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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 58

B.D. NR. 5136 - B.D. NR. 5294
24.u.25.5.1951-12.1.1952
5142 5143 5149 5151 5160  5165 5170 5188 5219 5223
5235 5258 5269 5271 5286 

 

Buch 58 5142

Wunderwirken in der Endzeit. Falsche Christusse und Propheten.

1. Juni 1951. B.D. NR. 5142.

Meine euch stets zur Verfügung stehende Lebenskraft sollet ihr nur nützen, und nichts wird für euch unüberwindlich sein. Doch erst durch einen Lebenswandel in Liebe könnet ihr euch diese Liebekraft aneignen - wonach euch nun auch verständlich ist, wann ein Mensch zur Heilung von Krankheiten und sonstigem außergewöhnlichen Wirken fähig ist, sofern diese Fähigkeiten nicht von unten begünstigt werden, was jedoch offensichtlich erkenntlich ist am Lebenswandel des Menschen. Meine Liebekraft kann zu unerhörtem Wirken genützt werden, doch immer nur von Menschen, die so innig mit Mir durch den Glauben und die Liebe verbunden sind, daß Meine Kraft ungehindert auf sie einströmen kann. Der Mensch selbst zieht die Grenzen, er dämmt Meinen Liebestrom ein, wenn das Verhältnis zu Mir nicht das rechte ist, ja, er kann sogar von unten Kraft empfangen, wenn sein Lebenswandel gänzlich Meinem Willen widerspricht. Selten aber kann ein Mensch, der Ungewöhnliches vollbringt, die Richtung seiner Liebe verbergen. Solange sie noch der Welt gilt, ist es nicht Meine Kraft, die ihn zum Wirken befähigt. Wer Mir aber ergeben ist, dessen Seele strahlt auch auf die Mitwelt etwas Göttliches aus und dessen ungewöhnliche Kraft weiset auf die innige Verbindung mit Mir hin, was stets zu erkennen ist. Je höher der Mensch in der Liebe steht, desto stärker ist auch sein Glaube und also wirket er bewußt mit Meiner Kraft. Liebe und Glaube müssen also als erstes vorhanden sein, soll göttliches Wirken anerkannt werden, und rechter Glaube und Liebe lassen sich nicht vortäuschen oder verleugnen, weshalb sie stets zu einem rechten Urteil verhelfen, so der Ursprung der Kraft geprüft werden soll. In der letzten Zeit vor dem Ende werden solche Prüfungen häufig nötig sein, denn Kräfte von oben und von unten werden sich äußern, es werden Zeichen und Wunder geschehen, denn auch Mein Gegner sucht sich Glauben zu verschaffen und stattet die ihm Hörigen mit großer Kraft aus. Dann wird es sich erweisen, daß nur die Liebe Licht gibt und eine rechte Urteilsfähigkeit zeitigt, daß Werke mit göttlicher Kraft nur von denen verrichtet werden können, die im Glauben an Mich, den lebendigen Gott und ihren Erlöser, festbleiben und daß alles Wirken von Gott-gegnerisch eingestellten Menschen auch durch Gott-gegnerische Kräfte geschieht, daß es falsche Christusse und falsche Propheten sind, die Wunder wirken im Auftrag des Satans. Ich mache euch, Meine Getreuen, darauf aufmerksam, daß in der Endzeit vieles geschehen wird, was ungewöhnlich und darum übernatürlich anmutet, Ich gebe euch aber auch Erklärungen dazu, auf daß ihr ein rechtes Wunder mit Meiner Kraft zu unterscheiden vermöget von Blendwerken Meines Gegners, die geleistet werden, weil sich Menschen, die ihm verfallen, ungewöhnlicher Willens- und Körperkraft erfreuen und dadurch ihre Mitmenschen in Erstaunen versetzen, denn wie Ich Selbst in denen wirke, die Mich lieben und Mich also in ihre Herzen aufgenommen haben, so auch wirket jener auf die Menschen seines Geistes, so das Ende nahe ist. Er kann sich ihrer Körperform bedienen, sowie sie ihm ihre Seele verkauft haben, und dann handelt der Mensch, wie er es will. Doch an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Alles, was geleistet wird an übernatürlichen Dingen, dienet nur der Machtverstärkung und Vermehrung irdischer Güter. Die Welt, deren Herrscher jener ist, fällt denen zu Füßen, die mit seiner Macht ausgerüstet sind. Mein Reich aber ist nicht von dieser Welt - und Meine Jünger der Endzeit, Meine Liebeboten, durch die Ich wirke und denen Ich übernatürliche Kraft verleihe, verkünden nur das geistige Reich, sie lehren die Liebe und bekräftigen ihr Evangelium durch Zeichen und Wunder, die Mich Selbst beweisen, den göttlichen Lehrmeister, in Dessen Auftrag sie reden und in Dessen Namen sie Kranke heilen und Wunder wirken. Sie werden verfolgt werden von jenen, doch in ihrer Not von Mir Selbst gerettet werden, denn einmal kommt der Tag, da offenbar wird das Gute und das Schlechte, die Liebe und der Haß - wo keiner sich vor Mir verbergen kann, wo Ich richten werde die Lebendigen und die Toten, über den Fürsten der Finsternis und seinen Anhang, wo Meine Macht und Herrlichkeit offenbar wird den Meinen, die Mir die Treue halten bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 5142.

 

Buch 58 5143

Anfeindungen. Heimliches Wirken. Erhöhte Tätigkeit.

3. Juni 1951. B.D. NR. 5143.

Noch sind es nur wenige, die euch entgegenstehen, doch die Zeit wird kommen, wo ihr von vielen angegriffen werdet, wo ihr nur in kleiner Anzahl sein werdet gegenüber der Schar euch bekämpfender Menschen, die sich zum Teil auch gläubig nennen, doch euch anfeinden um der Ergebnisse eines rechten, lebendigen Glaubens willen, um der sichtlichen Zeichen des Geisteswirkens willen, die sie aufreizen wider euch. Noch habet ihr einen kleinen Kreis von Anhängern, die ergriffen sind von Meinem Wort und es im Herzen bewegen und anerkennen; doch es wird die Zeit kommen, wo ihr auch von jenen getrennt werdet, wo ein jeder auf sich selbst angewiesen sein wird und sich von Feinden umgeben weiß, die ihm den Glauben nehmen wollen an Mich und Meine Lehre. Dann werden die Früchte dessen zutage treten, daß sie von Mir Selbst gespeist wurden durch Mein Wort und die Nahrung vollgläubig in sich aufgenommen haben. Denn sie werden standhalten allen Anfechtungen der Welt gegenüber und immer wieder gleichgesinnte Menschen finden, mit denen sie sich austauschen und dadurch ihren Glauben stärken können. Doch ihr alle werdet verhindert werden, öffentlich zu wirken, ihr werdet keine Möglichkeit haben, Mein Wort öffentlich zu verbreiten. Doch einen jeden will Ich stärken, der nach Mir und Meinem Wort verlangt. Die Feindseligkeiten gegen euch werden überhandnehmen und euch doch nicht eure innere Festigkeit nehmen können, denn Mein Geist wird dann offensichtlich in euch wirken, und Mein Wort wird in einem jeden einzelnen lebendig werden. Feindseligkeiten von außen werden nicht vermögen, euch innerlich zum Wanken zu bringen, weil Ich einen jeden schütze, der Mir treu bleiben will. Und diesen Willen erkenne Ich und lasse ihm jederzeit die Stärkung zukommen, die er benötigt, um standhaft bleiben zu können. Zuvor aber ist eine Zeit, die ihr sehr wohl ausnützen könnet zur Verbreitung Meines Evangeliums, und darauf will Ich euch aufmerksam machen, damit ihr sie nicht ungenützt vorübergehen lasset. Denn ihr werdet reden können allerorten, ohne ein Verbot fürchten zu müssen; ihr werdet auch die Gabe haben zu reden und oft Gelegenheiten finden, wo ihr angehört werdet und Verständnis findet, wo eure Weinbergsarbeit nicht vergeblich sein wird. Und dann sollet ihr eifrig tätig sein und nichts hinausschieben, was ihr tun könnet - ihr sollt die Liebe predigen und die Menschen aufmerksam machen auf das Ende. Vieles wird ihnen in Erinnerung bleiben, so die letzte Kampfzeit, der letzte Glaubenskampf anbricht, und ob ihr auch gehindert werdet an der Verbreitung Meines Wortes - der Samen, den ihr ausgestreut habt, wird Wurzeln schlagen und aufgehen und in der letzten Zeit des Endes auch Früchte tragen. Und euer Wirken wird im geheimen weitergehen, euch selbst und dem Mitmenschen zum Segen, weil Ich alle eure geistige Tätigkeit segnen will bis zum Ende dieser Erde und dereinst in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5143.

