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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 53

B.D. NR. 4548 - B.D. NR. 4679
24.1.1949-28.6.1949

Inhaltsverzeichnis von Buch 53

 

Inhaltsübersicht

4548 4549 4550 4551 4552  4553 4554 4555 4556 4557
4558 4559 4560 4561 4562  4563 4564 4565 4566 4567
4568a 4568b 4569 4570 4571  4572 4573 4574 4575 4576
4577 4578 4579 4580 4581  4582 4583 4584 4585 4586
4587 4588 4589 4590 4591  4592 4593 4594 4595 4596

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4607 4608 4609 4610 4611  4612 4613 4614 4615 4616
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4647 4648 4649 4650 4651  4652 4653 4654 4655 4656
4657 4658 4659 4660 4661  4662 4663 4664 4665 4666
4667 4668 4669 4670 4671  4672 4673 4674 4675 4676
4677 4678 4679

 

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Buch 53 4548

Gottesfunke. Erleuchtung. Wahrheit - Liebe - Belehrung.

24. Januar 1949. B.D. NR. 4548.

Euer Glaube soll gelohnt werden, was ihr erbittet, soll euch werden, so ihr im rechten Vertrauen Mir euer Anliegen vortraget, denn Ich will, daß ihr euren Vater in Mir erkennet, auf daß ihr Mich liebet. Der Gottesfunke in euch wird euch in das Erkennen leiten, denn er ist ein Anteil von Mir und als solcher wissend und von der Wahrheit zeugend. Er belehret von innen heraus den Menschen, und also brauchet dieser keinen Lehrer, sowie er Mich Selbst um die Wahrheit angeht, sowie er Mich als Geber der Wahrheit anrufet, daß Ich seinen Geist erleuchte. Also gibt er dem Funken in sich die Befugnis, ihn zu lehren, was immer erst den Willen des Menschen nach der Wahrheit voraussetzt, der aber gepaart sein muß mit dem Liebewillen, ansonsten er der Wahrheit nicht gewürdigt werden kann. Denn die Wahrheit ist göttlich, sie ist ein Gnadengeschenk, das denen vermittelt wird, die sich Mir verbinden, also in der Liebe leben. Darum ist auch in der Welt die Lüge und der Irrtum so verbreitet und die Wahrheit so selten anzutreffen, weil die Menschheit bar jeder Liebe ist, also fern von Mir und sonach auch fern der Wahrheit, da Ich sowohl die Liebe als auch die Wahrheit Selbst bin. Es ist dies so einfach zu verstehen, daß es nicht anders sein kann, und doch ist diese einfache Erkenntnis den Menschen nicht eigen, eben durch Mangel an Liebewillen. Doch sowie der Mensch ernstlich bittet um rechtes Denken, kann er der Erfüllung seiner Bitte gewiß sein, denn Ich will die Wahrheit überall hinleiten und segnen den Menschen, der Mich Selbst begehrt. Und Ich führe dann die rechten Vertreter Meiner Lehre zu, die in Meinem Namen ihnen nun Aufklärung geben, Ich lenke die Gedanken recht, daß jede Aufklärung verständlich ist, Ich rege die Gedanken an zu ständiger Tätigkeit, so daß auch die Wesen des Lichtes ihre himmlische Mission ausführen können, und es wird der Mensch in die Wahrheit eingeführt und auch vollüberzeugt glauben können, was ihm als Wahrheit unterbreitet wird. Ich trete euch Selbst also in der Wahrheit näher, ihr werdet Mich erkennen und Mich lieben lernen und nimmermehr werdet ihr nun zurücksinken in die Finsternis, so euer Geist einmal erleuchtet worden ist. Amen. B.D. NR. 4548.

 

Buch 53 4549

Verbreitung des Irrtums in der Endzeit. Gottes Gegenwirken.

25. Januar 1949. B.D. NR. 4549.

Es wird der Irrtum sich immer leichter Bahn brechen als die Wahrheit, weil er den Menschen mehr zusagt, also dem Unvollkommenheitszustand der Menschen damit Rechnung getragen wird. Die Wahrheit wird nur die Menschen befriedigen, die den inneren Trieb haben zur Höhe, die darum der Welt und ihren Reizen nicht mehr zugewandt sind und sich auch mit den dem Körper nicht so zusagenden Anforderungen auseinandersetzen, so die Wahrheit solches verlangt. Und dennoch wird die Wahrheit siegen. Denn alle, die dem Irrtum anhangen, werden untergehen, während die Wahrheit auch garantiert für das ewige Leben. (26.1.1949) Denn die Wahrheit ist göttlich und bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit, daß aber der Irrtum in der Endzeit überall in dem Maße Verbreitung findet, daß die Wahrheit nur verschwindend wenig sich durchsetzt, ist der Anlaß, daß Gott Selbst, als die ewige Wahrheit, Sich wieder verkörpert im Geist der Menschen, die Ihm dienen wollen als Wahrheitsträger. Denn die wenigen Menschen, die noch für die Wahrheit aufgeschlossen sind, bedürfen einer besonderen Betreuung, auf daß sie nicht Schaden nehmen inmitten einer Umgebung, die von Einflüssen aus dem Reich der Finsternis berührt werden. Sie bedürfen erhöhter Kraftzuwendung, sie bedürfen einer direkten Belehrung aus dem Reiche des Lichtes. Und deshalb bedenket Gott sie außergewöhnlich und lässet ihnen Sein Wort in einer Weise zugehen, die wohl außergewöhnlich ist, jedoch auch um der Menschen willen natürlich erklärt werden könnte, auf daß sie nicht zum Glauben gezwungen werden. Gott Selbst belehrt die Menschen in der Wahrheit durch den Mund eines sich Ihm zur Verfügung stellenden Dieners, so daß also reinste Wahrheit garantiert ist und jeder Irrtum ausscheidet. Doch der Glaube daran, daß das Dargebotene Wahrheit ist, muß von dem Menschen selbst gewonnen werden, ansonsten auch die tiefste Wahrheit wirkungslos bleibt. Die Prüfung, ob Gott durch jenen Menschen spricht, kann von jedem gewissenhaften und Wahrheit verlangenden Menschen wohl vorgenommen werden, denn die göttliche Liebelehre wird jedem Wort zugrunde liegen, und diese wird nimmermehr eine Gegenmacht dazu benutzen, um die Menschen von Gott abzudrängen. Alles, was Gott zum Ziel hat, alles, was von der Liebe Gottes zeugt, was Liebe lehrt und die Vollkommenheit fördert, ist göttlich, hat also seinen Ausgang genommen bei Gott Selbst, und daran kann jederzeit der Maßstab angelegt werden. Und darum kann eine solche Prüfung ein jeder vornehmen, denn so er ernsten Willens ist, wird er das Göttliche im Herzen spüren, weil, was von Gott seinen Ausgang nimmt, als Kraft wirket im Herzen dessen, der im Verlangen nach Gott und also auch nach der reinen Wahrheit steht. Fähig zur Prüfung ist jeder, der willig dazu ist, denn dieser prüfet mit der Unterstützung Gottes, Der allen die Erkenntniskraft gibt, auf daß sich die Wahrheit Bahn breche und den Irrtum verdränge, auf daß die Schar der Seinen in der Endzeit eine starke Stütze hat in der Erkenntnis, daß Gott Selbst weilet auf Erden im Geiste derer, die gewillt sind, Ihm zu dienen. Amen. B.D. NR. 4549.

 

Buch 53 4550

Erlösungswerk Christi. Hinabgestiegen in die Hölle.

27. Januar 1949. B.D. NR. 4550.

Der Sich ans Kreuz schlagen ließ, nahm die Sünden der ganzen Menschheit auf Sich und brachte Gott die Sühne dafür dar. Dieser Akt größter Menschenliebe war einmalig, denn noch niemals hat ein Mensch so gelitten wie Jesus, Dessen Liebe übergroß war und Ihm auf das schändlichste erwidert wurde. Er warb um die Liebe Seiner Mitmenschen, Er tat ihnen Gutes und half ihnen irdisch und geistig, aber diese Liebesbezeugung war Ihm noch nicht genug, Er wollte der Menschheit Hilfe bringen für die Ewigkeit, Er wollte ihnen den Weg zeigen zur ewigen Seligkeit. Seine Liebe aber wurde mißachtet und Ihm das Schändlichste angetan, was nur einem Menschen angetan werden konnte. Er wurde einem Schwerverbrecher gleich ans Kreuz geschlagen. Der Satan selbst vollbrachte an Ihm das Werk, denn die es ausführten, waren seine Knechte. Doch auch die Kräfte der Finsternis sind dem Willen Gottes untertan, sie waren gewissermaßen mitbeteiligt am Erlösungswerk Christi, nur in bösem Willen, weshalb sie also Schuld auf sich geladen haben, obwohl das Erlösungswerk von Gott als Sühne für die Menschheit angenommen wurde. Überaus hoch bewertet wurde der Liebewille des Menschen Jesus, Der Sich an das Kreuz schlagen ließ aus Barmherzigkeit für Seine leidenden Mitmenschen, denn Er litt als Mensch unsagbar, weil alles, was Ihm angetan wurde, im Haß verübt und Seine Seele dadurch aufs empfindlichste getroffen wurde. Er gab Liebe und erntete dafür den tiefsten Haß, Er wollte die Menschen zur Höhe, zum Licht führen, und Ihm traten die finstersten Gestalten der Tiefe entgegen und suchten Ihn herabzuziehen; Er nahm bewußt den Kelch und trank ihn aus, obwohl Seine Menschennatur erbebte und Er in tiefster Angst zu Gott betete: "Warum hast Du Mich verlassen." Er litt als Mensch, als reiner, sündenloser Mensch, Der nichts als Liebe kannte und Dem daher alle Macht zur Verfügung stand. Er nützte die Macht nicht, sondern Er ließ Sich kreuzigen und räumte den schlechtesten Mitmenschen das Recht ein, über Seinen Körper zu verfügen. Und sie taten es zu Seiner unbeschreiblichen Qual. Er büßte für die Sünden der Menschheit, weil Er sie erlösen wollte. Er wußte, daß die Sünde das größte Übel war, daß sie das Los in der Ewigkeit bestimmte, und so suchte Er durch Wort und Tat die Menschen aufmerksam zu machen auf die große Gefahr, in der sie schwebten durch den sündhaften Lebenswandel, doch die Menschen nahmen weder Seine Lehre an, noch wandelten sie sich aus eigenem Antrieb. Und so brachte Jesus das Opfer, indem Er Seinen Leib hingab, der völlig makellos sich unter der Last der Sünde beugte, der irdisch zusammenbrach, weil Tausende von Seelen sich an Ihn klammerten, die Ihn hinabzuziehen suchten in die Finsternis. Doch Er war stärker, die Kraft der Liebe war stärker als der Tod, Er überwand sogar den Tod und wurde dessen Sieger - Er schüttelte die Seelen nicht ab, sondern Er suchte sie von der Kraft der Liebe zu überzeugen - Er brachte auch denen Rettung, die nicht mehr auf dieser Erde weilten - Er stieg hinab zur Hölle, bevor Er aufstieg zum Himmel. In die tiefste Tiefe drang Seine Liebe, und wer sie annahm, der war gerettet, er war erlöst aus den Ketten des Todes. Gott als die ewige Liebe will auch das Verlorene retten, und darum nahm Er die Liebe eines Menschen an, die so tief war, daß sie der gesamten Menschheit galt, und die er zum Ausdruck bringen wollte durch Seinen überaus qualvollen Tod. Gott nahm dieses Liebesopfer an und gewährte allen denen Erlösung aus dem unfreien Zustand, der Folge der Sünde war, die Jesus als Erlöser anerkennen und Ihm ihre Sünden aufbürden. Denn Seine Liebe ist größer als Sein Zorn, und alles, was in der Liebe wandelt, findet Gnade vor Seinen Augen und auch Seiner Barmherzigkeit. Um Jesu Blut willen wendet sich Sein Blick dem Unglückseligen zu, und Er vergibt die größte Schuld. Amen. B.D. NR. 4550.

 

Buch 53 4551

Warum Frage. (Anthroposoph Köln) Fall der Engel. Sünde.

28. Januar 1949. B.D. NR. 4551.

Für die Menschen bleibt es ewig unergründbar, was Gott veranlaßt zu Seinem Walten und Wirken, denn der Menschenverstand fasset es nicht, welche Motive der Kraftentfaltung Gottes zugrunde liegen; er fasset auch nicht die Zusammenhänge, weil er nur die Auswirkung dessen sehen und empfinden kann, was uranfänglich sich abspielte im geistigen Reich, in einer Welt, von der alle sichtbaren Schöpfungen nur ein schwacher Abglanz sind, die niemals vergleichsweise angeführt werden können und die erst erschaffen wurden als Folge dessen, was einstmals vor sich ging im Reiche der von Gott geschaffenen Geister. Diese waren reinste Ausstrahlung Seiner Kraft, folglich auch macht- und kraftvoll, und sie standen in höchster Vollkommenheit. Gottes Gestaltungswille hatte sich auch auf Seine Geschöpfe übertragen, so daß alle Seine Gedanken auch in ihnen zur Ausführung drängten und sonach ein Schöpfungswille von ungeahntem Ausmaß diese Wesen beseelte, der nun ohne Einschränkung tätig wurde, d.h. Neuschöpfungen zuwege brachte, die sich selbst übertrafen. Diese Neuschöpfungen aber waren immer wieder beseelte Wesen, in höchster Vollkommenheit stehend, also auch denkfähig und mit einem freien Willen begabt. Das erste Wesen, das von Gott ausging, überstrahlte alles an Licht und Kraft, denn es entfaltete sich aus Gott Selbst und fand seine Seligkeit in ständigem Nützen seiner unbegrenzten Kraft. Seine Schöpfungen mehrten sich und seine Seligkeit steigerte sich ins ungemessene, von Gott aus waren ihm keine Grenzen gesetzt, doch Er stellte ihm eine Probe, weil Er wollte, daß sich das Wesen selbst erkennen sollte als Träger der von Gott ausgehenden Kraft - diese Probe bestand darin, daß das Wesen - Luzifer - Gott seinen Geschöpfen als Ausgang darstellen sollte, auf daß auch er sich selbst bewußt blieb, von Gott stets die Kraft entgegenzunehmen, die ihn zu seiner schöpferischen Tätigkeit befähigte. Er sollte also Gott als Schöpfer und Kraftquell anerkennen, und seine Seligkeit wäre unbegrenzt gewesen in Ewigkeit. Die Probe wurde ihm nicht gestellt allein um dieser Anerkennung willen, sondern er wurde nur vor einen freien Willensentscheid gestellt, der ihn aus dem vollkommen erschaffenen Wesen zu einem aus eigenem Willen vollkommenen Wesen erheben sollte, auf daß er nun als wahrhaft göttliches Wesen seine Macht und Kraft gebrauchen konnte im Willen Gottes. Und er versagte. Er wollte nicht Kraftempfänger, sondern selbst Kraftquell sein, und die Fülle der ihm zu Gebote stehenden Kraft dünkte ihm Beweis genug. Er trennte sich also willensmäßig von Gott, wenngleich eine Trennung von Ihm nicht möglich war, da er ohne Gott nicht mehr bestehen könnte. Und da durch seinen Willen unter Nützung der Kraft aus Gott unzählige Wesen erstanden waren, fühlte er sich als deren Schöpfer in ungeheurer Kraft und Macht stehend, und also löste er sich willensmäßig von Gott in Überheblichkeit und Herrschbegierde. Er wurde sündig dadurch und zog alle seine Geschöpfe mit in die Sünde hinein, die nun zwar selbst noch schuldlos waren, jedoch völlig unter dem Einfluß dessen standen, der ihnen das Leben gegeben hatte. Ihnen nun gab Gott das Selbstbestimmungsrecht, sie durften das Licht erschauen, sie erkannten in ihrer Vollkommenheit auch ihren Ausgang, sie konnten sonach auch bei Gott verbleiben und teilhaben an Seiner Herrlichkeit, doch es waren nur wenige, die sich Ihm anschlossen, deren Wille also frei sich für Gott entschied und die als Seine Engel ständig um Ihn sind und für Ihn tätig im geistigen Reich. Die Mehrzahl aber fiel - sie schloß sich ihrem Erzeuger an, trat aus eigenem Antrieb in dessen Willen ein und fiel somit in einen Zustand geistiger Finsternis. Das Erkennen ward ihm genommen, weil sich die Wirkung der Kraft verringert, sowie sich das Wesen von Gott entfernt. Doch alles war und ist Kraft aus Gott, das ewig nicht verlorengehen kann und daher wieder auf einem von Gottes Weisheit als erfolgreich erkanntem Wege zu Ihm zurückkehren muß. Und dieser Weg ist der Gang durch die irdisch materielle Schöpfung, die Gott zu dem Zweck des Zurückleitens des einst gefallen Geistigen erstehen ließ. Durch diese Schöpfung geht das Geistige im gebundenen Willen, d.h. im Mußzustand den langsamen Aufwärtsentwicklungsgang bis zu dem Stadium, wo ihm der freie Wille zurückgegeben wird und es noch einmal vor den Entscheid gestellt wird, sich die Macht selbst zu wählen, der das Wesen angehören will. Das Wesen ist belastet mit der Sünde der einstigen Auflehnung gegen Gott und kann sich aber davon freimachen mit der Inanspruchnahme der Kraft aus Gott, die es einstmals zurückgewiesen hatte, doch diese Kraft muß es sich selbst erwerben durch Liebeswirken und bewußtes Anfordern von Gott im Gebet. Es muß den freien Willen im Erdenleben nützen in der rechten Weise - es muß sich Gott wieder zuwenden und Ihn als Vater und Schöpfer von Ewigkeit anerkennen. Dann tritt es wieder in den Lichtzustand ein, es wird Kraftempfänger und kann also wieder tätig sein nach seinem Willen, der nun auch der Wille Gottes ist - es wird schaffen und gestalten können zu seiner eigenen Beglückung und daher ewig selig sein. Amen. B.D. NR. 4551.

 

Buch 53 4552

Ankündigung des Endes.

29. Januar 1949. B.D. NR. 4552.

Ihr müsset euch vorbereiten auf das Ende. Diesen Mahnruf lasse Ich ständig an euch ergehen; es eilet die Zeit dahin, ohne daß ihr euch allen Ernstes dieser Zeit bewußt werdet. Wer Mein Wort hat, dessen Gedanken sind wohl darauf gerichtet, doch auch die Welt beachtet ihr noch, weil ihr inmitten der Welt steht. Wüßtet ihr jedoch, wie nahe ihr dem Ende seid, dann würde die Welt euch nicht mehr locken, weil ihr euch etwas Besseres erwartet nach dem Ende dieser Erde. Und ihr könnt es glauben, daß nicht mehr viel Zeit ist, denn es erfüllet sich Mein Wort. Ich rede nicht umsonst durch Meine Knechte auf Erden, und Ich lasse sie nichts aussprechen, was wider Meinen Willen ist, so sie für Mich reden, so sie tätig sind für Mein Reich und für Meine Lehre, für Mein Wort aus der Höhe eintreten. So Ich will, daß die Wahrheit verbreitet wird und Ich also ein wahrheitsgemäßes Wissen zur Erde leite, werde Ich es nicht dulden, daß durch den gleichen Mund ein Irrtum verbreitet wird, der auch die reine Wahrheit gefährdet. Und daher sage Ich euch immer wieder: Ihr könnt es glauben, daß das Ende nahe ist. Eure Seele wird es spüren, indem sie anders empfindet, indem sie traurig ist, wo der Welt Freuden den Menschen sich bieten, indem sie bangt, wo die Welt hoffnungsfroh in die Zukunft blickt. Eure Seele empfindet richtig, denn sie spürt das Ende, sie spürt den verstärkten Kampf im geistigen Reich, der auch sie selbst bedrängt und ängstigt, und sie wird sich nicht zufriedengeben mit irdischen Freuden und irdischen Gütern, weil sie deren Wertlosigkeit erkennt angesichts des Endes. Beachtet diese innere Stimme, lasset euch von eurer Seele belehren, d.h., schenket eurem Empfinden Beachtung, und bereitet euch darauf vor, daß ein plötzlicher Umschwung kommt, daß der weltliche Friede gestört wird und ein Brand aufzulodern beginnt, der das Ende einleitet. Höret, was Ich euch sage, und glaubet es, daß jeder Tag euch dem Geschehen näher bringt, das Ich ankündige fort und fort. Amen. B.D. NR. 4552.

 

Buch 53 4553

Mangelhafter Zustand des Menschen entspricht seinem Willen.

30. Januar 1949. B.D. NR. 4553.

Daß Ich euch das irdische Leben gab, berechtigt nicht zu der Annahme, daß ihr von Mir in den mangelhaften Zustand versetzt worden seid, der euch auf Erden zu schaffen macht. Ihr selbst seid gestaltet ein jeder nach seinem Willen, d.h. nicht so, wie ihr es wollt im Zustand als Mensch, sondern wie euer Wille vor der Verkörperung als Mensch beschaffen war. Ich habe euch die Möglichkeit gegeben trotz eurem nicht nach der Höhe gerichteten Willen doch auf eine gewisse Stufe der Aufwärtsentwicklung zu gelangen, indem Ich euren Willen band, indem ihr im Mußzustand euch dienend betätigen konntet und somit die ungeheure Entfernung von Mir verringert wurde. Dann gab Ich euren Willen frei, der aber doch verschieden beschaffen ist bei jedem einzelnen, je nach seinem inneren Widerstand gegen Mich. Und diesem euren Willen entsprechend seid ihr Menschen nun auf Erden gestaltet, verschieden ausgestattet mit körperlichen Fähigkeiten, Charaktereigenschaften und Empfindungen, auf daß ihr die größtmögliche Gelegenheit habt, im Erdenleben auszureifen, denn diese Möglichkeit steht einem jeden Menschen offen, als vollkommenes Wesen am Ende seines Leibeslebens einzugehen in das geistige Reich. Also gab Ich euch nicht die Fehler und Schwächen, sondern ihr selbst brachtet sie mit in verkehrter Liebe, ansonsten ihr alle Fehler sofort ablegen könntet, wenn eure Liebe nicht verkehrt gerichtet wäre. Ihr alle bedenket zu wenig, daß ihr einen freien Willen besitzet und daß dieser Wille Anlaß ist zu eurer Verkörperung auf Erden. In Willensfreiheit hat das Wesenhafte einst gesündigt, und in Willensfreiheit muß das Wesenhafte seine Sünden erkennen und sie wieder gutmachen durch bewußtes Streben nach Mir, wider Den es sich vergangen hat. Ihr Menschen auf Erden habt nun fast das Ziel erreicht, denn ihr seid schon beträchtlich nahe dem Zustand, der einst euer Los war vor dem Abfall von Mir. Doch euer Wille bestimmt den letzten Erfolg. Ihr müsset selbst versuchen, aller Fehler und Schwächen, Laster und Begierden Herr zu werden, denn es fehlt euch nicht an Hilfsmöglichkeiten, an Gnade und Kraft von oben. Doch so ihr euch selbst so liebt, wie ihr beschaffen seid, werdet ihr niemals das letzte Ziel erreichen. Erkennet euch und suchet euch zu wandeln - denn einst müsset ihr euch verantworten, wie ihr die kurze Erdenlebenszeit genützet habt. Meine Liebe bietet euch jede Möglichkeit zum Ausreifen, achtet aber stets die Freiheit eures Willens. Amen. B.D. NR. 4553.

 

Buch 53 4554

Anforderung der Gnade geistig und irdisch.

1. Februar 1949. B.D. NR. 4554.

Fordert euch Gnade an, und sie wird euch in reichlichstem Maß gewährt werden. Ohne Gnade seid ihr schwach und untauglich für die Arbeit an eurer Seele, ohne Gnade könnet ihr wohl irdisch schaffen und wirken, weil euch Lebenskraft zur Verfügung steht, die aber auch gesegnet sein soll, um zur rechten Tätigkeit angewandt zu werden. Darum sollet ihr auch um den Segen bitten für eure irdische Tätigkeit und so Leib und Seele dem Segen eures himmlischen Vaters empfehlen. Denn ohne göttlichen Segen, ohne die Gnade Gottes werdet ihr wenig Erfolg haben geistig sowohl als auch irdisch. Und habt ihr irdischen Erfolg, so seid ihr in Gefahr, dem Gegner Gottes zu verfallen, denn auch er kann eure Arbeit begünstigen, so ihr ihm zu Willen seid. Und davor hütet euch, lasset ihn nicht zu eurem Helfer werden, nützet nicht die Kraft von ihm, um irdischen Erfolg zu erhöhen, sondern wendet euch in demütigem Gebet an den himmlischen Vater, daß Er euch in Seinen Schutz nehmen und geistig und irdisch fördern möge, bittet Ihn um Seine Gnade, um Kraft zum geistigen Streben, und euer irdisches Streben wird gleichfalls gesegnet sein. Körper und Seele bedürfen der Hilfe, denn als Mensch seid ihr noch zu unvollkommen, als daß ihr euch aus eigener Kraft helfen könnet, doch mit der Kraft aus Gott, mit Seiner Gnade, mit Seiner Unterstützung, könnet ihr Übernatürliches schaffen. Diese Gnade aber muß erbeten werden, es muß der Mensch sich bewußt wenden an Gott um Hilfe und Ihm dadurch seine Schwäche eingestehen; er muß Gott als Kraftquell anerkennen, Der in Seiner Liebe zu Seinen Geschöpfen hilfsbereit ist und keine Bitte um Kraftzuwendung abschlägt. Er Selbst hat euch aufgefordert mit den Worten: "Kommet alle zu Mir - Ich will euch erquicken". Er will Sein Gnadenmaß ausschütten über euch, die ihr dessen bedürftig seid, Er will euch helfen in eurer Aufwärtsentwicklung, in eurem Streben geistig und irdisch. Und ihr werdet größten Erfolg verzeichnen können, so ihr Seiner Aufforderung nachkommet, so ihr zu Ihm eure Zuflucht nehmet, wenn ihr schwach seid und euch wenig tauglich fühlet zu geistiger und irdischer Tätigkeit. Dann rufet zu Ihm, daß Er euren Willen segne und euch Kraft gebe, daß Er mit Seiner Gnade bei euch bleibe stets und ständig, auf daß ihr das Ziel erreichet - im Erdenleben auszureifen für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4554.

 

Buch 53 4555

Gebot der Nächstenliebe.

2. Februar 1949. B.D. NR. 4555.

Es ist euch ein Gebot gegeben von Mir, und dieses Gebot müsset ihr erfüllen, um selig werden zu können. Dieses Gebot schließt alle Gebote in sich, die durch Moses einzeln gegeben worden sind, auf daß die Menschen ihr sündiges Treiben einstellen, das in ständigem Vergehen gegen den Nächsten bestand. Alles, was gegen die Liebe zum Nächsten verstößt, ist Sünde und somit ist auch der Begriff "Sünde" restlos geklärt, denn jede Verletzung des Liebegebotes zum Nächsten ist auch ein Vergehen gegen Mich Selbst, ein Verweigern der Liebe zu Mir, Der Ich der Schöpfer aller Menschen bin und somit auch der Vater Seiner Kinder, die untereinander in Liebe leben sollen. Nur durch die Liebe zum Nächsten könnet ihr Mir eure Liebe beweisen, denn wie anders wollet ihr Mich lieben können, so ihr Mich nicht sehet, wenn ihr den Nächsten nicht liebet, den ihr sehet und der euch das lebendige Zeugnis ist Meiner Liebe, Weisheit und Macht? So ihr in ihm nicht das Produkt Meiner Liebe sehet, wird es euch auch schwer sein, Mich als Schöpfer zu lieben, denn die Liebe zu Mir entspringt erst der tätigen Nächstenliebe, die Mich Selbst euch nahebringt und in euch auch das Gefühl der Liebe zu Mir erwachen läßt. Was ihr dem Nächsten antut, das erachte Ich als Mir angetan, und erfasse euch mit Meiner Gegenliebe, die Kraftzufuhr und Licht für euch bedeutet. Und da ihr beides benötigt, um auszureifen auf Erden, müsset ihr unbedingt Mein Liebegebot erfüllen, ansonsten euer Erdenleben ein Leerlauf ist, ohne Erfolg und ohne Aufstieg zur Höhe. Und lasset euch nicht genügen, nur nichts Schlechtes zu tun, sondern befleißigt euch guter Taten an euren Nächsten. Helfet, wo Hilfe erforderlich ist, teilet Gaben aus geistig und irdisch, nehmet euch der Not des einzelnen an, und seid eurem Nächsten wahrhaft ein Bruder und Freund, ein Helfer in jeder Not. Dann werdet ihr auch Gegenliebe erwecken und somit auch den Nächsten Mir zuführen, weil nur die Liebe die Verbindung mit Mir herstellen kann in einer Form, daß Meine Kraft direkt auf euch überströmet, und weil nur durch die Liebe die Vereinigung mit Mir stattfinden kann, die Zweck und Ziel eures Erdenlebens ist. Amen. B.D. NR. 4555.

 

Buch 53 4556

Vatersorge für Seine Diener.

2. Februar 1949. B.D. NR. 4556.

Wenige nur lassen sich von Mir direkt belehren, und diesen wenigen will Ich ein rechter Vater sein, denn Ich sehe ihren Willen, der Mir gilt und alles für Mich zu tun bereit ist. Sie sollen von irdischen Sorgen wenig belastet sein, doch um ihrer selbst willen werden sie manches Ungemach erdulden müssen, aber auch immer Meiner Hilfe gewiß sein können. Und so wird die kurze Zeit vergehen bis zum Einsatz für Mich und Mein Reich. Dann aber wird das Wirken für Mich ihnen reichlich Entschädigung bieten für das, was ihnen mangelt an irdischen Gütern, denn sie gehen mit Eifer an ihre Arbeit und sind wahrhaft lebendige Vertreter Meines Wortes. In welcher Lebenslage ihr auch stehen möget, ihr werdet alle einen Umsturz erfahren, hoch und niedrig, arm und reich werden betroffen von den Auswirkungen Meines Erscheinens durch die Natur, und ein jeder wird sich sein ferneres Leben selbst gestalten durch seine Einstellung zu Mir. Die Not wird anfangs fast unerträglich sein, doch kann ein jeder Hilfe erfahren, so er als Bittsteller an die rechte Tür klopfet, so er zu Mir kommt und Mich um Rat und Hilfe angeht. Wer aber ohne Mich sich sein Leben neu formen will, der wird am Boden liegenbleiben oder aber mit der Kraft von unten sich erheben und schnell zur Höhe gelangen. Doch wehe denen, denn sie haben ihre Seelen verkauft um der kurzen Lebenszeit willen, die ihnen noch bleibt bis zum Ende. Wer zu Mir kommt, der wird nicht ohne Hilfe bleiben, doch die Hilfe ist anderer Art, weil alles Leid auch seinen Zweck erfüllen soll, der Seele zum Ausreifen zu verhelfen, und dazu wahrlich kein irdisches Wohlleben taugt. Doch ertragbar wird das Los für jeden sein, der mit Mir wandelt und seine Schritte stets zu Mir lenkt, ehe er sich weltlich betätigt, was von ihm gefordert wird in jeder Weise. Darum fürchtet nicht die kommende Zeit, ihr, die ihr Mir dienen wollet und auch ihr, die ihr gläubig seid und Meinem Wort von oben Beachtung schenkt, wisset, daß Mein Wille alles so kommen läßt und daß Ich wohl weiß um die Not der einzelnen; wisset, daß Ich alle schütze und ihnen helfend zur Seite stehe, die an Mich glauben und Mein sein wollen. Und wisset, daß die Zeit nicht mehr lang ist bis zum Ende und daß ihr desto reifer jenes Ende erlebet, je mehr ihr durch Leid gegangen seid, das jedoch immer tragbar sein wird für euch, weil Ich bei euch bin und bleibe bis zum Ende, weil Ich zu euch sprechen kann im Wort, das euch Kraftquell sein wird in jeder geistigen und irdischen Not. Amen. B.D. NR. 4556.

 

Buch 53 4557

Läuterungsfeuer in der Endzeit: Leid und Trübsal.

4. Februar 1949. B.D. NR. 4557.

Genugsam werdet ihr geprüft werden und durch Läuterungsfeuer gehen müssen, doch es ist nur zum Heil für eure Seelen, die schon zu lau geworden sind, als daß sie von selbst rege Arbeit leisten, um sich aufwärtszuentwickeln. Die Schwäche des Willens tritt immer mehr hervor, je näher das Ende ist, und darum muß der Wille angeregt werden zu äußerster Entfaltung, was nur durch Leid und Trübsal geschehen kann, so sich der Mensch nicht von selbst zu einem Liebeleben entschließt und dadurch allzu großes Leid umgangen werden kann. Das Feuer der Liebe entschlackt die Seele in kürzester Zeit, und es ist euch Menschen daher viel Gelegenheit geboten, Liebe zu üben am Nächsten, denn die Not wird Hilfe erfordern in jeder Weise. So ihr Menschen nur um euch blicket, kann euer Wille angeregt werden zu dienender Nächstenliebe. Und ihr werdet wahrlich größten Segen davon haben, wird doch gleichzeitig das Leid verringert, das euch selbst auferlegt ist zwecks Ausreifens der Seele. Bittet stets um Kraft und Verstärkung des Willens, bittet um Gnade, d.h. Hilfe von oben in jeder geistigen und irdischen Not, wendet alles, was ihr entbehren könnet, dem notleidenden Nächsten zu, und fürchtet nicht, selbst dadurch in Not zu geraten; teilet stets aus, was ihr selbst empfanget, und helfet dadurch Not lindern, so die große Not eingesetzt hat, die unumgänglich ist für euch Menschen, weil ihr kurz vor dem Ende steht. Und ihr werdet selbst reifen und auch im Mitmenschen Liebe erwecken, die nun auch dessen Seelenreife fördert. Ihr könnet nicht ohne Leid belassen werden, solange der Liebewille in euch noch nicht tätig geworden ist. Doch so ihr selbst empfindet, daß euch die Not drückt, werdet ihr auch Mitempfinden für die Not des Nächsten haben und helfend eingreifen, so ihr guten Willens seid. Und darum murret und klaget nicht über Leid, sondern wisset, daß es Ausreifungsmöglichkeit für euch ist und gleichzeitig Anregung zum Liebeswirken und daß die Endzeit solches bedingt und alles Geschehen in der Endzeit seine Erklärung findet. Doch so ihr Kraft anfordert von oben, so ihr ergeben traget, was euch auferlegt ist, werdet ihr auch die große Not überwinden und immer nur Nutzen für eure Seele daraus ziehen - ihr werdet einstens die Not segnen, die euch reifen ließ für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4557.

 

Buch 53 4558

Widerstand gegen die Wahrheit. Wer sucht, der findet.

4. Februar 1949. B.D. NR. 4558.

Es ist ein schweres Beginnen, Mein Wort denen zuzuführen, die sich im Besitz der Wahrheit wähnen und doch nur Irrlehren als Wahrheit vertreten. Und es werden Meine Diener auf Erden einen schweren Stand haben ihnen gegenüber, sie werden angeprangert werden als Ketzer und falsche Propheten, und man wird ersteren mehr Glauben schenken und nichts annehmen, was aus der Höhe den Menschen zugeleitet wird und verbreitet werden soll. Doch dessenungeachtet sollet ihr, Meine Jünger der Endzeit, Mein Wort verkünden, wo immer euch Gelegenheit geboten ist zu reden, und ihr könnet stets gewiß sein, daß Ich mit euch bin und euch unterstütze in jeder Weise. Denn überall sind Menschen, die guten Willens sind, die nach der Wahrheit verlangen und sie nicht dort finden können, wo man die Wahrheit zu besitzen glaubt. Überall werden Menschen sein, denen das Wort aus der Höhe zu Herzen spricht und die darum auch annehmen, was ihnen geboten wird, und es als Wahrheit erkennen. Es steht einem jeden frei, anzunehmen oder abzulehnen, doch wo unter Zwang der Gehorsam geleistet wird, wo die Menschen nicht frei über sich bestimmen können, dort werdet ihr nicht viel ausrichten, es sei denn, es ist ein Mensch so innig mit Mir verbunden, daß er selbst sich nicht genügen lässet an dem, was ihnen von jener Seite vermittelt wird. Dieser wird in rechtes Denken gelenkt werden, er wird die Wahrheit von selbst erkennen, aber niemals dort, wo Mein Wort aus der Höhe abgewiesen wird, sondern er wird Mich suchen, und Ich werde Mich von ihm finden lassen, Ich werde ihm Meine rechten Vertreter zuführen, die ihn aufklären und einführen in die Wahrheit. Doch machet überall den Versuch, Mein Wort zu verbreiten, machet keinen Unterschied, sondern redet überall, wo ihr Zugang findet. Es sind die einzelnen Seelen inmitten der Masse, die Mich erkennen im Wort, die Schafe, die die Stimme ihres Hirten erkennen und ihr folgen. Und so ihr einen Menschen findet, dem ihr Mein Wort zugänglich macht und der euch anhöret, so habt ihr viel erreicht, denn dieser Mensch ist gerettet für die Ewigkeit, er steht nun in der Wahrheit, die ihn den Weg zu Mir finden lässet. Redet und werbet überall, und so auch der Erfolg gering ist, seid ihr doch für einige Seelen der Helfer in größter geistiger Not, denn der Irrtum wird eine Seele nicht beglücken, sondern ihr nur den Weg zu Mir versperren. So sie Mich aber suchet, suchet sie auch die Wahrheit und wird diese erkennen in Meinem Wort, das ihr den Menschen in Meinem Namen darbietet. Wer aber abweiset, schädigt sich selbst, doch es ist sein freier Wille. Amen. B.D. NR. 4558.

 

Buch 53 4559

Lehre der Wiederverkörperung. (Tantra-Kundgebung)

6. Februar 1949. B.D. NR. 4559.

Was ihr zu wissen begehrt, wird euch kundgetan, sowie ihr eure Fragen Mir zur Beantwortung vorlegt. Es ist von größter Bedeutung für alle Menschen, so sie sich das Ausreifen der Seelen im Erdenleben zum Ziel setzen, so sie fest daran glauben, daß sie sich dereinst verantworten müssen vor einem Gott der Gerechtigkeit, wie weit sie ihr Erdenleben ausgewertet haben. Dieser Glaube spornt den Menschen an zu äußerster Regsamkeit in geistiger Beziehung. Also ist es auch verständlich, daß ein Glaube an öftere Möglichkeiten einer Aufwärtsentwicklung durch mehrmalige Verkörperung auf dieser Erde den Menschen lauer werden läßt in seiner Seelenarbeit und daß dieser Glaube eine Gefahr ist, weil er gewissermaßen das Streben nach höchstmöglicher Seelenreife verringert, zudem aber auch Meine Gerechtigkeit in Frage stellt. Denn wie sollte Ich dann wohl den einen oder den anderen zur Verantwortung ziehen, so Ich nicht einem jeden Menschen die Wiederverkörperung auf der Erde gestattete? In welcher Weise sollte die Entlohnung derer vor sich gehen, die sich nach Meinem Willen zur Liebe wandeln während des Erdenlebens, wenn Ich dem, der versagt hat, die gleiche Gelegenheit gebe, einmal oder noch mehrmals sich zum Zwecke der Aufwärtsentwicklung zu verkörpern. Also hätte jeder Mensch letzten Endes den gleichen Grad der Vollkommenheit erreicht. Die Lichtstärke bestimmt im geistigen Reich auch den Seligkeitsgrad. Die Lichtstärke nun, die der Mensch auf Erden im freien Willen erreicht hat, ist bestimmend für den Wirkungskreis, der ihm im geistigen Reich zugeteilt wird, wo er nun mehr und mehr zunehmen kann an Weisheit und Kraft, also auch an Seligkeit. Und seine Tätigkeit ist wieder das Zuleiten von Licht und Kraft an die Wesen, die licht- und kraftlos sind, die Hilfe bedürfen auf Erden sowohl als auch im geistigen Reich. Diese Tätigkeit ist ungemein beglückend, so daß ihr keine Tätigkeit auf Erden gleichgestellt werden kann. Daraus geht hervor, daß jedes Wesen, das fähig ist, Licht und Kraft an bedürftige Seelen auszuteilen, diese Tätigkeit ausleben will, weil es sich selbst damit ungemein beglückt, denn es nimmt die Kraft von Mir entgegen und ist also gewissermaßen Umleitungsstation für Meine Kraftausstrahlung. Diesen Beglückungsvorgang sucht jedes Wesen auszuführen, sowie es nur einen Schimmer von Erkenntnis hat, also nicht mehr im tiefsten Dunkel des Geistes steht. Dann aber tauscht es nimmermehr freiwillig den Aufenthalt im geistigen Reich mit dem auf der Erde, es sehnet sich nimmermehr nach der materiellen Hülle zurück, denn die Möglichkeiten aufwärtszusteigen sind im geistigen Reich ebenso vorhanden, wenn der Liebewille einmal erwacht ist bei denen, die auch nur einen Schimmer von Erkenntnis haben. Inkarnieren kann sich die Seele wohl, wenn sie selbst den Willen dazu hat und ein edles Motiv dieser Inkarnierung zugrunde liegt - Hilfeleistung den Mitmenschen gegenüber oder auch ein Abtragen einer großen Schuld, die hinderlich war, daß die Seele einen höheren Reifegrad erlangte. Dann ist es keine Rückversetzung durch Meinen Willen, sondern der Wille der Seele selbst ist ausschlaggebend, da nun aber jeder Seele das Rückerinnerungsvermögen genommen wird, was der Seele auch vorgestellt wird, ist eine solche Inkarnierung mit größter Gefahr verbunden, da die Seele ebensogut auch absinken kann im freien Willen, weil sie den Entwicklungsgang wie jeder Mensch zurücklegen muß und ihre fleischlichen Triebe gerade dort besonders hervortreten, wo die gleiche Versuchung an sie herantritt, die sie schuldig werden ließ bei ihrer Verkörperung. Stellt eine Seele die Tätigkeit im geistigen Reich dagegen, die ihr wohl langsam, aber sicher auch jenen Reifegrad einträgt, während der geistige Erfolg einer nochmaligen Inkarnierung fragwürdig ist, so wählet sie weit eher das Los im geistigen Reich, bleibt aber dennoch der Erde verbunden insofern, als daß sie sich der Seelen auf Erden annimmt und deren Schicksal betreut, immer dort helfend, wo sie selbst auf Erden versagt hat, weshalb jedoch die Annahme irrig ist, daß sich dieselbe Seele wieder als Mensch verkörpert hat. Immer muß dem entgegengesetzt werden, daß dem Menschen auf Erden jede Gelegenheit geboten wird, sich aufwärtszuentwickeln, daß die Gnadenzufuhr unbegrenzt ist, daß der Wille des Menschen durch das Erlösungswerk eine Stärkung erfahren kann, die jedes Versagen unmöglich macht, daß es ihm also voll und ganz freisteht, den hohen Lichtgrad zu erreichen, und daß diese Vergünstigungen nicht willkürlich zurückgewiesen werden dürfen, um dann wieder aufs neue angefordert zu werden. Es hat der Mensch freien Willen, für dessen Nutzung er sich dereinst verantworten muß und er auch die Folgen tragen muß, die in einem verschieden gestalteten Los im Jenseits bestehen und die er nicht dann einfach umgehen kann durch eine nochmalige Verkörperung, deren Erfolg wieder fraglich ist, weil ihm jede Rückerinnerung genommen ist. Sein Wille zwar entscheidet, also er wird inkarniert, wenn er will, doch dieser Wille ist eine Seltenheit, weshalb also von einer öfteren Inkarnierung nicht gesprochen werden kann, zudem auch diese Lehre eine Gefahr ist für die Menschen, daß sie ihren Erdengang nicht ernst genug nehmen immer im Hinblick auf eine Wiederholung, die jedoch ausbleibt. Amen. B.D. NR. 4559.

 

Buch 53 4560

Gedankengut, das der Welt entstammt. Wahrheit - Irrtum.

7. Februar 1949. B.D. NR. 4560.

Die Welt steht trennend zwischen Mir und den Menschen, und viele fallen ihr zum Opfer trotz Meiner offensichtlichen Kraftäußerung. Trotzdem sie Mich erkannten, lassen sie Mich fallen und bedenken nicht, daß Ich einst von ihnen Rechenschaft fordere. Die Welt bedeutet aber nicht nur Lustbarkeiten oder materieller Besitz. Der Gegner kann auch zu anderen Mitteln greifen, so er die Menschen abtrünnig machen will, so er sie von der Wahrheit fernhalten und seinen Irrlehren geneigt machen will. Er läßt dann weltlich gesinnte Menschen reden unter dem Deckmantel eines Wissenden und verwirrt das Denken dessen, dem Mein Wort aus der Höhe geboten wurde, so daß er es nicht mehr erkennen kann, weil er sich nicht mehr geistig, sondern weltlich belehren lässet. Sein Urteilsvermögen ist geschwächt aus eigener Schuld, denn wem Ich Mein Wort zuleite, dem wird ein Gnadengeschenk geboten, das er würdigen soll als solches. So ihm etwas Kostbares gegeben wird, soll er sich abwenden von wertlosen Gaben; er soll letztere unbedenklich hingeben, um Meine Gabe einzutauschen. Ist er aber dazu nicht willig, so ist er auch nicht würdig Meines Geschenkes, und es wird ihm wieder entzogen. Die Welt also ist stärker, denn wo die Lüge und der Irrtum ist, dort steht auch die Welt im Vordergrund, die Wahrheit dagegen kommt von Mir, sie ist abseits der Welt und daher auch nur von denen erkannt und begehrt, die nichts mehr mit der Welt zu tun haben, d.h., deren Herz unberührt bleibt von den Lockungen der Welt, von jeglichem Gut, das der Welt entstammt. Und so ist auch Gedankengut der Welt angehörend, das von der reinen Wahrheit abweicht, weil es seinen Ausgang nicht von Mir genommen hat. Meidet die Welt und ihre Vertreter, so ihr von Mir bedacht sein wollet und so euch Meine Gnadengabe geboten wird, gebet alles andere dafür her, denn es ist das kostbarste Geschenk, das ihr erhaltet durch Meine Liebe. Ihr werdet euch nicht entschuldigen können, so ihr Meine Gabe verschmäht habt, denn unfähig seid ihr nicht, die Wahrheit als solche zu erkennen, so Ich sie euch darbiete, doch unwillig seid ihr, sie anzunehmen, und verlieret dadurch auch die Urteilsfähigkeit. Und es ist dies eure Schuld, für die ihr euch verantworten müsset. So Ich euch nahetrete, dürfet ihr Mich nicht gleichstellen denen, die euch nichts Vollwertiges bieten können, weil sie nicht direkt von Mir gelehrt sind. Tut ihr dies aber, dann seid ihr nicht würdig Meines Geschenkes, und es wird euch wieder entzogen und wahrlich nicht so leicht ein zweites Mal angeboten. Bedenket dies ernstlich, und gebt euch selbst Rechenschaft, was ihr aufgebet, und lasset euch warnen und ermahnen, denn ihr seid in Gefahr, unendlich viel zu verlieren, weil ihr nicht aufgeben wollet, was wertlos ist, was von der Welt euch geboten wird und darum nicht von Bestand sein kann für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4560.

 

Buch 53 4561

Weiterleiten des göttlichen Wortes.

8. Februar 1949. B.D. NR. 4561.

Wortgetreue Wiedergabe dessen, was ihr durch die innere Stimme vernehmet, wird stets am meisten Eindruck hinterlassen, wenngleich auch ihr fähig seid, mit eigenen Worten die Mitmenschen zu belehren, doch wird man sich dem direkten Wort von oben weniger verschließen können, weshalb eine schriftliche Verbreitung von Segen ist. Und darum werde Ich auch jede Arbeit segnen, die dem Verbreiten Meines Wortes gilt, und jede Hilfe euch angedeihen lassen, denn eines tut besonders not, daß die Menschen Kenntnis nehmen von Meinem außergewöhnlichen Wirken, das sie durch Schriften feststellen können, so sie guten Willens sind. Wer ablehnen will, der lehnet es in jeder Form ab. In der schriftlichen Wiedergabe aber werden die Menschen Meinen Geist, Meine Stimme erkennen und sich ihrer Wirkung aussetzen, denn es spricht Mein Wort für sich selbst, es brauchet ihm keine Erklärung beigefügt werden, es wird immer den Menschen verständlich sein, weil Ich zu jedem einzelnen selbst spreche und Mein Wort auch jedem die Überzeugung gibt, der aufmerksam und wahrheitsverlangend es aufnimmt in sein Herz, also darüber nachdenkt und seines Empfindens achtet, das ihn dabei berührt. Euch Menschen stehen viele Hilfsmittel zu Gebote, die alle als Gnadengaben von Mir euch den Weg nach oben erleichtern. (9.2.1949) Doch Mein von oben euch dargebotenes Wort ist das größte und wirksamste Gnadenmittel, das euch sicherlich zur Höhe leitet, denn es ist mit Meiner Kraft gesegnet, es ist eine direkte Ausstrahlung Meiner Selbst, die stets von außergewöhnlicher Wirkung auf euch sein muß, nur liegt es an eurem Willen, es auf euch wirken zu lassen. Und darum sollen viele Menschen Kenntnis haben davon, viele Menschen sollen den Segen Meines Wortes an sich erfahren, sie sollen neu geboren werden, sie sollen aufleben und alles Tote, Formelle hingeben für Mein Wort. Sie sollen Mich im Wort Selbst erkennen, an Mich glauben und Mich lieben lernen, sie sollen Weisheiten in sich aufnehmen, die ihnen nimmermehr anderswo geboten werden können, so sie nicht den Ausgang von Mir genommen haben. Sie sollen wissen, daß Ich als Schöpfer von Ewigkeit Meiner Geschöpfe nicht vergesse, daß Ich als Vater Meine Kinder nicht einsam lasse, daß Ich allen helfen will, ins Vaterhaus zurückzugelangen, und daß sie unbedingt Meine Hilfe benötigen, daß sie darum zu Mir kommen sollen im Gebet, daß sie Mich um Gnade und Kraft angehen sollen, um sich zur Liebe gestalten zu können - daß sie um Meinen Willen wissen müssen, um ihn zu erfüllen. Gesegnet ist jede Arbeit, die diesem Streben gilt, denn es drängt die Zeit ihrem Ende entgegen. Amen. B.D. NR. 4561.

 

Buch 53 4562

Plötzlicher Umschwung. Anruf Gottes.

9. Februar 1949. B.D. NR. 4562.

Ihr könnet mit Sicherheit einen plötzlichen Umschwung erwarten, denn Mein Wort erfüllet sich in kürzester Zeit. Und so Ich euch dies im voraus ankündige, könnet ihr auch euer Leben darauf einstellen, ihr brauchet nicht mehr überängstlich zu sorgen um diesirdische Dinge, die ihr wieder verlieret, so es nicht Mein Wille ist, daß ihr sie behaltet, oder die Ich euch gebe, wenn Ich sie für euch nötig erachte. Und Ich werde einen jeden väterlich betreuen, der für Mich arbeitet und ihm geben, was er braucht zum Leben. Und er wird sich immer fester an Mich anschließen und Mich erkennen am kleinsten Geschehen, er wird nimmermehr ohne Mich wandeln auf dieser Erde. Harret der Stunde eures Einsatzes, und dann seid Mir treue Arbeiter. Denn das Ende ist nahe. Stets gedenket Meines Wortes, daß Ich euch nicht in der Not lasse, denn es wird die ganze Welt in eine Unruhe versetzt werden, die sich auch auf euch erstrecken wird und die ihr dennoch nicht fürchten sollet, weil ihr Mich stets um euch wisset, weil Meine Gegenwart euch schützet vor jeder geistigen und leiblichen Gefahr, so ihr für Mich tätig seid. Wer aufblicket zu Mir, dessen Herz wird den Frieden in sich tragen, doch alle anderen werden voller Sorgen und Bangigkeit das Weltgeschehen verfolgen und für ihren Körper fürchten, für ihr leibliches Wohl, das gefährdet erscheint. Ich aber rufe euch immer wieder zu: Gedenket nur eurer Seelen. Suchet mit eurem Gott und Schöpfer von Ewigkeit ins reine zu kommen, haltet euch an Seinen Willen, erfüllet Seine Gebote, und bittet Ihn um Gnade und Erbarmen - dann brauchet ihr nicht zu fürchten, was auch kommen mag. Dann wird euch auch stets geholfen werden, doch ohne Mich seid ihr allen Kräften der Finsternis preisgegeben, die auf euch einstürmen und in euch alle schlechten Triebe entfesseln, wozu die Trübsal geeignet ist, so ihr in euch keine Liebe traget. Lasset Meinen Gegner nicht Oberhand gewinnen, flüchtet zu Mir, so ihr zu erliegen droht im Kampf wider ihn, oder rufet Mich an, daß Ich euch beschütze vor seinen Anfechtungen. Es setzet eine schlimme Zeit ein, aber Ich gebe es euch vorher kund, damit ihr glaubet an Mich und euch an Mich wendet, so ihr die Wahrheit Meines Wortes erkennet. Noch ist Stille vor dem Sturm, die ihr noch ausgiebig nützen könnet, daß ihr euch festigt im Glauben, daß ihr Mich zu euch reden lasset und euch eng anschließet an Mich. Doch überaus schnell wird es sich ändern, und eure Ruhe wird stark erschüttert werden. Und so sollt ihr immer wieder euch Kraft holen aus Meinem Wort, ihr sollt nicht nachlassen in eurer Arbeit für Mich und Mein Reich, ihr sollt an eurer Seele arbeiten und in ständigem Gebet verharren, auf daß ihr niemals allein wandelt, sondern Mich an euch fesselt und in Meiner Gegenwart stark und unüberwindlich seid, wenn Mein Gegner seine Macht an euch erproben will. Denn er wird die Zeit noch nützen, die ihm noch bleibt bis zum Ende, um euch zum Abfall zu bewegen. Und darum kündige Ich euch dies an, auf daß ihr euch zu schützen wisset, auf daß ihr zu Mir flüchtet, Der Ich euch stets helfen werde, so ihr zu Mir rufet. Amen. B.D. NR. 4562.

 

Buch 53 4563

Tätigkeitsfeld der Arbeiter im Weinberg des Herrn.

10. Februar 1949. B.D. NR. 4563.

Ihr habt euch Mir zur Verfügung gestellt und seid als Arbeiter in Meinem Weinberg angenommen. Es wartet viel Arbeit auf euch, so daß ihr nicht säumig sein dürfet, sondern Mir voller Eifer dienen müsset, so ihr Mir Freude machen wollet. Doch eure Tätigkeit wird euch selbst lieb werden, ihr werdet in Kürze von Mir den Auftrag bekommen, und bemüht sein, ihn auszuführen mit Erfolg. Ihr werdet eure Mission ernst nehmen in Erkenntnis der tiefen geistigen Not, in der eure Mitmenschen schweben, und so werdet ihr ausschließlich für Mich und Mein Reich tätig sein und doch auch irdisch bestehen können, weil Ich die Sorge um euch übernehme, so die Zeit eures Wirkens für Mich gekommen ist. Denn nimmermehr verlange Ich von euch eine Arbeit, die unausführbar wäre, einem jeden Meiner Diener aber teile Ich die Arbeit zu, die er für Mich leisten kann und die ihm selbst soweit Freude macht, daß er sie gern und erfolgreich ausführt. Und so wird um euch Angst und Sorge, Not und Elend sein, doch euch selbst wird nichts berühren, solange ihr als Meine Jünger das Evangelium predigt, denn dann steht ihr außerhalb der Materie, sie berührt euch nicht mehr und belastet euch sonach auch nicht, sie erfüllt nicht eure Gedanken, sondern ihr habt euch gelöst und geistige Güter euch angesammelt, die ihr austeilet den Armen und Bedürftigen. Und ihr werdet glücklich sein in eurer Tätigkeit, ihr werdet erkennen, daß geistige Güter den alleinigen Reichtum ausmachen und dem Herzen wahren Frieden und rechte Freude bringen können. Und dann begleite Ich euch auf allen Wegen, immer eure Schritte lenkend zu denen, die euch brauchen, die des tröstenden Zuspruches bedürfen und die ihr in Meinem Namen belehren sollet. Und ihr werdet erkennen, wie groß die Not ist, wie wenige Menschen euch anhören, wie viele abweisen, was Ich ihnen in Liebe zukommen lassen möchte; ihr werdet erfahren, daß der Vater von Seinen Kindern nicht angehört wird, daß sie alle guten Mahnungen und Warnungen überhören oder verlachen, ihr werdet viel falsches Spiel beobachten können, die Unwahrheit wird euch überall in den Weg treten, Lüge und Irrtum wird eifrig von den Menschen vertreten werden, den Götzen werden sie huldigen und den wahren Gott nicht erkennen. Und Ich werde Mich zu erkennen geben allen denen, die noch unentschieden sind, Ich werde durch euch sprechen, so daß jeder Mich hören kann, der euch höret, und wer Mich nun erkennet, wird gesegnet sein, er wird die Zeit bis zum Ende ausnützen, und ihr habt keine vergebliche Arbeit geleistet. Darum seid eifrig tätig in Meinem Weinberg und dienet Mir, die ihr euch Mir angetragen habt in freiem Willen. Amen. B.D. NR. 4563.

 

Buch 53 4564

Gnadenstrom in der letzten Zeit vor dem Ende.

12. Februar 1949. B.D. NR. 4564.

Ein gnadenreiches Erdenleben kann euch zur höchsten Stufe der Vollendung bringen, und darum soll ein jeder Mensch in der Endzeit sich dem Gnadenzustrom öffnen, der überaus reichlich fließen wird, um die kurze Erdenzeit auszugleichen, die den Menschen noch vergönnt ist bis zum Ende. An alle Menschen werde Ich Selbst herantreten in verschiedentlicher Weise und ihnen Meine Gnadengabe anbieten. Je ferner sie Mir stehen, desto öfter werden ihnen Hinweise von oben gegeben werden; je weniger sie ihre Sinne geistig richten, desto öfter wird ihnen Gelegenheit geboten, Fühlung zu nehmen mit Boten aus dem geistigen Reich; die sonderbarsten Zufälle werden mitwirken, um auch ihnen Kenntnis zu geben vom übersinnlichen Wirken, und überallhin werden die Fäden geleitet, die vom geistigen Reich ihren Ausgang nehmen. Jeder Mensch wird die Verbindung anknüpfen können mit geistig geweckten Menschen, und keiner wird sagen können, ohne Kenntnis geblieben zu sein. Warnungen und Mahnungen werden alle bekommen, deren Lebenswandel nicht recht ist, und ganz besonders werde Ich Mich derer annehmen, die irregeleitet sind, doch Mir nicht widersetzlich gesinnt. Und was sanfte Mahnungen und Hinweise nicht vermögen, das wird Not und Leid noch zuwege bringen, wo nicht Mein Gegner schon völlig Herrscher ist. Ich werbe um eine jede Seele und weiß um jedes Menschen innerste Gesinnung, Ich helfe und hebe aus der Tiefe das Gefallene, Ich suche es zur Höhe zu geleiten und bin stets und ständig bereit, Meine Gnaden auszuteilen, die in Form Meines Wortes, in geistiger und irdischer Hilfeleistung zum Ausdruck kommt (kommen, d. Hg.) und die ein jeder anfordern und nützen kann, so er nur will. Einen hohen Reifegrad könnet ihr Menschen noch erreichen, so ihr euch mit dem geistigen Reich in Verbindung setzet, so ihr den Zustrom Meiner Gnade erbittet und euch bedenken lasset von Mir und allen Lichtwesen, die euch betreuen und euch zur Seite stehen, sowie ihr sie rufet, daß sie euch helfen mögen auf dem Wege zur Höhe. Die Zeit ist nur noch kurz bis zum Ende, und daher wird euer Erdenleben reich sein an inneren Kämpfen, an Not und Leiden jeglicher Art, weil ihr euren Blick zu Mir erheben sollet, auf daß Ich Mich finden lassen kann. Sowie ihr die Verbindung anknüpfet im Gebet oder in Gedanken mit Mir, öffnet ihr euch von selbst dem Gnadenzustrom, und dann brauchet ihr kein Ende mehr zu fürchten, dann werdet ihr Mich auch im Leid erkennen, ihr werdet glauben an Mich und eure Gedanken nicht mehr von Mir abwenden; dann ist die Gnade an euch schon wirksam geworden, und ihr strebt Mir bewußt zu. Sowie ihr Mich in eure Gedanken einschaltet, seid ihr schon auf dem Wege zur Höhe, und ihr werdet nicht mehr zurücksinken, weil Ich euch halte. Und ihr werdet verlangen nach Meinem Wort. Dann seid ihr nicht mehr in Gefahr, denn Mein Wort ist das größte Gnadenmittel, das niemals ohne Wirkung bleibt. Je größer in euch das Verlangen ist nach Meinem Wort, desto weiter seid ihr in eurer Entwicklung, denn das Verlangen nach Meinem Wort ist gleich dem Verlangen nach Mir Selbst und hat auch den Zusammenschluß mit Mir zur Folge, der Ziel eures Erdenlebens ist. Die Endzeit wird noch viel Leid und Trübsal bringen, aber achtet auch dies als ein Gnadenmittel von unfaßbarem Wert - ertraget alles, und kommet in jeglicher Not zu Mir, dann werdet ihr größten Erfolg verzeichnen können, und das kurze Erdenleben wird euch die Reife eurer Seele eintragen, auf daß ihr das Ende nicht zu fürchten brauchet. Amen. B.D. NR. 4564.

