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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 54

B.D. NR. 4680 - B.D. NR. 4803
30.6.1949-24.12.1949
4680 4681 4682 4683 4684  4685 4686 4687 4688 4689
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4777 4778 4783

 

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Buch 54 4680

Wert göttlicher Offenbarungen.

30. Juni 1949. B.D. NR. 4680.

Der Wert geistiger Offenbarungen wird nur von wenigen erkannt und läßt sich auch nicht schulmäßig den Menschen beweisen, doch überaus beglücken wird er alle, die den Geist in sich erwecken und nun gewürdigt werden, göttliche Offenbarungen entgegenzunehmen. Es kann nur den Mitmenschen gegenüber Erwähnung getan werden, doch verständlich wird die außerordentliche Gnadenzuwendung erst dem geistig Erweckten. Und doch sollen die Mitmenschen darauf aufmerksam gemacht werden, weil jede göttliche Offenbarung die Kraft in sich birgt und also noch einwirken kann auf das Herz, daß dieses die Wohltat und die Wahrheit dessen spürt, was ihm als göttliche Offenbarung nahegebracht wird und nun immer und immer wieder danach verlangt, was auch zur Erweckung des Geistes führen kann. Was von Gott kommt, wird niemals ohne günstige Wirkung sein - nur setzt diese Wirkung eine bestimmte Einstellung zu Gott voraus - es muß der Mensch Gott anerkennen und Ihm zugewandten Willens sein. Dann empfindet er auch Sein Wort, Seine Offenbarungen als Wohltat, er spürt die Kraft, die dem Wort Gottes entströmt, und er sucht sich öfter diese Wohltat zuzuwenden, er begehret das Wort Gottes, nimmt es dankbar auf und ist sich bewußt, daß er sich dadurch Gott Selbst nähert, weil Gott ihm gegenwärtig ist, sowie Er das Verlangen und den Willen des Menschen zu Sich gerichtet weiß. Eine göttliche Offenbarung ist daher stets ein Beweis der Gegenwart Gottes, selbst wenn sie nicht direkt, sondern durch Menschenmund weitergeleitet wird. Immer wird der Hörer die Kraft des Wortes verspüren können in Form verstärkten Verlangens nach der göttlichen Gabe. In den Segen göttlicher Offenbarungen können sich viele Menschen setzen, doch die Erkenntnis mangelt den meisten, und also wissen sie nicht um die außerordentliche Gnadengabe, um die Liebe, die sich durch eine Offenbarung kundgibt denen, die Gott erkennen wollen. Und ohne Erkenntnis streben sie nicht danach, ohne Streben und Verlangen kann ihnen aber auch keine Gnadengabe zugeleitet werden, weil diese dann völlig unbeachtet bliebe. Daß Gott Sich offenbart, beweiset das innige Verhältnis des Schöpfers von Ewigkeit mit Seinen Geschöpfen, die Er teilnehmen lassen will an Seiner Liebeausstrahlung, die Er in den Besitz von Licht und Kraft setzen will. (2.7.1949). Denn Er weiß um den schwachen, hilfsbedürftigen Zustand der Menschen, die wohl Seine Geschöpfe sind von Ewigkeit, jedoch durch ihren verkehrten Willen als von Ihm abgewandte geistige Wesen das Erdenleben begonnen haben und im freien Willen sich Ihm wieder zuwenden sollen. Doch ohne Hilfe vermögen sie es nicht, darum kommt Gottes Liebe ihnen entgegen und will sie stärken und zur Wandlung ihres Willens bewegen. Auf daß sie Ihn aber erkennen, offenbart Er Sich ihnen in verschiedentlichster Weise, so daß es ihnen nun möglich ist, sich in den lichtvollen Zustand von Anbeginn zu versetzen, wenn sie nur wollen. Darum sind göttliche Offenbarungen von so unermeßlichem Wert, können sie doch das Los des Geistigen für die ganze Ewigkeit zu einem glückseligen gestalten, jedoch immer vom freien Willen des Menschen während seines Erdendaseins abhängig. Gott hat Sich ständig offenbart seit Beginn der Schöpfung, niemals hat die Verbindung von Gott zu den Menschen aufgehört, Seine Offenbarungen waren stets das Licht, das das Dunkel der Nacht - die Erkenntnislosigkeit der gefallenen Geschöpfe - durchbrach, und es war dadurch immer die Möglichkeit gegeben, zum Urquell des Lichtes, zu Gott, zu gelangen. Doch immer wieder wurde das Licht getrübt, d.h. was von Gott hell und strahlend ausging, wurde durch Menschenwille verdunkelt oder ganz zum Verlöschen gebracht. Die reine Wahrheit wurde von Irrtum durchsetzt oder von der Lüge verdrängt. Göttliche Offenbarungen wurden verunstaltet und in diesem Zustand doch noch den Menschen als göttlich hingestellt. Dadurch verfiel die Menschheit immer mehr der Finsternis bis auf einzelne, die sich selbst im freien Willen den göttlichen Offenbarungen öffneten und nun wieder strahlendes Licht empfangen konnten. Vereinzelt leuchten solche Lichtstrahlen mitten im Dunkel der Nacht, und ihre Wirkung ist unbeschreiblich fördernd für die Vollendung der Seelen, die im Aufwärtsentwicklungsprozeß stehen und Hilfe von Gott aus benötigen, wie aber umgekehrt die verunstalteten Offenbarungen diesen Prozeß ungünstig beeinflussen, ja ihn zumeist verhindern. Darum wird Gott immer wieder Sich Selbst offenbaren denen,die guten Willens sind und sich in den Zustand versetzen, der direkte oder indirekte Offenbarungen zuläßt. Denn Gott ist die ewige Wahrheit, und Er will auch die Menschen in die Wahrheit leiten, weil Wahrheit allein Licht ist und die Menschen zur rechten Erkenntnis des Wesens Gottes, das da ist Liebe, Allmacht und Weisheit, führt und also auch die rechte Liebe zu Gott in ihnen erweckt. Amen. B.D. NR. 4680.

 

Buch 54 4681

Ausgießung des Geistes. Aufgabe des Dieners Gottes.

2. Juli 1949. B.D. NR. 4681.

Wer Meines Wirkens durch den Geist Erwähnung tut, der stellt das Verhältnis von Mir zu Meinen Geschöpfen dar, wie es ist, und woran der Mensch zumeist nicht glaubt, weil er die Gottheit endlos weit von sich wähnt und darum auch nicht Ihre Liebe erkennt. Ich aber will die Menschen für Mich gewinnen, Ich will, daß sie Mich in ihrer Nähe wissen, Ich will, daß sie ein vertrautes Verhältnis zu Mir herstellen und darum will Ich Mich ihnen offenbaren durch euch, die ihr Meinen Geist in euch wirken lasset. Der Glaube an eine so innige Verbindung zwischen Mir und den Menschen, der das Hören Meiner Stimme zur Folge hat, ist den Menschen völlig abhanden gekommen, und so sie von Mir reden, sprechen sie nur von einer Macht, Die sie anerkennen; sie sprechen wohl von Mir als von ihrem und des Weltalls Schöpfer, aber nicht von ihrem Vater, Der Ich bin und auch sein will für sie in ihrem Bewußtsein, denn ehe sie Mich nicht als Vater erkennen, werden sie Mich auch nicht lieben und nach Mir verlangen. Ihr sollt es darum euren Mitmenschen immer wieder verkünden, daß ihr Meine Stimme höret, daß Ich zu euch spreche und euch ständig belehre, daß Ich euch ein Wissen zuführe auf ungewöhnliche Weise, das menschliche Beihilfe ausschaltet, also nachweislich nicht von außen kommen kann, sondern aus euch selbst hervorgeht, was nur als Beweis dessen anzusehen ist, daß Ich Selbst Mich durch Meinen Geist im Menschen kundgebe. Die Erleuchtung durch den Geist ist den Menschen wohl vom Hören ein Begriff, jedoch nicht anders vorstellbar als in rechtem Denken bestehend - daß aber diktatmäßig ein Wissen dem Menschen vermittelt wird, stellt diesen Begriff erst richtig, und davon sollet ihr als lebender Beweis zeugen. Ihr sollt die Menschen aufklären über die Voraussetzungen für Meine Gegenwart, ihr sollt ihnen vor allem die Kraft der Liebe und die Folgen eines Liebelebens darstellen, das Voraussetzung für Mein Wirken, für Meine Gegenwart im Herzen des Menschen ist und für die Fähigkeit der Seele, Meine Stimme in sich zu vernehmen. Ihr sollt Mich als ein väterlich für Seine Geschöpfe sorgendes Wesen hinstellen, Das nichts anderes will, als verbunden zu sein mit ihnen, die aus Meiner Liebe hervorgegangen sind. Erst das Bewußtsein, den ewigen Schöpfer auch als Vater anrufen zu können, erweckt im Menschen das Vertrauen und die Liebe zu Ihm, und um diese Liebe werbe Ich ununterbrochen und brauche daher euch, Meine Diener auf Erden, als Mittler. Denn durch euch will Ich zu Meinen Geschöpfen Worte der Liebe reden, und auf daß sie es glauben, daß Ich Selbst es bin, Der Sich durch euch kundtut, müsset ihr fortgesetzt euch den Mitmenschen mitteilen und Meines Wirkens in euch Erwähnung tun. Ihr müsset sie hinweisen auf Meine sichtliche Hilfe an euch, so ihr in Not seid, auf das Übermaß von Wissen, das euch geboten wurde und mit dem ihr den Mitmenschen gegenüber Mein Einwirken beweisen könnet. Ihr müsset ihnen Meine Worte ins Gedächtnis rufen: "Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende - Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit." So die Menschen für diese Meine Worte keine rechte Erklärung finden können, werden sie dieses Mein Wirken an euch gelten lassen als ausreichende Erklärung und nachzudenken beginnen über das rechte Verhältnis des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen - und, so sie guten Willens sind, Mich als Vater anerkennen und gleichfalls Mir zustreben. ßUnd dann habt ihr eine schöne Aufgabe erfüllt, und euer Lohn in der Ewigkeit wird nicht gering sein. Amen. B.D. NR. 4681.

 

Buch 54 4682

Beurteilung von übernatürlichem Wirken. (Gröning ?)

4. Juli 1949. B.D. NR. 4682.

Belastet euch nicht mit Gedanken an übernatürlich anmutende Begebenheiten, deren Wert und Art ihr nicht beurteilen könnet, solange ihr euch nicht überzeugen könnet von der geistigen Grundlage solcher Geschehnisse. Wo eine Verbindung mit Mir hergestellt wird, daß zwischen Mir und dem Menschen der innigste Zusammenschluß stattfindet, dort ist auch die Kraft des Menschen unbegrenzt, und was er wirket, vollbringt er unter Nutzung Meiner Kraft, also im Verein mit Mir. Und dann ist es auch Mein Wille, daß diese Kraftäußerung der Menschheit offenbar wird. Ich Selbst stehe also dann hinter jeder übernatürlichen Tat, und es ist die Kraft des Glaubens, die jedes Gelingen bewerkstelligt. Ich behalte Mir aber Selbst diese Kraftübertragung vor, d.h., wo Ich einen Menschen als Vertreter Meiner Lehre weiß und um seinen Willen, der Mir voll zugewandt ist, und der nun also in Meinem Namen auf Erden tätig ist, dort wirke Ich auch in Gemeinschaft mit ihm, aber auch nur dort. So werdet ihr also selbst erkennen können Meine oder Meines Gegners Mithilfe bei jeder außergewöhnlichen Kraftleistung, die also als Wunder anzusprechen ist. Der Glaube und die Liebe sind das Kennzeichen Meiner Gegenwart und Meiner Assistenz. Wo tiefer Glaube und wahre Nächstenliebe einen Menschen bestimmen zur Hilfeleistung, dort kann Ich nicht auszuschalten sein, weil Ich Selbst die Liebe bin und also immer dort gegenwärtig sein werde, wo Liebeswirken stattfindet. Ich hindere aber auch Meinen Gegner nicht an Kraftzuwendung, so dieser in einem Menschen den ihm zugewandten Willen findet, doch auch sein Wirken wird zu erkennen sein an dem Ausführenden selbst. Er wird kein Verkünder Meiner Lehre sein - also nicht in Meinem Namen tätig, weil er dann nur für Mich und Meinen Namen eintreten muß. Er wird nicht Mein Wort verbreiten, wenngleich er den Namen "Gott" im Munde führt. Und daran sind die rechten und die falschen Diener Gottes zu erkennen und auch jede Wundertat, daß Mein Wort gepredigt werden muß, wo Ich Selbst Meine Kraft spende zum Wohl der leidenden Menschheit. Denn Ich wirke zur Bekräftigung Meines Wortes, weil Mein Wort das Nötigste ist, dessen die Menschen bedürfen. Und so urteilet selbst, so euch Gelegenheit gegeben ist zum Urteilen, d.h., holet darüber Auskunft ein, ob und wie weit Mein Evangelium verkündet wird. Wo Mein Gegner am Werk ist, wird schwerlich Mein Wort den Menschen zugeführt werden, ansonsten Mein Gegner die Liebe predigen müßte und von Stund an nicht mehr Mein Gegner wäre. Ich überlasse euch aber selbst die Prüfung, auf daß ihr achtet dessen, was euch wundersam berührt, auf daß ihr nachdenket und Mich um Meinen Beistand bittet, auf daß ihr gerecht urteilet - anerkennet, wo Mein Geist wirket und ablehnet, wo Mein Gegner tätig ist. Und Ich werde euer Denken recht leiten, so ihr das Rechte erkennen wollet, denn Wahrheit soll euch werden, die ihr danach verlanget. Amen. B.D. NR. 4682.

 

Buch 54 4683

Rechte Sendlinge des Herrn. Redegabe.

6. Juli 1949. B.D. NR. 4683.

Ich beauftrage Meine Boten, den Menschen das Evangelium zu bringen in Meinem Namen, Ich sende sie also an Meiner Statt in die Welt, d.h. zu den Mitmenschen, die noch mitten in der Welt stehen, also ihre Sinne noch nicht geistig gerichtet haben. Diesen soll Mein Evangelium, die göttliche Liebelehre, unterbreitet werden, auf daß sie ihren Lebenswandel nach dieser einstellen, also stets in Liebe tätig sind. Diese Aufgabe nun ist geistig von größter Bedeutung, irdisch dagegen wird sie als völlig nutzlose Arbeit angesehen, und darum sind nur wenige bereit, in Meinen Dienst zu treten, d.h., als Meine Knechte den Willen ihres Herrn auszuführen. Es treten euch also nicht oft die Boten in den Weg, die Meine Sendlinge sind, also in Meinem Namen predigen. Doch viele sind es, die lehrend auftreten, ohne jedoch von Mir den Auftrag dazu zu haben und selbst von Mir belehret worden zu sein. Sie geben sich wohl auch als Meine Boten aus, haben aber den Auftrag nicht von Mir empfangen und sind sonach auch nicht von Mir ausgebildet für ihre Lehrtätigkeit. Und so wird ihr Wissen nicht dazu ausreichen, ihre Belehrungen werden nur Stückwerk sein, doch so sie guten Willens sind und ernsthaft Mir dienen wollen, werde Ich ihren Geist erleuchten, so sie selbst es zulassen durch die Liebe, die in ihnen entflammen muß, soll Ich Selbst mit ihnen sein. Darum können sich alle von Mir gelehrt fühlen, die nur ernstlich Meine Diener sein wollen. Dieser ernste Wille aber ist nicht allen eigen, die sich Meine Diener nennen, und darum wird nur selten das rechte Evangelium den Menschen vermittelt, nur selten stehen die Zuhörer unter dem Eindruck, Mich Selbst sprechen zu hören, und das Wort geht ihnen daher nicht so recht zu Herzen, sie denken mehr verstandesmäßig, sie fassen wörtlich auf, was geistig zu verstehen ist und verwerfen leicht alles, was für die Menschen das Beste und Erfolgreichste ist, was aus der Höhe ihnen geboten wird. Doch die wenigen, die im Besitz der reinen Wahrheit sind, weil sie das Evangelium direkt von Mir entgegennehmen und den Willen haben, es weiterzutragen in die Welt, (7.7.1949) die nenne Ich Meine Boten, denn sie übermitteln Meinen Willen den Erdenkindern, die ihnen Ohr und Herz öffnen und Mich also durch sie zu sich sprechen lassen. Der ernste Wille, für Mich und Meinen Namen tätig zu sein und also auch der daraus entspringende rechte Lebenswandel, macht den Menschen zu Meinem Boten, zu Meinem Abgesandten, der mit den Gütern seines Herrn nun arbeitet, der Mein Wort den Mitmenschen vermittelt. Wer von Mir diesen Auftrag empfangen hat, kann Meiner Unterstützung in jeder Weise versichert sein, Ich werde ihm die Fähigkeit geben für das Lehramt, Ich werde ihm die Möglichkeiten geben, lehrend aufzutreten, Ich werde ihm die Menschen in den Weg führen, die Meine Belehrungen nötig haben und Meiner Ansprache würdig sind, Ich werde ihn auch denen zuführen, die abseits stehen von Mir und denen der letzte Rettungsanker zugeworfen werden soll; Ich werde seine Tätigkeit für Mich segnen irdisch und geistig, Ich werde ihn halten, daß er nicht falle und ihn stets als Meinen Apostel herausstellen, indem Ich ihm die Redegabe schenke und einen klaren Verstand, der in geistigen Gesprächen besonders hervortritt , weil Ich will, daß die Menschen ein Zeichen haben, wer der Herr jenes Apostels ist, in wessen Dienst er steht. Und sie werden es jederzeit erkennen können, so sie sich Mein Wort, das Ich auf Erden zu den Menschen gesprochen habe, ins Gedächtnis rufen. Denn Meine Verheißungen werden sich an jenen sichtlich erfüllen. Ich will, daß Mein Wort hinausgetragen wird in die Welt. Ich will also, daß Meine Apostel, Meine Jünger der Endzeit, Meine Boten, reden für Mich und Meinen Namen, Ich will, daß sie Meine Liebelehre verkünden allerorten und die Menschen hinweisen auf das Ende, auf das letzte Gericht, auf ihre geistige Not - daß sie sie ermahnen und warnen, auf daß die Menschen in sich gehen und ihrer Seelen gedenken. Und Ich werde jeden segnen, der als Arbeiter in Meinem Weinberg tätig ist, der als Mein Knecht die Arbeit tut, die Ich verlange. Amen. B.D. NR. 4683.

