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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 56

B.D. NR. 4914 - B.D. NR. 5021
15.6.1950-15.12.1950
4919 4920 4933 4940 4947  4962 4968 4970 4984 4991
5004 5006 5012

 

Buch 56 4919

Demut - Überheblichkeit. Gefahr.

22. Juni 1950. B.D. NR. 4919.

Dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade, dem Überheblichen entziehe Ich sie, denn die Überheblichkeit erstickt die Liebe, während die Demut Liebe erweckt. Und darum gehört auch dem Demütigen Meine ganze Liebe, die ihn nun mit Gnade überschüttet ohne Maß. Empfindet der Mensch Liebe im Herzen zu seinem Mitmenschen, so kann er nicht ihm gegenüber überheblich sein, sondern er betrachtet ihn als seinen Bruder, und er dienet ihm aus Liebe, darum wird auch der Demütige Werke der Nächstenliebe verrichten, wofür Ich ihn segne und belohne wieder mit Meiner Liebe und Gnade. Wer überheblich ist, dessen Herz ist hart und gefühllos, er dienet nicht, sondern er will herrschen und wird darum von Mir nicht angesehen, weil dieses Gefühl, die Begierde zu herrschen, Anlaß war des einstigen Abfalls von Mir, der nur durch tiefe Demut Mir gegenüber gesühnt werden kann, also auch die Demut Rückkehr zu Mir bedeutet. Das Geistige war tief gesunken durch die Überheblichkeit, im Stadium als Mensch aber hat es schon wieder eine gewisse Höhe erreicht, wo nun aber die größte Gefahr ist, wieder in den Hochmut zu verfallen, sich selbst zu überheben, was in Lieblosigkeit dem Mitmenschen gegenüber zum Ausdruck kommt. Daß sich der Mensch durch den Hochmut auch aller Hilfsmittel zur Höhe beraubt, daß er sich dadurch Meine Gnade verscherzet, ist die größte Gefahr, auf die Ich euch stets aufmerksam mache, auf daß ihr nicht wieder in die Tiefe stürzet aus eigener Schuld. Alles, was überheblich ist, gehöret noch Meinem Gegner an, der in größter Abwehr gegen Mich verharrt und glaubt, Mich stürzen zu können. Er wurde Mein Gegner als einst höchster Lichtträger, weil er sich über Mich erhob - er glaubte, sich über Mich stellen zu können, und stürzte in den tiefsten Abgrund. Die Überheblichkeit ist der erste Schritt zum grundlosen Fall - die Demut dagegen die Leiter zur Höhe, die sicherste Brücke zu Mir. Denn wem Ich Meine Gnade schenke, der erreicht sicher sein Ziel, weil Meine Gnade Hilfe bedeutet, Meinen Beistand und Meine Führung. Gedenket eurer einstigen Sünde, die euch von Mir schied, gedenket Meiner übergroßen Liebe, die euch zu Mir ziehen will; gedenket eurer Schwäche und Unvollkommenheit, und gedenket des weiten Abstandes, in dem ihr euch befindet, dann werdet ihr in tiefster Demut euer Haupt beugen und sehnend eure Hände nach Mir ausstrecken, und dann erfasse Ich euch mit Meiner Liebe und Gnade und gebe euch alles, wessen ihr bedürfet, um den Abstand von Mir zu verringern, um zu Mir zu gelangen, von Dem ihr ausgegangen seid. Doch wehe, wenn ihr euch niemals des Abstandes von Mir bewußt werdet, wenn ihr euch zu erhaben glaubt, um zu Mir zu beten in tiefster Demut. Dann kann euch keine Gnade zugehen, dann seid ihr noch in der Gewalt dessen, der euch zu Fall brachte, dann könnet ihr niemals frei werden von der Sünde der einstigen Überheblichkeit, denn ohne Meine Gnade könnet ihr nie und nimmer selig werden. Amen. B.D. NR. 4919.

 

Buch 56 4920

Ich werde euch die Worte in den Mund legen.

24. Juni 1950. B.D. NR. 4920.

Was euch zur Stunde gegeben wird, das redet - und fürchtet nicht, die euch zur Verantwortung ziehen, denn sie werden keine Gewalt haben wider euch, solange Ich neben euch stehe, solange Ich durch euch rede, und wahrlich so, wie sie es benötigen. Ich werde euch die Worte in den Mund legen - also brauchet ihr nicht zu überlegen eurer Rede Sinn, weil ihr doch nur das Sprachrohr seid, durch das Ich Mich kundgebe denen, die wider euch sind. Es wird nicht mehr lange Zeit sein, da alle zur Verantwortung gezogen werden, die Kämpfer sind für Mich und Mein Reich, wo sie bedrängt werden, vom Glauben zu lassen und Mich zu verleugnen. Und ihr werdet täglich den Abfall von Mir erleben, weil der irdische Lohn die Menschen lockt und sie Mich um diesen verraten. Sie werden sich nicht mehr zu Mir bekennen, sie werden Mir abtrünnig werden, weil sie im Herzen schon längst Mir entfremdet sind. Und dann wird auch scharf vorgegangen werden gegen die Meinen, gegen den kleinen Kreis wahrhaft Gläubiger, die standhaft bleiben wollen. Und es wird dann die Kraft des Glaubens offenbar werden, denn die sich nun im Herzen an Mich wenden um Hilfe, deren Glaube wird unerschütterlich werden, und jede Angst vor weltlicher Macht schwindet, sie werden reden für Mich und ständig Meine Nähe fühlen, und also werden sie auch frei aus sich heraus reden, und doch bin Ich es, Der da redet und ihnen die Kraft gibt zu offenem Widerstand. Wer für Mich arbeitet in dieser Zeit, der wird bekämpft werden, wer aber bekämpft wird, der hat Mich als Streiter zur Seite, denn Ich weiß um alles, was noch so verborgen gehalten wird, also weiß Ich auch, wer in Not ist um Meines Namens willen, und komme als treuer Helfer in jeder Not. Und nun wird offensichtlich Meines Geistes Wirken in Erscheinung treten, denn Meine Diener auf Erden verfügen über ein Wissen, daß jeder weltlich-kluge Mensch geschlagen wird und die Art des Vortragens ihn stutzig macht. Denn jeden Einwand, jede Frage, jeden Zweifel vernehme Ich und gebe darauf die rechte Antwort. Und ohne jegliche Vorbereitung werden Meine Diener imstande sein, die Probleme zu erklären, die weise sein wollende Menschen aufwerfen. Doch sie sind es nicht, die reden, sondern Ich Selbst gebe Rede und Antwort, und Mir ist wahrlich kein Gegner gewachsen. Diese Zeit wird sehr schnell kommen, denn Mein Gegner erhebt sich über Mich und wendet das letzte Mittel an - er sucht jeglichen Glauben zu zerstören und beeinflußt die irdischen Machthaber, Verfügungen zu treffen, die gegen die Gläubigen gerichtet sind, die also einen Kampf bedeuten gegen alle, die Mir noch anhangen. Und dieser Kampf wird nicht lange dauern, er wird mit aller Schärfe geführt werden, und Ich Selbst werde die Meinen anführen zum letzten Streit, aus dem sie siegreich hervorgehen werden, weil Ich nie und nimmer besiegt werden kann. Amen. B.D. NR. 4920.