 

Buch 53 4565

Ausbilden der Wahrheitsträger. Kampf mit Schwert des Mundes.

13. Februar 1949. B.D. NR. 4565.

Alles, was ihr von Mir empfanget, ist für euch zu wissen nötig, so ihr in eine lehrende Tätigkeit eintretet, um Mir zu dienen. Euer Wissen darf keine Lücke aufweisen, wenngleich ihr auch nicht über alles erschöpfend Auskunft zu geben vermöget, doch ihr müsset in allen Gebieten bewandert sein, gilt es doch allen, Einwänden begegnen zu können, und auch den Beweis zu liefern, daß ihr belehrt worden seid von Kräften, die ein umfangreiches Wissen besitzen, über das ihr nachweisbar zuvor nicht verfügtet. Daß nun auch euer Verstand von Mir besonders ausgebildet ist, um den Zusammenhang zu fassen und also auch entsprechend Aufklärung zu geben, ist gleichfalls eine Gnadengabe, die Ich austeile, so der Wille, Mir zu dienen, erkenntlich ist und eine direkte Belehrung zuläßt. Denn darauf müsset ihr euch gefaßt machen, daß man euch Kreuz- und Querfragen stellen wird, um euer Wissen einesteils zu prüfen oder euch zum Versagen zu bringen, so man sich euch als Feind der Wahrheit gegenüberstellt. Zwar geben auch die Gegner an, die Wahrheit anzustreben, doch sie strafen sich selbst Lügen, ansonsten sie euch zustimmen müßten, weil die Wahrheit, so sie ernstlich gesucht wird, auch als Wahrheit erkenntlich ist. Doch ihnen ist die Wahrheit unbequem, und darum feinden sie euch als Wahrheitsträger an und suchen euch unschädlich zu machen. Und deshalb bilde Ich euch so aus, daß ihr jeden Einwand widerlegen könnet, daß euer Wissen auch die Feinde stutzig machen wird und sie ein Wirken von oben nicht mit Überzeugung ablehnen können, selbst wenn sie es mit Worten tun. Und darum wiederhole Ich die Belehrungen immer wieder, um euch als lebendige Vertreter Meines Wortes heranzubilden, die verstandesmäßig alles begründen können und dadurch den Gegner schlagen; die also für Mich und Mein Reich kämpfen mit dem Schwert des Mundes. Ich mache euch fähig zu reden, und zwar nicht nur von Meinem Geist getrieben, sondern auch der Verstand wird aufnehmen und sich gleicherweise bekennen zu dem Wissen, das der Geist durch das Herz ihm zugetragen hat. Der Mensch kann dann zwar überzeugt sein, daß Ich seine Gedanken recht lenke und sich unbedenklich dem Lösen schwerster Probleme hingeben, so dies verlangt wird von Gegnern, und immer wird er selbst verstehen und erklären können, wozu ein großes Wissen nötig wäre, sollte es ihm auf schulmäßigem Wege vermittelt worden sein. Ich will euch tauglich machen für die Arbeit in Meinem Weinberg, und alle Gebiete sollen euch darum erschlossen werden. Denn die Gegner werden von allen Seiten an euch heranstürmen und eure Lehren verwerfen wollen. Ein guter Lehrer aber entkräftet alle Einwände, die ihm in feindlicher Absicht entgegengehalten werden, ein guter Lehrer ist sogar fähig, den Gegner zu überzeugen, und er wird sein Wissen stets verbreiten, selbst wenn die Absicht, es abzulehnen, vorherrscht und der Lehrende in seiner Tätigkeit gehindert wird. Die Wahrheit selbst setzt sich durch, und daß die Wahrheit ihre rechten Vertreter hat, dafür werde Ich sorgen, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin und die Menschen in die Wahrheit leiten will. Ich werde Meine Diener auf Erden ausstatten mit jeglicher Fähigkeit, die eine erfolgreiche Arbeit für Mein Reich sichert, Ich werde ihnen ein Wissen vermitteln, das überzeugend wirkt und als göttliche Weisheit anerkannt werden kann von jedem, der ernsthaft prüfet und sich belehren lässet. Amen. B.D. NR. 4565.

 

Buch 53 4566

Fürchtet nicht, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können.

14. Februar 1949. B.D. NR. 4566.

Fürchtet nicht, die euch irdisch schaden können, sondern nur allein den, der eure Seele in den Abgrund zu ziehen sucht. Doch auch ihm könnet ihr mutig entgegentreten, so ihr Mich an eure Seite rufet, dann wird er nichts wider euch ausrichten können, dann habt ihr einen Schild, durch den ihr unverwundbar seid, also eure Seele jeder Gefahr entronnen ist. Die Welt aber wird euch hart bedrängen, und ihre Machthaber werden euch zu vernichten suchen, weil sie gegen jeden aufstehen, der Mir treu ist, weil sie Mich nicht als Herrn anerkennen wollen und darum alle Macht und Verehrung für sich allein beanspruchen. Ihr werdet hart bedrängt werden und könnet doch euch sorglos und unverzagt jedem Kampf stellen, weil Ich als euer Heerführer mit in den Kampf ziehe und für euch streite, wie ihr auch für Mich und Meinen Namen streitet. Und der Sieg wird euer sein. Trachtet danach, daß euer Glaube stets tiefer und unerschütterlicher werde, dann wird auch jede Furcht schwinden vor denen, die nur den Leib töten können. Achtet ihr mehr auf das Leben der Seele, dann lässet euch alles Weltliche, Verlockungen und Drohungen völlig unberührt - ihr lebet nur Meinem Willen entsprechend, und so der Irdisch-Gebietenden Verlangen Meinem Willen entgegengerichtet ist, werdet ihr sie erkennen als Abgesandte des Satans und jegliche Furcht vor ihnen verlieren, denn euer Glaube gibt euch die Kraft zu widerstehen; ihr fürchtet dann nicht mehr die Welt und ihre Vertreter, sondern haltet euch stets mehr und mehr an Mich als Den, Den ihr fürchtet und liebet zugleich. Wer schwachen Glaubens ist, wird ängstlich sein und auch irdische Maßnahmen mit Sorge verfolgen; wer schwachen Glaubens ist, dem bin Ich nicht ständig gegenwärtig. Er achtet noch zu sehr der Welt, wenngleich er sie nicht begehrt, doch er bleibt nicht ohne Eindruck, sie erfüllt noch seine Gedanken, sie hält ihn noch zu sehr vom geistigen Streben zurück. Und dieser wird sich fürchten und von irdischer Gewalt arg bedrängt werden. Ihm möchte Ich helfen, seiner Furcht ledig zu werden, ihm möchte Ich zurufen: Stets wird euch ein Retter erstehen in Mir, so ihr nur voller Glauben seid an Meine Liebe und Meine Macht. Ich kann alles, und Ich will alles, was euch zum Segen gereichet. Glaubet dies und wisset, daß Ich stets euch zur Seite stehe, wenn die Vertreter des Satans euch bedrohen und euch von Mir abdrängen wollen. Und seid ihr einmal Meiner Gegenwart bewußt, dann wird jegliche Angst schwinden, und furchtlos werdet ihr dem Feind gegenüberstehen. Ihr seid stark durch den Glauben an Mich, und ihr fürchtet nicht mehr für euer leibliches Leben, weil ihr wisset, daß es keinen Tod gibt für die, die an Mich glauben - daß also wohl euer Leib, aber niemals die Seele getötet werden kann, daß Ich aber auch euer leibliches Leben schütze, solange eure Stunde noch nicht gekommen ist. Amen. B.D. NR. 4566.

 

Buch 53 4567

Ernste Fragen an die Lehrenden, die Gottes Diener bekämpfen.

15. Februar 1949. B.D. NR. 4567.

Ihr werdet zur Rechenschaft gezogen, so ihr Meine Diener bedränget ob ihrer geistigen Tätigkeit, denn von Mir haben sie den Auftrag, und so ihr sie angreifet, greifet ihr Mich an. Sie führen nur den Auftrag ihres Herrn aus, also sind sie nicht verantwortlich für das, wessen ihr sie beschuldigt - daß sie euch die Wahrheit ins Gesicht sagen, die ihr nicht hören und noch viel weniger euren Mitmenschen zugeführt wissen wollet. Von euch fordere Ich Rechenschaft über euer Tun und Denken, die ihr selbst als Verkünder der Wahrheit in der Welt anerkannt werden wollet und doch die reine Wahrheit anfeindet, die von Mir ihren Ausgang hat. Lasset es euch selbst ernst sein um die Wahrheit, und suchet zuerst selbst in ihren Besitz zu gelangen, dann erst habt ihr das Recht, für die Wahrheit einzutreten und Träger von Irrlehren zu hindern an ihrer Tätigkeit. So ihr aber selbst belehrt werden müsset und die Träger der Wahrheit unschädlich zu machen suchet, so ihr sie verfolget und anfeindet, richtet sich euer Wesen gegen Mich, und ihr ladet große Schuld auf euch, für die Ich euch zur Verantwortung ziehe. Merket auf, so ihr im guten Glauben handelt, wie es in der Welt aussieht: - Wo findet ihr den Liebegeist? Wo findet ihr innige Gottverbundenheit, überzeugten Glauben und wahre Nächstenliebe? - Wo findet ihr Geisteswirken, d.h. Weisheit und klare Erkenntnis in geistigen Dingen? Wie erkläret ihr euch das große leidvolle Geschehen in der Welt? - Wie löset ihr das große Schöpfungsrätsel? - Was wisset ihr von der Wesenheit Gottes, von Seinem ewigen Heilsplan? - Wer anders als Ich Selbst kann euch das Wissen darum vermitteln durch Meinen Geist? - Und wo könnet ihr ein Geisteswirken feststellen? Beantwortet euch allen Ernstes diese Fragen, und dann sprechet nicht jenen die Verbindung mit Mir ab, die euch darüber Aufklärung geben können. Nehmet dankbaren Herzens entgegen, was Ich euch biete aus der Höhe, um euch zur Erkenntnis zu verhelfen, und so ihr zweifelt, dann prüfet, aber verwerfet nicht ungeprüft, denn wahrlich sage Ich euch, Ich schütze Meine Diener und werde nicht dulden, daß von oben vermitteltes Geistesgut durch euch unwirksam gemacht wird, indem ihr zu verhindern sucht, daß es den Mitmenschen zugeleitet wird und die Überbringer Meines Wortes bedroht und verfolgt. Was ihr ihnen nehmen wollet, werde Ich ihnen wiedergeben, und offensichtlich sollt ihr Mein Wirken und Meine Hilfe erkennen. Doch so ihr Mir dienen wollet, so ihr Meinen Willen erfüllen wollet, dann erwecket vorerst euren Geist zum Leben durch Liebeswirken; dann erst habt ihr das Recht, zu urteilen und euch zum Richter aufzuwerfen über die, die falsche Lehren verbreiten oder als falsche Propheten auftreten. Dann erst werdet ihr selbst die Wahrheit vom Irrtum zu unterscheiden wissen und Mir rechte Diener sein auf Erden, nimmermehr aber dann jene verurteilen, die euch nun als Wahrheitsträger gegenübertreten, um euch Meinen Willen kundzutun. Unaufhaltsam drängt die Zeit ihrem Ende entgegen, für diese Erde ist euch ein Ziel gesetzt, und bald habt ihr den Zeitpunkt erreicht, wo eure Entwicklungsmöglichkeit auf Erden zu Ende ist. Lasset euch darüber aufklären, lebet nicht gedankenlos in den Tag hinein, damit rechnend, daß euch noch viel Zeit bleibt; seid euch der großen Verantwortung bewußt, die ihr für eure eigene wie auch für eurer Mitmenschen Seelen traget, so ihr die Zeit bis zum Ende recht nützet, und stellet euch jeden Tag als den letzten vor. Dann werdet ihr eifrig eure Seelenreife zu erhöhen trachten, so ihr den Willen habt zum Guten, zu Mir, und dann werdet ihr nimmermehr so handeln und denken können wie ihr es jetzt tut, wo ihr noch blind seid im Geist, so daß ihr nicht das Licht annehmen wollet, das euer Geistesdunkel durchbrechen würde. Nehmet Meine Warnung und Mahnung ernst, auf daß ihr nicht dereinst bittere Reue empfindet, so es zu spät ist. Amen. B.D. NR. 4567.

 

Buch 53 4568a

Evangelium frohe Botschaft. Jünger der Endzeit. Glaube.

17. Februar 1949. B.D. NR. 4568a.

Eine frohe Botschaft soll das Evangelium für jeden Menschen sein, so ihr es ihnen bringet in Meinem Namen. Und so er sich davon wohltätig berührt fühlt, wird es auch sicher ihm zu Herzen dringen und Wurzeln fassen. Dann wird es für ihn ein Hoffnungsstrahl sein, daß ihm eine schöne Zukunft erreichbar ist, es wird das Evangelium ihn anspornen zum Streben zur Höhe, immer mit dem Ziel des ewigen Lebens, der endgültigen Vereinigung mit Mir und also ewiger Seligkeit. Darum soll Mein Evangelium freudig aufgenommen werden, und auch daran erkennt ihr, Meine Jünger der Endzeit, die Meinen und wisset sie sehr wohl von den Anhängern des Gegners zu unterscheiden. Denn die sich durch das Evangelium unangenehm berührt fühlen, die es als eine Beschränkung ihrer Lebensfreuden empfinden, die sich lösen müßten von der irdischen Materie und doch noch zu sehr an ihr hängen, gehören noch Meinem Gegner an, und bei ihnen werdet ihr schwerlich Erfolg haben. Ihr bringet ihnen keine frohe Botschaft, und darum weisen sie euch ab oder feinden euch an. Es sind zwei Lager, die so offensichtlich erkennbar sind, daß es euch nicht schwerfallen wird, sie zu trennen, daß ihr euch ersteren mit vollem Einsatz widmen werdet und letztere nach vergeblichem Versuch ihren Weg gehen lasset, doch niemand soll sagen können, von Meiner ewigen Heilslehre nichts gehört zu haben, und jedem wird Mein Wort in einer Form zugetragen, daß er sich frei entscheiden kann zur Annahme oder zur Ablehnung. Wer es aber freudig annimmt, der wird großen Segen davon haben, und ihm sollt ihr stets mehr und mehr zutragen, wie es sein Verlangen danach bestimmt. Eine frohe Botschaft ist es, so Ich euch die Verheißung gebe, daß ihr nicht sterben werdet, sondern das ewige Leben habet. Denn der Tod ist ein Schrecken für alles, was lebt. Ich aber verheiße euch das ewige Leben, und sonach steht euch ein seliges Los bevor, das euch mit Freude erfüllen soll, und ihr darum dankbar sein könnet, wenn euch Meine Heilsbotschaft vermittelt wird. Das schwerste Leid auf Erden wird für euch tragbar sein mit der Aussicht auf euer Los im Jenseits, so ihr glaubt. Und auf daß ihr glauben könnet, zeige Ich euch den rechten Weg. Den Weg der Liebe, der euch zu dem Ziel führt, das ihr erhoffet, das euch mit Freude und froher Erwartung erfüllt. Und darum ist Mein Evangelium eine frohe Botschaft aus der Höhe, die euch alle Schrecken des Erdenlebens verringern soll und euch Kraft gibt, zu tragen, was Ich euch auferlege, auf daß ihr selig werdet. Amen. B.D. NR. 4568a.

 

Buch 53 4568b

Evangelium frohe Botschaft. Jünger der Endzeit. Glaube.

18. Februar 1949. B.D. NR. 4568b.

Ihr, Meine Jünger der Endzeit, werdet direkt belehrt von Mir wie die ersten Jünger, denen Ich das Evangelium brachte in reinster Form. Ich kenne euch, wie Ich auch sie kannte von Ewigkeit, Ich sah in ihren Herzen die Liebeflamme, die ihnen die Fähigkeit gab, Meine Stimme im Herzen zu vernehmen - Ich weiß auch um eure Liebewilligkeit und kann daher auch zu euch durch die Stimme des Geistes sprechen und euch sonach belehren, um euch tauglich zu machen für das Amt, als Jünger der Endzeit für Mich tätig zu sein. Als Ich auffuhr zum Himmel, sollten Meine Jünger das Evangelium in die Welt tragen, um allen Völkern Kunde zu geben von Meinem Willen und Meinem Wandel auf Erden, auf daß sie ihn erfüllen und danach leben sollten. Nun aber ist die Zeit abgelaufen, die Ich dafür den Menschen zugebilligt habe, nun komme Ich wieder zur Erde, um zu ernten, was meine Jünger gesät haben, und es gilt, noch in letzter Stunde emsige Arbeit zu leisten, wozu Ich wiederum Jünger erwähle, die tauglich sind, die letzte Saat auszusäen, auf daß die Ernte groß sei. Es gilt, noch zu sammeln die letzten, die zu Mir wollen, und ihnen Meine Liebelehre zu verkünden, die allein zum Licht führt. Ich Selbst will noch einmal zu den letzten reden und bedarf dazu geeigneter Formen, durch deren Mund Ich Mich äußern kann. Ich brauche also wieder Jünger, die von der Liebe zu Mir durchdrungen sind, die sich durch die Liebe so gestaltet haben, daß Ich sie als Gefäß benützen kann, um Meinen Geist hineinzugießen - daß Ich durch diese Jünger Selbst sprechen kann zu allen, die Mich anhören wollen. Meine Jünger der Endzeit aber müssen besonders stark sein im Glauben. Ich trete ihnen nicht körperlich nahe wie den ersten Jüngern, Ich bin ihnen nur gegenwärtig im Geist, und das müssen sie glauben, ansonsten sie nicht Meine Stimme vernehmen können. In der letzten Zeit diesen Glauben aufzubringen, ist besonders verdienstvoll, denn weder Zeichen noch Wunder bestärken ihn, und die Ungläubigkeit der Menschheit ist ein starkes Hindernis, sind doch Meine Jünger sehr vereinzelt nur zu finden unter einer Welt voller Unglauben an einen Gott und sonach auch an ein Wirken des Geistes im Menschen. Doch der Glaube daran ist Bedingung, um Mein Wort in sich zu hören, und nichts steht ihnen zu Gebote als allein die Überlieferung von Meinem Wandel auf Erden. Ich stehe wohl diesen Auserwählten ständig nahe, kann aber nicht außergewöhnlich auf sie einwirken, um ihren Glauben zu gewinnen, sondern dieser muß frei sein und bleiben und Mir doch gelten. Überaus hoch bewerte Ich diesen Glauben, und Meine Liebe gilt denen ganz besonders, die sich Mir mit so gläubigem Herzen nahen und Mir ihre Dienste anbieten, mitzuwirken an der Erlösung der Menschen in der letzten Zeit vor dem Ende. Diese Dienstwilligkeit kommt aus liebendem Herzen, und Ich erkannte die Liebe und den Willen derer, die Ich als Meine Jünger der Endzeit erwählte und die Ich nun ausbilde für ihre Tätigkeit. Denn sie sollen der Menschheit die Wahrheit bringen, so rein, wie sie nur von Mir Selbst ausgehen kann, Ich Selbst also bringe den Menschen wieder das Evangelium, vorerst im Geist Meinen Jüngern, bis Ich dann durch diese reden werde zu den Menschen, die Meine Jünger anhören. Und es wird eine noch kurze Zeit währen, wo Meine Jünger dieses Amtes walten sollen, darum ist emsige Arbeit geboten. Es sind noch so viele, die gewonnen werden sollen, doch wenige nur, die sich berührt fühlen von Meinem Wort, das ihnen durch Meine Jünger zugeleitet wird. Doch um der wenigen willen sende Ich noch einmal Meine Jünger in die Welt, um zu sammeln in die Scheuern die letzte Ernte - um zu retten die letzten Seelen, die sich noch von Mir retten lassen wollen. Amen. B.D. NR. 4568b.

 

Buch 53 4569

Wirksamkeit der göttlichen Wahrheit nur nach Überwindung der Welt.

20. Februar 1949. B.D. NR. 4569.

Die Welt ist für die Menschen das Wirkliche, das Geistige das Unwirkliche, dem sie keine Beachtung schenken. In der Welt des Scheins sehen sie die Realität, und sie sind daher auch allem zugänglich, was von der Welt kommt oder zu ihr hinführt. Das geistige Reich aber ist für sie ein Traumland, das sie wohl mitunter schemenhaft berührt, jedoch nicht ernst genommen wird. Und so ist auch die göttliche Wahrheit nur dem Menschen wertvoll und bedeutsam, der mit der irdischen Welt schon gebrochen hat, der sie als Welt des Scheins erkannt hat und sie nicht mehr begehrt. Deshalb ist so wenigen Menschen die Wahrheit zuzuführen, weil die Welt noch die meisten gefangenhält und selbst der geistig Strebende des öfteren von Zweifeln geplagt wird, wenn er sich auch noch der Welt zuwendet. Die göttliche Wahrheit kann unendlich beglücken, so sie als einziges Gut dem Menschen begehrenswert dünkt; darum erfüllt sie das Herz des Menschen und gibt keinem Gedanken an die Welt mehr Raum. Doch bevor dieser Zustand im Menschen eintritt, muß sich der Verstand durchringen, d.h., er muß sich mit dem Herzen zugleich der Wahrheit zuneigen, sich zu ihr bekennen, und das kann erst dann eintreten, wenn das Irdische den Verstand nicht übermäßig beansprucht, wenn er sich dem zuwenden kann, wonach das Herz strebt. Es befindet sich der Mensch in einem völlig abgeschlossenen Gebiet, so er sich mit geistigen Dingen befaßt, dann ist der Zugang zur Welt gesperrt, und die Seele des Menschen ist glücklich, wenn auch dem Menschen selbst unbewußt. Dann kann die göttliche Kraft auf die Seele einwirken, die sich jedoch sofort vermindert, wenn die Welt wieder an ihn herantritt und er ihr Beachtung schenkt. Darum muß, wer sich mit Gott verbinden will, sich zurückziehen in sein Kämmerchen - er muß die Einsamkeit suchen oder stille Einkehr halten in sich selbst - er muß die Welt ausschalten, ansonsten das geistige Reich nicht seine Wirkung auf ihn ausüben kann. Doch mitten in der Welt wird er nicht finden, was seinem nach Gott verlangendem Herzen wohltut. Zwar kann der Mensch auch mitten in der Welt in die Stille gehen, in sich hineinhorchen, doch dann ist er nur körperlich in der Welt, seine Seele aber zieht sich zurück in geistige Gefilde, dann ist der Mensch selbst stärker als die irdische Welt, dann begehrt er diese nicht, sondern stellt die geistige Welt der irdischen voran, und dann wird es ihm auch gelingen, sich jederzeit in geistige Sphären zu erheben, selbst wenn sein Körper noch an die Erde gefesselt ist. Um nun die reine Wahrheit verbreiten und vertreten zu können, muß diesem Vorangehenden Rechnung getragen werden. Es ist überaus schwer, Weltmenschen in die göttliche Wahrheit einzuführen, weil ihnen diese so unwirklich erscheint und der Weltmensch in seiner Nüchternheit ablehnt, was ihm nicht greifbar oder sichtbar ist. Und es gehört oft lange Zeit dazu, bis das göttliche Wort an einem solchen Menschen wirksam wird, bis er sich gedanklich damit befaßt und dabei die Welt zurückstellt. Und es ist schwer predigen vom Weltuntergang, vom letzten Gericht und der großen geistigen Not den Menschen, die völlig weltlich eingestellt sind und wenig Fühlung haben mit dem geistigen Reich. Ihnen wird der Prediger stets als Phantast erscheinen, und nicht eher wird er die Wirkung der Wahrheit an sich verspüren, bis er sich selbst in geistige Gebiete wagt und diese Sphären auf sich wirken lässet. Dann trennt er die geistige und die irdische Welt, und dann erst ist er der reinen Wahrheit aus Gott zugänglich, und sie wird seine Seele zutiefst beglücken. Amen. B.D. NR. 4569.

 

Buch 53 4570

Geistige Zusammenarbeit.

21. Februar 1949. B.D. NR. 4570.

In geistiger Beziehung ist eine Zusammenarbeit erforderlich, es ist einer angewiesen auf die Hilfe des anderen, weil geistige Arbeit selten die Unterstützung von weltlicher Seite finden wird und daher eine Verbreitung mühseliger ist und die Unterstützung derer benötigt, die gleichen Geistes sind. Und es ist nun der Wille des einzelnen ausschlaggebend, wie weit er Mir ein tüchtiger Arbeiter ist in Meinem Weinberg. Völlig freien Willens muß die Arbeit für Mich und Mein Reich geleistet werden, es darf keiner unter dem Zwang stehen, etwas tun zu müssen wider seinen Willen, doch reichsten Segen wird empfangen, den das Herz treibt, der aus Liebe zu Mir für Mich tätig ist, denn er selbst wird seinen geistigen Reichtum vermehren, er wird an den Schätzen Freude haben, mit denen er arbeitet, und es wird ihn drängen, den Reichtum auch anderen zugänglich zu machen. Deshalb wird er ständig geistigen Austausch pflegen wollen und schon dazu Menschen benötigen, die das gleiche Streben haben, und der Zusammenschluß dieser auf geistiger Basis ist gesichert. So sich ein geistig strebender Mensch nicht mitteilen könnte, wäre sein Arbeitsfeld beschränkt und würde ihn ermüden lassen, doch überall finden sich die Menschen, die Mir zustreben, und suchen geistige Gemeinschaft, um Mein Wort austauschen zu können, je nach ihrer Aktivität. Es soll einer des anderen Stütze sein - und jedem weise Ich die Arbeit zu, die er ausführen kann, so er nur will, doch seinen Willen zwinge Ich nicht, weil die Liebe zu Mir ihn bestimmen soll, für Mich tätig zu sein. Trägt er diese Liebe in sich, dann braucht er nicht von außen angeregt zu werden, dann drängt es ihn von selbst zu der Arbeit für Mich und Mein Reich, und er wird reichsten Segen empfangen und emsig für Mich tätig sein. Amen. B.D. NR. 4570.

 

Buch 53 4571

Seligwerdung. Wissen. Gottes Wort direkt. Bedingungen.

22. Februar 1949. B.D. NR. 4571.

Ich will, daß ihr selig werdet. Und sonach ist alles, was um euch ist und geschieht, nur ein Mittel dazu, doch es steht euch frei, diese Mittel zu nützen oder sie unbeachtet zu lassen. Es ist nun überaus wichtig, sich über die Folgen einer Nichtnutzung Meiner Gnadenmittel klar zu sein, und also ist es nötig, Kenntnis zu erlangen von Meinem ewigen Heilsplan, von Sinn und Zweck der Schöpfung und Sinn und Zweck des Erdenlebens, von dem Urverhältnis, das zwischen Mir und Meinen Geschöpfen bestand, und dem derzeitigen Abtrünnigkeitsverhältnis, das euch den Unseligkeitszustand eingetragen hat, von dem Ich euch erlösen will. Das Wissen um alles ist eine Notwendigkeit, weil es das Leben eines jeden einzelnen bestimmen soll. Sowie der Mensch um alles weiß, steht er schon in einer großen Gnade, weil die Unkenntnis die natürliche Folge des Abtrünnigkeitsverhältnisses ist, also eine große Entfernung von Mir beweiset, die aber nach Meinem Willen verringert werden soll, und der völlige Dunkelheitszustand allmählich in einen lichtvolleren Zustand übergehen muß, um wieder zum Urzustand zu werden, zum Zustand der Seligkeit. Ein rechtes Wissen wird den willigen Menschen auch zu einem guten Lebenswandel veranlassen, zu einem Wandel in Liebe, zu einer Angleichung seines Wesens an Mein Urwesen, das in sich Liebe ist. Folglich wird es Mein ständiges Bestreben sein, dem Menschen das rechte Wissen zuzuleiten, und daraus geht wieder hervor, daß Ich zu ihnen sprechen muß, weil Ich allein um die Wahrheit weiß, weil die Wahrheit von Mir ausgeht und der Mensch in der Wahrheit steht, der sie direkt von Mir empfängt. Doch nicht jedem Menschen kann sie direkt zugeführt werden, weil das Vernehmen Meines Wortes nur in einem bestimmten Reifegrad möglich ist und weil, wenn dieser Grad erreicht ist, der Mensch selbst Vorbedingungen erfüllt haben muß, die Meinem Gesetz der ewigen Ordnung entsprechen, also nicht umgangen werden können, will Mein Wort in sich vernommen werden. Ein guter Lebenswandel nach Meinem Willen wird auch zumeist den Glauben zeitigen an eine direkte Verbindungsmöglichkeit mit Mir, denn diese ist Voraussetzung, daß der Mensch sich selbst Meinem Wort öffnet, daß er Meine Sprache zu hören begehrt. Liebende Menschen werden von selbst des öfteren Zwiesprache halten mit Mir, sie werden glauben ohne besonderes Wissen, daß Ich bin, und sie werden zu Mir verlangen. Mit ihnen kann Ich reden und werde immer von ihnen verstanden werden, nur werden sie ihr so empfangenes Geistesgut als eigene Gedanken betrachten, sie werden wohl auch ihre Gedanken als Wahrheit vertreten, doch niemals vollüberzeugt als Mein Wort, als Meine Äußerung hinstellen, solange ihnen der Vorgang einer direkten Übertragung fremd ist. So aber den Menschen als besondere Gnadenzuwendung eine Erklärung darüber geboten wird, die sie anregen soll, selbst einen Zustand anzustreben, der sie befähigt, Mich direkt zu vernehmen, gebe Ich den Menschen Gelegenheit, ihr Wissen zu erweitern und also den Dunkelheitszustand in einen lichtvollen zu wandeln; dann aber müssen alle Bedingungen vorerst erfüllt worden sein, die Ich daran geknüpft habe und die die sind: ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe - ein tiefer Glaube an Mich und Meine Liebe, die in Verbindung treten will mit ihren Geschöpfen - ein ernstes Verlangen, wahrheitsgemäßes Wissen zu erlangen - und nun ein bewußtes Sich-Vorbereiten und Lauschen nach innen, um Mich Selbst vernehmen zu können in Form von lichtvollen Gedanken oder auch gesprochenen Worten, die tönend erklingen. Wer dieses Mein direktes Wirken nicht glauben kann, der ist auch nicht imstande, Meine leise Stimme zu vernehmen, denn sein Lauschen nach innen wird nicht in der Tiefe und Überzeugung stattfinden; er höret darum nicht, weil er sein geistiges Ohr nicht öffnet. Und dieser Glaube ist es, der den Menschen mangelt, selbst wenn sie sonst befähigt wären durch ihren Meinem Willen entsprechenden Lebenswandel. Daß aber die Menschen die Kenntnis davon verloren haben, ist nur ein Beweis ihrer großen Entfernung von Mir, die ein Hindernis ist, um Mein kraftvolles Wirken zu wissen, die aber doch nicht das Wirken Meinerseits ausschließt, sowie der Wille vorhanden ist, Mich Selbst zu hören. Doch anders als durch das lebendige innere Wort ist die reine Wahrheit, das rechte Wissen den Menschen nicht zu vermitteln, und darum segne Ich einen jeden, der diese Verbindung herstellt, um zum Segen der Mitmenschen die reine Wahrheit in Empfang zu nehmen und zu verbreiten. Denn erst so die reine Wahrheit den Menschen zugänglich gemacht wird, kann die geistige Finsternis durchbrochen und der Weg beschritten werden, der zu Seligkeit führt, weil nur die Wahrheit allein zu Seligkeit verhilft und weil es Mein Wille ist, daß alle Menschen selig werden . Amen. B.D. NR. 4571.

 

Buch 53 4572

Geistige und irdische Mitarbeiter am Erlösungswerk Christi.

24. Februar 1949. B.D. NR. 4572.

Geistige und irdische Mitarbeiter beteiligen sich an dem Erlösungswerk, das Jesus Christus begonnen hat mit Seinem Erdenlebenswandel, denn zuvor war es nicht möglich für einen Menschen, während des Erdenlebens alle Fesseln zu sprengen, weil der Satan seine Macht ausübte in unerhörter Weise. Durch Seinen Tod am Kreuz aber wurde dessen Macht gebrochen. Doch immer noch besitzt er so viel Gewalt denen gegenüber, die den Retter Jesus Christus nicht anerkennen. Es ist aber das Erlösungswerk vollbracht für alle, und so können auch nun noch die Seelen in den Segen des Kreuzestodes kommen, die sich für Jesus Christus entscheiden vor dem Ende. Das Denken der Menschen muß jedoch vorerst geschult werden, auf daß sie zum rechten Erkennen der großen Liebe und Gnade des Menschen Jesus gelangen, auf daß sie dann Ihn auch als Erlöser der Menschen erkennen lernen und sich bewußt unter Sein Kreuz stellen. Diese rechte Erkenntnis kann ihnen wohl vermittelt werden durch Wesen, die im Wissen stehen, die geistig sowohl als auch irdisch die Menschen betreuen und die darum es sich zur Aufgabe machen, auf das Denken der Menschen einzuwirken durch Vermittlung ihrer Gedanken. Die geistigen Mitarbeiter wenden sich zuerst an solche Menschen, die in sich den Trieb spüren, sich dem Erlösungswerk durch Einsatz ihrer Kraft zu widmen, die also gleichsam das Werk fortsetzen wollen auf Erden, die sich Gott anbieten, Ihm dienen wollen und die darum auch als taugliche Arbeiter angenommen werden von Ihm. Und nun findet ein Gedankenaustausch statt zwischen geistigen und irdischen Wesen, denn die Erlösung des Geistigen kann nur die Folge sein von einer rechten Übermittlung der reinen Wahrheit, die den Menschen Aufschluß gibt über ihren Daseinszweck und sie langsam zu einem Wandel in Liebe erzieht, was alleiniger Lebenszweck ist und bleibt. Folglich wird das Bestreben der geistigen Mitarbeiter sein, durch Menschenmund, also irdisch Gott dienende Menschen den Glauben an Jesus Christus zu wecken und zu festigen, so er schwach geworden ist. (25.2.1949) Die Wesen des geistigen Reiches, die im Licht stehen, sind zur erlösenden Tätigkeit stets bereit, da sie zur Liebe geworden sind und ihre Liebe auch dem Unerlösten gilt. Doch auf Erden müssen Menschen, die sich am Erlösungswerk Christi beteiligen wollen, von der Liebe zu Gott so erfüllt sein, daß sie sich Ihm für diese Tätigkeit freiwillig zur Verfügung stellen, weil sie dann erst für ihre Arbeit hergerichtet werden müssen, um sie erfolgreich ausführen zu können. Was der Lichtwesen Anteil ist im geistigen Reich, müssen die Menschen auf Erden, da sie noch unvollkommen sind, sich erst erwerben. Sie müssen selbst zu jenen gehören, die das Erlösungswerk Christi mit Seiner Gnade in Anspruch nehmen, um die Fähigkeit zu erlangen, auch die Mitmenschen auf den Weg der Nachfolge Jesu zu führen, auf daß auch sie erlöst werden und errettet vom geistigen Tode. Jeder, der dem Mitmenschen die Liebe lehrt, ist unbewußt ein Mitarbeiter an der Erlösung der irrenden Seelen; wer aber bewußt das Amt übernimmt als Wahrheitsträger und Geistesgut weiterleitet, das er aus dem geistigen Reich empfängt, der setzet das Erlösungswerk Christi fort, er folgt Jesu nach und ziehet viele Seelen mit sich auf den rechten Weg nach oben. In der Endzeit wirken viele Wesen des Lichtes auf die Menschen ein, um sie zum Mittler zwischen dem geistigen Reich und der Erde zu gewinnen oder nützen zu können. Doch wenige Menschen nehmen die geistigen Belehrungen an und geben sich dem Einfluß ihrer Betreuer hin. Wenige Menschen nur erkennen die Bedeutsamkeit des Erlösungswerkes so weit, daß sie selbst bestrebt sind, mitzuarbeiten und das Erlösungswerk fortzusetzen. Wo aber die Verbindung mit der geistigen Welt und der irdischen Welt hergestellt ist, dort fließet ein Strom von Gnade und Liebe den Menschen zu, der voller Heilkraft ist, also wer von ihm sich treiben läßt, der endet dort, wo seiner Seele wahre Heimat ist - im Meer der großen Liebe Gottes - im Hause des Vaters - im Reiche der Seligen, wo alle erlösten Seelen weilen in der Nähe Gottes, im ewigen Licht. Amen. B.D. NR. 4572.

 

Buch 53 4573

Schicksal entsprechend dem Willen des Menschen.

26. Februar 1949. B.D. NR. 4573.

Dies sage Ich euch, daß sich euer Schicksal gestaltet nach Meinem Willen wohl, jedoch dem euren angepaßt, daß also gewissermaßen euer Wille den Ablauf alles Geschehens bestimmt, weil er die nötigen Ausreifungsmöglichkeiten erfordert, um auf eine möglichst rasche Weise sich dem Meinen unterzuordnen. Ein völlig Mir ergebener Wille sichert auch dem Menschen die Seelenreife, und er kann als Lichtwesen eingehen in das Jenseits, so seine letzte Stunde gekommen ist. Solange er aber noch Mir widerstrebt, wird er sich erproben müssen und stets und ständig Widerstände finden im Erdendasein, so er nicht gänzlich Meinem Gegner verfallen ist, der ihm für die Erdenzeit Hilfe gewähren wird in jeder Weise. Dieser aber soll sich nicht seines leichten Erdenlebens erfreuen, denn er muß büßen nach dem Tode tausendfach. Und so kann sich der Mensch, dem ein schweres Schicksal beschieden ist, geliebt und betreut wissen von Mir; er braucht nur immer auf Meine Hilfe und Meine Kraft zu vertrauen und ergeben sein Schicksal auf sich nehmen, und seine Seele wird einen Nutzen daraus ziehen, den er erst im geistigen Reich erkennen wird in seinem Umfang. Wo Leid und Sorge anzutreffen ist, dort bin Ich Selbst am Werk an der Umgestaltung des Willens des einzelnen, dort ist sichtlich Meine Gegenwart, Meine Führung und Mein Wirken erkennbar. Und darum soll das große Leid, das über die Erde geht, nicht als ein Zeichen des Verlassenseins von Mir betrachtet werden, sondern als ein Zeichen Meiner immerwährenden Liebe und Sorge um euch, und Ich wende Mich nicht von euch ab, selbst wenn ihr euch von Mir entfernt, Ich suche ständig, euch zurückzugewinnen, und darum lasse Ich euch durch Not und Elend gehen, weil ihr selbst durch euren verkehrten Willen Mich dazu bestimmt, wenn Ich euch verhelfen will zur Seligkeit. Das Schicksal des einzelnen entspricht seinem Willen, um den Ich weiß seit Ewigkeit, und welches Maß an Leid ihr zu erdulden habt, entspricht der Seelenreife, um die Ich gleichfalls weiß und die Ich ständig zu erhöhen trachte. Ihr könnet in verschiedener Lichtstärke von der irdischen Welt abscheiden; nie ist diese begrenzt, Ich aber weiß um euren Willen, und wo eine Möglichkeit ist, einen hohen Grad der Seelenreife zu erreichen, wende Ich alle Mittel an, und als solche sind Schicksalsschläge, Widerstände im Leben und Leid und Trübsal anzusehen, die von unermeßlichem Segen sein können für euch, so ihr euch Mir völlig unterordnet, so ihr euren Willen dem Meinen unterstellt, so ihr ergeben alles auf euch nehmet, was euch beschieden ist. Denn Ich liebe euch, die ihr Meine Geschöpfe seid, und will euch gewinnen für Mich, für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4573.

 

Buch 53 4574

Bewertung der Pflichtleistungen nach dem Liebegrad.

27. Februar 1949. B.D. NR. 4574.

Jegliche Lebenskraft solltet ihr dazu verwenden, euch Reichtümer unvergänglicher Art zu schaffen, d.h., alles, was ihr denkt und tut, sollte die dienende Nächstenliebe zur Begründung haben, dann wäre euer Seelenheil gesichert für die Ewigkeit. Diese Forderung Meinerseits mag euch unerfüllbar erscheinen, und doch verlange Ich nichts von euch, was über eure Kraft geht, was undurchführbar wäre. Doch denket einmal darüber nach, daß auch eure tägliche Pflichterfüllung verschieden aufgefaßt werden kann, daß ihr pflichtgemäß handeln könnet, ohne die geringste Liebe dabei zu empfinden für den Nächsten, dem ihr also pflichtmäßig dienet, daß ihr aber auch jede Handlung ausführen könnet angetrieben von innen heraus durch die Liebe und daß diese Handlungen, obwohl sie auch tägliche Pflichtleistungen sind, von Mir anders bewertet werden und eure Seelenreife erhöhen. Die Liebe ist alles, sie bewertet jede Tat, und darum kann ein Mensch noch so pflichtgetreu sein aus seinem korrekten Wesen heraus, doch ohne Liebe werden es immer nur Taten des Körpers sein, die Ich nur weltlich entlohne, die aber nicht geistigen Reichtum eintragen, denn dies ist allein nur von dem Liebegrad abhängig, in welchem auch die Pflichtleistungen ausgeführt werden. Wieviel mehr könntet ihr erringen, so ihr also jegliche Lebenskraft nützen würdet zu werktätiger Nächstenliebe, so das, was ihr tut, von dem Willen getragen ist zu helfen, wo eure Hilfe erforderlich ist. Was ihr tun müsset, wo also euer freier Wille ausgeschaltet ist, das sind nur Taten für die Welt, wenngleich sie auch einen geistigen Charakter tragen können - wo also Pflichtleistungen gefordert werden, die wohl an sich Werke der Nächstenliebe sind, durch pflichtmäßige Ausübung aber rein weltlich bewertet werden von Mir, weil die Liebe des Herzens dabei fehlt. Ich sehe auf das Herz und lasse Mich nicht täuschen durch fromme Worte oder Mienen, Ich weiß, wie weit das Herz beteiligt ist; Ich segne aber einen jeden, der lediglich aus Hilfswillen auch den menschlichen Anforderungen nachkommt, der jede Pflichtarbeit mit innerer Freude ausführt, dadurch dem Nächsten dienen zu können, und der dadurch auch Pflichtleistungen zu einer freiwilligen Tätigkeit macht und seine Lebenskraft in einer Weise verwertet, die ihm reichsten Lohn einträgt in der Ewigkeit. Denn er sammelt wahrlich auf Erden geistige Güter, und er wird nicht arm eingehen in das geistige Reich, sondern krafterfüllt auch dort tätig sein können, wozu seine Liebe ihn treibt, während der arbeitsamste Mensch auf Erden kraftlos und arm stehen wird an der Pforte des Todes, weil er nur schafft für die Welt, weil nie die dienende Nächstenliebe ihn zu seiner Tätigkeit auf Erden antrieb, sondern lediglich weltliche Anforderungen erfüllt wurden in eifriger Pflichterfüllung zwar, doch dem Muß gehorchend, nicht aus freiem Willen. Und darum kann die gleiche Tätigkeit und gleiche Arbeitsleistung ganz verschiedenen Erfolg eintragen - sie kann rein weltlich belohnt werden, aber auch unvergänglichen Lohn eintragen, und letzteres sollet ihr euch angelegen sein lassen, auf daß euer Erdenleben nicht ein Leerlauf sei, denn nimmermehr könnet ihr im Jenseits das nachholen, was ihr auf der Erde versäumt habt. Amen. B.D. NR. 4574.

 

Buch 53 4575

"Sie aßen und tranken" wie vor der Sündflut.

28. Februar 1949. B.D. NR. 4575.

Wie zur Zeit vor der Sündflut, so wird es auch nun wieder werden, so es dem Ende zugeht. Der Menschen wird sich eine erhöhte Lebenslust bemächtigen und die Welt wird mit allen Reizen auf sie einwirken. Die Menschen werden sich nicht mehr beherrschen können und wollen und skrupellos das Leben genießen in Sündhaftigkeit. Denn es werden keine reinen Freuden sein, die sie begehren, sondern die Sünde wird überall vorherrschen, die Ichliebe wird jegliche Nächstenliebe verdrängen, und darum werden die Menschen sündig, weil sie dem Nächsten Schaden zufügen, um nur ihrem Körper Erfüllung der Wünsche zu verschaffen. Es wird das Eigentum des Nächsten nicht geachtet werden und also verstoßen gegen alle Gebote. In erhöhtem Lebensgenuß wird die Stimme des Gewissens erstickt und in vollen Zügen genossen, was die Welt bietet. Die Welt aber ist das Reich des Gegners von Mir, und also kann von der Welt nur Schlechtes kommen, sie kann für die Seele nur eine Gefahr bedeuten, denn was dem Körper erfüllt wird, muß die Seele büßen, sie muß bezahlen, was der Körper verlangt. Scheinbar also werden die Menschen sich des Glückes erfreuen dürfen, nur wer zu den Meinen zählt, der weiß, welche Stunde geschlagen hat, so die Menschen sich im Taumel des Genusses zu betäuben suchen. Dann ist das Ende ganz nahe, denn Ich habe euch dies schon lange angekündigt, daß es sein wird wie vor der Sündflut - sie aßen und tranken, sie freiten und ließen sich freien und achteten nicht der Mahnungen und Warnungen von oben. Und es wird schwer sein, diesen Menschen das Evangelium zu predigen, denn da sie nur das irdische Leben achten und anstreben, fehlt ihnen jegliches Verständnis für das geistige Leben, und darum verlachen und verspotten sie jeden Wahrheitsträger, der sie zu bekehren suchen wird. Doch mitten in den Freudentaumel kommt das letzte Gericht. Und darum wird es entsetzlich sein für alle, die in der irdischen Welt ihren Gott sehen, denn sie werden aus der Höhe stürzen in die Tiefe, aus der Freude in die größte Angst, sie werden aus dem Himmel stürzen in die Hölle. Denn die Welt mit ihren Reizen war ihr Himmel, sie aber wird vernichtet werden - und schärfste Gefangenschaft ist das Los derer, die ihre Freiheit auf Erden falsch nützten, die in der Sünde leben und auch in der Sünde sterben. Hütet euch vor der Welt, denn sie ist eine große Gefahr für euch - sie bietet euch wohl jetzt noch manches Begehrenswerte, doch leistet darauf lieber Verzicht, und trachtet nach den himmlischen Freuden, die nachher kommen, und entbehret, auf daß ihr dann in aller Fülle die Freuden des Himmels genießen könnet. Gehöret nicht zu jenen, die nur sich selbst lieben und dem Körper jeden Genuß verschaffen wollen. Kurz ist der Freudentaumel, doch ein entsetzliches Erwachen folgt ihm, wie es angekündigt ist in Wort und Schrift. Die Menschheit aber ist in großer Gefahr, denn sie ist schon jetzt geblendet von dem Truglicht der Welt, und sie bleibt nicht stehen in ihren Ansprüchen, sondern wird sie erhöhen. Sie steuert mit Riesenschritten dem letzten Ende entgegen - sie sucht das Leben und wird den Tod finden, sie sucht die Freude und geht ins Verderben. Amen. B.D. NR. 4575.

 

Buch 53 4576

Bekennen vor der Welt - lebendiger Glaube.

1. März 1949. B.D. NR. 4576.

Wer sich zu Mir bekennt, der fühlt sich auch Mir verbunden, er wird Mich nicht in der Ferne suchen, er wird keinen Formglauben haben, sondern sein Glaube wird ein lebendiger sein, ansonsten er nicht die Kraft hätte, sich zu Mir zu bekennen vor der Welt. Und darauf wird es ankommen in der letzten Zeit vor dem Ende, daß die Menschen den Gottbegriff erfaßt haben, daß sie also überzeugt sind davon, mit ihrem Schöpfer von Ewigkeit in Verbindung treten zu können. Sie glauben also an Mich und sind durch diesen Glauben von Meiner Kraft durchflutet, sie fürchten nicht mehr die Welt und deren Beherrscher, sondern allein Mich, Den sie aber auch lieben, weil sie Mich als ewige Liebe Selbst erkannt haben. Diese also sind es, die bis zum Ende aushaten werden, weil sie sich nicht allein fühlen in irdischer Not und Bedrängnis, sondern so innig mit Mir verbunden sind, daß sie stets zu Mir kommen mit jedem Anliegen und jeder Sorge. Das volle Vertrauen auf Meine Hilfe trägt ihnen die Hilfe ein, und also widerstehen sie auch der Welt und denen, die ihren Glauben zum Wanken bringen wollen; sie bekennen Mich frei und offen und sind in dieser Glaubensstärke unüberwindlich auch dem stärksten Feind gegenüber. Ihnen stehe Ich offensichtlich bei in der letzten Zeit vor dem Ende, denn Mein Gegner wird mit ganzer Kraft sich an ihnen erproben, er wird als Versucher auftreten überall dort, wo er einen Erfolg vermutet. Er wird die Weltmenschen beeinflussen, hart vorzugehen gegen die kleine Schar der Gläubigen, und so nun der Kampf in aller Brutalität geführt wird, verspricht er ihnen weltliche Freuden, Wohlleben und Glück bei Hingabe des Glaubens. Und es wird die Versuchung groß sein, weil die Gläubigen in arge Bedrängnis geraten durch weltliche Herrscher und ihre Maßnahmen gegen alles Geistige. Dann wird nur ein lebendiger Glaube die Kraft geben zum Widerstand. Und das laute Bekennen vor der Welt wird den Menschen erneut mit Kraft erfüllen, und daran erkennt er die Wahrheit dessen, was Ich durch Mein Wort den Menschen verkündet habe. Und er bleibt Mir treu, er hält aus auch in der schwersten Zeit und besteht den Kampf, der geführt wird gegen den Glauben, er bleibt Mein und wird nimmermehr von Mir sich trennen. Und Ich werde ihm seine Treue lohnen, wie Ich es verheißen habe, Ich hole ihn und führe ihn ein in das Paradies der neuen Erde. Amen. B.D. NR. 4576.

 

Buch 53 4577

Überwinden der Materie.

2. März 1949. B.D. NR. 4577.

Lernet verachten die Güter der Welt, lasset sie nicht zum Inhalt eures Lebens werden, sondern stehet über der Materie, suchet das Geistige zu ergründen und zu fassen. Die Materie steht endlos weit hinter euch zurück, schließet nicht wieder die Kette, indem ihr gleichfalls zurückverlanget und euch dem Geistigen in der Materie zugesellt durch euer Verlangen, was ein Rückschritt wäre für euch, die ihr im letzten Stadium der Entwicklung auf der Erde angelangt seid. Denn euer Verlangen ist ausschlaggebend, wie eure Seele endet. Kann sie sich nicht von materiellen Gütern trennen, dann werden diese sie noch ins Jenseits verfolgen und sie zurückzuziehen suchen, dann kann die Seele auch noch im Jenseits sinken und zuletzt wieder in die Materie eingezeugt werden, was unerhörte und endlose Qualen für das Geistige bedeutet. Das Erdenleben ist euch gegeben zur Überwindung alles dessen, was Meinem Gegner angehört, ihr sollt aus freiem Willen den Schritt tun in das geistige Reich, was jedoch Aufgeben der Materie erfordert, ein Lösen des Herzens von Dingen, die noch unentwickeltes Geistiges bergen, daher nicht im geistigen Reich Eingang finden können. Solange ihr selbst noch davon belastet seid, gelingt euch nicht der Aufschwung in die Sphären des Lichtes, ihr werdet gleichsam auf der Erde zurückgehalten von dem Wesenhaften, das in der Materie verkörpert ist. Denn dieses Wesenhafte widerstrebt Mir noch und will auch alles Geistige hindern, sich Mir anzuschließen, weshalb der Einfluß der Materie auf den Menschen sehr groß ist, weshalb die Gier des Menschen auf die Materie gerichtet ist und sein ganzes Streben erfüllt. Doch dieses Streben entspricht nicht dem Zweck des Erdenlebens, vielmehr sollt ihr es ausrotten aus euren Herzen, ihr sollt geistige Güter anstreben, ihr werdet von diesen weitaus beglückter sein, und keine irdischen Güter wiegen den Besitz auf, den ihr geistig erringet durch Aufgeben und Überwinden ersterer. Euer Urelement ist Geistiges, das durch verkehrte Willensrichtung in die Materie gebannt wurde, die ihm als Fessel Qualen bereitet, um das Verlangen in dem Geistigen zu erwecken, von der Materie frei zu werden. So ihr das Stadium als Mensch erreicht habt, ist es euch auch schon zum größten Teil gelungen, doch die letzte Probe müsset ihr noch bestehen, euch völlig zu lösen von allem, was als Materie angesprochen werden kann, und dafür das Geistige zu begehren - den Zusammenschluß mit Mir, von Dem ihr euren Ausgang genommen habt, Der aber in Sich ist ein Geist in höchster Vollendung. Mit Mir müsset ihr euch zusammenschließen, um wieder zu dem Urelement zu werden, das frei und völlig ungebunden in äußerster Kraftfülle wirken kann. Endlos weit entfernen müsset ihr euch von dem Geistigen, das in der Form gebunden ist, ihr dürfet nicht mehr die Form begehren, so ihr als Geist in aller Freiheit tätig sein wollet, und werdet es nun verstehen, daß jegliche Form, jegliche Materie hinderlich ist für euch, diesen völlig vergeistigten Zustand zu erreichen, der aber Zweck und Ziel eures Erdenlebens ist. Darum übet euch in der Entsagung, werdet Herr über alles Sichtbare, auf daß die Materie euch nicht übermannt und euch zurückreißet in die Finsternis, in die Bannung in fester Form, die euer Los ist, so ihr nicht die Materie überwunden habt. Amen. B.D. NR. 4577.

 

Buch 53 4578

Seligkeit im geistigen Reich.

2. März 1949. B.D. NR. 4578.

Ihr könnet die Seligkeit derer nicht ermessen, die ihre körperliche Hülle ablegen und eingehen dürfen in das Reich des Lichtes, in ihre ewige Heimat. Alles Erdenleid lassen sie hinter sich, nichts Schweres bedrückt sie, kein Feind bedrängt sie, Furcht und Traurigkeit ist ihnen fremd, ihre Augen sehen nur Schönes, überaus liebliche Gegenden, herrliche Gebilde Meines Schöpferwillens, und lichtvolle Gestalten nähern sich ihnen, um sie einzuführen in das Reich des Friedens und der Seligkeit. Und in dieser Umgebung dürfen sie weilen und sich nach eigenem Willen betätigen. Und die Freiheit ist ihre Seligkeit nach einem Zustand, da ihre Seelen noch gefesselt waren und von irdischer Materie umgeben. Ihre Herzen sind liebefähig und liebewillig, sie sind so von der Liebe durchglüht, daß sie darum allein schon selig sind, denn sie finden ständige Erfüllung. Sie schließen sich mit Seelen zusammen, die ihnen völlig gleichen, also im gleichen Reifegrad stehen, und diese Verbindungen erhöhen die Seligkeit, weil der Zusammenschluß aus Liebe auch die Kraft des einzelnen Wesens vermehrt sowie auch den Tätigkeitsdrang und ein gemeinsames Liebewirken nun die Folge ist, das aber ungemein beglückt, denn es ist eine Kraftentfaltung, die immer wieder neue Kraft einträgt. Der Zustrom von Kraft aber ist ein Gefühl höchster Wonne, denn er ist der Beweis der Gottnähe. Meine Geschöpfe spüren Mich und gelangen auch je nach ihrem Reifegrad, der Lichtdurchstrahlung möglich macht, zur Anschauung Meiner Selbst in der für sie erträglichen Weise. Ihre innere Seligkeit steigert sich, denn das Verlangen nach Mir erhöht sich ständig und findet immer Erfüllung. Was das heißt, kann kein Mensch auf Erden begreifen, denn die irdische Liebe ist nur ein Abglanz der geistigen Liebe und schon auf Erden das Begehrenswerteste, im geistigen Reich aber übertrifft sie alles, was an Herrlichkeiten der Seele geboten wird, weil sie die ständige Zufuhr von Licht und Kraft bedeutet und also auch ständige Nähe Gottes. Sowie aber Meine Geschöpfe in das Lichtreich eingegangen sind, bin Ich für sie der Inbegriff der Seligkeit, und sie geben Mich nimmermehr auf. Und dann wird ein jeder den Lohn empfangen für seine Liebe, die Mir auf Erden gegolten hat. Ich erhöhe ständig die Seligkeit, Ich erfülle die Seele mit Meiner Liebe und bereite ihr immer neue Wonnen - "denn was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, das habe Ich bereitet denen, die Mich lieben." Amen. B.D. NR. 4578.

 

Buch 53 4579

Arbeiter im Weinberg des Herrn. Tätigkeit.

3. März 1949. B.D. NR. 4579.

Ich habe euch auserwählt zur geistigen Mitarbeit in der letzten Zeit vor dem Ende, Ich habe euch ein Amt zugedacht, das ihr wohl verwalten könnet nach Meinem Willen, so ihr euch Mir anvertraut, also euch gänzlich Meiner Führung unterstellt. Ihr sollt also nicht selbst wollen, sondern euch führen lassen, also alles an euch herankommen lassen, nicht bangen, nicht sorgen und nicht ängstlich in die Zukunft schauen - ihr sollet nur euch Mir übergeben und Mich allein walten lassen, und es wird alles kommen, wie es Mein Wille ist und wie es der Arbeit für Mich und Mein Reich, die ihr auszuführen willig seid, zuträglich ist. Ich will für euch alles regeln, Ich lenke alle eure Schritte, Ich stehe euch mit Rat und Tat zur Seite, und Meinen Willen werdet ihr im Herzen spüren, d.h., so ihr euch Mir hingebet, wird euer Wille auch der Meine sein, ihr werdet denken, reden und handeln vom Geist in euch getrieben, der nimmermehr euch falsch belehren wird. Ich habe euch auserwählt, weil Ich um euren Willen weiß, daß er Mir untertan sein wird und also auch Mein Geist in euch wirken kann. Ihr könnet also jederzeit Meines Schutzes und Meiner Fürsorge sicher sein und ohne Bedenken reden, wie es euch Mein Geist eingibt, ihr könnet jeden Gedanken zur Ausführung bringen, der in euch aufsteigt, denn ihr seid nun nur noch die Form, die Ich Mir erwählt habe, um Meinen Geist ausstrahlen zu lassen, ihr seid in Wahrheit die Arbeiter in Meinem Weinberg, die nur den Willen ihres Herrn ausführen und jegliche irdische Tätigkeit nur verrichten im Interesse der Mission, die euch obliegt. Ihr werdet ständig geführt und traget keine Verantwortung für euer Tun und Reden, weil ihr euch Mir angetragen habt zum Dienst und Ich nun als euer Herr jede Verantwortung übernehme für Meine Knechte, solange sie Mir dienen wollen in Liebe und Treue. Und diesen euren Willen besitze Ich und segne euch dafür, denn Ich brauche euch für diese Mission auf Erden, weil das Ende nahe ist und ihr es überall verkünden sollet, weil ihr reden sollet in Meinem Auftrag zu allen Menschen, die guten Willens sind, damit sie sich vorbereiten auf das Ende, das kurz bevorsteht, wie es beschlossen ist seit Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4579.

