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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 58

B.D. NR. 5136 - B.D. NR. 5294
24.u.25.5.1951-12.1.1952

5136 5137 5138 5139 5140  5141 5142 5143 5144 5145
5146 5147 5148 5149 5150  5151 5152 5153 5154 5155
5156 5157 5158 5159 5160  5161 5162 5163 5164 5165
5166 5167 5168 5169 5170  5171 5172 5173 5174 5175
5176 5177 5178 5179 5180  5181 5182 5183 5184 5185

5186 5187 5188 5189 5190  5191 5192 5193 5194 5195
5196 5197 5198 5199 5200  5201 5202 5203 5204 5205
5206 5207 5208 5209 5210  5211 5212 5213 5214 5215
5216 5217 5218 5219 5220  5223 5235 5258 5269 5271
5286

 

Neu am 17. Okt. 2018: 5136 5137 5138 5139 5140

Neu am 20. Okt. 2018: 5141 5144 5145

Neu am 24. Okt. 2018: 5146 5147 5148 5150

Neu am 27. Okt. 2018: 5152 5153 5154 5155

Neu am 29. Okt. 2018: 5156 5157 5158 5159

Neu am 01. Nov. 2018: 5161 5162 5163 5164

Neu am 03. Nov. 2018: 5166 5167 5168 5169

Neu am 05. Nov. 2018: 5171 5172 5173 5174 5175

Neu am 06. Nov. 2018: 5176 5177 5178 5179 5180

Neu am 09. Nov. 2018: 5181 5182 5183 5184 5185

Neu am 11. Nov. 2018: 5186 5187 5189 5190

Neu am 13. Nov. 2018: 5191 5192 5193 5194 5195

Neu am 14. Nov. 2018: 5196 5197 5198 5199 5200

Neu am 21. Nov. 2018: 5201 5202 5203 5204 5205 5206 5207 5208 5209 5210

Neu am 25. Nov. 2018: 5211 5212 5213 5214 5215

Neu am 02. Dez. 2018: 5216 5217 5218 5220

 

Buch 58 5136

Die Macht des Satans.

24. und 25. Mai 1951. B.D. NR. 5136.

Groß ist die Macht dessen, der euch verderben will, doch nur dann, wenn ihr selbst ihm diese Macht einräumt, weil, so ihr ihm widerstrebt und ihr euch Mir zuwendet, auch Mein Liebelicht euch zufließt, das ihn völlig kraftlos macht. Denn der Liebe vermag er nicht standzuhalten. Und die Liebe wird auch ihn einst besiegen, wenn seine Zeit gekommen ist. Der Satan ist wahrlich unentwegt bemüht, das durch seinen Willen, jedoch aus Meiner Kraft Hervorgegangene in seinen Bann zu ziehen, es sich untertan zu machen für ewig. Und darum wird er aufs äußerste bedrängen, was er zu verlieren fürchtet, was sich im freien Willen ihm entwindet, was zu Mir strebt, um auf ewig mit Mir vereint zu sein. (25.5.1951) Er wird kein Mittel scheuen, auf dieses Geistige einzuwirken, er wird Verwirrung anrichten, wo er nur kann. Er wird immer dort sein, wo die Meinen sich zusammenfinden, er wird sich einzuschalten suchen in die Gedanken derer, um seinen Willen auf sie zu übertragen, obwohl er erkennt, daß er die Macht über jenes Geistige verloren hat. Dennoch steht er Mir als Feind gegenüber, denn sein Ehrgeiz ist so groß, daß er so verblendet ist, zu glauben, daß seine Macht nicht zu brechen sei. In der Liebe erkennt er wohl die Waffe, die ihn verwundet, und darum flieht er sie, wo sie ihm in den Weg tritt, und schürt die Lieblosigkeit, wo ihm nur die geringste Handhabe geboten wird. Er fühlt es, daß seine Macht geringer wird, und will sich doch nicht besiegen lassen. Darum ist sein Wirken meist unverkennbar, weil seine Mittel immer solche sind, daß Feindschaft zwischen den Menschen entsteht, die einander zugetan sind, daß Verwirrung entsteht, wo Klarheit herrschte; und die Schuld ist bei den Menschen selbst zu suchen, daß sie durch kleine Lieblosigkeiten dem Satan einen Finger reichen und er die ganze Hand zu fassen suchet, d.h., daß er die Menschen zu stets größerer Lieblosigkeit antreibt. Er hat große Macht, doch nur dort, wo sie ihm eingeräumt wird - weil ihr Menschen nicht die Waffe gegen ihn anwendet, die ihn machtlos werden läßt - weil ihr die Liebe zuwenig übt - weil die Selbstliebe noch zu stark ist in euch, die ihm eine willkommene Handhabe bietet. Dann erkennet ihr ihn nicht, so er euch in den Weg tritt, dann ist euer Auge schwachsichtig, und ihr sehet ihn an als Freund und schenket ihm euer Vertrauen. Er ist nicht euer Freund, solange er noch Mein Gegner ist - und er ist so lange Mein Gegner, wie er bar jeder Liebe ist. So lange ist er zu fürchten, wie ihr selbst ohne Liebe seid, denn dann seid ihr sein und von Mir noch weit entfernt. Ist aber der Liebesfunke in euch entflammt, dann löset ihr selbst die Fessel, die euch gebunden hält, dann wechselt ihr euren Herrn, dann verbindet ihr euch mit Mir, und dann hat er jegliche Macht über euch verloren. Darum brauchet ihr ihn nicht zu fürchten, die ihr Mein geworden seid durch euren Willen, der Mir zudrängt und ihn abweiset. Dann kann er euch nicht mehr schaden, doch ihr könnet ihm noch helfen, indem ihr glühende Kohlen auf sein Haupt sammelt, indem ihr die Liebe auch auf alles erstreckt, was euch feindlich gesinnt ist, indem ihr das Böse mit Liebe erwidert, weil er dann erkennen muß, daß ihr euch vergöttlicht habt, daß ihr über ihm steht in hellstem Licht und ungemessener Kraft. Denn so ein Wesen über ihn hinauswächst, spürt er dessen Macht, und er gibt es auch gedanklich frei, d.h., es wird nicht mehr von ihm bedrängt, weil es als vereint mit Mir für ihn unerreichbar ist. Der Weg zum Vaterherzen ist für alle Menschen gangbar, und die Fessel, die es gebunden hält, ist für alle Menschen zu lösen durch die Liebe, die gleichzeitig Löse- und Bindemittel ist, die euch zu Meinen Kindern macht, die ewig des Vaters Gegenliebe erfahren und darum ewig glückselig sind. Amen. B.D. NR. 5136.

 

Buch 58 5137

Freude und Leid dienen zur Vollendung.

27. Mai 1951. B.D. NR. 5137.

Erkennet die Liebe des Vaters in allem, in der Freude sowohl als auch im Leid, und danket Ihm auch für letzteres, denn es dienet euch zu dereinstigen Freuden im geistigen Reich. Was euch auch beschieden ist im Erdenleben, es dienet eurer Seele zur Vollendung, und oft sind es gerade die Schwierigkeiten des Lebens, die ihre Reife fördern, weil die Freuden sehr leicht eine Abkehr vom geistigen Streben nach sich ziehen. Des Vaters Liebe aber will auch seine Kinder beglücken, darum Er auch Freude bereitet, so der Seele dadurch keine Gefahr droht. Doch die geistige Entwicklung des Menschen ist immer der Anlaß zu Freude und Leid. Und der geistigen Entwicklung wegen sind auch die Schicksale der Menschen so verschieden, was aber niemals an der Liebe des Vaters zweifeln lassen darf, denn das Erdenleben ist nur kurz, gemessen an der Ewigkeit, und ein noch so schweres Erdenleben wird reichlichst abgegolten in der Ewigkeit, wenn es dem Menschen ein Ausreifen auf Erden ermöglicht hat. Letzteres aber ist freier Wille des Menschen, nicht durch das Schicksal zwangsläufig bestimmt. Was euch zur seelischen Reife verhilft, muß erst durch euren Willen ausgewertet werden, und darum kann Leid und Freude zur Seligkeit beitragen, da beide irdisch ertragen werden, aber geistig sich segensreich auswirken können. Was immer die Gedanken zum himmlischen Vater richtet, hat Erfolg gehabt für die Seele und fordert von euch Menschen Dank, weil Seine Liebe euch so bedenkt, wie es eure Seele benötigt. Zieht es euch aber vom Geistigen ab und treibt euch wieder der Welt zu, dann werden die Gnaden Gottes falsch ausgewertet, doch immer im freien Willen. Freude und Leid sendet euch der Vater, weil Seine Weisheit erkennt, was euch dienlich ist, und Seine Liebe stets eurem Ergehen in der Ewigkeit gilt - was auch über euch kommt. Die Liebe des Vaters bereitet es euch, und darum sollet ihr alles dankbar aus Seiner Hand nehmen, was euch zur seelischen Reife verhalf, und ihr werdet Seine Liebe erfahren, weil sie euch zur Vollendung verhalf. Amen. B.D. NR. 5137.

 

Buch 58 5138

Die Knechte, die der Herr noch spät dingte. Gottes Wort. Wahrheit.

28. Mai 1951. B.D. NR. 5138.

Euch geht das Wort zu in göttlicher Reinheit - und ihr erfahret täglich des Herrn ungewöhnliche Gnade. Ihr werdet von Ihm Selbst belehrt, Der Sich euch in väterlicher Liebe zuneigt und euch Menschen alle zu Sich emporzuziehen sucht. Ihr seid die Knechte in Seinem Weinberg, die Er noch spät am Abend dingte, daß sie Ihm dienen sollen, denn ihr Menschen steht vor dem Ende, es ist die letzte Stunde des Tages herangekommen, und zum Wirken für Sein Reich bleibt nicht mehr viel Zeit. Und darum werdet ihr es auch verstehen können, daß Seine unendliche Liebe stets besorgter für euch tätig wird, je näher es dem Ende ist, denn Er will euch vor dem Untergang bewahren, Er will euch bewahren vor einem überaus harten Los, vor der Neubannung in der Materie auf der neuen Erde. Ihr Menschen könnet Sein Wirken nicht ermessen, ansonsten ihr euch in tiefster Liebe und Demut beugen würdet vor Ihm, Der euer aller Vater ist seit Ewigkeit. Ihr gehet wie blind einher und sollet doch sehend werden, auf daß ihr den rechten Weg erkennet, der nach oben führt. Und diese Blindheit will Er beheben, indem Er euch Sein Wort zuwendet aus der Höhe, daß es als helles Licht euren Erdenweg erleuchtet, als Lichtstrahl, dem ihr nachfolgen sollet und der unweigerlich zu Ihm führt, von Dem das Licht ausgeht seit Ewigkeit. Und dieses Sein göttliches Wort ist unanfechtbar, weil es die Kraft in sich birgt, weil es ewige Wahrheit ist, die nie und nimmer von Feinden der Wahrheit so widerlegt werden kann, daß sie einem Gott zustrebenden Menschen nicht mehr als Wahrheit erkenntlich wäre. Das göttliche Wort spricht für sich selbst, jedoch nur für den, der Gott Selbst hören will, also die ewige Wahrheit begehrt. Und Wahrheit begehren heißt, sich in demütiger Hingabe an Gott Seinem Liebelicht zu öffnen, also den Geber der Wahrheit Selbst um diese zu bitten und gläubig Seine Antwort entgegenzunehmen, die Er niemals versagen wird den wahrheitshungrigen Kindern. Wer aber in der Endzeit Ihm dienen und sich am Erlösungswerk an der notleidenden Menschheit beteiligen will, der muß als erstes selbst in der Wahrheit stehen, weil er diese lehren und verbreiten soll als wichtigste Mission. Dann aber wird auch Gott, als die ewige Wahrheit, ihn Selbst belehren. Er wird Seinem Knecht Anweisung geben, wo und wie er seine Weinbergsarbeit ausführen soll, ansonsten Er niemals gute Arbeit verlangen könnte von denen, die Seine Diener sein sollen in der letzten Zeit vor dem Ende. Und jenen könnet ihr Menschen vollsten Glauben schenken, denn sie sind nur die Mittler zwischen Gott und euch, weil Er euch allen die reine Wahrheit zuleiten will, auf daß ihr selig werdet. Denn die Wahrheit geht von Gott aus und führt auch wieder zu Gott zurück. Amen. B.D. NR. 5138.

 

Buch 58 5139

Heraustreten aus der ewigen Ordnung bedingt Auflösen der Schöpfung.

29. Mai 1951. B.D. NR. 5139.

Eine völlig neue Lebensordnung müsset ihr Menschen einführen, denn ihr seid so weit von dem Gesetz der ewigen Ordnung abgewichen, daß es nicht nur einer kleinen Änderung eures Lebenswandels bedarf, sondern ihr euch ernstlich auf euch selbst besinnen müsset und euch freiwillig wieder unter das Gesetz beugen, das Ich euch gegeben habe - unter das Gesetz der Liebe, ohne die keine Ordnung bestehen kann. Fraget euch selbst, wieweit ihr dieses Gesetz erfüllet, und eure Antwort wird wenig befriedigend ausfallen. Dann aber kann nichts von Bestand sein, weil ohne die Liebe alles widergöttlich ist und ein Auflösen des Geschaffenen bedingt, das in diesem widergöttlichen Zustand aus der ewigen Ordnung herausgetreten ist und eine abschüssige Bahn betreten hat, die unweigerlich zur Tiefe führt. Nur was sich in Meiner Ordnung von Ewigkeit bewegt, kann beständig sein. Euer Sein aber ist desto mehr in Frage gestellt, je offensichtlicher ihr gegen die ewige Ordnung verstoßet. Und mag auch scheinbar der Boden, auf dem ihr steht, fest sein, weil ihr irdisch euch sicher fühlt und Macht zu haben glaubt, er wird wanken, und das sehr bald. Völlig wandeln müsset ihr euch, auf daß ihr geistig auf festem Boden steht, der unerschütterlich ist. Die Liebe muß euch durchdringen, dann gleichet ihr euch, indem ihr das Gesetz erfüllet, auch Mir als dem Gesetzgeber an, Der Ich aus der Liebe heraus auch alles gesetzmäßig geordnet habe und die Liebe daher höchste Ordnung bedingt. Um wie vieles glücklicher würdet ihr Menschen auf der Erde schon leben, so ihr Mein Gesetz der Liebe erfüllen möchtet - harmonisches, friedvolles Denken, ständig hilfsbereites Handeln und beglückendes Zusammenleben mit den Mitmenschen würde euch das Leben auf Erden schon zur Seligkeit werden lassen, ebendarum, weil ihr euch dem ewigen Gesetz der Ordnung unterstellet, dem Meine Liebe zugrunde liegt. Doch gerade das Gegenteil kennzeichnet eure gesetzwidrige Einstellung, und dieses führt unweigerlich zum Untergang. Denn Liebe baut auf, Lieblosigkeit reißet ein. Liebe ist Garantie für beständiges Sein, Lieblosigkeit zieht so lange Vergänglichkeit nach sich, bis das Eingehen in die ewige Ordnung einen Wandel beweiset, den das Geistige vollziehen muß, will es leben in Ewigkeit. Das Heraustreten aus der ewigen Ordnung muß daher Entsetzliches nach sich ziehen, weil es auch ein gänzliches Entfernen von Mir und sonach unwiderruflich das Verhärten geistiger Substanz bedeutet - und, weil Mein Gesetz der Ordnung niemals auszuschalten ist, irdische Schöpfungen aufgelöst werden müssen, um diese verhärtete geistige Substanz wieder in neue Schöpfungen zu bannen. Es muß entweder eine völlige Wandlung der Menschheit in Kürze sich vollziehen oder eine Wandlung der Schöpfung, auf daß die ewige Ordnung wiederhergestellt werde, in der ihr Menschen unbedingt leben müsset,wollet ihr euer Ziel erreichen, die Vereinigung mit Mir und ein ewiges Leben. Amen. B.D. NR. 5139.

 

Buch 58 5140

Lehrfähigkeit. Geistwirken. Liebe. Wahrheit.

30. Mai 1951. B.D. NR. 5140.

Der Himmel steht euch allen offen, die ihr Mir dienen wollet. Und Mein Geist strahlet auf euch hernieder und bringet Klarheit in euer Denken, so ihr willig seid, die reine Wahrheit zu erkennen. Nur Mein Gebot der Liebe müsset ihr erfüllen, ansonsten Mein Geist nicht in euch wirken kann, der euch in alle Wahrheit leitet. Und nun verstehet, daß es nur die Liebe ist, die euch tauglich macht zur Arbeit für Mich und Mein Reich. Wer die Liebe hat, dessen Wissen wird alles umfassend sein und auch der Wahrheit entsprechen, denn wer die Liebe hat, der hat Mich, und Ich werde ihm wahrlich nichts anderes als Wahrheit darbieten, so er diese begehrt. Ich kann aber auch wieder nur wahrheitsbegehrende Menschen brauchen als Diener auf Erden, weil ihre Arbeit ja darin besteht, ihre Mitmenschen zu belehren, Mein göttliches Wort, das von oben kommt, zu verbreiten. Also muß diesen auch entsprechend ihrer Weinbergsarbeit das rechte Wissen zugeleitet werden. Und das ist entscheidend, wann der Mensch sich als gelehrt von Mir betrachten kann, ob er von Mir Selbst berufen ist für seinen Dienst, ob er den Auftrag hat von Mir Selbst, Mein Wort zu verbreiten, ob Ich Selbst ihn als tauglich für diese Tätigkeit erkannt habe und ihn für diese Mission Selbst zubereite.

Die Arbeit für Mich und Mein Reich ist eine Freie-Willens-Angelegenheit und Ich weise keinen ab, der Mir also dienen will. Doch die Berufung muß er abwarten, denn Ich erkenne wahrlich am besten, welche Fähigkeiten er besitzt, und weise ihm den Platz zu, wo er seine Fähigkeiten verwerten kann. Doch nicht immer ist es die lehrende Tätigkeit, die Meine Diener auf Erden ausüben sollen, denn die Mitmenschen zu belehren ist außerordentlich verantwortungsvoll und erfordert mehr als ein Verstandesstudium, das auch solche Menschen nachweisen können, die zur Lehrtätigkeit völlig untauglich sind, weil sie noch nicht das rechte Wissen gewonnen haben, das nur Mein Geist euch Menschen vermitteln kann - d.h., Ich Selbst muß in euch wirken können, wollet ihr garantiert in der Wahrheit stehen. Ich segne jedoch jede Arbeit für Mich und Mein Reich, wo der Wille, Mir zu dienen und dem Nächsten zu helfen, alleinige Triebkraft ist. Und Ich erleuchte das Denken derer, die Mein Wort verbreiten, in das sie verstandesmäßig eingedrungen sind. Denn Ich erkenne jeglichen guten Willen an und segne ihn. Und so ein Mensch im Verlangen, Mein Wort zu hören, von jenen belehrt wird, dann gebe Ich auch ihm rechtes Erkennen, weil Ich immer nur den Willen und das Verlangen nach Mir werte und niemals zulassen werde, daß sie falsch unterwiesen werden, wenn sie nach der Wahrheit verlangen. Jene aber, die in direkter Verbindung stehen mit Mir und Mich nun im Wort vernehmen, werden niemals falsch denken können, weil Mein Geist auf sie überströmt und Licht und Klarheit gibt. Und Mein Geist wird immer wieder euch Menschen zur Liebe ermahnen, denn aus der Liebe geht auch die Weisheit hervor, und weise sein heißt, zu wissen um die reine Wahrheit und Erkenntnis haben von allen Dingen, soweit der Mensch dafür aufnahmefähig ist. Und jeder Mensch kann Mich gewinnen durch die Liebe. Darum ist die Liebe wichtiger als noch so ernstes Nachdenken über ungelöste Probleme, denn die Liebe löset sie von selbst, denn sie ist das Licht, das Weisheit ausstrahlt und die niemals ersetzt werden kann durch menschliche Erklärungen oder verstandesmäßige Forschungen. Die Liebe bin Ich Selbst, und so ihr mit Mir durch die Liebe verbunden seid, müsset ihr auch im rechten Wissen stehen, und ihr könnet dann ungezweifelt glauben, was Ich als die ewige Liebe euch mitteile, weil Ich auch die ewige Wahrheit bin. Amen. B.D. NR. 5140.

 

Buch 58 5141

Unberechtigter Einwand, schicksalsmäßig schlecht sein zu müssen.

31. Mai 1951. B.D. NR. 5141.

Was euch zum Segen dienet, das lasse Ich euch zukommen, was euch aber hindert in eurer geistigen Entwicklung, ist nicht Mein Wille, sondern der Wille dessen, der euch von Mir trennen will. Dennoch lasse Ich es zu, um den Menschen nicht die Willens- und Glaubensfreiheit zu nehmen und um euch selbst auch zur Prüfung anzuregen, von welchem Geist etwas ausgegangen ist. Alles kann euch zum Segen werden, denn auch das Schlechte kann eurer Entwicklung dienlich sein insofern, daß ihr es erkennet und verabscheuen lernet und also euch entscheidet für Gut oder Böse, wozu auch das Wissen um beides nötig ist. Doch das Böse geht nicht von Mir aus, sondern von Meiner Gegenkraft, die also auch auf den Willen des Menschen einwirket, um ihn zu gewinnen. Der Mensch aber entscheidet sich selbst. Wo Mein Gegner Anklang findet, kann nicht von Meinem Wirken am Menschen gesprochen werden, weil der Mensch nicht gezwungen wird zu seinem Handeln und Denken, sondern es freiwillig tut und weil er auch die Fähigkeit hat, Gut und Böse zu unterscheiden. Darum trägt er auch die Verantwortung für seine Willensrichtung, und darum schaffet er sich auch selbst sein Los in der Ewigkeit. Und keiner wird sagen können, daß Ich ihm nicht nahegetreten sei, denn das Leben aller Menschen hat schicksalsmäßig zur Genüge Gelegenheiten, in denen er eine führende und bestimmende Macht erkennen kann, Die Sich ihm offenbart. Achtet er solcher Gelegenheiten nicht oder läßt er sich bestimmen, sich rückschrittlich zu entwickeln, dann mißbraucht er seinen freien Willen und nützet ihn also in verkehrter Richtung. Er gibt sich selbst in die Macht Meines Gegners, ohne von ihm gezwungen worden zu sein.

Es ist also der Einwand unberechtigt, daß der Mensch, als unter ungünstigem Einfluß stehend, nicht anders als schlecht handeln konnte und daß dieser schlechte Einfluß als schicksalsbedingt ihn zum Schlecht-Sein zwingt. Das Schicksal gestaltet sich immer so, daß die Aufwärtsentwicklungsmöglichkeiten überwiegen, wenn der Wille gut ist. Es braucht der Mensch nicht zu scheitern, wenn er selbst es nicht will. Denn immer steht ihm eines zu Gebote, sich Hilfe zu erbitten bei Mir, die ihm stets gewährt wird. Und jedes Leid, jeder Schicksalsschlag soll ihn zu dieser Bitte anregen, dann ist der Mensch niemals in Gefahr abzusinken, denn Ich warte nur auf das Zuwenden seiner Gedanken zu Mir, um ihn erfassen zu können und zu halten, daß er nicht falle. Das Gebet zu Mir ist Abwehr dessen, der ihm schaden will. Das Gebet zu Mir ist kraftspendend und stärkt den Menschen in jeder Versuchung. Es steht der Mensch zwischen zwei Mächten, und für eine der beiden muß er sich entscheiden. Verständlicherweise werden beide auf ihn einwirken und Einfluß zu gewinnen suchen. Darum lasse Ich auch das Wirken Meines Gegners zu, überlasse aber nicht schutzlos den Menschen seiner Gewalt, sondern Ich suche ihn durch Not und andere Schicksalsschläge so weit zu bringen, daß er nach Mir rufet, weil Ich dann erst mit Meiner Macht und Liebe eingreifen kann, so sich sein Wille entschieden hat für Mich. Er muß in vollster Willensfreiheit zu Mir kommen, und tut er es nicht von selbst, muß Ich ihn dazu veranlassen durch Notlagen aller Art, die aber dann immer nur seinem Seelenheil dienen können und darum von Mir zugelassen sind. Das Böse aber schaffet der Mensch selbst, so er den über sich Macht gewinnen läßt, der die Liebe ins Gegenteil verkehrt hat und darum stets schlecht und lieblos handeln wird und daran leicht zu erkennen ist. Ich aber hindere ihn nicht, denn auch sein Wirken bezweckt den Willensentscheid. Doch selig, die sich zu Mir hintreiben lassen, die sein Ränkespiel erkennen und ihm entfliehen wollen. Diese erfasse Ich und ziehe sie empor zu Mir, denn sie haben ihren Willen recht genützet und ihre Erdenlebensprobe bestanden. Amen. B.D. NR. 5141.

 

Buch 58 5142

Wunderwirken in der Endzeit. Falsche Christusse und Propheten.

1. Juni 1951. B.D. NR. 5142.

Meine euch stets zur Verfügung stehende Lebenskraft sollet ihr nur nützen, und nichts wird für euch unüberwindlich sein. Doch erst durch einen Lebenswandel in Liebe könnet ihr euch diese Liebekraft aneignen - wonach euch nun auch verständlich ist, wann ein Mensch zur Heilung von Krankheiten und sonstigem außergewöhnlichen Wirken fähig ist, sofern diese Fähigkeiten nicht von unten begünstigt werden, was jedoch offensichtlich erkenntlich ist am Lebenswandel des Menschen. Meine Liebekraft kann zu unerhörtem Wirken genützt werden, doch immer nur von Menschen, die so innig mit Mir durch den Glauben und die Liebe verbunden sind, daß Meine Kraft ungehindert auf sie einströmen kann. Der Mensch selbst zieht die Grenzen, er dämmt Meinen Liebestrom ein, wenn das Verhältnis zu Mir nicht das rechte ist, ja, er kann sogar von unten Kraft empfangen, wenn sein Lebenswandel gänzlich Meinem Willen widerspricht. Selten aber kann ein Mensch, der Ungewöhnliches vollbringt, die Richtung seiner Liebe verbergen. Solange sie noch der Welt gilt, ist es nicht Meine Kraft, die ihn zum Wirken befähigt. Wer Mir aber ergeben ist, dessen Seele strahlt auch auf die Mitwelt etwas Göttliches aus und dessen ungewöhnliche Kraft weiset auf die innige Verbindung mit Mir hin, was stets zu erkennen ist. Je höher der Mensch in der Liebe steht, desto stärker ist auch sein Glaube und also wirket er bewußt mit Meiner Kraft. Liebe und Glaube müssen also als erstes vorhanden sein, soll göttliches Wirken anerkannt werden, und rechter Glaube und Liebe lassen sich nicht vortäuschen oder verleugnen, weshalb sie stets zu einem rechten Urteil verhelfen, so der Ursprung der Kraft geprüft werden soll. In der letzten Zeit vor dem Ende werden solche Prüfungen häufig nötig sein, denn Kräfte von oben und von unten werden sich äußern, es werden Zeichen und Wunder geschehen, denn auch Mein Gegner sucht sich Glauben zu verschaffen und stattet die ihm Hörigen mit großer Kraft aus. Dann wird es sich erweisen, daß nur die Liebe Licht gibt und eine rechte Urteilsfähigkeit zeitigt, daß Werke mit göttlicher Kraft nur von denen verrichtet werden können, die im Glauben an Mich, den lebendigen Gott und ihren Erlöser, festbleiben und daß alles Wirken von Gott-gegnerisch eingestellten Menschen auch durch Gott-gegnerische Kräfte geschieht, daß es falsche Christusse und falsche Propheten sind, die Wunder wirken im Auftrag des Satans. Ich mache euch, Meine Getreuen, darauf aufmerksam, daß in der Endzeit vieles geschehen wird, was ungewöhnlich und darum übernatürlich anmutet, Ich gebe euch aber auch Erklärungen dazu, auf daß ihr ein rechtes Wunder mit Meiner Kraft zu unterscheiden vermöget von Blendwerken Meines Gegners, die geleistet werden, weil sich Menschen, die ihm verfallen, ungewöhnlicher Willens- und Körperkraft erfreuen und dadurch ihre Mitmenschen in Erstaunen versetzen, denn wie Ich Selbst in denen wirke, die Mich lieben und Mich also in ihre Herzen aufgenommen haben, so auch wirket jener auf die Menschen seines Geistes, so das Ende nahe ist. Er kann sich ihrer Körperform bedienen, sowie sie ihm ihre Seele verkauft haben, und dann handelt der Mensch, wie er es will. Doch an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Alles, was geleistet wird an übernatürlichen Dingen, dienet nur der Machtverstärkung und Vermehrung irdischer Güter. Die Welt, deren Herrscher jener ist, fällt denen zu Füßen, die mit seiner Macht ausgerüstet sind. Mein Reich aber ist nicht von dieser Welt - und Meine Jünger der Endzeit, Meine Liebeboten, durch die Ich wirke und denen Ich übernatürliche Kraft verleihe, verkünden nur das geistige Reich, sie lehren die Liebe und bekräftigen ihr Evangelium durch Zeichen und Wunder, die Mich Selbst beweisen, den göttlichen Lehrmeister, in Dessen Auftrag sie reden und in Dessen Namen sie Kranke heilen und Wunder wirken. Sie werden verfolgt werden von jenen, doch in ihrer Not von Mir Selbst gerettet werden, denn einmal kommt der Tag, da offenbar wird das Gute und das Schlechte, die Liebe und der Haß - wo keiner sich vor Mir verbergen kann, wo Ich richten werde die Lebendigen und die Toten, über den Fürsten der Finsternis und seinen Anhang, wo Meine Macht und Herrlichkeit offenbar wird den Meinen, die Mir die Treue halten bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 5142.

 

Buch 58 5143

Anfeindungen. Heimliches Wirken. Erhöhte Tätigkeit.

3. Juni 1951. B.D. NR. 5143.

Noch sind es nur wenige, die euch entgegenstehen, doch die Zeit wird kommen, wo ihr von vielen angegriffen werdet, wo ihr nur in kleiner Anzahl sein werdet gegenüber der Schar euch bekämpfender Menschen, die sich zum Teil auch gläubig nennen, doch euch anfeinden um der Ergebnisse eines rechten, lebendigen Glaubens willen, um der sichtlichen Zeichen des Geisteswirkens willen, die sie aufreizen wider euch. Noch habet ihr einen kleinen Kreis von Anhängern, die ergriffen sind von Meinem Wort und es im Herzen bewegen und anerkennen; doch es wird die Zeit kommen, wo ihr auch von jenen getrennt werdet, wo ein jeder auf sich selbst angewiesen sein wird und sich von Feinden umgeben weiß, die ihm den Glauben nehmen wollen an Mich und Meine Lehre. Dann werden die Früchte dessen zutage treten, daß sie von Mir Selbst gespeist wurden durch Mein Wort und die Nahrung vollgläubig in sich aufgenommen haben. Denn sie werden standhalten allen Anfechtungen der Welt gegenüber und immer wieder gleichgesinnte Menschen finden, mit denen sie sich austauschen und dadurch ihren Glauben stärken können. Doch ihr alle werdet verhindert werden, öffentlich zu wirken, ihr werdet keine Möglichkeit haben, Mein Wort öffentlich zu verbreiten. Doch einen jeden will Ich stärken, der nach Mir und Meinem Wort verlangt. Die Feindseligkeiten gegen euch werden überhandnehmen und euch doch nicht eure innere Festigkeit nehmen können, denn Mein Geist wird dann offensichtlich in euch wirken, und Mein Wort wird in einem jeden einzelnen lebendig werden. Feindseligkeiten von außen werden nicht vermögen, euch innerlich zum Wanken zu bringen, weil Ich einen jeden schütze, der Mir treu bleiben will. Und diesen Willen erkenne Ich und lasse ihm jederzeit die Stärkung zukommen, die er benötigt, um standhaft bleiben zu können. Zuvor aber ist eine Zeit, die ihr sehr wohl ausnützen könnet zur Verbreitung Meines Evangeliums, und darauf will Ich euch aufmerksam machen, damit ihr sie nicht ungenützt vorübergehen lasset. Denn ihr werdet reden können allerorten, ohne ein Verbot fürchten zu müssen; ihr werdet auch die Gabe haben zu reden und oft Gelegenheiten finden, wo ihr angehört werdet und Verständnis findet, wo eure Weinbergsarbeit nicht vergeblich sein wird. Und dann sollet ihr eifrig tätig sein und nichts hinausschieben, was ihr tun könnet - ihr sollt die Liebe predigen und die Menschen aufmerksam machen auf das Ende. Vieles wird ihnen in Erinnerung bleiben, so die letzte Kampfzeit, der letzte Glaubenskampf anbricht, und ob ihr auch gehindert werdet an der Verbreitung Meines Wortes - der Samen, den ihr ausgestreut habt, wird Wurzeln schlagen und aufgehen und in der letzten Zeit des Endes auch Früchte tragen. Und euer Wirken wird im geheimen weitergehen, euch selbst und dem Mitmenschen zum Segen, weil Ich alle eure geistige Tätigkeit segnen will bis zum Ende dieser Erde und dereinst in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5143.

 

Buch 58 5144

Entwicklung freier Wille, nicht Willkür Gottes.

4. Juni 1951. B.D. NR. 5144.

Der göttliche Funke im Menschen ist sein Wegweiser auf dieser Erde, denn er treibt den Menschen an zum Guten, und er warnet ihn vor bösem Handeln und Denken - doch immer nur leise, so daß er gehört und gespürt werden kann, doch nicht gehört und gespürt werden muß, weil er sich nicht vordrängt, sondern das Lauschen des Menschen nach innen verlangt, um vernommen zu werden. Darum ist wieder erst der Wille des Menschen nötig, um der feinen Stimme in sich gewahr zu werden. Der Wille also ist das erste, und ihm entsprechend wirken alle Gnaden, wozu auch das Äußern des göttlichen Funkens im Menschen gehört. Der Wille aber ist frei, weder von oben noch von unten wird zwangsmäßig auf ihn eingewirkt - weder Gott noch Sein Gegner bestimmen das Wollen des Menschen, doch dem freien Willen entsprechend haben sie Einfluß auf ihn. Es muß dies besonders erwähnt werden, weil es das Bild der ewigen Gottheit, Die in Sich Liebe ist, völlig umgestaltet, wenn gelehrt wird, daß die Richtung des Willens Gottes Bestimmung ist, wenn gelehrt wird, daß der Mensch seinen Willen nicht frei gebrauchen kann, sondern es von Gottes Gnade und Erbarmung abhängig ist, welche Richtung dieser Wille nimmt. Wohl ist es ein Akt göttlicher Gnade und Erbarmung, daß dem Menschen überhaupt Gelegenheit geboten wird, seinen Willen zu erproben und den Gott zugewandten Willen unter Beweis zu stellen, doch wozu wäre das Erdenleben des Menschen, wenn ihm sein Wille beschnitten und also seine Entwicklung auf Erden ganz und gar das Werk Gottes wäre bzw. von Ihm bestimmt zum Erfolg oder Mißerfolg. Eine solche Lehre lässet die Weisheit und die Liebe Gottes anzweifeln und kann daher niemals der Wahrheit entsprechen. Ständig trägt der Mensch wohl den Wecker in sich, ständig ist die Barmherzigkeit Gottes erkennbar, denn auch diese leise Stimme ist ein Gnadengeschenk, eine Hilfe, den Menschen dorthin zu treiben, wo er nach dem Willen Gottes landen soll - doch völlig frei ist es ihm gestellt, wie er das Gnadengeschenk nützet, ansonsten der Wecker im Herzen so laut und vernehmlich klingen würde, daß er gehört werden müßte und der Mensch dann zwangsmäßig so handeln würde, wie es verlangt wird. Der Mensch hat freien Willen - das ist für seine geistige Entwicklung von größter Bedeutung und kann niemals geleugnet werden, nur können Worte falsch verstanden oder ausgelegt werden, wenn das nötige Verständnis dafür fehlt, welche Aufgabe der Mensch überhaupt hat auf Erden und welches Ziel von ihm erreicht werden soll. Wer darum weiß, der erkennt auch sofort den Irrtum einer Lehre, wenngleich sie als göttlichen Ursprungs vertreten wird. Die Liebe und Weisheit Gottes muß stets hervorgestellt werden, alles muß die Liebe und Weisheit Gottes beweisen, und wo diese angezweifelt werden kann, fehlt einer Lehre der göttliche Ursprung, denn der Gott, Der geliebt werden will, stellt Sich Selbst nicht so hin, daß Er gefürchtet werden muß. Der Gott, Der um die Liebe dieser Seiner Geschöpfe wirbt, um sie auf ewig mit Seiner Liebe zu beglücken, wird ihnen nicht als ein Gott des Zornes und der Willkür Sich vorstellen und jegliche Liebe zu Ihm ersticken im Keim. Suchet den rechten Sinn zu finden und urteilet nicht nach dem Buchstaben, denn dieser tötet, während der Geist ihn erst lebendig macht. Wo aber der Geist aus Gott wirket, dort fallen alle Schleier, und jedem vom Geist Gottes erfüllten Menschen wird auch Sein Wort verständlich sein. Amen. B.D. NR. 5144.

 

Buch 58 5145

Umgestalten vom Geschöpf Gottes zum Gotteskind.

6. Juni 1951. B.D. NR. 5145.

Ich will euch Menschen zu Mir ziehen, Ich will rechte Kinder aus euch machen, die ihr bisher nur Meine Geschöpfe seid. Wisset ihr, was das bedeutet, daß ihr, als in der Unvollkommenheit stehend, zu göttlichen Wesen umgestaltet werden sollet, auf daß ihr das Erbe des Vaters antreten könnet und im gleichen Willen mit Mir schaffet und wirket zur eigenen Seligkeit? - Wisset ihr, daß dies ein Werk ist, zu dem Ich euch wohl helfe in steter Liebe und Bereitschaft, das ihr aber selbst vollbringen müsset durch euren Willen? Es ist dies ein Werk, das nicht Meine Allmacht erfordert, sondern eure Selbstbeteiligung, ansonsten ihr wohl geistig hohe Wesen werden könntet, jedoch nicht Meine Kinder, die als Mein Ebenbild in allem Mir gleich sein müssen, die sich vergöttlichen müssen und darum einen überaus langen Entwicklungsgang zurücklegen mußten, um nun im Erdenleben als Mensch diese Wandlung des Geschöpfes zum Kind des Vaters unter Beweis zu stellen. Ein solches Vergöttlichen geschieht aber nicht anders als durch die Liebe. Es gibt kein anderes Mittel, keinen anderen Weg, als im Erdenleben das Feuer der Liebe zu entzünden und dadurch alles hinwegzuschmelzen, was noch ungöttlich ist und das Geschöpf noch von Mir trennt. Jegliche Erkenntnis, jegliches Wissen und jeglicher Glaube ohne die Liebe ist tot und ohne Erfolg für die geistige Entwicklung des Menschen, denn ein Vergöttlichen der Seele kann nicht dadurch stattfinden, und die Liebe kann nicht ersetzt werden durch Verstandesweisheit oder traditionellen Glauben. Die Liebe allein macht euch zu Göttern, denn sie ist Mein Wesen, und also muß Mein Ebenbild gleich Mir Liebe sein. Die Liebe aber kann auch dem primitivsten Denker innewohnen und wird weit schneller zum Ziel führen als der höchstentwickelte Verstand, der nicht mit Liebe gepaart ist. Die Wissenschaft ist darum nicht einen Schritt im voraus, wo es sich um die geistige Entwicklung handelt, denn auch die letzten Erkenntnisse, das Wissen um geistige Wahrheit, hat der Mensch erst dann, so er als Folge eines Liebelebens vom Geist belehrt wird, wohingegen ein rechtes Kind Gottes dieser Weisheit auf Erden nicht bedarf, um sein Ziel zu erreichen, jedoch bei seinem Eintritt in das geistige Reich blitzschnell in vollster Erkenntnis steht. Denn allein die Liebe gestaltet den Menschen zu Meinem rechten Kind, die Weisheit aber geht erst aus der Liebe hervor und wird dann auch erst den Menschen als Weisheit ansprechen, während zuvor wohl der Mensch ein reiches Wissen besitzen kann, das sein Verstand gewonnen hat, und doch von diesem Wissen nicht durchdrungen ist, solange sein Geist nicht in ihm wirken kann. Die Gotteskindschaft zu erreichen soll das ernste Streben eines jeden Menschen sein, denn Meinem Kinde wird ewiglich nichts mangeln, Mein Kind steht Meinem Herzen so nahe, daß Ich es fort und fort mit Meiner Liebekraft speise, daß Ich es leiblich und geistig versorge mit allem, wessen es bedarf. Ich nehme Anteil an allen seinen Gedanken und Empfindungen und ziehe es fortgesetzt zu Mir, Ich wende seinen Blick nach oben und schütze es vor den Angriffen des Feindes. Ich verfolge jeden Schritt und achte, daß es nicht fehlgeht, weil es durch seine Liebe Mein geworden ist auf ewig. Wenngleich auch Mein Geschöpf aus Meiner Hand hervorgegangen ist, so steht Mir doch ein rechtes Kind um vieles näher, denn seine Liebe ist es, was es unauflöslich an Mich kettet, während Mein Geschöpf diese Liebe nicht mehr kennt, ja darum den endlos langen Erdenweg zurücklegen muß, um sich wieder zur Liebe zu formen zwecks engsten Zusammenschlusses mit Mir. In eurem Erdenleben sollet ihr Menschen diese große Aufgabe erfüllen, ihr sollet die Liebe üben so lange, bis euer Wesen selbst zur Liebe geworden ist, um dann mit Recht Mir als Kind gegenübertreten zu können, das seinen Vater ruft und von Ihm gehört wird. Und dann erfüllet Er auch alle Bitten, denn Sein Kind lässet Er nicht vergeblich rufen. Dann seid ihr dem Herzen des Vaters so nahe, daß Er Selbst in euch ist, daß Er euch erfüllet mit Seiner Liebekraft und ihr die Göttlichkeit in euch selbst spüret, daß ihr auf Erden schon wirken könnet als rechte Kinder, daß ihr licht- und kraftumflossen seid, d.h. auch auf eure Mitmenschen viel Liebe und Weisheit ausstrahlt und der Zusammenschluß mit dem Vater leicht erkenntlich ist. Dann könnet ihr als Meine Kinder auf Erden auch erfolgreich Mir dienen, denn ihr tut dann nur das, was auch eure geistige Arbeit im Jenseits ist - ihr verkündet Mein Evangelium den Mitmenschen, die eines guten Willens sind, und werdet viele zum ewigen Leben führen. Amen. B.D. NR. 5145.

 

Buch 58 5146

Zustand der Seelen nach dem Tode. Licht - Dämmerung - Finsternis.

8. Juni 1951. B.D. NR. 5146.

Nichts bleibt verborgen, alles wird offenbar werden am jüngsten Tage. Das bedenket, ihr Menschen, daß ihr euch verantworten müsset vor dem Richterstuhl Gottes, so ihr eingehet in das jenseitige Reich, so eure Seele den Leib verlassen hat, so euer jüngster Tag gekommen ist. Und der ewige Richter entscheidet über euer Los in der Ewigkeit, der ewige Richter gibt jeder Seele, was sie verdient hat, und richtet wahrlich nach Gerechtigkeit. Und wohl denen, die von einem Lichtschein umflossen sind, die Taten der Liebe aufzuweisen haben, die sie selbst in einen Lichtstrahl hüllen, der ihren Reifegrad erkenntlich macht - wohl denen, die nach der Wahrheit trachteten und dadurch ihr Streben nach Gott verrieten; wohl denen, die sich bemühten, den Willen Gottes zu erfüllen, die im rechten Kindesverhältnis zum himmlischen Vater stehen und darum von Ihm angenommen werden und aufgenommen in Sein Reich. Doch welche Finsternis umhüllet die Seelen, die bar jeder Liebe sind. Auch diese sind weithin erkenntlich, denn grau und lichtlos, in größter Dürftigkeit stehen sie vor dem Richterstuhl Gottes, und ihre Finsternis kennzeichnet ihr liebloses Leben, ihren Unglauben und ihre Zugehörigkeit zum Satan, und sie wenden sich ab von Gott und suchen Ihm zu entfliehen. Sie erkennen Ihn nicht, doch sie fürchten Den, Der sie richten will für ihre Taten, und stets finsterer wird es in ihnen und um sie, und eine überaus dürftige und reizlose Gegend nimmt sie auf, wo sie sich unglücklich fühlen und sich aufbäumen gegen ihr Los, das sie jedoch gerechterweise betroffen hat.

Und wieder stehen Seelen in leichter Dämmerung, sie vermögen nichts zu erkennen, doch quält sie nicht die äußerste Finsternis, doch ihnen fehlt das Licht. Sie verlangen danach und können sich nicht zurechtfinden in ihrer Umgebung, wenngleich ab und zu ein leichtes Dämmerlicht sie umspielt, dem sie zudrängen in ihrer Not. Diese Seelen sind nicht schlecht, jedoch leichtsinnig gewesen auf der Erde und haben es versäumt, sich durch Liebestaten ein helles, leuchtendes Gewand zu verschaffen; sie lebten gedankenlos dahin, taten nichts Schlechtes, aber auch nichts Gutes. Ihr Glaube war ein toter, und ihrer Seelen gedachten sie nicht und kommen nun armselig im geistigen Reich an, sich fürchtend vor der Finsternis und dieser entfliehen wollend, indem sie ängstlich dem Licht zustreben, während die Seelen der Finsternis das Licht fliehen, wenngleich die Finsternis auch für sie eine Qual ist. Doch sie vertragen in ihrem Zustand kein Licht, bevor sie ihren Willen nicht gewandelt haben. Eine jede Seele wird bedacht nach Recht und Gerechtigkeit - denn keine Seele kann ihr Wesen verbergen, weil offen und klar der ganze Lebenswandel vor Gottes Auge liegt und das geistige Reich keine Verhüllung des eigentlichen Wesens zuläßt, weil alle Taten des Menschen auf Erden den Licht- oder Finsterniszustand selbst schaffen und daher eine jede Seele erkenntlich ist und auch wohin sie gehört. Der Seelen, die noch in der Dämmerung sind, erbarmet euch Menschen, denn ihnen kann ein liebendes Gebet von euch schon einen Wandel schaffen, denn dieses bedeutet ein Aufblitzen des Lichtes, es bedeutet eine kleine Kraftzuwendung und rechte Lenkung ihres Willens, und nur die Liebe von Menschen oder Lichtwesen bringt ihnen Rettung aus ihrer unglücklichen Lage, die sie ungewöhnlich hart empfinden und verbessern möchten. Auch die Seelen der Finsternis brauchen eure Hilfe, doch in ihrer Verstocktheit lehnen sie oft eine solche Hilfe ab. Doch unentwegte Fürbitte für eine solche Seele bleibt nicht ohne Erfolg, denn sie ist wie ein Kraftstrom, der diese Seelen berührt und den sie wohltätig empfinden. Ihr Menschen aber wisset nicht, in welchem Reich ihr eure Lieben suchen sollet, und darum tut ihr gut daran, in Liebe aller zu gedenken, auch derer, die das Reich der Finsternis noch gefangenhält. Ihr sollet eifrig Fürbitte üben, ihr sollet aller Lieben gedenken, die von euch gegangen sind, ihr sollet wissen, daß sie alle noch viel Kraft nötig haben und euch innig danken für solche Kraftzufuhr, die ein Gebet in Liebe für sie bedeutet. Ihr bleibet dadurch in ständiger Verbindung mit den Menschen, die euch nahestanden, und werdet auch ihre Sorge um euch erfahren, sowie sie aus ihrer Lethargie des Geistes erwacht sind, sowie sie begriffen haben, daß sie viel nachholen müssen und auch können im jenseitigen Reich, wo auch die Liebe das einzige Erlösungsmittel ist und die hilfswilligen Seelen vorwärtsschreiten können, um aus dem Reiche der Finsternis und der Dämmerung in das Reich des Lichtes zu gelangen. Ihr Menschen, helfet ihnen, denn sie bedürfen eurer Hilfe, weil sie allein zu willensschwach sind und die Liebe und Gerechtigkeit Gottes ihnen doch nur die Lichtfülle geben kann, die sie sich durch ihren Lebenswandel auf Erden erworben haben. Ihr aber könnet ihnen Licht geben, sowie ihr mit liebendem Herzen derer gedenket, die in Not sind, und ihr ihnen helfen wollet. Amen. B.D. NR. 5146.

 

Buch 58 5147

Gottes Wort von oben genügend für Mission.

9. Juni 1951. B.D. NR. 5147.

Erwartet nichts von der Welt und ihren Vertretern. Denn sie bieten euch nichts als nur das, was der Welt Anteil ist. Gebet euch Mir vertrauensvoll hin, und fühlet euch sicher in Meiner Gnade. Es ist ein heftiger Kampf um eure Seelen in der letzten Zeit vor dem Ende, und dieser Kampf wirkt sich in vielerlei Weise aus. Immer wird versucht werden von seiten der finsteren Macht, euch zu hindern am geistigen Streben, an der Verbreitung Meines Evangeliums, Meines Wortes, das euch aus der Höhe zugeht, denn weil dieses die Wahrheit ist, wird es auch stets Anfeindung erfahren, und ihr selbst werdet mitten in feindlichem Wirken stehen. Doch nichts kann der Feind erreichen, solange euer Wille Mir zugewandt ist, solange ihr Mir dienen wollet. Denn eurem Willen entsprechend ist auch die Kraftzufuhr und Meine immerwährende Fürsorge um euch. Eure Mission ist zu gewaltig, als daß Ich sie durch feindliches Wirken gefährden ließe, und mag es auch scheinen, als habe die Gegenkraft Übermacht - sie wird euch nicht besiegen, ihr aber werdet erstarken im Glauben durch Meine offensichtliche Hilfe und Unterstützung. Und so will Ich euch immer wieder darauf aufmerksam machen, daß euch Mein Wort genügt, das euch von oben zugeht, um dieser eurer Mission nachkommen zu können. Denn so Ich Selbst euer Lehrmeister bin, werdet ihr wahrlich so unterwiesen, daß ihr Mir rechte Werkzeuge sein und euren Mitmenschen Licht geben könnet, wo es nötig ist. So ihr von Mir Selbst belehrt werdet, ist keine Lücke in eurem Wissen, denn Ich weiß es wahrlich am besten, welches Wissen euch Menschen dienlich ist zur Erlangung der Seelenreife, Ich weiß es, was und worüber ihr sprechen sollet, und bereite euch wohl für euer Lehramt vor, denn ein jeder wird seiner Fähigkeit entsprechend an den Platz gestellt, wo er erfolgreich tätig sein kann für Mich und Mein Reich.

