewige Abkehr von Gott und also ewige Qual und Finsternis. Die göttliche Barmherzigkeit hält diesen Absturz auf, indem sie das Geistige, die der Tiefe zustrebende Seele, in die feste Materie bannt, eine Bannung, die stets zu einem aufsteigenden Erfolg führt, weil das Geistige nun nicht mehr selbst wollen kann und sich nun, wenn auch gezwungen, in die ewige Ordnung einfügen muß. Dieser Zwangszustand ist der gerechte Ausgleich für das zuvorige Streben nach unten; die göttliche Barmherzigkeit aber verbindet mit dieser gerechten Sühne den gleichzeitigen Aufstieg, und so erreicht das Geistige im Mußzustand doch einmal wieder seine Willensfreiheit, um sie erneut unter Beweis stellen zu können, um sich wieder zu entscheiden, ob es in der Höhe weilen oder wieder der Tiefe zustreben will. Es gibt auch einen abgrundtiefen Fall für dieses Geistige, doch die göttliche Liebe und Barmherzigkeit überlässet das Geistige nicht einem Schicksal, das es in seiner Unvollkommenheit selbst sich schaffen würde. Gott rettet, solange dies möglich ist, und Seine Hilfsmittel sind zwar überaus qualvoll, sie führen aber doch einmal zum Ziel. Solange das Wesen dem göttlichen Willen unterstellt ist, solange es also im Zustand des Mußgesetzes sich befindet, ist die Aufwärtsentwicklung gesichert, der freie Wille aber ist stets die Klippe, eben weil das Wesen noch unvollkommen ist und nach der Tiefe strebt. Es kann sich endlos weit von Gott entfernen und wird doch niemals außer dem Bereich der göttlichen Liebe und Erbarmung sein, weil Gott niemals Seinem Gegner Sein Eigentum überläßt, weil die Erzeugnisse Seiner Liebe niemals von Ihm aufgegeben werden, sondern Sein Ziel die endgültige Rückführung des Geistigen ist, die Er auch einmal erreichen wird. Und niemals belässet Er das gefallene Geistige in der Tiefe, sondern Er gibt ihm immer wieder Gelegenheit, den Entwicklungsweg anzutreten, Er lässet immer wieder neue Schöpfungen erstehen, die dem Geistigen zum Aufenthalt werden, daß dessen böse gerichteter Wille gebunden wird und er sich dem Willen Gottes unterordnen muß, solange dieser Willenszwang nötig ist. Denn das Geistige, das in seinem bösen Willen herrschen will, muß dienen lernen, und weil es nicht freiwillig dienet, steht es im Mußgesetz und steigt nun durch sein Dienen zur Höhe. Dieser Entwicklungsgang durch die Schöpfung kann den Willen des Geistigen gefügig machen, so daß es sich auch im freien Willen völlig dem göttlichen Willen unterstellt. Und weil dieses möglich ist, ist die erbarmende Liebe Gottes unentwegt tätig, neue Schöpfungen erste- hen zu lassen und durch die Bannung des Geistigen den Fall in die tiefste Tiefe aufzuhalten, weil es Ihn verlangt nach Seinen Geschöpfen und Er darum Seinem Gegner die Opfer entwindet, bis sie Ihm aus freiem Willen zustreben, bis sie als Mensch die große Liebe und Erbarmung Gottes erkannt haben und in Ihm nun ihren Vater sehen, Dem sie angehören wollen für ewig.
Amen. B.D. NR. 5582.

 

Buch 61 5583

Lebendige Verbindung - Empfangen des göttlichen Wortes.

21. Januar 1953. B.D. NR. 5583.

Die lebendige Verbindung mit Mir erfährt durch die Zuleitung Meines Wortes ihre Krönung. Es hat der Mensch einen Beweis Meiner Gegenwart, die ihn nun auch beseligen und über die Erde hinaus entrücken würde, wenn Ich ihn der großen Gnade bewußt werden ließe, die ihm durch diese lebendige Verbindung mit Mir geschenkt wird. Um seiner selbst willen aber wird er von dem überaus strahlenden Licht nicht in seiner ganzen Kraft getroffen, denn die Seele könnte dann nicht mehr auf Erden weilen, so sie bewußt in das geistige Reich geschaut hätte. Und eine jede Übertragung Meines Wortes ist eine Schau ins geistige Reich, das die Seele wohl erlebt, nicht aber dem menschlichen Verstand das Geschaute vermitteln kann. Der Mensch muß noch in irdischen Sphären weilen, und das Licht bestrahlt ihn darum nur in dem Grade, wie er es vertragen kann, um nicht untauglich zu werden für das Erdenleben. Doch der Seele Vorteil ist unfaßbar für euch, und ihr kann ewig nicht mehr genommen werden, was sie einmal in Empfang nehmen durfte, was ihr Meine Liebe bot - das lebendige Wort zu empfangen, vom Vater von Ewigkeit angesprochen zu werden, Seine Gegenwart sonach beweisbar erfahren zu haben ist etwas so Gewaltiges, daß es euch Menschen erdrücken würde, so ihr volles Verständnis dafür hättet, so ihr von Meinem Liebestrahl in seiner ganzen Kraft berührt würdet. Zudem fordere Ich eure ganze Hingabe des freien Willens. Dieser aber wäre nicht mehr frei, so ihr einmal die Seligkeit der Verbindung mit Mir genießen würdet. Ihr würdet dann um dieser Seligkeit willen Mir gänzlich untertan sein, ihr wäret dann schon selige Geister schon auf Erden - und doch noch nicht so vollkommen, um aufgenommen werden zu können in das Reich des Lichtes, weil der Wille ohne jeglichen Zwang sich Mir unterstellen soll, weil ihr noch ringen müsset auf Erden und auch eure Hingabe an Mich ein Überwinden eurer Fehler und Schwächen, eurer irdischen und körperlichen Begierden sein soll, auf daß eure Seele stets mehr und mehr geläutert wird und dadurch befähigt, die Seligkeit Meiner Nähe zu ertragen. Was ihr tun sollet auf Erden für Mich und Mein Reich, muß gänzlich euer freier Wille sein, und dieser wird so lange zur eigenen Tätigkeit angeregt, wie ihr euch schwach fühlt, wie ihr euren Abstand von Mir noch fühlet. Und diesen freien Willen lohne Ich euch wahrlich mit höchster Seligkeit, doch erst, so ihr den irdischen Leib ableget und ihr eure Arbeit für Mich und Mein Reich als selige Geister beginnet. Dann werdet ihr die Kraft Meines Wortes, die Wonne Meiner Liebeausstrahlung empfinden als himmlische Glückseligkeit, und dann auch werdet ihr erkennen, welch unfaßbares Gnadengeschenk ihr besaßet auf Erden, und Mir danken ewiglich für den Beweis Meiner Liebe, die euch half zu eurer Vollendung.
Amen. B.D. NR. 5583.

 

Buch 61 5584

Erlösung irrender Seelen ist die Arbeit der Knechte im Weinberg.

23. Januar 1953. B.D. NR. 5584

Mit großem Eifer sollet ihr euch an der Erlösung irrender Seelen betätigen. Die Not ist groß, und die Seelen brauchen euch, denn sie finden allein nicht den Weg zu Mir. Immer werden euch Menschen in den Weg geführt, die ohne Glauben sind und in den Tag hineinleben, ohne daran zu denken, daß sie eine Aufgabe auf Erden zu erfüllen haben. Diesen Menschen Aufschluß zu geben über ihre Erdenlebensaufgabe, sie liebevoll hinzuweisen auf ihren Schöpfer und Vater von Ewigkeit, vor Dem sie sich dereinst zu verantworten haben, ihnen Mich als liebevoll und barmherzig, aber auch gerecht hinzustellen und sie so zum Glauben zu führen, das ist eure Arbeit, die ihr verrichten sollet, wollet ihr Mir dienen als Knechte in Meinem Weinberg. Was ihr also tuet, um diese Menschen zum Wissen zu führen, ist recht vor Meinen Augen und wird als Erlösungsarbeit bewertet. Eine solche Erlöserarbeit kann jeder Mensch leisten, der an Mich glaubt und Mir dienen will, indem er seinen eigenen Glauben auf den Mitmenschen zu übertragen sucht, wodurch schon die größte geistige Not gebannt ist, die im krassen Unglauben besteht. So ihr aber mehr tun wollet für Mich und Mein Reich, so sollet ihr den Menschen in Meinem Namen das Evangelium verkünden - zwar dann, wenn ihr den Auftrag empfanget von Mir Selbst. Und dieser Auftrag wird dann an euch ergehen, wenn ihr die Fähigkeit besitzet, zu lehren in Meinem Namen. Denn das Evangelium verkünden heißt die Menschen einführen in die Wahrheit, ihnen ein geistiges Wissen zu vermitteln, das völlig der Wahrheit entspricht und das ihr darum erst dann selbst besitzet, so ihr von Mir Selbst belehret werdet. Empfindet ihr nun in euch ein Drängen den Mitmenschen Mich zu verkünden, nur um ihren Seelen zu verhelfen zur Glückseligkeit, so ist auch dieses Drängen, ein sanftes Zeichen von Mir, ein Euch-an den Platz-Stellen, wo ihr erfolgreich an den Seelen eurer Mitmenschen wirken könnet. Dann redet ohne Scheu, wie es euch in den Sinn kommet, denn dann seid ihr getrieben von Meinem Geist, und dann sind die Worte euch in den Mund gelegt, dann könnet ihr nur so reden, wie es Mir wohlgefällig ist, und dann werden eure Worte auch ihren Eindruck nicht verfehlen, weil euch der Liebegeist drängt, der sich äußern will durch euch, und dann leistet ihr Erlösungsarbeit, denn alle Menschen, die von euch die Lehren angenommen und danach tätig sind, machen sich frei aus ihren Fesseln, sie glauben und finden nun auch den rechten Weg zu Mir. Alles, was ihr den Mitmenschen erweiset im Liebewillen, wirkt sich an ihnen segensreich aus, und seid ihr nun selbst vom Liebegeist erfaßt, so wird all euer Beginnen ein Ausstrahlen von Liebe sein, die als Kraft weiterwirket, also denen wieder geistigen Vorteil einträgt, denen ihr eure Liebe zuwendet. Wer nun aufgeschlossenen Sinnes ist, der erkennt um sich überall die Not, geistig und auch irdisch, und es drängt ihn der Wille, dort zu helfen, weil er es auch erkennt, warum diese Menschen in der Not sind - weil er erkennt, daß es der Unglaube ist, der ihnen ihre irdische Not eingetragen hat. Er will ihnen einen Hoffnungsstrahl bringen, er will sie einführen in etwas ihnen bisher Unbekanntes, wenn Ich Selbst ihnen nahegebracht werde als ein Wesen, Das höchst vollkommen, liebevoll, weise und mächtig ist. Und sowie ihr euch dies angelegen sein lasset, Mich den Mitmenschen nahezubringen, ihnen zum Glauben an Mich zu verhelfen, seid ihr erlösend tätig und treue Arbeiter in Meinem Weinberg, denen Ich ein immer größeres Arbeitsfeld zuweisen will, weil die Not groß ist und noch viel Arbeit geleistet werden soll bis zum Ende. Denn die Menschen haben ihren Glauben verloren, sie leben in der Welt, und auch ihre Seelen haben sich in der Welt verankert, daß es großer Mühe bedarf, sie zu befreien und ihnen den Weg zu zeigen, der in ihre wahre Heimat führt und den sie beschreiten müssen, um selig zu werden.
Amen. B.D. NR. 5584.

