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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 55

B.D. NR. 4804 - B.D. NR. 4913
28.12.1949-11.6.1950

Inhaltsverzeichnis von Buch 55

 

Inhaltsübersicht

4804 4805 4806 4807 4808  4809 4810 4811 4812 4813
4814 4815 4816 4817 4818  4819 4820 4821 4822 4823
4824 4825 4826 4827 4828  4829 4830 4831 4832 4833
4834 4835 4836 4837 4838  4839 4840 4841 4842 4843
4844 4845 4846 4847 4848  4849 4850 4851 4852 4853

4854 4855 4856 4857 4858  4859 4860 4861 4862 4863
4864 4865 4866 4867 4868  4869 4870 4871 4872 4873
4874 4875 4876 4877 4878  4879 4880 4881 4882 4883
4884 4885 4886 4887 4888  4889 4890 4891 4892 4893
4894 4895 4896 4897 4898  4899 4900 4901 4902 4903

4904 4905 4906 4907 4908  4909 4910 4911 4912 4913

 

Neu am 14. Jan. 2018: 4804 4805

Neu am 18. Jan. 2018: 4806 4807 4808 4809 4810  4811 4812 4813

Neu am 23. Jan. 2018: 4814 4815 4816 4817 4818  4819 4820 4821 4823

Neu am 30. Jan. 2018: 4824 4826 4827 4828 4829  4830 4831 4832 4833

Neu am 18. Feb. 2018: 4834 4835 4837 4838 4839  4840 4841 4842 4843

Neu am 27. Feb. 2018: 4844 4845 4846 4848 4849  4850 4851 4852 4853

Neu am 05. Mär. 2018: 4854 4855 4856 4857 4858  4859 4860 4861 4862

Neu am 10. Mär. 2018: 4863 4864 4865 4866 4867  4868 4869 4870 4871

Neu am 19. Mär. 2018: 4872 4873 4874 4875 4876  4877 4879 4880 4881

Neu am 22. Mär. 2018: 4882 4883 4884 4885 4886  4887 4888 4889 4890 4891

Neu am 25. Mär. 2018: 4892 4893 4894 4895 4896  4898

Neu am 31. Mär. 2018: 4901 4902 4903 4904

Neu am 02. Apr. 2018: 4907 4908 4909 4910 4911

 

Buch 55 4804

Mühseliger Weg nach oben. Irdische Entlohnung.

28. Dezember 1949. B.D. NR. 4804.

Was euch zu eurem Heil gereicht, das ist euer Lebensschicksal. Die Erziehung eines Menschen zum Gotteskind wird immer ein Leidensweg sein, der Mir zugewandten Willens gegangen werden muß bis zum Ende, auf daß Ich es dann aufnehmen kann in Mein Reich, auf daß Ich es ziehen kann an Mein Herz, um ihm seine Treue zu entlohnen. Und so müssen auch Seelen des Lichtes diesen Weg gehen, soll ihre Verkörperung auf Erden den Erfolg zeitigen, um dessentwillen sie die Verkörperung eingegangen sind. Ein Erdenleben ohne Drangsal und Leid verringert auch die Ausreifungsmöglichkeiten und ist nur denen beschieden, die keine Anstalten machen, geistigen Reichtum zu sammeln, die also nur irdische Ziele anstreben, sich Meinem Gegner verschreiben, der ihnen weltliche Unterstützung gewährt, um ihre Seelen nicht mehr zu verlieren. Beneidet darum niemals Menschen, denen alles gelingt, die irdisch im Wohlleben schwelgen und wenige Prüfungen zu erdulden haben. Wisset, daß ihre Seelen von Beginn ihrer Verkörperung bis zum Ende fast keinen Fortschritt erzielen, daß sie wohl leben, doch dem geistigen Tode verfallen sind, daß sie also gleichsam auf Erden schon den Lohn empfangen für Taten, die nicht die Liebe als Antrieb hatten, die aber den Mitmenschen geholfen haben in ihren Nöten. Nichts bleibt den Menschen ungelohnt, doch wehe, wenn nur irdischer Lohn gewähret wird. Armselig werden die Menschen nach ihrem Tode ins Jenseits eingehen, und groß wird dort ihre Not und Finsternis sein. Duldet alles, was euch auferlegt wird, und vermehret eure geistigen Güter, wenn irdische Not euch drückt, auf daß ihr im geistigen Reich entlohnet werdet und dort nicht zu darben brauchet. Und wisset, daß nur ein dornenvoller Weg euch zum Ziel führt, daß es der rechte Weg ist, der mühselig und steil aufwärts führt. Und so der Weg eben ist, bittet um einen schnellen Aufstieg und um Kraft, jeden noch so beschwerlichen Weg gehen zu können. Und sehet nicht voller Neid auf jene, die sich ihres Erdenlebens erfreuen können, denn sie sind dereinst zu bedauern, während euch noch der gerechte Lohn winkt, den Ich Selbst euch gewähre, so ihr in Mein Reich eingegangen seid. Amen. B.D. NR. 4804.

 

Buch 55 4805

Ausgießung des Geistes.

29. Dezember 1949. B.D. NR. 4805.

Was zur Seele spricht, berührt nicht die Sinne des Menschen, sondern nur das Herz. Und darum wird die Stimme des Geistes auch nicht mit den Sinnen des Körpers vernommen und gespürt werden können, sondern nur im Herzen erklingen, d.h. aus dem Innersten des Menschen emporsteigen und dann erst dem Menschen bewußt werden. Würde es die Sinne des Menschen wohltuend berühren, dann würde er wohl öfter auf die Stimme im Herzen lauschen, doch der seelische Erfolg wäre dann nur gering, weil der Körper auch daran beteiligt ist. Darum ist es aber auch weit verdienstvoller, die innere Stimme erklingen zu lassen ohne körperlichen Antrieb, weil dann nur allein der menschliche Wille die Verbindung mit der geistigen Welt anstrebt, mit dem Reich, aus dem die Stimme, der Seele vernehmlich, ertönt. Und darum ist es nur selten, daß sich die Bewohner des Lichtreiches einem Menschen gegenüber äußern können, obwohl sie ständig bemüht sind, sich ihnen kundzutun. Sie sind in einem Reich, von dem sich der Mensch als solcher keine Vorstellung machen kann, und darum wird das Bestehen eines geistigen Reiches angezweifelt. Und somit suchen sie auch nicht Einblick zu gewinnen in dieses Reich, sie suchen sich nicht mit den Bewohnern desselben in Verbindung zu setzen. Ist aber ein Mensch dazu bereit, weil er glaubt und die Wesen des Lichtreiches hören will, so wird er auch nie wieder von diesen Wesen aufgegeben, weil sie durch ihn Kontakt mit den Menschen gewinnen und sich ihnen mitteilen können, wenn auch indirekt. Und darum wird der Mensch nur zu wollen brauchen und niemals vergeblich auf die Äußerungen der Lichtwesen warten, die also gewissermaßen Kraftstationen für die ausströmende Kraft Gottes sind, für Seinen Geist, der sich nach allen Seiten hin ergießet, der nur ein geöffnetes Gefäß sucht, um sich in dieses zu ergießen. Hindernisse bestehen also nur von seiten des Menschen, indem seine Bereitwilligkeit nachläßt, wenngleich das stets nur ein vorübergehender Zustand ist, weil ein Mensch, der einmal von geistigen Strömungen berührt wurde in der Weise, daß er die Äußerung Gottes durch die Lichtwesen in sich vernehmen durfte, niemals mehr diese geistige Stimme missen will und immer wieder das geistige Ohr öffnet, weil die Seele ihn dazu antreibt - oder auch der Geist. Dieser will sich der Seele kundgeben, und findet er keinen Widerstand, dann treibt die Seele ständig den Körper an, Gelegenheiten zu schaffen für eine stille innere Einkehr, für die Entgegennahme geistigen Gutes durch das innere Wort. Alles, was die geistige Entwicklung des Menschen fördert, steht unter der Obhut Gottes und wird unterstützt werden, weshalb auch die schwersten Lebensverhältnisse nicht ein geistiges Streben beeinträchtigen können, weil der Wille des Menschen sich dem göttlichen Willen anpaßt, weil Gott zu den Menschen sprechen will durch die Stimme des Geistes und daher in jeder Weise die Entgegennahme von Geistesgut unterstützt wird. Und so ist es Gott stets angenehm, so ein Erdenkind Seine Stimme zu hören begehrt, und Er wird ihm immer entgegenkommen, weil es die Seele ist, die Nahrung begehrt, und Er sie niemals darben lässet. Amen. B.D. NR. 4805.

 

Buch 55 4806

Gottes Wort Gnadengabe. Unglaube an Verbindung mit Gott.

30. Dezember 1949. B.D. NR. 4806.

Die Gnadengabe einer direkten Verbindung mit Mir ist von so unschätzbarem Wert, daß die Menschen nicht dankbar genug sein können, Worte der Liebe von Mir zu hören, die sonst niemals ihr Ohr berühren könnten. Denn nicht nur dem direkten Empfänger Meines Wortes gilt dieses, sondern auch den Mitmenschen, die durch ihn davon Kenntnis nehmen, wenngleich es erst den Willen der Menschen voraussetzt, Mich sprechen zu hören, ansonsten Mein Wort den einzelnen wie von Menschen gesprochenes Wort berührt. Ihr alle könnet euch in den Besitz einer Gnadengabe setzen, wenn ihr dazu nur den Willen habt - wenn ihr es wollet, daß euer himmlischer Vater Sich euch zuneigt und euch mit Seinem Wort beglücket. Sehr wenige tragen aber diesen frommen Wunsch in ihrem Herzen. Unzählige Menschen wandeln auf dieser Erde, denen der Gedanke fremd ist, sich mit ihrem Vater und Schöpfer zu verbinden, um Seine Stimme zu vernehmen - und die wenigen, die wohl das Verlangen haben, Mich zu hören, die glauben nicht daran, daß dies möglich ist. Und so sind es nur einzelne, deren Glauben eine Verbindung mit Mir zuläßt, weil dieser Glaube durch die Liebe lebendig wurde und nur ein lebendiger Glaube eine hörbare Äußerung Meinerseits zuläßt. Diesen wenigen nun liegt es ob, die Menschen aufzuklären über ihr Verhältnis zu Ihrem Schöpfer und um Dessen Bereitwilligkeit, Sich Seinen Geschöpfen kundzutun. Doch Glauben finden werden sie wieder nur dort, wo die Liebe wirket, wo also durch uneigennützige Liebetätigkeit der Geist geweckt ist, so daß dem Menschen glaubwürdig erscheint, was ihm über die lebendige Verbindung mit Mir gesagt wird. Und dann steigt in ihm gleichfalls der Wunsch auf, Mich sprechen zu hören. Ob er Mich nun direkt hört oder ihm Mein Wort durch Meine Diener vermittelt wird, ist in seiner Wirkung gleich, denn er wird das ihm vermittelte Wort erkennen und empfinden als von Mir gesprochen und es mit der gleichen Liebe in sich aufnehmen, als ob er einer direkten Ansprache von Mir gewürdigt wird. So wie sein Verlangen ist nach Mir, so ist auch die Erfüllung seines Verlangens. Die Liebeglut seines Herzens bestimmt auch den Seligkeitsgrad bei der Entgegennahme Meines Wortes, den aber mehr die Seele als der Körper empfindet. Ich setze euch Menschen dadurch in den Stand, Kenntnis zu nehmen von Meinem Willen und diesen zu erfüllen, da Ich euch gleichzeitig mit Meinem Wort auch die Kraft gebe. Es besteht die Möglichkeit einer Annäherung an Mich im höchsten Grade, so Mein Wille erfüllt wird. Und darum sorge Ich dafür, daß ihr um Meinen Willen wisset, und vermittle euch diesen durch Mein Wort. Für alle, die an eine lebendige Verbindung mit direkt vermitteltem Wort nicht glauben, sende Ich Meine Boten aus, um von außen Mein Wort ihnen zu bringen, um ihnen das Evangelium zu verkünden, das Meinen Willen als Liebelehre zum Ausdruck bringt. Doch das von außen empfangene Wort wird erst lebendig, wenn es in das Innere des Menschen dringt und dort vom Geistesfunken belebt wird - wenn also der Geist aus Mir tätig sein kann im Menschen, so daß das von außen kommende Wort ihm auch als Mein Wort erkenntlich ist. Dann wird es seine Wirkung ausüben, es wird den Willen des Menschen lenken in die rechte Richtung, es wird durch die Liebe einen lebendigen Glauben gebären, der Mensch wird die lebendige Verbindung mit Mir herstellen und fähig werden, Meine Stimme selbst zu hören im Herzen. Dann aber ist er Mir schon sehr nahe, daß nur noch sein Erdenleben trennend zwischen uns steht. Dann wird er als Mein Kind von dieser Erde scheiden und im geistigen Reich liebend empfangen werden vom Vater, von Dem er einst ausgegangen ist und wieder zurückgefunden hat, um sich ewiglich nicht mehr von Ihm zu trennen. Amen. B.D. NR. 4806.

 

Buch 55 4807

Kluft und Brücke. Neubannung. Liebestromkreis.

30. Dezember 1949. B.D. NR. 4807.

Die Kluft zwischen der Menschheit und Mir wird immer größer, denn ständig weniger wird die Zahl derer, die überzeugt an Mich glauben. Ständig schwächer wird die Kraft Meiner Vertreter auf Erden, die wohl in Meinem Namen reden, doch nicht Verbreiter der reinen Wahrheit sind. Immer mehr Menschen fallen vom Glauben ab und wenden sich dem zu, der Mein Gegner ist - sie wenden sich zur Welt, die sein Reich ist, und vergrößern so die Entfernung von Mir, die sie verringern sollen während ihres Erdenlebens. Sie entfernen sich von Mir und verbreitern die Kluft, die sie von Mir trennt. Doch nur bis zu einer gewissen Grenze geht dies, denn so die Grenze überschritten ist, wo Meine Liebekraft sie nicht mehr berührt, verhärtet sich das Geistige in den Menschen wieder zur festen Substanz. Solange die Erde noch besteht, stehen auch die Mir abtrünnigen Menschen noch in Meinem Liebestromkreis, doch das Hinaustreten aus diesem bedeutet auch Zerfall der Formen, die das Geistige bergen - es bedeutet den Tod der Menschen wie auch der Tiere, es bedeutet ein Auflösen der Schöpfung und Neubildung derselben. Es kann kein Wesen sich ungestraft von Mir entfernen, denn es verliert das Leben, so es Mich verliert. Und so muß, wer am Leben bleiben und dieses ewiglich nicht mehr verlieren will, auch Mir zustreben und Mich suchen, es muß zu Mir zu gelangen trachten und also die Kluft von sich zu Mir verringern. Wo aber kein Glaube ist an Mich als Vater und Schöpfer von Ewigkeit, dort gibt es auch keinen Weg über die Kluft, denn die Brücke, die zu Mir führt, ist unsichtbar. Der Glaube allein macht auch die Brücke ersichtlich, denn der Glaube an Mich veranlaßt auch einen Anruf zu Mir. Der Glaube an Mich führt zum Gebet, das da ist die sicherste Brücke zu Mir. Unzählige Menschen gehen an dieser Brücke vorüber und auch, die ihre Führer sein sollten, finden oft selbst die Brücke nicht, weil ihre Worte ohne Leben sind, weil sie Wege gehen, die nicht als Brücke dienen können, Wege, die immer wieder zum Ausgang zurückführen; weil es nur Worte sind, die nicht vom Herzen kommen im Gebet und daher auch nicht Mein Ohr berühren, die Brücke also nicht betreten wird, die der einzige Weg ist, der über die Kluft führt zu Mir. Einmal aber wird auch diese Brücke nicht mehr sein, denn so die Meinen sie überschritten haben, dann ist es zu spät für die anderen, dann ist jeder Weg abgeschnitten, und dann gibt es keine Rettung mehr für die Zurückgebliebenen; dann wird der Abgrund sie verschlingen, dann wird die Erde sie aufnehmen, dann wird alles verhärtet werden und wieder zur Materie, weil es nicht zur Höhe strebte, sondern selbst die Tiefe suchte. Amen. B.D. NR. 4807.

 

Buch 55 4808

Wer ist es, der sich offenbart? - Gott, das ewige Licht.

31. Dezember 1949. B.D. NR. 4808.

Stets werdet ihr den Willen Dessen erfüllen, Der euch erschaffen hat, so ihr Ihm dienen wollet und ihr euch Seiner Liebe und Gnade empfehlet. Denn Ich lasse euch wahrlich nicht in das Verderben gehen, so ihr die Höhe suchet, so ihr Mir untertan sein wollet. Wer aber ist Der, Der zu euch spricht? - Der Satan vermag wahrlich nicht so auf euch einzuwirken, die ihr nach Gott verlanget, nach Mir, Den eure Seele anstrebt, Dem ihr angehören wollet und Dessen Kinder ihr seid durch euren Willen. Denn der Wille ist es, der entscheidet, welchem Herrn ihr angehört. Meine Geschöpfe sind so lange in der Hand Meines Gegners, wie ihm ihr Wille gilt, der sich einst von Mir abwandte und dadurch seinem Einfluß unterlag. Sowie dieser euer Wille, der frei ist, zu Mir hindrängt, seid ihr auch der Gewalt des Gegners entronnen, und er wird euch keinen Schaden mehr zufügen können, wenngleich er als ständiger Versucher euch noch umlauert, um euch zum Fall zu bringen. Einen Mir zugewandten Willen aber ergreife Ich und dulde keine Wendung mehr nach unten. Seid ihr nun gar gewillt, Mich anzuhören, Meine Stimme zu vernehmen, dann erfülle Ich auch euer Verlangen, denn wessen Wille sich Mir zuwendet, der gehört Mir an, der hat die Willensprobe auf Erden bestanden, er ist Anwärter des geistigen Reiches, in dem die freien Geister in Meiner Nähe weilen. Und höret er nun Meine Stimme, dann braucht er keine Täuschung mehr zu fürchten, keinen Irrtum und keine Unwahrheit, dann steht er in Verbindung mit Mir, Der die ewige Wahrheit Selbst ist. Doch immer ist sein Wille entscheidend. Die Prüfung aber, ob euer Wille Mir gilt, müsset ihr selbst vornehmen, denn es ist das Verlangen des Herzens, nicht die Sprache des Mundes, was Ich bewerte. Es kann ein Mensch die gleichen Worte gebrauchen, mit denen ein anderer das Verlangen des Herzens ausdrückt, und doch kann sein Sinnen und Trachten der Welt zugewandt sein, die da ist das Reich Meines Gegners. Ich Selbst weiß wohl um den Willen des Menschen, doch der Mitmensch kann getäuscht werden durch fromme Worte, von denen das Herz nichts weiß. Dann kann sich wohl der Satan einschalten und die Gedanken des Menschen beeinflussen, daß er ausspricht, was nicht Mein Wille ist. Dann aber bin Ich es nicht, der da redet im Menschen, sondern der Mensch selbst redet, vom Satan angetrieben. Er redet eigene Worte, die nicht Wirken des Geistes sind. Wer aber demütigen Herzens ist, wer seine Dienste Mir anträgt, wer Mich um Hilfe und Gnade angeht, wer der Welt entsagt und Meinen Willen zu erfüllen trachtet, der gibt dem Feind seiner Seele kein Angriffsziel, er wird völlig von Mir erfaßt und vor bösem Einfluß geschützt, weil Ich um seinen Willen weiß. Wer Mich bittet im Geist und in der Wahrheit, der steht auch in der Liebe, ansonsten er nicht den lebendigen Glauben an Mich besitzet, der ihn im Geist und in der Wahrheit beten lässet. Und ihm gilt nun auch Meine Liebe, die niemals ihn in ein Feuer rennen ließe, daß er sich verbrenne. Wer also betet im Geist und in der Wahrheit, der höret Mich sprechen, denn ihm wird der Satan sich nicht nahen, weil Ich gegenwärtig bin und er Mich und Meine Nähe scheut. Wer Mich hören will, dem werde Ich Mich auch offenbaren als Gott und Schöpfer, als Vater und ewiger Geist der Unendlichkeit, und Meine Worte werden sein Herz berühren, so daß er erkennet, wer zu ihm spricht, und nimmermehr zweifeln kann, denn die Worte der Liebe sind unverkennbar, wie aber auch die Worte dessen zu erkennen sind, der unter einer Maske, im Gewande des Lichts, sich äußert denen gegenüber, die ihm hörig sind durch ihren verkehrten Willen. Am Ende der Tage wird viel Irrtum und Lüge sein, und die Wahrheit wird überall verfinstert scheinen; Irrtum und Wahrheit werden nebeneinander hergehen, unerkannt von den meisten, doch das Licht der Wahrheit erstrahlt heller und wird bald alle Irrlichter verdunkeln, denn Ich Selbst erwähle zu Trägern der Wahrheit Menschen, die einen starken Willen haben, der Mir ganz und gar gilt. Und diese werden das Licht überall hintragen und es schützen, daß es nicht verlösche, sie werden mutig sich Meinem Gegner stellen und ihn durch das helle Licht blenden, so daß er fliehet zurück in die Finsternis, daß er meidet alle, die als Lichtträger in Meinem Dienst stehen, denn er weiß, daß Ich Selbst das Licht bin, das die Finsternis erleuchtet, das er nie und nimmer verlöschen kann. Amen. B.D. NR. 4808.

 

Buch 55 4809

Anerkennen Jesus Christus nötig.

Neujahr 1. Januar 1950. B.D. NR. 4809.

Jesus Christus muß anerkannt werden als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, ansonsten der Mensch in die Finsternis zurückfällt, aus der ihm Gottes große Vaterliebe schon emporgeholfen hat, daß er leicht zum Licht gelangen kann. Zum Licht der Erkenntnis gehört aber auch das Verständnis für das Erlösungswerk Christi und somit ein Anerkennen Christi als Erlöser. Die Nacht des Todes hat der Mensch Jesus durchbrochen, Er hat den finsteren Geisteszustand der Menschen durch Seinen Tod am Kreuze in einen lichtvollen gewandelt, weil Er durch Seinen Tod bewiesen hat, daß es einen Weg gibt zum ewigen Leben, den Weg der Liebe. Er hat durch Seinen Lebenswandel, den Sein Kreuzestod krönte, den Menschen einen Weg gezeigt, der aus dem Dunkel der Nacht in strahlendstes Licht führt; Er hat also diesen Dunkelheitszustand, den geistigen Tod, überwunden und den Menschen gleichfalls die Gnade erworben, zum Licht einzugehen mit Seiner Hilfe, weil allein niemand fähig ist durch den geschwächten Willen, der ohne die Hilfe des göttlichen Erlösers von Seinem Gegner beeinflußt wird, der die Seelen wieder in die tiefste Finsternis zurückreißen möchte, die schon einen leisen Schimmer der Erkenntnis besitzen. Jesus Christus steht diesen Seelen bei im Kampf wider den Gegner; allein aber sind sie zu schwach und erliegen der starken Macht des Satans. Der Mensch ist das Produkt einer Gott-abgewandten Schöpferkraft, d.h., ein Wesen, das Gott überaus reichlich mit Kraft speiste, nützte diese Kraft wieder zur Erschaffung von Wesen, die seinen Gott abgewandten Willen in sich trugen. Es waren dies geistige Wesen, die als Erzeugnisse der von Gott ausgehenden Kraft auch Sein Anteil waren, das Er nicht aufgibt in Ewigkeit. Es mußte aber die durch den Willen des Gegners gleichsam entweihte Kraft Gottes wieder die ursprüngliche Gestaltung annehmen, d.h., die aus jener Kraft hervorgegangenen Wesen mußten wahrhaft göttliche Wesen werden, um auch die ihrer Vollkommenheit entsprechende Seligkeit genießen zu können in der geistigen Welt. Dieser Wandel geht in der zu diesem Zweck entstandenen Schöpfung vor sich in undenklich langer Zeit. Der Gegner Gottes, also Erzeuger jener Wesen, will diese Wandlung jedoch nicht zulassen, und so wird um diese Wesen nun ein Kampf geführt, den aber das Wesen selbst zum Austrag bringen muß in der kurzen Erdenlebenszeit als Mensch. Durch Einfluß des Gegners auf seine Geschöpfe aber ist der Mensch während seines Erdenlebens sehr willensschwach, daß der Entscheid von seiner Seite aus stets seinem Erzeuger, also dem Gegner Gottes gelten würde, was jedoch nicht als freier Willensentscheid gelten kann, da diesen der Satan gewissermaßen gebunden hält. Und darum kam Gott den gebundenen Wesen zu Hilfe, indem Er ihnen einen Retter sandte, der sie erlösen sollte aus diesen Banden des Satans, doch auch nun den freien Willen verlangte. Der Wille des Menschen muß sich nun wieder selbst entscheiden, ob er sich dem göttlichen Erlöser oder seinem Erzeuger zuneigt. Doch nun ist der Wille wirklich frei und stark, so er sich der Gnaden des Erlösungswerkes bedient, indem er also Jesus Christus anerkennt als Erlöser und Ihn bittet um Beistand in seinem Willensentscheid. Wird jedoch der göttliche Erlöser übergangen, wird Sein Erlösungswerk nicht anerkannt wie auch Seine Mission, dann bleibt der Mensch weiter in der Gewalt dessen, der seinen Gott abgewandten Willen in ihn gelegt hat, und er bleibt ewig in der Nacht des Todes, im Zustand tiefster geistiger Dunkelheit, ohne Erkennen seiner selbst und seines Verhältnisses zu Gott als Schöpfer und Vater, als Beherrscher der ganzen Unendlichkeit. Er bleibt auf ewig als Kind des Satans im Zustand der Unseligkeit, gebunden und geknechtet - in ewiger Gefangenschaft. Er muß unbedingt die Hilfe des Erlösers in Anspruch nehmen, Der allein ihn aus der Gewalt des Satans befreien kann, Der allein ihn aus dem Zustand des Todes erretten und ihn zum Leben erwecken kann, weil Er für ihn am Kreuz gestorben ist und mit Seinem Blut ihn losgekauft hat von dem, der Herr über ihn war seit Anbeginn. Amen. B.D. NR. 4809.

 

Buch 55 4810

Zweck - Gottes Beweise Seiner Liebe, Allmacht und Weisheit.

1. Janurar 1950. B.D. NR. 4810.

Die göttliche Allmacht greift ein, wo die göttliche Liebe sich äußern und dem Menschen sich offenbaren will in seiner Not. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich, und Sein Wille wird zur Tat durch Seine Liebe. Des Menschen Verstand aber fasset nicht, was göttliche Liebe vermag, denn sie ist Kraft, die Sein Wille manifestiert, und so kann der Mensch wahrlich um alles bitten, Gott kann es möglich machen, wenngleich es menschlich unmöglich erscheint. Und darum ist keine Not so groß, daß sie nicht behoben werden könnte von Gott, und es ist kein Werk zu schwer, daß es nicht von Gott ausgeführt werden könnte - nichts ist unausführbar, was sich ein Mensch erbittet von Ihm, so er nur an Gottes Liebe und Allmacht glaubt. Gott versagt Sich nicht, und Er verschließet nicht Sein Herz dem Kind, das in Ihm seinen Vater sieht und in seiner Not zu Ihm kommt. Der Glaube an die Liebe und Allmacht Gottes ist ein sicheres Mittel zur Abhilfe jeglicher Not. Die Allmacht Gottes kennt keine Grenzen, und die Liebe Gottes ist ohne Ende und von einer Tiefe, die unfaßbar ist für euch Menschen, die ihr aber spüren könnet, wenn ihr euch Ihm gläubig anvertraut. Daß euch Seine Liebe gilt, das beweiset euch die Schöpfung und euer eigenes Leben, denn es ist ein Gnadengeschenk Seiner Liebe, daß ihr den Weg durch die Schöpfung gehen dürfet. (2.1.1950) Weil Seine Liebe es wollte, wurde Sein Wille mächtig, die Liebekraft entfaltete sich und ließ alles erstehen - eine überaus vorbildliche Schöpfung und euch selbst als Krone derer - Seine Liebe schuf den Menschen - Er stellte ein Verhältnis her zu dem, was Er erschaffen hatte, wie ein rechter Vater zu seinem Kind. Er versorgt und betreut die gesamte Schöpfung, und Seine besondere Liebe schenkt Er dem Menschen, den Er zu einem rechten Gotteskind erziehen will. Und immer wird Seine Liebe, Seine Weisheit und Seine Allmacht zusammen wirken, um das aus Ihm Hervorgegangene zu beglücken. Was Er will, das geschieht, doch stets wird es gut sein für das Wesen, das Er zu Seinem Kind umgestalten will. Dieses wird aber auch immer Seinen Schöpfer und Vater von Ewigkeit erkennen lernen durch das weisheitsvolle Wirken Gottes, durch die sichtbaren Beweise Seiner Liebe und Seiner Allmacht. Es wird Ihn wieder lieben und nach Ihm verlangen, und das ist es, was Gott durch alle Beweise Seiner Liebe, Weisheit und Allmacht bezweckt. Er will Seine Kinder gewinnen für ewig, Er will alles, was aus Seiner Kraft hervorgegangen ist, selig machen, Er will, daß sie als selige Geister Seine Anschauung genießen, Er will, daß sie ewig selig sind. Amen. B.D. NR. 4810.

 

Buch 55 4811

Göttliche Offenbarungen: Wissen. Hilfe. Schöpfung. Wort.

3. Januar 1950. B.D. NR. 4811.

Was euch der Geist aus Mir offenbart, gilt für alle Ewigkeit. Und so werdet ihr also erkennen, daß nur das als göttliche Offenbarung gewertet werden kann, was als himmlische Weisheit anzusprechen ist, also das Wissen, das euch Kenntnis gibt von dem sonst ewig Unergründlichen, von der Wesenheit eures Schöpfers und Vaters, von Seinem ewigen Heilsplan, das Wissen um Ursache, Zweck und Ziel alles dessen, was ist. Das ist also das göttliche Wissen, was euch durch Meinen Geist vermittelt wird in Form Meines Wortes - als göttliche Offenbarung. Dazu gehört alles, was Ursache, Zweck und Ziel des Gesamten erläutert. Göttliche Offenbarungen sind ferner die Beweise Meiner Existenz, Meiner Liebe, Allmacht und Weisheit. Und so ist auch die gesamte Schöpfung eine Offenbarung Meiner Selbst für den, der sie als solche erkennen will, wie aber auch jegliche offensichtliche Hilfeleistung in irdischer Not eine Offenbarung Meinerseits ist. Denn immer werdet ihr Menschen, so ihr es wollt, eine Mich beweisende Äußerung erkennen können, ein Zeichen der Liebe des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen. Die größte Offenbarung bleibt jedoch immer Mein Wort, das durch die innere Stimme tönend oder gedanklich vernommen wird. Denn durch dieses Wort trete Ich Selbst dem Empfangenden und durch diesen auch allen Menschen nahe und äußere Mich ihnen gegenüber. Ich spreche zu den Menschen in einer Art, daß jeder Mich verstehen kann. Ich schaffe also durch das Wort eine Verbindung zwischen der geistigen und der irdischen Welt, Ich lenke die Gedanken der Menschen aus der irdischen Welt in das geistige Reich. Ich weise sie hin auf ihr Ziel und führe alle Mittel an, die den Zweck erfüllen sollen, die Menschen zum Ziel zu führen. Ich gebe den Menschen unmittelbare Offenbarungen aus der Höhe, auf daß sie der Tiefe entfliehen und aufwärts streben sollen. Denn diese Offenbarungen, die also nur den Zweck haben, die Menschen zur Höhe, zu Mir zu leiten, sind nicht vergänglich, sie bleiben bestehen bis in alle Ewigkeit, weil Mein Wort unvergänglich ist, weil, was einmal von Mir gesprochen ist, unweigerlich Ewigkeitsdauer hat und auch haben muß, ansonsten Ich nicht vollkommen genannt werden könnte. Was von Mir ausgeht, was durch Meinen Geist den Menschen kundgetan wird, muß unwiderrufliche Wahrheit sein, und die Wahrheit bleibt ewig, was sie ist. Und also bin Ich der Urquell der Wahrheit, und diesem Quell entströmt das lebendige Wasser - göttliche Offenbarungen, die zum Leben erweckende Gnadengaben sind, die der Seele verhelfen zur Vollkommenheit, zur Reife, die sie braucht, um sich mit Mir zu verbinden auf ewig. Eine göttliche Offenbarung ist durch nichts zu ersetzen, denn gibt es wohl etwas Besseres, als von Mir einer Ansprache gewürdigt zu werden, die sich stets fördernd für die Seele auswirken muß? Gibt es etwas Beseligenderes, als vom Vater belehrt zu werden, auf welchem Wege das Kind zum ewigen Leben gelangt? Gibt es einen größeren Garanten für die Wahrheit als die ewige Wahrheit Selbst? So Ich Mich aber Meiner Kinder annehme, so sind sie wahrhaft gut betreut. Darum offenbare Ich Mich denen, die Meine rechten Kinder sind, und Ich gebe ihnen Mein Wort zum Zeichen Meiner unermeßlichen Liebe. Amen. B.D. NR. 4811.

 

Buch 55 4812

Seligkeit der Seele nur im Zusammenschluß mit Gott.

4. Januar 1950. B.D. NR. 4812.

Nur in Verbindung mit Mir gibt es Seligkeit. Auf Erden zwar kann auch die Verbindung mit dem Satan im Menschen ein Glücksgefühl auslösen, doch dann werden es immer körperliche Genüsse sein, die den Menschen ergötzen, woran aber die Seele keinen Anteil hat. Die Seele findet nur im Zusammenschluß mit Mir ihr Glück und ihren Frieden, weil sie Geistiges ist, das von Mir seinen Ausgang nahm und also auch das Zugehörigkeitsgefühl zu Mir niemals verliert, nur sich dessen nicht bewußt ist als Mensch im Unvollkommenheitszustand. Das Geistige kann sich nicht zufrieden geben mit weltlichen Genüssen, und wird vom Körper aus die Seele der Materie wegen zurückgedrängt, so verdichtet sich die Hülle der Seele, die an sich Geistiges ist und nun in einen Zustand des Todes oder des Schlafes versinkt, solange sie von der Materie umgeben ist und durch den Willen des Menschen von ihr beherrscht wird. Die Seele könnte sich wohl wehren, ist aber zu schwach und gibt dem Verlangen des Körpers nach. Doch glückselig wird sie nimmer sein, solange der Körper Erfüllung seiner Begierden findet. Die höchste Glückseligkeit löset Meine Nähe in ihr aus. Sie strebt Mir zu, sowie sie einmal Meine Gegenwart verspürt hat, sowie sie einmal durch Wirken in Liebe den Zusammenschluß mit Mir gefunden hat, da Ich in jedem Werk der Liebe gegenwärtig bin und sie somit Mich an sich zieht, so sie in Liebe wirket. Und diese Seligkeit will sie nicht mehr missen und strebt Mir nur immer eifriger zu. Was eine Seele im Zusammenschluß mit Mir findet, entschädigt sie für alle Not während ihres langen Entwicklungsganges auf der Erde und für alle Leiden im Erdenleben als Mensch. Ja sie ist Mir dankbar für diese, weil sie ihr den Zusammenschluß mit Mir eingetragen hatte. Sie wird auch niemals das Glück einer Vereinigung mit Mir hinzugeben brauchen, denn ein Rückfall ist nimmermehr möglich. Sie kann wohl zum Zwecke einer Mission auf Erden für kurze Zeit das Lichtreich tauschen mit der Erde, aber im Vergleich mit der Ewigkeit ist dies nur ein einziger Augenblick, wo die Seele gewissermaßen wieder auf sich selbst gestellt ist, sich aber ständig nach oben, nach Meinem Reich, sehnt, weil sie es unbewußt empfindet, was sie dort verlassen hat. Dennoch nimmt sie die Verkörperung auf Erden als ein nötiges Liebeswerk auf sich, denn sie ist sich ihrer Mission bewußt und dienet den Menschen auch von sich aus, um ihnen gleichfalls zur Seligkeit zu verhelfen. Im Geist weilet eine solche Seele stets bei Mir, nur um ihrer selbst willen wird ihr die Rückerinnerung genommen, solange sie auf Erden lebt. Doch auf eine solche Seele hat der Satan keinen Einfluß, denn in ihr ist viel geistige Kraft, in ihr ist viel Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen. Und diese Liebe läßt sie auf Erden stets Verbindung suchen mit Mir, nach Dem sie sich sehnet, bis sie wieder mit Mir vereinigt ist. Amen. B.D. NR. 4812.

 

Buch 55 4813

Gnadenmaß unbegrenzt. Keine Bevorzugung des einzelnen.

5. Januar 1950. B.D. NR. 4813.

Es wird euch allzeit das Maß von Gnade zuteil, das ihr annehmen, d.h. wirksam an euch werden lassen wollet. Ich bin stets bereit, Gnaden auszuschütten über jeden Menschen, doch nicht alle sind gewillt, sie entgegenzunehmen, sich zu öffnen dem Gnadenstrom und sich darin zu baden. Wie oft werdet ihr von Meiner Gnade umwogt, wie oft schütte Ich das Füllhorn Meiner Gnade aus über die Erde, und es hat jeder die Berechtigung, sich in ihren Besitz zu setzen. Doch Meine Gnadengabe wird nur selten gewertet als ein Liebegeschenk von Mir von höchstem Erfolg. Und darum ist die Entwicklung der Menschen auf Erden so verschieden, darum gibt es so viele Stufen der Reife, und darum bleiben viele Menschen unten, während andere zur höchsten Höhe emporsteigen, weil immer mehr Gnade ihnen winkt, je höher sie steigen. Meine Liebe aber umfasset alle Meine Geschöpfe, und darum bedenke Ich keines karg. Nehmen können sie alle von Mir, soviel sie wollen, aber sie wollen nicht viel, d.h., nur wenige haben den Wert meiner Gnaden erkannt und bereichern sich daran, weil sie nicht beschränkt werden in der Entgegennahme von Gnaden, weil sie ständig arbeiten an sich und also auch die Gnaden wirksam werden lassen. Ich zwinge jedoch niemandem die Gnade auf. Ich gebe auch denen, die sie nicht von selbst begehren, Ich biete sie ihnen an, aber dann muß erst der Wille des Menschen bereit sein, Mein Geschenk anzunehmen, ansonsten es völlig ohne Wirkung bleibt, also sie in Wirklichkeit keine Gnade empfangen haben. Daß nun bei wenigen Menschen die Zufuhr der Gnade offensichtlich ist, darf nicht zu dem Schluß berechtigen, daß Ich diese Menschen außergewöhnlich bedenke, daß sie nach Meiner Wahl bestimmet sind, Großes zu leisten, und Ich sie darum mit Gnade überschütte. Der Wille dieser Menschen war bereit, mit Meiner Gnade zu wirken zu Meiner Ehre. Darum konnten sie auch schöpfen unermeßlich aus dem Gnadenquell, den Meine Liebe jedem Menschen erschlossen hat. Doch wer sich Meiner Gnaden bedienet, der kann alles erreichen auf Erden, was ihm geistig zum Ziel gesetzt ist. Denn Meine Gnade empfangen heißt, nichts mehr ohne Mich zu tun, jegliche Hilfeleistung von Mir zu erbitten und zu erreichen und ständig unter Meinem besonderen Schutz zu stehen. Er lebt in Meiner Gnade, Ich sehe ihn wohlgefällig an, denn seine Gedanken suchen Mich des öfteren im Bewußtsein dessen, daß Ich sein treuester Freund und Vater bin, Der ihn mit Gnadengaben überreich bedenket. Ohne Gnade braucht kein Mensch auf Erden auszukommen, d.h., stets bin Ich zur Hilfe bereit, wo Meine Hilfe benötigt wird, weil Mein Erbarmen und Meine Liebe allen Meinen Geschöpfen gilt, denen Ich zur Seligkeit verhelfen will; wer Meine Gnade annimmt, der wird selig werden, doch wer sie zurückweiset, der ist rettungslos verloren auf ewige Zeiten, weil niemand ohne Meine Hilfe dem geistigen Tode entrinnen kann. Amen. B.D. NR. 4813.

 

Buch 55 4814

Geistige Vermählung.

6. Januar 1950. B.D. NR. 4814.

Vermählet euch im Geist mit Mir, Der Ich euch alles sein will, Freund, Bruder, Vater und Bräutigam der Seele. Die Welt hat keinen Anteil an Mir, und so werde Ich die Kinder der Welt meiden müssen, und ihre Lust hat Mich nicht zum Begleiter. Sie stehen einsam in der Welt, wenngleich sie von Freunden umgeben sind, denn diese sind wieder Kinder der Welt und ohne Verbindung mit Mir. Ich aber bin alles für die Meinen und lasse niemanden allein. Denn Ich suche engste Gemeinschaft mit Meinen Geschöpfen, und was Mir noch fern ist, suche Ich zu gewinnen. Und also bin Ich einem jeden das, was er in Mir sehen möchte. Wer einen Freund braucht, dem stehe Ich mit Rat und Tat zur Seite, wer den Vater in Mir erblickt, dem schenke Ich auch Meine Vaterliebe, brüderlich ist Meine Sorge um alle, die Mich als Bruder betrachten; die Mir aber ihre ganze Liebe schenken, die will auch Ich beglücken mit Meiner Liebe, und sie sollen ewig nichts mehr verlangen als diese Meine Liebe. (8.1.1950) Die geistige Vermählung mit Mir setzt eine Liebe voraus von beiden Seiten. Meine Liebe ist ewig unveränderlich, sie wird nie nachlassen oder geringer werden, sie zieht mit ihrer Glut alles an sich, was seinen Ursprung in ihr hatte. Meine Liebe will nichts aufgeben, was sie einmal besaß, und darum könnte sich jedes Wesen von Mir geliebt fühlen. Doch erst die Gegenliebe macht das Wesen fähig, Meine Liebe zu spüren, und um diese Gegenliebe werbe Ich ununterbrochen. Erst wenn die Liebe Meiner Geschöpfe und also besonders des Menschen, einen Grad erreicht hat, der den schwächsten Grad Meiner Liebe ertragen kann, findet der Zusammenschluß, die geistige Vermählung mit Mir, statt, die wahrlich das höchste Glück ist für die Seele des Menschen, weil nun unausgesetzt Meine Liebekraft überströmen kann und die Seele dadurch glückselig wird. Im geistigen Reich ist ein solcher Zusammenschluß unbeschreiblich erhaben und beseligend; auf Erden kann der Zusammenschluß ebenfalls stattfinden, doch der Mensch als solcher verspürt nur einen Frieden in sich und das Gefühl von Geborgenheit am Vaterherzen, weil durch seine Liebe zu Mir auch sein Glaube an Meine Liebe, Weisheit und Allmacht lebendig ist und er in diesem Bewußtsein keine irdischen Sorgen mehr kennt. Ein gesteigertes Maß von Seligkeit wäre für ihn auf Erden unerträglich, solange er noch irdische Pflichten erfüllen muß und also tätig im Leben steht. Im geistigen Reich jedoch fällt jede Schranke zwischen Mir und Meinen Geschöpfen. Dann findet eine selige Vereinigung statt, von unvorstellbarer Lichtstrahlung begleitet, die das Wesen wieder in den Urzustand versetzt, in dem es frei schaffen und gestalten konnte nach seinem Willen. Und dieser Zustand ist das Ziel eines jeden Geschöpfes, wozu Ich ihm behilflich sein möchte. Nur durch innige Verbindung mit Mir im Geist und in der Wahrheit könnet ihr zu diesem Ziel gelangen, und es ist dies die geistige Kommunion, die ihr anstreben sollet nur in eurem Herzen, wozu ihr keine äußeren Zeichen und Gebräuche benötigt, weil dieser Akt des Zusammenschlusses mit Mir nur die Vereinigung des Geistesfunkens in euch mit dem Vatergeist von Ewigkeit bedingt und diese Vereinigung nur im Herzen stattfinden kann, an jedem Ort und zu jeder Zeit - wo immer das Herz recht liebeglühend nach Mir verlangt, dort werde Ich auch sein und Mich mit diesem Herzen vermählen. Amen. B.D. NR. 4814.

 

Buch 55 4815

Lehrer müssen von Gott Selbst gelehrt sein.

10. Januar 1950. B.D. NR. 4815.

Wer die Gabe hat, das Wort Gottes zu vernehmen durch die Stimme des Geistes, der gewinnt dadurch ein Wissen, das ihn befähigt, als Lehrer seiner Mitmenschen tätig zu sein; denn er ist von Gott Selbst gelehrt. Er hat zwar keine besondere Schulweisheit empfangen und wird daher selten anerkannt werden als Lehrkraft, dennoch wird er die Mitmenschen aufklären können, was oft die durch Studium herangebildeten Lehrkräfte nicht vermögen, sonderlich dann, wenn tiefere Probleme zu lösen sind, die ein Vermitteln der Wahrheit von Gott direkt bedingen. Es sind ferner oft Streitfragen zu klären, die zu Spaltungen der Kirche Anlaß gaben und die immer ein Streitobjekt bleiben werden. Darüber Aufschluß zu geben ist nur einem von Gott gelehrten Menschen möglich, und jeder ernstlich nach der Wahrheit Strebende muß die Logik der Erklärung von seiten des von Gott Gelehrten anerkennen und sie als einzige annehmbare Antwort erklären. Und es ist dann der Beweis gegeben, daß die rechte Antwort nur bei Gott zu suchen und zu finden ist. Durch noch so eifriges Studium wird sich der Mensch nicht die Weisheiten verschaffen können, die er empfängt durch eine Belehrung durch den Geist. Doch allzuwenig wird derer geachtet, allzuwenig wird die Wahrheit geprüft oder Wahrheit erstrebt. Dennoch muß ein von Gott gelehrter Diener seine Fähigkeit nützen, er muß, was er empfangen hat an Wissen, auch seinen Mitmenschen zu vermitteln suchen, er muß immer wieder die geistigen Ergebnisse den Lehren der anderen gegenüberstellen, er muß überall, wo Irrtum zu erkennen ist, mit der Wahrheit hervortreten und die Menschen aufmerksam machen darauf und ihnen anempfehlen, sich mit Gott durch inniges Gebet in Verbindung zu setzen und Ihn Selbst um Aufschluß in der strittigen Frage anzugehen. Und er wird stets Antwort empfangen, doch sie wird ihm völlig natürlich scheinend zugeführt, so daß er nun wieder selbst seinen Willen tätig werden lassen muß, um eine Prüfung vorzunehmen des Gebotenen sowohl als auch des angegriffenen Wissens. Der von Gott gelehrte Diener ist im Besitz der Wahrheit, was anders auch nicht denkbar wäre, und er wird Antwort auf jede Frage geben können, er wird aufklärend wirken können, wo noch Dunkelheit ist, denn sein Denken ist von Gott erleuchtet, und blitzschnell wird ihm jede falsche Lehre, jeder irrige Glaubenssatz bewußt und ebenso schnell auch die Berichtigung dessen, was als Irrtum vergiftenden Einfluß ausübt auf die Menschen. Wer aber im Besitz der reinen Wahrheit ist durch Gottes große Liebe und Allmacht, der zögert nicht, sie auch den Mitmenschen zu geben, und darum wird ein Suchender nicht lange zu suchen brauchen, so wird ihm ein Wahrheitsträger in den Weg treten und ihn belehren, und wohl denen, die auf seine Stimme hören, die annehmen, was Gott Selbst ihnen sendet durch Seine Boten, durch Seine Jünger, die Er Selbst erwählet, um das Evangelium zu tragen in alle Welt. Amen. B.D. NR. 4815.

 

Buch 55 4816

Gerechtigkeit Gottes. Schuld und Sühne. Gebundenheit - Erlösung.

11. Januar 1950. B.D. NR. 4816.

Alle Geschöpfe, die im Zustand des freien Willens sind, haben eine gewisse Erkenntnisstufe erreicht, d.h., sie sind fähig, ein bestimmtes Wissen entgegenzunehmen. Ob es ihnen aber verständlich ist, ob es sie wirklich in den Zustand des Erkennens versetzt, ist davon abhängig, wie der Mensch seinen freien Willen gebraucht. Denn es ist der Zustand des Erkennens das Zeichen der Aufwärtsentwicklung des Menschen, er ist ein Reifegrad der Seele, den der freie Wille des Menschen anstreben soll und der daher nicht willkürlich ihm zugeteilt wird. Die Aufwärtsentwicklung aber ist Folge eines Lebenswandels nach dem Willen Gottes, und Gottes Wille ist ein Leben in Liebe. Sonach kann nur ein liebetätiger Mensch im Erkennen stehen, also das höhere Wissen kann nur dann erworben werden, wenn sich der Mensch eines Lebenswandels in Liebe befleißigt. Dann aber wird er für alles Verständnis haben, er wird sich nur in Gedanken mit einer Frage zu beschäftigen brauchen, und in Gedanken wird ihm auch die rechte Antwort zugehen - er wird wahrheitsgemäß denken und ein reiches Wissen gewinnen. Doch es wird auch Probleme geben, deren Lösung göttliche Unterstützung bedingt, weil der menschliche Verstand an sich ewig nicht damit fertig würde, denn sie erfordern die geistige Wiedergeburt des Menschen, sie erfordern einen Reifegrad, der nicht oft bei den Menschen anzutreffen ist. Doch Gott verweigert niemals die Antwort auf solche Fragen, wenn sie allen Ernstes an Ihn gestellt werden. Er allein kann auch das den Menschen Unverständliche so darbieten, daß es ihnen verständlich wird, wenn sie Ihn innig darum bitten, doch immer ist ein gewisser Glaube notwendig, der auch unverständlich Scheinendes annimmt, solange der Mensch noch unerweckten Geistes, denn dem erweckten Geist ist alles verständlich. (13.1.1950) Nichts gibt es, was nicht Gottes Liebe erkennen ließe, was nicht Gottes Liebe zur Begründung hätte. Doch es kann die Gerechtigkeit Gottes nicht ausgeschaltet werden, weil die Vollkommenheit Gottes solche bedingt. Und damit schon ist ein großes Problem geklärt: Die Erlösung der Menschheit durch Christus. Es stand auf der einen Seite eine übergroße Schuld, auf der anderen Seite die ewige Gottheit, an Der das Geistige schuldig wurde. Die Schuld war aber darum so groß, weil das Geistige die Erkenntnis besaß, also nicht als Folge mangelnder Erkenntnis sündigte. Es forderte diese Versündigung auch die Gerechtigkeit Gottes heraus, weil die Vollkommenheit Gottes niemals von Seinem Grundprinzip abgehen kann - Sühne für jeden Verstoß gegen die göttliche Ordnung, der sich vollzog mit dem Abfall des Geistigen von Gott. Die Sühne aber war unsagbar schwer, weil die Sünde endlos schwer war. Der Abstand von Gott hatte die Schwächung des Geistigen zur Folge. Es verlor das Geistige jegliche Kraft, es konnte nicht mehr aus eigener Kraft einen steilen Weg bergauf gehen, sondern sank ständig tiefer, bis Sich dieser geistigen Wesen ein Lichtwesen erbarmte, bis Dieses dem Schwachen, Gesunkenen zu Hilfe kam, bevor es sich ganz verlor in die Tiefe. Es wollte das Lichtwesen die Schuld sühnen, Es wollte Sich Selbst opfern für die unglückseligen Wesen, die nach endlos langem Entwicklungsgang nun im Stadium als Mensch zu versagen drohten, weil sie kraftlos waren. Und es stieg dieses Lichtwesen zur Erde hernieder - ein Kind Gottes verkörperte Sich als Mensch, um den Mitmenschen zu helfen. Das Lichtwesen stand im Verband mit Gott, und Es wußte um den unglückseligen Zustand der Wesen, die auf Erden wandelten und ihres eigentlichen Zweckes vergaßen. Das Lichtwesen wußte aber auch einen Weg, der aus diesem unglückseligen Zustand herausführte. Es wußte um alles, was im geistigen Reich, auf Erden und unter der Erde sich abspielte, d.h. um das Los derer, die in der Tiefe weilten. Und als selbst aus dem Lichtreich stammend, wollte Es den Menschen den gleichen beneidenswerten Zustand verschaffen. Doch Es stieß auf einen großen Widerstand. Es arbeitete ein Wesen aus der Finsternis gegen das Wesen des Lichtes mit Wort und Tat. Es band dort, wo das Lichtwesen lösen wollte, d.h., das Wesen der Finsternis hatte großen Einfluß auf die Menschen und trieb sie an zu ihrem Denken, Wollen und Tun. Doch es entsprach letzteres nicht dem Willen Gottes, also wirkte das Wesen der Finsternis in Gott-widrigem Sinne, und es hätte der Mensch seinem Einfluß widerstehen müssen, wenn er sein einstiges Unrecht gegen Gott hätte gutmachen wollen. Doch dazu war der Mensch zu schwach, er war gewissermaßen gefesselt durch den Willen des Gegners von Gott. Sollte nun den Menschen Erlösung werden von dessen Macht, so mußte sich ein Wesen ihm stellen, das über starke Willenskraft verfügte, das bewußt zu Gott stand und Dessen Kraft und Macht in Anspruch nahm im Kampf wider jenen. Und dieses Wesen war Jesus Christus, Er war das als Mensch verkörperte Lichtwesen, Das überaus stark im Willen war und dem Gegner eine Waffe entgegensetzte, wider die er machtlos war. Die Liebe, die Jesus mit Gott verband und Ihn zum Kraftempfänger aus Gott machte. Und so war Er dem Gegner überlegen, und Er befreite unzählige Menschen aus dem Joch der finsteren Macht. (14.1.1950) Das Joch aber bestand darin, daß der Mensch, als nach oben oder nach unten sich entscheiden könnend, den größten Anreiz nach unten verspürte durch den Einfluß dessen, dem er seinen Unvollkommenheitszustand verdankte, daß er also an allem Gefallen fand, was Gott-widrig war, daß er alles anstrebt, was dem Körper behagt und die Seele herabzieht. Das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen suchte der Gegner Gottes für sich zu gewinnen, und er stieß dabei auf wenig Widerstand, weil sich im Menschen alle Triebe wiederfanden, die des Gegners Prinzip waren. Es war also der Mensch gewissermaßen hörig jener Macht, die ihn nicht frei gab, sondern stets mehr und mehr bedrängte, so daß er stets ihren Willen ausführte und sich von Gott immer mehr entfernte. Es war der Mensch ein schwaches Geschöpf, dessen Wille gefesselt war, weshalb er sich nicht wehren konnte - was wohl sehr leicht möglich gewesen wäre, so er die Liebe als Gegenkraft gebraucht hätte, gegen die der Gegner Gottes ohnmächtig ist. Darum mußte als Retter Einer kommen, Der den Menschen erstmalig bewies, daß ein Lösen von dem Gegner wohl möglich war, aber nur durch die Liebe, die dem Menschen Kraft einträgt zum Widerstand, also Willensstärke nach sich zieht. Er mußte ferner die Menschen aufklären über ihre Lebensaufgabe, weil durch den Einfluß vom Gegner Gottes ihnen jegliche Kenntnis mangelte. Der Erlöser aus geistiger Not mußte den Menschen also das Licht bringen und Kraft vermitteln. Er mußte ihnen verhelfen zur Freiheit, Er mußte den Gebundenen die Ketten lösen, denen sie sich allein nicht entwinden konnten. Das Erlösungswerk Christi erstreckt sich nur auf den Geisteszustand der Menschen, der so unbeschreiblich tief war, daß ein Erheben aus eigener Kraft unmöglich war - eben durch den Mangel an Liebe. Und darum unterwies Jesus Christus zuerst die Menschen, und Er gab ihnen als Wichtigstes das Liebegebot, auf daß sich die Menschen selbst in den Besitz von Kraft und Licht bringen konnten. Dann aber erwarb Er durch Seinen Tod am Kreuze einen geistigen Fond, d.h. einen Gnadenschatz, den jeder Mensch heben kann, der an Ihn und Sein Erlösungswerk glaubt. Er erwarb den Willensschwachen Verstärkung des Willens und Vergebung ihrer Schuld. Gott sah das Liebeswerk eines Menschen wohlgefällig an, und Er gewährte Ihm Erfüllung der Bitte, die der Mensch Jesus für Seine Mitmenschen Ihm vortrug. Er gab Sich zufrieden mit dem Tode eines Menschen, Der die Mitmenschen vom geistigen Tode erretten wollte. Die Liebe des Gottmenschen Jesus war so stark, daß sie der ewigen Gottheit Genugtuung war, Die Sich nach der Liebe aller Menschen sehnte. Er gab Sein Blut hin für die Sünden der Menschheit, Er löschte mit Seinem Blut die Schuld, doch wohlgemerkt - nur derer, die Ihn und Sein Erlösungswerk anerkennen und zur Schar der Erlösten gehören wollen, ansonsten alles Geistige schon erlöst wäre, doch dann nicht den Zustand der Vollkommenheit erreichen könnte, der die freie Willensprobe bedingt. Amen. B.D. NR. 4816.