Was ihr wissen müsset, wird euch nahegebracht in den Belehrungen von oben; was euch nicht gegeben wird von Mir, das ist zur Erfüllung eurer Aufgabe auch nicht nötig, denn wo das Herz durch den Verstand zurückgedrängt wird, ist der Erfolg gering, wenn nicht ganz zweifelhaft. Ich brauche Vertreter auf Erden, die in ihre Worte ein liebewarmes Herz hineinlegen, die aus ihrem Gefühl heraus reden und nicht den Verstand als erstes heranziehen, wo es gilt, Meine Liebelehre zu verkünden. Der Verstand soll zwar nicht ausgeschaltet werden und die Worte, die Meine rechten Vertreter auf Erden reden, sollen auch vom Verstand angenommen werden können, doch das Herz soll sie vermitteln, d.h. sie sollen lebendig ertönen und lebendig im Herzen des Mitmenschen widerklingen. Das, was Meine Diener von Mir empfangen, sind Worte der Liebe, von der ewigen Liebe Selbst gegeben dem Menschen, den wieder die Liebe zum Empfang befähigt. Und diese Worte sollen auch in Liebe weitergeleitet werden, im inneren Drang, dem Mitmenschen dadurch zu helfen in seiner geistigen Entwicklung. Dann ist das Herz zuerst beteiligt beim Austeilen dessen, was auch der Verstand anerkennen muß, wenn die Gabe mit liebewarmem Herzen geprüft wird. Und so wird immer das Licht dort leuchten in seiner ganzen Kraft, wo Ich Selbst es entzündet habe, und dieses Licht wird seinen Schein nicht verlieren, wie es aber auch nur verstärkt werden kann durch immer heller auflodernde Liebe, die Meines Geistes Wirken erhöht und wahrlich den Menschen wissend macht und fähig, für Mich und Mein Reich zu arbeiten und als Mein Jünger in der Endzeit sich am Erlösungswerk zu beteiligen. Denn dieser besitzet Mein Wort in aller Reinheit, so wie es von Mir ausgeht, und die Kraft Meines Wortes wird offenbar werden, sowie die letzte große Not einsetzt und die Menschen auf die Zuleitung dieses Meines Wortes angewiesen sein werden. Denn Ich weiß, welcher Zeit ihr entgegengeht und woran es euch mangelt. Und darum teile Ich Selbst das Brot des Himmels aus, und selig, wer sich daran labet - selig, wer seinen Hunger damit zu stillen sucht - denn es wird ihm Kraft geben, auszuhalten bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 5147.

 

Buch 58 5148

Jesus. Werden der Geschöpfe zu Kindern.

10. und 11. Juni 1951. B.D. NR. 5148.

Vertretet Mich und Meinen Namen vor der Welt, so will Ich euch vertreten dereinst in der Ewigkeit, vor Gott, dem allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde, aus Dem alle Geschöpfe hervorgegangen sind, denen Er wieder ein selbständiges Leben gab.

So war auch Ich, der Mensch Jesus, ein von Ihm geschaffenes selbständiges Wesen, sowohl dem Körper als auch der Seele nach. Ich war von der ewigen Urkraft ausgegangen, um im selbständigen Sein eine Kraftentfaltungsprobe abzulegen, die ein völliges Vergöttlichen bezweckte, um endlich wieder mit der Urkraft Mich zu verschmelzen und als solche schaffen und gestalten zu können, zu regieren über unzählige urgeschaffene Geister, über unzählige Welten und alle ihre Bewohner. Ich habe als Mensch Jesus diese Kraftentfaltungsprobe bestanden, denn Ich nützte alle Fähigkeiten, die ein werdendes Kind Gottes durch die unendliche Vaterliebe erhalten hat für sein Erdenleben, und lenkte den unermeßlichen Kraftstrom aus Gott Mir zu. Ich Selbst bestimmte die ewige Liebe zu dieser Entäußerung, weil Ich sie mit der ganzen Liebekraft Meines Herzens begehrte und die ewige Liebe Mir keinen Widerstand leisten konnte, weil Sie Sich schenkt jedem Menschen, der Sie begehrt. Ich sprach als Mensch die Worte: "Niemand kommt zum Vater denn durch Mich." Ich versprach euch Menschen, für euch beim Vater zu bitten, euch zu bekennen, so ihr Mich und Meinen Namen vor der Welt bekennet. Denn Ich wußte es, daß Ich das letzte Ziel auf Erden, die Vergöttlichung Meiner Selbst, erreichen würde auf Erden und daß Ich dann, als im Verband stehend mit der ewigen Gottheit, euch auch geben kann, was ihr erbittet in Meinem Namen, d.h. unter Anrufung Meiner Selbst. Denn Mein Vater und Ich sind eins. Das Feuer der ewigen Liebe hat alles aufgezehrt, was einer gänzlichen Vereinigung noch im Wege stand. Körper und Seele hatten sich vergeistigt während Meines Erdenwandels und waren zur gleichen Substanz geworden wie der ewige und unendliche Liebegeist, aus Dem alles hervorgegangen ist. Als Mensch Jesus wirkte Er in Mir und Ich wirkte aus Ihm und mit Ihm - was aber wirkte, das war Sein Geist, der ewige, unerforschliche Liebegeist, Der unbegrenzt ist, Der also auch in keiner Form gebunden war, Der die ganze Unendlichkeit beherrschte, Der Kraft und Licht, Liebe und Wille war und Der Sich im Erschaffen unzähliger Geistwesen zum Ausdruck brachte.

Ein solches erschaffenes Wesen war auch Ich, ein Kind Gottes, Dem alle Herrlichkeiten Seiner Liebe erschlossen waren, Das Sich aber auch im freien Willen zu Ihm bekannt hatte, als das Heer urgeschaffener Geister sich auflehnte wider Ihn im Bewußtsein der Kraftfülle, die es überheblich machte und zum Fall brachte. Ich war aus der Liebeausstrahlung Gottes hervorgegangen, die Mich gewaltig hinzog zu Ihm. Ich war als selbständiges Wesen frei hinausgestellt, doch immer wieder zog es Mich zu dem Urquell der Kraft zurück, Die Mich überselig machte und Die Ich doch nicht zu schauen vermochte. Doch Ich ersah auch den Abfall des Geistigen, Ich sah, wie die göttliche Liebekraft verströmte in unzählige Schöpfungen, und Ich wußte um den Zweck dieser Schöpfung, die zur Rückführung des gefallenen Geistigen dienen sollte. Und Mein Liebewille wurde übermächtig, Mich an der Erlösung dieses gefallenen Geistigen zu beteiligen - ihm Möglichkeiten zu schaffen, wieder den Standpunkt einzunehmen, den das Geistige freiwillig verlassen hatte. Ich wußte um den ewigen Heilsplan Gottes, der ewigen Liebe und Erzeugerin Gott-gleicher Wesen, die sich Ihrer Liebesäußerung entziehen wollten.

Sie traten freiwillig aus dem Verband mit Gott heraus und büßten dadurch ihre Göttlichkeit ein. Folglich wurden sie kraft- und lichtlos, und dieses kraft- und lichtlose Geistige, das der Liebe Gottes entflohen ist, verhärtet sich zu fester Substanz, die zwar in sich noch Geistiges war, aber unfähig zu schaffender und gestaltender Tätigkeit. Die ewige Liebe aber erfaßte diese Substanz und formte sie nach Ihrem Willen zu Schöpfungen verschiedenster Art. Wieder war die unermeßliche Liebe Gottes am Werk, und Seine Weisheit bestimmte sie, das Ihm entfliehen wollende Geistige in einen Wandlungsprozeß einzureihen, dessen Ziel die restlose Rückführung jenes Geistigen zu seinem Ausgang ist. Mich beseligte dieser Heilsplan, und die Liebe zu dem abgefallenen Geistigen bewog Mich, ihm zu helfen, wenn es versagen sollte. Ich wußte um Meine Mission als Mensch Jesus von Anbeginn, weil Ich Selbst Mich dafür erbot, wie Ich aber auch wußte um die Vereinigung mit der göttlichen Liebe, die dieses Mein Werk krönen sollte. (11.6.1951) Denn das Wesen ist wohl geschaffen von Gott, der ewigen Liebe, doch nur, um, als außerhalb gestellt, zur Selbständigkeit zu gelangen und in dieser Selbständigkeit dem Urquell der Liebekraft zuzustreben und im Zusammenschluß mit dieser in erhöhtem Maße wirken zu können, im gleichen Prinzip, doch mit sich ständig mehrender Kraft. Es ist kein unselbständiger Zustand, im Zusammenschluß mit der ewigen Liebe zu wirken, und dennoch ein Zusammenwirken mit Ihr; es bleibt dem Wesen das Ichbewußtsein, und dennoch ist es verschmolzen mit Gott, so es den Vollkommenheitsgrad erreicht hat, da es völlig vergeistigt ist durch die Liebe. Es ist dann zum Ebenbild Gottes geworden, und doch kann nicht von mehreren Göttern gesprochen werden, weil das Vergöttlichen das gleiche bedeutet wie ein völliges Verschmelzen mit Ihm. Als Wesen bin Ich einst von Gott ausgegangen, doch in Gott fand Ich Mein Ziel; es ist gewissermaßen das Erschaffene im freien Willen in den Zustand eingegangen, der seine Bestimmung ist, der jedoch von Gott aus nimmermehr geschaffen werden kann, weil die Vollkommenheit in diesem Grade ebenden freien Willen zur Voraussetzung hat, oder auch - es besteht ein Unterschied zwischen einem Geschöpf und einem Kind Gottes, dem Ebenbild des Vaters - das wieder in der völligen Verschmelzung mit dem Vater sein letztes Ziel findet. In völlig freiem Willen habe Ich als Mensch auf Erden dieses Ziel angestrebt und erreicht, so daß also der Vater und Ich eins geworden sind und gleichzeitig der Menschheit, die versagte in dem Wandlungsprozeß, eine Hilfe gewährt wurde, die sich auf alles Gebundene erstreckte, das durch den Abfall von Gott schwach und hilflos geworden war. Als Mensch brachte Ich ihr diese Hilfe, denn die göttliche Macht und Fähigkeit gab Ich dahin, so lange, bis das Erlösungswerk vollbracht war, um die Menschen zur Einkehr in sich selbst zu bewegen, auf daß auch sie das Ziel anstreben, das Sinn und Zweck des Erdenlebens ist - die Vereinigung mit Gott durch Selbstgestaltung zur Liebe, die alles vergöttlicht und die Kraft ständig vermehrt, weil sie sich mit der Urkraft zusammenschließt, von Der sie einst ihren Ausgang genommen hat. Amen. B.D. NR. 5148.

 

Buch 58 5149

Kurze Zeit erhöhtes Wirken für das Reich Gottes.

11. Juni 1951. B.D. NR. 5149.

Nur eine kurze Zeit noch, dann wird eine emsige Tätigkeit einsetzen für Mich und Mein Reich, und alle, die im lebendigen Glauben stehen und also auch in der Verbindung mit Mir, werden sich gedrängt fühlen zum Wirken für Mich, weil Mein Geist sie antreibt in Erkenntnis der überaus kurzen Zeitspanne, die noch bis zum letzten Ende dieser Erde bleibt. Diese Menschen werden Mich deutlich im Weltgeschehen erkennen, d.h., sie werden wissen, daß es dem Ende zugeht und daß alle Anzeichen darauf hinweisen, und dieses Wissen wollen sie auf die Mitmenschen übertragen, weil es sie von innen heraus drängt, sich ihnen mitzuteilen. Sie haben gewissermaßen Beweise für die Wahrheit Meines Wortes und wollen auch die Mitmenschen davon überzeugen, weshalb die Zahl Meiner Vertreter in der letzten Zeit vor dem Ende stets größer und größer wird. Und jeder wird reden, wie es ihm sein Geist eingibt, denn der Wille, für Mich und Mein Reich zu reden und den Mitmenschen den lebendigen Glauben finden zu lassen, bewirkt, daß Mein Geist in ihnen tätig wird, so daß sie also, getrieben vom Geist, aussprechen, was den Mitmenschen dienlich ist. Noch liegt diese Zeit vor euch, doch rascher als ihr denkt, wird sie da sein, denn alles erfüllet sich, was Ich durch Seher und Propheten angekündigt habe, also auch, daß der Abfall vom Glauben groß sein wird und daher die Erde eine Erschütterung erlebt, die geeignet ist, viele wieder zum Glauben zurückzuführen. Zudem wird große irdische Not die Menschen empfänglich machen für Erklärungen und Trostworte, und Meine Verkünder werden daher überall Verständnis finden in der ersten Zeit nach Meinem Eingriff durch die Naturgewalten, denn ihre Worte geben den Menschen Klarheit und Trost, und daher sind sie aufgeschlossen für belehrende Reden und guten Zuspruch. Doch nur kurze Zeit habt ihr Redefreiheit. Sehr schnell wird sich eine irdische Macht hervortun, der eure geistige Arbeit mißfällt und die euch Feindschaft ansagt. Und jegliche Verbreitung Meines Wortes wird unterdrückt werden. Dann aber stellt es sich heraus, wo die Wahrheit ist, die von Gott als der ewigen Wahrheit ausgeht. Denn nur dort wird der Feind Widerstand finden, während man sich sonst den Maßnahmen fügt, Mich verleugnet und den Meinen den Kampf ansagt. Soweit müsset ihr Menschen erst kommen, bevor es sich herausstellt, in welches Lager ihr gehöret, für wen ihr euch entscheidet, für Mich oder Meinen Gegner, der euch in die Tiefe zieht. Und dann werde Ich viele Jünger benötigen, glaubensstarke Menschen mit viel Liebe im Herzen, die Mir treu ergeben sind und ihren Mitmenschen helfen wollen. Denn diese allein sind fähig, im letzten Glaubenskampf auf dieser Erde standzuhalten und erfolgreich tätig zu sein. Und ihnen wird es Mein Geist künden, was sie tun und reden sollen, denn Mein Geist wird sie selbst zuvor in die Wahrheit leiten, die sie dann weitergeben sollen denen, die noch schwach im Glauben, aber eines guten Willens sind. Und ihre Arbeit will Ich segnen, denn sie dienen Mir treu bis zum Ende, sie sind Meine Jünger, die Ich wieder unter die Menschen sende, auf daß noch allen geholfen werde, die sich helfen lassen wollen. Amen. B.D. NR. 5149.

 

Buch 58 5150

Von Gott Belehrte brauchen kein weiteres Wissen von außen.

13. Juni 1951. B.D. NR. 5150.

Wer in der außerordentlichen Gnade steht, von Mir Selbst belehrt zu werden, wer dieses einem Menschen direkt vermittelte Lehrgut empfängt und annimmt, der ist wahrlich nicht mehr darauf angewiesen, sich Kenntnisse anderweitig zu verschaffen, denn er wird von Mir vollauf gesättigt mit dem Brot des Lebens, er braucht geistige Kost nicht mehr anderswo entgegenzunehmen, er braucht nicht aus einer Zisterne zu schöpfen, wenn ihm das klarste Wasser aus der Quelle zuströmt, das wahrlich um vieles reiner und besser ist. Wo aber Not ist an frischem Quellwasser, dort sollen die Menschen sich dankend des Wassers bedienen, das ihnen zur Verfügung steht, und es sorglich hüten vor Verunreinigung.

Verstehet ihr, was Ich euch damit sagen will? Daß Ich keineswegs das verächtlich machen will, was euch von altersher heilig ist, das Buch der Väter, das nie und nimmer an Wert verlieren wird für die Menschen, die im guten Glauben an Mich und in der Liebe zu Mir daraus Wissen zu schöpfen suchen. Denn tiefes Wissen ist darin verborgen, erkennbar jedoch nur dem, dessen Geist wirkend geworden ist. So Ich Selbst aber euch belehre, gebe Ich euch gleichsam die Lehre und die Erklärung. Denn ich passe alle Belehrungen eurem Reifegrad an, Ich gebe euch, wie es für euch verständlich ist. Ich lasse euch als erstes wissen um Meinen Willen, den zu erfüllen eure Erdenaufgabe ist. Ich gebe Mich aber auch zu erkennen als Gott und Vater, als Schöpfer der ganzen Unendlichkeit und liebevollster Vater Meiner Kinder, die auf Erden die Kindschaft erreichen sollen und dazu Hilfe und Unterstützung benötigen. Euch Menschen ist der Sinn Meiner Worte unverständlich geworden, und darum will Ich euch schlicht und einfach ihren Sinn erklären, darum leite Ich Mein Evangelium wieder so zur Erde hernieder, wie Ich es einst verkündet habe zur Zeit Meines Erdenwandels. Ich will nicht nur in eurem Verstand als Gott vorhanden sein, Ich will in eurem Herzen wohnen, Ich will, daß ihr lebendig glaubet an Mich, und Ich will euch belehren, wie ihr diesen lebendigen Glauben gewinnen könnet - nicht durch vieles Wissen, das ihr euch verstandesmäßig aneignet, selbst wenn ihr es aus dem Buch der Väter entnommen habt - sondern nur durch ein Liebeleben in vollster Uneigennützigkeit. Um vieles tiefer wird euer Wissen und weit lebendiger euer Glaube sein, so ihr diese Meine Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe erfüllet. Dann seid ihr weise und auch Mir innig verbunden und dann auch fähig, eure Mitmenschen wieder zu belehren und ihnen Kunde zu geben von der Auswirkung eines rechten Lebenswandels. Und dann seid ihr Meine rechten Vertreter auf dieser Erde, ihr seid Prediger nach Meinem Willen, denn ihr schöpfet dann alles Wissen aus euch selbst, Mein Geist leitet euch dann in die ewige Wahrheit, und ihr verfüget über ein Wissen, das ihr nicht von außen empfanget, sondern durch Meine Gnade ständig erhaltet. Und dann hat sich euch der Born des Lebens geöffnet, dann strömet aus dem Quell Meiner Liebe das lebendige Wasser hervor, an dem ihr alle euch laben sollet und auch den Mitmenschen einen erfrischenden Trank reichen, auf daß sie verkosten das reine klare Wasser und sie es nicht mehr missen wollen. Alle Menschen könnten sich laben an dem Quell des Lebens, doch wenige nur finden ihn, nur die, die sich nicht begnügen mit etwas ihnen Unverständlichem und darum der Wahrheit nachgehen. Und da diese Mich Selbst um eine erquickende Kost angehen, versage Ich sie ihnen nicht. Schöpfet aus dem Quell des Lebens, nehmet dankbaren Herzens an, was euch Meine Liebe bietet, und schätzet die große Gnade, von Mir Selbst belehrt zu werden. Denn ihr werdet noch viel Kraft benötigen, die ihr immer Meinem Wort entziehen könnet, das euch von oben zugeht. Denn dieses habe Ich mit Meiner Kraft gesegnet. Amen. B.D. NR. 5150.

 

Buch 58 5151

Begründung von naturbedingten Zerstörungen.

14. Juni 1951. B.D. NR. 5151.

Die Welt, d.h. die irdische Schöpfung, steht in ständig fortschreitender Entwicklung, denn nichts, was Gott geschaffen hat, bleibt im Ruhezustand, also ständig auf gleicher Stufe, sondern es wird durch immerwährende Veränderung erst seinen eigentlichen Zweck erfüllen. Dieser Veränderungsvorgang braucht nicht immer ersichtlich zu sein, d.h., er kann sich so langsam vollziehen, daß der Mensch wenig oder keine Veränderung wahrnimmt, er kann aber auch so plötzlich und in so gewaltigem Umfang sich abspielen, daß ganze Schöpfungen vernichtet und umgestaltet werden und dies wieder nicht dem Menschen zum Bewußtsein kommt, weil er selbst schwerlich einen solchen Vorgang überlebt. Dennoch gehören solche Umwälzungen zu dem Entwicklungsprozeß des gesamten Geistigen, das zeitweise aufgestört werden muß aus einer Untätigkeit, in die es verfällt als Folge seines Widerstandes gegen Gott. Alle Schöpfungen gehen aus der Hand Gottes hervor zu einem bestimmten Zweck, zum Ausreifen des Geistigen, das in diesen Schöpfungswerken gebunden ist. Laut Gesetz von Ewigkeit erfüllt also die Schöpfung ihren Zweck, weil das Geistige darin im Mußgesetz die Tätigkeit verrichtet, die ihm zum Ausreifen verhilft. Doch es kann der Mensch, das verkörperte Geistige im Zustand des freien Willens, seine Außenform, die ihm zum gleichen Zweck gegeben wurde, mißbrauchen, indem er seine geistige Aufgabe unbeachtet läßt, und er kann zudem auch die Schöpfungen, die das noch unentwickelte Geistige bergen, hindern an ihrer Bestimmung durch vorzeitiges Zerstören aus schlechten Motiven, durch Nützen zu Gott-widrigem Zweck, durch Hindern am Dienen, und er kann so gewissermaßen die zum Ausreifen des Geistigen bestimmten Schöpfungswerke mißbrauchen, wodurch das Geistige in Aufruhr gerät und seine Umhüllung zu sprengen sucht, was in Zerstörungen zum Ausdruck kommt, die naturbedingt sind, also nicht unmittelbar durch Menschenwillen veranlaßt werden. Denn das noch gebundene Geistige kann sich dem menschlichen Willen widersetzen, weil es nicht durchweg Gott-widersetzlich eingestellt ist und die geistige Aufwärtsentwicklung gewissermaßen selbst will. Dann wirkt sich das Wüten gegen die göttliche Ordnung von selbst zerstörend aus, wie umgekehrt Aufbau und Fortentwicklung ein Handeln nach göttlichem Gesetz, in göttlicher Ordnung, zur Voraussetzung hat. Und so ergibt es sich von selbst, daß sich auch ganze Schöpfungswerke auflösen können, wenn gegen die göttliche Ordnung verstoßen wird, in einem Ausmaß, daß dem eigentlichen Zweck nicht mehr entsprochen wird von seiten der Menschen, die nur zum Zwecke der Aufwärtsentwicklung die irdische Schöpfung beleben und gebrauchen dürfen. Werden die Schöpfungen, die eigens für die Menschen erstehen, um deren Ausreifen zu ermöglichen, von diesen nur zu anderen Zwecken gebraucht oder mißbraucht, dann bedeutet das eine Gefahr insofern, als daß das Geistige darin revoltiert, weil es das Widergesetzliche empfindet und die eigene Entwicklung bedroht sieht. Es ist also eine durch Gottes Willen erfolgende Zerstörung von Schöpfungen in großem Ausmaß oft ein Hilfsakt für das darin gebundene Geistige, das durch Menschenwillen, der falsch gerichtet ist, in seiner Entwicklung gehindert wird und doch zu seinem Recht kommen will. Zudem sind neue Schöpfungen auch als Beginn einer neuen Erlösungsepoche anzusehen, denn die harte Materie birgt wieder das Geistige in sich, das gezwungen ist zu einem Entwicklungsgang durch die gesamte Schöpfung, weil es in der Vorperiode im freien Willen versagt hat. Es mußte seines freien Willens wieder beraubt werden und geht nun in gebundenem Willen wieder den Weg des Gesetzes - es muß dienen, weil es seine Bestimmung als Mensch nicht erkennen wollte und sündigte wider das Gesetz der ewigen Ordnung. Darum auch jeder Neuschöpfung das gleiche Prinzip zugrunde liegt: ein Dienen nach göttlicher Bestimmung im Mußzustand und ebenso im Zustand des freien Willens. Immer muß das Prinzip der Liebe vorherrschen, soll die Aufwärtsentwicklung des Geistigen vor sich gehen und Aufbau zu erkennen sein. Wo aber dagegen gesündigt wird, ist Zerfall und Unordnung und schließlich gänzliche Auflösung die Folge. Amen. B.D. NR. 5151.

 

Buch 58 5152

Erfüllung der Liebegebote. Licht - Fürbitte - Jenseits.

16. Juni 1951. B.D. NR. 5152.

Mein Wille ist allzeit das Erfüllen des Gebotes der Liebe zu Mir und zum Nächsten. Aus innerstem Antrieb des Herzens sollet ihr diese Meine Gebote erfüllen, denn die wahre Liebe kann nicht gefordert werden, sie muß im Herzen erwachen und nun den Menschen bestimmen zu seinem Denken und Handeln. Die Liebe kann wohl gewonnen werden, einmal durch Vorstellung des höchsten und vollkommensten Wesens, Das Sich euch in Liebe zuneigt, und zum anderen Male durch die Erkenntnis, daß auch der Nächste ein Geschöpf des höchsten Gottwesens ist. Diese Vorstellungen können im Menschen das Gefühl der Liebe erwecken und nun dessen Handeln und Denken bestimmen. Ein Fünkchen göttlicher Liebe ist in jedem Menschen vorhanden, nur kann es verschüttet oder auch entflammt werden, und eben letzteres ist eure Erdenaufgabe. Dies ist Mein Wille, daß ihr euch gestaltet zur Liebe, indem ihr den Funken in eurem Herzen nährt und stets größer werden lasset. Denn ihr seid tote Geschöpfe ohne die Liebe, weil diese erst euch belebt und euch die Kraft zum Wirken gibt, sei es auf Erden oder auch im geistigen Reich. Die Liebe allein bringt euch vorwärts in eurer Entwicklung, und ohne Liebe werdet ihr immer tot sein, auch wenn ihr auf Erden noch lebt. Und ebensotot werdet ihr in das geistige Reich eingehen, so ihr die Liebe nicht in euch habt. Dann fehlt euch das Licht, die Wärme, das Leben und die Glückseligkeit. Wohl dem, der auf Erden die Liebe geübt hat, wer sich so gestaltet hat, daß er ein Lichtkleid mit hinübernimmt in das jenseitige Reich, denn er wird sich leicht zurechtfinden und zum Segen derer wirken können, die noch finsteren Geistes sind. Wohl denen, die auf Erden durch das Liebelicht ihr Wissen erweitert haben und schon auf Erden helfen können, die Finsternis zu vertreiben. Nur das Licht gibt euch Seligkeit, wohingegen die Finsternis für eure Seelen Qual bedeutet, denn sie ist gleichzeitig Kraftlosigkeit, Angst und Unwissenheit, sie ist ein Zustand völliger Blindheit, die als Qual empfunden wird. Und darum kann dieser Zustand auch im Jenseits nur durch Liebewirken behoben werden, was wieder nur dann möglich ist, wenn die Seele selbst so viel Kraft empfängt, um sie dazu verwenden zu können. Doch sie wird nicht ohne Kraft belassen, so sie den Willen hat, in Liebe zu wirken. Der Wille aber muß als erstes in einer Seele erstehen, da sie sonst immer ohne Kraft bleibt. Darum ist eure Fürbitte für kraftlose Seelen von übergroßem Wert, denn die Liebe eines Menschen auf Erden kann in jenen unglücklichen Seelen Widerhall finden und ihnen zur Kraftzufuhr verhelfen. Die Liebe eines Menschen auf der Erde kann das Mittel sein, auch verstockte Seelen im Jenseits zu erweichen und Liebe in ihnen zu erwecken. Darum soll auf Erden immer nur die Liebe gepredigt werden, denn das Erfüllen der Liebegebote ist von so ungeheurer Wichtigkeit, weil es sich auch auf das jenseitige Reich auswirkt, wo der Mangel an Liebe als unsagbare Qual empfunden wird und doch nicht anders als mit Liebe behoben werden kann. Ihr Menschen wisset nicht, in welcher Armseligkeit ihr im Jenseits anlangt, wenn ihr ein liebeloses Erdenleben geführt habt; ihr Menschen wisset nicht, wie unsagbar die Seele leiden muß, solange ihr von keiner Seite geholfen wird, was nur die Liebe kann, denn nur das liebende Gedenken ist einer solchen Seele Hilfe und befreit sie aus ihrer großen Not. Die ungeheure Kraft der Liebe ist euch noch nicht bewußt, darum will Ich euch immer wieder darauf hinweisen, daß ihr, solange ihr auf Erden lebt, euch eines werktätigen Liebelebens befleißigen sollet, auf daß ihr schon auf Erden und dereinst in der Ewigkeit erfolgreich wirken könnet und die Leiden derer verringert, die nachlässig waren in der Erfüllung Meines Gebotes der Liebe zu Mir und zum Nächsten. Amen. B.D. NR. 5152.

 

Buch 58 5153

Erlösung der Seelen aus der Tiefe durch Jesus Christus. Jenseits.

17. Juni 1951. B.D. NR. 5153.

Das Kreuz Christi ist das Hoffnungszeichen für alle Gefallenen, die sich unglücklich fühlen in ihrer Lage, sei es auf Erden oder auch im jenseitigen Reich. Das Kreuz Christi zeigt ihnen, daß es noch eine Rettung gibt, einen Ausweg, der nur beschritten zu werden braucht, um aus der Tiefe, aus dem Reiche der Finsternis herauszukommen in den lichten Morgen. Das Kreuz Christi ist der Wegweiser nach oben, der niemals in die Irre führt. Denn Der am Kreuz gestorben ist aus Liebe zur sündigen Menschheit, Der hat diesen Weg angebahnt, Er hat für die in der Tiefe befindlichen Seelen den Kaufpreis gezahlt, und jede Seele kann sich diese Vergünstigung zunutze machen, jeder Seele steht nun der Weg frei nach oben, vorausgesetzt, daß sie selbst Jesus Christus, den göttlichen Erlöser, zum Ziel gewählt hat, daß sie aus der Tiefe heraus will nur, um zu Ihm zu gelangen. Dann hat sie ein Anrecht auf Erlösung, dann hebt der göttliche Erlöser Selbst sie aus der Tiefe empor, dann sind mit Seinem Blut die Sünden abgewaschen, dann ist die Sündenschuld ausgelöscht, und das Erlösungswerk ist für diese Seele nicht umsonst gebracht worden. Jesus Christus ist für alle Menschen gestorben, für die Menschen der Gegenwart, der Vergangenheit und der Zukunft. Er ist hinabgestiegen zur Hölle. Er hat auch die Gnaden des Erlösungswerkes den Seelen der Tiefe zukommen lassen, und auch im jenseitigen Reich gibt es für die Seelen eine Erlösung, doch niemals ohne Ihn, denn nur Sein für die Sünden vergossenes Blut kann das wiedergutmachen, was eine Seele gesündigt hat, und Seine Vergebung muß bewußt erbeten werden, Er muß als der Erlöser von der Sünde anerkannt werden auch im geistigen Reich, da sonst eine Rettung aus der Finsternis unmöglich ist.

Ein unfaßbares Liebeswerk hat der Mensch Jesus auf Erden vollbracht, und dieses Liebeswerk wirkt sich auch noch im Jenseits aus; Seine Barmherzigkeit folgt den Seelen, die unerlöst von der Erde geschieden sind. Doch auch im Jenseits muß die Seele frei wollen, wie auf Erden, daß sie Erlösung finde durch Jesus Christus, daß Er Sich ihrer erbarme in ihrer Not, daß Seine Liebe sie ergreife und emporziehe aus der Tiefe. Darum ist das Wissen um Jesus Christus und Sein Erlösungswerk sowie der Glaube daran unbedingt nötig und muß den Seelen zugetragen werden, wenn sie ihn nicht auf Erden schon gewonnen haben. Doch diese Arbeit ist weitaus schwerer wie auf Erden, weil die Seelen der Finsternis wenig Kenntnis und Erkenntniskraft besitzen und darum nicht so leicht belehrbar sind. Dennoch ist ihr Zustand nicht hoffnungslos, wenn sie sich in Not befinden und um Hilfe rufen um Errettung aus ihrem derzeitigen Zustand. Dann sind sie nicht ganz verstockt, und ihnen kann durch Fürbitte und liebevolle gedankliche Belehrungen ein Wissen zugeführt werden, das sie befähigt, ihre Gedanken selbst zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser, zu richten und Ihn anzurufen. Und jeder Ruf im Glauben und Vertrauen auf Seine Hilfe wird erhört werden. Der Weg nach oben ist dann angebahnt, und Schritt für Schritt wird er nun zurückgelegt mit Seiner Hilfe. Es gibt eine Erlösung aus der Tiefe, aber niemals ohne Jesus Christus. Das müssen auch die jenseitigen Seelen erfahren, die sonst niemals ihre Gedanken zu Ihm hinwenden würden, Der allein ihnen Rettung bringen kann aus ihrer Not, Der mit Seiner Liebe und Erbarmung unentwegt bereit ist, Not zu lindern und einen qualvollen Zustand zu wandeln in einen Zustand der Glückseligkeit. Doch immer gehört der Wille des Wesens dazu, und diesen recht zu wandeln erfordert viel Fürbitte von seiten der Menschen, die im Glauben und in der Liebe stehen und darum auch denen helfen können, die noch unerlöst sind. Amen. B.D. NR. 5153.

 

Buch 58 5154

Weltmenschen. Vergänglichkeit des Irdischen. Wandlung.

19. Juni 1951. B.D. NR. 5154.

Im Taumel des Weltgenusses geht den Menschen jegliches Empfinden für Göttlich-Geistiges verloren; es ist für sie alles Übersinnliche unwirklich, Einbildung und krankhafte Selbstsuggestion, und darum kann bei ihnen wenig Erfolg erzielt werden, so Meine Diener sie recht belehren wollen. Es sind zwei Welten, die einander gegenübertreten, und die Bewohner der einen Welt können sich schwerlich in der anderen Welt zurechtfinden. Da aber den Weltmenschen kein greifbarer Beweis erbracht werden kann, verwerfen sie alles Geistige als Traumgebilde, die nicht ernst zu nehmen sind. Diesen also ist auch schwer das Evangelium zu predigen, das von Mir seinen Ausgang genommen hat, das von Mir zeuget und Meine Liebelehre zum Inhalt hat. Denn Weltmenschen sind Ichmenschen, die für Meinen Willen, für Mein Liebegebot kein Verständnis haben. Daher werden sie nichts annehmen wollen, so Meine Diener ihnen köstliche Gabe darbieten, denn sie erkennen nicht ihren Wert. Und dennoch sind sie auch Meine Geschöpfe, denen Ich helfen möchte, bevor es zu spät ist. Solange sie jedoch der Welt huldigen, gehören sie noch Meinem Gegner an - ob sie sich aber von ihm lösen können, ist freie Willensangelegenheit, es ist fraglich, jedoch nicht unmöglich, weil die kommende Not ihnen die Vergänglichkeit des Irdischen vor Augen stellt und dies zum Erkennen führen kann, wenn sie nur ernstlich wollen.

Mein Gegner treibt die Menschen an zu Vernichtungswerken aller Art. Er will dadurch das gebundene Geistige aus der Materie befreien, damit es sich nicht aufwärtsentwickeln kann. Er trägt aber dadurch unbewußt bei, daß so manche seiner Anhänger wach werden und die Vergänglichkeit des Irdischen erkennen. Und ein Erkennen kann zur Willensänderung führen, ein Erkennen der Unbeständigkeit dessen, was die Menschen zumeist anstreben, kann dazu führen, etwas Unvergängliches zu suchen und zu gewinnen. Dann ist selbst das Wirken Meines Gegners zum Erfolg geworden, und der Mensch findet zu Mir zurück, von Dem er sich entfernt hatte. Die Welt gibt aber selten ihre Anhänger her, weil diese auch zumeist Meinem Gegner hörig sind, der sie unentwegt locket mit den Gütern der Welt. Doch Ich suche auch die Weltkinder zu gewinnen für Mich und muß daher oft sehr empfindliche Not über die Menschen kommen lassen, in der sie zum Erkennen kommen können, daß alles vergeht und nichtig ist und nur das Bestand hat, was der geistigen Welt angehört.

Darum soll auch von seiten Meiner Diener auf Erden auf die Weltmenschen eingewirkt werden, wo es möglich ist, denn mehr oder weniger bleibt das Vernommene in ihnen, selbst wenn sie es ablehnen, und die kommende Zeit wird so manches Wort wieder aufleben lassen, das sie von Meinen Boten gehört haben, aber es abwiesen. Es wird wie ein Lichtlein in ihnen leuchten und kann bei rechter Einstellung noch zu einer leuchtenden Flamme anwachsen, denn die Zeit selbst wird das ihrige tun. Kein Mensch kann der Not entrinnen, so es Mein Plan ist, ihn für Mein Reich zu gewinnen. Doch sein Wille bleibt frei, und ihm entsprechend wird auch sein Los sein dereinst in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5154.

 

Buch 58 5155

Rechtes Kindesverhältnis. Freier Wille.

21. Juni 1951. B.D. NR. 5155.

Wie ihr euch zu Mir verhaltet, so auch verhalte Ich Mich zu euch. Wollet ihr euch Meinem Einfluß entziehen, wollet ihr Meine Gnade nicht in Anspruch nehmen, so lasse Ich euch vollste Freiheit; wollet ihr Mich nicht anerkennen und glaubet ihr, ohne Meine Hilfe leben zu können, so tue Ich euch auch hierin keinen Zwang an. Ihr müsset dann eben selbst eure Kraft erproben und erkennen, wie schwach ihr seid, wenn ihr es nicht vorzieht, euch Kraft von unten zu verschaffen, die euch aber dann herabzieht auf ewige Zeiten. Wer Mich sucht, dem komme Ich entgegen, wer zu Mir rufet, den höre Ich; wer sich abwendet von Mir, den halte Ich nicht, und wer Mein Feind ist, dessen Zustand ist aus eigener Schuld unselig, und er bleibt darin so lange, bis er selbst seine Gesinnung ändert. Ihr Menschen schaffet euch selbst euer Los durch eure Einstellung zu Mir. Mit Liebe und Gnade überschütte Ich euch, so ihr selbst das rechte Verhältnis zu Mir herstellt, während ihr völlig leer ausgeht, so ihr nicht im rechten Verhältnis zu Mir steht. Denn Ich bestimme euch nicht zu eurem Denken, Wollen und Handeln, doch Ich helfe euch, so ihr euch helfen lassen wollet. Das rechte Verhältnis aber garantiert auch rechtes Denken, und darum ist es das Wichtigste, daß ihr zu Mir in das rechte Kindesverhältnis tretet, weil ihr dann unfehlbar den Weg gehet, der zum Ziel führt, zu eurer Vollendung, die Zweck eures Erdenlebens ist. Das rechte Kindesverhältnis schließt alles ein, das Gefühl der eigenen Unvollkommenheit, den Glauben und das Vertrauen auf Mich und Meine Hilfe, das Verlangen nach Mir, nach der Vereinigung mit dem Vater und also auch den recht gerichteten Willen. Dann steht euch ein übervolles Maß von Gnade zur Verfügung, dann seid ihr nicht mehr schwache, hilflose Wesen, sondern Meine Liebekraft strömt euch unaufhaltsam zu, und ihr reifet gewissermaßen aus eigenem Willen an eurer Seele. Ihr schließet euch mit Mir zusammen, weil euer Verlangen nach Mir auch Erfüllung findet als Beweis Meiner Vaterliebe.

Wer aber sich von Mir absondert, wer Mich nicht anerkennt als Vater und Schöpfer von Ewigkeit, der ist noch überheblichen Geistes, er fühlt sich stark auch ohne Meine Kraft und ist doch ein unglückseliges Wesen, das sich von einem Schein trügen lässet - das die Lebenskraft als ausreichend ansieht und am Ende des Lebens seine völlige Schwäche erkennen wird, wenn es die Lebenskraft eingebüßt hat und ihm keinerlei Hilfe gewährt wird von Dem, Den es verleugnete. Ich gebe ungemessen, so Meine Gabe begehrt wird, aber Ich dränge keinem Wesen Meine Gnadengabe auf. Wie ihr euch zu Mir verhaltet, so verhalte auch Ich Mich zu euch, doch nicht aus Liebemangel, sondern um euren freien Willen nicht zu gefährden, weil Meine Liebe stets übergroß ist und euch niemals in der Not lassen würde, wenn dies nicht zum Schaden eurer Seele wäre. Darum muß Ich einem jeden Menschen seine Willensfreiheit belassen und warten, bis er selbst den Willen Mir zuwendet. Dann aber erfasse Ich ihn und lasse ihn nimmermehr fallen. Dann ist sein Widerstand gebrochen, und Ich kann ihm Hilfe gewähren im Übermaß. Dann stellt er das rechte Verhältnis zu Mir her und geht der Vollendung entgegen. Amen. B.D. NR. 5155.

 

Buch 58 5156

Wesen der Finsternis. Neubannung.

22. Juni 1951. B.D. NR. 5156.

Ein völliges Versagen des Menschen auf Erden ist es, wenn er abscheidet ohne jeglichen Glauben, wenn sein Herz keine Liebe aufkommen ließ zu den Mitmenschen, wenn sein Denken und Handeln völlig den göttlichen Geboten widerspricht und keinerlei geistiges Streben in ihm ist, weil er (an, d. Hg.) ein Fortleben nach dem Tode nicht glauben konnte. Für solche Seelen ist es äußerst schwer, im jenseitigen Reich aufwärtszusteigen, denn die Lieblosigkeit auf Erden trägt ihnen auch keine liebenden Gedanken ein, durch die er Zufuhr einer schwachen Kraft erhalten würde. Der Unglaube und sein ganzer Lebenswandel hat ein Versetzen in tiefste Finsternis zur Folge, wo die Seele nun völlig untätig und kraftlos in einem Zustand verharrt, der ihr zur Qual wird, weil sie das Ichbewußtsein nicht verliert und auch die Finsternis empfindet. Sie hat jedoch nicht die Kraft, diesem Zustand zu entfliehen, sie ist völlig willenlos und bäumt sich nur gefühlsmäßig gegen ihr Schicksal auf, ohne darüber nachzudenken, was wohl diesen Zustand verschuldet haben könnte. Nur ihre Gedanken können eine Änderung herbeiführen, denn diese Gedanken entsprechen ihrem Willen und können hilfeverlangend, aber auch zornbebend sein, und entsprechend werden sich ihr auch die Wesen nahen, die sie durch ihre Willensrichtung heranzieht. Sie ist auch nicht allein, sondern stets mit gleichgearteten Wesen zusammen, was verständlicherweise zur Verstärkung dessen führt, was bekämpft werden soll. Denn gerade die Sünden und Fehler treten hervor und reizen die anderen Seelen zur Erwiderung, was stets tieferen Fall bedeutet, und erst nach endlos langer Zeit ist Hoffnung auf Änderung der Gesinnung, doch stets wird der Aufstieg schwerer, je länger das Wesen im Widerstand verharrt. Immer wieder tritt die erbarmende Liebe Gottes an das Wesen heran und gibt kleine Hilfsmittel, doch stets ohne Willenszwang, weshalb die Hilfe jedoch oft abgewiesen wird. Dennoch ist keine Seele endgültig verloren, und ob auch endlos lange Zeit vergeht, bis sie sich wandelt. Sie kann auch in die tiefste Tiefe sich verlieren, doch auch dann noch ist für sie eine Hoffnung auf Erlösung, nur auf einem anderen Wege - auf dem Wege der Neubannung in der festen Materie, auf daß die Aufwärtsentwicklung einmal wieder ihren Anfang nehmen kann und dem Wesen Gelegenheit geboten wird, das Stadium des freien Willens zu erreichen, wo es dann wieder seinen Willensentscheid ablegen kann. Denn Gott lässet nichts auf ewig verlorengehen, nur kann das Wesen selbst die Zeit endlos verlängern, bis es freiwillig zurückkehrt zu Gott, bis es im Glauben an Gott Seine Gebote hält, bis es durch ein Liebeleben in den Willen Gottes eingeht und sich dadurch erlöst aus jeglicher Gebundenheit. Amen. B.D. NR. 5156.

 

Buch 58 5157

Weg des Heils. Weg der Liebe. Jesus Christus.

23. Juni 1951. B.D. NR. 5157.

Der Weg des Heils ist der Weg, den Jesus Christus gegangen ist, der Mensch Jesus, Der auf Erden die große Mission erfüllte, für alle Menschen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft den Weg zu bahnen zu Gott, dem allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde. Diese Mission war darum so bedeutsam, weil Er als Mensch mit den gleichen Gegenkräften zu kämpfen hatte wie jeder andere Mensch und Er doch den Beweis erbrachte, daß es möglich war, ihrer Herr zu werden unter Anwendung der rechten Waffe. Denn nicht als Gott vollbrachte Er dieses Werk, wenngleich in Ihm göttliche Kraft in aller Fülle sich äußerte während Seiner Lehrtätigkeit; doch um zu dieser Kraft zu gelangen, mußte Er als Mensch ebendiesen Kampf geführt haben mit Erfolg. Und so erbrachte Er auch dafür den Beweis, daß ein Mensch in den Vollbesitz göttlicher Kraft und Weisheit gelangen konnte und zeigte auch den Weg, den Er Selbst gegangen ist - den Weg der Liebe, die zum Zusammenschluß mit Gott führt und dadurch auch zum Besitz von Licht und Kraft in aller Fülle.

Der Mensch Jesus lebte ganz im Willen Gottes, und Sein ganzes Streben war darauf gerichtet, dem von Ihm erkannten Vater nahezukommen; die Liebe zum Vater erfüllte Ihn und äußerte sich in der Liebe zum Mitmenschen, denn ein Herz, das voller Liebe ist, kann nicht anders, als alles in das Bereich seiner Liebe zu ziehen, weil es keiner anderen, der Liebe entgegengesetzten Empfindungen fähig ist. Die Liebe also war die Waffe, Die er anwandte im Kampf gegen die Kräfte, die Ihn zum Fall bringen wollten. Denn die Liebe ist Kraftspender, so daß Er niemals unterliegen konnte, weil Er durch die Liebe gewissermaßen mit Seinem himmlischen Vater zusammen ankämpfte gegen den Feind und Er darum den Sieg erringen mußte. Der Liebe kann niemand widerstehen, ist sie doch die Urkraft, aus der alles, auch der Gegner Gottes, einst hervorgegangen ist, folglich muß sie stärker sein als alles und auch den bezwingen, der sie nicht anerkennen will. Der Mensch Jesus ging den Weg der Liebe, und dieser führte direkt zu Gott. Also hat Er ihn angebahnt und für jeden Menschen frei gemacht, denn ein jeder kann ihn nun gehen mit der Sicherheit, zum Ziel zu gelangen. Er allein ist der Weg des Heils, er allein ist der einzige Weg, den der Feind der Seele nicht beschreitet, auf dem der Mensch sicher ist vor allen Angriffen, denn auf dem Wege der Liebe wird er von Jesus Christus Selbst begleitet, Der ihm ein sicherer Führer ist und ihn sorglich hütet vor einem Rückfall oder Abweichen vom rechten Weg. Wer Ihm nachfolget, der geht gleichzeitig mit Ihm, und er muß auch sein Ziel erreichen. Er hat für alle Menschen den Kampf ausgefochten mit dem Gegner Gottes. Er fordert aber auch von denen, die Ihm nachfolgen wollen auf dem Wege des Heils, daß sie kämpfen wider jenen, d.h., daß sie gleichfalls die Waffe der Liebe anwenden, mit der allein sie ihn schlagen können. Und darum ist der Weg des Heils kein anderer als der Weg der Liebe zu Gott und zum Nächsten, denn durch die Liebe macht sich der Mensch frei von dem Feind seiner Seele, durch die Liebe gewinnt er die Macht über ihn, durch die Liebe ist er unentwegt Kraftempfänger aus Gott, und durch die Liebe stellt er den Zusammenschluß her mit Gott, der ewigen Liebe Selbst. Dann hat seine Seele Heilung gefunden von einem Übel, das ihr anhaftete durch die Sünde, durch den einstigen Abfall von Gott, den Sein Gegner verschuldet hat, weil er ohne Liebe war. Dann ist seine Seele wieder vereinigt mit der ewigen Liebe, denn Jesus Christus Selbst hat sie dem Urquell der Kraft nahegeführt; sie ist als rechtes Kind Gottes heimgekehrt ins Vaterhaus, weil sie den rechten Weg, den Weg des Heils, gegangen ist, den Er Selbst ihr gewiesen hat. Amen. B.D. NR. 5157.

 

Buch 58 5158

Kraft der Fürbitte. Aufstieg durch Liebe. Freier Wille auch im Jenseits.