 

Buch 61 5585

Das Los im Jenseits bestimmt der Wille des Menschen.

24. Januar 1953. B.D. NR. 5585.

Abgrundtief könnet ihr sinken, aber auch unermeßlich hochsteigen und Seligkeiten genießen im Übermaß. Und beides ist euch freigestellt, in schrecklichster Qual oder in Glückseligkeit zu leben ewiglich. Nicht Ich bestimme euer Los, euren Zustand im geistigen Reich, ihr selbst schaffet ihn euch in völliger Freiheit des Willens. Ihr wisset nicht darum - könnet ihr wohl einwenden dagegen und euch so die Verantwortung abzuwälzen suchen. Doch warum wisset ihr nichts? Weil ihr jede Aufklärung darüber zurückweiset, weil ihr alles als unglaubwürdig abtut, was euch an euer künftiges Los gemahnen könnte, weil ihr nichts wissen wollt. Und ihr werdet euch auch verantworten müssen dafür, daß ihr nicht anhörtet, die euch das Wissen darum zuführen wollen; ihr werdet euch für eure eigenen Gedanken verantworten müssen, denn sie werden ständig angeregt durch geistige Wesen, so daß ihr schon allein gedanklich hingewiesen werdet und nicht falsch zu handeln brauchtet, also euch das ewige Leben erwerben könntet auch ohne direkte Belehrung menschlicherseits. Ihr könnet leben ewiglich, weil euer Wille genausogut recht gerichtet sein kann, weil ihr nach keiner Richtung gezwungen werden könnet und weil Ich euch den Verstand gegeben habe, ihr also auch zum Nachdenken befähigt seid und diese Gabe nur zu nützen brauchet. Die Sünde und Boshaftigkeit ist ebenso wenig Zwang wie die Werktätigkeit in Liebe. Ihr allein bestimmet, was ihr tun und lassen wollet. Ihr allein bestimmet daher auch euer Los in der Ewigkeit. Der Hang nach unten ist noch sehr stark in euch, doch die Gnaden von oben können euch den Ausgleich geben, so daß ihr nicht zu fallen brauchet, sondern euch halten und auch langsam aufwärtsschreiten könnet. Und keinem Menschen bleiben Meine Gnaden versagt. Und gleichwie Mein Gegner euch zur Tiefe herabzuziehen sucht, sind auch von oben Kräfte bereit, euch zur Höhe zu verhelfen, und Meine Liebe gibt euch nicht auf, Meine Liebe lässet nicht nach, euch zu sich zu ziehen, und also habt ihr allein es zu entscheiden, wem ihr die Macht über euch einräumet, und niemand kann für euch diese Entscheidung treffen. Aber seid ihr euch auch der Folge dieser eurer Entscheidung bewußt? Solange ihr alle Gedanken solcher Art zurückweiset, gehet ihr leichtfertig über diese Folge hinweg, aber sie ist ungemein schwerwiegend, und dies solltet ihr Menschen bedenken. Ihr könnet nicht euch der Verantwortung entziehen, ihr müsset einmal Rechenschaft ablegen über euer Denken und Wollen, und ihr werdet es bitter bereuen, leichtfertig jede Aufklärung abgewiesen zu haben, denn ein jeder Mensch muß unwiderruflich das Los auf sich nehmen, das ihm sein Erdenwandel eingetragen hat, ein jeder Mensch wird gerichtet nach seinen Werken und nach seinem Willen.
Amen. B.D. NR. 5585.

 

Buch 61 5586

Gott Selbst wird in Erscheinung treten.

25. Januar 1953. B.D. NR. 5586.

Noch trete Ich unauffällig in Erscheinung, noch ist Mein Wirken nicht allen Menschen offensichtlich. Es wird aber eine Zeit kommen, wo Ich nicht nur im Verborgenen wirken werde, sondern ungewöhnliche Erscheinungen Mich Selbst und Mein Wirken verkünden, die aber immer nur der gläubige Mensch erleben wird, während dem Mitmenschen stets die Möglichkeit bleibt, es anzuzweifeln, obgleich ihn dessen Bekräftigungen stutzig machen werden. Und Ich will es, daß die Menschen aufmerken sollen und nachdenken, und Ich werde daher des öfteren Mich offenbaren, wenngleich das nur bei Gläubigen möglich ist, die aber dann auch fest und überzeugt eintreten für diese Zeichen Meiner Gegenwart. Und die Gläubigen erfahren dadurch eine große Stärkung, die Gläubigen erkennen, in welcher Zeit sie leben; sie brauchen auch eine ungewöhnliche Kraftzufuhr und werden eifrig Meinen Namen und Meine Lehre bekennen und Mir somit erfolgreiche Arbeit leisten in der letzten Zeit vor dem Ende. Ich offenbare Mich euch in vielerlei Weise. Ich will noch retten vor dem Untergang, wer noch zu retten ist, Ich will es den Menschen leichtmachen, zu glauben, Ich will ihnen in jeder Weise helfen, den Weg zu Mir zu finden, Ich will sie in großer Not ungewöhnliche Dinge erleben und hören lassen, daß sie dann selbst zu Mir Zuflucht nehmen und mit einem kleinen Hoffnungsschimmer Mich angehen um Hilfe, die Ich ihnen dann so offensichtlich gewähren will, auf daß sie glauben lernen und Mich nicht mehr aufgeben. Doch auch Mein Gegner wird sich diese Zeit zunutze machen und ebenfalls die Menschen zu gewinnen suchen für sich. Auch er wird Kraft austeilen denen, die Mir gänzlich widerstreben, und diese sind es, die Mein ungewöhnliches Wirken zu entkräften suchen, die jeglichen Glauben an Mich zerstören wollen, die alle Gläubigen verspotten und anfeinden und sich an ihrer Not weiden, die vor der Welt größer erscheint, als sie von den Gläubigen empfunden wird. Denn Ich gebe ihnen Kraft und beglücke sie mit Meiner Gegenwart, so daß sie keinen Zweifel mehr in sich aufkommen lassen, so sie einmal Mich erlebt haben. Und sie werden Mich erleben. Wo tiefer Glaube und rechte liebevolle Gesinnung ist, dort trete Ich offensichtlich in Erscheinung und lasse in den Meinen ein stilles Glück zurück; sie werden sich geborgen fühlen in Mir und furchtlos alles über sich ergehen lassen und die letzte Zeit deutlich daran erkennen, Ich Selbst werde den Meinen beistehen, ihren Glauben kräftigen, die irdische Not lindern; Ich werde ihnen Mein Wort zuleiten und auch persönlich bei denen sein, die Mich lieben und Mir treu bleiben wollen bis zum Ende.
Amen. B.D. NR. 5586.

 

Buch 61 5587

Demut.

26. und 27. Januar 1953. B.D. NR. 5587.

Tretet Gott in aller Demut nahe, und Er wird Sich liebevoll euch zuneigen. Höret auf die Stimme eures Herzens, werdet nicht überheblichen Geistes, da euch Seine Liebe offensichtlich wird, sondern bleibet Ihm immer in Demut ergeben, dann ist das Gnadenmaß unerschöpflich, das Er über euch ausschüttet, dann seid ihr wahrlich Seine Kinder, die den Weg zum Vaterherzen gefunden haben. Die Demut muß euch ganz erfüllen, und auch das größte Liebegeschenk darf euch nicht überheblich werden lassen, denn es ist nur Seine übergroße Liebe, die euch jenes Geschenk zuwendet, nicht aber eure Würdigkeit. Was schwach ist, wird von Gott liebevoll angesehen, sowie es seine Schwäche erkennt und sich in aller Demut zurückhält von der Ewigen Liebe. Dann wird es wahrlich überschüttet von einer Gnadenfülle, die euch einen hohen Aufstieg sichert. Und so ist euch Menschen eine einfache Erklärung gegeben, wann und wie Gott Seine Gnadengaben verschenkt; es wird euch Aufschluß gegeben, was allein vonnöten ist, um ein reichstes Gnadenmaß zu empfangen. Es wird die Demut als die Tugend hingestellt, die von Gott angesehen wird mit Augen der Liebe, die Ihn bewegt, Sich zu entäußern, einen Gnadenreichtum auszuteilen, der den Menschen mit Sicherheit zum Ziel führt, zur Vereinigung des Kindes mit dem Vater. Wie ein Kind dem Vater in aller Demut entgegenkommt, so muß auch der Mensch sich demütig fühlen dem ewigen Vater gegenüber. Wo aber die Demut schwindet, dort zieht auch Gott Seine Gnade zurück. Die Demut aber fordert nichts für sich, die Demut fühlt sich so unendlich klein der Gottheit gegenüber, Die sie wohl ahnet, aber nicht Sie anzusprechen traut. Die rechte Demut wird nur ein Lallen hervorbringen, sie wird sich nicht mit Worten äußern können, denn sie wagt keine Worte zu richten an das höchste Wesen, Das mit einem Gedanken schon vernichten kann, was Es einstmals geschaffen hat. Die Demut ist stumm und fällt nur vor dem Angesicht Gottes nieder, flehend um Sein Erbarmen. Die Demut wartet geduldig, bis sie aufgerichtet wird von Seiner gütigen Hand. Und wo ihr Menschen diese Demut erkennet, dort fließet auch der Gnadenstrom ununterbrochen in das Herz, dort ist die Gegenwart Gottes ersichtlich, dort ist die Verbindung geschaffen von der Erde zum Himmel, dort neigt Sich Gott Selbst zur Erde und füllet das Gefäß mit Seiner Gnade, das Ihm geöffnet entgegengehalten wird, das Herz, das sich Gott demütig hingibt in der Erkenntnis seiner Unwürdigkeit und Schwäche. (27.1.1953) Denn die Demut des Herzens ist die höchste Zierde der Seele, sie öffnet gleichsam die Pforte zum geistigen Reich, sie öffnet den Gnadenquell, denn wo die Demut ist, ist auch die Liebe zu Gott, Den die Seele anerkennt als überheiliges Wesen, zu Dem sie kaum aufzuschauen sich getraut, Den sie aber anstrebt, Dem sie sich zu eigen geben möchte ganz und gar: Die demutsvolle Hingabe der Seele an ihren Schöpfer und Vater von Ewigkeit ist der kürzeste Weg zu Ihm, denn eine mächtige Liebe- und Gnadenwelle trägt sie über alle Hindernisse hinweg an das Herz des Vaters, Der sie huldvoll an Sich zieht, weil eine demütige Seele Ihm wohlgefällig ist. Wahre Demut des Herzens braucht nicht nach außen erkenntlich zu sein, vielmehr verbirgt sie sich oft hinter einem undurchdringlichen Wesen, denn die wahre Demut gilt nicht den Menschen, sondern dem Gott und Schöpfer von Ewigkeit, die wahre Demut wagt sich nicht hervor, sie geht stille, einsame Wege in Bescheidenheit und tritt niemals hervor, sie ist ohne jede Eigenliebe, doch stets bemüht, auch den Mitmenschen die Größe und Heiligkeit Gottes vor Augen zu stellen, weil sie selbst es empfindet, wie klein und armselig der Mensch ist Seiner Heiligkeit gegenüber. Und sie wird Gnade finden im Übermaß - denn ihr ganzes Wesen ist Abscheu der einstigen Sünde des Abfalles von Gott, Den sie nie und nimmer beleidigen möchte und Der daher ihren voll und ganz Ihm zugewandten Willen erfaßt und die Seele zu Sich zieht in heißester erbarmender Liebe.
Amen B.D. NR. 5587.