 

Buch 55 4817

Verunstaltung der reinen Lehre Christi. Freier Wille.

15. Januar 1950. B.D. NR. 4817.

Was Ich zu euch Menschen auf Erden gesprochen habe, das sollte in aller Reinheit erhalten bleiben. So war es Mein Wille, und darum gab Ich euch gleichzeitig die Verheißung, daß Ich im Geist bei euch bleibe und also darüber wachen wollte, was als Mein Wort auf Erden verkündet wird. Doch diese Verheißung galt nur denen, deren Wille Mir voll zugewandt war; sie galt denen, die nach Mir verlangten im Herzen und in Mir den Vater von Ewigkeit sahen. Ich konnte und wollte aber niemals den Willen der Menschen binden, und so war es auch nicht zu verhindern, daß Menschenwille Meine reine Lehre verunstaltete, daß hinzugefügt und weggelassen wurde, was diesen Menschen recht war, und dadurch Mein Wort an seiner Reinheit verlor, daß es mit zusätzlichem Menschenwerk untermischt wurde und daher auch an Kraft und Wirkung verlor, die ursprünglich Meinem Wort anhafteten und so lange, wie die Lehre göttlich, also frei von Menschenwerk war. Den menschlichen Willen mache Ich nicht unfrei. Verständlich aber ist es, daß dieser Wille von Meinem Gegner beeinflußt wurde, sowie ein Mensch sich durch Denken, Wollen und Handeln ihm hörig macht. Verständlich ist es, daß aus eines bösen Menschen Mund keine Wahrheit mehr strömen kann, wie auch das Denken dessen der Wahrheit entgegengerichtet sein muß, so er mit Meinem Gegner mehr harmoniert als mit Mir. Die Macht Meines Gegners ist groß, und doch wieder nicht so groß, daß die Menschen ihm verfallen müssen. Ihr Wille allein bestimmt den Einfluß auf die Seele des Menschen. Und daher war bald die reine Wahrheit illusorisch geworden, wo die Menschen Mich Selbst nicht gegenwärtig sein ließen durch ihren Willen, ihre Liebe und ihren Lebenswandel. Doch Ich bleibe im Geist bei euch. Ich war und bin immer gegenwärtig, wo Mir die Herzenstür geöffnet wird und Wohnung bereitet. Und dort werde Ich auch immer Worte der Liebe und der Wahrheit reden, und wer Mich also im Herzen vernimmt, wer Mich durch den Geist zu sich reden lässet, der wird immer in der reinen Wahrheit stehen und nicht zu fürchten brauchen, daß er Unwahrheit entgegennimmt. Und so findet eine ständige Reinigung der Lehre statt, die als Lehre Christi auf Erden verkündet wird und nicht mehr der reinen Wahrheit entspricht, die nicht mehr das ist, was sie war zur Zeit Meines Erdenwandels. "Himmel und Erde werden vergehen, aber Mein Wort bleibt bestehen in Ewigkeit." Doch nur das reine Wort aus Mir hat Bestand, durch Menschen verändertes Wort aber verfällt, selbst wenn es durch Menschenwillen ein langes Bestehen hat, es wird aber niemals der Wahrheit standhalten können, wenn diese in hellstem Licht zu leuchten beginnt. Denn die reine Wahrheit ist wie ein scharfes Schwert, das alles besiegt, was sich nicht ihr unterwirft. Die Wahrheit wird siegen, weil sie von Mir ist, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin. Amen. B.D. NR. 4817.

 

Buch 55 4818

Ankündigung des Gerichtes. Langmut Gottes.

17. Januar 1950 B.D. NR. 4818.

Um der wenigen willen, die noch unentschieden sind, zögere Ich noch immer mit Meinem offensichtlichen Hervortreten, und das gibt euch Veranlassung, an Meinem Wort zu zweifeln oder den göttlichen Ursprung dem zur Erde geleiteten Wort abzusprechen. Ich habe wohl eine große Langmut, Ich trage dem Schwachen, Unentschlossenen Rechnung, Ich suche noch möglichst viele zu retten vor dem Untergang und wende daher alle Mittel an, sie umzustimmen, und so stehe Ich noch immer von Meinem Vorhaben ab. Doch einmal ist die Zeit abgelaufen, und ihr Menschen werdet nicht mehr lange zu warten brauchen, dann wird sich Wort für Wort erfüllen zum Leidwesen unsagbar vieler Menschen, euch aber zur Bestätigung dessen, was Ich euch angekündigt habe. Ihr sollet nicht zweifeln, selbst wenn ein Tag nach dem anderen vergeht, ohne das angekündigte Gericht zu bringen. Heut noch könnet ihr mitten im Weltgetriebe leben in Lust und Freuden, und morgen schon kann euch ein Grauen erfüllen angesichts der Zerstörung um euch, die ihr am Leben bleibet. Heute noch kann Ruhe sein überall und morgen schon der stärkste Sturm, dem alles zum Opfer fällt. Glaubet nur, daß Ich Selbst zu euch spreche, euer Gott und Schöpfer, euer Vater von Ewigkeit, so euch die Offenbarungen von oben zugeleitet werden; glaubet, daß dies nur geschieht, weil ihr nahe vor dem Ende stehet und Ich euch retten will, indem Ich euch Mein Wort zuleite. Verstehet es, daß Ich Mir Diener auf Erden erwählen mußte, weil euch die Wahrheit abgeht und ihr ohne die Wahrheit nicht selig werden könnet. Nehmet jedes Wort dieser Meiner Offenbarung ernst und glaubet es, daß das Ende nahe ist, wenngleich die Welt euch eines anderen belehren möchte. Ich lasse wohl alles seinen Gang gehen und hindere Meinen Gegner nicht, so er euch in seine Fangnetze ziehen will, indem er euch locket mit den Freuden der Welt, darum eben sende Ich euch Meine Boten zu, die euch warnen sollen und mahnen, nicht der Welt zu verfallen; höret sie an, wendet euch nicht unwillig ab, bedenket jedes Wort von ihnen und bereitet euch vor, denn der Tag ist schon bedenklich nahe, der euch aufstört aus dem Leben der Ruhe und der Behaglichkeit, das ihr erstrebet und euch auch zu verschaffen wisset. Es ist nicht das rechte Leben, das ihr führet, denn die Welt zieht euch hinab. Suchet euch nicht zu betäuben oder selbst zu belügen, erschreckend wird die Wahrheit zutage treten, weil es kein Bestehen der Lüge gibt und somit auch keinen Bestand dessen, was dem Reich des Gegners angehört, der die Wahrheit scheut und sie zu verdrängen sucht. Darum warne Ich euch noch einmal, Mein Wort leichtsinnig abzulehnen oder geringzuschätzen. Sehr bald werdet ihr Meines Wortes gedenken und in Mir Den erkennen, Der die Welt regieret und euer aller Schicksal lenkt, Der zu euch Worte der Liebe geredet hat, die ihr nicht annahmet als Worte des Vaters, weil die Stimme der Welt lieber gehört wurde von euch. Wachet auf, die ihr noch schlafet, und bereitet euch vor auf den Tag, der so sicher kommet, wie sich Mein Wort erfüllet, weil es die ewige Wahrheit ist. Amen. B.D. NR. 4818.

 

Buch 55 4819

Geistige Wende. Letztes Gericht.

18. Januar 1950. B.D. NR. 4819.

Die Welt steht vor einer Wende, d.h., alles was weltlich ist auf der Erde, erfährt durch einen Vernichtungsprozeß eine totale Veränderung in materiellem Sinn, und nur das Geistige ist von Bestand und überdauert den Vorgang des Vernichtungswerkes und wirket in anderer Verformung auf einem neuen Schöpfungswerk fort. Die Erde also erneuert sich, sie geht aus dem Vernichtungswerk in völlig neuer Gestaltung hervor und wird wieder von Menschen bewohnt, die zum Teil von der alten Erde stammen und zum Teil auch in hoher geistiger Reife aus diesem alten Stamm hervorgehen. Es ist ein Abschluß einer Entwicklungsperiode, der sich vollziehen wird in kurzer Zeit. Es geht eine Erlösungsperiode zu Ende, und es beginnt eine neue, doch so grundverschieden von der alten, daß eben von einer Wende gesprochen werden kann, vor der die Menschheit steht, die rein geistig und auch irdisch zu verstehen ist. Der geistige Tiefstand der Menschen bedingt ein Auflösen und Neuformen alles dessen, was Geistiges birgt, auf daß kein Stillstand oder Rückgang eintritt in der Aufwärtsentwicklung des Geistigen. Immer wird dem Willen des Menschen Rechnung getragen, d.h., ihm wird das Los zugeteilt, was sein Wille anstrebt. Und da die Menschen in der letzten Zeit nur noch Materie-Jäger sind, werden sie selbst, was sie begehren - die härteste Materie umschließt ihre Seele und gibt sie nicht mehr frei, bis wieder durch Gottes Willen das Geistige erlöst wird aus der härtesten Form, bis es reif ist, in weniger harter Verformung zu weilen, und sich nun langsam zur Höhe entwickelt im Mußzustand, bis es erneut in das Stadium als Mensch eintritt, in dem es sich endgültig erlösen kann, wenn es will. Doch der Zeitraum einer solchen Entwicklungsperiode ist so groß, daß der Mensch in der kurzen Erdenlebens (zeit, d. Hg.) keine offensichtliche Beendung der Schöpfung wahrnehmen kann und er sonach ein Ende einer Periode, einen geistigen Wendepunkt, nicht anerkennen will und er daher auch seine geistige Entwicklung nicht ernst nimmt. Und so will die Menschheit auch jetzt nicht glauben, daß sie kurz vor der Beendigung einer Erdperiode steht, und sie erkennt nicht die große Gefahr, die auf sie lauert - sie weiß es nicht oder will es nicht glauben, daß die Erde alle verschlingt, die noch mit der Materie eng verbunden sind, so daß sie Gott darüber gänzlich vergessen. Sie wollen es nicht glauben und werden daher überrascht sein, wenn alle Anzeichen darauf hinweisen, daß der Tag im Anzuge ist, daß die Erde ihre letzten Tage erlebt. Denn offensichtlich wird Gott zuvor noch in Erscheinung treten, und wer nicht ganz verstockt ist, wird Ihn auch erkennen. Doch die meisten haben das Schicksal zu erwarten, das ihnen angekündigt ist, daß die Erde sich auftut und verschlinget, was vor Gottes Augen nicht bestehen kann. Und es geht eine neue Erde hervor, die belebt ist von denen, die Gott treu bleiben und ausharren in größter Not bis zum Ende, weil sie an Ihn glauben und an Sein Wort. Amen. B.D. NR. 4819.

 

Buch 55 4820

Zustand im Jenseits.

19. Januar 1950. B.D. NR. 4820.

Habt ihr einmal die Pforte des Todes durchschritten, so werdet ihr die körperliche Hülle nicht mehr spüren, sondern leicht und frei euch bewegen können, ihr werdet nicht gehindert werden zu weilen, wo ihr wollt; es wird keinerlei Zwang auf euch ausgeübt werden. Und dennoch kann dieser Zustand auch für euch qualvoll sein, und zwar, wenn ihr euch in der Finsternis befindet, wenn es um euch lichtlos ist und ihr nichts zu erschauen vermögt. Diese geistige Blindheit ist verbunden mit völliger Kraftlosigkeit und mit einer Willensschwäche, die sich nicht aus ihrer Lethargie erheben kann. Es ist also nichts von außen Wahrnehmbares, was euch beeinflußt, sondern in euch selbst kann noch eine Fessel sein, die euch hindert am Leben, d.h. an einer Tätigkeit nach dem Willen Gottes, die jedoch alle die Seelen ausführen dürfen, die beim Verlassen der Erde lichtempfänglich sind und also in ein Reich versetzt werden, wo sie stets Schöneres schauen dürfen. (20.1.1950) Dieses Reich mit allen Herrlichkeiten zu bewohnen ist ein unermeßliches Glück für die aus dem Leben geschiedenen Seelen, denn sie lassen alles Irdische, Schwere, Leidvolle und Unvollkommene zurück und sind nun in seelischer Verbundenheit mit Geistwesen, die voller Liebe, Weisheit und Kraft sind. Und daran nimmt die Seele von nun an teil und ersieht immer Neues und ihre geistigen Sinne Fesselndes, sie sieht Schöpfungen, die überaus herrlich anzusehen sind in ihrer Gestalt und nicht verglichen werden können mit irdischen Schöpfungen. Zudem ist sie nicht mehr an Zeit und Raum gebunden, sie kann weilen, wo sie will und sich sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft versetzen. Es gibt für sie kein Raum- und Zeitgesetz, sowie die Seele vollkommen geworden ist, also in das Lichtreich Eingang gefunden hat. Dennoch sind auch dort die Lichtgrade verschieden, was zu immer eifrigerem Streben anregt und auch die Wesen miteinander vereinigt, um mit vereinter Kraft schaffen und gestalten zu können. Das Wirken in Liebe ist auch in diesem Reich höchstes Gesetz, weshalb die Lichtwesen in vollendeter Harmonie füreinander tätig sind, Glück spendend und Glück empfangend. Ihre ständige Arbeit gilt aber den Seelen der Finsternis, die sie in äußerster Not wissen und helfend belehren möchten. Wo geistige Finsternis ist, dort ist auch kein Lebenstrieb, die Wesen sind völlig apathisch, wenn sie nicht zornglühend und rachedurstig sind und in ständigem Kampf miteinander liegen. Letztere brauchen endlose Zeiten, bis sie zur Ruhe kommen und in den apathischen Zustand verfallen. Doch erst dann ist ihnen zu helfen von seiten der Lichtwesen. Im Gegensatz zu diesen sind die unvollkommenen Wesen zumeist voller Eigenliebe und daher schwer den Belehrungen zugänglich, die das Liebegebot zum Inhalt haben. Doch die Lichtwesen sind voller Geduld und werden nie müde, ihnen beizustehen, so daß fast stets mit einem geistigen Aufstieg zu rechnen ist, wo die Wesen ihre schlechten Triebe abgelegt haben und sich nicht mehr gegenseitig zu zerfleischen suchen. Der Zustand der Teilnahmslosigkeit ist immer das Vorstadium des Erwachens aus dem Schlafe, und es bedarf nur einer liebenden Unterstützung, daß auch diese Seelen einen Lichtschimmer bekommen und sehend werden. Doch es währet oft lange Zeit, weil auch im geistigen Reich der freie Wille vorangestellt wird, der unangetastet bleiben muß, soll das Wesen selig werden. Amen. B.D. NR. 4820.

 

Buch 55 4821

Gnade der inneren Erleuchtung.

21. Januar 1950. B.D. NR. 4821.

Die Gnade der inneren Erleuchtung beweist das rechte Verhältnis zu Mir, ansonsten sich Mein Geist nicht im Menschen äußern könnte, denn nur, wo ein Kind mit dem Vater die rechte Verbindung eingegangen ist, kann das Kind die Stimme des Vaters vernehmen. Als geistige Lebewesen mit Bewußtsein und freiem Willen traget ihr Menschen ein Fünkchen Meines Gottesgeistes in euch, doch so lange wie isoliert von Mir, wie euer Wille noch nicht zu Mir gerichtet ist. Solange ist aber auch dieser Geistesfunke untätig, er schlummert in einer Umhüllung, die sein Wirken unmöglich macht, weil göttliche Kraft nicht sich zwangsmäßig durchsetzt, sondern erst dann wirksam wird, wenn sie keinen Widerstand mehr findet. Und ob Ich nun auch gewissermaßen in euch bin, weil dieser Geistesfunke doch Mein Anteil ist, so könnet ihr doch nichts von Mir spüren, solange ihr nichts spüren wollet. Euer Wille allein schafft den rechten Zustand, euer Wille allein muß das rechte Kindesverhältnis zum Vater herstellen, dann ist der Zusammenschluß des Geistesfunken mit dem Vatergeist gleichfalls hergestellt, und dann vernimmt das Kind jede Äußerung des Vaters durch den Geist in sich. Wer aber als Kind dem Vater gegenübertritt, der tut auch Dessen Willen, und so muß der Lebenswandel eines Menschen, der Meine Stimme in sich vernehmen will, auch Meinem Willen entsprechen, und wer den Willen des Vaters tut, dem gehört auch Seine Liebe, die wieder als Kraft auf die Seele einwirkt und ihr zur Vollkommenheit verhilft. Die Kraft nun kommt in Form Meines Wortes zum Ausdruck, in erleuchtetem Denken und Reden - in der Fähigkeit, Mein Wort aufzunehmen und wieder Verkünder Meines Wortes zu sein den Mitmenschen gegenüber. Alles, was der Mensch also tut für das Reich Gottes, jegliche geistige Arbeit, ist der Beweis von ihm zuströmender Kraft aus Mir, die also in der Arbeit für Mich und Mein Reich verwertet wird und dem Menschen selbst erhöhte Seelenreife einträgt. Ihr dürfet also nicht ein körperliches Kraftgefühl erwarten, so von Kraftzuwendung die Rede ist, sondern ihr müsset eure geistige Entwicklung, den Fortschritt im Wissen, die Gabe, zu lehren oder die Mitmenschen aufzuklären, als Auswirkung der Kraftübermittlung von Mir ansehen, und dann werdet ihr auch die Wahrheit Meines Wortes erkennen und aus dem Wort selbst die Kraft entziehen, weil es euch erhöhtes Wissen sichert, mit dem ihr wieder eifrig tätig sein könnet für Mein Reich. Doch auch körperlich ist die Kraftzuwendung spürbar, weil Ich eines jeden Kindes irdische Kraft vermehre, so es für den Vater diese Kraft verwenden will. Wenn auch die Glaubensproben Meinen Dienern auf Erden nicht erspart bleiben, so lasse Ich sie aber nicht unfähig werden zur Arbeit, indem Ich ihnen die Lebenskraft schmälere. Denn ihre Aufgaben sind wichtig und ihre Hilfeleistung den Mitmenschen gegenüber dringend nötig, darum versehe Ich Meine Diener auf Erden auch irdisch mit Kraft, auf daß sie die Arbeit in Meinem Weinberg auch ausführen können. Denn die letzte Zeit erfordert rüstige und treue Arbeiter, die so innig mit Mir verbunden sind, daß Ich durch den Geist in ihnen wirken kann; denn sie sollen als Vorbild dienen allen, die gewillt sind, das rechte Verhältnis mit Mir herzustellen, allen, die als Kinder zum Vater kommen wollen und mit Ihm sprechen. Sie sollen den Beweis geben, daß der Vater Sich einem jeden Kind zuneigt, das zu Ihm in Liebe kommt und in Seinem Willen lebt. Denn Meine Liebe sehnt Sich nach den Geschöpfen, die aus Mir hervorgegangen sind und die Ich ewig nicht verlieren will. Amen. B.D. NR. 4821.

 

Buch 55 4822

Heilsplan Gottes.

21. Januar 1950. B.D. NR. 4822.

Was in Meinem Heilsplan beschlossen ist, das findet unwiderruflich statt, denn Meine Weisheit erkannte die Notwendigkeit dessen, um das Mir einst abtrünnig Gewordene zur Vollendung zu führen. Die Zeit für jegliches Geschehen ist festgelegt seit Ewigkeit, weil Mir auch seit Ewigkeit der Wille des Geistigen ersichtlich war, so daß Ich also auch erkannte, in welcher Zeitdauer ein Entwicklungsprozeß als beendet oder als verfehlt anzusehen ist, weshalb immer neue Entwicklungsphasen beginnen, wenn keine Ergebnisse erzielt werden. Da es also nun klar vor Mir liegt, daß und wann die Menschen versagen, ist es seit Ewigkeit festgelegt, wann eine neue Erdperiode beginnt und die alte also beendet ist. Und dieser Zeitpunkt wird innegehalten, weil ein Abgehen davon sich nur übel für das Geistige auswirken würde und Meine ständige Sorge nur diesen Wesen gilt, die durch ihre Unvollkommenheit in arger Not sind. Der Abschluß einer Erdperiode ist sonach zeitmäßig festgelegt und kann nicht durch Menschenwillen hinausgeschoben werden, doch Menschenwille kann die Art und Weise des Endes einer Entwicklungsperiode zu einem weniger schmerzlichen gestalten, so er bereit wäre, sich Meinem Willen unterzuordnen, so daß also eine Zerstörung der alten Erde mehr das in den Schöpfungen noch gebundene Geistige betreffen würde, während der Mensch, der nach Meinem Willen zu leben sich bemüht, den Lohn dafür ernten könnte in einem schmerzlosen Hinübergehen in das geistige Reich oder auch im plötzlichen Versetzen auf eine neu erstandene Schöpfung. Ein Mir sich unterstellender Wille benötigt keine so scharfen Erziehungsmittel, und es könnte die Zeit des Endes der Erde für die Menschen ohne jegliche Schrecken herankommen. Doch daß sie kommet, können die Menschen nicht mehr aufhalten trotz einer möglichen Wandlung des Willens. Denn dieses ist bestimmt seit Ewigkeit. Den Glauben daran können die Menschen wohl abschütteln, doch dann nur zu ihrem eigenen Schaden. Ist aber der Mensch gläubig, dann kann er für sich selbst die Schrecken verringern, wenn er sie auch nicht gänzlich abwenden kann der Mitmenschen wegen. Doch sowie er als einzelner sich Meinem Willen unterwirft, steht er in Meinem besonderen Schutz, und das Mir gänzlich Widersetzliche nebst dessen Herrn kann ihm nicht Schaden an der Seele zufügen, wenngleich er irdisch auch bedrängt wird. Doch für sich selbst ist ein solch gläubiger Mensch stark, weil Meine Kraft ihn durchströmt und er sich in Meinem Schutz sicher und geborgen fühlt. Ich gebe den Meinen Kenntnis von Meinem ewigen Heilsplan, Ich künde ihnen das nahe Ende an Ich mache sie aufmerksam auf die Anzeichen dessen und gebe ihnen die Verheißung auf Meine Hilfe, Meine Gegenwart und Mein Kommen in größter Not. Und wer diesen Meinen Worten glaubt, der wird die Zeit des Endes ohne Schaden an seiner Seele überleben, er wird sich nicht zu bangen brauchen, denn sein Glaube gibt ihm die Anwartschaft auf Meine Hilfe, sein Glaube gibt ihm Kraft und Gnade, daß er Mir treu bleibt und ausharret bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4822.

 

Buch 55 4823

Zweck der Schöpfung. Wiedereinzeugung in Materie.

25. Januar 1950. B.D. NR. 4823.

Ein überaus weiser Schöpfer war am Werk, als das gefallene Geistige sich in äußerster Gottferne befand und sich selbst jeden Rückweg zu Ihm abgeschnitten hatte durch die schwerste Sünde, durch das Verschmähen Seiner Liebekraft in Hochmut und Herrschgier. Die unendliche Liebe Gottes sann auf Mittel und Wege, dieses sündig gewordene Geistige wieder zu Sich zurückzuleiten, und Seine Weisheit erkannte einen Weg für erfolgreich - den Gang durch die gesamte Schöpfung, durch Formen, die einander dienen mußten und so den Zweck erfüllten, der ihnen gesetzt war. Seine Liebe und Weisheit formte also aus Seiner Kraft Außenhüllen für das gefallene Geistige, die es zu dienender Tätigkeit anregen sollten, und diese Schöpfungswerke waren bestimmt, eine stufenweise Aufwärtsentwicklung zuwege zu bringen, indem das Geistige darin gewissermaßen im Mußzustand dienen konnte und dadurch die Entfernung von Gott mehr und mehr verringerte. Diese Formen, also göttliche Schöpfungswerke, sind so vielseitig, daß sie jegliches unreife Geistige bergen können, also durch ihr natürliches Werden und Vergehen auch die verschiedensten geistigen Wesenheiten aufnehmen und wieder frei geben können, bis diese Wesenheiten einen bestimmten Reifegrad erreicht haben. Der göttliche Schöpfer ersah alle Möglichkeiten eines Ausreifungsprozesses, und darum ist auch die Schöpfung so vielseitig und umfaßt Schöpfungswerke in allen Reifegraden, doch Ihm allein ist es ersichtlich, welchen Erfolg das Geistige verzeichnen kann, Er allein weiß um die vielen Stationen, die es durchwandeln muß, bis es zum Stadium des freien Willens als Mensch gelangt. Er bestimmt die Zeitdauer jeglicher Schöpfung, Er bestimmt eines jeden Werkes Tätigkeit, und Er allein erkennt den Grad der Reife, der dann die Verkörperung als Mensch ermöglicht. Er ersah aber auch die negativen Erfolge, Er sah das Geistige, das schon fast in Seiner Nähe war, wieder zurücksinken in die Tiefe, weil es über den freien Willen verfügte, den Gott achtet und den das Wesen aber erneut mißbraucht. Seine Schöpfungen bezeugen unübertreffliche Weisheit, also es sind Wege der Entwicklung zu gehen, die einen sicheren Erfolg garantieren könnten, doch Er läßt dem Menschen vollste Freiheit, Er zwingt ihn nicht, Ihn anzuerkennen und sich Ihm unterzuordnen, wie Er aber auch nicht das Wesen völlig Seinem Gegner überläßt, sondern ständig bemüht ist, ihm emporzuhelfen, auf daß es selig werde. Gottes unendliche Liebe und unübertreffliche Weisheit erkennt und schafft wohl alle Möglichkeiten zur Vollendung des Geistigen, doch der freie Wille ist ausschlaggebend, ob die Aufwärtsentwicklung im Stadium als Mensch vor sich geht oder das Geistige im Widerstand verharrt und wieder erneut in die Tiefe sinkt und den Entwicklungsgang von neuem beginnen muß. (26.1.1950) Die Wiedereinzeugung in die feste Materie geht nur dann vor sich, wenn eine Schöpfungsperiode ihren Abschluß gefunden hat, wenn also sämtliche Schöpfungen das Geistige frei geben, sie zu diesem Zweck durch Gottes Willen aufgelöst werden, was Zerstörung des Schöpfungswerkes bedeutet, wo die Aufwärtsentwicklung begonnen hat. Gottes Weisheit und Liebe lässet wieder neue Schöpfungen entstehen, die wieder durch die ihnen zugewiesene Bestimmung geeignet sind, dem in ihnen gebundenen Geistigen zur Höherentwicklung zu verhelfen. Dann wird der unterbrochene Entwicklungsgang fortgesetzt, wieder mit dem gleichen Ziel, dem Stadium des freien Willens als Mensch, wo die Vollendung oder erneuter Abfall stattfinden kann, weil die Liebe Gottes wieder an das Wesen herantritt und angenommen oder auch abgewiesen werden kann. Vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, und mit unendlicher Langmut und Geduld betreut Er die Wesen, und wenn unzählige Entwicklungsphasen nötig sind, so ein Wesen besonders hartnäckig im Widerstand zu Ihm verharrt - Er gibt ihm immer wieder neue Möglichkeiten, bis es endlich sein Ziel erreicht hat, bis es zurückgefunden hat zu Dem, von Dem es einst seinen Ausgang nahm. Amen. B.D. NR. 4823.

 

Buch 55 4824

Wer Gott nicht verlässet, den verlässet auch Er nicht.

28. Januar 1950. B.D. NR. 4824.

Verlasset Mich nicht, so ihr nicht von Mir verlassen sein wollt, denn wer von Mir geht, den halte Ich nicht, doch sein Weg ist dann nicht mehr der Meine, er führt ab von Mir und endet in der Einsamkeit. Nur wer bei Mir bleibt, dessen Ziel ist sicher - es ist das ewige Leben. Was aber nützet euch ein Leben auf der Erde, so ihr ohne Mich dahingehet. Es kann euch wohl irdische Freuden bieten, es kann ein Leben sein ganz nach eurem Wunsch, ihr könnet alles besitzen, was ihr begehret, doch lebet ihr es ohne Mich, dann steht ein anderer an Meiner Stelle, dann geht einer euch ständig zur Seite, der euch nimmer auslässet und der euch auf einen Weg drängt, der zwar äußerst reizvoll euch erscheint, jedoch in die Finsternis führt. Und Finsternis ist euer Lohn, so ihr Mich verlasset. Ich liebe euch wohl, aber Ich halte euch nicht, so ihr euch von Mir trennen wollet, denn was Ich von euch verlange, ist nur eure Liebe, die ihr Mir aus freiem Willen schenken sollet. Dann aber werdet ihr wahrlich tiefste Gegenliebe finden, und diese wird euch beglücken auch auf Erden. Trennet ihr euch aber von Mir, so ist das auch euer freier Wille, und ihr werdet nicht von Mir gehindert, wenngleich Ich weiß, daß es nicht zum Segen ist für euch. Das wahre Leben kann nur bei Mir sein, das wahre Leben kann euch nur Meine Liebe schenken. So ihr also auf Erden lebet ohne Mich, so seid ihr in Wahrheit tot, es ist nur ein Scheinleben, das ihr führet, wozu euch Mein Gegner verhilft; er täuschet euch ein Leben vor, in Wahrheit aber seid ihr tot, denn Ich allein bin das Leben, und Ich allein nur kann euch das Leben geben, weil Ich allein die wahre Lebenskraft austeile, die nur die Liebe zu Mir bedingt, um empfangen werden zu können. Wer Mich aber liebt, der verlässet Mich nicht, und auch Ich werde ihn ewig nicht verlassen. Wer Mich zu seinem Begleiter wählet, dessen Kraft wird wahrlich nicht erlahmen, denn es strömet von Mir Leben aus und jenem zu, der mit Mir geht, weil er Mich liebt. Amen. B.D. NR. 4824.

 

Buch 55 4825

Glaubenslosigkeit und Teufel in der Endzeit. Glaubenskampf. Kommen des Herrn.

29. Januar 1950. B.D. NR. 4825.

Erschreckend wird sich die Glaubenslosigkeit auswirken in der letzten Zeit vor dem Ende, wo man nur dem irdischen Gewinn nachjagen und eines Gottes nimmer gedenken wird. Dann werden sich die Menschen gegenseitig betrügen und zu übervorteilen suchen, sie werden um der Materie willen alle schlechten Triebe entfalten, sie werden sich kein Gewissen daraus machen, dem Nächsten Schaden zuzufügen, so sie selbst nur Vorteil davon haben. Sie werden nach Vermehrung ihrer Güter trachten, und all ihr Denken wird nur darauf gerichtet sein. Gott aber vergessen sie, sie glauben nicht an Ihn und fürchten Ihn nicht, sie glauben nicht an eine dereinstige Verantwortung und Strafe für ihre Sünden und sündigen daher ohne Bedenken und Angst vor einem Richter. Irdisch sind sie gut bestellt, weil sie unterstützt werden vom Gegner Gottes, der sie zu immer größerer Gier nach materiellen Gütern antreibt. Wo der Glaube an Gott fehlt, dort hat er große Macht, darum ist die Glaubenslosigkeit überaus bedrohlich für die Menschen, denn sie gehen dem Verderben entgegen. Wo der Glaube fehlt, ist auch keine Liebe, die allein den Glauben aufleben lassen könnte. Wo die Liebe fehlt, dort sind die Menschen blind im Geiste, sie wissen nichts, und was sie wissen, ist falsch. Finsternis ist über die Menschheit gebreitet, und die Erde geht dem Ende entgegen. Irdisch gesehen ist keine Not, die Menschen leben im Wohlstand bis auf wenige, die noch fest sind im Glauben und von jenen angefeindet werden. Ihnen ist zwar für kurze Zeit ein hartes Los beschieden, doch sie erkennen an dem Wohlstand der Mitmenschen, die ohne Glauben sind, das untrüglichste Zeichen des Endes, weil dies ihnen vorausgesagt wurde, auf daß sie standhalten in dieser Not, die ihnen der Glaube an Gott einträgt. Wenn die Zeit gekommen ist, wo sichtlich der Satan herrschet, dann ist auch das Ende nicht mehr weit, denn auch dieses ist angekündigt worden, daß am Ende die Welt voller Teufel ist, und wie Teufel werden sich auch die Menschen benehmen, die nicht glauben und darum den Gläubigen einen bitteren Kampf ansagen. Doch dann ist auch das Kommen des Herrn nicht mehr weit, dann kann jeder Tag das Ende bringen, weil der Herr kommen wird, wenn die Not so groß ist, daß die Gläubigen zu verzagen glauben - wenn der Satan sein Spiel gewonnen zu haben glaubt, wenn der Unglaube so überhandnimmt, daß die Gläubigen um ihr Leben fürchten müssen. Dann kommt der Retter von oben, wie es verkündet ist. Er wird kommen in den Wolken und die Seinen heimholen in das Reich des Friedens und auf Erden ein letztes Gericht halten. Dann ist das Ende gekommen, wo der Satan in Ketten gelegt wird und mit ihm alle, die ihm hörig waren. Und eine neue Erde wird erstehen, die nur tief gläubige Menschen bewohnen, Menschen, die Gott treu bleiben im letzten Glaubenskampf und nun ihren Lohn empfangen - ein Leben im Paradies auf der neuen Erde. Amen. B.D. NR. 4825.

 

Buch 55 4826

Gottes außergewöhnliche Gnadengabe.

30. Januar 1950. B.D. NR. 4826.

Das sei euch stets gewiß, daß ihr eine außergewöhnliche Gnadengabe empfanget, so euch von oben der Beweis Meiner Liebe zu euch zugeht, und daß ihr also schon auf Erden zu einem hohen Reifegrad der Seele gelangen könnet, so ihr nur die Gnadengabe recht nützet. Ich stelle zu euch ein Verhältnis her, das wohl das rechte ist von Ewigkeit, doch nicht eure Liebe zu Mir gibt dazu den Anlaß, wie es sein sollte, sondern Meine übergroße Liebe ergreift euch, die ihr nicht zu Mir findet aus eigenem Antrieb. Und Mein Wort ist der Beweis dafür, denn Ich rede, wie ein Vater zu seinen Kindern redet; Ich stelle euch in aller Liebe eure geistige Not vor und warne und mahne euch, Ich gebe euch Ratschläge, was ihr tun und was ihr lassen sollet; Ich gebe euch so offen Meinen Willen kund, daß ihr nur danach zu leben brauchet, um euch Meine Liebe zu erwerben. Also komme Ich auch zu dem Unwürdigen und trete ihm näher durch Mein Wort - Ich helfe ihm, daß er würdig werde Meiner Liebe. Ein Geschenk biete Ich euch an von unermeßlichem Wert, denn ihr selbst tut nichts, um euch diese Gabe zu erwerben. Doch ohne euren Willen, mit Meiner Gnadengabe zu arbeiten, werdet ihr kaum einen Segen davon verspüren, und so liegt es immer noch an euch, die Wirkung Meines Liebebeweises zu erfahren. Ein jeder muß selbst tätig werden, soll ihm Mein Wort den Segen bringen, der ihm zur Höhe verhilft. Ich lasse viel Gnade auf euch herniederströmen, doch ihr dürfet euch diesem Gnadenstrom nicht entziehen, ihr müsset euch öffnen, daß die Gnade mitten in euer Herz einfließe, dann werdet ihr Meine Liebe spüren, ihr werdet Mein Wort ausleben, die Seele wird im Vorteil sein, sie wird reifen in kurzer Zeit, sie wird Mich mit aller Kraft wiederlieben und dadurch selbst krafterfüllt sein. Denn das bezwecke Ich, daß ihr durch Meinen Liebesbeweis aus der Höhe erkennet, daß Ich euer Vater bin von Ewigkeit, Der Seine Kinder liebt und auch deren Liebe gewinnen will - daß Er euch bedenket mit einem Gnadengeschenk, das euch zu Ihm zurückführen soll, auf daß ihr bei Ihm verbleibet bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4826.

 

Buch 55 4827

Starker Glaube Folge der Liebe.

31. Januar 1950. B.D. NR. 4827.

Die Kraft zum Glauben schöpfet ihr aus der Liebe zu Mir, oder auch, die Liebe macht den Glauben lebendig. Es wird euch alles wesensnah erscheinen, also nicht mehr unwirklich, sowie euch die Liebe erfüllt, doch verstehen könnet ihr dies erst, so ihr die Liebe in euch habt, ansonsten es nur Worte sind, die kein Leben in sich tragen. Ich kann euch nur immer wieder hinweisen darauf, daß aus der Liebe die Kraft hervorgeht, daß ihr alles vermöget, so ihr in der Liebe steht und also auch dann tief glauben könnet, daß ihr dann einen lebendigen Glauben euer eigen nennt. Jedes Gebet zu Mir um Glaubenskraft kann Ich nur mit den Worten erwidern: Liebet Mich, dann werdet ihr auch glauben können - und die Liebe zu Mir schließet die Liebe zum Nächsten ein. Sonach müsset ihr nur gut und hilfreich gegen euren Nächsten sein, und euer Glaube wird wachsen zu jener Stärke, die unerschütterlich ist und jedem Ansturm standhält. Habt ihr aber einen tiefen, unerschütterlichen Glauben, dann verspüret ihr auch Mich in eurer Nähe, dann bin Ich euch stets gegenwärtig, und ihr seid euch dessen bewußt. Sowie ihr reden könnet zu Mir, wie ein Kind zum Vater spricht, ist euer Glaube auch stark und lebendig, denn sprechen werdet ihr nur zu Dem, Den ihr anerkennt, und ihr beweiset durch das Gebet im Geist und in der Wahrheit euren Glauben an Mich, und so ihr nun die innige Zwiesprache mit Mir lange übet, werdet ihr auch nicht mehr zweifeln können, weder an Meinem Wort noch an Meiner Liebe, noch an allem, was euch sonst unannehmbar erscheint. Ihr glaubet dann alles, weil ihr es fühlt, daß euer Vater nur die Wahrheit spricht und Er Seine Kinder liebt. Und weil ihr an Mich glaubt, werdet ihr auch alles tun, was Ich von euch verlange, ihr werdet so leben, wie es Mir wohlgefällig ist. Die Liebe wird euer ganzes Wesen erfüllen. Dann findet der Zusammenschluß mit Mir statt, dann ist euch das geistige Leben zur Wirklichkeit geworden, während das irdische Leben an euch wie ein Traumzustand vorübergeht, dann seid ihr so fest mit Mir verbunden, daß eine Trennung von Mir nicht mehr möglich ist, dann könnet ihr nicht mehr von Glauben sprechen, sondern alles ist für euch Wissen, Erkenntnis, Licht. Jeder Zweifel, jeder Unglaube ist ausgeschieden, ihr seid völlig von Mir durchdrungen und zum Urzustand zurückgekehrt, der Licht und Kraft und Seligkeit bedeutet bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4827.

 

Buch 55 4828

Not an Schnittern zur Zeit der Ernte.

2. Februar 1950. B.D. NR. 4828.

Zur Zeit der Ernte werden viele Arbeiter benötigt, und darum ist Mir ein jeder willkommen, der sich Mir zum Dienst anträgt. Und es wird ein jeder nach seiner Fähigkeit an den Platz gestellt, wo er wirken kann und seinen Dienst versehen nach seiner Kraft. Ich weise keinen zurück, weil die Arbeit vor dem Ende dringend ist und Ich auch nicht genug Schnitter haben kann, wenn die Zeit der Ernte gekommen ist. Doch ihren Willen und ihre Treue müssen sie Mir schenken, sie müssen als taugliche Knechte für ihren Herrn einstehen und Seine Anweisungen entgegennehmen, immer im festen Willen, danach zu handeln und also Mir treue Dienste zu leisten. Doch sie sollen nicht nur Meinen Willen ausführen, sondern sich diesen Willen auch zu dem ihrigen machen, d.h., sie sollen selbst überzeugt sein davon, daß nur durch ihre Arbeit den Mitmenschen geholfen werden kann, daß also ihre geistige Arbeit nicht nur mechanisch oder in Meinem Auftrag ausgeführt wird, sondern ihnen selbst Freude bereitet, weil sie diese Arbeit als allein Erfolg eintragend für die Seele erkennen. Alles, was Meine Knechte für Mich tun und für Mein Reich, muß in vollster Überzeugung, mit eifriger Hingabe und in Liebe ausgeführt werden, dann erst sind es rechte Diener, die Ich Mir erwählt habe, für Mich tätig zu sein. Wer seine Aufgabe nur gezwungen ausführt, der wird keinen Segen ernten, er wird nicht der rechte Führer der Blinden sein können, weil er selbst nicht sehend ist. Mir dienen heißt in Liebe für die Mitmenschen tätig sein, um ihnen geistig und körperlich zu helfen in ihrer Not. Denn das tue Ich aus Meiner Liebe heraus, doch Meine Diener sollen es an Meiner Statt tun, sie sollen Mich vertreten, also ihres Herrn Willen erfüllen, so Er Selbst Sich nicht äußern kann der Menschen wegen, die Mich Selbst nicht ertragen könnten in ihrer Nähe, ihres unreifen Seelenzustandes wegen. Und zu ihnen muß Ich durch Menschenmund reden, und dazu sollen Mir eifrige Diener ihren Mund leihen, auf daß Ich zu jenen reden kann, so sie Mein Wort benötigen. Es gibt viel Arbeit in Meinem Weinberg, es gibt viele unbebaute Äcker, das sind Menschenherzen, die aufnahmefähig gemacht werden sollen für die reine Aussaat, für das Evangelium, das von Mir seinen Ausgang nimmt und die Menschen zu Mir zurückführen soll. Und wer also Mein Evangelium verbreitet, wer die Mitmenschen aufklärt und sie fähig macht, Mein Wort entgegenzunehmen, wer ihre Herzen zubereitet zur Liebe und sie also aufnahmefähig macht für Mich Selbst, der ist Mein Knecht und leistet Mir die rechten Dienste und wird gesegnet sein auf Erden schon und dereinst im geistigen Reich, denn er hilft viele Seelen erretten vom ewigen Tode. Er verbreitet Licht und erleuchtet so den Weg zu Mir, den Weg zum ewigen Leben. Amen. B.D. NR. 4828.

 

Buch 55 4829

Aufopfern der Zeit für Gott und geistige Arbeit.

4. Febuar 1950. B.D. NR. 4829.

Bringet Mir eure Zeit zum Opfer, denket daran, daß Ich es bin, Der sie euch gibt und Der von euch fordert, daß ihr nicht nur der Welt, sondern auch Seiner gedenket. Wer Mir dienen will, der muß bereit sein, für Mich alles hinzugeben, und so muß er auch stets für Mich bereit sein, d.h. jederzeit als Mein Knecht für Mich tätig sein wollen, so Ich seine Dienste benötige. Also muß er alles andere zurückstellen, wenn es gilt, für Mich zu arbeiten, wenn er es fühlt, daß Ich zu ihm reden will oder ihm Menschen in den Weg sende, denen Ich Mich kundgeben möchte. Vor jeder Arbeit für die Welt, vor jeder irdischen Tätigkeit soll er seine Gedanken zu Mir hinlenken, und ist sein Streben zu Mir ernst, dann fühlt er in sich den inneren Drang für eine Arbeit, die zu leisten Mein Wille ist. Doch er muß Meine Anweisungen hören wollen, er muß vor jeder irdischen Tätigkeit zu Mir kommen, auf daß Ich sie ihm segne. Benötige Ich ihn nun zu einer Arbeit für Mich und Mein Reich, dann weise Ich sie ihm an, und er kommet dieser Anweisung willig nach, d.h., er tut, wozu er sich innerlich gedrängt fühlt. So ist erste Bedingung, daß ein Mensch Mir dienen will. Wer Zeitmangel vorschützt, der hat keinen ernsten Willen zum Wirken für Mich, denn was ihn beglückt, dafür wird er auch immer Zeit finden, so er es ernstlich will. Wer Mich zu hören begehrt, dem darf nichts über dieses Gnadengeschenk gehen, und sowie Ich sein Verlangen nach Meinem Wort erkenne, finde Ich auch stets Mittel und Wege, ihm gegenüber Mich zu äußern. Die Zeit gebe Ich ihm, sowie Ich sein ernstes Verlangen nach der Zwiesprache mit Mir erkenne. Die Menschen der Welt können und wollen es nicht verstehen, daß Ich der Herr bin über die Zeit und daß Ich diese austeile, wie Ich es will - daß Ich die Zeit verkürzen oder verlängern kann, daß Ich den Menschen leistungsfähig machen kann, wie Ich aber auch durch Hindernisse oder Mißlingen jeglicher Arbeit die Zeit nutzlos vergehen lasse, wenn es Mein Wille ist. Wie könnet ihr Menschen dann über Zeitmangel klagen, so ihr selbst sie euch verkürzet, weil ihr nicht Meinen Segen erflehet? Was ihr Mir opfert, gebe Ich euch hundertfach zurück, und immer wieder sage Ich es euch, daß Ich geistig und irdisch jedes Opfer segne, das Mir gebracht wird, indem Ich dessen Arbeit segne und er wahrlich mehr leisten wird und sich auch geistige Schätze sammelt, die dem nur irdisch Schaffenden unerreichbar sind. Wer aber nur die Welt sieht, wer jegliche Kraft und Zeit nur ihr widmet, der wird am Ende nur wenig geschafft haben, denn er verliert, was er besitzet auf Erden, und nichts kann ihm die verlorene Zeit ersetzen, die er wohl ausgenutzt zu haben glaubt, weshalb er sie Mir vorenthielt und nichts erwarb für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4829.

 

Buch 55 4830

Kampf zwischen Licht und Finsternis.

5. Februar 1950. B.D. NR. 4830.

Es wütet ein ständiger Kampf zwischen Licht und Finsternis, und es ist kein Wesen auf der Erde, das diesen Kampf nicht spürte, denn kein Wesen ist frei, sondern von irgendwelcher Kraft bedrängt, deren es sich erwehren muß. Der Mensch spürt diesen Kampf am meisten, weil es ihm bewußt wird, daß er sich in Unfreiheit befindet, weil das, was er erstrebt, etwas anderes ist, als er erlebt. Nur kann er als Mensch dieses Bewußtsein auch ertöten, oder er kann das gleiche anstreben, was ihm das Leben gewährt. Dann steht er auf seiten der Macht der Finsternis, denn die Macht des Lichtes gewährt etwas anderes, als was das Erdenleben gibt. Es muß der Mensch kämpfen wider das Irdische, weil dieses dem Reich der Finsternis angehört; es muß der Mensch für das Reich des Lichtes streiten, er muß sich auf seiten der Macht stellen, die das Licht selbst ist. Der Kampf zwischen Licht und Finsternis ist also gleichbedeutend mit dem Ringen des Geistigen aus der Tiefe zur Höhe, er ist gleichbedeutend mit dem Überwinden irdischer Materie von seiten des Menschen, um geistiges Gut zu erlangen. Er ist ferner gleichbedeutend dem Umgestalten des Wesens, das anfänglich voller Triebhaftigkeit und Begierden ist, zur Liebe mit allen ihren Tugenden. Er bedeutet gewissermaßen die Wandlung des Geistigen, das den Gegner Gottes als Herrn anerkannte und sich nun von ihm löst, um Gott anzugehören. Er bedeutet also, daß Gott Selbst Sich Seinem Gegner stellt, um ihm das Geistige abzuringen, das jener sich widerrechtlich aneignen will. Und es wird das Licht siegen. Es wird Gott Seinen Gegner bezwingen, Er wird mit Seiner Hilfe allem Wesenhaften beistehen, daß es sich löset aus seiner Gewalt, Er und mit Ihm alles lichtvolle Geistige stehet auf seiten des Hilflosen, vom Gegner Gottes geknechteten Geistigen, um es zu erlösen. Die Macht Gottes und des Lichtes würde allein genügen, den Gegner unschädlich zu machen und das Geistige zum Licht zu führen, doch es steht der freie Wille dessen dagegen, und darum muß ein Kampf geführt werden, nicht um den Willen zu brechen, sondern um ihn zu wandeln. Ein solcher Kampf ist aber nur durch die Liebe zu gewinnen - ansonsten er schon längst beendet wäre mit Erfolg. Doch es entscheidet in diesem Kampf zwischen Licht und Finsternis nicht die Macht, sondern nur die Liebe, die so stark sein muß, daß sie den Willen beugt, daß sich der Wille von der Liebe besiegen lässet. Die Liebe ringet dem Gegner ab, was er gebunden hält, die Liebe ist die Waffe des Kampfes, der der Gegner nicht gewachsen ist. Die Liebe ist Gott Selbst, Dem er sich unterwerfen muß. Wo die Liebe schwach ist, dort hat der Gegner Gottes Oberhand, dort wütet die Finsternis und suchet das Licht zu verdrängen. Das Erdenleben ist ein Wandel durch finsteres Gelände, das erhellt werden muß vom Menschen selbst, der sich zur Liebe gestalten muß, um die Finsternis um sich zu verjagen. Er selbst muß den Kampf führen gegen die Finsternis, gegen alles, was als mit der Erde verbunden Anteil des Gegners von Gott ist. Er muß die Liebe in sich aufflammen lassen, und da diese die Anwesenheit Gottes Selbst bedeutet, wird er jeden Kampf gegen die Finsternis siegreich bestehen. Der Mensch selbst bringt den Kampf des Lichtes gegen die Finsternis zum Austrag, doch immer nur mit Hilfe Gottes und der Lichtwesen, die er sich durch die Liebe zu Mitstreitern macht, die jeden Kampf gegen die Finsternis gewinnen. Amen. B.D. NR. 4830.

 

Buch 55 4831

Bekennen vor der Welt. Aussprechen des Namens Jesu.

6. Februar 1950. B.D. NR. 4831.

Bekennet euch zu Mir und zögert nicht, offen Meinen Namen auszusprechen, so eure Stellungnahme zum Glauben und zu Mir gefordert wird. Denn das Bekennen mit dem Herzen zieht Mich Selbst an eure Seite, und dann fällt jede Furcht von euch, und ihr redet offen und ohne Scheu über Glaubensdinge, über Meine Lehre, über Mein Wirken an und in euch selbst und auch über die Zukunft. Ihr reißet dann eine Mauer nieder, die Mauer des Stillschweigens, hinter der sich viel verbergen kann und die darum geeignet ist zur Verschleierung der Wahrheit. Redet furchtlos, wo es auch immer sei, denn Ich Selbst führe euch dorthin, wo ihr aufgefordert werdet, Mich zu bekennen. Es vergeht keine lange Zeit mehr, bis euch die Welt verspotten wird, die ihr noch glaubet an Gott, an ein Leben nach dem Tode, denn die Weltmenschen fallen immer mehr ab, und es ist ihnen alles unwirklich, was ihnen nicht sichtbar oder greifbar ist. Es bildet sich eine offene Feindschaft heraus von diesen Weltmenschen zu den Gläubigen, die als ständiges Angriffsziel sich kaum gegen Feindseligkeiten schützen können. Doch es soll euch dies nicht ängstlich machen, es muß so kommen, weil die Zeit erfüllet ist, wo eine Scheidung stattfindet von den Meinen und den Anhängern Meines Gegners, der jeglichen Glauben an Mich zu ersticken sucht und dem sie hörig sind. Doch wisset, daß Ich Selbst bei euch bin, im Geist sowohl als auch sichtbar, wo es nötig ist. Wisset, daß ihr weit stärker seid als jene, und mögen sie euch auch zahlenmäßig überlegen sein. Denn so Ich an eurer Seite kämpfe, werdet ihr niemals besiegt werden können. Doch offen und ohne Scheu müsset ihr für Mich eintreten, auf daß der Feind erkenne, wer euch mit Kraft versieht, denn es wird offensichtlich sein, daß ihr außergewöhnliche Hilfe erfahret. Sprechet nur Meinen Namen vollgläubig aus, so ihr bedrängt werdet, haltet euren Angreifern Meinen Namen entgegen, rufet Mich mit Herz und Mund und fürchtet keine irdische Macht - und allen, die guten Willens sind, die Mein sein wollen, werde Ich Kraft verleihen, wie Ich es verheißen habe. Im Namen eures göttlichen Erlösers habt ihr eine Waffe, die wahrlich nicht übertroffen werden kann, weil, wer zur Endzeit den Glauben an Mich aufbringt, Meine ganze Liebe besitzet. Und wer Mich bekennet vor der Welt, der beweiset Mir auch seinen unerschütterlichen Glauben, und seiner nehme Ich Mich ganz besonders an. Ihr werdet sehr bald dazu gezwungen werden, euch zu bekennen oder abzulehnen, dann werdet nicht ängstlich vor weltlicher Macht, sondern gedenket nur Meiner Worte: Wer Mich vor der Welt bekennt, den werde Ich auch vor Meinem Vater bekennen. Ihr werdet zum Entscheid gezwungen werden für Jesus Christus oder wider Ihn. Dann bekennet Ihn freudig vor der Welt, denn nur durch Jesus könnet ihr zu Mir gelangen, nur durch den Glauben an Sein Erlösungswerk und Seine Hilfe könnet ihr Mir nahetreten, dem Vater, Dessen Liebe sich mit allen vereinigen will, wie sie sich vereinigt hat mit Jesus, Der die Welt erlöset hat von der Sünde durch Seine große Liebe. Amen. B.D. NR. 4831.