 

Buch 54 4684

Macht des Satans. "Wachet und betet."

8. Juli 1949. B.D. NR. 4684.

Groß ist die Macht dessen, der euch verderben will. Er scheut vor keinem Mittel zurück und hängt sich selbst den Mantel der Gerechtigkeit um, er sucht eure Gedanken zu verwirren, so daß ihr das Rechte nicht mehr vom Unrechten zu unterscheiden vermögt. Er will euch stürzen, er will euch zu Fall bringen, so daß ihr am Boden liegen bleibet und euch nicht mehr erheben könnet. Und er wird euch bedrängen in jeder Weise, am meisten aber dann, wenn ihr Mich als Ziel erwählt und den Weg beschritten habt, der zu Mir führt. Dann lauert er an jeder Wegkreuzung und will euch in die Irre führen. Er tritt euch unter der Maske eines Freundes nahe, hinter dem ihr kein Falsch sehet, und er sucht euch durch Worte und Taten zu gewinnen, die aber nicht der Liebe entspringen, sondern nur Schein sind, dem ihr verfallen sollet. Achtet darauf und haltet euch stets nur an Mich, dann werde Ich nicht verfehlen, euch zu warnen und unsichtbar neben euch wandeln, Ich werde euch ziehen auf den rechten Weg und euch das Gefühl des Abscheus in das Herz legen, so euch der Verführer nahetritt unter dem Deckmantel der Liebe. Löset euch von der Welt, und ihr seid nur wenig Versuchungen ausgesetzt, mit der Welt und ihren Freuden aber locket er euch und hat nicht selten Erfolg. Gebet alles hin, was die Welt euch bietet und suchet Mich, Der Ich euch wahrlich Güter schenken kann, die unvergleichbar sind mit irdischen Gütern. Wisset, daß hinter jeder irdischen Freude der Versucher lauert, der euch von Mir verdrängen und sich zuwenden will und der die Freuden der Welt dazu nützet, um euch zu gewinnen. Seine Macht ist groß, denn ihm stehen viele Mittel zur Verfügung, die erfolgreich sind bei den Menschen. Ich aber biete euch nur eines - Meine Liebe, die euch zur Seligkeit verhelfen will. Und diese Liebe äußert sich in der Übermittlung Meines Wortes, weshalb ihr also Mein Wort als ein Liebesgeschenk ansehen müsset, das ihr nimmermehr gering einschätzen dürfet und das ihr daher anfordern und empfangen sollet jederzeit, so ihr euren geistigen Reichtum vermehren wollet und dann auch stark seid im Widerstand gegen den Feind eurer Seele. Mein Wort ist eine sichere Waffe gegen den Angreifer, denn setzet ihr ihm Mein Wort entgegen, dann verliert er jegliche Macht über euch und lässet von seinem Vorhaben ab, euch zu gewinnen für die Hölle. Doch immer und immer wieder wird er sich euch nahen und seine Künste an euch versuchen und "darum wachet und betet, auf daß ihr nicht in der Versuchung fallet." Amen. B.D. NR. 4684.

 

Buch 54 4685

Lichtwesen verkörpert. Mission. Gotteskindschaft.

9. Juli 1949. B.D. NR. 4685.

Bedenket, daß ihr nicht von dieser Erde seid, so Ich euch mit einer Mission betreue, die das Erlösen der irrenden Seelen bezweckt. Bedenket, daß es Mein Wille ist, daß alles zurückkehrt zu seinem Ausgang, daß alle Meine Geschöpfe zu Mir finden müssen, um selig zu werden, und bedenket ferner, daß der Wille des unvollkommenen Geistigen so geschwächt ist, daß es selbst niemals den Weg zur Höhe einschlagen würde, wenn ihm nicht geholfen wird mit Rat und Tat durch Lichtwesen, die ihnen insofern beistehen, als daß sie ihren Willen zu bestimmen suchen, sich der Höhe zuzukehren. Und diese lichtvollen Wesen wirken nun teils geistig, teils irdisch, d.h., zum Zwecke der Verkündigung Meines Willens sind Lichtwesen im Fleisch verkörpert, um nun ihre Mission zu erfüllen, Meinen Willen, der durch Mein Wort kundgegeben wird, den Menschen zu vermitteln und so also für ihre Erlösung aus der Form tätig zu sein. Und so ihr dies bedenket, werdet ihr auch verstehen, daß ihr wieder zur Heimat zurückverlanget und daß diese Erde nicht der rechte Aufenthaltsort ist für euch. Ihr werdet aber auch verstehen, warum ihr euch erniedrigen müsset, warum ihr alles ablegen müsset, was an die Welt gemahnet, wollet ihr eure Mission durchführen und selbst noch geistige Fortschritte machen, die auf dieser Erde wohl zu erreichen sind auch für Wesen, die dem Reiche des Lichtes entstammen. Denn die Erde ist das niedrigste Schöpfungswerk in ihrer Art, das aber die höchsten (hellsten?) Lichtgrade ermöglicht, die ein Wesen zum Gotteskind gestalten. Darum lasse Ich auch die Verkörperung von Lichtwesen auf der Erde zu, doch die Bedingungen sind oft schwer und erfordern große Liebe zu Mir und starken Willen, um erfüllt zu werden. Doch den tröstenden Zuspruch gebe Ich euch immer wieder, daß Ich euch nicht fallen lasse, wenngleich ihr selbst auch euren Willen tätig werden lassen müsset, um das Höchste zu erreichen, denn den Willen mache Ich nicht unfrei - Ich helfe wohl, aber Ich zwinge nicht. Und darum müsset auch ihr den Kreuzweg gehen, ihr müsset durch Leid und Liebe jenen Grad der Vollkommenheit erreichen, der euch zu wahren Gotteskindern gestaltet, ihr müsset die Liebe zu Mir entfachen zu höchster Glut und nun aus dieser Liebe heraus für Mich arbeiten, ihr müsset tätig sein auf dieser Erde im erlösenden Sinn, ihr müsset eure Mission zu Ende führen, bis Ich komme, um euch zu holen in Mein Reich. Amen. B.D. NR. 4685.

 

Buch 54 4686

Rechte Führer. Boten Gottes.

9. Juli 1949. B.D. NR. 4686.

Auch den Führenden mangelt die Erkenntnis, so sie diese nicht von Mir gewonnen haben, so sie nicht die Bedingungen erfüllen, die ihnen das Erkennen, das Wissen um die Wahrheit eintragen. Dann haben sie sich selbst an führende Stellen aufgeschwungen, ohne von Mir berufen zu sein, und dann können sie nur blinde Führer sein, die einen falschen Weg gehen und die sich ihnen anvertrauenden Menschen auch nicht recht leiten können. Und Ich wiederhole es immer wieder, daß Ich Selbst Mir Meine Diener auf Erden berufe und ihnen die rechte Ausbildung gebe, auf daß sie nun ihr Amt recht verwalten und ihren Mitmenschen zuverlässige Stützen und Begleiter sind. Ich brauche in der Endzeit Menschen, die im Wissen stehen um die reine Wahrheit, denn viele werden sich lösen wollen von denen, die ihnen nicht recht Aufschluß geben können über Sinn und Zweck des Erdenlebens. Und ihnen muß ein Bote von Mir in den Weg treten und sie sanft auf den rechten Weg drängen, der zwar oft uneben ist und voller Hindernisse, aber doch zum Ziel führt. Diese Boten werden sich, so sie aufklärend wirken, das Vertrauen erringen, und ihren Lehren wird Gehör geschenkt werden, weil sie göttlichen Ursprung erkennen lassen und weil die Wahrheit sich Bahn brechen wird, so sie in der rechten Weise den Menschen zugeleitet wird. Blinde Führer werden die Menschen in die Irre führen, Meine Boten dagegen tragen ein Licht, und so erleuchten sie den dunkelsten Weg - denn Meine Boten haben Mein Wort. Gewaltig ist dieser Ausspruch, daß Ich Selbst Mich den Boten so eng verbinde, daß sie Mein Wort zu hören vermögen. Doch daran erkennet ihr auch Meine Boten und wisset sie zu unterscheiden von den Gegenkräften, daß sie Vertreter Meines Wortes sind, das sie von Mir Selbst empfangen. Folglich müssen diese auch in der rechten Erkenntnis stehen, weil Ich Selbst sie belehre. (10.7.1949) Und diesen Führern sollet ihr euch anschließen, ihnen sollet ihr euch anvertrauen, wollet ihr zum Ziel gelangen, zu Mir, Der Ich nur auf einem Wege zu erreichen bin - auf dem Wege der Wahrheit. Die reine Wahrheit ist aber nur in Meinem Wort enthalten, die reine Wahrheit kann euch Menschen nur durch Mein Wort zugeführt werden, weshalb Ich Meine Boten beauftrage, euch Mein Wort zu bringen und euch also zuverlässige Führer zu sein auf eurem Erdenlebensweg. Rechte Führer sende Ich euch, und so ihr ihnen Beachtung schenket, werdet ihr viel gewinnen, denn sie besitzen viel und können daher viel abgeben denen, die nichts besitzen. Ihren Besitz, ihren Reichtum aber haben sie von Mir und nehmen ihn ständig von Mir entgegen, also könnet auch ihr in den Besitz einer Gabe kommen, die von Mir ihren Ausgang genommen hat, ihr könnet euch beteiligen an der Nutznießung dessen, was Ich nur Mir zugewandten und liebewilligen Erdenkindern direkt vermitteln kann. Ihr könnet in dessen Segen gelangen, und dann werdet ihr von selbst den rechten Weg einschlagen, denn ihr folget dann nur den Führern, die als Meine Boten den rechten Weg wissen, der zu Mir führt. Und darum achtet darauf, daß ihr euch nicht falsch führen lasset, verlanget von euren Führern Aufklärung, und so sie euch diese nicht geben können, so wählet sie nicht zum Führer, sondern suchet, bis ihr den rechten Führer gefunden habt, und wahrlich sage Ich euch, wer suchet, der wird auch finden, denn dem Willigen komme Ich Selbst entgegen und gebe Mich ihm zu erkennen. Ihm nahe Ich Mich in einem Menschen, durch den Ich Selbst Mich äußern kann, dem Ich also das Evangelium bringe, unverfälscht und rein, und der darum - durch Meinen Geist gelehrt - ihm die volle Wahrheit übermitteln kann, die allein zu Mir führt und zum ewigen Leben. Amen. B.D. NR. 4686.

 

Buch 54 4687

Unterordnen des Willens unter den göttlichen Willen.

10. Juli 1949. B.D. NR. 4687.

Das Eingehen in Meinen Willen hat unweigerlich den Zusammenschluß mit Mir zur Folge. Denn dann strebt der Mensch nach Vollkommenheit, er gleicht sich Meinem Urwesen an und wird nun zu Meinem Ebenbild, so daß jede Kluft zwischen Mir und ihm überbrückt ist und er als lichtvolles Geistwesen ständig in Meiner Nähe weilen kann. Das Eingehen in Meinen Willen bedeutet Aufgeben des einstigen Widerstandes, Anerkennen Meiner Selbst als höchstes und vollkommenstes Wesen, Einfügen in die göttliche Ordnung und Gestaltung zur Liebe, weil Ich die Liebe als erste Bedingung stelle, um Mich mit Meinen Geschöpfen zusammenzuschließen. Das Eingehen in Meinen Willen bedeutet ferner gänzliches Lösen von Meinem Widersacher, da dieser völlig entgegengesetzten Willen auf den Menschen zu übertragen sucht und der Mensch nun von selbst sich entschieden hat, seinen Willen dem Meinen unterzuordnen. Also hat der Gegner das Herrscherrecht über den Menschen verloren, und dieser hat sich befreit aus seinen Fesseln. Das Eingehen in Meinen Willen setzt aber auch Kenntnis Meines Willens voraus, und wieder ist dadurch die Begründung gegeben, daß Ich Mein Wort zur Erde leiten muß, das den Menschen die Kenntnis vermittelt von Mir und Meinem Willen. Es ist also ein Akt der Liebe und Barmherzigkeit, daß Ich die Menschen nicht ihrem selbstgewählten Schicksal überlasse, sondern ihnen ihre Lebensaufgabe vorstelle, daß Ich ihnen den Weg zeige, den sie gehen müssen und daß Ich sie also mit Meinem Willen bekanntmache, wenngleich Ich es ihnen freistelle, ihn zu erfüllen oder zu verwerfen. (11.7.1949) Und nun ist es entscheidend, wie weit sich der Mensch noch dem Einfluß des Gegners von Mir öffnet. Er selbst hat freien Willen, wird also nicht gezwungen zur Annahme Meines oder auch Meines Gegners Willen, der sich durch körperliche Eindrücke und Empfindungen auch bei dem Menschen Gehör zu verschaffen sucht. Seine Mittel sind Lustbarkeiten und Freuden der Welt, Mein Mittel aber ist eine Ausstrahlung aus dem geistigen Reich, die, so es genützt wird, die Seele des Menschen auch in das geistige Reich hinüberzieht, denn das Befolgen Meines Wortes ist schon ein Unterordnen des Willens in den Meinen und also Annäherung an Mich, die im gänzlichen Zusammenschluß endet. Unterordnen des Willens also heißt Erfüllen Meines Willens, Meiner Gebote, die Ich durch Mein Wort den Menschen kundgebe. Mein erstes Gebot aber heißt: Liebe Gott über alles und den Nächsten wie dich selbst. Wer dieses Gebot erfüllt, der hat alles getan; er lehnet sich nicht mehr auf gegen Mich, sondern erkennt Mich mit liebendem Herzen - nicht unter Zwang - an, er ist auf ewig zu Mir zurückgekehrt, von Dem er seinen Ausgang genommen hat, er bewegt sich gänzlich in Meinem Willen, der auch sein Wille ist, und er wird als Mein Kind und Erbe in alle Rechte eines Kindes eingesetzt und also schaffen und gestalten können in Kraftfülle und ewig selig sein. Amen. B.D. NR. 4687.

