Zum vorigen Buch: 56    Zum Ende dieses Buches    Zum nächsten Buch: 58

Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
Home Deutsch Inhalt Verschiedenes
Home > Deutsch > Buch 57

Buch 57

B.D. NR. 5022 - B.D. NR. 5135
17.12.1950-22.5.1951

5022 5023 5024 5025 5026  5027 5028 5029 5030 5031
5032 5033 5034 5035 5036  5037 5038 5039 5040 5041
5042a 5042b 5043 5044 5045  5046 5047 5048 5049 5050
5051 5052 5053 5054 5055  5056 5057 5058 5059 5060
5061 5062 5063 5064 5065  5066 5067 5068 5069 5070

5071 5072 5073 5074 5075  5076 5077 5078 5079 5080
5081 5082 5083 5084 5085  5086 5087 5088 5089 5090
5091 5092 5093 5094 5095  5096 5097 5098 5099 5100
5101 5102 5103 5104 5105  5106 5107 5108 5109 5110
5111 5112 5113 5114 5115  5116 5117 5118 5119 5120

5121 5122 5123 5124 5125  5126 5127 5128 5129 5130
5131 5132 5133 5134 5135

 

Neu am 04. Jun. 2018: 5022 5023 5024 5025 5026 5030 5031

Neu am 07. Jun. 2018: 5032 5033 5034 5035 5036

Neu am 11. Jun. 2018: 5037 5038 5039 5040 5041

Neu am 16. Jun. 2018: 5042a 5042b 5043 5044 5045

Neu am 19. Jun. 2018: 5046 5047 5048 5049 5050

Neu am 24. Jun. 2018: 5051 5052 5053 5054 5055

Neu am 28. Jun. 2018: 5056 5057 5058 5059 5060

Neu am 02. Jul. 2018: 5061 5063 5064 5065

Neu am 05. Jul. 2018: 5066 5067 5068 5069 5070

Neu am 11. Jul. 2018: 5071 5072 5073 5074 5075

Neu am 24. Jul. 2018: 5076 5078

Neu am 05. Aug. 2018: 5081 5082 5083 5084 5085

Neu am 26. Aug. 2018: 5086 5087 5089 5090

Neu am 09. Sep. 2018: 5091 5092 5093 5094 5095

Neu am 11. Sep. 2018: 5096 5097 5098 5099 5100

Neu am 19. Sep. 2018: 5101 5102 5103 5104 5105

Neu am 29. Sep. 2018: 5106 5107 5108 5109 5110

Neu am 02. Okt. 2018: 5111 5112 5113 5114

Neu am 04. Okt. 2018: 5116 5117 5118 5119 5120

Neu am 07. Okt. 2018: 5121 5122 5123 5124 5125

Neu am 11. Okt. 2018: 5127 5128 5129 5130

Neu am 13. Okt. 2018: 5131 5132 5133 5134 5135

 

Buch 57 5022

Ermahnung zur Weinbergsarbeit. Verbreiten des Evangeliums.

17. Dezember 1950. B.D. NR. 5022.

Verbreitet das Evangelium, und Ich will euch segnen. Die Unkenntnis dessen, was den Menschen zur Seligkeit verhilft, sollet ihr durch eure Arbeit in Meinem Weinberg zu wandeln suchen und den Menschen Licht bringen; ihr sollet sie belehren in Meinem Namen, ihr sollet ihnen nur die göttliche Liebelehre verkünden und sie ermahnen, dieser Lehre gemäß zu leben. Die Menschen sind zu rechten Weltmenschen geworden, die nur danach streben, sich selbst einen Wohlstand zu schaffen, und ihres Nächsten nicht mehr gedenken. Sie wissen aber nicht, daß die Ichliebe den Tod ihres Geistes bedeutet; sie wissen nicht, daß der Zweck des Menschen auf Erden ist, durch dienende Nächstenliebe seine Seele zum Ausreifen zu bringen, und sie wissen nicht, daß sie ihrer Aufgabe nicht im geringsten nachkommen und daher das Erdenleben erfolglos für die Seele vorübergeht. So ihr nun Mein Evangelium unter die Menschen traget, machet ihr sie auch mit ihrer Erdenaufgabe bekannt, und ihr ratet ihnen und mahnet sie, ihr Leben auszunützen für die Ewigkeit. Ihr bringet dann ein Licht in die Dunkelheit, in der die Menschen dahinwandeln. Und das ist nötig, auf daß sie nicht sagen können, völlig unwissend geblieben zu sein über ihre Erdenaufgabe. Ihr müsset als Mensch zu Mensch mit ihnen reden, weil sie die Kirchenlehre schon längst abgetan haben; ihr müsset ihnen vorstellen, daß das Erdenleben Mittel zum Zweck, aber nicht Selbstzweck ist; ihr müsset sie hinweisen auf ihre Pflichten Mir gegenüber, Der Ich als ihr Schöpfer und Vater von Ewigkeit auch Rechte habe an Meine Kinder und Dem sie sich unterordnen müssen, erkennen sie Mich als ihren Vater an. Stellet ihnen das rechte Verhältnis vor, in dem sie zu Mir stehen sollen, erkläret ihnen den Beweggrund für ihr menschliches Dasein und Meine unendliche Liebe und Geduld, Meine Geschöpfe für ewig zu gewinnen. Stellet ihnen Meine Liebe vor, und ermahnet sie zur Gegenliebe, die sie Mir nur beweisen durch uneigennützige Nächstenliebe. Machet sie auf die Not um sich aufmerksam, wo sie helfend eingreifen können und sollen, wollen sie Mein Wohlgefallen erringen - dann seid ihr rechte Verkünder Meines Evangeliums auf Erden, dann seid ihr Meine rechten Jünger, die in Meinem Namen rastlos tätig sind, die fortsetzen, was Ich auf Erden begonnen habe - den Menschen den Weg der Liebe zu zeigen, den sie unbedingt wandeln müssen, wollen sie selig werden. Ich kann nur durch Menschen zu ihnen reden, und also sollet ihr Mir dienen, indem ihr in Meinem Auftrag arbeitet an den Seelen, die sich ihres Daseinszweckes nicht bewußt sind, die Ich aber nicht verlorengehen lassen will, sondern ihnen helfen möchte durch euch, daß sie Kenntnis erlangen von Meinem Evangelium und danach leben. Amen. B.D. NR. 5022.

 

Buch 57 5023

Merkmal der Wahrheit der Kundgaben: Liebe, Gnade, Barmherzigkeit.

18. Dezember 1950. B.D. NR. 5023.

So ihr wisset, daß Ich zu euch spreche, glaubet ihr doch so euch noch Zweifel befallen, zweifelt ihr auch, daß Ich der Geber dessen bin, was euch zugeht. Und so ist es darum wichtig, zuerst eine Prüfung anzustellen, d.h., die Merkmale zu beachten, die Mich Selbst als Geber beweisen. Der Geist in euch berät euch recht, so ihr ihn wirken lasset bei jeder Prüfung. Er wird euch hinweisen auf Irrtum und Lüge, wo solche zuweilen die Wahrheit begleiten als Einwirken böser Kräfte. Ziehet also den Geist in euch zu Rate, d.h., verbindet euch mit Mir, dem Vatergeist von Ewigkeit, sowie ihr Aufschluß begehret. Die sichersten Merkmale des Urquells der Wahrhaftigkeit sind Meine Barmherzigkeit und Liebe, deren immer Erwähnung getan wird. Mein liebevolles und barmherziges Wesen lässet keines Meiner Geschöpfe fallen, sowie noch eine Möglichkeit zur Rettung besteht. Dennoch beachte Ich den freien Willen dieser Geschöpfe und gleiche Mich ihm an. Darum erscheinen euch Kundgaben als zweifelhaft, wenn sie euch irdisch anmuten, aber, als vom geistigen Reich stammend, euch als Wahrheit dargeboten werden. Sowie Ich Selbst in solchen Kundgaben als endlos gütig hingestellt werde, sind es keine schlechten Kräfte, sondern Lichtwesen, die in der Wahrheit stehen, stellen euch die jenseitigen Erlebnisse so vor Augen, wie sie euch verständlich sind, weil ihr als Mensch niemals eine rechte Vorstellung für das geistige Reich haben werdet, da dies weit über euer Fassungsvermögen geht. Alle suchenden und Mir willensmäßig ergebenen Menschen schütze Ich wahrlich davor, von finsteren Kräften in ein Lügengewebe verflochten zu werden, das ihren Seelen schaden könnte. Wer die Wahrheit sucht, dem nahe Ich Selbst Mich, Der Ich die ewige Wahrheit bin, spreche aber dennoch zu den Menschen in einer ihnen verständlichen Sprache, die sie auch im jenseitigen Reich als wahrheitsgemäß erkennen werden, selbst wenn ihnen dort andere Begriffe aufgehen, die eben nur im geistigen Reich bestehen und den Menschen auf Erden nur in Bildern vergleichsweise dargestellt werden können. Doch sie entsprechen der Wahrheit und können daher unbedenklich, als durch Meinen Willen den Menschen zugeführt, angesehen werden, solange das eine Merkmal nicht fehlt - daß Ich Selbst stets zu erkennen bin als Liebe, Gnade und Barmherzigkeit, als Vater, Der Seine Kinder zu gewinnen sucht. Dann brauchet ihr keinen Irrtum zu fürchten, dann bin Ich Selbst es, Der euch diese Kundgaben aus dem geistigen Reich zuführt, weil Ich es weiß, wann sie euch zum Heil der Seele gereichen. Amen. B.D. NR. 5023.

 

Buch 57 5024

Wer sein Leben lieb hat, der wird es verlieren.

20. Dezember 1950. B.D. NR. 5024.

Der Wille zu leben bedeutet einen sicheren Sieg über den Tod. Irdisch zwar könnet ihr dem leiblichen Tode nicht gebieten, doch auch dann noch kann der Leibestod der Übergang zum Leben sein, wenn dazu der Wille im Menschen mächtig wurde, daß er das ewige Leben erwirbt. Dieser Lebenswille wird von Mir aus gutgeheißen, wenngleich Ich die Worte sprach: Wer sein Leben lieb hat, wird es verlieren, und wer es hingibt, der wird es gewinnen. Wer nur an sein Leibesleben denkt, wie er es erhalten kann, der wird gar bald erfahren, daß er selbst völlig machtlos ist und von der Erde genommen wird, ohne sich dagegen wehren zu können. Dieser Lebenswille also ist nicht gemeint, um über den Tod Sieger zu sein. Das rechte Leben der Seele muß begehrt werden, und für dieses Leben muß sich der Wille des Menschen einsetzen mit aller Kraft, dann gibt es für ihn keinen Tod mehr in Ewigkeit, dann wird er leben in Licht und Kraft und ununterbrochen tätig sein können zur eigenen Beglückung. Dann hat er wahrhaft den Tod überwunden, und der Austritt der Seele aus ihrem Körper ist ein Erwachen zu neuem Leben, unbeschwert durch die körperliche Hülle, frei von jeglicher Materie und doch in ungeahnter Kraftfülle. Dieses Leben sollen die Menschen auf Erden liebgewinnen und nur danach streben, es dereinst zu besitzen, dann sehnen sie den Tod herbei, dann wollen sie das Erdenleben hingeben um des rechten Lebens in der Ewigkeit willen. Die Menschen aber hängen noch viel mehr an ihrem Leibesleben, sie fürchten es zu verlieren, sie haben das Erdenleben lieb, und darum verlieren sie es, und ihr Los ist der Tod. Und wieder ist nicht gemeint der Leibestod, sondern der Tod des Geistes, in den die Seele unweigerlich versinkt, die das Leben auf der Erde lieb hat. Und dieser Tod ist schlimmer, als es sich der Mensch vorstellen kann, denn er hat sich selbst verloren, er ist des irdischen Lebens verlustig gegangen, und seine Seele ist ohne Licht und Kraft, völlig machtlos und in tiefster Finsternis. Der geistige Tod ist ihr eine unbeschreibliche Qual, weil sie sich ihrer selbst bewußt ist, also nicht ausgelöscht ist mit dem Moment des Todes, sondern weiter vegetiert in qualvollem Zustand. Das Verlangen nach Tätigkeit, die beglückend ist, wird immer nur der Lebende erfüllen können, weil dazu Kraft gehört, die nur einem lebenden Wesen innewohnt, während ein Wesen ohne Kraft tot ist. Was aber auf Erden vermittelst der dem Menschen zuströmenden Lebenskraft gewirkt wird, kann in rein weltlicher Tätigkeit bestehen, die irdisch materielle Güter wohl vermehrt, aber für das geistige Reich ohne Wert sind - oder auch in einer geistigen Tätigkeit, die unvergängliche Schätze zeitigt und also auch ein Leben in der Ewigkeit garantiert. Und darum soll der Wille des Menschen ernsthaft auf das ewige Leben gerichtet sein, auf daß er dann die Lebenskraft nützet zur Gewinnung geistiger Kraft - dann wird er Sieger werden über den Tod, denn dann ist ihm ein ewiges Leben gewiß, und er wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5024.

 

Buch 57 5025

Freiwillige Rückkehr in Liebe zu Gott. Unlösbare Bindung.

21. Dezember 1950. B.D. NR. 5025.

Mich werdet ihr in Ewigkeit nicht mehr verlieren, so ihr einmal zu Mir gefunden habt aus freiem Willen. Dann könnet ihr nimmermehr abstreben von Mir, denn die Bindung zwischen euch und Mir ist unzerreißbar, sie ist stärker als jeder feindliche Versuch, euch Mir zu entreißen. Meine Liebe hält euch gefangen, wenngleich ihr frei wollende und denkende Wesen bleibt. Doch die Liebe ist ein Bindemittel, das Bestand hat für ewig. Ihr könnet euch nicht mehr von Mir lösen, wie Ich auch nimmermehr von euch lasse, weil ihr Mein Anteil seid, das Ich Mir Selbst zur Freude geschaffen habe. Doch unbegrenzt ist Meine Freude erst dann, wenn ihr selbst zu Mir zurückgefunden habt, wenn eure Liebe zu Mir eure Rückkehr veranlaßt hat, was dann der Fall ist, wenn ihr freiwillig zu Mir kommt. Darum kann ein Wesen, das einmal die Bindung mit Mir eingegangen ist durch die Liebe, nicht mehr zurücksinken in die Tiefe, weil Meine ewige Liebe es hält. Solange die Vereinigung mit Mir noch nicht stattgefunden hat, ist wohl ein Abfall möglich, doch dann strebt das Wesen aus freiem Willen von Mir ab, kann also Mich noch nicht als gefunden annehmen. Und ihr werdet daraus ersehen, wie unsagbar wichtig es ist, daß ihr euch zur Liebe wandelt, weil dadurch allein der Zusammenschluß mit Mir stattfinden kann, der euch für ewig an Mich bindet, der euch vor dem Absinken in die Tiefe bewahrt. Die Liebe bedeutet alles - sie ist gewissermaßen der Schlüssel zur Ewigkeit, zum Reiche des Lichtes, sie ist der Weg zu Mir, zum Vater, Der euch erwartet, um mit euch selig zu sein. Habt ihr die Liebe, dann habt ihr auch Mich, Der Ich die ewige Liebe bin. Ihr könnet euch also Meiner Gegenwart versichern, sowie ihr die Liebe übet, und nimmermehr werde Ich dann von euch gehen. Jedes Liebeswerk setzt aber freien Willen voraus, und somit ist die Willensprobe bestanden, ihr habt gewählt zwischen Mir und Meinem Gegner, der euch an jedem Liebeswerk hindert, so euer Wille nicht stärker ist. Wer in der Liebe lebt, der hat sich der Macht Meines Gegners entwunden, er hat Mich in sich aufgenommen, Ich Selbst habe Besitz ergriffen von seinem Herzen und kann in ihm wirken. Ich bin in dem, der in der Liebe lebt - und was Mir gehört, lasse Ich ewiglich nimmer. Der Satan hat wohl große Macht, doch es gelingt ihm nicht, einen Menschen, der in der Liebe lebt, Mir zu entfremden, weil dieser Mich Selbst in sich trägt und er Meinen Gegner sehr wohl erkennt. Gebt euch Mir zu eigen durch die Liebe, lasset euch von Mir gefangennehmen durch ständiges Liebeswirken, und eine selige Gefangenschaft wird euer Los sein, Meine Liebe wird euch nimmer lassen, ihr werdet Mir gehören und dennoch frei sein. Amen. B.D. NR. 5025.

 

Buch 57 5026

Geistige Einströmungen, Fragen - Wahrheit.

22. und 24. Dezember 1950. B.D. NR. 5026.

Unausgesprochene Gedanken bewegen oft das Herz des Menschen, die ihm selbst nicht recht zum Bewußtsein kommen, Mir aber jederzeit ersichtlich sind. Ich suche sie auch zu beantworten, wieder in Form von Gedanken, doch erst, wenn sich der Mensch selbst ernstlich damit befaßt, können Meine Antwortgedanken auf ihn einströmen, was zuvor aber nicht möglich ist. Und darum fordere Ich gedankliche Zwiesprache mit Mir, Ich fordere ein vertrauensvolles Reden mit Mir, ein Vorstellen alles dessen, was den Menschen bedrückt, um ihm dann die Antwort geben zu können in einer ihm leicht verständlichen Weise. Es muß der Mensch alles mit dem Verstand erwägen, was vom Herzen emporsteigt, dann wird ihm, gleichsam auch wieder durch seinen Verstand gewonnen, ein klarer Gegengedanke kommen, er wird wissen, was ihm zuvor unklar war, er wird sich beraten von Mir fühlen, und jeglicher Zweifel wird schwinden, denn er wandte sich an die rechte Quelle, Die ihm Licht gab. Er muß jegliche Gedankentätigkeit mit Meiner Unterstützung führen, dann ist auch rechtes Denken garantiert. Weit schwerer ist es jedoch, einem Menschen ein Wissen zu vermitteln, ohne daß dieser gedanklich tätig ist, ein Wissen, das ihm völlig fremd ist, wozu er also selbst nicht zuvor Stellung nehmen kann, um eine Antwort zu erlangen. Dann ist ein völliges Ausschalten der Gedankentätigkeit nötig, weil dann Kräfte am Werk sind, die aus dem geistigen Reich das Geistige im Menschen berühren, wozu die körperlichen Organe nicht benötigt werden. Diese Kräfte stehen zwar auch mit Mir in direkter Verbindung, weil sie gewissermaßen nur weiterleiten, was sie von Mir empfangen. Sie stellen also die Verbindung her mit dem Geistesfunken im Menschen, sie schalten gewissermaßen den organischen Menschen aus und lassen geistige Strömungen einfließen in die Seele des Menschen. Diese geistigen Strömungen berühren den Geistesfunken und stellen die Verbindung her zwischen ihm und dem Vatergeist von Ewigkeit. (24.12.1950) Die geistigen Einströmungen gehen also ursprünglich von Mir aus, selbst wenn sie durch Lichtwesen euch Menschen vermittelt werden. Und solche geistigen Einströmungen bedeuten immer Gedanken der Wahrheit und klare Erkenntnis. Ich will euch Menschen über nichts im unklaren lassen, Ich will euer Innerstes erhellen, sowie dies selbst euer Wille ist. Ich will die ewige Wahrheit den Menschen kundtun, weil sie nur durch die Wahrheit selig werden können. Es geht aber stets nur um das Leben der Seele - das durch die Wahrheit erreicht werden soll, nicht um das irdisch-materielle Leben, denn dieses Leben muß von euch so zurückgelegt werden, wie Ich es erkannt habe von Ewigkeit als zweckmäßig und erfolgreich für euch. Darum werden auch die Belehrungen, die Ich Selbst oder durch Lichtwesen euch vermittle, eure geistige Entwicklung betreffen, sie werden also von euch als ein Evangelium aufzufassen sein, eine von Gott ausgehende Lehre, die wieder zu Gott zurückführt. Wem nun ernstlich am geistigen Aufstieg gelegen ist, der wird auch nur geistige Fragen in Gedanken stellen, er wird ein zweites Leben führen neben seinem irdischen Leben, das zwar im irdischen Leben zum Ausdruck kommt, weil das Denken, Wollen und Handeln die geistige Einstellung verrät. Während er also für sein geistiges Leben sorgt, sorge Ich für das irdische Leben - das Ich nun entsprechend gestalte, um sein Ausreifen zu fördern. Gar oft gehen nun zwar die Wünsche des Menschen mit Meinem Willen auseinander - Ich lasse nicht immer das Leben so ablaufen, wie es ihm lieb ist, doch Ich weiß es wahrlich am besten, was ihm dienet zu seiner Vollendung. Dann hält der Mensch oft Zwiesprache mit Mir, und er wünscht sich die Antwort nach seinem Gefallen. Doch immer sollen seine Sinne geistig gerichtet sein, und alles andere soll er Mir überlassen. Das Licht, das in ihm entzündet ist, soll weithin leuchten, nicht nur ein Einzelschicksal erhellen - es strahlt aus dem geistigen Reich zur Erde hernieder und gibt einen hellen Schein von sich. Licht aber ist Wissen – also wird ein Wissen zur Erde geleitet, das unvergänglichen Wert hat, das für alle Menschen von Wert ist und sein muß, ansonsten es kein Licht aus der Höhe wäre. Lichtkräfte vermitteln euch dieses in Meinem Auftrag, und vom ewigen Quell ausgehend, kann nur Wahrheit euch zuströmen. Und darum müsset ihr Menschen selbst bei jeder Prüfung beachten, ob geistige Gedanken oder irdische Fragen zur Beantwortung vorlagen, sowie euch Zweifel befallen. Was ihr verbreiten sollet unter den Mitmenschen, ist nur geistiges Gut, und dieses geht euch in aller Wahrheit zu. Irdische Fragen aber können euch wohl gedanklich beantwortet werden, doch nützet diese Antwort dann zumeist nur dem Fragenden, nicht aber dem Mitmenschen, weshalb, wer vom geistigen Reich belehrt werden will, die Welt nicht mehr beachtet und darum geeignet ist als Empfänger geistiger Gaben, die er nun als Mein Evangelium verbreiten soll, um den Mitmenschen zu helfen. Amen. B.D. NR. 5026.

 

Buch 57 5027

Niederkunft Christi einst und jetzt. Erlösungswerk.

24. Dezember 1950. B.D. NR. 5027.

Die gleiche Not war auf Erden zur Zeit Meiner Niederkunft, wie sie jetzt unter der Menschheit ist, denn sie wandelte in tiefster geistiger Finsternis wie auch jetzt. Mich erbarmte dieser Zustand, und um den Menschen zu helfen, kam Ich Selbst zur Erde. Ich kam als Retter, und es gab für die Menschen einen Weg aus der Finsternis zum Licht, den Ich Selbst ihnen wies. Sie brauchten Mir nur nachzufolgen, und ihre geistige Not hatte ein Ende. Ich kam als Retter und befreite sie aus der Fessel des Satans, der ihre große geistige Not verschuldete und dem zu entfliehen sie außer Kraft waren. Der Weg, den Ich die Menschen gehen hieß, konnte von ihnen beschritten werden, denn Ich Selbst ging als Führer voran. Ich Selbst kannte den Weg, denn auch Ich mußte ihn zuvor gehen, weil Ich Mich Selbst in der Hülle eines Menschen verkörperte und daher nur das von den Menschen verlangte, was zu erfüllen ihnen möglich war. Ich ging den Weg der Liebe, und dieser Weg muß von allen Menschen beschritten werden, der aus geistiger Finsternis zum Licht des Lebens erwachen will, der sich befreien will von den Fesseln Meines Gegners, der erlöst werden will von der Sünde, die Anlaß der tiefen geistigen Not der Menschheit war. Ich kam als Erlöser der Menschheit zur Erde, die ohne Meine Hilfe versunken wäre in der Finsternis. Und Ich habe das Erlösungswerk vollbracht für alle Zeiten, für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - so also auch für die Menschen der Jetztzeit, die in gleicher geistiger Not sich befinden und dringend Hilfe brauchen, wollen sie nicht untergehen und in den Abgrund stürzen durch Betreiben Meines Gegners. Denn nun ist die Gefahr noch weit größer, weil den Menschen keine lange Frist mehr geschenkt ist, weil bald die Gnadenzeit abgelaufen ist, die dem Menschengeschlecht zur Erlösung bewilligt wurde. Die Menschheit steht am Ende einer Entwicklungsperiode, sie steht vor einem bedeutsamen Abschnitt, sie steht vor einem letzten Entscheid, vor Leben oder Tod. Es gibt nur noch ein Bestehen-Bleiben oder ein völlig Untergehen, d.h. ein Leben nach göttlichem Willen oder einen materiellen und geistigen Tod, wenn der Mensch nicht die rechte Entscheidung trifft. Und wieder komme Ich als Retter in der Not, vorerst geistig, wie Ich es angekündigt habe, daß Ich Mich offenbare denen, die Mich lieben und Meine Gebote halten. Diesen offenbare Ich Mich im Wort und künde ihnen auch das nahe Ende an. Dann aber werde Ich wiederkommen in den Wolken, wie Ich einst aufgefahren bin in den Himmel. Ich werde kommen und denen, die Mir nachgefolgt sind, die den Weg der Liebe gegangen sind, wie Ich es predigte, in größter Not helfen, indem Ich sie zu Mir hole, von der Erde hinweg, die nur noch Teufel birgt in größter Zahl. Ich werde wieder als Retter erscheinen, doch Mein Kommen wird den Abschluß bilden Meines Erlösungswerkes auf Erden, denn wer Mich noch nicht erkannt hat, für den bin Ich vergeblich gestorben am Kreuz, er hat Mein Erlösungswerk nicht angenommen und bleibt in den Banden Meines Gegners noch undenklich lange Zeit, denn er wird mit seinen Anhängern gebunden in der Materie, und der geistige Tod ist das Los derer, die Mich nicht anerkennen wollen, weil sie sich freiwillig unter seinen Einfluß begeben, weil sie Mein Erlösungswerk unbeachtet ließen und darum schmachten in den Banden der Finsternis durch eigene Schuld. Amen. B.D. NR. 5027.

 

Buch 57 5028

Glaubenskampf - Große Not - Bekennen. Retter.

25. Dezember 1950. B.D. NR. 5028.

Allzeit im Glauben verharren an euren Gott und Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde und Beherrscher des geistigen Reiches in Kraft und Herrlichkeit - im Glauben an Ihn verharren auch in größter Not und Ihn bekennen vor der Welt. Diese Forderung wird an euch Menschen gestellt und viel Kraft verlangen, besonders in der letzten Zeit vor dem Ende. Und nur die Menschen werden aushalten, die dazu die Kraft anfordern von Mir und sie ständig entgegennehmen durch Mein Wort. Ihr werdet alle noch in arge Bedrängnis kommen, irdisch und geistig wird man euch zusetzen, um euch umzustimmen und Mich zu verleugnen. Selbst ihr, die ihr gläubig seid, habt noch arge Glaubensproben zu bestehen, die aber mehr der Mitmenschen wegen als euretwegen euch gestellt werden. Ihr selbst werdet euch durchringen, weil ihr schon viel Kraft in euch habt, weil ihr mit Mir in Verbindung steht und diese Verbindung auch nicht abbrechen werdet, denn Ich halte euch mit Meiner Liebe, die ihr spüret und innig Mir erwidert. Die Glaubensproben aber können euch nicht erspart bleiben, sollen doch die Mitmenschen an eurer Standhaftigkeit erkennen, woher ihr die Kraft beziehet und von welcher Wirksamkeit sie ist, weil ihr glaubet an Mich. Es wird sein, wie es war zur Zeit Meiner Niederkunft, wo selbst die nicht mehr an Mich glaubten, die als Lehrer ihrer Mitmenschen galten und durch ihre eigene Lebensweise verrieten, wie wenig tief ihr Glaube war an einen Gott der Liebe, Allmacht und Weisheit. So auch werden nun die Menschen ohne Glauben sein, und die sie bestimmen wollen zur völligen Verleugnung Gottes, werden einen leichten Stand haben und auf wenig Widerstand stoßen, denn der Glaube ist darum tot, weil die Menschen ohne Liebe dahinleben. Sie glauben nicht an einen Gott und Schöpfer von Ewigkeit und noch viel weniger an einen göttlichen Erlöser Jesus Christus, an Sein Erlösungswerk und sind daher in der Gewalt dessen, der Mir die Seelen entwinden will für immer. Es wird ihm dies nicht gelingen, denn Meine Liebe lässet auch das zutiefst Gesunkene nicht fallen. Und darum lasse Ich alles zu, was sich der Satan ausdenkt in seinem Haß und seiner Verblendung - Ich lasse es zu, weil Ich eine neue Erlösungsperiode einleiten will, sowie keine Hoffnung mehr ist auf eine Wandlung der Menschen auf dieser Erde. Und so wird er wüten, bis sein Maß voll ist, und ihr Menschen werdet die Auswirkung seines Hasses erfahren in aller Schärfe, denn wider euch wird er zu Felde ziehen, die ihr Mir angehöret, und sein Kampf wird brutal sein. Dennoch sollet ihr ohne Furcht diese Zeit erwarten, denn auch Ich wirke ungewöhnlich, jedoch in Liebe, nicht in Haß. Und die Liebe wird siegen, Ich werde als euer Retter kommen, wenn die Not am größten ist, sage euch aber immer wieder diese Not voraus, auf daß ihr nicht wankend werdet im Glauben, sondern erkennet, daß alles in Erfüllung geht, was Ich euch ankündige durch Seher und Propheten, durch Meine Jünger der Endzeit, die in Meinem Namen tätig sind, um euch Kraft und Trost zu vermitteln, so ihr in Not seid. Ich Selbst weile ständig in eurer Nähe, und diese Gewißheit wird euch mit Kraft erfüllen, und ihr werdet ausharren bis zum Ende auch im stärksten Glaubenskampf, Ich werde an eurer Seite kämpfen, und der Sieg wird unser sein. Amen. B.D. NR. 5028.

 

Buch 57 5029

Kräfte des Himmels werden sich bewegen. Umstoß der Naturgesetze. Entrückung.

28. Dezember 1950. B.D. NR. 5029.

Die Gnadengabe von oben ist eine Kraft aus dem Himmel, sie kommt aus dem geistigen Reiche des Lichtes, aus dem Himmel, im Gegensatz zu den Kraftäußerungen von unten, die in der Hölle ihren Ausgang haben. Wesen des Lichtreiches also werden tätig in ungewöhnlichem Maß, sowie das reine Wort Gottes den Menschen zugeleitet werden kann durch den Willen Gott-dienender und liebetätiger Menschen auf Erden, die sich der Zuleitung aus dem geistigen Reich öffnen und die geistigen Gaben in Empfang nehmen. Kräfte des Himmels bewegen sich - sie werden ungewöhnlich tätig in der letzten Zeit vor dem Ende. Diese Erklärung also muß erstmalig gegeben werden für die Worte Jesu über die Zeichen des Endes und Seiner Wiederkunft. Es war ein gewaltiger Ausspruch, den Er getan hat, denn Er kündigte Veränderungen an, die wortgemäß einen Umstoß der Naturgesetze bedeuten. Seine Worte hatten stets einen geistigen Sinn, doch in der Endzeit wird außer der geistigen Bedeutung auch ein zweiter Sinn zutage treten, denn in unvorstellbarer Weise werden auch Naturerscheinungen auftreten, die der Mensch sich nicht erklären kann kraft seines Verstandes. Sie laufen dem göttlichen Naturgesetz zuwider, sind aber im Grunde wieder nur den Menschen unbekannte Naturgesetze, und diese Vorgänge sind mit den Worten gemeint: Die Sterne werden vom Himmel fallen - Sonne und Mond werden ihren Schein verlieren. Wissenschaftler und was sich dazu zählt, werden keine Erklärungen dazu geben können, sie werden kein Licht zu geben vermögen, weil dort ihr Wissen versagt, wo die göttliche Kraft wirket. Es sind Naturgesetze, deren Ursache auch kein Mensch ergründen kann, weil sie nur dann in Kraft treten, wenn ein Erlösungsabschnitt beendet ist und die Auflösung materieller Außenformen nötig geworden ist. Es sind naturwidrige Erscheinungen und dennoch im ewigen Plan Gottes vorgesehen, folglich in Seinem Naturgesetz von Ewigkeit inbegriffen, was für die Menschen völlig unverständlich ist, deren Geist noch nicht erhellt ist. Bei Gott ist kein Ding unmöglich - also wird Er immer wirken können und alles vollbringen, auch Außergesetzliches, ansonsten Seine Allmacht begrenzt wäre. Dennoch bewegt sich Sein Wirken stets in göttlicher Ordnung, denn dies zu beurteilen ist einem Menschen als solchen unmöglich; vermessen aber wäre es, jenes anzuzweifeln, weil das auch ein Zweifel an Gottes Weisheit wäre. Und da Gott auch in Sich die ewige Liebe ist, wird Er immer so Seinen Willen tätig werden lassen, wie es nötig und gut ist für Seine Geschöpfe, die Er für Sich gewinnen will. Es werden sich Dinge ereignen vor dem Ende, die ihr Menschen noch nicht zu ahnen vermögt. Und es kann solches den Menschen nur angedeutet werden mit Worten, die ungewöhnliches, ja fast unglaubliches Geschehen ankündigen. Dennoch ist das Wort Gottes reinste Wahrheit, und es erfüllet sich, so die Zeit gekommen ist. Dann werden auch im Kosmos die seltsamsten Veränderungen vor sich gehen, doch die diesirdische Menschheit wird nur anfänglich solche beobachten können; das letzte aber erleben sie nicht mehr bis auf wenige, die entrückt werden und den Vernichtungsprozeß dieser Erde und ihrer Bewohner verfolgen können. Die Erde in ihrer alten Form und Beschaffenheit hat aufgehört zu sein, die neue Erde aber birgt nur Menschen, die erweckten Geistes sind, und diese wissen um Ursache alles dessen, was geschehen ist am Ende der Erde, sie wissen aber auch um die Macht und Herrlichkeit Gottes, um Seine übergroße Liebe, aber auch Seine Gerechtigkeit. Amen. B.D. NR. 5029.

 

Buch 57 5030

Ungewöhnliche Not - Ungewöhnliche Hilfe. Zuleiten von Gottes Wort.

30. und 31. Dezember 1950. B.D. NR. 5030.

Eine ungewöhnlich große geistige Not erfordert ungewöhnliche Hilfeleistung von dort, wo allein diese Not behoben werden kann, wenngleich der menschliche Wille als erstes diese Hilfe annehmen muß. Es wird also vom geistigen Reich aus alles getan, um den Menschen Hilfe angedeihen zu lassen, denn die Zeit neigt sich dem Ende zu, und Gottes Erbarmen ist übergroß, und Er möchte allen Rettung bringen, die ein entsetzliches Los zu erwarten haben, wenn sie weiter den Bemühungen Widerstand leisten, ihnen Licht zu bringen, auf daß sie ihre geistige Not selbst erkennen und sich wandeln. Der Notzustand ist eben die große geistige Dunkelheit, die Unkenntnis, in der die Menschen dahinleben, die Gleichgültigkeit, die sie ihrer Seele gegenüber zeigen, und der Lebenswandel, der nicht geeignet ist, daß es in ihnen hell werde, weil Licht, also Erhellung des Geistes, nur ein Leben in Liebe bewirken kann. Solange die Menschen sich ihrer eigentlichen Lebensaufgabe, ihrer Bestimmung und ihres mangelhaften geistigen Zustandes nicht bewußt sind, führen sie nur ein Leben für die Welt, und ein solches Leben ist völlig nutzlos für die Ewigkeit. Finsteren Geistes oder nur mit einem schwachen Schimmer der Erkenntnis können sie in das Jenseits eingehen, wo wohl noch eine Aufwärtsentwicklung möglich ist, aber nicht gewiß, da auch dort noch der freie Wille ausschlaggebend ist, wie auf dieser Erde.

Nun aber ist die Zeit des Endes - und das bedeutet, daß sich die Pforten des geistigen Reiches schließen, daß es nur noch ein Eingehen in die Lichtsphären gibt oder ein Bannen in den Schöpfungen der neuen Erde - daß also jede Seele, die nicht zum Licht gelangt ist auf Erden, verloren ist für undenklich lange Zeit, daß sie nicht im geistigen Reich ihren Entwicklungsgang fortsetzen kann, sondern unweigerlich in den Zustand versetzt wird, wo sie war vor endlos langer Zeit - daß sie wieder in der harten Materie gebunden wird und den Gang durch die gesamte Schöpfung noch einmal zurücklegen muß. Gott weiß um die Seelenreife eines jeden einzelnen Menschen, und Sein Erbarmen sucht alle zu retten vor diesem Los des Gebundenseins, doch euer Wille selbst bestimmt, und diesen tastet Er nicht an. Er kommt euch ständig entgegen, Sein Licht wird durch Lichtträger überall hingebracht - allen Menschen wird die Gelegenheit geboten, Einkehr zu halten in sich selbst, sich fragend zu beschäftigen in Gedanken mit dem Leben nach dem Tode, allen Menschen wird durch Wort und Schrift ein Lichtstrahl gebracht, der in ihren Herzen zünden kann, und keiner wird sagen können, völlig ohne Hinweis geblieben zu sein. Doch des Menschen Wille ist frei. Die Zeit aber vergeht mit Windeseile, und der letzte Tag rückt immer näher. Wer in der Dunkelheit sich befindet, der geht einen falschen Weg, der nicht zum Ziel führt. Und er soll achten auf das Aufblitzen des Lichtes, das je nach seinem Willen von Bestand ist und auch in sein Herz eine wohltuende Helle sendet, so er sich öffnet dem Lichtstrahl, der ihn berührt als göttliche Hilfeleistung, auf daß er nicht verlorengehe. (31.12.1950) Zahllose Boten des Lichtes treten den Menschen in den Weg. Sie sind im Auftrag Gottes tätig auf Erden, sie wirken aufklärend, wo Unwissenheit ist, sie geben Licht, wo Dunkelheit ist - sie bringen den Menschen die Wahrheit, die sie unmittelbar von Gott, der ewigen Wahrheit, empfangen haben. Und dies ist die außergewöhnliche Hilfe, daß Gott Selbst Sich den Menschen zuneigt, daß Er in der Erkenntnis der großen Notlage der Menschen ihnen das zuführt, was ihnen fehlt - die reine Wahrheit, die allein aus der geistigen Not herausführt. Solange die Menschen im Irrtum wandeln, in der Unkenntnis um ihre Bestimmung und ihren Ausgang, verfehlen sie auch ihren Erdenlebenszweck und sind in geistiger Not. Und die Seele muß die Folgen dieser Unkenntnis tragen. Darum leitet Gott ihnen in Seiner Liebe und Barmherzigkeit die Wahrheit zu, Sein Wort, und zwar durch Mittler, die sich Ihm zur Verfügung stellen, um den Mitmenschen zu helfen. Es ist dies eine ungewöhnliche Hilfeleistung, weil die Menschen selbst keine Anstalten mehr treffen, selbst in Kontakt zu treten zum himmlischen Vater, um von Ihm direkt die Wahrheit entgegenzunehmen. Die Menschen glauben zu wenig, und darum ist diese direkte Verbindung vom Menschen zu Gott nicht mehr möglich. Doch Gottes Erbarmen und Seine Liebe ersinnet immer neue Mittel, wo der Mensch selbst versagt. Er nützet die Hilfswilligkeit einiger weniger Menschen und trägt durch diese Sein Wort an. Und also zündet Er Licht an, um die Dunkelheit zu verjagen, die über die Erde gebreitet liegt. An diesem Licht soll sich auch die Flamme im Herzen entzünden, die Liebe, und auch was von außen kommt, muß erst im Herzen Aufnahme finden, dann wird der Geist erhellt, dann erst wird die Dunkelheit schwinden, dann erst wird die geistige Not behoben und der Seele Rettung gebracht, wenn die Menschen Gottes Wort annehmen und auf sich wirken lassen, ehe es zu spät ist, ehe die Nacht hereinbricht, die endlos währet und überaus qualvoll ist. Amen. B.D. NR. 5030.

 

Buch 57 5031

Verbindung zwischen Geistwesen und Menschen. Form.

2. Januar 1951. B.D. NR. 5031.

Von seiten der Wesen des geistigen Reiches sind die Bemühungen sehr groß, Verbindung zu bekommen mit den Menschen auf der Erde. Sie ergreifen jede Gelegenheit, um sich kundzugeben, denn jedem Lichtwesen sind Menschen auf der Erde anvertraut, für deren geistigen Fortschritt sie Sorge tragen, wie aber auch die Wesen der Finsternis den Erdenbewohnern sich nähern, weil viele von ihnen ihrem Wesen entsprechen, d.h. Veranlagungen haben, welche die Seele der Finsternis zutreiben. Es ist darum ein Kampf im geistigen Reich um die Seelen der Menschen auf dieser Erde, und diesen Kampf entscheiden die Menschen selbst. Keine Seele kann gezwungen werden, gut oder böse zu sein, wenngleich die Lichtwesen über große Kraft verfügen und es ihnen möglich wäre, die Seelen zu bestimmen nach ihrem Willen. Doch sie achten allzeit den Willen des Menschen, da dieser göttliches Gesetz ist. So führen also die Wesen des geistigen Reiches einen Kampf miteinander, der von den Menschen selbst entschieden wird durch deren Willen. Sowie nun eine Verbindung hergestellt wird mit dem geistigen Reich, werden sich die Wesen dem Menschen nähern und sich ihm kundgeben, denen er selbst durch seine innerste Gesinnung Zutritt gewährt. Es sind also gute Menschen im Schutze der Lichtwesen, sie können nicht zwangsmäßig in böse Gewalt kommen oder von schlechten Kräften zu schlechten Taten veranlaßt werden. Nur besteht die Gefahr, daß die Menschen selbst nicht zu unterscheiden vermögen, ob sie recht oder falsch unterwiesen werden durch Kundgaben aus dem geistigen Reich. Diese Gefahr besteht dann, wenn sich geistige Wesen einer menschlichen Form bedienen, um sich durch diese kundzutun. Unter "Form" ist in diesem Falle zu verstehen eine menschliche Hülle, die sich ihres Willens begeben hat, die also in ihrem eigentlichen Wesen sich nicht äußert, sondern wo die Seele zurücktritt und einem geistigen Wesen die Befugnis über ihre äußere Hülle erteilt. Ein guter Mensch wird wohl geschützt durch Lichtwesen, doch es gibt auch starke Geister aus der Tiefe, die angezogen werden durch unreine Gedanken einzelner Menschen in der Umgebung des ersteren. Dann kann ein Moment genügen, daß jener Geist sich in die Hülle eindrängt und, weil er die gute Gesinnung im Allgemeinen erkennt, er unter der Maske des Lichtes sich äußert und die Zuhörer zu verwirren sucht in ihrem Glauben und ihrem Denken. Diese Gefahr soll stets erkannt werden, wenn es sich um Mitteilungen aus dem geistigen Reich handelt, die sich nicht auf irdische, sondern geistige Dinge beziehen. Sowie es dem Menschen, dessen sich Geistwesen im unbewußten Zustand bedienen, nachher an der Erinnerung gebricht, hat er selbst keine Kenntnis über die seinen Körper benützenden Wesen, während die Lichtwesen in ihm einen Schimmer zurücklassen, so daß er auch im wachen Zustand einiges wiedergeben kann, was ihm von diesen Wesen vermittelt wurde. Durch innige Verbindung mit Gott können die Menschen auch in den Zustand gelangen, vollbewußt geistige Kundgaben entgegenzunehmen, und sie haben ständig über ihren Körper eine Kontrolle, d.h., sie schalten nicht den eigenen Willen aus, so daß dem guten Menschen, der nach Gott und der Wahrheit verlangt, dann auch nur gute Kräfte aus dem geistigen Reich sich nahen können und jede finstere Kraft durch den Willen des Menschen abgedrängt wird. Doch Gott bewertet den Willen der Menschen. Gilt er Ihm, dann ist auch den Menschen Sein besonderer Schutz gewiß, und sie ziehen aus jeder geistigen Verbindung Segen für ihre Seele. Denn unzählige Wesen sind in Erdennähe, besorgt um die geistige Entwicklung derer, die ihnen nahestanden auf Erden, und das Mitteilungsbedürfnis dieser Seelen ist sehr groß, weil sie die Menschen warnen wollen vor einem falschen Erdenlebenswandel; daher sind auch die Geister zu erkennen. Die nur Liebe lehren und hinweisen zu Gott, zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser, diese wollen die Menschen im guten Sinne beeinflussen, und sie werden stets die Seelen jener Menschen vor Schaden bewahren, sie also auch schützen vor den Angriffen des Bösen. Amen. B.D. NR. 5031.

 

Buch 57 5032

Spiritismus. Wahrheit - Irrtum.

3. Januar 1951. B.D. NR. 5032.

Euer Denken ist so lange richtig, wie ihr recht denken wollet, um Mir nahezukommen, denn sowie euer Wille Mir gilt, bewegt ihr euch schon in der Wahrheit und brauchet keinen Irrtum zu fürchten, weil ihr diesen auch sofort als Irrtum erkennet. Wer sich nun Meiner Führung vollbewußt überlässet, der kann auch dessen gewiß sein, daß Ich ihn recht führe, also niemals zum Schaden seiner Seele. Zum geistigen Fortschritt gehört aber auch die rechte Erkenntnis, also die Fähigkeit, ein rechtes Urteil abzugeben. Um nun diese Fähigkeit zu schärfen, müssen dem Menschen auch negative Erscheinungen vorgestellt werden, an denen er seine Urteilsfähigkeit anwenden soll. Denn nicht alles ist gut, was sich diesen Schein gibt. Gerade in der Endzeit ist eine ernste Prüfung alles dessen, was von oben kommen soll, nötig, weil sich gute und schlechte Kräfte beteiligen wollen an der Wandlung des Menschen und verständlicherweise die letzteren unter Tarnung, als Wesen des Lichtes, in Erscheinung treten, wo schwache oder leichtgläubige Menschen ihre Äußerungen entgegennehmen. Doch diesen schwachen Menschen sind stets gute, glaubensstarke Menschen zugesellt, die gerade für die Einströmungen von unten ein besonderes Gefühl haben und so das Wirken der Gegenkraft verringern, wenn nicht gar ausschalten. Und darum führe Ich die Menschen zusammen, die sich zu geistigem Streben verbunden haben mit den Wesen des geistigen Reiches, auf daß immer einer dem anderen zur Belehrung diene. Doch jedem Menschen, der zu Mir verlangt, verheiße Ich Meinen vollsten Schutz auch gegen die Kräfte der Finsternis. Und so können wohl Menschen in die Irre geführt werden, die nur ein rein irdisches Verlangen treibt aus der Verbindung mit der Geisterwelt Nutzen für ihren Körper zu ziehen, die also kein geistiges Streben, sondern nur Neugier dazu veranlaßt, die Geisterwelt zu zitieren. Denn diese werden auch von kräftigem Irrtum genug zu hören bekommen, ohne sich schützen zu können dagegen, denn den Schutz garantiert nur die innerste Gesinnung des Menschen, das Streben zu Mir. Und so prüfe sich ein jeder selbst, wieweit er das Heil der Seele sucht und welcher Art seine Wißbegierde ist. Und er wird sich dann auch selbst Antwort geben können, ob und wieweit er in der Wahrheit steht und ob sein Denken recht ist. Amen. B.D. NR. 5032.

 

Buch 57 5033

Tauglichkeit für Lehramt. Erweckter Geist. Urteilsfähigkeit.

4. Januar 1951. B.D. NR. 5033.

Eine lehrende Tätigkeit erfordert auch eigenes Verstandesdenken, sie erfordert ein völliges Durchdrungensein von einem Wissen, das der Mensch nun weitergeben soll. Den Auftrag, lehrend tätig zu sein, erhält von Mir aus nur der Mensch, dessen Wille erstmalig bereit ist, sein Wissen zu vermehren, um seiner Aufgabe nachkommen zu können, der sich also selbst erst von Mir belehren lässet, bevor er seinen Auftrag ausführen kann. Er muß also Verstand und Herz teilnehmen lassen, er kann nicht geistiges Wissen nur mit dem Herzen entgegennehmen und den Verstand ausschalten, also ein mediales Werkzeug der Wesen des Lichtreiches sein, sondern er muß als Erdenmensch die geistige Gabe verwerten, sie somit dem Verstand unterbreiten, daß auch er sich dazu bekennt und sie nun als folgerichtig und Glauben-beanspruchend den Mitmenschen gegenüber vertreten kann. Der Verstand darf nicht ausgeschaltet werden, weil die ewige Wahrheit, die Inhalt des Lehrgutes ist, wieder vom Verstand zuerst entgegengenommen wird, bevor sie das Herz des Zuhörers berührt. Denn noch ist die Menschheit selbst nicht fähig, wahrheitsgemäßes Geistesgut direkt entgegenzunehmen, welche Vermittlung dann zuerst durch das Herz geschieht. Noch muß es von außen an die Menschen herangetragen werden und also zuerst dem Verstand unterbreitet werden, und darum muß das Geistesgut jeder verstandesmäßigen Prüfung standhalten können. Also ist auch zu verstehen, daß zum Verbreiten Meines Evangeliums die Menschen tauglich sind, die selbst ein klares Urteilsvermögen besitzen, deren Verstand geweckt ist, wenngleich zuerst der erweckte Geist erforderlich ist, um die Wahrheit von Mir direkt entgegennehmen zu können, um als Mein Schüler in höherer Weisheit unterrichtet zu werden. Dann erst kann ein Lehramt recht verwaltet werden, von dem das Seelenheil unzähliger Menschen abhängt, weil nur allein die Wahrheit zum Ziel führt. Ich bereite Mir also Selbst die Jünger der Endzeit zu, Ich weiß, wie dringend nötig ein Verbreiten der reinen Wahrheit unter den Menschen ist, und Ich weiß auch, wer zur Verbreitung tauglich ist, sowohl seiner seelischen als auch seiner körperlichen (Verfassung) Beschaffenheit nach. Seele und Körper stehen im Einklang bei denen, die Mir dienen sollen, doch ihre dienenden Aufgaben sind auch verschieden. Nicht alle beauftrage Ich zur lehrenden Tätigkeit, weil ihre Fähigkeiten verschieden sind. Dennoch können alle, die Mir angehören, ihren Einfluß auf die Mitmenschen geltend machen, indem sie durch ihren Lebenswandel jenen ein Beispiel geben, das oft erfolgreicher ist als Reden und Belehrungen. Darum soll ein jeder dienen nach seiner Fähigkeit, und ein jeder wird von Mir auf den Platz gestellt, wo er wirken kann, wenn ihn die Liebe zu Mir und zu den Mitmenschen dazu treibt. Doch wer zur lehrenden Tätigkeit bestimmt ist, der wird von Mir Selbst eingeführt in sein Amt, und sein Wille und seine Liebe zu Mir garantiert ihm auch den rechten Erfolg. Amen. B.D. NR. 5033.

 

Buch 57 5034

Einfügen in den göttlichen Willen. Willensentscheid.

6. Januar 1951. B.D. NR. 5034.

Und es gereicht dem Menschen zum besonderen Verdienst, so er sich in allem Meinem Willen einfügt, der ihn lenket seiner Erdenaufgabe gemäß. Denn das Unterstellen des Willens ist gleichsam schon ein Mit-Mir-Gehen, und jede Ausübung in Wort oder Tat ist recht, d.h. Mir wohlgefällig. Dennoch soll der Mensch selbst tätig sein, also nicht sich völlig untätig Mir überlassen im Glauben, daß Ich ihn dann mechanisch lenke.

Denn der Mensch ist ein selbständiges Wesen, das gleich Mir wollen, denken und handeln kann und diese Gabe nun auch gebrauchen muß, nur eben in Übereinstimmung mit Mir und nicht gegensätzlich. Sein Denken und Handeln entspricht also dann Meinem Willen, und er wird das gleiche wollen, so er sich Mir angegliedert hat durch seine Gesinnung. Ist also seine Gesinnung gut, dann ist auch sein Denken und Handeln gut, weil er von innen heraus, durch Meinen Geist, zum Guten angetrieben wird und nimmermehr Mir gegensätzlich handeln kann. Der geistige Widerstand also ist dann aufgehoben, und es wirket der Mensch mit Mir gemeinsam, was nur gutes Wirken sein kann. Dennoch muß er sich ständig kontrollieren, ob er gleichfort Mir zugewandt bleibt oder sein Wille auch abschweift der Welt zu, was immer ein Entfernen von Mir bedeutet. Darum ist er niemals als Sklave seines Willens anzusehen, der sich frei dahin wenden kann, wohin es ihn zieht. Und das bedeutet, daß der Mensch ständig ringen und kämpfen muß, daß er immer wieder von neuem sich Mir zuwenden muß und nicht zwangsmäßig Mir untertan ist, weil er einmal sich zu Mir bekannte. Dieser Kampf ist zwar nur auf Erden nötig, und er wird immer schwächer, je mehr sich der Mensch Mir durch Liebeswirken und Gebet verbindet, so daß zuletzt kein Zuwenden zur Welt gefürchtet zu werden braucht, weil diese allen Reiz verloren hat für den, der den Zusammenschluß mit Mir gefunden hat im freien Willen. Der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis, also der guten und bösen Kräfte im geistigen Reich, um den Willen der Menschen zu gewinnen, währet so lange, wie dieser sich der Erde verbindet und es sind dies die Rechte beider Kräfte, auf den Willen einzuwirken, um ihn für sich zu gewinnen. Meinem Gegner ist dieses Recht zugebilligt worden, und er nützet es in jeder Weise aus. Das Erdenleben wurde dem Menschen gegeben zwecks Willensentscheid, also wirken beide Kräfte auch dementsprechend auf ihn ein, und der Mensch selbst gibt den Ausschlag, welcher Kraft er sich zuneigt. Darum ist es von größtem Segen, so der Mir zustrebende Mensch seinen Willen Mir aufopfert, so er sich Mir immer und immer wieder unterstellt und dadurch seine Abkehr von Meinem Gegner offenkundig ist. Dann wird er von Mir erfaßt und sicher zur Höhe geleitet, und doch ist es sein eigener Verdienst, weil ihm selbst die Entscheidung obliegt und er gesiegt hat über die Kraft der Finsternis. Sein Wille, der recht gerichtet ist, sichert ihm auch die Zufuhr von Gnade, was ständige Stärkung seines Willens bedeutet, so daß Meine Liebe also immer ersichtlich ist, wo der Mensch schwach zu werden droht. Ich lasse den Menschen nicht fallen, fordere nur von ihm, daß er Mich ständig anstrebt, auf daß Ich auch für ihn erreichbar bin. Amen. B.D. NR. 5034.

 

Buch 57 5035

Entwicklungsprozeß bis zur Vollendung. Jesus Christus.