 

Buch 55 4832

Erproben der Glaubenskraft. Wunderheilungen.

7. Februar 1950. B.D. NR. 4832.

Die Kraft des Glaubens müsset ihr erproben, auf daß ihr die Wahrheit Meines Wortes auch vertreten könnet der Welt gegenüber. Sowie ihr selbst im lebendigen Glauben stehet, sowie ihr wisset, daß Ich jedes Gebet erhöre, das vollvertrauend zu Mir emporgesandt wird, könnet ihr Mich bitten, um was ihr wollet; euer Glaube selbst garantiert euch die Erfüllung. Nur muß die Bitte aus liebendem Herzen emporsteigen, also das, was ihr erbittet, muß dem Wohl des Nächsten dienen, es muß die Liebe zu ihm zugrunde liegen und darf niemals der Eigenliebe entspringen. Machet jede Glaubensprobe. Wo eure Hilfe erforderlich ist, dort gewähret sie, und was ihr nicht vermögt aus eigener Kraft, das traget Mir vor und erbittet dazu die nötige Kraft. Wisset, daß Ich sie euch niemals vorenthalte, so ihr nur glaubet und in Liebe wirken wollet. Reine, selbstlose Liebe muß euch zu der Hilfe veranlassen, die ihr leisten wollet, dann werdet ihr krafterfüllt sein und nicht mehr zweifeln an dem Gelingen dessen, was euch sonst als nur Mensch unmöglich wäre. Jeder Zweifel, jede Zaghaftigkeit, jede Hemmung ist Folge eines zu schwachen Glaubens. Dann kann Ich euch nicht das Gebet erfüllen, ansonsten Ich Mir Selbst untreu würde, Der Ich die Erfüllung von einem starken Glauben abhängig gemacht habe. Die Kraft soll von euch selbst ausgehen, auf daß die Mitmenschen erkennen, was ein starker Glaube vermag. Der Glaube kann Berge versetzen. Doch bei euch Menschen ist ein solcher Glaube nicht mehr anzutreffen, und darum erscheinen euch diese Worte wie eine Redensart. Ihr aber könnet jederzeit die Probe machen, so ihr Mich nur in euch gegenwärtig sein lasset durch die Liebe, die dann durch ihre Kraft auch den Glauben stark und unerschütterlich macht. So ihr Mich Selbst in euch fühlet, wird nicht der leiseste Zweifel des Gelingens euch befallen, und dann wirket ihr mit Mir, und es kann euch nichts mißlingen. Jede Tat wird dann wohl vor den Augen der Welt als Wunder gelten, doch es ist nur die natürliche Folge eines innigen Zusammenschlusses mit Mir, Der euch nun auch zu Kraftempfängern macht in unbegrenztem Maße. Glaubet und leget eine Glaubensprobe ab, und beweiset den Mitmenschen die Kraft des Glaubens - nicht, um Wunder zu wirken, sondern in barmherziger Nächstenliebe sollet ihr diese Glaubensstärke anwenden, die euch wahrlich mächtig sein lässet, weil Ich es bin, Den ihr nun zur Kraftäußerung veranlaßt und Der einen starken Glauben nimmermehr zuschanden werden lässet. Es werden an euch hilfefordernde Menschen herantreten, ihnen schlagt die Bitten nicht ab, helfet ihnen, indem ihr in Meinem Namen ihnen die Hände aufleget. Helfet ihnen dadurch auch zum festen Glauben, und belehret sie, daß der Glaube erst durch die Liebe lebendig wird. Ich setze auf euch, Meine Jünger der Endzeit, die große Hoffnung, noch Seelen zu gewinnen, die zum Glauben zurückfinden um des Glaubens willen, den ihr besitzet und der ihnen Meine Existenz beweiset. Helfet diesen Seelen, denn ihr könnet es, so ihr euch nur innig mit Mir verbindet, um Kraft von Mir entgegenzunehmen, die euch zu jeder Leistung befähigt. Erprobet selbst die Kraft des Glaubens, und ihr werdet zum Segen der Mitmenschen wirken können für Mich und Mein Reich. Amen. B.D. NR. 4832.

 

Buch 55 4833

Stimme des Gewissens. Liebegebot. Wissen.

8. Februar 1950. B.D. NR. 4833.

Was euch auf Erden zur Erreichung des Zieles nötig ist, das lasse Ich euch in reichstem Maße zukommen, auf daß euch das Ausreifen der Seele nicht unmöglich ist. Ich weiß aber auch seit Ewigkeit für jeden einzelnen das Maß an Gnade, das er nützet. Ich weiß sonach auch, welche Mittel ihm dienlich sind und wie er sich zu diesen einstellt. Darum auch die verschiedenen Lebensschicksale, die aber alle Wege sind zum Ziel, zur letzten Vollendung, wenn der Mensch sie beschreitet und zur Höhe strebt. Das Leben auf Erden besteht für einen jeden in einer anderen Tätigkeit, die ihm Erfolge oder Fehlschläge einträgt. Die verschiedensten Berufe zeitigen strebsame, auf irdischen Erfolg bedachte Menschen, die also entsprechend ihrer Erfolge auch verschiedene Ansprüche an das Leben stellen, die jedoch zumeist dem Wohlbehagen des Körpers gelten. Dieses irdische Streben trägt ihnen aber keine geistige Aufwärtsentwicklung ein, weshalb also diese völlig unabhängig ist von den Lebensverhältnissen und der Tüchtigkeit eines Menschen. Um geistig vorwärts zu schreiten, ist nur ein Lebenswandel nach Meinem Willen nötig, und diesen Lebenswandel kann ein jeder Mensch führen, ob arm oder reich, ob hoch oder niedrig, ob jung oder alt, ob klug oder beschränkt in seinem Wissen. Ich habe den Menschen in das Herz einen Mahner gelegt, so daß ein jeder auch von sich aus weiß, was gut oder böse ist, weil er genau weiß, wie eine jede Handlung sich an sich selbst auswirkt. Wer diesen Mahner beachtet, wer also der Stimme seines Gewissens Gehör schenkt, der geht auch den rechten Weg, der zum Ziel führt. Es wird aber die Stimme des Gewissens erst herangebildet durch Erziehung, durch Belehrungen, durch Aufnehmen Meines Wortes, kurzum, durch ein Wissen, das einem jeden von euch vermittelt wird durch das Evangelium, das euch verkündet wird durch Wort und Schrift. Dieses Evangelium gibt euch Meinen Willen kund, der sich in einem Gebot zusammenschließt: Liebet Gott über alles und den Nächsten wie euch selbst. Wer dieses Gebot erfüllt, der lebt in Meiner Ordnung, und sein geistiger Aufstieg ist ihm gewiß. Er kann auch ohne tieferes Wissen sein, so reifet dennoch seine Seele aus. Er kann aber auch von Mir ein Wissen entgegennehmen. Es werden die Menschen so bedacht, wie sie die ihnen zugehende Gnade verwerten wollen. Wer viel austeilen will, wird viel empfangen; wer aber nur für sich lebt, doch dies in Meiner ewigen Ordnung, der wird auf Erden auch unwissend sein können, doch nicht leer sein an geistigen Gütern, denn er wird in hellstem Licht stehen, also wissend und kraftvoll sein, sowie er seine körperliche Hülle ablegt. Um vollkommen zu werden auf Erden, dazu gehört kein besonderes Wissen, sondern nur der Wille zu uneigennütziger Nächstenliebe, und diesen kann ein jeder Mensch aufbringen, der nach mehr strebt, der auf den Mahner im Herzen hört, der Meinen Willen erfüllt, weil er fühlt, daß er Mir nur dann wohlgefällt, wenn er aus eigenem Antrieb gut ist zu den Mitmenschen, wenn er Mir und dem Nächsten die Liebe entgegenbringt, die Ich von ihm fordere, und darum den Menschen als wichtigstes Gebot das Liebegebot gegeben habe. Amen. B.D. NR. 4833.

 

Buch 55 4834

Die rechte, vor Gott gültige Ehe.

10. Februar 1950. B.D. NR. 4834.

Zur Ehegemeinschaft ist unbedingt der Segen Gottes erforderlich, ansonsten eine Ehe wohl auf Erden, jedoch nicht im Himmel als geschlossen gilt. Was sich auf Erden zusammentut im Unglauben an den Schöpfer und Erhalter aller Dinge, an den Gott und Vater von Ewigkeit, der kann keinen Anspruch machen auf den Segen Gottes. Er erkennt Gott nicht an, und also erkennet auch Gott einen Bund nicht an, wenngleich er auf Erden rechtlich geschlossen ist, d.h. allen Formalitäten genügt wird, die eine Eheschließung verlangt. Erst wenn beide vor Gott hintreten mit der Bitte, ihren Bund zu segnen, wenn beide Gott als ihren Herrn anerkennen, Dem sie in Liebe zustreben, können sie auch Seines Segens gewiß sein, denn Gott ist zugegen, wo Er begehrt wird, Er ist gewissermaßen Zeuge einer Verbindung, die auf der Liebe zueinander begründet ist. Und so ist es wohl verständlich, daß nur wenige Ehen Anspruch erheben können darauf, als vor Gott geschlossen zu gelten, denn auch eine kirchliche Handlung ersetzet nicht das Erfüllen der von Gott gestellten Bedingungen. Denn eine kirchliche Handlung kann auch vorgenommen werden an Menschen, die sich ohne Liebe binden um irdischer Vorteile willen, wozu Gott nie und nimmer Seinen Segen gibt. Die Ehe ist eine heilige Einrichtung, die von Gott aus getroffen worden ist zur Fortpflanzung des Menschengeschlechtes, wie auch zu gemeinsamem Ausreifen der Seelen, die sich in Liebe zugetan sind. Die Ehe ist aber nicht als eine geschäftsmäßig einzugehende Verbindung anzusehen, um nur der Triebhaftigkeit frönen zu können oder um irdische Vorteile zu erzielen. Die Ehe ist auch kein Zustand, der beliebig abgebrochen oder verändert werden kann. Was vor Gott rechtmäßig verbunden ist, d.h., wozu der Segen Gottes erfleht wurde in übereinstimmendem Willen, das bleibt auch ewiglich vor Gott verbunden und kann irdisch nur durch den Tod gelöst werden und eine zeitweise Trennung erfahren. Doch zumeist verbinden sich auch solche Ehepartner im geistigen Reich und streben gemeinsam zur Höhe. Es ist der Zusammenschluß geistig gleichgesinnter Seelen sowohl auf Erden als auch im Jenseits das höchste Glück und Ziel, und was einmal durch die Liebe sich verbunden hat, bleibt auch verbunden bis in alle Ewigkeit. Doch selten nur gibt es solche wahren, vor Gott geschlossenen Ehen. Und darum ist auf der Erde so selten tiefes Glück und geistige Übereinstimmung anzutreffen, weil die Menschen in ihrer Triebhaftigkeit nicht jener achten, sondern zufrieden sind mit rein körperlicher Sympathie, die aber niemals eine tiefe Liebe genannt werden kann und auch niemals von Bestand ist. Nur wer Gottes Segen innig erbittet, der geht eine rechte, vor Gott gültige Ehe ein, und diese leben in Harmonie der Seelen bis zu ihrem Leibestode und auch in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4834.

 

Buch 55 4835

Wesenhafte Gottheit.

12. Februar 1950. B.D. NR. 4835.

Ihr Menschen suchet euch wohl eine Vorstellung zu machen von Mir als der vollkommensten Wesenheit, als größter Geist der Unendlichkeit, doch ihr werdet Mein Wesen niemals ergründen können als Mensch auf Erden. Ihr kennet nur Begrenztes, weil ihr selbst unvollkommene Wesen seid, die gebunden sind an eine Form, und ihr stellet euch daher auch die höchste Wesenheit als eine Form vor, wohl in anderem Maße, leuchtend und kraftvoll. Ihr könnet es euch nicht vorstellen, daß es für Mich keine Begrenzung gibt, daß Ich das ganze Weltall erfülle und dennoch eine Wesenheit bin. Und was euch nicht vorstellbar ist, wollet ihr nicht als Wahrheit annehmen. Ich erfülle das gesamte Universum mit Kraft, die aber eine Wesenheit als Urquell haben muß, weil die Kraft aufbaumäßig wirkt, also im Erkennen ihrer Wirkung angewandt wird zum Erstehen und Erhalten jeglicher Schöpfung, ob geistig oder irdisch sichtbar. Jegliche Kraft also muß weisheitsvoll gelenkt werden, ansonsten sie sich elementar entfalten und größten Schaden anrichten würde. Also muß der Urquell der Kraft eine denkende Wesenheit sein, deren Weisheit jegliche Auswirkung kennt und daher jedem Schöpfungswerk seine Bestimmung zuweiset, was von einer Kraft allein nicht zu erwarten ist. Ihr müsset an diese Wesenheit in Mir glauben, ansonsten Ich nicht mit euch sprechen kann, weil ihr nicht auf Meine Stimme höret. Unendlich groß ist Meine Liebe zu euch Menschen, und Ich möchte Mich euch in Meinem ganzen Wesen offenbaren, doch ihr könntet es nicht fassen, und darum werdet ihr Mich immer nur verhüllt erkennen müssen und daran glauben, daß eine Wesenheit sich euch kundgeben will, so ihr es nur immer wollet, was ihr aber von einer Kraft nicht annehmen könnet. Sprechet ihr als Wesen auf Erden mit Mir, so neigt Sich euch auch das mächtigste Wesen im Weltall zu - Es höret euch und gibt euch Antwort - Es hat gleich euch Verstand und freien Willen, nur eben in einem euch nicht vorstellbaren Maß. Eine Form benötige Ich aber nicht, um Meine Kraft zu bergen, doch um euer selbst willen nahm Ich die Form an, die euch vorstellbar ist als Mensch Jesus Christus, weil Meine gesamte Schöpfung die gleiche Form hat und Ich also in dieser Form eines Menschen die ganze Fülle Meiner Gottheit barg, wie auch die gesamte Schöpfung Mich ebenfalls birgt, Ich also überall bin, weil Ich ein unbegrenztes Wesen bin, Das überall sein kann und überall auch wirket. Doch nur ein Wesen kann sich euch zuneigen und nur ein Wesen kann euch erfüllen, was ihr erbittet. Nur ein Wesen könnet ihr als selbst Wesen anstreben ob Seiner Vollkommenheit, während das Anstreben einer Kraft von euch unsinnig wäre und jeglichen Beistand Meinerseits ausschalten würde. Denn nur, wo Ich als höchstes Wesen angerufen werde, bedenke Ich die Menschen, ansonsten sie keinen rechten Glauben an Mich haben und also auch keine Hilfe von Mir erwarten könnten. Ihr werdet Mein Wesen niemals ergründen können, solange ihr auf Erden weilet, doch glauben müsset ihr an eine wesenhafte Gottheit, denn nur durch diesen Glauben könnet ihr auch eindringen in jenes Mysterium, wenn auch erst im Zustand der Vollkommenheit, den ihr aber auch nur erreichen könnet mit Meiner Unterstützung, die ihr anfordern müsset, wozu also der Glaube an Mich als Wesenheit unwiderruflich gehört und ihr demnach nur durch diesen Glauben selig werden könnet. Amen. B.D. NR. 4835.

 

Buch 55 4836

Geistiger Tod - Neubannung in der Materie.

12. Februar 1950. B.D. NR. 4836.

Es ist wahrlich besser für euch, den leiblichen Tod zu erdulden, als dem geistigen Tod am Ende zu verfallen, von dem es erst nach endlos langer Zeit ein Erwachen gibt. Das Leibesleben könnet ihr vertauschen mit einem Leben im geistigen Reich, und selbst wenn ihr noch nicht den Lichtgrad erreicht habt, ist euch immer noch die Möglichkeit gegeben, aus der Dunkelheit in das Lichtreich einzugehen, während der geistige Tod bedeutet, daß euch jede Möglichkeit, noch in einer anderen Welt auszureifen, genommen ist. Dem geistigen Tode zu verfallen bedeutet ein Neubannen in der festen Materie, ein Rückversetzen in den Zustand, der vor Ewigkeiten euer Los war und den ihr längst überwunden hattet, als ihr als Mensch euch auf der Erde verkörpern durftet. Lasset euch das irdische Leben nehmen und fürchtet euch nicht, denn es ist nur der Leib, den eure Feinde töten können, die Seele aber bleibt am Leben, weil sie etwas Geistiges ist, das die Menschen nicht töten können, insbesondere, so euch die Menschen nach dem Leben trachten, weil ihr gläubig seid und euren Glauben nicht hingeben wollet. Dann soll jegliche Furcht von euch abfallen, dann sollet ihr nur bedenken, daß Der, Der euch das Leben gab, ein Herr ist über Leben und Tod - daß Er also euch nichts geschehen lässet, als was für eure Seele gut ist. Wer um des Glaubens willen sein Leben verliert, der kann es ruhig hingeben, denn seine Seele wird aufgenommen in das Reich des Lichtes, wo sie ewig leben wird in Seligkeit. Wehe aber denen, die sich ihr Leben zu erhalten suchen und Gott verleugnen. Eine kurze Zeit noch ist ihnen vergönnt, wo sie der Welt huldigen und dem Satan ihre Zugehörigkeit beweisen. Dann aber ereilet sie unwiderruflich der Tod in zweifacher Weise - sie verlieren ihr Leibesleben und sind dem geistigen Tode verfallen, der das bitterste Los ist, das ihr Menschen euch nicht ausdenken könnet. Ständig aber gehen euch Warnungen und Ermahnungen zu, ihr werdet hingewiesen auf das Ende, ihr werdet aufmerksam gemacht auf das Wirken Gottes in ungewöhnlicher Weise. Es wird euch die Verantwortung eurer Seele gegenüber vorgehalten, ihr werdet durch das Weltgeschehen stutzig gemacht, indem ihr den Verfall irdischer Güter, also die Vergänglichkeit der Materie sehet, und ihr werdet am Ende noch Dinge erleben, die Gott in Seiner übergroßen Liebe und Barmherzigkeit euch vor Augen führt, um euch noch zu wandeln in letzter Stunde. Doch unwiderruflich kommt das Ende und mit ihm die Erfüllung dessen, was euch angekündigt wird fort und fort. Sorget, daß eure Seelen leben, lasset sie nicht dem geistigen Tode verfallen, aus dem es keine Rettung gibt für endlos lange Zeit. Amen. B.D. NR. 4836.

 

Buch 55 4837

Vergeltung - Sühne. Ewige Ordnung. Vergebung durch Christus.

14. Februar 1950. B.D. NR. 4837.

Es gibt eine Vergeltung für alle Taten, gute und böse, auf dieser Erde, und ihr könnet nicht ungestraft sündigen, wie ihr auch nicht unentlohnt Gutes tut, doch es soll nicht die Furcht vor der Strafe oder die Aussicht auf Lohn euch bestimmen, Böses zu unterlassen oder Gutes zu tun. Ihr sollt aus reiner Liebe zum Nächsten ihn nicht schädigen, sondern ihm helfen, also dienstwillig sein, ihr sollt das Gute tun um des Guten willen und das Böse verabscheuen, weil es böse ist. So ist es Mein Wille und entspricht Meiner Ordnung von Ewigkeit; es ist das Gesetz des geistigen und sonach auch des irdischen Reiches, in Meiner ewigen Ordnung zu leben, um also selig zu sein, und wer dieses Gesetz der Ordnung umstößt, der ist in einem unseligen Zustand und wird entsprechend gerichtet, d.h. dem Geistigen zugesellt, das in Mir-widersetzlichem Willen steht, also gleichfalls Meine Ordnung nicht achtet. Und es wird dort das Unrecht einsehen können, wenn es will, und auch die Möglichkeit haben, es gut zu machen. Doch es erfordert das einen überaus starken Willen, sowie das Wesen von der Erde geschieden ist, während es auf der Erde leichter zur Erkenntnis sowohl, als auch zum Sühnen seines Unrechts kommen kann. Doch laut göttlicher Gerechtigkeit muß jedes Unrecht gesühnt werden, und das ist es, was ihr Menschen bedenken solltet, solange ihr auf Erden weilet. Darum wird euch ständig die Liebe gepredigt, darum wird euch das Evangelium, die Liebelehre Christi nahegebracht, auf daß ihr euch besinnet, euer Unrecht erkennet und euch bemühet, es durch gute Handlungen zu entsühnen, auf daß ihr euch bemühet, in der Liebe zu leben, die das Gesetz Meiner ewigen Ordnung ist und bleibt bis in alle Ewigkeit. Es gibt eine Vergeltung, und glücklich seid ihr zu nennen, wenn ihr auf Erden schon sühnen dürfet, denn im Jenseits ist es überaus schwer, eurer Schuld ledig zu werden, so schwer, daß ihr undenklich lange Zeit benötigt, während ihr auf Erden zu Dem eure Zuflucht nehmen dürfet, Der für eure Sündenschuld gestorben ist. Doch immer gehört dazu das Erkennen eurer Schuld und der Wille, ihrer ledig zu werden durch eine gerechte Sühne oder Mithilfe Jesu Christi, Den ihr um Vergebung eurer Schuld anrufen müsset, was jedoch bedingt, daß ihr selbst sie verabscheut und starken Willens seid, euch zu bessern und in das Gesetz Meiner ewigen Ordnung einzutreten - in der Liebe zu leben, wie es Mein Wille ist. Amen. B.D. NR. 4837.

 

Buch 55 4838

Hinweis auf große Not. Glaubenskampf. Mahnung.

14. Februar 1950. B.D. NR. 4838.

Es ist euch keine lange Frist mehr gegeben - das sollet ihr wissen und die kurze Zeit noch bewußt leben, daß es für euch noch eine Gnadenzeit ist, in der ihr euch vorbereiten könnet und Kraft sammeln für das Kommende, das eure ganze Kraft in Anspruch nehmen wird. Lasset euch nicht täuschen durch die scheinbare Ruhe und den Friedenszustand, denn von heut zu morgen wird es sich ändern, und schreckerfüllt seht ihr das Gebaren der Menschen, denen ihr ausgeliefert seid. Ihr werdet eine so schnelle Wiederkehr der vergangenen Not nicht wahrhaben wollen und voller Entsetzen das Weltgeschehen verfolgen; doch glaubet es, daß es für euch nur eine Hilfe gibt, wenn ihr euch an den Einen wendet, Der Herr ist über alles, Der euch in Seinen Schutz nehmen kann auch in größter Not und Dem ihr euch anvertrauen müsset, wollet ihr die schwere, kommende Zeit ertragen und standhaft bleiben im Kampf, den ihr um das Heil eurer Seelen werdet führen müssen. Noch könnet ihr viel gewinnen, wenn ihr die Ruhezeit nützet, um euren Glauben zu festigen, Gottes Wort entgegenzunehmen und geistigen Reichtum zu sammeln - doch schneller als ihr denkt, kommt die große Not über euch, die euch zu überwältigen droht, so ihr euch nicht die Kraft von oben erbittet, wozu ihr stark im Glauben sein müsset, um im Geist und in der Wahrheit beten zu können. Ihr habt jederzeit die Möglichkeit, mit Gott in Verbindung treten zu können, und sollet dies nützen, ehe es zu spät ist, denn so die Not über euch kommt, werdet ihr schwerlich die rechten Gedanken fassen können. Darum richtet jetzt noch den Blick nach oben, rufet noch zu Dem, Der euch höret in jeder Not und euch helfen will und kann, so ihr nur vollvertrauend zu Ihm kommt. Lasset euch ernstlich ermahnen, Seiner nicht zu vergessen, auf daß auch Er euch nicht vergesse, so ihr Ihn brauchet und ihr auf Seine Hilfe angewiesen seid. Die Zeit ist nur noch kurz, darum nützet sie und sammelt euch Kraft, die Gott euch vermittelt durch Sein Wort. Amen. B.D. NR. 4838.

 

Buch 55 4839

Gottes Offenbarung durch Seine Schöpfung.

15. Februar 1950. B.D. NR. 4839.

Die deutlichste Sprache Gottes ist Sein Schöpfungswerk, das in ungewöhnlichem Maße zeuget von Ihm, von Seiner Liebe, Seiner Weisheit und Seiner Macht. Jedes Werk ist der Ausdruck Seiner Liebe, die Seinen kurz vor der Vollendung stehenden Geschöpfen gilt, durch die Er Sich ihnen erkenntlich machen will. Er spricht zu Seinen Geschöpfen durch alle Seine Werke, Er führt eine Sprache, die so gewaltig ist, daß sie verstanden werden müßte von allen Menschen, so sie sich nicht verschließen Seinen Offenbarungen, die Seine Werke für jene sind. Wo Weisheit, Liebe und Macht zum Ausdruck kommt, muß man von einer Offenbarung eines Wesens sprechen, Das überaus vollkommen ist und Seine Vollkommenheit durch Seine Offenbarungen beweiset. Die Schöpfung ist die größte Offenbarung Gottes, die nicht mehr übertroffen werden kann. Dennoch gibt es Menschen, die blind an allem vorübergehen, was sie umgibt; die auch den Wundern der Schöpfung keine weitere Beachtung schenken und denen diese keine Veranlassung zum Nachdenken geben, die daher den Schöpfer aller Dinge nicht erkennen wollen oder können. Ihnen offenbart Gott Sich in anderer Weise, um ihnen zum Erkennen Seiner Selbst zu verhelfen. Er tritt ihnen durch das Lebensschicksal näher, das deutlich das Eingreifen einer höheren Macht erkennen läßt, doch auch nur dann, wenn der Mensch erkennen will. Dem Unwilligen sind jede Offenbarungen Gottes unverständlich, der Unwillige ist blind und taub und vernimmt nichts, auch wenn es noch so deutlich zutage tritt. Er ist auch dann noch unzugänglich, so Gott Selbst ihm entgegentritt durch Sein Wort, durch den größten Beweis Seiner Liebe zu den Menschen, die Ihn veranlaßt, Sich hörbar ihnen gegenüber zu äußern. Und Sein Wort zeuget von Ihm Selbst, Sein Wort ist das Zeichen eines unmittelbaren Verkehrs zwischen Gott und den Menschen, die Sein Wort annehmen wollen. Sein Wort ist die direkte Offenbarung Seiner Selbst, denn nur ein Wesen, Das existiert, kann Sich äußern so, daß Es vernehmbar ist; nur ein Wesen, Das erkannt werden will, gibt Sich durch das Wort kund und beweiset dadurch sowohl Seine Wesenhaftigkeit als auch den Grad Seiner Vollkommenheit. (16.2.1950) Er tritt den Menschen in einer Weise nahe, daß sie ihre eigene Abstammung erkennen können, daß sie es spüren müssen, daß es das gleiche Wesen ist wie sie selbst, nur in einem Grade der Vollkommenheit, der ihnen mangelt und den zu erreichen ihr Erdenziel ist. Er offenbart Sich Seinen Geschöpfen. Er spricht zu ihnen in verschiedenster Weise, immer aber nur deshalb, weil Er erkannt werden will von ihnen als Vater des Alls, als Schöpfer und Erhalter alles Wesenhaften und auch der Materie. Er zeigt Sich ihnen als Schöpfer des Unvergänglichen wie auch des Vergänglichen und will ihnen den Beweis geben, daß sie selbst als Wesen unvergänglich sind und sie also wahre Kinder ihres Vaters sein können, wenn sie sich Ihm angleichen, auch in ihrer Wesenhaftigkeit. Er offenbart Sich ihnen. Seine Sprache ist allen verständlich, so nur der Wille vorhanden ist, Ihn zu verstehen, Seine Sprache ist voller Liebe und Weisheit, ob direkt durch Sein Wort oder durch Seine Schöpfung, die durch Seinen Willen, Seine Allmacht entstanden ist. Es ist eine Sprache, die kein Mensch reden kann, denn sie ist unübertrefflich. Die Menschen können nur Kenntnis davon nehmen und durch Anerkennen sich Seiner Liebe würdig machen; sie können Sein Wort hören und sich dadurch in den Stand setzen, sich Seinem Wesen anzugleichen. Dann geben auch sie Zeugnis davon, daß sie Kinder Gottes sind, dann haben sie Seiner Sprache geachtet und zugenommen an Kenntnis - an Weisheit und Liebe. Dann sind die Offenbarungen Gottes für die Menschen zum Segen geworden und haben ihren Zweck erfüllt. Amen. B.D. NR. 4839 .

 

Buch 55 4840

Gottes Offenbarung durch Seine Schöpfung.

Kirchengebote.

16. Februar 1950. B.D. NR. 4840.

Es gibt für euch keine besonderen Vorschriften von Mir aus, wie ihr euch zu den von Menschen erlassenen Kirchengeboten einstellen sollet. Alles, was ihr aus freiem Willen tut, wird von Mir gewertet, alles, was ihr im Zwang verrichtet, sei es aus Furcht vor Strafe oder auch aus Gewohnheit, gilt vor Mir nichts. Was Menschen euch gebieten, soll auch von Menschen entlohnet werden, niemals aber soll den Menschen ein Lohn von Mir aus versprochen werden, den Ich Selbst nicht verheißen habe. Ich aber kann nicht etwas gutheißen, was völlig Meinem Willen widerspricht, weil Ich den Menschen Willensfreiheit gegeben habe, die jedoch menschlich erlassene Gebote antasten, denn ein Gebot ist ein Zwang, der das Nützen des freien Willens ausschließt. Ich Selbst habe den Menschen nur ein Gebot gegeben, das Liebegebot, das Grundgesetz ist und gehalten werden muß, soll nicht wider Meine ewige Ordnung verstoßen werden. Das Liebegebot ist aber dennoch ein Gebot, das dem Willen des Menschen Freiheit läßt. Es besteht kein Zwang, der ihn zum Wirken in Liebe nötigt, er wird auch nicht von Mir aus in Strafe genommen, nur straft er sich selbst, weil er das einzige Mittel außer acht lässet, das für ihn Erlösung bedeutet aus einem selbstverschuldeten gebundenen Zustand. Ich gab den Menschen das Liebegebot, das erfüllt werden kann aus freiem Willen oder auch nicht. Die Menschen erließen zusätzlich Gebote, die Ich nicht gutheißen kann, denn sie sind nicht von der Liebe zu den Mitmenschen getragen, sondern lediglich Maßnahmen zur Stärkung der Macht, weil von dem Erfüllen dieser Gebote die Zugehörigkeit zu einer Organisation abhängig gemacht wird, die das Recht für sich in Anspruch nimmt, die wahre Kirche Christi zu sein. Damit stellte sie die Menschen unter Zwang, die nun im Glauben, sich zu versündigen, jene Gebote erfüllen und eben ihre ganze Aufmerksamkeit auf diese richten und - Mein Liebegebot vernachlässigen. Die Liebe kann sich nur in der Freiheit entfalten. Liebe und Zwang stehen im Widerspruch zueinander, und darum kann Ich auch in der Erfüllung der Kirchengebote keine Liebe zu Mir erkennen, solange sie traditionell erfüllt werden, gewissermaßen als Bekenntnis zu der Obrigkeit, die jene Gebote erlassen hat. Zudem sind jene Gebote auch nicht geeignet, die Liebe zu Mir aufflammen zu lassen, weil sie Mich darstellen als ein mit menschlichen Schwächen behaftetes Wesen, das Gehorsam, Ehrfurcht und Anerkennung fordert, wo Es nur geliebt sein will. Vor Meinen Augen ist nichts Sünde als das, was gegen die Liebe zu Mir und zum Nächsten verstößt. Wie auch niemals sich Verdienste erwerben, die den kirchlichen Geboten nachkommen, weil sie Gebote sind, die sie erfüllen sollen. Der freie Wille soll sich für Mich aus Liebe entscheiden, und darum benötigen die Menschen keinerlei Gebote außer Meinem, das Ich Selbst ihnen gab in Erkenntnis des Segens, der aus dem Erfüllen für jeden Menschen entspringt. Amen. B.D. NR. 4840.

 

Buch 55 4841

Ungläubigkeit den Wahrheitsträgern gegenüber.

17. Februar 1950. B.D. NR. 4841.

Es wird den Wahrheitsträgern und Vertretern Meines Wortes auf Erden nicht gelingen, die Menschen von der Wahrheit dessen zu überzeugen, was sie direkt von Mir erhalten haben durch die innere Stimme. Und es ist den Menschen der Vorgang der Entgegennahme Meines Wortes aus der Höhe unbekannt, sie wissen weder um Ursache noch um Zweck dieser Vermittlung, sie stehen Mir Selbst zu fern, daß sie keinen lebendigen Glauben haben und daher etwas für unmöglich halten, was aber nur deshalb etwas Außergewöhnliches ist, weil sie nicht in dem Verhältnis zu Mir stehen, wie es sein soll, und die Menschen, die dieses Verhältnis eingegangen sind, nur sehr selten sind. Sie stehen also etwas gänzlich Fremdem gegenüber, das Wissen um das Wirken des Geistes im Menschen mangelt ihnen, und jede Erklärung darüber weisen sie zurück. Sie sind ungläubig und nennen sich gläubig. Nur vereinzelte werden aufgeschlossen sein, und um dieser wenigen willen sollet ihr reden und die Wahrheit vertreten, wo es nur möglich ist. Wer sie annimmt, der wird großen Segen haben, wer sie ablehnet, wird es dereinst bitter bereuen, denn ihm war die Erlösung nahe, doch sein Wille ist verkehrt, und da er frei ist, kann ihm die Wahrheit nicht anders zugetragen werden. Dennoch dürfet ihr nicht müde werden, ihr dürfet euch nicht beirren lassen, so ihr wenig Erfolg verzeichnen könnet. Als Wahrheitsträger werdet ihr selbst wissen, woran es den Menschen mangelt und daß sie nicht anders als durch Belehrung gewonnen werden können. Als Wahrheitsträger werdet ihr auch die Gesinnung der einzelnen erkennen, ihr werdet um den Reifegrad wissen und entsprechend bemüht sein oder in euren Bemühungen nachlassen, wo ihr keine Aufnahme findet. Es wird in der letzten Zeit ein Ringen sein um jede Seele, euer Blick wird geschärft sein, und jede Gelegenheit werdet ihr wahrnehmen, einer verirrten Seele auf den rechten Weg zu helfen, und wenngleich es auch nur wenige sind, die ihr Mir zuführet, es sind diese wenigen gerettet, sie entrinnen dem ewigen Verderben, d.h., die endlos lange Zeit eines erneuten Ganges durch die Schöpfung bleibt ihnen erspart. Und diese Seelen werden es euch ewig danken. Darum seid mir treue Arbeiter in Meinem Weinberg, seid Mir eifrige Vertreter auf Erden, weil Ich einen jeden von euch brauche in der letzten Zeit vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 4841.

 

Buch 55 4842

Rechte Jünger. Geistwirken. Warum Irrlehren.

18. Februar 1950 B.D. NR. 4842.

Meine Jünger waren von Meinem Geist erleuchtet, und darum lehrten sie recht. Sie konnten nichts anderes reden, so sie warben für Mich und Mein Reich, als was Ich ihnen in den Mund legte, was ihnen also Mein Geist kundtat. Und sie lehrten das gleiche, was Ich Selbst auf Erden den Menschen predigte; sie unterwiesen sie in Meinem Namen, sie sprachen an Meiner Statt, und also verkündeten sie das rechte Evangelium den Menschen, wie es Mein Wille war. Und immer werden die ihre rechten Nachfolger sein, die gleichfalls von Meinem Geist erleuchtet sind, denn sie allein werden die Wahrheit reden, sie allein werden Meine rechten Vertreter auf Erden sein. Wer aber nicht von Meinem Geist erleuchtet ist und dennoch predigt, der wird nicht die reine Wahrheit vertreten, denn ein Mensch, in dem Mein Geist nicht wirken kann, der wird die Wahrheit verdrehen, er wird für Mein Wort, das Ich einst gesprochen habe, eine falsche Auslegung anwenden, er wird Irrtum lehren, wenngleich er sich schulmäßig ein Wissen angeeignet hat und er sich befähigt glaubt, als Lehrer die Mitmenschen unterweisen zu können. Die einfachste Erklärung dafür aber ist die: Wo Mein Geist nicht wirken kann, dort wirkt der Geist Meines Gegners, und das wahrlich in einer die Wahrheit bekämpfenden Weise. Und daraus geht hervor, wie leicht es möglich war, daß Meine reine Lehre verunstaltet wurde und jetzt in der Form eines Zerrbildes den Menschen dargeboten wird. Mein gesprochenes Wort geistig zu verstehen, wie Ich es verstanden haben will, setzt Geisteswirken im Menschen voraus, es setzt ein erleuchtetes Denken voraus und dieses wieder einen Lebenswandel ganz nach Meinem Willen. Letzterer aber besteht nicht im Erfüllen von kirchlich-erlassenen Geboten, sondern einzig und allein im Erfüllen Meiner Gebote, der Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe. Ein Leben in Liebe macht den Menschen zum Aufnahmegefäß Meines Geistes, und nur ein solcher Mensch ist befähigt, die Mitmenschen zu belehren, er allein besitzt das Wissen um den geistigen Sinn jedes Meiner Worte. Und dieses Wissen ist unbedingt nötig, um den krassen Irrtum zu erkennen, den die Menschen aus Meinem Wort gemacht haben. Dieses Wissen, das also durch Meinen Geist einem Menschen, der Mir dienen will, zugeleitet wird, berechtigt zum Lehren, und dann geschieht eine jede Belehrung wieder unter der Assistenz Meines Geistes. Wer für Mich arbeitet, wird nichts aussprechen, als was in Meinem Willen liegt, weil Ich es will, daß den Menschen die Wahrheit gegeben wird. (19.2.1950) Der Geist der Unwahrheit beherrscht aber darum die Menschen, weil sich Mein Geist, der Vermittler der Wahrheit, nicht mehr äußern kann bei denen, die da glauben, die Nachfolger Meiner Jünger zu sein, die das Lehramt verwalten und selbst mit dem Geber der Wahrheit nicht in Verbindung stehen. Sie legen wohl Mein Wort aus, doch der geistige Sinn Meines Wortes ist ihnen gänzlich unbekannt, sie lehren, was ihnen die Väter lehrten, gedankenlos nahmen sie diese Lehren hin, und bedenkenlos gaben sie sie auch weiter, uneingedenk dessen, daß sie sich für jedes Wort dereinst verantworten müssen. Sie sind, als selbst blind im Geist, blinde Führer der Mitmenschen, sie führen diese anstatt zur Wahrheit hin von der Wahrheit weg, sie stellen eine Lehre als Lehre Christi hin, die Ich nie und nimmer auf Erden verkündet habe, und das darum, weil sie nur dem Buchstaben nachgehen und den wahren Sinn nicht verstehen, weil Mein Geist sie nicht erleuchten kann. Sie suchen nicht die Wahrheit, weil sie glauben, sie zu besitzen, und also suchen sie nicht Mich, und Ich kann sie deshalb nicht in die Wahrheit leiten. Denn suchten sie Mich, dann lebten sie auch in der Liebe, und dann würden sie Mich auch erkennen, weil Ich Mich einem jeden offenbare, der an Mich glaubt und Meine Gebote hält. Wer Mein Jünger sein will, der muß Mir nachfolgen gleichwie Meine Apostel, der muß ein Leben führen in uneigennütziger Nächstenliebe, auf daß sein Geist in ihm erwache, auf daß er durch die Liebe die Verbindung mit Mir eingeht und er dann von Mir Selbst belehrt werden kann, wie es geschrieben steht: "Ihr werdet alle von Gott gelehret sein." Mein Geist wird ihn in die Wahrheit leiten, und dann erst kann er Mein Vertreter auf Erden sein. Amen. B.D. NR. 4842.

 

Buch 55 4843

Strudel der Welt. (Rosenmontag)

20. Februar 1950. B.D. NR. 4843.

Im Trubel der Welt ersticken die Menschen jeglichen Trieb zur Höhe. Es ist wie ein giftiger Odem, der die Menschenherzen unfähig macht für geistiges Streben. Es kann keine Saat aufgehen, sie verkümmert, ehe sie sich entwickelt, weil sie erkrankt durch den Pesthauch der Welt. Verstehet dies, daß ihr Menschen in größter Gefahr seid, euch zu verlieren an den Feind eurer Seele, versteht es, daß er alle Mittel anwendet, um euer Wachstum zum Licht zu unterbinden, daß er Gift ausstreut, um die gute Saat zu vernichten. Verstehet es, daß die Freuden der Welt jenes Gift sind, dem eure Seele rettungslos zum Opfer fällt. Im Taumel des Genusses suchet ihr euer Glück, und ihr stürzet eure Seele ins Unglück. Ihr zollt dem Herrn der Welt euren Tribut, und ihr verkaufet eure Seele, denn ihr verlangt nach seinen Schätzen und suchet nur Erfüllung der körperlichen Wünsche und Begierden. Und er versagt sie euch nicht, er gibt reichlich, aber er fordert auch alles dafür, er gewinnt euch ganz und gar. Um nichtigen Lohnes willen gebt ihr euch ihm in die Hand. Stunden überschäumender Lebensfreude genügen euch, und dafür opfert ihr ewige Zeiten in Seligkeit. Ihr seid ihm hörig geworden, der euch ins Verderben zieht. So ihr Meiner gedenken würdet, könntet ihr an dem Treiben keinen Gefallen finden, ihr würdet euch abwenden von dem Gifthauch, daß er euch nicht berühren könnte; ihr würdet erkennen, daß die Welt euer Feind ist, weil sie Anteil ist Meines Gegners. Doch eure Gedanken finden nicht mehr zu Mir, sie sind an die Erde gekettet, sie kreisen nur um die Lust der Welt, um die Sünde, die ihr zu verschleiern suchet und doch liebt. Ihr könnet euch selbst wohl täuschen, nicht aber Mich, Der Ich in eure Herzen sehe. Ich verdamme euch nicht, aber ihr selbst entfernet euch von Mir, denn es ist keine Liebe in euch außer der Eigenliebe, die euch herabzieht, nicht aber erheben kann. Denn hättet ihr die Liebe, dann wäret ihr Mir nicht fern, sondern ihr suchtet Mich auf allen euren Wegen. Dann könnte die Welt euch nicht reizen, dann hätte Mein Gegner die Macht über euch verloren, dann folgtet ihr nicht den Verlockungen der Welt. Denn durch die Liebe würdet ihr auch in der Erkenntnis stehen. In euch aber ist es dunkel, und ihr jagt nur dem Irrlicht nach. Ihr suchet Freuden und findet dabei den Tod. Denn wen der Feind der Seelen einmal gewonnen hat, den gibt er nicht mehr her, und ein Lösen von ihm erfordert große Liebekraft, die aber selten ein Mensch noch entfalten kann, der einmal ihm zum Opfer fällt. Amen. B.D. NR. 4843.

 

Buch 55 4844

Reinigung der Lehre Christi.

21. Februar 1950. B.D. NR. 4844.

Es muß zuvor eine Reinigung der Lehre, die als Lehre Christi auf Erden verbreitet wird, stattfinden, soll eine Einigung christlicher Konfessionen zustande kommen, denn den Kern jeder Glaubensgemeinschaft muß immer die Lehre bilden, die Ich Selbst auf Erden verkündete. Solange aber diese Lehre so verbildet ist, kann sie nimmermehr Menschen formen, die Mitglieder der von Mir gegründeten Kirche sind. Denn dazu gehört ein tiefer, lebendiger Glaube, der aber unmöglich durch eine verunstaltete Lehre gewonnen werden kann. Was ein Mensch überzeugt glauben soll, muß auch einer ernsten Prüfung standhalten, d.h., es muß der Verstand des Menschen beteiligt sein an der Prüfung, und was zu glauben gefordert wird, das muß auch der Verstand als das Wesen Gottes beweisend anerkennen können. Er muß es glauben können, weil es ihm ein Bild gibt von Mir, das der Wahrheit entspricht, weil es Mich als Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht erkennen läßt. Eine solche Lehre wird nicht zu Zweifeln oder Streitfragen Anlaß geben, sondern stets die Menschen brüderlich vereinen, während jede verbildete Lehre Veranlassung ist zu Spaltungen, die wieder erst dann behoben werden können, wenn erstere gereinigt ist, also sich diejenigen zusammenfinden, die Meine Lehre wieder in reinster Form besitzen, die ernstlich bemüht sind, nach dieser Lehre zu leben und sie ebenso rein den Mitmenschen zu vermitteln. Es gibt nur eine Wahrheit, und diese habe Ich Selbst auf Erden den Menschen nahegebracht, die Mich anhörten und an Mich glaubten. Wer reinen Herzens war, erkannte sie als Wahrheit und blieb ihr treu. Doch wer sich selbst überhob, die Demut außer acht ließ, wer bar jeder Liebe war, dem war die Wahrheit nicht heilig, und er veränderte sie zu seinem Vorteil. Und so blieb Meine Lehre nicht das, was sie ursprünglich war, und konnte auch nicht mehr den Segen bringen den Menschen, weil sie Mich nun nicht mehr recht erkannten, weil sie in falsches Denken geraten waren durch die irrigen Lehren. Und da wieder jeder sich selbst als in der Wahrheit stehend wähnte, entstanden die Spaltungen und verschiedenen Geistesrichtungen, die alle von sich annehmen, die von Mir gegründete Kirche zu sein. (23.2.1950) Immer wieder zweigen sie sich ab, immer neue Organisationen erstehen, immer mehr grübelt der Verstand des Menschen, wo allein Meines Geistes Wirken Erhellung bringen kann. Vereinzelte kommen wohl wieder der Wahrheit näher, doch angefeindet von jenen, die ihr Geistesgut vertreten und doch von der Wahrheit weitab sind. Doch niemals wird die Masse in der Wahrheit stehen, weil diese nur das Vorrecht derer ist, die Mir ernsthaft zustreben, und dies bei den meisten Menschen nicht der Fall ist. Wenige nur sind es, deren Geist erleuchtet ist, wenngleich es allen zusteht, sich in diesen Zustand zu versetzen, denn von Mir aus wird die Gnadengabe, in der Wahrheit zu stehen, niemandem verwehrt. Und so wird es auch niemals möglich sein, eine Organisation zu bilden, die alle Menschen vereinigt und doch den Anspruch machen kann darauf, die von Mir gegründete Kirche zu sein. Jede bestehende Organisation hat Mitglieder Meiner Kirche, das sind die Menschen, deren Glaube tief ist und lebendig durch einen Lebenswandel in Liebe, die ernstlich Mich zu erringen trachten und eifrig nach der Wahrheit streben. Diesen wird auch erkenntlich sein, wo das ihnen vermittelte Geistesgut Irrlehren aufzuweisen hat, sie werden sich frei machen davon und nur das als Meine reine Lehre ansehen, was ihr Herz unbedenklich annimmt. Um nun diesen eine Bestätigung ihres Denkens zu geben, leite Ich die reine Wahrheit erneut zur Erde nieder, wie dies immer wieder geschieht, so die Menschen Mein Wort nicht mehr recht auszulegen vermögen, so sie sich in irrigen Lehren verstrickt haben und allein nicht fähig sind herauszufinden, was Wahrheit und was Irrtum ist. Ich bin im Geist wieder unter den Menschen und gebe ihnen Mein Wort, das auch Meine Apostel vernahmen nach Meiner Auffahrt in den Himmel durch das innere Wort. Wer nun dieses Mein Wort hat, wer es direkt von Mir empfängt, also Meine Stimme in sich vernimmt gedanklich oder tönend, wer diesen Meinen direkten Empfängern Glauben schenkt und ebenfalls das Wort annimmt als reine Wahrheit und nun dafür eintritt, ganz gleich welcher Konfession er angehört, wer die Mitmenschen in Liebe darüber belehrt, der trägt sein Teil dazu bei, eine Einigung kirchlicher Konfessionen herzustellen, denn in dieser alleinigen Wahrheit werden sich alle finden, die ernsten und guten Willens sind, die Meine Kirche über alles setzen, die Ich Selbst gegründet habe, und die in den einzelnen Konfessionen kein Hindernis sehen, Mitglieder der wahren Kirche Christi zu sein, die nicht von den Pforten der Hölle überwältigt werden kann, wie Ich Selbst es verheißen habe. Amen. B.D. NR. 4844.

 

Buch 55 4845

Zusammensetzung der Seele. Miniaturschöpfung.

23. und 24. Februar 1950. B.D. NR. 4845.

Die Seele des Menschen ist ein Gebilde von unvorstellbar vielen Miniaturschöpfungen. Sie ist gewissermaßen aus diesen Schöpfungen zusammengesetzt, die alle ihre früheren Verkörperungen waren, so daß sie als ganzes Schöpfungswerk Gottes anzusprechen ist, Der Seine unendliche Liebe, Weisheit und Allmacht in der menschlichen Seele unter Beweis gestellt hat. Es kann sich der Mensch davon keine Vorstellung machen, daß er selbst die gesamte Schöpfung in seiner Seele birgt, doch so er nach seinem Tode im geistigen Reich sich selbst zu schauen vermag, wird er voller Ehrfurcht und Liebe zu Gott die Wunderwerke betrachten, die er in sich selbst wiederfindet. Von jeder Verkörperung während seines Entwicklungsganges ist die Seelensubstanz gesammelt, und so ist die menschliche Seele in den einzelnen Substanzen durch die gesamte Schöpfung gewandelt und hat nun eine unvorstellbare Vielseitigkeit aufzuweisen. (24.2.1950) Dann erst wird es ersichtlich sein, wie wunderbar die Schöpfungswerke Gottes sind, und Seine Größe, Seine Liebe, Weisheit und Allmacht tritt so deutlich hervor und läßt alles Wesenhafte in Ehrfurcht und Liebe zu Gott verharren, Der Seine Geschöpfe durch das Innewerden Seiner Kraft und das Erkennen Seiner Selbst maßlos beglückt. Doch es gehört ein bestimmter Reifegrad dazu, daß sich die Seele selbst erschauen kann, und darum ist dies auch eine Seligkeit derer, die im Lichtreich sind. Es ist das Beschauen der Seele inbegriffen in die Verheißung Jesu: "Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, das habe Ich bereitet denen, die Mich lieben." Die Seele kann also in alle Gebiete Einsicht nehmen, sie erschaut, was sie nie zuvor gesehen, was aber in der Schöpfung unleugbar vorhanden ist, und sie ist sich dessen bewußt, daß niemals diese Wunder zu Ende sind, daß sich immer wieder neue Gebilde vorfinden und sie doch des Schauens dieser Schöpfungen nicht müde wird, sondern immer mehr erschauen will und sonach auch immer glückseliger wird. Die Seele ist etwas für menschliche Sinne nicht Wahrnehmbares und daher auch nicht verständlich. Sie ist für den Menschen auf Erden etwas Geistiges, im geistigen Reich aber das Eigentliche, sie ist das, was die geistigen Schöpfungen belebt, sie ist das wahrhaft Lebende im geistigen Reich, weil sie von der Kraft Gottes durchströmt wird. Und so finden sich in ihr alle Gedanken Gottes wieder, die Er zur Form werden ließ durch Seine Willenskraft. Ein manifestierter Gedanke Gottes ist jegliches Schöpfungswerk. Und so ist die menschliche Seele ein Schöpfungswerk größten Umfanges in Miniaturausführung - doch den Menschen auf Erden ein zweifelhafter Begriff, ein Etwas, von dessen Vorhandensein sie noch nicht völlig überzeugt sind und auch forschungsmäßig niemals Überzeugung erlangen können. Es ist die Seele für die Erdenmenschen ein Nichts oder ein fragwürdiges Objekt, in Wahrheit aber die herrlichste, Gottes Weisheit, Liebe und Allmacht bezeugende Schöpfung, die Ihn verherrlicht im geistigen Reich, die unvergänglich ist und zu ständiger Lobpreisung Gottes Anlaß gibt allen, die im Lichtreich weilen und selig sind. Amen. B.D. NR. 4845.

 

Buch 55 4846

Hinweis auf kommende Notzeit.

25. Februar 1950. B.D. NR. 4846.

Höret und glaubet es, ihr Menschen, euch steht eine schlimme Zeit bevor. Sie wird jeden einzelnen betreffen, wenngleich sie an denen leichter vorübergeht, die Mich im Herzen tragen, also mit nach oben gewandtem Blick dahingehen. Schwer wird auf allen die Zeit lasten, denn sie bringt euch eine abermalige Not, die ihr kaum ertragen zu können glaubt. Bis ins Innerste werdet ihr erschüttert werden, denn äußerlich und innerlich geratet ihr in Not, auf daß ihr euch zu Mir wendet, auf daß ihr endlich den Weg findet zu Mir, eurem Gott und Vater von Ewigkeit. Es ist das letzte Mittel, das Ich anwende vor dem Ende. Hilft dieses nicht, um euch zu wandeln, die ihr der Welt euch verschrieben habt, so gibt es für euch keine Rettung mehr, dann seid ihr endgültig Meinem Gegner verfallen, und ihr müsset sein Los teilen - in Fesseln geschlagen zu werden am Ende der Tage. Wenig Zeit bleibt euch noch bis dahin, und in dieser kurzen Zeit trete Ich immer wieder an euch heran, um euch noch vor dem Verderben zu retten, um euch zur Besinnung zu bringen, ehe es zu spät ist. Was Ich euch sagen lasse durch Meine Diener auf Erden, das nehmet ernst und stellet euer Leben danach ein, und so die große Not an euch herantritt, dann denket daran, daß auch bald das letzte Ende ist, das Ich gleichfalls angekündigt habe und das der Not folgen wird. Dann nützet jeden Tag, indem ihr des öfteren die Verbindung suchet mit Mir und alles Weltliche unbeachtet lasset und betet im Geist und in der Wahrheit, Mich anrufet um Gnade, die Ich euch wahrlich nicht versagen werde. Ich werde euer Gebet erhören, Ich werde euch mit Gnade überschütten und euch Kraft geben und Glaubensstärke, auf daß ihr ausharret bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4846.

