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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 55

B.D. NR. 4804 - B.D. NR. 4913
28.12.1949-11.6.1950
4804 4805 4806 4807 4808  4809 4810 4811 4812 4813
4814 4815 4816 4817 4818  4819 4820 4821 4822 4823
4824 4825 4826 4827 4828  4829 4830 4831 4832 4833
4836 4847 4860 4878 4897  4899 4900 4905 4906 4912
4913

Neu am 14. Jan. 2018: 4804 4805

Neu am 18. Jan. 2018: 4806 4807 4808 4809 4810  4811 4812 4813

Neu am 23. Jan. 2018: 4814 4815 4816 4817 4818  4819 4820 4821 4823

Neu am 30. Jan. 2018: 4824 4826 4827 4828 4829  4830 4831 4832 4833

 

Buch 55 4804

Mühseliger Weg nach oben. Irdische Entlohnung.

28. Dezember 1949. B.D. NR. 4804.

Was euch zu eurem Heil gereicht, das ist euer Lebensschicksal. Die Erziehung eines Menschen zum Gotteskind wird immer ein Leidensweg sein, der Mir zugewandten Willens gegangen werden muß bis zum Ende, auf daß Ich es dann aufnehmen kann in Mein Reich, auf daß Ich es ziehen kann an Mein Herz, um ihm seine Treue zu entlohnen. Und so müssen auch Seelen des Lichtes diesen Weg gehen, soll ihre Verkörperung auf Erden den Erfolg zeitigen, um dessentwillen sie die Verkörperung eingegangen sind. Ein Erdenleben ohne Drangsal und Leid verringert auch die Ausreifungsmöglichkeiten und ist nur denen beschieden, die keine Anstalten machen, geistigen Reichtum zu sammeln, die also nur irdische Ziele anstreben, sich Meinem Gegner verschreiben, der ihnen weltliche Unterstützung gewährt, um ihre Seelen nicht mehr zu verlieren. Beneidet darum niemals Menschen, denen alles gelingt, die irdisch im Wohlleben schwelgen und wenige Prüfungen zu erdulden haben. Wisset, daß ihre Seelen von Beginn ihrer Verkörperung bis zum Ende fast keinen Fortschritt erzielen, daß sie wohl leben, doch dem geistigen Tode verfallen sind, daß sie also gleichsam auf Erden schon den Lohn empfangen für Taten, die nicht die Liebe als Antrieb hatten, die aber den Mitmenschen geholfen haben in ihren Nöten. Nichts bleibt den Menschen ungelohnt, doch wehe, wenn nur irdischer Lohn gewähret wird. Armselig werden die Menschen nach ihrem Tode ins Jenseits eingehen, und groß wird dort ihre Not und Finsternis sein. Duldet alles, was euch auferlegt wird, und vermehret eure geistigen Güter, wenn irdische Not euch drückt, auf daß ihr im geistigen Reich entlohnet werdet und dort nicht zu darben brauchet. Und wisset, daß nur ein dornenvoller Weg euch zum Ziel führt, daß es der rechte Weg ist, der mühselig und steil aufwärts führt. Und so der Weg eben ist, bittet um einen schnellen Aufstieg und um Kraft, jeden noch so beschwerlichen Weg gehen zu können. Und sehet nicht voller Neid auf jene, die sich ihres Erdenlebens erfreuen können, denn sie sind dereinst zu bedauern, während euch noch der gerechte Lohn winkt, den Ich Selbst euch gewähre, so ihr in Mein Reich eingegangen seid. Amen. B.D. NR. 4804.

 

Buch 55 4805

Ausgießung des Geistes.

29. Dezember 1949. B.D. NR. 4805.

Was zur Seele spricht, berührt nicht die Sinne des Menschen, sondern nur das Herz. Und darum wird die Stimme des Geistes auch nicht mit den Sinnen des Körpers vernommen und gespürt werden können, sondern nur im Herzen erklingen, d.h. aus dem Innersten des Menschen emporsteigen und dann erst dem Menschen bewußt werden. Würde es die Sinne des Menschen wohltuend berühren, dann würde er wohl öfter auf die Stimme im Herzen lauschen, doch der seelische Erfolg wäre dann nur gering, weil der Körper auch daran beteiligt ist. Darum ist es aber auch weit verdienstvoller, die innere Stimme erklingen zu lassen ohne körperlichen Antrieb, weil dann nur allein der menschliche Wille die Verbindung mit der geistigen Welt anstrebt, mit dem Reich, aus dem die Stimme, der Seele vernehmlich, ertönt. Und darum ist es nur selten, daß sich die Bewohner des Lichtreiches einem Menschen gegenüber äußern können, obwohl sie ständig bemüht sind, sich ihnen kundzutun. Sie sind in einem Reich, von dem sich der Mensch als solcher keine Vorstellung machen kann, und darum wird das Bestehen eines geistigen Reiches angezweifelt. Und somit suchen sie auch nicht Einblick zu gewinnen in dieses Reich, sie suchen sich nicht mit den Bewohnern desselben in Verbindung zu setzen. Ist aber ein Mensch dazu bereit, weil er glaubt und die Wesen des Lichtreiches hören will, so wird er auch nie wieder von diesen Wesen aufgegeben, weil sie durch ihn Kontakt mit den Menschen gewinnen und sich ihnen mitteilen können, wenn auch indirekt. Und darum wird der Mensch nur zu wollen brauchen und niemals vergeblich auf die Äußerungen der Lichtwesen warten, die also gewissermaßen Kraftstationen für die ausströmende Kraft Gottes sind, für Seinen Geist, der sich nach allen Seiten hin ergießet, der nur ein geöffnetes Gefäß sucht, um sich in dieses zu ergießen. Hindernisse bestehen also nur von seiten des Menschen, indem seine Bereitwilligkeit nachläßt, wenngleich das stets nur ein vorübergehender Zustand ist, weil ein Mensch, der einmal von geistigen Strömungen berührt wurde in der Weise, daß er die Äußerung Gottes durch die Lichtwesen in sich vernehmen durfte, niemals mehr diese geistige Stimme missen will und immer wieder das geistige Ohr öffnet, weil die Seele ihn dazu antreibt - oder auch der Geist. Dieser will sich der Seele kundgeben, und findet er keinen Widerstand, dann treibt die Seele ständig den Körper an, Gelegenheiten zu schaffen für eine stille innere Einkehr, für die Entgegennahme geistigen Gutes durch das innere Wort. Alles, was die geistige Entwicklung des Menschen fördert, steht unter der Obhut Gottes und wird unterstützt werden, weshalb auch die schwersten Lebensverhältnisse nicht ein geistiges Streben beeinträchtigen können, weil der Wille des Menschen sich dem göttlichen Willen anpaßt, weil Gott zu den Menschen sprechen will durch die Stimme des Geistes und daher in jeder Weise die Entgegennahme von Geistesgut unterstützt wird. Und so ist es Gott stets angenehm, so ein Erdenkind Seine Stimme zu hören begehrt, und Er wird ihm immer entgegenkommen, weil es die Seele ist, die Nahrung begehrt, und Er sie niemals darben lässet. Amen. B.D. NR. 4805.

 

Buch 55 4806

Gottes Wort Gnadengabe. Unglaube an Verbindung mit Gott.

30. Dezember 1949. B.D. NR. 4806.

Die Gnadengabe einer direkten Verbindung mit Mir ist von so unschätzbarem Wert, daß die Menschen nicht dankbar genug sein können, Worte der Liebe von Mir zu hören, die sonst niemals ihr Ohr berühren könnten. Denn nicht nur dem direkten Empfänger Meines Wortes gilt dieses, sondern auch den Mitmenschen, die durch ihn davon Kenntnis nehmen, wenngleich es erst den Willen der Menschen voraussetzt, Mich sprechen zu hören, ansonsten Mein Wort den einzelnen wie von Menschen gesprochenes Wort berührt. Ihr alle könnet euch in den Besitz einer Gnadengabe setzen, wenn ihr dazu nur den Willen habt - wenn ihr es wollet, daß euer himmlischer Vater Sich euch zuneigt und euch mit Seinem Wort beglücket. Sehr wenige tragen aber diesen frommen Wunsch in ihrem Herzen. Unzählige Menschen wandeln auf dieser Erde, denen der Gedanke fremd ist, sich mit ihrem Vater und Schöpfer zu verbinden, um Seine Stimme zu vernehmen - und die wenigen, die wohl das Verlangen haben, Mich zu hören, die glauben nicht daran, daß dies möglich ist. Und so sind es nur einzelne, deren Glauben eine Verbindung mit Mir zuläßt, weil dieser Glaube durch die Liebe lebendig wurde und nur ein lebendiger Glaube eine hörbare Äußerung Meinerseits zuläßt. Diesen wenigen nun liegt es ob, die Menschen aufzuklären über ihr Verhältnis zu Ihrem Schöpfer und um Dessen Bereitwilligkeit, Sich Seinen Geschöpfen kundzutun. Doch Glauben finden werden sie wieder nur dort, wo die Liebe wirket, wo also durch uneigennützige Liebetätigkeit der Geist geweckt ist, so daß dem Menschen glaubwürdig erscheint, was ihm über die lebendige Verbindung mit Mir gesagt wird. Und dann steigt in ihm gleichfalls der Wunsch auf, Mich sprechen zu hören. Ob er Mich nun direkt hört oder ihm Mein Wort durch Meine Diener vermittelt wird, ist in seiner Wirkung gleich, denn er wird das ihm vermittelte Wort erkennen und empfinden als von Mir gesprochen und es mit der gleichen Liebe in sich aufnehmen, als ob er einer direkten Ansprache von Mir gewürdigt wird. So wie sein Verlangen ist nach Mir, so ist auch die Erfüllung seines Verlangens. Die Liebeglut seines Herzens bestimmt auch den Seligkeitsgrad bei der Entgegennahme Meines Wortes, den aber mehr die Seele als der Körper empfindet. Ich setze euch Menschen dadurch in den Stand, Kenntnis zu nehmen von Meinem Willen und diesen zu erfüllen, da Ich euch gleichzeitig mit Meinem Wort auch die Kraft gebe. Es besteht die Möglichkeit einer Annäherung an Mich im höchsten Grade, so Mein Wille erfüllt wird. Und darum sorge Ich dafür, daß ihr um Meinen Willen wisset, und vermittle euch diesen durch Mein Wort. Für alle, die an eine lebendige Verbindung mit direkt vermitteltem Wort nicht glauben, sende Ich Meine Boten aus, um von außen Mein Wort ihnen zu bringen, um ihnen das Evangelium zu verkünden, das Meinen Willen als Liebelehre zum Ausdruck bringt. Doch das von außen empfangene Wort wird erst lebendig, wenn es in das Innere des Menschen dringt und dort vom Geistesfunken belebt wird - wenn also der Geist aus Mir tätig sein kann im Menschen, so daß das von außen kommende Wort ihm auch als Mein Wort erkenntlich ist. Dann wird es seine Wirkung ausüben, es wird den Willen des Menschen lenken in die rechte Richtung, es wird durch die Liebe einen lebendigen Glauben gebären, der Mensch wird die lebendige Verbindung mit Mir herstellen und fähig werden, Meine Stimme selbst zu hören im Herzen. Dann aber ist er Mir schon sehr nahe, daß nur noch sein Erdenleben trennend zwischen uns steht. Dann wird er als Mein Kind von dieser Erde scheiden und im geistigen Reich liebend empfangen werden vom Vater, von Dem er einst ausgegangen ist und wieder zurückgefunden hat, um sich ewiglich nicht mehr von Ihm zu trennen. Amen. B.D. NR. 4806.

 

Buch 55 4807

Kluft und Brücke. Neubannung. Liebestromkreis.

30. Dezember 1949. B.D. NR. 4807.

Die Kluft zwischen der Menschheit und Mir wird immer größer, denn ständig weniger wird die Zahl derer, die überzeugt an Mich glauben. Ständig schwächer wird die Kraft Meiner Vertreter auf Erden, die wohl in Meinem Namen reden, doch nicht Verbreiter der reinen Wahrheit sind. Immer mehr Menschen fallen vom Glauben ab und wenden sich dem zu, der Mein Gegner ist - sie wenden sich zur Welt, die sein Reich ist, und vergrößern so die Entfernung von Mir, die sie verringern sollen während ihres Erdenlebens. Sie entfernen sich von Mir und verbreitern die Kluft, die sie von Mir trennt. Doch nur bis zu einer gewissen Grenze geht dies, denn so die Grenze überschritten ist, wo Meine Liebekraft sie nicht mehr berührt, verhärtet sich das Geistige in den Menschen wieder zur festen Substanz. Solange die Erde noch besteht, stehen auch die Mir abtrünnigen Menschen noch in Meinem Liebestromkreis, doch das Hinaustreten aus diesem bedeutet auch Zerfall der Formen, die das Geistige bergen - es bedeutet den Tod der Menschen wie auch der Tiere, es bedeutet ein Auflösen der Schöpfung und Neubildung derselben. Es kann kein Wesen sich ungestraft von Mir entfernen, denn es verliert das Leben, so es Mich verliert. Und so muß, wer am Leben bleiben und dieses ewiglich nicht mehr verlieren will, auch Mir zustreben und Mich suchen, es muß zu Mir zu gelangen trachten und also die Kluft von sich zu Mir verringern. Wo aber kein Glaube ist an Mich als Vater und Schöpfer von Ewigkeit, dort gibt es auch keinen Weg über die Kluft, denn die Brücke, die zu Mir führt, ist unsichtbar. Der Glaube allein macht auch die Brücke ersichtlich, denn der Glaube an Mich veranlaßt auch einen Anruf zu Mir. Der Glaube an Mich führt zum Gebet, das da ist die sicherste Brücke zu Mir. Unzählige Menschen gehen an dieser Brücke vorüber und auch, die ihre Führer sein sollten, finden oft selbst die Brücke nicht, weil ihre Worte ohne Leben sind, weil sie Wege gehen, die nicht als Brücke dienen können, Wege, die immer wieder zum Ausgang zurückführen; weil es nur Worte sind, die nicht vom Herzen kommen im Gebet und daher auch nicht Mein Ohr berühren, die Brücke also nicht betreten wird, die der einzige Weg ist, der über die Kluft führt zu Mir. Einmal aber wird auch diese Brücke nicht mehr sein, denn so die Meinen sie überschritten haben, dann ist es zu spät für die anderen, dann ist jeder Weg abgeschnitten, und dann gibt es keine Rettung mehr für die Zurückgebliebenen; dann wird der Abgrund sie verschlingen, dann wird die Erde sie aufnehmen, dann wird alles verhärtet werden und wieder zur Materie, weil es nicht zur Höhe strebte, sondern selbst die Tiefe suchte. Amen. B.D. NR. 4807.

 

Buch 55 4808

Wer ist es, der sich offenbart? - Gott, das ewige Licht.

31. Dezember 1949. B.D. NR. 4808.

Stets werdet ihr den Willen Dessen erfüllen, Der euch erschaffen hat, so ihr Ihm dienen wollet und ihr euch Seiner Liebe und Gnade empfehlet. Denn Ich lasse euch wahrlich nicht in das Verderben gehen, so ihr die Höhe suchet, so ihr Mir untertan sein wollet. Wer aber ist Der, Der zu euch spricht? - Der Satan vermag wahrlich nicht so auf euch einzuwirken, die ihr nach Gott verlanget, nach Mir, Den eure Seele anstrebt, Dem ihr angehören wollet und Dessen Kinder ihr seid durch euren Willen. Denn der Wille ist es, der entscheidet, welchem Herrn ihr angehört. Meine Geschöpfe sind so lange in der Hand Meines Gegners, wie ihm ihr Wille gilt, der sich einst von Mir abwandte und dadurch seinem Einfluß unterlag. Sowie dieser euer Wille, der frei ist, zu Mir hindrängt, seid ihr auch der Gewalt des Gegners entronnen, und er wird euch keinen Schaden mehr zufügen können, wenngleich er als ständiger Versucher euch noch umlauert, um euch zum Fall zu bringen. Einen Mir zugewandten Willen aber ergreife Ich und dulde keine Wendung mehr nach unten. Seid ihr nun gar gewillt, Mich anzuhören, Meine Stimme zu vernehmen, dann erfülle Ich auch euer Verlangen, denn wessen Wille sich Mir zuwendet, der gehört Mir an, der hat die Willensprobe auf Erden bestanden, er ist Anwärter des geistigen Reiches, in dem die freien Geister in Meiner Nähe weilen. Und höret er nun Meine Stimme, dann braucht er keine Täuschung mehr zu fürchten, keinen Irrtum und keine Unwahrheit, dann steht er in Verbindung mit Mir, Der die ewige Wahrheit Selbst ist. Doch immer ist sein Wille entscheidend. Die Prüfung aber, ob euer Wille Mir gilt, müsset ihr selbst vornehmen, denn es ist das Verlangen des Herzens, nicht die Sprache des Mundes, was Ich bewerte. Es kann ein Mensch die gleichen Worte gebrauchen, mit denen ein anderer das Verlangen des Herzens ausdrückt, und doch kann sein Sinnen und Trachten der Welt zugewandt sein, die da ist das Reich Meines Gegners. Ich Selbst weiß wohl um den Willen des Menschen, doch der Mitmensch kann getäuscht werden durch fromme Worte, von denen das Herz nichts weiß. Dann kann sich wohl der Satan einschalten und die Gedanken des Menschen beeinflussen, daß er ausspricht, was nicht Mein Wille ist. Dann aber bin Ich es nicht, der da redet im Menschen, sondern der Mensch selbst redet, vom Satan angetrieben. Er redet eigene Worte, die nicht Wirken des Geistes sind. Wer aber demütigen Herzens ist, wer seine Dienste Mir anträgt, wer Mich um Hilfe und Gnade angeht, wer der Welt entsagt und Meinen Willen zu erfüllen trachtet, der gibt dem Feind seiner Seele kein Angriffsziel, er wird völlig von Mir erfaßt und vor bösem Einfluß geschützt, weil Ich um seinen Willen weiß. Wer Mich bittet im Geist und in der Wahrheit, der steht auch in der Liebe, ansonsten er nicht den lebendigen Glauben an Mich besitzet, der ihn im Geist und in der Wahrheit beten lässet. Und ihm gilt nun auch Meine Liebe, die niemals ihn in ein Feuer rennen ließe, daß er sich verbrenne. Wer also betet im Geist und in der Wahrheit, der höret Mich sprechen, denn ihm wird der Satan sich nicht nahen, weil Ich gegenwärtig bin und er Mich und Meine Nähe scheut. Wer Mich hören will, dem werde Ich Mich auch offenbaren als Gott und Schöpfer, als Vater und ewiger Geist der Unendlichkeit, und Meine Worte werden sein Herz berühren, so daß er erkennet, wer zu ihm spricht, und nimmermehr zweifeln kann, denn die Worte der Liebe sind unverkennbar, wie aber auch die Worte dessen zu erkennen sind, der unter einer Maske, im Gewande des Lichts, sich äußert denen gegenüber, die ihm hörig sind durch ihren verkehrten Willen. Am Ende der Tage wird viel Irrtum und Lüge sein, und die Wahrheit wird überall verfinstert scheinen; Irrtum und Wahrheit werden nebeneinander hergehen, unerkannt von den meisten, doch das Licht der Wahrheit erstrahlt heller und wird bald alle Irrlichter verdunkeln, denn Ich Selbst erwähle zu Trägern der Wahrheit Menschen, die einen starken Willen haben, der Mir ganz und gar gilt. Und diese werden das Licht überall hintragen und es schützen, daß es nicht verlösche, sie werden mutig sich Meinem Gegner stellen und ihn durch das helle Licht blenden, so daß er fliehet zurück in die Finsternis, daß er meidet alle, die als Lichtträger in Meinem Dienst stehen, denn er weiß, daß Ich Selbst das Licht bin, das die Finsternis erleuchtet, das er nie und nimmer verlöschen kann. Amen. B.D. NR. 4808.

 

Buch 55 4809

Anerkennen Jesus Christus nötig.

Neujahr 1. Januar 1950. B.D. NR. 4809.