7. Januar 1951. B.D. NR. 5035.

Alles drängt der Vollendung entgegen. Ein ewiges Gesetz erfüllt sich, und die Macht und Herrlichkeit Gottes wird offenbar werden. In unendlich langem Zeitraum spielt sich ein Erlösungswerk ab, das von euch Menschen nicht annähernd begriffen werden kann, das aber dennoch alles Werden und Vergehen, alles Erschaffen und Bestehen begründet, weil es gilt, Unvollkommenes vollkommen werden zu lassen, von Gott einstmals ausgegangene Kraft wieder zur Urkraft zurückzuführen - aus freiem Willen ungöttlich Gewordenes wieder zu gestalten zur Göttlichkeit, wie es uranfänglich gewesen ist. Einen endlos langen Weg erfordert diese Umgestaltung, das Erreichen des Urzustandes. Doch Gottes Liebe und Weisheit erkannte von Ewigkeit sowohl die Notwendigkeit als auch die Mittel zur Erreichung des Zieles. Und also ist Sein Heilsplan seit Ewigkeit festgelegt, demnach zahllose Entwicklungsperioden dazu dienen, das unvollkommene, einst von Ihm abgefallene Geistige der Vollkommenheit wieder zuzuführen. Unendlich groß ist Seine Macht, unübertrefflich Seine Weisheit und unaussprechlich tief Seine Liebe zu dem, was Er erschaffen hat. Diese übergroße Liebe bestimmt Ihn, immer wieder neue Rettungsversuche zu machen, so das Geistige durch eigenen Willen Gott widersteht und auf dem Wege nach oben zu versagen droht. Dann beendet Er gewissermaßen eine Erlösungsperiode, um eine neue beginnen zu lassen. Er ist ein Gott der Liebe, aber auch der Gerechtigkeit, Er kann Seine Liebe keinem Wesen entziehen, doch die Kraft der Liebe verringert sich bei den Wesen, die Ihm Widerstand leisten, ansonsten der freie Wille in Gefahr wäre. Und darum ist es ein überaus langwieriger Prozeß, der das Unvollkommene zur Vollendung bringen soll - er kann Ewigkeiten dauern, er kann aber auch in kurzer Zeit beendet sein mit dem Erfolg völliger Vergöttlichung des Geistigen, das diesen Entwicklungsweg unweigerlich gehen muß, um wieder zu Gott als seinem Ausgang zu gelangen.

Ihr Menschen alle seid solche zur Vollendung bestimmten Geistwesen, ihr alle seid den Weg gegangen und müsset ihn noch weitergehen, bis ihr zum Ziel kommt, mit Gott wieder vereint zu sein. Es kann dieser Weg sehr lang sein für euch, doch sowie ihr selbst im Verlangen steht, euch Gott als dem erkannten Vater und Schöpfer von Ewigkeit zu eigen zu geben, leget ihr schon die letzte Strecke des Weges zurück. Ihr stehet kurz vor eurer Vollendung, denn euer Abwehrwille ist gebrochen, der Anlaß war des Abfalls von Gott. Gott als die ewige Liebe lässet euch nicht fallen, und ob ihr noch so sehr in Sünde steckt; ihr selbst aber gehet einen entsetzlichen Weg, solange ihr in der Sünde watet. Und darum müsset ihr zu Ihm rufen, euch emporzuheben aus einem Abgrund, der euch den Gang zur Höhe erschwert - ihr müsset frei sein von einer Sündenlast, die euch zu Boden drückt und euch den Weg zur Höhe unmöglich macht, ihr müsset eure Sündenlast von euch abschütteln und, weil euch dies allein nicht möglich ist, euren Retter anrufen, Jesus Christus, Der eure Sünden auf Seine Schultern nimmt und sie zu der großen Sündenschuld der Menschheit trägt, für die Er am Kreuz gestorben ist. Ihr müsset Ihn rufen - denn Er allein ist eure Rettung, Er allein verhilft euch zur Vollendung. Einmal werdet ihr wahrlich oben stehen im Licht, aber wie lange Zeit ihr dazu benötigt, das entscheidet ihr selbst. Allein werdet ihr niemals das Ziel erreichen, mit Jesus Christus jedoch sehr schnell. Er ist es, Der die tiefe Kluft zwischen euch und Gott überbrückt hat, Er ist es, Der allen Menschen zur Vollendung verhilft und Der auch jetzt noch erretten kann in letzter Stunde, die gläubig zu Ihm rufen um Hilfe. Darum rufet Er allen Sündern zu, zu Ihm zu kommen, sich frei zu machen von ihrer Schuld, um den Weg zur Höhe leicht zurücklegen zu können. Jedem ist Er nahe, der Ihn anerkennt, der an Ihn glaubt und zu Ihm betet in seiner Not. Er will für einen jeden der Erlöser sein, Er will jedem Menschen den Weg zeigen, Er will jedem die Wahrheit bringen, auf daß ein jeder das ewige Leben finde, bevor ein Erlösungsabschnitt zu Ende geht, der geistigen Tod bedeutet für alle, die nicht zu Ihm, zu Jesus Christus, gefunden haben. Amen. B.D. NR. 5035.

 

Buch 57 5036

Erreichung des Zieles. Liebe. Wille.

8. Januar 1951. B.D. NR. 5036.

Ich habe nur ein Ziel, euch Menschen zu Meinen rechten Kindern zu machen, die mit zutraulichster Liebe am Vater hängen und Ihm allzeit gehorsam sind, d.h. ihren Willen dem Meinen unterstellen. Was Geist ist von Meinem Geist, gehört unweigerlich zu Mir, und darum suche Ich, es zu gewinnen, weil Ich es nicht zwingen kann, will Ich nicht wider Mein Gesetz von Ewigkeit vorgehen, das nicht ursprünglich frei Erschaffenes unfrei macht. Wie und auf welchem Wege ihr, Meine Geschöpfe, nun zu Mir findet, stelle Ich euch selbst anheim, allen jedoch mit Meiner Gnade beistehend, die zu Mir verlangen als ihrem stets liebevollsten Vater von Ewigkeit. Die Freiheit des Willens macht allein schon Verschiedenheit im Denken, Wollen und Handeln eines Menschen verständlich, und diesem entsprechend legt er auch den Weg der Aufwärtsentwicklung zurück. Ein jeder Erdenwanderer beschreitet wohl den rechten Weg zur Höhe, so er Mich als Ziel anstrebt, doch nicht alle haben den gleichen Schritt, nicht alle die gleiche Zeit und den gleichen Auftrieb, aber das Ziel erreichen sie alle, wenn auch in verschiedener Zeitspanne, sofern Mein Wille den einen oder den anderen nicht vorzeitig abruft von dieser Erde. Dies wird jedem verständlich sein, der selbst ernstlich ringet und Mich erreichen will, daß eines jeden Weg verschieden ist, daß nur eines den rechten Weg garantiert, ein Lebenswandel in Liebe. Die Liebe ist das wirksamste Auftriebsmittel, die Liebe ist die Kraft, die den Menschen hebt und ihm den schwersten Aufstieg leichtmacht, denn die Liebe ist die sicherste Gewähr, daß Ich Selbst Meinen Geschöpfen entgegenkomme und sie emporhebe an Mein Vaterherz, weil Ich nun Meine Kinder wirklich gewonnen habe, so sie ihr Wesen dem Meinen angeglichen haben. Wer die Liebe in sich hat, der braucht wahrlich keine Leiter zur Höhe mühsam erklimmen, er wird getragen durch die Kraft der Liebe und landet unwiderruflich bei Mir. Diesen einfachen Weg der Liebe, der zwar nicht die dornige Beschaffenheit ausschließt, gehen aber nicht alle Menschen, und dennoch streben sie Mir willensmäßig zu. Auch sie erreichen ihr Ziel, weil der Wille zu Mir Garantie ist. Sie wollen, und Ich segne ihren Willen - und also tun sie, was ihnen nötig erscheint zur Gewinnung des ewigen Lebens. Sie bleiben den Lehren und Vorschriften treu, die ihnen als Weg zur Höhe bezeichnet wurden von Menschen, die sich als Führer auf dem Weg nach oben ausgeben. Sie lösen sich nicht von der Zeremonie, doch immer im Glauben, dadurch Mir wohlgefällig zu handeln. Sie sind aber dennoch auf dem rechten Wege, wenngleich ihnen dieser nicht ohne äußere Merkmale denkbar ist. Jeder Mensch, der nach oben strebt, kommt zum Ziel. Und so lasse sich keiner von dem anderen beirren, dessen Wille ernst ist, den Zusammenschluß mit Mir herzustellen. Ich weiß um den Willen jedes einzelnen und segne, die ihn Mir zuwenden. Mein Segen aber bedeutet Zuwenden von Gnade, also Hilfe in jeder Weise, daß Meine Geschöpfe das Ziel erreichen, daß sie als Meine rechten Kinder zu Mir finden und von Meiner Vaterliebe angenommen werden, weil Ich Selbst die Vereinigung ersehne, um Meine Kinder ewig selig zu machen. Amen. B.D. NR. 5036.

 

Buch 57 5037

Kampf wider den Feind der Seelen. Anruf Jesu Christi.

9. Januar 1951. B.D. NR. 5037.

Im Kampf wider das Böse werdet ihr stets Sieger bleiben, so ihr Jesus Christus anrufet um Hilfe. Er kennt den Feind der Seelen, der auch Ihm Selbst als Feind gegenübertrat, als Er auf Erden wandelte, und der die Menschen dazu bestimmte, Ihn ans Kreuz zu schlagen. Er kennt ihn und weiß um seine Tücke, um List und Gewalt und um seine Macht, die er mißbraucht, um euch Menschen von Gott abzudrängen und euch Ihm zu entfremden. Er kennt ihn und stellt Sich deshalb Selbst ihm zum Kampf, sowie ihr Ihn nur anrufet um Hilfe. Ihr seid in ständiger Gefahr, denn er umlauert euch und sucht euch zu schaden, er weiß, wer Gott zustrebt, und diesen suchet er besonders zu Fall zu bringen, indem er ihn täuschen will mit einer Maske, indem er sich fromm stellt und doch voller satanischer Gedanken ist. Jesus Christus aber deckt sein schändliches Spiel auf und gibt dem klare Erkenntniskraft, der sich Ihm anvertraut. Kein Ruf zu Ihm verhallt ungehört, und kein Feind ist Ihm zu mächtig, als daß Er gegen ihn vorgehen könnte. Er zwinget alle und geht als Sieger hervor. Daher braucht ihr den Feind eurer Seelen nicht zu fürchten, was er auch gegen euch unternehmen will, denn sowie ihr Jesus Christus anrufet um Hilfe, um Seinen Beistand, läßt er von selbst von euch ab, weil er die Kraft des göttlichen Namens kennt und sie fürchtet. Wer aber auf eigene Kraft vertraut und die Hilfe Christi nicht zu benötigen glaubt, der bleibt auch sich selbst überlassen, und er muß selbst den Kampf aufnehmen wider den Satan. Und er wird unterliegen, denn ein schwacher Mensch ist seiner Kraft nicht gewachsen, die er auch von Gott empfangen hat und die er nun nützet in völlig verkehrter Weise. Jesus Christus steht euch Menschen immer hilfreich zur Seite, doch ihr müsset zu Ihm kommen und Ihn um Seine Liebe und Gnade angehen, ihr müsset glauben an Ihn, daß Er ein starker Bezwinger des Satans ist, daß Er euch also helfen kann; und die Hilfe wird nicht ausbleiben, Er wird dem Feind der Seelen den Zutritt zu euch verwehren, sowie ihr Ihm huldigen wollet, sowie ihr euch Ihm überlasset, daß Er euch helfe. Denn Seiner Macht ist alles untertan, und auch das geistige Reich des Bösen beherrschet Er, also haben auch die Kräfte der Finsternis keine Macht über euch, die ihr den göttlichen Erlöser Jesus Christus rufet zum Schutz gegen das Böse. Empfehlet euch Seinem Schutz und Seiner Gnade, und Er wachet über euch. Amen. B.D. NR. 5037.

 

Buch 57 5038

Wirken des Satans. "Ich bin der gute Hirt."

10. Januar 1951. B.D. NR. 5038.

Ich will euch ein Zeichen geben, an dem ihr erkennet, wer Der ist, Der zu euch spricht, ein Zeichen, das unwiderlegbar ist, auf daß ihr auch Mein direktes Wirken anerkennet. Doch achten müsset ihr auf alles, was euch begegnet, denn Ich wirke stets im Rahmen des Natürlichen, auf daß ihr nicht in Glaubenszwang geratet, es euch jedoch leichtfallen soll, zu glauben. Es ist Mein Wille, daß ihr fest in der Überzeugung lebet, die reine Wahrheit zu empfangen, darum will Ich euch helfen, wo dieser Glaube in Gefahr ist, wo Zweifel eurem Herzen entsteigen, wo ihr schwach werdet durch Einfluß des Satans. Er hat wohl große Macht, die sich aber nimmermehr erstreckt auf die Meinen, die in Meiner Liebe den sichersten Schutz haben gegen ihn. Seid ihr also Mein durch euren Willen und eure Gesinnung, so brauchet ihr ihn nicht mehr zu fürchten, denn nur über die Unschlüssigen und seine Anhänger hat er Gewalt so lange, wie sie nicht zu Mir rufen um Hilfe. Wenn Ich die Meinen nicht schützen wollte gegen ihn, dann wäre wahrlich Meine Liebe gering oder Meine Macht. Sehet um euch und achtet darauf, wie er wirket, wo die Welt vor Mich gestellt wird, wo das Verlangen nach der Materie vorherrscht, wo keine Liebe vorhanden ist. Überall dort ist er Herrscher, und er verwirret das Denken der Menschen. Wo aber ersichtlich ist das Streben zu Mir, wo Ich das Ziel bin, wo die Materie nur noch geringgeachtet wird und der Mensch danach trachtet, Meinen Willen zu erfüllen, dort ist Mein Gebiet, und dort hat der Satan seine Macht verloren, wenngleich er immer wieder einzubrechen sucht wie ein Wolf, der Mir Meine Schafe rauben will. Ich aber bin der gute Hirt - gedenket dieser Meiner Worte - Ich bin der gute Hirt. Glaubet ihr, daß Ich Meine Schafe Meinem Feind überlasse? Glaubet ihr, daß Ich zusehe, wie er einbrechen will in den Schafstall, um Verwirrung anzurichten in Meiner Herde? Dann wäre Ich kein guter Hirt, und ihr müßtet zweifeln an Meinem Wort. Selbst die verlorenen Schafe suche Ich zurückzugewinnen, wieviel mehr werde Ich die vor dem Feind schützen, die Mein sein wollen. Die Macht des Satans ist wohl groß, größer aber als diese ist Meine Liebe. Also ist auch seiner Macht eine Grenze gesetzt, weshalb ihr ihn nicht zu fürchten brauchet, die ihr nach Meiner Liebe verlanget. Ihr bestimmet selbst durch euer Verlangen euren Herrn, dem ihr angehören wollet; alles, was ihr begehret und ihm noch angehört, macht euch auch zu seinem Knecht. Strebet ihr aber Mich an und Mein Reich, dann seid ihr Mein und bleibt es bis in alle Ewigkeit, ansonsten wahrlich Meine Liebe und Meine Macht begrenzt wäre, so nicht die Meinen darauf bauen könnten in jeder geistigen und irdischen Not. Ich bin der gute Hirt und lasse Mein Leben für Meine Schafe. Vergesset dieses Wort nicht, und ihr werdet euch stets von Mir behütet wissen und Meinen Gegner nicht zu fürchten brauchen. Amen. B.D. NR. 5038.

 

Buch 57 5039

Weltliebe - Satans Anhänger. Gottesliebe - Überwinder der Materie.

11. Januar 1951. B.D. NR. 5039.

Ein geistiges Leben führet nur der Mensch, der zu Gott verlangt, während der Anhänger des Satans ein rein weltliches Leben lebt auf dieser Erde, selbst wenn er ein scheinbarer Vertreter Gottes ist. Die Welt überwinden heißt auch den Satan überwinden, der Herr der materiellen Welt ist insofern, als ihm noch das unreife Geistige gehört, das in der Materie gebunden ist, obwohl ihm die Macht über das Geistige entzogen ist. Es ist wohl noch sein Anteil, weil es gleichen Geistes ist, doch seinem Einfluß nicht zugänglich, solange es in der Form gebunden ist. Dennoch ist es sein Mittel, um die Menschen - das Geistige, das in der Entscheidung steht zwischen Gott und ihm - zu sich hinüberzuziehen. Denn der Mensch, als anfänglich unreifes Geistiges, verlangt nach dem, was die Welt ihm vor Augen stellt. Doch er soll es überwinden. Dann gehört er dem Vater von Ewigkeit an, Dessen Reich aber geistig ist. Wer also die Welt liebt und ihre Freuden, wer nach der Materie trachtet und nur für die Gewinnung dieser lebt, der gehört dem Gegner Gottes an und räumt ihm auch die Macht ein über sich selbst. Wer aber zu Gott verlangt, den reizt die Welt nicht mehr, er hat die Welt überwunden, ansonsten das Verlangen nach Gott nicht in ihm erwacht wäre. Folglich ist das Abwenden von der Welt auch ein Zeichen der Gott-Zugehörigkeit, im freien Willen angestrebt. Der Satan locket mit der Welt und hat sonach ein Zugmittel, dem die meisten Menschen verfallen, weil sie die Welt lieben. Weltliebe und Gottesliebe zusammen ist nicht möglich, und Weltliebe und Nächstenliebe wird auch nur selten zusammen anzutreffen sein oder letztere schon ein Abnehmen der ersteren bedeuten, und daran erkennet ihr die Anhänger Gottes und die Anhänger des Gegners von Gott. Und es wird auch der Mensch so lange nicht den inneren Frieden finden, den Frieden der Seele, wie er den Gütern der Welt Beachtung schenkt, wie er sie noch begehret. Denn der Frieden der Seele kommt aus Gott, und Gott ist nur bei dem, der der Welt den Rücken zeigt. Der Mensch ist zwar in die Welt hineingestellt und muß seiner Erdenaufgabe nachkommen, und das zwingt ihn auch, Fühlung zu behalten mit der Welt. Doch es geht um das Begehren des Herzens, es geht um die innerste Gesinnung den Schätzen der Welt gegenüber, die völlig an Glanz verblassen werden, so das Streben nach dem geistigen Reich und seinen Schätzen den Menschen erfüllt. Dann steht er wohl gleichfort in der Welt, doch nur zur Erfüllung der Pflichten, die ihm das irdische Leben auferlegt. Die Welt aber reizt ihn nicht mehr, und das ist ein Zeichen, daß er die Welt überwunden hat und folglich auch ihren Herrn, daß er sich gelöst hat von dem Gegner Gottes, um die Verbindung mit Gott herstellen zu können. Niemand kann zweien Herren dienen, und welchem Herrn der Mensch dienet, ist klar ersichtlich an seinem Verlangen. Die irdische Welt und das geistige Reich sind so weit voneinander entfernt, daß es wohl zu unterscheiden ist, wonach das Herz des Menschen verlangt. Und niemals kann der Satan herrschen in einem Menschen, von dem Gott schon Besitz ergriffen hat durch dessen Willen. Amen. B.D. NR. 5039.

 

Buch 57 5040

Offenbarungen. Buch der Väter. Lebendiges Wort.

13. Januar 1951. B.D. NR. 5040.

Ich bin immer bei euch, so ihr mit Mir Zwiesprache halten wollet, so euer Herz nach Mir verlangt. Die Welt aber erkennet Mich nicht an, ihr ist Mein Urwesen unbekannt, d.h., den Menschen, deren Sinnen und Trachten noch die irdische Welt ist, bin Ich so fremd geworden, daß sie nicht zu glauben vermögen, daß Ich Mich Meinen Kindern offenbare, daß Ich zu ihnen spreche durch das Herz, daß Ich also mit ihnen in engster Verbindung stehe. Und darum werdet ihr stets Widerstand finden, so ihr der Welt gegenüber Meiner Offenbarungen Erwähnung tut. Und dieser Widerstand wird auch mitunter in euer Herz Zweifel fallenlassen ob der Wahrhaftigkeit dessen, was Ich euch offenbare durch den Geist. Doch bedenket immer, daß die Anhänger der Welt nicht urteilsfähig sind, wie ihnen auch die Erkenntnis mangelt, also ihr Widerstand leicht begreiflich ist, weil er ihrem unvollkommenen Wesen entspricht. Doch ihr sollt euch durch diesen Widerstand nicht bestimmen lassen, zu zweifeln an Meiner Gegenwart. Wer Mich begehrt, der wird auch Erfüllung finden, ihm werde Ich auch gegenwärtig sein und Meine Gegenwart auch bekunden durch Mein Wort. So aber bin Ich auch denen gegenwärtig, die im Verlangen, Mich zu hören, das Buch der Väter lesen, das gleichfalls eine Offenbarung Meinerseits ist und bleiben wird, solange die Erde besteht. Wer es also liest mit Liebe zu Mir im Herzen, der wird Mich Selbst sprechen hören, denn ihm werden die Buchstaben lebendig werden, sie werden ihm sagen, was Ich Selbst ihm sagen möchte. Ein jeder Mensch wird die Äußerung Meiner Liebe anders erfahren, und ein jeder wird es bezeugen können, daß er sie erfahren hat. Denn Ich sehe in die Herzen, und wo Ich ein Verlangen nach Mir und Meiner Liebe entdecke, dort bin Ich stets bereit, es zu erfüllen. Ein Anhänger der Welt indessen sehnt sich nicht nach Mir, da die Welt ihm begehrenswerter erscheint. Diesen ist sowohl das Vernehmen des inneren Wortes unverständlich und unglaubwürdig, wie ihnen auch Mein Wort im Buch der Väter reizlos und inhaltlos bleiben wird so lange, wie sie noch Anhänger der Welt sind. Somit werden sie niemals die Segnungen und die Kraft Meines Wortes erfahren können und darum stets die Feinde derer sein, die mit Mir in enger Verbindung stehen und von Mir bedacht werden mit Meinem Wort. Je näher es dem Ende ist, desto kleiner wird die Schar der Meinen und desto größer deren Gegner, die so fern von Mir stehen, daß Ich nicht mehr für sie existiere, also sie auch eine Äußerung Meinerseits für unmöglich halten, weil sie Mich Selbst nicht mehr anerkennen. Einen desto tieferen Glauben aber sollen dann die Meinen haben, den Ich ihnen lohnen werde mit so offensichtlichen Zeichen Meiner Gegenwart, daß sie daraus Kraft schöpfen zum Widerstand gegen ihre Feinde, die nun auch Meine Feinde sind, weil sie gegen Mich kämpfen, weil sie auch den Meinen den Glauben rauben wollen und brutal gegen sie vorgehen. Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende. Ich verlasse euch wahrlich nicht, die ihr nach Mir verlanget, und Ich werde im Wort immer bei euch sein, sowie ihr Mich zu hören begehret. Amen. B.D. NR. 5040.

 

Buch 57 5041

Seligwerdung - Freier Wille. Wolf im Schafstall.

14. Januar 1951. B.D. NR. 5041.

Ich habe wahrlich nur ein Ziel, euch Menschen selig zu machen. Eure Seligwerdung aber bedingt als erstes, daß ihr selbst es wollet. Verstehet es, daß nicht Mein Wille entscheidet, sondern allein euer Wille, der frei ist. Und um diesen Willen ringt auch Mein Gegner, der euch nicht hergeben will, aber euch nicht halten kann, wenn ihr zu Mir verlangt. Darum wird es euch auch verständlich sein, daß und warum er auch die Menschen bedrängt, die Mir zustreben, deren Wille sich eigentlich schon entschieden hat für Mich, den er aber wieder zurückgewinnen will. Eine Seligwerdung ist nur möglich im Zusammenschluß mit Mir, der auch unweigerlich erreicht wird, wenn sich der Mensch für Mich entschieden hat. Es gibt keine Gefahr mehr für den, der zu Mir verlangt, doch Versuchungen aller Art wird er ausgesetzt sein, solange er auf Erden weilt, weil so lange auch Mein Gegner den Kampf nicht aufgibt, selbst wenn er erfolglos ist. Mein Gegner arbeitet wohl mit List und Gewalt, doch er ist finsteren Geistes, ansonsten er die Erfolglosigkeit seines Strebens erkennen würde. Ich will euch selig machen - und ihr Menschen selbst gebt Mir durch euren Mir zugewandten Willen das Recht dazu, euch zu Mir zu ziehen. Der Satan, der dies erkennt, daß ihr für ihn verloren seid, läßt aber nicht nach, weil er Meiner Liebe Kraft unterschätzet, weil er glaubt, Mir noch abringen zu können, was Mir jedoch gehört. Und sein Mittel ist, Verwirrung anzurichten, Zweifel in das Herz der Menschen zu streuen und so den Glauben an Mich zu erschüttern. Doch wieder gibt euer Wille allein den Ausschlag. Gehört er Mir, dann erkennet ihr auch bald sein falsches Spiel, und ihr wendet euch von ihm ab. Was euch unklar war, wird euch verständlich, und ihr befreit euch selbst von seiner Gewalt, er kann euch nicht halten, weil ihr zu Mir strebt. Wer also zu Mir will, wird auch sein Ziel erreichen, und mag der Satan noch so sehr wüten in der letzten Zeit vor dem Ende. Er wird mitunter wohl schwer erkenntlich sein, denn er schleicht sich oft ein unter einer Maske, und er greift den flüchtigsten Gedanken auf, der seinem Vorhaben dienlich sein könnte. Er arbeitet mit viel List und Gewalt und bedient sich derer als Werkzeuge, die nicht voll in der Wahrheit unterrichtet sind, weil der Irrtum ihm selbst den Unterschlupf gewährt, den er benötigt, um von dort aus seinen Kampf zu führen. Die reine Wahrheit lässet ihn nicht aufkommen, weil er stets erkannt wird von denen, die in der Wahrheit stehen. Ein noch so geringer Irrtum aber gewährt ihm Zugang, und dann richtet er heillose Verwirrung an gleich einem Wolf, der einbricht in den Schafstall und Angst und Schrecken auslöset. Dennoch wird er auch dann noch keinen Schaden anrichten können, wenn Meine Schafe zu Mir flüchten, zu ihrem Hirten, Der sie schützet vor jeglicher Gefahr. Also ist wieder nur der Wille allein entscheidend, und sowie dieser Mir zugewandt ist, hat der Satan jegliche Macht über den Menschen verloren. Das also müsset ihr wissen, daß ihr immer dann den rechten Weg geht, weil Ich euer Ziel bin, daß ihr dann weder fallen noch straucheln könnet, da Ich dann mit euch gehe, weil Ich Selbst euch zur Seligkeit verhelfen will. Darum fürchtet keine Gegenkraft, vertrauet nur auf Mich, euren Gott und Vater von Ewigkeit, gebet euch Mir zu eigen und strebet Mich an. Dann gehört euer Wille Mir, und Ich lasse wahrlich euch nicht in die Hände Meines Gegners fallen, der euch Mir entfremden will. Meine Liebe erfasset euch, und Meiner Liebe Kraft wird auch Sieger sein über ihn, weil ihr nichts auf ewig widerstehen kann. Amen. B.D. NR. 5041.

 

Buch 57 5042a

Verkörperung als Mensch Folge der Sünde. Erlösungswerk.

15. Januar 1951. B.D. NR. 5042a.

Euer Sein als Mensch ist die Folge der Sünde. Ihr mußtet eine untergeordnete Form annehmen, eine Form, die unbeständig ist, die also von Mir nur für die Dauer eures Aufenthaltes in ihr geschaffen wurde und die immer vergänglich bleiben wird, weil ihre Substanz Materie ist, etwas unreifes Geistiges, das überaus langer Zeit benötigt, um gleich eurer Seele einen menschlichen Körper zu beleben. Diese eure Außenform ist für das darin sich bergende Geistige eine Last, eine Fessel, die ihm Zwang auferlegt, also ist der Zustand des Geistigen keine Glückseligkeit. Es befindet sich in einem Gericht, und dieses Gericht ist Folge der Sünde, der einstigen Auflehnung gegen Mich und der Abkehr von Mir. Sünde ist ein Vergehen gegen die Liebe. Die Liebe ist etwas Göttlich-Erhabenes, sie ist die Ursubstanz Meiner Selbst, also ist ein Vergehen gegen die Liebe auch ein Vergehen gegen Mich, das nicht ungestraft bleiben kann laut göttlicher Gerechtigkeit. Es ist die Sünde nicht ungeschehen zu machen durch Meine Liebe, sondern sie muß gesühnt werden, ansonsten Meiner Gerechtigkeit nicht Genüge getan würde. Dieser Gerechtigkeitsakt nun findet statt durch die Bannung des Mir einst Widerstand leistenden Geistigen in einer materiellen Form, die immer eine Fessel bedeutet für jenes. Es ist also diese Fessel eine Folge der Sünde, und somit befindet sich alles Geistige, das in der materiellen Schöpfung bis hinauf zum Menschen gebunden ist, im Gericht. Es sühnet gleichsam die Schuld, die es durch die Sünde der einstigen Auflehnung gegen Mich auf sich geladen hat. Der Sühnungsprozeß aber dauert endlose Zeiten und würde auch mit der letzten Verkörperung als Mensch nicht sein Ende finden, da die Schuld unfaßbar groß ist - und die Sühne in der kurzen Erdenlebenszeit nicht geleistet werden könnte -
B.D. NR. 5042a.

 

Buch 57 5042b

Verkörperung als Mensch Folge der Sünde. Erlösungswerk.

16. Januar 1951. B.D. NR. 5042b.

- welche diese große Schuld erforderte. Es mußte also ein unfaßbar großes Sühneopfer gebracht werden, denn laut göttlicher Gerechtigkeit mußte Mir Genugtuung geleistet werden; die Sünde mußte gewissermaßen aufgehoben und ein ungeheurer Kaufpreis gezahlt werden für die Freiheit der Wesen, die im Bann sich befinden. Die Sündenschuld mußte getilgt werden. Und dieses Werk vollbrachte der Mensch Jesus für die gesamte Menschheit. Ihr Menschen könnet nicht die Größe dieses Liebewerkes ermessen, weil euch auch für die Größe der Schuld jedes Verständnis fehlt. Alles Wesenhafte, das Mir noch widersteht, lebt in dieser Sündenschuld, im gebundenen Zustand unbewußt, im Zustand des freien Willens, als Mensch, bewußt, weil dieser sich auch seines Schwächezustandes bewußt ist, seiner Kraft- und Lichtlosigkeit, solange er noch im Bann der Sünde steckt. Daß er dies zumeist nicht eingestehen will, ist ein Beweis der Lichtlosigkeit und auch ein Beweis seiner Sündhaftigkeit, womit nicht immer ein sündiges Leben auf Erden zu verstehen ist. Die große Sünde der einstigen Auflehnung gegen Mich hat den gebannten Zustand verschuldet, und diese große Sünde muß zuvor getilgt werden, ehe das Wesen zu Licht und Kraft gelangt. Der Mensch Jesus wußte um die große Not und das unsägliche Elend, in dem das gefallene Geistige sich befand; Er wußte auch darum, daß es unmöglich war, während des Erdenlebens die Schuld abzubüßen, und daß das Wesen auch im geistigen Reich nicht zur Höhe steigen konnte, weil die Last der Sünde es stets in die Tiefe zog und es sich nicht wehren konnte gegen die Kräfte von unten. Jesus wußte um den unglückseligen Zustand des Sündig-Gewordenen durch eigenen Willen, und Er wollte ihm helfen - Er wollte die ungeheure Sündenschuld auf Sich nehmen, um ihm Erlösung zu bringen. Seine Liebe war übermenschlich groß, daß Er ein Werk zur Ausführung brachte, das in übermenschlichen Nöten und Leiden bestand. Er brachte Mir ein Sühneopfer. Er hat alle Menschen erlöst von der Sünde. Doch der freie Wille des Menschen wird nicht ausgeschaltet. Das Erlösungswerk muß anerkannt und in Anspruch genommen werden - es muß der Mensch auch seine übergroße Sündenschuld hintragen zum Kreuz des göttlichen Erlösers, er muß sich selbst erkennen und vor Ihm bekennen als Sünder, als schwacher, unzulänglicher Mensch, der gebunden ist und bleibt, so Sich Jesus Christus nicht seiner erbarmt und für ihn eintritt als barmherziger Mittler, Der seine Schuld zu tilgen bereit ist, sowie der Mensch an Ihn als Erlöser glaubt, Ihm reuevoll seine Sündhaftigkeit bekennt und um Vergebung seiner Schuld bittet. Das Erkennen und Bekennen seiner Schuld erst ist das Zeichen des Glaubens an Jesus Christus. Es muß der Mensch aus der Tiefe rufen zu Ihm, er muß Ihn um Hilfe anflehen in seiner geistigen Not. Er muß sich Ihm anvertrauen, er muß wissen und bekennen, daß er sich in der Tiefe befindet und Seine Hilfe benötigt, er muß die Hände ausstrecken nach Ihm und von Ihm Erbarmen fordern, dann erkennt er auch seine Schuld, seinen mangelhaften Zustand, der Folge der großen Sünde ist, die Anlaß der Verkörperung eines jeden Menschen auf der Erde war, und er muß in innigem Gebet den Beistand Jesu erflehen, um emporzusteigen zu Mir, Der Ich Selbst im Menschen Jesus zu Meinen Kindern auf Erden gekommen bin, um die ungeheure Sündenschuld zu tilgen. Und allen wird Erlösung werden, die sich sündig bekennen, denn durch das Eingeständnis ihrer Schuld lösen sie sich willensmäßig von dem, der sie schuldig werden ließ, und fordern Vergebung an, die ihnen um Jesu Christi willen auch zuteil wird. Amen. B.D. NR. 5042b.

 

Buch 57 5043

Offenbarung. Lebendiger Glaube.

17. Januar 1951. B.D. NR. 5043.

Gegenwärtig bin Ich euch immer, sowie ihr Mich gedanklich suchet. Dann ist die Verbindung hergestellt zwischen dem Geistesfunken in euch und seinem Vatergeist von Ewigkeit. Eine Belehrung aber kann nur dann stattfinden, wenn ihr eine solche begehret, d.h. euch einstellet als Empfangsorgan, indem ihr lauschet, was euch Mein Geist kundtut, indem ihr achtet eurer Gedanken, so ihr Mein Wort noch nicht tönend vernehmet. Nicht jeder Gedanke kann als Belehrung Meinerseits gelten, doch immer die Gedanken, die nach innigem Gebet und Fragen, auf die ihr Antwort begehret, in euch auftauchen. Diese sind Meine Antwort, und diese sollet ihr als solche anerkennen. Darum seid ihr selbst es gewissermaßen, die ihr Mich zu einer Geistesäußerung veranlaßt, sowie ihr mit Mir Zwiesprache haltet, also auf Fragen Antwort begehret. Ich äußere Mich nicht denen gegenüber, die weder glauben noch wollen, daß Ich zu ihnen rede, weil diese eine Anrede nicht anhören würden oder, wenn sie zweifellos ertönte in ihren Herzen, sie zum Glauben zwingen würde, was gänzlich wertlos wäre für die Seele. Und ebenso werde Ich keine offensichtlichen Beweise geben, wodurch der Mensch im Glauben wohl gestärkt werden könnte, aber auch gewissermaßen einem Glaubenszwang unterliegen würde. Ein frei gewonnener Glaube ist um vieles wirksamer, und er bereitet dem Menschen eine selige Gewißheit innigster Verbundenheit mit Mir. Euch Menschen zum lebendigen Glauben zu bringen ist Mein ständiges Streben, darum muß Ich Mich mitunter scheinbar entfernen von euch, auf daß ihr glaubet - doch anders gelanget ihr nicht zu einem solchen Glauben, der alles erreicht, was er will. Ich bin euch wohl immer gegenwärtig, lasse aber in euch mitunter das Gefühl des Alleinseins aufkommen, auf daß ihr Meine Gegenwart innig begehret, um sie dann auch empfinden zu können. Denn ihr allein bestimmet, wann sich euch Meine Gegenwart offenbaret. Ihr allein seid es, die Mich zum Reden veranlassen, und also höret ihr Meine Stimme, sowie ihr sie begehret. Ob ihr sie nun erkennet als Meine Stimme, liegt wieder nur an euch selbst, an der Tiefe eures Glaubens, der in Mir ein Wesen voller Liebe erkennt, Das Sich Seinen Geschöpfen kundtun will, um auch ihre Liebe zu gewinnen. Der Glaube an Meine Liebe hält alles für möglich, auch, daß ein Vater Sich Seinen Kindern offenbart. Amen. B.D. NR. 5043.

 

Buch 57 5044

Geisteswirken. Licht. Wissen. Heilsplan.

19. Janaur 1951. B.D. NR. 5044.

Ich spreche durch Meinen Geist zu euch, in immer gleicher Liebe und unveränderlicher Geduld. Meine Worte sind immer nur Gnadenmittel, um euch zu verhelfen zur Seligkeit. Die Liebe zu euch veranlaßt Mich, daß Ich Mich euch offenbare, und auf daß ihr Mich erkennet, wirke Ich in euch, weil von außen auch Mein Gegner auf euch einzuwirken sucht, der sich aber niemals durch den Geist in euch äußern kann. Denn der Geistesfunke in euch ist nur dann tätig, wenn ihr die Verbindung mit Mir herstellt durch Liebeswirken oder inniges Gebet. Also ist Geistwirken immer die Äußerung Meiner Selbst und darum auch über jeden Zweifel erhaben. Der Gegner kann aber auch die Gedanken des Menschen beeinflussen, die er nun gleichfalls als von innen kommend ansieht, und darum gilt es, zu prüfen, was unter Geistwirken zu verstehen ist, zu welchem Mein Gegner keine Fähigkeit hat und niemals haben wird.

Mein Gegner kann nichts im menschlichen Herzen entstehen lassen, sondern er kann nur solche Gedanken in ihm erwecken oder in Erinnerung bringen, die schon in ihm schlummern, d.h. das Gehirn schon beeindruckt haben durch Geschehnisse von außen oder Gedankentätigkeit auf Grund von Erfahrungen oder von außen ihm vermittelten Wissens. Es muß also im Menschen etwas vorhanden sein, was der Gegner durch seinen Einfluß anregt, und er wird verständlicherweise nur das im Menschen in Erinnerung bringen, was seinem Streben, ihn von Mir zu entfernen, dienlich ist; er wird also niemals ihn in Meinem Willen beeinflussen. Geisteswirken aber bringt gedankliche Ergebnisse zum Vorschein, die der Mensch zuvor nicht in irgendeiner Weise gewonnen hat und die ihm auch niemals von außen vermittelt werden können, es sei denn, es wird ihm das Geisteswirken eines anderen zur Kenntnis gebracht.

Geisteswirken ist ein Einführen in die ewige Wahrheit, ein Aufklären bisher dunkler Gebiete, ein Lösen von Problemen, die Menschenverstand übersteigen. Geistwirken ist ferner das Gewinnen einer tiefen Erkenntnis vom Sinn und Zweck der Schöpfung und von dem Urverhältnis des Schöpfers zu dem Geschaffenen. Es ist eine höhere Weisheit, die aber, wohlgemerkt, von innen dem Menschen zugeht, denn auch das gleiche von außen an ihn herangetragene Wissen wird erst zur Erkenntnis, so es ihm der Geist im Menschen erleuchtet, so Ich also wirken kann im Menschen durch den Geist. Einem Menschen nun, der niemals zuvor ein solches Wissen vermittelt bekam, kann niemals Mein Gegner dieses Wissen vermitteln, der dazu nicht die Fähigkeit hat, also auch einem ihm hörigen Menschen nimmermehr von innen heraus diese Erkenntnis geben kann, weil er sie selbst nicht mehr besitzt, da er gefallen ist und dieser Fall eben auch Finsternis des Geistes mit sich brachte. Er befindet sich selbst in völlig falschem Denken und sucht dieses auf die Menschen zu übertragen, und er wird stets nur die Gedanken dem Menschen vermitteln, die seiner Finsternis entsprechen und ihn von Mir abdrängen. Die Wahrheit flieht Mein Gegner und wird sie daher niemals dem Menschen zuführen, den er von Mir entfernen will. Wahrheit aber ist das Wissen, das Mich als liebevollsten, allmächtigen und überaus weisen Schöpfer des Himmels und der Erde hinstellt. Wahrheit ist das Wissen, das Licht gibt, also dem Menschen die Erkenntnis bringt über Meinen Heilsplan von Ewigkeit. Denn dieser wird auch Mich Selbst erkennen lernen als einen Gott der Liebe, als Der Ich auch erkannt werden will von Meinen Geschöpfen, auf daß sie Mich wiederlieben und den Zusammenschluß anstreben mit Mir, der erstes und letztes Ziel alles Geschaffenen ist, weil dieser Zusammenschluß ewige Seligkeit bedeutet, die Ich Meinen Geschöpfen bereiten will.

Durch den Geistesfunken im Menschen ist dieser unzertrennlich mit Mir verbunden, doch zum Leben aus Mir erwacht er erst, wenn er selbst die Verbindung herstellt mit dem Vatergeist von Ewigkeit. Und auf daß ihr Menschen dies erkennet, wirke Ich durch Meinen Geist in euch, die ihr an Mich glaubet und zu Mir verlanget - Ich offenbare Mich euch in Meiner Liebe, Weisheit und Macht. Amen. B.D. NR. 5044.

 

Buch 57 5045

Seher und Propheten. Willens- und Glaubensstärke.

21. Januar 1951. B.D. NR. 5045.

Es bedarf einer besonderen Festigkeit im Glauben, den Mitmenschen als Seher und Prophet gegenüberzutreten, denn die irdisch materielle Welt mit allen ihren Vertretern steht in so krassem Gegensatz zu dem, was durch die Propheten vorausgesagt wird, daß dieses als Phantasterei abgelehnt wird und der Prophet selbst verhöhnt und verspottet wird. Und diese Einstellung der weltlich gesinnten Menschen vermag auch leicht einen Seher und Propheten zu erschüttern, so er nicht fest im Glauben ist und immer wieder sich zurückzieht in die Stille, um mit der Welt in Verbindung zu bleiben, die ihm das Kommende vermittelt hat. Die Glaubensstärke dieser von Mir erweckten Mittler zwischen Mir und den Menschen muß so überzeugend auf die Mitmenschen einwirken, daß sie alles für möglich halten, auch das vorausgesagte Geschehen, weil sie ihren Worten Glauben schenken. Und darum können auch nur willens- und glaubensstarke Menschen dieses Amt versehen, die sich nicht erschüttern lassen von Drohungen, wenn es zuletzt hart auf hart gehen wird. Ich will die Menschen zuvor in Kenntnis setzen, Ich will sie warnen und ihnen Gelegenheit geben zur Willenswandlung - Ich muß daher auch Organe haben auf Erden, durch die Ich zu den Menschen reden und sie auf das Kommende hinweisen kann. Ich will ihnen durch diese das nahe Ende ankündigen und die vorangehende große Not, die teils naturbedingt ist, teils durch die teuflisch gewordene Menschheit selbst verursacht wird; Ich will ihnen über den Grund und die Auswirkung Aufklärung geben, Ich will den Menschen helfen in jeder Weise, daß sie zum rechten Erkennen kommen und ihre Seelenarbeit in Angriff nehmen. Und darum mache Ich Mich Selbst durch Seher und Propheten den Menschen erkenntlich, denn der eines guten Willens ist, der wird es auch wissen, daß sie nicht aus sich selbst reden, sondern daß Ich Mich durch diese äußere. Denn sie vertreten eine ganz andere Welt als die, in der die Menschen sich wohl fühlen, sie predigen Mein Reich, das nicht von dieser Welt ist, und ihre Worte sind Meine Worte, mit denen Ich die Menschen noch in Mein Lager herüberziehen möchte, ehe es zu spät ist. Es wird wohl schwer sein für Meine Diener in der Endzeit, stark und glaubensfest zu bleiben, doch sie sind Meine Vertreter, die Ich auch mit Meiner Kraft erfülle und ihnen die Fähigkeit gebe, der Welt gegenüber standzuhalten. Sie müssen auch vom geistigen Reich aus gestärkt werden, weil die Menschen in der Endzeit so weit von Mir entfernt sind, daß sie nichts Geistiges mehr gelten lassen und diese Einstellung Meinen Dienern jegliche Sicherheit nehmen würde, so sie nicht mit dem Geist und der Kraft aus Mir erfüllt wären, daß sie wissend sind und allen Widerständen möglichst begegnen können. Wer sie anhöret und ihre Worte beherzigt, der tut wohl daran, denn das Ende kommet unwiderruflich, und die Not zuvor wird ihm den Beweis geben, daß es nicht nur Worte sind, die dem Munde der Seher und Propheten entströmen. Und je härter der Kampf ist gegen Mich, gegen den Glauben und gegen alles geistige Streben, desto fester werden jene stehen, die Ich Selbst erwählt habe, daß sie künden vom Ende, von der großen Not und vom Tage des Gerichtes. Ihr Glaube wird stark sein und auch noch einzelne Menschen besiegen und sie der Macht der Finsternis entreißen. Doch wehe denen, die sie nicht anhören, denn ihr Ende wird furchtbar sein. Amen. B.D. NR. 5045.

 

Buch 57 5046

Gottes Verheißung. Irdisch und geistig.

22. Januar 1951. B.D. NR. 5046.

Was Ich euch verheißen habe, wird sich erfüllen, sowie ihr lebet nach Meinem Wort. Darum brauchet ihr weder irdische noch geistige Not zu fürchten, denn Ich bedenke euch mit allem, was ihr benötigt für Leib und Seele, so ihr euch als Meine Kinder fühlt und euch bemüht, Meinen Willen zu erfüllen. Meine Verheißungen sind immer an die Erfüllung Meiner Gebote geknüpft, an das Ausleben Meines Wortes im freien Willen. Ich verheiße euch das ewige Leben und übernehme auch die Sorge um den Leib, solange ihr auf Erden weilet. Also bin Ich ein Herr über Zeit und Ewigkeit, und nie wird Meine Liebe aufhören zu euch, denen Ich ein seliges Los bereiten will. Solange ihr aber auf Erden wandelt, müsset ihr euch das Leben in der Ewigkeit erwerben. Und darum gebe Ich euch Kraft und Gnade, daß ihr es vermöget, wenn ihr es wollet, daß ihr selig werdet. Ich versorge euch mit allem, wessen ihr bedürfet, auf daß ihr nun sorglos euer Seelenheil suchen könnet, auf daß ihr arbeiten könnet an eurer Seele, daß sie reif werde für den Eingang zum ewigen Leben. Durch Meine Verheißung will Ich euch Trost und Kraft geben und Zuversicht in jeder Not, denn Mein Wort ist Wahrheit, und es erfüllet sich. Darum gibt es nichts, was euch bedrücken darf; denn Ich versprach euch, jede Last zu tragen und jede Not von euch abzuwenden, Ich versprach euch geistige und leibliche Nahrung und zuletzt die himmlische Glückseligkeit. Zur Anschauung Gottes sollet ihr gelangen und in Meiner Liebe ewig selig sein. Doch Ich fordere von euch, daß ihr Mich liebet und Mir dienet in Demut und Gehorsam, daß ihr wie Kinder zu Mir kommet und nach Meiner Vaterliebe verlanget. Ich fordere von euch Liebe zum Nächsten, durch die ihr die Liebe zu Mir bekundet. Wenig nur verlange Ich von euch, um euch unermeßlich viel geben zu können, wie Ich es verheißen habe, daß keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört hat, was Ich bereitet habe denen, die Mich lieben. Amen. B.D. NR. 5046.

 

Buch 57 5047

Berufung. Aufgabe. Wahrheitsträger. Empfinden für Unwahrheit.

23. Januar 1951. B.D. NR. 5047.

Wer sich berufen fühlt, für Mich und Mein Reich zu arbeiten, der kann auch jederzeit Meines Segens, Meines Beistandes gewiß sein, denn wen Ich Selbst erwähle, der wird auch von Mir für sein Amt gestärkt und befähigt, und der innere Drang, geistig tätig zu sein und die Mitmenschen zum Glauben an Mich zu führen, ist das Zeichen seiner Berufung für Mich, die er nun als ganz gewiß annehmen kann. Mit seiner Berufung aber sind Aufgaben verbunden, gewisse Pflichten, denen er nachkommen muß, um Mir ein treuer und fleißiger Knecht zu sein. Seine Hauptaufgabe besteht zunächst in der Verbreitung des Evangeliums, das er in reinster Form von Mir direkt empfängt. Also muß er als erstes Mich anhören, so Ich ihm das Evangelium aus der Höhe vermitteln will, so Ich ihn belehre und tauglich mache für sein Amt. Er muß mit Herz und Verstand das von Mir Vernommene verarbeiten, um es lebendig den Mitmenschen wiedergeben zu können, da nur die lebendige Wiedergabe Eindruck macht auf den Zuhörer und ihn gleichfalls zu eifriger geistiger Tätigkeit anregen kann. Er darf nicht lau und nachlässig werden in seiner Arbeit, weil seine Erkenntnis reifet seinem Arbeitseifer gemäß. Und die Erkenntnis der Wahrheit befähigt ihn dann auch zur Beurteilung alles dessen, was als Wahrheit unter den Menschen vertreten wird, jedoch oft weit von der Wahrheit entfernt ist. Wer von Mir beauftragt ist, die reine Wahrheit zu verbreiten, der wird auch sicher in vollster Erkenntnis stehen und die Fähigkeit haben, ein rechtes Urteil abzugeben, solange er selbst Mir ein treuer Arbeiter ist und Meinen Willen zu erfüllen sucht. Und also hat er auch die Pflicht, aufzutreten gegen das, was er als Lüge und Irrtum erkennt kraft der Erhellung des Geistes. Er soll kritisch sein in der Beurteilung geistigen Gedankengutes, dann wird er sicher das Falsche gefühlsmäßig erkennen, denn diese Gabe lege Ich dem ins Herz, den Ich berufen habe für die Arbeit in Meinem Weinberg. Ihr Menschen bewegt euch oft in falschem Denken, weil ihr euch nicht wehret gegen den Einfluß von unten, der Verwirrung eures Denkens bezweckt. Ein rechtes Wahrheitsverlangen und aufrichtige Liebe zu Mir schützt euch vor diesem Einfluß. Doch das Wahrheitsverlangen ist in euch Menschen nicht übermäßig stark, und darum fallet ihr oft den Einflüsterungen jener Kräfte zum Opfer, die Verwirrung anzustiften suchen, um euch von der ewigen Wahrheit zu trennen. Darum sende Ich Wahrheitsträger unter euch Menschen, die in Meinem Auftrag euch die Wahrheit bringen sollen und aber auch selbst von der Wahrheit durchdrungen sind, so daß sie aufmerken, wo ihnen die Unwahrheit entgegentritt. Ihr also, die ihr von Mir euch berufen fühlt zu geistiger Arbeit, ihr sollet unerschrocken zu Felde ziehen wider das, was nicht im Einklang steht mit der alleinigen Wahrheit, die Ich Selbst euch aus der Höhe vermittle. Es ist dies eine Pflicht, die mit eurer Berufung verbunden ist, ansonsten eure Tätigkeit vergeblich wäre, die Mitmenschen in die Wahrheit einzuführen. Bleibet eifrig für Mich und Mein Reich tätig, und es wird sowohl eure Erkenntnis wie auch eure Urteilsfähigkeit steigen, ihr werdet hell und klar ersehen jede Unwahrheit, und dann sollet ihr euch auch nicht scheuen, offen dagegen vorzugehen, denn Ich Selbst lege das rechte Empfinden in euer Herz und werde stets eure Arbeit für Mich segnen. Amen. B.D. NR. 5047.

 

Buch 57 5048

Erklärung und Begründung von schwerem Erdenlos.

24. Januar 1951. B.D. NR. 5048.

Daß euch ein schweres Los auf Erden beschieden ist, gereichet euch nur zum Heil eurer Seelen. Denn jeder Tag bringt euch dem Ende näher, das Ende aber steht nahe bevor. Und wisset ihr, ob ihr das letzte Ende noch erlebet? Wisset ihr, ob ihr nicht zuvor schon abberufen werdet und daher euer Erdenleben nur noch kurz bemessen sein kann? Bedenket stets, daß euer jüngster Tag schon der morgige sein kann und daß ihr dann dankbar seid, jenen bestimmten Reifegrad erreicht zu haben, der euch zum Eintritt in das Lichtreich berechtigt. Bedenket, daß das Erdenleben nur Mittel zum Zweck ist und daß es nicht ewig währet. Vergänglich ist alles, Freude und Leid, Lust und Schmerz. Nur die Seele ist unvergänglich, und ihre Leiden sollen geringer werden. Darum muß der Körper leiden, solange sie auf Erden in seiner Umhüllung weilt. Wem auf Erden das Leid erspart bleibt, der wird keine schmerzlose Todesstunde zu erwarten haben, weil die Seele noch viele Schlacken aufzuweisen hat, die sie mit hinübernimmt in das geistige Reich. Doch das Leid im Jenseits ist erheblich quälender und kann endlos lange Zeit anhalten, so eine Seele verstockt ist und daher wenig Hilfe findet. Es müssen die Menschen noch durch große Not gehen, weil die Zeit dahineilet und sehr schnell das Ende bringen wird. Kraft zum Widerstand in der letzten Zeit wird aber nur die Seele haben, die schon geläutert ist durch Trübsal und Leiden - weil eine solche Seele von Meiner Kraft durchstrahlt werden kann, während eine Seele, die in dichter Umhüllung steckt, von Meiner Ausstrahlung nicht berührt werden kann. Darum soll auch der Mensch jeden Tag als ein Gnadengeschenk ansehen und dankbar sein für dieses; er soll die Zeit gut nützen, weil er nicht weiß, wann sein Ende ist, denn einstens wird er jeden Tag bereuen, der ihm keinen geistigen Fortschritt eingetragen hat. Leid und Liebe bringen die Seele zum Ausreifen, und darum müsset ihr Menschen geduldig ertragen, was euch auferlegt wird, denn es ist zu eurem Besten, es kann euch alles zur Vollendung dienen, was Mein Wille über euch verhängt. Amen. B.D. NR. 5048.

 

Buch 57 5049

Viele Wege - Ein Ziel. Rechte Glieder der Kirche.

25. Januar 1951. B.D. NR. 5049.

Ergänzet euch, aber trennet euch nicht; wandelt gemeinsam, aber geht nicht verschiedene Wege, so ihr alle das eine Ziel habt, zu Mir zu gelangen, Mein Angesicht zu schauen und selig zu sein in Ewigkeit. Wisset, daß Ich jeden einzelnen Menschen bewerte seinem innersten Wesen nach und daß Ich keinen verwerfe, wenngleich er sich nicht Mir zuwendet, denn dieser ist ein irrendes Kind, das nur Meine Gnade und Barmherzigkeit benötigt, nicht aber Meinen Zorn. Also stehe Ich auch allen Irrenden bei und dränge sie sanft auf den rechten Weg, der zu Mir führt. Ein jeder wird anders bedacht, doch das soll euch nicht glauben lassen, daß er darum nicht zum Ziele gelangen könnte. Wer nur nach Mir verlangt, den ziehe Ich auch empor. Darum bekämpfet einander nicht und trennet euch nicht, sondern streitet gemeinsam im letzten Kampf auf dieser Erde. Für Mich gibt es dann nur eine Schar, deren Heerführer Ich bin - die im Glauben stehen an Jesus Christus und sonach Seinen Namen an ihrer Stirn tragen. Nur eines beachte Ich, und das ist von Wichtigkeit, wieweit ihr Glaube ein lebendiger ist - daß sie Jesus Christus mit dem Munde bekennen, reiht sie noch nicht in die Schar der Meinen ein, sondern daß sie wahre Christen sind, die ein Leben führen in der Nachfolge Jesu und dadurch zu einem lebendigen Glauben gelangt sind, das ist entscheidend, um zu Meiner kleinen Herde, deren Hirt Ich bin, gezählt zu werden. Und solange sich die Gemeinden gegenseitig bekämpfen, fehlt ihnen auch dieser lebendige Glaube, weil ihnen dann auch die Erkenntnis fehlt, was Ich unter der von Mir gegründeten Kirche verstehe. Rechte Glieder dieser Meiner Kirche verstehen sich, wenngleich sie verschiedenen Konfessionen und Geistesrichtungen angehören, rechte Glieder suchen einander und sind beglückt, sich gefunden zu haben, und rechte Glieder stehen in innigster Verbindung mit Mir Selbst, weil sie nach Meinem Wort verlangen und es auch erkennen als rechte Speise und rechten Trank. Rechte Glieder Meiner Kirche stoßen sich nicht an Äußerlichkeiten und legen auch auf Äußerlichkeiten keinen Wert, sondern die Liebe zu Mir erfüllt sie sowie auch die Liebe zum Nächsten, und daraus folgend ist auch der Geist erweckt und belehret sie recht, so daß sie einander erkennen und nichts mehr widereinander haben. Sie streben dann gemeinsam zur Höhe, einer dem andern helfend, so der Aufstieg schwierig ist, denn sie gehen dann einem hohen Ziel entgegen: Sie kehren heim ins Vaterhaus, und Ich komme ihnen entgegen und zeige Mich ihnen, denn wer Mich ernstlich begehret, dem nahe Ich Mich, Ich komme ihm als Freund und Bruder entgegen und nehme alle Meine Kinder väterlich an Mein Herz und lasse sie ewig nicht mehr von Mir. Amen. B.D. NR. 5049.