 

Buch 55 4847

Vorgang der Wiederkunft Christi. Himmelfahrt.

26. Februar 1950. B.D. NR. 4847.

Meine Wiederkunft, Mein Kommen am Ende der Welt, wird von den Menschen angezweifelt, die nicht ganz fest im Glauben sind. Und doch könnten sie die einzelnen Phasen der Endzeit erkennen und auch Meine Gegenwart wahrnehmen, so sie nur achtsam wären. Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende. Diese Worte allein schon sollten genügen, daß ihr euch ein richtiges Bild machet von Meiner Wiederkunft. Daß Ich körperlich sichtbar nicht unter euch weile, müßte euch also den Sinn Meiner Worte geistig verstehen lassen. Ich weile geistig bei den Meinen, bis an der Welt Ende. Denn Ich bin ihnen gegenwärtig zu jeder Stunde und an jedem Ort, und das seit Meiner Auffahrt zum Himmel. Denn Ich habe gesagt: Ich bleibe bei euch. Also war Ich geistig immer bei den Meinen und bleibe bei ihnen bis an der Welt Ende. Ich aber kündete den Menschen zu jener Zeit Meine Wiederkunft an, Mein Kommen in den Wolken. Sonach mußte diese Wiederkunft so zu verstehen sein, daß die Menschen Mich erschauen können, gleichwie Meine Jünger Mich auffahren sahen zum Himmel. Geistig zwar bin Ich immer bei euch Menschen, so ihr euch Meiner Gegenwart würdig erweiset. Leiblich aber komme Ich wieder, wenngleich nicht im irdischen Leib, doch denen schaubar, zu denen Ich wiederkommen will. Ich habe aber die Wiederkunft angekündigt, folglich könnet ihr Menschen sie auch mit Gewißheit erwarten, so ihr Meinem Wort glaubt und zu denen gehöret, die das letzte Ende erleben. Nicht ohne Grund gab Ich diese Verheißung vor Meiner Auffahrt in den Himmel. Ich ersah den Geisteszustand der Menschen in der Endzeit, Ich sah auch die ungeheure Not der Gläubigen, die Mir ihre Treue bewahren wollen und überaus stark bedrängt werden, und Ich sah ihr Ringen, den schwersten Kampf, den die Menschen um Meines Namens willen ausfechten müssen. Ich sah ihren Willen und die große Gefahr, inmitten von Teufeln standzuhalten. Und darum versprach Ich ihnen Meine persönliche Hilfe, die Ich auch leisten werde, so es an der Zeit ist. Ich Selbst will kommen zu den Meinen und ihnen beistehen im letzten Kampf. Und so werden Mich viele erschauen dürfen, denn Ich werde immer dort sein, wo die Not groß ist und die Meinen Mich brauchen. Sie werden Mich sehen als Mensch mit Fleisch und Blut, doch nicht von einer Frau geboren, sondern Ich komme von oben und umgebe Mich mit einer euch schaubaren Form, auf daß ihr Mich ertragen könnet. Und jeder, der Mich sieht, wird von Kraft durchflutet sein und den letzten Kampf auf Erden bestehen. Dann aber komme Ich in den Wolken, um die Meinen heimzuholen in das Reich des Friedens. Dieses Kommen wird genau so stattfinden wie umgekehrt Meine Auffahrt zum Himmel. Ich werde strahlend im Licht - doch von Wolken verhüllet, um euch schaubar sein zu können - zur Erde niederkommen und die Meinen versammeln, um sie zu retten aus größter Not und Bedrängnis von seiten der Dämonen der Unterwelt wie auch vor dem letzten Zerstörungswerk, dem alles zum Opfer fällt, was lebt in, auf und über der Erde. Doch dieses Kommen in den Wolken wird auch nur von denen gesichtet werden, die zu den Meinen gehören, denn die Anhänger Meines Gegners vermögen Mich nicht zu schauen. Es ist eine geistige Wiederkunft und doch auch irdisch wahrnehmbar, doch eben nur von jenen, die geistig wiedergeboren sind, die im tiefen, lebendigen Glauben stehen und also sowohl Meine ständige Gegenwart bis an der Welt Ende wie auch Mein sichtbares Wiederkommen ohne Zweifel gelten lassen, weil das Herz, der Geistesfunke im Menschen, sie belehret und sie sonach zu denen gehören, bei denen Ich bleibe bis an der Welt Ende. Sie glauben es, daß Ich wiederkomme, und ihren Glauben lasse Ich nicht zuschanden werden. Amen. B.D. NR. 4847.

 

Buch 55 4848

Tätigkeit der Diener Gottes in der letzten Zeit.

28. Februar 1950. B.D. NR. 4848.

Ihr werdet es erkennen, wann eure Zeit gekommen ist, wann ihr auftreten sollet, um Mein Wort zu verkünden allen, die in Not sind. Denn euer Herz wird es euch sagen, ihr werdet euch innerlich gedrängt fühlen, zu sprechen von Meinem außergewöhnlichen Wirken an und in euch, von Meinem Wort und von dem Herannahen des Endes, um den Mitmenschen zu helfen, die falsche Wege wandeln und darum in der irdischen Not zu erliegen glauben. Und Ich werde euch unterstützen in jeder Weise - ihr werdet es fühlen, daß Ich Selbst bei euch bin, so ihr redet für Mich und Mein Reich, für Meinen Namen. Und ihr werdet eifrig tätig sein, weil euch eure Tätigkeit beglückt und ihr trotz der Not um euch wenig davon betroffen seid. Denn Ich wirke offensichtlich an Meinen Dienern auf Erden, jeder Mensch kann es erkennen, welcher Segen aus der Verbindung mit Mir erwächst, so er nur ein offenes Auge und ernsten Sinn hat und sich nicht bewußt gegen Mich stellt. Ich will euer Begleiter sein auf allen euren Wegen, Ich will euch führen dorthin, wo ihr dringend benötigt werdet. Denn euer Wirken wird nur von kurzer Dauer sein, und darum soll die Zeit ausgenützet werden, um vielen Menschen das Reich Gottes anzutragen. Denn dann folget wieder eine Not anderer Art - Bedrückung und brutale Maßnahmen von seiten irdischer Gewalt gegen alle, die den Glauben an Mich, den Glauben an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk in sich tragen. Dann wird sich ein jeder entscheiden können, der euch zuvor gehört hat, und die Entscheidung wird ihm leicht fallen, so er Mein Wort, das ihr ihm zugetragen habt, aufgenommen hat in sein Herz. Dann wird auch er zu der Schar der Meinen zählen können, dann wird er gleichfalls streiten für Mich, wenn auch nicht offen, so doch durch Sein Bekennen vor der Welt zu Mir und Meinem Namen. Es muß noch viel Saat ausgesät werden und dafür gesorgt, daß der Acker auch gut vorbereitet ist und die Saat aufnimmt. Und darum muß zuvor noch viel Arbeit geleistet werden, wozu Ich euch dinge und eure Wege lenke, daß ihr sie auch ausführen könnet, so ihr dazu willens seid. Ich brauche euch und setze euch daher auch in den Stand, Mir dienen zu können. Ich ebne alle Wege für euch, Ich stelle euch dorthin, wo ihr erfolgreich wirken könnet für Mich, Ich bilde euch aus für eure Lehrtätigkeit und gebe euch Kraft dazu, Ich sorge für euch, auf daß ihr unbelastet von irdischer Sorge euch dem Dienst für das Reich Gottes widmen könnet. Und Ich spreche zu euch durch euer Herz, wenn es Zeit ist, daß ihr eure Lehrtätigkeit aufnehmet. Was ihr tun sollet für Mich und Mein Reich, das müsset ihr aus freiem Willen tun, und darum muß es euch Freude machen, d.h., ihr selbst müsset so durchdrungen sein von eurer Aufgabe, daß ihr sie erfüllet, getrieben von innen, aus Liebe zu Mir und zum Nächsten. Mein Wort muß euch so erfüllen, daß ihr es auch euren Mitmenschen zuleiten wollet, und dies besonders, so die Notzeit kommt, die Ich euch angekündigt habe stets und ständig. Dann wird nur Mein Wort die Menschen aufrichten, und dann ist eure Stunde gekommen, für die Ich euch vorbereite. Dann werdet ihr Meinen Auftrag spüren im Herzen und eifrig tun, was Ich verlange von euch. Dann werdet ihr als Meine Jünger der Endzeit tätig sein an der Erlösung irrender Seelen aus Liebe zu Mir und zu den Mitmenschen. Amen. B.D. NR. 4848.

 

Buch 55 4849

Arbeit im Weinberg des Herrn.

1. März 1950. B.D. NR. 4849.

Ihr habt noch ein großes Feld zu bebauen, ihr sollet einen Acker urbar machen, der noch brach liegt und fleißiger Hände bedarf, und es wird eine Arbeit geleistet werden müssen, die alle eure Kraft erfordert, weil euch nicht mehr viel Zeit dafür bleibt. Doch Ich will eure Arbeit segnen, Ich will euch einen Acker zu bestellen geben, der wohl geeignet ist, gute Früchte zu tragen, wenngleich nicht jede Saat aufgehen wird. Und so werde Ich euch denen zuführen, denen ihr Mein Wort verkünden sollet, in deren Herzen ihr den Samen ausstreuen sollet, auf daß er aufgehe und Früchte trage. Es gibt viele suchende Menschen auf Erden und diese sind gleich einem guten Acker, der rein ist von Unkraut und darum wohl geeignet zur Aufnahme der Saat, die da ist Mein Wort aus der Höhe. Ihr werdet sie erkennen, ihr werdet euch gedrängt fühlen, zu reden mit ihnen und auch Anklang finden. Und so ihr ihnen gegenüber von Meinem Wirken Erwähnung tut, werdet ihr es auch empfinden, daß der Same auf guten Boden fällt - daß er dann aufgehe, ist vom Willen des Empfangenden selbst abhängig, es ist die Arbeit, die der Mensch dann an sich selbst tun muß. Er muß sich dem ihn belebenden Sonnenlicht aussetzen, d.h., von Meiner Gnadensonne muß er sich bestrahlen lassen, auf daß das Wort in ihm lebendig werde und nun sein ganzes Wesen wandle - auf daß Mein Wort ihn mit Kraft und Licht durchflute. Viel Arbeit werdet ihr noch leisten müssen, denn dürr und öde ist es weit und breit. Ihr müsset die Herzen eurer Mitmenschen aufnahmewillig machen für Meine Lehre; ihr müsset ihnen das lebendige Wasser zuströmen lassen, dessen Quell euch erschlossen worden ist, auf daß sich daran labe, der durstig ist. Lasset keine Gelegenheit vorübergehen, um Meine Saat auszustreuen, bedenket, daß nicht mehr viel Zeit ist und noch viel Boden brachliegt, der bearbeitet werden soll, und arbeitet also rüstig für euren Herrn, Dem ihr treue Diener sein wollet. Seid fleißig, füllet Ihm die Scheuern, denn das Ende ist nahe, wo geerntet werden sollen die Früchte, die jedoch eine gute Aussaat bedingen. Und zur Zeit der Ernte werden viele Schnitter benötigt. Darum nehme Ich einen jeden an, der Mir seine Dienste anträgt, der in Meinem Weinberg als treuer Knecht arbeitet für Mich und Mein Reich. Amen. B.D. NR. 4849.

 

Buch 55 4850

"Ich bleibe bei euch." "Ich will euch den Tröster senden."

3. März 1950. B.D. NR. 4850.

Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende. Diese Worte allein sollten genügen, auch an ein Wirken Meinerseits unter euch zu glauben und euch Erklärung sein für Offenbarungen jeglicher Art, die als Geisteswirken in Erscheinung treten. Daß Ich mitten unter den Meinen bin, habe Ich ferner kundgegeben durch die Worte, die Ich auf Erden zu Meinen Jüngern sprach: Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, bin Ich mitten unter ihnen. Also ist Voraussetzung für Meine Anwesenheit und sonach auch für Mein Geisteswirken der Glaube an die Kraft Meines Namens, ein Bekennen Meiner Selbst als Erlöser der Menschheit. Im Namen Jesu also sollet ihr euch versammeln, wollet ihr Mich Selbst hören in Form Meines Wortes, in Form von Offenbarungen aus dem geistigen Reich. Jede Äußerung von Mir ist eine geistige Offenbarung, die aber alle Menschen vernehmen könnten durch die Stimme des Geistes, wie Ich es verheißen habe: "Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit, Er wird euch in die Wahrheit leiten und euch Meiner erinnern." (4.3.1950) "Er wird euch erinnern dessen, was Ich euch gesagt habe." Ihr werdet also durch die Stimme des Geistes die gleichen Worte vernehmen und wissen, daß Ich es bin, Der zu euch redet, daß es Meine Worte sind, die Ich euch wieder ins Gedächtnis rufen will. Und ihr werdet Meiner gedenken, denn Meine Worte sind Geist und Leben, so ihr sie durch die innere Stimme vernehmet. Denn sie sind nicht nur ein leerer Schall, den nur das Ohr vernimmt, sondern sie dringen ein in euer Herz, weil Ich Selbst es ja bin, Der durch die Stimme des Geistes zu euch spricht, weil Ich die gleichen Worte anwende wie zur Zeit Meines Erdenwandels, damit ihr Mich darin erkennen sollet. Doch die Worte allein sind es nicht, die euch Meine Gegenwart erkennen lassen - es ist der geistige Sinn, der darin verborgen ist, der nur erfaßt werden kann von einem erleuchteten Geist, von einem Menschen, dessen Lebenswandel das Wirken des Geistes zuläßt. Dieser versteht alles und kann wieder die Menschen belehren, die noch unerweckten Geistes sind. Ihnen muß Mein Wort erklärt werden, ansonsten sie es rein wörtlich auslegen und dann weder Meine Liebe noch Meine Weisheit erkennen können, ja oft sogar nur den Buchstabensinn auslegen und wenig oder gar kein geistiges Wissen erwerben. Ich aber weile Selbst bei euch und will euch belehren und segne daher einen jeden, der Mir sein Herz als Wohnung bereitet und Mich nun darin aufnimmt und ein eifriger Hörer dessen ist, was Ich ihm künden will, wie er aber auch ein Täter Meines Wortes sein wird und sonach den geistigen Sinn erkennet. Er wird Mich Selbst sprechen hören und Mich Selbst sprechen lassen zu den Mitmenschen, denen Ich Mich offenbaren will, auf daß Meine Verheißung sich erfülle: "Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende - Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit, der euch in alle Wahrheit leitet und euch erinnert alles dessen, was Ich euch gesagt habe." Amen. B.D. NR. 4850.

 

Buch 55 4851

Alte Seher und Propheten. Bilder. Übereinstimmung.

5. März 1950. B.D. NR. 4851.

Die Weltmenschen in ihrer Unkenntnis geistiger Dinge werden niemals ergründen können, was alte Seher und Propheten in Meinem Auftrag ausgesprochen haben, und daher werden auch nur wenige Menschen den tiefen geistigen Sinn jener Prophezeiungen verstehen, nur wenige Menschen werden es wissen, in welcher Zeit sich diese erfüllen. Von Beginn dieser Erlösungsperiode an gab Ich den Menschen Hinweise auf das Ende, auf die Mißstände in der Zeit des Endes, auf das teuflische Wirken und den Kampf gegen die Gläubigen; ich ließ sie schauen, jedoch nicht die natürliche Auswirkung des Mir völlig abgewandten Willens der Menschen, sondern in Bildern standen die kommenden Ereignisse vor ihren Augen, die sie selbst nicht auszulegen vermochten und deren Sinn auch den Sehern selbst verborgen war. Doch keines der geschauten Bilder war ohne Bedeutung, weil die Seher und Propheten fromme, Mir ergebene Menschen waren, die Ich dazu ausersah, als Warner und Mahner aufzutreten unter den Menschen aller Generationen bis zum Ende. Wer ernsthaft bestrebt war, einen Mir wohlgefälligen Lebenswandel zu führen, der kam auch im Nachdenken über jene Bilder der Wahrheit nahe; doch nur einem geweckten Geist ist es möglich, sie richtig zu erklären. Ich sah die Zeit voraus, Ich wußte von Beginn alle Mißstände, Ich wußte die Entwicklung der Menschen irdisch und geistig, Ich erkannte alle Mängel, die Verblendung unter den Menschen, Ich wußte um die hartnäckige Ablehnung der Wahrheit, um den Triumph des Irrtums, der darum lange Zeit triumphiert, weil die Voraussetzung gegeben war in dem Verhalten der Menschen Mir gegenüber, weil sie in der Mehrzahl Kinder Meines Gegners sind, die falsche Wege gehen und daher blind sind für die Wahrheit, während der Irrtum von ihnen bedenkenlos angenommen und verbreitet wird. In der geistigen Welt wirken sich solche Gesinnungen und die sich daraus ergebenden Ereignisse als Zerrbilder aus, wie alles Geistige Entsprechungen hat, und so sahen die Seher jener Zeit den Verlauf des Geschehens in der Endzeit in solchen Bildern, die wahrlich einen Menschen entsetzen mußten, dessen Seele sanft war und der Mir als Seher und Prophet recht war seiner Gottergebenheit wegen. Ihm selbst war es nicht gegeben, seine Gesichte und Träume zu deuten, weil Ich es wollte, daß es unergründet bleiben sollte bis zum Ende, was er sah. Doch es sollten seine Gesichte erhalten bleiben der Nachwelt, um immer wieder suchende und strebende Menschen zum Nachdenken anzuregen. Und es wird auch in der Endzeit nur wenige geben, die hellhörig und hellsehend sind und Meiner alten Propheten Gesichte wohl verstehen in der Erkenntnis des geistigen Tiefstandes der Menschen und der Nähe des angekündigten Endes. Ihnen erhelle Ich den Geist, sowie es nötig ist, daß sie darüber Auskunft geben den Mitmenschen, und so sie dann in Meinem Auftrag reden werden, verkünden sie auch die reine Wahrheit, denn sie werden nicht reden, bevor sie den Auftrag haben, und von Stund an erkennen sie selbst in aller Klarheit den Sinn dessen, was sonst den Mitmenschen unverständlich ist, bis Ich Selbst den Schleier lüften werde - bis sich erfüllet, was alte Seher und Propheten vorausgesagt haben in Meinem Willen. Amen. B.D. NR. 4851.

 

Buch 55 4852

Erkennen Gottes und Glaube nicht ohne Liebe.

6. März 1950. B.D. NR. 4852.

Ihr werdet euch nicht zu Mir bekennen, so ihr ein Leben ohne Liebe führet, weil ihr dann Mich auch nicht zu erkennen vermögt und ihr euch nicht für etwas einsetzet, das euch selbst zweifelhaft ist. Die Liebe allein erhellet euren Geist, die Liebe allein macht euch fähig, an Mich zu glauben. Doch unter Glaube ist nur eine feste innere Überzeugung zu verstehen, nicht Worte, von denen das Herz nichts weiß. Die Liebe gebäret diese feste Überzeugung, also wird ein Glaube ohne Liebe nicht möglich sein, selbst wenn euch Meine Existenz ständig mit beredten Worten gepredigt wird. Sowie ihr aber in der Liebe stehet, bin Ich Selbst in euch, und dann müsset ihr Mich auch anerkennen, weil ihr Mich spüret, selbst wenn es euch nicht bewußt ist. Es treibt euch dann euer Herz dazu, ihr wünschet es, daß Ich bin, und ihr werdet Mich daher auch erkennen, weil Ich Mich denen offenbare, die durch die Liebe Mir verbunden sind. Diese Offenbarungen sind ganz verschiedener Art, doch immer ist ein überzeugter Glaube das Resultat; ihr lehnet Mich dann nicht mehr ab, sondern ihr erkennet Mich an und tretet auch den Mitmenschen gegenüber für Mich ein, und alles dieses bewirket die Liebe. So ihr Werke der Liebe verrichtet, nehmet ihr schon Meine Kraft in Anspruch, und wessen Kraft ihr nützet, den könnet ihr nicht ableugnen. Die Ursubstanz Meines Wesens ist Liebe, aus der gleichen Substanz seid auch ihr, Meine Geschöpfe. Seid ihr nun ohne Liebe, so spüret ihr nichts mehr von jener Urkraft, deren Quell Ich bin. Also bin Ich auch nicht für euch erkenntlich, und sonach seid auch ihr Meiner nicht bewußt. Dann ist die Lehre von Gott für euch nur ein leerer Begriff, ohne Sinn und Verstand. Erst die Liebe gibt euch die Erkenntniskraft, ihr fühlt euch nun als ein Produkt einer machtvollen Kraft, die ein Wesen sein muß in höchster Vollendung. In euch ist ein Licht entzündet worden durch die Liebe. Ihr werdet Mich erkennen und lieben, das Licht in euch wird immer heller leuchten, ihr werdet reifen im Erkennen, d.h. ein tiefes Wissen empfangen von Mir, ihr werdet euer Wesen dem Meinen anzugleichen versuchen, und ihr werdet Mich auch vor der Welt bekennen, weil euch die Liebe stark und gläubig macht und ihr nur in diesem Glauben allen Menschen Widerstand leisten könnet, die eure Liebe zu Mir erschüttern wollen. Die Liebe verbindet euch mit Mir und macht euch zu Meinen Kindern, und ihr habt dann das Ziel erreicht, das euch gesteckt ist für euer Erdenleben als Mensch - ihr glaubt an Mich und liebet Mich und schließet euch nun auf ewig mit Mir zusammen. Amen. B.D. NR. 4852.

 

Buch 55 4853

Überhandnehmen der Sünde.

7. März 1950. B.D. NR. 4853.

Es wird die Sünde überhandnehmen, und ohne Verantwortungsgefühl werden die Menschen dahinleben in Lust und in der Sünde, denn der Satan regieret die Welt, und ihm sind die Menschen hörig. Und willig folgen sie seinen Einflüsterungen, schwach und widerstandslos erliegen sie seinen Versuchungen, sie erfüllen des Körpers Begierden und haben vor nichts Abscheu, die Sünde lockt sie, und so versinken die Menschen in ihrem Sumpf. Es geht dem Ende entgegen. Wer auf das Gebaren der Menschen achtet, der weiß auch, welche Stunde geschlagen hat, daß die Erde reif ist für den Untergang und daß die Menschen ihren Erdenlebenszweck vergessen und also vor dem Abgrund stehen. Der Satan hat sie ganz in seiner Gewalt, und sie leisten ihm keinen Widerstand mehr, sie erkennen ihn an als ihren Herrn und tun, was er von ihnen verlangt. In der Sünde werden die Menschen ersticken, in der Sünde werden sie untergehen, denn mitten im Lebensgenuß werden sie ihr Ende finden, wie es geschrieben steht. Und so rufe Ich den Menschen zu: Ihr alle müsset euch dereinst verantworten für euer Denken und Handeln und Reden, ihr alle werdet gerichtet nach eurem Willen und euren Werken. Fallet nicht in die Sünde, haltet euch rein und verabscheuet das Böse, auf daß die Sünde nicht euer Verderben werde, auf daß sie euch nicht in den Abgrund ziehet. Stumpfet nicht den Mahner in euch ab, höret auf die Stimme des Gewissens, die euch warnet vor jedem schlechten Gedanken und jeder schlechten Handlung. Achtet seiner Stimme und folget ihr, setzet euch nicht leicht über die Sünde hinweg, sondern gedenket Dessen, Der euch einst richten wird, Der gerecht ist und jede Sünde strafet, weil sie Sühne verlangt. Lasset euch nicht verlocken von den Reizen der Welt, und erfüllet eurem Körper nicht jedes Verlangen, denn er verführt euch zur Sünde. Haltet euch rein und bedenket, daß ihr nicht vor Meinen Augen bestehen könnet, so ihr in Sünde fallet und sie nicht verabscheuet. Machet euch frei vom Satan, der euch verführet, so ihr ihm keinen Widerstand leistet. Die Sünde hat große Macht über euch, und daher sollet ihr euch vor ihr hüten, denn ihr verschreibt euch dadurch Meinem Gegner, und ihr entfernet euch von Mir, und das bedeutet für euch ewiges Verderben. Amen. B.D. NR. 4853.

 

Buch 55 4854

Blinde Führer. Verhindern der Wahrheit. Überheblichkeit.

9. März 1950. B.D. NR. 4854.

Daß die Menschen in der Finsternis des Geistes gehalten werden, ist deutlich erkennbar daran, daß auch die Führer nicht das Licht suchen, sondern sich in der Finsternis wohl fühlen und somit auch nicht bestrebt sind, den ihnen Anvertrauten Licht zu bringen. Sie könnten es wohl, wie ein jeder im Licht stehen kann, der es nur ernstlich will. Und so haben auch die Führer die Möglichkeit, den Geist in sich zum Erwachen zu bringen, der ihnen nun hellstes Licht vermittelt und die Finsternis verjagt. Doch es ist der freie Wille zu diesem Akt der Erweckung des Geistes nötig, und dieser fehlt. Und daher tappen sowohl die Blinden im Geist wie auch ihre Führer in der Finsternis, und letztere machen sich sogar schuldig, ihr eigentliches Amt als Lehrer zu vernachlässigen, wenn es ihnen selbst nicht ernst genug ist um die Wahrheit und sie sonach nicht fähig sind, ihren Mitmenschen einen Lehrer abzugeben. Sie könnten sich wohl sehr leicht die fehlende Erkenntnis aneignen, wenn sie darauf hören möchten, was zur Erlangung der Wahrheit aus Gott verlangt wird. Doch sie verharren in selbstgeschaffenen Grenzen ihres Wissens, sie sperren sich ab von jedem Lichtstrahl, der über die Grenze hereindringen möchte, sie verwehren auch den Lichtträgern den Eingang und sind sonach aus eigenem Verschulden unwissend und doch voller Überheblichkeit denen gegenüber, die im Wissen und in der Wahrheit stehen. Daß sie selbst nicht sehend werden, ist ihr eigener Schaden, denn sie müssen sich dereinst verantworten, wie sie sich gegen die Gnade Gottes, Der ihnen zur rechten Erkenntnis verhelfen wollte, verhalten haben. Doch ihre Schuld vergrößern sie durch ihr Verhalten den Mitmenschen gegenüber, denen sie als Führer dienen sollten. Sie enthalten auch ihnen die Wahrheit vor, die sie sehr wohl austeilen könnten, so sie selbst den Willen zur Wahrheit hätten. Denn der feste Wille garantiert auch das Zuleiten der Wahrheit, weil Gott einem jeden zur Erkenntnis verhilft, der nach ihr verlangt. Die Menschen werden in der Unkenntnis erhalten und machen sich selbst nicht frei von der Gewalt, die sie beherrscht, sie beugen sich freiwillig den Gesetzen, gegen die aufzulehnen sie das Recht und die Pflicht haben, weil die Gesetze nicht von Gott gegeben sind, aber Sein Reich betreffen. Es sind nicht irdische Maßnahmen, von irdischen Gesetzgebern erlassen, welche die Menschen am Erkennen der Wahrheit hindern, sondern als von Gott sanktioniert wurden Gesetze erlassen, die ein freies Suchen nach der Wahrheit verbieten insofern, als daß die Menschen zum Glauben an Lehren verpflichtet werden unter Androhung von Ewigkeitsstrafen, die aber jeder nachdenkende Mensch ablehnen müßte. Es ist den Menschen dadurch die Glaubensfreiheit genommen und sonach auch der Weg zur Wahrheit versperrt. Die Menschen bleiben blind im Geist, solange sie diese Gesetze respektieren, was ihnen gleichfalls zur Pflicht gemacht wird. Es wird den Menschen Gehorsam gegen Gott gepredigt, gegen Seine Gesetze, die jedoch nicht die Gesetze Gottes sind, und daher Gott nicht jenen Gehorsam verlangt, der die Menschen in der Finsternis des Geistes verharren läßt. Darum wird Er immer wieder die Menschen aufzuklären versuchen und ihnen Wahrheitsträger in den Weg senden, und gesegnet, wer ihnen Gehör schenkt und sich frei macht von denen, die seinen Willen unfrei machen wollen. Gesegnet, wer sich selbst Licht zu verschaffen sucht - in ihm wird es hell werden, das Licht der Erkenntnis wird ihm erstrahlen, und er wird den Mitmenschen ein rechter Führer sein können, die gleichfalls das Verlangen nach der Wahrheit in sich tragen und Gott darum näherkommen als jene, deren Wille gebunden ist durch blinde Führer. Amen. B.D. NR. 4854.

 

Buch 55 4855

Das Recht zu lehren. Heiliges Amt.

11. März 1950. B.D. NR. 4855

Euch ist ein heilig Amt gegeben - an Meiner Statt zu lehren die Menschen, die euch willig anhören. Dieses Amt ist ernst zu nehmen, und darum kann euch kein Vorwurf gemacht werden, so ihr Meine Lehre, die als reinste Wahrheit von oben kommt, den Mitmenschen zuzuführen (sucht, d. Hg.) und ihr ihnen gegenübertretet wohl als Gegner, doch nicht feindlichen Sinnes, sondern als Meine Vertreter suchet ihr ihnen den Frieden zu bringen, die reine Lehre aus Christi, die von den Menschen gehört werden muß, wollen sie selig werden. Ihr führt also nur Meinen Willen aus, so ihr die Wahrheit zu verbreiten sucht, selbst wenn sie euch Feindschaft einträgt, selbst wenn ihr abgewiesen werdet und Meine Lehre verspottet wird. Erst sollet ihr Meinen Willen erfüllen, bevor der Wille der Menschen berücksichtigt wird, insbesondere, so der Wille der Menschen dem Meinen entgegengerichtet ist. Wenn sich nun die Menschen in Abwehrstellung befinden, könnet ihr wenig ausrichten. Dennoch ist jeder Versuch von Mir gesegnet, regt er doch den Gegner zum Nachdenken an und kann zu einem Erfolg führen nach gewisser Zeit. Euch ist dieses Amt gegeben, und Ich weiß um jede Möglichkeit des Erfolges für euch. Ich führe euch Wege, die euch zwar erfolglos scheinen mögen, dennoch sollet ihr ohne Widerstreben euch lenken lassen, weil oft nur eine einzelne Seele ein Licht durch euch aufblitzen sieht, das ihren Dunkelheitszustand durchbricht, und diese Seele ewig dafür dankbar ist. Ihr habt das Amt von Mir Selbst zu verwalten bekommen, und darum steht euch zuerst das Recht zu, zu lehren als Meine Vertreter auf Erden. Wer sich aber selbst ein Lehramt angeeignet hat, ohne von Mir berufen zu sein, der darf euch das Recht nicht streitig machen, besitzet er doch nicht einen Teil des Wissens, das euch aus der Höhe vermittelt wird, und darum ist er auch nicht recht tauglich für das Lehramt, er wird nichts geben können, weil er selbst nichts besitzet. Und an dem Grad der Erkenntnis könnet ihr die Fähigkeit eines jeden einzelnen für das Lehramt prüfen und daraus schon geht hervor, daß, wer lehren will, von Mir Selbst gelehrt werden muß. Es geht daraus hervor, daß nicht von Menschen aus ein solches Amt vergeben werden kann, sondern daß Ich allein bestimme, wer für ein solches Amt tauglich ist. Darum lasset euch nicht beirren, so ihr angegriffen werdet und euch eure geistige Tätigkeit unterbunden werden soll. Ich schütze Meine Diener und helfe ihnen, und auf wessen Seite Meine Hilfe ist, der wird dies auch spüren und weder zaghaft noch mutlos sein. Er wird es fühlen, daß es Meine Zustimmung findet, so er vorgeht gegen die unwissenden und Irrtum verbreitenden Lehrer der Menschen. Ihn wird keine Gegenrede unfähig machen für sein Amt, denn er weiß, daß jene nicht nur seine Gegner, sondern auch Meine Gegner sind, und so weiß er auch, daß Ich auf der Seite derer stehe, die für Mich und Meine Lehre eintreten, die Ich Selbst belehre von oben und die Ich ausbilde für ein Amt, das Ich Selbst ihnen gegeben habe, weil Ich ihren Willen erkannte von Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4855.

 

Buch 55 4856

Liebe und Erbarmung Gottes weichet dann Seiner Gerechtigkeit.

11. März 1950. B.D. NR. 4856.

Noch steht ihr in einer Zeit der Gnade und der Erbarmung Gottes, noch ist für euch die Möglichkeit einer Rettung, noch ist Gottes Liebe und Geduld um eure Rückkehr zu Ihm bemüht, noch tritt Er auch denen nahe, die Ihm fremd gegenüberstehen und Seine Gnade nicht verdienen; noch kann ein jeder Mensch selig werden, so nur der gute Wille vorhanden ist. Sehr bald aber werden die Pforten geschlossen werden zum ewigen Leben, d.h., bald ist die Stunde gekommen, wo die Liebe und Erbarmung Gottes Seiner Gerechtigkeit weichet, wo die Menschen nicht mehr Seine Gnadengabe nützen können, wo sie ernten werden, was sie gesät haben während ihres Erdenlebens, und wo es keine Gelegenheit gibt, das Versäumte nachzuholen, weil die Menschen von der Erde vertilgt werden, die nicht zu den Seinen zu zählen sind. Bald kommt die Stunde des letzten Gerichts, wo sich alles erfüllet, wie es geschrieben steht, was durch Seher und Propheten von Anbeginn verkündet ist. Die Gnadenzeit ist nur noch kurz befristet und doch auch jedem als Gnadenzeit erkenntlich, der ein offenes Auge hat für alles Geschehen um sich, der darauf achtet, wie sich die Menschen einstellen zu Gott und zu Seinem Reich, also die geistige Entwicklung des Menschen während des Erdenlebens beachtet. Diese werden auch die Leere der menschlichen Herzen ersehen und, da sie um die Auswirkung dessen wissen, auch das nahe Ende für unabwendbar halten, weil sie in der Erkenntnis stehen. Und ob auch Gott noch immer verziehet - sowie die Frist abgelaufen ist, kommt unweigerlich das Ende. Dann ist die Gnadenfrist vorüber, und die Menschen werden zur Rechenschaft gezogen und je nach Verdienst gelohnt oder bestraft. Dann tritt also die Gerechtigkeit an Stelle der Liebe und Barmherzigkeit, und doch wird diese nicht ausgeschaltet, denn auch das jüngste Gericht ist ein Akt der Liebe und Barmherzigkeit mit dem gefallenen Geistigen, das als Mensch versagte und dem nun wieder die Möglichkeit geschaffen werden muß, aus der Tiefe zur Höhe zu steigen. Es ist auch das letzte Gericht ein Beweis der unendlichen Liebe Gottes, Der Seine Geschöpfe nicht auf ewig verlieren will, sondern sie immer wieder in (den, d. Hg.) Stand setzt, sich Ihm zu nähern in freiem Willen. Und diese Liebe wird nie aufhören, bis das letzte Geistige seinen Widerstand gegen Gott aufgibt und sich Ihm freiwillig unterwirft - bis es nun in Seiner Nähe weilen kann und unaussprechlich selig ist. Amen. B.D. NR. 4856.

 

Buch 55 4857

Auftrag zum Wirken. Letzte Mahnungen vor dem Ende.

12. März 1950. B.D. NR. 4857.

Jede Stunde müsset ihr bereit sein zum Wirken für Mich, so euch der Auftrag dazu wird, den ihr im Herzen empfindet als von Mir gegeben. Und ihr werdet es mit aller Deutlichkeit empfinden, was ihr tun sollet, und keinen inneren Widerstand leisten, es wird euch selbst von innen drängen, das zu tun, was Mein Wille ist. Euch erscheint zwar alles selbstverständlich und von selbst an euch herantretend, doch immer bin Ich es, Der euch führt und auch in euch das Empfinden legt für euer Denken und Handeln, sowie ihr nur bereit seid, Mir zu dienen, also euren Willen dem Meinen unterstellt. Die Zeit treibt gewaltig schnell vorwärts, doch eine Änderung des Willens bringt sie nicht mehr zuwege; die Menschheit hält ihr Gesicht von Mir ab- und der Materie zugewandt, sie entfernt sich stets mehr und mehr von Mir, sie wird von der Gegenkraft erfaßt, und wenige nur sind noch aufzuhalten am Wege, der nach unten führt, wenige nur hören auf die Stimme der Warner in der Wüste ihres Lebens. Denn Ich lasse die Menschen nicht ungewarnt so kurz vor dem Ende, Ich sende ihnen sehr oft Warner und Mahner entgegen, die hinweisen auf das nahe Ende und sie beschwören, abzulassen von der Jagd nach irdischen Gütern, die ihren Blick nach oben zu lenken suchen und ihnen das Gericht ankündigen. Doch wer höret sie an? Wer glaubt noch an einen Gott, vor Dem sie sich verantworten müssen, wer weiß noch um den eigentlichen Zweck des Erdenlebens, und wer glaubt noch an ein Leben nach dem Tode? Ihr Gott ist der Mammon, ihr Lebenszweck ist materieller Besitz, und an ihren Tod denken sie wie an ein gefürchtetes, unvermeidliches Ende jeglichen Seins. Und so sie Meine Boten nicht anhören, kann ihnen auch nicht der Leerlauf ihres Lebens und ihr völlig verkehrter Wille vorgestellt werden und es ist eine Wandlung des Denkens unmöglich. Doch ein anderes Mittel als die Verkündigung Meines Evangeliums gibt es für sie nur noch in Form von übergroßer Not - eine Not, die ihnen aber durch Meine Boten zuvor angekündigt wird, auf daß sie glauben lernen, so sie willig sind. Und dazu benötige ich euch, Meine Diener auf Erden, jetzt schon und ganz besonders in der kommenden Zeit, weil der großen Not bald das Ende folgt; weil ihr den Menschen sagen sollet, daß sie das letzte Gericht zu erwarten haben, auch wenn sie nicht glauben. Immer und immer wieder sollen sie es hören, bis sie die Zeichen der Zeit beachten und ein nahes Ende in Erwägung ziehen, wenngleich sie nicht davon überzeugt sind. Es ist dies eure Aufgabe, für die Ich euch gedungen habe, daß ihr redet, wo euch Gelegenheit geboten wird, daß ihr euer Wissen den Mitmenschen zuführet, daß ihr, die ihr von Meinem Heilsplan Kenntnis habt, versuchet, den Mitmenschen den Abschluß dieser Erdperiode anzukündigen, und ihnen erklärt, daß der geistige Tiefstand solches begründet, weil Meine Liebe eine neue Rettungsaktion einleiten will, da die Zeit abgelaufen ist, die zur Erlösung den Menschen gesetzt war - ihr müsset die Menschen aufklären, und wer euch anhöret und eure Worte beherziget, dessen Seele wird, ohne Schaden zu nehmen, aus allen Wirrnissen hervorgehen, sie wird gerettet werden vor dem Untergang am jüngsten Tage, weil sie Meine Hand noch zur rechten Zeit ergreift, die sich ihr liebevoll entgegenstreckt. Amen. B.D. NR. 4857.

 

Buch 55 4858

Wissen um Heilsplan von Ewigkeit. Rechte Diener.

14. März 1950. B.D. NR. 4858.

In Meinen Heilsplan von Ewigkeit eingeweiht zu werden, ist das Vorrecht derer, die arbeiten wollen für Mich und Mein Reich. Doch nicht immer bedeutet dies, daß jeder ein Diener Gottes ist, der von Menschen als ein solcher angesehen wird. Und also ist auch dort oft nicht das Wissen anzutreffen, das auch die Kenntnis von Meinem ewigen Heilsplan in sich schließt. Dieses Wissen werden nur die Menschen besitzen, die es als Meine von Mir berufenen Diener von Mir Selbst empfangen, um nun auch erfolgreich arbeiten zu können für Mich und Mein Reich. In welcher Weise es ihm zugeführt wird, ist abhängig von der Mission, die ihm aufgetragen wird. Er kann es unmittelbar von Mir, aber auch durch Meine Boten auf Erden empfangen, d.h., es kann ihm vermittelt werden durch Menschenmund, durch den Ich Selbst dann spreche, wenn die Bedingungen erfüllt werden, die ein Arbeiten in Meinem Weinberg voraussetzt. Ein rechter Diener Gottes wird auch von Mir Selbst belehrt werden und zu diesen Belehrungen gehört auch das Wissen um den ewigen Heilsplan, weil dieses erst ein lebendiges Vertreten der Wahrheit den Mitmenschen gegenüber möglich macht. Was ein Mensch predigt, muß von ihm selbst verstanden und begründet werden können, soll er erfolgreich arbeiten für Mich und Mein Reich, dann muß er als erstes Mich Selbst als einen Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht den Mitmenschen glaubhaft machen; er muß also sowohl für die Liebe als auch für die Weisheit und Allmacht logische Begründungen haben, die ein Wissen um alles voraussetzen, was mit Mir, den Geschöpfen und der gesamten Schöpfung Zusammenhang hat. Und darum unterweise Ich Meine Diener Selbst, doch erst dann, wenn sie durch einen Lebenswandel nach Meinem Willen eine bestimmte Seelenreife erlangt haben, also aufnahmefähig geworden sind für Meine Belehrung. Darum ist dieses Wissen nicht schulmäßig entgegenzunehmen, sondern es setzt dieses Wissen die Erweckung des Geistes im Menschen voraus, ansonsten es wohl mit den Ohren vernommen, aber nicht mit dem Herzen erfaßt werden kann. Und daran wieder ist ein rechter Diener Gottes auf Erden zu erkennen, daß sein Wissen das schulmäßig empfangene Wissen übertrifft, also gewissermaßen ein zusätzliches Wissen ist, das nicht gelehrt werden kann von außen, sondern von innen dem Menschen zugeht, selbst wenn es ihm von außen überbracht worden ist. Solange es einem Menschen unverständlich bleibt, daß er es ablehnt, solange ist der Geist in ihm noch nicht zur Tätigkeit zugelassen, er schlummert noch, weil er nicht durch einen Lebenswandel in Liebe - der Mein Wille ist - zum Erwachen gebracht wurde. Solange aber kann dieser Mensch auch nicht andere belehren, da er selbst nicht um das Wichtigste weiß, um den Anlaß Meines Wirkens im gesamten Universum, um Zweck und Sinn der Schöpfung und Zweck und Ziel des Erdenlebens als Mensch - um Meinen Heilsplan von Ewigkeit, der allem zugrunde liegt, was im Weltall besteht und geschieht. Das Wissen um Meinen Heilsplan ist die Krönung, es ist der Beweis eines erweckten Geistes und auch der Beweis der Berufung als Mein Knecht und Arbeiter für Mich und Mein Reich. Wer von Mir aus berufen ist als Diener Gottes, der wird dieses Wissen auch besitzen, er wird es gern und freudig als Wahrheit annehmen, so es ihm von außen vermittelt wird, weil Ich Selbst es dann bin, Der ihm diese Kenntnis gibt, sowie Ich ihn für tauglich erachte, für Mich zu arbeiten. Denn der Geist in ihm lenkt nun sein Denken und Empfinden, und also ist er auch urteilsfähig, weil ihm gleichzeitig mit dem Wissen auch die Erkenntnisfähigkeit zugeht, sowie er Meinem Willen gemäß lebt - also durch Liebeswirken dem Geist in sich die Freiheit gibt, sich zu äußern. Dieser wird nun aber auch die Mitmenschen belehren können mit innerer Überzeugung, und seine Rede wird ihm Erfolg eintragen, er wird Seelen gewinnen für das geistige Reich, weil seine Arbeit nur eine rein geistige ist, sowie er als Mein rechter Diener tätig ist auf Erden. Er wird Mir Seelen zuführen, die gläubig sind, die nicht ihn hörten, sondern Mich, weil Mein Geist aus jedem spricht, der Mir freiwillig dienet auf Erden. Amen. B.D. NR. 4858.

 

Buch 55 4859

Lehren im Zwang. Liebe im freien Willen. (kath.!)

15. März 1950. B.D. NR. 4859.

Ich will euch kein Gebot geben, nur raten will Ich euch, was ihr für eure Seele tun sollet. Denn auch Meine Liebelehre ist kein Gebot, weil die Liebe aus freiem Willen geübt werden muß, soll sie euch Erfolg eintragen. Ein Liebeswerk setzt auch die Liebe im Herzen des Menschen voraus; das Werk allein kann rein mechanisch ausgeführt werden und wird dann auch entsprechend bewertet. Niemals sage Ich zu euch: ihr müßt, sondern stets: ihr sollt. Ein Zwang ist ein Gesetz, dessen Nichterfüllen Strafe nach sich zieht. Ich aber strafe euch nicht, so ihr das Gesetz der Liebe übertretet, weil dieses wohl an sich ein Gesetz ist, d.h. Meiner ewigen Ordnung angepaßt, Ich aber als Gesetzgeber, Der in Sich die Liebe Selbst ist, euch nicht in Strafe nehme, da dies Meiner Liebe widerspricht. Ich kann euch nur warnen, ohne Liebe zu leben, also euch raten, euch selbst zur Liebe zu formen, um Seligkeit genießen zu können, die ihr ohne die Liebe niemals empfindet. Was ihr als Gebot befolget, trägt euch indes keine Seligkeit ein. Also bin Ich auch ein Gegner jeglichen Zwanges, da die Freiheit das Anrecht des Wesens ist, das aus Mir hervorgegangen ist. Zwar wende auch Ich den Zwang an im Stadium des Wesens vor der Menschwerdung, doch dieser Zwang geht aus der Liebe hervor, die anders euch nicht zurückgewinnen könnte, die anders euch nicht die Freiheit verschaffen kann als durch Zwang - euch aber unbewußt. Im Stadium des Menschen aber ist euch jeder Zwangszustand bewußt. Wird euch der freie Wille beschnitten, so verstößt das gegen Meine ewige Ordnung, da Ich euch den freien Willen gegeben habe, den ihr nach eigenem Gutdünken nützen könnet und sollet. Und nun urteilet selbst, wer gegen Meine ewige Ordnung verstößt - urteilet, indem ihr aufmerket, wo Zwang die Menschen bestimmt zu ihrem Lebenswandel. Ich kann den Zwang als geistiges Erziehungsmittel nicht gutheißen, denn im Zwang wird kein Mensch zur Höhe streben. Wo also Zwang angewendet wird zur geistigen Entwicklung, dort werdet ihr widergöttliches Wirken erkennen können, und Zwang ist überall dort, wo eine Strafe angedroht oder ein Lohn versprochen wird, denn beides sind Druckmittel, die den Menschen bestimmen sollen zu seiner Lebensführung. Und Zwang ist überall da, wo sich Organisationen bilden, die ihre Mitglieder durch Maßnahmen zu fesseln suchen, sie also unfrei machen in ihrem Denken und Handeln. (17.3.1950) Zwang ist auch dort, wo nicht geduldet wird, daß sich die Menschen Kenntnis verschaffen anderenortes, daß sie also frei aus sich heraus forschen und zur Wahrheit zu gelangen suchen. Jede Unfreiheit des menschlichen Willens ist nicht nach Meinem Willen, denn wofür sich der Mensch dereinst verantworten muß, das setzt auch seine Willensfreiheit voraus. Wo immer die Menschen zu ihrem Lebenswandel verpflichtet werden, durch Gebote oder Drohungen jeglicher Art, dort wird nicht Mein Wille vertreten, sondern der Wille dessen, der Mein Gegner und also euer Feind ist, wenngleich Mein Name im Munde geführt wird. Denn aus der Unfreimachung des Willens gehen zahllose Irrlehren und zahllose Vergehen gegen Meinen Willen hervor. Es darf niemals der Wille eines Menschen als so unfehlbar recht gerichtet gelten, daß Tausende von Menschen blindlings ihm folgen und ihren Willen selbst nicht gebrauchen oder wider ihren Willen zu denken und zu handeln gezwungen werden. Selbst Meine reine, von oben euch zugeleitete Lehre darf nicht zwangsmäßig den Menschen zugeführt werden, sondern frei aus sich heraus sollen sie sich dafür oder dagegen entscheiden, wieviel weniger aber eine Lehre, die nicht mehr so unverbildet ist, wie Ich Selbst sie auf Erden gepredigt habe. Immer muß den Menschen die Pflicht und auch das Recht zugebilligt werden, von Mitmenschen ihnen zugeleitetes Geistesgut zu prüfen und zu beurteilen. Und so die reine Lehre gepredigt wird, soll dies in Liebe geschehen, und die innere Überzeugung wird den Lehrenden dann die rechten Worte finden lassen, den Mitmenschen dafür zu gewinnen, doch jeglicher Zwang soll unterbleiben. Der Mensch, der Glaubens-willig ist und Mich sucht, der erkennt Mich auch und kann überzeugt glauben; er wird dann auch aus eigenem Antrieb die Liebe üben, doch nicht mehr aus Pflicht, sondern aus Liebe zu Mir, an Den er glaubt. Zwang ertötet die Liebe, und jedes Werk der Liebe ist dann nur eine mechanische Ausübung, die von Mir nicht gewertet werden kann. Du sollst lieben - weil jeglicher Aufstieg die Liebe zur Bedingung macht; doch wirst du nicht gezwungen, du kannst auch dazu nicht gezwungen werden, weil dann die Liebe nicht Liebe wäre. Bedenket dies wohl, und dann erkennet, welch Irrtum das Verbreiten Meiner Liebelehre ist auf dem Wege konfessioneller Bestimmungen. Alles, was der Mensch tut zur Erlangung des ewigen Lebens, setzt Willensfreiheit voraus, also darf ihm kein Gebot gegeben werden, dessen Erfüllung mit Lohnverheißung oder Strafandrohung erzwungen wird. Er soll nur belehrt werden über Mein Gebot der Liebe, das allein bedeutungsvoll ist und von dessen Erfüllen das ewige Leben abhängt. Amen. B.D. NR. 4859.

 

Buch 55 4860

Gnade.

12. März 1950. B.D. NR. 4860.

Ich will euch zu Mir ziehen durch Meine Gnade. Zum Zeichen, daß Ich euch liebe, will Ich Mich offenbaren durch Wort und Schrift und durch Mein persönliches Erscheinen, wo starker Glaube und tiefe Liebe dies zulassen; Ich will euch einen Beweis geben von der Wahrheit Meines Wortes, doch erst dann, wenn keine Gefahr mehr ist, daß dieser einen Glaubenszwang für euch bedeutet. Also müsset ihr vorerst glauben, was euch durch Mein Wort kundgetan wird, ihr müsset Mich als Geber des Wortes erkennen und anerkennen, auf daß Ich nun auch zu euch sprechen und euch auch sichtbar erscheinen kann. Einen starken Glauben kröne Ich mit dem Beweis Meiner Liebe. Auf daß ihr aber diesen starken Glauben gewinnet, überschütte Ich euch mit Gnaden, indem Ich euch ständig in den Weg trete, es euch also leichtmache, Mich zu erkennen und nun an Mich zu glauben. Gnade ist alles, was euch zum Glauben verhilft, Gnade ist jedes Erlebnis, jede Schicksalsfügung, die euch Mein Einwirken erkennen lässet, Gnade ist jeder Hinweis auf Meine Existenz, auf Mein Walten und Wirken in der Schöpfung, und insbesondere an Meinen Geschöpfen. Gnade ist alles, was Mich bezeuget. Und durch die Gnade will Ich euch zu Mir ziehen, auf ewig. Nur wer Mich erkennt, kommt freiwillig zu Mir, und nur wer freiwillig zu Mir kommt, den nehme Ich an. Und so suche Ich durch Mein Wort euch Menschen zu gewinnen, Ich will, daß ihr Mich im Wort erkennet und ihr nun zu Mir kommet, Ich will, daß ihr Meinen Ruf höret und ihm Folge leistet, und so euch die Sehnsucht nach Mir beseelt, komme Ich euch entgegen. Ich trete euch sogar sichtbar nahe, weil die Not der Zeit dies erfordert, weil ihr eine Stärkung des Glaubens benötigt, so ihr von Meinem Gegner hart bedrängt werdet in der letzten Zeit vor dem Ende. Dann offenbare Ich Mich, auf daß ihr nicht schwach werdet, denn die Macht Meines Gegners ist groß, und ihr seid ihr nicht gewachsen, wenn Ich euch nicht helfe. Doch fürchtet euch nicht, Ich lasse keinen verlorengehen, der seinen Blick zu Mir gewendet hat. Und Meine Kraft ist wahrlich stärker als die des Feindes eurer Seele. Es ist nur noch eine kurze Zeit, bis ein heftiger Kampf geführt wird um eure Seelen. Und in dieser Zeit werden von beiden Seiten die stärksten Mittel angewendet. Eine jede Macht will euch besitzen; die Mittel Meines Gegners sind weltliche Versprechungen, irdische Güter und körperliche Genüsse. Ich aber trete euch Selbst entgegen, und Meine Nähe lässet euch auf alles Weltliche gern verzichten. So Ich Mich offenbare, verliert alles Irdische an Wert, eure Seele empfindet die Wonne des geistigen Reiches und will sie nimmermehr missen. Und darum nimmt der Körper jede Not und Drangsal auf sich, weil die Seele Mich gespürt hat und Mir nun zustrebt mit unbeugsamem Willen. Dann wird Mein Gnadenstrom immer reichlicher fließen, um die Seelen zu kräftigen im Widerstand gegen den Feind, und sie wird den letzten Kampf auf Erden siegreich bestehen, sie wird Mir treu bleiben und ausharren bis zum Ende. Ich werde kommen in größter Not und Bedrängnis und sie holen in Mein Reich, wo alle Not beendet ist. Amen. B.D. NR. 4860.

 

Buch 55 4861

Überall ertönt die Stimme Gottes. Ernst der Zeit.