Jesus Christus muß anerkannt werden als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, ansonsten der Mensch in die Finsternis zurückfällt, aus der ihm Gottes große Vaterliebe schon emporgeholfen hat, daß er leicht zum Licht gelangen kann. Zum Licht der Erkenntnis gehört aber auch das Verständnis für das Erlösungswerk Christi und somit ein Anerkennen Christi als Erlöser. Die Nacht des Todes hat der Mensch Jesus durchbrochen, Er hat den finsteren Geisteszustand der Menschen durch Seinen Tod am Kreuze in einen lichtvollen gewandelt, weil Er durch Seinen Tod bewiesen hat, daß es einen Weg gibt zum ewigen Leben, den Weg der Liebe. Er hat durch Seinen Lebenswandel, den Sein Kreuzestod krönte, den Menschen einen Weg gezeigt, der aus dem Dunkel der Nacht in strahlendstes Licht führt; Er hat also diesen Dunkelheitszustand, den geistigen Tod, überwunden und den Menschen gleichfalls die Gnade erworben, zum Licht einzugehen mit Seiner Hilfe, weil allein niemand fähig ist durch den geschwächten Willen, der ohne die Hilfe des göttlichen Erlösers von Seinem Gegner beeinflußt wird, der die Seelen wieder in die tiefste Finsternis zurückreißen möchte, die schon einen leisen Schimmer der Erkenntnis besitzen. Jesus Christus steht diesen Seelen bei im Kampf wider den Gegner; allein aber sind sie zu schwach und erliegen der starken Macht des Satans. Der Mensch ist das Produkt einer Gott-abgewandten Schöpferkraft, d.h., ein Wesen, das Gott überaus reichlich mit Kraft speiste, nützte diese Kraft wieder zur Erschaffung von Wesen, die seinen Gott abgewandten Willen in sich trugen. Es waren dies geistige Wesen, die als Erzeugnisse der von Gott ausgehenden Kraft auch Sein Anteil waren, das Er nicht aufgibt in Ewigkeit. Es mußte aber die durch den Willen des Gegners gleichsam entweihte Kraft Gottes wieder die ursprüngliche Gestaltung annehmen, d.h., die aus jener Kraft hervorgegangenen Wesen mußten wahrhaft göttliche Wesen werden, um auch die ihrer Vollkommenheit entsprechende Seligkeit genießen zu können in der geistigen Welt. Dieser Wandel geht in der zu diesem Zweck entstandenen Schöpfung vor sich in undenklich langer Zeit. Der Gegner Gottes, also Erzeuger jener Wesen, will diese Wandlung jedoch nicht zulassen, und so wird um diese Wesen nun ein Kampf geführt, den aber das Wesen selbst zum Austrag bringen muß in der kurzen Erdenlebenszeit als Mensch. Durch Einfluß des Gegners auf seine Geschöpfe aber ist der Mensch während seines Erdenlebens sehr willensschwach, daß der Entscheid von seiner Seite aus stets seinem Erzeuger, also dem Gegner Gottes gelten würde, was jedoch nicht als freier Willensentscheid gelten kann, da diesen der Satan gewissermaßen gebunden hält. Und darum kam Gott den gebundenen Wesen zu Hilfe, indem Er ihnen einen Retter sandte, der sie erlösen sollte aus diesen Banden des Satans, doch auch nun den freien Willen verlangte. Der Wille des Menschen muß sich nun wieder selbst entscheiden, ob er sich dem göttlichen Erlöser oder seinem Erzeuger zuneigt. Doch nun ist der Wille wirklich frei und stark, so er sich der Gnaden des Erlösungswerkes bedient, indem er also Jesus Christus anerkennt als Erlöser und Ihn bittet um Beistand in seinem Willensentscheid. Wird jedoch der göttliche Erlöser übergangen, wird Sein Erlösungswerk nicht anerkannt wie auch Seine Mission, dann bleibt der Mensch weiter in der Gewalt dessen, der seinen Gott abgewandten Willen in ihn gelegt hat, und er bleibt ewig in der Nacht des Todes, im Zustand tiefster geistiger Dunkelheit, ohne Erkennen seiner selbst und seines Verhältnisses zu Gott als Schöpfer und Vater, als Beherrscher der ganzen Unendlichkeit. Er bleibt auf ewig als Kind des Satans im Zustand der Unseligkeit, gebunden und geknechtet - in ewiger Gefangenschaft. Er muß unbedingt die Hilfe des Erlösers in Anspruch nehmen, Der allein ihn aus der Gewalt des Satans befreien kann, Der allein ihn aus dem Zustand des Todes erretten und ihn zum Leben erwecken kann, weil Er für ihn am Kreuz gestorben ist und mit Seinem Blut ihn losgekauft hat von dem, der Herr über ihn war seit Anbeginn. Amen. B.D. NR. 4809.

 

Buch 55 4810

Zweck - Gottes Beweise Seiner Liebe, Allmacht und Weisheit.

1. Janurar 1950. B.D. NR. 4810.

Die göttliche Allmacht greift ein, wo die göttliche Liebe sich äußern und dem Menschen sich offenbaren will in seiner Not. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich, und Sein Wille wird zur Tat durch Seine Liebe. Des Menschen Verstand aber fasset nicht, was göttliche Liebe vermag, denn sie ist Kraft, die Sein Wille manifestiert, und so kann der Mensch wahrlich um alles bitten, Gott kann es möglich machen, wenngleich es menschlich unmöglich erscheint. Und darum ist keine Not so groß, daß sie nicht behoben werden könnte von Gott, und es ist kein Werk zu schwer, daß es nicht von Gott ausgeführt werden könnte - nichts ist unausführbar, was sich ein Mensch erbittet von Ihm, so er nur an Gottes Liebe und Allmacht glaubt. Gott versagt Sich nicht, und Er verschließet nicht Sein Herz dem Kind, das in Ihm seinen Vater sieht und in seiner Not zu Ihm kommt. Der Glaube an die Liebe und Allmacht Gottes ist ein sicheres Mittel zur Abhilfe jeglicher Not. Die Allmacht Gottes kennt keine Grenzen, und die Liebe Gottes ist ohne Ende und von einer Tiefe, die unfaßbar ist für euch Menschen, die ihr aber spüren könnet, wenn ihr euch Ihm gläubig anvertraut. Daß euch Seine Liebe gilt, das beweiset euch die Schöpfung und euer eigenes Leben, denn es ist ein Gnadengeschenk Seiner Liebe, daß ihr den Weg durch die Schöpfung gehen dürfet. (2.1.1950) Weil Seine Liebe es wollte, wurde Sein Wille mächtig, die Liebekraft entfaltete sich und ließ alles erstehen - eine überaus vorbildliche Schöpfung und euch selbst als Krone derer - Seine Liebe schuf den Menschen - Er stellte ein Verhältnis her zu dem, was Er erschaffen hatte, wie ein rechter Vater zu seinem Kind. Er versorgt und betreut die gesamte Schöpfung, und Seine besondere Liebe schenkt Er dem Menschen, den Er zu einem rechten Gotteskind erziehen will. Und immer wird Seine Liebe, Seine Weisheit und Seine Allmacht zusammen wirken, um das aus Ihm Hervorgegangene zu beglücken. Was Er will, das geschieht, doch stets wird es gut sein für das Wesen, das Er zu Seinem Kind umgestalten will. Dieses wird aber auch immer Seinen Schöpfer und Vater von Ewigkeit erkennen lernen durch das weisheitsvolle Wirken Gottes, durch die sichtbaren Beweise Seiner Liebe und Seiner Allmacht. Es wird Ihn wieder lieben und nach Ihm verlangen, und das ist es, was Gott durch alle Beweise Seiner Liebe, Weisheit und Allmacht bezweckt. Er will Seine Kinder gewinnen für ewig, Er will alles, was aus Seiner Kraft hervorgegangen ist, selig machen, Er will, daß sie als selige Geister Seine Anschauung genießen, Er will, daß sie ewig selig sind. Amen. B.D. NR. 4810.

 

Buch 55 4811

Göttliche Offenbarungen: Wissen. Hilfe. Schöpfung. Wort.

3. Januar 1950. B.D. NR. 4811.

Was euch der Geist aus Mir offenbart, gilt für alle Ewigkeit. Und so werdet ihr also erkennen, daß nur das als göttliche Offenbarung gewertet werden kann, was als himmlische Weisheit anzusprechen ist, also das Wissen, das euch Kenntnis gibt von dem sonst ewig Unergründlichen, von der Wesenheit eures Schöpfers und Vaters, von Seinem ewigen Heilsplan, das Wissen um Ursache, Zweck und Ziel alles dessen, was ist. Das ist also das göttliche Wissen, was euch durch Meinen Geist vermittelt wird in Form Meines Wortes - als göttliche Offenbarung. Dazu gehört alles, was Ursache, Zweck und Ziel des Gesamten erläutert. Göttliche Offenbarungen sind ferner die Beweise Meiner Existenz, Meiner Liebe, Allmacht und Weisheit. Und so ist auch die gesamte Schöpfung eine Offenbarung Meiner Selbst für den, der sie als solche erkennen will, wie aber auch jegliche offensichtliche Hilfeleistung in irdischer Not eine Offenbarung Meinerseits ist. Denn immer werdet ihr Menschen, so ihr es wollt, eine Mich beweisende Äußerung erkennen können, ein Zeichen der Liebe des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen. Die größte Offenbarung bleibt jedoch immer Mein Wort, das durch die innere Stimme tönend oder gedanklich vernommen wird. Denn durch dieses Wort trete Ich Selbst dem Empfangenden und durch diesen auch allen Menschen nahe und äußere Mich ihnen gegenüber. Ich spreche zu den Menschen in einer Art, daß jeder Mich verstehen kann. Ich schaffe also durch das Wort eine Verbindung zwischen der geistigen und der irdischen Welt, Ich lenke die Gedanken der Menschen aus der irdischen Welt in das geistige Reich. Ich weise sie hin auf ihr Ziel und führe alle Mittel an, die den Zweck erfüllen sollen, die Menschen zum Ziel zu führen. Ich gebe den Menschen unmittelbare Offenbarungen aus der Höhe, auf daß sie der Tiefe entfliehen und aufwärts streben sollen. Denn diese Offenbarungen, die also nur den Zweck haben, die Menschen zur Höhe, zu Mir zu leiten, sind nicht vergänglich, sie bleiben bestehen bis in alle Ewigkeit, weil Mein Wort unvergänglich ist, weil, was einmal von Mir gesprochen ist, unweigerlich Ewigkeitsdauer hat und auch haben muß, ansonsten Ich nicht vollkommen genannt werden könnte. Was von Mir ausgeht, was durch Meinen Geist den Menschen kundgetan wird, muß unwiderrufliche Wahrheit sein, und die Wahrheit bleibt ewig, was sie ist. Und also bin Ich der Urquell der Wahrheit, und diesem Quell entströmt das lebendige Wasser - göttliche Offenbarungen, die zum Leben erweckende Gnadengaben sind, die der Seele verhelfen zur Vollkommenheit, zur Reife, die sie braucht, um sich mit Mir zu verbinden auf ewig. Eine göttliche Offenbarung ist durch nichts zu ersetzen, denn gibt es wohl etwas Besseres, als von Mir einer Ansprache gewürdigt zu werden, die sich stets fördernd für die Seele auswirken muß? Gibt es etwas Beseligenderes, als vom Vater belehrt zu werden, auf welchem Wege das Kind zum ewigen Leben gelangt? Gibt es einen größeren Garanten für die Wahrheit als die ewige Wahrheit Selbst? So Ich Mich aber Meiner Kinder annehme, so sind sie wahrhaft gut betreut. Darum offenbare Ich Mich denen, die Meine rechten Kinder sind, und Ich gebe ihnen Mein Wort zum Zeichen Meiner unermeßlichen Liebe. Amen. B.D. NR. 4811.

 

Buch 55 4812

Seligkeit der Seele nur im Zusammenschluß mit Gott.

4. Januar 1950. B.D. NR. 4812.

Nur in Verbindung mit Mir gibt es Seligkeit. Auf Erden zwar kann auch die Verbindung mit dem Satan im Menschen ein Glücksgefühl auslösen, doch dann werden es immer körperliche Genüsse sein, die den Menschen ergötzen, woran aber die Seele keinen Anteil hat. Die Seele findet nur im Zusammenschluß mit Mir ihr Glück und ihren Frieden, weil sie Geistiges ist, das von Mir seinen Ausgang nahm und also auch das Zugehörigkeitsgefühl zu Mir niemals verliert, nur sich dessen nicht bewußt ist als Mensch im Unvollkommenheitszustand. Das Geistige kann sich nicht zufrieden geben mit weltlichen Genüssen, und wird vom Körper aus die Seele der Materie wegen zurückgedrängt, so verdichtet sich die Hülle der Seele, die an sich Geistiges ist und nun in einen Zustand des Todes oder des Schlafes versinkt, solange sie von der Materie umgeben ist und durch den Willen des Menschen von ihr beherrscht wird. Die Seele könnte sich wohl wehren, ist aber zu schwach und gibt dem Verlangen des Körpers nach. Doch glückselig wird sie nimmer sein, solange der Körper Erfüllung seiner Begierden findet. Die höchste Glückseligkeit löset Meine Nähe in ihr aus. Sie strebt Mir zu, sowie sie einmal Meine Gegenwart verspürt hat, sowie sie einmal durch Wirken in Liebe den Zusammenschluß mit Mir gefunden hat, da Ich in jedem Werk der Liebe gegenwärtig bin und sie somit Mich an sich zieht, so sie in Liebe wirket. Und diese Seligkeit will sie nicht mehr missen und strebt Mir nur immer eifriger zu. Was eine Seele im Zusammenschluß mit Mir findet, entschädigt sie für alle Not während ihres langen Entwicklungsganges auf der Erde und für alle Leiden im Erdenleben als Mensch. Ja sie ist Mir dankbar für diese, weil sie ihr den Zusammenschluß mit Mir eingetragen hatte. Sie wird auch niemals das Glück einer Vereinigung mit Mir hinzugeben brauchen, denn ein Rückfall ist nimmermehr möglich. Sie kann wohl zum Zwecke einer Mission auf Erden für kurze Zeit das Lichtreich tauschen mit der Erde, aber im Vergleich mit der Ewigkeit ist dies nur ein einziger Augenblick, wo die Seele gewissermaßen wieder auf sich selbst gestellt ist, sich aber ständig nach oben, nach Meinem Reich, sehnt, weil sie es unbewußt empfindet, was sie dort verlassen hat. Dennoch nimmt sie die Verkörperung auf Erden als ein nötiges Liebeswerk auf sich, denn sie ist sich ihrer Mission bewußt und dienet den Menschen auch von sich aus, um ihnen gleichfalls zur Seligkeit zu verhelfen. Im Geist weilet eine solche Seele stets bei Mir, nur um ihrer selbst willen wird ihr die Rückerinnerung genommen, solange sie auf Erden lebt. Doch auf eine solche Seele hat der Satan keinen Einfluß, denn in ihr ist viel geistige Kraft, in ihr ist viel Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen. Und diese Liebe läßt sie auf Erden stets Verbindung suchen mit Mir, nach Dem sie sich sehnet, bis sie wieder mit Mir vereinigt ist. Amen. B.D. NR. 4812.

 

Buch 55 4813

Gnadenmaß unbegrenzt. Keine Bevorzugung des einzelnen.

5. Januar 1950. B.D. NR. 4813.

Es wird euch allzeit das Maß von Gnade zuteil, das ihr annehmen, d.h. wirksam an euch werden lassen wollet. Ich bin stets bereit, Gnaden auszuschütten über jeden Menschen, doch nicht alle sind gewillt, sie entgegenzunehmen, sich zu öffnen dem Gnadenstrom und sich darin zu baden. Wie oft werdet ihr von Meiner Gnade umwogt, wie oft schütte Ich das Füllhorn Meiner Gnade aus über die Erde, und es hat jeder die Berechtigung, sich in ihren Besitz zu setzen. Doch Meine Gnadengabe wird nur selten gewertet als ein Liebegeschenk von Mir von höchstem Erfolg. Und darum ist die Entwicklung der Menschen auf Erden so verschieden, darum gibt es so viele Stufen der Reife, und darum bleiben viele Menschen unten, während andere zur höchsten Höhe emporsteigen, weil immer mehr Gnade ihnen winkt, je höher sie steigen. Meine Liebe aber umfasset alle Meine Geschöpfe, und darum bedenke Ich keines karg. Nehmen können sie alle von Mir, soviel sie wollen, aber sie wollen nicht viel, d.h., nur wenige haben den Wert meiner Gnaden erkannt und bereichern sich daran, weil sie nicht beschränkt werden in der Entgegennahme von Gnaden, weil sie ständig arbeiten an sich und also auch die Gnaden wirksam werden lassen. Ich zwinge jedoch niemandem die Gnade auf. Ich gebe auch denen, die sie nicht von selbst begehren, Ich biete sie ihnen an, aber dann muß erst der Wille des Menschen bereit sein, Mein Geschenk anzunehmen, ansonsten es völlig ohne Wirkung bleibt, also sie in Wirklichkeit keine Gnade empfangen haben. Daß nun bei wenigen Menschen die Zufuhr der Gnade offensichtlich ist, darf nicht zu dem Schluß berechtigen, daß Ich diese Menschen außergewöhnlich bedenke, daß sie nach Meiner Wahl bestimmet sind, Großes zu leisten, und Ich sie darum mit Gnade überschütte. Der Wille dieser Menschen war bereit, mit Meiner Gnade zu wirken zu Meiner Ehre. Darum konnten sie auch schöpfen unermeßlich aus dem Gnadenquell, den Meine Liebe jedem Menschen erschlossen hat. Doch wer sich Meiner Gnaden bedienet, der kann alles erreichen auf Erden, was ihm geistig zum Ziel gesetzt ist. Denn Meine Gnade empfangen heißt, nichts mehr ohne Mich zu tun, jegliche Hilfeleistung von Mir zu erbitten und zu erreichen und ständig unter Meinem besonderen Schutz zu stehen. Er lebt in Meiner Gnade, Ich sehe ihn wohlgefällig an, denn seine Gedanken suchen Mich des öfteren im Bewußtsein dessen, daß Ich sein treuester Freund und Vater bin, Der ihn mit Gnadengaben überreich bedenket. Ohne Gnade braucht kein Mensch auf Erden auszukommen, d.h., stets bin Ich zur Hilfe bereit, wo Meine Hilfe benötigt wird, weil Mein Erbarmen und Meine Liebe allen Meinen Geschöpfen gilt, denen Ich zur Seligkeit verhelfen will; wer Meine Gnade annimmt, der wird selig werden, doch wer sie zurückweiset, der ist rettungslos verloren auf ewige Zeiten, weil niemand ohne Meine Hilfe dem geistigen Tode entrinnen kann. Amen. B.D. NR. 4813.

 

Buch 55 4814

Geistige Vermählung.

6. Januar 1950. B.D. NR. 4814.

Vermählet euch im Geist mit Mir, Der Ich euch alles sein will, Freund, Bruder, Vater und Bräutigam der Seele. Die Welt hat keinen Anteil an Mir, und so werde Ich die Kinder der Welt meiden müssen, und ihre Lust hat Mich nicht zum Begleiter. Sie stehen einsam in der Welt, wenngleich sie von Freunden umgeben sind, denn diese sind wieder Kinder der Welt und ohne Verbindung mit Mir. Ich aber bin alles für die Meinen und lasse niemanden allein. Denn Ich suche engste Gemeinschaft mit Meinen Geschöpfen, und was Mir noch fern ist, suche Ich zu gewinnen. Und also bin Ich einem jeden das, was er in Mir sehen möchte. Wer einen Freund braucht, dem stehe Ich mit Rat und Tat zur Seite, wer den Vater in Mir erblickt, dem schenke Ich auch Meine Vaterliebe, brüderlich ist Meine Sorge um alle, die Mich als Bruder betrachten; die Mir aber ihre ganze Liebe schenken, die will auch Ich beglücken mit Meiner Liebe, und sie sollen ewig nichts mehr verlangen als diese Meine Liebe. (8.1.1950) Die geistige Vermählung mit Mir setzt eine Liebe voraus von beiden Seiten. Meine Liebe ist ewig unveränderlich, sie wird nie nachlassen oder geringer werden, sie zieht mit ihrer Glut alles an sich, was seinen Ursprung in ihr hatte. Meine Liebe will nichts aufgeben, was sie einmal besaß, und darum könnte sich jedes Wesen von Mir geliebt fühlen. Doch erst die Gegenliebe macht das Wesen fähig, Meine Liebe zu spüren, und um diese Gegenliebe werbe Ich ununterbrochen. Erst wenn die Liebe Meiner Geschöpfe und also besonders des Menschen, einen Grad erreicht hat, der den schwächsten Grad Meiner Liebe ertragen kann, findet der Zusammenschluß, die geistige Vermählung mit Mir, statt, die wahrlich das höchste Glück ist für die Seele des Menschen, weil nun unausgesetzt Meine Liebekraft überströmen kann und die Seele dadurch glückselig wird. Im geistigen Reich ist ein solcher Zusammenschluß unbeschreiblich erhaben und beseligend; auf Erden kann der Zusammenschluß ebenfalls stattfinden, doch der Mensch als solcher verspürt nur einen Frieden in sich und das Gefühl von Geborgenheit am Vaterherzen, weil durch seine Liebe zu Mir auch sein Glaube an Meine Liebe, Weisheit und Allmacht lebendig ist und er in diesem Bewußtsein keine irdischen Sorgen mehr kennt. Ein gesteigertes Maß von Seligkeit wäre für ihn auf Erden unerträglich, solange er noch irdische Pflichten erfüllen muß und also tätig im Leben steht. Im geistigen Reich jedoch fällt jede Schranke zwischen Mir und Meinen Geschöpfen. Dann findet eine selige Vereinigung statt, von unvorstellbarer Lichtstrahlung begleitet, die das Wesen wieder in den Urzustand versetzt, in dem es frei schaffen und gestalten konnte nach seinem Willen. Und dieser Zustand ist das Ziel eines jeden Geschöpfes, wozu Ich ihm behilflich sein möchte. Nur durch innige Verbindung mit Mir im Geist und in der Wahrheit könnet ihr zu diesem Ziel gelangen, und es ist dies die geistige Kommunion, die ihr anstreben sollet nur in eurem Herzen, wozu ihr keine äußeren Zeichen und Gebräuche benötigt, weil dieser Akt des Zusammenschlusses mit Mir nur die Vereinigung des Geistesfunkens in euch mit dem Vatergeist von Ewigkeit bedingt und diese Vereinigung nur im Herzen stattfinden kann, an jedem Ort und zu jeder Zeit - wo immer das Herz recht liebeglühend nach Mir verlangt, dort werde Ich auch sein und Mich mit diesem Herzen vermählen. Amen. B.D. NR. 4814.

 

Buch 55 4815

Lehrer müssen von Gott Selbst gelehrt sein.