 

Buch 61 5588

Falsche Götter. Göttliche Verehrung. (Antichrist?)

28. Januar 1953. B.D. NR. 5588.

Ihr sollt euch keine falschen Götter machen, die ihr anbetet, ihr sollt euch nicht durch schöne Reden blenden lassen, denen ihr lauschet in Verzücken; ihr sollet nicht hören auf jene, die euch auf Erden gute Tage versprechen, die euch überreden wollen, ihnen anzugehören und ihre Macht zu stärken; ihr sollet keine Verbindungen anstreben mit Hochgestellten, um ihre Gunst zu erringen, ihr sollet euch auch nicht denen verbunden fühlen, die ungewöhnlich in Erscheinung treten, die über Kraft verfügen, die euch mangelt, solange ihr nicht ganz überzeugt seid, daß sie Meine Vertreter sind auf Erden, die Ich wohl mit Kraft ausstatte, jedoch nicht so hochgestellt habe, daß ihr zu ihnen aufschauet. Ihr sollet keine göttliche Verehrung erweisen den Menschen, die über euch stehen, denn Ich will nicht, daß einer über den anderen herrschet, selbst wenn ihm dazu die Macht zusteht. Um der menschlichen Ordnung willen nur habe Ich eine Obrigkeit über euch gesetzt, der ihr wohl gehorchen sollet, die ihr aber nicht erheben dürfet zu Göttern, denn sie werden dann nur Götzen sein für euch, die tot sind und bleiben und euch kein Leben schenken können. Ihr sollet alle Brüder sein und wie Brüder untereinander leben, und so unter euch einer ist, der reich ist an Erfahrung, der edel ist und gut und dem ihr gern den Vorrang einräumen möchtet unter euch, so soll das nur ein Liebebeweis sein von Bruder zu Bruder, nicht aber eine demütige Unterwerfung und damit Erheben des Bruders über euch. Ihr sollet euch hüten, einem Menschen göttliche Verehrung zu erweisen, denn dann habet ihr fremde Götter neben Mir. Und wer sich göttliche Verehrung erweisen lässet, wer sich erhaben fühlt über die Mitmenschen, wer seine Macht mißbrauchet, um seine Untergebenen zu bedrücken, der ist nicht Mein, sondern Meines Gegners, denn er tut nach dessen Gebot, weil Mein Gebot nur Liebe ist und niemand herrschen wird, der die Liebe in sich hat. Ich will auch nicht, daß ihr aufschauet zu denen, die gleich euch Menschen sind, es sei denn, sie überragen euch an Liebe und Tugenden und ihr suchet ihnen nachzufolgen. Diese aber werden keine Ehre, keine Vergötterung von euch verlangen, sondern sie zurückweisen als allein Mir zugehörig. Wer aber Ehren annimmt, wer sich auch nur die geringste Verherrlichung gefallen lässet, wer darauf wartet, von seinen Mitmenschen hervorgehoben zu werden, wer sich selbst höher bewertet als seine Mitmenschen, der ist schon vom Geist dessen beseelt, der sich über Mich erheben wollte, um zu herrschen, und die Liebe völlig außer acht ließ. Und dieser kann nimmermehr in Meinem Namen auf Erden wirken, denn er verfolgt irdische Ziele, er sucht auf Erden noch die Höhe und wird sie niemals erreichen. Wisset, daß nur der Demütige Gnade findet vor Meinen Augen, und das allein schon sollte euch warnen, so sich ein Mensch göttliche Verehrung erweisen lässet. Darum seid achtsam und lasset euch nicht blenden von dem Gefunkel der Sterne, die vor euch noch aufblitzen werden, die sich aber selbst ein glänzendes Gewand angelegt haben, um euch Licht vorzutäuschen. Seid wachsam, denn Mein Licht verbreitet einen milden Schein, Mein Licht strahlet nicht nach außen, doch wer es im Herzen trägt, der geht demütig dahin, und er suchet nichts mehr, was der Welt angehört. Der Fürst der Finsternis aber überhebt sich, und er will gelten vor der Welt. Daran werdet ihr jederzeit erkennen, welcher Geist spricht aus den Menschen, die euch das Heil bringen wollen, und die Erkenntnis wird euch hüten davor, die Knie zu beugen vor dem, der Mein Gegner ist.
Amen. B.D. NR. 5588.

 

Buch 61 5589

Ende plötzlich mitten im Taumel des Weltgenusses.

29. Januar 1953. B.D. NR. 5589.

Im Taumel des Weltgenusses achten die Menschen nicht auf die Zeichen von oben, und das Ende nahet mit Riesenschritten. Die Welt hält alle ihre Sinne gefangen, der Geist ist völlig umnebelt, sie achten keines Gottes und fürchten keine Macht über sich, denn sie geben sich zufrieden mit den Maßnahmen der irdischen Machthaber, denen sie desto mehr zujubeln, je weltlicher sie sind und ihnen weltliche Verbesserungen versprechen. Es ist ein Zustand wie zur Zeit der Sündflut, die erhöhte Lebenslust lässet sie zu keinem geistigen Gedanken kommen, und die Erfüllung ihrer Wünsche und Begierden ist sündhaft, weil sie kein Maß mehr halten und zügellos genießen und sich dadurch völlig in die Hände des Gegners von Gott begeben. Und er hat bei diesen Menschen sein Spiel gewonnen, er lockte mit irdischen Gütern und gewann sie überraschend schnell. Sein Sieg aber bedeutet für die Menschen Tod, den Tod des Leibes und der Seele, denn das Ende lässet nicht mehr lange auf sich warten, das Ende kommt mitten im Taumel des Genusses, unerwartet und so schnell, daß keiner sich zu besinnen vermag und es keine Rettung mehr gibt. Sie hätten es wohl erkennen können, daß es kurz vor Mitternacht ist, denn alle Anzeichen sprachen dafür, doch sie verstopften sich Ohren und Augen, um nicht das hören und sehen zu brauchen, was sie nicht hören und sehen wollten. Und so kommt das Ende überraschend. Wenn Lust und Laster den Höhepunkt erreicht haben, wenn die Sünde so überhandnimmt, daß ihr nicht mehr Einhalt geboten werden kann durch Warnungen und Mahnungen der Diener Gottes - dann muß das Gericht kommen, das angekündigt wurde stets und ständig. Darum achtet der Zeichen, es wird ein irdischer Wohlstand zu erkennen sein, der für die Weltmenschen ungehemmten Lebensgenuß bedeutet, die nun der Welt abzugewinnen suchen, was nur möglich ist. Dabei werden ihnen die Mahnungen ihrer gläubigen Brüder unbequem und hinderlich sein, und darum werden letztere angefeindet werden in solchen Maßen, daß für die Gläubigen eine Notzeit anbricht um des Namens Jesu willen, weil Dessen Lehre die sündhaften Menschen zum Ziel ihrer Angriffe machen und weil jeder, der sich zu Jesus und Seiner Lehre bekennt, alles dessen beraubt wird, was ihm für sein Leben nötig ist. Doch diese Notzeit wird vorübergehen zum Segen der Gläubigen, denn ihr Glaube wird immer stärker werden, weil offensichtlich eine Kraft von oben ihnen zugeleitet wird und weil sie das Wort Gottes hören können direkt oder durch Seine Boten. Und das ist die Zeit, die noch vor euch liegt, die kommen wird unwiderruflich und die überwunden werden muß, weil es nun gilt, die Böcke von den Schafen zu scheiden, weil eine Klärung der Gesinnung des einzelnen kommen muß, weil sich der einzelne entscheiden muß für oder gegen Gott und eine solche Entscheidung in völlig freiem Willen stattfinden soll und daher auch eine Bedrängnis von seiten irdischer Gewalt zugelassen ist, wie aber auch Gnaden von oben ungewöhnlich Kraft geben denen, die sie nützen wollen im Glauben an Gott - an Jesus Christus, den Sohn Gottes und Erlöser der Welt. Schwere Zeiten werden die Menschen noch erleben müssen, doch gesegnet, wer das Leben schwer empfindet. Denn die anderen werden untergehen, weil sie keiner Zeichen geachtet haben, weil sie nichts über sich fürchteten und daher am Tage des Gerichtes doch dem Richterspruch Gottes sich stellen müssen, wenn das Ende dieser Erde gekommen ist.
Amen. B.D. NR. 5589.

 

Buch 61 5590

Plötzlicher Abruf.

