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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 54

B.D. NR. 4680 - B.D. NR. 4803
30.6.1949-24.12.1949

Inhaltsverzeichnis von Buch 54

 

Inhaltsübersicht

4680 4681 4682 4683 4684  4685 4686 4687 4688 4689
4690 4691 4692 4693 4694  4695 4696 4697 4698 4699
4700 4701 4702 4703 4704  4705 4706 4707 4708 4709
4710 4711 4712 4713 4714  4715 4716 4717 4718 4719
4720 4721 4722 4723 4724  4725 4726 4727 4728 4729

4730 4731 4732 4733 4734  4735 4736 4737 4738 4739
4740 4741 4742 4743 4744  4745 4746 4747 4748 4749
4750 4751 4752 4753 4754a  4754b 4755 4756 4757 4758
4759 4760 4761 4762 4763  4764 4765 4766 4767 4768
4769 4770 4771 4772 4773  4774 4775 4776 4777 4778

4779 4780 4781 4782 4783  4784 4785 4786 4787 4788
4789 4790 4791 4792 4793  4794 4795 4796 4797 4798
4799 4800 4801 4802 4803

 

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Neu am 28. Dez. 2017:

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4723 4725 4726 4727 4729  4730 4732 4733 4734 4735
4736 4737 4738 4739 4740  4741 4742 4743 4744 4745
4746 4747 4748 4749 4750  4751 4752 4753 4754a 4754b

4755 4756 4757 4759 4761  4762 4763 4764 4765 4766
4767 4769 4770 4771 4772  4773 4774 4775 4776 4779
4780 4781 4782 4784 4785  4786 4787 4788 4789 4790
4791 4792 4793 4794 4795  4796 4797 4798 4799 4800

 

Neu am 09. Jan. 2018:
4801 4802 4803

 

Buch 54 4680

Wert göttlicher Offenbarungen.

30. Juni 1949. B.D. NR. 4680.

Der Wert geistiger Offenbarungen wird nur von wenigen erkannt und läßt sich auch nicht schulmäßig den Menschen beweisen, doch überaus beglücken wird er alle, die den Geist in sich erwecken und nun gewürdigt werden, göttliche Offenbarungen entgegenzunehmen. Es kann nur den Mitmenschen gegenüber Erwähnung getan werden, doch verständlich wird die außerordentliche Gnadenzuwendung erst dem geistig Erweckten. Und doch sollen die Mitmenschen darauf aufmerksam gemacht werden, weil jede göttliche Offenbarung die Kraft in sich birgt und also noch einwirken kann auf das Herz, daß dieses die Wohltat und die Wahrheit dessen spürt, was ihm als göttliche Offenbarung nahegebracht wird und nun immer und immer wieder danach verlangt, was auch zur Erweckung des Geistes führen kann. Was von Gott kommt, wird niemals ohne günstige Wirkung sein - nur setzt diese Wirkung eine bestimmte Einstellung zu Gott voraus - es muß der Mensch Gott anerkennen und Ihm zugewandten Willens sein. Dann empfindet er auch Sein Wort, Seine Offenbarungen als Wohltat, er spürt die Kraft, die dem Wort Gottes entströmt, und er sucht sich öfter diese Wohltat zuzuwenden, er begehret das Wort Gottes, nimmt es dankbar auf und ist sich bewußt, daß er sich dadurch Gott Selbst nähert, weil Gott ihm gegenwärtig ist, sowie Er das Verlangen und den Willen des Menschen zu Sich gerichtet weiß. Eine göttliche Offenbarung ist daher stets ein Beweis der Gegenwart Gottes, selbst wenn sie nicht direkt, sondern durch Menschenmund weitergeleitet wird. Immer wird der Hörer die Kraft des Wortes verspüren können in Form verstärkten Verlangens nach der göttlichen Gabe. In den Segen göttlicher Offenbarungen können sich viele Menschen setzen, doch die Erkenntnis mangelt den meisten, und also wissen sie nicht um die außerordentliche Gnadengabe, um die Liebe, die sich durch eine Offenbarung kundgibt denen, die Gott erkennen wollen. Und ohne Erkenntnis streben sie nicht danach, ohne Streben und Verlangen kann ihnen aber auch keine Gnadengabe zugeleitet werden, weil diese dann völlig unbeachtet bliebe. Daß Gott Sich offenbart, beweiset das innige Verhältnis des Schöpfers von Ewigkeit mit Seinen Geschöpfen, die Er teilnehmen lassen will an Seiner Liebeausstrahlung, die Er in den Besitz von Licht und Kraft setzen will. (2.7.1949). Denn Er weiß um den schwachen, hilfsbedürftigen Zustand der Menschen, die wohl Seine Geschöpfe sind von Ewigkeit, jedoch durch ihren verkehrten Willen als von Ihm abgewandte geistige Wesen das Erdenleben begonnen haben und im freien Willen sich Ihm wieder zuwenden sollen. Doch ohne Hilfe vermögen sie es nicht, darum kommt Gottes Liebe ihnen entgegen und will sie stärken und zur Wandlung ihres Willens bewegen. Auf daß sie Ihn aber erkennen, offenbart Er Sich ihnen in verschiedentlichster Weise, so daß es ihnen nun möglich ist, sich in den lichtvollen Zustand von Anbeginn zu versetzen, wenn sie nur wollen. Darum sind göttliche Offenbarungen von so unermeßlichem Wert, können sie doch das Los des Geistigen für die ganze Ewigkeit zu einem glückseligen gestalten, jedoch immer vom freien Willen des Menschen während seines Erdendaseins abhängig. Gott hat Sich ständig offenbart seit Beginn der Schöpfung, niemals hat die Verbindung von Gott zu den Menschen aufgehört, Seine Offenbarungen waren stets das Licht, das das Dunkel der Nacht - die Erkenntnislosigkeit der gefallenen Geschöpfe - durchbrach, und es war dadurch immer die Möglichkeit gegeben, zum Urquell des Lichtes, zu Gott, zu gelangen. Doch immer wieder wurde das Licht getrübt, d.h. was von Gott hell und strahlend ausging, wurde durch Menschenwille verdunkelt oder ganz zum Verlöschen gebracht. Die reine Wahrheit wurde von Irrtum durchsetzt oder von der Lüge verdrängt. Göttliche Offenbarungen wurden verunstaltet und in diesem Zustand doch noch den Menschen als göttlich hingestellt. Dadurch verfiel die Menschheit immer mehr der Finsternis bis auf einzelne, die sich selbst im freien Willen den göttlichen Offenbarungen öffneten und nun wieder strahlendes Licht empfangen konnten. Vereinzelt leuchten solche Lichtstrahlen mitten im Dunkel der Nacht, und ihre Wirkung ist unbeschreiblich fördernd für die Vollendung der Seelen, die im Aufwärtsentwicklungsprozeß stehen und Hilfe von Gott aus benötigen, wie aber umgekehrt die verunstalteten Offenbarungen diesen Prozeß ungünstig beeinflussen, ja ihn zumeist verhindern. Darum wird Gott immer wieder Sich Selbst offenbaren denen,die guten Willens sind und sich in den Zustand versetzen, der direkte oder indirekte Offenbarungen zuläßt. Denn Gott ist die ewige Wahrheit, und Er will auch die Menschen in die Wahrheit leiten, weil Wahrheit allein Licht ist und die Menschen zur rechten Erkenntnis des Wesens Gottes, das da ist Liebe, Allmacht und Weisheit, führt und also auch die rechte Liebe zu Gott in ihnen erweckt. Amen. B.D. NR. 4680.

 

Buch 54 4681

Ausgießung des Geistes. Aufgabe des Dieners Gottes.

2. Juli 1949. B.D. NR. 4681.

Wer Meines Wirkens durch den Geist Erwähnung tut, der stellt das Verhältnis von Mir zu Meinen Geschöpfen dar, wie es ist, und woran der Mensch zumeist nicht glaubt, weil er die Gottheit endlos weit von sich wähnt und darum auch nicht Ihre Liebe erkennt. Ich aber will die Menschen für Mich gewinnen, Ich will, daß sie Mich in ihrer Nähe wissen, Ich will, daß sie ein vertrautes Verhältnis zu Mir herstellen und darum will Ich Mich ihnen offenbaren durch euch, die ihr Meinen Geist in euch wirken lasset. Der Glaube an eine so innige Verbindung zwischen Mir und den Menschen, der das Hören Meiner Stimme zur Folge hat, ist den Menschen völlig abhanden gekommen, und so sie von Mir reden, sprechen sie nur von einer Macht, Die sie anerkennen; sie sprechen wohl von Mir als von ihrem und des Weltalls Schöpfer, aber nicht von ihrem Vater, Der Ich bin und auch sein will für sie in ihrem Bewußtsein, denn ehe sie Mich nicht als Vater erkennen, werden sie Mich auch nicht lieben und nach Mir verlangen. Ihr sollt es darum euren Mitmenschen immer wieder verkünden, daß ihr Meine Stimme höret, daß Ich zu euch spreche und euch ständig belehre, daß Ich euch ein Wissen zuführe auf ungewöhnliche Weise, das menschliche Beihilfe ausschaltet, also nachweislich nicht von außen kommen kann, sondern aus euch selbst hervorgeht, was nur als Beweis dessen anzusehen ist, daß Ich Selbst Mich durch Meinen Geist im Menschen kundgebe. Die Erleuchtung durch den Geist ist den Menschen wohl vom Hören ein Begriff, jedoch nicht anders vorstellbar als in rechtem Denken bestehend - daß aber diktatmäßig ein Wissen dem Menschen vermittelt wird, stellt diesen Begriff erst richtig, und davon sollet ihr als lebender Beweis zeugen. Ihr sollt die Menschen aufklären über die Voraussetzungen für Meine Gegenwart, ihr sollt ihnen vor allem die Kraft der Liebe und die Folgen eines Liebelebens darstellen, das Voraussetzung für Mein Wirken, für Meine Gegenwart im Herzen des Menschen ist und für die Fähigkeit der Seele, Meine Stimme in sich zu vernehmen. Ihr sollt Mich als ein väterlich für Seine Geschöpfe sorgendes Wesen hinstellen, Das nichts anderes will, als verbunden zu sein mit ihnen, die aus Meiner Liebe hervorgegangen sind. Erst das Bewußtsein, den ewigen Schöpfer auch als Vater anrufen zu können, erweckt im Menschen das Vertrauen und die Liebe zu Ihm, und um diese Liebe werbe Ich ununterbrochen und brauche daher euch, Meine Diener auf Erden, als Mittler. Denn durch euch will Ich zu Meinen Geschöpfen Worte der Liebe reden, und auf daß sie es glauben, daß Ich Selbst es bin, Der Sich durch euch kundtut, müsset ihr fortgesetzt euch den Mitmenschen mitteilen und Meines Wirkens in euch Erwähnung tun. Ihr müsset sie hinweisen auf Meine sichtliche Hilfe an euch, so ihr in Not seid, auf das Übermaß von Wissen, das euch geboten wurde und mit dem ihr den Mitmenschen gegenüber Mein Einwirken beweisen könnet. Ihr müsset ihnen Meine Worte ins Gedächtnis rufen: "Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende - Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit." So die Menschen für diese Meine Worte keine rechte Erklärung finden können, werden sie dieses Mein Wirken an euch gelten lassen als ausreichende Erklärung und nachzudenken beginnen über das rechte Verhältnis des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen - und, so sie guten Willens sind, Mich als Vater anerkennen und gleichfalls Mir zustreben. ßUnd dann habt ihr eine schöne Aufgabe erfüllt, und euer Lohn in der Ewigkeit wird nicht gering sein. Amen. B.D. NR. 4681.

 

Buch 54 4682

Beurteilung von übernatürlichem Wirken. (Gröning ?)

4. Juli 1949. B.D. NR. 4682.

Belastet euch nicht mit Gedanken an übernatürlich anmutende Begebenheiten, deren Wert und Art ihr nicht beurteilen könnet, solange ihr euch nicht überzeugen könnet von der geistigen Grundlage solcher Geschehnisse. Wo eine Verbindung mit Mir hergestellt wird, daß zwischen Mir und dem Menschen der innigste Zusammenschluß stattfindet, dort ist auch die Kraft des Menschen unbegrenzt, und was er wirket, vollbringt er unter Nutzung Meiner Kraft, also im Verein mit Mir. Und dann ist es auch Mein Wille, daß diese Kraftäußerung der Menschheit offenbar wird. Ich Selbst stehe also dann hinter jeder übernatürlichen Tat, und es ist die Kraft des Glaubens, die jedes Gelingen bewerkstelligt. Ich behalte Mir aber Selbst diese Kraftübertragung vor, d.h., wo Ich einen Menschen als Vertreter Meiner Lehre weiß und um seinen Willen, der Mir voll zugewandt ist, und der nun also in Meinem Namen auf Erden tätig ist, dort wirke Ich auch in Gemeinschaft mit ihm, aber auch nur dort. So werdet ihr also selbst erkennen können Meine oder Meines Gegners Mithilfe bei jeder außergewöhnlichen Kraftleistung, die also als Wunder anzusprechen ist. Der Glaube und die Liebe sind das Kennzeichen Meiner Gegenwart und Meiner Assistenz. Wo tiefer Glaube und wahre Nächstenliebe einen Menschen bestimmen zur Hilfeleistung, dort kann Ich nicht auszuschalten sein, weil Ich Selbst die Liebe bin und also immer dort gegenwärtig sein werde, wo Liebeswirken stattfindet. Ich hindere aber auch Meinen Gegner nicht an Kraftzuwendung, so dieser in einem Menschen den ihm zugewandten Willen findet, doch auch sein Wirken wird zu erkennen sein an dem Ausführenden selbst. Er wird kein Verkünder Meiner Lehre sein - also nicht in Meinem Namen tätig, weil er dann nur für Mich und Meinen Namen eintreten muß. Er wird nicht Mein Wort verbreiten, wenngleich er den Namen "Gott" im Munde führt. Und daran sind die rechten und die falschen Diener Gottes zu erkennen und auch jede Wundertat, daß Mein Wort gepredigt werden muß, wo Ich Selbst Meine Kraft spende zum Wohl der leidenden Menschheit. Denn Ich wirke zur Bekräftigung Meines Wortes, weil Mein Wort das Nötigste ist, dessen die Menschen bedürfen. Und so urteilet selbst, so euch Gelegenheit gegeben ist zum Urteilen, d.h., holet darüber Auskunft ein, ob und wie weit Mein Evangelium verkündet wird. Wo Mein Gegner am Werk ist, wird schwerlich Mein Wort den Menschen zugeführt werden, ansonsten Mein Gegner die Liebe predigen müßte und von Stund an nicht mehr Mein Gegner wäre. Ich überlasse euch aber selbst die Prüfung, auf daß ihr achtet dessen, was euch wundersam berührt, auf daß ihr nachdenket und Mich um Meinen Beistand bittet, auf daß ihr gerecht urteilet - anerkennet, wo Mein Geist wirket und ablehnet, wo Mein Gegner tätig ist. Und Ich werde euer Denken recht leiten, so ihr das Rechte erkennen wollet, denn Wahrheit soll euch werden, die ihr danach verlanget. Amen. B.D. NR. 4682.

 

Buch 54 4683

Rechte Sendlinge des Herrn. Redegabe.

6. Juli 1949. B.D. NR. 4683.

Ich beauftrage Meine Boten, den Menschen das Evangelium zu bringen in Meinem Namen, Ich sende sie also an Meiner Statt in die Welt, d.h. zu den Mitmenschen, die noch mitten in der Welt stehen, also ihre Sinne noch nicht geistig gerichtet haben. Diesen soll Mein Evangelium, die göttliche Liebelehre, unterbreitet werden, auf daß sie ihren Lebenswandel nach dieser einstellen, also stets in Liebe tätig sind. Diese Aufgabe nun ist geistig von größter Bedeutung, irdisch dagegen wird sie als völlig nutzlose Arbeit angesehen, und darum sind nur wenige bereit, in Meinen Dienst zu treten, d.h., als Meine Knechte den Willen ihres Herrn auszuführen. Es treten euch also nicht oft die Boten in den Weg, die Meine Sendlinge sind, also in Meinem Namen predigen. Doch viele sind es, die lehrend auftreten, ohne jedoch von Mir den Auftrag dazu zu haben und selbst von Mir belehret worden zu sein. Sie geben sich wohl auch als Meine Boten aus, haben aber den Auftrag nicht von Mir empfangen und sind sonach auch nicht von Mir ausgebildet für ihre Lehrtätigkeit. Und so wird ihr Wissen nicht dazu ausreichen, ihre Belehrungen werden nur Stückwerk sein, doch so sie guten Willens sind und ernsthaft Mir dienen wollen, werde Ich ihren Geist erleuchten, so sie selbst es zulassen durch die Liebe, die in ihnen entflammen muß, soll Ich Selbst mit ihnen sein. Darum können sich alle von Mir gelehrt fühlen, die nur ernstlich Meine Diener sein wollen. Dieser ernste Wille aber ist nicht allen eigen, die sich Meine Diener nennen, und darum wird nur selten das rechte Evangelium den Menschen vermittelt, nur selten stehen die Zuhörer unter dem Eindruck, Mich Selbst sprechen zu hören, und das Wort geht ihnen daher nicht so recht zu Herzen, sie denken mehr verstandesmäßig, sie fassen wörtlich auf, was geistig zu verstehen ist und verwerfen leicht alles, was für die Menschen das Beste und Erfolgreichste ist, was aus der Höhe ihnen geboten wird. Doch die wenigen, die im Besitz der reinen Wahrheit sind, weil sie das Evangelium direkt von Mir entgegennehmen und den Willen haben, es weiterzutragen in die Welt, (7.7.1949) die nenne Ich Meine Boten, denn sie übermitteln Meinen Willen den Erdenkindern, die ihnen Ohr und Herz öffnen und Mich also durch sie zu sich sprechen lassen. Der ernste Wille, für Mich und Meinen Namen tätig zu sein und also auch der daraus entspringende rechte Lebenswandel, macht den Menschen zu Meinem Boten, zu Meinem Abgesandten, der mit den Gütern seines Herrn nun arbeitet, der Mein Wort den Mitmenschen vermittelt. Wer von Mir diesen Auftrag empfangen hat, kann Meiner Unterstützung in jeder Weise versichert sein, Ich werde ihm die Fähigkeit geben für das Lehramt, Ich werde ihm die Möglichkeiten geben, lehrend aufzutreten, Ich werde ihm die Menschen in den Weg führen, die Meine Belehrungen nötig haben und Meiner Ansprache würdig sind, Ich werde ihn auch denen zuführen, die abseits stehen von Mir und denen der letzte Rettungsanker zugeworfen werden soll; Ich werde seine Tätigkeit für Mich segnen irdisch und geistig, Ich werde ihn halten, daß er nicht falle und ihn stets als Meinen Apostel herausstellen, indem Ich ihm die Redegabe schenke und einen klaren Verstand, der in geistigen Gesprächen besonders hervortritt , weil Ich will, daß die Menschen ein Zeichen haben, wer der Herr jenes Apostels ist, in wessen Dienst er steht. Und sie werden es jederzeit erkennen können, so sie sich Mein Wort, das Ich auf Erden zu den Menschen gesprochen habe, ins Gedächtnis rufen. Denn Meine Verheißungen werden sich an jenen sichtlich erfüllen. Ich will, daß Mein Wort hinausgetragen wird in die Welt. Ich will also, daß Meine Apostel, Meine Jünger der Endzeit, Meine Boten, reden für Mich und Meinen Namen, Ich will, daß sie Meine Liebelehre verkünden allerorten und die Menschen hinweisen auf das Ende, auf das letzte Gericht, auf ihre geistige Not - daß sie sie ermahnen und warnen, auf daß die Menschen in sich gehen und ihrer Seelen gedenken. Und Ich werde jeden segnen, der als Arbeiter in Meinem Weinberg tätig ist, der als Mein Knecht die Arbeit tut, die Ich verlange. Amen. B.D. NR. 4683.

 

Buch 54 4684

Macht des Satans. "Wachet und betet."

8. Juli 1949. B.D. NR. 4684.

Groß ist die Macht dessen, der euch verderben will. Er scheut vor keinem Mittel zurück und hängt sich selbst den Mantel der Gerechtigkeit um, er sucht eure Gedanken zu verwirren, so daß ihr das Rechte nicht mehr vom Unrechten zu unterscheiden vermögt. Er will euch stürzen, er will euch zu Fall bringen, so daß ihr am Boden liegen bleibet und euch nicht mehr erheben könnet. Und er wird euch bedrängen in jeder Weise, am meisten aber dann, wenn ihr Mich als Ziel erwählt und den Weg beschritten habt, der zu Mir führt. Dann lauert er an jeder Wegkreuzung und will euch in die Irre führen. Er tritt euch unter der Maske eines Freundes nahe, hinter dem ihr kein Falsch sehet, und er sucht euch durch Worte und Taten zu gewinnen, die aber nicht der Liebe entspringen, sondern nur Schein sind, dem ihr verfallen sollet. Achtet darauf und haltet euch stets nur an Mich, dann werde Ich nicht verfehlen, euch zu warnen und unsichtbar neben euch wandeln, Ich werde euch ziehen auf den rechten Weg und euch das Gefühl des Abscheus in das Herz legen, so euch der Verführer nahetritt unter dem Deckmantel der Liebe. Löset euch von der Welt, und ihr seid nur wenig Versuchungen ausgesetzt, mit der Welt und ihren Freuden aber locket er euch und hat nicht selten Erfolg. Gebet alles hin, was die Welt euch bietet und suchet Mich, Der Ich euch wahrlich Güter schenken kann, die unvergleichbar sind mit irdischen Gütern. Wisset, daß hinter jeder irdischen Freude der Versucher lauert, der euch von Mir verdrängen und sich zuwenden will und der die Freuden der Welt dazu nützet, um euch zu gewinnen. Seine Macht ist groß, denn ihm stehen viele Mittel zur Verfügung, die erfolgreich sind bei den Menschen. Ich aber biete euch nur eines - Meine Liebe, die euch zur Seligkeit verhelfen will. Und diese Liebe äußert sich in der Übermittlung Meines Wortes, weshalb ihr also Mein Wort als ein Liebesgeschenk ansehen müsset, das ihr nimmermehr gering einschätzen dürfet und das ihr daher anfordern und empfangen sollet jederzeit, so ihr euren geistigen Reichtum vermehren wollet und dann auch stark seid im Widerstand gegen den Feind eurer Seele. Mein Wort ist eine sichere Waffe gegen den Angreifer, denn setzet ihr ihm Mein Wort entgegen, dann verliert er jegliche Macht über euch und lässet von seinem Vorhaben ab, euch zu gewinnen für die Hölle. Doch immer und immer wieder wird er sich euch nahen und seine Künste an euch versuchen und "darum wachet und betet, auf daß ihr nicht in der Versuchung fallet." Amen. B.D. NR. 4684.

 

Buch 54 4685

Lichtwesen verkörpert. Mission. Gotteskindschaft.

9. Juli 1949. B.D. NR. 4685.

Bedenket, daß ihr nicht von dieser Erde seid, so Ich euch mit einer Mission betreue, die das Erlösen der irrenden Seelen bezweckt. Bedenket, daß es Mein Wille ist, daß alles zurückkehrt zu seinem Ausgang, daß alle Meine Geschöpfe zu Mir finden müssen, um selig zu werden, und bedenket ferner, daß der Wille des unvollkommenen Geistigen so geschwächt ist, daß es selbst niemals den Weg zur Höhe einschlagen würde, wenn ihm nicht geholfen wird mit Rat und Tat durch Lichtwesen, die ihnen insofern beistehen, als daß sie ihren Willen zu bestimmen suchen, sich der Höhe zuzukehren. Und diese lichtvollen Wesen wirken nun teils geistig, teils irdisch, d.h., zum Zwecke der Verkündigung Meines Willens sind Lichtwesen im Fleisch verkörpert, um nun ihre Mission zu erfüllen, Meinen Willen, der durch Mein Wort kundgegeben wird, den Menschen zu vermitteln und so also für ihre Erlösung aus der Form tätig zu sein. Und so ihr dies bedenket, werdet ihr auch verstehen, daß ihr wieder zur Heimat zurückverlanget und daß diese Erde nicht der rechte Aufenthaltsort ist für euch. Ihr werdet aber auch verstehen, warum ihr euch erniedrigen müsset, warum ihr alles ablegen müsset, was an die Welt gemahnet, wollet ihr eure Mission durchführen und selbst noch geistige Fortschritte machen, die auf dieser Erde wohl zu erreichen sind auch für Wesen, die dem Reiche des Lichtes entstammen. Denn die Erde ist das niedrigste Schöpfungswerk in ihrer Art, das aber die höchsten (hellsten?) Lichtgrade ermöglicht, die ein Wesen zum Gotteskind gestalten. Darum lasse Ich auch die Verkörperung von Lichtwesen auf der Erde zu, doch die Bedingungen sind oft schwer und erfordern große Liebe zu Mir und starken Willen, um erfüllt zu werden. Doch den tröstenden Zuspruch gebe Ich euch immer wieder, daß Ich euch nicht fallen lasse, wenngleich ihr selbst auch euren Willen tätig werden lassen müsset, um das Höchste zu erreichen, denn den Willen mache Ich nicht unfrei - Ich helfe wohl, aber Ich zwinge nicht. Und darum müsset auch ihr den Kreuzweg gehen, ihr müsset durch Leid und Liebe jenen Grad der Vollkommenheit erreichen, der euch zu wahren Gotteskindern gestaltet, ihr müsset die Liebe zu Mir entfachen zu höchster Glut und nun aus dieser Liebe heraus für Mich arbeiten, ihr müsset tätig sein auf dieser Erde im erlösenden Sinn, ihr müsset eure Mission zu Ende führen, bis Ich komme, um euch zu holen in Mein Reich. Amen. B.D. NR. 4685.

 

Buch 54 4686

Rechte Führer. Boten Gottes.

9. Juli 1949. B.D. NR. 4686.

Auch den Führenden mangelt die Erkenntnis, so sie diese nicht von Mir gewonnen haben, so sie nicht die Bedingungen erfüllen, die ihnen das Erkennen, das Wissen um die Wahrheit eintragen. Dann haben sie sich selbst an führende Stellen aufgeschwungen, ohne von Mir berufen zu sein, und dann können sie nur blinde Führer sein, die einen falschen Weg gehen und die sich ihnen anvertrauenden Menschen auch nicht recht leiten können. Und Ich wiederhole es immer wieder, daß Ich Selbst Mir Meine Diener auf Erden berufe und ihnen die rechte Ausbildung gebe, auf daß sie nun ihr Amt recht verwalten und ihren Mitmenschen zuverlässige Stützen und Begleiter sind. Ich brauche in der Endzeit Menschen, die im Wissen stehen um die reine Wahrheit, denn viele werden sich lösen wollen von denen, die ihnen nicht recht Aufschluß geben können über Sinn und Zweck des Erdenlebens. Und ihnen muß ein Bote von Mir in den Weg treten und sie sanft auf den rechten Weg drängen, der zwar oft uneben ist und voller Hindernisse, aber doch zum Ziel führt. Diese Boten werden sich, so sie aufklärend wirken, das Vertrauen erringen, und ihren Lehren wird Gehör geschenkt werden, weil sie göttlichen Ursprung erkennen lassen und weil die Wahrheit sich Bahn brechen wird, so sie in der rechten Weise den Menschen zugeleitet wird. Blinde Führer werden die Menschen in die Irre führen, Meine Boten dagegen tragen ein Licht, und so erleuchten sie den dunkelsten Weg - denn Meine Boten haben Mein Wort. Gewaltig ist dieser Ausspruch, daß Ich Selbst Mich den Boten so eng verbinde, daß sie Mein Wort zu hören vermögen. Doch daran erkennet ihr auch Meine Boten und wisset sie zu unterscheiden von den Gegenkräften, daß sie Vertreter Meines Wortes sind, das sie von Mir Selbst empfangen. Folglich müssen diese auch in der rechten Erkenntnis stehen, weil Ich Selbst sie belehre. (10.7.1949) Und diesen Führern sollet ihr euch anschließen, ihnen sollet ihr euch anvertrauen, wollet ihr zum Ziel gelangen, zu Mir, Der Ich nur auf einem Wege zu erreichen bin - auf dem Wege der Wahrheit. Die reine Wahrheit ist aber nur in Meinem Wort enthalten, die reine Wahrheit kann euch Menschen nur durch Mein Wort zugeführt werden, weshalb Ich Meine Boten beauftrage, euch Mein Wort zu bringen und euch also zuverlässige Führer zu sein auf eurem Erdenlebensweg. Rechte Führer sende Ich euch, und so ihr ihnen Beachtung schenket, werdet ihr viel gewinnen, denn sie besitzen viel und können daher viel abgeben denen, die nichts besitzen. Ihren Besitz, ihren Reichtum aber haben sie von Mir und nehmen ihn ständig von Mir entgegen, also könnet auch ihr in den Besitz einer Gabe kommen, die von Mir ihren Ausgang genommen hat, ihr könnet euch beteiligen an der Nutznießung dessen, was Ich nur Mir zugewandten und liebewilligen Erdenkindern direkt vermitteln kann. Ihr könnet in dessen Segen gelangen, und dann werdet ihr von selbst den rechten Weg einschlagen, denn ihr folget dann nur den Führern, die als Meine Boten den rechten Weg wissen, der zu Mir führt. Und darum achtet darauf, daß ihr euch nicht falsch führen lasset, verlanget von euren Führern Aufklärung, und so sie euch diese nicht geben können, so wählet sie nicht zum Führer, sondern suchet, bis ihr den rechten Führer gefunden habt, und wahrlich sage Ich euch, wer suchet, der wird auch finden, denn dem Willigen komme Ich Selbst entgegen und gebe Mich ihm zu erkennen. Ihm nahe Ich Mich in einem Menschen, durch den Ich Selbst Mich äußern kann, dem Ich also das Evangelium bringe, unverfälscht und rein, und der darum - durch Meinen Geist gelehrt - ihm die volle Wahrheit übermitteln kann, die allein zu Mir führt und zum ewigen Leben. Amen. B.D. NR. 4686.

 

Buch 54 4687

Unterordnen des Willens unter den göttlichen Willen.

10. Juli 1949. B.D. NR. 4687.

Das Eingehen in Meinen Willen hat unweigerlich den Zusammenschluß mit Mir zur Folge. Denn dann strebt der Mensch nach Vollkommenheit, er gleicht sich Meinem Urwesen an und wird nun zu Meinem Ebenbild, so daß jede Kluft zwischen Mir und ihm überbrückt ist und er als lichtvolles Geistwesen ständig in Meiner Nähe weilen kann. Das Eingehen in Meinen Willen bedeutet Aufgeben des einstigen Widerstandes, Anerkennen Meiner Selbst als höchstes und vollkommenstes Wesen, Einfügen in die göttliche Ordnung und Gestaltung zur Liebe, weil Ich die Liebe als erste Bedingung stelle, um Mich mit Meinen Geschöpfen zusammenzuschließen. Das Eingehen in Meinen Willen bedeutet ferner gänzliches Lösen von Meinem Widersacher, da dieser völlig entgegengesetzten Willen auf den Menschen zu übertragen sucht und der Mensch nun von selbst sich entschieden hat, seinen Willen dem Meinen unterzuordnen. Also hat der Gegner das Herrscherrecht über den Menschen verloren, und dieser hat sich befreit aus seinen Fesseln. Das Eingehen in Meinen Willen setzt aber auch Kenntnis Meines Willens voraus, und wieder ist dadurch die Begründung gegeben, daß Ich Mein Wort zur Erde leiten muß, das den Menschen die Kenntnis vermittelt von Mir und Meinem Willen. Es ist also ein Akt der Liebe und Barmherzigkeit, daß Ich die Menschen nicht ihrem selbstgewählten Schicksal überlasse, sondern ihnen ihre Lebensaufgabe vorstelle, daß Ich ihnen den Weg zeige, den sie gehen müssen und daß Ich sie also mit Meinem Willen bekanntmache, wenngleich Ich es ihnen freistelle, ihn zu erfüllen oder zu verwerfen. (11.7.1949) Und nun ist es entscheidend, wie weit sich der Mensch noch dem Einfluß des Gegners von Mir öffnet. Er selbst hat freien Willen, wird also nicht gezwungen zur Annahme Meines oder auch Meines Gegners Willen, der sich durch körperliche Eindrücke und Empfindungen auch bei dem Menschen Gehör zu verschaffen sucht. Seine Mittel sind Lustbarkeiten und Freuden der Welt, Mein Mittel aber ist eine Ausstrahlung aus dem geistigen Reich, die, so es genützt wird, die Seele des Menschen auch in das geistige Reich hinüberzieht, denn das Befolgen Meines Wortes ist schon ein Unterordnen des Willens in den Meinen und also Annäherung an Mich, die im gänzlichen Zusammenschluß endet. Unterordnen des Willens also heißt Erfüllen Meines Willens, Meiner Gebote, die Ich durch Mein Wort den Menschen kundgebe. Mein erstes Gebot aber heißt: Liebe Gott über alles und den Nächsten wie dich selbst. Wer dieses Gebot erfüllt, der hat alles getan; er lehnet sich nicht mehr auf gegen Mich, sondern erkennt Mich mit liebendem Herzen - nicht unter Zwang - an, er ist auf ewig zu Mir zurückgekehrt, von Dem er seinen Ausgang genommen hat, er bewegt sich gänzlich in Meinem Willen, der auch sein Wille ist, und er wird als Mein Kind und Erbe in alle Rechte eines Kindes eingesetzt und also schaffen und gestalten können in Kraftfülle und ewig selig sein. Amen. B.D. NR. 4687.

 

Buch 54 4688

Teufel der Endzeit. Jenseits geschlossen. Neubannung.

12. Juli 1949. B.D. NR. 4688.

Ihr setzet die unterbrochene Entwicklung fort im Jenseits, so ihr nicht als vollendete Teufel von dieser Erde scheidet, also noch die Möglichkeit besteht, daß ihr euch aufwärts entwickelt. Teuflisch aber ist eure Gesinnung, so ihr voll Haß und Rachgier seid gegen eure Mitmenschen, die zu Gott streben, die also guten Willens sind, Gott anerkennen und Seinen Willen zu erfüllen suchen. Werden diese Menschen verfolgt, lediglich ihrer Gesinnung wegen, dann kann den Verfolgern wahrlich teuflische Gesinnung zugeschrieben werden, und dann hört jedes Erbarmen auf, weil das Geistige in jenem Menschen sich verhärtet und durch seine Gottferne in jenen Zustand geraten muß, der die Bannung in der festesten Materie bedingt. Die Seelen dieser Menschen können nicht in das jenseitige Reich eingehen, denn es gibt für sie keine Besserungsmöglichkeit, nur ein immer tieferes Absinken zur Hölle, zur Gottferne. Und es ist sonach doch ein Erbarmungsakt, daß das Geistige in der Materie wieder gebunden wird, weil es im Mußzustand doch wieder langsam zur Höhe schreitet, wenn auch in endlos langer Zeit. Das Jenseits, das geistige Reich, kann wohl auch zahllose Seelen aufnehmen, die in einem völlig untätigen Zustand Ewigkeiten verharren, die aber doch noch wandlungsfähig sind, die also noch nicht den Grad erreicht haben, der eine Bannung in der Materie bedingt. Sie können wohl noch absinken bis zu jenem Grad, doch solange noch eine Möglichkeit zum Gegenteil besteht, wird die Seele auch nicht in den Mußzustand versetzt, der aber unweigerlich das Los der zu Teufeln gewordenen Menschen sein wird nach dem Untergang der alten Erde. Darum wird, was noch wandlungsfähig ist, noch vor dem Ende der Erde abberufen werden, und es können diese Seelen nach ihrem Tode ihre mangelhafte Reife erhöhen, so sie dazu willig sind. Und so wird die Menschheit zuletzt nur noch aus guten und bösen Menschen bestehen, und die Scheidung der Geister ist gewissermaßen schon erfolgt, bevor das Letzte Gericht sein wird. Denn die wenigen Menschen, die Gott treu sind, werden Anlaß geben zu Entäußerung der wahren Gesinnung der Menschen. Sie werden angefeindet und verfolgt werden und wahrlich unter Teufeln leben müssen. Und es wird die Hölle auf der Erde sein. Es werden die brutalsten Mittel angewendet werden, um die Gottgetreuen zum Abfall zu bewegen, der Satan wird seine ganze Macht und List entfalten, um Gott vom Thron zu stürzen und sich selbst zu erheben. Und es wird scheinen, als trage der Satan den Sieg davon. Die Gläubigen werden bangen und hoffen und in ihrem tiefen Glauben die Kraft finden zum Ausharren. Sie hoffen auf das Kommen des Herrn und die wundersame Errettung aus größter Not. Und ihren Glauben lässet Gott nicht zuschanden werden, Er wird kommen in den Wolken, so der Satan schon den Sieg errungen zu haben glaubt. Dann hat das geistige Reich seine Pforten geschlossen, denn dann wird es nur noch Lebende und Tote geben, Menschen, die zum Leben auf der neuen Erde bestimmt sind, die auch in Wahrheit ein ewiges Leben haben, und Menschen, die in die festeste Materie gebannt werden, die den Tod erdulden, aus dem sie erst nach endlos langer Zeit zum Leben erwachen werden. Amen. B.D. NR. 4688.

 

Buch 54 4689

Reines Evangelium. Mein Wort bleibt bestehen bis.

14. Juli 1949. B.D. NR. 4689.

Ich will von euch recht verstanden werden und werde daher stets Mein auf Erden gesprochenes Wort euch recht zu erklären suchen, vorausgesetzt, daß euch daran gelegen ist, d.h., daß ihr nach der Wahrheit und dem rechten Wissen trachtet. Das rechte Wissen zu erläutern, euch Menschen die rechte Erkenntnis zu geben, ist allein Mein Recht und Meine Macht, denn die Wahrheit muß von Mir Selbst ausgehen, kann jedoch über viele Stationen geleitet werden und daher auch von Menschen an euch herangetragen werden. Immer aber sind dann diese Menschen, die euch die Wahrheit bringen, von Mir dazu beauftragt und entsprechend belehrt, so daß sie zuvor das Wissen von Mir empfangen haben, ehe sie euch belehren. Ist also der Ursprung des Wissens eines Menschen bei Mir nachzuweisen, dann könnet ihr unbedenklich sein Wissen als Wahrheit annehmen, ist aber das Wissen menschlichen Ursprungs, also eigene Verstandestätigkeit, so ist seine Wahrheit zweifelhaft, und auf daß ihr Menschen nun ständig eine Prüfung dessen vornehmen könnet, was euch als Wahrheit dargeboten wird, werde Ich immer wieder die reine Wahrheit zur Erde leiten, also genau so das Evangelium predigen im Geist, wie Ich es auf Erden getan habe, und Empfänger des Evangeliums, also Hörer Meines Wortes, werden die sein, die Mir ihre Liebe im Herzen entgegenbringen, so daß Ich ihnen ins Herz das Wissen um die reine Wahrheit legen kann. Ich gebe immer wieder Erklärungen Meines Wortes, Ich suche immer wieder Meine Liebelehre ihnen zu vermitteln, und Meines Geistes Wirken wird kein Ende nehmen bis an der Welt Ende. Denn ohne dieses gibt es keine Wahrheit, weil die Unvollkommenheit der Menschen stets das Reine verunreinigt, das Wohlgestaltete verunstaltet, weil das Göttliche, das mit den Menschen in Berührung kommt, mit der Zeit eine menschliche Färbung erleiden wird, weil niemals das Göttliche so rein erhalten bleibt unter Menschen, wie es uranfänglich ausgegangen ist. Solange aber Mein Geist wirket, strahlt das Göttliche zur Erde hernieder, solange Mein Geist wirket, werden auch die Ausstrahlungen von reinen, liebewilligen Menschen aufgefangen, und so kommt immer wieder das reine Wort Gottes zur Erde, es bleibt Mein Wort bestehen bis in alle Ewigkeit. Somit wird niemals die Erde in Finsternis versinken können, niemals wird Mein Wort, wie Ich es ausgesprochen habe auf Erden, unverstanden bleiben, denn wo eine Erklärung not tut, bin Ich immer bereit, durch Meinen Geist den wissensdurstigen Menschen ein Licht zu bringen, und Ich finde auch stets die rechten Mittel und Wege, denen die Wahrheit zuzuleiten, die sie begehren. Doch in der Endzeit fühlen sich die Menschen wohl in der Dunkelheit, in der Endzeit lassen sich die Menschen genügen an irdischem Wissen, sie wollen nicht Meine Sprache hören und nehmen gedankenlos hin, was ihnen als Mein Wort dargeboten wird. Und sie verstehen daher auch nicht mehr Mein Wort, weil es nicht rein geblieben ist, streben aber auch nicht von selbst die reine Wahrheit an. Und daher lasse Ich sie aufmerksam machen auf Irrtum und Lügen, Ich sende Lichtträger mitten unter sie, die durch Aufblitzen hellsten Lichtes die Menschen die Finsternis erkennen lassen, in der sie weilen. Denn Ich will, daß sie zur Erkenntnis kommen, Ich will, daß sie Mein Wort vernehmen rein und unverbildet und rede daher zu ihnen durch Meinen Geist. Ich sende Meine Jünger der Endzeit hinaus in die Welt, daß sie Meine Lehre verbreiten, daß sie den Menschen wieder die Liebe lehren, weil ohne die Liebe auch das Wissen nicht von ihnen empfangen werden kann. Und so werde Ich durch deren Mund reden, Mein Geist wird wirksam werden in den Menschen, die Mir ergeben sind und für Mich und Mein Reich arbeiten. Und Licht wird werden allen, die Licht begehren, die Wahrheit werden hören und verstehen alle, die nach ihr verlangen und somit auch nach Mir, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin. Amen. B.D. NR. 4689.

 

Buch 54 4690

Kleine Gemeinde am Ende. Trübsal - Treue.

15. Juli 1949. B.D. NR. 4690.

Meine kleine Gemeinde wird Mir treu bleiben bis zum Ende, denn sie umfaßt die rechten Kinder des Vaters, es sind die Meinen, die durch ihre innige Verbindung mit Mir fortgesetzt Kraft empfangen, um auszuharren auch in größter irdischer Not. Es werden die Meinen wohl arg bedrängt werden von den Kindern der Welt, die Meinem Gegner angehören und für ihn gegen die Meinen kämpfen, wie Ich aber auch stets als Streiter neben den Meinen einhergehe und ihnen außergewöhnlich Kraft verleihe, so daß sie nicht besiegt werden können, wenngleich der Kampf überaus schwer ist. Sie haben ein unzerstörbares Schild, das ihnen sicherster Schutz ist - das Schild des Glaubens, gegen das alle Angriffe erfolglos sind. Je härter die irdische Not wird, desto zuversichtlicher erwarten sie Meine Hilfe, Mein Kommen von oben und die Errettung aus irdischer Not durch Mich - sie haben irdisch keinen Schutz mehr und sind allein nur auf Mich, auf ihren Glauben angewiesen, ansonsten sie Mich völlig aufgeben und sich den irdischen Feinden ergeben müßten. Doch nun wird es erkennbar sein, was ein starker Glaube vermag. In der größten Not werde Ich offensichtlich Hilfe bringen, weil die Meinen fest daran glauben, daß Ich ihnen helfe. Und diesen Glauben lasse Ich nimmermehr zuschanden werden. Und wenngleich die Gegner irdisch hoch im Ansehen stehen, an materiellen Gütern in Fülle haben und macht- und kraftvoll scheinen, es werden die Meinen nicht nach deren Gütern verlangen, sie streben nur noch nach oben, sie verlangen nach Mir und nach geistigen Gütern, sie haben restlos die Materie überwunden und sind daher auch reif für den Aufenthalt im Paradies auf der neuen Erde, der sie entschädigen wird für alles Leid in der letzten Zeit vor dem Ende. Sie haben wahrlich eine Probe zu bestehen, die ihnen reichen Lohn eintragen soll, denn nicht um ihrer selbst willen müssen sie das schwere Leid und die Trübsal am Ende erfahren, sondern um der Mitmenschen willen, die an der Kraft des Glaubens erkennen sollen, welche Einstellung die allein rechte ist, und die noch eine letzte Gelegenheit haben, sich für Mich zu bekennen angesichts des offensichtlichen Wirkens Meinerseits, das ihnen zu denken gibt. Also ist auch die große Trübsal vor dem Ende als ein Erlösungsmittel der irrenden Seelen anzusehen, und darum gilt Meine besondere Liebe denen, die um ihrer Mitmenschen willen ein Kreuz auf sich nehmen und dennoch fest zu Mir halten. Doch daß es für die Meinen erträglich ist, das sei ihnen fest zugesichert, sie werden durchhalten und Mir die Treue bewahren, bis Ich Selbst komme in den Wolken und sie heimhole in Mein Reich - und alle Not wird beendet sein. Amen. B.D. NR. 4690.

 

Buch 54 4691

Lebensaufgabe des Menschen.

17. Juli 1949. B.D. NR. 4691.

Was euch zur Seligkeit verhelfen kann, bringe Ich in Anwendung, denn die geistige Not ist groß, die in eurem Unglauben ihre Ursache hat. Doch Ich will, daß ihr glauben lernet, Ich will, daß ihr alle Zweifel fallen lasset, Ich will, daß es in euch hell werde, daß ihr Mich erkennet, daß ihr Meine Führung wahrnehmet, daß ihr euch Mir anschließet, daß ihr in Mir euren Vater sehet, Der euch betreut und euer geistiges Wohl fördern will. Es ist eure Lebensaufgabe, zur Erkenntnis eurer uranfänglichen Beschaffenheit, eures Zieles und eurer Bestimmung zu gelangen. Diese Erkenntnis aber könnet ihr nur gewinnen durch den Glauben, ansonsten ihr ewig lichtlos, also unwissend bleibt. Und das rechte Wissen ist nur durch einen Glauben zu gewinnen, der durch die Liebe lebendig wird, d.h., glaubet ihr an Mich als ein höchst vollkommenes Wesen, dann erwacht in euch auch die Liebe zu Mir, und ihr suchet, euch Mir in Meinem Urwesen anzugleichen, also ihr strebet die Vollkommenheit an. Vollkommen aber kann nur der Mensch werden, der gut zu sein sich bestrebt. Also muß er in der Liebe leben. Dadurch wird der Glaube lebendig, d.h. zu innerster Überzeugung. Nur ein lebendiger Glaube strebt die Verbindung mit Mir an, was soviel heißt, als daß der Geistesfunke, der als Mein Anteil in der Seele eines jeden Menschen ruht, sich mit dem Vatergeist von Ewigkeit verbindet, also das Denken des Menschen Mir gilt, und er nun mit Mir spricht - daß er im Geist und in der Wahrheit zu Mir betet. Dann wird es licht in ihm, weil er zugleich mit der gedanklichen Verbindung liebetätig ist, von innen heraus angetrieben durch Meinen Geist, der, weil er Mein Anteil ist, das den Menschen zu tun heißt, was Ich Selbst tu - in Liebe wirken. Und Liebe ist der Schlüssel zur Weisheit, das Licht der Erkenntnis, das in ihm entzündet ist, nimmt an Helligkeit zu, die Gedanken bewegen sich in der Wahrheit, von innen heraus wird er nun belehrt von Meinem Geist, was soviel sagen will, daß jeder Gedanke in ihm zur innersten Überzeugung wird, daß er folgerichtig denkt und auch dem Mitmenschen gegenüber sein nun gedanklich gewonnenes Wissen vertreten kann und wird als Wahrheit. Zu diesem Erkennen, zur Wahrheit aus Mir, sollet ihr Menschen kommen in der Zeit eures Erdenlebens, denn dieses Wissen wird euch bestimmen zu einer Lebensführung, die gut, also Mir wohlgefällig ist. Dann habt ihr eure Lebensaufgabe erfüllt, und ihr seid aus dem Stadium der Unkenntnis zu Beginn der Verkörperung als Mensch in das Stadium des Erkennens getreten, immer in Verbindung mit Mir, Der Ich nimmermehr ausgeschaltet werden darf, also mit euch zusammen wirken muß, soll euch geistiger Erfolg gesichert sein. Ihr Menschen könnet dieses Ziel erreichen, so ihr nur ernstlich wollet. Und Ich helfe einem jeden, weil er allein zu willensschwach ist, dieses Ziel anzustreben. Ich führe ihm Menschen in den Weg, die ihm einen Anstoß geben sollen zu innerer Selbstbetrachtung, auf daß nun aus freiem Willen der Prozeß einsetzen kann, der aus dem noch toten, kraftlosen Geistwesen ein die Vollendung anstrebendes Geschöpf macht, das in der Verbindung mit Mir das höchste Ziel erreichen kann - ein Kind Gottes zu werden, wie es seine Bestimmung ist. Amen. B.D. NR. 4691.

 

Buch 54 4692

Umgestaltung der Erde im Augenblick. Wunder der Schöpfung.

18. Juli 1949. B.D. NR. 4692.

Der Akt der Umgestaltung der Erde ist für euch Menschen unfaßbar, denn er geht nicht im Rahmen der Gesetzmäßigkeit vor sich, wie bisher jegliches irdische Schöpfungswerk auf dem Wege einer langsamen Aufwärtsentwicklung entstand, sondern es wird das Werk eines Augenblickes sein, abgesehen von der Vernichtung zuvor, die alle Schöpfungen auf der alten Erde betrifft und die, weil sie sich vor den Augen der Entrückten abspielt und auch anfänglich noch von den der Vernichtung anheimfallenden Menschen beobachtet werden kann, ihre Zeit erfordert, wie es Naturgesetz ist. Es können also Menschen den Ablauf des Vernichtungswerkes verfolgen, und darum wirkt Gott nicht widergesetzlich, während die Neugestaltung der Erde ein Wirken Gottes im Universum ist, das keinem Menschenauge sichtbar wird und darum Gott auch keine Zeit benötigt, sondern Er im Augenblick alles entstehen lassen kann, was Seine Liebekraft und Seine Weisheit zur Ausführung bringen will. Die der neuen Erde zugeführten Menschen finden also eine fertige Schöpfung vor von ungemein reizvoller Vielseitigkeit - Schöpfungen, die ihre Augen nie gesehen haben, werden sie in Staunen versetzen, zumal sie die Schöpfungen der alten Erde noch in Erinnerung haben und ständig Vergleiche ziehen. Sie werden sich wirklich im Paradiese wiederfinden, in vollster Harmonie mit ihrem göttlichen Schöpfer und Vater stehend, von Seiner Liebe betreut und geführt und unterwiesen in allem, was ihnen fremd ist. Wie eine große Familie wird das Verhältnis der Menschen zueinander sein und aller Bestreben wird sein, sich die Liebe des himmlischen Vaters zu erringen, Ihm zum Wohlgefallen zu leben und sich in dienender Nächstenliebe zu betätigen. Die Zeitdauer ihrer Abwesenheit von der alten Erde und den Aufenthalt nach ihrer Entrückung können sie nicht schätzen, denn der Zeitbegriff ist ihnen genommen bis zu ihrer Rückversetzung auf die Erde, weshalb sie auch keinen Anhalt haben, in welchem Zeitraum die neue Erde entstanden ist. Sie wissen aber auch, daß bei Gott kein Ding unmöglich ist und halten sonach auch ein plötzliches Erschaffen für wahrscheinlich, weshalb ihre Liebe und Verehrung zu Gott stets zunimmt und ihre Seligkeit sich steigert beim Betrachten der Wunderwerke, die Gottes Liebe, Weisheit und Allmacht bezeugen und den Menschen tausendfache Entschädigung bieten für die Trübsal und das Leid in der letzten Zeit des Bestehens der alten Erde. Gott erprobt die Menschen wohl schwer, aber Er belohnet ihre Treue auch, und selig, wer zu jenen gehört, die das Ende auf dieser Erde erleben als Schafe Seiner Herde - selig, die das Schlimmste ertragen und bestehen müssen und dafür das Schönste eintauschen, das Paradies auf der neuen Erde mit der ständigen Gegenwart des Vaters unter Seinen Kindern - selig, die ausharren bis zum Ende, wo Gott Selbst kommen wird in den Wolken, um sie zu holen in Sein Reich, in das Reich des Friedens, bis Er sie zurückversetzet auf die Erde, die wahrlich Wunderwerke enthüllen wird, von denen sich kein Mensch etwas träumen lässet, weil es auf der alten Erde nichts gibt, was als Vergleich angeführt werden könnte. Doch Gottes Liebe kennt keine Grenzen, und Sein Gestaltungswille ist unerschöpflich und bringt immer wieder neue Werke zustande, die alle vergangenen übertreffen, um Seine Kinder zu beglücken und ihre Treue zu belohnen. Amen. B.D. NR. 4692.

 

Buch 54 4693

Guter Hirt. Führer. Sorgloser Lebenswandel.

19. Juli 1949. B.D. NR. 4693.

Glaubet, daß Ich neben euch einhergehe auf eurem Lebenswege, so ihr nur guten Willens seid. Ich bin der gute Hirt, Der Seine Schafe wirklich hütet, und also überlasse Ich keines Meiner Geschöpfe sich selbst, sondern Ich nehme Mich eines jeden einzelnen treulich an und leite es dem Ziel entgegen. Ich führe es den rechten Weg in die Heimat, in Meines Vaters Haus. So ihr nun aber einen zuverlässigen Führer habt, warum sorget ihr euch dann selbst noch um euer irdisches Wohl? Nichts soll euch Sorge machen, so ihr wisset, daß Ich bei euch bin und um alles weiß, was euch drückt und bewegt. Nur eines soll eure ständige Sorge sein - daß ihr vor Mir bestehen könnet, so Ich Verantwortung von euch fordere, wie ihr euer Erdenleben genützet habt zum Wohl der Seele. Suchet euch allein darin Mein Wohlgefallen zu erringen, bedenket eure Seele, die Ich nicht bedenken kann ohne eure Einwilligung. Ich bin ständig bei euch, so ihr Mir nicht selbst wehret, und immer werde Ich euch so führen, daß Körper und Seele finden, was sie benötigen - den Körper werde Ich bedenken, so ihr dem Wohl der Seele eure Aufmerksamkeit zuwendet. Doch was ihr im freien Willen der Seele geben wollet, das führe Ich euch auch zu, denn alle Gaben kommen von Mir, und als euer Vater von Ewigkeit sorge Ich auch für Meine Kinder leiblich und geistig. Und darum sollet ihr mit Mir innige Gemeinschaft pflegen und Mich zu eurem Führer wählen, dann werde Ich euch nimmermehr verlassen und den Erdenweg mit euch bis zum Ende gehen, und dann seid ihr für keinen Schritt verantwortlich, denn er ist Mein Wille, und jedes Ereignis auf eurem Lebenswege ist von Mir vorausgesehen und je nach eurer Einstellung zu Mir bestimmt, auf daß eure Seele ausreife. Doch das Bewußtsein, Mich als Führer zu haben, soll euch ruhig und sorglos euren Erdenweg zurücklegen lassen, und in jeder Not des Leibes und der Seele sollet ihr nur vertrauensvoll zu Mir kommen, auf daß Ich euch helfe und ihr aller Sorgen ledig werdet. Amen. B.D. NR. 4693.

 

Buch 54 4694

Äußerung des Geistes abhängig von Seelenreife und Aufnahmefähigkeit.