 

Buch 56 4933

Erdenlebenszweck Umgestaltung des Wesens zur Liebe.

13. Juli 1950. B.D. NR. 4933.

In der Erkenntnis Meines Willens liegt nun auch eure Lebensaufgabe: euch selbst zur Liebe zu gestalten, um euch Meinem Wesen anzugleichen, um euer Urwesen wieder anzunehmen, das zum Verweilen in Meiner Nähe erforderlich ist, weil ihr sonst vergehen müßtet in Meiner Liebeausstrahlung. Das Gestalten zur Liebe hat dann unfehlbar auch den Zustand des Lichtes zur Folge, also ein ständiges Zunehmen an Weisheit und an Kraft. Das Erdenleben ist nur ein Mittel zum Zweck, um diese Umwandlung zuwege zu bringen, die ein Akt des freien Willens ist, also vollbracht werden kann auf Erden, aber nicht vollbracht werden muß. Stets wird dem Menschen im Erdenleben Gelegenheit geboten, sich in uneigennütziger Nächstenliebe zu betätigen; er kann jede Gelegenheit erfassen, er kann aber auch daran vorübergehen, doch letzter Lebenszweck ist nur die Umwandlung seines Wesens, das bei Beginn der Verkörperung als Mensch nur wenig von der Liebe kennt, die dem Mitmenschen gilt, sondern nur von der Ichliebe beseelt ist, die er auf Erden überwinden soll. Es ist ein gewisser Wandlungsprozeß, der im Erdenleben stattfindet, der aber auch erfolglos bleiben kann, wenn des Menschen Wille nicht einen Erfolg erstrebt. Wer aber das Erdenleben als Selbstzweck betrachtet, wer ihm noch abzugewinnen sucht, was es an körperlichen Genüssen bietet, wer nicht schafft für sein Leben nach dem Tode, der wird am Ende gar kümmerlich beschaffen sein und voller Reue der ungenützten Gelegenheiten gedenken, die er aus freiem Willen versäumt hat. Er wird im gleichen Reifegrade stehen wie bei Beginn der Verkörperung auf Erden oder gar zurückgegangen sein in seiner Entwicklung, wenn er seine Triebe und Begierden auf Erden zügellos zum Durchbruch kommen ließ und sich dadurch wider Meine Gebote der Liebe vergangen hat, also die Entfernung von Mir noch vergrößerte. Ich gab dem Menschen das Erdenleben zur Vollendung, zur Aufwärtsentwicklung, und es kann ihm höchsten Erfolg eintragen, doch ebenso muß er sich vor Mir verantworten für ein ungenütztes Erdenleben, für ein Geschenk, daß er mißachtet hat oder mißbraucht zu neuer Sünde, zum erneuten Abfall von Mir. Amen. B.D. NR. 4933.

 

Buch 56 4940

Voraussage der Naturkatastrophe. Tote Strecken.

21. Juli 1950. B.D. NR. 4940.

Dem letzten Ende geht ein gewaltiges Ereignis voraus, das allen Menschen zu denken geben muß, die es überleben. Es wird ein Vorzeichen sein des Endes, eine Zerstörung im Kleinen, gemessen an dem letzten Vernichtungswerk dieser Erde, doch auch von solchem Umfang, wie es die Menschheit noch nicht erlebt hat, solange die Erde besteht. Es ist ein Naturgeschehen, das alle Menschen in Aufruhr bringen wird, die davon betroffen werden oder davon hören, denn die Auswirkungen des Geschehens sind zu gewaltig, als daß sie unbeachtet bleiben könnten. Es werden sich sogenannte tote Erdstrecken bilden, die keinerlei Leben aufweisen, weil die Erdausdünstungen an diesen Stellen jegliches Leben ersticken. Es wird ein sichtliches Einwirken von Naturkräften zu erkennen sein, so daß diese Erscheinung nicht auf menschlichen Einfluß zurückgeführt werden kann, weil Ich Selbst Mich durch dieses Ereignis offenbaren will, um den Menschen auch das nahe Ende glaubhaft zu machen, das Seher und Propheten ständig verkünden in Meinem Auftrag. Es steht den Menschen erneutes Leid bevor, und es kann ihnen dieses Leid nicht erspart bleiben, solange sie noch der Welt ihren Tribut zollen und Mich nur so nebenher beachten. Sie müssen Mich suchen, damit Ich Mich finden lassen kann, und das kann nur ein solches Ereignis zuwege bringen, das nicht mehr mit Menschenwerk erklärt werden kann. Sie müssen eine höhere Macht dahinter spüren und dieser Macht sich in ihrer irdischen Not anvertrauen. Darum aber müssen sie auch dieser Macht ausgeliefert sein, um zu Ihr Zuflucht zu nehmen aus eigenem Antrieb. Sie müssen irdisch ohne Hilfe sein, um die Hilfe von oben sichtlich zu spüren. Darum wird sich ein gewaltiger Sturm erheben, der alles entwurzelt und emporjagt; es wird sich die Erde spalten, und von oben und unten werden die Menschen den Elementen ausgeliefert sein, gegen die sie nicht ankämpfen können, weil ihre Kraft nicht ausreicht; es wird eine unerträgliche Hitze die Menschen auch zuvor schon unfähig machen und stumpf, und teilnahmslos verfolgen sie die ersten Erscheinungen in der Natur, bis sie dann ihre schlimme Lage erkennen und nun fast brutal um ihr Leben kämpfen, das sie zu verlieren fürchten. Und Ich werde allen denen, die guten Willens sind, beistehen in ihrer Not, Ich werde ihnen Erkenntnis geben, auf daß sie Mein Walten und Wirken in allem Geschehen ersehen und aus dieser Erkenntnis heraus auch ihre Mitmenschen belehren und ihnen zureden, sich an Mich zu wenden, und sie ihnen von Meiner Liebe, Weisheit und Allmacht predigen, auf daß sie nach Mir rufen, so sie in Gefahr sind. Und Ich will ihr Führer sein, durch alle Not hindurch sollen gerettet werden, die an Mich glauben und Mir dienen wollen in der letzten Zeit vor dem Ende. Denn diesem Geschehen folgt in Kürze auch der Untergang der alten Erde, wie es geschrieben steht. Doch nicht unvorbereitet sollen die Menschen diesen Untergang erleben, und darum sende Ich einen Schatten voraus - einen letzten Hinweis, dem geglaubt werden soll, auf daß die Menschen nicht ins ewige Verderben gehen, auf daß sie sich retten können, so sie nur ihren Willen in der rechten Weise nützen. Amen. B.D. NR. 4940.