30. Januar 1953. B.D. NR. 5590.

Keiner weiß, wann seine letzte Stunde gekommen ist, und keiner weiß, in welchem Zustand er eingeht in das geistige Reich; doch ein jeder kann sich bemühen, so zu leben, daß er die letzte Stunde nicht zu fürchten braucht. Und weil die Menschen nun gedankenlos dahinleben, weil sie nicht daran denken, wie schnell sie abgerufen werden können, weil sie sich nicht mehr besinnen auf ihre Lebensaufgabe und nur für diese irdische Welt leben, werden sie des öfteren gemahnt an das Ende durch den plötzlichen Abruf von Mitmenschen, der sie doch für kurze Zeit dessen gedenken lässet, was auch ihnen bevorsteht und sehr bald bevorstehen kann. Alles geschieht, um die Menschen anzuregen zum Nachdenken, und so das eine ohne Wirkung ist, kommt etwas Gewaltigeres, das die Menschen aufschreckt und sie die Nichtigkeit des irdischen Lebens erkennen lässet. Und wer aufmerket, der sieht es, wie alles nur auf das Ende hinweiset, wer aufmerket, der erkennet auch die Zeichen der Zeit, den geistigen Tiefstand der Menschen und die Dringlichkeit einer Hilfeleistung, sollen sie nicht alle verlorengehen. Doch was den einen nachdenklich stimmen kann, daran geht der andere achtlos vorüber - was auch geschieht, es berührt ihn nicht, und diese sind es, denen sichtlich ein irdisches Wohlleben beschieden ist. Doch wundert euch dessen nicht, denn sie haben ihren Lohn dahin. Sie werden auf Erden reichlich bedacht, weil sie dann nichts mehr zu erwarten haben, sie werden von unten versorgt mit allem, was sie begehren. Und diese beneidet nicht, denn ihr Los ist wahrlich nicht erstrebenswert. Doch sie werden es sein, die sich gegen alles stellen, was zu Gott, auf das Ende und auf das Gericht hinweiset. Sie werden hetzen und aufreizende Reden führen, denn sie stehen unter dem Einfluß des Satans, der in der letzten Zeit überaus regsam sein wird. Sie werden auch dem beistimmen, der Gesetze erläßt gegen die Gläubigen, sie werden ihn stärken in seiner Macht und darum auf Erden hoch und in Ehren stehen und alles besitzen, was sie erstreben, doch ihre Seelen sind teuflisch und können daher auch nur den Lohn erhalten, der ihnen zusteht. Es wird der Wohlstand auffallend sein, wie aber auch die Not und das Elend derer, die Gott treu sind und dies bekennen müssen offen vor der Welt. Doch dessen sollet ihr Menschen achten, daß es ein untrügliches Zeichen ist des nahen Endes, wenn der krasse Unterschied offen zutage tritt, und dann harret geduldig aus, denn dann ist auch bald der Tag eurer Erlösung gekommen. Noch vieles wird geschehen, um die Menschen aufzurütteln, und jeder nachdenkende Mensch wird sich besinnen und sich noch wandeln, doch die Menschen, an denen alles spurlos vorübergeht, die werden es büßen müssen endlos lange Zeit, daß sie ihre Ohren verschlossen halten allen Mahnungen und Warnungen von oben; sie werden das Los auf sich nehmen müssen, das sie anstreben - sie werden selbst zur Materie werden, die allein sie begehren.
Amen. B.D. NR. 5590.

 

Buch 61 5591

Not der Seelen in der Tiefe. Fürbitten.

30. Januar 1953. B.D. NR. 5591.

Groß ist die Not jener Seelen, die plötzlich und unvorbereitet abgerufen werden von der Erde, so sie nicht schon durch einen Gott-gefälligen Lebenswandel einen Reifegrad erreicht haben, der sie für das Lichtreich tauglich macht. Doch die Mehrzahl geht hinüber in das geistige Reich in einem wahrhaft erbarmungswürdigen Zustand - ohne Glauben an Jesus Christus, ohne die geringste Erkenntnis und völlig ohne Kraft, da ihnen die Liebe mangelte und ihnen also auch keine Werke der Liebe nachfolgen in das geistige Reich. Sie sind arm und elend und wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen um Hilfe, weil sie keinen Glauben haben an den Einen, Der sie erlösen kann von aller Sünde und allem Leid - Jesus Christus, Der jeden Ruf nach Ihm wahrlich hören würde. Das geistige Reich nimmt alle Seelen auf, die von der Erde geschieden sind, doch wie verschieden sind die Sphären, die ihnen nun Aufenthalt bieten. Das Reich der Finsternis aber ist am meisten bevölkert, und ständig nimmt es neue Bewohner auf, weil auch auf Erden große Finsternis ist und die Seelen den gleichen Ort aufsuchen, den sie verlassen haben. Dort ist die Not so unerträglich, daß die Seelen ihr entfliehen möchten, was sie aber nicht von selbst können, sondern Unterstützung benötigen. Diese Seelen kehren immer wieder zur Erde zurück und halten sich in der Nähe der Menschen auf, die ihnen auf Erden nahestanden oder durch gleiche Wesensart ihnen willkommene Objekte sind, um ihren eigenen Willen auf sie zu übertragen, also indirekt weiterzuwirken auf Erden. Solche Seelen können schwerlich gebessert werden, und doch soll auch derer im Gebet gedacht werden, auf daß durch Fürbitte in ihnen Regungen erwachen, die zu einer Wandlung führen können. Wo ein liebevolles Gebet den Seelen der Verstorbenen folgt, ist immer Hoffnung, daß sie bald den finsteren Aufenthalt vertauschen können mit einem schwach-dämmerigen Ort, und sie suchen dann das Licht, bis sie es finden. Die Seelen der Finsternis müssen oft sehr lange in der Tiefe verweilen, weil sie keinen Versuch machen herauszukommen und erst das Verlangen nach Licht ihnen Licht einträgt. Darum könnet ihr Menschen nicht genug beten für diese Seelen, daß sie dem Licht zustreben, daß in ihnen das Verlangen erwache, in eine etwas lichtere Umgebung zu kommen. Denn es ist der Wille des Wesens entscheidend, und für die Stärkung und Wandlung eines verkehrten Willens sollet ihr Menschen immer wieder beten, wollet ihr den Seelen helfen, die plötzlich von der Erde scheiden, die abgerufen werden mitten aus dem Leben und wenig oder gar keine geistige Erkenntnis besitzen. Es ist ihnen zu helfen, so ihr nur ihnen helfen wollet, so ihr ihnen Liebe schenkt und sie erlösen möchtet aus der Finsternis. Die Not ist übergroß und kann nicht zwangsweise behoben werden. Ein Abruf von der Erde vorzeitig ist oft ein Erbarmungsakt an diesen Seelen, daß sie nicht noch weiter absinken und dann die Erlösung aus der Tiefe noch weit schwerer sein würde, weil der Wille dann noch verstockter und völlig gegen Gott gerichtet ist. Darum gedenket derer, die plötzlich von der Erde scheiden, und sendet ihnen liebevolle Gedanken nach, auf daß sie sich angezogen fühlen von euch, zur Erde zurückkehren und an euch lernen können, denn sie werden sich immer in der Nähe derer aufhalten, die ihnen Liebe geben, sie werden weit eher bereit sein, gedankliche Belehrungen von euch entgegenzunehmen, als sie es auf Erden getan hätten, und es kann für solche Seelen der vorzeitige Tod noch der einzige Weg sein zu einer Willenswandlung, so ihr ihnen Kraft gebet durch eure Liebe, durch euer Gebet, das der Erlösung dieser armen Seelen aus der Finsternis gilt.
Amen. B.D. NR. 5591.

 

Buch 61 5592

"Ich bin das Licht der Welt." Licht ist Wahrheit.

1. Februar 1953. B.D. NR. 5592.

Ich bin das Licht der Welt, und nur, wo Ich bin, kann das Licht leuchten, wo Ich aber nicht bin, dort ist Finsternis. Wer diese Worte tief in das Herz eindringen lässet, der wird auch bald von einem Lichtstrahl berührt werden, denn er wird erkennen, daß er den Weg zu Mir nehmen muß, um zum Licht zu gelangen. Licht aber ist Wahrheit, und die Wahrheit geht von Mir aus. Und so kann niemand in der Wahrheit wandeln, der in Gottferne sich befindet, der Mich Selbst nicht in sich aufgenommen hat, daß Ich in ihm ein Licht entzünde. Mich aufnehmen aber heißt die Liebe sich zum Eigentum machen, denn wer in der Liebe lebt, der lebt in Mir und Ich in ihm. Ich also bin die Liebe, die Wahrheit, das Licht, das Leben. Ohne Mich lebet ihr abseits, in der Finsternis. Wo immer ihr sonst auch das Licht suchet - ihr werdet es nicht finden, so ihr es nicht in euch selbst entzündet durch die Liebe, so ihr Mich, Der Ich Selbst die Liebe bin, nicht an euch ziehet durch Wirken in Liebe. Es kann Unordnung in euren Gedanken sein, dann ist aber auch Unordnung in eurem Herzen, dann ist die Liebe nicht in euch, die alles ordnet nach ewigem Gesetz, die auch euer Denken recht leitet und keine Unklarheit, keine Fragen und keine Zweifel in euch aufkommen läßt. So ist also Licht erst dann in euch, wenn Ich Selbst im Herzen Aufnahme gefunden habe, weil Ich Selbst das Licht bin von Ewigkeit. Euch aber steht es frei, das Licht zu wählen oder die Finsternis. Glaubet ihr an Mich, durch Den das Licht in die Welt gekommen ist, glaubet ihr an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk, dann werdet ihr auch Mich zu gewinnen suchen, ihr werdet euch durch Mich aus der Finsternis rufen lassen, ihr werdet hören auf Meine Stimme, ihr werdet Meine Gebote der Liebe erkennen als Meinen Willen, und ihr werdet in Meinen Willen eingehen um des Lichtes willen, es wird euch verlangen nach Mir, nach Meiner Liebe, nach dem Leben, das Ich euch verheißen habe, ihr werdet erkennen, daß es ohne Mich kein Leben gibt, und also freiwillig in den Lichtschein treten, den Ich Selbst ausstrahle, ihr werdet das Licht suchen und es auch finden. Ihr werdet euch in der Wahrheit bewegen, sowie ihr euch in der Liebe beweget. Es gibt keinen anderen Weg, zur Wahrheit zu gelangen als durch die Liebe. Und das wird euch auch den über die ganze Welt verbreiteten Irrtum erklären, der unfehlbar dort sein muß, wo keine Liebe ist. Die Liebe aber ist erkaltet unter den Menschen. Wo soll da noch die Wahrheit anzufinden sein, die nicht sein kann, wo Ich nicht Selbst bin, die nicht außer Mir ist und die von der Menschen Lieblosigkeit selbst verdrängt wurde. Wo keine Liebe ist, ist Finsternis, und ob der Verstand der Menschen noch so hoch entwickelt ist. Ich bin das Licht der Welt, Ich bin aber auch die ewige Liebe - wo aber das Licht verlöscht wird, wo die Liebe nicht anzutreffen ist, dort ist auch Finsternis des Geistes, dort ist Irrtum, Unwissenheit, Verblendung und geistige Überheblichkeit, denn dort herrschet der Fürst der Finsternis, der die Wahrheit verdrängen will und dadurch auch Den, Der die ewige Wahrheit, Der das Licht ist von Ewigkeit.
Amen. B.D. NR. 5592.

 

Buch 61 5593

Gott verdammet nicht, sondern will erlösen.