21. März 1950. B.D. NR. 4861.

Ihr lebt in einer außergewöhnlich ernsten Zeit und werdet darauf ständig aufmerksam gemacht, weil es sich nicht um die irdische Entwicklung der Weltgeschichte, sondern um die geistige Entwicklung der Menschen handelt, die ihr als in Gefahr befindlich erkennen sollet angesichts des nahen Endes. Ihr müsset es selbst zugeben, daß außergewöhnliche Ereignisse eure Gedanken hinlenken auf geistige Probleme; ihr müsset auch zugeben, daß die Hinweise auf die Endzeit sich decken mit alten Prophezeiungen, das Ende betreffend, und also müsset ihr ihnen Beachtung schenken und voller Dank Dessen gedenken, Der euch mahnet und warnet. Ihr müsset jeden Hinweis ernst nehmen und alles irdische Geschehen als im Zusammenhang stehend mit dem Entwicklungsprozeß der Menschen ansehen - ihr müsset wissen, daß jedes Geschehen nur ein Mittel ist, den Menschen zur Arbeit an seiner Seele zu veranlassen, auf daß er freiwillig zu Gott strebt. Es ist die Zeit so ernst, weil die Auswirkung des Erdenwandels des Menschen von größter Bedeutung ist, weil die versäumte oder falsch genützte Erdenzeit nicht mehr nachzuholen ist, die Verantwortung aber keinem erspart bleibt. Doch es sind alle Mahnungen und Warnungen nur in einer Weise möglich, daß sie nicht einen Glaubenszwang bedeuten. Sie weisen wohl auf das Ende, auf den Schöpfer und Erhalter aller Dinge hin, beweisen aber nichts, und darum sind es nur wenige Menschen die an den Zeichen das herannahende Ende erkennen und die sich Gott im Bewußtsein der geistigen Not hingeben. Diese nun sollen reden für Gott und Sein Reich, sie sollen ihren überzeugten Glauben den Mitmenschen zu vermitteln suchen, sie sollen jederzeit in Verbindung stehen mit ihrem Vater von Ewigkeit und die Warnungen und Mahnungen entgegennehmen, um sie weiterzuleiten denen, die Gott noch ferner stehen. Wer Augen hat zu sehen, der sehe, und wer Ohren hat zu hören, der höre. Überall ertönet die Stimme Gottes, überall ist Sein Wirken zu sehen, und überall werden die Menschen gedanklich beeinflußt von oben. Doch ihr Wille ist frei, und unter Zwang wirkt Gott auf keinen Menschen ein, selbst wenn ein außergewöhnliches Erlebnis sichtlich Gottes Wirken erkennen läßt. Der Abstand vom Ende wird immer kleiner, die Zeichen werden sich mehren, und einem jeden wird dadurch das Erkennen und das Glauben leichtgemacht; und so der Wille des Menschen gut ist, wird er sich auch nicht sträuben und sich diesen Hinweisen verschließen. Denn Gott wirket mit Seiner Gnade allerorten, es blitzen überall kleine Lichtlein auf, deren Strahlen durchdringend sein können, wenn sie nicht verdunkelt werden durch den Menschen selbst, durch seinen Unwillen, sich der Wirkung der Strahlen auszusetzen. Und gesegnet, der einem solchen Lichtstrahl nachgeht und die Endzeit nicht in der Finsternis zu durchwandeln braucht. Er wird den rechten Weg gehen, der sicher zum Ziel führt, der zu Gott führt, seinem Vater von Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4861.

 

Buch 55 4862

Zuleitung des göttlichen Wortes - Gute oder schlechte Kräfte.

22. März 1950. B.D. NR. 4862.

Es können sich die geistigen Wesenheiten nicht äußern einem Menschen gegenüber in Form des inneren Wortes, solange sie nicht von Mir den Auftrag haben und die Kraft und auch das Licht, das dazu benötigt wird. Unreife Wesenheiten können wohl auf die Gedanken eines Menschen einwirken, solange dieser sich durch Gott-widrigen Lebenswandel empfänglich macht für solche Gedankenübertragungen. Desgleichen können sich diese Wesen des Willens eines Menschen bemächtigen, der sich ihnen freiwillig hingibt in der Absicht, mit dem geistigen Reich in Verbindung zu treten. Niemals aber sind jene Wesen zugelassen bei Belehrungen aus dem geistigen Reich, die als göttliche Ausstrahlungen zu bewerten sind. Und als solche gilt stets die Zuleitung Meines Wortes zur Erde, das durch einen Menschen empfangen werden muß, in welchem Mein Geist wirken kann. Ich spreche zu den Menschen, und da Mich nicht alle vernehmen können, bediene Ich Mich eines Menschen, um den anderen Meinen Willen kundzutun. Und dieser vernimmt Meine Stimme im Herzen - tönend oder gedanklich übermittele Ich ihm Mein Wort, sowie er fähig ist, Meine Stimme zu vernehmen. Und diese Fähigkeit setzt voraus, daß sich des Menschen Herz zur Aufnahme Meines Geistes, also Meiner Selbst, hergerichtet, also würdig gemacht hat. Gibt es wohl eine einfachere Erklärung für einen Vorgang, der durch Meinen Willen und in Meinem Willen stattfindet? Ihr Menschen selbst schaffet euch den Zustand des Nicht-erkennen-könnens der Wahrheit, so ihr im Wirken guter Kräfte unreife Kräfte zu erkennen glaubt, denn was von Mir ausgeht und über jene Lichtwesen zu euch gelangt, ist Licht, das Helligkeit verbreitet. Erkennet ihr dieses Licht nicht, dann ist eure Seele noch von einer Hülle umgeben, die das Licht nicht durchläßt. Es muß also dann etwas euch anhaften, das die Erkenntnisfähigkeit eurer Seele schwächt; es muß etwas in euch sein, was nicht mein Wohlgefallen findet, was euren Blick trübt und euch selbst den Kräften ausliefert, die euer Denken verwirren. Darum prüfet euch, bevor ihr urteilet und verurteilet, prüfet mit dem Herzen, nicht aber mit dem Verstand allein, und seid nicht ungläubig, sondern gläubig. Amen. B.D. NR. 4862.

 

Buch 55 4863

Heranbilden der Lehrkräfte direkt oder durch Lichtwesen.

23. März 1950. B.D. NR. 4863.

In der Finsternis blendet ein Lichtstrahl das Auge und hindert es am Erkennen dessen, was den Menschen umgibt. Und so auch ist der geistige Lichtblitz für die Seele des Menschen zuerst ein Blendlicht, das ihr jegliches Erkennen unmöglich macht, denn auch die Seele befindet sich noch in der Finsternis, wenn der erste Lichtstrahl sie berührt. Dann ist es ihr unmöglich, geistiges Wissen sogleich zu verstehen. Und darum muß sie langsam zur Helligkeit geleitet werden, sie muß aus der Finsternis erst in das Dämmerlicht kommen, das dann an Helligkeit zunimmt, so daß sich das Auge der Seele an die Bilder gewöhnen kann, die sie nun in sich aufnehmen darf. Ein plötzlich mit tiefer Weisheit bedacht werdender Mensch kann sie nicht fassen, und sie wird ihm daher niemals als Weisheit erscheinen, sondern vielmehr ihm unverständlich bleiben so lange, bis er langsam eingeführt wird in ein Wissen, das nun ein rechtes Licht genannt werden kann. Darum muß auch der Mensch von Grund aus belehrt werden, er muß herangebildet werden für ein tieferes Wissen in einer Weise, daß er stets mehr und mehr Weisheit empfängt, doch immer erst dann, wenn er reif, d.h. aufnahmefähig dafür ist. Und darum sind für ein Lehramt nur die Lehrer zugelassen, die selbst beherrschen, was sie lehren sollen, um nun den Menschen mit leichter Kost zu stärken, bis er schwere Kost vertragen kann, bis ihm das geistige Wissen so verständlich geworden ist, daß er selbst nun lehrend tätig sein kann. Wenn Ich also will, daß den Menschen gute Lehrer beigegeben werden, dann muß Ich zuerst diese Lehrer heranbilden und ihnen zuerst das Wissen vermitteln, das sie dann weitergeben sollen an ihre Schüler. Also belehre Ich sie Selbst oder lasse sie von ersten Kräften belehren, die jedoch nur in Meinem Auftrag tätig sind, weil Ich ihnen die Glückseligkeit einer Kraftvermittlung von Mir verschaffen will, die also nie und nimmer etwas anderes tun oder lehren, als Mein Wille ist und sie selbst als eigenen Willen in sich tragen. Denn verständlicherweise werden nur solche Wesen zur Lehrtätigkeit zugelassen, die selbst im Wissen stehen, also einen hohen Reifegrad erreicht haben, weil diese Licht- und Kraftempfänger sind, also sie auch Licht und Kraft austeilen können. Ich weiß um den Reifegrad der Menschen auf Erden, Ich weiß um ihren Willen, um den Grad des Verlangens nach der Wahrheit, Ich weiß auch um die Nutznießung der Gnadengaben, die Ich einem Menschen vermittle; also wache Ich auch über jedem einzelnen Menschen, der guten Willens ist, daß er nicht von Meinem Gegner widerrechtlich gefesselt werde. Und also werde Ich auch nicht dulden, daß ein Mir ergebener Mensch Meinem Gegner in die Hände fällt, Ich werde nicht dulden, daß der Wille eines Menschen zwangsläufig Mir entfremdet wird, wie Ich auch nicht dulde, daß ein nach der Wahrheit verlangender Mensch falsch unterwiesen wird durch Kräfte, denen jedes Wissen mangelt. Es haben die niederen Geister ihr Reich für sich, und sie sind an dieses gebunden, d.h., sie können sich nicht frei in Gebiete begeben, wo das Licht ist, und sich beteiligen an Übermittlung geistigen Wissens auf die Menschen. Denn die Lichtwesen erkennen jeden Geist, und sie wissen um eines jeden Reife und Fähigkeit. Sie sind auch besorgt um die Menschen auf Erden und ihren Seelenzustand, und in ihrer Liebe gewähren sie dem Menschen auch Schutz gegen jegliche Belästigung durch finstere Kräfte, sowie das Sinnen und Trachten dem Lichtreich zugewandt ist und er das Böse verabscheut. Den Lichtwesen entgeht nicht das Geringste, was die Erdenmenschen gefährden könnte, und also bilden sie eine Mauer um den, der sich durch seinen Lebenswandel zu Mir bekannt hat und nun von Mir eingeführt werden soll in höheres Wissen. Und keiner niederen Kraft ist es gestattet, sich einzuschalten, um Irrtum zu vermitteln oder den Menschen abzulenken von der reinen Wahrheit. Denn Mein ist das Reich des Lichtes, wie Ich auch regiere über das Reich der Finsternis. In Meinem Willen wirken die Lichtwesen, und die sich Meinem Willen widersetzen, die verbanne Ich vor Meinen Augen, wie Ich aber auch ihnen den Zutritt verwehre zu denen, die Mir zustreben und somit durch ihren Willen Mir beweisen, daß sie Mich als Vater anerkennen. Amen. B.D. NR. 4863.

 

Buch 55 4864

Frieden der Seele.

26. März 1950. B.D. NR. 4864.

Gib uns den Frieden der Seele. Das sei euer ständiges Gebet, denn dieser Friede birgt alles in sich, Glaube, Liebe, Kraft und Licht. Nur der rechte Glaube kann euch den Frieden geben, und nur in der Liebe findet ihr ihn, weil beide getrennt nicht das sind, was sie sein sollen. So ihr aber den Frieden in euch habt, steht ihr auch im Erkennen, also im Licht, und aus dieser Gewißheit heraus seid ihr auch krafterfüllt. Wem nun der innere Frieden mangelt, dessen Seele ist unbewußt nicht zufrieden mit dem, was sie besitzet, dennoch spürt sie das Verlangen nach einem Zustand des Lichtes, den sie noch vermißt. Eine solche Seele sucht sich, wenn sie noch schwach in der Liebe ist, einen Ausgleich für das ihr mangelnde Licht, und sie läßt sich leicht von Truglicht blenden. Sie sucht den Frieden und verschafft sich ihn noch unberechtigt, weil sie die Grundbedingung noch nicht erfüllt hat - das Wandeln ihrer selbst zur Liebe. Sie kann wohl auch einen Frieden finden, in dem sie sich glücklich fühlt, doch es ist mehr eine Betäubung, vom Verstand des Menschen hergestellt, nicht aber der göttliche Frieden, der die Seele sich selbst als Kind des Vaters fühlen lässet. Das Gefühl des Geborgenseins in den Armen des Vaters löst einen Frieden aus, der das Schönste ist, was auf Erden erstrebt werden kann. Sowie das rechte Verhältnis eines Menschen zu Gott, zu seinem Schöpfer und Vater von Ewigkeit, hergestellt ist, ist auch sein Erdenleben ein friedvolles trotz Ereignissen, die von außen bedrohlich an den Menschen herantreten. Denn das rechte Verhältnis garantiert auch einen rechten Glauben an die Hilfe des Vaters, und diese feste Zuversicht ist schon ein Zeichen des Friedens, der die Seele beglückt. Diesen Menschen ist die Gegenwart Gottes bewußt, und also bleiben sie von allem unberührt, was an sie herantritt, selbst wenn sie dadurch gezwungen sind, sich irdisch durchzusetzen oder zu kämpfen wider ihre Feinde. Den Frieden der Seele wird der Mensch nicht verlieren. Ihm stehen göttliche Kräfte zur Seite, die ihn halten und stützen, so es irdisch erscheint, daß er erliegen müßte. Den Frieden der Seele kann die Welt ihm nicht mehr nehmen, denn er ist die Folge der innigen Gottverbundenheit durch Gebet und Liebeswirken, die ihm auch das Erkennen der Wahrheit gebracht hat, und darum ein Mensch, der wissend ist, keine Gefahr mehr fürchtet, weil er sie erkennt und ihr mit den rechten Waffen begegnen kann. Denn immer weiß er, er kämpft nicht allein, sondern mit Gott, Der ihm ständig gegenwärtig ist. Amen. B.D. NR. 4864.

 

Buch 55 4865

Verkehr mit der geistigen Welt außergewöhnliche Vergünstigung.

27. März 1950. B.D. NR. 4865.

Im rein-geistigen Verkehr mit der jenseitigen Welt liegt eine Vergünstigung von höchstem Wert für euch Menschen, die ihr euch dessen befleißigt. Und darum könnet ihr nur gewinnen, ihr werdet nicht herabgezogen, sondern steiget unaufhörlich zur Höhe. Der reingeistige Verkehr setzt aber eine Einstellung zu Gott und zum Glauben überhaupt voraus, er setzt ein tiefes inneres Wahrheitsverlangen und auch einen guten Willen voraus, ansonsten negative Erfolge zu verzeichnen sind, ein Verkehr, vor dem gewarnt werden muß. Ihr müsset, um recht zu verstehen, zuerst wissen, daß das Zuleiten der Wahrheit an die Unwissenden, sei es auf Erden oder im Jenseits, die eigentliche Tätigkeit der wissenden Wesen ist; daß es das Wirken in Liebe für sie bedeutet, in dem sie ihre Beglückung finden. Jedem Lichtwesen sind Menschen auf Erden anvertraut, deren Gedanken sie in die rechte Richtung zu leiten suchen. Es ist also die gedankliche Zuleitung der Wahrheit und das Empfangen oder Aufnehmen der Gedanken der ständige Verkehr zwischen der Erde und der geistigen Welt, dessen nur nicht Erwähnung getan wird, weil das Denken einem Menschen selbstverständlich erscheint und er sich nicht den Ursprung der Gedanken klarzumachen sucht. Es ist ein selbstverständlicher Vorgang, der darum wenig Beachtung findet. Ist aber der Mensch bewußt gewillt, in Verkehr zu treten mit jener Welt, dann ergreifen die Lichtwesen gern die Gelegenheit, sich offenkundig zu äußern und gewissermaßen die Wahrheit auf dem Wege geregelter Belehrungen den Menschen darzubieten. Und diese bewußte Entgegennahme von Geistesgut ist überaus fördernd für die Aufwärtsentwicklung der Seele. Ein wahrheitsverlangender Mensch wird nun von den Lichtwesen geschützt gegen das Einschalten niederer Geisteskräfte, die nicht fähig sind, die Wahrheit zu vermitteln, sich aber ständig äußern wollen und daher Irrtum denen vermitteln, die aufnahmewillig sind durch ihre gleiche niedere Seelenreife. Es bestimmt der Mensch selbst die Kräfte, die sich ihm gedanklich mitteilen wollen, und darum werden Vermittlungen aus dem geistigen Reich, so sie bewußt angestrebt werden, oft verschiedene Ergebnisse zeitigen, was jedoch nicht ausschließt, daß Geistig-Strebende unsagbar viel gewinnen können durch eine Verbindung mit der geistigen Welt. Wieder ist der freie Wille ausschlaggebend, unter wessen Einfluß er sich stellt. Wer Gott zustrebt in seinem Denken und Wollen, der wird auch von Gott ergriffen und in die Obhut der Lichtwesen gegeben, die niemals schädigend auf den Menschen einwirken können. Wer noch der Welt angehört, dem ist es nicht um das Erkennen der Wahrheit zu tun, sondern er scheut sie, weil sie seine Lebensführung verurteilt. Dieser ist ein willkommenes Objekt für die Äußerung unreifer Geistwesen, die im gleichen Verlangen nach der Materie ihre Wünsche auf jene zu übertragen suchen und auch willige Zuhörer finden. In welcher Weise nun die Geistwesen, die Lichtreichbewohner oder die Wesen der Finsternis zu ihrer Äußerung veranlaßt werden, das liegt wieder am Willen des Menschen, es kann aber in der einfachsten Form geschehen, in der gedanklichen Verbindung mit der geistigen Welt, von der nun auch die Antwort kommt wieder in Form von Gedanken. Nur der unwissende Mensch bedient sich dazu materieller Hilfsmittel, die darum auch gewisse Erfolge zeitigen, weil die Wesen des geistigen Reiches jede Gelegenheit nützen, um mit den Menschen in Verbindung zu treten, um ihnen davon Kenntnis zu geben, daß sie in der Nähe des Menschen sind und mit ihnen Kontakt haben wollen. Und darum ist es wohl ratsam für die gänzlich Ungläubigen, sich Kenntnis zu verschaffen; wie es aber auch ratsam ist, die gewonnene Erkenntnis dann so auszunützen, daß innige gedankliche Verbindung angeknüpft werde mit den Bewohnern der geistigen Welt, die niemals ohne segenbringenden Erfolg bleiben wird, so der Mensch ernsten und guten Willens ist. Amen. B.D. NR. 4865.

 

Buch 55 4866

Offenbarung Gottes.

26. März 1950. B.D. NR. 4866.

Öffnet eure Herzen der Stimme Dessen, Der zu euch sprechen will, und wisset, daß Er Sich nur eines Menschen bedienet, weil Er Sich euch Selbst nicht offenbaren kann. Doch nehmet Sein Wort als auch an euch gerichtet hin, soll es doch euch allen zum Segen gereichen: Ich bin im Geist bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Und so werdet ihr immer vernehmen können Meines Geistes Stimme, so ihr diesen Meinen Worten Glauben schenkt und also durch den Glauben auch überzeugt seid, daß Ich Mich äußere. Also müsset ihr lauschen nach innen, um Meine Stimme vernehmen zu können, und dies erfordert Zurückgezogenheit, ein Versenken in das Innere, eine heimliche Zwiesprache mit Mir in der Stille. Wer von euch aber trifft Vorkehrungen, um Mich zu hören? Wessen Glaube ist so stark, daß er Meiner Gegenwart bewußt ist und, so er mit Mir in der Stille des Herzens spricht, auch eine Antwort erwartet? Sehet, letzteres tut ihr nicht, die ihr euch gläubig nennet, und also zweifelt ihr es an, daß Ich Selbst Mich offenbare, und sonach könnet ihr Mich auch nicht vernehmen, weil jeder Zweifel das Vernehmen Meiner Stimme unmöglich macht. Nur wenige Menschen sind es, die im kindlichen Glauben an Mich lauschen nach innen, denen Ich Mich nun offenbaren kann und ihnen das kundtun, was ihr alle wissen sollet von Mir und Meinem Willen. An diesen wenigen aber gehen die meisten Menschen vorüber, sie erkennen nicht die Stimme des Vaters zu Seinen Kindern, sie nehmen wenig Anteil an den Kundgaben, die aus der Höhe zu ihnen herniederkommen; noch weniger aber lassen sie sich von einem Beispiel der Auswirkung des Glaubens und der Liebe zum Nacheifer anregen, um selbst das große Geheimnis göttlicher Liebe zu erfahren, denn eine jede Offenbarung ist ein Enthüllen Meiner Wesenheit, Meines Waltens und Wirkens und Meiner übergroßen Liebe. Und darum kann Ich den Menschen nicht nähertreten, sie können nicht Meine Nähe spüren, denn sie erkennen Mich nicht. Die Worte: "Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende" sagen ihnen nichts, sie verstehen nicht ihren Sinn, sie wissen nicht, was Meine Gegenwart bedeutet und welch köstliche Gabe Meiner Gegenwart Folge ist. Sie verstehen Meine Worte nicht und lernen sie selbst durch einen offensichtlichen Beweis nicht verstehen. Ich offenbare Mich den Menschen, denen Ich gegenwärtig bin, so sie Mich vernehmen wollen. Die ewige Gottheit neigt Sich Ihren Geschöpfen zu und läßt Ihre Kraft auf sie überströmen in Form des Wortes. Ich Selbst bin das Wort, also muß Meine Gegenwart auch durch das Wort, durch seine Übermittlung, offenkundig sein. Und also habt ihr Menschen einen Beweis, daß Ich bin, denn Ich steige zu euch hernieder im Wort. Fasset es, ihr Menschen, und gehet nicht vorüber, so Ich euch in Form Meines Wortes in den Weg trete. Nehmet es an als reinste Wahrheit, die noch unverbildet ist, weil sie von Mir direkt ihren Ausgang hat, weil Mein Wort das klare lebendige Wasser ist, das dem Quell entströmt, auf daß ihr euch daran laben könnet, um den Pilgerweg auf dieser Erde erfolgreich zurückzulegen, um das Ziel zu erreichen, das euren Erdenwandel krönen soll - um Mir nahezukommen und das zu werden, was ihr waret von Anbeginn, Kinder Meiner Liebe, die in Freiheit und Kraft schaffen und gestalten können und unvorstellbar selig sind. Amen. B.D. NR. 4866.

 

Buch 55 4867

Niemand kann zweien Herren dienen.

28. März 1950. B.D. NR. 4867.

Wer alles hingeben kann, der wird auch alles gewinnen. Ihr könnet nicht zweien Herren dienen, der Welt und gleichzeitig Mir, sondern ihr müsset das eine aufgeben, so ihr das andere gewinnen wollet. Also müsset ihr die Welt opfern, so ihr Mich erringen wollet, dann aber empfanget ihr mehr als die irdische Welt, denn das Reich, das Mein Anteil ist, ist unvergleichlich schöner als die Welt, die ihr Mir zuliebe aufgebet. Wollet ihr aber die Welt besitzen, dann könnet ihr nicht gleichzeitig auch Mich besitzen, denn dort bin Ich nicht zu finden, und die Mich suchen, müssen es außerhalb der irdischen Welt tun. Ihr verlieret wahrlich nicht viel, so ihr die Welt hingebet um Meinetwillen, denn Ich ersetze euch den Verlust tausendfach, und nimmermehr werdet ihr es bereuen, so ihr Mich einmal gewonnen habt. Mein Reich ist nicht von dieser Welt, darum sollet ihr euer Herz nicht an das hängen, was wertlos ist, und ihr müsset euch bemühen, in jenes Land aufgenommen zu werden, und die irdische Welt verachten lernen. Ihr müsset euch frei machen von allem irdischen Gut, von jedem Verlangen danach, und allein das anstreben, was ewig ist, was Mir angehört und darum überaus wertvoll sein muß. Was der Erde angehört, das lasset hinter euch und strebet Meinem Reiche zu - wendet eure Blicke himmelwärts, und ihr werdet mehr erschauen, als euch je die Erde bieten kann. Lernet die Welt überwinden, so ihr Mich besitzen wollet, und entscheidet euch, was für euch von größerem Wert ist - doch entscheidet euch für das Rechte, denn es geht um euer Los nach dem Tode, es geht um das ewige Leben. Amen. B.D. NR. 4867.

 

Buch 55 4868

Liebe zum Nächsten.

29. März 1950. B.D. NR. 4868.

Was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan, und damit beweiset ihr Mir die Liebe zu Mir und zum Nächsten. Denn ein Werk der Nächstenliebe ist auch eine Liebesbezeugung gegen Mich und wird euch um vieles reicher machen, als was ihr hingegeben habt. Und wer ist euer Nächster? Ein jeder Mensch, der hilfsbedürftig ist und mit einer Bitte an euch herantritt, ganz gleich, ob sie ausgesprochen wird oder unausgesprochen bleibt. Denn ihr werdet es selbst erkennen, wann eure Hilfe notwendig und angebracht ist, sowie der Funke der Liebe in euch aufflammt und euch die Not des Mitmenschen berührt. Doch ihr könnet auch im Überfluß leben und ohne ein Opfer zu bringen ein Werk der Nächstenliebe verrichten, doch es wird nicht als solches angesehen, so euch die Liebe fehlt, so ihr helfet, um einen lästigen Bittsteller loszuwerden oder vor den Mitmenschen zu glänzen. Es gibt so viele Motive, die den Menschen zu einer Hilfeleistung veranlassen können, doch nur ein Werk barmherziger Nächstenliebe gilt vor Mir, wozu euch das Herz antreibt. Und ihr werdet die Erfahrung machen, daß, wenn die Liebe im Herzen der Menschen erkaltet, die Hilfe für die Mitmenschen organisiert wird und nun gewissermaßen mechanische Liebeswerke verrichtet werden, die wohl die Not der Mitmenschen lindern können, die aber nicht als Werke der Nächstenliebe, als Erfüllung Meines Liebegebotes, gelten können und die darum auch nicht erlösend wirken können. Es soll die Linke nicht wissen, was die Rechte tut - es soll ein Geben in der Stille sein; doch nicht allein die materiellen Gaben sind es, die als Werk der Nächstenliebe bezeichnet werden. Jede sonstige Hilfeleistung, jeder gute Blick und jedes gute Wort kann als Liebeswerk gewertet werden, so es aus dem Herzen kommt. Die geistige und seelische Not der Menschen ist oft noch größer als die irdische Not, und dort sollet ihr helfend euch betätigen durch Zuspruch und Tröstung im Leid, durch geistiges Erbauen, durch Übermittlung Meines Wortes und Zurückführen zum Glauben, wo solches nötig ist. Das alles fällt unter das Gebot der Nächstenliebe, und nur ein weiches mitfühlendes Herz fordere Ich, und ihr werdet Mein Gebot der Liebe zu Mir und zum Nächsten erfüllen und auch die Liebe im Herzen des Nächsten erwecken, der dadurch auch auf den rechten Weg geführt werden kann und ihr euch doppelten Lohn erworben habt. Doch nicht um des Lohnes willen sollet ihr helfen, sondern nur aus Liebe zu Mir, dann werden alle eure Werke gesegnet sein. Amen. B.D. NR. 4868.

 

Buch 55 4869

Wirken des Geistes. Geistige Wiedergeburt.

29. März 1950. B.D. NR. 4869.

Lasset Meinen Geist in euch wirksam werden, dann werdet ihr auch in der Wahrheit stehen, denn des Geistes Wirken garantiert euch solche. Dann bin Ich es Selbst, Der euer Denken recht leitet, Der euch die rechten Gedanken eingibt, Der also Seinen Geist über euch ausgießet. Es braucht nicht immer ein offensichtliches, d.h. außergewöhnliches Wirken zu sein, wie dies die direkte Übertragung Meines Wortes von oben ist, sondern das Wirken des Geistes kann auch in einer ganz natürlichen Art stattfinden, wenn der Mensch nur die Bedingung erfüllt, die Ich an Mein Wirken im Menschen geknüpft habe. Er braucht nur das Rechte wollen und so leben, wie es Mir wohlgefällig ist, d.h. Meinen Willen erfüllen, was als Liebeswirken zum Ausdruck kommet, dann ist sein Geist schon erweckt, und als in Verbindung mit Mir stehend, wird der Geist im Menschen diesen nun so belehren, daß sein Denken recht ist, daß er in der Wahrheit steht, also auch die Fähigkeit hat, das Rechte zu erkennen und zu vertreten. Er wird auch völlig überzeugt sein davon, recht zu denken, nur daß er diese Fähigkeit sich selbst zuschreibt, nicht aber Meinem Wirken in ihm, bis er nun durch Diener Gottes aufgeklärt wird über das Wirken des Geistes im Menschen. Dieses wird ihm wohl verständlich sein, jedoch stets erst dann, wenn Ich Selbst in ihm wirken kann durch den Geist, ansonsten er eine solche Lehre als unwahrscheinlich ablehnet. Kann nun Mein Geist in einem Menschen tätig sein, dann ist er auch für das ewige Reich gewonnen, denn es ist dies schon ein Akt der geistigen Wiedergeburt, ein Akt der Erlösung aus dem gebundenen Zustand. Der Geist lenkt nun den Menschen und führt nun ihn mit Sicherheit dem Ziel entgegen, zum ewigen Leben. Strebt also der Mensch bewußt Mir zu, steht er im festen Glauben an Mich, ist sein Lebenswandel ein Leben in Liebe und achtet er seiner inneren Empfindungen, seiner Gedanken und seines stets zunehmenden Wissens, oft ohne jeglichen Einfluß von außen, so kann er auch mit Sicherheit annehmen, daß sein Geist zum Leben erwacht ist und nun ein Versinken in die Tiefe nicht mehr zu befürchten ist. Dann werden seine Gedanken übereinstimmen mit dem von der Höhe gegebenen Wort, durch das Ich alle Menschen für diesen Vorgang herrichten möchte, auf daß sie in direkter Verbindung stehen mit ihrem Vater von Ewigkeit, auf daß sie Kenntnis bekommen von Meinem Walten und Wirken im Universum, auf daß sie Mich als ihren Schöpfer und Vater liebenlernen und nun den Kontakt herstellen mit Mir, auf daß Ich ihnen die Wahrheit übermitteln kann, durch die sie selig werden. Amen. B.D. NR. 4869.

 

Buch 55 4870

Seher und Propheten der Endzeit. Wenig Verständnis.

30. März 1950. B.D. NR. 4870.

Es ist wenig Verständnis zu finden für die reine, von oben vermittelte Wahrheit, und die Menschen erkennen nicht den Wert des göttlichen Wortes. Sie werden von einem Lichtstrahl berührt und fliehen wieder in das Dunkel zurück, weil ihnen der Glanz nicht behagt. Sie sind ohne Verlangen nach der Wahrheit, sie glauben nicht an ihr Fortbestehen und leben daher nur für diese Erde. Und in dieser Zeit werden Seher und Propheten erweckt, die als Mahner und Warner vor die Menschen hintreten und ihnen den Untergang der Erde künden sollen. Sie werden wenig Glauben finden, und dennoch sollen sie immer wieder ihre Stimme ertönen lassen, sie sollen reden gegen jedermann von dem bevorstehenden Gericht, von der Dringlichkeit eines Wandels der Gesinnung und der Lebensführung der Menschen, sie sollen reden von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes, aber auch von Seiner Gerechtigkeit, auf daß ihr Verantwortungsgefühl geweckt werde und sie aufwachen aus dem Schlafe. Die Seher und Propheten werden nicht gelten im eigenen Lande, denn niemand will sie hören, und von den Vertretern der Welt werden sie angefeindet werden. Und es sind dies Erscheinungen der letzten Zeit vor dem Ende, auf die immer wieder hingewiesen wird. Noch werden die Menschen ermahnt zur Umkehr, doch so die Anzahl der von Gott erwählten Diener und Seher immer größer wird, ist das Ende nahe und die Gnadenzeit verstrichen. Dann wird sich erfüllen, was vorausgesagt ist - es werden erschrecken die Ungläubigen, es werden stutzig werden die Zweifler, und es werden frohlocken die Gläubigen, weil sie eine sichtliche Stärkung ihres Glaubens erfahren, so sie erkennen, daß alles Wahrheit ist, was über das Ende vorausgesagt wurde. Dann aber ist es zu spät für die Ungläubigen zur Umkehr, denn so der Tag des Gerichtes gekommen ist, wird keiner von jenen einen Gedanken fassen können, denn die Erde wird sich auftun und alles verschlingen. Doch eines wird die Menschen vor dem Verderben schützen: das reine Wort Gottes, das Er Selbst zur Erde geleitet hat. Wer Dessen Kraft verspüret, den schrecken auch die letzten Tage nicht, denn zu wem Gott spricht, der wird auch aus allem Geschehen unbeschadet hervorgehen durch Seine Liebe und Macht. Wer das Wort Gottes aufnimmt mit Herz und Verstand, der ist gefeit gegen alles Unheil der letzten Zeit, er steht im Licht, in einem Licht, das niemand mehr zum Verlöschen bringen kann. Und das Licht wird die Finsternis durchbrechen und immer wieder Strahlen senden in die Dunkelheit und die letzten Seelen suchen, auf daß sie nicht verlorengehen. Wer sich von einem solchen Lichtstrahl durchleuchten lässet, der wird an seiner Kraft auch die Wahrheit verspüren und nun bewußt das Ende erwarten. Und der Herr wird kommen in den Wolken, Er wird die Seinen sammeln und zu Sich holen, von der Erde hinweg, bevor sie durch Seinen Willen zerstört wird und das Grab aller derer, die Gott nicht erkannten und darum abstrebten von Ihm, die ohne Glauben dahinlebten; und die Erde wird sie verschlingen, und alle Not auf Erden wird zu Ende sein. Amen. B.D. NR. 4870.

 

Buch 55 4871

Vereinigung mit Gott - Ziel des Menschen.

31. März 1950. B.D. NR. 4871.

Euer Ziel soll die Vereinigung mit Mir sein. Wisset ihr, was das bedeutet, eins zu sein mit eurem Vater von Ewigkeit? Schaffen und gestalten zu können gleich Ihm in Kraft und Weisheit und unentwegt tätig sein zu können für das noch unvollkommene Geistige? Und selig zu sein auf ewig? Euch wird das vergangene Leben vorkommen wie ein schwerer Traum, der euch aber nicht mehr ängstigt, sondern euch nur die Liebe des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen erkennen läßt, die euch führte durch endlos viele Stationen des Ausreifens. Und in der Erkenntnis dessen, was ihr nun seid im Lichtreich, werdet ihr dankerfüllt und voller Liebe zu Mir aufblicken, Der Ich euch nun nahe bin und euch Seligkeiten bereite ohne Maßen. Vereint zu sein mit Mir heißt in der Vollkommenheit stehen, so wie ihr anfangs geschaffen waret, bevor ihr sündig wurdet. Diese Vollkommenheit zu erreichen ist das höchste Ziel des Menschen auf Erden, weil es die Vorbedingung ist für ein seliges Leben im Licht. Und das einzige Mittel dazu ist die Liebe, die alles Unvollkommene aufzehrt und eine lichtempfängliche und göttliche Seele bildet, die Meine Ausstrahlung in sich aufnehmen kann und, so sie von ihr berührt wird, unbeschreibliche Seligkeit empfindet. Die Übertragung Meiner Liebe auf das Wesen ist der Inbegriff der Glückseligkeit und also ein Vorrecht des Vollkommenen, das nicht mehr von Mir getrennt ist, sondern sich völlig vereinigt hat mit Mir. Diese Kraftübertragung aber umschließet alles Weitere - Erkenntnis der Wahrheit, Licht und Kraft, so daß also das Wesen in der Weisheit steht und die ihm zuströmende Kraft recht nützet, also im Willen Gottes erschaffen und Erschaffenes beleben kann. Also tritt das Wesen in alle Kindesrechte ein, es kennt keine Begrenzung, es weiß um alles, und seine Kraft befähigt es zum Wirken nach Meinem Willen, der nun auch sein eigener Wille ist, so daß jegliche Tätigkeit das Wesen beglückt, weil es für Mich tätig ist und in Meiner Liebe reichste Belohnung findet. Es sehnet sich das Wesen nach Meiner Liebe, und Ich erfülle ständig sein Sehnen, und seine Seligkeit findet keine Grenzen. Die Vereinigung mit Mir ist nur durch die Liebe zu erreichen, weil die Liebe das wirksamste Feuer ist, das alle Härten zum Schmelzen bringt und alles Unreine läutert und alles Trübe klärt - die Liebe ist das Lösemittel und zugleich auch das Bindemittel. Sie löset von dem Druck der Unfreiheit, von der Fessel der Sünde, und sie bindet das Band zwischen dem Geschöpf und Mir, das unlösbar ist bis in alle Ewigkeit. Und wer einmal die Bindung mit Mir eingegangen ist, der bleibt auch mit Mir verbunden, denn sowie ihn Meine Liebekraft einmal durchflutet hat, ist er unweigerlich Mein Eigentum geworden, das Ich niemals Meinem Gegner überlasse. Wer es vermag, sich von Meinem Gegner zu lösen, der ist schon in Meinen Besitz übergegangen und hat sich als Mein Kind bewährt, und er kann nun ständig in des Vaters Nähe weilen, Der es nie wieder aus Seiner Nähe verbannet. Amen. B.D. NR. 4871.

 

Buch 55 4872

Gebet im Geist und in der Wahrheit.

31. März und 1. April 1950. B.D. NR. 4872.

Im Geist und in der Wahrheit sollet ihr beten. Es setzt dies einen rechten Glauben an Mich voraus, Den ihr im Gebet anrufet und Der euch helfen soll. Also müsset ihr glauben, daß Ich bin, daß Ich die Macht habe, euch zu helfen, und daß Meine Liebe euch helfen will. Dieser feste Glaube lässet euch auch die rechten Worte oder Gedanken finden, durch die ihr euch mit Mir in Verbindung setzet. Ihr sprechet dann zu Mir aus dem Herzen heraus, es ist kein Lippengebet, es ist die rechte Zwiesprache mit Mir, denn ihr vertrauet Mir eure Sorgen und Nöte an und erwartet Antwort durch die Tat, also ihr vertrauet Mir, daß Ich euch Gehör schenke. So ihr diesen Zustand des Vertrauens auf Meine Hilfe hergestellt habt, könnet ihr nicht anders als im Geist und in der Wahrheit beten, und Ich werde euch erhören. Wie aber kann ein Mensch im Geist und in der Wahrheit beten, der sich angelernter Worte bedienet, der in Gemeinschaft mit anderen Menschen lange Gebete verrichtet, die weder Andacht noch Innigkeit bezeugen, weil das Herz nichts davon weiß, was der Mund spricht? Wie könnet ihr Menschen erwarten, daß Ich an einem solchen Gebet Wohlgefallen habe, das alles andere eher ist als ein zutraulicher Anruf des Kindes zum Vater? So einfach und schlicht wie die Worte eines Kindes soll euer Gebet sein, auf daß Ich euch gegenwärtig sein kann und ihr Meine Gnade erfahret. Wer so zu Mir spricht, den höre und erhöre Ich, weil Ich euch die Verheißung gegeben habe: Bittet, so wird euch gegeben werden, klopfet an, so wird euch aufgetan. Ich aber habe kein Wohlgefallen an der Lippenverehrung, denn Ich sehe allein in das Herz, das niemand vor Mir verbergen kann. Und wo das Herz stumm ist, dort gehe Ich vorüber, und weder Meine Liebe noch Meine Allmacht gibt dem Menschen einen Beweis, daß Ich ihn gehört habe. Ich wende Mich von denen, die unentwegt beten, deren Gedanken aber nicht einen Teil dessen berühren, was sie aussprechen mit dem Munde. Denn sie erkennen Mich alle noch nicht, die so beten, weil das rechte Erkennen Meiner Selbst sie stumm und ehrfurchtsvoll werden lässet, und eine tiefe Demut innige Worte stammelt, die Ich sehr wohl verstehe, weil das Herz sie gesprochen hat, das stets die Verbindung herstellt mit Mir und das Mich immer anziehen wird. Gebete im Geist und in der Wahrheit steigen nur selten zu Mir empor, und darum kann Ich auch nur selten ein Gebet erfüllen, wenngleich der bittenden und in Not befindlichen Menschen sehr viele sind auf Erden. Doch Meine rechten Kinder beten mit dem Herzen und werden daher immer Erfolg haben, denn ein rechter Glaube gewährleistet ihnen die Erfüllung ihrer Bitten, einen rechten Glauben lasse Ich nie zuschanden werden. Amen. B.D. NR. 4872.

 

Buch 55 4873

Ernstlich Suchenden offenbart Sich Gott gedanklich.

3. April 1950. B.D. NR. 4873.

Der Weg des Heils wird beschritten von allen, die sich einmal ernstlich in ihr Innerstes versenken und Mich dabei zu Rate ziehen, die im Glauben an Mich fragend Meinen Beistand erbitten, die also ernstlich die Wahrheit suchen - Ihnen offenbare Ich Mich und erleuchte ihr Denken, d.h., sie kommen gedanklich der Wahrheit näher und finden Befriedigung in ihren gedanklichen Ergebnissen, die sie anfangs als selbstgewonnen betrachten. Ein ernstlich Suchender findet den rechten Weg, er kann nicht fehlgehen, weil Ich Selbst Mich ihm als Führer nahe und seine Schritte lenke in rechter Richtung. Er erkennt Mich zwar noch nicht, nimmt aber dennoch Meine Führung an, d.h., er setzt den gedanklichen Einflüssen keinen Widerstand entgegen, wenngleich er noch nicht den Ursprung der Gedanken kennt. Sein Wille ist nicht gegen Mich gerichtet, sondern er paßt sich dem Meinen an. Es ist ein bewußtes Streben nach oben zu verzeichnen, sowie der Mensch innerlich Anstalten macht, Ordnung zu schaffen in seinen Gedanken. Ich stelle nun einem jeden Menschen Proben, ob sein Streben ernst ist, weil sein Wille Freiheit behalten soll, weil er ihn gebrauchen muß in rechter Richtung, um nun Meine ständige Fürsorge genießen zu können, um von Mir in das Erkennen Meiner Selbst geleitet zu werden. Diese Glaubensproben wird jeder bestehen müssen zuvor, ehe ihm die reine Wahrheit vermittelt wird gedanklich oder durch Mittler, die ihm Meine Liebe in den Weg führt. Denn die Wahrheit muß sich der Mensch erwerben, sie geht ihm nicht selbstverständlich zu, wenngleich sie allen Menschen angeboten wird, auf daß sie nun selbst alles tun, um sie auch in Empfang nehmen zu können. Die Wahrheit ist eine außerordentliche Gnadengabe, die jedoch ein jeder erringen kann, so er es nur ernstlich will, und den ernsten Willen muß er bekunden durch Bestehen jener Glaubensproben. Dann aber kann er gewiß sein, daß er den rechten Weg beschritten hat, den Weg des Heils, d.h., daß er seinen Erdenlebenszweck sehr bald erkennen wird und seinen Lebenswandel danach einstellt, daß er also das Ziel erreicht, das ihm als Mensch gesteckt ist, weil sein Wille sich dem Meinen unterstellt, er also selbst das gleiche will und er dadurch Mir nahekommt, wie es seine Bestimmung ist. Amen. B.D. NR. 4873.

 

Buch 55 4874

Geistige Führer.

5. April 1950. B.D. NR. 4874.

Zu geistigen Führern bestimme Ich Selbst die Menschen, die dazu geeignet sind. Wohl können sich alle Menschen selbst so gestalten, daß sie als tauglich für eine geistige Leitung von Mir auserwählt werden, doch niemals kann sich ein Mensch selbst dazu erheben. Also sind Meine Worte zu verstehen: "Viele sind berufen, wenige aber auserwählt." Ihr alle könnet euch durch euren Willen formen zu Mir ergebenen Dienern, denen Ich eine Aufgabe zuweise. Also seid ihr alle berufen. Die Berufung zum Dienst aber setzt dann schon einen Reifegrad voraus, denn ihr könnet Mir erst dienen, so ihr die Arbeit, die Ich von euch verlange, auszuführen imstande seid. Meine Diener auf Erden aber müssen arbeiten für Mein Reich, das nicht von dieser Welt ist. Sie müssen die Irrenden aufklären, die Blinden führen, die Schwachen stützen und immer als Mittler ihres Amtes walten - Meinen Willen entgegennehmen und den Mitmenschen kundgeben. Diese sind die rechten geistigen Führer, und ihr Amt erfordert verständlicherweise auch ein Beherrschen alles dessen, was sie lehren sollen, es erfordert also eine geistige Ausbildung, die sie wieder nur in einem bestimmten Reifegrad von Mir Selbst erhalten können. Und darum wähle Ich Mir Meine Diener Selbst aus, denn euch Menschen fehlt die Fähigkeit zu erkennen, wer tauglich ist für eine solche Aufgabe, die nur rein geistige Erfolge zeitigt, daher von der Welt wenig verstanden wird. Als geistige Führer können daher nur Menschen in Frage kommen, die Meine Aufträge von Mir direkt entgegennehmen, d.h., die sich nicht gebunden fühlen durch ein Wissen, das ihnen zuvor durch Menschenmund vermittelt wurde. Sie müssen in vollster Freiheit mit Mir die Verbindung herstellen und sich also bedingungslos Meinem Willen und Meiner Führung überlassen. Diese sind es, die ihre Berufung erkannt haben und sich erwählen lassen wollen von Mir Selbst, da sie es empfinden, daß nur Ich als Auftraggeber anzusprechen bin. Sie wollen Mir dienen und bitten Mich um Meine Zustimmung. Geistige Führer aber nennen sich auch Menschen, die nicht ihre Berufung zum Dienst für Mich abgewartet haben, sondern sich selbst berufen zu einem Lehramt auf Erden, die also auch für das Reich Gottes tätig sein wollen und wohl den besten Willen haben dazu, doch ohne Meine besondere Berufung in einen Dienst getreten sind, der dem geistigen Wohl der Menschen gilt. Ich stelle an einen solchen Dienst gewisse Bedingungen; werden sie nun erfüllt von jenen, dann nehme Ich auch sie an als Meine Knechte, doch setzt das immer ein bedingungsloses Hingeben an Mich voraus, ein Öffnen des Herzens zum Empfang Meiner Belehrung, ohne die niemand für Mich auf Erden tätig sein kann. Es setzt jeder Dienst für Mich und Mein Reich das Wirken Meines Geistes im Menschen voraus, denn nur der kann eine geistige Führung übernehmen, der selbst durch Meinen Geist geleitet wird. Ohne Geisteswirken ist keine Führung von Blinden möglich. Und das soll allen zu denken geben, auf daß sie erkennen, wer als geistiger Führer von Mir den Auftrag hat, zu arbeiten für Mich und Mein Reich. Das Wirken des Geistes im Menschen ist nicht eine Gabe, die Ich denen schenke, die für Mich tätig sein wollen, sondern nur der kann in Meinen Dienst treten, der sich selbst so geformt hat, daß Mein Geist in ihm wirken kann. Und so werden auch die Worte verständlich sein: "Viele sind berufen." denn jeder kann sich so formen - "aber wenige nur sind auserwählt." Wenige nur lassen das Wirken des Geistes in sich zu, das aber erste Bedingung ist, um von Mir auserwählt zu werden für ein Amt auf Erden: den Menschen geistiger Führer zu sein. Wer aber von Meinem Geist erfüllt ist, der kann Irrtum von Wahrheit unterscheiden, und er macht sich frei von einer Lehre, die voller Widersprüche ist, die also nicht so von Mir ausging, wie sie zur Zeit gepredigt wird. Er steht in der Wahrheit und vertritt sie auch, er kann die Irrenden aufklären, die Blinden führen, die Schwachen stützen und ständig Mein Wort, Meinen Willen, ihnen vermitteln, weil er direkt mit Mir in Verbindung steht - weil Mein Geist in ihm wirket, weil Ich ihn auserwählt habe als Diener zu arbeiten für Mich und Mein Reich. Amen. B.D. NR. 4874.

 

Buch 55 4875

Geistige Wende nicht Umkehr, sondern Neubannung.

6. April 1950. B.D. NR. 4875

Eine aufwärtssteigende Entwicklung ist auf dieser Erde nicht mehr möglich, und selbst auf gleicher Stufe bleiben die Menschen nicht stehen, sondern sie sinken ständig tiefer, sie treiben ab ins Uferlose und entfernen sich so weit von Mir, daß sie bar jeder Kraft durch das Erdenleben gehen, also dieses auch gänzlich zwecklos ist. Und daher ist eine große Änderung vorgesehen, um dem Absinken des Geistigen in der Menschheit Einhalt zu gebieten und um einen neuen Weg zu bahnen, der wieder zur Höhe führt. Euch Menschen ist Mein Heilsplan unbekannt bis auf die wenigen, denen Ich Mich offenbare. Ihr könntet aber davon Kenntnis nehmen, so euch überhaupt die Frage beschäftigen würde, was dem ganzen Geschehen um euch zugrunde liegt. Doch eure Fragen lauten anders, eure Fragen beziehen sich nur auf irdische Vorteile, auf die Mittel, großen Gewinn zu erzielen an irdischen Gütern. Ihr erweitert eure Kenntnisse nur auf diesem Gebiet und lasset alles Geistige unbeachtet. Ihr werdet aber darum auch überrascht sein, was sich in kommender Zeit ereignet, ihr werdet keine Erklärung finden, so ihr sie euch verstandesmäßig zu geben suchet. Das Wissen um Meinen Heilsplan aber wäre euch für alles eine Erklärung, das Wissen um Meinen Heilsplan von Ewigkeit ließe euch alles mit einem anderen Gesicht sehen, und euer Verantwortungsgefühl würde geweckt werden, weil ihr das Los der Seele nach dem Tode bestimmet durch euren Lebenswandel. Und dann könnte noch von einem kleinen Aufstieg gesprochen werden, wenngleich auch nur wenige ernst nehmen, was ihnen als Erklärung geboten wird von den Wissenden. Und darum beendige Ich eine Entwicklungsperiode und lasse eine neue beginnen. (7.4.1950) Es ist dies wohl als eine geistige Wende zu betrachten, doch nicht als eine Umkehr oder einen plötzlichen Aufstieg in der Entwicklung des Geistigen, sondern vielmehr ist es ein totales Versagen einerseits und die Schaffung neuer Entwicklungsmöglichkeiten andererseits. Denn was in der alten Entwicklungsperiode versagt hat, beginnt wieder in der tiefsten Tiefe seinen Entwicklungsgang; es setzt also nicht einen abgebrochenen Läuterungsprozeß fort. Darum ist auch die Zeit vor dem Ende dieser Epoche so überaus bedeutungsvoll, gestaltet sie doch das Los unsagbar vieler Seelen zum Leben oder zum Tode. Ein Fortbestehen dieser Erde wäre keineswegs diesen Seelen förderlich, weil sie die Bindung mit Mir längst abgebrochen haben, also gänzlich ohne Glauben, sind und in einem solchen Zustand auch die Gnaden nicht nützen, die ihnen einen geistigen Aufstieg sichern könnten. Es wird bis zum Ende noch jeder Versuch gemacht, die einzelnen Seelen zu retten, d.h., sie auf ihre Bestimmung aufmerksam zu machen, doch kann keine Förderung gegen ihren Willen geschehen, und dieser Wille strebt nach unten, er gilt ausschließlich der Materie, die das noch in tiefster Entwicklung stehende Geistige birgt. Und Ich trage stets dem Willen des Geistigen Rechnung, ihm wird zuteil, was es begehrt - und so wird die harte Materie die Hülle dessen, was schon das letzte Stadium der Entwicklung auf Erden erreicht hatte - es werden die Seelen der Mir gänzlich fernen Geschöpfe erneut gebannt in den Schöpfungen der neuen Erde. Und immer wieder soll den Menschen dieses entsetzliche Los vorgehalten werden, immer wieder soll ihnen Kenntnis gegeben werden von Meinem ewigen Heilsplan, weil es die Zeit des Endes ist, wo ein jeder Mensch sich der großen Verantwortung bewußt werden soll, die er seiner Seele gegenüber trägt, weil er die letzte Zeit noch nützen kann zur Errettung seiner Seele, wenn er den Willen dazu hat. Er soll wissen, daß ein Ende kommt und was dieses Ende für die Seele bedeutet, er soll wissen, daß es keinen Aufschub mehr gibt, sondern sich erfüllen wird, was Seher und Propheten angekündigt haben seit Beginn dieser Erlösungsepoche, daß unwiderruflich das Ende kommt und mit ihm das letzte Gericht, wo entschieden wird über Leben und Tod, über Licht und Finsternis, über Lohn und Strafe - über Hölle und Verdammnis und Paradies und Seligkeit. Amen. B.D. NR. 4875.

 

Buch 55 4876

Kreuzgang Christi.

Ostersonnabend 8. April 1950. B.D. NR. 4876.

Wer Mir nachfolgen will, der geht einen einsamen Weg, unverstanden von den Mitmenschen, wie es auch Mein Anteil war, trotz der Liebe, die Ich den Mitmenschen schenkte. Wer Mir nachfolgen will, der muß sein Kreuz auf sich nehmen, wie Ich es tat, wenngleich Meine ewige Liebe keines Menschen Kreuz so schwer werden läßt, wie das des Menschen Jesus war. Er muß es tragen, doch kann er jederzeit die Last verringern, so er Mich anrufet um Hilfe. Ich nehme dann das Kreuz auf Meine Schultern und trage es für ihn, und mit Mir wird alles leichter, mit Mir geht er nicht mehr einsam, Ich verstehe ihn jederzeit und teile alles mit ihm, Leiden und Freuden; er kann stets in stiller Zweisamkeit mit Mir seinen Erdenweg wandeln, und er wird darum sein Kreuz tragbar empfinden und sich ergeben in sein Schicksal fügen. Ich nahm das Leid der gesamten Menschheit auf Meine Schultern, als Ich dahinschritt, den Kreuzestod vor Augen, und unsägliches körperliches Leid erdulden mußte. Für alle, die Mir dereinst nachfolgen wollten, bin Ich den schweren Weg gegangen, der mit dem Tode am Kreuz endete. Als Mensch litt Ich unsäglich, auf daß der Menschen Leid verringert wurde. Ich nahm teil an dem Leid der gesamten Menschheit und trug das Kreuz für diese. Und wer Mich liebte, folgte Mir nach. Es waren nur wenige, gemessen an der ganzen Menschheit, für die Ich starb, es teilten nur wenige Meinen Schmerz, sie litten mit Mir und für Mich. Sie trugen gleichfalls ihr Kreuz, weil sie Mir nachfolgten, denn die Liebe zu Mir ließ sie alles Leid doppelt empfinden. Doch ihre Liebe war Balsam auf Meine Wunden, die Mir die grausamen Menschen schlugen; ihre Liebe erhöhte Meinen Willen, für die Menschen zu leiden und ihnen Hilfe zu bringen durch Meinen Kreuzestod. Viele folgten Mir auf dem Wege zur Richtstätte, doch wenige nur nahmen Anteil an Meinen Schmerzen. Viele wandeln auf Erden dahin, doch wenige nur folgen Mir nach. Für alle Menschen bin Ich gestorben am Kreuz, doch wenige nur nehmen Mein Opfer an und die erworbenen Gnaden in Anspruch. Wenige nur folgen Mir nach, und doch können die Menschen nur durch Meine Nachfolge selig werden. Ein jeder nehme sein Kreuz auf sich und gedenke Meines Opferganges nach Golgatha, der fast zu schwer war für einen Menschen und Mich zusammenbrechen ließ. Die Liebe eines Menschen aber half Mir, wo Ich als Mensch fast versagte, und Ich brachte das Opfer dar, Ich trank den Kelch des Leides aus bis zur Neige. Und so ihr Menschen leiden müsset, so gedenket Meiner Worte: "Wer Mir nachfolgen will, der nehme sein Kreuz auf sich." Wisset, daß jedes Leid, das ihr ergeben in Meinen Willen traget, euch als Kreuzgang angerechnet wird, der für euch Erlösung und Freiwerdung von aller Schuld bedeutet. Wisset, daß ihr den Erdengang gehet, um einer Schuld ledig zu werden, deren Größe ihr als Mensch nicht ermessen könnet, eine Schuld, für die Ich wohl gestorben bin, um sie zu verringern, die aber auch jeder einzelne von euch abtragen muß, soweit es in euren Kräften steht, wollet ihr euch an dem Erlösungswerk beteiligen, das Meine Liebe begonnen hat mit Meinem Kreuzestod. Euch Menschen ist nur ein leichtes Kreuzlein zu tragen auferlegt, weil Ich die schwerste Last von euch genommen habe, doch gänzlich ohne Leid könnet ihr nicht bleiben, um euch zu Dem hinzutreiben, Der euch jederzeit helfen will, Dem ihr nachfolgen sollet, auf daß ihr ewig selig werdet. Amen. B.D. NR. 4876.

