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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 59

B.D. NR. 5295 - B.D. NR. 5404
13.1.1952-1.6.1952
5295 5296 5297 5298 5299  5300 5301 5302 5303 5304
5305 5306 5307 5308 5309  5310 5311 5312 5313 5314
5315 5324 5335 5340 5341  5351 5355 5376 5380 5382
5383 5384

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Buch 59 5295

Zuleitung des göttlichen Wortes. Gott will immer geben.

13. Januar 1952. B.D. NR. 5295.

Euch geht Mein Wort aus der Höhe zu - euch wird ein sichtlicher Beweis Meiner Liebe zu euch Menschen gegeben, euch wird eine ungewöhnliche Gnade zuteil - ihr werdet in die Wahrheit eingeführt, die in Mir ihren Ausgang nimmt. Alles wird euch erklärt, was ihr zu wissen verlangt, wie aber auch euch ein Wissen erschlossen wird, das ihr nicht direkt anfordert von Mir. Ich versetze euch in einen Lichtzustand, die ihr zuvor im Dunkeln weiltet, Ich vermittle euch Erkenntnis dessen, worüber sich der Mensch als solcher auf anderem Wege keine wahrheitsgemäße Aufklärung verschaffen kann. Und dazu veranlaßt Mich Meine übergroße Liebe zu euch, zu Meinen Geschöpfen, die sich in geistiger Not befinden, die wenig oder nichts haben, was ihnen Seligkeit bereitet, dagegen an vielem Mangel leiden. Meine Liebe drängt Mich unaufhörlich, zu geben und zu beglücken, und ungemessen teile Ich aus, wo sich ein empfangswilliges Herz findet, das Meine Gabe annimmt. Doch erst, wenn ihr Menschen empfangen habet, spüret ihr die Seligkeit des geistigen Besitzes, den ihr aber nicht anstrebet, solange ihr keine Kostprobe entgegengenommen habt.

Ich will geben - und ihr sollet nehmen aus Meiner Fülle. Und darum werde Ich Mich niemals einem empfangswilligen Erdenkind versagen, so es Meine Gabe begehret. Die Verbindung mit Mir, die es selbst herstellt durch seine Bitte um Licht und Kraft und Gnade, garantiert auch die Zuwendung von Licht und Kraft und Gnade. Und darum kann auch der Born Meiner Liebe niemals versiegen, an dem sich das Kind erquicken kann zu jeder Zeit. Ich will immer geben, doch wollet ihr Menschen auch immer empfangen? Wie oft stehe Ich mit Meiner Gnade bereit und harre nur des geeigneten Gefäßes, um Meinen Kraftstrom einfließen lassen zu können, weil Mich Meine Liebe dazu drängt. Wie oft möchte Ich zu euch Menschen reden, und Ich finde kein Ohr, das Mir lauschet. So Ich aber den Ruf vernehme nach Meiner liebenden Ansprache, wird niemals Meine Stimme verstummt sein. Ich werde Mich immer offenbaren und Meinen Geist einfließen lassen in das Gefäß, das sich öffnet, weil es nach Meiner Liebekraft verlangt. Und so empfanget ihr Menschen stets Licht und Kraft, d.h. Wahrheit, und durch sie die Kraft, euren geistigen Aufstieg zu fördern. Ihr suchet Mich, und Ich lasse Mich finden und ziehe euch kraft Meiner Liebe empor zu Mir, die ihr so lange unten weilet, wie euch Meine Liebekraft nicht berühren kann. Es ist die unendliche Liebe, die Mich immer wieder veranlaßt, sich euch mitzuteilen, die euch helfen will, weil ihr hilfsbedürftig seid, und die euch daher in Form Meines Wortes berührt, sowie ihr nur empfangswillig seid und Mich zu euch sprechen lasset. Es ist die Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, die allen gilt und die sich durch euch allen Menschen mitzuteilen sucht, denn ihr alle befindet euch in der Not der Seelen, der Ich steuern möchte, indem Ich euch das zuzuführen suche, was euch mangelt, um selig zu sein - Mein Wort, das voller Kraft ist, das euren Seelen Gesundung verschafft, so es wirksam wird an euch, so ihr nicht nur Hörer, sondern Täter Meines Wortes seid. Dann seid ihr voller Licht und Kraft, und ihr werdet leben in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5295.

 

Buch 59 5296

Gottes Wohnungnahme im Herzen des Menschen.

15. Januar 1952. B.D. NR. 5296.

Ich will in euch wohnen. Ich will Meine Geschöpfe ganz durchstrahlen mit Meinem Geist, Ich will, daß sie erfüllt sind von Meiner Ursubstanz, von Liebe, so daß also Ich Selbst unwiderlegbar in ihnen weile und sie gleichsam die Umhüllung Meiner Selbst geworden sind, was für das Wesen unbegrenzte Seligkeit bedeutet. Ich möchte wohnen in allen Menschenherzen und alle Meine Geschöpfe Meine Kinder nennen können, die den Vater in sich aufgenommen haben. Unfaßbare Seligkeiten gehen aus einem solchen Verhältnis eines Kindes zum Vater hervor, und diese Seligkeiten Meinen Geschöpfen zu verschaffen ist immer und ewig Mein Ziel und Mein Streben. Darum wurde die sichtbare und die geistige Welt erschaffen - die sichtbare, um erstmalig Meinen Geschöpfen die Möglichkeit zu geben, ein Vergöttlichen ihres Wesens zu erreichen, die geistige Welt, um ungeahnte Seligkeit diesen vergöttlichten Wesen zu bieten. Und in dieser geistigen Welt trete Ich Selbst dann Meinen Kindern schaubar vor Augen, in dieser geistigen Welt wird das Verhältnis des Kindes zum Vater erst Gestalt annehmen und durch ständigen Verkehr die Liebe zu höchster Glut steigern, bis eine völlige Verschmelzung mit Mir stattfinden kann, die für euch unvorstellbare Seligkeit bedeutet. Im geistigen Reich ist ein ständiges Aufwärtssteigen sicher, sowie einmal die Seele zu Mir gefunden hat auf Erden oder auch erst im geistigen Reich. Doch bis dieses Zuwenden zu Mir eingetreten ist, vergehen oft endlose Zeiten, und in dieser Zeit ringe Ich um eine jede Seele, indem Ich um ihre Liebe werbe, weil nur allein die Liebe den Willen wandelt, der Mir zuvor nicht gehörte. Die Willenswandlung und bewußte Zuwendung zu Mir garantiert aber dann auch das Erreichen des letzten Zieles, den Zusammenschluß mit Mir auf Erden schon oder auch im geistigen Reich.

Ich will Wohnung nehmen in euren Herzen. Die kurze Erdenlebenszeit soll es zuwege bringen, daß ihr zu Mir gefunden habt, und darum ist das Erdenleben oft schwer und mühselig, doch ist das Ziel erreicht, dann seid ihr vollauf entschädigt auch für das schwerste Erdenleben, denn das geistige Reich erschließet sich euch in einer Herrlichkeit, die jegliche Vorstellung übersteigt. Denn keines Menschen Auge hat es je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, was Ich bereitet habe denen, die Mich lieben. Nur eure Liebe verlange Ich, dann gehört euch das Reich der Seligkeiten, dann werdet ihr als Meine Kinder das Erbe des Vaters antreten, denn dann seid ihr wahrhaft Meine Kinder geworden, weil ihr durch die Liebe zu Meinem Ebenbild euch gestaltet habt und nun auch über Licht und Kraft in aller Fülle verfügt, die ihr nun nützet in Meinem Willen zur unbeschreiblichen Beglückung eurer selbst. Lasset Mich einziehen in eure Herzen, öffnet Mir weit die Tür - werdet, was Ich Selbst bin in Meinem Urwesen, werdet zur Liebe - auf daß Ich in euch bleiben kann und ihr in Mir. Amen. B.D. NR. 5296.

 

Buch 59 5297

Wachet und betet. Gottes Schutz gegen böse Kräfte.

16. Januar 1952. B.D. NR. 5297.

Ich will euch halten mit fester Hand, Ich will euch führen auf rechten Wege, Ich will stets mit euch gehen und keinen Feind an euch herankommen lassen, Ich will euch stets behüten vor der Gefahr, denn Ich will nicht, daß ihr Schaden leidet, wie Ich auch nicht will, daß ihr fehlgehet. Dennoch werdet ihr immer umlauert werden von Kräften, die euch übelwollen, die nur darauf warten, daß ihr einmal Meine Hand loslasset, daß ihr ohne Mich des Weges wandelt, um euch dann schnell abzudrängen von Mir, um euch zu schaden. Ihr müsset also stets auf der Hut sein, aber nicht vor ihm, sondern stets nur darauf achten, daß ihr euch nicht aus Meiner Nähe entfernet, denn solange ihr in Meiner Nähe seid, kann er nicht an euch heran, er kann euch nichts tun, solange euer Blick Mir zugewandt ist. Ihr brauchet ihn nicht zu fürchten, und ob er noch so schlaue Mittel anzuwenden glaubt. Ich habe euch die Gabe des Erkennens verliehen, die ihr Mir dienen wollet, und so wird er euch nicht täuschen können, wenngleich er sich tarnet und euch unter einer Maske zu gewinnen sucht. Ich bin bei euch und weiß, was er vorhat, und Ich liefere euch wahrlich nicht seiner Macht aus. Nur will Ich euch ständig warnen und ermahnen, daß ihr wachen sollet und beten - daß ihr euch bewußt Mir verbindet und Mich anrufet um Schutz und Hilfe, so ihr euch in Gefahr glaubet. Er wird nicht über euch triumphieren, doch er kann euch noch durch Versuchungen innerliche Kämpfe bereiten, in denen ihr aber stets siegreich bleiben werdet, sowie ihr euch nur an Mich haltet, sowie ihr Mich nimmer auslasset aus euren Gedanken und eurem Gebet. Dann flüchtet ihr euch zu Mir, dann stelle Ich Mich schützend vor euch, und er muß weichen, ohne sein Ziel erreicht zu haben. Denn Ich bin der Herr auch über ihn, der euch bedrängen will - und wo Ich bin, dort ist sein Wirken vergeblich. Amen. B.D. NR. 5297.

 

Buch 59 5298

Erlöserarbeit an Seelen im Jenseits. Äußerung dieser.

17. Januar 1952. B.D. NR. 5298.

Jeder Dienst ist Mir angenehm, den ihr Mir zu leisten glaubet, den ihr Mir leisten wollet, denn Ich bewerte euren Willen. Ihr Menschen könnet es euch nicht vorstellen, daß die Verbindung vom geistigen Reich zur Erde und umgekehrt jederzeit hergestellt werden kann und auch hergestellt wird schon durch eure Gedanken, die euch ständig-berührende Ausstrahlungen aus dem geistigen Reich sind, ganz gleich, ob sie gut oder schlecht sind, denn auch das Reich der Finsternis wirkt in Form von Gedanken auf euch ein. Irdisch ist zwar durch den Tod eine Trennung geschehen zwischen den Menschen dieser Erde und dem jenseitigen Reich, geistig aber bestehen keine Grenzen, so ihr sie nicht selbst aufrichtet durch falsches Denken oder völliges Abkehren von der geistigen Welt. Nur die materielle Außenform ist nicht mehr vorhanden, die Seele aber, das eigentliche Wesenhafte, ist euch jederzeit erreichbar. Ihr zieht es durch euer Denken und Wollen selbst an euch heran, und so ihr nun erweckten Geistes seid, so ihr nicht völlig unaufgeklärt seid, könnet ihr euch jederzeit mit denen in Verbindung setzen, die euch nahestanden auf Erden. Ihr könnet mit ihnen reden in Gedanken, und sie werden immer eure Rede vernehmen, sie werden euch auch antworten, so ihr euch Mühe gebet, ihre Antwort zu verstehen. Denn es sind nicht mehr die körperlichen Organe, die euch die Antwort vermitteln, sondern ihr müsset ihre Sprache zu verstehen suchen und also gewissermaßen geistig mit ihnen verkehren. Vollkommene Wesen aus dem geistigen Reich können sich durch den Geist in euch äußern, weniger vollkommene sowie unreife Wesen des Jenseits geben sich in einer Weise kund, die noch mehr der irdischen Verständigung gleicht, die ihr Menschen aber auch verstehen könnet.

Alle Wesen wollen sich äußern, ganz gleich, ob sie ihrer Reife gemäß über oder unter euch stehen, nur ist das, was sie euch sagen wollen, verschieden. Die hohen Wesen, die Bewohner des Lichtreiches, wollen euch geben - ständig euch Kraft austeilen, weil sie wissen, daß euch diese mangelt, und sie euch verhelfen wollen zur Seligkeit. Die Wesen aber, die noch unvollkommen sind, wollen eure Hilfe. Auch sie wollen sich euch mitteilen in der Hoffnung, von euch etwas zu empfangen, weil sie sich arm und elend fühlen, solange sie noch völlig unwissend sind. Und diese Seelen begreifen es oft nicht, daß ihr sie nicht anhöret, sie wissen es nicht, daß ihr mit leiblichen Ohren sie nicht mehr hören könnet, und daher seid ihr ständig von Seelen umgeben - von solchen, die bedürftig sind, und auch von solchen, die euch helfen wollen in irdischer wie in geistiger Not. So es nun diesen Seelen gelingt, sich euch bemerkbar zu machen, so es ihnen gelingt, sich euch verständlich zu machen, sind sie überaus beglückt, und sie bleiben nun ständig in eurer Nähe. Ihnen wehre Ich nicht, wenn sie sich äußern wollen, wie Ich aber auch alles segne, was aus Liebe getan wird von eurer Seite, um diesen Seelen die erbetene Hilfe zu leisten. Ihr Menschen kennet nicht die Not, in denen so unzählige Seelen schmachten. Wo immer ein Wesen dieser Not zu entfliehen sucht, wo immer es durch die Not einen Weg findet, der zuletzt zu Mir führt, stehe Ich diesen Seelen bei und werde niemals verurteilen, was helfen wollende Liebe unternimmt und was auch den unglücklichen Seelen sichere Hilfe bringt - was also als Erlösungswerk angesehen werden kann, wenn es in tiefstem Ernst und bestem Willen nur Hilfe für die Seelen im Jenseits bezweckt. Die beste Hilfe aber bleibt die Fürbitte, die ihr Menschen jenen Seelen zuwenden sollet, denn sie gibt Mir Selbst die Möglichkeit, erbarmend Mich den Wesen zuzuneigen, und mit Sicherheit werden aus der Tiefe emporgezogen alle Seelen, die ihr in liebevolle Fürbitte einschließet, weil die Kraft der Liebe jeder Seele zur Höhe verhilft. Amen. B.D. NR. 5298.

 

Buch 59 5299

Gottesfunke.

19. Januar 1952. B.D. NR. 5299.

Der Gottesfunke im menschlichen Herzen ist das Licht, das in euch entzündet werden soll, auf daß es hell werde in euch und ihr zur Erkenntnis gelangt. Die Liebe allein entzündet das Licht, die Liebe erwecket den göttlichen Geist, der als Fünkchen von der ewigen Liebe, von dem Vatergeist von Ewigkeit, in euch gelegt wurde, um sich auszubreiten und euren ganzen Menschen zu erfüllen, um sich wieder zusammenzuschließen mit dem Urlicht, mit dem Feuer der Liebe, die Gott Selbst ausstrahlt in die Unendlichkeit. Die ewige Liebe ist nicht teilbar; alles, was als Liebe angesprochen werden kann, ist diese allumfassende Ausstrahlung Gottes, und überall, wo Liebe geübt wird, ist Gott Selbst, weil die Liebe niemals außerhalb Gottes sein kann, sondern die Ursubstanz Seiner Selbst ist. Die Liebe aber ist Kraft, sie ist etwas Wirksames, etwas Lebendiges, die Liebe ist gewissermaßen ein immer tätiger Feuerstrom, der unentwegt Leben hervorbringt. Ein Funke also ruht in euch, sowie ihr als Mensch das Licht der Welt erblickt, und eure Aufgabe ist nun im Erdenleben, diesen Gottesfunken auflodern zu lassen, so daß er also gleichfalls in euch lebenerweckend wirket.