2. Februar 1953. B.D. NR. 5593.

Nicht Ich verdamme die Menschen und stoße die Seelen in die Finsternis, sondern sie selbst streben in die Tiefe, sie selbst sprechen sich das Urteil durch ihren Lebenswandel, der so ist, daß der Fürst der Finsternis von ihnen Besitz ergreifen kann und sie in sein Gebiet hinabzieht. Ich bin ein Gott der Liebe, und Mich dauern alle diese Seelen, weil Mein Prinzip ist, alles zu beglücken, was aus Mir einst hervorgegangen ist. Ich sehe ihre Not, Ich sehe ihren erbarmungswürdigen Zustand und möchte ihnen allen helfen; doch solange sie sich abwenden von Mir, solange sie nicht willig sind, sich von Mir helfen zu lassen, behält sie Mein Gegner fest in der Gewalt, denn ihr Wille gibt ihm das Recht dazu, wie aber auch der umgekehrte Wille Mir das Recht geben würde, ihnen emporzuhelfen zur Höhe. Ich trage keinem Menschen die Sündenschuld nach, wenngleich Ich als ein Gott der Gerechtigkeit einen Ausgleich, eine Sühne, verlangen muß. Doch Meine erbarmende Liebe hat allen Sündern die Möglichkeit geschaffen, ihrer Sündenschuld ledig zu werden, Meine erbarmende Liebe nahm die Sündenschuld aller auf sich und zahlte das Lösegeld durch den Opfertod am Kreuze. Und doch bleibt es jeder Seele freigestellt, davon Gebrauch zu machen, weil Ich ihr einen freien Willen gegeben habe, den Ich niemals antasten werde. Der freie Wille aber ist es, der sie, wenn er falsch gerichtet ist, in die Verdammnis stürzt, in einen Zustand, der so qualvoll ist, daß er gleich ist der furchtbarsten Kerkerhaft, und den sie als von Mir über sich verhängt glaubt und darum Mich als einen rächenden und strafenden Gott ansieht, Der sie verstoßen hat in die Finsternis. Die Seele schafft sich selbst ihr Los, denn was sie ist und wo sie ist, das ist ein im freien Willen angestrebter Zustand, der auch nur geändert werden kann durch eigenen Willen, der aber auch unverzüglich gebessert wird, wenn die Seele ihre Gedanken Mir zuwendet. Meine Liebe erfaßt jede Seele und verhilft ihr zur Höhe, wenn sie der Höhe, also Mir, zustreben möchte. Ich bin wohl ein Gott der Gerechtigkeit, doch was Ich fordere als Gegenleistung, als Ausgleich für die Sündenschuld der einstigen Auflehnung wider Mich, ist nur die Anerkennung Meines Erlösungswerkes, also die Anerkennung Jesu Christi als Gottes Sohn. So wie sich einst das Geistige abwandte von Mir und fiel, so soll es sich wieder Mir zuwenden in Jesus Christus, um zur Höhe zu steigen. Ich verlange nur Anerkennung Seiner Göttlichkeit, weil Ich Selbst dann anerkannt werde, Der Ich im Menschen Jesus Mich verkörpert habe auf Erden, um es den Menschen, dem einst von Mir abgefallenen Geistigen, zu erleichtern, die einstige Sünde wiedergutzumachen. Die Menschen sind in Gottferne, die Menschen sind eigenwillig von Mir gegangenes Geistiges; nicht Ich habe dieses Geistige verdammt, sondern es ist im freien Willen der Tiefe zugestrebt, aus der Ich es wieder emporholen möchte, doch nicht gegen ihren freien Willen sie in eine andere Sphäre versetzen kann: Ich war und bin und bleibe ewiglich der Gott der Liebe, und selbst Meine Gerechtigkeit wird von Meiner erbarmenden Liebe übertroffen, die einen Weg gesucht hat, der Gerechtigkeit Genüge zu tun und doch den Geschöpfen entgegenzukommen, auf daß sie sich Ihm wieder nähern konnten, wenn sie den Willen dazu hatten. Und Meine Liebe wird ewiglich bemüht sein, aus der Tiefe zu erlösen die Seelen, die sich selbst verloren haben; Meine Liebe wird ewiglich ihre helfende Hand ausstrecken, die nur ergriffen zu werden braucht, um der Tiefe entfliehen zu können, denn Ich bin kein strafender, kein verdammender Gott, Ich bin ein Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, Der ewig nur beglücken will, was aus Seiner Liebe einst hervorgegangen ist.
Amen. B.D. NR. 5593.

 

Buch 61 5594

Ernste Mahnung und Warnung vor Vergänglichem.

3. Februar 1953. B.D. NR. 5594.

Werdet euch dessen bewußt, daß alles vergänglich ist und daß ihr selbst ebenfalls einen vergänglichen Leib traget, daß ihr alles zurücklassen müsset, so die Stunde eures Hinscheidens von der Erde gekommen ist, daß dann nur eure Seele bestehenbleibt, und zwar in der Verfassung, die ihr selbst ihr auf Erden gegeben habt. Werdet euch dessen bewußt, daß sie die Einstellung mit hinübernimmt in das geistige Reich, die ihr als Menschen hattet zur Welt, daß sie noch ebenso an der Materie hängt oder diese verachtet, wie ihr es auf Erden getan habt, daß aber dann ein überaus qualvoller Zustand ihr Los ist, wenn nur die Materie euer Sinnen und Trachten war, die sie nun zurücklassen muß und darum arm und elend im jenseitigen Reich ankommt, dagegen leicht und frei und glückselig sie sich hinaufschwingt, wenn keinerlei Bindungen zur Erde sie belasten, wenn ihr Sinnen und Trachten schon auf Erden geistig gerichtet war. Bedenket doch, ihr Menschen, daß euch die Welt nur Scheingüter schenken kann, die keinen Bestand haben, daß ihr euch aber zum Sklaven derer macht, wenn ihr sie nicht überwindet und eben als Scheingüter erkennet. Die Gier nach der Materie, nach irdischen Gütern, ist die größte Gefahr für die menschliche Seele, und diese Gier ist überstark bei den Menschen auf dieser Erde und wächst ständig an, je näher es dem Ende zugeht. Die Menschen sind völlig erblindet im Geist, ihr Denken ist verwirrt, sie schaffen und wirken nur für die Welt und achten nicht ihrer Seele, die darben muß und die doch allein nur bestehenbleibt, wenn alles andere vergeht und vergangen ist. Und doch werden die Menschen unentwegt darauf hingewiesen, wie nutzlos ihr Beginnen ist und welches Los ihre Seele erwartet nach dem Tode. Sie werden darauf hingewiesen, doch sie können nur immer ermahnt und gewarnt, nicht aber gezwungen werden zur Änderung ihres Willens und ihrer Gedanken. Und dieser Mahnungen und Warnungen achten sie nicht und bleiben auch unberührt durch die Ankündigung des nahen Endes, weil sie nicht daran glauben. Und darum äußert Gott Sich zuweilen so offensichtlich, indem Er den Menschen nimmt, was sie von selbst nicht hingeben wollen. Es ist dies wohl eine göttliche Offenbarung, doch auch nur von wenigen als solche erkannt. Es ist eine Offenbarung, die deutlich genug den Menschen das Wirken Gottes zu erkennen gibt, weil sie nicht dagegen ankönnen, weil sie nicht vermögen, sich zur Wehr zu setzen, weil sie ihre völlige Ohnmacht zugeben müssen und darum sehr wohl erkennen könnten, daß eine höhere Macht tätig ist nach Ihrem Willen. Und doch wollen sie diese Macht nicht anerkennen, ja sie leugnen Sie noch eher und können nicht gehindert werden, weil sie im Besitz des freien Willens sind. Gott redet überall, und Seine Stimme kann von jedem gehört werden, und doch bleiben die meisten unberührt davon und richten ihre Augen nur der Welt und ihren Gütern zu, und im Herzen verstummt das Verlangen nach der Materie nicht, weshalb sie alles Verlorene schnellstens wieder zurückgewinnen möchten, die Seele aber weiterdarben lassen. Dennoch lässet Gott nicht nach in Seinem Bemühen, die Menschen von der Materie zu lösen. Es wird noch viel geschehen bis zum Ende, was dazu dienet, und wohl denen, die Sinn und Zweck von Zerstörungen und Katastrophen erkennen und auch Den, Der über die Schöpfung gebietet; wohl denen, die Gott in allem Geschehen erkennen und Ihn anrufen um Schutz und Hilfe in jeglicher Not. Ihnen wird Hilfe werden, auf Erden und auch im geistigen Reich, sie werden leben, wenngleich sie gestorben sind.
Amen. B.D. NR. 5594.

 

Buch 61 5595

Wille bestimmt die Gnadenzuwendung. Gnade.

6. Februar 1953. B.D. NR. 5595.

Nicht Mein Wille bestimmt euren geistigen Zustand, sowohl auf Erden als auch im Jenseits, sondern allein euer Wille. Es wird nicht ein Mensch ausgelassen von Meiner Gnade, es kann nicht ein Mensch sagen, von Mir niemals Unterstützung erfahren zu haben, doch sein Wille entscheidet, ob und wieweit er Gebrauch macht von Meinen Gnadenzuwendungen. Menschen, die geistig streben, die in der Erkenntnis stehen, sind auf ihrer geistigen Stufe nur angelangt, weil sie Meine Gnadenzuwendung nützten, es war allein ihr Wille, der Mir keinen Widerstand leistete und der bereit war, Meine Hand zu ergreifen, als sie sich ihnen in erbarmender Liebe entgegenstreckte. Und alle Menschen könnten das gleiche tun, allen Menschen streckt sich Meine Hand entgegen in vielerlei Weise, um sie emporzuziehen aus niederem Geisteszustand zur Höhe. Doch Ich kann sie nicht wider ihren Willen in einen Zustand versetzen, der das Los derer ist, die Mir zu Willen sind. Ich kann und will sie nicht in Zwangslagen versetzen, weil eine Aufwärtsentwicklung im Zwang kein rechtes Ausreifen der Seele bedeutet, weil jeder Zwangszustand entgegen Meinem Gesetz der ewigen Ordnung ist. Doch mit Gnaden kann Ich die Menschen bedenken ungemessen. Und nur die Annahme Meiner Gnaden bringt es zuwege, daß des Menschen geistiger Zustand sich bessert. Es darf auch niemals ein Mensch glauben, daß Ich bevorzugt Meine Geschöpfe bedenke - ein jeder erhält soviel und sooft er begehrt. Wer aber niemals nach Gnade verlangt, wer die ihm angebotene Gnade zurückweiset, der bleibt auch unfähig zu jeglichem geistigen Streben, und jegliche geistige Erkenntnis ist ihm versagt. Und wieder ist sein Wille allein auch maßgebend, ob der Mensch Werke der Liebe verrichtet. Auch das ist entscheidend, weil die Liebe schon ihm Gnaden zuführt in reichstem Maße, denn einem liebenden Menschen bin Ich schon so nahe, daß der Ablehnungswille nicht mehr vorhanden ist, und dann nützet er alle Gnaden, d.h., jedes Hilfsmittel, das Ich ihm zuwende, empfindet er wohltätig, und er sträubt sich nicht mehr dagegen. Es ist der Wille, der den Menschen zur Liebe antreibt oder ihn am Liebewirken hindert, und so auch bestimmt der Wille die Zufuhr von Gnade, weil jeglicher Widerstand aufgegeben werden muß, um von dem Gnadenstrom berührt zu werden. Jeder Mensch kann reifen, wenn er will, weil er stets Kraft zugeführt bekommt, so er willig ist, diese Kraft recht zu verwerten. Und was dem einen leichtfällt, kann bei dem anderen starke Überwindung kosten, aber immer nur deshalb, weil sein Widerstand noch größer ist und das allein der Wille des Menschen bestimmt. Ich würde aber niemals von den Menschen eine Umgestaltung ihres Wesens im Erdenleben fordern, wenn dies unmöglich wäre, und Ich verlange auch nichts so Schweres, daß es schwer zu erfüllen wäre. Ich verlange nur Aufgabe des Widerstandes, wozu also der Wille bestimmend ist. Ist aber der Widerstand einmal aufgegeben, so ist alles andere leicht, weil nun Meine Gnade unaufhörlich fließet und alles ermöglicht, was zuvor unmöglich war. Denn Gnade ist alles, was Meine erbarmende Liebe anwendet, um euch zu helfen. Gnade ist jeder Tag, den ihr noch auf Erden wandelt, Gnade ist jeder Hinweis, wie ihr eure Lebenskraft recht nützen könnet, Gnade ist jede Hilfeleistung, die euch durch Mein Wort geboten wird, weil euch Mein Wort das Wissen um Meinen Willen und um eure Lebensaufgabe vermittelt und ihr durch dieses Wissen einen rechten Lebenswandel führen und also zur Seelenreife gelangen könnet. Meine Liebe wendet euch Gnade zu ohne Maß, aber euren Willen zwinget sie nicht, und darum könnet ihr wohl selig werden, aber auch endlos lange noch in Unseligkeit verharren, bis ihr doch einmal euren Willen wandelt, bis ihr den Widerstand aufgebet und nach Mir und Meiner Liebe verlanget.
Amen. B.D. NR. 5595.