24. Juni 1951. B.D. NR. 5158.

Im jenseitigen Reich gilt das gleiche wie auf Erden - es muß der Wille zur Liebetätigkeit vorhanden sein, wenn ein Aufstieg aus der Tiefe stattfinden soll, denn auch drüben wird der Wille des Wesens nicht genötigt, sondern es kann selbst über sich bestimmen, jedoch entsprechend ist auch sein Zustand. Die jenseitigen Seelen bleiben auf der Stufe, in der sie das geistige Reich betreten haben, so lange stehen, bis sie selbst in sich das Verlangen haben, emporzusteigen und ihren derzeitigen Zustand zu verändern. Und wie auf Erden muß die Liebe in ihnen erwachen, sie müssen sich hilfreich betätigen wollen angesichts der Not, die sie um sich erblicken. Erst dieser Hilfswille trägt ihnen auch so viel Kraft ein, daß sie ihn zur Ausführung bringen können. Die helfende Tätigkeit kann schon in gütigem Zuspruch, in Ratschlägen oder Warnungen bestehen, nur muß immer die Liebe zu den leidenden Geschwistern sie dazu bestimmen; das Verlangen zu helfen wird dann immer stärker werden und entsprechend auch die Kraftzufuhr vermehrt. Dann wird aber auch der eigene Zustand erträglicher werden, die Umgebung heller und klarer vor den Augen erstehen, und die sie bedrückende Dunkelheit wird einem zuerst matten, dann immer leuchtender werdenden Licht weichen, und die Seelen streben dann unverwandt zur Höhe. Ihr Denken klärt sich, und voller Verlangen nehmen sie auch Belehrungen entgegen, die ihnen von Lichtwesen, jedoch in verhüllter Form, geboten werden. Mit zunehmender Liebetätigkeit nimmt auch das Wissen dieser Seelen, zu und nun sind sie selbst fähig, auszuteilen den Wesen, die noch unter ihnen stehen und in der Dunkelheit genauso leiden wie jene zuvor. Sowie einmal das Mitgefühl für leidende Seelen in ihnen erwacht ist, sind sie auch gerettet vor dem Absinken in die Tiefe, doch dieses Mitgefühl muß als erstes in ihnen lebendig werden, weil sonst ein Aufstieg unmöglich ist. Denn die Liebe lenkt dann auch den Willen recht. Und auf daß die Liebe in den unglückseligen Seelen aufflamme, ist viel Fürbitte nötig, die sie selbst die Kraft der Liebe empfinden lässet und Gegenliebe in ihnen erweckt. Nur die Liebe kann die armen Seelen retten, weil auch nur ein Gebet, das in der Liebe ihnen nachgesandt wird, die Wirkung hat, in ihnen die Liebe aufflammen zu lassen, während Gebete ohne Liebe völlig nutzlos sind und nur die Seelen in Harnisch bringen, weil sie ihre Abscheu gegen Scheinfrömmigkeit vergrößern und leicht auch noch den Glauben an Gott, so sie ihn noch nicht ganz verloren haben, ersticken können. Alles ist ohne Wirkung, was ohne Liebe geschieht, auf Erden sowohl als auch im geistigen Reich; die Liebe dagegen löset die härteste Fessel. Und darum ist einer jeden Seele im Jenseits die Erlösung sicher, so sich ein Mensch auf Erden in wahrer Liebe dieser Seelen erbarmt und im Hilfswillen auch auf diese den Willen zu helfen überträgt, denn einer liebenden Fürbitte kann eine Seele nicht widerstehen, sie empfindet sie als Wohltat, und in diesem Empfinden will auch sie helfen und Wohltaten erweisen. Dann ist ihr Aufstieg gesichert, und sie tritt aus der Dunkelheit, die sie umfangen hielt, zum Licht. Amen. B.D. NR. 5158.

 

Buch 58 5159

Hinweis auf das nahe Ende. Jüngster Tag.

26. Juni 1951. B.D. NR. 5159.

Ihr alle sollet Meine Gnade erfahren und in der letzten Zeit deutlich hingewiesen werden auf das Ende, indem ihr um euch viele Veränderungen wahrnehmen könnet, Vergehen irdischer Güter, plötzliches Hinscheiden von Mitmenschen, die mitten aus dem Leben gerissen werden, sonderbare Veränderungen in der Natur und alles im Einklang stehend mit alten Prophezeiungen, die Ich durch Seher und Propheten stets und ständig den Menschen zukommen ließ, um sie auf diese letzte Zeit aufmerksam zu machen. Ihr Menschen werdet alle zum Nachdenken angeregt, und es wird euch die Frage vorgelegt, welchem Schicksal ihr selbst entgegengehet. Irdisch und geistig wird euch eine Unruhe befallen, denn die irdischen Geschehen ängstigen euch und geben Anlaß auch zu geistigen Gedanken, weil ihr Menschen es unbewußt empfindet, daß ihr da sehr mangelhaft bestellt seid. Alles irdische Geschehen würde euch nicht schrecken, so ihr die Ordnung in geistiger Beziehung hergestellt hättet, doch ihr suchet im Irdischen Ersatz für das Geistige, und da euch ersteres nun unsicher erscheint, werden eure Gedanken doch hingelenkt auf die Frage: Wie werde ich bestehen, wenn alles zu Ende ist? - Und diese Frage soll in euch auftauchen, darum lasse Ich soviel Not über die Menschen kommen, denn viel Zeit bleibt euch nicht mehr, aber doch noch genug, so ihr euch ernstlich wandeln wollet. Alles, was euch an Schicksalsschlägen noch betrifft vor dem Ende, sind Gnadenmittel, auch wenn ihr sie als solche nicht gelten lassen wollet, aber sie können euch noch zur Besinnung bringen, wie armselig ihr beschaffen seid im Falle eines plötzlichen Abrufes von dieser Welt. Achtet aller Geschehnisse um euch, haltet Augen und Ohren offen und beweiset euch, daß noch ein Funke Verantwortungsgefühl in euch ist; seid nicht gleichgültig, gehet in euch und haltet stille Betrachtungen über euren eigentlichen Wert, so ihr euch vor Mir rechtfertigen sollt am jüngsten Tage. Denn der jüngste Tag ist für einen jeden der Tag seines Leibestodes, der euch allen näher ist, als ihr es ahnet, und einzelne noch rascher ereilen wird, denn euch allen steht noch viel bevor. Dem Leibestod könnet ihr nicht wehren, so eure Stunde gekommen ist, doch der Seele Tod ist von euch aufzuhalten, ja ihr könnet der Seele das wahre Leben geben, das ewig dauert, das euch nimmermehr genommen werden kann, so sie einmal zum Leben des Geistes erwacht ist. Darum halte Ich euch so oft den leiblichen Tod vor Augen, darum erschauet ihr ihn so oft um euch; ihr seht alles vergehen, was euch wert war und euch Freude machte, ihr sehet liebe Menschen dahingehen, von wo keine Rückkehr mehr zu erwarten ist. Ich lasse euch dies alles sehen, auf daß ihr nachdenklich werdet über euer eigenes Ich, auf daß ihr euch selbst Rechenschaft gebet, was ihr wohl zu verzeichnen habt, um euch ein ewiges Leben zu sichern, wenn der Leib dahingehet und nichts mehr zurückbleibt auf Erden. Und so ihr darüber nachdenkt und nur ein wenig der Stimme in euch Gehör schenkt, habet ihr ein Gnadenmittel genützt, denn anders kann Ich euch nicht beistehen. Alles, was von Mir kommt, muß aussehen, als käme es aus euch selbst, dann erst nehmet ihr es an. Zum Nachdenken werdet ihr noch oft Anlaß haben, und immer sollet ihr daran denken, daß die letzte Zeit außergewöhnliche Erscheinungen mit sich bringt, auf daß alle, die noch einen guten Willen haben, in kurzer Zeit das erreichen können, wozu ihnen sonst viel Zeit zur Verfügung steht. Es geht aber mit raschen Schritten dem Ende zu, und Ich will noch viele gewinnen, bevor das Ende kommt.Darum wird Meine Gnade unablässig euch ausgeteilt, wer sie erkennt und die Gnadenmittel nützet, geht nicht verloren am jüngsten Tage, mag dieser für ihn plötzlich kommen oder auch erst am Ende. Er wird ihn nicht zu fürchten brauchen, weil Meine Gnade ihn gerettet hat vor dem geistigen Tode. Amen. B.D. NR. 5159.

 

Buch 58 5160

Kampf mit dem Schwert des Mundes.

26. Juni 1951. B.D. NR. 5160.

In einer Welt des ärgsten Unglaubens, der krassesten Lieblosigkeit und der vollsten Unkenntnis wird das reine Wort Gottes, das ihr empfanget als besondere Gnade, nicht erkannt werden als göttliche Gabe, weil die Fähigkeit des Erkennens abhängig ist vom Glauben und der Liebe eines Menschen und die Verstandesschärfe allein nicht die Erkenntnisfähigkeit ersetzt. Und doch muß eingewirkt werden auf die in geistiger Blindheit dahingehenden Menschen, es muß versucht werden, den Glauben und die Liebe in ihnen zu erwecken, auf daß dann auch als Folge derer die Erkenntnis kommt. Es muß eingewirkt werden insofern, als daß den Menschen die Auswirkung ihres falschen Lebens, ohne Glauben und Liebe, vorgehalten wird und sie auf das entsetzliche Los hingewiesen werden, das ihrer wartet, so sie sich nicht wandeln. Ohne Glauben und Liebe ist kein Verständnis zu erwarten für geistige Lehren, doch so den Menschen vorgestellt wird, daß sie selbst sich ein unerträgliches oder ein beseligendes Los schaffen, werden sie sich mit der Möglichkeit eines solchen vertraut machen und entsprechend aufnahmefähig sein für weitere Belehrungen oder aber gänzlich ablehnen und ein Fortleben leugnen, so sie schon völlig dem verfallen sind, der ihnen diese Gedankenrichtung eingab, der so auf sie einwirkt, daß sie weder glauben noch liebend sich betätigen und daher verfinstert sind im Geist bis zum endgültigen leiblichen und geistigen Tode. In keiner Weise ist in der Zeit geistiger Finsternis auf den Willen der Menschen einzuwirken, daß dieser sich in einer bestimmten Richtung entscheide. Es kann nur durch Reden und Vorstellungen das eine erreicht werden, daß sie nachdenken, und dann ist das Verlangen nach der Wahrheit ausschlaggebend, welche Richtung die Gedanken nehmen. Und darum ist es ein Kampf mit dem Schwert des Mundes, den allein nur der führen kann, der alles zu widerlegen vermag, was ihm von gegnerischer Seite vorgehalten oder als Gegeneinwand angeführt wird. Hellen Geistes müssen die Menschen sein, die jenen gegenübertreten, sie müssen sich selbst unter göttlicher Führung befinden, sie müssen selbst nur das Werkzeug sein, durch das Gott Sich äußert, Der aber dennoch den freien Willen des Menschen nicht antastet, wenn dieser Sein Gegner bleiben will und sich auch durch göttliche Worte nicht überzeugen lässet. Dennoch ist die Arbeit eines Menschen, der Licht zu bringen sucht in das geistige Dunkel, eine überaus segensvolle, werden doch die Gedanken derer angeregt, die seinen Weg kreuzen, sowie er sich anschickt, zu kämpfen für das Reich Gottes, sowie er redet aus innerstem Antrieb, seine irrenden Mitmenschen zu belehren und ihnen zu helfen, an das Licht des Tages zu gelangen. Er wird wohl viel Unglauben finden, er wird Anfeindungen ausgesetzt sein, der Gegner Gottes wird ihm mit Weltweisheit entgegentreten, und immer neue Einwände wird er zu widerlegen haben, doch er wird auch eine übernatürliche Kraft haben, die aus seinen nicht zu widerlegenden Reden und seiner Überzeugung zu erkennen ist - man wird ihm nicht das Gegenteil dessen beweisen können, was er vertritt, dagegen bei ernstem Willen und Verlangen nach der Wahrheit sich selbst überzeugen können, daß seine Worte Glauben verdienen, daß die Verheißungen sich erfüllen, so die Bedingungen erfüllt werden, die daran geknüpft sind. Nur der Wille muß da sein, die Liebe in sich aufkommen zu lassen, dann wird auch der Glaube erweckt, und das Erkennen wird leicht sein. Doch der Gegner Gottes arbeitet auch unentwegt, um das Denken der Menschen zu verwirren, und deshalb treibt er sie an zur Lieblosigkeit und zerstört jeglichen Glauben, solange sich der Mensch selbst nicht wehrt. Es ist ein Kampf, der mit aller Rücksichtslosigkeit geführt werden muß, soll er den Sieg eintragen. Die Rücksichtslosigkeit der Diener Gottes auf Erden aber besteht darin, daß sie unbarmherzig das Ränkespiel aufdecken, das Gottes Gegner treibt, daß sie sich nicht scheuen, ihn bloßzustellen, daß sie den Menschen ihre Fehler und Laster vorstellen mit dem Hinweis, daß sie unter dem Einfluß dessen stehen, der sie herabzieht in die Tiefe. Denn dann reden sie die Wahrheit, während der Gegner seine Anhänger mit Lügen zu gewinnen sucht und alles beschönigt, was die Menschen tun in ihrer Lieblosigkeit. Es ist kein geistiger Hochmut, so der Mitmensch auf seine Fehler aufmerksam gemacht wird, denn wer die Ursachen der geistigen Blindheit erkennt, der hat auch das Recht, wie ein Arzt auf die Ursachen der Krankheit aufmerksam zu machen, und also muß er schonungslos die Fehler aufdecken, auf daß dagegen vorgegangen wird und eine Gesundung erreicht, die nicht den Körper, sondern die Seele betrifft und ihr ein Leben in der Ewigkeit sichert. Wer selbst im Glauben steht, der weiß um das Unheil der Glaubenslosigkeit und soll ihr steuern; wer selbst durch Liebe gereift ist in der Erkenntnis, der weiß auch um den Zustand der Seelen, die bar jeder Liebe sind, und will er ihnen ernstlich helfen, dann muß er die Kraft des göttlichen Wortes an ihnen erproben und alles versuchen, um sie zu retten aus größter geistiger Not - er muß kämpfen mit dem Schwert des Mundes, und sein Geist wird ihn recht leiten, er wird stets die rechten Worte finden, und sein Kampf für das Reich Gottes wird erfolgreich sein. Amen. B.D. NR. 5160.

 

Buch 58 5161

Kraft der Fürbitte.

30. Juni 1951. B.D. NR. 5161.

Die Kraft der Fürbitte für die Verstorbenen sollet ihr allen denen vermitteln, die von euch gegangen sind, ganz gleich, in welchem Reifegrad ihr sie wähnet, denn sie benötigen alle noch Kraft und sind dankbar für jede Hilfe. Es ist ein beglückendes Bewußtsein, Seelen aus der Tiefe emporgeholfen zu haben, und ihr werdet das erst richtig erkennen, so ihr selbst im jenseitigen Reich angelangt seid und die Not sehet, in der viele Seelen schmachten, weil sie ohne Fürbitte sind, weil sie keinen Menschen auf Erden haben, der ihrer in Liebe gedenket und ihnen die Kraft zuwendet, die sie benötigen, um aufwärtszusteigen. Es ist ein ungeheurer Eifer, in dem die Seelen schaffen, sowie sie nur einmal die Kraft der Liebe erfahren haben und nun diese Kraft nützen, doch der erste Anstoß muß ihnen gegeben werden eben durch liebende Fürbitte von seiten der Menschen, weil diese am ehesten sie berührt und ihre Gedankenrichtung wandelt. Diese Fürbitte muß aber bewußt geleistet werden, d.h. in dem Vorsatz, den Seelen zu helfen in ihrer Aufwärtsentwicklung.

Ihr Menschen sollet wissen, daß eure Fürbitte von Wert ist und sollet nun euch mit der Not der abgeschiedenen Seelen vertraut machen und aus liebendem Herzen ein Gebet emporsenden um Kraftzuwendung für diese Seelen. Und diese Kraftzuwendung werden sie dann sicher erfahren und auch die Liebe dankbar empfinden, die ihnen galt und sie zu gleicher Liebe veranlaßt, die nun auf ihre Umgebung ausstrahlt und wie ein schwaches Licht wirket, das allen Seelen wohltut. Ihr Menschen könnet so unsagbar erlösend euch betätigen, so ihr nur den Willen habt, Not und Leid zu lindern. Denn dieser Wille treibt euch zum Gebet, das aus dem Herzen kommt und das allein nur erlösende Kraft hat. Alles, was ihr tut, müsset ihr bewußt tun, nicht als äußere Form oder Lippengebet, denn dieses hat keine Wirkung, weil der bewußte Hilfswille nicht tätig ist. Nur die Liebe erlöset - das soll euch immer wieder gesagt werden. Mit Liebe erreichet ihr unvorstellbar viel, ihr könnet durch liebende Fürbitte so viel strahlendes Licht in die Dunkelheit hineintragen, daß sich dort viele Seelen zusammenfinden und von dem Lichtstrahl berührt werden, immer mit dem Erfolg, daß das Gefühl der Liebe auch in ihnen erwacht und sich betätigen will. Liebende Fürbitte ist ein ungeheurer Kraftstrom, der seine Wirkung niemals verfehlen wird. Schließet alle eure Lieben in diese Fürbitte ein, rufet sie in Gedanken zu euch und sagt ihnen, daß ihr ihnen helfen wollet und daß sie still und widerstandslos eure Hilfe annehmen sollen; belehret sie in Gedanken, daß es auch für sie einen Aufstieg gibt, so sie sich der Kraft bedienen wollen, die ihr ihnen durch Fürbitte zuwendet. Und weiset sie stets zu Jesus Christus hin. Einer nur kann sie erlösen, und dieser Eine ist nur durch die Liebe zu gewinnen. Darum stellet ihnen vor, daß sie mit der ihnen vermittelten Kraft wieder helfen sollen den Seelen, die gleichfalls in großer Not sind, daß dieses Liebeswirken an jenen Seelen sie immer näherführt zu Jesus Christus, Der dann alle zu Sich zieht in größtem Erbarmen und sie einführt in das Reich des Lichtes. Habt ihr einer Seele verholfen zur rechten Anwendung der ihnen zugehenden Kraft, dann ist ihr Aufstieg gesichert, dann ist die Willensschwäche und Kraftlosigkeit gewichen, und sie strebt eifrig zur Höhe und ziehet zahllose Seelen mit sich hinauf, weil sie ihre Erkenntnis nun auch jenen vermittelt und also eine einzige rechte Fürbitte ungeahnten Segen nach sich zieht. Ihr Menschen auf Erden, unterschätzet nicht die Kraft der Fürbitte, doch denket immer daran, daß sie aus liebendem Herzen kommen muß, um wirklich kraftspendend zu sein. Und schließet alle eure Lieben ein, denn sie benötigen alle noch Kraft und danken es euch ewiglich, so ihr ihre noch schwache Kraft vermehret und ihrer in Liebe gedenket. Amen. B.D. NR. 5161.

 

Buch 58 5162

Zeitbestimmung des Endes - Falsche Propheten.

1. Juli 1951. B.D. NR. 5162.

Das kommende Weltgericht zeitmäßig bestimmen zu wollen entspricht nicht Meinem Willen und Meiner Weisheit, die sehr wohl erkennt, daß ein Wissen um Zeit und Stunde für euch Menschen unzuträglich ist, da es sowohl euer Denken als (auch, d. Hg.) euer Handeln beeinflussen würde und deshalb von Mir geheimgehalten wird, trotz Meiner ständigen Ankündigungen und Warnungen und Mahnungen. Ihr Menschen müsset im freien Willen eure Lebensführung wandeln, wozu wohl immerwährende Hinweise auf das nahe Ende gut sind, nicht aber das genaue Wissen um Zeit und Stunde. Wohl ist das Ende, das Weltgericht, sehr nahe, und immer wieder gebe Ich euch dies kund, dennoch werdet ihr alle überrascht sein, denn niemand wird es sicher erwarten und an das baldige Ende glauben. Wer aber Zeit und Stunde angeben zu können glaubt, der ist nicht Mein Abgesandter, und seinen Worten glaubet nicht, wenngleich er für Mich zu reden vorgibt, wenngleich er auch die Mitmenschen hinzuführen sucht zum rechten Glauben an Mich. Dennoch ist diese Behauptung nicht von Meinem Geist ihm vermittelt, sie ist nicht von Mir ausgehend, sie ist eigenes Gedankenerzeugnis, dessen er selbst sicher ist als Wahrheit und sie deshalb zu verbreiten sucht. "Tag und Stunde weiß niemand." Gedenket dieser Worte, die Ich auf Erden zu Meinen Jüngern sprach. Als Gott und Schöpfer der Unendlichkeit weiß Ich wohl seit Ewigkeit um diesen Tag und diese Stunde, doch Meine Weisheit hindert Mich, euch Menschen dieses Wissen kundzutun. Denn es geht um den freien Willen des Menschen, der nicht angetastet werden darf, aber durch jede bestimmte Eröffnung des letzten Tages angetastet wird. Der Tag ist wohl festgelegt seit Ewigkeit, ebenso festgelegt sind aber auch alle Ereignisse zuvor, die beitragen sollen zur Willenswandlung des Menschen ohne Zwang. Und so wird alles von Mir aus getan, was dem Menschen dienlich ist, in rechter Verfassung am letzten Tage Mein Gericht erwarten zu können. Doch so es von dem Menschen selbst nicht genützt wird, ist sein Los schon entschieden für endlos lange Zeit. Ein Wissen um den Tag und die Stunde des Endes nun würde eine Zwangsänderung seines Wesens zur Folge haben, das aber weder zum Eingang in das Lichtreich noch in das Paradies der neuen Erde berechtigt, aber auch den Menschen nicht dem ewigen Verderben ausliefern würde - weil Angst und Furcht seinen Willen bestimmt, nicht aber die Liebe, die alleiniger Anlaß sein soll zur Willenswandlung. Die Liebe also wäre noch gering, und das berechtigt nicht, von einer Wesenswandlung zu sprechen; der Wille aber, das Rechte zu tun, müßte dem Wesen angerechnet werden; es wäre gewissermaßen das Wesen gehorsam, aber nicht aus Liebe, sondern aus Furcht. Am Ende aber entscheidet die Liebe. Denn Ich will die Böcke von den Schafen trennen, Ich will eine Reinigung herbeiführen, wodurch ein Erlösungsabschnitt beendet ist, bevor ein neuer beginnt. Darum muß ein klarer Willensentscheid stattfinden, wozu die Menschen reichlich Zeit und Gelegenheit haben und als Antrieb ihnen das nahe Ende angekündigt wird. Doch völlig ohne Zwang müssen sie sich entscheiden. Darum halte Ich Tag und Stunde geheim, doch er wird kommen wie ein Dieb in der Nacht - wenn niemand ihn erwartet, wird er da sein, wenn die Menschen im Lebensgenuß ihre Befriedigung finden, wenn sie jagen von einem Genuß in den anderen, wenn sie alles um sich her vergessen und fröhlich sind, wenn sie in vollster Lebensfreude sein werden. Dann wird der Tag anbrechen, der allem ein Ende macht. Und dann wird sich herausstellen, wer zu Mir hält oder zu Meinem Gegner, der Herr ist dieser Welt. Dann wird alles offenbar werden, Licht und Finsternis,Wahrheit und Lüge, Liebe und Haß - dann wird keiner sich verbergen können oder sein wahres Wesen verhüllen. Dann wird jeder sich so geben, wie er in Wirklichkeit ist, denn die Not um ihn reißt ihm die Maske vom Gesicht, und dann wird einem jeden werden der gerechte Lohn - Licht oder Finsternis, himmlische Glückseligkeit oder ewige Verdammnis. Amen. B.D. NR. 5162.

 

Buch 58 5163

Bibel - Geistwirken. (nach Vortrag der Zeugen Jehovas)

2. und 3. Juli 1951. B.D. NR. 5163.

Lasset nur das gelten als Wahrheit, was Ich euch von oben zugehen lasse. Was damit nicht übereinstimmt, ist nicht Mein, sondern Meines Gegners Geistesprodukt, denn Mein Wort wird immer das gleiche bleiben, und sein Sinn wird sich niemals widersprechen, wenn er richtig verstanden wird. Gerade die falsche Auslegung Meines Wortes ist der Anlaß, daß Ich rein und unverfälscht es wieder zur Erde leite mit der Erklärung, wie Ich Mein Wort verstanden haben will. Menschenverstand verwirrt sich oft und findet sich in Meinem Wort nicht mehr zurecht, Menschenverstand ist aber wiederum von sich eingenommen und glaubt sich selbst fähig dazu, Mein Wort richtig auszulegen, und lässet dabei gänzlich außer acht, daß göttliche Worte nur mit göttlichem Geist ergründet werden können und daß ohne göttlichen Geist der wahre Sinn nicht gefunden werden kann. Und darum muß vorerst Mein Geist im Menschen wirken können, ehe dieser Meines Wortes Sinn erfaßt und er ihn seinen Mitmenschen übersetzen kann. Wie Ich stets zu den Menschen sprach, so spreche Ich auch heute noch mit ihnen und immer nur die reine Wahrheit, weshalb sich Mein Wort auch niemals verändern kann. Es sollte auch immer das gleiche Verständnis dafür vorhanden sein, doch das Denken eines Menschen wird immer seinem Willen entsprechen, denn wie dieser gerichtet ist, so ist auch die Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen; und da Mein Wort die ewige Wahrheit ist, so wird es immer mehr oder weniger richtig erkannt werden, je nachdem der Wille des einzelnen beschaffen ist. So also entstehen oder entstanden Irrlehren als Folge des freien Willens der Menschen, der sich auf die Erkenntniskraft auswirkt. Und darum sind Menschen nicht zum Verbreiten Meines Wortes oder zur Lehrtätigkeit befähigt, sowie der Wille eine falsche Richtung eingeschlagen hat, sowie er selbst nicht erkennt, daß die Wahrheit allein nur gewonnen werden kann, wenn der Wille sich völlig dem Meinen unterstellt und also die Wahrheit nun sein unbestrittenes Eigentum ist. Solange aber nicht der Wille entscheidet, sondern der Verstand, ist dem Irrtum Tür und Tor geöffnet, denn der Verstand kann von dem beeinflußt werden, der wider die Wahrheit zu Felde zieht. Es gibt nur einen Weg zur Wahrheit, der unbedingt gegangen werden muß - den Urheber der Wahrheit Selbst anzurufen um jene, und was nun dieser dem Menschen zukommen läßt, ist die alleinige Wahrheit. Leicht verständlich und glaubhaft sprechen die Worte aus der Höhe zu euch Menschen und werden auch von denen ebenso angenommen, die gleichfalls guten Willens sind. (3.7.1951) Denn sie sprechen zum Herzen, und das Herz empfängt sie auch, während der Verstand sich ungewöhnlich bemühen muß, wenn ihm das Herz nicht den Sinn der Worte erklärt. Der geistige Sinn kann euch Menschen nur von Mir Selbst erklärt werden, und zwar wieder nur durch den Geist. Das gleiche gilt auch für das Wissen, das ihr Menschen aus dem Buche der Väter schöpfet. Auch dieses muß euch erst Mein Geist erklärt haben, ehe ihr in den rechten Sinn der Worte eindringen könnet. Doch dazu bedarf es wahrlich keines Studiums, keines verstandesmäßigen Einsammelns von Geistesgut, wenn auch letzteres Mein Wort genannt wird. Denn Mein Wort wird es erst, wenn Mein Geist in euch wirksam geworden ist und dann der Geist des Wortes zu euch spricht, nicht nur der Buchstabe. Und es wirket Mein Geist in jenem Menschen, der sein Herz völlig zur Liebe gestaltet hat. Dieser erkennet klarstens auch den geistigen Sinn, der in jedem Buchstaben verborgen ist. Mein Wort aber, das euch Menschen aus übergroßer Gnade direkt aus der Höhe vermittelt wird, weil eine übergroße geistige Not außergewöhnliche Hilfe erforderlich macht - dieses Wort ist Übermittlung und Erklärung zugleich. Es gibt euch Menschen Aufschluß in allen Fragen, deren Antwort für euch nötig ist, wollet ihr eure Seelen retten aus der Gefahr des Verderbens am jüngsten Tage. Dieses Wort kann stets als Richtschnur genommen werden auch von denen, die verstandesmäßig in das Buch der Väter einzudringen suchen und über den Sinn Meiner Worte noch im unklaren sind. Und wo die Ergebnisse sinngemäß abweichen von Meinem aus der Höhe vermittelten Wort, dort möget ihr ruhig verwerfen, was letzterem nicht entspricht. Ich verwerfe darum jedoch nicht das Buch der Väter, das Mein Wort in sich birgt, jedoch aus weisem Ermessen den Sinn der Buchstaben verhüllt, um so als erstes die Menschen zum Erwecken des Geistesfunkens in sich zu veranlassen, der sie dann sicher und wahrheitsgemäß und leicht verständlich belehren wird. Solange aber der Geist noch unerweckt ist, wird auch der Mensch nicht voll in der Wahrheit stehen, weil diese auszuteilen Ich Selbst Mir vorbehalte, sie jedoch keinem Menschen versage, der Mich liebt und Meine Gebote hält - der durch uneigennützige Nächstenliebe Mir dieses beweiset und Mich dann innig um die Wahrheit, um Erhellung seines Geistes angeht. Ihm wird alles verständlich sein, und weder Zweifel noch unwahre Gedanken werden in ihm auftauchen, denn nun kann Mein Geist in ihm wirken, der Tröster, den Ich euch verheißen habe, der euch in alle Wahrheit leitet und auch erinnern wird alles dessen, was Ich euch gesagt habe. Amen. B.D. NR. 5163.

 

Buch 58 5164

Bibelforschung. Verstandeswissen. (nach Vortrag der Zeugen Jehovas)

3. und 4. Juli 1951. B.D. NR. 5164.

Nur das kann euch Menschen nützen, was ihr versteht, und Ich werde wahrlich nicht von euch verlangen, ein euch unverständliches Wissen in euch aufzunehmen, weil solches nur euer Denken verwirrt, aber nicht eurer Seele zum Ausreifen verhilft. Wohl will Ich euch in die Wahrheit leiten und euch also ein geistiges Wissen erschließen, doch besser ist es, euch unwissend zu lassen, als euch verbildetes Geistesgut darzubieten oder euch eine Kost vorzusetzen, die für euch unverdaulich ist aus dem Grunde, daß die Lehrer selbst nicht die rechte Kenntnis besitzen und sie daher keine Fähigkeit haben, ihre Mitmenschen zu belehren. Die Kost, die sie anbieten, hat keine Nährkraft, sie ist vielmehr nur geeignet, den gesunden Hunger nach rechter Speise zu unterdrücken und die Seelen zu belasten, ihnen also den Aufstieg zur Höhe zu erschweren. Es ist so wenig, was ihr Menschen zu wissen brauchet, um selig zu werden, und was euch an göttlichen Lehren zugeführt werden soll. Mein Liebegebot ist die kurz zusammengefaßte Lehre, die euch Meinen Willen kundgibt, und das Erfüllen Meines Liebegebotes wird euch dann auch das Wissen eintragen, das euch zur Gewinnung des ewigen Lebens dienlich ist. Denn das rechte Wissen kommt als Folge eines Liebelebens, das rechte Wissen, das der Wahrheit entspricht, ist die Auswirkung eines in Liebe geführten Lebenswandels. Und darum braucht euch Menschen nur die Liebe gepredigt zu werden, und ihr empfanget dann die rechte Kost, die eurer Seele taugliche Nahrung ist. Und diese Predigt könnet ihr alle verstehen, sie erfordert nur euren Willen, das zu erfüllen, was Ich von euch verlange. Nur uneigennützige Liebe verlange Ich von euch, nicht aber, daß ihr euch verstandesmäßig an Wissen zu bereichern suchet, das nur richtig verständlich ist, so das Herz liebefähig und liebewillig ist.

Begreifet es, ihr Menschen, daß jegliches geistige Wissen erst rechtes Wissen wird durch ein Liebeleben und daß es ohne ein solches keinen Wert hat vor Meinen Augen und auch nicht für euch selbst. Darum, wenn ihr belehren wollet eure Mitmenschen, dann stellet ihnen nur den Segen eines rechten Liebelebens vor, machet Mich ihnen kenntlich als einen Gott der Liebe, der Weisheit und der Allmacht, auf daß sie Mich liebenlernen und aus der Liebe zu Mir auch Nächstenliebe üben. Und so ihr dieses Werk vollbracht habt, die Menschen anzuregen zu ständigem Liebeswirken, dann seid ihr wahrlich die besten Lehrmeister gewesen, dann habt ihr ihnen indirekt zum Wissen verholfen, das ihnen als Auswirkung der Liebe nun zufließt, weil dann der Geist in ihnen lebendig wird, der sie in die Wahrheit leitet, weil die Liebe ihnen Erhellung des Geistes einträgt und dem Menschen nun leicht verständlich ist, was nur verstandesmäßig ihm nicht erklärt werden kann. Denn der Geist allein gibt dem Wissen das Leben, der Geist allein belehret den Menschen recht. (4.7.1951) Und so könnet ihr euch getrost zu Meinen Schülern zählen, die ihr Mein Wort von Mir direkt empfanget und die ihr dieses Mein Wort annehmet, so es euch von Meinen Empfängern dargeboten wird. Euch alle belehre Ich, denn Ich weiß es, wer sich Meiner Gabe gegenüber richtig einstellt, Ich weiß es, was jeder einzelne benötigt, und Ich weiß auch, wie sie der einzelne bewertet und verwertet. Und das allein ist ausschlaggebend, was er empfängt. So Ich nun aber Meine Schüler bedenke nach Fähigkeit und Willen, es anzunehmen, so könnet ihr daraus ersehen, daß ein Kopf voll Verstandeswissen keinen anderen Wert hat als den, vor den Mitmenschen als wissend zu gelten. Denn so er dieses Verstandeswissen weitergibt, wird dadurch weder das Herz des Empfängers veredelt noch der Seele geistige Nahrung zugeführt. Denn geistige Nahrung ist nur die, welche die Seele kräftigt zum Aufstieg, geistige Nahrung ist das Wissen, das die Liebe zu Mir und zum Nächsten aufleben lässet, und dazu gehöret wahrlich wenig, aber das rechte Wissen. So ihr nun aber glaubet, das Buch der Väter gründlichst erforschen zu müssen, lasset ihr mehr euren Verstand als das Herz tätig werden, und es wird dann, was ihr an Erfolg erzielet, weniger der Seele dienen als mehr weltliches Wissen sein, wenngleich es geistigen Ursprungs ist. Denn ihr suchet vielmehr weltliche Geschehen aufzuklären und auch zeitmäßig anzugeben, als in Meinen Heilsplan von Ewigkeit einzudringen, der jedoch nur eure geistige Gesundung bezweckt. Was ihr an Wissen aus dem Buch der Väter schöpfet, ist für diese Gesundung wenig geeignet, ist doch immer nur die Liebe das einzigste Gesundungsmittel, und diese kann auch ohne ein solches Wissen geübt werden, und sie muß auch zuvor geübt werden, ehe der Mensch von rechtem Wissen, von wahrheitsgemäßem geistigen Gedankengut reden kann. Zu loben ist wohl der Eifer, mit dem sie Mir zu dienen glauben, doch nur dann ist dieser Eifer recht, wenn er sich in der Liebe zum Nächsten äußert, weil nur dann die Wiedergeburt des Geistes erzielt werden kann, die allein euch in alle Wahrheit versetzt. Alles, was für Mich getan wird, erkenne Ich jedoch an als Liebe zu Mir, doch es ist diese Liebe erst dann unter Beweis gestellt, so sie auch dem Nächsten gilt, und diese Lehre soll überall verbreitet werden als wichtigstes Evangelium, denn davon hängt jegliche Erkenntnis ab, die Seelenreife und auch das ewige Leben - nicht aber von seinem Wissen über geschichtliche Vorgänge oder von der Auslegung Meines Wortes in nicht verständlichem Sinn. Nur die Erfüllung Meines Willens führt euch Menschen zum Ziel, und Mein Wille ist und bleibt ein Leben in Liebe, ein Erfüllen Meines Gebotes der Gottes- und der Nächstenliebe. Amen. B.D. NR. 5164.

 

Buch 58 5165

Kraft Gottes. Leben.

5. und 6. Juli 1951. B.D. NR. 5165.

Alles Leben ist die Auswirkung Meiner Kraft; in jedem Schöpfungswerk manifestiert sich Meine Kraft. Der Gedanke an sich ist gleichfalls eine Kraftäußerung Meinerseits, und also gibt es nichts, was nicht in Mir seinen Ursprung hat, wenngleich es lange nach seinem Ausgang eine falsche Richtung eingeschlagen hat, als ursprünglich bestimmt war. Denn es findet ein immerwährender Kreislauf der von Mir ausgehenden Kraft statt zum Zwecke ständiger Vermehrung derselben und ständiger Erweckung zu neuem Leben und also auch ständig neuer Schöpfungen. Also ist Mein Schöpferwille und Meine Schöpferkraft unablässig tätig, um Leben zu erzeugen. Und ein Zurückhalten Meiner Kraft würde ein völliges Erstarren des gesamten Universums bedeuten, was jedoch niemals möglich ist, weil Meine Kraft sich nicht aufbrauchen und nicht vergehen kann, wie Ich Selbst nicht vergehe als Urquell der von Mir ausgehenden Kraft. Ich war, Ich bin, und Ich bleibe immer und ewig Derselbe, und ebenso bleibt das von Mir Erschaffene immer und ewig, nur in Sich-stets-verändernder-Form, weil Meine Kraft keinen Stillstand duldet und jede Kraftzufuhr aufbauend wirken muß und dies in stets vollkommeneren Schöpfungen zum Ausdruck kommt. Und Meine Kraft findet überall Zugang, und nichts könnte bestehen, so es von Meiner Kraft nicht berührt würde. Meine Liebe und Meine Weisheit lenket die Kraft nach Bedarf, und Mein Wille bestimmt zur Annahme derselben und nichts kann sich Meinem Willen widersetzen. Doch Meine Liebe und Weisheit erschuf sich auch etwas Wesenhaftes, im Verlangen, auch diesem das Glück und die Seligkeit der Kraftverwendung, des Erschaffens, zu bereiten, ihm eine Aufgabe zu erteilen und es durch Erfüllenkönnen jener Aufgabe überselig zu machen. Und es mußte dieses Wesenhafte ein Abbild sein von Mir, in gleicher Vollkommenheit stehend, mit göttlichen Fähigkeiten ausgestattet, das Ich unbegrenzt mit Kraft versehen wollte, auf daß es gleich Mir schöpferisch und gestaltend tätig sein konnte. Dieses Wesenhafte also war gleichfalls Produkt Meiner Kraft und Meines Liebewillens. Es wurde aus Meiner Kraft ins Leben gerufen und konnte sich völlig frei entfalten, weil ständig Kraft ihm zuströmte und es auch den freien Willen hatte, diese Kraft zu verwerten. Es wurde Kraftempfänger, das aber auch Kraft ausstrahlen konnte, wie dies seine Bestimmung war. Übergroße Seligkeit empfand das erstgeschaffene Wesen, und übergroße Seligkeit konnte es wieder bereiten, indem es gleichfalls Wesen das Leben gab zu freiem selbständigen Sein. Meine Kraft strömte unaufhaltsam dem ersten Wesen zu und durch dieses auch den unzähligen Wesenheiten, die aus dem Willen dessen unter Nützung Meiner Kraft hervorgegangen waren. Dies war der Anfang dessen, was außer Mir ist, wenngleich es ewig nicht von Mir getrennt zu denken ist. Denn Meine Kraft und alles, was aus ihr ist, bleibt ewig Mein Anteil und kann sich ewig nicht mehr von Mir lösen. Das Wesen aber, das Meine Kraft unmittelbar aus Mir bezog, fühlte sich im Vollbesitz Meiner Kraft, weil es unentwegt neue Wesen erschuf, ohne daß seine Kraft geschmälert wurde. Es wurde in seinem Denken, Wollen und Handeln in keiner Weise von Mir beeinflußt, denn als vollkommenes Wesen, als Mein Ebenbild, mußte es auch völlig frei sein und sich unabhängig fühlen. Doch ebenso mußte seine Liebe den höchsten Grad aufweisen können zu Mir, aus Dem es hervorgegangen war. Diese aber war stärker zu sich selbst. Er gab sich selbst den ersten Platz in seinen Gedanken, obgleich ihm die Erkenntnis nicht mangelte auf Grund seiner Vollkommenheit, die auch Erkennen der Wahrheit einschließt. Er überhob sich und fiel. Die Kraft, die von Mir ihren Ausgang nahm, entfernte sich endlos weit von Mir und braucht nun einen ebenso endlosen Weg, um wieder zu Mir zurückzugelangen. Die Rückkehr der Kraft zu ihrem Ausgang aber ist ein Gesetz, das ewig nicht umgestoßen werden kann, soll sie ihre Wirksamkeit behalten, denn nur im Zusammenschluß mit der Urkraft ist sie vollwirksam. Also muß der Kreislauf des Ausstrahlens und Zurückleitens stattfinden, was aber auch ständige Kraftvermehrung bedeutet, weil die Aufnahmegefäße göttlicher Kraft in Tätigkeit geraten müssen, sowie sie von ihr berührt werden. Das zutiefst gefallene Wesenhafte ist wohl noch Kraftträger, doch mit nur schwacher Wirksamkeit. Doch kann es nicht ganz untätig bleiben, weil Meine ständige Kraftausstrahlung bis in die Tiefen dringt und dort Gegenwirkung erzielt und jeglicher Widerstand Kraft erzeugt. Diese Krafterzeugung bedeutet wieder Erstehen neuen Lebens - Erstehen irgendwelcher Schöpfungen, die wieder eine Tätigkeit verrichten zwecks Kraftvermehrung. So also ist der höchste Lichtträger, das als Mein Ebenbild erschaffene erste Wesen, durch den Fall in die Tiefe ungewollt Anlaß geworden zum Erschaffen unzähliger Schöpfungswerke, in denen sich Meine Kraft manifestierte und so ein ungeheures Leben im Universum schuf, weil die Kraft niemals untätig sein kann und immer wieder dem Urquell zuströmt, sich stets vermehrt und niemals abbauen kann. Daß und warum unzählige Wesenheiten an dieser Kraftvermehrung beteiligt sind und als vom gefallenen Urgeist mit herabgezogenes Geistiges unweigerlich zurückkehren muß zu seinem Ausgang, bedarf keiner weiteren Erklärung, als daß Meine Liebe zu dem, was von Mir hervorgegangen ist, unveränderlich ist und daß diese Liebe nicht geringer wird, auch wenn die Erzeugnisse Meiner Kraft endlos weit von Mir entfernt sind - daß aber Mein Liebewille nicht eher ruht, bis es wieder in Meiner Nähe weilt und in Seligkeit mit Mir wirken und schaffen kann, wie es seine Bestimmung ist. Amen. B.D. NR. 5165.

 

Buch 58 5166

Gott-gewollter Verkehr mit der Geistwelt.

7. Juli 1951. B.D. NR. 5166.

Eine Unzahl geistiger Wesen umlagert die Erde und hält sich in der Nähe der Menschen auf, die ihnen irgendwie verbunden sind durch gleiche Geistesreife, gleiche Gesinnung oder Bindungen im Erdenleben. Sie alle spüren, daß sich Großes vorbereitet, sie wissen, daß der Erde und ihren Bewohnern etwas bevorsteht; doch nur hochentwickelte Geistwesen kennen den ewigen Heilsplan Gottes und also auch den Verlauf der kommenden Zeit. Eine überaus emsige Tätigkeit herrscht in der Geistwelt, die im Auftrag Gottes den Erdenmenschen zu Hilfe kommen will, ihren Reifegrad noch möglichst zu erhöhen, bevor der Tag anbricht, der ihr Leben beendet. Die unwissenden Seelen im geistigen Reich spüren gleichfalls eine allgemeine Bedrohung für die Erdenmenschen und halten sich instinktiv in der Nähe derer auf, denen sie nahestanden. Sie können sich selbst keinen Aufschluß geben, worüber sie beunruhigt sind, und sind doch in Sorge um die Menschen, besonders, so diese ihnen in Liebe verbunden waren. Es besteht jedoch ein Gesetz, demzufolge es keine Aufklärung gibt, solange ein Mensch ohne Liebe und Glaube ist. Denn solange ist die Seele des Menschen unfähig, die Wahrheit zu erkennen und anzunehmen. Das gleiche gilt auch für die Seelen im geistigen Reich, die noch unvollkommen die Erde verlassen haben. Ihnen fehlt jegliches Verständnis für die ewige Wahrheit, und also auch ist ihnen der Heilsplan Gottes unbegreiflich, es ist gewissermaßen ein Denkmanko zu verzeichnen, sie fassen nicht, was an höheren Wahrheiten ihnen geboten wird, bis sie in sich selbst die Liebe erweckt haben und dadurch ein gewisses Verständnis erlangen. Und so kann diesen Seelen vorerst keine Aufklärung gegeben werden im geistigen Reich über den Grund ihrer Unruhe und Besorgnis. Sie möchten sich aber den Menschen kundgeben und versuchen in jeder Weise, die Gedanken der Menschen auf sich zu lenken, im Glauben, mit ihnen reden zu können und verstanden zu werden. Es ist für diese Seelen eine große Enttäuschung, wenn sie nicht angehört werden, wie sie glauben, und doch geben sie ihre Bemühungen nicht auf, sich verständlich zu machen. Es ist eine gewisse Art von Liebe um ihre Zurückgebliebenen, und diese Liebe wird ihnen von Gott angerechnet und ihnen eine Möglichkeit gegeben, sie zum Ausdruck zu bringen. Wo immer sich Menschen auf Erden zusammenfinden im Gedenken an Verstorbene, um ihnen zu helfen, kann ein Gott-gewollter Verkehr von der Erde zur Geistwelt hergestellt werden. Doch stets muß helfenwollende Liebe der Anlaß sein, die dann auch Segen stiften wird auf Erden sowohl als auch im geistigen Reich. Und nun ist wieder der Reifegrad jener Menschen ausschlaggebend, welche Seelen im geistigen Reich zugelassen werden, um sich äußern zu können. Von unzähligen Seelen sind die Menschen umgeben, und eine jede möchte sich kundtun, doch nicht jeder Seele ist es gestattet, aber alle dürfen zuhören, und sie werden es verstehen, was zur Sprache kommt. Ein geistiger Schutzwall umgibt geistig strebende Menschen, wie aber auch die jenseitigen Führer der noch unwissenden Seelen bemüht sind, diese in einen höheren Erkenntnisgrad zu bringen, indem Liebeworte stets von ihnen vernommen und verstanden werden und sie zum Denken anregen über ihren eigenen Zustand und Liebegrad. Es können daher die Menschen auf Erden auch über den Tod hinaus einwirken auf diese Seelen, wenn die Verbindung mit der Geistwelt hergestellt ist auf einer Gott-gefälligen Grundlage - zu geben und zu empfangen, was immer nur der Seele dienlich ist. Geistig Strebenden ist daher stets der Kontakt mit der jenseitigen Welt gestattet, nur sollen sich die Menschen immer Rechenschaft geben über den Beweggrund, der sie eine solche Verbindung herstellen lässet. Für die jenseitigen Seelen ist es eine Erleichterung, eine Entlastung ihrer Sorge um die Menschen, wenn sie diese aufmerksam machen können auf das, was ihnen droht, wofür sie ein feines Empfinden, jedoch nicht die rechte Erklärung haben. Und sie werden sich stets in der Nähe der Gefährdeten aufhalten und ihnen helfen wollen. Und dieser Hilfswille wird von Gott gewertet und mit Gegenhilfe gelohnt. Amen. B.D. NR. 5166.

 

Buch 58 5167

Erkennen der Wahrheit und Verwerten in Liebe.

8. Juli 1951. B.D. NR. 5167.

Nicht das Wissen des Menschen macht seine Seligkeit aus, sondern das Verwerten des Wissens, weil dazu Liebe nötig ist und die Liebe allein beseligend wirkt. Und so kann der Mensch wohl ein Wissen besitzen, ohne in der Liebe zu leben. Dann aber ist es nur ein pures Verstandeswissen, gewonnen durch Studium, durch eifriges Nachdenken über Probleme, die wohl in geistiges Gebiet ragen, aber erst dann Geisteswissen genannt werden kann, wenn der Mensch durch ein Liebeleben vom Geist in sich darüber belehrt worden ist. Ein umfangreiches Wissen aufgenommen zu haben garantiert noch nicht den Besitz desselben, denn was durch Verstandestätigkeit gewonnen wurde, ist ebenso vergänglich wie jegliches irdische Wissen, selbst wenn es geistigen Inhalts ist. Es ist ein totes Wissen, das schon auf Erden keine belebende Wirkung hat und im Jenseits gänzlich verlorengeht. Erst die Liebe erwecket den Buchstaben zum Leben, erst die Liebe gibt Verständnis für geistiges Wissen, und erst die Liebe läßt dieses Wissen beglückend sein. Die Liebe aber gibt ständig ab, was sie selbst beglückt, um auch den Mitmenschen zu beglücken. Das Wissen wird aber wieder erst dann beglücken, so es mit liebendem Herzen empfangen wird.