20. Juli 1949. B.D. NR. 4694.

Eine gewisse Seelenreife ist nötig, um Meine Stimme zu vernehmen, weil der Geist im Menschen sich durch die Seele äußert, d.h. sich der Seele kundtut, und diese daher so vorbereitet sein muß, daß sie aufnahmefähig ist für jede Äußerung des Geistes. Denn es hört der Mensch nicht mit leiblichen Ohren, sondern es ist die Seele, die die Äußerung des Geistes entgegennimmt und sie dem leiblichen Menschen, dem Verstand, weitergibt. Daher muß die Seele dem Geist in sich zugewandt sein; denn eine dem Körper mehr zugewandte Seele richtet das Ohr nach der Welt hin und vernimmt daher die leise Stimme des Geistes nicht, also muß der Mensch vorerst sich absondern von der Welt, vom Irdischen, ehe er fähig ist für geistige Kundgaben, die durch den Geist ihm vermittelt werden. Dann hat der Mensch eine gewisse Seelenreife erreicht, weil der Geistesfunke im Menschen schon zuvor seinen Einfluß ausübte auf die Seele des Menschen, das Denken, Fühlen und Wollen anregt zur Liebetätigkeit. Ist nun dieser Reifegrad erreicht, der Bedingung ist zur Entgegennahme Meines Wortes, dann kann aber auch jegliche Frage an Mich gerichtet werden, und Ich werde sie beantworten, daß sie allen verständlich ist. Es braucht also dann der Empfänger der Kundgaben keine Befürchtung zu hegen, daß er dann selbst gedanklich tätig ist und eigenes Gedankengut als Mein Wort niederschreibt. Wohl ist der Mensch gedanklich tätig, doch nur in der Weise, daß er die Gedanken verarbeitet, die Ich will und ihm durch Meine Lichtwesen übermitteln lasse. Es ist für die Dauer der Entgegennahme Meines Wortes der Empfänger unfähig zu einer Mir entgegengerichteten Gedankentätigkeit, vielmehr ist diese Gedankentätigkeit nun eine Ausstrahlung aus dem geistigen Reich, die mit Meinem Willen den Empfänger trifft und von seinem Geist der Seele zugeleitet wird. Darum kann auch der Mensch das Wissen überzeugt vertreten, das er in dieser Weise entgegengenommen hat, denn es ist reinstes Geistesgut aus den Himmeln, es ist Meine Stimme, die aber nur der Mensch vernehmen kann, der dem Geist die Äußerung gestattet. Einem Mir sich hingebenden Erdenkind aber werde Ich stets das Wissen geben, das es verlangt, und es könnte nun diese Zusicherung ausnützen, indem es sich mit Mir in Gedanken über das bespricht, was ihm unklar ist und wo es darüber Aufklärung erbittet. Dann wird sie ihm in ausführlicher Weise werden, weil Ich Mich unentwegt mitteilen will denen, die Mich zu sich reden lassen. Amen. B.D. NR. 4694.

 

Buch 54 4695

Das Wort Gottes Beweis Seiner Liebe.

22. Juli 1949. B.D. NR. 4695.

Nichts kann euch Meine Liebe zu euch mehr beweisen als Mein Wort. Und daher könnet ihr auch nichts Verwerflicheres tun, als Mein Wort zurückzuweisen, weil ihr damit auch Meine Liebe zurückweiset. Was letzteres bedeutet, fasset ihr Menschen noch nicht, doch eure Kraftlosigkeit, euer geistiger Tiefstand, ist ein Beweis dessen, daß ihr ohne Meine Liebe, ohne Mein Wort nicht in eurer Entwicklung aufwärtssteigen könnet. Wo Mein Wort entgegengenommen wird durch Hören oder Lesen oder auch direkt von Mir, dort werden auch die Menschen Kraft aus ihm schöpfen, denn Ich Selbst rede zu ihnen und verströme Meine Kraft auf den Empfänger, und diese äußert sich in sich steigerndem Verlangen nach Mir und Meiner Gegenwart, sie äußert sich in geistigem Streben, in Liebetätigkeit, in Abkehr von der Welt, sie äußert sich ferner in zunehmender Erkenntnis, also in rechtem, wahrheitsgemäßem Denken und Wissen um Anfang und Bestimmung und also in einem Lebenswandel nach Meinem Willen. Alles dieses bringt Meine Kraft zuwege, die ihr mit Meinem Wort entgegennehmet. Also ist das Zuleiten Meines Wortes auch ein Beweis Meiner Liebe, die euch in jeder Weise beglücken will und helfen, daß ihr zur Vollendung gelanget. Denn durch Mein Wort soll euch das Streben nach oben leicht werden, durch Mein Wort sollet ihr einen Einblick gewinnen in Mein Walten und Wirken und Mir näherkommen willensmäßig und durch Wirken in Liebe. Und da ihr selbst durch eure Unvollkommenheit als Mensch unwürdig seid, von Mir angesprochen zu werden, Ich es aber dennoch tue, habt ihr wieder einen Beweis Meiner Liebe zu euch, denn Ich gebe euch mit Meinem Wort ein Gnadengeschenk von unschätzbarem Wert und unverdient. Doch euer Wille ist zu schwach, um nach Meinem Wort zu verlangen, und daher teile Ich Mich euch mit im Wort unaufgefordert, doch wirksam kann es erst werden an euch, wenn ihr es entgegennehmet im freien Willen, d.h., die Kraft des Wortes werdet ihr erst spüren, so der Wille bereit ist zur Entgegennahme. Und so kann auch Mein Wort völlig ohne Erfolg bleiben bei Menschen, die es wohl hören, doch keinen Gebrauch machen, für die es nur ein leerer Schall ist, weil sie es nicht ins Herz aufnehmen, sondern nur mit den leiblichen Ohren hören. Diese empfinden keine Kraftwirkung und können sonach auch nicht Meine Liebe daraus erkennen, weil sie selbst ein verhärtetes Herz haben, das keiner Liebe fähig ist. Diese kennen Mich nicht und verlangen nicht nach Mir, denn ihre Liebe gilt noch der Welt und der Materie, und sie mißachten, was aus dem geistigen Reich zu ihnen kommt. Doch es liegt dann nimmermehr an Meinem Wort, daß sie leer ausgehen, sondern an ihnen selbst, weil Meine Gnadengabe verlangend und dankend angenommen werden muß, um wirksam zu sein und den Menschen Meine Liebe zu bezeugen. Amen. B.D. NR. 4695.

 

Buch 54 4696

Erkenntnis. Liebe - Wahrheit - Gott.

23. Juli 1949. B.D. NR. 4696.

Die klare Erkenntnis dessen, was von Bestand ist, also geistiges Wissen benannt werden kann, ist nur Anteil des Vollkommenen und wird daher niemals verstandesmäßig erzielt werden können, sondern nur durch einen dem Willen Gottes völlig untergeordneten Willen, der einen in Liebe aufgehenden Lebenswandel nach sich zieht, der das Wesen wieder in seine Urbeschaffenheit versetzt, in den Zustand der Freiheit, des Lichtes und der Kraft. Dann gibt es für das Wesen, sei es auf Erden oder im Jenseits, keine Unkenntnis der Dinge mehr, dann weiß es um alles, um das Walten und Wirken Gottes, um den Zusammenhang alles Geschaffenen mit dem Schöpfer, es weiß um Uranfang und Endziel, um Sinn und Zweck göttlichen Wirkens und um dessen Ursache und Wirkung. Dann ist das Wesen also wissend geworden, es steht im Licht und kann selbst Licht ausstrahlen und wieder die Dunkelheit vertreiben dort, wo wieder der gute Wille vorhanden ist. Die tiefe Erkenntnis allein durch Nachdenken zu gewinnen, ist nicht möglich, weil der Verstand des Menschen wohl eine geistige Tätigkeit ausführt, also die Gedanken zu ordnen sucht, jedoch solange ohne geistige Unterstützung, wie es ohne Liebeswirken geschieht, also wo der Verstand allein ohne das Herz zum Erkennen zu gelangen sucht. Der Mensch muß von innen heraus gut sein, also sich zum Liebewirken angetrieben fühlen, dann erst tritt der Geist Gottes in Aktion, der nun das Denken des Menschen, seine Verstandestätigkeit ordnet und lenkt, und dann erst wird das Ergebnis des Verstandesdenkens der Wahrheit entsprechen, die aber dann nicht der Verstand errungen hat, sondern das Herz, das den Verstand gewissermaßen beeinflußt, die aus dem geistigen Reich zuströmenden Gedanken aufzunehmen und zu verarbeiten. Das völlige Unterordnen des Willens dem göttlichen Willen ist erste Bedingung und setzt dies tiefe Liebe zu Gott und Demut voraus, die in dienender Nächstenliebe ihren Ausdruck findet. Darum kann wahrhaft weise sein nur der Mensch, der die göttlichen Gebote erfüllt und also durch einen (24.7.1949) Lebenswandel in Liebe sich zusammenschließet mit Dem, Der die ewige Liebe Selbst ist, Der aber auch die ewige Wahrheit ist und folglich jegliches Wissen, die reine Wahrheit, von Ihm ausgehen muß, niemals aber auf jene Menschen übergeleitet werden kann, die wohl verstandesmäßig überaus tätig, jedoch bar jeder Liebe sind. Denn diese haben keine Verbindung mit dem Urquell der Liebe und der Wahrheit und können somit auch nicht etwas besitzen oder erreichen, was Gott Sich vorbehält für die, die Ihn lieben und Seine Gebote halten. Was dem schärfsten Verstand nicht möglich ist, einzudringen in das allesumfassende Wissen, einzudringen in das Wesen der ewigen Gottheit, das ist einem liebenden Herzen leicht möglich und wiederum wird auch der schärfste Verstand einen Vorgang unbegreiflich finden, der jedoch nachweisliche Erfolge zeitigt. Denn daß ein Mensch ohne Vorbildung weitgehendst Auskunft und Aufklärung geben kann, erfordert ein Wissen, das ihm also nur auf geistigem Wege zugeführt worden sein kann und das darum als Beweis gelten muß, daß die tiefste Weisheit, die ewige Wahrheit, nur durch die Liebe gewonnen werden kann. Amen. B.D. NR. 4696.

 

Buch 54 4697

Hilfe an irrenden Seelen größtes Liebes- und Barmherzigkeitswerk.

25. Juli 1949. B.D. NR. 4697.

Euch wird mannigfacher Segen zuteil werden, so ihr euch bemühet um irrende Seelen, die den rechten Weg nicht finden können, weil sie blind sind im Geist. Ihnen ein Licht zu bringen, sie auf den rechten Weg zu weisen und es ihnen so möglich zu machen, zum Ziel zu gelangen, ist ein Werk der Barmherzigkeit und Nächstenliebe, das bedeutsam ist für die Ewigkeit und das darum hoch bewertet wird von Mir, Der Ich alle Meine Geschöpfe liebe und ihnen durch euch Rettung bringen will. Körperlich dem Nächsten beizustehen, ist wohl auch ein Werk der Liebe, das euch gelohnet wird; jedoch eine Seele in den Zustand versetzen, ihre Lage zu erkennen und darauf folgend sich zu wandeln, also den rechten Weg zu betreten, der zu Meinem Reich führt und das allein erstrebenswerte Ziel ist, ist weitaus verdienstvoller, denn es ist gleichzeitig ein Beweis tiefsten Glaubens, so ein Mensch dem anderen seine Kenntnisse vermittelt, die nur geistig, also nicht beweisbar, erworben worden sind. Zudem wirkt ein solches Liebeswerk sich aus für die ganze Ewigkeit. So ihr euch vorstellt, daß eure Bemühungen, einen unwissenden Menschen aufzuklären, seiner Seele einen lichtvollen Zustand eintragen kann, den sie ewiglich nicht mehr verliert, so muß euch dieses Bewußtsein schon der größte Lohn sein, dieser Seele unsägliches Leid erspart zu haben, das aber ihr Los gewesen wäre im Jenseits, so sie im Dunkel in jenes eingegangen wäre. Einem Menschen Licht gebracht zu haben, ist das größte Liebeswerk, denn es beweiset aufrichtige, uneigennützige Nächstenliebe. Oft sind zwar die Bemühungen um eine irrende Seele scheinbar ohne Erfolg, doch was eine Seele einmal entgegengenommen hat, kommt in ihr wieder zum Vorschein in Fällen großer irdischer Not, und dann ist es immer noch möglich, daß der Mensch sich dazu bekennt, und immer wird dies euer Verdienst sein und bleiben, denn eine gerettete Seele dankt es ihrem Retter ewiglich, so sie einmal im Licht steht - so sie erkannt hat, welchem Los sie entgangen ist durch seine Hilfe. Amen. B.D. NR. 4697.

 

Buch 54 4698

Kommende Not. Lebendiger Glaube. Glaubensprobe.

26. Juli 1949. B.D. NR. 4698.

Ihr habt eine überaus große Not zu gewärtigen, in der euch nur der Glaube an Mich aufrechterhalten kann, denn irdisch wird euch wenig Hilfe gebracht werden können, und ihr werdet, auf euch selbst gestellt, jegliche Hilfe von Mir erbitten müssen. Und dann werdet ihr sichtlich den Erfolg eines tiefen Glaubens feststellen können, denn stets wird Meine Liebe Mittel und Wege wissen, daß ihr der drückendsten Not ledig werdet. Es wird eine Zeit sein, wo Menschenweisheit und Menschenwille nichts vermag, weil euch die Kraft fehlt, die ihr anfordern müsset von Mir. Und doch wird einer dem anderen helfen können, und so er dies tut, wird auch die eigene Not geringer werden, doch die gesamten Lebensverhältnisse werden eine Umänderung erfahren durch Meinen Natureingriff, der jedoch vorgesehen ist, um den Weltmenschen die Unbeständigkeit und Wertlosigkeit dessen zu zeigen, was ihnen allein erstrebenswert ist. Immer wieder mache Ich euch auf diese Zeit aufmerksam, doch im Getriebe der Welt erscheint es euch unmöglich, daß eine solche Zeit noch vor euch liegt. Wie aber wollet ihr dann bestehen, so ihr euch nicht schon darauf vorbereitet, so euch von seiten der Welt keine Hilfe gebracht werden kann, weil Ich Selbst dies unterbinde? - Wie wollet ihr dann Hilfe erwarten, so ihr nicht an Mich glaubt und zu Mir eure Zuflucht nehmet? Der Glaube an Mich ist noch sehr schwach in euch, selbst wenn ihr mit dem Munde ihn bekennet und ihr auch Meinen Namen aussprechet als Beweis eures Glaubens an Mich. Doch der rechte Glaube will gewonnen werden, und einen rechten Glauben nenne Ich nur den lebendigen Glauben, die feste innere Überzeugung dessen, an was zu glauben ihr vorgebt. Doch ihr werdet versagen, so euch diese schwere Glaubensprobe gestellt wird. Dann erst werdet ihr erkennen, wieviel mehr ihr euch befassen müßtet mit Gedanken an Mich, an euren Schöpfer und Vater von Ewigkeit, Der in Sich die Liebe, Weisheit und Allmacht ist, also euch helfen will und kann und es auch tun wird, so ihr eben diesen festen Glauben an Mich aufbringet. Der Glaube ist es, den Ich zu einem lebendigen gestalten will durch Mein Wort, das Ich immer wieder euch zuführe, und durch die Not und Glaubensproben, denen Ich euch schon jetzt unterwerfe, auf daß ihr reifet und stark werdet im Glauben, bevor die große Not einsetzet. Betrachtet einen jeden Tag noch als ein Geschenk und nützet ihn, lasset eure Gedanken schweifen zur Höhe, d.h., befasset euch öfter in Gedanken mit eurem Daseinszweck und Ziel, mit dem Leben in der Ewigkeit und mit Mir, Der Ich der Lenker und Gestalter alles dessen bin, was ist und an Den zu glauben euch leicht sein wird, wenn ihr es nur ernstlich wollet und euch gedanklich mit Ihm befasset. Denn Ich helfe wahrlich einem jeden, Mich zu erkennen, der dazu nur den Willen hat. Und so er Mich anrufet, werde Ich ihn erhören, weil Ich will, daß er an Mich glaubt. Lasset die große Not nicht an euch herantreten, bevor ihr diesen Glauben an Mich gewonnen habt. Ich allein werde euch helfen können, so jede andere Hilfe versagt, denn es ist kein Ding unmöglich bei Gott. Und Ich will euch den Beweis liefern in der kommenden Zeit, daß ein tiefer Glaube alles vermag und auch die größte Not bannet. Darum könnet ihr auch jener Zeit furchtlos entgegensehen, die ihr lebendig glaubet an Mich, an Meine Liebe, Weisheit und Allmacht. Amen. B.D. NR. 4698.

 

Buch 54 4699

Rechtes Wissen - rechter Lebenswandel. Wahrheit.

26. Juli 1949. B.D. NR. 4699.

Alles, was zu wissen euch nottut, wird euch zugeleitet werden, sowie ihr wissend werden wollet. Denn je nach dem Verlangen nach der Wahrheit werdet ihr bedacht, doch in verschiedener Form, weil auch der Wissensdurst des einzelnen verschieden und Ich auch weiß, was jedem dienlich ist für das Ausreifen der Seele. Und so gehen euch daher verschiedenartige Belehrungen zu, in alle Gebiete könnet ihr Einblick nehmen, immer aber muß euer Wille gut sein, ansonsten euch das Wissen um die Wahrheit vorenthalten wird. Danach aber könnet ihr auch beurteilen, welchen Wert oder Anspruch auf Wahrheit das euch von Mitmenschen zugetragene Wissen hat, denn der es euch darbietet, muß die Bedingungen erfüllt haben, die Ich an das Zuleiten der reinen Wahrheit geknüpft habe; also er muß, um recht zu denken und zu reden, auch recht handeln und einen recht gerichteten Willen in sich tragen. Er muß Mir zugewandt sein, dann kann er sich auch im Besitz der Wahrheit wähnen und überzeugt für diese eintreten, also sein Gedankengut wird anerkannt werden können als der reinen Wahrheit entsprechend. Darum ist jede Debatte mit guten Menschen, mit Menschen, die sich Meine Gebote zur Richtschnur ihres Lebenswandels nehmen, von Wert und nutzbringend, weil sie nur Wahrheit zutagetreten lässet, während es völlig nutzlos ist, zu debattieren mit Menschen von offensichtlich minderwertiger Gesinnung, wenngleich auch ihnen das Evangelium gepredigt werden soll. Doch wahrheitsgemäße Aufklärung könnet ihr von einem solchen Menschen niemals erwarten, und Weisheit wird niemals aus seiner Rede herausschauen, denn sie ist ihm versagt, solange er nicht erfüllt, was von ihm verlangt wird - solange er sich nicht eines gottgefälligen Lebenswandels befleißigt, der ein Wirken Meines Geistes zuläßt. Darum suchet zuerst die Gesinnung dessen zu ergründen, der euch belehren will, ehe ihr ihm euer Geistesgut vermittelt; lasset euch nicht täuschen durch fromme Reden, prüfet ihre Taten und ihren Willen, soweit ihr dieses vermöget, und prüfet dann das Gedankengut, das er euch zu vermitteln sucht, und ihr werdet den Spender dessen erkennen, was euch angeboten wird. Denn alles, was gut ist, geht von Mir aus, und so steht auch ein guter Mensch ständig unter Meinem Einfluß, ein guter Mensch wird gedanklich von Mir geleitet und kann daher nur Wahrheit empfangen und auch austeilen, und er wird Glauben finden bei allen, die nach der Wahrheit streben. Amen. B.D. NR. 4699.

 

Buch 54 4700

Das Hören des göttlichen Wortes. Gedanken.

28. Juli 1949. B.D. NR. 4700.

Nur durch das innere Wort kann euch Aufklärung werden in Fragen, die irdische Wissenschaftler nicht beantworten können. Es gibt wohl eine Instanz, die zuständig ist für geistig Fragen, jedoch den Weg zu ihr gehen die Menschen selten. Daher wird auch selten nur die der Wahrheit entsprechende Antwort empfangen werden, die eben nur der Eine geben kann, Dem nichts fremd ist, Der um alles weiß, Der auch euch Menschen das Wissen zuleiten will, auf daß Er erkannt wird von den Menschen. Durch das Wort also äußert Sich Gott und wer es hören will, muß sich Gottes Liebe erringen, er muß Ihn sich geneigt machen, indem er selbst alles tut, was Gott von ihm verlangt - dann tritt Gott euch so nahe, daß ihr Seine Stimme vernehmen könnet, denn Er äußert Sich durch Sein Wort, Er gibt Sich Selbst euch kund, Er redet mit euch Menschen in leicht verständlicher Sprache, Er spricht durch euer Herz zu eurem Verstand und geht auf jede Frage ein, die ihr aussprechet oder in euren Gedanken bewegt. Er antwortet euch. Sein Wort ist also ein Zeichen der Verbundenheit von Ihm zu euch, denn nur dann könnet ihr Sein Wort vernehmen, so ihr euch mit Ihm zusammenschließet gedanklich oder durch Liebeswirken. Und so hat Gott immer zu den Menschen gesprochen, solange die Erde besteht, nur ist Er leichter verstanden worden bisher, während nun sehr selten Seine Sprache verstanden wird. Diese wenigen Menschen aber bedenket Er mit einem Maß, das unbegrenzt ist. Ihnen will Er alles erklären und begründen, auf daß sie das so gewonnene Wissen ihren Mitmenschen vermitteln können zu deren Seelenheil. Und auf daß sie nicht weiter in Zweifel fallen, lässet Er sie Einblick nehmen in Seinen ewigen Heilsplan, und Er zündet so ein Licht in ihnen an, daß sie ewiglich nicht mehr in die Dunkelheit zurücksinken. Er tritt im Wort den Menschen nahe, die sich belehren lassen wollen. Und so bleibt das Wort stets und ständig die Brücke zwischen Gott und den Menschen, die der Mensch aber nur betreten kann, so er sich zurückzieht von der Welt, so er die breiten Wege meidet, die seinen Augen reizvoller erscheinen und ihn zum Beschreiten locken. (29.7.1949) Nur in der Einsamkeit vernimmt er die Stimme Gottes, d.h., er muß die Welt meiden und seine Gedanken schweifen lassen in das geistige Reich. Dann tut er das, was er zuvor tun muß: Er verbindet sich in Gedanken mit Gott, er hält Zwiesprache mit Ihm, er legt Ihm die Fragen vor, die ihn bewegen, indem er den Gedanken freien Lauf lässet. Und diese Gedanken sind schon Ausstrahlungen aus dem geistigen Reich. Denn es kann der Mensch nichts von sich aus hervorbringen. Es ist wohl der Verstand fähig, die ihm zuströmenden Gedanken aufzunehmen und zu verarbeiten, doch der Gedanke selbst entsteht nicht im Menschen, sondern er berührt sein Herz, entströmt aber dem Reich, das außerhalb irdischer Sphären liegt. Der Gedanke ist Geistesprodukt, also eine Kraft, die eine bestimmte Form annimmt, sowie sie vom Verstand aufgenommen wird, worin also der Verstand vom Herzen beeinflußt wird, in Tätigkeit zu treten, indem er die ihm zugeleiteten Gedanken nun formt und ihnen eine gewisse Ordnung gibt. Die Verstandestätigkeit ist das Festhalten der Gedanken, die wellenartig das Herz berühren und auch keinen Widerhall finden können, wenn der Wille des Menschen durch das Treiben der Welt die Gedankentätigkeit nur für weltliche Dinge beansprucht und geistigen Strömungen keine Aufmerksamkeit schenkt. Geht aber der Mensch in die Stille und wendet er der Welt den Rücken zu, dann berühren geistige Strömungen sein Herz, die es wohltätig empfindet und die dann der Mensch begierig entgegennimmt. Dann formt sich durch diese Empfangswilligkeit das Wort, d.h., es kommt dem Menschen sinnvoll und verständlich zum Bewußtsein, was Gott Selbst ihm sagen will. Er hört also Seine Stimme im Herzen, die Gedankenwellen werden vom Herzen aufgenommen und dem Verstand zugeleitet, und der Mensch als solcher vermag das empfangene Geistesgut auch verstandesmäßig anzueignen und es auch dem Mitmenschen verständlich zu erklären. Es ist dies ein Vorgang, der an sich einfach und unkompliziert ist, nur von den Weltmenschen nicht begriffen wird, weil er für Empfindungen der Seele kein Verständnis hat und er deshalb auch die Gedankentätigkeit nur rein organisch sich zu erklären sucht. Doch wo der Gedanke im Grunde seinen Ausgang nimmt, das ist ihm fremd, und eine Erklärung darüber ist ihm unannehmbar, weil er Geistiges überhaupt nicht anerkennt, weil er nur das anerkennt, was er sehen oder greifen kann. Gott aber gibt immer wieder einen Beweis von Kräften, die der menschliche Verstand nicht zu erklären vermag, und über alles gibt Er Aufschluß durch Sein Wort. Wer das Wort Gottes zu sich sprechen lässet, der wird über ein umfangreiches Wissen verfügen, denn es gibt nichts, was dem Menschen fremd bleibt, der durch das Wort sich von Ihm belehren lässet, und so kann der Mensch sein Wissen erweitern, er kann eindringen in alles und sich Aufschluß holen, worüber er Aufschluß begehret. Denn von Gott aus sind dem Menschen keine Grenzen gesetzt, sowie er sich mit dem Geber des Wissens und der Wahrheit in Verbindung setzt und sich von Ihm belehren lässet - sowie er glaubet, daß Gott Selbst zu ihm redet durch das Herz. Amen. B.D. NR. 4700.

 

Buch 54 4701

Erklärung des Stigma.

31. Juli 1949. B.D. NR. 4701.

In Meinem Leiden und Sterben am Kreuz ist euch ein Beispiel gegeben worden von tiefster Liebe und größter Opferfreudigkeit, das seinesgleichen sucht. Es gibt nun Dinge zwischen Himmel und Erde, die euch Menschen völlig unerklärlich sind, weil ihr nichts wisset von dem Einwirken geistiger Kräfte auf einen Menschen, der solches an sich zuläßt durch seinen Willen, der sich in göttlicher Ordnung bewegt. Und so steht ihr oft vor einem Rätsel, dessen Lösung jedoch einfach ist für den, der in geistiges Wissen eingedrungen ist, für den, der für alles Erklärung findet, die ihm durch seinen Geist geboten wird. Doch selten nur kann eine solche Erklärung aus dem geistigen Reich einem Menschen gegeben werden, weil selten nur das direkte Wirken des Geistes zugelassen resp. beachtet wird. Denn oft wird als eigene gedankliche Tätigkeit das angesehen, was aber Wirken des Geistes ist, und selten nur kann sich der Geist im Menschen so offensichtlich kundtun, daß er erkannt und das Ergebnis daher akzeptiert wird. Mein Leiden und Sterben am Kreuz war überaus qualvoll für das Menschliche, das Meinen Leib bildete, daß das Opfer des Menschen Jesus alles übertraf, was je als Liebeswirken auf Erden gelten konnte. Und dennoch nimmt die Menschheit fast keine Notiz mehr davon, sie hat vergessen, weil sie vergessen will. Der Begriff eines Erlösers der Menschheit ist ausgelöscht im Herzen der meisten Menschen, und wenige nur stellen sich das Leiden des Menschen Jesus vor Augen, ohne es jedoch in seiner Tiefe zu fassen und zu fühlen. Die geistige Welt aber steht dauernd unter dem Eindruck der Erlösung durch Jesus Christus. Das lichtvolle Geistige erlebt alles in der Gegenwart, es kennt keinen Zeitbegriff, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für die Lichtwesen eins, und so erleben sie jederzeit die Kreuzigung Christi und loben und preisen Ihn, Der durch Seinen Tod am Kreuz ihnen den Himmel erschlossen hat, Der ihnen zur Anschauung Gottes verhalf, Der die große Sünde tilgte, die Meine Geschöpfe von Mir trennte Ewigkeiten hindurch. Es drängt die Lichtwesen, die Menschen auf die größte Liebestat aufmerksam zu machen, die je auf Erden vollbracht wurde. Den tiefen Eindruck, den der Kreuzestod Christi immer wieder auf die Lichtwesen macht, möchten diese auch den Menschen vermitteln, und sie stoßen auf Widerstand, denn die Menschheit ist so unter dem Eindruck der Welt stehend, daß ihr der göttliche Erlöser Jesus Christus nur noch eine Phantasiegestalt ist, daß für sie die Darstellung des Erlösungswerkes nur eine Fabel bedeutet und stets mehr und mehr an Glaubwürdigkeit verliert. Das lichtvolle Geistige erkennt die zunehmende Verfinsterung auf der Erde und sucht hier und dort ein Lichtlein anzuzünden, es sucht den Menschen einen schwachen Abglanz aus dem geistigen Reich zu vermitteln, getrieben von der Liebe zu dem unerlösten Geistigen, das, als Mensch verkörpert, die Erdenlebensprobe nicht zu bestehen droht. Doch der Zugang zum Menschenherzen ist für die Lichtwesen schwer zu finden, denn es muß die Seele ihr Einverständnis abgeben aus freiem Willen, wenngleich der Körper an dieser Willensäußerung der Seele unbeteiligt sein kann. Es muß die Seele im Zustand des Gelöstseins vom Körper, im Schlaf oder in völliger Lethargie des Körpers, das Verlangen zeigen nach außergewöhnlicher Kraftzufuhr in jeder Form. Dann ergreifen die Lichtwesen von der Seele Besitz, den sie auch nicht aufgeben, wenn der Körper wieder in seiner gewohnten Tätigkeit in Verbindung mit der Seele ist. Dann wird der Seele von seiten der Lichtwesen ein Einblick gewährt in das geistige Reich, die davon so beeindruckt ist, daß sich die Eindrücke der Seele auch auf den Körper übertragen. Der Mensch sieht also nicht im körperlichen Zustand geistige Erlebnisse, mit dem Verstand und den Augen des Körpers, sondern nur die Seele ersieht, was sich aber an ihrem Körper sichtlich bemerkbar macht. Die Seele erlebt mit solcher Innigkeit den Vorgang der Kreuzigung Christi, sie gibt dieses Erlebnis aber nicht dem körperlichen Verstand weiter, so daß also das Denken des Menschen völlig unbeteiligt ist, der Körper aber durch die seelische Erregung in Mitleidenschaft gezogen wird - daß also der Körper im wahren Sinne des Wortes miterleidet, was die Seele schaut. Es sucht die lichtvolle Welt die Gedanken der Menschen hinzulenken auf das größte Mysterium im Universum, auf das größte Liebeswerk, ohne das niemand erlöst werden könnte aus dem Banne der Sünde. Es nehmen die Lichtwesen jede Gelegenheit wahr, wo sie durch einen Menschen zu allen in seiner Umgebung sprechen können; sie suchen die Aufmerksamkeit zu erregen auch bei jenen, die ungläubig sind und sich eine natürliche Erklärung zu geben suchen. Sie zünden kleine Lichtlein an, die aber doch einen hellen Schein verbreiten, so sie nicht versteckt gehalten oder verlöscht werden durch den Einfluß des Gegners, der alles zu ersticken sucht, was auf die Erlösung durch Jesus Christus hinweiset. Denn der Kampf zwischen Licht und Finsternis wütet immer heftiger, je näher das Ende kommt, und darum werden sich auch alle Hinweise mehren. Es werden Zeichen und Wunder geschehen, und selig, wer diese beachtet und seine Folgerungen daraus zieht. Amen. B.D. NR. 4701.

 

Buch 54 4702

Zuwenden des Willens zu Gott Bestehen der Erdenlebensprobe.

1. August 1949. B.D. NR. 4702.

Das Geistige, das sich zur Rückkehr zu Gott im freien Willen entschlossen hat, wird auch die Erdenlebensprobe bestehen, denn der Wille allein ist ausschlaggebend, um auch die Kraft aus Gott in Empfang zu nehmen. Gott wird den Ihm zugewandten Willen unterstützen in jeder Weise, und ob auch die Versuchungen an ihn herantreten, Gott hält ihn, auf daß er nicht fallet, Er kommt ihm entgegen, sowie er durch seine Willensrichtung den rechten Weg zu Ihm einschlägt. Der Wille zu Gott ist der Beginn der Erlösung des Geistigen aus der Form. Es muß aber der Mensch ständig reifen durch ständigen Kampf, folglich wird sein Wille immer wieder auf die Probe gestellt durch Widerstände, die er nun entweder besiegen oder seinen Willen wandeln wird. Daß sich der Mensch nun aber völlig von Gott entfernt, daß er seinen Willen von Ihm wieder abwendet, wird niemals der Fall sein, weil Gott nichts mehr hergibt, was sich Ihm einmal freiwillig unterstellt hat, also entschlossen war, Ihm zuzustreben. Es können wohl zeitweise Stillstandsperioden eintreten, es kann der Mensch unentschlossen sein und vorübergehend der Welt den Tribut zollen, doch immer wieder wird er zurückkehren zu Dem, Der ihm das Leben gab, immer wieder wird in ihm das Verlangen rege werden, sich in der ewigen Ordnung zu bewegen, also die göttlichen Gebote zu erfüllen, und es ist dies gleichbedeutend mit dem Unterstellen des Willens unter Gottes Willen und also schon eine bestandene Glaubensprobe, die mit dem Zusammenschluß mit Gott endet. Bei Beginn der Verkörperung als Mensch erklärt sich die Seele bereit, das Erdenleben zwecks letzten Ausreifens auf sich zu nehmen, also wird in ihr das erste Mal der Wille rege, Gott anzugehören und im Erdenleben das zu tun, was ihr den Zusammenschluß mit Ihm einträgt. Doch sie muß diesen Willen auch im vollen Bewußtsein als Mensch zur Ausführung bringen. Und darum wird sie gewissermaßen frei ins Erdenleben gestellt, auf daß sie sich entscheiden kann, und diese Entscheidung kann der Mensch erst treffen, so wie ihm seine Entfernung von Gott bewußt wird. Also er muß seinen mangelhaften Zustand erkennen und die Vollkommenheit anstreben, wodurch er also auch Gott Selbst anstrebt. Dann wird auch sein Wille tätig, und dann versieht ihn Gott auch mit Kraft und lässet ihn nimmermehr zurückfallen in die Hände des Gegners, dem sich der Mensch freiwillig entwunden hat. Dann findet er ständig Unterstützung von jenen Wesen, die schon völlig in den Willen Gottes eingegangen sind und auch die Menschen dazu bewegen wollen. (2.8.1949) Dann stehen sie im Kampf gegen die Anfechtungen dieser Welt nicht mehr allein, dann wirken die Wesen des Lichtes gedanklich auf den Menschen ein, und der Wille zu Gott wird immer stärker und daher auch die Kraftzufuhr vermehrt, weil durch das Erfüllen der Gebote Gottes der Mensch in Verbindung steht mit dem Kraftspender und ständig von Ihm Kraft entgegennehmen kann. Und der Erdenlebensweg wird nicht erfolglos sein, es wird der Mensch sein Ziel - die Vereinigung mit Gott - erreichen, weil sein Wille Gott zugewendet ist. Amen. B.D. NR. 4702.

 

Buch 54 4703

Abfall von Gott verschieden. Verschiedene Entfernungen.

2. August 1949. B.D. NR. 4703.

Euch ward die Gnade, zu leben als Mensch auf dieser Erde und somit den höchsten Grad der Vollkommenheit erreichen zu können, so ihr die Gnade recht nützet. Es ist nicht Willkür, daß ihr zugelassen seid zu diesem Entwicklungsgang durch die Schöpfungen auf dieser Erde, sondern von Meiner Weisheit erkannt und von Meiner Liebe gefügt wandelt ihr auf dieser Erde, obgleich noch unzählige Ausreifungmöglichkeiten im Universum bestehen für das Geistige, das Mir einst widersetzlich war und zu Mir zurückfinden soll. Doch der Entwicklungsgang auf dieser Erde ist eine Vergünstigung, die Wesen zeitigen kann von hellstem Licht und stärkster Kraft. Es ist aber auch eine überaus harte Schule, die zu absolvieren das Geistige sich freiwillig erboten hat, das einmal schon einen gewissen Reifegrad besitzt, so es andere Gestirne zuvor belebt hat, das aber auch aus der tiefsten Tiefe sich emporentwickeln kann im gebundenen Willen und einen desto größeren Vorteil erringen kann, so es diese Erdenlebensprobe besteht. Es kann ein rechtes Kind Gottes werden, das alle Rechte und alle Macht des Vaters besitzen, also das Erbe des Vaters antreten kann - in innigster Gottverbundenheit und höchster Seligkeit. Wer um den ewigen Heilsplan Gottes weiß und um den Urgrund Meines Waltens und Wirkens, der wird sich die Frage des öfteren stellen, was Mich bestimmte, gerade diese Erde mit Meiner persönlichen Anwesenheit zu beglücken, auf ihr das Fleisch anzuziehen und Selbst unter Meinen Geschöpfen zu wandeln als Lehrer und Vorbild. Er wird sich fragen, was Mich bestimmte, dieses Schöpfungswerk, die Erde, zu segnen und den Bewohnern zu Hilfe zu kommen in ihrem Aufstieg zur Seligkeit. Es ist das Geistige, das vollkommen von Mir erschaffen war, Mir abtrünnig geworden aus freiem Willen, doch der Abfall von Mir war nicht bei allen Wesen gleich, er war verschieden begründet und auch in verschiedener Weise vor sich gegangen, so daß die sich daraus ergebende Entfernung von Mir eben auch verschieden groß war, daß einstige Lichtwesen in die tiefste Tiefe stürzten und die äußerste Finsternis sie umgab, während andere einen Schimmer der Erkenntnis behielten, wenngleich unwillig, wieder zum Licht emporzusteigen. Und so auch waren die Bedingungen, die eine Rückkehr zu Mir ermöglichten, verschieden, und es waren verschiedene Ausreifungsmöglichkeiten erforderlich, die Meine Schöpfungswerke in mannigfacher Vielseitigkeit bieten. Zutiefst gefallenes Geistiges benötigt einen Ausreifungsprozeß, der alle Härten erfordert, aber auch sicheren Erfolg versprach, jedoch stets den freien Willen berücksichtigt, also niemals zwangsweise eine Rückkehr zu Mir zeitigt. Das Geistige, das den Gang durch die Schöpfungen der Erde zurücklegen muß, ist somit in größter Entfernung von Mir gewesen, aber im Stadium als Mensch schon Mir fast nahe, muß aber nun erst im freien Willen den letzten Schritt gehen und eine zwar kurze, aber schwere Willensprobe ablegen, um dann in das Urverhältnis zu Mir zu treten und seine uranfängliche Beschaffenheit zu erlangen, um ein ewig seliges Wesen zu sein. Der Entwicklungsgang auf anderen Schöpfungen ist wohl leichter, führt aber auch nicht zum letzten Ziel, zur völligen Vereinigung mit Mir, zur rechten Gotteskindschaft, was euch Menschen wohl auch schwer verständlich ist, weil diese Geistwesen nicht so tief gesunken waren und dennoch nicht die höchste Höhe erreichen sollen. Ihnen war aber noch ein Schimmer der Erkenntnis geblieben, also ihre Schuld insofern größer, als daß sie leichter zurückfinden konnten und doch in der Entfernung von Mir verharrten, bis auch sie durch Meine Liebe und Erbarmung auf jenen Schöpfungen den Abstand von Mir verringern konnten unter weniger harten Bedingungen, aber auch mit weniger hohem Ziel. Auch sie können selige Geschöpfe werden, doch der Grad der Seligkeit ist so verschieden, wird aber niemals den eines Gotteskindes erreichen, eines Geistwesens, das seinen Willen recht gebraucht trotz schwerster Bedingungen und das deshalb von Meiner Liebe ergriffen und emporgezogen wird, um in der Vereinigung mit Mir ewig selig zu sein. Amen. B.D. NR. 4703.

 

Buch 54 4704

Liebevolle Vaterworte. Führung.

3. und 4. August 1949. B.D. NR. 4704.

Meiner Führung könnet ihr euch stets anvertrauen, und ihr werdet sie auch immer spüren, so ihr nur achtsam seid. Nicht einen Schritt gehet ihr allein, solange ihr Mich nicht aus euren Gedanken ausschaltet, solange ihr mit Mir und für Mich zu leben euch bemüht, solange ihr bewußt Mir zustrebt. So erkennet in jeglichem Geschehen: Meine Lenkung, Meine Hand und vertrauet euch Mir an, denn wer Mich zu seinem Vertrauten erwählet, der findet wahrlich in Mir den treuesten Freund, den liebevollsten Bräutigam, den sorglichsten Vater und Beschützer, Den niemand auf Erden ersetzen kann, Der aber darum auch von euch geliebt sein will, wie Er euch liebt. Ich schreite immer neben euch, sowie ihr Mich einmal zum Führer erwählet habt, und Ich führe euch wahrlich recht, so Ich die Sorge um euch übernommen habe, und alles wird so an euch herantreten, daß es euch zur Aufwärtsentwicklung der Seele verhilft. Könnet ihr diesen Glauben in euch lebendig werden lassen, dann werdet ihr wahrlich in Sorglosigkeit und Frieden euren Erdenweg wandeln, denn Ich sorge für euch und habe alles aufs beste für euch bestellt. Und alles dienet euch zum Guten, selbst Not und Leid trägt euch seelischen Vorteil ein, so ihr nur Mich im Herzen traget, also gedanklich Mir verbunden bleibt und ihr Mich nicht verlieren wollet. Denn dieser Wille allein macht euch Mir lieb und wert, und wer einmal diesen Willen in sich trägt, wird Mich ewiglich nicht mehr verlieren, ihm werde Ich nahe sein, und ständig soll er Meine Liebe und Sorge fühlen. Niemals wird er allein und verlassen sein, stets wird er in Mir den Vertrauten finden, Dem er sich immer mitteilen kann und Der stets für ihn Worte der Liebe und des Trostes finden wird und Der ihm stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Amen. B.D. NR. 4704.

 

Buch 54 4705

Wißbegierde. Unbegrenztes Wissen.

5. August 1949. B.D. NR. 4705.

Das Gebiet des Wissens ist unbegrenzt. Und wenn ihr auch glaubet, erschöpfend belehrt worden zu sein von Mir, so ist dies doch nur ein minimales Wissen, wenngleich es genügt, um wieder eure Mitmenschen zu belehren und ihnen einen Schimmer der Erkenntnis zu vermitteln. Doch ständig könntet ihr neues Wissen entgegennehmen, auf allen Gebieten würde euch immer wieder Neues gegeben werden, immer wieder könntet ihr eure Kenntnisse erweitern, und der Fragen und Antworten würde kein Ende sein. Doch es liegt an euch selbst, wie tief ihr schürfen wollet im Brunnen der Weisheit. Dem Begehrenden wird sein Verlangen stets erfüllt werden, und darum werdet ihr, die ihr zur lehrenden Tätigkeit ausgebildet werdet, immer wieder angeregt durch Debatten geistiger Art, auf daß ihr euch entäußert und dabei Lücken in eurem Wissen entdecket, um in euch eure Wißbegierde zu entfachen, die nun gestillt werden kann. Ich will, daß ihr fraget, um euch antworten zu können, Ich will, daß ihr mit reger Anteilnahme euch beteiligt an Gesprächen geistiger Art, daß ihr nicht nur mit den Ohren aufnehmet, sondern Herz und Verstand beeindrucken lasset, dann geht euch auch ein alles erläuterndes Wissen zu, das euch befriedigen wird, und dann nehmet ihr zu an Weisheit, Glauben und Kraft. Denn je tiefer ihr eindringet in geistiges Wissen, desto überzeugter könnet ihr glauben und desto näher tretet ihr Mir und empfanget von Mir Kraft in direkter Form. Unerschöpflich ist der Quell des Wissens und unbegrenzt das Gebiet, das nur allein Ich euch erschließen kann. Und ob ewige Zeiten vergingen, ihr würdet niemals zum Ende kommen, weil Meine Schöpfung unendlich ist, und weil, was vollkommen ist, auch ewig unbegrenzt sein muß. Daher kann niemals ein Wissen abgeschlossen sein, das geistiges Gebiet berührt, doch was euch Menschen zu wissen nötig ist, was zum Ausreifen der Seele unbedingt erforderlich ist, das kann euch auch in beschränktem Maß geboten werden, doch von eurem freien Willen ist es abhängig, ob ihr dieses Maß erhöhen wollet oder zufrieden seid damit, was Ich euch gebe. Immer wieder sage Ich euch, daß ihr Antwort erhaltet auf jede Frage, immer wieder fordere Ich euch auf, Fragen zu stellen, um euren Wissensdurst anzuregen, und immer wieder gebe Ich euch Gelegenheit zu reger Gedankentätigkeit, um euch immer wieder belehren zu können eurem Willen gemäß. Doch haltet nicht euer Wissen für abgeschlossen, glaubet nicht, daß ihr schon im Besitz allen Wissens seid. Denn das Gebiet ist endlos, das eure Seele noch durchwandeln kann, wenn sie dazu den Willen hat. Doch was euch von Mir gegeben wird, ist auch vollauf ausreichend, um wieder den Mitmenschen zum Glauben zu bewegen an einen Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht. Und wer dieses Wissen entgegennimmt, der kann sich schon unsagbar reich nennen, denn es ist die Wahrheit, und ein Körnchen der reinsten Wahrheit wiegt eine Unmenge von Wissen auf, das von Irrtum durchsetzt ist und den Geist im Menschen eher verdunkelt. (6.8.1949) Die reine Wahrheit allein ist unschätzbares Geistesgut, das den Namen Wissen verdient. Die reine Wahrheit allein ist aufklärend, während vom Irrtum durchsetzte Lehren stets Lücken offen lassen, Begriffe sind, die dem Menschen unverständlich oder unglaubhaft erscheinen, so er ernstlich wissend zu werden begehrt. Das rechte Wissen aber gibt überall Aufschluß, weil es von Mir, dem Geber der Wahrheit, geboten wird. Das rechte Wissen lässet aber auch immer wieder Fragen offen, d.h., es wird stets neu anregen zu Fragen, auf daß es erweitert werden und das Verlangen nach vermehrtem Wissen von selbst im Menschen erwachen soll. Inneres Verlangen setzet die Erweiterung des Wissens voraus, und darum ist Mir jeder nachdenkende, fragende Mensch willkommen, der von Mir belehrt werden will. Und wenngleich er die Frage nicht ausspricht, gebe Ich ihm doch Antwort durch Mein Werkzeug, das Ich als Mittler zwischen ihm und Mir benütze, um Mich zu äußern. So könnet ihr Menschen ein umfangreiches Wissen entgegennehmen, es braucht für euch kein unerleuchtetes Gebiet zu geben, so ihr nur ernstlich der Wahrheit nachgeht und mit Mir gedanklich in Verbindung tretet. Doch vollste Aufmerksamkeit verlange Ich, ansonsten ihr Mich nicht zu hören vermöget, ansonsten Ich euch auch die Antwort verweigere, obgleich ihr eine Frage gestellt habt, doch ohne ernstes Verlangen nach der Antwort, was ihr beweiset durch die Gedanken, die Mir wahrlich nicht verborgen sind. "Bittet, so wird euch gegeben, klopfet an, so wird euch aufgetan und suchet, so werdet ihr finden." Doch ein ernstes Suchen, ein bittender Gedanke und ein Erwarten Meiner Antwort, ein Lauschen nach innen oder Anhören eines Mittlers, setze Ich zur Bedingung - dann aber werdet ihr belehrt, ihr werdet ein Wissen empfangen können, das unbegrenzt ist und der vollsten Wahrheit entspricht. Amen. B.D. NR. 4705.

 

Buch 54 4706

Nächstenliebe.

7. August 1949. B.D. NR. 4706.

In der christlichen Nächstenliebe liegt die Begründung des Friedens und der Eintracht, sowohl im Großen als auch im Kleinen, d.h., Völker und Staaten werden in Frieden leben miteinander, wie aber auch die Menschen unter sich einträchtig zusammenleben werden, so ihr Verhalten vom Prinzip der Nächstenliebe ausgeht, sie einander nur Gutes erweisen wollen und bemüht sind, dem Mitmenschen Leid und Sorge fernzuhalten. Dann wird auf der Erde wirklich Friede sein - doch wie weit sind die Menschen nun davon entfernt. Sie kränken einander und sind voller Rücksichtslosigkeit, wenngleich sie auch nicht bewußt dem Menschen Schaden zufügen wollen, doch von Liebe zueinander ist nichts zu spüren, und darum ist auch der große geistige Verfall so offensichtlich, denn ohne Liebe kann der Mensch auch nicht geistig streben, ohne Liebe gibt es keinen geistigen Fortschritt - es gelangen die Menschen nicht zum Ziel. Wenige nur lassen noch das Gesetz der Liebe gelten, das aber erfüllt werden muß, ansonsten es keinen Frieden geben kann. Und so soll sich jeder einzelne ernstlich fragen, wie er sich diesem Gesetz gegenüber verhält - er soll sich fragen, ob er alles tut, was in seinen Kräften steht, um Freude zu machen, um Leid zu lindern und der Not zu steuern, die ihm offensichtlich wird und seine Hilfe erfordert. Es soll der Mensch mehr an andere als an sich denken, dann wird er auch sehen, woran es fehlt und Abhilfe schaffen können. Es soll der Mensch alles vermeiden, wodurch er seine Mitmenschen kränkt, dagegen alles tun, womit er ihnen Freude macht. Fraget euch ernstlich, ob ihr euch rechtfertigen könntet, so eine solche Rechtfertigung von euch gefordert würde. Und ihr werdet viele Unterlassungen entdecken, die dann eine Sünde sind, wenn der Mitmensch dadurch leidet oder darbt, sei es seelisch oder körperlich. Helfet, wo ihr helfen könnet und bewahret den Nächsten vor Leid, wo ihr dies vermöget. Lasset niemals die Ich-liebe vorsprechen, lasset niemals den Nächsten hungern, so ihr selbst es euch gut gehen lasset. Es ist dies wörtlich und auch bildlich zu verstehen, denn auch ein freundliches Wort, ein guter Blick, eine hilfreiche Handlung können den Mitmenschen laben und stärken, darum lasset es daran nicht fehlen. Übet die Nächstenliebe - und euer Erdenleben wird harmonisch verlaufen, es wird Friede sein und Eintracht in und um euch, und so alle Menschen diesem Gebot entsprechend lebten, wäre wahrlich das Paradies auf Erden. Wie aber sieht es in der Welt aus? Alle schlechten Eigenschaften, Habgier, Haß, Neid, Zwietracht, Unaufrichtigkeit und Eigenliebe beherrschen die Menschen, sie sind einander nicht Freund, sondern Feind, sie achten einander nicht, sondern suchen sich selbst hervorzuheben, sie legen keine lindernde Hand auf Wunden, sondern schlagen neue, und also wird das Übel stets größer und stürzet die Menschen ins Verderben. Die Liebe ist erkaltet unter den Menschen, und das ist das Ende. Denn wo die Liebe nicht mehr ist, verhärtet sich jegliche Substanz, wo das Herz keine Liebe mehr empfinden kann, dort geht auch jegliche Erkenntnis verloren, also wird auch alles Leben ersterben, denn nur die Liebe allein ist Leben. Ihr Menschen könnet daher wohl körperlich noch leben, doch geistig seid ihr tot, so ihr bar jeder Liebe seid. Immer wieder wird euch die Liebe gepredigt, lasset diese Ermahnungen nicht an eurem Ohr verhallen, sondern wisset, daß sie die letzten Rufe sind aus der Höhe; wisset, daß nicht mehr viel Zeit ist bis zum Ende, ihr aber gerichtet werdet nach eurer Liebe. Darum sorget, daß ihr das Gericht nicht zu fürchten brauchet. Übet euch in der Nächstenliebe und erwerbet euch dadurch den ewigen Frieden. Amen. B.D. NR. 4706.

 

Buch 54 4707

Traditioneller Glaube. Formglaube. Irrlehren.

7. August 1949. B.D. NR. 4707.

Es ist eine überaus schwere Arbeit, die Menschen aus dem traditionellen Glauben, aus dem Formglauben, in den lebendigen Glauben zu versetzen, denn sie sind sich über das Wort "Glaube" noch nicht klar geworden, sie haben das Wort traditionell übernommen, ohne sich der eigentlichen tiefen Bedeutung bewußt zu sein und hängen vielmehr äußeren Sitten und Gebräuchen an, als dem Kern, den die Lehre Christi bildet. Sie haben zwar mit den Ohren aufgenommen alles, was mit Jesus Christus als dem göttlichen Erlöser Zusammenhang hat, und diese Kenntnis bezeichnen sie mit dem Wort "Glauben". Sie verstehen darunter nur, daß sie sich nicht auflehnen gegen dieses Wissen oder es abweisen als unwahrscheinlich. Doch sie sind weder in Einzelheiten der christlichen Lehre eingedrungen, noch sich überhaupt der Bedeutung des Erlösungswerkes bewußt, also eine gedankliche Stellungnahme zu dem, was ihnen gelehrt wird, unterlassen sie, die aber nötig ist, um lebendig glauben zu können, d.h., innere Überzeugung für jegliche Glaubenslehre zu gewinnen. Der lebendige Glaube allein kann aber nur zum ewigen Leben führen, denn jeglicher Formglaube ist untauglich zur Wandlung der Seele. Und Formglaube ist alles, solange der Mensch nicht vom tiefen Verlangen nach der reinen Wahrheit erfüllt ist. Denn dieses Verlangen erst veranlaßt ihn zum Nachdenken über das ihm vermittelte Geistesgut, dem dann die innere Überzeugung folgt oder eine bewußte Ablehnung dessen, wofür er die Überzeugung, also den lebendigen Glauben, nicht aufbringen kann. Und dieses Ausscheiden des Falschen vom Rechten muß stattfinden. Es muß der Irrtum von der Wahrheit getrennt werden, ansonsten sich die Menschen keinen rechten Begriff von Gott machen können, Dessen Wesen so vollkommen ist, daß auch alles, was von Ihm zeugt, vollkommen sein muß. Verbildete Lehren aber werden niemals das Wesen Gottes erkennen lassen, sondern stets ein Zerrbild Gottes wiedergeben. Solange aber Menschen, die ihre Mitmenschen belehren wollen - (8.8.1949) selbst den Unterschied vom Formglauben und dem lebendigen Glauben nicht kennen, solange diese Menschen nicht sich selbst Kenntnis verschafft haben von der Wahrheit, eben durch Stellungnahme mit göttlicher Unterstützung, also zum lebendigen Glauben gelangt sind, werden sie auch nicht die zu Belehrenden erziehen zum rechten Glauben. Und es ist dies die Erklärung dafür, daß unzählige Menschen sich wohl gläubig nennen und doch weit davon entfernt sind - daß darum der Irrtum verbreitet ist und die Wahrheit nur wenig Anklang findet, daß die Menschen vieles für Wahrheit hinnehmen, was sie bei ernstem Willen sehr wohl als Irrtum erkennen könnten. Doch sie halten sich an die Tradition, sie übernehmen gedanken- und bedenkenlos durch Generationen hindurch stets die gleichen verbildeten Lehren, die ursprünglich in reinster Form von Jesus Christus den Menschen gegeben wurden und nur dadurch Trübung und Verunstaltung erfahren konnten, weil eigenes Denken ausgeschaltet und so der Abweichungen nicht geachtet wurde. Zudem wurde den Menschen auch das bedingungslose Annehmen der Glaubenslehren zur Pflicht gemacht, so daß sie sich jeglicher Verantwortung ledig fühlen und der Glaube also immer starrer wird und ein toter Glaube keinen geistigen Fortschritt eintragen kann. Es sollen die Menschen aufmerksam gemacht werden auf ihren toten Zustand, und darum muß stets der lebendige Glaube gepredigt werden, es muß ihnen nahegelegt werden, daß sie sich nicht gläubig nennen dürfen, solange sie nur traditionell übernommenes Geistesgut anerkennen, jedoch nicht davon Besitz ergriffen haben, also es mit innerster Überzeugung, nicht nur mit dem Munde, vertreten können und daß dazu auch eine gedankliche Auseinandersetzung nötig ist. Dann wird der Schleier vor ihren Augen fallen, dann wird das Herz und der Verstand sich zuweilen weigern, etwas anzunehmen, und dann erst wird die Wahrheit sich herausschälen, die nun den Menschen beglücken und zu einem emsigen Vertreter machen wird. Und dann wird der Mensch lebendig glauben können und sich von jeder äußeren Form freigemacht haben, dann erst wird seine Seele reifen können und er ein Mitglied der Kirche sein, die Jesus Christus auf Erden gegründet hat. Amen. B.D. NR. 4707.