 

Buch 61 5596

Wirkung des göttlichen Wortes auf die jenseitigen Wesen.

8. Februar 1953. B.D. NR. 5596.

So kommet stets in Meinem Namen zusammen und dienet Mir, indem ihr Liebe ausstrahlet auf alle Wesen, die euch umgeben, auf die Menschen, die mit euch auf der Erde weilen und auch auf die Seelen, die euch wohl auch nahe sind, jedoch nicht mehr in eurer Erdensphäre, sondern im geistigen Reich. Strahlet auf alle eure Liebe aus, dann werdet ihr lösen und beglücken können alles Gebundene und Unselige, das in euren Liebekreis eintritt. Und Ich will immer mitten unter euch sein, so ihr in Meinem Namen euch vereinigt zum Wirken für Mich und Mein Reich. Niemals lasse Ich euch allein ein Werk vollbringen, immer bin Ich mit Meiner Liebekraft bei euch und segne eure Arbeit, niemals werdet ihr dann eigene Gedanken oder Worte formen in eurem Mund, sondern von Mir Selbst ist dann euer Reden und Denken bestimmt, ihr sprechet dann für Mich, an Meiner Statt zu den Seelen, denen Ich Mein Wort bringen möchte und die es doch entgegennehmen müssen durch euch, weil sie Meine direkte Ansprache noch nicht ertragen könnten. Und doch fühlen sie Mich, so sie Mein Wort entgegennehmen durch euch. Die Menschen auf der Erde zwar müssen in erhöhtem Liebewillen stehen, um Mich im Wort zu erkennen, und das werden stets nur wenige sein, denn die Liebe ist erkaltet unter den Menschen. Die Wesen im geistigen Reich aber fühlen sich sonderbar beeindruckt von Meinem Wort, so ihr es ihnen darbietet, so ihr Mich Selbst durch euch reden lasset. Sie fühlen sich wohltätig berührt davon, weil es ihnen einen Kraftstrom vermittelt, den sie willig auf sich wirken lassen und der in ihnen das Verlangen weckt, stets mehr und mehr in Empfang zu nehmen. Diese Wesen fühlen Mich, aber erkennen Mich noch nicht eher, als bis sie zum Glauben gelangen, daß Ich Selbst sie anrede durch euch. Dann aber gehen sie nicht mehr von euch und wollen unausgesetzt eure Worte hören. Und dann kann ein reiches Wissen ihnen vermittelt werden, das Licht verbreitet und wieder unzählige Seelen zum Licht locket und die Arbeit für Mein Reich auf diese Weise ungemein umfang- und erfolgreich sein kann. Wer Mir dienen will, der wird auch angenommen, und entsprechend seiner Willigkeit ist sein Auftrag. Darum seid eifrig tätig für Mich, wisset, daß euch nur eine kurze Zeit zur Verfügung steht und daß ihr in dieser kurzen Zeit sehr erfolgreich wirken könnet, so ihr nur jede Gelegenheit nützet, Mein Wort zu verbreiten, denn überall, wo dieses angenommen wird, wo es gelesen oder angehört wird, finden sich Seelen ein aus dem geistigen Reich, die, durch die ungewöhnliche Lichtstrahlung angelockt, auch die ungewöhnliche Wirkung spüren und dankbar entgegennehmen, wodurch ihnen Kraft zugeführt wird. Doch noch weit größer ist der Erfolg, wenn Mein Wort, Mein Evangelium, diesen Seelen bewußt zugeleitet wird, wenn sie in Gedanken herangerufen werden und jedes Wort auch für sie ausgesprochen wird. Kein Mensch auf Erden ahnet, welche Wirkung solche Worte auf die jenseitigen Seelen ausüben, doch bedenket, daß es Mein Wort ist, daß ihr nur Werkzeug seid, dessen Ich Mich bediene, um auch diesen Seelen Mich nahezubringen, ohne ihren Willen unfrei zu machen. So auch spreche Ich Selbst zu den Menschen auf der Erde, die Ich direkt auch nicht ansprechen kann - nur sind diese weit weniger annahmewillig, weil sie die große geistige Not noch nicht in ihrem Umfang erkennen, die aber die Seelen im Jenseits veranlaßt, Hilfe zu suchen, die sie in Meinem Wort, durch euch zugeleitet, erfahren. Und sie werden es euch danken ewiglich, daß ihr ihnen Nahrung vermittelt, die sie kräftigt und fähig macht, dem Licht zuzustreben, sie werden es euch danken, daß ihr ihnen zu Kraft verhelfet, die ihnen mangelt und die sie nun wieder nützen, um gleichfalls zu helfen denen, die Hilfe benötigen. Kommet und empfanget von Mir und teilet wieder aus, denn Ich gebe mit vollen Händen - so auch sollet ihr geben denen, die darben und unselig sind auf Erden wie im geistigen Reich.
Amen. B.D. NR. 5596.

 

Buch 61 5597

Liebe ist das Christusleben im Menschen. "Mein Joch ist sanft."

9. Februar 1953. B.D. NR. 5597.

Gottes Willen allzeit zu dem eigenen machen, das ist eure Aufgabe, die Arbeit, die ihr an euch selbst vollbringen sollet. Es kann eine mühselige Arbeit sein, aber sie kann auch leicht vonstatten gehen, je nachdem, wie euer Wille beschaffen ist, d.h., wie weit ihr selbst noch von Gott entfernt seid und also auch Ihm gegensätzlichen Willens. Denn eine weite Entfernung von Gott braucht auch einen gewaltigen Weg zur Rückkehr, dann kann eure Arbeit wohl mühselig sein, aber sie ist zu bewältigen, dann brauchet das "Himmelreich Gewalt", daß ihr es an euch reißet. Seid ihr Ihm aber schon nähergekommen, seid ihr in eurem Widerstand nicht mehr so hartnäckig, habet ihr den Willen, das Verlangen zu Ihm gerichtet, dann wird euch auch eure Seelenarbeit leichtfallen, dann ist die "Bürde leicht und das Joch nicht schwer." Gehet in den Willen Gottes ein - füget euch gänzlich Ihm und unterordnet euch Seinen Geboten. Dann machet ihr euch den Willen Gottes zum eigenen Willen, und dann erreichet ihr auch ganz sicher euer Ziel, die Vereinigung mit Gott auf dieser Erde. Ihr betretet aber mit Gott- noch-widersetzlichem Willen diese Erde, die irdische Welt, in der ihr euch und euren Willen also wandeln sollet. Und ihr seid darum auch noch dem zugehörig, der in euch diesen Gott-widersetzlichen Willen legte, der Anlaß war an eurem einstigen Abfall von Gott. Ihr selbst als Mensch seid seiner Macht und List nicht gewachsen, es würde euch nie und nimmer gelingen, in eurer Schwäche, in eurer Kraftlosigkeit, die Folge ist eurer Entfernung von Gott, euch dieser seiner Gewalt zu entwinden, es würde euch nie und nimmer gelingen, euren Willen Gott zuzuwenden aus eigener Kraft. Und darum ist euch Jesus Christus zu Hilfe gekommen. Also könnet ihr nun mit Jesus Christus euch lösen von dem Feind eurer Seelen und euren Willen gänzlich dem Willen Gottes unterordnen, ohne Jesus Christus aber ist es euch unmöglich. Eure Erdenaufgabe ist also nun sehr einfach. Seine Hilfe in Anspruch zu nehmen bei der Seelenarbeit, bei der Wandlung eures Willens. Und Seine Hilfe sichert ihr euch, sowie ihr an Ihn glaubet und Seine Gebote haltet. Denn es sind die Gebote Gottes, die euch der Mensch Jesus lehrte, es ist das Erfüllen des göttlichen Willens, so ihr die Lehre Christi auslebet. Aber ihr wäret allein zu schwach, diese Gebote zu erfüllen, wenn ihr euch nicht Seiner Hilfe, Seiner am Kreuz erworbenen Gnaden bedienen würdet, die euch fähig machen, alles zu tun, was Gottes Wille ist. Ihr sollet in der Liebe leben - denn Liebe ist Kraft, und diese gabet ihr freiwillig hin, als ihr lieblos wurdet, als ihr darum gefallen seid in die Tiefe. Ein Leben in Liebe zu führen ist leicht für den, der Gott-zugewandten Willens ist, aber auch nur dann, wenn Christus in ihm lebendig wurde, wenn Seine Liebe zu den Menschen erkannt wurde und auch die Liebe im eigenen Herzen erweckte - denn die Liebe wandelt den Willen unfehlbar und lenket ihn Gott zu. Die Liebe also ist das Christusleben im Menschen, und die Liebe ist auch die Willens- und Wesenswandlung im Menschen. Es kann niemand ohne Jesus Christus selig werden, weil niemand ohne Liebe selig werden kann. Jesus Christus ist die verkörperte Liebe und darum Gott Selbst. Und so ist eure Erdenaufgabe, die Rückkehr zu Gott, das Wiederaufleben der Liebe in euch, die ihr einst freiwillig dahingegeben habt - die dann aber auch unweigerlich euren Willen Gott zulenkt. Und da ihr selbst zu schwach seid als Mensch auf dieser Erde, so rufet die Ewige Liebe Selbst an um Hilfe, Die in Jesus Christus euch auch sicher zu Hilfe eilt. Erkennet Jesus Christus an als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, dann tretet ihr auch eure Rückkehr an, dann erfasset Er Selbst euch mit Seiner Liebe und ziehet Euch, denn Er hat Sich Selbst als Mensch das Recht erworben durch Seinen Tod am Kreuze, Er hat euch durch Sein Blut losgekauft von dem, der euch gefangenhält, und nun könnet ihr, so ihr nur wollet, selig werden, denn diesen Willen stärket Er, daß er sich nicht mehr abkehre von Gott, sondern Ihn anstrebet, solange er auf Erden weilt.
Amen. B.D. NR. 5597.