 

Buch 53 4580

"Ich werde euch den Tröster senden." (Erklärung scheinbarer Widersprüche)

5. März 1949. B.D. NR. 4580.

Mein Geist führt euch ein in die Wahrheit, wie Ich es euch verheißen habe: Ich werde euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit, der euch in alle Wahrheit leiten wird und euch erinnern alles dessen, was Ich euch gesagt habe. Wer also diesen Meinen Geist in sich wirken lässet, der wird auch in der Wahrheit stehen und unbedenklich alles annehmen können, was ihm der Geist aus Mir vermittelt. Geisteswirken also ist die Voraussetzung, um in der Wahrheit zu stehen. Dies bedenket einmal vollernstlich, und dann werdet ihr auch wissen, was ihr glauben könnet als von Mir ausgehend. Sowie ihr euch Meine Worte, die Ich auf Erden zu Meinen Jüngern und diese auch zu allen Menschen gesprochen habe, ins Gedächtnis rufet, werdet ihr nicht abweisen können, daß ihr die reine Wahrheit auf einem Wege empfangen könnet, den Ich euch also angekündigt habe mit den Worten: Ich werde euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit. Und Meinen Worten habe Ich vorausgeschickt, daß Ich Wohnung nehmen will bei denen, die Mir ihr Herz zubereiten, daß Ich sie nicht allein lassen will, daß Ich Mich denen offenbaren will, die Mich lieben und Meine Gebote halten. Also geht daraus hervor, daß Meine Offenbarungen von innen kommen müssen, daß Ich, so Ich im Herzen eines Menschen Wohnung genommen habe, Mich Selbst auch im Herzen äußere und daß das zur Folge hat, daß der Mensch Meine Stimme vernimmt durch das innere Wort. Und wiederum habt ihr einen Beweis, daß ihr also dieser Stimme unbedenklich Glauben schenken dürfet, denn sie ist die Äußerung Meiner Liebe zu den Meinen, die darum zu den Meinen zählen, weil sie Mich Selbst in ihr Herz aufgenommen haben, weil Ich in ihnen Wohnung nehmen konnte. Also habt ihr nun Mein Wort, die Kundgabe Meines Willens, die Wahrheit in reinster Form. Ihr brauchet sonach nicht von außen belehrt zu werden, so ihr Mich Selbst als euren Lehrmeister anerkennt und euch Mir Selbst anvertraut. Es ist also ein direkter Verkehr von euch zu Mir möglich, und das müsset ihr vorerst anerkennen, um wahrheitsgemäß belehrt zu werden. Dann wird es euer Bestreben sein, aus erster Quelle die Wahrheit entgegenzunehmen, und ihr werdet auch überzeugt glauben können, was euch vermittelt wird. Denn dieses Wissen geht euch nun in vollbewußtem Zustand zu; Ich rede zu euch, und ihr höret Mich. Ich rede aber zu euch durch euer Herz, und euer Herz vernimmt Meine Stimme, nicht euer körperliches Ohr, das nur von außen euch zugetragene Worte aufnehmen kann. Höret ihr Mein Wort von innen, so wisset ihr, daß Ich Selbst es bin, Der Sich äußert; höret ihr dagegen das Wort von außen, so müsset ihr den Ausgangsort zu erforschen suchen, denn von außen kann euch viel geboten werden, von außen tritt auch Mein Gegner an euch heran, und also sollet ihr ernstlich prüfen, und so ihr ernstlich prüfet, habet ihr auch den Willen, in Mir den Urheber dessen zu finden, was euch geboten wird. Wollet ihr also Mich Selbst sprechen hören, so werde Ich sicher euren Wunsch erfüllen, und dann ist jedes Wort Wahrheit, das euch zugeht, so es von Mir ergebenen Dienern euch vermittelt wird. Und das sei euch ein sicheres Zeichen: daß Ich euch eine jede Frage beantworte, so ihr sie Mir zur Beantwortung vorleget. (6.3.1949) Ihr alle werdet stets in einer Form belehrt, die eurem Reifegrad angepaßt ist; ihr könnet tiefste Weisheit erst dann fassen, so ihr einen bestimmten Grad der Reife erreicht habt, wo ihr vom geistigen Reich aufgeklärt werden könnet in unverhüllter Weise, was euch verständlich sein wird, wenn ihr dazu Mein Wirken auf Erden zum Vergleich zieht, wo Ich stets in Gleichnissen, in Bildersprache zu den Menschen redete, um es ihnen verständlich zu machen. So auch haben diese verhüllten Belehrungen den Zweck, den Menschen zum Denken anzuregen, auf daß er eindringet in geistiges Wissen und es nicht nur oberflächlich mit seinen leiblichen Ohren aufnimmt. Gebe Ich Mein Wort wie jetzt unverhüllt, dann ist ein Reifegrad Voraussetzung, der ein rechtes Verständnis Meines Wortes garantiert. Sinngemäß werden sich nun keine Unstimmigkeiten ergeben, sowie sowohl das verhüllte als auch das direkte Wort von oben in unverhüllter Form den gleichen Ursprung haben, sowie eine jede Belehrung also von Mir ausgegangen ist. Diese Prüfung aber müsset ihr erst vornehmen, wozu ihr nur Meine Hilfe zu erbitten brauchet, um ein rechtes Urteil zu fällen. Bedenket, daß auch der Widersacher arbeitet, und gerade dann, wenn die Menschen ihm zu entfliehen suchen, wenn sie nach der Wahrheit trachten, um Mich zu erkennen und liebenzulernen. Dann wird er stets das Licht zu verlöschen oder zu verdunkeln suchen und eifrig am Werk sein, wo sich Gelegenheit bietet. Um euch Menschen nun beizustehen und das Wirken jener Macht zu entkräften, gebe Ich euch durch Wahrheitsträger Aufschluß, wo unreine Kräfte euer Denken in die Irre geleitet haben. Was von oben kommt, ist Wahrheit, was von unten kommt, ist Irrtum und Lüge. Wo direktes Geisteswirken von innen zu erkennen ist, dort können nur Kräfte von oben tätig sein, die Meine Ausstrahlung empfangen und weiterleiten. Wo aber Kräfte sich einer Form im unbewußten Zustand bedienen, dort ist Vorsicht geboten, denn eine willenlose Form kann auch von einer finsteren Kraft gebraucht werden, wenn auch nur für kurze Zeit, doch es bestimmen die Mitmenschen oft selbst die Äußerungen, die durch eine solche Form gemacht werden, durch ihre eigenen Gedanken und Wünsche, die sofort ergriffen werden von jenen Kräften, die durch eine Form sich nun hörbar äußern. Denn sowie unter den Zuhörern starke Willenskräfte sind, werden deren Gedanken auch einen starken Einfluß haben und nun je nach ihrer Wahrheit von lichten oder finsteren Kräften erfaßt und hörbar zum Ausdruck gebracht. Darum soll bei Entgegennahme von Geistesgut der Mensch stets sich freimachen von eigenem Wissen, er soll demütig und wie ein unwissendes Kindlein sich belehren lassen, dann wird ihm auch reinste Wahrheit zufließen, weil kein Widerstand vorhanden ist, der solches verhindert.

Es werden sich viele daran stoßen, daß ein scheinbarer Widerspruch zutage tritt, doch Mein Geist hat stets das gleiche den Menschen kundgetan, es wurde nur nicht von allen gleich verstanden, und selbst, die Mein Wort aufnahmen, waren nicht frei von eigenen Gedanken, sowie sie ihren Blick der Welt zuwendeten und das Weltgeschehen in Verbindung brachten mit dem Geistigen. Zudem war für die Menschen jener Zeit, in der Ich auf Erden weilte, Mein Heilsplan von Ewigkeit fremd, und die Erklärungen, die Ich den Menschen gab über die fernere Zeit, waren so gehalten, daß nur der völlig zur Liebe geformte Mensch sich ein rechtes Bild hätte machen können von der letzten Zeit, vom jüngsten Gericht und vom Ende. Den anderen mangelte die Erkenntnis, und eine klare Darstellung des letzten Geschehens hätte ihnen nicht zum Vorteil gereicht, denn sie standen noch vor dem ihnen besonders angekündigten Gericht, vor der Zerstörung Jerusalems, die für jene Menschen gleichfalls ein Abschnitt einer Epoche bedeutete und ihnen näher lag als das Ende. So wurde wohl den Menschen Kenntnis gegeben von einer Erneuerung, von einer geistigen Wende, doch mit dem Zusatz, der sich mehr auf die Wandlung der Menschen bezog, als auf die Umwandlung der Erde, weil das Wissen um letztere ihrem Geisteszustand unzuträglich war. Nun aber wende Ich Mich an die Menschen, die den letzten Abschnitt auf dieser Erde erleben - Ich wende Mich an jene, die eine gewisse Seelenreife erlangt und darum auch das Verständnis haben für das Kommende. Ihnen gebe Ich restlos Aufschluß und weise sie an, den Mitmenschen davon Kenntnis zu geben. Doch Glauben finden werden sie nur bei denen, die durch rechtes Streben nach Vollkommenheit auch urteilsfähig und hellen Geistes sind, die Meinen Heilsplan kennen und darum wissen, daß es keine andere Möglichkeit mehr gibt als eine totale Umgestaltung der Erde, um der Seelen willen, die zutiefst gefallen sind und doch einmal erlöst werden sollen. Jetzt spreche Ich zu den Menschen der End-

B.D. NR. 4580

zeit, doch auch damals waren Meine Worte nicht im Widerspruch stehend - Ich sprach als Mensch Jesus so, wie Ich es sah und wurde daran gehindert, das Ende zu sehen, wie es kommet. - Ich sah die umgewandelte Menschheit, nicht aber die umgewandelte Erde, weil es Gott gefiel, die damaligen Menschen darüber in Unkenntnis zu lassen. (7.3.1949) Daß und wie lange die Erde Bildungsstation des Geistigen bleiben muß, daß sie also als irdische Schöpfung weiter bestehenbleiben muß, sollte den Menschen wohl klargemacht werden, die Umgestaltung der Erdoberfläche aber betrifft die Aufwärtsentwicklung des in der Materie gebundenen Geistigen und die Neubannung des Geistigen, das als Mensch verkörpert die Glaubens- und Willensprobe nicht bestanden hat. Beides war der Menschheit noch nicht verständlich, sie unterschied nur eine irdische Welt, wie sie bestand, und eine rein geistige Welt, und den Menschen ward nur darüber Erklärung, daß die Erde als materielle Welt noch nicht auszuschalten ist und daß die Weiterentwicklung in endlos langer Zeit noch auf dieser Erde vonstatten gehen muß, denn die Erde als Gestirn vergeht nicht, nur wird sie nach dem letzten Gericht in völlig neuer Gestaltung ihre Mission erfüllen und also eine neue Entwicklungsperiode beginnen mit einem paradiesischen Zustand - mit den Menschen, die zuvor entrückt werden, weil sie im letzten Glaubenskampf ihre Treue Mir beweisen, weil sie ausharren bis zum Ende und darum selig werden in engster Verbindung mit Mir und dem lichtvollen geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 4580.

 

Buch 53 4581

Speise und Trank für die Seele. Himmelsbrot.

8. März 1949. B.D. NR. 4581.

Euch wird das Brot des Himmels dargeboten, das köstlicher euch nicht gereicht werden kann, denn Meine Liebe Selbst hat es euch bereitet und teilet es euch aus, wie es für euch bekömmlich ist, wie ihr aufnahmefähig seid für die Speise, die eurer Seele zur Nahrung dienen soll. Daß ihr Nahrung benötigt, die euch zum Ausreifen verhelfen soll, muß Ich euch immer wieder vorstellen, auf daß ihr nicht versäumet, sie zu euch zu nehmen; doch in welcher Form Ich sie euch verabreiche, ist davon abhängig, wie ihr die geistige Nahrung verwertet, denn was ihr auch empfanget, dürfet ihr nicht brachliegen lassen, sondern ihr müsset es nützen für eure Aufwärtsentwicklung. Keine Arbeit könnet ihr vollbringen, so es euch an Kraft mangelt, und so müsset ihr auch gestärkt werden, um die wichtigste Arbeit auszuführen, die Umgestaltung eurer Seele. Und diese Stärkung will Ich euch geben, indem Ich euch das Brot des Himmels darreiche. Euer Leib verlangt täglich nach Speise und Trank, und ihr werdet ihm nicht versagen, was er benötigt zur Erhaltung. Eure Seele mahnt euch zwar auch darum, doch nur leise und bescheiden stellt sie an euch das Verlangen, so daß ihr es meist überhört und die Seele vernachlässigt, um den Körper desto reichlicher zu bedenken. Und so komme Ich Selbst ihr zu Hilfe, Ich will ihr Speise und Trank verabreichen, brauche dazu aber eure Einwilligung, daß ihr euch der Seele zuwendet, daß ihr also die Gabe, die von oben kommt, auch nützet ihrer Bestimmung gemäß. Dann wird sie unentwegt Nahrung empfangen und eine Stärkung erfahren, die ihr unsagbar wohltut, durch die sie reifet und das Ziel erreichet, das ihr gesetzt ist während des Erdenlebens. Was Ich euch biete aus der Höhe, kann nicht durch Irdisches ersetzt werden, wie auch keine Speise des Körpers die Seele ernähren kann, denn die Seele ist etwas Geistiges und bedarf auch geistiger Substanzen als Kost, die ihr nicht durch irdische Speise zugeführt werden können. Ich Selbst muß sie speisen, und sie kann auch stets Mein Gast sein, Ich werde sie niemals karg bedenken. Doch Ich kann ihr nichts geben, so der Mensch nichts begehrt, so er einer köstlichen Gabe von oben nicht Beachtung schenkt. Und darum ist der Wille des Menschen erforderlich, aus Meiner Hand die Nahrung für seine Seele entgegenzunehmen. Es muß die geistige Nahrung, das Brot des Himmels, angefordert werden, und so das Verlangen danach vorhanden ist, wird auch Meine Gabe recht genützet werden. Ich rufe wohl jeden an Meinen Tisch, um ihm Speise und Trank zu reichen, doch Hunger und Durst fordere Ich, auf daß Meine Liebegabe verlangend und dankend empfangen wird und die Seele Kraft entziehe, auf daß sie sich geistig entwickeln kann und wandeln zu einem Wesen, das Mir gleicht, auf daß Ich Mich mit ihm zusammenschließen kann und es ewig selig ist. Amen. B.D. NR. 4581.

 

Buch 53 4582

Geistiges Ausreifen derer, die eine Mission erfüllen sollen.

9. März 1949. B.D. NR. 4582.

Ich werde eure Schritte lenken, so ihr euch nur willenlos Meiner Führung anvertraut. Es gibt keine Gefahr, die größer ist als Der, Der euch daraus erretten kann, es gibt keinen Feind, der stärker ist als Ich, und es gibt keine Wege, die ungangbar sind, so Ich neben euch einherschreite. Also darf es für euch auch keine Sorge und Angst geben, denn immer bin Ich bereit, euch beizustehen, was es auch sei. Die Wege, die Ich euch führe, müssen jedoch beschritten werden, und alles muß so an euch herantreten, wie es Meine Liebe und Weisheit von Ewigkeit bestimmt hat, weil es euer Ausreifen ermöglicht und auch anderen Seelen die Gelegenheit gibt, mit euch in Berührung zu kommen, die ihr den Irrenden helfen sollet, zur Wahrheit zu gelangen, die ihr sie hinlenken sollet zu Mir. Eure geistige Aufgabe bedingt einen bestimmten Reifezustand, den zu erreichen euch euer Lebensschicksal ermöglicht. Doch ob es auch schwer erscheinen mag, mit Meiner Hilfe ist alles leicht überwindbar, und Ich verlasse euch ewiglich nimmer, die ihr euch Mir verbunden habt durch euren Willen.

Es sind der Menschen so wenige, die in direkter Verbindung stehen mit Mir, so daß Ich sie mit einer Mission betreuen kann, die unsagbar dringend ist in der letzten Zeit vor dem Ende. Es gibt so wenige, die alle Vorbedingungen erfüllen, um Mein Wirken in ihnen möglich zu machen und sie als Meine Werkzeuge gebrauchen zu können. Und darum werde Ich jeden, der willig ist, Mir zu dienen, in besondere Obhut nehmen, wenngleich Ich auch besondere Erziehungsmaßnahmen gerade an ihm anwende, doch nur zu seinem Besten, um ihn tauglich zu machen für seine Aufgabe. Doch ohne Schutz und Hilfe lasse Ich ihn niemals, weshalb ihr also ohne Bangen jeden Tag beginnen und beenden sollet, solange ihr euren Blick aufwärts richtet zu Mir und also durch eure Gedanken euch Mir verbindet. Jeder Gedanke von euch zieht Mich zu euch, und so Ich euch als Beweis Meiner Gegenwart Mein Wort gebe, ist wahrlich jede ängstliche Sorge unnötig, denn dann wisset ihr Mich doch in eurer Nähe und könnet mit jeder Sorge und mit jeder Frage zu Mir kommen, Ich werde euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und immer für euch da sein, denn ihr seid Meine Kinder, die Ich mit Meiner Vaterliebe betreue und wahrlich keine falschen Wege gehen lasse - denen Ich Kraft gebe, alles zu überwinden, auf daß ihr eure Mission auf Erden erfüllen könnet bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4582.

 

Buch 53 4583

Erlösungswerk Christi.

10. März 1949. B.D. NR. 4583.

Das Erlösungswerk Christi ist vollbracht worden, und doch gehen unzählige Seelen unerlöst in die Ewigkeit. Unzählige Seelen nehmen die Gnade nicht in Anspruch, die der Mensch Jesus am Kreuz erworben hat für die gesamte Menschheit, und sie bleiben in der Gewalt des Satans, sie bleiben gefesselt von seinem Willen; es kann ihnen nicht Erlösung werden aus seiner Macht, weil sie selbst es nicht wollen, weil sie dem Gegner Gottes anhangen, der sie nicht freigibt, um sich selbst nicht seiner Macht zu berauben. Jesus Christus war der größte Wohltäter der Menschheit, und doch kennen Ihn nur wenige, und selbst, die Seinen Namen im Munde führen, wissen nicht mehr als diesen Namen, sie wissen nichts von Seinem Liebeopfer, das er Gott darbrachte, um der sündigen Menschheit zu helfen, die von der Last der Sünde zu Boden gedrückt, weder Willen noch Kraft hatten, sich selbst zu erlösen. Die Menschheit war sündig, weil sie als Folge der einstigen Sünde des Hochmutes des Geistigen das Erdenleben durchwandeln mußte mit dem Ziel des Ausreifens der Seele. Sie war gewissermaßen das Produkt der Sünde. Gott schuf die menschliche Form, um darin dem gefallenen Geistigen Möglichkeit zu geben, sich wieder aufwärtszuentwickeln zu einem geistigen Wesen, das sich von der Sünde abwendet und bewußt Gott anstrebt. Es ist dies wohl möglich, daß sich das Geistige im Menschen während des Erdenlebens so wandelt, daß es als Ebenbild Gottes eingehen kann in die Ewigkeit,daß es also erlöst werden kann, wenn es den Willen dazu hat. Doch solange der Mensch unter dem Einfluß dessen steht, der seinen einstigen Abfall verschuldet hat, mangelt es ihm am Willen zur Erlösung und auch an der Kraft, die er nur von Gott beziehen kann und die Gott nur dem Wesen zuwendet, das die Kraft nicht mißbrauchet zum Wirken für Seinen Gegner, sondern sie recht nützet nach Seinem Willen. Um diese Schwäche des Menschen, um seinen gefesselten Willen und um die Macht des Gegners von Gott wußte der Mensch Jesus, Der durch die Liebe in die tiefste Weisheit Gottes eingedrungen war. Er wußte darum, und es erbarmte Ihn, die hilflosen Mitmenschen dem finsteren Schicksal zu überlassen, und so wollte Er das Schwache stärken, das Willenlose aufrichten und ihm Kraft vermitteln, sich der Fesseln des Feindes zu entledigen. Und so brachte Er ein Opfer dar für Seine Mitmenschen, Er erwarb ihnen Gnade und Kraft und verstärkten Willen durch ein Liebeswerk, das Er Gott als Sühneopfer darbrachte, um ihnen die Erlösung leichtzumachen. Er starb für die Menschheit den Tod am Kreuze, Er wollte die Mitmenschen erlösen - von ihrer Schwäche und von der Sünde des einstigen Abfalles von Gott. Er hat das größte Liebeswerk vollbracht, das kein Mensch auf Erden ermessen kann in seinem Wert und seiner Tiefe. Alle Menschen können frei werden von ihrem Peiniger, sie können alle Fesseln abstreifen und in des Wortes tiefster Bedeutung "erlöst" eingehen in das geistige Reich, so sie nur Jesus Christus als Erlöser der Welt anerkennen, Ihm ihre Schwäche und ihre Sündenlast vorstellen und um Seine Hilfe bitten. Doch sie achten Seiner nicht - sie glauben nicht an Seine Macht und Kraft und fordern sie auch nicht an, und folglich können sie auch nicht die Gnaden des Erlösungswerkes nützen, und Jesus Christus ist für diese Menschen umsonst gestorben, ihr Sündenzustand ist der gleiche geblieben, und so sie sterben, sind sie so überaus belastet mit der alten Sünde der einstigen Auflehnung gegen Gott wie auch mit einem äußerst geschwächten Willen, der sie stets mehr und mehr in die Hände des Gegners von Gott fallen läßt. Und das Erlösungswerk des Menschen Jesus ist vergeblich vollbracht worden für diese Seelen, denen nun keine andere Hilfe mehr zugewandt werden kann und die darum gefesselt eingehen in das Reich der Finsternis, so sie ihr Leibesleben verlieren. Über diese Seelen hat der Satan den Sieg errungen, weil sie selbst sich in seine Hände begeben haben, obwohl ihnen die Möglichkeit gegeben war, die Hilfe Jesu anzufordern, Dessen Liebe zur Menschheit so groß war, daß Er eines jeden Retter sein wollte, weil Er um die entsetzlichen Qualen derer weiß, die unerlöst ins Jenseits eingehen. Amen. B.D. NR. 4583.

 

Buch 53 4584

Ernste Mahnung zur treuen Arbeit im Weinberg des Herrn.

11. März 1949. B.D. NR. 4584.

Lasset euch nicht zurückhalten von eurer geistigen Tätigkeit, bedenket, daß sie überaus wichtig ist, daß ihr eine Aufgabe zu erfüllen habt, die nicht jedem Menschen aufgetragen werden kann, und daher die wenigen, die Ich dafür tauglich befunden habe, auch emsig tätig sein müssen in Anbetracht der vielen Seelen, die der Hilfe bedürfen in geistiger Not. Beachtet, wie das Irdische bei den Menschen an erster Stelle steht, wie wenig Zeit sie finden für eine stille Einkehr in sich selbst, wie selten sie geistige Dinge berühren im Gespräch, und wie abweisend sie auch geistigen Debatten gegenüberstehen. Und ihr müsset erkennen den geistigen Tiefstand, in dem die Seelen stehen. Dann bedenket, daß ihr alle nahe vor dem Ende steht, in welcher Verfassung die Seelen sind, so sie nun dem letzten großen Ansturm standhalten sollen, so sie sich entscheiden sollen für Mich oder für die irdische Welt - bedenket, welcher Entscheid wohl sicher ist. Es ist die Not riesengroß, und ihr soll noch gesteuert werden nach bestem Willen und Können. Viele Seelen könnet ihr noch zur Umkehr bewegen, wenn ihnen die Wahrheit nahegebracht wird, und für diese Arbeit habe Ich euch erwählet und ermahne euch immer wieder, Mir treue Arbeiter zu sein und jede Gelegenheit zu nützen, den Acker urbar zu machen und guten Samen auszustreuen. Lasset euch nicht zurückhalten, dienet Mir zuerst, ehe ihr den Mitmenschen dienet, denn Ich bin euch wahrlich ein leistungsfähiger Herr, und Ich werde eure Mühe und Arbeit nicht unbelohnt lassen. Bedenket, daß euch die irdischen Güter nicht das ersetzen können, was Ich euch zu bieten habe, und bedenket, daß ihr selbst köstlichere Güter auszuteilen habt, als ihr durch irdische Tätigkeit je erringen könnet. Bedenket die geistige Armut der Menschen, und helft ihnen durch Austeilen von geistigen Schätzen, denn sie befinden sich wahrlich in großer Not, wenngleich sie irdisch ein geregeltes Leben führen und dem Körper zuwenden können, was er begehrt. Decket ihre seelischen Bedürfnisse, und ihr habt wahrlich ein Werk der Nächstenliebe vollbracht, das euch gedankt und vergolten wird von jenen Seelen bis in alle Ewigkeit. Und lasset euch nicht von der Welt gefangennehmen, die mit allen ihren Reizen auf euch einwirken will, die Mein Gegner nützet, um euch untauglich zu machen für die Arbeit für Mich und Mein Reich. Bleibet Mir treu und dienet Mir, und Ich werde stets euch unterstützen und mit Meiner Gnade bei euch sein. Amen. B.D. NR. 4584.

 

Buch 53 4585

Mein Reich ist nicht von dieser Welt.

11. März 1949. B.D. NR. 4585.

Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Also muß Ich euch immer wieder vor dieser Welt warnen, wenn ihr in Mein Reich eingehen wollt, denn eines nur könnet ihr besitzen, und ihr müsset Verzicht leisten auf eines um dessentwillen, was ihr begehret. So ihr nun die irdische Welt Meinem Reich vorzieht, lebt ihr wohl für kurze Zeit in Freuden, und euch werden alle Wünsche erfüllt von Meinem Gegner; doch ihr verscherzet euch das Reich, das euch Seligkeiten bietet auf ewig. Ihr machet einen gar schlechten Tausch, den ihr aber nimmermehr ausgleichen könnet, denn wer einmal von der Welt gefangengenommen ist, der kommt auch im jenseitigen Reich nicht von der Materie los und wird zuletzt wieder, was er anstrebt, er fällt immer tiefer, weil ihn die Materie zieht und er ihr verfallen ist durch die List des Satans, denn was in der Welt euch Freude macht, sind Mittel von ihm, durch die er euch zu sich lockt, und sowie euer Herz danach verlangt, hat er schon den Sieg über euch errungen. Mein Reich ist nicht von dieser Welt. So ihr also in Mein Reich eingehen wollet, dann kehret der Welt den Rücken, lernet sie verachten, erfüllet nur eure Pflicht, doch eure Augen richtet zur Höhe, und ihr werdet bald ein Licht erstrahlen sehen, das euch die irdische Welt dunkel erscheinen läßt. Und dann ist jedes Verlangen nach der Welt erstickt, denn das Licht aus der Höhe hat einen alles überstrahlenden Glanz und ziehet jeden an, der nicht schon Sklave der Welt geworden ist. Es gilt aber eure freie Entscheidung, ihr sollt selbst wählen, welches Reich ihr besitzen wollet, ihr sollt euch aus innerstem Antrieb Meinem Reich zuwenden und damit auch das Verlangen nach Mir beweisen, ihr sollt die Welt als Reich Meines Gegners verachten und seinem Einfluß euch entziehen, indem ihr ankämpfet gegen irdische Begierden und Herz und Sinn dorthin lenket, wo Ich als Herrscher throne, zum Reiche des Lichtes, das eure wahre Heimat ist. Amen. B.D. NR. 4585.

 

Buch 53 4586

Gottes Mitwirken bei der Arbeit für Sein Reich. Eigenwille - Gottes Wille.

12. März 1949. B.D. NR. 4586.

Euer Denken und Handeln wird von Meinem Willen gelenkt, sowie ihr geistige Tätigkeit ausübet und Mir also bewußt dienen wollet. Nichts werdet ihr daher unternehmen entgegen Meinem Willen, und darum genügt die innere Verbindung mit Mir durch Gebet oder innige Gedanken, daß Ich euch erfasse und euer Denken recht leite, und dann brauchet ihr nicht zu fürchten, falsch zu handeln. Wer in Meinem Weinberg arbeiten will und bereit ist, Mich zuvor anzuhören, dem wird nun auch von Mir die Arbeit zugewiesen, und zwar durch die Stimme des Herzens. Wie es euch also von innen heraus drängt, so ist es auch Mein Wille, dementsprechend ihr nun auch handeln sollet. Hält euch die innere Stimme zurück, dann folget ihr gleichfalls, doch säumet nicht, auszuführen, wozu Ich euch veranlasse. Redet, so es euch drängt, denn immer bin Ich am Werk, und niemals redet ihr aus euch selbst, sowie geistige Angelegenheiten zur Debatte stehen. Denn das ist Mein Wirken, daß Ich euch in Gelegenheiten führe, wo Ich durch euch sprechen kann. Jede Gelegenheit soll genützet werden, weil jede Tür geöffnet werden soll und weil ihr dazu beitragen müsset, indem ihr Mir eure menschliche Form leihet, derer Ich Mich nun bediene, um zu den Menschen zu sprechen, um einzuwirken auf den Geisteszustand, der nur gehoben werden kann durch Vermittlung der Wahrheit. Die Wahrheit also müsset ihr verbreiten, Meines Wirkens müsset ihr Erwähnung tun und im festen Glauben an Mich und Meine Gegenwart furchtlos und ohne Hemmung Mein Wort predigen denen, die noch finsteren Geistes sind. Keinen Schritt gehet ihr ohne Mich - dessen könnet ihr gewiß sein, daß nichts zufällig und jeder Weg euch vorgezeichnet ist.

Alles, was ihr denkt und tut, lasse Ich Mir angelegen sein, denn ihr wisset es nicht, wie unsagbar wichtig eure Mission ist, wie Ich durch euch der Menschheit nahetreten will und wie nötig Ich euch für dieses Amt eines Mittlers brauche, um die Willens- und Glaubensfreiheit der Menschen zu wahren und ihnen doch Hilfe zu bringen, weil sie sich selbst nicht helfen wollen. Ich trete an alle heran, denen die rechte Erkenntnis mangelt und die noch einen lenkbaren Willen haben, die noch nicht verhärteten Herzens sind und daher spüren können, wer durch euch zu ihnen spricht, wenn sie es spüren wollen. Und es sind oft sonderbare Wege, die ihr gehen müsset, die ihr gleichsam aus euch selbst wählet und doch nur der Stimme Meines Geistes gehorchet, die euch auf diesen Weg drängt. Es gibt für euch keinen Zufall, denn euer Schicksal ist bestimmt seit Ewigkeit, und wer Mir dienet, dem schreibe Ich besonders jeden Weg vor, den er zu gehen hat. Und darum sollet ihr euch keine Bedenken machen, was und wie ihr handeln sollet. Führet das aus, was in eurem Willen liegt, was euch zusagt, und ihr werdet dann stets das Rechte tun, sowie ihr zuvor Mir euren Willen hingegeben habt, sowie ihr Mir anheimstellt, welchen Auftrag Ich euch gebe durch euer Herz. Dann werdet ihr empfindungsgemäß handeln, und es wird Meinem Willen entsprechen. Nur dürfet ihr nichts beginnen ohne Mich, immer sollet ihr Meine Anweisung anhören, d.h. darauf achten, was euch gefühlsmäßig recht erscheint, und es auch tun, ihr werdet handeln, wie es Mein Wille ist, und zum Segen der Mitmenschen für Mich und Mein Reich tätig sein. Amen. B.D. NR. 4586.

 

Buch 53 4587

Warnung vor Abweisen des göttlichen Wortes. "Prüfet alles und."

13. März 1949. B.D. NR. 4587.

Wahrlich sage Ich euch, ihr füget euch selbst einen unermeßlichen Schaden zu, so ihr Meines direkt aus der Höhe gesprochenen Wortes nicht achtet, so ihr euch begnüget mit den Belehrungen, die euch von unkundigen Führern gegeben werden und die ihr erst verstehet, so ihr euch Mein Wort aus der Höhe zu Herzen nehmet. Ihr sollt als erstes nach Licht streben, denn erst ein rechtes Licht erleuchtet den Weg, den ihr gehen müsset, um zum Ziel zu gelangen. In der Finsternis verfehlt ihr den rechten Weg, in der Finsternis lenket ihr eure Schritte dorthin, wo ihr ein Licht aufblitzen sehet, und es sind dies nur Truglichter, die euch ablenken vom rechten Weg. Ihr müsset ein rechtes Licht begehren, d.h., ihr müsset suchen, zu rechter Erkenntnis zu gelangen, euch ein Wissen anzueignen, das der Wahrheit entspricht, dadurch ein rechtes Bild zu bekommen von Mir als liebevollstem Vater und Schöpfer von Ewigkeit, um dann unentwegt die Vereinigung mit Mir als eurem einstigen Ausgang anzustreben. Und darum müsset ihr in der Wahrheit unterwiesen werden. Wahrheit vermitteln kann euch aber nur Der, Der Selbst die ewige Wahrheit ist, oder der, der die Wahrheit von Ihm Selbst empfangen hat. Trachtet nach dieser alleinigen Wahrheit, und begnüget euch nicht mit einem Wissen, das nicht den ewigen Quell als Ursprung hat. Ich kann euch nicht eindringlich genug diese Mahnung zugehen lassen, nicht daran vorüberzugehen, so sich euch Meine Liebe offenbaret und euch reinste Wahrheit zuleitet. Prüfet alles und das Beste behaltet. So euch eine Gabe angeboten wird als Wort Gottes, so merket auf und erwäget im Herzen, wie ihr euch dazu stellen sollet. Lehnet nicht ungeprüft ab, sondern bedenket, daß ihr ja eine große Gnadengabe abweisen könntet, und prüfet also daraufhin, was euch angeboten wird. Könnet ihr dann mit innerer Überzeugung ablehnen, dann traget ihr keine Schuld, doch eine ernsthafte Prüfung soll vorangehen, auf daß - wer guten Willens und liebefähigen Herzens ist, die Stimme des Vaters erkennt, die zu ihm redet. Euch wird das kostbarste Gnadengeschenk geboten, das Meine Liebe für euch bereithält. Nützet es, lasset die Gnade auf euch einwirken, höret Mein Wort an und lebet es aus, und ihr werdet sehr bald erkennen, daß es ewige Wahrheit ist, die von Mir Selbst kommt und euch wahrhaft wissend macht; ihr werdet die Helligkeit in euch spüren und klar den Weg erkennen zu Mir, ihr werdet überzeugt glauben können und nun auch Mich vertreten können vor der Welt, weil euer Glaube ein lebendiger ist, was aber nur die reine Wahrheit zuwege bringt. Und darum ermahne Ich euch noch einmal: Weiset Meine Diener nicht ab, so sie euch Mein Wort darbieten. Ich Selbst vermittle euch das wertvollste Gnadengeschenk, die ewige Wahrheit, weil ihr nur durch die Wahrheit selig werden könnet. Amen. B.D. NR. 4587.

 

Buch 53 4588

Geisteswirken. Prüfung. Beweis Rednergabe. Wahrheit - Irrtum. Boten Gottes.

14. März 1949. B.D. NR. 4588.

Ein großes Gebäude muß zum Wanken gebracht werden, und dieses Werk sollt ihr in Angriff nehmen, wozu Ich Selbst euch Anweisung gebe nebst der Kraft, die Arbeit auszuführen. Überall, wo die Wahrheit vermutet wird, wo man in der Wahrheit zu stehen glaubt, hat sich der Irrtum eingeschlichen, und euch liegt es nun ob, diesen Irrtum aufzudecken, wozu ihr aus eigener Kraft, mit eurem Verstand allein nicht fähig wäret, jedoch mit Meiner Hilfe es vermöget, und ihr darum in Meinem Namen lehren sollet, was Ich euch kundgetan habe durch den Geist. Ein jeder von euch soll bemüht sein, Meinen Geist sprechen zu lassen, um so in den Besitz der reinen Wahrheit zu gelangen. Und so dies nicht erreicht wird, sollt ihr dessen achten, was euch Meine Boten kundtun, die wieder durch die Stimme des Geistes von Mir direkt belehrt werden. Jeder Träger der Wahrheit wird gleiches Gedankengut vertreten, d.h., wo einmal die Wahrheit hingeleitet wird, dort werden auch stets die gleichen Ergebnisse sein; allem wird der Geist, der in Verbindung steht mit dem Vatergeist von Ewigkeit, das gleiche kundtun. Also müssen verschiedene Ergebnisse geprüft werden auf ihren Ursprung hin. Was von Meinem Geist ausgeht, bleibt ewiglich die Wahrheit, die sich niemals verändert, wie und in welcher Form es euch auch geboten wird. Meines Geistes Wirken garantiert reinste Wahrheit, und so ist nur zu prüfen, wann Mein Geist am Werk ist und wo sich falsche Propheten ausgeben als Meine Jünger und Vertreter auf Erden. Und dies könnet ihr leicht feststellen, ob bewußt oder unbewußt das Geistesgut entgegengenommen wird, das Anspruch auf Wahrheit erhebt. So Ich Meinen Geist ausgieße, spielt sich kein Vorgang ab für eine schaulustige Menge, denn Ich trete euch Menschen nicht gegenüber in solcher Weise, daß ihr auch nur im kleinsten Maße zum Glauben gezwungen wäret. Niemand wird etwas Außergewöhnliches bemerken, es sei denn, er fasset die fließende Rednergabe als etwas Ungewöhnliches auf, dann aber weise Ich hin auf Mein Wort: Bedenket nicht, was ihr reden werdet - "Ich werde euch die Worte in den Mund legen." Dann habt ihr schon ein Zeichen, daß Mein Geist wirket in dem, der also gut redet. Doch so euch andere außergewöhnliche Zeichen als Beweis angeführt werden, so glaubet nicht, daß Ich es bin, Der Sich so in Erscheinung bringt. Hin und wieder wohl werdet ihr an Menschen Erscheinungen beobachten können, die auf die Zeit Meines Erdenwandels hinweisen - so besonders gläubige, Mir ergebene Menschen dadurch zur Belebung eines schwachen Glaubens der Mitmenschen beitragen. Doch das Wirken des Geistes betrifft zumeist die Übermittlung Meines Wortes, weil durch Mein Wort die Menschheit in die Wahrheit geleitet werden soll und weil durch Mein Wort auch Mein Wille kundgetan wird, dessen Erfüllung wieder das direkte Wirken des Geistes nach sich zieht. Die Menschheit sucht und tastet wohl nach der Wahrheit, doch sie geht nicht den rechten Weg, um sie zu finden. Jeder Mensch aber trägt die Wahrheit in sich. Jeder Mensch trägt den Geistesfunken in sich, der Mein Anteil ist und der ihm vollste Wahrheit vermitteln kann, wenn der Mensch nach innen den Blick richtet und lauschet auf die Äußerung des Geistesfunkens, auf das Wort, das also von Mir kommt, weil der Geistesfunke Mein Anteil ist seit Ewigkeit. Begreifet es, ihr Menschen, daß ihr in euch selbst suchen müsset, nicht aber warten, was von außen an euch herangetragen wird! Da ihr aber die Bedingungen nicht mehr erfüllt, die eine Äußerung des Geistes in euch voraussetzt, da ihr nicht mehr fähig seid, Mein Wort in euch zu vernehmen, (15.3.1949) da ihr also nicht zu Mir kommet, komme Ich zu euch, indem Ich euch einen Boten sende, der die Äußerung seines Geistes, Mein Wort, vernimmt und euch davon Kenntnis geben soll. Es wird euch wohl nun auch von außen zugetragen, doch als unverkennbare Zuwendung von oben, die jeder feststellen kann, so er sich nur die Mühe einer ernsten Prüfung macht oder sich von seinem inneren Geist leiten lässet, also keinen Widerstand entgegensetzt, wenn ihm gefühlsmäßig Mein Wort zusagt. Und jedem nach der Wahrheit ernstlich verlangenden Menschen wird Mein Wort zusagen, weil Meine Liebekraft wirket bei dem, der nach Mir als der ewigen Wahrheit trachtet. Also komme Ich Selbst ihm entgegen, und Ich ziehe ihn zu Mir, so Ich keinen Widerstand finde. Achtet also auf das Geistwirken, und nehmet die Darbietung dessen an, der vollbewußt auf die Stimme des Geistes in sich lauschet, denn seinen Ergebnissen könnet ihr Glauben schenken, weil er von Mir direkt durch Meinen Geist belehrt wird. Hütet euch vor falschen Propheten, die auch Meinen Namen im Munde führen und doch keine direkte Verbindung haben mit Mir, die also sich fähig dünken, die Mitmenschen zu belehren und selbst ohne Wissen sind. Hütet euch vor denen, die ihre Weisheit auf einem Wege entgegennehmen, wo Ich Selbst nicht am Werk sein kann, weil Kräfte von unten sich dazu drängen, ohne von dem Willen des Empfangenden abgewiesen zu werden - wo der Mensch sich selbst des Willens begibt und nun von seinem Willen Besitz ergriffen wird. Ihr Wille im bewußten Zustand mag gut sein, der Weg jedoch, den sie wählen, ist falsch. Kommet zu Mir, verbindet euch im Geist mit Mir, lauschet nach innen, und erflehet euch mit aller Innigkeit das Wirken Meines Geistes - und ihr werdet erhalten, was ihr erbittet, ihr werdet in vollster Wahrheit unterrichtet werden direkt von Mir oder durch Meine Boten. Immer aber wird Mein Geist euch lehren und in alle Wahrheit leiten. Amen. B.D. NR. 4588.

 

Buch 53 4589

Aufgabe der Diener Gottes: Aufklärung über lebendigen Glauben und Wahrheit.

15. März 1949. B.D. NR. 4589.

Eure Aufgabe besteht darin, daß ihr euch einsetzet für die Wahrheit, daß ihr überall, wo ihr den Irrtum erkennet, aufklärend redet und die Wahrheit entgegensetzet, daß ihr dadurch die Sicherheit derer erschüttert, die Irrtum für Wahrheit halten, daß sie nachdenklich werden und nun die Lichtwesen gedanklich auf sie einwirken. Eure Aufgabe besteht ferner darin, daß ihr den Mitmenschen den Unterschied des lebendigen und des toten Glaubens klarmachet, daß sie sich nicht begnügen mit dem Innehalten von Gebräuchen und Formeln, sondern ihren Glauben zu einem lebendigen gestalten und die lebendige Verbindung mit Mir herstellen. Ihr Menschen könnet solange nicht Meine Stimme in euch vernehmen, wie ihr nicht tatkräftig eine Wesenswandlung anstrebt, die aber niemals vor sich geht ohne den inneren festen Willen und das Gebet um Gnade und Kraftzuwendung. Dann erst beginnt in euch das Leben, dann besinnt sich die Seele auf den Erdenlebenszweck, und dann erst erfüllt sie ihre Aufgabe, sich zur Höhe zu entwickeln. Dieser Wille aber und das Gebet im Geist und in der Wahrheit ist wenig anzutreffen unter den Menschen, und dennoch meinen sie, gläubig zu sein, weil sie den kirchlichen Veranstaltungen und Anforderungen nachkommen; doch ihre Seelen erreichen keinen erheblichen Fortschritt, die Wandlung des Wesens geht nicht vonstatten, und das Wirken des Geistes im Menschen ist eine Unmöglichkeit und ebenso das Zuleiten der reinen Wahrheit, weshalb Irrtum über Irrtum in der Welt verbreitet ist, was wieder einen unseligen Zustand der Menschheit bedeutet, weil Wahrheit allein Licht ist und Licht allein beseligend. Die Macht das Satans ist groß, und sie erstreckt sich auch dorthin, wo die Wahrheit aus Mir vertreten werden sollte, wo das Evangelium gelehrt werden sollte in aller Reinheit, wie Ich es Selbst auf Erden den Menschen gepredigt habe. Und er hat darum so große Macht auch über die vermeintlich Gläubigen, weil sie selbst sich nicht eng genug an Mich anschließen, weil sie wohl von Mir reden, aber Mich nicht im Herzen haben; weil sie wohl beten, aber mit den Lippen zumeist und nicht im Geist und in der Wahrheit. Denn die Länge eines Gebetes erhöht die Wirkung nicht, und ein inniger Gedanke findet eher Erhörung als wohlgesetzte Worte von langer Dauer. Überall lauert der Widersacher und suchet die Menschen zu Fall zu bringen, und er hat guten Erfolg, wo der Wille nicht ernst und fest ist, zu Mir zu gelangen. Wer aber diesen Willen aufbringt, den halte Ich fest, daß er nicht fällt in den Versuchungen des Gegners. Ihm gebe Ich Kraft, und er wird Sieger bleiben.Wo aber ist der Wille so ernst, daß die heiße, flehentliche Bitte zu Mir emporsteigt: Herr, ziehe mich zu Dir, hilf mir gegen alle Not des Leibes und der Seele; gib mir reine, unverfälschte Wahrheit, und lasse mich Dich erkennen und lieben. Wo ist der Glaube so lebendig, daß das Herz diese Worte spricht und nicht nur der Mund? - Diesen lebendigen Glauben will Ich, und wo Ich ihn finde, bin Ich sicher ständig gegenwärtig, denn ein solches Herz lasse Ich nicht in die Hände Meines Gegners fallen. Dieser aber suchet euch Menschen zu hindern an der innigen Verbindung mit Mir, und also sucht er zuerst die Wahrheit zu verdunkeln, er streut Irrtum aus und gibt euch ein verzerrtes Bild von Mir. Und weil euer Wille schwach ist, lasset ihr euch beeinflussen von ihm, und ihr glaubet seinen Worten mehr, der Mich als einen Gott der Rache und des Zornes und nicht der Liebe schildert und euer Verlangen nach Mir verringert. Er ist euch gegenwärtig, Ich aber bin euch fern, denn euer Herz zieht Mich nicht, es gehört der Welt an, die sein Reich ist. Und euer Glaube ist tot - er ist nur ein Bekennen mit dem Munde, nicht aber ein fest überzeugter Glaube, daß Ich bin und Mich mit euch als Meinen Geschöpfen vereinigen möchte. Der Glaube fehlt, weil ihr nicht in der Wahrheit steht. Und darum sollet ihr, Meine Diener, kämpfen für die Wahrheit und gegen den Irrtum vorgehen, und Ich werde euch immer gegenwärtig sein mit Meiner Gnade. Amen. B.D. NR. 4589.

 

Buch 53 4590

Wiederverkörperungslehre - Irrlehre. Gestirne.

17. März 1949. B.D. NR. 4590.

Lasset euch durch vermeintliche Widersprüche nicht beirren, sondern suchet die Erklärung nur darin, daß eure Auffassungsfähigkeit mitunter nicht genügt, etwas recht zu verstehen, wo aber auch ein Widerspruch nicht zu bestehen braucht, sondern nur von euch angenommen wird. Es genüge euch zu wissen, daß Ich Selbst euch niemals falsch belehre und daß Ich euch stets das Wissen vermittle so, daß ihr für eure Seele einen Nutzen daraus ziehet. Die Karmalehre nun ist nicht geeignet, euch zu erhöhtem geistigen Streben zu veranlassen, sie ist vielmehr ein Beweggrund zu eurer lauen Lebensführung im geistigen Sinn. Schon darum ist sie für die Seele wenig nutzbringend, und es findet nicht Meine volle Zustimmung, daß ihr Menschen mit einer nochmaligen Wiederkehr zur Erde rechnet und dadurch nachlässiger in eurem Streben werdet. Die Aufwärtsentwicklung des Geistigen wird zwar von Mir aus in jeder Weise gefördert, und wo Ich eine sichere Möglichkeit erkenne, eurer Seele zur Reife zu verhelfen, dort bin Ich auch zu jeder Zustimmung bereit, immer jedoch die Gesetze Meiner ewigen Ordnung zugrunde legend, niemals aber willkürlich Gelegenheiten schaffend. Und so muß es euch verständlich sein, daß Ich euch nicht hinweisen werde auf einen nochmaligen Entwicklungsgang auf dieser Erde, der ein völliges Versagen von euch während des Erdenlebens voraussetzt, sondern euch vor diesem Versagen hüten möchte und euch daher ermahne, warne und belehre, um ein Versagen zu verhindern. Es wäre eine falsche Erziehungsart, so Ich euch einen anderen Weg in Aussicht stellte zur Erreichung des Zieles, wo ihr noch den rechten Weg vor euch habt, also ihn gehen sollet und auch könnet bei rechter Richtung eures Willens. Und wenn Ich euch die endlos vielen Verkörperungen zuvor vorstelle, dann auch nur deshalb, um euch die große Verantwortung für den kurzen Erdenlebensgang bewußt werden zu lassen. Also es soll das Wissen darum nur beitragen zu erhöhtem Streben, nicht aber, daß ihr daraus falsche Schlüsse ziehet und nachlässiger in eurem Streben werdet in der Hoffnung auf eine Wiederholung einer Verkörperung auf dieser Erde, so ihr das Ziel nicht erreichet. Mein Geist kläret euch sicher auf, und so ihr euch nun vertrauensvoll an Mich wendet, gebe Ich euch durch Meine Diener Aufschluß, wie weit euer Denken recht ist. Wüßtet ihr um die unendlich vielen Ausreifungsmöglichkeiten auf den unendlich vielen Gestirnen im Universum, dann würdet ihr nie und nimmer auf den Gedanken kommen, daß eine Seele wieder zurückversetzt wird auf die Erde. Wohl aber muß die Seele, die noch nicht völlig ausgereift ist, noch viele Verkörperungen erleben, wo sie sich immer wieder bewähren, also aufwärtsentwickeln kann. Die Lehre einer Wiederverkörperung der Seele beruht also wohl auf Wahrheit, doch es besagt dies nicht, daß die Seele im Fleisch geboren auf dieser Erde sich wieder einfindet, sondern es sind damit die vielen Möglichkeiten einer Weiterentwicklung auf anderen Schöpfungen bezeichnet, wo die Seele in einer materiellen oder geistigen Form wieder vor Aufgaben gestellt wird, deren Erfüllen ihr einen Aufstieg sichert. Wenn eine Seele wiederholt dieser Erde zugeführt wird, so ist das ein Ausnahmefall, der eine geistige Mission voraussetzt, nicht aber verallgemeinert werden kann. Unvollkommen von der Erde abgeschiedene Seelen werden sich gleichfort auf der Erde lebend wähnen, sie werden sich in Gegenden aufhalten, von denen sie glauben, in überaus öde, unfruchtbare Landstrecken versetzt worden zu sein, und doch befinden sie sich auf einem anderen Gestirn, das ihrer Seelenreife entsprechend mit Schöpfungen primitivster Art versehen ist und daher auch für die Seelen einen dürftigen, bedrückenden Aufenthalt bedeuten - eine Läuterungsmöglichkeit für sehr materiell gesinnte Menschen, die ihre Begierden ablegen sollen, um dann, je nach ihrem Willen, auf ein anderes Schöpfungswerk versetzt werden zu können zwecks weiteren Aufstiegs. Weil ihr noch zu sehr dieser Erde Liebhaber seid, legt ihr dem Wort Wiederverkörperung auch nur die Bedeutung bei, daß diese Erde der Aufenthalt einer wiederverkörperten Seele ist, während ihr aber das unfaßbar große Schöpfungswerk Meiner Liebe bedenken solltet, das doch nur der unzähligen Geistwesen wegen entstanden ist, die den Weg zur Vollendung gehen müssen und ihn auch gehen in irgendeiner Weise - in materiellen Schöpfungen, solange die Seele nicht vergeistigt, also lichtempfänglich geworden ist, und in geistigen Schöpfungen, wo auch die vergeistigte Seele ständig aufwärtsschreiten kann, wo sie sich immer mehr kristallisiert und fähig macht zur Aufnahme der Ausstrahlung Meiner Selbst. Stellet euch die Unendlichkeit vor, betrachtet den gestirnten Himmel, dessen unzählige Sterne Schöpfungen sind Meines Liebewillens, bestimmt zur Aufnahme entwicklungsbedürftiger Seelen - und ihr werdet einsehen, daß diese Erde nicht allein Träger ist von Wesen, die zur Höhe streben sollen und daß es wahrlich nicht nötig ist, Seelen, die im Erdenleben versagten, erneut auf diese Erde zu versetzen, die zwar die einzige Station ist zur Erreichung der Gotteskindschaft, doch nicht beliebig und zu wiederholten Malen gewählt werden kann als Ausreifungsstation. Und so wird die Lehre einer öfteren Wiederverkörperung auf dieser Erde als Irrlehre erklärt werden müssen, die bekämpft werden muß als schädlich für die Seelen, weil sie den Willen der Menschen schwächt und die ernste Umwandlung des Wesens gefährdet, durch die Aussicht, das Versäumte in einem nochmaligen Leben nachholen zu können bis zur letzten Vollendung. Amen. B.D. NR. 4590.

 

Buch 53 4591

Liebe Bedingung, um Gottes Wort glauben zu können.

20. März 1949. B.D. NR. 4591.

Je stärker die Liebe ist zu Mir, die in werktätiger Nächstenliebe zum Ausdruck kommt, desto aufnahmefähiger werdet ihr sein für Mein Wort, wo und in welcher Form es euch auch geboten wird. Dann erkennet ihr die Stimme des Vaters in Meinem Wort, das euch aber fremd bleibt und unberührt läßt, so euch die Liebe fehlt. Und das ist des Rätsels Lösung, warum so viele Menschen vorübergehen und ohne Eindruck bleiben von dem Wort, das ihnen aus der Höhe geboten wird. Sie haben die Liebe nicht und drängen darum nicht wie Kinder dem Vater entgegen, weshalb sie auch die Stimme des Vaters nicht zu hören vermögen. Und darum sollet ihr zuerst die Liebe predigen, so ihr Erfolg haben wollet mit dem größten Beweis Meiner Vaterliebe - mit Meinem Wort, das die Menschen wandeln soll. Ihr sollt sie nur mit dem Gebot bekannt machen, dessen Befolgen einen Lebenswandel nach Meinem Willen bedeutet. Dann erst wird durch Mein Wort der Mensch in die Wahrheit geleitet werden können, d.h., das Wissen, das ihm nun vermittelt wird, wird ihm nun verständlich sein und glaubhaft. Denn der Glaube ist erst die Folge der Liebe, ohne Liebe ist es dem Menschen nicht möglich, das zu glauben, was ihm an geistigem Wissen zugeleitet wird. Und so muß ein hoher Grad der Liebe den Menschen erfüllen, so er Meine Stimme tönend in sich vernehmen will. Ihr alle könntet euch selbst den Beweis schaffen, so ihr diesen Worten Glauben schenktet und euch ernsthaft um einen erhöhten Liebegrad bemühen würdet. Doch es reicht euer Wille nicht dazu aus, und ihr nützet auch zu wenig die Gnade des Gebetes um Verstärkung des Willens, um Kraft zur Liebetätigkeit, und so könnet ihr niemals in das tiefste Wissen eindringen, das euch tönend von Mir Selbst dargeboten wird, so ihr die dazu erforderliche Reife besitzet. Ihr werdet also immer nur glauben müssen, nicht aber euch den Beweis schaffen können von der Wahrheit dessen, was euch durch Mein Wort vermittelt wird. Ihr müsset glauben, könnet dies aber auch, so ihr nur in der Liebe lebet. Dann wird euer Glaube ein überzeugter sein, auch ohne Beweis, denn immer ist die Liebe die Kraft, die alles belebt und auch den Glauben zu einem lebendigen macht. Amen. B.D. NR. 4591.

 

Buch 53 4592

Gottes Wort Beweis Seiner Gegenwart.

20. März 1949. B.D. NR. 4592.

Schenket Meinen Worten Glauben, und plaget euch nicht mit Zweifeln und Fragen jeglicher Art. Mein Wort beweiset euch Meine Gegenwart, und also weile Ich dort, wo innig Mein Wort begehrt und angenommen wird. Und sonach bin Ich im Herzen dessen, der Mich anhört, und selig, die Mich Selbst zu sich sprechen lassen. Wer aber ist Der, Der Sich euch kundgibt durch die Stimme des Geistes? Es ist der Geist, Der von Ewigkeit ist und sein wird bis in alle Ewigkeit, von Dem ihr als winzigstes Fünkchen ausgestrahlt worden seid in die Unendlichkeit, Der euch als isolierte Wesen inmitten Seine Schöpfung stellte und Der euch die Fähigkeit gab, eigenmächtig zu denken und zu wollen. Eurem Denken und Wollen gab Er Freiheit, auf daß nun eure Entwicklung ein Akt des freien Willens sei. Ich Selbst unterweise euch nun, in welcher Weise ihr eure Entwicklung bewerkstelligen sollt. Ich Selbst also stehe in engster Verbindung mit euch und bin euch immer gegenwärtig, folglich werde Ich nicht wollen, daß ihr Mir verlorengehet, und euch halten, solange ihr nicht von Mir abstrebt. Und Ich werde siegen. Fürchtet nicht Meinen Gegner, sondern gebt euch Mir nur zu eigen, und es wird der Gegner jegliche Macht verlieren über euch. So ihr Mich Selbst in euch vernehmet, sollet ihr jeden Zweifel fallenlassen und immer nur aus Meinem Wort die Antwort empfangen. Und Ich bringe Mich denen offenkundig in Erscheinung, die um ihrer Seelen willen Antwort begehren, weil sie solche nicht selbst in sich zu hören vermögen. Vertrauet auf Meine Hilfe - sie wird euch werden. Amen. B.D. NR. 4592.

 

Buch 53 4593

Mission der letzten Jünger der Endzeit. Verkünden des Evangeliums.

22. März 1949. B.D. NR. 4593.

Eure Mission ist eine sehr bedeutsame, stehen doch viele Menschen außerhalb kirchlicher Gemeinschaften und also auch außerhalb geistiger Belehrungen, die ihnen zum Fortschritt verhelfen sollen. Ihnen nun sollt ihr das Evangelium zutragen, ihr sollt ihnen Kenntnis geben von Meinem Willen und von ihrer Verpflichtung und Verantwortung der Seele gegenüber. Das Denken dieser Menschen ist zumeist der Welt zugewandt, und darum ist ihnen das geistige Gebiet völlig fremd. Also werdet ihr sie erst einweisen müssen, ihr werdet ihre Gedanken hinlenken müssen auf das Seelenleben, in das geistige Reich, das ihnen noch kein Begriff ist, solange sie nichts davon wissen. Sowie ihr nur gesprächsweise die Sphäre berührt, die dem Menschen fremd ist, wird das Interesse geweckt und das Verlangen erwacht, über jene Sphären Aufschluß zu erhalten. Und je nach der Stärke des Verlangens wird er nun belehrt werden. Euch liegt daher eine schöne Aufgabe ob, völlig unwissende Menschen aufzuklären und das Interesse in ihnen zu erwecken, um ihnen dann ständig ein Wissen zu vermitteln, das ihr aus erster Quelle empfangen habt. Diese Aufgabe können nur Menschen leisten, die selbst im Wahrheitsverlangen stehen und im direkten Verkehr mit Mir die Wahrheit entgegennehmen. Diese sind also Meine letzten Jünger, die Jünger der Endzeit, die Ich wieder hinaussende in die Welt, um den Menschen das Evangelium zu bringen. Ich weiß sehr wohl, daß es für sie weit schwerer ist, zu glauben und ihren Glauben nun der Welt gegenüber zu vertreten, und darum gebe Ich ihnen die Gabe des Redens, auf daß sie erkennen, wer Der ist, Der Sich durch den Geist kundtut. Meine Jünger müssen gekräftigt werden, Ich muß Mich ihnen nähern, auf daß sie selbst tief gläubig sind und bleiben, Ich muß Mich ihrer ganz besonders annehmen und ihnen von Zeit zu Zeit offensichtliche Zeichen geben, daß Ich Selbst ihnen gegenwärtig bin, ansonsten sie schwach werden und ihre Mission nicht zu Ende führen könnten. Ich muß ihnen ferner das Verständnis geben für die Botschaften von oben, auf daß sie mit Eifer und Überzeugung eintreten für Mein Wort, auf daß sie rechte Vertreter der Lehre Christi sind, die Ich ihnen in aller Reinheit darbiete von oben. Denn es sind viele, die einen Hinweis benötigen; es sind viele, die geistige Führer brauchen; es sind viele, die ein klares Wort Meiner Liebe wohltätig empfinden und nun gedanklich sich damit auseinandersetzen; es sind viele, die glauben möchten, aber es nicht können, weil sie nicht die rechten Lehrer gefunden haben - es sind viele, die dankbar sind für rechte Aufklärung und Meine Boten willig anhören. Und diesen sollet ihr das Evangelium bringen, so wie es von Mir ausgeht; ihr sollt ihnen Kenntnis geben von dem Bevorstehenden und von Meiner unendlichen Liebe, ihr sollt das Werk vollenden, das Meine Jünger einst begonnen haben, ihr sollt voll Eifer eure Mission erfüllen, auf daß Mein Gegner verdrängt werde und ihm die Beute abgejagt werde, die er schon zu besitzen glaubt. Ihr sollt Meine rechten Vertreter sein auf Erden in der kurzen Zeit, die euch Menschen noch bleibt bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4593.

 

Buch 53 4594

Gott redet durch das Herz - der Gegner Gottes durch den Verstand.