 

Buch 58 5149

Kurze Zeit erhöhtes Wirken für das Reich Gottes.

11. Juni 1951. B.D. NR. 5149.

Nur eine kurze Zeit noch, dann wird eine emsige Tätigkeit einsetzen für Mich und Mein Reich, und alle, die im lebendigen Glauben stehen und also auch in der Verbindung mit Mir, werden sich gedrängt fühlen zum Wirken für Mich, weil Mein Geist sie antreibt in Erkenntnis der überaus kurzen Zeitspanne, die noch bis zum letzten Ende dieser Erde bleibt. Diese Menschen werden Mich deutlich im Weltgeschehen erkennen, d.h., sie werden wissen, daß es dem Ende zugeht und daß alle Anzeichen darauf hinweisen, und dieses Wissen wollen sie auf die Mitmenschen übertragen, weil es sie von innen heraus drängt, sich ihnen mitzuteilen. Sie haben gewissermaßen Beweise für die Wahrheit Meines Wortes und wollen auch die Mitmenschen davon überzeugen, weshalb die Zahl Meiner Vertreter in der letzten Zeit vor dem Ende stets größer und größer wird. Und jeder wird reden, wie es ihm sein Geist eingibt, denn der Wille, für Mich und Mein Reich zu reden und den Mitmenschen den lebendigen Glauben finden zu lassen, bewirkt, daß Mein Geist in ihnen tätig wird, so daß sie also, getrieben vom Geist, aussprechen, was den Mitmenschen dienlich ist. Noch liegt diese Zeit vor euch, doch rascher als ihr denkt, wird sie da sein, denn alles erfüllet sich, was Ich durch Seher und Propheten angekündigt habe, also auch, daß der Abfall vom Glauben groß sein wird und daher die Erde eine Erschütterung erlebt, die geeignet ist, viele wieder zum Glauben zurückzuführen. Zudem wird große irdische Not die Menschen empfänglich machen für Erklärungen und Trostworte, und Meine Verkünder werden daher überall Verständnis finden in der ersten Zeit nach Meinem Eingriff durch die Naturgewalten, denn ihre Worte geben den Menschen Klarheit und Trost, und daher sind sie aufgeschlossen für belehrende Reden und guten Zuspruch. Doch nur kurze Zeit habt ihr Redefreiheit. Sehr schnell wird sich eine irdische Macht hervortun, der eure geistige Arbeit mißfällt und die euch Feindschaft ansagt. Und jegliche Verbreitung Meines Wortes wird unterdrückt werden. Dann aber stellt es sich heraus, wo die Wahrheit ist, die von Gott als der ewigen Wahrheit ausgeht. Denn nur dort wird der Feind Widerstand finden, während man sich sonst den Maßnahmen fügt, Mich verleugnet und den Meinen den Kampf ansagt. Soweit müsset ihr Menschen erst kommen, bevor es sich herausstellt, in welches Lager ihr gehöret, für wen ihr euch entscheidet, für Mich oder Meinen Gegner, der euch in die Tiefe zieht. Und dann werde Ich viele Jünger benötigen, glaubensstarke Menschen mit viel Liebe im Herzen, die Mir treu ergeben sind und ihren Mitmenschen helfen wollen. Denn diese allein sind fähig, im letzten Glaubenskampf auf dieser Erde standzuhalten und erfolgreich tätig zu sein. Und ihnen wird es Mein Geist künden, was sie tun und reden sollen, denn Mein Geist wird sie selbst zuvor in die Wahrheit leiten, die sie dann weitergeben sollen denen, die noch schwach im Glauben, aber eines guten Willens sind. Und ihre Arbeit will Ich segnen, denn sie dienen Mir treu bis zum Ende, sie sind Meine Jünger, die Ich wieder unter die Menschen sende, auf daß noch allen geholfen werde, die sich helfen lassen wollen. Amen. B.D. NR. 5149.

 

Buch 58 5151

Begründung von naturbedingten Zerstörungen.

14. Juni 1951. B.D. NR. 5151.

Die Welt, d.h. die irdische Schöpfung, steht in ständig fortschreitender Entwicklung, denn nichts, was Gott geschaffen hat, bleibt im Ruhezustand, also ständig auf gleicher Stufe, sondern es wird durch immerwährende Veränderung erst seinen eigentlichen Zweck erfüllen. Dieser Veränderungsvorgang braucht nicht immer ersichtlich zu sein, d.h., er kann sich so langsam vollziehen, daß der Mensch wenig oder keine Veränderung wahrnimmt, er kann aber auch so plötzlich und in so gewaltigem Umfang sich abspielen, daß ganze Schöpfungen vernichtet und umgestaltet werden und dies wieder nicht dem Menschen zum Bewußtsein kommt, weil er selbst schwerlich einen solchen Vorgang überlebt. Dennoch gehören solche Umwälzungen zu dem Entwicklungsprozeß des gesamten Geistigen, das zeitweise aufgestört werden muß aus einer Untätigkeit, in die es verfällt als Folge seines Widerstandes gegen Gott. Alle Schöpfungen gehen aus der Hand Gottes hervor zu einem bestimmten Zweck, zum Ausreifen des Geistigen, das in diesen Schöpfungswerken gebunden ist. Laut Gesetz von Ewigkeit erfüllt also die Schöpfung ihren Zweck, weil das Geistige darin im Mußgesetz die Tätigkeit verrichtet, die ihm zum Ausreifen verhilft. Doch es kann der Mensch, das verkörperte Geistige im Zustand des freien Willens, seine Außenform, die ihm zum gleichen Zweck gegeben wurde, mißbrauchen, indem er seine geistige Aufgabe unbeachtet läßt, und er kann zudem auch die Schöpfungen, die das noch unentwickelte Geistige bergen, hindern an ihrer Bestimmung durch vorzeitiges Zerstören aus schlechten Motiven, durch Nützen zu Gott-widrigem Zweck, durch Hindern am Dienen, und er kann so gewissermaßen die zum Ausreifen des Geistigen bestimmten Schöpfungswerke mißbrauchen, wodurch das Geistige in Aufruhr gerät und seine Umhüllung zu sprengen sucht, was in Zerstörungen zum Ausdruck kommt, die naturbedingt sind, also nicht unmittelbar durch Menschenwillen veranlaßt werden. Denn das noch gebundene Geistige kann sich dem menschlichen Willen widersetzen, weil es nicht durchweg Gott-widersetzlich eingestellt ist und die geistige Aufwärtsentwicklung gewissermaßen selbst will. Dann wirkt sich das Wüten gegen die göttliche Ordnung von selbst zerstörend aus, wie umgekehrt Aufbau und Fortentwicklung ein Handeln nach göttlichem Gesetz, in göttlicher Ordnung, zur Voraussetzung hat. Und so ergibt es sich von selbst, daß sich auch ganze Schöpfungswerke auflösen können, wenn gegen die göttliche Ordnung verstoßen wird, in einem Ausmaß, daß dem eigentlichen Zweck nicht mehr entsprochen wird von seiten der Menschen, die nur zum Zwecke der Aufwärtsentwicklung die irdische Schöpfung beleben und gebrauchen dürfen. Werden die Schöpfungen, die eigens für die Menschen erstehen, um deren Ausreifen zu ermöglichen, von diesen nur zu anderen Zwecken gebraucht oder mißbraucht, dann bedeutet das eine Gefahr insofern, als daß das Geistige darin revoltiert, weil es das Widergesetzliche empfindet und die eigene Entwicklung bedroht sieht. Es ist also eine durch Gottes Willen erfolgende Zerstörung von Schöpfungen in großem Ausmaß oft ein Hilfsakt für das darin gebundene Geistige, das durch Menschenwillen, der falsch gerichtet ist, in seiner Entwicklung gehindert wird und doch zu seinem Recht kommen will. Zudem sind neue Schöpfungen auch als Beginn einer neuen Erlösungsepoche anzusehen, denn die harte Materie birgt wieder das Geistige in sich, das gezwungen ist zu einem Entwicklungsgang durch die gesamte Schöpfung, weil es in der Vorperiode im freien Willen versagt hat. Es mußte seines freien Willens wieder beraubt werden und geht nun in gebundenem Willen wieder den Weg des Gesetzes - es muß dienen, weil es seine Bestimmung als Mensch nicht erkennen wollte und sündigte wider das Gesetz der ewigen Ordnung. Darum auch jeder Neuschöpfung das gleiche Prinzip zugrunde liegt: ein Dienen nach göttlicher Bestimmung im Mußzustand und ebenso im Zustand des freien Willens. Immer muß das Prinzip der Liebe vorherrschen, soll die Aufwärtsentwicklung des Geistigen vor sich gehen und Aufbau zu erkennen sein. Wo aber dagegen gesündigt wird, ist Zerfall und Unordnung und schließlich gänzliche Auflösung die Folge. Amen. B.D. NR. 5151.