Er ist das eigentliche Leben von Gott, das erst dem Scheinleben des Körpers den rechten Sinn gibt. Er ist das Geistige, das unvergänglich ist, jedoch erst im Menschen erweckt werden muß, ehe es als Kraft in Erscheinung tritt. Er ist das, was euch mit Gott verbindet, was euch als Teil Gottes kennzeichnet; er ist in euch gelegt, eurem eigenen Willen aber überlassen, der ihn entzünden und zu einer hellen Flamme auflodern lassen muß. Er kann auch bis zum Lebensende verschüttet bleiben, wenn der Mensch seine Zusammengehörigkeit mit Gott nicht erkennen will und sich völlig abseits stellt von Ihm. Die Verbindung bleibt wohl bestehen, weil der Geist Gottes unteilbar ist, doch der Mensch selbst spürt nichts davon, in ihm ist es dunkel und kalt, er spürt weder die Helligkeit noch die Wärme eines Lichtes, und also wird der göttliche Liebekraftstrom, Sein Geist, nicht von dem Menschen wahrgenommen, und er ist tot im Geist, ohne Tätigkeitsdrang, ohne Kraft, wenngleich er auf der Erde lebt. Das wahre Leben erst schaffet der Geist aus Gott, die Liebekraft Gottes, die den Menschen erst dann erfüllen kann, wenn er in sich den Gottesfunken entzündet durch die Liebe. Dann erst tritt er in das Stadium des Lebens, in das Stadium der Tätigkeit ein, wo die Kraft aus Gott in Erscheinung tritt, wo der Mensch reifet an Erkenntnis, und Glaube und Liebe in ihm eine Fülle göttlichen Geistes erzeuget - zunehmendes Licht und Kraft. Den göttlichen Geistesfunken durch die Liebe zum Erwachen zu bringen und zu nähren fort und fort ist die wichtigste Erdenlebensaufgabe des Menschen, denn dann stellt er den Zusammenschluß her mit Gott, der ewigen Liebe, und gliedert sich Ihm bewußt an, um sich nun nimmermehr von Ihm zu lösen, von Dem er in Ewigkeit sich auch nicht trennen kann. Amen. B.D. NR. 5299.

 

Buch 59 5300

Grund der Erkenntnislosigkeit. Wille. Wahrheit.

20. Januar 1952. B.D. NR. 5300.

Die auf der Menschheit lastende Sündenschuld des einstigen Abfalles von Mir, des Widerstandes gegen Meine Liebe und der Überheblichkeit des Geschöpfes wider seinen Schöpfer ist der Grund der geistigen Finsternis, der Erkenntnislosigkeit, in der sich die meisten Menschen befinden. Die Finsternis des Geistes hält auch den Willen gefangen, der darum stets nach unten gerichtet ist und selten nur sich dem Licht zuwendet. Das Licht kommt von oben, unten aber ist und bleibt Finsternis. Einem Menschen nun, der im Licht steht, muß alles klar und verständnisvoll sein, er muß ein Wissen besitzen, das ihn befähigt, stets Aufschluß zu geben, und dieses Wissen muß immer die Liebe, Weisheit und Allmacht Dessen erkennen lassen, Der im Mittelpunkt allen Wissens steht. Der das ewige Licht ist. Wo Meine Liebe, Weisheit und Allmacht fraglich erscheint, wo Unklarheit oder Lücken zu erkennen sind, wo Ich als ein Zerrbild hingestellt werde, dort ist noch Finsternis, daß Mein Bild nicht klar und strahlend hindurchscheint und Ich daher nicht als Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht erkannt werde. Solange Zweifel, Fragen oder unklare Begriffe einen Menschen noch beschäftigen, steht er noch nicht in der Wahrheit, im Licht, denn dieses enthüllt ihm alles, die Wahrheit verjagt jeden Zweifel, die Wahrheit beantwortet alle Fragen und klärt den Menschen auf, so daß er sie auch als Wahrheit zu erkennen vermag. Es ist aber darum auch der Wille zur Wahrheit Voraussetzung, und dieser Wille wird immer erstehen, wenn der Mensch aus freiem Antrieb gut zu sein sich bemüht, wenn er den Liebesfunken in sich entzündet, der dann immer dem Willen die rechte Richtung weisen wird. Wer von sich aus nach unten strebt, sich dem Bösen zuneigt und daher von niederen Kräften im Bann gehalten wird, der sucht weder das Licht, noch hat er die Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen, denn sein Wille hält ihn in der Finsternis gefesselt, er fühlt sich wohl in falschen Begriffen, die Lüge und der Irrtum gefällt ihm, und er sucht nicht, ihm zu entfliehen. Wer aber dem Licht zustrebt, der kommt bald in Sphären, wo es hell ist und er alles erkennen kann, sein Verlangen nach Licht erhöht sich, weil sich auch der Drang zur Liebetätigkeit vermehrt. Es ist nur der Wille, der dafür verantwortlich gemacht werden kann, in welchem Geisteszustand sich der Mensch befindet. Daß der Mensch anfänglich im Dunkeln ist, ist Folge seiner einstigen Sünde - doch er kann sich erheben aus der Tiefe, wenn er es will. Der Wille aber ist frei und wird von Mir aus nimmermehr bestimmt, doch geholfen wird den Menschen in jeder Weise, weshalb zum Licht ein jeder gelangen kann, der danach verlangt. Amen. B.D. NR. 5300.

 

Buch 59 5301

Freier Wille Urgesetz von Ewigkeit. Seligwerdung.

22. Januar 1952. B.D. NR. 5301.

Ich kann die Schuld der Menschen nicht tilgen wider ihren Willen, Ich kann sie nicht selig machen, solange sie unvollkommen sind durch eigenen Willen. Ich kann ihnen kein ewiges Leben geben, solange sie den Tod des Geistes vorziehen. Ich kann alles, nur nicht den Willen dessen unfrei machen, was Ich geschaffen habe aus Meiner Liebekraft. Denn Ich schuf vollkommene Wesen, die ohne freien Willen nicht denkbar sind. Daß sie nun ihre Vollkommenheit hingaben, daß sie darum auch Erkenntnis und Kraft verloren, war jedoch Folge ihres freien Willens, der aber auch ebensogut die Vollkommenheit noch erhöhen konnte insofern, daß das von Mir geschaffene Wesen frei aus sich heraus strebte nach Licht und Kraft, also seine Vollkommenheit nun rechtmäßig, d.h. als selbst gewollt, unter Beweis stellte. Die Willensfreiheit gestattete den Weg nach oben wie auch nach unten. Daß nun das Wesenhafte selbst fiel, war seine eigene Schuld. Es muß nun wieder im freien Willen nach oben streben, um den Urzustand zu erreichen, und diesen freien Willen kann Ich dem Wesenhaften nimmermehr nehmen, ansonsten Ich gegen Mich Selbst, gegen das Urgesetz von Ewigkeit, handeln würde.

Verstehet ihr nun, warum Ich euch Menschen nicht willkürlich zur Höhe verhelfen kann? Warum ihr selbst es seid, die den Wandel von der Tiefe zur Höhe schaffen müssen? Verstehet ihr nun, warum Ich nur immer einwirken kann auf euer Denken, damit ihr selbst euren Willen Mir zuwendet und nun bewußt Mir zustrebet? Verstehet ihr, warum Meine Liebe ständig um euch besorgt ist, daß ihr endlich euer Ziel erreichet, die ihr schon endlos lange Zeit gebraucht habt, um zur Verkörperung auf Erden zugelassen worden zu sein? Es ist euch wahrlich eine umfassende Zeitspanne zugebilligt worden, um diese Willens- und Wesenswandlung zu erreichen, doch einmal nimmt auch die längste Zeit ihr Ende, und vor diesem Ende stehet ihr. Ich kann euch nicht willkürlich so gestalten, daß ihr zum ewigen Leben eingehen könnet, ihr müsset selbst Hand anlegen an euch, ihr müsset wollen, denn Mein Wille ist jederzeit, euch aufzunehmen in Mein Reich, Mein Wille wird niemals sich eurem Willen entgegenstellen, wenn dieser zu Mir verlangt, wie er sich einstmals abwandte von Mir und euch in die Tiefe riß.

Welten werden vergehen, bevor das letzte Geistige diese Willenswandlung vollzogen hat. Doch Meine Liebe will euch Menschen dazu verhelfen, daß ihr nicht noch Ewigkeiten fern von Mir weilet, daß ihr nicht noch Ewigkeiten in der Form verharren müsset, die entweder euren Willen gebunden hält oder euch als Mensch die letzte Möglichkeit gibt, euer Ziel zu erreichen, euch mit Mir wieder zu vereinigen. Wisset, daß ihr als Mensch im letzten Stadium eurer Entwicklung auf Erden steht, daß ihr euch frei machen könnet aus der Form, um dann als seliges Geistwesen eingehen zu können in die Ewigkeit. Wisset es, daß ihr selig werden könnet, so ihr es wollet, daß Ich aber nicht wider euren Willen euch zur Seligkeit verhelfen kann. Lasset euch von Meiner Vaterliebe mahnen und warnen, nehmet noch die kurze Zeit wahr und gestaltet euch so, daß ihr euch mit Mir vereinigen könnet, daß ihr werdet, was ihr waret von Anbeginn, selige Wesen, die in Licht und Kraftfülle wirken konnten. Gedenket eurer Bestimmung und trachtet ernstlich danach, euer Ziel zu erreichen, solange ihr auf Erden weilet, denn es kommet der Tag, der eure Erdenlaufbahn beendet, es kommet der Tag, da die Frist abgelaufen ist, die euch zur restlosen Erlösung, zum Aufstieg ins Lichtreich, zugebilligt wurde. Nützet die Zeit, bevor es zu spät ist. Amen. B.D. NR. 5301.

 

Buch 59 5302

Ungewöhnliche Gnadengabe. Aufgabe des Dienens.

25. Januar 1952. B.D. NR. 5302.

Ihr habt eine ungewöhnliche Gnade empfangen, die euch in den Stand setzt, ungewöhnliche Arbeit zu leisten, eine Arbeit, die sich nicht auf das irdische, sondern auf das geistige Leben auswirkt, eine Arbeit, die nicht für eine kurze Zeit, sondern für die Ewigkeit geleistet werden soll, weil es sich um das Leben der Seele nach dem Tode des Körpers handelt, das durch diese Arbeit gesichert werden soll. Es ist etwas Gewaltiges, was ihr empfanget, und doch ist es irdisch so unscheinbar, daß Weltmenschen darüber lächeln, weil sie die große Bedeutung eurer Aufgabe nicht ermessen können. Und es muß auch vor der Welt unbedeutend erscheinen, sollen sich doch die Menschen nicht gezwungen fühlen, nach geistigen Schätzen zu greifen, die nur im freien Willen zu wirklichem Geistesgut werden können und die darum nur von den Menschen erworben werden können, die der Welt abgewandt sind und Mich ernstlich suchen. Diese werden auch Meine sichtliche Mitwirkung an euch erkennen, sie werden ehrfürchtig Meine Liebeäußerung auch auf sich selbst wirken lassen, sie werden gleichsam empfangen durch euch, und doch das gleiche, was ihr empfanget von Mir. Was Ich euch biete, verliert nicht seinen Wert und bleibt auch ewig dasselbe. Es ist Mein Wort, das bestehenbleibt bis in alle Ewigkeit. Wer also mit Meinem Wort arbeitet, der wird stets Erfolg aufweisen können bei denen, deren Gedanken geistig gerichtet sind. Dort wird seine Tätigkeit immer von Erfolg sein. Doch er soll auch gehen zu den Kindern der Welt und mit Meinem Wort sie der Welt zu entreißen suchen. Mein Wort hat Kraft und kann auch die Wirkung haben, einen Weltmenschen total zu wandeln - doch nur dann, wenn der Wille unentschlossen ist, also nicht gänzlich Mir widersetzlich. Dann besiegt Mein Wort den unschlüssigen Willen, er wendet sich Mir zu, weil Mein Wort ihn wohltätig berührt.

Ihr, Meine Diener nun, die ihr Mein Wort empfanget, ihr habet eine gewaltige Waffe, ihr könnet kämpfen mit dem Schwert des Mundes, mit Meinem Wort, und ihr könnet euch daher wagen in das Gebiet Meines Feindes, ihr könnet dort gewaltige Breschen schlagen, ihr könnet aus seinem Lager herüberlocken, die dem Klange Meines Wortes folgen, weil sie seine Kraft verspüren. Ihr seid wohlausgestattet für einen Feldzug zugunsten Meines Reiches. Es wird euch selbst nie an Kraft mangeln, denn ihr beziehet sie direkt von Mir in Form Meines immerwährend euch zugehenden Wortes, das euch nicht schwach werden lässet, das euch freudig kämpfen lässet und dessen Wirkung auch die Brüder im feindlichen Lager erkennen. Denn sie sind eure Brüder, solange sie noch der Hilfe bedürfen, solange sie sich nicht offen wider Mich stellen, sondern nur gedungene Mitläufer Meines Gegners sind. Sie in euer Lager herüberzuziehen ist eine schöne und lohnende Aufgabe für euch, denn jeder einzelne, den ihr seiner Gewalt entreißet, ist euer Freund auf ewig, und jeder einzelne ist Mein Geschöpf, um das Ich werbe, das Ich wieder zurückgewinnen will und dem Ich euch zusende, daß ihr es führet, daß ihr ihm von Mir kündet, daß ihr ihm Meine Worte der Liebe vermittelt, die Ich durch euch ihm zugehen lasse. Ungewöhnlich ist eure Aufgabe, ungewöhnlich aber auch Mein Wirken an euch, durch das ihr dieser Aufgabe gerecht werden könnet. An Kraft wird es euch niemals mangeln, und Mein Segen wird immer auf euch ruhen, so ihr die ungewöhnliche Gnadengabe auswerten wollet, so ihr gewillt seid, zu arbeiten für Mich und Mein Reich. Amen. B.D. NR. 5302.

 

Buch 59 5303

Erdenlebenszweck: Willens- und Wesenswandlung.