24. März 1949. B.D. NR. 4594.

Offensichtlich will Ich Mich euch in Erscheinung bringen, doch so ihr auch dann Mich noch nicht erkennet, weil euer Ablehnungswille stärker ist, sind Meine Lockrufe vergebens. Wehret euch nicht gegen Mein Gnade, tretet nicht heraus aus dem Schein Meiner Liebessonne, und achtet dessen, was um euch vorgeht. Denn Ich werde deutlicher werden, so ihr Meine Sprache der Liebe nicht verstehet. Wer für Gott tätig sein will, der arbeitet für Gott mit jedem Gedanken und jedem Handeln, wer die Welt voransetzet, arbeitet für den Gegner Gottes. Und daran leget den Maßstab an, welcher Wille einen Menschen bewegt zu einer Tätigkeit, denn so der Wille des Menschen Mir gilt, ist er auch Mein Arbeiter und wird als Mein Knecht auch von Mir vollauf versehen werden mit geistigem und irdischem Gut. Wer aber für Mich tätig ist, der soll mit dem Herzen dabei sein, nicht nur mit dem Verstand, denn der Verstand reicht wahrlich nicht aus, so er ein Urteil fällen will. Wer Mir dienen will, den werde Ich ewiglich nicht mit Meiner Gnade verlassen, und nimmermehr braucht er zu fürchten, daß eine Gegenmacht stärker ist als Ich und ihn überwältigen kann.Wer Mich also begehrt, dessen Wille hat sich schon Meinem Gegner entwunden und kann von ihm nicht mehr bestimmet werden zu falschem Handeln und Denken. Nur muß er des Empfindens des Herzens achten und nicht dem Verstand die Oberherrschaft gewähren, denn Ich rede zu euch Menschen durch das Herz - und euer Herz wird euch wahrlich immer das Rechte erkennen lassen, während der Verstand die Tür ist, wo Mein Gegner Eingang sucht und auch oft findet. Haltet vor ihm diese Tür verschlossen, zieht euch in das Herzkämmerchen zurück, wo es licht und hell ist, so die Sonne Meiner Liebe ihre Strahlen hineinsendet und jedem, der Mir dienen will, in Fülle gibt, was er benötigt. Werdet wie die Kinder, horchet auf die Stimme des Vaters und folget ihr, und es wird euch kein Leid geschehen, weil der Vater dann euch ständig gegenwärtig ist und euch schützet in jeder Not und Gefahr. Amen. B.D. NR. 4594.

 

Buch 53 4595

Gegenwart Gottes. Stimme des Vaters. Rechte Kinder.

24. März 1949. B.D. NR. 4595.

Ich bin bei euch, so ihr Meine Stimme vernehmet gedanklich oder auch tönend, wie es eure Seelenreife gestattet. Und Meine Gegenwart müsset ihr fühlen, ansonsten es keine lebendige Verbindung ist, die ihr mit Mir eingegangen seid durch das Gebet. Und so werdet ihr auch die Überzeugung gewinnen, daß ihr euch in göttlicher Obhut befindet, daß nichts Schlechtes an euch herantreten kann und daß ihr sonach Meine Schützlinge seid. Wer sich dessen nicht bewußt ist, der zweifelt an Meiner Gegenwart und also an Meinem direkten Wirken an und in euch, der hat auch keinen Teil an Mir, der steht Mir fern durch seine Abwehr, die sein Unglaube ergibt. Wer nach Mir verlangt, der besitzet Mich auch, wer an Mir zweifelt, hindert Mich selbst, ihm nahezutreten. So schafft ihr Menschen euch selbst das Verhältnis, in dem Ich zu euch stehe. Der Gott der Liebe ist immer bereit für euch, so ihr Ihm Zutritt gewähret in euer Herz und so ihr also Mich aufnehmen wollet, brauchet ihr nimmermehr zu fürchten, daß sich Mein Gegner eindrängt, also bestimmt ihr selbst durch euren Willen den, der von euch Besitz nimmt. Und ihr werdet keineswegs die Beute des Satans sein können, solange ihr Mir zustrebt und Mir zu dienen willig seid.Die Menschheit ist geistig blind, sie fasset nicht das Wunder, das sich vollzieht, wo Mein Wort aus der Höhe zur Erde geleitet wird. Und wo Ich also wirke, tritt die Welt hinzu und möchte das Licht aus den Himmeln verlöschen, sie kann den strahlenden Glanz nicht vertragen und sucht, ihn zu verdunkeln. Wo Ich wirke, dort lauert Mein Gegner auf Gelegenheit, Schatten auf das Licht zu werfen, und der Wille des Menschen leistet ihm Vorschub. Das rechte Licht scheuen sie, den Irrlichtern aber jagen sie nach, und sie sind bald nicht fähig, ein rechtes Licht vom Irrlicht zu unterscheiden. Mein Geist würde sie aufklären, so sie nur dessen achteten, was das Herz ihnen kundtut. Sie aber lassen nur den Verstand sprechen, und dieser führet sie falsch. Und so wird nur der sein Ziel erreichen, der durch das Herz sich von Mir belehren lässet, der gläubig ist wie ein Kind und also auch die Stimme des Vaters erkennt, mag sie ihm direkt oder durch Boten ertönen - immer ist es Mein Wort, das den Menschen Kunde geben will und zeuget von Mir. Wer dieses Mein Wort nicht erkennt, der ist nicht Mein, er hat nicht Mich zum Vater, sondern den, der wider Mich wirket, der die Kinder vom Vaterherzen abdrängen will und der auch große Macht hat, so sich das Kind vom Vater isoliert, so es Ihm abtrünnig wird. Fallet nicht jenem zum Opfer, sonst ist euer Wille geschwächt, und euch kann nur geholfen werden durch innigste Verbindung, durch bewußtes Streben nach Meiner Gegenwart und bedingungsloser Unterwerfung eures Willens. Dann wird euch das Treiben Meines Gegners offenbar werden, und Meine Liebe wird den Sieg davontragen, denn sie gilt euch, solange ihr auf Erden weilet und auch in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4595.

 

Buch 53 4596

Ankündigung des Gerichtes. Wie zur Zeit der Sündflut.

25. März 1949. B.D. NR. 4596.

Und so sollet ihr euch gleichfort an Mich halten und Meine Kraft begehren, denn immer näher rückt der Tag des Schreckens für alle Menschen, ob sie Mir angehören oder nicht. Denn sie sehen sich einer Macht ausgeliefert, gegen die sie nicht ankönnen mit ihrem Willen. Und Ich will, daß sie zittern und beben, daß sie die Möglichkeit erwägen, sich Hilfe zu erbitten bei jener Macht, auf daß sie die Verbindung herstellen mit ihrem Schöpfer und Erhalter von Ewigkeit. Das Denken der Menschen ist so verwirrt, und wenige begnügen sich mit der stillen Liebe zu Mir, die ihnen festen Glauben, Kraft und geistigen Fortschritt einträgt, wenige leben ein Leben in demütiger Unterwerfung und Hingebung an Mich. Die Welt fordert ihren Tribut, und nur wenige sind es, die sich Mir so eng anschließen und, vom Geist in sich getrieben, zu Mir fliehen in jeder Not und Bedrängnis. Und es ist wie zur Zeit der Sündflut - sie achten keines Gottes und sind darum dem Untergang geweiht. Ich aber will die wenigen noch retten und stoße auch dort auf Widerstand, wo Ich Meinen Gnadenstrom hinleite. Denn der Satan wütet und kämpft mit allen Waffen, weil er weiß, daß er nicht mehr viel Zeit hat. Sehet euch vor, daß er euch nicht verführet und öffnet Herz und Augen für den Strahl der Liebe von oben, denn er ist ein Quell, der nicht unterschätzt werden darf, und wer einmal davon getrunken hat, der wird das lebendige Wasser nicht mehr entbehren können, und so er es verschmäht, wird er verschmachten müssen und am Wege liegenbleiben, denn nichts anderes kann ihm Ersatz bieten. Wo Mein Geist wirket, dort findet euch ein, und nehmet Meine Gnadengabe entgegen, und fürchtet nicht, daß Ich als euer Vater euch bedenke mit einer Kost, die euch nicht bekommt. Nehmet hin und esset - denn der Vater, Der Seine Kinder liebt, bietet es euch an, und Er wird euch wahrlich nicht schlecht bedenken, sondern nur zuteil werden lassen, was euch Seinem Herzen näherführt. Amen. B.D. NR. 4596.

 

Buch 53 4597

Einfacher und geistiger Sinn der Belehrungen.

25. März 1949. B.D. NR. 4597.

Ihr könnet die Tiefe der Belehrungen nicht fassen, die euch durch Meine Liebe und Gnade zuteil werden, denn ihr verstehet nur den einfachen Sinn, nicht aber die geistige Bedeutung, die jedes Wort von Mir noch in sich birgt. Es genügt euch aber das einfache Wissen, denn es erfüllt den Zweck, bei rechter Nützung des Willens, die Seele zum Ausreifen zu bringen. Doch würdet ihr den tiefen Sinn dessen fassen, was Ich aus der Höhe zu euch spreche, so würde eure Seligkeit keine Grenzen finden. Es wäre ein immerwährendes Schauen in das geistige Reich, das an Schöpfungen herrlichster Art unübertrefflich ist. Ich lasse euch aber zumeist nur irdisch Aufklärung zugehen, auf daß ihr erstmalig eure Erdenaufgabe erfüllet, weshalb euer Geist wohl wachgehalten, jedoch nicht ausschließlich sich mit Dingen befaßt, die für euch noch zu früh sind und nur dem schon reiferen Menschen begreiflich werden. (26.3.1949) Mit zunehmender Reife aber steigt auch euer Fassungsvermögen, und es können die Grenzen überschritten werden, die im Unvollkommenheitszustand Bedingung sind. Dann ist die Seele schon aufgeschlossen, und sie kann Weisheiten entgegennehmen, die dem Verstand allein zu hoch sind. Dann wird Meine Liebelehre, die an sich ganz einfach und verständlich ist, immer wieder neue Probleme erleuchten und tiefgründig erklären, sie wird erkannt werden als unerschöpflicher Weisheitsquell, sie wird zeugen von ihrem Gründer und als hell strahlendes Licht in weitem Umkreis das Dunkel der Nacht durchbrechen, d.h. Aufklärung geben allen, die aus ihrer geistigen Blindheit herausfinden möchten und das Licht nicht scheuen. Jedes Wort, das Ich gesprochen habe auf Erden, hat Ewigkeitswert, es ist unveränderlich und kann doch verschieden aufgefaßt werden, ohne jedoch in einer Auffassung als irrig erklärt werden zu können. Doch der Reifezustand eines Menschen bestimmt die verschiedene Auffassung, und so kann auch ein jedes Wort von Mir anders ausgelegt werden, ohne ein falsches Urteil zu sein. Doch es wird für den geistig geweckten Menschen stets eine Übereinstimmung erkennbar sein, also nicht ein offener Widerspruch zutage treten, der zum Unglauben führen könnte. Geistig unreife Menschen aber stoßen sich oft an Worten, die sie als Widerspruch hinstellen möchten, weil sie unfähig sind, sie zu begreifen. Diese also können Mein Wort hören oder lesen und fassen nur den rein weltlichen Sinn. Sie werden daher auch nicht zunehmen an Erkenntnis und tiefer Weisheit, und es löset folglich Mein Wort dann nur ein schwaches Glücksgefühl aus im Herzen des Zuhörers, wo es jedoch unsagbar beglücken könnte, wenn der Reifezustand des Menschen ein höherer wäre. Denn dann erhöht sich auch der Grad des Wissens und die Erkenntnisfähigkeit, und es nimmt der Mensch ständig zu an Weisheit, wenngleich immer nur die Liebelehre ihm unterbreitet wird, die von Mir ihren Ausgang genommen hat. Amen. B.D. NR. 4597.

 

Buch 53 4598

Liebegebot Beweis der Wahrheit. Inhalt des göttlichen Wortes: Evangelium.

27. März 1949. B.D. NR. 4598.

Für den Erweckten im Geist gilt nur ein Grundgesetz: bedingungslos zu glauben, was durch die Stimme des Geistes ihm kundgetan wird. Dann wird er stets in der Wahrheit stehen. Dem geistig Erweckten wird die Stimme des Geistes nur das verkünden, was im Einklang steht mit der Liebelehre Jesu, was also nur Erklärung und Begründung Seines Liebegebotes ist und somit unumstößlich als Gottes Wort gelten kann. Denn auch die tiefsten Weisheiten, die das schlichte Evangelium, wie es den Menschen bekannt ist, inhaltlich übertreffen, sind immer nur aus der Erfüllung des Liebegebotes hervorgehend und bezeugen wieder nur die Liebe und Weisheit Gottes, stehen also nicht im Widerspruch zu Seiner Lehre.Wo also Liebe gelehrt wird, dort muß der Geist Gottes wirken, ansonsten der Gegner Gottes schon in seiner Umkehr begriffen wäre, so von ihm die gleiche Lehre mit dem Ziel des Zusammenschlusses mit Gott den Menschen vermittelt würde. Es ist so klar ersichtlich, daß alles, was zu Gott hinweiset, auch Gott als Ausgang haben muß, und ihr Menschen brauchtet darum nicht ängstlich zu prüfen, welche Kräfte euch belehren, so ihr direkte Belehrungen aus dem geistigen Reich entgegennehmet - denn alle Kräfte, die den Menschen zur Liebe zu erziehen suchen, sind auch Gott-verbunden und wirken im Willen Gottes. Findet eine solche Lehre von menschlicher Seite keinen Anklang, wird sie abgelehnt oder mit Zurückhaltung angenommen, dann nützet der Gegner Gottes eifrig die Gelegenheit, sie unwirksam zu machen, indem er Zweifel über Zweifel in die Menschen streut, die Gottes Wirken erkennen wollen und daher nun auch nicht des Gegners Wirken erkennen. Die Wesen der Finsternis werden stets mit verstärkter Kraft sich einsetzen, wo das Licht aus der Höhe durchbrechen will. Das müsset ihr Menschen stets bedenken und durch Zweifel dem Gegner Gottes nicht Zutritt gewähren zu euch. Wieder kann nur das eine gesagt werden, daß Gott den Menschen nicht der Macht des Gegner ausliefert, der zu Ihm gelangen will. Denn Gott ist die Liebe, Gott ist der Vater Seiner Kinder, und die Vaterliebe lässet niemals ein Kind zu Schaden kommen, das sich Ihm vertrauensvoll hingibt und um Schutz und Gnade bittet. Und das ist ein sicheres Zeichen des Geisteswirkens im Menschen, daß er standhält auch der größten Versuchung, weil die Kraft des Geistes ihn durchflutet und er Widerstand leisten kann auch dem stärksten Ansturm, der durch den Gegner Gottes wider ihn unternommen wird. Denn die Wahrheit wird siegen, weil Gott Selbst die Wahrheit ist und Sein Wort bestehenbleibt bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4598.

 

Buch 53 4599

Haltet euch an Mein Wort. Kommet alle zu Mir.

28. März 1949. B.D. NR. 4599.

Haltet euch an Mein Wort, und grübelt und deutelt nicht, ob es anders zu verstehen sei, als ihr im Herzen empfindet. Stets könnet ihr Trost und Kraft schöpfen aus Meinem Wort, und ihr brauchet sonach nicht in Angst und Sorge leben, sondern könnet sie jederzeit bannen, sowie ihr Mich zu euch sprechen lasset. Als Vater Meiner Kinder weiß Ich um alles, was sie bewegt und was sie drückt, und abwartend stehe Ich zur Seite, bis sich Meine Kinder vertrauensvoll Mir nahen und Mich bitten um Beistand. Und Ich versage ihnen nicht, was sie erbitten - auf jede bange Frage habe Ich eine Antwort bereit, und Ich wiederhole, was Ich gesagt habe, als Ich auf Erden wandelte: "Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid." Lasset euch nicht von weltlichen Sorgen niederdrücken, die sich von selbst wieder in nichts auflösen, sondern gedenket nur eurer Seele, die immer Kraft empfangen wird, der durch Mein Wort die Kraft aus Mir vermittelt wird, weshalb Mein Wort aufzunehmen für euch das Nötigste ist, was ihr nicht versäumen dürfet. Und darum lasse Ich so oft Not und Leid über euch kommen, weil Ich will, daß ihr Meinem Wort die Kraft entziehet, auf daß eure Seelen gestärkt werden. Ich will, daß ihr eine immerwährende Verbindung mit Mir einhaltet, daß ihr Mich nicht abseits stellet und die Welt in den Vordergrund treten lasset. Und so ihr in Gefahr seid, trete Ich euch in Form von Leid und Trübsal nahe. Und dann lasset Mich zu euch reden. Und Ich will Worte zu euch sprechen, die euch wahrhaft Kraft und Trost spenden und euch Beweis sein sollen Meiner Gegenwart, Meines Wissens um eure Not und Meiner Liebe. Ich will nur, daß ihr von selbst zu Mir kommet, um euer Zutrauen zu spüren, das Mich beglückt, und Ich will euch alle Meine Worte in Erinnerung rufen, die Ich zu den Menschen sprach auf Erden, die in gleicher Not waren geistig und irdisch. Und ihr werdet Mich Selbst erkennen im Wort, weil ihr an der Kraftzuwendung den göttlichen Ursprung erkennet, und also werdet ihr auch fest sein im Glauben, wozu Ich euch verhelfen will durch Mein Wort. Amen. B.D. NR. 4599.

 

Buch 53 4600

Haltet euch an Mein Wort! Gedenket des Endes!

29. März 1949. B.D. NR. 4600.

Die Probezeit ist bald abgelaufen für einen jeden von euch, denn es geht dem Ende zu. Ihr werdet euch wieder in Sicherheit zu wiegen beginnen, und es ist dies gefährlich für eure Seele, die sich wieder der Welt zuwendet, sowie sie sich dem drohenden Unheil entgangen glaubt. Und in diese Sicherheit hinein wird der Ruf ertönen: Gedenket des Endes. Dann plötzlich wird man Meiner Mahnungen und Warnungen sich erinnern, so das Weltgeschehen mit überraschender Deutlichkeit Meine Ankündigungen beweiset. Und nun gilt es, mit erhöhtem Willen sich auf das Ende vorzubereiten, dem Seelenleben alle Aufmerksamkeit zuzuwenden und durch vermehrtes Liebeswirken am Nächsten sich die Kraft zu holen zum Widerstand dem irdischen Kampf gegenüber. Was ihr auch in Angriff nehmet, sei es geistige oder irdische Arbeit, ihr müsset euch zuvor innig verbinden mit Mir, um die Arbeit ausführen zu können, weil ihr sonst zu schwach seid angesichts der großen Not unter den Menschen, die alle Kraft lähmt, so Ich euch nicht beistehe und euch Kraft zuwende. Haltet euch an Mein Wort, dringlicher denn je rufe Ich es euch zu: Haltet euch an Mein Wort, bedenket, daß Mein Wort die Ausstrahlung Meiner Selbst ist, Der Ich Meine Liebekraft in diese Form gebracht habe, um euch ein wirksames Mittel zu geben, das ihr jederzeit anwenden könnet, wenn ihr in Not seid. Meine Kraftausstrahlung muß wahrlich in ihrer Wirksamkeit unübertrefflich sein. Ihr brauchet nur die Probe zu machen und euch in Mein Wort vertiefen, so euch irdisches Leid drückt. Dann wird eine himmlische Ruhe über euch kommen, und ihr werdet alles Mir überlassen in der festen Zuversicht, daß Ich euch helfe. Und Ich werde euch helfen. Ich werde eure Gedanken richten und euch stets führen die Wege, die euch das Ziel erreichen lassen, sei es geistig oder auch irdisch, denn auch irdisch nehme Ich Mich eurer an in kommender Zeit. Haltet euch an Mein Wort, und lasset keine Zweifel in euch aufkommen, denn der ungezweifelte Glaube lässet euch Herr werden über alle Widerstände, der ungezweifelte Glaube trägt den Sieg davon, denn der ungezweifelte Glaube lässet euch Meiner Gegenwart bewußt werden, und jegliche Furcht wird in euch schwinden, weil, wo Ich bin, keine Niederlage sein kann und weil alles für euch überwindbar sein wird, so Ich euch zur Seite stehe mit Meiner Liebe und Meiner Kraft. Amen. B.D. NR. 4600.

 

Buch 53 4601

Prüfet die Geister. Erlösungswerk. Prüfstein Jesus Christus.

30. März 1949. B.D. NR. 4601.

Wessen Geist sich kundtut bei der Vermittlung der Kundgaben, ist leicht festzustellen am Inhalt derselben, und es muß stets darauf geachtet werden, ob und in welcher Form des göttlichen Erlösers Erwähnung getan wird, weil dies bei einer Prüfung mystischer Kundgaben von größter Bedeutung ist. Wird Jesus Christus als Erlöser der Welt anerkannt, dann ist sicherste Garantie dafür, daß die Kundgaben von oben kommen, daß der Geist aus Gott spricht durch einen Menschen, der sich Ihm öffnet, Seine Stimme vernimmt und als Sein Wort weiterleitet. Dann braucht der Mensch nicht die geringsten Bedenken mehr zu haben, und er kann gewiß sein, daß die reinste Wahrheit sein Ohr berührt und er den Willen Gottes erfüllt, so er das Wort von oben verbreitet. Es ist dann ein besonderer Reifegrad erreicht, der eine direkte Übertragung der Wahrheit zuläßt, denn das Erlösungswerk ist ein Mysterium, das nur dann entschleiert werden kann, wenn das nötige Verständnis dafür bei einem Menschen zu finden ist. Erst wenn ein Mensch selbst mit dem geistigen Reich in Verbindung steht, so daß eine direkte Verständigung möglich ist, wird er auch das Erlösungswerk Christi begreifen, d.h., er wird das Problem "Jesus Christus - Gott" verstehen und erklären können, weil das große Wunder, das Jesus zum Gottmenschen machte, in dem Geisteswirken jenes Menschen eine Parallele findet, wenn auch in einem nicht vergleichsweise anzuführendem Maße. Dennoch ist die Göttlichkeit Jesu für ihn keine Frage mehr, und er kann auch mit Überzeugung den Mitmenschen eine Erklärung geben, weil sich an ihm selbst der Akt des geistigen Wirkens Gottes vollzieht und dafür nun der Beweis vorhanden ist in dem aus der Höhe empfangenen Geistesgut. Wer nun die Prüfung unternimmt, um festzustellen, welche Kräfte wirken bei solchen Übertragungen, der wird schnell von der Wahrheit überzeugt sein, sowie er dem Buch der Väter sich nicht verschließet oder sich ihm ablehnend gegenüberstellt. Gott lässet die Seinen nicht im Zweifel, und Er wird nimmer die Wahrheit verlangenden Menschen unaufgeklärt lassen. Und also hat Er ihnen Selbst den Rat gegeben, die Geister zu prüfen, ob sie von Gott sind, und gleichzeitig das Kennzeichen der Wahrheit und das des Irrtums angegeben. Und darum kann unbedenklich die Wahrheit der von oben empfangenen Kundgaben verfochten werden, und nicht der kleinste Zweifel braucht das Herz zu bedrücken, denn Jesus Christus Selbst gibt Sich als Prüfstein aus, weil Sein Gegner nimmermehr Ihn und Seine Menschwerdung anerkennt oder die Menschen von dem Erlösungswerk Christi in Kenntnis setzen wird. Jesus sagt Selbst: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Wer also mit Ihm geht, wer für Ihn redet, wer sich zu Ihm bekennt, der muß unbedingt auch in der Wahrheit stehen und kann nicht fehlgehen. Kundgaben nun, die Ihn und Sein Erlösungswerk zum Inhalt haben, können nie und nimmer vom Gegner inspiriert sein, der Seines Namens nicht Erwähnung tut. Sie müssen unbedingt als göttliches Wirken anerkannt und bewertet werden, ansonsten der Glaube an Gottes Wort gefährdet und auch der Vorgang des Geisteswirkens hinfällig wäre, der sich durch Entgegennahme geistiger Kundgaben jedoch selbst beweist. Wer die Stimme des Geistes in sich vernimmt, der wird auch jegliche Einwände widerlegen können, doch Glauben finden nur dort, wo der Geist Gottes gleichfalls wirken kann, wenn auch nicht so offensichtlich, wie bei dem Empfänger geistiger Kundgaben. Wer von schlechten Kräften beeinflußt wird, der suchet alles Göttliche als unglaubwürdig hinzustellen, denn das ist das Zeichen des Wirkens des Gegners Gottes, daß er die Menschen in Verwirrung zu stürzen sucht, weil er die Wahrheit bekämpfet und das Licht aus den Himmeln verlöschen möchte. Darum ist euch ein Hinweis gegeben worden, den ihr nur zu beachten brauchet, um klar urteilen zu können und den schlechten Einfluß abzulehnen und die Wahrheit vertreten zu können, euch selbst und den Mitmenschen gegenüber. Und dessen könnet ihr versichert sein, daß Gott Selbst denen beisteht, die für Ihn tätig sind, weil Er will, daß die reine Wahrheit Verbreitung finde und bestehenbleibt und daß Er aber auch die Spreu von dem Weizen scheidet. Amen. B.D. NR. 4601.

 

Buch 53 4602

Ewige Verdammnis.

30. März 1949. B.D. NR. 4602.

Gottes Barmherzigkeit kennt keine Grenzen, Gottes Liebe ist unendlich, Seine Geduld unermeßlich, und darum können Seine Geschöpfe nicht ewig verlorengehen, ansonsten Er nicht vollkommen wäre. Es ist darum auch falsch, von ewiger Verdammnis zu sprechen, wenn darunter ein Zeitbegriff zu verstehen ist, der etwas Nie-Endendes bezeichnen soll. Denn eine solche ewige Verdammnis bedeutete dann aber etwas für Gott gänzlich Verlorenes - also Seinem Gegner endgültig abgetretenes Wesenhaftes, das ursprünglich von Gott hervorgegangen und von Seinem Gegner Ihm abgerungen worden ist. Dann aber wäre dieser Gegner größer als Gott, er wäre gewissermaßen der Sieger und Gott an Macht und Kraft überlegen, was jedoch niemals ist und sein kann, denn an Seine Vollkommenheit, an Seine Kraft und Macht und Weisheit reicht kein Wesen heran. Was aus Ihm hervorgegangen ist, bleibt ewiglich in Seinem Besitz, nur zeitweise von Ihm getrennt, d.h. in größter Entfernung stehend, weil es selbst es so will. Doch auch diese Entfernung ist kein Dauerzustand, weil das Wesen, um selig zu sein, von der Kraftausstrahlung Gottes berührt werden muß, und - so es selbst nicht den Willen dazu hat, von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes erfaßt wird, die ihm den Seligkeitszustand bereiten will. Eine ewige Verdammnis wäre daher auch der Liebe und Barmherzigkeit Gottes widersprechend, oder aber diese wären begrenzt, wodurch die Vollkommenheit Gottes Einbuße erlitte. Ein höchst vollkommenes Wesen hat keine menschlichen Schwächen, ein ewiger Zorn aber wäre eine niedere menschliche Eigenschaft, wie auch jeder Strafzustand von Ewigkeitsdauer kein göttliches Prinzip genannt werden könnte, denn das Göttliche ist gekennzeichnet durch die Liebe. Die Liebe aber rettet und hilft, sie vergibt und beglückt und wird niemals etwas auf ewig von sich stoßen. Dem Gegner Gottes dagegen mangelt das göttliche Prinzip, die Liebe, und stets wird sein Ziel sein, das Wesenhafte auf ewig zu sich herabzuziehen. Und er ist es, der den Menschen den Ewigkeitsbegriff verwirrt, der Gott als unbarmherzig und hart hinzustellen sucht, um die Liebe zu Ihm zu ersticken - er ist es, der selbst kein Erbarmen kennt und der darum ohne Bedenken die Seelen unglückselig zu machen sucht, der ihnen jede Hilfsmöglichkeit nehmen möchte, um sie auf ewig zu verderben. Und er findet willige Anhänger seiner Lehre von der ewigen Verdammnis - die alle Gott in Seiner unendlichen Liebe nicht erkennen, ansonsten sie dieser Lehre keinen Glauben schenken könnten. Doch stets wird den Menschen die Wahrheit vermittelt und der Irrtum grell beleuchtet werden, auf daß Gott als vollkommenstes Wesen erkannt und geliebt werde, auf daß die Menschen sich Ihm anschließen und Seinen Gegner verabscheuen. Amen. B.D. NR. 4602.

 

Buch 53 4603

Erfolg der Kräfte des Lichtes oder der Finsternis bestimmt der Mensch durch seinen Willen.

2. April 1949. B.D. NR. 4603.

Es bleibt ein ständiger Kampf zwischen den Mächten des Lichtes und der Finsternis, solange das Geistige nicht restlos erlöst ist. Der ringende Mensch wird von beiden Seiten beeinflußt, das Lichtreich sucht auf seinen Willen einzuwirken und ihm die Erkenntnis der Wahrheit zu vermitteln, die finsteren Kräfte suchen ihn abzudrängen und sein Denken zu verwirren und der Mensch muß sich selbst entscheiden, auf daß er frei bleibe in seinem Wollen und Handeln. Und diese Entscheidung kann er treffen mit seinem Herzen oder auch mit seinem Verstande. Die Wesen des Lichtreiches sprechen zum Herzen, die Wesen der Finsternis zum Verstande, dennoch kann auch Herz und Verstand sich wohltuend berührt fühlen von dem Einfluß der Lichtwesen, und dann ist sein Entscheid vollgültig, es ist den Lichtwesen der Sieg beschieden und die Kräfte der Finsternis für immer unwirksam gemacht. Der Gegner Gottes gibt aber so leicht den Kampf nicht auf, und er streitet mit allen Mitteln, sich auch nicht scheuend im Gewande des Lichtes die Menschen zu blenden, die seinem Einfluß noch zugänglich sind. Er wird zwar nicht vermögen, mit seinem Einfluß durchzudringen, d.h., solche Menschen ganz für sich zu gewinnen, aber sein Einfluß reicht so weit, sie an der Arbeit für das Reich Gottes zu hindern, er macht sie gewissermaßen untauglich dafür und hat damit viel gewonnen. Die Gnade Gottes ist ein äußerst wirksames Gegenmittel, doch der Mensch darf sie nicht zurückweisen in falscher Erkenntnis, ansonsten der Gegner sein Spiel gewinnt. Das wirksamste Gnadenmittel aber ist Gottes Wort, das immer und in allen Lebenslagen Kraft ausstrahlen wird auf den, der es mit dem Herzen aufnimmt. Wer also das Wort Gottes Seinem Gegner entgegenhält, der wird auch siegen über ihn, denn dem göttlichen Wort ist er nicht gewachsen, weil es eine Kraftäußerung Gottes ist, der er entflieht. Folglich kann der Mensch aus seinem Ringen als Sieger hervorgehen, wenn er sich der Kraft Gottes bedienet, die ihm in Seinem Wort ungemessen zur Verfügung steht. Er kann damit den stärksten Feind schlagen - so er sich selbst des göttlichen Wortes bedient, vertritt er gewissermaßen Gott Selbst und kann darum auch nicht unterliegen. Es muß sein Wille, sein Herz und seine Liebe voll und ganz Gott zugewandt sein, dann kämpfet auch Gott Selbst an seiner Seite, und der Sieg ist ihm gewiß. Denn was ist wohl verständlicher, als daß jeder, der zu Gott will, auch Dessen Schutz genießet und von Gott Unterstützung findet in jeder Weise. Und ob auch die Mächte der Finsternis stets den Menschen bedrängen - Gott lässet nicht der Finsternis anheimfallen, die das Licht suchen und Ihm bewußt zustreben - und Er wird auch jene retten, die noch schwachen Willens sind, die sich der finsteren Kräfte nicht selbst erwehren können und doch das Rechte wollen - Hilfe wird ihnen werden zur rechten Zeit. Amen. B.D. NR. 4603.

 

Buch 53 4604

Buhlen um die Liebe Gottes.

3. April 1949. B.D. NR. 4604.

Wer sich die Zuneigung Gottes gewinnen will, der muß um Seine Liebe buhlen, also alles tun, was Ihm wohlgefällig ist. Er muß sich Ihm zutiefst verbinden, den engsten Zusammenschluß mit Ihm ersehnen und stets nur auf die Äußerung Seines Willens horchen, die ihm gewissermaßen ins Herz gelegt wird. Von Gott geliebt zu werden ist ein Seligkeitszustand, der unvergleichlich ist und auch nur von wenigen Menschen bewußt empfunden wird. Gottes Liebe gilt zwar allen Seinen Geschöpfen, wird aber in ihrer Kraft verschieden wirksam sein, je nach dem Verhältnis, in dem das Geschöpf zum Schöpfer steht. Und darum muß der Mensch selbst das Verhältnis so gestalten, daß er die Kraft der göttlichen Liebe zu spüren vermag. Gott ist zur Liebe stets bereit, und das soll sich der Mensch zunutze machen und sich Seine Liebe erwerben durch innigste Hingabe und Eingehen in den Willen Gottes. Er soll sich ziehen lassen von Ihm, er soll jeglichen Widerstand aufgeben, er soll sich öffnen der Liebeausstrahlung Gottes, um nun empfangen zu können, was ihn unsagbar beglücken wird. Und alles dieses bedinget völlige Hingabe der Welt mit allen ihren Freuden und Gütern - es bedingt ferner Hingabe alles dessen, was dem Menschen wert ist an irdischem Gut, Aufopferung aller ihn erfreuenden Dinge, um sie einzutauschen gegen die Liebe Gottes, die nur allein des Menschen Herz erfüllen will. Was ihr liebt auf Erden, müsset ihr hingeben, wollet ihr Ihn in euer Herz aufnehmen und Seine Gegenwart genießen. Und so ihr opfern könnet, wird Gott euch eure Liebe lohnen. Und so ihr euch Ihm zuliebe trennet von euch begehrlichen Gütern, wird Sein Auge wohlgefällig auf euch ruhen, und Seiner Liebekraft werdet ihr fühlbar innewerden. Und ihr werdet es nicht bereuen, denn was ihr hingebet, empfanget ihr tausendmal zurück. Die Liebe Gottes ist ein gar köstliches Geschenk, das nichts anderes neben sich aufkommen lässet, und ihr selbst habt es in der Hand, dieses köstliche Geschenk zu empfangen, so euch nichts anderes mehr begehrenswert erscheint und ihr nur danach strebt, in der Vereinigung mit Gott selig zu sein. Dann ist euer Herz gestaltet zur Aufnahme Dessen, Der euch das höchste Glück bereiten kann auf Erden schon und dereinst in der Ewigkeit. Dann gehört euch Seine Liebe, die ihr spüren werdet in ihrer Kraft. Amen. B.D. NR. 4604.

 

Buch 53 4605

Falsche Propheten. Licht. Finsternis und dunkle Gestalten.

3. April 1949. B.D. NR. 4605.

Die geistige Finsternis ist über die Erde gebreitet, und die Menschen fühlen sich wohl in dieser Nacht und begehren nicht das Licht des Tages. Sie kennen nicht die Wohltat des vollen Lichtes, das rechte Erkenntnis für sie wäre, sie streben daher auch nicht die Helligkeit des Geistes an und fliehen, so das Licht mit hellem Schein die Nacht durchbricht, und daher bleibt auch ihre Erkenntnisfähigkeit unentwickelt, sie bewegen sich ständig im dunkeln und verirren sich und kommen Gott, als dem ewigen Licht, nicht näher. Und so können sich auch dunkle Gestalten ungehindert betätigen und ihr unsauberes Handwerk betreiben, es können falsche Lehrer und Propheten sich zu Gehör bringen, weil sie nicht erkannt werden als falsch und die Finsternis des Geistes ausnützen, um Irrtum auszustreuen auf die Stätten, wo Licht sein sollte und der Irrtum nun dargeboten wird als Wahrheit. Die Menschen sind blind im Geist und wollen andere Blinde leiten, und leuchtet ihnen ein Licht, dann verlöschen sie es, auf daß ihr dunkles Tun nicht offenbar wird. Und so sieht es auf der ganzen Erde aus, weil die Zeit erfüllt ist, oder aber, die Zeit erfüllt sich, weil über der Erde eine dunkle Nacht liegt, die dem Morgen weichen muß. Und obwohl das Ende nahe ist, und die Menschen an den Zeichen dieses Ende erkennen sollten, bleiben sie davon unberührt und denken, daß an ihnen das vorübergeht, was Seher und Propheten verkündet haben. Doch was ihnen falsche Propheten sagen, das glauben sie, und daher liegt alles im Kampf gegeneinander - echte und falsche Propheten treten widereinander auf, Wahrheit und Lüge wollen sich durchsetzen, Licht und Finsternis streiten um die Oberherrschaft, und gute und schlechte Kräfte suchen Einfluß zu gewinnen, und der Mensch ist den Mächten ausgeliefert je nach seinem Willen. Und da die Erde im dunkeln liegt, ist auch der Wille der Menschen geschwächt und kämpfet nicht an gegen den, der Fürst der Finsternis ist und jedes Licht anfeindet. Und so wird sich bald des Gegners Macht zeigen, denn das Denken der Menschen verwirrt sich und kann nichts Rechtes mehr vom Falschen unterscheiden. Die schlechten Kräfte sind überaus rührig und finden wenig Widerstand, dagegen wird der lichtvollen geistigen Welt das Wirken verwehrt, weil es nicht wider den Willen der Menschen wirken darf und dieser Wille sich dem Gegner Gottes zuwendet. Es ist die Zeit des Endes. Sie ist zu erkennen daran, daß die Menschen die Stimme des Vaters nicht mehr kennen, so Er zu ihnen spricht. Sie haben keinen Anteil mehr an Ihm, Der das Licht ist und von Dem sie sich entfernt haben. Wo immer Er ihnen entgegentritt, verbergen sie sich, bis es wieder dunkel ist in ihrer Umgebung, dann treten sie wieder hervor und wandeln weiter den lichtlosen Weg, der in die Irre führt. Und so ist es auch verständlich, daß sie auch die Führer am Wege nicht erkennen, die sie in die Helligkeit geleiten möchten, es aber nicht können wider den Willen der Blinden im Geiste. Und also kommt das Ende, es bricht ein neuer Tag an, doch nur für jene, die das Licht begehren, für die anderen jedoch kommt eine endlos lange Nacht. Amen. B.D. NR. 4605.

 

Buch 53 4606

Voraussage für das Ende.

4. April 1949. B.D. NR. 4606.

Beachtet, was Ich euch sage: Nur noch kurze Zeit lebet ihr auf dieser Erde, um dann eurem Reifegrad entsprechend entweder in anderer Verformung die neue Erde zum Aufenthalt zu haben oder als Mensch im Paradiese auf ihr zu weilen. Und ob es euch noch so unglaubhaft erscheint, ihr werdet euch bald von der Wahrheit Meiner Kundgaben überzeugen können und etwas erleben, das euch gewaltig erschüttern und vielleicht auch gläubig machen wird. Und darum weise Ich euch immer wieder darauf hin, daß das Ende bald erreicht ist und daß ihr umsonst schaffet und wirket, so ihr irdisch-materielle Güter euch zu erringen trachtet. Und Ich ermahne euch stets dringender, eurer Seele zu gedenken, die allein Nutzen hat von eurer Erdentätigkeit, so sie ausschließlich im Dienst der Nächstenliebe tätig war. Und darum lasset das Verlangen nach der Welt nicht in euch stark werden, denn die Welt bleibt nicht lange mehr bestehen, dann habt ihr umsonst gearbeitet. Ich will euch die Zeit als nahe ankündigen, und ihr werdet von selbst es empfinden, wann die Stunde geschlagen hat. Man wird euch als lächerliche Phantasten angreifen, und ihr werdet überall abgewiesen werden, doch lasset euch davon nicht stören, sondern haltet desto zäher daran fest, was Ich euch gesagt habe, und bald werdet ihr es spüren, daß Ich alle eure Wege lenke und daß Ich alles weiß und auch die Bedrängnisse sehe, in die ihr oft geratet. Und je mehr euch das Leben mit seinen Anforderungen belastet, je mehr von euch gefordert wird, desto sicherer könnt ihr das Ende erwarten, denn es erfüllet sich Mein Wort. Wisset auch, daß es nur kurze Zeit währet und daß ihr darum eure ganze Kraft eurer Seele widmen müsset, um die kurze Zeit ergiebig auszunützen. Ich will euch noch ein letztes Merkmal geben, sowie das letzte Geschehen im Anzuge ist. Meinen Dienern auf Erden aber rufe Ich zu: Nicht lange mehr, dann ist es soweit, und ihr werdet trotz allem Schweren innerlich jauchzen, erkennet ihr doch nun die Wahrheit, und ihr lebet auch in der Hoffnung auf ein baldiges Ende und dann ein schöneres Leben in der Ewigkeit, Ich will euren Glauben nicht zuschanden werden lassen, und Ich werde euch sicher hindurchführen durch alles Ungemach und nicht eher ruhen, bis Ich euch in Sicherheit weiß, bis Ich erkenne, daß ihr die Zeit bis zum Ende ohne Gefahr für eure Seele zurücklegen könnet. Dann gebe Ich euren Willen für eine ganz kurze Zeit frei - d.h., Ich lasse eine scheinbare weltliche Besserung zu, und es wird sich zeigen dadurch, daß das Ende nahe ist, weil es so verkündet ist durch Seher und Propheten, auf daß die Menschen an den Anzeichen erkennen, in welcher Stunde sie leben. Dann brauchet ihr euch nur Mir zu empfehlen und Mich um die Gnade bitten, und es wird an euch das Leid vorübergehen, auf daß ihr Mir dienen könnet, wo Ich euch benötige und wo die letzten Seelen zu retten sind. Und dann ist das Ende, der Tag, daß Ich zu Gericht sitze und die Seelen alle zur Verantwortung gezogen werden und ihren gerechten Lohn empfangen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4606.

 

Buch 53 4607

"Der Satan geht umher wie ein brüllender Löwe." "Wachet und betet."

5. April 1949. B.D. NR. 4607.

Wo Ich ein Kind in Not weiß, ist Meine Liebe zu jeder Hilfe bereit, und Ich werde es erretten aus der Gewalt dessen, der Mein Gegner ist und der Feind Meiner Kinder. Wo eine Seele ringet und Meinen Willen zu erfüllen trachtet, dort brauchet wahrlich nicht die Macht Meines Gegners gefürchtet zu werden, denn Ich nehme Mich fürsorglich derer an, die zu Mir hindrängen. Und Ich verlasse Meine Kinder nicht in ihrer Not, und Ich werde eine Mauer um sie errichten, die niemand übersteigen kann, es sei denn, Ich Selbst öffne das Tor und führe sie euch zu. Es geht der Satan umher wie ein brüllender Löwe, und er suchet, wen er verschlinge. Gedenket dieser Worte und wundert euch nicht, denn die Zeit des Endes ist gekommen, wo er weiß, daß er nicht mehr viel Zeit hat, und wo er mit allen Kräften arbeitet am Untergang Meiner Geschöpfe, wo er Mittel anwendet, die ihm zum Erfolg verhelfen sollen. Und Ich sage euch, daß ihr wachen sollet und beten, auf daß ihr dem Versucher nicht in die Hände fallet. Wie oft habe Ich euch hingewiesen auf die Gefahren, in denen ihr schwebet, denn es setzet ein heftiger Kampf ein zwischen den Kräften des Lichtes und der Finsternis. Ihr alle werdet diesen Kampf zu spüren bekommen, besonders aber diejenigen, die ein geistiges Leben führen neben dem irdischen. Denn diese tragen sich mit Gedanken an Mich und fordern daher die Feindseligkeiten Meines Gegners besonders heraus, und diese will er zum Erliegen bringen. Seine Kampfesweise ist oft erfolgreich, weil er die Schwächen der Menschen kennt und dort einsetzet, um sie zu bezwingen. Euch Menschen aber stehen Gnaden zur Verfügung ungemessen. Ihr könnet den Sieg über ihn erringen mit Meiner Hilfe. Fürchtet ihn nicht, sondern tretet ihm mutig entgegen; wisset, daß ihr stark seid und unangreifbar, so ihr Mich liebet und einen stillen Gedanken zu Mir sendet, daß Ich bei euch bleibe im Kampf wider ihn. Und er wird fliehen vor euch, weil er Meine Nähe nicht ertragen kann. Ihr seid stärker als er, sowie ihr mit Mir in den Kampf ziehet. Ich habe keinen Anteil an dem, was aus der Unterwelt hervorgeht. Ich bleibe bei Meinen Kindern, und wenn nur diese Meine Kinder, die sich dem Vater freiwillig zur Verfügung stellen, Ihm gehorsam sind, sowie Er ihnen Seinen Willen unterbreitet, der die Arbeit in Seinem Weinberg betrifft. Meine Kinder nenne Ich, die die Stimme des Vaters erkennen und Seines Rufes achten - und so Ich ihnen Aufgaben stelle, immer bereit sind, sich für Mich einzusetzen, also lehrend tätig zu sein, sowie Ich sie als lehrende Kraft ausbilde. Wer nun als Mein Kind angenommen werden will, der muß nun auch wie ein Kind zum Vater kommen und sich von Ihm die Anweisungen holen für seinen Lebensweg. Und so Ich nun fordere, daß Meine Lehre verbreitet werde, so Ich Selbst durch die Stimme des Geistes Meine Lehre zur Erde gelangen lasse, so muß ihm diese Lehre heilig sein und er sie als reinste Wahrheit aus den Himmeln annehmen und hoch schätzen. Dann aber wird sie ihm auch stets das Beste und Heiligste bleiben, das er nicht mehr hingibt, weil es Kraft ist von oben, die unwillkürlich auch nach oben zieht. Meine Gabe aber hinzugeben bedeutet einen schärfsten Verstoß gegen den Gehorsam, den Mir ein Kind schuldet, und kann folglich nicht von Segen sein. Und dann könnet ihr den Einfluß des Gegners erkennen, und ihr müsset euch schützen davor. Daher mache Ich euch aufmerksam und gebe euch die Zeichen an, an denen ihr ihn erkennen könnet: Er wird als Engel des Lichtes erscheinen bei denen, deren Glauben noch schwach ist, und sie blenden, und ihre Augen werden schwächer und schwächer werden und zuletzt das Rechte nicht mehr erkennen, weil sie ihn allzu willig anhörten und sich von seiner Maske täuschen ließen. Er hat aber nur dann Gewalt über euch, sowie ihr zweifelt an der reinen Wahrheit. Dann nützet er eure Unsicherheit und führt euch in die Irre. "Denn er geht umher wie ein brüllender Löwe und suchet, wen er verschlinge." Ihr aber sollt wachen und beten, damit ihr nicht in der Versuchung fallet. Amen. B.D. NR. 4607.

 

Buch 53 4608

"Ich will euch nicht waisen lassen." (Joh. 14)

6. April 1949. B.D. NR. 4608.

Ich will euch nicht waisen lassen. Ich will nicht, daß ihr allein stehet in der Welt und euch einsam fühlet im Geist, und darum habe Ich euch verheißen, daß Ich zu euch komme und Wohnung nehme bei euch, um euch ein steter Tröster und Beschützer zu sein in geistiger und irdischer Not. Glaubet diesen Worten und fühlet euch sicher und geborgen in dem Bewußtsein, Mich stets um euch zu haben, Der jeden Weg euch führet, Der wachsam ist, daß ihr nicht Schaden nehmet an Leib und Seele. Denn was Ich sage, ist Wahrheit und wird ewiglich nicht umgestoßen werden können von Menschen, die kritteln und deuteln wollen an Meinem Wort. So Ich euch nun diese Verheißung gegeben habe, wie ein Vater zu sorgen für euch, die ihr auf Erden verlassen sein werdet schon um Meines Namens willen, so freuet euch darüber, daß Mein Wort sich erfüllet und ihr den sichersten Beweis davon habt durch die Stimme in euch, die euch ständig Meine Nähe kündet und euch wahre, väterliche Worte der Liebe hören lässet. Glaubet dieser Stimme, und lasset sie nicht übertönen von Stimmen, die von außen kommen. Ihr habt etwas Köstliches, so ihr Mich Selbst hören dürfet in euch, und ihr werdet nun auch erst die Worte recht verstehen: Ich will euch nicht waisen lassen. Das Gedrückte, Betrübte, Ängstliche und Schwach-sich-Fühlende will Ich aufrichten, und seiner nehme Ich Mich ganz besonders an. Niemals werde Ich bangenden Menschen Meine Hilfe versagen, so sie Mich darum bitten, denn Ich bin ein Gott der Liebe und ein rechter Vater Meiner Kinder. Ich werde aber auch niemals wider Mich Selbst sprechen, Ich werde nicht zweierlei Gebote geben, die einander widersprechen und Ich werde keine Boten senden an Meiner Statt, wo Ich Selbst sprechen kann, wo ein Kind Mich selbst bittet um Aufklärung und Hilfe in seelischer Bedrängnis, in geistiger Not. Denn Ich bin dem Kind immer gegenwärtig, so es Meinen Willen zu erfüllen sucht. Ich benötige wahrlich keine Vertreter, wo Ich Mich Selbst äußern kann. Darum fürchte dich nicht, sondern glaube nur. Der um alles weiß, ist dir nahe und hält dich, auf daß du nicht fallest. Amen. B.D. NR. 4608.

 

Buch 53 4609

Überzeugung der Wahrheit kann nur im Innern des Menschen selbst gefunden werden.

7. April 1949. B.D. NR. 4609.

Nichts kann euch die Überzeugung von der Wahrheit geben, so ihr sie nicht selbst in euch zu finden sucht, d.h., so ihr nicht den Willen habt, Kenntnis zu erlangen von der ewigen Weisheit aus Gott. Auch überzeugende Worte geben euch nicht die Gewähr, solange ihr nicht den Geist in euch sprechen lasset, also von innen heraus euch Aufschluß gegeben wird. Dann erst werden auch die Worte, die euch von außen vermittelt werden, von euch angenommen werden, weil ihr gefühlsmäßig euch dazu bekennet, und dann erst werdet ihr überzeugt glauben können. So Ich euch nun Mein Wort zuleite, ihr aber nicht von Mir direkt Aufschluß begehret, ist es für euch kein Wahrheitsbeweis, und ihr Menschen werdet immer eure eigene Weisheit dagegensetzen und unschlüssig sein, was ihr glauben sollet. Der feste Glaube kann erst dann kommen, wenn ihr selbst glauben wollet, niemals aber werdet ihr zum Glauben genötigt werden, sondern es ist dieser lediglich Produkt der Willensfreiheit, so daß der Glaube an sich erworben werden kann, wenn der Wille vorhanden ist, sich überzeugen zu lassen. Also es muß der Mensch glauben wollen, um glauben zu können - es muß der Menschen von dem Göttlichen, das aus Meinem Wort spricht, sich so berührt fühlen, daß er nun jede Gelegenheit nützet, sein Wissen zu vermehren, und ernsthaft darüber nachdenkt, so es ihm von Mir aus dargeboten wird. Dann wird er hellen Geistes erkennen, was er annehmen kann und was er ablehnen muß. Amen. B.D. NR. 4609.

 

Buch 53 4610

Verpflichtung derer, die das Wort Gottes empfangen.

9. April 1949. B.D. NR. 4610.

Die Pflicht, sich einzusetzen für das, was sichtlich göttliches Geistesgut ist, hat jeder Mensch, der dieses erst einmal als wahr erkannt hat, ansonsten er unwürdig ist, das Brot des Himmels zu empfangen, so er die köstliche Gabe nicht achtet und nicht bewertet als das, was sie ist. Wird durch Gottes große Liebe einem Menschen das göttliche Wort dargeboten, dann ist das ein Barmherzigkeitsakt von größter Bedeutung, dann ergießt sich ein Gnadenstrom über den Menschen, für den dieser nicht dankbar genug sein kann, denn der Weg nach oben wird dadurch leicht gangbar, er wird hell erleuchtet und ist also leichter zu beschreiten und zum Ziel führend. Es ist also eine außergewöhnliche Vergünstigung, die Gott dem Menschen gewährt, weil Er in ihm die Fähigkeit erkennt, mit den ihm nun vermittelten Gaben zu arbeiten nach dem Willen Gottes. Nur steht dies seinem Willen frei, wie er die Gnadengabe von oben nützet, weil niemals ein Zwang ausgeübt wird von seiten Gottes auf einen Menschen, jedoch ihm alle Möglichkeiten erschlossen werden, dem göttlichen Willen gehorsam zu sein. Mit der Entgegennahme des Gnadengeschenkes tritt er also gewissermaßen auch eine Verpflichtung an - die der rechten Verwertung dessen, was die Liebe Gottes ihm darreicht. Er muß also etwas gegengeben, (10.4.1949) seine Bereitwilligkeit, das, was er empfängt, auszutragen zu den Mitmenschen, er muß seinen Willen und seine Kraft gegengeben, um die Verbreitung des Geistesgutes zu fördern. Er muß unausgesetzt tätig sein als Arbeiter im Weinberg des Herrn. Dann erst erweiset er sich als würdig jener Vergünstigungen und wird gesegnet sein auf Erden und auch im Jenseits. Es ist nun ein schweres Beginnen, Menschen, die nur materiell gesinnt sind, diese Gaben vermitteln zu wollen, wie es überhaupt eine Arbeit ist, die Liebe, Geduld und Ausdauer erfordert, soll sie Erfolg eintragen. Und darum benötigt der Arbeiter für das Reich Gottes auch erhöhte Kraftzuwendung, auf daß er nicht müde und nachlässig werde in seiner Tätigkeit. Es muß also fürs erste sich selbst an das göttliche Wort halten, er muß sich selbst am Brot des Himmels sättigen, um Kraft für seinen Erdenweg entgegenzunehmen und überhaupt für das, was er den Mitmenschen bringt, einzutreten. Denn sowie er sich ernsthaft einsetzet für das Reich Gottes, wird er auch feindlichen Widerstand zu erwarten haben, und für diesen muß er gewappnet sein. Der Widerstand aber geht von dem aus, der wider die Wahrheit ist. Und also ist es verständlich, daß jedem ernstlich für Gott arbeitenden Menschen gegensätzliches Wissen unterbreitet wird, daß die Lüge und der Irrtum sich dort offensichtlich zeigen wird, wo die Wahrheit aus Gott vertreten wird. Und nun setzet der Kampf ein zwischen Licht und Finsternis. Ein guter Arbeiter im Weinberg des Herrn wird diesem Kampf jederzeit gewachsen sein, weil er Erkenntniskraft besitzet und klare Urteilsfähigkeit. Dennoch wird er arg bedrängt werden und nur im Wort selbst Stütze und Kraft zum Widerstand finden und entgegennehmen. Und darum muß er selbst ständig die himmlische Nahrung entgegennehmen, weil er nur dann den feindlichen Angriffen standhalten kann. Also ist auch dies eine Verpflichtung, selbst das köstliche Liebesgeschenk Gottes so oft als möglich auszuwerten, an sich wirken zu lassen und sich von der Kraft, die das Wort Gottes ausströmt, ständig durchstrahlen zu lassen, um nun auch für die von ihm selbst gewählte Aufgabe tauglich zu sein und zu bleiben, um Widerstand leisten zu können, wenn der Feind mehr und mehr vorgehen wird gegen die Zuleitung der reinen Wahrheit von oben. Denn sein Ziel ist, das Licht zu verlöschen und die Menschen in größte Dunkelheit versinken zu lassen, um sie ganz für sich zu gewinnen. Gott aber steht jedem bei, der Ihm dienen will, und stärket ihn mit Seiner Kraft und Seiner Gnade durch immerwährende Zuleitung Seines Wortes. Amen. B.D. NR. 4610.

 

Buch 53 4611

Verscherzen der Gnadengabe.

10. April 1949. B.D. NR. 4611.

Ich will, daß ihr sehend werdet, und gebe euch Licht, und ihr suchet das Licht zu verlöschen, das von oben kommt und das allein euch Erhellung des Geistes gibt. Ich habe euch die Augen geöffnet und euch in das Licht blicken lassen, und ihr habt sonach (11.4.1949) eine außergewöhnliche Gnadengabe empfangen. Ihr seid in Meinen Willen eingegangen und konntet sonach bedacht werden von Mir mit einem Geschenk, das nur der empfangen kann, der sich Mir willenlos zu eigen gibt und also jede Gegnerschaft aufgegeben hat. Ich gab euch eine Seelennahrung, weil Ich euch liebe und euch zu Mir ziehen will und weil nur eine wohlgestaltete Seele sich Mir nahen kann. Ich gab euch darum das Brot des Himmels, Mein Wort - Ich erleuchtete euren Geist, daß er euch belehren konnte von innen, daß er euch das Wissen vermittle, das der Wahrheit entspricht, weil Ich will, daß ihr der geistigen Dunkelheit entfliehet, daß ihr klar erkennet, was ihr seid, woher ihr kommt und welche Bestimmung ihr habt, daß ihr erkennet euren Ausgang, euer Verhältnis zu Mir, eurem Vater und Schöpfer von Ewigkeit und daß ihr wisset, welche Aufgabe ihr im Erdenleben zu erfüllen habt. Ich bin mit Meiner Vaterliebe bei euch, und ihr erkennet Mich nicht und suchet euch Meinem Einfluß zu entziehen. Licht gab Ich euch, und ihr zieht euch wieder in die Dunkelheit zurück. Und Ich kann euch nicht halten, denn euren Willen zwinge Ich nicht, dieser aber wendet sich einem Irrlicht zu, das unwahrscheinlich hell leuchtet und euch in die tiefste Finsternis locket, weil es nicht von Bestand ist, denn es wird euch nicht auf die Dauer befriedigen, weil es nicht von Mir ist und auch nicht Meinem Willen entspricht, Der Ich euch die reinste Wahrheit darbot, die nicht abgewiesen werden darf, will der Mensch sich nicht eine Gnadengabe verscherzen, die überaus kostbar ist und bedeutungsvoll für die Ewigkeit. Nie und nimmer könnet ihr auf diesem Wege sehend werden, nie und nimmermehr kann euch die Wahrheit erschlossen werden, die ihr sehr wohl von innen empfangen könnet, jedoch nur, so ihr Mich anhöret. Und Ich kam Selbst zu euch, durch den Mund eines Jüngers sprach Ich zu euch, und Mein Wort mußtet ihr erkennen und als alleinige Wahrheit annehmen. Sowie euch nun von anderer Seite das gleiche geboten wird, bin Ich gleichfalls Selbst bei euch, und dann werdet ihr das erste nicht verwerfen, sondern nur die Bestätigung der reinen Wahrheit finden. Doch so euch ein Wissen vermittelt wird, das nicht übereinstimmt mit ersterem, dann haltet euch davon fern, verwerfet nicht, was euch beglücken soll, was sichtlich Meines Geistes Wirken ist und Meine Gegenwart bezeugt. Prüfet euch selbst, wie weit ihr euch Mir hingebt, wie weit euer Wille sich dem Meinen unterstellt. Prüfet euch und horchet auf die Stimme des Herzens und wollet, daß ihr die Wahrheit besitzet - denn der Wille zur Wahrheit stärkt eure Erkenntnisfähigkeit und gibt euch das rechte Verständnis für alles, was euch geboten wird. Amen. B.D. NR. 4611.

 

Buch 53 4612

Prophetischer Geist. Heilsplan Gottes – Endzeit.