 

Buch 58 5160

Kampf mit dem Schwert des Mundes.

26. Juni 1951. B.D. NR. 5160.

In einer Welt des ärgsten Unglaubens, der krassesten Lieblosigkeit und der vollsten Unkenntnis wird das reine Wort Gottes, das ihr empfanget als besondere Gnade, nicht erkannt werden als göttliche Gabe, weil die Fähigkeit des Erkennens abhängig ist vom Glauben und der Liebe eines Menschen und die Verstandesschärfe allein nicht die Erkenntnisfähigkeit ersetzt. Und doch muß eingewirkt werden auf die in geistiger Blindheit dahingehenden Menschen, es muß versucht werden, den Glauben und die Liebe in ihnen zu erwecken, auf daß dann auch als Folge derer die Erkenntnis kommt. Es muß eingewirkt werden insofern, als daß den Menschen die Auswirkung ihres falschen Lebens, ohne Glauben und Liebe, vorgehalten wird und sie auf das entsetzliche Los hingewiesen werden, das ihrer wartet, so sie sich nicht wandeln. Ohne Glauben und Liebe ist kein Verständnis zu erwarten für geistige Lehren, doch so den Menschen vorgestellt wird, daß sie selbst sich ein unerträgliches oder ein beseligendes Los schaffen, werden sie sich mit der Möglichkeit eines solchen vertraut machen und entsprechend aufnahmefähig sein für weitere Belehrungen oder aber gänzlich ablehnen und ein Fortleben leugnen, so sie schon völlig dem verfallen sind, der ihnen diese Gedankenrichtung eingab, der so auf sie einwirkt, daß sie weder glauben noch liebend sich betätigen und daher verfinstert sind im Geist bis zum endgültigen leiblichen und geistigen Tode. In keiner Weise ist in der Zeit geistiger Finsternis auf den Willen der Menschen einzuwirken, daß dieser sich in einer bestimmten Richtung entscheide. Es kann nur durch Reden und Vorstellungen das eine erreicht werden, daß sie nachdenken, und dann ist das Verlangen nach der Wahrheit ausschlaggebend, welche Richtung die Gedanken nehmen. Und darum ist es ein Kampf mit dem Schwert des Mundes, den allein nur der führen kann, der alles zu widerlegen vermag, was ihm von gegnerischer Seite vorgehalten oder als Gegeneinwand angeführt wird. Hellen Geistes müssen die Menschen sein, die jenen gegenübertreten, sie müssen sich selbst unter göttlicher Führung befinden, sie müssen selbst nur das Werkzeug sein, durch das Gott Sich äußert, Der aber dennoch den freien Willen des Menschen nicht antastet, wenn dieser Sein Gegner bleiben will und sich auch durch göttliche Worte nicht überzeugen lässet. Dennoch ist die Arbeit eines Menschen, der Licht zu bringen sucht in das geistige Dunkel, eine überaus segensvolle, werden doch die Gedanken derer angeregt, die seinen Weg kreuzen, sowie er sich anschickt, zu kämpfen für das Reich Gottes, sowie er redet aus innerstem Antrieb, seine irrenden Mitmenschen zu belehren und ihnen zu helfen, an das Licht des Tages zu gelangen. Er wird wohl viel Unglauben finden, er wird Anfeindungen ausgesetzt sein, der Gegner Gottes wird ihm mit Weltweisheit entgegentreten, und immer neue Einwände wird er zu widerlegen haben, doch er wird auch eine übernatürliche Kraft haben, die aus seinen nicht zu widerlegenden Reden und seiner Überzeugung zu erkennen ist - man wird ihm nicht das Gegenteil dessen beweisen können, was er vertritt, dagegen bei ernstem Willen und Verlangen nach der Wahrheit sich selbst überzeugen können, daß seine Worte Glauben verdienen, daß die Verheißungen sich erfüllen, so die Bedingungen erfüllt werden, die daran geknüpft sind. Nur der Wille muß da sein, die Liebe in sich aufkommen zu lassen, dann wird auch der Glaube erweckt, und das Erkennen wird leicht sein. Doch der Gegner Gottes arbeitet auch unentwegt, um das Denken der Menschen zu verwirren, und deshalb treibt er sie an zur Lieblosigkeit und zerstört jeglichen Glauben, solange sich der Mensch selbst nicht wehrt. Es ist ein Kampf, der mit aller Rücksichtslosigkeit geführt werden muß, soll er den Sieg eintragen. Die Rücksichtslosigkeit der Diener Gottes auf Erden aber besteht darin, daß sie unbarmherzig das Ränkespiel aufdecken, das Gottes Gegner treibt, daß sie sich nicht scheuen, ihn bloßzustellen, daß sie den Menschen ihre Fehler und Laster vorstellen mit dem Hinweis, daß sie unter dem Einfluß dessen stehen, der sie herabzieht in die Tiefe. Denn dann reden sie die Wahrheit, während der Gegner seine Anhänger mit Lügen zu gewinnen sucht und alles beschönigt, was die Menschen tun in ihrer Lieblosigkeit. Es ist kein geistiger Hochmut, so der Mitmensch auf seine Fehler aufmerksam gemacht wird, denn wer die Ursachen der geistigen Blindheit erkennt, der hat auch das Recht, wie ein Arzt auf die Ursachen der Krankheit aufmerksam zu machen, und also muß er schonungslos die Fehler aufdecken, auf daß dagegen vorgegangen wird und eine Gesundung erreicht, die nicht den Körper, sondern die Seele betrifft und ihr ein Leben in der Ewigkeit sichert. Wer selbst im Glauben steht, der weiß um das Unheil der Glaubenslosigkeit und soll ihr steuern; wer selbst durch Liebe gereift ist in der Erkenntnis, der weiß auch um den Zustand der Seelen, die bar jeder Liebe sind, und will er ihnen ernstlich helfen, dann muß er die Kraft des göttlichen Wortes an ihnen erproben und alles versuchen, um sie zu retten aus größter geistiger Not - er muß kämpfen mit dem Schwert des Mundes, und sein Geist wird ihn recht leiten, er wird stets die rechten Worte finden, und sein Kampf für das Reich Gottes wird erfolgreich sein. Amen. B.D. NR. 5160.

 

Buch 58 5165

Kraft Gottes. Leben.

5. und 6. Juli 1951. B.D. NR. 5165.