 

Buch 54 4688

Teufel der Endzeit. Jenseits geschlossen. Neubannung.

12. Juli 1949. B.D. NR. 4688.

Ihr setzet die unterbrochene Entwicklung fort im Jenseits, so ihr nicht als vollendete Teufel von dieser Erde scheidet, also noch die Möglichkeit besteht, daß ihr euch aufwärts entwickelt. Teuflisch aber ist eure Gesinnung, so ihr voll Haß und Rachgier seid gegen eure Mitmenschen, die zu Gott streben, die also guten Willens sind, Gott anerkennen und Seinen Willen zu erfüllen suchen. Werden diese Menschen verfolgt, lediglich ihrer Gesinnung wegen, dann kann den Verfolgern wahrlich teuflische Gesinnung zugeschrieben werden, und dann hört jedes Erbarmen auf, weil das Geistige in jenem Menschen sich verhärtet und durch seine Gottferne in jenen Zustand geraten muß, der die Bannung in der festesten Materie bedingt. Die Seelen dieser Menschen können nicht in das jenseitige Reich eingehen, denn es gibt für sie keine Besserungsmöglichkeit, nur ein immer tieferes Absinken zur Hölle, zur Gottferne. Und es ist sonach doch ein Erbarmungsakt, daß das Geistige in der Materie wieder gebunden wird, weil es im Mußzustand doch wieder langsam zur Höhe schreitet, wenn auch in endlos langer Zeit. Das Jenseits, das geistige Reich, kann wohl auch zahllose Seelen aufnehmen, die in einem völlig untätigen Zustand Ewigkeiten verharren, die aber doch noch wandlungsfähig sind, die also noch nicht den Grad erreicht haben, der eine Bannung in der Materie bedingt. Sie können wohl noch absinken bis zu jenem Grad, doch solange noch eine Möglichkeit zum Gegenteil besteht, wird die Seele auch nicht in den Mußzustand versetzt, der aber unweigerlich das Los der zu Teufeln gewordenen Menschen sein wird nach dem Untergang der alten Erde. Darum wird, was noch wandlungsfähig ist, noch vor dem Ende der Erde abberufen werden, und es können diese Seelen nach ihrem Tode ihre mangelhafte Reife erhöhen, so sie dazu willig sind. Und so wird die Menschheit zuletzt nur noch aus guten und bösen Menschen bestehen, und die Scheidung der Geister ist gewissermaßen schon erfolgt, bevor das Letzte Gericht sein wird. Denn die wenigen Menschen, die Gott treu sind, werden Anlaß geben zu Entäußerung der wahren Gesinnung der Menschen. Sie werden angefeindet und verfolgt werden und wahrlich unter Teufeln leben müssen. Und es wird die Hölle auf der Erde sein. Es werden die brutalsten Mittel angewendet werden, um die Gottgetreuen zum Abfall zu bewegen, der Satan wird seine ganze Macht und List entfalten, um Gott vom Thron zu stürzen und sich selbst zu erheben. Und es wird scheinen, als trage der Satan den Sieg davon. Die Gläubigen werden bangen und hoffen und in ihrem tiefen Glauben die Kraft finden zum Ausharren. Sie hoffen auf das Kommen des Herrn und die wundersame Errettung aus größter Not. Und ihren Glauben lässet Gott nicht zuschanden werden, Er wird kommen in den Wolken, so der Satan schon den Sieg errungen zu haben glaubt. Dann hat das geistige Reich seine Pforten geschlossen, denn dann wird es nur noch Lebende und Tote geben, Menschen, die zum Leben auf der neuen Erde bestimmt sind, die auch in Wahrheit ein ewiges Leben haben, und Menschen, die in die festeste Materie gebannt werden, die den Tod erdulden, aus dem sie erst nach endlos langer Zeit zum Leben erwachen werden. Amen. B.D. NR. 4688.

 

Buch 54 4689

Reines Evangelium. Mein Wort bleibt bestehen bis.

14. Juli 1949. B.D. NR. 4689.

Ich will von euch recht verstanden werden und werde daher stets Mein auf Erden gesprochenes Wort euch recht zu erklären suchen, vorausgesetzt, daß euch daran gelegen ist, d.h., daß ihr nach der Wahrheit und dem rechten Wissen trachtet. Das rechte Wissen zu erläutern, euch Menschen die rechte Erkenntnis zu geben, ist allein Mein Recht und Meine Macht, denn die Wahrheit muß von Mir Selbst ausgehen, kann jedoch über viele Stationen geleitet werden und daher auch von Menschen an euch herangetragen werden. Immer aber sind dann diese Menschen, die euch die Wahrheit bringen, von Mir dazu beauftragt und entsprechend belehrt, so daß sie zuvor das Wissen von Mir empfangen haben, ehe sie euch belehren. Ist also der Ursprung des Wissens eines Menschen bei Mir nachzuweisen, dann könnet ihr unbedenklich sein Wissen als Wahrheit annehmen, ist aber das Wissen menschlichen Ursprungs, also eigene Verstandestätigkeit, so ist seine Wahrheit zweifelhaft, und auf daß ihr Menschen nun ständig eine Prüfung dessen vornehmen könnet, was euch als Wahrheit dargeboten wird, werde Ich immer wieder die reine Wahrheit zur Erde leiten, also genau so das Evangelium predigen im Geist, wie Ich es auf Erden getan habe, und Empfänger des Evangeliums, also Hörer Meines Wortes, werden die sein, die Mir ihre Liebe im Herzen entgegenbringen, so daß Ich ihnen ins Herz das Wissen um die reine Wahrheit legen kann. Ich gebe immer wieder Erklärungen Meines Wortes, Ich suche immer wieder Meine Liebelehre ihnen zu vermitteln, und Meines Geistes Wirken wird kein Ende nehmen bis an der Welt Ende. Denn ohne dieses gibt es keine Wahrheit, weil die Unvollkommenheit der Menschen stets das Reine verunreinigt, das Wohlgestaltete verunstaltet, weil das Göttliche, das mit den Menschen in Berührung kommt, mit der Zeit eine menschliche Färbung erleiden wird, weil niemals das Göttliche so rein erhalten bleibt unter Menschen, wie es uranfänglich ausgegangen ist. Solange aber Mein Geist wirket, strahlt das Göttliche zur Erde hernieder, solange Mein Geist wirket, werden auch die Ausstrahlungen von reinen, liebewilligen Menschen aufgefangen, und so kommt immer wieder das reine Wort Gottes zur Erde, es bleibt Mein Wort bestehen bis in alle Ewigkeit. Somit wird niemals die Erde in Finsternis versinken können, niemals wird Mein Wort, wie Ich es ausgesprochen habe auf Erden, unverstanden bleiben, denn wo eine Erklärung not tut, bin Ich immer bereit, durch Meinen Geist den wissensdurstigen Menschen ein Licht zu bringen, und Ich finde auch stets die rechten Mittel und Wege, denen die Wahrheit zuzuleiten, die sie begehren. Doch in der Endzeit fühlen sich die Menschen wohl in der Dunkelheit, in der Endzeit lassen sich die Menschen genügen an irdischem Wissen, sie wollen nicht Meine Sprache hören und nehmen gedankenlos hin, was ihnen als Mein Wort dargeboten wird. Und sie verstehen daher auch nicht mehr Mein Wort, weil es nicht rein geblieben ist, streben aber auch nicht von selbst die reine Wahrheit an. Und daher lasse Ich sie aufmerksam machen auf Irrtum und Lügen, Ich sende Lichtträger mitten unter sie, die durch Aufblitzen hellsten Lichtes die Menschen die Finsternis erkennen lassen, in der sie weilen. Denn Ich will, daß sie zur Erkenntnis kommen, Ich will, daß sie Mein Wort vernehmen rein und unverbildet und rede daher zu ihnen durch Meinen Geist. Ich sende Meine Jünger der Endzeit hinaus in die Welt, daß sie Meine Lehre verbreiten, daß sie den Menschen wieder die Liebe lehren, weil ohne die Liebe auch das Wissen nicht von ihnen empfangen werden kann. Und so werde Ich durch deren Mund reden, Mein Geist wird wirksam werden in den Menschen, die Mir ergeben sind und für Mich und Mein Reich arbeiten. Und Licht wird werden allen, die Licht begehren, die Wahrheit werden hören und verstehen alle, die nach ihr verlangen und somit auch nach Mir, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin. Amen. B.D. NR. 4689.

 

Buch 54 4690

Kleine Gemeinde am Ende. Trübsal - Treue.

15. Juli 1949. B.D. NR. 4690.

Meine kleine Gemeinde wird Mir treu bleiben bis zum Ende, denn sie umfaßt die rechten Kinder des Vaters, es sind die Meinen, die durch ihre innige Verbindung mit Mir fortgesetzt Kraft empfangen, um auszuharren auch in größter irdischer Not. Es werden die Meinen wohl arg bedrängt werden von den Kindern der Welt, die Meinem Gegner angehören und für ihn gegen die Meinen kämpfen, wie Ich aber auch stets als Streiter neben den Meinen einhergehe und ihnen außergewöhnlich Kraft verleihe, so daß sie nicht besiegt werden können, wenngleich der Kampf überaus schwer ist. Sie haben ein unzerstörbares Schild, das ihnen sicherster Schutz ist - das Schild des Glaubens, gegen das alle Angriffe erfolglos sind. Je härter die irdische Not wird, desto zuversichtlicher erwarten sie Meine Hilfe, Mein Kommen von oben und die Errettung aus irdischer Not durch Mich - sie haben irdisch keinen Schutz mehr und sind allein nur auf Mich, auf ihren Glauben angewiesen, ansonsten sie Mich völlig aufgeben und sich den irdischen Feinden ergeben müßten. Doch nun wird es erkennbar sein, was ein starker Glaube vermag. In der größten Not werde Ich offensichtlich Hilfe bringen, weil die Meinen fest daran glauben, daß Ich ihnen helfe. Und diesen Glauben lasse Ich nimmermehr zuschanden werden. Und wenngleich die Gegner irdisch hoch im Ansehen stehen, an materiellen Gütern in Fülle haben und macht- und kraftvoll scheinen, es werden die Meinen nicht nach deren Gütern verlangen, sie streben nur noch nach oben, sie verlangen nach Mir und nach geistigen Gütern, sie haben restlos die Materie überwunden und sind daher auch reif für den Aufenthalt im Paradies auf der neuen Erde, der sie entschädigen wird für alles Leid in der letzten Zeit vor dem Ende. Sie haben wahrlich eine Probe zu bestehen, die ihnen reichen Lohn eintragen soll, denn nicht um ihrer selbst willen müssen sie das schwere Leid und die Trübsal am Ende erfahren, sondern um der Mitmenschen willen, die an der Kraft des Glaubens erkennen sollen, welche Einstellung die allein rechte ist, und die noch eine letzte Gelegenheit haben, sich für Mich zu bekennen angesichts des offensichtlichen Wirkens Meinerseits, das ihnen zu denken gibt. Also ist auch die große Trübsal vor dem Ende als ein Erlösungsmittel der irrenden Seelen anzusehen, und darum gilt Meine besondere Liebe denen, die um ihrer Mitmenschen willen ein Kreuz auf sich nehmen und dennoch fest zu Mir halten. Doch daß es für die Meinen erträglich ist, das sei ihnen fest zugesichert, sie werden durchhalten und Mir die Treue bewahren, bis Ich Selbst komme in den Wolken und sie heimhole in Mein Reich - und alle Not wird beendet sein. Amen. B.D. NR. 4690.

 

Buch 54 4691

Lebensaufgabe des Menschen.

17. Juli 1949. B.D. NR. 4691.

Was euch zur Seligkeit verhelfen kann, bringe Ich in Anwendung, denn die geistige Not ist groß, die in eurem Unglauben ihre Ursache hat. Doch Ich will, daß ihr glauben lernet, Ich will, daß ihr alle Zweifel fallen lasset, Ich will, daß es in euch hell werde, daß ihr Mich erkennet, daß ihr Meine Führung wahrnehmet, daß ihr euch Mir anschließet, daß ihr in Mir euren Vater sehet, Der euch betreut und euer geistiges Wohl fördern will. Es ist eure Lebensaufgabe, zur Erkenntnis eurer uranfänglichen Beschaffenheit, eures Zieles und eurer Bestimmung zu gelangen. Diese Erkenntnis aber könnet ihr nur gewinnen durch den Glauben, ansonsten ihr ewig lichtlos, also unwissend bleibt. Und das rechte Wissen ist nur durch einen Glauben zu gewinnen, der durch die Liebe lebendig wird, d.h., glaubet ihr an Mich als ein höchst vollkommenes Wesen, dann erwacht in euch auch die Liebe zu Mir, und ihr suchet, euch Mir in Meinem Urwesen anzugleichen, also ihr strebet die Vollkommenheit an. Vollkommen aber kann nur der Mensch werden, der gut zu sein sich bestrebt. Also muß er in der Liebe leben. Dadurch wird der Glaube lebendig, d.h. zu innerster Überzeugung. Nur ein lebendiger Glaube strebt die Verbindung mit Mir an, was soviel heißt, als daß der Geistesfunke, der als Mein Anteil in der Seele eines jeden Menschen ruht, sich mit dem Vatergeist von Ewigkeit verbindet, also das Denken des Menschen Mir gilt, und er nun mit Mir spricht - daß er im Geist und in der Wahrheit zu Mir betet. Dann wird es licht in ihm, weil er zugleich mit der gedanklichen Verbindung liebetätig ist, von innen heraus angetrieben durch Meinen Geist, der, weil er Mein Anteil ist, das den Menschen zu tun heißt, was Ich Selbst tu - in Liebe wirken. Und Liebe ist der Schlüssel zur Weisheit, das Licht der Erkenntnis, das in ihm entzündet ist, nimmt an Helligkeit zu, die Gedanken bewegen sich in der Wahrheit, von innen heraus wird er nun belehrt von Meinem Geist, was soviel sagen will, daß jeder Gedanke in ihm zur innersten Überzeugung wird, daß er folgerichtig denkt und auch dem Mitmenschen gegenüber sein nun gedanklich gewonnenes Wissen vertreten kann und wird als Wahrheit. Zu diesem Erkennen, zur Wahrheit aus Mir, sollet ihr Menschen kommen in der Zeit eures Erdenlebens, denn dieses Wissen wird euch bestimmen zu einer Lebensführung, die gut, also Mir wohlgefällig ist. Dann habt ihr eure Lebensaufgabe erfüllt, und ihr seid aus dem Stadium der Unkenntnis zu Beginn der Verkörperung als Mensch in das Stadium des Erkennens getreten, immer in Verbindung mit Mir, Der Ich nimmermehr ausgeschaltet werden darf, also mit euch zusammen wirken muß, soll euch geistiger Erfolg gesichert sein. Ihr Menschen könnet dieses Ziel erreichen, so ihr nur ernstlich wollet. Und Ich helfe einem jeden, weil er allein zu willensschwach ist, dieses Ziel anzustreben. Ich führe ihm Menschen in den Weg, die ihm einen Anstoß geben sollen zu innerer Selbstbetrachtung, auf daß nun aus freiem Willen der Prozeß einsetzen kann, der aus dem noch toten, kraftlosen Geistwesen ein die Vollendung anstrebendes Geschöpf macht, das in der Verbindung mit Mir das höchste Ziel erreichen kann - ein Kind Gottes zu werden, wie es seine Bestimmung ist. Amen. B.D. NR. 4691.

 

Buch 54 4692

Umgestaltung der Erde im Augenblick. Wunder der Schöpfung.