26. Januar 1952. B.D. NR. 5303.

Der Erneuerungsprozeß muß sich an euch Menschen vollziehen, ansonsten ihr untauglich seid für das geistige Reich, für die Sphären des Lichtes. Damit ist gesagt, daß ihr, so wie ihr Menschen während eures Erdenwandels seid, nicht die Reife habt, die zum Verweilen im Lichtreich nötig ist. Es ist ein gänzlich anderer Zustand Bedingung, um vom Lichtreich aufgenommen zu werden als Bewohner, und diesen Zustand sollet ihr erreichen auf Erden, was sehr wohl möglich ist. Es ist also ein gewisser Wandlungsprozeß, in den ihr eingehen sollet, und ihr müsset euch freiwillig ihm unterziehen. Zwangsweise kann euer Wesen nicht gewandelt werden, ihr selbst bestimmet also euren Zustand am Ende eures Erdenlebens, und entsprechend eurem Wandlungswillen verlässet eure Seele den Körper - lichtempfänglich oder noch mit dichten Hüllen umgeben, die keine Lichtstrahlung vertragen. Welcher Mensch aber weiß darum, welcher Mensch denkt darüber nach, wenn ihm davon Kenntnis gegeben wird, und meint es ernst mit seiner Wesenswandlung? - Jeder Mensch muß an sich arbeiten, er muß Fehler, Schwächen und Untugenden ablegen und sich selbst erziehen zur Demut, Sanftmut, Friedfertigkeit, Geduld, Barmherzigkeit; jeder Mensch muß sich zur Liebe gestalten, um alle diese Tugenden in sich vereinigen zu können, dann formt er sich so, daß er ins Lichtreich aufgenommen werden kann, dann ist sein Wesen vergöttlicht, dann hat er sich Meinem Urwesen angeglichen und somit es möglich gemacht, daß Ich Selbst mit ihm die Verbindung eingehen kann, denn alles uns-Trennende ist bewußt hinweggeschafft worden. Das Umgestalten seines Wesens war der Weg, der zu Mir führte, sein Erdenziel hat er erreicht und die letzte schwere Hülle abgelegt, sowie er seinen Körper verläßt, um nun als seliges Geistwesen ein ewiges Leben zu führen. Dann beginnt erst das rechte Leben. Lasset diese Worte in euch lebendig werden: Das rechte Leben beginnt mit dem Eingang in das Lichtreich für euch. Was zuvor war, ist nur die Leiter gewesen, die Vorbereitungszeit für das eigentliche Leben, das aber in dieser Vorbereitungszeit erworben werden muß. Ihr Menschen schaffet eifrig und unverdrossen für das irdische Leben, denn ihr haltet dieses für allein wichtig, und ihr sehet es als Selbstzweck an. Doch an das eigentliche Leben denket ihr nicht, weil ihr nicht an ein Fortleben nach dem Tode des Leibes glaubt. Oh, ihr seid Toren. Euer Erdenlebenszweck ist ein ganz anderer, als nur für des Leibes Wohlergehen zu schaffen. Das wird euch immer wieder gesagt, doch ihr glaubet nicht daran, und ihr nehmet daher auch nicht eine Wesenswandlung vor, und das ist euer Untergang. Denn so ihr nicht tauglich seid, einzugehen in das Reich des Lichtes, Ich euch aber auch nicht vernichten will und kann, weil ihr aus Mir hervorgegangen seid, so müsset ihr eure Wandlung anderweitig vollziehen, und das kann auch bedeuten einen tiefen Absturz und langsame Aufwärtsentwicklung nach Meinem Plan von Ewigkeit, wenn euch die Möglichkeit eines Ausreifens im Jenseits genommen ist. Ihr müsset einmal diese Wesenswandlung vollziehen im Stadium als Mensch, davon kann euch auch Meine Liebe nicht entbinden. Das Stadium als Mensch aber ist das Endstadium eines undenklich langen Entwicklungsganges durch alle Schöpfungen der Erde. Als Mensch müsset ihr eine bewußte Willens- und Wesenswandlung vornehmen, soll dieser Entwicklungsgang erfolgreich beendet sein mit dem irdischen Leibestode. Eure Erdenlaufbahn ist dann unwiderruflich zu Ende. Es kann jedoch im geistigen Reich die Entwicklung noch ihren Fortgang nehmen, es kann noch im geistigen Reich die Seele zum Erkennen ihres elenden Zustandes kommen und sich zu wandeln suchen, wozu aber sehr viel Hilfe von Lichtwesen oder menschliche Fürbitte nötig ist. Es kann aber auch das Wesen zurücksinken in die tiefste Tiefe, weil es sich nicht erkannte und zu wandeln suchte. Es kann ein entsetzliches Los auf sich nehmen müssen, um nach endlos langer Zeit wieder in den Wandlungsprozeß eingereiht zu werden, wo es sich von neuem bewähren muß. Amen. B.D. NR. 5303.

 

Buch 59 5304

Gott stellt Anforderungen, gibt aber auch alle Mittel zur Seligwerdung.

27. Januar 1952. B.D. NR. 5304.

Der die Welt erschaffen hat, Der sichert auch ihr Bestehen, solange es nötig ist. Der euch Menschen erschaffen hat, wird auch dafür sorgen, daß ihr erhaltet, was ihr benötigt, denn Er schuf euch um eines Zweckes willen - wie auch die gesamte irdische Schöpfung erstanden ist um eines Zweckes willen: - das verirrte Geistige zurückzuführen auf den rechten Weg, damit es zum Ziel gelange, zur Wiedervereinigung mit dem Schöpfer und Vater von Ewigkeit, von Dem es einst seinen Ausgang nahm. Hat Er nun alle Dinge deswegen erschaffen, hat Er euch Menschen das Leben gegeben, um zu Seinem Ziel zu gelangen, so wird Er auch alles tun, was zur Erhaltung des Menschen wie auch der Schöpfungswerke erforderlich ist. Er wird euch Menschen versehen mit Kraft, Er wird euch in den Stand setzen, die Aufgabe zu erfüllen, die zum Ziel führt. Doch das müsset ihr Menschen glauben, daß ihr eine Aufgabe habt, solange ihr auf Erden weilet, und euch ernsthaft fragen, ob ihr dieser Aufgabe entsprechend lebet, ob ihr euch die Erfüllung der Aufgabe angelegen sein lasset. Ihr könnet niemals einwenden, daß ihr gehindert werdet, daß euch die Mittel fehlen, daß ihr unfähig seid, zu leisten, was von euch verlangt wird, denn Der, Der an euch Anforderungen stellt zwecks Seligwerdung, Der gibt euch auch alles, damit ihr Seinen Anforderungen nachkommen könnet. Er hat euch den Verstand gegeben, Lebenskraft und freien Willen und als wichtigste Ergänzung unbeschränkte Zufuhr von Gnade, kraft derer ihr alles könnet, was ihr wollet. Nichts braucht euch zu mangeln, so es euch nur ernst ist darum, den Willen Dessen zu erfüllen, Der euch ins Leben rief. Und Er gibt euch noch viel mehr, so ihr selbst Ihn angehet, denn Seine Liebe zu euch ist unbegrenzt und will alles, was eurer Seligwerdung dienet. Ihr brauchet nur zu wollen, dann kann Seine Liebe unentwegt tätig sein an euch, dann kann Seine Weisheit und Allmacht wirken in und um euch, und mit Seiner Gnade wird Er euch überschütten, damit ihr euer Ziel erreichen könnet. Ihr brauchet nicht zu sorgen um euer irdisches Leben, denn Er erhält es, so ihr nur des geistigen Lebens gedenket. Ihr könnet alles Ihm überlassen, denn Er regelt euren Erdenlauf, Er ebnet euch alle Wege, denn Er ist mächtig, weise und überaus liebevoll, und Er fügt alles so, wie es gut ist für euch. Er ist wie ein Vater besorgt um Seine Kinder und wird es nie zulassen, daß ihnen ein Leid geschehe, sowie sie sich vertrauensvoll Ihm und Seiner Führung überlassen. Doch niemals wird Er entgegen eurem Willen auf euch einwirken. Darum schenket Ihm euren Willen, unterstellet euch Ihm, Der euch erschaffen hat um eines Zweckes willen, glaubet nicht, daß ihr allein, aus eigener Kraft dieses euer Erdenleben erhalten könnet, sondern erkennet und unterwerfet euch Ihm, Der euer Schöpfer und Vater ist von Ewigkeit. Gebet euch Ihm zu eigen und ihr werdet wahrlich mit eurer Hingabe alles erreichen, ihr werdet dadurch wieder in euer Urverhältnis eingehen, und Sinn und Zweck der materiellen Schöpfung und eures Erdenlebens als Mensch wird erfüllt sein; ihr werdet wieder sein, was ihr waret zu Anbeginn - licht- und krafterfüllte Wesen, die unbeschreiblich selig sind. Amen. B.D. NR. 5304.

 

Buch 59 5305

Plötzlich und unerwartet kommt der letzte Tag.

28. Januar 1952. B.D. NR. 5305.

Es wird euch ein plötzliches Ende angekündigt. Es ist dies so zu verstehen, daß niemand den Tag bestimmen kann, daß niemand den Tag weiß, daß nur die Meinen ihn ahnen können der großen, fast unerträglichen Not wegen, die gleichfalls angekündigt ist als dem letzten Ende vorangehend. Wohl wissen viele, daß die Endzeit angebrochen ist und daß sie über kurz oder lang diesen Tag bringt - sie wissen es, weil überall davon geredet wird, aber sie glauben es nicht so fest, daß sie sich auf diesen Tag vorbereiten. Der Weltmenschen wird sich ein großer Freudentaumel bemächtigen, immer gieriger huldigen sie dem Weltgenuß, immer skrupelloser schaffen sie sich die Freuden auf Kosten des Nächsten, ihre Wünsche und Ansprüche überbieten sich, und höhnisch verlachen sie, die im Glauben an Mich an den Weltgenüssen vorübergehen, und sie tun ihnen Böses an, wo sie nur können. Die Welt lebt in der Sünde. Und das soll euch ein ganz sicheres Zeichen sein, denn ihr werdet Dinge erleben, die ihr nicht für möglich haltet. Das satanische Verhalten eurer Mitmenschen verrät euch auch die Stunde an der Weltenuhr. Und trotzdem ihr alles verfolgen könnet und die Zeichen der Zeit ganz offenkundig sind, werdet auch ihr überrascht sein, denn das Ende kommt schneller, als ihr annehmet. Das Ende kommt von heut zu morgen, d.h., das Treiben der Welt pulsiert ungewöhnlich lebhaft und lässet die Menschen glauben, daß sie das Leben meistern, daß sie Herren sind und sich ihr Leben gestalten können nach Belieben. Die Meinen werden dieses Treiben beobachten und ahnend den Untergang voraussehen, doch sie selbst denken gleichfalls noch an Aufschub des Gerichtes, angesichts der schäumenden Lebensfreude ihrer Mitmenschen, deren Wesen aber schlecht und lieblos ist. Doch die Bedrängungen von seiten derer wachsen an, und ihnen mache Ich Selbst ein Ende. Darum werde Ich kommen plötzlich und unerwartet auch für die Meinen, denn die Sünden der Weltmenschen schreien zum Himmel, der Satan überschreitet seine Machtbefugnis, und darum ist seine Stunde gekommen. Wenn kein Mensch es erwarten wird, bricht der Tag an, der bestimmt ist seit Ewigkeit - der letzte Tag auf dieser Erde, der Angst und Schrecken bringen wird für die Menschen, die dem Satan angehören, der aber auch Erlösung bedeutet für die Meinen aus größter Not - der Tag des Gerichtes, da sich erfüllet, was verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 5305.

 

Buch 59 5306

Gottes Wort unverständlich? Voraussetzung.

30. Januar 1952. B.D. NR. 5306.

Wer Mich anhöret, dem wird es auch nicht an Verständnis mangeln, denn Ich spreche zu denen, die aufnahmefähig sind, und wähle die Worte, daß sie alles begreifen können, ansonsten Mein Wort wirkungslos bliebe in ihren Herzen. Und so ist jederzeit Mein Wort ergangen an die Menschen, niemals wurde es ihnen so geboten, daß es ihnen unverständlich blieb, immer war es gerichtet an die Menschen, die es benötigten, und stets in der Form, wie es für sie von Nutzen war. Und doch war es immer das gleiche Wort, das bestehenbleibt bis in alle Ewigkeit. Ich gebe Meinen Kindern auf der Erde gute und verdauliche Kost, eine Nahrung, die das Gedeihen Meiner Geschöpfe sichert und die darum von jedem entgegengenommen werden kann, der es begehrt. Ich gebe nur gute Gabe. Mein Wort, das ihnen Meinen Willen kundgibt, auf daß sie durch Erfüllen Meines Willens selig werden.

Darum ist Meine Sprache auch immer zu verstehen, ganz gleich, durch wen sie geboten wird, wenn nur der Darbietende sich auch Meines Wortes bedient, das Ich gesprochen habe direkt oder durch Propheten, das Ich zum Inhalt Meiner Lehre machte, als Ich auf Erden wandelte - wenn er gewissermaßen Mich Selbst durch sich sprechen läßt, wenn er für Mich redet und die Mitmenschen für Mein Reich gewinnen will. Dann ist seine Sprache dieselbe, die Ich einst redete, und sie wird auch verständlich sein für jedermann. Denn Ich werde wahrlich nicht von dem Menschen verlangen, sich etwas Unverständliches anzuhören, wenn er Mich oder Mein Wort zu hören begehrt. Ich trage stets der Fassungsgabe des einzelnen Rechnung, und Mein Wort kann von allen verstanden werden, wenn der ernste Wille dazu vorhanden ist.

Dieser also ist Voraussetzung, ansonsten auch Mein klar gesprochenes Wort unverständlich bleibt, weil dies Meiner ewigen Ordnung entspricht, daß der Kern der Wahrheit verhüllt bleibe dem, der nicht die Wahrheit erstrebt. Und so fasse Ich noch einmal zusammen: Niemals wird Mein Wort unverständlich sein dem es ernsthaft Begehrenden, doch wie Torheit erscheinen dem, der seinen Sinn nicht ergründen will.

Die Gabe nun, zu lehren in Meinem Namen, erfüllt von Meinem Geist, ist ein offensichtliches Zeichen dessen, denn der Prediger wird sprechen die gleichen Worte mit überzeugender Gewalt, weil Ich es bin, Der nun durch ihn redet. Denen, die Mich hören wollen, werden seine Worte Licht geben, er strahlet gewissermaßen das Licht aus von Mir in die Herzen der Zuhörer, die willig sind. Doch ob sie auch mit Engelszungen reden, die Worte bleiben ohne Eindruck bei denen, die Mir feind sind, denn sie verstehen sie nicht. Dennoch ist Mein Wort nicht unverständlich, sondern ihre Herzen sind ungeeignet, sie aufzunehmen, und daher fasset auch ihr Verstand nicht, was jedoch überleicht verständlich ist. Wenn sich Mein Geist im Menschen äußert, so heißt das immer, daß euch ein Licht gegeben wird, und das in mancherlei Weise - daß ihr etwas vollbringt, wozu das Wirken Meines Geistes, also Meine Liebekraft, erforderlich ist. Es tritt also eine ungewöhnliche Fähigkeit in Erscheinung, die darum auf die Mitmenschen glaubenstärkend wirkt, weil sie göttliche Kraft bezeugt. Es würde aber niemals der Mitmensch eine göttliche Kraft anerkennen, wenn sich Mein Geist in einer Weise äußerte, die dem Menschen kein Licht, sondern Finsternis, also etwas völlig Unverständliches, gibt. Was von oben kommet, muß hell, also lichtvoll, sein.

Das soll euch zu denken geben, wollet ihr urteilen über Gaben des Geistes oder das Wirken des Geistes bestätigen oder verneinen. Wo Verwirrung entsteht, da ist kein Licht, sondern es blitzen Irrlichter auf, welche sind des Satans Werke. Und er stiftet gern Verwirrung an, auch unter denen, die gläubig sind, solange diese Gläubigen selbst noch nicht die Wahrheit erkannt haben, solange ihr Liebesfeuer noch zu schwach ist, um einen hellen Lichtschein zu verbreiten, in dem dann kein Schatten mehr bestehen kann. Die Macht des Satans ist groß, doch kein Mensch kann von ihm gezwungen werden in sein Bereich der Finsternis, so er Licht suchet und dem Licht zustrebt. Ihn will Ich auch bewahren davor, daß er ein Irrlicht als Lichtstrahl von oben ansieht, denn ein Irrlicht gibt keinen Schein von sich, es bleibt dunkel, und wo Dunkelheit ist, ist Unwissenheit und folglich auch niemals Mein Wort. Amen.
B.D. NR. 5306.

 

Buch 59 5307

Neues Testament und Anhang.