 

Buch 61 5598

"Ich bin von Ewigkeit." Luzifers Erschaffung.

10. Februar 1953. B.D. NR. 5598.

Ich bin von Ewigkeit, und Ich werde sein bis in alle Ewigkeit. Ich bin das höchste und vollkommenste Wesen, und aus Mir gingen zahllose Wesen hervor, ebenfalls in Vollkommenheit, weil Ich nichts anderes als Vollkommenes erschaffen konnte. Und so war auch dieses von Mir erschaffene Wesenhafte voller Macht und Kraft, es war in seinem Wirken nicht beschränkt, es konnte also schaffen und gestalten gleich Mir, denn es nützte Meine Kraft, die es unbeschränkt von Mir bezog. Das Ausstrahlen von Kraft in Meine Geschöpfe war ein Vorgang, der Mich unsagbar beglückte und Meinen Liebewillen immer aufs neue anregte, Meine Geschöpfe zu versorgen mit Meiner Kraft. Doch Ich tat dies ständig über Mein erstgeschaffenes Wesen, um dieses im gleichen Maß zu beglücken und zu schöpferischer Tätigkeit anzuregen. Doch Meine Liebeausstrahlung fand dort keine Resonanz mehr - das erstgeschaffene Wesen erkannte Mich nicht an als Quell der Kraft, sondern wähnte sich selbst als Erzeuger dieser Kraft, weil es schaffen konnte in freiem Willen und sonach auch niemanden über sich anerkennen wollte. Und das war sein Verderb, denn es löste sich willensmäßig von Mir und somit auch von der Liebe, wenngleich es kraftvoll und mächtig blieb, weil Ich Meine Kraft nicht zurückzog von einem Wesen, das Meine Liebe erschaffen hatte. Es behielt also wohl seine Kraft, die aber nun nicht mehr Liebekraft war, die sich aufbauend auswirkte, sondern eine zerstörende, zersetzende Wirkung hatte, weil ihr die Liebe fehlte. Dennoch blieb dieses Wesen Mein Geschöpf, denn Meine Liebe kann sich nicht abwenden von den Erzeugnissen Meiner Liebe. Aber es hatte dieses Wesen einen Anfang, einen Beginn, während Ich von Ewigkeit bin. Schon das allein hätte diesem erstgeschaffenen Wesen den Beweis geben müssen, daß es nicht das höchste, das erste Wesen war, denn es wußte um seinen Anfang. Und dieses Wissen mußte seine Liebe zu Mir, zu dem Wesen, Das es erstehen ließ, übermäßig entflammen lassen, denn es war überglücklich in seinem von Mir vollkommen erschaffenen Zustand, und es konnte sein Glück ständig erhöhen durch Schaffen ihm gleicher Wesen. Und auch dieses Erschaffen-Können mußte es an Den gemahnen, Der auch ihm das Leben gegeben hatte. Es war das Wissen in ihm, dem erstgeschaffenen Geist, er war darum der Lichtträger, der alle seine Erkenntnis den Wesen vermitteln konnte, die aus seinem Willen hervorgingen, die aber alle Meine Kraft zur Ursubstanz hatten, die alle aus der Liebe geboren wurden, die den erstgeschaffenen Geist ständig durchflutete und von Mir ihren Ausgang nahm. Und trotz dieser Erkenntnis, trotz dem hellsten Licht, das ihn durchstrahlte, fiel das Wesen. Es wendete sich ab von Mir, es stieß die ewige Liebe zurück, es nützte seine Kraft nicht mehr in Meinem Willen, sondern gegen Mich. Aber es konnte sich nicht lösen von Mir. Es konnte auch nicht mehr vergehen - wenngleich es einmal seinen Anfang genommen hatte, denn es war Kraft von Mir, die ewig nicht vergehen kann. Sie konnte nur negativ wirken, bis zu einem gewissen Grade, um, so dieser Grad überschritten ist, sich zu wandeln zu positiver Kraft. Ich aber vergehe ewig nie, und was einmal von Mir ausgegangen ist, kehrt auch unweigerlich zu Mir zurück. Doch dann hat es eine Wandlung durchgemacht, daß es sich selbst erkennt als Lichtfunke, daß es dem ewigen Licht zustrebt, daß es bei Mir und in Mir seine Seligkeit findet, daß Ich es nun mit Meiner Liebekraft durchstrahle bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5598.

 

Buch 61 5599

Not der abgeschiedenen Seelen. Liebe der Menschen Hilfe.

11. Februar 1953. B.D. NR. 5599.

Kein Mensch kann die Not ermessen, in der die ungläubig oder schwachgläubig von der Erde abgeschiedenen Seelen sich befinden, kein Mensch kann sich ein Bild machen von dem Elendszustand, aus dem sie ohne Hilfe nicht herauskönnen, weil sie völlig kraftlos sind. Kein Mensch weiß, welch große erbarmende Liebe sie brauchen, um Linderung zu erfahren in ihrer Not, und wie wenig Liebe ihnen nachfolgt in die Ewigkeit, weil die Menschen selbst ohne Liebe sind und nur wenig derer gedenken, die von ihnen gegangen sind. Wüßtet ihr Menschen, wie dankbar sie sind, so nur ein liebender Gedanke von Erdenmenschen sie berührt, wüßtet ihr, welche Wohltat ein solcher Liebegedanke ist für diese Seele, ihr würdet wahrlich euch bemühen, ihnen zu helfen, sowie ihr nur eine euch nahestehende Seele in dieser Not wähntet. Doch euer Glaube ist schwach an ein Fortleben, und ihr seid auch irrig belehrt worden, so ihr annehmet, ihnen nicht mehr helfen zu können, wenn ihr auch glaubet, daß die Seelen im Jenseits weiterleben. Ihr allein könnet ihnen tatkräftige Hilfe erweisen, denn eure Liebe wirket sich unmittelbar als Kraft aus an den Seelen, und eure Liebe kann auch in diesen Seelen Liebe erwecken und sie plötzlich aus dem Geistesdunkel in lichtere Sphären führen, von wo dann der Aufstieg mit Sicherheit erfolgen kann. Ihr Menschen habt ein sicheres Hilfsmittel für diese Seelen und wendet es nicht an, und die ihnen die Liebe schenken möchten, die Lichtwesen des geistigen Reiches, finden nicht leicht Zugang zu den Seelen, weil sie in der gleichen Umhüllung ihnen nahen müssen, welche die Seelen selbst haben, um sie nicht zwangsmäßig zur Lichtannahme zu bewegen. Den Seelen aber, die ohne Glauben abgeschieden sind, hat auch die Liebe gefehlt auf Erden und also auch jegliche Erkenntnis. Darum werden sie schwerlich annehmen, was ihnen von Lichtwesen geboten wird, weil auch in ihrer Kraftlosigkeit ihr Wille völlig geschwächt ist. Diese Wesen nun können ihnen nicht die Kraft vermitteln aus ihrer Liebe heraus, weil dies wider das Gesetz göttlicher Ordnung geht. Doch die Liebe der Menschen auf Erden wird von Gott angenommen. Und um dieser Liebe willen kann nun Gottes erbarmende Liebe tätig werden. Er leitet den Seelen Kraft zu aus Seinem unerschöpflichen Liebeborn, Er nimmt die fürbittende Liebe an und hilft nach, wo dem Wesen die Kraft fehlt. Ihr Menschen, gedenket dieser armen Seelen und gebt ihnen, worum sie euch bitten immer, so sie sich in eure Gedanken einschalten. Achtet dieser Bittrufe und schenket ihnen Gehör - sendet ihnen liebe und gute Gedanken zu, weiset sie hin zu Jesus Christus, an den sie nicht glauben wollten auf Erden, rufet Ihn Selbst gleichzeitig an und empfehlet Ihm diese Seelen. Aber lasset euer Gebet kein Lippengebet sein, denn nur die Liebe hat erlösende, kraftspendende Wirkung, und um diese Liebe bitten euch alle Seelen, die im Jenseits schmachten müssen. Und ihr selbst wisset nicht, in welchem Zustand eure Lieben von euch gegangen sind, und ihr sollet darum keinen auslassen, der euch durch auftauchende Gedanken an ihn seine Nähe, seine Bitten kundtun will. Vergesset sie nicht, und glaubet nicht, daß sie vergangen sind. Sie leben, doch in welchem Zustand. Sie brauchen nicht verlorenzugehen, wenn ihr euch ihrer erbarmet und ihnen die sie erlösende Kraft zuwendet; ihr könnet helfen. Darum erbarmet euch aller Ungläubigen, die nicht mehr auf Erden weilen und doch noch sind, weil die Seele unsterblich ist und also nicht vergehen kann. Und sie werden es euch danken ewiglich.
Amen. B.D. NR. 5599.

 

Buch 61 5600

Kraft des göttlichen Wortes.