18. Juli 1949. B.D. NR. 4692.

Der Akt der Umgestaltung der Erde ist für euch Menschen unfaßbar, denn er geht nicht im Rahmen der Gesetzmäßigkeit vor sich, wie bisher jegliches irdische Schöpfungswerk auf dem Wege einer langsamen Aufwärtsentwicklung entstand, sondern es wird das Werk eines Augenblickes sein, abgesehen von der Vernichtung zuvor, die alle Schöpfungen auf der alten Erde betrifft und die, weil sie sich vor den Augen der Entrückten abspielt und auch anfänglich noch von den der Vernichtung anheimfallenden Menschen beobachtet werden kann, ihre Zeit erfordert, wie es Naturgesetz ist. Es können also Menschen den Ablauf des Vernichtungswerkes verfolgen, und darum wirkt Gott nicht widergesetzlich, während die Neugestaltung der Erde ein Wirken Gottes im Universum ist, das keinem Menschenauge sichtbar wird und darum Gott auch keine Zeit benötigt, sondern Er im Augenblick alles entstehen lassen kann, was Seine Liebekraft und Seine Weisheit zur Ausführung bringen will. Die der neuen Erde zugeführten Menschen finden also eine fertige Schöpfung vor von ungemein reizvoller Vielseitigkeit - Schöpfungen, die ihre Augen nie gesehen haben, werden sie in Staunen versetzen, zumal sie die Schöpfungen der alten Erde noch in Erinnerung haben und ständig Vergleiche ziehen. Sie werden sich wirklich im Paradiese wiederfinden, in vollster Harmonie mit ihrem göttlichen Schöpfer und Vater stehend, von Seiner Liebe betreut und geführt und unterwiesen in allem, was ihnen fremd ist. Wie eine große Familie wird das Verhältnis der Menschen zueinander sein und aller Bestreben wird sein, sich die Liebe des himmlischen Vaters zu erringen, Ihm zum Wohlgefallen zu leben und sich in dienender Nächstenliebe zu betätigen. Die Zeitdauer ihrer Abwesenheit von der alten Erde und den Aufenthalt nach ihrer Entrückung können sie nicht schätzen, denn der Zeitbegriff ist ihnen genommen bis zu ihrer Rückversetzung auf die Erde, weshalb sie auch keinen Anhalt haben, in welchem Zeitraum die neue Erde entstanden ist. Sie wissen aber auch, daß bei Gott kein Ding unmöglich ist und halten sonach auch ein plötzliches Erschaffen für wahrscheinlich, weshalb ihre Liebe und Verehrung zu Gott stets zunimmt und ihre Seligkeit sich steigert beim Betrachten der Wunderwerke, die Gottes Liebe, Weisheit und Allmacht bezeugen und den Menschen tausendfache Entschädigung bieten für die Trübsal und das Leid in der letzten Zeit des Bestehens der alten Erde. Gott erprobt die Menschen wohl schwer, aber Er belohnet ihre Treue auch, und selig, wer zu jenen gehört, die das Ende auf dieser Erde erleben als Schafe Seiner Herde - selig, die das Schlimmste ertragen und bestehen müssen und dafür das Schönste eintauschen, das Paradies auf der neuen Erde mit der ständigen Gegenwart des Vaters unter Seinen Kindern - selig, die ausharren bis zum Ende, wo Gott Selbst kommen wird in den Wolken, um sie zu holen in Sein Reich, in das Reich des Friedens, bis Er sie zurückversetzet auf die Erde, die wahrlich Wunderwerke enthüllen wird, von denen sich kein Mensch etwas träumen lässet, weil es auf der alten Erde nichts gibt, was als Vergleich angeführt werden könnte. Doch Gottes Liebe kennt keine Grenzen, und Sein Gestaltungswille ist unerschöpflich und bringt immer wieder neue Werke zustande, die alle vergangenen übertreffen, um Seine Kinder zu beglücken und ihre Treue zu belohnen. Amen. B.D. NR. 4692.

 

Buch 54 4693

Guter Hirt. Führer. Sorgloser Lebenswandel.

19. Juli 1949. B.D. NR. 4693.

Glaubet, daß Ich neben euch einhergehe auf eurem Lebenswege, so ihr nur guten Willens seid. Ich bin der gute Hirt, Der Seine Schafe wirklich hütet, und also überlasse Ich keines Meiner Geschöpfe sich selbst, sondern Ich nehme Mich eines jeden einzelnen treulich an und leite es dem Ziel entgegen. Ich führe es den rechten Weg in die Heimat, in Meines Vaters Haus. So ihr nun aber einen zuverlässigen Führer habt, warum sorget ihr euch dann selbst noch um euer irdisches Wohl? Nichts soll euch Sorge machen, so ihr wisset, daß Ich bei euch bin und um alles weiß, was euch drückt und bewegt. Nur eines soll eure ständige Sorge sein - daß ihr vor Mir bestehen könnet, so Ich Verantwortung von euch fordere, wie ihr euer Erdenleben genützet habt zum Wohl der Seele. Suchet euch allein darin Mein Wohlgefallen zu erringen, bedenket eure Seele, die Ich nicht bedenken kann ohne eure Einwilligung. Ich bin ständig bei euch, so ihr Mir nicht selbst wehret, und immer werde Ich euch so führen, daß Körper und Seele finden, was sie benötigen - den Körper werde Ich bedenken, so ihr dem Wohl der Seele eure Aufmerksamkeit zuwendet. Doch was ihr im freien Willen der Seele geben wollet, das führe Ich euch auch zu, denn alle Gaben kommen von Mir, und als euer Vater von Ewigkeit sorge Ich auch für Meine Kinder leiblich und geistig. Und darum sollet ihr mit Mir innige Gemeinschaft pflegen und Mich zu eurem Führer wählen, dann werde Ich euch nimmermehr verlassen und den Erdenweg mit euch bis zum Ende gehen, und dann seid ihr für keinen Schritt verantwortlich, denn er ist Mein Wille, und jedes Ereignis auf eurem Lebenswege ist von Mir vorausgesehen und je nach eurer Einstellung zu Mir bestimmt, auf daß eure Seele ausreife. Doch das Bewußtsein, Mich als Führer zu haben, soll euch ruhig und sorglos euren Erdenweg zurücklegen lassen, und in jeder Not des Leibes und der Seele sollet ihr nur vertrauensvoll zu Mir kommen, auf daß Ich euch helfe und ihr aller Sorgen ledig werdet. Amen. B.D. NR. 4693.

 

Buch 54 4694

Äußerung des Geistes abhängig von Seelenreife und Aufnahmefähigkeit.

20. Juli 1949. B.D. NR. 4694.

Eine gewisse Seelenreife ist nötig, um Meine Stimme zu vernehmen, weil der Geist im Menschen sich durch die Seele äußert, d.h. sich der Seele kundtut, und diese daher so vorbereitet sein muß, daß sie aufnahmefähig ist für jede Äußerung des Geistes. Denn es hört der Mensch nicht mit leiblichen Ohren, sondern es ist die Seele, die die Äußerung des Geistes entgegennimmt und sie dem leiblichen Menschen, dem Verstand, weitergibt. Daher muß die Seele dem Geist in sich zugewandt sein; denn eine dem Körper mehr zugewandte Seele richtet das Ohr nach der Welt hin und vernimmt daher die leise Stimme des Geistes nicht, also muß der Mensch vorerst sich absondern von der Welt, vom Irdischen, ehe er fähig ist für geistige Kundgaben, die durch den Geist ihm vermittelt werden. Dann hat der Mensch eine gewisse Seelenreife erreicht, weil der Geistesfunke im Menschen schon zuvor seinen Einfluß ausübte auf die Seele des Menschen, das Denken, Fühlen und Wollen anregt zur Liebetätigkeit. Ist nun dieser Reifegrad erreicht, der Bedingung ist zur Entgegennahme Meines Wortes, dann kann aber auch jegliche Frage an Mich gerichtet werden, und Ich werde sie beantworten, daß sie allen verständlich ist. Es braucht also dann der Empfänger der Kundgaben keine Befürchtung zu hegen, daß er dann selbst gedanklich tätig ist und eigenes Gedankengut als Mein Wort niederschreibt. Wohl ist der Mensch gedanklich tätig, doch nur in der Weise, daß er die Gedanken verarbeitet, die Ich will und ihm durch Meine Lichtwesen übermitteln lasse. Es ist für die Dauer der Entgegennahme Meines Wortes der Empfänger unfähig zu einer Mir entgegengerichteten Gedankentätigkeit, vielmehr ist diese Gedankentätigkeit nun eine Ausstrahlung aus dem geistigen Reich, die mit Meinem Willen den Empfänger trifft und von seinem Geist der Seele zugeleitet wird. Darum kann auch der Mensch das Wissen überzeugt vertreten, das er in dieser Weise entgegengenommen hat, denn es ist reinstes Geistesgut aus den Himmeln, es ist Meine Stimme, die aber nur der Mensch vernehmen kann, der dem Geist die Äußerung gestattet. Einem Mir sich hingebenden Erdenkind aber werde Ich stets das Wissen geben, das es verlangt, und es könnte nun diese Zusicherung ausnützen, indem es sich mit Mir in Gedanken über das bespricht, was ihm unklar ist und wo es darüber Aufklärung erbittet. Dann wird sie ihm in ausführlicher Weise werden, weil Ich Mich unentwegt mitteilen will denen, die Mich zu sich reden lassen. Amen. B.D. NR. 4694.

 

Buch 54 4695

Das Wort Gottes Beweis Seiner Liebe.

22. Juli 1949. B.D. NR. 4695.

Nichts kann euch Meine Liebe zu euch mehr beweisen als Mein Wort. Und daher könnet ihr auch nichts Verwerflicheres tun, als Mein Wort zurückzuweisen, weil ihr damit auch Meine Liebe zurückweiset. Was letzteres bedeutet, fasset ihr Menschen noch nicht, doch eure Kraftlosigkeit, euer geistiger Tiefstand, ist ein Beweis dessen, daß ihr ohne Meine Liebe, ohne Mein Wort nicht in eurer Entwicklung aufwärtssteigen könnet. Wo Mein Wort entgegengenommen wird durch Hören oder Lesen oder auch direkt von Mir, dort werden auch die Menschen Kraft aus ihm schöpfen, denn Ich Selbst rede zu ihnen und verströme Meine Kraft auf den Empfänger, und diese äußert sich in sich steigerndem Verlangen nach Mir und Meiner Gegenwart, sie äußert sich in geistigem Streben, in Liebetätigkeit, in Abkehr von der Welt, sie äußert sich ferner in zunehmender Erkenntnis, also in rechtem, wahrheitsgemäßem Denken und Wissen um Anfang und Bestimmung und also in einem Lebenswandel nach Meinem Willen. Alles dieses bringt Meine Kraft zuwege, die ihr mit Meinem Wort entgegennehmet. Also ist das Zuleiten Meines Wortes auch ein Beweis Meiner Liebe, die euch in jeder Weise beglücken will und helfen, daß ihr zur Vollendung gelanget. Denn durch Mein Wort soll euch das Streben nach oben leicht werden, durch Mein Wort sollet ihr einen Einblick gewinnen in Mein Walten und Wirken und Mir näherkommen willensmäßig und durch Wirken in Liebe. Und da ihr selbst durch eure Unvollkommenheit als Mensch unwürdig seid, von Mir angesprochen zu werden, Ich es aber dennoch tue, habt ihr wieder einen Beweis Meiner Liebe zu euch, denn Ich gebe euch mit Meinem Wort ein Gnadengeschenk von unschätzbarem Wert und unverdient. Doch euer Wille ist zu schwach, um nach Meinem Wort zu verlangen, und daher teile Ich Mich euch mit im Wort unaufgefordert, doch wirksam kann es erst werden an euch, wenn ihr es entgegennehmet im freien Willen, d.h., die Kraft des Wortes werdet ihr erst spüren, so der Wille bereit ist zur Entgegennahme. Und so kann auch Mein Wort völlig ohne Erfolg bleiben bei Menschen, die es wohl hören, doch keinen Gebrauch machen, für die es nur ein leerer Schall ist, weil sie es nicht ins Herz aufnehmen, sondern nur mit den leiblichen Ohren hören. Diese empfinden keine Kraftwirkung und können sonach auch nicht Meine Liebe daraus erkennen, weil sie selbst ein verhärtetes Herz haben, das keiner Liebe fähig ist. Diese kennen Mich nicht und verlangen nicht nach Mir, denn ihre Liebe gilt noch der Welt und der Materie, und sie mißachten, was aus dem geistigen Reich zu ihnen kommt. Doch es liegt dann nimmermehr an Meinem Wort, daß sie leer ausgehen, sondern an ihnen selbst, weil Meine Gnadengabe verlangend und dankend angenommen werden muß, um wirksam zu sein und den Menschen Meine Liebe zu bezeugen. Amen. B.D. NR. 4695.

 

Buch 54 4696

Erkenntnis. Liebe - Wahrheit - Gott.

23. Juli 1949. B.D. NR. 4696.

Die klare Erkenntnis dessen, was von Bestand ist, also geistiges Wissen benannt werden kann, ist nur Anteil des Vollkommenen und wird daher niemals verstandesmäßig erzielt werden können, sondern nur durch einen dem Willen Gottes völlig untergeordneten Willen, der einen in Liebe aufgehenden Lebenswandel nach sich zieht, der das Wesen wieder in seine Urbeschaffenheit versetzt, in den Zustand der Freiheit, des Lichtes und der Kraft. Dann gibt es für das Wesen, sei es auf Erden oder im Jenseits, keine Unkenntnis der Dinge mehr, dann weiß es um alles, um das Walten und Wirken Gottes, um den Zusammenhang alles Geschaffenen mit dem Schöpfer, es weiß um Uranfang und Endziel, um Sinn und Zweck göttlichen Wirkens und um dessen Ursache und Wirkung. Dann ist das Wesen also wissend geworden, es steht im Licht und kann selbst Licht ausstrahlen und wieder die Dunkelheit vertreiben dort, wo wieder der gute Wille vorhanden ist. Die tiefe Erkenntnis allein durch Nachdenken zu gewinnen, ist nicht möglich, weil der Verstand des Menschen wohl eine geistige Tätigkeit ausführt, also die Gedanken zu ordnen sucht, jedoch solange ohne geistige Unterstützung, wie es ohne Liebeswirken geschieht, also wo der Verstand allein ohne das Herz zum Erkennen zu gelangen sucht. Der Mensch muß von innen heraus gut sein, also sich zum Liebewirken angetrieben fühlen, dann erst tritt der Geist Gottes in Aktion, der nun das Denken des Menschen, seine Verstandestätigkeit ordnet und lenkt, und dann erst wird das Ergebnis des Verstandesdenkens der Wahrheit entsprechen, die aber dann nicht der Verstand errungen hat, sondern das Herz, das den Verstand gewissermaßen beeinflußt, die aus dem geistigen Reich zuströmenden Gedanken aufzunehmen und zu verarbeiten. Das völlige Unterordnen des Willens dem göttlichen Willen ist erste Bedingung und setzt dies tiefe Liebe zu Gott und Demut voraus, die in dienender Nächstenliebe ihren Ausdruck findet. Darum kann wahrhaft weise sein nur der Mensch, der die göttlichen Gebote erfüllt und also durch einen (24.7.1949) Lebenswandel in Liebe sich zusammenschließet mit Dem, Der die ewige Liebe Selbst ist, Der aber auch die ewige Wahrheit ist und folglich jegliches Wissen, die reine Wahrheit, von Ihm ausgehen muß, niemals aber auf jene Menschen übergeleitet werden kann, die wohl verstandesmäßig überaus tätig, jedoch bar jeder Liebe sind. Denn diese haben keine Verbindung mit dem Urquell der Liebe und der Wahrheit und können somit auch nicht etwas besitzen oder erreichen, was Gott Sich vorbehält für die, die Ihn lieben und Seine Gebote halten. Was dem schärfsten Verstand nicht möglich ist, einzudringen in das allesumfassende Wissen, einzudringen in das Wesen der ewigen Gottheit, das ist einem liebenden Herzen leicht möglich und wiederum wird auch der schärfste Verstand einen Vorgang unbegreiflich finden, der jedoch nachweisliche Erfolge zeitigt. Denn daß ein Mensch ohne Vorbildung weitgehendst Auskunft und Aufklärung geben kann, erfordert ein Wissen, das ihm also nur auf geistigem Wege zugeführt worden sein kann und das darum als Beweis gelten muß, daß die tiefste Weisheit, die ewige Wahrheit, nur durch die Liebe gewonnen werden kann. Amen. B.D. NR. 4696.

 

Buch 54 4697

Hilfe an irrenden Seelen größtes Liebes- und Barmherzigkeitswerk.