Alles Leben ist die Auswirkung Meiner Kraft; in jedem Schöpfungswerk manifestiert sich Meine Kraft. Der Gedanke an sich ist gleichfalls eine Kraftäußerung Meinerseits, und also gibt es nichts, was nicht in Mir seinen Ursprung hat, wenngleich es lange nach seinem Ausgang eine falsche Richtung eingeschlagen hat, als ursprünglich bestimmt war. Denn es findet ein immerwährender Kreislauf der von Mir ausgehenden Kraft statt zum Zwecke ständiger Vermehrung derselben und ständiger Erweckung zu neuem Leben und also auch ständig neuer Schöpfungen. Also ist Mein Schöpferwille und Meine Schöpferkraft unablässig tätig, um Leben zu erzeugen. Und ein Zurückhalten Meiner Kraft würde ein völliges Erstarren des gesamten Universums bedeuten, was jedoch niemals möglich ist, weil Meine Kraft sich nicht aufbrauchen und nicht vergehen kann, wie Ich Selbst nicht vergehe als Urquell der von Mir ausgehenden Kraft. Ich war, Ich bin, und Ich bleibe immer und ewig Derselbe, und ebenso bleibt das von Mir Erschaffene immer und ewig, nur in Sich-stets-verändernder-Form, weil Meine Kraft keinen Stillstand duldet und jede Kraftzufuhr aufbauend wirken muß und dies in stets vollkommeneren Schöpfungen zum Ausdruck kommt. Und Meine Kraft findet überall Zugang, und nichts könnte bestehen, so es von Meiner Kraft nicht berührt würde. Meine Liebe und Meine Weisheit lenket die Kraft nach Bedarf, und Mein Wille bestimmt zur Annahme derselben und nichts kann sich Meinem Willen widersetzen. Doch Meine Liebe und Weisheit erschuf sich auch etwas Wesenhaftes, im Verlangen, auch diesem das Glück und die Seligkeit der Kraftverwendung, des Erschaffens, zu bereiten, ihm eine Aufgabe zu erteilen und es durch Erfüllenkönnen jener Aufgabe überselig zu machen. Und es mußte dieses Wesenhafte ein Abbild sein von Mir, in gleicher Vollkommenheit stehend, mit göttlichen Fähigkeiten ausgestattet, das Ich unbegrenzt mit Kraft versehen wollte, auf daß es gleich Mir schöpferisch und gestaltend tätig sein konnte. Dieses Wesenhafte also war gleichfalls Produkt Meiner Kraft und Meines Liebewillens. Es wurde aus Meiner Kraft ins Leben gerufen und konnte sich völlig frei entfalten, weil ständig Kraft ihm zuströmte und es auch den freien Willen hatte, diese Kraft zu verwerten. Es wurde Kraftempfänger, das aber auch Kraft ausstrahlen konnte, wie dies seine Bestimmung war. Übergroße Seligkeit empfand das erstgeschaffene Wesen, und übergroße Seligkeit konnte es wieder bereiten, indem es gleichfalls Wesen das Leben gab zu freiem selbständigen Sein. Meine Kraft strömte unaufhaltsam dem ersten Wesen zu und durch dieses auch den unzähligen Wesenheiten, die aus dem Willen dessen unter Nützung Meiner Kraft hervorgegangen waren. Dies war der Anfang dessen, was außer Mir ist, wenngleich es ewig nicht von Mir getrennt zu denken ist. Denn Meine Kraft und alles, was aus ihr ist, bleibt ewig Mein Anteil und kann sich ewig nicht mehr von Mir lösen. Das Wesen aber, das Meine Kraft unmittelbar aus Mir bezog, fühlte sich im Vollbesitz Meiner Kraft, weil es unentwegt neue Wesen erschuf, ohne daß seine Kraft geschmälert wurde. Es wurde in seinem Denken, Wollen und Handeln in keiner Weise von Mir beeinflußt, denn als vollkommenes Wesen, als Mein Ebenbild, mußte es auch völlig frei sein und sich unabhängig fühlen. Doch ebenso mußte seine Liebe den höchsten Grad aufweisen können zu Mir, aus Dem es hervorgegangen war. Diese aber war stärker zu sich selbst. Er gab sich selbst den ersten Platz in seinen Gedanken, obgleich ihm die Erkenntnis nicht mangelte auf Grund seiner Vollkommenheit, die auch Erkennen der Wahrheit einschließt. Er überhob sich und fiel. Die Kraft, die von Mir ihren Ausgang nahm, entfernte sich endlos weit von Mir und braucht nun einen ebenso endlosen Weg, um wieder zu Mir zurückzugelangen. Die Rückkehr der Kraft zu ihrem Ausgang aber ist ein Gesetz, das ewig nicht umgestoßen werden kann, soll sie ihre Wirksamkeit behalten, denn nur im Zusammenschluß mit der Urkraft ist sie vollwirksam. Also muß der Kreislauf des Ausstrahlens und Zurückleitens stattfinden, was aber auch ständige Kraftvermehrung bedeutet, weil die Aufnahmegefäße göttlicher Kraft in Tätigkeit geraten müssen, sowie sie von ihr berührt werden. Das zutiefst gefallene Wesenhafte ist wohl noch Kraftträger, doch mit nur schwacher Wirksamkeit. Doch kann es nicht ganz untätig bleiben, weil Meine ständige Kraftausstrahlung bis in die Tiefen dringt und dort Gegenwirkung erzielt und jeglicher Widerstand Kraft erzeugt. Diese Krafterzeugung bedeutet wieder Erstehen neuen Lebens - Erstehen irgendwelcher Schöpfungen, die wieder eine Tätigkeit verrichten zwecks Kraftvermehrung. So also ist der höchste Lichtträger, das als Mein Ebenbild erschaffene erste Wesen, durch den Fall in die Tiefe ungewollt Anlaß geworden zum Erschaffen unzähliger Schöpfungswerke, in denen sich Meine Kraft manifestierte und so ein ungeheures Leben im Universum schuf, weil die Kraft niemals untätig sein kann und immer wieder dem Urquell zuströmt, sich stets vermehrt und niemals abbauen kann. Daß und warum unzählige Wesenheiten an dieser Kraftvermehrung beteiligt sind und als vom gefallenen Urgeist mit herabgezogenes Geistiges unweigerlich zurückkehren muß zu seinem Ausgang, bedarf keiner weiteren Erklärung, als daß Meine Liebe zu dem, was von Mir hervorgegangen ist, unveränderlich ist und daß diese Liebe nicht geringer wird, auch wenn die Erzeugnisse Meiner Kraft endlos weit von Mir entfernt sind - daß aber Mein Liebewille nicht eher ruht, bis es wieder in Meiner Nähe weilt und in Seligkeit mit Mir wirken und schaffen kann, wie es seine Bestimmung ist. Amen. B.D. NR. 5165.

 

Buch 58 5170

Entwicklungsperioden - Zeitdauer. Materie und Einfluß.

14. Juli 1951. B.D. NR. 5170.

Der Erlösungsplan des gefallenen Geistigen wickelt sich ab immer in bestimmten Zeiträumen, die dem jeweiligen Zustand des Geistigen entsprechen. Und darum sind die einzelnen Erlösungsperioden verschieden, sowohl zeitmäßig als auch in ihren Bedingungen und Ausreifungsmöglichkeiten. Es gibt längere und kürzere Erlösungsabschnitte sowie auch ganz verschiedene Schöpfungen in diesen, die eine mehr oder weniger harte Fessel bedeuten für das darin gebundene Geistige. Und daraus folgert sich, daß auch an die Menschen in solchen einzelnen Erlösungsabschnitten verschiedene Anforderungen gestellt werden, auf daß sie ihre seelische Reife erlangen. Es wäre gewissermaßen eine Abstufung zu erkennen, so die einzelnen Entwicklungsperioden miteinander verglichen werden könnten - und es wäre zu ersehen, daß sich die Schöpfungen immer dem Reifezustand der Menschen, d.h. ihrem Willen, anpassen, daß also Menschen ohne den harten Widerstand gegen Gott auch in einer Welt leben, die leichtere Auflösung der materiellen Form erkennen lässet, und darum auch kürzere Zeit zu einem Entwicklungsgang nötig ist. Und zwar wird das stets dann der Fall sein, wenn eine Totalauflösung der irdischen Schöpfung vorangegangen ist und das ihr entwichene Geistige wieder in eine neue Form gebracht werden soll. Dann strebt dieses Geistige, als in einer ihm zuträglichen Umgebung lebend, weit eifriger zur Höhe, wenn auch ihm selbst noch unbewußt. Aber nach einer solchen totalen Auflösung ist auch das Menschengeschlecht auf der Erde noch friedlicher, mit Gott verbundener, das das noch gebundene Geistige wohltätig beeinflußt und ihm auch zur Höhe verhilft. Die harte Materie ist zwar noch von tief gefallenem Geistigen belebt, und dieses Geistige wird seinen Einfluß immer noch geltend machen wollen, besonders dann, wenn auch diese Erlösungsperiode sich wieder dem Ende zuneigt. Doch eine jede Epoche ist ein Aufstieg aus der Tiefe zur Höhe, jede Epoche weiset Geistiges auf, das Gott keinen Widerstand mehr leistet oder ihn sehr bald aufgibt, aber auch solches, das im Widerstand gegen Gott verharrt, das zum Aufenthalt die harte Materie hat und immer wieder auf das reifere Geistige ungünstig einwirken will und wird. Je länger sich nun die Menschen diesem Einfluß entziehen, desto länger werden auch die Entwicklungsperioden sein, weil ein Abschluß erst dann wieder eintritt, wenn diese in der festen Materie gebundenen Wesen sich nach endlos langer Wandlung wieder als Mensch verkörpern dürfen. Denn diese Wesen bestimmen nun die Zeit des Endes oder der Auflösung der Schöpfung, die sie bewohnen. Ein Gott-Zuwenden sichert auch ein langes Bestehen, ein Abwenden von Ihm ist erneuter Widerstand und bedingt zuletzt wieder das Vernichten dessen, was den Zweck nicht erfüllt - ein Auflösen der Erde und ein Neubilden geistiger Formen. Denn laut Gesetz von Ewigkeit muß alles zur Höhe streben, und was versagt, wird so tief sinken, daß es wieder in den Aufwärtsentwicklungsprozeß eingegliedert werden kann, auf daß sich das Gesetz von Ewigkeit erfülle - ständige Aufwärtsentwicklung dessen, was gefallen ist, bis es die einstige Höhe wieder erreicht hat. Amen. B.D. NR. 5170.