31. Januar 1952. B.D. NR. 5307

Im neuen Testament leset ihr Gottes Wort, das durch den Menschen Jesus verkündet wurde und das auch nach Seinem Tod am Kreuze von Seinen Jüngern gepredigt worden ist. Es sind die Aussprüche Jesu wie auch der ersten Apostel ziemlich rein erhalten geblieben, wenngleich kleine Abweichungen sich eingeschlichen haben, die aber nicht bedeutsam die reine Lehre Christi verändern. Es sind aber auch Beisätze hinzugefügt worden, die nicht dem Munde Jesu wie auch der Apostel entstammen, weshalb in späteren Zeiten Zweifel auftauchten über die Echtheit dessen, was das neue Testament zum Inhalt hat. Es lassen sich auch keine genauen Beweise erbringen von der Echtheit der den Evangelien angefügten Briefe, doch sinngemäß stimmen sie mit dem göttlichen Wort überein und sind darum nicht zu verwerfen, wie alles, was zur göttlichen Liebelehre, die der Mensch Jesus auf Erden gepredigt hat, im Einklang steht, als Wort Gottes angesehen und anerkannt werden darf. Das bedeutet aber nicht, daß sich keinerlei Irrtum in diesem Anhang befindet, denn solange Menschenhände tätig sind, die nicht einem Geist-geweckten Menschen angehören, hat auch der Gegner Gottes die Macht, diese Hände für sich arbeiten zu lassen, wenn auch nicht in offensichtlicher Weise. Und Menschenhände sind es gewesen, die sowohl die Zusammenstellung als auch die Übersetzungen vornahmen; Menschenhände sind es gewesen, die schriftliche und Druck- arbeiten leisteten, und ob auch der Wille gut sein mochte, so war doch nicht immer der Geist Gottes am Werk, der ausscheiden und berichtigen konnte, was falsch war. Doch schützend stellte Er sich vor das göttliche Wort - um dieses möglichst unverfälscht zu erhalten und wo nicht Gott-gegnerische Absichten vorlagen, ist dieses Wort auch rein erhalten geblieben in Druck und Schrift. Es konnten auch die ersterwähnten Abweichungen nicht den reinen Sinn des göttlichen Wortes verändern, sie konnten seinen Wert nicht abschwächen. Zudem aber wird es einem Geist-geweckten Menschen immer möglich sein, zu erkennen, was göttlich und was menschlicherseits hinzugefügt worden ist. Und dieser wird um Aufklärung bitten und sie auch erhalten, denn wer die Wahrheit sucht, der wird sie finden, wer sie begehret, dem wird sie zugeführt. Amen.
B.D. NR. 5307.

 

Buch 59 5308

Für den Willen ist der Mensch verantwortlich.

2. Februar 1952. B.D. NR. 5308.

Ob Gutes oder Böses im Menschen zur Blüte kommt, ist sein eigener Wille, der von keiner Seite aus gezwungen werden kann, auch wenn der Mensch angibt, unter einem gewissen Zwang handeln zu müssen. Sein Wille kann sich jederzeit dem Zwang widersetzen, auch wenn er körperlich zu schwach ist, um Widerstand zu leisten. Doch muß er stets sich für seinen Willen verantworten, denn dieser ist und bleibt frei, und die Willensrichtung eines Menschen formt ihn zu einem guten oder bösen Wesen, die Willensrichtung bestimmt seinen Lebenswandel, seine Einstellung zu Gott und sein Los dereinst in der Ewigkeit, denn was der Mensch als solcher tut, das tut er bewußt als für oder wider die göttliche Ordnung gerichtet, und diesen bewußten Willen richtet Gott nach Gerechtigkeit.

Darum aber trägt Er auch Sorge dafür, daß dem Menschen während seines Erdenlebens Kenntnis gegeben werde von Seinem Willen, dem sich der menschliche Wille unterstellen soll, will er in der göttlichen Ordnung leben. Was wider den göttlichen Willen gerichtet ist, ist böse, und das empfindet auch der Mensch als schlecht, denn er handelt zumeist versteckt, sowie er sich im Kreise von Menschen befindet, die sich den göttlichen Willen angelegen sein lassen. Und so er offen handelt vor ihnen, dann ist der Wille bewußt gegen Gott gerichtet, dann ist er unleugbar erkenntlich als ein Vertreter dessen, der wider Gott ist. Und die Auswirkungen seines Handelns werden immer zum Schaden der Mitmenschen sein, er handelt offensichtlich gegen die Liebe und fügt den Mitmenschen Leid zu, er treibt sie in Not und Elend und mißbraucht so seinen freien Willen zu schlechten Handlungen, wofür er sich dereinst verantworten muß. Da er selbst als Mensch die gleichen Empfindungen hat wie seine Mitmenschen, so weiß er auch, daß alles, was dem Mitmenschen schadet, schlecht ist, und er kann niemals seine Taten als recht und gewissenhaft hinstellen, er kann sich selbst niemals von Schuld freisprechen, wenngleich er keinen ewigen Richter über sich anerkennen will. Und so er das Recht des Starken gegenüber dem Schwachen zu besitzen glaubt, müßte er selbst sich auch einem Stärkeren beugen und dessen schlechte Taten gutheißen, was jedoch niemals der Fall ist, sondern ihn nur zu erhöhtem lieblosen Handeln antreibt. Sein Wille ist falsch gerichtet, aus eigenem Antrieb, trotz Erkennen und Wissen um die Gesetze der ewigen Ordnung, die ihm ständig vor Augen gestellt werden durch die Handlungsweise guter Menschen, die ihn sein Handeln wie durch einen Spiegel erkennen lassen. Stets wird einem schlechten Menschen die Gelegenheit zur Besinnung gegeben, stets wird ihm sein Gott-widriger Lebenswandel vorgehalten, auf daß er sich selbst erkenne und zu wandeln suche. Doch immer muß sein freier Wille tätig sein, der gut sein kann und nicht schlecht zu sein braucht. Amen.
B.D. NR. 5308.

 

Buch 59 5309

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

3. Februar 1952. B.D. NR. 5309.

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Von Mir geht die Wahrheit aus, Ich weise euch den rechten Weg durch die Wahrheit, und dieser führt zum Leben, zur ewigen Seligkeit. Es gibt keinen zweiten Weg als über die Wahrheit, es gibt kein zweites Leben außer Mir, und es gibt nur Einen, Der euch das Leben verheißen kann - Der es für euch erworben hat am Kreuz. Ich lebte und kämpfte für die Wahrheit, und Ich starb einen qualvollen Tod für die alleinige Wahrheit, auf daß ein jeder von euch Menschen diese erkennen kann, sowie er an Mich glaubt. Mein Weg ist leicht zu beschreiten von dem, der guten Willens ist. Ich bin ihn euch vorangegangen - es ist der Weg der Liebe, der unfehlbar auch zum Erkennen der Wahrheit führt. Da Ich nur die Liebe predigte, zeigte Ich euch ständig den Weg; da Ich Selbst die Lehre auslebte, konnte Ich auch die reine Wahrheit künden, denn in Mir war alles licht und hell, Ich wußte um alles und konnte euch sonach auch das rechte Wissen vermitteln. Doch nur von Mir könnet ihr die Wahrheit empfangen, weil sie ihren Ausgang hat in Mir und darum auch wieder zu Mir zurückführt. Wer die Wahrheit besitzen will, muß sie anfordern von Mir, Der Ich Selbst die ewige Wahrheit bin. Ohne Mich bleibt ihr in Finsternis des Geistes, und ihr gehet einen falschen Weg, einen Weg, der nach unten führt. Ihr Menschen wisset, daß Ich einen Gegner habe, der zerstören will, wo Ich aufbaue, der das Licht verlöschen möchte, der die Finsternis breiten möchte über die Menschen, auf daß sie Mich nicht erkennen können. Dieser Gegner versucht alles, um den Weg zu Mir, zum ewigen Leben, zu vernebeln, auf daß er nicht gefunden werden soll. Und dieser Gegner ist ein Feind der Wahrheit, wie er auch ein Feind ist von Mir. Denn die Wahrheit enthüllt seine Pläne, sein Wirken und sein verabscheuungswürdiges Wesen. Folglich geht er gegen die Wahrheit vor, und immer wird sein Bemühen darauf gerichtet sein, Mich Selbst den Menschen unkenntlich zu machen. Er wird gegen Mich arbeiten, wo er nur kann. Er ist also der Antichrist, der vor keiner Tat zurückschreckt, um die Menschen abzudrängen von Mir. Der Antichrist arbeitet zuerst gegen die Wahrheit. Daraus folgert sich, daß die reine Wahrheit immer bekämpft werden wird - daß die Vertreter der reinen Wahrheit angegriffen werden, während die Diener des Antichristen anerkannt werden als Wahrheitsverkünder und Massen hinter ihnen stehen, wo die Wahrheitsträger nur vereinzelt sein werden, weil ständig gegen sie vorgegangen wird. Der Weg zur Wahrheit ist schmal, und er wird nur von wenigen beschritten. Die Massen der Menschen wandeln auf breiten Pfaden, und schon das soll euch ein Kennzeichen sein, wer diese Massen anführt. Wer Mir nachfolgen will auf dem schmalen Weg der Wahrheit, der wird nicht viele Mitläufer haben, denn die meisten scheuen den mühevollen Weg. Ich Selbst aber gehe voran, und Ich Selbst bin die Liebe, und wer Mir nachfolgt, der muß auch die Liebe in sich haben, und dann erscheint ihm der Weg licht und klar, und er geht ihn unbekümmert der Mühsale, denn sein Ziel bin Ich und das ewige Leben. Suchet nicht die Wahrheit dort, wo die Masse ist. Ich Selbst ging Meinen Weg auf Erden und war immer nur von wenigen umgeben, während die meisten Menschen Mich ablehnten, weil Ich ihnen die Wahrheit brachte und diese ihnen unannehmlich war, weil Mein Gegner hinter der Masse stand und gegen die Wahrheit arbeitete und nur immer gegen sie ankämpft, wo er kann. Wer aber in der Wahrheit steht, der erkennt sein Treiben, und es wird ihn nimmer beirren. Denn sowie er Mir nachfolget, geht er den rechten Weg, und er wird leben in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5309.

 

Buch 59 5310

Was von oben kommt, muß Licht ausstrahlen.

4. Februar 1952. B.D. NR. 5310.

Ihr müsset es euch ständig angelegen sein lassen, euren Reifezustand zu erhöhen, ihr müsset ständig streben nach Vollkommenheit, ihr müsset die Bindung mit Mir ständig mehr festigen, ihr müsset einen gänzlichen Zusammenschluß mit Mir anstreben, dann wird die Trennung zwischen uns mehr und mehr aufgehoben, dann kann Mein Liebekraftstrom ständig in euch einfließen, dann seid ihr erfüllet mit Meinem Geist - d.h., es gibt dann für euch nichts mehr, was unmöglich wäre, und ihr könnet dann auch Leistungen vollbringen, die scheinbar übernatürlich sind, weil sie nur mit göttlicher Kraft geleistet werden können, deren ihr aber euch nun bedienen könnet ungemessen, weil sie euch unbeschränkt überströmet, so ihr sie nützen wollet. Ich will nun aber auch, daß eure Mitmenschen davon Kenntnis nehmen, was ein mit Mir in engster Verbindung stehender Mensch vermag, auf daß auch sie diesen Reifezustand anstreben und somit mit Mir die Verbindung eingehen, die ihr Ziel ist auf dieser Erde. Darum wird ein jeder Geist-erfüllte Mensch in irgendeiner Weise zeugen von Mir und für Mich - er wird Kranke heilen, die an Mich glauben, er wird Meine Stimme hören und also predigen können von Meinem Geist erfüllt; er wird weissagen, d.h. in die Zukunft schauen können, wie er aber auch die Gedanken seiner Mitmenschen durchschauen kann; er wird wissen um Dinge, die der Mitmensch nicht weiß, jedoch stets nur davon Kenntnis geben, wo das Seelenheil der Menschen gefährdet ist, wie ein jeder Geist-erfüllte Mensch immer nur für das geistige Leben, für Mich und Mein Reich, seine geistige Gabe nützen wird. Er wird Licht zu verbreiten suchen und deswegen von Meinem Geist zuvor selbst in den Lichtzustand versetzt werden, der ihn dann befähigt, Licht auszustrahlen auf seine Mitmenschen. Doch niemals wird ein Geist-geweckter Mensch einen Dunkelheitszustand noch vertiefen, indem er vor seinen Mitmenschen göttliche Gaben ausbreitet, die ihnen nicht als solche erkenntlich sind. Ein Licht muß Helligkeit verbreiten, ansonsten es kein Licht ist. Voraussetzung ist zwar, daß der Mitmensch sehen und erkennen will. Wo aber diese Voraussetzung gegeben ist und es dennoch finster bleibt, dort kann kein Licht sein, dort kann nicht vom Wirken des Geistes gesprochen werden, der Meiner Liebe ausstrahlende Kraft ist. Die Reifegrade der Menschen sind wohl verschieden und lassen daher auch eine unterschiedliche Äußerung Meines Geistes zu, doch Mein göttliches Wirken muß stets erkannt werden können, soll es als lebenerweckende Gnadenzuwendung den Menschen verhelfen zur geistigen Vollendung.

Wer daher erweckten Geistes ist, den wird befremden, was irrtümlich als Geistwirken hingestellt und eifrig vertreten wird, wenn er selbst kein Licht von oben darin erkennen kann, wenn er vergeblich nach einer die Seelenreife des Menschen fördernden Wirkung sucht und gewissermaßen vor einem unerklärlichen Vorgang steht, der ihm keine innere Befriedigung gibt. Und ein solcher Vorgang wäre z.B. eine Kundgabe in unverständlicher Sprache, die Äußerung eines Wesens aus dem geistigen Reich, das sich durch einen Menschen auf Erden kundzugeben sucht. Wohl kann dieses Wesen sich eines Menschen bedienen, um sich selbst zu entäußern, doch sind dies niemals Wesen, die in Meinem Auftrag den Menschen Licht bringen sollen, es ist keine Ausgießung des Geistes über solche Menschen, sondern vielmehr ein Reagieren eines schwachen irdischen Geistes auf das Bedrängen eines Geistwesens, der in schwärmerischer Hingabe sich seines eigenen Willens begibt und daher jenen Geistwesen willkommene Formen sind, durch die sie sich äußern können, und das in der Weise, wie sie selbst es vermögen.

Alles, was von oben kommt, was in Meinem Willen den Menschen auf Erden vermit- telt wird, muß Licht ausstrahlen, es müssen die Licht-suchenden Menschen auch Lichtstrahlen empfangen. Wo der Lichtschein fehlt, ist kein Wirken aus dem Lichtreich, und es sollen sich die Menschen nicht durch fanatischen Gottesdienst selbst in den Zustand versetzen, wo sich fragwürdige Kräfte ihrer bedienen können. Die Geltungs- sucht spielt oft eine große Rolle, und jeder Fehler, jede Schwäche, wird von jenen Kräften ausgenützt, doch immer in einer Weise, daß es für einen Geist-geweckten Menschen zu erkennen ist, woher die Mitteilungen kommen. Ein Eifer ist wohl zu loben, doch nicht immer angebracht, nicht immer zeitigt er solche Ergebnisse, wie sie Meinem Willen entsprechen, dem gewissermaßen vorgegriffen wird. Ich lasse Mein Licht leuchten, wo es begehrt wird, aber auch der Widersacher weiß Truglichter anzuzünden, die aber keinen Schein von sich geben; und daran werdet ihr immer erkennen, daß nur das ewige Licht einen strahlenden Schein verbreitet und daß der Fürst der Finsternis niemals die Dunkelheit erhellen kann. Amen.
B.D. NR. 5310.

 

Buch 59 5311

Unendliche Liebe und Geduld Gottes in der Entwicklung des Geistigen.