12. April 1949. B.D. NR. 4612.

Durch alle Zeiten ist der prophetische Geist wirksam gewesen, um die Menschen hinzuweisen auf das Ende, und es hat ständiger Hinweise bedurft, weil die Menschen keine rechte Einstellung zu Mir und also auch zum geistigen Leben hatten, was ihren Erdenlebensgang zu einem erfolglosen werden ließ, so ihnen nicht in einer Weise Hilfe gebracht wurde. Es mußte ihnen eindringlich vor Augen gehalten werden, daß das Erdenleben einmal ein Ende nimmt. Der Tod des einzelnen, der auch sie selbst überraschen konnte, schreckte sie nicht mehr, also mußte ihnen ein völliges Vergehen der Erde in Aussicht gestellt werden, auf daß sie ihres Endes gedachten und ihren Lebenswandel änderten, d.h. ihre Gedanken geistig richteten. Der Hinweis auf das Ende bezweckte lediglich eine ernsthafte Selbstprüfung des Seelenzustandes, sowie der Mensch noch nicht gänzlich ohne Glauben war. Der Glaube aber war Voraussetzung, ansonsten auch ein Ende der Welt, ein Untergang der alten Erde niemals die Menschen schrecken würde, weil ein ungläubiger Mensch solches für unmöglich hält. Ist der Glaube aber dem Menschen verlorengegangen, so sind auch solche Hinweise erfolglos, und prophetische Kundgaben sind nach menschlicher Ansicht Hirngespinste religiös eingestellter Menschen, denen nicht die geringste Wahrscheinlichkeit zugebilligt werden könnte. Also wird auch der Hinweis auf das nahe Ende ohne Eindruck bleiben, und das ist die Zeit, wo das Ende wirklich zu erwarten ist. Denn sowie die Erde vorwiegend ungläubige Menschen trägt, erfüllt sie nicht mehr ihren eigentlichen Zweck als Ausreifungsstation des Geistigen, da ein geistiges Leben kaum noch geführt wird - und nur die kleinste Schar der Meinen in ernstem Streben nach Mir einen Meinem Willen entsprechenden Lebenswandel führt. Diese kleine Schar nun hat etwas Außerordentliches zu verfechten; sie wird sich überzeugen können, daß die Weissagungen der Seher und Propheten in Erfüllung gehen und daß sich eine gewaltige Veränderung im Kosmos vollzieht, die jedoch in Meinem Heilsplan von Ewigkeit vorgesehen ist, weil sie zur Aufwärtsentwicklung des Geistigen vonnöten ist. Nur der Ungläubige wird zweifeln, der Gläubige aber an den Zeichen der Zeit das wahre Ende erkennen. Nur der Ungläubige steht ablehnend den Kundgaben gegenüber, die einen Untergang der alten Erde in Aussicht stellen, der Gläubige aber weiß, daß die Zeit gekommen ist, wie er aber auch überzeugt ist davon, daß Seher und Propheten die Wahrheit verkündeten und diese sich einmal erfüllen muß. Wie weit die Menschheit in ihrer geistigen Erkenntnis gesunken ist, wie weit der Gegner unter der Menschheit als Herr anerkannt wird, wie schwach der Glaube allerseits geworden ist, davon kann sich ein jeder Mensch leicht überzeugen und schon daran erkennen, daß das Ende nahe ist und daß die Zeit gekommen ist, wo Ich eingreifen muß, um nicht die kleine Schar der Gläubigen noch dem Gegner zu überlassen, um ihnen ihren Glauben und ihre Treue zu belohnen, die sie Mir inmitten der Ungläubigen beweisen. Es ist das Ende nahe, und wenig Zeit bleibt euch nur noch - das könnet ihr fest glauben und der Wahrheit Meines Wortes fest versichert sein. Denn Mein Wort muß sich erfüllen, und es erfüllet sich, weil die Zeit gekommen ist. Amen. B.D. NR. 4612.

 

Buch 53 4613

Das Schwache wird das Ende nicht erleben.

13. April 1949. B.D. NR. 4613.

Das Schwache wird das Ende nicht erleben. Ich weiß sehr wohl, wie die Seelen der einzelnen beschaffen sind, welchen Willen sie in sich tragen und welchen Reifegrad sie besitzen, der auch Maßstab ist für die Willensstärke im letzten Glaubenskampf. Ich weiß es, daß dieses letzte Bekennen zu Mir große Kraft erfordert, die nur wenige Menschen aufbringen, und daß ein ganz lebendiger Glaube dazu gehört, standzuhalten und Mir die Treue zu bewahren. Und darum werden diesen treuen Anhängern und Bekennern die Pforten des Paradieses auf der neuen Erde erschlossen werden, auf daß ihre Liebe zu Mir, die sie Mir bis zum Ende beweisen, gelohnet wird. Glaubensschwache Menschen aber bestehen diesen letzten Kampf auf der Erde nicht, und die Gefahr des Abfalls von Mir wende Ich ab, um sie nicht in die Hände Meines Gegners fallen zu lassen und ihnen noch die Gelegenheit zu geben, im jenseitigen Reich ihre Entwicklung fortzusetzen, was nach dem Ende dieser Erde nicht mehr möglich ist auf lange Zeit. Sie werden den Anforderungen und Strapazen der letzten Zeit nicht gewachsen sein und rein körperlich schon ihren Lebensgang beenden vor der Zeit, denn sie sind nicht Mir abgewandt, nur fehlt ihnen der tiefe, lebendige Glaube, der sie fähig macht, ein rechter Streiter Christi zu sein. Und es wird derer viele geben, die sich wohl für Mich entscheiden, also den Glauben an einen Gott der Liebe und der Weisheit in sich tragen, jedoch ihn nicht zu jener Stärke bringen, daß sie sich Mir sorglos anvertrauen und um Meinen Beistand bitten. Diese Seelen nehme Ich von der Erde, ansonsten sie verlorengingen für ewige Zeiten. Das Starke aber bleibt Mir treu bis zum Ende und wird von Mir entrückt werden vor der Vernichtung der alten Erde. Dieser Vorgang wird euch einleuchtend sein müssen, und ebenso verständlich muß es euch sein, daß jene schwachen Seelen nicht das Paradies der neuen Erde bevölkern, das nur geistig reife Menschen tragen kann, die Meine Gegenwart unter sich zulassen, wie Ich es euch verheißen habe. Es muß zuletzt eine Scheidung sein von den Böcken und den Schafen. Es endet die alte Entwicklungsperiode mit dem Bannen des versagenden Geistigen in der festen Materie, und es beginnt eine neue Epoche mit einem reifen Menschengeschlecht, das sich im Seligkeitszustand schon auf Erden befindet, weil es standhielt und von Mir auf Erden erprobt wurde zur Genüge. Diese Seelenreife lässet Meine Gegenwart zu unter Meinen Kindern. Schwache, noch nicht ausgereifte Seelen aber würden Meine Gegenwart nicht vertragen können, und also ist die neue Erde kein Aufenthalt für sie, die aber dennoch im geistigen Reich zur Höhe schreiten und ob ihres frühzeitig beendeten Lebens willen auch im geistigen Reich Vergünstigungen haben, die ihnen zur Höhe verhelfen. Es ist dies die Scheidung der Geister, die ständig verkündet wurde durch Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4613.

 

Buch 53 4614

Überwinden des Todes durch Jesus Christus.

Ostern Gründonnerstag 14. April 1949. B.D. NR. 4614.

Es ist die Welt erlöst worden von der Sünde. Jubeln und jauchzen müßten die Menschen, würden sie sich dieser großen Gnade bewußt sein, die ihnen ein unsagbar schweres Los im Jenseits erspart, wenn sie genützt wird, also im Glauben an die Erlösung durch Jesus Christus Vergebung der Sündenschuld erbeten wird. Jesus Christus hat das Erlösungswerk vollbracht, das so bedeutungsvoll ist für alle Wesen auf Erden und im geistigen Reich, und die Menschen nehmen so wenig Notiz davon und werten diese unfaßbare Gnade nicht aus. Jesus ließ Sich kreuzigen aus Liebe zu den Mitmenschen und stand am dritten Tage wieder von den Toten auf. Er hat den Tod überwunden, und Er wollte, daß alle Menschen teilhaftig wurden des Opfers, das Seine Liebe für die Menschen darbrachte, Er wollte, daß auch sie Überwinder des Todes werden sollten, daß sie den Tod nicht mehr zu fürchten brauchten und also zum ewigen Leben eingehen konnten, weil Er die Schranken niedergerissen hat durch das Erlösungswerk, das in seiner ganzen Bedeutung nicht zu fassen ist, solange der Mensch auf Erden weilt. Er hat den Tod überwunden - und dadurch ist ein Bann gebrochen worden. Die Menschen, die unfrei waren durch die einstige Sünde der Auflehnung gegen Gott, deren Wille unter dem Einfluß Seines Gegners stand und die sich von ihm nicht frei machen konnten, sind nun durch den Kreuzestod Christi in der Lage, sich vom Gegner Gottes zu lösen, so sie Jesus Christus um Beistand anrufen in jeglicher Not um des Erlösungswerkes willen, das der Mensch Jesus für Seine Mitmenschen vollbracht hat. Also ist Jesus Fürsprecher bei Gott für alle, die an Ihn glauben und sich bemühen, in der Nachfolge Christi zu leben, also liebetätig zu sein und Seine Gebote zu erfüllen. Dann tut er das, was Gott ihm zur Aufgabe gesetzt hat während seines Erdendaseins, dann macht er sich frei aus den Banden des Todes, denn dem Gegner Gottes hörig zu sein, ist der sichere Tod seiner Seele. Jesus überwand den Tod. Er war Mensch und starb auch als Mensch, wenngleich Er vom Geist Gottes erfüllt war und den bittersten Tod, den Er selbst gewählt hatte, auch von Sich abwenden konnte kraft Seiner uneingeschränkten Macht. Er brachte Gott als Mensch das Opfer dar, und Er überwand dadurch Seinen Gegner, daß Er selbstlos nur an das Leid und die Sündenschuld der Mitmenschen dachte und ihnen das Los erleichtern wollte, das Folge der Sünde ist und war. Und Gott nahm das Opfer an. Er vergibt denen die Schuld, die Jesus als Mittler anrufen um Seine Gnade und Fürsprache. Das Opfer annehmen und die Sündenschuld vergeben aber sichert das Erwachen zum Leben in der Ewigkeit. Also gibt es keinen Tod mehr, denn nach dem leiblichen Tode geht die Seele in das Lichtreich ein zu einem ewigen Leben. Doch nur die Seelen, derer die Ihn anerkennen, die an Ihn glauben als Gottes Sohn und Erlöser der Welt. Triumphieren sollten die Menschen, daß nun der Tod überwunden ist und daß Jesus dieses Werk vollbracht hat, denn nun hat der Tod seine Schrecken verloren, weil es ein Erwachen gibt im geistigen Reich, weil der Gegner Gottes keine Gewalt mehr hat über den Menschen, so er sich dem göttlichen Erlöser hingibt und um Seine Hilfe bittet, um Stärkung des Willens und die Gnaden des Erlösungswerkes - um die Vergebung der Sündenschuld, die der Mensch mitgebracht hat als Erbe des einst gefallenen Geistigen, wozu er selbst gehört. Er ist erlöst von dieser Sünde durch Jesus Christus, und jubeln und frohlocken soll er, so er sich die Liebe des Menschen Jesus vor Augen hält, die das Schwerste auf Erden vollbracht hat, wozu je ein Mensch fähig war. Amen. B.D. NR. 4614.

 

Buch 53 4615

Kreuzestod. Erlösungswerk.

Karfreitag 15. April 1949. B.D. NR. 4615.

Jesus gab Sein Leben hin am Kreuz, Er nahm den schmachvollsten Tod auf Sich, der Strafe und Sühne für die Verbrecher war, denen jede Besserung abgesprochen wurde. Er ließ Sich zu diesem Tode herab, den Er auch kraft Seiner Macht und Herrlichkeit hätte abwenden können von Sich, denn in Ihm wohnte die Fülle des Gottesgeistes, die Er jedoch nicht mehr nützte angesichts des Werkes der Barmherzigkeit, das Er vollbringen wollte, um Seinen Mitmenschen zu helfen. Aus Seiner tiefsten Liebe heraus kam der Wille zu dieser Tat, die Liebe war so stark, daß auch der menschliche Wille dadurch eine Stärkung erfuhr, die Ihn zu diesem Werk fähig machte. Die Liebe trieb Ihn, und Sein menschlicher Wille führte aus, was die Liebe Ihm gebot. Und also nahm Er Qualen und Demütigungen auf Sich, die Seiner göttlichen Natur widersprachen und die darum Ihn unsagbar peinigten, jedoch auch Seinen Willen bestärkten, die Menschen aus diesem Morast der Sünde zu erlösen. Ihn erbarmte die große geistige Not, in der die Menschheit schmachtete, die als Folge der Sünde nichts mehr wußten von ihrem Los auf Erden und im Jenseits, die einem übergroßen Leid im jenseitigen Reich entgegengingen und völlig ohne Erkenntnis waren über ihren Zustand. Ihn erbarmte die Lichtlosigkeit und die völlige Abhängigkeit von dem, der schuld war an ihrem Absinken in die Tiefe. Und Er wollte sie zurückreißen, Er wollte ihnen die Möglichkeit geben, in voller Freiheit des Willens einem seligen Zustand entgegenzugehen. Er wollte ihnen Kraft vermitteln, wo sie selbst zu schwach waren, und Er erwarb Sich das Geschenk göttlicher Kraft zur Verstärkung des Willens erst durch Seinen Tod am Kreuz. Er wollte einen Reichtum austeilen, in dessen Besitz Er Sich erst selbst setzen mußte durch Sein Sühneopfer für die gesamte Menschheit. Die Sünde lastete auf ihr, sie mußte in ihrer Auswirkung abgeschwächt werden; die Gerechtigkeit Gottes aber ließ eine Tilgung der größten Sündenschuld ohne ein Opfer nicht zu, wollte Sich die ewige Gottheit nicht Selbst herabsetzen Ihren Geschöpfen gegenüber. Und in der Erkenntnis dieser ewigen Ordnung entschloß Sich der Mensch Jesus, Gott ein Opfer zu bringen, soweit es Seinem menschlichen Körper möglich war. Die Liebe zur Menschheit bewog Ihn dazu, und deshalb nahm Gott das Opfer an, weil die Liebe alles tilgt, weil die Liebe die stärkste Macht ist und den Zorn Gottes besänftigt, d.h., Seiner Gerechtigkeit vollauf Genüge getan wird, wo die Liebe Triebkraft jeglicher Handlung ist. Doch das Opfer war maßlos schwer. Es überstieg die Kraft eines Menschen und wurde daher auch überhoch bewertet, indem volle Vergebung der Sündenschuld denen zugesichert ist, die Jesus Christus als Erlöser der Welt anerkennen, die sich Ihm verbinden in Gedanken und im Willen, Ihm nachzufolgen - die also ernsthaft bemüht sind, ein Leben in Liebe zu führen, gleichwie es Jesus auf Erden geführt hat, um den Menschen den alleinigen Weg zum ewigen Leben zu zeigen, der nur durch ein Liebeleben erkenntlich ist und der bei Ihm die Krönung erfuhr durch den schmerzvollsten Tod am Kreuze. Amen. B.D. NR. 4615.

 

Buch 53 4616

Geisteswirken. Voraussagen für das Ende.

Ostersonntag 17. April 1949. B.D. NR. 4616.

Unbeschreiblich groß ist die Gnade, die euch zuteil wird, so Ich Selbst zu euch spreche und ihr also in den Stromkreis Meiner Liebe eintretet. Doch ihr müsset in vollem Bewußtsein Mir dienen wollen, ihr müsset in freiem Willen euch als Knecht Mir angetragen haben, ansonsten euch diese übergroße Gnade nicht zufließen kann. Ihr müsset arbeiten wollen für Mich und Mein Reich. Diese willensmäßige Zusicherung muß vorerst gegeben werden, worauf dann erst das Wirken Meines Geistes einsetzen kann in einer Form, die ungewöhnlich ist und darum nur selten von den Menschen als Mein Wirken erkannt wird. Doch wo einmal dieser Vorgang durch den Willen des Menschen sich abspielt, dort stehe Ich schützend dahinter und wehre alle Geisteskräfte ab, die störend oder zersetzend eingreifen wollen. Und so höre denn folgendes: Mich erbarmet wohl die Menschheit, und Ich vernehme jeden Ruf nach Hilfe und Erbarmung; Ich erkenne auch den Willen und das Streben Meiner Getreuen, Ich sehe aber klar und deutlich den Einfluß Meines Gegners in seiner Wirkung und das völlige Versagen des größten Teiles der Menschheit - und auch ihr gilt Meine Erbarmung, nur ist der Weg zur Rettung ein anderer, als ihr Menschen es euch vorstellt. Und darum kann es keinen Aufschub mehr geben, darum ist Mein Plan von Ewigkeit unabänderlich, und darum mache Ich die Menschen ständig aufmerksam auf das, was kommen wird in kurzer Zeit. Wer nun um Meinen Heilsplan von Ewigkeit weiß, der ist als Mitarbeiter für Mein Reich tätig, ansonsten ihm dieses Wissen nicht zugeleitet wird, oder er dafür nicht aufnahmefähig ist. Darum wird die Kunde davon stets auf Widerstand stoßen, und dennoch ist sie tiefste Wahrheit, weil sich Mein Wort erfüllen muß, durch das von Beginn dieser Epoche das Ende vorausgesagt wird, das dann eintritt, wenn der Geisteszustand der Menschen einen Grad erreicht hat, daß ein Ende nur noch Rettung bedeutet für das Geistige, weil Meine Erbarmung nichts auf ewig verlorengehen läßt und daher alles, was geschieht, Meine Liebe zu dem Unerlösten zur Begründung hat. Mein Plan von Ewigkeit ist den meisten Menschen nicht verständlich und daher nicht annehmbar, jedoch Mein Wort sollen sie anerkennen. Daß aber ein Ende prophezeit ist und von Sehern immer wieder bestätigt wurde, werden sie nicht leugnen können, und also ist nur der Zeitpunkt unbestimmt, den aber niemals die Menschen, sondern Ich Selbst bestimme. Und also werde Ich euch, die ihr ungläubig seid, den Beweis erbringen, doch zu eurem Entsetzen, weil ihr euch durch euren Unglauben in Sicherheit wiegt und daher gar sehr erschrecken werdet, denn es wird kommen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4616.

 

Buch 53 4617

Sünde wider den Geist "Alle Sünden werden euch vergeben, nur nicht die wider den Geist."

Ostermontag 18. April 1949. B.D. NR. 4617.

Ihr löset euch zu schwer von dem Buchstaben und dringt so nicht in den Geist des Wortes ein, weshalb euch vieles unverständlich ist, was Ich als Mein Wort euch hinterlassen habe. Darum müsset ihr Mich immer wieder als Lehrmeister in Anspruch nehmen, Der euch in die Wahrheit einführen, also euch alles wahrheitsgemäß erklären kann und will.

Es ist das Geisteswirken im Menschen sichtlich ein Merkmal der Anteilnahme der ewigen Gottheit an der Vollendung jedes einzelnen Geschöpfes, wie es also auch eine sichtliche Äußerung ihrer Kraftausstrahlung ist. Wenn Ich nun durch Meinen Geist in einem Menschen wirke, kann der Zusammenhang von Mir mit diesem Menschen nicht mehr geleugnet werden, weil der Geistesfunke, der im Herzen des Menschen ruht, mit dem Vatergeist von Ewigkeit untrennbar verbunden ist und nun durch Meine Annäherung zur Tätigkeit erwacht, also im Menschen wirkt. Das Wirken Meines Geistes im Menschen wird aber immer eine Hilfe bedeuten auf dem Wege zur Vollkommenheit, es wird ein Hinwenden der Gedanken in das geistige Reich und ein Drängen der Seele zum Zusammenschluß mit Mir bedeuten, sonach ein Aufwärtsschreiten in der geistigen Entwicklung. Der Geist wird die Seele allen Vorstellungen geneigt machen und ihr helfen, das Verlangen nach der Materie zu überwinden, der Geist wird der Seele Aufklärung geben über ihren Zweck und ihre einstige Bestimmung, der Geist wird der Seele das Wesen alles Göttlichen offenbaren, er wird ihr ein klares und tiefes Wissen vermitteln, also ihr ein Licht geben, das unvergleichlich beglückend ist, wenn es erst mit aller Leuchtkraft wirken kann. Das Wirken des Geistes im Menschen ist sonach eine göttliche Offenbarung - Ich Selbst nehme Mich des Menschen an und gebe ihm einen kleinen Begriff Meiner Herrlichkeit, und also bin Ich ihm gegenwärtig, sowie er sich so einstellt, daß Mein Wirken an ihm stattfinden kann, ganz gleich, ob die Ergebnisse Meines Wirkens offensichtliche Kundgaben sind oder die innere Erhellung auf gedanklichem Wege bedeuten. Immer aber ist der Mensch dann die Verbindung mit Mir eingegangen willensmäßig und hat den Willen zur Ausführung gebracht durch die Gestaltung seines Herzens zur Liebe, also zu einem aufnahmewürdigen Wohnraum der ewigen Gottheit, Die nun von innen Sich offenbaren kann. Ein solcher Akt nachweisbaren Geisteswirkens bezeuget Mich Selbst, ist also auch gewissermaßen ein Beweis, der den Glauben übertrifft. Wer nun diese Überzeugung einmal gewonnen hat, weil der Beweis erbracht worden ist von Meiner Existenz und Meiner Gegenwart, der steht verständlicherweise auf einer Stufe der Entwicklung, die ein Absinken unmöglich machen sollte, weil dies bei der Erkenntnis der Wahrheit fast nicht möglich ist - und doch kann er, solange er als Mensch auf der Erde lebt, selbst in den Schatten treten und das Licht verdunkeln - er kann sündigen wider den Geist - und sich dadurch vergehen in gröblichster Weise, indem er erneut Mich zurückweiset und also seinen einstigen Abfall von Mir wiederholt. Er kann bewußt das Wirken des Geistes unterbinden, er kann trotz besserer Erkenntnis keinen Gebrauch machen von seinem Wissen, also einen geistigen Rückschritt begünstigen, sich vollbewußt, ein Unrecht zu begehen. Er hat den Beweis und die Überzeugung gewonnen von Meiner Gegenwart und sich doch wieder abgewendet von Mir. Sein Wille also ist erneut gefangengenommen worden vom Gegner, dem er schon entronnen war, und er wehrt sich nicht gegen ihn. Sündigen wider den Geist kann nur der Mensch, der Mich und Mein Wirken durch den Geist erkannte, der sich die ihm vermittelten Weisheiten als Gedankengut aneignete, indem er die innere Überzeugung auch verstandesmäßig gewonnen hatte, also glauben konnte und in diesem festen Glauben sich dafür einsetzte. Er hat Meine Gnade in reichstem Maße empfangen und auch in Anspruch genommen und läßt sie nun wirkungslos werden; er kann deshalb auch kein Erbarmen erwarten, weil er die Gottheit von sich stößt, Die Sich ihm in Ihrer unendlichen Liebe ganz nahegebracht hatte und ihm den Schleier von den Augen zog. Und diese Sünde kann ihm deshalb nicht vergeben werden, weil er sich dann auch dem Erlösungswerk Christi gegenüber verschließet, weil er, wenn er Meinen Geist zurückweiset, auch den göttlichen Erlöser ablehnet, also nicht mehr glauben will, wenngleich er glauben konnte. Er hat sich dann also auch die Gnaden des Erlösungswerkes verscherzt, indem er die Hilfe Christi nicht in Anspruch nahm, bevor er sich versündigte, denn die ersten derartigen Gedanken hätte der göttliche Erlöser zerstreut und recht gerichtet, so Er nur um Hilfe angegangen worden wäre. Er war im lichtdurchstrahlten Reich zuvor und trat hinaus in die Dunkelheit - Er war ausgestattet mit den Fähigkeiten zum Erkennen der Wahrheit, und die Wahrheit behagte ihm nicht, weil sie ihn verpflichtete zu erlösender Tätigkeit, die er nicht ausführen will, weil die Liebe in ihm erkaltete. Es ist dies sehr selten bei Menschen, die Mein Geistwirken in sich erfahren haben, darum auch unverzeihlich, weil es ein offener Widerstand ist gegen Mich, der keine Vergebung finden kann, was soviel bedeutet, als endlose Zeiten in weitester Gottferne weilen zu müssen, bis er sich wieder Mir zuwendet und erneut sich die Gnade erwerben muß, von Mir angesehen zu werden, d.h., daß Ich Mich wieder ihm nahe. Diese Sünde kann nicht vergeben werden aus Gnade und Barmherzigkeit, sondern sie muß abgetragen werden in ganzer Schuld, sie zieht unwiderruflich eine Neubannung und also den ganzen Weg durch die Schöpfung nach sich, weil es ein erneuter Abfall ist, der dem einstigen Abfall des Geistigen von Mir nicht nachsteht, weil er in vollster Erkenntnis begangen wird, weil ein Mensch, in dem Mein Geist bereits wirken kann, auch im Licht steht und daher eine schwere Sünde begeht, so er Mich erneut verrät gegen den, der als Mein Gegner auf ihn einwirket, von ihm erkannt wird, und dem er dennoch zu Willen ist. Nicht vergeben einer Sünde also heißt, daß die Schuld nicht von ihm genommen werden kann, sondern von ihm selbst abgetragen werden muß, weshalb er jedoch nicht als ewig verloren zu gelten braucht, nur Ewigkeiten vergehen, bevor er sich endgültig zu Mir bekennt. Amen. B.D. NR. 4617.

 

Buch 53 4618

Sünden der Väter rächen sich an den Kindern.

19. April 1949. B.D. NR. 4618.

Durch Generationen hindurch wird sich die Sünde der Väter an den Kindern auswirken. So ist es euch gelehrt worden, und ihr seid oft dadurch in Widerspruch geraten mit der Lehre an einen Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, Der dem Sünder vergibt und ihm seine Strafe erläßt, so er ernstlich bereut. Ihr könnet es nicht begreifen, daß Menschen leiden müssen, die selbst nichts verschuldet haben und sonach die Opfer derer sind, die sündigten wider Gott. Und doch ist auch da die Weisheit und Liebe Gottes am Werk, wenn auch in einer euch nicht recht verständlichen Weise, spricht doch das Wesen der Seele vor der Verkörperung als Mensch hier mit, die sich einen sündigen Menschen selbst erwählte zu ihrer Einzeugung ins Fleisch. Es sind diese Seelen besonders triebhaft, sie sind trotz ihres endlos langen Entwicklungsganges, trotz vielfacher und qualvoller Verformung noch in einem äußerst mangelhaften Zustand, sie haben ihre Triebhaftigkeit noch nicht abgelegt und streben nun instinktmäßig einer ihr verwandten Menschenseele zu, wo sie Gelegenheit erhoffen, ihre Triebhaftigkeit ausleben zu können. Sie sind nicht selten vom gleichen Verlangen erfüllt, das den Menschen sündig werden ließ, wie sie auch oft dazu anregen, sowie sie in einem Körper Aufenthalt genommen haben (Mutterleib) und dann die Sünde selbstverständlicherweise auf ein neugeborenes Kind stärksten Einfluß hat, weshalb man nun von Veranlagung und Vererbung schlechter Anlagen spricht. Es kommt keine Seele in einen solchen Körper, die schon einen bestimmten Reifegrad erreicht hat, weil ihr Entwicklungsgang nicht gefährdet werden soll, sowie sie selbst zuvor schon ihren Willen bekundet hat, Gott zuzustreben. Es kann aber sehr wohl auch eine solche belastete Seele sich frei machen auf Erden von ihren Anlagen, sie kann durch ein scheinbar unverschuldetes Erdenschicksal ihre eigenen Fehler und Triebe erkennen und sich davon freizumachen suchen und wird dann auch in jeder Weise Gnade, also Hilfe von oben empfangen können, um ihren Willen zur Ausführung zu bringen. Zumeist aber leben sich solche Seelen aus und vergrößern die Sünde der Väter, doch immer in einer gewissen Willensfreiheit, denn Zwang wird ihnen nicht auferlegt. Sie selbst aber glauben sich unter Zwang stehend und suchen so, jede Verantwortung abzulehnen, sie führen nicht den leisesten Kampf mit sich selbst, erliegen daher jeder Versuchung, der sie aber widerstehen könnten, nur nicht wollen. Der Wille aber ist von Beginn der Verkörperung dem Bösen zugeneigt, und dieser Wille hat sich selbst die Form gewählt, die Träger der Seele werden sollte, was jedoch niemals ausschließt, daß die Seele nun als Mensch den Willen tätig werden lassen kann und sich befreien kann von der Sünde - daß also dann ein Glied der Kette zerrissen wird und auch die Sündenschuld der Väter um eines solchen Kindes willen getilgt werden kann. Denn der Wille eines triebhaften Menschen ist an sich stark, nur verkehrt gerichtet. Wird er aber in die rechte Richtung gelenkt, dann kann er auch siegen über alles und sonach ein Retter seines Vorfahren werden und ihm das Leid und die Not im Jenseits verringern. Amen. B.D. NR. 4618.

 

Buch 53 4619

Die Liebe siegt.

20. April 1949. B.D. NR. 4619.

Euch ist ein Weg gezeigt worden, der leicht gangbar ist, den ihr aber gemeinsam zurücklegen sollet mit Mir, Der Ich als euer Freund und Führer stets bei euch sein will, so ihr Mir Aufenthalt gewähret in euren Herzen. Ihr kennet noch nicht euren künftigen Lebensweg, er ist euch noch verborgen, weil ihr völlig unbeeinflußt tun sollet, was ihr später unter Zwang tun müßtet, was euch aber weit mehr Segen einträgt, so ihr im freien Willen handelt. Es gibt für euch keinen anderen Weg, ihr habt den rechten Weg betreten und müsset ihn zu Ende gehen, um zum Ziel zu gelangen. Und Ich werde euch stets zurückdrängen, so ihr abweichen wollet, und Meiner liebevollen Führung werdet ihr euch nicht widersetzen, denn Ich gebe euch Meinen Willen kund durch das Herz. Und darum werdet ihr ausführen, wozu es euch drängt, und es wird wahrlich nach Meinem Willen sein. Es ist ein unwandelbares Gesetz, daß die Liebe siegt, und darum wird stärker sein, der die Liebe in sich trägt. Um dieser Liebekraft willen ist Mein Wille der gleiche, weil Ich alles gutheiße, was aus der Liebe hervorgeht, also auch ein Verlangen, das die Vereinigung betrifft, denn so die Liebe dieses Verlangen erzeugt, ist es ein von Mir in das Herz gelegtes Empfinden, dem ihr Menschen nicht zu widerstreben brauchet, sondern das ihr getrost erfüllen könnet mit dem Bewußtsein Meines Segens. Ich will, daß ihr Mir zusammen dienet, also will Ich auch eure Vereinigung; doch aus euch selbst muß das Verlangen kommen, und dafür werde Ich Sorge tragen, so es an der Zeit ist. Amen. B.D. NR. 4619.

 

Buch 53 4620

Geistwirken im wachen Zustand. Beweise: Begründungen.

22. April 1949. B.D. NR. 4620.

Im wachen Zustand sollet ihr Mein Wort empfangen, dann ist euch ein Beweis gegeben von Meinem Wirken in euch durch den Geist. Ihr sollt euch sammeln im Gebet und so mit Mir in innige Verbindung treten, ihr sollt die Welt ausschalten aus euren Gedanken, ihr sollt euch Mir gänzlich hingeben und horchen nach innen auf Meine Stimme. Dann wird sie euch ertönen leise und fein, je nach der Reife eurer Seele tönend oder gedanklich, doch immer als von Mir, nicht von euch ausgehend. Ihr seid in einem so vorbereiteten Zustand nicht fähig, selbst eine Gedankentätigkeit zu leisten, die dem Inhalt Meiner Kundgaben entspricht. Ihr seid in dem Zustand eines Hörers, nicht eines Sprechers. Und so ihr euch den Unterschied klarmachen wollet, es kann sich der Hörer passiv verhalten, während der Sprecher aktiv sein muß. Je nach seinem Reifezustand nun ist sein geistiges Ohr ausgebildet, so daß er ohne Mühe Mein ihm zugehendes Wort versteht, wenngleich es nur überaus leise in seinem Herzen ertönt. Und darum ist die Innigkeit der Verbindung mit Mir maßgebend für ein leichtes Empfangen Meines Wortes, und entsprechend tief in ihrem Inhalt sind auch die Kundgaben, die für ihn und durch ihn für die Mitmenschen bestimmt sind, weshalb ihr auch einen Unterschied machen müsset von dem Geistesgut, das als Evangelium den Mitmenschen zugetragen werden soll, und den Worten, die Ich als liebender Vater Meinen Kindern gebe, so sie in Angst und Not sind und des Zuspruches bedürfen, der wohl allen Menschen Meine Anteilnahme beweiset, jedoch im besonderen denen gegeben wird, die in ihrer Not zu Mir rufen um Hilfe. Stets werde Ich antworten denen, die Mich hören wollen und zu ihnen sprechen durch den Geist - wie Ich es euch verheißen habe. Ihr sollt Mich hören, jedoch in vollem Bewußtsein, denn Ich verberge Mich nicht hinter einer Form, die so schwach ist, daß sie den eigenen Willen hingibt, und im unbewußten Zustand einen fremden Willen von sich Besitz ergreifen läßt. Ich warne euch stets eindringlich vor den Ergebnissen solcher sich offenbarenden Geistwesen, die einen schwachen Willen sofort festlegen mit ihren Gedanken und diese nun auf die Menschen zu übertragen suchen. Ich warne euch aber auch davor, offensichtliches Geistwirken zu unterbinden oder Mein Wirken dem Menschen abzusprechen, der klar und bewußt Offenbarungen aus der Höhe entgegennimmt. Und Ich will euch ein sicheres Merkmal Meines Wirkens angeben, das ihr stets zur Prüfung anwenden könnet - Meine Worte, die Ich auf Erden zu den Menschen sprach, werden in einer Form erklärt werden, daß sie jedem Gelehrten, jedem durch Studium wissend Gewordenen folgerichtig begründet werden können, und diese Begründungen werden sich niemals widersprechen, weil es Mein Wort ist, das immer das gleiche bleibt und dessen Sinn tiefste Weisheit bezeugt. Wer lebendig eingedrungen ist in dieses Mein Wort, der wird Mich Selbst sprechen hören, also Meine Gegenwart erkennen, so er Mein Wort liest oder es ihm hörbar zugetragen wird. Und dieses Gefühl, Mich Selbst sprechen zu hören, ist die sicherste Garantie für Mein Wirken und soll dem Menschen jeglichen Zweifel nehmen. Denn Ich trete im Wort den Menschen nahe, Ich Selbst bin das Wort, und es werden Mich hören, die an Mich glauben und Mir angehören wollen. Mein Wort wird sie berühren wie eine liebevolle Vaterstimme, der ein Kind Gehorsam leistet und darum auch vom Vater geliebt wird und mit Seiner Gnadengabe bedacht, sooft es nur empfangen will. Darum lasset euch von eurem Gefühl leiten und belehren, denn dieses lege Ich Selbst euch in das Herz, und niemals werdet ihr euch vom Irrtum so beeinflußt fühlen, daß ihr dafür eifrig einzutreten bereit seid. Denn Ich schütze jeden vor unklaren oder trügerischen Empfindungen, der den ernsten Willen hat, als Mein Jünger in der Endzeit zu wirken, weil diese die rechten Arbeiter sind in Meinem Weinberg, die Ich benötige und darum ihnen auch die Fähigkeit gebe, zu unterscheiden, was recht und was unrecht ist. Amen. B.D. NR. 4620.

 

Buch 53 4621

Keine Teilerkenntnis. Lichtwesen als Lehrmeister. Nur Wahrheit.

23. April 1949. B.D. NR. 4621.

Dies sage Ich euch, daß ihr keine Zweifel zu hegen brauchet ob der Wahrheit der euch von der Höhe gebotenen Kundgaben, weil Ich Selbst darüber wache, welches Geistesgut euch vermittelt wird, und weil Ich nimmermehr dulden werde, daß irrende oder unwahre Kräfte sich eurer bedienen, um den Menschen ihr Geisteswissen zu vermitteln. Es sind wohl viele Lichtwesen bereit, sich an den Belehrungen der Menschen zu beteiligen, und diese Lichtwesen stehen selbst in so hohem Wissen, daß sie unbedenklich als Lehrkräfte anerkannt werden können und ihren Vermittlungen der Wert göttlicher Offenbarungen beigemessen werden kann. Denn sowie ein Wesen lichtempfänglich ist, weilt es im Reiche des Lichtes und kann, da es stets Licht empfängt, auch ständig Licht abgeben. Diese werden nur den Menschen reinste Wahrheit vermitteln, zudem handeln sie stets in Meinem Willen, der auch ihr Wille ist. Sie sind von Mir beauftragt für ihre Lehrtätigkeit, also kann nicht von einer Teilerkenntnis gesprochen werden, denn das Wissen, das sie besitzen, geht weit über das hinaus, was sie den Menschen zuführen. Sie können also sehr gut einen Lehrmeister für die Menschen abgeben, sie werden niemals weltliche oder (falsche) geistige Lehren vermitteln, die nicht mit der Wahrheit übereinstimmen. Sie werden auch gleichzeitig den Menschen die Erkenntnisfähigkeit geben können, wozu sie von Mir aus ausgestattet und auch berechtigt sind, weil den Menschen die reine Wahrheit vermittelt werden soll und dies nur in der Weise geschehen kann, daß Wesen, die im geistigen Wissen stehen, solches auch auf die Menschen übertragen. (24.4.1949) Sowie sich ein Mensch hergerichtet hat zum Empfang geistiger Gaben, sowie er also mit dem geistigen Reich in Verbindung steht und im vollbewußten Zustand Gedankengut empfängt, sind Lichtwesen seine Lehrer, denn es entspricht dieser Geisteszustand völlig Meinem Willen, es ist ein Grad der Aufwärtsentwicklung, den alle Menschen anstreben sollen, also werden sich solche Menschen nicht in die Gewalt der Wesen fallen lassen, die ihnen irriges Gedankengut vermitteln wollen und den Seelen schaden, anstatt sie der Vollendung zuzuführen. Bedenket auch einmal ernstlich, was ihr Mir zumutet, wenn ihr annehmet, daß ein Mensch, der Mir dienen will, von schlechten Kräften beeinflußt wird. Ihr sprechet Mir dann entweder die Liebe ab oder die Weisheit oder die Macht, so Ich solches nicht verhindern könnte oder wollte. Ich will, daß Meine Geschöpfe Mich erkennen und lieben lernen, also werde Ich doch nicht wollen oder es zu verhüten wissen, daß einem Mir zustrebenden Menschen Unwahrheit geboten wird, wenn Ich unzählige Lichtwesen mit der Fähigkeit oder der Kraft ausstatte, die Wahrheit zu vermitteln denen, die sie begehren. Ich will, daß die Menschen sich Mir zuwenden und kann dies nur erreichen, wenn die Menschen Mich erkennen lernen. Dazu muß ihnen unbedingt die Wahrheit geboten werden, und darum werde Ich als die ewige Wahrheit alles daransetzen, sie auch den Menschen zu vermitteln und die Wesen der Finsternis zurückdrängen, die also wohl auch ihren Einfluß auf die Menschen ausüben können, aber nur dann, wenn diese sich ihnen überlassen durch einen Lebenswandel, der Meinem Willen widerspricht. Denn diese Menschen werden kein Verlangen nach der Wahrheit haben, und darum wird sie ihnen nicht geboten werden, zumal sie auch keine geistige Verbindung bewußt anknüpfen, sondern nur rein verstandesmäßig sich ein Gedankengut sammeln, und jene unwissenden Kräfte auf diese Gedanken einzuwirken suchen, um die Wahrheit zu verdunkeln und Lüge und Irrtum zu verbreiten. Doch dies könnet ihr leicht prüfen, denn was zu Mir hinweiset, ist gut, was von Mir abführt, ist Einfluß des Gegners von Mir, der wider Mich kämpfet und Mich besiegen will, doch niemals über Mich einen Sieg erringen wird. Amen. B.D. NR. 4621.

 

Buch 53 4622

Sichtbare Erscheinung kurz vor dem Ende als Liebesbeweis Gottes.

25. April 1949. B.D. NR. 4622.

Ein sichtbares Zeichen soll euch Meine Gegenwart beweisen, so ihr Mein Wort in Empfang nehmet aus dem Munde eines Jüngers, den Ich Selbst Mir als Werkzeug erwählet habe. So ihr ihn anhöret, werdet ihr eine Erscheinung haben, die euch an Meinen Kreuzestod ermahnt und doch euch beglücken wird. Ihr werdet Mich spüren in eurer Nähe, und eine heilige Ehrfurcht wird euch erfassen vor Meiner Liebe, die sich euch so sichtlich kundgibt. Und es wird jedes Meiner Worte in euer Herz eindringen und euch unvergeßlich bleiben, es wird eine übermächtige Seligkeit euch erfüllen, und voller Hingabe werdet ihr Mir eure Liebe versichern und Mir dienen wollen, und euren Vorsatz werde Ich annehmen, weil Ich Arbeiter brauche in der letzten Zeit vor dem Ende. Euch aber habe Ich gewonnen für die Ewigkeit. Wer einmal Meine Nähe gespürt hat, der geht keinen anderen Weg mehr als den, der zum Ziel, zu Mir, führt, und Ich habe seine Seele gewonnen auf ewig. Ich mache euch schon zuvor darauf aufmerksam, daß Ich Mich äußern werde, weil Ich will, daß ihr etwas nicht als eine Zufälligkeit ansehet, was Mich Selbst und Meine Liebe zu euch beweisen soll, und so sich diese Meine Verheißung erfüllet, rechnet damit, daß euch nur noch eine kurze Frist gegönnt ist, die ihr nützen sollet zu immer innigerem Zusammenschluß mit Mir, und glaubet fest an ein Ende und an Mein Wiederkommen in den Wolken. Dann erscheine Ich allen denen körperlich, die ausharren bis an das Ende, und hole sie zu Mir. Und es wird eure Seligkeit keine Grenzen finden, weil ihr dann immer in Meiner Nähe sein dürfet und also ständig Meine Gegenwart genießet. Amen. B.D. NR. 4622.

 

Buch 53 4623

Not und Leid Erziehungsmittel. Kraftvermehrung.

27. April 1949. B.D. NR. 4623.

Ihr habt eine Zeit vor euch, die eure ganze Kraft erfordert, wollet ihr allen Anforderungen gerecht werden, die das Leben an euch stellt. Das muß Ich euch immer wieder sagen, um es euch verständlich zu machen, daß ihr selbst das Maß von Kraft vermehren könnet und daß ihr selbst es bestimmet, ob das Erdenleben für euch schwer oder leicht tragbar ist. Darum lasse Ich euch oft durch Mühsal und Not gehen, um euch zu erziehen für diese Zeit, wo ihr nur das Leben meistern werdet, so ihr euch die Kraft von Mir holet, so ihr sie euch erbittet oder erwerbet durch Liebeswirken am Nächsten. Ständig gemahne Ich euch an diese Zeit, indem Ich euch in Lagen bringe, wo ihr euch hilflos und verlassen fühlt, um euren Blick und euer Herz zu Mir zu lenken, Der Ich euch immer als Führer und Berater zur Seite stehen will, doch stets euer Gebet vonnöten ist, das den Willen zu Mir bekundet. Denn wider euren Willen bedenke Ich euch nicht mit Kraft, weil ihr dann untauglich würdet für den Kampf ums Dasein in der künftigen Zeit; doch der leiseste bittende Gedanke an Mich ruft Mich zu euch, und dann wird euch auch fühlbar die Kraft durchfluten, und euer Glaube wird gestärkt werden, was Ich bezwecke. Nur der innige Zusammenschluß mit Mir wird das Leben für euch erträglich machen, denn dann drückt euch keine irdische Sorge, weil ihr alles Mir anheimstellt und wahrlich dann nicht schlecht bestellt seid, weil ein Kind, das bedingungslos dem Vater vertraut, auch niemals von Ihm enttäuscht wird. Und so könnet ihr auch jeder Hilfe gewiß sein, so ihr nur an Meine Liebe und Meine Allmacht glaubt, denn Ich lasse wahrlich nicht in der Not, der zu Mir seine Zuflucht nimmt. Amen. B.D. NR. 4623.

 

Buch 53 4624

Geistige Konzentration vor Aufnehmen. Strenge Selbstkritik.

28. April 1949. B.D. NR. 4624.

Ihr müsset euch vorher eine geistige Konzentration schaffen, bevor ihr Mein Wort entgegennehmen könnet. Dies ist es, was beachtet werden muß, ansonsten irdische Gedanken noch den geistigen Zustrom unterbinden, sich also vordrängen und aufgenommen werden, wenn auch bei ernsthaft Strebenden nur kurz störend, weil sich die lichtvollen Kräfte durchsetzen und einen starken Einfluß der irdischen Welt auf den Menschen verhindern, d.h. seine Gedanken bald hinlenken in das geistige Reich. Es können also wohl kleine Unstimmigkeiten sich ergeben, ungenaue Angaben oder unklare, wenig verständliche Satzbildungen, die jedoch nicht von Belang sind, also das große geistige Wissen irgendwie herabsetzen oder zweifelhaft erscheinen lassen. Doch stets soll darauf geachtet werden, erst dann eine Kundgabe als solche zu betrachten, so die geistige Bindung hergestellt ist, also der Empfangende sich gänzlich gelöst hat von irdischem Erleben. Ihr steht noch zu sehr unter dem Einfluß der Welt, und darum arbeiten eure Gedanken mit der Materie; ihr seid weltlich noch zu sehr in Anspruch genommen, und ihr könnt euch darum nicht immer frei machen von Vorstellungen und Gebräuchen, die geistig nichts zu besagen haben, ihr werdet aber immer erst eine Schranke durchbrechen müssen, d.h. alles zurücklassen müssen, um im geistigen Reich weilen zu dürfen, und je freier und unbeschwerter ihr dieses betretet, desto aufnahmefähiger seid ihr für die Schätze, die euch dort geboten werden. Die Trennung von geistigem Wissen und irdischen Vorstellungen wird euch aber selbst leicht werden, und darum könnet ihr unbedenklich die Wahrheit dessen vertreten, was euch vermittelt wurde, und ihr brauchet keinen Anstoß zu nehmen an dem, was geistig ohne Bedeutung ist. Ihr werdet darum keinen Irrtum verbreiten, nur sollet ihr immer wieder Kritik üben an euch selbst, ob und wann ihr vorbereitet seid für die Entgegennahme Meines Wortes, d.h., wann ist die innere Verbindung mit Mir hergestellt, daß ihr nun Mich Selbst vernehmet. Ich weiß um euren Willen und trage diesem Rechnung, und daher schütze Ich jeden, der Mir dienen will und voll Verlangen nach der Wahrheit Mich um diese bittet. Und darum könnet ihr ohne Bedenken annehmen, was euch in dieser Form geboten wird. Amen. B.D. NR. 4624.

 

Buch 53 4625

Rechtes Wissen erweckt Glauben und Liebe zu Gott.

29. April 1949. B.D. NR. 4625.

Dringet in geistiges Wissen ein, und es wird euch an Beweisen Meiner Macht und Herrlichkeit und Meiner Liebe nicht fehlen. Sowie euch dieses Wissen erschlossen ist, wird euch auch jeglicher Zusammenhang klarwerden, und alles wird euch begründet erscheinen; ihr werdet erkennen, daß ein Wesen euch, Meine Geschöpfe, betreut und für euch tätig ist, und dies in unübertrefflicher Weisheit. Und ihr werdet Mich lieben lernen und Mir zustreben. Die Finsternis des Geistes, die völlige Unkenntnis von geistigen Dingen wirkt sich auch aus in einem unpersönlichen Verhältnis zu Mir, zumeist in völligem Unglauben und gänzlicher Ablehnung. Erst das Wissen erweckt den Glauben und die Liebe, wenn auch das Wissen unbewiesen bleibt, doch die Vorstellung, daß es sein könnte, wie geistig Wissende es darstellen, erweckt in dem Menschen das Verlangen, in ein vertrautes Verhältnis zu treten mit dem Wesen, das also in Vollkommenheit der gesamten Schöpfung mit allen wesenhaften Geschöpfen vorstehen soll. Es muß dem Menschen geistiges Wissen unterbreitet werden, soll die Liebe zu Mir entzündet und zu heller Flamme werden. Das geistige Wissen geht zwar erst aus der Liebe zu Mir hervor, doch so es dem Verstand vorerst zugeleitet wird von außen, kann es dann auch zum Herzen dringen, also das Denken und Wollen des Menschen bestimmen, und dann wird ihm das Licht heller leuchten und ihn von innen auch erwärmen, dann erst wird es ein wahres Licht, das nicht mehr zu verlöschen ist; es ist der Verstand dann gleichsam der Anreger zu einem Gefühlsakt, zur Umwandlung des inneren Menschen zur Liebe - einer Liebe, die vorerst dem unbekannten Beherrscher der Unendlichkeit gilt, aber sich langsam auch auf alles Erschaffene erstreckt. Und diese Liebesflamme erhellt den Geist, und dieser gibt dem Menschen nun Aufklärung in allen geistigen Fragen. Der also wissend gewordene Mensch wird sein Wissen nicht mehr verlieren oder verwerfen wollen, denn es befriedigt ihn und spornt ihn an zu geistigen Debatten. Der wissend gewordene Mensch wird aber auch die Liebe zu Mir als dem Schöpfer und Erhalter von Ewigkeit nicht mehr verlieren und also auch das rechte Verhältnis herstellen zu Mir, er wird mit Mir verbunden bleiben wollen und Mir zustreben, und sein ganzes Wesen wird den Wandel zur Liebe beweisen, denn rechte Erkenntnis führt zur Liebe und also zur Seligkeit. Amen. B.D. NR. 4625.

 

Buch 53 4626

Heiland des Leibes und der Seele.

1. Mai 1949. B.D. NR. 4626.

Was ihr tun sollet, ist: alle eure Sorgen hintragen zu Mir, Der Ich wahrlich der beste Heiland bin und euch alle eure Krankheiten nehmen kann, Der euch gesund machen kann an Leib und Seele und euch ein ewig unzerstörbares Leben geben kann. Wohl seid ihr irdisch an die Anwendung von Heilmitteln gebunden, doch so Ich sie euch nicht segne, werden sie ihre Wirkung verfehlen, wie Ich aber auch ohne äußere Mittel den Kranken segnen kann, daß er gesund ist nach Meinem Willen. Und Ich tue dies, sowie Ich das Leid für ihn als unnötig erkenne, sowie es seinen Zweck erfüllt und beigetragen hat zur Läuterung der Seele. Denn es geht die Krankheit der Seele neben der des Körpers einher, und ihr Menschen könnet euch keine Vorstellung machen, welch großen Faktor in der Aufwärtsentwicklung der Seele die Krankheit des Leibes bedeutet und wie dankbar die Seele einst ist, daß sie diesen Weg gehen durfte im Fleisch und ihr ein sehr verkürzter Erdenlebensweg die erhöhte Reife eintrug. Ihr sollt darum im Leid nur immer beten: "Vater, Dein Wille geschehe." Dann tu Ich das Meine, wie ihr das eure tut, Ich komme als Heiland des Leibes und der Seele zu euch, und eure Genesung wird euch gesichert sein. Ertraget den schwachen Leib um der Seelenstärke willen, wisset, daß sie sich viel leichter aufwärtsentwickeln kann und Verbindung suchen mit dem geistigen Reich, so ihr der Körper keinen Widerstand entgegensetzet, was er aber im gesunden Zustand stets tut. Und es wird die Seele wohlgestaltet sein, wenn die körperliche Hülle fällt. Auf daß ihr euch aber Meiner Nähe und Meines Wirkens bewußt seid, wird der Heilungsprozeß schnell vonstatten gehen, so ihr nur vollgläubig das Wunder erwartet, so ihr also glaubt, daß Meiner Macht und Kraft nichts unmöglich ist und Meine Liebe euch stets gilt und euch also helfen will. Der feste Glaube ist das beste Heilmittel, das niemals versagen wird. Traget alle eure Sorgen zu Mir hin, und ihr werdet ihrer ledig werden, doch kommet im starken, unerschütterlichen Glauben, und Ich werde diesen nicht zuschanden werden lassen. Amen. B.D. NR. 4626.

 

Buch 53 4627

Gottes Segen für Seine Diener.

1. Mai 1949. B.D. NR. 4627.

Wer es sich zur Aufgabe macht, Mir zu dienen, und also für das Reich Gottes arbeitet, ohne weltliche Interessen dabei anzustreben, der kann auch ständig Meiner Zustimmung und Meiner Unterstützung versichert sein, denn seine Arbeit unterliegt dann Meiner Lenkung und wird dann recht sein, so er sich Mir und Meiner Gnade empfiehlt, also Meinen Segen dazu erbittet. Denn das Denken dessen wird von Stund an gelenkt, so er sich Mir in freiem Willen zur Verfügung stellt. Nur wenige Menschen sind bereit, geistige Arbeit auszuführen, weil die materielle Einstellung geistige Arbeit reizlos erscheinen läßt, und darum wende Ich den wenigen, die sich Mir schenken mit ihrer Arbeitskraft, Meine ganze Liebe zu, und Ich werde ihre Arbeit fördern in jeder Weise. Nur das soll stets beachtet werden, daß das Empfinden des Herzens mehr zur Geltung kommen muß als die Ergebnisse des Verstandes, denn durch das Herz spreche Ich zu Meinen Dienern auf Erden, und ihrem Empfinden sollen sie stets Aufmerksamkeit zollen, so sie sich und ihre Arbeit zuvor Mir empfohlen haben. Dann wird jede Frage von selbst beantwortet werden, jede Unschlüssigkeit wird geklärt werden, und die Arbeit wird vorangehen und vollste Zufriedenheit auslösen. Und es wird dann auch jede irdische Tätigkeit gesegnet sein, weil Meine Arbeiter eines rechten Lohnes wert sind und Ich ihre irdischen Bedürfnisse decke, sowie sie für Mich tätig sind. Mein Reich ist nicht von dieser Welt - und solange ihr noch auf Erden weilet, sollet ihr die Bindung herzustellen suchen mit jenem Reich, und ihr werdet reichsten Segen davontragen, weil Mein Reich euch alles gewähren kann, geistige und irdische Schätze; weil, wer für Mein Reich tätig sein will, auch irdisch nicht zu darben braucht, denn die Sorge um sein Leben übernehme Ich, auf daß er seine geistige Tätigkeit ungehindert ausführen kann zum Segen aller, die davon Kenntnis nehmen und deren Sinn geistig gerichtet ist. Amen. B.D. NR. 4627.

 

Buch 53 4628

Wirkung des göttlichen Wortes auf den Menschen. Zuvorige innige Verbindung.

2. Mai 1949. B.D. NR. 4628.

Gut und weise muß euch Mein Wort berühren, auf daß ihr es als Mein Wort erkennet, denn so Sich die ewige Liebe Selbst äußert, so strömt sie auch Liebe aus, und so gebe Ich Mich in weisen Vermittlungen kund, die euch helfen sollen, Mich zu erkennen und wieder zu lieben. Gut und weise muß euch daher Mein Wort anmuten, um als Mein Wort entgegengenommen zu werden. Und ihr werdet es gefühlsmäßig erkennen - ihr werdet mit Meinem Wort auch Meine Gegenwart spüren, es wird euch nicht anders scheinen, als spreche Ich Selbst zu euch, und dann wisset ihr, daß das lebendige Wort bei euch ist und die Bindung mit Ihm von euch hergestellt ist. Wer Mein Wort hat und es nicht erkennt, der liest es nur mit den Augen und mit dem Verstand - d.h., er versetzt sich nicht zuvor in den Zustand des Zusammenschlusses mit Mir, und also kann Ich ihm auch nicht gegenwärtig sein, und Mein Wort ist nur Buchstabe ohne Leben. Die innige Zwiesprache mit Mir muß voran gegangen sein, das Verlangen, Mich Selbst zu hören, muß ihn erfüllen, ansonsten das Herz Mich nicht hören kann und dann auch das Wort, das als Mein Wort dem Menschen nahegebracht wird, ohne Wirkung bleibt an ihm. Doch so es lebendig zu ihm spricht, wird die Güte und die Weisheit dessen, was an sein Ohr dringt, ihm nur eine Offenbarung Meiner Wesenheit sein, und nicht der geringste Zweifel befällt ihn, von Mir Selbst angesprochen worden zu sein. Nicht allen Menschen aber teile Ich Mich in Form von tiefem Wissen mit, nicht alle Menschen sind fähig, weisheitsvolle Belehrungen entgegenzunehmen, doch immer sind es liebevolle Worte, die an das Ohr dessen dringen, der Mich hören will. Immer helfe und rate Ich und gebe durch Kundgabe Meines Willens den Weg an, der zum Himmelreich führt. Und da nur Ich Selbst diesen Weg kenne und euch Menschen wahrlich rechte Kunde geben kann, so ist Mein Wort, auch wenn es keine tiefen Belehrungen enthält, stets als weise und wohlbegründet zu erkennen, denn selbst die einfachsten Belehrungen müssen sinn- und zweckvoll sein, ansonsten sie nicht Mich Selbst zum Ausgang haben, ansonsten sie nicht Mich beweisen würden, Der Ich Selbst im Wort gegenwärtig bin. Ihr werdet es fühlen und könnet diesem Gefühl mit Sicherheit vertrauen, denn was Ich euch gebe, soll auch von euch als Meine Gabe erkannt werden. Und dessen könnet ihr versichert sein, daß Mein Wort, das aus der Höhe euch zugeht, diese Kraft in sich birgt, als göttliche Ausstrahlung dem menschlichen Herzen das Empfinden Meiner Nähe zu geben, so nur der Mensch in inniger Verbundenheit mit Mir Mein Wort in sich aufnimmt. Wollet ihr, daß Ich zu euch spreche, so vernehmet ihr auch Mein Wort und wisset, daß es Mein Wort ist. Was aber nicht Mich als Ausgang hat, wird euch auch nicht befriedigend anmuten, ihr werdet Güte und Weisheit vermissen, und der Ablehnungswille wird in euch rege werden, sowie ihr Mir ergeben seid. Amen. B.D. NR. 4628.

 

Buch 53 4629

Liebeswirken. Nützen der Kraftzuwendung Gottes. "Wer in der Liebe bleibt."

4. Mai 1949. B.D. NR. 4629.

Immer wieder muß euch die Liebe gepredigt werden, ohne die ihr kraftlos seid und bleibt. Liebeswirken setzt euch in den Besitz von Kraft, worunter aber nicht die Lebenskraft zu verstehen ist, die ein jeder Mensch besitzet, auch wenn er das Gebot der Liebe nicht beachtet. Diese Lebenskraft aber befähigt ihn zum Liebeswirken, so daß er sich also auch leicht in den Besitz von geistiger Kraft setzen kann, mit welcher ihm dann die Aufwärtsentwicklung der Seele gelingt. Darum soll auch den Menschen die Liebe gepredigt werden, weil jeder dazu fähig ist, so er nur will, Werke der Nächstenliebe zu verrichten. Und dies soll er nützen, um sich etwas zu sichern für die Zeit nach seinem Tode, wo ihm die Lebenskraft entzogen ist, während ihm die geistige Kraft, die er sich also erworben hat durch Liebeswirken, bleibt, und er damit arbeiten kann im geistigen Reich an seiner eigenen Vollendung und an den Seelen, die noch unter ihm stehen in ihrer Entwicklung. Erfüllet das Gebot der Liebe. Nicht eindringlich genug kann euch diese Mahnung ertönen, denn ihr seid lau und gleichgültig und leget Meinen Geboten nicht viel Bedeutung bei. Daß aber jedes Werk der Nächstenliebe die Annäherung an Mich zur Folge hat, daß diese gleichsam in einem Werk der Liebe drin liegt, daß ihr, so ihr liebt, Mich Selbst zu euch ziehet, das macht ihr euch nicht klar, ansonsten ihr bewußt eine Annäherung an Mich anstreben würdet und unsagbar viel gewinnet für eure Seele, für die Ewigkeit. Liebeswirken ist schon ein Nützen Meiner Kraftzuwendung, die euch gewährt wird, so in euch der Wille erwacht, ein Werk der Nächstenliebe zu verrichten. Liebeswirken ist also schon ein gemeinsames Wirken mit Mir, und so ihr euch vorstellt, daß Ich euch immer gegenwärtig bin, so ihr liebetätig seid, so muß euch schon das Verlangen nach Mir und das Bewußtsein Meiner Nähe dazu antreiben, ständig mit Mir zusammen zu wirken. Nichts könnet ihr erreichen ohne die Liebe, nichts hat Wert vor Meinen Augen ohne die Liebe, und erreichet ihr auf Erden alles und seid im Herzen ohne die Liebe, so brauchet ihr euch nicht daran zu erfreuen, denn es ist wertlos für die Ewigkeit, es hat für die Entwicklung eurer Seele keinen Nutzen, und arm und leer werdet ihr eingehen in das geistige Reich. Euch folgen keine Werke der Liebe nach, und das werdet ihr dereinst bitter bereuen. Der liebende Mensch aber kann auf Erden arm sein, irdische Güter und irdisches Glück können ihm versagt bleiben, doch seine Seele kann jauchzen und jubeln, weil sie mit Mir den Zusammenschluß gefunden hat, weil Ich ihr ständig nahe bin und jedes Liebeswerk Meine Gegenwart beweiset: "Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm." Ohne Liebe gibt es keinen Zusammenschluß mit Mir, die Liebe erst verbindet. Es gleicht der liebende Mensch sein Wesen an Mein Urwesen an, das in sich Liebe ist; er wird krafterfüllt wirken können auf Erden und im Jenseits, weil die Liebe Kraft ist, die von Mir ausgeht und befähigt zu immer neuen Taten der Liebe. Nützet die Lebenskraft, und seid in Liebe tätig. Ich rufe euch immer wieder diese Mahnung zu, denn nur die Liebe erlöset euch, sie macht euch frei von den Fesseln des Gegners und trägt euch den Zusammenschluß ein mit Mir, Der Ich die ewige Liebe Selbst bin. Amen. B.D. NR. 4629.