 

Buch 55 4877

Unerreichbarkeit Gottes. Erkennen Seines Wesens.

9. April 1950. B.D. NR. 4877.

Keines Menschen Geist kann Mich erfassen, solange er sich nicht mit Mir vereinigt hat, mit Meinem Vatergeist von Ewigkeit, und es ist die Vereinigung mit Mir ein Akt, der höchste Bereitwilligkeit, in Meinen Willen einzugehen, voraussetzt, also ein Angleichen an Mein Urwesen bedeutet. Erst was mit Mir eins geworden ist, kann Mich erkennen, ansonsten es nur ein Glaube ist, aber keine volle Erkenntnis. Des Menschen Geist hat wohl die Fähigkeit zur Erkenntnis, doch niemals allein, sondern nur im Zusammenschluß mit Mir. Er ist ein Funke Meines ewigen Vatergeistes, er ist Mein Anteil, der von Mir ausgegangen ist, der mit Mir unablässig in Verbindung steht, aber erst durch den Willen des Menschen in den Zustand gebracht wird, wo er in Funktion treten kann. Und dieser Wille muß sich Mir unterordnen, dann kann der Geistesfunke im Menschen tätig werden. Doch lange Zeit kann oft vergehen, bevor der Mensch durch seinen Willen den Geist in sich erweckt, und diese Zeit ist verloren für die Ewigkeit. Im Zustand der Unkenntnis ist der Erdengang des Menschen ergebnislos für die Seele, denn sie lebt dann nur der Welt, sie begreift noch nicht den Sinn und Zweck ihres Erdenwandels, sie ist noch nicht mit dem Geist in sich in Berührung getreten und völlig blind. Erst das Erwachen des Geistesfunken im Menschen sichert der Seele die Aufwärtsentwicklung, das Ausreifen. Denn der Geist, so er wach ist, beeinflußt die Seele, sich abzuwenden von der Welt und auf seine Stimme zu hören, und nun beginnt es zu dämmern, das Dunkel wird durchbrochen von dem Licht - der Geist klärt die Seele auf über Mich als Wesenheit, über Mein Wirken und Meine ständige Fürsorge an Meinen Geschöpfen. Der Geist im Menschen leitet ihn in die Wahrheit, er vermittelt ihm ein Wissen, das von außen ihm nicht zugetragen werden kann, weil es ihm dann völlig unverständlich dargestellt würde oder er kein Fassungsvermögen dafür hätte. Der Geist drängt nun die Seele fortgesetzt zur Vereinigung mit Mir, weil er selbst Mein Anteil ist und auch die Seele zu sich herüberziehen will, also deren Ziel gleichfalls die Vereinigung mit Mir sein soll. Erst in einem bestimmten Reifegrad beginnt der Mensch Verständnis zu haben für Mein Wesen, wenngleich es von ihm ewiglich nicht ergründet werden kann in seiner ganzen Tiefe. Als Mensch faßt er es nicht, und auch als Lichtwesen steht es noch in weitem Abstand von Mir, wenn auch von Meiner Kraft durchflutet, so daß es überaus selig ist. Mein Wesen restlos zu ergründen ist unmöglich, denn Ich überstrahle alles an Licht und Kraft und bin somit etwas Unfaßbares für jegliches Wesen, selbst wenn es in der Vollkommenheit den höchsten Grad erreicht hat. Denn würde Ich ergründet werden können, so wäre Ich nichts Unbegrenztes sowohl in der Vollkommenheit als auch in der Macht. Doch eben das Nicht-Ergründbare ist für ein Lichtwesen das Beseligende, daß es zu Mir emporblicken kann und immer tiefere Liebe für Mich empfindet, daß es Mich ständig anstrebt, Mich begehrt und ständig Erfüllung seines Verlangens findet. Daß Ich für das Wesen unerreichbar bin, erhöht seine Liebe, weil es Meine Liebe zu ihm als größtes Geschenk empfindet im Bewußtsein Meiner Unerreichbarkeit. (10.4.1950) Doch wiederum ist Mein Geschöpf untrennbar mit Mir verbunden. Seine selbstverschuldete Unvollkommenheit, sein gänzlich Meinem Urwesen widersprechender Zustand beschränkt nicht Meine Liebe zu ihm und kann Mich ewig nicht dazu veranlassen, es von Mir zu verstoßen, also Mich von ihm zu trennen. So unerreichbar Ich auch dem Wesen bin, so steht es doch mit Mir in Zusammenhang, es gehört zu Mir, weil es aus Meiner Kraft hervorgegangen ist und also ureigentlich ein Teil von Mir ist. Und diese Zusammengehörigkeit soll nun ihre Krönung finden in dem bewußten Zusammenschluß von seiten des Wesens, es soll durch sein Zustreben zu Mir sich in den Seligkeitszustand versetzen, weil, um Meine Liebe fühlen und sie als Seligkeit empfinden zu können, unbedingt der Wille des Wesens Mir zugewandt sein muß. Es darf keinerlei Widerstand mehr in dem Wesen stecken. Es muß zu Mir wollen, um von Mir emporgehoben zu werden, und dieses Emporheben, das Zu-Mir-Ziehen, ist ein nie endender Zustand in der Ewigkeit. Niemals erreicht das Wesen das letzte Ziel, doch ständig kommt es Mir näher, eine Gewißheit, die euch als Mensch auf Erden noch unverständlich ist. Doch die Seligkeit des Wesens liegt im ständigen Verlangen und Erfüllen. Ein Wesen, das restlos befriedigt wäre, würde kein Verlangen mehr empfinden können und darum auch die Beseligung der Erfüllung vermissen. Ich aber will, daß Meine Kinder Mir ständig zustreben, Ich will ständig geben, daher auch ständig begehrt werden. Und so werde Ich als letztes Ziel die Wesen zu höchster Liebe und Sehnsucht anregen, doch immer über Meinen Geschöpfen stehend, nicht aus mangelnder, sondern aus übergroßer Liebe, denn Ich will Seligkeit bereiten, die nie aufhört, weil Meine Liebe niemals aufhören kann bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4877.

 

Buch 55 4878

Vorläufer Jesu am Ende.

13. April 1950. B.D. NR. 4878.

Aus euren Reihen wird einer hervorgehen, der von Mir zeugen soll vor Meinem Kommen in den Wolken. Und so ihr ihn hören werdet, wisset ihr, daß das Ende nahe ist. Er ist der Reinsten einer, er ist voller Liebe und Güte und darum Mir innig verbunden, er ist euch Menschen ein Tröster und Freund, ein Befreier aus seelischen Nöten. Er ist hellen Geistes und weiß um das Endgericht, und darum warnet und mahnet er die Menschen in Meinem Namen. Er ist ein Streiter für Mich und Mein Reich und steht in vollster Erkenntnis. Und also weiß er auch, wo die reine Wahrheit vertreten wird, und daher wird er aus den Reihen jener kommen, die Meine Lehre von oben empfangen, und durch seinen Lebenswandel, durch seine Liebe zum Nächsten auch selbst von oben gelehrt sein, weil er noch zuletzt ein Amt vertreten muß Mein Vorläufer zu sein vor Meiner Wiederkunft. Denn es erfüllet sich die Zeit, es erfüllen sich die Weissagungen der Propheten, und also muß auch er kommen, der aus dem Lichtreich zur Erde niedergestiegen ist um Meinetwillen, um Mich anzukündigen den Menschen, die in höchster Not und Bedrängnis sind. Er wird von Mir zeugen, denn seine Stimme ist Meine Stimme, und wer ihn anhöret, der höret Mich an. Doch er wird nicht lange bei euch Menschen verweilen - bevor ihr ihn erkennet, weilet er wohl in eurer Mitte, doch Mein Gegner wird ihn verfolgen und die Menschen wider ihn hetzen. Er wird predigen von der Liebe, die Menschen aber werden ihn anhören im Haß. Sie verfolgen ihn und trachten ihm nach dem Leben. Doch Ich werde ihn zu schützen wissen, bis seine Stunde gekommen ist, denn er muß seine Mission zu Ende führen, er muß Mir ein Wegbereiter sein, er muß die Schar der Meinen aufrichten und sie unterweisen vom baldigen Kommen des Herrn. Und so er auftritt, ist nicht mehr viel Zeit. Seine Worte werden zünden und aus dem Schlafe erwecken die Trägen und Unschlüssigen, denn er ist nur das Sprachrohr für Mich, durch ihn will Ich Mich noch einmal offensichtlich äußern. Und wieder wird er ein Rufer in der Wüste sein, der nur darum wiederkommet, weil Ich am Ende eine starke Kraft benötige, eine Kraft, die von oben kommt, um euch Menschen zu helfen. Doch die Welt wird ihn hassen und alle Mittel anwenden, um ihn unschädlich zu machen, obgleich er nur Gutes tut und redet. Doch die Welt ist in Nacht versunken, und alles Licht ist verlöscht. Darum leuchtet ein helles Licht auf der Erde auf, und alle Lichtträger werden sich Öl holen, auf daß auch ihr Licht wieder heller brenne, das die Weltmenschen zu verlöschen suchen. Und alle, die im rechten Glauben stehen, werden ihn erkennen als den Vorläufer Meiner abermaligen Niederkunft, und sie werden wissen, daß die Zeit erfüllt ist, daß Ich zu erwarten bin und mit Mir das letzte Gericht. Und sie werden sich seine Worte zu Herzen nehmen, denn sie fühlen es, daß Ich es bin, Der durch ihn redet, und daß Ich Selbst Mich ankündige durch ihn, der Mein Bote ist, wie es bestimmt ist seit Ewigkeit. Doch er wird einen schweren Stand haben bei den Menschen, die der Welt huldigen und von seinen Mahnungen und Warnungen nichts hören wollen, die aber sich nicht scheuen, ihm nach dem Leben zu trachten, trotzdem er sich gegen alle Menschen als hilfreich beweiset und auch viele seine Hilfe in Anspruch nehmen. Sie wollen ihn hindern, seine Mission zu beenden, doch nicht eher hole Ich ihn zu Mir in Mein Reich, bis er Mir den Weg bereitet hat, bis er Mein Kommen verkündet hat allen, die Mich zu schauen begehren und deren Glauben er festigt, weil er nur ausspricht, was er von Mir empfängt durch das innere Wort, durch den Geist, der außergewöhnlich in ihm wirket. Amen. B.D. NR. 4878.

 

Buch 55 4879

Erfüllung der Voraussagen durch Seher und Propheten.

14. April 1950. B.D. NR. 4879.

Daß sich Mein Wort erfüllet, werdet ihr sehr bald erfahren, denn die Zeit ist gekommen, von der Ich durch Seher und Propheten kündigte stets und ständig. Sie alle verkündeten Mein Wort, also sprachen sie nur aus, was Ich den Menschen sagen wollte, und da Ich die Propheten als Meine Sprecher benutzte, konnten sie nur das sagen, was Ich Selbst kundgeben wollte. Also ist es auch gewiß, daß diese Kundgaben sich erfüllen müssen, weil Mein Wort Wahrheit ist. Nur ist es den Gläubigen unklar, wann Meine Prophezeiungen in Erfüllung gehen, und darum werden sie auch nicht ernst genommen, weil ein jeder glaubt, daß erst die Zukunft das bringt, was den Menschen schon lange zuvor verkündet wurde. Sie wissen es nicht, wann die Zeit erfüllt ist, nehmen aber auch nicht an, daß sie mitten in dieser Zeit stehen. Sie glauben und glauben doch nicht. Sie weisen es nicht ab, wollen es aber nicht in der Gegenwart wahrhaben, und sie sind darum lau in ihrer Seelenarbeit. Ich aber sage es euch immer wieder, daß ihr euch nicht mehr lange besinnen dürfet, wollet ihr nicht überrascht werden. Ihr seid nur noch ganz kurze Zeit auf dieser Erde, und euch selbst liegt es ob, auch zu den Bewohnern der neuen Erde zu gehören. Denn dann müsset ihr fest und unerschütterlich glauben, daß das Ende nahe ist und euch vorbereiten auf dieses Ende. Ihr müsset leben nach Meinem Willen, dann werdet ihr es an euch selbst erfahren, in welcher Stunde ihr lebet. Dann werdet ihr keine Zeit mehr versäumen, dann wisset ihr auch, welches Schicksal den Menschen bestimmt ist; und auf daß ihr nicht zu den Unglücklichen gehöret, die das Ende fürchten müssen, werdet ihr euch Mir anschließen müssen und allem den Rücken kehren, was Anteil der Welt ist. So ihr aber dahinlebet ohne Glauben, beachtet ihr nur die Welt, und ihr erkennet nicht den Ernst der Stunde. Und dann gehet ihr rettungslos verloren für endlos lange Zeit. Ich kann euch nur warnen vor dem Ende und euch ermahnen zur Liebe, aber Ich kann euch nicht die Erkenntnis und das Wissen zwangsmäßig zuleiten. Und darum seid ihr in größter Gefahr, und das nur, weil ihr nicht glaubet den Worten, die euch durch Seher und Propheten immer wieder verkündet werden, daß das Ende nahe ist. Doch Meine Liebe tritt euch immer wieder in den Weg, um eure Gedanken hinzulenken auf das Ende. Meine Liebe lässet euch schmerzhafte Wege gehen, um euren Blick abzuwenden von der Welt. Meine Liebe spricht zu euch durch Meine Diener, sie will euch erretten, doch sie läßt euch vollste Freiheit. Amen. B.D. NR. 4879.

 

Buch 55 4880

Wichtigkeit der Arbeit für das Reich Gottes.

16. April 1950. B.D. NR. 4880.

Es wird euch ein Zeichen gegeben werden von oben, so eure eigentliche Tätigkeit beginnen soll, denn noch leistet ihr nur Vorarbeit, euch selbst in den Zustand des Wissens zu versetzen und euer Wissen auch denen mitzuteilen, die gleich euch sich rege beteiligen wollen an der Verbreitung der Wahrheit, die selbst wahrheitshungrig sind und darum ringen. Doch eure eigentliche Tätigkeit erstreckt sich auf die Zuwendung des Wortes, das euch von oben gegeben wird, an alle Menschen, die euch in den Weg treten nach der großen Erschütterung, die sie erleben mußten um ihrer Seelen willen. Ich werde noch einmal einen großen Warnruf ertönen lassen, und dieser wird der letzte sein vor dem Ende. Alle, die schlafen, sollen erwachen - ob sie jedoch ihre Augen zur Höhe senden oder weiter mit abgewandtem Blick dahingehen, das ist einem jeden einzelnen selbst überlassen, doch in der letzten Strecke ihres nur noch kurzen Lebens sollet ihr ihnen entgegentreten und ihnen zurufen, daß sie den Weg des Lichtes gehen sollen und nicht noch weiter in der Dunkelheit versinken dürfen. Ihr sollt ihnen das Evangelium verkünden, doch in reinster Form, auf daß sie sich nicht daran stoßen, wie es nun der Fall ist durch die vielen Irrlehren, die den Menschen dargeboten werden als Lehre Christi. Ihr sollt ihnen helfen, den rechten Weg zu finden, ihr sollt ihnen liebevoll die Ursache und den Zweck jeglichen leidvollen Geschehens erklären, ihr sollt sie zu Mir hinweisen, daß sie Verbindung suchen mit Mir, und euch aller annehmen, die in geistiger Not sind, die nicht glauben wollen oder nicht glauben können. Zu ihnen sollet ihr reden, und Ich werde euch beistehen, Ich werde euch die Worte in den Mund legen, auf daß sie ihre Wirkung nicht verfehlen. Diese Arbeit ist so ungeheuer wichtig, daß Ich euch dafür tauglich machen werde und euch auch das volle Verständnis gebe, was ihr tun oder lassen sollet, wo ihr reden oder schweigen sollet und wessen ihr euch ganz besonders annehmen sollet, weil Ich die Herzen aller kenne, die Ich euch zuführe. Diese Zeit liegt noch vor euch, und für diese Arbeit bilde Ich euch heran, darum werdet ihr vorerst in der Stille tätig sein, in kleinem Kreis werdet ihr reden können, um noch immer Arbeiter für Mich anzuwerben, weil Ich derer nicht genug haben kann in kommender Zeit, denn nur kurz wird die Zeit eures Wirkens sein. Und darum soll die Arbeit mit allem Eifer in Angriff genommen werden, auf daß die kurze Zeit voll ausgenützt werde zum Heile der Irrenden und der Lauen, zum Heil der Ungläubigen, die wieder zum Glauben gelangen können, wenn sie nur guten Willens sind. Ich werde euch Selbst rufen, so eure Stunde gekommen ist, und ihr werdet Meinem Ruf gern und freudig folgen. Dann aber sorget euch nicht mehr um irdische Dinge, denn jede irdische Sorge ist hinfällig angesichts dessen, was Ich über die Menschen sende. Dann ist nur die geistige Arbeit von Wert und von Wichtigkeit, denn irdisch könnet ihr euch nichts sichern; nur was Ich will, wird euch bleiben, und das ohne jegliche Sorge eurerseits. Schauet nicht zurück, sondern nur vorwärts, gebt alles freiwillig auf, denn Ich versorge euch mit allem, was ihr benötigt, so ihr für Mich tätig seid. Ich aber will euch und eure Arbeit für Mich und Mein Reich segnen. Ich will Meine Gnade ausschütten, auf daß die Herzen erwachen und aufnahmefähig werden für Mein Wort - auf daß alle Seelen noch gerettet werden, die sich von Mir erretten lassen wollen. Amen. B.D. NR. 4880.

 

Buch 55 4881

Erwerben geistiger Güter. Irdische Tätigkeit. Müßiggang.

18. April 1950. B.D. NR. 4881.

Nichts ist auf Erden bedeutsam, als nur allein die Entwicklung der Seele zur Höhe. Darum soll euch jede irdische Tätigkeit nur dann befriedigen, so gleichzeitig die geistige Arbeit ausgeführt wird, die als notwendigste Tätigkeit niemals außer acht gelassen werden darf, soll das Erdenleben erfolgreich sein. Denn was ihr gewinnet an irdischen Gütern durch Ausübung irdischer Tätigkeit, ist unbeständiger Besitz, der euch wohl irdisches Wohlleben sichern kann, doch auch nur, wenn Mein Wille dies zuläßt. Ihr habt eine Erdenaufgabe zu erfüllen, die euch allein wichtig sein soll - ihr sollt geistig ausreifen. Und die Welt nebst allem, was euch begehrenswert ist, ist nur das Mittel zum Zweck; es sind die Gelegenheiten, an denen ihr ausreifen sollet. Und so muß zwar das irdische Leben gelebt werden inmitten dieser Dinge, die euch reizen und anspornen zu irdischer Tätigkeit, doch es darf nicht Selbstzweck sein, ihr müsset euch bewußt werden und bleiben, daß ihr eine höhere Aufgabe zu erfüllen habt als nur das Vermehren von irdischem Besitz oder das Schaffen körperlicher Behaglichkeit, und erst, so die geistige Arbeit der irdischen vorangesetzt wird, erfüllet ihr den Erdenlebenszweck. Und darum müsset ihr euch stets vor Augen halten, daß es nicht in eurer Macht liegt, euer Erdenleben nur um einen Tag zu verlängern. Ihr müsset ferner stets damit rechnen, abgerufen zu werden, und euch dessen eingedenk sein, daß ihr dann alles irdisch Erworbene zurücklassen müsset und nur das ins Jenseits hinübernehmen dürfet, was ihr euch an geistigen Schätzen erworben habt. Und also ist ein jegliches Ding wertlos, was euch auf Erden begehrlich erscheint, denn es ist Materie, die euch nicht ins geistige Reich folgt, sondern stets und ständig Anteil der Erde ist, die ihr jedoch nur kurze Zeit belebt. Und da ihr niemals wisset, wann eure Zeit abgelaufen ist, so werdet ihr nur dann klug handeln, so ihr einen jeden Tag nützet, um euch geistigen Reichtum zu erwerben. Darum ist geistige Tätigkeit allein Gewinn eintragend, wenngleich ihr auch irdisch eure Pflicht tun sollet und Arbeiten verrichten, die dem Nächsten von Nutzen sind. Einer diene dem anderen - dann ist jede irdische Tätigkeit gleichsam ein Dienst am Nächsten, sowie sie ihm nicht zum Schaden gereicht. Darum darf der Mensch auch nicht müßig sein, ansonsten er seine Lebenskraft nicht nützet und seine Werke der Nächstenliebe nur gering sein werden. Ein müßiger Mensch wird auch keine geistige Arbeit leisten, denn diese setzt ein liebewilliges Herz voraus, und Liebewilligkeit äußert sich immer in einer Weise, daß der Nächste bedacht wird in seinen Bedürfnissen, sei es körperlicher oder seelischer Art. Was der Mensch tut, um den Mitmenschen zu dienen, ist irdische Tätigkeit, die gleichzeitig als geistige Seelenarbeit angerechnet wird, doch irdische Arbeit, die nur eigenen Vorteil erstrebt, die nur in der Ichliebe ihren Anlaß hat, ist wertlos für die Ewigkeit. Es ist nutzlos vergeudete Zeit, die niemals eingeholt werden kann, die außerdem noch einen Rückgang für die Seele bedeutet, daher aber rein weltlich gesehen größte Vorteile erzielt werden, weil der Mensch unter Mithilfe Meines Gegners arbeitet, der ihm irdische Güter zuwendet in größtem Maß. Doch leer und arm geht ein solcher Mensch in das geistige Reich ein nach seinem Tode, denn er muß alles zurücklassen auf der Erde und kann an geistigen Schätzen nichts aufweisen. Sein Leben war zwecklos gelebt, und ein trauriges Los wartet seiner im Jenseits. Amen. B.D. NR. 4881.

 

Buch 55 4882

Ruf zum Wirken. Verbreiten der Wahrheit.

20. April 1950. B.D. NR. 4882.

Wenn euch der Ruf zum Wirken für Mich bewußt werden wird, dann wird sich eurer auch ein innerer Frieden bemächtigen, und ihr werdet unbesorgt alles an euch herantreten lassen in der Erkenntnis, daß alles Mein Wille ist, was über euch kommt. Und dann seid ihr rechte Vertreter Meiner Lehre, dann spüret ihr Mich in eurer Nähe, und euer Denken ist nur noch geistig gerichtet; alles Irdische berührt euch nicht mehr, ihr lebet mit Mir und nicht mehr mit der Welt, und dann wird eure Überzeugungskraft euer Reden erfüllen, und ihr werdet noch Menschen gewinnen für Meine Lehre, die euch zuvor widerstanden haben, denn eure Überzeugung lässet sie nachdenklich werden und ernstlich prüfen. Jede einzelne Seele, die noch dem Tode abgerungen wird, ist ein unschätzbarer Gewinn, für den Ich euch segne, und jede Seele, die noch vor dem Ende zum Leben erwacht, kann sich zu den Erlösten rechnen, für die Ich gestorben bin am Kreuz. Denn auch sie hat den Tod überwunden, sie ist frei jeder Fessel und geht einem seligen Leben entgegen auf der neuen Erde oder im geistigen Reich, so sie noch vor dem Ende der alten Erde abgerufen wird. Das Zuführen der reinen Wahrheit ist eure Aufgabe, denn nur die reine Wahrheit hat auf die Seele die rechte Wirkung, nur die reine Wahrheit kann den Menschen zu geistigem Streben veranlassen, denn nur die Wahrheit gibt ein rechtes Bild von Mir und Meiner Wesenheit und läßt im Menschen den Wunsch erstehen, Mir nahezukommen. Und darum muß die reine Wahrheit ihnen nahegebracht werden, darum empfanget ihr zuvor die Wahrheit von oben, auf daß ihr sie austeilen könnet an eure Mitmenschen, die noch bar jeder Kenntnis sind. Was ihr selbst nun voll und ganz annehmen könnet, das werdet ihr auch überzeugt vertreten können den Mitmenschen gegenüber. Und darum müsset ihr zuvor unterwiesen worden sein, ehe ihr euer Lehramt antreten könnet, ihr müsset selbst um alles wissen, auf daß ihr nun aufklärend wirken könnet bei denen, die noch finsteren Geistes sind. Und daß ihr dazu tauglich seid, dafür werde Ich sorgen, benötige Ich euch doch als Mitarbeiter auf Erden in der letzten Zeit vor dem Ende, weil Ich Selbst den Menschen nicht mehr die Wahrheit bringen kann und daher durch Mittler zu ihnen sprechen muß. Ihr sollet reden an Meiner Statt, und Ich segne einen jeden, der sich Mir zur Verfügung stellt, auf daß Ich wirken kann durch ihn, denn die Menschheit ist in großer geistiger Not und bedarf dringend der Hilfe, weil nur noch kurze Zeit bleibt bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4882.

 

Buch 55 4883

Große Trübsal vor dem Ende.

22. April 1950. B.D. NR. 4883.

In große Trübsal wird die Menschheit kommen, wo es auch sei, wenn die letzte Not anbricht, die dem Ende vorangeht. Jedes Volk wird durch Leid und Bedrängnis gehen, teils durch Menschenwillen veranlaßt, teils durch Natureinflüsse oder Schicksalsbedingte Geschehen, und überall werden die Menschen Gelegenheit haben, sich in den Dienst der Nächstenliebe zu stellen, denn überall, wo Not ist, wird diese gelindert werden können durch liebefähige und liebewillige Menschen. Von Leid werden alle Menschen betroffen werden bis auf die, welche Kraftempfänger von unten sind, d.h., deren Herzen so verhärtet sind, daß sie dem Gegner Gottes verfallen und von ihm bedacht werden in ungewöhnlichem Maß. Der Kontrast zwischen Gut und Böse wird überall stark hervortreten, und also wird auch überall ein Kampf des Geistigen geführt um die Seelen der Menschen, bevor das Ende kommt. Die Endzeit löst daher durch geistigen Einfluß alle Triebe im Menschen aus, sowohl das Gute als auch das Böse wird sich augenfällig bemerkbar machen und daher auch eine Scheidung erkennbar sein, denn die Guten werden sich von den Bösen absondern und doch ständig im Haß verfolgt werden, weshalb die Bedrängnis der guten, also Gott zugewandten Menschen stets größer wird. Es wird eine Not sein in ungewöhnlichem Maß. Und es werden die Worte der Seher und Propheten, die die große Trübsal künden für die Zeit des Endes, überall Anwendung finden, nur wird der Anlaß zur Trübsal nicht überall gleich sein. Doch überall scheiden sich die Geister, und daran ist die Zeit des Endes zu erkennen. Die Erde und das geistige Reich werden das Ziel sein der Bestrebungen der Menschen, und wer die Erde mit ihren Gütern sich zum Ziel setzt, der ist für das geistige Reich verloren, er huldigt der Welt und also dem, der die Welt regieret. Und es wird dies die Überzahl der Menschen sein, deren Blicke nach der Welt gerichtet sind, das geistige Reich aber hat nur wenige Anhänger; es ist nur eine kleine Herde, gemessen an der ganzen Menschheit, die Gott anstrebt bewußt oder unbewußt, die das Gute will und das Böse verabscheut. Darum werden stets die geistig Strebenden in kleiner Anzahl unter den Menschen vertreten sein, sie werden von den Mitmenschen verlacht und verspottet werden anfangs, bis das Teuflische in der Menschheit zum Durchbruch kommet und sich in einer Weise äußert, daß man feindlich vorgehen wird gegen alle, die zu Gott halten und im Glauben standhaft bleiben. Und dann beginnt eine Trübsal, wie sie nie zuvor die Welt erlebt hat. Überall wird das Schlechte die Oberhand gewinnen und das Gute unterdrückt werden, überall wird das Schlechte schwelgen und das Gute Not leiden. Und zuletzt wird auch das Leben derer gefährdet sein, die Gott treu bleiben, und sie werden keinen rechten Schutz haben, denn die Menschen verkehren die Gesetze, das Recht wird nicht mehr anerkannt, und es gilt nur noch die Macht des Stärkeren. Und diese wird bei denen sein, die sich dem Satan verschrieben haben durch ihre Gesinnung. Für ihr zeitliches Leben werden sie von ihm begünstigt sein, denn sie verkauften ihm dafür ihre Seelen, und darum machen sie sich zu Herren über die Schwachen, denen sie, vom Satan getrieben, alles Böse zufügen, denen sie alles entziehen, was sie irdisch benötigen. Die Trübsal wird ein Ausmaß annehmen, daß die Gläubigen außergewöhnliche Kraftzufuhr nötig haben und auch erhalten werden, auf daß sie nicht erliegen im letzten Kampf, der nur kurze Zeit währet, der verkürzet wird um der wenigen Auserwählten willen, auf daß sie nicht schwach werden angesichts der Not in den eigenen Reihen und des Wohllebens in den Reihen des Gegners. Dann wird ihnen Erlösung werden von oben, wie es verkündet ist. Dann wird der Herr Selbst kommen in den Wolken und Rettung bringen allen, die Ihm treu bleiben. Dann hat die Trübsal ein Ende gefunden, und ein neues Leben wird beginnen auf der Erde, und die Gottgetreuen werden ihren Lohn empfangen - wie auch die Kinder des Satans gestraft werden, weil die Gerechtigkeit Gottes ihre Sühne verlangt. Es wird kommen, wie es geschrieben steht. Der Herr nimmt die Seinen zu Sich und versetzt sie in ein Reich des Friedens, Er hält ein strenges Gericht über alle Sünder, und auch sie werden empfangen, was sie verdienen, und die Not auf Erden wird zu Ende sein. Amen. B.D. NR. 4883.

 

Buch 55 4884

Willensfreiheit.

24. April 1950. B.D. NR. 4884.

Die Willensfreiheit ist Erklärung für alles, was dem Menschen unbegreiflich erscheint und was ihn am Wesen Gottes zweifeln lässet. Der noch unvollkommene Mensch nützet seinen freien Willen oft so verkehrt, doch Gott hindert ihn dann nicht am Ausführen dessen, was sein freier Wille vorhat, und gibt sonach gewissermaßen Seine Zustimmung, d.h., Er duldet, was der Mensch in seiner Unvollkommenheit ausführt. Doch Er heißt es nicht gut, selbst wenn Er den Menschen nicht daran hindert. (25.4.1950) Besitzt der Mensch Willensfreiheit, so muß er sein Wollen und Handeln nach unten wie auch nach oben erstrecken können, denn eine Freiheit schaltet jede Beschränkung aus. Mit freiem Willen aber ist der Mensch erschaffen worden, weil dieser ausschlaggebend ist für die Ewigkeit, für das Leben der Seele nach dem Tode. Der freie Wille des Menschen schafft seiner Seele den Zustand im geistigen Reich. Der Wille Gottes wird immer ein Bewegen in göttlicher Ordnung sein, ein Anpassen Seinem Gesetz, das in höchster Vollkommenheit, in Weisheit und Liebe, erlassen wurde, damit die Geschöpfe Gottes diesen Gesetzen entsprechend leben und sich also zu vollkommenen Wesen entwickeln können. Doch ebenso müssen sie diese göttlichen Gesetze übertreten können kraft ihres freien Willens, weil Gott sie vor die Entscheidung stellt. Er beeinflußt den Menschen in keiner Weise wider seinen Willen, sondern fügt Sich sogar dessen Willen ein, indem Er Sich nicht abwendet oder dem Menschen die Kraft entzieht, so dieser seinen Willen verkehrt richtet und etwas ausführen möchte, was dem Willen Gottes völlig widerspricht. Dann zieht Er also Seine Kraft nicht zurück, sondern fügt Sich mit Seinem Willen dem Willen der Menschen ein. Und darum geschehen Dinge, die nicht im Einklang stehen mit der ewigen Gottheit, doch von Seiner Weisheit wird auch dann jegliches Geschehen so in seiner Wirkung bedacht, daß auch diese die Aufwärtsentwicklung der menschlichen Seele begünstigen können. (27.4.1950) Gott tastet den freien Willen des Menschen nicht an, folglich muß Er ihm auch die Möglichkeit geben, sich zu äußern und ihn zur Ausführung bringen zu können. Und dies bedeutet immer die Zuwendung von Kraft zu Werken, die nicht unbedingt mit dem Willen Gottes übereinstimmen. Doch es ersieht die Weisheit Gottes alle Möglichkeiten einer günstigen Auswirkung für die Seele des Menschen; und so kann ein Gott-entgegengerichteter Wille unbeabsichtigt zum geistigen Aufstieg einer Seele beitragen, nur wird dann nicht dieser Aufstieg dem verkehrten Willen des Menschen zugeschrieben, sondern dieser muß sich für diesen verkehrten Willen vor Gott verantworten, wenngleich ein gewisser Segen anderweitig daraus erwachsen ist. Gott lenkt alle Schicksale, Er gibt Seinen Geschöpfen im Stadium als Mensch Willensfreiheit, sie werden immer sich für das Gute entscheiden können und sind niemals genötigt zu Gott-widrigem Handeln, doch wie ihr Wille ist, so ist auch ihr Denken und Handeln, und entsprechend wird auch ihr Los sein im Jenseits und der Grad der Vollkommenheit, der sich aus dem Wirken im Erdenleben ergibt. Amen. B.D. NR. 4884.

 

Buch 55 4885

Verbreitung der Offenbarungen.

29. April 1950. B.D. NR. 4885.

Es ist euch eine bestimmte Zeit gesetzt zum Wirken für Mich und Mein Reich, und diese sollet ihr nach Kräften ausnützen. Was euch von Mir von oben gegeben wird, hat nur dann seinen Wert, wenn es Verbreitung findet, weil Ich nicht zu einem Menschen allein spreche, sondern durch einen Menschen zu allen, die Mich anhören wollen. Diesen muß also Mein Wort nahegebracht werden, und es erfordert das ganzes Einsetzen eurer Kraft und eures Willens. Ich habe allerorten Seher und Propheten erweckt, auf daß die Menschheit Kunde bekomme von dem Ernst der Zeit und dem kommenden Weltgericht. Wenn ihnen Glauben geschenkt wird, dann bereiten sich auch die Menschen vor. Doch niemanden kann Ich zwingen zum Glauben, es ist eine völlig freie Willenssache, weshalb auch von Meiner Seite aus nichts weiter geschehen kann, als immer wieder Mich zu offenbaren denen, die Meine Offenbarungen entgegennehmen können durch ihren Willen und ihren Lebenswandel. Daher werden diese Offenbarungen auch nur von denen anerkannt werden, die wieder selbst einen Lebenswandel in Liebe führen nach Meinem Willen. Diese werden auch wissen, welcher Wert Meinen Offenbarungen zuzumessen ist, und ihr Bestreben wird sein, für die Verbreitung Sorge zu tragen. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Was immer unternommen wird, um Mich und Mein Wirken den Menschen kundzutun, um die Mitmenschen vom ewigen Verderben zu erretten, um ihnen Kenntnis zu geben von dem Unabwendlichen, dem die Menschheit entgegengeht, das segne Ich, und es kann jede Möglichkeit genützet werden, es kann die Verbreitung in vielerlei Weise geschehen, immer wird Mein Segen darauf ruhen, weil es dringend notwendig ist, daß die Menschen Kenntnis nehmen von Meinem Wort, das euch rein und unverbildet aus der Höhe gegeben wird. Nicht umsonst rede Ich durch Meinen Geist zu den Menschen, nicht umsonst erwähle Ich Mir Selbst die geeigneten Menschen, durch die Ich wirken kann im Geist. Ihre Arbeit soll nicht lau und gleichgültig angesehen und behandelt werden, denn immer bin Ich es, Dem ihr Menschen dann eure Gleichgültigkeit beweiset. Wer Mein Wort hat, der soll es weitertragen; wer es empfängt von jenen, der soll gleichfalls damit arbeiten, sowie er es als Mein Wort erkannt hat, und wer es nicht erkennt, der gehöret nicht zu den Meinen, doch er soll darüber nachdenken, denn einst wird von ihm Rechenschaft gefordert werden, wie er sich zu der Gnadengabe eingestellt hat, die Ich ihm nahebrachte. Und so soll jeder Tag genützt werden, kein Tag soll vergehen ohne geistige Arbeit. Dies gilt besonders für die, die sich an der Erlösung irrender Seelen beteiligen wollen. Ihnen wird von Mir aus jede Unterstützung gewährt, die ein Verbreiten der reinen Wahrheit ermöglicht, und darum soll alles im Sinne der Arbeit für Mich und Mein Reich betrachtet werden, was an Meine Diener herantritt, denn Ich führe die Meinen zusammen, auf daß sie vereint wirken können für Mich in der letzten Zeit vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 4885.

 

Buch 55 4886

Geistige Verbundenheit. Frage und Antwort.

29. April 1950. B.D. NR. 4886.

In steter Verbundenheit wirkend werdet ihr, Meine Diener auf Erden, erfolgreich tätig sein. Und darum betrachtet alles als Fügung und unterordnet euch ihr, aber beachtet auch die Stimme eures Herzens, d.h., achtet der Empfindungen, die euer Herz bewegt, so Menschen an euch herantreten, wes Geistes Kind sie sind. Die Kraft der Liebe strahlt über, aber auch böses Sinnen und Trachten oder heuchlerisches Wesen ist nicht ohne Wirkung auf das Herz des Menschen, und darum sollet ihr achten, welche Empfindungen ein Mensch in euch auslöst, der sich euch anzuschließen sucht. Die Bitte um Hilfe sollet ihr keinem abschlagen, doch gemeinsames Wirken setzt geistige Verbundenheit voraus, die stets vorhanden sein wird, wo ein guter Wille ist. Darum ziehet Mich stets zu Rate, und Ich werde euch recht unterweisen, was ihr tun und was ihr lassen sollet. Wer Mich fragt, der wird auch die Antwort in sich vernehmen. Und so werde Ich stets zu denen kommen, die im Willen, Mir zu dienen, sich zusammenfinden, und Ich werde alle ihre Schritte lenken dorthin, wo ihre geistige Arbeit von Erfolg ist. Wer bereit ist, für Mich zu wirken und seinen Mitmenschen zu helfen, der wird stets auf Meine Unterstützung rechnen können, denn er ist von der Liebe getrieben, und also steht er mit Mir in Verbindung und kann nicht anders als richtig handeln. Und darum wird er ohne Bedenken tun, was ihm sein Herz eingibt, denn Ich Selbst spreche durch das Herz zu ihm. Amen. B.D. NR. 4886.

 

Buch 55 4887

Reue der Seelen, die göttliche Gnadengabe ablehnten.

1. Mai 1950. B.D. NR. 4887.

In großer geistiger Not befinden sich die Seelen, denen Ich nahegetreten bin im Wort, das sie nicht annahmen als Stimme des Vaters. Denn die Fähigkeit zum Erkennen haben sie, nur der Wille fehlt ihnen, ernstlich zu prüfen. Doch einmal kommen diese Seelen zur Erkenntnis, und dann ist die Reue übergroß, ein köstliches Gnadengeschenk von Mir nicht ausgewertet zu haben, und ihre Selbstvorwürfe sind Qualen, die nicht zu ermessen sind. Wem nun Meine Gnadengabe angeboten wird, der ist gewissermaßen berufen zu geistiger Tätigkeit, weil Ich um seinen seelischen Reifegrad weiß, dem Ich zur weiteren Höhe verhelfen will. Er ist fähig zum Erkennen, sowie er willig ist, sich in der Wahrheit zu bewegen. Er steht also nun an einem Scheidewege, der ewigen Wahrheit oder der Welt entgegenzugehen, und nun ist es sein eigener Wille, welchen Weg er wählet. Ein Mensch nun, der zwei Wege gehen kann und nun von selbst den falschen Weg geht, muß sich dafür verantworten, und dies empfindet die Seele unbewußt und ist darum in Not, wenngleich der Verstand des Menschen solche Bedenken verjagen möchte. Es sind große geistige Widersprüche, die Seele und Verstand nun austauschen, und selig ist der Mensch, so die Seele den Verstand noch überzeugen kann von seinem Irrtum, ehe es zu spät ist, d.h., ehe die Seele die irdische Hülle verläßt. Doch geht sie in das geistige Reich ein im Zustand der Finsternis, dann brennt das Licht, das ihr Erleuchtung bringen sollte, wie Feuer in ihr, denn das Bewußtsein bleibt ihr auch im Zustand der Unkenntnis, daß sie aus eigener Schuld in der Finsternis weilt, weil sie dem Licht entflohen ist, das ihr Meine Liebe und Gnade anzündete. (1.5.1950) Sie lebt dann in großer Pein, sich sehnend nach dieser großen Gnadengabe, die ihr nicht mehr zugewendet werden kann, so sie einmal verschmäht wurde. Zwar kann ihr von seiten der Lichtwesen geholfen werden, doch sie erscheinen der Seele nicht als Bringer des Lichtes, sondern der freie Wille der Seele wird in anderer Weise auf die Probe gestellt, so daß sie wieder vor einem Scheidewege steht - den Lichtseelen zu folgen, die sich zwar nicht zu erkennen geben, ihr aber helfend beistehen wollen - oder wieder im Starrsinn zu verharren und die Hilfe der Lichtwesen abzulehnen. Wie auf Erden der Mensch nicht gezwungen wird zur Annahme des Lichtes, das von oben zur Erde niederstrahlt, so ist auch im geistigen Reich der Wille der Seelen ausschlaggebend, wie sie sich zu der Hilfe einstellen, die Meine ewige Liebe ihnen immer angedeihen lässet, um sie zur Höhe zu führen. Auf Erden aber haben sie eine übergroße Gnadengabe in Meinem Wort, das ihnen mit Sicherheit die geistige Reife einträgt. Und darum ist es unverantwortlich, Mein Wort, das aus der Höhe ihnen geboten wird, nicht zu beachten und sich also gleichgültig oder völlig negativ dazu einzustellen. Und verständlicherweise muß es eine Seele äußerst bedrücken, wenn sie das sicherste Mittel zur Erreichung des ewigen Lebens unbeachtet gelassen hat und nun in einem bedauernswerten Zustand in den geistigen Sphären weilt, wo Finsternis herrscht und Unseligkeit. Doch es war ihr freier Wille, sie hat sich selbst durch ihren Willen den erbarmungswürdigen Zustand geschaffen und muß ihn nun ertragen oder wieder im freien Willen eine Wandlung anstreben, also jede Gelegenheit nützen, die Meine Liebe und Erbarmung im Jenseits ihr schafft, auf daß sie doch noch zur Höhe schreitet und in das Lichtreich eingehen kann, wenn auch erst nach endlos langer Zeit. Ihr Wille allein bereitet ihr das Los in der Ewigkeit - ihr Wille erweckt die Seele zum Leben, wie er aber auch Anlaß sein kann zum geistigen Tode. Amen. B.D. NR. 4887.

 

Buch 55 4888

Die Toten werden auferstehen. Sündenschuld.

1. Mai 1950 B.D. NR. 4888.

Die Sünde wird offenbar werden am jüngsten Tage. Auch die Toten werden auferstehen in ihren Werken, d.h., die Seelen, die geistig tot sind, werden jede schlechte Tat, jeden bösen Gedanken und Willen, den sie in ihrem Erdenleben aufkommen ließen, wie mit feuriger Schrift geschrieben, zurückblickend erleben, und dann erkennt die Seele ihre eigene Härte und auch, daß sie nicht würdig ist für ein Leben im Lichtreich, weil sie erst dann Gott wohlgefällt, wenn sie sich auf Erden Seinen Wünschen und Anordnungen gefügt hat. (3.5.1950) Die Toten werden auferstehen. Nichts wird verborgen bleiben, Gutes und Böses wird offenbar werden, alles, was der Mensch auf Erden getan und gedacht hat, wird zum Vorschein kommen, und wehe, wessen Taten schlecht waren. Jede Sünde wird ihre Vergeltung finden, sofern sie nicht von Jesus Christus gelöscht worden ist, also dem Menschen schon auf Erden vergeben wurde, der sie in Erkenntnis seiner Schuld zum Kreuz Christi trug und von Ihm Lossprechung erbat. Diese sind erlöst von der Sünde durch Jesu übergroße Liebe und Gnade. Und diese brauchen das letzte Gericht nicht zu fürchten. Doch wie wenige sind derer. Der Glauben an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk ist wahrlich so selten anzutreffen, denn bloße Worte bezeugen ihn noch nicht, solange er nicht lebendig ist durch die Liebe. Also können auch nur die Menschen als erlöst durch Christi Blut gelten, die ein Leben in Liebe führen - die durch die Liebe zu Jesus Christus gefunden haben und sich Ihm in ihrer geistigen Not empfahlen. Denn nur die Liebe erkennt Ihn als Gott und Erlöser der Welt; wer aber die Liebe nicht in sich hat, der spricht nur leere Worte aus, so er seinen Glauben an Jesus Christus bekennet. Wer die Liebe nicht in sich hat, der tritt auch nicht in tiefster Demut vor Ihn hin und bekennt Ihm seine Schuld, denn wer die Liebe nicht in sich hat, der ist noch dem Gegner Gottes verfallen, der gegen Jesus Christus steht und also ein Ihm-Zuwenden im Herzen verhindert. Und darum wird viel Sünde offenbar werden beim letzten Gericht, nur wenige werden zu den durch Jesu Christi Blut Erlösten gehören, und die Sündenschuld der Menschen wird riesengroß sein, wenn die Toten aus den Gräbern erstehen werden zur Rechtfertigung ihres Handelns und Denkens, d.h., wenn die Seelen derer ihre Schuld bekennen müssen, weil nichts mehr geheim bleibt, was einstmals geschehen ist. Alle, die ohne Jesus Christus gestorben sind, alle, die Ihn nicht anerkannten auf Erden und also die Gnaden des Erlösungswerkes nicht in Anspruch nahmen, werden sich verantworten müssen, denn ohne den lebendigen Glauben an Ihn weilen sie noch in tiefster Finsternis im Jenseits, und ob auch endlose Zeiten darüber vergehen. Denn sie können ohne Jesus Christus nicht zur Höhe schreiten, weil sie die Liebe nicht in sich tragen und auch im Jenseits nur durch die Liebe eine Aufwärtsentwicklung möglich ist. Auch im Jenseits haben sie noch die Möglichkeit, Jesus Christus zu erkennen, doch wenige nur wandeln sich in freiem Willen zur Liebe, wenige nur ergreifen Seine rettende Erlöserhand, so Er hinabsteigt zu ihnen, um ihnen emporzuhelfen zu Sich. Ohne Liebe erkennen sie Ihn nicht und lassen sich nicht von Ihm helfen. Denn die Sünde zieht sie hinab und hält sie wie mit Ketten fest in der Tiefe. Einer nur kann sie davon befreien, und diesen Einen erkennen sie nicht in der Blindheit, die Folge der Sündhaftigkeit ist. Das letzte Gericht aber wird die Geister scheiden. Auch dann noch wird die erbarmende Vaterhand Sich den Sündern entgegenstrecken, und wer sie ergreifet und sich emporziehen lässet, der wird gerettet werden vor der Höllenstrafe einer nochmaligen Bannung in der festen Materie der neuen Erde. Die Sünde wird offenbar werden und auch der Wille derer, die gesündigt haben, und diesem Willen entsprechend wird das Los der Seelen sein nach dem letzten Gericht, denn Gott ist ein Gott der Liebe und Erbarmung, aber auch ein Gott der Gerechtigkeit. Amen. B.D. NR. 4888.

 

Buch 55 4889

Hinweis auf das Ende.

4. Mai 1950. B.D. NR. 4889.

Es ist euch nur noch kurze Frist gegeben. Immer wieder sage Ich euch dies, denn euer Glaube ist schwach, und ihr wollet es nicht wahrhaben, daß ihr in der Endzeit lebt und somit an euch Meine Warnungen und Mahnungen gerichtet sind. Ihr sollt es aber glauben, denn von eurem Glauben hängt es ab, wie ihr die letzte Zeit nützet für eure Seele und ihren Aufstieg. Was ihr ohne Glauben tut, das tut ihr nur für die Welt; diese aber wird vergehen, und alle eure Bemühungen werden erfolglos sein, alle Güter werden zerfallen, und es wird euch nichts hinterlassen bleiben, was euch nützet in der Ewigkeit.; nur die Schätze werden euch erhalten bleiben, die ihr geistig euch angesammelt habt. Glaubet ihr nun an ein baldiges Ende, dann werdet ihr nicht mehr schaffen und wirken für diese Welt, für den Körper und seine Bedürfnisse, sondern erst euch um den Zustand eurer Seele sorgen, daß er sich verbessere, und also werdet ihr arbeiten für euer ewiges Leben. Die Welt hält euch von dieser Arbeit zurück, die Welt sucht euch zu fesseln mit irdischen Freuden und Verlockungen aller Art. Und immer hat das Erfüllen irdischer Wünsche ein Nachlassen geistiger Arbeit zur Folge, also Verlust geistiger Schätze, die beständig sind. Darum warne Ich euch vor der Welt. Achtet sie nicht mehr, als es notwendig ist für euer Erdenleben; suchet sie nicht, sondern meidet sie, wo es möglich ist; messet ihr keinen anderen Wert bei, als daß sie das notwendige Mittel ist für euer Ausreifen auf Erden, und lasset sie nicht triumphieren über euch, sondern strebet danach, daß ihr hoch über der Welt stehet. Und ihr werdet es können, sowie ihr den Glauben in euch lebendig werden lasset, daß das Ende nahe ist. Wisset, daß Ich Selbst zu euch rede, euer Gott und Vater von Ewigkeit und wisset, daß ein jedes Wort Wahrheit ist, weil Ich es euch sage. Und darum sorget nur für den heutigen Tag und kümmert euch nicht, was morgen ist, denn es sind unnütze Dinge, die euch Sorgen machen, und nur eins ist wichtig zu nehmen, geistig zu reifen und geistig vorzusorgen für die Ewigkeit. Diese Sorge sollet ihr stets als erste gelten lassen, dann werdet ihr kein Ende zu fürchten brauchen, ihr werdet ihm ruhig und gefaßt entgegensehen und vorbereitet sein auf Mein Kommen am Ende der Zeit, die euch noch gewähret ist zur eigenen Erlösung aus den Fesseln des Satans. Amen. B.D. NR. 4889.

 

Buch 55 4890

Lohn des Liebelebens, seliges Los im Jenseits.

5. Mai 1950. B.D. NR. 4890.

Euch ist ein selig Los beschieden, die ihr Meinen Willen beachtet auf Erden. Ich verlange nichts anderes von euch, als daß ihr euch auf Erden als Kinder eures Vaters im Himmel beweget, daß ihr einander liebet und euch dienet, wie dies rechte Kinder eines Vaters tun. Ein anderes Gebot gebe Ich euch nicht, denn die rechte Liebe schließet alles in sich ein, aus der rechten Liebe geht alles hervor, was zur Vereinigung mit Mir führt. Und daher ist die rechte Liebe das einzige, was ihr auf Erden anstreben sollet. Euer Wesen muß sich zur Liebe gestalten, es muß wieder so werden, wie es einstmals war, als es von Mir, der ewigen Liebe, ausging. Dann könnet ihr auch wieder dort weilen, wo eure wahre Heimat ist, im Lichtreich, in Meiner Nähe und von Meiner Kraft durchflutet, was für euch ewige Seligkeit bedeutet. Ein seliges Los ist euch beschieden, so ihr Meines Willens achtet. Darum machet euch Meinen Willen zu eigen, lebet in Mir und mit Mir, und Mein Wille wird auch der eure sein. In Meinem Willen leben ist alles, was Ich von euch verlange. Wer aber in Meinem Willen lebt, der kann nicht anders als gut sein, und also ist Güte des Herzens auch ein Beweis, daß der Mensch in Meinen Willen eingegangen ist, daß er ein rechtes Kind seines Vaters ist. Und Ich betreue Meine Kinder mit aller Liebe und aller Fürsorge, darum können sie auch ohne Sorge durch das Erdenleben gehen, sowie sie sich als Meine Kinder fühlen und Mir innig verbunden sind durch die Liebe, die den Menschen als Mein Kind kennzeichnet. Seid gut zueinander, stehet euch bei in jeder Not, suchet euch alles Leid fernzuhalten und helfet, wo es nur möglich ist. Beweiset euch als Meine Kinder, und die Liebe eures Vaters wird es euch lohnen ewiglich. Amen. B.D. NR. 4890.

 

Buch 55 4891

Brücke zu Gott - Gebet im Geist und in der Wahrheit.