 

Buch 54 4708

Unverantwortliche Experimente Grund der Zerstörung der Erde.

9. August 1949. B.D. NR. 4708.

Die göttliche Weltordnung kann nicht umgestoßen werden, dennoch kann der menschliche Wille gegen sie angehen, doch nur zum eigenen Schaden. Es bestehen Gesetze, die des Menschen Verstand niemals wird ergründen können, denn sie greifen nicht nur in die Naturbeschaffenheit der Erde ein, sondern sie liegen auch dem Bestehen anderer Schöpfungen zugrunde, weshalb sie für den Menschenverstand unergründbar sind, jedoch akzeptiert werden müssen, d.h. nicht unbeachtet bleiben dürfen, sollen nicht Gegengesetze sich auswirken, die gleichfalls in göttlicher Weisheit gegeben wurden, also die ewige Ordnung bezwecken. Den Menschen ist wohl ein gewisser Schaffensgrad zugebilligt, und desgleichen können Forschungen unternommen werden nach allen Richtungen. Doch solange der Mensch noch nicht im Vollbesitz geistiger Kraft sich befindet, sind ihm auch Grenzen gesetzt sowohl im Wissen, als auch im Nützen der Erdkräfte, die stets in einer bestimmten Gesetzmäßigkeit, in einer gewissen Ordnung, sich entfalten und genützt werden müssen. Wird diese Gesetzmäßigkeit außer acht gelassen, werden also ordnungswidrig diese Kräfte zur Auslösung gebracht, dann ist die Auswirkung katastrophal, und eine völlige Zerstörung jeglicher Materie ist die unausbleibliche Folge, die menschlicher Wille nicht zum Stillstand bringen kann. Denn nun wirken auch andere Schöpfungen, andere Gestirne ein, die mit jenen Kräften in Zusammenhang stehen und also in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Menschen können von diesen Auswirkungen keine Kenntnis mehr nehmen, denn sie sind ohne Ausnahme die Opfer solcher Zerstörungen, bis auf solche, die schon im Besitz geistiger Kraft sind und dem gefährdeten Erdkreis entrückt werden durch göttlichen Willen. Ein solcher Vorgang wird sich abspielen und also das Ende dieser Erde bedeuten. Menschenwille wird sich anmaßen, Kräfte erforschen zu wollen und durch Experimente also Kräfte zur Auslösung bringen, die eine ungeheure Wirkung haben in eben jener zerstörenden Weise. Denn es sind keine edlen Motive, aus denen heraus Forschungen angestellt werden, die diesen unvorstellbaren Ausgang nehmen. Und darum wird ihnen von Gott aus der Segen vorenthalten, der auf Arbeiten ruht, die das Wohl der Mitmenschen zum Ziel haben. Zudem verstoßen sie gegen das göttliche Naturgesetz insofern, als daß sie Forschungen unternehmen unter Einsatz von Menschenleben, daß sie also Menschen als Versuchsobjekte benützen, die ihr Leben zum Opfer bringen müssen. Es ist dies ein Versündigen gegen die göttliche Ordnung, gegen die Gottes- und Nächstenliebe und zudem ein Versündigen wider die gesamte Menschheit, die dadurch dem Untergang geweiht ist. Denn die Kenntnisse derer, die solche Versuche unternehmen, reichen bei weitem nicht aus, und also sind jene noch verfrüht, woran aber auch kein Zweifel besteht. Und solche unverantwortlichen Experimente können von Gott nicht geduldet werden, und also werden sie zurückschlagen auf die Experimentierenden, die nichts weiter erreichen als eine gänzliche Zerstörung aller materiellen Schöpfungen der Erde, also ein Zertrümmern der Materie, die im geistigen Sinn jedoch eine Auflösung jeglicher Form und ein Freiwerden des darin gebundenen Geistigen bedeutet. Menschen also werden diesen letzten Vernichtungsakt auf der Erde ins Werk setzen, und die gesamte Menschheit wird daran zugrunde gehen, daß Ruhmsucht, übergroßes Geltungsbedürfnis und Gier nach materiellen Gütern die Menschen zu waghalsigen Spekulanten macht, die jedoch nicht ohne Wissen sind, daß sie die Mitmenschen gefährden und dennoch ihre Versuche unternehmen. Es sind ihnen die zuvor gemachten Erfahrungen Mahnung und Warnung genug, um davon abzusehen, und darum ist ihr Handeln ein Frevel, den Gott nicht ungestraft lässet. Amen. B.D. NR. 4708.

 

Buch 54 4709

Liebe Kraft der Seele. Vollkommenheit.

10. August 1949. B.D. NR. 4709.

Die Kraft zur Entfaltung der Seele ist die Liebe. Wo Liebe im Herzen vorhanden ist, wird die Seele sich auch geistigen Dingen zuwenden, sie wird ein innerliches Leben führen und nicht nur der Welt Beachtung schenken, wenngleich der Mensch mitten in der Welt lebt und ihren Anforderungen gerecht werden muß, weil es die Aufgabe, die ihm gestellt ist, so verlangt. Dennoch kann sich der Mensch sein Innenleben geistig gestalten, es braucht nicht in Mitleidenschaft gezogen zu sein vom Weltgetriebe. Sein Innenleben kann völlig gesondert geführt werden und daher auch eine Seele ausreifen, deren Körper sich nicht von der Welt absondern kann, ja ihr Verdienst wird weit größer sein, denn auch die Versuchungen sind größer, die eine solche Seele zurückhalten will von geistigem Streben. Doch die Liebe ist ihre Kraft. Ein liebewilliger Mensch bringt in sich selbst zur Entfaltung, was ihn mit Gott verbindet, und dann zieht ihn die Liebe Gottes zur Höhe, denn die Liebe ist das Band, das unzerreißbar ist und die Seele innig an Gott fesselt. Eine Seele, die lieben kann, wird nicht verloren gehen, löst sie sich doch durch die Liebe von dem Gegner Gottes, dessen Wahrzeichen die Lieblosigkeit ist und der alle Macht verliert über eine liebende Seele. Die Liebe ist das Gute, Weiche im Menschen, das ihn antreibt, immer gut zu handeln, zu denken und zu reden und dem Mitmenschen zu helfen in jeder Not. Die Liebe wird darum den Menschen veredeln, sie wird alle schlechten Triebe ins Gegenteil verkehren, sie wird den Menschen formen zum göttlichen Ebenbild, als das er anfangs geschaffen war, weil die Liebe ihn entstehen ließ und aus der Liebe nur Gutes hervorgehen kann. Wandeln konnte ein solches von Gottes Liebe erschaffenes Wesen nur die Lieblosigkeit, und die war das Werk des Gegners von Gott, der aber nicht bestimmend auf das Wesen einwirkte, sondern nur versuchend. Und das Wesen erlag der Versuchung aus freiem Willen. Die Liebe in ihm erkaltete, und es fiel dadurch in die Tiefe - es wurde unvollkommen und mußte alle Folgen der Unvollkommenheit auf sich nehmen. Und also wurde es auch kraftlos, weil die Liebe die alleinige Kraft ist, die das Wesen befähigt zum Schaffen und Wirken. Das Wesen befindet sich solange in einem ringenden Stadium, wie es ohne Liebe ist. Sowie die Liebe wieder sein Wesen erfüllt, ist es auch von Kraft erfüllt, und es gelingt ihm alles, was es will. Und so wird es auch wieder die einstige Höhe, den Zustand des Lichtes und der Kraft und in Gottnähe, erreichen, so es nur die Liebe in sich zur Entfaltung bringt, weil es ihm dann nicht an Kraft mangelt, weil es dann wieder sich mit Gott zusammenschließt, Der die Liebe und der ewige Kraftquell Selbst ist, aus Dem ein vollkommenes Wesen nun ständig gespeist wird. Nur die Liebe macht das Wesen selig, denn nur die Liebe führet zu Gott. Amen. B.D. NR. 4709.

 

Buch 54 4710

Geistiger Gedankenaustausch.

10. August 1949. B.D. NR. 4710.

Im Gedankenaustausch mit geistig eingestellten Menschen könnet ihr unglaublich viel gewinnen, sowie ihr wahrheitsverlangend seid, denn dann werden eure Gedanken beeinflußt von wissenden Geistwesen, die sich einschalten in euer Gespräch und erkenntnisfördernd auf euch einwirken. Ihr werdet dann zwar eure Gedankentätigkeit als durch Verstandestätigkeit gewonnen betrachten, während es jedoch Übertragungen sind aus dem geistigen Reich, Gedankenwellen, die ihr aufgenommen habt und die nun in euer Bewußtsein eindringen und festgehalten werden. Geistiger Gedankenaustausch wird stets übereinstimmen, so beide Partner im gleichen geistigen Streben und Reifegrad stehen, oder aber ein Fragen und Belehren sein, so der Reifegrad verschieden ist. Doch stets sind solche Gespräche von Segen, sowohl für den Wissenden als auch für den Unwissenden, weil sie immer neue Erkenntnisse zeitigen, eben durch die Beteiligung jener Lichtwesen, die auch zumeist solche Gespräche veranlaßt haben, denn sie führen ihre Schützlinge auf Erden, die ihnen zur Betreuung anvertrauten Seelen, zusammen, auf daß solche Gespräche stattfinden können und von ihnen beeinflußt werden. Sind aber die Debattierenden Gegner, dann ergeben sich oft Streitfragen, deren Lösung gleichfalls Wirken der Lichtwesen ist, das auch mitunter zum Besiegen des gegnerischen Partners führen kann. Zudem aber wird das Denken der Menschen angeregt durch Debatten geistiger Art, und es ist dies von größtem Vorteil für die Seele, die nun selbst gedanklich Stellung nimmt zu jeder geistigen Frage und dann erst debattieren kann und wird mit vollstem Interesse. Wer aber jeder geistigen Unterhaltung aus dem Wege geht, der hindert auch die Lichtwesen an ihrer fürsorglichen Tätigkeit, er bleibt unzugänglich jeder Belehrung und wird niemals an Wissen zunehmen, weil er sich selbst nicht entäußert und daher weder aufnehmen noch hingeben kann, was recht und was falsch ist. Amen. B.D. NR. 4710.

 

Buch 54 4711

Überwinden der Materie.

12. August 1949. B.D. NR. 4711.

Vergesset nie, daß ihr wohl Kinder der Welt seid, die Welt aber überwinden müsset, um Anwärter Meines Reiches, das nicht von dieser Welt ist, zu werden und daß das eure eigentliche Erdenlebensbestimmung ist. Erachtet nicht euer Erdenleben als Selbstzweck, sondern wisset, daß es nur Mittel zum Zweck ist und daß der Zweck nur der ist, euch von der Materie zu lösen, also die Welt völlig zu überwinden. Ihr seid zwar hineingesetzt worden in diese Welt und umgeben von Materie, die ihr euch auch zunutze machen könnet, doch immer nur in einem Maß, daß sowohl ihr, wie auch die von euch genützte Materie, dienet, daß ihr eigentlicher Zweck erfüllt wird und gleichzeitig ihr durch Nutzung der Materie in der Lage seid, wieder den Mitmenschen zu dienen und so in der Nächstenliebe tätig seid. Ihr sollt die Materie überwinden, doch die Materie wird euch überwinden - sie wird eure Gedanken, eure Seelen, zu fesseln suchen, denn das ist die Verführung der Welt, daß euch alles Weltliche so reizvoll vor Augen tritt, daß euer Verlangen danach rege wird und dieses Verlangen jedes andere Gefühl ersticken kann, wenn nicht dagegen angekämpft wird. Ihr steht mitten in der Welt, hinter euch liegt die materielle Welt, d.h., alles in der Materie gebundene Geistige umgibt euch noch, doch vor euch liegt das geistige Reich, und beide Reiche suchen ihren Einfluß auf euch auszuüben. Eure Sinne aber sind noch von der materiellen Welt gefangen und finden also den Eintritt in das geistige Reich nicht. Darum müsset ihr kämpfen wider euer Verlangen, ihr müsset ankämpfen gegen alle Begehrlichkeit, die Irdisch-Materielles zum Ziel hat. Und um das leichter zu können, wird euch die Wertlosigkeit alles dessen vorgestellt, was euch umgibt; die Unbeständigkeit und Nichtigkeit der materiellen Dinge lasse Ich euch ständig erkennen, auf daß ihr eure Herzen davon löset, auf daß ihr frei werdet von der Materie und nun ungehindert in das geistige Reich eingehen könnet, indem ihr eure Gedanken dorthin lenket, wo es kein Vergehen mehr gibt, wo alles beständig und unvergänglich ist, was ihr euch an geistigen Gütern erwerbet. Ihr stehet wohl mitten in der Welt, könnet aber gleichzeitig auch das geistige Reich einnehmen, so eure Seele dieses begehret und nur noch dem Körper das Recht einräumet, in der Materie zu weilen, von dieser jedoch völlig unberührt, weil die Seele, das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen in geistigen Sphären weilt und dort das wahre Reich gefunden hat, wo sie sich wohl fühlt und es niemals mehr gegen die materielle Welt eintauschet. Überwindet die Materie, stellet euch ihre Wertlosigkeit vor und wendet euch ab von den Gütern dieser Welt - suchet Mein Reich zu gewinnen, und ihr werdet weit mehr besitzen, als euch die irdische Welt je bieten kann. Denn ob ihr auch Kinder der Welt seid, das geistige Reich steht euch offen und nimmt jeden an, der die Welt hinter sich lässet in seinen Wünschen und nur strebet nach oben, der in Mein Reich eingehen will, weil er erkannt hat, daß die irdische Welt Meines Gegners Anteil ist, und dem Ich darum helfe, daß er zum Ziel gelange. Amen. B.D. NR. 4711.

 

Buch 54 4712

Mithilfe am Erlösungswerk. Verbreiten des Evangeliums.

13. August 1949. B.D. NR. 4712.

Ihr könnet eine hohe Stufe in der geistigen Entwicklung erreichen durch tätige Mithilfe am Erlösungswerk Christi. Seine Mission auf Erden war das Verbreiten der Liebelehre, und sowie ihr nun in gleicher Weise tätig seid, sowie ihr den Mitmenschen die göttliche Liebelehre zuführt, sowie ihr sie aufmerksam machet auf die Auswirkung eines recht oder falsch geführten Lebenswandels, sowie ihr also das gleiche tut, was Jesus Christus getan hat - den Menschen das Evangelium bringen - beteiligt ihr euch am Erlösungswerk Christi, und ihr verhelft irrenden oder ringenden Seelen aus der Finsternis zum Licht. Ihr wisset nicht, wie unbeschreiblich wichtig es ist, die Menschen hinzuweisen auf die göttliche Liebelehre und darum werdet ihr, die ihr das Wort Gottes direkt aus der Höhe empfanget, immer wieder darauf hingewiesen, denn euch stehen viele Möglichkeiten zu, Liebe zu predigen, und jede Gelegenheit sollet ihr nützen, denn nur durch die Liebe erfüllet der Mensch seine Erdenaufgabe, und durch die Liebe kann er sich erlösen. Jesus Christus hat in Seiner übergroßen Liebe ein lebendiges Beispiel gegeben für das, was Er vertrat und was Er durch Seine Lehre angeraten hat - Er starb aus Liebe zu den Menschen den bittersten Tod am Kreuz. Ihr sollt nun die Liebelehre Christi weitergeben, auch ihr sollt ein lebendiges Beispiel sein, ihr sollet selbst ein Leben führen in uneigennütziger und werktätiger Nächstenliebe und dadurch auch in den Mitmenschen die Liebe erwecken, ihr sollet Ihm nachfolgen, Der euch wahrlich die größte Liebe erwiesen hat - Der eure Sündenschuld trug und Gott die Sühne dafür dargebracht hat. Er hat Seinen Jüngern den Auftrag gegeben, das Evangelium in die Welt zu tragen - "Gehet hin und lehret alle Völker " - weiter verlangte Er nichts von ihnen, wie Er nun auch an euch die gleiche Anforderung stellt - Sein Wort zu verbreiten. Und Sein Wort lehrt die Liebe. Wer also die Mitmenschen anregt zur Liebetätigkeit, wer ihnen ein rechtes Liebeleben vorlebt, wer selbst Kenntnis nimmt vom Wort Gottes, also es aus der Höhe oder von Seinen Boten entgegennimmt und das, was er empfängt, auch den Mitmenschen weitergibt, der ist ein Jünger Jesu, er ist einer Seiner Apostel, die Er in die Welt hinaussendet, zu lehren alle Völker. Denn die Menschen bedürfen Seiner göttlichen Lehre, weil sie bar jeder Liebe sind und als Nötigstes zu ihrem Seelenheil die Liebe im Herzen erwecken müssen, ansonsten sie ewig verloren gehen. Nur eines verlangt Gott von ihnen, die Liebe zu üben, und so dieses Gebot erfüllt wird, ist die Seele gerettet vom sicheren Tode. Die Menschen nehmen jedoch zu wenig Kenntnis davon und müssen daher immer wieder hingewiesen werden auf ihren eigentlichen Lebenszweck, sich zur Liebe zu gestalten. Und diese Aufgabe liegt euch ob, die ihr von Gott berufen seid zur Verbreitung Seiner Liebelehre, und ihr werdet wahre Nachfolger Christi sein, ihr werdet erlösend tätig sein auf Erden und auch dereinst im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 4712.

 

Buch 54 4713

Weltweisheit - geistiges Wissen.

14. August 1949. B.D. NR. 4713.

Die alles umfassende Weltweisheit kann nicht das Wissen ersetzen, das himmlische Weisheit genannt werden kann, also Kenntnis gibt von dem, was außerhalb der Welt liegt, was aber auch nicht bewiesen werden kann, eben weil es außerhalb der Welt liegende Wahrheiten betrifft. Wer in der Welt, auf der Erde also, als überaus weise gilt, der kann doch im höchsten Grade unwissend sein in Dingen, die jene Gebiete betreffen, und seine Weisheit ist mit dem Moment des Todes dahin, er hat gewissermaßen nur teilgenommen an der Erforschung eines begrenzten Gebietes, über welches aber die Seele in ihrem körperlosen Zustand hinweggeht, das für sie nicht mehr ergründenswert ist, daß sie also zurückläßt, ganz gleich, ob sie es restlos oder nur teilweise erforscht hat. Sie geht nun in ein Reich ein, wo völlig andere Erforschungen von Wert sind, und ihr Reichtum oder ihre Armut kommt nun offensichtlich zum Vorschein und es bestimmt den Zustand ihres neuen Wirkungskreises, der qualvoll oder auch beseligend sein kann. Wer nun auf Erden sich geistige Kenntnisse erworben hat, der wird sie verwerten können und dadurch sich selbst ein Los schaffen, das ihn beglückt, weil er in der Beglückung anderer Seelen aufgeht, die in völlig geistiger Armut vegetieren und auf Hilfe angewiesen sind. Diese geistigen Kenntnisse werden auf der Erde nur selten angestrebt, weil die Menschen sie noch nicht als wertvoll erkennen und über dem Weltwissen vergessen. Weltliche Weisheit ist keine Weisheit, denn der Mensch spezialisiert nur Vorhandenes, Dinge, die er beobachten kann und entsprechend der Schärfe seines Verstandes auch berechnet und als feststehende Tatsache die Menschen darüber belehren kann. Er nennt das "Wissen", es ist aber nur die Kenntnis um die göttliche Ordnung, in der sich die gesamte Schöpfung bewegt, und er verschafft sich diese Kenntnis durch verstandesmäßiges Forschen und Grübeln. Sowie seine Seele die körperliche Hülle verläßt, sind für sie diese Kenntnisse ohne Belang, sie kann nichts damit anfangen im Reiche der Geister, wo nur das Wissen Wert hat, was jenes geistige Reich berührt; dann kann der minimalste geistige Reichtum, also Wissen um den göttlichen Heilsplan, um das Verhältnis des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen, nutzbringend für die Seele von ihr angewendet werden, sie wird den Reichtum ständig vergrößern. Dann ist nicht mehr der Verstand maßgebend, sondern das Herz, d.h. das Empfindungsleben der Seele, wie weit sie in das geistige Wissen eindringt. Das Gebiet, das nun ihrem Forschen zugänglich ist, ist unbegrenzt, wird daher ewig Neues bringen und daher auch ständig beglücken, es wird ein ständiger Fortschritt sein, ein Vermehren geistiger Kenntnisse und demzufolge auch eine immer emsigere Tätigkeit und ein ständig größer werdender Wirkungskreis; während dem weltlich Forschenden Grenzen gesetzt sind, allein schon durch den Abruf aus dem Erdenleben, der jegliche Forschung abbricht und für ihn wertlos macht. Weltliches Wissen dienet nur dem Menschen auf Erden, kann aber von den Seelen im Jenseits in keiner Weise verwendet werden zu ihrer Tätigkeit. Weltwissen betrifft nur rein konkrete Dinge und läßt jede geistige Frage offen. Dennoch kann auch Weltwissen dann von Wert sein für die Mitmenschen, wenn gleichzeitig geistiges Streben erkennbar ist, dann wird das Weltwissen dazu beitragen, daß der Mensch sich auch Kenntnis zu schaffen sucht von Gebieten, in die er kraft seines Verstandes nicht dringen kann - wenn ihm z.B. anhand weltlicher Wissenschaft bewiesen wird, daß ein Vergehen nach dem Tode nicht möglich ist und er dann auch verstandesmäßig ein anderes Gebiet anerkennt, nach dem er dann trachtet und ihm also zustrebt. Dann kann das Weltwissen die erste Stufe genannt werden, die zu geistigem Wissen führt, doch es darf auch nur als Sprungbrett benutzt werden zu geistigem Wissen, weil dieses allein ausschlaggebend ist, weil dieses allein unbegrenzt und darum erstrebenswert ist und von jedem gewonnen werden muß, der zu beglückender Tätigkeit im geistigen Reich zugelassen werden will. Amen. B.D. NR. 4713.

 

Buch 54 4714

Hinweis auf das Ende und den Eingriff Gottes.

15. August 1949. B.D. NR. 4714.

Großes wird der Welt noch offenbart werden, doch die Welt kehret sich nicht daran. Erscheinungen sonderbarster Art könnten den Menschen zu denken geben, doch sie hören nur, wundern sich und verwerfen bald die Gedanken daran; alle Mahnungen Meinerseits prallen an ihrem Weltsinn ab, alles Geistige ist ihnen unwirklich und nichts eintragend, und darum kehren sie sich nicht daran. Doch wer nur um sich schaut und achtsam ist, der wird an den Zeichen der Zeit auch das nahe Ende erkennen, denn Ich spreche überall deutlich zu den Menschen dieser Erde, Ich trete in Erscheinung in mannigfacher Weise, Ich gebe überall Hinweise auf das ewig Göttliche, wie Ich auch die Sündhaftigkeit der Menschen brandmarke und Meinen Unwillen erkenntlich werden lasse. Ich rede leise und mit sanften Worten, wie Ich aber auch mit lauter Stimme spreche, um die Menschen aufmerksam zu machen auf das Ende, um ihnen die Schrecken eines plötzlichen Todes vorzustellen und die Macht Dessen, Den sie nicht anerkennen wollen und Dem sie doch ausgeliefert sind und Ihm nicht trotzen können. Erkennet alle diese Zeichen als auf das nahe Ende hinweisend an. Und machet euch selbst mit einem plötzlichen Ende eures Leibeslebens vertraut. Lebet so, als sei der morgige Tag der letzte, und stellet euch euer ferneres Leben im Jenseits vor, gebet euch selbst Rechenschaft, ob euer Leben Meinem Willen entspricht, ob und wie weit ihr Meine Gebote erfüllt, die von euch Liebe fordern zu Mir und zum Nächsten. Immer offensichtlicher werdet ihr hingewiesen werden auf das Ende, und was euch noch bevorsteht, ist immer nur ein Mittel zur Lenkung des menschlichen Willens, der noch von Mir abgewandt und daher eure Seele gefährdet. Lasset diese Mittel nicht vergeblich oder unwirksam sein, gebet nur acht auf alles, was zur Erschütterung menschlichen Denkens beiträgt. Und ihr werdet, so ihr guten Willens seid, immer Meine Hand erkennen, Mein Wille wird euch offenbar werden, und sowie ihr Mich nur erkennet, wird alles Geschehen für euch zum Segen sein, selbst wenn es sich leidvoll an euch auswirkt. Ich spreche oft und überall. Schenket Meiner Stimme Beachtung, überhöret sie nicht der Welt wegen, denn die Welt wird verfallen. Was aber bleibt, ist Mein Anteil und diesen suchet euch zu erringen, trachtet danach, daß auch ihr zu den Meinen gezählt werdet, die ihr noch fern von Mir steht, denn den Meinen stehe Ich bei in jeder Not des Leibes und der Seele und gebe ihnen Kraft, alles zu ertragen, was die Endzeit mit sich bringen wird. Denn es stehen euch große Dinge bevor, wo ihr viel Kraft und einen tiefen Glauben benötigt, um standzuhalten und Mir treu zu bleiben bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4714.

 

Buch 54 4715

Außergewöhnliche Gnadengabe verpflichtet zum Weitergeben.

16. August 1949. B.D. NR. 4715.

Die Gnade, geistig belehrt zu werden, wird nicht willkürlich einem Menschen zugewendet, sondern bedingt immer zuvor den Willen, diese geistige Belehrung ihrem Zweck entsprechend zu nützen. Also müssen stets die Belehrungen, d.h. das dadurch gewonnene Wissen, weitergeleitet werden, auf daß auch die Mitmenschen in den Segen dessen kommen, was von oben einem Menschen geboten wird. Dann also wird die Gnade auch wirksam am Menschen, dann wird er reifen an seiner Seele. Daher ist also einerseits der Empfänger geistiger Kundgaben begnadet in ungewöhnlichem Maße, jedoch es besteht für ihn eine Verpflichtung, der er unbedingt nachkommen muß, ansonsten die Gnade Gottes an ihm wirkungslos bleibt. Und so muß nach allen Richtungen hin geworben werden mit diesem von Gott empfangenen Wissen, es muß Verbreitung finden, es muß an alle Türen getragen werden und dargeboten, doch frei bleibt es, ob die Boten freudig aufgenommen und angehört werden, denn eine jede Gnadenwirkung bedingt freien Willen. Sind aber die Wahrheitsträger bemüht, das göttliche Wort weiterzugeben, dann werden sich viele Türen öffnen, viele Herzen werden aufnahmewillig und fähig sein, viele also gleichfalls sich an der Gnadengabe beteiligen dürfen, und die Seelen werden reifen. Wer rege arbeiten will für das Reich Gottes, der wird stets ein Arbeitsfeld finden, und nun muß er sich auch würdig erweisen der unverdienten Gnadengabe, die ihm zugefallen ist - er muß reden überall und des göttlichen Wirkens Erwähnung tun, er muß Sein Wort vermitteln allen denen, die willig sind, Gott anzuhören und doch nicht Ihn direkt zu hören vermögen. Und es wird das lebendige Wasser erquicken und laben alle, die hungrig und durstig sind. Und so erkennt erstmalig eure Aufgabe; glaubet es, daß sie wichtig und bedeutsam ist und daß ihr darum diese Aufgabe vor die irdische setzen sollet; glaubet es, daß ihr geführt werdet und euch alles so trifft und bewegt, wie es nötig ist für eure geistige Arbeit; glaubet es, daß Gott euch stets nahe ist und eure Wege lenket, daß Er Selbst die Menschen zusammenführt, die zusammen wirken sollen oder reifen sollen aneinander, und betrachtet nichts als Zufall. Es ist alles göttliche Fügung, bestimmt seit Ewigkeit, weil es seit Ewigkeit so und nicht anders als gut erkannt ist. Und mag es euch noch so unwirklich erscheinen, es ist das Geistige das einzig wirkliche, während alles irdisch-Weltliche nur ein Schein ist, der verblaßt, so Gott es will, der nichts beständiges aufweiset und gebären kann, so nicht das geistige Licht aufleuchtet und lebenerweckend wirket. Wer dazu bestimmt ist, für das geistige Reich tätig zu sein, dessen Weg wird immer nur dem Ziel zuführen, das Erlösung irrender Seelen heißt. Alles wird sich in seinem Leben so abspielen, daß den Mitmenschen Gelegenheit geboten ist, Einblick zu nehmen in die Wahrheit und daß sie hingewiesen werden auf ihre Erdenaufgabe - sich selbst durch die Liebe zu erlösen. Wer daher in diesem Sinne tätig ist, daß er den Mitmenschen zur Erlösung verhilft, der wird als rechter und emsiger Arbeiter im Weinberg des Herrn auch Seinen Segen empfangen jetzt und dereinst im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 4715.

 

Buch 54 4716

Redegabe Zeugnis vom Wirken des Geistes.

17. August 1949. B.D. NR. 4716.

Was zur Stunde euch gegeben wird, das redet und scheuet euch nicht, es auszusprechen, denn ihr seid nur getrieben von eurem Geist, der Meine Äußerung ist. So lasset denn alles an euch herankommen, was auch gegen euch unternommen wird, denn alles liegt fest im Plan von Ewigkeit, und wer für Mich und in Meinem Auftrag tätig ist, der steht unter Meiner besonderen Führung und tut nichts, als was Meinem Willen entspricht - denn er hat sich Mir gegenüber schon seines Willens begeben, er hat sich Mir hingegeben im freien Willen, und so ist er nun Mein Werkzeug, also nur Ausführender Meines Willens. Die Gabe, reden zu können, so er sich für Mich einsetzet, muß ihn allein schon überzeugen, daß Ich Mich seiner angenommen habe, denn sie ist Beweis genug für die Gegenwart Dessen, Der in ihm wirket - Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende - diese Verheißung ist wörtlich zu nehmen, denn Ich bin wahrhaft gegenwärtig in denen, die Mich lieben und Meine Gebote halten - die für Mich tätig sein wollen aus Liebe zu Mir und zum Nächsten, der sich in Not befindet. Ich bin bei euch und verlasse euch ewiglich nicht, und so ihr auch leiden müsset, weil ihr noch inmitten der Welt stehet, weil euer Körper noch nicht vergeistigt ist und weil eure Seele einen höheren Reifegrad erzielen soll, so zweifelt doch nicht daran, daß Ich Selbst bei euch bin. Denn mit Meinem Willen gehet ihr den Erdenweg auch durch Dornen und Gestrüpp, doch niemals ohne Meine Führung. Und so kann euch nichts geschehen, als was Mein Wille zuläßt, weil Meine Liebe und Weisheit es als gut für euch erkannte. Doch so ihr für Mich reden sollet, wird es euch klar sein, daß ihr euch in Meinem Schutz befindet, denn ob ihr auch bedrängt werdet von Gegnern, die euch untauglich zu machen suchen für eure geistige Arbeit, ihr werdet alles widerlegen können, was sie anführen, und sichtlich von Meinem Geist erfüllt sein, ihr werdet reden in Meinem Namen und für Mich und Mein Reich euch einsetzen mit innerster Überzeugung. Und daran erkennet ihr Mein Wirken, daß euch eine Ruhe überkommt, sowie es gilt, für Mich und Mein Wort zu streiten, und daß ihr darum erfolgreich kämpfen werdet mit dem Schwert eures Mundes. Denn Ich bin ständig mit euch, und ihr gehet keinen Weg allein. Amen. B.D. NR. 4716.

 

Buch 54 4717

Schmaler, dorniger Weg zur Höhe. Weltmenschen.

19. August 1949. B.D. NR. 4717.

Noch könnten unzählige Menschen den breiten Weg verlassen, auf dem sie wandeln und den schmalen Weg betreten, der zu Mir, also zum Ziel führt; noch könnten sie sich reiche Schätze sammeln, wenngleich die Zeit bis zum Ende nur noch kurz ist; noch stehen ihnen Hilfskräfte zur Verfügung auf Erden und auch im geistigen Reich, die ihnen rechte Führer abgeben möchten und denen sie sich anvertrauen könnten ohne Bedenken. Doch ihr Wille allein entscheidet, und solange sich dieser Wille nicht bewußt Mir zuwendet, wozu vorerst der Glaube an Mich vorhanden sein muß, solange die Welt noch im Vordergrund steht, also alle Sinne des Menschen gefangenhält, wandeln sie noch auf dem breiten Weg, der ihnen reizvoller erscheint und den sie daher nicht vertauschen wollen mit dem schmalen, reizlosen Weg, der aber der alleinige Weg ist nach oben. Und doch müßten sie es selbst empfinden, daß die Welt nur weltlichen Lohn bieten kann, während das geistige Reich nur geistig gewonnen werden kann, also unter Hingabe der irdischen Welt. Folglich wird auch der Erdenlebensweg Entbehrungen und Mühsal aufweisen, die den Menschen wandeln und ausreifen lassen sollen. In der letzten Zeit vor dem Ende wird der Weg zur Höhe besonders schwer passierbar sein, Dornen und Gestrüpp werden ihn oft unwegsam machen, und der Wanderer wird sich nach Hilfe von oben umsehen müssen, um gefahrlos zur Höhe zu kommen. Und gerade diese Mühsal und Schwierigkeiten des Lebens sollen euch den Beweis liefern, daß ihr auf dem rechten Wege seid, denn der die Welt regieret, der euch für sich gewinnen will, der sucht euch alles Schöne zu geben, eure Wünsche zu erfüllen, auf daß ihr ihn anerkennen und sein Reich begehren sollet. Es gehen nicht viele den schmalen, schwer gangbaren Weg, und daran erkennet ihr schon die Zeit des Endes, denn alles huldigt der Welt, die Menschen leben ein weltliches Leben und sind nur darauf bedacht, ihrem Körper anzutun, was er sich wünscht. Die aber den schmalen Weg gehen, haben ihren Blick nach oben gerichtet, sie streben das geistige Reich an, sie sind gedanklich Mir verbunden und kehren der Welt den Rücken, sie blicken nicht nach dem breiten, reizvollen Weg, weil sie ihn als irreführend erkennen, jedoch ernstlich gewillt sind, das rechte Ziel zu erreichen. Es könnten sich unzählige Menschen ein Beispiel nehmen an jenen und die Probe machen, was ihnen ein Lebenswandel einträgt, der weniger dem Körper als der Seele behagt. Und es würde wahrlich besser aussehen um die geistige Entwicklung der Menschen, wie aber auch um die körperliche Beschaffenheit, denn auch irdische Nöte und Leiden würden wegfallen, weil es die Menschen nicht benötigten, so sie selbst für ihre Aufwärtsentwicklung Sorge tragen würden. Doch die Menschen hören nicht auf wohlgemeinte Ratschläge, sie kehren sich nicht an Mein Wort und Meine Hinweise auf das nahe Ende. Und so wird die Zeit vergehen ohne Erfolg für die Seelen, bis der Tag gekommen ist, wo alle zur Rechenschaft gezogen werden. Amen. B.D. NR. 4717.

 

Buch 54 4718

Seligkeit der Seele beim Empfangen des göttlichen Wortes.

21. August 1949. B.D. NR. 4718.

Keine irdische Freude kommt der Seligkeit gleich, die das Empfangen des göttlichen Wortes für die Seele bedeutet, wenngleich der Körper, der Verstand des Menschen keine Anteilnahme an dem seligen Empfinden hat. Doch die Entgegennahme des göttlichen Wortes ist stets mit dem Verweilen der Seele in geistigen Sphären verbunden, wohin der Körper nicht folgen kann und daher auch von den Eindrücken unberührt bleibt. Doch die Seele wird von Kraft und Licht durchflutet und stärkt sich in der kurzen Zeit ihres Verweilens im geistigen Reich. Sie ist gewissermaßen der Erdenschwere entrückt, doch mit dem Körper soweit verbunden, daß sie sich jederzeit wieder zurückversetzen kann zur Erde, weshalb der Zustand des Aufnehmens geistiger Kundgaben stets ein bewußter ist, denn der Körper ist in Erwartung, was die Seele ihm kundtut von ihren Eindrücken im geistigen Reich, die stets in Form von Belehrungen dem Verstand zugeleitet werden. Doch den gesamten geistigen Reichtum der Seele wird der Körper niemals vermittelt bekommen, denn die Seele schaut vieles, was sie in Worten nicht schildern kann und daher auch nicht verständlich wiedergeben, was aber dennoch ihr als geistiger Schatz verbleibt, den sie wird heben können nach ihrem Eingang ins geistige Reich. Was sie dem Verstand vermittelt, ist für die Dauer des Erdenlebens von Bedeutung und trägt zur Aufwärtsentwicklung bei, und darum soll es auch an die Mitmenschen weitergeleitet werden. Die kurze Zeit der Entgegennahme von Geistesgut durch die Stimme des Geistes ist für die Seele ungemein gewinnbringend, und es erschließen sich ihr Gebiete, die sie nie zuvor gekannt hat und die auch dem Verstand des Menschen unzugänglich sind. Überall nimmt sie Lichtstrahlen auf, also ein Wissen bleibt ihr zurück, auch wenn sie jene Gebiete verlassen hat. Ob sie jedoch das Wissen auch zur Erde nehmen kann, d.h. es auch dem Körper vermitteln, daß der Mensch als solcher Kenntnis nimmt von bisher Unbekanntem, das hängt vom Willen dessen ab, wie weit er auch verstandesmäßig einzudringen sucht in die Wahrheit. Die Seele wird sich nach einer Verbindung mit dem geistigen Reich stets dem Körper mitteilen, in welchem Maße aber die Vermittlung stattfindet, bestimmt der Mensch selbst durch seinen Willen. Es kann also seiner Seele durch seine Bereitschaft der Entgegennahme von Geistesgut Seligkeit bereiten, wenngleich die Mitteilungen der Seele an den Körper nicht von der Tiefe und dem Umfang sind, daß sie auch verstandesmäßig den Menschen beglücken, doch die Seele teilt sich verschieden mit, ist aber stets durch eine Verbindung mit dem geistigen Reich gekräftigt, und ihr Verlangen nach geistiger Speisung wird sich stets erhöhen, weshalb auch der das göttliche Wort entgegennehmende Mensch nie nachlassen wird, geistige Verbindungen zu erlangen, denn die Seele hungert stets mehr und mehr nach der ihr zusagenden Kost und gibt sich nicht mehr zufrieden mit dem, was ihr die Welt bieten kann, sowie sie einmal aus dem geistigen Reich empfangen hat, was sie unendlich mehr beglückt. Zuweilen zieht sich also die Seele in sich selbst zurück, d.h., der Körper weiß wenig von ihren geistigen Erfolgen, dennoch wird er niemals ganz ohne Kenntnis gelassen werden, die sich steigert, je mehr auch der Verstand nach Aufklärung verlangt. Amen. B.D. NR. 4718.

 

Buch 54 4719

Auflösung der alten Erde und Neuerstehen im Augenblick.

21. August 1949. B.D. NR. 4719.

Die Erde in ihre Urbestandteile aufzulösen, bedeutet ein Rückversetzen des Geistigen in den ehemaligen niedrigsten und unvollkommensten Zustand, sollte die Auflösung in der gleichen rückwärtigen Folge vor sich gehen. Eine plötzliche Auflösung aber bedeutet ein Freiwerden des gebundenen Geistigen aus der Form, also einen ungebundenen Zustand für das Geistige, das aber noch nicht reif ist für ein freies Wirken. Also würde das Geistige seine Freiheit mißbrauchen, es würde sich austoben und betätigen in Gott widersetzlichem Sinn, weil es Gott noch nicht erkannt hat, aber Seinem Gegner noch untertan ist, dem das zerstörende Prinzip innewohnt, der keinen Aufbau und keine sinnvolle Aufwärtsentwicklung begünstigt. Sonach muß frei gewordenes unvollkommenes Geistiges bald wieder in einer Form gebunden werden, soll die göttliche Ordnung aufrechterhalten bleiben und ein chaotischer Zustand auch in der geistigen Welt vermieden werden. Eine Rückversetzung des Geistigen in der Form einer abwärtsgehenden Entwicklung der Erde ist von Gott aus unmöglich, weil Sein Prinzip immer nur Aufbau und Fortschritt ist, da die Liebe all Sein Walten und Wirken bestimmt. Findet nun durch Menschenwille eine gesetzwidrige Auflösung von Materie statt, so gibt Gott dem freigewordenen Geistigen auch bald wieder eine andere Form, in der die Aufwärtsentwicklung ihren Fortgang nimmt. Findet von Gott aus, durch Seinen Willen und Seine Macht, ein Zerstörungsakt statt, dann ist dies nicht als ein Rückgang von Schöpfungswerken zu betrachten, sondern ein gewaltsamer Freiwerdungsakt wieder zum Zwecke einer Neuverformung des gebundenen Geistigen, dessen Dienstwille Gott ersichtlich ist und dem Er nun auch Rechnung trägt. Auch das letzte Zerstörungswerk auf dieser Erde, das durch menschlichen Willen in Szene gesetzt wird, ist in Gottes ewigem Ratschluß Anlaß eines gewaltigen Umformungsprozesses für das gesamte Geistige, das in den Schöpfungen der Erde gebunden ist. Ursache des Zerstörungswerkes ist menschlicher Wille, Auswirkung dessen aber Gottes Wille, weshalb also auch der Untergang der alten Erde im ewigen Heilsplan Gottes festliegt, weil Ihm alle Geister, auch die Teufel, dienstbar sind, wenn auch wider ihren Willen. Denn der Gegner Gottes sucht jegliche Aufwärtsentwicklung zu unterbinden, er sucht das Gott schon näher Gekommene wieder zurückzureißen und abtrünnig von Gott zu machen und es zu stürzen in die Tiefe. Doch Gottes Pläne und Seine Macht verhindern, was jener anstrebt. Aus allem nun geht hervor, daß die neue Erde mit ihren Schöpfungen keine Entwicklungszeit benötigt, da Geistiges in jedem Stadium, in jedem Reifegrad frei wird durch den Untergang der alten Erde und dieses freigewordene Geistige also auch bald die neuen Formen beziehen kann, die Gott ihm zuweiset und die es auch beziehen muß, soll nicht ein Kampf entbrennen zwischen dem Geistigen, der es wieder weit zurückwerfen würde, weil es von selbst Dem zudrängt, Dessen Wille ihm das Leben gab. Also wird das Neuerstehen der Erde keine lange Zeit benötigen, es wird nicht, wie fälschlich oft angenommen, eine Rückentwicklung der Erde Anlaß sein zum Ende, wie auch keine langsame Entwicklung der neuen Schöpfung nötig ist. Gott wird im Augenblick eine neue Erde entstehen lassen mit allen nur erdenklichen Schöpfungen, die Seinen Gestaltungswillen, Seine Weisheit und Seine übergroße Liebe bezeugen und Kunde geben von Seiner Macht und Herrlichkeit. Und darum werden Menschen dieser Erde das neue Schöpfungswunder sehen dürfen, sowie sie am Ende dieser Erdperiode Gott die Treue bewahren und als Schar der Auserwählten entrückt werden lebenden Leibes. Sie werden der neuen Erde zugeführt und den Stamm des neuen Geschlechtes bilden und Wunder über Wunder erleben dürfen, denn sie weilen im Paradies in seliger Gemeinschaft mit dem lichtvollen Geistigen und besitzen doch die Erinnerung an die alte Erde und den Untergang. Amen. B.D. NR. 4719.

 

Buch 54 4720

Schild des Glaubens. Vertrauen. Gottes Schutz.

22. August 1949. B.D. NR. 4720.

Ich gebe euch gute Gabe, und im Erkennen dessen sollet ihr fröhlich sein. Was kann euch die Welt wohl schaden, wenn Ich als Schild vor euch stehe und nichts an euch herankommen lasse? Also stellet euch nur hinter das Schild des Glaubens, und ihr werdet gefeit sein gegen alle Angriffe derer, die euch nicht wohlwollen. Ich stehe euch immer zur Seite, bereit, euch jeden Augenblick zu schützen, so ihr in Gefahr seid. Und dieser Glaube muß so überzeugt in euch sein, daß ihr jede Angst und Not damit bannet. Ich bin euch gegenwärtig, und Ich halte euch, daß ihr euch nicht verfanget im Gestrüpp, das die vielen Widerstände in der Welt für euch sind und denen ihr zu erliegen fürchtet. Richtet nur den Blick nach oben und rufet Mich in Gedanken, dann geht ihr niemals euren Weg allein, sondern immer in Meiner Begleitung, so daß ihr also sorglos wandeln könnet bis an euer Lebensende. Wohl wird die Welt euch noch arg zusetzen, doch dies darf euch nicht ängstlich machen, denn Ich bin stärker als die Welt, und so die Welt euch bedränget, Ich aber euren Frieden will, wird sie nichts wider euch ausrichten können. Darum seid fröhlich und heiter und verachtet die Welt, d.h., beachtet sie nicht und was aus ihr kommt. Mein Reich wird euch entschädigen für das, was euch die irdische Welt versagt, und in Meinem Reich zu weilen, ist wahrlich begehrenswert, denn es enttäuschet euch nicht. Ich bin ein Herr auch dieser irdischen Welt, und Ich ordne auch euer diesirdisches Leben, doch diese Sorge sollet ihr ganz allein Mir überlassen und euch nicht auch damit belasten, weil die Sorge um euer Seelenheil weit wichtiger ist und diese ihr allein beheben müsset. Das irdische Leben kann Ich regeln für euch, das geistige Leben aber müsset ihr selbst euch gestalten nach eurem Willen, und auf daß ihr durch nichts gehindert werdet in eurer Seelenarbeit, übernehme Ich für euch die Sorge um den Körper und wessen er bedarf zur Erhaltung und Erfüllung seiner Erdenaufgabe. Und so Ich euch diese Verheißung gebe, könnet ihr euch wahrlich Mir überlassen, es wird euch nur alles zum Heil gereichen, was über euch kommt. Und so verlange Ich denn nun volles Vertrauen auf Meinen Beistand, und es wird euch geholfen werden, was es auch sei, das euch Sorge macht. Denn Mir ist kein Ding unmöglich, und alle Fäden in der Unendlichkeit lenke Ich nach Meinem Willen, in Weisheit und übergroßer Liebe - immer zum Besten Meiner Geschöpfe, denen Ich ein seliges Los bereiten will auf ewig. Amen. B.D. NR. 4720.

 

Buch 54 4721

Christus Oberhaupt Seiner Kirche. Mitglieder der wahren Kirche.

22. August 1949. B.D. NR. 4721.

Das Haupt der Kirche Christi bleibt Jesus Christus Selbst. Denn auf den Glauben an Sein Erlösungswerk gründet sich diese Kirche, die die Gemeinschaft der Gläubigen umfaßt, also derer, die sich unter das Kreuz Christi stellen und teilnehmen wollen an der Erlösung durch Sein Blut, das Er für die sündige Menschheit vergossen hat. Anders als auf diesen Glauben an Ihn und Seine Erlösung ist Seine Kirche nicht zu verstehen, und so sind auch Jesu Worte zu verstehen: "Du bist Petrus, der Fels, auf dir will Ich Meine Kirche bauen." Petrus war der gläubigste unter Seinen Jüngern, und er erkannte die Mission des Menschen Jesus, er glaubte an Ihn als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, wenngleich er in Stunden irdischer Not die Welt in den Vordergrund stellte, die ihn zu seiner dreimaligen Verleugnung trieb. Sein Glaube war darum nicht schwächer, nur sein Fleisch versagte in der Angst und Not der Ereignisse um Jesus. Es muß also, wer Seiner Kirche angehören will, Jesus Christus anerkennen, und darum wird Jesus Christus auch stets bekannt werden müssen als Zeichen der Zugehörigkeit zu Seiner Kirche. Und also wird auch Seine Lehre in ihr verkündet werden müssen, d.h., es muß das gleiche gelehrt werden, was Jesus Seinen Mitmenschen lehrte - das Evangelium muß den Menschen nahegebracht werden, weil das Wissen darum nötig ist, um auch den Glauben an die Erlösung durch Jesus Christus aufleben zu lassen. Denn erst der rechte Glaube ist Anlaß, daß der Mensch in das rechte Verhältnis tritt zu Ihm, Der ihm die ewige Seligkeit erworben hat durch Seinen Kreuzestod. (23.8.1949) Darum können Anhänger jeder Konfession den Anspruch auf die Mitgliedschaft der wahren Kirche Christi haben, so sie nur im Glauben an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk stehen und in Sein Evangelium eingedrungen sind und nach Seiner göttlichen Liebelehre ihren Lebenswandel führen. Dies allein sind die Zeichen der Kirche, die Jesus Selbst auf Erden gegründet hat, daß die Menschen in Seinem Geist verbleiben und Ihn nimmermehr aus dem Gedächtnis lassen und Ihm nachzufolgen trachten in Taten, Worten und Gedanken. Der Glaube an Jesus Christus bestimmt den Menschen zur rechten Lebensführung, denn ihm sind die Worte Jesu, Sein Evangelium, heilig; er achtet sie als Gottes Wort und sucht sie auszuleben. Und dadurch erweckt er in sich den Geist zum Leben, und des Geistes Wirken ist dann das untrüglichste Zeichen, Zugehöriger der wahren Kirche Christi zu sein. Nicht aber sind es äußere Bindungen, Erfüllen äußerer Formeln oder eine gezwungene Mitgliedschaft in traditioneller Weise, die einen Menschen zur Gemeinschaft der Gläubigen zählen lassen. Denn dann ist es mit der Erweckung des Geistes nicht weit hin, die mehr verlangt, als äußerliche Zugehörigkeit nur dem Namen nach. Wer in Jesus Christus das Oberhaupt der Kirche sieht, der strebt Ihm bewußt zu und für ihn ist Sein Wort das Evangelium - der alleinige Weg zum Ziel - denn das Wort ist Jesu Christi Fleisch und Blut, es ist Brot und Wein aus den Himmeln; es muß sonach auch zum Himmel führen, es muß zum engsten Zusammenschluß mit dem göttlichen Erlöser Selbst führen und also selig machen. Das Wort also ist der Kern der Kirche Christi, das Wort ist Seine Liebelehre, und wo diese den Menschen zugeführt wird, dort wird immer die wahre Kirche Christi sein. Und wer Sein Wort aufnimmt in sein Herz und danach lebet, der ist Sein Anhänger, er ist ein Mitglied Seiner Kirche, die stets nur geistig zu verstehen, also nicht an irdische Organisationen gebunden ist. Dennoch kann jede irdisch-kirchliche Organisation Mitglieder dieser Kirche umfassen, sowie sie jene Bedingungen erfüllen, so sie wahrhaft gläubige Anhänger und Bekenner Jesu Christi und Seines Erlösungswerkes sind. Amen. B.D. NR. 4721.

 

Buch 54 4722

Mangelnder Glaube. Zusicherung von Gottes Hilfe.

24. August 1949. B.D. NR. 4722.

Bereitet euch vor auf das große Geschehen, das Ich ankündige fort und fort. Doch wisset, daß alles Leid vorübergeht, auch wenn ihr unter ihm zusammenzubrechen glaubt. Es wird alles schnell aufeinanderfolgen, es wird ein Überstürzen der Ereignisse sein, und in kurzer Zeit tritt das ein, worauf Ich euch immer und immer wieder hinweise. Wie aber wollet ihr diese schwere Zeit ertragen, so ihr nicht gläubiger zu Mir aufblicket in Stunden der Not? Ich weiß um das Kommende und will euch verhelfen zu jener Glaubensstärke, die alles überwindet, was auch über euch kommt. Lehnet euch nur fest an Mich an, wisset, daß ihr auf Erden nirgends die Stütze findet, die ihr an Mir habt, so ihr nur glaubt. Ich bin immer für euch da, Ich höre jeden Ruf, jeden Seufzer, Ich weiß um jede Träne, um alles Leid, das euch drückt, und Ich möchte euch nur immer zurufen: Warum vertrauet ihr so wenig auf Mich, Der Ich euch doch ständig Meinen Schutz und Meine Hilfe verheiße? Warum kommet ihr nicht zu Mir, so ihr beladen seid und unter der Last zu sinken droht? Warum ist euer Gebet nicht so vollvertrauend, daß Ich euch helfen kann, daß ihr gewissermaßen Meine Hilfe erzwinget durch die Stärke eures Glaubens? Und so ihr es ernstlich wollet, könnet ihr auch glauben, doch ihr müsset euch ernsthaft mit Meinem Wort befassen, ihr müsset es im Herzen bewegen, d.h. euch tief hineinversetzen in seinen Sinn und euch klar werden darüber, daß Ich keine Unwahrheit sage, daß ihr also voll und ganz die Erfüllung Meiner Verheißungen erwarten könnet. So Ich euch also Meine Hilfe versprochen habe in jeder Not des Leibes und der Seele, so denket darüber nach, daß Ich euch helfen kann kraft Meiner Allmacht, daß Ich euch helfen will kraft Meiner Liebe und daß ihr nicht daran zweifeln dürfet, denn ihr erkennet dann entweder Meine Allmacht oder Meine Liebe nicht an, und ihr hindert Mich dann selbst an der Äußerung der Liebe und der Allmacht, weil ihr dann aus dem rechten Kindesverhältnis heraustretet, das Ich aber fordere, um Mich in Meiner Liebe und Allmacht offenbaren zu können. Warum fürchtet ihr die Macht der Welt, warum lasset ihr euch von irdischen Sorgen drücken, wenn ihr doch einen Vater im Himmel habt, Der alles für euch regeln kann und auch regeln will, weil ihr Seine Kinder seid? Warum habt ihr kein Zutrauen zu Ihm, Der euch doch ständig einen Beweis gibt Seines Waltens und Wirkens, so ihr nur um euch schaut? Warum steht euch das Weltliche soviel näher als Ich, warum fürchtet ihr euch, so Ich doch euch ständig gegenwärtig bin? Und wie wollet ihr dann das Schwere tragen, das die Zukunft noch bringt? Ich aber weiß um eure Not und will sie abwenden, auf daß ihr Mir als Stütze dienen könnet, wenn alles um euch zu wanken droht. Ich brauche euch und will euch erziehen zu starken, furchtlosen Vertretern Meiner Lehre. Und Ich werde es erreichen, d.h., euer Glaube wird unerschütterlich werden und allen Anstürmen trotzen. Ihr werdet Meine Hilfe so offensichtlich erfahren, daß jeglicher Zweifel schwinden und euer Glaube erstarken wird - und ihr werdet Mir dienen bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4722.

 

Buch 54 4723

Unsterblichkeit der Seele. Falsche Lehre.