10. Januar 1950. B.D. NR. 4815.

Wer die Gabe hat, das Wort Gottes zu vernehmen durch die Stimme des Geistes, der gewinnt dadurch ein Wissen, das ihn befähigt, als Lehrer seiner Mitmenschen tätig zu sein; denn er ist von Gott Selbst gelehrt. Er hat zwar keine besondere Schulweisheit empfangen und wird daher selten anerkannt werden als Lehrkraft, dennoch wird er die Mitmenschen aufklären können, was oft die durch Studium herangebildeten Lehrkräfte nicht vermögen, sonderlich dann, wenn tiefere Probleme zu lösen sind, die ein Vermitteln der Wahrheit von Gott direkt bedingen. Es sind ferner oft Streitfragen zu klären, die zu Spaltungen der Kirche Anlaß gaben und die immer ein Streitobjekt bleiben werden. Darüber Aufschluß zu geben ist nur einem von Gott gelehrten Menschen möglich, und jeder ernstlich nach der Wahrheit Strebende muß die Logik der Erklärung von seiten des von Gott Gelehrten anerkennen und sie als einzige annehmbare Antwort erklären. Und es ist dann der Beweis gegeben, daß die rechte Antwort nur bei Gott zu suchen und zu finden ist. Durch noch so eifriges Studium wird sich der Mensch nicht die Weisheiten verschaffen können, die er empfängt durch eine Belehrung durch den Geist. Doch allzuwenig wird derer geachtet, allzuwenig wird die Wahrheit geprüft oder Wahrheit erstrebt. Dennoch muß ein von Gott gelehrter Diener seine Fähigkeit nützen, er muß, was er empfangen hat an Wissen, auch seinen Mitmenschen zu vermitteln suchen, er muß immer wieder die geistigen Ergebnisse den Lehren der anderen gegenüberstellen, er muß überall, wo Irrtum zu erkennen ist, mit der Wahrheit hervortreten und die Menschen aufmerksam machen darauf und ihnen anempfehlen, sich mit Gott durch inniges Gebet in Verbindung zu setzen und Ihn Selbst um Aufschluß in der strittigen Frage anzugehen. Und er wird stets Antwort empfangen, doch sie wird ihm völlig natürlich scheinend zugeführt, so daß er nun wieder selbst seinen Willen tätig werden lassen muß, um eine Prüfung vorzunehmen des Gebotenen sowohl als auch des angegriffenen Wissens. Der von Gott gelehrte Diener ist im Besitz der Wahrheit, was anders auch nicht denkbar wäre, und er wird Antwort auf jede Frage geben können, er wird aufklärend wirken können, wo noch Dunkelheit ist, denn sein Denken ist von Gott erleuchtet, und blitzschnell wird ihm jede falsche Lehre, jeder irrige Glaubenssatz bewußt und ebenso schnell auch die Berichtigung dessen, was als Irrtum vergiftenden Einfluß ausübt auf die Menschen. Wer aber im Besitz der reinen Wahrheit ist durch Gottes große Liebe und Allmacht, der zögert nicht, sie auch den Mitmenschen zu geben, und darum wird ein Suchender nicht lange zu suchen brauchen, so wird ihm ein Wahrheitsträger in den Weg treten und ihn belehren, und wohl denen, die auf seine Stimme hören, die annehmen, was Gott Selbst ihnen sendet durch Seine Boten, durch Seine Jünger, die Er Selbst erwählet, um das Evangelium zu tragen in alle Welt. Amen. B.D. NR. 4815.

 

Buch 55 4816

Gerechtigkeit Gottes. Schuld und Sühne. Gebundenheit - Erlösung.

11. Januar 1950. B.D. NR. 4816.

Alle Geschöpfe, die im Zustand des freien Willens sind, haben eine gewisse Erkenntnisstufe erreicht, d.h., sie sind fähig, ein bestimmtes Wissen entgegenzunehmen. Ob es ihnen aber verständlich ist, ob es sie wirklich in den Zustand des Erkennens versetzt, ist davon abhängig, wie der Mensch seinen freien Willen gebraucht. Denn es ist der Zustand des Erkennens das Zeichen der Aufwärtsentwicklung des Menschen, er ist ein Reifegrad der Seele, den der freie Wille des Menschen anstreben soll und der daher nicht willkürlich ihm zugeteilt wird. Die Aufwärtsentwicklung aber ist Folge eines Lebenswandels nach dem Willen Gottes, und Gottes Wille ist ein Leben in Liebe. Sonach kann nur ein liebetätiger Mensch im Erkennen stehen, also das höhere Wissen kann nur dann erworben werden, wenn sich der Mensch eines Lebenswandels in Liebe befleißigt. Dann aber wird er für alles Verständnis haben, er wird sich nur in Gedanken mit einer Frage zu beschäftigen brauchen, und in Gedanken wird ihm auch die rechte Antwort zugehen - er wird wahrheitsgemäß denken und ein reiches Wissen gewinnen. Doch es wird auch Probleme geben, deren Lösung göttliche Unterstützung bedingt, weil der menschliche Verstand an sich ewig nicht damit fertig würde, denn sie erfordern die geistige Wiedergeburt des Menschen, sie erfordern einen Reifegrad, der nicht oft bei den Menschen anzutreffen ist. Doch Gott verweigert niemals die Antwort auf solche Fragen, wenn sie allen Ernstes an Ihn gestellt werden. Er allein kann auch das den Menschen Unverständliche so darbieten, daß es ihnen verständlich wird, wenn sie Ihn innig darum bitten, doch immer ist ein gewisser Glaube notwendig, der auch unverständlich Scheinendes annimmt, solange der Mensch noch unerweckten Geistes, denn dem erweckten Geist ist alles verständlich. (13.1.1950) Nichts gibt es, was nicht Gottes Liebe erkennen ließe, was nicht Gottes Liebe zur Begründung hätte. Doch es kann die Gerechtigkeit Gottes nicht ausgeschaltet werden, weil die Vollkommenheit Gottes solche bedingt. Und damit schon ist ein großes Problem geklärt: Die Erlösung der Menschheit durch Christus. Es stand auf der einen Seite eine übergroße Schuld, auf der anderen Seite die ewige Gottheit, an Der das Geistige schuldig wurde. Die Schuld war aber darum so groß, weil das Geistige die Erkenntnis besaß, also nicht als Folge mangelnder Erkenntnis sündigte. Es forderte diese Versündigung auch die Gerechtigkeit Gottes heraus, weil die Vollkommenheit Gottes niemals von Seinem Grundprinzip abgehen kann - Sühne für jeden Verstoß gegen die göttliche Ordnung, der sich vollzog mit dem Abfall des Geistigen von Gott. Die Sühne aber war unsagbar schwer, weil die Sünde endlos schwer war. Der Abstand von Gott hatte die Schwächung des Geistigen zur Folge. Es verlor das Geistige jegliche Kraft, es konnte nicht mehr aus eigener Kraft einen steilen Weg bergauf gehen, sondern sank ständig tiefer, bis Sich dieser geistigen Wesen ein Lichtwesen erbarmte, bis Dieses dem Schwachen, Gesunkenen zu Hilfe kam, bevor es sich ganz verlor in die Tiefe. Es wollte das Lichtwesen die Schuld sühnen, Es wollte Sich Selbst opfern für die unglückseligen Wesen, die nach endlos langem Entwicklungsgang nun im Stadium als Mensch zu versagen drohten, weil sie kraftlos waren. Und es stieg dieses Lichtwesen zur Erde hernieder - ein Kind Gottes verkörperte Sich als Mensch, um den Mitmenschen zu helfen. Das Lichtwesen stand im Verband mit Gott, und Es wußte um den unglückseligen Zustand der Wesen, die auf Erden wandelten und ihres eigentlichen Zweckes vergaßen. Das Lichtwesen wußte aber auch einen Weg, der aus diesem unglückseligen Zustand herausführte. Es wußte um alles, was im geistigen Reich, auf Erden und unter der Erde sich abspielte, d.h. um das Los derer, die in der Tiefe weilten. Und als selbst aus dem Lichtreich stammend, wollte Es den Menschen den gleichen beneidenswerten Zustand verschaffen. Doch Es stieß auf einen großen Widerstand. Es arbeitete ein Wesen aus der Finsternis gegen das Wesen des Lichtes mit Wort und Tat. Es band dort, wo das Lichtwesen lösen wollte, d.h., das Wesen der Finsternis hatte großen Einfluß auf die Menschen und trieb sie an zu ihrem Denken, Wollen und Tun. Doch es entsprach letzteres nicht dem Willen Gottes, also wirkte das Wesen der Finsternis in Gott-widrigem Sinne, und es hätte der Mensch seinem Einfluß widerstehen müssen, wenn er sein einstiges Unrecht gegen Gott hätte gutmachen wollen. Doch dazu war der Mensch zu schwach, er war gewissermaßen gefesselt durch den Willen des Gegners von Gott. Sollte nun den Menschen Erlösung werden von dessen Macht, so mußte sich ein Wesen ihm stellen, das über starke Willenskraft verfügte, das bewußt zu Gott stand und Dessen Kraft und Macht in Anspruch nahm im Kampf wider jenen. Und dieses Wesen war Jesus Christus, Er war das als Mensch verkörperte Lichtwesen, Das überaus stark im Willen war und dem Gegner eine Waffe entgegensetzte, wider die er machtlos war. Die Liebe, die Jesus mit Gott verband und Ihn zum Kraftempfänger aus Gott machte. Und so war Er dem Gegner überlegen, und Er befreite unzählige Menschen aus dem Joch der finsteren Macht. (14.1.1950) Das Joch aber bestand darin, daß der Mensch, als nach oben oder nach unten sich entscheiden könnend, den größten Anreiz nach unten verspürte durch den Einfluß dessen, dem er seinen Unvollkommenheitszustand verdankte, daß er also an allem Gefallen fand, was Gott-widrig war, daß er alles anstrebt, was dem Körper behagt und die Seele herabzieht. Das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen suchte der Gegner Gottes für sich zu gewinnen, und er stieß dabei auf wenig Widerstand, weil sich im Menschen alle Triebe wiederfanden, die des Gegners Prinzip waren. Es war also der Mensch gewissermaßen hörig jener Macht, die ihn nicht frei gab, sondern stets mehr und mehr bedrängte, so daß er stets ihren Willen ausführte und sich von Gott immer mehr entfernte. Es war der Mensch ein schwaches Geschöpf, dessen Wille gefesselt war, weshalb er sich nicht wehren konnte - was wohl sehr leicht möglich gewesen wäre, so er die Liebe als Gegenkraft gebraucht hätte, gegen die der Gegner Gottes ohnmächtig ist. Darum mußte als Retter Einer kommen, Der den Menschen erstmalig bewies, daß ein Lösen von dem Gegner wohl möglich war, aber nur durch die Liebe, die dem Menschen Kraft einträgt zum Widerstand, also Willensstärke nach sich zieht. Er mußte ferner die Menschen aufklären über ihre Lebensaufgabe, weil durch den Einfluß vom Gegner Gottes ihnen jegliche Kenntnis mangelte. Der Erlöser aus geistiger Not mußte den Menschen also das Licht bringen und Kraft vermitteln. Er mußte ihnen verhelfen zur Freiheit, Er mußte den Gebundenen die Ketten lösen, denen sie sich allein nicht entwinden konnten. Das Erlösungswerk Christi erstreckt sich nur auf den Geisteszustand der Menschen, der so unbeschreiblich tief war, daß ein Erheben aus eigener Kraft unmöglich war - eben durch den Mangel an Liebe. Und darum unterwies Jesus Christus zuerst die Menschen, und Er gab ihnen als Wichtigstes das Liebegebot, auf daß sich die Menschen selbst in den Besitz von Kraft und Licht bringen konnten. Dann aber erwarb Er durch Seinen Tod am Kreuze einen geistigen Fond, d.h. einen Gnadenschatz, den jeder Mensch heben kann, der an Ihn und Sein Erlösungswerk glaubt. Er erwarb den Willensschwachen Verstärkung des Willens und Vergebung ihrer Schuld. Gott sah das Liebeswerk eines Menschen wohlgefällig an, und Er gewährte Ihm Erfüllung der Bitte, die der Mensch Jesus für Seine Mitmenschen Ihm vortrug. Er gab Sich zufrieden mit dem Tode eines Menschen, Der die Mitmenschen vom geistigen Tode erretten wollte. Die Liebe des Gottmenschen Jesus war so stark, daß sie der ewigen Gottheit Genugtuung war, Die Sich nach der Liebe aller Menschen sehnte. Er gab Sein Blut hin für die Sünden der Menschheit, Er löschte mit Seinem Blut die Schuld, doch wohlgemerkt - nur derer, die Ihn und Sein Erlösungswerk anerkennen und zur Schar der Erlösten gehören wollen, ansonsten alles Geistige schon erlöst wäre, doch dann nicht den Zustand der Vollkommenheit erreichen könnte, der die freie Willensprobe bedingt. Amen. B.D. NR. 4816.

 

Buch 55 4817

Verunstaltung der reinen Lehre Christi. Freier Wille.

15. Januar 1950. B.D. NR. 4817.

Was Ich zu euch Menschen auf Erden gesprochen habe, das sollte in aller Reinheit erhalten bleiben. So war es Mein Wille, und darum gab Ich euch gleichzeitig die Verheißung, daß Ich im Geist bei euch bleibe und also darüber wachen wollte, was als Mein Wort auf Erden verkündet wird. Doch diese Verheißung galt nur denen, deren Wille Mir voll zugewandt war; sie galt denen, die nach Mir verlangten im Herzen und in Mir den Vater von Ewigkeit sahen. Ich konnte und wollte aber niemals den Willen der Menschen binden, und so war es auch nicht zu verhindern, daß Menschenwille Meine reine Lehre verunstaltete, daß hinzugefügt und weggelassen wurde, was diesen Menschen recht war, und dadurch Mein Wort an seiner Reinheit verlor, daß es mit zusätzlichem Menschenwerk untermischt wurde und daher auch an Kraft und Wirkung verlor, die ursprünglich Meinem Wort anhafteten und so lange, wie die Lehre göttlich, also frei von Menschenwerk war. Den menschlichen Willen mache Ich nicht unfrei. Verständlich aber ist es, daß dieser Wille von Meinem Gegner beeinflußt wurde, sowie ein Mensch sich durch Denken, Wollen und Handeln ihm hörig macht. Verständlich ist es, daß aus eines bösen Menschen Mund keine Wahrheit mehr strömen kann, wie auch das Denken dessen der Wahrheit entgegengerichtet sein muß, so er mit Meinem Gegner mehr harmoniert als mit Mir. Die Macht Meines Gegners ist groß, und doch wieder nicht so groß, daß die Menschen ihm verfallen müssen. Ihr Wille allein bestimmt den Einfluß auf die Seele des Menschen. Und daher war bald die reine Wahrheit illusorisch geworden, wo die Menschen Mich Selbst nicht gegenwärtig sein ließen durch ihren Willen, ihre Liebe und ihren Lebenswandel. Doch Ich bleibe im Geist bei euch. Ich war und bin immer gegenwärtig, wo Mir die Herzenstür geöffnet wird und Wohnung bereitet. Und dort werde Ich auch immer Worte der Liebe und der Wahrheit reden, und wer Mich also im Herzen vernimmt, wer Mich durch den Geist zu sich reden lässet, der wird immer in der reinen Wahrheit stehen und nicht zu fürchten brauchen, daß er Unwahrheit entgegennimmt. Und so findet eine ständige Reinigung der Lehre statt, die als Lehre Christi auf Erden verkündet wird und nicht mehr der reinen Wahrheit entspricht, die nicht mehr das ist, was sie war zur Zeit Meines Erdenwandels. "Himmel und Erde werden vergehen, aber Mein Wort bleibt bestehen in Ewigkeit." Doch nur das reine Wort aus Mir hat Bestand, durch Menschen verändertes Wort aber verfällt, selbst wenn es durch Menschenwillen ein langes Bestehen hat, es wird aber niemals der Wahrheit standhalten können, wenn diese in hellstem Licht zu leuchten beginnt. Denn die reine Wahrheit ist wie ein scharfes Schwert, das alles besiegt, was sich nicht ihr unterwirft. Die Wahrheit wird siegen, weil sie von Mir ist, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin. Amen. B.D. NR. 4817.

 

Buch 55 4818

Ankündigung des Gerichtes. Langmut Gottes.

17. Januar 1950 B.D. NR. 4818.

Um der wenigen willen, die noch unentschieden sind, zögere Ich noch immer mit Meinem offensichtlichen Hervortreten, und das gibt euch Veranlassung, an Meinem Wort zu zweifeln oder den göttlichen Ursprung dem zur Erde geleiteten Wort abzusprechen. Ich habe wohl eine große Langmut, Ich trage dem Schwachen, Unentschlossenen Rechnung, Ich suche noch möglichst viele zu retten vor dem Untergang und wende daher alle Mittel an, sie umzustimmen, und so stehe Ich noch immer von Meinem Vorhaben ab. Doch einmal ist die Zeit abgelaufen, und ihr Menschen werdet nicht mehr lange zu warten brauchen, dann wird sich Wort für Wort erfüllen zum Leidwesen unsagbar vieler Menschen, euch aber zur Bestätigung dessen, was Ich euch angekündigt habe. Ihr sollet nicht zweifeln, selbst wenn ein Tag nach dem anderen vergeht, ohne das angekündigte Gericht zu bringen. Heut noch könnet ihr mitten im Weltgetriebe leben in Lust und Freuden, und morgen schon kann euch ein Grauen erfüllen angesichts der Zerstörung um euch, die ihr am Leben bleibet. Heute noch kann Ruhe sein überall und morgen schon der stärkste Sturm, dem alles zum Opfer fällt. Glaubet nur, daß Ich Selbst zu euch spreche, euer Gott und Schöpfer, euer Vater von Ewigkeit, so euch die Offenbarungen von oben zugeleitet werden; glaubet, daß dies nur geschieht, weil ihr nahe vor dem Ende stehet und Ich euch retten will, indem Ich euch Mein Wort zuleite. Verstehet es, daß Ich Mir Diener auf Erden erwählen mußte, weil euch die Wahrheit abgeht und ihr ohne die Wahrheit nicht selig werden könnet. Nehmet jedes Wort dieser Meiner Offenbarung ernst und glaubet es, daß das Ende nahe ist, wenngleich die Welt euch eines anderen belehren möchte. Ich lasse wohl alles seinen Gang gehen und hindere Meinen Gegner nicht, so er euch in seine Fangnetze ziehen will, indem er euch locket mit den Freuden der Welt, darum eben sende Ich euch Meine Boten zu, die euch warnen sollen und mahnen, nicht der Welt zu verfallen; höret sie an, wendet euch nicht unwillig ab, bedenket jedes Wort von ihnen und bereitet euch vor, denn der Tag ist schon bedenklich nahe, der euch aufstört aus dem Leben der Ruhe und der Behaglichkeit, das ihr erstrebet und euch auch zu verschaffen wisset. Es ist nicht das rechte Leben, das ihr führet, denn die Welt zieht euch hinab. Suchet euch nicht zu betäuben oder selbst zu belügen, erschreckend wird die Wahrheit zutage treten, weil es kein Bestehen der Lüge gibt und somit auch keinen Bestand dessen, was dem Reich des Gegners angehört, der die Wahrheit scheut und sie zu verdrängen sucht. Darum warne Ich euch noch einmal, Mein Wort leichtsinnig abzulehnen oder geringzuschätzen. Sehr bald werdet ihr Meines Wortes gedenken und in Mir Den erkennen, Der die Welt regieret und euer aller Schicksal lenkt, Der zu euch Worte der Liebe geredet hat, die ihr nicht annahmet als Worte des Vaters, weil die Stimme der Welt lieber gehört wurde von euch. Wachet auf, die ihr noch schlafet, und bereitet euch vor auf den Tag, der so sicher kommet, wie sich Mein Wort erfüllet, weil es die ewige Wahrheit ist. Amen. B.D. NR. 4818.

 

Buch 55 4819

Geistige Wende. Letztes Gericht.

18. Januar 1950. B.D. NR. 4819.

Die Welt steht vor einer Wende, d.h., alles was weltlich ist auf der Erde, erfährt durch einen Vernichtungsprozeß eine totale Veränderung in materiellem Sinn, und nur das Geistige ist von Bestand und überdauert den Vorgang des Vernichtungswerkes und wirket in anderer Verformung auf einem neuen Schöpfungswerk fort. Die Erde also erneuert sich, sie geht aus dem Vernichtungswerk in völlig neuer Gestaltung hervor und wird wieder von Menschen bewohnt, die zum Teil von der alten Erde stammen und zum Teil auch in hoher geistiger Reife aus diesem alten Stamm hervorgehen. Es ist ein Abschluß einer Entwicklungsperiode, der sich vollziehen wird in kurzer Zeit. Es geht eine Erlösungsperiode zu Ende, und es beginnt eine neue, doch so grundverschieden von der alten, daß eben von einer Wende gesprochen werden kann, vor der die Menschheit steht, die rein geistig und auch irdisch zu verstehen ist. Der geistige Tiefstand der Menschen bedingt ein Auflösen und Neuformen alles dessen, was Geistiges birgt, auf daß kein Stillstand oder Rückgang eintritt in der Aufwärtsentwicklung des Geistigen. Immer wird dem Willen des Menschen Rechnung getragen, d.h., ihm wird das Los zugeteilt, was sein Wille anstrebt. Und da die Menschen in der letzten Zeit nur noch Materie-Jäger sind, werden sie selbst, was sie begehren - die härteste Materie umschließt ihre Seele und gibt sie nicht mehr frei, bis wieder durch Gottes Willen das Geistige erlöst wird aus der härtesten Form, bis es reif ist, in weniger harter Verformung zu weilen, und sich nun langsam zur Höhe entwickelt im Mußzustand, bis es erneut in das Stadium als Mensch eintritt, in dem es sich endgültig erlösen kann, wenn es will. Doch der Zeitraum einer solchen Entwicklungsperiode ist so groß, daß der Mensch in der kurzen Erdenlebens (zeit, d. Hg.) keine offensichtliche Beendung der Schöpfung wahrnehmen kann und er sonach ein Ende einer Periode, einen geistigen Wendepunkt, nicht anerkennen will und er daher auch seine geistige Entwicklung nicht ernst nimmt. Und so will die Menschheit auch jetzt nicht glauben, daß sie kurz vor der Beendigung einer Erdperiode steht, und sie erkennt nicht die große Gefahr, die auf sie lauert - sie weiß es nicht oder will es nicht glauben, daß die Erde alle verschlingt, die noch mit der Materie eng verbunden sind, so daß sie Gott darüber gänzlich vergessen. Sie wollen es nicht glauben und werden daher überrascht sein, wenn alle Anzeichen darauf hinweisen, daß der Tag im Anzuge ist, daß die Erde ihre letzten Tage erlebt. Denn offensichtlich wird Gott zuvor noch in Erscheinung treten, und wer nicht ganz verstockt ist, wird Ihn auch erkennen. Doch die meisten haben das Schicksal zu erwarten, das ihnen angekündigt ist, daß die Erde sich auftut und verschlinget, was vor Gottes Augen nicht bestehen kann. Und es geht eine neue Erde hervor, die belebt ist von denen, die Gott treu bleiben und ausharren in größter Not bis zum Ende, weil sie an Ihn glauben und an Sein Wort. Amen. B.D. NR. 4819.