6. Februar 1952. B.D. NR. 5311.

Der Entwicklungsgang des Geistigen erfordert unendliche Liebe und Geduld von seiten des himmlischen Vaters, ganz gleich, ob sich das Geistige im Stadium des gebundenen oder des freien Willens befindet. Das Zurückführen des Geistigen zu Ihm ist ein Prozeß, der endlos lange Zeit erfordert, weil die einzelnen Substanzen sich erst wiederfinden müssen, die als winzigste Wesenheiten einstmals gebannt wurden in den Schöpfungswerken, und dieses Sich-Finden und Vereinigen im Zustand des gebundenen Willens vor sich geht. Als Mensch, im Zustand des freien Willens, ist diese Vereinigung der Substanzen schon vollzogen worden, und das Geistige hat sein Ichbewußtsein wieder; nun aber soll es sich völlig läutern, es soll sich vereinen mit Gott, seinem Schöpfer und Vater von Ewigkeit, was es wohl kann. Es kann sich aber auch wieder zersplittern, d.h. streben nach unten, es kann sich rückschrittlich entwickeln und die Einigung mit Gott gänzlich außer acht lassen und darf doch nicht in seinem Willen gehindert werden. Nur kann es durch Liebe gewonnen werden und veranlaßt, die ewige Liebe anzustreben. Und diese Rückgewinnung erfordert unendliche Liebe und Geduld des Vaters, Der Seine Kinder nicht verlieren will, sie aber nicht zwingen kann, Ihm anzugehören. Die Liebe Gottes aber ist grenzenlos - sie ermüdet nicht, sie wird nicht ungeduldig, sie zürnet nicht, und sie gibt nimmermehr auf, was sich eigenwillig von Ihm trennen zu können glaubt. Und Er gewinnt es auch unweigerlich, doch können endlose Zeiten darüber vergehen, und das zum Schaden des Geistigen selbst, das eben endlos lange Zeit ein unseliges Dasein verbringt, sei es als Mensch oder auch als noch gebundenes Geistiges. Und darum wird ihm unentwegt die Liebe Gottes zu Hilfe kommen und es fördern in jeder Weise. Er wird unentwegt neue Schöpfungen erstehen lassen, damit der Entwicklungsgang im Mußgesetz ununterbrochen zurückgelegt werden kann, wie Er aber auch dem Geistigen als Mensch mit aller Liebe beisteht, den Weg zur Höhe zu finden. Was von Gott aus geschehen kann, um es zu fördern, das geschieht, doch der unumgänglich freie Wille des Menschen bestimmt selbst, wie lange sich das Geistige noch im gefesselten Zustand befindet, d.h., wie lange Zeit es benötigt, bis die Vereinigung mit Gott und also die Trennung von jeglicher materieller Form vollzogen ist. Die Liebe Gottes wird nie aufhören, das Geistige zu betreuen, selbst wenn es den Anschein hat, als wende Sie Sich ab von den Menschen, denn Sie gibt nimmermehr auf, was Ihr seit Ewigkeit gehört, was sich nur vollbewußt Ihr anschließen soll, um unbegrenzte Seligkeit empfinden zu können, die sonst dem Geistigen versagt bleibt, weil nur ein zur Liebe gewordenes Geschöpf die Liebe Gottes empfinden kann und Sein Werben um diese Liebe nimmermehr aufhören wird. Amen.
B.D. NR. 5311.

 

Buch 59 5312

"Niemand kann zweien Herren dienen."

8. Februar 1952. B.D. NR. 5312.

Niemand kann zugleich Mir und der Welt dienen. Wer sein Auge der Welt zuwendet, der kann Mich nicht sehen, weil Ich Mich verborgen halte, solange der Sinn des Menschen nur auf die Welt gerichtet ist. Denn Ich und die Welt gehören nicht zusammen, die Welt ist das Reich Meines Gegners, Mein Reich aber ist nicht von dieser Welt. Darum muß, wer Mich finden will, die Welt zurücklassen, er muß sich abkehren von ihr, weil Ich entgegengesetzt zu finden bin, weil Mein Reich anderswo liegt als die irdische Welt. Ich bin ein Herr, und Meine Knechte können nicht gleichzeitig einem anderen Herrn dienen, der ihnen gegnerische Befehle gibt, die also nicht im Einklang stehen mit Meinem Willen. Doch es soll der Mensch sich entscheiden, er kann sich selbst seinen Herrn wählen, er wird nicht gezwungen zum Dienst für den einen oder den anderen, er hat freien Willen, und dieser muß ihn hintreiben zu dem Herrn, dessen Knecht er sein will. Doch es sind nicht zwei gleich gute Herren, zwischen denen er sich entscheiden soll, sondern das Reich des Lichtes beherrschet der Eine, das Reich der Finsternis der andere. Darum sollte es euch wohl leicht sein, den rechten Entscheid zu treffen, doch ihr erkennet in eurer Verblendung oft nicht das Reich der Finsternis, weil euch viele Blendlichter täuschen, weil der Fürst der Welt sein Reich euch reizvoll vor Augen stellt, während Mein Reich nur mit geistigen Augen zu erkennen ist, die ihr noch geschlossen haltet. Entscheidet ihr euch aber freiwillig für Mich, so wird ein überaus helles Licht euch erstrahlen, das kein Verlangen nach der Welt mehr in euch aufkommen lässet. Und mit Freuden werdet ihr eurem Herrn dienen, mit Eifer alles erfüllen, was Er euch aufträgt, ihr werdet euch nicht mehr als Seine Knechte, sondern als Seine Kinder fühlen, Dem ihr völlig euren Willen unterstellt. Und die Abkehr von der Welt müsset ihr gern und selbstverständlich vollziehen, weil euch das Reich nicht mehr reizet, das euch kein wahres Licht gibt, das fernab liegt von Meinem Reich, das nicht von dieser Welt ist. Doch Ich verlange vollste Hingabe von denen, die Mir dienen wollen, Ich will nicht, daß sie noch zurückschauen nach dem Reich, das sie verlassen haben, Ich will nicht, daß sie auch dem dienen, der Mein Gegner ist, denn von Meinen Knechten fordere Ich bedingungslose Treue, Ich fordere Liebe zu ihrem Herrn und Meister, weil nur dann die Arbeit recht geleistet werden kann, die unbedingt nötig ist, wozu Ich Meine Knechte gedungen habe, weil sie Mich unterstützen sollen, weil diese Arbeit von Menschen ausgeführt werden muß, die Mir gänzlich ergeben sind.

Niemand kann zweien Herren dienen. Und darum müsset ihr euch entscheiden, ihr müsset euer Herz befragen, zu wem es euch drängt, ihr müsset eurer Liebe und Begierde euch entäußern, die noch der Welt gelten, wenn ihr Mir dienen wollet, wenn ihr in Meine Dienste treten wollet, ihr müsset dann eure Liebe und Begierden wandeln, ihr müsset sie richten auf geistige Güter, auf das Reich, in dem Ich allein Herrscher bin, und eure Entscheidung wird recht sein und euch ein seliges Los eintragen in der Ewigkeit, in dem Reich, das bestehenbleibt, wenn die irdische Welt vergeht, und das eure wahre Heimat ist. Amen.
B.D. NR. 5312.

 

Buch 59 5313

Willenswandlung durch Fürbitte.

9. Februar 1952. B.D. NR. 5313.

Das Reich der Finsternis hält seine Seelen gefangen, weil keine große Kraft nötig ist, um diese Seelen gefesselt zu halten, denn sie leisten keinen Widerstand, weil ihr Wille zu schwach ist. Doch es kann dieser Wille eine Stärkung erfahren durch Fürbitte. Das müsset ihr Menschen euch vorstellen, daß ihr Unendliches vermöget durch ein liebevolles Gebet für diese gefesselten Seelen, die dadurch das Verlangen in sich erwachen fühlen, frei zu werden aus der Fessel des Satans. Es sind oft nur Momente, wo dieses Verlangen in ihnen auftaucht, die aber immer länger werden, je öfter dieser Seelen in liebender Fürbitte gedacht wird. Dann ist es, als erwachen sie aus tiefem Schlafe, sie werden rege und suchen nach Gelegenheit, ihren Fesseln zu entfliehen, denn sie empfinden die Dunkelheit als Fessel und verlangen zum Licht. Wenn diese Wandlung eingetreten ist als Folge liebender Gebete, dann sind diese Seelen auch willig zu suchen, und der kleinste Lichtstrahl lässet sie an seinen Ausgangsort eilen. Sie beginnen aufzuleben. Der Fürst der Unterwelt aber gibt sie nicht so leicht frei. Deshalb wird Licht und Finsternis anfangs wechseln, sie werden zeitweise über sich selbst zur Kenntnis kommen und dann wieder völlig unwissend in der Finsternis umherirren. Darum muß mit diesen Seelen mit liebevoller Geduld verfahren werden, sie müssen immer und immer wieder Kraftzufuhr haben durch Gebet, sie müssen durch liebevolle Gedanken herangerufen und also immer wieder ihrem dunklen Gebiet entrissen werden, sie müssen gedankliche Aufklärung empfangen und Hinweise zu Jesus Christus, ihrem Erlöser, auf daß sie selbst sich Ihm zuwenden und Ihn anrufen um Hilfe und Erbarmen. Die Seelen aus der Finsternis sind zwar schwer belehrbar und oft verstockt, doch die Wohltat eines liebenden Gebetes empfinden sie, und diese erweicht auch langsam das verhärtetste Herz, d.h., es kann ein Mensch durch liebende Fürbitte solche Seelen der Finsternis abringen, er wird stets Erfolg haben, wenn er nicht nachläßt mit seinem Hilfswillen, der auch den Willen der Seele stärkt. Im jenseitigen Reich bekämpfen sich böse Seelen oft, doch niemals wird eine finstere Seele dem Menschen Schaden zufügen, der für sie betet. Die Liebe eines Menschen besänftigt auch die erregteste Seele, wie sie die schwächste Seele dagegen belebt und anregt, sich ihren Zustand zu verbessern. Liebende Fürbitte von seiten der Menschen auf Erden ist ein großer Erlösungsfaktor, der viel zu wenig von den Menschen erkannt wird. Wo immer dieser unglücklichen Seelen gedacht wird, dort wird auch das Verlangen nach Licht lebendig, und das bedeutet immer einen Wandel des Willens der Seelen, dem dann auch Rechnung getragen wird. Die Seele selbst muß ihre Erlösung wollen, und diesen Willen bringt oft die liebende Fürbitte eines Menschen auf Erden zuwege. Es kann also über den Tod hinaus noch Liebe geübt werden, es können auch aus der Finsternis noch die Seelen gerettet werden, denn die Liebe ist eine Kraft, die alles vermag. Amen.
B.D. NR. 5313.

 

Buch 59 5314

Liebe ist der Schlüssel zum geistigen Reich.

10. Februar 1952. B.D. NR. 5314.

Ihr könnet Mich nur erfassen durch die Liebe. Nicht anders bin Ich zu gewinnen, nicht anders zu erkennen als nur durch die Liebe. Und so habt ihr nun den Schlüssel, der euch die Tür zu Meinem Herzen öffnet, das Tor zum geistigen Reich, zu eurem Vaterhaus. Ohne diesen Schlüssel bleibt euch jeder Zugang versperrt, euch bleibt alles verborgen, was Meine Liebe, Weisheit und Allmacht geschaffen hat im geistigen Reich, ohne diesen Schlüssel bleibt euch jegliches Wissen um die Wahrheit verborgen, jede göttliche Weisheit mangelt euch, weil ohne Liebe euch Finsternis umfängt, weil Liebe allein euch das Licht gibt - euch also in die Erkenntnis führt. Unbeschreiblich mächtig wäret ihr, so ihr diese Meine Worte beherzigen würdet und in der Liebe lebtet. Denn die Liebe ist auch Kraft, und nichts ist zu leisten euch unmöglich, so euer Wesen sich zur Liebe wandelte.

Ich gebe euch also durch diese Worte die Verheißung von Licht und Kraft in aller Fülle, von Seligkeit, durch den Zustrom Meiner Vaterliebe, so ihr euch nur zusammen schließet mit Mir durch Liebeswerke, so ihr nur Meine Liebe zu euch erwidert. Doch ihr glaubet Meinen Worten nicht, ansonsten ihr alle euch bemühen würdet, ein Liebeleben zu führen. Machet doch die Probe aufs Exempel. Streifet jegliche Ichliebe von euch ab, schauet um euch, und wo ihr Not sehet, dort suchet, Hilfe zu bringen, wo ihr kranke Menschen findet, die leiden an Körper oder Seele, dort suchet sie zu heilen, gebt ihnen irdisch und geistig, was sie benötigen, speiset und tränket sie, und entäußert euch eurer Habe, wenn ihr damit Notleidenden helfen könnet. Versuchet es, und ihr werdet die Wahrheit Meines Wortes erfahren, ihr werdet zunehmen an Kraft und Licht, ihr werdet euch erheben über das irdische Leid, das euch selbst betrifft, nichts wird euch berühren, was euch zuvor als Druck erschien, ihr werdet die Kraft der Liebe an euch selbst spüren, und die Seligkeit des Zusammenschlusses mit Mir, den ihr durch jedes Liebeswerk herstellt, wird euch tausendfach Entschädigung sein für das, was ihr hingegeben habt. Ihr werdet Mich erkennen und Meine Hand spüren, die euch hält, ihr werdet den Liebekraftstrom in euch einfließen fühlen und hell erleuchteten Geistes hören und schauen, was euch Menschen sonst verborgen ist. Machet die Probe, glaubet Meinem Wort, übet die Liebe - und ihr gewinnet Mich und werdet Mich ewig nicht mehr verlieren. Glaubet Mir, denn Ich will euch wahrlich nicht falsch unterweisen, Ich will, daß ihr selig werdet, und da euch nur die Liebe zu seligen Wesen machen kann, predige Ich euch unentwegt nur die Liebe. Doch ihr müsset dann den Geist in euch bekämpfen, der bar jeder Liebe ist und dem ihr euer Erdendasein verdanket. Er treibt euch an zur Ichliebe, er will den göttlichen Funken in euch ersticken, er will euch von der Liebe zurückhalten. Daher müsset ihr ankämpfen wider ihn, d.h. gegen eure eigenen Begierden, welche die Ichliebe nur stärken und die wahre Liebe zu Mir und zum Nächsten schwächen, so daß ihr nicht die Kraft der Liebe an euch erfahren könnet. Ziehet wider ihn zu Felde und folget Mir, nehmet diese Worte auf in euer Herz und handelt danach, und euer Los wird sein gänzliche Vereinigung mit Mir und unbegrenzte Seligkeit. Amen.
B.D. NR. 5314.

 

Buch 59 5315

Göttliches Prinzip: Liebe.

11. und 12. Februar 1952. B.D. NR. 5315.