 

Buch 58 5188

Reinkarnation. Irrlehre. Gotteskindschaft.

13. August 1951. B.D. NR. 5188.

Ihr werdet euch stets von der Wahrheit entfernen, sowie ihr die Bindung mit Mir lockert und nur denket mit eurem Weltverstand, der die geistige Wahrheit nicht erkennen kann. Denn der Verstand will sich immer eine Erklärung so geben, wie es seinen Wünschen und Berechnungen entspricht, die Wahrheit aber stimmt nicht immer damit überein. Die Gedanken des Menschen sollen zwar nicht ausgeschaltet werden, aber immer in geistigen Fragen dem Geist in sich den Vorrang lassen, also sich erst von Mir beschenken lassen durch seinen Geist, um dann gedanklich die Gaben zu verwerten. Ich will euch stets ein helles Licht geben, doch ihr selbst dürfet keine Wand davorstellen, durch die das Licht nicht mehr durchdringen kann. Und eine Wand richtet ihr selbst auf, sowie ihr selbst gedanklich tätig werdet in einer Richtung, die euch zusagt. Ihr Menschen wünschet, daß ihr lebet auf Erden, und wollet zumeist das Erdenleben ungern dahingeben. Und also gehen eure Gedanken solche Wege, und euer Wunschtraum ist ein mehrfaches Leben, weil ihr laut göttlichem Naturgesetz es selbst euch nicht verlängern könnet. Von diesem Blickfeld aus suchen sich nun eure Gedanken die Wege zur Erfüllung dieses Wunsches, und euch ist die Wiederverkörperungslehre willkommen, und ihr bewertet sie als Wahrheit, wenngleich sie nur eine Teilwahrheit enthält. Die Wiederverkörperung, wie ihr sie euch vorstellt, weil ihr es so wünschet, wäre gewissermaßen die Wiederholung eines Entwicklungsstadiums, weil der Mensch auf Erden versagt hat oder nicht die Vollreife erlangte, die er sehr wohl erlangen kann. Es muß euch Menschen doch aber verständlich sein, daß solches nur einen ständigen Wechsel des Aufenthaltes für die Seele bedeuten würde, die also nun nach Belieben bald das irdische, bald das geistige Reich bewohnen würde. Und es wäre das gleich einer Stockung im Kreislauf von Ewigkeit, ein Auf-immer-derselben-Stufe-Verharren, oder, solange der freie Wille nicht ausgeschaltet ist, auch ein Absinken für die Seele sein könnte, weil der freie Wille einem Menschen immer gegeben wird, laut dessen er sich nach oben oder nach unten entwickeln kann. Es muß euch ferner klar sein, daß alle Gestirne die gleiche Bestimmung haben, den Wesen geistige Ausbildungsmöglichkeiten zu geben, und daß sonach die Weiterentwicklung nicht unbedingt von der fleischlichen Rückkehr zur Erde abhängig ist, ja eine solche eher den bisherigen Reifegrad gefährden könnte, weil die Erde noch zuviel unreifes Geistiges birgt, das einen schlechten Einfluß ausüben kann auf die Seelen, die im Erdenleben versagten und darum eine neue Rückkehr verlangten. Einer zur Erde rückverlangenden Seele wird zwar der Wunsch gewährt, weil der Wille auch im jenseitigen Reich frei und sonach bestimmend ist für ihren Seelenzustand, jedoch ihr Menschen habt dann nicht mehr das Verlangen nach der Erde, wie es jetzt bei euch vorherrscht, ihr wollet nicht mehr den schweren irdischen Leib anziehen, sondern ihr seid, als einmal im geistigen Reich zu noch so geringer Erkenntnis gelangt, mit der euch umgebenden Sphäre schon so vertraut, daß ihr sie ausnützet, wie es euch möglich ist, und dadurch einen weit höheren Reifegrad erreichen könnet mit Sicherheit, als ihr euch durch einen nochmaligen Erdengang erzielet. Ich kann euch nur immer wieder das gleiche sagen: Ihr habt Irrtum einschleichen lassen durch eigenes Denken in das geistige Gut, das euch als Wahrheit von Mir geboten wurde, ihr habt Einzelfälle verallgemeinert - weshalb wohl die Wiederverkörperungslehre nicht gänzlich abgelehnt werden kann, jedoch in der von euch dargebotenen Weise sich zu einer Irrlehre ausgebildet hat, die Ich immer wieder berichtigen werde, auf daß ihr euch nicht in einer Annahme verrennt, die eure Aufwärtsentwicklung hier auf Erden gefährdet, die euch lau und nachlässig werden lässet in der Arbeit an euch selbst. Die Fälle der Rückversetzung einer Seele zur Erde sind so selten und stets besonders begründet, doch es ist falsch, aus diesen Tatsachen feststehende Lehren machen zu wollen, die das Denken der Menschen nur verwirren und die alleinige Wahrheit zweifelhaft erscheinen lassen. Ihr Menschen könnet auf Erden unvorstellbar viel erreichen, ihr könnet während eines Erdenlebens den höchsten Grad der Reife, die Gotteskindschaft, erreichen, denn dafür bin Ich Selbst als Mensch Jesus am Kreuz gestorben. Und es wird euch stets Mein Wille kundgetan durch Mein Wort, und ein unermeßlicher Gnadenschatz steht euch ständig zur Verfügung. Wer aber alles dessen nicht achtet und sein seelisches Ausreifen nicht anstrebt, der wird auch unwiderruflich die Folgen tragen müssen im geistigen Reich, doch durch Meine übergroße Liebe und Barmherzigkeit auch dann noch zur Höhe steigen können, wenn es sein Wille ist, denn Ich habe wahrlich viele Schulhäuser in Meinem Universum, wo ihr noch viel nachholen doch nimmermehr den Grad der Gotteskindschaft erreichet könnet, der euch zu Meinen Erben macht, den ihr aber nur auf Erden erreichen könnet. Amen. B.D. NR. 5188.

 

Buch 56 5219

Ernster Hinweis auf das Ende.