 

Buch 56 4947

Antichrist. Der Glaube ist in Gefahr.

6. August 1950. B.D. NR. 4947.

In unverantwortlicher Weise wird der Antichrist vorgehen gegen alle, die noch glauben an einen Gott des Himmels und der Erde. Denn er zwingt die Menschen zur Verleugnung ihres Glaubens, der von Mir aus eine völlig freie Willensangelegenheit des Menschen ist. Er zwingt sie zur Androhung von Maßnahmen, die den Menschen unerträglich erscheinen, weshalb sie zu schwach sind zum Widerstand. Der Glaube ist in Gefahr. Dies soll allen zu denken geben, denen Ich nahetrete durch Meine Sendboten auf Erden, denen Mein Wort vermittelt wird, das Meine Sendboten empfangen haben von Mir. Der Glaube ist in Gefahr. Wisset ihr, was es heißt, offen Stellung nehmen zu müssen und gleichzeitig größter irdischer Not entgegenzugehen? Wisset ihr, wie euch die Menschen jede einzelne Glaubenslehre zerpflücken werden und euch deren Sinnlosigkeit beweisen wollen und wie wenig ihr dagegen werdet erwidern können? Wisset ihr, wie schwer es euch gemacht wird, standzuhalten im Glauben an Mich, euren Gott und Vater von Ewigkeit? Wie sie euch alles nehmen und zerstören werden, was euch bisher unantastbar schien? Brutal werden sie an allen handeln, die ihr Ansinnen, Mich zu verleugnen, entschlossen ablehnen, und angesichts dessen werden viele schwach werden und widerstandslos Mich verraten, denn ihnen fehlt die Kraft des Glaubens, die aus der reinen Wahrheit entspringt. Auf diese Zeit will Ich euch aufmerksam machen und euch zuvor schon aufklären, weil Ich um die Beschaffenheit jedes einzelnen Menschen weiß und um die geistige Not, in die ihr geratet durch das Wirken Meines Gegners, der sich durch diese Maßnahmen des Antichristen deutlich erkennen lässet. Und Ich will euch über seinen Erfolg in Kenntnis setzen - daß er viele Anhänger finden wird, weil er kämpfen wird mit viel List und Gewalt. Ihm wird es gelingen, was vielen vorher nicht gelungen ist, er wird den Glauben zum Wanken bringen, der unerschütterlich schien.... er wird Glaubenslehren umstürzen mit Leichtigkeit, denn er kann gut das Wort führen und wird den Menschen das Irrige ihres Denkens beweisen, und die Mich nicht im Herzen tragen, werden ihm zujubeln und recht geben und seine Macht noch erheblich verstärken. Er wird erreichen, was keiner zuvor erreicht hat - eine Macht zu stürzen, die unüberwindbar galt. Doch eine Mauer wird er nicht einreißen können, einen Widerstand wird er finden, und zwar dort, wo Meine Streiter stehen unter Meiner Führung. Dort rennet er vergeblich an, denn Meine Streiter sind unbesiegbar, weil der Schild des Glaubens sie deckt, der so lebendig ist, daß er selbst in sich Kraft ist und nicht erschüttert werden kann. Diese Meine Streiter beziehen die Kraft direkt von Mir, denn sie werden Mich hören und auch sehen können und keiner Versuchung erliegen - sie werden wissend sein und deshalb auch erkennen, welche Stunde geschlagen hat und wie nahe es zum Ende ist. Das rechte Wissen gibt den Meinen Kraft, auszuharren bis zum Ende; das rechte Wissen aber fehlt der Mehrzahl der Menschen, und so es ihnen zugetragen wird, nehmen sie es nicht an. Ich aber weiß um das Kommende und möchte euch helfen und kann dies nur in der Form, daß ihr wahrheitsgemäß aufgeklärt werdet über den Kampf des Lichtes gegen die Finsternis in der letzten Zeit vor dem Ende, über die große Macht Meines Gegners und über die noch größere Liebe eures himmlischen Vaters und Seine Gnade, die allen denen gilt, die Sein bleiben wollen, also den ernsten Willen haben, der kleinen Herde anzugehören, deren Hirt Ich bin und die Ich darum nicht verlassen werde im schlimmsten Glaubenskampf, den die Menschen dieser Erde noch vor ihrem Ende erleben. Amen. B.D. NR. 4947.

 

Buch 56 4962

Ausnützen der Gnadenzeit vor dem Ende.