 

Buch 57 5050

Freiwilliges Gott-Dienen. Kämpfe der Seele.

27. Januar 1951. B.D. NR. 5050.

Im freien Willen tätig sein für Mich und Mein Reich, ohne jeden inneren und äußeren Zwang, ist die rechte Erlösungsarbeit, die ihr, Meine Arbeiter im Weinberg, zum eigenen und der Mitmenschen Segen verrichten sollet. Ich kann euch nicht bestimmen, wie Ich euch auch nicht hindere an Mir gegensätzlichem Streben; aus eigenem Antrieb müsset ihr Mir dienen wollen und immer für Mich bereit sein, ansonsten ihr die Welt noch über Mich stellt und ihr dann keine tauglichen Knechte abgeben könnet. Ich weiß um euren Willen, Ich weiß um eure inneren Kämpfe und um die Anfechtungen, die von innen und von außen an euch herantreten, Ich setze euch aber auch in den Stand, dennoch die geistige Arbeit leisten zu können, weil Ich euch eine außergewöhnliche Gnadengabe vermittle, die euch Kraft und Licht gibt, so daß ihr wohl den rechten Weg erkennen könnet, selbst wenn düstere Schatten ihn verdunkeln. Es ist die letzte Zeit auf Erden eine Kampfzeit von größter Bedeutung, es ist ein Ringen um jede einzelne Seele von seiten der finsteren Mächte, doch schutzlos stehet ihr Menschen diesen nicht gegenüber, denn auch Ich wirke offensichtlich und bin mit Meiner Hilfe stets bereit, wo ihr zu erliegen drohet. Zudem währet die Zeit nicht mehr lang. Ein heftiges Ringen ist ein Zeichen, daß es nötig ist für die Seele - warum es nötig ist, weiß Ich allein, darum erkennt immer Mich, auch in euch drückendem Geschehen, denn es kommt nichts ohne Sinn über euch. Das irdische Leben geht scheinbar ruhig weiter, desto mehr aber ist das Seelenleben derer erregt, die Mir angehören wollen. Das irdische Leben sucht die Menschen für sich zu gewinnen, es sucht alle Gedanken sich zuzuwenden, und darum muß auch die Seele erregt werden, auf daß sie nicht untätig bleibt und zuletzt von der Welt gefangen wird. Erkennet Mich nur überall, auch im Leid, dann werdet ihr es ruhig und ergeben tragen, und eure Seele wird reifen und Mich stets mehr und mehr erfassen, sie wird auch Meine Gegenwart fühlen und ruhig und friedvoll sein trotz Sturm und Kampf im irdischen Leben. Ich halte ständig Meine schützende Hand über euch, doch niemals werde Ich euch zwingen oder zwangsmäßig auf euch einwirken, daß ihr Mir dienen sollet - freiwillig, aus Liebe zu Mir, müsset ihr tun, was die geistige Not unter den Menschen erfordert - ihnen Kunde geben von dem reinen Evangelium, das euch als außergewöhnliche Gnadengabe von oben zugeht, um der Menschheit zu helfen. Die geistige Not ist groß, eure Arbeit wird oft erfolglos sein, doch nichts ist umsonst getan, was zur Rettung irrender Seelen unternommen wird. Einst werdet ihr die Ergebnisse selbst erfahren, und danken werden euch die Seelen, die ihr aus der geistigen Not gerettet habt, denn Mein reines Wort ist mit Meiner Kraft gesegnet und wird wirksam werden, wo nur der geringste Wille ist, Mich zu erkennen und zu Mir zu gelangen. Amen. B.D. NR. 5050.

 

Buch 57 5051

Gotteskindschaft. Gnade, Kraft. Leid und Liebe.

28. Januar 1951. B.D. NR. 5051.

Die Gotteskindschaft zu erreichen erfordert große Selbstüberwindung und ein immerwährendes Arbeiten an seiner Seele, d.h. ein ständiges Kontrollieren seiner Gedanken, Reden und Taten. Es muß der Mensch aus dem Herzen heraus das Gute anstreben und daher auch völlig in der Liebe stehen, er muß alle schlechten Eigenschaften ablegen, rein und wahr sein in seinem ganzen Wesen, er muß in ständiger Verbindung mit Mir bleiben, ansonsten er ohne Kraft ist, wenngleich er den guten Willen hat. Er muß die Kraft ständig von Mir beziehen, durch Liebeswirken oder Gebet, d.h. gedankliche Verbindung mit Mir mit der Bitte um Kraft. Ihr Menschen könnet viel erreichen auf Erden, doch immer muß Meine Gnade euch unterstützen, die euch aber niemals vorenthalten wird, so ihr sie nur begehret. Ohne Gnade seid ihr schwach, und ohne Anfordern von Kraft könnet ihr sie nicht empfangen. Also müsset ihr unweigerlich mit Mir in Verbindung treten, dann aber könnet ihr auch gewiß sein, daß ihr Kraft empfanget, um eure Aufgabe auf Erden zu erfüllen - euch zu bilden zu Gotteskindern, denen alle Seligkeiten erschlossen sind im geistigen Reich. Die Gotteskindschaft ist der höchste Grad der Vollkommenheit, den ihr auf Erden erreichen könnet, daher wird es euch auch verständlich sein, daß dieses Erreichen des Vollkommenheitsgrades ein äußerst schweres Erdenleben bedingt, und es wird euch dann so manches Los von guten, gläubigen Menschen erklärlich sein, die überaus leiden müssen während ihres Erdenlebens. Liebe und Leid kristallisiert die Seele und macht sie lichtempfänglich, Liebe und Leid löst die dichte Umhüllung und vergeistigt die Seele, so daß sie völlig unbeschwert in das geistige Reich eingehen kann. Ein ruhiges leidfreies Erdenleben kann niemals den Reifegrad zeitigen, der Anrecht gibt auf Gotteskindschaft, auf den Zustand, der ein unmittelbares Verweilen in Meiner Nähe zuläßt, ein gleichsam mit Mir und in Meinem Willen Schaffen-Können in unbegrenzter Seligkeit. Das Erdenleben ist nur kurz, und wäre es auch eines der schwersten und leidvollsten, es steht dennoch nicht im Vergleich zu jener Seligkeit, die Anteil ist dessen, der den Grad der Gotteskindschaft auf Erden erreicht. Doch immer wieder sei euch gesagt, daß ihr nur mit Meiner Unterstützung, mit der Vermittlung von Gnade und Kraft fähig seid, diesen Grad zu erreichen, und daß ihr darum immer mit Mir in Verbindung bleiben müsset, denn ohne Mich könnet ihr nichts tun. Amen. B.D. NR. 5051.

 

Buch 57 5052

Erklärung der Erweckung des Geistes. Vernehmen des inneren Wortes.

29. Januar 1951. B.D. NR. 5052.

Erwecket den Geistesfunken in euch zum Leben, und ihr werdet nicht mehr daran zweifeln, daß Ich als Vater zu euch als Meinen Kindern rede, denn der Geist in euch verbindet sich mit dem Vatergeist von Ewigkeit, er nimmt Mein Wort in Empfang und gibt es der Seele weiter, die also nun Mein Wort hört, so wie es von Mir ausgeht. Die Seele also vernimmt immer Meine Liebeausstrahlung, die sich in Form Meines Wortes äußert; der Mensch als solcher aber ist nicht immer fähig, die Sprache des Geistes zu verstehen, und darum muß die Seele das ihr vermittelte Wort gedanklich dem Menschen weitergeben, sie muß sich anpassen seiner Fähigkeit, geistige Gabe (gedanklich) zu empfangen. Es kann also die Seele wollen, daß sich der Geist ihr kundgibt, dann empfängt sie ohne Einschränkung, es braucht aber nicht der Mensch darum zu wissen, wenngleich er die äußere Hülle der Seele bildet, denn oft wäre das ihm unverständlich, was die Seele außerordentlich beglückt. Dann hat die Seele jedoch schon eine ungewöhnliche Stärkung erfahren, und sie sucht nun ihrerseits so auf den äußeren Menschen einzuwirken, daß dieser willig dem Begehren der Seele nachkommt. Dann also tritt der Verstand des Menschen zurück, und dieser beginnt, in sich hineinzuhorchen, er versucht, die Stimme der Seele zu verstehen, und dann wird ihm das bewußt, was die Seele aus dem geistigen Reich empfangen hat. Dann stehen Geist, Seele und Körper im Einklang, und dann kann der Mensch ungeahnte Weisheit empfangen, weil der Geist in ihm nicht mehr ruhet, so er einmal zum Leben erweckt wurde. Es kann der Körper dann nicht auf die Dauer unempfindlich bleiben für das göttliche Wort, er wird von dem Strahl Meiner Liebe berührt, und ihre Kraft beginnt zu wirken, so daß der Geist immer lebendiger wird und auch die Seele, die gleichfalls zunimmt an Licht und Kraft, weil jede Ausstrahlung Meinerseits Licht bedeutet und dem Menschen Kraft aus Mir vermittelt. Dann gelingt es der Seele auch, sich dem Menschen verständlich zu machen, ihn zu bestimmen, zu achten auf alle Eindrücke im Herzen, und so also nun der Mensch lauschet nach innen, kann er ganz deutlich Mein Wort in sich vernehmen und nun auch dem Verstand zugehen lassen. Dann also ist Herz und Verstand tätig, dann hat der zum Leben erweckte Geistfunke eine gewaltige Wesensänderung vollbracht, er hat Seele und Körper nach seinem Willen, der also Mein Wille ist, geformt zum Aufnahmegefäß der Kraft aus Mir, er hat die Seele - das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen - bestimmt, sich Mir zu unterordnen, und auch der Körper kommt dann Meinem Willen nach, und so wird der Mensch bewußt zum Empfänger Meines Wortes, Meiner Liebeausstrahlung, die gewissermaßen das Lebenselixier ist für die Seele, durch welches ihr ewiges Leben gesichert ist. Eine solche geistige Erweckung kann planmäßig vollzogen werden, wenn sich des Menschen Gedanken im freien Willen Mir zuwenden und er Mich um Kraft und Gnade, um Meinen Geist bittet. Dann strömet, weil der Mensch selbst es will, Meine Kraft offensichtlich auf ihn ein, und dann ist die Seele sowie des Menschen Herz fähig, im Augenblick Mein Wort zu verstehen, weil die Kraft des Geistes eine unfaßbare Wirkung hat, daß sie im Moment einen Menschen wandeln kann zum Aufnahmegefäß Meines Geistes, sowie er nur den festen Willen hat, Mir durch diese Fähigkeit zu dienen, also erlösend tätig zu sein an den Mitmenschen. Dieser Wille ist Veranlassung zu einer Gnadengabe umfassendster Art. Er läßt keine Einschränkung zu, weil Mein Geist unbegrenzt ist und sein Wirken eben nur der Wille des Menschen selbst bestimmt. Und so auch ist der Wille des Menschen bestimmend, welcher Art das Wirken des Geistes ist und in welcher Weise die Auswertung der Gnadengabe stattfinden soll, und diesem Willen entsprechend bekommt jeder Mensch die Gaben des Geistes verliehen, um nun den Mitmenschen ein lebendiges Zeugnis zu sein von dem Erfolg des rechten Verhältnisses zu Mir, seinem Schöpfer und Vater von Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5052.

 

Buch 57 5053

Licht und Schatten. Wahrheitsträger.

30. Januar 1951. B.D. NR. 5053.

In der Dämmerung spüret ihr die Schatten nicht, wohl aber, so ihr im Licht steht. Das Licht soll zwar eure Seele so durchstrahlen, daß jeder Schatten aufgezehrt wird, dennoch wird sich immer wieder ein Schatten einschleichen, dunkle Gestalten, die im Glauben sind, das Licht verlöschen zu können, so sie selbst sich davorstellen. Sie können wohl zeitweise ein Licht trüben, doch wo es einmal angezündet ist im Herzen eines Menschen, dort werden auch die Schatten entdeckt und verhindert, daß sie sich ausbreiten. Ein einmal sehend gewordener Mensch läßt sich nicht mehr von der Finsternis beherrschen, weil er sie zeitig genug erkennt und ihr begegnet mit dem Licht, das von oben kommt. Darum fürchtet die Schatten nicht, sie sind wesenlos und keine ernste Gefahr mehr für einen Lichtträger, sie werden immer da sein, wo ein Licht hell leuchtet, doch niemals bestehen können in seinem Schein. Wer es sich zur Aufgabe gestellt hat, das Licht unter die Menschen zu tragen, dem dienen auch zahllose Engel des Lichts, weil der Mensch Gott dienen will. Und so nimmt er das Licht direkt von Gott entgegen, er geht damit unter die Menschen, um überall in den Herzen wieder Lichtlein anzuzünden, die das Dunkel der Nacht erhellen sollen, das über der Erde gebreitet liegt. Und darum wird der Lichtträger immer von Schatten begleitet sein, bis die Nacht einmal weichen wird und Helligkeit des Tages alle Menschen umfängt, bis das Licht so hell leuchten wird, daß die Nacht in einen strahlenden Tag verwandelt ist. Dann gibt es keine Schatten mehr. Solange aber noch Nacht ist in den Herzen der Menschen, wird auch jeder von Schatten verfolgt, der ein Licht hineinstellen will in die Nacht. Solange es noch dunkel ist in den Menschen, solange sie in geistiger Finsternis wandeln, kommen von allen Seiten Zweifel, so ein Wahrheitsträger unter sie tritt und ihre Herzen erleuchten will. Und die Zweifel werden hastig genährt von seiten der Finsternis, weil deren Bestreben ist, jegliches Licht zu verlöschen. Lüge und Irrtum wird sich gegen die Wahrheit wälzen, doch vor dem hellen Schein der Wahrheit sich auflösen in nichts. Denn das Licht verzehrt jeglichen Schatten. Und jeder Zweifel, der im Herzen des Menschen auftaucht, braucht nur dem Licht von oben unterbreitet zu werden, und hell wird es werden im Herzen, denn diesem Licht hält ein finsterer Schatten nicht stand. Wo Licht ist, ist Schatten, und darum wundert euch nicht, warum so viele Menschen in der Finsternis dahingehen, wenn sie das Licht scheuen und sich im Schatten verbergen möchten. Dann verscherzen sie sich selbst die Gnade, sie ziehen die Nacht vor und bleiben finster im Geist - bis auch sie dereinst die Wohltat des Lichtes empfinden werden und ihm zustreben, denn ohne Licht findet keine Seele den Weg zum ewigen Leben, der aber stets von Lichtträgern erleuchtet wird, auf daß ein jeder ihn betreten kann und die Schatten der Nacht ihn auf ewig verlassen. Amen. B.D. NR. 5053.

 

Buch 57 5054

Nacht - Dämmerung - Morgenröte - Tageslicht.

31. Januar 1951. B.D. NR. 5054.

Wer die Nacht nicht kennt, der weiß auch das Licht nicht zu schätzen. Aus der Tiefe emporzusteigen zum Licht erfordert immer zuvor einen Gang durch die Finsternis und ein Empfinden derer als Qual. Die Seele sucht sich zu lösen von dem, was ihr Qual bereitet, besonders dann, wenn ein Strahl des Lichtes sie berührt und ein Wohlbehagen in ihr erweckt hat, das sie erhöhen möchte, und darum eifrig der Lichtstrahlung nachgeht, also langsam der Finsternis entflieht. Dieser Wandel aus der Nacht zum Licht kann wenig, aber auch sehr viel Zeit benötigen, doch immer ist es ein Akt des freien Willens, also dem Menschen selbst überlassen, ob und wann die Seele diesen Wandel an sich vollziehen lässet. Denn der Mensch ist in die Welt hineinversetzt mit Pflichten und Aufgaben, die zu erfüllen sein Erdenlebenszweck ist. Er kann nun trotz eifriger irdischer Tätigkeit seine Seele in Finsternis halten, denn was der Seele Licht gibt, sind geistige, nicht weltliche Güter. Es kann also der Mensch ununterbrochen tätig sein, der Seele aber doch das einzige versagen, was sie benötigt - die geistige Kost, die sie in einen Lichtzustand versetzt. Dann bleibt es in ihr dunkel, dann gibt es für sie auch nur die Welt, wie der Mensch sie sieht mit seinen leiblichen Augen. Ist aber der Mensch auf das Wohl seiner Seele bedacht und er versorgt sie entsprechend ihrem Verlangen, gibt er also dem Geistigen in sich Geistiges, dann tritt die Seele aus dem Dunkelheitszustand heraus, die Nacht lichtet sich, ein sanftes Dämmerlicht weicht der Morgenröte, und strahlend geht dann die Sonne des Geistes auf, alles erhellend und mit ihrer Lebenskraft speisend. Dann ist sie aus tiefster Dunkelheit zum Licht des Tages emporgestiegen, und Licht bedeutet Seligkeit. Der Mensch wird wohl von seiner Seele angeregt, doch nicht immer kommt er dieser Anregung nach; dann sagt man, seine Seele gibt dem nach, was der Körper will. Solange es in ihr dunkel ist, kann auch das Wollen falsch gerichtet sein, weil ihr die Erkenntnis mangelt, das Licht, das Wissen darum, was der Seele zuträglich ist. Doch immer wieder wird sie vom Geist in sich beeinflußt, doch dem Licht nachzugehen, und der Mensch braucht dann nur der Seele Gelegenheit verschaffen, Lichtstrahlungen zu empfangen - durch Lesen oder geistige Gespräche, die immer eine Gnadengabe von oben sind und in der Seele, die guten Willens ist, ein Licht entzünden können. Licht allein ist Seligkeit, Finsternis ist Qual - und wer sich noch in Qual befindet, in dem ist es auch noch finster, und jede Erhellung des Geistes lockert die Qual, denn sie bedeutet Erkennen der Wahrheit, und Wahrheit macht frei. Amen. B.D. NR. 5054.

 

Buch 57 5055

Gottes Segen ruht auf jeder Weinbergsarbeit.

3. Februar 1951. B.D. NR. 5055.

Ich will euch führen, und ihr sollet euch nur widerstandslos führen lassen. Ich kenne die Herzen derer, die für Mich arbeiten wollen, und bin mit Meiner Liebe und Gnade bei ihnen, einem jeden die Arbeit zuweisend, die er für Mich und Mein Reich zu leisten imstande ist. Ihr also, die ihr Mir dienen wollet, ihr gehet keinen Weg nach eigenem Willen, sondern Mein Wille lenkt euch, und ihr führet ihn aus. Und darum werdet ihr auch immer nur handeln, von Meinem Willen gelenkt, sowie ihr vor jeder Tätigkeit Mich um Rat angehet und Meinen Segen erbittet. Dann könnet ihr wollen, denken und handeln nach eigenem Ermessen, und immer wird es Meinem Willen entsprechen, weil dieser in euch tätig ist. Eure Aufgabe besteht darin, die Mitmenschen in Kenntnis zu setzen vom Segen der geistigen Tätigkeit, sie zu ermahnen, ihre eigene Seelenarbeit in Angriff zu nehmen und sie auf die Dringlichkeit dessen hinzuweisen, weil das Ende nahe ist. Wer selbst in die geistige Wahrheit eingedrungen ist, soll auch dem Mitmenschen solche vermitteln, auf daß das Leben der Seele gefördert werde, weil der Leib vergänglich, die Seele aber unvergänglich ist. Alles nun, was getan wird, um die Mitmenschen in Kenntnis zu setzen, ist von Mir gesegnet, weil es die Hilfe bedeutet für die irrenden Seelen, aus dem Dunkel der Nacht zum Licht des Tages zu gelangen. Eure Arbeit soll stets sein, Licht hineinzutragen in das geistige Dunkel, und jede Tätigkeit in diesem Sinne entspricht Meinem Willen. Ich Selbst habe an vielen Orten ein Licht angezündet, von oben erstrahlt es euch ständig in Form Meines Wortes, das allen Aufklärung gibt, die sie begehren. Und dieses Licht soll überall hingetragen werden, wo noch Dunkelheit ist. Also werde Ich auch jede Tätigkeit segnen, die der Verbreitung Meines Wortes gilt, das euch von oben als Beweis Meiner übergroßen Liebe zu euch Menschen geboten wird. Daß Ich zu euch Menschen spreche, bekundet euch die Dringlichkeit einer außergewöhnlichen Hilfe, und dennoch müsset ihr Menschen selbst aus freiem Willen euch beteiligen, soll Meine Hilfe auch spürbar werden und Rettung bringen den geistig blinden Menschen. Ich benötige euch, Meine Diener, auf daß ihr als Mittler tätig seid, Meine Himmelsgaben empfangend und austeilend euren Mitmenschen, zu denen Ich nicht Selbst reden kann, weil sie nicht fähig sind, Meine Stimme zu vernehmen. Ihr sollet die vollen Becher des Lebenswassers, das ihr täglich schöpfen dürfet, den Dürstenden darreichen, auf daß auch sie Erquickung finden auf der Wanderung durch dieses Erdenleben. Und ihr sollet auch denen zurufen, sich zu laben am Born des Lebens, die achtlos daran vorübereilen wollen, ihr sollet sie hinweisen auf diesen Quell, der zum Seelenheil der Menschen geöffnet ist, einem jeden zugänglich und Erquickung verheißend. Denn die Menschen werden alle viel Kraft und Stärkung nötig haben in kommender Zeit und sie nur dort entgegennehmen können, wo der Gnadenstrom vom Himmel sich ergießet, wo Ich Selbst stehe und ihnen zurufe: "Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken." Ich Selbst sende euch aus, als Lichtboten denen in den Weg zu treten, die auf der weiten Wanderung durch das Erdental müde und kraftlos werden und dringend einer Stärkung bedürfen. Ihr sollet ihnen den Weg erleuchten, und dann werden sie auch recht wandeln - auf dem Wege, der zu Mir führt, von Dem sie nun ständig ihre Seelennahrung empfangen können. Ihr sollt im Auftrag eures Herrn tätig sein, zu sammeln die Müden und Hungrigen der Straße, ihr sollet sie einladen zum Abendmahl an Meinem Tisch - ihr sollt den Mitmenschen das Evangelium bringen in Meinem Namen, ihr sollet als Meine Jünger der Endzeit rastlos tätig sein, Mich Selbst den Menschen zu verkünden, auf daß Ich keine verschlossenen Türen finde, so Ich Selbst komme, um bei ihnen Wohnung zu nehmen. Und darum führe Ich euch zusammen, auf daß ihr gemeinsam tätig seid in Meinem Namen, und stets werde Ich Selbst mit Meiner Gnade und Meinem Segen bei euch sein und alle eure Schritte lenken. Und was ihr unternehmet in Meinem Namen, wird recht sein und von Mir gesegnet. Amen. B.D. NR. 5055.

 

Buch 57 5056

Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt.

4. und 7. Februar 1951. B.D. NR. 5056.

Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin Ich mitten unter ihnen. Meine Anwesenheit ziehet ihr selbst heran, so ihr Mich anrufet im Herzen, so ihr um Meinetwillen zusammenkommet, so ihr Mich zum Gegenstand eurer Gespräche machet. Ich bin mitten unter euch und schalte Mich Selbst in eure Gespräche ein, denn Ich erfülle euch mit Kraft und lenke eure Gedanken recht. Darum könnet ihr immer Meiner Anwesenheit sicher sein und auch, daß Ich alles vertreibe, was euch von finsterer Seite aus bedrängen möchte, denn wo Mein Licht strahlt, flieht das dunkle, euch schaden wollende Geistige. Dann seid ihr seinem bösen Einfluß unzugänglich und aufgeschlossen für die Lichtstrahlung aus dem geistigen Reich. Dann werdet ihr auch Mein Wort vernehmen, so wie es von Mir ausgeht, und seine Kraft und Wirkung verspüren. Ich Selbst weile mitten unter euch und teile Meine Gnadengaben aus, einen jeden bedenkend nach Bedarf, und eure Seele soll frohlocken, weil Ich Selbst ihr Nahrung gebe. Dann speiset ihr alle am Tisch des Herrn. Ich teile aus, und ihr empfanget, Brot und Wein - Mein Fleisch und Mein Blut - ihr seid Meine Gäste, die Ich zum Abendmahl geladen habe und die willig Meiner Einladung gefolgt sind und darum überreich von Mir bedacht werdet mit Himmelsgaben, mit Meinem Wort, das köstliche Labung ist für eure Seele. Wenn Ich euch zugegen bin, werdet ihr niemals zu darben brauchen, denn euer Vater sorgt wahrlich überreich für Seine Kinder, die Ihn lieben und Ihm gehorsam sein wollen. Versammelt ihr euch nun in Meinem Namen, so dränget ihr wie Kinder zu Mir, eurem Vater, hin, und Mein Herz freut sich eurer Liebe und kommet zu euch, um euch auch Meine Liebe zu euch kundzutun. Jeden Ruf eines liebenden Herzens, jedes Verlangen nach Mir erfülle Ich, (7.2.1951) denn Ich will mit euch reden, und Ich will, daß ihr Mich anhöret. Ich bin immer bei euch, so ihr Mir Eingang gewähret in den Kreis, da ihr weilet. Wo Mein Name fällt, ausgesprochen mit dem Munde oder auch im Herzen, dort ist der Ort, wo Ich Mich gern aufhalte, wenngleich ihr Mich nicht mit leiblichen Augen zu sehen vermöget. Jeder Gedanke von euch zieht Mich an, also brauchet ihr auch nicht zu zweifeln an Meiner Gegenwart. Und wo sich die Menschen zusammenfinden, um Zwiesprache zu halten über Mein Reich, dort ist auch die Möglichkeit gegeben, Mich Selbst zu äußern, denn ihre Herzen sind völlig widerstandslos Meiner göttlichen Kraft gegenüber, und diese Kraft löst ihnen die Zunge - sie reden, getrieben von Meinem Geist - ihre Gedanken werden recht gerichtet sein, weil sie sich nimmermehr im Irrtum befinden können, wo Ich Selbst wirke. Mein Wirken ist gewiß, so ein Mensch Mir in Liebe ergeben ist. Auf geistigen Gesprächen wird immer Mein Segen liegen, sind sie Mir doch Beweis, daß Meine Kinder in der Wahrheit zu stehen begehren, daß sie Mich lieben und daß ihr Denken Mir gilt. Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin Ich mitten unter ihnen. Diese Meine Worte sollet ihr ernst nehmen, denn sie sind eine Verheißung Meinerseits, die euch Trost und Kraft geben kann jederzeit - daß ihr niemals allein stehet, so ihr Meiner gedenket. Und voller Zuversicht könnet ihr dann auch jegliche Hilfe von Mir erwarten, denn so Ich bei euch bin, sehe und höre Ich auch euer Leid, Ich weiß um jede Bitte des Herzens und erfülle sie eurem Glauben gemäß. Ich weile mitten unter euch. Je stärker dieser Glaube an Meine Gegenwart ist, desto stärker wird auch euer Glaube sein an Meine Hilfe, so ihr in Not seid. Ich will aber auch, daß ihr Mich fraget und so euren Glauben an Meine Gegenwart beweiset. Und darum segne Ich, die sich öffnen und auf Meine Antwort lauschen - die bereit sind, Meine Stimme zu vernehmen, so Ich zu euch reden will. Denn Ich spreche immer durch den Mund eurer Mitmenschen, sei es in Rede und Gegenrede oder auch in direkter Anrede zu dem, der nach innen horchet auf Meine Stimme. Ich will Mich euch Menschen offenbaren und bin dazu immer bereit, nicht immer aber finde Ich Menschen, die auch bereit sind, Mich anzuhören. Ihnen gebe Ich in Fülle Worte der Liebe und der Weisheit, Worte des Rates und der Tröstung, wie Ich es verheißen habe, denn so Ich mitten unter euch bin, will Ich Mich nicht verborgen halten, und da ihr Mich nicht zu schauen vermögt, sollet ihr Mich aber hören. Und selig, die glauben und sich in Meinem Namen zusammenfinden, denn Ich werde sie segnen, und Meinen Segen werden sie spüren als Kraft, die sich äußert im Verlangen nach oben, nach Mir und nach dem ewigen Leben. Amen. B.D. NR. 5056.

 

Buch 57 5057

Innige trostreiche Vaterworte.

8. Februar 1951. B.D. NR. 5057.

Ihr sollet zu Mir aufblicken in jeder Not und nicht euch sorgenden Gedanken hingeben, die euch zurückhalten vom geistigen Streben, die euch schwach und wankelmütig machen, weil es die materielle Welt ist, die euch gewissermaßen gefangenhält. Jede irdische Sorge ist überflüssig, solange ihr in Mir euren Vater erkennet, zu Dem ihr in allen irdischen Nöten vertrauensvoll kommen dürfet. Ihr sollt euch jederzeit Meine große Liebe vor Augen stellen, ihr sollt euch selbst in dieser Liebefülle stehend wähnen, und ihr sollt wissen, daß es keine Not gibt, derer Ich nicht Herr werden könnte, und daß Ich alles tue, worum ihr Mich bittet, um Mir sorgenlos dienen zu können. Ich habe jederzeit ein offenes Ohr für eure Bitten und Nöte, und Ich werde euch niemals vergeblich rufen lassen, weil Ich will, daß ihr lebendig glaubet, um die Kraft eines solchen Glaubens erfahren zu können. Ich will euch helfen und Ich werde euch helfen. Und so ihr dies fest glaubet, bannet ihr selbst jede Not, und ihr schließet euch immer inniger an Mich an, was Ich erzielen will, auf daß ihr fest seid und voller Kraft, wenn die Notzeit über euch hereinbricht, die unabwendbar ist für die gesamte Menschheit. Suchet allzeit Hilfe bei Mir, und blicket vertrauensvoll zu Mir auf, und Meine Hilfe wird offensichtlich sein, denn Ich nahm euch darum alles, um euch geben zu können unbeschränkt. Amen. B.D. NR. 5057.

 

Buch 57 5058

Offenbarung des göttlichen Willens. Liebegebote.

9. Februar 1951. B.D. NR. 5058.

Meinen von Mir euch offenbarten Willen müsset ihr erfüllen, wollet ihr selig werden. Und darum müsset ihr alles meiden und verabscheuen, was zu Meinem Willen in Widerspruch steht, und so gewissermaßen ständig Kritik üben an eurem Denken, Wollen und Handeln. Denn dieses muß immer in Einklang stehen zu Meinen Geboten, die Liebe zu Mir und zum Nächsten fordern. Euer Wollen, Denken und Handeln also muß immer die Liebe zu Mir und zum Nächsten zum Prinzip haben, sie muß euch antreiben zu einem gerechten Lebenswandel, der dann immer Meinem Willen entsprechen wird. Eine Selbstkritik ist von außerordentlichem Segen, und wo ihr nur die geringste Lieblosigkeit entdecket, bedeutet dies schon einen leisen Widerstand gegen Mich, ein Nichtbeachten Meines Willens und eine Gefahr für eure Seele. Ihr müsset euch ständig Rechenschaft ablegen für euer Denken,Wollen und Handeln, ihr müsset an euch selbst arbeiten, auf daß ihr die Wesenswandlung an euch selbst vollziehet, auf daß ihr vollkommen werdet. Mein Wille ist nur, euch in die ewige Ordnung zu leiten, und diese besteht in einem Leben in Liebe. So euer Lebenswandel von der Liebe bestimmt wird, so ihr dem Nächsten Gutes erweiset und stets Meinen Willen zu erfüllen trachtet, tretet ihr wieder in die ewige Ordnung ein, und ihr werdet wieder zu göttlichen Wesen, die ihr einst waret, bevor ihr abgefallen seid von Mir - bevor ihr aus Meiner Ordnung ausgetreten seid. Nun aber, in eurem widergesetzlichen Zustand, wird euch jene Ordnung, Mein göttlicher Wille, offenbart. Ihr erhaltet Kenntnis von ihm, es wird euch sowohl die verkehrte wie die rechte Willensrichtung in ihrer Auswirkung vorgestellt, es wird euch der rechte Lebenswandel gelehrt und die Folgen eines falschen Wandels zur Kenntnis gebracht, und ihr könnet nun in vollster Willensfreiheit euer Erdenleben führen, müsset jedoch auch dessen Folgen tragen. Liebet ihr Mich und euren Nächsten, dann werdet ihr Meinem Willen entsprechend leben, weil ihr dann nicht anders könnt als euch in Meiner ewigen Ordnung bewegen, denn die Liebe ist Urgesetz, sie ist Vollkommenheit, Licht und Kraft. Dann nehmet ihr wieder eure Urgestalt an, ihr werdet wieder so, wie Ich euch geschaffen habe, denn aus der Fülle Meiner Liebekraft seid ihr hervorgegangen als höchst vollkommene Wesen, die sich jedoch in Meinem ewigen Willen bewegen mußten, um vollkommen zu bleiben. Daß sie ihren freien Willen einst mißbrauchten und abfielen von Mir, erhöhte jedoch Meine Liebe zu diesen Wesen, und da sie unwiderruflich in Meinen Willen wieder eingehen müssen, um die verlorene Vollkommenheit wiederzuerlangen, offenbare Ich ihnen ständig Meinen Willen - Ich gebe den Wesen im Stadium des freien Willens als Mensch das Gebot der Liebe zu Mir und zum Nächsten, auf daß sie wieder zurückfinden zu Mir, auf daß sie sich dem Urwesen wieder angleichen, von dem sie einst ihren Ausgang nahmen, auf daß sie wieder zu seligen Wesen werden, die sie waren von Anbeginn. Amen. B.D. NR. 5058.

 

Buch 57 5059

Ausgießung des Geistes.

10. Februar 1951. B.D. NR. 5059.

Ich will in euch wirken und Meine Liebe und Kraft in euch entfalten, Ich will euch in einen Zustand versetzen, wo ihr Meine Gegenwart spüret und glückselig seid. Ich Selbst will in euch wirken, d.h., Meine Kraft soll euch lebendig machen, sie soll eurer Seele das Leben geben, denn ohne Mein Wirken in euch ist sie tot, wenngleich der Mensch lebt. Ich will die Seele zum Leben erwecken, und da sie ohne Mich nicht leben kann, muß Ich Selbst in euch sein können, was auch Mein Wirken in euch zur Folge hat. Ich Selbst aber bin Geist und kann also nur im Geist bei euch sein. Ihr brauchet Mich nicht körperlich schaubar erleben, und doch kann Ich in euch Wohnung genommen haben und durch Mein Einwirken euch das Leben geben. Und dann könnet ihr auch mit Überzeugung von Meiner Gegenwart sprechen, denn ihr traget einen offensichtlichen Beweis davon: innere Erleuchtung durch den Geist - ihr reifet an innerer Erkenntnis, ihr gewinnet ein Wissen, das euch niemals von einem Menschen zugeführt werden kann, es sei denn, in ihm hat sich der gleiche Vorgang schon abgespielt, und er vermittelt euch dann die so gewonnene Erkenntnis. Mein Geist also erwecket euch Menschen zum Leben, Mein Geist aber ist ewig unzertrennlich von Mir, und folglich muß, wer von Meinem Geist erleuchtet wurde, von Mir Selbst das Licht empfangen haben, er muß Mein Wirken in sich zugelassen haben, was wiederum nur möglich ist, wenn Liebe den Menschen innewohnt, in denen Ich Selbst wirken will durch Meinen Geist. Ohne Liebe kann niemals der Geist aus Mir sich äußern, ohne Liebe verstummt die göttliche Stimme im Menschen, und ohne Liebe fehlt auch jedes Verständnis dafür, was einem Menschen von einem geistgeweckten Mitmenschen zugeführt wird. Denn Mein Geist ist ein unerhörtes Liebesfeuer, voller Kraft und Wirkung, doch immer nur dann, wenn er in seinem Element ist, wenn er in einem Herzen erwacht, das liebefähig und liebewillig ist, ansonsten der Geist sich zurückzieht und sich gänzlich abschließt gegen alles Ungöttliche in einem Menschen.

Wenn also von der Ausgießung des Geistes gesprochen wird, so bedeutet das stets engsten Zusammenschluß mit Mir, damit Mein Wirken im Menschen stattfinden kann, daß also Ich Selbst Mich des Menschen annehme und sein Erkennen bewerkstellige, daß Ich ihn zu einem wissenden, sich in vollster Wahrheit bewegenden Menschen mache, der nun zielbewußt seinen Erdenweg zurücklegt mit dem Blick nach oben, der sich von der Welt abwendet und das geistige Reich anstrebt, weil es in ihm hell wurde und er das geistige Reich als seine wahre Heimat erkannte, der er nun zustrebt mit aller Kraft. Er wird lebendig in seinem Wollen, Denken und Handeln. Er arbeitet bewußt an sich, um sich so zu formen, daß er sich ständig mit Mir zusammenschließen kann, weil Mein Wirken in ihm ihn beglückt und er sich nun nicht mehr von Mir trennen will. Mein Wirken in ihm ist also offensichtlich, wenn der Mensch nach oben strebt; dann leistet er Mir keinen Widerstand mehr und nimmt Mich in sein Herz auf, und dann wird er von Meiner Liebe und Meiner Kraft durchströmt sein, er steht im Erkennen, und die geistige Finsternis ist von ihm gewichen auf ewig. Amen. B.D. NR. 5059.

 

Buch 57 5060

Heilsplan gegründet auf freien Willen.

11. Februar 1951. B.D. NR. 5060.

Mein Heilsplan ist festgelegt von Ewigkeit, doch er gründet sich auf dem freien Willen des Menschen. Nicht aber, daß Ich den menschlichen Willen bestimme, um ihn anzugleichen Meinem Plan von Ewigkeit, sondern Ich füge diesen in den freien Willen des Menschen ein, er wickelt sich also ab diesem Willen entsprechend. Denn Ich weiß seit Ewigkeit um ihn, wie er beschaffen sein wird am Ende dieser Erlösungsperiode trotz günstigstem Einfluß und allen Möglichkeiten für eine Willenswandlung. In keiner Weise wirke Ich bestimmend ein. Vollkommen freiester Wille zieht jegliches Geschehen nach sich auf dieser Erde. Nicht willkürlich wickelt sich alles ab im gesamten Universum, sondern jedem Geschehen liegt Meine Weisheit zugrunde, die alles lenkt, um das Wesenhafte zu einer möglichst hohen Entwicklung zu führen, um eine Willenswandlung zu erreichen, die Zweck und Ziel des Erdenlebens ist. Selbst das Wissen Meinerseits um den Mißerfolg des Erdenlebens für so unzählige Seelen hindert nicht den planmäßigen Ablauf der einzelnen Erlösungsperioden, denn die Seelen müssen zu einer bestimmten Entscheidung kommen, wenngleich sie auch versagen und eine neue Möglichkeit erschöpfen müssen, um einmal zum Ziel zu gelangen. Der freie Wille bedingt solche Möglichkeiten, die Ich sehr wohl erkannte seit Ewigkeit und darum der Entwicklungsgang jeder einzelnen Seele bis ins kleinste zweckentsprechend vorgesehen ist, ungeachtet des Erfolges. Denn den Erfolg kann Ich nicht bestimmen, wenngleich Ich um ihn weiß, wenn Ich ihn wissen will. Doch für Mich ist die Ewigkeit gleich einem Augenblick, und was in einer Entwicklungsperiode nicht erreicht wird, kann in immer sich wiederholenden Erlösungsphasen erreicht werden, doch immer muß es planmäßig vor sich gehen, weil der freie Wille nicht auszuschalten ist, wie aber auch Meine Liebe und Weisheit sich niemals zurückziehen oder verbergen kann und diese immer wieder die günstigsten Möglichkeiten schafft, den freien Willen in der rechten Weise zu entfalten. Der Heilsplan von Ewigkeit verfolgt nur die Erlösung der Seelen und ihre Rückkehr zu Mir - wann Ich das Ziel erreiche, ist für Mich ohne Bedeutung, doch für euch äußerst bedeutungsvoll, weil für euch Menschen, solange ihr noch unvollkommen seid, der Zeitbegriff mitspielt, ihr also endlos lange Zeit euch in einem unseligen Zustand befinden könnet und ihr also Leidenszeiten durchleben müsset, die beendet sind mit dem Moment der Erlösung eurer Seele, der Heilung, der Mein Plan von Ewigkeit gilt und die Ich unausgesetzt fördern möchte, wenn euer Wille Mir nicht widerstrebt. Der Heilungsprozeß kann äußerst langwierig sein, er kann aber auch in kurzer Zeit stattfinden, was ihr jedoch selbst bestimmt. Und weiß Ich auch um den Erfolg oder Mißerfolg, so bestimmt dies doch nicht Meinen Heilsplan von Ewigkeit, denn Ich bin ewig unveränderlich, und was Meine Weisheit einmal als recht erkannte, das wird Meine Liebekraft auch zur Ausführung bringen, weil es unwiderruflich zum Ziel führt, wenn auch Ewigkeiten darüber vergehen. Einmal wird die Welt erlöst sein, und alles Wesenhafte wird mit Mir vereint sein, weil Meiner Liebe nichts auf ewig widerstehen kann. Amen. B.D. NR. 5060.

 

Buch 57 5061

Erklärung der verschiedenen Wesensarten der Wortempfänger.

12. Februar 1951. B.D. NR. 5061.

Mein Kind, nimm Meine Worte ohne Widerstand auf und gib dich ihrer Wirkung hin. Es ist dir eine Aufgabe zugewiesen, die nur ein Mensch erfüllen kann, der die Bindung zum geistigen Reich mit Herz und Verstand herstellt, der also Rechnung trägt dem Gefühlszustand der Menschen auf der Erde, dabei aber selbst im Verlangen steht nach dem geistigen Reich, und es ist dies vonnöten in der letzten Zeit vor dem Ende, wo die Menschen fast jede Verbindung mit Mir abgebrochen haben, wo der Glaube fast gänzlich verlorengegangen ist an ein geistiges Leben und eine geistige Zukunft. Ich weiß um diesen Notzustand unter der Menschheit, und Ich muß, um ihr Hilfe zu bringen, zu Mitteln greifen, die Erfolg versprechen, ohne den freien Willen zu beschränken. Ein solches Mittel nun ist die Zuführung der reinen Wahrheit von oben durch empfangsfähige Mittler, die aber auch insofern Mittler genannt werden können, daß sie den Zugang zu den Menschenherzen leichter finden durch ihre Wesensart. Denn sie sollen doch die gewinnen, die Mir noch fernstehen. Dies bedenket wohl, daß Mir-zustrebende Menschen schon in einer Sphäre weilen, wo Mein Wirken leicht erkannt wird, daß aber Mir noch fernstehende Menschen außerhalb jener Sphäre sich befinden und daß es darum nötig ist, daß einer in beide Sphären Zugang hat, um zu reden, wie es jenen verständlich ist, und doch auch zu reden, was Ausgang genommen hat von Mir. Ich weiß es, warum Ich dich erwählte für diese Mission, weil Ich die Menschenherzen kenne, die verstandesmäßig erst alles prüfen, ehe sie es sich zum Eigentum machen, und deren Verstand also nicht übergangen werden darf, um erfolgreich auf die Seelen einwirken zu können.

Das Erlösungswerk an solchem Menschen ist weit schwerer, jedoch nicht aussichtslos, denn Meine Gnade wirket dort, wo sich das Ohr öffnet, so daß Meine Gnadengabe auch das Herz berühren kann. Mein Wille nun ist, daß Meines Wirkens Erwähnung getan wird auch dort, wo noch die Welt starken Einfluß ausübt. In der Endzeit ist das Verkünden Meines Evangeliums in bisher üblicher Weise wenig-Erfolg-eintragend, wenn nicht gar unmöglich. Menschen, die in der Welt stehen und Fühlung haben auch mit den Weltmenschen, werden nicht so schnell abgelehnt, so sie in Meinem Auftrag reden, als solche, die weniger Kontakt haben, weil ihre geistige Sphäre schon eine andere ist, in die sich die Weltmenschen nicht hineinversetzen können und darum sich eher abgestoßen als angezogen fühlen. Diese Sphären nun werden durch Gefühlsregungen gebildet, die also gut oder schlecht, liebevoll oder liebearm sein können. Immer wird das Wesen eines Menschen diese Sphäre bilden, in der sich nun seine Seele bewegt. Bestimme Ich aber einen Menschen, der Mir dienen will, zu einer Mission, dann bilde Ich Selbst die Sphäre um ihn, die dieser Mission entspricht, in der dann der Mir dienen Wollende erfolgreich tätig sein kann für Mich und Mein Reich - was aber nicht besagen soll, daß Ich Mich eines Menschen bediene, der völlig außerhalb geistiger Sphären steht, da dieser nicht in Meinem Namen tätig sein könnte, sondern Ich breite einen Schleier über das Licht, das zu hell und strahlend durchbrechen würde und eben jene Verwirrung unter den Weltmenschen anrichten könnte, die hinderlich wäre, einen davon zu gewinnen. Ich wähle Mir die Menschen aus zu einer solchen Mission, die willensmäßig Mein geworden sind, die Meine Liebe erfaßt hat und die Ich nun als Werkzeug gebrauchen kann in der letzten Zeit vor dem Ende. Ich Selbst wirke in ihnen und durch sie. Und das sei dir als Erklärung gegeben auf die Frage, warum nicht alle Menschen die gleiche Gemütsbewegung haben und daß dennoch eine Fülle von Liebekraft wirksam wird, die nicht offensichtlich ist. Denn Ich sehe in das Herz, und Ich weiß um den Willen des Menschen, in welchem Grade er Mir zugewendet ist, und diesem Willen entsprechend ist auch seine Berufung für Mein Reich. Amen. B.D. NR. 5061.

 

Buch 57 5062

Reinkarnation.

12. und 13. Februar 1951. B.D. NR. 5062.

Es wird euch ein Licht gegeben von oben, sowie es noch dunkel ist in euch. Und Meine Boten sind angewiesen, allen das Licht zugänglich zu machen, die es begehren. Was zur Erhellung des Geistes beiträgt, wird ihnen vermittelt, auf daß sie wohl die Wahrheit vom Irrtum zu unterscheiden vermögen und stets Den erkennen, Der die ewige Wahrheit Selbst ist. Ihr, Meine Erdenkinder, ihr seid zur höchsten Seligkeit bestimmet, die Ich euch bereiten kann; doch stets nach eurem Willen wird der Seligkeitsgrad beschaffen sein, denn diesen bestimme Ich nicht. Die höchste Seligkeit aber setzt auch höchste Anforderungen an euren Willen voraus, denn um die Gotteskindschaft zu erlangen, die euch das Erbe des Vaters sichert, müsset ihr auch vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Ich fordere viel von euch Erdenkindern, aber Ich gebe noch unendlich viel mehr. Was Ich von euch fordere, ist völliges Unterstellen unter Meinen Willen und Umgestalten zur Liebe in hohem Grade. Denn unendlich verschieden kann der Grad der Seligkeit sein im ewigen Leben, immer nach dem Grad der Liebe, die ihr in euch aufflammen lasset und zur Tätigkeit entfaltet. Diese Liebetätigkeit also bestimmet den Reifegrad und somit auch den Seligkeitsgrad, woraus hervorgeht, daß die Gotteskindschaft ein völliges Liebeleben auf Erden bedingt, daß das Wesen des Menschen während des Erdenlebens umgestaltet wird zur Liebe, zu Meinem Ebenbild, zu Meinem rechten Kind, für das Ich alle Wonnen bereitet habe, wie Ich es verheißen habe. Ein einmaliger Erdenwandel muß dieser Seele die Gotteskindschaft eingetragen haben, weil dieser hohe Reifegrad nicht mehr im jenseitigen Reich erzielt werden kann, wenngleich ein Wesen auch dort noch zu ungeahnter Lichtfülle gelangen kann. Jedoch kann ein Lichtwesen, so es zwecks einer Führermission noch einmal sich auf Erden im Fleisch verkörpert, sich die Gotteskindschaft erwerben, was aber ein überaus leidvolles und schweres Erdenleben bedingt, nebst einer erlösenden Tätigkeit auf Erden, die Anlaß seiner nochmaligen Verkörperung war. Nur in hohem Lichtgrad stehende Wesen streben eine nochmalige Verkörperung auf Erden an, jedoch lediglich aus Liebe zu den irrenden Menschen, denen sie Hilfe bringen wollen in Zeiten größter geistiger Not. Dagegen ist jede Licht-empfangende Seele im geistigen Reich auch selig zu nennen in einem gewissen Grade, und diese Seligkeit genügt, in ihr den Hilfswillen auszulösen gegenüber den noch in Dunkelheit schmachtenden Wesen, um deren Zustand sie wissen und ihn beheben wollen. Es gibt keine Lichtseele, die diesen Hilfswillen nicht in sich hat, weil Lichtempfang Liebe voraussetzt und Liebe sich ständig äußern will. Jegliches Liebeswirken im geistigen Reich erhöht die Seligkeit der Wesen, und ein solches Wesen verlangt nimmermehr nach der Erde zurück, ersieht sie doch ein ungeheures Arbeitsfeld für ihre Liebekraft und spürt auch die immer zunehmende Lichtfülle und Seligkeit. Entgegen seinem Willen wird aber kein Wesen auf die Erde rückversetzt, weil dies gegen Meine göttliche Ordnung verstoßen würde. Bei Lichtwesen, auch niederen Grades, ist dieser Wille nicht anzutreffen, ausgenommen ungewöhnlich hohe Geistwesen steigen zur Erde herab, um oben erwähnte Mission auszuführen. Sowie nur ein geringer Erkenntnisgrad einer Seele eigen ist, weiß sie auch um die Möglichkeit einer Weiterentwicklung im geistigen Reich, denn dann ist die Liebe in ihr entzündet, ansonsten sie noch völlig im Dunkeln wäre. Ist nun aber eine Seele noch blind im Geist, dann kann in ihr das Verlangen nach der Erde auftauchen, doch niemals zum Zwecke geistigen Ausreifens, sondern es ist nur das Verlangen nach der Materie, was sie zur Erde zieht, und diesem Verlangen wird von Meiner Seite aus nicht entsprochen. Denn dieses Verlangen ist im jenseitigen Reich leichter zu besiegen als auf Erden, und ohne Überwinden dieses Verlangens gibt es kein Licht, keinen geistigen Aufstieg. Wer auf Erden es versäumt hat, sich ein Fünkchen des Erkennens zu erwerben, was also Liebeswirken zur Voraussetzung hat, der ist auch im Jenseits in tiefem Dunkel, und ein Rückversetzen dessen zur Erde wäre kein Akt der Erbarmung, wohl aber ein Zuwiderhandeln Meiner ewigen Ordnung, die ständigen Fortschritt verfolgt und jeglichen Rückschritt durch Meinen Willen ausschließt. Eine Rückverkörperung aber wäre in diesem Falle eine ungerechte Ausgleichung im Versagen der Seele auf Erden, es wäre keine Liebe und Gnade Meinerseits, sondern eine ungeheure Belastung für die Seele, die ein zweites Mal die Verantwortung auf sich nehmen müßte ohne Sicherheit, ihr Ziel zu erreichen. Und sie würde ihr Ziel auch nicht erreichen, weil verständlicherweise die nochmalige Verkörperung weit schwerere Anforderungen an sie stellen müßte, um die außergewöhnliche Vergünstigung auszugleichen, ihr Wille aber wiederum frei bliebe. Sie hätte also zweimal eine Willensprobe abzulegen, was ebensoviel bedeuten würde, als wollte Ich die Erdenlebenszeit für einen Menschen ums Doppelte erhöhen und also ein bestehendes Naturgesetz umgehen. Zudem würde eine Seele, die einmal auf Erden versagt hat, von Meinem Gegner aufs neue gefesselt und ihr Wille geschwächt werden, denn der Weg zu Mir, zum göttlichen Erlöser, wird ihr vom Satan verlegt durch die Welt, denn ihr galt das Sehnen wie auch der Materie und sie erhält, wonach sie begehrt. Stets ist der Wille des Wesens allein bestimmend, doch eben dieser Wille gilt nicht einer Rückversetzung zur Erde, so die Seele nur einen Schimmer von Erkenntnis besitzt. Einer noch völlig im Dunklen irrenden Seele aber wird die Rückversetzung nicht gewährt, weil Meine Weisheit um die Gefahr und zumeist Erfolglosigkeit eines nochmaligen Erdenganges weiß und Meine Liebe keinen Rückschritt, sondern nur einen Aufstieg fördert. Mein Gesetz von Ewigkeit ist Aufbau und Fortschritt - von Mir aus werden nur Aufwärtsentwicklungsmöglichkeiten begünstigt, die zwar auch erfolglos bleiben können, doch dann des Willens des Wesens wegen. Einen Rückschritt kann nur dessen Wille veranlassen, niemals aber Mein Wille. Einzelfälle einer Rückversetzung auf die Erde haben ihren besonderen Grund, berechtigen aber nicht zu der Annahme, daß jede Seele willkürlich wieder zur Erde zurückkommen kann, wenn sie einmal diesen Gang zurückgelegt hat ohne oder mit geringem Erfolg. Doch daß sich die Seele immer wieder inkarniert, das steht fest, weil sie ihre Aufwärtsentwicklung im jenseitigen Reich fortsetzen soll und dies immer eine ihr zugewiesene Tätigkeit bedingt, die sie in einer neuen Verkörperung ausführt auf einer der unzähligen Schöpfungen, die alle als Ausreifungsstationen für das Geistige dienen. Doch die Tätigkeit und Aufgaben sind anderer Art als auf der Erde und euch Menschen auch nicht verständlich zu machen, nur bleibt das Erlösungs- und Ausreifungsprinzip immer die dienende Liebe. Unzählige Möglichkeiten stehen Mir zu Gebote, auf die noch unreif von der Erde abgeschiedenen Seelen günstig einzuwirken. Eine ungewöhnlich Erfolg-verheißende war das Leben auf dieser Erde, dessen Ungenützt-Lassen aber nimmermehr in der Weise wettgemacht werden kann, daß das Wesen beliebige Male sich wieder auf der Erde verkörpert, weshalb die Lehre einer Wiederverkörperung irreführend ist, also nicht von vereinzelten, begründeten Fällen auf eine Wiederverkörperung jeder Seele auf dieser Erde geschlossen werden darf, die weit eher nachteilig als von Vorteil für die Seele wäre. Der freie Willensentscheid einer Seele muß auf Erden abgelegt werden und kann auch in einem Erdenleben abgelegt werden mit Hilfe des göttlichen Erlösers Jesus Christus. Wer Ihn ablehnt, hat sich eine außergewöhnliche Gnade verscherzt, und er muß ringen im Jenseits, bis er zur Erkenntnis gelangt und Seine Hilfe noch drüben in Anspruch nimmt. Der Kreuzestod Jesu ist von so gewaltiger Bedeutung für die Erlösung des gesamten Geistigen, daß nur der Wille des Menschen bereit zu sein braucht, um erlöst zu werden, daß aber ein Wille, der versagt, auch die Folgen tragen muß: eine unsagbar schwerere Aufwärtsentwicklung im geistigen Reich oder ein Absinken in die tiefste Tiefe, das wieder den Gang durch die gesamte materielle Schöpfung nach sich zieht - eine Reinkarnation von nicht wünschenswerter Bedeutung - ein endlos lang anhaltender Qualzustand, bis das Stadium des freien Willens als Mensch wieder erreicht ist, das ihm nun eine erneute Möglichkeit gibt, den Willensentscheid zu treffen. Kein Wesen wird auf ewig verlorengehen, doch wann es zur Seligkeit gelangt, bestimmt der Wille des Menschen selbst. Doch das Gesetz der ewigen Ordnung bleibt bestehen, denn ihm liegt Meine Weisheit und Liebe zugrunde, die ewig unveränderlich sind. Amen. B.D. NR. 5062.