Daraus ersehet ihr Menschen, daß immer nur die Liebe den Wissensgrad bestimmt, in dem die Menschen stehen, denn wenngleich einem liebenden Menschen das Wissen noch mangelt, wird er aber sofort Verständnis dafür haben, so es ihm unterbreitet wird. Die Liebe erkennt die Wahrheit, und die Liebe verwertet sie auch. Wer die rechte Wahrheit hat, kann nicht anders als sie weiterleiten, weil ihn die Liebe dazu treibt, er aber auch in der Liebe stehen muß, um sie als Wahrheit erkannt zu haben. Dennoch kann der Mensch auch für ein Wissen eintreten, das nicht der Wahrheit entspricht, dann aber soll er sich selbst schonungslos Antwort geben auf die Frage: In welchem Grade bin ich liebewillig? - Und diese Antwort ist auch der Gradmesser für die Wahrheit dessen, was er vertritt. Ein liebetätiger Mensch ist voller Eifer, Gott zu dienen, weil er Ihn erkannt hat als Vater und Schöpfer von Ewigkeit, als das vollkommenste Wesen, von Dem er sich geliebt weiß. Und darum wird er Ihm dienen mit ganzem Herzen und ganzer Seele, auch wenn es nicht nach außen erkenntlich ist. Aber eines wird er nicht versäumen, die Mitmenschen hinzuweisen auf Ihn und sie zum Glauben an Ihn zu bewegen suchen. Denn wer selbst glaubt, will auch den Mitmenschen dazu bringen, sich dem Vater als Kind hinzugeben. Und darum wird er stets, was er selbst weiß, dem Mitmenschen zuleiten. Dieses Wissen ist volle Wahrheit und steigert sich mit zunehmender Liebetätigkeit. Verstandeswissen dagegen wird berufsmäßig weitergegeben, und dies ist zumeist mit irdischen Interessen verbunden. Die Liebe gibt, ohne Entgelt zu fordern, wer aber solches fordert, steht nicht in der Liebe, sondern nur im Beruf. Er schlägt aus seinem Verstandeswissen Nutzen und setzt die Liebe erst an zweite Stelle. Und dieses Wissen wird nicht viel Segen stiften, es regt nur wieder zur Verstandestätigkeit an, das Herz aber bleibt unberührt und lernt nicht die Seligkeit des Empfangens der Wahrheit kennen. Denn das Wissen kann die Wahrheit sein, wird aber ohne Liebe nicht als solche erkannt. Darum pfleget als erstes die Liebe, und was euch dann an Wissen geboten wird, das teilet in Liebe wieder aus. Dann erst vermehrt sich euer Wissen und bleibt euer geistiges Eigentum, das unvergänglich ist und euch im jenseitigen Reich zu beglückender Tätigkeit befähigt und wieder Seligkeit bereitet. Amen. B.D. NR. 5167.

 

Buch 58 5168

Gebet um Gnade und Kraft, um Erhellung des Geistes.

10. Juli 1951. B.D. NR. 5168.

Eure Bitte sei und bleibe stets: "Vater, erfülle uns mit Deinem Geist, mit Deiner Kraft und Deiner Gnade." Mit dieser Bitte bezeuget ihr geistige Armut, daß ihr eure Schwäche eingestehet und Mich bittet um Liebezuwendung, um Kraft und Gnade und um Erhellung durch den Geist. Und Ich werde euch erhören, denn jegliches Gebet, das eure geistige Versorgung betrifft, höre und erhöre Ich und verhelfe euch zur Höhe. Sowie ihr um das Wohl eurer Seele besorgt seid, habet ihr auch den Sinn und Zweck des Erdenlebens erfaßt, und dann ist es für Mich leicht, euch zu geben, was ihr verlanget, ohne euren freien Willen zu gefährden. Dann seid ihr euch des noch unvollkommenen Zustandes bewußt und suchet ihn zu beheben aus freiem Willen. Ihr kommet zu Mir, daß Ich euch helfe, und es wird euch wahrlich geholfen werden, denn Mein Herz freuet sich ob eures Verlangens nach Mir, und Ich kann euch bedenken wie Kindlein, die in ihrer Schwäche und Unwissenheit betreut und belehrt werden müssen, auf daß sie wachsen und gedeihen und auf rechten Wegen wandeln - auf daß sie den Weg betreten, der zu Mir führt, zur Höhe, zum Licht. Kraft, Gnade und Erhellung des Geistes - so ihr dieses erbittet, besitzet ihr alles - Meine Liebe und Erbarmung und völlige Klarheit über eure Erdenaufgabe und ihre Lösung. Ihr tretet in den Zustand des Erkennens ein und gehet dann sehend einher, wo ihr zuvor noch blind waret und darum auch noch unselig. So euch Mein Kraftstrom berührt, fühlet ihr auch Meine Liebe zu euch, die euch mächtig anzieht. Ich liebe euch, wenngleich ihr noch unvollkommen seid, und leite euch daher unentwegt Meine Gnade zu, um euch vollkommen werden zu lassen, so ihr diese Gnade nützet. Und ihr werdet es tun, weil ihr Mich auch um Erhellung des Geistes angeht und darum klarstens erkennet, was euch mangelt, wie ihr leben sollet und welchen Weg ihr gehen müsset, um selig zu werden. Alles erreichet ihr, so ihr Mich bittet um Kraft und Gnade, um Erhellung durch den Geist. Denn dann ist euer Herz schon aufgeschlossen für den Liebekraftstrom, Mein Geist kann in euch tätig sein, denn ihr hindert ihn nicht mehr daran, weil ihr selbst euch öffnet für Meinen Gnaden- und Liebestrom und dieser unweigerlich wirksam wird in einem willigen, Mir zugewandten Erdenkind. Ich liebe euch wahrlich mächtig, und doch muß erst Meine Gnade euch ergreifen, weil ihr ob eures unvollkommenen Zustandes nicht würdig seid, Liebesbeweise von Mir entgegenzunehmen, und Ich daher Gnade für Recht ergehen lassen muß. Ich muß euch zu Mir ziehen, da ihr von selbst nicht kommet, doch ihr selbst könnet entscheiden, ob ihr Meine Gnade annehmet. Ich zwinge euch nicht, Mir zu folgen, aber Meine Gnade wirket gar mächtig auf den, der keinen Widerstand leistet. Und jede Bitte um Gnade ist Aufgeben des Widerstandes. Das bedenket, daß Ich dann euch reichlich überschütten kann, so ihr durch euer Gebet den Willen bezeuget, die Gnaden von Mir anzunehmen und zu verwerten. Rufet zu Mir um Kraft und Gnade und Ausgießung des Geistes über euch. Dann ist wahre Demut in euch, denn ihr fühlet es, daß ihr dieser Zuwendungen bedürfet. Und dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade. Er rufet Mich an und ist in seiner Demut Mir schon erheblich nähergekommen, weil er das Kindesverhältnis hergestellt hat, das Liebe zu Mir und Demut Mir gegenüber in sich schließt und den Menschen so gestaltet, daß Ich ihn reichlich bedenken kann mit Meiner Gnade und Meiner Kraft und Meinem Geist - der nun tätig wird in ihm und ihn in alle Wahrheit leitet. Amen. B.D. NR. 5168.

 

Buch 58 5169

Öffentliches Bekennen. Lebendiger Glaube.

12. Juli 1951. B.D. NR. 5169.

Wer Mich nur mit dem Munde bekennet, der wird nicht standhaft bleiben, so es ein Bekennen Meiner Selbst vor der Welt gilt, denn er gehört nicht zu denen, die innerlich fest überzeugt sind von Mir und Meiner Lehre. Und es werden viele sein, die nicht standhalten, weil sie bisher nur oberflächlich sich befaßten mit der Wahrheit, mit geistigem Gedankengut, das von Mir zeuget. Es sind nur Redensarten, die sie leichthin gebrauchen, wenn sie zu religiösen Ansichten bewogen werden, doch so sie ernst dazu Stellung nehmen sollen, versagen sie, weil ihnen jegliche Erkenntnis mangelt, weil ihr Glaube nur ein Formglaube und ihr Leben auf Erden, so es gut scheint, eben nur ein Scheinleben ist. Sie haben den göttlichen Funken in sich noch nicht erweckt, er ist verschüttet und kann sich darum nicht zur Geltung bringen, und es bedeutet dies Unwissenheit, geistige Blindheit und also auch Kraftlosigkeit, wenn Kraft erfordert wird. Die Menschen wissen es nicht, in welcher geistigen Not sie sich befinden, weil sie keine Kraft zum Widerstand haben, so dieser von ihnen gefordert wird, so es um das öffentliche Bekennen zu Mir und Meiner Lehre geht, weil sie nicht überzeugt sind davon. Und sie könnten sich diese Überzeugung so leicht verschaffen, so sie nur willens wären, darüber Kenntnis zu erlangen, worin Mein Wille besteht und wie er zu erfüllen ist. Denn von der Erfüllung Meines Willens hängt auch der Glaube ab, die innere Überzeugung, die dann der Mensch fest vertreten kann und wird. Wer recht lebt, also Meinem Willen gemäß, der steht auch im Erkennen der Wahrheit, und sein Glaube ist ein lebendiger, und einen solchen Glauben wird er vor der Welt bekennen ohne Scheu, ein solcher Glaube kann ihm nicht genommen werden, er sitzt tief und hält jeder Bedrohung von außen stand.

Zur Zeit gibt es unzählige Menschen, die sich gläubig nennen und doch keiner Glaubensprobe standhalten würden, es gibt unzählige Menschen, die sich noch nicht die Mühe gaben, ernsthaft über das nachzudenken, was zu glauben sie vorgeben, die jeder religiösen Aussprache aus dem Wege gehen, weil sie nichts wissen und ihr mangelndes Wissen nicht eingestehen wollen; es gibt unzählige Menschen, die, so sie ernstlich nachdenken würden, alles als unhaltbar verwerfen würden, weil der Verstand damit nicht fertig wird und weil das Herz nicht beteiligt ist in Form von Liebewirken, dem einzigen Mittel, unverständlich Scheinendes zu verstehen. Doch alle geben sich als gläubig aus ihren Mitmenschen gegenüber, bis sie zu einer Entscheidung gedrängt werden - sich öffentlich dafür oder dagegen zu äußern, bis sie zu einem Glaubensentscheid gezwungen werden. Dann werden viele verwerfen, woran sie bisher festhielten, ohne nachzudenken, ob es Unrecht ist, was sie tun. Andere werden nachdenken und zu falschen Ergebnissen kommen, weil sie verstandesmäßig ergründen zu können glauben, wozu Wirken des Geistes erforderlich ist. Und nur wenige werden den Mut haben, sich offen zu bekennen für Mich und Meine Lehre; und diese wenigen haben die Erkenntnis gewonnen durch ihren Geist, der in ihnen wirksam werden konnte als Folge eines rechten Liebelebens. Diese stehen fest im Glauben an Mich und bekennen mutig und ohne Furcht Meinen Namen, denn ihr Glaube ist ein lebendiger geworden durch die Liebe, und sie sind im Besitz von Kraft jedem Ansturm gegenüber. Sie werden Mir treu bleiben bis zum Ende, denn wer Mich bekennet vor der Welt, der wird ständig Kraft beziehen von Mir, und ihm wird werden, was er glaubt - ein ewiges Leben in Seligkeit. Amen. B.D. NR. 5169.

 

Buch 58 5170

Entwicklungsperioden - Zeitdauer. Materie und Einfluß.

14. Juli 1951. B.D. NR. 5170.

Der Erlösungsplan des gefallenen Geistigen wickelt sich ab immer in bestimmten Zeiträumen, die dem jeweiligen Zustand des Geistigen entsprechen. Und darum sind die einzelnen Erlösungsperioden verschieden, sowohl zeitmäßig als auch in ihren Bedingungen und Ausreifungsmöglichkeiten. Es gibt längere und kürzere Erlösungsabschnitte sowie auch ganz verschiedene Schöpfungen in diesen, die eine mehr oder weniger harte Fessel bedeuten für das darin gebundene Geistige. Und daraus folgert sich, daß auch an die Menschen in solchen einzelnen Erlösungsabschnitten verschiedene Anforderungen gestellt werden, auf daß sie ihre seelische Reife erlangen. Es wäre gewissermaßen eine Abstufung zu erkennen, so die einzelnen Entwicklungsperioden miteinander verglichen werden könnten - und es wäre zu ersehen, daß sich die Schöpfungen immer dem Reifezustand der Menschen, d.h. ihrem Willen, anpassen, daß also Menschen ohne den harten Widerstand gegen Gott auch in einer Welt leben, die leichtere Auflösung der materiellen Form erkennen lässet, und darum auch kürzere Zeit zu einem Entwicklungsgang nötig ist. Und zwar wird das stets dann der Fall sein, wenn eine Totalauflösung der irdischen Schöpfung vorangegangen ist und das ihr entwichene Geistige wieder in eine neue Form gebracht werden soll. Dann strebt dieses Geistige, als in einer ihm zuträglichen Umgebung lebend, weit eifriger zur Höhe, wenn auch ihm selbst noch unbewußt. Aber nach einer solchen totalen Auflösung ist auch das Menschengeschlecht auf der Erde noch friedlicher, mit Gott verbundener, das das noch gebundene Geistige wohltätig beeinflußt und ihm auch zur Höhe verhilft. Die harte Materie ist zwar noch von tief gefallenem Geistigen belebt, und dieses Geistige wird seinen Einfluß immer noch geltend machen wollen, besonders dann, wenn auch diese Erlösungsperiode sich wieder dem Ende zuneigt. Doch eine jede Epoche ist ein Aufstieg aus der Tiefe zur Höhe, jede Epoche weiset Geistiges auf, das Gott keinen Widerstand mehr leistet oder ihn sehr bald aufgibt, aber auch solches, das im Widerstand gegen Gott verharrt, das zum Aufenthalt die harte Materie hat und immer wieder auf das reifere Geistige ungünstig einwirken will und wird. Je länger sich nun die Menschen diesem Einfluß entziehen, desto länger werden auch die Entwicklungsperioden sein, weil ein Abschluß erst dann wieder eintritt, wenn diese in der festen Materie gebundenen Wesen sich nach endlos langer Wandlung wieder als Mensch verkörpern dürfen. Denn diese Wesen bestimmen nun die Zeit des Endes oder der Auflösung der Schöpfung, die sie bewohnen. Ein Gott-Zuwenden sichert auch ein langes Bestehen, ein Abwenden von Ihm ist erneuter Widerstand und bedingt zuletzt wieder das Vernichten dessen, was den Zweck nicht erfüllt - ein Auflösen der Erde und ein Neubilden geistiger Formen. Denn laut Gesetz von Ewigkeit muß alles zur Höhe streben, und was versagt, wird so tief sinken, daß es wieder in den Aufwärtsentwicklungsprozeß eingegliedert werden kann, auf daß sich das Gesetz von Ewigkeit erfülle - ständige Aufwärtsentwicklung dessen, was gefallen ist, bis es die einstige Höhe wieder erreicht hat. Amen. B.D. NR. 5170.

 

Buch 58 5171

Gottes Segen, d.h. Hilfe, in jeder geistigen Arbeit.

15. Juli 1951. B.D. NR. 5171.

Die geistige Arbeit, die Arbeit für Mich und Mein Reich, ist so überaus bedeutungsvoll in dieser Zeit, weil euch nicht mehr viel Zeit bleibt zum Wirken für Mich. Und darum segne Ich jede Tätigkeit, die dieser Arbeit gilt, sei es die Zuleitung Meines Wortes an die Mitmenschen oder auch das bewußte Hinweisen dieser auf das Ende, seien es Ermahnungen oder Warnungen oder auch gute Gedanken, die den in Not befindlichen Seelen gelten auf Erden oder auch im Jenseits. Alles was getan wird, um Seelen aus dieser Not zu befreien, findet Meine Zustimmung und also auch Meinen Segen. Denn gewertet wird der Hilfswille, der euch Menschen veranlaßt zur Arbeit für Mein Reich, zu erlösender Tätigkeit. Und Ich werde euch unterstützen in jeder Weise, daß eure Arbeit von Erfolg sei. Ich werde nicht, wie Menschen es tun, eure Arbeit mißachten oder geringschätzen, Ich werde stets helfend euch zur Seite stehen und geradebiegen, was ihr aus Unwissenheit krumm gebogen habt - also niemals zulassen, daß die von euch belehrt Werdenden falsch unterrichtet werden oder die, die sich von euch Rettung erhoffen, enttäuscht werden. Denn auch Ich helfe mit und freue Mich über jede Seele, die Ich zurückgewinne, auf Erden sowohl als auch im Jenseits. Denn ihr, Meine Eingeweihten, wisset, daß auch nach dem Tode die Seele nachholen kann, was sie auf Erden versäumt hat, daß ihr aber im Jenseits geholfen werden muß, wenn sie unvollkommen von der Erde scheidet. Und darum segne Ich jedes Bemühen, das auch diesen Seelen gilt, und segnen heißt helfen, daß jegliche Arbeit von Erfolg ist. Seid eifrig tätig, denn die Zeit drängt dem Ende entgegen, und Ich brauche Arbeiter, welche die vielen Äcker bestellen sollen, die noch brachliegen, Ich brauche viele Arbeiter für Meinen Weinberg, die auf die Herzen der Menschen einwirken sollen, damit Ich Selbst die weitere Arbeit an ihnen vollbringen kann - sie mit Meinem Wort zu bedenken, um Mich Selbst ihnen erkenntlich zu machen. Ich brauche euch, die ihr Mir dienen wollet, die ihr ein Wissen besitzet, das ihr auch denen vermitteln könnet, die noch völlig unwissend sind. Ich führe euch denen zu, die eure Hilfe benötigen, und ebne euch alle Wege, auf daß ihr ungehindert arbeiten könnet für Mich. Ich will aber auch, daß ihr eifrig bleibet, daß ihr nicht lau werdet und die große Not vergesset, die Mich veranlaßt, Mich eurer zu bedienen. Stets sollet ihr dieser Not gedenken und emsig tätig sein. Dann wird die Arbeit in Meinem Weinberg nicht vergeblich sein, dann werdet ihr die Seelen erlösen, bevor das Ende kommt, und diese Seelen werden es euch danken ewiglich, daß ihr euch ihrer angenommen habt. Amen. B.D. NR. 5171.

 

Buch 58 5172

Erdenleben - Scheinleben.

17. Juli 1951. B.D. NR. 5172.

Das irdische Leben ist nur ein Scheindasein. Sobald ihr Menschen zu dieser Erkenntnis kommt, seid ihr auf der Stufe angelangt, wo es zur Höhe geht. Ihr lebet dann bewußt, ihr arbeitet dann auf das Leben hin, das wirkliches Sein ist, das erst beginnt, so euer Körper, die materielle Hülle eurer Seele, abfällt und die Seele sich nun frei erheben kann in das geistige Reich. Alles, was auf Erden vor euren Augen ersteht, alles, was euch ersichtlich ist, ist nur für kurze Zeit geformte geistige Substanz, die als Materie ihren Zweck auf Erden erfüllen soll, geistiges Ausreifen zu ermöglichen. Und das irdische Leben selbst ist auch nur eine rein körperliche Funktion, solange die Seele in euch noch ohne jegliche Erkenntnis ist, was sie war, ist und sein soll. Gewinnt die Seele diese Erkenntnis nicht im Erdenleben, dann glaubt sie wohl desto mehr an die Realität des Lebens, sie hält das irdische Leben für allein bedeutungsvoll und trachtet daher danach, recht lange und gut auf Erden zu leben; und erst mit dem Moment des Erkennens läßt dieses Verlangen nach, weil dann das eigentliche Leben ihr zum Bewußtsein kommt und das Erdenleben im selben Maß verblaßt, wie das eigentliche Leben an Wert gewinnt. Dann erst kann sie Schein und Wirklichkeit unterscheiden, dann erst lebt sie bewußt .

Es ist ihr das Leben gegeben worden, auf daß sie in einem Scheindasein ihren Willen beweisen kann, auf daß sie sich betätigen kann in einem gewissen Kraftstadium, wo sie die Lebenskraft nützen kann, in einer Gott-gefälligen Weise, und dadurch sich ein Anrecht erwirbt, im wirklichen Leben Kraft in Fülle zu empfangen und sie zu verwerten in Gott-gewolltem Sinn. Sie muß also zuvor ein Probeleben ablegen, um sich als geeignet zu erweisen für einen ungemessenen Kraftempfang. Denn das Verwerten dieser Kraft ist erst das eigentliche Leben, wo die Seele schöpferisch tätig sein kann und auch in umfangreichem Maße erlösend wirkt. Durch das Versagen im Probeleben, durch das Falschnützen der ihr zur Verfügung stehenden Lebenskraft, verscherzt sie sich die Kraftzufuhr im eigentlichen Leben, die sie dann gleichfalls verkehrt nützen würde, so sie ihr bedingungslos zuströmte. Sie muß einen gewissen Reifegrad erreicht haben im Erdenleben, der sie nun als Kraftempfänger und Verwerter im geistigen Reich tauglich macht. Und dazu ist ihr das Erdendasein gegeben worden. Doch zumeist wird dieses als Selbstzweck angesehen, nicht als Mittel zum Zweck und dann auch falsch genützet - es wird betrachtet als einzig-begehrenswert, wenngleich es jedem Menschen bekannt ist, daß er selbst sich dieses Leben nicht um einen Tag verlängern kann, wenn seine Stunde gekommen ist. Und gerade das müßte ihn die Wertlosigkeit und die Vergänglichkeit dessen erkennen lassen, was ihm überaus wichtig erscheint. Er müßte als kluger Mensch für das "Nachher" sorgen und sich nicht begnügen mit Dingen, die dem Vergänglichkeitsgesetz unterworfen sind. Das irdische Leben ist nur ein Scheinleben, etwas Geliehenes, das in jeder Stunde wieder genommen werden kann. Doch mit geliehenem Gut soll der Mensch gut haushalten, er soll es so anwenden, daß es ihm reichliche Zinsen bringt, jedoch nicht irdisch materiell, sondern geistiger Reichtum soll damit erworben werden, dann ist die Lebenskraft recht verwertet und das Probeleben mit Erfolg zurückgelegt, und dann ist der Mensch tauglich für das geistige Leben, für das eigentliche Leben, das ewig währt. Amen. B.D. NR. 5172.

 

Buch 58 5173

Glaubenslose Menschheit. Nähe des Endes.

18. Juli 1951. B.D. NR. 5173.

Jeder Tag bringt euch dem Ende näher. Die Zeit eilet dahin, doch die Menschheit ist sich dessen nicht bewußt, was ein jeder Tag noch für sie bedeutet, was sie sich noch erwerben könnten und wie schnell die Zeit vorbei ist, die ihr noch als Frist gegeben ist bis zum Ende. Die Menschheit gedenket nicht des Endes, und darum lebt sie sorglos dahin oder sorgt sich nur um irdische Dinge. Die Menschheit ist blind und tut nichts, um sehend zu werden, sie lebt und geht dem Tode entgegen, wo sie sich doch das ewige Leben erwerben soll, solange sie auf Erden weilt. Und doch kann nichts anderes geschehen, als ihr durch Seher und Propheten das nahe Ende zu verkünden, es kann ihr nur das Evangelium vermittelt werden, und gerettet ist, wer daran glaubt.

Die Menschen aber leben ohne Glauben; was ihnen von Gott, von Christus, vom Jenseits vorgestellt wird, das lehnen sie wohl nicht immer offen ab, doch den rechten Glauben daran, die innere Überzeugung dessen, besitzen sie nicht, und darum ist ihr Glaube ohne Wert. Doch ihr Menschen müsset diesen Glauben gewinnen, wollet ihr nicht verlorengehen. Denn ohne den Glauben rufet ihr nicht Gott an und bittet nicht um Gnadenzuwendung, um euch für das Jenseits tauglich machen zu können. Ohne Glaube tretet ihr nicht in Verbindung mit Jesus Christus, Der allein der Weg ist zum ewigen Leben - ohne Glaube lebet ihr kein bewußtes Erdenleben mit geistigem Ziel, sondern nur ein rein irdisches Leben, das ohne Erfolg bleibt für die Ewigkeit. Der Glaube muß aufleben in euch oder zu einem überzeugten Glauben werden, wenn er nur Formglaube ist. Und daher müsset ihr anhören, was euch verkündet wird von den Boten Gottes; ihr dürfet nicht sogleich ablehnen, sondern müsset euch die Mühe machen, darüber nachzudenken, was man euch predigt. Habet ihr guten Willen, dann wird es euch nicht schwerfallen, zu glauben, und dann stellet ihr euch schon bewußt auf das Ende ein. Ihr rechnet mit der Möglichkeit und gehet in euch, ihr suchet euch zu wandeln, denn der rechte Glaube bewirket solches. So ihr guten Willens seid - denn der gute Wille wird auch stets die Liebe in sich zur Entfaltung bringen, weil ein guter Wille stets einem guten Herzen entsteigt. Und die Liebe verhilft zu einem überzeugten Glauben. Darum werden gute Menschen, die liebetätig sind, auch viel eher an das Ende glauben, denn dieser Glaube entspringt aus der Liebe, und er wird ständig von der Liebe genährt. Suchet nur einen rechten Glauben zu gewinnen, einen lebendigen Glauben, der euch antreibt zur Arbeit an eurer Seele. Und so ihr ihn gewonnen habt, übertragt ihr ihn auch auf den Mitmenschen, denn die Not unter der Menschheit ist groß, eben weil euch der rechte Glaube fehlt an Jesus Christus als Erlöser, an ein ewiges Leben im geistigen Reich. Dies ist den Menschen ein unwirklicher Begriff, und sie bekennen sich im günstigsten Falle nur mit dem Munde dazu, und das Herz weiß nichts davon; dann aber mangelt es dem Menschen an Wissen und Kraft, sich selbst umzugestalten, und dann geht das Erdenleben vorüber, ohne zum Ziel geführt zu haben, zu einer Reife, die ihm das ewige Leben sichert. Und das Ende kommt immer näher. Wer ohne Glauben bleibt, der geht einem entsetzlichen Ende entgegen, einem Los, vor dem er entsetzt zurückschrecken würde, wüßte er darum. Die Boten Gottes, Seine von Ihm Selbst erwählten Diener, verkünden es den Menschen und weisen sie auf das nahe Ende hin. Höret sie an, so sie auch zu euch kommen, und denket darüber nach, was sie euch künden - und rechnet mit der Möglichkeit, daß sie euch die Wahrheit gesagt haben. Dann werdet ihr einen Wandel anstreben, dann wird euch die irdische Welt nicht mehr so wichtig erscheinen, und ihr werdet eure Sorge mehr der Seele zuwenden, und dann brauchet ihr auch das nahe Ende nicht zu fürchten, denn es wird für euch nur ein Übergang sein zu einem neuen Leben, das euch stets mehr und mehr beseligen wird, weil es euch nimmermehr genommen werden kann. Amen. B.D. NR. 5173.

 

Buch 58 5174

Wahrzeichen der Kirche Christi: Geistwirken.

19. Juli 1951. B.D. NR. 5174.

Die Kirche Christi ist keine Organisation, sie ist der Zusammenschluß aller geistig strebenden, an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk glaubenden und in der Liebe lebenden Menschen jeglicher Konfession, denn nicht letztere beweiset ihre Zugehörigkeit zu jener Kirche, sondern der Geist, der aus den Menschen spricht, die ihr angehören. Es muß euch dies auch verständlich sein, daß es Gott nimmermehr genügen kann, wenn sich ein Mensch dieser oder jener Glaubensrichtung anschließt, dem Namen nach oder auch beeindruckt durch Sitten und Gebräuche, wie sie jede einzelne Organisation (Konfession?) aufweiset, sondern daß Gott nur die Gesinnung eines Menschen bewertet und diese also in jeder Konfession so oder so sein kann, d.h. mehr oder weniger dem Willen Gottes entsprechend, mehr oder weniger die göttlichen Gebote beachtend. Und doch ist dies allein ausschlaggebend, wer sich zur Kirche Christi zählen darf - ob durch ein Liebeleben auch der Geist aus Gott im Menschen erweckt worden ist. Die Kirche Christi ist eine rein geistige Organisation, die der Welt keinerlei Konzessionen macht, die sich nur gründet auf das Seelenleben eines Menschen, auf den bewußten Willen, das geistige Ziel zu erreichen, das dem Menschen auf Erden gesteckt ist. Die Kirche Christi vereinigt alle gläubigen, d.h. innerlich überzeugten Anhänger Jesu, die sich die göttliche Liebelehre zum Lebensgesetz machen, die das Erlösungswerk Christi anerkennen und kein anderes Streben kennen, als durch bewußten Zusammenschluß mit Ihm die Kraft des Geistes zu entfalten - die also vom göttlichen Geist erleuchtet werden, was immer als Beweis der Zugehörigkeit zu Seiner Kirche gelten wird. Die Kirche Christi braucht kein anderes Merkmal nach außen hin, um erkannt zu werden als Seine wahre Kirche, die Er Selbst auf Erden gegründet hat, als nur die geistige Wiedergeburt, die bewiesen ist durch die Äußerung des göttlichen Geistes im Menschen.Und diese wieder ist erkennbar durch erleuchtetes Denken, durch Erkennen der Wahrheit, Erkennen des Lebenszweckes des Menschen, durch starken Glauben und daraus hervorgehendem ungewöhnlichen Wirken, sei es in Heilung von Kranken, im Abwenden großer irdischer Not, im Einfließen des göttlichen Wortes oder Gebieten den Elementen zum Nutzen des Nächsten. Immer wird dann eine Kraft zutage treten, die göttlichen Ursprungs ist, so der Mensch die geistige Wiedergeburt erreicht hat, und dieser gehört auch der Kirche Christi an, die außerhalb jeder kirchlichen Organisation steht, aber Menschen jeder Konfession als ihre Mitglieder zählen kann. Sie ist eine geistige Gemeinschaft aller tief gläubigen Menschen, und ihr Oberhaupt ist Jesus Christus Selbst, mit Dem ein jedes Mitglied in innige Verbindung treten muß, um in Seine Kirche aufgenommen zu werden. Denn Seine Kirche ist etwas Lebendiges, sie ist keine tote Form, die dem Namen nach vor der Welt besteht, doch keinen Geist in sich hat. Seine Kirche ist auf lebendigem Glauben aufgebaut, der durch die Liebe zum Leben erweckt wurde. Darum ist Liebe und Glaube die erste Bedingung, um dieser Seiner Kirche anzugehören, weshalb auch in jeder Konfession die Menschen Seiner Kirche angehören, die im lebendigen Glauben stehen, der aus der Liebe zu Gott und zum Nächsten hervorgegangen ist. Alle diese Menschen vereinigt Jesus Christus in Seiner auf Erden gegründeten Kirche, und Er zeichnet sie auch mit den Gaben des Geistes aus je nach Reife, Fähigkeit und Bestimmung ihrer Tätigkeit auf Erden für Sein Reich. Wo immer der Geist Gottes wirkt, dort steht ein Pfeiler Seiner Kirche, die unüberwindbar ist und bleibt bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5174.

 

Buch 58 5175

Wirken des Satans. Inniges Gebet um Schutz.

20. und 21. Juli 1951. B.D. NR. 5175.

In welcher Weise der Satan auf euch einwirkt, das erkennet selbst ihr, Meine vom Geist Erweckten, nicht immer, denn er wendet gerade bei euch nicht selten Mittel an, die euch täuschen sollen, und er versucht euch in einer Form, die ihr nicht als sein Wirken erkennet. Er will euch zum Fall bringen, er will euch abwendig machen von Mir, er will eure Gedanken verwirren, so daß ihr zu zweifeln beginnet an Mir und Meiner Liebe, er will euch Mein Wort als ungöttlich hinstellen, er will, daß ihr euch in Selbstvorwürfen zerfleischet, um dann desto erfolgreicher auf euch einwirken zu können. Er will, daß ihr Mich aufgebet und ihm anhanget. Und da er weiß, daß ihr Mir willensmäßig ergeben seid, suchet er euch zu täuschen und Meinen Willen als falsch euch hinzustellen, er sucht euch zu veranlassen zu Handlungen, die ihr ausführen sollet im Glauben, Mir zu dienen, und die doch nicht Mein Wille sind. Darum seid vorsichtig und rufet Mich an im Gebet, wendet euch innig Mir zu. (21.7.1951) Wisset, daß Ich jeden Ruf vernehme, den ihr zu Mir emporsendet, doch überschätzet nicht eure eigene Kraft, d.h., tuet nichts ohne das Gebet zu Mir um Meinen Segen. Dann werdet ihr es sehr wohl erkennen, wenn euch der Widersacher ein Ansinnen stellt, das Meinem Willen entgegensteht. Er rechnet mit eurer Unvollkommenheit, mit eurer Blindheit, in die er selbst euch gestürzt hat. Beweiset ihm, daß ihr ihn erkannt habt und daß er jegliche Macht über euch verloren hat durch euer bewußtes Verlangen nach Mir - und hütet euch ängstlich vor Lieblosigkeit. Denn dies ist eine Falle, die er euch oft legt und in die ihr sehr leicht geraten könnet, wenn ihr nicht achtsam seid dessen, was euch begegnet. Dann werdet ihr auf die Probe gestellt, die Liebe zu üben, und vom Widersacher daran gehindert, der euch gewinnen will. Die geringste Lieblosigkeit ist sein Vorteil, den er nützet, um euch zu verführen. Werdet ihr lieblos, so ist dies ein Entfernen von Mir, wenngleich ihr euch niemals von Mir zu trennen vermögt, weil ihr unlöslich mit Mir verbunden seid, und Ich lasse den nicht in seine Hände fallen, der Mir einmal seinen Willen zu Mir bekundet hat. Doch er arbeitet mit viel List und Gewalt. Er streut Zweifel in die Herzen, und daran sollet ihr sein Wirken erkennen und auch Hilfe erfahren von Meiner Seite, so ihr nur einen innigen Stoßseufzer im Herzen aussprechet, den Ich ganz gewiß erhören werde. Er hat wohl große Macht vor dem Ende, doch Meine Macht ist größer, und diese wagt er anzuzweifeln. Darum brauchet ihr ihn nicht zu fürchten, doch vorsichtig sollet ihr sein und alles prüfen, was an euch herantritt. Und so ihr Mich um Schutz und Hilfe rufet, ist seine Macht wahrlich gering, denn Ich Selbst trete dann an eure Seite, und er wird fliehen vor Mir, weil er jegliches Licht flieht, das ihn besiegt, und er nicht unterliegen will. Darum wendet euch jederzeit durch inniges Gebet zu Mir um Schutz, dann wird er euch nicht das Geringste anhaben können, dann seid ihr Herr über ihn, und ihr erreichet euer Ziel, das ihr anstrebet auf Erden. Amen. B.D. NR. 5175.

 

Buch 58 5176

Das Licht der Wahrheit.

22. Juli 1951. B.D. NR. 5176.

Ein Licht leuchtet zur Erde nieder, so hell und klar, daß alle Menschen sehend werden müßten, die diese Lichtfülle in sich aufnehmen und auf sich wirken lassen würden. Es ist das Licht der Wahrheit, das so strahlend leuchten muß, weil es dem ewigen Urlicht entströmt und seine Leuchtkraft nimmermehr verlieren kann. Das Licht der Wahrheit durchbricht das geistige Dunkel, das über die Erde gebreitet liegt, das Licht der Wahrheit findet Zugang zu Menschenherzen, die der Finsternis entfliehen wollen, das Licht der Wahrheit verwandelt die dunkle Nacht zu einem strahlenden Tag, es erleuchtet jeden Winkel, und sein Schein ist wie eine warme wohltätige Berührung, die hoffnungsfroh und erwartungsvoll den Menschen an eine selige Zukunft glauben lässet, denn das Licht der Wahrheit hellt jede Unklarheit auf, es verjagt jeden Zweifel, es stärkt und belebt ein liebendes, nach Gott verlangendes Herz. Die ewige Liebe Selbst leitet dieses Licht zur Erde und ist unablässig bemüht, die Menschen aus der Finsternis des Geistes zu befreien, auf daß sie Ihn erkennen und liebenlernen und sich sehnen nach dem Zusammenschluß mit Ihm.

Und doch sehen unzählige Menschen nicht die Strahlen dieses Lichtes, weil sie ihre Augen schließen und abgewandten Blickes daran vorübergehen. Irrlichter, die vor ihren Augen aufblitzen, sind ihnen lieber, und ihnen jagen sie nach und lassen sich von ihnen blenden. Die Wahrheit verlangen sie nicht, doch der Unwahrheit huldigen sie und können aus ihrem Geistesdunkel nimmer herausfinden, doch aus eigener Schuld. Denn die Wahrheit wird ihnen angeboten, doch sie weisen sie ab. Es ist wie ein großes schwarzes Tuch, unter welches sie schlüpfen und sie fühlen sich wohl in dieser Finsternis, ansonsten sie es lüften würden und dem hellen Strahl des Wahrheitslichtes Eingang gewährten. Es ist der menschliche Wille selbst, der sie daran hindert, es sind die finsteren Gewalten, die ihnen einreden, daß ihre Dunkelheit Licht ist. Und die Menschen glauben dies, und darum suchen sie nicht die Wahrheit, weil sie glauben, sie zu besitzen. Wo aber Wahrheit ist, da ist auch Gottes Liebe, wo Gottes Liebe ist, da ist Kraft und Seligkeit. Die Menschen aber sind leiblich und geistig bedrückt, solange sie nicht in der Wahrheit wandeln, denn die Wahrheit macht sie frei von Sünde und Schuld, weil sie den Menschen den Erlösungsweg zeigt, der zu Gott führt und folglich auch zur Vollkommenheit, ohne die sich niemand Gott nähern kann. Erlöst zu werden aber heißt, den unfreien, unvollkommenen Zustand, der Folge der Sünde ist, mit einem freien, vollkommenen zu vertauschen und jeder Not des Leibes und der Seele enthoben zu sein. Die Wahrheit aber zeigt dem Menschen den Weg und macht es ihm leicht, ihn zu beschreiten. Würde die dunkle Hülle von den Menschen zurückgeschlagen werden und dem Licht der ewigen Wahrheit Zutritt gewährt, so würde bald die Erde ein Eden sein, eine Stätte glückseliger, vollkommener Geistwesen, die keine Not mehr kennen, weil die Menschen das Ziel erreicht hätten, ihren Urzustand wiedergewonnen zu haben, der ein Leben in hellstem Licht und im Vollbesitz der Kraft verbürgt. Also wird immer dort, wo noch Not und Elend ist, auch nicht die reine Wahrheit sein, das Licht, das Gott Selbst ausstrahlet und nur empfangen zu werden braucht, um überaus wohltätig auf den Menschen einzuwirken. Nur vereinzelte Lichtträger weilen auf der Erde, welche die Ausstrahlung Gottes aufnehmen und nun den Mitmenschen die Wahrheit zu vermitteln suchen. Diese Lichtträger stehen noch in dunkler Umgebung, weil zuviel Widerstand das Ausbreiten des Lichtes hindert. Doch ungemein wirksam ist das Licht, so der Widerstand nachläßt und zuletzt ganz aufgegeben wird. Denn was nun in die menschlichen Herzen erstrahlt, ist Gottes ewige Liebe Selbst, und wo sie einmal wirken kann, wird Licht werden und bleiben bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5176.

 

Buch 58 5177

Gott spricht. Vorgang und Bedingung.

23. Juli 1951. B.D. NR. 5177.

Das Einfließen geistigen Gedankengutes aus dem unerschöpflichen Born göttlicher Weisheit kann nur dann stattfinden, wenn sich die Seele des Menschen bereitwillig öffnet, d.h. darauf achtet, was der göttliche Geistfunke im Menschen ihr vermittelt als Beweis seiner Zugehörigkeit zum ewigen Vatergeist. Die Verbindung zwischen diesem und dem Geistesfunken im Menschen besteht gleichfort, auch wenn der Mensch noch völlig unerweckten Geistes ist. Doch dann schlummert er noch im Menschen und ist doch gewissermaßen außerhalb des Menschen stehend, da alles, was vollkommen ist, noch nicht mit dem Unvollkommenen sich verbinden kann. Doch der Vorgang des bewußten Horchens nach innen gibt dem göttlichen Funken im Menschen den Willen kund, mit ihm in Verbindung zu treten, und dieser Wille veranlaßt ihn, sich der Seele gegenüber zu entäußern, anfangs zwar nur der Seele hörbar und verständlich, doch es kann auch später der Verstand des Menschen davon Kenntnis nehmen, was ihm die Seele vermitteln will. Dieser Vorgang des Sich-verständlich-Machens des Geistes ist also auch dann der Beweis, daß sich der Vatergeist von Ewigkeit einschaltet und also dann eine regelrechte Verbindung von diesem zum Menschen stattgefunden hat. Der Ausdruck "Gott Selbst spricht zu einem Menschen" hat seine volle Berechtigung, weshalb das empfangene Geistesgut nur lauterste Wahrheit sein kann und muß. Eine eigene Gedankenarbeit erfordert eine umfassende Kenntnis in allen Gebieten, um in kurzer Zeit gedankliche Ergebnisse niederschreiben zu können. Wo aber diese Kenntnisse nicht vorhanden sind, ist das Wirken Gottes klar ersichtlich, weil der Gegner Gottes nicht einem Menschen ein Wissen vermitteln kann, das er selbst nicht besitzt, und weil er auch nicht auf die Gedanken eines Menschen so einwirken kann und wird, daß dieser Gott anerkennt und sich Ihm willensmäßig ergibt. Denn der Gegner Gottes verfolgt andere Ziele, er erstrebt den Abfall des Menschen von Gott, und sein Einfluß wird immer anstreben, Ihn und Sein vollkommenes Wesen zu verleugnen, um die Menschen in Irrtum zu führen. Göttliche Offenbarungen aber weisen immer wieder darauf hin, daß Gott erkannt werden will von allen Menschen als überaus vollkommenes Wesen, Das pur Liebe ist und unübertreffliche Weisheit besitzt und mit Seinen Geschöpfen in Verbindung zu treten sucht. Und darum äußert Er Sich Selbst im Menschen durch Seinen Geist, durch Seine Ausstrahlung, die im menschlichen Herzen ein Gefäß sucht, um darin gesammelt zu werden. Ein Fünkchen Seiner Liebeausstrahlung ist in jedem Menschen eingezeugt, und dieses Fünkchen ist immer und ewig im Verband stehend mit dem Kraft- und Lichtquell von Ewigkeit, mit dem Born aller Weisheit und dem Inbegriff der Liebe. Darum ist die einfachste Erklärung, daß der Mensch alle Weisheit in sich trägt, eben durch den göttlichen Funken im Menschen, und darum auch der Mensch von innen heraus belehrt werden kann, wenn die Seele bereit ist, die Belehrung entgegenzunehmen, und sie auch dem Verstand zuleitet, der nun verarbeitet, was ihm aus dem Urquell der Weisheit zugeführt worden ist. Amen. B.D. NR. 5177.

 

Buch 58 5178

Erlösende Hilfe für jenseitige Seelen von seiten der Menschen.

25. Juli 1951. B.D. NR. 5178.

Es ringen unzählige Seelen im Jenseits, um zur Höhe zu gelangen, und diese Seelen sind in äußerster Not, denn ihre Kraftlosigkeit macht ihnen den Aufstieg unmöglich, und die Erkenntnis ihrer Kraftlosigkeit quält sie unendlich, weil sie nicht wissen, wie sie diese beheben sollen. Ebendas mangelnde Wissen ist ihr Unglück, denn laut Gesetz von Ewigkeit kann ihnen nur das zugeführt werden, was ihr Wille zuläßt, und ihrem Willen gemäß werden sie bedacht. Wollen sie Licht, dann empfangen sie auch solches, doch ohne die Wohltat des Lichtes empfunden zu haben, verspüren sie auch kein Verlangen nach dem Licht. Darin besteht ihr qualvoller Zustand, daß sie unausgesetzt leiden und den Willen, ihren Leidenszustand zu ändern, nicht mehr aufbringen können, wenn sie nicht ihren Willen dazu nützen, sich aufzulehnen gegen Gott und ihr Los, und überaus grausam wüten in ihrer Umgebung. Diese Seelen sind schon in einem Höllenzustand, weil sie von Kräften der Hölle fortgesetzt aufgestachelt werden und deren Wandlung und Streben zur Höhe noch undenklich lange Zeit erfordert. Auch die in völliger Lethargie versunkenen Seelen können gleichfalls endlos lange Zeit ihr qualvolles Los erdulden müssen, wenn ihnen nicht von einer Seite Hilfe kommt, da sie sich allein nicht helfen können wegen ihrer Willensschwäche. Und diese Hilfe können ihnen nur Wesen bringen, deren Liebe sie aus der Finsternis erlösen möchte - Menschen auf Erden oder auch jenseitige Wesen, die schon im Licht stehen oder auch nur einen etwas höheren Grad an Wissen besitzen, der sie zur Hilfeleistung befähigt. Unzählige Seelen nun sind in dieser Not, derer sich die Menschen erbarmen sollten - doch gerade von seiten der Menschen wird jenen Seelen wenig geholfen, weil die Menschen nicht mehr an ein Fortleben der Seele nach dem Tode glauben. Den Menschen wäre ein großes Betätigungsfeld gegeben auf geistigem Gebiete, so sie sich der notleidenden Seelen im Jenseits annehmen würden und ihnen aus der Tiefe emporhelfen möchten, und die Hilfe dieser jenseitigen Seelen würde sich wieder auf die Menschen erstrecken, so diese in Not des Leibes und der Seele sich befinden. Doch die Menschen beteiligen sich nur sehr wenig an dieser Erlösungsarbeit und lassen auch ihre Lieben im Jenseits in großer Not, deren sie sich besonders annehmen sollten. Darum wird es überaus freudig begrüßt, wenn sich auf der Erde Menschen zusammenfinden, die diesen Erlösungswillen in sich tragen und ein Licht anzünden wollen für viele Seelen in der Finsternis; darum beteiligen sich auch Wesen des Lichtes erlösend insofern, als daß sie gleichfalls dort weilen, wo der unglücklichen Seelen im Jenseits liebend gedacht wird, und ihre Hilfeleistung ist offensichtlich, indem sie sich schützend vor die Erdenmenschen stellen, wenn der Andrang finsterer Geistwesen das Erlösungswerk zu gefährden droht. Sowohl die Seelen im Jenseits als auch die Menschen auf Erden haben ihre Schutzgeister, die je nach dem Willen derer eingreifen, so Gefahr droht. Und wo sich die Menschen erlösend betätigen wollen, wird immer der Feind lauern und zu verwirren suchen, wo Klarheit geboten werden soll denen, die in der Finsternis wandeln. Doch er wird es nicht verhindern können, daß die Strahlen des Lichtes, die von der erlösen-wollenden Liebe ausgehen, die Seelen der Finsternis berühren, die deren Wohltat empfinden und sich einfinden, wo immer Menschen zusammen sind, die ihnen helfen wollen, und dieser Wille wird gesegnet sein. Denn die Seele, die einmal in den Bereich eines Liebelichtstrahles gekommen ist, fällt nimmermehr in die Tiefe zurück, sie sucht das Licht und wird es auch finden, weil jeder Seele gegeben wird, was sie begehrt. Amen. B.D. NR. 5178.

 

Buch 58 5179

"Viele sind berufen, wenige auserwählt." Jünger der Endzeit.

27. Juli 1951. B.D. NR. 5179.

Es sind wahrlich viele berufen, aber nur wenige auserwählt. Ihr Meine Jünger der Endzeit gehöret zu jenen Berufenen, die sich willig Meinem Rufe unterordnen und darum auserwählt sind zu einer Mission, die volle Hingabe an Mich erfordert und Verständnis für die überaus große geistige Not der Mitmenschen. Ich habe euch berufen, und da ihr willig waret, euch auserwählt zu Meinen Aposteln, die den Menschen wieder das reine Evangelium bringen sollen. Wer dieses Amt recht vertreten soll, der muß auch dazu gewisse Fähigkeiten haben, und wer also als Berufener diese Fähigkeiten in sich entwickelt, den kann Ich dann betreuen mit einem Amt. Und also wähle Ich aus. Nicht einzelne Bevorzugte statte Ich mit den Gaben des Geistes aus, sondern ihr alle könnet diese Fähigkeiten in euch entwickeln. Also seid ihr auch alle berufen zu geistiger Mitarbeit, weil Ich viele Arbeiter benötige und Mir daher ein jeder recht ist, der Meinem Rufe Folge leistet. Wenige aber machen sich Meines Rufes würdig, wenige nur arbeiten mit allem Eifer an ihrer eigenen Ausbildung, um sich tauglich zu machen für das, was er als Auserwählter zu leisten hat. Denn immer wieder sage Ich es euch, daß Ich die Gaben des Geistes nicht wahllos austeile einem jeden, sondern daß die Voraussetzungen zum Empfang solcher Gaben vorhanden sein müssen und daß dies die Arbeit der Menschen selbst ist, die Bedingungen zu erfüllen, die das Ausgießen Meines Geistes gewährleistet. Und darum habe Ich auf Erden so wenige Mitarbeiter und finde auch unter den Menschen so wenig Glauben an ein Geistwirken im Menschen, das diesem außergewöhnliche Erkenntnisse gibt und auch ungewöhnliche Kraft vermittelt. Denn nur solche Menschen können diesen Beweis erbringen, die sich selbst durch die Liebe so gestalten, daß sie Mein direktes Wirken in sich zulassen, die Ich also dann auserwähle, von Mir und Meiner Kraft und Herrlichkeit zu zeugen - sie hinaussende in die Welt, um Mein Evangelium zu verkünden, die göttliche Wahrheit, ohne die niemand selig werden kann. Um diese Wahrheit vertreten zu können, muß der Geist aus Mir dabei tätig sein, weil sonst die Worte ohne Kraft sind und ohne Eindruck bleiben. Also muß der Verkünder den Kontakt hergestellt haben von dem in ihm ruhenden Geistesfunken, dem Anteil aus Mir, mit dem Vatergeist von Ewigkeit, auf daß die nun den Mitmenschen vermittelte Wahrheit indirekt von Mir Selbst ihnen zugeleitet wird und so auch auf diese wirken kann. Nicht jeder ist dazu tauglich, weil er sich, obwohl er berufen ist, nicht so gestaltet hat, um von Mir auserwählt werden zu können für die so dringend nötige Erlösungsarbeit an der im Geistesdunkel stehenden Menschheit. Eine Wirkung kann nur erzielt werden durch eine Kraft, niemals aber kann man sich einen Erfolg versprechen, wenn die wirken sollende Kraft fehlt. Und soll der Geistesfunke im Menschen zum Leben erweckt werden, dann muß ein starker Geist tätig sein, um dies zuwege zu bringen. Und darum kann nur von Auserwählten eine segensvolle Tätigkeit erwartet werden, nur vom Geist erweckte Menschen können kraftvoll einwirken auf die noch unerweckten Menschen, nicht aber kann ein selbst unerweckter Mensch eine geistige Erweckung erzielen. Viele sind berufen, wenige nur auserwählt, doch nicht durch Meinen Willen, sondern durch die Gleichgültigkeit und Lieblosigkeit der Menschen, die nichts tun, um ihre eigene Erweckung zu erreichen. Das Amt Meiner Jünger der Endzeit aber erfordert große geistige Kraft, denn es gilt die Errettung unzähliger Seelen, die in der Finsternis wandeln und es ist ein buchstabliches Ringen um die einzelnen Seelen, das eben nur ein Mensch ausführen wird, der im Besitz geistiger Kraft ist, der diese Kraft ständig zugeführt erhält durch Meinen Geist, der sich in ihm äußert, also ständig Zufuhr von Kraft aus Mir ihm gewährt. Dazu aber ist unbedingt nötig, daß das Gefäß zur Aufnahme der Kraft in einem entsprechenden Zustand ist, was eifrige Seelenarbeit bedingt, die der Wille des Menschen selbst leisten muß. Dann aber ist er auch auserwählt von Mir für eine Mission, die ihm selbst und auch den Mitmenschen zum größten Segen gereicht, so sie erkannt wird als das, was sie ist - als dringende Erlösungsarbeit an den Mitmenschen in der letzten Zeit vor dem Ende, um sie vor dem Untergang zu retten, ehe das letzte Ende kommet. Amen. B.D. NR. 5179.