25. August 1949. B.D. NR. 4723.

Eine rechte Aufklärung tut euch not, denn irrige Lehren verfinstern euren Geist und geben euch ein falsches Bild von Meinem Schöpferwillen und Meinem Schöpfergeist, sie lassen weder Meine Liebe noch Meine Weisheit erkennen und hindern euch so, die Liebesflamme in euren Herzen zu entzünden, die euch Mir näherbringt. Falsche Lehren können zur Glaubenslosigkeit führen, falsche Lehren können jeglichen Glauben zerstören, wenn sie nicht berichtigt werden, und darum will Ich immer wieder euch Klarheit geben um euer selbst willen, die ihr doch nur durch den Glauben und die Liebe selig werden könnet. Was sollte euch wohl eine Lehre nützen, welche die Unsterblichkeit der Seele in Frage stellt? Die Seele ist etwas Geistiges, während der Leib Materie ist - der Leib kann wohl sterben, d.h. vergehen und sich auflösen in seine Substanz, die Seele aber, das Geistige, ist unvergänglich, sie muß bestehen bleiben, entflieht nur dem Leib, sowie dieser seine Aufgabe als Hülle der Seele auf Erden erfüllt hat. Sie verläßt die materielle äußere Form, um in geistigen Sphären ihren Entwicklungsgang fortzusetzen, d.h., zu immer höherer Reife zu gelangen, so sie einen bestimmten Reifegrad auf Erden erreicht hat, oder aber im Zustand völliger Unreife, so der Erdenlauf für sie erfolglos war, je nach ihrem Willen, im gleichen Zustand zu verharren oder aber zu sinken in die Finsternis, doch immer in Sphären, die außerhalb der irdisch-materiellen Welt zu verstehen sind. Es gibt also wohl für die Seele einen toten Zustand, unter dem jedoch nicht das Ausgelöschtsein zu verstehen ist, sondern nur ein Zustand völliger Licht- und Kraftlosigkeit, ein Zustand der Ohnmacht, doch immer mit dem Bewußtsein der Existenz. Das Existenzbewußtsein verliert die Seele nie, nur kann es für sie der Inbegriff der Seligkeit sein, wie aber auch unsagbarer Qualen, immer entsprechend dem Lebenswandel, den der Mensch auf Erden geführt hat. Es entspricht also das Leben der Seele dem Leben im Fleisch auf dieser Erde. Die Werke des Fleisches also bestimmen das Los und den Aufenthaltsort der Seele nach ihrem Tode, und es ist der Todestag der jüngste Tag für den Menschen, nach dem sie aufersteht zum Leben im Licht oder in Finsternis. Die Seele ist etwas Geistiges, das nie und nimmer aufhören kann zu sein, das auch nicht vorübergehend ausgelöscht ist, sondern immer und ewig lebt, nur daß ein Bestehen in der Finsternis nicht Leben genannt werden kann, sondern ein geistiger Tod ist, jedoch auch nicht von einem Zustand der Ruhe gesprochen werden kann. Eine Ruhe bis zum jüngsten Tage ist eine falsche Vorstellung, denn die Seelen, die untätig sind, sind es nur zur eigenen Qual, während Tätigkeit das wahre Leben einer Seele ist, das aber einen gewissen Reifegrad bedingt, den die Seele leicht auf Erden erreichen kann, wenn sie guten Willens ist. Die Seelen weilen im geistigen Reich und können doch ständig in Erdnähe sein, nur befinden sie sich außerhalb der materiellen Welt, also nicht mehr in einer materiellen Form gebunden, sondern sie sind freie geistige Wesen, so sie lichtvoll sind, dagegen noch gefesselte Wesen, im Zustand der Dunkelheit, weil die totale Kraftlosigkeit eine Fessel für sie bedeutet. Doch sterben kann die Seele niemals, sie entflieht nur dem Körper, der damit sein irdisches Leben beendet hat. Amen. B.D. NR. 4723.

 

Buch 54 4724

Katastrophe und ihre Folgen. Nächstenliebe.

27. August 1949. B.D. NR. 4724.

Ihr kehret alle in den Zustand primitivster Lebensführung zurück, denn nur dadurch ist es möglich, euch zu dienender Nächstenliebe zu veranlassen, die allein euch erlösen kann. Allen Menschen ist nun Gelegenheit gegeben zum Wirken in Liebe, doch der freie Wille ist ausschlaggebend, wie weit die Gelegenheit genützt wird. Und so wird sich die Menschheit sehr bald wieder verbesserte Lebensverhältnisse schaffen wollen und je nach dem Willen des einzelnen mit rechten oder unrechten Mitteln, denn nur wenige werden dienen, die meisten aber sich dienen lassen und auf Kosten der Mitmenschen wieder zum Wohlstand gelangen, wenn auch nur für kurze Zeit, denn sehr bald folgt das Ende. Was aber dem Ende vorangeht, ist bestimmt seit Ewigkeit. Eine Teilzerstörung von unvorstellbarem Ausmaß, die große Landstrecken betrifft und unzählige Menschenleben fordert. Für diese Menschen also ist das Ende gekommen, doch ihr Tod hat noch ein Eingehen der Seele in das Jenseits zur Folge. Die letzte Stunde für diese Welt ist noch nicht gekommen, da auch die Pforten ins geistige Reich geschlossen werden. Den Überlebenden aber ist noch eine letzte Gnadenfrist vergönnt, ein überaus schweres Erdenleben, das aber dennoch eine Gnadenzeit genannt werden kann, die vielen erhöhte Reife einträgt, die noch guten Willens sind. Das große Geschehen müßte alle Menschen nachdenklich machen und sie den Anschluß an Gott suchen lassen, doch wenige nur schöpfen daraus einen Vorteil für ihre Seele, indem sie sich ihrem Schöpfer und Vater von Ewigkeit empfehlen und Ihn um Gnade und Hilfe bitten. Und diesen wird auch geholfen werden. Denn die Not wird groß sein und so allgemein, daß eine Hilfe von außen nicht zu erwarten ist. Nur gegenseitig können sich die Menschen beistehen, und in dieser Nächstenliebe werden sie kraftvoll unterstützt werden von oben, sie werden Arbeiten bewältigen können, die an sich über ihre Kraft gehen. Doch der Wille zu helfen trägt ihnen außergewöhnliche Kraftzufuhr ein, der Wille zu helfen wird sich segensvoll auch an ihnen selbst auswirken, so daß der hilfsbereite Mensch geistig und irdisch empfängt, was er abgeben möchte, und auch die eigene Not dadurch behoben ist. Die Kraft des Glaubens und der Liebe wird sichtlich in Erscheinung treten, und jeder Mensch kann sich sein Los erleichtern, sowie er des Nächsten gedenkt und nicht nur der eigenen Not. Um die Liebe aufleben zu lassen, kommt diese große Not über euch, weil nur die Liebe euch erlösen kann und sie stets mehr und mehr erkaltet, je näher das Ende ist. Und wer noch liebefähig und liebewillig ist, den wird die Not nicht niederdrücken, sondern er selbst wird sie bezwingen kraft seiner Liebe zum Nächsten. Dennoch wird großes Leid sein überall. Die Menschen werden auseinandergerissen werden, sie werden voneinander keine Kunde mehr haben, und jedem ist nun Gelegenheit geboten, die ganze Kraft einzusetzen zur Linderung der Notlage, die ihn umgibt. Und es kann der Mensch viel vollbringen, so er nur Gott um Unterstützung anrufet und Hilfe begehret für andere. Wer aber den Mitmenschen ausnützet und sich durch dessen Not Vorteil zu schaffen sucht, der wird am Ende zu jenen zählen, die von der Erde verschlungen werden am letzten Tage - er wird zu jenen zählen, die verdammt werden, weil sie zu wahren Teufeln geworden sind und dessen Lohn teilen müssen, der in Ketten gelegt und wieder in der neuen Erde gebannt wird auf endlos lange Zeit. Amen. B.D. NR. 4724.

 

Buch 54 4725

Erdenschicksal. Ergebung in Gottes Willen.

27. August 1949. B.D. NR. 4725.

Was euch bestimmt ist, müsset ihr ertragen, denn das Erdenschicksal gestaltet sich nach eurem Willen und der Aufgabe des Menschen, die, so sie besonders wichtig ist, einen erhöhten Reifegrad beansprucht, um Meinem Willen gemäß ausgeführt werden zu können. Leid und Not läutert die Seele, Leid und Not führt sie Mir näher, und Meine Gegenwart ist desto sicherer, je größer die Not ist. Denn Not ist ein Zeichen von Sorge um Meine Kinder, die, um Mir ganz anzugehören, erzogen werden müssen, deren Seelen sich also läutern müssen, um Mich aufnehmen zu können, um Meine Gegenwart ertragen zu können. Und so erkennet in jeder Not eures Vaters Huld, denn wen Ich liebe, dessen nehme Ich Mich besonders an. Ich liebe zwar alle Meine Geschöpfe, doch wo Ich Gegenliebe finde, will Ich auch die Liebe erhöhen, die Ich verschenke, was aber auch ein geläutertes Herz bedingt. Doch Ich will euch auch einen Beweis Meiner Liebe geben, so ihr dessen bedürfet zur Stärkung in seelischer Not. Ich will euch einen Blick tun lassen in euer ferneres Leben, und was ihr erschauet im Traum, das nehmet hin als ein helles Gesicht, doch vergesset eurer Aufgabe nicht, die unsagbar wichtig ist und stets allem vorangestellt werden soll. Wisset, daß alles Wahrheit ist, was euch Mein Geist kündet, und daß sich alles vollzieht, wie Ich es euch vorausgesagt habe. Wisset, daß ihr es erleben werdet, und daß euch dann nichts Irdisches mehr fesseln wird, doch in engster Verbundenheit werdet ihr Mir dann dienen im ernsten Streben nach dem gleichen Ziel und im Erkennen der Wahrheit. Es gibt eine Liebe, die stärker ist als der Tod, und wer diese Liebe im Herzen trägt, der bezwingt auch den Tod. Daran denket, wenn ihr verzagen wollet ob Meiner scheinbaren Härte, die euch ein Schicksal auferlegt hat, das euch überschwer dünkt. Ich bleibe dennoch euch in Liebe zugetan, und Ich greife ein, sowie die Zeit kommt, da Ich euch benötige zur gemeinsamen Arbeit für Mich und Mein Reich. Amen. B.D. NR. 4725.

 

Buch 54 4726

Meine Schafe erkennen Meine Stimme. Abwehr.

28. August 1949. B.D. NR. 4726.

Wie ihr euch zu Meinem Wort einstellt, so stelle Ich Mich zu euch ein. Denn es ist des Vaters Stimme, die zu euch spricht, die ihr erkennen müsset, so ihr Mich liebt, d.h. Meine Gebote haltet. Wem Mein Wort nahegebracht wird, der nimmt es an, so er Mich liebt, oder er liebt Mich nicht, so er Mich ablehnet, d.h., er erfüllt nicht Meine Gebote, er lebt nicht in der Gottes- und Nächstenliebe, ansonsten er Mein Wort erkennet als Stimme des Vaters. Verständlich wird es euch also sein, daß Ich die segne, die Mich im Wort aufnehmen, doch denen Meinen Segen entziehe, die Mich ablehnen, denn sie werden nicht sagen können, daß sie Mich anerkennen, obwohl sie Mein Wort ablehnen - Meine Schafe erkennen Meine Stimme - und wer sie erkennt, der steht auch dafür ein, er steht gerade für Mein Wort und fürchtet sich nicht, es weiterzugeben. Denn wo ist ein Kind, das den Worten des Vaters nicht Glauben schenkt. Ich kam zu den Meinen, und sie erkannten Mich nicht. Und heut komme Ich wieder zu Meinen Kindern, doch weniger denn je achten sie Meiner Stimme, weil sie nicht im rechten Kindesverhältnis zu Mir stehen, weil sie der Welt mehr Recht einräumen und für Mich nicht mehr viel übrig haben. Und doch nennen sie sich gläubig. Ich aber sehe ihren Glauben nicht an, denn Ich erkenne keine Liebe in ihren Herzen, ansonsten sie Mich oder Mein Wort begehren würden oder dem leisen Klange Meiner Stimme lauschten, wo immer sie vernehmbar ist. Wer aber der Welt wegen Mein Wort zurückdrängt, den sehe Ich nicht an als Mein rechtes Kind, denn die Vaterliebe umfasset wohl alle Seine Kinder, will aber auch von ihnen erwidert werden. Liebet Mich und haltet Meine Gebote, dann wird euch auch Mein Wort väterlich anmuten, dann wird kein Abwehrwille in euch aufsteigen, dann werdet ihr euch freudig zu Ihm bekennen den Mitmenschen gegenüber und für seine Verbreitung Sorge tragen. Doch so ihr die Liebe nicht in euch habt, berührt es euch nicht, und als euch lästig weiset ihr es zurück, im Herzen und auch nach außen ersichtlich, und dann weiset ihr auch Meine Liebe zurück, die euch im Wort entgegenkommet, die euch durch das Wort einen Beweis gibt, daß der Vater mit Seinen Kindern spricht und von ihnen angehört werden will. Prüfet euch ernstlich, ob ihr Kinder der Welt seid oder Kinder eures Vaters im Himmel, und gedenket Meiner Worte: Meine Schafe erkennen Meine Stimme - und seid nicht ungläubig, sondern gläubig. Amen. B.D. NR. 4726.

 

Buch 54 4727

Geistige Gaben Liebespfand Gottes. Gegenwart Gottes.

29. August 1949. B.D. NR. 4727.

Die geistigen Gaben sind Meiner Liebe Pfand, denn niemals werde Ich geistige Gabe austeilen dem, der sich nicht Meine Zuneigung gewinnet. Meine Liebe suche Ich euch zu beweisen, weil ihr noch schwach seid im Glauben und Ich euch ein sicheres Zeichen geben will von der Liebe zu Meinen Kindern, die auch Mich wiederlieben sollen aus ganzem Herzen. Und darum gebe Ich euch Mein Wort. So Ich mit euch rede, lasse Ich Meine Liebe auf euch überströmen, und dies bedeutet Erhellung eures Geistes, also Aufnahmefähigkeit für geistiges Wissen, das der Wahrheit entspricht. Geistiges Wissen zu besitzen ist eine Bevorzugung, ein Geschenk Dessen, Der euch liebt und euch selig machen will. Und dieses Geschenk könntet ihr euch wohl alle erwerben, also keinem Meiner Geschöpfe würde Ich es vorenthalten, doch es setzt ein Mir zugewandtes, liebevolles Herz voraus, also eine Gegenliebe, die Ich aber nicht überall finde. Wer Mein Wort hat, der darf sich aber von Mir geliebt wissen und also kann er sich voll und ganz Mir hingeben im Bewußtsein Meiner treuesten Vaterliebe und Sorge. Mein Wort ist Meiner Liebe sicherstes Zeichen - das soll euch euer Leben erleichtern und euch widerstandsfähig machen im irdischen Kampf. Wer Meine Liebe hat, der besitzet Mich auch Selbst und wer Mich besitzet, dem bin Ich auch gegenwärtig, und Meine Gegenwart garantiert euch auch Meinen Schutz und Meine Hilfe in jeder Not. Lasset keine Angst und keinen Zweifel aufkommen, sondern vertrauet fest auf Mich, und jede Sorge wird behoben sein. Und so machet euch frei von allen schweren Gedanken und ängstlicher Furcht, denn Einer ist ständig bei euch, Der euch liebt und euch darum schützet in jeder Gefahr des Leibes und der Seele, Einer ist da, Dem ihr euch schrankenlos anvertrauen könnet und Der euch nimmer ohne Hilfe läßt. Amen. B.D. NR. 4727.

 

Buch 54 4728

Geißel des Antichristen.

29. August 1949. B.D. NR. 4728.

Die Geißel des Antichristen wird scharf geschwungen werden über alle, die sich zu Mir bekennen, wie sie einstmals auch über Mich geschwungen wurde vor Meinem Kreuzestod als Mensch. Doch Ich werde sie abwehren von den Meinen, Ich werde sie Selbst auffangen und zurückwirken lassen auf alle, die dem Satan hörig sind. In den Reihen der Meinen wird zwar das Wüten dessen sehr zu spüren sein, doch solange das Schild des Glaubens sie deckt, wird er ihnen nicht viel Schaden zufügen können, denn wieder stehe Ich als Schutz vor ihnen, was auch gegen die Meinen unternommen wird. Doch sie erkennen die Herrschaft des Antichristen, und sie wissen, daß bald das Ende und mit ihm auch die Stunde ihrer Rettung gekommen ist, und dieses Wissen gibt ihnen eine Kraft, die alles ertragen lässet. Ihr werdet keine lange friedliche Zeit mehr haben, Stunde um Stunde und Tag um Tag verrinnt, und die Zeit rückt immer näher, die Mein Geist euch angekündigt hat .... Es steht die Welt vor einer gewaltigen Erschütterung, deren Folgen unbeschreiblich sind. Und ob ihr auch zweifelt - ihr haltet es nicht mehr auf, und ihr müsset euch sehr bald entscheiden, für oder gegen Mich. Diese Entscheidung wird gefordert von dem, der wider Mich ist und bleibt noch ewige Zeiten hindurch. Er wird kommen vor Mir und auf dieser Erde in Erscheinung treten, und der ihm voll und ganz hörig ist, den nimmt er in Besitz, d.h., durch ihn wird er sich äußern in seiner ganzen Macht und Kraft. Die Menschen werden in Scharen sich ihm anschließen, sie werden ihm ihren Tribut zollen und sich ihm freiwillig unterwerfen - sie werden ihm hörig sein, weil er als Mensch auf sie einwirket und sie blendet durch seine Worte und Taten. Er wird siegen, weil alle sich ihm freiwillig ergeben, und also wird er große Macht haben und diese nützen gegen Mich - gegen alle, die an Mich glauben und sich zu Mir bekennen. Er wird Mich bekämpfen und also auch den Kampf führen gegen die Meinen, die Mir jedoch treu bleiben bis zum Ende. Die Zeit des Antichristen ist gekommen, und also wird er bald in Erscheinung treten, und dann wisset ihr, daß das Ende nahe ist. Denn nur kurze Zeit wird er regieren, und weil er weiß, daß er nicht mehr viel Zeit hat, wird er die Hölle öffnen und freilassen alles Böse, und es wird mit ihm zusammen wirken in unerhörter Weise. Doch die Stunde seines Sturzes in die Tiefe ist bestimmt seit Ewigkeit, und es erfüllet sich, was verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4728.

 

Buch 54 4729

Gott - Wahrheit - Liebe sind eins. Wahrheit.

30. August 1949. B.D. NR. 4729.

Und ob ihr euch auch sträubet, die Wahrheit anzunehmen, sie muß euer ganzes Wesen erfüllen, wollet ihr im geistigen Reich zur Anschauung Gottes gelangen. Denn die Wahrheit ist die Begleiterin der Liebe, und da ihr ohne Liebe nicht selig werden könnet, könnet ihr auch nicht ohne Wahrheit sein. Doch die Wahrheit kann euch dargeboten werden, auch wenn ihr euch noch nicht zur Liebe gewandelt habt. Die Wahrheit kann euch veranlassen zum Wirken in Liebe, sowie ihr euch der Wahrheit verstandesmäßig nicht verschließet und dann das Herz anreget zur Teilnahme daran. Dann wird die Wahrheit unweigerlich die Liebe zur Folge haben, weil eines ohne das andere nicht sein kann. Ohne die Liebe ist die Wahrheit nur Verstandeswissen, durch die Liebe aber ist auch das Herz an der Wahrheit beteiligt, und dann durchdringt die Wahrheit das ganze Wesen des Menschen. Zumeist wohl lehnet der lieblose Mensch auch die Wahrheit ab, weil sie ihm nicht zusagt, doch immer wieder wird sie ihm nahegebracht, solange der Mensch noch wandlungsfähig, also nicht ein vollendeter Teufel ist. Sowie nun das Lebensschicksal auf sein Herz eingewirkt hat, sowie dieses weicher und nachgiebiger geworden ist und auch liebewillig gegen die Mitmenschen, wird er sich auch der ihm vermittelten Wahrheit nicht mehr verschließen, er wird fähig werden, das Rechte zu erkennen und zu tun, also reifen an seiner Seele, was immer zunehmende Liebe und zunehmende Erkenntnis bedeutet. Wer aber durch die Liebe im Wahrheitsverlangen steht, der kann felsenfest davon überzeugt sein, daß Gott sie ihm zuführt, weil Er Sich Selbst einem liebenden Menschen nähert und also auch nur die Wahrheit neben Ihm bestehen kann. Die Seele des Menschen lehnt dann mit Sicherheit ab, was nicht von dem Urheber der Wahrheit, Der ihr durch die Liebe gegenwärtig ist, stammt; während sie begierig annimmt, was der Wahrheit entspricht, weil sie in ihr auch Gott Selbst erkennt. Gott, die Liebe und die Wahrheit sind eins. Die Liebe zu Gott und zum Nächsten hat unfehlbar auch die Zuführung der Wahrheit zur Folge, und die Erkenntnisfähigkeit geht dem Menschen zugleich mit der Wahrheit zu. Darum ist aber auch der liebende Mensch sicher, in der Wahrheit zu stehen, er ist voller Überzeugung und kann daher auch dafür eintreten, und er wird unbewußt oder bewußt Licht verbreiten, weil er selbst Licht empfängt und es auch wieder ausstrahlen kann auf seine Mitmenschen. Denn das Licht kann sein Leuchten nicht verbergen, und der wissende Mensch fühlt sich innerlich gedrängt, sein Wissen weiterzugeben, denn ihn treibt die Liebe, das, was ihn selbst beglückt, auch den Mitmenschen zu geben, weil er weiß, daß nur die Wahrheit zu Gott führt, von Dem sie ihren Ausgang nimmt. Amen. B.D. NR. 4729.

 

Buch 54 4730

Wer nicht für Mich ist, der ist wider Mich.

31. August 1949 B.D. NR. 4730.

Das ist es, was ihr erkennen lernen sollet: Wer für Mich ist und wer wider Mich. Ihr werdet euch nicht immer auf Worte verlassen können, denn die Menschen sind sich oft selbst nicht bewußt, wem sie dienen, Mir oder der Welt - sie bekennen Mich wohl mit dem Munde und sind doch mit dem Herzen der Welt verbunden. Sie dienen sonach zweien Herren, und immer wird der eine die Oberhand haben, und das sollet ihr beurteilen und entsprechend dagegen angehen. Denn es ist dann der Wille des Menschen ausschlaggebend, wie er sich entscheidet, wenn es ihm ernstlich vorgehalten wird, daß er wohl sich selbst, aber niemals Mich täuschen kann. Für Mich sein heißt ganz und gar für Mich eintreten, im Leben Mich bekennen ohne Scheu und ohne Rückhalt. Wer aber dieses nicht kann, der ist nicht für Mich, sondern wider Mich, denn er wird gehindert und läßt sich hindern am freien Bekennen von Meinem Gegner, und er leistet ihm keinen Widerstand. Also glaubt er nicht an Mich, er trägt gewissermaßen auf zwei Achseln, er steht im traditionellen Glauben, der keine Prüfung verträgt und einer ernsten Prüfung nicht standhält. Eine ernste Prüfung aber ist es, so er zum Bekennen vor der Welt, vor seinen Mitmenschen aufgefordert wird. Dann versagt er, dann ist ihm Meine Gegenwart unwahrscheinlich, das geistige Reich ist ihm unwirklich, er glaubt, was er sieht, und dafür setzt er sich auch ein. Also gehört er der Welt an; die Welt aber ist nicht Mein Reich, folglich kann er auch nicht Mein Vertreter sein auf der Erde, weil Mein Wort für ihn nicht das bedeutet, was es ist - die Ausstrahlung Meiner Selbst. Und so er also nicht ganz für Mich ist, handelt er entweder gegen Meinen Willen, oder er macht sich einer Unterlassung schuldig, und in beiden Fällen ist er wider Mich. Er tut, was die Welt verlangt, er verleugnet Mich, wenn auch nicht mit dem Munde, so doch im Herzen und entfernt sich von Mir, anstatt sich Mir zu nähern. Und darum heißt es: Wer nicht für Mich ist, der ist wider Mich. Denn Ich begnüge Mich nicht damit, daß der Mensch Mich nicht nur nicht abweiset, sondern Ich fordere, daß er sich zu Mir bekenne, offen und ohne Scheu, ansonsten Ich ihn als Meinen Gegner ansehe, der er auch im Herzen ist, selbst wenn er Meinen Namen im Munde führt. Amen. B.D. NR. 4730.

 

Buch 54 4731

Experimente zum Ende der Erde. Auslösen von Kräften.

1. September 1949. B.D. NR. 4731.

Den Menschen ist eine Grenze gesetzt in ihrem Verhalten dem gegenüber, was Mein Schöpfergeist erstehen ließ. Sowie sie sich also anmaßen, Naturschöpfungen verändern zu wollen, die eine jede von Mir ihre Bestimmung haben, dann ist auch die Einstellung der Menschen zu Mir vernunftswidrig, sie unterschätzen Meine Weisheit und Meine Macht, glauben, sie ausschalten zu können, und versündigen sich somit gegen Mich Selbst, wie auch gegen das, was Ich erschaffen habe. Und dann wird die Grenze überschritten, die Ich gesetzt habe, und die Menschheit zerstört somit sich selbst, weil ihre Weisen falsche Schlüsse ziehen und die Auswirkung ihrer Experimente katastrophal ist. Die Menschen glauben, alles erforschen zu können, was Ich ihnen verborgen hielt in Erkenntnis ihrer Unreife für derartiges Wissen. Die Erde in ihrem Kern ist für die Menschen unerforschlich und wird es bleiben bis zum Ende. Zudem sind im Kern der Erde Kräfte gebunden von ungeheurer Stärke, die Ich gebunden halte, um die Erde in ihrem Bestehen nicht zu gefährden, nur daß von Zeit zu Zeit Eruptionen erfolgen, wo diesen Kräften ein kurzer Ausbruch gestattet ist, um entwicklungsfähigem Geistigen die Gelegenheit zu geben, sich über der Erde zu verformen und also seine Aufwärtsentwicklung zu beginnen. Diese Kräfte entfesseln sich mit Meiner Zustimmung, und daher sind die Auswirkungen in Meinem ewigen Heilsplan vorgesehen. Eine Eruption, die also nach Meinem Willen stattfindet, wird auch immer in ihrem Umfang bemessen sein, doch niemals kann menschlicher Wille Einhalt gebieten, niemals kann menschlicher Wille Anlaß dazu sein, weil Ursache und Wirkung kein Mensch erforschen kann. Dennoch maßen sich die Menschen in der letzten Zeit an, forschungsmäßig so weit in die Erde einzudringen, um ihnen unbekannte Kräfte auszulösen, die sie gewinnbringend nützen wollen, und sie bedenken nicht, daß ihr Wissen und ihre Verstandestätigkeit für solche Experimente nicht ausreichend ist. Sie haben also keine Achtung vor Meinen Schöpfungswerken, sie dringen in ein Gebiet ein, das ihnen rein naturmäßig verschlossen ist und das erforschen zu wollen eine Vermessenheit genannt werden kann, rein irdisch gesehen. Vom geistigen Standpunkt aus betrachtet aber, bedeutet es ein Eindringen in das Reich der untersten Geister, deren Bannung von Mir als nötig erkannt und von den Menschen nun wider- gesetzlich aufgehoben wird, weshalb es sich auch unvorstellbar auswirkt, so Meine ewige Ordnung umgestoßen wird. Die Manipulationen gehen darauf aus, Erdkräfte auszuwerten, denen jeder Widerstand nachgibt, und die darum zu allen Experimenten verwendet werden können. Die Menschen aber bedenken nicht, daß diese Kräfte alles aufzulösen imstande sind, was in ihren Bereich kommt - sie rechnen nicht mit ihrer Gewalt, gegen die Menschenwille und Verstand nichts ausrichten können. Sie öffnen Schleusen, die nie wieder geschlossen werden können, so sie einmal durchbrochen worden sind, denn das Gebiet, das die Menschen nun betreten wollen, ist ihnen fremd, und seine Gesetze kennen sie nicht. Der Kern der Erde ist nicht zu erforschen auf diesem Wege, und unweigerlich ist jeder derartige Versuch rückwirkend, und zwar nicht nur auf die Experimentierenden, sondern auf die gesamte Menschheit. Denn die Grenzen, die Ich gesetzt habe, dürfen nicht überschritten werden laut Meiner ewigen Ordnung, die stets Aufbau, niemals aber Zerstörung begünstigt, und deren Zuwiderhandeln sich also auch gegensätzlich auswirken muß! Der Satan selbst legt in die Menschen der letzten Zeit diese Gedanken, er treibt sie an zu diesem Plan, weil er weiß, daß das Zerstören der Schöpfung die Aufwärtsentwicklung des Geistigen abbricht, was er anstrebt in seinem blinden Haß gegen Mich und alles Mir zustrebende Geistige. Doch auch dieser Plan ist, obgleich teuflisch, ein ungewolltes Dienen - er gliedert sich Meinem Heilsplan von Ewigkeit an. Es entsteht eine neue Erde, wo die Entwicklung ihren Fortgang nimmt, während alles Teuflische erneut in ihren Schöpfungen gebannt wird. Amen. B.D. NR. 4731.

 

Buch 54 4732

Einen der Seele mit dem Geist.

4. September 1949. B.D. NR. 4732.

Dessen achtet, daß eure Seele reifet, auf daß der Geist in euch sich mit ihr vereinigen kann, d.h., daß er sich ihr verständlich machen und sie beeinflussen kann Meinem Willen gemäß. Und eure Seele wird dann reifen, wenn ihr euch bemühet, in der Liebe zu leben, also alles zu tun, was gut ist, wenn ihr gegen eure Fehler und Schwächen ankämpfet, wenn ihr danach trachtet, vollkommen zu werden. Der Wille schon genügt, daß der Geist in euch wirksam wird insofern, als daß er der Seele kundgibt, was sie tun soll - so daß die Seele also empfindungsgemäß das anstrebt, was Mein Wille ist. Je höher der Reifegrad der Seele ist, desto verständlicher werden ihr die Äußerungen des Geistes sein. Das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen wird dem Geistigen zugewandt sein, d.h., der Mensch befaßt sich mehr mit seinem Innenleben, mit der Höherbildung seines Seelenzustandes als mit irdischen Gedanken. Und alles dieses ist Wirken des Geistes im Menschen, der seinen Einfluß auf die Seele ausübt, die sich mit ihm nun vereinigt hat und sich ziehen läßt nach oben. Denn der Geist im Menschen ist Mein Anteil, und folglich kann er nur zu Mir hinführen, er sucht die Vereinigung mit dem Vatergeist, die aber dann erst stattfindet, wenn die Seele dazu bereit ist, wenn der Mensch durch ein Liebeleben die Schranken durchbricht, die bisher ihn von Mir trennten. Die Seele, das Denken, Fühlen und Wollen im Menschen muß ohne Zwang die Richtung zu Mir einschlagen, dann erweckt sie den Geistfunken in sich zum Leben. Und nun setzet sein Wirken ein und niemals ohne Erfolg. Habt ihr Menschen dies bewerkstelligt, dann wird der Geist in euch keine Ruhe mehr geben, er wird immer und immer wieder die Seele zu bestimmen suchen, ihm Gehör zu schenken - d.h., es wird der Mensch nun nicht mehr gedankenlos dahingehen, sondern er wird sich ernstlich befassen mit seinem Ergehen nach dem Tode, er wird nachdenken über seinen Erdenlebenszweck, er wird in der Wahrheit zu stehen begehren und die Gelegenheiten suchen, wo ihm solche geboten wird. Seine Sinne werden geistig gerichtet sein. Und das sollet ihr als erstes anstreben, daß ihr dem Geistesfunken in euch die Macht über euch einräumet, was wieder nur geschehen kann durch ernsten Willen zur Vollkommenheit. Wie euer Wille ist, so ist auch sein Wirken - ist der Wille Mir zugewandt, dann wird er euch auch sicherlich Mir zuführen, und ihr werdet es spüren an der Richtung eurer Gedanken, die sich mehr und mehr mit dem Geistigen befassen, weil der Seele dies wohltut, sie also dem Geist willig Gehör schenkt. Suchet alle diesen Zustand zu erreichen, daß sich der Geist in euch äußern kann, dann habt ihr einen großen Fortschritt zu verzeichnen in eurer Entwicklung. Denn sowie die Seele sich dem Einfluß des Geistigen überläßt, ist jede Garantie für ihre Aufwärtsentwicklung gegeben, dann zieht euch das, was Mein Anteil ist, zu Mir, dann schließet ihr euch mit Mir zusammen, und ihr habt eure Erdenlebensaufgabe erfüllt, so die Vereinigung mit Mir stattgefunden hat. Amen. B.D. NR. 4732.

 

Buch 54 4733

Toleranz.

7. September 1949. B.D. NR. 4733.

Die Toleranz auf geistigem Gebiet ist unangebracht, wenn es gilt, für die Wahrheit einzutreten, Irrlehren zu beleuchten und gegen die Lüge anzukämpfen. Dann muß ein gerader Weg verfolgt werden, es können keine Zugeständnisse gemacht werden wider die eigene Überzeugung, sowie ein Mensch in Meinem Auftrag tätig ist und also auch in der Wahrheit unterrichtet wird. Die Wahrheit aber ist und bleibt stets die gleiche, und so Ich Selbst einen Menschen belehre, dann ist dieser auch befähigt, verstandesmäßig etwas zu begründen, was er als Wahrheit den Mitmenschen hinstellt. Stimmt nun die Ansicht des Mitmenschen mit jener Erklärung nicht überein, dann darf der Vertreter der Wahrheit aus Mir nicht aus Toleranz nachgeben oder die Ansicht des Mitmenschen gelten lassen entgegen seiner innersten Überzeugung. Eine solche Toleranz wäre gleich dem Verleugnen dessen, was von Mir dem Wahrheitsträger zugeleitet wurde. Denn er erkennt den Irrtum und geht nicht wider ihn an. Sowie Meinungen der Menschen voneinander abweichen, stehen nicht alle in der Wahrheit, und es kann nur die Ansicht dessen richtig sein, der sein Wissen von Mir Selbst empfangen hat, der also nach innigem Gebet zu Mir von seinem Gedankengut fest überzeugt ist, weil Mein Geist ihn belehrt hat, wofür verständlicherweise die Voraussetzungen da sein müssen, daß der Mensch an Mich glaubt, Meine Gebote hält und nach der Wahrheit verlangt. Dieser kann sich als von Mir gelehrt betrachten und sein Gedankengut auch überzeugt vertreten den Mitmenschen gegenüber. Wer offensichtlich als Wahrheitsträger erkennbar ist, wer sein Wissen auf ungewöhnlichem Wege entgegennimmt durch das innere Wort, der kann berechtigt jede andere Lehre ablehnen und sie verurteilen, denn es ist dies seine Pflicht, für die Wahrheit einzutreten, die er direkt von Mir empfängt. Eine Toleranz dem anders Denkenden gegenüber macht ihn unwürdig der großen Gnadengabe, die er von Mir entgegennimmt, denn er achtet sie nicht, so er sich nicht dafür einsetzt. Also darf einem Wahrheitsträger niemals der Vorwurf gemacht werden, daß er intolerant ist gegen Vertreter irriger Lehren, denn nur die Wahrheit trägt den Menschen geistigen Fortschritt ein, die Wahrheit allein führt zu Mir, zum ewigen Leben in Seligkeit, und die Wahrheit allein verhilft zur Erkenntnis und bedeutet also Licht für das Wesen, das als Mensch auf Erden verkörpert ist. Darum wäre es falsch, aus Rücksichtnahme den Mitmenschen im Irrtum zu belassen, um tolerant zu gelten, es wäre dies ein Zugeständnis eigener Unsicherheit und Zweifel an der Wahrheit dessen, was der Mensch vertreten soll. Es wäre ferner eine Lauheit in der Arbeit für Mich und Mein Reich, die dem Mitmenschen die Berechtigung gibt, zu zweifeln an der Mission sowohl als auch an dem Ursprung von Geistesgut, das nicht mit dem Eifer vertreten wird, wie eine göttliche Gnadengabe vertreten werden sollte. Darum erwähle Ich Mir zu Wahrheitsträgern Menschen, die einen starken Willen haben und auch verstandesmäßig Mein Wort vertreten können und die sich weder fürchten vor der Welt noch vor Meinen falschen Dienern, und Ich erwähle Mir mutige Streiter, auf daß sie kämpfen für Mich mit dem Schwert des Mundes, wo immer die Wahrheit verunstaltet wird. Amen. B.D. NR. 4733.

 

Buch 54 4734

Irdische Tätigkeit nötig für Diener Gottes. Beruf.

9. September 1949. B.D. NR. 4734.

Meine Knechte auf Erden sind berufen zur Mitarbeit an der Erlösung irrender Seelen. Diese Arbeit erfordert das Einsetzen ihrer ganzen Kraft, die Ich ständig vermehren werde, um auch ihre irdische Tätigkeit ihnen zu ermöglichen, die neben der Arbeit für Mich einhergehen soll, jedoch niemals in den Vordergrund gestellt werden darf. Denn Ich gebe Meinen Knechten immer wieder die Versicherung, daß Ich als ihr Herr sorgen werde für alle Bedürfnisse des Lebens und also auch für ihren täglichen Unterhalt. Daß Ich ihnen aber eine irdische Tätigkeit beigeselle, ist keineswegs bedeutungslos. Der Wille, Mir zu dienen, darf niemals eine Untätigkeit zum Anlaß haben, ansonsten sein Wert herabgesetzt ist. Auch das Mir-dienen-Wollen muß gewissermaßen eine Kampfhandlung sein, es müssen Widerstände überwunden werden, auf daß sich der Wille erst bewähre, auf daß er sich durchsetze und also sein Ernst ersichtlich ist. Es darf die geistige Arbeit nicht als angenehmes Spiel aufgefaßt werden, als eine Tätigkeit, die eines müßigen Menschen Tageslauf erfüllen soll, weshalb Ich es nicht gutheiße, wenn eine seelsorgerische Tätigkeit gewissermaßen zum Beruf eines Menschen wird, denn dann wird die geistige Arbeit zu einer irdischen gestempelt und zuletzt ist sie nur noch Beruf, d.h. eine mit irdischer Einnahme verbundene Tätigkeit. Irdische Tätigkeit aber soll in einer dem Nächsten dienenden Arbeit bestehen, und durch diese dienende Tätigkeit erst kann der Mensch in die Lage versetzt werden, auch geistig zu arbeiten, weil ein Dienen in Liebe Grundbedingung ist, von Mir als Knecht angenommen zu werden. Und darum wird jede irdische Tätigkeit, die im Grunde dienende Nächstenliebe ist, auch von Mir gesegnet sein, besonders dann, wenn das Dienen und nicht der materielle Erfolg in den Vordergrund gestellt wird. Dann wird auch die Fähigkeit zur geistigen Arbeit entwickelt, es wird der Mensch tauglich werden für die Arbeit in Meinem Weinberg, er wird beides zu leisten imstande sein unter Aufbietung seines ganzen Willens, der jedoch der geistigen Arbeit den Vorzug geben muß. Diese wird auch immer geleistet werden können, selbst wenn die irdische Tätigkeit Kraft und Zeit des Menschen vollauf in Anspruch zu nehmen scheint. Wer die irdische Tätigkeit der geistigen voransetzt, der taugt nicht für die Arbeit für das Reich Gottes im erlösenden Sinne, desgleichen ist aber auch nur geistige Arbeit dem Menschen nicht zuträglich für seine Seele. Denn es gerät der Mensch leicht in Gefahr, rein theoretisch die Liebelehre zu vertreten und selbst zu wenig Liebe zu üben, was als unausbleibliche Folge eine langsam zunehmende Unfähigkeit für seine Mission hat, weil Liebe allein der Schlüssel zur Weisheit ist und der Mensch erst wahrhaft weise sein wird, so er sich liebend betätigt, wozu ihm wiederum oft genug Gelegenheit geboten wird. Und darum werden Meine Knechte stets in einer irdischen Tätigkeit stehen, auf daß sie sich beweisen müssen, und je stärker ihr Wille ist, desto segensreicher wird auch die geistige Arbeit sein, und die Arbeit für Mein Reich wird geleistet werden Meinem Willen gemäß. Amen. B.D. NR. 4734.

 

Buch 54 4735

Zeichen der Endzeit.

10. September 1949. B.D. NR. 4735.

Habet acht auf die Zeichen der Zeit. Schauet um euch mit den Augen des Geistes, und ihr werdet erkennen, zu welcher Stunde ihr lebt, ihr werdet erkennen, daß die Nacht im Anzuge ist und daß euch nur noch wenige Minuten des Lichtes gegeben sind, bis die Nacht hereinbricht. Alles weiset auf den baldigen Verfall hin, die Liebe erkaltet unter den Menschen, und wenige nur dienen dem Nächsten in Uneigennützigkeit. Merket auf, wie selten noch die Wahrheit anzutreffen ist unter den Menschen, wie blind sie einhergehen ohne Wissen um das Schicksal, dem sie entgegengehen, so sie sich nicht ändern. Erkennet an allen diesen Zeichen, daß die Lebensuhr vieler Menschen abgelaufen ist, erkennet, daß das Ende nahe ist. Ich kann euch keine andere Zeitbestimmung für das Ende geben, ihr müsset selbst das Tun und Treiben um euch verfolgen, auf daß ihr wisset, wann der Tag zu Ende geht. Ich mache euch aufmerksam, weil Ich nicht will, daß ihr überrascht werdet und der letzten Zeit zum Opfer fallet, denn das muß euch gesagt werden, daß ihr euch nicht täuschen lassen dürfet durch die scheinbare Besserung der Lebensführung einzelner; es muß euch gesagt werden, daß, weltlich gesehen, kein Anlaß vorliegt zu einer Änderung, daß aber plötzlich ein solcher geschaffen und nun auch die Stunde Meines Eingreifens gekommen ist, die Ich ständig angekündigt habe. Achtet auf alles, was um euch vorgeht, und desto eher werdet ihr erkennen, in welcher Zeit ihr lebt. Verlieret nur nicht den Glauben an Mich und Meine Liebe, denn alles, was Ich tu und zulasse, hat eure seelische Entwicklung zum Ziele, wenngleich es euch grausam erscheint und ihr Mich nicht daran zu erkennen vermögt. Die Meinen können sich sicher fühlen in Meinem Schutz, sie können vertrauend Meine Hilfe erwarten in jeder irdischen und geistigen Not; die Meinen brauchen nichts zu fürchten, was auch kommen mag, so sie nur ihre Augen zu Mir erheben, also ständig mit Mir verbunden bleiben in Gedanken und durch die Tat. Und so ihr also wisset, daß nicht mehr viel Zeit ist, bis die Erde eine große Umwälzung erfährt, so bereitet euch darauf vor; beachtet nicht die Welt, sondern zollet eurem Seelenleben die größte Aufmerksamkeit, schaffet eurer Seele Gelegenheit zum Ausreifen, indem ihr um euch blicket, und wo ihr Not sehet, helfend eingreifet, kläret auch die Mitmenschen auf über den Ernst der Zeit und predigt ihnen die Liebe, weil nur die Liebe ihnen Kraft gibt, das Leben zu ertragen, das noch vor ihnen liegt. Und zeiget ihnen durch Beispiel die Auswirkung eines Liebelebens, seid selbst stark im Glauben und tätig in der Liebe, und eure Kraft wird sich steigern, und alles werdet ihr bewältigen, was euch aufgebürdet wird. Ihr werdet auch die schwerste Zeit überstehen, weil Ich euch helfe. Und ihr werdet ausharren bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4735.

 

Buch 54 4736

Gott spricht durch das Herz zum Menschen.

11. September 1949. B.D. NR. 4736.

Was euch das Herz gebietet, das sollet ihr tun, denn durch das Herz rede Ich zu euch, vorausgesetzt, daß ihr Meine Stimme vernehmen wollet. Ihr könnet also das Herz sprechen lassen oder auch den Verstand, d.h., ihr könnet eurem Empfinden Beachtung schenken oder auch die Vernunft walten lassen, also irgendwelchen Vorteil anstreben durch euer Handeln, während das Herz diesen Vorteil nicht erzielt. Wollet ihr aber, daß Ich euch berate, indem ihr zuvor Mich bittet um Unterweisung, dann brauchet ihr nur eures Empfindens zu achten, und es wird wahrlich recht sein, was ihr nun tut. Dann ist euer Herz nur der Vermittler Meines Willens, und seiner Stimme könnet ihr folgen. So auch werdet ihr empfindungsgemäß belehrt, d.h., ihr lehnet instinktiv ab, was falsch ist und nehmet an, was der Wahrheit entspricht. Und so ist auch zu erklären, warum Menschen, die Mir innig verbunden sind, empfindungsmäßig ablehnen, so ihnen Irrlehren unterbreitet werden. Es ist dies ein Zeichen, daß sich ihre Seele wehrt gegen etwas ihr Unzuträgliches, daß sie im Verlangen nach dem Rechten und Wahren vom Geist in sich gewarnt wird, etwas Unwahres anzunehmen, daß sie sich also unbewußt feindlich einstellt und ihre Einstellung nicht verbirgt, sondern offen bekennt. Dann veranlasse Ich Selbst diesen Menschen dazu, daß er sich ablehnend äußert, weil Ich will, daß Irrlehren gebrandmarkt werden als verderblich für die Seele. Schweigt aber in einem Menschen die innere Stimme, daß er nicht das Falsche einer Handlung oder Lehre erkennt, dann verlangt er nicht Meinen Rat, sondern ist von sich selbst oder seiner Urteilsfähigkeit überzeugt. Er fragt nicht und kann daher auch keine Antwort erhalten. Ich kann nicht durch das Herz zu ihm sprechen, da er nicht seiner Empfindungen achtet. Der Ablehnungswille würde aber dennoch in ihm erwachen, so es ihm nur ernst wäre um die reine Wahrheit, die er aber immer nur über Mich und durch Mich finden könnte. Wer einer Irrlehre zum Opfer fällt, muß die Schuld bei sich selbst suchen, denn sowie er die Wahrheit verlangt, wird sie ihm geboten werden. Denn stets spreche Ich durch das Herz zu denen, die von Mir unterwiesen werden wollen, weil Ich keinen Menschen im Irrtum belasse, der nach der Wahrheit verlangt. Amen. B.D. NR. 4736.

 

Buch 54 4737

Gottes Wort Beweis Seiner Gegenwart.

12. September 1949. B.D. NR. 4737.

Daß Ich euch gegenwärtig bin, beweiset euch Mein Wort, denn nimmermehr würdet ihr Meine Stimme vernehmen im Herzen, so Ich Selbst nicht in eurem Herzen zugegen wäre. Und diese Gewißheit sollte euch so glücklich machen, daß ihr darüber jeden irdischen Kummer vergessen und stets heiter und fröhlich sein müßtet. Denn Meine Gegenwart ist ein Zeichen Meiner Liebe und Meine Liebe zu besitzen, sollte doch wahrlich keine Trauer und keinen Mißmut in euch aufkommen lassen. Was ist irdischer Besitz und irdisches Glück gegenüber Meiner Liebe? Meine Liebe kann euch alles geben, sowohl irdisches Glück als auch himmlische Seligkeit, Meine Liebe kann euch auch das Erdenleben leicht und schön gestalten, und so ihr also den Beweis Meiner Liebe habt durch die Zuleitung Meines Wortes, sollte es nichts mehr geben, was euch Sorge machen und Leid bereiten kann, denn immer brauchet ihr nur in euer Herz schauen, immer brauchet ihr nur euch Mich als gegenwärtig euch vorzustellen, und ihr werdet vertraut mit Mir reden können und in demütiger Kindesliebe Mir eure Nöte vortragen, und nimmermehr werdet ihr vergeblich Mich um Hilfe bitten, nimmermehr werdet ihr leer ausgehen, weil Ich stets bedenke, die Meine Kinder sind, die Mich anhören, so Ich zu ihnen spreche. Darum gedenket stets Meiner Gegenwart, so ihr in Not seid, wisset, daß ihr mit Mir in der vertrautesten Weise reden könnet und daß Ich euch desto eher erhöre, je kindlicher und zuversichtlicher ihr zu Mir kommet, denn dann bezeuget ihr Mir eure Liebe und euren Glauben, und dann kann Ich euch jede Bitte erfüllen, denn Ich lasse Meine Kinder nicht vergeblich bitten, Ich gebe ihnen alles, so sie nur glauben. Amen. B.D. NR. 4737.

 

Buch 54 4738

Lernet glauben. Zusicherung vom Schutz Gottes.

13. Spetember 1949. B.D. NR. 4738.

Ich habe euch Mein Wort gegeben, demzufolge ihr euren Lebensweg in Meinem Schutz zurücklegen werdet, und dieses Wort soll euch genügen, wenngleich ihr oft nicht begreifen könnet, warum ihr diesen Weg gehen müsset. Lernet nur glauben. Dann erscheint euch nichts mehr ungewöhnlich, dann habt ihr stets die ruhige Gewißheit, daß Ich immer zur Hilfe bereit bin, wenn ihr Mich brauchet. Lernet glauben. Und ein tiefer Friede wird in euer Herz einziehen, den nur ein ungezweifelter Glaube euch bringen kann. Versuchet immer wieder, euch Meine Gegenwart vorzustellen, und dann werdet ihr auch Meine Liebe zu euch verspüren und vollvertrauend mit Mir Zwiesprache halten - das tiefe Bewußtsein Meiner Gegenwart stärkt euch den Glauben, und jedes Wort, das euch von Mir zugegangen ist, wird lebendig werden in euch. Ihr lebt dann ein geistiges Leben und nähert euch Mir stets mehr und mehr, und dann strömet Meine Kraft in euch über, und jeglicher Zweifel in euch wird schwinden und einem unerschütterlichen Glauben weichen, der euch innere Ruhe und Sicherheit geben wird. Immer wieder gebe Ich euch die Zusicherung Meiner Hilfe, und so sollet ihr alle Bangigkeit und Mutlosigkeit fallenlassen, denn ihr stehet nicht allein, sondern habt Mich als ständigen Begleiter und Führer bei euch. Und wo Ich bin, darf keine Furcht und Bangigkeit sein, ansonsten ihr weder Meine Liebe noch Meine Allmacht anerkennet. Lernet glauben, und euer Erdenlebensweg wird leicht gangbar sein und euch dennoch zum Ziel führen. Haltet euch daher stets Mein Wort vor Augen, das euch ständig Verheißungen gibt, die sicher erfüllt werden, weil Mein Wort Wahrheit ist und bleibt bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4738.

 

Buch 54 4739

Jeder Weg ist vorgezeichnet für Diener Gottes.

15. September 1949. B.D. NR. 4739.

Die Wege, die ihr gehen müsset, sind euch vorgezeichnet von Ewigkeit, da Ich euch berufen habe, tätig zu sein für Mich und Mein Reich. Sowie ihr in Meinen Willen eingegangen seid, ist euer Denken, Wollen und Handeln auch Meinem Willen entsprechend, und so ist auch ein jeder Weg, den ihr gehet, von Mir bestimmt, wie er sich in die Arbeit für Mein Reich einfügt, d.h., diese eure Arbeit ist ausschlaggebend für den Verlauf eures Erdenlebens. Stets wird euch Gelegenheit gegeben, eure Mission auszuführen, und stets werde Ich euch dorthin führen, wo ihr benötigt werdet, wo ihr erfolgreich tätig sein könnet für Mein Reich, so der Wille des Menschen euch nicht zurückweiset und er der Segnungen verlustig geht, die ihr ihm ins Haus bringen wollet. Es ist nichts Zufall und nichts willkürlich, was ihr erlebt; wie alles kommt, so ist es Mein Wille, und daher werdet ihr niemals einen falschen Weg gehen aus eigenem Verschulden, sondern wo er hinführt, dort ist auch eure Tätigkeit nötig, selbst wenn der Erfolg minimal ist. Eure Wege überwache Ich Selbst, so ihr als Meine Knechte in Meinem Auftrag arbeiten wollet. Ich weise euch die Arbeit zu, die Ich für nötig erachte und die zu leisten ihr fähig seid. Darum könnet ihr ohne Sorge jeden Tag beginnen und beenden - ihr könnet nichts anderes tun, als was Mein Wille euch vorbestimmt hat, weil ihr selbst euch des Willens begeben habt, weil ihr Mir eure Dienste angetragen habt im freiem Willen und Ich nun diesen Willen lenken kann, der sich Mir unterstellt hat. Ich nehme euch den freien Willen nicht, doch so ihr selbst ihn Mir unterstellt, werdet ihr nun von selbst, also aus eurem Willen heraus, das tun, was Ich vorgesehen habe seit Ewigkeit. Und diese Gewißheit muß euch jede irdische Sorge nehmen, denn so Ich euer Schicksal lenke, könnet ihr euch auch in Meiner Obhut fühlen und der treusten Vatersorge sicher sein, wie ihr aber auch alles, was ihr tut, nicht als willkürlich betrachten dürfet, sondern als von Mir euch ins Herz gelegt ausführet und also immer eurer Mission entsprechend, für die Ich euch gedungen habe, weil ihr selbst euch Mir angetragen habt. So wird jeder Tag verlaufen, wie Ich es will, und ihr werdet gleichsam aus freiem Willen immer so handeln, wie es Meine Weisheit als nutzbringend erkannte von Ewigkeit. Dann ist es auch Mein Wille, und Mein Geist treibt euch dazu an, daß ihr Meinen Willen zur Ausführung bringt. Die Wege sind oft seltsam, die Ich euch führe, doch lasset euch unbesorgt treiben. Ich gehe ständig neben euch und würde euch nimmermehr einen Weg gehen lassen, der abseits führt. Doch eines müsset ihr beachten, daß ihr stets das ausführt, wozu euch das Herz treibt - daß ihr nicht dem Empfinden des Herzens entgegenhandelt, denn Meinen Willen gebe Ich euch durch das Herz kund. Darum achtet dessen, was ihr tun wollet, und es wird recht sein und euch Erfolg eintragen, und die Arbeit für Mich und Mein Reich wird gesegnet sein. Amen. B.D. NR. 4739.

 

Buch 54 4740

Verantwortung für Annahme von Irrlehren.

16. September 1949. B.D. NR. 4740.

Es lösen sich die Menschen zu schwer von einem Wissen, das ihnen von Jugend auf angelernt wurde und das sie darum nicht als irrig hingeben wollen. Ohne nachzudenken haben sie dieses Wissen angenommen, und da sie an ihrer Erziehung schuldlos sind, können sie vorerst nicht zur Verantwortung gezogen werden ob der Annahme falscher Lehren. Doch sowie sie selbst ihren Verstand gebrauchen können, ist es auch ihre Pflicht, jenes Geistesgut zu prüfen ob seiner Wahrhaftigkeit. Und sie werden sich verantworten müssen, ob sie ihren Verstand tätig werden ließen, sowie sie dazu fähig sind. Nicht aber dürfen sie jegliches Geistesgut für wahr halten ohne Prüfung, wie sie sich auch nicht rechtfertigen können mit der Begründung, daß sie jenes Wissen empfangen haben, also schuldlos seien, wenn sie es während ihres Erdenlebens vertreten. Sie vergessen, daß sie für ihre Seelen die Verantwortung tragen, sie vergessen, daß nicht Ich sie strafe, sondern daß sie sich selbst strafen, d.h., daß sie im Unvollkommenheitszustand verbleiben, in dem sie niemals selig werden können - daß Ich sie aber nicht aus diesem Zustand erlösen kann, weil ihr freier Wille tätig werden muß zu dieser Erlösung, daß sie den Willen aber nicht recht gebraucht haben, ansonsten sie den Verstand genutzt hätten zur Prüfung jenes Geistesgutes. Sie blieben untätig, sie ließen sich gewissermaßen etwas aufzwingen, was sie auch ablehnen konnten, so sie es wollten. So sich die Menschen nun für ihre Seelen verantworten sollen, so heißt das, daß sie ihre Schuld erkennen müssen, daß sie ihre unglückselige Lage als selbst verschuldet und gerecht erkennen und ihr eigenes Versäumnis zugeben müssen, also sich nicht entlasten können auf Kosten derer, die sie falsch unterwiesen haben. Wohl müssen sich auch diese Lehrer dereinst verantworten entsprechend ihrer Schuld, doch wer die Irrlehren annimmt, der ist nicht freizusprechen von Schuld, da Ich dem Menschen den Verstand gegeben habe, den er zuerst für sein Seelenheil nützen soll. Wem es nun ernst ist um die Wahrheit, der bemüht sich darum und wird sie auch finden. Und jede dem Menschen dargebotene Belehrung muß geprüft werden, so sie Anspruch auf Wahrheit erhebt. Also hat auch der Mensch die Pflicht, ihm vermitteltes Geistesgut mit jenen Lehren zu vergleichen, und der rechte Wille zur Prüfung wird auch rechte Ergebnisse zeitigen. Doch wie sich der Mensch einstellt, so ihm durch Meinen Willen die Wahrheit zugeführt wird, so ist auch der Zustand seiner Seele nach seinem Tode - lichtvoll oder finster. Denn nur die Wahrheit gibt der Seele Licht, während der Irrtum die Seele in der Finsternis verharren läßt, in der sie bei Beginn ihrer Erdenlaufbahn als Mensch geschmachtet hat, der sie aber sehr leicht entfliehen könnte, so sie ihren Willen recht genützt hätte. Amen. B.D. NR. 4740.