3. September 1950. B.D. NR. 4962.

Noch ist eine Zeit der Gnade, denn das Ende ist noch nicht da - noch besteht die Möglichkeit für den Menschen, den rechten Weg zu betreten, der nach oben führt, und noch stehen ihm Meine Gnadenmittel zur Verfügung, daß er sein Ziel erreichen kann. Noch steht es dem Menschen frei, zu tun und zu lassen für das Heil der Seele, was er will. Noch kann er zur Höhe streben, es wird ihm in jeder Weise geholfen, so sein Wille zur Höhe gerichtet ist. Noch ist eine Zeit der Gnade. Doch bald ist sie vorüber, und dann geschieht unwiderruflich, was bestimmt ist seit Ewigkeit, dann wird das Wesenhafte wieder in der Materie gebunden, was zur Zeit noch als Mensch auf Erden wandelt. Wie ungeheuer bedeutsam dies ist, das ist euch Menschen nicht klarzumachen, und nur durch Warnungen und Mahnungen kann Ich auf euch einwirken, denen ihr aber wenig Glauben schenket. Und immer wieder möchte Ich euch zurufen: Nützet die Zeit der Gnade, höret auf Meine Worte, die euch durch Seher und Propheten vermittelt werden, daß die Zeit nur noch kurz ist bis zum Ende. Erkennet Meine Liebe darin, daß Ich euch immer wieder Mahner und Warner zusende, weil Ich euch erretten möchte vor dem Schicksal einer nochmaligen Bannung in Meinen Schöpfungswerken. Nützet die Gnadenzeit, in der ihr euch noch wandeln könnet nach Meinem Willen. Solange diese Erde noch besteht, könnet ihr auch an Meine Liebe und Gnade appellieren, an Meine Geduld und Erbarmung, und niemals werdet ihr eine Fehlbitte tun, so ihr um euer geistiges Wohl betet und Meine Unterstützung anfordert. Ich gewähre sie euch in reichstem Maße, erbarmt Mich doch euer Zustand und euer entsetzliches Los, wenn ihr versaget und in eurer Abwehr gegen Mich verharret bis zum Ende. Noch ist die Zeit der Gnade, wo Ich alle Mittel anwende, die euch noch helfen können, wenn ihr Mir keinen Widerstand entgegensetzet. Noch strahlen vereinzelte Lichtlein auf, die euch das Dunkel eures Weges erhellen können, wenn ihr sie nicht selbst zum Verlöschen bringt. Noch treten euch immer wieder Führer in den Weg, Sendboten von Mir, die euch in Meinem Auftrag ihre Führung antragen, auf daß ihr nicht fehlgehet, dem Abgrund entgegen. Unentwegt bin Ich mit Meiner Gnade bereit, denen zu helfen, die in der Not nach Mir rufen oder unschlüssig an einer Wegkreuzung stehen; doch die Gnadenzeit nimmt bald ihr Ende, und wo am jüngsten Tage jede einzelne Seele steht, dort muß sie verweilen endlose Zeiten hindurch - im Licht oder in der Finsternis. Dann weichet Meine Liebe und Erbarmung der Gerechtigkeit. Dann schließen sich die Pforten des geistigen Reiches für jene, die Meine Gnadenzeit nicht nützten. Dann muß die Mir abtrünnige Seele unweigerlich den Gang gehen, den Ich ihr ersparen wollte, den Gang durch die Schöpfung zum Zwecke der langsamen Rückkehr zu Mir - sie muß den Weg der Aufwärtsentwicklung noch einmal zurücklegen in größter Qual des Gebundenseins, weil sie Meine Mahnungen und Warnungen nicht beachtete, weil sie Meine Gnade nicht nützte, weil sie Meine Liebe verschmäht hat. Amen. B.D. NR. 4962.

 

Buch 56 4968

Prüfet die Geister. Große Macht des Satans vor dem Ende. Zweifel.

16. und 17. September 1950. B.D. NR. 4968.

Ihr werdet in immer größere Zweifel und Wirrnisse geraten durch Antrieb Meines Gegners, der euch Mir entreißen will und auch verhindern, daß sich die reine Wahrheit Bahn breche, durch die sein Treiben grell beleuchtet wird. Er ist daher stets darauf bedacht, Meine Anhänger und Vertreter auf Erden zu isolieren, sie zu hindern an der Verbindung mit anderen Menschen, die sie belehren wollen und in die Wahrheit einführen. Er geht mit großer List vor, und er tarnet sich, so daß ihn auch die Meinen schwer erkennen. Überall streut er den Samen aus, der einen giftigen Keim in sich trägt, auf daß lebensunfähig werde, was selbst lebenerweckend wirken soll. Er streut arge Zweifel in die Herzen derer, die für Gott arbeiten und für Sein Reich. Doch wer zweifelt, der wende sich an Mich Selbst, und Ich als die ewige Wahrheit werde ihm helfen jederzeit, denn Ich will, daß die Wahrheit verbreitet werde und daß alles gebrandmarkt wird, was nicht der Wahrheit entspricht. Ich kann euch Menschen wohl die Wahrheit direkt vermitteln, doch solange ihr nicht empfangsfähig seid für Vermittlungen aus dem geistigen Reich, werdet ihr durch Meine Boten belehrt, und diese sollet ihr selbst prüfen auf ihre Glaubwürdigkeit, auf ihre Frömmigkeit, d.h. leben nach Meinem Willen. Dann könnet ihr auch ein rechtes Urteil fällen, dann wird euch die reine Wahrheit wohltätig berühren, und ihr erkennet, was nicht von Mir ist und auch niemals von Mir sein kann. Mein Gegner wird auch die stärksten Glaubenshelden zeitweise bedrängen, und seine Waffe ist der Trug und die Lüge. Auch er stellt sich fromm und Gott-ergeben, wenn er dadurch Verwirrung stiften kann. Er scheut nicht die Maske, hinter der er sich verbirgt, und er stellt sich als Mein Vertreter auf Erden hin, doch leicht erkennbar für jeden, der Mir angehören will und aufmerket. Er ist zu erkennen, und daher brauchet keiner der Meinen zu fürchten, in seine Fangnetze zu geraten, sowie er ernstlich das Rechte tun will. Er kann nur Verwirrung anstiften bei schwachen oder unentschlossenen Menschen, die noch nicht gänzlich seiner Macht entronnen sind. Und diese kann er nur deshalb täuschen, weil sie es mit einer Prüfung nicht ernst nehmen, weil sie sich nicht streng an Mein Wort halten, das ihnen jederzeit zur Erkenntnis verhilft. Ein Mensch, der selbst in der Liebe lebt, also Mein Wort auslebt, kann nicht getäuscht werden durch Scheinworte der Liebe, denn Mein Gegner wird niemals die Liebe predigen, die uneigennützig ist, sondern stets das vertreten, was den Menschen irdischen Erfolg einträgt, selbst wenn das Wort Liebe vorgeschoben wird, denn die Ichliebe ist dann Triebkraft zum Handeln, die Ich niemals den Menschen predige oder gepredigt habe. Es müssen die Geister geprüft werden, die sich den Menschen nahen, ob sichtbar oder unsichtbar, und sie können auch erkannt werden, wenn ihnen der göttliche Erlöser Jesus Christus entgegengehalten wird - wenn Ich Selbst in aller Wahrheit und im Geist angerufen werde um Unterstützung bei jeder ernsten Prüfung. Wird von jenen Geistern völlige Aufklärung verlangt über den Gott-Sohn Jesus und Sein Erlösungswerk, so werden sie sich äußern müssen - ob als Geistwesen oder als Mensch verkörpert. Und jedes Geistwesen, das zu Christus und Seinem Erlösungswerk steht, das Ihn als Gottes Sohn anerkennt, ist gut und wird euch niemals schaden. So aber ein Wesen, sei es ein Mensch oder ein euch bestimmen wollendes Geistwesen, als Heilsbringer, als von Mir Auserwählter oder Gesalbter sich hinstellen will, also sich nur des Namens Jesus Christus bedient, um von euch angehört zu werden, dann ist es ein Abgesandter der Hölle, der nur die ihm Hörigen oder Schwachen täuschen kann, die von ihm und seinen Vorschlägen nur eine weltlich-irdische Verbesserung erhoffen, also geistig nicht anzuerkennen sind als Meine Boten. Die Macht Meines Gegners ist groß, besonders in der letzten Zeit vor dem Ende, aber niemals so groß, daß sie euch, Meinen Gläubigen, schaden könnte, denn ihr seid, so ihr in der Liebe lebt, hellen Geistes und erkennet das Machwerk des Satans. Doch viele Menschen stecken noch in seinem Bann, und über diese hat er die Macht, die sie ihm selbst einräumen. Verwirrung wird er wohl noch viel anstiften unter den Menschen, doch die Meinen fallen ihm nicht zum Opfer, und wo nur ein Fünkchen Verlangen nach der Wahrheit ist, dort stehe Ich mit Meiner Gnade bereit, auf daß das Wirken Meines Gegners erkannt und verabscheut werde. Darum fürchtet nicht seine Maske, die ihr selbst wahr seid - ein inniger Gedanke an Mich macht sein Wirken kraftlos, und ihr erkennet hell und klar, was Wahrheit und was Lüge ist. Amen. B.D. NR. 4968.