26. September 1951. B.D. NR. 5219.

Euer aller Tage sind gezählt. Es ist keines langen Bleibens mehr auf dieser Erde, euer Leben wird abgekürzt werden, denn die Zeit ist vorüber, die Ich euch Menschen gewährt habe zur Erlösung, und ihr, die ihr jetzt lebet, gehöret zu denen, die das Ende erleben. Wohl werde Ich noch viele zuvor abrufen, deren Seelen den letzten Kampf für Mich und Mein Reich nicht bestehen würden, und ein großes Sterben wird einsetzen überall, und die vielerlei Ursachen lassen euch Menschen nicht darauf kommen, daß die letzte Aktion schon begonnen hat, daß es schon ein Akt der Barmherzigkeit ist, weil Ich jenen Seelen die Möglichkeit gebe, im jenseitigen Reich ihren Entwicklungsgang fortzusetzen, was dann nicht mehr möglich ist, so der letzte Tag gekommen ist. Ihr alle habet nicht mehr viel Zeit, doch keiner von euch weiß es, ob er nicht noch eher aus dem Leben gerissen wird; keiner von euch weiß, wann seine Stunde gekommen ist. Trauert nicht um jene, die von euch gehen, denn Meine Liebe rufet sie ab; aber gedenket ihrer oft im Gebet, auf daß sie die Gnaden nützen, die ihnen auch im Jenseits noch gewährt werden. Bereitet euch alle vor auf eure letzte Stunde, Ich mahne euch ernstlich, denn ihr habet nicht mehr viel Zeit. Ich warne euch eindringlich durch die Geschehen in der Welt, und so ihr nur offenen Auges dahingehet, erkennet ihr den Ernst der Stunde, denn Ich spreche deutlich zu euch durch die Zeichen der Zeit. Ihr Menschen aber sehet nur die Welt, ihr schenket der Welt alle Aufmerksamkeit, an Mich aber denket ihr nicht, und unmutig werfet ihr alles von euch, was hinweisen konnte auf Mich und auf das Ende. Ihr wollet nicht glauben und bleibet daher unberührt von allem Geschehen, das euch allzudeutlich die Wahrheit Meines Wortes beweiset. Es ist hohe Zeit - doch nicht im Sinne der Welt, sondern zur Buße, zur Willenswandlung, zur Umkehr und zur Besinnung. Bleibet nicht unberührt, wenn Ich euch mahne, wo immer es sei. Fraget euch, wie ihr wohl beschaffen seid, wenn an euch der Ruf kommt, die Erde zu verlassen und einzugehen durch das Tor des Todes in die Ewigkeit. Fraget euch, ob ihr dann wohl bestehen könnet vor Meinen Augen, und glaubet es, daß die Stunde bald da ist, wo euer Erdenleben beendet ist. Darum sorget nur noch für eure Seelen, und wendet eure Augen ab von der Welt, denn diese wird vergehen, die Seele aber ist unvergänglich, und ihr Los in der Ewigkeit ist entsprechend eurem Lebenswandel auf Erden. Amen. B.D. NR. 5219.

 

Buch 58 5223

Geist des Antichristen.

30. September 1951. B.D. NR. 5223.

Der Geist des Antichristen herrschet überall dort, wo Ich nicht erkannt werde. Dort hat er sein Werk der Verwirrung schon angerichtet, er hat die Menschen in ihrer Erkenntniskraft geschwächt, er hat alles verdunkelt, er hat die Wahrheit verdrängt und die Menschen verblendet mit seinem Truglicht, er hat als Mein Gegner seine Macht genützet und also wider Mich gearbeitet. Er hat als besonderes Kampfmittel das Bild des göttlichen Erlösers Jesus Christus aus den Herzen der Menschen gerissen und wirket also wider Christus, und das in verstärktem Maße, je näher das Ende ist. Es ist sein Werk, daß die Menschen sich entfernt haben von Mir, daß sie nicht mehr an Jesus Christus glauben und daher auch den Weg zu Mir nicht mehr finden; und doch ist sein Wirken nur möglich, weil sich die Menschen nicht zur Wehr setzen seinen Angriffen und seinem Beginnen. Denn sie können sich wehren, wenn sie es wollen. Sie sind als selbständige Wesen auf die Erde gesetzt worden und haben völlig freien Willen. Sie stehen abseits von Mir, aber auch zu Beginn ihrer Verkörperung als Mensch so weit abseits von Meinem Gegner, daß er sie nicht zwingen kann, ihm untertan zu werden. Von Mir aus ist dem Menschen die Möglichkeit gegeben, mit Herz und Verstand die Eindrücke um sich aufzunehmen und sie im Herzen und mit dem Verstand durchzuarbeiten, denn Ich habe keine Maschinen geschaffen, die ihre Tätigkeit ausführen müssen nach dem Gesetz des Meisters; Ich habe euch Menschen frei hinausgestellt, euch Verstand und Vernunft gegeben und wirke durch alle Geschehnisse ständig auf euch ein im guten Sinne. Auch er läßt seine Macht nicht ungenutzt. Er sucht ebenso auf euren Willen einzuwirken, doch die letzte Entscheidung bleibt bei euch Menschen selbst. Aber es gibt ein Mittel, dessen ihr euch nur zu bedienen brauchet - euch Meines Liebegeistes, Meiner Kraft, zu versichern, die euch zu jedem Widerstand befähigt gegen die Anfechtungen eures Feindes. Diese Kraft könnet ihr euch ständig erwerben, so ihr selbst nur die Liebe übet, also Meine Liebekraft euch aneignet, die euch ungemessen zur Verfügung steht, die aber nur durch Liebewirken erworben werden kann. Mein Gegner ist ein Feind der Liebe, und ihn werdet ihr stets besiegen können, so ihr ihm mit der Waffe der Liebe entgegentretet. Dann gehet ihr den Weg Christi, ihr geht den Weg der Liebe, den auch Er gegangen ist, ihr seid also dann Ihm angehörig, und Er ist nun euer Schutzherr, euer Führer, Er ist euer Erlöser geworden durch euren Willen, der sich Ihm angeschlossen hat durch die Liebe. Solange aber die Menschheit ohne Liebe ist, erkennet sie Ihn nicht, und dies bewirket Sein Gegner, der seine Macht zu erhöhen glaubet, wenn er die Macht Jesu verringert. Sein Wirken richtet sich auffällig gegen Ihn, und jeder Mensch, der sich von Jesus Christus abwendet, der Ihn verleugnet, der Ihn abweiset, so Er ihm im Wort entgegentritt, ist in der Gewalt des Antichristen; er ist selbst ein Antichrist, der willig ausführet, wozu ihn der Satan antreibt. Hütet euch vor diesen Antichristen, und ob sie gleich edle Ziele anzustreben vorgeben. Sie sind in seiner Gewalt und daher auch Meine Gegner und werden ihre Gegnerschaft büßen müssen am Tage des Gerichtes, der sehr nahe ist. Amen. B.D. NR. 5223.

 

Buch 58 5235

Siehe, Ich mache alles neu.