 

Buch 55 4820

Zustand im Jenseits.

19. Januar 1950. B.D. NR. 4820.

Habt ihr einmal die Pforte des Todes durchschritten, so werdet ihr die körperliche Hülle nicht mehr spüren, sondern leicht und frei euch bewegen können, ihr werdet nicht gehindert werden zu weilen, wo ihr wollt; es wird keinerlei Zwang auf euch ausgeübt werden. Und dennoch kann dieser Zustand auch für euch qualvoll sein, und zwar, wenn ihr euch in der Finsternis befindet, wenn es um euch lichtlos ist und ihr nichts zu erschauen vermögt. Diese geistige Blindheit ist verbunden mit völliger Kraftlosigkeit und mit einer Willensschwäche, die sich nicht aus ihrer Lethargie erheben kann. Es ist also nichts von außen Wahrnehmbares, was euch beeinflußt, sondern in euch selbst kann noch eine Fessel sein, die euch hindert am Leben, d.h. an einer Tätigkeit nach dem Willen Gottes, die jedoch alle die Seelen ausführen dürfen, die beim Verlassen der Erde lichtempfänglich sind und also in ein Reich versetzt werden, wo sie stets Schöneres schauen dürfen. (20.1.1950) Dieses Reich mit allen Herrlichkeiten zu bewohnen ist ein unermeßliches Glück für die aus dem Leben geschiedenen Seelen, denn sie lassen alles Irdische, Schwere, Leidvolle und Unvollkommene zurück und sind nun in seelischer Verbundenheit mit Geistwesen, die voller Liebe, Weisheit und Kraft sind. Und daran nimmt die Seele von nun an teil und ersieht immer Neues und ihre geistigen Sinne Fesselndes, sie sieht Schöpfungen, die überaus herrlich anzusehen sind in ihrer Gestalt und nicht verglichen werden können mit irdischen Schöpfungen. Zudem ist sie nicht mehr an Zeit und Raum gebunden, sie kann weilen, wo sie will und sich sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft versetzen. Es gibt für sie kein Raum- und Zeitgesetz, sowie die Seele vollkommen geworden ist, also in das Lichtreich Eingang gefunden hat. Dennoch sind auch dort die Lichtgrade verschieden, was zu immer eifrigerem Streben anregt und auch die Wesen miteinander vereinigt, um mit vereinter Kraft schaffen und gestalten zu können. Das Wirken in Liebe ist auch in diesem Reich höchstes Gesetz, weshalb die Lichtwesen in vollendeter Harmonie füreinander tätig sind, Glück spendend und Glück empfangend. Ihre ständige Arbeit gilt aber den Seelen der Finsternis, die sie in äußerster Not wissen und helfend belehren möchten. Wo geistige Finsternis ist, dort ist auch kein Lebenstrieb, die Wesen sind völlig apathisch, wenn sie nicht zornglühend und rachedurstig sind und in ständigem Kampf miteinander liegen. Letztere brauchen endlose Zeiten, bis sie zur Ruhe kommen und in den apathischen Zustand verfallen. Doch erst dann ist ihnen zu helfen von seiten der Lichtwesen. Im Gegensatz zu diesen sind die unvollkommenen Wesen zumeist voller Eigenliebe und daher schwer den Belehrungen zugänglich, die das Liebegebot zum Inhalt haben. Doch die Lichtwesen sind voller Geduld und werden nie müde, ihnen beizustehen, so daß fast stets mit einem geistigen Aufstieg zu rechnen ist, wo die Wesen ihre schlechten Triebe abgelegt haben und sich nicht mehr gegenseitig zu zerfleischen suchen. Der Zustand der Teilnahmslosigkeit ist immer das Vorstadium des Erwachens aus dem Schlafe, und es bedarf nur einer liebenden Unterstützung, daß auch diese Seelen einen Lichtschimmer bekommen und sehend werden. Doch es währet oft lange Zeit, weil auch im geistigen Reich der freie Wille vorangestellt wird, der unangetastet bleiben muß, soll das Wesen selig werden. Amen. B.D. NR. 4820.

 

Buch 55 4821

Gnade der inneren Erleuchtung.

21. Januar 1950. B.D. NR. 4821.

Die Gnade der inneren Erleuchtung beweist das rechte Verhältnis zu Mir, ansonsten sich Mein Geist nicht im Menschen äußern könnte, denn nur, wo ein Kind mit dem Vater die rechte Verbindung eingegangen ist, kann das Kind die Stimme des Vaters vernehmen. Als geistige Lebewesen mit Bewußtsein und freiem Willen traget ihr Menschen ein Fünkchen Meines Gottesgeistes in euch, doch so lange wie isoliert von Mir, wie euer Wille noch nicht zu Mir gerichtet ist. Solange ist aber auch dieser Geistesfunke untätig, er schlummert in einer Umhüllung, die sein Wirken unmöglich macht, weil göttliche Kraft nicht sich zwangsmäßig durchsetzt, sondern erst dann wirksam wird, wenn sie keinen Widerstand mehr findet. Und ob Ich nun auch gewissermaßen in euch bin, weil dieser Geistesfunke doch Mein Anteil ist, so könnet ihr doch nichts von Mir spüren, solange ihr nichts spüren wollet. Euer Wille allein schafft den rechten Zustand, euer Wille allein muß das rechte Kindesverhältnis zum Vater herstellen, dann ist der Zusammenschluß des Geistesfunken mit dem Vatergeist gleichfalls hergestellt, und dann vernimmt das Kind jede Äußerung des Vaters durch den Geist in sich. Wer aber als Kind dem Vater gegenübertritt, der tut auch Dessen Willen, und so muß der Lebenswandel eines Menschen, der Meine Stimme in sich vernehmen will, auch Meinem Willen entsprechen, und wer den Willen des Vaters tut, dem gehört auch Seine Liebe, die wieder als Kraft auf die Seele einwirkt und ihr zur Vollkommenheit verhilft. Die Kraft nun kommt in Form Meines Wortes zum Ausdruck, in erleuchtetem Denken und Reden - in der Fähigkeit, Mein Wort aufzunehmen und wieder Verkünder Meines Wortes zu sein den Mitmenschen gegenüber. Alles, was der Mensch also tut für das Reich Gottes, jegliche geistige Arbeit, ist der Beweis von ihm zuströmender Kraft aus Mir, die also in der Arbeit für Mich und Mein Reich verwertet wird und dem Menschen selbst erhöhte Seelenreife einträgt. Ihr dürfet also nicht ein körperliches Kraftgefühl erwarten, so von Kraftzuwendung die Rede ist, sondern ihr müsset eure geistige Entwicklung, den Fortschritt im Wissen, die Gabe, zu lehren oder die Mitmenschen aufzuklären, als Auswirkung der Kraftübermittlung von Mir ansehen, und dann werdet ihr auch die Wahrheit Meines Wortes erkennen und aus dem Wort selbst die Kraft entziehen, weil es euch erhöhtes Wissen sichert, mit dem ihr wieder eifrig tätig sein könnet für Mein Reich. Doch auch körperlich ist die Kraftzuwendung spürbar, weil Ich eines jeden Kindes irdische Kraft vermehre, so es für den Vater diese Kraft verwenden will. Wenn auch die Glaubensproben Meinen Dienern auf Erden nicht erspart bleiben, so lasse Ich sie aber nicht unfähig werden zur Arbeit, indem Ich ihnen die Lebenskraft schmälere. Denn ihre Aufgaben sind wichtig und ihre Hilfeleistung den Mitmenschen gegenüber dringend nötig, darum versehe Ich Meine Diener auf Erden auch irdisch mit Kraft, auf daß sie die Arbeit in Meinem Weinberg auch ausführen können. Denn die letzte Zeit erfordert rüstige und treue Arbeiter, die so innig mit Mir verbunden sind, daß Ich durch den Geist in ihnen wirken kann; denn sie sollen als Vorbild dienen allen, die gewillt sind, das rechte Verhältnis mit Mir herzustellen, allen, die als Kinder zum Vater kommen wollen und mit Ihm sprechen. Sie sollen den Beweis geben, daß der Vater Sich einem jeden Kind zuneigt, das zu Ihm in Liebe kommt und in Seinem Willen lebt. Denn Meine Liebe sehnt Sich nach den Geschöpfen, die aus Mir hervorgegangen sind und die Ich ewig nicht verlieren will. Amen. B.D. NR. 4821.

 

Buch 55 4822

Heilsplan Gottes.

21. Januar 1950. B.D. NR. 4822.

Was in Meinem Heilsplan beschlossen ist, das findet unwiderruflich statt, denn Meine Weisheit erkannte die Notwendigkeit dessen, um das Mir einst abtrünnig Gewordene zur Vollendung zu führen. Die Zeit für jegliches Geschehen ist festgelegt seit Ewigkeit, weil Mir auch seit Ewigkeit der Wille des Geistigen ersichtlich war, so daß Ich also auch erkannte, in welcher Zeitdauer ein Entwicklungsprozeß als beendet oder als verfehlt anzusehen ist, weshalb immer neue Entwicklungsphasen beginnen, wenn keine Ergebnisse erzielt werden. Da es also nun klar vor Mir liegt, daß und wann die Menschen versagen, ist es seit Ewigkeit festgelegt, wann eine neue Erdperiode beginnt und die alte also beendet ist. Und dieser Zeitpunkt wird innegehalten, weil ein Abgehen davon sich nur übel für das Geistige auswirken würde und Meine ständige Sorge nur diesen Wesen gilt, die durch ihre Unvollkommenheit in arger Not sind. Der Abschluß einer Erdperiode ist sonach zeitmäßig festgelegt und kann nicht durch Menschenwillen hinausgeschoben werden, doch Menschenwille kann die Art und Weise des Endes einer Entwicklungsperiode zu einem weniger schmerzlichen gestalten, so er bereit wäre, sich Meinem Willen unterzuordnen, so daß also eine Zerstörung der alten Erde mehr das in den Schöpfungen noch gebundene Geistige betreffen würde, während der Mensch, der nach Meinem Willen zu leben sich bemüht, den Lohn dafür ernten könnte in einem schmerzlosen Hinübergehen in das geistige Reich oder auch im plötzlichen Versetzen auf eine neu erstandene Schöpfung. Ein Mir sich unterstellender Wille benötigt keine so scharfen Erziehungsmittel, und es könnte die Zeit des Endes der Erde für die Menschen ohne jegliche Schrecken herankommen. Doch daß sie kommet, können die Menschen nicht mehr aufhalten trotz einer möglichen Wandlung des Willens. Denn dieses ist bestimmt seit Ewigkeit. Den Glauben daran können die Menschen wohl abschütteln, doch dann nur zu ihrem eigenen Schaden. Ist aber der Mensch gläubig, dann kann er für sich selbst die Schrecken verringern, wenn er sie auch nicht gänzlich abwenden kann der Mitmenschen wegen. Doch sowie er als einzelner sich Meinem Willen unterwirft, steht er in Meinem besonderen Schutz, und das Mir gänzlich Widersetzliche nebst dessen Herrn kann ihm nicht Schaden an der Seele zufügen, wenngleich er irdisch auch bedrängt wird. Doch für sich selbst ist ein solch gläubiger Mensch stark, weil Meine Kraft ihn durchströmt und er sich in Meinem Schutz sicher und geborgen fühlt. Ich gebe den Meinen Kenntnis von Meinem ewigen Heilsplan, Ich künde ihnen das nahe Ende an Ich mache sie aufmerksam auf die Anzeichen dessen und gebe ihnen die Verheißung auf Meine Hilfe, Meine Gegenwart und Mein Kommen in größter Not. Und wer diesen Meinen Worten glaubt, der wird die Zeit des Endes ohne Schaden an seiner Seele überleben, er wird sich nicht zu bangen brauchen, denn sein Glaube gibt ihm die Anwartschaft auf Meine Hilfe, sein Glaube gibt ihm Kraft und Gnade, daß er Mir treu bleibt und ausharret bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4822.

 

Buch 55 4823

Zweck der Schöpfung. Wiedereinzeugung in Materie.

25. Januar 1950. B.D. NR. 4823.

Ein überaus weiser Schöpfer war am Werk, als das gefallene Geistige sich in äußerster Gottferne befand und sich selbst jeden Rückweg zu Ihm abgeschnitten hatte durch die schwerste Sünde, durch das Verschmähen Seiner Liebekraft in Hochmut und Herrschgier. Die unendliche Liebe Gottes sann auf Mittel und Wege, dieses sündig gewordene Geistige wieder zu Sich zurückzuleiten, und Seine Weisheit erkannte einen Weg für erfolgreich - den Gang durch die gesamte Schöpfung, durch Formen, die einander dienen mußten und so den Zweck erfüllten, der ihnen gesetzt war. Seine Liebe und Weisheit formte also aus Seiner Kraft Außenhüllen für das gefallene Geistige, die es zu dienender Tätigkeit anregen sollten, und diese Schöpfungswerke waren bestimmt, eine stufenweise Aufwärtsentwicklung zuwege zu bringen, indem das Geistige darin gewissermaßen im Mußzustand dienen konnte und dadurch die Entfernung von Gott mehr und mehr verringerte. Diese Formen, also göttliche Schöpfungswerke, sind so vielseitig, daß sie jegliches unreife Geistige bergen können, also durch ihr natürliches Werden und Vergehen auch die verschiedensten geistigen Wesenheiten aufnehmen und wieder frei geben können, bis diese Wesenheiten einen bestimmten Reifegrad erreicht haben. Der göttliche Schöpfer ersah alle Möglichkeiten eines Ausreifungsprozesses, und darum ist auch die Schöpfung so vielseitig und umfaßt Schöpfungswerke in allen Reifegraden, doch Ihm allein ist es ersichtlich, welchen Erfolg das Geistige verzeichnen kann, Er allein weiß um die vielen Stationen, die es durchwandeln muß, bis es zum Stadium des freien Willens als Mensch gelangt. Er bestimmt die Zeitdauer jeglicher Schöpfung, Er bestimmt eines jeden Werkes Tätigkeit, und Er allein erkennt den Grad der Reife, der dann die Verkörperung als Mensch ermöglicht. Er ersah aber auch die negativen Erfolge, Er sah das Geistige, das schon fast in Seiner Nähe war, wieder zurücksinken in die Tiefe, weil es über den freien Willen verfügte, den Gott achtet und den das Wesen aber erneut mißbraucht. Seine Schöpfungen bezeugen unübertreffliche Weisheit, also es sind Wege der Entwicklung zu gehen, die einen sicheren Erfolg garantieren könnten, doch Er läßt dem Menschen vollste Freiheit, Er zwingt ihn nicht, Ihn anzuerkennen und sich Ihm unterzuordnen, wie Er aber auch nicht das Wesen völlig Seinem Gegner überläßt, sondern ständig bemüht ist, ihm emporzuhelfen, auf daß es selig werde. Gottes unendliche Liebe und unübertreffliche Weisheit erkennt und schafft wohl alle Möglichkeiten zur Vollendung des Geistigen, doch der freie Wille ist ausschlaggebend, ob die Aufwärtsentwicklung im Stadium als Mensch vor sich geht oder das Geistige im Widerstand verharrt und wieder erneut in die Tiefe sinkt und den Entwicklungsgang von neuem beginnen muß. (26.1.1950) Die Wiedereinzeugung in die feste Materie geht nur dann vor sich, wenn eine Schöpfungsperiode ihren Abschluß gefunden hat, wenn also sämtliche Schöpfungen das Geistige frei geben, sie zu diesem Zweck durch Gottes Willen aufgelöst werden, was Zerstörung des Schöpfungswerkes bedeutet, wo die Aufwärtsentwicklung begonnen hat. Gottes Weisheit und Liebe lässet wieder neue Schöpfungen entstehen, die wieder durch die ihnen zugewiesene Bestimmung geeignet sind, dem in ihnen gebundenen Geistigen zur Höherentwicklung zu verhelfen. Dann wird der unterbrochene Entwicklungsgang fortgesetzt, wieder mit dem gleichen Ziel, dem Stadium des freien Willens als Mensch, wo die Vollendung oder erneuter Abfall stattfinden kann, weil die Liebe Gottes wieder an das Wesen herantritt und angenommen oder auch abgewiesen werden kann. Vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, und mit unendlicher Langmut und Geduld betreut Er die Wesen, und wenn unzählige Entwicklungsphasen nötig sind, so ein Wesen besonders hartnäckig im Widerstand zu Ihm verharrt - Er gibt ihm immer wieder neue Möglichkeiten, bis es endlich sein Ziel erreicht hat, bis es zurückgefunden hat zu Dem, von Dem es einst seinen Ausgang nahm. Amen. B.D. NR. 4823.

 

Buch 55 4824

Wer Gott nicht verlässet, den verlässet auch Er nicht.

28. Januar 1950. B.D. NR. 4824.

Verlasset Mich nicht, so ihr nicht von Mir verlassen sein wollt, denn wer von Mir geht, den halte Ich nicht, doch sein Weg ist dann nicht mehr der Meine, er führt ab von Mir und endet in der Einsamkeit. Nur wer bei Mir bleibt, dessen Ziel ist sicher - es ist das ewige Leben. Was aber nützet euch ein Leben auf der Erde, so ihr ohne Mich dahingehet. Es kann euch wohl irdische Freuden bieten, es kann ein Leben sein ganz nach eurem Wunsch, ihr könnet alles besitzen, was ihr begehret, doch lebet ihr es ohne Mich, dann steht ein anderer an Meiner Stelle, dann geht einer euch ständig zur Seite, der euch nimmer auslässet und der euch auf einen Weg drängt, der zwar äußerst reizvoll euch erscheint, jedoch in die Finsternis führt. Und Finsternis ist euer Lohn, so ihr Mich verlasset. Ich liebe euch wohl, aber Ich halte euch nicht, so ihr euch von Mir trennen wollet, denn was Ich von euch verlange, ist nur eure Liebe, die ihr Mir aus freiem Willen schenken sollet. Dann aber werdet ihr wahrlich tiefste Gegenliebe finden, und diese wird euch beglücken auch auf Erden. Trennet ihr euch aber von Mir, so ist das auch euer freier Wille, und ihr werdet nicht von Mir gehindert, wenngleich Ich weiß, daß es nicht zum Segen ist für euch. Das wahre Leben kann nur bei Mir sein, das wahre Leben kann euch nur Meine Liebe schenken. So ihr also auf Erden lebet ohne Mich, so seid ihr in Wahrheit tot, es ist nur ein Scheinleben, das ihr führet, wozu euch Mein Gegner verhilft; er täuschet euch ein Leben vor, in Wahrheit aber seid ihr tot, denn Ich allein bin das Leben, und Ich allein nur kann euch das Leben geben, weil Ich allein die wahre Lebenskraft austeile, die nur die Liebe zu Mir bedingt, um empfangen werden zu können. Wer Mich aber liebt, der verlässet Mich nicht, und auch Ich werde ihn ewig nicht verlassen. Wer Mich zu seinem Begleiter wählet, dessen Kraft wird wahrlich nicht erlahmen, denn es strömet von Mir Leben aus und jenem zu, der mit Mir geht, weil er Mich liebt. Amen. B.D. NR. 4824.

 

Buch 55 4825

Glaubenslosigkeit und Teufel in der Endzeit. Glaubenskampf. Kommen des Herrn.