 

Buch 54 4741

Verlangen nach der Wahrheit Bedingung.

17. September 1949. B.D. NR. 4741.

Ich werde euch die Wahrheit nicht vorenthalten, doch es wird euch auch verständlich sein, daß Ich will, daß die Wahrheit begehrt werde, weil dies erst den Willen bekundet, mit Mir in Verbindung zu treten und aus dem Zustand der Unkenntnis mit Meiner Hilfe in den Zustand der Erkenntnis zu gelangen. Die Wahrheit zu besitzen, wird immer für den Menschen Licht bedeuten - dem Menschen, der in der Finsternis sich wohl fühlt, wird aber nicht das Licht hingetragen, da er seinen Schein deshalb als lästig empfindet, weil ihm die Dunkelheit behagt. Einem Menschen nun die Wahrheit darbieten, der kein Verlangen nach ihr hat, wäre ein Verstrahlen des Lichtes in die Finsternis, das zwecklos genannt werden müßte, weil das Licht nicht benötigt, also auch nicht gewürdigt wird. Und so kann die Wahrheit in edelster Form einem Menschen zugeführt werden, er wird nichts von ihrer Wohltat spüren, weil ihm die geistige Finsternis nicht unbehaglich ist und die Wahrheit völlig eindruckslos auf ihn bleibt. Darum verlange Ich, daß ihr Menschen Mich angehet um die Wahrheit, daß ihr im Gefühl eines mangelhaften Zustandes, im Bewußtsein eurer Unkenntnis euch an Den wendet, Der euch Erkenntnis geben kann und will, weil Er euch als Seine Geschöpfe, die erblindet sind im Geist, liebt, und Er euch daher wieder sehend machen will. Niemals aber wird euch Menschen das Licht gegeben wider euren Willen. Ihr müsset selbst wollen, daß euch der Geber der Wahrheit unterweise in allem, was zu wissen euch nottut, dann werdet ihr wahrlich aufgeklärt werden, ihr werdet ungemessen Licht empfangen dürfen, denn je tiefer das Verlangen in euch wird, desto mehr werdet ihr bedacht mit Wissen, das der Wahrheit entspricht. Doch umgekehrt kann auch das tiefste Wissen wirkungslos an euch bleiben und euren Lichtzustand nicht um einen Grad erhöhen, so es euch gleichgültig ist, in welchem Grade ihr wissend seid. Dann wird eurem Verlangen entsprechend auch euer Geisteszustand sein, denn Ich als die ewige Wahrheit will begehrt werden, und wer Mich suchet, der wird auch die Wahrheit finden. Wer aber die Wahrheit nicht verlangt, dem bin auch Ich nicht begehrenswert und also bleibt ihm die Wahrheit vorenthalten, bis er erkennt, daß nur in der Wahrheit und durch die Wahrheit das Leben zu finden ist, bis er erkennt, daß Ich und die Wahrheit eins sind und ohne die Wahrheit niemand selig werden kann. Amen. B.D. NR. 4741.

 

Buch 54 4742

Mahnung zu eifriger Arbeit für das Reich Gottes.

18. September 1949. B.D. NR. 4742.

Rastlos tätig sein sollet ihr für Mich und Mein Reich - dann erfüllet ihr eure Erdenaufgabe nach Meinem Willen, und dann werdet ihr auch das Erdenleben meistern, ihr werdet nicht zu fürchten brauchen, den weltlichen Anforderungen nicht nachkommen zu können, denn das irdische Leben wird nur nebenhergehen, wo des geistigen Lebens mehr geachtet wird. Seid eifrig tätig für Mich und Mein Reich, d.h., suchet euren Mitmenschen Kenntnis zu geben von Meinem Einwirken auf euch, suchet sie in der Wahrheit zu unterweisen, und machet sie aufmerksam auf das Ende und auf die Zeichen der Zeit. Lasset euch den Seelenzustand eurer Mitmenschen angelegen sein, und stellet ihnen vor Augen, wie eitel und hinfällig die Güter der Welt sind, wie die Menschen nur streben nach wertlosen Gütern und wie sie ihre Seelen karg bedenken, weil sie ihre Erdenaufgabe nicht kennen. Teilet euch allen mit, die Ich euch in den Weg führe. Ihr seid von Mir in der Wahrheit unterwiesen worden und also fähig, als Vertreter der Wahrheit zu wirken unter den Mitmenschen. Es ist eine schöne Aufgabe, die Ich euch zugewiesen habe, und sie wird sich segensvoll auswirken an euch selbst, wie auch an den Mitmenschen, denn die Erfolge sind nicht nur für das Erdenleben, sondern für die Ewigkeit. Gehet mit Eifer dieser Aufgabe nach und tuet alles, was für die Verbreitung der Wahrheit, die ihr von Mir empfangen habt, von Vorteil ist. Werdet nicht lau in eurer Arbeit für Mich und Mein Reich, sondern wisset, daß überall durstende und hungernde Seelen der Nahrung harren, die ihr ihnen reichen sollet durch Zuführen dessen, was Ich aus der Höhe euch zuleite. Und derer gedenket und ihr übet die Nächstenliebe an jenen, denn ihre Seelen bedürfen der Kost aus den Himmeln, sie brauchen Speise und Trank, um sich zu kräftigen für den Weg zur Höhe. Seid rastlos tätig, denn die Zeit drängt zu eifriger Arbeit in Meinem Weinberg, die Seelen sind in Not, sie darben, weil des Körpers zuviel gedacht wird und über dessen Bedürfnisse der Seele vergessen wird. Stehet ihr darum den Seelen bei, lenket das Denken der Menschen hin auf ihren Seelenzustand, auf ein plötzliches Ende und auf das Los nach dem Tode. Nehmet jede Gelegenheit wahr, geistige Gespräche zu führen und so die Menschen zum Nachdenken anzuregen. Und ihr leistet dann die Arbeit, zu der Ich euch als Knecht gedungen habe, und Ich will euch segnen, jetzt und in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4742.

 

Buch 54 4743

Fürbitte für geistiges Wohl.

19. September 1949. B.D. NR. 4743.

Ich will euch allen verhelfen zur Seligkeit, doch nur wenn euer Wille gleichfalls bereit ist, ansonsten Ich keine freien geistigen Wesen gewinne, sondern nur gerichtete Wesen, die Ich nicht Meine Kinder nennen könnte. Und so muß euer Wille also streben nach Vollkommenheit. Und darum könnet ihr Menschen wohl füreinander beten, doch der einzelne Mensch muß selbst bereit sein, den Weg zur Vollendung zu gehen. Ihm kann nur durch Fürbitte Kraft zugewendet werden, die jedoch auch von ihm zurückgewiesen werden kann, so er sich der Kraftzufuhr widersetzet, d.h., so er der inneren Regung zum Guten oder der Stimme des Gewissens nicht achtet, weil er nicht will, er also gewissermaßen Widerstand leistet dem Einfluß der lichtvollen geistigen Welt, die sich auf die Fürbitte eines Menschen hin seiner annimmt. Es hat sonach durch die Fürbitte der Mensch eine gewisse Vergünstigung, indem seine Gedanken hingelenkt werden auf sein Lebensziel, auf die geistige Entwicklung. Er wird gedanklich von Lichtwesen beeinflußt. Doch wie er sich dazu einstellt, ist seinem Willen überlassen, denn dieser ist frei und unterliegt keinem Zwang, weshalb also die Fürbitte eines liebenden Menschen um das geistige Wohl seines Mitmenschen jenen helfen kann, jedoch nicht unbedingt helfen muß, da es vom Willen dessen abhängt. Dennoch ist die Liebe Kraft, sie wirkt belebend und kann auch eine tote Seele zum Leben erwecken - es kann der Wille gewandelt werden durch liebende Fürbitte und also einem Menschen Rettung gebracht werden aus geistiger Not. Doch immer muß die Liebe Anlaß zur Fürbitte sein, dann wird sie nicht erfolglos sein, denn gegen die Kraft der Liebe ist der Widerstand nicht anhaltend, weil die Liebe stets die Siegerin ist, der auch der stärkste Wille nicht standhält, weil die Liebe göttliche Kraft ist und alles erzwingt, was sie will. Amen. B.D. NR. 4743.

 

Buch 54 4744

Die Weisheit der Weisen will Ich zunichte machen.

20. September 1949. B.D. NR. 4744.

Die Weisheit der Weisen will Ich zunichte machen und den Verstand der Verständigen verwerfen und denen das rechte Wissen geben, die ohne irdisches Wissen sind, doch Mir in Liebe zugetan - die an Mich glauben. Und an diesem Wissen soll die Welt erkennen, daß eine Macht Sich kundgibt, Die sie verleugnen möchte. Die Weltweisen sollen stutzen, und Ich nenne auch die weltweise, die geistiges Wissen durch die Welt entgegengenommen haben, die sich verstandesmäßig jenes Wissen aneigneten, Mich Selbst aber nicht darum angegangen sind. Weltweise nenne Ich auch die Vertreter Meiner Lehre, die, obwohl sie diese vertreten, doch zu wenig gläubig sind, als daß sie jedes Wort von Mir überzeugt vertreten können, und die darum auch nicht Meines Geistes Wirken in sich zulassen. Das Wissen, das sie besitzen, wird sie nicht beseligen, doch was Ich austeile Meinen Kindern, die Mein Wort hören wollen, weil ihr Glaube ein lebendiger ist, das wird sie auch beglücken, erkennen sie es doch als ein Gnadengeschenk, das Meine Vaterliebe ihnen bietet. Wer vor der Welt weise erscheint, wer den Verstand sprechen läßt, der wird unwissend sein und bleiben und von Mir nicht angesehen werden. Doch wo im Verborgenen ein Herz Meine Gegenwart zuläßt, dort wirke Ich und trete sichtlich in Erscheinung, indem Ich den Geist dessen erhelle, so daß er weise und verständig wird, daß er Aufschluß zu geben vermag über Dinge, die der Weltverstand und die Weltweisheit nicht ergründet. Und Ich werde immer wirken im Verborgenen, wenngleich Ich es dann füge, daß auch die Menschen Kenntnis nehmen können, die noch der Welt ihr Herz zuwenden. Denn diese will Ich aufmerksam machen, daß sie die Weisheit nicht bei den Weltweisen suchen sollen, sondern daß sie ein schlichtes Gewand wählt, in dem sie auftritt, um Zugang zu finden zu den Menschen. Wo Prunk und Glanz ist, dort hält sich Weisheit nicht auf, denn sie ist göttlich, sie geht von Mir aus und sucht sich ein würdiges Gefäß aus, das geistig vorbereitet ist, jedoch keine irdischen Vorzüge benötigt, um von Mir erwählt zu werden zu Trägern der Wahrheit. Die Weisheit der Weisen wird keinen Schlüssel zur Wahrheit finden, der Verstand der Verständigen wird ihn nicht suchen, doch sie werden glauben, ihn zu besitzen. Der Schlüssel zur Weisheit aber ist und bleibt die Liebe - die im Herzen eines schlichten, unwissenden Menschen auflodern kann zu hellster Glut und darum ein solches Herz die ewige Wahrheit anzieht, die sich nun als gegenwärtig im Herzen des Menschen hörbar äußert und ihn in die Wahrheit leitet. Und es wird der Mensch Gott erkennen, Ihn lieben aus ganzem Herzen und Ihm einen Altar errichten, es wird der Mensch von der Fülle göttlicher Gabe abgeben an die Mitmenschen, er wird tiefste Weisheit und hellstes Wissen vermitteln allen denen, die es annehmen wollen, und so werden alle, die ihn anhören, weise sein, denn sie sind von Gott Selbst gelehrt, sie empfangen Meine Predigt, und sie werden selig sein schon auf Erden und dereinst im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 4744.

 

Buch 54 4745

Prüfungen, um Glauben zu stärken.

21. September 1949. B.D. NR. 4745

Auf daß ihr nicht lau werdet in eurem Streben, seid ihr immer wieder Prüfungen ausgesetzt, die eure Blicke zu Mir erheben sollen, weil ihr euch nicht von Mir entfernen dürfet, denn nur mit Mir schreitet ihr vorwärts, nur Meine Gegenwart gibt euch Kraft, und nur mit Mir könnet ihr dem Widerstand leisten, der euch verderben will. Sehr groß aber ist die Gefahr, Mich der Welt wegen zu vergessen. Wollet ihr aber Arbeiter sein in Meinem Weinberg, wollet ihr für Mich und Mein Reich tätig sein, dann müsset ihr ständig mit Mir verbunden sein, ihr müsset Meine Nähe immer wieder von neuem suchen, ihr müsset wissen, daß nur Meine Gegenwart euch Kraft einträgt, um die geistige Arbeit zu leisten, euch und euren Mitmenschen zum Segen. Und also sollet ihr euch stets Meiner Gegenwart bewußt sein, um ständig mit Mir Zwiesprache halten zu können, durch die ihr die Kraft empfanget, die ihr benötigt. Kommet ihr nun in Not, geistig oder irdisch, dann wendet ihr euch in Gedanken an Mich, und ihr ziehet nun Mich zu euch, ihr begehrt Meine Gegenwart, und ihr empfindet sie auch, so ihr in innigem Gebet euch an Mich wendet und Mir eure Not anvertraut. Dann stellet ihr auch das rechte Kindesverhältnis her, das euch empfangsfähig macht für Meine Liebeausstrahlung, die euch in Form Meines Wortes zugeht und euch ein sichtlicher Beweis Meiner Gegenwart ist. Und durch Mein Wort nehmet ihr Kraft entgegen, die ihr ständig benötigt zu eurer Aufwärtsentwicklung. Ich verlasse euch nicht in der Not - das sollet ihr glauben und euch daher vertrauensvoll an Mich wenden; ihr sollt von Meiner Gegenwart so überzeugt sein, daß ihr dem weltlichen Geschehen nur noch wenig Beachtung schenket in der Gewißheit, daß Ich alles für euch regle und ihr also die Proben bestehet, die Ich zur Stärkung eures Glaubens euch immer wieder auferlege. Solange ihr schwach seid im Glauben, wird euch jede Not ängstigen und bedrücken, lasset ihr jedoch den Glauben stärker werden, dann wird alles Schwere an euch vorübergehen, ohne euch zu quälen und zu ängstigen, denn immer wieder rufe Ich euch zu: Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken. Gedenket stets dieser Verheißung, und ihr werdet auch jede Glaubensprobe bestehen, weil ihr dann wisset, daß Ich euch ständig gegenwärtig bin, immer zur Hilfe bereit, sowie ihr Mich darum bittet. Amen. B.D. NR. 4745.

 

Buch 54 4746

Gebet im Geist und in der Wahrheit.

22. September 1949. B.D. NR. 4746.

Ein inniger Gedanke an Mich, ein kurzes Gebet zu Mir , das im Geist und in der Wahrheit zu Mir emporgesandt wird, ist Mir wohlgefällig und findet Erhörung, wie Ich auch stets Mich denen zuneige, die gedanklich Zwiesprache halten mit Mir, denn mit ihnen fühle Ich Mich verbunden, weil sie Mich in vollster Wahrheit suchen und Ich Mich daher auch von ihnen finden lassen kann. Ich habe aber kein Wohlgefallen an Formgebeten, weil diese den Geist töten, weil sie zu monotonen Gesprächen werden, denen Ich nimmermehr Gehör schenken kann, denn nicht das Herz spricht zu Mir, sondern nur die Lippen, also dringen diese Worte nicht zu Mir, weil sie nicht dem Herzen entspringen, sondern nur der Verstand sie ausspricht. Wer von Mir gehört werden will, der braucht keine Worte auszusprechen, sondern was er im Herzen empfindet, was er denkt und fühlt, das ist Mir bekannt, doch erst das bewußte Zuwenden seiner Gedanken zu Mir veranlaßt Mich, (23.9.1949) dem Menschen Mich zuzuneigen, der also in Mir seinen Vater erkennt und bei Mir Hilfe zu finden glaubt. Ihm wird geholfen werden - wohingegen ein Gebet endlos lang sein kann, ohne Erfolg zu haben. Denn dann ist es ein Lippengebet, das Ich verurteile, weil es niemals innig sein kann, weil es kein Gebet im Geist und in der Wahrheit ist, sondern nur eine Form, die jegliche Innerlichkeit vermissen läßt. Gemeinsame Lippengebete sind Mir ein Greuel, wird doch durch solche die innige Verbindung mit Mir zur Unmöglichkeit, und es wird verständlicherweise jeder einzelne andere Gedanken haben, wie auch ein jeder ein anderes Anliegen hat, das aber gedanklich nicht berührt wird, also das Gebet alles andere eher ist als eine vertraute Zwiesprache mit Mir, die Ich aber fordere, um die Bitten erfüllen zu können. Denn erst in einer vertrauten Zwiesprache äußert sich der Glaube des Menschen, die Zuversicht auf eine sichere Hilfe, die Voraussetzung ist, um dem Menschen die Hilfe angedeihen lassen zu können. Und darum sollet ihr euch zurückziehen in euer Kämmerlein, so ihr beten wollet, ihr sollt in euch gehen und Meine Gegenwart zulassen durch innige Gedanken an Mich, in denen die Liebe zu Mir ersichtlich ist. Dann werdet ihr beten, wie es Mir wohlgefällig ist, und dann werdet ihr sichere Erhörung finden. Amen. B.D. NR. 4746.

 

Buch 54 4747

Zeichen des nahen Endes: geistige Verflachung. Scheinbarer Friedenszustand.

25. September 1949. B.D. NR. 4747.

Ein sicheres Zeichen des herannahenden Endes ist die geistige Verflachung unter den Menschen. Selten nur werdet ihr Menschen finden, denen die geistige Entwicklung ihrer Seele das Wichtigste ist. Und immer wieder werdet ihr feststellen können, daß nur die irdische Welt das Denken und Handeln der Menschen bestimmt, daß ihr Sinnen und Trachten nur materiellen Gütern gilt und sie nach geistigem Wissen kein Verlangen haben. Und so ihr dies erkennet, werdet ihr auch die Notwendigkeit eines Eingriffs Meinerseits einsehen müssen, oder ihr glaubet nicht an Mich und den Zusammenhang von Mir mit Meinen Geschöpfen. Doch Ich mache euch wieder darauf aufmerksam, daß schneller, als ihr denkt, sich das Weltbild ändern wird. Im Weltgetriebe werden auch zuweilen die Meinen unsicher ob der Wahrheit der Ankündigungen; sie wollen wohl glauben, doch sie werden wankend gemacht durch die Weltmenschen und ihre Anschauung. Ich aber bewahre sie vor dem Abfall von Mir. Ich werde plötzlich in Erscheinung treten und denen den Beweis von der Wahrheit liefern, die Mir lieb sind durch ihren Willen, deren Glauben noch schwach ist. Weil aber die Welt keine Verbindung hat mit dem geistigen Reich, weil die Verflachung unter den Menschen immer mehr zutage tritt und der kleine Kreis der Meinen sehr bald abgesondert von der Welt stehen wird und seine Einstellung zum Leben nur Spott und Verachtung findet, wird das Weltgeschehen den Meinen zu Stärkung ihres Glaubens verhelfen, während die Weltmenschen aufmerken werden, die durch Meine Liebe und Gnade Kenntnis genommen haben durch euch, Meine Diener, von Meinen Ankündigungen des nahen Endes. Ich Selbst werde sprechen, wo eurer Stimme nicht geachtet wird. Ihr aber, die ihr Mein sein wollet, festigt euch stets mehr und mehr im Glauben. Ziehet euch zurück, damit die Welt euch nicht beeinflussen kann; lebet still für euch, und dienet Mir mit Wort und Tat; wirket im stillen, auf daß die Welt euch nicht verfolge, wenn es zu vermeiden ist. Die Zeit drängt dem Ende entgegen, und eines jeden Schicksal steht fest nach seinem Willen. Täuschet euch nicht durch den scheinbaren Friedenszustand, er ist kein Dauerzustand, sondern er erfährt sehr bald eine Trübung, und schlagartig setzet dann ein Kampf ein von größter Bedeutung. Alles wird in Aufruhr sein, irdisch und geistig werden die Mächte gegeneinander vorgehen und Mein Eingreifen erforderlich machen. Und dann werden wohl einige wenige noch zum Erkennen kommen und sich dem kleinen Kreis der Meinen anschließen. Und ihnen allen verspreche Ich Meinen Schutz und Meine Hilfe in der letzten Zeit vor dem Ende. Ich werde mit allen sein, die mit Mir sein wollen, und sie werden sich Meiner Gegenwart auch bewußt sein und darum stark sein im Glauben, so daß sie ausharren auch im schwersten Kampf und Mir treu bleiben bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4747.

 

Buch 54 4748

Astrologie. Schicksal aus Sternen.

27. September 1949. B.D. NR. 4748.

Nur das ist als von Meinem Geist gegeben anzusehen, was die Erlösung des Geistigen zum Inhalt hat, was also mehr oder weniger ausführlich von Meinem Heilsplan Kenntnis gibt und somit auch von Mir und Meinem Wesen zeuget. Ein Wissen, das sich nicht in diesem Rahmen bewegt, das also im Menschen weder den Glauben an Meine Liebe, Weisheit und Allmacht erweckt, noch die Seelenreife des einzelnen fördert, ein Wissen, das zudem im Widerspruch steht zur Lehre Christi insofern, als daß es den freien Willen des Menschen verneint, also der Mensch völlig willenlos dem Schicksal ausgeliefert wäre - ein Wissen, das ferner eine von Meiner Weisheit dem Menschen verhüllte Zukunft entschleiern zu können glaubt, ist kein Geisteswirken und also auch nicht in Meinem Willen, vielmehr ein Mittel Meines Gegners, die Menschen vom wahren Wissen abzudrängen und ihr Denken irrezuführen. Nimmermehr werden Menschen ergründen oder berechnen können, wie sich das Lebensschicksal des einzelnen gestaltet, sondern alle derartigen Behauptungen sind Trugschlüsse oder Mutmaßungen, die wohl zufällig stimmen können, doch dann niemals aufgrund von Berechnungen oder Einwirkung bestimmter Gestirne, sondern immer entspricht das Lebensschicksal Meinem Plan von Ewigkeit, dem der freie Wille des Menschen zugrunde liegt. Im großen Schöpfungsraum sind zwar endlos viele Gestirne den Menschen dieser Erde sichtbar, doch einen Einfluß üben diese Gestirne nicht auf die Menschen aus, (28.9.1949) was auch jedem begreiflich sein wird, wenn er bedenkt, daß zahllose Gestirne sich in den ihnen zugewiesenen Bahnen bewegen, daß diese Gesetzmäßigkeit von Meiner Weisheit erkannt ist seit Ewigkeit als gut und recht, daß sämtliche Gestirne Lebewesen tragen zum Zwecke der Aufwärtsentwicklung und daß auch deren Schicksal bestimmt ist, dieses aber wird niemals von anderen Gestirnen beeinflußt. Nur rein naturmäßig können die Erdenbewohner atmosphärische Strömungen empfinden, die durch die Nähe bestimmter Gestirne in Erscheinung treten, die aber auf das Schicksal des einzelnen keinen Einfluß haben. Die Gesetzmäßigkeit im gesamten Universum, die ewige Ordnung, die in Meiner Schöpfung zu erkennen ist, ist wohl Beweis genug von einer lenkenden Macht. In gleicher Ordnung aber vollzieht sich auch der Entwicklungsgang der Wesen, um derentwillen die gesamte Schöpfung erst entstanden ist. Daß nun diese Schöpfungen einen gewissen Einfluß haben auf die Entwicklung der geistigen Wesen, ist richtig, doch nur insofern, als daß sie letzteren eine immerwährende Umformung ermöglichen und also einen langsamen Aufstieg zur Höhe. Im Stadium des freien Willens aber treten die Ereignisse so an den Menschen heran, wie Ich sie in Meiner Weisheit als für das Wesen günstig erkannt habe. Daß sich das gesamte Erdenleben in einer gewissen Gesetzmäßigkeit vollzieht, gibt den Menschen zu falschen Schlüssen Anlaß - sie haben sich diese Gesetzmäßigkeit nach eigenem Denken gedeutet und nun Schlüsse gezogen, sie mit dem Schicksal des Menschen in Zusammenhang bringend. Doch keineswegs entsprechen diese Forschungen der Wahrheit und werden auch nicht von Mir gebilligt, denn Ich werde stets den freien Willen des Menschen gelten lassen, wenngleich Ich das Lebensschicksal bestimmt habe seit Ewigkeit. Amen.B.D. NR. 4748.

 

Buch 54 4749

Ermahnung zum lebendigen Glauben. Gedanken.

29. September 1949. B.D. NR. 4749.

Und so redet die Stimme des Herrn zu euch, die ihr Kenntnis nehmet durch Seine Diener auf Erden von Seinem Wort: "Nichts bleibt Mir verborgen, selbst eure Gedanken sind Mir offenbar, und diesen Gedanken nach beurteile Ich euch". Euer innerstes Denken ist Mir bekannt, und deshalb ist es sinnlos, Mich durch Worte täuschen zu wollen. Euer Herz verrät euch, wenngleich der Mund anders spricht. Ich will euch zu Augen und Ohrenzeugen des letzten Geschehens auf dieser Erde machen; Ich will, daß ihr dann feststeht im Glauben, und Ich bereite euch deshalb vor auf die kommende Zeit. Und nun steht es euch frei, was ihr aus Meinem Wort entnehmet. Nur darauf will Ich euch aufmerksam machen, daß ihr nur im Glauben an Mich auf Meine Hilfe hoffen dürfet, denn am Ende der Zeit dieser Erde wird nur der Gläubige das Leben behalten, während der Glaubenslose den Tod finden wird, doch es ist damit der Tod des Geistes gemeint, der Zustand des Gebanntwerdens in der Form. Ich fordere also den Glauben, um euch helfen zu können, und Ich gebe Mich nicht zufrieden mit dem bloßen Bekennen des Glaubens mit dem Munde. Ich weiß um jeden Gedanken, und darum könnet ihr Mich nicht täuschen. Meine Liebe möchte euch wohl helfen, doch ihr weiset Meine Liebe zurück, die euch in Form Meines Wortes entgegenkommt, denn ihr nehmet Mein Wort nicht an und also auch nicht Mich Selbst. Und damit ist euer Schicksal besiegelt, denn Mein Gegner gewinnt Macht über euch, weil euer Wille ihm nicht wehrt und weil ihr nicht von Mir die Widerstandskraft entgegennehmet, die ihr stets durch Mein Wort empfangen könntet. Und so rufe Ich euch noch einmal zu: Gehet in euch, suchet den lebendigen Glauben euch zu erringen, tretet mit Mir in Verbindung und holet euch Kraft aus Mir, die ihr nötig brauchet, um auszuharren bis zu Ende. Und bedenket, daß Ich um alles weiß, um euren Willen, um eure Schwäche des Glaubens und auch um eure mangelhafte Liebetätigkeit. Doch so ihr nur euren Willen Mir zuwendet, will Ich euch helfen und euch bewahren vor dem sicheren Untergang; Ich will euch Kraft geben, auf daß ihr zum rechten Glauben gelanget, auf daß Ich euch erretten kann von der Nacht des Todes. Amen. B.D. NR. 4749.

 

Buch 54 4750

Irdische Sorge unnötig. Hilfe Gottes.

30. September 1949. B.D. NR. 4750.

Sorget euch nicht um irdische Dinge, sondern überlasset diese Sorge Mir. Wisset ihr denn, was Ich euch zugedacht habe? Wisset ihr, was Ich euch verweigere? Und warum Ich euch das eine gebe und das andere nehmen will? Ich aber weiß, was gut ist für euch und enthalte euch wahrlich nichts vor, was euch nicht schadet. Nun aber, da ihr Meine Knechte seid, ist jede Sorge um Irdisches unnötig, weil Der, in Dessen Diensten ihr steht, übergut für euch sorget und um alle eure Bedürfnisse weiß und sie decken wird, weil Er euch liebt. Sorget nicht, was morgen sein wird, aber habet acht, wie eine jede Sorge in nichts zerstiebt, so ihr sie Mir gläubig anvertraut habt. Was euch drückt, das traget zu Mir, und Ich nehme euch sicherlich eure Last ab, so ihr nur vollgläubig zu Mir kommet, so ihr in Mir euren Vater sehet und nun wie ein Kind zum Vater zu Mir sprechet um Hilfe in eurer Not. Denn Ich warte nur auf euren Bittruf, und sowie dieser aus dem Herzen zu Mir emporsteigt, erhöre Ich ihn. Wisset aber auch, daß ihr kurz vor dem Ende steht und daß ihr darum auch die Notzeit durchleben müsset, die Ich euch angekündigt habe; daß ihr darum noch so manchen Prüfungen ausgesetzt seid, die Ich aber nur darum über euch kommen lasse, um euch zu einem starken, unüberwindlichen Glauben zu verhelfen. Aus jeder Not des Leibes und der Seele befreie Ich euch wieder und mache Mich dadurch allen erkenntlich, die ein Zeichen von Mir verlangen, von Meiner Gegenwart, von Meiner Liebe und Allmacht. Doch weise seid ihr, so ihr alle irdischen Sorgen unbeachtet lasset, so ihr nur eifrig und still für Mich arbeitet und euch nur fest an Mich anlehnet mit der festen Zuversicht, daß Ich alle eure Sorgen auf Mich nehme und euch gebe, was ihr benötigt - dann könnet ihr wahrlich Meiner Hilfe gewiß sein, denn Ich weiß um alle eure Nöte und werde sie beheben, so es an der Zeit ist. Amen. B.D. NR. 4750.

 

Buch 54 4751

Verbreiten der Liebelehre Aufgabe der Diener Gottes.

1. Oktober 1949. B.D. NR. 4751.

Ich habe euch in den Dienst genommen, weil Ich um euren Willen weiß, um eure Fähigkeit, in Meinem Auftrag tätig zu sein. Und also unterweise Ich euch nun, auf daß ihr euren Dienst gut versehen könnt, Ich bilde euch aus für eure Tätigkeit. Nur eine kurze Zeit seid ihr Meine Schüler, dann aber genügt euer Wissen, um den Mitmenschen ein weiser Führer sein zu können. Doch mit Meinem Geist werde Ich ständig bei euch verbleiben, d.h., eure Lehrtätigkeit wird immer unter Assistenz Meines Geistes ausgeführt werden; und darum brauchet ihr nicht zu fürchten, eurer Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Denn eigentlich belehre Ich Selbst die Menschen, denen ihr das Evangelium bringen sollet. Doch es muß dies durch euch geschehen, weil Ich direkt zu ihnen nicht sprechen kann, ohne Mich in Meiner Göttlichkeit ihnen zu offenbaren. Dies aber könnten sie nicht ertragen in ihrem unreifen Zustand, und darum benötige Ich euch als Mittler, denn sie brauchen Meine Belehrung, die Ich ihnen durch euch zugehen lasse. Ihr also arbeitet für Mich und Ich durch euch, denn die Menschen sind in arger Not, weil sie nichts mehr von Mir wissen und das, was ihnen gesagt wird, nicht mehr glauben können. Ich aber will ihren Glauben wieder beleben oder ihn recht richten, denn die Menschen sind falsch belehrt und darum schon von Mir abgefallen, weil jeder Irrtum von Mir abführt und nur allein die Wahrheit zu Mir hinführt. Darum gehe Ich gegen den Irrtum vor, darum beauftrage Ich euch, Meine Diener, stets die Wahrheit zu predigen und gegen den Irrtum anzukämpfen, weil nur die Wahrheit zum ewigen Leben führt, weil ihr nur durch die Wahrheit selig werden könnt. Ich brauche euch also lediglich zum Verbreiten der Wahrheit, die Ich euch zuführe, auf daß ihr tauglich seid als Verbreiter Meiner Lehre, die nur Liebe gebietet. Ich brauche euch, da ihr durch euren Willen es möglich machet, daß Ich Mich euch kundgebe, weil nur durch Mein direktes Wirken, durch Übermittlung Meines Wortes, die Wahrheit euch zugeleitet werden kann und ihr also als Meine Schüler euer Wissen vermehret, das euch nun in die Lage versetzt, lehrend tätig zu sein unter den Mitmenschen. Denen sollt ihr Licht bringen, das sie dringend benötigen, jedoch bisher entbehren mußten, weil sich nur selten Menschen finden, die als Lichtträger das Dunkel der Nacht vertreiben können. Es ist dies eine schöne Aufgabe, die Segen bringt sowohl den Lehrern wie ihren Schülern und die auch stets Meine Zustimmung, Meine Unterstützung, Meine Gnade finden wird, eben, weil sie notwendig ist. Darum nehme Ich ständig Knechte an, die arbeiten wollen für Mich, und segne sie und ihren Willen. Und wer Mir so dienet auf Erden, den werde Ich belohnen in der Ewigkeit, denn ein treuer Knecht ist seines Lohnes wert. Amen. B.D. NR. 4751.

 

Buch 54 4752

Verehrung der Gottesmutter.

2. Oktober 1949. B.D. NR. 4752.

Alle geistigen Fragen werden euch beantwortet werden, weil sie zur Klärung beitragen, wo Wahrheit vom Irrtum unterschieden werden soll. Es ist aber stets Voraussetzung, daß euch an der reinen Wahrheit gelegen ist, denn sowie in euch das Verlangen vorherrschend ist, bestärkt zu werden in einer schon bestehenden Anschauung, seid ihr auch nicht empfangsfähig für die reine Wahrheit, ihr müsset bitten um diese und die rechte Antwort empfangen wollen. Meines irdischen Leibes Mutter war von Ewigkeit dazu ausersehen, Gebärerin des Erlösers der Menschheit zu sein, weil sie eine Lichtseele besaß, die ihrer hohen Mission wegen sich auf der Erde verkörperte, also rein und vollkommen genannt werden konnte im Vergleich zu ihren Erdenschwestern. Sie mußte aber dennoch einen schweren Lebensweg zurücklegen, um zu höchster Glückseligkeit zu gelangen im geistigen Reich, um ein rechtes Kind Gottes zu werden, um das höchste Ziel zu erreichen, die völlige Vereinigung mit Mir. Mit der Erfüllung ihrer Mission erwarb sie sich wohl das Anrecht, als heiligstes Wesen im geistigen Reich zu gelten, denn sie war zum Ebenbild Gottes geworden durch den Leidensweg, den sie auf Erden zurücklegen mußte; sie war durch die Liebe zu Mir in einen Leidenszustand versetzt worden, der auch ihren Körper vergeistigte. Und also war sie ein leuchtendes Vorbild einer Mutter, die tiefstes Leid trug um ihr Kind. Dennoch ist die göttliche Verehrung, die ihr von seiten der Menschen erwiesen wird, nicht nach Meinem Willen, denn sie ist wohl die Mutter Meines irdischen Leibes gewesen, im geistigen Reich aber ist sie eine Lichtgestalt, die, voller Liebe und Weisheit, euch Menschen verhelfen möchte zum Licht und also zur Glückseligkeit. Glückseligkeit im geistigen Reich kann es nur geben im Zusammenschluß mit Mir - den Zusammenschluß mit Mir aber findet eine Seele nur durch bewußtes Streben und innige Verbindung mit Mir. Also muß Ich als einzig erstrebenswert die Gedanken dessen erfüllen, der selig werden will. Er muß die Verbindung suchen mit Mir im freien Willen, unbeeinflußt von geistigen Kräften, weil - wenn diesen Kräften es gestattet wäre, ein jeder Mensch ihren Einfluß spüren würde, da ihre Liebe übergroß ist zu den Menschen, denen sie helfen möchten. Die Seele ist im freien Willen Mir abtrünnig geworden, sie muß im freien Willen zu Mir zurückkehren. Jede Beeinflussung von seiten der Lichtwesen wäre eine Beschränkung des freien Willens. Der Akt des freien Willens ist der aus eigenem Antrieb Mir zugewandte Wille, der sich äußert in der bewußten Verbindung mit Mir, und dieses Bestreben werden die Lichtwesen unterstützen in jeder Weise. Jede Verehrung eines Lichtwesens aber ist ein falsch gelenkter Wille. Die Lichtwesen stehen in der Liebe zu Mir und ehren und preisen Mich stets und ständig und wollen niemals für sich eine Ehrung durch Menschen annehmen, weil sie in Mir das anbetungswürdigste Wesen erkennen und in ihrer demütigen Liebe zu Mir jede Ehrung für sich zurückweisen, da sie diese als Mir allein zustehend empfinden. Wer sich des rechten Verhältnisses der Lichtwesen zu Mir bewußt ist, deren Liebe zu Mir zu hellster Glut entfacht ist, dem wird es auch verständlich sein, wie abwegig die Gedanken der Menschen sind, die eine solche Verehrung der Gottesmutter zollen, wie es der Fall ist, und sie werden es verstehen, daß es nicht Mein Wille sein kann, weil sich die Menschen gewissermaßen einen zweiten Gott schaffen, ein Wesen, dem sie Anbetung und Ehre zollen, die es nicht annehmen will, weil der Mensch nur immer danach trachten soll, die Verbindung mit Mir herzustellen, um auf Erden noch zum Ziel zu gelangen. Amen. B.D. NR. 4752.

 

Buch 54 4753

Mittler zwischen Gott und Menschen.

4. Oktober 1949. B.D. NR. 4753.

Ein Mittler zwischen Gott und den Menschen muß immer in Bereitschaft sein, von Gott zu empfangen und den Menschen zu geben. Die Liebe zu Gott muß den Menschen fähig machen, Sein Wort zu hören, und die Liebe zu den Mitmenschen muß ihn antreiben, das göttliche Wort ihnen zu vermitteln. Die Kluft von den Menschen zu Gott ist so groß, weil die Menschen selbst keinen Versuch machen, einen Weg zu Ihm anzubahnen, und darum ist ein Mittler nötig, der die Kluft überbrückt, der also den Weg zu Gott schon gefunden hat, der ihn ständig geht, um von Ihm gute Gabe zu empfangen, der aber auch seine Mitmenschen bedenket mit dieser Gabe, weil er Liebe zu ihnen empfindet und die Verbindung von seinen Mitmenschen zu Gott herstellen möchte, auf daß sie ebenfalls göttliche Gabe in Empfang nehmen und verwerten können. Ein Mittler zu sein zwischen Gott und den Menschen ist beseligend und verpflichtend zugleich, denn was Gott ihm gibt, ist nicht nur für ihn selbst bestimmt, sondern es ist Geistesgut, das allen Menschen zugewendet werden soll und nur durch einen Menschen zur Erde geleitet wird, weil sein Ausgang im geistigen Reich ist, die Menschen aber in ihrem noch unvollkommenen Zustand aus dem geistigen Reich direkt nichts entgegennehmen können und daher eine Zwischenstation benötigen, durch die ihnen das vermittelt wird, was sie benötigen, um vollkommen zu werden. Denn Gott steht dem Schwachen bei, Er sucht ihm Kraft zu vermitteln, die jedoch einen Ihm zugewandten Willen voraussetzt. Und so sollen die Mittler die Menschen belehren, auf daß sie Gott erkennen und lieben lernen und also auch den Willen haben, Ihm anzugehören. Dann werden sie auch Seinem Wort Beachtung schenken und von Kraft erfüllt sein - sie werden ihrer Erdenlebensaufgabe nachkommen und also gewonnen sein für das geistige Reich. Sie sind dann durch einen Mittler Gott zugeführt worden, sie haben selbst den Weg betreten, der zu Ihm führt, sie haben die Kluft verringert, die zwischen Gott und ihnen lag - sie haben über den Mittler zu Gott gefunden. Und das ist die Aufgabe derer, die Gott dienen wollen und von Ihm angenommen sind zur Arbeit für Sein Reich. Dies sind die Arbeiter im Weinberg des Herrn, die den Mitmenschen verhelfen zur Erkenntnis, zum rechten Glauben und zu einem Lebenswandel im Willen Gottes und dadurch zur ewigen Seligkeit. Amen. B.D. NR. 4753.

 

Buch 54 4754a

Hilfe der Lichtwesen. Geistige Knechtschaft.

5. Oktober 1949. B.D. NR. 4754a.

Die Bereitschaft, Mir zu dienen, wird von den Lichtwesen überaus freudig unterstützt, und so kann jede Bitte, besonders geistige Arbeit betreffend, an sie gerichtet werden. Denn den Wesen des Lichtes liegt die Zuführung der Wahrheit an die ihnen anvertrauten Erdenmenschen ob, und daher ist ihnen jede Kraft auf Erden willkommen, die ihnen hilft, mit jenen Schützlingen in Fühlung zu kommen. Es bleibt aber dennoch den Menschen überlassen, mit den Lichtwesen in Verbindung zu treten durch Gedanken oder Anruf, ansonsten sie sich nicht helfend betätigen können, da sie die Willensfreiheit der Menschen achten, sie sind jedoch stets in der Nähe ihrer Schützlinge und lenken deren Gedanken in das geistige Reich, es erkennend, wenn sich der Mensch dazu hingezogen fühlt und nun die bewußte Verbindung mit dem geistigen Reich einsetzt. Dann können sie ihn unterstützen in jeder Weise. B.D. NR. 4754a.

 

Buch 54 4754b

Hilfe der Lichtwesen. Geistige Knechtschaft.

6. Oktober 1949. B.D. NR. 4754b.

Geistige Knechtschaft bedeutet es, wenn geistiges Gedankengut den Menschen vorenthalten wird, um es zu verhindern, daß sie Vergleiche ziehen können zwischen verschiedenen Geistesrichtungen. Der Mensch kann kraft seines Verstandes prüfen und ablehnen oder annehmen, er kann auch ein falsches Urteil fällen; immer aber nimmt er Stellung zu dem Geistesgut, das ihm vermittelt wird. Und auf daß nun sein Urteil richtig ist, muß er vergleichen können und nach seinem Entscheid wird er nun seinen Lebenswandel führen und also für diesen zur Verantwortung gezogen werden. Sowie ihm aber jede Möglichkeit genommen wird, Geistesgut mit anderem zu vergleichen, fällt auch eine Prüfung weg - er muß nun ungeprüft annehmen, was ihm von außen zugetragen wird, er ist also dann zwangsweise gläubig - es kann aber dann niemals von einem rechten Glauben gesprochen werden. Der rechte, lebendige Glaube aber ist zur Erreichung des ewigen Lebens notwendig, und um diesen lebendigen Glauben gewinnen zu können, wird dem Menschen immer wieder Geistesgut dargeboten werden, das göttlichen Ursprungs ist und das sehr zu denken gibt, weil es abweicht von dem Wissen, das der Mensch besitzt und das also von dem ernstlich die Wahrheit begehrenden Menschen geprüft werden muß ob seiner Glaubwürdigkeit. Und es wird dies ein jeder können, er wird auch gefühlsmäßig das Rechte erkennen, doch immer ist die Richtschnur das von oben verkündete Wort, das als reinste Wahrheit von Gott Selbst seinen Ausgang nimmt und die Menschen aufkläret über alles, was zur Erreichung der Seelenreife nötig ist. Das göttliche Wort wird immer wieder den Menschen zugeleitet, und sowie der Mensch ernsten Willens ist, die Wahrheit zu haben, wird ihm durch das göttliche Wort Aufschluß werden, und er wird Irrtum von der Wahrheit unterscheiden lernen. Wird aber dem Menschen dieses göttliche Wort vorenthalten, so daß es ihm unmöglich gemacht wird, eine ernsthafte Prüfung von Geistesgut vorzunehmen, so ist dies eine geistige Knechtschaft, die wahrlich Verantwortung fordert, denn zwangsweise wird der Mensch zu einem Glauben veranlaßt, der niemals ein lebendiger werden kann, sondern stets tot bleibt, weil dem Menschen die Überzeugung fehlt, die er aber nur gewinnen kann nach ernsthafter Stellungnahme und Abwägen verschiedener Lehren. Die Wahrheit wird von Gott aus immer wieder zur Erde geleitet, und sie darf niemals ihm vorenthalten werden, doch die Prüfung muß ihm selbst überlassen werden, und es muß seinem Willen freigestellt werden, wofür er sich entscheidet, ansonsten der Mensch nicht zur Verantwortung gezogen werden könnte, er aber auch ständig geistig blind bliebe. Amen. B.D. NR. 4754b.

 

Buch 54 4755

Gläubige Gemeinde. Gegenwart Gottes. Seine Kirche.

8. Oktober 1949. B.D. NR. 4755.

Wo sich eine kleine Gemeinde bildet, die in Meinem Namen zu wirken sucht, die sich Meinen Willen zur Richtschnur nimmt und die im Glauben an Mich Werke der Liebe verrichtet, die Mein Wort aufnimmt und Meine Liebelehre auch den Mitmenschen gegenüber vertritt, dort bin Ich ständig gegenwärtig und lasse Meinen Geist in dieser Gemeinde wirken - Ich Selbst bin mitten unter ihnen, so sie nur Meines Namens Erwähnung tun und sich im Herzen zu Mir bekennen. Und so werde Ich ihre Gedanken stets so lenken, daß sie nur die Wahrheit reden, so sie die Mitmenschen unterweisen wollen, Ich werde stets ihr Bemühen segnen, das den Seelen der Mitmenschen gilt, Ich werde ihnen offensichtlich Berater und Führer sein, um die kleine Gemeinde zu vergrößern. Ich werde ihnen die Menschen zuführen, die aufnahmefähig sind für Mein Wort, das verbreitet werden soll, und immer wird Meine Unterstützung zutage treten, indem Ich den Vertretern Meiner Lehre eine außergewöhnliche Begabung zum Lehren schenke, also das Wirken Meines Geistes offensichtlich erkennbar ist. Und so wird auch Mein Wille erkennbar sein, daß das Evangelium verbreitet werden soll, und wer also diesen Willen zu erfüllen trachtet, der gehört Meiner Gemeinde an, Meiner Kirche, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe. Meine Kirche wird nur klein sein, der rechten Anhänger werden nur immer wenige sein, die allen Ernstes nach Vollkommenheit streben und so tief gläubig sind, daß sie Mich Selbst um Hilfe angehen und diese Hilfe erhalten in Form Meines Wortes. Sie sind gläubig und daher erkennen sie Mich und treten in das richtige Verhältnis ein, das ihnen Meine Gegenwart sichert. Und so Ich den Meinen gegenwärtig bin, können sie Mich auch hören und Ich kann ihnen Meinen Willen kundtun. Eine gläubige Gemeinde wird aber niemals nur für sich sorgen, sie suchet auch die Außenstehenden hereinzuziehen und spricht und wirbt also für Mich und Mein Reich. Und so segne Ich sie und alle ihre Bemühungen, denn ihre Mitglieder sollen feststehen im letzten Kampf auf dieser Erde. Nur wo Ich Selbst gegenwärtig sein kann durch lebendigen Glauben und uneigennützige Liebe, dort werden die Menschen die Kraft haben auszuhalten, denn Ich Selbst werde sie ständig mit Kraft versorgen - sie werden ständig Mein Wort empfangen, Ich werde mit ihnen reden, und wem Ich also gegenwärtig bin, der wird stark sein und Mir treu bleiben bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4755.

 

Buch 54 4756

Vorbestimmter Erdenlauf. Schicksalstücken. Liebe Gottes.

8. Oktober 1949. B.D. NR. 4756.

Jede irdische Sorge ist hinfällig, so ihr an Mich glaubt. Sowie ihr einen Lenker aller irdischen Geschicke anerkennt, müsset ihr euch dessen gewiß sein, daß dieser Lenker alle Bedürfnisse kennt und Er diesen Rechnung getragen hat, sowie Er den Erdenlauf jedes Menschen bestimmte in Seiner Weisheit. Alles nun, was über den Menschen kommt, hat seinen Anlaß, seine Begründung und seinen Zweck. Der Zweck ist immer das seelische Ausreifen, das aber oft auch ohne Widerstände vor sich gehen kann. Widerstände sind alle dem Menschen nicht zusagenden Momente, die er kurz Schicksalstücken nennt. So muß also auch das von einem Menschen ertragen werden, was vernunftsmäßig von ihm verurteilt wird, weil es ihm nicht behagt. Es ist aber nötig zur Aufwärtsentwicklung eines Menschen, und es wird immer wieder vorübergehen, es wird sich gewissermaßen von selbst regeln durch Meinen Willen, wenngleich der Mensch zumeist der Meinung ist, daß er selbst dazu beigetragen habe, ihm unangenehm Scheinendes zu beseitigen. Es wickelt sich alles nach Meinem ewigen Ratschluß ab, und so ihr nun das eine bedenket, daß bis ins kleinste jegliches Geschehen in eurem Erdenleben vorbestimmt ist, daß auch euer irdisches Ende vorgesehen ist seit Ewigkeit, müsset ihr es einsehen, daß ihr nichts daran ändern könnet und daß daher auch jede Sorge unnötig ist, weil doch alles kommet, wie es kommen muß nach Meinem Willen. Und so ihr nun an Meine Liebe und Weisheit glaubet, müsset ihr auch wissen, daß alles gut ist für euch, weil ihr als Meine Geschöpfe auch Meine Liebe besitzet und diese Liebe also euren Lebenslauf bestimmt hat, um euch heranzubilden zu Meinen rechten Kindern. Und so brauchet ihr nur euch Mir zu überlassen, also bewußt alles ergeben ertragen, was Ich euch sende, dann wird euch keine Sorge drücken, weil Ich sie von euch nehme, so ihr sie nicht mehr benötigt, und weil nichts ewig währt, was an euch herantritt, sondern in Kürze wieder behoben ist. Und hält ein Leid länger an, dann ist es nötig für eure Seele, und es wäre nur für euch zum Schaden, so Ich euch das Leid vorzeitig abnehmen möchte. Glaubet an Mich und vertrauet Mir, und so euch eine Sorge drückt, so tragt sie Mir vor - Meine Liebe kann alles von euch abwenden und wird es auch tun, weil ein Vater sein Kind stets so bedenkt, wie es ihm Freude macht. Doch dann müsset ihr auch wirklich wie Kinder zum Vater kommen - ihr müsset glauben an Mich und Mir eure ganze Liebe schenken. Dann ist das Ziel erreicht auf Erden, und ihr benötigt weder Sorgen noch Leid zum Ausreifen eurer Seelen. Amen. B.D. NR. 4756.

 

Buch 54 4757

Körper, Seele und Geist. Erklärung.

9. Oktober 1949. B.D. NR. 4757.

Unbegreiflich ist es den Menschen, in welchem Verhältnis Körper, Seele und Geist zueinanderstehen, und darum ist auch das Wirken des Geistes ihnen schwer zu erklären. Es steht der Geist im Gegensatz zum Körper, während die Seele zwischen beiden steht, also gewissermaßen für Körper oder Geist sich entscheiden muß, sich niemals aber beiden zuwenden kann. Die Seele ist bei Beginn der Verkörperung als Mensch gänzlich dem Körper zugetan, sie hat also das Bestreben, dem Körper alle Wünsche zu erfüllen, d.h. Denken, Fühlen und Wollen - die Seele des Menschen - ist nur auf den Körper eingestellt, der, als selbst noch Materie, sich mit der Materie auch zusammenzuschließen sucht. Also wird der Mensch Verlangen haben nach materiellen Gütern, weil diese der Inbegriff dessen sind, was dem Körper behagt. Der Geist kommt also so gut wie nicht zur Geltung, die Seele hört nicht darauf, was der Geist von ihr verlangt; er kann sich nicht durchsetzen, weil der Körper noch das Übergewicht hat und die Seele voll und ganz mit Beschlag belegt, also ihr Sinnen und Trachten beherrscht. Es kann aber die Seele auch die Wertlosigkeit irdischer Dinge erkennen, sie kann des Körpers Begehren als unwichtig ansehen, sie kann mehr verlangen vom Erdenleben, als nur materielle Güter - dann kommt der Geist zum Recht. Er äußert sich nun der Seele gegenüber und wird von ihr angehört. Es beginnt die Seele eine andere Richtung einzuschlagen, sie verlangt nun nicht mehr für den Körper, sondern strebt geistige Güter an, sie läßt sich belehren, d.h., sie nimmt widerspruchslos an, was ihr der Geist vermittelt, ja sie fühlt sich beglückt und beachtet stets weniger ihren Körper oder sucht auch ihn dem geneigt zu machen, was der Geist von der Seele verlangt - die irdische Materie aufzugeben, um geistige Güter einzutauschen. Nun hat der Geist gesiegt über den Körper, beide, Geist und Körper, suchen die Seele für sich zu gewinnen. Und sowie es dem Geist gelingt, die Wünsche des Körpers zu verdrängen, ist er Sieger. Was aber ist unter Geist zu verstehen? - Es ist der Geist das Göttliche im Menschen, es ist das, was den Menschen als Gottes Geschöpf kennzeichnet, es ist der Geist das Band, das den Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit verbindet. Es ist das Bewußtsein im Menschen, mit dem Vater von Ewigkeit auf ewig verbunden zu sein. Sowie er in Aktion tritt, erkennt sich der Mensch erst als Geschöpf Gottes, zuvor ist er sich nur als Lebewesen bewußt, das dem Leben alles abgewinnen möchte, was dieses bietet. Erkennt sich der Mensch aber, dann ist ihm die Welt nichts mehr, dann sucht er höhere Güter, dann sind seine Gedanken dem geistigen Reich zugewandt, dann sucht er in Verbindung zu treten mit Dem, Der ihm das Leben gab, dann ist sein Denken richtig und sein Wollen und Handeln dem göttlichen Willen entsprechend. Dann wirket also der Geist aus Gott im Menschen, Dem sich nun die Seele überlässet, daß Er sie leite und belehre, auf daß Körper, Seele und Geist nun eins werden und den Zusammenschluß suchen mit Gott, weil der Geist im Menschen unablässig dränget zum Vatergeist, mit dem er untrennbar verbunden ist und bleibt bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4757.

 

Buch 54 4758

Wiederverkörperung. Lichtwesen - Mission.