 

Buch 58 5180

Ernste Mahnung, des Lebens nach dem Tode zu gedenken.

29. Juli 1951. B.D. NR. 5180.

Euch Menschen auf Erden rufe Ich eine abermalige Warnung zu: Gedenket eurer Seelen und eures Zustandes nach dem Tode. Denn es tritt eine überaus schwere Wendung ein in eurem Erdenleben lediglich zu dem Zweck, daß ihr euch auf euren Leibestod besinnet und dessen, was nachher kommt. Ich will euch darauf aufmerksam machen und euch in aller Liebe auf das Schwere hinweisen, das über euch kommet, auf daß ihr dann daran glaubet, wenn ihr jetzt noch nicht glauben könnet, wenn ihr jetzt noch verwerfet als Phantasterei, was ernste Wahrheit ist. Ihr seid in großer Gefahr, denn ihr gehet so leicht durch das Erdenleben dahin, als ob es ewig währte, und es bleibt euch nur noch sehr kurze Zeit, daß euch Entsetzen ergreifen würde, so ihr darum wüßtet. Ihr verspielet das Leben, nichtige Sorgen bewegen euch, und doch ist nur eines wichtig, daß ihr eurer Seele gedenket, auf daß sie alles Schwere in Gleichmut ertragen kann, um im jenseitigen Reich das rechte Leben zu beginnen in Licht und Kraft. Doch an euch Menschen selbst liegt es, in welchem Zustand eure Seele in das geistige Reich eingeht. Immer dringender ermahne Ich euch zur Wandlung eurer Gesinnung, die zwar nicht schlecht zu sein braucht, doch zu irdisch eingestellt ist, um für das geistige Reich tauglich zu sein. Wie ein liebevoller Vater rufe Ich Meinen Kindern auf Erden zu: Seid besorgt um eure Seele, gedenket eures eigentlichen Lebenszweckes und eilet, denn die Zeit ist nur noch kurz bis zum Ende. Wandelt euch, ehe es zu spät ist - denket daran, welches Los euch erwartet, so euer Erdenleben beendet ist, und glaubet es, daß das Leben der Seele nicht mit dem Leibestode aufhört, sondern daß sie fortlebt, doch in dem Zustand, den ihr durch das Erdenleben ihr geschaffen habt. Ihr seid verantwortlich für ihr Los in der Ewigkeit, d.h., ihr selbst müsset die Folgen eures Erdenwandels auf euch nehmen, ein Los in Finsternis, so ihr das Leben falsch genützet habt. Und falsch lebt ihr es, wenn ihr ohne Glauben und ohne Liebe dahingeht - wenn ihr Mich als euren Gott und Vater nicht anerkennet und darum auch nicht Meine Gebote erfüllet, wenn ihr lebet nur für die Welt, nicht aber für das geistige Reich, das eure wahre Heimat ist und das ihr beziehen müsset unweigerlich, das nur in seinen Sphären so unterschiedlich ist, daß es sowohl höchstes Glück als auch bitterste Qual bedeuten kann für die Seele, je nach ihrem Reifezustand. Und für diesen Reifezustand seid ihr Menschen verantwortlich. Das rufe Ich euch wieder aus der Höhe zu, auf daß ihr Einkehr haltet in euch und euch wandelt, auf daß ihr das irdische Leben zurücksetzet, um das geistige Leben eurer Seele zu fördern. Höret auf Meinen Ruf aus der Höhe, besinnet euch, kehret um, ehe es zu spät ist, denn der Tag kommt unwiderruflich, den Ich angekündigt habe stets und ständig. Ihr habt nicht mehr lange Zeit, darum nützet sie und sorget für eure Seele, auf daß ihr das Ende nicht zu fürchten brauchet, das euch nahe bevorsteht. Amen. B.D. NR. 5180.

 

Buch 58 5181

Verstoß gegen die göttliche Ordnung. Sünde. Bekenntnis - Vergebung.

31. Juli 1951. B.D. NR. 5181.

Der kleinste Verstoß gegen die göttliche Ordnung wirkt sich als Kraftverlust aus laut göttlichem Gesetz, daß krafterfüllt ist, was sich völlig in der Ordnung Gottes bewegt, und derer verlustig geht, der Sein Gesetz der Ordnung nicht beachtet. Denn es ist letzteres ein negatives Streben, das sich auch entsprechend auswirken muß. Ein Verstoß gegen die göttliche Ordnung kann aber nur das genannt werden, was vollbewußt ausgeführt wird, gedanklich oder durch Handlungen, was also erkannt wird als Gott-widrig. So also kann "Sünde" auch nur das genannt werden, was im vollen Bewußtsein eines Unrechts getan wird; also muß der Mensch um Recht und Unrecht wissen und frei das tun, was er als Unrecht erkennt, um eine Sünde begangen zu haben. Es ist diese Definition wichtig, weil zur Sündenvergebung eine tiefe Reue gehört, die nur dann empfunden werden kann, wenn der Mensch seine Sünde erkennt und ein in Unkenntnis der Schuld begangener Verstoß gegen die göttliche Ordnung ihm nicht als Sünde angerechnet wird. Darum ist das Schuldbekenntnis unerläßlich, will der Mensch Vergebung erlangen, und dieses Schuldbekenntnis muß mit tiefster Reue verbunden sein; es muß also aus dem Herzen kommen, nicht nur mit dem Munde gesprochen werden, weil sonst keine Vergebung erlangt werden kann. Vergehen also, die nicht wider die göttliche Ordnung verstoßen, die aber von Menschen zur Sünde gestempelt werden auf Grund menschlich erlassener Gesetze, können wohl von seiten der Menschen mit Strafen belegt werden, gehören aber nicht zu den Sünden, für die Vergebung von Gott erbeten werden soll, weil Gott Selbst sie nicht als Sünde ansieht und auch niemals einem Menschen als Sünde anrechnen wird. Denn ein Verstoß gegen die göttliche Ordnung besteht immer nur darin, daß der Mensch sich vergeht gegen die Liebe zu Gott und dem Nächsten. Alles, was aus Liebe zu Gott und zum Nächsten getan wird, kann nimmermehr gegen die göttliche Ordnung verstoßen, wie umgekehrt alles, was dem Liebegebot zuwidergetan wird, sich nicht in göttlicher Ordnung bewegen kann, weil die Liebe das Grundgesetz ist und auf ihr sich die göttliche Ordnung aufbaut. Daran leget also stets den Maßstab an, so euch der Begriff "Sünde" unklar ist. Eine Sünde muß gesühnt werden, wenn dem Menschen nicht Vergebung wird, darum aber muß sie als Sünde erkannt und verabscheut werden, um ihre Vergebung zu finden, und darum muß der Mensch auch wissen, was unter Sünde zu verstehen ist, er muß wissen, ob und wann er gegen die Liebe zu Gott sich vergangen hat, ob und wann er gegen den Nächsten gesündigt hat. Und diese Sünden muß er zu Jesus Christus hintragen und Ihn innig bitten, daß sie ihm vergeben werden, um Seines Blutes willen. Dann wird er Vergebung finden, dann wird er frei werden von seiner Schuld. Amen. B.D. NR. 5181.

 

Buch 58 5182

Göttliches Wort. Mediale Empfänge. Tarnung. Zeichen.

1. bis 5. August 1951. B.D. NR. 5182.

Wer Mir dienen will, der wird von Mir angenommen, und seine Arbeit in Meinem Weinberg wird ihm von Mir zugeteilt, weil Ich allein es weiß, zu welcher Arbeit für Mein Reich ein jeder fähig ist. Bewußt und unbewußt können Mir die Meinen dienen, d.h., sie können es wissen, daß Ich sie für ein Amt ausersehen habe, sie können aber auch, vom Herzen getrieben, etwas tun, was gleichfalls als Weinbergsarbeit von Mir angesehen wird, und wissen es selbst nicht, daß sie Mir treue Mitarbeiter sind in der Erlösungsarbeit der letzten Zeit vor dem Ende. Eins aber muß vorhanden sein: innige Liebe zu Mir und zum Nächsten, weil sonst die Arbeit für Mich und Mein Reich nicht geleistet werden kann. Und diese innige Liebe - also das Erfüllen Meiner Liebegebote, vermittelt Meinem Knecht auch die Kraft zu seiner segensvollen Tätigkeit, weil die Arbeit für Mich eine bestimmte Kenntnis verlangt, die nur erworben werden kann durch uneigennützige Liebetätigkeit, und diese Kenntnis ebendie dem Menschen zugeleitete Kraft ist, die er nun nützen soll nach Meinem Willen. Und nun verstehet ihr auch, daß für Meine Weinbergsarbeit eine bestimmte Kenntnis um die ewige Wahrheit Voraussetzung ist, und also habet ihr auch das Kennzeichen für die rechten Knechte auf Erden, denn bei ihnen werdet ihr Menschen euch stets Aufklärung holen können in allen Fragen, die Mich und Mein Reich betreffen. Ein bestimmtes Wissen müssen sie besitzen, das sie zu Meinen rechten Vertretern auf Erden macht. Wie und in welcher Weise sie nun dieses Wissen entgegengenommen haben, ist stets zu prüfen, denn der Ursprung allein entscheidet über den Wert und die Glaubwürdigkeit jenes Wissens. Denn Meine rechten Vertreter auf Erden müssen von Mir Selbst gelehret sein, weil Ich allein die Wahrheit austeilen kann und als Urquell der Wahrheit diese auch überall hinleite, wo Ich Menschen brauche zum Verkünden Meines Wortes und wo die Voraussetzungen gegeben sind, daß ein treuer Knecht in Meine Dienste treten kann. Es ist und bleibt eine Wahrheit, daß Ich zu den Menschen spreche, die in sich lauschen auf Meine Stimme, die im Glauben und in der Liebe zu Mir Mich anrufen um Meinen Geist - und daß Ich nun diesen Menschen alles das unterbreite, was sie wieder ihren Mitmenschen zutragen sollen, auf daß die Wahrheit in der Welt verbreitet werde. Doch Glaube und Liebe muß vorhanden sein, ansonsten Ich nicht zu einem Menschen sprechen kann, weil nur ein gläubiger Mensch lauschet und nur ein liebendes Herz Meine Stimme vernehmen kann. Ich stelle also mit einem solchen Menschen eine innige Verbindung her durch das Wort, das Ausfluß Meiner Selbst ist und also Zeugnis gibt von Mir. (2.8.1951) Dieses Wort nun wird von Mir Selbst ausgesprochen, d.h., die geistigen Ausstrahlungen Meiner Selbst formen sich zu euch faßlichen Gedanken oder ertönen als hörbare Worte in eurem Herzen. Doch auch übertragenerweise kann Ich euch Mein Wort zuleiten, wenn Ich die seligen Wesen im geistigen Reich beglücken will, denen das Zuwenden von Kraft aus Mir erhöhte Seligkeit bedeutet. Dann empfanget ihr also Mein Wort durch Meine Lichtboten, was jedoch das Wort in sich in keiner Weise beeinträchtigt, weil dieses sich nicht verändern kann, solange es das geistige Reich als Ausgang hat, d.h. noch nicht durch menschlichen Willen eine Änderung erfährt. Doch es ist zu beachten, daß Ich von Meinem Wort spreche, von der Zuleitung der reinen Wahrheit, die Kunde gibt von Meinem Willen und den Menschen die Erkenntnis vermittelt von ihrem Verhältnis zu Mir und ihrer Erdenaufgabe. Doch nicht alle Übermittlungen aus dem geistigen Reich können als Mein Wort angesprochen werden, weil dieses in sich die lauterste Wahrheit ist und nur als Meine direkte Ausstrahlung von solchen Wesen weitergeleitet werden kann, die selbst im Licht stehen. Es gibt aber auch Wesen, die sich mitteilen wollen und doch nicht in der Erkenntnis stehen oder auch nur ein geringes Wissen ihr eigen nennen und dennoch die Möglichkeit haben, sich den Menschen auf Erden verständlich zu machen, sei es durch gedankliche Übermittlung oder auch durch ein Medium, dessen Willen und auch körperlicher Funktionen sie sich bedienen, um sich den Menschen kundzugeben. Und diese Mitteilungen sind nicht mit Meinem Wort zu verwechseln, sie sind nicht als Mein Wort zu bezeichnen und sind folglich auch nicht als Wirken Meines Geistes im Menschen anzusprechen. Denn Mein Geist kann nur wirksam sein unter gewissen Voraussetzungen, jene Mitteilungen aber können von allen Menschen vernommen werden, die sich nur darauf einstellen, mit dem geistigen Reich in Verbindung zu treten und den Einflüsterungen der Wesen zu lauschen in guter oder auch weniger guter Absicht. Es können jene Wesen auch Wahrheit vermitteln, es ist aber keine Garantie dafür, daß ihre Äußerungen reine Wahrheit sind, weil die Wesen in ganz verschiedenen Reifegraden stehen und der Mensch als solcher die Höhe der Reife nicht beurteilen kann. Doch niemals können dann solche Äußerungen als göttliche Offenbarungen bezeichnet werden, viel eher können göttliche Offenbarungen dadurch gefährdet werden, wenn der Mensch nicht eine klare Urteilsfähigkeit besitzt, um Kundgaben aus dem geistigen Reich unterscheiden und trennen zu können. Um Mein Wort empfangen zu können direkt oder durch Lichtboten, ist erstmalig der Wille, Mich zu hören, Voraussetzung, denn Ich lasse nicht Meine Stimme im Herzen des Menschen ertönen ohne seine Empfangsbereitschaft, weil diese erst den Glauben an Mein Wirken im Menschen durch Meinen Geist beweiset. Ferner muß ein Lebenswandel in Liebe das Herz zu einem würdigen Aufnahmegefäß Meines Geistes hergerichtet haben. Und es muß der Mensch, der Mein Wort empfängt, damit arbeiten für Mich und Mein Reich. Denn Mein Wort ist der Inbegriff des Wissens um Meinen Willen, es ist die Vermittlung der Erkenntnis, es ist tiefe Weisheit, es ist die in eine Form gebrachte Wahrheit, die der Menschheit zugeführt werden soll und nicht anders zugeführt werden kann als auf dem Wege von Offenbarungen, die ein Mensch empfängt für alle Menschen, die sie annehmen wollen. Es ist also Mein Wort gewissermaßen ein unter Beweis gestellter Verkehr von Mir mit den Menschen. Und da durch Mein Wort den Menschen die Wahrheit, das Licht aus den Himmeln, dargeboten wird, ist es verständlich, daß auch der Gegenfürst Mittel und Wege findet, dieses Licht zu verdunkeln, die Wahrheit zu fälschen und also Mein Wirken zu verhindern. Er wird sich nicht scheuen, in gleicher Weise sich zu äußern, wo ihm der menschliche Wille dies gestattet. Doch nur dort kann er es versuchen, wo der Wille des Menschen ihm diese Absicht erleichtert. Es können oft schon winzige Anlässe sein, (3.8.1951) die ihm sein Einwirken möglich machen - wenn weltliche Gedanken einen Menschen bewegen, die dann stets Versuchungen sind, durch welche der Satan sich einzudrängen sucht.

Mein Reich ist nicht von dieser Welt - wer also mit Mir reden will, wer Meine Stimme vernehmen will, muß sich völlig lösen können von der irdischen Welt, und was er begehrt, muß wieder nur geistiges Gut sein. Ist aber sein Denken irdisch gesinnt, dann schaltet sich sofort Mein Gegner ein, der dieses Recht besitzt, weil die irdische Welt sein Reich ist, doch ihr selbst ihm jederzeit wehren könnet, indem ihr die Welt verbannet aus euren Gedanken. Wer Mich zu hören begehrt, der muß mit der Welt gebrochen haben, wenngleich er noch mitten in der Welt lebt. (5.8.1951) Und so kann Ich euch, die ihr Mein Wort zu hören begehrt, nur immer wieder warnen, euer Angesicht der Welt zuzuwenden, weil ihr dann nicht Mein Wort in aller Reinheit vernehmen könnet, sondern sich der Fürst der Welt oft einschaltet, weil er jede Gelegenheit ergreift, gegen die Wahrheit zu arbeiten, und ihr selbst ihm diese Gelegenheit gebt, so eure Gedanken weltlich gerichtet sind, und ihr werdet ihn schwerlich erkennen, weil er sich auch Meines Wortes bedient, um euch zu täuschen, weil er sich tarnet als Engelsgeist und scheinbar edel sich äußert und doch eine langsame Verwirrung anrichtet, indem er Zweifel
B.D. NR. 5182
streut in die Menschenherzen und so den reinen Verkehr zwischen einem Menschen und Mir zu unterbinden suchet. Darum ist auch nicht ein jeder Mensch zur Lehrtätigkeit geeignet, weil diese unbedingte Wahrheit erfordert und daher auch völliges Abwenden von der Welt, um die reine Wahrheit von Mir empfangen zu können. Und darum müsset ihr Menschen auch zu unterscheiden lernen: Mein Wort, das reine Evangelium, die klare Erkenntnis, also ein höheres Wissen, das der Wahrheit entspricht, und Mitteilungen aus dem geistigen Reich, die wohl auch gut und wahr sein können, aber auch durchsetzt mit Mitteilungen aus dem Reich der Finsternis, sowie der Mensch selbst durch seine Einstellung zur Welt die Handhabe dazu bietet. Mein Wort garantiert reinste Wahrheit, und Mein Wort kann auch durch Meinen Willen euch von Boten des Lichtes vermittelt werden, es bleibt dennoch Mein Wort. Doch hüten sollen sich mediale Empfänger, durch die geistige Wesen sich äußern, die gleichsam Sprechorgane sind für jene, daß sie nicht mißbraucht werden von niederen Kräften. Sie sollen sich nicht durch schöne Worte blenden lassen, denn das ist die Maske dessen, der ein Feind der Wahrheit ist, und das Mittel, Eingang zu finden auch in Kreisen, die ernsthaft Mich suchen, jedoch die Welt noch nicht gänzlich aufgegeben haben, um auch durch Meine ständige Gegenwart sicher zu sein vor den Anfechtungen von unten. Mein Wort wird euch Menschen geboten klar und rein, weil Ich Mir Selbst Meine Diener erwähle, die Ich tauglich weiß für das Amt eines Empfängers und Verbreiters Meines Wortes und die Ich daher auch schützen werde, solange ihr Wille Mir allein gilt und sie Mir als Werkzeug dienen wollen. Denn niemals sollet ihr Menschen euch beklagen können, daß die reine Wahrheit euch vorenthalten wird. Immer werde Ich Mein Wort zur Erde leiten und auch Sorge tragen, daß es Verbreitung finde, weil davon das Seelenheil der Menschen abhängt, daß sie in der Wahrheit unterrichtet werden. Amen. B.D. NR. 5182.

 

Buch 58 5183

Erbitten von Gottes Segen. Kraft und Auswirkung.

6. August 1951. B.D. NR. 5183.

Es muß euch immer wieder gesagt werden, daß ihr nichts vermöget ohne Meine Kraft und daß ihr darum unentwegt bitten müsset um diese, wollet ihr irdisch und geistig gesegnet sein, d.h. Erfolg eures Strebens verzeichnen können. Denn auch für eure irdische Tätigkeit sollet ihr Mich um Kraft anrufen, auf daß auch diese gesegnet sei von Mir und euch auch Vorteil für eure Seele eintrage. Geistig aber könnet ihr nichts vollbringen ohne Meinen Segen, ohne Meine Kraftzufuhr, die euch jedoch niemals versagt wird, weil es Mir wohlgefällt, so ihr Mir zustrebet und Ich euch unterstütze in jeder Weise. Mit Mir vermögt ihr alles, ohne Mich nichts. Denn sowie ihr irdischen Erfolg habt, ohne Mich um Segen gebeten zu haben, so dürfet ihr diesen Erfolg auf das Konto Meines Gegners setzen, der euch dann reichlich mit Kraft versieht, so ihr Mich vergesset, so ihr euch abwendet von Mir. Darum lasset euch nicht täuschen, daß eure Kraft allein genüge, sondern lasset euch warnen vor seiner Unterstützung, denn sie ist euer Untergang, sie ist der Kaufpreis für eure Seelen. Wendet euch an Mich, daß Ich jedes Beginnen segne, und dieser Segen wird wahrlich für euch heilsam sein, ihr werdet geistig aufwärtssteigen und auch irdisch bedacht werden, wie es eurer Seele dienlich ist. Und verstehet es, daß euer Anruf zu Mir den Kontakt herstellt und nun Meine Kraft auf euch übergeleitet werden kann; verstehet dies, daß der Kontakt aber sein muß, weil die Bindung mit Mir unerläßlich ist für eure geistige Entwicklung. Wenn ihr auch nur bittet um irdisches Gelingen, seid ihr doch in Verbindung getreten mit Mir, und ihr gebt Mir nun dadurch das Recht, auf euch einwirken zu können, weil Ich euren freien Willen achte und euch nichts aufdränge, was ihr nicht erbittet. Durch euren Anruf zu Mir stellet ihr euch bewußt in den Kreis Meiner Kraftempfänger, die Ich ständig versehe, weil Ich sie liebe und ihnen den Weg nach oben erleichtern will. Alles wird euch wohlgelingen, denn nun kann Ich Selbst mittätig sein, Ich kann euch mit Kraft versehen, die, weil sie göttlichen Ursprungs ist, auf alles günstig einwirken wird, was ihr berühret - sei es eurer Hände Arbeit, sei es Betreuung irdischer oder geistiger Art. Jede Arbeit wird euch wohlgelingen, so ihr sie nur verrichtet im Gedenken an Mich und mit der Bitte um Meine Unterstützung. Was ihr aber geistig schaffet unter Nützung Meiner Kraft, das könnet ihr jetzt noch nicht ermessen, doch staunend werdet ihr euch bewußt werden, welchen Umfang euer geistiges Wirken angenommen hat, so ihr einst im geistigen Reich rückblickend eure Arbeit sehet, die durch Meinen Segen gewaltige Auswirkung hat, für die ihr ewig dankbar seid. Beginnet nichts ohne Mich, und lasset eure Gedanken oft zur Höhe schweifen, lasset Mich geistig und irdisch euer Mitarbeiter sein, auf daß euch alles wohlgelinge, auf daß ihr reichen Erfolg aufweisen könnet, der sich dann stets geistig auswirken wird, weil Meine Kraft ihn gezeitigt hat und Meine Kraft letzten Endes wieder zu Mir zurückkehrt in Form zur Vollendung gelangter Wesen, die durch Meine Kraft selig wurden. Amen. B.D. NR. 5183.

 

Buch 58 5184

Erweckung des Geistesfunkens im Menschen - Liebe.

6. August 1951. B.D. NR. 5184.

Der göttliche Funke im Menschen hat so lange keine zündende Kraft, wie er in einem liebekalten Herzen ruht. Denn die Liebewärme erst erweckt ihn zum Leben, er entzündet sich gleichsam an der Liebe, also kann nur ein liebetätiger Mensch diesen Funken in sich zum Erwachen bringen. Und so ist es auch verständlich, daß in der letzten Zeit vor dem Ende, in der die Menschen schon stehen, es nur wenige Geist-erweckte Menschen gibt, weil eben auch nur wenig Liebe geübt wird und somit der Mensch ohne Leben bleibt, wenngleich er noch auf Erden weilt. Denn leben heißt tätig sein durch den Antrieb des Geistesfunkens im Menschen, und zwar stets im Willen Gottes, weil der Geistesfunke im Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit in Verbindung steht und somit dem Menschen nur das unterbreiten wird, was wirklich Wahrheit ist, also auch dem Willen Gottes entspricht. Ist aber der Geistesfunke im Menschen erwacht, dann treibt er unentwegt ihn dem Ziel zu, denn der Funke, der einmal zur Flamme auflodert, kann nicht mehr erlöschen, weil Gott Selbst die Flamme nun nähret und etwas rein Göttliches, das erst einmal wirksam geworden ist, nimmermehr in den Zustand des Todes zurücksinken kann, weil die Verbindung mit dem Vatergeist hergestellt wurde, als der Geistesfunke zum Leben erwachte. Diese Bindung wird nicht mehr aufgelöst, sondern stets fester und inniger durch die Liebe, zu der der göttliche Geist ständig antreibt. Die Erweckung zum geistigen Leben ist das Wichtigste im Erdenleben, denn dann tritt eine Wandlung ein, der Weg, der zuvor eben war oder in den Abgrund führte, geht nun aufwärts zur Höhe und führt dem herrlichsten Ziel entgegen. Es ist aber ein weiter Weg zur Vollendung, weil vorerst die Schlacken um die Seele aufgelöst werden müssen, ehe der Geistesfunke so wirksam sein kann, daß er ohne Zweifel als Gottes Ausstrahlung erkannt wird. Die geistige Wiedergeburt hat also wohl stattgefunden, sowie der Geistfunke zum Leben erwachte, aber nun erst muß sich dieser mit der Seele vereinen, bis diese sich ganz und gar der göttlichen Führung überlässet, also eifrigst den Willen Gottes zu erfüllen sucht. Der Mensch führt also nun ein zweites Leben neben dem irdischen Leben - und dieses ist das eigentliche Leben der Seele, das im geistigen Reich erst zur vollen Entfaltung kommt und ungeahnte Tätigkeit bedeutet. Das Wirken einer vollkommen gewordenen Seele im Lichtreich wird immer ein Einfügen in den göttlichen Willen sein, welcher der Seele durch den Geist ständig offenbart wird. Geist und Seele sind also dann eins geworden und stehen in unlösbarer Verbindung mit Gott, dem Vatergeist von Ewigkeit. Dies ist dann das ewige Leben, denn ein gewaltiges Betätigungsfeld liegt nun vor einer solchen Seele, doch da sie nun licht- und krafterfüllt ist, weil ihr Geist unentwegt vom Vatergeist gespeist wird, darum ist ihre Tätigkeit unbeschreiblich beseligend, denn sie fühlt sich verbunden mit Dem, Den sie liebt, und wirket und schaffet für Ihn, indem sie alles zu Ihm hinzuführen sucht, was noch von Gott entfernt ist. Eine Seele, die zum ewigen Leben eingegangen ist, wird jegliche Schwäche verlieren, sie befindet sich wieder in dem Urzustand, wo sie ohne Einschränkung schaffen und gestalten konnte, weil sie wieder so vollkommen geworden ist, wie sie einst von Gott ihren Ausgang nahm. Amen. B.D. NR. 5184.

 

Buch 58 5185

Liebe - Lösemittel. Jenseitige-Hilfe.

8. August 1951. B.D. NR. 5185.

Die Liebe ist das wirksamste Lösemittel aus der Gefangenschaft des Satans. Alles Geistige, das noch in der Finsternis schmachtet, sei es auf Erden oder im Jenseits, ist noch in seiner Gewalt. Ihr Menschen könnet es befreien, so ihr ihm Liebe zuwendet. Auf Erden wie im Jenseits ist dies das einzige Lösemittel. Meine Macht kann nicht die Fesseln des Satans sprengen, wohl aber eure Liebe. Und so ihr dieses wisset, so wisset ihr auch, wie überaus armselig die geistigen Wesen sind, denen keine Liebe gegeben wird, weil sie ständig in seiner Gewalt schmachten, weil ihnen das einzige Lösemittel fehlt, das sie frei macht von ihm. Auf Erden nun sind sich die Menschen ihrer Finsternis und ihrer Gefangenschaft durch den Satan nicht bewußt, weil dieser durch die Freuden der Welt hinwegzutäuschen sucht über ihren Zustand, der aber ganz offen zutage tritt, wenn die Seele in das jenseitige Reich eingeht. Dann empfindet sie seine Ketten als Qual und ihre Armut als Finsternis und kann sich nicht selbst aus diesem Zustand retten. Sie weiß auch nicht um die Kraft der Liebe, um das Lösemittel aus ihrer Qual. Und darum ist so manche Seele in einem hoffnungslosen Zustand, solange sich nicht liebende Menschen auf Erden ihrer erbarmen oder ihr von geistiger Seite Hilfe gebracht wird. Liebe allein kann ihnen helfen. Ich sehe die Not der Wesen, Ich sehe die geistige Finsternis auf der Erde und auch die vielen schmachtenden Seelen im Jenseits. Meine Liebe ist übergroß und doch gebunden durch Mein ewiges Gesetz - das den freien Willen zur Bedingung des Vergöttlichens der Wesen gemacht hat, die einst im freien Willen abfielen von Mir und dadurch unvollkommen wurden. Dieses Gesetz kann keineswegs durch Meine Liebe aufgehoben werden, denn auch diesem Gesetz liegt Meine übergroße Liebe zugrunde, die wahre Kinder aus den Wesen machen will, die einst von Mir ausgegangen sind. Wo nun aber der freie Wille versagt hat, dort gibt es noch eine weitere Möglichkeit, aus der Fessel des Satans frei zu werden - nicht Meine Liebe, sondern eure Liebe kann ihnen Rettung bringen, denn ihr Menschen könnet für eure Mitmenschen Kraft erbitten, die, so euch die Liebe zur Fürbitte antreibt, jenen hilfsbedürftigen Seelen zugeführt wird, um eurer Liebe willen.

Und so auch könnet ihr die noch gefesselten Seelen im Jenseits zur Höhe führen, so auch könnet ihr sie erlösen und aus der Finsternis emporziehen, weil die Kraft der Liebe niemals wirkungslos bleibt, jedoch wieder nur auf den Willen der Seelen wohltätig einwirkt, niemals aber den Willen zwingt. Die Liebe ist ein ganz sicheres Lösemittel . Darum bitten euch die leidenden Seelen stets um euer liebes Gedenken und eure Fürbitte, und ebenso werden es euch eure Mitmenschen auf Erden danken, wenn ihr ihnen durch Liebe verhelfet zur Freiwerdung vom Satan, wenn eure Liebe ihnen den Weg zeigt, der zu Mir führt, und wenn ihr auch eurer Mitmenschen im Gebet gedenket, die der Satan noch gefangenhält. Denn die Kraft der Liebe bringt oft zuwege, was dem gewaltigsten Redner nicht gelingt. Die Kraft der Liebe vermag Fesseln zu lösen und der Seele zur Freiheit zu verhelfen, sowohl auf Erden als auch im Jenseits, weil der Liebe kein Wesen widerstehen kann. Amen. B.D. NR. 5185.

 

Buch 58 5186

"Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen."

9. August 1951. B.D. NR. 5186.

Und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen - Meine Kirche, die Ich selbst auf Erden gegründet habe. Es wird sich die Hölle auftun und alles ausspeien, um die Macht und das Wirken Meines Gegners zu erhöhen. Es werden alle Teufel gegen die kleine Schar der Gläubigen vorgehen, die in Wahrheit Meine Kirche bilden. Es wird die Hölle selbst gegen ihre Mauern anstürmen, doch sie wird standhalten, Meine Kirche, denn die Gläubigen stehen in großer Kraft. Das Ende ist nahe, und darum suche Ich, Meiner Kirche noch anzugliedern, die nur in kleinem Glauben stehen, und ihr Glaube soll stark und unerschütterlich werden, ehe noch das Ende kommt. Die Hölle wird keine Gewalt haben über jene, die im Glauben stehen, denn diese gehören Meiner Kirche an, und Ich, als Gründer jener Kirche, werde wahrlich sie schützen gegen den Ansturm der Hölle. Ihr Menschen stehet vor dem Ende, und ihr wisset es nicht, was das bedeutet, ihr wisset nicht um den geistigen Kampf zwischen Licht und Finsternis, zwischen Wahrheit und Lüge, und ihr wisset es nicht, daß die Erde in völligem Dunkel liegt, weil die Macht der Finsternis herrscht und ihr Menschen selbst ihr diese Macht einräumt. Es ist euch der Kampf der Geistwelt noch nicht ersichtlich, doch er wird sehr bald Form annehmen, die euch erkennen läßt, wie nahe das Ende ist. Es wird sehr bald der Glaubenskampf einsetzen, ein Kampf, der von machthabender Seite angekündigt wird gegen alle, die noch im Glauben stehen, gegen alle, die einer Geistesrichtung angehören, die Mich als ihren Schöpfer und Vater anerkennen und die geistig streben aus innerer Erkenntnis heraus, daß das Leben mit dem irdischen Tode nicht aufhört. Alle diese Menschen werden angefeindet werden, arg bedrängt und brutal aufgefordert, ihren Glauben zu verleugnen. Ihr alle steht vor diesem Kampf, der nicht nur eurem Körper gilt, sondern mehr der Seele gilt, aber doch auch die Entscheidung eures Körpers verlangt, weil ihr arg bedroht werdet und es euch fast unmöglich gemacht wird, standzuhalten. Und dann wird es sich zeigen, wer Meiner wahren Kirche angehört, wer Mich als obersten Herrn und Machthaber anerkennt und wer Mich mehr fürchtet als die irdische Gewalt. Gesegnet, wer den Glauben hat, daß er als Mitglied der von Mir gegründeten Kirche gilt. Gesegnet, wer nicht die fürchtet, die wohl den Leib töten können, aber nicht die Seele - gesegnet, wer sich die Kraft zum Kampf dort holt, wo der rechte Heerführer steht. Er wird den Sieg erfechten über die Feinde, er wird erkennen, daß die Hölle nichts vermag, wo der Herr des Himmels und der Erde steht, wo Seine Heerscharen kämpfen, die auch der Teufel Herr werden, so die Hölle geöffnet und ihr Abschaum auf die Menschen losgelassen wird. Meine Kirche wird standhalten, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Das Ende ist nahe, und Mein Wort erfüllet sich. Darum bereitet euch vor auf die Zeit, die kommen wird, aber fürchtet sie nicht, denn Mein ist die Kraft und die Macht und die Herrlichkeit. Amen. B.D. NR. 5186.

 

Buch 58 5187

Verkünden des Evangeliums dringlich in der Endzeit.

11. August 1951. B.D. NR. 5187.

In einer Welt der Lieblosigkeit und des Hasses ist es schwer, Mein Evangelium zu predigen, das nur Liebe zueinander lehret und darum keinen Anklang findet unter den Menschen. Und doch sind gerade diese lieblosen Menschen es, die dringend belehrt werden sollen, auf daß sie in sich gehen und sich wandeln. Die Liebe zu den Mitmenschen wird gänzlich vernachlässigt in der letzten Zeit vor dem Ende, und das schon gibt euch den Beweis, daß ihr vor dem Ende steht. Die Lieblosigkeit werdet ihr immer beobachten können in eurer Umwelt und also auch wissen, in welcher Stunde ihr lebet. Ihr werdet aber auch wahrnehmen können, daß sich kleine Gemeinden bilden, die das Evangelium ausleben, und ihr werdet auch die Auswirkung auf beiden Seiten beachten können und also dort viel Kraft antreffen, wo nur ein wenig Liebe unter den Menschen ist. Und das soll die Mitmenschen anspornen zu einer Wandlung ihrer Gesinnung, ehe es zu spät ist. Darum sollet ihr ohne Furcht Mein Evangelium verkünden, wenngleich ihr Abwehr findet, denn Ich unterstütze euch in eurem Beginnen, indem Ich euch durch offensichtliche Zeichen hinweise, euren Worten Ausdruck verleihe und die Menschen ihrer gedenken werden, die euch abwiesen und euch keinen Glauben schenkten. Denn nur durch Mein Evangelium, das ihr ihnen bringen sollet, können sie Mich kennenlernen und über Meinen Willen unterrichtet werden, und nur durch Erfüllen Meines Willens kann in ihnen auch das Verständnis erwachsen für hohes Wissen und dessen Heilsamkeit. Da aber Mein Wille gerade das Gegenteil verlangt als den derzeitigen Zustand ohne Liebe und also auch ohne Glauben, so ist das Wissen um Meinen Willen von solcher Dringlichkeit, daß ihr, Meine Diener auf Erden, alles tun sollet, um die Mitmenschen zum Glauben zu bewegen, und ihnen vor allem die Auswirkung eines Liebelebens vorstellen müsset, damit der Geisteszustand der Menschen vor dem Ende noch etwas erhöht werde, auf daß der letzte Tag doch noch einige Gerechte finde, die nicht dem Lager Meines Feindes angehören und nicht der restlosen Vernichtung des letzten Tages anheimfallen. Suchet noch eifrig Seelen zu gewinnen, und lasset euch nicht abweisen, aber kommet ihnen mit Liebe entgegen, und ihr werdet weit mehr Erfolg haben, als so ihr sie mit Vorwürfen und Redewendungen bearbeitet, die wenig Überzeugungskraft und daher wenig Erfolg haben. Mein Wort sollet ihr ihnen darbieten, und die Kraft Meines Wortes wird doch an Menschenherzen rühren, so die Worte in Liebe dargeboten werden. Die Welt des Hasses und der Lieblosigkeit geht dem Ende entgegen. Und eure Arbeit für Mich und Mein Reich wird immer dringlicher. Werdet nicht lau, sondern bleibet strebsam und arbeitet mit Eifer, denn es ist nicht mehr lange Zeit. Und glaubet, daß ihr als Meine Mitarbeiter stets Meine Unterstützung erfahren werdet, sowie es gilt, irrende Seelen der Wahrheit zuzuführen, die ihnen nur durch euch geboten werden kann, weil ihr, Meine rechten Vertreter auf Erden, sie selbst von Mir empfangen habet und daher auch tauglich seid, Mein Evangelium hinauszutragen in die Welt, das Licht zu tragen in die Finsternis, die Liebe den Menschen zu predigen, die noch eines guten Willens sind. Amen. B.D. NR. 5187.

 

Buch 58 5188

Reinkarnation. Irrlehre. Gotteskindschaft.

13. August 1951. B.D. NR. 5188.

Ihr werdet euch stets von der Wahrheit entfernen, sowie ihr die Bindung mit Mir lockert und nur denket mit eurem Weltverstand, der die geistige Wahrheit nicht erkennen kann. Denn der Verstand will sich immer eine Erklärung so geben, wie es seinen Wünschen und Berechnungen entspricht, die Wahrheit aber stimmt nicht immer damit überein. Die Gedanken des Menschen sollen zwar nicht ausgeschaltet werden, aber immer in geistigen Fragen dem Geist in sich den Vorrang lassen, also sich erst von Mir beschenken lassen durch seinen Geist, um dann gedanklich die Gaben zu verwerten. Ich will euch stets ein helles Licht geben, doch ihr selbst dürfet keine Wand davorstellen, durch die das Licht nicht mehr durchdringen kann. Und eine Wand richtet ihr selbst auf, sowie ihr selbst gedanklich tätig werdet in einer Richtung, die euch zusagt. Ihr Menschen wünschet, daß ihr lebet auf Erden, und wollet zumeist das Erdenleben ungern dahingeben. Und also gehen eure Gedanken solche Wege, und euer Wunschtraum ist ein mehrfaches Leben, weil ihr laut göttlichem Naturgesetz es selbst euch nicht verlängern könnet. Von diesem Blickfeld aus suchen sich nun eure Gedanken die Wege zur Erfüllung dieses Wunsches, und euch ist die Wiederverkörperungslehre willkommen, und ihr bewertet sie als Wahrheit, wenngleich sie nur eine Teilwahrheit enthält. Die Wiederverkörperung, wie ihr sie euch vorstellt, weil ihr es so wünschet, wäre gewissermaßen die Wiederholung eines Entwicklungsstadiums, weil der Mensch auf Erden versagt hat oder nicht die Vollreife erlangte, die er sehr wohl erlangen kann. Es muß euch Menschen doch aber verständlich sein, daß solches nur einen ständigen Wechsel des Aufenthaltes für die Seele bedeuten würde, die also nun nach Belieben bald das irdische, bald das geistige Reich bewohnen würde. Und es wäre das gleich einer Stockung im Kreislauf von Ewigkeit, ein Auf-immer-derselben-Stufe-Verharren, oder, solange der freie Wille nicht ausgeschaltet ist, auch ein Absinken für die Seele sein könnte, weil der freie Wille einem Menschen immer gegeben wird, laut dessen er sich nach oben oder nach unten entwickeln kann. Es muß euch ferner klar sein, daß alle Gestirne die gleiche Bestimmung haben, den Wesen geistige Ausbildungsmöglichkeiten zu geben, und daß sonach die Weiterentwicklung nicht unbedingt von der fleischlichen Rückkehr zur Erde abhängig ist, ja eine solche eher den bisherigen Reifegrad gefährden könnte, weil die Erde noch zuviel unreifes Geistiges birgt, das einen schlechten Einfluß ausüben kann auf die Seelen, die im Erdenleben versagten und darum eine neue Rückkehr verlangten. Einer zur Erde rückverlangenden Seele wird zwar der Wunsch gewährt, weil der Wille auch im jenseitigen Reich frei und sonach bestimmend ist für ihren Seelenzustand, jedoch ihr Menschen habt dann nicht mehr das Verlangen nach der Erde, wie es jetzt bei euch vorherrscht, ihr wollet nicht mehr den schweren irdischen Leib anziehen, sondern ihr seid, als einmal im geistigen Reich zu noch so geringer Erkenntnis gelangt, mit der euch umgebenden Sphäre schon so vertraut, daß ihr sie ausnützet, wie es euch möglich ist, und dadurch einen weit höheren Reifegrad erreichen könnet mit Sicherheit, als ihr euch durch einen nochmaligen Erdengang erzielet. Ich kann euch nur immer wieder das gleiche sagen: Ihr habt Irrtum einschleichen lassen durch eigenes Denken in das geistige Gut, das euch als Wahrheit von Mir geboten wurde, ihr habt Einzelfälle verallgemeinert - weshalb wohl die Wiederverkörperungslehre nicht gänzlich abgelehnt werden kann, jedoch in der von euch dargebotenen Weise sich zu einer Irrlehre ausgebildet hat, die Ich immer wieder berichtigen werde, auf daß ihr euch nicht in einer Annahme verrennt, die eure Aufwärtsentwicklung hier auf Erden gefährdet, die euch lau und nachlässig werden lässet in der Arbeit an euch selbst. Die Fälle der Rückversetzung einer Seele zur Erde sind so selten und stets besonders begründet, doch es ist falsch, aus diesen Tatsachen feststehende Lehren machen zu wollen, die das Denken der Menschen nur verwirren und die alleinige Wahrheit zweifelhaft erscheinen lassen. Ihr Menschen könnet auf Erden unvorstellbar viel erreichen, ihr könnet während eines Erdenlebens den höchsten Grad der Reife, die Gotteskindschaft, erreichen, denn dafür bin Ich Selbst als Mensch Jesus am Kreuz gestorben. Und es wird euch stets Mein Wille kundgetan durch Mein Wort, und ein unermeßlicher Gnadenschatz steht euch ständig zur Verfügung. Wer aber alles dessen nicht achtet und sein seelisches Ausreifen nicht anstrebt, der wird auch unwiderruflich die Folgen tragen müssen im geistigen Reich, doch durch Meine übergroße Liebe und Barmherzigkeit auch dann noch zur Höhe steigen können, wenn es sein Wille ist, denn Ich habe wahrlich viele Schulhäuser in Meinem Universum, wo ihr noch viel nachholen doch nimmermehr den Grad der Gotteskindschaft erreichet könnet, der euch zu Meinen Erben macht, den ihr aber nur auf Erden erreichen könnet. Amen. B.D. NR. 5188.

 

Buch 58 5189

Wirkung der Liebe auf Mitmenschen.

16. August 1951. B.D. NR. 5189.

Ein Vergöttlichen der Seele findet nur dann statt, wenn sie sich völlig frei zur Liebe wandelt. Es ist sonach ein Ablegen aller Fehler und Schwächen, ein Überwinden böser Triebe und ein Verlangen nach dem Guten und Wahren Voraussetzung, weil dann erst die Liebe zur Entfaltung kommen kann, das Merkmal göttlichen Geistes und das Zeichen der Reife der Seele. Dann ist die Seele nicht mehr erdgebunden, wenngleich sie noch auf Erden lebt, dann ist ihre Sphäre schon eine geistige, und sie steht als Mensch mitten unter Menschen, um Geistiges auszustrahlen und den Seelen der Mitmenschen die Wohltat einer geistigen Ausstrahlung zukommen zu lassen, die je nach dem Willen derer von Erfolg für die Seele sein kann. Denn ohne geistige Einwirkung erhebt sich keine Seele aus der Tiefe, und geistige Einwirkungen müssen immer von Licht-durchstrahlten Wesen ausgehen, die aber ihr Licht nicht offen strömen lassen können. Ein Mensch, der schon die Fülle göttlicher Liebekraft in sich birgt, ein Mensch, dessen Seele sich vergeistigt hat durch die Liebe, ist ungeheuer segenspendend für seine Mitmenschen, denn er kann ihnen das geben, was emporhilft zur Höhe, was die geistige Entwicklung der Seele fördert. Er kann viel Liebe geben, und Liebe ist Kraft aus Gott. Wer von solcher Liebe berührt wird, der empfindet wieder den Trieb zur Höhe in sich: - Es ist die Seele, die sich frei zu machen sucht, die gleichsam emporgezogen wird von geistiger Kraft. Der Liebesfunke, der in ihr ruht, entzündet sich. Und so ist die Liebe eines Menschen erlösend wirksam, die Sphäre einer Seele verändert sich, die Strahlungen aus dem geistigen Reich berühren die Seele, und eine geistige Sphäre bildet sich um sie, und wieder ist eine Seele fähig, Erlöserarbeit zu tun, weil sie selbst nun geistige Kraft empfangen und ausstrahlen kann.

Ihr Menschen könnet nicht die Kraft der Liebe ermessen, doch haltet euch möglichst in der Nähe derer auf, die Liebe ausstrahlen, und ihr werdet die wohltätige Wirkung erfahren, und eure eigene Umgestaltung wird euch leicht werden, weil ihr von der Liebe eines Menschen unterstützt werdet und der Erfolg garantiert ist, solange ihr willig seid und euch nicht jenem Einfluß entzieht. Ein Mensch, der in der Liebe steht, vermag unsagbar viel, denn seine Gedanken sind stets bei der ewigen Liebe, und er vermittelt denen Kraft, die sie benötigen. Gott Selbst ist mit ihm und in ihm, und darum erstrahlt hellstes Licht aus ihm, und die Liebewärme teilt sich auch den Seelen der Mitmenschen mit und wird überaus wohltätig empfunden - Gott Selbst strahlt Seine Liebe aus durch einen Menschen, der sich zur Liebe gestaltet hat. Amen. B.D. NR. 5189.

 

Buch 58 5190

Gottes Liebe und Sorge um Seine Geschöpfe.