25. Juli 1949. B.D. NR. 4697.

Euch wird mannigfacher Segen zuteil werden, so ihr euch bemühet um irrende Seelen, die den rechten Weg nicht finden können, weil sie blind sind im Geist. Ihnen ein Licht zu bringen, sie auf den rechten Weg zu weisen und es ihnen so möglich zu machen, zum Ziel zu gelangen, ist ein Werk der Barmherzigkeit und Nächstenliebe, das bedeutsam ist für die Ewigkeit und das darum hoch bewertet wird von Mir, Der Ich alle Meine Geschöpfe liebe und ihnen durch euch Rettung bringen will. Körperlich dem Nächsten beizustehen, ist wohl auch ein Werk der Liebe, das euch gelohnet wird; jedoch eine Seele in den Zustand versetzen, ihre Lage zu erkennen und darauf folgend sich zu wandeln, also den rechten Weg zu betreten, der zu Meinem Reich führt und das allein erstrebenswerte Ziel ist, ist weitaus verdienstvoller, denn es ist gleichzeitig ein Beweis tiefsten Glaubens, so ein Mensch dem anderen seine Kenntnisse vermittelt, die nur geistig, also nicht beweisbar, erworben worden sind. Zudem wirkt ein solches Liebeswerk sich aus für die ganze Ewigkeit. So ihr euch vorstellt, daß eure Bemühungen, einen unwissenden Menschen aufzuklären, seiner Seele einen lichtvollen Zustand eintragen kann, den sie ewiglich nicht mehr verliert, so muß euch dieses Bewußtsein schon der größte Lohn sein, dieser Seele unsägliches Leid erspart zu haben, das aber ihr Los gewesen wäre im Jenseits, so sie im Dunkel in jenes eingegangen wäre. Einem Menschen Licht gebracht zu haben, ist das größte Liebeswerk, denn es beweiset aufrichtige, uneigennützige Nächstenliebe. Oft sind zwar die Bemühungen um eine irrende Seele scheinbar ohne Erfolg, doch was eine Seele einmal entgegengenommen hat, kommt in ihr wieder zum Vorschein in Fällen großer irdischer Not, und dann ist es immer noch möglich, daß der Mensch sich dazu bekennt, und immer wird dies euer Verdienst sein und bleiben, denn eine gerettete Seele dankt es ihrem Retter ewiglich, so sie einmal im Licht steht - so sie erkannt hat, welchem Los sie entgangen ist durch seine Hilfe. Amen. B.D. NR. 4697.

 

Buch 54 4698

Kommende Not. Lebendiger Glaube. Glaubensprobe.

26. Juli 1949. B.D. NR. 4698.

Ihr habt eine überaus große Not zu gewärtigen, in der euch nur der Glaube an Mich aufrechterhalten kann, denn irdisch wird euch wenig Hilfe gebracht werden können, und ihr werdet, auf euch selbst gestellt, jegliche Hilfe von Mir erbitten müssen. Und dann werdet ihr sichtlich den Erfolg eines tiefen Glaubens feststellen können, denn stets wird Meine Liebe Mittel und Wege wissen, daß ihr der drückendsten Not ledig werdet. Es wird eine Zeit sein, wo Menschenweisheit und Menschenwille nichts vermag, weil euch die Kraft fehlt, die ihr anfordern müsset von Mir. Und doch wird einer dem anderen helfen können, und so er dies tut, wird auch die eigene Not geringer werden, doch die gesamten Lebensverhältnisse werden eine Umänderung erfahren durch Meinen Natureingriff, der jedoch vorgesehen ist, um den Weltmenschen die Unbeständigkeit und Wertlosigkeit dessen zu zeigen, was ihnen allein erstrebenswert ist. Immer wieder mache Ich euch auf diese Zeit aufmerksam, doch im Getriebe der Welt erscheint es euch unmöglich, daß eine solche Zeit noch vor euch liegt. Wie aber wollet ihr dann bestehen, so ihr euch nicht schon darauf vorbereitet, so euch von seiten der Welt keine Hilfe gebracht werden kann, weil Ich Selbst dies unterbinde? - Wie wollet ihr dann Hilfe erwarten, so ihr nicht an Mich glaubt und zu Mir eure Zuflucht nehmet? Der Glaube an Mich ist noch sehr schwach in euch, selbst wenn ihr mit dem Munde ihn bekennet und ihr auch Meinen Namen aussprechet als Beweis eures Glaubens an Mich. Doch der rechte Glaube will gewonnen werden, und einen rechten Glauben nenne Ich nur den lebendigen Glauben, die feste innere Überzeugung dessen, an was zu glauben ihr vorgebt. Doch ihr werdet versagen, so euch diese schwere Glaubensprobe gestellt wird. Dann erst werdet ihr erkennen, wieviel mehr ihr euch befassen müßtet mit Gedanken an Mich, an euren Schöpfer und Vater von Ewigkeit, Der in Sich die Liebe, Weisheit und Allmacht ist, also euch helfen will und kann und es auch tun wird, so ihr eben diesen festen Glauben an Mich aufbringet. Der Glaube ist es, den Ich zu einem lebendigen gestalten will durch Mein Wort, das Ich immer wieder euch zuführe, und durch die Not und Glaubensproben, denen Ich euch schon jetzt unterwerfe, auf daß ihr reifet und stark werdet im Glauben, bevor die große Not einsetzet. Betrachtet einen jeden Tag noch als ein Geschenk und nützet ihn, lasset eure Gedanken schweifen zur Höhe, d.h., befasset euch öfter in Gedanken mit eurem Daseinszweck und Ziel, mit dem Leben in der Ewigkeit und mit Mir, Der Ich der Lenker und Gestalter alles dessen bin, was ist und an Den zu glauben euch leicht sein wird, wenn ihr es nur ernstlich wollet und euch gedanklich mit Ihm befasset. Denn Ich helfe wahrlich einem jeden, Mich zu erkennen, der dazu nur den Willen hat. Und so er Mich anrufet, werde Ich ihn erhören, weil Ich will, daß er an Mich glaubt. Lasset die große Not nicht an euch herantreten, bevor ihr diesen Glauben an Mich gewonnen habt. Ich allein werde euch helfen können, so jede andere Hilfe versagt, denn es ist kein Ding unmöglich bei Gott. Und Ich will euch den Beweis liefern in der kommenden Zeit, daß ein tiefer Glaube alles vermag und auch die größte Not bannet. Darum könnet ihr auch jener Zeit furchtlos entgegensehen, die ihr lebendig glaubet an Mich, an Meine Liebe, Weisheit und Allmacht. Amen. B.D. NR. 4698.

 

Buch 54 4699

Rechtes Wissen - rechter Lebenswandel. Wahrheit.

26. Juli 1949. B.D. NR. 4699.

Alles, was zu wissen euch nottut, wird euch zugeleitet werden, sowie ihr wissend werden wollet. Denn je nach dem Verlangen nach der Wahrheit werdet ihr bedacht, doch in verschiedener Form, weil auch der Wissensdurst des einzelnen verschieden und Ich auch weiß, was jedem dienlich ist für das Ausreifen der Seele. Und so gehen euch daher verschiedenartige Belehrungen zu, in alle Gebiete könnet ihr Einblick nehmen, immer aber muß euer Wille gut sein, ansonsten euch das Wissen um die Wahrheit vorenthalten wird. Danach aber könnet ihr auch beurteilen, welchen Wert oder Anspruch auf Wahrheit das euch von Mitmenschen zugetragene Wissen hat, denn der es euch darbietet, muß die Bedingungen erfüllt haben, die Ich an das Zuleiten der reinen Wahrheit geknüpft habe; also er muß, um recht zu denken und zu reden, auch recht handeln und einen recht gerichteten Willen in sich tragen. Er muß Mir zugewandt sein, dann kann er sich auch im Besitz der Wahrheit wähnen und überzeugt für diese eintreten, also sein Gedankengut wird anerkannt werden können als der reinen Wahrheit entsprechend. Darum ist jede Debatte mit guten Menschen, mit Menschen, die sich Meine Gebote zur Richtschnur ihres Lebenswandels nehmen, von Wert und nutzbringend, weil sie nur Wahrheit zutagetreten lässet, während es völlig nutzlos ist, zu debattieren mit Menschen von offensichtlich minderwertiger Gesinnung, wenngleich auch ihnen das Evangelium gepredigt werden soll. Doch wahrheitsgemäße Aufklärung könnet ihr von einem solchen Menschen niemals erwarten, und Weisheit wird niemals aus seiner Rede herausschauen, denn sie ist ihm versagt, solange er nicht erfüllt, was von ihm verlangt wird - solange er sich nicht eines gottgefälligen Lebenswandels befleißigt, der ein Wirken Meines Geistes zuläßt. Darum suchet zuerst die Gesinnung dessen zu ergründen, der euch belehren will, ehe ihr ihm euer Geistesgut vermittelt; lasset euch nicht täuschen durch fromme Reden, prüfet ihre Taten und ihren Willen, soweit ihr dieses vermöget, und prüfet dann das Gedankengut, das er euch zu vermitteln sucht, und ihr werdet den Spender dessen erkennen, was euch angeboten wird. Denn alles, was gut ist, geht von Mir aus, und so steht auch ein guter Mensch ständig unter Meinem Einfluß, ein guter Mensch wird gedanklich von Mir geleitet und kann daher nur Wahrheit empfangen und auch austeilen, und er wird Glauben finden bei allen, die nach der Wahrheit streben. Amen. B.D. NR. 4699.

 

Buch 54 4700

Das Hören des göttlichen Wortes. Gedanken.

28. Juli 1949. B.D. NR. 4700.

Nur durch das innere Wort kann euch Aufklärung werden in Fragen, die irdische Wissenschaftler nicht beantworten können. Es gibt wohl eine Instanz, die zuständig ist für geistig Fragen, jedoch den Weg zu ihr gehen die Menschen selten. Daher wird auch selten nur die der Wahrheit entsprechende Antwort empfangen werden, die eben nur der Eine geben kann, Dem nichts fremd ist, Der um alles weiß, Der auch euch Menschen das Wissen zuleiten will, auf daß Er erkannt wird von den Menschen. Durch das Wort also äußert Sich Gott und wer es hören will, muß sich Gottes Liebe erringen, er muß Ihn sich geneigt machen, indem er selbst alles tut, was Gott von ihm verlangt - dann tritt Gott euch so nahe, daß ihr Seine Stimme vernehmen könnet, denn Er äußert Sich durch Sein Wort, Er gibt Sich Selbst euch kund, Er redet mit euch Menschen in leicht verständlicher Sprache, Er spricht durch euer Herz zu eurem Verstand und geht auf jede Frage ein, die ihr aussprechet oder in euren Gedanken bewegt. Er antwortet euch. Sein Wort ist also ein Zeichen der Verbundenheit von Ihm zu euch, denn nur dann könnet ihr Sein Wort vernehmen, so ihr euch mit Ihm zusammenschließet gedanklich oder durch Liebeswirken. Und so hat Gott immer zu den Menschen gesprochen, solange die Erde besteht, nur ist Er leichter verstanden worden bisher, während nun sehr selten Seine Sprache verstanden wird. Diese wenigen Menschen aber bedenket Er mit einem Maß, das unbegrenzt ist. Ihnen will Er alles erklären und begründen, auf daß sie das so gewonnene Wissen ihren Mitmenschen vermitteln können zu deren Seelenheil. Und auf daß sie nicht weiter in Zweifel fallen, lässet Er sie Einblick nehmen in Seinen ewigen Heilsplan, und Er zündet so ein Licht in ihnen an, daß sie ewiglich nicht mehr in die Dunkelheit zurücksinken. Er tritt im Wort den Menschen nahe, die sich belehren lassen wollen. Und so bleibt das Wort stets und ständig die Brücke zwischen Gott und den Menschen, die der Mensch aber nur betreten kann, so er sich zurückzieht von der Welt, so er die breiten Wege meidet, die seinen Augen reizvoller erscheinen und ihn zum Beschreiten locken. (29.7.1949) Nur in der Einsamkeit vernimmt er die Stimme Gottes, d.h., er muß die Welt meiden und seine Gedanken schweifen lassen in das geistige Reich. Dann tut er das, was er zuvor tun muß: Er verbindet sich in Gedanken mit Gott, er hält Zwiesprache mit Ihm, er legt Ihm die Fragen vor, die ihn bewegen, indem er den Gedanken freien Lauf lässet. Und diese Gedanken sind schon Ausstrahlungen aus dem geistigen Reich. Denn es kann der Mensch nichts von sich aus hervorbringen. Es ist wohl der Verstand fähig, die ihm zuströmenden Gedanken aufzunehmen und zu verarbeiten, doch der Gedanke selbst entsteht nicht im Menschen, sondern er berührt sein Herz, entströmt aber dem Reich, das außerhalb irdischer Sphären liegt. Der Gedanke ist Geistesprodukt, also eine Kraft, die eine bestimmte Form annimmt, sowie sie vom Verstand aufgenommen wird, worin also der Verstand vom Herzen beeinflußt wird, in Tätigkeit zu treten, indem er die ihm zugeleiteten Gedanken nun formt und ihnen eine gewisse Ordnung gibt. Die Verstandestätigkeit ist das Festhalten der Gedanken, die wellenartig das Herz berühren und auch keinen Widerhall finden können, wenn der Wille des Menschen durch das Treiben der Welt die Gedankentätigkeit nur für weltliche Dinge beansprucht und geistigen Strömungen keine Aufmerksamkeit schenkt. Geht aber der Mensch in die Stille und wendet er der Welt den Rücken zu, dann berühren geistige Strömungen sein Herz, die es wohltätig empfindet und die dann der Mensch begierig entgegennimmt. Dann formt sich durch diese Empfangswilligkeit das Wort, d.h., es kommt dem Menschen sinnvoll und verständlich zum Bewußtsein, was Gott Selbst ihm sagen will. Er hört also Seine Stimme im Herzen, die Gedankenwellen werden vom Herzen aufgenommen und dem Verstand zugeleitet, und der Mensch als solcher vermag das empfangene Geistesgut auch verstandesmäßig anzueignen und es auch dem Mitmenschen verständlich zu erklären. Es ist dies ein Vorgang, der an sich einfach und unkompliziert ist, nur von den Weltmenschen nicht begriffen wird, weil er für Empfindungen der Seele kein Verständnis hat und er deshalb auch die Gedankentätigkeit nur rein organisch sich zu erklären sucht. Doch wo der Gedanke im Grunde seinen Ausgang nimmt, das ist ihm fremd, und eine Erklärung darüber ist ihm unannehmbar, weil er Geistiges überhaupt nicht anerkennt, weil er nur das anerkennt, was er sehen oder greifen kann. Gott aber gibt immer wieder einen Beweis von Kräften, die der menschliche Verstand nicht zu erklären vermag, und über alles gibt Er Aufschluß durch Sein Wort. Wer das Wort Gottes zu sich sprechen lässet, der wird über ein umfangreiches Wissen verfügen, denn es gibt nichts, was dem Menschen fremd bleibt, der durch das Wort sich von Ihm belehren lässet, und so kann der Mensch sein Wissen erweitern, er kann eindringen in alles und sich Aufschluß holen, worüber er Aufschluß begehret. Denn von Gott aus sind dem Menschen keine Grenzen gesetzt, sowie er sich mit dem Geber des Wissens und der Wahrheit in Verbindung setzt und sich von Ihm belehren lässet - sowie er glaubet, daß Gott Selbst zu ihm redet durch das Herz. Amen. B.D. NR. 4700.

 

Buch 54 4708

Unverantwortliche Experimente Grund der Zerstörung der Erde.