29. Januar 1950. B.D. NR. 4825.

Erschreckend wird sich die Glaubenslosigkeit auswirken in der letzten Zeit vor dem Ende, wo man nur dem irdischen Gewinn nachjagen und eines Gottes nimmer gedenken wird. Dann werden sich die Menschen gegenseitig betrügen und zu übervorteilen suchen, sie werden um der Materie willen alle schlechten Triebe entfalten, sie werden sich kein Gewissen daraus machen, dem Nächsten Schaden zuzufügen, so sie selbst nur Vorteil davon haben. Sie werden nach Vermehrung ihrer Güter trachten, und all ihr Denken wird nur darauf gerichtet sein. Gott aber vergessen sie, sie glauben nicht an Ihn und fürchten Ihn nicht, sie glauben nicht an eine dereinstige Verantwortung und Strafe für ihre Sünden und sündigen daher ohne Bedenken und Angst vor einem Richter. Irdisch sind sie gut bestellt, weil sie unterstützt werden vom Gegner Gottes, der sie zu immer größerer Gier nach materiellen Gütern antreibt. Wo der Glaube an Gott fehlt, dort hat er große Macht, darum ist die Glaubenslosigkeit überaus bedrohlich für die Menschen, denn sie gehen dem Verderben entgegen. Wo der Glaube fehlt, ist auch keine Liebe, die allein den Glauben aufleben lassen könnte. Wo die Liebe fehlt, dort sind die Menschen blind im Geiste, sie wissen nichts, und was sie wissen, ist falsch. Finsternis ist über die Menschheit gebreitet, und die Erde geht dem Ende entgegen. Irdisch gesehen ist keine Not, die Menschen leben im Wohlstand bis auf wenige, die noch fest sind im Glauben und von jenen angefeindet werden. Ihnen ist zwar für kurze Zeit ein hartes Los beschieden, doch sie erkennen an dem Wohlstand der Mitmenschen, die ohne Glauben sind, das untrüglichste Zeichen des Endes, weil dies ihnen vorausgesagt wurde, auf daß sie standhalten in dieser Not, die ihnen der Glaube an Gott einträgt. Wenn die Zeit gekommen ist, wo sichtlich der Satan herrschet, dann ist auch das Ende nicht mehr weit, denn auch dieses ist angekündigt worden, daß am Ende die Welt voller Teufel ist, und wie Teufel werden sich auch die Menschen benehmen, die nicht glauben und darum den Gläubigen einen bitteren Kampf ansagen. Doch dann ist auch das Kommen des Herrn nicht mehr weit, dann kann jeder Tag das Ende bringen, weil der Herr kommen wird, wenn die Not so groß ist, daß die Gläubigen zu verzagen glauben - wenn der Satan sein Spiel gewonnen zu haben glaubt, wenn der Unglaube so überhandnimmt, daß die Gläubigen um ihr Leben fürchten müssen. Dann kommt der Retter von oben, wie es verkündet ist. Er wird kommen in den Wolken und die Seinen heimholen in das Reich des Friedens und auf Erden ein letztes Gericht halten. Dann ist das Ende gekommen, wo der Satan in Ketten gelegt wird und mit ihm alle, die ihm hörig waren. Und eine neue Erde wird erstehen, die nur tief gläubige Menschen bewohnen, Menschen, die Gott treu bleiben im letzten Glaubenskampf und nun ihren Lohn empfangen - ein Leben im Paradies auf der neuen Erde. Amen. B.D. NR. 4825.

 

Buch 55 4826

Gottes außergewöhnliche Gnadengabe.

30. Januar 1950. B.D. NR. 4826.

Das sei euch stets gewiß, daß ihr eine außergewöhnliche Gnadengabe empfanget, so euch von oben der Beweis Meiner Liebe zu euch zugeht, und daß ihr also schon auf Erden zu einem hohen Reifegrad der Seele gelangen könnet, so ihr nur die Gnadengabe recht nützet. Ich stelle zu euch ein Verhältnis her, das wohl das rechte ist von Ewigkeit, doch nicht eure Liebe zu Mir gibt dazu den Anlaß, wie es sein sollte, sondern Meine übergroße Liebe ergreift euch, die ihr nicht zu Mir findet aus eigenem Antrieb. Und Mein Wort ist der Beweis dafür, denn Ich rede, wie ein Vater zu seinen Kindern redet; Ich stelle euch in aller Liebe eure geistige Not vor und warne und mahne euch, Ich gebe euch Ratschläge, was ihr tun und was ihr lassen sollet; Ich gebe euch so offen Meinen Willen kund, daß ihr nur danach zu leben brauchet, um euch Meine Liebe zu erwerben. Also komme Ich auch zu dem Unwürdigen und trete ihm näher durch Mein Wort - Ich helfe ihm, daß er würdig werde Meiner Liebe. Ein Geschenk biete Ich euch an von unermeßlichem Wert, denn ihr selbst tut nichts, um euch diese Gabe zu erwerben. Doch ohne euren Willen, mit Meiner Gnadengabe zu arbeiten, werdet ihr kaum einen Segen davon verspüren, und so liegt es immer noch an euch, die Wirkung Meines Liebebeweises zu erfahren. Ein jeder muß selbst tätig werden, soll ihm Mein Wort den Segen bringen, der ihm zur Höhe verhilft. Ich lasse viel Gnade auf euch herniederströmen, doch ihr dürfet euch diesem Gnadenstrom nicht entziehen, ihr müsset euch öffnen, daß die Gnade mitten in euer Herz einfließe, dann werdet ihr Meine Liebe spüren, ihr werdet Mein Wort ausleben, die Seele wird im Vorteil sein, sie wird reifen in kurzer Zeit, sie wird Mich mit aller Kraft wiederlieben und dadurch selbst krafterfüllt sein. Denn das bezwecke Ich, daß ihr durch Meinen Liebesbeweis aus der Höhe erkennet, daß Ich euer Vater bin von Ewigkeit, Der Seine Kinder liebt und auch deren Liebe gewinnen will - daß Er euch bedenket mit einem Gnadengeschenk, das euch zu Ihm zurückführen soll, auf daß ihr bei Ihm verbleibet bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4826.

 

Buch 55 4827

Starker Glaube Folge der Liebe.

31. Januar 1950. B.D. NR. 4827.

Die Kraft zum Glauben schöpfet ihr aus der Liebe zu Mir, oder auch, die Liebe macht den Glauben lebendig. Es wird euch alles wesensnah erscheinen, also nicht mehr unwirklich, sowie euch die Liebe erfüllt, doch verstehen könnet ihr dies erst, so ihr die Liebe in euch habt, ansonsten es nur Worte sind, die kein Leben in sich tragen. Ich kann euch nur immer wieder hinweisen darauf, daß aus der Liebe die Kraft hervorgeht, daß ihr alles vermöget, so ihr in der Liebe steht und also auch dann tief glauben könnet, daß ihr dann einen lebendigen Glauben euer eigen nennt. Jedes Gebet zu Mir um Glaubenskraft kann Ich nur mit den Worten erwidern: Liebet Mich, dann werdet ihr auch glauben können - und die Liebe zu Mir schließet die Liebe zum Nächsten ein. Sonach müsset ihr nur gut und hilfreich gegen euren Nächsten sein, und euer Glaube wird wachsen zu jener Stärke, die unerschütterlich ist und jedem Ansturm standhält. Habt ihr aber einen tiefen, unerschütterlichen Glauben, dann verspüret ihr auch Mich in eurer Nähe, dann bin Ich euch stets gegenwärtig, und ihr seid euch dessen bewußt. Sowie ihr reden könnet zu Mir, wie ein Kind zum Vater spricht, ist euer Glaube auch stark und lebendig, denn sprechen werdet ihr nur zu Dem, Den ihr anerkennt, und ihr beweiset durch das Gebet im Geist und in der Wahrheit euren Glauben an Mich, und so ihr nun die innige Zwiesprache mit Mir lange übet, werdet ihr auch nicht mehr zweifeln können, weder an Meinem Wort noch an Meiner Liebe, noch an allem, was euch sonst unannehmbar erscheint. Ihr glaubet dann alles, weil ihr es fühlt, daß euer Vater nur die Wahrheit spricht und Er Seine Kinder liebt. Und weil ihr an Mich glaubt, werdet ihr auch alles tun, was Ich von euch verlange, ihr werdet so leben, wie es Mir wohlgefällig ist. Die Liebe wird euer ganzes Wesen erfüllen. Dann findet der Zusammenschluß mit Mir statt, dann ist euch das geistige Leben zur Wirklichkeit geworden, während das irdische Leben an euch wie ein Traumzustand vorübergeht, dann seid ihr so fest mit Mir verbunden, daß eine Trennung von Mir nicht mehr möglich ist, dann könnet ihr nicht mehr von Glauben sprechen, sondern alles ist für euch Wissen, Erkenntnis, Licht. Jeder Zweifel, jeder Unglaube ist ausgeschieden, ihr seid völlig von Mir durchdrungen und zum Urzustand zurückgekehrt, der Licht und Kraft und Seligkeit bedeutet bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4827.

 

Buch 55 4828

Not an Schnittern zur Zeit der Ernte.

2. Februar 1950. B.D. NR. 4828.

Zur Zeit der Ernte werden viele Arbeiter benötigt, und darum ist Mir ein jeder willkommen, der sich Mir zum Dienst anträgt. Und es wird ein jeder nach seiner Fähigkeit an den Platz gestellt, wo er wirken kann und seinen Dienst versehen nach seiner Kraft. Ich weise keinen zurück, weil die Arbeit vor dem Ende dringend ist und Ich auch nicht genug Schnitter haben kann, wenn die Zeit der Ernte gekommen ist. Doch ihren Willen und ihre Treue müssen sie Mir schenken, sie müssen als taugliche Knechte für ihren Herrn einstehen und Seine Anweisungen entgegennehmen, immer im festen Willen, danach zu handeln und also Mir treue Dienste zu leisten. Doch sie sollen nicht nur Meinen Willen ausführen, sondern sich diesen Willen auch zu dem ihrigen machen, d.h., sie sollen selbst überzeugt sein davon, daß nur durch ihre Arbeit den Mitmenschen geholfen werden kann, daß also ihre geistige Arbeit nicht nur mechanisch oder in Meinem Auftrag ausgeführt wird, sondern ihnen selbst Freude bereitet, weil sie diese Arbeit als allein Erfolg eintragend für die Seele erkennen. Alles, was Meine Knechte für Mich tun und für Mein Reich, muß in vollster Überzeugung, mit eifriger Hingabe und in Liebe ausgeführt werden, dann erst sind es rechte Diener, die Ich Mir erwählt habe, für Mich tätig zu sein. Wer seine Aufgabe nur gezwungen ausführt, der wird keinen Segen ernten, er wird nicht der rechte Führer der Blinden sein können, weil er selbst nicht sehend ist. Mir dienen heißt in Liebe für die Mitmenschen tätig sein, um ihnen geistig und körperlich zu helfen in ihrer Not. Denn das tue Ich aus Meiner Liebe heraus, doch Meine Diener sollen es an Meiner Statt tun, sie sollen Mich vertreten, also ihres Herrn Willen erfüllen, so Er Selbst Sich nicht äußern kann der Menschen wegen, die Mich Selbst nicht ertragen könnten in ihrer Nähe, ihres unreifen Seelenzustandes wegen. Und zu ihnen muß Ich durch Menschenmund reden, und dazu sollen Mir eifrige Diener ihren Mund leihen, auf daß Ich zu jenen reden kann, so sie Mein Wort benötigen. Es gibt viel Arbeit in Meinem Weinberg, es gibt viele unbebaute Äcker, das sind Menschenherzen, die aufnahmefähig gemacht werden sollen für die reine Aussaat, für das Evangelium, das von Mir seinen Ausgang nimmt und die Menschen zu Mir zurückführen soll. Und wer also Mein Evangelium verbreitet, wer die Mitmenschen aufklärt und sie fähig macht, Mein Wort entgegenzunehmen, wer ihre Herzen zubereitet zur Liebe und sie also aufnahmefähig macht für Mich Selbst, der ist Mein Knecht und leistet Mir die rechten Dienste und wird gesegnet sein auf Erden schon und dereinst im geistigen Reich, denn er hilft viele Seelen erretten vom ewigen Tode. Er verbreitet Licht und erleuchtet so den Weg zu Mir, den Weg zum ewigen Leben. Amen. B.D. NR. 4828.

 

Buch 55 4829

Aufopfern der Zeit für Gott und geistige Arbeit.

4. Febuar 1950. B.D. NR. 4829.

Bringet Mir eure Zeit zum Opfer, denket daran, daß Ich es bin, Der sie euch gibt und Der von euch fordert, daß ihr nicht nur der Welt, sondern auch Seiner gedenket. Wer Mir dienen will, der muß bereit sein, für Mich alles hinzugeben, und so muß er auch stets für Mich bereit sein, d.h. jederzeit als Mein Knecht für Mich tätig sein wollen, so Ich seine Dienste benötige. Also muß er alles andere zurückstellen, wenn es gilt, für Mich zu arbeiten, wenn er es fühlt, daß Ich zu ihm reden will oder ihm Menschen in den Weg sende, denen Ich Mich kundgeben möchte. Vor jeder Arbeit für die Welt, vor jeder irdischen Tätigkeit soll er seine Gedanken zu Mir hinlenken, und ist sein Streben zu Mir ernst, dann fühlt er in sich den inneren Drang für eine Arbeit, die zu leisten Mein Wille ist. Doch er muß Meine Anweisungen hören wollen, er muß vor jeder irdischen Tätigkeit zu Mir kommen, auf daß Ich sie ihm segne. Benötige Ich ihn nun zu einer Arbeit für Mich und Mein Reich, dann weise Ich sie ihm an, und er kommet dieser Anweisung willig nach, d.h., er tut, wozu er sich innerlich gedrängt fühlt. So ist erste Bedingung, daß ein Mensch Mir dienen will. Wer Zeitmangel vorschützt, der hat keinen ernsten Willen zum Wirken für Mich, denn was ihn beglückt, dafür wird er auch immer Zeit finden, so er es ernstlich will. Wer Mich zu hören begehrt, dem darf nichts über dieses Gnadengeschenk gehen, und sowie Ich sein Verlangen nach Meinem Wort erkenne, finde Ich auch stets Mittel und Wege, ihm gegenüber Mich zu äußern. Die Zeit gebe Ich ihm, sowie Ich sein ernstes Verlangen nach der Zwiesprache mit Mir erkenne. Die Menschen der Welt können und wollen es nicht verstehen, daß Ich der Herr bin über die Zeit und daß Ich diese austeile, wie Ich es will - daß Ich die Zeit verkürzen oder verlängern kann, daß Ich den Menschen leistungsfähig machen kann, wie Ich aber auch durch Hindernisse oder Mißlingen jeglicher Arbeit die Zeit nutzlos vergehen lasse, wenn es Mein Wille ist. Wie könnet ihr Menschen dann über Zeitmangel klagen, so ihr selbst sie euch verkürzet, weil ihr nicht Meinen Segen erflehet? Was ihr Mir opfert, gebe Ich euch hundertfach zurück, und immer wieder sage Ich es euch, daß Ich geistig und irdisch jedes Opfer segne, das Mir gebracht wird, indem Ich dessen Arbeit segne und er wahrlich mehr leisten wird und sich auch geistige Schätze sammelt, die dem nur irdisch Schaffenden unerreichbar sind. Wer aber nur die Welt sieht, wer jegliche Kraft und Zeit nur ihr widmet, der wird am Ende nur wenig geschafft haben, denn er verliert, was er besitzet auf Erden, und nichts kann ihm die verlorene Zeit ersetzen, die er wohl ausgenutzt zu haben glaubt, weshalb er sie Mir vorenthielt und nichts erwarb für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4829.

 

Buch 55 4830

Kampf zwischen Licht und Finsternis.

5. Februar 1950. B.D. NR. 4830.

Es wütet ein ständiger Kampf zwischen Licht und Finsternis, und es ist kein Wesen auf der Erde, das diesen Kampf nicht spürte, denn kein Wesen ist frei, sondern von irgendwelcher Kraft bedrängt, deren es sich erwehren muß. Der Mensch spürt diesen Kampf am meisten, weil es ihm bewußt wird, daß er sich in Unfreiheit befindet, weil das, was er erstrebt, etwas anderes ist, als er erlebt. Nur kann er als Mensch dieses Bewußtsein auch ertöten, oder er kann das gleiche anstreben, was ihm das Leben gewährt. Dann steht er auf seiten der Macht der Finsternis, denn die Macht des Lichtes gewährt etwas anderes, als was das Erdenleben gibt. Es muß der Mensch kämpfen wider das Irdische, weil dieses dem Reich der Finsternis angehört; es muß der Mensch für das Reich des Lichtes streiten, er muß sich auf seiten der Macht stellen, die das Licht selbst ist. Der Kampf zwischen Licht und Finsternis ist also gleichbedeutend mit dem Ringen des Geistigen aus der Tiefe zur Höhe, er ist gleichbedeutend mit dem Überwinden irdischer Materie von seiten des Menschen, um geistiges Gut zu erlangen. Er ist ferner gleichbedeutend dem Umgestalten des Wesens, das anfänglich voller Triebhaftigkeit und Begierden ist, zur Liebe mit allen ihren Tugenden. Er bedeutet gewissermaßen die Wandlung des Geistigen, das den Gegner Gottes als Herrn anerkannte und sich nun von ihm löst, um Gott anzugehören. Er bedeutet also, daß Gott Selbst Sich Seinem Gegner stellt, um ihm das Geistige abzuringen, das jener sich widerrechtlich aneignen will. Und es wird das Licht siegen. Es wird Gott Seinen Gegner bezwingen, Er wird mit Seiner Hilfe allem Wesenhaften beistehen, daß es sich löset aus seiner Gewalt, Er und mit Ihm alles lichtvolle Geistige stehet auf seiten des Hilflosen, vom Gegner Gottes geknechteten Geistigen, um es zu erlösen. Die Macht Gottes und des Lichtes würde allein genügen, den Gegner unschädlich zu machen und das Geistige zum Licht zu führen, doch es steht der freie Wille dessen dagegen, und darum muß ein Kampf geführt werden, nicht um den Willen zu brechen, sondern um ihn zu wandeln. Ein solcher Kampf ist aber nur durch die Liebe zu gewinnen - ansonsten er schon längst beendet wäre mit Erfolg. Doch es entscheidet in diesem Kampf zwischen Licht und Finsternis nicht die Macht, sondern nur die Liebe, die so stark sein muß, daß sie den Willen beugt, daß sich der Wille von der Liebe besiegen lässet. Die Liebe ringet dem Gegner ab, was er gebunden hält, die Liebe ist die Waffe des Kampfes, der der Gegner nicht gewachsen ist. Die Liebe ist Gott Selbst, Dem er sich unterwerfen muß. Wo die Liebe schwach ist, dort hat der Gegner Gottes Oberhand, dort wütet die Finsternis und suchet das Licht zu verdrängen. Das Erdenleben ist ein Wandel durch finsteres Gelände, das erhellt werden muß vom Menschen selbst, der sich zur Liebe gestalten muß, um die Finsternis um sich zu verjagen. Er selbst muß den Kampf führen gegen die Finsternis, gegen alles, was als mit der Erde verbunden Anteil des Gegners von Gott ist. Er muß die Liebe in sich aufflammen lassen, und da diese die Anwesenheit Gottes Selbst bedeutet, wird er jeden Kampf gegen die Finsternis siegreich bestehen. Der Mensch selbst bringt den Kampf des Lichtes gegen die Finsternis zum Austrag, doch immer nur mit Hilfe Gottes und der Lichtwesen, die er sich durch die Liebe zu Mitstreitern macht, die jeden Kampf gegen die Finsternis gewinnen. Amen. B.D. NR. 4830.

 

Buch 55 4831

Bekennen vor der Welt. Aussprechen des Namens Jesu.

6. Februar 1950. B.D. NR. 4831.

Bekennet euch zu Mir und zögert nicht, offen Meinen Namen auszusprechen, so eure Stellungnahme zum Glauben und zu Mir gefordert wird. Denn das Bekennen mit dem Herzen zieht Mich Selbst an eure Seite, und dann fällt jede Furcht von euch, und ihr redet offen und ohne Scheu über Glaubensdinge, über Meine Lehre, über Mein Wirken an und in euch selbst und auch über die Zukunft. Ihr reißet dann eine Mauer nieder, die Mauer des Stillschweigens, hinter der sich viel verbergen kann und die darum geeignet ist zur Verschleierung der Wahrheit. Redet furchtlos, wo es auch immer sei, denn Ich Selbst führe euch dorthin, wo ihr aufgefordert werdet, Mich zu bekennen. Es vergeht keine lange Zeit mehr, bis euch die Welt verspotten wird, die ihr noch glaubet an Gott, an ein Leben nach dem Tode, denn die Weltmenschen fallen immer mehr ab, und es ist ihnen alles unwirklich, was ihnen nicht sichtbar oder greifbar ist. Es bildet sich eine offene Feindschaft heraus von diesen Weltmenschen zu den Gläubigen, die als ständiges Angriffsziel sich kaum gegen Feindseligkeiten schützen können. Doch es soll euch dies nicht ängstlich machen, es muß so kommen, weil die Zeit erfüllet ist, wo eine Scheidung stattfindet von den Meinen und den Anhängern Meines Gegners, der jeglichen Glauben an Mich zu ersticken sucht und dem sie hörig sind. Doch wisset, daß Ich Selbst bei euch bin, im Geist sowohl als auch sichtbar, wo es nötig ist. Wisset, daß ihr weit stärker seid als jene, und mögen sie euch auch zahlenmäßig überlegen sein. Denn so Ich an eurer Seite kämpfe, werdet ihr niemals besiegt werden können. Doch offen und ohne Scheu müsset ihr für Mich eintreten, auf daß der Feind erkenne, wer euch mit Kraft versieht, denn es wird offensichtlich sein, daß ihr außergewöhnliche Hilfe erfahret. Sprechet nur Meinen Namen vollgläubig aus, so ihr bedrängt werdet, haltet euren Angreifern Meinen Namen entgegen, rufet Mich mit Herz und Mund und fürchtet keine irdische Macht - und allen, die guten Willens sind, die Mein sein wollen, werde Ich Kraft verleihen, wie Ich es verheißen habe. Im Namen eures göttlichen Erlösers habt ihr eine Waffe, die wahrlich nicht übertroffen werden kann, weil, wer zur Endzeit den Glauben an Mich aufbringt, Meine ganze Liebe besitzet. Und wer Mich bekennet vor der Welt, der beweiset Mir auch seinen unerschütterlichen Glauben, und seiner nehme Ich Mich ganz besonders an. Ihr werdet sehr bald dazu gezwungen werden, euch zu bekennen oder abzulehnen, dann werdet nicht ängstlich vor weltlicher Macht, sondern gedenket nur Meiner Worte: Wer Mich vor der Welt bekennt, den werde Ich auch vor Meinem Vater bekennen. Ihr werdet zum Entscheid gezwungen werden für Jesus Christus oder wider Ihn. Dann bekennet Ihn freudig vor der Welt, denn nur durch Jesus könnet ihr zu Mir gelangen, nur durch den Glauben an Sein Erlösungswerk und Seine Hilfe könnet ihr Mir nahetreten, dem Vater, Dessen Liebe sich mit allen vereinigen will, wie sie sich vereinigt hat mit Jesus, Der die Welt erlöset hat von der Sünde durch Seine große Liebe. Amen. B.D. NR. 4831.