Das göttliche Prinzip muß in euch vorherrschen - euer Wesen muß zur Liebe werden. Aus der Liebe Gottes seid ihr hervorgegangen, folglich also gleichfalls liebefähige Wesen, die nun ihre Fähigkeit auch gebrauchen sollen, was nichts anderes heißt, als daß sie ein Übermaß von Kraft nützen können in Gott-gewolltem Sinn, weil durch ein solches Ausnützen der Kraft das Wesen schöpferisch tätig ist, also ständig neues Leben erweckt und somit die Kraft ständig vermehrt wird. Ein Wesen ohne Liebe aber ist kraftlos und gleichsam tot, es ist aus dem Liebekraftstrom Gottes ausgetreten, was nicht seine Bestimmung ist. Denn alles, was Gott geschaffen hat, was aus Seiner Liebe hervorgegangen ist, soll leben, d.h. ununterbrochen tätig sein. Doch nur die Liebe macht das Wesen lebefähig. Wollet ihr Menschen also von einem wahren Leben reden, so muß die Liebe euch beherrschen, sie muß euch antreiben, euer ganzes Wesen muß von Liebe erfüllt sein, dann gibt es für euch keinen Tod mehr, dann lebet ihr ewig. Denn nicht euer Erdendasein als Mensch ist Leben, sondern nur eine geregelte Tätigkeit nach göttlichem Willen gibt dem Menschen das rechte Leben, das ewig währet. Durch die Liebe könnet ihr mächtig werden, doch wieder gilt damit nicht die Körperkraft, sondern allein die Kraft der Liebe ist es, die mächtig macht, die über menschliche Fähigkeit hinaus Dinge vollbringen kann, weil sie göttlich ist. Da ihr aber aus Gott hervorgegangen seid, ist auch Seine Kraft in euch verborgen, die nur nach außen gekehrt zu werden braucht, d.h. in Erscheinung treten kann durch euer Wirken in Liebe. Dann wird die Kraft aus Gott tätig, sie durchströmt euch, und was ihr nun vollbringet, ist Sein Wille und trägt wieder bei zur Vermehrung der Kraft. (12.2.1952) Was ihr einstmals waret, müsset ihr wieder werden - was von Gott seinen Ausgang nahm, muß wieder zu Ihm zurückkehren als das gleiche, als das Er es ausgesendet hat in die Unendlichkeit, als Liebe, der Ursubstanz von Gott, die verständlicherweise auch Ursubstanz eines jeden von Gott erschaffenen Wesens war, so lange, bis ein ungöttliches Prinzip sich ihm beigesellen wollte, was die ewige Liebe veranlaßte, sich zurückzuziehen, bis das Ungöttliche in den Wesen durch den Willen des Wesens ausgeschieden wird, bis das Wesen wieder so rein war, daß die ewige Liebe es wieder erfüllen konnte, daß Sie wieder Besitz ergreifen konnte von dem, was doch Ihr gehörte seit Anbeginn. Das wahre Leben muß erst wieder einziehen in das von Gott erschaffene Wesenhafte, das ohne Liebe nur ein totes Geschöpf ist, gleich wie eine Form, der der rechte Inhalt fehlt. Die Liebe läßt es wieder zum Leben erwachen, und das Geschöpf wird, was es werden soll, ein Kind Gottes, es wird zu Seinem Ebenbild, zu einem mächtigen und lichtvollen Wesen, das unbeschränkt wirken kann nach eigenem Willen, der aber auch der Wille Gottes ist. Denn durch die Liebe ist das Wesen mit Gott verschmolzen und kann nicht anders wollen, als es Gott will, und schaffet und wirket daher stets und ständig nach göttlichem Plan in sich ständig mehrender Seligkeit. Die göttlichen Eigenschaften durchdringen und erfüllen das Wesen, denn die Liebe vergöttlicht alles und läßt auch keinen Rückfall mehr zu. Daß das Wesen anfänglich abfallen konnte von Gott, daß es sich der Liebe begab, kam nur dadurch zustande, daß Gott von ihm einen freien Willensentscheid forderte, der nur dann möglich war, wenn alle göttlichen Fähigkeiten und Werte gelockert wurden, die es zu einem positiven Entscheid gezwungen hätten. Es mußte positiv und negativ wählen können im Zustand völliger Willensfreiheit. Dieser Entscheid konnte es zum Fall bringen, doch nachher auch zu ungeahnter Höhe, indem es aus dem Geschöpf Gottes zu einem Kind Gottes steigen konnte. Der Fall aber beraubte es der Liebe, also der Erkenntnis, des Lichtes und der Kraft. Durch die Liebe aber kann es wieder werden, was es war, und dies ist das Ziel alles Geistigen, das in der Schöpfung den Weg zur Höhe zurücklegt und als Mensch wieder durch das Gestalten zur Liebe den einst geforderten Entscheid vor Gott ablegt, um dann als Kind Gottes aufgenommen zu werden in Sein Reich, wo Licht und Kraft und ungeahnte Seligkeit ihm wieder beschieden ist. Amen.
B.D. NR. 5315.

 

Buch 59 5324

Brutaler Glaubenskampf. Stählen des Glaubens.

27. Februar 1952. B.D. NR. 5324.

Daß ihr euch stählet für den letzten Glaubenskampf, ist dringend nötig, denn es werden an euch Anforderungen gestellt, denen ihr ohne festen, unerschütterlichen Glauben nicht nachkommen könnet. Unüberwindlich wird euch manches erscheinen, so ihr Meine Kraft, die Kraft des Glaubens, nicht in Anspruch nehmet, denn fast unmenschlich geht der Feind eurer Seelen gegen euch vor, und er bedienet sich derer, die auf Erden Macht besitzen, dabei voller List und Tücke sind und die allen den Kampf ansagen, die noch gläubig sind. Es wird ein so offenes Vorgehen der satanischen Macht sein, daß ihr klar erkennet, welche Stunde geschlagen hat, daß ihr wisset, daß es die letzte Phase der Endzeit ist und daß es nur noch kurze Zeit währet, bis ihr erlöst werdet von dieser Macht, die euch jedoch nicht schaden kann, wenn ihr einen festen Glauben euer eigen nennen könnet. Das Vorgehen des Feindes richtet sich so offensichtlich gegen Mich Selbst, daß ihr daran schon erkennet, daß er seine Machtbefugnis überschreitet, und Ich habe euch gesagt, daß dann das Ende nahe ist. Denn der Mensch ist auf Erden, um sich zu entscheiden zwischen zwei Mächten, und muß daher auch um beide Mächte wissen. Sowie aber eine Macht das Wissen um die zweite Macht unterbindet, überschreitet sie ihr Recht, und das nicht ungestraft. Ist nun der Glaubenskampf entbrannt, dann wird es durch die Art klar ersichtlich sein, welche Macht am Werk ist. Und diese Zeit muß erst kommen, weil Ich nicht eher eingreife, als nötig ist, um noch den Seelen Gelegenheit zu geben zur Willens- und Glaubenswandlung, die durch das Vorgehen der satanischen Macht stutzig werden und sich auf sich selbst besinnen. Die Menschen müssen hart angefaßt werden, denn sie hören nicht auf die Stimme des Vaters, Der liebevoll zu ihnen spricht. Die Stimme des Satans aber kann noch eine Wirkung haben auf einzelne Seelen und ihre Umkehr zu Mir veranlassen, doch nur dann, wenn der Mensch noch einen Funken Glauben in sich hat an einen Gott und er sich diesem Gott eher überlassen will als dem, dessen Schlechtigkeit er nun erkennt. Die Glaubensstärke der Meinen wird ihn nachdenklich werden lassen, die trotz größter Bedrängnis Mich nicht aufgeben und um so mehr Meinen Namen bekennen, je mehr sie bedroht werden. Ihr müsset euch stählen zum letzten Glaubenskampf um eurer selbst, aber auch um eurer Mitmenschen willen, denen euer Glaube auch verhelfen kann zur Gläubigkeit an einen Gott, Der helfen kann und helfen will und auch helfen wird, so die Not unerträglich geworden ist und der Satan sein Werk vollbracht hat - so die Meinen mit dem Tode bedroht werden und nur Ich ihnen Hilfe bringen kann. Dann werde Ich kommen und die Meinen holen, Ich werde ihre Not und Bedrängnis beenden, aber auch zugleich alles, was wider Mich ist, richten am letzten Tage dieser Erde. Dann wird Jubel und Lobpreisen sein bei den Meinen und das Entsetzen des Todes bei den anderen, dann ist der Tag gekommen, von dem geschrieben steht, daß Ich richten werde die Lebendigen und die Toten, die Gläubigen und die Ungläubigen, denn Mein Wort erfüllet sich, weil es die Wahrheit ist. Amen. B.D. NR. 5324.

 

Buch 59 5335

Besondere Mission: Kämpfen für die Wahrheit.

12. März 1952. B.D. NR. 5335.

Die Dienstwilligkeit bewirket, daß eure Mission von euch gewissenhaft ausgeführt wird und daß ihr treue Arbeiter seid in Meinem Weinberg. Und darum sind euch Aufträge erteilt worden, die nicht ein jeder erfüllen kann, die eine besondere Bereitwilligkeit voraussetzen und die von größter Bedeutung sind. Ihr sollt kämpfen für die Wahrheit. Die Liebe predigen ist wohl das Nötigste, weil ohne Liebe niemand selig werden kann, doch das Predigeramt kann von Geist-erfüllten Menschen verwaltet werden, auch wenn sie nicht kämpferisch befähigt sind - zur Liebe anregen kann jeder, der selbst in der Liebe steht. Der Kampf für die Wahrheit aber erfordert eine besondere Fähigkeit, ein Wissen um die Wahrheit und einen kämpferischen Geist, der sich für das Rechte und Wahre einsetzt, zudem aber einen überaus starken Glauben an Mein Wort - denn vertreten kann der Mensch nur das, was er als Wahrheit erkennt, was für ihn ohne Zweifel ist, weil die ewige Wahrheit es ihm vermittelt hat. Um überzeugt für die Wahrheit eintreten zu können, muß sie vorerst ihn selbst überzeugt haben, und dazu wieder gehört ein Leben in Liebe - damit Mein Geist in ihm wirken konnte. So auch muß die Liebe zum Mitmenschen ihn wieder antreiben, diesem die Wahrheit zuführen zu wollen, weshalb er nun gegen Lüge und Irrtum mit Feuereifer vorgeht. Solche Knechte brauche ich auf Erden in der letzten Zeit vor dem Ende. Und diese Mission ist so bedeutsam, daß Ich diesen Knechten ganz besonders beistehe, ihnen in jeder Weise das Feld zubereite, auf dem sie arbeiten sollen - daß Ich ihnen beistehe in geistiger wie in irdischer Not, ihnen den Erdenlebensweg ebne und sie stärke und ansporne zu immer eifrigerer geistiger Tätigkeit, auf daß ihre Mission erfolgreich sei. Wo Lüge oder Irrtum ist, dort kann das Licht schwer durchdringen. Wo der Acker mit Unkraut bewachsen ist, dort kann ein gutes Samenkorn sich nicht entwickeln, und der Acker ist gewissermaßen wertlos geworden für seinen Besitzer. Und darum müssen Meine Knechte diesen erst von dem Unkraut säubern, eine Arbeit, die überaus mühsam ist und Ausdauer und Kraft erfordert. Wo Lüge und Irrtum sich festgesetzt haben in den Menschenherzen, dort kann nur mit rücksichtsloser Gewalt das Reinigungswerk durchgeführt werden - es muß der Vertreter der Wahrheit schonungslos alles aufdecken, was der reinen Wahrheit widerspricht, und darum muß er selbst besitzen, was er dem Mitmenschen bringen will. Nicht eigenes Gedankenprodukt soll er vertreten - wenngleich auch dieses recht sein kann, wenn er von Meinem Geist erleuchtet ist. Doch ein ungewöhnliches Wirken Meines Geistes in ihm soll ihm die Sicherheit geben, mutig gegen Irrtum und Lüge vorzugehen. Und er wird hellen Geistes erkennen, wo Irrtum und Lüge ist - er wird die reine Wahrheit entgegensetzen und sich nicht beirren lassen durch offenen Widerstand, durch Anfeindungen oder Verfolgung, er wird kämpfen mit dem Schwert des Mundes unerschrocken und völlig überzeugt, daß er selbst in der Wahrheit steht. Ich brauche solche Knechte auf Erden, die niemanden fürchten und für ihren Herrn durchs Feuer gehen. Ich brauche Menschen mit starkem Glauben und festem Willen, mit absoluter Wahrheitsliebe und Erkenntnis der großen geistigen Not, und wo Ich solche finde, leiste Ich zunächst die Vorarbeit, die Wahrheit ihnen zuzuleiten und sie mit der ihnen bestimmten Mission vertraut zu machen. Ich bilde sie aus zu rechten Vertretern ohne Furcht, Ich erhelle Selbst ihren Geist, damit sie klar erkennen, wo und wann ihr Eingreifen nötig ist, wo und wann sie der Lüge und dem Irrtum gegenüberstehen, um diesen öffentlich zu brandmarken. Dieser Aufgabe ist nicht jeder Arbeiter in Meinem Weinberg gewachsen, weil die Gegenmacht schon zu stark geworden ist, weil die Menschen sich wohl fühlen in der Unwahrheit, weil diese ihnen ein bequemes Leben erlaubt, während die reine Wahrheit Selbstüberwindung fordert, die sie nicht aufbringen wollen. Darum muß Mein Knecht in der Erkenntnis dessen ohne Rücksicht die Folgen eines unrichtigen Denkens und auch die Folgen der Irrlehren aufdecken, und er darf sich nicht scheuen, den Vertretern des Irrtums die Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Denn nicht eher kann guter Same ausgesät werden und zur Blüte gelangen, bis der Acker gereinigt ist vom Unkraut, das zu nichts nütze ist und schonungslos ausgerottet werden muß. Die Wahrheit muß und wird sich Bahn brechen, und darum will Ich jeden Wahrheitsträger segnen und seine Arbeit für Mich und Mein Reich unterstützen, wie Ich aber auch seinen irdischen Weg ebnen will, auf daß er ungehindert seiner Arbeit nachgehen kann, für die Ich ihn erwählt habe. Amen. B.D. NR. 5335.

 

Buch 59 5340

Umgestaltung der Erde gibt neue Entwicklungsmöglichkeiten.

19. März 1952. B.D. NR. 5340.

Das Geistige braucht neue Entwicklungsmöglichkeiten, denn die alten Schöpfungen entsprechen nicht mehr ihrem Zweck, weil sie nicht in der rechten Weise gewertet oder zum Dienst verwendet werden, wie es Meinem Gesetz der ewigen Ordnung entspricht. Menschenwille verhindert viele Möglichkeiten zum Dienen oder bricht den Entwicklungsgang des Geistigen in gewissen Schöpfungen vorzeitig ab, Menschenwille ändert die natürliche Bestimmung der von Mir zwecks Ausreifens des Geistigen ins Leben gerufenen Schöpfungen, und so ist der ganze Entwicklungsprozeß in einen Stillstand geraten, den Ich aufheben will durch Erschaffen neuer Werke, durch Auflösen bestehender Schöpfungen und völliger Umgestaltung der alten Erdoberfläche, damit allem Geistigen ein Fortschritt gewährleistet ist. Zudem werden auch unzählige geistige Wesenheiten frei, die, in festester Materie gebunden, ihrer nächsten Verformung harren. Es wird durch das Neuerstehen von Schöpfungen verschiedenster Art wieder eine Ordnung hergestellt, nur um den Entwicklungsprozeß zu beschleunigen und Erfolge zu bringen. Das verkehrte Denken und Wollen der Menschen, das in der Ichliebe seine Ursache hat, wird verständlicherweise sich auch verkehrt auswirken auf das den Menschen Umgebende, sei es feste Materie, Pflanzen oder Tiere, in denen das Geistige oft nicht den Reifegrad erreichen kann, der für die nächste Verformung Bedingung ist. Das Naturgesetz wird außer acht gelassen, wo sich die Menschen materielle Vorteile erhoffen; die Menschen bewegen sich selbst nicht mehr in Meiner Ordnung und bringen auch das Geistige in den verschiedenen Schöpfungen dadurch aus der Ordnung, weshalb eine völlige Eingliederung in die ewige Ordnung notwendig geworden ist und dies auch ein Umgestaltungswerk von größtem Ausmaß erfordert, das also erstmalig die Entwicklungsmöglichkeiten bieten soll für alles Geistige vom niedrigsten bis zum höchsten Reifegrad. Der verkehrte Wille der Menschen hat auch geistig ein Chaos zuwege gebracht, das unwiderruflich eine Auflösung und Neuschaffung nach sich zieht. Die unwissende Menschheit sieht nur die Auswirkungen einer Vernichtung auf die Menschen und erkennt sonach nicht den großen Segen, den das Geistige in den Vorstadien von einer Neuformung der Erde davonträgt. Ich aber weiß um die Not alles Geistigen und gedenke auch dessen in Liebe, das noch weit unten ist, so daß Ich ihm Möglichkeiten gebe, auch zur Höhe zu gelangen, um den gebundenen Zustand auch einmal mit dem Zustand im freien Willen zu vertauschen. Ich gebe allem Geistigen die Möglichkeit, die Höhe zu erreichen, doch dem Geistigen, das nach endlos langer Gnadenzeit, nach schon fortgeschrittener Entwicklung als Mensch völlig versagt, nehme Ich die Freiheit des Willens, ihm aber dennoch wieder einen neuen Entwicklungsgang schaffend, und wenn dieser auch ein Zustand der Qual ist, so ist er doch der einzige Weg, der zur restlosen Freiheit führen kann. Amen. B.D. NR. 5340.