9. August 1949. B.D. NR. 4708.

Die göttliche Weltordnung kann nicht umgestoßen werden, dennoch kann der menschliche Wille gegen sie angehen, doch nur zum eigenen Schaden. Es bestehen Gesetze, die des Menschen Verstand niemals wird ergründen können, denn sie greifen nicht nur in die Naturbeschaffenheit der Erde ein, sondern sie liegen auch dem Bestehen anderer Schöpfungen zugrunde, weshalb sie für den Menschenverstand unergründbar sind, jedoch akzeptiert werden müssen, d.h. nicht unbeachtet bleiben dürfen, sollen nicht Gegengesetze sich auswirken, die gleichfalls in göttlicher Weisheit gegeben wurden, also die ewige Ordnung bezwecken. Den Menschen ist wohl ein gewisser Schaffensgrad zugebilligt, und desgleichen können Forschungen unternommen werden nach allen Richtungen. Doch solange der Mensch noch nicht im Vollbesitz geistiger Kraft sich befindet, sind ihm auch Grenzen gesetzt sowohl im Wissen, als auch im Nützen der Erdkräfte, die stets in einer bestimmten Gesetzmäßigkeit, in einer gewissen Ordnung, sich entfalten und genützt werden müssen. Wird diese Gesetzmäßigkeit außer acht gelassen, werden also ordnungswidrig diese Kräfte zur Auslösung gebracht, dann ist die Auswirkung katastrophal, und eine völlige Zerstörung jeglicher Materie ist die unausbleibliche Folge, die menschlicher Wille nicht zum Stillstand bringen kann. Denn nun wirken auch andere Schöpfungen, andere Gestirne ein, die mit jenen Kräften in Zusammenhang stehen und also in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Menschen können von diesen Auswirkungen keine Kenntnis mehr nehmen, denn sie sind ohne Ausnahme die Opfer solcher Zerstörungen, bis auf solche, die schon im Besitz geistiger Kraft sind und dem gefährdeten Erdkreis entrückt werden durch göttlichen Willen. Ein solcher Vorgang wird sich abspielen und also das Ende dieser Erde bedeuten. Menschenwille wird sich anmaßen, Kräfte erforschen zu wollen und durch Experimente also Kräfte zur Auslösung bringen, die eine ungeheure Wirkung haben in eben jener zerstörenden Weise. Denn es sind keine edlen Motive, aus denen heraus Forschungen angestellt werden, die diesen unvorstellbaren Ausgang nehmen. Und darum wird ihnen von Gott aus der Segen vorenthalten, der auf Arbeiten ruht, die das Wohl der Mitmenschen zum Ziel haben. Zudem verstoßen sie gegen das göttliche Naturgesetz insofern, als daß sie Forschungen unternehmen unter Einsatz von Menschenleben, daß sie also Menschen als Versuchsobjekte benützen, die ihr Leben zum Opfer bringen müssen. Es ist dies ein Versündigen gegen die göttliche Ordnung, gegen die Gottes- und Nächstenliebe und zudem ein Versündigen wider die gesamte Menschheit, die dadurch dem Untergang geweiht ist. Denn die Kenntnisse derer, die solche Versuche unternehmen, reichen bei weitem nicht aus, und also sind jene noch verfrüht, woran aber auch kein Zweifel besteht. Und solche unverantwortlichen Experimente können von Gott nicht geduldet werden, und also werden sie zurückschlagen auf die Experimentierenden, die nichts weiter erreichen als eine gänzliche Zerstörung aller materiellen Schöpfungen der Erde, also ein Zertrümmern der Materie, die im geistigen Sinn jedoch eine Auflösung jeglicher Form und ein Freiwerden des darin gebundenen Geistigen bedeutet. Menschen also werden diesen letzten Vernichtungsakt auf der Erde ins Werk setzen, und die gesamte Menschheit wird daran zugrunde gehen, daß Ruhmsucht, übergroßes Geltungsbedürfnis und Gier nach materiellen Gütern die Menschen zu waghalsigen Spekulanten macht, die jedoch nicht ohne Wissen sind, daß sie die Mitmenschen gefährden und dennoch ihre Versuche unternehmen. Es sind ihnen die zuvor gemachten Erfahrungen Mahnung und Warnung genug, um davon abzusehen, und darum ist ihr Handeln ein Frevel, den Gott nicht ungestraft lässet. Amen. B.D. NR. 4708.

 

Buch 54 4719

Auflösung der alten Erde und Neuerstehen im Augenblick.

21. August 1949. B.D. NR. 4719.

Die Erde in ihre Urbestandteile aufzulösen, bedeutet ein Rückversetzen des Geistigen in den ehemaligen niedrigsten und unvollkommensten Zustand, sollte die Auflösung in der gleichen rückwärtigen Folge vor sich gehen. Eine plötzliche Auflösung aber bedeutet ein Freiwerden des gebundenen Geistigen aus der Form, also einen ungebundenen Zustand für das Geistige, das aber noch nicht reif ist für ein freies Wirken. Also würde das Geistige seine Freiheit mißbrauchen, es würde sich austoben und betätigen in Gott widersetzlichem Sinn, weil es Gott noch nicht erkannt hat, aber Seinem Gegner noch untertan ist, dem das zerstörende Prinzip innewohnt, der keinen Aufbau und keine sinnvolle Aufwärtsentwicklung begünstigt. Sonach muß frei gewordenes unvollkommenes Geistiges bald wieder in einer Form gebunden werden, soll die göttliche Ordnung aufrechterhalten bleiben und ein chaotischer Zustand auch in der geistigen Welt vermieden werden. Eine Rückversetzung des Geistigen in der Form einer abwärtsgehenden Entwicklung der Erde ist von Gott aus unmöglich, weil Sein Prinzip immer nur Aufbau und Fortschritt ist, da die Liebe all Sein Walten und Wirken bestimmt. Findet nun durch Menschenwille eine gesetzwidrige Auflösung von Materie statt, so gibt Gott dem freigewordenen Geistigen auch bald wieder eine andere Form, in der die Aufwärtsentwicklung ihren Fortgang nimmt. Findet von Gott aus, durch Seinen Willen und Seine Macht, ein Zerstörungsakt statt, dann ist dies nicht als ein Rückgang von Schöpfungswerken zu betrachten, sondern ein gewaltsamer Freiwerdungsakt wieder zum Zwecke einer Neuverformung des gebundenen Geistigen, dessen Dienstwille Gott ersichtlich ist und dem Er nun auch Rechnung trägt. Auch das letzte Zerstörungswerk auf dieser Erde, das durch menschlichen Willen in Szene gesetzt wird, ist in Gottes ewigem Ratschluß Anlaß eines gewaltigen Umformungsprozesses für das gesamte Geistige, das in den Schöpfungen der Erde gebunden ist. Ursache des Zerstörungswerkes ist menschlicher Wille, Auswirkung dessen aber Gottes Wille, weshalb also auch der Untergang der alten Erde im ewigen Heilsplan Gottes festliegt, weil Ihm alle Geister, auch die Teufel, dienstbar sind, wenn auch wider ihren Willen. Denn der Gegner Gottes sucht jegliche Aufwärtsentwicklung zu unterbinden, er sucht das Gott schon näher Gekommene wieder zurückzureißen und abtrünnig von Gott zu machen und es zu stürzen in die Tiefe. Doch Gottes Pläne und Seine Macht verhindern, was jener anstrebt. Aus allem nun geht hervor, daß die neue Erde mit ihren Schöpfungen keine Entwicklungszeit benötigt, da Geistiges in jedem Stadium, in jedem Reifegrad frei wird durch den Untergang der alten Erde und dieses freigewordene Geistige also auch bald die neuen Formen beziehen kann, die Gott ihm zuweiset und die es auch beziehen muß, soll nicht ein Kampf entbrennen zwischen dem Geistigen, der es wieder weit zurückwerfen würde, weil es von selbst Dem zudrängt, Dessen Wille ihm das Leben gab. Also wird das Neuerstehen der Erde keine lange Zeit benötigen, es wird nicht, wie fälschlich oft angenommen, eine Rückentwicklung der Erde Anlaß sein zum Ende, wie auch keine langsame Entwicklung der neuen Schöpfung nötig ist. Gott wird im Augenblick eine neue Erde entstehen lassen mit allen nur erdenklichen Schöpfungen, die Seinen Gestaltungswillen, Seine Weisheit und Seine übergroße Liebe bezeugen und Kunde geben von Seiner Macht und Herrlichkeit. Und darum werden Menschen dieser Erde das neue Schöpfungswunder sehen dürfen, sowie sie am Ende dieser Erdperiode Gott die Treue bewahren und als Schar der Auserwählten entrückt werden lebenden Leibes. Sie werden der neuen Erde zugeführt und den Stamm des neuen Geschlechtes bilden und Wunder über Wunder erleben dürfen, denn sie weilen im Paradies in seliger Gemeinschaft mit dem lichtvollen Geistigen und besitzen doch die Erinnerung an die alte Erde und den Untergang. Amen. B.D. NR. 4719.

 

Buch 54 4722

Mangelnder Glaube. Zusicherung von Gottes Hilfe.

24. August 1949. B.D. NR. 4722.

Nur ein Auszug:

Bereitet euch vor auf das große Geschehen, das Ich ankündige fort und fort. Doch wisset, daß alles Leid vorübergeht, auch wenn ihr unter ihm zusammenzubrechen glaubt. Es wird alles schnell aufeinanderfolgen, es wird ein Überstürzen der Ereignisse sein, und in kurzer Zeit tritt das ein, worauf Ich euch immer und immer wieder hinweise. Auszug aus B.D. NR. 4722."

 

Buch 54 4724

Katastrophe und ihre Folgen. Nächstenliebe.

27. August 1949. B.D. NR. 4724.

Ihr kehret alle in den Zustand primitivster Lebensführung zurück, denn nur dadurch ist es möglich, euch zu dienender Nächstenliebe zu veranlassen, die allein euch erlösen kann. Allen Menschen ist nun Gelegenheit gegeben zum Wirken in Liebe, doch der freie Wille ist ausschlaggebend, wie weit die Gelegenheit genützt wird. Und so wird sich die Menschheit sehr bald wieder verbesserte Lebensverhältnisse schaffen wollen und je nach dem Willen des einzelnen mit rechten oder unrechten Mitteln, denn nur wenige werden dienen, die meisten aber sich dienen lassen und auf Kosten der Mitmenschen wieder zum Wohlstand gelangen, wenn auch nur für kurze Zeit, denn sehr bald folgt das Ende. Was aber dem Ende vorangeht, ist bestimmt seit Ewigkeit. Eine Teilzerstörung von unvorstellbarem Ausmaß, die große Landstrecken betrifft und unzählige Menschenleben fordert. Für diese Menschen also ist das Ende gekommen, doch ihr Tod hat noch ein Eingehen der Seele in das Jenseits zur Folge. Die letzte Stunde für diese Welt ist noch nicht gekommen, da auch die Pforten ins geistige Reich geschlossen werden. Den Überlebenden aber ist noch eine letzte Gnadenfrist vergönnt, ein überaus schweres Erdenleben, das aber dennoch eine Gnadenzeit genannt werden kann, die vielen erhöhte Reife einträgt, die noch guten Willens sind. Das große Geschehen müßte alle Menschen nachdenklich machen und sie den Anschluß an Gott suchen lassen, doch wenige nur schöpfen daraus einen Vorteil für ihre Seele, indem sie sich ihrem Schöpfer und Vater von Ewigkeit empfehlen und Ihn um Gnade und Hilfe bitten. Und diesen wird auch geholfen werden. Denn die Not wird groß sein und so allgemein, daß eine Hilfe von außen nicht zu erwarten ist. Nur gegenseitig können sich die Menschen beistehen, und in dieser Nächstenliebe werden sie kraftvoll unterstützt werden von oben, sie werden Arbeiten bewältigen können, die an sich über ihre Kraft gehen. Doch der Wille zu helfen trägt ihnen außergewöhnliche Kraftzufuhr ein, der Wille zu helfen wird sich segensvoll auch an ihnen selbst auswirken, so daß der hilfsbereite Mensch geistig und irdisch empfängt, was er abgeben möchte, und auch die eigene Not dadurch behoben ist. Die Kraft des Glaubens und der Liebe wird sichtlich in Erscheinung treten, und jeder Mensch kann sich sein Los erleichtern, sowie er des Nächsten gedenkt und nicht nur der eigenen Not. Um die Liebe aufleben zu lassen, kommt diese große Not über euch, weil nur die Liebe euch erlösen kann und sie stets mehr und mehr erkaltet, je näher das Ende ist. Und wer noch liebefähig und liebewillig ist, den wird die Not nicht niederdrücken, sondern er selbst wird sie bezwingen kraft seiner Liebe zum Nächsten. Dennoch wird großes Leid sein überall. Die Menschen werden auseinandergerissen werden, sie werden voneinander keine Kunde mehr haben, und jedem ist nun Gelegenheit geboten, die ganze Kraft einzusetzen zur Linderung der Notlage, die ihn umgibt. Und es kann der Mensch viel vollbringen, so er nur Gott um Unterstützung anrufet und Hilfe begehret für andere. Wer aber den Mitmenschen ausnützet und sich durch dessen Not Vorteil zu schaffen sucht, der wird am Ende zu jenen zählen, die von der Erde verschlungen werden am letzten Tage - er wird zu jenen zählen, die verdammt werden, weil sie zu wahren Teufeln geworden sind und dessen Lohn teilen müssen, der in Ketten gelegt und wieder in der neuen Erde gebannt wird auf endlos lange Zeit. Amen. B.D. NR. 4724.

 

Buch 54 4728

Geißel des Antichristen.

29. August 1949. B.D. NR. 4728.

Die Geißel des Antichristen wird scharf geschwungen werden über alle, die sich zu Mir bekennen, wie sie einstmals auch über Mich geschwungen wurde vor Meinem Kreuzestod als Mensch. Doch Ich werde sie abwehren von den Meinen, Ich werde sie Selbst auffangen und zurückwirken lassen auf alle, die dem Satan hörig sind. In den Reihen der Meinen wird zwar das Wüten dessen sehr zu spüren sein, doch solange das Schild des Glaubens sie deckt, wird er ihnen nicht viel Schaden zufügen können, denn wieder stehe Ich als Schutz vor ihnen, was auch gegen die Meinen unternommen wird. Doch sie erkennen die Herrschaft des Antichristen, und sie wissen, daß bald das Ende und mit ihm auch die Stunde ihrer Rettung gekommen ist, und dieses Wissen gibt ihnen eine Kraft, die alles ertragen lässet. Ihr werdet keine lange friedliche Zeit mehr haben, Stunde um Stunde und Tag um Tag verrinnt, und die Zeit rückt immer näher, die Mein Geist euch angekündigt hat .... Es steht die Welt vor einer gewaltigen Erschütterung, deren Folgen unbeschreiblich sind. Und ob ihr auch zweifelt - ihr haltet es nicht mehr auf, und ihr müsset euch sehr bald entscheiden, für oder gegen Mich. Diese Entscheidung wird gefordert von dem, der wider Mich ist und bleibt noch ewige Zeiten hindurch. Er wird kommen vor Mir und auf dieser Erde in Erscheinung treten, und der ihm voll und ganz hörig ist, den nimmt er in Besitz, d.h., durch ihn wird er sich äußern in seiner ganzen Macht und Kraft. Die Menschen werden in Scharen sich ihm anschließen, sie werden ihm ihren Tribut zollen und sich ihm freiwillig unterwerfen - sie werden ihm hörig sein, weil er als Mensch auf sie einwirket und sie blendet durch seine Worte und Taten. Er wird siegen, weil alle sich ihm freiwillig ergeben, und also wird er große Macht haben und diese nützen gegen Mich - gegen alle, die an Mich glauben und sich zu Mir bekennen. Er wird Mich bekämpfen und also auch den Kampf führen gegen die Meinen, die Mir jedoch treu bleiben bis zum Ende. Die Zeit des Antichristen ist gekommen, und also wird er bald in Erscheinung treten, und dann wisset ihr, daß das Ende nahe ist. Denn nur kurze Zeit wird er regieren, und weil er weiß, daß er nicht mehr viel Zeit hat, wird er die Hölle öffnen und freilassen alles Böse, und es wird mit ihm zusammen wirken in unerhörter Weise. Doch die Stunde seines Sturzes in die Tiefe ist bestimmt seit Ewigkeit, und es erfüllet sich, was verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4728.

 

Buch 54 4731

Experimente zum Ende der Erde. Auslösen von Kräften.