17. August 1951. B.D. NR. 5190.

Allen Menschen auf Erden gilt Meine Sorge, und alle Menschen möchte Ich glücklich sehen. Doch nicht irdisches Glück will Ich ihnen schaffen, solange die Seele noch in einem Zustand ist, wo irdisches Glück ihr nur schaden kann. Ich will die Seele ewig glücklich sehen. Meine Liebe will ihnen ein ewiges Leben bereiten, und Meine Weisheit führet die Menschen darum so, daß das Ziel, die ewige Seligkeit, erreichbar ist, wenn sie selbst es wollen. Ich liebe alle Meine Geschöpfe, und Meine Liebe höret nimmer auf. Niemals verwerfe Ich eine Seele auf ewig, und niemals ist ihr die Rückkehr ins Vaterhaus verwehrt. Und weil das Tor zur Ewigkeit stets offen ist, ist auch der Weg zum Vaterherzen stets frei, und ob das Kind auch noch so schwer gesündigt hat - es wird aufgenommen, sowie es reuevoll zurückkehrt. Mir als dem höchsten und vollkommensten Wesen ist nichts zu gering, um angenommen zu werden, denn Ich harre nur des Momentes, wo es freiwillig zu Mir zurückkehrt, auf daß Ich es nun ewig beglücken kann. Allen Menschen gilt diese Meine Liebesorge um den Rückfall in die Tiefe, der weit eher erfolgen wird als die Rückkehr ins Vaterhaus. Und diese Voraussicht veranlaßt Mich zu einem überaus schmerzhaften Eingriff zur Rettung derer, die noch zögern und in Gefahr kommen, plötzlich von der Erde hinweggerissen zu werden. Ich hole noch viele Menschen von dieser Erde ins geistige Reich, auf daß sie nicht Meinem Gegner zum Opfer fallen, wenn eine Entscheidung von ihnen verlangt wird. Ich rufe sie ab, wenngleich sie noch sehr unreif sind, damit jener sie nicht überwältigt und ihnen dann auf endlos lange Zeit der Eingang ins geistige Reich verschlossen ist. Denn am Ende muß Ich Gerechtigkeit walten lassen und erbarmungslos scheiden die Böcke von den Schafen, die Guten von den Bösen, und allen den Platz anweisen, der ihnen gebührt. Wer dann nicht in Meinem Lager ist, der steht unweigerlich bei Meinem Gegner und muß auch dessen Los teilen, in der Erde und der Materie wieder gebannt zu werden. Und einmal wird auch der verstockteste Sünder den Weg ins Vaterhaus gehen, einmal wird auch ihn die offene Tür anziehen, er wird sich mächtig angezogen fühlen von Meiner Liebe, die ihm entgegenstrahlt - doch ewige Zeiten werden noch vergehen. Ich aber liebe euch alle auf dieser Erde und will euch helfen, schon vorher den Weg zu finden, Ich will, daß ihr Mir jetzt schon nachfolget, Ich will euch allen schon jetzt Seligkeit bereiten und brauche dazu nur euren Willen. Darum wundert euch nicht, daß Ich alle Möglichkeiten erschöpfe, wundert euch nicht, daß Ich alle Mittel anwende, um euch blinden Erdenwanderern die Augen zu öffnen; wundert euch nicht, daß das Licht der Wahrheit von oben zu euch herniederstrahlt, auf daß ihr seinem Strahl nachgeht und den Ausgangsort erkennet. Es ist Meine übergroße Liebe, die euch emporziehen will aus lauter Gnade - es ist Meine Liebehand, die sich euch entgegenstrecket. Diese ergreifet und lasset euch ziehen und kommet zum Vater, ehe es zu spät ist, denn Er harret eurer und empfängt euch mit offenen Armen, so ihr Ihm nur mit Liebe im Herzen entgegenkommet und wollet, daß ihr selig werdet. Amen. B.D. NR. 5190.

 

Buch 58 5191

Unsterblichkeit der Seele.

18. August 1951. B.D. NR. 5191.

Gedenket dessen, was mit eurer Seele wird nach dem Tode des Leibes; versuchet euch vorzustellen, daß es kein Ende gibt für das, was in euch denkt, fühlt und will, und daß die Seele nicht sterben kann. Stellet es euch vor, wenn ihr es noch nicht fest glauben könnet. Dann wird euch ein Unbehagen befallen, weil die Seele es fühlt, daß kein schönes Los sie erwartet, weil der Glaube an ein Fortleben auch einen anderen Lebenswandel gezeitigt hätte, einen Wandel in Liebe, wie aber auch ein Wandel in Liebe ihr den Glauben eingetragen hätte. Jeder Mensch weiß es, daß er sterben muß dem Leibe nach, doch ein Weiterleben der Seele kann nicht als feststehendes Wissen gelehrt werden. Dennoch kann es im Menschen Überzeugung werden auch ohne Beweis. Und diese Überzeugung bestimmt nun sein Denken, Wollen und Handeln. Dann lebt der Mensch bewußt - bewußt seiner Aufgabe, sich auf Erden zur Höhe zu entwickeln und seinem Reifegrad entsprechend der Seele das Los im Jenseits zu bereiten. Dann gedenket er des Lebens der Seele nach dem Tode und ist auch immer bereit, das irdische Leben mit dem Leben im geistigen Reich zu vertauschen, weil er weiß, daß es keinen ewigen Tod gibt, nur einen Wandel des Aufenthaltsortes für die Seele. Ein jeder Mensch, der guten Willens ist, fühlt es auch, daß er nicht nur für diese Erde lebt, und sein Glaube wird stets tiefer und überzeugter. Denn wer guten Willens ist, der widerstrebt nicht den Hinweisen, die ihm durch Gottes Liebe immer wieder geboten werden und sein Denken anregen. Wer guten Willens ist, der pfleget auch die Liebe, und also wird er gestärkt in seinem Glauben und verlangt nach Licht, das auch in ihm entzündet wird. Ein jeder Mensch kann glauben an ein Fortleben der Seele, wenn er es will, wenn er verlangend nach der Wahrheit diesbezügliche Gedanken in sich bewegt und Aufschluß begehrt. Doch das Verneinen-Wollen eines Fortlebens wird stets ein Hindernis sein zum Glauben, weil dann schon die Kräfte der Finsternis den Menschen beherrschen, die jegliches Licht hassen. Gehet nicht achtlos über eure Gedanken hinweg, so sie euch an das Leben der Seele nach dem Tode gemahnen. Suchet zu ergründen, aber verwerfet nicht alle Gedanken, so sie euch berühren. Denn ohne den Willen zur Wahrheit könnet ihr nicht dazu gelangen, ohne das Verlangen danach könnet ihr nicht belehrt werden. Es gibt ein Leben nach dem Tode, und dieses Leben gestaltet ihr euch selbst auf Erden, ihr selbst schaffet der Seele das Los in der Ewigkeit und sollet darum sorgen, daß sie nicht dem geistigen Tode verfalle, der qualvoll ist, aber niemals ein Nicht-Sein bedeutet. Denn die Seele ist das Wirkliche im Menschen und bleibt bestehen, wenn auch der Leib vergeht. Denket darüber nach, auf daß ihr zum Glauben gelanget, auf daß ihr die innere Überzeugung gewinnet, daß wohl der Leib sterben kann, die Seele aber unvergänglich ist. Amen. B.D. NR. 5191.

 

Buch 58 5192

Jesus Christus, der Mittler zwischen Gott und den Menschen.

19. August 1951. B.D. NR. 5192.

Der Mensch Jesus stellte die Verbindung her zwischen Mir und den Menschen, Er stand ihnen nahe und doch auch in direkter Verbindung mit Mir durch Seinen Geist. Also war Er der Mittler, über Den die Menschen zu Mir gelangen konnten, weil sie es selbst nicht vermochten aus eigener Kraft. Diesen Mittler Jesus Christus müsset ihr Menschen unweigerlich in Anspruch nehmen, wollet ihr den Heimweg zum Vaterhaus finden, weil Er allein euch führet und mit Seiner Hilfe unterstützet, wo eure Kraft nicht ausreichet. Keiner kann Ihn ausschalten, keiner kann ohne Ihn das Ziel erreichen, keiner wird ohne Jesus Christus selig. Wer Ihn nicht zu brauchen glaubt, der kommt ewiglich nicht zu Mir, denn Ich Selbst sandte Ihn euch entgegen, daß Er euch hole zu Mir, und so ihr Ihn nun abweiset, versperret ihr euch selbst den Zugang zu Mir, und ihr kommet nimmermehr zum Ziel. Er ist Mein Sohn, aus dem Reiche der Herrlichkeit und des Lichtes zu euch herabgestiegen in der Erkenntnis eurer Not und eurer Unfähigkeit, euch zu erheben aus der Tiefe. Er bekleidete Sich mit einer menschlichen Hülle, um euch nahezukommen, doch Seine Seele hielt die Verbindung mit Mir aufrecht, seine Seele behauptete sich auch dem Körper gegenüber, sie bestimmte auch ihn, sich Mir zuzuwenden, und so konnte Ich Selbst in aller Fülle diese menschliche Hülle beziehen und durch Ihn zu den Menschen sprechen; die Menschen kamen Mir näher, die zu Ihm hindrängten, weil sie Ihn erkannten und die in Ihm weilende Gottheit. Er vermittelte zwischen Mir und den Menschen. Er hob das Gefallene auf und brachte es Mir, Er zeigte allen den Weg zu Mir und bot Sich Selbst als Führer an auf diesem Wege. Und also ist eines jeden Menschen Heimkehr ins Vaterhaus gesichert, der sich Seiner als Mittler bedient.

Und Ich ersah dies seit Ewigkeit, Ich sah die endlose Entfernung Meiner Geschöpfe von Mir und die geschwächte Willenskraft, Ich sah den durch Meinen Gegner gebundenen Willen jener Geschöpfe und mußte ihnen einen Retter senden, Der ihnen half, sich der Ketten zu entledigen, Der sie zurückführte zu Mir. Ich Selbst hatte Meinem Gegner wohl die Macht zugebilligt, seinen freien Willen zu gebrauchen, doch er mißbrauchte seine Macht und hatte so die Wesen in seiner Gewalt, die wohl durch seinen Willen, jedoch aus Meiner Kraft hervorgegangen waren. Mit Meiner Allmacht konnte Ich ihm die Wesen nicht entwinden, doch freiwillig hätten ihm die Wesen entfliehen können. Diesen Willen aber brachten sie nicht auf und also mußte ein Wesen ihnen als Retter gesandt werden, Der Seinen Willen dem Willen des Widersachers entgegensetzte. Und dieses Wesen bezwang ihn. Es war Jesus, der Mensch, der aus Liebe zur Menschheit den Kampf aufnahm, Der in Sich die Liebe zur höchsten Entfaltung brachte und dadurch Mich Selbst zu Sich zog und nun mit Meiner Kraft den Widersacher bezwang. Er ist als Retter der Menschheit anzusehen, als Kraftübermittler für die schwachen, nach Gott verlangenden Menschen, die niemals ohne Hilfe Ihn erreichen konnten; Er ist der Kraftspender, Der Gnaden ohne Maß durch Seinen Tod am Kreuz erworben hat und diese nun allen denen verschenkt, die ihn anrufen um Hilfe, die Ihn als Mittler zwischen sich und Mir gelten lassen und sich Seinen Beistand erbitten in der Erkenntnis ihrer Schwäche und Unfähigkeit, den Weg allein zurückzulegen, der sie noch von Mir trennt. Bei Ihm kann sich jeder Mensch Kraft holen, und es wird mit Sicherheit das Ziel erreichen, wer zu Ihm seine Zuflucht nimmt, denn Ich nehme einen jeden an, den Der Mir zuführt, Der für euch in den Tod gegangen ist. Amen. B.D. NR. 5192.

 

Buch 58 5193

Gemeinsame Arbeit im Weinberg des Herrn.

21. August 1951. B.D. NR. 5193.

Ich Selbst führe euch und bestimme eure Wege, und nichts ist Zufall, was ihr erlebet oder was euch betrifft; keine Begegnung mit Mitmenschen ist ohne Sinn und Zweck von Mir aus gefügt. Und doch bestimmt ihr selbst durch euren freien Willen die Auswirkung allen Geschehens um euch. Unterstellet ihr aber euren Willen dem Meinen, so werdet ihr stets so handeln und denken, wie es recht ist und erfolgreich für eure und der Mitmenschen geistige Entwicklung. Und darum können sich die Geistig-Strebenden stets von Mir geführt wissen, denn sie bemühen sich, in Meinem Willen zu leben, und ihren Willen erkenne Ich an, und Mein Wille wird mächtig in ihnen. Viel Arbeit in Meinem Weinberg soll noch getan werden, denn es dränget die Zeit. Und also lege Ich Meinen Knechten auch Meinen Willen ins Herz, auf daß sie erfolgreich tätig sein können. Mein Wille aber in der letzten Zeit ist eifriges Verbreiten Meines Evangeliums - Ausstreuen der Saat, die das Erdreich aufnehmen soll - Verkünden Meines Wortes, das Ich euch Menschen aus der Höhe zuleite. Diese Arbeit muß mit allem Eifer ausgeführt werden, weil nicht mehr lange Zeit bleibt bis zum Ende. Wo Ich willige Knechte weiß, führe Ich sie zusammen zu gemeinsamer Arbeit für Mich und Mein Reich. Denn es gilt das Verbreiten der Wahrheit, des Samens, der allein von Mir empfangen werden kann, sollen die Äcker, die da sind die Menschenherzen, reiche Frucht tragen. Wo nun die reine Wahrheit vertreten ist, dort ebne Ich Meinen Knechten auch die Wege, um ihre Arbeit nicht zu erschweren. Denn Ich verlange keinen Dienst, der nicht erfüllbar wäre. Ich weise einem jeden Meiner Knechte als treuer Hausvater die Tätigkeit zu, die er leisten kann, und darum müssen Meine Knechte zusammenarbeiten, einer den anderen unterstützend, ein jeder das vollbringend, was in seiner Kraft liegt. Ich führe euch zusammen, die ihr für Mich und Mein Reich tätig sein wollet. Und es wird euch die Arbeit Freude machen, weil ihr selbst von dem Geist beseelt seid, Mir in der Erlösungsarbeit zu helfen aus Liebe zu Mir und zum Nächsten, der dringend der Hilfe bedarf. Und Ich will euch segnen, ihr Meine Diener auf Erden, für euren Willen, denn dieser ist frei und kann sich entscheiden nach jeder Richtung. Ich will euch segnen und euch Kraft geben zum Wirken für Mich, solange ihr auf Erden weilet. Denn die kommende Zeit erfordert noch viel Kraft und Gnade, die euch aber im reichsten Maß zugeht, solange ihr für Mich tätig seid. Ich führe euch, und keinen Weg gehet ihr ohne Mich. Ich stärke euch, und jede Schwäche wird von euch abfallen; Ich Selbst komme zu euch im Wort und mache euch tauglich für eure Arbeit in Meinem Weinberg, und also wird eure Tätigkeit stets gesegnet sein. Amen. B.D. NR. 5193.

 

Buch 58 5194

Segen von Krankheit und Leid. Ausreifen.

23. August 1951. B.D. NR. 5194.

Eine heilsame Warnung ist oft der Verfall des Körpers für den Menschen, der noch zu sehr der Welt zugewandt ist und darum die Seele gefährdet. Er muß einmal erkennen lernen, daß von der Natur aus Einhalt geboten werden kann, und aus dieser Erkenntnis heraus sich dessen bewußt werden, was nachher kommt, wenn der Körper völlig untauglich geworden ist für diese Erde. Der Mensch muß oft gewarnt und ermahnt werden, solange er nicht aus eigenem Antrieb seiner Seele gedenket. Körperliche Leiden, Krankheiten und Einbüßung körperlicher Fähigkeiten müssen daher auch als ein Mittel zum Ausreifen der Seele angesehen werden, da sie das Denken eines Menschen erheblich wandeln können und darum auch oft als Heilmittel für die Seele angewandt werden, so diese in Gefahr ist, dem geistigen Tode zu verfallen. Doch nicht immer erfüllen sie ihren Zweck. Dann tritt ein Zustand der Verstockung ein, ein völliges Abwenden vom Göttlich-Geistigen, und es sucht der Mensch, alles dem Leben abzugewinnen trotz Krankheit und Unglück, die seinen Körper betroffen haben. Nichts ist ohne Bedeutung, was einem Menschen beschieden ist - Krankheit des Körpers bringt oft die Gesundung der Seele zustande; dann ist sie von Segen gewesen, weil der Mensch die Welt verachten lernte, nachdem er sie entbehren mußte und er sich in der geistigen Welt Ersatz suchte und fand. Köstliche Güter darf er in Empfang nehmen als Ausgleich für die Güter, die ihm die Welt versagt und die er nun als wertlos erkennt. Doch dazu gehört, daß er sich demütig beugt unter das Schicksal, das ihm um seiner Seele willen auferlegt wurde, daß er in Ergebung trägt, was ihm wohl schwer erscheint, jedoch auch überwunden werden kann. Sowie der Mensch einen geringen Glauben hat, spürt er die Hand Gottes über sich und fügt sich ergeben in den Willen Gottes; und dann kann er nur gewinnen, niemals aber verlieren, also auch nicht bedauert werden, weil er ungleich mehr besitzt als ein Mensch voller Gesundheit und Körperkraft, der keine Verbindung hat mit dem Reich, das auch einmal sein Aufenthalt sein wird nach dem leiblichen Tode. Maßgebend allein ist der Reifegrad, den die Seele hat beim Abscheiden von der Erde. Alles, was zur Erhöhung der Reife beitragen kann, bringt Gott in Anwendung, auch wenn es der Mensch nicht als Wohltat empfindet, solange er ohne Erkennen ist. Einmal wird er den Segen des Leides und der Krankheit ersehen und Gott danken für die Anwendung von Mitteln, die erfolgreich waren, ohne den freien Willen des Menschen zu beschneiden. Ein kranker Körper ist nicht so schlimm als eine kranke Seele, und soll diese gesunden, muß der Körper Krankheit erdulden, bis die Seele duldsam geworden ist, bis sie den Blick himmelwärts richtet und die Welt nur als vorübergehende Prüfungsschule ansehen gelernt hat. Einst wird sie sich aufschwingen können unbeschwert und ungehindert zu hohen Regionen des Geistes und ihrem Schöpfer ewig danken für die ihr erwiesene Gnade, den Körper leiden zu lassen, auf daß die Seele gesunde. Amen. B.D. NR. 5194.

 

Buch 58 5195

Mahnung zum Vorbereiten auf das Ende.

24. und 25. August 1951. B.D. NR. 5195.

Ihr sollt euch vorbereiten auf die kommende Zeit. Was Meine Seher und Propheten verkündet haben, das wird sich erfüllen, denn es ist die Zeit vollendet, und laut Gesetz von Ewigkeit steht der Menschheit eine Umwälzung bevor, die sowohl geistig als auch irdisch zu verstehen ist. Es ist die Zeit des Endes, die Erde wandelt sich, und für die Erdenbewohner geht eine Epoche zu Ende, und eine neue beginnt. Doch wenige nur von den jetzt lebenden Menschen werden diese neue Epoche erleben, denn es müssen Bedingungen erfüllt werden, denen sich nur wenige unterziehen. Darum wird die Erde ein Ende nehmen, und unzählige Menschen werden den Tod dabei finden, weil sie die neue Epoche nicht mehr erleben können. (25.8.1951) Wohl bin Ich denen gnädig, die noch in letzter Stunde zu Mir kommen, die Mich rufen um Erbarmen, doch deren werden nur wenige sein, die sich plötzlich wandeln und zum Erkennen ihrer Sündhaftigkeit kommen und daher noch in letzter Stunde angenommen werden von Mir. Ich will aber, daß die kleine Schar der Meinen das letzte Ziel erreichet, daß sie den Abschluß dieser Epoche übersteht und eingeht in die neue Epoche, wo Ich sie benötige, auf daß Mein Gesetz der Ordnung innegehalten werde. Und darum sage Ich euch: Bereitet euch vor auf die kommende Zeit, denn sie stellt außergewöhnliche Ansprüche an euch, an euren Willen, euren Glauben und eure Treue zu Mir. Die kommende Zeit ist geeignet, euch eine überaus hohe Reife zu verschaffen, aber sie nimmt auch eure ganze Kraft in Anspruch. Denn je näher es dem Ende zugeht, desto unwirklicher wird euch alles erscheinen, was das Eigentlich-Wirkliche ist; desto mehr wird gegen euren Glauben angekämpft und Mein Name in den Schmutz gezogen werden. So ihr euch aber ernstlich vorbereitet, stehet ihr über allem, denn sowie ihr zu den Wissenden gehört, kann euer Glaube nicht mehr erschüttert werden. Das Wissen aber ist Folge der Liebe. Also bemühet euch, ein eifriges Liebeleben zu führen, und ihr bereitet euch dann gut vor auf das Ende. Dies ist Mein Rat, den ihr nicht unbeachtet lassen sollet. Pfleget die Liebe - und euch wird Kraft und Licht zufließen in einem Maße, daß ihr allem Widerstand leisten könnet, was in der Endzeit euch zugefügt wird, und nichts wird euch dann unfähig machen können im letzten Kampf. Bereitet euch vor und zögert nicht, denn die Zeit geht dem Ende entgegen, diese Erlösungsepoche wird abgebrochen, weil dies der ewigen Ordnung entspricht, daß eine Wandlung eintritt, sowie kein Erfolg in der geistigen Entwicklung mehr erzielt wird. Es ist kein geistiger Auftrieb bei den Menschen zu finden, nur wenige streben dem Licht entgegen und für diese wenigen habe Ich eine neue Aufgabe bereit, die erst beginnt nach der Wandlung, die sich an der Erde vollzieht. Diese also, Meine kleine Herde, wird noch einmal ermahnt von Mir zu eifriger Seelenarbeit, denn der letzte große Ansturm steht vor der Tür, es setzt der letzte Kampf ein, der gewappnete Streiter finden soll, die mit Mir in den Kampf ziehen und darum auch siegen werden - die triumphieren werden am Ende über den Gegner und seinen Anhang. Amen. B.D. NR. 5195.

 

Buch 58 5196

Gottes Liebe.

25. August 1951. B.D. NR. 5196

Nichts vermag euch Meine Liebe zu ersetzen, die im Wort zum Ausdruck kommt. Wenn Ich zu euch rede, bin Ich euch gegenwärtig. In eurer Nähe weilen aber kann Ich nur, so ihr selbst Mir Liebe entgegenbringet, die Ich dann übermäßig erwidere, so daß ihr euch stets von Mir geliebt glauben könnet, so ihr Mein Wort vernehmet, sei es direkt oder auch vermittelt durch Meine Boten. Und dann könnet ihr euch glücklich schätzen, weil Meine Liebe alles bedeutet, Schutz und Hilfe, Kraft und Gnade, Trost und Zuspruch in banger Not und endlich die Zusicherung ewiger Glückseligkeit, weil ein Kind, das Meine Liebeworte empfängt, nimmermehr zurücksinken kann in den Zustand der Finsternis, weil das Licht schon zu mächtig in ihm geworden ist, als daß es Irrwege gehen könnte. Ich spreche zu euch - die Tiefe dieses Wortes könnet ihr nicht fassen, denn ihr werdet es ewig nicht begreifen, daß Sich der höchste und vollkommenste Geist der Unendlichkeit herabneiget zu Seinen Geschöpfen, daß Er Sich ihnen zu erkennen gibt und um ihre Liebe wirbt stets und ständig. Doch die Liebe an sich ist euch nur ein Teilbegriff, die Liebe ist so endlos tief und ein heiliges Feuer, daß sie alles ergreifen und verschmelzen möchte mit sich. Und diese übergroße Liebe ist euch stets zugewendet und sucht sich zu äußern, weil sie erwidert werden will. Die Äußerung Meiner Liebe also ist Mein Wort, die Ansprache an euch, die Mich beglückt und auch euch selig machen soll. Ihr seid Meine Geschöpfe und sollet durch die Liebe zu Meinen Kindern werden. Als Geschöpfe seid ihr von Mir ausgegangen, als Kinder voller hei- ßer Liebe sollet ihr wieder zurückkehren zu Mir. Denn erst durch die Liebe seid ihr zum rechten Leben erwacht und zu Wesen geworden, die Meinen Willen in sich tragen und daher zu Meinem Ebenbild sich gestaltet haben. Die Liebe ist das göttliche Prinzip, das in euch vorherrschen muß, auf daß ihr selbst göttlich werdet und euch Mir nahen könnet. Und Meine Liebe ziehet euch unentwegt und wird euch ewiglich nicht mehr lassen, weil ihr den Vater erkannt habt und darum auch nach Seinem Wort verlanget, das stets euch ertönen wird, sowie ihr im Herzen es begehret und lauschet, was Er zu euch redet. Ich Selbst bin euch gegenwärtig und bringe euch Meine Liebe entgegen im Wort, um euch zu beglücken jetzt und in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5196.

 

Buch 58 5197

Wahrheit. Verständliche Form.

26. August 1951. B.D. NR. 5197.

Es wird euch die Wahrheit stets so von Mir geboten, wie sie euch verständlich ist, ansonsten auch die Wahrheit kein Licht für euch wäre.Bin Ich Selbst aber, als Geber der Wahrheit, darauf bedacht, euch diese zuzuleiten und euch also einzuführen in ein Wissen, das zu eurer Entwicklung förderlich ist, dann brauchet ihr wahrlich die Wahrheit nicht mehr anderswo zu suchen, sondern ihr könnet euch daran genügen lassen, was Meine Liebe euch bietet und wie es euch geboten wird. Unermeßlich tief ist das Wissen um die große Wahrheit - und jede einzelne Seele steht in einem anderen Reifegrad, in einem anderen Vorstellungsvermögen, wie auch in verschieden starkem Verlangen nach der reinen Wahrheit. Und darum muß auch jede Seele anders bedacht werden, immer dem Zustand entsprechend, wie sie das empfangene Geistesgut verwerten kann und will für sich und die Mitmenschen. Und Mir allein ist es möglich, den Menschen zu durchschauen und seine Aufnahmefähigkeit zu beurteilen, weshalb Ich Meine Gaben austeile nach Meinem Ermessen. Ich habe aber dennoch Meine Freude an denen, die immer tiefer einzudringen suchen, und verhelfe ihnen zu immer tieferer Erkenntnis, sowie sie damit den Mitmenschen dienen wollen und das empfangene Wissen für diese zuträglich ist. Wer selbst Licht empfängt, soll auch Licht ausstrahlen, und wiederum weiß Ich es, wohin ihr, die ihr Mein Licht empfanget, es traget. Folglich muß das euch zugeleitete Geistesgut auch denen zuträglich sein, die ihr damit beglücken wollet. Ihr selbst müsset es verstehen, um es verständlich weitergeben zu können. Es gibt nur eine Wahrheit, wie es auch nur einen Quell gibt, wo allein die ewige Wahrheit zu schöpfen ist. Wer diesen Quell suchet, der muß die Liebe in sich zur Entfaltung gebracht haben, um ihn finden zu können. Dann aber wird er in das lichtvollste Erkennen geleitet, denn erst die Liebe macht alles verständlich, was - selbst wenn es Wahrheit ist - dem unverständlich bleibt, der nicht durch die Liebe seinen Geist erweckt hat, der als Mein Anteil ihn von innen belehrt und ihm gleichzeitig mit der Wahrheit auch das Verständnis dafür vermittelt. Das Erkennen der Wahrheit ist also nur Folge eines Liebelebens, nicht aber eines geweckten Verstandes - weshalb auch die Wahrheit in einfachster Form dem hellstes Licht geben wird, der nur das Gesetz der Liebe erfüllt. Amen. B.D. NR. 5197

 

Buch 58 5198

Seelenpartikel. Entwicklungsgang auf Erden und im Jenseits.

26. und 27.8.1951. B.D. NR. 5198.

Gerichtete geistige Substanz ist unter Materie zu verstehen, die wieder geistige Substanz in sich birgt, die den Entwicklungsweg geht laut Heilsplan Gottes von Ewigkeit. Diese geistige Substanz nun, die von der Materie als Außenhülle gefangengehalten wird, schließt sich auf dem Entwicklungswege mit immer gleicher Substanz zusammen und kann bezeichnet werden als Seelenpartikel, die wieder die einzelnen Schöpfungswerke beleben. In jedem Schöpfungswerk, sei es die feste Materie, die Pflanzen- oder die Tierwelt, sind also solche Seelenpartikel vorhanden, die auch wieder in sich den Zusammenschluß suchen, um dann ein Ganzes zu bilden in einer neuen Außenform, die stets mehr und mehr der Form eines Menschen ähnlich wird. Unendlich lange Zeit vergeht, bis nach dem Wandel durch die gesamte Schöpfung alle Seelenpartikelchen sich gefunden haben, um nun als menschliche Seele wieder eine Außenform beziehen zu können, der eine bestimmte Aufgabe gesetzt wird, um restlos frei zu werden von jeglicher Außenhülle. Der menschliche Körper ist also nun die die Seele umschließende Außenhülle, die nun als solche die Aufgabe hat, das in ihr sich bergende Geistige zur Reife zu bringen. Das Ausreifen geschieht nun in der Weise, daß der Mensch im freien Willen, dem Zeichen göttlichen Ursprungs, jegliche Seelensubstanz in die rechte Ord- nung aus Gott einzuführen sucht - d.h. alle Eigenheiten der unzähligen kleinen Seelchen auf eine Gott-gefällige Basis bringt, also jeglichem Triebe die Richtung zu Gott anweiset. Alles Gott-widrige Verlangen muß gewandelt werden in Gott-zustrebendes Empfinden, und dies ist die bewußte Seelenarbeit, die der Mensch leisten soll während des Erdenlebens. Es ist dies praktisch so zu verstehen, daß alles das abgelegt werden muß, was der Seele aus ihren früheren Verkörperungen noch anhaftet, daß also tierische Triebe überwunden werden müssen, wie auch das Verlangen nach der Materie abgetötet werden muß, weil alle diese Triebe aus der Vorentwicklung stammen und der Seele noch sehr anhaften als Merkmal des Entwicklungsganges (vorher) zuvor. Alles, was zurückliegende Erscheinungen sind, soll abgelegt werden, wenn die Aufwärtsentwicklung fortschreiten soll, und alles das soll angestrebt werden, was die fortschreitende Entwicklung erkennbar werden läßt - geistig-göttliche Eigenschaften, wie Demut, Sanftmut, Geduld und Barmherzigkeit, Friedfertigkeit und Gerechtigkeit. Denn alle diese Eigenschaften gehen aus der Liebe hervor, die im Erdenleben zur höchsten Entfaltung gebracht werden soll. Somit ist eine ganz klare Richtlinie gegeben für die Aufgabe des Menschen auf Erden, es wird der Wille Gottes offenbart den Menschen durch Sein Wort. Es ist die Seele gleichsam noch ungeordnetes Geistiges, das zur Ordnung geführt werden soll, jedoch sich selbst bestimmen kann, weil es sich im Stadium des freien Willens befindet. Es kann sich wohl ordnen, ist aber nicht dazu gezwungen. Doch sowie es sich ordnet, hat der Geist aus Gott Zutritt, der durch ein Chaos von Trieben und ungeordneten Substanzen nicht hindurchdringen kann bzw. nicht selbst ordnend eingreifen darf, wenn der Wille fehlt. Die Ordnung wird nun hergestellt, wenn die ein- zelnen besonders hervortretenden Eigenschaften, die eine Verkörperung der Vorzeit kennzeichnen, verkehrt werden in das Gegenteil, da alles im Anfang der Entwicklung stehende Geistige unvollkommen ist und das Vollkommen-Werden Zweck und Ziel der Verkörperung ist. Also es können aus früheren Verkörperungen erkennbare Charaktereigenschaften niemals mit göttlicher Ordnung im Einklang stehen, sondern sie müssen gewandelt werden in das Gegenteil - bis nur noch Liebe, Güte, Demut, Sanftmut, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit des Menschen Charakter sind und Anzeichen der angestrebten Vollendung, bis die göttliche Ordnung erkennbar ist und die Seele des Menschen nun ihr Ziel erreicht hat und ihre körperliche, materielle Außenform verlassen kann, um als geistiges Wesen nun aufwärtszustreben, doch im Besitz von Licht und Kraft, die ihren jenseitigen weiteren Aufstieg überraschend schnell fördern. (27.8.1951) Mein Geist ist unentwegt tätig, um euch in die Wahrheit zu leiten, doch ihr müsset euch auch widerstandslos leiten lassen, d.h., ihr dürfet nicht ein schon vorhandenes Wissen als Grundwissen annehmen, dem sich nun Meine Offenbarungen angleichen sollen, sondern ihr müsset zuerst Meine Offenbarungen vernehmen und diese dann mit eurem Wissen vergleichen. Stimmen sie überein, dann werden sie sich auch ergänzen, dann ist auch dieses euer Vorwissen aus geistiger Quelle euch zugeflossen und dienet dem gleichen Zweck, euch in die Wahrheit einzuführen.

Und so setze fort: Die Aufwärtsentwicklung im jenseitigen Reich ist bei den einzelnen Seelen verschieden. Es sind gewissermaßen bei jeder Seele andere Veranlagungen, andere Fähigkeiten sowohl nach oben als auch nach unten vorhanden, die ausgebildet oder auch bekämpft werden müssen und dies immer die Folge der Erkenntnis ist, weil vordem die Seele keinen Wandlungswillen aufbringen kann, solange sie nicht ihren Zustand erkennt. Darum muß ein kleiner Lichtstrahl sie schon berührt haben, daß sie zu diesem Erkennen kommen konnte - weshalb die Fürbitte für die jenseitigen Seelen so ungeheuer wichtig ist, damit ihnen ein Erkenntnisstrahl zugeht, demzufolge sie nun erst tätig werden und zur Höhe streben. Eine Seele, die auf Erden schon einen Grad des Erkennens erreicht hat, die ihre Seelenarbeit also auf Erden schon in Angriff nimmt, ist im geistigen Reich von so vielen Lichtwesen umgeben, daß sie stets Unterstützung findet und schnell zur höheren Reife gelangt. Darauf kommt es besonders an, daß eine Seele noch auf Erden zur Erkenntnis gelangt, also um ihre Erdenaufgabe weiß und um ihren eigenen noch mangelhaften Zustand. Denn die Erkenntnis ist ein großer Schritt zur Vollendung und lässet im jenseitigen Reich die Regionen rascher durcheilen, während eine Seele ohne Erkenntnis oft undenklich lange Zeit unten weilt, weil sie unbedingt das erste Wissen besitzen muß und sie vorerst lange ablehnt, bis sie bereit ist, sich unterweisen zu lassen. Und dieser unwissende Zustand ist äußerst qualvoll und kann nur durch liebende Fürbitte behoben werden. Auch jenen Seelen stehen Lichtwesen bei, doch unerkannt weilen sie in ihrer Nähe und können daher auch nicht erfolgreich ein- wirken, weil der Seele der freie Wille belassen werden muß. Doch trotz Erkennen der eigenen Mangelhaftigkeit, trotz Erkennen der Fehler, Schwächen und Begierden kann sich die Seele nicht ohne Hilfe aufwärtsentwickeln. Und diese Hilfe ist Jesus Christus, sowohl auf Erden als auch im geistigen Reich. Wird Er angerufen um Hilfe im ernsten Willen aufwärtszusteigen, so ist auch mit Sicherheit der Erfolg zu erwarten. Er hilft dort nach, wo die eigene Kraft nicht ausreicht, Er vergibt nicht nur die Sünden dem, der Ihn um Vergebung bittet, Er ist auch Kraftspender im Kampf als Überwinder. Ohne Seine Kraft vermag kein Wesen sich aus der Tiefe zu erheben, denn ein unvollkommenes Wesen ist und bleibt schwach eben als Auswirkung seiner Unvollkommenheit. Nur die Verbindung mit Jesus Christus vermittelt ihm die Kraft und macht sein Ringen zur Vollendung leichter und auch erfolgreich. Wer auf Erden nicht zu Jesus Christus kommt, muß im Jenseits zu Ihm eilen, ansonsten er ewig unten bleibt. Und wieder ist das so zu verstehen, daß jede Seele zur Liebe kommen muß. Denn Jesus Christus ist die verkörperte Liebe. Die Liebe also ist die erlösende Kraft, die Liebe erkennet auch Jesus Christus an, die Liebe muß auf Erden geübt werden, um einen geflügelten Aufstieg im Jenseits zu sichern. Sie muß aber auch im Jenseits die Triebkraft sein, ansonsten die Seele niemals einen höheren Reifegrad erringen kann. Und so ist die Liebe das einzige Mittel, aller Schwächen und Fehler ledig zu werden, denn wer die Liebe hat, der erkennt sich und strebt der Vollendung bewußt entgegen, weil er verlangt nach Dem, Der die Liebe Selbst ist, und Dieser ihm stets hilft, weil die Liebe zur Liebe drängt und der Zusammenschluß in Liebe die ewige Seligkeit ist. Amen. B.D. NR. 5198.

 

Buch 58 5199

Verstandesdenken. Wahrheit aus Gott.

29. August 1951. B.D. NR. 5199.

Immer werdet ihr in Zwiespalt geraten, so ihr eigene Wege geht, so ihr euch entfernet in Gedanken von Mir und Meinen Beistand nicht zu benötigen glaubt. Doch so ihr euch Mir fest anschließet und eure Gedanken Mich suchen, seid ihr auch völlig überzeugt, in der Wahrheit zu stehen, und jeden Zweifel werdet ihr entkräften können, weil Meine Gegenwart euch nur die reine Wahrheit enthüllt und in Meiner Gegenwart ihr dem Irrtum nicht zum Opfer fallen könnet. Dies merket euch, so ihr in Zweifel geratet, daß ihr dann selbst diese Zweifel in euch aufsteigen lasset, weil ihr verstandesmäßig forschet und Mich dadurch außer Wirkung setzet. Denn Ich dringe niemals mit Meinem Geist durch, so ihr selbst es nicht wollet. Und dieser Wille fehlt, solange euer Verstand allein tätig ist. Licht und klar wird euch der Gegenstand eures Forschens erscheinen, wenn ihr euch Mir in Gedanken hingebet und Meine Aufklärung erbittet. Jeder Zweifel wird hinweggeweht, weil er neben Mir, Den ihr durch euer Gebet heranrufet, nicht bestehen kann. Versuchet es, jeden Zweifel in euch auf diese Weise zu verjagen, und es wird euch gelingen, sowie ihr euch innig Mir anschließet und Mir dadurch die Möglichkeit gebet, Selbst in euch zu wirken.

Es ist so einfach, Antwort auf alle Fragen von Mir zu erhalten, doch es muß der Verstand ausgeschaltet werden so lange, bis ihr im Herzen die Antwort empfunden habt - ihr müsset weniger denken, doch horchen nach innen. Es ist dies ein Vorgang, der keinem Menschen verständlich ist, der noch nicht die Probe gemacht hat, im ernsten Willen und tiefen Glauben, daß er Mich vernehmen kann. Der Ungläubige kann niemals Meine Antwort in sich vernehmen, weil er auch niemals ernsthaft in sich hineinhorchen wird. Der Glaube aber lässet ihn lauschen, und er empfindet Meine Antwort im Herzen. Dem Menschen erscheint das unwirklich, was das eigentlich Wirkliche ist. Mich sprechen zu hören. Und so braucht sich ein Zweifler nur innig Mir verbinden im Gebet, um seiner Zweifel ledig zu werden, während er lange grübeln kann und kein sicheres Ergebnis findet, so er nicht mit Mir zu Rate geht. Ohne Mich könnet ihr nicht zur Wahrheit gelangen, und ohne Mich könnet ihr auch die Wahrheit nicht als Wahrheit erkennen. Und nehmet ihr auch die Wahrheit rein und unverfälscht entgegen aus dem Munde eines von Mir gelehrten Dieners, eines Mitmenschen, der in inniger Verbindung mit Mir Mein Wort vernimmt - so wird es doch euch so lange zweifelhaft erscheinen, wie ihr selbst es nur mit dem Verstand anhöret, solange ihr nicht gleichfalls in Verbindung tretet mit Mir, auf daß Mein Geist euch das Verständnis gibt für die Wahrheit. Und deshalb können Meine Vertreter auf Erden nur vermitteln, aber nicht überzeugen, solange der Hörer die Bindung mit Mir noch nicht hergestellt hat. Doch Mein Wort soll ihn dazu anregen, Mich zu suchen, und Ich werde Mich wahrlich gern finden lassen und ihm geben, was ihm mangelt, vollstes Verständnis für die ewige Wahrheit, die euch reifen lässet an eurer Seele, sowie ihr sie bewußt von Mir entgegennehmet, sowie ihr Meine Gegenwart zulasset durch euren Willen, euren Glauben und eure Liebe. Amen. B.D. NR. 5199.

 

Buch 58 5200

Mahnung zum Lösen von Vergänglichem. Geistiges Gut.

31. August 1951. B.D. NR. 5200.

Euch allen gebe Ich ein Wort Meiner Liebe und Gnade: Löset die Fesseln, die euch noch mit der Erde verbinden, d.h., gebet eurer Seele die Freiheit, sich ins geistige Reich zu erheben, und lasset die Erde zurück, indem ihr die Gedanken von dieser abwendet, dann ziehet der Geist in euch die Seele in sein Bereich, und ihr gewinnet dadurch tausendmal mehr, als ihr euch je auf der Erde erwerben könnet. Euch erscheint die Erde mit ihren materiellen Gütern noch als etwas Wirkliches, und doch ist alles vergänglich, und diesem Vergänglichen wendet ihr eure Aufmerksamkeit zu. Ich warne euch davor aus lauter Liebe und Gnade, und Ich ermahne euch, des allein Wirklichen zu gedenken - der Seele den Flug ins geistige Reich zu ermöglichen, was sofort geschehen kann, so ihr eure Gedanken von der Welt abwendet. Habt ihr einmal geistiges Gut gewonnen, (das ihr also mitbringet zur Erde aus dem geistigen Reich,) dann locken euch die irdischen Güter stets weniger und es wird euch schon leichter, den Flug zur Höhe zu machen, doch die erste Trennung von der Erde müsset ihr aus eigenem Willen selbst vollbringen, ihr müsset Gewalt anwenden, die nur Willenskraft erfordert, euch für kurze Zeit von der Welt zurückzuziehen und in die Stille zu gehen, d.h., in euch hineinzuhorchen, und dem Geist in euch dadurch die Möglichkeit geben, sich zu äußern. Der Wille vermag viel, weil der Geist dann klar erkennet, daß sich die Seele im Menschen ihm zuwendet, daß sie sich ihm unterstellen will. Niemals aber könnet ihr Menschen den Geist in euch zu einer Äußerung veranlassen, solange eure Gedanken der Welt zugewandt sind, solange ihr alles beachtet, was irdisch um euch vorgeht, solange ihr noch materiell eingestellt seid. Darum rufe Ich euch Worte der Liebe und der Gnade zu: Strebet nicht nach dem, was vergänglich ist, sondern suchet euch unvergängliche Güter zu erringen, die allein der Geist in euch austeilen kann, weil er ein Teil ist von Mir, von seinem Vatergeist von Ewigkeit, weil Ich Selbst es bin, Der durch den Geist in euch Sich äußert, und Ich Selbst euch wahrlich nur das gebe, was ewig bleibt, was dem Gesetz der Vergänglichkeit nicht unterliegt und was allein von euch als Reichtum angesehen werden kann, weil es unvergängliche Schätze sind, die euch nimmermehr genommen werden können. Dieser geistige Besitz wird euch stets mehr beglücken und zu einer Wirklichkeit werden für euch, daß ihr der Erde mit ihren Gütern den Rücken kehret, daß ihr gern aufgebet, was der Welt angehört, um das Köstlichste dagegen einzutauschen, die Güter, die von Mir ausgehen und euch ständig dargeboten werden, auf daß ihr euch ihrer erfreuet und ausreifet an eurer Seele. Und mit diesen Gütern arbeitet, solange ihr noch auf Erden weilet, auf daß ihr euren geistigen Reichtum vermehret, auf daß ihr eure Mitmenschen beseligt und sie der Welt abwendig zu machen suchet. Arbeitet mit den geistigen Schätzen unentwegt, und sie werden sich vermehren, wenngleich ihr ständig davon abgebet. Und reich gesegnet werdet ihr eingehen in das geistige Reich, wo ihr dann erst in vollem Umfang eure Schätze ermessen könnet, wo ihr arbeiten könnet euch selbst zur Freude und bereiten könnet höchste Glückseligkeit allen denen, die ihr mit euren geistigen Schätzen beglücket, weil euch die Liebe dazu treibt - die Liebe zu Mir und zu dem noch leidenden Geistigen, das eurer Hilfe bedarf, um selig zu werden. Amen. B.D. NR. 5200.

 

Buch 58 5201

Gabe des Redens.

2. September 1951. B.D. NR. 5201.

Die Gabe des Redens wird euch verliehen werden, sowie ihr Mein Wort verkünden wollet, um die Mitmenschen zu erlösen vom geistigen Tode. Ihr werdet reden können mit Worten, die nicht euer eigen sind, ihr werdet reden können mit Überzeugung und doch euch nicht zu überlegen brauchen, was ihr redet, denn es wird solches Mein Geist durch euch sprechen, sowie in euch der Liebewille herrschet, in Meinem Namen tätig zu sein und den Mitmenschen das Heil zu bringen. Und was ihr redet, wird sein voller Weisheit und Mich und Mein Reich bezeugen jedem, der guten Willens ist. Ihr werdet künden von Meiner Liebe, Weisheit und Allmacht und Trost und Hoffnung in eines jeden Sünders Herz fließen lassen, ihr werdet reden in Meinem Namen und künden, was zukünftig ist, um die Menschen zu warnen und zu ermahnen, nicht um ihnen zu drohen oder ihnen Meinen Zorn zu predigen. Denn so ihr in Meinem Namen redet, sollen eure Worte von Meiner Liebe zeugen, denn sie sollen wieder Liebe erwecken zu Mir, eurem Schöpfer und Vater von Ewigkeit, Der Seine Kinder rufet in Gnade und Erbarmen. Ihr werdet reden können mit überzeugender Gewalt, und jeder, der guten Willens ist, muß und wird es auch erkennen, wer durch euch spricht, und sich Meinem Wort unterstellen. Denn ihr selbst seid es nicht, die da reden, sondern ihr gebet euch nur her, daß Ich durch euch reden kann. Mein Geist wirket in euch, die ihr Mir dienen wollet, um die Mitmenschen zu erlösen. Und Ich segne euch und gebe euren Worten große Kraft. Wer aber ist geeignet, daß Ich durch ihn reden kann? - Nur wo die Liebe ein Herz gestaltet, daß es zum Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes geworden ist, nur dort kann Ich wirken und Beweise geben von Meiner Kraft und Herrlichkeit. Und daran werdet ihr Meine rechten Diener erkennen, daß sie reden können unvermittelt, ohne Vorbereitung, daß nur eines nötig ist: das Verlangen im Menschen zu helfen und die Bereitwilligkeit des Mitmenschen, sich helfen zu lassen, daß also "geben- und empfangen" wollen zu erkennen ist, auf daß Ich Selbst dann austeilen kann dem, der Mein Wort begehrt - daß Ich Selbst reden kann durch den Mund eines Menschen, den die Liebe dazu treibt, den Mitmenschen zu helfen in geistiger Not. Und dieses Mein Wort, das dem Munde Meines Dieners entströmt, wird große Kraft haben, es wird den Zuhörer bis in die Tiefe seines Herzens bewegen, es wird auf fruchtbaren Acker fallen, weil es Worte sind aus der Höhe, die sein Herz getroffen haben, deren Kraft er sich nimmermehr entziehen kann, sowie er selbst guten Willens ist. Denn wo ein Widerstand anzutreffen ist, dort verhallen auch Meine göttlichen Worte an den Ohren und hinterlassen keinen Eindruck, weil kein Mensch wider seinen Willen gezwungen wird, Mein Wort zu erkennen und anzunehmen. Gesegnet aber, die in Meinem Namen rastlos tätig sind, die lehren und helfen wollen, weil die Liebe sie treibt; gesegnet, die Mir jederzeit Herz und Mund zur Verfügung stellen, daß Ich durch sie reden kann. Gesegnet, die sich selbst gestalten durch die Liebe zum Aufnahmegefäß Meines Geistes. Denn sie allein sind fähig, Mein Evangelium zu verbreiten, sie allein sind rechte Verkünder Meines Wortes, das gesegnet ist mit Meiner Kraft - sie sind Meine rechten Diener, durch die Ich reden will zu den Menschen stets und ständig, besonders aber in der Zeit des Endes, wo nur allein Mein Wort aus der Höhe von Erfolg sein wird, wo nur allein die Menschen zu Mir geführt werden, die Meine Stimme vernehmen durch den Mund Meiner rechten Diener - Ich will ihnen die rechten Worte in den Mund legen, und sie sollen zeugen von Mir, auf daß noch zuletzt die Seelen gerettet werden, die guten Willens sind. Amen. B.D. NR. 5201.

 

Buch 58 5202

Vermehrung der Kraft durch Liebeswirken und Gebet.

3. September 1951. B.D. NR. 5202.

Vermehret die Kraft in euch, indem ihr Mir zustrebet und die Kraft von Mir in Empfang nehmet in Form Meines Wortes. Denn mit jedem Wort, das ihr von Mir entgegennehmet, strömet sie euch zu und gibt eurer Seele die Festigkeit, daß ihr Streben zu Mir immer inniger wird und sie sich dadurch mit dem Geist in sich einet, der Anteil Meiner Selbst ist. Nichts vermöget ihr ohne Meine Kraft, und selbst das Streben nach Mir geht aus Meiner Kraft hervor. Also es muß erst Meine Kraft in euch wirksam werden, bevor das bewußte Streben nach Mir einsetzt, und nur durch Liebetätigkeit könnet ihr Kraft gewinnen. Wer guten und reinen Herzens ist, der lebt auch in der Liebe und erwirbt sonach ständig Kraft von Mir. Doch auch durch Gebet fordert er die Kraft von Mir an, und auch dann strömet sie ihm zu, und er wird sie spüren als Antrieb zur Liebetätigkeit. Dann also vermehret er die Kraft, die er sich von Mir erbeten hat. Doch ihr sollet nicht müde werden und ständig für die Vermehrung der Kraft Sorge tragen, ihr sollet die Kraft schöpfen aus dem Quell - ihr sollet Mein Wort erkennen als Ausfluß jenes Quells und darum Mein Wort begehren mit allen euren Sinnen, denn dann könnet ihr ein Übermaß von Kraft euch aneignen, so daß ihr mühelos euer Erdenziel erreichet. Doch nichts vermöget ihr ohne Mich - nichts vermöget ihr ohne Meine Kraft. Scheinbar zwar könnet ihr auf Erden große Erfolge erringen, doch für die Ewigkeit müsset ihr alles entbehren, so ihr keine Kraft von Mir empfanget. Ihr seid wahrlich sehr im Vorteil gegenüber euren Mitmenschen, die ohne Kraft dahingehen und später auch ohne Kraft eingehen in das jenseitige Reich. Und sie können sich doch so leicht Kraft verschaffen durch inniges Gebet oder durch Liebeswirken. Denn wessen Seele Kraft entgegengenommen hat, der hat auch Verständnis für Meine Liebe und Gnade, er hat Verständnis für die Wahrheit, und er geht einen Weg, der zur Höhe führt, weil die ewige Wahrheit ihn ziehet, die um seinen Annäherungswillen weiß. Und diese Seele wird nicht Ruhe geben, bis sie von der Kraft der Liebe erfaßt ist, bis das Licht der Weisheit sie durchstrahlt, bis sie Mein Wort vernimmt direkt oder durch Meine Boten, denn die Kraft der Liebe sucht sich zu vermehren, sie will in Fülle wirken im Menschen, denn es ist göttliche Kraft, die niemals untätig ist und die immer wieder neue Kraft erzeugt. Nehmet Mein Wort in Empfang, und ihr habt dann auch einen sichtlichen Beweis, daß ihr von göttlicher Kraft durchströmt seid, ihr habt ein Zeichen Meiner Liebe, die euch zu sich zieht, ihr seid nicht mehr ohnmächtig, ihr könnet nun selbst einen Weg gehen, der zum Ziel führt, weil ihr jegliche Schwäche abgetan habt durch eure Verbindung mit dem Kraftquell, aus dem ihr schöpfen könnet unentwegt. Vermehret eure Kraft und seid ständig in Liebe tätig, dann kann Ich Selbst in euch wirken und euch mit Kraft bedenken unbegrenzt. Amen. B.D. NR. 5202.