 

Buch 59 5341

Überheblichkeit.

21. März 1952. B.D. NR. 5341.

Erhebet euch nicht über eure Mitmenschen, sondern dienet ihnen. Dann erst übet ihr wahre Nachfolge Jesu, dann erst ist die Liebe in euch wirkend, die jegliche Überheblichkeit ausschaltet, die euch die Mitmenschen als Brüder ansehen lehret und die jeden Rang oder Standesunterschied ausgleicht, der ja nur weltlich besteht, aber in Meinem Reich nicht geduldet wird. Dienende Liebe wird wahres Glück in euch auslösen, in dienender Nächstenliebe seid ihr rechte Nachfolger Jesu, des Menschen auf Erden, Der euch das rechte Leben vorgelebt hat, Der wahrlich Licht und Kraft und Macht in aller Fülle besaß, weil Er Mich Selbst in Sein Herz aufgenommen hatte, und Der doch von dieser Kraft keinen Gebrauch machte, indem Er herrschte und Sich von Seinen Mitmenschen bedienen ließ. Er diente Seinen Brüdern in tiefster Liebe und Demut; und das erhob Ihn zum Herrscher über Welten und zahllose Geschöpfe, denn Ich Selbst bezog Seine Außenform und erfüllte Ihn mit Licht und Kraft. Die Überheblichkeit ist ein Merkmal dessen, der aus Überheblichkeit und Herrschsucht gefallen ist in die tiefste Tiefe. Und so ihr Menschen euch überhebet, leihet ihr jenem willig euer Ohr, und ihr lasset euch von ihm verführen, ihr nehmet seine Eigenschaften, seine Laster an und seid ihm hörig. Stellet euch nicht über eure Mitmenschen, die doch in Wahrheit eure Brüder sind, weil ihr alle nur einen Vater habt und als Dessen Kinder einander lieben und dienen sollet aus Liebe zu Mir. Die Überheblichkeit bringt euch leicht zum Fall, denn wer überheblichen Geistes ist, erkennet Mich sehr bald nicht mehr, Der Ich die ewige Liebe bin, weil keine Liebe in ihm ist. Denn die wahre Liebe ist eins mit der Demut, nicht aber mit der Überheblichkeit. In Demut dienen bezeugt immer tiefe Liebe zu Mir, die in die- nender Nächstenliebe zum Ausdruck kommt. Und ihr werdet wahrlich weit mehr gewinnen, wenn ihr in Demut dienet, als wenn ihr in Überheblichkeit herrschet. Denn ihr könnet nur irdisch zur Macht gelangen in Überheblichkeit, doch geistig erringet ihr nichts, ja ihr verlieret nur noch das wenige, das ihr besitzet. Denn die Überheblichkeit ist Anteil Meines Gegners, also verstärkt sie nur sein Reich, und was das für euch Menschen bedeutet, ist nicht schwer zu erraten. Mein Reich aber ist nicht von dieser Welt, daher kann dienende Nächstenliebe wohl scheinbar irdischen Verlust an Gütern, an Ansehen und Macht nach sich ziehen, doch sie erwirbt sich geistige Werte, die unvergänglich sind und dereinst in Meinem Reiche der Seele angerechnet werden, die nun in Licht und Kraftfülle weit über denen steht, die auf Erden herrschten und ihre Mitmenschen unterdrückten. Wer sich selbst erhebt, wird erniedrigt werden. Gedenket dieser Worte, und glaubet nicht, daß euch das bleibt, was ihr euch auf Erden schaffet durch Überheblichkeit - was ihr euch gewissermaßen unberechtigt aneignet. Denn der Herrschen-Wollende nimmt - er nimmt, was ihm nicht zusteht, er eignet sich ein Recht an und mißbrauchet seine Macht. Dienende Liebe dagegen gibt unausgesetzt, in Worten und Taten schenkt sie sich dem, der darbt und seine Hilfe braucht. Dienende Liebe ist wahre Demut und Mir daher wohlgefällig, dienende Liebe ist wahre Nachfolge Jesu, die sicher zu Mir führt, zum Vater von Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5341.

 

Buch 59 5351

Entfesseln geistiger Kräfte. Eruptionen. Erlösungsabschnitt.

4. April 1952. B.D. NR. 5351.

Es sind ungeahnte Kräfte tätig zur Herstellung der alten Ordnung, die am Ende einer Erlösungsperiode so gestört ist, daß die Aufwärtsentwicklung des Geistigen völlig in Frage gestellt ist. Es muß wieder der Zustand geschaffen werden, in dem alles in der Form Gebundene zur Höhe strebt, und dieser Zustand macht eine völlige Umgestaltung dessen nötig, was bisher das Geistige barg. Die alten Schöpfungen müssen aufgelöst werden und durch neue ersetzt, die wieder in göttlicher Ordnung, nach göttlichem Willen, genützt werden und sonach auch ihre Aufgabe erfüllen, dem Geistigen zum Ausreifen zu dienen. Es sind schon viele Kräfte am Werk, die große bevorstehende Aktion einzuleiten, denn alles geht nach göttlicher Ordnung vor sich, auch die Auflösung und Umgestaltung der alten Erdoberfläche. Geistige Wesen voller Macht und Kraft geben dem noch in der festesten Materie gebundenen Geistigen von Zeit zu Zeit Freiheit, sie lösen Fesseln, die das Geistige selbst niemals sprengen könnte, und machen diesem gewissermaßen den Weg frei nach oben - es darf sich wandeln in seiner Außenform, die nun schon leichter auflösbar wird, so daß nun die Aufwärtsentwicklung für das Geistige beginnen kann, das endlos lange Zeiten gebunden war und endlich in seinem Widerstand gegen Gott nachgelassen hat. Überall, wo Eruptionen stattfinden, geht ein solcher Kraftentfaltungsprozeß der Lichtwesen vor sich, sie lockern Fesseln, wo nach Gottes Willen dieses an der Zeit ist. Diese Kräfte geben Freiheit und binden gleichzeitig, weil das gänzlich Freigelassene in seinem Tätigkeitsdrang alles zerstören würde und nach weisem Ermessen Gottes nur Teilzerstörungen sein dürfen, solange noch nicht das letzte Auflösungswerk stattfindet, wo alles umgestaltet wird durch Gottes Willen. Vorerst aber werden nur dort sichtliche Zerstörungen sein, wo den Menschen auf der Erde ein Zeichen gegeben werden soll von göttlicher Macht und Kraft - vorerst sollen gleichzeitig diese Eruptionen Mahn- und Warnrufe Gottes für die lebenden Menschen bedeuten, auf daß sie sich ernstlich ihrer eigenen Lebensaufgabe bewußt werden und zur Höhe streben. Doch in immer kürzeren Phasen folgen solche Kraftäußerungen der geistigen Welt, bis ein großer göttlicher Eingriff so gewaltige Veränderungen hervorruft, daß jeder Mensch nun erkennen sollte Den, Der Herr ist über Himmel und Erde, über Leben und Tod. Und dann ist nur noch eine kurze Zeit, bis sich ein Zerstörungswerk vollzieht, das nicht mehr in seiner Endauswirkung verfolgt werden kann von der Menschheit, nur von denen, die Gott zu Sich holt, weil sie an Ihn glauben und Ihn lieben - weil sie ihre Erdenaufgabe erkannten und ihr gerecht zu werden suchten. Und dann beginnt ein neuer Erlösungsabschnitt, denn unsagbar viel Geistiges hat nun den Weg der Aufwärtsentwicklung beschritten, die alte Ordnung ist wiederhergestellt, und für lange Zeit ist Friede auf dieser Erde - bis einmal wieder der Satan Einfluß gewinnt und wieder seine Macht gebrauchet, weil die Menschen selbst sie ihm einräumen. Doch lange Zeit vergeht in Seligkeit und Frieden, und zahllose geistige Wesenheiten erreichen ihr Ziel - frei zu werden von jeglicher Materie und einzugehen in das geistige Reich, wo ewig Licht ist und Seligkeit. Amen. B.D. NR. 5351.

 

Buch 59 5355

Ich stehe an der Tür und klopfe an. Offenbarungen.

7. April 1952. B.D. NR. 5355.

Euch Menschen lasse Ich Einblick nehmen in Mein Walten und Wirken, Ich künde euch das Kommende an, Ich warne euch vor Gleichgültigkeit, Ich locke euch mit Worten der Liebe, Ich zeige Mich euch als liebevoller Vater, und Ich verlange nichts weiter, als daß ihr nachdenket über alles, was euch begegnet. Ich will nichts, als daß ihr Mich erkennet und Mich liebenlernet. Alles, was ich tue, geschieht aus Liebe zu euch, Meinen Kindern, auf daß ihr zu Mir zurückkehret und Mich ewig nicht mehr verlasset. Mein Leben habe Ich hingegeben für euch in Jesus Christus, um euch desto fester an Mich zu ketten, daß ihr in Jesus Christus Mich anrufet und Ich euch nun helfen kann. Und Ich gab euch Kenntnis von Meinem Heilsplan, Ich offenbarte Mich euch, weil Ich eure Liebe gewinnen will, die euch zu Meinen rechten Kindern macht. Denn Mich macht eure Rückkehr zum Vaterhaus nur dann glücklich, wenn ihr liebenden Herzens Mir entgegenkommet, wenn ihr euch durch die Liebe Mir verbindet, Der Ich die ewige Liebe Selbst bin. Ich will erkannt werden von euch, und daher muß Ich Mich so äußern, daß ihr Meine Liebe erkennet als Grundprinzip, denn dann fühlt ihr euch hingezogen, und ihr erwidert Meine Liebe. Und dann tritt auch der Kraftquell von Ewigkeit in Funktion - und die Augen der Liebe erkennen auch seine Auswirkung als immerwährende Zeichen göttlicher Vaterhuld. Ich will euch gewinnen für ewig. Darum lasse Ich keine Gelegenheit vorübergehen, wo Ich nicht an eure Herzenstür anklopfe und Einlaß begehre. Wer Mir auftut, zu dem will Ich eingehen und das Abendmahl halten mit ihm und er mit Mir. Um das Vertrauen Meiner Kinder zu gewinnen, muß Ich daher offensichtliche Zeichen und Wunder tun, auf daß die Gläubigen erstarken und in Mir Den erkennen, an Den sie glauben sollen, Den, Der alles für euch Menschen getan hat, um euch zu erretten aus der Nacht des Todes. Doch ob die Welt auch Wunder sieht, sie findet stets Erklärungen rein natürlicher Art, denn sie will nicht glauben, sie will wohl leben, doch hier auf Erden schon und glaubt nicht an ein Leben der Seele nach dem Tode. Und sie, die Welt, ist es, die Mein Walten und Wirken nicht mehr anerkennt, und sie legt daher auch den Voraussagen über das Ende der Erde und das letzte Gericht keine Bedeutung bei. Und nun stehen sich zwei kämpferische Parteien gegenüber - der Lebenswille beherrscht die einen, die nimmermehr an das Ende der Welt glauben, und der Wille, Mir zu dienen, die anderen, die darum auch das Ende getrost erwarten können als letztes Zeichen Meines Seins, als letzte Offenbarung an die Meinen. Und dann komme Ich Selbst und belohne den Glauben der Meinen, denn Ich zeige Mich ihnen offensichtlich am Firmament, und Ich rufe zu Mir, die Meinen Namen an ihrer Stirn geschrieben haben. Ich rufe sie und gebe allen denen das rechte Leben, ein Leben in Frieden und Glückseligkeit im Paradies der neuen Erde. Amen. B.D. NR. 5355.

 

Buch 59 5376

Ich kenne die Meinen. Guter Hirt.

27. April 1952. B.D. NR. 5376.

Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich. Ich bin wahrlich der gute Hirt, der Seine Schafe nicht dem Feind ausliefert, Der um das Leben eines jeden besorgt ist, Der alles tut, um Seine Herde vor dem Einbruch des Wolfes zu schützen, Der Selbst Sein Leben hingibt für Seine Schafe. Voller Liebe ruht Mein Auge auf allen Menschen, alle möchte Ich dem heimatlichen Stall zuführen, alle möchte Ich bewahren vor den Angriffen des Feindes, der sie Mir entreißen will. Allen Menschen möchte Ich Mich zur Kenntnis bringen, ihnen Meinen Schutz anbieten, sie umsorgen und erhalten. Ich möchte allen Menschen das ewige Leben geben. Doch nun ist eine Zeit, wo fast kein Mensch mehr Meines Lockrufes achtet; Meine Herde hat sich zerstreut, es ist der Feind mitten in sie gefahren, und er hat es bewirkt, daß sich Meine Schafe verlaufen haben, daß sie sich entfernten von ihrem Hirten, daß sie sich verstiegen in weltliche Höhen, daß sie ihren Hirten verloren haben und nicht mehr zu Ihm zurückfinden. Sie suchen Ihn nicht, sondern entfernen sich stets mehr und mehr von Ihm, und ob auch Meine Liebe sie rufet, sie achten Meiner Stimme nicht mehr bis auf wenige, die in Mir ihren guten Hirten erkannten und nicht von Mir lassen. Ich aber will keines Meiner Schafe verlorengehen lassen. Und so wird Mein Lockruf mit einer Stärke ertönen, daß er gehört werden muß auch von jenen, die in weiter Ferne von Mir sind. Und Ich werde einem jeden Meiner Schäflein nachsteigen und ihm den Weg ebnen, der zu Mir zurückführt, Ich werde Mich schützend vor die Ängstlichen stellen, die den Feind fürchten, so daß ihnen kein Leid geschehe. Ich werde Mich hinunterbeugen zu denen, die gefallen sind, um sie aufzuheben, um sie aus dem Abgrund emporzuziehen. Alle werden Meinen Ruf vernehmen, denn er wird über die ganze Erde erschallen und Meine Nähe anzeigen, so daß sich ein jeder Mir zuwenden kann und auch von Mir angenommen werden wird, so er nur Mir nachfolgen will. Ich bin der gute Hirt, Ich kann wohl das Wirken Meines Feindes nicht verhindern, Ich kann aber jedem Schutz gewähren, der sich hinter Mich stellt, weil der Feind Mich Selbst nicht anfallen kann, wohl aber euch, solange ihr euch nicht an Mich haltet, so ihr euch von Mir abkehret und Wege gehet, wo er euch verfolgen und erreichen kann. Mein Lieberuf folget euch zwar, doch er zwingt euch nicht, euch umzukehren; ihr müsset ihm freiwillig folgen, dann kann euch der Widersacher wahrlich nichts anhaben, dann seid ihr in sicherem Schutz, und Ich führe euch wohlbehalten der Heimat zu, wo Ich nimmermehr von euch gehe und ihr in seligem Frieden leben könnet. Ihr Menschen alle, achtet auf Meinen Lockruf, denn er wird bald ertönen; kehret um, noch ehe es zu spät ist, lasset euch von eurem Hirten führen und vertrauet euch Mir an; verlasset nicht den Weg, den Ich gegangen bin, sondern folget Mir nach, dann wird euch wahrlich nichts geschehen können von feindlicher Macht, denn Ich Selbst halte schützend Meine Hände über euch, und ihr werdet das Ziel erreichen - ihr werdet eingehen können in euer Vaterhaus - ihr werdet selig leben in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5376.