14. Oktober 1951. B.D. NR. 5235.

Ich mache alles neu. Ihr Menschen, die ihr nicht in der Erkenntnis steht, die ihr den Geist in euch noch nicht erweckt habt, ihr wisset nicht, was diese Meine Worte bedeuten, denn ihr glaubt nicht an eine Umgestaltung dieser Erde, ihr glaubt nicht an das letzte Gericht, an das Beenden einer Entwicklungsperiode und das Beginnen einer neuen. Ihr wisset nichts von meinem Heilsplan von Ewigkeit und fasset daher auch Meine Worte nicht: Siehe, Ich mache alles neu. Jedes Meiner Worte hat eine mehrfache Bedeutung, um die auch Meine Erweckten nicht wissen, weil diese Erkenntnis noch zu hoch ist für die Menschen dieser Erde; doch ihnen ist die einfache Bedeutung klar, daß Ich erneuern will, was sich außerhalb Meiner Ordnung von Ewigkeit begeben hat. Ich will eine Wandlung schaffen, da die Menschen auf dieser Erde sie nicht mehr anstreben und somit ihren Erdenlebenszweck verfehlen. Sie haben versagt und ihr Leben nicht genützet für die Ewigkeit. Ich will sie aber dennoch nicht verlorengehen lassen und ihnen daher die Gelegenheit geben, den versäumten Entwicklungsgang noch einmal zurückzulegen, doch nicht als Wiederholung, sondern in völlig neuer Art. Denn ein nochmaliger Entwicklungsgang ist eine erhöhte Gnadenzuwendung und muß erworben werden durch erhöhte Leistung, wozu völlig neue Schöpfungen die Möglichkeit bieten. Ich erneuere also erstmalig das Schulhaus des Geistigen, Meine Erde, die wieder die Aufwärtsentwicklung bis zum Menschen hinauf fördern soll. Ich versehe sie mit ganz neuen Schöpfungen von so mannigfaltiger Art und Gestaltung, daß überaus zahlreichem Geistigen neue Möglichkeit geschaffen wird, sich darin zu bewähren, und Ich lasse ein neues Menschengeschlecht entstehen, hervorgehend aus von Mir gesegneten Menschen, die ihre geistige Entwicklung in Liebe und Treue zu Mir vollzogen haben, die einen Reifegrad erreicht haben, der eine hohe geistige Betreuung zuläßt, so daß das neue Menschengeschlecht alle Garantien hat zur höchstmöglichen geistigen Vollendung und auch das gebundene Geistige schnell zur Reife gelangen kann durch den überaus guten Einfluß, den die Menschen auf alle sie umgebenden Schöpfungen ausüben. Ich mache alles neu; Ich lockere auch die Bedingungen zur Freiwerdung des Geistigen, doch darum nicht von Meinem Gesetz der ewigen Ordnung abweichend, nur in tiefer Liebe und Erbarmung Mich dessen annehmend, das noch in Unfreiheit lebt. Alles Bedrückende wird von den Menschen abfallen, voller Kraft werden sie nach oben streben, weil Ich allein ihnen das Begehrenswerteste bin und sie nicht in die Tiefe gezogen werden können von Meinem Gegner, der gefesselt ist auf lange Zeit. Ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, d.h., geistig und irdisch beglücke Ich die Menschen, die nun zu Mir gehören und die auch denen den Weg zu Mir ebnen sollen, die nach ihnen kommen. Wer von euch Menschen kann das fassen? Und wer von euch Menschen glaubt es fest und ungezweifelt, daß das Alte aufhört zu sein, daß auch die Menschen nicht mehr sein werden, die Mir noch entfernt sind, daß nur die kleine Herde, die Mir als ihrem Hirten treu folgt, ihr Leben nicht verlieren wird, weil Ich diese kleine Herde gesegnet habe und bestimmt zum Fortleben im Paradies der neuen Erde - daß ein neuer Erlösungsabschnitt beginnt laut Heilsplan von Ewigkeit, den Meine Liebe und Weisheit festgelegt hat, um dem Geistigen ein ewiges Leben zu sichern? Siehe, Ich mache alles neu. Ihr, die ihr an Mich glaubt, gedenket dieser Worte, beweget sie in eurem Herzen und wisset, daß die Zeit da ist, wo dieses Mein Wort in Erfüllung geht. Glaubet fest daran und hoffet, und ertraget alles Schwere, was euch noch beschieden ist bis zum Ende, mit Geduld und Ergebung in Meinen Willen. Denn der Tag kommet sehr bald, wo Ich die Meinen hole, um ihnen das Paradies zu enthüllen, davon geschrieben steht: Einen neuen Himmel will Ich schaffen und eine neue Erde, und Ich Selbst will weilen mitten unter den Meinen und sie führen und lehren, wie Ich es verheißen habe. Amen. B.D. NR. 5235.

 

Buch 58 5258

Harmonie auf der neuen Erde.

22. November 1951. B.D. NR. 5258.

Vergängliches wird aufhören zu sein das Geistige aber die Form verlassen, die es bisher geborgen hielt. Und dann findet die Neuverkörperung des Geistigen statt wieder in anderer Form, je nach dem Reifezustand, den das Geistige erreicht hat. Der Entwicklungsgang des Geistigen in den Vorstadien geht weiter, so daß also dieses Geistige die Vernichtung oder Auflösung der Erde nicht sonderlich berührt, dagegen alles, was das Stadium als Mensch erreicht hatte und nicht zu den Entrückten gehört, schreitet nicht mehr aufwärts in seiner Entwicklung, sondern es fällt tief hinab. Es beginnt seine Aufwärtsentwicklung von neuem, weil es zuletzt total versagt hat. Darum wird die Neuschöpfung eine überaus friedliche, Menschen und Tiere gleich erfreuende Welt sein, die in vollster Harmonie steht mit dem göttlichen Prinzip, und jegliches Schöpfungswerk wird Gott loben und preisen in seiner Schönheit und Zweckmäßigkeit, die von den Menschen überaus wohltätig empfunden wird. Es gibt gewissermaßen nichts Unedles, das menschliche Auge nicht Ergötzendes, alles ist nur Freude-auslösend, alles ist zweckvoll und für die Menschen zur Annehmlichkeit geschaffen. Die harte Materie aber, darin das Gott-Widersetzliche gebannt ist, kann die Menschen noch nicht ungünstig beeinflussen, weil sie noch im Zustand der Neubannung ist, völlig kraftlos und zu jeder Tätigkeit unfähig. Darum ist nun auch eine Zeit des Friedens, weil nichts im Widerstand zueinander liegt, weil alles sich wieder in göttlicher Ordnung bewegt, weil das noch gebundene Geistige spürt, daß es zur Höhe schreitet, und weil die Menschen voll des göttlichen Geistes sind, also um alles wissen, und dieses Wissen sie beseligt und zu friedlichsten Bewohnern der neuen Erde macht. Denn sie stehen mit Gott in Verbindung, und ihr Wesen ist daher so liebedurchstrahlt, daß sie stets nur gut sein können, was auch das noch unter ihnen stehende Geistige, die Tier- und Pflanzenwelt, spürt, und die ganze Liebessphäre zu schneller Aufwärtsentwicklung geeignet ist. So entsetzlich die Erde enden wird, so friedvoll und harmonisch wird sie wieder beginnen, und den Erdenbewohnern wird ein seliges Los beschieden sein als Lohn für ihre Treue zu Gott und ihre Standhaftigkeit im Glauben. Und Gott Selbst wird wie ein Vater mitten unter Seinen Kindern weilen, wie Er es verheißen hat. Amen. B.D. NR. 5258.

 

Buch 58 5269

Lebenskraft - Geisteskraft.

10. Dezember 1951. B.D. NR. 5269.

Verlasset euch niemals auf eure eigene Kraft. Wohl müsset ihr selbst euren Willen tätig werden lassen, ihr dürfet nicht tatenlos verharren und auf Hilfe warten, doch was ihr tut, müsset ihr immer im Verein mit Mir in Angriff nehmen, ihr müsset Meine Hilfe und Meinen Segen dazu erbitten, und es wird euch gelingen. Ihr besitzet wohl Lebenskraft, die euch zu reger Tätigkeit berechtigt und befähigt. Doch über allem steht Mein Wille, und diesen könnet ihr nicht zwingen; Ich aber sehe Mich oft gezwungen, Widerstand eurem Willen entgegenzusetzen, wenn dies eurer Seele zum Heil gereichet. Und darum sind in euer Lebensschicksal auch Fehlschläge, Mißlingen von Vorhaben und Erfolglosigkeiten einbezogen, und ihr könnet sie aus eigener Kraft nicht von euch fernhalten. Dann nützet euch auch die Lebenskraft nicht viel, dann erkennet ihr oft, wie wenig ihr aus eigener Kraft vermögt. Alle Fehlschläge, alle vergeblichen Arbeitsleistungen, alle Schwächeanfälle sind stets Hinweise, euch an den Kraftgeber von Ewigkeit zu wenden, Seinen Segen zu erflehen und Ihn im Erkennen eurer eigenen Unzulänglichkeit zu bitten um Vermehrung der Kraft und gutes Gelingen jeder Tätigkeit. Ihr sollet Mich nicht vergessen, darum muß Ich euch oft in Situationen kommen lassen, wo eure eigene Kraft keine Erfolge zeitigen kann, Ich muß euch zeigen, daß alle eure Bemühungen erfolglos sind, so Ich nicht Meinen Segen dazu gebe, den ihr aber erst erbitten müsset, um Meiner nicht zu vergessen. Die Zusammenarbeit mit Mir garantiert den Erfolg, haltet ihr euch aber von Mir zurück, dann sind eure Bemühungen um vieles anstrengender und auch dann noch oft ohne Erfolg. Ihr könnet euch zwar auch den Erfolg erzwingen, dann aber nur mit Unterstützung der Kraft von unten, die euch stets versorgen wird, wenn ihr eure Seele dafür eintauschet. Dann könnet ihr mächtig sein auf Erden, dann wird euch alles gelingen, dann könnet ihr die Mitmenschen verblüffen mit Werken übernatürlicher Art - doch immer unter Einbüßen der Freiheit, denn dann seid ihr gefesselt und völlig in seiner, des Satans, Gewalt. Begehret nicht diese Kraft von unten, selbst wenn sie euch ein reizvolles Erdenleben verheißet. Kommet zu Mir in innigem Gebet, und rufet Mich an um Kraft und Gnade, und ihr gewinnet dann wahrlich mehr, als euch Mein Gegner bieten kann. Doch nicht weltliche Güter sind es, die ihr dann in Besitz nehmet, sondern Ich segne dann jedes Beginnen, das ihr irdisch unternehmet, wie Ich euch aber auch geistig segne, d.h. euch durch die innige Verbindung mit Mir mit Geisteskraft versehen kann, die ungleich wertvoller ist als eure Lebenskraft, denn mit geistiger Kraft zu arbeiten wird immer erfolgreich sein, wenn auch von euch nicht immer erkannt. Schaltet Mich niemals aus, was ihr auch beginnet, denn Ich will ständig euer Berater, Führer und Beistand sein, Der alles zum Besten lenket für eure Seelen. Amen. B.D. NR. 5269.