 

Buch 57 5063

Individualität der einzelnen Seelen.

14. Februar 1951. B.D. NR. 5063.

Als Mein Schöpfungswille tätig wurde, ersah Meine Weisheit auch den Erfolg alles dessen, was Meine Liebe und Kraft geschaffen hatte; Ich sah den Entwicklungsgang des gefallenen Geistigen, Ich sah auch den teilweisen Rückfall in die Tiefe, Ich sah ein endloses Heer urgeschaffener Geister kämpfend gegeneinander im Universum. Ich sah das dämonische Wirken überall im Geisterreich und in den Schöpfungen irdisch materieller Art. Ich sah das Auf und Nieder, Ich sah ständig sich verändernde Formen, und Meine Weisheit erkannte lichtvollst das ungeheure Erlösungswerk als einmal Erfolg eintragend, worüber Meine Liebe sich erfreute und darum Mein Wille fort und fort schöpferisch tätig war. Ich sah den Erfolg seit Ewigkeit voraus - doch Ich sah auch die unzähligen Mir widerstrebenden urgeschaffenen Geister, die unendlich lange Zeit benötigen, ehe sie sich Mir widerstandslos ergeben. Dies aber verdroß Mich nicht, denn die Zeit ist für Mich ausgeschaltet, wenn Ich nur einmal Mein Ziel erreiche. Doch der Erlösungsplan für dieses zu Mir im Widerstand verharrende Geistige weicht von dem des weniger verhärteten Geistigen beträchtlich ab, denn jenes braucht mehrere endlos lange Entwicklungsperioden bis zu seiner endgültigen Erlösung, und eine jede bedeutet einen anderen Erlösungsprozeß, als der vorhergehende es war. Denn die Sünde wird stets größer, je öfter der freie Wille mißbraucht wird, und das Endstadium als Mensch bringt dem geistigen Wesen auch die Erkenntnis, weil Ich ihm den Verstand gebe, kraft dessen er recht und unrecht voneinander unterscheiden kann. Bis die Seele eines Menschen geformt werden kann, müssen alle Schöpfungen gewissermaßen durchwandert worden sein von den einzelnen Seelensubstanzen, es hat die Seele alle ihre Partikelchen zusammengesucht, die einstmals einem in geistiger Freiheit schaffenden Urwesen angehörten, und dieses Urwesen erhält als Mensch wieder das Ichbewußtsein, das es in den Vorstadien der Entwicklung nicht mehr besaß. Sie bleibt auch dann im jenseitigen Reich ein sich selbst bewußtes Einzelwesen, wenngleich es dann im Zusammenschluß mit gleich reifem Geistigen schaffet und wirket. Sie erkennt sich selbst auch als das, was sie einstmals war, und ist unbeschreiblich selig in diesem Ichbewußtsein.

Die letzte Erdenlebensprobe kann aber auch, obgleich sie nicht zu schwer ist, nicht bestanden werden, und dann ist Mein Erlösungswerk in einem Entwicklungsgang nicht möglich gewesen, und das Wesen muß einen zweiten, weit schwierigeren Erlösungsprozeß durchmachen, es muß in Neuschöpfungen materieller Art wieder seinen Aufenthalt nehmen, und zwar wird die Seele wieder aufgelöst in unzählige Partikelchen und je nach deren Beschaffenheit wieder in verschiedene Formen eingezeugt, und es beginnt der Aufwärtsentwicklungsgang von neuem. Eine als Mensch Mir abtrünnig gewordene Seele hat nun ihre Sünde des Abfalls von Mir ums Vielfache erhöht und muß nun verständlicherweise erheblich mehr leiden als in den einzelnen Entwicklungsstadien der vorherigen Periode. Dennoch ist auch nun Meine unbegrenzte Liebe wieder am Werk, dieser Seele zur Höhe zu verhelfen, so daß auch nun wieder am Ende des Erdenganges im Mußgesetz die nun sich wiedergefunden habende Seele sich im Fleischleib verkörpern kann zwecks Bestehens der letzten Willensprobe auf dieser Erde. Diese Seele kann zwar später im Reifezustand auf einen ganz anderen Erdengang zurückblicken, wie der in der vorhergehenden Periode gewesen ist, dennoch ist sie das gleiche geistige Wesen, als das sie sich aber erst erkennt in einem gewissen Lichtzustand, wo ihr die Rückerinnerung gegeben wird. Jede Seele, die nach ihrem Leibestode in das jenseitige Reich eintritt, bleibt, was sie ist, und kann stets höher und höher steigen und mit und im Zusammenschluß mit gleichem Geistigen unzählige Wesen beglücken auf Erden wie auch im geistigen Reich; sie bleibt aber stets dasselbe Wesen, und ihr Ichbewußtsein wird ihr niemals verlorengehen. Sinkt sie aber in die Tiefe, dann verwirrt sich auch ihr Denken, sie erkennt nicht mehr sich selbst und kann beim äußersten Absinken sich wieder in feste Substanz verhärten, also wieder den Entwicklungsgang beginnen in Neuschöpfungen der Erde. Nur in einem bestimmten Reifegrade erkennt sich das Wesen selbst, und dieser Reifegrad ist erreicht, sowie sich die Seele verkörpern darf als Mensch, weshalb also der Mensch ein klares Ichbewußtsein hat, das die Seele auch nicht verliert, es sei denn, sie fällt in die tiefste Finsternis zurück, wo sie sich selbst nicht mehr erkennen kann als das, was sie ist und was sie war. Ich sammle Mir alles Geistige wieder, was einst verlorenging, Ich will es wieder so zurückgewinnen, wie es von Mir seinen Ausgang nahm. Ich will völlig freie, in höchster Vollkommenheit stehende, liebeglühende Engelswesen an Mein Herz ziehen, und Ich werde dieses Ziel erreichen, auch wenn Ewigkeiten darüber vergehen, denn Meine Liebe, Weisheit und Macht ist unbegrenzt, und niemals wird Mein Schöpfungswille aufhören, bis auch das letzte geistige Wesen erlöst und Mein Kind geworden ist. Amen. B.D. NR. 5063.

 

Buch 57 5064

Freude Gottes an der Liebe Seiner Kinder.

16. Februar 1951. B.D. NR. 5064.

Ich habe wahrlich Meine Freude an der Liebe Meiner Erdenkinder zu Mir und bin stets bereit, diese Liebe zu Mir immer mehr zu entfachen, weil dies auch für Meine Kinder vermehrte Seligkeit bedeutet, wenn sie sich Mir stets mehr und mehr verbinden und den Beweis Meiner Gegenliebe empfangen - daß sie Mich hören, daß sie Meine Stimme in sich vernehmen als köstlichstes Geschenk. Nur die Liebe bereitet Seligkeit, und darum muß sie auch in euch entzündet werden, es muß ein Feuer in euch aufflammen, das Licht verbreitet - es muß euer Herz verlangen nach der Vereinigung mit Mir, denn das ist Liebe, daß ihr den Zusammenschluß mit Mir ersehnet. Jedes Erdenkind, das Mich anerkennt als Schöpfer und Vater von Ewigkeit, will auch mit Mir vereinigt sein und dadurch die Kraft in sich vermehren, es verlangt unbewußt nach dem Zustand zurück, in dem es sich befand zu Anbeginn, als es noch in vollster Liebe zu Mir stand als Zeichen seiner Vollkommenheit. Aus diesem Zustand ist es freiwillig herausgetreten, es kündigte Mir seine Liebe, es wandte sich von Mir ab und wurde unselig, da nur die Liebe wahre Seligkeit bereiten kann. Ich aber möchte euch wieder reinstes Glück geben, Ich möchte euch die Wonnen Meiner Liebe verkosten lassen, die aber auch eure Gegenliebe fordert, um wirksam sein zu können. Ich möchte eure Herzen erregen, daß sie Mir entgegenschlagen; Ich allein möchte eure Sinne gefangennehmen, Ich möchte, daß jeder Gedanke von euch nur Mir gilt, daß ihr Mir entgegendränget und Mir eure Herzen darbietet, Ich möchte euch besitzen voll und ganz und bis in alle Ewigkeit. Darum will Ich, daß ihr die Liebe zu Mir aufflammen lasset, daß ihr alle eure Gedanken Mir zuwendet, daß Ich euch das Begehrenswerteste bin, daß ihr Mich suchet allen Ernstes, und so ihr Mich gefunden habt, Mich nimmer auslasset; Ich will, daß Herz und Gemüt zu Mir hindrängen und daß Ich Selbst Meine Liebe in euch ausstrahlen lassen kann, um euch zu seligen Wesen zu machen. Und darum werbe Ich unausgesetzt um eure Liebe und freue Mich über ein jedes Kind, das sich von Mir emporziehen lässet an Mein Herz. Und Meine Vaterliebe lässet niemals wieder von sich, was sich einmal freiwillig Ihm ergeben hat. Amen. B.D. NR. 5064.

 

Buch 57 5065

Die ewige Liebe. Begründung der Offenbarungen.

17. Februar 1951. B.D. NR. 5065.

Erkennet Den, Der zu euch spricht, als die ewige Liebe Selbst, Die Sich euch kundgibt, um euch zu helfen. Zweifelt nicht daran, ihr Zuhörer, daß Ich Selbst unter euch weile im Wort, sondern bedenket, daß eine überaus große geistige Not Mich veranlaßt, Mich euch zu offenbaren, daß ihr selbst in dieser Not euch befindet, weil es kurz vor dem Ende ist. Ihr wandelt völlig sorglos durch euer Erdenleben und kümmert euch nicht darum, was mit eurer Seele geschieht nach dem Leibestode; ihr sorgt euch nur um euer irdisches Leben und um die Erhaltung und das Wohlbehagen des Körpers, der vergänglich ist, doch des Unvergänglichen in euch achtet ihr nicht. Wüßtet ihr um die entsetzlichen Folgen eurer Einstellung, dann würdet ihr auch begreifen, wie groß die geistige Not ist, und ihr würdet es auch verstehen, daß Ich euch helfen will, aus ihr herauszufinden. Darum suche Ich, euch durch Offenbarungen vorzustellen, welchem Schicksal ihr entgegengehet, Ich suche euch verständlich zu machen, warum die Auswirkung eurer falschen Einstellung nicht anders sein kann als ein überaus qualvoller Leidenszustand im Jenseits oder gar eine Neubannung in der festen Materie. Ich suche euch durch Offenbarungen von Meinem ewigen Heilsplan in Kenntnis zu setzen, auf daß ihr verstehet, warum alles ist, und daß nur euer ewiges Seelenheil angestrebt wird von Meinem Willen. Ich Selbst komme zu euch und offenbare Mich, weil ihr Mir anders keinen Glauben schenket, weil ihr euch menschlich-verstandesmäßig nicht den Zusammenhang erklären könnet und auch wiederum menschlicherseits nicht wahrheitsgemäß belehrt werden könnet. Mich aber sollet ihr erkennen, wenn Ich zu euch spreche, wohl durch Menschenmund, der aber nur Mein Werkzeug ist, dessen Ich Mich bediene und Selbst zu euch rede, weil es nötig ist. Denn es ist nicht mehr viel Zeit bis zum Ende. Und gerade in der letzten Zeit wird euch Mein Gegner stark bedrängen und euch von dem rechten Erkennen, von der Wahrheit, abzulenken suchen, auf daß ihr völlig erblindet im Geist und sicher dem ewigen Verderben entgegengehet. Und weil die Nacht um euch so entsetzlich dunkel ist, zünde Ich allerorten ein Lichtlein an, um das Dunkel zu erhellen, und wer dem Licht zustrebt, wer sich seiner Wirkung nicht entzieht und es flieht, der wird erleuchtet werden im Geist. Ihm wird die Wahrheit offenbar werden und die große geistige Not ist für ihn behoben. Darum offenbare Ich Mich euch immer wieder, und ihr sollet es glauben, daß Ich es bin, Der zu euch spricht - euer Schöpfer und Vater von Ewigkeit, Dem ihr als Meine in Gefahr schwebenden Kinder am Herzen liegt und denen Ich darum helfen will, ehe es zu spät ist. Und wenn Ich euch zur Liebe ermahne, so könnet ihr sehr wohl erkennen, daß die ewige Liebe Selbst zu euch spricht, denn Mein Gegner würde wahrlich nicht die Menschen anhalten, das Grundgesetz der Liebe zu erfüllen, das er selbst übertreten hat und dem er sich grundsätzlich widerstellt. Nur von Mir geht die Liebe aus, und zu Mir führt immer wieder die Liebe zurück. Also wird euch Mein Gegner nicht zu Mir Selbst hindrängen, indem er euch die Liebe lehrt. Und so lasset alle Zweifel fallen, und glaubet es bedingungslos, daß nur die ewige Liebe zu euch redet, wenn die Worte gut und voller Weisheit sind, wenn sie euch veredeln und euer Denken Mir zuwenden, Der Ich euer liebevollster Vater bin von Ewigkeit. So euer Herz berührt wird von Meinem Wort, dann habet ihr das sicherste Zeichen Meiner Gegenwart und auch das Recht und die Pflicht, zu glauben, was euch durch Meine Offenbarungen verkündet wird. Denn Ich bin auch die ewige Wahrheit, das Licht von Ewigkeit, Das in alle Herzen erstrahlet, um den Fürsten der Finsternis daraus zu verdrängen. Ich will als Retter in geistiger Not zu euch kommen, und ihr sollet Mir den Eintritt in euer Herz nicht verwehren, ihr sollet Mir die Tür weit öffnen und das strahlende Licht hineinfallen lassen, ihr sollt die Nacht vertreiben und einem hellen Tag entgegengehen - ihr sollet durch Meine Offenbarungen zu Mir finden und dann jeder geistigen Not enthoben sein. Amen. B.D. NR. 5065.

 

Buch 57 5066

Geistige Gemeinschaft. Erhöhtes Wirken.

18. Februar 1951. B.D. NR. 5066.

Ein Wirken im Zusammenschluß wird immer größere Erfolge zeitigen, wenngleich eines jeden einzelnen Menschen Arbeit für das geistige Reich gesegnet ist und darum auch jedem Meiner Kinder ans Herz gelegt wird, unablässig tätig zu sein in Meinem Weinberg. Sowie sich aber die Meinen zusammentun, um Mir zu dienen, wird einer den anderen ergänzen und ihm dort helfen können, wo jener zu schwach ist. Jede Tätigkeit, ob einzeln oder im Zusammenschluß, wird von jenseitigen Lichtwesen unterstützt, und darum werdet ihr Menschen so geführt, wie es die Lichtwesen als segensreich erkennen und wie es auch für die Seelen Meiner Kinder erfolgreich ist. Ihr alle müsset aneinander ausreifen, ihr müsset euch selbst erkennen lernen, ihr müsset einer dem anderen als Vorbild dienen, wie ihr aber auch einer den anderen auf seine Fehler aufmerksam machen sollet, jedoch in Liebe und geschwisterlicher Fürsorge, auf daß einer dem anderen zur Höhe verhilft. Ich brauche ein Heer starker Streiter, die für Mich eintreten vor der Welt, wenn ein Bekennen von euch gefordert wird. Und diese Streitkräfte sollen sich schon vorher fester zusammenschließen, auf daß nicht der eine oder der andere überfallen und kampfunfähig gemacht werde durch den Einfluß Meines Gegners, auf daß nicht der eine oder der andere im geistigen Streben nachlasse, weil ihm jede Betätigungsmöglichkeit fehlt, die er allein oft nicht erkennt. Der geistige Zusammenschluß der Meinen erhöht auch die Kraft des einzelnen, er ersieht gleichsam die Auswirkung Meiner Gnade und Liebekraft an seinen Geschwistern und strebt selbst die möglichste Vervollkommnung an, von Meinem Liebegeist getrieben, der sichtlich wirket, wo die Meinen versammelt sind in Meinem Namen. Euch allen sind aber auch Aufgaben gesetzt, denen ihr gewissenhaft nachkommen sollet - auch eure eigene Umgebung wieder auf den Weg des Lichtes zu bringen, den sie verlassen oder noch nicht gefunden haben - ein jeder soll wirken in seinem kleinen Kreise. Amen. B.D. NR. 5066.

 

Buch 57 5067

Zu Gott gerichteter Wille. Fesseln der Liebe.

20. Februar 1951. B.D. NR. 5067.

Für Mich genügt es, daß euer Wille zu Mir gerichtet ist, daß ihr nach der Wahrheit verlangt und, um mit Mir in Verbindung treten zu können, Mir ähnlich zu werden strebet. Dann ist auch Mein Wille bereit, euch zu bedenken, und euer Ziel werdet ihr mühelos erreichen - die endgültige Vereinigung mit Mir, die euch Licht und Kraft sichert bis in alle Ewigkeit. Es ist das Zuwenden in Gedanken zu Mir für eure Seele erfolgeintragend, denn Ich lasse Mich nicht zweimal rufen, Ich komme, so nur ein Gedanke von euch Mir gilt. Denn dieser Gedanke ist schon das Ausstrecken eurer Hände nach oben. Euer Willensentscheid fällt zu Meinen Gunsten aus, ihr wendet euch selbst von Meinem Gegner ab, und diese Gelegenheit erfasse Ich, um euch ganz zu Mir zu ziehen, weil ihr euren Widerstand aufgegeben habt, sowie ihr Mich in Gedanken suchet. Mein Reich ist nicht von dieser Welt - suchet ihr Mich in Gedanken, so stellet ihr die irdische Welt schon bewußt hinter euch, denn die Welt lässet keine Gedanken an Mich aufkommen, d.h., wer in ihr verkettet ist, der gedenket nicht Meiner, sondern er ist dem hörig, der in der Welt regieret. Es kann ein Mensch, der noch ganz der Welt angehöret, nicht mit Mir in Verbindung treten, weil Ich für ihn so lange nicht existiere, wie er der Welt seine Liebe zuwendet. Die Lehre von Mir kann er wohl kennen, doch ihm fehlt der Glaube an die Wahrheit dieser Lehre, und also bestehe Ich auch nicht in seinen Gedanken anders als eine Phantasiegestalt, von deren Dasein ihm jegliche Überzeugung fehlt. Sucht er Mich aber ernstlich zu ergründen, dann hat er sich schon von der Welt gelöst, und dann kann Ich ihn auch zur Höhe ziehen, dann hindert ihn nichts am rechten Erkennen, dann wendet sich seine Liebe Mir zu, Den er zu erreichen trachtet. Ich also weiß es, wann die Trennung von Meinem Gegner vollzogen ist, und kann dann auch Meinen Einfluß geltend machen, während zuvor der Wille sich erst entscheiden muß, wem er sich zuneiget. Immer wieder trete Ich einem Menschen in den Weg, auf daß er eine andere Gedankenrichtung einschlagen möge, die nicht nur der irdischen Welt gilt - Ich mache Mich ihm bemerkbar in irgendeiner Weise, auf daß er nachdenkt über das Wesen, Das ihn erstehen ließ. Und ist er einmal bei diesem Gedanken angelangt, dann läßt er ihn nicht mehr los, dann habe Ich eine leise Fessel über ihn gestreift, die ihn aber nicht drückt, sondern unablässig Mir folgen lässet ohne Widerstand. Er will sich selbst nicht mehr von dieser Fessel befreien, er hat sich freiwillig von Mir gefangennehmen lassen, weil sein Wille Mich suchte und Ich Mich finden ließ. Es ist die Fessel der Liebe, die Kraft, die ihn durchflutet, die von Mir ausgeht und in seinem Herzen Widerhall findet. Und dieser Liebekraft will er nimmer entfliehen, weil sie seiner Seele wohltut, und das ist Mein Erfassen, mit Meiner Liebe halte Ich, wer nur seine Gedanken zu Mir wendet, denn die Liebe ist kein Zwang, weil sie nur wirket, wo der Widerstand aufgegeben ist. Amen. B.D. NR. 5067.

 

Buch 57 5068

Liebe üben einzigste Aufgabe auf Erden.

21. Februar 1951. B.D. NR. 5068.

Es gibt nur einen Weg zu Mir, den ihr gehen müsset, ansonsten euch Mein Reich verschlossen bleibt, ansonsten der Weg in die Tiefe führt. Es ist der Weg der Liebe, der unbedingt beschritten werden muß, weil er der einzige Weg ist, der zu Mir führt. Den Weg der Liebe zu gehen heißt, eine Wesenswandlung an sich selbst zu vollziehen, weil zu Beginn der Verkörperung als Mensch die Ichliebe vorherrscht, die er ablegen muß, soll die rechte Liebe in ihm zur Entfaltung kommen, die ihn als göttliches Geschöpf kennzeichnet. Die uneigennützige Nächstenliebe ist es, die in euch diese Wesenswandlung vollzieht und die also geübt werden muß stets und ständig, wollet ihr Mir nahekommen und in Mein Reich aufgenommen werden, wo höchste Glückseligkeit euer Los ist. Liebe zu üben ist also die Aufgabe, die euch für die Zeit eures Erdenwandels gegeben wurde, immer nur uneigennützig liebetätig zu sein, zu geben, zu helfen und so ständig Gegenliebe zu erwecken. Eine weitere Aufgabe habe Ich euch nicht gestellt, denn so ihr diese erfüllet, tut ihr alles, was zum Bestehen der letzten Willensprobe auf Erden erforderlich ist; denn wer die Liebe übet, der strebet Mich Selbst an, Der Ich die ewige Liebe bin. Nur durch die Liebe stellet ihr die Verbindung mit Mir wieder her, die uranfänglich euer Los war, nur durch die Liebe werdet ihr wieder zu dem, was ihr waret von Anbeginn, zu göttlichen Wesen im Vollbesitz von Kraft und Licht. Die Liebe zum Nächsten bedinget wohl eine gewisse Selbstüberwindung, weil der Mensch opfern muß, was er besitzet, weil er sich lösen muß von dem, was ihm selbst lieb ist, um es dem Nächsten zuzuwenden, der in Not ist. Doch er gewinnt tausendmal mehr, als er hingibt, denn mit jedem Werk der Liebe kommt er Mir Selbst näher, mit jedem Liebeswerk verringert er die Entfernung von Mir, und mit jedem Liebeswerk empfängt er selbst Licht und Kraft, die Ausströmung Meiner ewigen Liebe. Er gibt Irdisches hin und empfängt Geistiges zurück, bis dann sein gewonnener Reichtum ihn befähigt, selbst Geistiges austeilen zu können, und er nun schon als Mein Knecht für Mich arbeitet, was immer erst tiefe Liebe zu Mir und zum Nächsten bedingt. Ohne Liebe könnet ihr nicht selig werden, den Liebesfunken aber traget ihr alle im Herzen, und er kann sehr schnell zu einer hellen Flamme auflodern, dann ergreifet er alles und gibt der Flamme immer neue Nahrung, daß sie hell aufleuchtet und der Weg zu Mir nun jedem sichtbar ist.

Übet die Liebe, entäußert euch dessen, was dem Mitmenschen mangelt, und bedenket ihn nach Kräften, dann wird in euch auch das Bewußtsein Meiner Gegenwart erwachen, und dann habet ihr etwas Köstliches eingetauscht gegen das, was ihr hingabet. Eure Liebe hat Mich Selbst angezogen, und die Liebe in euch läßt nun eine Vereinigung zu, die vordem nicht möglich war - die Liebe stellt den Zusammenschluß her mit der ewigen Liebe, der immer höchste Seligkeit nach sich zieht. Amen. B.D. NR. 5068.

 

Buch 57 5069

Gebet im Geist und in der Wahrheit. Fromme Gebärden.

22. Februar 1951. B.D. NR. 5069.

Der frommen Gebärden achte Ich nicht, sind sie doch nur ein äußerliches Prunkgewand, das die Sicht in das Herz verhüllen soll. Wer wahrhaft innig Meiner gedenket und mit einfachen, ungezierten Worten zu Mir spricht, dem ist jede Zeremonie, jede äußerliche Bewegung oder Gebärde fremd; das Herz benötigt solche nicht, es wendet sich geraden Weges zu Mir und rufet Mir seine Nöte oder auch seine Liebe und Verehrung zu, und Ich vernehme jeden Gedanken, der aus dem Herzen zu Mir emporsteigt. Wo aber ein inneres Empfinden nach außen erkenntlich werden soll, dort wird zu viel Wert gelegt auf die Meinung der Mitmenschen, da Ich Selbst keine solchen äußeren Beweise benötige und ohne solche das Herz des Menschen offen vor Mir liegt. Ihr wollet also dann nur die Mitmenschen überzeugen von einem scheinbar vertrauten Verhältnis zu Mir, und so kommet ihr nicht ungeteilten Sinnes zu Mir, sondern lasset euch am Urteil der Mitmenschen zuviel gelegen sein. Zudem aber verliert auch euer Gebet an Innigkeit, denn eine innige Verbindung mit Mir lässet euch alles um euch vergessen, aber auch jede äußere Gebärde unsinnig und verächtlich erscheinen. Solange ihr also noch nach außen hin preisgebet, was euch nur innerlich bewegen soll, habet ihr auch noch nicht den innigen Zusammenschluß mit Mir in Gedanken gefunden, der keine Äußerlichkeiten zuläßt, weil ihr dann so völlig von Mir ergriffen seid, daß ihr die Welt um euch vergesset, daß ihr wahre Kinder eures Vaters seid, deren Liebe zum Vater für nichts anderes mehr Raum gibt. Wohl sollet ihr euren Nächsten nicht vergessen und allzeit ein offenes Auge und Ohr für seine Nöte haben, ihr sollet nicht achtlos an ihm vorübergehen, wenn er voll Leides zu euch kommt; ihr sollet ihn nicht übersehen, ihr sollt ihm gegenüber nicht überheblich sein, sondern in Demut, Geduld und Barmherzigkeit ihm beistehen, ihm dienen nach euren Kräften und aus Liebe zu ihm. Doch so ihr mit Mir in innigen Verkehr zu treten verlanget, soll euer Denken auch nur Mir gelten, und nichts Äußerliches soll diese innige Verbundenheit stören oder kennzeichnen. Denn Ich will im Geist und in der Wahrheit angebetet werden, und dies soll im stillen Kämmerlein geschehen, wo niemand Zeuge ist der Herzenszwiesprache von Vater und Kind. Und alles soll von euch abfallen, was Schein ist, denn Ich bin die ewige Wahrheit und will auch in aller Wahrheit angerufen werden. Amen. B.D. NR. 5069.

 

Buch 57 5070

Frieden der Seele. Gegenwart Gottes.

23. Februar 1951. B.D. NR. 5070.

Und ihr werdet alle den Frieden finden, den Frieden der Seele, den die Welt nicht zu geben vermag - Ihr, die ihr Mein seid, so ihr euch Mir innig verbindet, die ihr den Willen habt, Mir zu dienen und Mir tüchtige Arbeiter in Meinem Weinberg zu sein. Es wird dieser Friede über euch kommen plötzlich, und ihr werdet von einem tiefen Glauben beseelt sein, von einem Glauben, der euch nicht mehr Meine Gegenwart als unwirklich erscheinen lässet, sondern das Bewußtsein so tief in euch verankert ist, daß ihr jederzeit mit Mir Zwiesprache halten könnet und niemals von Mir verlassen seid. Dann stört euch die Welt nicht mehr, und Mein Wort, das ihr ständig entgegennehmen dürfet, ist euch Ersatz für alles, was irdisch euch versagt ist. Mein Geist strömt ununterbrochen in euch ein, und auch der Körper unterordnet sich nun der Kraft des Geistes, er begehret nichts mehr und stellt Mir alles anheim, wann und wie Ich ihn bedenke. Dann habt ihr den Frieden eurer Seele gefunden, die keinen eigenen Willen mehr kennt, als nur den Meinen zu erfüllen, und die darum auch ununterbrochen tätig ist und in Liebe wirket. Was zuvor noch auf euch einstürmet, das soll euch nicht schrecken; es müssen die Geister des Unmutes und des Zornes verdrängt werden aus einem jeden Herzen, das nach dem Seelenfrieden verlangt; es muß ein rein geistiger Akt stattfinden, den oft nur eine große Erregung bewerkstelligen kann, der aber von größtem Segen ist für die Seele. Und auf daß ihr euch dann bewähret, bin Ich immer wieder zur Hilfe bereit, die euch von oben zukommen lässet Kraft und Gnade und euch zeigt, daß Ich euch immer gegenwärtig bin und daß ihr nimmer verlassen seid. Es gibt nichts, was Ich nicht beheben könnte, und es gibt keine Not, die so groß ist, daß Ich nicht ihrer Herr würde. Darum ist jede irdische Sorge überflüssig, doch geistig sollet ihr immer besorgt sein und tun, was Ich von euch verlange. Mein Wort sei euch Garantie dafür, daß ihr zu den Meinen gehört, für die Ich sorge jederzeit. Und darum glaubet und fürchtet euch nicht, was auch über euch kommen mag; Ich weiß um alles und weiß auch, warum es über euch kommt. Und ohne Meine Zulassung geschieht nichts. Doch Ich kann auch Leid von euch abwenden und will es auch tun, auf daß ihr glaubet und Mir stets näherkommet, auf daß ihr Mich offensichtlich spüret und Meiner ständigen Gegenwart bewußt werdet und bleibet, so die Not über euch kommt, die dem letzten Ende vorangeht. Dann aber sollet ihr wirken für Mich und Mein Reich und darum selbst in tiefem unerschütterlichen Glauben stehen, der dann auch stets den tiefen Frieden der Seele zum Begleiter hat. Amen. B.D. NR. 5070.

 

Buch 57 5071

Gnadengaben. Hilfe zum Aufstieg. Liebe.

23. Februar 1951. B.D. NR. 5071.

Wo Meine Gnade zurückgewiesen wird, dort ist ein geistiger Aufstieg unmöglich, wenngleich offensichtlich ein irdischer Aufstieg zu verzeichnen ist, denn die Kräfte der Finsternis schalten sich sofort ein, wo Mir Widerstand entgegengesetzt wird. Darum kann irdischer Vorteil nicht mit göttlicher Gnade bezeichnet werden, denn die Welt ist nicht Mein Reich, und Meine Gnade ist ein Geschenk von oben, von dem Reich, das nicht von dieser Welt ist. Meine Gnade empfangen bedeutet soviel, als unmittelbar von Mir Selbst Kraft entgegenzunehmen, die zu geistigem Aufstieg erforderlich ist und darum niemals verschmäht werden darf. Die Menschen aber, die nicht glauben an Mich, wollen auch den Ausdruck "Gnade" nicht gelten lassen, den sie als etwas Entwürdigendes betrachten, weil sie selbst noch überheblichen Geistes sind. Ebenso werden sie auch Meine große Gnadengabe, Mein Wort, ablehnen, das sie nicht zu benötigen glauben und das darum nur wenige Menschen so verwerten, wie es seiner Kraftübermittlung wegen verwertet werden soll. Der geistige Hochmut lehnet sich gegen die Gnadengabe des himmlischen Vaters auf, angetrieben durch Meinen Gegner, der die reine Wahrheit nicht aufkommen lassen will und darum auch die Menschen in jeder Weise zu hindern sucht, mit ihr in Berührung zu kommen. Dennoch wird einem jeden die Gelegenheit geboten, sich Meiner Gnadengabe zu bedienen; ein jeder soll Kraft daraus schöpfen, ein jeder soll reifen an seiner Seele und immer wieder neue Gnaden in Empfang nehmen. Denn dies braucht nicht öffentlich zu erkennen sein. Das recht geleitete Denken des Menschen ist gleichfalls eine Gnade Meinerseits, die zwar auch bewußt entgegengenommen werden muß, wie sie aber auch erbeten werden soll. Denn das Begehren lässet immer wieder neue Gnaden dem Menschen zuströmen und macht ihn jeder Versuchung (gegenüber, d. Hg.) widerstandsfähig, die in großem Maß noch an den herantritt, der dem Gegner entfliehen und in Mein Reich Eingang finden will. Von Mir aus werden immer und immer wieder die Mittel angewandt, die Erfolg eintragen können, wenn sie recht genützt werden. Und darum ist der Wille des Menschen selbst entscheidend, wieweit er in der Gnade steht, denn Ich bin einem jeden gnädig, der sich Mir nicht offen widersetzet. Denn Ich will nur den seelischen Aufstieg fördern, Ich will Meinen Erdenkindern verhelfen, sich in kurzer Zeit frei zu machen von allem, was der Welt noch angehört; Ich will immerwährend als Retter und Helfer ihnen beistehen. Aber Ich will auch, daß sie Mich anhören und tun, was Ich ihnen rate aus Meiner Liebe heraus, die alles erfassen möchte und auch tut, wenn sie keinen Widerstand findet. Wer aber einmal Meine Liebe gespüret hat, der läßt keine Gelegenheit vorübergehen, sich in den Besitz von Gnade zu setzen, denn er erkennt ihre Wirksamkeit, und er will auch zur Höhe gelangen, sowie er Mich nur einmal erkannt hat und um sein Ziel auf Erden weiß. Und dieser wird auch sein Ziel erreichen und durch Meine Gnade selig werden. Amen. B.D. NR. 5071.

 

Buch 57 5072

Überwinden der Materie. Erweckung des Geistes.

24. Februar 1951. B.D. NR. 5072.

Wer sich in der Materie bewegt und ihr zuviel Macht einräumt auf seine Gedanken, der kann schwerlich des Geistes in sich innewerden, der in vollstem Gegensatz zur Materie steht. Wer also den Geist in sich zum Erwachen bringen will, der muß als erstes die Materie überwunden haben, d.h., er darf nicht mehr ihr Sklave, sondern er muß ihr Herr sein. Sie darf ihn nicht mehr beherrschen, er muß sich leicht von ihr trennen können und somit sich selbst ihrer entäußern, indem er, was er selbst besitzt an materiellen Gütern, es teilet mit seinem Mitmenschen, der Not leidet und dem er durch Zuwenden irdisch-materieller Güter helfen kann. Dieser Vorgang des Liebewirkens dem Nächsten gegenüber ist nötig, um dem Geist in sich das Leben zu geben, weil dadurch der Mensch sich selbst so gestaltet, daß Mein Geist in ihm wirksam werden kann, weil der Geistesfunke in ihm in unlösbarer Verbindung steht mit Mir, seinem Vatergeist von Ewigkeit.

Verständlicherweise nun muß das Göttliche im Menschen, soll es sich äußern können, Göttliches ansprechen, weil eine Verbindung von Göttlichem mit Unvollkommenem nicht möglich ist, die Liebe aber das Unvollkommene zu einem göttlichen Wesen gestaltet. Ohne Liebe kann sich Mein Geist im Menschen nicht kundgeben, die Liebe des Menschen aber tritt in Tätigkeit dem Mitmenschen gegenüber und beweiset also auch jener Mir die Liebe und kann folglich auch mit Meiner Liebe-Äußerung bedacht werden. Meine Kraft kann überströmen auf ihn und im Geistwirken zum Ausdruck kommen. Uneigennützige Nächstenliebe wird immer nur der Mensch üben, der Herr über die Materie geworden ist, und dann kann auch der Geist in ihm tätig sein. Somit trete Ich Selbst mit dem Menschen in innige Verbindung, weil sein Geist Mein Anteil ist. Erkennet ihr Menschen nun, was ihr gewinnet, so ihr euch von der Materie frei machet? Erkennet ihr, wie nichtig irdische Güter sind, wenn ihr durch die Hingabe derer Mich gewinnet? Wenig gebt ihr hin, und unendlich viel erhaltet ihr zurück - das Kostbarste wird euer Eigentum - Meine Liebe, die sich ergießet in eure Herzen und euch ungemessen geistigen Reichtum schenket. Die Materie ist euch wohl als Erprobung eures Willens beigegeben, doch ihr könnet sie anwenden zu segensreicher Tätigkeit - ihr könnet damit viel Not lindern und also in Liebe wirken auf Erden. Dann schafft die Materie euch geistige Güter, weil ihr mit ihr gute Werke verrichtet, dann ist sie in euren Händen nur das Mittel, um zu geistigen Schätzen zu gelangen, doch immer nur dann, wenn ihr euch ihrer entäußert, weil die Materie und geistige Güter niemals zusammen erworben werden können, solange der Mensch sein Herz noch von der Materie gefangennehmen läßt. Sie muß überwunden werden, und das ist eure Aufgabe auf Erden, wollet ihr den Geistesfunken in euch zum Erwachen bringen und damit auch die Verbindung herstellen mit Mir, wollet ihr Mir das Wohnrecht geben in eurem Herzen. Dann aber habt ihr alles gewonnen, dann schaffet ihr nur für das geistige Reich, dann habt ihr die Erdenlebensprobe bestanden, denn so Ich einmal in euch Wohnung genommen habe, gehe Ich nicht mehr von euch; dann seid ihr von Meinem Geist erfüllt und Anwärter Meines Reiches, das nicht von dieser Welt ist. Dann kehret ihr zurück ins Vaterhaus, zu Mir, von Dem ihr einst ausgegangen seid und Der nicht eher ruhet, bis ihr Sein geworden seid auf ewig. Amen. B.D. NR. 5072.

 

Buch 57 5073

Blick in das jenseitige Reich. Versuchsglaube. Liebe.

25. Februar 1951. B.D. NR. 5073.

Könntet ihr in das Reich sehen, das jenseits der Erde liegt, das alle die Seelen birgt, die von dieser Erde abgeschieden sind, dann würdet ihr erst erkennen, wie groß eure Verantwortung der Seele gegenüber ist, solange ihr auf Erden lebet. Sowohl die Dunkelheit würde euch bis in die Seele erschüttern, aber auch das Lichtreich würde ein Verlangen in euch wachrufen nach jenen Gefilden, die ihr sehr wohl der Seele verschaffen könnet, wenn ihr auf Erden recht lebet, d.h. euren Willen in der rechten Weise nützet, wenn ihr eure Erdenaufgabe erfüllet. Es muß euch aber jenes Reich verschlossen bleiben, um euch nicht zwangsmäßig zu einem Lebenswandel zu veranlassen, denn nur der freie Wille ist ausschlaggebend für euer Los in der Ewigkeit. Es muß euch sowohl das Reich des Grauens als auch das Reich der Glückseligkeit verschlossen bleiben, doch oft genug erhaltet ihr Kenntnis davon durch Meine Boten. Ihr könnet es glauben oder nicht, ihr müßtet aber immer als kluge Menschen auch mit der Möglichkeit rechnen, daß es Wahrheit ist, was euch die Verkünder des Gotteswortes lehren, denn ihr könnet auch nicht das Gegenteil dessen beweisen. Und so müßtet ihr auch dieser Kenntnis über das Fortleben nach dem Tode in Qual oder Glückseligkeit Rechnung tragen im Erdenleben, ihr müßtet euch so vorbereiten, daß ihr nicht in die Gefahr geratet, von dem Reich der Finsternis aufgenommen zu werden. Ihr müßtet es versuchen, zu glauben, weil ein solcher Versuchsglaube noch immer besser ist als Glaubenslosigkeit. Ihr müßtet gut leben, auch wenn ihr es nicht glauben könnet, daß es einmal eine Vergeltung eurer Taten auf Erden gibt im geistigen Reich. Dann würde auch der Glaube selbst kommen, denn er geht aus der Liebe hervor. Und gut sein auf Erden heißt ein Leben in Liebe führen. Wenn ihr euch auch nicht zum Glauben zwingen könnet, so könnet ihr euch doch zwingen zu guten Taten, selbst wenn ihr anfangs nicht das Gefühl der Liebe in euch spüret. Ihr könnet geben, euren Mitmenschen helfen in jeglicher Not, ihr könnet ihnen durch liebreiche Worte und Blicke helfen und in ihnen die Liebe erwecken, und ihr werdet es spüren, daß es euch selbst wohltut, eine gute Tat begangen zu haben. Es wird auch in euch die Liebe aufflammen, und plötzlich werden auch eure Gedanken nicht mehr so abweisend sein gegen das, was von euch zu glauben gefordert wird. Denn die jenseitigen Kräfte helfen euch, zum Erkennen zu kommen, und zwar nur die Kräfte des Lichtreiches, die Einfluß haben auf einen Menschen, der gut zu sein sich bemüht. Die Kräfte der Finsternis dagegen werden immer dort erfolgreich wirken können, wo die Menschen entgegen Meinem Willen leben, die lieblos sind in Worten und Taten und daher auch finsteren Geistes. In ihnen wird der Glaube noch ersterben, weil die Finsternis ihre Seelen zu behalten sucht und daher ihnen auch die Erkenntnis vorenthält. Doch ihr Los dereinst ist furchtbar und kann doch nicht abgewendet werden, weil es wieder der freie Wille des Menschen ist, der sich dieses Los selbst schafft. Licht und Finsternis werden stets im Gegensatz zueinander stehen, und das schon sollte den Menschen zu denken geben, daß Unkenntnis eines Lebens nach dem Tode ein Zustand der Finsternis ist, während der Mensch, der fest und unerschütterlich an ein Leben nach dem Tode glaubt, schon ein Licht besitzt, denn sein Glaube ist Überzeugung. Und er befindet sich auch im Licht, weil ein solcher Glaube Folge der Liebe ist, und Liebe ist ein Feuer, das Licht ausstrahlt. Und Licht bedeutet Erkenntnis, ein Wissen, das der Wahrheit entspricht. Amen. B.D. NR. 5073.

 

Buch 57 5074

Name Jesus soll nicht vergeblich geführt werden.

25. und 26. Februar 1951. B.D. NR. 5074.

Mein Name soll nicht vergeblich geführt werden. Dies ist euch Menschen als ein Gebot gegeben worden, dessen Beachten die Liebe zu Mir bekundet und sein Nichtbeachten euch als Sünde wider Mich angerechnet wird. Denn Mein Name soll euch heilig sein, er soll in Ehren gehalten werden im Himmel und auf Erden. Mein Name kann also mißbraucht werden, jedoch immer zum Schaden der Seele dessen, der Mich herabzusetzen sucht. Es kann daher auch Mein Gegner sich Übergriffe erlauben und von Mir in abfälliger Weise sprechen, d.h., wer nicht an Mich glaubt, wer Mich verleugnet, der ist Mein Gegner und wird auch von Mir in einer Weise reden, die den gläubigen Menschen verletzet, und er muß sich auch dereinst verantworten, denn dies ist ein Mißbrauch Meines Namens und bezeugt den Widerstand gegen Mich. Hindern aber tu' Ich ihn nicht, wenn er Meinen Namen mißbraucht oder ihn als Deckmantel seiner Frömmigkeit ausspricht. Doch sowie er ihn als Bekräftigung einer Lüge anwendet, sowie Mein Gegner sich Glauben zu verschaffen sucht durch Nennung Meines Namens, müsset ihr selbst äußerst scharf prüfen, ob ihr selbst ihm Anlaß gebt, zu diesem Mittel zu greifen, um euch zu gewinnen. Ihr müsset euch prüfen, ob ihr selbst durch Begierden und Untugenden aller Art den heranzieht, der euch verderben will für ewig. Dann ist sein Bestreben, den Glauben an Mich völlig zu zerstören, den Glauben an die Gottheit in Jesus Christus, an Seine unbegrenzte Macht und Kraft und Seine übergroße Liebe. (26.2.1951) Mein Name ist überaus heilig und kann von einem Geist der Unterwelt nicht ausgesprochen werden in seines Wortes tiefster Bedeutung, d.h., er kann nicht als Name Gottes, des höchsten und vollkommensten Wesens, angeführt werden, weil jenes finstere Wesen dann Mich Selbst auch anerkennen würde als seinen Gott und Vater von Ewigkeit. Der Name kann aber als nur "Name" genannt werden, und dies ist eine Versuchung, die oft von Erfolg ist. Es kann sich also ein solches Wesen vorstellen den Menschen unter diesem Namen, jedoch nicht als Gott euch täuschen können, sowie ihr es dazu auffordert, sich als Gott Vater oder Gott Sohn zu bekennen. Es ist dies zu beachten, daß jedes finstere Wesen weichet, sowie ihm der Name Jesus im lebendigen Glauben an Ihn als Gottes Sohn und Erlöser der Welt entgegengehalten wird. Der Gottheit Jesu weichet jeder böse Geist, der Name jedoch, der nur leichthin als Name angeführt wird, ist wirkungslos, wie umgekehrt auch ein Wesen der Unterwelt sich den Namen Jesus zulegen kann, ohne sich selbst als Gottes Sohn vorstellen zu wollen. Das Wort ohne den Geist ist nur ein totes Wort, ihr Menschen aber sollet des Geistes achten und nicht des toten Buchstabens. Alles, was wahr ist, muß Leben haben; ein Wesen, das sich in der Nacht des Todes befindet, wird niemals die volle Wahrheit begreifen und so auch nicht die übergroße Heiligkeit Meines Namens, also auch völlig erkenntnislos Meinen Namen aussprechen, wohl um die Menschen zu täuschen, aber sich nicht bewußt, worin die Täuschung liegt, denn es spricht nur einen falschen Namen aus, um seinen eigenen Namen nicht nennen zu brauchen, es kann aber überhaupt nicht fassen, wessen Namen es ausspricht. Dennoch kann einem solchen Wesen Mein Name im tiefen Glauben an Mich entgegengehalten werden, und es wird das Licht fliehen und den Menschen nicht mehr bedrängen. Die Prüfung aber müsset ihr Menschen selbst vornehmen - ihr müsset wissen, ob ihr selbst euch so tief und innig mit Mir verbindet, daß ihr also Mich Selbst in euch gegenwärtig sein lasset. Dann habt ihr auch keine Täuschung durch unlautere Geistwesen zu fürchten. Und so ihr euch bedrängt fühlet oder zweifelt, dann rufet in gläubigem Vertrauen und tiefer Andacht Meinen Namen, und Ich werde jedes finstere Wesen von euch jagen, weil ihr selbst die Waffe anwendet, die Ich euch empfohlen habe. Denn Meinem Namen wird kein Wesen standhalten können, das noch nicht erlöst ist. Amen. B.D. NR. 5074.

 

Buch 57 5075

Des Hausvaters Sorge für Seine Knechte. Weinbergsarbeit.

1. März 1951. B.D. NR. 5075.

Ich bin die Liebe Selbst, und die Liebe kann euch nichts versagen, es sei denn, eure Seele würde dadurch Schaden nehmen. Meine übergroße und unendliche Liebe müsset ihr euch vorstellen, so ihr wankelmütig werdet im Glauben, daß Ich euch helfe, so euer Vertrauen gering ist und ihr banget in irdischer Not. Ich lasse die Meinen nicht in der Not, sondern werde sie stets daraus befreien, wenn es an der Zeit ist. Daß Ich euch aber in irdische Not geraten lasse, ist nicht Willkür, sondern Sorge um euer Seelenheil - wie auch weisheitsvolle Voraussicht dessen, was euren Lebensweg erleichtert, um Mir ungehindert dienen zu können. Ihr seid in Meinen Dienst getreten und als Meine Knechte auch der Sorge eures Herrn überlassen. Und stets werde Ich so für euch sorgen, daß ihr euren Dienst erfüllen könnt, ansonsten Ich wahrlich ein schlechter Hausvater wäre. Und Ich benötige euch. Ich benötige eure Arbeit für Mich und Mein Reich, weil noch vielen Seelen Rettung gebracht werden soll in geistiger Not. Oft mangelt euch der Glaube daran, oft werdet ihr lau, und ihr sehet noch die Welt zu sehr als wichtig an, oft seid ihr zweifelhaft eurer wichtigen Aufgabe gegenüber, und dann müssen immer wieder irdische Nöte kommen, die euch den Glauben an Mich befestigen und euch erhöhten Auftrieb geben zur geistigen Arbeit. Denn sie wird immer eifriger geleistet werden müssen, je näher es dem Ende zugeht. Und daß es dem Ende zugeht, will Ich euch immer und immer wieder ins Gedächtnis rufen. Es ist nur die Stille vor dem Sturm, die euch zur Zeit gleichgültiger werden lässet, die euch die leisen Zweifel in das Herz senkt, daß die Welt sich behaupten wird und alles Geistige unwirklich sein könnte. Es ist nur noch ein kurzer Aufschub, eine kurze Zeit, die aufs äußerste ausgenützt werden soll von Meinen Knechten. Und auf daß sie ungehindert wirken können, auf daß ihnen die Arbeit in Meinem Weinberg nicht zur Last, sondern zur Freude werde, nehme Ich jede irdische Last auf Mich und betreue Meine Diener, wie ein guter Vater seine Kinder betreut. Und im Vertrauen darauf sollet ihr nicht ängstlich und zaghaft sein, denn Mir ist alles untertan, und Ich kann wahrlich alle Geschehnisse so lenken, daß sie dem einzelnen zum Segen sind. Meine Sorge sollet ihr offensichtlich erkennen und Meiner Liebe immer innewerden, und ihr sollet Mir Meine Liebe vergelten, indem ihr eifrig ausführet, wozu Ich euch berufen habe, indem ihr euren Mitmenschen zuzuführen suchet, was Ich euch von oben darbiete, weil es nötig ist, daß die Menschen gespeist werden mit Nahrung von oben, die allein ihren Seelen Kraft gibt und Erkenntnis. Ihr sollt ihnen das Brot des Himmels darreichen, das ihr selbst von Mir empfanget, ihr sollet in Liebe zum Nächsten austeilen, was euch Meine Liebe zuwendet. Dann arbeitet ihr in Meinem Auftrag, zum Segen der Mitmenschen, dann seid ihr Meine rechten Diener, die allzeit gewiß sein können, daß Ich für sie sorge zeitlich und auch ewig. Amen. B.D. NR. 5075.

 

Buch 57 5076

Not der Glaubenslosen beim Eintritt in das Jenseits.

2. März 1951. B.D. NR. 5076.

Ihr alle sollet mithelfen an der Erlösung der irrenden Seelen. Jeder, der an Mich glaubet und also auch an ein Leben der Seele nach dem Tode, der soll seinen Mitmenschen auch diesen Glauben zu vermitteln suchen, dann tut er ein Werk barmherziger Nächstenliebe, denn er rettet solche Seelen vor dem Tode. Wüßtet ihr, um wie vieles leichter das Los der Seelen ist, die nur einen Funken Glauben in sich tragen bei ihrem Abscheiden von dieser Erde, dann würdet ihr alles tun, um diesen Funken in euch zu entzünden, und je größer er ist, desto heller ist es in ihm beim Eintritt in das jenseitige Reich. Wer selbst glaubt, soll keine Ruhe geben, bevor er nicht den Mitmenschen für den Glauben gewonnen hat. Er soll arbeiten in allem Eifer und wird sich dadurch einen großen Lohn erwerben, denn die Seelen danken es ihm tausendfach, die er gewonnen hat. Die geistige Not zu lindern ist wahrlich ein Wirken in Liebe, gehen doch die Auswirkungen bis in die Ewigkeit. Und in geistiger Not sind alle Menschen, denen es am Glauben mangelt, die nicht überzeugt sind von einem Wesen, Das überaus vollkommen ist, die nicht an eine Verantwortung vor einem Richter glauben am Ende ihres Erdenlebens, die in der Welt dahinleben ungeachtet ihrer Aufgabe, die Seele aufwärtszuentwickeln, und die ihre Sündenschuld, die Anlaß ihres Erdenlebens ist, nicht verringert haben, sondern noch erhöht, weil sie Meinem Gegner zum Opfer fielen, der sie verderben will auf ewig. Diese Menschen sind in arger Not, doch die Liebe der Mitmenschen kann ihnen helfen. Beteiligt euch am Erlösungswerk Christi, und suchet eure Mitmenschen aufzuklären, da ihr selbst im Wissen stehet um die große Liebe und Barmherzigkeit Dessen, Der euch erschaffen hat. Stellet Mich ihnen nicht hin als strafenden Gott, sondern als liebevollen Vater, Der Seine Kinder zurückrufet in das Vaterhaus, das sie freiwillig verlassen haben.Und helfet ihnen, wieder zum Glauben zu gelangen, dann erwerbet ihr euch großen Lohn, denn ihr leistet eine Arbeit in Meinem Weinberg, die Ich wahrlich nicht unentlohnt lasse, gewinne Ich doch dadurch Meine Kinder zurück, nach denen Ich Mich sehne und um deren Liebe Ich ununterbrochen werbe. Helfet Mir, diese Kinder zu gewinnen, auf daß Ich sie ewig mit Meiner Liebe beglücken kann. Amen. B.D. NR. 5076.

 

Buch 57 5077

Wiederkommen des Herrn. Gegenwart. Zeugen der neuen Erde.