1. September 1949. B.D. NR. 4731.

Den Menschen ist eine Grenze gesetzt in ihrem Verhalten dem gegenüber, was Mein Schöpfergeist erstehen ließ. Sowie sie sich also anmaßen, Naturschöpfungen verändern zu wollen, die eine jede von Mir ihre Bestimmung haben, dann ist auch die Einstellung der Menschen zu Mir vernunftswidrig, sie unterschätzen Meine Weisheit und Meine Macht, glauben, sie ausschalten zu können, und versündigen sich somit gegen Mich Selbst, wie auch gegen das, was Ich erschaffen habe. Und dann wird die Grenze überschritten, die Ich gesetzt habe, und die Menschheit zerstört somit sich selbst, weil ihre Weisen falsche Schlüsse ziehen und die Auswirkung ihrer Experimente katastrophal ist. Die Menschen glauben, alles erforschen zu können, was Ich ihnen verborgen hielt in Erkenntnis ihrer Unreife für derartiges Wissen. Die Erde in ihrem Kern ist für die Menschen unerforschlich und wird es bleiben bis zum Ende. Zudem sind im Kern der Erde Kräfte gebunden von ungeheurer Stärke, die Ich gebunden halte, um die Erde in ihrem Bestehen nicht zu gefährden, nur daß von Zeit zu Zeit Eruptionen erfolgen, wo diesen Kräften ein kurzer Ausbruch gestattet ist, um entwicklungsfähigem Geistigen die Gelegenheit zu geben, sich über der Erde zu verformen und also seine Aufwärtsentwicklung zu beginnen. Diese Kräfte entfesseln sich mit Meiner Zustimmung, und daher sind die Auswirkungen in Meinem ewigen Heilsplan vorgesehen. Eine Eruption, die also nach Meinem Willen stattfindet, wird auch immer in ihrem Umfang bemessen sein, doch niemals kann menschlicher Wille Einhalt gebieten, niemals kann menschlicher Wille Anlaß dazu sein, weil Ursache und Wirkung kein Mensch erforschen kann. Dennoch maßen sich die Menschen in der letzten Zeit an, forschungsmäßig so weit in die Erde einzudringen, um ihnen unbekannte Kräfte auszulösen, die sie gewinnbringend nützen wollen, und sie bedenken nicht, daß ihr Wissen und ihre Verstandestätigkeit für solche Experimente nicht ausreichend ist. Sie haben also keine Achtung vor Meinen Schöpfungswerken, sie dringen in ein Gebiet ein, das ihnen rein naturmäßig verschlossen ist und das erforschen zu wollen eine Vermessenheit genannt werden kann, rein irdisch gesehen. Vom geistigen Standpunkt aus betrachtet aber, bedeutet es ein Eindringen in das Reich der untersten Geister, deren Bannung von Mir als nötig erkannt und von den Menschen nun wider- gesetzlich aufgehoben wird, weshalb es sich auch unvorstellbar auswirkt, so Meine ewige Ordnung umgestoßen wird. Die Manipulationen gehen darauf aus, Erdkräfte auszuwerten, denen jeder Widerstand nachgibt, und die darum zu allen Experimenten verwendet werden können. Die Menschen aber bedenken nicht, daß diese Kräfte alles aufzulösen imstande sind, was in ihren Bereich kommt - sie rechnen nicht mit ihrer Gewalt, gegen die Menschenwille und Verstand nichts ausrichten können. Sie öffnen Schleusen, die nie wieder geschlossen werden können, so sie einmal durchbrochen worden sind, denn das Gebiet, das die Menschen nun betreten wollen, ist ihnen fremd, und seine Gesetze kennen sie nicht. Der Kern der Erde ist nicht zu erforschen auf diesem Wege, und unweigerlich ist jeder derartige Versuch rückwirkend, und zwar nicht nur auf die Experimentierenden, sondern auf die gesamte Menschheit. Denn die Grenzen, die Ich gesetzt habe, dürfen nicht überschritten werden laut Meiner ewigen Ordnung, die stets Aufbau, niemals aber Zerstörung begünstigt, und deren Zuwiderhandeln sich also auch gegensätzlich auswirken muß! Der Satan selbst legt in die Menschen der letzten Zeit diese Gedanken, er treibt sie an zu diesem Plan, weil er weiß, daß das Zerstören der Schöpfung die Aufwärtsentwicklung des Geistigen abbricht, was er anstrebt in seinem blinden Haß gegen Mich und alles Mir zustrebende Geistige. Doch auch dieser Plan ist, obgleich teuflisch, ein ungewolltes Dienen - er gliedert sich Meinem Heilsplan von Ewigkeit an. Es entsteht eine neue Erde, wo die Entwicklung ihren Fortgang nimmt, während alles Teuflische erneut in ihren Schöpfungen gebannt wird. Amen. B.D. NR. 4731.

 

Buch 54 4758

Wiederverkörperung. Lichtwesen - Mission.

11. Oktober 1949. B.D. NR. 4758.

Ich werde euch niemals dem Irrtum preisgeben, so ihr nach der Wahrheit verlangt. Und wo es euch an der rechten Erkenntnis mangelt, wo ihr euch eine falsche Vorstellung macht, dort kläre Ich Selbst euch auf, weil Ich nicht will, daß euer Denken falsch ist. Ihr wandelt zwar nur kurze Zeit als Mensch auf dieser Erde, doch es ist diese Zeit nicht zu kurz bemessen, um selig werden zu können. Ihr könnet während eures Erdenlebens das Wesen völlig wandeln, ihr könnet die Ichliebe, die zu Beginn des Erdenlebens stark in euch entwickelt ist, völlig ablegen und in uneigennützige Nächstenliebe umwandeln, und ihr erreichet dadurch einen Reifezustand, der euch ein Eingehen in die Sphären des Lichtes gestattet, so daß ihr also selig seid. Doch der Grad der Seligkeit im geistigen Reich ist sehr verschieden, je nach der Beschaffenheit der Seele, in welchem Maß sie aufnahmefähig ist für die Lichtstrahlungen, die sie unmittelbar berühren, die von Mir ihren Ausgang nehmen und also Meine Gegenwart bedingen, was sonach Zusammenschluß mit Mir bedeutet, der nur stattfinden kann mit einem Wesen, das sich zur Liebe gestaltet hat. Also wird der Grad der Liebe auch den Grad der Seligkeit bestimmen. Der Mensch kann noch auf Erden sehr wohl diesen Liebegrad erreichen und als Mein rechtes Kind von dieser Erde scheiden. Dann ist unbegrenzte Seligkeit sein Los. Er kann aber auch es nicht zu dieser Vollendung bringen und doch durch Liebeswirken auf Erden seine Seele lichtempfänglich machen. Er hat also dann die Erdenlebensprobe bestanden, indem sein Wille sich Mir zuwandte, was er durch Liebeswirken Mir bewiesen hat. Das Lichtreich nimmt nun seine Seele auf, wo sie sich nun weiter zur Höhe entwickeln kann, doch niemals den Grad erreichen wird, den ein auf Erden ernstlich nach Vollkommenheit strebender Mensch erreichen kann, weil dessen Seele von Mir ergriffen wird und Meine Lichtstrahlung keinen Widerstand mehr findet, weil die Seele durch die Liebe kristallisiert ist und Mein Licht sie nun durchstrahlen kann voll und ganz. Und nun werdet ihr es verstehen, daß dieser Grad der Seligkeit eben nur ein Erdenleben zur Voraussetzung haben kann, ansonsten der Verdienst verringert wäre, also auch der Lohn geschmälert werden müßte. Ihr werdet verstehen, daß der Zusammenschluß mit Mir auf Erden schon gefunden werden muß in völlig freiem Willen und unter Aufbietung aller Kraft und daß eben diese Seligkeit die Gegengabe ist für die restlose Hingabe an Mich, die auch Ich mit Meiner ungeteilten Liebe entlohne. Und es geht daraus hervor, daß es ein Akt der Ungerechtigkeit von Mir wäre, wenn Ich den gleichen Lohn auch den Seelen zuwende, die das Erdenleben nicht in gleicher Weise ausnützten. Es stehen jedem Menschen gleich viel Ausreifungsmöglichkeiten zu, es stehen ihm alle Hilfsmittel zu Gebote, er kann Gnaden anfordern, bzw. nutzen in jedem Maß, und bei rechter Nützung seines Willens kann jeder Mensch das Ziel erreichen, vollkommen zu werden, weil nur ein Gestalten zur Liebe verlangt wird und Liebe jeder Mensch üben kann, wenn er nur will. Ich verlange wahrlich von euch Menschen nichts Unerfüllbares, weil euch ja eins zu Gebote steht: die Hilfe durch Jesus Christus, die darin besteht, daß der recht gerichtete Wille die Stärkung erfährt, um in die Tat umgesetzt werden zu können. Ihr Menschen könnt alle selig werden, wenn ihr es nur wollt. Folglich muß der recht gerichtete Wille entsprechend gelohnt werden, es muß die Seele anders bedacht werden im geistigen Reich als eine solche, die nachlässig war im Erdenleben in der Selbsterziehung, die es wenig ernst nahm im Streben nach Vollkommenheit. Und es muß eine solche Seele verständlicherweise in einem anderen Lichtgrad stehen, wenngleich auch sie selig genannt werden kann, weil sie sich aus der Finsternis, aus dem Zustand völliger Unkenntnis, emporgeschwungen hat, weil sie zur Lichtempfängerin geworden ist, wenn auch in schwächerem Maße. Es kann die Seele steigen im geistigen Reich zu immer größerer Seligkeit, denn die Lichtstrahlungen, die sie unausgesetzt empfängt, erhöhen ihren Lichtgrad und so erklärt sich daraus, daß eine Rückverkörperung auf die Erde zum Zwecke des Ausreifens unnötig und auch zwecklos wäre insofern, als daß der Seele die Rückerinnerung genommen werden muß und wieder nur der freie Wille entscheidend wäre, der sich genausogut nach unten wenden könnte, und dann der schon erreichte Lichtgrad gefährdet ist; wohingegen im geistigen Reich die Seele behält, was sie einmal besitzt, und sie damit arbeiten kann mit sicherstem Erfolg. Es ist die Rückkehr eines Lichtwesens auf die Erde zum Zwecke einer Mission ein Akt größter Liebe und Barmherzigkeit, weil das Leben im Fleisch jeder freigewordenen Seele unerträglich dünkt, sowie sie nur einen Schimmer von Erkenntnis besitzt. Ein Wesen, das so unvollkommen die Erde verläßt, daß es in tiefster Dunkelheit ist, befindet sich wohl in Erdennähe, doch zumeist unbewußt seines verlorenen Leibeslebens. Sein Verlangen nach materiellen Gütern der Erde ist riesengroß, doch ein solches Wesen wieder auf die Erde zurückversetzen, wäre wahrlich weder weise noch liebevoll, denn sein Wille würde niemals eine Höherentwicklung anstreben, weil die Gier nach der Materie überwunden werden muß, was auf Erden weit schwerer ist als im geistigen Reich, wo das Wesen die Unwirklichkeit der Materie erkennen kann, und ein Lösen davon schon den Beginn des Aufstiegs zur Höhe bedeutet. Ein Wesen mit einem schwachen Schimmer der Erkenntnis fühlt sich in seinem geistigen Zustand überaus wohl und verlangt nimmermehr nach der Fessel des Erdenlebens zurück. Einen schwachen Schimmer der Erkenntnis haben aber heißt, ein geringes Wissen zu besitzen, das der Wahrheit entspricht, und dieser Besitz schon macht das Wesen selig, weil es mit seinem geistigen Reichtum arbeiten kann - also die Liebe treibt es, von seinem Besitz abzugeben an die Seelen, die in Not sind. Jedes Liebeswerk aber erhöht den Lichtzustrom, es vermehrt das Wissen und erhöht die Seligkeit. Ein solches Wesen gibt nimmermehr den freien geistigen Zustand auf, um zur Erde zurückzukehren, da es erkennt, daß es im geistigen Reich aufwärtssteigen kann und seine Tätigkeit benötigt wird. Verkörpert sich dagegen ein Lichtwesen auf der Erde, so ist dies ein Akt größter Liebe und Barmherzigkeit, wozu schon ein hoher Liebegrad gehört, denn es gilt eine Hilfeleistung für die irrenden und in größter Finsternis wandelnden Menschen, die eine ungewöhnliche Hilfe benötigen, um nicht abzusinken in die Tiefe. Eine solche Rückversetzung kann dem Lichtwesen die Gotteskindschaft eintragen - den höchsten Grad der Vollkommenheit, der aber nur im Erdenleben gewonnen werden kann; denn die Seele geht den gleichen Weg im Fleisch mit allen Anfechtungen von seiten der Finsternis. Sie hat keinerlei Vergünstigungen ihrer zuvorigen Reife wegen, nur ist ein völliges Absinken zur Tiefe unmöglich, weil sie im Schutz der geistigen vollkommenen Seelen steht, die ihr wohl helfen, aber dennoch nicht ihren Willen zwingen. Sie muß als Mensch ringen und kämpfen und ist ohne jegliche Rückerinnerung. Sie muß ein Liebeleben führen, um nun den Mitmenschen als Führer zu dienen. Das Erdenlos solcher Seele wird weit schwerer sein, doch sie erreicht das Ziel, weil Liebe sie zu ihrem Erdengang bewog und die Liebe eine Kraft ist, die alles besiegt, die alles erreicht, und da sie den Zusammenschluß mit der ewigen Liebe Selbst bedeutet, auch immer bei Mir Unterstützung finden wird. Amen. B.D. NR. 4758.

 

Buch 54 4760

Beweis der Ankündigungen. Hinweis auf ein Schauspiel.

17. Oktober 1949. B.D. NR. 4760.

Die Zeit wird euch den Beweis bringen, daß ihr Meinen Worten Glauben schenken könnt, die das Kommende ankündigten, und daß ihr sonach auch das als Wahrheit annehmen könnt, was Ich euch lehre durch die Übermittlung Meines Wortes. Die Zeit wird euch ferner bestätigen, daß der Irrtum dort zu suchen ist, wo die Wahrheit vertreten werden soll, denn es wird offensichtlich sein, daß Ich euch ein Zeichen gebe. Es wird Mein Wirken so deutlich in Erscheinung treten, daß kein Zweifel bestehen kann, was Ich verurteile und was Ich segne. Ganz sichtlich werde Ich die Meinen schützen, während Ich das Mir feindlich Gesinnte verderben werde. Nur noch kurze Zeit wird bestehen, bis die Welt ein Schauspiel erlebet, das Mich und Mein Wirken beweiset, denn es lenket die Aufmerksamkeit aller auf Mich, weil die Augen der Welt dorthin gerichtet sind, wo Ich sprechen werde zum Entsetzen der Menschen und sichtlichem Schutz der Meinen. Ihr werdet es erleben, daß ein Irrtum aufgedeckt wird, daß ein Thron zusammenstürzet, der sicher schien. Ich habe es euch angekündigt, doch ihr wollet es nicht glauben - und so wird es euch also überraschen, und dann sollet ihr nur darauf achten, was ihr hören werdet, denn es wird euch Aufschluß geben über vieles. Ich will sprechen zu den Menschen, die sich anders nicht belehren lassen, Ich will ihnen Meinen Willen kundtun, zwar in leidvoller Weise, weil es ihren Glauben stark erschüttern wird, doch es kann für ihre Seelen überaus gut sein, denn sie können dadurch zur Wahrheit gelangen, die sie brauchen zur Seelenreife. Prunk und Glanz aber trägt ihnen nicht die Wahrheit ein, Prunk und Glanz wird vergehen, denn was Ich den Menschen sende, vernichtet das Äußere, und nur wer den Kern besitzet, dem vermag nichts den Glauben zu rauben. Er wird wohl alles Äußere verfallen sehen, jedoch im Herzen nur Mich rufen, und ihm will Ich helfen jederzeit, auf daß die Menschen erkennen sollen, wie Ich den guten Willen derer segne, die in Mir ihren Vater sehen und darum nur Meinen Willen erfüllen. Amen. B.D. NR. 4760.

 

Buch 54 4768

Zusammenbruch kirchlicher Organisationen. Wahre Kirche.