6. Mai 1950. B.D. NR. 4891.

Die Brücke zu Mir finden die Menschen nicht mehr, und darum befinden sie sich in körperlicher und seelischer Not. Es ist keine Verbindung mehr von ihnen zu Mir, weil sie selbst sich Mir entfremden, weil sie abstreben von Mir und dies immer irdische und geistige Not nach sich zieht, denn erstere ist die Folge und das Mittel, die geistige Not zu beheben. Die Verbindung mit Mir würde den Menschen auch die Kraft sichern, jeder irdischen Not Herr zu werden, doch ohne Mich sind sie unfähig, die Not zu überwinden, ohne Mich sind sie schwach und verlassen. Sie nützen die Brücke nicht, die ihnen Meine Liebe erbaut hat, sie rufen nicht zu Mir, sie beten nicht mehr, und darum kann Ich ihnen nicht zu Hilfe kommen, weil diese Hilfe ihren freien Willen voraussetzt, den sie Mir bekunden durch ein inniges Gebet. Im Gebet schließen sich die Menschen mit Mir zusammen, sowie das Gebet aus dem Herzen zu Mir emporsteigt. Dann haben sie die Brücke benutzt, sie sind zu Mir gekommen und tragen Mir ihre Not vor. Um wie vieles leichter könntet ihr Menschen euch das Erdenleben machen, so ihr zu Mir kommen möchtet im Gebet, Der Ich euch einen sicheren Weg gewiesen habe, auf dem ihr aller Not entrinnen könnet. Und ihr achtet dessen nicht, ihr seid in Not und Elend und betet doch nicht zu Mir, wie es rechte Kinder eines Vaters tun. Ich sehe wohl eure Not, Ich könnte euch auch helfen, doch ohne euren Willen wäre Meine Hilfe kein Liebesbeweis für euch, sondern ihr würdet immer weiter euch von Mir entfernen, je besser es euch geht, und ihr wäret Mir dann auf ewig verloren. Und so muß Ich euren Ruf abwarten, bevor Ich helfend eingreife, wenn Ich euer Seelenheil nicht gänzlich gefährden soll. Wer aber kommt im Gebet zu Mir - wer ist mit Mir so innig verbunden, daß er jederzeit zu Mir spricht und Mir alle seine Nöte vorträgt? Nur sehr wenige sind es, und diese sollen den Mitmenschen einen Beweis geben, daß Einer höret des Rufes, der von der Erde emporsteigt. Und darum müssen auch sie in Not kommen, um Mich um Hilfe anzugehen, und Ich werde ihnen so offensichtlich helfen, daß die Mitmenschen erkennen können, welche Kraft in einem rechten Gebet im Geist und in der Wahrheit liegt, die ein jeder Mensch erwerben kann, weil Meine Liebe unbegrenzt ist und unentwegt gibt. Die rechte Brücke zu Mir ist das Gebet im Geist und in der Wahrheit. Diese Brücke führt sicher zum Ziel; niemals wird ein Mensch vergeblich beten, der in der innigen Verbindung mit Mir eine Bitte äußert, der das rechte Kindesverhältnis zum Vater herstellt und der als Kind auch dem Vater voll vertraut, weil er an Seine Liebe glaubt. Solange die Brücke des Gebetes benützt wird, gibt es keine Not, die zu groß wäre, als daß (nicht, d. Hg.) Abhilfe geschaffen werden könnte. Denn ein gläubiges Gebet vermag alles - es vermag Meine Allmacht und Liebe zu äußerster Tätigkeit anzuregen, weil Ich einen gläubigen Menschen nicht ohne Hilfe lasse, selbst wenn es irdisch unmöglich erscheint. Mir ist alles möglich, und nichts ist unausführbar oder unüberwindlich für Mich. Doch wer diesen Bittgang zu Mir nicht antreten will, wer abseits der Brücke steht und keine Anstalten macht, zu Mir zu gelangen, der wird weiter in seiner Not verharren, auf daß er erkenne, wie schwach und unvermögend er ist, wenn es gilt, sich selbst zu helfen, weil er glaubt, Meine Hilfe entbehren zu können. Es muß der Mensch sein eigenes Unvermögen spüren, auf daß er sich um Hilfe an Den wendet, Der alles kann und alles will, was gut ist, und Dessen Liebe unbegrenzt ist, so daß Er jedem helfen will, Der zu Ihm kommet in seiner Not. Amen. B.D. NR. 4891.

 

Buch 55 4892

Suchet zuerst das Reich Gottes.

7. Mai 1950. B.D. NR. 4892.

Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch zufallen. Vernehmet, was Ich euch zu diesem Ausspruch sagen will: Ihr könnet euch stets auf Meine väterliche Fürsorge verlassen, so ihr nach Meinem Willen lebt. Und Mein Wille ist, daß ihr zuerst an die Bedürfnisse der Seele denkt, bevor ihr die irdische Sorge an euch herantreten lasset. So wie ihr Menschen jedoch zur Zeit eingestellt seid, werdet ihr diesen Meinen Ausspruch nicht gelten lassen, denn euer Glaube ist so klein und schwach, daß es euch unmöglich erscheint, irdisch erhalten zu werden. Denn ihr setzet dies irdische Leben an erste Stelle und denket und schaffet nur für dieses. Ich aber will, daß die Seele zuerst bedacht werden soll, und so ihr diese Bedingung erfüllt, übernehme Ich die irdische Sorge für euch. Es ist dies eine Verheißung, die Ich nicht umsonst gegeben habe zur Zeit Meines Erdenwandels, wußte Ich doch um die immer stärker werdende Begierde nach der Materie und auch um Meine Gegenmittel, die Ich anwenden muß, um die Menschen zu erziehen. Ich muß die irdische Not an sie herantreten lassen, um ihre Gedanken Mir zuzuwenden, und wollte ihnen das sicherste Mittel angeben, der irdischen Not ledig zu werden. Ich stellte also eine Bedingung - Mein Reich zu suchen auf Erden - deren Erfüllen Ich lohnen wollte mit irdischer Fürsorge, auf daß sie völlig unbelastet die Arbeit an ihren Seelen verrichten konnten. Klar und deutlich waren Meine Worte, und so, wie sie lauten, dürfen sie auch ausgelegt werden: Ich übernehme die Sorge um alle körperlichen Bedürfnisse, sowie der Mensch das tut, wozu ihm das Erdenleben gegeben ist, seine Seelenreife erhöhen, sich geistig aufwärtszuentwickeln, also Mein Reich anzustreben mit allem Eifer, um selig zu werden. Wer aber nimmt diese Meine Worte ernst, wer schüttelt jegliche irdische Sorge ab, um sie Mir aufzubürden im vollen Glauben an Meine Hilfe? Es brauchte wahrlich keine Not auf Erden zu sein, so diesen Meinen Worten Glauben geschenkt würde, der das rechte Verhältnis Meiner Geschöpfe zu Mir als ihrem Vater von Ewigkeit beweiset und daher auch die Erfüllung garantiert. Nur wenige haben sich selbst den Beweis geschaffen, nur wenige sind ernstlich bestrebt, Mein Reich zu erwerben, und daher frei von jeder irdischen Sorge, denn für diese wenigen sorge Ich wie ein rechter Vater für seine Kinder - Ich lasse ihnen alles zukommen, wessen sie bedürfen, und in oft wunderbarer Weise fließen diesen Meine Gnadengaben zu, weil Ich niemanden in irdischer Not lasse, der Mir bedingungslos vertraut und Mich und Mein Reich zu erringen suchet. Den anderen aber ist Mein Wort nur eine Redensart; sie nehmen es nicht ernst und werden auch so lange nicht die Erfüllung Meiner Verheißung erfahren, wie sie selbst Mir und Meinem Reich fernstehen, wie sie die irdische Welt mit ihren Gütern zu besitzen trachten und ihrer Seele dabei vergessen. Sie müssen für sich selbst sorgen, denn Ich habe Meine Fürsorge von dem Erfüllen der Bedingung abhängig gemacht, Mein Reich zu suchen und seine Gerechtigkeit. Es wird ein jeder sich selbst überzeugen können von der Wahrheit Meiner Verheißung, sowie er die Sorge um seine Seele allem anderen voranstellt, sowie er Mir zustrebt und darum von Mir mit aller Vaterliebe erfaßt und umsorgt wird. Amen. B.D. NR. 4892.

 

Buch 55 4893

Geistige Wiedergeburt.

9. Mai 1950. B.D. NR. 4893.

Zur geistigen Wiedergeburt will Ich allen verhelfen, die eines guten Willens sind. Denn mit der geistigen Wiedergeburt beginnt erst das ewige Leben, der Zustand der Freiheit und Kraft, der Zustand der Seligkeit. Was noch von der Materie umhüllt ist, was noch in ihren Banden schmachtet, ist unfrei und schwach und verschwendet jegliche Lebenskraft wieder nur zur Vermehrung der Materie. Die Seele aber, die sich von ihr löst, beginnt frei zu werden und in eine andere Sphäre hinüberzugleiten, wenngleich sie noch auf der Erde weilt. Die Seele erkennt ihre wahre Bestimmung und stellt zu Mir, ihrem Vater und Schöpfer von Ewigkeit, ein anderes Verhältnis her, ein Verhältnis, das mehr dem Urverhältnis entspricht, wenn auch noch in primitiver Form. Sie strebt von einem Reich ab, dem anderen Reich zu, sie tritt hinaus in eine Welt, die ihr zuvor fremd war - sie wird neu geboren. Und diese Wiedergeburt vollzieht sich offensichtlich, wenn ein geistiges Streben an Stelle des irdischen Strebens tritt, wenn die Welt mit ihren Anforderungen nicht mehr an erster Stelle steht, sondern nur noch soweit beachtet wird, wie es die Erhaltung des irdischen Leibes erfordert. Geistige Wiedergeburt ist die Folge des innigen gedanklichen Zusammenschlusses mit Mir durch ein rechtes Gebet oder durch Liebeswirken. Ich Selbst werde zur Annäherung an eine solche Seele veranlaßt im Moment, da sie Mich sucht, da sie Mich anstrebt. Denn dann gilt ihr Wille Mir, dann ist schon der Zweck des Erdenlebens erfüllt, eine Willenswandlung hat sich vollzogen, die auch eine Wesenswandlung nach sich zieht, ein Angleichen an Mein Urwesen, das in sich Liebe ist. Die Seele ist hinausgetreten in ein geistiges Leben und beginnt nun ihren geistigen Aufstieg, der mit Sicherheit auch erzielt wird, sowie sie einmal Meine Hand erfaßt hat und sich von Mir ziehen lässet. Um zur geistigen Wiedergeburt zu gelangen, muß also vorerst die Seele das irdische Verlangen begraben haben, sie darf nicht mehr gebunden sein an ihre alte Hülle durch solche Begierden, die das Wohl des Körpers zum Ziel haben; sie muß ohne Bedenken Verzicht leisten können auf das, was die Welt ihr bietet, weil sie nicht in der irdischen und der geistigen Welt zugleich sein kann, der Eintritt in die geistige Welt aber erst dann stattfindet, wenn sie die irdische Welt restlos überwunden hat. Denn es ist das Leben der Seele, nicht das des Körpers, das neu beginnen soll. Der Körper kann wohl noch auf Erden sein, muß sich aber nun dem Willen der Seele fügen, also er wird von ihr bestimmt zum weiteren Erdenleben. Ich will allen verhelfen zur geistigen Wiedergeburt, die eines guten Willens sind. Und Meine Hilfe gilt zunächst dem Menschen in der Weise, daß Ich ihm von der Materie frei zu werden helfe, was zwar oft einen schmerzhaften Eingriff Meinerseits bedeutet, doch immer nur zum Heil der Seele dienen soll, auf daß sie die Materie überwinden lerne, auf daß sie ein neues Leben suche, ein Leben mit unvergänglichen Gütern, auf daß sie dem Reich zustrebe, das ihr wahre Heimat ist, in dem sie frei ist von jeglicher Fessel und voller Licht und Kraft, in dem sie selig sein kann bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4893.

 

Buch 55 4894

Erklärung für göttliche Offenbarungen.

10. Mai 1950. B.D. NR. 4894.

Ihr sollet glauben lernen an ein unmittelbares Einströmen Meiner Kraft in Form Meines Wortes. Dann wird es euch auch verständlich sein, daß Ich in Fällen großer geistiger Not und gleichzeitiger Aufgeschlossenheit eines willigen Menschen Mich offensichtlich kundgebe, indem Ich direkt zu ihm spreche, um durch ihn allen Menschen zu helfen. Es wird euch ferner verständlich sein, daß Meine Liebe auch Mittel und Wege angibt, ihnen aus der geistigen Not herauszuhelfen, daß Ich sie also geistig und mitunter auch irdisch belehre, wenn es die Lage erfordert. Ich habe wohl oft aufnahmewillige Herzen, also Menschen, die Mir in Liebe ergeben sind und Mein Wort vernehmen wollen. Jedoch nur selten vernehmen sie Mein Wort tönend, was einen bestimmten Reifegrad voraussetzt. Durch das tönende Wort kann Ich Mich den Menschen gegenüber äußern, deren Aufgabe eine besondere ist, nämlich den Mitmenschen hohe geistige Führer zu sein. Diesen werde Ich Meinen Willen so klar und verständlich kundgeben können, daß Meine direkte Ansprache keinen Zweifel zuläßt. Ich kann jedoch in dieser Weise nicht mit allen Menschen sprechen, weil sie selbst noch nicht den Reifegrad haben, der ein so offensichtliches Wirken an ihnen zuläßt. Ich trete aber dennoch allen denen im Wort nahe, die Mir ihre Liebe und ihren Willen entgegenbringen und Mich hören wollen. Ich möchte zu allen Menschen sprechen, doch sie leihen Mir nicht ihr Ohr. Daher bedenke Ich die wenigen, die Mich hören wollen, so oft sie Mir ihr Herz, ihr geistiges Ohr, öffnen. Ich gebe ihnen nicht weniger als ersteren, doch sie selbst können nicht alles entgegennehmen, weshalb der Inhalt der Kundgaben verschieden ist, da ein Mensch nur das aufnehmen kann, wofür seine Seele empfänglich ist. Ich habe wohl mit den Empfängern persönlichen Kontakt, wie Ich mit einem jeden Meiner Geschöpfe so innig verbunden bin, daß es Mich vernehmen kann, wann es will. Und so kann er auch Meine Weisungen und Ratschläge entgegennehmen, die er als klare Gedanken empfindet und die seinen Lebenswandel lenken oder beeinflussen können. Es kann aber auch eine geistige Arbeit von ihm verlangt werden, wozu er ebenfalls von Mir angehalten wird und wofür er Anweisungen erhält. Denn die geistige Arbeit, die Beteiligung am Erlösungswerk der vielen irrenden Seelen auf Erden, ist überaus wichtig, und wer sich dafür Mir zur Verfügung stellt, den nehme Ich an als Knecht und weise ihm auch die Arbeit zu. Ich äußere Mich Meinen Kindern gegenüber in mancherlei Weise, und ein jeder kann in anderer Art Meines Wortes gewahr werden, doch immer trete ich in persönlichen Verkehr mit denen, die Verlangen haben nach Meinem Wort, die sich sehnen danach, daß Ich Selbst Mich ihnen gegenüber äußere. Das rechte, tiefe Verlangen nach Mir gewährleistet ihnen auch das Überströmen Meiner Kraft in Form Meines Wortes. Doch nicht immer wird dieses als Mein direktes Einwirken erkannt, sondern als eigene Gedankentätigkeit angesehen, weshalb die Mitmenschen immer wieder in Zweifel fallen ob der Verschiedenheit dessen, was Meinen Kindern als Kundgaben zugeht. Ich teile Mich einem jeden mit, der Mich hören will, und das Verlangen nach Mir wird nicht ungestillt bleiben. Amen. B.D. NR. 4894.

 

Buch 55 4895

Wachet auf, ihr Schläfer.

11. Mai 1950. B.D. NR. 4895.

Wachet auf, ihr Schläfer, und begebet euch an die Arbeit, denn kurz ist der Tag, der euch noch beschieden ist bis zum Ende. Jede träge und nachlässige Arbeit wird sich rächen, und nur, wer fleißig ist und seine Arbeit im rechten Ernst ausführt, dessen Seele wird den Segen empfangen, der ein ewiges Leben bedeutet, während alles dem Tode geweiht ist, was versagt. Wachet auf, ihr Schläfer, und blicket um euch, und ihr werdet die Veränderungen bemerken, die das nahende Ende schon anzeigen. Ihr dürfet nichts als Zufall ansehen, sondern ihr müsset wissen, daß nichts über euch kommt ohne Grund und daß ihr es darum beachten müsset. Gebet euch nicht dem Nichtstun hin, denn es trägt euch nur Verderben ein statt Rettung aus der Not, die nicht abzuleugnen ist, und nur, wer unentwegt tätig ist, kann ihr steuern. Eure Tätigkeit aber soll darin bestehen, daß ihr euch an Wissen bereichert und dieses dann den Mitmenschen weitergebt, daß ihr euch selbst die Fragen vorlegt, die nur Ich euch beantworten kann, und daß ihr Mich darum bittet, euch zu belehren. Und dann werde Ich euch gedanklich die rechte Antwort geben und euch anspornen zur Ausführung dessen, was Ich euch rate durch die Stimme des Herzens - d.h., ein jeder, der guten Willens ist, wird darüber Kenntnis erlangen, was er tun und lassen soll, um der Seele den Frieden zu sichern. Er wird wach sein und bleiben und nicht im Schlaf dem Versucher in die Hände fallen, denn dieser schläft nicht, und er geht ständig darauf aus, Seelen zu fangen in seinen Netzen, die der Mensch nicht sieht und erkennt, der schlaftrunken dahingeht und sicher fallen wird, weil er sich nicht dagegen schützt. Es gibt einen sicheren Weg, zwar schmal und dornig, wo ein Aufstieg ohne Gefahr sicher ist, doch der noch schlaftrunkene Mensch findet ihn nicht, er geht einem Abgrund entgegen und ist in größter Gefahr, wenn er nicht zuvor noch erwacht und nach einem sicheren Weg Umschau hält. Und der Tag ist kurz, bald wird die Nacht hereinbrechen, und wer dann noch nicht den sicheren Weg gefunden hat, der wird verlorengehen, er wird rettungslos in den Abgrund stürzen. Wer die Zeit nicht ausnützet bis zum Ende, der gehört jenen trägen Schläfern an, die ihre Arbeit nicht ernst nehmen und darum am Ende verworfen werden; die nicht zum Ziel gelangen können, weil sie sich nicht mahnen und warnen ließen von Meinen Dienern, die Ich einem jeden in den Weg sende, auf daß sie führen, die einen falschen Weg gehen, auf daß sie niemals hilflos dem Verderben preisgegeben sind, sondern stets sich retten können zu Mir. Amen. B.D. NR. 4895.

 

Buch 55 4896

Göttliche Offenbarungen - Worte der Liebe und der Weisheit.

12. Mai 1950. B.D. NR. 4896.

Ich und Mein Wort ist das gleiche; Mein Wort ist die Ausstrahlung Meiner Selbst, folglich also die gleiche Substanz. Denn wo Mein Wort gehört wird, muß auch Ich sein, weil es unmittelbar von Mir ausgeht. Und so wird Mein Wort immer nur Mich Selbst bezeugen, wo und wie es auch empfangen wird. Darum muß es aber auch stets übereinstimmen, ansonsten es nicht Mein Wort, sondern Menschenwort ist. Die ständige Gegenwart Meiner Selbst garantiert rechtes Denken, also kann auch ein Mensch, der mit Mir verbunden ist durch ein Leben nach Meinem Willen, durch einen Lebenswandel in Liebe, nimmermehr falsch denken, sowie er Mein Wort nicht tönend, sondern gedanklich vernimmt. Diese Voraussetzung müsset ihr vorerst festgestellt haben, um nun zu urteilen über rechte und falsche Propheten, über die Wahrheit dessen, was als Offenbarung von oben vertreten wird. Wo immer Ich Selbst gegenwärtig sein kann durch die Liebe, ist rechtes Denken und rechtes Empfinden garantiert. Ihr Menschen aber könnet oft nicht beurteilen, wieweit ein Mensch in der Liebe steht, und darum fehlt euch auch mitunter die Urteilsfähigkeit für die Wahrheit der Kundgaben, die aus dem geistigen Reich empfangen sein wollen. Was zu Mir hinweiset, Der Ich die ewige Liebe Selbst bin, muß auch von Meinem Liebegeist erfaßt sein; es beweiset das aber noch nicht, daß der Empfänger Meines Wortes in die Weisheit eingedrungen ist. Worte der Liebe vermittle Ich jedem Menschen, der Mir Liebe entgegenbringt und von Mir den Ausdruck Meiner Liebe begehrt. Worte der Weisheit aber setzen das Erfüllen-Sollen einer Mission voraus, Worte der Weisheit werden denen zugeleitet, die eine lehrende Aufgabe haben, die den Mitmenschen das Evangelium bringen sollen. Wo nun Worte der Weisheit vermittelt werden, ist ein bestimmter Reifegrad der Seele erreicht, wie auch die Bedingungen erfüllt worden sind, die an eine belehrende Tätigkeit für Mein Reich geknüpft sind. Der freie Wille der Menschen nun kann sich wohl dieser Weisheit verschließen, sie also als unglaubwürdig ablehnen, wenn sie nicht an die Mission eines Propheten, eines Dieners für Mich und Mein Reich glauben. Der von Meinem Geist Erweckte aber nimmt diese Lehren ohne Zweifel an, und sie ergänzen sein Wissen, seine Erkenntnis, sie steigern seine Liebe zu Mir. Wer aber an Weisheitslehren Anstoß nimmt, dem kann auch sicher die Erweckung des Geistes abgesprochen werden, ansonsten er Mein Wort, also auch Mich als Geber des Wortes, erkennen würde. (14.5.1950) Ich habe eine große Freude an denen, die sich abkehren von der Welt und im Dienst für Mich und Mein Reich ihren Lebensinhalt suchen und finden. Ich werde ihnen immer nahe sein, Ich werde ihren Gedanken die rechte Richtung geben, Ich werde sie nie ohne geistigen Schutz lassen, d.h. ihnen immer Führer aus dem Lichtreich beigesellen, die sie betreuen und davor bewahren fehlzugehen, denn wo gute geistige Kräfte zum Wirken zugelassen sind durch Mir zugewandten Willen, dort ist keine Gefahr, abzusinken in die Tiefe. Alle Kräfte aus dem Lichtreich sind Aufnahmegefäße der Liebekraft aus Mir und also Stationen, über die Meine Kraft auch den Menschen zugeleitet wird. Ob nun also Mein Wort, die offensichtliche Ausstrahlung Meiner Kraft, von Mir direkt entgegengenommen wird oder durch Meine Lichtträger im geistigen Reich den Menschen vermittelt wird, ist für den Wert der Kundgaben ohne Bedeutung, da immer nur Mein Wille bestimmt, und die Lichtträger immer nur Meinen Willen ausführen. Immer ist es der Geistesfunke im Menschen, der Verbindung sucht mit dem Vatergeist von Ewigkeit und der alles Geistige erkennt und als Ausfluß des Vatergeistes entgegennimmt. Unbegrenzt gebe Ich und lasse die Strahlen Meiner ewigen Liebe niederscheinen auf das unvollkommene Geistige, und stets werden Lücken des Erkennens ausgefüllt, stets wird der Mensch so unterwiesen, wie Ich es als segensreich für Seinen Entwicklungsgang ansehe. Sowie nun das Wissen eines Menschen erweitert wird, sowie sich ihm ein Wissen erschließt, das er zuvor nicht besessen hat und das ihm auch nicht von außen zugetragen wurde, ist eine Ausstrahlung Meiner Liebe ersichtlich, und dann kann sich der Mensch auch als von Mir gelehrt betrachten. Er kann wohl gedanklich sein Wissen gewonnen haben, und dennoch war Mein Geist in ihm tätig, der ihn recht denken lehrte und ihn ein Ergebnis finden ließ, das ihn befriedigt, das er also als recht erkennt. Nur muß er - und das ist erste Bedingung - die Fragen, die ihn bewegen, Mir vorlegen. Er muß bewußt Meine Unterstützung erbitten, er muß Mich angehen um Hilfe, um rechtes Denken und volles Verständnis für die Weisheit aus den Himmeln, d.h. für ein Wissen, das außerhalb irdischer Grenzen liegt. Er darf von seiner schwachen Verstandeskraft nicht erwarten, daß sie ihm restlos Aufklärung geben kann, sondern er muß sich gedanklich an den Urheber der Wahrheit wenden, er muß zu Mir kommen, und Ich werde ihn wahrlich nicht in Unkenntnis den Erdenweg gehen lassen, Ich werde ihn belehren in einer Weise, daß er wirklich wissend wird, daß es in ihm licht wird und das geistige Dunkel verjagt ist, denn die Menschen sind Meine Geschöpfe, die Ich zu Meinen Kindern erziehen will und die nur durch die Wahrheit Mich als Vater und Schöpfer von Ewigkeit erkennen können, weshalb Ich alle Menschen in die Wahrheit leite, die sie begehren und die an Mich glauben, ansonsten sie nicht Meine Unterstützung erbitten. Amen. B.D. NR. 4896.

 

Buch 55 4897

Das Reich Gottes ist nahegekommen. Erscheinung des Herrn.

15. Mai 1950. B.D. NR. 4897.

Euch, Meinen Kindern auf Erden, ist das Reich Gottes nahegekommen, machet ihr euch doch vertraut mit allem, was Meine Liebe euch offenbaret. Und also werdet ihr eingeweiht in das Wissen um Meinen Plan von Ewigkeit, um Mein Walten und Wirken im Universum, um Meine immerwährend angewandten Mittel, mit denen Ich Meine Geschöpfe auf ewig für Mich gewinnen will. Ich lasse euch Einblick nehmen in Mein Reich insofern, als daß Ich euch um die Tätigkeit der seligen Geschöpfe wissen lasse, um den Zusammenhang alles Geistigen mit seinem Schöpfer und um den großen Erlösungsplan, der allem zugrunde liegt, was ihr Menschen auf Erden erlebt und erschaut. Also gewinnt ihr eine geistige Erkenntnis, die euch schon zu Anwärtern des geistigen Reiches macht, dessen Herr Ich bin seit Ewigkeit. Daß euch nun Meine Liebe erfaßt hat, könnet ihr glauben, denn Meine Liebe ist ein Strahl hellsten Lichtes, und Licht ist Weisheit. Meine Liebe ist von unvorstellbarer Gewalt, und wer sie erfähret, dessen Seele ist beglückt, spürt sie doch die Wohltat des Lichtes und der Kraft, wenngleich der Körper anfangs noch unbeteiligt daran ist. Doch ein sichtliches Zeichen Meines Liebezustromes ist die zunehmende Erkenntnis, denn sie beweiset den Aufstieg der Seele, die sich nun aus dem irdischen Reich willensmäßig in das geistige Reich versetzen kann, die Mich gesucht und gefunden hat, weil ihre Liebe sie mit Mir verbindet. Und so kann Ich Mich nun euch nahen, und ihr werdet Mich erkennen, wenn Mein Fuß wieder die Erde betritt, wohl auch im Fleisch, doch nicht wie einst geboren. Denn Ich werde so manchem von den Meinen in den Weg treten, wo es die Not erfordert, wo die Meinen arg bedrängt werden und Ich ihnen Hilfe bringen will. Mein Reich ist nahe zu euch gekommen, und also komme Ich Selbst auch euch nahe. Ich weile geistig zwar immer unter euch, doch eure Liebe kann Mich auch veranlassen, Mich euch sichtbar zu nahen, und eure Liebe beweiset ihr Mir, daß ihr an Mich glaubet. Ich weiß es, wie schwer es euch gemacht werden wird, an Mich zu glauben, und darum komme Ich mit Meinem Reich euch so offensichtlich nahe, daß ihr Mich erkennen könnet, weil Ich euren Glauben beweisen und ihn auch lohnen will. Wer an Mich glaubt, der hat die Liebe in sich, die Liebe aber ist Mein. Und so ist auch jeder Mensch Mein, der in der Liebe lebt, und er soll auch Mich besitzen dürfen, wie Ich ihn besitze, er soll Mein Kind sein, wie Ich sein Vater bin. Er ist in Mein Reich aufgenommen, wenngleich sein Körper noch auf Erden weilt, und Ich gebe ihm den Beweis dafür - daß er Mich schauen kann. Die Zeit geht zu Ende, und darum werdet ihr Menschen noch manches erleben, was euch unmöglich erscheint - daß der Vater zu Seinen Kindern kommt und ihnen offensichtlich beisteht und daß Seine Kinder Ihn erkennen werden, weil Er Sich ihnen zu erkennen gibt. Denn Meine Liebe kennt keine Grenzen, und Meiner Kinder Erdenlos am Ende der Tage ist schwer, und so benötigen sie ein volles Maß Meiner Liebe, die als Kraft und Licht ihnen zuströmt, auf daß sie standhaft bleiben im letzten Kampf auf dieser Erde und ausharren bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4897.

 

Buch 55 4898

Gottes Liebe zu Seinen Geschöpfen.

17. Mai 1950. B.D. NR. 4898.

Daß euch Meine Liebe nimmer entzogen wird, ist der Beweis dafür, daß ihr aus Meiner Liebe hervorgegangen seid, die sich ewig nicht verändert. Darum werdet ihr auch immer Meine Liebe spüren können, so ihr selbst es wollet. Doch entfernet ihr euch so weit von Mir, daß ihr nimmer vermöget, Meiner Liebe Kraft zu empfinden, seid ihr doch nicht von Meiner Liebe ausgeschlossen, sondern diese wird immer neue Möglichkeiten schaffen, euch in ihren Stromkreis zurückzuleiten, auf daß ihr teilnehmen könnet an dem Glück, das Meine Liebeausstrahlung für euch bedeutet. Ihr seid Meiner Liebe Kinder. In seiner ganzen Tragweite fasset ihr diesen Ausspruch nicht, weil ihr auf Erden wohl der Liebe Seligkeiten ahnen könnet, jedoch nicht mehr leben könntet, so euch die Fülle Meiner Liebekraft durchfluten würde im Fleischleib. Was aus Meiner Liebe hervorgegangen ist, bleibt ewig Mein Anteil, von dem Ich nichts verlorengehen lasse, weil es innig mit Mir verbunden ist, selbst im Zustand des Abfalles, den wohl das Wesen selbst vollzieht, jedoch von Mir aus niemals stattfinden kann, weil Meine Liebe es hält. Unbegrenzte Seligkeit aber bedeutet eine Liebe erst, wenn sie beide Partner vereinigt, weshalb Ich unausgesetzt um die Liebe Meiner Geschöpfe werbe, um ihnen dieser Liebe Seligkeit bereiten zu können, und Ich Selbst in dieser Liebe Beglückung finde. Doch einmal wird Meine Liebe es erreichen, weil ihre Kraft unvorstellbar ist, nur nicht ungehemmt auf Meine Kinder einwirket, weil Ich will, daß sie freiwillig zu Mir kommen sollen, daß sie freiwillig auch Mir ihre Liebe entgegenbringen, daß sie in Wahrheit Meine Kinder werden, die innige Liebe zum Vater finden lässet. Und weil Ich euch liebe mit unveränderter Kraft, könnet ihr Mir auch vertrauen und alles für möglich halten, was euch sonst unmöglich erscheinet, wenn es euch zum Segen gereicht. Denn weil Ich euch liebe, will Ich euch nichts versagen, was euch selig macht, nur auch nichts gewähren, was zur Unseligkeit beiträgt; Darum stellet es Mir anheim, wie und in welcher Form Ich euch bedenke, solange ihr auf Erden weilet, denn Meine unendliche Liebe bestimmet dies, und Meine Weisheit erkennt es, was für euch dienlich ist. Doch seid immer davon überzeugt, daß ihr Meine Liebe besitzet, daß sie euch betreut und immer nur euer ewiges Heil fördern will; seid überzeugt, daß ihr für Mich ewig Meine Kinder bleibt, die von der Vaterliebe niemals verstoßen werden, weil sie aus Meiner Liebe hervorgegangen sind, die ewig unverändert bleibt. Amen. B.D. NR. 4898.

 

Buch 55 4899

Verkörperung der Lichtwesen. Vorläufer.

18. und 19. Mai 1950. B.D. NR. 4899.

Ich leite das Evangelium zur Erde, und so ihr es empfanget von oben, ist es rein und unverfälscht durch menschlichen Willen. Ich weiß, daß es notwendig ist, da unzählige Menschen Mich nicht finden können, weil sie nicht mehr in der Wahrheit unterrichtet sind. Und darum verkörpere Ich Mich Selbst im Geiste derer, die Mir dienen wollen. Daß diesen nun die Wahrheit in reinster Form zugeht, ist eine von Meiner Liebe und Weisheit längst erkannte Notwendigkeit, die allein schon Mich veranlassen wird, den Empfänger der Wahrheit von oben zu schützen gegen den Einfluß unreiner Geister, die sein Denken verwirren und das Zuführen der Wahrheit unterbinden möchten. Wer also Empfänger ist Meines Evangeliums, das Ich Selbst auf Erden lehrte und das zu verbreiten Ich nun wieder Meine Diener auf Erden beauftrage, der kann in vollster Gewißheit sein, daß er in der Wahrheit steht, daß er als Mein Apostel der Endzeit die Mitmenschen belehren kann, ohne fürchten zu müssen, daß sich Irrtum seinen Belehrungen beimischen könnte. Und in dieser Gewißheit soll er einwirken auf alle, die ihm in den Weg treten, er soll sich als Sprecher fühlen für Mich und in Meinem Auftrag stets das vertreten, was er von Mir Selbst empfangen hat und sich als Empfindung in ihm äußert, weil dies die reine Wahrheit ist. Viele Lichtwesen sind zur Zeit verkörpert auf Erden, weil die große geistige Not außergewöhnliche Hilfe erfordert, die nur von Wesen des Lichtes geleistet werden kann. Solche Lichtseelen sind zumeist geistige Führer, d.h., sie stehen durch einen Lebenswandel nach Meinem Willen in naher Verbindung mit Mir und können also Meine Unterweisungen direkt entgegennehmen und den Menschen vermitteln. Es stehen solche Lichtwesen in einem Reifegrad, der ein Absinken zur Tiefe unmöglich macht, weshalb sie aber auch stets in größter Demut und Selbstlosigkeit durch das Erdenleben gehen und nur Mein Reich den Menschen zu bringen trachten, ohne selbst einen anderen Nutzen ziehen zu wollen, als Mir zu dienen und den Menschen zu helfen. Darum kann ein solches von Mir zur Erde gesandtes Lichtwesen sich auch mehrmals verkörpern, wenn es der geistige Tiefstand der Menschen nötig macht. Immer aber sind diese Verkörperungen dann restloses Dienen bis zum Ende, denn Mein Wille ist in diesen Wesen vorherrschend, weil sie sich freiwillig Mir schon unterstellt haben und diesen Reifegrad auf Erden auch nicht mehr einbüßen können. Niemals werden niedrige Geister über ein solches als Mensch verkörpertes Wesen Macht haben, und niemals wird dieses ihrem schlechten Einfluß unterliegen. Es kann also niemals ein schon vollendeter Geist auf Erden fallen, d.h. seine Mission nicht erfüllen. Es kann nur eine solche Mission vor den Augen der Menschen als abgebrochen erscheinen durch plötzlichen Abruf ins geistige Reich oder menschlich feindliche Maßnahmen, die das irdische Leben vorzeitig beenden. Doch auch darum weiß Ich seit Ewigkeit und greife nicht mit Meiner Macht ein, um den Willen der Menschen nicht unfrei zu machen. Das Erlösungswerk wird aber dennoch zu Ende geführt, und es wird alles so kommen, wie es in Meinem ewigen Heilsplan bestimmt ist. Es werden auch die vollkommensten Geister aus den Himmeln sich zeitweilig verkörpern, um einen geistigen Aufstieg unter den Menschen zu erzielen, weil ohne solche Hilfe letztere zu schwach sind zum Widerstand. Und dann werden auferstehen auch die Toten aus ihren Gräbern, d.h., die im Geist völlig Blinden können durch einen helleuchtenden Blitzstrahl von oben erweckt und sehend werden. Doch dann wird die Zeit sein vor dem Ende, wo auch Mein Wiederkommen zu erwarten ist, das angekündigt wurde durch Seher und Propheten stets und ständig. Und vor Mir wird das größte Licht auf Erden leuchten im schlichtesten Gewande. Es wird noch einmal künden von Mir, wie er es getan hat vor Meinem Auftreten im Fleisch auf dieser Erde, vor Meinem Lehrgang zu den Menschen, denen Ich das Evangelium bringen wollte. Er war Mein Vorläufer und wird es auch nun wieder sein. Und ihr Menschen werdet ihn an seinen Reden erkennen, wählet er doch die gleichen Worte und zeuget von Mir, wie er es einstmals getan hat. Sein Geist kommt nur zur Erde, um das Gesetz zu erfüllen, demnach er Mir vorangehen muß in vollster Erkenntnis seiner Herkunft und seiner Aufgabe. Er durchschaut alles und weiß auch um sein irdisches Los, dem er sich aber nicht entzieht, weil auch das zum Erlösungswerk gehört, an dem er sich beteiligt aus Liebe zu dem Unerlösten. Er weiß es, daß mit seinem Tode erst die Mission erfüllt ist, und er hat kein anderes Verlangen mehr als die endgültige Vereinigung mit Mir, seinem Herrn und Meister, seinem Freund und Bruder, seinem Vater von Ewigkeit. Und so er in Erscheinung tritt, ist das Ende nahe, denn Ich folge ihm bald und mache Meine Ankündigungen wahr. Mein Wiederkommen aber ist der letzte Akt vor der gänzlichen Zerstörung der Erde mit allem, was lebt. Dann erfüllet sich, wie es geschrieben steht. Es wird ein neuer Himmel und eine neue Erde erstehen, wo Ich mitten unter den Meinen bin, wo nur ein Hirt und eine Herde sein wird, weil alle, die leben, mit Mir verbunden sind und Mein Verweilen unter sich zulassen, weil alle Menschen auf der neuen Erde Meine Kinder sind, zu denen Ich Selbst als Vater komme, um ihnen zu geben, was sie selig macht. Amen. B.D. NR. 4899.

 

Buch 55 4900

Vergeltungs- und Rettungswerk. Geistige Not.

20. Mai 1950. B.D. NR. 4900.

Es ist eine Zeit äußerster Wirrnisse, eine Zeit tiefster geistiger Dunkelheit; es ist ein Zustand unter den Menschen, der weit anders ist, als er sein soll. Die Menschen sind nur mit der Materie verbunden und leben auch entsprechend, denn sie achten nicht Meiner Gebote, so sie nur irdischen Besitz erlangen können. Sie lassen sich beherrschen von Trieben, die sichtlich das Einwirken von unten sind; sie streben nicht mehr nach oben, sondern sind viel mehr den Kräften der Unterwelt zugewandt, von denen sie Erfüllung der irdischen Wünsche und Begierden erlangen. Die geistige Not ist groß - so groß, daß sie abgebrochen werden muß auf gewaltsame Weise, damit den Menschen ein noch tieferes Absinken unmöglich wird. Dies ist die eigentliche Ursache des bevorstehenden Vernichtungswerkes der Erde - das Geistige, das zur Zeit als Mensch verkörpert ist, seiner jetzigen Form zu entkleiden und ihm eine neue Hülle zu geben, wo nicht mehr ein Abstieg erfolgen kann, sondern ein Aufstieg erzielt werden muß. Es ist das letzte Ende dieser Erde gleichzeitig ein Vergeltungs- wie auch ein Rettungswerk, unverständlich dem, dessen Geisteszustand ein tiefes Wissen um Meinen Heilsplan ausschaltet. Doch es ist das Ende - auch als Rettungswerk angesehen - überaus bedeutsam für die Menschen, die es erleben. Denn die Neubannung in der festen Materie ist ein qualvoller Zustand, daß Ich alle Menschen davor bewahren möchte, den Gang durch die gesamte Schöpfung noch einmal gehen zu müssen. Was noch frei ist, wird wieder gebunden, was kraftvoll ist, wird völlig kraftlos sein, was frei denken und wollen kann, wird dann im Mußzustand ausführen, was Ich will; Finsternis wird um das Wesenhafte sein, endlose Zeiten hindurch, bis es wieder zum freien Willenszustand hinaufrückt, um sich nun wieder frei entscheiden zu können. Es wird die Neubannung eine unsagbare Qual sein für das Geistige, das noch frei auf dieser Erde dahinwandelt. Wüßten die Menschen um den erbarmungswürdigen Zustand, dem sie entgegengehen, sie würden wahrlich vor Angst ihren Lebenswandel ändern, doch es wäre das eine Wesenswandlung im Zwang, doch ohne Wert für die Ewigkeit. Es müssen die Menschen ihren Weg gehen in eigenem Willen. Sie können wohl gemahnt und gewarnt werden, es kann ihnen das kommende Gericht vorgestellt werden, doch immer in Form von Voraussagen, die sie glauben können und auch nicht. Was sich nun aber abspielt am Ende dieser Erde, ist dem Menschen unvorstellbar, doch es ist etwas so Gewaltiges, daß Menschenverstand sich keine Erklärung geben könnte für Vorgänge, die völlig Natur-widrig sind. Doch es ist ein Schauspiel, das nur die Meinen, von Meinem Geist Erweckten, verfolgen können, die dadurch keinen Schaden an ihren Seelen nehmen können. Die übrige Menschheit aber ist in ihrem Entsetzen unfähig, die Eindrücke verstandesmäßig zu verarbeiten, denn sie sieht nur den Tod vor Augen, der auch ihr Los ist - geistig und irdisch. Es sind die größten Kontraste, die am Ende dieser Erde in Erscheinung treten - höchstes Glück, Jubel und Freude über Mein Kommen zur Erde für die Meinen, die nur strahlendes Licht sehen und frei sind von aller Not - und größtes Entsetzen, Todesangst, Finsternis und grauenhafte Vorgänge mit der unleugbaren Aussicht völliger Vernichtung. Es ist euch Menschen noch eine Frist gegeben, in der ihr den Ausgang für euch Menschen selbst bestimmen könnet; es werden euch ständig Gnadengaben zugeleitet, durch die ihr sehend werden könnet, die ihr dazu willig seid. Ihr werdet von allen Seiten darauf aufmerksam gemacht, daß sich Ungewöhnliches vorbereitet, ihr werdet durch Erscheinungen aller Art auf das Ende hingewiesen; Ich offenbare Mich in mancherlei Weise, auf daß ihr nachdenket und eure Seelenarbeit in Angriff nehmet; Ich strecke euch ständig Meine Hände entgegen, um euch zur Höhe zu verhelfen. Aber Ich lasse euch freien Willen. Nützet ihn in der rechten Weise, und achtet der Ankündigungen von Sehern und Propheten. Unwiderruflich kommt die Zeit, wo alles in Erfüllung geht. Darum sorget, daß ihr zu jenen gehört, die den Tag nicht zu fürchten brauchen, für die er ein Tag des Jubels und der Seligkeit sein wird, wie Ich es verheißen habe. Amen. B.D. NR. 4900.

 

Buch 55 4901

Überwinden der Materie.

21. Mai 1950. B.D. NR. 4901.

Die Güter dieser Welt verlieren an Wert, sowie das geistige Reich sein Füllhorn geöffnet hat und es über den Menschen ausschüttet. Darum werdet ihr stets erkennen können, wer mit dem geistigen Reich in Verbindung steht, sei es bewußt oder unbewußt durch einen Gott-gefälligen Lebenswandel, denn ihm bedeutet die Welt nicht viel. Doch deren sind nur wenige, die Überzahl der Menschen sind von der Materie festgehalten und haben selbst keinen Willen, sich von ihr zu lösen, der ihnen auch Kraft dazu geben würde. Die Materie übt eine immer stärkere Anziehungskraft aus auf die Bewohner der Erde, je mehr es dem Ende zugeht. Die Materie zieht den Menschen herab, darum steht er in größter Gefahr, und so ihm geholfen werden soll, ist es nur so möglich, daß ihm die Materie genommen wird durch göttlichen Willen. Er muß zwangsweise von der Materie frei werden, um nun noch aus freiem Willen Verzicht leisten zu können oder die Materie wieder mit allen Sinnen zu begehren und sie wiederzugewinnen trachten. Dann hat er die Hilfe abgelehnt, sein Streben geht offensichtlich nach unten - die Materie wird sein Verderben. Dann wird ihm zuteil, wonach sein Verlangen steht, doch in anderer Weise. Er gewinnt nicht irdische Güter, sondern er wird selbst zu dem, was er begehrt - (22.5.1950) zur härtesten Materie, die zu überwinden wieder endlose Zeiten erfordert. Solange er aber auf Erden weilt, hat er die Möglichkeit, sich frei zu machen von ihr, sowie nur seine Gedanken die Willensrichtung einschlagen zum geistigen Reich. Denn ist er einmal von dessen Ausstrahlung berührt, dann beginnt die Liebe zur Materie nachzulassen, die Seele empfindet die Wohltat der geistigen Strahlen und gibt sich ihnen mehr und mehr hin. Eine Berührung aus dem geistigen Reich findet schon statt, wenn der Mensch aufmerket, so ihm das göttliche Wort vermittelt wird. Ein bloßes Anhören mit dem leiblichen Ohr hat zwar noch keine Wirkung, es muß das Herz des Menschen sich ihm öffnen und Herz und Verstand das Vernommene verarbeiten; dann beginnen die geistigen Lichtstrahlen zu wirken und sich als Gegengewicht der Materie herauszustellen. Die Zeit bis zum Ende ist nur noch kurz, und doch genügt sie zur Wandlung des Willens eines Menschen, denn bei gutem Willen kann der Einfluß aus dem geistigen Reich binnen kurzer Zeit eine Änderung des Denkens zuwege bringen, was ersichtlich ist an dem verringerten Verlangen nach der Welt und ihren Freuden, nach irdischem Besitz und Ehre und Ruhm. Ein geistig strebender Mensch zieht sich zurück von der Welt, er beginnt in sein Inneres Einkehr zu halten, er lebt wohl noch in der materiellen Welt, doch wenig von ihr berührt, und darum kann die geistige Welt erfolgreich auf ihn einwirken, denn sie teilt im gleichen Maß aus, was an irdischem Gut hingegeben wird, nur daß sie Güter gibt von unvergänglichem Wert, die der Seele verhelfen zum ewigen Leben. Die Welt muß geopfert werden, um geistiges Gut empfangen zu können; doch wo die Augen noch auf irdische Materie, auf die Welt mit ihren Freuden, gerichtet sind, kann schwerlich geistiges Gut hingeleitet werden. Wüßtet ihr Menschen aber, wie kurz noch euer irdisches Dasein ist und daß ihr, die ihr die Welt begehret, dann alles verlieret, was ihr jetzt anstrebt, ihr würdet gern und freudig euch einen Reichtum sammeln, der Bestand hat für die Ewigkeit. Doch volles Wissen kann euch nicht gewährt werden, d.h., es wird euch zwar gesagt, daß es so ist, doch zum Glauben daran werdet ihr nicht gezwungen, weil ihr euch frei entschließen sollet zur Hingabe der Materie, um geistiges Gut einzutauschen. Ihr müsset mitten in der Welt stehen und sie verachten lernen, ihr müsset alles zur Verfügung haben und freiwillig darauf verzichten, ihr müsset euer Herz davon lösen, wenngleich ihr irdisch mit vielen Gütern gesegnet seid, ihr müsset opfern von dem, was euch lieb ist, an den Mitmenschen, der in Not ist. Dann erhaltet ihr alles, was ihr hingebt, zurück in unvergänglicher Form; es geht euch aus dem geistigen Reich ein Schatz zu, der euch unsagbar bereichert und den zu verlieren ihr niemals zu fürchten brauchet. Denn diesen Schatz nehmet ihr mit hinüber in das geistige Reich, so das Ende gekommen ist oder ihr vorzeitig abberufen werdet in die Ewigkeit. Löset euch von der Materie, gebet sie freiwillig hin und wandelt euer Begehren, solange noch Zeit ist, auf daß ihr das Ende nicht zu fürchten brauchet, das Verfall alles dessen bringt, was euch noch als Materie umgibt. Sammelt euch geistige Güter, die nicht vergehen, wenn auch die ganze Erde vergeht, um wieder neu gestaltet zu werden. Amen. B.D. NR. 4901.

 

Buch 55 4902

Nützen der Kraft des göttlichen Wortes.

23. Mai 1950. B.D. NR. 4902.

Stärket euch ständig mit Meinem Wort, das euch Labsal sein wird in Zeiten tiefster Not, wie es aber auch zuvor schon euch Kraft und Stärkung einträgt für euren Willen und euren Glauben. Bedenket, daß Mein Wort eine direkte Zuwendung von Mir an euch ist und daß Meine Gabe wahrlich von größter Wirksamkeit sein muß; bedenket ferner, daß Ich Selbst mit Meinem Wort bei euch bin, daß ihr die ewige Liebe Selbst aufnehmet in euer Herz, so ihr Mein Wort entgegennehmet. Die Kraft Meines Wortes nützet ihr viel zu wenig, ansonsten ihr niemals schwach und mutlos sein könntet, ansonsten euch keine Sorge drücken würde und ihr stets froh und heiter euren Erdenweg gehen könntet. Ihr gebt euch viel zu wenig der Wirkung Meines Wortes hin, ihr vertiefet euch nicht genug in den Sinn des Wortes und schweifet mit euren Gedanken zu oft in die irdische Welt ab, die euch keineswegs zu ängstigen brauchte, so ihr nur euren Glauben festigen würdet, wozu euch Mein Wort verhilft. Versenket euch des öfteren in Mein Wort, und lasset Mich also zu euch sprechen in jeder Notlage eures Lebens, in frohen wie in trüben Stunden. Mein Wort strahlt eine Kraft aus in euch, die euch alles ertragen oder schwach empfinden lässet, was euch drückt. Machet euer Herz stets aufnahmebereit für Mich, Der Ich im Wort zu euch kommen will, um euch zu stärken und zu trösten. Ständig will Ich mit Meiner Liebe bei euch sein, doch so ihr Mir die Tür eures Herzens verschließet, indem ihr euch der Welt zuwendet, werdet ihr auch schwach sein und bleiben, weil von der Welt keine Kraft ausströmt, die eure Seele erquicket. Mein Wort allein ist Speise und Trank für eure Seele, Mein Wort ist die rechte Nahrung, die ihr ständig der Seele zuführen sollet, wollet ihr auch Mich mit dem Wort in euch aufnehmen. Mein Wort aufnehmen heißt aber nicht, es nur zu lesen oder mit den Ohren entgegenzunehmen, denn dann werdet ihr keine Kraft verspüren, dann wird es unwirksam bleiben, denn dann sind es nur leere Buchstaben, in denen Ich niemals sein kann. Verbindet euch in Gedanken innig mit Mir und begehret Mich zu hören, und dann lasset Mich zu euch sprechen, und ihr werdet Meine Gegenwart spüren an der Kraft, die euch mit jedem Wort von Mir zuströmt. Ihr werdet es fühlen, daß Ich zu euch rede, und glücklich sein, denn das Bewußtsein Meiner Gegenwart erfüllt euch mit Ruhe und Frieden, mit einer inneren Glückseligkeit, die euch alles ertragen lässet, was um eurer Seele und auch um der Mitmenschen willen über euch zugelassen ist. Versenket euch in Mein Wort, und die Wirkung Meines Wortes wird nicht ausbleiben. Amen. B.D. NR. 4902.

 

Buch 55 4903

Merkmale der rechten Diener Gottes.

24. Mai 1950. B.D. NR. 4903.

Wer den Mitmenschen das Evangelium verkündet, wer ihnen zur Wahrheit verhilft, zum rechten Erkennen dessen, was des Menschen Bestimmung ist, der wird wahrlich nicht ohne Meine Hilfe bleiben, denn sein Denken und Handeln findet Meine Zustimmung, und seine Tätigkeit segne Ich. Nur muß ihn selbstlose Liebe dazu veranlassen, Liebe zu Mir und zu den Mitmenschen, die er in geistiger Not weiß. Sind andere Motive bestimmend, ist Eigenliebe Anlaß zu einer Tätigkeit für Mein Reich, dann kann er sich nicht als rechter Diener Gottes fühlen, dann ist er nur ein weltlicher Diener, er übt einen Beruf aus, der genau so bewertet wird, wie jeder andere weltliche Beruf, dann ist er nicht ernstlich für Mich und Mein Reich tätig, sondern er dienet sich selbst, die Ichliebe hat ihn zu seinem Beruf gedrängt. und entsprechend ist auch Meine Unterstützung. Und also bewerte Ich geistige Tätigkeit nach dem Willen des Menschen, denn Ich sehe in die Herzen derer, die Mir dienen wollen. Wo der ernste Wille vorhanden ist, ist auch die Einstellung zu Mir die rechte, und sonach auch das Gebet. Sowie ein Mensch mit Mir spricht wie ein Kind mit seinem Vater, ist er mit Mir verbunden und schöpfet unentwegt Kraft aus Mir. Und dann wird das Verlangen in ihm erwachen, sich dem Mitmenschen mitzuteilen, er wird die Kraft verwenden wollen und austeilen, er wird das Wissen, das er von Mir empfängt, weiterleiten wollen, und also wird er von selbst Mein Diener werden, weil er Meinen Willen erkennt und ihn erfüllen will. Und nun kann Ich ihn ganz erfassen und alle seine Gedanken lenken, weil er sich Mir durch seinen Willen übergeben hat, weil er jeglichen Widerstand gegen Mich aufgegeben hat durch das Herstellen des rechten Verhältnisses zu Mir, seinem Schöpfer und Vater von Ewigkeit. So aber muß ein rechter Diener von Mir beschaffen sein, gänzlich Mir ergeben und in sich auf Meine Stimme horchend. Dann erst taugt er dazu, als Mein Vertreter auf Erden Mein Evangelium zu künden den Kindern der Welt, die er Mir zuwenden will. Er vermittelt ihnen die Wahrheit, die er selbst erkannt hat, die Ich ihm Selbst zuführe gedanklich oder durch das innere Wort. Wer Mich in Jesus als Vater anrufet, dessen Denken wird auch recht sein, weil Ich es nimmer zulasse, daß er im Irrtum wandle, so er sich Mir zugewandt hat. Denn sowie er Mir zustrebt, ist auch der Bann gebrochen, der einstige Sturz in die Tiefe und seine Folgen sind gesühnt und durch das bewußte Streben zu Mir endgültig vergeben. Meine Liebe hat das Gefallene emporgehoben, weil sie keinen Widerstand mehr fand, und das Wesen ist wieder in vollster Erkenntnis der Wahrheit und darum auch fähig, den Mitmenschen die Wahrheit zu künden, die er nun in den gleichen Zustand versetzen möchte, in Mir den Vater zu erkennen und Mir zu dienen. Diese sind Meine rechten Diener, die Ich segne und denen Ich beistehe stets und ständig, wenn die Liebe zu den Mitmenschen sie antreibt, für Mich zu wirken auf Erden. Und ihnen werde Ich Kraft geben zum Wirken, auf daß die geistige Not verringert werde bei denen, die guten Willens sind. Amen. B.D. NR. 4903.