 

Buch 56 4970

Verkörperte Lichtwesen. Ohne Rückerinnerung. Vorläufer.

20. September 1950. B.D. NR. 4970.

Die Mir dienen wollen, denen sei folgendes gesagt: Der Geisteszustand der Menschen, die schon in der letzten Zeit leben, erfordert eine besondere Hilfe von seiten der Lichtwesen, die in Meinem Auftrag tätig sind, im geistigen Reich sowohl als auch auf Erden, wo solche in großer Anzahl als Mensch verkörpert sind, um eine erlösende Mission zu erfüllen. In welcher Weise die Lichtwesen wirken und ihnen Hilfe leisten, ist klar ersichtlich für die Menschen, die ihre Übermittlung von Geistesgut entgegennehmen, weil sie wissen, daß nur durch Zuwendung Meines Wortes aus der Höhe den Menschen Hilfe gebracht werden kann in ihrer geistigen Not. Bei der allgemeinen geistigen Verflachung wäre es völlig unmöglich, daß sich Mein Wort Eingang verschaffen könnte unter der Menschheit, weil diese weder die Verbindung herstellen würde mit der geistigen Welt noch aus dieser Welt Kundgaben entgegennehmen wollte und könnte. Darum muß die Lichtwelt vermittelnd wirken, es müssen Lichtwesen sich geeignete Gefäße auf Erden suchen, in die sie die Ausstrahlungen Meines Geistes einfließen lassen können, und - so daran Mangel ist - steigen die Wesen des Lichtes selbst zur Erde, um als Mensch verkörpert ein Bindeglied zu sein zwischen den Menschen und der geistigen Welt - um Mittler zu sein zwischen Mir und den Menschen. Es sind also in der letzten Zeit vor dem Ende, in der ihr Menschen schon lebt, in großer Anzahl Lichtwesen verkörpert, um euch zu helfen, die ihr verblendet seid und unwissend, die ihr verkehrt lebt und darum euch in großer Not befindet. Ihr selbst wisset nicht um den geistigen Tiefstand und seine Folgen, und so euch das Wissen darüber zugeführt wird, glaubet ihr nicht daran. Doch die Welt, da es licht ist, birgt Bewohner, die voll Entsetzen auf das Treiben in dem Dunkel der Erde blicken, und sie wollen euch zu Hilfe eilen, um noch zu retten, die keinen Widerstand leisten und sich ihrer Führung hingeben. Es sind aber dennoch Menschen, die euch also helfen und belehren wollen. Darum erkennet ihr sie nicht, wie auch sie selbst sich nicht erkennen als Wesen von oben, wenngleich sie als Mensch ernsthaft nach oben streben. Es sind Menschen - gleich euch und doch Mir zugewandten Willens, denen Mein Gegner nichts mehr anhaben kann, weil sie schon Mein geworden sind, bevor sie zur Erde kamen um der Not-leidenden Menschheit willen. Sie wollen euch das Licht bringen, das sie von Mir ständig empfangen und das gleichzeitig Kraft ist zur Höhe. Doch auch dessen sind sie sich nicht bewußt, daß sie freiwillig zur Erde gekommen sind, denn ihr Ringen nach oben muß den Mitmenschen deutlich ersichtlich sein, um diese zum gleichen zu veranlassen. Ein Lichtwesen, das erkennbar wäre als solches, kann den Menschen nicht als Vorbild dienen, weil die mit allen Schwächen und Fehlern behafteten Menschen sich dann nicht fähig fühlen würden, jemals dieses Vorbild zu erreichen. Nur ganz besonders hohe Geistwesen wissen um ihre Mission und ihre Herkunft und lassen auch die Menschen darum wissen, wenngleich sie keinen Glauben finden bei ihnen. Solche hohen Lichtwesen sind aber auch erkenntlich jedem, der erkennen will, denn ihre Mission ist dann stets, öffentlich zu wirken und nicht im verborgenen, weil dann nicht nur einzelne Menschen, sondern alle Menschen Kenntnis nehmen sollen von übernatürlichem Wirken, von der Kraft und Macht und Herrlichkeit Dessen, Der Herr ist über Leben und Tod und über die gesamte Schöpfung, Der Seine Geschöpfe nicht versinken lassen will in die Finsternis und darum ein überaus hell strahlendes Licht aus der Höhe sendet. Und ein solches Licht wird zeugen von Mir und von sich reden machen. Und so es erstrahlt, wisset ihr, daß ihr kurz vor dem Ende stehet, daß nur noch eine kurze Gnadenfrist den Menschen gegeben ist, denn wenn jener nicht gehört wird und sein Mahnruf erfolglos bleibt, dann gibt es keine Rettung mehr für die entgeistete Welt - dann ist das Ende unwiderruflich gekommen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4970.

 

Buch 56 4984

Rechenschaft am Tage des Gerichtes. Erlöser Jesus Christus.