11. Oktober 1949. B.D. NR. 4758.

Ich werde euch niemals dem Irrtum preisgeben, so ihr nach der Wahrheit verlangt. Und wo es euch an der rechten Erkenntnis mangelt, wo ihr euch eine falsche Vorstellung macht, dort kläre Ich Selbst euch auf, weil Ich nicht will, daß euer Denken falsch ist. Ihr wandelt zwar nur kurze Zeit als Mensch auf dieser Erde, doch es ist diese Zeit nicht zu kurz bemessen, um selig werden zu können. Ihr könnet während eures Erdenlebens das Wesen völlig wandeln, ihr könnet die Ichliebe, die zu Beginn des Erdenlebens stark in euch entwickelt ist, völlig ablegen und in uneigennützige Nächstenliebe umwandeln, und ihr erreichet dadurch einen Reifezustand, der euch ein Eingehen in die Sphären des Lichtes gestattet, so daß ihr also selig seid. Doch der Grad der Seligkeit im geistigen Reich ist sehr verschieden, je nach der Beschaffenheit der Seele, in welchem Maß sie aufnahmefähig ist für die Lichtstrahlungen, die sie unmittelbar berühren, die von Mir ihren Ausgang nehmen und also Meine Gegenwart bedingen, was sonach Zusammenschluß mit Mir bedeutet, der nur stattfinden kann mit einem Wesen, das sich zur Liebe gestaltet hat. Also wird der Grad der Liebe auch den Grad der Seligkeit bestimmen. Der Mensch kann noch auf Erden sehr wohl diesen Liebegrad erreichen und als Mein rechtes Kind von dieser Erde scheiden. Dann ist unbegrenzte Seligkeit sein Los. Er kann aber auch es nicht zu dieser Vollendung bringen und doch durch Liebeswirken auf Erden seine Seele lichtempfänglich machen. Er hat also dann die Erdenlebensprobe bestanden, indem sein Wille sich Mir zuwandte, was er durch Liebeswirken Mir bewiesen hat. Das Lichtreich nimmt nun seine Seele auf, wo sie sich nun weiter zur Höhe entwickeln kann, doch niemals den Grad erreichen wird, den ein auf Erden ernstlich nach Vollkommenheit strebender Mensch erreichen kann, weil dessen Seele von Mir ergriffen wird und Meine Lichtstrahlung keinen Widerstand mehr findet, weil die Seele durch die Liebe kristallisiert ist und Mein Licht sie nun durchstrahlen kann voll und ganz. Und nun werdet ihr es verstehen, daß dieser Grad der Seligkeit eben nur ein Erdenleben zur Voraussetzung haben kann, ansonsten der Verdienst verringert wäre, also auch der Lohn geschmälert werden müßte. Ihr werdet verstehen, daß der Zusammenschluß mit Mir auf Erden schon gefunden werden muß in völlig freiem Willen und unter Aufbietung aller Kraft und daß eben diese Seligkeit die Gegengabe ist für die restlose Hingabe an Mich, die auch Ich mit Meiner ungeteilten Liebe entlohne. Und es geht daraus hervor, daß es ein Akt der Ungerechtigkeit von Mir wäre, wenn Ich den gleichen Lohn auch den Seelen zuwende, die das Erdenleben nicht in gleicher Weise ausnützten. Es stehen jedem Menschen gleich viel Ausreifungsmöglichkeiten zu, es stehen ihm alle Hilfsmittel zu Gebote, er kann Gnaden anfordern, bzw. nutzen in jedem Maß, und bei rechter Nützung seines Willens kann jeder Mensch das Ziel erreichen, vollkommen zu werden, weil nur ein Gestalten zur Liebe verlangt wird und Liebe jeder Mensch üben kann, wenn er nur will. Ich verlange wahrlich von euch Menschen nichts Unerfüllbares, weil euch ja eins zu Gebote steht: die Hilfe durch Jesus Christus, die darin besteht, daß der recht gerichtete Wille die Stärkung erfährt, um in die Tat umgesetzt werden zu können. Ihr Menschen könnt alle selig werden, wenn ihr es nur wollt. Folglich muß der recht gerichtete Wille entsprechend gelohnt werden, es muß die Seele anders bedacht werden im geistigen Reich als eine solche, die nachlässig war im Erdenleben in der Selbsterziehung, die es wenig ernst nahm im Streben nach Vollkommenheit. Und es muß eine solche Seele verständlicherweise in einem anderen Lichtgrad stehen, wenngleich auch sie selig genannt werden kann, weil sie sich aus der Finsternis, aus dem Zustand völliger Unkenntnis, emporgeschwungen hat, weil sie zur Lichtempfängerin geworden ist, wenn auch in schwächerem Maße. Es kann die Seele steigen im geistigen Reich zu immer größerer Seligkeit, denn die Lichtstrahlungen, die sie unausgesetzt empfängt, erhöhen ihren Lichtgrad und so erklärt sich daraus, daß eine Rückverkörperung auf die Erde zum Zwecke des Ausreifens unnötig und auch zwecklos wäre insofern, als daß der Seele die Rückerinnerung genommen werden muß und wieder nur der freie Wille entscheidend wäre, der sich genausogut nach unten wenden könnte, und dann der schon erreichte Lichtgrad gefährdet ist; wohingegen im geistigen Reich die Seele behält, was sie einmal besitzt, und sie damit arbeiten kann mit sicherstem Erfolg. Es ist die Rückkehr eines Lichtwesens auf die Erde zum Zwecke einer Mission ein Akt größter Liebe und Barmherzigkeit, weil das Leben im Fleisch jeder freigewordenen Seele unerträglich dünkt, sowie sie nur einen Schimmer von Erkenntnis besitzt. Ein Wesen, das so unvollkommen die Erde verläßt, daß es in tiefster Dunkelheit ist, befindet sich wohl in Erdennähe, doch zumeist unbewußt seines verlorenen Leibeslebens. Sein Verlangen nach materiellen Gütern der Erde ist riesengroß, doch ein solches Wesen wieder auf die Erde zurückversetzen, wäre wahrlich weder weise noch liebevoll, denn sein Wille würde niemals eine Höherentwicklung anstreben, weil die Gier nach der Materie überwunden werden muß, was auf Erden weit schwerer ist als im geistigen Reich, wo das Wesen die Unwirklichkeit der Materie erkennen kann, und ein Lösen davon schon den Beginn des Aufstiegs zur Höhe bedeutet. Ein Wesen mit einem schwachen Schimmer der Erkenntnis fühlt sich in seinem geistigen Zustand überaus wohl und verlangt nimmermehr nach der Fessel des Erdenlebens zurück. Einen schwachen Schimmer der Erkenntnis haben aber heißt, ein geringes Wissen zu besitzen, das der Wahrheit entspricht, und dieser Besitz schon macht das Wesen selig, weil es mit seinem geistigen Reichtum arbeiten kann - also die Liebe treibt es, von seinem Besitz abzugeben an die Seelen, die in Not sind. Jedes Liebeswerk aber erhöht den Lichtzustrom, es vermehrt das Wissen und erhöht die Seligkeit. Ein solches Wesen gibt nimmermehr den freien geistigen Zustand auf, um zur Erde zurückzukehren, da es erkennt, daß es im geistigen Reich aufwärtssteigen kann und seine Tätigkeit benötigt wird. Verkörpert sich dagegen ein Lichtwesen auf der Erde, so ist dies ein Akt größter Liebe und Barmherzigkeit, wozu schon ein hoher Liebegrad gehört, denn es gilt eine Hilfeleistung für die irrenden und in größter Finsternis wandelnden Menschen, die eine ungewöhnliche Hilfe benötigen, um nicht abzusinken in die Tiefe. Eine solche Rückversetzung kann dem Lichtwesen die Gotteskindschaft eintragen - den höchsten Grad der Vollkommenheit, der aber nur im Erdenleben gewonnen werden kann; denn die Seele geht den gleichen Weg im Fleisch mit allen Anfechtungen von seiten der Finsternis. Sie hat keinerlei Vergünstigungen ihrer zuvorigen Reife wegen, nur ist ein völliges Absinken zur Tiefe unmöglich, weil sie im Schutz der geistigen vollkommenen Seelen steht, die ihr wohl helfen, aber dennoch nicht ihren Willen zwingen. Sie muß als Mensch ringen und kämpfen und ist ohne jegliche Rückerinnerung. Sie muß ein Liebeleben führen, um nun den Mitmenschen als Führer zu dienen. Das Erdenlos solcher Seele wird weit schwerer sein, doch sie erreicht das Ziel, weil Liebe sie zu ihrem Erdengang bewog und die Liebe eine Kraft ist, die alles besiegt, die alles erreicht, und da sie den Zusammenschluß mit der ewigen Liebe Selbst bedeutet, auch immer bei Mir Unterstützung finden wird. Amen. B.D. NR. 4758.

 

Buch 54 4759

Vegetarische Kost? Töten der Tiere.

13. Oktober 1949. B.D. NR. 4759.

Ihr könnet Mich als euren Lehrer um alles fragen, und Ich werde euch antworten. Ich werde euch das rechte Verständnis geben für das, was euch unklar ist, und es wird euch leicht faßlich sein. Wem Ich die Fähigkeit gebe, einzudringen in geistiges Wissen, wessen Geist Ich also erleuchte, auf daß er seine Mitmenschen belehren soll mit gleichem Geistesgut, der muß von Mir als tauglich befunden worden sein, er muß sich geistig so entwickelt haben, daß Ich Selbst mit ihm in Verbindung treten kann durch seinen Willen. Eine Verbindung mit Mir setzt aber eine innerliche völlige Zuwendung zu Mir voraus, die allein Mich anzieht, weil, was nach Mir verlangt, von Mir auch ergriffen wird. Ich habe nun keineswegs den Menschen Beschränkungen auferlegt, wie Ich auch niemals Forderungen an die Menschen stelle, sich zu kasteien, um das Reich Gottes zu erreichen. Ich habe alles erschaffen, und als Ich euch auf die Erde setzte, gab Ich euch auch das Recht, euch die Erde und alles, was auf ihr ist, nutzbar zu machen. Als Ich euch gewissermaßen als Herren der Schöpfung die Erde übergab, war es euch anheimgestellt, welches Verhältnis ihr schaffen wollet zwischen euch und den geschöpflichen Wesen, die euch umgaben. Ich habe euch keine Gebote gegeben, Ich ließ euch völlige Freiheit, Ich trat zurück, Ich ließ euch gewissermaßen mit Meinen Werken allein. Denn ihr solltet euren Willen erproben. Ihr solltet aus eigenem Antrieb in Meine göttliche Ordnung eintreten, ihr solltet in ihr verbleiben und mußtet sonach unbeeinflußt von Mir denken und handeln. Und so mußtet ihr euch also selbst das Verhältnis schaffen zu allem, was euch umgab. Meine Schöpfungswerke aber sind alle geistig belebt, das, was ihr erschauen könnt, habt ihr selbst schon überwunden, d.h., eure Seele ist durch jegliches Schöpfungswerk gegangen, das für sie einen Zwangszustand bedeutete, und das so lange, bis die materielle Außenform sie freigab. Das Entweichen des Geistigen aus der Form war stets ein Akt der Erlösung, denn die folgende Form war stets weicher und nachgiebiger, bis nach endlos langer Zeit die Seele ihre letzte Form auf dieser Erde beziehen durfte. Der gute Mensch tut nun unbewußt das, was dem noch in der Form gebundenen Geistigen zur Höhe verhilft, weil seine Seele den Qualzustand kennt und ihn verringern will aus seiner Liebe heraus. Und so kann ein Akt der Freiwerdung verübt werden, der grausam erscheint und doch nicht als Grausamkeit gewertet werden kann. (14.10.1949) Es muß ein Unterschied gemacht werden zwischen einer Handlung, die lediglich Vernichtung aus bösem Willen heraus bezweckt, und einer solchen, die einen dem Menschen gut erscheinenden Zweck erfüllen soll. Es muß ferner ein Unterschied gemacht werden von Mensch und Tier insofern, als daß niemals der Mensch einem anderen Menschen das Leben nehmen darf, weil es auf der Erde keine weitere Verkörperung mehr für ihn gibt, weil das Erdenleben die letzte Station zum Ausreifen des Geistigen bedeutet, während das Geistige im Tier noch nicht die letzte Verformung erreicht hat, also ein Übergang in eine neue Form im gebundenen Zustand oder zum Menschen die Folge des Tötens ist und also ein Fortschritt genannt werden kann. Ferner ist der Umstand maßgebend, in welcher Weise dem Tier das Leben genommen wird. Es muß ein Akt der Liebe sein insofern, als daß dem Tier Schmerz und Qual erspart wird, denn immer muß in ihm das göttliche Geschöpf gesehen werden, das Meine Liebe besitzet und also schon darum schonend behandelt werden muß, auf daß das Geistige darin von seiten der Menschen Liebe spüret und bereit ist, sein Leben zu opfern zum Wohl der Menschen. Da es nun den Menschen in Wahrheit dient, erfüllt es seine Erdenaufgabe und gewinnt einen höheren Reifegrad, der ihm die Verkörperung als Mensch sichert oder auch eine höhere Entwicklungsstufe in einem anderen Lebewesen. Die Tötung eines Tieres aus Mutwillen ist eine Sünde, denn sie bricht ein Entwicklungsstadium vorzeitig ab. Doch niemals kann die gleiche Tat als Sünde angesehen werden, wenn ihr Motiv eine Hilfeleistung ist für den Mitmenschen. Wieweit nun diese Hilfeleistung Meinem Willen entspricht, soll gleichfalls erläutert werden. (15.10.1949) Alles, was ihr esset, ist von Mir gesegnet, so ihr selbst gläubigen Herzens seid und Mich zu erreichen trachtet. Ein Mensch, der bewußt Mir zustrebt oder unbewußt in Liebe wirket und Mir dadurch nahe ist, der kann nicht sündigen. Was er tut, wird recht sein vor Meinen Augen, weil er willens ist, Mir zum Wohlgefallen zu leben. Also wird er auch verzehren können, was ihm gut dünkt, ohne sich leiblich oder geistig zu schaden. Bedenken soll er nur, daß er mit jeder Kost geistige Substanzen zu sich nimmt, es wird ihm verständlich sein, daß die fleischliche Kost dem Wesen des Tieres entsprechend seine Wirkung hat auf die Seele des Menschen und daß daher das sanfte Tier vorzuziehen ist, so der Mensch die Wahl hat. Will jedoch der Mensch vom Genuß des Fleisches absehen, so wird er auch genügend Ersatz finden im Pflanzenreich, doch stets soll es ihm freistehen, sich seine leibliche Nahrung zu wählen, denn Ich werde ihm jede Nahrung segnen, so er Mich um den Segen bittet. Ein Übermaß jedoch ist keineswegs gut, weil dann das Ich des Menschen verdrängt wird, weil eine Vermehrung geistiger Substanzen stattfindet, die der Mensch von früheren Verkörperungen zur Genüge besitzt und die in seiner Entwicklung eine Hemmung bedeuten können. Im gerechtem Maße aber braucht der Mensch keine ungünstige Beeinflussung zu befürchten. Ein gerechtes Maß aber garantiert der Fisch, der keine der Seele unzuträglichen Substanzen birgt und darum die der Seele zuträglichste Nahrung für den Körper ist. Ich gebiete euch keine bestimmte Speise, wie Ich euch aber auch keine Speise verbiete. Nur sollt ihr stets auch die Zubereitung beachten, auf daß die körperliche Nahrung sich dem Wesen des Menschen angleiche, auf daß besonders schädliche Substanzen ausgeschieden werden und mit der Seele des Menschen nicht mehr in Berührung kommen können. Der Mensch wird solche Vorbereitungen selbst tun, weil er von Mir das Empfinden dafür erhalten hat und, sowie er Mir zustrebt, er von Mir belehrt wird, was recht und Mir als wohlgefällig ist. Amen. B.D. NR. 4759.

 

Buch 54 4760

Beweis der Ankündigungen. Hinweis auf ein Schauspiel.

17. Oktober 1949. B.D. NR. 4760.

Die Zeit wird euch den Beweis bringen, daß ihr Meinen Worten Glauben schenken könnt, die das Kommende ankündigten, und daß ihr sonach auch das als Wahrheit annehmen könnt, was Ich euch lehre durch die Übermittlung Meines Wortes. Die Zeit wird euch ferner bestätigen, daß der Irrtum dort zu suchen ist, wo die Wahrheit vertreten werden soll, denn es wird offensichtlich sein, daß Ich euch ein Zeichen gebe. Es wird Mein Wirken so deutlich in Erscheinung treten, daß kein Zweifel bestehen kann, was Ich verurteile und was Ich segne. Ganz sichtlich werde Ich die Meinen schützen, während Ich das Mir feindlich Gesinnte verderben werde. Nur noch kurze Zeit wird bestehen, bis die Welt ein Schauspiel erlebet, das Mich und Mein Wirken beweiset, denn es lenket die Aufmerksamkeit aller auf Mich, weil die Augen der Welt dorthin gerichtet sind, wo Ich sprechen werde zum Entsetzen der Menschen und sichtlichem Schutz der Meinen. Ihr werdet es erleben, daß ein Irrtum aufgedeckt wird, daß ein Thron zusammenstürzet, der sicher schien. Ich habe es euch angekündigt, doch ihr wollet es nicht glauben - und so wird es euch also überraschen, und dann sollet ihr nur darauf achten, was ihr hören werdet, denn es wird euch Aufschluß geben über vieles. Ich will sprechen zu den Menschen, die sich anders nicht belehren lassen, Ich will ihnen Meinen Willen kundtun, zwar in leidvoller Weise, weil es ihren Glauben stark erschüttern wird, doch es kann für ihre Seelen überaus gut sein, denn sie können dadurch zur Wahrheit gelangen, die sie brauchen zur Seelenreife. Prunk und Glanz aber trägt ihnen nicht die Wahrheit ein, Prunk und Glanz wird vergehen, denn was Ich den Menschen sende, vernichtet das Äußere, und nur wer den Kern besitzet, dem vermag nichts den Glauben zu rauben. Er wird wohl alles Äußere verfallen sehen, jedoch im Herzen nur Mich rufen, und ihm will Ich helfen jederzeit, auf daß die Menschen erkennen sollen, wie Ich den guten Willen derer segne, die in Mir ihren Vater sehen und darum nur Meinen Willen erfüllen. Amen. B.D. NR. 4760.

 

Buch 54 4761

Der wahre Frieden der Seele. Nicht von der Welt.

19. Oktober 1949. B.D. NR. 4761.

Die Welt kann euch nicht den wahren Frieden geben, denn auf ihr gibt es nur Kampf und Streit. Wo aber Frieden ist auf Erden, dort wird die Welt nicht mehr beachtet, dort ist die Verbindung mit dem geistigen Reich hergestellt, dort kann Ich geben, wie Ich euch verheißen habe - den wahren Frieden der Seele. Solange ihr aber auf Erden weilet, werdet ihr kämpfen müssen um diesen Frieden wider euch selbst, weil ihr noch Kinder der Welt seid und euren Vater im Himmel nicht bittet, daß Er euch den wahren Frieden schenken möge. Erst durch gänzlichen Verzicht auf die Welt mit ihren Freuden kehrt der wahre Frieden ein in euer Herz, denn dann werdet ihr Mich finden und nichts anderes mehr begehren, dann ist euer Herz still geworden in der Liebe zu Mir. Dann bin Ich sein Ziel, sein Verlangen, seine Hoffnung und sein Leben. Dann hat das Herz gefunden, was es begehrte, und nichts in der Welt bietet ihm nun Ersatz. Mein Gegner hat die Macht verloren über den, der in Mir den Frieden seiner Seele gefunden hat, und ob er nun auch immer wieder durch die Welt auf ihn einwirken will - den Frieden, den Ich ihr gab, wird die Seele nicht mehr hingeben um wertlose Güter oder Freuden der Welt. Darum führet vorerst einen Kampf wider euch selbst, auf daß ihr euch den Frieden erringet, auf daß Ich euch den Sieg gebe, daß ein rechter und wahrer Friede euch beschieden sei, der euch selig macht, weil der Mein Geschenk ist, Meine Verheißung, die sich erfüllet an denen, die Mich lieben und Meine Gebote halten. Amen. B.D. NR. 4761.

 

Buch 54 4762

Die Welt steht trennend zwischen Gott und dem Menschen.

21. Oktober 1949. B.D. NR. 4762.

Die Welt steht trennend zwischen euch und Mir. Ich aber stellte euch mitten in die Welt, damit ihr erkennen lernen solltet, wer deren Herrscher ist und ihn im freien Willen zu meiden um Meinetwillen. Ich will euren Willensentscheid, den ihr nur dann treffen könnet, wenn ihr sowohl Mich als auch Meinen Gegner kennet, um dann dem Einen zuzustreben aus innerem Antrieb. Die Welt also ist ein Hindernis für euch, um zu Mir zu gelangen, denn die Welt behält zumeist ihre Opfer, sie locket mit Glanz und Pracht, und der Mensch ist ihren Verlockungen zugänglich. Ich aber will, daß er alles Irdische zurücksetzet, um Mich zu gewinnen, Ich will, daß ihn der Gedanke an Mich erfüllt und er die Welt als unwirklich anzusehen beginnt, Ich will, daß er sich frei entscheide für Mich, und er wird es auch können, so er nur den ernsten Willen hat. Es wird stets für den Menschen einen Kampf bedeuten, denn sein Sinnen und Trachten gilt zumeist der Welt. Also muß er erst die Materie überwinden, bevor er sich ungeteilt Mir verbindet. Ich verlange diese Hingabe an Mich, die erst dann möglich ist, wenn die Welt keinen Einfluß mehr auf den Menschen hat. Dann erst habe Ich den Sieg errungen über die Seele des Menschen, dann erst ist der Mensch reif für das geistige Reich, dann erst hat die Seele den Weg betreten, der ins Vaterhaus führt, dann hat der Gegner alle Macht verloren über sie. Ich erfasse den Menschen mit Meiner Liebe und erfülle ihn stets mit Licht und Kraft, und seine Seele steigt aufwärts, sie strebt nun auch ihr Ziel an, ständig mit Mir vereint zu sein, und sie wird auch sicher ihr Ziel erreichen. Amen. B.D. NR. 4762.

 

Buch 54 4763

Geistig-Schauende. Lehrer und Berater der Mitmenschen.

22. Oktober 1949. B.D. NR. 4763.

Wem das geistige Auge erschlossen wird, der sieht durch alle Materie hindurch, für ihn gibt es keine Form, die undurchdringlich wäre, wie es auch keine Entfernung für ihn gibt und er sonach willensmäßig sich überallhin versetzen kann, um überall das geistige Wirken zu betrachten, das nur dem ersichtlich ist, der einen bestimmten Reifegrad erreicht hat. Wer geistig zu schauen vermag, der kann nun auch wahrheitsgemäß die Mitmenschen belehren über das Wesen der Schöpfung, über die Tätigkeit alles dessen, was als göttliches Schöpfungswerk den Menschen ersichtlich ist. Er kann das Leben der anscheinend toten Materie wahrnehmen wie auch das der Pflanzen- und Tierwelt, das den Menschen sonst verborgen ist, und daher es ihnen nicht glaubhaft sein will, wie ungeheuer tätig das Geistige in jeglicher Form ist. Der geistig Schauende aber überschreitet die Grenzen, die Gott dem sterblichen Menschen gesetzt hat, der geistig Schauende erblickt ebenso klar das geistige Reich, wie er diese Erde ersieht, er kann sich jederzeit versetzen in einen Zustand, wo ihm alle Dinge offenbar werden, und also wird sein Wissen vermehrt, und seine Liebe steigert sich ins ungemessene. Er vermag aber nicht alles den Mitmenschen mitzuteilen, was er sieht, weil für vieles es keine Verständigungsmöglichkeiten gibt, weil der geistig Schauende in seiner Seelenreife etwas sieht, was dem Mitmenschen, wollte es erklärt werden, unfaßbar wäre, weil es auf der Erde keine Vergleichsmöglichkeit dafür gibt. Es hat also der geistig Schauende eine Seelenreife erreicht, die ihn mehr erblicken lässet, als dem Verstand des Menschen faßbar ist, weshalb er bei den Mitmenschen keinen Glauben findet, er selbst aber unermeßlich viel für seine Seele gewinnt. Denn jeder Akt geistigen Schauens ist eine tiefe und innige Verbindung mit dem geistigen Reich, die niemals erfolglos für die Seele bleibt, denn sie nimmt noch mehr auf als das Auge des geistig Schauenden, sie kann sich verständigen mit den Lichtwesen und nimmt von ihnen große Weisheiten entgegen, die dem Verstand des Menschen verborgen bleiben. Und darum ist es schon ein Zustand der Seelenreife, der das nahe Ende eines Menschen ankündigt, denn wer einmal geistig zu schauen vermag, dessen Seele kann den Körper verlassen und unbeschwert in das geistige Reich eingehen, er ist auf Erden schon zu dieser Reife gelangt und benötigt ein weiteres Ausreifen nicht mehr, nur kann der Mitmenschen wegen ihm noch eine Zeit auf Erden beschieden sein, denn ein geistig Schauender ist für seine Mitmenschen ein Lehrer und Berater, und seinen Erfahrungen kann Glauben geschenkt werden, denn er sieht und hört mehr als jeder andere Sterbliche, weil seine Seele zu jeder Zeit den Körper verlassen kann, um im geistigen Reich immer wieder neue Eindrücke entgegenzunehmen. Amen. B.D. NR. 4763.

 

Buch 54 4764

Not - Glaubensprobe. Gott deckt die Bedürfnisse des Körpers.

25. Oktober 1949. B.D. NR. 4764.

Alles kann euch genommen werden, doch ihr werdet nicht zu darben brauchen, so ihr euch nur Mir empfehlet. Von Mir geht alles aus, und also kann Ich euch auch zu jeder Zeit wiedergeben, wessen ihr bedürfet zur Erhaltung des Lebens. Doch ihr dürfet nicht nur eures Körpers gedenken, sondern nur darauf achten, daß ihr die Seele nicht in der Not lasset, denn um ihretwillen allein tritt die Not des Körpers an euch heran. Wer aber sein Seelenheil allen körperlichen Bedürfnissen voransetzet, den werde Ich nicht in der Not der Seele und des Körpers belassen, und also brauchet ihn auch keine Sorge zu belasten um irdische Dinge. Denn Ich weiß stets, woran es ihm mangelt und gebe ihm zur rechten Zeit. Und so lasset euch nicht schrecken, wenn ihr in eine Not geratet, die euch unüberwindlich erscheint, wisset, daß Ich immer in Bereitschaft bin und nur um eurer selbst willen ihr die Glaubensprobe bestehen müsset, bevor Ich eingreife. Erschrecket nicht, sondern glaubet nur, und lasset Mich also wirken für euch. Was sich an euch vollziehet, ist ein Erlösungsprozeß von sicherster Wirkung, und sowie ihr nun euer ganzes Leben so betrachtet, muß jede Angst von euch weichen, bin Ich es doch, Der euch zu Seinen Kinder gestalten will und euch darum das Leben gab. So ihr also euren Vater in Mir erkennet, könnet ihr euch getrost Mir anvertrauen im festen Glauben, daß der Vater Seinen Kindern hilft, wo immer es nötig ist. Doch Ich mache euch darauf aufmerksam, auf daß ihr nicht verzagt in Tagen der Not, daß ihr nicht ängstlich werdet, sondern vollgläubig nur eure Augen erhebet zu Dem, von Dem euch Hilfe kommt. Und Er wird euch helfen, weil ihr Seine Kinder seid und weil ein Vater seine Kinder liebt und ihnen diese Liebe ewiglich nicht entziehen wird. Amen. B.D. NR. 4764.

 

Buch 54 4765

Hinweis auf das Ende und Mahnung, für Seele zu sorgen.

26. Oktober 1949. B.D. NR. 4765.

Alles weiset auf das Ende hin. Sehet um euch, und gebt euch keiner Täuschung hin, daß ihr annehmet, irdisch emporzusteigen und ihr die Notzeit überwunden zu haben glaubt. Sie bricht erst an, und was ihr erleben werdet, übertrifft alles bisherige. Achtet auf die Zeichen der Zeit, und vergleichet sie mit dem, was Ich euch angekündigt habe. Ihr wollet es nicht wahrhaben, daß die letzte Zeit gekommen ist, und darum achtet ihr nicht Meiner Ankündigungen. Und doch werdet ihr nicht verschont bleiben, sondern Zeugen sein für die Wahrheit Meines Wortes. Nur würdet ihr weit mehr gewinnen, so ihr glaubt und Mein offensichtliches Wirken erkennet. Ihr werdet viel gewinnen für eure Seelen, denn es kräftigt sich dann euer Glaube und hilft euch auch, die schwere Zeit zu ertragen. Es wird der Tag herankommen, den Ich bestimmt habe seit Ewigkeit. Ich aber will euch nicht ungewarnt diesen Tag erleben lassen, und deshalb komme Ich immer wieder im Wort zu euch und mache euch auf die gewaltige Umänderung eurer Lebenslage aufmerksam. Irdisch könnet ihr nichts begünstigen, ihr könnet nicht vorsorgen, ihr könnet auch nicht fliehen und euch und eure Habe in Sicherheit bringen - ihr könnet nur für eure Seele sorgen, daß sie diesen Tag vorbereitet erlebt. Dann seid ihr trotz aller Not geborgen an Meinem Vaterherzen, und Ich stehe euch auch irdisch bei. Darum trachtet nicht danach, euch in der kurzen Zeit, die euch noch bleibt, irdische Verbesserungen zu schaffen, denn nichts wird euch bleiben als das, was Ich euch zubillige und was euch zufällt, sowie ihr nur Mein seid durch euren Willen. Vermehret nicht eure Erdengüter, sondern nur den Reichtum eurer Seele. Gebet ihr Speise und Trank, und machet sie dadurch stark und reif für das Kommende. Denn ob auch die Zeit von Mir aus kurz bemessen ist bis zum Ende, so wird sie doch größte Anforderungen stellen, und denen sollt ihr gewachsen sein durch starken Glauben. Achtet auf die Zeichen der Zeit und erkennet, daß das Ende nahe ist. Und tuet alles, um das Ende gleichmütig und vertrauend auf Mich erwarten zu können, bereitet euch vor, indem ihr nur eurer Seelen gedenket, innigste Verbindung suchet mit Mir, eurem Schöpfer und Vater von Ewigkeit, auf daß ihr Mir treu bleibet bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4765.

 

Buch 54 4766

Glaube ohne Liebe ist tot.

26. Oktober 1949. B.D. NR. 4766.

Erfüllet ihr Meine Gebote der Liebe, dann werdet ihr auch zum lebendigen Glauben gelangen, doch ohne die Liebe ist euer Glaube tot. Werke, die in uneigennütziger Liebe verrichtet werden, sind kraftspendend, und diese Kraft äußert sich in einem Glauben, der alles für möglich hält und dadurch auch alles möglich macht. Ihr müsset immer daran denken, daß die Liebe Kraft ist, also ein Wirken in Liebe stets Kraftzufuhr zur Folge hat. Ihr müsset daran denken, daß Liebe etwas Göttliches ist, daß ihr Mich Selbst anziehet, so ihr liebetätig seid. Wenn Ich nun euch nahe bin, so weiß das wohl die Seele, wenngleich ihr als Mensch euch dessen nicht bewußt seid, und diese Meine Gegenwart gibt der Seele auch das sichere Gefühl der Hilfe - und dieses sichere Gefühl ist Glaube, ein Glaube, der überzeugt, also lebendig ist. Durch die Liebe ziehet ihr Mich an und, da Ich Selbst Liebe bin, ist es verständlich, daß Ich alles für euch tue, daß Ich euch alles gewähre, was ihr von Mir erbittet und erwartet im starken Glauben. Und also ist euer Glaube wieder Kraft, denn ihr setzet Mir euren Glauben entgegen, der Mich gewissermaßen zwingt, so zu handeln, wie ihr es erwartet, weil Ich es euch verheißen habe, daß ein fester Glaube alles erreicht. Durch Liebeswirken gewinnet ihr Mich und Meine Liebe. Die Liebe versagt sich nie, und so ihr euch ernstlich die Tiefe Meiner Liebe bedenket, wird auch die Überzeugung in euch wachsen, daß ihr Kinder dieser Liebe seid, und dann wird auch euer Glaube lebendig sein, und ihr werdet Berge versetzen können, weil ihr dann Meine Kraft in Anspruch nehmt, die euch zu allem befähigt, was ihr wollt. Doch niemals werdet ihr lebendig glauben können, so ihr nicht in Liebe tätig seid. Der Glaube ohne die Liebe ist tot, er ist ohne Kraft, ohne Leben, er ist nur ein Wort, aber kein Begriff. Liebe allein belebt ihn, weil Ich Selbst die Liebe und somit euch gegenwärtig bin. Amen. B.D. NR. 4766.

 

Buch 54 4767

Liebeswerben Gottes um das Ihm abtrünnig Gewordene.

27. Oktober 1949. B.D. NR. 4767.

Ihr Menschen seid Kinder Meiner Liebe, und diese Liebe bestimmte Mich, euch, die ihr euch freiwillig von Mir entfernt habt, immer wieder nahezutreten und um eure Liebe zu werben. Doch ihr seid ohne Gegenliebe, eure Herzen sind kalt, und Mein Werben ist vergeblich; Ich gewinne nur sehr wenige Herzen, die Mir ihre Liebe schenken und sich nach Meiner Vaterliebe sehnen und zu Mir zurückkehren, um sich ewig nicht mehr von Mir zu trennen. Doch Meine Liebe höret nimmer auf - und Ich werde niemals nachlassen, um das zu werben, was Mir abtrünnig wurde, weil es ohne Meine Liebe bestehen zu können glaubte. Denn es ist Mein Anteil, es ist Kraft von Meiner Kraft, die Ich nimmermehr entbehren will, weil sie Ausstrahlung Meiner Liebe, also Meiner Selbst ist. Was von Mir ausgegangen ist, muß unweigerlich wieder zu Mir zurückkehren, weil es zu Mir gehört. Und darum könnet ihr euch wohl willensmäßig von Mir entfernt halten, auch ewige Zeiten hindurch, ihr werdet es doch nicht verhindern können, daß Ich immer wieder Meine Hände nach euch ausstrecke, um euch zurückzuholen in das Reich der Liebe, ihr werdet einstens doch Mein werden und bleiben bis in alle Ewigkeit. Ich liebe euch, Ich verlange nach euch, aber Ich zwinge euch nicht, zu Mir zurückzukehren und Mich wieder zu lieben. Meine Liebe aber bedeutet höchste Seligkeit für euch, die ihr aber erst empfinden werdet, so ihr Mir eure Liebe schenket, so ihr euch Mir hingebt, so ihr euren Willen gänzlich dem Meinen unterstellt, nicht aus Furcht, sondern aus Liebe. Ich will keine Geschöpfe, die sich Mir beugen müssen, weil Ich mächtig bin, und darum steht es ihnen frei, an Mich zu glauben oder nicht, sie sollen nicht durch den Beweis Meiner Existenz gezwungen werden, sich Mir zu ergeben, sondern nur die Liebe im Herzen wird ihnen diesen Beweis geben, dann aber habe Ich sie schon gewonnen, dann sind sie freiwillig Mein geworden. Wen Ich aber gewonnen habe, wessen Liebe Mir gehört, den ziehe Ich an Mein Herz und lasse ihn ewiglich nimmer, und er wird Meine Liebe fühlen, wo er geht und steht. In seinem Herzen will Ich Wohnung nehmen und ständig bei ihm bleiben, ihm werde Ich den Beweis Meiner Liebe geben - er wird Meine Stimme vernehmen im Herzen, es wird der Vater mit Seinem Kind Worte der Liebe reden, und unablässig werde Ich es belehren der vollsten Wahrheit gemäß. Amen. B.D. NR. 4767.

 

Buch 54 4768

Zusammenbruch kirchlicher Organisationen. Wahre Kirche.

28. Oktober 1949. B.D. NR. 4768.

Dem letzten Ende geht eine Zeit voraus, wo Mein Wort angegriffen werden wird und auch alles, was auf Mich als Schöpfer und Erhalter hinweiset. Man wird jeglichen Glauben an einen Gott zerstören wollen, was also offener Kampf gegen alles Geistige bedeutet. Und nun werden am meisten betroffen sein die kirchlichen Organisationen und ihre Anhänger, denn man geht gegen alles vor, was nach außen hin erkenntlich ist als Vertreter Meines Reiches und Meiner Lehre. Und darum lasse Ich außerhalb dieser Organisationen Vertreter Meines Wortes erstehen, die nun von Mir berufen sind, Meine Lehre zu verbreiten, denn sie sind im Besitz der vollsten Wahrheit und somit auch geeignet, in der letzten Zeit ihre Mitmenschen zu belehren. Denn es wird nottun, in der letzten Zeit vor dem Ende, die Menschen im Glauben zu stärken oder ihn zu erwecken, denn nun erst werden sie nachzudenken beginnen über die Beständigkeit der Lehren, die ihnen traditionsmäßig vermittelt wurden. Und sie werden erkennen, daß Ich nicht mit denen bin, die nur durch die Kirche mit Mir verkehren, die im Glauben sind, ein Privileg zu haben durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche. Ich liebe wohl ein jedes Meiner Kinder, sowie aber ein Kind nicht des Vaters Willen erfüllt insofern, als daß es die ihm verliehene Gabe des Verstandes nicht nützet und also Verstand und Herz anregt zur Tätigkeit, um zu erkennen, wann es sich in Meinem Willen bewegt, um zu erkennen, wann falsche Propheten sich als Meine Sendlinge ausgeben, entfernt sich dieses Kind von Mir und findet schwer den Weg zu Mir zurück. Ständig lasse Ich auch ihnen Mein Wort zugehen, ständig trete Ich ihnen nahe und versuche, ihnen Kenntnis zu geben auf direktem Wege, d.h., Ich sende ihnen Meine Boten zu, damit sie ihnen Aufschluß geben, doch sie nehmen keine Belehrungen an und sind somit auch nicht mehr entschuldbar, so sie sich auf einen falschen Weg verirren. So nun aber auf Betreiben Meines Gegners den Menschen ihre Kirche genommen wird, werden nur die Menschen nicht wankend werden, die im wahren Glauben stehen und mit Mir so innig verbunden sind, daß Ich ihnen jederzeit nahe sein kann. Diese werden von den harten Maßnahmen und brutalen Verfügungen nicht betroffen werden, denn sie wissen es, wo die wahre Kirche Christi zu suchen ist, und werden nur immer eifriger eintreten für Mein Wort, wie sie aber auch vor Verfolgungen derer nicht sicher sind, die gegen alles ankämpfen, was zum Glauben gehört. Ihr steht aber alle noch davor, daß ihr euch entscheiden müsset, und dann gibt euch nur die innere Überzeugung Kraft zum Widerstand, daß ihr in der Wahrheit stehet und als Beweis Mein Wort habt, das Ich Selbst euch vermittelt habe. Ihr, und alle, die euch anhören und Mir dienen wollen, werden nun reden mit Engelszungen, und an ihnen wird alles abprallen, denn nun wissen sie auch, daß sie nur eine kurze Zeit ausharren müssen, um selig zu werden, sie wissen, daß wohl alles Äußerliche wanken kann, niemals aber die Kirche, die Jesus Christus auf Erden gegründet hat - die wahre Kirche, die nicht von den Pforten der Hölle überwunden werden kann. Unzählige Menschen aber werden abfallen vom Glauben, sie werden es unbegreiflich finden, daß Ich nicht die Kirche schütze, die sie als von Gott gegründet ansehen, und sie legen sich nicht selbst darüber Rechenschaft ab, ob sie Mitglied der von Mir gegründeten Kirche sind, weil ihnen das Nachdenken darüber untersagt ist. Und so wird etwas zusammenbrechen, was nach der Ansicht der Menschen unbesiegbar sein soll. Es wird zusammenfallen wie ein Kartenhaus, weil es Menschenwerk ist, das nicht von Bestand sein kann. Doch die Meinen werden sich nicht überwinden lassen, sie werden die Glaubensstärke besitzen, die Widerstand leistet, weil sie Meine Unterstützung findet. Sie werden die Kraft aus Mir beziehen, weil sie fest glauben an Mich und daher Meiner Kirche angehören, die nicht von den Pforten der Hölle überwältigt werden kann. Doch es wird eine harte Zeit sein, auf die Ich immer wieder hinweise, um euch, die ihr Mir angehöret, ständig zu ermahnen, euch vorzubereiten, immer wieder Kraft entgegenzunehmen durch Aufnahme Meines Wortes und Wirken in Liebe. Die Zeit ist nahe, wo jener Kampf einsetzet, und dann müsset ihr gewappnet sein - ihr müsset standhalten, wenn alle versagen, die einem Scheinglauben anhängen, die sich in der Wahrheit stehend wähnen, ohne jemals darüber nachgedacht zu haben, was zu glauben von ihnen gefordert wird. Sie werden wanken und abfallen, ihr aber sollt standhalten und den Beweis liefern, daß die innige, lebendige Verbindung auch den lebendigen Glauben zur Folge hat, der euch die Kraft gibt, auszuharren bis an das Ende. Amen. B.D. NR. 4768.

 

Buch 54 4769

Segen des Gebetes.

30. Oktober 1949. B.D. NR. 4769.

Ihr alle nehmet die Gnade des Gebetes nicht oft genug in Anspruch, ihr sprechet alle nicht oft genug mit Mir, denn eine jede stille Zwiesprache mit Mir ist ein Gebet, das euch unnennbaren Segen einträgt für eure Seele. Sowie ihr gedanklich die Verbindung mit Mir herstellt - weil ein jeder gute Gedanke Mich anzieht - ist auch sofort die Zuleitung von Kraft möglich, weil Ich ständig Kraft ausstrahle, die alles durchdringt, was sich ihr öffnet. Eine Verbindung mit Mir muß immer für euch Menschen eine gute Auswirkung haben, und darum könnet ihr nicht oft genug euch in den Zustand des Kraftempfangs versetzen, wenngleich ihr körperlich wenig davon spüret, so ist doch die Seele ungemein gekräftigt, um fortgesetzt zur Höhe streben zu können. Schon der Wille zur Annäherung an Mich, der in jedem Mir zugewandten Gedanken zum Ausdruck kommt, hat eine überaus günstige Wirkung, weil Ich diesen Willen sofort ergreife und dies also ein Plus bedeutet für die Seele. Der Mir zugewandte Wille gibt nicht eher Ruhe, bis die Verbindung mit Mir hergestellt ist, bis der Mensch leise Zwiesprache hält mit Mir, bis ein Gebet zu Mir emporsteigt, das nicht nur irdische Anliegen zum Inhalt hat, sondern auch um Gnade und Kraft, um das Heil der Seele fleht. Und stets werde Ich Meinem Kinde Gehör schenken, weil Ich es beglücken will geistig und irdisch. Wüßtet ihr, welcher Segen auf einem stillen, demütigen Gebet zu Mir liegt, ihr würdet die Gnaden des Gebetes viel mehr nützen, ihr würdet oft Mich euch gegenwärtig sein lassen durch inniges Gedenken, denn es ist dies ein Erheben in geistige Sphären, es ist dies ein Verweilen im Reiche des Lichtes, was ihr körperlich zwar nicht empfindet, doch dereinst euch bewußt werden wird, wenn ihr die körperliche Hülle verlassen habt. Eure Seele ist schon dort, wo sie dereinst weilen wird - sie läßt für die Zeit des Gebets die Erde zurück, die Seele enthüllt sich vor Mir und läßt sich von Mir bekleiden mit einem Lichtgewand, das zwar überaus durchsichtig ist, aber dennoch eine Hülle für die Seele, die ihr wohltut. Die Seele gestaltet sich gewissermaßen um, und je öfter sich dieser Vorgang vollzieht, desto strahlender wird die Lichthülle, desto größer das Verlangen nach Mir. Die Seele fühlt sich nicht mehr endlos fern, sie kommt Mir vertraut entgegen, sie will Mich hören und fühlen, sie will Licht und Kraft empfangen. Sie hält, irdisch gesehen, nun stille Zwiesprache mit Mir, sie betet im Geist und in der Wahrheit - und ist, geistig gesehen, in Sphären des Lichtes, Mir nahe, nur aufgeschlossen für die Ausstrahlung Meiner Selbst. Ein inniges Gebet muß die Seele zur Reife bringen, denn ein Mensch, der sich Mir innig zuwendet, der sucht auch alles zu erfüllen, was Ich von Ihm verlange. Darum löset euch oft von dieser Erde, lasset eure Gedanken zu Höhe schweifen, suchet Mich in Gedanken, kommet zu Mir, zutraulich und gläubig. Verweilet also im Gebet, still und andächtig Mir zuhörend, was Ich euch erwidere, und ihr werdet bald auch Mich verstehen lernen, ihr werdet Meine Stimme in euch vernehmen, ihr nützet dann die Gnade des Gebetes, weil ihr euch unmittelbar mit Mir verbindet und jede Verbindung mit Mir euch zur Seelenreife verhilft. Amen. B.D. NR. 4769.

 

Buch 54 4770

Gott duldet schlechte Handlungen, heißt sie aber nicht gut.

31. Oktober 1949. B.D. NR. 4770.

Was Ich zur Ausführung kommen lasse, braucht nicht immer Meinem Willen zu entsprechen, es kann im Gegenteil gänzlich Meinem Willen entgegengerichtet sein, doch Ich verhindere es nicht, weil Ich einerseits den freien Willen des Menschen achte, und andererseits der falsch gerichtete Wille erkannt werden soll, um nach besserer Erkenntnis gewandelt zu werden. Das Erkennen findet aber zumeist erst dann statt, wenn die Auswirkung schlechten Handelns, Denkens oder Redens in irgendeiner Weise Schaden oder Verlust bedeutet, wenn sie irgendwie verderbend ist. Dann erst ist es möglich, daß sich ein Mensch besinnt, daß er entgegen Meiner ewigen Ordnung tätig ist. Es wäre für den Menschen keine Fortschrittsmöglichkeit gegeben, so Ich jegliche schlechte Handlung verhindern möchte, also Meine Kraft denen entziehen würde, die sie auszuführen gedenken. Es muß der Mensch reifen im freien Willen. Er ist im Besitz von Lebenskraft, solange er auf Erden lebt mit Fleisch und Blut; und diese Kraft muß er frei gebrauchen können nach jeder Richtung hin, sein Wille muß sich recht entscheiden. Dies ist die Glaubensprobe, die ihr alle bestehen sollt, und ihr seid erst dann gut, wenn ihr das Gute wählt aus freiem Antrieb, obwohl euch das Schlechte großen Vorteil eintragen würde. Und darum werde Ich niemals eine Tat verhindern, nur kann und will Ich die Auswirkung verhüten oder wenden entgegen dem Willen des handelnden Menschen. Und so kann etwas von Menschen als schlecht Erkanntes von Mir als begünstigt erscheinen, und dennoch habe Ich daran kein Wohlgefallen, sondern Ich dulde es nur, heiße es aber nimmermehr gut. Verantworten muß sich der Mensch jedoch für alles, was sein Wille angestrebt hat, selbst wenn es durch Meinen Willen sich segenbringend auswirkt. Es ist dann eine Ausreifungmöglichkeit für die Seelen, die Opfer sind von Taten, die ein schlechter Wille gebärt, die Ich wohl zulasse, aber niemals gutheiße, sowie sie gegen das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe verstoßen. Amen. B.D. NR. 4770.

 

Buch 54 4771

Werkzeuge Gottes. Bedingungen. Weltsinn. Kontrollgeister.

2. November 1949. B.D. NR. 4771.

Die sich Meine Diener nennen auf Erden, sind wahrlich nicht immer in Meinen Diensten stehend, doch sie geben sich als Meine Knechte aus, ohne von Mir Anweisung erhalten zu haben, und verständlicherweise leisten sie nicht die Arbeit, die für die Errettung irrender Seelen wichtig ist - sie können keine Wahrheit verbreiten und die Menschen aufklären, sie sind keine tauglichen Lehrer, weil sie selbst nicht recht belehrt worden sind und nun auch nur das weitergeben können, was ihrem Wissen entspricht. Dieses Wissen ist aber nicht das wahre, unantastbare Geistesgut, was Ich als Mensch gelehrt habe auf Erden, sondern es hat schon viele Veränderungen erfahren und trägt nun wahrlich nicht mehr dazu bei, daß sich der Mensch zur Höhe entwickelt, wie es seine Bestimmung ist im Erdenleben. Doch es ist Mein Wille, daß den Menschen die Wahrheit offenbart werde, und darum komme Ich Selbst zu den Meinen und gebe Mich ihnen kund, und das in einer Weise, daß es keinen Zweifel geben kann, daß ihr Menschen von Gott gelehrt werdet. Dennoch stelle Ich Bedingungen, die erfüllt werden müssen, will der Mensch Meine Offenbarungen vernehmen und sie den Mitmenschen weitergeben. Eine dieser Bedingungen ist, sich gänzlich von der Welt abzuschließen und nur auf die Stimme im Herzen zu lauschen. Dann erst, wenn die Welt gänzlich in den Hintergrund tritt, kann Ich Mich durch das Herz dem Menschen kundtun. Ein Abschließen von der Welt aber bedeutet, keine weltlichen Gedanken zu hegen, nach inniger Verbindung mit Mir durch Gebet nur zu horchen, was Ich als sein Lehrer ihm mitteilen will. Diese Bedingung aber erfüllen nur wenige Menschen. Sie sind der Welt noch zu sehr zugetan, und daher nehmen sie an allem Anteil, was in der Welt vorgeht, weshalb auch in Kundgaben sich irdische Gedanken zwischendrängen, nicht weil Ich dem Aufnehmenden Meinen Schutz entziehe, sondern weil Ich ihn nicht zwinge, weil jede geistige Kundgabe einen freien Willensakt bedeutet, wenngleich Ich den Mir zugewandten Willen ergreife und den Menschen vor dem Versinken in die Tiefe bewahre. Dennoch muß unterschieden werden. Rein inspirierte Kundgaben, wo also der Mensch diktatmäßig hört mit seinem geistigen Ohr, werden stets der Wahrheit entsprechen. Doch sowie der Mensch seine Gedanken abschweifen läßt in weltliches Gebiet, sowie er nicht mit ungeteilter Aufmerksamkeit auf die innere Stimme lauschet, drängen sich auch weltliche Gedanken ein und wollen sich festsetzen. Dann erleidet die Wahrheit Trübungen, was aber auch nur dann möglich ist, wenn Ich Selbst zurückgedrängt werde, also ihr Menschen gewissermaßen nicht mehr Mich zu hören begehrt, sondern über irdische Angelegenheiten Aufklärung erhofft. Dann schaltet sich die Welt von selbst ein, das heißt, die Wesen, deren Sehnen die irdische Welt ist. Dann werden ihm durch diese Wesen Antworten unterbreitet, die aber mit geistigen Kundgaben nichts gemein haben. (3.11.1949) Keines Meiner Werkzeuge ist frei von Weltsinn, nur daß dieser in kleinem Maß vorhanden ist und zumeist ganz ausgeschaltet wird in der Verbindung mit Mir. Doch weil der Mensch auf der Erde lebt, tritt auch die Welt immer wieder an ihn heran und kann auch mitunter die Sinne gefangennehmen, wenn auch nur für kurze Zeit. Und das ist es, was berücksichtigt werden muß, daß auch ein Werkzeug rein irdische Fragen in sich auftauchen lässet, wodurch er nun eine rein geistige Verbindung unterbricht und nun also der Verstand des Menschen zu arbeiten beginnt. Doch stets muß euch gesagt werden, daß niemals geistiges Wissen verunstaltet werden kann, so der Mensch selbst wahrheitsliebend und wahrheitsverlangend ist. Das geistige Wissen steht ständig unter dem Schutz von Kontrollgeistern, d.h., die Lichtwesen werden jede falsche Darstellung oder Unverständnis des Aufnehmenden zu verhindern wissen. Göttliche Wahrheit kann nie und nimmer verunstaltet werden von einem sich Mir zum Dienst anbietenden Menschen, der es ernst meint mit seiner Aufgabe. Irdisches Wissen dagegen ist nach wie vor Irrungen unterworfen, es sei denn, es bittet der Mensch um Erleuchtung des Geistes zur ausschließlichen Lösung oder Beantwortung von Fragen auf irdischem Gebiet. Amen. B.D. NR. 4771.

 

Buch 54 4772

Annehmen des Wortes Akt des freien Willens. Wahrheitsträger.

4. November 1949. B.D. NR. 4772.

Was der Menschheit offenbart werden soll, das werde Ich ihr immer und immer wieder zuleiten, und Ich werde auch wahrlich die rechten Vertreter finden für die Wahrheit von oben. Ich werde die geeigneten Gefäße für Meine geistigen Ausstrahlungen erwählen und also die Menschen zu Wahrheitsträgern und Lichtspendern machen, die auch geeignet sind zur Weitergabe an die Mitmenschen. Dennoch soll von seiten dieser nichts angenommen werden ohne Prüfung, d.h. gedankliche Auseinandersetzung mit Geistesgut, das ihnen als Wahrheit dargeboten wird. Denn ebensogut könnte euch Menschen auch Irrtum zugeführt werden, und da ihr euch verantworten müsset, seid ihr auch zur Prüfung verpflichtet, die jedoch unter Anruf um Meine Hilfe unternommen werden soll. Es wird euch diese Prüfung aber leicht fallen, so ihr nur den Willen zur Wahrheit habt, und die Erkenntnisfähigkeit wird euch gegeben zugleich mit der Wahrheit. Die Wahrheitsträger aber stehen unter besonderem Schutz von Mir, denn da sie Mein Wort verbreiten sollen, muß Ich auch verständlicherweise dafür Sorge tragen, daß es rein erhalten bleibt für die Menschen, die nach der Wahrheit trachten. Ihnen soll reinste Wahrheit werden. Dennoch haben aber auch die Wahrheitsträger freien Willen. Es ist das Aufnehmen Meines Wortes stets ein Akt des freien Willens. Also werde Ich sie auch nicht hindern, Irrtum anzuhören und sich selbst dazu einzustellen. Ich werde wohl ihren Geist erhellen, so daß sie klar und deutlich den Irrtum erkennen können. Doch Ich zwinge sie auch nicht, die Wahrheit anzunehmen, begründe nur leicht verständlich den Inhalt Meiner Offenbarungen, so daß es dem willigen Menschen auch leicht fällt, die Wahrheit anzunehmen und sie auch zu vertreten den Mitmenschen gegenüber. Und so wird die Wahrheit aus Mir stets und ständig der Erde zugeführt werden, und immer wieder werden sich Menschen finden, die sich würdig und fähig machen, Empfänger Meiner Lichtstrahlungen zu sein. Ich kenne ihre Herzen, ihre Liebefähigkeit und ihre Bereitwilligkeit, Mir zu dienen, also zu arbeiten für Mich und Mein Reich. Und Ich werde die Arbeit segnen, Ich werde den guten Willen und die Liebe zu Mir segnen und ständig Schutz und Hilfe angedeihen lassen denen, die also für die Wahrheit eintreten, die sie von Mir empfangen haben. Und Ich werde die Wahrheit ständig zur Erde leiten, auf daß die Menschheit nicht in der Finsternis zu wandeln brauchet und mit Meinem Willen bekannt werde. Denn die Erfüllung Meines Willens ist ihre Lebensaufgabe, die ein jeder Mensch leisten muß und auch kann, wenn er nur guten Willens ist. Amen. B.D. NR. 4772.

 

Buch 54 4773

Reformatoren.

5. November 1949. B.D. NR. 4773.

Es hat zu jeder Zeit Menschen gegeben, die wahrheitsverlangend waren und Mir in tiefer Liebe zugetan, und diesen wurde sehr bald offenbar, daß die von Mir rein ausgegangene Lehre verunstaltet ist, denn wer die Wahrheit begehrte, der erkannte auch den Irrtum und die Abweichung von der reinen Wahrheit. Wer Mich liebt, der erkennt Mein Wort als göttlich, wie er aber auch jegliche Irrlehre als Menschenwerk erkennt, denn die Liebe zu Mir und das Wahrheitsverlangen schärft seine Erkenntniskraft und Urteilsfähigkeit. Und darum ist auch ständig gegen den Irrtum angekämpft worden, d.h., immer wieder fanden sich Menschen, die zu berichtigen suchten, was falsch war, und die darum als Reformatoren auftraten, angefeindet von denen, die sich vom Irrtum nicht lösen wollten und ihn verfochten als Gottes Wort. Und Ich war stets mit ihnen insofern, als daß Ich mit ihnen in den Kampf zog gegen den Irrtum, daß Ich also Selbst durch diese Menschen redete zu allen, die sie anhörten. Und immer gab es Menschen, die begierig aufnahmen, was erstere ihnen brachten, die es anerkannten und selbst eifrig vertraten. Und also fand jeder Reformator seine Anhänger, und so entstanden Spaltungen der "Kirche," d.h., die Kirche, die sich als von Mir gegründet ausgab, erfuhr immer wieder eine Veränderung, weil sie beharrte in den als Irrtum erkannten Lehren und die sich von ihr absetzenden Mitglieder eine eigene Geistesrichtung verfolgten, also wieder eine Kirche bildeten, die sich als Meine Kirche ausgab. Die Gründer dieser Kirche waren wohl von Meinem Geist erleuchtet, da sie aus Liebe zu Mir der Wahrheit zustrebten. Ihre Anhänger aber waren nicht immer wahrheitssuchend oder verlangend, sondern ihre Abneigung gegen die erste Kirche ließ sie der zweiten folgen. Und es ist auch nun wieder das gleiche: In der Wahrheit stehen wird nur der Mensch, der sie ernstlich sucht und verlangt, denn ihm offenbare Ich Mich auch, und er wird allzeit wissen um Meine Lehre, die Ich den Menschen predigte zur Zeit Meines Erdenwandels. Mein Geist wird stets die Menschen erleuchten, die im Verlangen nach der reinen Wahrheit um die Erleuchtung des Geistes bitten. Amen. B.D. NR. 4773.