2. März 1951. B.D. NR. 5077.

Und ihr alle sollt Zeugen sein Meiner Kraft und Herrlichkeit, ihr sollet Mein Wiederkommen erleben, teils im Geist und teils im Fleisch, denn die Zeit neiget sich dem Ende zu, und es wird geschehen, wie Ich es verkündet habe stets und ständig. Ihr sollet Mein Wiederkommen erleben und davon zeugen im Paradies auf der neuen Erde. Denn die Mir treu bleiben bis zum Ende, die werde Ich auf die neue Erde versetzen, wo sie Mein Wort auch verkünden sollen, wie sie es nun tun in Meinem Auftrag. Ich weiß es, wer dafür tauglich ist, und werde Meine Knechte wohl zu schützen wissen vor dem Untergang, Ich werde Meine Jünger der Endzeit mit außergewöhnlicher Kraft versehen, auf daß sie gut ihres Amtes walten können, auf daß sie mutig kämpfen gegen alle, die Mir feindlich gesinnt sind und ihren Haß auch auf die Meinen übertragen. Und keiner wird von ihnen eher von der Erde scheiden, als bis seine Mission erfüllt ist. Die Letzten auf dieser Erde aber sollen die Ersten auf der neuen Erde sein, wo auch ihre Aufgabe die gleiche sein wird - Mein Wort zu verkünden, wenn auch in anderer Weise, denn es wird freudig und verlangend entgegengenommen werden, es wird erkannt werden als das, was es ist - als Liebesbeweis des Vaters, Der Seine Kinder beglücken will. Alle werden Meine Stimme erkennen, so Ich durch euch zu den Menschen spreche. Denn alle haben sie die Feuerprobe bestanden auf dieser Erde und sind Mir treu geblieben. Darum wird auch ihr Lohn groß und beglückend sein, ein harmonisches Leben im Paradies auf der neuen Erde, das noch kein Mensch sich vorstellen kann, das aber ihnen beschieden ist, auf daß Meine Macht und Herrlichkeit offenbar werde. Und Ich Selbst werde bei ihnen sein. Ich werde kommen in den Wolken und sie heimholen und bei ihnen verbleiben, weil sie Meine Kinder geworden sind durch ihre Treue, die sie Mir erwiesen haben im letzten Glaubenskampf. Denn sie werden furchtlos sich zu Mir bekennen, sie werden von Mir zeugen, ohne Mich gesehen zu haben. Und sie werden darum auch Mich in aller Glorie zu schauen bekommen, bevor das letzte Ende gekommen ist. Und was Ich ankündige, das erfüllet sich. Ich werde wiederkommen, und ihr werdet es erleben. Noch glaubet ihr es nicht, daß die Zeit so nahe ist, daß ihr die Schrecken der letzten Zeit erleben müsset und daß diese Erde vernichtet wird durch Meine Zulassung. Noch glaubet ihr es nicht, daß die Ankündigungen durch Seher und Propheten die Jetztzeit betreffen und daß ihr Menschen der Jetztzeit große Dinge erlebet, die kein Mensch sich vorstellen kann, weil diese Erde solches noch nicht aufzuweisen hatte. Doch mit Entsetzen und Verwunderung wird die Menschheit bald die Geschehnisse verfolgen, die eine baldige Auflösung der Erde glaubhaft machen, und dann geht es sehr schnell dem letzten Ende entgegen. Doch Meine Auserwählten werden die Zeit überstehen, weil es Mein Wille ist und weil auch diese Zeit Zeugen haben soll, die ausersehen sind, davon zu reden, auf daß Meine Macht und Herrlichkeit offenbar werde unter den Nachkommen des Menschengeschlechtes auf der neuen Erde. Denn es soll dies als Überlieferung den Nachkommen erhalten bleiben, weil auch dann wieder eine Zeit kommen wird, wo die Sünde überhandnehmen und Meiner nicht geachtet wird. Dann soll das Zeugnis derer den Menschen Warnung und Mahnung sein, welches Schicksal die erleben, die Meiner völlig vergessen. Dann soll Erwähnung getan werden des Unterganges der alten Erde und des letzten Gerichtes, das entschieden hat über Leben und Tod, über Glückseligkeit und Verdammnis. Amen. B.D. NR. 5077.

 

Buch 57 5078

Voraussetzung für Wahrheit: Liebe - Verlangen nach Wahrheit - Freier Wille.

3. März 1951. B.D. NR. 5078.

Wenn es den Menschen an der rechten Erkenntnis mangelt, so ist dies immer ein Zeichen, daß ihnen auch die Liebewärme mangelt, das Feuer, das das Licht ausstrahlt. Wer nach der Wahrheit verlangt, dem wird sie zugeführt, weil Ich ein solches Begehren nicht unerfüllt lasse. Wer also nicht in der Wahrheit steht, der hat auch niemals nach ihr gesucht, weil Ich, als die ewige Wahrheit Selbst, Mich auch finden lasse von dem Suchenden. Wohl glaubt jeder Mensch, der verstandesmäßig etwas zu ergründen sucht, die Wahrheit zu begehren; sein Verstand aber schaffet es nicht, es muß das Herz mit beteiligt sein, und das bedeutet soviel, als daß Ich Selbst angerufen werden muß um Unterstützung, weil Ich Mich dann durch das Herz äußere und die reine Wahrheit dem Suchenden übermittle. Ohne Liebe und Wahrheitsverlangen, ohne Meine Unterstützung wird niemals ein Mensch zur Erkenntnis kommen, und darum könnet ihr sehr leicht erkennen, in welchem Verhältnis der Mitmensch zu Mir steht, selbst wenn er eine lehrende Tätigkeit hat - Ihr, die ihr von Mir Selbst belehrt werdet, die ihr Mein Wort aus der Höhe empfanget, ihr habt ein weites Wissen und könnet wohl von rechter Erkenntnis sprechen. Daher wird es euch auch auffallen, wieviel Irrtum in der Welt verbreitet wird, ihr werdet klar und deutlich ihn erkennen als Irrtum, und ihr werdet euer gewonnenes Wissen den im Irrtum Dahingehenden unterbreiten wollen. Ihr könnet es auch, weil Ich Selbst euch unterstütze, weil Ich will, daß die reine Wahrheit Eingang finde unter den Menschen. Doch dort haltet euch fern, wo die Menschen allzustark auf ihrem Wissen beharren, denn dort erreichet ihr nicht viel, weil der Wille nach der reinen Wahrheit gar nicht mehr vorhanden ist, sondern sie nur wollen, daß ihr Wissen das rechte sei. Dort hättet ihr einen schweren Stand, so Ich euch nicht beistehen würde, indem Ich euch die Worte in den Mund lege, mit denen ihr sie stutzig machen könnet. Rechte Weisheit werden sie euch nicht erwidern können, sondern nur sich angelernter Worte bedienen, die ihnen selbst nicht recht klar sind, so ihr Aufschluß darüber begehrtet. Und doch ist für einen jeden Menschen die Wahrheit zugänglich, sie setzet nur eben den Willen danach voraus. Wo der Wille aber gebunden ist, indem ein Geistesgut als Wahrheit hingestellt und Anerkennen desselben zur Pflicht gemacht wird, dort kann die reine Wahrheit schwerlich Eingang finden, denn der Mensch vermag nicht zu erkennen, daß er sich dadurch dem Gegner ausliefert, der seinen Tribut entrichtet haben will - Verdunkelung des Geisteszustandes des Menschen. Wenn zur Erlangung der rechten Erkenntnis, zum Besitz der reinen Wahrheit gefordert wird ein Herz voller Liebe, Verlangen nach der Wahrheit und völlig freier Willensentscheid, so ist daraus zu ersehen, wie selten die Menschen in der Wahrheit stehen, denn jene Voraussetzungen dafür sind selten vorhanden, was einmal offensichtlich sein wird. Die Menschheit wandelt in völliger Blindheit dahin und könnte sich selbst in den Besitz der reinen Wahrheit setzen mit der vollen inneren Überzeugung dessen, was ihr als Wahrheit von oben direkt oder durch Sendboten zugeleitet wird. Doch immer mehr wird die Liebe erkalten unter den Menschen, und das bedeutet, daß auch immer seltener die Wahrheit zu finden ist, weil die Wahrheit ohne die Liebe nicht denkbar ist, weil sie nur dem gegeben wird, der in der Liebe lebt. Amen. B.D. NR. 5078.

 

Buch 57 5079

Ernster Mahnruf, das nahe Ende betreffend.

4. März 1951. B.D. NR. 5079.

Die Zeit des Erdenwandels ist für euch Menschen bald vorüber, denn ihr geht einem außergewöhnlichen Geschehen entgegen, das nur wenige Menschen überleben werden. Und dieses Geschehen ist seit Ewigkeit als Grenzstein gesetzt, als Ende einer Erlösungsepoche und Anfang einer neuen. Es werden also die Menschen dieser Erde ein plötzliches Ende ihres Leibeslebens zu erwarten haben, und ein Fortbestehen wird lediglich am Willen des Menschen selbst liegen, denn die Treue zu Gott allein garantiert ein weiteres Leben, jedoch wenige nur bringen den Willen dazu auf, und nur für diese wenigen gibt es ein Fortleben im Paradies der neuen Erde, während alle übrigen den Tod erleiden, körperlich und auch geistig, gewissermaßen ihrem Willen entsprechend, der nach der Materie verlangte, die ihnen nun zuteil wird - die dem Geistigen zur Hülle gegeben wird, zu dauernder Qual. Ihr Menschen glaubet nicht an ein baldiges Ende dieser Erde, doch immer wieder wird es euch gesagt, auf daß ihr noch die kurze Zeit nützet und euch einmal ernstlich beschäftigt mit den Gedanken, welchem Schicksal ihr entgegengehet. Ihr Menschen schaffet und wirket für euer irdisches Wohlergehen und werdet euch nicht mehr lange an eurem materiellen Besitz erfreuen dürfen. Ihr Menschen lebt nur ein irdisches Leben und habet doch den Untergang dessen so nahe vor euch - ihr Menschen forschet und grübelt und suchet Probleme zu lösen, doch immer nur weltliche Fragen beschäftigen euch. Dessen aber, was nachher kommt, gedenket ihr nicht und fraget nicht danach. Und also kann euch auch keine Antwort werden. Und dennoch werdet ihr immer wieder durch Sendboten von Gott hingewiesen werden auf den Leerlauf eures Lebens, und immer wieder wird euch das nahe Ende vorgestellt. Doch ihr glaubet es nicht, und die wenigen, die es glauben, werden verlacht und verächtlich gemacht. Doch unwiderruflich wird der Tag kommen, der Zerstörung bedeutet von allem, was ihr erschauen könnet. Der Tag des Endes der alten Erde und der Untergang jeglichen Lebens auf und über der Erde. Es geht eine Erdperiode zu Ende, doch errechnen könnet ihr Menschen nicht die Stunde des Endes, selbst wenn ihr es glaubet. Doch immer wieder wird euch gesagt, daß euch nur noch eine kurze Frist geschenkt ist bis zu dieser Stunde. Und ihr höret es euch an und zweifelt. Es steht euer irdisches Leben auf dem Spiel und auch das ewige Leben. Nehmet diese Worte auf in eure Herzen, und verarbeitet sie in euren Gedanken, und lasset euch nicht überraschen von dem Tage, der plötzlich da sein wird und euch mitten aus dem Freudentaumel der Welt reißen wird. Und so ihr nicht an das Ende glauben könnet, dann stellet euch einen plötzlichen Abruf aus dem Erdenleben vor, ob ihr dann wohl bestehen könntet? Glaubet daran, daß das Leben nicht mit dem Tage des Todes beendet ist, sondern daß ihr selbst euch ein weiteres Leben schaffet oder auch dem geistigen Tode verfallen könnet, der aber dennoch kein Ausgelöschtsein bedeutet, sondern nur ein Vegetieren in endloser Qual und Finsternis. Und vor diesem Los will Gott euch bewahren, Der allen Seinen Geschöpfen ein liebevoller Vater sein möchte und wenig Glauben findet bei ihnen. Immer wieder kommt Sein Wort aus der Höhe und rufet euch Menschen zu: Ihr habet nicht mehr lange Zeit, darum nützet sie gut und wirket und schaffet, solange noch Tag ist, denn die Nacht kommt, da ihr nicht mehr wirken könnt. Amen. B.D. NR. 5079.

 

Buch 57 5080

Glaubenskampf. Bekennen nur möglich, wo Liebe ist.

5. März 1951. B.D. NR. 5080.

Nicht der Verstand wird euch Aufklärung geben können über den Wert der Glaubenslehren, so ihr euch dafür entscheiden müsset, Mich anzuerkennen oder abzulehnen, sondern nur ein liebewilliges Herz ist dazu fähig, zu urteilen, was der Wahrheit entspricht. Am Ende aber werden nur wenige Menschen von der Liebe zu Mir und zum Nächsten erfüllt sein, denn die Liebe ist unter den Menschen erkaltet. Und ebenso werden nur wenige Mich bekennen vor der Welt, weil der Verstand derer, die ohne Liebe dahinleben, alles zerpflücken wird und jede Lehre angreifen, die auf Mich als ihren Schöpfer und Erhalter hinweiset. Und da bisher die Glaubenslehren den Menschen nur unklar dargeboten wurden, wird es ein leichtes sein, sie als unhaltbar hinzustellen und die Menschen zur Ablehnung zu bestimmen. Nur die Liebe allein kann ihnen die Überzeugung geben, im rechten Wissen zu stehen, denn der liebende Mensch hat von Mir aus den Beistand. Ich erhelle seinen Geist, und er hat auch den Willen, seinem Gott und Vater von Ewigkeit treu zu bleiben, weil er Ihn erkannt hat als Ausgang seiner selbst und auch als Endziel, dem er eifrigst nachstrebt. Mich vor der Welt bekennen heißt also gleichzeitig ein Leben in Liebe führen, ansonsten auch dem Menschen die Kraft fehlt zum Widerstand. Wer Mich erkannt hat, der bekennt Mich auch seinen Mitmenschen gegenüber, weil die Liebe gleichzeitig das Erkennen Meiner Selbst und Widerstandskraft zur Folge hat. Für ihn wird es keine ungeklärten Probleme geben, ihm erscheint alles sonnenhell und klar, was andere als unverständlich nicht vertreten zu können glauben. Darum wird ein großer Abfall sein vom Glauben überhaupt, weil jeder Mensch Stellung dazu nehmen muß und sich öffentlich entscheiden für oder wider Glaubenslehren, die Mich zum Inhalt haben und darum ausgerottet werden sollen. Es wird ein schwerer Kampf geführt werden gegen die Meinen, gegen alle, die Mich nicht aufgeben wollen und doch nicht tief genug eingedrungen sind in die Wahrheit; und nur ein Liebeleben wird ihnen den Entscheid leichtfallen lassen. Die Liebe aber ist erkaltet unter den Menschen, und entsprechend ist auch der Glaube leblos geworden. Ein toter Glaube aber behauptet sich nicht, er wird sehr schnell ausgerottet werden, und es wird die Herde immer kleiner werden, deren Hirt Ich Selbst bin. Doch Meine Schafe erkennen Meine Stimme, sie folgen ihrem Hirten nach. Wohl denen, die Mir angehören wollen, die alle Verfolgungen auf sich nehmen und standhalten aus Liebe zu Mir. Ich werde sie führen wie ein guter Hirt dem rechten Stall zu, Ich werde keines verlorengehen lassen, aber auch gern die Schafe in Meine Herde aufnehmen, die Meinem Ruf folgten, weil sie Meine Stimme erkannten - die den Glauben annehmen oder aufleben lassen, so sie der Meinen Glaubenskraft ersehen. Wer sich Mir zuwendet noch in der letzten Zeit vor dem Ende, den nehme Ich mit Freuden an und erhelle auch seinen Geist, auf daß er erkenne die Liebe, Weisheit und Allmacht Dessen, Der verleugnet werden soll, Den der Verstand der Verständigen nicht gelten lassen will, Der aber Sich offenbart den Seinen, die an Ihn glauben und durch den Glauben selig werden. Amen. B.D. NR. 5080.

 

Buch 57 5081

Der Glaube versetzt Berge.

7. März 1951. B.D. NR. 5081.

Nur eines tut euch not: den Glauben aufleben lassen zu jener Stärke, die keine Furcht und keine Mutlosigkeit mehr zuläßt. Dann wird euer Leben ein leichtes sein, denn dann überwindet ihr alles durch diesen Glauben, der euch zu unmittelbaren Empfängern Meiner Kraft macht und euch dann alles möglich ist. Nichts ist Mir und Meiner Kraft unmöglich und also auch euch, so ihr euch Meiner Kraft bedient eben durch einen starken Glauben. Ihr seid ein Teil von Mir und in dem Maße gleich Mir kraftvoll, wie ihr euch Mir anschließet; sowie ihr euch nicht abseits stellt, sondern mit Mir verbunden bleibt, muß euch auch Meine Kraft durchströmen, und ihr müsset auch diese Kraft nützen können. Nur euer eigener Zweifel, eure Unkenntnis und euer Unglaube hindert euch, die Kraft aus Mir zu nützen, die euch unbegrenzt zur Verfügung steht. "Ihr werdet Berge versetzen können, so ihr nur glaubt." Diese Worte sind keine Redensart, sondern vollste Wahrheit. Ihr seid göttliche Geschöpfe, in denen Ich wirken will und kann, so ihr Mir keinen Widerstand entgegensetzet. Mein Wirken aber heißt, die göttlichen Merkmale wieder hervortreten zu lassen, die in euch schlummern als Anteil Meiner Selbst, die ihr aber nicht zur Entfaltung bringet, weil euer Glaube schwach ist. Außergewöhnlich in euch wirken ohne euren Glauben aber wäre schädlich für eure Seele. Den Glauben müsset ihr selbst in euch aufleben lassen, und ihr könnet dies auch, wenn ihr durch Liebeswirken euch Mir verbindet, denn der Glaube wird durch die Liebe lebendig. So ihr also schwachgläubig seid, ist die Liebe in euch noch nicht recht entflammt, die Ichliebe beherrscht euch noch zu sehr, und ihr seid noch nicht mit Mir vereint, weshalb ihr Mir auch nicht voll vertraut, weshalb euer Glaube leicht erschüttert wird. Die Liebe macht den Glauben lebendig, die Liebe aber könnet ihr üben, indem ihr euch dessen entäußert, was euch lieb ist, und den notleidenden Mitmenschen damit beglückt, indem ihr hingebet, um etwas überaus Wertvolles zu empfangen - einen starken Glauben, der euch nicht mehr zweifeln lässet an Meiner Liebe, Meiner Weisheit und Meiner Allmacht. Und je mehr ihr euch zur Liebe wandelt, desto inniger verbindet ihr euch mit Mir, dann seid ihr euch Meiner Gegenwart bewußt und wirket und wollet nun mit Mir, also wird euch auch alles auszuführen möglich sein, was ihr nun in Angriff nehmet. Dann werdet ihr nur zu wollen brauchen, und alle Elemente werden euch gehorchen, es wird euch keine Macht mehr Widerstand leisten können, denn durch einen starken Glauben nehmet ihr Mich Selbst in Anspruch, und ihr wisset, daß Meine Kraft und Macht unbegrenzt ist und daß Meinem Willen, der nun auch der eure ist, alles gehorchen muß und auch gehorchen wird. Dann könnet ihr auch Berge versetzen, denn Meiner Kraft gegenüber gibt es keinen Widerstand, und auch ihr könnet ihn besiegen, wenn ihr durch die Liebe den Glauben so lebendig werden lasset, daß Ich Selbst nun in euch wirken kann. Amen. B.D. NR. 5081.

 

Buch 57 5082

Mitarbeiter an dem Erlösungswerk Christi. Gehet hin und lehret.

10. März 1951. B.D. NR. 5082.

Was ihr tut für Mich und Mein Reich, ist immer ein Beteiligen am Erlösungswerk Christi. Es ist ein Fortsetzen dessen, was der Mensch Jesus auf Erden begonnen hat, es ist ein Verbreiten des Evangeliums in Seinem Auftrag und ein Hinführen zu Ihm, dem göttlichen Erlöser Selbst, und somit ein Rückführen zu Mir, dem Ausgang alles Geschaffenen. Diese Beteiligung an dem Erlösungswerk ist so wichtig und so überaus segensreich, weil ein direktes Einwirken auf die Menschen von oben unmöglich geworden ist, also Mittler benötigt werden, die mit dem geistigen Reich in Verbindung stehen, wie sie aber auch mit den Menschen auf Erden Verbindung haben und so das Geistesgut von oben ihnen zuführen können, das Evangelium verbreiten. Dies ist die Aufgabe derer, die Mir dienen wollen, die sich Mir als Mithelfer zur Verfügung stellen und die Ich daher mit dem Auftrag in die Welt hinaussende: "Gehet hin und lehret alle Völker", d.h., redet, wo euch Gelegenheit geboten ist, gebet Kunde von Mir und Meinem direkten Wirken an euch allen, die Ich euch in den Weg führe. Nehmet die Arbeit ernst, denn es ist nicht mehr lange Zeit. Und Ich Selbst will euch die Wege ebnen, auf daß eure Arbeit nicht gehindert werde, auf daß ihr selbst stets die Möglichkeit habt, in Meinem Auftrag zum Segen der Mitmenschen tätig zu sein. Noch ist es nur Vorarbeit, die ihr leisten könnet, denn die Stunde eures öffentlichen Wirkens ist noch nicht gekommen. Doch auch diese Vorarbeit sollet ihr gewissenhaft und eifrig ausführen, und immer sollet ihr wollen, dann werdet ihr auch Kraft und Gelegenheit haben, für Mich tätig zu sein. Denn viele Menschen hungern und darben und lechzen nach Seelennahrung, und Ich Selbst lenke alle Fäden und leite denen das Brot des Himmels zu, die danach verlangen. Ich gebe reichlich. Darum trachtet auch ihr danach, die köstliche Gabe auszuteilen denen, die sich nicht an Mich Selbst wenden und durch euch daher bedacht werden müssen, wenn Ich sie nicht untergehen lassen will. Es ist dies die erlösende Tätigkeit, die euch gleichsam zu Mitarbeitern Jesu macht, zu Seinen Nachfolgern und Seinen Helfern, denn unzählige Seelen sind in großer Not. Was ihr tut, um Mein Wort zu verbreiten, wird gesegnet sein von Mir und euch reichsten Lohn eintragen, wenngleich es euch nicht irdisch ersichtlich ist. Ihr müsset euch gleichsam als Meine Knechte fühlen, die nur den Willen des Herrn ausführen. Meinen Willen aber werdet ihr im Herzen spüren, und wozu euch das Herz drängt, das führet auch unverzüglich aus, denn es ist Meine Stimme, die zu euch spricht, die euch antreibt zur Arbeit für Mich und Mein Reich. Fürchtet nicht irdische Not oder irdische Benachteiligung, sondern vertrauet immer darauf, daß Ich alle eure Sorgen kenne und sie behebe zur rechten Zeit. Wer für Mich arbeitet, ist in sicherster Versorgung, nur darum nicht offensichtlich, damit die Arbeit für Mich nicht im Zwang, sondern aus freiem Willen geleistet wird, soll sie von Erfolg sein für die Ewigkeit. Denn wer Lohn erheischet, ist nicht tauglich für ein Erlösungswerk, das nur tiefe Liebe zu Mir und zum Mitmenschen benötigt, wenn es Wirkung haben soll. Es bleibt euch nicht mehr viel Zeit, darum soll immer eifriger Mein Wille erfüllt werden, der immer ist und sein wird: das Evangelium hinauszutragen in die Welt - die Unwissenden zu belehren und die Irrenden aufzuklären. Denn nur die Wahrheit wirkt sich erlösend aus, und darum soll die Wahrheit verbreitet werden, die Ich von oben euch Menschen zuführe, weil Ich euch liebe und euch erlösen will aus der Knechtschaft der Finsternis. Amen. B.D. NR. 5082.

 

Buch 57 5083

Zuleitung von Offenbarungen Wirklichkeitsbeweis des geistigen Reiches.

13. März 1951. B.D. NR. 5083.

Die Notwendigkeit Meines direkten Einwirkens auf euch geht daraus hervor, daß der Glaube überhaupt morsch geworden ist, daß es den Menschen schwerfällt, das zu glauben, was ihnen von kirchlicher Seite gelehrt wird, und sie daher Wahres und Falsches zugleich ablehnen, wenn ihnen nicht insofern geholfen wird, daß die Wahrheit auf ungewöhnlichem Wege ihnen vermittelt wird und sie selbst nun sich entscheiden können, sie anzunehmen oder abzulehnen. Es sind die Menschen zu entschuldigen, wenn sie guten Willens sind und sie sich stoßen an verbildeten Glaubenslehren, die in ihnen instinktmäßig Abwehr hervorrufen. Aus Eigenem jedoch sind sie nicht urteilsfähig, um falsche und rechte Lehren zu erkennen, wenngleich ein liebetätiger Mensch das rechte Gefühl dafür haben kann. Die Welt wirkt aber so mächtig auf die Menschen ein, daß ihnen alles Geistige unwirklich erscheint, und darum ist es notwendig, auch das Geistige eine Wirklichkeit werden zu lassen, also eine offensichtliche Kundgabe, eine göttliche Offenbarung, den Menschen zuzuleiten, die sie an das geistige Reich glauben lassen kann. Durch die Offenbarungen gehen ihnen Aufklärungen zu, und diese ermöglichen dann auch eine Prüfung von Wahrheit und Irrtum, die nebeneinander in der Welt einhergehen, die erkannt werden müssen. Es ist die Zuleitung von Offenbarungen ein Wirklichkeitsbeweis des geistigen Reiches. Ich Selbst nehme Mich der Menschen an, die glauben wollen, die von den Lehren der Kirche aber nicht so berührt werden, daß sie glauben können. Was Ich von den Menschen zu glauben fordere, ist gut anzunehmen bei gutem Willen und nur geringer Erkenntnis. Letztere will Ich denen vermitteln, die den guten Willen haben, und so sie nun die Belehrungen anhören und entsprechend handeln, werden sie auch erkennen lernen und glauben können. Das geistige Reich ist nicht so unwirklich, wenn nur ein Schimmer der Erkenntnis vorhanden ist, und es wird immer wirklicher, je höher der Mensch in der Erkenntnis steigt. Ich Selbst offenbare Mich den Menschen, Ich stelle die Verbindung her mit dem irdischen Reich, mit dem Menschen, der auch das Verlangen nach einer Verbindung mit Mir in sich trägt. Dieser nun dient Mir als Mittler für alle anderen Menschen, die wohl lehrfähig sind, aber nichts tun, um sich mit belehrenden Kräften in Verbindung zu setzen, weil ihnen das geistige Reich noch kein Wirklichkeitsbegriff ist. Der Mittler aber kann ihnen einen Beweis schaffen, so sie danach verlangen, der Mittler kann geistige Ergebnisse dem Mitmenschen zuleiten, deren Ausgang das geistige Reich - deren Ausgang Ich Selbst bin. Und also empfangen die Menschen Offenbarungen Meinerseits, und was sie nun glauben, das ist in ihnen zur Überzeugung geworden; sie wissen nun, was Wahrheit und was Irrtum ist, sie erkennen, daß nicht alle Glaubenslehren abgelehnt werden dürfen, sie wissen um den Zusammenhang und werden nun lebendige Vertreter dessen, was ihnen zur Überzeugung geworden ist. Und sowie sie einmal Mich selbst erkannt haben als Ausgang aller Wahrheit, werden sie auch für Mich reden und die Mitmenschen gleichfalls in ein Wissen einführen wollen, das vom geistigen Reich kommt und doch wirklicher ist als irdisches Wissen. Wer einmal im Licht steht, will es nicht mehr missen, sondern er wird Sorge tragen, daß das Licht seine Strahlen sendet auch in die tiefste Dunkelheit - er wird von seinem Wissen abgeben, weil er es als Wahrheit erkannt hat. Amen. B.D. NR. 5083.

 

Buch 57 5084

Offenbarungen. Wahrheit und Irrtum. Vorheriges Wissen.

14. März 1951. B.D. NR. 5084.

Wenn Ich Mich offenbare, so trage Ich dem Geisteszustand dessen Rechnung, der Mich zu sich sprechen lässet. Das Wissen, das ein Empfänger Meiner Offenbarungen zuvor besitzt, wird immer zu erkennen sein, d.h., die Art der Wiedergabe dessen, was von Mir ist, was er von Mir an Geistesgut empfangen hat, wird sich zumeist seinem Wissen angleichen, braucht aber dennoch nicht von der reinen Wahrheit abzuweichen, wenn auch sein Wissen zuvor nicht ganz frei war von Irrtum. Die Kundgaben gehen so dem Empfänger zu, daß sie rein inhaltlich der Wahrheit entsprechen, obzwar ein anders Denkender die Worte so auslegen kann, wie er sie haben will. Der erweckte Geist aber erkennt die Wahrheit und wird daher auch stets auf den rechten Geber schließen, er wird die Kundgaben als göttliche Offenbarungen anerkennen. Ist aber der Geist eines Menschen noch unerweckt, dann hält er mitunter auch eigenes Denken für göttliche Offenbarungen, jedoch nur dann, wenn sie von der reinen Wahrheit abweichen, weil dies ein Mittel Meines Gegners ist, die Menschen in den Irrtum zu verstricken, ihr Denken zu verwirren und die Wahrheit zu verbilden. Und er bedient sich dazu wieder solcher Menschen, die im fanatischen Eifer den Irrtum vertreten, die gewissermaßen willige Werkzeuge sind im Kampf gegen die Wahrheit. Diese aber sind zu erkennen, weil sie mehr Fanatiker als gute Menschen sind. Und von ihnen wird keine geistige Erleuchtung ausstrahlen. Wer sie anhöret und wahrheitshungrig ist, der wird unbefriedigt und unaufgeklärt bleiben, also kein Licht empfangen. Was von Mir ausgeht, gibt dem Menschen Licht, und daran schon ist die Wahrheit zu erkennen. In der verständlichsten Form spreche Ich zu dem, dem Ich Mich offenbaren will, und so er selbst willig und wahrheitsliebend ist, wird er selbst auch erkennen, wo sein bisheriges Denken irrig war. Er wird die Offenbarungen mit Herz und Verstand entgegennehmen und weise werden, weil er auch urteilsfähig wird und abwägen kann, wann das empfangene Geistesgut seinem alten Wissen entgegengerichtet ist. Meine Werkzeuge werden immer die Menschen sein, die Mir ein Herz voll Liebe und Diensteifer entgegenbringen, weil Ich zu ihnen reden kann, wie ein Vater zu seinen Kindern redet. Die Liebe erhellet den Geist, und wo dieser im Menschen wirken kann, wird auch bald der Irrtum als Irrtum erkannt werden, und der Mensch wird sich frei machen davon, weil ihn die Wahrheit beglückt und falsches Wissen gern hingeben lässet. Ich aber wache über den Meinen und hüte sie, so sie Mir dienen wollen, vor schlechtem Einfluß, und darum könnet ihr stets unbedenklich als Wahrheit entgegennehmen, was von Mir zeuget, was hinweiset auf Mein Erlösungswerk und auf Meine unendliche Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, die in Not sind und denen Ich zur Seligkeit verhelfen will. Wo immer Meine Liebe erkenntlich ist, ist auch Mein Geist am Werk, und wo Mein Geist wirket, ist Wahrheit. Amen. B.D. NR. 5084.

 

Buch 57 5085

Ich brauche euch. Sorge des Hausvaters für Seine Knechte.

16. März 1951. B.D. NR. 5085.

Ich brauche euch. Die Not auf Erden ist riesengroß und kann nur behoben werden durch eure Mithilfe, weil Ich nicht mit Meiner Allmacht einwirken kann auf die Seele des Menschen, sondern ihr freier Wille angeregt werden muß, wobei ihr mithelfen sollet. Die Not ist groß, und Ich habe nur wenige Mitarbeiter auf Erden, die dieser geistigen Not steuern wollen. Diese wenigen aber stehen unter Meiner Obhut, sie werden von Meiner Vaterliebe umsorgt und niemals ohne Schutz sein. Wüßtet ihr, wie Ich eure geistige Arbeit bewerte, ihr würdet nicht den leisesten Zweifel mehr haben an Meiner väterlichen Fürsorge um euch, ihr würdet euch nicht einen Augenblick ängstigen, sondern mit voller Zuversicht stets Hilfe erwarten in irdischer Not. Denn ihr sollt die geistige Arbeit ununterbrochen leisten, also werde Ich auch dafür sorgen, daß ihr sie leisten könnet, denn von dieser eurer Arbeit hängt vieler Seelen Hilfe ab, die anders ihnen nicht gebracht werden kann. Die Arbeit für Mich und Mein Reich wird auf Erden nur sehr nachlässig ausgeführt, denn selten nur wird die geistige Not in ihrer ganzen Größe erfaßt. Wenige Menschen nur stehen in der Erkenntnis, wenige Menschen nur wissen um den Sinn und Zweck des Erdenlebens und um Sinn und Zweck der Schöpfung, wenige Menschen nur sind daher fähig, die Mitmenschen von diesem Wissen zu unterrichten, und darum können nur wenige Menschen rechte Verkünder des Evangeliums sein, weil zu diesem Amt unbedingt gehört, daß der Verkünder selbst in der Erkenntnis steht. Daraus werdet ihr nun entnehmen können, daß Ich überaus sorgsam wache über denen, die für ein solches Verkünderamt tauglich sind, weil sie von Mir Selbst jenes Wissen entgegengenommen haben. Die schon verbildete Lehre ist nicht voll wirksam als Rettungsmittel für die irrenden Seelen, nur die reine Wahrheit kann ihnen einen Gewinn eintragen, nur die reine Wahrheit ist das Mittel zur Behebung geistiger Not. Und wer nun durch seinen Willen und seine Liebe zu Mir zum Wahrheitsträger geworden ist, der ist Mir ein treuer Mitarbeiter, den Ich wahrlich nicht verlieren will, weil Ich auch die vielen noch irrenden Seelen nicht verlieren möchte, sondern sie noch zurückgewinnen will, ehe es zu spät ist. Ich brauche euch, ihr Meine Mitarbeiter auf Erden, und sage es euch immer wieder, daß Ich Mir Meine Lichtträger auf Erden ausbilde, weil sie an Meiner Statt das Reich Gottes unter den Menschen aufrichten sollen, daß diese Lichtträger aber in Meinen Diensten stehen und also auch von ihrem Herrn betreut werden in jeder Weise. Wer also für Mich arbeitet, der soll keine irdischen Sorgen fürchten, wer für Mich arbeitet, der soll sich Mir auch vollgläubig überlassen, er soll wie ein Kind zum Vater aufblicken und immer gewiß sein, daß es auch wie ein Kind vom Vater behütet wird. Und die Stärke seines Glaubens wird ihm Ruhe geben, auch in jeder irdischen Not, die Ich behebe, so es an der Zeit ist. Amen. B.D. NR. 5085.

 

Buch 57 5086

Einfluß der geistigen Wesen je nach dem Willen des Menschen.

17. März 1951. B.D. NR. 5086.

Ihr seid ständig von Wesen umgeben, die Einfluß gewinnen wollen auf euch, die ihr heranrufet durch eure Gedanken, ob sie gut oder schlecht sind. Immer werdet ihr von Lichtwesen oder auch von finsteren Wesen beeinflußt, euch dem Licht zu- oder abzuwenden, und desto stärker werden die Bemühungen jener Wesen sein, je mehr ihr dem Licht zustrebt. Dann werden auch die finsteren Kräfte zu erhöhter Tätigkeit angeregt, dem Licht wieder abzuringen, was nach ihm verlangt. Denn die finsteren Kräfte hassen das Licht und suchen es zu verlöschen. Die Lichtwesen aber sind um so eifriger zum Schutz bereit, wo es gilt, Licht zu verbreiten, und wo ein Mensch auf Erden als Lichtträger in Verbindung steht mit dem geistigen Reich, dort spielen sich oft heftige Kämpfe ab, denn es wird alles versucht von beiden Seiten, jene Menschen zu gewinnen, weil der Kampf zwischen Licht und Finsternis in der Endzeit ganz besonders bedeutsam ist und jede Macht das Plus für sich erhofft. Die Lichtwesen haben wohl die Kraft, alles Finstere zu verdrängen und in seinem Wirken zu hindern, doch es ist der finsteren Macht gleichfalls das Recht zugebilligt, auf die Sinne der Menschen einzuwirken, und dem Menschen selbst ist die Entscheidung überlassen, weshalb sich der Kampf eben nur auf beiderseitiges Beeinflussen beschränken muß. Die Finsternis aber arbeitet mit List und Gewalt. Sie stellt dem Menschen die gefährlichsten Fallen, sie täuschet ihn oft durch Blendlichter, sie sucht seine Gedanken zu verwirren, sie kämpft nicht offen, sondern versteckt sich oft unter einer Maske. Und darum ist die Gefahr sehr groß für den Menschen, der nicht festen Willens ist, zu Gott zu gelangen. Der Wille allein gibt den Ausschlag, welche Macht den Sieg davonträgt. Wer ernstlich zu Gott verlangt, der gibt den Lichtwesen durch seinen Willen die Übermacht über jene Wesen der Finsternis - dann dürfen die Lichtwesen ihre Macht gebrauchen und die schlechten Kräfte verdrängen, was aber so lange nicht zulässig ist, wie der Wille des Menschen sich noch nicht frei entschieden hat. Bedrängungen von seiten der Unterwelt werden zwar immer noch stattfinden, doch immer nur in Form von Beunruhigungen, durch welche sich die Wesen rächen für ihren Mißerfolg. Der Mensch hat starken Schutz in den Lichtwesen, sowie er sich ihnen freiwillig empfiehlt, sowie er sie anrufet um diesen Schutz gegen die finstere Gewalt. Damit gibt er ihnen das Recht und die Macht, von ihrer Stärke Gebrauch zu machen, und der Mensch kann beruhigt sich ihrem Schutz hingeben. Die Lichtwelt ist immer zur Hilfe bereit, sie harret nur des Rufes, der durch Gedanken schon ausgedrückt werden kann in heißem Verlangen nach dem Guten und der Bitte um Schutz wider alles Böse. Dann droht dem Menschen keine Gefahr mehr, denn die Macht der finsteren Kraft zerbricht an diesem Willen zum Guten, der das Verlangen nach Gott in sich schließt. Er ist nur in Gefahr, solange er selbst noch wankelmütig ist, wofür sich sein Wille entscheiden soll. Dann ringen noch beide Kräfte um ihn, den Willen, und wohl dem, der sich recht entscheidet, denn ihm wird auch stets geholfen werden, das Ziel zu erreichen, weil ihm die Lichtwelt hilft. Amen. B.D. NR. 5086.

 

Buch 57 5087

Welt nur Mittel zum Zweck. Überwinden der Materie.

18. März 1951. B.D. NR. 5087.

Die Welt gibt euch nimmermehr die Erfüllung, denn sie nimmt euch zuletzt doch alles, was ihr besitzet an irdischem Gut. Die Welt bedenket nur euren Fleischleib, nicht aber die Seele, und da der Fleischleib vergeht, steht die Seele arm und bloß am Tor zur Ewigkeit, wenn sie sich nicht auf Erden geistige Güter geschaffen hat. Die Welt gibt euch nur scheinbar, in Wirklichkeit aber nimmt sie euch - das Anrecht auf das ewige Leben. Ihr stehet zwar mitten in der Welt, sie ist euch gewissermaßen als Aufenthaltsort gegeben worden, und es mußte sich die Seele damit einverstanden erklären, eine Probezeit in dieser Welt zurückzulegen. Und sie kann auch diese Probezeit bestehen mit Erfolg, wenn der Mensch die irdische Welt eben nur als Mittel zum Zweck, als Erprobungsmittel, ansieht, wenn er sie nicht Herr über sich selbst werden lässet, sondern stets ihr Herr bleibt, wenn er sich nicht zum Sklaven dessen macht, was ihn umgibt, sondern immer angesichts seiner Erdenaufgabe die irdische Materie zu überwinden trachtet, wenn er sie wohl nützet, wo sie ihm zur Verfügung steht, doch in Gott-gewolltem Sinn, indem er der Materie selbst zur Erlösung verhilft - wenn er alles Irdisch-Materielle betrachtet als das, was es in Wirklichkeit ist - gerichtetes Geistiges, das gleichfalls den Erlösungsweg geht und für jede Gelegenheit zu dienender Tätigkeit dankbar ist. Dann wird die Materie niemals Herr werden über den Menschen, dann wird er für sich etwas suchen, was ihm erstrebenswerter ist, weil es nicht vergehen kann. Dann wird er der Seele Güter zuführen, die einen wahren Reichtum bedeuten und ihr erhalten bleiben auch nach dem Ablegen des Fleischleibes. In dieser Erkenntnis stehend, betrachtet der Mensch auch nicht die Materie als Erfüllung seines Verlangens, sie ist ihm nur ein notwendiges Mittel, den Erdengang erfolgreich zurückzulegen, und also verliert auch die Welt mit allen ihren Anreizen und Verlockungen für ihn an Wert. Er weiß es, daß es nur Scheingüter sind und gleichzeitig eine starke Gefahr, auch die unvergänglichen Güter zu verlieren. Darum sollet ihr die Welt nicht lieben, denn diese Liebe trägt euch nur den Verlust des ewigen Lebens ein; ihr sollet sie erkennen lernen als das, was sie ist, als Reich des Gegners von Gott, als Zusammenballung des unreifen Geistigen, das das schon reifere Geistige wieder zu sich herabziehen möchte. Ihr sollet sie erkennen lernen als Blend- und Truglicht, um eure Seelen das rechte Licht nicht erkennen zu lassen; ihr sollt wissen, daß die Welt einmal vergehen wird und ihr darum das anstreben müsset, was unvergänglich ist. Dann wird die irdische Welt jede Gefahr für euch verlieren, im Gegenteil, ihr selbst werdet viel dazu beitragen können, auch irdischer Materie zur Aufwärtsentwicklung zu verhelfen, indem ihr dieser Gelegenheiten schaffet zum Dienen, d.h. materiellen Dingen ihre Bestimmung gebet, indem ihr nützliche Gegenstände schaffet, auf daß das Geistige in ihnen dienet und dadurch zur Höhe schreitet. Suchet alles seiner Bestimmung zuzuführen, und gedenket dabei vor allem eurer eigenen Seele, daß sie sich inmitten der Welt frei macht von irdischen Begierden, daß sie das geistige Reich als ihren Ausgangsort erkennen lerne und ihm wieder zustrebe im ernsten Willen, die Wiedervereinigung mit Gott zu erreichen, die Zweck und Ziel des Erdenlebens ist. Amen. B.D. NR. 5087.

 

Buch 57 5088

Mahnruf, Gott nicht zu vergessen. Kommende Not.

19. März 1951. B.D. NR. 5088.

Euch allen geht der Ruf zu aus der Höhe: Vergesset Meiner nicht, auf daß ihr nicht hilflos und allein seid, wenn die große Not über euch kommt. Denn in dieser Not wird euch irdisch niemand helfen können, dann werdet ihr nur auf Meine Hilfe angewiesen sein, doch ihr werdet Den nicht rufen, Der euch helfen könnte, weil ihr Seiner vergessen habt. Meiner vergessen aber heißt dessen Knecht sein, der Mein Gegner ist. Denn so ihr Mich vergesset, hat Mein Gegner euch gewonnen, und ihr müsset ihm hörig sein. Doch helfen in der großen kommenden Not kann er euch nicht, und darum werdet ihr einsam und verlassen sein und unweigerlich dem Verderben preisgegeben, so ihr nicht in der letzten Stunde euch noch an Den wendet, Der euch das Leben gab. Denn die Not wird so arg werden, und eure Hilflosigkeit ihr gegenüber kann euch Meiner gedenken lassen, denn Ich Selbst trete euch durch diese Not nahe, um Mich euch in Erinnerung zu bringen. Die Natur wird zu euch sprechen mit Donnerstimme, ihr Tosen und Brausen wird ein Entsetzen in euch auslösen, doch entfliehen könnet ihr nicht, von allen Seiten droht euch der Tod, und Menschen können nicht helfen und euch erretten aus eurer Lage, in die Ich euch nicht ohne Absicht versetze. Ihr sollt wieder erinnert werden an Mich, Den ihr wohl kennet, aber vergessen habt - ihr sollt Mein Walten und Wirken erkennen auch in den Elementen der Natur - Ihr sollt Mich erleben, denn Ich Selbst bin es, Der durch die Elemente der Natur zu euch spricht. Und auf diese Stimme müsset ihr hören, und wohl dem, der sie als Meine Stimme erkennt - wohl dem, der sich selbst angesprochen fühlt und Meine Stimme in sein Herz dringen lässet - wohl dem, der Mich nicht vergeblich reden lässet, sondern in sich geht und Zwiesprache hält mit Mir. Ihn will Ich voller Liebe belehren, ihm will Ich seine Sünde vorhalten, ohne Mich gegangen zu sein in dieser Welt - ihn will Ich aber auch aufnehmen in Meine kleine Herde, und er wird es nimmermehr bereuen, Meinen gewaltigen Worten aus der Höhe gefolgt zu haben. Dann werdet ihr fest zu Mir halten, und Mein Gegner wird keine Macht mehr haben über euch, denn die dann zu Mir gefunden haben, bleiben Mir auch treu, sie werden niemals allein und verlassen sein, und auch die Not wird für sie erträglich sein, weil Ich, Der Ich sie über euch Menschen sende um eurer selbst willen, diese auch wieder beheben kann, so es an der Zeit ist. Amen. B.D. NR. 5088.

 

Buch 57 5089

Anruf Gottes sichert göttliche Offenbarungen. Lichtboten - Wahrheit.

20. März 1951. B.D. NR. 5089.

Die Mich suchen, werden Mich finden - die Gott zu hören begehren, denen werde Ich Mich offenbaren, und die sich nach Meiner Vaterliebe sehnen, die nehme Ich an Mein Herz und gebe ihnen in aller Fülle - Liebe und Gnade. Das also sei euch Merkmal Meines Wirkens, daß der himmlische Vater stets Seine Kinder bedenkt und daß Seine Kinder sind, die mit Ihm in Verbindung treten wollen. Es kann also niemals ein finsterer Geist antworten, wenn ein Mensch Mich anrufet oder fragt, wenn er mit Mir Zwiesprache hält und von Mir Antwort erwartet. Seine Gedanken, die Mir gelten, sein Gebet im Geist und in der Wahrheit ist auch Garantie dafür, daß Ich es bin, Der Sich ihm offenbart. Ob nun Ich Selbst oder Meine Lichtboten sich nun dem Menschen nähern, ist eins, denn die Lichtboten sind Meine Diener, durch die Ich den Menschen auf Erden vermittle, was ihnen dienlich ist. Und also sind auch diese Lichtboten Garanten für die Wahrheit, weil sie nichts anderes als Meinen Willen ausführen und selbst in der vollsten Wahrheit stehen, also auch solche weiterleiten werden, so die Wahrheit begehrt wird. Eine direkte Verbindung mit Mir ist den Menschen unglaubwürdig, aber darum nicht unmöglich. Verständlicherweise werde Ich Mich nicht denen offenbaren, die an ein direktes Wirken Meinerseits nicht glauben, weil sie auch einer Offenbarung keinen Glauben schenken und sich nur menschlich erklären würden, was jedoch Geisteswirken ist. Wer aber glaubet, daß Ich Mich Selbst oder durch Lichtboten den Menschen kundgebe, wer aus diesem Glauben heraus zu Mir betet, der wird nicht vergeblich Meiner Antwort warten. Ihm nahe Ich Mich mit Freuden, denn Ich ersehe seine Bereitschaft, Mich anzuhören, und sein Glaube wird reiche Früchte tragen. Jedem Rufer nach Mir nahe Ich Mich, und er kann Meine Stimme vernehmen, wenn er in sein Herz hineinhorcht und aufmerket, was ihm dieses Herz wiedergibt. Mit körperlichen Organen gewahrt er Mich freilich nicht, seine Seele muß achten auf ihre Empfindungen, und so der Mensch tief gläubig lauschet, wird die Seele ihm die Empfindungen mitteilen können, denn dann ist der Körper willensmäßig gleichfalls Mir zugewandt, und dann kann Ich ihm auch die Fähigkeit verleihen, zu verstehen, was die Seele ihm in geistiger Sprache wiedergibt. Meine Stimme zu hören ist ein einfacher Vorgang für den Menschen, der tief innerlich mit Mir verbunden ist, doch schwer verständlich für einen Weltmenschen, weshalb wenige nur Glauben finden werden, die vom geistigen Reich Kundgaben zu erhalten vorgeben. Denn diese müssen eine Fähigkeit besitzen, die dem Weltmenschen mangelt, die nur durch Glauben und Liebe zu Mir erworben wird, die aber nicht abgeleugnet werden kann, so sie einmal da ist, weil dann auch Zeugnisse vorhanden sind aus dem geistigen Reich, die nur der Mensch nicht gelten lässet, der völlig Gott abgewandt ist, der also Mich nicht anerkennt und ihm wegen Mangel an Liebe auch der Glaube fehlt. Diesen überzeugen zu wollen, daß Ich Selbst Mich äußere, ist vergebliches Bemühen, soll aber keinen Menschen abschrecken oder müde werden lassen, Mich zu suchen, denn Ich werde Mich finden lassen, sowie sein Verlangen ernst und seine Bemühungen ausdauernd sind. Amen. B.D. NR. 5089.

 

Buch 57 5090

Kontakt von Menschen mit der Lichtwelt. Vorgang der Vermittlung.

21. März 1951. B.D. NR. 5090.

Die Lichtwelt will mit euch in Verbindung treten - doch erst, wenn ihr selbst das gleiche wollet, ist der Kontakt hergestellt, und dann kann ein regelmäßiger Gedankenverkehr stattfinden, der größte geistige Erfolge zeitigt für die Menschen auf Erden, die das Licht benötigen. Es gibt keine anderen Grenzen zwischen der Erde und der geistigen Welt, als die ihr Menschen euch selbst ziehet. An euch liegt es, jede Abgrenzung aufzuheben, denn eure Seele darf sich ungehindert in das geistige Reich erheben, sooft und solange sie nur will. Jede Seele kann aus dem geistigen Reich ungezählte Schätze zur Erde mitnehmen, sie wird nicht daran gehindert, wohl aber hindern oft die Menschen selbst ihre Seele, von diesen Schätzen Gebrauch zu machen, weil sie verstandesmäßig den hohen Wert derer nicht erkennen. Darum ist es weit schwerer für die Lichtwesen, den Menschen den ungeheuren Wert geistiger Gaben klarzumachen, als diese zu übermitteln. Denn erst, wenn die Menschen darum wissen, streben sie die Verbindung mit dem Lichtreich an und erbeten solche Gaben. Und ein solches Gebet, das auch den Glauben daran beweiset, ist Voraussetzung für das Wirken der Lichtwesen, geistige Gaben zur Erde zu leiten. Sie muß vollgläubig erbeten und erwartet werden. Dann erst ist der Kontakt hergestellt zwischen den Erdenmenschen und der lichtvollen Welt, und dann kann ein regelmäßiger geistiger Verkehr stattfinden, wo wissende Kräfte die Unwissenden belehren, wo geistige Wahrheiten mit dem Ausgang von Gott zur Erde geleitet werden zum Segen der Menschen, die solche empfangen und weiterleiten. Dann hat der Mensch selbst die Grenzen überschritten, wozu er von Gott die Befugnis hat, so er Ihn um Unterstützung bittet. Die Lichtwesen können nicht entgegen dem Willen des Menschen sich ihm mitteilen, folglich ist der Mensch selbst es, der natürlich scheinende Grenzen aufheben muß, indem er will, daß die Lichtwesen sich äußern, und indem er glaubt, daß sie sich äußern können. Die Lichtwesen sind immer bereit und harren mit größter Geduld darauf, daß ihr Menschen wißbegierig werdet und fragend eure Gedanken in die Unendlichkeit sendet, dann erst dürfen sie auch antworten, und die Antwort wird wahrlich so ausfallen, daß sie den Fragenden befriedigt, um ihn anzuregen zu öfterer gedanklicher Verbindung, die den Lichtwesen die Ermächtigung gibt zu ständiger gedanklicher Belehrung und immerwährendem Ansporn auf geistigem Gebiet. Dann wird die Seele sich des öfteren lösen von der Erde und in geistige Sphären einzudringen suchen, die ihr auch nicht verschlossen sind. Und was an Wahrheit den Menschen zuträglich ist, wird ihnen nun vermittelt, und sie gelangen dadurch zu einem umfassenden Wissen, das als geistiger Reichtum einer jeden Seele verbleibt, auch wenn sie ihre Außenhülle, den menschlichen Körper, einmal verlassen hat. Was ihr vom geistigen Reich aus geboten wird, ist unvergängliches Gut, und es übersteigt jedes irdisch gewonnene Wissen, wenngleich es die Weltmenschen nicht anerkennen, da sich dafür keine Beweise erbringen lassen. Doch es ist der Ursprung geistigen Wissens ein lauterster Quell, es ist die ewige Wahrheit Selbst, Die jenes Wissen den Menschen durch die Lichtboten zukommen lässet. Es ist Gott in Seiner Liebe und Weisheit Selbst tätig, die Menschen in die Wahrheit zu führen und ihnen einen Reichtum zu sichern, der sie zu seligen Geschöpfen dereinst in der Ewigkeit werden lässet. Denn Er bedenket die Seinen nicht nur irdisch, sondern Er will sie zurichten für das geistige Reich, Er will sie zu Bewohnern des Lichtreiches heranbilden, die Er Selbst mit Seinem Liebelicht durchstrahlen kann und die darum schon auf Erden jene Verbindung anknüpfen sollen, so daß Er Selbst durch Seine Lichtboten wirken kann. Der Mensch selbst muß es wollen, dann kommen ihm auch die Kräfte näher, die sich ihm verständlich machen können, und er wird unendlich viel gewinnen an Geistesgut und immer mehr danach streben, ein rechter Bürger des Himmels zu werden, weil das ihm zuströmende Licht ihn mehr und mehr erfüllt und ihn nach dem ewigen Urlicht verlangen lässet, von Dem er einst seinen Ausgang nahm. Amen. B.D. NR. 5090.

 

Buch 57 5091

Geistige Gemeinschaft. Vereintes Wirken.

22. März 1951. B.D. NR. 5091.

Eine geistige Gemeinschaft kann sehr viel Segen stiften, denn sie verbreitet Mein Evangelium in Worten und in der Tat. Eine geistige Gemeinschaft nenne Ich aber nicht Mitglieder eines organisatorischen Zusammenschlusses, sondern nur Menschen, die in geistiger Verbundenheit das gleiche Ziel anstreben, der Wahrheit und also Mir nahezukommen, und die ihre Mitmenschen gleichfalls Mir zuführen wollen. Denn Organisationen können auch bestehen ohne wahrhaft-geistig-strebende Mitglieder, und nur das geistige Streben erkenne Ich an als rechtes Verlangen nach Mir. Der Zusammenschluß von Menschen, die sich ernsthaft austauschen über geistige Themen, die im Herzen eine stille Liebe zu Mir tragen und die Verbindung mit Mir ersehnen, ist eine geistige Gemeinschaft, wie sie Mir wohlgefällt, und Mein Segen wird stets auf diesen Menschen ruhen, und jegliche geistige Arbeit derer wird gesegnet sein. Wo sie zusammen sind, da weile auch Ich mitten unter ihnen und gebe ihren Gedanken die rechte Richtung, Ich schalte Mich Selbst in die Gespräche ein, Mich äußernd durch einen Mir besonders ergebenen Menschen, der nun gewissermaßen belehrend auf die anderen einspricht und auch stets anerkannt werden wird, weil die anderen es fühlen, daß es Mein Wirken ist, weil sie sich angesprochen fühlen und von der Wahrheit dessen überzeugt sind, was sie hören. Eine geistige Gemeinschaft wird Mir immer große Dienste leisten, denn der Erfolg ist stets größer, als so ein einzelner Mensch nur arbeitet für Mich und Mein Reich. Doch jeder einzelne soll wieder Anhänger für Mich zu gewinnen suchen, jeder einzelne soll streben, die geistige Gemeinschaft zu vergrößern, und Mir immer neue Arbeiter zuführen, weil viele Schnitter gebraucht werden in der letzten Zeit, weil noch eine Arbeit zu vollbringen ist, die vollsten Einsatz aller Kraft erfordert und die überaus notwendig ist, ehe das Ende kommet. Gemeinsam könnet ihr große Erfolge erringen, denn ein Einzelgänger wird von den Mitmenschen stets mit mißtrauischen Augen betrachtet, und seinen Worten wird wenig Glauben geschenkt. Doch so sich ihm andere Gleichgesinnte anschließen, gewinnt alles an Bedeutung, was er redet und tut. Darum suchet, gleichgesinnte Menschen zu finden, die auch das gleiche Streben haben, Mir zu dienen und sich erlösend zu betätigen auf Erden in der letzten Zeit vor dem Ende. Ihr werdet selbst viel dadurch gewinnen, wie ihr aber auch immer neue Seelen gewinnen werdet, die ihr Mir zuführen, die ihr vorbereiten könnet für ihre Mission, Mitarbeiter zu sein für Mich und Mein Reich, denen ihr das Evangelium künden könnet, auf daß sie es weitergeben allen, die in geistiger Not sind. Was dem einzelnen nicht möglich ist, werden mehrere erreichen, sie werden leichter Glauben finden und von Mir jederzeit gestärkt werden, denn Ich segne alle, die Mir dienen. Amen. B.D. NR. 5091.