17. Oktober 1950. B.D. NR. 4984.

Ihr alle werdet euch dereinst vor Meinem Richterstuhl verantworten müssen und jeder ungenützten Stunde gedenken, die euch verlorenging für die Ewigkeit. Ihr alle werdet einmal eure Sünden bekennen müssen, weil sie offenbar werden und nicht mehr verheimlicht werden können, denn Meinen Augen bleibt nichts verborgen. Und also fordere Ich Rechenschaft über alle eure Gedanken, Worte und Taten. Und dieses Tages des Gerichtes sollet ihr gedenken, wenn ihr glaubt, ungestraft sündigen zu können, des Tages, wo ihr alle zur Rechenschaft gezogen werdet für euren Lebenswandel auf Erden. Er wird unwiderruflich kommen, euch alle überraschend, weil ihr ihn noch nicht so bald vermutet. Doch er wird kommen wie ein Dieb in der Nacht, unverhofft und lautlos, er wird da sein, wenn kein Mensch ihn erwartet. Und dennoch nicht unangekündigt, denn lange zuvor schon weise Ich die Menschen darauf hin, auf den Tag des Gerichtes, den Tag des Endes und der Vernichtung dieser Erde. Daß ihr Menschen es nicht glauben wollet, ändert nichts an Meinem Plan von Ewigkeit, denn dieser Tag ist vorausbestimmt nach Meinem Willen, und Menschenwille wird ihn nicht hinausschieben können, sondern sich Meinem Willen fügen müssen. Daß aber ein solcher Tag, der eine undenkbar lange Entwicklungsperiode abschließt, nicht unangemeldet kommt für die Menschen, wird euch auch das verständlich machen, daß und warum Ich immer wieder zu den Menschen rede durch Diener auf Erden und im Lichtreich. Der Tag des Gerichtes ist der Abschluß einer Erdperiode, die den Menschen zur Erlösung bewilligt wurde. In dieser Entwicklungsperiode ward den Menschen eine besondere Vergünstigung zuteil - der göttliche Erlöser Jesus Christus kam Selbst zur Erde, um den Menschen beizustehen, die in ihrem Entwicklungsgang versagen wollten. Und also konnten sich die Menschen erlösen, wenn sie nur wollten. Versagt aber ihr Wille, dann ist es eigene Schuld, und vor dieser Schuld warne Ich immer wieder die Menschen, solange sie auf Erden weilen. Ihre Schuld besteht nur darin, daß sie sich nicht helfen lassen wollen, aber allein zu schwach sind. Was sie tun können, das wollen sie nicht tun, und was sie nicht tun wollen, das müssen sie auch selbst verantworten. Darum wird Rechenschaft gefordert von einem jeden am letzten Tage, denn es stand ihnen allen ein Gnadenmaß zur Verfügung, das ihnen mit Leichtigkeit zur Höhe verholfen hätte. Und zu diesen Gnaden gehören auch die Hinweise auf das Ende durch Seher und Propheten. Wer sie jedoch nicht anhöret, wer ihnen keinen Glauben schenkt, der tut auch nichts zur eigenen Erlösung. Immer ließ Ich die Menschen durch Seher und Propheten ermahnen und warnen, und das schon oft angekündigte Ende der alten Erde macht das Auftreten von Propheten in Meinem Namen verständlich, weil Ich die Menschen nicht ungewarnt lasse und sie in der letzten Zeit leben, weil das Ende so nahe ist, daß ihr alle erschrecken würdet, so ihr Tag und Stunde wüßtet. Immer wieder weise Ich euch darauf hin, doch wer nicht glauben will, wird nicht dazu gezwungen, wehe aber denen, die Mein Wort vernahmen und nicht glauben wollten - die es als Mein Wort erkannten und doch das nahe Ende und das Gericht nicht glauben und darum sich nicht auf das Ende vorbereiten. Wehe ihnen - denn die Stunde wird sie überraschen, und es kommt das letzte Gericht. Amen. B.D. NR. 4984.

 

Buch 56 4991

Verstoß gegen ewige Ordnung. Erfüllung der Voraussagen - Letztes Gericht .

31. Oktober 1950. B.D. NR. 4991.

Das Ende kommt unwiderruflich und mit ihm das letzte Gericht. Denn in Meiner Weisheit erkannte Ich von Ewigkeit den Willen der Menschen und ihr dem Willen entsprechendes Gebaren, das aber keinerlei Streben nach oben aufweist. Mein Gesetz von Ewigkeit aber verlangt eine ständige Aufwärtsentwicklung, und diesem Gesetz angepaßt sind alle Geschehen auf Erden und im gesamten Universum. Ist nun ein ständiger Verstoß gegen Mein Gesetz der Ordnung erkennbar, dann wirkt sich dies von selbst so aus, daß die alte Ordnung wiederhergestellt wird, doch in einer Weise, daß alles Gesetz-Widrige vergeht, also auch materielle Schöpfungen, die nicht der ewigen Ordnung entsprechend genützt werden, sich auflösen, um in die Ordnung wieder eingereiht zu werden in anderer Form. So auch werden die Menschen, die aus der Ordnung getreten sind, in den Zustand versetzt, der wieder Meiner ewigen Ordnung entspricht, d.h., das Geistige im Menschen bezieht die Außenform, die seinem Reifegrad entspricht; es verliert also das Dasein als Mensch und wird in einer Außenform wieder gebannt, die schon längst überwunden war. Es steht nun unzweifelhaft fest, daß der Mensch seinen Daseinszweck völlig verkennt, daß er nur sein irdisches Leben beachtet und sich Meinem Urgesetz von Ewigkeit, dem Gesetz der Liebe, nicht mehr unterstellt. Die Erde, die nur als Ausreifungsstation des Geistigen dienen soll, verfehlt völlig ihren Zweck und kann darum nicht mehr fortbestehen in ihrer alten Form, weil sie dann gänzlich wider-gesetzlich sich im Universum bewegt, in dem alle Schöpfungen ihre von Mir zugewiesene Bestimmung haben und ihr auch nachkommen. Denn die Erde wird nun nur noch dazu benutzt, sich rückwärtszuentwickeln, und also werden gewissermaßen ihre Bewohner Meinem Gegner in die Hände gespielt. Es wird auf der Erde nur noch der Wille dessen beachtet, während Mein Wille unbeachtet bleibt oder total mißachtet wird. Würden die Menschen sich wenden, würden sie sich bemühen, die Wahrheit zu erfahren, und sich dann Mir zuwenden mit der Bitte um Hilfe zur Höhe, Ich würde wahrlich die Erde nicht vernichten, sondern die Menschen Meine übergroße Liebe und Barmherzigkeit erfahren lassen, Ich würde weder ein Ende noch ein letztes Gericht kommen lassen, denn ein guter Wille und ernstes Streben zu Mir könnte alles erreichen, auch das Aufheben eines Aktes, der von Mir vorgesehen ist seit ewigen Zeiten. Ich würde es tun und immer nur euch Menschen helfen, das Ziel zu erreichen. Doch dieser Wille ist nicht mehr zu finden bei den Menschen, und darum muß sich Mein Plan von Ewigkeit vollziehen, es müssen sich erfüllen Meine Ankündigungen durch Seher und Propheten, die das Ende voraussahen, eben weil sie auch ersahen, wohin die Menschen steuern. Und nur Meine übergroße Geduld hat die Erde noch vor diesem Schicksal bewahrt, weil Ich noch allen denen Gelegenheit geben möchte zur Willenswandlung, deren Herzen Ich erkenne und denen Ich barmherzig sein will. Doch immer kleiner wird die Zahl derer, und nicht lange mehr, dann sind deutlich nur noch zwei Lager zu erkennen, und die Schar der Meinen wird so klein sein, daß daran schon das Ende zu erkennen ist, denn so nur noch Teufel die Welt beleben, ist sie ganz aus ihrer gesetzmäßigen Ordnung getreten wie auch die Menschen auf ihr, und es kann nur noch ein Beenden dessen geben, was als irdische Schöpfung den Menschen sichtbar ist, wie auch die Menschen selbst vertilgt werden müssen, die ihre letzte Ausreifungsstation mißbrauchten und also erneut sündigten gegen das Grundgesetz der ewigen Ordnung, gegen die Liebe. Es wird sich diese Ankündigung vollziehen unwiderruflich, denn die Menschen werden nicht mehr besseren Willens, sie streben unaufhörlich nach unten und suchen auch alles Mir-Zugewandte mit hinabzuziehen. Dies aber verhindere Ich, denn Ich lasse die Erde wieder neu erstehen, und die Menschen auf ihr werden sich wieder in der Ordnung bewegen, die von Ewigkeit oberstes Gesetz ist und bleibt; sie werden wieder in der Liebe leben und in Wahrheit Meine Kinder sein. Amen. B.D. NR. 4991.