 

Buch 55 4832

Erproben der Glaubenskraft. Wunderheilungen.

7. Februar 1950. B.D. NR. 4832.

Die Kraft des Glaubens müsset ihr erproben, auf daß ihr die Wahrheit Meines Wortes auch vertreten könnet der Welt gegenüber. Sowie ihr selbst im lebendigen Glauben stehet, sowie ihr wisset, daß Ich jedes Gebet erhöre, das vollvertrauend zu Mir emporgesandt wird, könnet ihr Mich bitten, um was ihr wollet; euer Glaube selbst garantiert euch die Erfüllung. Nur muß die Bitte aus liebendem Herzen emporsteigen, also das, was ihr erbittet, muß dem Wohl des Nächsten dienen, es muß die Liebe zu ihm zugrunde liegen und darf niemals der Eigenliebe entspringen. Machet jede Glaubensprobe. Wo eure Hilfe erforderlich ist, dort gewähret sie, und was ihr nicht vermögt aus eigener Kraft, das traget Mir vor und erbittet dazu die nötige Kraft. Wisset, daß Ich sie euch niemals vorenthalte, so ihr nur glaubet und in Liebe wirken wollet. Reine, selbstlose Liebe muß euch zu der Hilfe veranlassen, die ihr leisten wollet, dann werdet ihr krafterfüllt sein und nicht mehr zweifeln an dem Gelingen dessen, was euch sonst als nur Mensch unmöglich wäre. Jeder Zweifel, jede Zaghaftigkeit, jede Hemmung ist Folge eines zu schwachen Glaubens. Dann kann Ich euch nicht das Gebet erfüllen, ansonsten Ich Mir Selbst untreu würde, Der Ich die Erfüllung von einem starken Glauben abhängig gemacht habe. Die Kraft soll von euch selbst ausgehen, auf daß die Mitmenschen erkennen, was ein starker Glaube vermag. Der Glaube kann Berge versetzen. Doch bei euch Menschen ist ein solcher Glaube nicht mehr anzutreffen, und darum erscheinen euch diese Worte wie eine Redensart. Ihr aber könnet jederzeit die Probe machen, so ihr Mich nur in euch gegenwärtig sein lasset durch die Liebe, die dann durch ihre Kraft auch den Glauben stark und unerschütterlich macht. So ihr Mich Selbst in euch fühlet, wird nicht der leiseste Zweifel des Gelingens euch befallen, und dann wirket ihr mit Mir, und es kann euch nichts mißlingen. Jede Tat wird dann wohl vor den Augen der Welt als Wunder gelten, doch es ist nur die natürliche Folge eines innigen Zusammenschlusses mit Mir, Der euch nun auch zu Kraftempfängern macht in unbegrenztem Maße. Glaubet und leget eine Glaubensprobe ab, und beweiset den Mitmenschen die Kraft des Glaubens - nicht, um Wunder zu wirken, sondern in barmherziger Nächstenliebe sollet ihr diese Glaubensstärke anwenden, die euch wahrlich mächtig sein lässet, weil Ich es bin, Den ihr nun zur Kraftäußerung veranlaßt und Der einen starken Glauben nimmermehr zuschanden werden lässet. Es werden an euch hilfefordernde Menschen herantreten, ihnen schlagt die Bitten nicht ab, helfet ihnen, indem ihr in Meinem Namen ihnen die Hände aufleget. Helfet ihnen dadurch auch zum festen Glauben, und belehret sie, daß der Glaube erst durch die Liebe lebendig wird. Ich setze auf euch, Meine Jünger der Endzeit, die große Hoffnung, noch Seelen zu gewinnen, die zum Glauben zurückfinden um des Glaubens willen, den ihr besitzet und der ihnen Meine Existenz beweiset. Helfet diesen Seelen, denn ihr könnet es, so ihr euch nur innig mit Mir verbindet, um Kraft von Mir entgegenzunehmen, die euch zu jeder Leistung befähigt. Erprobet selbst die Kraft des Glaubens, und ihr werdet zum Segen der Mitmenschen wirken können für Mich und Mein Reich. Amen. B.D. NR. 4832.

 

Buch 55 4833

Stimme des Gewissens. Liebegebot. Wissen.

8. Februar 1950. B.D. NR. 4833.

Was euch auf Erden zur Erreichung des Zieles nötig ist, das lasse Ich euch in reichstem Maße zukommen, auf daß euch das Ausreifen der Seele nicht unmöglich ist. Ich weiß aber auch seit Ewigkeit für jeden einzelnen das Maß an Gnade, das er nützet. Ich weiß sonach auch, welche Mittel ihm dienlich sind und wie er sich zu diesen einstellt. Darum auch die verschiedenen Lebensschicksale, die aber alle Wege sind zum Ziel, zur letzten Vollendung, wenn der Mensch sie beschreitet und zur Höhe strebt. Das Leben auf Erden besteht für einen jeden in einer anderen Tätigkeit, die ihm Erfolge oder Fehlschläge einträgt. Die verschiedensten Berufe zeitigen strebsame, auf irdischen Erfolg bedachte Menschen, die also entsprechend ihrer Erfolge auch verschiedene Ansprüche an das Leben stellen, die jedoch zumeist dem Wohlbehagen des Körpers gelten. Dieses irdische Streben trägt ihnen aber keine geistige Aufwärtsentwicklung ein, weshalb also diese völlig unabhängig ist von den Lebensverhältnissen und der Tüchtigkeit eines Menschen. Um geistig vorwärts zu schreiten, ist nur ein Lebenswandel nach Meinem Willen nötig, und diesen Lebenswandel kann ein jeder Mensch führen, ob arm oder reich, ob hoch oder niedrig, ob jung oder alt, ob klug oder beschränkt in seinem Wissen. Ich habe den Menschen in das Herz einen Mahner gelegt, so daß ein jeder auch von sich aus weiß, was gut oder böse ist, weil er genau weiß, wie eine jede Handlung sich an sich selbst auswirkt. Wer diesen Mahner beachtet, wer also der Stimme seines Gewissens Gehör schenkt, der geht auch den rechten Weg, der zum Ziel führt. Es wird aber die Stimme des Gewissens erst herangebildet durch Erziehung, durch Belehrungen, durch Aufnehmen Meines Wortes, kurzum, durch ein Wissen, das einem jeden von euch vermittelt wird durch das Evangelium, das euch verkündet wird durch Wort und Schrift. Dieses Evangelium gibt euch Meinen Willen kund, der sich in einem Gebot zusammenschließt: Liebet Gott über alles und den Nächsten wie euch selbst. Wer dieses Gebot erfüllt, der lebt in Meiner Ordnung, und sein geistiger Aufstieg ist ihm gewiß. Er kann auch ohne tieferes Wissen sein, so reifet dennoch seine Seele aus. Er kann aber auch von Mir ein Wissen entgegennehmen. Es werden die Menschen so bedacht, wie sie die ihnen zugehende Gnade verwerten wollen. Wer viel austeilen will, wird viel empfangen; wer aber nur für sich lebt, doch dies in Meiner ewigen Ordnung, der wird auf Erden auch unwissend sein können, doch nicht leer sein an geistigen Gütern, denn er wird in hellstem Licht stehen, also wissend und kraftvoll sein, sowie er seine körperliche Hülle ablegt. Um vollkommen zu werden auf Erden, dazu gehört kein besonderes Wissen, sondern nur der Wille zu uneigennütziger Nächstenliebe, und diesen kann ein jeder Mensch aufbringen, der nach mehr strebt, der auf den Mahner im Herzen hört, der Meinen Willen erfüllt, weil er fühlt, daß er Mir nur dann wohlgefällt, wenn er aus eigenem Antrieb gut ist zu den Mitmenschen, wenn er Mir und dem Nächsten die Liebe entgegenbringt, die Ich von ihm fordere, und darum den Menschen als wichtigstes Gebot das Liebegebot gegeben habe. Amen. B.D. NR. 4833.

 

Buch 55 4836

Geistiger Tod - Neubannung in der Materie.

12. Februar 1950. B.D. NR. 4836.

Es ist wahrlich besser für euch, den leiblichen Tod zu erdulden, als dem geistigen Tod am Ende zu verfallen, von dem es erst nach endlos langer Zeit ein Erwachen gibt. Das Leibesleben könnet ihr vertauschen mit einem Leben im geistigen Reich, und selbst wenn ihr noch nicht den Lichtgrad erreicht habt, ist euch immer noch die Möglichkeit gegeben, aus der Dunkelheit in das Lichtreich einzugehen, während der geistige Tod bedeutet, daß euch jede Möglichkeit, noch in einer anderen Welt auszureifen, genommen ist. Dem geistigen Tode zu verfallen bedeutet ein Neubannen in der festen Materie, ein Rückversetzen in den Zustand, der vor Ewigkeiten euer Los war und den ihr längst überwunden hattet, als ihr als Mensch euch auf der Erde verkörpern durftet. Lasset euch das irdische Leben nehmen und fürchtet euch nicht, denn es ist nur der Leib, den eure Feinde töten können, die Seele aber bleibt am Leben, weil sie etwas Geistiges ist, das die Menschen nicht töten können, insbesondere, so euch die Menschen nach dem Leben trachten, weil ihr gläubig seid und euren Glauben nicht hingeben wollet. Dann soll jegliche Furcht von euch abfallen, dann sollet ihr nur bedenken, daß Der, Der euch das Leben gab, ein Herr ist über Leben und Tod - daß Er also euch nichts geschehen lässet, als was für eure Seele gut ist. Wer um des Glaubens willen sein Leben verliert, der kann es ruhig hingeben, denn seine Seele wird aufgenommen in das Reich des Lichtes, wo sie ewig leben wird in Seligkeit. Wehe aber denen, die sich ihr Leben zu erhalten suchen und Gott verleugnen. Eine kurze Zeit noch ist ihnen vergönnt, wo sie der Welt huldigen und dem Satan ihre Zugehörigkeit beweisen. Dann aber ereilet sie unwiderruflich der Tod in zweifacher Weise - sie verlieren ihr Leibesleben und sind dem geistigen Tode verfallen, der das bitterste Los ist, das ihr Menschen euch nicht ausdenken könnet. Ständig aber gehen euch Warnungen und Ermahnungen zu, ihr werdet hingewiesen auf das Ende, ihr werdet aufmerksam gemacht auf das Wirken Gottes in ungewöhnlicher Weise. Es wird euch die Verantwortung eurer Seele gegenüber vorgehalten, ihr werdet durch das Weltgeschehen stutzig gemacht, indem ihr den Verfall irdischer Güter, also die Vergänglichkeit der Materie sehet, und ihr werdet am Ende noch Dinge erleben, die Gott in Seiner übergroßen Liebe und Barmherzigkeit euch vor Augen führt, um euch noch zu wandeln in letzter Stunde. Doch unwiderruflich kommt das Ende und mit ihm die Erfüllung dessen, was euch angekündigt wird fort und fort. Sorget, daß eure Seelen leben, lasset sie nicht dem geistigen Tode verfallen, aus dem es keine Rettung gibt für endlos lange Zeit. Amen. B.D. NR. 4836.

 

Buch 55 4847

Vorgang der Wiederkunft Christi. Himmelfahrt.

26. Februar 1950. B.D. NR. 4847.

Meine Wiederkunft, Mein Kommen am Ende der Welt, wird von den Menschen angezweifelt, die nicht ganz fest im Glauben sind. Und doch könnten sie die einzelnen Phasen der Endzeit erkennen und auch Meine Gegenwart wahrnehmen, so sie nur achtsam wären. Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende. Diese Worte allein schon sollten genügen, daß ihr euch ein richtiges Bild machet von Meiner Wiederkunft. Daß Ich körperlich sichtbar nicht unter euch weile, müßte euch also den Sinn Meiner Worte geistig verstehen lassen. Ich weile geistig bei den Meinen, bis an der Welt Ende. Denn Ich bin ihnen gegenwärtig zu jeder Stunde und an jedem Ort, und das seit Meiner Auffahrt zum Himmel. Denn Ich habe gesagt: Ich bleibe bei euch. Also war Ich geistig immer bei den Meinen und bleibe bei ihnen bis an der Welt Ende. Ich aber kündete den Menschen zu jener Zeit Meine Wiederkunft an, Mein Kommen in den Wolken. Sonach mußte diese Wiederkunft so zu verstehen sein, daß die Menschen Mich erschauen können, gleichwie Meine Jünger Mich auffahren sahen zum Himmel. Geistig zwar bin Ich immer bei euch Menschen, so ihr euch Meiner Gegenwart würdig erweiset. Leiblich aber komme Ich wieder, wenngleich nicht im irdischen Leib, doch denen schaubar, zu denen Ich wiederkommen will. Ich habe aber die Wiederkunft angekündigt, folglich könnet ihr Menschen sie auch mit Gewißheit erwarten, so ihr Meinem Wort glaubt und zu denen gehöret, die das letzte Ende erleben. Nicht ohne Grund gab Ich diese Verheißung vor Meiner Auffahrt in den Himmel. Ich ersah den Geisteszustand der Menschen in der Endzeit, Ich sah auch die ungeheure Not der Gläubigen, die Mir ihre Treue bewahren wollen und überaus stark bedrängt werden, und Ich sah ihr Ringen, den schwersten Kampf, den die Menschen um Meines Namens willen ausfechten müssen. Ich sah ihren Willen und die große Gefahr, inmitten von Teufeln standzuhalten. Und darum versprach Ich ihnen Meine persönliche Hilfe, die Ich auch leisten werde, so es an der Zeit ist. Ich Selbst will kommen zu den Meinen und ihnen beistehen im letzten Kampf. Und so werden Mich viele erschauen dürfen, denn Ich werde immer dort sein, wo die Not groß ist und die Meinen Mich brauchen. Sie werden Mich sehen als Mensch mit Fleisch und Blut, doch nicht von einer Frau geboren, sondern Ich komme von oben und umgebe Mich mit einer euch schaubaren Form, auf daß ihr Mich ertragen könnet. Und jeder, der Mich sieht, wird von Kraft durchflutet sein und den letzten Kampf auf Erden bestehen. Dann aber komme Ich in den Wolken, um die Meinen heimzuholen in das Reich des Friedens. Dieses Kommen wird genau so stattfinden wie umgekehrt Meine Auffahrt zum Himmel. Ich werde strahlend im Licht - doch von Wolken verhüllet, um euch schaubar sein zu können - zur Erde niederkommen und die Meinen versammeln, um sie zu retten aus größter Not und Bedrängnis von seiten der Dämonen der Unterwelt wie auch vor dem letzten Zerstörungswerk, dem alles zum Opfer fällt, was lebt in, auf und über der Erde. Doch dieses Kommen in den Wolken wird auch nur von denen gesichtet werden, die zu den Meinen gehören, denn die Anhänger Meines Gegners vermögen Mich nicht zu schauen. Es ist eine geistige Wiederkunft und doch auch irdisch wahrnehmbar, doch eben nur von jenen, die geistig wiedergeboren sind, die im tiefen, lebendigen Glauben stehen und also sowohl Meine ständige Gegenwart bis an der Welt Ende wie auch Mein sichtbares Wiederkommen ohne Zweifel gelten lassen, weil das Herz, der Geistesfunke im Menschen, sie belehret und sie sonach zu denen gehören, bei denen Ich bleibe bis an der Welt Ende. Sie glauben es, daß Ich wiederkomme, und ihren Glauben lasse Ich nicht zuschanden werden. Amen. B.D. NR. 4847.

 

Buch 55 4860

Gnade.

12. März 1950. B.D. NR. 4860.

Nur ein Auszug:

Und in dieser Zeit werden von beiden Seiten die stärksten Mittel angewendet. Eine jede Macht will euch besitzen; die Mittel Meines Gegners sind weltliche Versprechungen, irdische Güter und körperliche Genüsse. Ich aber trete euch Selbst entgegen, und Meine Nähe lässet euch auf alles Weltliche gern verzichten. So Ich Mich offenbare, verliert alles Irdische an Wert, eure Seele empfindet die Wonne des geistigen Reiches und will sie nimmermehr missen. Auszug aus B.D. NR. 4860.

 

Buch 55 4878

Vorläufer Jesu am Ende.

13. April 1950. B.D. NR. 4878.

Aus euren Reihen wird einer hervorgehen, der von Mir zeugen soll vor Meinem Kommen in den Wolken. Und so ihr ihn hören werdet, wisset ihr, daß das Ende nahe ist. Er ist der Reinsten einer, er ist voller Liebe und Güte und darum Mir innig verbunden, er ist euch Menschen ein Tröster und Freund, ein Befreier aus seelischen Nöten. Er ist hellen Geistes und weiß um das Endgericht, und darum warnet und mahnet er die Menschen in Meinem Namen. Er ist ein Streiter für Mich und Mein Reich und steht in vollster Erkenntnis. Und also weiß er auch, wo die reine Wahrheit vertreten wird, und daher wird er aus den Reihen jener kommen, die Meine Lehre von oben empfangen, und durch seinen Lebenswandel, durch seine Liebe zum Nächsten auch selbst von oben gelehrt sein, weil er noch zuletzt ein Amt vertreten muß Mein Vorläufer zu sein vor Meiner Wiederkunft. Denn es erfüllet sich die Zeit, es erfüllen sich die Weissagungen der Propheten, und also muß auch er kommen, der aus dem Lichtreich zur Erde niedergestiegen ist um Meinetwillen, um Mich anzukündigen den Menschen, die in höchster Not und Bedrängnis sind. Er wird von Mir zeugen, denn seine Stimme ist Meine Stimme, und wer ihn anhöret, der höret Mich an. Doch er wird nicht lange bei euch Menschen verweilen - bevor ihr ihn erkennet, weilet er wohl in eurer Mitte, doch Mein Gegner wird ihn verfolgen und die Menschen wider ihn hetzen. Er wird predigen von der Liebe, die Menschen aber werden ihn anhören im Haß. Sie verfolgen ihn und trachten ihm nach dem Leben. Doch Ich werde ihn zu schützen wissen, bis seine Stunde gekommen ist, denn er muß seine Mission zu Ende führen, er muß Mir ein Wegbereiter sein, er muß die Schar der Meinen aufrichten und sie unterweisen vom baldigen Kommen des Herrn. Und so er auftritt, ist nicht mehr viel Zeit. Seine Worte werden zünden und aus dem Schlafe erwecken die Trägen und Unschlüssigen, denn er ist nur das Sprachrohr für Mich, durch ihn will Ich Mich noch einmal offensichtlich äußern. Und wieder wird er ein Rufer in der Wüste sein, der nur darum wiederkommet, weil Ich am Ende eine starke Kraft benötige, eine Kraft, die von oben kommt, um euch Menschen zu helfen. Doch die Welt wird ihn hassen und alle Mittel anwenden, um ihn unschädlich zu machen, obgleich er nur Gutes tut und redet. Doch die Welt ist in Nacht versunken, und alles Licht ist verlöscht. Darum leuchtet ein helles Licht auf der Erde auf, und alle Lichtträger werden sich Öl holen, auf daß auch ihr Licht wieder heller brenne, das die Weltmenschen zu verlöschen suchen. Und alle, die im rechten Glauben stehen, werden ihn erkennen als den Vorläufer Meiner abermaligen Niederkunft, und sie werden wissen, daß die Zeit erfüllt ist, daß Ich zu erwarten bin und mit Mir das letzte Gericht. Und sie werden sich seine Worte zu Herzen nehmen, denn sie fühlen es, daß Ich es bin, Der durch ihn redet, und daß Ich Selbst Mich ankündige durch ihn, der Mein Bote ist, wie es bestimmt ist seit Ewigkeit. Doch er wird einen schweren Stand haben bei den Menschen, die der Welt huldigen und von seinen Mahnungen und Warnungen nichts hören wollen, die aber sich nicht scheuen, ihm nach dem Leben zu trachten, trotzdem er sich gegen alle Menschen als hilfreich beweiset und auch viele seine Hilfe in Anspruch nehmen. Sie wollen ihn hindern, seine Mission zu beenden, doch nicht eher hole Ich ihn zu Mir in Mein Reich, bis er Mir den Weg bereitet hat, bis er Mein Kommen verkündet hat allen, die Mich zu schauen begehren und deren Glauben er festigt, weil er nur ausspricht, was er von Mir empfängt durch das innere Wort, durch den Geist, der außergewöhnlich in ihm wirket. Amen. B.D. NR. 4878.

 

Buch 55 4897

Das Reich Gottes ist nahegekommen. Erscheinung des Herrn.