 

Buch 57 5092

Leiden Christi.

Karfreitag 23. März 1951. B.D. NR. 5092.

Die Leiden Christi am Kreuz sind den Menschen auf Erden nicht annähernd begreiflich zu machen, denn in ihrer Unvollkommenheit fassen sie nicht, was es für einen vollkommenen Menschen bedeutet, ein Opfer der Sünde zu werden, denn die Schlechtigkeit der Menschen siegte gewissermaßen über Ihn, Der ihnen kein Leid zugefügt hatte. Die Lichtseele des Menschen Jesus erschauderte vor den Ausgeburten der Hölle, doch sie wehrte sich nicht - Sie ließ alles mit sich geschehen, doch ein Grauen erfaßte sie vor so viel Schmutz und Boshaftigkeit der Menschen. Sie litt unbeschreiblich, noch weit mehr als der Körper durch das, was ihm angetan ward. Die Seele war inmitten der Finsternis, und ihr Licht vertrug die Finsternis nicht; dennoch entfloh sie ihr nicht, weil sie austrinken wollte zur Neige den Kelch, um die Menschen zu erlösen. Sie begab sich selbst des Lichtes, ansonsten an ihr nicht das hätte geschehen können, was die Liebe des Menschen Jesus geschehen lassen wollte, um Gott ein Opfer darzubringen für die Sünden der Menschheit. Sie ließ also ihr Licht unwirksam werden und befand sich mitten in der Finsternis, die sie überaus quälte und ängstigte, die ihr Leid noch ums Tausendfache erhöhte, denn die Seelenqualen überstiegen die körperlichen Leiden, was nur ein vollkommener Mensch begreifen könnte. Jesus aber war vollkommen, wie Sein Vater im Himmel vollkommen ist - und doch noch auf der Erde inmitten der Sünde. Sein Reich war das Lichtreich, die Erde war das Reich des Satans, und in diesem Reich ließ sich die Seele des Lichtes Gewalt antun. Und ein maßloses Grauen erfüllte sie, das reinste und klarste Wesen, Das je auf der Erde gelebt hat. Sie mußte sich berühren lassen von Händen, vor denen sie sich entsetzte, weil sie sich aus der Hölle ihr entgegenstreckten und sie ergriffen, sie mußte sich Worte anhören, die sie aufs tiefste verletzten; sie war gewissermaßen losgetrennt von ihrer Welt und der Finsternis schutzlos überlassen, was wohl seit Ewigkeit ihr eigener Wille war, um das Erlösungswerk zu vollbringen, doch darum nicht weniger entsetzlich, denn sie wurde geängstigt und gepeinigt bis zur Erschöpfung. Darum stieß Jesus die Worte aus: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen." Sie wußte nichts mehr von ihrer Mission in diesem Augenblick, sie empfand nur die Trennung von Gott, vom Licht, nach Dem sie sich sehnte und nach Dem sie schrie in ihrer Not. Es war das Grausamste, was je ein Mensch auf Erden dulden mußte, weil nicht nur das Leid des Körpers von Ihm ertragen werden mußte, sondern weil die Seele noch erheblich mehr gelitten hat, wofür die Menschheit kein Verständnis hat. Und darum wird auch kein Mensch, und müßte er noch so schwer leiden, dieses Maß erreichen, das der Mensch Jesus erduldet hat, Der schon lange zuvor davon wußte und in Seiner Menschlichkeit betete: "Vater, laß diesen Kelch an mir vorübergehen - doch nicht mein, sondern Dein Wille geschehe." Es war auch zugleich der Wille Seiner Seele, die sich Gott völlig untergeordnet hatte, das Erlösungswerk zu vollbringen, und sie ergab sich in ihr Los, denn die Liebe zur leidenden Menschheit war übergroß, wie aber auch die Sündenschuld so groß war, daß nur die äußersten Qualen und Leiden als Sühneopfer gelten konnten, das deshalb der Mensch Jesus dargebracht hat. Doch die Tiefe des Leidens ist unermeßlich, wie auch Seine Liebe unermeßlich war, die Ihn alles Leid des Leibes und der Seele auf Sich nehmen ließ, um die Menschheit zu erlösen vom ewigen Tode. Amen. B.D. NR. 5092.

 

Buch 57 5093

Auferstehung.

Ostersonntag 25. März 1951. B.D. NR. 5093.

Er überwand den Tod, Er ist auferstanden am dritten Tage, wie Er es vorausgesagt hat Seinen Jüngern, und es erfüllten sich alle Prophezeiungen - die Welt war erlöst. Er hat die Macht des Todes gebrochen, worunter zu verstehen ist, daß Er den Sieg über die Hölle erfochten hat, den Sieg über den Satan, der die Menschen in den Zustand des Todes versetzt hat durch seinen Einfluß, der den Tod des Geistigen überhaupt verschuldet hatte, das sich aus eigener Kraft nicht zum Leben bringen konnte, weil der Satan es gebunden hielt. Und diese Macht hat der Mensch Jesus gebrochen und sie brechen können, weil Er Sich in Seinem Erdenleben mit Seinem Vater von Ewigkeit verband und also mit Dessen Kraft den Kampf mit dem Satan aufnahm, die Kraft Sich aber darum aneignete, weil Er voller Liebe war und dadurch zum Kraftempfänger aus Gott wurde. Er gab als Mensch den Menschen den Beweis, daß es möglich war, aus den Fesseln des Satans loszukommen, wenn sie gleich Ihm den Weg der Liebe wandelten, der sie in den Besitz von Kraft aus Gott brachte, die alles möglich macht, auch die Freiwerdung von dem Fürsten der Hölle.

Jesus Christus war auferstanden von den Toten. Er ging glorreich aus dem Grabe hervor und trat mitten unter die Seinen. Wohl mußte Er zuvor den irdischen Tod erleiden, weil dieser die Krone Seines Erlösungswerkes bildete, weil Er Gott das Sühneopfer darbringen wollte für die Sünden der Menschen. Der Mensch Jesus starb, doch das verklärte Geistige stand wieder auf aus dem Grabe und erschien den Seinen schaubar, um ihren Glauben zu stärken. An Ihm vollzog sich der Vorgang sichtbar, der sich an jedem Menschen vollzieht, dessen Seele sich vergeistigt hat durch die Liebe, so die körperliche Hülle fällt. Die Seele ersteht zum ewigen Leben. Die Seele kann nicht sterben, sie kann nur noch in der Gewalt des Gegners von Gott sein, dann ist ihr Zustand kein Leben zu nennen, sondern sie ist noch in der Nacht des Todes, doch durch eigene Schuld. Denn der Erlöser Jesus Christus hat Sich für alle Menschen geopfert und ihnen das ewige Leben erworben. Und so können auch alle Menschen die Gnaden des Erlösungswerkes für sich in Anspruch nehmen. Tun sie es nicht, indem sie Ihn nicht anerkennen als Gottes Sohn und Erlöser der Welt und Ihn bitten um Seine Hilfe, dann sind sie noch dem Gegner Gottes hörig, und der Tod ist für sie noch nicht überwunden. Er zeigte Sich Seinen Jüngern, sie sahen Ihn, weil Er Sich ihnen schaubar vorstellte. Sie und alle, die Ihn sehen durften, hatten die Reife, geistiges Licht schauen zu können, ansonsten sie vergangen wären bei Seinem Anblick. Er nahm Seinen Leib mit Sich - es hätte Seine Seele wohl auch den Seinen sich zeigen können in erkennbarer Weise, doch niemals hätten dann die Menschen die Auferstehung Jesu geglaubt, die Er denen verheißen hat, die nach Seiner Lehre leben. Es war wohl die Auferstehung der Seele gemeint, doch zum Zeichen der Wahrheit Seiner Worte ist auch Sein Leib auferstanden, und das um so selbstverständlicher, weil auch Sein Körper sich vergeistigt hatte und eine weitere Entwicklung auf der Erde nicht mehr benötigte - Körper, Seele und Geist hatten sich vereinigt und Gott-Vater zugewandt, und darum konnte Er auch in aller Glorie den Seinen schaubar hinauffahren zum Himmel und also ein letztes Zeugnis geben von Seiner Göttlichkeit, ein Zeugnis davon, daß Er den Tod überwunden hat und dem das ewige Leben gibt, der an Ihn glaubt und Ihm nachfolgt durch einen Wandel auf Erden in Liebe. Denn auch dieser wird auferstehen zum ewigen Leben, er wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit, weil Jesus Christus den Tod überwunden hat. Amen. B.D. NR. 5093.

 

Buch 57 5094

Geistiger Reichtum. "Nehmet hin und esset." Arbeit im Jenseits.

26. März 1951. B.D. NR. 5094.

Einen unermeßlichen Reichtum bedeutet die Entgegennahme der Kundgaben aus dem geistigen Reich, so sie ihren Ausgang haben in Mir, dem Urquell allen Wissens, das der Wahrheit entspricht. Denn diese Kundgaben vermitteln euch Menschen ein Wissen, das die Grundlage ist zur ewigen Seligkeit; sie beschaffen euch einen Reichtum, mit dem ihr arbeiten könnet auf Erden schon und nach eurem Leibestode im geistigen Reich. Es sind geistige Schätze, deren Wert ihr erst ermessen werdet, so ihr alles Irdische werdet abgelegt haben und ihr euch in einem völlig anderen Reich befindet, als diese Erde für euch ist, wo alles Materielle ausgeschaltet ist und nur in geistiger Weise gewirkt und geschaffen wird, wo ihr völlig andere Schätze benötigt, um ein rechtes Leben führen zu können, und wo euch diese geistigen Schätze unendlich beglücken werden, denn sie allein gewährleisten euch ein Leben in der Ewigkeit. Sie allein machen euch fähig, tätig zu sein nach Meinem Willen. Und darum will Ich die geistigen Schätze euch schon auf Erden zugänglich machen, Ich will, daß ihr sammelt, solange ihr auf Erden seid und euch einen Reichtum erwerbet, der euch zu seligsten Bürgern der geistigen Welt macht, wie es eure Bestimmung ist seit Ewigkeit. Darum aber will Ich nicht nur euch, sondern allen Menschen geistige Schätze austeilen und euer vermehrtes Wissen davon abhängig machen, wie ihr das wenige Wissen auswertet, Ich will euch geben, auf daß ihr die Gaben weiterleitet und dann auch desto mehr selbst empfanget. Ich will der Menschheit die Wahrheit vermitteln von oben, auf daß sie unverfälscht empfangen wird und ihr zum Segen gereiche. Daß die Menschen selbst sie immer wieder verbilden, soll Mich nicht abhalten, sie stets in aller Reinheit zur Erde zu leiten, und ihre Empfänger werden stets über einen großen Schatz verfügen können, den sie an ihre Mitmenschen austeilen sollen, gleichwie Ich es getan habe mit den Worten: "Nehmet hin und esset - nehmet hin und trinket - tuet dies zu Meinem Gedächtnis." Empfangen sollet ihr und austeilen, was Meine Liebe euch bietet von oben, Mein Wort, das ihr in seinem Wert nicht ermessen könnet. Dann arbeitet ihr auf Erden schon eurer einstigen Bestimmung gemäß, dann vermehret ihr euren geistigen Reichtum ums Vielfache, und bei eurem Ableben werdet ihr auf ein gesegnetes Erdenleben zurückblicken können, habt ihr euch doch geistige Schätze gesammelt, die ihr mit hinübernehmet in die Ewigkeit. Solange ihr auf Erden weilet, ist euch der Wert geistiger Gaben nicht voll bewußt, dennoch sollet ihr glauben, was Ich euch sage, und eifrig streben, ihren Besitz zu erhöhen, und ihr werdet nicht enttäuscht sein, sondern erkennen, daß ihr Wert alles übertrifft, was je die Erde euch bieten konnte, und ihr gern alles Irdische zurücklasset, um des geistigen Besitzes willen, der euch drüben erwartet und euch ewig selig macht. Mein Wort soll euch genügen, daß ihr glaubet, ansonsten euch Meine Gaben nicht in dem Maß zugehen können, wie es ein tiefer Glaube gewährleistet. Darum erwerbet euch geistige Güter, solange ihr auf Erden seid, auf daß ihr reich gesegnet in das geistige Reich eingeht, so euer Erdenleben beendet ist. Amen. B.D. NR. 5094.

 

Buch 57 5095

Verkünden des Evangeliums. Hörer - Täter. Liebelehre.

29. März 1951. B.D. NR. 5095.

Verkündet den Menschen Mein Evangelium, und so sie es annehmen, wird alle Not behoben sein. Sie dürfen jedoch nicht nur Hörer, sondern sie müssen Täter Meines Wortes sein, soll dieses wirksam werden an ihnen und ihnen zum Frieden der Seele verhelfen. Täter Meines Wortes sein aber heißt in der Liebe leben, Werke uneigennütziger Nächstenliebe verrichten, die Ichliebe überwinden und so also das Wesen wandeln, daß es pur Liebe wird, wie es war zu Anbeginn. Die Liebe also mangelt euch, so ihr euch in geistiger und irdischer Not befindet, denn letztere lasse Ich dann Selbst über euch kommen, auf daß ihr in euch gehet und auch eure geistige Not erkennet. Und so heißt Mein Evangelium verkünden den Mitmenschen Meine Liebelehre vermitteln und sie darauf hinzuweisen, wie überaus wichtig ein Lebenswandel in Liebe ist, solange der Mensch auf Erden weilt. Alles erreichet ihr damit, Erkenntnis und Kraft schon auf Erden und dereinst ein ewiges Leben in Seligkeit. Meine Liebelehre ist zwar bekannt unter den Menschen, doch befolgt wird sie nicht oder nur selten. Und darum können auch ihre Auswirkungen nicht erkannt werden, und die Seele ist in größter Not, weil sie in die Nacht des Todes versinkt, wenn der Mensch sein Erdenleben beschließt. Solange der Mensch lebt, bereitet ihm das Leben nach dem Tode keine Besorgnis. Dennoch muß er sich auf Erden schon vorbereiten, will er zum ewigen Leben erwachen, denn dazu ward ihm das Erdenleben gegeben. Ohne Liebe aber ist seine Seele schon auf Erden tot, ihr mangelt es an Licht, und die ständige Finsternis ist gleich der Erkenntnislosigkeit. Licht aber, d.h. Wissen um die ewige Wahrheit, geht aus der Liebe hervor. Wie also sollen die Menschen Wahrheit entgegennehmen oder sie als Wahrheit erkennen, wenn ihnen dazu jegliche Fähigkeit mangelt, weil sie ohne Liebe dahingehen. Darum lehrt sie zuerst, daß sie sich in der Liebe üben sollen, lehret sie, daß sie Meine Gebote erfüllen müssen, lehret sie, daß sie nur durch die Liebe selig werden können, daß nur die Liebe ihnen das Wissen erschließt um die Wahrheit und daß sie niemals zu Mir kommen können, wenn sie sich selbst nicht zur Liebe gestalten - lehret sie, daß es um das Heil der Seelen und nicht um das Wohlbefinden des Körpers geht und daß nur die Liebe der Seele zum Aufstieg verhilft. Dann seid ihr in Meinem Auftrag tätig als Verkünder der Wahrheit, und ihr wirket dann in erlösender Weise, so ihr selbst ihnen ein Leben in Liebe vorlebt und sie an euch die Wahrheit der göttlichen Liebelehre und ihre Auswirkung erfahren können. Ihr seid unbegrenzt ermächtigt, eure Mitmenschen in das Wissen einzuführen, das in Mir seinen Ausgang hat, doch ihr Fassungsvermögen für dieses Wissen richtet sich ganz nach ihrem Lebenswandel, denn nur die Liebe gibt Helligkeit des Geistes - also nur ein liebender Mensch wird das Verständnis haben für die Weisheit von oben, weshalb ihr ihnen als erstes die Liebe predigen sollet, um sie dann auch einführen zu können in die höhere Weisheit, auf daß sie aus dem Zustand der Unkenntnis zur Erkenntnis gelangen, die sie beglücken und nach immer tieferem Wissen streben lassen wird. Die Liebe ist der Schlüssel zur Weisheit, Weisheit ist Licht, das beseligt. Darum kann nur durch Liebe der Mensch zur Seligkeit gelangen, während ein Leben ohne Liebe ein Zustand geistiger Not ist, der der Seele erst zum Bewußtsein kommt, so sie die irdische Hülle verlassen muß.

Traget Mein Evangelium hinaus in die Welt. Verbreitet Meine Liebelehre und ermahnet die Menschen, sich zu üben in uneigennütziger Nächstenliebe; dann traget ihr unermeßlich viel bei zur Erlösung irrender Seelen, dann seid ihr Meine rechten Jünger, die in Meinem Auftrag auf Erden tätig sind in der letzten Zeit vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 5095.

 

Buch 57 5096

Aufblitzen von Lichtstrahlen im Jenseits. Geistiger Hunger.

30. März 1951. B.D. NR. 5096.

Der geistige Hunger ist oft bei den Wesen im geistigen Reich sehr groß, besonders dann, wenn sie in düsterer Umgebung sind und durch Aufblitzen von Lichtstrahlen für kurze Momente eine Erleichterung ihres Zustandes bemerkt haben. Dann sehnen sie sich nach Licht, dann ist ein Verlangen in ihnen wachgerufen, das sie nur erfüllen können durch Beiwohnen eines Kreises, wo unwissende Wesen belehrt werden, da solche Belehrungen auch für die Zuhörer ein Vermitteln von Kraft bedeuten, sowie sie ernsten Willens entgegengenommen werden. Das Verlangen nach solchen Belehrungen wird nun ständig größer, und es ist ein solcher geistiger Hunger jedem Lichtwesen ersichtlich und wird niemals ungestillt bleiben. Und so können auch im Jenseits fortlaufende Belehrungen stattfinden, die aber immer mit den zur Erde geleiteten übereinstimmen werden, weil da wie dort nur die reine Wahrheit vermittelt wird, wo die Wesen Licht begehren. Stets wird die Finsternis die Wesen bedrücken, und stets wird Licht in ihnen ein Wohlbehagen auslösen; doch immer muß das Licht begehrt werden. Das gilt sowohl für die Menschen auf der Erde als auch für die Wesen im jenseitigen Reich, und entsprechend ist auch der Zustand der Wesen auf Erden und auch im geistigen Reich. Eine Seele, die auf Erden schon die Wahrheit gesucht hat, wird auch im Jenseits wahrheitsverlangend sein, und ihr kann auch solche vermittelt werden, und entsprechend ihrem Lichtreichtum kann sie selbst sich diesen auch vermehren, weil sie solchen abgeben kann an arme Seelen, denen es noch an der Erkenntnis mangelt. Und so wird, wer auf Erden sich in den Besitz von Geistesgut gebracht hat, im geistigen Reich nicht lange zögern, sondern sein Wissen auch anderen Seelen mitteilen, die weniger reich im Jenseits ankommen. Er wird sie belehren, und zwar stets gleicherweise, wie er selbst belehrt wurde. Und an diesen Belehrungen werden teilnehmen alle, die der Finsternis entfliehen wollen, die nach dem Licht Verlangen tragen und darum von Gott dahin geführt werden, wo sie ihrem Reifegrad entsprechend bedacht werden von den Boten des Lichtes, von denen, die schon im Wissen stehen und die Wohltat geistigen Reichtums empfinden. Jede Verbindung von der Erde mit dem geistigen Reich wirkt sich unbeschreiblich anregend aus auch im Jenseits, denn es sehen die Wesen der Finsternis das Aufblitzen von Lichtstrahlen, und sie streben ihrem Ausgang zu und suchen sich dem Kreis anzuschließen, von dem der Lichtstrahl ausgeht. Niemals wird ihnen der Zugang verwehrt, solange sie selbst empfangen wollen, doch Übereifrige wollen dann andere belehren, bevor sie selbst das nötige Wissen haben, das sie sich aber auch aneignen, sowie sie nur den ernsten Willen haben, sich geistigen Reichtum zu erwerben. Alle werden bedacht nach ihrem Willen, und so kann eine jede Seele sich der Lichtstrahlung aussetzen, bis sie ganz von Licht durchdrungen ist - d.h., einer jeden Seele wird das Evangelium verkündet auch im geistigen Reich. Wer es annimmt, gelangt unweigerlich zur Seligkeit, zum Licht, zum ewigen Leben. Amen. B.D. NR. 5096.

 

Buch 57 5097

Gerechtigkeit Gottes. Langmut - Barmherzigkeit.

31. März 1951. B.D. NR. 5097.

Ich bin ein Gott der Gerechtigkeit und doch überaus langmütig und barmherzig. Ich verziehe noch immer, bevor Ich das angedrohte Gericht wahrmache, weil Ich allen Menschen noch Gelegenheit geben will, ihr Unrecht zu erkennen, es zu bereuen und wiedergutzumachen, damit Meiner Gerechtigkeit Genüge getan wird und Ich Meinen Geschöpfen nur Meine Liebe zuwenden kann. Doch einmal tritt Meine Langmut und Barmherzigkeit zurück, und dann halte Ich unwiderruflich Gericht, um abzugelten das Gute und das Böse, und dann lasse Ich Meiner Gerechtigkeit freien Lauf und belohne oder strafe einen jeden nach Verdienst und Tat. Einmal ist der Tag der Vergeltung, ansonsten Ich nicht Der wäre, Der Ich bin, denn ungestraft sündigen kann kein Mensch auf Erden, wie aber auch alles Gutsein den Lohn findet, weil Ich Meine Geschöpfe liebe. Die Liebe schaltet also Meine Gerechtigkeit nicht aus, und es ist auch das letzte Gericht auf dieser Erde ein Akt der Barmherzigkeit, weil ein völliges Versinken in die Tiefe aufgehalten wird, wenngleich das Wesen bedacht wird so, daß es einmal die Höhe erreichen kann, zwecks derer die Menschen auf Erden sind. Meine Gerechtigkeit muß triumphieren, ansonsten Ich Mich zum Wirken wider das Rechte bekennen und also das Böse gutheißen würde oder es ohne Strafe lassen müßte. Meine Gerechtigkeit wird sooft angezweifelt, so Meine Langmut und Barmherzigkeit nicht sofort über die Menschen verhängt, was aber einmal kommen muß und wird. Denn Meiner Gerechtigkeit muß Genüge getan werden. Und darum verschiebe Ich immer und immer wieder den Tag, der den Ausgleich bringen soll. Meine Langmut und Barmherzigkeit soll erkannt werden von den Menschen, die nach Meiner Gerechtigkeit schreien, sie sollen um Meine Liebe wissen, die erretten möchte das in größter Gefahr befindliche Geistige und die darum oft verkannt wird. Doch so der letzte Tag gekommen ist, tritt Meine Liebe zurück und lässet der Gerechtigkeit den Vorrang. Und es wird kommen, wie Ich es verkündet habe. Jede Sünde wird ihre Strafe finden und jedes gute Werk seinen Lohn, und Meine Gerechtigkeit wird offenbar werden. Amen. B.D. NR. 5097.

 

Buch 57 5098

Gottes Führerschaft.

1. April 1951. B.D. NR. 5098.

Ich Selbst will euch führen, und Meiner Führung könnet ihr euch sorglos anvertrauen. Wo es euch an Licht mangelt auf dem Wege durch das Erdental, schreite Ich vor euch her als leuchtende Flamme, und jede Finsternis um euch wird schwinden, klar und deutlich liegt der Weg vor euch, der nach oben führt, und in Meiner Begleitung könnet ihr nicht fehlgehen. Und willig werden alle Mir folgen, die Mich lieben; sie wenden kein Auge von Mir, Der Ich ihnen vorangehe, sie schauen nicht mehr zurück nach der Welt, die hinter ihnen liegt, sie kennen kein anderes Verlangen, als mit Mir ins Vaterhaus zurückzukehren, das sie einst freiwillig verlassen haben und das nun seine Pforten weit geöffnet hält, um sie wieder aufzunehmen für ewig. Doch nur, die Mich lieben, folgen Mir nach. Ohne Liebe im Herzen erkennen sie Mich nicht, ohne Liebe können sie auch nicht das von Mir ausstrahlende Licht sehen, ohne Liebe streben sie nicht nach oben, sondern sie suchen sich einen breiten Weg, der reizvoller ist, der ihnen immer neue, Herz und Sinne betörende Bilder vor Augen stellt - ohne Liebe jagen sie Truglichtern nach und sehen nicht, daß der Weg stets tiefer in den Abgrund führt; und ihnen fehlt der rechte Führer, denn Diesem folgen sie nicht nach. Es ist die Liebe, die euch Meine Führerschaft annehmen lässet, die euch dann aber auch schützet vor jedem Irrweg, die euch sicher zum Ziel führt und die ihr darum üben sollet am Nächsten, bis sie zur hellen Flamme im Herzen auflodert, bis ihr selbst zur Liebe geworden seid und euch das Anrecht erworben habt, von Mir geführt zu werden. Wer ratlos an einer Wegkreuzung steht, der braucht nur seinen Blick nach dort zu richten, wo ihm ein mildes Licht entgegenstrahlt, er braucht nur im Herzen nach dem Führer zu rufen, und Ich fasse ihn liebevoll an der Hand und dränge ihn sanft dem rechten Wege zu. Mein Licht wird in sein Herz fallen, es wird hell in ihm werden, er wird verstehen, was ihm unklar war, sein Geist wird ihm Erhellung bringen, und ohne Zögern wird er tun und lassen, wie es ihm ersichtlich ist als gut und recht - denn das Licht aus Mir leuchtet in ihm und zeigt ihm den rechten Weg.

Euch allen, die ihr in Liebe zueinander steht und Mich in eurem Herzen traget, euch allen geselle ich Mich als Führer durch das Erdenleben zu, und ihr brauchet nicht zu fürchten, euch jemals zu verirren, so ihr Mir einmal das Recht gegeben habt, euch zu geleiten auf eurem Lebenswege. Ihr seid Meine kleine Herde, der Ich vorangehe als der gute Hirt. Und Ich lasse kein Schäflein aus Meiner Herde in die Hände des Feindes fallen, Ich bewahre euch vor seinem Einfluß, Ich hüte euch voller Wachsamkeit und lasse nichts Feindliches an euch herankommen, Ich bin euer Beschützer auf jedem Wege, den ihr gehet, und Ich führe euch sorglich über Dornen und Klippen hinweg, und ob auch der Weg zuweilen unpassierbar erscheint, mit Meiner Hilfe überwindet ihr alle Unebenheiten und Schwierigkeiten, mit Meiner Hilfe gelangt ihr sicher und unbeschadet zum Ziel - Ich Selbst führe euch ein in das Vaterhaus, das ihr nun ewig nimmer verlasset, weil Ich bei euch bin, Den ihr liebet und Der eure Liebe erwidert bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5098.

 

Buch 57 5099

Gotteskindschaft. Bedingungen.

3. April 1951. B.D. NR. 5099.

Nichts anderes kann euch die Gotteskindschaft eintragen, als daß ihr ein Leben führet nach Meinem Willen, ein Leben in Liebe, ein Angleichen und Einfügen in die ewige Ordnung, die in der Liebe begründet ist. Mein Kind zu werden, das in alle Rechte des Vaters eingeht, stellt Bedingungen an das Geschöpf, das als Mensch sich diese Vergünstigung erwerben soll, und diese Bedingungen können ihm sehr leicht fallen, aber auch wieder so unendlich schwer. Es ist die Erfüllung Meiner Gebote, die Ich von den Menschen fordere, es ist das Umwandeln des Wesens zur Liebe, auf daß der Mensch als Mein Kind erkennbar ist jedem, mit dem es in Berührung kommt. Dieses Liebegebot muß erfüllt werden, ansonsten ein Angleichen an Mich nicht möglich ist, Der Ich die ewige Liebe Selbst bin. Doch immer gilt die innerste Herzensregung, denn ihr entsprechend lösen oder verdicken sich die Hüllen um die noch ringende Seele - und diese Herzensregung muß ohne jeglichen Zwang im Menschen auftauchen, dann ist sie wertvoll, sowohl für sich selbst als auch für die notleidenden Brüder, die rechte Liebe spüren müssen, um ihre Kraft auch ermessen zu können. Die Liebe ist das einzigste Erlösungsmittel, die Liebe ist der einzige Weg, der zu Mir führt, und die Liebe muß von jedem Menschen geübt werden, der selig werden will. Und Ich kann von dieser Meiner Bedingung nicht abgehen, weil die Verbindung mit Mir nur hergestellt werden kann durch die Liebe und diese Verbindung zum Zustand der Gotteskindschaft gehört. Eines folgert sich aus dem anderen, so auch, daß die Liebe Licht und Kraft dem einträgt, der sie übet in uneigennütziger Weise. Licht und Kraft aber gehören gleichfalls zu Meinem Urwesen, wie sie also auch euch, Meinen Geschöpfen, eigen waren, als ihr noch im Zustand der Vollkommenheit euch befandet. Ihr waret licht- und kraftvoll, solange euch die Liebe durchstrahlte, habet sie aber verloren, als die Liebe nachließ. Für euch Menschen sind alle diese Dinge geteilte Begriffe - Licht, Kraft und Seligkeit - doch sie gehören unweigerlich zusammen, und ein Liebeleben, ein Erfüllen Meiner Gebote, bringt euch alles wieder zurück, was ihr einst verloren habt. Und ungeheuren Reichtum könnet ihr wieder in Empfang nehmen, so ihr euch Mir als der ewigen Liebe angleichet, also wieder zu dem werdet, was ihr waret zu Anbeginn - Meine Kinder, die in Seligkeit schwelgen können, weil ihnen Licht und Kraft in aller Fülle innewohnt. Die Gotteskindschaft ist der höchste Grad von Seligkeit, den Meine Geschöpfe sich erwerben können. Ich stelle wohl Anforderungen an euch, doch unerfüllbar sind sie nicht, weil Ich euch ständig mit Meiner Liebe und Gnade zur Seite stehe, weil Ich nichts fordere von euch, das über eure Kraft geht, sondern stets Meine Forderungen eurem Geisteszustand anpasse; doch sowie ihr ein Liebeleben führet, wird euch auch alles leichtfallen, weil die Liebe selbst Kraft ist und ihr dadurch ständig eure Kraft vermehren könnet. Zudem ziehet ihr Mich Selbst durch die Liebe an, ihr ziehet den Vater, und der Vater ziehet euch. Und ihr erreichet mit Sicherheit euer Ziel, ihr werdet zu Meinen Kindern und nehmet gänzlich von Meinem Herzen Besitz. Und Ich wehre euch nicht, denn Ich verlange nach Meinen Kindern, die Meiner Liebe Produkte sind, und Ich will ihnen unbegrenzte Seligkeiten bereiten bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5099.

 

Buch 57 5100

Materie. Verlust irdischer Güter. Freier Wille.

5. und 6. April 1951. B.D. NR. 5100.

Alles was ihr auf Erden euer eigen nennet, kann euch genommen werden, so es Mein Wille ist, und ihr könnet euch nicht dagegen wehren, sondern ihr müsset euch fügen. Ich aber mache euch ständig darauf aufmerksam, daß ihr euer Herz nicht hänget an irdische Güter, weil sie nicht von Bestand sind. Ihr könnet euch aber einen geistigen Reichtum sichern, der euch nicht genommen werden kann und den ihr ständig vermehren könnet, besonders in der großen Notzeit, die über euch kommt. Dann werdet ihr austeilen können, und großen Segen werden empfangen, die sich beschenken lassen mit Schätzen aus dem geistigen Reich. Denn diese verhelfen euch zum ewigen Leben. Nicht irdische Güter können euch vor dem Tode bewahren, wohl aber die geistigen Güter vor dem Tode des Geistes. Alles Irdische wird verfallen, und ihr Menschen steht gleichfalls in der Gefahr, das Leibesleben hingeben zu müssen; dann sind alle eure Besitztümer hinfällig. Bleibet ihr aber am Leben, dann sind eure Gedanken anders gerichtet, denn dann erkennet ihr die Wahrheit Meines Wortes, das euch stets auf diese Not aufmerksam gemacht hat. Ich weiß, wer von ihr betroffen wird durch Meinen Willen. (6.4.1951) Was Ich damit bezwecke, ist jedoch nicht zu eurem Schaden, sondern nur der Seele zum Vorteil. Ich weiß es, wo der einzelne Mensch noch verwundbar ist, und muß ihm solche Wunden schlagen, die sein Verlangen nach der Materie abtöten, die ihn heilen von dem Pesthauch dieser Welt. Wohl werden es viele als grausames und hartes Schicksal ansehen, doch einst wird auch ihnen die bessere Erkenntnis kommen, und sie werden Mir danken für Mein gewaltsames Eingreifen in ihr Leben, das sonst ohne Erfolg für die Seele verlaufen wäre.

Ich sehe, wie immer mehr die Menschheit in der Materie versinkt, wie sie nur noch für deren Vermehrung arbeitet und schaffet, unbekümmert, wie nahe das Ende ist. Es ist völlig nutzlose Kraftverschwendung, denn sehr bald schon vergeht vor euren Augen, wonach ihr Menschen so gierig verlanget. Und Tag um Tag lasset ihr vergehen, ohne euch der Seele Güter zu erwerben, Tag um Tag wendet ihr die Augen der Welt zu, und ihr gedenket nicht des Loses eurer Seele nach dem Tode, dem ihr alle so nahe seid, irdisch und geistig gesehen. Doch Ich kann euch nur immer wieder warnen und mahnen, doch zwingen kann Ich euch nicht, euch auch keine so offensichtlichen Beweise der Wahrheit dessen geben, was Ich euch kundtue, auf daß ihr nicht aus Furcht euch wandelt, um dem Unheil zu entrinnen. Ihr müsset frei aus euch heraus wollen, daß ihr selig werdet, ihr müsset frei aus euch heraus verlangen, mit Mir, eurem Schöpfer und Vater von Ewigkeit, vereinigt zu sein, dann werdet ihr auch freiwillig Meinen Willen erfüllen - die Ichliebe, die Liebe zur Welt in uneigennützige Nächstenliebe verkehren; dann werdet ihr streben nach geistigen Gütern und das Ende nicht zu fürchten brauchen wie auch den Verlust irdischer Güter, den die kommende Notzeit mit sich bringt. Ich weiß wohl, was Ich dem einzelnen Menschen erhalten und belassen will, doch ihr wisset es nicht und sollet euch darauf vorbereiten, daß euch alles genommen wird und dennoch ein Reichtum euch bleibt, der unvergänglich ist und der euch niemals genommen werden kann. Sorget nur noch für diese Güter, und ihr werdet allzeit Meine Güte und Erbarmung, Meine treue Sorge und Vaterliebe an euch erfahren, die euch stets geben wird, was ihr benötigt; die euch niemals in der Not lässet, die ihr Mir angehören wollet. Darum brauchet ihr auch nimmermehr das Kommende zu fürchten, denn ihr könnet nichts mehr verlieren, weil ihr alles gewonnen habt. Amen. B.D. NR. 5100.

 

Buch 57 5101

Brücke zu Gott - Jesus Christus.

7. April 1951. B.D. NR. 5101.

Die Brücke, die zu Mir führt, müsset ihr alle betreten, weil es keinen anderen Weg gibt, um zu Mir zu gelangen. Diese Brücke hat der Mensch Jesus für euch erbaut. Er sah die unendlich weite Kluft, die zwischen euch und Mir lag; Er wußte, daß sie niemals bezwungen werden konnte von euch Menschen, daß ihr niemals zu Mir gelangen konntet und daß ihr darum ewiglich fern von Mir schmachten mußtet, so euch nicht geholfen wurde. Da verringerte Er Selbst die Entfernung zwischen euch und Mir. Er schlug eine Brücke über die Kluft, die nun für jeden gangbar war, den das Verlangen nach Mir bewog, diese Brücke zu betreten. Für euch alle gibt es nur diesen einen Weg, den Jesus euch vorangegangen ist - den Weg des innigen Zusammenschlusses mit Mir, der durch die Liebe und das Gebet im Geist und in der Wahrheit gefunden wird. Es gibt eine Brücke, auf der ihr Menschen mit Mir in Verbindung treten könnet. Ihr seid nicht mehr hoffnungslos aus Meiner Nähe verbannt, ihr könnet jederzeit euch Mir nähern, und Jesus hat euch den Weg gezeigt, Er hat euch das Leben vorgelebt, das auch ihr leben müsset, wollet ihr euch mit Mir vereinen. Ihr steht völlig kraftlos am Rande der Kluft, und habet ihr nun eure Augen dahin erhoben, wo Ich bin, wo die weite Kluft ein Ende hat, dann müsset ihr zuerst um Kraft bitten, den Weg, der nur kurz, aber schwierig ist, zurücklegen zu können. Ihr müsset euch also in Gedanken an Den wenden, Der euch mit Kraft versehen kann, so ihr sie euch nicht selbst erwerbet - ihr müsset beten zu Mir um Zuwendung von Kraft oder durch Liebeswirken euch Kraft erwerben. Und niemals wird euch Meine Liebe ohne Kraft lassen, niemals werdet ihr Mangel haben an Gnade, so ihr nur empfangen wollet. Um des Menschen Jesus willen, Der in Seiner Liebe durch Seinen Opfertod euch Gnaden ohne Maß erwarb, höre Ich das leiseste Flehen eurer Herzen, ein kurzes inniges Gebet zu Mir wendet euch diese Gnaden zu, denn ihr bezeuget dadurch euren Willen, Mich zu erreichen, die Kluft zu überwinden - ihr wollet zu Mir, und immer werde Ich euch helfen, weil auch Ich nach euch verlange, die ihr noch fern seid von Mir. Ich wende nicht Mein Auge ab von euch, weil ihr sündig seid und euch freiwillig von Mir entfernt habt, sondern Ich strecke euch Meine Hände entgegen, die ihr nur zu erfassen brauchet, um an das Ziel zu gelangen. Die Brücke ist wohl schmal und steinig, es ist ein Weg, der aufwärts führt, doch nicht so leicht gangbar ist, dennoch ist er passierbar, sowie ihr Jesus Christus vorangehen lasset, sowie ihr Ihn als Führer wählet und Ihm nachfolget. Dann wird euch der Aufstieg leicht werden, denn jede Last hilft Er euch tragen. Ich Selbst bin es, Der euch entgegenkommt, so ihr den Zusammenschluß mit Mir begehret und durch die Liebe und das Gebet auch vollzieht. Ich Selbst hole Meine Kinder über diese Brücke zu Mir heim ins Vaterhaus und lasse sie ewiglich nicht mehr von Mir, weil Meine Liebe zu dem, was Ich erschaffen habe, ewig währt. Amen. B.D. NR. 5101.

 

Buch 57 5102

Schule des Geistes.

9. April 1951. B.D. NR. 5102.

Die Schule des Geistes müsset ihr alle absolvieren, wollet ihr euch für die Ewigkeit das Recht erringen, im geistigen Reich zu weilen als lichtdurchstrahlte selige Geistwesen, die in Macht und Kraft schaffen können in Übereinstimmung mit Meinem Willen. Diese Schule des Geistes ist für euch das Erdendasein, das wohl oft unerträglich schwer auf euch lastet, jedoch dann auch einen höheren Erfolg zeitigen kann, wenn ihr mit bestem Willen nur eure geistige Vollendung anstrebet und euch von den Widerwärtigkeiten des Lebens nicht niederdrücken lasset, wenn ihr das Erdenleben nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck ansehet. Stets müsset ihr bedenken, daß es nur eine überaus kurze Phase ist, wo ihr im Ichbewußtsein auf dieser Erde lebt, daß aber diese kurze Phase entscheidend ist für die Ewigkeit. Bedenket, daß in dieser kurzen Erdenzeit der freie Willensentscheid von euch gefordert wird und daß ihr diesen nur dann ablegen könnet, wenn von zwei Seiten auf euch eingewirkt wird und eine Seite den Sieg über euch gewinnt. Verständlicherweise wird dies einen Kampf kosten, den ihr selbst als Mensch zum Austrag bringet. Eure geistige Vollendung liegt also nur in eurer eigenen Hand, wird aber von Mir in jeder Weise begünstigt, auch wenn euch das nicht offensichtlich ist. Denn Ich will doch, daß Ich euch gewinne, nicht aber, daß Ich euch verliere. Also müsset ihr auch davon überzeugt sein, daß Ich eines jeden Menschen Schicksal so gestalte, daß er sein Ziel, die geistige Vollendung auf dieser Erde, erreichen kann, wenn sich sein Wille recht entscheidet. Und so weiß Ich auch, welchen Gefahren er erliegen könnte, und Ich wende solche möglichst von ihm ab, womit jedoch nicht ausgeschaltet ist, daß er kraft seines freien Willens dennoch unterliegen kann. Aber sein Lebensschicksal ist stets geeignet, die höchstmögliche Vollendung zu fördern. Es ist das Erdenleben nur eine kurze Phase, und selbst wenn es das schwerste Schicksal mit sich bringt, wiegen seine Leiden nicht die Seligkeit auf, die er sich schaffen kann bei recht genütztem Willen. Nicht eines Meiner Geschöpfe überlasse Ich willkürlich seinem Schicksal, Ich betreue ein jedes stets und ständig, denn Ich will, daß die Schule des Geistes von Erfolg ist.

Und ist der Mensch sich immer dessen (bewußt) eingedenk, daß nichts geschieht oder nichts zugelassen wird ohne Meinen Willen, der immer einen geistigen Erfolg bezweckt, dann hat er auch stets die Möglichkeit, gedanklich mit Mir in Verbindung zu treten und Meinen Willen sich selbst geneigt zu machen, denn Ich bin für alle Meine Geschöpfe der Vater, Der Sich liebevoll Seinen Kindern zuneigt, so nur ein leiser Ruf Sein Ohr berührt, ein Hilferuf in geistiger oder auch irdischer Not. Ihr seid doch nicht allein - ihr habt Einen, Der euch liebt und nur euer Bestes will. Warum rufet ihr ihn nicht an und traget Ihm eure Nöte vor? Lasset euch nicht durch irdische Not abdrängen von Mir, sondern lasset euch von ihr zu Mir hintreiben, dann wird sie euch wahrlich nicht mehr so schwer drücken, weil Ich euch das Kreuz tragen helfe, das euch schicksalsmäßig auferlegt ist nach Meinem weisen Ratschluß und Erkennen, was euch dienlich ist zur geistigen Vollendung. Die stille Ergebung in Meinen Willen ist dann schon der rechte Willensentscheid, den ihr ableget, denn dann stehet ihr nicht mehr wider Mich, sondern ihr habt den Widerstand aufgegeben und Mich anerkannt - ihr habt dann die Schule des Geistes absolviert mit größtem Erfolg, und es wird euer Ende auf Erden ein leichtes sein. Amen. B.D. NR. 5102.

 

Buch 57 5103

Gott spricht durch Menschenmund zu allen Menschen.

11. April 1951. B.D. NR. 5103.

Ich Selbst will reden durch euch zu den Menschen, die Meines Wortes bedürftig sind, und führe euch daher jenen zu, die euch nun anhören und doch Meine Ansprache entgegengenommen haben. Wenige nur sind es, die ihr werdet belehren können, also auch nur wenige, denen gegenüber Ich Mich Selbst äußern kann, wenn auch durch euren Mund, auf daß das Wort von oben in nicht ungewöhnlicher Weise sie berührt; wenige nur sind es, doch Ich kenne sie und klopfe an der Tür ihres Herzens an und begehre Einlaß. Denn wer Mein Wort anhört, der höret Mich Selbst an, und wer das Wort in sich wirken lässet, der hat Mir Einlaß gewährt, und Meine Gegenwart wird nun für ihn zum Segen sein. Ihr habt daher eine schöne Aufgabe, im Verein mit Mir zu wirken für Mich und Mein Reich. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern Ich selbst rede durch euch, doch immer nur mit eurem Willen, für den Ich euch segne, so er Mir und der Erlösung irrender Seelen gilt. Zuerst müsset ihr selbst überzeugt sein von Meinem Wort, dann werdet ihr alles aus euch heraus wollen, was auch Mein Wille ist, dann wird es euch drängen, zu reden von Mir und Meinem Wirken an euch, dann werdet ihr euch mitteilen wollen eurem Nächsten, und dann habt ihr alles vorbereitet, damit Ich nun Selbst reden kann durch euch. Der Glaube an Mich ist nötig, um überzeugt reden zu können, also müsset ihr erst selbst glauben, um nun einzutreten mit Eifer für Mich und Meine Lehre, denn durch einen ungläubigen Menschen kann Ich Mich nicht äußern, weil der leiseste Widerstand Meine Kraft unwirksam werden lässet, also ihr auch keinen Erfolg haben würdet bei euren Mitmenschen, so ihr selbst im Zweifel seid ob der Wahrheit dessen, was ihr vertretet. Meines Geistes Kraft aber erfüllet euch, die ihr glaubet. Zu euch und durch euch kann Ich reden und wieder die Kraft Meines Wortes euch spüren lassen, und dann seid ihr rechte Vertreter Meines Evangeliums, Meiner Liebelehre, die auch auf eure Mitmenschen ihre Wirkung nicht verfehlen wird. Ihr selbst könnet nichts aus euch allein, immer muß eine geistige Kraft euch beleben, und ihr selbst bestimmet es, welche Kraft euch durchströmt. Meine Vertreter, Meine Diener und Jünger der Endzeit, stehen im Glauben und im Verlangen nach Mir, und also kann Ich sie auch erfüllen mit Meiner Kraft, und sie werden dann nichts anderes wollen und tun, als Mein Wille ist. Sie werden rüstige Arbeiter sein in Meinem Weinberg, fühlen sie sich doch selbst als Knechte ihres Herrn, Den sie lieben und Dem sie ewig treu sein wollen. So führen sie stets Meinen Willen aus, und alles, was sie tun, habe Ich gewissermaßen Selbst getan. Ich wirke mit und in ihnen, und jegliche Weinbergsarbeit wird gesegnet sein. Amen. B.D. NR. 5103.

 

Buch 57 5104

Gottes Wort wirksamste Gnadengabe.

13. April 1951. B.D. NR. 5104.

Meiner Gnade wird teilhaftig werden, wer immer sie begehrt, und unbeschränkt ist das Maß Meiner Gnade, weil Ich die Menschen liebe und ihnen verhelfen will zur Seligkeit. Ohne Gnade aber kann kein Mensch selig werden. Also sollet ihr alle Mittel gebrauchen, die zur Erlangung von Gnade dienen - ihr sollet beten um Zuwendung von Gnade, ihr sollet euch jede Hilfe von Mir erbitten, ihr sollet auch selbst Gnade erwerben durch einen Lebenswandel in Liebe, ihr sollet stets Mir wohlgefällig leben auf Erden, um dadurch Anwärter zu sein des Gnadenschatzes, der euch allen zur Verfügung steht, aber auch bewußt erbeten werden muß, ansonsten er unwirksam bliebe an euch. Ihr sollet Jesus Christus anrufen, den göttlichen Erlöser, Der gewissermaßen der Schatzmeister der Gnaden ist, die Er Selbst am Kreuz für euch erworben hat. Ihr sollt euch eurer Schwäche bewußt sein und Hilfe anfordern, auf daß ihr die Höhe erreichet, was ihr allein niemals vermöget. Ich habe Meine Geschöpfe lieb und will, daß sie leben, nicht aber, daß sie dem Tode verfallen. Leben aber erfordert Kraft, und da es sich um das Leben der Seele handelt, so muß dieser also Kraft zugeführt werden, ansonsten sie zugrunde geht und in den geistigen Tod versinket. Kraft aber kann nur von dort kommen, wo sie ihren Ursprung hat, von Mir, dem ewigen Urquell des Lichtes und der Kraft. Folglich müsset ihr euch an Mich wenden und bitten um Kraft oder sie euch erwerben durch Liebeswirken, da ihr dadurch euch Mir verbindet und also unmittelbar die Kraft von Mir empfanget, Der Ich die ewige Liebe bin. Und Ich teile sie aus, Ich gebe jedem Bittenden, denn sein Anfordern ist die Bedingung, die ihm endlosen Zustrom sichert. Ich gebe euch Kraft, und zwar direkt oder indirekt. Die wirksamste Gnadengabe aber, die Gabe, der ihr die Kraft unmittelbar entziehen könnt, ist Mein Wort, der Ausfluß Meiner Liebekraft und somit das sicherste Mittel, um zur Höhe zu gelangen. Dieses Wort habe Ich mit Meinem Segen belegt, und jeder, der es annimmt, erfährt die wundervolle Wirkung Meines Wortes an sich selbst. Ihr Menschen habt alle viel Kraft nötig, und es ist eine besondere Gnade, daß Ich euch Mein Wort zutrage auch ohne euren Willen, es entgegenzunehmen - doch wirksam kann es an euch erst dann werden, wenn ihr euch bewußt seid eures Schwächezustandes und in der Entgegennahme Meines Wortes Hilfe suchet und erhoffet. Dann ist das Wort für euch zum Kraftspender geworden. Es ist das Wort eine außergewöhnliche Gnadenzuwendung an euch, weil es außergewöhnliche Kraft in sich birgt, die ein jeder in Empfang nehmen kann, der aufmerksam zuhört, so es ihm geboten wird, und es eifrig in seinem Herzen bewegt. Mein Wort ist die Verbindung zwischen Mir und euch Menschen; Ich komme zu euch hernieder, weil ihr aus eurer Kraft allein nicht zu Mir heraufkommen könnet, denn der Weg zu Mir ist endlos weit, solange ihr noch schwach seid. Doch wo euch Meine Liebekraft beisteht, erreichet ihr mühelos euer Ziel. Wer aber Meine Gnade verschmäht und sonach auch alles, was von oben kommt, als sichtliches Zeichen seines Unglaubens ablehnet, der kann nicht selig werden, denn in seiner Schwäche kann er sich nicht vom Boden erheben, auf den ihn Mein Gegner geworfen hat, als er Mich verleugnete. Und eine Verleugnung Meiner ist es, wenn auch Mein Wort nicht anerkannt wird als von Mir ausgehend, wenn der Mensch sich in seiner Überheblichkeit nicht beuget vor seinem Schöpfer, wenn er Seine barmherzige Hand nicht ergreifet, wenn er Seine Hilfe nicht nötig zu haben glaubt und daher auch keine Gnade und Kraft empfangen kann. Dann bleibt er schwach und unfähig, den Weg zur Höhe zu gehen, dann ist er mit der Sünde der Überheblichkeit stark belastet, die ihn zu Boden drückt. Und dann kann ihm keine Hilfe werden, weil er sich nicht helfen lassen will. Denn ohne Meine Gnade kann niemand selig werden. Amen. B.D. NR. 5104.

 

Buch 57 5105

Verbindung von Himmel und Erde. Liebe. Wille.

16. April 1951. B.D. NR. 5105.

Der Bann des Schweigens ist gebrochen, die Lichtwelt offenbart sich, es gibt keine Grenzen, die der Mensch nicht überschreiten könnte. Himmel und Erde verbinden sich, und Ich Selbst steige zu den Menschen hernieder im Wort. Es gibt nichts Verborgenes mehr, es gibt keine unüberbrückbare Kluft. Es können die Menschen die Wahrheit erfahren, sowie sie dies wollen. Dies nehmet zur Kenntnis, ihr Menschen, daß Ich euch allen die Wahrheit zuführen will und sie keinem vorenthalte, daß aber eine Bedingung erfüllt werden muß, daß ihr die Wahrheit suchet. Ich werde daher immer dort den Lebensborn öffnen, wo der Hunger und der Durst nach dem lebendigen Wasser ersichtlich ist. Doch Ich werde niemals einen Menschen zwingen, den Labetrunk anzunehmen, der nicht danach verlangt, wenn er diesem auch angeboten wird wider seinen Willen. Daraus geht hervor, daß Ich wohl bereit bin auszuteilen, daß Ich allen Menschen kundgebe, was sie tun sollen, um selig zu werden, daß Ich es aber nur beim Darbieten belasse und keinerlei Einfluß oder Zwang ausübe, um den Menschen aufnahmewillig zu machen, was aber jedes ungewöhnliche, widernatürliche Ereignis bedeuten würde auf den Willen des Menschen. Wohl werden sich außergewöhnliche Anzeichen bemerkbar machen, wohl werden Dinge geschehen, die wunderbar anmuten für den, der gläubig ist, weil er alles als mit Meinem Willen zusammenhängend betrachtet, was geschieht, doch der Ungläubige sieht darin nichts Absonderliches, und ihn werde Ich auch niemals absonderlich beeinflussen, weil das niemals eine günstige Wirkung für dessen Seele hätte. Alles im geistigen Gericht Befindliche legt den vorgeschriebenen Entwicklungsgang zurück bis zu einer gewissen Stufe, und bis dahin ist Mein Wille an ihm wirksam. Hat es aber diese Stufe überschritten, dann tritt Mein Wille zurück, und es kann der Mensch frei wollen und handeln. Alles, was Zwang bedeutet für ihn, was seinen Willen und sein Denken zwangsläufig wandeln würde, heiße Ich nicht gut, sowie menschlicherseits auf die Mitmenschen eingewirkt wird, doch Meinerseits wird die Freiheit des Willens auf das strengste geachtet. Doch jede Mühewaltung zum Zwecke einer Willenswandlung segne Ich, weil sie zum Ziel führen kann - zur Zurückführung eines Kindes zum Vater, von Dem es sich entfernt hatte. Und darum suche Ich eifrige Knechte auf Erden, die Mich unterstützen wollen in der Endzeit, die angebrochen ist und darum bedeutsam für die gesamte Menschheit. Und ihre Mitarbeit besteht darin, überallhin in die Dunkelheit ein Licht zu tragen, d.h., die volle Wahrheit zu verbreiten, die bei Mir als der ewigen Wahrheit ihren Ausgang nimmt. Das Licht erstrahlet nun an vielen Orten, doch wo es hingetragen wird von Meinen Knechten auf Erden, dort muß unbedingt ein Funke der Liebe glühen, der sich nun an dem Licht entzündet und zu einer hellen Flamme wird, ansonsten dem Licht der Zugang verschlossen ist, ansonsten es verstrahlt ohne Wirkung auf das Herz des Menschen. Nur ein liebefähiger Mensch kann Licht ausstrahlen, und nur ein liebewilliges Herz empfindet die Wirkung dieser Strahlen, und sein Liebewille wird zur Tat, der Lichtstrahl wird immer stärker und leuchtet weit hinaus in die Dunkelheit. Darum kann es keinen Zwang geben bei der Verbreitung des Liebelichtes, der ewigen Wahrheit aus Mir, sondern Liebe allein gibt und Liebe allein empfängt, die Liebe aber untersteht keinem Zwang. Und da die Wahrheit aus der Liebe hervorgeht, kann die Wahrheit nicht im Zwang Zugang finden bei den Menschen, und also ist es auch unmöglich, daß durch Meinen Willen eine geistige Aktion eingeleitet wird, die den Willen der Menschen unfrei machen würde, indem sich vor den Augen der Menschen Dinge abspielen, die den Naturgesetzen widersprechen, also als widernatürlich erkannt werden müssen. Solange jedoch ein solches Erkennen fraglich ist, solange es auch andere Erklärungen für ungewöhnliche Vorgänge gibt, besteht kein offensichtlicher Glaubenszwang. Wenngleich durch Meinen Willen ständig Hinweise gegeben werden, die nachdenklich und gläubig machen können, so darf doch niemals im Zwang eingewirkt werden auf die Menschen von seiten der Lichtboten im Himmel und auf der Erde. Bis zuletzt werden Boten von oben die Menschen belehren, bis zuletzt wird um jede einzelne Seele gerungen werden, bis zuletzt stehen jedem einzelnen Gnaden ohne Maß zur Verfügung, und bis zuletzt wirke Ich Selbst durch Meinen Geist unter den Menschen. Doch bis zuletzt behält der Mensch seine Willensfreiheit, die nicht beeinflußt werden darf, wenngleich es zu erkennen ist, daß er versagt, weil er seine Willensfreiheit erneut mißbraucht. Doch dann muß er auch die Folgen tragen laut Meiner ewigen Ordnung, die unumstößlich ist. Amen. B.D. NR. 5105.