 

Buch 58 5271

Großes Sterben. Abruf der Schwachen. Entscheidung.

13. Dezember 1951. B.D. NR. 5271.

Und es wird kommen, wie Ich es verkündet habe. Ein großes Sterben wird einsetzen zuvor, und ihr werdet es ansehen als Zufall, als Unglücksfall, ihr werdet jede andere Erklärung eher gelten lassen als die eine, daß Ich Selbst die Menschen abrufe in großer Zahl, die im letzten Kampf auf dieser Erde versagen würden, die zu schwach sind, um Widerstand zu leisten, und doch auch nicht Meinem Gegner in die Hände fallen sollen. Denn Ich kenne die Menschenherzen und lasse nicht dem ewigen Verderben anheimfallen, der noch einen kleinen Funken Liebe in sich trägt und diesen Funken noch aufleben lassen kann, wenn nicht auf Erden, dann im jenseitigen Reich, wo Meine Liebe und Erbarmung auch hinreichet, um Hilfe zu bringen. Es wird kommen, wie Ich es verkündet habe. Not und Trübsal wird sein in solchem Maße, daß jeder die Endzeit erkennen kann, der es will. Doch nur dort wird Trübsal sein, wo die Meinen erkenntlich sind, denn von den Mitmenschen wird diese Trübsal bereitet, um den Meinen den Glauben zu nehmen an ihren Gott und Schöpfer von Ewigkeit, in Dem sie ihren Vater sehen und Dem sie treu bleiben wollen. Es arbeitet der Widersacher gegen Mich, und er benützet die ihm hörigen Menschen zu den schändlichsten Ausführungen gegen die Meinen. Er will sie Mir abtrünnig machen und gehet darum mit brutalen Mitteln vor, denen die Meinen kaum standzuhalten vermögen. Doch Meine Liebekraft hält sie aufrecht, Meine Liebekraft setzt sich durch, und ob auch die Meinen nach außen hin in größter Not sind - sie bleiben standhaft und überwinden alles Feindliche, weil sie es können mit Meiner Kraft. Die Zeit neigt sich dem Ende zu. Was euch heut noch nicht glaubhaft erscheint, das werdet ihr in Kürze erleben, ein Umsturz in jeder Beziehung, der alle Menschen in Mitleidenschaft zieht und von allen Menschen eine Einstellung fordert zu Mir, dem Schöpfer und Erhalter von Ewigkeit. Und diese Einstellung kann nur Bekennen oder Ablehnen sein. Das ist die Entscheidung, die noch fallen muß, bevor das Ende da ist. Ich werde Mich mächtig eindrängen in eure Gedanken, und ihr könnet Mich aufnehmen oder abweisen - doch es ist die Entscheidung für die Ewigkeit, die ihr nun fället. Und darum ist auch das böse Walten Meines Gegners zugelassen, weil er beiträgt zur endgültigen Entscheidung für Mich oder ihn - er nützet seine Machtbefugnis aus weit über die ihm gesetzten Grenzen, er bedränget die Meinen ungewöhnlich hart und gibt seinen Anhängern in Fülle - irdische Güter, Ehre und Ruhm, und darum erkennen sie ihn lieber an als ihren Herrn und verleugnen Mich. Doch nur die Starken lasse Ich das Ende erleben, die Mir treu sind und bleiben und Meine Liebekraft ständig in Empfang nehmen. Der Schwachen aber nehme Ich Mich an, indem Ich sie abrufe, bevor das Ende kommt, auf daß sie nicht in die Hände Meines Gegners fallen und ewige Zeiten büßen müssen. Doch die stark sind im Bösen, werden den Tod erleiden am Tage des Gerichtes, denn auch ihnen geht Meine Gnade oft genug zu, doch sie achten ihrer nicht und gehen bewußt in das Lager des Widersachers, und also sollen sie auch sein Los teilen, so das Ende gekommen ist - denn alles wird sich erfüllen, was Ich durch Seher und Propheten verkünden ließ. Amen. B.D. NR. 5271.

 

Buch 58 5286

Kommen des Herrn wörtlich zu verstehen.

Neujahr 1. Januar 1952. B.D. NR. 5286.

Euch allen sei es gesagt, daß Ich wiederkomme, wenn die Zeit erfüllt ist. Wohl will Ich auch in euren Herzen Einzug halten, wohl will Ich, daß ein jeder Mein Kommen persönlich erlebt, daß er Mir eine Wohnstätte bereitet, daß er sagen kann: Er ist in mir und ich in Ihm. Doch Mein Kommen zur Erde am Tage des Gerichtes ist dadurch nicht ausgeschaltet, es ist wörtlich zu nehmen, daß Ich den Meinen schaubar sein werde, daß Ich zur Erde wiederkomme, wie Ich einst aufgefahren bin zum Himmel. Und dieses Mein Kommen beendet auch das Bestehen dieser Erde. Darum wollet ihr, die ihr daran zweifelt, es nicht wahrhaben, weil Euch Mein Kommen auch das Ende bestätigt, weil ihr, so ihr daran glaubet, auch an ein Ende glauben müsset und euch dieser Gedanke schreckt. Und doch haltet ihr damit nicht auf, was sich erfüllet laut Heilsplan von Ewigkeit. Wenngleich alles, was Ich gesprochen habe, geistig zu verstehen ist, so kann euch doch am Ende dieser Erlösungsperiode auch ein wörtliches Erfüllen Meiner Worte glaubhaft sein, denn immer stehe Ich zu Meinem Wort. Mein Kommen in den Wolken ist das letzte, was ihr erleben werdet auf dieser Erde, die ihr zu den Meinen gehöret, denn Ich Selbst hole euch, bevor die Erde mit allem, was in ihr lebt, vernichtet wird. Auch dieses letzte Zerstörungswerk ist euch Menschen nicht glaubhaft, wie auch die Entrückung der Meinen. Zwar sind es ungewöhnliche naturgesetzwidrige Erscheinungen, doch auch sie sind im Gesetz von Ewigkeit vorgesehen und als Folge naturwidrigen Handelns von euch Menschen in Meinen Heilsplan von Ewigkeit einbezogen, darum, weil sie für niemanden mehr einen Glaubenszwang bedeuten, denn nur die Meinen werden es vollbewußt erleben, während die anderen, die Mir entgegenstehen, selbst von dem Zerstörungswerk betroffen werden und diese Vorahnung auch den starken Ablehnungswillen dieser Meiner Worte hervorruft. Es wird sich alles erfüllen, was Ich verkünden ließ durch Seher und Propheten, alles, was auf das Ende Bezug hat, ist wörtlich zu nehmen, und darum richte Ich an euch Menschen die ernste Mahnung, euer Leben so zu gestalten, daß ihr ohne Furcht diesen letzten Tag erwarten könnet, wo Ich Selbst kommen werde zur Erde, um zu richten die Lebendigen und die Toten. Amen. B.D. NR. 5286.

 

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