15. Mai 1950. B.D. NR. 4897.

Euch, Meinen Kindern auf Erden, ist das Reich Gottes nahegekommen, machet ihr euch doch vertraut mit allem, was Meine Liebe euch offenbaret. Und also werdet ihr eingeweiht in das Wissen um Meinen Plan von Ewigkeit, um Mein Walten und Wirken im Universum, um Meine immerwährend angewandten Mittel, mit denen Ich Meine Geschöpfe auf ewig für Mich gewinnen will. Ich lasse euch Einblick nehmen in Mein Reich insofern, als daß Ich euch um die Tätigkeit der seligen Geschöpfe wissen lasse, um den Zusammenhang alles Geistigen mit seinem Schöpfer und um den großen Erlösungsplan, der allem zugrunde liegt, was ihr Menschen auf Erden erlebt und erschaut. Also gewinnt ihr eine geistige Erkenntnis, die euch schon zu Anwärtern des geistigen Reiches macht, dessen Herr Ich bin seit Ewigkeit. Daß euch nun Meine Liebe erfaßt hat, könnet ihr glauben, denn Meine Liebe ist ein Strahl hellsten Lichtes, und Licht ist Weisheit. Meine Liebe ist von unvorstellbarer Gewalt, und wer sie erfähret, dessen Seele ist beglückt, spürt sie doch die Wohltat des Lichtes und der Kraft, wenngleich der Körper anfangs noch unbeteiligt daran ist. Doch ein sichtliches Zeichen Meines Liebezustromes ist die zunehmende Erkenntnis, denn sie beweiset den Aufstieg der Seele, die sich nun aus dem irdischen Reich willensmäßig in das geistige Reich versetzen kann, die Mich gesucht und gefunden hat, weil ihre Liebe sie mit Mir verbindet. Und so kann Ich Mich nun euch nahen, und ihr werdet Mich erkennen, wenn Mein Fuß wieder die Erde betritt, wohl auch im Fleisch, doch nicht wie einst geboren. Denn Ich werde so manchem von den Meinen in den Weg treten, wo es die Not erfordert, wo die Meinen arg bedrängt werden und Ich ihnen Hilfe bringen will. Mein Reich ist nahe zu euch gekommen, und also komme Ich Selbst auch euch nahe. Ich weile geistig zwar immer unter euch, doch eure Liebe kann Mich auch veranlassen, Mich euch sichtbar zu nahen, und eure Liebe beweiset ihr Mir, daß ihr an Mich glaubet. Ich weiß es, wie schwer es euch gemacht werden wird, an Mich zu glauben, und darum komme Ich mit Meinem Reich euch so offensichtlich nahe, daß ihr Mich erkennen könnet, weil Ich euren Glauben beweisen und ihn auch lohnen will. Wer an Mich glaubt, der hat die Liebe in sich, die Liebe aber ist Mein. Und so ist auch jeder Mensch Mein, der in der Liebe lebt, und er soll auch Mich besitzen dürfen, wie Ich ihn besitze, er soll Mein Kind sein, wie Ich sein Vater bin. Er ist in Mein Reich aufgenommen, wenngleich sein Körper noch auf Erden weilt, und Ich gebe ihm den Beweis dafür - daß er Mich schauen kann. Die Zeit geht zu Ende, und darum werdet ihr Menschen noch manches erleben, was euch unmöglich erscheint - daß der Vater zu Seinen Kindern kommt und ihnen offensichtlich beisteht und daß Seine Kinder Ihn erkennen werden, weil Er Sich ihnen zu erkennen gibt. Denn Meine Liebe kennt keine Grenzen, und Meiner Kinder Erdenlos am Ende der Tage ist schwer, und so benötigen sie ein volles Maß Meiner Liebe, die als Kraft und Licht ihnen zuströmt, auf daß sie standhaft bleiben im letzten Kampf auf dieser Erde und ausharren bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4897.

 

Buch 55 4899

Verkörperung der Lichtwesen. Vorläufer.

18. und 19. Mai 1950. B.D. NR. 4899.

Ich leite das Evangelium zur Erde, und so ihr es empfanget von oben, ist es rein und unverfälscht durch menschlichen Willen. Ich weiß, daß es notwendig ist, da unzählige Menschen Mich nicht finden können, weil sie nicht mehr in der Wahrheit unterrichtet sind. Und darum verkörpere Ich Mich Selbst im Geiste derer, die Mir dienen wollen. Daß diesen nun die Wahrheit in reinster Form zugeht, ist eine von Meiner Liebe und Weisheit längst erkannte Notwendigkeit, die allein schon Mich veranlassen wird, den Empfänger der Wahrheit von oben zu schützen gegen den Einfluß unreiner Geister, die sein Denken verwirren und das Zuführen der Wahrheit unterbinden möchten. Wer also Empfänger ist Meines Evangeliums, das Ich Selbst auf Erden lehrte und das zu verbreiten Ich nun wieder Meine Diener auf Erden beauftrage, der kann in vollster Gewißheit sein, daß er in der Wahrheit steht, daß er als Mein Apostel der Endzeit die Mitmenschen belehren kann, ohne fürchten zu müssen, daß sich Irrtum seinen Belehrungen beimischen könnte. Und in dieser Gewißheit soll er einwirken auf alle, die ihm in den Weg treten, er soll sich als Sprecher fühlen für Mich und in Meinem Auftrag stets das vertreten, was er von Mir Selbst empfangen hat und sich als Empfindung in ihm äußert, weil dies die reine Wahrheit ist. Viele Lichtwesen sind zur Zeit verkörpert auf Erden, weil die große geistige Not außergewöhnliche Hilfe erfordert, die nur von Wesen des Lichtes geleistet werden kann. Solche Lichtseelen sind zumeist geistige Führer, d.h., sie stehen durch einen Lebenswandel nach Meinem Willen in naher Verbindung mit Mir und können also Meine Unterweisungen direkt entgegennehmen und den Menschen vermitteln. Es stehen solche Lichtwesen in einem Reifegrad, der ein Absinken zur Tiefe unmöglich macht, weshalb sie aber auch stets in größter Demut und Selbstlosigkeit durch das Erdenleben gehen und nur Mein Reich den Menschen zu bringen trachten, ohne selbst einen anderen Nutzen ziehen zu wollen, als Mir zu dienen und den Menschen zu helfen. Darum kann ein solches von Mir zur Erde gesandtes Lichtwesen sich auch mehrmals verkörpern, wenn es der geistige Tiefstand der Menschen nötig macht. Immer aber sind diese Verkörperungen dann restloses Dienen bis zum Ende, denn Mein Wille ist in diesen Wesen vorherrschend, weil sie sich freiwillig Mir schon unterstellt haben und diesen Reifegrad auf Erden auch nicht mehr einbüßen können. Niemals werden niedrige Geister über ein solches als Mensch verkörpertes Wesen Macht haben, und niemals wird dieses ihrem schlechten Einfluß unterliegen. Es kann also niemals ein schon vollendeter Geist auf Erden fallen, d.h. seine Mission nicht erfüllen. Es kann nur eine solche Mission vor den Augen der Menschen als abgebrochen erscheinen durch plötzlichen Abruf ins geistige Reich oder menschlich feindliche Maßnahmen, die das irdische Leben vorzeitig beenden. Doch auch darum weiß Ich seit Ewigkeit und greife nicht mit Meiner Macht ein, um den Willen der Menschen nicht unfrei zu machen. Das Erlösungswerk wird aber dennoch zu Ende geführt, und es wird alles so kommen, wie es in Meinem ewigen Heilsplan bestimmt ist. Es werden auch die vollkommensten Geister aus den Himmeln sich zeitweilig verkörpern, um einen geistigen Aufstieg unter den Menschen zu erzielen, weil ohne solche Hilfe letztere zu schwach sind zum Widerstand. Und dann werden auferstehen auch die Toten aus ihren Gräbern, d.h., die im Geist völlig Blinden können durch einen helleuchtenden Blitzstrahl von oben erweckt und sehend werden. Doch dann wird die Zeit sein vor dem Ende, wo auch Mein Wiederkommen zu erwarten ist, das angekündigt wurde durch Seher und Propheten stets und ständig. Und vor Mir wird das größte Licht auf Erden leuchten im schlichtesten Gewande. Es wird noch einmal künden von Mir, wie er es getan hat vor Meinem Auftreten im Fleisch auf dieser Erde, vor Meinem Lehrgang zu den Menschen, denen Ich das Evangelium bringen wollte. Er war Mein Vorläufer und wird es auch nun wieder sein. Und ihr Menschen werdet ihn an seinen Reden erkennen, wählet er doch die gleichen Worte und zeuget von Mir, wie er es einstmals getan hat. Sein Geist kommt nur zur Erde, um das Gesetz zu erfüllen, demnach er Mir vorangehen muß in vollster Erkenntnis seiner Herkunft und seiner Aufgabe. Er durchschaut alles und weiß auch um sein irdisches Los, dem er sich aber nicht entzieht, weil auch das zum Erlösungswerk gehört, an dem er sich beteiligt aus Liebe zu dem Unerlösten. Er weiß es, daß mit seinem Tode erst die Mission erfüllt ist, und er hat kein anderes Verlangen mehr als die endgültige Vereinigung mit Mir, seinem Herrn und Meister, seinem Freund und Bruder, seinem Vater von Ewigkeit. Und so er in Erscheinung tritt, ist das Ende nahe, denn Ich folge ihm bald und mache Meine Ankündigungen wahr. Mein Wiederkommen aber ist der letzte Akt vor der gänzlichen Zerstörung der Erde mit allem, was lebt. Dann erfüllet sich, wie es geschrieben steht. Es wird ein neuer Himmel und eine neue Erde erstehen, wo Ich mitten unter den Meinen bin, wo nur ein Hirt und eine Herde sein wird, weil alle, die leben, mit Mir verbunden sind und Mein Verweilen unter sich zulassen, weil alle Menschen auf der neuen Erde Meine Kinder sind, zu denen Ich Selbst als Vater komme, um ihnen zu geben, was sie selig macht. Amen. B.D. NR. 4899.

 

Buch 55 4900

Vergeltungs- und Rettungswerk. Geistige Not.

20. Mai 1950. B.D. NR. 4900.

Es ist eine Zeit äußerster Wirrnisse, eine Zeit tiefster geistiger Dunkelheit; es ist ein Zustand unter den Menschen, der weit anders ist, als er sein soll. Die Menschen sind nur mit der Materie verbunden und leben auch entsprechend, denn sie achten nicht Meiner Gebote, so sie nur irdischen Besitz erlangen können. Sie lassen sich beherrschen von Trieben, die sichtlich das Einwirken von unten sind; sie streben nicht mehr nach oben, sondern sind viel mehr den Kräften der Unterwelt zugewandt, von denen sie Erfüllung der irdischen Wünsche und Begierden erlangen. Die geistige Not ist groß - so groß, daß sie abgebrochen werden muß auf gewaltsame Weise, damit den Menschen ein noch tieferes Absinken unmöglich wird. Dies ist die eigentliche Ursache des bevorstehenden Vernichtungswerkes der Erde - das Geistige, das zur Zeit als Mensch verkörpert ist, seiner jetzigen Form zu entkleiden und ihm eine neue Hülle zu geben, wo nicht mehr ein Abstieg erfolgen kann, sondern ein Aufstieg erzielt werden muß. Es ist das letzte Ende dieser Erde gleichzeitig ein Vergeltungs- wie auch ein Rettungswerk, unverständlich dem, dessen Geisteszustand ein tiefes Wissen um Meinen Heilsplan ausschaltet. Doch es ist das Ende - auch als Rettungswerk angesehen - überaus bedeutsam für die Menschen, die es erleben. Denn die Neubannung in der festen Materie ist ein qualvoller Zustand, daß Ich alle Menschen davor bewahren möchte, den Gang durch die gesamte Schöpfung noch einmal gehen zu müssen. Was noch frei ist, wird wieder gebunden, was kraftvoll ist, wird völlig kraftlos sein, was frei denken und wollen kann, wird dann im Mußzustand ausführen, was Ich will; Finsternis wird um das Wesenhafte sein, endlose Zeiten hindurch, bis es wieder zum freien Willenszustand hinaufrückt, um sich nun wieder frei entscheiden zu können. Es wird die Neubannung eine unsagbare Qual sein für das Geistige, das noch frei auf dieser Erde dahinwandelt. Wüßten die Menschen um den erbarmungswürdigen Zustand, dem sie entgegengehen, sie würden wahrlich vor Angst ihren Lebenswandel ändern, doch es wäre das eine Wesenswandlung im Zwang, doch ohne Wert für die Ewigkeit. Es müssen die Menschen ihren Weg gehen in eigenem Willen. Sie können wohl gemahnt und gewarnt werden, es kann ihnen das kommende Gericht vorgestellt werden, doch immer in Form von Voraussagen, die sie glauben können und auch nicht. Was sich nun aber abspielt am Ende dieser Erde, ist dem Menschen unvorstellbar, doch es ist etwas so Gewaltiges, daß Menschenverstand sich keine Erklärung geben könnte für Vorgänge, die völlig Natur-widrig sind. Doch es ist ein Schauspiel, das nur die Meinen, von Meinem Geist Erweckten, verfolgen können, die dadurch keinen Schaden an ihren Seelen nehmen können. Die übrige Menschheit aber ist in ihrem Entsetzen unfähig, die Eindrücke verstandesmäßig zu verarbeiten, denn sie sieht nur den Tod vor Augen, der auch ihr Los ist - geistig und irdisch. Es sind die größten Kontraste, die am Ende dieser Erde in Erscheinung treten - höchstes Glück, Jubel und Freude über Mein Kommen zur Erde für die Meinen, die nur strahlendes Licht sehen und frei sind von aller Not - und größtes Entsetzen, Todesangst, Finsternis und grauenhafte Vorgänge mit der unleugbaren Aussicht völliger Vernichtung. Es ist euch Menschen noch eine Frist gegeben, in der ihr den Ausgang für euch Menschen selbst bestimmen könnet; es werden euch ständig Gnadengaben zugeleitet, durch die ihr sehend werden könnet, die ihr dazu willig seid. Ihr werdet von allen Seiten darauf aufmerksam gemacht, daß sich Ungewöhnliches vorbereitet, ihr werdet durch Erscheinungen aller Art auf das Ende hingewiesen; Ich offenbare Mich in mancherlei Weise, auf daß ihr nachdenket und eure Seelenarbeit in Angriff nehmet; Ich strecke euch ständig Meine Hände entgegen, um euch zur Höhe zu verhelfen. Aber Ich lasse euch freien Willen. Nützet ihn in der rechten Weise, und achtet der Ankündigungen von Sehern und Propheten. Unwiderruflich kommt die Zeit, wo alles in Erfüllung geht. Darum sorget, daß ihr zu jenen gehört, die den Tag nicht zu fürchten brauchen, für die er ein Tag des Jubels und der Seligkeit sein wird, wie Ich es verheißen habe. Amen. B.D. NR. 4900.

 

Buch 55 4905

Ich will Meinen Geist ausgießen über alles Fleisch.

Pfingsten 28. Mai 1950. B.D. NR. 4905.

Ich will Meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und Knechte und Mägde werden weissagen. Ich will euch auf die Zeit des Endes aufmerksam machen, so diese Meine Worte sich erfüllen. Es wird das Füllhorn Meiner Gnade ausgeschüttet, denn Mein Geist offenbaret sich allen, die es zulassen, daß Ich in ihnen wirke. Über Knechte und Mägde will Ich Meinen Geist ausgießen - alle, die willig sind, Mir zu dienen, sollen von Mir direkt belehrt werden, sie sollen Meine Worte hören und künden von der kommenden Zeit. Die Weissagungen alter Seher und Propheten werden sich wiederholen durch Seher und Propheten der letzten Zeit, denn auch diese sehen im Geist, wie es kommen wird, sie sehen das herannahende Ende, die große geistige Not der Menschheit, und sie geben sich hin als Sprachrohr für Mich, sie bereiten sich zu Gefäßen, in die Mein Geist einfließen kann, daß sie hell und klar erschauen, was bestimmt ist seit Ewigkeit. Mein Geist wirket also in jenen Menschen. Als Ich auffuhr zum Himmel, war das Werk vollbracht - der Tod war überwunden, die Finsternis des Geistes war durchbrochen, der Lichtstrahl von oben konnte hindurchdringen, und Mein Geist konnte die Menschen erfüllen, die an Mich glaubten. Die Verbindung war hergestellt zwischen Himmel und Erde, zwischen dem geistigen und dem irdischen Reich, es gab eine Brücke von dem einen zum anderen, die unfehlbar zu Mir führt, denn wer Meines Geistes Wirken zulässet, der hat ein Anrecht auf Meine ewige Vaterliebe, er ist als Mein Kind Erbe des Vaters. Die Ausgießung des Geistes aber ist wenig erkannt worden von den Menschen, sie wurde als einmalige Pfingsterscheinung betrachtet, als sichtliches Bekräftigen der Mission Meiner Apostel, die in allen Zungen redeten, also von Meinem Geist erfüllt waren. Das Wirken des Geistes aber ist keine einmalige Angelegenheit, denn Meine Verheißung lautet: Wer an Mich glaubt, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Mit diesen Worten kündete Ich die Ausgießung des Geistes über jeden Menschen an, der an Mich glaubt und aus diesem Glauben heraus so lebt, wie es Mein Wille ist. Ich ergieße Meinen Geist in jedes aufnahmefähige und aufnahmewillige Herz, das sich als ein Gefäß hergerichtet hat, das wohl geeignet ist, Meinen Geist in sich einströmen zu lassen. Wenige Menschen nur haben diesen Vorgang an sich selbst erfahren, wenige Menschen nur sind so gläubig, daß Ich direkt an und in ihnen wirken kann. Und darum weiß die Menschheit nichts von der Bedeutung dieser Worte, von der Bedeutung der Ausgießung des Geistes. In der Endzeit aber wird sie aufmerksam gemacht, indem ganz offensichtlich die Ausgießung des Geistes stattfindet, die durch prophetische Hinweise auf das Ende erkennbar ist, durch Hinweise, die nur bestätigen, was alte Seher und Propheten geweissagt haben. Es werden Knechte und Mägde erweckt werden, d.h. sie werden sich freiwillig in Meinen Dienst stellen und nun von Mir aus erfüllt werden mit Meinem Geist; sie werden Mein Wirken an sich möglich machen durch ihren Willen, der Mir voll und ganz gilt, und also werden sie als Meine Apostel der Endzeit tätig sein können und das Evangelium verkünden, das letzte Ende und Mein Kommen in den Wolken. Ich werde Meinen Geist ausgießen über alles Fleisch. Viele werden Meine Stimme zu hören vermögen, wenn das letzte Ende nahe ist. Doch vorerst sind es nur einzelne, die sich Mir so innig verbinden, daß sie Mich vernehmen können. Doch allen diesen ist von Mir aus eine Mission zugeteilt worden: in Meinem Auftrag tätig zu sein für Mich und Mein Reich. Diese wenigen werden in sich die Berufung fühlen, und darum scheuen sie sich nicht auszusprechen, was ihnen Mein Geist kündet - sie scheuen sich nicht, das letzte Gericht anzukündigen und gewissermaßen die Prophezeiungen der alten Seher und Propheten zu wiederholen. Sie reden also, von Meinem Willen beeinflußt, ihr Geist ersieht das Zukünftige, und der Mund spricht aus, was der Geist ersieht und der Seele des Menschen vermittelt. Er ist von Meinem Geist erfüllt, ihm ist sonst Verborgenes enthüllet, er sieht voraus, was über die Menschheit kommt, und in seinem Drang, den Mitmenschen zu helfen, teilt er ihnen das im Geist Erschaute mit - und Knechte und Mägde werden weissagen. Ohne Unterschied des Geschlechtes ergieße Ich Meinen Geist über alles Fleisch, weil jeder, der Mir dienen will und Mir bewußt zustrebt, der Erweckung seines Geistes, des Durchströmens Meiner Liebekraft, gewiß sein kann, und dies vor dem Ende offensichtlich in Erscheinung tritt. Was Meine Jünger bei der Ausgießung des Geistes sprachen, das werden auch nun die vom Geist Erweckten verkünden, denn Mein Geist ist gleichfort derselbe, Mein Geist leitet euch Menschen in die Erkenntnis, Mein Geist führt euch ein in ein Wissen, das ihr wieder weitergeben sollet denen, die nicht von Meinem Geist erleuchtet sind. Das Fest der Ausgießung des Geistes soll nicht nur eine Erinnerung sein daran, daß Meine Jünger in fremden Zungen redeten, sondern es soll euch eine ständige Mahnung sein, auch euer Herz so zu gestalten, daß Ich Meinen Geist ausgießen kann über alles Fleisch. Es soll euch ferner Meiner Verheißung eingedenk werden lassen, aus der ihr ersehen könnet, daß nicht nur Meine Jünger Aufnahmegefäße Meines Geistes waren, sondern es alle Menschen sein können; daß alle Menschen, von Meinem Geist getrieben, reden können, so sie Mir in Wahrheit Knechte und Mägde sein wollen, so sie Mir dienen wollen, weil die geistige Not der Menschen dienende Hilfe erfordert. Diesen wird es Mein Geist kundtun, was sie reden sollen, und diesen könnet ihr glauben, auch wenn sie euch das nahe Gericht ankündigen und also als Seher und Propheten auftreten, um euch Menschen vor dem ewigen Verderben zu retten. Denn nun erfüllet sich, wie es geschrieben steht: Ich werde Meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und Knechte und Mägde werden weissagen und Jünglinge helle Träume haben. Außergewöhnlich trete Ich Selbst in Erscheinung, weil außergewöhnlich große geistige Not die Menschen bedroht und weil ein jeder Mir dienende Hilfe antragende Mensch Meines Geistes Wirken in sich erfahren kann, auf daß die große geistige Not behoben werde. Amen. B.D. NR. 4905.

 

Buch 55 4906

Verkörperung unreifer Wesen in der Endzeit. (Hitler - Hausser?)