 

Buch 57 5106

Selbsterlösung. Nur mit Jesus Christus.

17. und 18. April 1951. B.D. NR. 5106.

Niemand wird sich aus eigener Kraft erlösen können, und doch hängt es allein von seinem Willen ab, ob das Erdenleben einem Menschen restlose Erlösung bringt aus dem gebundenen Zustand, der Folge war des einstigen Abfalles von Gott. Erlösung also bedeutet Freiwerdung aus der Gewalt des Satans, der die geistigen Wesen trennte von Gott, der sie sündig und unglückselig werden ließ. Diese Erlösung aus eigener Kraft zuwege zu bringen ist dem einst gefallenen Geistigen unmöglich gewesen, bis Jesus Christus zur Erde niederstieg, um als Mensch dieses Werk zu vollbringen. Er stand als Gegner auf wider den Satan und besiegte ihn, d.h., Sein Wille war so stark, daß Er ihm Widerstand leistete, daß Er die Liebe als Gottes Anteil in Sich zur Entfaltung brachte in einem Maß, das den Gegner Gottes machtlos werden ließ, weil die Liebe Kraft aus Gott ist.

Diese Liebe zu entfachen ist einem jeden Menschen möglich, also könnte sich auch ein jeder Mensch selbst erlösen, wenn er es will. Doch eben der Wille ist geschwächt durch die einstige Sünde, der Mensch ist dem Gegner Gottes unterlegen, und seine eigene Kraft genügt nicht, sich von ihm zu befreien, weil der Liebewille zu gering ist als Erbteil dessen, der bar jeder Liebe ist. Durch Jesus Christus aber ist der Mensch in die Lage versetzt worden, den Liebewillen zu erhöhen, sowie er sich der Gnaden des Erlösungswerkes bedient, sowie er Ihn als Beistand hat, Der für ihn am Kreuz gestorben ist und mit Seinem Blut den Kaufpreis gezahlt hat für alle Seelen an den Gegner Gottes. Dieser kann ihn nun nicht mehr gefesselt halten, wenn der Mensch selbst sich befreien will. Also ist die Erlösung des Menschen auf der Erde wohl ein Werk des freien Willens, der aber erst dann in der rechten Richtung tätig wird, wenn Jesus Christus als Erlöser der Menschheit angerufen wird um Hilfe. Dann erlöset sich der Mensch selbst, was er aber ohne Jesus Christus nicht kann, da ihn dann noch der Satan in der Gewalt hat, dessen Macht nur durch Jesus gebrochen wurde, also der Mensch sich hinter Ihn stellen muß, um aus der Gewalt des Satans loszukommen. Selbsterlösung ohne Jesus Christus ist eine Unmöglichkeit, mit Ihm aber sehr wohl zu vollbringen, aber der Mensch muß erst den Willen aufbringen, sich frei zu machen, ansonsten auch der göttliche Erlöser das Werk der Erlösung an ihm nicht ausführen kann, wenngleich Er für alle Menschen gestorben ist am Kreuz. Doch keinem Menschen ist es verwehrt, die von Ihm erworbenen Gnaden in Anspruch zu nehmen, weshalb also auch die gesamte Menschheit teilhat an dem Erlösungswerk Christi, was aber nicht besagt, daß Menschen wider ihren Willen erlöst werden. (18. 4.1951) Sie können sich im freien Willen Jesus Christus zu eigen geben, aber auch dem Satan treu bleiben, der gewissermaßen beteiligt war an der Erschaffung des Geistigen, weil er die Kraft dazu von Gott bezog, jedoch nach seinem Willen die Kraft nützte und so auch willensmäßig den Widerstand gegen Gott in die Wesen legte, von dem Jesus Christus durch Seine übergroße Liebe sie erlösen will. Das Erlösungswerk ist vollbracht für Alle, doch kein Wesen wird zwangsmäßig erlöst, sondern es muß selbst des Willens sein, erlöst zu werden durch Jesu Christi Blut - ansonsten das Erlösungswerk vergeblich für dieses Wesen vollbracht worden ist, weil es noch immer im Satan seinen Herrn an erkennt und kein Verlangen hat, seiner Macht zu entfliehen. Amen. B.D. NR. 5106.

 

Buch 57 5107

Sprache Gottes von Vater zum Kind. Liebeworte.

18. April 1951. B.D. NR. 5107.

Euch allen bin Ich nahe, so nahe, daß ihr Mich zu hören vermöget, so ihr nach innen lauschet auf Meine Stimme. Und es ist verständlich, daß Ich so zu euch rede, wie ein liebender Vater zu seinen Kindern spricht, einfach, schlicht und doch liebeerfüllt, so daß Meine Kinder vertraut sind mit Mir, daß sie Mich auch erkennen als Vater, Der Seine Kinder liebt. Und weil Ich will, daß sie Mich auch verstehen, klingen Meine Worte so in ihren Herzen wider, wie ein jedes Kind sie zu fassen vermag, daß sie nicht mißverstanden werden können und daß sie das Kind beglücken. Meine Liebefülle würde sich ganz anders äußern, wenn ihr es ertragen könntet, doch solange ihr noch auf Erden weilet, ist der Klang Meines Wortes eurem Seelenzustand angepaßt, und je nach der Liebefähigkeit des einzelnen ertönet es vernehmbar im Herzen oder das Gemüt berührend wie ein gedanklicher Hauch. Ich bin Selbst bei euch, die ihr Meine Stimme vernehmet, Ich bin euch gegenwärtig und spreche zu euch Worte der Liebe, der Tröstung, der Ermahnung, und Ich belehre euch. Denn immer müsset ihr Meine Gegenwart spüren als einen Zustrom von Gnade und Kraft. Wer nun viel begehrt, der empfängt auch viel. Wer sein Herz Mir öffnet, verlangend nach Meiner Liebe, dem strömet sie auch zu ungemessen, und Meine Liebe äußert sich im Wort - Meiner Liebe Fülle entäußert sich, es strahlt das Licht Meines Liebefeuers in das Herz dessen, der sich Mir öffnet und Mich hören will. Licht aber ist Weisheit, und das Füllhorn göttlicher Weisheit ist unerschöpflich und bietet immer neue Schätze dem, der seine Hände danach ausstreckt. Doch immer wird euch geistiger Reichtum in euch faßlicher Weise geboten, weil Ich will, daß ihr Mich versteht, so Ich zu euch rede. Und darum wird das Licht leuchten können überall, Ich werde keinen Unterschied machen mit dem Austeilen Meiner Gaben, wo immer solche von Mir begehrt werden und die Liebe eines Kindesherzens den Vater darum angeht. Und Meine Kinder werden Mich immer verstehen, ansonsten sie den Vater nicht erkennen würden, Der aber erkannt werden will von ihm. Darum ist Mein Wort auch das lebendige Wasser, das dem Quell entströmt, so klar und ungetrübt, daß ein jeder sich daran laben kann, weil ein jeder in ihm das findet, was er benötigt zur Entwicklung seiner Seele - Zuspruch und Trost, Liebe und Weisheit, Gnade und Kraft.

Solange ihr auf Erden wandelt, seid ihr noch unmündige Kindlein, die Ich nur so bedenken kann und werde, wie sie aufnahmefähig sind für Mein Wort der Liebe und der Weisheit. Und so sollet auch ihr euch immer nur als Kinder betrachten und mit Dank alles entgegennehmen, was euch die treueste Vaterliebe bietet - Ihr sollet nicht verlangen nach geistiger Kost, die ihr noch nicht vertragen würdet, nach geistigem Wissen, das ihr auf Erden noch nicht benötigt, ihr sollet nicht verlangen, Meiner Allmacht Werke zu ergründen, bevor ihr eine bestimmte geistige Reife erlangt habt, die euch befähigt, geistig zu schauen - ihr sollet euch begnügen mit dem, was Ich euch gebe, was Ich als für euch segenbringend erkenne und was Meine Liebe für die Kinder bereithält, die das rechte Verhältnis zu Mir hergestellt haben und somit Mich Selbst gegenwärtig sein lassen. Ihr sollt Kindern gleich bittend und dankend empfangen die Gaben, die euch Meine Vaterliebe spendet, sooft ihr sie begehret. Amen. B.D. NR. 5107.

 

Buch 57 5108

Beweis für Gottes Wort: Liebe - Weisheit - Allmacht.

20. April 1951. B.D. NR. 5108.

Nur das ist als Mein Wort anzuerkennen, was zeuget von Meiner Liebe, Meiner Weisheit und Meiner Allmacht. Denn es wird in der letzten Zeit vieles als Mein Wort vorgestellt werden, das ihr jedoch nicht ohne Prüfung annehmen sollet, ist doch auch Mein Gegner unablässig tätig, um Verwirrung anzurichten unter den Menschen, die er am besten erreichen kann durch Mißgestaltung Meines Wortes, denn ein solches verhindert die Menschen am Erkennen Meiner Selbst und sonach auch daran, sich Mir in Liebe zu nähern und den Zusammenschluß mit Mir zu suchen. Ein Wesen, an Dessen Liebe, Weisheit und Allmacht gezweifelt wird, wird niemals angestrebt; da Ich aber will, daß ihr nach Mir verlanget, muß Ich Selbst Mich euch Menschen offenbaren, Ich muß Mich euch zu erkennen geben als euch überaus liebender, weisheitsvollster und allmächtiger Vater und Schöpfer, um auch eure Liebe zu gewinnen, die uns vereinigt auf ewig. Alles nun, was euch dieses Mein Wesen beweiset, alles Gedankengut, was Meine Liebe, Weisheit und Allmacht zum Inhalt hat, könnet ihr auch als von Mir ausgehend betrachten, ihr könnet daran glauben, daß es Offenbarungen Meinerseits sind, die Ich den Menschen zugehen lasse, um sie auf ewig für Mich zu gewinnen. Glaubenslehren aber, die nur im geringsten an Meiner Liebe, Weisheit oder Allmacht zweifeln lassen, sind nie und nimmer von Mir ausgegangen und in Meinem Willen, den Menschen zu verkünden, äußert sich doch Mein Gegner durch solche Lehren, um die Wahrheit zu verdrängen und die Menschen in irriges Denken zu leiten. Ich bin ein Gott der Liebe und könnte nimmermehr aus Meiner Liebe heraus den Menschen Gesetze geben unter Androhung ewiger Strafen. Ich könnte sie nimmermehr in Furcht treiben, weil ein liebender Vater die Liebe der Kinder gewinnen will, nicht aber die Unterwürfigkeit auf Grund von Furcht. Jede Lehre, die auch die göttliche Weisheit vermissen lässet, ist ebenso irrig und trägt nicht dazu bei, die Liebe im Menschen zu entflammen, denn etwas höchst Vollkommenes nur kann als göttliches Wesen erkannt werden, nur etwas höchst Vollkommenes kann das Ziel geistigen Strebens sein, ein Wesen, Das keinen Anfang und kein Ende kennt und darum auch des Menschen Gedanken über den Tod hinaus bewegt. Und so ihr Menschen also Geistesgut prüfet auf seine Wahrheit, so fraget euch ernstlich, ob ihr die Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes darin zu erkennen vermögt, und nehmet unbedenklich an, was euch dieses beweiset, denn Ich will, daß ihr Mich erkennet, und werde Mich stets euch so darstellen, daß ihr Mich zu lieben vermöget, jedoch nicht zu fürchten brauchet. Werde Ich aber als zürnender und strafender Richter hingestellt, dann sind es keine Offenbarungen Meinerseits, dann (schleicht, d. Hg.) sich der ein, der ein Feind der Wahrheit ist, der aber kämpfet mit List und Gewalt, der nicht mit offenem Visier, sondern mit einer Maske kämpft, auf daß ihr ihn nicht erkennt und seinen Worten Glauben schenken sollet. Nur ein Wesen, Das ihr aus tiefstem Herzen lieben könnet, ist euer Gott und Vater von Ewigkeit. Dieses strebet an, und ihr werdet jederzeit auch Seine Offenbarungen erkennen, die eure Liebe zu Ihm stets erhöhen werden, weil der Vater Selbst euch zu Sich zieht. Amen. B.D. NR. 5108.

 

Buch 57 5109

Liebe - Weisheit - Allmacht Kennzeichen für Offenbarungen.

21. April 1951. B.D. NR. 5109.

Ihr sollt Meine Liebe spüren, ihr sollt Meine Weisheit erkennen und von Meiner Macht und Kraft Zeugnis erfahren, auf daß ihr glaubet, daß Sich die ewige Gottheit Selbst euch offenbart durch den Geist. Nichts ist bedeutungslos, was ihr erlebet, was um euch geschieht und was in euch vorgeht. Und seid ihr erst in die Geheimnisse Meines Schöpfungs- und Heilsplanes eingeweiht, dann ist es euch auch ein leichtes, in allem Geschehen Meine Hand, Meine sichtliche Führung zu erkennen, denn dann wisset ihr auch, daß Meine Liebe nichts unversucht läßt, eure Herzen Mir zuzuwenden, und daß alles, auch das schwerste Leid nur eine Äußerung Meiner Liebe ist, die euch gewinnen will für ewig. Blicket ihr dereinst auf euer Erdenleben zurück, dann wird euch auch Meine Weisheit offensichtlich sein, denn ihr erkennet dann den Zusammenhang jeglichen Geschehens mit dem Reifeprozeß eurer Seele, und nichts mehr wird euch willkürlich erscheinen, sondern alles als zweckmäßig und heilbringend von euch erkannt werden, was euer Ausreifen zuwege brachte. Es wird euch aber auch Meine Kraft und Macht offenbar werden, so ihr nur achtet eures Lebenslaufes, der oft für euch unerträglich schien und immer wieder erträglich wurde durch Zustände, die ihr Menschen auf Erden als Zufall oder eigenen Willen ansehet, doch von Meinem Willen gelenkt wurden, um euch zur Höhe zu verhelfen. Alle Menschen könnten Meiner Liebe, Weisheit und Allmachtswirken an sich selbst erfahren und es bezeugen, so sie nur achtsam wären im Glauben daran, daß Ich alles lenke nach Meinem Willen und daß nichts geschehen kann ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung. Daß dabei stets Meine Liebe und Weisheit bestimmend ist, muß so lange nur geglaubt werden, bis sich der Mensch selbst freiwillig und bewußt unter Meine Führung stellt. Dann wird er den Beweis bekommen, daß alles Fügung und nichts Zufall ist, und diesen Beweis findet er in sich selbst - denn ein Mensch, der sich Mir bewußt unterstellt, sieht und hört, was der andere nicht vernimmt. Und darum kann er nun auch überzeugt von Meiner Liebe und Weisheit und Allmacht reden. Er kann es, weil er dafür Beweise hat, weil sein eigenes Lebensschicksal ihn immer wieder Mich in Meiner Wesenheit erkennen ließ und er darum sich Mir bedingungslos hingibt, weil er Mich liebt. Und seine Hingabe an Mich lohne Ich mit Meiner Liebekraft, die ihn nun durchströmt - Ich wirke in ihm durch den Geist - Ich offenbare Mich jedem, der Mich als überaus vollkommenes Wesen erkannt hat, der an Meine Liebe, Weisheit und Allmacht glaubt und daher auch nicht mehr daran zweifelt, daß Sich die ewige Gottheit Ihren Geschöpfen offenbart. Es ist jede Offenbarung Meiner Selbst auch ein Zeugnis Meiner Liebe, Weisheit und Allmacht - denn Mein Walten und Wirken wird dadurch kundgetan, das immer Liebe, Weisheit und Allmacht erkenntlich werden lässet. Wenn Ich Mich den Menschen offenbare, dann gebe Ich ihnen offen Aufklärung über Mein Walten und Wirken sowie über die Ursache, den Anlaß und das Endziel jeglichen Schöpfungswerkes, und Meine Liebe, Weisheit und Allmacht wird dadurch so offensichtlich, daß es keine Zweifel mehr geben kann, daß der Glaube nun nicht nur Glaube, sondern Überzeugung geworden ist - daß der Mensch nun zum Erkennen Meiner Selbst gekommen ist, sowie er selbst es zuläßt, daß Ich Mich ihm offenbare. Amen. B.D. NR. 5109.

 

Buch 57 5110

Gewaltiger Sturm. Todesschlaf. Naturgewalten.

22. April 1951. B.D. NR. 5110.

Es muß ein gewaltiger Sturm über die Menschen dahinbrausen, um die Seelen aus ihrem Todesschlafe aufzuwecken, bevor der letzte Vernichtungssturm über die Erde geht. Wohl denen, die erwachen und noch eifrig des Weges gehen, wohl denen, die Mich Selbst erkennen im Sturm und sich Mir freiwillig beugen - denn sie werden nicht gebrochen werden, sondern sich wieder aufrichten und streben nach oben. Ich streife wohl alle Schlafenden zuvor mit sanfter Hand und suche sie aufzustören, doch Meiner leisen Berührung achten sie nicht, und darum müssen sie aufgeschreckt werden, Ich muß sie unsanft anfassen, wenn Ich verhindern will, daß sie auf ewig verlorengehen, daß ihr Schlaf zum Tode sich wandle und eine Errettung zum Leben unmöglich ist. Ich bin unablässig bemüht, die Menschen aus der Lethargie des Geistes aufzurütteln und klopfe daher des öfteren an ihre Herzenstür, und wo Ich nicht angehört werde, poche Ich stärker, durch Leid und Not mache Ich Mich bemerkbar, auf daß sie gedanklich rege werden und Mich anhören, so Ich ihnen durch Meine Sendboten nahetrete. Ich will nur, daß sie nachdenken über sich selbst, über ihr Ende und ihre Bestimmung, auf daß sie dann lebendigst innewerden, daß sie auch eine Aufgabe haben während ihres Erdenlebens. Schon der Gedanke daran kann sie tatkräftig werden lassen, denn er kann den Willen bestimmen, die Seelenarbeit zu beginnen, sowie er erkannt hat, daß dies seine eigentliche Erdenaufgabe ist. Sie sollen nur erwachen. Denn dann schauen sie auch hellsichtig um sich und entdecken überall Fehler und Mängel, und sie legen Hand an, sie zu beseitigen. Sowie aber der gewaltige Sturm über der Erde sich erheben wird, wird auch der trunkenste Schläfer erwachen, doch sich erst lange umsehen, was ihn aus seinem Schlafe aufgestört hat. Ihm bleibt dann nicht mehr viel Zeit zu seiner Arbeit, besonders so er säumig ist. Doch allzu deutlich sind die Zeichen, die ihn noch zum Glauben nötigen können, wenn er Mir nicht völlig entfremdet ist. Ich will nicht ihre Vernichtung, Ich will nur ihre Rettung, wer aber sich nicht retten lassen will, den gebe Ich der Vernichtung preis, die ihm dann bevorsteht durch eigene Schuld. Meine Liebe- und Sendboten rufen zuvor mit heller Stimme die Schlafenden an: Bereitet euch vor auf des Herrn Kommen - machet Ihm die Tür eures Herzens auf und lasset Ihn eintreten, bittet Ihn um Kraft und Gnade, auf daß Er eurer Sich erbarme, und öffnet euch Seiner Einströmung durch Seinen Geist. Doch wenige nur befolgen die Ratschläge derer, wenige nur nehmen ihre Worte ernst und erwarten Mich und auch das Ende; wenige nur hören Mich an, so Ich Selbst durch diese Boten zu ihnen rede. Und diese werden auch die Anzeichen des Sturmes erkennen und sich darauf vorbereiten, indem sie Mich als ihren Vater anrufen um Schutz und Schirm in der kommenden Not, indem sie sich Mir und Meiner Gnade empfehlen und nun auch ohne Sorge sein können, daß Ich ihrer vergesse. Doch die Schläfer werden aufschrecken und sich fürchten, sind sie doch schutzlos den Naturgewalten preisgegeben, durch die Ich Selbst Mich äußern werde. Und Meine Stimme wird laut und drohend ertönen und alle Menschen aufhorchen lassen, sie wird hinweisen auf das nahe Ende, das in gleicher Weise vorausgesagt ist wie das kommende Naturereignis und ebenso eintreten wird, wenn es an der Zeit ist. Amen. B.D. NR. 5110.

 

Buch 57 5111

Kindesverhältnis. Liebe. Demut. Rechtes Gebet.

23. April 1951. B.D. NR. 5111.

In welchem Verhältnis ihr zum himmlischen Vater steht, das bestimmt auch die geistige Entwicklung, die abhängig ist von der Zufuhr von Gnade und Kraft, also auch von eurer Anforderung dieser. Ein zutrauliches Verhältnis des Kindes zum Vater lässet das Kind auch bitten um Gnadengaben, und es wird immer reich bedacht werden, während ein Mensch, der in einem fremden Verhältnis zu Gott steht, Ihn auch nicht angeht um Gnadenzuwendung und ohne solche schwerlich reifen kann. Das Verhältnis eines Kindes zum Vater ist ein Zustand der Liebe, der vollstes Vertrauen in sich schließt, das ein guter Vater niemals enttäuschen wird. Die Liebe zum Vater aber schließt jede Überheblichkeit aus, das Kind naht sich in Demut dem Vater und erreichet bei Ihm dadurch unsagbar viel. Die Liebe des Vaters zu Seinen Kindern will unausgesetzt geben und teilet auch da Gaben aus, wo sie nicht angefordert werden. Dennoch sind die Gnadengaben dann erst wirksam, wenn sie bewußt begehrt werden und ein bewußtes Begehren wird immer die Folge eines rechten Kindesverhältnisses sein, das dem Menschen jegliche Erfüllung sichert, weil Gott die ewige Liebe Selbst ist. Aus sich heraus kann der Mensch niemals den Reifegrad erringen, der Zweck und Ziel seines Erdenlebens ist, weil er anfangs noch Gott widersetzlich ist und ihm durch den Einfluß des Gegners von Gott noch die Erkenntnis mangelt um die Liebe Gottes. Sowie er aber überhaupt an Gott glaubt, an ein höheres Wesen, Das ihn erschaffen hat, und sich diesem Wesen vertrauensvoll hingibt, lohnt Gott ihm das Vertrauen und gibt Sich ihm zu erkennen als liebevollen Vater, um das Kind zu gewinnen auf ewig. Und nun liegt es am freien Willen des Menschen, den erkannten Vater auch zu bitten um Seinen Beistand. Dann ist er schon in das rechte Verhältnis zu Ihm getreten, denn die Bitte an Ihn bezeugt seine Demut und sichert ihm auch Gnadenzuwendung in vollstem Maße. Und nun kann er mit Hilfe Gottes aufwärtssteigen, denn die Liebe Gottes ziehet ihn und lässet ihn ewiglich nicht mehr fallen. Amen. B.D. NR. 5111.

 

Buch 57 5112

Liebegrad. Ständige Steigerung der Seligkeit. Gott unergründbar.

24. April 1951. B.D. NR. 5112.

Jede Gabe der Liebe ist Mir angenehm, denn Ich bewerte den Liebegrad, der euch denken und handeln lässet, wie es auch nicht anders sein kann, denn Ich, als die ewige Liebe Selbst, werde angezogen von jeder Liebesäußerung, ob sie Mir oder dem Nächsten gilt. Und so kann auch nur in der Liebe der Zusammenschluß stattfinden, die innige Verbindung, die unlöslich ist auf ewig. Was einmal sich mit der ewigen Liebe vereinigt hat im freien Willen, kann sich ewig nicht mehr von Ihr trennen und will es auch nicht, weil es der seligste Zustand ist, den das von Mir geschaffene Wesen erreichen kann. Jedoch können ständig Steigerungen der Seligkeit erzielt werden, je höher der Liebegrad steigt, je näher das Wesen Mir kommt, Den es anstrebet fort und fort. Ich entferne Mich ewig nicht mehr von Meinen Kindern, und doch bleibe Ich ihnen ständig das Ziel ihres Strebens, Mir näherzukommen, weil auch dieses zur unbegrenzten Seligkeit gehört, sich zu sehnen und ständig Erfüllung des Sehnens zu finden. Und so bin Ich ihnen scheinbar unerreichbar, und doch fühlen sie die Seligkeit des Zusammenschlusses, ein Zustand, den ihr Menschen auf Erden noch nicht begreifet, daß ständiges Sehnen und ständiges Erfüllen niemals ein Ende findet. Doch alles Begrenzte wäre unvollkommen, Ich aber bin das vollkommenste Wesen und muß daher auch ewig unergründbar, ewig das Ziel der Wesen sein, die Ich beglücken will. Und ewig wird diese Seligkeit kein Ende nehmen. Amen. B.D. NR. 5112.

 

Buch 57 5113

Segen der Liebe. Ziel des Menschen.

25. April 1951. B.D. NR. 5113.

Ihr könnet euch nicht zur Höhe entwickeln, so ihr nicht die Liebe pfleget, so ihr euer Wesen nicht wandelt, das bei Beginn der Verkörperung nur die Ichliebe kennt, die gewandelt werden soll in uneigennützige Nächstenliebe. Jedes Werk der Nächstenliebe ist ein Schritt zur Höhe, ohne Liebe aber wandelt ihr auf immer gleicher Stufe, ja ihr stehet in der Gefahr, zurückzusinken durch Vergehen gegen die Liebe, durch Taten des Hasses und der Lieblosigkeit. Euer Ziel aber ist oben, und also müsset ihr streben, dieses Ziel zu erreichen, ihr müsset durch ein Liebeleben die Tiefe verlassen und in Sphären zu gelangen suchen, wo euch das Licht von oben zuströmt, wo ihr nun den Weg deutlich erkennet, den ihr gehen sollet, um selig zu werden. Nur die Liebe kann euch das Licht bringen, nur die Liebe versetzt euch in den Zustand des Erkennens, nur die Liebe macht euch sehend, so daß ihr den rechten Weg nicht mehr verfehlen könnet. Ohne Liebe aber seid ihr blind im Geist, und die Dunkelheit um euch lässet euch den Weg nicht finden, den ihr aber ohne Liebe auch nicht gehen wollet, weil er nach oben führt, ihr aber die Tiefe liebet. Es kann euch kein anderer Rat gegeben werden, als euch in der uneigennützigen Nächstenliebe zu üben, weil aus der Liebe alles andere hervorgeht - ein lebendiger Glaube und ein lichtvollstes Erkennen der Wahrheit, die euch zu immer eifrigerem Streben antreibt, weil sie euch zum ewigen Licht hinweiset, das erstrebenswert ist. Nichts anderes kann die Liebe ersetzen. Und auch alle guten Taten, die ihr ohne Liebe verrichtet, die ihr um eines Zweckes willen ausführet, die euch nur vor den Augen der Mitmenschen erheben sollen, sind wertlos für die Ewigkeit, sie bringen euch nicht einen Schritt weiter zur Höhe, sie sind getan nur für die Welt und werden auch ihren Lohn von der Welt finden. Rechte Liebe aber macht die guten Werke unsterblich, sie leben fort und folgen euch in die Ewigkeit nach. Denn ein rechtes Liebeswerk ist schon ein Zusammenschluß mit Gott, Der in Sich die Liebe ist und Der also mit euch wirket, so ihr in der Liebe tätig seid. Rechte Liebeswerke sind Bausteine für die Ewigkeit, es sind die Sprossen der Leiter nach oben, zur ewigen Glückseligkeit. Darum seid nicht untätig auf Erden, und sammelt euch durch Liebeswerke einen geistigen Reichtum, Schätze, die euch nachfolgen in die Ewigkeit, denn nur die Liebe bringt solches zuwege, daß die Seele sich ein glückseliges Los schaffet in der Ewigkeit. Nur die Liebe bringt die Seele zum Ausreifen, und nur durch die Liebe wird der Zweck eines Menschen auf Erden erfüllt werden, daß sein Wesen sich völlig wandelt und dem Urwesen Gottes angleichet, daß sie das Ziel schon auf Erden erreichet, den Zusammenschluß mit Gott, um nun überaus glückselig, mächtig und lichtvoll zu sein auf ewig. Amen. B.D. NR. 5113.

 

Buch 57 5114

"Ich kam zu den Meinen, und die Meinen nahmen Mich nicht auf."

25. April 1951. B.D. NR. 5114.

Ich kam zu den Meinen, und sie nahmen Mich nicht auf, sie erkannten Mich nicht. Selten nur werde Ich von den Menschen erkannt, so Ich ihnen in den Weg trete, und darum nehmen sie auch Meine Gabe nicht an als göttliches Geschenk, oder sie achten es nur gering. Ich aber will erkannt werden von den Menschen, auf daß sie auch Meine Gnadengabe recht verwerten und sie anwenden zu ihrem Seelenheil. Wie oft klopfe Ich vergeblich an, und ihre Herzenstür bleibt verschlossen vor Dem, Der ihnen das Beste bringt, Der ihnen ein Geschenk darbieten will, das unnennbaren Wert hat. Sie gewähren Mir keinen Einlaß, sie wollen Mich nicht anhören und lehnen also das Kostbarste ab, wenngleich sie es dringend benötigen. Ich kam zu den Meinen, und die Meinen nahmen Mich nicht auf, denn sie erkannten Mich nicht. Viele wollen zu den Meinen gehören, sie dünken sich zu Meiner Kirche gehörig und kennen doch nicht Meine Stimme, wenn Ich als guter Hirt sie sammeln will und sie locke und rufe. Sie erkennen nicht Meine Stimme und bleiben Mir fern. Meine Schafe aber erkennen die Stimme ihres Hirten - weil es Worte der Liebe sind, die Ich den Meinen aus der Höhe zuleite, denen, die das Herz öffnen und Mich eintreten lassen, sowie Ich Einlaß begehre. Wenige nur sind es, die Mich erkennen, doch die Fähigkeit dazu hätten sie alle, so sie dazu willig wären, ihren Vater von Ewigkeit zu suchen, denn von ihnen würde Ich Mich finden lassen. Doch das Verlangen nach Mir ist zu gering, und darum vernehmen sie auch nicht Mein Wort, den Beweis Meiner Selbst und das sichtbare Zeichen Meiner Liebe zu den Menschen. Und so es ihnen von Mitmenschen nahegebracht wird, fehlt ihnen der Glaube und also auch das Verständnis für Meine Liebe und Gnade, die ihnen ein Mittel zuwendet, um auf Erden zum Ziel zu gelangen, zur Vereinigung mit Mir durch die Liebe. Leicht verständlich ist alles für die Meinen, die Mich zu sich reden lassen und das Empfangene auch verwerten nach Meinem Willen. Ihnen kann Ich Mich nahen und Mich ihnen erkenntlich machen, und sie zweifeln nicht mehr an Mir, sie werden Mich aufnehmen jederzeit in ihre Herzenswohnung und Mein Wort hören direkt. Und sie werden Mein Wort im Herzen bewegen und tätig werden nach diesem. Und sie werden auch Mein auf Erden gesprochenes Wort verstehen, daß Mein Reich nicht von dieser Welt ist. Denn nun erkennen sie das Reich Gottes, sie erkennen den Vater, Der zu den Seinen kommen will und von den Menschen nicht erkannt wird, weil sie ohne Liebe dahingehen. Wer aber tätig ist nach Meinem Wort, der hat die Liebe in sich und wird durch sie zum Erkennen geleitet - er folget Meinem Ruf, weil er Mich Selbst erkannt hat. Amen. B.D. NR. 5114.

 

Buch 57 5115

Glaubenskampf. Erfüllung der Verheißungen.

26. April 1951. B.D. NR. 5115.

Ihr werdet euch behaupten müssen auch der Welt gegenüber, die sich gegen euch stellen und euch verfolgen wird. Dann ist die Kampfzeit angebrochen, die Ich euch angekündigt habe und die auch die letzte Phase einleitet vor dem Ende. Es wird euch auch weltlich keine Hilfe geleistet werden, denn die euch helfen wollten, sind zu schwach, die Stärkeren aber sind gegen euch. Dennoch habt ihr einen Schutz, auf den ihr euch wohl verlassen könnet - denn Ich Selbst bin bei euch und gebe euch Kraft, durchzuhalten in schwerstem Kampf. Wer Mich nur rufet, der wird auch Meine Gegenwart erfahren, denn Ich verlasse die Meinen nicht. Ich lasse es wohl zu, daß sich die Menschen kämpfend gegenüberstehen. Es muß dieser letzte Glaubenskampf offensichtlich sein, weil sich die Geister scheiden sollen - weil eine Trennung stattfinden muß zwischen denen, die Mir, und denen, die dem Gegner angehören, es müssen sich auch noch die letzten entscheiden, die vor einem offenen Bekenntnis bisher sich scheuten aus Glaubensschwäche oder Furcht. Diese nun sollen sich an der Glaubensstärke der Meinen aufrichten, wenn sie nicht gänzlich abfallen um irdischen Vorteiles willen, den die Meinen hingeben müssen um ihres Glaubens willen. Es wird eine Entscheidung sein, die nur das Seelenleben des einzelnen betrifft, doch darum bedeutsam, weil der Entscheid sich auswirkt auch auf das irdische Leben und darum viele Menschen scheitern werden. Denn wer die Welt noch zu hoch stellt, wer das irdische Leben lieb hat, wer dem körperlichen Wohlbehagen noch zuviel Beachtung schenkt, der wird schlecht bestehen können, weil alles von ihm gefordert wird, will er nicht den Glauben an Mich und Mein Erlösungswerk hingeben. Viele werden abfallen vom Glauben, weil sie sich öffentlich bekennen müssen für Mich. Wer aber die Wahrheit hat, wer in der Erkenntnis vorgeschritten ist, wer durch ein Liebeleben auch Meine Kraft in sich hat, der wird Mir treu bleiben bis zum Ende, er wird freien Mutes sich für Mich bekennen, er wird reden für Mich und auch noch zu überzeugen vermögen, die schwachgläubig sind, doch guten Willens. Und trotz größter irdischer Drangsal von seiten der Feinde wird er die Not nicht so spüren, weil Ich ihm beistehe und ihn versehen werde mit allem, was er benötigt für Leib und Seele. Wer voll auf Mich vertraut, dem werden die Maßnahmen der Feinde nichts anhaben können, denn was ihm von diesen genommen wird, das gebe Ich ihm zurück in anderer Form, doch immer so, daß er leben wird so lange, wie Ich ihn noch benötige auf dieser Erde. Und Meine kleine Schar soll bis zuletzt ein Zeugnis geben vom Reich Gottes und Seiner Macht - und Meine Verheißungen sollen sich erfüllen, daß ein starker Glaube alles vermag und daß den Meinen gegeben wird, was sie erbitten in diesem Glauben. Der Kampf wird hart werden, aber doch überstanden werden von den Meinen, denn diese haben einen Heerführer zur Seite, Der jeden Feind besiegen wird, und wer Seinem Lager angehört, wird als Sieger hervorgehen und keinen Feind mehr zu fürchten brauchen, so das Ende gekommen ist, der Tag des Gerichtes, der endgültig scheidet die Gerechten von den Ungerechten, die Guten von den Bösen, die Meinen von den Anhängern des Satans - der Tag, da jedem vergolten wird nach seinen Werken. Amen. B.D. NR. 5115.

 

Buch 57 5116

Gottes Wort Wahrheit. Lebendiger Glaube erkennt Vaterstimme.

27. April 1951. B.D. NR. 5116.

Mein Wort wird in aller Reinheit zur Erde geleitet. Ihr Menschen seid euch dessen nicht bewußt, was ihr empfanget, denn ihr seid gleichgültig gegenüber der Wahrheit und wisset nicht, daß ihr die Wahrheit unbedingt annehmen müsset, um selig werden zu können. Euch geht vielerlei Wissen zu von außen, worüber ihr keine Sicherheit habt, daß es die Wahrheit ist. Und so seid ihr völlig unklar, was ihr nun als Wahrheit annehmen sollet, und ihr seid euch andererseits bewußt, daß ihr euch eine Erklärung geben müsset und daß ihr selbst es bestimmen könnt, fern oder nahe der Wahrheit zu stehen. Ihr könnet sie finden, doch ihr suchet sie nicht, und darum entgeht euch auch das große Wunder, das euer Vater und Schöpfer von Ewigkeit an euch wirket, daß ihr Sein Wort direkt aus der Höhe vernehmet und also die reinste Wahrheit von oben euch vermittelt wird, ein Wissen, das euch Aufschluß gibt über alles, was euch unklar ist. Es ist ein Akt größter Barmherzigkeit an euch Menschen, denn eure Gleichgültigkeit der Wahrheit gegenüber macht euch dieser Gnadenzuwendung unwert, dennoch gieße Ich Meinen Geist aus über wenige Mir ergebene Menschen, um euch allen die Wahrheit näherzubringen, die ihr dringend benötigt zur Seligwerdung. Es ist eine Verbindung geschaffen vom geistigen zum irdischen Reich, und darum müssen die Menschen sich geistig einstellen, um die von dort vermittelten Gaben zu erfassen und wirken zu lassen, sie müssen die Welt so lange unbeachtet lassen, wie der geistige Zustrom sie berührt, um dessen Wirkung zu spüren, ansonsten sie auch am Geistesgut aus den Himmeln unbeeindruckt vorübergehen und seinen Wert nicht erkennen. Die Wahrheit kommt zu euch, und ihr beachtet sie nicht. Die Wahrheit bin Ich Selbst, und so komme Ich im Wort aus der Höhe euch entgegen und will aufgenommen werden von euch. Doch wie oft weiset ihr Mir die Tür, ihr haltet sie verschlossen und gewähret Mir keinen Einlaß, und das immer, wenn euch Mein Wort angetragen wird und ihr es ablehnet, wenn euch die Wahrheit zugeführt wird und ihr die Welt vorzieht und um ihretwillen keine Notiz nehmet von Mir, von dem, was Meine Liebe und Gnade euch bietet. Wohl habet ihr die Ausrede, daß ihr nicht wisset, ob es die Wahrheit sei, doch ihr gebet euch auch nicht die Mühe zu prüfen, ansonsten ihr sehr wohl erkennen würdet, welche Fülle von Weisheit darin verborgen ist, die nur von einem Geber kommen kann, Der in Sich Selbst weise ist und euch in Liebe einzuführen sucht in die ewige Wahrheit. Ihr suchet nicht und könnet darum auch nicht finden - denn sowie ihr Mich suchet, lasse Ich Mich auch finden, und Ich Selbst werde euch dann nichts anderes als die Wahrheit anbieten. Die Gleichgültigkeit der Wahrheit gegenüber erstreckt sich also dann auch auf Mich, und ihr Menschen alle, die ihr an Mich zu glauben vorgebet, ihr sprechet nicht die Wahrheit, so ihr gleichzeitig Mein Wort, das von Mir ausgeht, ablehnet, denn so ihr lebendig glaubet an Mich, erkennet ihr auch Meine Stimme und nehmet Mein Wort mit Freuden an, weil es Mich bezeuget und euch nur noch Stärkung eures Glaubens ist. Wer an Mich glaubt, der suchet auch, Mich zu ergründen, und ihm erklingen die Worte aus der Höhe wie eine liebliche Verheißung und Bestätigung Meiner Selbst. Doch wenige nur suchen Mich und werden Mich finden, denn die Weltmenschen sind blind und taub, und der Lichtschein Meines Wortes dringt nicht in ihre Augen und Ohren, und daher wandelt die Menschheit in der Finsternis, und nur selten können Lichter aufblitzen und den Umkreis erhellen - wer aber die Nacht vorzieht, der entfliehet dem Licht, und er wird ewig in Finsternis bleiben. Amen. B.D. NR. 5116.

 

Buch 57 5117

Gerechtigkeit Gottes. Langmut - Barmherzigkeit.

28. April 1951. B.D. NR. 5117.

Ich bin ein guter und gerechter Gott und lasse doch Meine Sonne scheinen über Gerechte und Ungerechte - über Gute und Böse, denn Ich will das Schlechte wandeln zum Guten, nicht aber verderben. Ich bin ein Gott der Liebe, und die Liebe erhält, aber vernichtet nicht. Ich bin ein Gott der Weisheit und habe Meine Geschöpfe gebildet, auf daß sie ewig bestehen sollen, nicht aber vergänglich sind. Doch ein Bestehen in Kraft und Licht setzt einen Zustand voraus, der Meinem Urwesen entspricht, also in einem gewissen Grad vollkommen genannt werden kann. Und in diesen Zustand suche Ich euch zu setzen, doch unter Beachtung des freien Willens, solange der Mensch auf Erden weilt. Und darum lasse Ich euch in dieser Zeit in den Lichtkreis Meiner Sonne, der Gnadenstrahlung aus Meinem Reich, eintreten, euch jedoch freilassend, ob ihr darin verweilen und euch vollenden wollet oder ob ihr es vorzieht, in den Schatten zu fliehen und dann auch unvollkommen zu bleiben und unvollkommen einzugehen in das jenseitige Reich. Gerechte und Ungerechte werden von Meiner Gnadensonne berührt, Gerechte und Ungerechte werden von Meiner Liebe bedacht und brauchen nur zu wollen, um selig zu werden. Jedoch solange sich nicht das Schlechte wandelt zum Guten, kann Ich es nicht aufnehmen in Mein Reich, weil es darin vergehen würde, denn alles Unreine wird aufgezehrt von der Liebeglut der Wesen des Lichtreiches, das nur vollkommengewordenes Geistiges bergen kann. Darum wird auch Meine Langmut und Geduld zu verstehen sein, die gleichsam Meine Gerechtigkeit in Frage stellt. Doch letztere ist nicht ausgeschaltet. Einmal tritt sie hervor, doch wieder nur, um die göttliche Ordnung herzustellen, die umgestoßen werden darf nur bis zu einem gewissen Grade, um sich nicht widergesetzlich auszuwirken. Dann treten die Langmut, Geduld und Barmherzigkeit zurück und sind doch im Grunde nicht ausgeschaltet, denn auch dieser Gerechtigkeitsakt ist ein Akt der Barmherzigkeit, um ein völliges Verkehren in das Gegenteil zu verhüten, um das Wesenhafte nicht abstürzen zu lassen in die tiefste Tiefe, von wo der Aufstieg zur Höhe fast unmöglich ist. Solange die Menschen auf Erden weilen, verstoßen sie oft gegen die göttliche Ordnung, ohne eine sofortige Strafe zu erfahren, die Meiner Gerechtigkeit entspricht. Doch der Mensch hat freien Willen, und jede sofortige Ausgleichung seiner ungerechten Handlung würde den freien Willen beschneiden, da die Furcht vor Strafe ihn unfrei machen und also keine Aufwärtsentwicklung von innen heraus stattfinden würde. Darum ist Meine Gerechtigkeit auf Erden nicht so offensichtlich, aber dennoch Mir im höchsten Grade eigen, denn jedes Vergehen muß seine Sühne finden, weil auch dies ein Gesetz der Ordnung ist, das nicht umgestoßen werden kann. Doch auch die schärfste Strafe Meinerseits ist wieder ein Beweis Meiner Liebe, da sie gleichzeitig ein Erziehungsmittel ist, wodurch das Wesen endlich doch zur Vollkommenheit gelangen soll, die erstes und letztes Ziel alles dessen ist, was aus Mir, durch Meine Kraft und aus Meiner Liebe hervorgegangen ist. Und alles wird einmal dieses Ziel erreichen, und ob auch Ewigkeiten darüber vergehen - alles Geschaffene wird einmal selig werden. Amen.B.D. NR. 5117.

 

Buch 57 5118

Annahme des göttlichen Wortes kein Zwang. Freier Wille.

29. April 1951. B.D. NR. 5118.

Mein Geist ist ewig derselbe, Mein Wort verändert sich nie, und Mein Wille entspricht immer dem Gesetz der ewigen Ordnung. Und so wird immer und ewig das recht sein, was Mein Geist euch durch das Wort offenbart. Meine Vaterliebe ist auch stets die gleiche, die alle Meine Kinder umfängt, und zu Meinen Kindern können sich alle zählen, die im Herzen verlangen, zu Mir zu kommen, und sich bemühen, Meinen Willen zu erfüllen. Daß nun ein jedes Kind anders empfindet und also mehr oder weniger Meine Vaterliebe spüret, liegt an dem Grad seiner Liebe zu Mir, der sich verständlicherweise bis ins höchste steigern kann, aber auch bei manchem nach Mir verlangenden Kinde wenig entwickelt ist. Dennoch steht es unter Meinem Schutz, sowie es sich einmal willensmäßig zu Mir bekannt hat. Und dafür muß euch wieder Meine übergroße Liebe Gewähr sein, daß Ich ein hilfloses Wesen, das Mir zustrebt, nicht sich selbst oder Meinem Feind überlasse. Und darum ist der Wille zu Mir allein schon Sicherheit, daß dieses Wesen einmal Mein wird, weil es Mir von dem Moment an schon gehört, wo es sich willensmäßig für Mich bekannt hat. Zwecks Läuterung und Willensstärkung aber wird das Wesen als Mensch oft auf die Probe gestellt, und diese Proben bezwecken ferner, sein Denken anzuregen, weil nur durch Nachdenken der Mensch zur Wahrheit gelangt bzw. er sie begehrt und dann auch bedacht werden kann. Denn solange er die Wahrheit noch nicht besitzet, besteht die Gefahr einer falschen Vorstellung von Mir, die aber als erstes wegfallen muß, um die Liebe zu Mir zu höchster Glut aufflammen zu lassen, die dann Triebkraft ist zur weiteren Vollendung. Die Wahrheit aber kann dem Menschen nicht gegeben werden, ohne daß er sie begehrt, und sie wird erst dann begehrt, wenn der Mensch eine Unklarheit als drückend und beunruhigend empfindet - wenn es in ihm finster ist, begehrt er Licht - und dann wird ihm auch ein Licht gegeben werden, dann wird ihm wahrheitsgemäßes Wissen zugeführt, das ihm zur Vollendung verhilft .

Meine Liebe führt euch Kinder zusammen, die ihr nach Mir verlanget, und fügt es, daß ihr einander euch belehret und euch zur Wahrheit verhelft. Sie leitet euch die Wahrheit von oben zu, es euch selbst überlassend, ob ihr sie annehmen wollet, auf daß ihr auch nun wieder die Gedankentätigkeit rege werden lasset, weil ein jeder an sich selbst arbeiten muß, will er zu höherer Reife gelangen. Diese Gedankentätigkeit hat oft verschiedene Wirkung - sie kann auch zur Ablehnung führen, wenn sich Mein Gegner einschaltet und Einfluß auf einen Menschen gewinnt aus irgendeinem Anlaß, den dann der Mensch selbst ihm gegeben hat. Mein Gegner wird ihn nicht gewinnen, denn er strebt Mir zu, und Ich lasse ihn nicht fallen. Doch kann er noch irrige Wege gehen, bis er wieder an dem rechten Wege landet. Er reifet nun in anderer Weise aus, wird aber dennoch sein Ziel erreichen. Denn Ich belasse dem Menschen den freien Willen und zwinge ihn nicht, das zur Erde geleitete Wort als Mein Wort anzunehmen. Doch er ist nicht Mir abtrünnig, sondern nur seinen Mitmenschen gegenüber überheblichen Geistes, der ihn das Rechte nicht erkennen lässet. Mich aber gibt er nicht auf und erreicht daher auch sicher sein Ziel. Ich will euch Menschen niemals in die Lage versetzen, Mein Wort aus der Höhe annehmen zu müssen, und darum muß Ich auch einem jeden die Möglichkeit lassen, daran zu zweifeln, denn er erkennt es, so er Meine Unterstützung, die Erhellung seines Geistes, erbittet in Demut und Liebe zu Mir. Es darf Mein Geisteswirken in Form Meiner Offenbarung keinen Glaubenszwang bedeuten, ansonsten es völlig zweck-widersprechend wäre. Und dies als Erklärung für eine deiner Fragen. Amen. B.D. NR. 5118.

 

Buch 57 5119

Wille, für Gott zu arbeiten, sichert Schutz durch Lichtwesen.

29. Aril 1951. B.D. NR. 5119.

Die irdische Welt lässest du hinter dir, sowie du dich zum Empfang Meines Wortes vorbereitest, und also hat die Seele sich erhoben ins geistige Reich, wo ihr Lichtwesen entgegenkommen in Meinem Auftrag, um sie zu belehren. Es sind diese Lichtwesen auch auf Erden stets ständig um dich, weil du eine Mission übernommen hast, welche die gleiche auf Erden ist, wie sie von den Lichtwesen im geistigen Reich ausgeführt wird - die Wahrheit weiterzuleiten, die von Mir ihren Ausgang nimmt. Also müssen diese Wesen in vollster Wahrheit stehen und immer auf dich einwirken, auf das Denken und den Willen, das beides der Mission, der Arbeit in Meinem Weinberg, entspricht. Also steht dein Denken und Wollen stets unter der Kontrolle jener Lichtwesen, und dennoch bist du nicht gezwungen, nach ihrem Willen zu denken und zu wollen. Doch der Wille, Mir zu dienen, genügt den Lichtwesen, dich zu lenken, und sie finden selten Widerstand, weshalb ihre Arbeit auch von Erfolg ist, sowohl an dir als auch durch dich an den Mitmenschen. Diese Tätigkeit der Lichtwesen wird von vielen Seelen im Jenseits beobachtet, die noch unreif sind und sich gleichfalls den Erdenmenschen bemerkbar machen wollen, jedoch keine Kraft haben, sich zu äußern. Ihr Denken ist mehr irdisch und hat daher keinerlei Wirkung auf einen geistig strebenden Menschen. Doch die Nähe jener Wesen spüren letztere als beunruhigend und störend. Und darum sind die Lichtwesen bemüht, einen Schutzwall zu bilden um Menschen, die geistiges Gut durch sie entgegennehmen dürfen nach Meinem Willen. Von der noch unvollkommenen Geistwelt also sind sie stets isoliert, sowie geistige Belehrungen stattfinden, was jedoch nicht ausschließt, daß diese Wesen sich einfinden, sowie die Übertragungen aus dem geistigen Reich beendet sind, und dann sich kundgeben möchten. Alles Unvollkommene aber wird immer ungünstig wirken auf das zur Höhe strebende Geistige, es wird aber niemals Macht über dieses gewinnen, denn wer eine Mission ausführen soll zur Erlösung des Geistigen auf der Erde, der wird immer im Schutz der Wesen stehen, die Mir dienen und nur Meinen Willen erfüllen. Und diesen Wesen bist auch du anvertraut, auf daß jene keinen Einfluß haben, die selbst noch in der Finsternis weilen und darum auch kein Licht austeilen können denen, die als Lichtträger tätig sein wollen für Mich und Mein Reich. Amen. B.D. NR. 5119.

 

Buch 57 5120

Geistiger Mentor.

30. April 1951. B.D. NR. 5120.

Es hat eine jede Seele ihren geistigen Mentor, ihren Führer, der ihr zum ewigen Leben verhelfen will. Er sucht die Gedanken des Menschen zu beeinflussen und dem geistigen Reich zuzuwenden, wie er aber auch das Lebensschicksal dessen so gestaltet, daß es zu großem Erfolg führen kann, jedoch unter Beachtung des freien Willens. Dieser Mentor weiß, was der Seele für ihre Entwicklung förderlich ist und was für sie von Nachteil sein könnte, und er wird darum stets bemüht sein, der Seele immer zum Fortschritt zu verhelfen, weil er in Liebe mit ihr verbunden ist und die Führerschaft ihm von Gott Selbst erteilt worden ist über jene Seele. Alles, was ihr dient, fördert er; was ihr zum Schaden gereichen könnte, sucht er zu verhindern, doch immer in weiser Erkenntnis und großer Liebe. Solange nun der Mensch auf der Erde weilt, sind ihm verstandesmäßig die geistigen Sphären verschlossen; wenn auch die Seele sich in das geistige Reich aufschwingen kann, so tut sie das doch dem Körper unbewußt und vermag auch nicht die Eindrücke aus jenen Sphären dem Verstandesmenschen so wiederzugeben, daß er sich ein Bild machen könnte, das der Wahrheit entspricht. Das geistige Reich wird auch dem körperlichen Menschen so lange ein Geheimnis bleiben, bis sich der Körper selbst so weit vergeistigt hat, daß die Seele ihm das Geschaute mitteilen kann und es ihm im Bewußtsein bleibt. Dann ist jener Grad von Reife erreicht, der ein weiteres Leben auf der Erde unnötig macht, den der geistige Führer auch erreichen möchte, solange die Seele noch im Körper weilt. Sowie aber dieser Reifegrad noch nicht erreicht ist, hütet der Mentor sorglich den Verstandesmenschen, sich Zerrbilder vom geistigen Reich zu schaffen, die ihn nur verwirren, aber nicht fördern könnten, denn der Verstand des Menschen hat noch so lange Einfluß auf die Seele, wie diese nicht schon den Reifegrad erreicht hat, daß sie geistig zu schauen vermag. Sie selbst kann wohl im Traum in Sphären weilen, von denen sie sich viel Kraft und Wissen holt, doch in das irdische Leben wird sie die Erinnerung daran nicht herübernehmen, solange der Körper nicht gleichfalls vergeistigt ist. Es stellt der geistige Mentor gewissermaßen eine Wand auf und verbirgt hinter der Wand alles, was dem Verstand des Menschen noch unbegreiflich ist, während die Seele ungehindert die Wand überschreiten kann und Einblick nimmt in das geistige Reich. Und diese Grenze wird sorglich bewacht von geistiger Seite - verborgen bleibt dem Verstand des Menschen, was der Seele unverhüllt gezeigt wird - so lange, bis keine Gefahr mehr für die Seele besteht, in Zweifel zu geraten, wenn der Verstand sie zu erschüttern sucht. Eine starke Seele, die an Erkenntnis reich geworden ist, kann nun auch den Verstand überzeugen und jeden Einwand recht widerlegen, doch diese Reife muß sie erst erreicht haben, dann kann sie unbedenklich und bewußt schauen in das geistige Reich und sich auch dem Verstand mitteilen, der nun gleichfalls sich darüber belehren lässet und keine Glaubenszweifel entgegensetzet. Wer die Wahrheit sucht, der wird sie auch finden, doch immer soll sich der Mensch der geistigen Führung überlassen und nicht eigenmächtig einzudringen suchen in ein Wissen, das ihm nur schaden kann, wenn er nicht den nötigen Reifegrad hat, um das Wissen recht zu nützen. Sein geistiger Führer weiß um den Seelenzustand und sucht ihn zu erhöhen, solange ihm kein Widerstand entgegengesetzt wird. Denn ihm mangelt es nicht an Weisheit und an Liebe, und er bedenket seine Schüler so, wie es für sie zum Segen ist. Amen. B.D. NR. 5120.