 

Buch 56 5004

Ein Fels wird zum Wanken gebracht werden. (geistige Erschütterung).

21. November 1950. B.D. NR. 5004,

Eine große geistige Erschütterung wird die Menschheit erleben, auf daß ihr Gelegenheit geboten wird, einen Irrtum zu erkennen, den sie bisher als Wahrheit vertrat. Ich werde die Menschen offensichtlich hinweisen auf Mein Wort. Ich werde einen Fels zum Wanken bringen - und die Menschen selbst sollen bestimmen können, was sie verwerfen wollen - Mein Wort oder ein Aufbauwerk, das sich auf dieses Wort gegründet hat. Eines nur können sie gelten lassen, und das Urteil steht jedem Menschen frei. Nur um der Menschen selbst willen lasse Ich dies geschehen, auf daß sie von einem Zwang loskommen, der das Denken und Wollen unfrei machte und so den Willensentscheid hinderte, um dessentwillen der Mensch auf Erden lebt. Ich will einen Fels zum Wanken bringen - und so die Grundfeste erschüttert ist, wird der ganze Bau zusammenstürzen, d.h., es werden sich die Menschen nicht mehr gebunden fühlen, sondern nach freiem Ermessen denken und handeln, sie werden keine Macht mehr fürchten, hinter der sie Gott vermuteten, weil sie nun erst Mich erkennen, Der Ich stärker bin als jene Macht und nicht auf ihrer Seite stehe. Es wird wohl ein Chaos bedeuten in geistiger Beziehung, und anfangs wird sich der Irrtum noch behaupten wollen, doch nun wird die Wahrheit wie ein Blitz aufleuchten und grelles Licht werfen auf die falschen Lehren, und sie werden der Wahrheit nicht standhalten, denn nun treten überall Verkünder der Wahrheit auf, Lichtträger, die man anhören wird, wenngleich sie aufs bitterste angefeindet werden von den Anhängern jener Macht, die Schiffbruch erlitten hat. Ich kündige euch Menschen das Kommende an, und ihr werdet es erwarten können schon in kurzer Frist; doch alles will seine Zeit haben, und auch dieses Geschehen weiset auf das nahe Ende hin, denn es ist durch Seher und Propheten angekündigt das Ende einer großen Stadt. Es ist ein weltbewegendes Ereignis, das jedoch geistige Ursache hat und geistige Wirkung haben soll. Es soll Mich bezeugen vor aller Welt, Der Ich als die ewige Wahrheit niemals die Unwahrheit dulden kann und gegen sie vorgehe, wenn es an der Zeit ist. Amen. B.D. NR. 5004.

 

Buch 56 5006

Abfall des Geistigen von Gott menschlich dargestellt.

23. und 24. November 1950. B.D. NR. 5006.

Kinder der Liebe seid ihr, aus Meiner Liebekraft hervorgegangen und von Meiner nie endenden Liebe ständig umsorgt und betreut. Meine Liebe zu euch ist grenzenlos und lässet euch nimmermehr ewig verlorengehen. Meine Liebe gab euch aber auch als Merkmal der Vollkommenheit den freien Willen, ansonsten Meine Liebe zu euch begrenzt gewesen wäre, so sie euch etwas versagt hätte, was zur Vollkommenheit gehört. Der freie Wille erst macht euch zu göttlichen Wesen, die, als von Mir ausgegangen, auch Mir gleich sein mußten. Der freie Wille machte euch aber gleichzeitig zu Wesen mit Selbstbestimmungsrecht, die nun aus eigener Kraft tun und lassen konnten, was sie wollten, und ihre Zusammengehörigkeit mit Mir selbst bejahen oder verneinen konnten. Es mußte dieser freie Willensentscheid auch den Menschen zugebilligt werden, auf daß sie ihre Vollkommenheit unter Beweis stellen konnten, was unbedingten Anschluß an Mich erforderte. Ein vollkommen erschaffenes Wesen hatte noch nicht den höchsten Grad erreicht, denn diesen mußte es sich erst erwerben, indem es aus freiem Willen vollkommen blieb, wo es auch absinken konnte. Euch Menschen auf Erden kann der einstige Abfall des Geistigen von Mir nur so dargestellt werden, soll es euch begreiflich sein, warum das Geistige fiel, warum es sündig wurde gegen Mich. Es mißbrauchte seinen freien Willen und wendete sich von Mir ab, weil es sich so kraftvoll und erhaben dünkte, daß es nicht abhängig von Meiner Liebekraft zu sein glaubte. Es mußte ihm zum freien Willensentscheid die Gelegenheit geboten werden, sich für ein anderes Ziel entscheiden zu können als für Mich. Und dieser Gegenpol war das erste von Mir ausgegangene Lichtwesen, das sich Meine ihm ohne Maß zuströmende Kraft zunutze machte, indem es Wesen schuf ohne Zahl mit Meinem Willen wohl, weil Ich ihm die Kraft nicht entzog. Sein Wille jedoch bezweckte eigene Kraftverstärkung gegen Mich,um von Mir unabhängig zu sein. Es wollte Mich nicht als das anerkennen, was Ich war - als Urquell der Kraft, die es bezog und die es befähigte, nach eigenem Willen zu schaffen und zu gestalten. Sein freier Wille also wandte sich von Mir ab, und diesen Gegenwillen legte es auch in die geistigen Geschöpfe, die aus Meiner Kraft durch ihn hervorgegangen waren. So also waret ihr wohl Kinder Meiner Liebe, jedoch auch Kinder eines bösen Willens, der gegen Mich gerichtet war. Und so habt auch ihr euch einst im freien Willen von Mir getrennt, ohne jedoch eine völlige Trennung von Mir vollziehen zu können, weil Ich euch halte kraft Meiner übergroßen Liebe, die euch auch wieder zurückgewinnen wird, die euch nicht fallenlässet, sondern euch immer wieder emporhebt aus der Tiefe, so ihr im eigenen Willen dahin strebt. Aber Meine Liebe nimmt kein Ende - und sie gewinnt euch unwiderruflich. Die Zeit jedoch bestimmet ihr selbst - denn ihr habt einen freien Willen. Der freie Wille kennzeichnet euch als Meine Geschöpfe, als selbständige Wesen, und entsprechend diesem freien Willen schaffet ihr euch selbst den jeweiligen Zustand, ohne von Mir daran gehindert zu werden. Weil Ich euch aber liebe und euch gewinnen will, gestalte Ich euer Schicksal so, daß ihr bei rechter Nützung eures Willens die Trennung von Mir aufheben könnet, daß ihr die Verbindung mit Mir anstrebt und also auch wieder euer Urwesen annehmet, daß ihr wieder in Wahrheit Meine Kinder seid, die sich nun von selbst entschieden haben für Mich und Meinen Gegner ablehnen. Doch auch ihn will Ich gewinnen, und wenn Ewigkeiten darüber vergehen. Auch er war ein Kind Meiner Liebe, aus Meiner Urkraft hervorgegangen und ausgestattet mit allen Gaben, die ihn zu einem vollkommenen Wesen machten. Darum lasse Ich auch ihn nicht verlorengehen für ewig, auch um ihn werbe Ich und lasse ihn immer wieder Meine Liebe fühlen, doch sein Wille ist noch starr abgewendet von Mir, und da Ich auch ihm freien Lauf lasse, ist es noch ein Werk übergroßer Geduld und Erbarmung, seinem Willen die Freiheit zu lassen und dennoch auf ihn einzuwirken, auf daß er sich Mir freiwillig ergibt. Doch ob es Ewigkeiten währet, Meine Liebe wird siegen über den, der noch bar jeder Liebe ist. Einmal wird auch er Meine Liebe erkennen und nach ihr verlangen, weil nur sie allein Seligkeit bereitet und weil sich kein Wesen auf ewig von Mir trennen kann, sondern zuletzt doch die Vereinigung erstrebt, die es unaussprechlich selig macht. Amen. B.D. NR. 5006.