 

Buch 54 4774

Bedeutung der Zeitepoche. Verkörperung Christi auf Erden.

6. November 1949. B.D. NR. 4774.

Eine Zeitepoche von größter Bedeutung findet nun ihr Ende, die nach der Sündflut begonnen hat und gewissermaßen einmalig ist. Denn in dieser Epoche stieg Gott Selbst zur Erde, um den Menschen einen gangbaren Weg zu zeigen, weil sie versagten, weil sie sich der Bedeutung ihres Erdenganges als Mensch nicht bewußt waren und zwecklos werden ließen, was höchst erfolgreich sein konnte - weil sie das Erdenleben nicht nützten zur Aufwärtsentwicklung der Seele. Gott Selbst verkörperte Sich als Mensch auf der Erde in dieser Zeitepoche, Er nahm Fleisch an und lebte also als Mensch mitten unter den Menschen. Was den Menschen bis dahin nicht gelungen war, das gelang Ihm, daß Er Sich als Mensch löste von allem Menschlichen und Gott zustrebte im freien Willen. Es ist falsch, anzunehmen, daß das Göttliche im Menschen Jesu Ihn bewahrte vor menschlichen Schwächen und menschlichem Empfinden; im Gegenteil, Er mußte ganz besonders ankämpfen dagegen und trug doch den Sieg davon, weil Ihm die Liebe Kraft gab und weil Sein Wille überaus stark war durch die Liebe. Er lieferte also den Menschen den Beweis, daß es möglich ist, sich durch die Liebe zu einem Gott-gleichen Wesen zu entwickeln, was die Aufgabe eines jeden Menschen, also Sinn und Zweck des Erdenlebens überhaupt ist. Er lieferte den Beweis als Mensch und die Gottheit verband Sich mit Ihm, weil der Mensch Jesus Sich zur Liebe gestaltete. Dieser Akt also fand nach göttlichem Ratschluß in dieser Zeitepoche statt, und das ganze Universum nahm daran teil. Die Menschen vor und nach der Menschwerdung Gottes auf dieser Erde haben teil an den Gnaden des Erlösungswerkes, das der Mensch Jesus also vollbracht hat für alle Wesen in der ganzen Ewigkeit. Und doch geht nun auch diese Epoche zu Ende, weil die Menschheit das Erlösungswerk Christi völlig ignoriert und somit keine Hilfe in Anspruch nimmt, den Erdenlebenszweck zu erfüllen. Es gibt für diese Menschheit kein Mittel mehr, da sie das beste Mittel zurückweisen, bzw. unbeachtet lassen. Eine Epoche nimmt also nun ihr Ende, die überaus bedeutsam ist und doch nicht in ihrer Bedeutung erkannt wird. Doch das Erlösungswerk bleibt bestehen, die Gnaden des Erlösungswerkes werden gleichfalls in Ewigkeit nicht unwirksam werden; die Lehre Christi, das reine Wort Gottes, wird unvergänglich sein und in die neue Zeitepoche mit hinübergenommen werden, und ob auch die alte Erde vergeht insofern, als daß die gesamte Erdoberfläche umgestaltet wird und nichts mehr von den Schöpfungen der alten Erde erhalten bleibt. Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt wird auf der neuen Erde der Inbegriff der geistigen Aufwärtsentwicklung bleiben, Sein göttliches Wort wird auch nun wieder gelehrt, es wird den Menschen der neuen Erde nahegebracht durch persönlichen Umgang mit der lichtvollen geistigen Welt, wie auch mit Gott Selbst, Der als Vater mitten unter Seinen Kindern weilt, die den Weg Christi gegangen sind und sich ebenfalls zur Liebe gewandelt haben. Mit ihnen wird Gott als die ewige Liebe verkehren wie ein Vater mit seinen Kindern. Und diesen Menschen der neuen Erde hat Jesus Christus die Seligkeit erkauft durch Sein Blut, durch Seinen Tod am Kreuze. Amen. B.D. NR. 4774.

 

Buch 54 4775

Stimme des Geistes Wahrheit. Lehre Jesu Christi. Innere Stimme.

7. November 1949. B.D. NR. 4775.

Was euch gesagt wird durch die Stimme des Geistes, das ist als geistige Wahrheit anzuerkennen, denn der Geist irret nicht, sondern als Anteil Gottes weiß er um alles und gibt auch der Seele kund, was zu wissen ihr nottut. Lasset ihr die Stimme des Geistes in euch sprechen, so hört ihr also Gott Selbst, doch dem muß vorangehen, daß ihr Gott zu hören begehrt. Das Verlangen nach Gott ist allein ausschlaggebend, ob ihr Seine Stimme vernehmen dürfet. Gott aber liebt Seine Kinder und Sein Kind ist, wer nach Ihm verlangt, also wird Er Sich auch denen kundgeben, die Ihn hören wollen. Ein Mensch nun, dem es ernst ist um die Wahrheit, der bittet Gott wahrlich nicht vergeblich. Ihm offenbart Sich Gott, doch in verschiedener Weise, weil oft den Menschen das Wissen und der Glaube mangelt, daß Gott Selbst zu den Menschen spricht. Und darum lauschen sie nicht nach innen auf Seine Stimme, und also läßt Gott ihnen in anderer Weise Sein Wort zugehen, auf daß der Mensch der Wahrheit teilhaftig werde, die stets in Seinem Wort vertreten ist. Doch nur in Seinem Wort sollet ihr Menschen die Wahrheit suchen. Was Jesus zur Zeit Seines Erdenwandels auf Erden gelehrt hat, dessen achtet und nehmet es als Gottes Wort an, denn durch Jesus sprach die Stimme Gottes, in Ihm wirkte der Geist Gottes, und darum war alles, was Er lehrte, reinste Wahrheit. Und so sollet ihr euch immer an Sein geheiligtes Wort halten, ihr sollet es aufnehmen in euer Herz als Gottes Wort, durch das Er euch in die Wahrheit leiten will, so ihr Ihn ernstlich um die Wahrheit bittet. Er gibt sie euch, Er vermittelt sie euch immer in der Weise, wie ihr aufnahmefähig dafür seid - doch ihr könnet auch stets auf die göttliche Stimme in euch horchen, und so ihr dies übet im festen Glauben daran, daß Er Sich in Seiner Liebe euch als Seinen Kindern offenbart, werdet ihr bald zart und leise Seine Stimme in euch vernehmen. Ihr werdet euch dabei ertappen, daß ihr stille Zwiesprache haltet mit eurem himmlischen Vater, und dann beachtet dies als Sein Wort, als Seine Stimme, die zu euch spricht Worte der Liebe und der Weisheit. Und diesen Worten dürfet ihr immer Glauben schenken, denn der Wille und das Verlangen nach der Wahrheit und das bewußte Streben zu Gott garantiert euch auch Seines Geistes Wirken, und ihr empfanget die Wahrheit von Gott Selbst, Der die ewige Wahrheit ist. Amen. B.D. NR. 4775.

 

Buch 54 4776

Gottes Lohn für Seine Knechte auf Erden.

9. November 1949. B.D. NR. 4776.

Einen königlichen Lohn wird empfangen im geistigen Reich, wer auf Erden dienet in Liebe und Demut. Er wird herrschen dürfen in Meinem Reich, und seine Macht und Kraft wird alles zuwege bringen, was sein Wille erstrebt. Er wird die Unendlichkeit beherrschen mit seinem Willen, denn von Mir aus sind ihm keine Schranken gesetzt, und Meine Kraft steht ihm ungemessen zur Verfügung. Und doch wird sein Wille immer nur von der Liebe bestimmt sein, und seine unbegrenzte Kraft und Macht ist seiner Liebe Auswirkung. Und darum ist seine Herrschergewalt nur unbegrenzte Seligkeit für ihn selbst wie auch für die Wesen, denen seine Liebe gilt. Ich werde seine Dienste königlich belohnen - diesen Ausspruch könnet ihr Menschen nicht fassen, denn euch sind wohl der Erde Güter, Ruhm und Ehre ein Begriff, niemals aber die himmlische Seligkeit und ihre Güter, die keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je vernommen hat. Und diese Güter sind denen zu eigen, die Ich entlohne für ihren Willen, Mir zu dienen auf Erden in der letzten Zeit vor dem Ende. Doch nicht um des Lohnes willen sollet ihr Mir eure Dienste antragen, sondern die Liebe allein soll euch bestimmen, die Liebe zu Mir und zu den Mitmenschen. Denn nur mit dieser Liebe im Herzen werdet ihr das ausführen können, was Ich euch zur Aufgabe gemacht habe. Die Liebe erst gestaltet euch zu Knechten, denen Ich königlichen Lohn verheiße für ihre emsige Arbeit, die darin besteht, die Mitmenschen gleichfalls zu einem Liebeleben anzuregen und sie einzuführen in Mein Wort, in die ewige Wahrheit, die nur durch die Liebe gewonnen werden kann. Ihre Arbeit besteht sonach darin, Mich ihnen als Vater und Schöpfer von Ewigkeit bekanntzumachen, auf daß sie selbst Mir zustreben im freien Willen. Ihre Aufgabe besteht darin, sie zu belehren und dies durch Übermittlung Meines Wortes, das Ich euch Selbst von oben zuleite. Empfangen und weiterleiten sollet ihr, und diesen Dienst will Ich euch lohnen in unübertrefflichem Maß. Ich will euch selig machen, und alles, was Ich euch biete, soll gekrönt werden von Meiner Liebe, nach der ihr unausgesetzt verlangen werdet und die euch stets und ständig Erfüllung gibt und euch also unaussprechlich selig macht. Amen. B.D. NR. 4776.

 

Buch 54 4777

Neubannung des Geistigen. Erlösung in einer Periode.

10. November 1949. B.D. NR. 4777.

Eingezeugt zu werden in die härteste Materie ist die härteste Strafe, die ein geistiges Wesen treffen kann, das schon als Mensch auf Erden verkörpert war. Die unzähligen Schöpfungen nun sind der Beweis, daß unzählige Wesenheiten wieder ihren Entwicklungsgang beginnen müssen, denn solange es entwicklungsbedürftiges Geistiges gibt, wird es auch irdisch materielle Schöpfungen geben, die dem Geistigen als Träger dienen und ihm die Entwicklung ermöglichen durch ihre Vielseitigkeit und Verschiedenheit ihrer äußeren Form, je nach Gestalt und härterer oder weicherer Substanz. Solange diese Schöpfungen nicht ein Ende nehmen, ist auch das Geistige nicht erlöst. Im Zeitraum einer Erlösungsperiode nun kann das Geistige sich aus der härtesten Materie emporentwickelt haben bis zum Menschen. Diese Möglichkeit besteht. Doch es ist dazu nötig das Aufgeben des Widerstandes in einer festgesetzten Zeit, was ebenfalls möglich ist, jedoch sehr oft an der Hartnäckigkeit des Geistigen scheitert, das anfänglich so Gott-widersetzlich ist, daß Ewigkeiten vergehen können, bis der Widerstand gebrochen oder schwächer geworden ist. Und diesen Widerstand beweisen die Schöpfungen, die dem menschlichen Auge als unverändert bleibend erscheinen oft endlos lange Zeit hindurch. Schöpfungen, die gewissermaßen die Kruste der Erde bilden, die auch gewaltsam Auflösung durch göttlichen Willen erfahren, soll für das Geistige die Möglichkeit einer Aufwärtsentwicklung gegeben werden. Für dieses Geistige also genügt eine Erlösungsepoche nicht, jedoch es spürt am Ende dieser Epoche den Aufruhr im Universum und drängt nun selbst einer Neuverformung entgegen. Der Widerstand gegen Gott läßt nach, weil es Seine ungeheure Kraft und Macht zu spüren bekommt, und Gott trägt seinem Verlangen Rechnung und löset am Ende der Epoche sämtliche Schöpfungen auf, was also nun einen Wendepunkt für das Geistige bedeutet, das untätig im Innren der Erde gebunden war Ewigkeiten hindurch. Es ist das Geistige nun bereit, zu dienen und wird nun in die Außenform eingezeugt, die eine wenn auch anfangs nur minimale Tätigkeit zuläßt, und der Entwicklungsgang oberhalb der Erde nimmt seinen Anfang und führt auch garantiert zur Verkörperung als Mensch, wenn auch wieder erst nach langer Zeit. Es ist dies eine weitere Erklärung für die in kommender Zeit stattfindende Erdzerstörung, die im ewigen Heilsplan vorgesehen ist, und wenngleich viele Menschenleben zum Opfer fallen, doch für das Geistige Erlösung ist, das einer Neuverformung sehnlichst entgegensieht. Amen. B.D. NR. 4777.

 

Buch 54 4778

Wissen um den Heilsplan Gottes.

11. November 1949. B.D. NR. 4778.

Ihr könnet in Meinen Heilsplan von Ewigkeit Einsicht nehmen, Ich enthalte euch das Wissen darum nicht vor, nur müsset ihr in einem bestimmten Reifegrad eurer Seele stehen, daß ihr auch fassen könnet, was euch Mein Heilsplan enthüllt. Es muß der Glaube und die Liebe in euerem Wesen vorherrschen, ansonsten ihr unfähig wäret, das Wissen um Meinen Heilsplan als Wahrheit anzunehmen, denn nur durch die Liebe könnet ihr Meine Liebe als Beweggrund Meines Wirkens erkennen; nur der Glaube findet für alles eine Erklärung. Darum kann nicht allen Menschen dieses Wissen zugeleitet werden, und doch ist es die einzige Erklärung für alles Geschehen, für das Entstehen der Schöpfung, für das Leben der Menschen auf der Erde. Erst wenn die Menschen den Sinn und Zweck des Erdenlebens, den Sinn und Zweck der Schöpfung erkannt haben, werden sie auch Meinen Heilsplan anerkennen, der ihnen den Zusammenhang alles dessen verständlich macht, was sonst unbegreiflich erscheint. Das Wissen um Meinen Heilsplan wird nun aber als Beweis Meines Geisteswirkens denen vermittelt, die es sich angelegen sein lassen, die Wahrheit zu erfahren. Dem Buch der Väter aber ist dieses Wissen nicht zu entnehmen, doch es ist darum nicht abzuweisen, denn es ist noch vieles, was in diesem Buch nicht verzeichnet ist - was Ich denen vorenthalte, die nicht ihren Geist in sich zum Erwachen bringen, und dagegen denen zukommen lasse,die den Schüssel zur Weisheit besitzen - die sich zur Liebe gestaltet haben. Diese also setze Ich in Kenntnis von allem, was war, ist und sein wird bis in alle Ewigkeit. Ich will auch, daß dieses Wissen verbreitet wird, auf daß sich die Menschen ihrer großen Verantwortung für ihre Seelen bewußt werden. Ich will, daß sie rein verstandesmäßig sich über Sinn und Zweck des Lebens eine Erklärung suchen, die ihnen annehmbar erscheint. Ich will ihnen durch das Wissen eine Richtung anweisen, die sie gehen sollen. Und wer nun guten Willens ist, dem wird das Wissen auch Aufschluß geben, den er längst begehrt und nicht gefunden hatte. Das Herz wird ihm offenbaren, was der Verstand ihm nicht geben konnte. Dann erst wird ihm das ganze Leben verständlich sein, dann erst wird er Mich erkennen lernen und den Zusammenhang suchen mit Mir, Den er als erstrebenswert erkennt und als einziges Ziel für das Geistige, das als Mensch auf Erden verkörpert ist. Amen. B.D. NR. 4778.

 

Buch 54 4779

Kraft des direkten Wortes. Geringe Anzahl der Knechte. Freier Wille.

12. November 1949. B.D. NR. 4779.

Wer Mein Wort vernimmt durch die innere Stimme, den verliere Ich nimmermehr, denn die Kraft Meines direkten Wortes ist so stark, daß sie dem Menschen jederzeit Halt gibt, auch in Stunden größter Not. Und ob er Mich auch ferne wähnet, ob er gleich durch die Welt abgedrängt wird von Mir, Ich wirke dennoch unsichtbar und bin immer an seiner Seite, wenn er in Gefahr ist. Wer Mein Wort hört, dem muß Ich auch gegenwärtig sein, ansonsten er Mich nicht vernehmen könnte. Das Bewußtsein Meiner Gegenwart aber soll alle Bedenken und jegliche Furcht zunichte machen. Und zudem brauche Ich einen jeden, der für Mich ist und Mir dienen will. Denn die Zeit ist gekommen, wo der Samen ausgestreut werden soll, wo jeder von Mir gedungen wird zur Arbeit für Mein Reich, der nur dazu willens ist.Weil Ich aber dazu eben den freien Willen des Menschen benötige, so ist die Anzahl Meiner Knechte nur sehr gering, und darum werde Ich nicht einen einzigen aufgeben und ihm die Kraft entziehen, die er benötigt für seine Aufgabe. Sowie ihr arbeiten sollet, müsset ihr Kraft haben, und auf daß ihr die Zufuhr von Kraft offensichtlich spüret, um dann laut für Mich und Meine Lehre eintreten zu können, sollet ihr zuvor den kraftlosen Zustand kennenlernen, indem ihr oft verzagt und kleinmütig seid, weil euer Glaube noch schwach ist. Dann spüret ihr die ungewöhnliche Kraftzufuhr deutlich, dann werdet ihr unerschütterlichen Glaubens werden und Mir gute Helfer sein, so die Zeit gekommen ist. Amen. B.D. NR. 4779.

 

Buch 54 4780

Leben wider göttliche Ordnung. Absinken. Auflösung der Materie.

13. November 1949. B.D. NR. 4780.

Groß ist die Gefahr, in der die Menschheit schwebt, und sie erkennet sie nicht. Sie ist sich nicht bewußt, daß sie am Abgrund steht. Der Taumel des Genusses läßt keine Gedanken an die Ewigkeit aufkommen, sie lebt und genießt oder sehnt sich nach Lebensgenuß. Das Verlangen nach der Welt überwiegt, und Ewigkeitsgedanken trägt nur selten ein Mensch in seinem Herzen, und das Ende ist nahe. Die Weltordnung muß bestehen bleiben, und diese erfordert eine Wandlung dessen, was und wie es in der Welt ist. Die Menschheit lebt wider die göttliche Ordnung, weil sie Gott nicht mehr erkennt und sich Seiner Führung hingibt, weil sie nicht mehr an Ihn glaubt. Ein Leben wider die göttliche Ordnung kann sich nur im Verfall, in der Auflösung auswirken, auf daß die göttliche Ordnung wieder von neuem hergestellt wird. Und stets ist diese Auflösung zu erwarten, wenn Gott aus dem Denken der Menschen ausgeschaltet wird, weil dies auch Entziehen der Kraft bedeutet, die von Gott ausgeht und den Menschen beleben soll, damit er seine geistige Entwicklung betreibt. Das Entziehen der Kraft aber ist gleich dem Erkalten der Substanz, also dem Verhärten dieser, was wieder Leblosigkeit alles dessen, was Leben in sich trug, bedeutet - ein Aufhören jeglicher Tätigkeit, ein Absinken des einst Lebenden in die tote Materie. Daß die Menschen selbst diesen Zustand heranziehen durch ihren Gott gänzlich abgewandten Lebenswandel, das wissen oder glauben sie nicht und sind deshalb auch nicht zu einer Änderung ihres Denkens und Wollens zu bewegen. Sie sind auch keiner Belehrung zugänglich, weil sie alles Geistige, ein Fortleben nach dem Tode und einen Zusammenhang mit einer Schöpferkraft verneinen, also völlig weltlich, d.h. irdisch eingestellt, sind, und diese Einstellung auch Ursache ist des Endes der Erde zum Zwecke einer Neubildung unter Angleichung an die ewige Ordnung, ohne die eine Welt nicht bestehen kann. Denn wenngleich sich der Verfall mehr geistig bemerkbar macht und irdisch ein scheinbarer Aufstieg festzustellen wäre, so ist dies doch geistig gesehen ein Akt des Verfalls, der Auflösung und des Unterganges, denn der eigentliche Zweck jeglicher Schöpfung ist das Ausreifen der menschlichen Seele, das nun aber gänzlich unmöglich wird und dadurch geistig ein Abtrieb zur Finsternis stattfindet in so hohem Maße, daß Gott Einhalt gebietet und ein Schöpfungswerk auflöset, um es wieder neu erstehen zu lassen in Seiner ewigen Ordnung, als Ausreifungsstation des Geistigen, wie es die Bestimmung dieser Erde ist und bleibt. Amen. B.D. NR. 4780.

 

Buch 54 4781

Wiedersehen im Jenseits im Reifezustand.

14. November 1949. B.D. NR. 4781.

Im geistigen Reich erkennen die Seelen einander, die im gleichen Reifegrad stehen und in einem bestimmten Reifegrad lichtempfänglich sind, die also die Fähigkeit haben, geistig schauen zu können, während die Seelen in der Finsternis einander nicht erkennen, wenngleich sie auf Erden verbunden waren. Sie können dann wohl Wesen wahrnehmen und auch mit ihnen in Verkehr treten, doch von einem Erkennen kann keine Rede sein, denn leibliche Kennzeichen besitzen sie nicht mehr und Geistiges zu sehen, erfordert einen bestimmten Reifegrad. Es kann aber eine Lichtseele eine ihr von der Erde bekannte Seele wiederfinden und sich ihr auch nahen, ohne jedoch von dieser erkannt zu werden, weshalb die Lichtseelen auch helfend beistehen können, jedoch in einer Verhüllung, damit die Lichtstrahlung, die von ihnen ausgeht, keinen zwingenden Einfluß ausübt auf die unvollkommenen Wesen. Und es finden darum solche von der Erde unreif abgeschiedenen Seelen im geistigen Reich hilfswillige Seelen, die sich ihnen nahen, weil Liebe sie mit jenen verband, als sie noch auf Erden weilten. Dennoch muß die Seele sich aus eigenem Willen ihren Belehrungen und Ratschlägen öffnen. Sie kann auf den rechten Weg gewiesen werden, muß ihn aber nun selbst gehen. Stehen dagegen Seelen in einem Reifegrade, daß sie beide lichtempfänglich sind, wenn auch in verschiedener Stärke, so besitzen sie auch die Fähigkeit, geistig zu schauen und erkennen sich zur unbeschreiblichen Freude. Und sie finden sich nun zu gemeinsamem Wirken zusammen, sich ergänzend und belehrend und stets in Liebe sich äußernd, was die Seele ungemein beglückt. Ein Wiedersehen im geistigen Reich ist also feststehend, nur kann es auch geraume Zeiten dauern, bis eine Seele in die Lichtsphären eingeht und dann erst ihre Lieben wiedersieht, erkennend, daß diese ihr schon oft nahe waren als Berater und Führer auf dem Wege nach oben. Die Seligkeit des Wiederfindens ist unbeschreiblich und wiegt viel Leid auf, das die Seelen im Jenseits zuvor ertragen müssen, bis sie zum Licht gelangen. Doch wo eine Lichtseele hilft durch ihre Liebe, dort wird auch das Ziel sicher erreicht, denn die Liebe ist die stärkste Kraft, die dem noch Unerlösten hilft, die auch ihm den Eingang sichert in das geistige Reich, in das Reich des Lichtes und der Seligkeit. Amen. B.D. NR. 4781.

 

Buch 54 4782

Ringen um lebendigen Glauben. Gegner Gottes.

16. November 1949. B.D. NR. 4782.

Ein Ringen um den Glauben wird nötig werden in kommender Zeit, denn es werden den Meinen Anschauungen entgegengesetzt werden, die einen Ansturm bedeuten gegen das, was ihr verfechtet. Ihr werdet arg bedrängt werden von seiten der gänzlich Ungläubigen sowohl, als auch von denen, die sich gläubig nennen, die aber weitab vom rechten Glauben sind, weil Irrlehren ihnen den Geist verfinstern und ihr Glaube daher wenig Wert hat, denn ihm fehlt die Liebe, die den Geist erweckt. Ihr werdet sehr kämpfen müssen und dürfet euch nicht erschüttern lassen, darum sage Ich es euch zuvor, auf daß ihr Widerstand leistet, indem ihr inniger denn je Mich anrufet um Beistand, um Glaubensstärke und Kraft der Liebe. Und Ich werde euch hören, gilt es doch, den Gegnern einen Beweis zu liefern, daß ein starker Glaube standhält, sowie sich der Mensch an Mich anlehnet, Der Ich ihm eine starke und sichere Mauer sein will. Die Einwände, die euch gemacht werden, sind oft solcherart, daß auch ihr stutzen werdet und zweifeln an der Wahrheit Meiner Kundgaben, doch ein Ruf zu Mir gibt euch die Gewißheit wieder, daß Ich als euer Vater mit euch rede und euch wahrlich nicht Irrtum unterbreite. Doch es ist des Satans Werk, der alle Kraft anwendet, um Sieger zu werden über Mich. Und er wird die Gedanken der Menschen gänzlich verwirren, und das Unmöglichste werden sie als Wahrheit annehmen und verfechten, während sie die reine Wahrheit verfolgen und euch arg bedrängen. Dann aber wisset ihr, daß Mein Gegner am Werk ist, der euch untauglich zu machen sucht, die Arbeit für euren Herrn zu leisten. Dann wisset ihr, daß euer Gebet nötig ist, d.h., daß ihr durch die innige Verbindung mit Mir in Gedanken euch Kraft holen müsset, daß ihr mit eurer Sorge zu Mir kommen sollet, um nicht schwach zu werden. Denn verstandesmäßig erscheinen die Einwände berechtigt, das Herz aber lehnet sie ab, und ihr könnet stets dem Empfinden des Herzens folgen, es wird euch recht weisen. Mein Gegner geht mit scharfen Waffen vor, er verwirrt das Denken der Menschen in einer Weise, daß ihnen alles glaubwürdig erscheint, was als Argument gegen Mich angeführt wird. Er wird die Verstandesmenschen gewinnen, die nach seinem Willen reden werden und wider den Glauben sind, weshalb viele Menschen abfallen und auch ihr bedenklich werdet, so euch starke Redner in den Weg treten, denen ihr euch nicht gewachsen fühlt, so ihr nicht Mich anrufet, daß Ich euch beistehe. Mit Meiner Hilfe aber werden sie euch nicht irritieren können, sie werden auf Widerstand stoßen, weil ihr dann auch dem schärfsten Verstandesmenschen alles widerlegen könnet, was er gegen euch anführt. Ihr habt wohl ein sicheres Mittel, stark zu bleiben im Glauben, so ihr stets Mein Wort in euch aufnehmet, das euch immer wieder die Gewißheit gibt, daß ihr in der Wahrheit wandelt. Lasset dieses Hilfsmittel nicht unbeachtet, auf daß euch nicht der Gegner überwältigt, auf daß er euch nicht zweifelnd macht, sondern stets die Abwehr findet, die Meine Gegenwart - durch Mein Wort - für ihn bedeutet. Im Wort bin Ich Selbst gegenwärtig, also wird euch Mein Wort immer schützen vor jeder Schwäche des Glaubens, vor jedem Ansturm durch die Welt und vor jedem Zweifel. Darum kann Ich euch nur immer wieder den Rat geben, Mein Wort in euch aufzunehmen, so oft es euch möglich ist, denn mit Meinem Wort nehmet ihr die Kraft entgegen, die euch schützet vor jedem Angriff durch den Feind eurer Seelen. Amen. B.D. NR. 4782.

 

Buch 54 4783

Sichtbares Erscheinen des Herrn.

19. November 1949. B.D. NR. 4783.

Euch, die ihr Mein seid, euch will Ich ein Zeichen geben, bevor Ich in das Weltgeschehen eingreife um der Rettung irrender Seelen willen. Ich will euch den Beweis liefern, daß sich alle Meine Ankündigungen erfüllen, und Ich will Mich euch zu erkennen geben, einem jeden in anderer Weise. Doch wer aufmerket, der weiß es, daß Ich es bin, Der Sich ihm nähert, wenngleich Ich eine Form wähle, die sich angleicht an die Umgebung, die nicht außergewöhnlich erscheint. Ich will zu einem jeden von euch kommen, die ihr Mir dienen wollet und für die Verbreitung Meines Wortes Sorge traget. Ich will Selbst als Stärker eures Glaubens zu euch kommen, auf daß ihr das darauf Folgende gefaßt ertragen und helfend euren Mitmenschen beistehen könnet. Denn in dem allgemeinen Aufruhr müsset ihr, Meine Diener, ruhig und besonnen sein, um überall Trost und Hilfe spenden zu können, wo die Not groß und Hilfe erforderlich ist. Wer Mich gleich erkennet, den wird Meine Gegenwart beseligen, und bewußt wird er jede Äußerung von Mir hinnehmen als eine Gabe übergroßer Liebe, und sein Herz wird gleichfalls in Liebe erglühen, Meine Kraft wird auf ihn überströmen, so daß er alles zu leisten fähig wäre, so er es nur wollte. Doch nicht alle werden Mich sofort erkennen, doch manche werden es spüren, daß ihnen eine ungewöhnliche Person gegenübersteht, deren Worte sie als unbedingte Wahrheit hinnehmen. Und erst zuletzt erkennen sie Mich blitzartig und jubeln und preisen Mich, so Ich sie verlassen habe, um jedoch im Herzen als unauslöschliches Bild zurückzubleiben bei allen, die Ich mit Meiner Gegenwart beglücke. Und so werden sie Mich im Herzen wiederfinden, auch wenn Ich ihnen leiblich nicht mehr sichtbar bin, und sie werden ständig Kraft schöpfen können und emsig die Arbeit für Mein Reich verrichten, wenn Ich gesprochen habe aus der Höhe und die Menschen in äußerste Not dadurch gekommen sind. Dann werden die Meinen viel Arbeit vorfinden, und Ich Selbst werde ihnen helfen, Ich Selbst werde durch die Meinen sprechen zu allen, die Mich hören wollen und den Worten der Meinen Glauben schenken. Ich werde zu ihnen reden, und ihr werdet Mich bezeugen, ihr werdet Meiner Erscheinung Erwähnung tun und mit lebendigen Worten ihnen wiedergeben, was ihr im Herzen für Mich empfindet. Und ihr werdet viele gewinnen, weil die Not groß ist und die Menschen für jede Erklärung, für jeden Trost und jede Hilfe dankbar sind. Ihr werdet arbeiten für Mich und Mein Reich, weil ihr euch getrieben fühlt von Mir, Der Ich in eurem Herzen bin und Den ihr nimmermehr verlieren werdet, so ihr einmal Ihn geschaut habt. Was Mein geworden ist, das lasse Ich ewig nimmer, und darum komme Ich auch zu den Meinen in der letzten Zeit vor dem Ende, und sie werden Mich erkennen, denn ihnen sagt es die Liebe, wer Ich bin. Und je nach dem Grad ihrer Liebe ist ihre Seligkeit bei Meinem Anblick. Wer in Mein Auge schaut, den überzieht ein Wonnegefühl unvergleichlicher Art, so daß er mehr als nur einen Menschen in Mir erkennt. Wer noch schwach ist im Glauben und in der Liebe und dennoch Mir zustrebt aus seinem Willen heraus, der wird Mich zwar nicht gleich erkennen, doch Meine Worte werden es ihm antun und das Feuer der Liebe in ihm entzünden. Dann erkennt er Mich, mitunter erst, so Ich ihn verlassen habe, so Ich ihm nicht mehr körperlich nahe bin. Ich bin als Mensch mitten unter euch, doch nur vor euren Augen wähle Ich eine Hülle, die Ich ebensoschnell wieder auflöse, um euch unsichtbar zu sein. Und so will Ich euch allen Kraft geben, auf daß ihr Mir treu bleibet und ausharret bis zum Ende. Denn es wird große Kraft nötig sein, die ihr allein nicht aufbringen könnet. Ich aber kenne die Meinen und überlasse sie nicht mehr Meinem Gegner. Und darum glaubet und hoffet stets auf Meine Hilfe. Je größer die Not ist, desto näher bin Ich euch, die ihr Mich leiblich erschauen werdet. Dann aber wisset ihr, daß bald die Stunde gekommen ist, wo Ich Mich allen denen offenbare, die nicht glauben wollen und die nicht ohne Wissen sind, daß das Ende nahe ist. Und dann ist auch bald die Zeit abgelaufen, die Ich den Menschen zur Erlösung zugemessen habe. Und es kommt der Tag des Endes und mit ihm das Letzte Gericht, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4783.

 

Buch 54 4784

Rechte Arbeiter im Weinberg des Herrn.

20. November 1949. B.D. NR. 4784.

Ich beauftrage Meine Boten mit einer Mission, die sie wohl erfüllen können, wenn sie es wollen. Auf daß nun der Wille zur Tat werden kann, führe Ich Selbst sie in Gelegenheiten, wo sie sich ihrer Mission bewußt werden und für Mich arbeiten. Der Wille aber ist frei, sie werden nicht gezwungen von Mir aus, für Mich tätig zu sein, sondern aus eigenem Antrieb müssen sie reden, wie es ihre Mission verlangt. Darum müssen sie selbst mit Eifer zu einer Sache stehen, es müssen ihre Herzen erfüllt sein mit dem, was sie den Mitmenschen vermitteln wollen. Und darum kann Ich nur Arbeiter gebrauchen, die Mir sehr zugetan sind, so daß sie das Verlangen haben, von Mir Worte der Liebe zu hören, und Mein Wort muß sie erfüllen, da sie sich mitteilen müssen jedem gegenüber, der ihnen in den Weg tritt, ansonsten sie nicht lebendig genug von Mir zeugen könnten, und dann ihre Rede wirkungslos blieb. Ich verlange viel und doch auch nicht viel von denen, die Ich Meine Diener nenne auf Erden. Sie müssen Mir alles opfern und geben doch nicht viel auf, so sie erst einmal die Wertlosigkeit irdischer Güter und Freuden erkannt haben. Doch Halbheiten genügen Mir nicht, und wer nicht voll und ganz zur Sache steht, der ist auch nicht fähig, die Mission zu erfüllen, die Ich ihm als Lebensaufgabe zuweise. Doch die Liebe ist die Kraft, die ihn dazu befähigt - die Liebe zu Mir und zum Mitmenschen macht ihn fähig, als Arbeiter in Meinem Weinberg tätig zu sein. Die Liebe zu Mir trägt ihm Mein Wort ein, die Liebe zum Mitmenschen treibt ihn, Mein Wort zu verbreiten. Und so könnten wohl viele sich für diese Mission Mir zur Verfügung stellen, doch es fehlt denen, die die Liebe haben, der Glaube an Mein direktes Wirken, und darum können sie nicht Mein Wort entgegennehmen durch die innere Stimme. Sie können wohl auch tätig sein und im Willen, Mir zu dienen, Mein Wort verbreiten, wie es ihnen von außen zugetragen wurde, doch sie müssen durch eifriges Liebeswirken in ihrem Geist erleuchtet werden, um das zu erkennen, was in Wahrheit Mein Wort und was menschliches Zusatzwerk ist. Dann sind auch sie Meine Boten, Meine Diener auf Erden, die tätig sind an der Erlösung irrender Seelen, dann segne Ich sie und alle, die in Meinem Namen tätig sind für Mich und Mein Reich. Doch streben soll ein jeder, die Verbindung mit Mir herzustellen, um Mich Selbst im Wort vernehmen zu können, weil sie dann die Wahrheit entgegennehmen in einer Form, die sie zur Lehrtätigkeit befähigt, und sie Mir dadurch dienen können, wie es Mein Wille ist. Amen. B.D. NR. 4784.

 

Buch 54 4785

Nachfolger Jesu. Verbreiten Seiner Lehre. Geistwirken.

21. November 1949. B.D. NR. 4785.

In Meinem Namen sollet ihr tätig sein. Was Ich also auf Erden getan habe, das sollet auch ihr tun, immer Mich und Mein Wirken, Meine Liebelehre anführend, auf daß ihr als Meine Nachfolger euch ausweiset oder auch als Knechte den Auftrag des Herrn erfüllet. Dann wirket ihr in Meinem Namen für das Reich Gottes, ihr setzet das Erlösungswerk fort, das Ich begonnen habe, indem ihr den Mitmenschen die Mittel und Wege angebt, sich zu erlösen. Es ist dies ein schöner Dienst, den ihr Mir leistet, wenn ihr gleich Mir den Mitmenschen die Liebe predigt, wenn ihr ihnen Meine Lehre vermittelt, die euch zu diesem Zweck rein und unverbildet gegeben wird. Ich Selbst bilde euch dazu aus, Ich gebe euch, was ihr euren Mitmenschen weitergeben sollet. Ich belehre euch, auf daß ihr das Evangelium weitertraget in die Welt. Ich verlange nichts von euch, als daß ihr das tut, was Ich getan habe - in der Liebe zu leben und dadurch das Licht der Weisheit in euch zu entzünden; dann könnet ihr dieses Licht leuchten lassen und das Dunkel erhellen, das über die Erde gebreitet ist. Warnet und ermahnet eure Mitmenschen und kündigt ihnen das nahe Ende an, wie auch Ich den Menschen das Gericht angekündigt habe. Dann seid ihr Meine rechten Diener, Meine Stützen in der Endzeit, dann seid ihr treue Arbeiter im Weinberg des Herrn. Nur kurz wird die Zeit eures Wirkens sein, das in seinem ganzen Umfang erst einsetzet, so Ich Mich den Menschen offenbart habe durch die Elemente der Natur. Doch auch zuvor schon sollet ihr eifrig tätig sein und die Vorarbeit leisten, die euer Wirken nachher bedingt. Ihr sollt euch mit Meinem Wort so vertraut machen, daß ihr lebendige Vertreter dessen werdet, ihr sollt euch von Mir belehren lassen und Meine eifrigen Schüler sein. Ihr sollt euch selbst bemühen, Mir nachzufolgen in eurem Lebenswandel, ihr sollet Mir dienen mit dem Herzen und dem Mund, d.h., Mich durch euch sprechen lassen, auf daß Mein Wille den Menschen kundgetan wird. Ihr sollt die reine Wahrheit empfangen und sie auch vertreten, d.h. gegen den Irrtum vorgehen, der verderblich ist für die Menschen und sie hindert am Seligwerden. Und alles, was ihr tun sollt, erfahret ihr durch Mein Wort. Darum seid dankbar, daß ihr Mein Wort empfangen dürfet, daß Ich zu euch rede direkt oder durch Boten, daß Ich euch zu Mitarbeitern annehme und euch die Arbeit anweise, die ihr leisten sollet für Mich und Mein Reich. Die Liebe soll euch antreiben zur Tätigkeit, doch Ich werde euch helfen, wie Ich es euch verheißen habe, und euer Lohn dereinst wird wahrlich kein geringer sein. Amen. B.D. NR. 4785.

 

Buch 54 4786

Es gibt nur eine Wahrheit. Empfinden des Herzens.

23. November 1949. B.D. NR. 4786.

Wohl steht es euch frei, welcher Geistesrichtung ihr euch anschließet, doch stets müsset ihr dessen eingedenk sein, daß es nur eine Wahrheit gibt, daß, weil die verschiedenen Geistesrichtungen auch verschiedene Lehren haben, nur eine die rechte sein kann, weshalb also niemals eine Prüfung zu umgehen ist, die jeder vornehmen kann, so er es nur ernstlich will. Wo göttliche Offenbarungen zur Erde geleitet werden, dort ist die Wahrheit garantiert, und daher kann solche stets zum Vergleich genommen werden. Und Wahrheit wird nur dort sein, wo Übereinstimmung ist mit den durch das göttliche Wort vermittelten Lehren. Ist aber keine direkte Offenbarung zum Vergleich vorhanden, dann muß unbedingt Gott um Unterstützung angerufen werden, und dann wird der Mensch auch sicher ein rechtes Urteil gewinnen, d.h., er wird nun sich entscheiden zur Annahme oder Ablehnung dessen, was eine Geistesrichtung zu glauben ihm vorschreibt. (24.11.1949) Das ernsthafte Verlangen, in der Wahrheit zu stehen, und ein Gebet zu Gott im Geist und in der Wahrheit sichert ihm rechtes Erkennen dessen, was Wahrheit und was Irrtum ist. Und es wird ihm sein Herz selbst zureden oder warnen, sich einer Geistesrichtung anzuschließen, nur soll er auch des Empfindens achten, also nicht wider sein Empfinden handeln. Es ist keine geistige Organisation auf Erden frei von Irrtum, weil immer wieder die reine Wahrheit, die anfänglich den Gründer bewog, sie zu vertreten und die Mitmenschen für sie zu gewinnen, durch Menschen eine Veränderung erfährt. Und darum wird ein suchender Mensch in jeder Geistesrichtung in Zweifel geraten, was auch sein muß, damit er selbst der Wahrheit nachgeht und durch ernstes Nachdenken und Verbindung mit Gott durch Gebet und Liebeswirken den Geist in sich zum Erwachen bringt, der ihn nun wahrheitsgemäß belehrt und ihn einführt in ein rechtes Wissen. Und darum kann in jeder Geistesrichtung ein Mensch die Wahrheit finden, so es ihm selbst nur ernst darum ist. Es muß der Blinde sich einem Sehenden anvertrauen - der Sehende allein ist Gott - oder ein von Gott erweckter und von Ihm belehrter geistiger Führer, der dem Blinden wahrlich eine rechte Stütze sein kann, der ihn führen wird und ihm auch zum Licht seiner Augen verhelfen kann, so es der Blinde selbst will. Doch ein blinder Führer wird nicht viel Segen stiften, er führt auch die ihm Anvertrauten in die Irre, bevor er nicht durch seinen Willen selbst sehend geworden ist. Ein blinder Führer aber ist, wer nicht aus göttlichen Offenbarungen seine Weisheit geschöpft hat - ein blinder Führer ist, wer sein Wissen wieder nur von schwach sehenden Menschen empfangen hat und selbst dadurch nicht erleuchtet wurde, sondern in gleicher Dunkelheit seinen Weg wandelte wie zuvor. Gott nimmt Sich eines jeden an, der nach der Wahrheit verlangt. Unkenntnis, Irrtum und verdunkelter Geisteszustand sind stets nur dort anzutreffen, wo das Verlangen nach der Wahrheit nicht vorhanden ist, weil dies Voraussetzung ist, daß Gott als der Geber der Wahrheit und die ewige Wahrheit Selbst, Sich dem Menschen offenbart, denn wer die Wahrheit verlangt, dem wird sie auch geboten werden. Amen. B.D. NR. 4786.

 

Buch 54 4787

Gedankentätigkeit. Geistige Ausstrahlungen.

24. November 1949. B.D. NR. 4787.

Dem Wahrheitsdurstigen genügt ein kurzer Hinweis, ein leiser Zweifel, um der Wahrheit nachzuspüren, und er wird niemals ohne Erfolg bleiben. Seine Gedanken werden von den Wesen des Lichtes aufgefangen, und Antwort wird zurückgestrahlt, die der Mensch als eigenes Gedankengut ansieht und weiterverfolgt. Diese Gedankentätigkeit ist das eigentliche Lebendige im Menschen, es ist die Tätigkeit, die auch im geistigen Reich fortgesetzt wird, es ist die eigentliche Funktion der Seele, die sich nun dadurch entweder auf der Erde oder im geistigen Reich bewegt, abhängig von dem Ziel, dem sie ihre Funktion zuwendet - entsprechend also der Richtung, die der Mensch seinen Gedanken gibt. Ist der Mensch wahrheitsverlangend, dann kreisen seine Gedanken weitab von der Erde, weil er es fühlt, daß die Wahrheit nicht auf der Erde, sondern außerhalb der Erde zu suchen ist. Jeder Zweifel nun setzt sich im Herzen fest und ist nun Gegenstand seines Denkens. Sind nun die Gedanken des Menschen irdischen Problemen zugewandt, so spielt sich wohl der gleiche Vorgang ab, daß sich die Gedankenwellen, die geistige Ausstrahlungen sind, dem Menschen nähern, doch sie gehen dann von Geisteskräften aus, die sich ganz in Erdennähe befinden, also noch mit der Erde und der Materie so verbunden sind, daß sie ihre Gedanken, ihren Willen, den Menschen mitteilen wollen. Diese Gedanken nun sind oft dem Irrtum unterworfen, weil es unvollkommene Wesen sind, die sich in Erdnähe aufhalten und von ihnen nicht absolute Wahrheit zu erwarten ist, weshalb also irdisches Wissen immer wieder Zweifel auslösen kann und zu ständigen Forschungen und gedanklicher Tätigkeit Anlaß gibt. Betreffen aber die Gedanken eines Menschen das Wissen um die ewige Wahrheit, schweifen sie also in Gebiete, die nicht mit der Materie und dem irdischen Reich in Verbindung stehen, dann schalten sich auch jene Kräfte ein, die über der Materie stehen - also geistige Wesen, die in das Lichtreich eingegangen sind, wo jedes Wesen in vollster Erkenntnis steht, also das, was es dem Menschen mitteilt, auch der vollsten Wahrheit entspricht. Dann berühren ihre Ausstrahlungen das Herz des Menschen, sie werden durch die körperlichen Verstandesorgane verarbeitet und als eigenes Gedankenergebnis von dem Menschen empfunden. Doch ein denkender Mensch muß sich die Frage stellen, woher das Gedankengut kommt, weil alles einen Ursprung haben muß, der Mensch selbst aber nicht fähig ist, aus nichts etwas entstehen zu lassen. Also muß eine geistige Substanz vorhanden sein, die sich verdichtet, also irgendwelche Form annimmt. Und eine solche Form ist der Gedanke, der als vom Menschen selbst ausgehend erklärt wird. Er ist aber geistige Kraft, die einen Kraftträger, einen Quell bedingt - der Quell ist Gott Selbst, der Träger die zur Vollkommenheit gewordenen Wesen, die unentwegt von Gott Kraft beziehen und sie auch ausstrahlen zur eigenen Beglückung. Die Gedankenausstrahlung ist die eigentliche Tätigkeit der Wesen des Lichtreiches, denn sie bedeutet Erhellung dessen, was lichtlos, also bar jeder Erkenntnis ist. Daß sich der Mensch durch Nachdenken selbst jenen Ausstrahlungen öffnet, ist ihm unbekannt, doch er stellt sich selbst unter den Einfluß jener geistigen Kräfte, durch die Richtung seiner Gedanken und seines Willens aber selbst bestimmend, welche Kräfte sich ihm nahen; immer aber ist ein Abschweifen der Gedanken in das geistige Reich, also der Wille, außerhalb der Erde liegendes Wissen zu ergründen, von größtem Segen, denn es trägt ihm die Unterstützung der Wesen ein, die in der Wahrheit stehen und ihn zum Licht führen können. Amen. B.D. NR. 4787.

 

Buch 54 4788

Erkenntnis des rechten Glaubens durch Liebe zu gewinnen.

26. November 1949. B.D. NR. 4788

Die Erkenntnis, welcher Glaube der rechte ist, ist sehr leicht zu gewinnen, sowie der Mensch in der Liebe steht, denn durch die Liebe wird der Mensch weise werden, also das Wissen von Gott entgegennehmen. (27.11.1949) Er wird dann nicht mehr zu suchen brauchen, sondern überzeugt sein von den Lehren, die der Wahrheit entsprechen und dadurch auch wissen, daß es die Wahrheit ist. Und so hat Gott es den Menschen leicht gemacht, sich die rechte Erkenntnis zu verschaffen insofern, als daß Er nur Liebe von ihnen fordert. Denn Liebe kann ein jeder Mensch in sich erwecken, wenn er nur will. Daß so viele verschiedene Glaubensrichtungen unter den Menschen aufleben konnten, ist nur ein Beweis, daß die Menschen bar jeder Liebe sind. Wo keine Liebe vorhanden ist, verwirrt sich das Denken der Menschen, sie gleiten ab von dem Rechten und Wahren und sie machen sich selbst Glaubenslehren zurecht, die sie eifrig vertreten und Anhänger zu gewinnen suchen. Wo die Liebe ist, ist auch die Wahrheit; immer wird das Denken der Menschen, die liebetätig sind, übereinstimmen, und es bedarf keiner besonderen Belehrung von außen zur Bekräftigung, denn die Überzeugung, die reine Wahrheit zu besitzen, lebt im Herzen eines jeden, der in der Liebe lebt. Wo die Wahrheit ist, ist auch Gott gegenwärtig, und Er belehret die Menschen durch die Stimme des Geistes. Die verschiedenen Geistesrichtungen müssen notgedrungen die Menschen zweifeln und forschen lassen, weil sie alle etwas anderes vertreten und, weil es nur eine Wahrheit gibt, nun geprüft werden müssen auf ihre Wahrhaftigkeit. Und Gott hat jedem einzelnen Menschen die Gabe verliehen, dies zu können, wenn er es will - ansonsten es ein zweifelhafter Akt der Liebe und Gerechtigkeit Gottes wäre, daß Er jeden einzelnen Menschen durch Geburt oder Erziehung in andere Konfession oder Geistesrichtung versetzt - woraus nun ersichtlich ist, daß das Rechte und Wahre im Innern des Menschen geboren werden muß, daß nichts von außen Herangebrachtes förderlich oder hinderlich ist, wenn der Mensch die innere rechte Einstellung hat zu Gott, zur Liebe und also auch zur Wahrheit. Denn Gott, die Liebe und die Wahrheit sind eins. Wahrheit und Liebe kann nicht dort sein, wo Gott außer acht gelassen, also nicht anerkannt wird. Gott und die Wahrheit kann nicht sein, wo die Liebe ausgeschaltet ist, und Gott und die Liebe wird jederzeit auch vollste Wahrheit, also rechtes Denken garantieren. Darum kann in jeder Glaubens- oder Geistesrichtung auch die rechte Erkenntnis gewonnen werden, sowie diese die Liebe allem voransetzt und durch Ausüben derer der Geist des Menschen erleuchtet wird, so daß er also nun erkennt, was Wahrheit und was Irrtum ist, welche Lehren einer Geistesrichtung der Wahrheit entsprechen und was zusätzliches Menschenwerk und also irrig ist vor Gott. Ohne Liebe mangelt dem Menschen die Weisheit, denn diese ist die Auswirkung der Liebe, weshalb sich alle Menschen im Irrtum und falschem Denken bewegen müssen, die das Gesetz der Liebe nicht erfüllen, und darum fernab von Gott sind, Der die Liebe und die Wahrheit Selbst ist. Amen. B.D. NR. 4788.

 

Buch 54 4789

Geistige Mission erfordert Willensstärke. Liebe.

28. November 1949. B.D. NR. 4789.

Eine große Willensstärke wird gefordert werden von den Menschen, die für Mich und Mein Reich arbeiten wollen auf Erden. Es ist kein Spiel, keine leichte Tätigkeit, die auszuführen ihr euch Mir angetragen habt - es ist keine schwere Arbeit als solche, doch da sie euren ganzen Willen erfordert, müsset ihr Gewalt anwenden, ihr müsset einen ständigen Kampf führen gegen euch selbst, ständig müsset ihr euren Willen Mir unterstellen, ständig müsset ihr die Welt zurücksetzen, so sie noch euren Willen gefangennimmt. Ihr werdet in keiner Weise bestimmt, d.h. gezwungen zu eurem Denken, Wollen und Handeln, frei aus euch heraus müsset ihr für Mich und Mein Reich arbeiten an der Erlösung irrender Seelen. Doch immer werdet ihr Stärkung eures Willens erfahren, so ihr Mich nur um Hilfe bittet - um Jesu Christi willen, Der durch Seinen Tod am Kreuze euch verstärkten Willen erworben hat. Immer größer treten die Versuchungen an euch heran, sollet ihr doch euren Willen beweisen auch in Stunden der Not und immer die geistige Arbeit voransetzen. Es ist eine bedeutsame Mission, die ihr erfüllen sollet, und nicht jeder ist dazu befähigt, sie auszuführen. Doch sowie der Mensch einen starken Willen aufbringen kann, wird er die Arbeit spielend bewältigen. Der Wille allein ist ausschlaggebend, aus eigenem Antrieb sollet ihr Mir eure Dienste leisten, aus eigenem Antrieb Mir helfen, wo es gilt, die geistige Not der Menschen zu lindern. Ich bestimme euch nicht dazu, euer Herz soll nach Mir verlangen und nach Meiner Liebe und darum unentwegt Mir zustreben, unentwegt für Mich tätig sein. Einen starken Willen erfordert es, doch diesen werde Ich lohnen dereinst, wie Ich es verheißen habe. Doch auch nicht um des Lohnes willen sollet ihr Mir dienen. Die Liebe zu Mir und dem Unerlösten soll euch antreiben zu eurer Tätigkeit, und so ihr die Liebe im Herzen zu höchster Glut entflammen lasset, dann wird auch euer Wille keine Schwäche mehr verraten, dann werdet ihr mit erhöhtem Eifer tätig sein, weil die Liebe die Kraft ist, die euch antreibt, weil die Liebe auch den Willen verstärkt, weil, wenn ihr in Liebe wirket, ihr in der Nachfolge Jesu lebt und also gleich Ihm über einen starken Willen verfügt, der alles vollbringt, was er erstrebt. Stärket euren Willen durch Liebeswirken, und so ihr dennoch euch schwach fühlt, so betet und holet euch direkt Kraft durch inniges Flehen und innige Zwiesprache mit Mir. Dann werdet ihr wahrlich nicht versagen in eurem Dienst für Mich, dann werdet ihr voller Eifer und freudig für Mich arbeiten zum Segen aller, derer ihr euch annehmet in ihrer geistigen Not. Amen. B.D. NR. 4789.

 

Buch 54 4790

Ich lebe und ihr sollt auch leben. Licht und Kraft.

29. November 1949. B.D. NR. 4790.

Ich lebe und ihr sollt auch leben. Ich bin ununterbrochen tätig, und also sollet auch ihr eure Kraft verwerten, die ihr ungemessen von Mir beziehet, so ihr vollkommen seid. Leben allein ist Seligkeitszustand, Leben ist Freiheitsbewußtsein und Kraftbesitz, Leben ist einzig und allein begehrenswert, denn es schließet alles ein, was dem Wesen Seligkeit bereitet. Ich will euch das ewige Leben geben. Verstehet ihr nun, welche Verheißung diese Worte in sich schließen? Daß Ich euch das Beste geben will, was ihr besitzen könnet? Verstehet ihr nun, daß Ich euch aus der Nacht des Todes erretten wollte durch Meinen Kreuzestod? Daß Ich euch erlösen wollte aus einem Zustand, der gänzlich dem Zustand des Lebens widerspricht? Die Nacht des Todes ist das Entsetzlichste, was einem Wesen aus Mir beschieden sein kann, es ist ein gefesselter Zustand in Kraftlosigkeit, es ist Meinem Urwesen entgegengerichtet, denn alles, was Mein Anteil ist, alles, was Zeichen Meiner Göttlichkeit ist, geht dem Wesen ab, so es in der Nacht des Todes verharrt. Es mangelt ihm an Licht und Kraft, Freiheit und Seligkeit, es ist ein gequältes, blindes, kraftloses Wesen, das zu ewiger Finsternis verurteilt ist, so es nicht aus freiem Willen das Leben anstrebt, das Ich ihm geben kann und will, so es nur Mir zustrebt. Ich lebe und ihr sollt auch leben, denn ihr seid Meine Kinder, Meine Geschöpfe, die einen Teil von Mir in sich tragen und die hervorgegangen sind aus Meiner Liebekraft, die Leben gebärt und immer wieder schöpferisch tätig ist. Und also will Ich nicht, was aus dem Licht hervorgegangen ist, in der Dunkelheit lassen, die es wohl selbst gewählt hat, die ihm aber keinen beseligenden Zustand einträgt. Ich will, daß Meine Geschöpfe zum ewigen Leben gelangen, daß sie sich Mir als dem unversiegbaren Leben angleichen und schaffend und gestaltend tätig sind gleich Mir, Der Ich unentwegt schöpferisch tätig bin, weil Leben niemals ein Zustand der Ruhe bedeutet, sondern ständiges Ausnützen der Kraft, deren Urquell Ich bin. Und also will Ich aus Meinem Quell auch Meine Geschöpfe speisen, Ich will sie mit Kraft versehen, daß auch sie tätig sind nach Meinem Willen, daß sie leben, gleich wie Ich lebe, und daß sie in ständiger Tätigkeit ihre Seligkeit finden, wie Ich es ihnen verheißen habe. Amen. B.D. NR. 4790.