 

Buch 58 5203

Hilfe für die armen Seelen. Liebe erlöset.

4. September 1951. B.D. NR. 5203.

Im jenseitigen Reich wird alles gewertet, was den Seelen zur Höhe verhilft. Die Liebe, die dem noch unreifen Geistigen zugewendet wird, ist das alleinige Erlösungsmittel, solange es sich selbst nicht aus eigener Kraft erheben kann, d.h., solange es noch nicht selbst in Liebe wirken kann, da es ohne Kraft ist. Alles, was diesen Wesen nun zur Kraft verhilft, hat Meinen Segen, weil es dem Prinzip der Liebe entspricht. Die Liebe, die dem unreifen Geistigen von seiten der Menschen erwiesen wird, muß sich irgendwie erlösend auswirken, sei es auf Erden oder auch im Jenseits, denn kein Liebefunke ist kraftlos, und also bedeutet Liebeswirken stets Kraftzufuhr. Ihr Menschen auf Erden könnet daher unsagbar viel Hilfe leisten, so euch die Liebe dazu treibt, der armen Seelen im Jenseits zu gedenken, die völlig kraftlos und daher auf Hilfeleistung angewiesen sind. Und alles, was ihr tut, um ihnen zu Kraft zu verhelfen, alles, was ihr tut, um erlösend zu wirken, wird Mein Wohlgefallen finden und niemals nutzlos sein. Es ist so wenig Liebe unter den Menschen auf Erden schon zu finden, und noch weniger gedenken sie der Seelen im Jenseits, weil ihnen der Glaube fehlt an ein Fortleben nach dem Tode, und überaus bitter wirkt sich dieser Unglaube an den Seelen aus im Jenseits, die unerlöst und kraftlos weilen in dunkler Umgebung und sich allein nicht helfen können. Jeder gute Gedanke an sie, jeder liebevolle Wunsch für ihr Wohl ist ihnen eine Erleichterung in ihrer Qual und wird dankbar von ihnen empfunden. Doch gerade den Seelen, die in der Finsternis schmachten, folgen wenige solche guten und liebevollen Gedanken, nach und diese Seelen sind darum in äußerster Not. Darum werdet ihr auch verstehen, daß die Menschen, die ihnen helfen möchten, von unzähligen Seelen umgeben sind, die sich alle bittend bemerkbar machen möchten, auf daß ihnen geholfen werde. Ihr Menschen alle seid von solchen Seelen umgeben, doch nur wenige schenken ihnen Gehör, nur wenige haben den Hilfswillen in sich und den Glauben, ihnen helfen zu können durch Gebet und liebe Gedanken. Doch Unzählige finden keine Fürbitter auf Erden und suchen daher auch in solche Kreise zu gelangen, wo Kraftströmungen spürbar sind. Auch diese Seelen bitten euch um Hilfe. Gewähret sie ihnen, tut alles, was eure Liebe euch eingibt, und wisset, daß euch stets Mein Segen gewiß ist, sowie euch nur der Liebewille treibt, ihnen zu helfen. Suchet nichts anderes, als nur Hilfe zu bringen, dann könnet ihr so viele Ketten lösen, dann könnet ihr den gequälten Seelen Freiheit geben; ihr helfet ihnen vorerst durch Kraftzuwendung, die sie dann selbst nützen nach eurem Beispiel, daß sie auch helfen wollen, wie ihr ihnen geholfen habt. Vergesset nie, daß sie auf eure Hilfe angewiesen sind, wenn auch Meine Gnade und Barmherzigkeit kein Wesen auf ewig verdammet; doch erst müssen ihre verhärteten Herzen berührt werden von einem Liebestrahl, bevor sie Meine Gnadenzuwendungen ergreifen. Und Ich Selbst führe euch Menschen die Seelen zu, die nur noch eines Anstoßes bedürfen, um ihren Entwicklungsweg im Jenseits zu beginnen. Doch ohne liebende Hilfe schmachten sie noch endlose Zeit in dem gleichen Zustand und finden den Weg nicht zur Höhe. Betet für sie und vergesset sie nicht, denn das Leid ist unermeßlich, das ihnen ihr Unglaube und ihre Lieblosigkeit eingetragen hat, doch so ihr ihnen helfen wollet, bin Ich mit Meiner Gnade und Barmherzigkeit stets bereit, sie emporzuziehen aus der Nacht des Todes zum Licht des Lebens, weil ich dann eurer Liebe nicht widerstehen kann, die ihr den unglücklichen Seelen im Jenseits zuwendet, und Ich ihnen die Schuld vergebe um eurer Liebe willen. Amen. B.D. NR. 5203.

 

Buch 58 5204

Gott der Liebe. Nicht Gott des Zornes.

5. September 1951. B.D. NR. 5204.

Der Gott, Der euch erschaffen hat, ist kein Gott des Zornes, sondern ein Gott der Liebe - Er will euch geben, nicht aber nehmen. Doch was Er euch geben will, ist ein seliges Glück, das ewig währt. So Er euch nun scheinbar etwas nimmt, so ist dies nur etwas Wertloses, das nur in euren Augen einen Wert besitzet, in Wirklichkeit aber verderblich ist für euch. Ihr aber glaubet, ein Gott des Zornes entreiße euch diese Güter, denen ihr auf Erden eure Liebe schenket. Ihr kennet Ihn nicht, den Gott der Liebe, Der euer aller Vater ist und wie ein Vater auch an Seinen Kindern handelt, Der aus Liebe euch leiden lässet, weil Er weiß, daß nur dadurch ihr in den Besitz höchster, unvergänglicher Güter gelangen könnet, wenn Er euch nimmt, was ihr auf Erden zu hoch einschätzet. Seine Liebe zu euch Menschen ist unermeßlich und besänftigt jeden Zorn, den die verkehrte Handlungsweise der Menschen wohl entfachen könnte, wenn Seine Liebe nicht erheblich stärker wäre. Er strafet nicht, sondern in Seiner Weisheit erkennt Er die Schwäche Seiner Kinder, und also sucht Er, ihnen zu helfen und sie emporzuheben, so sie gefallen sind. Es ist kein Zorn, wenn Er vernichtet, was den Kindern hinderlich ist, zum Vater zu gelangen - es ist Liebe, die hinwegräumt und den Weg frei macht zu Ihm. Ein Gott des Zornes ist kein vollkommenes Wesen, denn nur die Liebe hat den Anspruch auf Vollkommenheit, und darum könnet ihr Menschen jede Lehre verwerfen, die euch euren Schöpfer und Vater von Ewigkeit als ein zorniges Wesen hinzustellen sucht, Das ein unerbittliches Gericht über euch sendet, weil ihr gefehlt habt. Der Gott der Liebe hat sogar Erbarmen mit den Teufeln - darum stieg Er hinab zur Hölle, um auch ihnen den Weg zu zeigen, der herausführt aus der Finsternis. Er reicht auch dem zutiefst Gefallenen die Hand und will es emporziehen an Sein Vaterherz. Den Gott der Liebe erbarmet die Menschheit, und Er sucht sie zu retten. Ein Gott des Zornes aber würde verderben, was Ihm nicht zu Willen ist. Doch eines schaltet die Liebe Gottes nicht aus - Seine Gerechtigkeit. Er kann nicht zur Seligkeit führen, die voller Sünde sind, doch Er verdammet sie nicht. Er geht ihnen nach mit Seiner Liebe so lange, bis sie diese erwidern und freiwillig lassen von der Sünde, und also ist Seine Liebe größer, als die Menschheit sie verdient; sie ist endlos und voller Kraft, und niemals werdet ihr Menschen ihre Tiefe ermessen - weshalb ein Zorn neben ihr nicht bestehen kann. Darum brauchet ihr Gott nicht zu fürchten, aber lieben sollet ihr Ihn aus ganzem Herzen und mit allen euren Kräften, lieben sollet ihr Ihn und dadurch Seiner Kraft teilhaftig werden. Lieben sollet ihr Ihn, auf daß Er euch höchste Glückseligkeit bereiten kann, die im Zusammenschluß mit Ihm zu finden ist, Der die ewige Liebe Selbst ist. Er schaut euch alle mit liebestrahlendem Auge an, Er streckt euch allen voller Liebe Seine Hand entgegen, Er rufet euch alle mit liebeerfüllter Stimme, Er will Seine Kinder zurückgewinnen auf ewig, die einstmals freiwillig von Ihm gegangen sind. Doch immer wird Er mit Liebe um euch werben, niemals aber im Zorn etwas zu erreichen suchen, was ohne Liebe undenkbar ist. Und Er holet euch alle zu Sich empor. Seine Liebe ist eine Kraft, die ihre Wirkung nicht verliert. Zorn aber würde vernichten und zerstören und eine Rückkehr zu Gott unmöglich machen. Wird aber vom Zorn Gottes gesprochen, so ist darunter nur Sein gefesteter Wille zu verstehen, das Binden des von Ihm abstrebenden Geistigen in Seinen Schöpfungswerken, die aber letzten Endes doch nur das Zurückfinden zu Ihm ermöglichen und darum auch dieser Zorn nur ein Liebeakt Gottes ist, um auch das Ihm noch Widerstrebende einmal zu gewinnen, auf daß es selig werde. Amen. B.D. NR. 5204.

 

Buch 58 5205

Wahrheitskämpfer. Irrlehren.

5. September 1951. B.D. NR. 5205.

Eure Aufgabe ist: lehren - die Wahrheit unter die Menschen tragen, auf daß das Dunkel von ihnen weiche, das sie umfangen hält, das sie hindert, die Wohltat des Lichtes zu spüren. Solange der Mensch verdunkelten Geistes ist, geht er einen falschen Weg, denn der rechte Weg heißt Wahrheit. Die Wahrheit nur geht von Mir aus und führt wieder zu Mir zurück. Begreifet es, ihr Menschen, daß Ich keine halben Zugeständnisse machen kann, wenn es um eure Seligkeit geht - begreifet es, daß Ich als die ewige Wahrheit nicht tolerant sein kann der Lüge oder dem Irrtum gegenüber - begreifet es, daß Ich darum die Wahrheit zur Erde leite, weil es nötig ist, daß ihr sie erfahret, weil jeder Tag euch verlorengeht, den ihr ohne Wahrheit dahinwandelt, denn die Wahrheit allein gibt Mich so wieder, wie Ich bin, und nur, wenn ihr ein rechtes Bild von Mir habt, könnet ihr Mich lieben und dadurch zur Seligkeit gelangen. Jede irrige Lehre ist ein Versuch Meines Gegners, Mein Bild zu verzerren und die Liebe zu Mir zu verringern, jede irrige Lehre ist guter Boden für neue Irrlehren, und bald steht ihr einem Gestrüpp gegenüber, das unentwirrbar ist und keine Lichtstrahlen mehr hindurchlässet, die euren Geist erhellen. Und darum bilde Ich Mir Lichtträger aus, die euch Menschen die Wahrheit zuführen sollen; darum führe Ich erst sie in die Wahrheit ein und gebe ihnen den Auftrag, aufklärend zu wirken, wo immer es sei. Darum stelle Ich so oft der Wahrheit die Irrlehren gegenüber, um zu veranlassen, daß sie gegeneinander gehen, denn Ich will, daß in den Herzen Zweifel auftauchen, denn erst ein Zweifler beginnt zu grübeln und zu forschen nach der Wahrheit. Meine Lehre, die Ich den Menschen auf Erden gab, ist menschlicherseits so von Irrtum durchsetzt worden und kann nimmermehr sich heilkräftig auswirken an den Menschen. Und darum will Ich sie reinigen, darum gebe Ich sie in reinster Form aufs neue und trage Sorge, daß diese Lehre den Menschen, die guten Willens sind, übermittelt wird. Wer sie annehmen will, wird größten Segen erfahren, wer sie ablehnet, muß auch die Verantwortung tragen. Doch Ich brauche Austräger dieser Meiner reinen Lehre auf Erden, Ich brauche Jünger, zu denen Ich auch nun wieder sagen kann: Gehet hin und lehret alle Völker. Ich brauche also Apostel, die in Meinem Namen auf Erden reden und den Menschen Mein Wort verkünden. Und diese sollen mutig auftreten gegen die Vertreter von Irrlehren; denn das ist ihr Amt, wozu Ich sie berufen habe, ohne Scheu die Wahrheit dem Irrtum entgegenzusetzen, ohne Scheu Aufschluß zu geben, welcher Schaden der Seele erwächst, solange sie falsch unterrichtet wird, solange sie nicht in der Wahrheit steht, die allein zu Mir führt. Ihr Menschen könnet wohl auch Mir zustreben trotz Irrlehren, doch es ist ein ergebnisloses Ringen, denn ihr müsset verstehen, daß der Irrtum und die Lüge nicht Mein Werk, sondern das Werk Meines Gegners sind und daß es darum jeden Aufstieg verhindern wird (unmöglich macht), daß ferner ein Werk Meines Gegners niemals einen Aufstieg bringen kann, sondern nur allein die Wahrheit euch zur Höhe verhilft. Ich kann keine Konzessionen machen und den Irrtum gleich Wahrheit bewerten, Ich kann nur den guten Willen anerkennen und ihn segnen, indem Ich euch die Wahrheit zuführe, aber ihr selbst müsset euch dann auch öffnen, ihr dürfet euch der Wahrheit nicht verschließen, ansonsten euer Wille versagt. Ihr müsset nach Mir und also nach der Wahrheit verlangen, und ihr werdet dann sicher in ihren Besitz kommen. Aber nehmet nicht an, daß Ich euch zustimme, so ihr im Irrtum verharren wollet. Wem Ich die Wahrheit zuleite, der ist auch fähig, sie zu prüfen und zu erkennen als Wahrheit, denn Ich fordere nichts Unmögliches von euch. Doch wer sie empfängt von Mir, der soll sich auch dafür einsetzen und sie ohne Scheu vertreten, er soll nicht fürchten, zu hart zu erscheinen, denn der Irrtum kann nicht scharf genug hervorgehoben werden, weil er das Werk Meines Gegners ist, der sich offen auflehnt gegen Mich. Der Irrtum und die Lüge richten heillose Verwirrungen an und rauben dem Menschen jede Erkenntnis; sie sind kein Licht, sondern kommen aus der tiefsten Finsternis. Darum gehet mutig gegen Irrtum und Lüge vor, da ihr in der Wahrheit eine Waffe habt, die euch den Sieg sichert. Ich habe euch zu Meinen Streitern erkoren, und ihr sollet kämpfen mit dem Schwert des Mundes, ihr sollet nicht ängstlich sein, daß ihr einem eurer Mitmenschen den Kinderglauben nehmet - denn dieser dienet nicht dem Menschen zur Vollendung, solange er falsch ist. Ihr aber könnet etwas Gutes, Reines, überaus Wirksames dagegensetzen, die Wahrheit, die ihr von Mir Selbst empfangen habet. Ihr könnet mehr geben, als ihr ihnen nehmet, ihr entwindet ihre Seele der Gewalt Meines Gegners und führet sie Mir zu. Amen. B.D. NR. 5205.

 

Buch 58 5206

Abendmahl. "Siehe, Ich stehe vor der Tür."

6. September 1951. B.D. NR. 5206.

Kommet oft zum Tisch des Herrn, damit Ich euch speisen kann, alle, die ihr hungrig und durstig seid. Immer steht Speise und Trank für euch bereit, immer bin Ich willig, es euch auszuteilen, um euch mit Kraft zu erfüllen, die ihr benötigt zum Ausreifen eurer Seelen. Haltet mit Mir das Abendmahl, und sättigt euch mit dem Brot des Lebens, mit Meinem Wort, das voller Nährkraft ist und darum unersetzlich für eure Seelen. Ich will euer Gastgeber sein, denn Ich allein kann euch das darbieten, was ihr brauchet, um vollkommen zu werden. Ich allein kann das rechte Brot und den rechten Wein reichen, das eurer Seele wahre Stärkung ist. Darum nehmet Meine Einladung an, gehet nicht an Meinem Tisch vorüber, der stets gedeckt ist für euch und nur der Gäste wartet, daß sie dem Hausherrn die Ehre geben. Wer an Meinem Tisch gespeist wird, der wird niemals mehr zu hungern brauchen, denn es ist himmlische Nahrung, es ist Mein Leib und Mein Blut, das Ich euch Selbst darreiche, weil Ich euch liebe. Mein Fleisch und Mein Blut müsset ihr essen und trinken, wollet ihr selig werden, aber auch recht verstehen, was gemeint wird, wenn Ich von Meinem Fleisch und Meinem Blut spreche. Stets war Mein Wort geistig zu verstehen, und jeder, dessen Geist geweckt ist, wird auch um den geistigen Sinn Meiner Worte wissen. Das, was das Leben des Körpers sichert, ist das Blut, das lebendig durch den Körper strömt, und also ist Fleisch und Blut ein Zeichen des Lebens des Körpers. Ich aber will, daß eure Seele lebet. Und also muß auch sie eine Speise zu sich nehmen, die ihren Seelenkörper erhält und lebendig macht, sie muß Fleisch und Blut aufnehmen, eine Nahrung, die ihr Leben sichert, und es kann diese Nahrung niemals eine irdisch materielle sein, sondern die Seele braucht geistige Nahrung, die aber ebenfalls gleich Fleisch und Blut Leben bedeutet für die Seele. Und diese geistige Nahrung ist Mein Wort, das mit seiner Kraft die Seele belebt, also von dieser empfunden wird wie Fleisch und Blut, wie wahres Leben. Es hat eine Heilkraft von größter Wirkung, es belebt alles Tote und macht die Seele zu einer Sammelstätte der Kraft aus Mir, und also erquicke Ich die Menschen mit Meinem Brot und Meinem Wein, die mit Mir das Abendmahl nehmen; Ich lasse sie teilhaftig werden Meiner Kraft und Herrlichkeit, denn was Ich austeile, ist Mein eigen und kann sich nur göttlich auswirken. Es ist die Ausstrahlung Meiner Liebekraft, die folglich Mein Fleisch und Mein Blut ist, die Äußerung Meines Urwesens, also Ich Selbst teile Mich denen mit, die das Abendmahl mit Mir nehmen, und bin darum dann auch in ihnen gegenwärtig, sowie sie Meiner Einladung Folge leisten. Und die Form, in der sie Mich Selbst empfangen, die sichtbare oder wahrnehmbare Äußerung Meiner Selbst, ist Mein Wort, das euch zugeht als Beweis Meiner Liebe zu euch, als Speise und Trank, als rechte Nahrung für eure Seele. Nimmermehr könnet ihr Mein Wort anders verstehen: "Siehe, Ich stehe vor der Tür und klopfe an, wer Mir auftut, zu dem will Ich eingehen und das Abendmahl halten mit ihm und er mit Mir." Eine innige geistige Verbindung muß vorangehen, die allein die Liebe herstellen kann, und dann werdet ihr Meiner Gegenwart bewußt sein, und was euch mangelt, werde Ich euch geben - das Himmelsbrot, Mein Wort, das eurer Seele das Leben geben soll, das euch gestalten soll zu Meinem Ebenbild. Mein Fleisch und Mein Blut sollet ihr essen und trinken, auf daß ihr lebet ewiglich. Amen. B.D. NR. 5206.

 

Buch 58 5207

Erklärung verwandtschaftlicher Gefühle. Seelenpartikel.

9. September 1951. B.D. NR. 5207.

Geheime Verbindungen bestehen oft zwischen Menschen, die sie sich selbst nicht zu erklären vermögen und die in der Zusammenstellung der Seelen ihren Grund haben. Denn es können die Seelen durch die Art ihrer Gestaltung ganz ähnlichen Seelen begegnen, und diese Ähnlichkeit lässet ein verwandtschaftliches Gefühl im Menschen aufkommen, das er aber mit seinem Verstand nicht zu erklären vermag. Und darum können solche Gefühlsregungen auch niemals wissenschaftlich ergründet werden, sondern es sind lediglich geistige Empfindungen, die zum Ausdruck kommen und deren Ursache auch nur geistig erklärt werden kann. In jeder Seele ist wohl die gesamte Schöpfung enthalten, doch wie auch die Schöpfung in sich die verschiedensten Werke aufweiset, wie auch die Tierwelt eine unvorstellbare Vielgestaltigkeit erkennen läßt, so sind auch die Menschenseelen jede in ihrer Art verschieden, weil die Zusammensetzung in jeder Seele eine andere ist, was auch die Verschiedenheit der Menschen verständlich macht, die trotz äußerlich annähernd gleicher Gestaltung charakterlich und empfindungsmäßig voneinander abweichen und an dieser Abweichung eben auch zu erkennen sind. Doch es können sich auch solche Seelen begegnen im Erdenleben, die eine offensichtliche Ähnlichkeit aufweisen würden, wenn der Mensch geistig zu schauen vermöchte, denn die Seelenform und Art ist nur mit geistigen Augen wahrnehmbar. Die Seelen selbst aber empfinden ihre Verwandtschaft und fühlen sich daher außergewöhnlich zueinander hingezogen, was aber nicht zu verwechseln ist mit rein körperlichem Trieb nach einer Verbindung. Die seelische Zusammengehörigkeit ist erkennbar an offensichtlicher Übereinstimmung im Denken und Empfinden der Menschen, in Harmonie auf geistigem Gebiet und gleichem Streben, in einem Gefühl der Verbundenheit miteinander, die körperlich nicht zum Ausdruck gebracht zu werden braucht. Es sind diese Seelen aufeinander abgestimmt, sie bekämpfen sich nicht und sind stets bereit, einander zu helfen, sie spüren ihre Gleichheit und sind geneigt, zu glauben, ein gemeinsames Vorleben geführt zu haben, und doch sind es nur die in gleichem Verhältnis zusammengefügten Seelenpartikelchen, die diesen Gleichklang ergeben, und brauchen nicht durchaus verbunden gewesen zu sein. Doch einstmals gehörten sie demselben Kreis gefallener Engel an und sind den gleichen Gang der Entwicklung gegangen, der auch dieselbe Zeitdauer umspannt hat, weshalb das Streben zueinander erklärlich ist. Denn ein gleicher Entwicklungsgang formt auch die Seelen gleich, und treffen sich nun solche Seelen im Erdenleben, wo das Ichbewußtsein auch entwickelt ist, dann treten auch die ersten Zeichen der Rückerinnerung in ihnen auf, jedoch so schwach, daß sie nur einen gewissen Zusammenhang ahnen, den sie sich aber oft falsch erklären. Im Erdenleben ist der Seele die Rückerinnerung an ihre Vorstadien genommen, dennoch sind ihr Empfindungen geblieben. Die gleichen Seelensubstanzen der Seelen erkennen sich, weil sie im selben Verhältnis sich eingegliedert haben in das Ganze, und dieses Erkennen kann dann Menschen bewußt werden und nun das verwandtschaftliche Gefühl erwecken. Die Seele des Menschen ist so wunderbar kunstvoll zusammengefügt, und (es, d. Hg.) können in ihr, wie auf einem kostbaren Instrument, unzählige Töne erklingen. Ein harmonischer Zusammenklang nun erklingt wie ein Ton und ist schon ein Vorgenuß auf die Bindung gleichgestimmter Seelen im Jenseits, wo der ständige Zusammenschluß mit gleichem Geistigen zur Seligkeit im geistigen Reiche gehört, der also schon auf Erden seinen Anfang nehmen kann, jedoch lediglich ein Erlebnis der Seelen, nicht aber der Körper ist. Das sei wohlgemerkt, daß seelische Bindungen völlig anderer Art sind als körperliche, daß die Harmonie der Seelen ganz andere Begründung hat und nicht auf ein Zusammenleben als Mensch in einer früheren Entwicklung zurückzuführen ist, denn selbst, wo diese Annahme richtig wäre, daß sich Seelen aus einer früheren Verkörperung wieder treffen, sind die Empfindungen einer Harmonie der Seelen völlig anders zu begründen, und es wäre jene Erklärung stets ein Fehlschluß. Es wird jedoch jede Seele ihren Partner einmal finden, doch stets dann als Ergänzung ihres Ichs, wenngleich einer jeden Seele die Individualität bleibt. Dann aber hat die Seele schon eine andere Entwicklungsstufe erreicht als auf Erden, und dann wird sie auch in das Wissen so weit eingedrungen sein, daß sie alle Zusammenhänge erkennen kann und daß sie geistig schauen kann, was ihr auf Erden nicht verständlich gemacht werden könnte. Und der Zusammenschluß von Seelen, die sich ergänzen, ist unbeschreiblich beseligend und gibt auch den Seelen vermehrte Kraft zum Wirken und also zum Erfüllen ihrer Aufgabe im geistigen Reich, und stets mehr und mehr streben die Seelen den Zusammenschluß an mit Gott, um in dieser Vereinigung nun die höchste Glückseligkeit zu finden, die nie enden wird. Amen. B.D. NR. 5207.

 

Buch 58 5208

Hilfe in geistiger Not - Verbreitung des Wissens von oben.

10. September 1951. B.D. NR. 5208.

Euch ist ein Wissen unterbreitet worden, das euch befähigt, euren Mitmenschen Aufschluß zu geben in jeder Weise, ein Wissen, das ihr auch mit Recht vertreten könnet als Wahrheit, weil ihr es direkt von Mir oder durch Meine Boten vermittelt bekommen habt. Dieses Wissen genügt, um eine Aufgabe erfüllen zu können, die von größter Wichtigkeit ist: in der Endzeit mitzuhelfen, irrende Seelen auf den rechten Weg zu führen, bevor es zu spät ist. Es ist dies zwar ein Gebiet, das nur wenige Menschen betreten wollen, weil es sich um das geistige Leben, um das Leben der Seele handelt, das gesichert werden soll, weil die Gesundung der Seele angestrebt werden soll und die Menschen gerade in der Endzeit mehr denn je nur ihres körperlichen Wohles gedenken und das geistige Leben für sie etwas so Unwirkliches ist, daß sie keine Gedanken darauf verwenden und darum eben in größter geistiger Not sind. Es muß ihnen also geholfen werden, und die Helfenden müsset ihr sein, die ihr von Mir Selbst ständig den Liebe- und Gnadenbeweis empfanget - Mein Wort, das allein die Menschen retten kann vor dem Untergang. Ihr seid vor eine Aufgabe gestellt worden, die ihr erfüllen sollet und auch erfüllen könnet, so ihr nur willig seid, Mir und somit auch den Mitmenschen zu dienen. Dieser Wille allein wird euch auch in den Besitz von Kraft kommen lassen, denn Ich wirke mit Meiner Liebekraft in allen, die tätig sein wollen für Mich und Mein Reich in der letzten Zeit vor dem Ende. Was Ich an den notleidenden Menschen tun will, muß Ich durch euch Menschen zur Ausführung bringen, auf daß jeglicher Gedanke und Antrieb die Willensfreiheit des Menschen bezeuge. Und darum wird auch alles Geschehen, das euch selbst betrifft, immer in natürlicher Weise in Erscheinung treten, und doch kann es als Mein Wirken erkannt werden von euch, wenn ihr nur des Glaubens seid, daß ihr ständig in Meiner Führung lebt und daß Ich Selbst euer Schicksal lenke, daß Ich euch gegenwärtig bin, sowie ihr nur eure Gedanken zu Mir wendet. Das Bewußtsein Meiner Gegenwart lässet euch alles als Mein Wirken an euch erkennen, und so auch ist keine Begegnung mit Mitmenschen Zufall oder willkürlich, sondern immer eine Gelegenheit, wo ihr arbeiten sollet für Mich und Mein Reich. Ich begleite euch auf allen euren Wegen und trete sonach selbst denen entgegen, die durch euch von Meinem Wirken an euch erfahren sollen. Ihr habt ein umfangreiches Wissen, nützet es, wo ihr könnet, belehret eure Mitmenschen, wie Ich euch belehrt habe, und lasset keine Gelegenheit vorübergehen, denn die Zeit ist kurz und die Not unsagbar groß. Doch alle Menschen sollen Meine Gnade erfahren, niemand soll sagen können, keine Kenntnis gewonnen zu haben, nicht hingewiesen worden zu sein auf das nahe Ende. Und euch brauche Ich, auf daß ihr den Mitmenschen Aufklärung geben könnet, die der Wahrheit entspricht - auf daß Ich durch euch anklopfen kann an ihre Herzenstür und ihnen Mein Wort bringen kann. Und eure Arbeit für Mich wird gesegnet sein, sowie ihr guten Willens den Mitmenschen Hilfe bringt, ehe es zu spät ist. Amen. B.D. NR. 5208.

 

Buch 58 5209

"Wer Meine Gebote hält." Offenbarungen.

11. September 1951. B.D. NR. 5209.

"Wer Meine Gebote hält, der ist es, der Mich liebet - ihm will Ich Mich offenbaren." So sei euch dieses Mein Wort Erklärung für Mein offensichtliches Wirken in euch durch Meinen Geist. Ich fordere nur eure Liebe zu Mir und zum Nächsten, und die Liebe zu Mir kommt zum Ausdruck in der Liebe zum Nächsten, im Erfüllen Meiner Liebegebote, die Meinen Willen kundtun. Die Liebe zu Mir kann wohl in verschiedenen Graden entflammen, doch Ich trage der Wesensart eines jeden Menschen Rechnung und bewerte allein das Unterstellen seines Willens unter den Meinen. Sowie er sich nicht mehr Mir widersetzet, gefühlsmäßig und auch in Wort und Tat, ist er schon Mein geworden und wird nimmermehr von Mir verlassen oder verstoßen. Die Liebe zu Mir kann in ihm zu einer Flamme auflodern, sie kann aber auch wie ein glühendes Feuer sein, das nicht mehr verlöschen kann, weil Ich Selbst es eindämme aus weisheitsvollem Ermessen. Denn wer Mich lieb hat, wer Meine Gebote erfüllet, der stellt sich Mir auch selbst zur Verfügung, denn die Liebe gibt sich hin - er stellt sich also bewußt in Meinen Dienst. Und Ich stelle ihn nun an den Platz, wo er am wirksamsten arbeiten kann für Mich entsprechend seinem Wesen, seiner Umgebung und der Dringlichkeit einer helfenden Aktion. Ich allein weiß um eines jeden Menschen Fähigkeit, die Arbeit in Meinem Weinberg zu leisten. Und da diese Arbeit eine überaus vielseitige ist, sind auch die Arbeiter so ausgewählt, daß jegliche Arbeit von Erfolg ist. Die Arbeit des einen kann völlig umsonst getan sein, wird sie an ungeeignetem Platz ausgeführt, denn Ich weiß, was einem jeden Menschen zuträglich ist; Ich weiß, wieweit die Mitmenschen aufnahmefähig sind, und Ich stelle also die Arbeiter an, die am günstigsten einwirken können auf ihre Mitmenschen, bei denen nur eigens dafür ausgebildete Arbeiter Erfolg erzielen können. Jeder Menschenschlag, jedes Zeitalter und jede Gegend braucht andere Missionsarbeit - und das schon erklärt auch die verschieden gearteten Arbeiter für das Reich Gottes. Die Grundwahrheiten bleiben wohl dieselben, doch wie ihr diese Grundwahrheiten den Mitmenschen darreichet, das ist auch maßgebend für den Erfolg und die Auswirkung der Wahrheit an den Menschen selbst. Zudem wirken Worte oft mehr als Wunder. Die Menschheit ist Mir und Meinem Reich so weit entfernt, daß selbst ein offensichtliches Wunder keinen anderen Eindruck macht als den einer außerordentlichen Begebenheit, die sie nun wissenschaftlich zu erklären sucht. Worte dagegen, in der rechten Weise angewendet und dargereicht, können weit mehr Erfolg haben, denn das Eigentliche im Menschen wird davon berührt - die Seele - und diese kann sich nun dazu einstellen nach ihrem Willen, während ein Wunder oft nur von den Organen des Menschen erfaßt und ebenso nur verstandesmäßig verarbeitet wird und für die Seele nutzlos bleiben kann. Wer aber davon berührt wird, der ist schon nicht mehr Mir fremd, und ihm schadet auch das gewaltigste Geschehen nicht mehr, weil sein Glaube ein gefestigter ist und nur noch Bestätigung findet. Ich wirke auf die Menschen ein entsprechend ihrer Auffassungsgabe und ihres Liebewillens. Ich offenbare Mich einem jeden, der Mich liebt und Meine Gebote hält. Was er braucht, um selig zu werden, gebe Ich ihm, immer davon ausgehend, ob sein Wille das ihm Gegebene verwertet zu Meiner Verherrlichung - daß er für Mich arbeitet und Seelen zu gewinnen sucht, die in Gefahr sind verlorenzugehen. Der eine tut es bewußt, der andere unbewußt, d.h., er ist ein Werkzeug Meiner Liebe, die auf die Ungläubigen einwirken will und sich dazu eines Menschen bedienet, der voller Liebe ist zu Mir. Und Ich bewerte den Grad der Liebe, der nicht immer äußerlich erkennbar zu sein braucht. Ich weiß es, wer zu den Meinen gehört, und nehme alle an als Arbeiter in Meinem Weinberg, weil Ich viele Schnitter benötige, so die Zeit der Ernte gekommen ist. Amen. B.D. NR. 5209.

 

Buch 58 5210

Brücke zum Jenseits. Gedanken zur Höhe.

12. September 1951. B.D. NR. 5210.

Die Brücke zum Jenseits soll oft betreten werden, d.h., die Gedanken sollen sich oft erheben in das Reich, das die wahre Heimat der Seele ist und vor eines jeden Menschen Auge stehen müßte, um bewußt angestrebt zu werden. Denn die wahre Heimat der Seele ist das Reich des Lichtes, und um in dieses zu gelangen, muß der Mensch an sich arbeiten, also zielgemäß leben. Das Ziel soll daher möglichst oft gesucht werden in Gedanken - und aus dem Reiche des Lichtes strecken sich euch viele Hände entgegen, die ihr ergreifen sollet. Das sind wieder die Gedanken, die euch zum Guten antreiben, die Gedanken, die Gott zum Inhalt haben und alles, was nicht mit irdischen Augen zu sehen und mit irdischen Händen zu greifen ist. Daran sollet ihr oft denken, und ihr betretet dann die Brücke zum Jenseits, wo euch die geistige Welt entgegenkommt. Zwar auch dunkle Schatten, wenn ihr eure Gedanken unwillig nach dem geistigen Reich wendet, wenn euch nicht die Liebe zu Gott dazu treibt, sondern ihr mit einem Mißbehagen dessen gedenket, was nachher kommt, nach eurem Leibestode. Dann werdet ihr von jenen Schatten bedrängt, und die Lichtwesen können nicht günstig auf euch einwirken, weil ihr selbst ihnen die Möglichkeit nehmet. Um so segensreicher aber ist der Einfluß der Lichtwesen auf euch Menschen, wenn ihr nur in ernstem Verlangen nach der Wahrheit eure Gedanken zur Höhe sendet. Dann brauchet ihr keine schlechten Wesen zu fürchten. Dann wird euch Licht gegeben vom Reiche des Lichtes, von Wesen, die beglückt sind, euch helfen und führen zu können. Sie können jederzeit zu euch und ihr jederzeit zu ihnen kommen, denn die Brücke besteht. Ihr sendet nicht die Gedanken in ein Nichts, wenn ihr nach oben verlangt, es ist das Lichtreich wirklich, und es sind die Wesen wirklich, die sich in euer Denken einschalten - sie können sich auch äußern und tun es, sowie ihr bewußt die Verbindung herstellt mit der geistigen Welt. Und wie euer Verlangen ist, so werdet ihr bedacht. Das Verlangen nach guten Wesen zieht sie herbei, und sie richten um euch eine Mauer auf, damit ihr nicht bedrängt werden könnet von schlechten Wesen, die aus der Finsternis kommen und gleichfalls sich äußern möchten. Die Menschen sind noch mit der Materie verbunden, und die Gefahr besteht sehr leicht, durch materielles Denken auch niedere Wesen anzuziehen, doch bewußte Gedanken nach guten Kräften werden sie immer schützen vor jenen, denn die Lichtwesen sind stets bereit, euch zu betreuen, zu schützen und zu belehren, und ihre Macht ist so groß, daß sie den Kräften der Finsternis wehren können, sowie ihr nur die Lichtwesen anrufet und euch der Liebe und Gnade Gottes empfehlet. Stets seid ihr geschützt, so ihr guten Willens seid und euer Wille nur zu Gott gerichtet ist. Denn euer Wille allein bestimmt die Sphäre, in der ihr euch befindet, euer Wille allein bestimmt die geistigen Wesen, die zu euch Zutritt haben. Betretet oft die Brücke in das geistige Reich, und verbindet euch bewußt mit der Welt, die ihr einst beleben werdet. Erhebet eure Gedanken, aber lasset sie nicht abgleiten in die Tiefe. Amen. B.D. NR. 5210.

 

Buch 58 5211

Verhüllen ungewöhnlicher Gnadenzufuhr. Erklärung.

13. September 1951. B.D. NR. 5211.

In höchster Gnade stehende Menschen vermögen oft nicht die Gnade zu erkennen als solche, und das mit Gottes Zulassung, auf daß ihr Ringen darum nicht kleiner werde und sie in einen Zustand verfallen, der ein Verringern der Gnadenzufuhr zur Folge hat. Es ist dies so zu verstehen, daß erhöhter Gnadenzustrom den Menschen auf Erden schon vergöttlichen kann, daß aber der Mensch eine Aufgabe zu erfüllen hat, die als Mensch ausgeführt werden muß, soll sie von Erfolg sein für die Mitmenschen, deren Seelenheil die Erfüllung der Aufgabe fördern soll. Darum wird der Mensch selbst trotz Zuwendung überreicher Gnaden immer nur ein Mensch bleiben mit allen Fehlern und Schwächen und gegen diese bewußt ankämpfen müssen. Es wird die Gnade wohl seine Seelenreife erhöhen, es wird gewissermaßen ein solcher Mensch ein Doppelleben führen, ein Leben vor Gott und ein Leben vor den Menschen, und die Mitmenschen werden immer den ringenden, leidenden und Gott-zustrebenden Menschen sehen, um diesem in gleicher Weise nachzufolgen. Dennoch ist das erhöhte Gnadenmaß von überaus großer Wirksamkeit, denn die Seele ist völlig eins geworden mit ihrem Geist und vermag in das geistige Reich Einblick zu nehmen genau wie in das irdische Reich. Die Seele hat sich vergöttlicht, ist aber in der menschlichen Hülle noch gebunden und treibt diese Hülle an, sich völlig in den Dienst Gottes und der Mitmenschen zu stellen, um ihnen als Beispiel zu dienen. Es kann ein Mensch ungemessen die Gnaden in Empfang nehmen - verständlich aber ist, daß ein Übermaß von Gnade sich auch übermenschlich auswirken muß, daß also dann auch eine Wunderkraft zutage treten würde, weil das Wesen im Menschen sich dann schon so gestaltet hat, daß es sich ganz und gar der Kraft aus Gott bedienen könnte. Eine solche Wundertätigkeit aber würde einen Glaubenszwang bedeuten, da der im Besitz eines Übermaßes von Gnade sich befindliche Mensch unweigerlich seine göttliche Kraft gebrauchen würde. Es wird dies zwar von Gott zugelassen, wann und wo es für die Mitmenschen von Nutzen ist, jedoch nicht immer würde die Umgebung des Menschen Nutzen daraus ziehen. Darum wird der Gnadenzustrom verhüllt, die Seele aber entwickelt sich zu überirdischer Reife und wirket dennoch mit gutem Erfolg auf ihre Mitmenschen ein, ohne die Glaubensfreiheit derer zu gefährden. Jeder Mensch kann sich Gnaden erbitten ohne Einschränkung, doch offensichtliches Wirken einer gnadenerfüllten Seele würde die Menschen in ihrem Glauben unfrei machen, weshalb sehr oft verhüllt wird, was den Mitmenschen schaden könnte, solange sie nicht selbst den innigen Wunsch haben, sich mit Gott zusammenzuschließen und sich dem Zustrom Seiner Gnade zu öffnen. Er allein weiß, was den Menschen dienlich ist und wie Er Seine Kinder gewinnen kann, Er allein weiß, was gut ist für sie, daß sie vollkommen werden. Amen. B.D. NR. 5211.

 

Buch 58 5212

Gott ist gut und gerecht.

15. September 1951. B.D. NR. 5212.

Ich bin ein guter und gerechter Gott, und Meine Milde und Barmherzigkeit werdet ihr Menschen immer wieder erfahren, so ihr gefehlt habt, wenngleich Ich nichts übergehen kann, was Sünde ist - doch Ich trage allen euren Schwächen Rechnung, Ich urteile nicht über euch Menschen, wie Ich einst geurteilt habe, da ihr vollkommen waret; denn nun seid ihr unvollkommene Geschöpfe, ohne rechte Erkenntnis und schwachen Willens. Dennoch muß Ich euch anhalten, eure Vollkommenheit wieder zu erreichen. Ich muß euch eure Sünden vorhalten, Ich muß euch Kenntnis geben, was recht und was unrecht ist, was Meinem Willen entspricht und was ihr tun sollt, um wieder vollkommen zu werden. Und darum kann Ich auch keine Verfehlungen übersehen, wenngleich Ich sie mit Augen der Milde und Barmherzigkeit betrachte. Denn ihr brauchet nicht zu sündigen, wenn ihr auch schwach seid, weil euch Meine Kraft und Gnade zur Verfügung steht, die ihr nützen könnet. Also muß Ich euch ermahnen, stets Meine Kraft anzufordern, Meine Gnadenzuwendungen zu erbitten und nicht durch das Leben dahinzugehen, ohne Meinen Beistand zu erflehen. Ich bin gut und gerecht - darum kann Ich nicht dulden, wenn ihr unrecht handelt, sondern Ich muß euch das Unrecht vorstellen, bis ihr es als Unrecht erkannt habt und euch bemühet, gerecht zu denken und (zu, d. Hg.) handeln. Ihr müsset die Sünde erkennen, um sie zu meiden, und Ich will euch dazu verhelfen, denn Ich bin ein guter Gott, ein Gott der Liebe und nicht ein Gott des Zornes, Der strafet, so sich Sein Geschöpf vergangen hat. Ich bin ein Vater Meiner Kinder, und ein Vater will seine Kinder mit Liebe gewinnen. Dennoch kann Er nicht in falscher Liebe das Unrecht durchgehen lassen, weil solches das Kind nicht vollendet, die Vollendung aber letztes Ziel eines Menschen auf Erden ist. Lasset euch von Mir ziehen und erziehen, nehmet auch eine Rüge ergeben hin, denn sie ist nur das Mittel, euch ein Unrecht erkennen zu lassen, um es dann auch zu meiden. Und haltet euch stets an Mein Gebot der Liebe. Dann handelt auch ihr gut und recht - seid auch ihr milde und barmherzig und verurteilet nicht lieblos; suchet Mir in allem nachzufolgen, in der Geduld, in der Sanftmut, in der Demut und Friedfertigkeit, und so ihr zu versagen drohet, rufet Mich an um Hilfe, um Kraft und Gnade. Und ihr werdet sie erfahren, so immer ihr Mich bittet. Denn Ich allein kenne eure Schwäche, eure geistige Not und auch euren Willen. Ich bin ein Gott der Liebe, Ich bin ein Richter, Der voller Langmut ist und alles versuchet, um euch zu wandeln, bevor Er euch verurteilet. Nur richtet euren Willen zu Mir, auf daß Ich euch helfen kann, so ihr schwach werdet. Dann werde Ich immer Milde und Barmherzigkeit walten lassen, auch wenn ihr gefehlt habt. Amen B.D. NR. 5212.

 

Buch 58 5213

Jesus Christus. Erlöser - Gottmensch.

16. Seeptember 1951. B.D. NR. 5213.

Ich bin in Mein Reich eingegangen, als Ich das Erlösungswerk vollbracht hatte. Ich weilte als Mensch mitten unter den Menschen, Ich lehrte sie als Gott, Ich wirkte Wunder als Gott und starb wieder den Tod am Kreuze als Mensch. Es ist dies ein Mysterium, das euch Menschen nicht so leicht zu enthüllen ist, solange ihr nicht um den Werdegang jedes einzelnen Menschen wisset, solange ihr nicht den Sinn und Zweck eures Erdenlebens erkannt habt und den Vorgang der Vergöttlichung eines Menschen versteht.

Der Mensch ist als solcher noch verbunden mit der Materie, sowohl seinem Körper als auch seinen Gedanken nach, solange diese sich nicht von der Welt ab- und Gott zuwenden. Und solange wird er auch nicht das Mysterium Jesus - Mensch und Gottes Sohn zugleich - begreifen und auch für die in aller Wahrheit gegebene Erklärung kein Verständnis aufbringen. Er kann aber dennoch darüber belehrt werden, damit das Geistige in ihm sich zu rühren beginnt und ihm Gelegenheit gegeben wird, sich zu entfalten.

Ich habe auf Erden als Gott gewirkt und als Mensch gelitten, weil die Gottheit in Mir nicht leiden konnte, also das Erlösungswerk für die Menschheit von einem Menschen vollbracht werden mußte, wenn es der gesamten Menschheit zugute kommen sollte. Und diese Leiden waren und mußten so unsagbar groß sein, damit sie der Menschheit die Größe ihrer Schuld vor Augen führten, damit das Erlösungswerk nicht zu gering bewertet wurde, auch wenn die Menschen an den göttlichen Erlöser Jesus Christus glaubten. Ein Mensch kann die Qualen und Leiden Meines Kreuzganges nicht ermessen, ihm würden die Sinne schwinden, so er nur einen rechten Begriff davon gewinnen könnte, denn es ging über die menschliche Kraft, und doch ertrug Ich sie als Mensch. Nur ein geringes Teil dieser Leiden würde genügt haben, das Leben eines Menschen zu beenden, denn Ich empfand sie noch viel tiefer als ein normaler Mensch. Doch Mein Leib war durch seine Vergeistigung ungeheuer willensstark und nahm daher alles auf sich, was noch zur Befreiung der Menschheit von ihrer ungeheuren Sündenschuld beitragen konnte. Ich ging den Gang zum Kreuz bewußt, Ich nahm den Tod am Kreuze bewußt auf Mich. Was das bedeutet, könnet ihr Menschen nicht ermessen. Ich wollte leiden, um die Menschen zu erlösen. Und darum blieb Mir nichts erspart, und die entsetzlichste Schilderung Meiner Leiden und Qualen wäre noch nicht annähernd ausreichend, um sie euch vorstellen zu können. Und es mußte darum die Gottheit aus Mir, aus dem Menschen Jesus, heraustreten und Ihm allein das Werk zu vollbringen überlassen. Darum ging auch ein entsetzlicher Kampf voraus, den der Mensch Jesus zuvor ausfechten mußte, um sich außerhalb der in Ihm weilenden Gottheit zu stellen und stark zu bleiben. Der Mensch Jesus litt unvorstellbar, und das nur aus Liebe zur Menschheit, die in größter geistiger Not war. Und um dieser übergroßen Liebe willen nahm Ich das Opfer an, ansonsten Ich nimmermehr hätte ein Wesen so leiden lassen, das völlig schuldlos war und Mir so nahestand. Ich nahm das Opfer an und gab den Menschen Jesus in die Hände seiner Feinde und Peiniger. Denn das Werk, das Er vollbrachte, galt für die ganze Ewigkeit, es bedeutete die Erlösung für das gesamte unselige Geistige, das den Weg zurückfinden soll ins Vaterhaus. Die Seele des Menschen Jesus erkannte dies alles und war als Geistwesen bereit zu jeder Sühne, zu jeder Hilfe, die es dem unerlösten Geistigen leisten konnte. Doch ein solches Opfer mußte ein Mensch bringen, der in gleicher Schwäche auf Erden wandelte, um den Menschen einen gangbaren Weg zu zeigen zu Mir, zu ihrem Vater von Ewigkeit. Darum verkörperte Sich ein höchstes Lichtwesen als Mensch und brachte als Mensch mit allen Schwächen und Fehlern auf Erden den Beweis, daß sich durch recht genützten Willen und ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe auf Erden schon eine Einigung des Geistes erzielen läßt mit Mir, dem Vatergeist von Ewigkeit, daß diese Einigung dem Menschen ein Übermaß von Kraft einträgt, daß also der Mensch im Verband mit Mir Wunder zu wirken imstande ist, daß er in die tiefste Weisheit eindringen kann, daß er um alles auf Erden und im geistigen Reich weiß und daß er sich selbst, seinen Körper und seine Seele völlig vergeistigen kann auf Erden durch die Liebe. Diesen Beweis konnte und mußte nur ein Mensch bringen, ansonsten die Menschheit nicht den gleichen Weg gehen würde, der zum Ziel führt - zu Mir ins Vaterhaus. Dennoch waren die Menschen ohne Hilfe zu schwach, eben weil ihnen der Wille zur Liebe fehlte. Und Jesus wußte um diese Schwäche des Willens als Folge der einstigen Sünde und wollte ihnen verhelfen zu einem verstärkten Willen.