 

Buch 57 5121

Kraft des Glaubens. Die Liebe macht den Glauben lebendig.

1. Mai 1951. B.D. NR. 5121.

Ein gläubiges Erdenkind erreichet alles bei Mir, denn seinen Glauben lasse Ich nicht zuschanden werden. Und so auch müsset ihr, die ihr Mir dienen wollet durch Verbreitung des Evangeliums, die Kraft des Glaubens erproben, wollet ihr außerordentlichen Erfolg haben bei den Mitmenschen. Ihr müsset das, was ihr lehret, in die Tat umsetzen, und so ihr also für den Glauben eintretet, müsset ihr auch den Beweis erbringen, was ein starker Glaube vermag. Mit Mir vermögt ihr alles. Und das sollet ihr glauben, daß ihr alles vollbringet mit Meiner Hilfe, daß Ich euch gegenwärtig bin und mit euch vereint wirke, also euch nichts mißlingen kann. So ihr Kraft von Mir anfordert, versage Ich sie euch niemals, ihr dürfet euch unbeschränkt Meiner Kraft bedienen; nur das müsset ihr glauben, daß ihr nichts allein tut, sondern alles mit Mir. Dann könnet ihr alles in Angriff nehmen, und es wird euch alles gelingen. Immer wieder rege Ich euch an, diesen starken Glauben in euch zur Entfaltung zu bringen, weil ihr dann alles gewonnen habt auf Erden, was euch noch nötig ist - und weil ein starker Glaube das Zeugnis ist für die Wahrheit Meiner Lehre, die ihr den Mitmenschen verkünden sollet in der Zeit, die dem Ende vorangeht. Seid ihr selbst so tief gläubig, dann könnet ihr auch den Mitmenschen die Kraft des Glaubens beweisen, und ihr werdet jedem als Abgesandter in Meinem Namen erkenntlich sein, ihr werdet dann die Göttlichkeit der Lehre beweisen, die ihr in Meinem Namen verbreitet. Ein starker Glaube wird euch viele Anhänger sichern, so ihr aber selbst zweifelt am Gelingen eines Vorhabens, wie wollet ihr dann die Mitmenschen für Meine Lehre gewinnen. Ein starker Glaube wird aber nur gewonnen durch die Liebe, denn diese macht den Glauben lebendig. Ihr werdet glauben können, so ihr in der Liebe lebt. Also ist ein schwacher Glaube noch ein Zeichen mangelnder Liebe, und daran kranken die Menschen, die nicht zu glauben vermögen. Das bedenket stets: Die Liebe macht den Glauben lebendig. Dann habt ihr auch das einfachste Mittel, zum Glauben zu gelangen. Übet die Nächstenliebe - und ihr ziehet dadurch Mich Selbst zu euch, Meine Gegenwart gibt euch die Sicherheit und Kraftbewußtsein, und in diesem Bewußtsein haltet ihr alles für möglich, was ihr auch unternehmen wollet. Und darum lehret auch eure Mitmenschen, daß sie nur durch ein Liebeleben zum starken Glauben gelangen können, daß aber der starke Glaube unbedingt nötig ist, um in der kommenden Zeit Herr zu werden über alle Anstürme von außen, und daß ein starker Glaube an Meine Hilfe niemals ohne Erfolg ist, daß der Mensch sogar Wunder zu wirken vermag, denn dann wirket er nicht mehr allein, sondern im Verband mit Mir, und alles muß ihm gelingen. Denn Ich lasse einen starken Glauben nicht zuschanden werden. Amen. B.D. NR. 5121.

 

Buch 57 5122

Evangelium verbreiten ist ein Werk der Barmherzigkeit.

2. Mai 1951. B.D. NR. 5122.

Ihr habt ein großes Arbeitsfeld, wollet ihr für Mich tätig sein, denn ihr lebet mitten unter Menschen, die Mir zum Teil ganz abgewandt, zum Teil aber so gleichgültig und glaubensschwach sind, daß es not tut, rechte Vertreter Meiner Lehre unter sie zu senden, deren Worte Einfluß haben können, wo der Wille noch gut ist. Es ist eine riesengroße Arbeit zu leisten, und nur wenig Erfolg wird zu verzeichnen sein. Dennoch soll nichts unversucht bleiben, um jene zu retten, denn sowie sie in ihrer Einstellung, in ihrer Glaubenslosigkeit oder Gleichgültigkeit verharren, sinken sie noch tiefer ab und gehören am Ende zu denen, die verlorengehen für ewige Zeiten. Es ist ein großes Werk der Barmherzigkeit, ihnen zu helfen, ihre Wandlung zu erstreben und in ihnen durch Beispiel und gute Lehren den Antrieb zur Seelenarbeit zu erwecken. Denn es ist geistige Finsternis unter den Menschen, und sie wissen nichts; die Wahrheit ist ihnen fern und wird zum Teil verhindert durch irrige Lehren, und so ist der Mensch nur noch weltlich gesinnt, und seiner eigentlichen Erdenaufgabe gedenket er nicht. Das Arbeitsfeld ist groß, denn immer seid ihr von Menschen umgeben, die eure Hilfe benötigen, und jede Tätigkeit zieht ihren Segen nach sich, selbst wenn der Erfolg nicht sichtbar ist. Die kommende Notzeit wird dazu beitragen, daß eurer Reden gedacht wird, und darum sollet ihr nicht versäumen, sie auf die kommende Notzeit aufmerksam zu machen, ihnen das nahe Ende vor Augen stellen, die Gefahr, in der sie schweben, und Meine übergroße Liebe erwähnen, die diese Gefahr von ihnen abwenden möchte, doch dazu des Willens der Menschen benötigt. Ihr werdet wohl oft Abwehr erfahren, doch das soll euch nicht entmutigen, immer wieder Meiner Lehre Erwähnung zu tun und Mein Geistwirken an euch herauszustellen, auf daß sie nachdenklich werden und der Samen, den ihr ausstreut, doch nicht auf ganz steinigen Boden falle.

Ihr sollet fleißige Arbeiter sein in Meinem Weinberg und eure Arbeit nicht lau oder gleichgültig verrichten. Denn es eilet die Zeit, und der Tag, wo ihr noch arbeiten könnet, ist bald vorüber. Ihm folget die Nacht, wo jede Arbeit unmöglich ist. Darum nützet jede Gelegenheit, um Mich und Mein Reich den Mitmenschen zuzuführen, lehret sie die Liebe, die auch den lebendigen Glauben zeitigt, erkläret ihnen ihren Erdenlebenszweck, und ermahnet sie, in Verbindung zu treten mit ihrem Schöpfer und Vater von Ewigkeit; ermahnet sie, das rechte Kindesverhältnis herzustellen und Mich im Gebet anzurufen um Gnade und Kraft, und zögert nicht, ihnen das nahe Ende anzukündigen, denn sie sollen wissen, was ihnen bevorsteht, wenn sie es auch nicht glauben wollen. Die kommende Zeit wird ihnen den Beweis bringen, daß ihr recht geredet habt, und so wird ihnen manches wieder ins Gedächtnis kommen und je nach ihrem Willen ihre Herzen berühren, und der Erfolg wird nicht ausbleiben. Denn die Not ist groß, und also ist auch Hilfe dringend erforderlich, die ihr ihnen in Meinem Namen bringen sollet, auf daß noch viele gerettet werden, ehe das Ende kommt. Amen. B.D. NR. 5122.

 

Buch 57 5123

Entfernung von Gott unseliger Zustand. Keine Trennung.

3. Mai 1951. B.D. NR. 5123.

Ihr könnet euch wohl wider Mich auflehnen, doch trennen könnet ihr euch nicht von Mir, denn ihr seid Mein Anteil, das nimmermehr verlorengehen kann. Ihr aber empfindet die Entfernung von Mir als Trennung und glaubet daher, euch von Mir lösen zu können; doch die Ketten, die uns verbinden, sind unzerreißbar, nur eben länger oder kürzer, aber sie halten uns unweigerlich zusammen. Jeglicher Widerstand vergrößert die Entfernung von Mir, jegliches Liebeswerk aber ist Annäherung und führt uns zusammen. Entfernet ihr euch nun von Mir durch Widerstand gegen Mich, dann schaltet sich Mein Gegner ein und stellt sich zwischen euch und Mich. Dadurch erkennet ihr Mich nicht mehr, und ihr seid ihm zu Willen, denn er locket euch mit dem, was ihr selbst begehrt, mit irdischen Gütern, die Mein Bild stets mehr und mehr verblassen lassen. Dennoch gehöret ihr Mir und bleibt in Meinem Besitz, denn Ich gebe Mein Anrecht auf euch nicht auf. Mein Gegner aber und ihr selbst glaubet, Meiner Herrschaft entrinnen zu können, doch ihr werdet euch dann nur stets mehr und mehr von Mir entfernen und in einem unglückseligen Zustand euch befinden. Denn die Entfernung von Mir bedeutet völlige Kraft- und Lichtlosigkeit, sie bedeutet den Tod der Seele, sie bedeutet einen Zustand der Finsternis, der auch immer ein Zustand der Unseligkeit bleiben wird. Ihr aber kennet nicht den Zustand der Seligkeit. Und darum strebet ihr ihn nicht an, sondern begnüget euch mit dem irdischen Glück, das euch Mein Gegner bereitet, je mehr ihr euch von Mir abwendet. Ihr kennet nicht das wahre Leben, das Leben des Geistes, das euch Licht und Kraft gibt im Übermaß - ihr kennet nicht die göttlichen Fähigkeiten, die ihr selbst besitzen könnet, so ihr wieder im Verband stehet mit Mir. Ich aber liebe euch seit Anbeginn, und Meine Liebe zu euch verringert sich nicht; sie will geben und beglücken, euch also auch in das Erkennen führen, was ihr waret, was ihr seid und wieder werden sollet, um ewig selig zu sein. Doch ob ihr euch belehren lasset von Mir, das steht euch frei, denn Ich zwinge kein Wesen, aus Meiner Hand entgegenzunehmen, was es unsagbar selig macht. Es kann sich frei entscheiden, ob es Mir angehören oder dem Einfluß Meines Gegners erliegen will. Da aber Meine Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, ewig nicht aufhöret, werde Ich auch ewig um eure Liebe werben, und Ich werde alles tun, was euch zur Glückseligkeit verhelfen kann, Ich werde Mich euch immer wieder nähern und euch Meine Liebe spüren lassen, bis sie euch einmal wohltätig berührt und ihr euch Mir zuwendet, um stets mehr und mehr Liebe empfangen zu können, bis auch ihr Liebe zu Mir empfindet und ihr euch im freien Willen Meinem Gegner entwindet und Mir zustrebt. Dann wird Meine und eure Seligkeit unbegrenzt sein, dann wird keine Entfernung mehr zwischen uns sein, dann wird das Band der Liebe uns fest zusammenschließen, und ewig wird es keine Trennung mehr geben, denn was einmal zu Mir gefunden hat im freien Willen, das gebe Ich ewig nicht mehr her, Ich lasse es nicht mehr fallen, und der Gegner hat jegliche Macht verloren, es ist und bleibt Mein bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5123.

 

Buch 57 5124

Werben Gottes um die Liebe Seiner Geschöpfe.

4. Mai 1951. B.D. NR. 5124.

Ununterbrochen werbe Ich um eure Liebe, indem Ich euch mit Gnaden überhäufe, auf daß auch ihr Meine Liebe erkennen sollet und sie aus freiem Willen erwidert. Alles um euch soll euch Meine Liebe beweisen, und so ihr jegliches Schöpfungswerk betrachtet, sollet ihr euch dessen bewußt sein, daß es nur geschaffen wurde, um euch selig zu machen, denn es ist ein jegliches Schöpfungswerk nötig gewesen zu eurer Aufwärtsentwicklung, die schon einen hohen Grad erreicht hatte, als ihr als Mensch euch verkörpern durftet auf dieser Erde. Ihr sollt euch dessen bewußt sein, daß die gesamte Schöpfung nur erstanden ist zum Zwecke der Rückführung des abgefallenen Geistigen zu Mir und daß ihr selbst Wesenhaftes seid, das diesen Abfall von Mir vollzogen hat. Gleichwie ihr um euch ein ständiges Werden und Vergehen beobachten könnet, so auch ist eure Seele durch immer wieder andere Formen gegangen, die ständig den Prozeß des Werdens und Vergehens erfahren haben; ihr seid zu immer höherer Reife gelangt im Mußzustand, und die gesamte Schöpfung war dazu das Mittel, da das Wesenhafte in euch von selbst niemals sich zur Höhe entwickeln hätte können ohne Meine Hilfe. Ihr sollet das alles bedenken und wissen, daß euren Schöpfer und Vater von Ewigkeit nur die große Liebe zu euch bestimmt hat, das Schöpfungswerk erstehen zu lassen, und daß ihr nur diese Liebe erwidern sollet nach euren Kräften, um dann auch wieder unbegrenzt selig zu sein, wie es eure einstige Bestimmung war. Ich will euch nicht fallenlassen, weil ihr durch Meine Liebe unlöslich mit Mir verbunden seid, aber erst eure Gegenliebe wird euch das Glück Meiner Liebe empfinden lassen; und darum werbe Ich ununterbrochen um eure Liebe, die euch erst den Charakter eines göttlichen Geschöpfes wiedergibt, den ihr verloren habt. Betrachtet die Schöpfungen um euch im Gedenken an Mich, dann lasset ihr euch von Meinen Liebestrahlen berühren, und sie beginnen euch zu erwärmen, der Liebefunke in euch entzündet sich, ihr müsset unwillkürlich gut denken und handeln, so ihr die Schöpfung auf euch wirken lasset. Denn dann spreche Ich Selbst zu euch durch diese, und euer Herz wird weich gestimmt sein und willig zu Taten der Liebe. Und dann erwidert ihr schon Meine Liebe, die über den Nächsten zu Mir gerichtet ist, wenn auch euch noch unbewußt. Ich will von euch Menschen erkannt werden als ein Gott der Liebe, auf daß ihr euch nach Mir sehnet und Ich euch emporziehen kann zu Mir an Mein Vaterherz. Dann wird unsere Liebe Erfüllung finden, es wird ein immerwährendes seliges Geben und Nehmen sein. Amen. B.D. NR. 5124.

 

Buch 57 5125

Entwicklungsgang. Mußgesetz. Stadium freien Willens.

5. und 6. Mai 1951. B.D. NR. 5125.

Nichts ist ohne Zweck und Ziel. Alles, was ist, ist von Gott geschaffen und zum Erfüllen eines Zweckes ins Leben gerufen worden. Es hat sonach auch alles seine Bestimmung, es muß in irgendeiner Weise dienen, um seinen Zweck zu erfüllen. Selbst das kleinste Schöpfungswerk, das kleinste Lebewesen, hat seine Aufgabe, der es nachkommen muß und gewissermaßen dazu gezwungen wird, weil alles Geschaffene unter einem Naturgesetz steht, also nicht gesetzwidrig handeln kann. Dennoch bleibt auch das im Mußgesetz Vollbrachte gewissermaßen ein Dienen, denn es gereicht immer einem anderen Schöpfungswerk zum Vorteil, es ist nötig zum Erstehen und Erhalten dessen. Und so gibt es nichts im gesamten Universum, was ohne Bestimmung wäre, also zwecklos erschaffen wäre. Letzter Zweck und Bestimmung aber ist die Freiwerdung des Geistigen, wozu also das gesamte Schöpfungswerk beiträgt nach göttlich weisem Plan von Ewigkeit. Nur zum Zweck der Erlösung des Geistigen erstand die gesamte Schöpfung, und jedes einzelne Schöpfungswerk kommt im Mußgesetz dieser Bestimmung nach.

Anders aber verhält es sich mit dem Menschen, der wohl gleichfalls ein Schöpfungswerk Gottes ist, jedoch nicht dem Mußgesetz unterliegt in seinem Denken, Wollen und Handeln. Der äußere Mensch zwar, die körperliche Form, steht noch unter dem Mußgesetz, weil diese noch aus dem Geistigen gebildet ist, das noch im Anfang seiner Entwicklung steht. Seine Seele aber hat eine gewisse Freiheit, sie kann sich nach eigenem Willen entwickeln, ist also von Gott aus nicht jenem Gesetz unterworfen. Dennoch ist auch ihre Entwicklung, ihre Erlösung aus der Fessel irdischer Materie abhängig von ihrem Willen, sich dienend zu betätigen - also wieder ist ein Dienen der eigentliche Zweck ihres Erdendaseins. Und da sie nicht gezwungen wird zu dienender Tätigkeit, muß in ihr die Liebe sich entwickeln, die der sicherste Antrieb zu dienender Tätigkeit ist. Was in endlos langer Zeit im Mußgesetz vor sich ging und erreicht wurde, soll nun als Mensch seine Krönung erfahren, jedoch im freien Willen. Es soll der Mensch dienen in Liebe, um dadurch restlos frei zu werden aus dem gebundenen Zustand, den das Geistige als Fessel empfindet und als Einschränkung seiner ureigentlichen Kraft- und Lichtfülle. Es kann die Seele des Menschen dieses Ziel erreichen auf Erden, wenn sie dazu den ernsten Willen hat, jedoch sie muß es nicht erreichen, weil Gott ihr die Freiheit des Willens gegeben hat, auf daß sie sich frei entscheide für Ihn oder Seinen Gegner, der sie unfrei gemacht hat und dem sie daher sich entwinden muß. Dienende Liebe ist der Schlüssel zur Freiwerdung aus endlos langer Kerkerhaft. (6.5.1951) Was das Wesenhafte nach Gottes Willen tun mußte in dem langen Gang durch die gesamte Schöpfung, das soll es nun im letzten Stadium im freien Willen tun - es soll aus Liebe dienen. Dadurch stellt es seine göttliche Herkunft unter Beweis, denn die Liebe prägt das göttliche Wesen, und es gestaltet sich wieder zu dem, was es war von Anbeginn, es nimmt wieder an, was es im freien Willen aufgegeben hatte aus Überheblichkeit. Sowie der Mensch in Liebe dienet, ist sein Vergehen gegen Gott aufgehoben, er ist aus dem Zustand der Sünde herausgetreten und hat wieder zu Gott zurückgefunden, von Dem er sich entfernen wollte - (entfernt hatte) er hat seine Kindschaft erkannt und begehrt, in das rechte Verhältnis zum Vater zu treten, und er wird durch die Liebe ein rechtes Kind Gottes. Doch alles muß im freien Willen geschehen, und dies ist seine Erdenlebensprobe, die er unbedingt bestehen muß. Der Mensch kann zum Ziel gelangen, da ihm von Gott aus geholfen wird in jeder Weise, er kann aber auch den ganzen langen Entwicklungsgang im Mußzustand vergeblich zurückgelegt haben, wenn er, statt aufwärtszuschreiten im Stadium als Mensch, stillsteht oder gar sich rückentwickelt. Dann mißbraucht er erneut seinen freien Willen - er nützet nicht die vielen Gelegenheiten, die ihm zur Erreichung des Zieles gegeben worden sind, und muß dann auch die Folgen tragen - einen nochmaligen Gang durch die gesamte Schöpfung. Einmal wird er auch sicher sein Ziel erreichen, doch das Wesen selbst bestimmt die Zeitdauer seines Gebundenseins, denn Gott gab ihm den freien Willen, den Er auch achtet, auf daß es vollkommen werden kann. Amen. B.D. NR. 5125.

 

Buch 57 5126

Not der letzten Zeit. Viele werden noch abberufen.

7. Mai 1951. B.D. NR. 5126.

Euch bleibt zur Erlösung nur noch eine kurze Zeit, und so ihr diese nicht ausgiebig nützet, ist euch ein entsetzliches Los beschieden. Doch der Schwachen und Unschlüssigen nehme ich Mich an und helfe ihnen, dieser Not zu entrinnen. Viele Seelen werden noch zuvor ihren Körper verlassen, ehe das letzte Ende kommet, weil sie unfähig wären, im letzten Glaubenskampf Widerstand zu leisten, und doch auch nicht in die Tiefe sinken sollen, d.h. nicht zu jenen gehören, die Mir harten Widerstand entgegensetzen. Ich werde noch vorher eine große Säuberungsaktion unternehmen, wo noch viele Seelen geläutert oder für weiteres Wirken unschädlich gemacht werden, um ein gänzliches Abfallen dieser zu verhindern, weil Ich ihren Seelenzustand erkenne und nicht verderbe, was noch zur Besserung im Jenseits tauglich ist. Die Zeit ist nur noch kurz und wird sehr schwer sein für alle Menschen, ausgenommen, die sich Meinem Gegner verschrieben haben und von ihm in jeder Weise irdisch unterstützt werden, weil sie ihm ihre Seelen verkauften. Doch Ich weise euch auf diese Notzeit hin, und so sie kommt, sollet ihr dieser Ankündigungen gedenken und daraus Kraft und Mut schöpfen, weil Ich euch gleichzeitig auch sicheren Schutz und Rettung verheiße, die ihr Mir angehören wollet. Die Menschen können nur euren Leib töten, sie können euch nur irdisch schaden, doch eurer Seele können sie nichts anhaben, und wenn Ich euch auch den Schutz für euer leibliches Leben verheiße, wenn Ich euch Meine Hilfe zusichere in jeglicher Not, so könnet ihr ohne Sorge das Kommende erwarten, ihr könnet in fester Zuversicht alle Ereignisse an euch herankommen lassen. Ich werde immer einen Ausweg finden, selbst wenn irdisch keine Hilfe möglich erscheint. Denn Ich bin der Herr über Leben und Tod, Ich bin der Herr über die Schöpfung und über das Reich des Lichtes und auch der Finsternis. Ohne Meinen Willen und Meine Zulassung kann nichts geschehen; was aber geschieht, ist nur zu eurem und der Mitmenschen Seelenheil. Noch ist es ruhig, und ihr Menschen glaubet es nicht, daß ihr vor großen Ereignissen steht; ihr Menschen wollet es nicht glauben, daß sich völlig andere Lebensverhältnisse ergeben werden und daß ihr viel Kraft und Vertrauen aufbringen müsset, um allen Anforderungen gerecht zu werden, die an euch gestellt werden von seiten Mir feindlicher Gewalt. Doch es erfüllet sich, wie es geschrieben steht. Die große Trübsal wird über die Erde gehen, und ihr werdet es erkennen, daß ihr in der Endzeit lebet, wo ihr euch bewähren müsset. Doch Einen werdet ihr immer finden, Der euch zu helfen bereit ist. Und so ihr an diesen Einen glaubet und Ihn aus kindlichem Herzen bittet, werdet ihr aus jeder Gefahr unbeschadet hervorgehen, denn Ich werde kommen, wenn die Not am größten ist, und euch erretten. Und alle Not wird zu Ende sein, denn nun findet die endgültige Scheidung der Geister statt. Und so werdet ihr nicht mehr bedrängt werden können und ein seliges Leben führen im Paradies auf der neuen Erde. Amen. B.D. NR. 5126.

 

Buch 57 5127

Weinbergsarbeit. Unterstellen des Willens.

9. Mai 1951. B.D. NR. 5127.

Die Weinbergsarbeit ist so vielseitig, daß alle in Meine Dienste treten können, die dazu willig sind, denn Ich weise einem jeden die Tätigkeit zu seiner Fähigkeit entsprechend, und jeder wird sie ausführen können, wenngleich großer Arbeitseifer gefordert wird. Doch wenige nur gibt es, die bereit sind, für Mich zu wirken, und deren Reifegrad ist so verschieden, daß nicht alle die gleiche Arbeit leisten können und daß Ich darum Mir Selbst Knechte ausbilde, um nun die Arbeit so verteilen zu können, daß sie von Erfolg ist für Mich und Mein Reich. Die Weinbergsarbeit ist äußerst dringend geworden, denn die Zeit der Ernte rückt heran, und darum benötige Ich noch viele Knechte, die Mir in Liebe dienen wollen. Wo aber finde Ich solche? Mir zu dienen ist nicht sonderlich reizvoll für die Menschen dieser Welt, denn scheinbar ist kein Vorteil daraus zu ziehen; zudem erfordert diese Arbeit auch eine gewaltige Selbstüberwindung. Es muß der Mensch dienen, d.h. seinen eigenen Willen zurücksetzen und allein den Willen des Herrn gelten lassen. Diese Forderung stelle Ich an jeden, der als Mein Knecht tätig sein will in Meinem Weinberg. Er muß sich völlig Mir unterstellen und nur das tun, was Ich von ihm verlange. Doch die Menschen sind eigenwillig und können sich nicht unterordnen, und darum sind sie auch nicht tauglich für einen Dienst, der völlige Hingabe des Willens bedingt. Denn es wirket nur Einer, und Der bin Ich, weil Ich allein erkenne, was gut und richtig ist. Darum müssen sich Meine Knechte Mir unterordnen und stets nur Meinen Willen ausführen. Ich will nicht, daß sie eigenmächtig schaffen, ohne Meine Anweisung eingeholt zu haben, Ich will, daß sie anhören, was Ich ihnen sage, und dann eifrig tätig sind nach Meinem Willen. Also will Ich sie zuvor unterweisen, dann erst sollen sie in Meinem Namen auftreten und Weinbergsarbeit verrichten, d.h. den Acker, die Menschenherzen, bearbeiten zur Aufnahme der guten Aussaat, Meines göttlichen Wortes, auf daß die Ernte reich ausfalle und Ich Meine Knechte beloben kann, so sie Mir große Ernte eingebracht haben. Wer für Mich arbeiten will, der soll die Weisungen von Mir entgegennehmen, also Herz und Ohr öffnen, damit Ich zu ihm reden kann. Wer aber die Arbeit in Angriff nimmt, ohne von Mir beauftragt zu sein, der wird nicht viel Erfolg haben, denn er arbeitet nicht für Mich, sondern für sich selbst. Er arbeitet nur um des bedungenen Lohnes willen, und dieser wird karg ausfallen und nur für die Erdenzeit gezahlt werden. Er hat sich also wohl auch für die Weinbergsarbeit gemeldet, doch nicht abgewartet, ob Ich ihn als tauglich dafür einstellen werde. Er hat gearbeitet, weil jede Arbeit ihren Lohn abwirft, doch nicht aus Liebe und Treue zum Herrn, Dem er dienet. Und diese Arbeit bewerte Ich nicht als Arbeit für Mich und Mein Reich. Ich zahle wohl den Lohn, d.h., Ich erhalte Meinen Knecht, solange er für Mich arbeitet, doch darüber hinaus hat er keinen Verdienst mehr, denn sein Lohn ist dahin, weil er nur für sich bedacht war, Ich aber Knechte brauche, die Mir dienen wollen aus Liebe zu Mir und zum Nächsten, die sorgsam Meinen Weinberg betreuen und nicht dulden, daß darin etwas verlorengehe, die darum Mir treue Diener sind und bleiben werden bis in alle Ewigkeit. Wer für Mich arbeiten will, der muß sich Mir ganz und gar fügen und nur noch der Ausführende Meines Willens sein, Ich muß von ihm Besitz ergreifen können und durch ihn wirken, ohne Widerstand zu finden. Dann ist er Meine Hand, die tätig wird, dann arbeitet er an Meiner Statt, dann ist er Mein rechter Stellvertreter und leistet Weinbergsarbeit nach Meinem Willen. Und dann wird er auch viel Erfolg haben, er wird Mein Reich vergrößern, er wird viele Seelen gewinnen für Mich, und sein Wirken wird gesegnet sein. Amen. B.D. NR. 5127.

 

Buch 57 5128

Stärkung des Willens. Kraftempfang durch das Wort.

10. Mai 1951. B.D. NR. 5128.

Ihr werdet immer der Stärkung bedürfen, auf daß ihr Widerstand leisten könnet dem, der euch herabzuziehen sucht in die Tiefe. Euer Wille ist geschwächt und kann nur von Mir noch Stärkung erfahren, und diese sollet ihr bewußt erbitten, dann könnet ihr auch standhalten allen Versuchungen des Leibes und der Seele. Der Widersacher arbeitet mit List und Gewalt, und ihr seid seiner Macht nicht gewachsen, solange ihr auf euch allein gestellt seid. Dann unterliegt ihr mit Sicherheit; doch ihr könnet euch zur Wehr setzen, ihr könnet triumphieren über den Satan, wenn ihr euch Stärkung verschaffet aus der Höhe, wenn ihr Mich um Kraft anflehet und diese entgegennehmet durch Mein Wort. Machet einen Versuch, gehet in der Not der Seele in die Stille, und vertiefet euch in Mein Wort in gläubigem Vertrauen auf Mich, dann erfahret ihr an euch selbst Mein unmittelbares Wirken - ihr seid von Kraft durchflutet und verlieret jegliche Furcht. Ihr seid dann zum Meister geworden über den Satan, und er kann euch nicht mehr schaden. Ihr müsset euch des öfteren stärken durch Mein Wort, denn es ist die rechte Speise und der rechte Trank für die Seele, die nun auf den Körper den rechten Einfluß ausübt, so daß sich der Mensch gestärkt fühlt seelisch und körperlich, daß jegliche Unruhe von ihm abfällt, er also geistig und körperlich gestärkt ist durch Meine Kraft.

Ihr nun, die ihr im Besitz Meines Wortes aus der Höhe seid, ihr habet keinen Anlaß, über Kraftlosigkeit zu klagen, ihr seid direkte Empfänger der Kraft von oben, weil Mein Wort mit Meiner Kraft gesegnet ist und es für euch keine Kraftlosigkeit zu geben brauchte, wenn ihr euch nur in Mein Wort vertiefet und so euch mit Mir innig verbindet und also die Kraft auf euch überströmen kann. Mein Wort ist die geistige Ausstrahlung Meiner ewigen Liebe und kann darum nur lebenerweckende Wirkung haben; Mein Wort ist ferner der Beweis Meiner Gegenwart, also muß euch dieser Beweis auch stark machen im Glauben, daß ihr jeden Widerstand aufheben könnet, daß ihr den zu bannen vermögt, der euch versuchen will. Ihr werdet immer stärker sein als euer Versucher, solange ihr Meines Wortes Kraft an euch wirksam werden lasset, solange ihr im Glauben an Meine Gegenwart euch in Mein Wort versenket und also Mich direkt zu euch sprechen lasset - dann vergeht jegliche Schwäche, dann erstarket ihr an der Kraft aus Mir, die mit dem Wort von euch aufgenommen wird und euch zu einem starken Wesen werden lässet, das jeglichen Widerstand zu leisten vermag und jeglicher Versuchung widersteht. Denn mit Meinem Wort bin Ich bei euch, und Mir weichet jede böse Gewalt, so auch der, der Mein Widersacher und somit euer Feind ist - und der euch gewinnen will, indem er eure Schwäche ausnützet, auf daß ihr zu Fall kommt. Ich aber stütze euch, und so ihr euch an Mich haltet, werdet ihr niemals untergehen, ob auch der Boden noch so schwankend ist, auf dem ihr steht. Amen. B.D. NR. 5128.

 

Buch 57 5129

Kraft Gottes. Ausgießung des Geistes.

12. Mai 1951. B.D. NR. 5129.

Die Kraft Gottes, des Allerhöchsten, durchflutet euch, so sich Sein Geist über euch ergießt, und dieser Kraftzustrom ist das Kostbarste, was ihr empfangen könnet, solange ihr noch auf Erden weilet, denn es ist ein Vorgeschmack von der ewigen Seligkeit, es ist das Bewußtsein der Gottnähe, das aber oft nur die Seele empfindet und dem äußeren Menschen, d.h. dessen körperlichen Sinnen, nicht wahrnehmbar ist. Die Seele aber empfindet das Glück der Vereinigung mit Ihm, die ihr die Kraftvermittlung bezeuget, sie ersehnt sich diese zeitweilige Beglückung als Dauerzustand und strebt diese immer eifriger an, in der Erkenntnis, daß ihre eigentliche Bestimmung ununterbrochener Kraftempfang ist, daß sie erst vollkommen ist, so die Kraft Gottes sie durchflutet, ohne jemals von ihr zu entweichen. Sie ist ein Kind Gottes, das sich von Ihm entfernt und dadurch auch die unbegrenzt ihm zuströmende Kraft eingebüßt hat, sie wird auch ständig diesen Kraftverlust als Mangel empfinden, sowie sie sich einmal ihres göttlichen Ursprungs bewußt geworden ist. Hat sie dieses Bewußtsein noch nicht, dann vegetiert sie dahin, wenn auch als Mensch verkörpert, als ein Wesen, das nicht höher steht als ein Tier - jedoch aus eigenem Verschulden. Sie wehrt sich gegen jede Kraftäußerung, die Gottes Liebe ihr zuwendet, sie entflieht ihr im Widerstand gegen Gott. Dann ist sie noch in tiefster Finsternis und erkennt sich selbst auch nicht als das, was sie ist. Dann fehlt ihr jeglicher Kontakt mit Gott, der Geistesfunke in ihr ist tot, sowie auch sie selbst dem geistigen Tode verfallen ist, weil es ohne die Kraft Gottes kein Leben gibt. Dieser Zustand ist das Los derer, die noch gebunden sind von den Ketten des Satans, die er noch in seiner Gewalt hat. Und diese können sich niemals aus eigener Kraft frei machen von ihm, denn dazu fehlt ihnen die göttliche Kraft, die allein den Gegner besiegen kann. Gott gibt einem jeden die Kraft, doch er macht es von dem Willen des einzelnen abhängig, ob er die Kraft aus Gott verwertet, ob er sich öffnet und sich bereit macht zum Empfang Seines Gnadenstromes. Er sucht nur geöffnete Gefäße, in die Er Seinen Geist ausgießen kann. Er will schenken, und Sein Geschenk soll immer dankend angenommen werden. Dann strömt die Kraft Gottes unbeschränkt auf euch Menschen nieder, der ihr euch nun bedienen dürfet nach eigenem Ermessen. Der anfänglich noch geringe Widerstand wird bald weichen und eine freudige Empfangsbereitschaft eintreten, denn die Kraft Gottes erweckt zum Leben, und Leben heißt auch Seligkeit, leben heißt ein Verwerten der Kraft nach eigenem Willen, der dann auch der Wille Gottes ist, wenn Seine Kraft im Menschen wirken kann. Wohl könnte ungeahnter Kraftempfang sein auf dieser Erde, so die Kraftlosigkeit der Menschen erkannt würde und sie diesem Zustand entfliehen möchten. Schon der Wille sichert ihnen eine Kraftzufuhr, und dann setzt das bewußte Streben ein, der Kraftzuwendung Gottes in erhöhtem Maße teilhaftig zu werden. Dann erwacht der Geistesfunke im Menschen zum Leben, und dann ist nimmermehr ein Versinken in den Todeszustand des Geistes zu fürchten, denn dann wird der Mensch leben in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5129.

 

Buch 57 5130

Geistwirken. Jünger der Endzeit.

13. Mai 1951. B.D. NR. 5130.

Ihr, die ihr für Mich und Mein Reich arbeiten wollet, ihr werdet von Meinem Geist gezogen, ihr werdet durchstrahlt von der Kraft Meines Geistes und somit fähig, die Arbeit für Mein Reich zu leisten. Denn Dessen Knechte ihr seid, Dessen Willen müsset ihr auch kennen, so ihr ihn ausführen sollet. Wie aber wolltet ihr um den Willen eures Herrn wissen, so dieser euch nicht kundgegeben wird von Ihm Selbst? Und dieses Kundgeben Meines Willens besorget Mein Geist, der in euch wirkt, die ihr Mir dienen wollet aus Liebe zu Mir und zum Nächsten. Die Liebe in euren Herzen macht das Wirken Meines Geistes in euch möglich, und darum kann Ich Meinen Geist ausgießen über jedes liebefähige und liebewillige Herz und so den Menschen Meinen Willen kundgeben.

Ich brauche Jünger der Endzeit, Ich brauche Apostel, die Ich wieder in die Welt hinaussende mit dem Auftrag, Meine Lehre zu unterbreiten allen Völkern. Ich brauche Menschen, die in Meinem Geist leben und darum auch wissend werden und die den Menschen ein Beispiel geben, welchen Lebenswandel Ich von ihnen auf Erden fordere und welche Auswirkung ein solcher Lebenswandel an ihnen hat. Sie sollen ihren Mitmenschen zeigen, daß erst die geistige Kraft wahres Leben gibt und daß Ich Selbst dort weile und es erkennen lasse, wo ein rechter Lebenswandel geführt wird. Meine Jünger der Endzeit können einen großen Einfluß gewinnen auf die Mitmenschen, so diese nicht zu sehr verhärtet und schon wahre Knechte des Satans geworden sind, denn sie sind mit der Kraft des Geistes erfüllt, sie können den Mitmenschen vermitteln, was von Mir seinen Ausgang genommen hat - sie stehen gewissermaßen zwischen Mir und den Menschen, empfangend und austeilend die Gaben, die ihnen das ewige Leben sichern, sie besitzen geistigen Reichtum, den sich auch die Mitmenschen erwerben können, so sie Verlangen danach haben. Doch stets müssen sie sich in den Zustand der Liebe zu versetzen suchen, ansonsten Mein Geist nicht wirken kann, aber die Kraft Meines Geistes unbedingt erforderlich ist, um zur Höhe zu gelangen. Darum sende Ich euch den Mitmenschen zu, um ihnen die Liebe zu predigen, um ihnen Meine Lehre zu vermitteln, die ihnen Kenntnis gibt, was sie tun und wie sie leben sollen, um ewig selig zu werden. Amen. B.D. NR. 5130.

 

Buch 57 5131

Pfeiler der Kirche. Weinbergsarbeit. Knechte - Werkzeuge.

14. Mai 1951. B.D. NR. 5131.

Ich habe euch zu Mir gezogen aus lauter Liebe. Ich weiß es seit Ewigkeit, wer seinen Widerstand gegen Mich aufgibt und wen Ich darum gebrauchen kann, Mir als Werkzeug zu dienen in der letzten Zeit vor dem Ende. Noch wisset ihr nicht die Stunde des Endes, noch halte Ich einen Schleier gebreitet über die letzten Dinge auf dieser Erde. Doch ihr, Meine Getreuen, sollet Kenntnis haben von Meinem Heilsplan; euch will Ich auch die Zeit angeben, so es nötig sein wird, auf daß ihr zum Segen eurer Mitmenschen das Wissen ausnützet, ohne diese davon in Kenntnis zu setzen, denn das Wissen um Tag und Stunde würde ihnen schaden, und nur eingeweihte und Mir treueste Knechte kann Ich auf den Tag des Endes aufmerksam machen und auch ihnen nur in einer Weise, die sie nicht beeinträchtigt in ihrem Glauben und Willen. Darum erprobe Ich die Herzen Meiner Diener zuvor, Ich gebe ihnen aber auch Kraft, jede Probe zu bestehen, und es werden sich die wenigen herausschälen, die Mir am Ende noch große Dienste leisten müssen und dazu auch befähigt sein sollen. Ich kenne eure Herzen, Ich kenne euren Willen, und Ich bringe euch Selbst entgegen, was ihr begehret - Licht und Kraft. Und so werdet ihr zu starken Pfeilern Meiner Kirche auf Erden werden, und keine irdische und geistige Macht wird sie einreißen können, weil ihr kräftigen Widerstand leistet, so man anrennen wird an ihre Mauern. Willens- und glaubensstarke Menschen brauche Ich am Ende dieser Erde. Und überall weiß Ich solche und bereite sie auf den letzten Kampf vor, der gegen Mich und alles Geistige gerichtet ist. Das Vorbereiten aber geschieht in der Weise, daß Ich sie einweihe in Meinen Heilsplan von Ewigkeit, um ihnen selbst erstmalig Mein Walten und Wirken und alles Geschehen zu erklären und um sie dadurch zu festigen im Glauben an Mich, der dann auch ein eifriges Arbeiten in Meinem Weinberg mit Erfolg möglich macht. Zudem vermittle Ich ihnen Licht und Kraft, d.h. ein umfangreiches Wissen, das sie zur Lehrtätigkeit befähigt und auch Kraft gibt, standzuhalten aus innerer Überzeugung gegen alle Anfeindungen von seiten der Finsternis. Ich bilde Mir Selbst ein Heer starker Streiter aus, das Ich aber auch erhalte und fördere, bis es seine Aufgabe restlos erfüllt hat - bis es den Sieg erfochten hat über den Feind im letzten Kampf auf dieser Erde.

Ich kenne euch und euren Willen und preise euch selig, daß ihr euch Mir ergeben habt, Ich ergreife Besitz von euch und lasse euch ewiglich nimmer. Ich brauche euch in der letzten Zeit, weil Ich durch euch noch auf eure Mitmenschen einwirken will, die Ich euch zuführe, auf daß ihr an ihnen eure Weinbergsarbeit ausführen könnet. Und weil Ich euch brauche, will Ich euch auch erhalten, bis ihr eure Mission erfüllt habt, bis das Ende gekommen ist, das euch allen kurz bevorsteht. Ich will über euch alle Meinen Geist ausgießen, auf daß ihr erkennet, in welcher Zeit ihr steht, und Mein Geist wird es euch auch künden, wann der Tag kommt, der verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 5131.

 

Buch 57 5132

Wirken des Geistes.

17. Mai 1951. B.D. NR. 5132.

Das große Geheimnis göttlicher Liebe ist Sein Geist, der über euch ausgegossen wird. Euch Menschen ist es nicht eher möglich, in dieses Geheimnis einzudringen, bis jener göttliche Geist euch erfüllt hat, denn eben dieser ist es, der euch ein rechtes Denken, ein Denken in aller Wahrheit, ermöglicht, und dann erst beginnet ihr, auch die göttliche Liebe schwach zu begreifen, dann ist in euch ein schwacher Schimmer von Erkenntnis, denn etwas Göttliches hat euch berührt, Das in euch ein Licht entzündet hat, weil das Göttliche Selbst Licht ist. Der Geist aus Gott ist gewissermaßen die Äußerung Seiner Selbst - ein Ausstrahlen Seines göttlichen Liebelichtes in die Unendlichkeit, und je nach dem Reifezustand des in Seinen Schöpfungswerken gebundenen Geistigen ist auch die Wirkung auf dieses. Das noch im Mußgesetz sich bewegende Geistige wird durch diese Kraftäußerung zu ständiger Tätigkeit angeregt, die sich äußerlich, d.h. dem menschlichen Auge schaubar, vollzieht - doch im Zustand des freien Willens, wenn das Geistige als Mensch verkörpert ist, ist die Wirkung der göttlichen Kraftausstrahlung eine andere. Dann berührt sie nicht mehr die äußere, materielle Form, sondern die in dieser gebundene geistige Substanz, die Seele des Menschen, und erweckt also diese zum Leben, d.h., die geistige Kraft treibt die Seele zu einer Tätigkeit an, die ihre Vervollkommnung fördert. Das ist die Kraft des Geistes, die göttliche Liebeausstrahlung, daß sie unwiderruflich die Seele Gott zutreibt. Denn sie ist in sich Licht und Kraft, der unendlich wirksame Liebestrom Gottes, der also vergöttlichen muß, was von ihm berührt wird. Gott gießt Seinen Geist aus. Der Mensch, der Ihm sein Herz öffnet, der einfach will, daß Gottes Liebe ihn berühre, der setzt sich bewußt und freiwillig Seiner Lichtstrahlung aus, er tritt in Seinen Liebestromkreis ein, und die Kraft Gottes, Sein Geist, durchstrahlet ihn und je nach der Seelenreife des Menschen wird die Fülle des göttlichen Geistes in ihm erkenntlich sein. Je weniger Schlacken die Seele umhüllen, desto leichter dringt das Liebelicht Gottes in diese ein und strahlt in übermächtigem Glanz zurück auf den ganzen Menschen, der sich stets mehr und mehr vergeistigt, je mehr er dem göttlichen Licht- und Kraftstrom Einlaß gewährt. Der Geist Gottes verliert sich jedoch nicht in die Unendlichkeit, sondern er zieht alles an sich und vereinigt also das außerhalb der göttlichen Liebe befindliche Geistige wieder mit sich, sowie dieses sich von ihm berühren lässet, also sich der ewigen Liebe zuwendet, um sich von Ihr beschenken zu lassen. Dann gibt es keinen Abstand mehr zwischen dem Schöpfer und Seinem Geschöpf, dann hat die Kraft des Geistes die Vereinigung zustande gebracht, dann ist der von Ihm einst ausgegangene Geistesfunke von dem Feuer göttlichen Liebegeistes aufgezehrt worden, er hat sich mit seinem Vatergeist von Ewigkeit vereinigt. Er ist als überglückliches Wesen in der Nähe Dessen, Der das Licht und die Kraft ist von Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 5132.

 

Buch 57 5133

Grelles Licht. Zu hohes Wissen. Schutz des Vaters.

18. Mai 1951. B.D. NR. 5133.

Das Auge des Vaters wachet über den Seinen. Und Er lässet es nicht zu, daß sie in Gefahr kommen, sich selbst zu verlieren, Er steht ihnen in jeder Gefahr zur Seite und ziehet sie wieder zu Sich zurück, so sie sich blenden ließen und den Weg nicht mehr recht zu erkennen vermögen. Dann geht Er als sanftes Licht vor ihnen her, Dem sie willig folgen. In der Dunkelheit zu wandeln ist gefährlich für den Wanderer; ebenso aber ist ein grelles Licht leicht irreführend, weil es das Auge unfähig macht, recht zu erkennen, was ihm in den Weg tritt. Und darum muß sich das Auge erst wieder an die Dunkelheit gewöhnen, bevor es seine Sehkraft wieder hat. Ihr alle wendet euch sehr oft den Blendlichtern zu und laufet daher oft Gefahr, eure Augen zu schwächen, ihr könnet nicht mehr recht unterscheiden die Wahrheit vom Irrtum. Das sanfte Licht befriedigt euch nicht und ist doch allein nur für eure Seele tauglich. Ihr seid unablässig bemüht, sie plötzlich in hellstes Licht zu versetzen, was ihr jedoch sehr schadet. Denn sie erkennet dann nichts mehr um sich und irrt hilflos in einem geblendeten Zustand umher. Warum wollet ihr Menschen eindringen in die tiefste Wahrheit, solange euch noch die Fähigkeit mangelt,die Anfangsgründe zu begreifen. Ein solches Licht tut eurem Auge nicht wohl, sondern schwächt es nur, und so ist auch ein bestimmtes Wissen für die Seele untauglich, weil sie ganz langsam, ihrem Reifegrad entsprechend, erst eingeführt werden kann, will sie Segen von dem Wissen haben. Darum wachet der Vater über den Seinen und lässet sie oft in Dunkelheit geraten, auf daß sich das Auge wieder stärke und unterscheiden lerne, auf daß Wahrheit und Irrtum wieder erkannt werde von den Menschen, die unfähig zum Erkennen wurden durch eigene Schuld - die mehr Licht verlangten, als ihrer Seele zuträglich ist, und die Gnade, im Licht zu wandeln, nicht achten. Amen. B.D. NR. 5133.

 

Buch 57 5134

Aufgabe eines Mittlers zwischen Gott und den Menschen.

18. Mai 1951. B.D. NR. 5134.

Das lebendige Wort zu empfangen legt auch dem Empfänger Verpflichtungen auf, die er nicht übersehen darf, denn eine göttliche Gabe wird immer zu einem bestimmten Zweck verliehen und muß also auch entsprechend verwertet werden. Dazu gehört auch, daß sich der Empfänger selbst die göttliche Gabe zunutze macht, daß er verstandesmäßig verarbeitet, was ihm durch das Herz zugeflossen ist. Er muß, was ihm offenbart wird, durchdenken, es gedanklich verarbeiten, um es mit eigenen Worten den Mitmenschen wiedergeben zu können, wenn er nicht eine direkte Vermittlung des Empfangenen ermöglichen kann. Er muß gewissermaßen zum Lehrer seiner Mitmenschen werden, was ein tiefes Versenken in das von der Höhe ihm zugeleitete Wissen erfordert. Er muß sich hüten vor Gleichgültigkeit und Lauheit in seiner Mission, mit der ein Empfangen des göttlichen Wortes unweigerlich verbunden ist, sondern in tiefstem Ernst alles Empfangene verwerten, weil es eine geistige Aufgabe ist, die den Menschen zum Heil ihrer Seelen verhelfen soll. Er muß ständig austeilen, was er selbst empfängt, und das desto emsiger, je näher das Ende ist. Er hat eine große, aber auch schöne Aufgabe zu erfüllen - als Mittler zwischen Gott und den Menschen zu wirken - und er soll sich dieser Aufgabe ständig bewußt sein, er soll nicht vergessen, daß seine Liebe zu den Mitmenschen ihm diese Aufgabe eingetragen hat und daß er diese Liebe nicht gering werden lassen darf, sondern daß sie sich durch die ständige steigernde Not vertiefen soll, auf daß sein Wirken unausgesetzt seinen Fortgang nimmt. Er soll bedenken, daß in den Mitmenschen der geistige Hunger erweckt werden soll und das nur dann möglich ist, wenn ihnen die geistige Nahrung angeboten wird und sie dann erst die innere Lehre spüren. Lasset das Köstlichste, was ihr besitzet, nicht brachliegen, leitet es unausgesetzt weiter, schaffet dem Lebenswasser, das dem göttlichen Quell entströmt, einen Lauf, daß es überallhin fließen kann, wo sich durstige Seelen befinden, nützet jede Gelegenheit, die Mitmenschen in Kenntnis zu setzen von dem Zustrom göttlicher Liebe und Weisheit, von Seinem Wort, das kraftspendend und belebend ist für jeden Erdenwanderer, und nehmet es selbst auf in euer Herz und lebet es aus. Und ihr werdet dann zu euren Mitmenschen reden können aus innerster Überzeugung und so auch diese überzeugen von der Kraft des Wortes, das aus der Höhe der Menschheit zugeleitet wird, um ihr zu helfen in größter geistiger Not. Und belehret alle, die sich belehren lassen. Arbeitet mit dem Pfunde, das euch verliehen ist, solange noch Zeit ist dazu, denn es wird kommen, daß man euch zu hindern suchet und ihr eure Arbeit nicht mehr so ausführen könnet wie bisher. Dann soll schon viel Samen ausgestreut sein, der aufgehen wird, wo der Wille gut ist. Darum schaffet und wirket, solange noch Tag ist, denn die Nacht kommt, wo ihr nicht mehr wirken könnt. Amen. B.D. NR. 5134.

 

Buch 57 5135

Geistiger Empfang oder Gedankenarbeit? Ernstes Prüfen.

22. Mai 1951. B.D. NR. 5135.

Eine endlose Fülle von Geistesgut kann zur Erde geleitet werden, ohne von den Menschen erkannt zu werden als das, was es ist. Denn es wirken in allen Sphären Geister, die sich den Menschen mitteilen wollen und je nach dem Reifegrad derer Anklang oder Ablehnung finden. Keinem der Geistwesen wird es verwehrt, sich kundzutun, wenn die Menschen selbst willig sind, sie anzuhören. Doch ebenso wird den Menschen Schutz gewährt, die schlechte Kräfte nicht an sich herankommen lassen wollen. Denn Zwang kann von seiten der Geistwelt, ob von unten oder von oben, nicht angewendet werden, und so ist es stets freie Willensangelegenheit der Menschen selbst oder des einzelnen Menschen, welches Geistesgut er empfängt. Jedoch eines müsset ihr wissen, daß Menschen, die den Geist in sich erweckt haben, die also auch bewußt in Verbindung mit Mir stehen und Mich um reine Wahrheit angehen, nimmermehr getäuscht oder irrig belehrt werden können. Denn diese Menschen sind von einem Schutzwall geistiger Lichtwesen umgeben, die nur immer bemüht sind, allem Unreinen den Zutritt zu verwehren, weil ein geistig-geweckter Mensch der Erlösergemeinschaft angehört, sowie er sich Mir zum Dienst angetragen hat und seine Erlöserarbeit nicht gefährdet werden soll von seiten der Finsternis. Es steht aber nun die Frage offen, worin die Mission des Mir Dienen Wollenden besteht und wieweit er schon in die Wahrheit eingedrungen ist. Es wird ein weniger tief Eingedrungener hohe Weisheiten nicht zu fassen vermögen, und also wird er auch nicht über deren Wert urteilen können, über eine Wahrheit, die ihm noch unverständlich ist. Dann aber ist seine Mission auch nicht die gleiche, die ein in tiefster Weisheit unterrichteter Mensch erfüllen soll. Und weiter muß streng darauf geachtet werden, ob geistige Empfänge oder gedankliche Geistesarbeit zur Debatte stehen. Das merket euch wohl, daß geistige Empfänger, so sie in Meinem Auftrag tätig sind, von geistiger Seite geschützt werden vor dem Zutritt unreiner Geister - daß aber dem Menschen nicht sein eigenes Denken verboten werden kann, wo der Verstand tätig ist, um seinen Willen zu formulieren, und geistiger Empfang also nicht stattfindet. Dieser Mensch kann auch das Gute wollen, aber er läßt sich nicht führen, sondern führt selbst. Ihr Menschen sollet strengste Kritik üben an euch, ihr sollet in tiefster Demut verbleiben und Mich in euch wirken lassen, auf daß ihr nicht dem Widersacher eine Handhabe bietet, wo er gegen euch wirken kann.

Ihr werdet von Meinem Liebegeist gezogen, so eure Gedanken zur Höhe gerichtet sind. Dann aber muß alles zurückgelassen werden, was noch zur Erde in Beziehung steht, d.h., völlig ausschalten müsset ihr euch, selbst wenn ihr Mir Fragen zur Beantwortung vorlegt. Dann erst können die geistigen Kräfte in Aktion treten, die euch vollste Wahrheit vermitteln. Dann strömt euch rein geistiges Gedankengut zu, und dann seid ihr sicher, wahrheitsgemäß belehrt zu werden. Nehmet ihr aber Eindrücke von der Erde mit, wird die Seele vom Verstand noch beeinflußt, dann kann auch der Verstand Oberhand gewinnen, und es können nach seinem Wunsch und Willen Gedankenwellen euch berühren, die dann nicht Ausstrahlungen aus dem Lichtreich sind und doch als solche angesehen werden, weshalb sich-widersprechender Inhalt stets kritisch geprüft werden soll, um euch nicht zu verwirren. Ihr sollt euch bewegen lernen in rein geistigen Gedankenströmungen, ihr sollt nur reinste Wahrheit begehren und nur geistig belehrt werden wollen - ihr sollet in tiefster Demut Mein Wort zu hören begehren - dann treten alle irdischen Gedanken zurück, dann können die Lichtwesen auf euch einwirken und euch belehren in Meinem Auftrag. Dann empfanget ihr reinstes Geistesgut, das übereinstimmt in seinem Inhalt, und euer aller Denken wird gleich gerichtet sein, weil von oben nur eine Wahrheit zugeht denen, die Mich lieben und erlösend tätig sein wollen, die Mich in sich wirken lassen. Amen. B.D. NR. 5135.

 

Home Deutsch Inhalt Verschiedenes

Zum vorigen Buch: 56    Zum Anfang dieses Buches    Zum nächsten Buch: 58