 

Buch 53 4630

Die letzten Worte des sterbenden Heilandes am Kreuz. Tönendes Wort. Erscheinung.

5. Mai 1949. B.D. NR. 4630.

Es ist ein besonders hoher Reifegrad erforderlich, um Mein Wort tönend vernehmen zu können, und sonach kann Ich euch vorerst nur ein begrenztes Wissen vermitteln, wenn auch in einem Umfang, daß ihr wohl fähig seid, für Mich zu arbeiten und das Evangelium den Mitmenschen zu verkünden. Doch es geht dem Ende zu, und die Menschheit steht vor den letzten Geschehnissen auf dieser Erde. Die Menschen sind völlig unwissend und weder fähig, Mein Wort entgegenzunehmen, noch es zu erkennen, so es ihnen dargeboten wird. Sie wissen in ihrer geistigen Blindheit nichts mehr vom Segen des Erlösungswerkes Christi, sie glauben nicht an Ihn und sind daher rettungslos der Gewalt Meines Gegners preisgegeben, so sie sich nicht wandeln in ihrem Denken und Handeln bis zum Ende. Und um nun ihren Glauben wieder aufleben zu lassen, so es noch möglich ist, wird sich den Menschen etwas Außergewöhnliches darbieten, wovon Jesus auf Erden Erwähnung tat - es werden Zeichen und Wunder geschehen. Es wird das Kreuz Christi sichtbar am Himmel erscheinen in solcher Deutlichkeit, daß die Menschen erschrecken werden, die nicht an Ihn glauben, während die Meinen jubeln und frohlocken und in ihrem Glauben überaus gestärkt werden. Und nun wird ein ungewöhnliches Verlangen nach Aufklärung zutage treten, und rechte und falsche Annahmen werden Meine Diener veranlassen, sich einzuschalten und die Menschen zu unterweisen in der Wahrheit. Und nun benötigt ihr ein besonderes Wissen, das Ich euch wohl vermitteln möchte, das ihr aber nur aufnehmen könnet in dem vorerwähnten Reifezustand, den das tönende Wort verlangt. Gedanklich ist dieses Wissen nicht zu vermitteln, es muß das geistige Ohr und das geistige Auge geöffnet sein, um die Eindrücke in sich aufnehmen zu können, die der sterbende Heiland am Kreuz empfand und wiedergab mit Worten, die keines Menschen Ohr vernahm und die daher der Menschheit völlig unbekannt geblieben sind. Daß euch diese Kenntnis bisher vorenthalten wurde, hat seinen Grund darin, daß nur wenige Menschen die Tiefe dieser Worte hätten fassen können und daß ein überstarker Glaube dazu gehört, der lebendig sein mußte durch die Liebe, um sie zu verstehen. Kurz vor dem Ende aber wird es Menschen geben, die diesen durch die Liebe lebendigen Glauben besitzen und denen der Sinn der göttlichen Worte Jesu verständlich sein wird. Diesen nun Köstliches zu bieten durch die Übermittlung jener Worte ist Mein Wille, und darum suche Ich ein geeignetes Gefäß, in das Ich Meinen Geist ausgießen kann - einen Mir ergebenen Diener auf Erden, dem Ich Mich offenbaren kann, dem Ich klar und verständlich die Worte Jesu am Kreuz durch die innere Stimme kundgeben kann, auf daß sie durch ihn den Mitmenschen vermittelt und also der Menschheit zugänglich gemacht wird. Sowie nun die Erscheinung am Himmel sichtbar sein wird, werden die Meinen hervortreten und für Mich reden, sie werden dem Kreuz Christi zujubeln und Seine Worte wie ein leises Klingen im Herzen vernehmen - dann aber müssen diese Worte schon von oben zur Erde geleitet sein, sie müssen durch das tönende Wort empfangen werden und Meinem Diener verständlich sein und seine Bestätigung finden durch jene Gläubigen, die es gleichfalls im Herzen vernehmen, doch als von oben aus der Höhe gesprochen erachten. Ich lasse aber zuvor schon den Menschen Kenntnis zugehen, auf daß sie des großen Wunders innewerden. Und wer nun erleuchteten Geistes ist, der wird eine seelische Erbauung finden und ungeheure Kraftzufuhr verspüren, und diese Kraft will Ich allen zuwenden, die in der Endzeit Mir ihre Treue beweisen, und Ich will ihnen ein Mittel geben, das ihre Kraft so vermehren wird, daß sie den schwersten Kampf bestehen und aushalten bis zum Ende.... bis Ich Selbst komme und sie heimhole in Mein Reich, bis sie eingehen in das Reich des Friedens, in das Paradies auf der neuen Erde. Amen. B.D. NR. 4630.

 

Buch 53 4631

Qualen einer Neubannung in der festen Materie.

8. Mai 1949 B.D. NR. 4631.

Mit Worten können euch nicht die Qualen geschildert werden, die eine Neubannung in der festen Materie für das Geistige bedeutet, denn es ist ein Zustand, der für den Menschenverstand unfaßbar ist. Das Geistige empfindet sich als wesenhaft und kann doch seinen Willen nicht gebrauchen, der jedoch als Beweis seiner Wesenhaftigkeit ihm bewußt ist. Das Geistige ist gefesselt und war ursprünglich als etwas Frei-wirken-Könnendes geschaffen, darum bereitet ihm seine Ohnmacht und Kraftlosigkeit und sein gefesselter Zustand unsagbare Qualen, die es zumeist noch auflehnen, anstatt es gefügig zu machen und sich unter den Willen Gottes zu beugen. Die Menschheit ist im Besitz des freien Willens und geht diesem qualvollen Zustand entgegen. Sie hätte noch genügend Zeit, um dieses Schicksal von sich abzuwenden, doch keiner Vorstellung wissender Menschen ist sie zugänglich, und der Glaube an eine Vergeltung, an ein Fortleben der Seele mangelt ihr gänzlich, weshalb mit Belehrungen nichts erreicht werden kann und daher die Not unsagbar groß ist, in der die Seelen der meisten Menschen sich befinden. Noch ist der Mensch Herr der Schöpfung, er ist gewissermaßen über ihr stehend und kann sich die Schöpfungen zunutze machen nach seinem Willen - einst wird er selbst wieder Schöpfungswerk sein, ein toter, unbeweglicher Gegenstand anfangs, der genützt werden oder auch ungenützt verbleiben kann undenklich lange Zeit hindurch - einst wird er weit, weit hinter dem zurückstehen, was er jetzt ist, und es wird endlos lange Zeit vergehen, bis er sich wieder entwickelt hat zum Menschen, zu dem Wesen, das mit freiem Willen begabt ist und die Kraft besitzt, diesen Willen zu nützen. Wie viele Stadien es aber durchwandeln muß, wie viele Qualen es erdulden muß und welche Tätigkeiten es im gebundenen Willen ausführen muß, das ist dem Menschen nicht faßlich und daher für ihn unglaubhaft. Und doch trägt er selbst die Verantwortung für das Los seiner Seele nach seinem Tode. Noch hat er die Kraft, Werke der Liebe zu verrichten, die jenes bittere Los von ihm abwenden, noch hat er Gelegenheit, Kenntnis zu nehmen durch Anhören des göttlichen Wortes vom Willen Gottes, und so er diesem Willen nachkommt, wandelt sich sein Wesen und gewinnt das Anrecht auf einen Zustand des Lichtes und der Freiheit nach seinem Leibestode. Noch kann er seinen Verstand nützen, er kann nachdenken über sich selbst, seinen Schöpfer und seinen Erdenlebenszweck, und so er will, wird er auch glauben können. Gott tritt mit Seiner Gnade an alle Menschen heran und gibt ihnen einen kleinen Anstoß, in der rechten Richtung zu gehen, den rechten Weg zu wählen. Leistet der Mensch keinen Widerstand, dann läßt er sich drängen auf den rechten Weg, und das rechte Ziel ist ihm gesichert. Doch auch den Widerstand achtet Gott, d.h., Er zwingt den Menschen nicht wider seinen Willen - aber es trägt der Mensch auch die Verantwortung seiner Seele gegenüber, er bereitet seiner Seele selbst das Los, das überaus qualvoll ist, und sie muß den Weg der Neubannung gehen zu ihrem unsagbaren Leidwesen, denn die Gnade Gottes darf nicht zurückgewiesen werden, weil dies auch ein Zurückweisen Seiner Liebe bedeutet und sonach Entfernung des Geistigen von Gott, anstatt Annäherung an Ihn, die Zweck und Ziel des Erdenlebens ist. In der Endzeit beschreiten nur wenige den rechten Weg, und darum ist die Not riesengroß und erfordert dringende Abhilfe. Darum soll von seiten der Diener Gottes auf Erden des schrecklichen Loses Erwähnung getan werden, das die Menschenseele erwartet, so sie sich nicht wandelt in der letzten Zeit vor dem Ende. Es soll ihnen das Ende immer wieder vorgestellt werden als nahe bevorstehend, denn es eilet die Zeit und es ist höchste Tätigkeit geboten, um noch die Seelen vor dem Verderben zu retten, die die Mahnungen und Warnungen annehmen und den Willen haben zum Guten. Denn es wird der Tag kommen unerwartet und unzählige Menschen ins Verderben stürzen, in den Tod, d.h. den gefesselten Zustand in der Materie, aus dem sie sich erst in endlos langer Zeit frei machen können. Ihr Menschen lasset euch warnen, denn es geht um die Ewigkeit, es geht um euch selbst, um eure Seelen, die in größter Gefahr sind und doch noch gerettet werden können, so ihr guten Willens seid. Amen. B.D. NR. 4631.

 

Buch 53 4632

Vertrauen auf Gottes Hilfe. Liebe und Schutz Seinen Dienern.

9. Mai 1949. B.D. NR. 4632.

O ihr alle, die ihr so kleingläubig und verzagt seid, werfet euch an das Herz des göttlichen Heilands und Erlösers, daß Er euch aufrichte und euch Trost und Kraft spende, und ihr werdet in Fülle erhalten, was ihr erbittet. Lasset euch von Seiner Liebe bedenken, sehet in Ihm euren Vater von Ewigkeit, und tretet Ihm als Seine Kinder nahe, lasset alles zurück, was der Welt angehört, wenn ihr zu Ihm gehet, und bittet Ihn, daß Er Einkehr halte in euer Herz, daß Er es erfülle und alles entferne, was hinderlich ist für Sein Verweilen bei euch. Und Er wird euer Flehen erhören, Er wird euch mit Seiner Gegenwart beglücken, Er wird euch ziehen an Sein Herz und euch hüten vor dem Fall, Er wird euch beistehen in allen Versuchungen des Leibes und der Seele, Er wird euch nimmermehr bedrängen lassen, so ihr euch Ihm und Seiner Gnade empfehlet. Lasset keine Sorgen aufkommen um Irdisches, sondern sorget euch nur um euer geistiges Wohl, haltet nur eure geistige Entwicklung für wichtig, und so Gott euch brauchet für die Arbeit in Seinem Reich, dann lasset euch nicht zurückhalten und folget Seinem Ruf, denn dann tretet ihr Ihm immer näher und euer Leben ist gesichert geistig und irdisch. Jegliche Sorge sollet ihr aus dem Herzen verbannen, denn sie ist nur ein Mangel an Vertrauen zu Dem, Der euch liebt von Ewigkeit und euch wahrlich nicht untergehen lässet. Was euch als Sorge scheint, ist nur eine Erprobung eures Glaubens, und so ihr diese bestehet, fallen alle irdischen Sorgen hinweg, und ihr erkennet, wie fürsorglich euer Vater im Himmel Seiner Kinder gedenkt und wie Er aller Bedürfnisse achtet und sie deckt, wenn es nötig ist. Denn Seine Liebe gehört euch, die ihr Ihm dienen wollet nach Seinem Willen. Er wird euch nicht verlassen, sondern ständig um euch sein, Er wird euch in jeder Not beistehen, auf daß ihr Ihm treu bleibet bis zum Ende, das kommen wird, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4632.

 

Buch 53 4633

Angst der Menschen. Naturkatastrophe und ihre Folgen.

10. Mai 1949. B.D. NR. 4633.

In eine unfaßbare Not geraten werden alle Menschen, die nicht glauben, so Ich Mich äußern werde durch die Naturgewalten, denn sie erleben ein Schauspiel, wo ungeheure Kräfte zur Entfaltung kommen und der Mensch selbst völlig machtlos ist. Es wird eine Todesangst die Menschen befallen, und selbst die Meinen werden davon betroffen werden, doch wundersam gestärkt durch Meine Hilfe, sowie sie nur ihre Gedanken zu Mir erheben. Die Ungläubigen aber haben keine Stütze, an die sie sich halten können, und sind den Naturelementen rettungslos preisgegeben. Einige wenige werden angesichts des Todes zu Mir rufen in ihrer Herzensnot, und ihr Ruf wird Mein Ohr erreichen und Rettung bedeuten irdisch oder auch geistig, wenn ihre Stunde gekommen ist. Doch sie haben dann noch das Leben gewonnen für die Ewigkeit. Doch zumeist sind die Menschen in ihrer Angst besinnungslos, d.h. unfähig zu einem Gedanken zur Höhe, sie suchen sich zu retten und geraten überall in die gleiche Bedrängnis, denn die ganze Natur befindet sich in einer Verschwörung gegen sie, alle Elemente sind in äußerster Tätigkeit, Wasser, Feuer, Sturm und Licht treten aus ihrer Ordnung und richten Verheerungen an, die unzählige Menschenleben kosten und unvorstellbar sind in ihrem Ausmaß. Es wird nur ein kurzer Akt sein, doch überaus folgenschwer für alle Menschen, die es überleben werden, denn nun erst hebt eine irdische Not an, die alles Vorhergegangene übertrifft. Es müssen die Menschen sich völlig umstellen in eine andere Lebensführung, sie müssen sich alles zunutze machen, was ihnen noch geblieben ist, sie sind auf sich selbst gestellt und können auf lange Zeit hinaus nicht irdische Hilfe erwarten, weil sie abgeschnitten sind von der Welt und die Verbindung nicht so schnell wieder herzustellen ist. Die Größe des Unglücks ist unfaßbar, doch Ich mache euch immer wieder darauf aufmerksam, auf daß ihr euch nicht an irdische Güter verlieret, auf daß ihr sie nicht wichtig nehmet und eurer Seele vergesset, deren Reife allein für euch ausschlaggebend ist, wie ihr das Kommende ertraget. Kundgaben dieser Art finden wenig Glauben und sind doch überaus wichtig zu nehmen, denn sie erfüllen sich aufs Wort. Und es ist jeder Tag noch eine Gnadengabe, die ihr auswerten solltet, doch nicht irdisch, sondern geistig, weil das allein von Bestand ist, was ihr euch an geistigen Gütern erwerbet. Dennoch verspreche Ich euch allen Meinen Schutz und Meine Hilfe, die ihr gläubig seid und Mir dienen wollet. Lasset euch nicht bedrücken durch Meine Worte, wisset, daß alles, auch das Schwerste, zu ertragen ist, so ihr es Mir aufbürdet, so ihr Mich darum bittet, eure Last tragen zu helfen. Ich verlasse euch nicht und helfe euch, daß ihr ausharret bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4633.

 

Buch 53 4634

Kraft des Glaubens. Offensichtliche Hilfe. Letztes Gnadenmittel.

10. Mai 1949. B.D. NR. 4634.

Die Macht und Kraft Gottes wird sichtlich zutage treten bei denen, die stark sind im Glauben und in großer Not zu Gott beten um Hilfe. Was unmöglich erscheint, wird möglich werden; was menschlich nicht ausführbar ist, werden die Menschen vollbringen, durch die Kraft des Glaubens an einen allmächtigen Gott und Schöpfer des Himmels und der Erde. Und es wird kein Gebet vergeblich sein, das im Geist und in der Wahrheit und im festen, unerschütterlichen Glauben zu Ihm emporgesandt wird; und wo dieser Glaube anzutreffen ist, dort ist auch jede Not erträglich, weil sie abgewendet wird durch eben jenen Glauben. Die Vaterliebe wird jeder Mensch spüren, der sich als ein Kind Gottes fühlt und zu Ihm vertrauensvoll die Hände erhebt. So nun das Wirken Gottes, Seine Liebe und Seine Allmacht so deutlich erkennbar ist, werden die Schwachgläubigen gestärkt und die Ungläubigen stutzig werden, und es ist dies ein letztes Gnadenmittel für jene, die nicht glauben wollen. Eine ernste Mahnung tritt noch einmal an sie heran, ein Beweis, daß ein Gott lebt, Dem auch sie sich anempfehlen können und Er Sich ihnen in gleicher Liebe zuneigen wird, so sie Ihn als Vater anerkennen und sich demütig vor Ihm beugen. Die Kraft des Glaubens kann jedem zu denken geben, denn die Hilfe Gottes ist zu offensichtlich, als daß sie abgeleugnet werden könnte, weil Dinge geschehen, die über den Rahmen des Natürlichen hinausgehen. Zu einem solchen Glauben wird Gott allen verhelfen, die Ihn innig darum bitten, die im Ringen darum nicht nachlassen und die guten Willens sind. Denn es sind dies die Seinen, die zu Ihm verlangen und deren Streben nur der Vereinigung mit Gott gilt, das zum Ziel führen wird. An ihnen werden sich auch die Wunder vollziehen, die in der Kraft des Glaubens begründet sind, die Gottes übergroße Liebe zu den Seinen bezeugen und auch den Glauben an Sein Kommen in den Wolken aufleben lassen, aus dem sie nun wieder die Kraft schöpfen zum letzten Kampf auf dieser Erde. Ihr tiefer Glaube wird alles ertragen, weil sie voll überzeugt sind, daß Gott kommen wird und die Seinen zu Sich holt in Sein Reich, so die Not unerträglich wird. Und Gott lässet solchen Glauben nicht zuschanden werden. Amen. B.D. NR. 4634.

 

Buch 53 4635

Glaubenskampf. Bekennen vor der Welt. Ich werde die Tage verkürzen.

11. Mai 1949. B.D. NR. 4635.

Ihr werdet noch einen harten Kampf bestehen müssen, so ihr Mich bekennen sollet vor der Welt. Und es wird von euch gefordert werden völlige Verzichtleistung auf irdische Güter, ihr werdet enteignet werden und Dienste verrichten müssen, die über eure Kraft zu gehen scheinen, ihr werdet an der Ausführung dessen, was euch wichtig erscheint, gehindert werden, ihr werdet ohne Grund verfolgt und bedrängt werden und keine Ruhe finden vor den Nachstellungen eurer Feinde, die auch gleichzeitig Meine Feinde sind und darum keine rächende Hand über sich fürchten. Und ihr werdet verwundert sein, daß Ich alles dieses geschehen lasse, ohne sie zur Rechenschaft zu ziehen, ihr werdet aber auch verwundert sein, daß alles Ungemach euch nicht so tief berührt, wie es vor der Welt den Anschein hat, so daß ihr trotzdem froh und heiter bleibt und voller Zuversicht und Hoffnung, daß auch für euch die Stunde der Vergeltung kommt und daß einmal auch diese Verfolgungen ein Ende haben. Und ihr werdet daher stets lauter und überzeugter für Meinen Namen eintreten und Mich bekennen vor der Welt. Und Ich werde die Tage verkürzen, auf daß ihr selig werdet. Denket stets an diese Verheißung, daß es nur eine kurze Zeit währet, bis ihr erlöst werdet aus den Händen eurer Peiniger, denket daran, daß ihr doch zu Meinen Auserwählten gehöret, denen alles Leid um ihrer Treue willen vergolten wird; und denket daran, daß durch euer Bekennen noch Seelen gewonnen werden sollen für Mich und Mein Reich, die als letzte noch gerettet werden kurz vor dem Untergang der Erde. Und um dieser Seelen willen nehmet das Kreuz auf euch, das euch zwar drücken wird, aber doch ertragbar ist, weil Ich euch helfe und euch außergewöhnlich mit Kraft bedenke. Der Glaubenskampf wird schwer sein, und darum müsset ihr euch zuvor schon darauf vorbereiten, indem ihr eure Seelen stärkt durch rechte Nahrung, indem ihr Mein Wort aufnehmet und mit ihm die Kraft, mit der Ich Mein Wort gesegnet habe. Denn bei der Entgegennahme des Wortes verbindet ihr euch mit Mir und müsset sonach von Kraft durchflutet werden und also widerstandsfähig sein gegen eure Feinde und bleiben bis zum Ende - bis Ich kommen werde und euch erlösen aus aller Not. Amen. B.D. NR. 4635.

 

Buch 53 4636

Verheißung treuester Vatersorge. Sichtliches Erscheinen.

11. Mai 1949. B.D. NR. 4636.

Ich werde in euch wirken fort und fort, Ich werde euch Zeichen geben und Wunder an euch vollbringen, die ihr selbst als Wunder erkennen werdet, wenngleich dies den Mitmenschen verborgen bleibt. Ich werde euch ziehen zu Mir, weil ihr Mir keinen Widerstand mehr leistet, wenngleich ihr zu schwach seid, von selbst zu Mir emporzusteigen. Ich will es euch fühlen lassen, daß Ich ein liebender Vater bin, Der Seine Kinder nicht allein lässet in der Not. Und ihr sollt Vertrauen zu Mir haben und einen festen Glauben gewinnen, und dann werdet ihr Mir rechte Stützen sein auf Erden, ihr werdet für Mich und Mein Reich eintreten und Mich bekennen vor der Welt. Ich löse Mich nicht von euch, selbst wenn ihr die feste Verbindung lockert, wenn ihr glaubt, der Welt ihren Tribut entrichten zu müssen, und darum der Welt mehr Zeit und Lebenskraft opfert. Ich trete immer wieder vor euch hin und veranlasse euch, das Band fester zu knüpfen, denn Ich lasse euch nicht mehr, weil Ich weiß, daß euer Wille Mir gilt, selbst wenn die Welt euch an sich reißen will. Ich halte euch und überlasse euch nicht mehr dem, der Herr der Welt ist, denn ihr seid Mein geworden in freiem Willen, und ihr werdet Mein bleiben, weil Ich es so will. Und mit dieser Zusicherung könnet ihr stets fröhlich sein, ihr brauchet euch nicht zu sorgen und zu bangen um Zukünftiges, ihr brauchet auch nicht mehr zu fürchten für eure Seelen, ihr brauchet euch nur Mir zu empfehlen, eure Gedanken zu Mir erheben und Mir eure Liebe zu schenken, also nach Mir und Meiner Gegenwart Verlangen tragen, dann seid ihr auch unzertrennlich mit Mir verbunden. Doch von Mir aus ist diese Bindung, die ihr im freien Willen hergestellt habt, unlösbar, und auf daß ihr selbst sie nicht löset, werde Ich Mich euch stets erkenntlich machen - Ich werde Mich in Erscheinung bringen, Ich werde im Geist bei euch sein, aber auch denen sichtlich nahe treten, die Mich besonders lieben. Denn Ich will eure ganze Liebe gewinnen, um euch ewig selig zu machen. Amen. B.D. NR. 4636.

 

Buch 53 4637

Segensreiche Tätigkeit für das Reich Gottes. Mahnung zu emsiger Tätigkeit.

13. Mai 1949. B.D. NR. 4637.

Werbet ununterbrochen für Mich und Mein Reich, und lasset euch nicht durch Fehlschläge entmutigen. Ihr selbst müsset euch von Meiner Kraft durchdrungen fühlen und darum stets und ständig Mein Wort aufnehmen, und die euch nun zuströmende Kraft wird euch zur Tätigkeit antreiben, ihr werdet reden müssen, wo sich euch Gelegenheit bietet, aus der Fülle des Herzens heraus. Dann seid ihr auch taugliche Arbeiter für Meinen Weinberg, ihr seid für Mich und Mein Reich tätig, ihr sprechet in Meinem Namen zu euren Mitmenschen und lenket auch ihre Blicke in jenes Reich, von wo ihnen reichster Segen für ihre Seelen kommt. Keine irdische Tätigkeit kommt jener Tätigkeit gleich, kein irdischer Erfolg kann den geistigen Erfolg aufwiegen, und keine irdische Arbeit wird so gesegnet sein und Meine Zustimmung finden, wie die Arbeit für Mein Reich. Und so wisset ihr auch, daß ihr nicht unnütz auf Erden wandelt, so ihr euch dieser Tätigkeit befleißigt, ihr wisset auch, daß euch die schönste Aufgabe zugeteilt ist und daß ihr nur emsig tätig sein müsset, wollet ihr euch Meine Liebe und Zufriedenheit erringen. Es ist euch aber keineswegs zur Bedingung gemacht, ihr werdet nicht gezwungen zu dieser Tätigkeit, ansonsten sie an Wert verlöre und euch nicht den Segen eintragen könnte für die Seele. Die innere Freude und das Verlangen, Mir und den Mitmenschen zu dienen, sollen euch treiben, und es wird euch die geistige Arbeit dann auch beglücken und euch inneren Frieden geben, wenngleich sie, irdisch gesehen, euch wenig Vorteil einträgt. Doch Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Haltet euch stets diese Meine Worte vor, und ihr werdet es verstehen, daß geistige Arbeit niemals vor der Welt bestehen oder anerkannt wird, daß sie nichts mit der Welt und ihrer Tätigkeit gemein hat, daß sie still und eifrig ausgeführt werden muß und dennoch weit größere Erfolge zeitigen wird, als jede irdische Tätigkeit. Und darum ermüdet nicht, werdet nicht lau und gleichgültig, bedenket die Not, die geistige Arbeit erfordert, und bleibet Mir rüstige Knechte, die stets Meinen Willen erfüllen und in emsiger Tätigkeit Mir dienen und die Ich darum segnen werde jetzt und in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4637.

 

Buch 53 4638

Gebet Brücke zu Gott. Gedanken Brücke zum geistigen Reich.

13. Mai 1949. B.D. NR. 4638.

Die Brücke zu Mir ist das Gebet, die Brücke zum geistigen Reich sind die Gedanken, die den Lichtwesen das Recht einräumen, sich mit euch zu verbinden. Betretet oft diese Brücke, kommet zu Mir und haltet innige Zwiesprache mit Mir, vertrauet Mir alle eure Nöte und Sorgen an, und machet Mich also zu eurem Vertrauten, zu eurem Freund und Bruder, Der alles, Freude und Leid, mit euch teilen will, und ihr werdet bald die Kluft zwischen euch und Mir verringern, weil ihr jederzeit einen Weg wisset, der zu Mir führt, weil ihr die Brücke gefunden habt, die jede Trennung zwischen Mir und euch aufhebt. Und ebenso suchet zum geistigen Reich zu gelangen, indem ihr eure Gedanken schweifen lasset dorthin, wo eure wahre Heimat ist, wo eure Seele einst weilen soll, wenn sie die irdische Hülle dahingibt und nicht mehr auf der Erde lebt. Suchet Anschluß zu finden im geistigen Reich, solange ihr noch auf Erden weilt, auf daß euch der Eingang nicht versperrt ist, denn die Bewohner des geistigen Reiches machen euch den Weg frei, sie helfen euch, daß ihr ihn findet, daß ihr nicht fehlgehet oder euch verlieret in die Dunkelheit. Die Bewohner des geistigen Reiches umgeben euch ständig, können sich euch aber erst bemerkbar machen, so ihr sie rufet in Gedanken oder ihnen die Berechtigung gebt, sich durch euren Willen eurer anzunehmen. Jeder geistige Gedanke ist für sie ein Ruf, eine Berechtigung, ihre Kraft auf euch überzuleiten und euch also zu helfen auf dem Weg nach oben. Ihr stellet nun die Verbindung her mit dem Reich, das eine völlig andere Sphäre ist und das ihr anders nicht erreichen könnet. Es gibt also eine Brücke von euch zu jenem Reich, das irdisch nicht zu sehen und zu erreichen ist, das aber doch besteht und seinen Einfluß ausüben will auf euch. Betet zu Mir und sendet eure Gedanken zur Höhe, und eure Seele verlässet die Erde und nähert sich der Heimat, sie strebt nach ihrem Ausgang zurück, sie läßt die irdische Hülle wohl noch auf der Erde, sie läßt die Materie zurück und erhebt sich in geistige Sphären, aus denen sie niemals leer zurückkehrt, denn stets wird sie bedacht von Wesen des Lichtes, stets wird sie Gnade und Kraft empfangen von Mir, Der Ich einem jeden entgegenkomme, der die Brücke zu Mir betritt. Ich habe wahrlich keine größere Freude als die Rückkehr Meiner Kinder, die Mir einst verlorengingen und die nun freiwillig zu Mir kommen, um Mein zu sein und zu bleiben bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4638.

 

Buch 53 4639

"Es wird kein Stein über dem anderen bleiben." Große Not.

14. Mai 1949. B.D. NR. 4639.

Es wird eine Zeit kommen, wo alles verlorengeht, was mühsam erworben und aufgebaut wurde; es wird eine Zeit kommen, wo die Menschen die Wertlosigkeit dessen erkennen, was dem körperlichen Wohlstand dienen sollte, und sie werden völlig besitzlos sein, weil ihnen auch geistige Güter mangeln, deren Besitz den Verlust irdischer Güter verschmerzen läßt. Auf diese Zeit weise Ich euch ständig hin, denn es kommt, wie es verkündet ist in Wort und Schrift - es wird kein Stein über dem anderen bleiben. So unverständlich es auch scheinen mag für weltlich eingestellte Menschen, daß durch höhere Gewalt ein so furchtbares Vernichtungswerk stattfinden soll, jedoch es ist unvermeidlich, weil es erstmalig einen erzieherischen Zweck haben soll und dann auch im Heilsplan von Ewigkeit vorgesehen ist für das im niederen Stadium der Entwicklung stehende Geistige, das dadurch zu anderer Verformung gelangt. Daß es die Menschen überaus schwer betrifft, ist nötig, weil sie ihrer geistigen Entwicklung fast nicht mehr achten und die letzten Anregungen erfahren sollen, die sie zwar auch übergehen können, wenn sie nicht willig sind, sich zu wandeln und aufwärtszusteigen. Sie können nur noch härter angefaßt werden, denn einer sanften Mahnung sind sie nicht mehr zugänglich, und alles bleibt erfolglos, was bisher zu jenem Zweck über die Menschen verhängt wurde. Die kommende Zeit aber wird eine einschneidende Veränderung mit sich bringen, daß des Menschen Gedanken unwillkürlich auf Sinn und Zweck des Erdenlebens gelenkt werden und doch bei einigen wenigen eine Wandlung bewirken, die ihnen wahrlich zum Heil gereichen wird. (14.5.1949) Die Not wird so groß sein, daß der Hilfswille erwachen wird, wo nur noch ein Funke Liebe im Herzen vorhanden ist, und dieser Funke nun wird Nahrung finden und zur Flamme werden, denn wer nur helfen will, der wird auch helfend eingreifen und dem Nächsten sein schweres Los erleichtern, weil er selbst weiß, wie leidvoll das Schicksal jeden einzelnen trifft. Und diesen Hilfswilligen wird auch von Mir aus geholfen werden, die Hilfe wird kommen, wo kein Ausweg mehr gefunden wird, als sichtliches Zeichen einer höheren Macht, Die in Liebe Sich den Menschen zuneigt, um Sich ihnen erkenntlich zu machen. Denn irdisch erscheint oft ein Hilfe unmöglich, was aber den Menschen nicht möglich ist, kann Ich noch immer zur Ausführung bringen, und also ist die größte Not nicht hoffnungslos, weil Mir nichts unmöglich ist. Und so wird die Liebe, die dem Nächsten erwiesen wird, gute Frucht tragen, sie wird Meine Liebe erwirken, und dies bedeutet Beistand und Gnade und ungewöhnliche Kraftzufuhr, weshalb die Meinen nicht zu verzagen brauchen, denn sie werden die Not nicht so schwer empfinden, weil sie kraftvoll sind und stets Mich als Helfer zur Seite haben, Der Ich um ihres Glaubens willen offensichtlich wirke, um noch vor dem Ende die wenigen zu gewinnen, die schwach im Glauben, aber doch guten Willens sind. Diese werden Stärkung erfahren und die Notzeit überstehen, ohne Schaden zu nehmen an ihrer Seele. Die Meinen aber stehen unter Meinem Schutz und können ohne Sorge dieser Zeit entgegensehen, denn sie währet nicht lang. Amen. B.D. NR. 4639.

 

Buch 53 4640

Gottes Wort wirksamstes Mittel zur Gesundung der Seele.

15. Mai 1949. B.D. NR. 4640.

Was ihr von Mir empfanget, kann nicht anders als gut sein und muß euch geistigen Fortschritt eintragen, so ihr nur euch des Empfangenen wert macht durch euren Willen. Der Wille allein ohne die Tat ist zwar wenig maßgebend, so dem Menschen das Tätigwerden nach seinem Willen möglich ist, doch auch ein ernster Wille wird angesehen, wo die Ausführungsmöglichkeit gering ist oder die Kraft dazu mangelt. Dann aber wird dem Menschen seines Willens wegen Kraft zugeführt, und diese Kraftzuwendung bewirkt das Wort, das von Mir Selbst euch zugeleitet wird. Mein Wort ist ein Geschenk der Liebe und Erbarmung. Ich sehe euer Ringen, die ihr willig seid, und Ich sehe eure Kraftlosigkeit, die ihr nur schwachen Willen habt, und Ich will euch zu Hilfe kommen und euch bedenken auf dem Wege Meiner ewigen Ordnung, weshalb Ich euch nicht willkürlich die Kraft zuwende, sondern sie wieder von euch selbst abhängig mache, von eurem Willen, der Mir zugewandt sein muß, dann aber ist Meine Liebe und Barmherzigkeit stets auf euer Seelenheil bedacht und gibt euch, was ihr benötigt. So also Meine Gabe gut ist, müsset ihr euch nun auch voll und ganz verlassen auf das Mittel, das Ich euch reiche. Ihr müsset glauben, daß es für euch das rechte, allein wirksame Mittel ist, durch das ihr, die ihr krank seid an eurer Seele, gesundet. So ihr krank seid, und ihr wendet euch an den ersten Heiland der Welt, müsset ihr auch den felsenfesten Glauben haben, daß Er euch gesund machen kann und wird. Alles, was Ich euch darbiete, ist Arznei für die Seele - betrachtet alles, euer Erdenleben, Leid und Trübsal, euer ganzes Schicksal und auch die Beweise Meiner Liebe stets als Heilmittel, an deren sicherer Wirkung ihr nicht zweifeln dürfet - und ihr werdet gesunden und von jeglicher Plage befreit werden, denn auch irdisch hat Mein Wort seine Heilkraft, so daß jeder, der es empfängt und annimmt als Meine Liebesgabe, auch leiblich davon gestärkt sein wird, entsprechend der Stärke seines Glaubens. Wie leicht könntet ihr euch doch euren Erdenlebensweg gestalten, wie leicht euch geistig aufwärtsentwickeln, so ihr Mein Wort annehmen würdet als das, was es ist - die größte Segenszuwendung, die Wunderkraft in sich birgt, so ihr diese zu nützen verstehet. Wer Mein Wort hat, soll nicht bangen oder zweifeln, ihm sollte jede Angst und Sorge fremd sein, denn er hat durch den Empfang Meines Wortes einen sicheren Beweis Meiner Gegenwart und also auch das beste Schutzmittel gegen jede Lebensschwierigkeit - er sollte nur glauben und vertrauen, er sollte stets sich von Meiner Liebe betreut wissen und nur Mir zu Willen bleiben - tätig sein für Mich und Mein Reich und mit eifriger Arbeit Meine liebevolle Fürsorge vergelten. Ruhig und gleichmütig könnte er seinen Erdenlebensweg zurücklegen, den er niemals allein geht, sondern in steter Begleitung von Mir, weil Ich zu ihm reden will und er mit Meinen Worten wieder arbeiten soll, weil er als Mittler dienet zwischen Mir und den Menschen, die Mir noch fernstehen und die Ich gewinnen will. Wer also Mein Wort hat, braucht nur dieser Aufgabe nachzukommen, das Mittleramt zu verwalten, und er wird Meines Segens, Meiner Liebe und Gnade stets gewiß sein können, er wird nicht zu darben brauchen geistig und leiblich und immer liebevoll betreut werden von Mir. Amen. B.D. NR. 4640.

 

Buch 53 4641

Geistige Wiedergeburt.

16. und 17. Mai 1949 B.D. NR. 4641.

Der entscheidende Moment im Erdenleben ist das bewußte Hinlenken des Willens zu Gott, denn dieser Moment ist der Beginn des Wandelns der Seele, er ist gewissermaßen der Wendepunkt, die beginnende Rückkehr des einst Gefallenen zu Gott. Je eher nun diese bewußte Willensrichtung im Leben des Menschen eintritt, desto größere Vollkommenheit kann er erreichen vor seinem Abscheiden, doch es ist auch möglich, in kurzer Zeit zu einem hohen Reifegrad zu gelangen, so der Mensch erst spät zu der Erkenntnis gelangt, daß er als Geschöpf Gottes den Zusammenschluß mit Ihm anstreben muß. Dann kann er die Wandlung seiner Seele mit verstärktem Willen betreiben und gleichfalls noch ausreifen. Und so wird jedes Geschehen im menschlichen Leben immer nur Anlaß sein zur Wandlung des Willens, hat dieser aber die rechte Richtung eingeschlagen, dann ist keine Befürchtung mehr, daß die Seele zurückfällt in die Finsternis, denn Gott Selbst zieht sie nun zu Sich, sowie sie einmal ihren Willen bekundet hat, zu Ihm zu gelangen. Dieser Willensentscheid, das bewußte Hinlenken der Gedanken zu Gott, ist gewissermaßen auch die geistige Wiedergeburt des Menschen, denn es tritt die Seele in ein neues Leben ein, sie lebt nicht nur der irdisch-materiellen Welt, sondern sie dringt tiefer ein, sie sucht die Wahrheit und findet sie, weil Gott Sich als die ewige Wahrheit nun zu erkennen gibt, weil Er nun gedanklich auf die Seele einwirkt, die nach Ihm Verlangen trägt. (17.5.1949) Eine nun so wiedergeborene Seele muß wie ein zartes Pflänzchen gehegt und gepflegt werden, sie muß mit leichtester Kost am Leben erhalten und langsam gestärkt und gekräftigt werden, bis sie sich selbst im Leben zurechtfindet und nun den Gang der Aufwärtsentwicklung mühelos zurücklegen kann. Die Willenswandlung ist der Akt der Wiedergeburt, damit hat sie den Weg beschritten, der zum ewigen Leben führt, wenngleich dieser noch viele Gefahren und Hindernisse - weltliche Versuchungen und Schwierigkeiten - bieten kann, jedoch von einer kraftvollen Seele überwunden wird. Es geht nun lediglich darum, ob der Seele diese erforderliche Kraft zugeführt wird oder sie darben muß und ihr der Weg nach oben daher schwerfällt. Dies ist wieder allein Willensangelegenheit, doch ein Wille, der sich nach oben, zu Gott, einmal gewandt hat, wird auch von Gott ergriffen und ständig günstig beeinflußt, ohne jedoch gezwungen zu werden. Der wirksamste Einfluß nun ist das Wort Gottes, das Kraft und Leben in sich birgt und die wiedergeborene Seele nähret und ihr zur Reife verhilft. Ein Mensch, dessen Seele wiedergeboren ist, wird auch stets geöffnet sein zum Empfang des göttlichen Wortes, sei es in direkter Form durch Hören oder Lesen göttlicher Offenbarungen oder auch durch gedankliche Verbindung mit dem Urquell der Weisheit, durch bewußte Verbindung mit Dem, Der die ewige Wahrheit Selbst ist. Er wird des öfteren in die Stille gehen, d.h. innere Einkehr halten, und seine Gedanken werden beeinflußt von oben die rechte Richtung nehmen - seine Seele wird Nahrung empfangen und zunehmen an Licht und Kraft. Es wird der Mensch, dessen Seele wiedergeboren ist, aber auch in der Liebe leben, denn dies ist Auswirkung des recht gerichteten Willens. Und also muß er reifen und der Vollendung zugehen, wie es Sinn und Zweck seines Erdenwandels ist, sowie er sich im freien Willen gelöst hat von der Macht, die ihn gefesselt hielt und der sich der Mensch selbst entwinden muß, wozu ihm aber stets die Gnade und Kraft von oben zur Verfügung steht, die er nützen wird zur geistigen Wiedergeburt. Amen. B.D. NR. 4641.

 

Buch 53 4642

Abendmahl. Gäste des Herrn.

17. Mai 1949. B.D. NR. 4642.

Meine Gäste sind, die Mich anhören, die Mein Wort verlangen und es aufnehmen in ihr Herz. Diese speise Ich mit der Nahrung für ihre Seelen, und diese sind es, die das Abendmahl halten mit Mir, wie Ich es verheißen habe; sie sind Meine Gäste,die geladen sind an Meinen Tisch und die nun bedacht werden mit allem, was der Seele Labsal ist, denen Ich Speise und Trank verabreiche entsprechend ihrem Hunger und Durst. Und niemals werden Mir Meine Gäste unliebsam sein, niemals werde Ich ihnen vorenthalten, wessen sie bedürfen, niemals wird Mein Gebewille geringer werden, und darum sende Ich Meine Boten ständig aus, um die Gäste zu laden an Meinen Tisch. Ich gehe Selbst und klopfe an die Türen und halte Abendmahl überall, denn Speise und Trank bereite Ich Selbst und kann daher die Nahrung der Seele überall verabreichen, doch eines verlange Ich, daß Meine Einladung gern und dankend angenommen wird, ansonsten Ich die Gäste nicht beachte, weil sie ihrem Gastgeber nicht die Ehre antun, die Er wohl zu beanspruchen hat. (18.5.1949) Wohl ist Mein Gabentisch immer gedeckt, und unbeschränkt teile Ich aus, und wer da kommen will und Mein Gast sein, den werde Ich niemals abweisen, doch niemals gebe Ich, wo nicht begehrt wird, selbst wenn die Menschen hungernd am Boden liegen. Ich lasse sie zwar mit Meinen Boten in Berührung kommen, Ich lasse sie auffordern, zu Mir zu kommen, um Stärkung und Labsal entgegenzunehmen, doch ihr Wille selbst muß entscheiden, ob sie Meine Einladung annehmen oder verzichten wollen. Gesegnet aber, die dem Ruf Meiner Diener folgen, die sich bewirten lassen von Mir und mit einer Kost versorgen, die ihnen überaus wohltut. Speise und Trank können sie von Mir entgegennehmen, eine köstliche Nahrung für ihre Seelen, ein wahres Himmelsbrot und köstlichen Wein, von Meiner Liebe zubereitet, wie es der Seele bekömmlich ist. Und darum wird keine Seele zu hungern und zu darben brauchen, so sie nur willig ist, Mein Gast zu sein, und so sie darum zu Mir kommt im freien Willen. Dann wird sie empfangen das Himmelsbrot,das da ist Mein Wort, aus dem sie die Kraft - den Wein des Lebens, entziehen soll, um den Erdenweg zurücklegen zu können und das Ziel zu erreichen, die ewige Seligkeit. Mein Wort ist Speise und Trank für die Seele, Mein Wort ist der rechte Lebenswein, es ist Mein Fleisch und Mein Blut, es ist das Köstlichste, was Ich euch Menschen bieten kann, solange ihr auf Erden weilet. So ihr nun das Abendmahl mit Mir halten wollet, müsset ihr euch von Mir belehren lassen, ihr müsset anhören, was Meine Liebe euch vorträgt, ihr müsset hungrigen Herzens die ewige Wahrheit aus Meiner Hand entgegennehmen, lauschen, was die Stimme des Geistes in euch verkündet, die Meine Stimme ist, die in euch ertönet, so ihr Mich hören wollet, denn Ich verabreiche euch wahrlich das Beste für eure Seelen,weil Ich sie zu Mir ziehen will und euch darum so gestalten, daß ihr Meine Nähe ertraget. Ich komme Selbst zu euch und speise euch, denn Mein Wort ist die rechte Speise und der rechte Trank, und wer Mein Wort hört und danach lebt, der wird selig werden. Amen. B.D. NR. 4642.

 

Buch 53 4643

Glaubenskampf. Kraft des Namens Jesus. Kommen des Herrn.

18. Mai 1949. B.D. NR. 4643.

Um Meines Namens willen werdet ihr leiden müssen. Alle, die Mich bekennen vor der Welt, werden argen Bedrohungen und Drangsal ausgesetzt sein, denn es wird das Bestreben der Menschen sein, Meinen Namen auszurotten, das Wissen um Meinen Erdenwandel und das Erlösungswerk zu unterbinden, damit die Menschen den Glauben daran verlieren. Doch jene werden einen harten Widerstand finden bei den Menschen, die für Mich und Meinen Namen eintreten und Mich laut bekennen vor der Welt. Und nun wird eine scharfe Trennung durchgeführt werden von allen denen, die noch glauben, und denen, die Mich ableugnen, und Meine kleine Schar wird hervortreten müssen, will sie nun für Mich einstehen, und es beginnen die Leiden derer, die Mir treu bleiben bis zum Ende. Denn was man den Meinen antun kann an Schlechtigkeiten, das wird zur Ausführung gebracht werden, und niemals würden die Meinen standhalten, wenn sie nicht von Mir aus gestärkt würden als Entlohnung für ihren guten Willen. Ihr werdet euch beweisen müssen, denn es ist ein harter Kampf, der um den Glauben geführt werden wird. Doch so dieser Kampf einsetzet, wisset ihr auch, daß es die letzte Erscheinung ist vor dem Ende, daß ihr also ausharren müsset, wollet ihr selig werden. Und ihr wisset ferner, daß Ich in dieser Zeit euch stets nahe bin und euch außergewöhnlich mit Kraft bedenke und daß Ich zuletzt Selbst komme, euch zu erretten aus größter Not. Ihr wisset also, daß es nur eine kurze Zeit währet, wie Ich euch verheißen habe, daß Ich die Tage verkürze, damit ihr selig werdet. Und dieses Wissen, der feste, unerschütterliche Glaube daran, wird euch stark machen und widerstandsfähig, und alles Schwere werdet ihr ertragen mit einem Gleichmut und einer Tapferkeit, und Ich will es euch lohnen, daß ihr um Meines Namens willen leiden müsset und Mir doch treu bleibet. Und so ihr dann Meinen Namen andächtig aussprechet, wird er unvorstellbar kraftspendend sich auswirken. Und daran werdet ihr erkennen, daß ihr wahrlich in der Wahrheit stehet, und mit voller Überzeugung bekennet ihr Mich nun noch lauter vor der Welt, und ihr nehmet alles ergeben auf euch, was euch auch die Menschen antun, die im Dienst dessen stehen, der als Mein Gegner euch abdrängen will von Mir. Ihr werdet wohl leiden, aber doch siegen, und euer Lohn wird nicht ausbleiben. Amen. B.D. NR. 4643.

 

Buch 53 4644

Erleben des Unterganges wie im Traumzustand. Erinnerung, neue Erde.

19. Mai 1949. B.D. NR. 4644.

Wie in einem Traumzustand werdet ihr den Untergang der alten Erde erleben nach eurer Entrückung, also das Vernichtungswerk sehen und auch in seinem Umfang erfassen können, jedoch selbst unbelastet davon bleiben, auf daß ihr nichts Schweres mehr von der alten Erde hinübernehmet in das Reich des Friedens, das nun euer Aufenthalt ist, bis ihr wieder rückversetzt werdet auf die neugestaltete Erde, wo ein neues Leben für euch beginnt in steter Verbindung mit Mir. Dennoch mußtet ihr Zeuge sein vom Untergang der alten Erde, weil euch das Wissen darum bleiben soll zur Belehrung für Kinder und Kindeskinder. Ihr sollt die Erinnerung behalten an die alte Erde mit ihren Schöpfungen, mit ihrem Geisteszustand unter den Menschen, mit der Sündhaftigkeit, dem Glaubenskampf und dem Ende, auf daß auch die neue Generation davon Kenntnis nehme und das Wissen darum ihre Einstellung zu Mir beeinflusse, wie es auch in späteren Zeiten dazu dienen soll, die Menschen zu warnen und zu mahnen vor einem geistigen Niedergang, der unweigerlich wieder diese Auswirkung zur Folge haben würde. Auf der neuen Erde wird nichts mehr an die alten Schöpfungen erinnern, und es wird für die Bewohner der neuen Erde Wunder über Wunder bedeuten, die neuen Schöpfungen mit den alten zu vergleichen, und der Seligkeit wird kein Ende sein. Und traumhaft wird die alte Erde mit allen Erlebnissen am Ende vor ihren Augen erscheinen und doch nicht aus dem Gedächtnis weichen, weil es gut ist für die Menschen, in dieser Erinnerung zu verbleiben. Was heut noch den Menschen gänzlich unmöglich erscheint, werden die Mir treu ergebenen Menschen erleben müssen, und daß sie Mir standhalten in dieser letzten großen Not, trägt ihnen den Seligkeitszustand im Paradies der neuen Erde ein, weshalb sie auch die letzten Schrecken nur noch wie im Traum durchleben, weil es sonst nicht ertragbar wäre für sie nach der Leidenszeit, die der Glaubenskampf zum Schluß für sie bedeutet. Wessen Glaube aber stark ist, den hält die Hoffnung auf Mein Kommen, auf die Entrückung und das Paradies der neuen Erde aufrecht, und diesen Glauben lasse Ich nicht zuschanden werden. Ich bereite ihnen wahrlich ein Los, was sie vollauf entschädigt für alles Leid, denn Ich Selbst bin unter ihnen mit Meiner Liebe und Gnade. Amen. B.D. NR. 4644.

 

Buch 53 4645

Denket nicht irdisch. Mahnung Gottes, Sein Wort öfters aufzunehmen.

19. Mai 1949. B.D. NR. 4645.

Beweget alle Meine Worte in eurem Herzen, denket darüber nach und achtet des Empfindens, das euch dabei befällt, und dann wollet, daß ihr das Rechte tut und Mir zum Wohlgefallen lebet, und ihr werdet den rechten Nutzen ziehen aus Meinem Wort, ihr werdet Segen haben geistig und irdisch und in eurer Entwicklung vorwärtsschreiten. Ich kann euch keinen besseren Rat geben als den, Mein Wort in euch aufzunehmen, sooft es euch möglich ist. Euch wird das irdische Leben dann keinerlei Schwierigkeiten mehr bereiten, denn sowie ihr euch mehr mit dem Geistigen befasset, sowie ihr mehr mit Mir lebt, geht das irdische Leben neben euch her, kaum euch belastend und von unsichtbarer Hand gemeistert; ihr lebt wohl auf der Erde, seid aber nicht ungewöhnlich belastet. Versuchet es, nützet jede Gelegenheit, Mein Wort zu hören oder zu lesen, und dann bedenket, was ihr vernommen habt, lasset Mich liebevoll mit euch reden, indem ihr Mir Gehör schenkt, wenn Ich zu euch sprechen will. Jeder Gedanke, von Mir gebotenes Geistesgut entgegenzunehmen, ist Meiner Liebe Wink, den Ich euch gebe, um euch zu fördern in eurer Entwicklung. Und diesen müsset ihr beachten, auch wenn es euch an Zeit mangelt, denn Ich kann sehr wohl auch die Zeit verlängern, so es nötig ist, und niemals wird die kurze Spanne Zeit, die ihr Mir opfert, verloren sein, weit eher aber ein großer geistiger Gewinn für euch. Immer wieder sage Ich euch, denket nicht irdisch. Denn der Vorteil, der euch daraus erwächst, ist wieder nur irdisch und also nicht von Bestand. Was ihr aber geistig schaffet und euch erwerbet, das ist überaus wertvoll für die Ewigkeit. Einmal aber ist euer Erdenleben beendet, einmal wirket sich aus, wie ihr das Erdenleben genützet habt, welche Arbeit ihr geleistet habt, als euch die Lebenskraft zur Verfügung stand. Und dann werdet ihr selig sein, einen Vorrat zu besitzen an geistigen Gütern, und auf daß ihr ständig diese vermehret, ermahne Ich euch immer wieder und rufe euch zu, Meine Mahnungen ernst zu nehmen und Mein Wort aus der Höhe des öfteren entgegenzunehmen, weil es die köstlichste Gabe ist, die Ich euch zuwenden kann, und weil sie überaus günstigen Einfluß hat auf euch. Lasset Mich zu euch sprechen, und erwäget Meine Worte im Herzen, und euer Erdenleben wird ein friedvolles, von Mir reich gesegnetes sein. Amen. B.D. NR. 4645.

 

Buch 53 4646

Gottes Wille - Richtschnur des Lebens.

20. Mai 1949. B.D. NR. 4646.

Wer sich nicht Mein Wort zur Richtschnur seines Lebens nimmt, dessen Weg wird nicht der rechte sein, denn er wandelt dann wider Meinen Willen und beachtet Meine Gebote nicht, die Mein Wort ihnen kundtut. Ich muß, so ihr Meinen Willen befolgen wollt, ihn euch in einer Weise zur Kenntnis geben, und Ich sorge auch dafür, daß euch das Wissen darum nahegebracht wird, jedoch von eurem Willen ist es abhängig, ob ihr es annehmet oder ablehnet. Jedes Wort von Mir soll euch zur Richtschnur dienen, und es ist wahrlich nicht schwer, Meinem Willen gemäß zu leben, denn Mein Joch ist sanft und Meine Bürde ist leicht. Ich verlange von euch nichts, was unausführbar wäre, doch ein Hindernis gibt es, das auch das leicht Ausführbare als schwer erscheinen läßt - euren Willen, der sich gänzlich dem Meinen unterstellen muß. Und so euer Wille noch nicht in den Meinen eingegangen ist, müsset ihr Gewalt anwenden - dann werdet ihr das Himmelreich an euch reißen. Dann müsset ihr einen inneren Kampf führen, um den Mir noch abgewandten Willen in einen völlig Mir untergeordneten zu wandeln, und dann wird es euch leichtfallen, alles zu tun, was Ich euch durch Mein Wort zu tun heiße. Ich kann von Meinen Bedingungen zur Erlangung der Seelenreife nicht abgehen, doch Ich mache sie euch leicht und gebe euch Kraft, um sie zu erfüllen. Doch Kenntnis nehmen müsset ihr davon und euch nicht innerlich widersetzen Meinen Anforderungen, ihr müsset euch Meine Gebote zum eigenen Vorhaben machen, aus freiem Willen müsset ihr euch bemühen, in der Liebe zu leben, und somit sind auch alle Gebote erfüllt, die Ich euch gebe für die Zeit eures Erdenlebens. Mein Wort muß eurem Lebenswandel zugrunde liegen; das ist alles, was Ich von euch verlange, es erfordert aber Kenntnisnahme Meines Wortes, es erfordert ein Innenleben, indem ihr euch auseinandersetzet mit geistigen Fragen, wo ihr Stellung nehmen müsset mit dem, was Ich verlange. Ihr könnet daher, wollet ihr das Ziel erreichen, nicht gedankenlos in den Tag hineinleben, ihr müsset euch befassen in Gedanken mit eurem Erdenlebenszweck und eurer Aufgabe und Kritik üben an euch selbst, wie weit ihr die euch gestellte Lebensaufgabe erfüllet. Und ihr werdet dann stets zum Vergleich Mein Wort euch vor Augen halten müssen, denn Mein Wort gibt euch alle Richtlinien an und wird euch stets den rechten Weg weisen - den Weg, der zum Ziel führt, zur Vereinigung mit Mir, eurem Gott und Vater von Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4646.

 

Buch 53 4647

"Ihr werdet noch Größeres vollbringen können." Verheißung.

21. Mai 1949. B.D. NR. 4647.

Des Meisters Werke sollen seinen Jüngern stets zum Vorbild dienen, und ein strebsamer Jünger wird auch das Ziel erreichen, seinem Meister gleichzukommen in seiner Leistung. Und so auch habe Ich euch gesagt: "Ihr werdet noch Größeres vollbringen". Also besteht die Möglichkeit, daß der Jünger seinen Meister übertrifft. Ihr werdet diesen Ausspruch wohl anzweifeln, doch Ich wiederhole ihn und setze noch hinzu, daß euch nichts unmöglich sein würde, so ihr nur den Willen aufbringet, mit Mir und Meiner Kraft zu wirken. Den Glauben daran kann selten ein Mensch aufbringen, dieser aber wird Übernatürliches zu leisten imstande sein, doch eben nur deshalb, weil er glaubt. Einmal diesen tiefen Glauben erlangen, der Berge versetzen kann, und nimmermehr würde es euch nun an Kraft mangeln, nimmermehr würden euch Zweifel befallen, und ihr wäret wahrlich noch größer als der Mensch Jesus, denn Er hat euch dies gesagt, und Sein Wort ist Wahrheit. Solange aber der Mensch diesen starken Glauben nicht aufbringt, der alles vermag, solange wird auch kein Mensch den Gottmenschen Jesus übertreffen, Dem durch Seinen Glauben und Seine Liebe die Elemente gehorchten und Der Sich alles untertan machte, weil Er mit Mir wirkte und keine Einschränkung Seiner Kraft von Mir aus kannte. Ich Selbst war in Ihm tätig, Ich war aber auch die Kraft, die ohne Anfang und ohne Ende ist und die darum auch unbeschränkt sich äußern kann, ohne geringer zu werden. Nun aber sollet ihr, Meine Jünger der Endzeit, den Beweis liefern für die Worte Jesu, ihr sollt durch einen überstarken Glauben euch alle Kräfte untertan machen und ebenfalls unbeschränkt wirken zu Meiner Ehre und Meiner Verherrlichung und euch also üben in Werken, die der Schule des Meisters Ehre machen - ihr sollt Wunder wirken kraft eures Glaubens, ständig unter Nützung der Kraft aus Mir. Nur ein starker Glaube vermag dies, und darum suche Ich euch zu diesem starken Glauben zu verhelfen. Ich lasse euch in Not kommen, aus der Ich euch nach innigem Gebet zu Mir oft wunderbarerweise erlöse. Ihr sollt euren Meister darin erkennen und nun willig die Arbeit tun, die Er euch anweiset, und strebt ihr nun nach höchster Vollkommenheit, so werden auch eure Werke stets vollkommener werden, bis sie denen des Meisters gleichen. Jesus Christus war euer Meister, Der euch belehrte und euch ermahnte, Ihm nachzufolgen, und Der euch die Verheißung gab, die euch zum Streben anspornen soll - daß ihr Größeres vollbringen könnet. Wer aber macht die Probe? Wer sucht jenen Liebegrad zu erreichen, der völligen Zusammenschluß bedeutet mit Mir und also auch unbegrenzte Kraftausstrahlung und Empfang? Wo die Kraft aus Mir wirket, dort ist jedes Gelingen gesichert, und in dieser Zuversicht wird auch der Glaube fest und unerschütterlich sein, es wird der Mensch wissen und fühlen, daß ihm geholfen wird, was er auch in Angriff nimmt, und diese Zuversicht befähigt ihn zu großen Taten. Er wird Übernatürliches vollbringen können und also ein rechter Jünger sein, wie Ich ihn benötige in der letzten Zeit vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 4647.

 

Buch 53 4648

Wissensdurst. Vergünstigung, Fragen zu stellen.