 

Buch 56 5012

Seher und Propheten.

2. Dezember 1950. B.D. NR. 5012.

Was die Propheten in Meinem Willen verkünden sollen, das geht nicht aus ihnen selbst hervor, sondern ihr Geist empfängt von Mir den Auftrag, sich zu äußern, ganz gleich, ob der Mensch bewußt oder unbewußt mit dem Geist in sich Verbindung gefunden hat; es kann ein Mensch sprechen, von Meinem Geist getrieben, so er sich mitten unter Menschen befindet, zu denen er von sich aus niemals sprechen würde. Dann ist also das Wirken Meines Geistes offensichtlich, er spricht in vollem Bewußtsein, jedoch nicht zuvor beabsichtigt, sondern plötzlich, von Meinem Geist erleuchtet, sieht er Dinge in der Zukunft vor seinen Augen, die er den Menschen mitteilen muß. Es sind dies die Seher und Propheten, die auch in der Endzeit häufiger auftreten werden, wenn das Ende näher und näher rückt. Es brauchen diese Menschen nicht bewußt im Dienst für Mich und Mein Reich zu stehen, nur wird ihr Lebenswandel stets Meinem Willen entsprechen, ansonsten Ich sie nicht als Mein Werkzeug benützen würde. Menschen aber, die sich Mir bewußt zum Dienst anbieten, können gleichfalls prophetisch für Mich wirken, wenn sie von Mir aus für eine lehrende Tätigkeit ausersehen sind. Dann werden sie gleichsam in Meinen Heilsplan eingeweiht, das auch das Wissen um zukünftige Geschehen einschließt. Dann wird der Mensch, der Mir dienen will, in Kenntnis gesetzt von den Geschehen in der letzten Zeit vor dem Ende, und er hat dann die Aufgabe, den Mitmenschen gegenüber davon Erwähnung zu tun, wenngleich er nicht als Seher angesprochen werden kann, weil ihm diese Gabe fehlt, zukünftige Dinge zu schauen. Er hört nur, was ihm der Geist in sich verkündet, und gibt das Gehörte wieder, was nun auch vorerst seinen Glauben fordert, um mit Überzeugung den Mitmenschen vorgestellt werden zu können. Er ist also gewissermaßen ein Prophet, auch wenn ihm die Sehergabe fehlt. Menschen, die Gesichte haben, sind nur zeitweise in diesem Stadium, in dem sie dann auch reden - also sie werden die Gesichte zumeist erst dann haben, wenn sie mitten unter Menschen sind, denen sie es gleichzeitig mitteilen können. Zwar sind sie sich auch nachher noch ihres Gesichtes bewußt und können darüber Bericht geben, doch wie in einer Art der Erinnerung schweben ihnen dann die Geschehnisse vor, die sie aber zuvor erlebten. Immer aber müssen die Verkündigungen von Sehern und Propheten übereinstimmen, vorausgesetzt, daß beide einen Lebenswandel führen, der Meinem Willen entspricht, daß sie also Mein Wort ausleben. Denn es können auch falsche Propheten aufstehen, die aus sich heraus den Menschen Zukünftiges ankünden, doch keinerlei Verbindung mit Mir haben, die irdische Vorteile damit erzielen und hervortreten wollen. Diesen glaubet nicht, denn sie verkünden Irrtum, selbst wenn sie auf das Ende hinweisen. Denn auch Mein Gegner bedienet sich Meiner Worte, wenn er die Menschen blenden will, doch es gilt dann immer Mein Wort: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Ich mache euch darauf aufmerksam, daß viele falsche Propheten noch auftreten werden vor dem Ende, doch könnet ihr sie leicht erkennen, daß sie sich stets dem Verlangen weltlicher Macht anzupassen suchen, daß also ihr Ziel nicht Ich bin, sondern der Fürst der Welt. Denn wer für Mich reden will, wird auch stets die Wahrheit aussprechen, und er wird erst dann als Prophet auftreten, so er von Mir den Auftrag hat durch das innere Wort oder durch plötzliches Wirken Meines Geistes, das dann auch immer zu erkennen sein wird. Amen. B.D. NR. 5012.

 

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