12. Februar 1953. B.D. NR. 5600.

Ein gewaltiger Kraftstrom berührt die Seele, die willig Mein Wort entgegennimmt, denn der Wille, Mich zu hören, öffnet sie auch zum Empfang Meiner Kraft. Darum will Ich, daß Mein Wort immer wieder den Menschen auf Erden oder auch den Seelen im Jenseits angeboten wird, um ihren Willen anzuregen. Die Wirkung aber spürt nur die Seele, die gewillt ist, Mich anzuhören, die im Glauben an Mich mit Mir in Verbindung zu treten sucht und also lauschet, was Ich ihr zu sagen habe. Jede Seele benötigt eine Kraftzufuhr, sei es auf Erden oder auch im Jenseits, solange sie noch nicht vollkommen ist. Sowie sie einmal Licht-empfänglich geworden ist, wird sie unausgesetzt von Licht angestrahlt und ist selig darüber, doch bevor die Seele diesen Zustand erreicht hat, ist sie lichtlos und auch kraftlos, wenngleich sie als Mensch auf Erden über körperliche Kraft verfügt. Die Seele aber ist im Dunkel und kann ohne Lichtzufuhr nicht selig sein. Und darum muß ihr Mein Wort zugeführt werden, das als ein Lichtstrahl von oben eine überaus heilsame Wirkung hat. Sie muß auf Erden eine Arbeit verrichten an sich selbst, die sie nicht ohne Kraftzufuhr bewältigen kann. Sie muß den Zustand der Unwissenheit wandeln in einen Zustand der Erkenntnis, wozu sie also auch Licht benötigt. Und beides geht der Seele auch zu in Form Meines Wortes, so daß sie auf Erden werden kann, was ihre Bestimmung ist, ein Wesen, das nun im geistigen Reich unentwegt Licht aufnehmen und wieder ausstrahlen kann. Hat sie dies aber auf Erden versäumt, dann kann sie auch im Jenseits noch zu Licht und Kraft gelangen, doch weitaus schwerer wie im Erdenleben. Sie muß nun auch im Jenseits Mein Wort zugeführt bekommen, um daraus Licht und Kraft zu schöpfen, will sie nicht in dem dunklen Zustand verbleiben, in dem sie die geistige Welt betreten hat. Sowie aber Mein Wort eine willige Seele berührt, fühlt sie sich wundersam getroffen, sie wird aufgewühlt in ihrem Innersten, Lichtfunken beglücken sie und erhöhen ihr Verlangen nach ständigem Licht, und sie spürt auch eine Kraftzufuhr, die sie antreibt zur Tätigkeit, die auch ihren Willen verstärkt, der Seele eine Nahrung zu verschaffen, die ihr fehlt. Es sind nicht bloße Worte, welche die Seele vernimmt, die willig Meine dargebotene Gnadengabe empfängt, sondern sie fühlt sich angesprochen von einem liebenden Wesen, und Dessen Liebe berührt die Seele gewaltig, und sie gibt sich daher ganz der Wirkung Meiner Ansprache hin. Und sowie die Seele diesen Willen aufgebracht hat, ist sie dem Dunkelheitszustand entronnen, eine Helligkeit umstrahlt sie, und ihre Erkenntnis, ihr Wissen nimmt zu, denn die Kraft Meines Wortes bewirkt diese Änderung, weil es Meine direkte Ausstrahlung ist auf die Wesen, die sich selbst Meinem Wort öffnen. Darum bleibt euch, Meinen Dienern auf Erden, diese eine wichtige Aufgabe - Mein Wort den Mitmenschen oder den Seelen im Jenseits zuzuführen. Je nach der Willigkeit des Hörers wird auch die Wirkung sein auf dessen Seele. Wer es zurückweiset, der bleibt im Dunkel und in Kraftlosigkeit, wer es annimmt, steigt unfehlbar zur Höhe. Es gibt also ein sicheres Mittel, den Seelen aus der Dunkelheit des Geistes emporzuhelfen - Mein Wort, das aber Ich Selbst nicht direkt den Wesen in der Finsternis zuleiten kann, weder auf Erden noch im geistigen Reich, sondern durch Mittler dorthin getragen werden muß, wo Seelen in Liebe wirken wollen, aber das, was sie abgeben sollen, erst selbst besitzen müssen und daher selbst ihr Herz öffnen, um von Mir Licht und Kraft in Empfang zu nehmen. Ihr aber sollet die Gnadengaben in Liebe vermitteln, weil erst dann die Kraft des Wortes wirksam wird an den Seelen, denen eure Liebe gilt.
Amen. B.D. NR. 5600.

 

Buch 61 5606

Einwirken des Antichristen vor dem Ende.

19. Februar 1953. B.D. NR. 5606

Das Einwirken des Antichristen in der Endzeit wird auch das Ende beschleunigen, denn nun steigt die Not der Meinen aufs höchste und macht Mein Kommen erforderlich, um dieser Not ein Ende zu bereiten. Der Antichrist hat nur das eine Ziel, Mich zu entthronen und sich selbst auf den Thron zu setzen, d.h., den Menschen gänzlich den Glauben zu nehmen an einen Gott und Schöpfer von Ewigkeit, um desto höher selbst zu stehen im Ansehen, um geehrt und gefürchtet zu werden gleich Gott. Er will nicht die Liebe der Menschen besitzen, nur ihre Unterwürfigkeit, er will die Macht haben über alles und also Allherrscher sein. Solange aber die Menschen noch gläubig sind, solange sie eine Macht über sich anerkennen, vor Der sie sich dereinst verantworten müssen, werden sie nicht dem zu Willen sein, der von ihnen Gott-Widriges verlangt. Und daher wird der Antichrist vorgehen gegen jene Macht, indem er den Glauben an Mich auszurotten sucht, und das mit brutalen Mitteln, die es den Meinen schwermachen werden, Mir treu zu bleiben. Doch die Kraft dafür geht ihnen von Mir reichlich zu. Ich werde Mich ihnen so deutlich offenbaren, daß sie immer gestärkt werden im Glauben, daß sie alle Unbill auf sich nehmen in der Erkenntnis, daß Ich allein geben und nehmen kann und ihnen wahrlich das vergelte, was irdisch ihnen auferlegt ist. Des Antichristen Streben ist das Ausrotten der christlichen Lehre - das Unterbinden jeglichen Wissens um Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt. Er sagt Mir offene Feindschaft an. Und das ist sein Ende. Mein Gegner wird sich verkörpern in einem Menschen, der ihm voll und ganz hörig ist, d.h., er wird dessen Seele ganz und gar besitzen und vorerst die Menschen täuschen durch Vorgänge (-züge) aller Art, die ihm einen übergroßen Zulauf sichern. Und sein Reden und Handeln wird eine Maske sein, unter der sich übelste Gesinnung verbirgt. Überheblichkeit, Lüge, Gewinnsucht wird er meisterlich zu verstecken verstehen, doch die Lieblosigkeit wird ihn bald entlarven, d.h. nur vor den Augen der Meinen, denn seinen Anhängern gegenüber täuschet er Verständnis für alle Leiden vor, die er aber nicht zu mildern sucht, sondern nur zur Vermehrung dieser Leiden beiträgt. Der Gläubige wird ihn erkennen, denn er hat sehr zu leiden unter seiner Herrschaft, doch wer ihm zu Willen ist, wer sich offen lossagt von Mir, der wird als Freund von ihm behandelt und irdisch geehrt und geachtet. Und so werden sich bald zwei Parteien bilden - die Überzahl wird ihm anhangen, und nur eine kleine Schar wird Mir treu bleiben in ihrer Gesinnung und ihrem Handeln. Und diese werden ständig gefährdet sein, weil Mein Gegner die Menschen antreibt, ihnen zu schaden in jeder Weise. Der Antichrist lohnet solches Vorgehen gegen die Meinen, um auch noch die letzten Gläubigen zum Abfall zu bringen, die ihm noch Widerstand leisten. Es wird eine bittere Notzeit anbrechen für die Meinen, und doch wird sie ertragbar sein, weil sie eine ungewöhnliche Gnadengabe in Empfang nehmen dürfen - weil Ich Selbst Mich zeige, wo die Menschen schwach zu werden drohen. Ich kenne den Willen und die Einstellung jedes einzelnen, die Mir gilt, und Ich lasse wahrlich nicht Meinen Gegner Oberhand gewinnen über dessen Seele. Zudem ist das Ende nahe, und Meine Gläubigen sind Mir im Herzen treu ergeben, darum kann Ich auch außergesetzlich in Erscheinung treten, um ihnen Kraft zu schenken. Und viele werden Mich zu sehen bekommen, und dann kann keine Macht der Welt sie von ihrem Glauben an Mich abbringen. Dann geben sie auch das Leben freudig hin, wenn Ich es verlangen würde. Aber Ich beende das grausame Spiel Meines Gegners. Wenn er es gewonnen zu haben glaubt, werde Ich kommen in den Wolken und richten das Lebendige und das Tote. Ich werde die Meinen holen, bevor Ich das Vernichtungswerk ausführe an der Erde und allen ihren Bewohnern. Die Not wird groß sein zuvor, doch Meine Liebe wird euch erretten, und Meine Macht wird den in Ketten legen, der wider Mich ist, weil seine Zeit erfüllet ist. Amen B.D. NR. 5606.

 

Buch 61 5607

Entrückung.

20. Februar 1953. B.D. NR. 5607.

Eine kleine Schar nur wird am Ende der Erde Mich in aller Herrlichkeit sehen können, und diese ist es, die entrückt wird vor den Augen ihrer Mitmenschen, die dem leiblichen und geistigen Tode preisgegeben sind. Denn sowie jene die Erde verlassen haben, fällt diese der Vernichtung anheim, d.h. alles, was in, auf und über ihr lebt, wird von den Flammen aufgezehrt werden,die aus der Erde hervorbrechen und kein Schöpfungswerk auslassen. Doch die Meinen werden nicht von diesem Vernichtungswerk betroffen werden, denn Ich hole sie zuvor schon hinweg, und der Anblick ihrer plötzlichen Entrückung wird die Menschen in Entsetzen stürzen, denn die Meinen entschwinden vor ihren Augen zur Höhe. Doch Mich Selbst können nur die Meinen sehen, wenn Ich kommen werde in aller Pracht und Herrlichkeit. Den anderen bleibe Ich unsichtbar, weil nimmermehr Mich in Herrlichkeit schauen wird, der Meinem Gegner verfallen ist. Doch ehe sie zur Besinnung kommen ob der übernatürlichen Erscheinung einer Entrückung, ist schon ihr Ende gekommen - die Erde wird sich öffnen und alle verschlingen, die Mir abtrünnig sind und bleiben bis zum Ende. Es ist der Vorgang der Entrückung nicht faßbar für die Menschen dieser Erde, denn es spielt sich etwas völlig Ungesetzliches ab, etwas Widernatürliches, das unglaubhaft bleibt allen, die nicht an Mich glauben und um Meinen Heilsplan von Ewigkeit wissen. Und dennoch kommt es, wie Ich es euch ankündige - noch im Leib lebende Menschen versetze Ich an einen Ort des Friedens im Augenblick, sie selbst aber werden bewußt diesen Vorgang erleben und des Jubels und Lobes für Mich voll sein. Denn sie haben die Treueprobe bestanden, sie sollen nun den Lohn empfangen für ihre Liebe zu Mir und den Glauben an Mich, und Ich öffne ihnen das Paradies. Eine neue Erlösungsperiode beginnt, und die Meinen werden der Stamm sein des neuen Geschlechtes auf der neuen Erde. Nur der Glaube kann solches fassen, der Verstand aber wehret sich dagegen und zweifelt, bis der Tag gekommen ist. Amen. B.D. NR. 5607.

 

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