22. Mai 1949. B.D. NR. 4648.

Lasset ihr euch von Meinem Geist belehren, so ist eurem Wissen keine Grenze gesetzt, dennoch bleibt euer Wille ausschlaggebend, in welchem Umfang ihr das Wissen entgegennehmen wollet. Sowie ihr fraget, wird euch Antwort werden, doch auch euch unbewußt beschäftigende Fragen werden euch durch Meinen Geist beantwortet, wenngleich nicht immer zur Zeit, da fragende Gedanken euch bewegen. Doch Ich weiß, was euch zu wissen dienlich ist, Ich weiß eure Aufnahmefähigkeit und auch, wie ihr das euch zugehende Wissen verwertet. Und das ist von großer Wichtigkeit, weil nichts nach Meiner ewigen Ordnung ohne Sinn und Zweck geschieht und so auch die Weisheit dorthin geleitet wird, wo sie die rechte Nützung findet, wo mit dem Wissen um die reine Wahrheit gearbeitet wird. Sowie ihr nun lehrend tätig sein wollet, wird das euch vermittelte Wissen alle Gebiete umfassen, und zwar in dem Grade, wie ihr es benötigt, um euren Mitmenschen ein weiser Lehrer zu sein. Dennoch könnet ihr selbst euren Wissensgrad sehr erhöhen, so ihr selbst das Verlangen äußert, tiefes Wissen zu empfangen. Ich lasse keine Fragen unbeantwortet und fordere euch auch auf, Fragen zu stellen. Und darum ist jede geistige Debatte von Wert, wo ungeklärte Themen berührt werden, auf daß Ich nun durch den Geist Aufklärung geben kann. Ein wissensdurstiger Mensch würde noch und noch schöpfen können aus dem Quell der Weisheit, also seinem Wissen wären keine Grenzen gesetzt, so er durch den Geist sich belehren lässet, während dem Verstandesmenschen diese Grenzen zu überschreiten nicht möglich sind. Machet euch diese Vergünstigung zunutze und vermehret euer Wissen, und ihr werdet großen Segen empfangen und weiterleiten können, denn Wissen ist Licht, und Licht beglückt den Menschen, der nicht in der Dunkelheit zu wandeln wünscht. Die Menschen, die noch Kinder der Welt sind, verlangen wenig nach Licht und haben daher auch an der Beantwortung geistiger Fragen kein Interesse. Wer aber seinen Blick schon in das geistige Reich richtet, der wird beglückt sein, von dort Aufklärung zu erhalten, und sein Wissensdurst wird sich vermehren, je mehr er gestillt wird. Denn das ist das Merkmal geistigen Wirkens, daß der Mensch nicht übersättigt ist, sondern gleichfort Verlangen spürt, seine Kenntnisse zu erweitern. Und diesem Verlangen komme Ich gern nach, denn es ist der Beweis dessen, daß die Seele des Menschen Mich anstrebt, daß sie Mir entgegendrängt, daß sie lichthungrig ist, also mit dem ewigen Licht in Verbindung treten will, selbst wenn sich der Mensch dessen nicht bewußt ist. Und darum werde Ich jedem Streben nach wahrheitsgemäßem Wissen Rechnung tragen, Ich werde austeilen, wo begehrt wird, Ich werde geistigen Reichtum geben und entsprechend dem Verwertungswillen zur lehrenden Tätigkeit ausbilden, wer sich Mir als Schüler anvertraut. Denn wo Mein Geist wirksam werden kann, dort kann der Mensch in die tiefsten Tiefen der Weisheit eindringen - wo Mein Geist wirket, dort bin Ich Selbst am Werk und belehre den Menschen wahrlich in der rechten Weise, auf daß er wieder sein Wissen ausstrahlen kann, so er lehret in Meinem Namen. Amen. B.D. NR. 4648.

 

Buch 53 4649

"Ich will euch nicht waisen lassen." (Joh. 14)

24. Mai 1949. B.D. NR. 4649.

"Ich will euch nicht waisen lassen." Ich will euer Vater sein, zu Dem ihr in jeder Not des Leibes und der Seele kommen dürfet. Ich will euch ratend und helfend zur Seite stehen. Ich will alle Sorgen um euch übernehmen, für euren Körper und eure Seele; Ich will alle eure Schritte lenken. Ich will immer bei euch sein, auf daß ihr niemals allein seid und euch verlassen wähnet - Ich will euch nicht waisen lassen. Bedenket dieses Mein Wort. Könnet ihr wohl eine trostvollere Zusicherung haben für euren Lebensweg? Müssen nicht alle Sorgen und Kümmernisse von euch abfallen, so ihr dieser Worte gedenket, daß ihr Meines Schutzes und Meiner Liebe ständig gewiß seid? Was auch an euch herantreten mag, ihr brauchet nichts zu fürchten in der Gewißheit, daß keine Last auf euch allein liegt, sondern Ich sie euch tragen helfe oder auch euch gänzlich abnehme, so es gut ist für euch. Mein Wort muß euch genügen, und so ihr Mir eure ganze Kindesliebe entgegenbringet, wird euch auch ein felsenfester Glaube erfüllen, und dann fühlet ihr euch nicht mehr verwaist und verlassen, dann habt ihr das Bewußtsein Meiner Gegenwart, und ihr werdet völlig ohne Sorge sein. Und dann werdet ihr Mich auch vernehmen können durch die Stimme des Geistes, denn so Ich euch einmal gegenwärtig bin und ihr euch dessen bewußt seid, äußere Ich Mich auch, und das Ohr der Liebe wird Mich vernehmen. Seid selig, so ihr Mein Wort empfanget, fühlet euch dann als Meine Kinder, mit denen der Vater liebevoll redet, und wisset, daß ihr dann jeder Sorge ledig seid, denn wo Ich bin und als Vater für euch sorge, könnet ihr euch voll und ganz Mir überlassen und euch nur mit euch selbst beschäftigen, d.h. die Arbeit an eurer Seele leisten. Ihr könnet jegliche Kraft verwenden für werktätige Nächstenliebe, für geistige Arbeit und für Mich und Mein Reich in Meinem Namen tätig sein, dann wird alles Irdische sich von selbst für euch regeln, weil Ich es bin, Der unsichtbar neben euch wandelt und das für euch tut, was euch obliegt. Glaubet nur daran, zweifelt nicht und wisset, daß jede Verheißung von Mir sich erfüllet, so ihr die Bedingungen zuvor erfüllt habt, die Ich daran knüpfe. Und so verlange Ich nur eure wahre Kindesliebe, um euch als Vater in Meine besondere Obhut zu nehmen, um euch als Meine rechten Kinder so zu bedenken, daß ihr aller Sorge ledig euren Erdenweg zurücklegen könnet. Glaube an Mich und Liebe zu Mir fordere Ich, und ihr werdet wahrlich Meine väterliche Fürsorge spüren und ständig Meiner Gegenwart bewußt sein, denn Ich will euch nicht waisen lassen, Ich will zu euch kommen und Wohnung bei euch nehmen, auf daß ihr Meine Stimme vernehmet und ständig Mir verbunden bleibet. Amen. B.D. NR. 4649.

 

Buch 53 4650

Gottes übergroße Liebe. Wie soll die Liebe zu Gott beschaffen sein?

24. Mai 1949. B.D. NR. 4650.

Ihr könnet Meine Liebe nicht ermessen, die Ich zu Meinen Geschöpfen habe und die Mich zu allem bestimmt, was geschieht und was Ich zulasse. Sie ist wie ein gewaltiger Feuerherd, sie ist wie eine riesengroße Flamme, sie ist wie eine Glut, die alles verzehrt, was in ihr Bereich kommet. Und wieder ist Meine Liebe sanft und mild, die mit aller Innigkeit wirbt um Gegenliebe, die nie abnimmt, die sich nie versagt, die stets und ständig beglücken möchte und nichts aufgibt, was Mir gehört. Meine Liebe ist von solcher Kraft, daß sie auch alles erreicht, was sie will, und so sicher ihres Erfolges, daß sie nichts erzwingt, sondern harret der Gegenliebe, die Mir freiwillig geschenkt wird. Ich will eure Liebe besitzen, eure völlige Hingabe an Mich, Ich will euren Willen, der sich Mir zuwenden soll aus freiem Antrieb, denn dann liebet auch ihr Mich, dann habe Ich euch gewonnen für ewig. Wie aber soll eure Liebe zu Mir beschaffen sein? Woran erkennet ihr, daß ihr Mich liebt? So ihr ein hohes, heiliges Gefühl im Herzen Dem entgegenbringet, Den ihr nicht sehet und Den ihr nicht kennet und doch an Ihn glaubet, daß Er ist und ihr Seine Geschöpfe seid. Dieses heilige Gefühl aber darf nicht nur in seelischer Erregung bestehen, sondern es muß ein stilles Gelöbnis sein, Ihm anzugehören und Ihm zu Willen zu sein - es muß ein stilles Gelöbnis sein, mit Mir zu wirken unter Einsetzung aller Kraft. Wer Mir also dieses Gelöbnis macht, der fühlt sich von Stund an auch hingezogen zu allem, was aus Meiner Hand hervorgegangen ist, denn er hat nun die Liebe in sich, weil er Mich Selbst durch seine Liebe anzieht, und ist somit auch den Mitmenschen zugetan - er empfindet Liebe zum Nächsten, die in uneigennützigem Wirken für ihn zum Ausdruck kommt. Und also beweiset er die Liebe zu Mir durch werktätige Nächstenliebe, weil eines aus dem anderen hervorgeht. Dann kann auch Meine Liebe auf ihn überstrahlen, doch stets nur in für ihn ertragbarem Maß, das sich aber steigert bis ins unermeßliche, denn es kennt Meine Liebe keine Grenzen, wie auch die Liebe Meiner Geschöpfe zunehmen kann und wird, so sie einmal von Meiner Liebekraft durchstrahlt, den Zusammenschluß mit Mir gefunden haben, so sie Mein geworden sind auf ewig. Amen. B.D. NR. 4650.

 

Buch 53 4651

Vernichtung der Erde Barmherzigkeitsakt Gottes. Seher und Propheten.

26. Mai 1949. B.D. NR. 4651.

Meine Liebe, Gnade und Barmherzigkeit wird wohl dem einzelnen Menschen noch gelten, aber nicht mehr der ganzen Menschheit, wenn darunter das Weiterbestehen der alten Erde verstanden wird, das ihr Menschen als einen Barmherzigkeitsbeweis gelten lassen wollet. Viel eher ist es ein Barmherzigkeitsakt, daß die Vernichtung der alten Erde stattfindet, weil dadurch wieder neue Möglichkeiten geschaffen werden zum Ausreifen des noch unvollkommenen Geistigen wie auch der Seelen der Menschen, die der Finsternis schon verfallen sind und doch wieder zu Mir, zum Licht, zurückfinden sollen. Mein Prinzip ist die Erlösung des Geistigen aus der Finsternis zum Licht. Wenn aber die Erde völlig verfinstert ist, dann taugt sie nicht mehr für den Zweck, dem sie dienen soll, und dann müssen neue Mittel geschaffen werden, die Meine Weisheit allein auf ihre Zweckmäßigkeit beurteilen kann, und Menschenverstand reicht nicht aus, das Für und Wider abzuwägen. Doch Meine Liebe und Barmherzigkeit will noch vor der Vernichtung der alten Erde den Seelen Gelegenheit geben, ihren Entwicklungsgang auf der Erde zum Abschluß zu bringen, weil dies von schwerwiegendster Bedeutung ist. Und darum gebe Ich euch Kunde von dem Bevorstehenden in außergewöhnlicher Weise, indem Ich euch durch Offenbarungen einweihe in Meinen Heilsplan von Ewigkeit. Und dies ist ein bedeutsamer Akt Meiner Liebe, Gnade und Barmherzigkeit, wofür ihr dankbar sein sollt und jede Möglichkeit wahrnehmen, eure Seelen zum Ausreifen zu bringen, bevor das Ende da ist. Ich gebe euch Kunde davon, jedoch den Glauben daran müsset ihr selbst aufbringen, ansonsten ihr zwangsweise euch wandeln würdet, was keine Aufwärtsentwicklung genannt werden könnte. Doch beachtet die Anzeichen, auf die Ich euch durch Seher und Propheten ständig hingewiesen habe - beachtet sie, und ihr könnet selbst erkennen, daß die Zeit gekommen ist, wo Meine Ankündigungen sich erfüllen - daß die Zeit des Endes gekommen ist, die euch zu äußerster Arbeit an eurer Seele bestimmen soll. (27.5.1949) Nicht zwecklos habe Ich durch Seher und Propheten das Ende angekündigt, und der Zweck ist allein der, daß der Mensch sich das Ende als nahe bevorstehend stets vor Augen halten und seine Lebensführung entsprechend einstellen soll, um nicht verlorenzugehen am Tage des Gerichtes. Daß nun bisher lange Zeit vergangen ist, ohne das Ende gebracht zu haben, berechtigt nicht zu der Annahme, daß auch die Menschen der Jetztzeit das Ende nicht erleben, vielmehr ist es immer wahrscheinlicher, da einmal Meine Voraussage in Erfüllung geht, weil Mein Wort Wahrheit ist und bleibt - daß also die Zeit immer näher rückt. Ihr könnt jedoch mit voller Sicherheit damit rechnen, daß ihr Menschen der Jetztzeit es seid, an denen sich Mein Wort erfüllet, daß also die Gegenwart das Geschehen mit sich bringt, von dem geschrieben steht. Ihr könnet mit Bestimmtheit die letzten Tage erwarten, und ihr brauchet euch kein langes Erdenleben mehr vorzustellen, wenngleich die Welt nichts von einem Ende wissen will, d.h. die Menschen, die weltlich gesinnt sind und ihr Denken nur dem materiellen Gewinn zuwenden. Für diese kommt auch das Ende, aber sie bereiten sich nicht darauf vor und werden daher überrascht werden und verzweifelt sein, so es ihnen offenbar wird, daß sie nichts mehr zu erwarten haben von der irdischen Welt. Und es soll darum gesprochen werden überall, wo sich die Gelegenheit bietet, selbst wenn die Ankündigungen keinen Glauben finden. Doch so die Stunde gekommen ist, da sich Mein Wort erfüllet, werden noch einige wenige Menschen ihre Gedanken Mir zuwenden und auch Meiner Hilfe in seelischer Not gewiß sein können. Und das bezwecken Meine Voraussagen, und sie sollen darum nicht verworfen werden, denn bald werdet ihr Menschen die Wahrheit derer erkennen. Amen. B.D. NR. 4651.

 

Buch 53 4652

Entgegennahme der Kundgaben im wachen Zustand. Lichtkräfte.

27. Mai 1949. B.D. NR. 4652.

Wachen Sinnes sollet ihr die Kundgaben aus dem geistigen Reich entgegennehmen, ihr sollt euch in Gedanken mit Mir verbinden und auf jede Frage, die ihr beantwortet haben möchtet, bewußt Meine Äußerung erwarten, also durch Zwiesprache mit Mir euch belehren lassen in vollem Bewußtsein. Denn dann wirket in euch Mein Geist - wohingegen mit aller Vorsicht solche Kundgaben aufgenommen werden müssen, die unbewußt ein Mensch entgegennimmt, wo also der Wille ausscheidet, bzw. von einem stärkeren Willen, von einer geistigen Kraft unter seinen Einfluß gezwungen wird, weil er sich nicht wehrt, was er im bewußten Zustand sehr wohl kann. Ob der Wille nun von einer guten oder schlechten Kraft gebraucht wird, können nun die Menschen, die nicht in geistiges Wissen eingeführt sind, nicht beurteilen, und sie nehmen daher oft Irrtum als Wahrheit an, während sie die reine Wahrheit nicht als solche anerkennen. (28.5.1949) Sie stellen dann auch Kundgaben als von oben gegeben dar, weil sie wohl wollen, daß sie mit Lichtkräften in Verbindung stehen, jedoch durch Nichteinhaltung Meiner Forderungen diesen Lichtkräften selbst den Einfluß verwehren. Meine Forderung aber ist, bewußt mit Mir in Verbindung zu treten; Meine Forderung ist ferner, auch die Bedingungen zu erfüllen, die eine direkte Ansprache Meinerseits zur Folge haben, wie da sind: ein Lebenswandel nach Meinem Willen - ein Leben in Liebe - Verlangen nach der Wahrheit und nun ein Lauschen nach innen, um Mich zu hören. Daraus geht hervor, daß nicht ein jeder Mein Wort hören kann, daß also auch Entgegennahmen aus dem geistigen Reich im unbewußten Zustand die Erfüllung dieser Bedingungen voraussetzen, wenn sie Anspruch auf Wahrheit erheben wollen. (29.5.1949) Zumeist aber sind Menschen, die sich an Meine Bedingungen halten, willensstark und geben daher ihren eigenen Willen nicht hin, so daß sich geistige Kräfte nicht dessen bedienen können, also ein unbewußter Zustand ausschaltet. Und das müssen die Zuhörer unterscheiden, ob die Sprechweise derer, die Kundgaben von oben empfangen wollen, gewissermaßen automatisch ist, also ein fremder Wille offensichtlich zutage tritt, oder ob der Mensch natürlich spricht, als sei es eigenes Geistesprodukt. Denn Ich äußere Mich wohl durch Menschenmund, Ich wähle wohl die Form zu Meinem Wirken, doch niemals in auffälliger Weise, daß die Wesensart des Menschen völlig verändert erscheint. Denn frei soll der Mensch glauben können, und darum lasse Ich auch Meine Form frei aus sich reden, nur daß Ich ihr die Worte in den Mund lege - daß Ich also doch Selbst durch sie rede. Warum sollte Ich auch, so Ich durch eine Form reden will, diese Form zu einem Automaten machen? Ihr Menschen liebt wohl außergewöhnliche Erscheinungen und glaubet dann erst, wenngleich euch dasselbe in natürlicher Weise geboten wird. Ihr bedenket aber nicht, daß Ich Meinen Werken nicht das nehme, was sie als Mein Werk kennzeichnet, den freien Willen und das Bewußtsein ihrer selbst. Bedienet sich aber ein geistiges Wesen des Willens des Menschen, dann schaltet das den freien Willen aus, und der Mensch verliert das Bewußtsein seiner selbst. Es kann das niemals als Mein Wirken angesehen werden, weshalb Ich ernstlich davor warne, Ausführungen und Belehrungen dieser Art anzunehmen als Wahrheit. Wenngleich nicht alles falsch zu sein braucht, wenn der Wille des Menschen ernstlich dem Guten zugewandt ist. Doch Vorsicht ist jederzeit geboten,denn die Wahrheit wird von Meinem Gegner stets bekämpft werden, wozu ihm kein Mittel zu schlecht ist und er auch als Engel des Lichtes verkleidet sich durchzusetzen sucht. Amen. B.D. NR. 4652.

 

Buch 53 4653

Tauglichkeit für geistige Arbeit - Hingabe der Welt.

30. Mai 1949. B.D. NR. 4653.

Die sich berufen fühlen, für Mich zu wirken, indem sie Meines Geistes Äußerung vernehmen als gesprochenes oder gedanklich vermitteltes Wort, müssen gleichfort eifrig tätig sein und dürfen sich nicht an die Welt verlieren. Dennoch ist die Welt noch ihre Umgebung, d.h., solange sie auf Erden weilen, tritt auch die Welt mit ihren Anforderungen an sie heran. Sie kann aber überwunden werden, wenn das Herz sich frei macht von Verlangen und Wünschen jeglicher Art. Die Liebe, die in jedem Menschen zur Entfaltung kommt, kann recht oder falsch gerichtet sein. Gehört sie nun der Welt an, dann ist es eine verkehrte Liebe, die bekämpft werden muß, will der Mensch mit Mir in Kontakt stehen und also für Mich tätig sein. Die zu Mir gerichtete Liebe also ist die rechte, und diese Liebe muß einen Menschen erfüllen, der als Mein Diener arbeiten will für Mich und Mein Reich. In seinem Herzen muß nur Raum sein für Mich, also kann der Welt keine Konzession gemacht werden, und das ist es, was dem Menschen schwerfällt und weshalb nur selten jemand tauglich ist für die geistige Arbeit, für einen Dienst, der bedingungslose Hingabe der Welt voraussetzt. Ich muß daher Mir Meine Arbeiter erwählen, Ich muß ihre Fähigkeit ausbilden, ihnen die Liebe zur Welt aus dem Herzen reißen, jedoch nicht zwangsmäßig, sondern Ich muß seinen Willen zu wandeln suchen, daß er sich Mir ergibt und der Welt nicht mehr zugewandt ist. Und also müssen ihm die Güter der Welt als wertlos und unbeständig dargestellt werden, was nur möglich ist, so sie ihn unbefriedigt lassen, auf daß er sie nicht mehr begehrt. Ist nun ein Mensch sehr weltlich eingestellt, so fehlt ihm der geistige Kontakt mit Mir, und dann wird er auch nimmermehr eine geistige Arbeit zu leisten imstande sein. Es vergeht aber oft lange Zeit, ehe ein Mensch die Wertlosigkeit der Welt erkannt hat, und darum werden sich auch selten Arbeiter finden, die Mir ihre Dienste antragen im freien Willen. Denn die Welt tritt immer und immer wieder an die Menschen heran und sucht ihre Gedanken gefangenzunehmen. Und es wird immer einen Kampf bedeuten, der aber um des Seelenheiles willen ausgeführt werden muß, und es muß dieser Kampf immer mit der Niederlage des Gegners von Mir enden, der der Fürst dieser Welt ist und gegen den also dieser Kampf geführt wird. In welcher Form dieser Kampf auch sich abspielt, der Erfolg wird stets ein geistiges Ausreifen sein, der Anlaß aber sind weltliche Wünsche und deren Erfüllung. Darum betrachtet jede Enttäuschung, jeden Fehlschlag, jegliches Leid durch materielle Verluste als ein Mittel, Wünsche und Begierden zu überwinden, und ergebt euch klaglos darein, denn es hilft euch zur Überwindung alles dessen, was hinderlich ist, um ein guter und eifriger Knecht zu sein in Meinem Weinberg - es hilft euch, euer Herz frei zu machen und zur Aufnahme für Mich herzurichten, Der Ich euch wahrlich etwas biete, was weltliche Freuden übertrifft. Gebet die Welt auf, und tauschet Mich dafür ein, und ihr gewinnet das Köstlichste, so Ich Selbst in euch bin und euch geistigen Reichtum austeile, der für eure Seele wahrhaft Labsal und Erquickung ist und nicht zu vergleichen mit dem, was euch die Welt bietet. Dienet Mir eifrig, und machet euch der Bevorzugung würdig, als Arbeiter für Mein Reich angenommen worden zu sein. Versehet euren Dienst gewissenhaft, auf daß ihr dereinst belohnet werdet als treue Knechte und selig seid. Amen. B.D. NR. 4653.

 

Buch 53 4654

"Werdet wie die Kinder."

31. Mai 1949. B.D. NR. 4654.

"Werdet wie die Kinder." Ich habe ein Wohlgefallen an der stillen, demütigen Kindesliebe, die Mir vertrauensvoll entgegenkommt, die zur Liebe des Vaters drängt und bei Ihm Erwiderung sucht. Werdet wie die Kinder. So ihr euch wirklich als Kinder fühlt und zum Vater eure Schritte lenkt, so ihr bei Ihm Zuflucht suchet, tretet ihr in das rechte Verhältnis ein, in dem ihr gestanden habt zu Anbeginn und das ihr selbst löstet aus eigenem Willen. Kehret ihr nun wieder zum Vater zurück, so ist der Bann gebrochen, ihr werdet wieder freie Gotteskinder, ihr habt zu Mir zurückgefunden und könnet nun in Meiner Nähe selig sein. Ihr müsset es lebendig in euch spüren, daß Ich euer Vater bin, daß ihr Meine Kinder seid, die aus Meiner Liebe hervorgegangen, ewig Meine Vaterliebe besitzen - ihr müsset in Gedanken an Mich froh und ruhig sein, unberührt von jeglicher Not und Trübsal bleiben, im festen Vertrauen, daß der Vater euch schützet vor jeder Gefahr des Leibes und der Seele. Das rechte Vertrauen kennzeichnet erst das Verhältnis eines Kindes zum Vater, und bevor ihr Mir nicht dieses Vertrauen entgegenbringet, steht ihr noch nicht im Kindesverhältnis zu Mir, dann seid ihr Mir noch fern, und Ich bin euch fremd und nicht ständig gegenwärtig. Wo ein Herz sich Mir öffnet, wo es mit Mir Zwiesprache hält im Verlangen, Mich aufzunehmen, Mich zu hören und zu fühlen, dort gibt es keine Kluft mehr zwischen dem Kind und dem Vater, es ist bei Ihm und der Vater ständig bei Seinem Kind, es hört der Vater jede Bitte, jede Frage, und Er bedenket das Kind, wie es ihm dienlich ist. Trachtet also als erstes nach dem Kindschaftsrecht, das aus dem rechten Verhältnis zu Mir hervorgeht. Denn so ihr Meine rechten Kinder seid, stehen euch auch viele Rechte zu - daß der Vater gleichfort sorget für Sein Kind, daß Er ihm hilft geistig und irdisch zur Vollendung, daß Er es belehret und speiset mit Nahrung für Körper und Seele. Ihr könnet als Meine rechten Kinder alles von Mir fordern, Ich werde euch nichts versagen und euch ständig beglücken mit Gaben der Liebe, die Ich für Meine Kinder immer bereithalte. Werdet wie die Kinder! Lasset jeden Eigendünkel zur Seite und kommet in aller Demut mit liebendem Herzen zu Mir und nehmet die Fülle Meiner Liebe entgegen, die Ich allen Meinen Geschöpfen schenken will. Auf Erden noch muß dieses Kindesverhältnis hergestellt werden, wollet ihr rechte Gotteskinder werden mit allen Rechten in der Ewigkeit. Und so ihr euch einmal Mir hingegeben habt als willenlose Kindlein, lasse Ich euch nimmermehr von Mir, Ich wache über euch und verwehre allem Bösen den Zutritt zu euch, auf daß ihr Mir nicht mehr verlorengehen könnet oder euch Meinem Gegner ausliefert. Ich bin euer Vater von Ewigkeit und harre nur des Momentes, wo ihr voller Kindesliebe eure Herzen zu Mir erhebet. Dann habe Ich euch zurückgewonnen auf ewig, und ihr seid frei. Denn der Vater hält Seine Kinder nicht im Zwang, sowie sie in Liebe Ihm untertan sind, da nun ihr Wille der gleiche ist, und sie werden nur das wollen, was Mein Wille ist, und können nimmermehr fehlen. Amen. B.D. NR. 4654.

 

Buch 53 4655

"Was Gott zusammengefügt hat." Von Gott gesegnete Verbindungen.

1. Juni 1949. B.D. NR. 4655.

Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen. Was Ich also gesegnet habe, muß unauflöslich verbunden bleiben bis in alle Ewigkeit. Woran aber ist Mein Segen zu erkennen? Nicht eine irdische Bindung garantiert Meine vollste Zustimmung, es muß offensichtlich eine geistige Übereinstimmung beider Teile erkennbar sein, wollen die Menschen Meinen Segen in Anspruch nehmen und sich in seinem Besitz wähnen. Menschen, die geistig verschieden geartet sind, die nicht im gleichen geistigen Streben sich finden, können zwar gleichfalls eine Verbindung eingehen, die auch irdisch ihre Berechtigung hat, sie sind aber keineswegs als von Mir verbunden zu betrachten, wenngleich sie durch Zeremonien und religiöse Handlungen alle Bedingungen zu erfüllen glauben, die ihnen Meinen Segen sichern sollen. Ich betrachte zwar die Verbindung für geschlossen und heiße niemals eine Trennung gut, doch den göttlichen Segen behalte Ich Mir vor und teile ihn denen aus, die zusammen vor Mich hintreten im Gebet, die gemeinsam ihren Lebensweg gehen wollen mit gleichem Streben nach Vollkommenheit, nach Seelenreife und mit gleicher Liebe zu Mir, Dessen Gebote sie erfüllen wollen und Der ihr Ziel ist auf dieser Erde. Es können sonach wohl viele Ehen für geschlossen gelten, doch wenige nur als gesegnet von Mir. Um verbunden zu sein für immer vor Mir, stelle Ich Anforderungen an den Willen beider Partner, daß sie sich gehören wollen zeitlich und ewig, daß einer des anderen Stütze und Stab sein wolle, daß sie also einander lieben ohne Eigennutz und getrieben von dem Verlangen nach Zusammenschluß die Bindung eingehen, die nicht in äußeren Formalitäten besteht, sondern in inniger Gemeinschaft körperlich und geistig. Das Verlangen nach Zusammenschluß wird um so größer sein, je tiefer die geistige Harmonie der Seelen ist, die also zum Ausdruck kommt in gleichem Denken, gleichem Handeln und Übereinstimmung von Worten und Reden, die Mich zum Inhalt haben, also geistige Gemeinschaft bezeugen. Diese also sind auch zu geistiger Zusammenarbeit von Mir bestimmt und werden folglich Meines Segens ganz gewiß sein können, so sie sich Mir antragen zu geistiger Mitarbeit. Und es wird der Segen leicht erkennbar sein, der auf jenen Menschen ruht, die gemeinsam wirken für Mich und Mein Reich, denn sie werden keine Not leiden, sie werden vollauf gesättigt werden geistig und irdisch, und offensichtlich werde Ich bei ihnen sein in jeder Not und Gefahr. Eine solche Bindung darf aber nicht gelöst werden, selbst wenn sie irdisch nicht sanktioniert, also irdisch sehr leicht aufzulösen wäre. Denn was Ich zusammenfüge, soll der Mensch nicht trennen. Wisset ihr denn, warum Ich euch zusammengeführt habe, also zugelassen habe, daß euer Weg sich kreuzte, so Ich es euch ermöglicht habe, zueinanderzukommen und geistige Übereinstimmung doch erkennbar war? So dürfet ihr nicht eigenmächtig wieder auseinandergehen oder eine Trennung vollziehen, die euch Meinen Segen entziehen könnte, so Ich euch nicht hinderte, euer Vorhaben auszuführen. Eine Trennung darf nur dann stattfinden, wenn Ich Selbst euch um eures Seelenheiles willen auseinanderbringe, wenn Ich, um euer Seelenheil nicht zu gefährden, einen jeden von euch in Meine Obhut nehme, solange geistige Differenzen entstehen, also eine Übereinstimmung nicht mehr vorhanden ist, daß sie eine geistige Zusammenarbeit nicht mehr zuläßt. Dann aber ist diese Verbindung dennoch nicht gelöst, weil, was Ich zusammenfüge, nimmermehr gelöst werden kann von seiten der Menschen und weil Mein Segen ruhen wird auf jeder Verbindung, die im geistigen Streben geschlossen wurde und Meine Zustimmung fand. Amen. B.D. NR. 4655.

 

Buch 53 4656

Werkzeug Gottes. Vorhalten der Fehler Recht der Jünger.

2. Juni 1949. B.D. NR. 4656.

Wo Meine Gnade in solcher Fülle euch zuströmt, daß ihr belehret werdet von Meinem Geist, dort ist auch eine gewisse Berechtigung gegeben, den Mitmenschen auf seine Fehler aufmerksam zu machen, ohne der Selbstüberhebung bezichtigt werden zu können. Es ist dies gewissermaßen das Amt dessen, dem das reine Evangelium zugeleitet wird, daß er dieses hinausträgt in die Welt, daß er also das Rechte dem Falschen entgegensetzet, daß er Mein Wort im gleichen Sinne weitergibt, wie er es empfängt. Wer von Meinem Geist erleuchtet ist, der hat auch die Gabe einer gerechten Beurteilung, sowie er als Mein Jünger tätig ist, also für Mich und Mein Reich unter den Mitmenschen wirket. Er wird die Fehler und Schwächen der Menschen erkennen und auch um ihre Ursache und Auswirkung wissen, er wird an letzteren auch die Wahrheit Meines Wortes erkennen, denn durch Mein Wort weihe Ich den vom Geist Erleuchteten ein in ein Wissen, das ihm alles erklärt, was um ihn ist und geschieht. Und so wird es ihm auch nicht verborgen bleiben, warum Mein Wort nicht den vollen Anklang findet, denn er weiß, daß die Ursache dessen der Lebenswandel des Menschen selbst ist, sein Wille und seine falsche Einstellung zu dem, was Ich durch Mein Wort von den Menschen fordere. Und darum steht es ihm auch zu, dem Mitmenschen seine Fehler und Mängel vorzuhalten, auf daß er sich wandle. Er hat sogar die Pflicht, die Menschen aufmerksam zu machen, wenngleich er selten gern angehört wird und auch nur selten eine diesbez. Wandlung angestrebt wird. Dennoch steht Mein Jünger im Recht, denn Ich bediene Mich seiner, um durch seinen Mund zu sprechen zu denen, die Mich nicht selbst zu hören vermögen. Und immer wieder sei euch gesagt, daß eure Wege gänzlich Meiner Lenkung unterliegen, daß ihr nur die Werkzeuge seid für die Arbeit, die Ich Selbst an Meinen Geschöpfen tun möchte, nur ihnen Mich nicht direkt nahen kann und daher euch benötige als Mittler. Was euch auffällt am Nächsten, was ihr erkennet als Meinem Willen zuwidergerichtet, was euch erscheinet als Fehler und Untugend, das sollet ihr auch rügen oder den Mitmenschen freundlich und geduldig darauf aufmerksam machen, auf daß er selbst nun arbeitet an seiner Seele und sich Meinem Willen anzupassen sucht. Denn Ich bilde euch aus als Lehrer - belehret also euren Nächsten, kläret ihn auf, wo er irret - sei es in falschem Wissen oder auch in falscher Beurteilung seiner selbst; machet ihn aufmerksam, doch in Liebe, nicht in Zorn. Und ihr werdet nur euer Amt richtig verwalten, in das Ich Selbst euch eingesetzt habe, denn es geht lediglich um die Gesundung der Seelen, die krank sind, und wer guten Willens ist, der wird euch anhören und euch nicht gram werden, er wird erkennen, daß er euer Amt und euer eigenes Wesen auseinanderhalten muß, daß ihr nur an ihm tut,was ihr tun müsset, um Mir gehorsam zu sein. Denn euer Amt verpflichtet euch, Mir zu Willen zu sein. Amen. B.D. NR. 4656.

 

Buch 53 4657

Erkenntnis der ewigen Gottheit.

2. Juni 1949. B.D. NR. 4657.

Die klare Erkenntnis der ewigen Gottheit, das Bewußtsein Ihrer Existenz und Ihres überaus vollkommenen Wesens, kann nur gewonnen werden von den Menschen, die in der Liebe leben. Diesen allein ist es gegeben, sich ein rechtes Bild zu machen, das sie zwar nicht in Worten wiedergeben können, weil es lediglich Empfindungssache ist. Doch eben sein Empfinden wird der Wahrheit entsprechen, weil die Liebe nichts anderes als Wahrheit erzeugen kann, weil ein Mensch, der in der Liebe lebt, nicht anders als wahr denken und empfinden kann und somit ihm auch der Gottbegriff verständlich ist. Der Verstand wird aber dabei nicht sonderlich beansprucht, sondern das Herz tritt mehr in Tätigkeit insofern, als daß es der Sitz der Empfindungen ist, die wohl dann dem Verstand zugeleitet und von ihm aufgenommen werden und, da sie nicht der Verstand hervorgebracht hat, als Empfindungen dem Menschen bewußt werden. Solche Vermittlungen aus dem geistigen Reich können aber nur ein zur Liebe gestaltetes Herz berühren, denn dieses ist aufnahmefähig und willig für geistige Strömungen. Ein Herz, das bar ist jeder Liebe, öffnet sich nicht und wird also empfindungsarm bleiben und daher auch ohne Erkenntnis. Denn das Wissen um Gott ist geistiger Reichtum, der von Gott seinen Ausgang nimmt, Der die Liebe Selbst ist, und nur dem gegeben wird, der sich Seinem Urwesen anzugleichen sucht. Denn dieser erweckt den Geist in sich zum Leben, der ein Funke ist vom ewigen Gottesgeist. Die ewige Gottheit also läßt Sich wohl ergründen, wenn auch nicht in Ihrer ganzen Tiefe, solange der Mensch noch auf Erden weilet. Sie läßt Sich soweit ergründen, daß dem Menschen bewußt wird, (3.6.1949) daß ein höchst vollkommenes Wesen ihn erschaffen hat und daß dieses vollkommene Wesen im Zusammenhang steht mit ihm selbst, also mit unvollkommenen Geschöpfen, die aber durch eigene Schuld erst unvollkommen geworden sind. Der Mensch erkennt also erstmalig eine Schöpferkraft, die alle Merkmale einer Wesenheit beweiset. Er erkennet ferner an den zahllosen Schöpfungen ein übernatürliches Wirken dieser Kraft und somit den Willen und die Weisheit des Wesens, wie aber auch den Urgrund der schöpferischen Tätigkeit, die Liebe. Er kann also nun glauben an dieses Wesen aus innerer Überzeugung, weil er die Erkenntnis gewonnen hat von innen heraus als Folge eines Lebens in Liebe. Und weiter wird er nun von eben dieser Wesenheit eingeführt in ein tieferes Wissen, wodurch ihm die ewige Gottheit immer verständlicher wird, weil ihm Sinn und Zweck alles Geschehens erklärt wird und er also eingeweiht wird in den ewigen Heilsplan Gottes und sonach in die Geheimnisse göttlichen Wirkens immer tiefer eindringt mit Gottes Zustimmung, weil Gott Selbst die Menschen leiten will in die Wahrheit und vollste Aufklärung gibt, so sie sich derer würdig machen durch Erfüllung der göttlichen Gebote, durch ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe. Dann wird den Menschen das Erkennen der ewigen Gottheit leicht werden - Probleme, die unlösbar sind denen, die verstandesmäßig an sie herangehen, werden leicht gelöst werden können von allen, die liebenden Herzens sich an die Lösung wagen, denn ihnen offenbart Gott Sich Selbst und gibt Sich auch zu erkennen. Amen. B.D. NR. 4657.

 

Buch 53 4658

Ausgießung des Geistes. Aufgabe Verbreitung der Liebelehre.

4.Juni 1949. B.D. NR. 4658.

Euch ist es gegeben, in Meinem Namen zu reden, d.h., Mein Reich zu verkünden, Meine Liebelehre hinauszutragen in die Welt und also geistig tätig zu sein. Und so müsset ihr zuerst selbst von der Wahrheit dessen überzeugt sein, was ihr weitergeben sollet an die Mitmenschen, ihr müsset das Geistesgut, das ihr von Mir empfanget, mit Herz und Verstand aufgenommen haben, also es empfindungsmäßig und auch verstandesmäßig bejahen können. Das ist es, was Ich erreichen will bei euch, daß kein Zweifel mehr euer Herz bewegt, daß ihr glauben könnet und wissend werdet, um nun euren Mitmenschen ein geeigneter und weiser Lehrer zu sein, der segensreich tätig ist in Meinem Weinberg. Eure Mission ist nicht an Zeit und Ort gebunden, ständig und überall werdet ihr Gelegenheit haben, für Mich und Meinen Namen einzutreten, und diese Gelegenheiten sollet ihr nützen und alles verwerten, was euch an geistigem Reichtum zugeht. Ich teile Meine Gaben ständig aus an euch, so auch sollet ihr ständig geben, was ihr euch erwerbet, was ihr besitzet, was euch selbst beglückt. Dann werdet ihr die Rednergabe an euch feststellen können, doch nur solange ihr für Mich redet und Mein Wort weiterleitet. Und daran werdet ihr Meinen Geist erkennen, daß nicht euer Verstand euch die Worte zuflüstert, sondern daß ihr redet von innen getrieben, daß ihr mit voller Überzeugung sprechet über Dinge, die eurem Wissen völlig fremd sind. Und es wird allen denen einleuchtend erscheinen, die wieder den ernsten Willen haben, in der Wahrheit zu stehen. Ich gieße Meinen Geist aus über euch, sowie ihr Mir dienen wollet und arbeiten für Mich und Mein Reich. Und was er euch nun vermittelt, ist reinste Wahrheit und wohl wert, auch den Mitmenschen unterbreitet zu werden, weil der Geist aus Mir nichts anderes als reinste Wahrheit euch geben wird, denn er ist ein Teil von Mir, dem nichts fremd ist und der euch auch das Wissen in größtem Ausmaß erschließen will. Herz und Verstand sollen tätig sein bei der Entgegennahme des vom Geist euch vermittelten Wissens, und Herz und Verstand sollen es weiterleiten, d.h., mit Liebe soll es dargeboten werden in der Form, daß es dem Menschen auch verstandesmäßig annehmbar erscheint und er sich gleichfalls bejahend dazu einstellt. Ihr werdet oft Gelegenheit haben, denn Ich führe euch die Seelen zu, die willig und fähig sind, Geistesgut von oben aufzunehmen und zu verwerten. Sowie ihr selbst überzeugt seid, werdet ihr auch überzeugt reden können und dann leichter die Mitmenschen gewinnen für Mein Reich. Und doch müsset ihr auch im besonderen Meine Gnade anfordern, auf daß Ich Selbst durch euch wirke, so ihr für Mich tätig seid. Und jeder Bitte um geistigen Fortschritt, um Erleuchtung und Kraft zur Wiedergabe Meines Wortes komme Ich nach, denn wer für Mich arbeitet, der bittet wahrlich nicht umsonst - er wird ein Gnadenmaß verwerten dürfen, das unbegrenzt ist, und es liegt nur an ihm, wie weit er es nützet zur Verbreitung der Wahrheit und in Meinem Willen. Und Meines Segens wird er stets gewiß sein dürfen. Amen. B.D. NR. 4658.

 

Buch 53 4659

Ausstrahlung Gottes. Belehrung von innen. Rednergabe.

Pfingstsonntag 5. Juni 1949. B.D. NR. 4659.

Ihr habt eine ständige Belehrung nötig, um den Zustand der Unwissenheit, in dem ihr das Erdenleben als Mensch beginnet, in den Zustand der Erkenntnis zu wandeln. Ihr müsset ständig unterwiesen werden, weil ihr nicht in dem Maße aufnahmefähig seid, daß ihr sofort hellstes Licht vertragen könntet; ihr müsset langsam in das rechte Wissen eingeführt werden, auf daß Herz und Verstand es fasset und eure Seele den rechten Nutzen daraus ziehet. Also müssen euch Lehrer beigegeben werden, die dazu befähigt sind, euch in die Wahrheit zu leiten. Diese Lehrer können nun von Mir Selbst ausgebildet sein, wie sie aber auch indirekt alles zu wissen Nötige empfangen können, wenn es ihr fester Wille ist, in Meine Dienste zu treten und für Mich und Mein Reich tätig zu sein, denn dieser Wille garantiert ihnen, daß sie recht belehrt werden, also auch ihrerseits die Lehrtätigkeit ausführen können Meinem Willen gemäß. Denn Ich will, daß die Wahrheit verbreitet werde, daß die Menschen aus dem Dunkel des Geistes in das helle Licht treten; Ich will, daß sie erkennen lernen, wer und was Ich bin und welche Aufgabe sie als Meine Geschöpfe auf Erden zu erfüllen haben. Ich also bin der rechte Lehrer, der denen das rechte Wissen vermittelt, die wieder lehrend tätig sein wollen. Mich aber könnet ihr nicht anders vernehmen als durch den Geist. Ich spreche wohl zu euch, doch tönet euch nicht Mein Wort von außen an das Ohr, sondern innerlich müsset ihr es vernehmen. Und so auch bin Ich dort am Werk, wo die Belehrung indirekt, also durch Mittler, geschieht. Immer ist es Mein Geist, der erst in euch wirken muß, um das euch Vermittelte auch wirksam werden zu lassen, um euren Verstand aufnahmefähig zu machen und im Herzen das Empfinden zu erwecken für die Tiefe der Wahrheit. Wo Mein Geist nicht am Werk ist, kann euch die tiefste Weisheit geboten werden, sie würde euch völlig unberührt lassen und wie leere Worte an eurem Ohr verhallen. Mein Geist belebt erst das tote Wort, Mein Geist ist die Kraft, die jedes Wort durchströmt, so daß es die Wirkung auf den Menschen ausüben kann und also auch als göttlich empfunden wird. Mein Geistwirken ist das Zeichen der Anteilnahme an euch, denn erst, so ihr euch Mir öffnet, nehme Ich Anteil an euch, indem Ich euch zur Vollendung verhelfe durch das Wirken Meines Geistes. Dann werdet ihr alles verstehen können, was euch direkt oder durch Mittler an Belehrungen zugeht, ihr werdet aus dem Zustand der Unkenntnis in den lichtvollsten Zustand eingehen können, denn dann steht ihr mit Mir in direkter Verbindung, so Ich durch Meinen Geist in euch wirke. Mein Geist ist einfach die Ausstrahlung Meiner Selbst, die Gabe, die nicht materiell ist, die nicht erblickt und nicht ergriffen, sondern nur empfunden werden kann, die also etwas wohl Wirksames, aber nichts Sichtbares ist, und die dennoch Mich beweiset, also ein lebendiges Zeugnis Meiner Selbst ist. Mein Geist ist die Ausstrahlung Meiner Liebe. Meine Liebe äußert sich in der Form, daß sie ein winzigstes Fünkchen dessen, was sie selbst ist, in das Herz des Menschen strahlt, der dadurch zu einem göttlichen Wesen sich entwickeln kann und stets mehr und mehr der Vollendung entgegengeht. Vollendet sein aber heißt in hellstem Wissen stehen auf geistigem Gebiet, den Zustand der Lichtlosigkeit überwunden zu haben und mit Meiner Hilfe zum Lichtwesen geworden zu sein, das nun in Meiner Nähe weilen (kann, d. Hg.)und ständig von Meinem Geist und Meiner Liebe durchstrahlt, überaus selig ist bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4659.

 

Buch 53 4660

Geisteswirken (Pfingsten) Mittler. Wahrheit - Irrtum. Mission.

Pfingstmontag 6. Juni 1949. B.D. NR. 4660.

Was euch zur Stunde gegeben wird, das redet, denn ihr redet dann nicht aus euch, sondern Ich bin es, Der durch euch redet. Und daran könnet ihr jederzeit das Wirken Meines Geistes erkennen, daß die von Mir Selbst berufenen Jünger, so sie Mein Wort den Menschen darbieten, nicht geschlagen werden können durch Gegenreden, daß sie fähig sind, jeden Einwand zu widerlegen, ohne sich zuvor vorzubereiten auf Debatten geistiger Art. Wer Mein Wort hat und es verbreiten will, der ist in Meinem Namen tätig, er spricht für Mich, in Meinem Auftrag und gibt nur weiter, was er von Mir empfangen hat. Also ist er nur der Mittler zwischen Mir und den Menschen, zu denen Ich reden will und es nicht direkt kann, weil sie es nicht zulassen durch verkehrte Willensrichtung oder Unfähigkeit ihrer Seelen, Meine Stimme in sich zu vernehmen. Ich aber will ihnen nahetreten, Ich will ihre Seele in Schwingungen versetzen, Ich will, daß sie sich besinnen auf ihre Erdenaufgabe, Ich will der Seele leise und sanft zureden, daß sie sich Mir zuwenden soll, um selig zu werden. Und darum benötige Ich euch, um durch euch zu ihnen zu sprechen, und sonach seid nicht ihr es, die da reden, und es ist das auch jedem Menschen erkenntlich, daß eine Kraft euch beseelt, die ungewöhnlich ist und den Zuhörer wohltätig berührt, sowie er nicht von Meinem Gegner schon gänzlich gefangengenommen ist. Dann lehnen sich die Menschen auf gegen euch und alles, was ihr redet, sie feinden euch an, und dann ist es ratsamer, den Staub von den Füßen zu schütteln und ihnen den Rücken zuzukehren. Wer aber suchend ist oder noch unschlüssig, der hört euch an und fühlt merklich die Kraft Meines Wortes.

Mein Geist also treibt euch zum Reden, und so werdet ihr niemals etwas Falsches aussprechen, wie ihr aber auch nicht versagen werdet, denn Mein Geist erhellet euer Denken, und so hat es wohl den Anschein, als sei euer Verstand in regster Tätigkeit, während ihr doch nur ein Werkzeug seid, das nicht anders reden kann, weil Ich Selbst in euch wirke. So habt ihr also den Beweis Meines Wirkens in der Rednergabe eines Menschen, der sonst nicht so zu reden versteht, und auch im blitzschnellen Widerlegen aller Einwände, die Meinem Wort entgegengesetzt werden. Denn zumeist werden zu Lehrkräften ausgebildet, die schulmäßig wenig geistiges Wissen besitzen, weil deren Herzen aufnahmefähiger sind für die Wahrheiten, die nicht übereinstimmen mit dem Geistesgut, das den Menschen dargeboten und als Wahrheit vertreten wird. Die reine Wahrheit aber, wie sie von Mir aus den Menschen geboten wird, weicht zuweilen von jenem stark ab und findet daher wenig Aufnahme; die Menschen halten zäh an Irrlehren fest und sind verständlicherweise daher wenig geeignet, Berichtigungen entgegenzunehmen, also den Geist aus Mir in sich zu fragen und wirken zu lassen. Wo er aber wirket, dort wird der Irrtum gebrandmarkt, und es müssen daher eifrige Vertreter der Wahrheit zu den Menschen gesandt werden - solche, die noch völlig unbeeinflußt sind, so sie durch den Geist in sich belehrt werden. Sie müssen dem Empfinden des Herzens nachgeben und alles als reinste Wahrheit hinnehmen, was ihnen der Geist aus Mir verkündet, (7.6.1949) was sie aber leicht fassen können, wenn sie ohne geistiges Wissen sind, d.h. nicht durch irrige Lehren zuvor beeindruckt wurden, die sie dann hingeben müssen, so ihnen anderes geboten wird. Der starke Wille zur Wahrheit wird dies zwar bewerkstelligen, denn der ernstlich nach der Wahrheit verlangende Mensch erkennt leicht den Irrtum und macht sich davon frei. Ich verlange nicht gedankenloses Hinnehmen von geistigem Wissen, und darum gebe Ich verständnisvolle Begründungen und Erklärungen, aus denen jeder Prüfende entnehmen kann, daß es nicht menschliches Gedankengut, sondern Geisteswirken ist, was ihm geboten wird. Und so Ich also durch einen, Mir sich hingebenden Diener rede zu den Menschen, die ihn anhören, werden sie nicht leer ausgehen, sondern Belehrungen entgegennehmen können, die ihnen Klarheit schaffen in vielen Zweifeln und Fragen, vorausgesetzt, daß sie die Wahrheit begehren, also sich belehren lassen wollen. Und immer werden sie sagen können, daß sie von Gott gelehret sind, denn Ich Selbst bin es, Der durch jene Menschen redet, die Ich zu Meinen Jüngern berufen habe, die Meinen Geist in sich wirken lassen und denen Ich also die reine Wahrheit vermitteln kann. Amen. B.D. NR. 4660.

 

Buch 53 4661

Ankündigung des Gerichtes. Zweifel. Stern im Anzuge.

7. Juni 1949. B.D. NR. 4661.

Es ist euch verkündet worden ein nahes Gericht, doch ihr zweifelt daran und nehmet Meine Worte nicht ernst genug, ansonsten ihr keine irdischen Vorkehrungen mehr treffen würdet und nur euch vorbereitetet für den Tag, da sich Meine Ankündigungen erfüllen. Ihr wisset zwar nicht, wann der Tag ist, doch es müßte euch genügen, wenn Ich als euer Schöpfer und Vater von Ewigkeit, ihn als kurz bevorstehend bezeichne, daß Ich euch also damit zu verstehen gebe, daß es Zeit ist für eure Vorbereitung, ansonsten Ich die Mahnungen und Warnungen nicht ständig wiederholen würde, sondern euch ungewarnt ließe. Und so höret denn, daß sich die Frist immer mehr verkürzt und daß sie überschnell abgelaufen sein wird. Alle irdischen Sorgen sind unnütz, denn für die Meinen sorge Ich, so daß sie haben werden, was sie benötigen, die anderen aber werden sich an nichts halten können, selbst wenn sie mit Meinem Gegner im Bund stehen, wenn sie zur Zeit mit seiner Hilfe irdisch wohlgestellt sind und immer höher und höher steigen, sei es mit irdischen Gütern oder Ehren oder mit irdischer Weisheit. Mein Gegner wird sie nicht schützen können am Tage des Schreckens, da Ich durch die Natur die Menschen zur Besinnung bringen will, daß sie ihres Gottes und Schöpfers gedenken und sich Ihm anvertrauen in tiefster Not. Dann wird alles ein Raub der Naturgewalten werden, nichts wird den Menschen erhalten bleiben, als was Ich ihnen erhalten will. Und darum sollen sie Mich zu gewinnen trachten, sie sollen sich mit Mir verbinden durch Liebeswirken und inniges Gedenken, sie sollen sprechen mit Mir und horchen auf Meine Antwort, und sie werden einen weit größeren Gewinn erzielen, als so sie sich sorgen um des Körpers Wohlergehen, um irdischen Reichtum und irdischen Aufstieg. Glaubet es, daß sich bald erfüllet, was Ich schon lange euch vorausgesagt habe; glaubet es, daß nicht mehr viel Zeit ist, und sorget euch nicht mehr, wie ihr irdische Vorteile erringen könnet, denn diese Sorge ist unnütz, was ihr sehr bald erkennen werdet. Und Ich will euch ein Zeichen geben, die ihr Mein Wort verbreitet, auf daß ihr voller Überzeugung für dieses eintretet. Ich will euch wissen lassen, daß ein Stern im Anzuge ist, der sich durch seine Geschwindigkeit überaus schnell der Erde nähert, und daß diese Erscheinung kurz zuvor sein wird, da Ich die stete Ankündigung wahr mache. Dann wisset ihr Eingeweihten, welche Stunde geschlagen hat, dann tut nach Meinem Willen, gebt den Mitmenschen Kenntnis von dem Bevorstehenden, und lenket aller Aufmerksamkeit darauf, verbindet euch selbst aufs innigste mit Mir, auf daß Ich euch die Kraft unmittelbar zuwenden kann, die ihr benötigt für die Stunden der Gefahr. Fürchtet euch nicht, sondern glaubet nur, daß Ich euch errette aus jeglicher Not, auf daß ihr eure Mission ausführen könnet, für die Ich euch ausgebildet habe - auf daß ihr den Mitmenschen nachher Mein Evangelium bringet, denn hungrigen Herzens werden viele Mein Wort aufnehmen, die aus diesem Geschehen unbeschadet hervorgegangen sind. Wisset, daß ihr nicht mehr lange Zeit habt bis zum Ende. Und diesem Ende geht das voraus, was Ich ankündige fort und fort. Glaubet es und bereitet euch darauf vor, denn die Zeit ist abgelaufen, und Ich trete sehr bald in Erscheinung. Amen. B.D. NR. 4661.

 

Buch 53 4662

"Wachet und betet, auf daß ihr nicht in der Versuchung fallet."

9. Juni 1949. B.D. NR. 4662.

Wachsam sollet ihr sein und beten, auf daß ihr nicht in der Versuchung fallet. Es ist ein immerwährender Ansturm gegen euch, die ihr Mir treu bleiben wollet, von seiten Meines Gegners, der euch Mir entfremden will. Er wendet alle Mittel an und nicht zuletzt solche, die euch unfähig machen sollen, die Verbindung mit Mir herzustellen, auf daß er leichtes Spiel hat, sowie ihr schwach seid. Er lauert auf Gelegenheiten, euch zum Fall zu bringen, und nur wer starken Willens ist, wer stets einen innigen Gedanken zu Mir senden kann um Hilfe, der wird ihm nicht erliegen. Rufet Mich an in jeder Not des Leibes und der Seele - das nenne Ich beten und wachsam sein - richtet eure Gedanken zur Höhe, wohin er nicht folgen kann, und ihr entfliehet ihm sicher und begebet euch in Meinen Schutz. Er wird euch an die Erde zu fesseln suchen mit aller Gewalt, an das, was sein Anteil ist und zu seinem Reich gehört - er wird euch abtrünnig machen wollen von Mir, von geistigem Streben, er wird Zweifel in euch streuen und eure Gedanken verwirren wollen durch Nöte und Schrecken, auf daß ihr nicht mehr findet zu Mir, auf daß ihr euch versenkt in Irdischem und Meiner vergesset. Wachet und betet - und ihr löset euch von ihm, der Mein Gegner ist, und kettet euch mehr und mehr an Mich, Der Ich euer Vater bin von Ewigkeit und Der euch wahrlich Schöneres bieten kann als er. Wachet und betet, denn der Versucher ist ständig um euch und suchet euch zu fangen. Wer achtsam ist, der erkennt ihn und kann ihm entfliehen. Und seid heiter und fröhlich, daß ihr Mich als ständigen Beschützer um euch wisset, zu Dem ihr euch wenden könnet, wenn euch Gefahr droht, denn Ich höre den leisesten Ruf, der aus dem Herzen kommet und stehe euch bei, daß ihr im Kampf wider ihn siegreich seid. Wer aber sich selbst und seiner eigenen Kraft zu sehr vertraut und Meine Hilfe entbehren zu können glaubt, der wird erliegen, er überschätzet sich und denkt nicht an die Kraft des Gegners, die stärker ist als er. Mit Mir werdet ihr siegen, ohne Mich aber erliegen und jeder Versuchung zum Opfer fallen. Mit Mir gehen aber heißt Meine Gegenwart zulassen durch Gebet und Liebeswirken. Dann seid ihr gefeit gegen alle Übergriffe des Feindes, dann ist er machtlos gegen euch, denn dann müßte er ankämpfen gegen Mich, Der Ich weit mächtiger bin als er. Wachet und betet, und er hat jeden Angriffspunkt verloren, er wird euch meiden, weil ihr dann im Licht steht, das Meine Nähe ausstrahlt und das ihm unerträglich ist. Rufet Mich an in jeder Versuchung, und Ich werde immer bei euch sein. Amen. B.D. NR. 4662.

 

Buch 53 4663

Aufgabe derer, die wissend wurden am Quell der Weisheit.

9. Juni 1949. B.D. NR. 4663.

Ich habe euch eingeweiht in Meinen ewigen Heilsplan, ihr habt ein tiefes Wissen empfangen, ihr habt Kenntnis genommen vom Zweck aller Meiner Schöpfungswerke und von der Aufgabe des Menschen während seines Erdenlebens, ihr seid in ein Wissen eingedrungen, das ihr euren Mitmenschen weitergeben sollt, ihr erkennet also auch eure eigene besondere Aufgabe, die jedoch von eurem freien Willen abhängt. Ihr seid sonach aufgeklärt und hellen Geistes, was soviel besagen will, als daß ihr einen Fortschritt in eurer geistigen Entwicklung verzeichnen könnet, der also einen bestimmten Reifegrad beweiset, und so brauchet ihr nicht mehr zu befürchten, euch auf einem falschen Wege zu befinden, denn das Wissen das ihr besitzet, beweiset es euch, daß ihr recht gegangen seid, ansonsten ihr wohl auch glauben könntet, jedoch keinen Zusammenhang geistiger Kenntnisse finden würdet und sonach auch niemals eure Mitmenschen belehren könntet. Ein rechtes Wissen muß auch weitergeleitet werden können, der unwissende Mensch aber findet sich selbst nicht zurecht, könnte also niemals die Mitmenschen verständlich belehren. So ihr nun Mein Wort weiterleitet, so ihr Gelegenheit habt, mit den Mitmenschen darüber zu sprechen, wird es erkenntlich sein, woher ihr eure Weisheit genommen habt - das Lebenswasser, das da ist Mein Wort, kann nur dem Quell entströmen, der bei Mir als der ewigen Wahrheit entspringt. Dieser Quell birgt alle Kraft in sich, es ist ein Born, der sich niemals erschöpft, an dem sich alle Menschen laben können, und so ist Mein Wort, das von Mir seinen Ausgang nimmt, auch für alle Menschen der wahre Kraftspender, der den Geist erhellet und den Menschen wissend macht. Wissen ist Licht. Ihr könnet nun wahrlich sagen, daß es lichtvoll in euch geworden ist, daß euch der Zusammenhang von Mir mit allem Geschaffenen erklärlich ist und daß ihr Meine Liebe und Weisheit erkannt habt durch das euch vermittelte Wissen, daß ihr nicht mehr leer und unwissend im Leben steht, sondern das große Geheimnis vor euren Augen enthüllt wurde, daß Ich euch nicht mehr der geheimnisvolle, unbekannte oder fremde Gott bin, sondern der Vater, Der ständig besorgt ist um euch, Der euch in alle Wahrheit leitet und euch für das Erdenleben kräftigen und erquicken will und Der euch darum Sein Wort gibt, den Quell der Weisheit und ewigen Born der Liebe. Denn es ist kein Stück-wissen, sondern umfassend und klar und göttliches Wirken beweisend enthüllt sich vor den Augen der Menschen der weisheitsvollste Plan der Erlösung, des einst von Mir abgefallenen Geistigen. Es ist die Liebe und die Allmacht erkenntlich, und wer so von Mir belehret ist, der wird auch weise sein und seine Mitmenschen belehren können, denn er vermittelt ihnen nur die reine Wahrheit aus Mir - Mein lebendiges Wort. Amen. B.D. NR. 4663.

 

Buch 53 4664

Beweisen der Gottesliebe durch werktätige Nächstenliebe.