 

Buch 55 4904

Mahnung zur Standhaftigkeit im Glauben.

24. Mai 1950. B.D. NR. 4904.

Es wird euch alles vergolten werden, was ihr um Meinetwillen erdulden müsset. Darum bleibet standhaft, und denket stets daran, daß euch wohl der Leib genommen werden kann, nicht aber die Seele; daß man wohl den Leib töten kann, die Seele aber keinen Tod erduldet durch ihre Feinde. Bleibet standhaft im Glauben an Mich als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, denn diesen Glauben will man euch nehmen, man wird das Wissen um Mich und Mein Erlösungswerk unterbinden, man will Mich verdrängen aus den Gedanken der Menschen und dies durch brutale Maßnahmen erreichen, die sehr geeignet sind, die Schwachgläubigen wankend zu machen. Doch dann vertrauet auf Mich, Der Ich euch beistehe in jeder irdischen Not und euch auch gegen jene Maßnahmen schützen kann, so Ich es für gut halte. Stärket euren Glauben, lasset ihn zu jener Festigkeit werden, daß ihr über allem steht, was euch die Welt antun will. Gedenket Meiner Worte: Ich will euch alles vergelten, was ihr um Meinetwillen leiden müsset. So euer Glaube stark ist, berühren euch die Maßnahmen der irdischen Machthaber nicht, sie schrecken euch nicht, weil ihr in Mir euren Herrn erkennet, Der Seine Diener schützet - weil ihr euren Vater in Mir sehet, Der Seine Kinder in Liebe umsorgt und sie hütet vor dem Feind der Seele. Die Welt wird euch arg bedrängen auf Antrieb dessen, doch ihr könnet ihr widerstehen, so ihr euch nur Mir anschließet, so ihr Mich in dem Kampf wider den Feind heranzieht, Der Ich wahrlich an eurer Seite kämpfe, um euch den Sieg zu erringen über ihn. Ihr dürfet euch nicht fürchten vor ihm und müsset offen Mich und Meinen Namen bekennen, ihr dürfet nicht schweigen, denn ihr sollt reden, wo man Mich totschweigen will. Ich brauche euch, auf daß ihr von Mir zeuget, wenn sich die Menschen fürchten, Mich zu bekennen. Dann sollet ihr laut verkünden Mein Wirken an und in euch, dann sollet ihr ihnen den Beweis liefern, was die Glaubensstärke vermag, ihr sollt nicht bangen um euer Leben, das keinen Wert hat, so ihr die Seele verkaufet, sondern ihr sollt auch bereit sein, euer Leben hinzugeben, und es eintauschen gegen ein weit herrlicheres Leben im geistigen Reich. Doch erst, wo es Mein Wille ist, werdet ihr abgerufen, denn gegen Meinen Willen wird man euch kein Leid zufügen können. Und darum rufe Ich euch zu: Haltet aus und bleibet standhaft bis zum Ende, glaubet an Meine Verheißung, daß Ich komme in der größten Not, um euch zu erretten und euch hinwegzuholen aus der Stätte des Verderbens, aus dem Reiche der Teufel. Erwartet Mich und banget nicht, denn es erfüllet sich Mein Wort, so es an der Zeit ist. Und Ich lasse die Meinen wahrlich nicht in die Hände Meines Gegners fallen. Ich komme, sie zu holen in ein Reich des Friedens, und selig werden sein, die stark sind und ausharren bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4904.

 

Buch 55 4905

Ich will Meinen Geist ausgießen über alles Fleisch.

Pfingsten 28. Mai 1950. B.D. NR. 4905.

Ich will Meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und Knechte und Mägde werden weissagen. Ich will euch auf die Zeit des Endes aufmerksam machen, so diese Meine Worte sich erfüllen. Es wird das Füllhorn Meiner Gnade ausgeschüttet, denn Mein Geist offenbaret sich allen, die es zulassen, daß Ich in ihnen wirke. Über Knechte und Mägde will Ich Meinen Geist ausgießen - alle, die willig sind, Mir zu dienen, sollen von Mir direkt belehrt werden, sie sollen Meine Worte hören und künden von der kommenden Zeit. Die Weissagungen alter Seher und Propheten werden sich wiederholen durch Seher und Propheten der letzten Zeit, denn auch diese sehen im Geist, wie es kommen wird, sie sehen das herannahende Ende, die große geistige Not der Menschheit, und sie geben sich hin als Sprachrohr für Mich, sie bereiten sich zu Gefäßen, in die Mein Geist einfließen kann, daß sie hell und klar erschauen, was bestimmt ist seit Ewigkeit. Mein Geist wirket also in jenen Menschen. Als Ich auffuhr zum Himmel, war das Werk vollbracht - der Tod war überwunden, die Finsternis des Geistes war durchbrochen, der Lichtstrahl von oben konnte hindurchdringen, und Mein Geist konnte die Menschen erfüllen, die an Mich glaubten. Die Verbindung war hergestellt zwischen Himmel und Erde, zwischen dem geistigen und dem irdischen Reich, es gab eine Brücke von dem einen zum anderen, die unfehlbar zu Mir führt, denn wer Meines Geistes Wirken zulässet, der hat ein Anrecht auf Meine ewige Vaterliebe, er ist als Mein Kind Erbe des Vaters. Die Ausgießung des Geistes aber ist wenig erkannt worden von den Menschen, sie wurde als einmalige Pfingsterscheinung betrachtet, als sichtliches Bekräftigen der Mission Meiner Apostel, die in allen Zungen redeten, also von Meinem Geist erfüllt waren. Das Wirken des Geistes aber ist keine einmalige Angelegenheit, denn Meine Verheißung lautet: Wer an Mich glaubt, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Mit diesen Worten kündete Ich die Ausgießung des Geistes über jeden Menschen an, der an Mich glaubt und aus diesem Glauben heraus so lebt, wie es Mein Wille ist. Ich ergieße Meinen Geist in jedes aufnahmefähige und aufnahmewillige Herz, das sich als ein Gefäß hergerichtet hat, das wohl geeignet ist, Meinen Geist in sich einströmen zu lassen. Wenige Menschen nur haben diesen Vorgang an sich selbst erfahren, wenige Menschen nur sind so gläubig, daß Ich direkt an und in ihnen wirken kann. Und darum weiß die Menschheit nichts von der Bedeutung dieser Worte, von der Bedeutung der Ausgießung des Geistes. In der Endzeit aber wird sie aufmerksam gemacht, indem ganz offensichtlich die Ausgießung des Geistes stattfindet, die durch prophetische Hinweise auf das Ende erkennbar ist, durch Hinweise, die nur bestätigen, was alte Seher und Propheten geweissagt haben. Es werden Knechte und Mägde erweckt werden, d.h. sie werden sich freiwillig in Meinen Dienst stellen und nun von Mir aus erfüllt werden mit Meinem Geist; sie werden Mein Wirken an sich möglich machen durch ihren Willen, der Mir voll und ganz gilt, und also werden sie als Meine Apostel der Endzeit tätig sein können und das Evangelium verkünden, das letzte Ende und Mein Kommen in den Wolken. Ich werde Meinen Geist ausgießen über alles Fleisch. Viele werden Meine Stimme zu hören vermögen, wenn das letzte Ende nahe ist. Doch vorerst sind es nur einzelne, die sich Mir so innig verbinden, daß sie Mich vernehmen können. Doch allen diesen ist von Mir aus eine Mission zugeteilt worden: in Meinem Auftrag tätig zu sein für Mich und Mein Reich. Diese wenigen werden in sich die Berufung fühlen, und darum scheuen sie sich nicht auszusprechen, was ihnen Mein Geist kündet - sie scheuen sich nicht, das letzte Gericht anzukündigen und gewissermaßen die Prophezeiungen der alten Seher und Propheten zu wiederholen. Sie reden also, von Meinem Willen beeinflußt, ihr Geist ersieht das Zukünftige, und der Mund spricht aus, was der Geist ersieht und der Seele des Menschen vermittelt. Er ist von Meinem Geist erfüllt, ihm ist sonst Verborgenes enthüllet, er sieht voraus, was über die Menschheit kommt, und in seinem Drang, den Mitmenschen zu helfen, teilt er ihnen das im Geist Erschaute mit - und Knechte und Mägde werden weissagen. Ohne Unterschied des Geschlechtes ergieße Ich Meinen Geist über alles Fleisch, weil jeder, der Mir dienen will und Mir bewußt zustrebt, der Erweckung seines Geistes, des Durchströmens Meiner Liebekraft, gewiß sein kann, und dies vor dem Ende offensichtlich in Erscheinung tritt. Was Meine Jünger bei der Ausgießung des Geistes sprachen, das werden auch nun die vom Geist Erweckten verkünden, denn Mein Geist ist gleichfort derselbe, Mein Geist leitet euch Menschen in die Erkenntnis, Mein Geist führt euch ein in ein Wissen, das ihr wieder weitergeben sollet denen, die nicht von Meinem Geist erleuchtet sind. Das Fest der Ausgießung des Geistes soll nicht nur eine Erinnerung sein daran, daß Meine Jünger in fremden Zungen redeten, sondern es soll euch eine ständige Mahnung sein, auch euer Herz so zu gestalten, daß Ich Meinen Geist ausgießen kann über alles Fleisch. Es soll euch ferner Meiner Verheißung eingedenk werden lassen, aus der ihr ersehen könnet, daß nicht nur Meine Jünger Aufnahmegefäße Meines Geistes waren, sondern es alle Menschen sein können; daß alle Menschen, von Meinem Geist getrieben, reden können, so sie Mir in Wahrheit Knechte und Mägde sein wollen, so sie Mir dienen wollen, weil die geistige Not der Menschen dienende Hilfe erfordert. Diesen wird es Mein Geist kundtun, was sie reden sollen, und diesen könnet ihr glauben, auch wenn sie euch das nahe Gericht ankündigen und also als Seher und Propheten auftreten, um euch Menschen vor dem ewigen Verderben zu retten. Denn nun erfüllet sich, wie es geschrieben steht: Ich werde Meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und Knechte und Mägde werden weissagen und Jünglinge helle Träume haben. Außergewöhnlich trete Ich Selbst in Erscheinung, weil außergewöhnlich große geistige Not die Menschen bedroht und weil ein jeder Mir dienende Hilfe antragende Mensch Meines Geistes Wirken in sich erfahren kann, auf daß die große geistige Not behoben werde. Amen. B.D. NR. 4905.

 

Buch 55 4906

Verkörperung unreifer Wesen in der Endzeit. (Hitler - Hausser?)

30. Mai 1950. B.D. NR. 4906.

Lasset euch von Mir belehren, wo euch Zweifel befallen oder ihr ohne Kenntnis seid, denn nur Ich kann euch der Wahrheit gemäß Aufschluß geben, was Ich auch tun werde, wo die Wahrheit begehrt wird. Ich werde stets den Irrtum aufklären, Ich werde euch in Kenntnis setzen, wo ihr unwissend seid, Ich werde euch ein Licht geben, wo es noch dunkel ist, denn Ich Selbst als das ewige Licht will die Finsternis verjagen, Ich will, daß es in euch hell werde, daß ihr jeden Zweifel verlieret und euch Mir mit jeder Frage anvertraut, die Ich euch stets beantworten werde: Fasset es, daß die Welt voller unreifer Geistwesen ist, die zur Verkörperung zugelassen sind, weil sie selbst es wollten, um ihren Abschluß auf dieser Erde zu finden; die also wohl den Reifegrad besaßen, der eine Verkörperung als Mensch auf Erden zuläßt, jedoch durch ihre Triebhaftigkeit völlig unter dem Einfluß schlechter Kräfte stehen, die darum auf sie den Einfluß ausüben können, weil die geistigen Wesen in ihnen den Widerstand gegen Mich noch nicht abgelegt haben, die also bewußt sich nach unten wenden in völlig freiem Willen. Sie könnten sich in ihrer Erdenlaufbahn zur Höhe entwickeln, denn ihres schwachen Willens ist wohl Rechnung getragen, und viele Gnadenmittel stehen ihnen zu Gebote, die einen Weg zur Höhe ermöglichen, doch sie widersetzen sich Mir aufs neue und sinken daher ab - sie werden zu Teufeln, und die Endzeit weiset unzählige solcher Teufel auf. Diese Zeit macht sich Mein Gegner ganz besonders zunutze, indem er geistige Verblendung herbeizuführen sucht, wo die Wahrheit vertreten werden soll - indem er also die ihm Hörigen dazu antreibt, als Vertreter der Wahrheit aufzutreten, und also vorerst die Menschen in Sicherheit wiegt, daß sie blindlings glauben, was ihnen unterbreitet wird. Also treten Menschen auf als Engel des Lichtes im frommen Gewande, und sie sind doch Teufel in Menschengestalt - doch unerkannt von den Mitmenschen, weil sie sich gar gut zu tarnen wissen und auch Unterstützung finden durch die Kräfte der Unterwelt. Was die Menschen auf Erden tun wollen, daran werden sie von Mir aus nicht gehindert, und kein Wesen wird gezwungen, gut zu sein, das böse sein will, wie aber auch das Gute niemals vergewaltigt werden kann von schlechten Kräften. Wer aber schlechtem Einfluß unterliegt, der will es selbst nicht anders und muß daher zu jenen gezählt werden, die offenen Widerstand leisten gegen Mich, denn er erkennt das Böse im Grunde seiner Seele. Und weil er es erkennt, sucht er es oft zu verschleiern, er versteckt sich hinter einer Maske, er sucht im Gewande des Lichtes die Mitmenschen zu blenden, immer angetrieben von den geistigen Kräften, die Mir noch größten Widerstand leisten, die Mir trotzen und darum alles bekämpfen, was zu Mir führen könnte. In der Endzeit kämpfen sie mit allen Mitteln, und nicht zuletzt bedienen sie sich Meiner Worte, um die Menschen zu verführen. Wer diesen Kräften hörig ist, der ist auf Erden schon ein Teufel, wenngleich er sich hinter dem Deckmantel der Frömmigkeit versteckt. Alles nun, was von Meiner Seite aus angewandt wird, um die Menschen zu erlösen, um sie nicht dem Gericht verfallen zu lassen, das wird auch im gegnerischen Sinn angewandt, d.h., es wird jede außergewöhnliche Begebenheit, jedes außergewöhnliche Wirken Meinerseits eine Parallele finden im negativen Sinne. Und so werden auch die Lichtwesen, die sich auf Erden verkörpern in der letzten Zeit, ihre Partner haben, die von Dämonen bewohnt sind, doch immer in ähnlicher Weise wirken, wie das von seiten der Lichtwesen geschieht. Und es können dadurch viele Menschen getäuscht werden, besonders dann, wenn sie es versäumen, in kindlicher Demut Mich um Klarheit zu bitten, und statt dessen kraft ihres Verstandes prüfen wollen. Es ist dann große Vorsicht geboten, denn die Irrungen und Wirrungen nehmen überhand, je mehr es dem Ende zugeht. Mein Gegner hat tausend Fallen, in die er die Seelen zu locken sucht, und sowie ihm etwas mißlungen ist, wendet er stets neue Mittel an, und er gewinnt die Schwachgläubigen und die geistig Überheblichen, die den Weg der Demut verlassen haben und darum oft straucheln, selbst wenn sie den Weg zur Höhe suchen. Darum müsset ihr Menschen besonders achtsam sein in der Endzeit, wo viele Gefahren auf euch lauern, wo als Mensch verkörperte Teufel sich den Schein eines Gottsuchers geben und euch betören wollen. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen, an ihrem Lebenswandel, der anders ist als ihre Reden. Mein Gegner hat viel Macht am Ende, doch niemals kann er euch in sein Bereich zwingen, solange ihr Mir und Meinem Reich zustrebt. Nur schützet euch vor Überheblichkeit, bleibet tief demütig und erhebet euch nicht über die Mitmenschen, denen ihr helfen sollet. Dann wird auch euer Denken recht sein, dann wird das Licht der Erkenntnis in euch hell leuchten und euch jeglichen Irrtum erkennen lassen, den der Widersacher in euch pflanzen möchte zu seinem Vorteil. Wer Mein ist, der erkennt sein Ränkespiel, und wer ihn nicht erkennt, der hat sich Mir entfremdet durch Überheblichkeit. Denn er ist zu erkennen von jedem, der guten Willens ist und nach Mir als der ewigen Wahrheit verlangt. Amen. B.D. NR. 4906.

 

Buch 55 4907

Übermittlungsvorgang des Wortes von oben.

1. Juni 1950. B.D. NR. 4907.

Nehmet Meine Worte als reinste Wahrheit hin, und erkennet auch stets Mich als Urheber dessen, was euch im Diktat zugeht. Betrachtet die Art der Niederschrift, daß sie sich wortweise ergibt, nicht aber ein Satz zuvor in euren Gedanken geformt wird. Dieses Merkmal soll euch jeden Zweifel nehmen, sowie ihr in solche verfallet. Es ist die Gedankentätigkeit nicht mit dieser Schreibweise zu vergleichen, weil sie zumeist eine Richtung nimmt, die ihr der Wille des Menschen vorschreibt, d.h., der Mensch selbst stellt sich ein Thema, bevor er sich verstandesmäßig, durch eifriges Denken, damit auseinandersetzt, während ein geistiges Diktat, eine echte Kundgabe von oben, ein solches Nachdenken ausschaltet, weil das Thema dem Menschen unbekannt ist und gewissermaßen erst gegeben wird mit Beginn des Schreibens im Diktat. Daß nun der Mensch während des Schreibens gedanklich folgen kann, berechtigt nicht zu der Annahme, daß er selbst eine Gedankenarbeit leistet, sondern er empfängt selbst erst, was er niederschreibt. Ich setze wohl auch dem Menschen Glaubens- und Willensproben, der Mir ernstlich dienen will, und werde ihn immer wieder Versuchungen aussetzen, wo er sich bewähren soll; d.h., wo er sich immer wieder Mir im freien Willen zuwenden muß, will er die Glaubensproben bestehen; doch die Kraft Meines Wortes schützet ihn vor einem Abfall, sowie er sich seiner Wirkung überlässet. Doch immer wieder tauchet in euch die Frage auf, was ihr wohl als Mein Wort betrachten könnet. Immer rede Ich zu euch, wenn ihr Mich vernehmen wollet. Dies allein ist ausschlaggebend, ob das Verlangen eures Herzens dem Vernehmen Meiner Stimme gilt. Sowie ihr Mich hören wollet, spreche Ich auch zu euch. Der Gedanke, daß Ich Mich zurückziehen könnte und Meine Kraft euch versagen, ist irrig, denn Ich weiß, wonach euer Herz verlangt und worüber ihr Kenntnis haben wollt, und also antworte Ich euch auch auf unausgesprochene Fragen, und dies wahrlich nur so, wie es die Wahrheit ist. Doch ob ihr die Antwort auch recht verstehet, ob ihr sie so aufnehmet, wie es der Wahrheit entspricht, oder euch selbst eine andere Auslegung gebt, das steht euch völlig frei, muß aber stets in Betracht gezogen werden. Mein Wort ist ewige Wahrheit, wer aber hindert euch daran, so ihr Mein Wort euch nach Gefallen ausleget, weil euch der Wille dazu treibt? Dennoch bleibt Mein Wort unverändert in seinem Sinn, und ihr selbst werdet auch den rechten Sinn verstehen lernen und erkennen, daß nur die reinste Wahrheit euch vermittelt wurde und daß ihr nur entgegennahmet, was euch durch Meine Liebe zugegangen ist. Denn Ich schütze alle vor Irrtum, die Mir dienen wollen und guten Willens sind. Amen. B.D. NR. 4907.

 

Buch 55 4908

Abendmahl. Fleisch und Blut.

3. Juni 1950. B.D. NR. 4908.

Ich rede zu euch, und ihr höret Mich und Ich will, daß ihr Mein Wort weitergebet an eure Mitmenschen, die gleichfalls Verlangen haben nach der Speise ihrer Seelen, nach Meinem Wort, nach Meinem Fleisch und Meinem Blut. Ich habe darum euch erwählet, daß ihr Meine Gäste seid und an Meinem Tisch gesättigt werdet und daß ihr nun wieder das Brot des Lebens austeilet denen, die hungrig sind und am Tische des Herrn speisen wollen. Denn Ich habe Meinen Tisch gedeckt für alle, Ich will allen austeilen, wessen sie bedürfen für ihre Seelen, und ihr sollt Meine Diener sein, die Meine Gaben ihnen verabreichen, weil sie selbst noch nicht unmittelbar mit Mir in Verbindung getreten sind, dennoch aber an Mich glauben und sich unter Meine Fürsorge stellen wollen. Und so habt ihr eine umfangreiche Arbeit zu leisten - zu speisen und zu tränken die Hungernden und Dürstenden, die am Wege zu erliegen drohen, wenn sie nicht Kraft empfangen, die ihr ihnen vermitteln sollet. Fleisch und Blut soll ihnen dargereicht werden, Brot und Wein - Mein lebendiges Wort. Denn Ich bin das Wort von Ewigkeit, das Fleisch geworden ist und mit Seinem Blut die Menschheit erlöst hat. Wer Mich im Wort aufnimmt in sein Herz, der isset in Wahrheit Mein Fleisch. Und die Kraft Meines Wortes ist das Blut, das ihm Erlösung bringt. Brot und Wein, die rechte Nahrung für einen geschwächten Leib, soll auch die Seele entgegennehmen, so sie schwach ist und Kraft für ihre Aufwärtsentwicklung benötigt. Dann soll das Brot des Lebens, Mein lebendiges Wort, ihre Nahrung sein, und die Seele wird von Kraft durchflutet sein, sie wird nicht zu darben brauchen und sich am Quell des Lebens laben können, sie wird ein rechter Gast sein an Meinem Tisch, den Ich für alle Menschen gedeckt habe, weil Ich sie liebe. Und Ich sende Meine Diener aus und lade auch die draußen Stehenden ein, von dem gemeinsamen Gastmahl Gebrauch zu machen. Wer da kommen will und Mein Gast sein, der wird angenommen und die wahre Stärkung erfahren. Darum sollet ihr eifrig werben für Mich und ihnen Meine Liebe darstellen, auf daß sie Verlangen haben, mit Mir das Gastmahl zu nehmen, auf daß sie sich von Meiner Liebe überzeugen können, die ihnen alles geben will, was die Seele bedarf, um selig zu werden. Nicht karg sind Meine Gaben bemessen, sondern überreichlich bedenke Ich, die sich von Mir väterlich betreuen lassen. Ich will bei einem jeden anklopfen und ihn zum Abendmahl auffordern, und wer Mir auftut, der wird Mein Gast sein in Ewigkeit. Und darum sollet ihr Mir vorangehen und Mein Kommen ankündigen, auf daß Mir eine Stätte bereitet werde, da Ich Selbst Mich aufhalten kann, um Abendmahl zu halten mit denen, die auf eure Stimme hören und Mich empfangen wollen. Brot und Wein will Ich ihnen darbieten, Mein Fleisch und Mein Blut - das lebendige Wort, das sie hören sollen direkt in sich oder durch euch, Meine Boten, die ihr als Vermittler Meines Wortes alle aufsuchen sollet, die euch ihre Herzenstür öffnen. Das sei eure Mission, die zu erfüllen Ich allen Kraft gebe, die Mir dienen wollen. Amen. B.D. NR. 4908.

 

Buch 55 4909

"Ich Selbst bin das Wort." Evangelium der Jünger.

4. Juni 1950. B.D. NR. 4909.

Vertiefet euch in das Evangelium, das Ich euch von der Höhe zugehen lasse, und ihr werdet erkennen, daß es das gleiche ist, das Meine Jünger niedergeschrieben haben, die es taten in Meinem Auftrag. Immer bin Ich es, Der zu euch Menschen spricht, so ihr Mein Wort entgegennehmet, wo es auch sei. Ich habe durch Meine Jünger zu den Menschen gesprochen und spreche auch heute noch, weil Meine Liebe nicht begrenzt ist und somit auch Mein Wort nicht begrenzt, also die Ausstrahlung Meiner Liebe, die durch Mein Wort zum Ausdruck kommt, niemals aufhört, was euch Menschen wohl verständlich sein wird, wenn ihr es wißt, was Mein Wort ureigentlich ist. Ich Selbst bin das Wort. Und das schon muß euch Beweis sein, daß Ich Mich nicht festgelegt habe in Buchstaben und daß Mein Wort immer und ewig dem Geistigen zugeleitet wird, das sich als Mensch auf der Erde verkörpert hat. Wohl bleibt Mein Wort ewig das gleiche, weil es als die alleinige Wahrheit niemals umgestaltet werden kann von Mir aus, doch ihr Menschen formt es durch euren Willen um, ihr gebt Meinem Wort eine andere Bedeutung, sowie ihr noch nicht vom Geist erleuchtet seid. Und schon darum muß Ich immer wieder Mein reines Wort zur Erde leiten, auf daß sich Mein Wort erfülle: Himmel und Erde werden vergehen, aber Mein Wort bleibt bestehen in alle Ewigkeit - Mein Wort, das reine Evangelium aus den Himmeln, das euch immer wieder Zeugnis gibt von Mir und Meiner Liebe. Solange ihr Menschen noch unvollkommen seid, werdet ihr nichts Vollkommenes so lassen, wie es ist - sondern immer nach Veränderung trachten eben durch eure Unvollkommenheit. Es ist dies ein Naturgesetz, daß nichts so rein erhalten bleibt, sowie es in unreine Umgebung kommt, und es ist der menschliche Wille weit mehr dem Unvollkommenen zugewandt, und wird immer herabzuziehen suchen, was über ihm steht. Dennoch ist es freier Wille, der von Mir aus unantastbar bleibt, so daß Ich also niemals zwangsläufig Meine Lehre rein erhalte, sondern immer wieder die reine Lehre euch zuleite, die ihr danach verlangt. Niemals werden Menschen sich der Verunstaltung Meiner ursprünglich reinen Lehre bewußt sein, die nicht selbst im tiefsten Wahrheitsverlangen stehen, ansonsten der Irrtum nicht so verbreitet wäre. Und diese nehmen auch nicht an, was ihnen in Liebe von Mir dargeboten wird, denn sie sind blind im Geist, sie halten sich an den Buchstaben und sind vom Geist Meines Wortes unberührt. Niemals werde Ich Mich verausgaben, und niemals werde Ich aufhören, die Ausstrahlung Meiner ewigen Liebe den Menschen zuzuwenden. Und darum werde Ich nie aufhören, im Wort zu den Menschen Selbst herabzusteigen - was Ich mit den Worten euch verheißen habe: Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende. Wenn Ich also Selbst bei euch weilen will, dann müsset ihr Mich auch vernehmen können, denn Ich bin Leben, Ich bin Kraft und also auch das Wort von Ewigkeit, das Leben und Kraft, Licht und Liebe zum Ausdruck bringt. Ich will euch Menschen nicht der ferne Gott sein, Den ihr in Mir seht. Ich will euch ein Vater sein, immer nahe und immer bereit, euch Worte der Liebe zu geben, so ihr sie vernehmen wollet. So wie Ich einmal zu den Menschen gesprochen habe, als Ich auf Erden wandelte, so wie Ich zu Meinen Jüngern sprach nach Meiner Auffahrt in den Himmel, in denen Ich im Geist weiterwirkte wie zuvor auf Erden, so will Ich auch immer zu den Menschen wie zu Meinen Kindern reden, Ich will ihnen Worte der Liebe und der Weisheit vermitteln, um Mich ihnen zu erkennen zu geben als Gott, Schöpfer und Vater von Ewigkeit. Und darum werde Ich nie aufhören, im Wort bei Meinen Erdenkindern zu sein, und ihnen doch nur das gleiche vermitteln, was auch Meine Jünger als Evangelium von Mir empfangen haben, weil es die reine Wahrheit ist, die erhalten bleiben soll, auch wenn Himmel und Erde vergehen. Amen. B.D. NR. 4909.

 

Buch 55 4910

Gottes Segen den Arbeitern im Weinberg. Notzeit.

6. Juni 1950. B.D. NR. 4910.

Ich will euch Meinen Segen geben, die ihr für Mich tätig seid. Denn ihr allein erkennet die geistige Not und setzet euch dafür ein, sie zu beheben oder Seelen zu retten, die es zulassen, daß ihr ihnen helfet. Die geistige Not besteht darin, daß die Welt, die überwunden werden soll, das Sinnen und Trachten der Menschen bestimmt und sie darum vergessen, welchen Zweck das Erdenleben überhaupt hat. Da aber das irdische Leben für einen jeden Menschen begrenzt ist, und es doch die letzte Chance ist für ihn vor dem endgültigen Eintritt in das geistige Reich, so fügen sie sich selbst den größten Schaden zu, so sie das Erdenleben nicht ausgenützt haben und nackt und arm in das jenseitige Reich eingehen. Sie bedenken dies aber nicht, weil sie nicht glauben. Der Glaube aber muß ohne Zwang in ihnen erwachen oder zur Überzeugung werden. Die Menschen aber tun nichts, um ihn zu gewinnen, sie denken nicht nach über ihren Ausgang und über ihren Lebenszweck. Die Gedanken an die Welt erfüllen sie und lassen keinen Raum mehr für Gedanken daran, was nach ihrem Tode ist. Es sind nur wenige, die einen lebendigen Glauben in sich tragen, denn selbst, die sich nach außen zu Mir bekennen, tun es nur der Form nach; sie stehen in einem traditionellen Glauben, sie nennen überliefertes Wissen ihr eigen, das sie wohl mit den Ohren aufgenommen und auch gedanklich schwach erwägt haben, das aber nicht ins Herz gedrungen ist und darum nicht Leben-erweckend wirkte auf ihren Geist. Es sind die Menschen in großer geistiger Not, denn sie müssen sich dereinst verantworten für ihren Willen, den sie nicht recht gebrauchen in ihrem Erdenleben. Sie treten ferner völlig blind in das jenseitige Reich ein; sowie sie die Erde verlassen haben in Unkenntnis ihres Ausgangs und ihrer Bestimmung, so weilen sie auch dort und haben also einen zweifachen Tod zu erwarten, den Tod des Leibes und den geistigen Tod. Mich dauert die Menschheit, sind es doch Meine Geschöpfe, denen Meine unaufhörliche Liebe gilt. Ich weiß um ihre Not und Pein, die sie erdulden müssen, Ich weiß um ihre Hilflosigkeit, die sie selbst nicht überwinden können, so sie nicht ihren Willen wandeln, und Ich kann den Willen nicht zwangsmäßig recht richten, will Ich ihnen nicht die Möglichkeit des Vollkommen-Werdens nehmen. Und darum will Ich ihnen noch auf Erden Gelegenheiten schaffen zur Willenswandlung, wozu ihr Mir helfen sollet und könnet, so ihr in Liebe zur notleidenden Menschheit für Mich und Mein Reich tätig seid. Es ist dies wohl eine undankbare Aufgabe, gemessen an der Welt und ihren realen Freuden, denn der Erfolg der geistigen Arbeit ist wieder nur geistig, ihr könnet nur Seelen gewinnen für das geistige Reich - doch um wie vieles wertvoller ist eine einzige Seele als die ganze irdische Welt. Letztere wird vergehen, die Seele aber ist unsterblich und hat die ganze Ewigkeit vor sich, die sie in äußerster Qual oder in höchster Glückseligkeit verbringen kann. Die Seele eines Menschen aus endloser Finsternis und qualvoller Fessel zu befreien ist das größte Liebeswerk, das ihr auf Erden tun könnet und wofür euch sowohl die Seele ewig danken wird, als auch unaussprechlicher Lohn von Mir aus euch sicher ist, der alle Freuden der Welt aufwiegt. Ich will euch segnen für eure Arbeit, weil nur durch liebende Menschen denen geholfen werden kann, die von selbst nichts tun für ihre Seele. Lasset sie nicht in ihrer Not, sondern steht ihnen bei, denn ihr Los ist so traurig, daß es euch erbarmen würde, könntet ihr diese Seelen im geistigen Reich sehen. Ich will eure Arbeit segnen und euch in jeder Weise beistehen, daß ihr sie ausführen könnet nach Meinem Willen; Ich will euch geben, was ihr irdisch benötigt, auf daß ihr ohne Sorge für Mich arbeiten könnet; Ich will euch führen, so daß ihr stets die rechten Wege gehet; Ich will euch gedanklich anweisen, was ihr tun sollet, um erfolgreich zu wirken unter den Mitmenschen, Ich will Geist und Körper lenken und euch sorglich betreuen, auf daß ihr Meine Liebe spüret und Mir auch eure Liebe schenket, die euch befähigt zum Wirken für Mich und Mein Reich. Gedenket stets der notleidenden Seelen, denket daran, daß sie alle Meine Kinder sind, denen Ich helfen will zur Rückkehr ins Vaterhaus, und daß Ich dazu Mir ergebene Diener benötige, die in Meinem Auftrag und an Meiner Statt reden sollen, die den Menschen verkünden sollen, was sie zu erwarten haben hier auf Erden schon und später im geistigen Reich; die ihnen sagen sollen, in welcher Gefahr sie schweben, daß ihnen nicht nur der Leibestod, sondern der geistige Tod droht, so das Ende kommt, das ihr ihnen ankündigen sollet und das letzte Gericht. Die Menschen sind so weit von Mir entfernt, sie sind so ungläubig, daß Ich Selbst nicht mehr zu ihnen reden kann, ohne einen Glaubenszwang auszuüben auf sie. Darum sollet ihr für Mich reden, darum will Ich Mich eurer bedienen und durch euch zu den Menschen sprechen, um sie zu ermahnen und zu warnen vor dem ewigen Verderben. Gesegnet sei eure Tätigkeit, so sie Mir und Meinem Reich gilt, so ihr euch der irrenden Seelen erbarmet und ihnen verhelfet zum Glauben und zum Erkennen. Und immer werdet ihr Meinen Segen spüren. Amen. B.D. NR. 4910.

 

Buch 55 4911

Durch die Welt geht der Engel des Lichtes.

7. Juni 1950. B.D. NR. 4911.

Durch die Welt geht der Engel des Lichtes und verkündet Mein Evangelium überall. Und wo er willige Herzen findet, dort verweilet er und zündet ein Licht an, das wieder ausstrahlet in die Dunkelheit. Ich weiß es sehr wohl, wo Ich aufnahmefähige Herzen finde, Ich weiß es sehr wohl, wer wieder als Verbreiter Meines Evangeliums tauglich ist, wer als Lichtträger Meine köstliche Gabe austeilet und Mir sonach eine Stütze auf Erden ist in der letzten Zeit vor dem Ende. Fast ist das geistige Dunkel auf Erden undurchdringlich, und wo ein Licht erstrahlet, dort sind auch Gegner, die es wieder zu verlöschen suchen, denn Licht und Finsternis liegen in ständigem Kampf gegeneinander. Und es ist die Endzeit. Bedenket ihr Menschen dies, daß die Erde am Ende in vollstem Dunkel liegt, weil finstere Kräfte das Übergewicht haben; bedenket ihr, daß das Licht nur noch zur Erde geleitet werden kann durch Lichtseelen, die sich in die Finsternis wagen, um dem Fürsten der Finsternis noch Seelen abzuringen, und daß ebenso starke finstere Kräfte die Arbeit der Lichtseelen zunichte machen wollen; bedenket, daß darum die Erde vor ihrem Ende steht, weil die Finsternis überhandnimmt und jeglichen Lichtstrahl überschattet, wo nicht der Wille der Menschen so stark ist, daß sie das Licht sorgsam hüten; dann werdet ihr es auch verstehen, warum sich das reine Evangelium nicht durchsetzt, warum es nicht die Verbreitung findet, die es sollte; Ich schütte in Fülle Meine Gnadengaben aus, doch ebenso hat Mein Gegner am Ende große Macht mit Meiner Zulassung. Es ist ein Kampf zwischen ihm und Mir, der sicher den Sieg auf Meiner Seite finden wird; dennoch lasse Ich ihn gewähren, ist doch der freie Wille des Menschen entscheidend, ob er Licht oder Dunkelheit vorzieht. Und da der freie Wille mehr Meinem Gegner zugewandt ist, ist dessen Macht so groß, und Ich beschränke sie nicht, weil Ich den Willen nicht unfrei machen werde. Doch Meine Lichtboten sind unentwegt an der Arbeit, und sind auch die Lichtlein selten anzuzünden, so verbreiten sie doch außergewöhnliche Helle im Dunkel der Nacht, und das Licht wirkt wohltätig auf solche Seelen, die Meinem Gegner noch nicht gänzlich verfallen sind. Und diese Seelen suche Ich zu retten aus seiner Gewalt, ehe es zu spät ist. Es ist die Menschheit nicht schuldlos an ihrem Dunkelheitszustand, denn es gibt ein sicheres Mittel dagegen, das sie aber nicht anwenden - ein tätiges Liebeleben zu führen. Dann bereiten sie sich vor auf einen Wandel aus der Nacht zum Licht, dann sind sie auch nicht schutzlos Meinem Gegner verfallen, und dann wird es in ihnen selbst hell werden. Wer aber kann die Menschen zwingen zur Liebe, die völlig frei geübt werden muß, ansonsten sie nicht Liebe genannt werden könnte? Die Liebe kann nur gepredigt werden, und dies tun Meine Lichtträger, die aus dem geistigen Reich kommen und mittelbar oder unmittelbar auf Erden wirken. Die Liebe muß den Menschen gepredigt werden, weil es das einzige Mittel ist, sie zu erlösen aus jener Gewalt. "Und darum heißt Licht verbreiten", Meine Liebelehre den Menschen zu vermitteln, sie ständig zu ermahnen und anzuspornen, in der Liebe tätig zu sein, und darum ist es das Wichtigste, den Menschen die Bedeutung der Liebe klarzumachen, sie zu belehren, daß die Liebe Kraft ist, und nur durch die Liebe der Mensch aus der Nacht des Todes zum Licht des Lebens gelangen kann. Darum werden rechte Vertreter von Mir auf Erden immer nur die sein, die Meine Liebelehre verkünden, wo es nur angängig ist. Dann streuen sie Funken in die Menschenherzen, die, so sie Nahrung finden, auflodern können zur Flamme und nun einen hellen Lichtschein geben, der wieder in weitem Umkreis zu sehen und als Wärme zu spüren ist. Lehret die Liebe ihr alle, die ihr Mir dienen wollet, suchet den Mitmenschen das Geheimnis ihrer Erlösung zu enthüllen, zündet überall ein Lichtlein an, und verbreitet so das Evangelium in der Welt, schlicht und rein, ohne Äußerlichkeiten, dann seid ihr als Meine Apostel der Endzeit Sendboten aus dem geistigen Reich. Dann erfüllet ihr eure Mission, die ihr übernommen habt im freien Willen - an der Erlösung irrender Seelen tätig zu sein in der letzten Zeit vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 4911.

 

Buch 55 4912

Getreue Knechte. Teufel der Endzeit.

7. Juni 1950. B.D. NR. 4912.

Ihr sollt zeugen von Mir und Meinem Wirken an und in euch. Und darum sollet ihr auch wissen um Dinge, die nur Ich euch erklären kann; es soll euer Wissen das irdische Wissen übertreffen, auf daß eure Mitmenschen Mich erkennen können, wenn sie es wollen. Das Wissen, das euch nun von Mir zugeleitet wird, kann jedoch weder bewiesen noch begründet werden mit menschlichem Verstand, und dennoch setze Ich euch von vielem in Kenntnis, auf daß ihr Mich in Meiner Weisheit, Liebe und Allmacht erkennet und Zeugnis gebet von Mir. Es kann also nur geglaubt werden, und auf daß ihr es glauben lernet, müsset ihr Menschen erst ein Leben in Liebe führen. Dann seid ihr Mir so innig verbunden, daß es für euch nichts Unmögliches mehr gibt, weil ihr Mich Selbst spüret und nicht mehr nur Erdenbewohner seid, sondern Geistmenschen, die Einblick nehmen können in das geistige Reich. Ich weiß es, was für einen jeden Menschen zuträglich ist, und entsprechend führe Ich ihn ein in das Wissen; wie auch die Aufgabe des einzelnen Menschen ausschlaggebend ist, welches Wissen er benötigt. Ihr könnet euch jedoch selbst bereichern an Wissen, so ihr Mich darum angeht, doch immer sollen geistige Motive euch zu einer Bitte veranlassen, deren Kenntnis für die eigene Entwicklung sowohl als auch für eure Mission von Bedeutung ist. Was euch also unklar ist, darüber begehret Aufschluß, und ihr werdet keine Fehlbitte tun. Eure Mission ist, die Mitmenschen zu belehren, und jede Belehrung muß Mich bezeugen, d.h. Mich als einen Gott der Liebe, Allmacht und Weisheit erkennen lassen. Dazu gehört verständlicherweise auch die Berichtigung von Irrlehren und alles, was Mich Selbst als ein Zerrbild hinstellt, was also Liebe, Weisheit oder Allmacht vermissen läßt. Darum sollet ihr getrost Aufschluß erbitten, so ihr selbst in Zweifel geratet oder Mich nicht mehr zu verstehen glaubt. Und Ich will euch gern belehren so, wie es euch faßlich ist. Ein Knecht zu sein für den Herrn, also ein von Mir beauftragter Diener auf Erden, erfordert gewisse Voraussetzungen. Es müssen Willens- und Glaubensproben abgelegt werden, durch die er seine Tauglichkeit unter Beweis stellt. Ein Knecht zu sein für Mich erfordert ferner seine Einführung in Meinen ewigen Heilsplan, also einen erleuchteten Geist, der Mich vernehmen kann jederzeit. Es erfordert ferner ein restloses Unterstellen unter Meinen Willen. Er darf nicht selbst wollen, sondern als Knecht nur den Willen des Herrn ausführen. Geistig also ist er Mein Vertreter auf Erden, der durch Unterstellen seines Willens schon gänzlich in Meinen Willen eingegangen ist, also Meinen Willen gewissermaßen in sich trägt. Er muß das Böse verabscheuen um des Bösen willen, das Gute anstreben um des Guten willen und nach der Wahrheit verlangen, weil er sonst nicht nach Mir verlangt. Er kann also unmöglich Meinem Willen entgegen leben auf Erden und doch Mein Knecht sein. Dieses beachtet, daß ihr an ihren Früchten erkennen könnet, woher sie sind. Also kann aus eines solchen Menschen Mund auch keine Wahrheit kommen, weil sein Denken verblendet ist, so Meines Willens nicht geachtet wird. Dann ist also auch jegliches Urteil falsch, das er fället, sei es in gutem oder schlechtem Sinn. Dann kann er nie und nimmer Mein Knecht sein. Der Wille allein genügt dazu nicht, wenn er nicht in die Tat umgesetzt wird, und Meine Gnade allein genügt auch nicht, wenn sie der Mensch nicht durch seinen Willen an sich wirksam werden lässet. Ein getreuer Knecht also empfängt Meine Anweisungen, und er führt sie auch aus. Ein ungetreuer Knecht aber wird, so er einmal seinen Dienst Mir verweigert hat, niemals wieder Anweisungen von Mir erhalten - er ist also aus Meinem Dienst ausgeschieden. Und allsogleich wird er von der Gegenkraft erfaßt, die ihn in ähnlicher Weise bedient, jedoch mit dem Ziel ewiger Entfremdung von Mir. Mein Gegner hat große Macht; doch niemals über einen Menschen, der Mir ernsthaft zustrebt. Mein Gegner kann sich aber auch tarnen und den Menschen glauben lassen, daß er Worte von Mir empfängt, doch nur dann, wenn er sich selbst überhebt; denn sowie er tief demütig ist, erkennt er selbst seine Fehler und sucht sie zu beheben. Also ist die geistige Überheblichkeit ein Grundübel, dem der Mensch unweigerlich zum Opfer fällt. Der geistig Überhebliche ist nicht fähig, Mein Wirken von dem Wirken Meines Gegners zu unterscheiden, weil er selbst schon dem Gegner verfallen ist, der ihn nun blendet in jeder Weise. Die geistige Überheblichkeit trennt den Menschen unwiderruflich von Mir, denn es stellt der Mensch, der geistig überheblich ist, ein sonderbares Verhältnis zu Mir her, das des überlegenen Wesens, das jede Ehrfurcht dem Schöpfer gegenüber verliert und auch ohne Liebe zu Ihm ist. Und dieses Verhältnis wirkt sich aus in einer herausfordernden Sprache, in überheblichen Reden, in haßerfüllten Anschuldigungen und scheinbarem Edelsinn, in einem Lebenswandel, der nicht Meinem Willen entspricht, und in fortgesetzter Tyrannei seinen Mitmenschen gegenüber, die er zu bestimmen sucht, wo der freie Wille allein entscheiden soll. Es sind dies alles Anzeichen eines Gott-widrigen Verhältnisses, das jeder Mensch erkennen kann, der selbst Mir zustrebt und Mir gegenüber auch demütig bleibt. Es sind Kräfte in jenem tätig, die sich durchzusetzen suchen, um die Menschen irrezuführen, und die es daher in anderer Weise tun als üblich; die Mich scheinbar gelten lassen, und nachher Mich stürzen zu können glauben, die also sich zuzeiten des Lichtes bedienen, jedoch widerrechtlich, doch immer mit Meiner Zulassung. Ich will es dem Gegner beweisen, daß er auch unter Anwendung aller Mittel nicht zum Ziel gelangt, weil er gegen Mich vorgeht. Und darum wirket Mein Gegner offensichtlich in den Menschen der Endzeit, und wer sich ihm hingibt, der wird über alle Kräfte verfügen können, über außergewöhnliche Begabung, über ungewöhnliches Wissen und auch über ungewöhnliche Kraft insofern, als daß er viele seiner Mitmenschen suggeriert und sie in Blindheit ihm folgen. Es sind jene Menschen Abgesandte aus der Hölle, die ebenso wie Meine Lichtboten in negativem Sinne auftreten, um die Menschen zu verführen. Sie gelten anfangs als gutgläubig, sind es aber nicht, weil der Hochmutsteufel in ihnen vorherrscht und sie niemanden über sich anerkennen wollen, was als sicherstes Zeichen die Herkunft von unten beweiset. Doch wer sich von ihnen blenden lässet, wandelt nicht auf Pfaden der Liebe, die ihm Erkennen der Wahrheit sichert und er ist daher leicht in Gefahr, selbst den Einflüsterungen des Gegners zu verfallen, wenngleich er seine Macht nur in beschränktem Maße dort anwenden kann, wo der Wille des Menschen Mir zugewandt ist. Geistige Überheblichkeit ist immer eine Gefahr, verliert doch dann der Mensch das sichere Gefühl für Wahrheit und Irrtum, weil ihm dann Meine Gnade mangelt, die nur Anteil ist des Demütigen. Ihr dürfet euch nicht selbst überheben, so ihr nicht fallen wollet. Demütig wie ein Kindlein müsset ihr zum Vater kommen, auf daß Er euch mit Seiner Gnade überschütte. Und darum müssen Meine Diener auf Erden im wahren Sinne des Wortes Meine Knechte sein und in tiefster Demut Mir dienen wollen, dann werden sie stets licht und klar erkennen, welches Geistes Kinder die Menschen sind, die sie umgeben und die in der Welt ihr Wesen treiben. Denn alles ist zu ihrer Prüfung zugelassen, und über alles wird euch eine rechte Antwort geben können Der in Sich Selbst das Licht ist, die Wahrheit und die Liebe. Amen. B.D. NR. 4912.

 

Buch 55 4913

Rückentwicklung niemals Wille Gottes. Wiederverkörperung. Umgekehrter Prozeß. Neubannung. Lichtwesen.

11. Juni 1950. B.D. NR. 4913.

Ein umgekehrter Prozeß findet nun statt, wohl durch Meinen Willen eingeleitet, doch durch menschlichen Willen selbst bestimmt. Es kann als ein Akt der Rückentwicklung angesehen werden, wenn schon als Mensch verkörpertes Geistiges wieder in der festen Materie gebunden wird, als einen Akt also, den Mein Wille herbeiführt, Der Ich doch nur laut Meiner Ordnung von Ewigkeit fortschreitende Entwicklung begünstige. Doch auch dieser Akt hat das gleiche in Meiner Ordnung begründete Prinzip aufzuweisen. Denn das Geistige ist durch menschlichen Willen schon gefallen in die Tiefe, aus der Ich es wieder auf einem langsamen Wege zur Höhe leite. Es ist also eine Rückentwicklung, jedoch nicht durch Meinen, sondern durch Menschenwillen vor sich gegangen, während Mein Wille wieder die aufsteigende Entwicklung ermöglicht und also nun ein neuer Heilungsprozeß beginnt nach dem Ende dieser Erde, ein Heilungsprozeß, der unsagbar schmerzlich ist und kein Ende zu nehmen scheint und doch das einzigste Mittel ist, dem Gefallenen wieder zur Höhe zu verhelfen. Was also Mein Erlösungswerk nicht vollbracht hat, muß dieser Prozeß zuwege bringen: was leicht möglich war, muß, weil nicht angestrebt, äußerst schwer errungen werden - die Erlösung aus der Form, die Freiwerdung des Geistigen und Erweckung aus der Nacht zum Licht. Ich habe es den Menschen leichtgemacht durch Meinen Kreuzestod, die Menschen aber nahmen Meine Gnadengabe nicht an, Ich habe das Leid auf Meine Schultern genommen, sie aber wiesen Meine Hilfe ab, und daher müssen sie es selbst auf sich nehmen und endlos lange Zeit es tragen. Sie waren schon hoch oben und stürzten sich selbst tief hinab. Und Meine Liebe und Erbarmung schafft ihnen nun neue Möglichkeiten, die Höhe wieder zu erreichen. In riesenhafter Geschwindigkeit hat sich der Aufwärtsentwicklungsprozeß wieder rückwärts abgespielt; der Mensch ist nach allen vorangehenden Entwicklungsstufen in der kurzen Erdenzeit zurückgegangen im freien Willen und dort wieder angelangt, wo er war vor undenklich langer Zeit - bei der Materie, die er mit allen Sinnen anstrebt und die also auch sein Los sein wird. Doch immer muß klargestellt werden, daß niemals Mein Wille diesen Rückgang veranlaßt hat, sondern der menschliche Wille selbst, und daß nun erst Mein Wille eingreift, indem er Einhalt gebietet und nun der festen Materie, die dieses gefallene Geistige birgt, eine dienende Bestimmung zuweiset, damit das Geistige wieder Schritt für Schritt zur Höhe steigt, jedoch in gebundenem Willen, weil anders es nicht möglich wäre. Und somit kommt Mein Wille wieder zum Ausdruck, und also auch, daß von Mir aus nur eine Aufwärtsentwicklung begünstigt wird, jede Rückentwicklung aber den menschlichen Willen zum Anlaß hat. Es ist daher der Gedanke absurd, daß etwas schon Ausgereiftes eine Rückentwicklung erfährt durch Meinen Willen - daß also ein Wesen, das sich schon aus der materiellen Hülle befreit hat und in geistige Sphären eingegangen ist, durch Meinen Willen wieder eine körperliche Hülle erhält, die gleichzeitig das Rückbewußtsein dem Wesen nimmt, und es erneut eine Willensprobe ablegen muß - die es also schon einmal bestanden hatte, aber nun ebensogut versagen könnte im freien Willen. Zum Zwecke einer Aufwärtsentwicklung benötigt eine solche Seele, die schon die Willensprobe bestanden hat, nicht eine neue Verkörperung als Mensch, da es im geistigen Reich viele Gelegenheiten gibt, um immer vollkommener zu werden. Hat aber eine Seele die Willensprobe nicht bestanden, dann wird sie noch weniger auf die Erde rückversetzt, weil diese Rückversetzung dann durch Meinen Willen stattfinden müßte, aber nun ein Akt wider Meine ewige Ordnung wäre, weil von Mir aus nur ständiger Fortschritt, nicht aber Stillstand oder Rückschritt begünstigt wird. Ist dagegen der Akt der Verkörperung einer Seele auf der Erde aus Meinem Willen zugelassen, dann bezweckt er nicht das Erreichen eines versäumten Reifegrades, sondern lediglich das Erfüllen einer Mission an der in geistiger Not befindlichen Menschheit, das wohl dem Wesen einen höheren Reifegrad eintragen kann, jedoch nicht solches zum Anlaß hat. Seelen, die sich auf Erden verkörpern, können wohl schon einen gewissen Reifegrad haben, wenn sie von anderen Sternen kommen, um auf Erden zur höchsten Reife zu gelangen. Für diese Seelen bedeutet es aber keine Rückversetzung in ein schon überwundenes Stadium, was aber der Fall wäre, so eine Seele aus dem geistigen Reich, die schon einmal Erdenbewohner war, wieder zur Erde rückversetzt würde zwecks Aufwärtsentwicklung. Zudem könnte es für eine solche Seele nicht von Segen sein, da ihr die Rückerinnerung genommen wäre und sie somit nicht die früher gewonnenen Erkenntnisse nützen könnte, sondern sich aus freiem Willen genau wie das erste Mal entscheiden müßte, was jedoch auch zu einem völligen Sturz nach unten führen könnte. Wer zur Höhe strebt, findet auch im geistigen Reich genügend Gelegenheit, zur Höhe zu gelangen - wer zur Erde strebt, der ist noch in ihrem Bann und wird von Mir aus nimmer zurückversetzt. Wer jedoch im Licht steht und aus Liebe zu dem Unerlösten zur Erde niedersteigen will, dem wird diese Rückverkörperung gestattet, die aber nie und nimmer ein Absinken zur Tiefe zur Folge haben kann, weil die Seele von oben kommt und trotz Unkenntnis ihrer Herkunft genügend Kraft besitzt, um Widerstand zu leisten gegen alle Versuchungen auf Erden. Denn ein Wesen des Lichtes lasse Ich nimmermehr fallen. Es wird immer seine Mission erfüllen, wenngleich es auch stets im freien Willen handelt und lebt auf Erden. Sein Wille aber ist und bleibt Mir zugewandt, weil es auch in sich die Liebe hat, die Mich erkennt und ewig nicht mehr verlieren will. Und so wird, was zur Höhe will, ewig von Mir unterstützt werden - es wird, was nach der Tiefe verlangt, nicht von Mir gehindert werden. Immer aber ist Mein Grundprinzip die Aufwärtsentwicklung, das auch immer erkannt werden wird von denen, die zur Höhe streben. Was daher aufwärts führt, ist Mein Wille, jeder Rückgang aber Wille des Menschen, der nicht von Mir in seiner Freiheit angetastet wird. Amen. B.D. NR. 4913.

 

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