 

Buch 59 5380

Unabänderlicher Wille Gottes. Heilsplan von Ewigkeit.

3. Mai 1952. B.D. NR. 5380.

Der Wille Gottes ist unabänderlich, und was Er durch Sein Wort den Menschen auf Erden verkündet hat, erfüllet sich, weil Er die ewige Wahrheit ist. Und darum wird auch Sein Wort niemals verändert werden können, weil die Weisheit Gottes stets die Mittel wählet, die am meisten Erfolg verheißen, auch wenn sie durch den freien Willen des Menschen ungenützt bleiben. Es muß kommen, was Gott voraussagen ließ durch Seher und Propheten und was nur dann aufgehalten oder verschoben werden kann, wenn sich der Wille der Menschen völlig dem göttlichen Willen unterstellt, was jedoch Gott von Ewigkeit schon als nicht-geschehend ersah und darum auch die ständigen Voraussagen gab und geben konnte bis zum heutigen Tage. Es ist die Zeit des Endes, denn eine Erlösungsperiode ist abgelaufen, und es bedingt dies immer einen Gewaltakt, der in seinen Einzelheiten gleichfalls vorausgesagt wurde von Menschen, die im göttlichen Auftrag die Mitmenschen darüber aufklären. Der göttliche Wille steht ewig fest, denn selten nur tritt ein Mensch mit der Bitte an Ihn heran, Barmherzigkeit walten zu lassen und Seinen Willen gnädig zu wandeln. Einer solchen Bitte wird auch entsprochen werden, doch auch dann noch ist das in Wahrheit eintretende Geschehen im Heilsplan Gottes von Ewigkeit vorgesehen, weil Gott um alles weiß und auch einen solchen Gewährungsfall mit einbezogen hat in Seinen Plan und somit Sein Wille dennoch unveränderlich bleibt. Was die Menschen selbst anbelangt, veranlassen sie Ihn zwar oft, Seinen Willen zurückzuziehen und die Menschen auf kurze Zeit sich selbst zu überlassen, d.h. sie können kraft ihres freien Willens in oft gänzlich gottwidriger Weise handeln, ohne daran gehindert zu werden. Es sind aber gerade solche Handlungen die Ursache, daß Gottes Wille sich zeiget, wenn auch zum größten Leidwesen der Menschen, die aber selbst dieses herbeigeführt haben. Sie haben durch ihr Handeln in Gottwidrigem Sinn das getan, was von Ewigkeit her den göttlichen Willen bestimmte, sich zu äußern. Und weil Er von Ewigkeit her um alles weiß, was die Menschen in den einzelnen Erlösungsperioden tun und denken, weil Er weiß, ob und wann sie zu Ihm finden und wann sie Ihm sich entgegenstellen - kann Gott auch genau den Zeitpunkt festsetzen, wo das geschieht, was Er vorhat. Doch niemals wird es den Menschen kundgetan, doch möglichst sie hingewiesen, wann Seine Gerechtigkeit hervortritt und auf Erden und im geistigen Reich Er Seine Ordnung wiederherstellen will. Er wird die Menschen aufmerksam machen auf die Umwälzung, die sich für alles Geistige auf Erden und im Universum vollziehen wird, auf daß die ewige Ordnung wiederhergestellt wird, ohne die ein geistiges Ausreifen unmöglich ist. Sein Wille ist unabänderlich, und darum könnet ihr Menschen mit Sicherheit den Tag erwarten, der euch den Beweis bringen soll, daß alles auf Erden vorgesehen ist seit Ewigkeit, daß zwar niemand den Tag angeben kann, aber ihr alle daran glauben könnet, daß er kommen wird plötzlich und unerwartet, weil alles kommt, wie es Gott verkündet hat durch Seher und Propheten, weil Er als überaus vollkommenes Wesen die Notwendigkeit dessen erkannt hat und dadurch ein neuer Abschnitt eingeleitet wird zum Besten aller, die das Ziel auf Erden noch nicht erreicht haben. Denn Gott will, daß alle Seine Geschöpfe selig werden. Amen. B.D. NR. 5380.

 

Buch 59 5382

Wüten des Satans am Ende.

5. Mai 1952. B.D. NR. 5382.

Unvergleichlich wird der Satan wüten am Ende der Tage, weil er weiß, daß seine Zeit vorüber ist. Er glaubt, doch noch in der kurzen Zeit den Sieg zu erringen, weil alle Anzeichen bei den Menschen für ihn sprechen. Er hat die Mehrzahl in seiner Gewalt, und das bestimmt ihn, gegen Mich vorzugehen mit offenem Visier. Er greift Mich offen an, er scheut sich nicht, gegen Mich vorzugehen mit Brutalität, er wendet Mittel an, die allein schon ihn kennzeichnen als Feind der Seelen, denn er sucht einen Zwang auszuüben, indem er den Körper in übergroße Not treibt, auf daß die Seele seinem Druck erliege. Die Not wird übergroß sein und die schwachgläubigen Menschen mit Zweifeln erfüllen. Doch sie soll euch nicht wankend machen, und darum werdet ihr auch von Meiner Seite so sichtliche Stärkung und Tröstung erfahren, ihr werdet Dinge erleben, die euch jubeln und frohlocken lassen auch in größter irdischer Not. Ihr werdet Mich Selbst sehen dürfen und auch mit Mir reden können. In vielerlei Weise werdet ihr Meine Gegenwart spüren, die niemals ohne Eindruck bleiben wird auf euch und euch fähig macht, Widerstand zu leisten allen Anfechtungen durch Meinen Gegner und die irdische Gewalt. Wohl werdet ihr ringen müssen, doch der Kampf wird euch nicht niederdrücken, sondern eure Kraft aufleben lassen, denn ihr wisset, daß ihr für eine heilige Sache kämpfet, und dieses Wissen ist in euch zur Überzeugung geworden, euer Glaube ist fest und kann nicht mehr erschüttert werden. Und wenn Ich euch dies sage, so dürfet ihr getrost das Kommende erwarten und immer Meiner Hilfe gewiß sein. Ich verlange von euch noch große Seelenarbeit an denen, die schwächer sind als ihr, und darum sage Ich euch dies alles voraus, daß ihr nicht wankelmütig werdet, wenn irdisch alle Anzeichen zu erkennen sind, wenn irdische Macht brutal vorgeht gegen die Gläubigen, wenn es bedrohlich auch für euch selbst auszusehen beginnt. Es muß dies alles kommen, denn es sind dies die Waffen Meines Gegners, die er scharf geschliffen hat. Doch zu fürchten brauchet ihr euch nicht, solange ihr Mich als euren Heerführer anerkennet, solange ihr euch von Mir beschützen lasset durch euren Willen, Mir ewig anzugehören und Meinen Namen nicht zu verleugnen. An diesem eurem Willen scheitert die Macht des Feindes eurer Seele, und er wird von euch besiegt werden, auch wenn er es bis zum Äußersten treibt. Denn Ich komme Selbst und nehme ihn gefangen, wenn höchste Gefahr ist, aber Ich lasse euch nicht in seine Hände fallen, die ihr an Mich glaubet und Mir treu sein wollet. Die Zeit ist nahe, da dies alles geschieht, und nicht dringend genug kann es euch ans Herz gelegt werden, euch Kraft zu sammeln für diese Tage der Not, die Verbindung mit Mir aufrechtzuerhalten und euch aus Meinem Wort die Kraft zu holen, die ihr ungemessen empfangen könnet, so ihr nur wollet. Und vergesset es nicht, daß Ich immer für euch da bin, sooft ihr Mich auch rufet, vergesset es nicht, daß Ich aber auch gerufen werden will. Denn Ich bin unentwegt zu helfen und zu geben bereit, doch Meine Gaben sollen auch begehrt werden, um wahre Hilfe für euch sein zu können. Mit Riesenschritten geht es dem Ende entgegen. Nützet die kurze Zeit ausgiebig, und ihr werdet spielend den letzten Kampf auf dieser Erde ausfechten können, so ihr euch nur Meiner Kraft bedienet. Amen. B.D. NR. 5382.

 

Buch 59 5383

Ernste Mahnung. Letzte Phase der Erde.

6. Mai 1952. B.D. NR. 5383.

Eine kleine Weile noch seid ihr in geordneten Verhältnissen, um dann in ein Chaos gestürzt zu werden, dem ihr euch aus eigener Kraft nicht entwinden könnet. Denn nun tritt die Erde in die letzte Phase ein, sie geht ihrem Ende entgegen. Diese Voraussage ist sehr ernst zu nehmen, soll sie euch doch zum Bewußtsein bringen, daß auch eure letzte Zeit gekommen ist, daß ihr alle keine lange Lebensdauer mehr habt und auch viele sich gefaßt machen müssen auf einen plötzlichen Abruf zuvor. Jeder Tag, den ihr noch erlebet, ist ein Geschenk, das ihr würdigen sollet, denn jedes gute Werk, das ihr an einem Tage tut, vermehret eure Kraft, die ihr nötig werdet gebrauchen können in der kommenden Zeit. Wer aber dahinlebt ohne Liebe und Glaube, der wird völlig ohne Kraft sein oder sich dem übergeben, der ihn wohl mit Kraft versieht, ihn aber nicht rettet vor dem Ende, vor dem letzten Gericht, vor der Neubannung in der festen Materie. Verkaufet nicht eure Seele um einen Preis, der wahrlich nicht die Not aufwiegt, die der Seele noch bevorsteht, wenn das Erdenleben zu Ende ist. Ich kann euch nicht oft und ernst genug davor warnen, weil Ich euch ein seliges Los bereiten möchte. Doch ihr Menschen glaubet es nicht, was Ich euch immer wieder verkünden lasse durch Seher und Propheten - ihr glaubt es nicht, und Ich kann euch nicht zum Glauben zwingen. Ihr seid weltlichen Sinnes und stehet dem Geistigen unsagbar fern, ihr seid völlig in der Materie versunken, und diese Materie wird euch erdrücken, sie wird euch wieder gänzlich gefangennehmen, weil ihr euch nicht trennet von ihr, solange ihr die Kraft dazu besitzet. Stellet es euch einmal ernstlich vor, eingeschlossen zu werden von der härtesten Materie und euch nicht mehr daraus befreien zu können. Der Gedanke würde euch die größte Kraft verleihen, diesem Schicksal zu entgehen, doch euch fehlt der Glaube daran, und diesen Glauben kann Ich euch nicht geben, sondern ihr müsset ihn euch selbst erwerben durch ein Liebesleben. Dann wird euch der ganze Zusammenhang klar und auch die Bedeutung eures Erdenlebens als Mensch. Und ihr würdet erschrecken, wie weit ihr abweichet von dem, was euch zur Aufgabe gestellt worden ist für die Zeit eures Erdendaseins. Tut gute Werke, zwingt euch dazu, lernet entbehren für den Mitmenschen, lindert Leid und Not, tröstet und erquicket die Kranken und Schwachen, leget überall barmherzige Hand an, wo ihr Elend sehet - ihr tut es nicht nur für andere, ihr tut es auch für euch selbst, denn eure Seele erstehet zum Leben, und jedes gute Werk trägt ihr Erhellung des Geistes ein - ihr werdet sehend werden und Meine große Liebe erkennen dort, wo ihr heut noch unbarmherziges Walten einer Macht sehet, die euch nur quälen will auf Erden. Höret auf Meinen erneuten Warn- und Mahnruf, und lasset ihn nicht an eurem Ohr verhallen, lasset ab von dem Verlangen nach der Materie, denket nur an das Heil eurer Seele und seid unbesorgt, denn Ich erhalte euch auch irdisch, so ihr ernsthaft sorget für eure Seele, die in größter Gefahr ist, denn das Ende ist nahe. Amen. B.D. NR. 5383.

 

Buch 59 5384

Kommunion.

6. Mai 1952. B.D. NR. 5384.

Die geistige Kommunion, die Verbindung des Geistesfunken in euch mit dem Vatergeist von Ewigkeit, kann nur hergestellt werden durch die Liebe. Ihr könnet wohl auch in Gedanken euch mit Mir verbinden durch inniges Gebet, ihr rufet Mich dann, und Ich neige Mich euch zu, doch es bleibt so lange ein Ruf aus der Ferne, wie ihr ohne Liebe seid, es besteht dann noch keine innige Gemeinschaft, die aber durch Liebeswirken sofort hergestellt wird, so daß ihr dann gleichsam eng verbunden seid mit Mir und in diesem Zustand nun das Abendmahl mit Mir halten könnet, d.h. Ich Selbst euch die Nahrung eurer Seele zuführen kann - daß Ich euch das Brot des Himmels, Mein Wort, darreichen kann, das ihr nur vernehmen könnet, so ihr Mich in euch gegenwärtig sein lasset, also die Kommunion mit Mir eingegangen seid. Kommunizieren heißt sonach, Fleisch und Blut - Mein Wort mit seiner Kraft - aus Meiner Hand entgegenzunehmen, wozu also unbedingt die Liebe eines Menschen Herz erfüllen muß, ansonsten Meine Gegenwart undenkbar ist. Niemals wird ein Mensch sprechen können von Meiner Gegenwart, der die Liebe zu Mir nicht unter Beweis stellt durch uneigennützige Nächstenliebe, niemals kann ein Mensch sich mit seinem Vater von Ewigkeit vereinen, der seinen Mitmenschen nicht als seinen Bruder betrachtet, der ohne Liebe gegen diesen ist und sonach auch niemals den Vater lieben kann, Dessen Kind der Mitmensch ist. Machet euch das klar, daß die Liebe allein das Kind mit dem Vater verbindet, daß durch die Liebe der Mensch erst in das Kindesverhältnis eingeht und daß dann das Kind am Tisch des Vaters gespeist und getränkt wird mit guter Gabe und ewig keine Not mehr zu leiden braucht. Und Mein Wort ist das Köstlichste, was der Mensch empfangen kann, es ist wahrlich Labsal und Stärkung, und wo Mein Wort tönet, dort ist auch Meine Gegenwart erwiesen, wie umgekehrt Meine Gegenwart nicht ohne eine Kraftäußerung zu denken ist. Und da Ich Selbst Kraft und Licht bin, offenbare Ich Mich auch dem Menschen als Licht und Kraft, in dem Ich gegenwärtig sein kann, der Meine Gegenwart in sich zulässet durch Wirken in Liebe. Licht und Kraft aber entströmet Meinem Wort, Licht und Kraft benötigen die Seelen zur Aufwärtsentwicklung, also sind Licht und Kraft die Nahrung, die Ich der Seele reiche, so der Mensch mit Mir das Abendmahl hält, so er Mein Gast ist, also mit Mir in engster Gemeinschaft Erwiderung seiner Liebe findet. Das allein ist unter Kommunion zu verstehen, so allein will Ich das Abendmahl verstanden haben wissen, zu dem Ich euch alle einlade, das Ich eingesetzt habe mit den Worten: Nehmet hin und esset, nehmet hin und trinket - das ist Mein Fleisch, das ist Mein Blut. Aus Meiner Hand sollet ihr die Nahrung für eure Seele entgegennehmen, und dies bedinget die innige Verbindung mit Mir, die nicht anders als nur durch Liebe hergestellt werden kann. Amen. B.D. NR. 5384.

 

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