 

Buch 54 4791

Unterlassungssünde. Reue. Wandlung im Jenseits.

3. Dezember 1949. B.D. NR. 4791.

Ihr werdet euch zu verantworten haben für jede Unterlassungssünde, für jede ungenützte Gelegenheit, doch wird sie euch nicht vorgehalten werden, sondern ihr werdet daran erinnert werden und nun selbst erkennen, was ihr versäumt habt und welchen Vorteil ihr dadurch einbüßet, und eure Reue wird groß sein. Denn das ist die Strafe für euer Vergehen, das ihr nimmer vergessen könnet und darum euch ungeheure Selbstqualen bereitet, die wohl als gerechte Strafe anzusehen sind, weil ihr Gottes Gnaden unbeachtet ließet auf Erden und dieses Vergehen nicht anders abbüßen könnet als durch tiefste Reue über eure Härte und euren Ungehorsam Gottes Geboten gegenüber. Und die Qualen werden erst dann geringer werden, so ihr im jenseitigen Reich versuchet, entgegen eurem lieblosen Leben auf Erden zu handeln - so ihr nun die Liebe übet aus eigenem Antrieb an den Seelen, die gleich euch leiden müssen und denen jede Liebestat eine Hilfe ist. Dann werdet auch ihr die Kraft der Liebe spüren, dann werdet ihr suchen, euer Unrecht gutzumachen. Doch es gehört dazu ein kleiner Lichtfunke, der euch das Erkennen eurer selbstverschuldeten Lage gibt, denn solange ihr diesen Schimmer der Erkenntnis nicht besitzet, ist euch auch das große Versäumnis auf Erden noch nicht bewußt, denn dann seid ihr nur von der Ichliebe erfüllt, die nur das eigene Schicksal bessern möchte, nicht aber das der anderen notleidenden Seelen. Und es kann dieser Zustand lange dauern, je nach der Hartnäckigkeit des Willens und dem Grade der Ichliebe. Es muß die Liebe erst erweckt werden, was wohl geschehen kann durch das Gebet eines Menschen auf Erden, der in Liebe jener Seele gedenkt. Dann wird die Seele in Umgebungen versetzt, die unsagbar viele leidende Seelen bewohnen, so daß die erstere durch das Leid die Erbarmung kennenlernen soll. Denn das Leid ist weit größer als das eigene Leid. Und nun muß sich die Seele bewähren. Hat sie nur einen hilfswilligen Gedanken, dann strömt ihr Kraft zu, ihn auszuführen, und nun ist ein Lichtlein angezündet, das nicht mehr verlöschen kann, denn sie fühlt eine Beglückung in sich und beginnt nachzudenken über das Wirken in Liebe und wird unterstützt darin von Lichtwesen, die in einer der Seele zuträglichen Verkleidung sie belehren und anregen zu liebender Betätigung. Und sowie dieser Zustand eingetreten ist, erkennt sie, was sie versäumt hat. Ihre Reue ist groß, aber auch der Hilfswille nimmt zu, und je mehr sie die Liebe ausübt, wozu ihr überreich Gelegenheit geboten wird, desto schwächer wird das Reuegefühl im Herzen, weil sie nun so dankerfüllt ist gegen Gott, Der ihr doch noch die Möglichkeit gibt, zur Höhe zu schreiten, obgleich sie weiß, daß sie niemals das auf Erden Versäumte nachholen kann, daß sie niemals den höchsten Grad der Seligkeit erreichen kann. Doch sie ist selig, in Liebe wirken zu können und ihrer Not enthoben zu sein. Amen. B.D. NR. 4791.

 

Buch 54 4792

Entwicklungsprozeß. Freier oder gebundener Wille.

4. Dezember 1949. B.D. NR. 4792.

Jeder Gang durch die Materie ist für das Mir gänzlich widersetzliche Geistige als Entwicklungsprozeß anzusehen, der mit Sicherheit ein Nachlassen des Widerstandes gegen Mich zur Folge hat und somit das einzige Mittel ist, das gänzlich von Mir Abgefallene Mir langsam wieder zuzuführen. Dieser Entwicklungsprozeß kann sich des öfteren wiederholen, je nach der Einstellung des Geistigen im Stadium des freien Willens als Mensch. Dieses Stadium aber muß nach dem endlose Zeiten währenden Zustand im gebundenen Willen dem Geistigen gewährt werden, ansonsten die Aufwärtsentwicklung keinen Zustand der Vollkommenheit gezeitigt hätte, sondern das Geistige gerichtet bliebe, d.h., durch Meinen Willen es so würde, wie es ist, nicht aber durch eigenen Willen. Der freie Wille aber ist ein Zeichen der Vollkommenheit, der freie Wille ist unbedingt nötig, soll die Gottähnlichkeit, also ein Angleichen an Mich, erreicht werden. Zumeist wird auch das Stadium als Mensch ausgewertet soweit, daß das Wesen entweder im gleichen Zustand verharrt oder seinen Reifezustand erhöht während des Erdenlebens. Und es ist dann die Möglichkeit gegeben, im geistigen Reich die Aufwärtsentwicklung fortzusetzen, wenn nicht ersteres zurücksinkt in die Tiefe durch hartnäckigen Widerstand, also von Mir abgewandten Willen. Es kann aber auch leicht das Stadium des freien Willens eine Rückentwicklung nach sich ziehen, es kann das Wesen als Mensch den Abfall von Mir erneut vollziehen, es kann sämtliche Stadien seiner Entwicklung im Mußzustand zwecklos machen, also wieder zurücksinken in den Zustand, der das erneute Bannen in der festen Form bedingt, um nicht erbarmungslos von Mir verdammt zu werden auf ewig. Diese ewige Verdammung aber läßt Meine Liebe nicht zu, und darum ist Mein Schöpfungswille unbegrenzt, weil Ich immer wieder neue Möglichkeiten schaffe, diesem in die Tiefe gesunkenen Geistigen zu helfen, daß es sich einstmals selbst im freien Willen erlösen kann. Niemals wird von Meiner Seite aus ein Zwang ausgeübt auf die geistigen Wesen, und selbst der Zustand im gebundenen Willen ist insofern kein Zwangszustand, als daß das Wesen erst dann in eine neue Form übergehen kann, wenn es selbst in seinem Widerstand gegen Mich nachläßt, was es zwar nicht bewußt tut, da es bar jeder Erkenntnis ist. Dennoch ist Mir die Wandlung jeglichen Willens bekannt. Das Geistige selbst erkennt sich nicht, Ich aber erkenne es. Das Einzeugen des Geistigen in die feste Materie ist zwar ein Akt der Gewalt von Meiner Seite, doch gleichzeitig ein Sühnungsakt für die Sünden dieser als Mensch verkörperten Wesen, die durch die gänzliche Entfernung von Mir, durch Haß und Lieblosigkeit, zu wahren Teufeln wurden, weshalb sie eine gerechte Strafe verdient haben und dieser Strafakt zugleich ein Erbarmungsakt ist, sie aus tiefster Finsternis wieder zum Licht emporzuführen. Es kann ein solcher Entwicklungsprozeß aus einem vollendeten Teufel ein rechtes Gotteskind werden lassen, wie aber auch das Teuflische in dem Wesen im Stadium als Mensch erneut zum Durchbruch kommen kann und darum eine öftere qualvolle Bannung in der Materie sein Los ist, bis es doch einmal von Meiner tiefen Liebe sich berührt fühlt und Mir nun im Zustand des freien Willens entgegendrängt, um nun ewiglich nicht mehr zu fallen, um zu stets höherer Vollendung zu gelangen, weil es nun unauflöslich mit Mir verbunden ist. Amen. B.D. NR. 4792.

 

Buch 54 4793

Verfall irdischer Güter. Riesenschritte zum Ende.

6. Dezember 1949. B.D. NR. 4793.

Mit Riesenschritten geht es dem Ende entgegen, und wüßtet ihr, wie nahe es ist, so würdet ihr alle Zeit verwenden für eure Seelen, so ihr überhaupt an ein Leben der Seele nach dem Tode glaubt. Doch immer noch wendet ihr eure Augen der Welt zu, d.h., alles Irdische bewegt noch zu sehr euren Sinn, und ihr sorgt für euer leibliches Wohl, wo die Seele eure Sorge viel nötiger brauchte. Ihr glaubet noch nicht recht an das Ende, und das ist es, was euer geistiges Streben schwächer werden läßt. Ihr zweifelt noch an der Wahrheit Meines Wortes, und darum seid ihr auch nicht recht tauglich zur Verbreitung Meines Wortes, solange euch die Welt noch gefangenhält. Der Welt Güter aber sind nicht beständig. Diese Worte lasset euch durch den Sinn gehen, denn ihr werdet sehr bald die Bestätigung erfahren, ihr werdet sehr bald irdische Güter verfallen sehen und erkennen, wie nichtig doch die Welt ist, und so auch die Weltmenschen sich ihrer Habe erfreuen. Ihr aber, die ihr Meine Diener sein wollet, löset euch im Herzen von allem, was der Welt angehört. Richtet immer öfter euren Blick nach oben, und begehret geistige Güter, denn sie allein sind beständig, und wer geistige Güter besitzet, der braucht keinen irdischen Verfall zu fürchten. Ihm kann sein Reichtum nicht genommen werden, wenngleich er irdisch alles verliert. Darum suchet den geistigen Reichtum zu vergrößern, sorget euch nicht um irdische Bedürfnisse, beginnet den Tag mit dem Gedanken an Mich, und beendet ihn auch so, und haltet des öfteren Zwiesprache mit Mir, Der Ich euch geistigen Reichtum austeilen kann und auch euer irdisches Leben erhalte. Wie viele Sorgen machet ihr euch unnötig, die Ich beheben kann und will, so ihr nur an Meine Liebe glaubt. Ich werde euch den Beweis dessen geben, was Ich euch ankündige, und dann werdet ihr der ungenützten Gelegenheiten gedenken, die ihr vorübergehen ließet, weil ihr schwachen Glaubens seid. Sorget nur für eure Seelen, und machet euch dadurch zu Meinen Schutzbefohlenen, deren leibliche Sorgen Ich übernehme. Beachtet nicht die Welt, denn sie hält euch ab vom geistigen Streben, sie nimmt euch die Kraft für geistige Arbeit, sie zieht euch zurück, die ihr die Materie zum Teil schon überwunden habt. Lasset euch nicht von der Welt gefangennehmen, denn sie hat bald aufgehört, zu sein für die Menschen der Jetztzeit, und was dann kommt, das bestimmet ihr selbst durch euren Willen. Richtet eure Sinne geistig, erhebet die Augen zu Mir, und bereitet euch vor auf ein großes Erleben, das so sicher kommen wird, wie ein Tag dem anderen folgt. Bald, sehr bald kommt das Ende, doch zuvor zeige Ich Mich noch denen, die glauben wollen, und Ich spreche in ernster Sprache zu allen, auf daß sie sich besinnen und sich vorbereiten auf das Ende, das sehr bald folgen wird. Amen. B.D. NR. 4793.

 

Buch 54 4794

Lebenswandel von Führern und Lehrern ausschlaggebend für Wahrheit.

7. und 8. Dezember 1949. B.D. NR. 4794.

Es ist für euch Menschen von größter Wichtigkeit, daß ihr in der Wahrheit unterrichtet werdet und daß ihr euch deshalb der Geistesrichtung anschließet, welche die Wahrheit vertritt, deren Führer und Lehrer von Gott gelehret sind, also das Wirken des göttlichen Geistes in sich möglich machen. Und ihr könnet immer an dem Lebenswandel derer, die Vertreter der Wahrheit aus Gott zu sein vorgeben, den Grad der Wahrheit erkennen, und so werdet ihr stets wissen, welcher Wert ihren Lehren zugemessen werden kann. Darum achtet zuerst darauf, wie die Führer und Lehrer einer Geistesrichtung sich selbst einstellen zu den göttlichen Geboten, zu den Geboten der Gottes- und Nächstenliebe. Durch das Reden allein sollet ihr euch nicht täuschen lassen, sondern das Verwirklichen dessen, was sie lehren, gibt erst den Ausschlag und reihet die Menschen in den Dienst für Gott ein. Denn ein solcher Lebenswandel nach dem Willen Gottes macht den Menschen zum Anwärter des geistigen Reiches, und also ist auch das Denken dessen recht, denn ein Mensch, der Gottes Gebote erfüllt, erkennt die Wahrheit, und seine Urteilskraft ist erheblich gestärkt durch die (8.12.1949) Erhellung seines Geistes, der wirksam wird als Folge der Liebetätigkeit. Einem Menschen, dessen Lebenswandel dem Willen Gottes entspricht, kann stets Glauben geschenkt werden, und so er nun eine bestimmte Geistesrichtung vertritt, wird er auch für Gott und Sein Reich tätig sein, weil Gott niemals einen Menschen einer Lüge schuldig werden lässet, der Ihm zustrebt und die Wahrheit vertreten will. Es steht immer der Wille des Menschen im Vordergrund, und diesem nach nimmt Gott Sich seiner an, oder Er wendet Sich von ihm ab. Der rechte Wille aber ist der voller Demut und Gehorsam gegen Gott; er wird also niemals hervorzutreten suchen, also irdische Vorteile oder Ehre und Ruhm, kein Ansehen oder hohe Stellung erreichen wollen, er wird nur still und bescheiden Gott dienen, um der Wahrheit selbst willen die Wahrheit vertreten, weil er fühlt, daß nur die Wahrheit zu Gott führt und er aus Liebe zu den Mitmenschen auch diese zu Gott hinführen möchte. Es müssen die Lehrenden selbst von Gott gelehret sein. Doch nur die Liebe trägt ihnen diese außergewöhnliche Vergünstigung ein, und darum muß der Mensch in der Liebe stehen, dessen Geistesgut anerkannt werden soll als Wahrheit, als direkt von Gott empfangenes Wissen. Wo ihr Menschen also die Liebe vermisset bei einem Diener Gottes, dort lehnet auch sein Geistesgut ab, denn es ist nicht von oben, es ist Blendwerk des Satans, der unter dem Deckmantel der Frömmigkeit Irrtum auszustreuen sucht und immer dort guten Boden findet, wo die Liebe fehlt. Prüfet und bittet Gott um Beistand, daß euer Urteil recht sei, doch nehmet nicht ungeprüft an, so ihr nicht die Sicherheit habt, das Wort Gottes direkt aus der Höhe vermittelt zu bekommen. Prüfet alles, was euch dargeboten wird, unter Anruf Gottes, und das Beste behaltet. So will es Gott, auf daß Sein Geist in euch wirksam werde. Amen. B.D. NR. 4794.

 

Buch 54 4795

Erkenntnis im Erdenleben oder nach Eingang ins Jenseits.

10. Dezember 1949. B.D. NR. 4795.

Fortschreitende Erkenntnis ist der Erfolg eines Lebenswandels nach Meinem Willen. Doch nicht immer braucht sich der Wissenszustand eines Menschen bemerkbar zu machen, doch die Seele hat den Reichtum eines Wissens in sich, der erst nach dem Ableben des Menschen ihr bewußt wird, so daß sie also in einem hohen Grade der Erkenntnis in das Lichtreich eingehen kann, wenngleich sie als Mensch auf Erden unerfahren war. Doch dann benötigte der Mensch dieses Wissen nicht, weil er auch ohne solches sich bemühte, ein gottgefälliges Leben zu führen, und sein Liebeleben ihm also einen reichen Schatz eingetragen hat, mit dem die Seele im geistigen Reich arbeiten kann und selig ist. Menschen, die jedoch nach der Wahrheit suchen, die ihr Wissen bereichern wollen und unbewußt oder als Folge Meines ihnen offenbarten Willens liebetätig sind, werden ein Wissen zugeführt bekommen, das ihre anfängliche Unkenntnis wandelt, sie werden ständig zunehmen an Erkenntnis, bis ihnen alles klar und verständlich ist, was sie geistig bewegt. Diese aber können mit ihrem Wissen schon auf der Erde arbeiten, sie können Licht spenden, sie können ihr Wissen weiterleiten und Helligkeit bringen, wo noch tiefstes Dunkel ist. Sie können ihren Mitmenschen Führer sein und werden bei ihrem Eintritt in das Jenseits einen schon hohen Lichtgrad erreicht haben, der sie in den Stand setzt, eine beglückende Tätigkeit auszuführen und den irrenden Seelen im Jenseits zu helfen in ihrer Not. Denn Unwissenheit ist ein Notzustand, wie Dunkelheit immer ein bedauernswerter Zustand ist für ein Wesen, das uranfänglich im Licht gestanden hat. Unwissenheit ist die Folge des Abfalls von Mir, weil das Geistige durch die Entfernung von Mir sich Meinem Liebestromkreis entzog und dies völlige geistige Finsternis bedeutete, die das Wesen als Qual empfindet im geistigen Reich. Auf Erden kann es sich leicht in einen Lichtzustand versetzen, weil rege Liebetätigkeit ein Zuleiten hellsten Lichtes zur Folge hat, doch es gehört dazu der freie Wille, der zumeist versagt, weil das Wesen noch zu sehr in der Eigenliebe steht und dadurch die Kraft aus Gott unwirksam macht, die sich in Helligkeit des Geistes äußert, also in einem Zustand des Erkennens. Immer ist die Liebe das Unerläßliche, daß der Mensch zur Erkenntnis gelangt, immer muß die Liebe im Menschen erweckt werden, bevor er wissend wird, und Liebe wird ihm immer einen Lichtgrad eintragen, wenngleich er selbst im Erdenleben dessen nicht bewußt wird. Blitzschnell aber kommt ihm die Erkenntnis beim Eintritt in das geistige Reich, wo es dann für ihn keinen Irrtum mehr gibt, weil er jeden Irrtum sofort erkennt und ihn verabscheut. Denn Licht ist Seligkeit, und Finsternis ist Qual. Die Finsternis aber kann durchbrochen werden, und auch viele Wesen der Dunkelheit können sich wandeln, wenn sie einem Lichtstrahl nachgehen und ihren Willen gleichfalls dem Liebewirken zuwenden, wozu sie stets Gelegenheit haben, wie auf Erden, so auch im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 4795.

 

Buch 54 4796

Rechtes Kindesverhältnis zu Gott. Erfüllung der Bitten.

10. Dezember 1949. B.D. NR. 4796.

Was ihr erbittet im festen Glauben, das wird euch gegeben werden, so es eurer Seele nicht zum Schaden gereicht, und da ihr Mein Wort empfangen dürfet, so oft ihr wollt, werde Ich Mich immer wieder äußern und zu euch reden durch die Stimme des Geistes. Stets will Ich euch raten, was ihr tun und was ihr lassen sollet, stets will Ich euch belehren und tiefes Wissen euch vermitteln, und immer werdet ihr Mir daher willkommen sein, so ihr als Schüler zu Mir kommet oder als Kinder den Vater bittet um Aufschluß. Ich will euch ein gerechter Vater sein, Der zwar kein Unrecht duldet, so ihr es ausführet, euch aber stets das Unrecht erkennen lässet. Immer dürfet ihr im Vertrauen zu Mir kommen, weil Ich alles verstehe und auch alles verzeihe, so ihr wie Kinder zum Vater kommet und Meine Liebe erbittet, die im Wort zum Ausdruck kommet. Wer nach Meinem Wort verlangt, der gehöret Mir an, und wer Mir angehört, der wird keine Fehlbitte an Mich richten, die ihn an Meiner Liebe zweifeln ließe. Wer an Mich glaubt, den erhöre Ich und offenbare Mich ihm durch Mein Wort. Darum wird eine innige Verbindung, die einmal stattgefunden hat mit Mir, nimmermehr abgebrochen werden können, es sei denn, er läßt sich von der Welt gefangennehmen und kehret Mir und dem geistigen Reich den Rücken zu, d.h., sein Wille strebt von Mir ab und der Welt zu. Dann verhülle Ich Mich, dann erreicht auch kein Ruf Mein Ohr, dann hat Mein Gegner ihn gewonnen, doch durch eigene Schuld des Menschen. Wer aber die Welt nicht beachtet, wer stets nur Mich ersehnet, dem bietet die Welt nichts mehr und Mein Wort ist ihm das Höchste, Meine Stimme bietet ihm vollauf Ersatz für das, was er in der Welt aufgibt. Denn durch Mein Wort offenbare Ich Mich Selbst und gebe dem Menschen den Beweis Meiner Nähe, Meiner Gegenwart und Meiner Liebe. Die Liebe aber gewähret alles, sie versteht und verzeiht alles, sie will nur Gegenliebe, um ungemessen beglücken zu können alle, die Mir ihre Liebe schenken. Amen. B.D. NR. 4796.

 

Buch 54 4797

Rücksichtsloses Vorgehen gegen Irrlehren.

11. Dezember 1949. B.D. NR. 4797.

Wohl steht euch das Recht zu, in Opposition zu treten, wo Geistesgut vertreten wird, das eurem Wissen widerspricht, so ihr euch getrieben fühlt, für die Wahrheit euch einzusetzen. Den Beweis davon aber habt ihr, die ihr Mein Wort selbst vernehmet oder durch Meine Diener auf Erden mittelbar von Mir empfanget: Der Übel größtes ist die Lüge und der Irrtum, denn sie vergiften die Seele des Menschen, sie wird gewissermaßen von einer Hülle umschlossen, die keine Lichtstrahlen durchläßt, und so diese Hülle nicht gewaltsam hinweggezogen wird, versinkt die Seele in Finsternis. Ein solcher Gewaltakt ist das rücksichtslose Vorgehen gegen falsche Lehren, das Aufdecken und Brandmarken dieser durch einen Wahrheitsträger, der also nur ein Werkzeug ist, durch den Ich Selbst der Seele zu Hilfe komme. Es ist nicht richtig, schweigend einen Irrtum zu dulden, wo er erkannt wird und die Wahrheit ihm entgegengesetzt werden kann. Verständlicherweise aber muß das Wissen, das dem Irrtum entgegengesetzt wird, dem rechten Quell entströmt sein - also die ewige Wahrheit Selbst muß der Urquell dessen sein, was als Wahrheit bezeichnet wird, dann wird die göttliche Weisheit auch die Überzeugungskraft in sich schließen. Dann muß es einem Wahrheitsträger gelingen, den Irrtum zu verdrängen, sowie der Belehrtwerdende guten Willens ist. Es ist dringend notwendig, daß die Mitmenschen in rechtes Denken geleitet werden, weil jede Stunde auf Erden für die Seele verloren ist, die sie in irrigem Denken verbringt. Denn Helligkeit des Geistes ist ein Zeichen der stattfindenden Erlösung des Menschen. (13.12.1949) Helligkeit des Geistes bedeutet Kraftzustrom aus Mir, also Ausgießen Meines Geistes über einen Menschen, der dessen würdig ist. Also muß er sich schon gelöst haben von Meinem Gegner, er muß den Weg betreten haben, der zu Mir führt. Dann ist sein Denken recht, dann erkennt er den Irrtum, dann steigt er zur Höhe, und die Freiwerdung aus der Form ist das von ihm erreichte Ziel. Darum muß als erstes der Irrtum erkannt und verbannt werden, die Wahrheit muß als Mein Anteil bewußt angefordert und von Wahrheitsträgern dem Irrtum entgegengesetzt werden. Und das ist eure Aufgabe, weshalb ihr niemals Rücksicht zu nehmen brauchet auf einen Vertreter irriger Lehren, sondern schonungslos aufdecken müsset, was nicht mit der ewigen Wahrheit aus Mir übereinstimmt. Ihr sollet und könnet stets wider den Irrtum vorgehen und die Wahrheit vertreten, nur müsset ihr selbst von Meinem Geist erleuchtet sein, ihr müsset die Wahrheit von Mir Selbst empfangen haben, auf daß ihr überzeugt dafür eintreten könnet, was ihr lehret. Wer überzeugt seine Ansicht vertritt, der wird stets den Sieg davontragen in einem Wortgefecht, denn Mein Wort, das er nun zum Inhalt seiner Lehre macht, spricht für sich selbst und wird niemals seinen Eindruck verfehlen. Und so ermahne Ich euch immer wieder, den Kampf zu führen wider die Lehren, die offensichtlich Meinem aus der Höhe zugeleiteten Wort widersprechen. Denn die Wahrheit muß verbreitet werden, sollen die Menschen den rechten Weg zu Mir finden, weil nur die Wahrheit zu Mir führt, während der Irrtum Mich ausschaltet, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin. Amen. B.D. NR. 4797.

 

Buch 54 4798

Jünger der Endzeit. Vergünstigung als Lohn für Glauben.

14. Dezember 1949. B.D. NR. 4798.

Ihr, Meine Jünger der Endzeit, ihr habt wahrlich nur den Glauben ohne jegliche Beweise, daß Ich einst auf Erden wandelte, um den Menschen den Weg vorzuleben, den sie gehen sollen, um selig zu werden. Ihr müsset nun diesen Glauben an Mich so lebendig werden lassen, daß Mein Geist in euch wirken kann, den Ich euch angekündigt habe mit den Worten: "Ich will euch den Tröster senden" und "Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende". Was euch nicht bewiesen werden kann, das wird euch dennoch als alleinige Wahrheit überzeugen, weil der Geist in euch es euch kundgibt. Und so könnet ihr euch als Meine Jünger fühlen, als Apostel, gleich Meinen ersten Jüngern, die Mich Selbst als augenscheinlichen Beweis um sich hatten und denen es darum weit leichter war, das zu glauben, was Ich ihnen lehrte. Ihr aber sollet Meine Wiederkunft erleben, ihr sollt die Krönung eures Glaubens erfahren, ihr sollet Mich schaubar am Ende erleben, eben weil ihr glaubt und durch diesen Glauben eine so innige Verbindung mit Mir herstellet, daß Ich ihn lohnen kann und will - und zwar durch Meine sichtbare Gegenwart und eure Heimholung in das Reich des Friedens. Es ist dies eine so übergroße Vergünstigung auf Erden, daß ihr euch diese verdienen müsset, daß ihr ringen und Mir den Beweis liefern müsset, daß ihr an Mich und Mein Erlösungswerk glaubt. Wie oft wird in der letzten Zeit noch an das Bollwerk des Glaubens gerüttelt werden, dann müsset ihr standhaft bleiben und euch keinesfalls von den Reden der Menschen beeinflussen lassen. Und dieser starke Glaube muß aus euch selbst kommen, denn ein jeder von euch Menschen kann Meine Unterstützung anfordern, und so er im Geist und in der Wahrheit zu Mir betet, wird er wahrlich erhalten, was er erbittet. Und so sollet ihr um starken Glauben bitten, und es wird euch das Gefühl Meiner Gegenwart auch tief gläubig werden lassen, wenngleich ihr sonst keine Beweise habt von Mir und Meinem Wirken auf Erden. So Ich aber Meinen Einfluß geltend machen wollte, indem Ich euch Beweise geben würde, so wäre euer Verdienst des Glaubens schwach und eine Vergünstigung, wie die außergewöhnliche Wiederkehr in den Wolken, wäre ein Glaubenszwang, den Ich aber niemals anwende, weil ihr vollkommen werden sollet. Und so müsset ihr ringen um starken Glauben und euch durch keinerlei Zweifel beirren lassen. Ihr wandelt in der Wahrheit und werdet auch zum Ziel gelangen, denn ihr werdet von Lichtwesen betreut, die euch ständig umgeben und auch eure Gedanken ordnen, auf daß ihr als Meine rechten Jünger auf Erden euren Dienst versehen könnet zum Segen der Mitmenschen, die in Gefahr sind, abzufallen von Mir. Ihr werdet die Mission Meiner ersten Apostel zu Ende führen - Meine Lehre verbreiten in der letzten Zeit vor dem Ende. Ihr werdet es auch können, weil Ich euch ständig gegenwärtig bin und euch auch die Gnade gebe, Mich und Mein Wirken zu erkennen. Und so werdet ihr keine weiteren Beweise brauchen als nur Meines Geistes Wirken, den Ich ausgieße über alle, die Mir dienen wollen und an Mich glauben. Amen. B.D. NR. 4798.

 

Buch 54 4799

Anruf des Namens Jesu. (Wortheft Mahlberg)

16. Dezember 1949. B.D. NR. 4799.

Das Geheimnis göttlicher Offenbarungen ist nur so lange ein Geheimnis, wie sich die Menschen noch nicht klar sind über die Ausgießung des Geistes. Und so lange werden sie auch zweifeln, verwerfen, Echtes für falsch ansehen und auch wieder falschen Propheten Gehör schenken, weil mehr die Sucht, etwas Ungewöhnliches, ihnen Verborgengehaltenes zu erfahren, bei den Menschen vorspricht, als das tiefe Wahrheitsverlangen und die Liebe zu Gott als Urquell der Wahrheit. Göttliche Offenbarungen entstammen diesem Urquell, weil Sich die ewige Gottheit äußert den Menschen gegenüber, auf das diese Sie erkennen lernen und Sie lieben können. Also kann erstmalig nicht abgeleugnet werden, daß Gott Sich offenbart. Wer nun Ihn hören will, der muß Ihm nahekommen, ansonsten Gott Sich ihm nicht offenbaren wird. Und so ist die erste Bedingung ein starker Glaube, daß Gott dem Menschen gegenwärtig ist. Die Gegenwart Gottes kann aber nur dann angenommen werden, wenn der Mensch durch die Liebe Gott sich nähert, also wenn er Gott, als die ewige Liebe, anzieht durch sein Angleichen an Ihn. Und so muß ein Lebenswandel in Liebe offensichtlich zu erkennen sein, wo göttliche Offenbarungen vernommen worden sein wollen. Glaube und Liebe sind also vorerst nötig, und aus ihnen geht hervor die Demut - eine tiefe Demut Gott gegenüber, Der als vollkommenstes Wesen erkannt wird und die Unvollkommenheit des Geschöpfes, resp. den weiten Abstand von Ihm bewußt werden läßt. Dem Demütigen gibt Gott Seine Gnade. Darum wird ein Mensch, der göttlicher Offenbarungen gewürdigt wird, niemals sich selbst in den Vordergrund stellen, er wird niemals seine eigene Person herausstellen, sondern immer nur für Gott eintreten den Mitmenschen gegenüber. Und ein solch demütiger, in der Liebe und im Glauben stehender Mensch kann niemals ein falscher Prophet sein, er wird als Werkzeug Gottes benützt und Empfänger göttlicher Offenbarungen sein, die als von Ihm Selbst gesprochen bewertet werden müssen und nur reinste Wahrheit enthalten. Es gibt keine halben Wahrheiten, es gibt, kein Teilwissen, so Gott Selbst Sich einem Menschen kundgibt so Er Seinen Geist über einen Menschen ausgießt, der sich dessen würdig macht. Immer und ewig wird Gott Sein Wort den Menschen auf Erden vermitteln, und immer und ewig wird sich dieses Sein Wort gleichbleiben. (17.12.1949) So Gott aber zu den Menschen spricht durch eines dienstwilligen Menschen Herz und Mund, wo Er also durch diesen allen Menschen Sein Wort gibt, muß stets damit gerechnet werden, daß sich der Satan mit allem Eifer einsetzet, um das göttliche Wirken zu unterbinden, und da er sich nicht gegen Gott Selbst wenden kann, er sich dessen Werkzeug gefügig zu machen sucht. Also wird sein Bestreben sein, den Menschen an der Entgegennahme des göttlichen Wortes zu hindern, sooft dies möglich ist. Er scheut auch vor keinem Mittel zurück, nur wird er immer einen starken Gegner haben in Jesus Christus, dem Sohn Gottes und Erlöser der Welt. Denn Dieser war gewissermaßen von Beginn Seiner Sendung an des Satans größter Feind, weil Er ihn überwältigte und durch Seinen Sieg unzählige Seelen dem Satan abgerungen hatte. Diese Feindschaft zwischen dem höchsten Lichtgeist und dem Fürsten der Finsternis wird ein ständiges Gegenwirken des letzteren dem Zuführen der reinen Wahrheit nach sich ziehen. Doch der Mensch als solcher hat einen sicheren Schutz gegen alle derartigen Einflüsse und gottfeindlichen Bemühungen in dem göttlichen Erlöser Jesus Christus Selbst, Der durch bloßen Anruf, durch Aussprechen Seines geheiligten Namens, dem Menschen die Kraft gibt, sich des lästigen Feindes zu erwehren. Doch es darf dieser Anruf nicht nur ein Lippengebet, ein gedankenloses Aussprechen mit dem Munde sein, wie alles, was die von Gott verheißene Wirkung haben soll, ein Gebet im Geist und in der Wahrheit voraussetzt. Jesus Christus ist noch immer der Schirmherr eines tiefen Glaubens, Er ist noch immer der Macht des Gegners gewachsen und vermag nur allein durch Seinen Willen Seinen Gegner unschädlich zu machen. Doch ob die Menschen Seinen Schutz in Anspruch nehmen wollen, liegt ihnen selbst ob. Der Unglaube an die Kraft Seines Namens gibt dem Satan das Übergewicht, doch dann haben es sich die Menschen selbst zuzuschreiben, wenn sie in seine Gewalt geraten, was Gott zwar stets zu verhindern suchen, jedoch niemals zwangsmäßig auf den Willen des Menschen einwirken wird. Der Glaube allein ist die unversiegbare Kraft, die ein Mensch dem Widersacher entgegensetzen kann, und er wird sicher weichen, doch der Glaube ist freie Willenssache eines Menschen, er kann alles erreichen, wird aber niemals von Gott gezwungen, weshalb der Mensch, der nicht tief glaubt, die Macht Seines Gegners zu spüren bekommt, der ihn zum Abfall von Gott zu bringen sucht. (19.12.1949) Der Anruf des Namens Jesu also ist und bleibt sicherster Schutz, denn Ihm muß der Satan weichen, ansonsten die Gottheit Jesu angezweifelt werden müßte oder die Macht des Satans Gott Selbst übertreffen würde. Es ist falsch, anzunehmen, daß einmal gegebene Verheißungen Kraft und Wirkung verlieren könnten; es ist ferner falsch, Äußerungen unreifer Seelen aus dem geistigen Reich für göttliche Offenbarungen zu halten, denn es muß ein Unterschied gemacht werden von Übertragungen aus dem geistigen Reich auf das körperliche Ohr des Menschen und solchen, die als Geistwirken das geistige Ohr berühren. Es muß also unterschieden werden: Ausgießung des Geistes im wachen Zustand von Mitteilungen aus dem geistigen Reich im unbewußten Zustand, wo gewissermaßen alle Geister Zugang haben und der menschliche Wille die Geistwesen zu Gehör kommen läßt, denen er sich ausliefert. Dann ist der förmliche Ausspruch des Namens Jesu nicht genügend, jene Geister zu verdrängen. So jedoch Jesus Christus im Geist und in der Wahrheit angerufen wird, werden auch jene Geister gebannt. Darum ist es auch nicht ratsam, einen Verkehr mit der geistigen Welt herzustellen, so die Ergebnisse in unbewußtem Zustand gewonnen werden, die auch niemals als göttliche Offenbarungen hingestellt werden dürfen, weil zu solchen das Wirken des Geistes im Menschen erforderlich ist, so daß die Äußerungen Gottes als innere Stimme vernommen wird. Es kann wohl ein Verkehr mit der geistigen Welt angebahnt werden durch eifrige geistige Gedankentätigkeit, weil dann die Geistwesen gedanklich auf den Menschen einwirken, doch dann ist immer noch der Wille des Menschen, sein Lebenswandel und sein Reifegrad ausschlaggebend, welche Wesen sich ihm nahen und ihn gedanklich belehren. Doch der Anruf Jesu Christi im Geist und in der Wahrheit wird mit Sicherheit den Menschen schützen vor geistiger Gefahr, wie es auch nicht anders denkbar ist, wenn eine göttliche Macht voller Weisheit und Liebe anerkannt werden soll, Die auch über den Satan Gewalt hat und Ihre Geschöpfe wahrlich schützen wird vor dessen Einfluß, wenn die Geschöpfe selbst dies ernstlich wollen, wenn sie also Gott zustreben und dem Satan entfliehen wollen. Suchet den Fehler oder den Grund stets bei euch selbst, wenn die Erfahrungen nicht den Verheißungen Christi entsprechen. Sein Wort ist unantastbar, es ist unveränderlich und reinste Wahrheit, also wird es auch bestehen bleiben und niemals an Wirkung verlieren. Und immer werden sich die Menschen Sein Wort zur Richtschnur ihres Lebenswandels nehmen können, und die Erfüllung Seiner Verheißungen wird ihnen gewiß sein. Amen. B.D. NR. 4799.

 

Buch 54 4800

Ende der Gnadenzeit. Ernste Mahnung.

20. Dezemer 1949. B.D. NR. 4800.

Die gnadenreiche Zeit ist bald vorüber, und die Menschen wandeln sich nicht. Sie lehnen sich auf gegen jeden Schicksalsschlag, der ihnen das Erkennen bringen sollte, sie nehmen keine Hilfe von seiten Gottes in Anspruch, weil sie nicht an Ihn glauben. Sie wandeln im Dunkeln und scheuen das Licht, und ein grauenvolles Ende steht ihnen bevor laut Gottes ewigem Heilsplan. Und dieses Ende ist bald gekommen. Was auch die Menschen beginnen, um sich in Wohlleben zu setzen, es wird alles umsonst getan sein, und die Menschen werden keinen Nutzen mehr davon haben, denn ihr Sinnen und Trachten ist nur irdisch, alles Irdische aber ist vergänglich, und selbst die Erde wird in ihrer Außenform eine Umänderung erfahren, die das Auflösen der Materie bedingt. Und so wird die Materie, die den Menschen umgibt, vergehen, und bestehen bleiben wird nur das, was sich die Menschen geistig geschaffen und erworben haben. Und dies wird sehr gering sein bei den meisten Menschen. Immer und immer wieder werden sie hingewiesen auf das Ende, auf die Vergänglichkeit irdischer Dinge, immer und immer wieder werden sie in Lagen versetzt, wo sie es leicht haben, den Schritt ins geistige Reich zu tun - wo sie gedrängt werden zum Beten, zum Anruf Dessen, Der ihr Schöpfer und Erhalter ist; doch selten nur nehmen sie die Gelegenheiten wahr, sich geistige Reichtümer zu sammeln. Und so müssen die Mahnungen und Warnungen immer ernster werden, immer schärfere Mittel müssen angewendet werden, um die Menschen zum Nachdenken zu bringen, um ihnen die Vergänglichkeit des Irdischen vor Augen zu halten. Und darum wird die Welt ein Schauspiel erleben, das wohl geeignet wäre, die Menschen zur Besinnung zu bringen, wenn sie es nur als ein Zeichen von oben erkennen möchten. Doch nur wenige sehen es an als das, was es ist - als ein letzter Mahn- und Warnruf Gottes, bevor die Erde ein Zerstörungswerk erlebt, aus dem die neue Erde hervorgehen soll. Gott meldet sich vorher und gibt ein letztes Zeichen, und wer dessen achtet, der kann seine Seele noch retten vor dem ewigen Tode. Wer aber auch daran vorübergeht, der hat ein schweres Los zu erwarten, so das Ende gekommen ist, denn am Tage des Gerichtes wird ein jeder Mensch erhalten, was er erstrebte auf Erden. Wer das geistige Reich gesucht hat, der wird auch in dieses eingehen und auf der neuen Erde dann im Paradiese weilen dürfen. Wer aber der Materie Freund war, der wird erhalten, was er begehrte - er wird erneut gebunden in der festesten Materie und endlos lange Zeit wieder in Gefangenschaft schmachten müssen, weil er sich nicht lösen konnte von dem, was er auf Erden überwinden sollte - weil er sich nicht freimachen wollte vom Irdischen und das Geistige unbeachtet ließ. Ihr Menschen, gedenket des Endes - denn es bringt den wahren Tod der Seele, die das Leben nicht gesucht hat auf Erden. Löset euch von der Materie, seid nicht Sklaven dessen, was euch in den Abgrund zieht. Lasset euch mahnen und warnen, und höret auf die Stimme der Propheten, die an Gottes Statt zu euch reden und euch das nahe Gericht ankündigen. Und so höret ihre Reden an und achtet sie als Gottes Wort, Der zu euch sprechen will durch Seine Diener auf Erden, auf daß ihr eure Seele rettet vor dem ewigen Tode, auf daß ihr euch besinnet und zu Ihm eure Hände emporstrecket, daß Er euch helfe und euch errette vor dem ewigen Verderben. Amen. B.D. NR. 4800.

 

Buch 54 4801

Seliges Los der Reifen und Zustand der Unvollkommenen im Jenseits.

24. Dezember 1949. B.D. NR. 4801.

Es wird euch ein seliges Los beschieden sein in Meines Vaters Hause. Ihr werdet alles vorfinden, was euch Freude macht, so eure Seele rein ist und frei von irdischem Verlangen, so sie reif ist für das geistige Reich. Worin aber diese Seligkeiten bestehen, die Freuden für eure reine, vergeistigte Seele, das könnet ihr Menschen erst dann begreifen, wenn euer Streben auf Erden schon geistigen Gütern gilt, wenn euch die Erde mit ihrem Besitz nicht mehr zu reizen vermag. Es sind geistige Genüsse, die der Seele unbeschreibliche Wonnen bereiten, es sind Genüsse, die das Empfinden der Seele berühren, wie irdische Genüsse den Körper, so daß sie also überaus glücklich ist, weil sie sich irdisch nichts mehr ersehnt. Wie auf Erden, so empfindet die Seele auch im Jenseits das Schöne, und wie auf Erden kennt sie auch das Glücksempfinden, doch in weit ausgeprägterem Maß. Ihr Sehnen gilt gleichfort dem Vermehren geistiger Güter, und diese Sehnsucht wird der Seele auch erfüllt. Sie kann unvorstellbare Schöpfungen schauen und hören und schöpfet daraus ständig Weisheit und Kraft. Sie bewegt sich in reizvollster Umgebung, wofür sich auf Erden kein Vergleich finden läßt, weil die irdischen Schöpfungen arm und dürftig dagegen sind und daher den Menschen auch die Vorstellungskraft fehlt für die Wunderdinge göttlicher Liebe, die Er Seine Kinder schauen läßt. Und da jedes Wesen mit gleichgesinnten Seelen Verbindung hat, wird die Seligkeit erheblich gesteigert und das Licht ständig erhöht. Denn der Zustand im Jenseits der noch unvollkommenen Wesen kann wohl geschildert werden, weil er sich nicht viel von dem auf der Erde unterscheidet, so daß oft die Seelen sich noch auf Erden lebend wähnen, und das lange Zeit hindurch. Wie auf Erden die Menschen in der Materie leben und nicht verstehen können, wie geistig strebende Menschen sich von der Welt zurückziehen und dennoch glücklich sind, so leben erstere auch im geistigen Reich im gleichen Verlangen nach der Materie, das ihnen soweit erfüllt wird, daß sie selbst die Erfüllung nicht beglücken kann, bis sie nach langer Zeit sich von ihr zu trennen beginnen in der Erkenntnis ihrer Wertlosigkeit. Doch das geistige Reich des Lichtes mit seinen Bewohnern ist diesen Wesen verschlossen. Es ist eine andere Welt, für die sie noch kein Verständnis haben und in der sie auch nicht bestehen könnten, weil die Lichtfülle sie aufzehren würde. Es sind aber immer Lichtwesen unerkannt unter ihnen, die sie belehren und ihren Willen zu lenken suchen, sich zu lösen von irdischen Begierden und etwas Höheres anzustreben, um nach oft langer Zeit auch in das Lichtreich eingehen zu können. Es können Seelen im gleichen Unvollkommenheitsgrad ins Jenseits kommen, jedoch verschieden lange Zeit brauchen, um auszureifen - je nach der Liebefähigkeit ihrer Herzen, die mitunter im geistigen Reich sich schneller wandeln als auf Erden, doch auch sehr lange Zeit gebrauchen können, ihre Fehler und Untugenden abzulegen. Immer aber sind es für diese unreifen Seelen bekannte Begriffe, was ihnen zu Gesicht kommt, während im Lichtreich der Seele völlig Unbekanntes entgegentritt und das Schauen und Hören ungeahnte Seligkeit auslöst und die Wunder kein Ende nehmen. Denn die Verheißung Jesu erfüllet sich: "Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, das habe Ich bereitet denen, die Mich lieben." Amen. B.D. NR. 4801.

 

Buch 54 4802

Niederkunft Christi und Begründung.

24. Dezember 1949. B.D. NR. 4802.

Ich mußte zur Erde niedersteigen, denn die Menschen, Meine Geschöpfe, waren in größter Not aus eigener Schuld. Meine Vaterliebe aber wollte sie nicht zugrunde gehen lassen. Zudem erhob sich Mein Widersacher gegen Mich insofern, als daß er Meine Geschöpfe, die wohl sein Wille, jedoch mit Meiner Kraft, erzeugt hatte, völlig beherrschte und ihnen gewissermaßen die Willensfreiheit nahm, indem er Meine Geschöpfe so schwächte, daß sie ihren freien Willen nicht mehr so zu gebrauchen vermochten, wie er recht, d.h. Mir wohlgefällig, war. Und so wollte Ich Meinen schwachen Geschöpfen helfen in ihrer übergroßen Not. Es war keine Not, die sich nur auf ihr Erdenleben erstreckte, es war eine Not, die ewig währte, wenn Ich ihnen nicht zu Hilfe kam. Meine Geschöpfe dauerten Mich, wenngleich sie sich von Mir abgewandt hatten im freien Willen. Daß aber dieser Wille so überaus schwach war und sich von Meinem Gegner beherrschen ließ, war nur die Folge des Mangels an Liebe. Liebe ist Kraft und gibt dem Willen die Stärke, sich zur Wehr zu setzen gegen die Angriffe des Feindes der Seele. Wo die Liebe ist, ist keine Gefahr, dem Gegner zu verfallen, weil, wo die Liebe ist, auch Ich gegenwärtig bin. Die Menschen aber waren bar jeder Liebe zur Zeit Meiner Niederkunft auf diese Erde - bis auf einige wenige, zu denen Ich kam, um ihnen ganz besonders zu helfen, daß sie nicht in der völlig liebelosen Umgebung ihr Verderben fanden. Zu diesen wenigen stieg Ich hernieder, denn sie waren arg bedrängt, und sie riefen nach Mir in ihrer Not. Doch auch ihr Glaube war schwach geworden, niemand fand die Verbindung mit seinem Schöpfer und Vater von Ewigkeit in der Weise, daß Ich Mich hörbar ihm gegenüber äußern konnte. Wo die Liebe (nicht, d. Hg.) war, dort fehlte der Glaube, und Mein Gegner hielt große Ernte, denn sein Treiben nahm den wenigen noch den Glauben an Mich, an Meine Liebe, Weisheit und Macht. Und so kam Ich Selbst zur Erde. Eine menschliche Form nahm Mich auf, weil Ich den Menschen als Mensch zu Hilfe kommen wollte, um ihnen den Beweis zu geben, daß ein Mensch sich Mir nahen und mit Mir verbinden könne, so er durch die Liebe den Willen stärkt und nun bewußt den Feind seiner Seele, Meinen Gegner, bekämpft. Mein Leib war rein menschlich, nur daß er von einer Lichtseele bewohnt wurde, der aber anfangs jede Rückerinnerung genommen war, bis der Zusammenschluß mit Mir durch die Liebe stattgefunden hatte. Dann erst erkannte die Seele sich selbst und ihre Mission. Durch die Liebe war der Mensch Jesus in Verband mit Mir getreten, denn die Liebe ist Kraft, sie ist Meine Ursubstanz, sie ist Göttliches, Das alles durchdringt, also auch den Menschen Jesus zu einem göttlichen Wesen gestaltete, Das voller Kraft, Macht und Weisheit sein mußte. Ich also bezog die menschliche Form, nachdem sie sich durch die Liebe gestaltet hatte zur Wohnung für die Ewige Gottheit. Ihr Menschen könnet dieses Mysterium schwer begreifen, solange euch noch die Liebe mangelt, doch wo die Liebe ist, da ist auch Licht - dort kann Ich Selbst wirken und euren Geist erhellen. Ich kam zu den Meinen, doch sie erkannten Mich nicht. Ich aber wollte Mich ihnen zu erkennen geben und mußte ihnen darum ein Licht geben, warum es in ihnen dunkel war, warum sie Mich nicht erkannten und warum sie in größter Gefahr waren. Und darum belehrte Ich die Menschen durch den Menschen Jesus. Ich brachte ihnen Mein Wort, das sie selbst nicht mehr zu hören vermochten, das aber der Mensch Jesus hörte, weil Er durch die Liebe Mich in Sich gegenwärtig sein ließ. Denn Meine Gegenwart bedeutet, daß ihr Menschen auch Meine Stimme vernehmt. Also könnet ihr nur dann Mich vernehmen, wenn ihr euch zur Liebe wandelt, wenn ihr durch die Liebe Meine Gegenwart zulasset. Und so ihr die Liebe in euch habt, seid ihr stark und brauchet Meinen Gegner nicht mehr zu fürchten, der euch verderben will. Darum mußte Ich zur Erde niedersteigen, weil euch dieses Wissen mangelte und Ich es euch wiedergeben wollte. Und darum komme Ich auch nun wieder zu den Meinen, denn wieder ist die Not groß, wieder erkennen die Menschen Mich nicht, wieder hat Mein Gegner eine starke Macht über sie, und wenige nur rufen zu Mir um Hilfe. Ich aber erhöre sie und bin mitten unter denen, die Mein sein wollen. Und Ich gebe ihnen Mein Wort - nur daß Ich nicht leiblich unter ihnen weile, sondern im Geist wirke, wie Ich es verheißen habe. Aber Ich werde wiederkommen zur Erde und die Meinen holen in Mein Reich. Denn des Gegners Wirken nimmt überhand, und darum ist es Zeit, daß er wieder gebunden wird, es ist Zeit, daß die Böcke von den Schafen geschieden werden. Es ist die Zeit des Endes, wie es geschrieben steht, daß Ich kommen werde in den Wolken, zu richten die Lebendigen und die Toten. Doch wer in der Liebe bleibt, dem werde Ich gegenwärtig sein, und er wird das Letzte Gericht nicht zu fürchten brauchen, ihm werde Ich wieder der Erlöser sein aus tiefster Not, der Retter, Der kommen wird von oben, wenn der Satan sein Spiel gewonnen zu haben glaubt. Und er wird gebunden mit Ketten, auf daß der Friede komme über die Menschen, die eines guten Willens sind. Amen. B.D. NR. 4802.

 

Buch 54 4803

Verkörperung vieler Lichtseelen in der Endzeit.

24. Dezember 1949. B.D. NR. 4803.

Auch den Lichtwesen dienet die irdische Welt zu ihrer Vollendung. Denn sie gibt die meisten Möglichkeiten zur Erlangung der Gotteskindschaft, die auch ein Lichtwesen nur durch ein Leben im Fleisch auf dieser Erde erreichen kann. Der Gang auf dieser Erde als Mensch setzt aber dann nicht die Aufwärtsentwicklung im Mußzustand voraus, sondern eine Lichtseele kann sich direkt ins Fleisch einzeugen, um nun den freien Willensentscheid abzulegen, wozu ihr oft harte Proben auferlegt werden. Immer wieder steigen Lichtseelen zur Erde nieder, und ganz besonders in der letzten Zeit vor dem Ende sind viele solche Verkörperungen zugelassen, weil gerade diese schwere Erdenlebenszeit höchste Reifegrade gewährleistet, wie aber auch die irrenden Menschen geistige Führer brauchen, die nur solche als Menschen verkörperte Lichtwesen abgeben können. Eine solche Lichtseele war auch Jesus Christus, die eine übergroße und heilige Mission auf sich nahm, welche die größte Anforderung an den Willen eines Menschen stellte. Seine Seele war wohl vollkommen, als sie diese Erde betrat, dennoch hatte dieser Lichtgrad keinen Einfluß auf das Erdenleben des Menschen Jesus, ansonsten Seine Mission, die Erlösung der Menschheit, an Wert verloren hätte. Es waren äußerst schwere Bedingungen, die dem Menschen als solchen gesetzt wurden. Er mußte, wie jeder andere Mensch, den Körper mit seinen Wünschen und Begierden überwinden, die überaus stark in Ihm entwickelt waren und also überaus große Selbstbeherrschung und Kasteiung erforderte. Sein Seele mußte sehr großen Versuchungen widerstehen, es war ein steter Kampf, den der Mensch Jesus in Seiner Jugend zu führen hatte wider Sich selbst. Und darum waren Seine Liebe, die Sanftmut und die Geduld viel höher zu bewerten als die eines sanften, begierdelosen Menschen, der nichts zu überwinden braucht, weil ihn nichts oder wenig lockt. Die Seele des Lichtes wußte von Anbeginn um ihre Mission und ging dann ihren Erdenweg, als die Not der Menschheit dies bedingte. Also kam Jesus zu einer Zeit zur Erde, wo die Triebhaftigkeit unter der Menschheit überhandgenommen hatte und den Menschen nun eben ein Beispiel gegeben werden mußte, daß und wie es möglich war, der Triebhaftigkeit Herr zu werden. Alles, auch das Schwerste, vermag die Liebe durch ihre Kraft. Es gibt nichts Unüberwindliches für einen Menschen, der in der Liebe lebt. Die Liebe selbst ist Kraft und kann also auch den freien Willen zu unerhörter Kraft gestalten, so daß dem Menschen alles möglich ist. Wenn nun in der Zeit des Endes eine außergewöhnlich zahlreiche Verkörperung von Lichtseelen auf Erden stattfindet, so wird diesen allen eine Mission aufgegeben, die Liebe und Willensstärke erfordert. Allen diesen Seelen aber ist das gleiche eigen: das göttliche Wort unter den Menschen zu verbreiten. Denn durch wissende Seelen wird ihnen auf Erden das Wissen erschlossen, resp. in Erinnerung gebracht, und es drängt sie, dieses Wissen weiterzugeben an die Mitmenschen, die in Finsternis des Geistes dahingehen. Und also ist dies ein Merkmal derer, die von oben sind, daß sie eifrig beteiligt sind an der Verbreitung des göttlichen Wortes, doch wohlgemerkt - des Wortes, das im geistigen Reich seinen Ausgang genommen hat. Die Liebelehre, die Jesus Christus auf Erden verkündet hat, war das von Gott Selbst durch Jesus gesprochene Wort und wird es auch bleiben bis in alle Ewigkeit. Und dieser Liebelehre soll und muß immer Erwähnung getan werden, wo ein Mensch für Gott eintreten will. Verkörperte Lichtseelen nun finden in der Verbreitung dieser göttlichen Liebelehre allein ihr Erdenglück, und diese sind die rechten Vertreter Gottes auf Erden. Was außerhalb dieser Lehre gelehrt wird, ist Menschenwerk. Wer dafür eintritt, der entstammt nicht dem Reiche des Lichtes, sondern das Reich der Finsternis ist seine Heimat. Und Lichtseelen werden stets das Verlangen haben, gegen solche Lehren vorzugehen, was in der Endzeit überaus häufig geschehen wird. Amen. B.D. NR. 4803.

 

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