28. Oktober 1949. B.D. NR. 4768.

Dem letzten Ende geht eine Zeit voraus, wo Mein Wort angegriffen werden wird und auch alles, was auf Mich als Schöpfer und Erhalter hinweiset. Man wird jeglichen Glauben an einen Gott zerstören wollen, was also offener Kampf gegen alles Geistige bedeutet. Und nun werden am meisten betroffen sein die kirchlichen Organisationen und ihre Anhänger, denn man geht gegen alles vor, was nach außen hin erkenntlich ist als Vertreter Meines Reiches und Meiner Lehre. Und darum lasse Ich außerhalb dieser Organisationen Vertreter Meines Wortes erstehen, die nun von Mir berufen sind, Meine Lehre zu verbreiten, denn sie sind im Besitz der vollsten Wahrheit und somit auch geeignet, in der letzten Zeit ihre Mitmenschen zu belehren. Denn es wird nottun, in der letzten Zeit vor dem Ende, die Menschen im Glauben zu stärken oder ihn zu erwecken, denn nun erst werden sie nachzudenken beginnen über die Beständigkeit der Lehren, die ihnen traditionsmäßig vermittelt wurden. Und sie werden erkennen, daß Ich nicht mit denen bin, die nur durch die Kirche mit Mir verkehren, die im Glauben sind, ein Privileg zu haben durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche. Ich liebe wohl ein jedes Meiner Kinder, sowie aber ein Kind nicht des Vaters Willen erfüllt insofern, als daß es die ihm verliehene Gabe des Verstandes nicht nützet und also Verstand und Herz anregt zur Tätigkeit, um zu erkennen, wann es sich in Meinem Willen bewegt, um zu erkennen, wann falsche Propheten sich als Meine Sendlinge ausgeben, entfernt sich dieses Kind von Mir und findet schwer den Weg zu Mir zurück. Ständig lasse Ich auch ihnen Mein Wort zugehen, ständig trete Ich ihnen nahe und versuche, ihnen Kenntnis zu geben auf direktem Wege, d.h., Ich sende ihnen Meine Boten zu, damit sie ihnen Aufschluß geben, doch sie nehmen keine Belehrungen an und sind somit auch nicht mehr entschuldbar, so sie sich auf einen falschen Weg verirren. So nun aber auf Betreiben Meines Gegners den Menschen ihre Kirche genommen wird, werden nur die Menschen nicht wankend werden, die im wahren Glauben stehen und mit Mir so innig verbunden sind, daß Ich ihnen jederzeit nahe sein kann. Diese werden von den harten Maßnahmen und brutalen Verfügungen nicht betroffen werden, denn sie wissen es, wo die wahre Kirche Christi zu suchen ist, und werden nur immer eifriger eintreten für Mein Wort, wie sie aber auch vor Verfolgungen derer nicht sicher sind, die gegen alles ankämpfen, was zum Glauben gehört. Ihr steht aber alle noch davor, daß ihr euch entscheiden müsset, und dann gibt euch nur die innere Überzeugung Kraft zum Widerstand, daß ihr in der Wahrheit stehet und als Beweis Mein Wort habt, das Ich Selbst euch vermittelt habe. Ihr, und alle, die euch anhören und Mir dienen wollen, werden nun reden mit Engelszungen, und an ihnen wird alles abprallen, denn nun wissen sie auch, daß sie nur eine kurze Zeit ausharren müssen, um selig zu werden, sie wissen, daß wohl alles Äußerliche wanken kann, niemals aber die Kirche, die Jesus Christus auf Erden gegründet hat - die wahre Kirche, die nicht von den Pforten der Hölle überwunden werden kann. Unzählige Menschen aber werden abfallen vom Glauben, sie werden es unbegreiflich finden, daß Ich nicht die Kirche schütze, die sie als von Gott gegründet ansehen, und sie legen sich nicht selbst darüber Rechenschaft ab, ob sie Mitglied der von Mir gegründeten Kirche sind, weil ihnen das Nachdenken darüber untersagt ist. Und so wird etwas zusammenbrechen, was nach der Ansicht der Menschen unbesiegbar sein soll. Es wird zusammenfallen wie ein Kartenhaus, weil es Menschenwerk ist, das nicht von Bestand sein kann. Doch die Meinen werden sich nicht überwinden lassen, sie werden die Glaubensstärke besitzen, die Widerstand leistet, weil sie Meine Unterstützung findet. Sie werden die Kraft aus Mir beziehen, weil sie fest glauben an Mich und daher Meiner Kirche angehören, die nicht von den Pforten der Hölle überwältigt werden kann. Doch es wird eine harte Zeit sein, auf die Ich immer wieder hinweise, um euch, die ihr Mir angehöret, ständig zu ermahnen, euch vorzubereiten, immer wieder Kraft entgegenzunehmen durch Aufnahme Meines Wortes und Wirken in Liebe. Die Zeit ist nahe, wo jener Kampf einsetzet, und dann müsset ihr gewappnet sein - ihr müsset standhalten, wenn alle versagen, die einem Scheinglauben anhängen, die sich in der Wahrheit stehend wähnen, ohne jemals darüber nachgedacht zu haben, was zu glauben von ihnen gefordert wird. Sie werden wanken und abfallen, ihr aber sollt standhalten und den Beweis liefern, daß die innige, lebendige Verbindung auch den lebendigen Glauben zur Folge hat, der euch die Kraft gibt, auszuharren bis an das Ende. Amen. B.D. NR. 4768.

 

Buch 54 4777

Neubannung des Geistigen. Erlösung in einer Periode.

10. November 1949. B.D. NR. 4777.

Eingezeugt zu werden in die härteste Materie ist die härteste Strafe, die ein geistiges Wesen treffen kann, das schon als Mensch auf Erden verkörpert war. Die unzähligen Schöpfungen nun sind der Beweis, daß unzählige Wesenheiten wieder ihren Entwicklungsgang beginnen müssen, denn solange es entwicklungsbedürftiges Geistiges gibt, wird es auch irdisch materielle Schöpfungen geben, die dem Geistigen als Träger dienen und ihm die Entwicklung ermöglichen durch ihre Vielseitigkeit und Verschiedenheit ihrer äußeren Form, je nach Gestalt und härterer oder weicherer Substanz. Solange diese Schöpfungen nicht ein Ende nehmen, ist auch das Geistige nicht erlöst. Im Zeitraum einer Erlösungsperiode nun kann das Geistige sich aus der härtesten Materie emporentwickelt haben bis zum Menschen. Diese Möglichkeit besteht. Doch es ist dazu nötig das Aufgeben des Widerstandes in einer festgesetzten Zeit, was ebenfalls möglich ist, jedoch sehr oft an der Hartnäckigkeit des Geistigen scheitert, das anfänglich so Gott-widersetzlich ist, daß Ewigkeiten vergehen können, bis der Widerstand gebrochen oder schwächer geworden ist. Und diesen Widerstand beweisen die Schöpfungen, die dem menschlichen Auge als unverändert bleibend erscheinen oft endlos lange Zeit hindurch. Schöpfungen, die gewissermaßen die Kruste der Erde bilden, die auch gewaltsam Auflösung durch göttlichen Willen erfahren, soll für das Geistige die Möglichkeit einer Aufwärtsentwicklung gegeben werden. Für dieses Geistige also genügt eine Erlösungsepoche nicht, jedoch es spürt am Ende dieser Epoche den Aufruhr im Universum und drängt nun selbst einer Neuverformung entgegen. Der Widerstand gegen Gott läßt nach, weil es Seine ungeheure Kraft und Macht zu spüren bekommt, und Gott trägt seinem Verlangen Rechnung und löset am Ende der Epoche sämtliche Schöpfungen auf, was also nun einen Wendepunkt für das Geistige bedeutet, das untätig im Innren der Erde gebunden war Ewigkeiten hindurch. Es ist das Geistige nun bereit, zu dienen und wird nun in die Außenform eingezeugt, die eine wenn auch anfangs nur minimale Tätigkeit zuläßt, und der Entwicklungsgang oberhalb der Erde nimmt seinen Anfang und führt auch garantiert zur Verkörperung als Mensch, wenn auch wieder erst nach langer Zeit. Es ist dies eine weitere Erklärung für die in kommender Zeit stattfindende Erdzerstörung, die im ewigen Heilsplan vorgesehen ist, und wenngleich viele Menschenleben zum Opfer fallen, doch für das Geistige Erlösung ist, das einer Neuverformung sehnlichst entgegensieht. Amen. B.D. NR. 4777.

 

Buch 54 4778

Wissen um den Heilsplan Gottes.

11. November 1949. B.D. NR. 4778.

Ihr könnet in Meinen Heilsplan von Ewigkeit Einsicht nehmen, Ich enthalte euch das Wissen darum nicht vor, nur müsset ihr in einem bestimmten Reifegrad eurer Seele stehen, daß ihr auch fassen könnet, was euch Mein Heilsplan enthüllt. Es muß der Glaube und die Liebe in euerem Wesen vorherrschen, ansonsten ihr unfähig wäret, das Wissen um Meinen Heilsplan als Wahrheit anzunehmen, denn nur durch die Liebe könnet ihr Meine Liebe als Beweggrund Meines Wirkens erkennen; nur der Glaube findet für alles eine Erklärung. Darum kann nicht allen Menschen dieses Wissen zugeleitet werden, und doch ist es die einzige Erklärung für alles Geschehen, für das Entstehen der Schöpfung, für das Leben der Menschen auf der Erde. Erst wenn die Menschen den Sinn und Zweck des Erdenlebens, den Sinn und Zweck der Schöpfung erkannt haben, werden sie auch Meinen Heilsplan anerkennen, der ihnen den Zusammenhang alles dessen verständlich macht, was sonst unbegreiflich erscheint. Das Wissen um Meinen Heilsplan wird nun aber als Beweis Meines Geisteswirkens denen vermittelt, die es sich angelegen sein lassen, die Wahrheit zu erfahren. Dem Buch der Väter aber ist dieses Wissen nicht zu entnehmen, doch es ist darum nicht abzuweisen, denn es ist noch vieles, was in diesem Buch nicht verzeichnet ist - was Ich denen vorenthalte, die nicht ihren Geist in sich zum Erwachen bringen, und dagegen denen zukommen lasse,die den Schüssel zur Weisheit besitzen - die sich zur Liebe gestaltet haben. Diese also setze Ich in Kenntnis von allem, was war, ist und sein wird bis in alle Ewigkeit. Ich will auch, daß dieses Wissen verbreitet wird, auf daß sich die Menschen ihrer großen Verantwortung für ihre Seelen bewußt werden. Ich will, daß sie rein verstandesmäßig sich über Sinn und Zweck des Lebens eine Erklärung suchen, die ihnen annehmbar erscheint. Ich will ihnen durch das Wissen eine Richtung anweisen, die sie gehen sollen. Und wer nun guten Willens ist, dem wird das Wissen auch Aufschluß geben, den er längst begehrt und nicht gefunden hatte. Das Herz wird ihm offenbaren, was der Verstand ihm nicht geben konnte. Dann erst wird ihm das ganze Leben verständlich sein, dann erst wird er Mich erkennen lernen und den Zusammenhang suchen mit Mir, Den er als erstrebenswert erkennt und als einziges Ziel für das Geistige, das als Mensch auf Erden verkörpert ist. Amen. B.D. NR. 4778.

 

Buch 54 4783

Sichtbares Erscheinen des Herrn.

19. November 1949. B.D. NR. 4783.

Euch, die ihr Mein seid, euch will Ich ein Zeichen geben, bevor Ich in das Weltgeschehen eingreife um der Rettung irrender Seelen willen. Ich will euch den Beweis liefern, daß sich alle Meine Ankündigungen erfüllen, und Ich will Mich euch zu erkennen geben, einem jeden in anderer Weise. Doch wer aufmerket, der weiß es, daß Ich es bin, Der Sich ihm nähert, wenngleich Ich eine Form wähle, die sich angleicht an die Umgebung, die nicht außergewöhnlich erscheint. Ich will zu einem jeden von euch kommen, die ihr Mir dienen wollet und für die Verbreitung Meines Wortes Sorge traget. Ich will Selbst als Stärker eures Glaubens zu euch kommen, auf daß ihr das darauf Folgende gefaßt ertragen und helfend euren Mitmenschen beistehen könnet. Denn in dem allgemeinen Aufruhr müsset ihr, Meine Diener, ruhig und besonnen sein, um überall Trost und Hilfe spenden zu können, wo die Not groß und Hilfe erforderlich ist. Wer Mich gleich erkennet, den wird Meine Gegenwart beseligen, und bewußt wird er jede Äußerung von Mir hinnehmen als eine Gabe übergroßer Liebe, und sein Herz wird gleichfalls in Liebe erglühen, Meine Kraft wird auf ihn überströmen, so daß er alles zu leisten fähig wäre, so er es nur wollte. Doch nicht alle werden Mich sofort erkennen, doch manche werden es spüren, daß ihnen eine ungewöhnliche Person gegenübersteht, deren Worte sie als unbedingte Wahrheit hinnehmen. Und erst zuletzt erkennen sie Mich blitzartig und jubeln und preisen Mich, so Ich sie verlassen habe, um jedoch im Herzen als unauslöschliches Bild zurückzubleiben bei allen, die Ich mit Meiner Gegenwart beglücke. Und so werden sie Mich im Herzen wiederfinden, auch wenn Ich ihnen leiblich nicht mehr sichtbar bin, und sie werden ständig Kraft schöpfen können und emsig die Arbeit für Mein Reich verrichten, wenn Ich gesprochen habe aus der Höhe und die Menschen in äußerste Not dadurch gekommen sind. Dann werden die Meinen viel Arbeit vorfinden, und Ich Selbst werde ihnen helfen, Ich Selbst werde durch die Meinen sprechen zu allen, die Mich hören wollen und den Worten der Meinen Glauben schenken. Ich werde zu ihnen reden, und ihr werdet Mich bezeugen, ihr werdet Meiner Erscheinung Erwähnung tun und mit lebendigen Worten ihnen wiedergeben, was ihr im Herzen für Mich empfindet. Und ihr werdet viele gewinnen, weil die Not groß ist und die Menschen für jede Erklärung, für jeden Trost und jede Hilfe dankbar sind. Ihr werdet arbeiten für Mich und Mein Reich, weil ihr euch getrieben fühlt von Mir, Der Ich in eurem Herzen bin und Den ihr nimmermehr verlieren werdet, so ihr einmal Ihn geschaut habt. Was Mein geworden ist, das lasse Ich ewig nimmer, und darum komme Ich auch zu den Meinen in der letzten Zeit vor dem Ende, und sie werden Mich erkennen, denn ihnen sagt es die Liebe, wer Ich bin. Und je nach dem Grad ihrer Liebe ist ihre Seligkeit bei Meinem Anblick. Wer in Mein Auge schaut, den überzieht ein Wonnegefühl unvergleichlicher Art, so daß er mehr als nur einen Menschen in Mir erkennt. Wer noch schwach ist im Glauben und in der Liebe und dennoch Mir zustrebt aus seinem Willen heraus, der wird Mich zwar nicht gleich erkennen, doch Meine Worte werden es ihm antun und das Feuer der Liebe in ihm entzünden. Dann erkennt er Mich, mitunter erst, so Ich ihn verlassen habe, so Ich ihm nicht mehr körperlich nahe bin. Ich bin als Mensch mitten unter euch, doch nur vor euren Augen wähle Ich eine Hülle, die Ich ebensoschnell wieder auflöse, um euch unsichtbar zu sein. Und so will Ich euch allen Kraft geben, auf daß ihr Mir treu bleibet und ausharret bis zum Ende. Denn es wird große Kraft nötig sein, die ihr allein nicht aufbringen könnet. Ich aber kenne die Meinen und überlasse sie nicht mehr Meinem Gegner. Und darum glaubet und hoffet stets auf Meine Hilfe. Je größer die Not ist, desto näher bin Ich euch, die ihr Mich leiblich erschauen werdet. Dann aber wisset ihr, daß bald die Stunde gekommen ist, wo Ich Mich allen denen offenbare, die nicht glauben wollen und die nicht ohne Wissen sind, daß das Ende nahe ist. Und dann ist auch bald die Zeit abgelaufen, die Ich den Menschen zur Erlösung zugemessen habe. Und es kommt der Tag des Endes und mit ihm das Letzte Gericht, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4783.

 

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