30. April 1950. B.D. NR. 4906.

Lasset euch von Mir belehren, wo euch Zweifel befallen oder ihr ohne Kenntnis seid, denn nur Ich kann euch der Wahrheit gemäß Aufschluß geben, was Ich auch tun werde, wo die Wahrheit begehrt wird. Ich werde stets den Irrtum aufklären, Ich werde euch in Kenntnis setzen, wo ihr unwissend seid, Ich werde euch ein Licht geben, wo es noch dunkel ist, denn Ich Selbst als das ewige Licht will die Finsternis verjagen, Ich will, daß es in euch hell werde, daß ihr jeden Zweifel verlieret und euch Mir mit jeder Frage anvertraut, die Ich euch stets beantworten werde: Fasset es, daß die Welt voller unreifer Geistwesen ist, die zur Verkörperung zugelassen sind, weil sie selbst es wollten, um ihren Abschluß auf dieser Erde zu finden; die also wohl den Reifegrad besaßen, der eine Verkörperung als Mensch auf Erden zuläßt, jedoch durch ihre Triebhaftigkeit völlig unter dem Einfluß schlechter Kräfte stehen, die darum auf sie den Einfluß ausüben können, weil die geistigen Wesen in ihnen den Widerstand gegen Mich noch nicht abgelegt haben, die also bewußt sich nach unten wenden in völlig freiem Willen. Sie könnten sich in ihrer Erdenlaufbahn zur Höhe entwickeln, denn ihres schwachen Willens ist wohl Rechnung getragen, und viele Gnadenmittel stehen ihnen zu Gebote, die einen Weg zur Höhe ermöglichen, doch sie widersetzen sich Mir aufs neue und sinken daher ab - sie werden zu Teufeln, und die Endzeit weiset unzählige solcher Teufel auf. Diese Zeit macht sich Mein Gegner ganz besonders zunutze, indem er geistige Verblendung herbeizuführen sucht, wo die Wahrheit vertreten werden soll - indem er also die ihm Hörigen dazu antreibt, als Vertreter der Wahrheit aufzutreten, und also vorerst die Menschen in Sicherheit wiegt, daß sie blindlings glauben, was ihnen unterbreitet wird. Also treten Menschen auf als Engel des Lichtes im frommen Gewande, und sie sind doch Teufel in Menschengestalt - doch unerkannt von den Mitmenschen, weil sie sich gar gut zu tarnen wissen und auch Unterstützung finden durch die Kräfte der Unterwelt. Was die Menschen auf Erden tun wollen, daran werden sie von Mir aus nicht gehindert, und kein Wesen wird gezwungen, gut zu sein, das böse sein will, wie aber auch das Gute niemals vergewaltigt werden kann von schlechten Kräften. Wer aber schlechtem Einfluß unterliegt, der will es selbst nicht anders und muß daher zu jenen gezählt werden, die offenen Widerstand leisten gegen Mich, denn er erkennt das Böse im Grunde seiner Seele. Und weil er es erkennt, sucht er es oft zu verschleiern, er versteckt sich hinter einer Maske, er sucht im Gewande des Lichtes die Mitmenschen zu blenden, immer angetrieben von den geistigen Kräften, die Mir noch größten Widerstand leisten, die Mir trotzen und darum alles bekämpfen, was zu Mir führen könnte. In der Endzeit kämpfen sie mit allen Mitteln, und nicht zuletzt bedienen sie sich Meiner Worte, um die Menschen zu verführen. Wer diesen Kräften hörig ist, der ist auf Erden schon ein Teufel, wenngleich er sich hinter dem Deckmantel der Frömmigkeit versteckt. Alles nun, was von Meiner Seite aus angewandt wird, um die Menschen zu erlösen, um sie nicht dem Gericht verfallen zu lassen, das wird auch im gegnerischen Sinn angewandt, d.h., es wird jede außergewöhnliche Begebenheit, jedes außergewöhnliche Wirken Meinerseits eine Parallele finden im negativen Sinne. Und so werden auch die Lichtwesen, die sich auf Erden verkörpern in der letzten Zeit, ihre Partner haben, die von Dämonen bewohnt sind, doch immer in ähnlicher Weise wirken, wie das von seiten der Lichtwesen geschieht. Und es können dadurch viele Menschen getäuscht werden, besonders dann, wenn sie es versäumen, in kindlicher Demut Mich um Klarheit zu bitten, und statt dessen kraft ihres Verstandes prüfen wollen. Es ist dann große Vorsicht geboten, denn die Irrungen und Wirrungen nehmen überhand, je mehr es dem Ende zugeht. Mein Gegner hat tausend Fallen, in die er die Seelen zu locken sucht, und sowie ihm etwas mißlungen ist, wendet er stets neue Mittel an, und er gewinnt die Schwachgläubigen und die geistig Überheblichen, die den Weg der Demut verlassen haben und darum oft straucheln, selbst wenn sie den Weg zur Höhe suchen. Darum müsset ihr Menschen besonders achtsam sein in der Endzeit, wo viele Gefahren auf euch lauern, wo als Mensch verkörperte Teufel sich den Schein eines Gottsuchers geben und euch betören wollen. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen, an ihrem Lebenswandel, der anders ist als ihre Reden. Mein Gegner hat viel Macht am Ende, doch niemals kann er euch in sein Bereich zwingen, solange ihr Mir und Meinem Reich zustrebt. Nur schützet euch vor Überheblichkeit, bleibet tief demütig und erhebet euch nicht über die Mitmenschen, denen ihr helfen sollet. Dann wird auch euer Denken recht sein, dann wird das Licht der Erkenntnis in euch hell leuchten und euch jeglichen Irrtum erkennen lassen, den der Widersacher in euch pflanzen möchte zu seinem Vorteil. Wer Mein ist, der erkennt sein Ränkespiel, und wer ihn nicht erkennt, der hat sich Mir entfremdet durch Überheblichkeit. Denn er ist zu erkennen von jedem, der guten Willens ist und nach Mir als der ewigen Wahrheit verlangt. Amen. B.D. NR. 4906.

 

Buch 55 4912

Getreue Knechte. Teufel der Endzeit.

7. Juni 1950. B.D. NR. 4912.

Ihr sollt zeugen von Mir und Meinem Wirken an und in euch. Und darum sollet ihr auch wissen um Dinge, die nur Ich euch erklären kann; es soll euer Wissen das irdische Wissen übertreffen, auf daß eure Mitmenschen Mich erkennen können, wenn sie es wollen. Das Wissen, das euch nun von Mir zugeleitet wird, kann jedoch weder bewiesen noch begründet werden mit menschlichem Verstand, und dennoch setze Ich euch von vielem in Kenntnis, auf daß ihr Mich in Meiner Weisheit, Liebe und Allmacht erkennet und Zeugnis gebet von Mir. Es kann also nur geglaubt werden, und auf daß ihr es glauben lernet, müsset ihr Menschen erst ein Leben in Liebe führen. Dann seid ihr Mir so innig verbunden, daß es für euch nichts Unmögliches mehr gibt, weil ihr Mich Selbst spüret und nicht mehr nur Erdenbewohner seid, sondern Geistmenschen, die Einblick nehmen können in das geistige Reich. Ich weiß es, was für einen jeden Menschen zuträglich ist, und entsprechend führe Ich ihn ein in das Wissen; wie auch die Aufgabe des einzelnen Menschen ausschlaggebend ist, welches Wissen er benötigt. Ihr könnet euch jedoch selbst bereichern an Wissen, so ihr Mich darum angeht, doch immer sollen geistige Motive euch zu einer Bitte veranlassen, deren Kenntnis für die eigene Entwicklung sowohl als auch für eure Mission von Bedeutung ist. Was euch also unklar ist, darüber begehret Aufschluß, und ihr werdet keine Fehlbitte tun. Eure Mission ist, die Mitmenschen zu belehren, und jede Belehrung muß Mich bezeugen, d.h. Mich als einen Gott der Liebe, Allmacht und Weisheit erkennen lassen. Dazu gehört verständlicherweise auch die Berichtigung von Irrlehren und alles, was Mich Selbst als ein Zerrbild hinstellt, was also Liebe, Weisheit oder Allmacht vermissen läßt. Darum sollet ihr getrost Aufschluß erbitten, so ihr selbst in Zweifel geratet oder Mich nicht mehr zu verstehen glaubt. Und Ich will euch gern belehren so, wie es euch faßlich ist. Ein Knecht zu sein für den Herrn, also ein von Mir beauftragter Diener auf Erden, erfordert gewisse Voraussetzungen. Es müssen Willens- und Glaubensproben abgelegt werden, durch die er seine Tauglichkeit unter Beweis stellt. Ein Knecht zu sein für Mich erfordert ferner seine Einführung in Meinen ewigen Heilsplan, also einen erleuchteten Geist, der Mich vernehmen kann jederzeit. Es erfordert ferner ein restloses Unterstellen unter Meinen Willen. Er darf nicht selbst wollen, sondern als Knecht nur den Willen des Herrn ausführen. Geistig also ist er Mein Vertreter auf Erden, der durch Unterstellen seines Willens schon gänzlich in Meinen Willen eingegangen ist, also Meinen Willen gewissermaßen in sich trägt. Er muß das Böse verabscheuen um des Bösen willen, das Gute anstreben um des Guten willen und nach der Wahrheit verlangen, weil er sonst nicht nach Mir verlangt. Er kann also unmöglich Meinem Willen entgegen leben auf Erden und doch Mein Knecht sein. Dieses beachtet, daß ihr an ihren Früchten erkennen könnet, woher sie sind. Also kann aus eines solchen Menschen Mund auch keine Wahrheit kommen, weil sein Denken verblendet ist, so Meines Willens nicht geachtet wird. Dann ist also auch jegliches Urteil falsch, das er fället, sei es in gutem oder schlechtem Sinn. Dann kann er nie und nimmer Mein Knecht sein. Der Wille allein genügt dazu nicht, wenn er nicht in die Tat umgesetzt wird, und Meine Gnade allein genügt auch nicht, wenn sie der Mensch nicht durch seinen Willen an sich wirksam werden lässet. Ein getreuer Knecht also empfängt Meine Anweisungen, und er führt sie auch aus. Ein ungetreuer Knecht aber wird, so er einmal seinen Dienst Mir verweigert hat, niemals wieder Anweisungen von Mir erhalten - er ist also aus Meinem Dienst ausgeschieden. Und allsogleich wird er von der Gegenkraft erfaßt, die ihn in ähnlicher Weise bedient, jedoch mit dem Ziel ewiger Entfremdung von Mir. Mein Gegner hat große Macht; doch niemals über einen Menschen, der Mir ernsthaft zustrebt. Mein Gegner kann sich aber auch tarnen und den Menschen glauben lassen, daß er Worte von Mir empfängt, doch nur dann, wenn er sich selbst überhebt; denn sowie er tief demütig ist, erkennt er selbst seine Fehler und sucht sie zu beheben. Also ist die geistige Überheblichkeit ein Grundübel, dem der Mensch unweigerlich zum Opfer fällt. Der geistig Überhebliche ist nicht fähig, Mein Wirken von dem Wirken Meines Gegners zu unterscheiden, weil er selbst schon dem Gegner verfallen ist, der ihn nun blendet in jeder Weise. Die geistige Überheblichkeit trennt den Menschen unwiderruflich von Mir, denn es stellt der Mensch, der geistig überheblich ist, ein sonderbares Verhältnis zu Mir her, das des überlegenen Wesens, das jede Ehrfurcht dem Schöpfer gegenüber verliert und auch ohne Liebe zu Ihm ist. Und dieses Verhältnis wirkt sich aus in einer herausfordernden Sprache, in überheblichen Reden, in haßerfüllten Anschuldigungen und scheinbarem Edelsinn, in einem Lebenswandel, der nicht Meinem Willen entspricht, und in fortgesetzter Tyrannei seinen Mitmenschen gegenüber, die er zu bestimmen sucht, wo der freie Wille allein entscheiden soll. Es sind dies alles Anzeichen eines Gott-widrigen Verhältnisses, das jeder Mensch erkennen kann, der selbst Mir zustrebt und Mir gegenüber auch demütig bleibt. Es sind Kräfte in jenem tätig, die sich durchzusetzen suchen, um die Menschen irrezuführen, und die es daher in anderer Weise tun als üblich; die Mich scheinbar gelten lassen, und nachher Mich stürzen zu können glauben, die also sich zuzeiten des Lichtes bedienen, jedoch widerrechtlich, doch immer mit Meiner Zulassung. Ich will es dem Gegner beweisen, daß er auch unter Anwendung aller Mittel nicht zum Ziel gelangt, weil er gegen Mich vorgeht. Und darum wirket Mein Gegner offensichtlich in den Menschen der Endzeit, und wer sich ihm hingibt, der wird über alle Kräfte verfügen können, über außergewöhnliche Begabung, über ungewöhnliches Wissen und auch über ungewöhnliche Kraft insofern, als daß er viele seiner Mitmenschen suggeriert und sie in Blindheit ihm folgen. Es sind jene Menschen Abgesandte aus der Hölle, die ebenso wie Meine Lichtboten in negativem Sinne auftreten, um die Menschen zu verführen. Sie gelten anfangs als gutgläubig, sind es aber nicht, weil der Hochmutsteufel in ihnen vorherrscht und sie niemanden über sich anerkennen wollen, was als sicherstes Zeichen die Herkunft von unten beweiset. Doch wer sich von ihnen blenden lässet, wandelt nicht auf Pfaden der Liebe, die ihm Erkennen der Wahrheit sichert und er ist daher leicht in Gefahr, selbst den Einflüsterungen des Gegners zu verfallen, wenngleich er seine Macht nur in beschränktem Maße dort anwenden kann, wo der Wille des Menschen Mir zugewandt ist. Geistige Überheblichkeit ist immer eine Gefahr, verliert doch dann der Mensch das sichere Gefühl für Wahrheit und Irrtum, weil ihm dann Meine Gnade mangelt, die nur Anteil ist des Demütigen. Ihr dürfet euch nicht selbst überheben, so ihr nicht fallen wollet. Demütig wie ein Kindlein müsset ihr zum Vater kommen, auf daß Er euch mit Seiner Gnade überschütte. Und darum müssen Meine Diener auf Erden im wahren Sinne des Wortes Meine Knechte sein und in tiefster Demut Mir dienen wollen, dann werden sie stets licht und klar erkennen, welches Geistes Kinder die Menschen sind, die sie umgeben und die in der Welt ihr Wesen treiben. Denn alles ist zu ihrer Prüfung zugelassen, und über alles wird euch eine rechte Antwort geben können Der in Sich Selbst das Licht ist, die Wahrheit und die Liebe. Amen. B.D. NR. 4912.

 

Buch 55 4913

Rückentwicklung niemals Wille Gottes. Wiederverkörperung. Umgekehrter Prozeß. Neubannung. Lichtwesen.

11. Juni 1950. B.D. NR. 4913.

Ein umgekehrter Prozeß findet nun statt, wohl durch Meinen Willen eingeleitet, doch durch menschlichen Willen selbst bestimmt. Es kann als ein Akt der Rückentwicklung angesehen werden, wenn schon als Mensch verkörpertes Geistiges wieder in der festen Materie gebunden wird, als einen Akt also, den Mein Wille herbeiführt, Der Ich doch nur laut Meiner Ordnung von Ewigkeit fortschreitende Entwicklung begünstige. Doch auch dieser Akt hat das gleiche in Meiner Ordnung begründete Prinzip aufzuweisen. Denn das Geistige ist durch menschlichen Willen schon gefallen in die Tiefe, aus der Ich es wieder auf einem langsamen Wege zur Höhe leite. Es ist also eine Rückentwicklung, jedoch nicht durch Meinen, sondern durch Menschenwillen vor sich gegangen, während Mein Wille wieder die aufsteigende Entwicklung ermöglicht und also nun ein neuer Heilungsprozeß beginnt nach dem Ende dieser Erde, ein Heilungsprozeß, der unsagbar schmerzlich ist und kein Ende zu nehmen scheint und doch das einzigste Mittel ist, dem Gefallenen wieder zur Höhe zu verhelfen. Was also Mein Erlösungswerk nicht vollbracht hat, muß dieser Prozeß zuwege bringen: was leicht möglich war, muß, weil nicht angestrebt, äußerst schwer errungen werden - die Erlösung aus der Form, die Freiwerdung des Geistigen und Erweckung aus der Nacht zum Licht. Ich habe es den Menschen leichtgemacht durch Meinen Kreuzestod, die Menschen aber nahmen Meine Gnadengabe nicht an, Ich habe das Leid auf Meine Schultern genommen, sie aber wiesen Meine Hilfe ab, und daher müssen sie es selbst auf sich nehmen und endlos lange Zeit es tragen. Sie waren schon hoch oben und stürzten sich selbst tief hinab. Und Meine Liebe und Erbarmung schafft ihnen nun neue Möglichkeiten, die Höhe wieder zu erreichen. In riesenhafter Geschwindigkeit hat sich der Aufwärtsentwicklungsprozeß wieder rückwärts abgespielt; der Mensch ist nach allen vorangehenden Entwicklungsstufen in der kurzen Erdenzeit zurückgegangen im freien Willen und dort wieder angelangt, wo er war vor undenklich langer Zeit - bei der Materie, die er mit allen Sinnen anstrebt und die also auch sein Los sein wird. Doch immer muß klargestellt werden, daß niemals Mein Wille diesen Rückgang veranlaßt hat, sondern der menschliche Wille selbst, und daß nun erst Mein Wille eingreift, indem er Einhalt gebietet und nun der festen Materie, die dieses gefallene Geistige birgt, eine dienende Bestimmung zuweiset, damit das Geistige wieder Schritt für Schritt zur Höhe steigt, jedoch in gebundenem Willen, weil anders es nicht möglich wäre. Und somit kommt Mein Wille wieder zum Ausdruck, und also auch, daß von Mir aus nur eine Aufwärtsentwicklung begünstigt wird, jede Rückentwicklung aber den menschlichen Willen zum Anlaß hat. Es ist daher der Gedanke absurd, daß etwas schon Ausgereiftes eine Rückentwicklung erfährt durch Meinen Willen - daß also ein Wesen, das sich schon aus der materiellen Hülle befreit hat und in geistige Sphären eingegangen ist, durch Meinen Willen wieder eine körperliche Hülle erhält, die gleichzeitig das Rückbewußtsein dem Wesen nimmt, und es erneut eine Willensprobe ablegen muß - die es also schon einmal bestanden hatte, aber nun ebensogut versagen könnte im freien Willen. Zum Zwecke einer Aufwärtsentwicklung benötigt eine solche Seele, die schon die Willensprobe bestanden hat, nicht eine neue Verkörperung als Mensch, da es im geistigen Reich viele Gelegenheiten gibt, um immer vollkommener zu werden. Hat aber eine Seele die Willensprobe nicht bestanden, dann wird sie noch weniger auf die Erde rückversetzt, weil diese Rückversetzung dann durch Meinen Willen stattfinden müßte, aber nun ein Akt wider Meine ewige Ordnung wäre, weil von Mir aus nur ständiger Fortschritt, nicht aber Stillstand oder Rückschritt begünstigt wird. Ist dagegen der Akt der Verkörperung einer Seele auf der Erde aus Meinem Willen zugelassen, dann bezweckt er nicht das Erreichen eines versäumten Reifegrades, sondern lediglich das Erfüllen einer Mission an der in geistiger Not befindlichen Menschheit, das wohl dem Wesen einen höheren Reifegrad eintragen kann, jedoch nicht solches zum Anlaß hat. Seelen, die sich auf Erden verkörpern, können wohl schon einen gewissen Reifegrad haben, wenn sie von anderen Sternen kommen, um auf Erden zur höchsten Reife zu gelangen. Für diese Seelen bedeutet es aber keine Rückversetzung in ein schon überwundenes Stadium, was aber der Fall wäre, so eine Seele aus dem geistigen Reich, die schon einmal Erdenbewohner war, wieder zur Erde rückversetzt würde zwecks Aufwärtsentwicklung. Zudem könnte es für eine solche Seele nicht von Segen sein, da ihr die Rückerinnerung genommen wäre und sie somit nicht die früher gewonnenen Erkenntnisse nützen könnte, sondern sich aus freiem Willen genau wie das erste Mal entscheiden müßte, was jedoch auch zu einem völligen Sturz nach unten führen könnte. Wer zur Höhe strebt, findet auch im geistigen Reich genügend Gelegenheit, zur Höhe zu gelangen - wer zur Erde strebt, der ist noch in ihrem Bann und wird von Mir aus nimmer zurückversetzt. Wer jedoch im Licht steht und aus Liebe zu dem Unerlösten zur Erde niedersteigen will, dem wird diese Rückverkörperung gestattet, die aber nie und nimmer ein Absinken zur Tiefe zur Folge haben kann, weil die Seele von oben kommt und trotz Unkenntnis ihrer Herkunft genügend Kraft besitzt, um Widerstand zu leisten gegen alle Versuchungen auf Erden. Denn ein Wesen des Lichtes lasse Ich nimmermehr fallen. Es wird immer seine Mission erfüllen, wenngleich es auch stets im freien Willen handelt und lebt auf Erden. Sein Wille aber ist und bleibt Mir zugewandt, weil es auch in sich die Liebe hat, die Mich erkennt und ewig nicht mehr verlieren will. Und so wird, was zur Höhe will, ewig von Mir unterstützt werden - es wird, was nach der Tiefe verlangt, nicht von Mir gehindert werden. Immer aber ist Mein Grundprinzip die Aufwärtsentwicklung, das auch immer erkannt werden wird von denen, die zur Höhe streben. Was daher aufwärts führt, ist Mein Wille, jeder Rückgang aber Wille des Menschen, der nicht von Mir in seiner Freiheit angetastet wird. Amen. B.D. NR. 4913.

 

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