Ich war wohl in Ihm, dem Menschen Jesus, doch Ich beeinflußte nicht Seinen Willen; Er handelte und dachte als Mensch und zog Mich doch in aller Fülle in Sein Herz. Denn Mein Urwesen ist Liebe, und Seine übergroße Liebe stellte den Zusammenschluß her mit Mir. Er wurde eins mit Mir. Der Mensch Jesus hat wohl auf Erden das Bitterste erlitten, doch Er hat durch Seine Liebe das Höchste errungen. Er stieg als hohes Lichtwesen zur Erde und kehrte als Gott wieder in das Lichtreich zurück, denn Er ist völlig verschmolzen durch die Liebe mit Mir, Der Ich euch Menschen nun als Heiland Jesus Christus schaubar geworden bin, Der Ich nun auch durch Jesus Christus mit einem jeden von euch in Verkehr treten kann, weil Er für euch die Sündenschuld gesühnt hat durch Seinen Tod am Kreuze, durch Seine unbeschreiblichen Leiden, weil Seine Liebe zu euch übergroß war. Amen. B.D. NR. 5213.

 

Buch 58 5214

Geistiger Hochmut. Größte Gefahr.

8. September 1951. B.D. NR. 5214.

Der geistige Hochmut wird noch viele Menschen zum Fall bringen, denn er hindert sie am Erkennen der Wahrheit, und folglich auch werden sie die Wahrheit niemals besitzen können, da sie sich den Menschen niemals aufdrängt, sondern von ihnen willig angenommen werden muß. Der Mensch, der überheblichen Geistes ist, nimmt keine Belehrung an, und käme sie aus dem Himmel zu ihm. Denn solange er überheblichen Geistes ist, ist er noch in der Gewalt des Satans, der aus Überheblichkeit gegen Mich gefallen ist und der alles mit hinabzieht, was gleich ihm in Überhebung verharrt. Geistiger Hochmut wohnt allen denen inne, die sich Meinem Wort von oben gegenüber ablehnend verhalten, denn sie halten es nicht für nötig, zu prüfen, ansonsten sie es als Mein Wort erkennen müßten, weil es jedem als solches erkenntlich ist, der guten Willens ist. Ich gebe den Menschen keine Gabe, die für sie eine unverdauliche Kost ist, die ihr Herz und der Verstand nicht annehmen könnte, weil es unverständlich ist. Was Ich den Menschen von oben zuleite, ist ein wahres Himmelsbrot, also die beste Kost für ein Erdenkind, das sein Ziel erreichen soll im Erdenleben. Und da Ich diese Kost für Meine Geschöpfe als gut und heilsam erkenne, wird sie auch keine verschiedene Wirkung haben, wo der gleiche Wille zum Verständnis vorhanden ist. Wer aber nicht verstehen will, der ist überheblichen Geistes. Er setzt Menschenwissen höher, also den Verstand schätzet er höher ein als den Geist, der sich im Menschen äußert, wo ihm dieses Recht zugebilligt wird. Er glaubt nicht an das Wirken des Geistes im Menschen, weil er dann etwas Göttliches anerkennen müßte, sein Wesen aber noch erfüllt ist von satanischem Sinn, weil er selbst sich zu erhaben dünkt und nur die Demut ein Wirken des Geistes im Menschen zuläßt. Er ist blind, solange er sich geistig überhebt, denn er hat ein offensichtliches Zeichen seiner Zugehörigkeit zum Satan, der aus Überhebung gefallen ist. Der geistige Hochmut ist das größte Übel, denn er läßt keine Gnadenzuwendung möglich werden, weil der Wille zur Annahme der Gnade auch die Erkenntnis einer Schwäche und Hilfsbedürftigkeit ist, die aber niemals der Hochmut aufkommen läßt. Es kann aber kein Mensch ohne Gnade zur Höhe steigen, folglich bleibt der geistig Überhebliche in der Tiefe, denn ihn hat der Satan gefangen und hält ihn fest in seinem Bann. Und dieser wird auch immer ankämpfen wider die Wahrheit, denn er steht im Dienst der finsteren Macht und ist ein williger Arbeiter für den Fürsten der Lüge. Der geistig überhebliche Mensch nimmt sein Wissen nur von außen entgegen, er überlastet nur seinen Verstand, das Herz aber weiß nichts davon und kann daher auch nicht urteilen. Und je mehr sein Verstand aufnimmt, desto überheblicher ist sein Wesen, und das reiche Wissen, das er von außen aufnimmt, ist sein Verderben. Überreiches Verstandeswissen ist schlimmer noch als irdischer Reichtum, denn dieser kann ihm genommen werden; das Wissen aber gibt er nicht auf, und er kann nur durch außergewöhnliche körperliche Leiden eines besseren belehrt werden, so seine Seele nicht völlig verhärtet ist und auch durch Leid nicht weich und demütig wird. Dann hat der Satan ihn völlig in der Gewalt, und es wird endlose Zeiten dauern, bevor er ihn freigibt, bevor das Geistige freiwillig zu Mir zurückkehrt und demütig sich Mir unterstellt. Amen. B.D. NR. 5214.

 

Buch 58 5215

Die Liebe hat das Erlösungswerk vollbracht.

21. September 1951. B.D. NR. 5215.

Ich bin für euch gestorben am Kreuz. Meine Liebe zu euch war grenzenlos und entflammte im Menschen Jesus zu einer Stärke auf, die das Vergöttlichen Seiner Seele bewirkte, ein Zustand, der Ihn über die menschlich irdische Sphäre hinaushob und er eins wurde mit Mir. Nur eine so starke Liebe war fähig, das Kreuzesopfer zu bringen, denn sonst hätte Er als Mensch nicht standhalten können, wenn nicht die Kraft der Liebe Ihn gestärkt hätte. Er starb als Mensch den Kreuzestod, und doch war Ich Selbst es, Der Sich für euch Menschen hingegeben hat am Kreuz, denn der Mensch Jesus blieb in der Liebe, bis Er Seinen Geist aufgab. Die Liebe also brachte das Opfer, und die Liebe war Ich Selbst. Es ist dies auch ein Mysterium und wird es bleiben, solange die Erde besteht und ihr Menschen mit irdisch gerichteten Sinnen das Erlösungswerk beurteilt. Der Mensch Jesus starb am Kreuze. Ich Selbst kam zur Erde, um euch zu erlösen. Ein scheinbarer Widerspruch, und doch ist es die Wahrheit, die so lange unbegreiflich ist, wie ihr Menschen nicht verstehen könnet, daß Ich Selbst die Liebe bin - daß die Liebe die Ursubstanz der ewigen Gottheit ist und daß also die Liebe dieses Werk vollbracht hat, das die Menschheit erlösen sollte von der Sünde. Die Liebe aber war im Menschen Jesus, den Kreuzestod starb demnach ein Mensch - doch daß dieser Mensch schon göttlich war, das bewies das Übermaß Seiner Leiden, dem Er nicht zuvor schon erlag. Seine Liebe zur Menschheit war so tief, daß Er begehrte, zu leiden, um ihnen zu helfen. Ein übermenschliches Maß von Leiden hat Er auf Sich genommen, das allein schon genügte, einem menschlichen Körper die Lebensfähigkeit zu nehmen, doch Seine Liebekraft hielt diesen Körper so lange am Leben, bis Ihn Seine Feinde erhöht hatten, bis sie Ihn an das Kreuz genagelt, bis der Höhepunkt Seines Leidens erreicht war. Er wollte die Menschen die Schandtaten ausführen lassen, zu denen sie Mein Gegner antrieb, um auch diesem zu zeigen, daß die Macht eines Gottsohnes auch über den Tod hinausreichte, daß Er auch Herr war über den Tod.

Und von Seinem Tod sollte die ganze Menschheit Kenntnis nehmen, so sie erlöst werden wollte. Er war durch Seine Liebe bis zuletzt mit Mir, dem Vater, verbunden, doch Seine geängstete Seele erkannte Mich nicht mehr, sie suchte Mich außer sich, und Jesus rief daher die Worte aus: "Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?" Die machtvolle Gottheit nur hatte Sich zurückgezogen, doch die Liebe war und blieb in Ihm. Die Liebe war wohl in sich Kraft, doch Jesus nützte diese Kraft nicht mehr, um Seine Kreuzigung zu verhindern, sondern nur noch dazu, sie erleben zu können, weil Er sie erleben wollte, um Mir als Mensch zu dienen und für die Mitmenschen zu leiden und zu büßen. Darum hat Er bewußt gelitten und ist auch bewußt gestorben, darum bat Er Mich um Erbarmen für Seine Peiniger, und in vollem Bewußtsein sprach Er die Worte: "Vater, in Deine Hände empfehle ich Meinen Geist." Die Bindung zwischen Sich und Mir hielt Er aufrecht, denn Er konnte Sich nicht mehr lösen von Dem, mit Dem Er eins geworden war durch die Liebe. Und darum war Ich Er und Er Ich, es gab keine Trennung zwischen uns beiden, weil die Liebe, die Ursubstanz Meiner Selbst, auch Ihn voll und ganz erfüllte, Ich also bei und in Ihm sein mußte, wenngleich Ich als Kraft untätig blieb, bis der Mensch Jesus Sein Werk vollbracht hatte. Er und Ich, wir sind eins, und wer Ihn sieht, der sieht den Vater, denn der Vater ist die Liebe, und die Liebe war im Sohn. Die Liebe aber konnte nicht sterben, und also ist sie am dritten Tag wieder auferstanden, und sie belebte auch den Körper, der durch das Leiden Jesu völlig vergeistigt war und keinen weiteren Entwicklungsgang auf Erden mehr benötigt. So hat die Liebe den Tod überwunden - der göttliche Heiland überwand den Satan - das Licht durchbrach die Finsternis, und der Weg zum ewigen Licht wurde frei. Amen. B.D. NR. 5215.

 

Buch 58 5216

Richten des Willens. Einfluß guter und schlechter Wesen.

22. September 1951. B.D. NR. 5216.

Es stehen euch alle Mittel zu Gebote, Meine Kraft steht euch zur Verfügung, ein Heer seliger Geistwesen ist um euch bemüht und wartet nur darauf, um Hilfe angesprochen zu werden; Meine Gnadengaben könnet ihr in Anspruch nehmen und immer euch an Meinem Wort, am lebendigen Wasser, erquicken und euch Kraft holen - ihr könnet also nicht sagen, daß es euch unmöglich sei, euer Ziel auf Erden zu erreichen. Ihr werdet reich bedacht, weil Ich eurer Schwäche und Mangelhaftigkeit Rechnung trage; Ich bin stets zur Hilfe bereit, so ihr nur wollet, daß ihr selig werdet. Doch eurem Willen lasse Ich die Freiheit - euren Willen müsset ihr selbst richten nach oben, zu Mir, und euer Wille kann weder von unten noch von Lichtwesen gerichtet werden. Und darum seid ihr selbst verantwortlich, und ihr müsset auch die Folgen eures Willens auf euch nehmen. Der Wille muß also eine Anregung erfahren von einer Seite, und darum sind die Wesen aus dem Lichtreich und auch aus der Finsternis ständig bemüht, ihn zu gewinnen, indem sie einzuwirken suchen auf die Gedanken des Menschen und ihm also das vorstellen, was ihn reizen könnte. Die Lichtwesen wollen den Willen ins geistige Reich lenken, weil sie in ihrer Erkenntnis dieses Reich als allein beseligend auch dem Menschen zuführen möchten. Die Wesen der Finsternis dagegen stellen dem Menschen die Welt vor Augen, weil der Beherrscher dieser Welt der Fürst der Finsternis ist und sie selbst nichts wissen, was reizvoller wäre als irdische Freuden. Und nun muß sich der Mensch selbst entscheiden, und diese Entscheidung kann ihm kein Wesen abnehmen. Darum ist die große geistige Not auf Erden, weil der Mensch selbst sie beheben muß und dazu den Willen nicht aufbringt. Doch das Bemühen der Lichtwesen wird nicht nachlassen, wenngleich es erfolglos scheint, denn ihre Liebe erkennt die Not und ist hilfswillig bis zum äußersten. Doch auch ihre Liebe unterliegt Meinem Gesetz und kann sich nicht äußern entgegen dem Willen des Menschen, ansonsten es wahrlich keinen Menschen auf der Erde geben würde, der nicht sein Ziel erreichte. Wer aber will, daß er selig werde, der wird von allen Seiten unterstützt, und er kann nimmermehr sein Ziel verfehlen. Denn ein recht gerichteter Wille hat schon den Bann gebrochen, und er gibt den Kräften des Lichtreiches nun das Recht, ihm beizustehen in jeder Weise. Er nützet auch Meine Gnadenzuwendung, und er erkennet Mich und glaubet. Und einen solchen Willen kann Ich erfassen und ihn völlig Mir zuwenden, er wird sich nimmermehr abkehren, von Mir und es hat dann der Mensch die Willensprobe auf Erden bestanden, und er wird selig werden. Amen. B.D. NR. 5216.

 

Buch 58 5217

Unergründbare Wesenheit Gottes.

23. September 1951. B.D. NR. 5217.

Nichts kann euch Menschen das Wesen der Gottheit verständlich machen, weil es dafür keinen Vergleich gibt auf Erden und weil euer Verstand nicht zu fassen vermag die Tiefe und Unergründlichkeit des Geistes, Der die ganze Unendlichkeit beherrscht, Der alles ist und ohne Den nichts gedacht werden kann.

Ihr Menschen wollet euch, als selbst Form, alles Wesenhafte unter einer Form vorstellen, während jedoch die ewige Gottheit niemals begrenzt, also eine Form, sein kann, weil Sie alles erfüllt - das geistige wie das materielle Reich, also die "geformte" Wesenheit Gottes eben nur das Weltall sein könnte, die gesamte irdische und geistige Schöpfung, die für euch Menschen gleichfalls unvorstellbar ist und somit keine Erklärung für euch wäre. Jedes Bild, das ihr euch von der ewigen Gottheit macht, würde immer begrenzt sein und könnte also darum nicht der Wahrheit entsprechen. Gott ist ein Geist, Der wohl als Wesenheit anzusprechen ist, Die in tiefster Liebe und Weisheit Ihren Willen und Ihre Kraft gebraucht zum Wirken und Walten in der Unendlichkeit. Doch dieser ewige Geist ist überall, Er ist im größten irdischen Schöpfungswerk wie im kleinsten Sandkörnchen gegenwärtig. Er ist im gesamten Universum, Er ist im geistigen Reich den Lichtwesen nahe, denn wo Er nicht wäre, gäbe es kein Bestehen. Er entzündet in dem Wesenhaften, das in Seiner Liebekraft seinen Ausgang nahm, eine Flamme, die Ihm wieder zudrängt, und doch wird das Wesenhafte niemals seinen Ausgangsort ergründen können, weil die ewige Gottheit unergründbar ist und bleibt in alle Ewigkeit.

Doch der sehnenden Liebe der von der Kraft Gottes erstandenen Geschöpfe ist Erfüllung geworden. Der große Geist der Unendlichkeit wollte Sich Seinen Wesen schaubar vorstellen, um ihre große Liebesehnsucht zu befriedigen, und Er verkörperte Sich in dem Menschen Jesus - d.h., eine aus Seinem Willen und Seiner Kraft erstandene Form nahm den göttlichen Geist in aller Fülle in sich auf und konnte nun als völlig von Ihm durchstrahlt sichtbar sein und bleiben den Wesen, die Seine Lichtfülle ertragen können, also einen gewissen Reifegrad erreicht haben, um nicht aufgezehrt zu werden von dem Feuer der ewigen Liebe. Die geistige Form des Heilands Jesus Christus ist aber dennoch kein Hindernis für die ewige Gottheit, in der ganzen Unendlichkeit zu schaffen und zu wirken, das All zu erfüllen und überall gegenwärtig zu sein. Sie ist nur ein Beweis der übergroßen Liebe Gottes zu Seinen Geschöpfen, die Ihn zu sehen begehren, daß Er Sich ihnen als Jesus Christus schaubar macht, um ihre Liebe zu erhöhen und sie durch Erfüllen stets und ständig beglücken zu können. Niemals aber wird die ewige Gottheit in Ihrem ganzen Wesen ergründet werden können, denn Sie ist die höchste Vollkommenheit, die niemals ein Wesen erreichen kann. Solange es nicht den Zusammenschluß gefunden hat mit der ewigen Liebe und dadurch Licht und Erkenntnis gewinnt, kann ihm auch nicht eine genügende Erklärung gegeben werden. Amen. B.D. NR. 5217.

 

Buch 58 5218

Schaubare Gegenwart des Herrn.

25. September 1951. B.D. NR. 5218.

Das rechte Verhältnis zu Mir garantiert auch Meine Gegenwart. Ihr selbst seid es sonach, die Mich zu euch kommen lassen, so ihr euch wie die Kinder vertrauensvoll an Mich wendet und Mich zu euch rufet. Je inniger das Verlangen ist nach Mir, desto fester habt ihr Mich in eurer Gewalt, denn einem Lieberuf kann Ich nicht widerstehen, ihm komme Ich jederzeit nach. Und ein Lieberuf kann wieder nur aus einem liebenden Herzen kommen, und so habt ihr Menschen nun einen Wink, wie ihr Mich an euch fesseln könnet. Nur durch die Liebe. Wer Mich aus ganzem Herzen liebt, dem bin Ich nahe, auch wenn er Mich nicht zu schauen vermag. Doch er wird stets einen Beweis von Meiner Nähe haben, er wird einen Frieden in sich spüren, er wird mit Mir Zwiesprache führen in Gedanken, er wird Mein Wort empfangen können, Meine Ansprache, den Beweis Meiner Gegenwart. Denn immer gebe Ich ihm etwas, so Ich Meinem Kind nahe bin, so seine Liebe zu Mir es bewegt, daß es seine Gedanken Mir zuwendet, so nicht sein Verstand nur Mich zu ergründen sucht, sondern er vom Herzen aus gedrängt sich fühlt, mit Mir in Verbindung zu treten. Dieses Verlangen des Herzens braucht keine Gefühlswallung zu sein, die ihr unter Liebe versteht. Auch das ernste Verlangen nach der Wahrheit und also nach dem Urquell der Wahrheit geht aus der Liebe hervor, sowie nicht rein irdische Interessen ihn zum Forschen nach der Wahrheit veranlassen. Ich bin euch Menschen immer nahe und warte nur immer, daß ihr eure Herzen öffnet, um Mir Eintritt zu gewähren, und wo die Liebe solches zuläßt, daß Ich eintreten kann, gebe Ich Mich auch kund durch Einströmen Meiner Kraft, und diese kann sich in vielerlei Weise äußern. Sie kann sich im Wort zum Ausdruck bringen, sie kann euren Geist erleuchten, d.h. euer Denken lenken in der rechten Richtung, so daß ihr dann denken, lesen oder reden könnet und immer in der Wahrheit euch bewegen werdet, weil Ich Selbst ja dann in euch wirke durch Meinen Geist. Ihr könnet aber auch Mich schauen, Meine Nähe sichtbar erleben. Doch dazu ist auch ein höherer Reifegrad eurer Seele nötig, ansonsten ihr Mein Bild nicht ertragen könnet. Doch so ihr euch nur mit liebendem Herzen an Mich wendet in Gedanken, bin Ich auch bei euch. Denn auch Ich verlange nach Meinen Kindern, und jeder Liebesfunke von euch springt zu Mir über und zieht Mich zu euch. Darum könnet ihr, auch wenn ihr Mich nicht zu schauen vermöget, immer von Meiner Gegenwart überzeugt sein, so zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, um Mir zu dienen. Dann werde Ich niemals in dem kleinen Kreise fehlen, und voller Liebe ruhen Meine Augen auf euch, die ihr noch zu schwach seid, um einen sichtbaren Beweis Meiner Gegenwart empfangen zu können. Und diese Zusicherung soll euch alle in dem Glauben bestärken, daß Ich wieder weile auf Erden bei den Meinen, daß Ich sie lenke und lehre und sie wieder zubereite zu Meinen Jüngern, den Aposteln der Endzeit. Wenige nur werden Mich schauen können, doch Ich liebe sie alle, die sich suchen um Meinetwillen, und Ich führe sie zusammen, auf daß sie aneinander ausreifen und immer stärker werden, daß sie sich geistig Mir verbinden und Ich ihre Herzen aufnahmefähig machen kann, das Heiligste darin aufzunehmen, auf daß Ich dann in ihnen widerstrahlen kann und sie Mein Bild nimmermehr vergessen, das in der Tiefe ihrer Herzen ruht, bis die Liebe dieses gereinigt hat und Mein Bild ihnen entgegenstrahlt in aller Glorie. Trachtet danach, noch auf Erden Mir so viel Liebe zu schenken, daß Ich zu euch kommen und in euch verbleiben kann bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5218.

 

Buch 58 5219

Ernster Hinweis auf das Ende.

26. September 1951. B.D. NR. 5219.

Euer aller Tage sind gezählt. Es ist keines langen Bleibens mehr auf dieser Erde, euer Leben wird abgekürzt werden, denn die Zeit ist vorüber, die Ich euch Menschen gewährt habe zur Erlösung, und ihr, die ihr jetzt lebet, gehöret zu denen, die das Ende erleben. Wohl werde Ich noch viele zuvor abrufen, deren Seelen den letzten Kampf für Mich und Mein Reich nicht bestehen würden, und ein großes Sterben wird einsetzen überall, und die vielerlei Ursachen lassen euch Menschen nicht darauf kommen, daß die letzte Aktion schon begonnen hat, daß es schon ein Akt der Barmherzigkeit ist, weil Ich jenen Seelen die Möglichkeit gebe, im jenseitigen Reich ihren Entwicklungsgang fortzusetzen, was dann nicht mehr möglich ist, so der letzte Tag gekommen ist. Ihr alle habet nicht mehr viel Zeit, doch keiner von euch weiß es, ob er nicht noch eher aus dem Leben gerissen wird; keiner von euch weiß, wann seine Stunde gekommen ist. Trauert nicht um jene, die von euch gehen, denn Meine Liebe rufet sie ab; aber gedenket ihrer oft im Gebet, auf daß sie die Gnaden nützen, die ihnen auch im Jenseits noch gewährt werden. Bereitet euch alle vor auf eure letzte Stunde, Ich mahne euch ernstlich, denn ihr habet nicht mehr viel Zeit. Ich warne euch eindringlich durch die Geschehen in der Welt, und so ihr nur offenen Auges dahingehet, erkennet ihr den Ernst der Stunde, denn Ich spreche deutlich zu euch durch die Zeichen der Zeit. Ihr Menschen aber sehet nur die Welt, ihr schenket der Welt alle Aufmerksamkeit, an Mich aber denket ihr nicht, und unmutig werfet ihr alles von euch, was hinweisen konnte auf Mich und auf das Ende. Ihr wollet nicht glauben und bleibet daher unberührt von allem Geschehen, das euch allzudeutlich die Wahrheit Meines Wortes beweiset. Es ist hohe Zeit - doch nicht im Sinne der Welt, sondern zur Buße, zur Willenswandlung, zur Umkehr und zur Besinnung. Bleibet nicht unberührt, wenn Ich euch mahne, wo immer es sei. Fraget euch, wie ihr wohl beschaffen seid, wenn an euch der Ruf kommt, die Erde zu verlassen und einzugehen durch das Tor des Todes in die Ewigkeit. Fraget euch, ob ihr dann wohl bestehen könnet vor Meinen Augen, und glaubet es, daß die Stunde bald da ist, wo euer Erdenleben beendet ist. Darum sorget nur noch für eure Seelen, und wendet eure Augen ab von der Welt, denn diese wird vergehen, die Seele aber ist unvergänglich, und ihr Los in der Ewigkeit ist entsprechend eurem Lebenswandel auf Erden. Amen. B.D. NR. 5219.

 

Buch 58 5220

Falscher Weg. Weinbergsarbeit. Steiler Weg.

27. September 1951. B.D. NR. 5220.

Wie abseits bewegen sich doch die Gedanken der Menschen, und wie schwer treten sie der Wahrheit näher, auch wenn sie ihnen dargeboten wird. Es ist wie eine stille Abwehr gegen alles, was von Mir kommt und von Mir zeuget, es ist, als fliehen sie vor Mir, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin. Doch sie stehen auch abseits der Liebe, und darum erkennen sie nicht die Wahrheit, die von der ewigen Liebe ausgeht. Es fliehen die Menschen das Licht, und solange sie in der Dunkelheit wandeln, gehen sie falsch. Doch auch darüber machen sie sich keine Gedanken, wohin der Weg führt, den sie gehen. Und darum ist es so schwer, in ihnen das Verantwortungsbewußtsein zu erwecken, das sie ihrer Seele gegenüber tragen. Sie gehen völlig gedankenlos durch das Leben und müssen daher gewaltsam aus ihrer Ruhe und leichtsinnigen Lebensführung aufgestört werden. Ein Gewaltakt wäre wahrlich nicht nötig, wenn sich die Menschheit nicht in größter Gefahr befände, die Ich abwenden möchte und auch abwenden kann, wenn der Mensch selbst Mir die Hand reichet, wenn er aus eigenem Antrieb in sich gehen und über Zweck und Ziel seines Daseins nachdenken würde. Und um dieses zu erreichen, muß Ich immer wieder auf ihn einwirken durch Krankheit, Leid oder Tod, durch eigene oder fremde Not; Ich muß an seine Herzenstür pochen und zu ihm sprechen. Doch wie selten wird Meine Sprache verstanden, weil nicht an Mich geglaubt wird.

Und wieder ist es allein die Liebe, die im Menschen eine Änderung eintreten lassen kann. Die Liebe ist das Erste, und ohne die Liebe wird der Weg zu Mir nicht gefunden. Und so gehen alle Meine Bestrebungen und Hilfsmittel darauf hinaus, die Liebe in den Herzen der Menschen zu entfachen, auf daß sie glauben lernen und in sich gehen. Und immer wieder sende Ich ihnen Meine Boten entgegen, die Liebe predigen und einen lebendigen Glauben zu erwecken suchen; Ich sende ihnen Meine Boten zu, die ihnen die Wahrheit bringen. Wo sie auf Gleichgültigkeit stoßen, auf Abwehr oder gar Anfeindung, dort fruchten Meine Bemühungen nicht mehr, dort ist die Kluft zwischen Mir und ihnen noch zu groß, und die Weinbergsarbeit wird nicht viel Erfolg haben. Und dennoch soll eifrige Weinbergsarbeit getan werden, überallhin soll Mein Wort getragen werden, überallhin soll Mein Ruf dringen, überall soll Mein Evangelium verkündet und des nahen Endes Erwähnung getan werden. Es ist wie ein Trompetenruf, der durch die Welt erschallet - mitunter trifft er doch ein Ohr, das aufhorchet und dem Schall nachgeht, mitunter wird ein licht- und krafthungriger Erdenwanderer, der ermattet am Wege liegt, davon berührt und gekräftigt, und er eilet, um die frohe Botschaft entgegenzunehmen, nach der er sich gesehnet hat. Und um dieser wenigen willen sende Ich Meine Boten aus, auf daß sie gesammelt werden, auf daß ihnen die so nötige Wegzehrung gereicht werde, um den Erdenweg bis zum Ziel zurücklegen zu können. Denn Ich will nicht, daß sie falsch gehen oder vor dem Ziel schon ermattet niedersinken. Ich will ihnen entgegenkommen und ihnen noch reichlich Gnade austeilen, weil das letzte Ende des Weges sehr beschwerlich sein wird, denn er geht steil aufwärts, weil er abgekürzt werden muß, denn das Ende ist nahe. Darum werdet nicht schwach, wenn euer Erdenweg schwer ist, sondern gedenket Meiner Worte, daß ihr nahe vor dem Lebensende steht und, so ihr es wollt, sprunghaft zur Höhe gelangen könnet mit Meiner Hilfe. Denn einem jeden, der willig ist, halte Ich Meine Hand entgegen und ziehe ihn empor, sowie er sie ergreifet. Amen. B.D. NR. 5220.

 

Buch 58 5223

Geist des Antichristen.

30. September 1951. B.D. NR. 5223.

Der Geist des Antichristen herrschet überall dort, wo Ich nicht erkannt werde. Dort hat er sein Werk der Verwirrung schon angerichtet, er hat die Menschen in ihrer Erkenntniskraft geschwächt, er hat alles verdunkelt, er hat die Wahrheit verdrängt und die Menschen verblendet mit seinem Truglicht, er hat als Mein Gegner seine Macht genützet und also wider Mich gearbeitet. Er hat als besonderes Kampfmittel das Bild des göttlichen Erlösers Jesus Christus aus den Herzen der Menschen gerissen und wirket also wider Christus, und das in verstärktem Maße, je näher das Ende ist. Es ist sein Werk, daß die Menschen sich entfernt haben von Mir, daß sie nicht mehr an Jesus Christus glauben und daher auch den Weg zu Mir nicht mehr finden; und doch ist sein Wirken nur möglich, weil sich die Menschen nicht zur Wehr setzen seinen Angriffen und seinem Beginnen. Denn sie können sich wehren, wenn sie es wollen. Sie sind als selbständige Wesen auf die Erde gesetzt worden und haben völlig freien Willen. Sie stehen abseits von Mir, aber auch zu Beginn ihrer Verkörperung als Mensch so weit abseits von Meinem Gegner, daß er sie nicht zwingen kann, ihm untertan zu werden. Von Mir aus ist dem Menschen die Möglichkeit gegeben, mit Herz und Verstand die Eindrücke um sich aufzunehmen und sie im Herzen und mit dem Verstand durchzuarbeiten, denn Ich habe keine Maschinen geschaffen, die ihre Tätigkeit ausführen müssen nach dem Gesetz des Meisters; Ich habe euch Menschen frei hinausgestellt, euch Verstand und Vernunft gegeben und wirke durch alle Geschehnisse ständig auf euch ein im guten Sinne. Auch er läßt seine Macht nicht ungenutzt. Er sucht ebenso auf euren Willen einzuwirken, doch die letzte Entscheidung bleibt bei euch Menschen selbst. Aber es gibt ein Mittel, dessen ihr euch nur zu bedienen brauchet - euch Meines Liebegeistes, Meiner Kraft, zu versichern, die euch zu jedem Widerstand befähigt gegen die Anfechtungen eures Feindes. Diese Kraft könnet ihr euch ständig erwerben, so ihr selbst nur die Liebe übet, also Meine Liebekraft euch aneignet, die euch ungemessen zur Verfügung steht, die aber nur durch Liebewirken erworben werden kann. Mein Gegner ist ein Feind der Liebe, und ihn werdet ihr stets besiegen können, so ihr ihm mit der Waffe der Liebe entgegentretet. Dann gehet ihr den Weg Christi, ihr geht den Weg der Liebe, den auch Er gegangen ist, ihr seid also dann Ihm angehörig, und Er ist nun euer Schutzherr, euer Führer, Er ist euer Erlöser geworden durch euren Willen, der sich Ihm angeschlossen hat durch die Liebe. Solange aber die Menschheit ohne Liebe ist, erkennet sie Ihn nicht, und dies bewirket Sein Gegner, der seine Macht zu erhöhen glaubet, wenn er die Macht Jesu verringert. Sein Wirken richtet sich auffällig gegen Ihn, und jeder Mensch, der sich von Jesus Christus abwendet, der Ihn verleugnet, der Ihn abweiset, so Er ihm im Wort entgegentritt, ist in der Gewalt des Antichristen; er ist selbst ein Antichrist, der willig ausführet, wozu ihn der Satan antreibt. Hütet euch vor diesen Antichristen, und ob sie gleich edle Ziele anzustreben vorgeben. Sie sind in seiner Gewalt und daher auch Meine Gegner und werden ihre Gegnerschaft büßen müssen am Tage des Gerichtes, der sehr nahe ist. Amen. B.D. NR. 5223.

 

Buch 58 5235

Siehe, Ich mache alles neu.

14. Oktober 1951. B.D. NR. 5235.

Ich mache alles neu. Ihr Menschen, die ihr nicht in der Erkenntnis steht, die ihr den Geist in euch noch nicht erweckt habt, ihr wisset nicht, was diese Meine Worte bedeuten, denn ihr glaubt nicht an eine Umgestaltung dieser Erde, ihr glaubt nicht an das letzte Gericht, an das Beenden einer Entwicklungsperiode und das Beginnen einer neuen. Ihr wisset nichts von meinem Heilsplan von Ewigkeit und fasset daher auch Meine Worte nicht: Siehe, Ich mache alles neu. Jedes Meiner Worte hat eine mehrfache Bedeutung, um die auch Meine Erweckten nicht wissen, weil diese Erkenntnis noch zu hoch ist für die Menschen dieser Erde; doch ihnen ist die einfache Bedeutung klar, daß Ich erneuern will, was sich außerhalb Meiner Ordnung von Ewigkeit begeben hat. Ich will eine Wandlung schaffen, da die Menschen auf dieser Erde sie nicht mehr anstreben und somit ihren Erdenlebenszweck verfehlen. Sie haben versagt und ihr Leben nicht genützet für die Ewigkeit. Ich will sie aber dennoch nicht verlorengehen lassen und ihnen daher die Gelegenheit geben, den versäumten Entwicklungsgang noch einmal zurückzulegen, doch nicht als Wiederholung, sondern in völlig neuer Art. Denn ein nochmaliger Entwicklungsgang ist eine erhöhte Gnadenzuwendung und muß erworben werden durch erhöhte Leistung, wozu völlig neue Schöpfungen die Möglichkeit bieten. Ich erneuere also erstmalig das Schulhaus des Geistigen, Meine Erde, die wieder die Aufwärtsentwicklung bis zum Menschen hinauf fördern soll. Ich versehe sie mit ganz neuen Schöpfungen von so mannigfaltiger Art und Gestaltung, daß überaus zahlreichem Geistigen neue Möglichkeit geschaffen wird, sich darin zu bewähren, und Ich lasse ein neues Menschengeschlecht entstehen, hervorgehend aus von Mir gesegneten Menschen, die ihre geistige Entwicklung in Liebe und Treue zu Mir vollzogen haben, die einen Reifegrad erreicht haben, der eine hohe geistige Betreuung zuläßt, so daß das neue Menschengeschlecht alle Garantien hat zur höchstmöglichen geistigen Vollendung und auch das gebundene Geistige schnell zur Reife gelangen kann durch den überaus guten Einfluß, den die Menschen auf alle sie umgebenden Schöpfungen ausüben. Ich mache alles neu; Ich lockere auch die Bedingungen zur Freiwerdung des Geistigen, doch darum nicht von Meinem Gesetz der ewigen Ordnung abweichend, nur in tiefer Liebe und Erbarmung Mich dessen annehmend, das noch in Unfreiheit lebt. Alles Bedrückende wird von den Menschen abfallen, voller Kraft werden sie nach oben streben, weil Ich allein ihnen das Begehrenswerteste bin und sie nicht in die Tiefe gezogen werden können von Meinem Gegner, der gefesselt ist auf lange Zeit. Ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, d.h., geistig und irdisch beglücke Ich die Menschen, die nun zu Mir gehören und die auch denen den Weg zu Mir ebnen sollen, die nach ihnen kommen. Wer von euch Menschen kann das fassen? Und wer von euch Menschen glaubt es fest und ungezweifelt, daß das Alte aufhört zu sein, daß auch die Menschen nicht mehr sein werden, die Mir noch entfernt sind, daß nur die kleine Herde, die Mir als ihrem Hirten treu folgt, ihr Leben nicht verlieren wird, weil Ich diese kleine Herde gesegnet habe und bestimmt zum Fortleben im Paradies der neuen Erde - daß ein neuer Erlösungsabschnitt beginnt laut Heilsplan von Ewigkeit, den Meine Liebe und Weisheit festgelegt hat, um dem Geistigen ein ewiges Leben zu sichern? Siehe, Ich mache alles neu. Ihr, die ihr an Mich glaubt, gedenket dieser Worte, beweget sie in eurem Herzen und wisset, daß die Zeit da ist, wo dieses Mein Wort in Erfüllung geht. Glaubet fest daran und hoffet, und ertraget alles Schwere, was euch noch beschieden ist bis zum Ende, mit Geduld und Ergebung in Meinen Willen. Denn der Tag kommet sehr bald, wo Ich die Meinen hole, um ihnen das Paradies zu enthüllen, davon geschrieben steht: Einen neuen Himmel will Ich schaffen und eine neue Erde, und Ich Selbst will weilen mitten unter den Meinen und sie führen und lehren, wie Ich es verheißen habe. Amen. B.D. NR. 5235.

 

Buch 58 5258

Harmonie auf der neuen Erde.

22. November 1951. B.D. NR. 5258.

Vergängliches wird aufhören zu sein das Geistige aber die Form verlassen, die es bisher geborgen hielt. Und dann findet die Neuverkörperung des Geistigen statt wieder in anderer Form, je nach dem Reifezustand, den das Geistige erreicht hat. Der Entwicklungsgang des Geistigen in den Vorstadien geht weiter, so daß also dieses Geistige die Vernichtung oder Auflösung der Erde nicht sonderlich berührt, dagegen alles, was das Stadium als Mensch erreicht hatte und nicht zu den Entrückten gehört, schreitet nicht mehr aufwärts in seiner Entwicklung, sondern es fällt tief hinab. Es beginnt seine Aufwärtsentwicklung von neuem, weil es zuletzt total versagt hat. Darum wird die Neuschöpfung eine überaus friedliche, Menschen und Tiere gleich erfreuende Welt sein, die in vollster Harmonie steht mit dem göttlichen Prinzip, und jegliches Schöpfungswerk wird Gott loben und preisen in seiner Schönheit und Zweckmäßigkeit, die von den Menschen überaus wohltätig empfunden wird. Es gibt gewissermaßen nichts Unedles, das menschliche Auge nicht Ergötzendes, alles ist nur Freude-auslösend, alles ist zweckvoll und für die Menschen zur Annehmlichkeit geschaffen. Die harte Materie aber, darin das Gott-Widersetzliche gebannt ist, kann die Menschen noch nicht ungünstig beeinflussen, weil sie noch im Zustand der Neubannung ist, völlig kraftlos und zu jeder Tätigkeit unfähig. Darum ist nun auch eine Zeit des Friedens, weil nichts im Widerstand zueinander liegt, weil alles sich wieder in göttlicher Ordnung bewegt, weil das noch gebundene Geistige spürt, daß es zur Höhe schreitet, und weil die Menschen voll des göttlichen Geistes sind, also um alles wissen, und dieses Wissen sie beseligt und zu friedlichsten Bewohnern der neuen Erde macht. Denn sie stehen mit Gott in Verbindung, und ihr Wesen ist daher so liebedurchstrahlt, daß sie stets nur gut sein können, was auch das noch unter ihnen stehende Geistige, die Tier- und Pflanzenwelt, spürt, und die ganze Liebessphäre zu schneller Aufwärtsentwicklung geeignet ist. So entsetzlich die Erde enden wird, so friedvoll und harmonisch wird sie wieder beginnen, und den Erdenbewohnern wird ein seliges Los beschieden sein als Lohn für ihre Treue zu Gott und ihre Standhaftigkeit im Glauben. Und Gott Selbst wird wie ein Vater mitten unter Seinen Kindern weilen, wie Er es verheißen hat. Amen. B.D. NR. 5258.

 

Buch 58 5269

Lebenskraft - Geisteskraft.

10. Dezember 1951. B.D. NR. 5269.

Verlasset euch niemals auf eure eigene Kraft. Wohl müsset ihr selbst euren Willen tätig werden lassen, ihr dürfet nicht tatenlos verharren und auf Hilfe warten, doch was ihr tut, müsset ihr immer im Verein mit Mir in Angriff nehmen, ihr müsset Meine Hilfe und Meinen Segen dazu erbitten, und es wird euch gelingen. Ihr besitzet wohl Lebenskraft, die euch zu reger Tätigkeit berechtigt und befähigt. Doch über allem steht Mein Wille, und diesen könnet ihr nicht zwingen; Ich aber sehe Mich oft gezwungen, Widerstand eurem Willen entgegenzusetzen, wenn dies eurer Seele zum Heil gereichet. Und darum sind in euer Lebensschicksal auch Fehlschläge, Mißlingen von Vorhaben und Erfolglosigkeiten einbezogen, und ihr könnet sie aus eigener Kraft nicht von euch fernhalten. Dann nützet euch auch die Lebenskraft nicht viel, dann erkennet ihr oft, wie wenig ihr aus eigener Kraft vermögt. Alle Fehlschläge, alle vergeblichen Arbeitsleistungen, alle Schwächeanfälle sind stets Hinweise, euch an den Kraftgeber von Ewigkeit zu wenden, Seinen Segen zu erflehen und Ihn im Erkennen eurer eigenen Unzulänglichkeit zu bitten um Vermehrung der Kraft und gutes Gelingen jeder Tätigkeit. Ihr sollet Mich nicht vergessen, darum muß Ich euch oft in Situationen kommen lassen, wo eure eigene Kraft keine Erfolge zeitigen kann, Ich muß euch zeigen, daß alle eure Bemühungen erfolglos sind, so Ich nicht Meinen Segen dazu gebe, den ihr aber erst erbitten müsset, um Meiner nicht zu vergessen. Die Zusammenarbeit mit Mir garantiert den Erfolg, haltet ihr euch aber von Mir zurück, dann sind eure Bemühungen um vieles anstrengender und auch dann noch oft ohne Erfolg. Ihr könnet euch zwar auch den Erfolg erzwingen, dann aber nur mit Unterstützung der Kraft von unten, die euch stets versorgen wird, wenn ihr eure Seele dafür eintauschet. Dann könnet ihr mächtig sein auf Erden, dann wird euch alles gelingen, dann könnet ihr die Mitmenschen verblüffen mit Werken übernatürlicher Art - doch immer unter Einbüßen der Freiheit, denn dann seid ihr gefesselt und völlig in seiner, des Satans, Gewalt. Begehret nicht diese Kraft von unten, selbst wenn sie euch ein reizvolles Erdenleben verheißet. Kommet zu Mir in innigem Gebet, und rufet Mich an um Kraft und Gnade, und ihr gewinnet dann wahrlich mehr, als euch Mein Gegner bieten kann. Doch nicht weltliche Güter sind es, die ihr dann in Besitz nehmet, sondern Ich segne dann jedes Beginnen, das ihr irdisch unternehmet, wie Ich euch aber auch geistig segne, d.h. euch durch die innige Verbindung mit Mir mit Geisteskraft versehen kann, die ungleich wertvoller ist als eure Lebenskraft, denn mit geistiger Kraft zu arbeiten wird immer erfolgreich sein, wenn auch von euch nicht immer erkannt. Schaltet Mich niemals aus, was ihr auch beginnet, denn Ich will ständig euer Berater, Führer und Beistand sein, Der alles zum Besten lenket für eure Seelen. Amen. B.D. NR. 5269.

 

Buch 58 5271

Großes Sterben. Abruf der Schwachen. Entscheidung.

13. Dezember 1951. B.D. NR. 5271.

Und es wird kommen, wie Ich es verkündet habe. Ein großes Sterben wird einsetzen zuvor, und ihr werdet es ansehen als Zufall, als Unglücksfall, ihr werdet jede andere Erklärung eher gelten lassen als die eine, daß Ich Selbst die Menschen abrufe in großer Zahl, die im letzten Kampf auf dieser Erde versagen würden, die zu schwach sind, um Widerstand zu leisten, und doch auch nicht Meinem Gegner in die Hände fallen sollen. Denn Ich kenne die Menschenherzen und lasse nicht dem ewigen Verderben anheimfallen, der noch einen kleinen Funken Liebe in sich trägt und diesen Funken noch aufleben lassen kann, wenn nicht auf Erden, dann im jenseitigen Reich, wo Meine Liebe und Erbarmung auch hinreichet, um Hilfe zu bringen. Es wird kommen, wie Ich es verkündet habe. Not und Trübsal wird sein in solchem Maße, daß jeder die Endzeit erkennen kann, der es will. Doch nur dort wird Trübsal sein, wo die Meinen erkenntlich sind, denn von den Mitmenschen wird diese Trübsal bereitet, um den Meinen den Glauben zu nehmen an ihren Gott und Schöpfer von Ewigkeit, in Dem sie ihren Vater sehen und Dem sie treu bleiben wollen. Es arbeitet der Widersacher gegen Mich, und er benützet die ihm hörigen Menschen zu den schändlichsten Ausführungen gegen die Meinen. Er will sie Mir abtrünnig machen und gehet darum mit brutalen Mitteln vor, denen die Meinen kaum standzuhalten vermögen. Doch Meine Liebekraft hält sie aufrecht, Meine Liebekraft setzt sich durch, und ob auch die Meinen nach außen hin in größter Not sind - sie bleiben standhaft und überwinden alles Feindliche, weil sie es können mit Meiner Kraft. Die Zeit neigt sich dem Ende zu. Was euch heut noch nicht glaubhaft erscheint, das werdet ihr in Kürze erleben, ein Umsturz in jeder Beziehung, der alle Menschen in Mitleidenschaft zieht und von allen Menschen eine Einstellung fordert zu Mir, dem Schöpfer und Erhalter von Ewigkeit. Und diese Einstellung kann nur Bekennen oder Ablehnen sein. Das ist die Entscheidung, die noch fallen muß, bevor das Ende da ist. Ich werde Mich mächtig eindrängen in eure Gedanken, und ihr könnet Mich aufnehmen oder abweisen - doch es ist die Entscheidung für die Ewigkeit, die ihr nun fället. Und darum ist auch das böse Walten Meines Gegners zugelassen, weil er beiträgt zur endgültigen Entscheidung für Mich oder ihn - er nützet seine Machtbefugnis aus weit über die ihm gesetzten Grenzen, er bedränget die Meinen ungewöhnlich hart und gibt seinen Anhängern in Fülle - irdische Güter, Ehre und Ruhm, und darum erkennen sie ihn lieber an als ihren Herrn und verleugnen Mich. Doch nur die Starken lasse Ich das Ende erleben, die Mir treu sind und bleiben und Meine Liebekraft ständig in Empfang nehmen. Der Schwachen aber nehme Ich Mich an, indem Ich sie abrufe, bevor das Ende kommt, auf daß sie nicht in die Hände Meines Gegners fallen und ewige Zeiten büßen müssen. Doch die stark sind im Bösen, werden den Tod erleiden am Tage des Gerichtes, denn auch ihnen geht Meine Gnade oft genug zu, doch sie achten ihrer nicht und gehen bewußt in das Lager des Widersachers, und also sollen sie auch sein Los teilen, so das Ende gekommen ist - denn alles wird sich erfüllen, was Ich durch Seher und Propheten verkünden ließ. Amen. B.D. NR. 5271.

 

Buch 58 5286

Kommen des Herrn wörtlich zu verstehen.

Neujahr 1. Januar 1952. B.D. NR. 5286.

Euch allen sei es gesagt, daß Ich wiederkomme, wenn die Zeit erfüllt ist. Wohl will Ich auch in euren Herzen Einzug halten, wohl will Ich, daß ein jeder Mein Kommen persönlich erlebt, daß er Mir eine Wohnstätte bereitet, daß er sagen kann: Er ist in mir und ich in Ihm. Doch Mein Kommen zur Erde am Tage des Gerichtes ist dadurch nicht ausgeschaltet, es ist wörtlich zu nehmen, daß Ich den Meinen schaubar sein werde, daß Ich zur Erde wiederkomme, wie Ich einst aufgefahren bin zum Himmel. Und dieses Mein Kommen beendet auch das Bestehen dieser Erde. Darum wollet ihr, die ihr daran zweifelt, es nicht wahrhaben, weil Euch Mein Kommen auch das Ende bestätigt, weil ihr, so ihr daran glaubet, auch an ein Ende glauben müsset und euch dieser Gedanke schreckt. Und doch haltet ihr damit nicht auf, was sich erfüllet laut Heilsplan von Ewigkeit. Wenngleich alles, was Ich gesprochen habe, geistig zu verstehen ist, so kann euch doch am Ende dieser Erlösungsperiode auch ein wörtliches Erfüllen Meiner Worte glaubhaft sein, denn immer stehe Ich zu Meinem Wort. Mein Kommen in den Wolken ist das letzte, was ihr erleben werdet auf dieser Erde, die ihr zu den Meinen gehöret, denn Ich Selbst hole euch, bevor die Erde mit allem, was in ihr lebt, vernichtet wird. Auch dieses letzte Zerstörungswerk ist euch Menschen nicht glaubhaft, wie auch die Entrückung der Meinen. Zwar sind es ungewöhnliche naturgesetzwidrige Erscheinungen, doch auch sie sind im Gesetz von Ewigkeit vorgesehen und als Folge naturwidrigen Handelns von euch Menschen in Meinen Heilsplan von Ewigkeit einbezogen, darum, weil sie für niemanden mehr einen Glaubenszwang bedeuten, denn nur die Meinen werden es vollbewußt erleben, während die anderen, die Mir entgegenstehen, selbst von dem Zerstörungswerk betroffen werden und diese Vorahnung auch den starken Ablehnungswillen dieser Meiner Worte hervorruft. Es wird sich alles erfüllen, was Ich verkünden ließ durch Seher und Propheten, alles, was auf das Ende Bezug hat, ist wörtlich zu nehmen, und darum richte Ich an euch Menschen die ernste Mahnung, euer Leben so zu gestalten, daß ihr ohne Furcht diesen letzten Tag erwarten könnet, wo Ich Selbst kommen werde zur Erde, um zu richten die Lebendigen und die Toten. Amen. B.D. NR. 5286.

 

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