10. Juni 1949. B.D. NR. 4664.

Nur das ist vor Meinen Augen gültig, was die Liebe zum Prinzip hat. Ihr werdet euch fragen, in welcher Weise Ich die Liebe zu Mir zum Ausdruck gebracht haben will, und Ich kann euch immer nur die Antwort geben: durch werktätige Nächstenliebe. Niemals sollet ihr dem Nächsten einen Schaden zufügen, niemals sollet ihr ihm Leid bereiten, niemals ihn vergeblich bitten lassen, so er eure Hilfe benötigt, und niemals sollet ihr ihn darben lassen an seiner Seele, denn das ist ein besonderes Werk der Nächstenliebe, daß ihr der Seele des Nächsten zu Hilfe kommt, so sie noch in Finsternis schmachtet. Was ihr also dem Nächsten antut, das sehe Ich als Mir erwiesen an und lohne euch entsprechend dafür. Ich gebe euch Meine Liebe dagegen, und Meine Liebe in Empfang nehmen zu dürfen bedeutet wahrlich alles, solange ihr auf Erden lebet. Meine Liebe werdet ihr nicht immer körperlich spüren, sie ist etwas Geistiges und kann nur empfunden werden als beseligend, nur zeitweise wird sie euch bewußt werden, oder aber ihr habt einen ständigen Beweis Meiner Liebe und Gnade durch die Entgegennahme Meines Wortes, das Ich Selbst euch diktiere als Zeichen Meiner innigen Vaterliebe.Wer dieses Mein Wort hat, der kann sich geliebt wissen von Mir, wenn er auch das Seligkeitsgefühl auf Erden nicht kennt. Dann habe Ich Meinen weisen Grund dafür, denn Ich kenne wahrlich eines jeden Menschen Empfindungsleben, Ich weiß wie leicht es möglich ist, die Bindung mit der Erde zu verlieren und nur in geistigen Regionen weilen zu wollen. Es ist dies nicht vorteilhaft für die Seele, und darum halte Ich die Herzen noch gefangen, Ich belaste sie mit irdischen Sorgen und hindere sie dadurch an Empfindungen, die der Seele den klaren Blick trüben würden, der aber unbedingt nötig ist, weil Ich im Herzen Selbst Wohnung nehmen und angehört werden will und dies im Zustand nüchternen Denkens geschehen soll. Ich komme Selbst zu euch, Ich beziehe das Herz dessen, der es für Mich hergerichtet hat und belehre ihn nun von innen, ohne fremden Einfluß und fremde Lehrkräfte. Ich äußere also dadurch Meine Liebe. Was ist nun verständlicher, als daß auch Ich Liebe fordere, die ihr nun dem Nächsten gegenüber beweisen sollet? (11.6.1949) Was ihr also tun sollt, um Mir zu gefallen, um auch Meine Liebe zu erringen, das kann nur von der Liebe zum Nächsten getragen sein, denn Mir Selbst könnet ihr nichts anderes tun, als das anzuerkennen, was aus Meiner Liebekraft hervorgegangen ist, und also, so ihr Mich lieben und ehren wollet, auch das zu lieben, was Ich geschaffen habe. Und da Ich den Menschen nach Meinem Ebenbild schuf, er also, so er auch unvollkommen geworden ist, sich wieder zu Meinem Ebenbild gestalten soll, ist er auch der Liebe des Mitmenschen wert. Ihr seid alle Meine Geschöpfe und sollet euch untereinander lieben, dann machet ihr Mir als dem Vater auch die rechte Freude, dann kann auch Ich euch alle mit Meiner endlosen Liebe umfassen, denn dann nehmet ihr schon das Wesen an, das sich dem Meinen anschließen kann, das in sich pur Liebe ist. Verstehet es, daß ohne Liebe niemand selig werden kann, weil die Liebe göttlich ist und zur Seligkeit ein Gott-ähnliches Wesen gehört. Und darum sollet ihr gut sein gegen euren Nächsten, ihr sollt hilfsbereit jede Not zu beheben suchen, ihr sollt ihn nicht kränken, ihm nicht schaden, sondern stets ihn als euren liebsten Bruder betrachten, dem wieder die Liebe des Vaters gehört. Jeder Gedanke, jede Handlung, jedes Wort soll immer nur Liebe ausstrahlen, dann werdet ihr euch Mein Wohlgefallen erringen, dann werde Ich diese Liebe zum Nächsten als Liebe zu Mir annehmen und euch mit aller Innigkeit diese Liebe erwidern. Amen. B.D. NR. 4664.

 

Buch 53 4665

Die Welt will Wunder sehen und sieht das größte Wunder nicht.

11. Juni 1949. B.D. NR. 4665.

Es berührt euch eigenartig, daß Ich nicht mit aller Glorie in Erscheinung trete, d.h., daß Ich Mich nicht durch ungewöhnlich ins Auge fallende Erscheinungen kenntlich mache, sondern schlicht und ohne Prunk nur durch Mein Wort Mich äußere dort, wo Ich gegenwärtig sein kann. Die Welt will Wunder sehen, die Meinen aber sehen Wunder überall und erkennen Mich daher auch im schlichtesten Gewande, weil sie Meinen Geist spüren, der sich nicht als Blendlicht erweiset, jedoch einen sanften, aber hellen Schein verbreitet, der von innen heraus leuchtet, aus dem Herzen, wo Ich Selbst weilen kann. Die Welt will Wunder sehen und sieht das größte Wunder nicht. Denn ist es nicht ein Wunder, daß ihr die Stimme Gottes vernehmen dürfet, daß Ich Selbst mit euch rede, wie ein Vater mit seinen Kindern redet? Ist es nicht ein Wunder, daß Ich Selbst euch Aufklärung gebe über Fragen, die einen denkenden Menschen bewegen und die er doch nicht sich selbst zu beantworten vermag? Ist es nicht ein Wunder, daß ihr selbst den Lehrmeister in euch traget, Der euch in der reinsten Wahrheit unterweiset und euch wissend macht? Ihr, die ihr Gott in der Ferne suchet, werdet dieses Wunder niemals fassen und daher auch nicht glauben können, denn ihr lasset Mich ja nicht wirken in euch, also kann Ich Mich euch auch nicht zu erkennen geben. Doch die Meinen, die Mir verbunden sind durch ihre Gedanken, die Mich stets neben sich fühlen, sind von dem Wunder beeindruckt, nur verbirgt sich das Wunder selbst vor ihnen, d.h., sie können es nicht in der ganzen Tiefe fassen, was sich an ihnen selbst vollzieht, weil sie unbefangen bleiben sollen im Verkehr mit Mir, auf daß sie Mich als Freund und Bruder ansprechen und sich Mir empfehlen, ohne übergroße Scheu vor Mir zu empfinden. Und Ich bin ihnen darum näher als denen, die Mich verstandesmäßig erforschen wollen und doch nicht finden können. Doch auch offensichtlich werde Ich einigen erscheinen, und diese werden dann zeugen können von Mir und Mich als wahrhaft seiend darstellen und durch ihren Glauben auch die Menschen gläubig machen, die noch schwach sind, doch nicht glaubenslos. Mein Wort wird für sich selbst sprechen und Mich der Welt beweisen. Der Inhalt dessen, was aus der Höhe zur Erde geleitet wird, ist ein augenscheinlicheres Wunder als jeder außergewöhnliche Vorgang, den die Menschen als Gott-beweisend erleben möchten. Meine Diener auf Erden, die schlicht bleiben und ohne Verzückung Mein Wort entgegennehmen, die es ebenso schlicht wiedergeben, wie sie es empfangen haben von Mir, werden zwar nicht innerlich erregend berührt, doch ihre Seelen empfinden das gnadenvolle, ungewöhnliche Erleben und stehen im Licht, selbst wenn es der Mensch als solcher nicht außergewöhnlich empfindet. Ich weiß auch, warum Meine Diener diese scheinbare Unempfindlichkeit haben müssen, und so ist auch diese Mein Werk, doch nicht zum Nachteil für die Seele, sondern eher zum Vorteil. Und darum lasset euch nicht durch solche Gedanken den Wert der Kundgaben schmälern, sondern wisset, daß Ich Selbst euch gegenwärtig bin, so ihr Meine Stimme vernehmet, und daß diese Meine Gegenwart wahrlich das größte Wunder ist, das aber nur wenige Menschen glauben oder bewußt erleben. Denn die Welt will sehen und staunen, nicht aber still hören und danken für jede noch so heimliche Offenbarung, die aber die Vermittlung Meines Wortes von oben für die Menschen bedeutet. Amen. B.D. NR. 4665.

 

Buch 53 4666

Gott als Lehrmeister. Wahrheitsträger.

12. Juni 1949. B.D. NR. 4666.

Wer sich Meiner Belehrung unterzieht, der wird sein Wissen erweitern und Mir ein tauglicher Arbeiter sein in der letzten Zeit vor dem Ende. Denn was er von Mir empfängt an Wissen, das wird Wurzel fassen in ihm und nimmermehr aus seinem Gedächtnis entschwinden. Meine Lehrweise ist seiner späteren Tätigkeit angepaßt, und es sind die öfteren Wiederholungen darum nötig, daß das Wissen so fest in ihm verankert wird, daß er es niemals verlieren kann. Und es wird sich zeigen bei Debatten geistiger Art, daß Meine Jünger vollauf unterwiesen sind und Meine Lehre lückenlos und überzeugend vertreten können. So Ich Selbst ihr Lehrmeister bin, ist Wissen und volle Erkenntnis garantiert. Darum könnet ihr Menschen euch ohne Bedenken daran halten, was euch von einem solchen Jünger geboten wird, sowie ihr nur guten Willens seid und im Glauben, daß Ich Selbst Mich denen offenbare, die Mich lieben und Meine Gebote halten. Dann wird es euch auch leicht sein zu glauben, daß Ich das Evangelium immer wieder der Menschheit rein vermitteln will und daß Ich als Mittler eben jene erwähle, die aufnahmefähig und willig sind, die Mich Selbst zu hören vermögen und denen Ich daher die reinste Wahrheit zuleiten kann. Wer aber von Mir belehret wird, den höret an, und ihr höret Mein Wort in reinster Form. Nur wenigen zwar kann Ich Mich direkt mitteilen, und nur wenige glauben es, daß Ich Mich einem Menschen direkt mitteile. Doch es ist die Zeit des Endes, da der rechte Glaube an Mich nur noch selten zu finden ist. Sowie die Menschheit durch Mangel an Liebe auch fern ist von Mir, glaubt sie auch nicht an ein so offensichtliches Wirken Meines Geistes und also Meiner Selbst, und daher entfernt sie sich auch stets mehr und mehr von der reinen Wahrheit und kann sie auch nicht mehr als solche erkennen, so sie ihr geboten wird. Deshalb aber werbe Ich ununterbrochen um Diener auf Erden, die bereit sind, Mein Wort entgegenzunehmen und es zu verbreiten, auf daß die Wahrheit unter der Menschheit wieder Platz greife, auf daß die Finsternis durchbrochen werde vom Licht, denn die Menschheit schmachtet im Dunkel des Geistes und geht dem Verderben zu. Ich werbe um Diener auf Erden und segne einen jeden, der sich von Mir belehren lässet, den Ich als Wahrheitsträger ausbilden kann und der nun eifrig für Mich und Mein Reich tätig ist, denn es ist nicht mehr viel Zeit, und den wenigen, die nicht wider Mich sind, soll noch Rettung gebracht werden in geistiger Not durch Zuleiten der reinen Wahrheit, auf daß sie den Weg zu Mir finden und ihn betreten, auf daß sie Mein werden noch vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 4666.

 

Buch 53 4667

Wert geistiger Gedanken.

12. Juni 1949. B.D. NR. 4667.

Jeder geistige Gedanke trägt der Seele einen Vorteil ein, während irdische Gedanken nur dem Körper zum Wohl verhelfen, jedoch auch nur dann, wenn dies bezweckt wird, da irdische Gedanken sich auch negativ auswirken können, also nachteilig für Körper und Seele. Zumeist aber befassen sich die Menschen nur irdisch und schalten geistige Gedanken ganz aus, dann können sie weder zur Erkenntnis kommen noch in rechtes Denken gelenkt werden, und es ist ihr Erdenleben ein Leerlauf, denn es erfüllet nicht den Zweck - es fördert nicht die Aufwärtsentwicklung der Seele. Wer nachdenkt über Sinn und Zweck des Erdenlebens und dann seinen Lebenswandel führt nach der nun gewonnenen Erkenntnis über das Fortleben der Seele, der betritt schon gedanklich geistige Sphären und schöpft nun unentwegt aus dem Lebensborn für seine Seele. Er wird auch sicher zur rechten Erkenntnis kommen, er wird im lebendigen Glauben stehen und glauben müssen, daß er nicht aufhört zu sein mit seinem leiblichen Tode, denn er findet sonst keine Erklärung für sein Leben im Fleisch, und er wird die Erklärung suchen im Fortleben, also sich zu neuem Wirken im geistigen Reich berufen fühlen und entsprechend leben. Der Glaube an ein Leben nach dem Tode kann von jedem gewonnen werden durch Nachdenken und Betrachten der Schöpfungswerke, die nicht vergehen, sondern sich nur verändern, um in neuer Form ihren Fortgang zu nehmen. Bewiesen werden kann dieser Glaube nicht, doch in sich selbst kann die feste Überzeugung Wurzel fassen, daß der Mensch nur vorübergehend auf dieser Erde weilt, um dann in das geistige Reich einzugehen, um die Pflicht Gott gegenüber zu erfüllen, die eine andere Bestimmung ist als auf dieser Erde, die nur eine Übergangsstation bedeutet für das Geistige, das nun in aller Freiheit schaffen und wirken soll. Amen. B.D. NR. 4667.

 

Buch 53 4668

Ewiger Kreislauf.

13. Juni 1949. B.D. NR. 4668.

Es bleibt ein ewiger Kreislauf, von der Tiefe zur Höhe und umgekehrt, solange die Aufwärtsentwicklung des Geistigen vor sich geht, doch mit Ausscheidung dessen, was die Entwicklung auf Erden abgeschlossen hat als Lichtwesen, also den Vollkommenheitszustand wieder erreicht hat, in dem es uranfänglich war. Solange aber diese Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, kann es sowohl aufwärtssteigen und auch absinken, doch immer mit dem Ziel, ein Wesen zu werden, das den Kreislauf beendet hat und nun ständig in der Höhe weilt. Dann gibt es nur noch ein Steigen, ein Ständig-Gott-Näherkommen, dann ist ein Rückfall zur Tiefe ausgeschlossen, jedoch ein freiwilliges Herabsteigen möglich als Helfer für das unerlöste Geistige, das zwar scheinbar auch ein Rückgang ist, jedoch niemals zur Tiefe führen kann, also nur ein Erlösungswerk sein kann, das nur ein echtes Gotteskind zuwege bringt, also nicht mehr als Entwicklungsgang eines unvollkommenen Wesens anzusehen ist, sondern als Hilfe eines Lichtwesens. Solange also irdische Schöpfungen bestehen, befindet sich alles im Kreislauf des Werdens und Vergehens, des Auflösens und Neu-Entstehens, und das noch unreife Geistige gelangt Schritt für Schritt zur Höhe - zum Stadium als Mensch, wo es also zur letzten Höhe steigen oder auch abgrundtief fallen kann, um den Kreislauf wieder zu beginnen. Doch keineswegs muß das Wesen als Mensch sinken - wie es aber auch nicht zwangsweise steigen wird. Es kann daher auch ein Stadium der Erstarrung eintreten, also ein Verharren auf immer gleicher Entwicklungsstufe, was aber erst im Jenseits, also außerhalb irdischer Schöpfungen, sein kann, wohl beginnend mit dem Stadium als Mensch, wo ihm die Freiheit gewährt wird, da es sich nicht mehr im Mußzustand befindet, der stets eine Aufwärtsentwicklung von Gott aus bedeutet. Der Mensch selbst bestimmt es, ob er den Kreislauf fortsetzt, ob er aus ihm heraustritt oder lange Zeit auf gleicher Stufe verharrt, also die endgültige Entscheidung verzögert oft Ewigkeiten hindurch und er dann den Kreislauf nicht unterbricht, sondern ihn mit aller Wahrscheinlichkeit fortsetzt, weil er eher absinkt als steigt. Das kurze Erdenleben als Mensch ist genügend, um die Aufwärtsentwicklung abzuschließen mit einem Lichtgrad, der nur ein ständiges Steigen zuläßt. Wird es aber nicht recht ausgenützt, so daß dieser Lichtgrad nicht erreicht wird, dann muß sich das Geistige weiter in göttlicher Ordnung bewegen im gebundenen Willen, ganz gleich, ob in irdischen Schöpfungen oder im jenseitigen Reich - es ist nicht frei und setzt also den Kreislauf fort so lange, bis einmal das Ziel erreicht ist. Der Zustand im gebundenen Willen sichert immer eine Aufwärtsentwicklung, der Zustand im freien Willen aber kann jene gefährden und also auch eine Rückwärtsentwicklung zur Folge haben, immer aber kommt auch für das zutiefst Gefallene der Zeitpunkt, wo es sich wieder aufwärtsbewegt, bis es einmal den ewigen Kreislauf beendet hat. Amen. B.D. NR. 4668.

 

Buch 53 4669

Verbreitung der reinen Wahrheit. Gottes Liebe, Allmacht und Weisheit.

14. Juni 1949. B.D. NR. 4669.

Gebet euch unbedenklich den Kräften hin, die euch Kundgaben vermitteln, deren Inhalt Meinen Geboten der Liebe entspricht, und zweifelt nicht an der Wahrheit dessen, was euch aus der Höhe geboten wird. Denn Ich Selbst stehe hinter diesem außergewöhnlichen Wirken, durch das euch ein großes Wissen zugeführt wird. Es ist Mein Wille, daß euch die Wahrheit geboten wird, weil ihr selbst danach verlangt; es ist ferner Mein Wille, daß ihr sie auch den Mitmenschen weitergebt, weshalb Ich euch dazu befähige, lehrend zu wirken. Doch wisset, daß ihr immer und immer wieder Anstürme zu erwarten haben werdet ob der Echtheit der Kundgaben als göttliche Sendung und daß ihr keinen anderen Beweis werdet anführen können als den, daß ein Gott der Liebe denen Seinen Geist gibt, die Ihn darum bitten. Und das glaubet fest und unerschütterlich, daß Ich ein Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht bin und darum Meinen Geschöpfen alles geben werde, was Ich als gut für ihre Seelen erkenne, weil Ich sie liebe und selig machen will. Stets aber ist die reine Wahrheit das Nötigste für die Seele, und da Ich allein nur die Wahrheit austeilen kann, werde Ich sie denen nicht vorenthalten, die Mich in kindlichem Vertrauen darum angehen, also nimmermehr Mir vertrauende Kinder dem Irrtum verfallen lassen, ohne es zu verhindern. Glaubet an Meine Liebe, die euch alles geben will, was gut ist, und glaubet an Meine Allmacht, die euch alles geben kann, was Ich will, und glaubet an Meine Weisheit, die wahrlich den rechten Weg und die rechten Mittel erkennt, um euch, Meine Geschöpfe, in das rechte Wissen zu leiten, das euch helfen soll, vollkommen zu werden. Was Ich euch aber gebe, wird auch eure Mitmenschen beglücken, die Mich nicht, gleich euch, selbst zu hören vermögen. Darum teilet euch diesen mit, leitet das köstliche Gut weiter, das ihr von Mir bekommet, und lasset euch nicht durch Einwände derer stören, die euer Geistesgut anzweifeln oder zu bekämpfen suchen, denn ihr empfanget es direkt von Mir, während eure Gegner etwas vertreten, was ihnen von außen zugetragen wurde durch Belehrungen oder Gedankenerzeugnisse von Menschen, die nicht Meinen Geist in sich wirken ließen, ansonsten es das gleiche Gedankengut wäre, das ihr von Mir erhaltet. Sowie ihr an einen Gott der Liebe und der Allmacht glaubet, könnet ihr euch Ihm bedenkenlos überlassen, Er wird euch recht weisen, Er wird euch geben, was ihr benötigt zum Seelenheil, und Er wird, als Selbst die Wahrheit, euch nur die reine Wahrheit vermitteln und Sorge tragen dafür, daß sie Verbreitung finde. Denket nur immer daran, daß Ich euch, Meine Kinder auf Erden, liebe und euch selig machen will, und dann werdet ihr nimmer zweifeln daran, daß Ich Selbst es bin, Der euch belehret, und euer Glaube wird sich festigen, wie ihr selbst auch immer tiefer in die Wahrheit eindringet und dadurch fähig werdet, für Mich und Mein Reich tätig zu sein, indem ihr Mein Wort auch den Mitmenschen zutraget so rein, wie ihr es von Mir empfanget - ihr werdet fähig sein, eure Mission zu erfüllen, für die Ich euch berufen habe. Amen. B.D. NR. 4669.

 

Buch 53 4670

Veranlassung zu Gottes außergewöhnlichem Wirken. (12. Jahrestag des Wortempfangs)

15. Juni 1949. B.D. NR. 4670.

Groß ist die geistige Not, und wieder ist eine Zeit des Tiefstandes, wie zur Zeit der Niederkunft Christi, denn die Menschen vermögen nicht mehr, Meine Stimme zu vernehmen, sie wollen und können Mich nicht mehr hören und gehen daher plan- und ziellos ihren Erdenlebensweg, wenngleich sie irdische Ziele verfolgen und dafür überaus tätig sind. Doch den Zugang zu Mir finden sie nicht mehr, und also halten sie sich abseits Dessen, Der ihr einziges Ziel sein sollte. Sie erkennen Mich nicht an, weil sie nichts mehr von Mir wissen und daher auch keine Liebe zu Mir empfinden, die sie aus dem geistigen Tiefstand erheben würde zur Höhe. Es ist dies darum ein Notzustand, weil die Erkenntnislosigkeit einen qualvollen Zustand in der Ewigkeit nach sich zieht und die letzte Zeit des Erdenlebens nur ausgenützt zu werden brauchte, um diesem qualvollen Zustand zu entgehen. Ich weiß um das furchtbare Los der Seelen, Ich sehe die Menschen in ihrer Blindheit dem Abgrund zusteuern, Ich rufe ihnen Mahn- und Warnworte zu, Ich sende ihnen Führer in den Weg, die sie zurückdrängen sollen auf den rechten Weg, der zu Mir führt. Doch der Wille der Menschen ist beharrlich auf den Abgrund gerichtet, die Menschen lassen sich nicht belehren, sie leisten Widerstand und entwinden sich Meiner Fürsorge - sie lehnen sich auf gegen Mich, Den sie lieben sollten aus ganzem Herzen, Dem sie zudrängen sollten wie Kinder ihrem Vater. Sie folgen den Lockrufen der Welt, sie leben nur ein irdisches Leben, und darum kann Ich Mich ihnen nicht nähern, und sie können Mein Wort nicht vernehmen, durch das Ich sie für Mich gewinnen möchte für ewig. Und doch lasse Ich die Menschen nicht fallen, und so sie Mich Selbst nicht hören wollen, suche Ich Mich ihnen auf Umwegen zu nähern. Ich sende ihnen Boten zu, denen sie nicht offen ablehnend gegenüberstehen, und durch diese Boten spreche Ich zu ihnen Worte der Liebe und der Sorge um ihre Seelen. Ich möchte zu Meinen Kindern kommen, aber sie nehmen Mich nicht auf. Und so wähle Ich eine Umhüllung, Ich verberge Mich hinter denen, die für Mich sind und doch auch Umgang haben mit jenen, die Mir noch fernstehen. Und so trete Ich auch mit diesen in Verbindung und offenbare Mich ihnen, wenngleich sie Mich nicht erkennen und nur Meine Boten sprechen hören.

Könnet ihr Menschen nun verstehen, was Mich veranlaßt, außergewöhnlich in Erscheinung zu treten, indem Ich Mein Wort zur Erde leite, indem Ich zu den Menschen spreche durch Mir ergebene Diener? Könnet ihr die große Not begreifen, die Ich beheben möchte und darum zu allen Mitteln greife, um Zugang zu finden zu den Weltmenschen? Es ist nicht mehr viel Zeit, und Hilfe ist dringend geboten, wenn Ich Meine Geschöpfe nicht verlorengehen lassen will, wenn Ich sie bewahren will vor einem nochmaligen Gang durch die gesamte Schöpfung. Die große geistige Not könnet ihr Menschen nicht in ihrer Tragweite ermessen, doch Mich erbarmen die Menschen, die noch so viele Möglichkeiten hätten, ihren Erdenlebenszweck zu erfüllen und die nicht daran denken, was nach ihrem Tode mit ihnen wird. Sie erbarmen Mich, und doch kann Ich ihnen nicht anders zu Hilfe kommen als durch Mein Wort. Ich kann sie nur belehren und ihnen ihre Not vorstellen, doch zwingen kann Ich sie nicht, sich zu wandeln nach Meinem Willen. Nur eines kann Ich den Menschen zu wissen geben, daß Ich wahrlich alle Mittel anwende, um ihnen zu helfen, und daß Ich darum Mich selbst verkörpere im Geiste derer, die Mir helfen wollen an der Erlösung der Menschen. Und so glaubet denen, die Ich als Meine Boten euch zusende, glaubet es, daß die geistige Not riesengroß ist, daß Ich Mich aber eines jeden einzelnen annehme, der Mir nicht Widerstand leistet - daß Ich Selbst ihm nahetrete und er Mich erkennen kann, wenn er nur will. Lasset euch helfen und weiset Mich nicht ab, kehret noch um, entfliehet dem Abgrund - noch ist es Zeit, doch kurz nur ist die Frist, die Ich euch noch gebe bis zum Ende. Lasset euch warnen und folget Meinen Dienern, die Ich euch zusende, und erkennet darin nur die große Liebe eures Vaters, Der euch alle zur Heimkehr in das Vaterhaus bewegen will, auf daß ihr selig werdet. Amen. B.D. NR. 4670.

 

Buch 53 4671

Unfaßbarer Wert des Wortes Gottes. Zuleitung größte Gnadengabe.

17. Juni 1949. B.D. NR. 4671.

Nichts kann euch Meine Liebe anschaulicher beweisen als Mein Wort, nichts kann euch sicherer zum Ziel führen als Mein Wort, nichts gibt euch soviel Einblick in Mein Walten und Wirken als Mein Wort. Und darum soll Mein Wort begehrt werden mit allen Sinnen, es soll als köstlichste Gabe erbeten werden und innig dankend angenommen, denn es kann durch nichts anderes ersetzt werden. Es ist die Ausstrahlung Meiner Selbst und muß folglich auch von größter Wirksamkeit sein. Und doch wird es nicht seinem Wert entsprechend erkannt und genützt, und es bleibt der Mensch vom Ziel entfernt, das zu erreichen er bemüht sein soll. Denn wahrlich sage Ich euch, ihr müsset den Willen Dessen tun, Der euch erschaffen hat, ihr dürfet euch nicht verschließen oder abwenden von Mir, und so ihr Mir zu Willen sein wollet, müsset ihr Mich anhören. Ihr müsset als Meine Kinder hören, was der Vater zu euch spricht, denn nur die Liebe bestimmt Mich zur Entäußerung Meiner Selbst, und Meine Liebe dürfet ihr nicht zurückweisen, ansonsten ihr kraftlos bleibt und unwissend, also in geistiger Finsternis verharrend. Höret ihr Mich aber an, so werdet ihr in ein lichtvolles Stadium eintreten, aus dem ihr niemals mehr zurücksinken könnet in die Finsternis. Ihr könnet nur den Lichtgrad ständig erhöhen, weil ihr, so ihr Mein Wort höret, mit dem Quell des Lichtes in Berührung tretet. (18.6.1949) Ihr werdet nun ständig gespeist werden mit Licht und Kraft, denn so ihr Mich anhöret, also Mein Wort aufnehmet, nehmet ihr Mich Selbst auf, Der Ich das Wort bin von Ewigkeit. Ihr fasset dies noch nicht und seid euch daher auch nicht der großen Gnade bewußt, die das Zuleiten Meines Wortes für euch bedeutet - daß Ich Selbst mit euch in Verbindung trete in gewissermaßen sichtlicher Form, daß ihr Beweise eines Gedankengutes in den Händen habet, das ein umfassendes Wissen enthält, daß ihr also den Beweis erbringen könnet, belehrt worden zu sein aus der Höhe. Dies gilt für Mein direkt empfangenes Wort, wo Ich offensichtlich Mich zu erkennen gebe. Doch auch so ihr anderweitig Mein Wort entgegennehmet, wird es seine Kraft ausstrahlen auf euch, die ihr im Verlangen, Mich zu hören, es entgegennehmet. Durch das Verlangen eures Herzens wird Mein Geist sich ergießen über euch, euer Denken wird recht sein, euer Wissen der Wahrheit entsprechen, und verständnisvoll wird euch alles sein, was durch Mein Wort euch vermittelt wird. Immer tretet ihr mit dem Licht- und Kraftquell in Berührung, so ihr Licht und Kraft anfordert, und die Zuleitung geschieht immer durch Mein Wort, ganz gleich, ob es direkt, durch Lesen oder auch Hören Meiner Boten entgegengenommen wird. Im Wort bin Ich euch Selbst gegenwärtig, und dies schon gibt euch Garantie, daß ihr nicht leer ausgehet. Im Wort steige Ich Selbst hernieder zu euch und bringe als Vater Meinen Kindern das Brot des Lebens, das sie benötigen als Nahrung für ihre Seelen. Das Wort bedeutet alles - Speise und Trank, Licht und Kraft, Liebe und Weisheit - und wer Mein Wort hat, kann ewiglich nicht mehr verlorengehen, es ist Mein Fleisch und Mein Blut, Brot und Wein aus dem Himmel, es ist der Ausfluß Meiner Liebe, denn das Wort bin Ich Selbst. Amen. B.D. NR. 4671.

 

Buch 53 4672

Ausreifen der Seele durch Leid. Gottes Fürsorge. Welt und Gott.

18. Juni 1949. B.D. NR. 4672.

Was euch zum geistigen Vorteil gereicht, ist für euer Erdenleben vorgesehen seit Ewigkeit, und darum könnet ihr alles, jegliches Erleben, Schweres und Trübes, Freudvolles und Erhebendes als von Mir euch auferlegt ansehen, das nur euer seelisches Ausreifen bezweckt. Und so ihr von diesem Gesichtspunkt aus den Verlauf eures Lebens betrachtet, soll euch nichts drücken, nichts belasten und nichts erschrecken - es ist alles zu eurem Besten. Ihr könnet an jedem Erlebnis reifen, ihr könnet Nutzen daraus ziehen für eure Seelen, so ihr stets Mich als Den erkennt, Der es über euch ergehen lässet, und mit Mir verbunden bleibt, indem ihr stets den Blick zur Höhe richtet, zu eurem Vater, Der euch zu Seinen Kindern gestalten will auf dieser Erde. Angst und Sorge sind hinfällig, so ihr sie Mir vortraget, daß Ich euch helfe. Ihr steht niemals allein, so ihr Mich neben euch duldet, d.h. nicht allein stehen wollet, sondern Mich niemals ausschaltet aus eurem Leben, so ihr euer Denken, Wollen und Handeln Mir ganz anheimstellet, daß Ich es für euch tue, daß Ich euch lenke und ihr nun nur Ausführende Meines Willens seid. Wie sorglos und unbeschwert könntet ihr Menschen den Erdenweg zurücklegen, so ihr nur immer mit Mir gehen möchtet. Doch die Welt schiebt sich oft trennend zwischen euch und Mich, die Welt steht nahe vor euren Augen, während ihr Mich zurücksetzet, selbst wenn ihr Mir angehören wollt. Die Welt ist euch noch zu wichtig, ihr seht ihre Nichtigkeit nicht ein, weil ihr noch mitten in der Welt steht. Sowie ihr Mich aber vor die Welt stellen könnet, sowie es euch gelingt, stets Mich voranzustellen, dann wird euch auch die Welt nicht mehr belasten, sie wird euch nicht beunruhigen, sie wird spielend von euch bewältigt werden, und ihr werdet Herr sein über alles, was von seiten der Welt an euch herantritt. Machet den Versuch, lasset Mich sorgen für euch, und übergebt euch vollgäubig Meinem Schutz und Meiner Fürsorge, erfüllet eure Pflicht als erstes Mir gegenüber, d.h., lebet Mein Wort aus, seid eifrig tätig für Mich und Mein Reich - indem ihr Meinen Willen auch den Mitmenschen verkündet, indem ihr sie stets hinweiset auf ihre eigentliche Bestimmung und sie anreget zur Arbeit an ihren Seelen und ihnen zuleitet, was ihr von Mir empfanget - Mein Wort, das sie aufkläret, wo sie noch im dunkeln wandeln. Machet auch eure Mitmenschen aufmerksam, daß Ich aller Menschen Schicksal lenke, daß nichts ohne Sinn und Zweck über die Menschen kommt, daß stets nur die geistige Höherentwicklung Zweck jeglichen Geschehens ist und daß alles ertragbar ist, so Ich um Hilfe angegangen und als Lenker und Schöpfer von Ewigkeit anerkannt und als Vater um Meine Fürsorge gebeten werde. Warnet sie, über der Welt Mich zu vergessen, dann wird eines jeden einzelnen Menschen Erdenlebensweg leicht gangbar sein, und seine Seele wird Nutzen ziehen aus jeglichem Erleben. Denn nur das Ausreifen eurer Seele bezwecke Ich, so ihr durch Leid gehen müsset; ihr selbst aber könnet es euch erträglich machen, so ihr Meines Wortes achtet und Mich stets neben euch gehen lasset. Denn Ich bin euer Vater und will stets nur das Beste für Meine Kinder. Amen. B.D. NR. 4672.

 

Buch 53 4673

Beständigkeit des reinen Wortes Gottes. Veränderung Menschenwerk.

19. Juni 1949. B.D. NR. 4673.

Was von Mir ist, bleibt bestehen in Ewigkeit, was menschlichen Ursprungs ist, ist unbeständig, d.h., es verändert sich in kürzerer oder längerer Zeit. Und so wird Mein Wort bestehenbleiben in Ewigkeit, also Mein reines Wort wird stets den Menschen zugeleitet werden in immer gleicher Form, doch Menschenwille kann es ändern, und dieses veränderte Wort wird von Zeit zu Zeit wieder umgestaltet werden, weil es nicht die reine Lehre aus Mir ist. Ihr Menschen könnet aber erst dann (ein, d. Hg.) Urteil fällen, ob das euch Gebotene Wahrheit ist, so ihr von Meinem Geist erleuchtet seid, so ihr durch einen Lebenswandel nach Meinem Willen euch würdig und fähig machet, von Meinem Geist belehrt zu werden, ihr also sein Wirken in euch zulasset. Dann ist es euch möglich, die Wahrheit vom Irrtum zu unterscheiden, so ihr Mein Wort, durch das Ich Selbst auf Erden zu den Menschen spreche, als Maßstab anleget und nun vergleichet im ernsten Willen, die Wahrheit zu erkennen. Dann werdet ihr auch den Sinn Meiner Worte verstehen und auch klar erkennen,was menschliches Zusatzwerk ist und es wird euch nicht schwerfallen zu unterscheiden. Dann haltet das für richtig, was ihr empfindungsmäßig für recht ansehet - und es wird das Rechte sein, denn Ich Selbst leite eure Gedanken und mache euch durch Zweifel aufmerksam, indem Ich durch die Stimme des Geistes zu euch spreche, die sich im Empfindungsleben des einzelnen äußert. Den Zweifel senke Ich in euer Herz, sowie ihr das ernste Verlangen nach der Wahrheit in euch traget, weil Ich will, daß Mein allein wahres Wort als göttlich anerkannt wird, und darum auch will, daß die Menschen Mein Wort vom Menschenwort unterscheiden lernen, was sie auch können mit Meiner Unterstützung, und Ich euch die Merkmale angebe, wo Mein Wirken einsetzt und das Wirken Meines Gegners aufhört. (20.6.1949) Was von Mir ist, ist leicht zu erkennen an der Liebe, die aus jedem Wort spricht. Das muß stets beachtet werden, sind doch nur von Mir solche Gebote gegeben, die in der Liebe zu Mir und zum Nächsten begründet sind. Es kann daher leicht eine Prüfung unternommen werden, ob das, was gefordert wird von den Menschen, im Nichterfüllungsfall für den Mitmenschen schadenbringend ist. Von menschlicher Seite wurden Meinem Liebegebot noch andere Gebote hinzugefügt und durch diese auch Meine reine Lehre verunreinigt, weil also menschliche Satzungen Meine Gebote verblassen ließen und zuweilen mehr geachtet wurden als jene. Um nun diese menschlich erlassenen Gebote zu rechtfertigen, wurde Meinen Worten eine andere Bedeutung beigelegt und also so das reine Wort Gottes verändert, was ein Abweichen von der reinen Wahrheit zur Folge hatte und sich fortlaufend veränderte. Die Erklärungen dessen, was Ich als Mensch auf Erden gesprochen habe, mußten sich nun den Lehren oder Menschensatzungen angleichen, sollte Mein Wort nicht gänzlich ausgeschaltet werden. Und also kam der Irrtum unter die Menschheit, der nur erkannt wurde von jenen, die Meinen Geist wirksam werden ließen in sich. Der Irrtum aber kann nicht ewig bestehen, immer wieder wird die Wahrheit von oben zur Erde geleitet, und immer wieder muß gegen den Irrtum vorgegangen werden, doch ob mit Erfolg, ist dem Willen des Menschen freigestellt, der sich sowohl zur Wahrheit als auch zum Irrtum bekennen kann. Doch als Mein Wort kann nur das anerkannt werden, was direkt von Mir kommt und unverändert bleibt. Jede Veränderung ist Menschenwerk und wird auch nicht bestehenbleiben, Mein Wort aber bleibt bestehen in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4673.

 

Buch 53 4674

Liebe Inbegriff der Göttlichkeit. Verkehrte Liebe.

21. Juni 1949. B.D. NR. 4674.

Das erhabenste Gefühl ist und bleibt die Liebe. Doch nicht alles ist als Liebe anzuerkennen, was ihr Menschen darunter versteht. Denn die Liebe kann auch eine verkehrte sein, die keinen Anspruch auf Erhabenheit machen kann. Die Liebe ist göttliches Prinzip, also ureigentlich der Inbegriff der Göttlichkeit, sie ist etwas nicht zu Definierendes, sie ist Wesen und Eigenschaft Gottes, sie ist die große, den Menschen unerklärbare Kraft, die alles erstehen ließ, weil sie schöpferische und belebende Wirkung hat. Sie ist also das Urwesen Gottes, sie ist etwas von Gott Ausstrahlendes, das sich in allen Seinen Schöpfungen wiederfindet und im Menschen besonders zur vollen Entfaltung kommen soll. Die rechte Liebe zieht empor, sie sucht den Zusammenschluß mit der ewigen Liebe, dem Urquell des Lebens und aller Kraft. Dies zu fassen ist wieder nur den Menschen möglich, in denen die rechte Liebe zur Entfaltung gekommen ist, ansonsten dies ein unverständlicher Begriff bleibt, weil die Menschen wohl das Gefühl einer Liebe im Herzen spüren können, doch zumeist jeglicher Begehrlichkeit den Namen "Liebe" geben, was jedoch nur eine verkehrt gerichtete Liebe ist, ein Verlangen nach Zusammenschluß mit Dingen, die dem Menschen begehrlich erscheinen. Eine solche verkehrte Liebe ist aber nicht kraftspendend, während die rechte Liebe zugleich Kraft in sich ist, was wieder nur einem liebenden Menschen verständlich gemacht werden kann. Denn nur der liebende Mensch kann diese Kraft erkennen, weil er nicht nur ein irdisches Leben, sondern auch ein geistiges Leben führt, also Verbindung sucht mit dem Reich, wo die rechte Liebe ausgestrahlt wird und die Liebekraft sich insofern mehr geistig auswirkt, weil sie verwendet wird zu liebender Betätigung, also wohl Anreger zu irdischer Tätigkeit, jedoch niemals irdische Erfolge damit zu erringen sucht, sondern unbewußt geistigen Aufstieg anstrebt. Die Liebekraft kann alles zuwege bringen. Wer in sich die Liebe zur höchsten Entfaltung bringt, der vermag Wunder zu wirken, weil er erfüllt wird von göttlicher Kraft, für die es nichts Unmögliches gibt. Daß die Menschen sich diesen Beweis nicht schaffen, liegt an ihrer nur geringen Liebewilligkeit. Sie könnten jederzeit diesen Beweis erbringen, doch das erhabenste Gefühl, die reine göttliche Liebe, die völlig selbstlos ist und nur zu beglücken sucht, diese Liebe ist den Menschen fremd, und somit wird der Zusammenschluß mit der ewigen Liebe nur selten hergestellt, der die Zuleitung göttlicher Kraft in Fülle zur Folge hat. Denn es ist verständlich, daß alles, was sich dem Urwesen Gottes angleichet, nun in sich Liebe ist, auch göttliche Fähigkeiten entwickeln kann, weil der Mensch ja ein Teil Gottes ist, das nur in einem widergöttlichen Verhältnis zu Ihm steht durch eigenen Willen. Wandelt es seinen Willen - also gestaltet es sich zur Liebe, die ihm zuvor fehlte, dann nimmt es alle göttlichen Eigenschaften wieder an, die es uranfänglich besaß und aus eigener Schuld verlor. Sowie sich das denkende Geschöpf Gottes, der Mensch, klarmacht, was es ureigentlich ist, sowie es seine Zugehörigkeit zu Gott erkennt und sich dessen würdig zu machen sucht, nähert es sich wieder dem Urquell der Kraft, denn die ewige Liebe erkennt seinen Willen und zieht ihn zu Sich hinan. Dann aber ist auch der Mensch in der Liebe tätig, denn es äußert sich die Kraftzufuhr im Wirken in Liebe, weil Gott und die Liebe eins ist und, wo Gott gegenwärtig ist, nicht anders als in Liebe gewirkt werden kann. Das bedeutet soviel wie Annäherung an Gott und Entgegennahme von Kraft in aller Fülle. Die Liebe ist das erhabenste Gefühl, das einen Menschen bewegen kann, denn es ist göttliche Ausstrahlung in das Herz eines Menschen, der guten Willens ist. Die Liebe, die sich irdischen Dingen zuwendet, die also noch als Materie anzusehen sind, ist nicht kraftspendend, sondern kraftraubend, und da der Mensch keine geistige Kraftzufuhr hat, nützet er die Lebenskraft, um sich das, was seine verkehrt gerichtete Liebe begehrt, zu erringen. Er gewinnt also nichts, sondern verliert, weil das, was er sich erringt, vergänglich ist und er sich unvergängliche Werte, die er mit seiner Lebenskraft sich schaffen soll, verscherzt. Die rechte Liebe beglückt den Menschen, (22.6.1949) die rechte Liebe ist keine verlangende, sondern eine gebende Liebe, sie teilet aus, ohne empfangen zu wollen, und empfängt doch ständig, je mehr sie austeilt. Denn die rechte Liebe ist ein vereintes Wirken mit Gott und muß daher auch zu allem fähig sein, also wird sie stets den Sieg davontragen, d.h. stärker sein als jede andere Kraft oder Macht, sie wird bezwingen das Böse, sie wird besänftigen das Zornige, sie wird alles erreichen, weil sie langmütig und geduldig ist, und so wird selbst der Gegner Gottes der Kraft der göttlichen Liebe nicht widerstehen können und einstens sich besiegt erklären, weil auch er sich sehnen wird nach der Liebe Gottes und er sich ihr widerstandslos wird hingeben, wie auch alles Geistige die Liebe Gottes spüret und sich von ihr erlösen lässet, indem es ihr keinen Widerstand mehr entgegensetzet. Amen. B.D. NR. 4674.

 

Buch 53 4675

Tag und Stunde weiß niemand. Falsche Propheten der Endzeit.

24. Juni 1949. B.D. NR. 4675.

Zeitmäßig wird niemals ein Seher und Prophet ein bevorstehendes Gericht bestimmen können, denn dies ist von Gott aus als für die Menschen unzuträglich nicht zugelassen. Und es wird daher kein Mensch mit Bestimmtheit den Tag voraussagen können, da ein Gericht über die Menschen hereinbricht. Doch aufmerksam gemacht werden sollen sie, und deswegen gibt Gott durch Menschenmund, durch Seher und Propheten, Kunde, sowie ein Gericht im Anzuge ist. Wird also allein ein Gericht angekündigt, so ist solchen Kundgaben Glauben zu schenken, wird aber das Gericht zeitmäßig festgelegt, dann kann diese Prophezeiung mit Recht verworfen werden als falsch. Dann treten falsche Propheten auf, die nicht angehört zu werden brauchen, denn es bezwecken solche Ankündigungen dann zumeist irdische Vorteile, und dann ist Vorsicht geboten. So Gott Sich nun eines Menschen bedient, um durch ihn der Menschheit Kunde zu geben von Seinem Heilsplan von Ewigkeit, dann gibt Er ihm nicht nur Kenntnis von Seinem Vorhaben, von dem bevorstehenden Gericht, sondern Er gibt ihm eine Allgemeinkenntnis, die dem Diener Gottes die Notwendigkeit eines Gerichtes verständlich macht, auf daß dieser dann jene Prophezeiungen überzeugt den Mitmenschen gegenüber begründen kann. Doch so überzeugt er nun auch für die Wahrheit der Kundgaben eintreten wird, er wird doch niemals den genauen Zeitpunkt angeben können, denn diesen behält Gott Sich vor. Dennoch kann eine jede derartige Kundgabe als vollste Wahrheit angenommen werden, und es wird immer wieder aus dem Buch der Väter die Bestätigung sich ergeben, daß nur das angekündigt wird, was völlig übereinstimmt mit jenem, und es ist darum auch mit Sicherheit mit der Erfüllung jener Ankündigungen zu rechnen und das kommende Gericht als feststehende Tatsache anzunehmen, doch es bleibt die Menschheit im ungewissen, in welcher Zeit Gott Selbst Sich offenbart, doch vorbereitet soll sie jederzeit sein, ansonsten die Ankündigungen, die Gottes Liebe den Menschen zugehen lässet, ihren Zweck verfehlen und dann das Gericht plötzlich und unerwartet über die Menschen hereinbrechen würde. Amen. B.D. NR. 4675.

 

Buch 53 4676

Wirkungskreis für Arbeiter im Weinberg des Herrn.

25. Juni 1949. B.D. NR. 4676.

Groß ist der Wirkungskreis eines Menschen, der seine ganze Kraft in Meinen Dienst stellen will, denn ihm werde Ich ein Arbeitsfeld übergeben von größter Ausdehnung. Es werden überaus rüstige Arbeiter gebraucht, deren Tätigkeit sich auf alles erstreckt, was die geistige Entwicklung fördert. Und so wird auch jeder Arbeiter für Mich und Mein Reich überall Gelegenheit haben, Mein Wort zu verkünden, er wird von Mir so geführt, daß Mein Lebenswasser überall hinsickert, wo es befruchtend wirken kann. Er steht in Meinem Dienst, und also empfängt er Aufträge von Mir, die er auch immer auszuführen bereit sein wird, und diese Aufträge lege Ich ihm in das Herz, d.h., er wird stets handeln, wie er sich von innen gedrängt fühlt. Also wird er Mein Wort dorthin tragen, wo es benötigt wird, er wird den Lebensacker befruchten, er wird die Herzen der Mitmenschen bearbeiten, um guten Samen auszustreuen, der Früchte trägt, so die Zeit der Ernte gekommen ist. Die geistige Entwicklung muß gefördert werden, darum habe Ich euch Menschen geistige Führer zugesellt, die euch in Meinem Namen das Evangelium bringen, die euch Mein Wort verkünden, das für eure Herzen, für euren Lebensacker, der Quell ist, dem das lebendige Wasser entströmt, ohne welches er keine Frucht tragen kann. Und es wird viel Arbeit erfordern, denn die Menschenherzen sind oft wie ein steiniger Boden, der erst urbar gemacht werden muß, um die Saat aufnehmen zu können. Wieder andere haben schlechten Samen empfangen und müssen erst gesäubert werden vom Unkraut. Sie haben wohl geistiges Gut aufgenommen, jedoch nicht der vollen Wahrheit entsprechend und müssen belehrt werden, auf daß sie das Falsche hingeben und rechtes Wissen dagegen eintauschen. Auch dies ist eine Arbeit, die Mir ergebene Diener ausführen müssen - ankämpfen gegen Irrlehren, um die reine Wahrheit dagegenzusetzen. Dies ist die Aufgabe, die Ich denen stelle, die Mir ergeben sind und nach Meinem Willen tätig sein wollen, die Ich darum ausbilde als rechte Lehrer, die ein Amt zu verwalten haben. Große Liebe zu den Mitmenschen und einen tiefen Glauben erfordert es, zieht aber auch reichsten Segen nach sich, weil es Erlösung bringt vielen Seelen, die in ihrer Unkenntnis in das Licht treten, geführt von Meinen Dienern, die Ich Selbst euch Menschen zugeselle. Ihre Mission ist wichtig und daher auch von Mir gesegnet, denn sie arbeiten in Meinem Namen, sie arbeiten für Mich und Mein Reich. Amen. B.D. NR. 4676.

 

Buch 53 4677

Zweck und Ziel des Erdenganges. Unterweisungen und Hilfe Gottes.

26. Juni 1949. B.D. NR. 4677.

Zweck und Sinn des Erdenlebens ist die Aufwärtsentwicklung der Seele des Menschen, die in einem Zustand, der nicht Gott-ähnlich ist, das Erdenleben als Mensch beginnt und sich zu einem Gott-ähnlichen Wesen entwickeln soll. Diese Aufwärtsentwicklung kann nur vor sich gehen, wenn der Mensch sich in göttlicher Ordnung bewegt, d.h. den Willen Gottes erfüllt. Der Wille Gottes aber ist, daß der Mensch alle seine Fehler und Triebe, die er zu Beginn besitzet, ablegt, daß er sich selbst gestaltet zur Liebe, um Gott ähnlich zu werden, Der die ewige Liebe Selbst ist. Bewegt sich der Mensch in göttlicher Ordnung, dann wird sich auch der Zustand der Unwissenheit verlieren, es wird der Mensch zunehmen an Erkenntnis, sein Wissen wird der Wahrheit entsprechen, sein Denken wird stets recht sein, sein Wille sich dem Guten zuwenden, und jegliche Tätigkeit wird die Liebe zu Gott und zum Nächsten zum Anlaß haben - es wird die Seele des Menschen vollkommen werden, wie es ihre Bestimmung ist, und die irdische Hülle zuletzt ablegen können, um unbeschwert einzugehen in das geistige Reich als Lichtwesen, das in aller Kraft und Weisheit wirken kann zur eigenen Beglückung. Dies ist Zweck und Ziel des Erdenganges. Um nun das Ziel zu erreichen, also das zu tun, was nötig ist, um vollkommen zu werden, muß der Mensch unterwiesen werden, was in mancherlei Weise geschehen kann: Er kann Belehrungen von außen entgegennehmen, die ihn erstmalig anregen zum Nachdenken, worauf die Belehrungen von innen heraus fortgesetzt werden können, d.h., die Gedankentätigkeit durch geistige Wesen, die im Wissen stehen, ständig angeregt wird und der Mensch gewissermaßen Zwiesprache halten kann mit jenen Wesen, die ihn nun wahrheitsgemäß belehren, wenn auch gedanklich - also der Mensch stets recht denken und wollen wird, sowie es ihm ernst ist um die Wahrheit. Und so wird ihm nun zur Kenntnis gebracht, was der Mensch ist, in welchem Verhältnis er steht zum ewigen Schöpfer, wie er dieses Verhältnis ändern soll und wie sein Los in der Ewigkeit beschaffen sein soll und sein kann. Es muß ihm die Verantwortung für seine Seele vorgestellt werden, auf daß er nun einen entsprechenden Lebenswandel führt. Belehrungen, die von innen ihm geboten werden, so der Mensch selbst guten Willens ist, also Gott-zugewandten Denkens, werden immer der Wahrheit entsprechen. Da jedoch Menschen, die Gott fernstehen, gleichfalls lehren wollen, also ihre falschen Gedanken - die falsch sein müssen, weil sie nicht Gott zugewandt sind - auf die Mitmenschen übertragen wollen, ist es verständlich, daß viele Irrlehren den Menschen geboten werden, die einander widersprechen, und es wird nun stets ein Kampf geführt werden auf Erden zwischen Irrtum und Wahrheit. Und darum kommt Gott nun den Menschen zu Hilfe, die zu Ihm verlangen - Er vermittelt ihnen Sein Wort als Garant der Wahrheit - Er belehrt die Menschen auf direktem Wege, indem Er Sich Selbst durch die innere Stimme dem Menschen kundgibt, der Ihn zu hören begehrt. Er bildet also Lehrer aus, die Sein Wort, die von Ihm Selbst empfangene Wahrheit, weitergeben an die Mitmenschen. Und durch Sein Wort gibt Er den Menschen Seinen Willen kund, Er gibt ihnen Anweisungen, was sie tun und was sie lassen sollen, Er gibt ihnen das Gebot der Liebe und führt sie ein in ein Wissen, das überaus wertvoll ist für die Entwicklung der Seele. Er klärt den Irrtum auf, warnet und mahnet und hilft so ständig wie ein liebender Vater Seinen Kindern zur Vollendung auf dieser Erde. Sein direkt zur Erde geleitetes Wort ist und bleibt aber stets dasselbe, was Er Selbst zur Zeit Seines Erdenwandels den Menschen gepredigt hat, denn Sein Wort verändert sich ewig nie. Erfährt es eine Veränderung durch Menschenwillen, dann wird Er es immer wieder in aller Reinheit zur Erde leiten, und so wird Sein Wort bestehenbleiben bis in alle Ewigkeit. Von Menschen verändertes Wort aber wird ständig Anlaß geben zu Spaltungen, weil es sich immer wieder verändert, sowie es einmal von der alleinigen Wahrheit abgewichen ist. Immer wird Gott Sorge tragen, daß dem Menschen in der kurzen Erdenzeit die Vollendung möglich ist, wenngleich Er ihm freien Willen läßt, jede Möglichkeit auszunützen. Doch Irrtum und Lüge machen eine Vollendung auf Erden unmöglich, weshalb die reine Wahrheit den Menschen zugeführt werden muß, und jeder, der nach der Wahrheit verlangt im ernsten Willen, dem wird sie nahegebracht. Darum braucht der Mensch nur zu wollen, das Rechte und Wahre zu erfahren, und Gott wird es ihm zuführen. Je nach seiner Reife und seiner Erkenntnisfähigkeit wird er belehrt werden mittelbar oder unmittelbar, wie es Gott in Seiner Weisheit als wirksam für ihn erkennt. Amen. B.D. NR. 4677.

 

Buch 53 4678

Endlos langer Gang der Seele vor der Verkörperung als Mensch.

27. Juni 1949. B.D. NR. 4678.

Haltet euch den endlos langen Gang der Seele durch alle Schöpfungen vor Augen, auf daß ihr euch der Verantwortung bewußt werdet, die ihr nun als Mensch der Seele gegenüber traget. Im Stadium als Mensch ist euch die Rückerinnerung genommen, ihr müsset also nur glauben, was euch vermittelt wird durch Kundgaben aus dem geistigen Reich. Doch ihr werdet von wissenden Wesen belehrt, die euch nichts anderes als Wahrheit geben, und also könnet ihr niemals sagen, völlig unwissend geblieben zu sein von dem Leben der Seele vor der Verkörperung als Mensch. Ständig werdet ihr darauf hingewiesen, und ständig habt ihr Gelegenheit, euer Wissen darüber zu erweitern, und so ihr euch also ernstlich vorstellet, was hinter euch liegt, müsset ihr eurer Seele zu Hilfe kommen, daß sie ihren Entwicklungsgang auf Erden abschließen kann. Die vielen Stadien zuvor im gebundenen Willen sind von ihr überwunden worden, und ständig führte der Weg zur Höhe. Nun als Mensch aber besteht die Gefahr, wieder zu sinken, und diese Gefahr müsset ihr abwenden von eurer Seele, indem ihr achtsam seid und nun bewußt zur Höhe strebet. Die Kenntnis von dem Erdengang zuvor vor der Verkörperung als Mensch wird das Verantwortungsgefühl sicher heben, doch vorstellen kann es sich der Mensch nicht annähernd, welche Qualen eine Neuverkörperung für die Seele, für das Geistige bedeutet. Darum unterbreite Ich den Menschen das Wissen von der gesamten Schöpfung und ihren eigentlichen Zweck, und Ich unterweise sie auch über das Los derer, die versagen im Erdenleben und nun vor ihre letzte Entscheidung gestellt werden, die sich das Los im Jenseits selbst schaffen oder bestimmen durch ihren Willen. Sowie sie gläubig sind, werden diese Unterweisungen nicht ohne Eindruck bleiben, und der Mensch wird sich bemühen, Meinem Willen gemäß zu leben - dann wendet er von der Seele die größte Gefahr ab, und sie wird es ihm ewig danken. Wer aber nicht glaubt, der schenkt auch diesen Worten keine Beachtung; für ihn gibt es kein jenseitiges Reich, für ihn gibt es weder ein ewiges Leben noch einen geistigen Tod, für ihn gibt es keine Vorstadien, wie es auch nach ihrem Tode kein Fortleben der Seele gibt. Und diese sind es, die bewußt in ihr Verderben gehen, die mit Sicherheit den Gang durch die gesamte Schöpfung noch einmal zurücklegen müssen, denn ihnen ist weder der qualvolle Zustand in der festen Materie vorzustellen noch die endlos lange Zeit, die das Geistige in jeglicher Schöpfung verharren muß bis zur endlichen Erlösung aus der Form. Sie werden an sich selbst verspüren müssen, wovor sie gewarnt werden durch Meine Liebe fort und fort. Sie glauben nicht und müssen es darum erleben, so alle Mahnungen und Warnungen erfolglos bleiben und sie Meinem Wort nicht Gehör schenken, das ihnen die große Not nicht genugsam schildern kann, die sie erwartet nach ihrem Tode. Amen. B.D. NR. 4678.

 

Buch 53 4679

Tiefer Glaube an Wahrheit des göttlichen Wortes. "Bittet, so wird euch gegeben."

28. Juni 1949. B.D. NR. 4679.

Den tiefen Glauben an die Wahrheit Meines Wortes zu besitzen, ist das sicherste Hilfsmittel in aller Not. Denn dann könnet ihr euch jedes Wort von Mir in Erinnerung bringen und voller Zuversicht sein auf Meinen Beistand, dann werdet ihr Trost und Kraft aus jedem Wort schöpfen, und nichts mehr wird euch erschüttern und bedrücken, nichts wird euch so schwer erscheinen, weil Ich euch die Zusicherung gegeben habe, alles für euch zu regeln und immer für euch zu sorgen. Der Glaube an Mein Wort ist der größte Reichtum, den ihr besitzet, denn mit ihm könnet ihr alles erreichen, alles bewältigen und jedem feindlichen Angriff Widerstand leisten, denn er ist gleichzeitig kraftspendend und wird jegliche Schwäche verjagen. Wiederum aber ist ein solcher tiefe Glaube auch eine besondere Gnade, die euch allen zwar gewährt, von den wenigsten aber genützet wird. Erbittet ihr euch diese Gnade, dann werdet ihr auch glauben können, denn dann wollet ihr auch glauben, und diesen Willen segne Ich und verhelfe euch zur Glaubensstärke. Und so ihr nun Mein Wort aufnehmet in euer Herz, wird es euch anmuten wie eine überzeugende, tröstliche Rede, die euch wohltätig berührt, und ihr werdet keinen Zweifel empfinden, sondern Mir nur aufmerksam zuhören und euch durch Mein Wort getröstet und gestärkt fühlen. Dann aber könnet ihr auch glauben, denn sowie ihr Mich Selbst zu vernehmen glaubt, ist euch auch Mein Wort heilig, ihr zweifelt es nicht an, und ihr habt unendlich viel gewonnen, so ihr diesen Glauben in euch traget. Denn Mein Wort ist die alleinige Wahrheit, und so Ich euch etwas verspreche, so Ich euch die Versicherung gebe, euch zu helfen, ist schon jede Not von euch genommen, sowie ihr glaubet, daß Ich die Liebe und die Wahrheit Selbst bin, und daß Meine Allmacht wahrlich genügt, euch alles zu gewähren, was ihr euch erbittet. Ich aber habe euch Selbst die Verheißung gegeben: "Bittet, so wird euch gegeben werden, klopfet an, so wird euch aufgetan." Gibt es also etwas, was ihr nicht erreichen könnet, so ihr euch in gläubigem Gebet an Mich wendet? Ihr, die ihr Mein Wort habt, ihr brauchet nur an dieses Mein Wort zu glauben, und euch wird nichts mangeln. Amen. B.D. NR. 4679.

 

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