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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 52

B.D. NR. 4420 - B.D. NR. 4547
27.8.1948-24.1.1949

Inhaltsverzeichnis von Buch 52

 

Inhaltsübersicht

4420 4421 4422 4423 4424  4425 4426 4427 4428 4429
4430 4431 4432 4433 4434  4435 4436 4437 4438 4439
4440 4441 4442 4443 4444  4445 4446 4447 4448 4449
4450 4451 4452 4453 4454  4455 4456 4457 4458 4459
4460 4461 4462 4463 4464  4465 4466 4467 4468 4469

4470 4471 4472 4473 4474  4475 4476 4477 4478 4479
4480 4481 4482 4483 4484  4485 4486 4487 4488 4489
4490 4491 4492 4493 4494  4495 4496 4497 4498 4499
4500 4501 4502 4503 4504  4505a 4505b 4506 4507 4508
4509 4510 4511 4512 4513  4514 4515 4516 4517 4518

4519 4520 4521 4522 4523  4524 4525 4526 4527 4528
4529 4530 4531 4532 4533  4534 4535 4536 4537 4538
4539 4540 4541 4542 4543  4544 4545 4546 4547

 

Buch 52 4420

Christentum - Namenschristen - Tat - Menschwerdung Gottes.

27. August 1948. B.D. NR. 4420.

Wer nicht für Mich ist, der ist wider Mich - und wer Mich nur mit dem Munde bekennt und im Herzen nicht die Zugehörigkeit zu Mir empfindet, der ist gleichfalls nicht von Meiner Herde, die Ich am jüngsten Tage heimholen werde in Mein Reich. Nicht der Name Christ genügt, um ein Christ, also ein Bekenner von Mir zu sein, sondern das Denken und Handeln, das innere Verlangen, Mir anzugehören, macht den Menschen erst zu Meinem Nachfolger, und dann ist es ganz gleich, welcher Rasse, welcher Nation und welcher Konfession er angehört. Und dies ist so bedeutsam, gibt es doch erst eine annehmbare Erklärung für die Tatsache, daß das Christentum auf der ganzen Erde gelehrt wird, daß also wohl eine große Anhängerschar zu verzeichnen ist, die aber noch lange keine Christen sind, und somit auch die Welt nicht verbessert ist durch Meine Lehre, wenn diese nicht befolgt wird, also echte Christen bildet. Es ist das Tatchristentum allein als Christentum zu bezeichnen, und dieses wird auch Menschen zeitigen, die einen Beweis erbringen dafür, daß die christliche Lehre göttlich ist, denn sie werden über Licht und Kraft in hohem Maß verfügen, sie werden voller Weisheit sein und Dinge vollbringen können, die den Beistand von Mir bezeugen; sie werden es beweisen, daß sie mit Mir im Verband stehen und also Meine Liebelehre die allein rechte, die Wahrheit umfassende Lehre ist. So aber die Menschen sich genügen lassen an Worten, so sie wohl um die christliche Lehre wissen, sie aber nicht ausleben, wird ihnen der Name "Christ" nicht zustehen, wenngleich sie den Organisationen angegliedert sind, die für Mich und Meinen Namen eintreten. Ich lasse Mir nicht genügen an leerem Geplapper mit den Lippen, Ich prüfe die Herzen und verwerfe, wer zu leicht befunden wird. Und Ich gebe denen recht, die dieses Christentum nicht anerkennen als göttliches Werk, denn es findet nicht Meine Zustimmung, sich Meines Namens zu bedienen und Meinen Willen außer acht zu lassen. Mein Wille aber ist, daß die Lehre, die Ich durch den Menschen Jesus zur Erde leitete, in aller Reinheit angenommen und demnach auch befolgt werde, auf daß die Auswirkung des Befolgens Meiner Lehre zutage treten kann und der Glaube und die Liebe zu Mir dadurch verstärkt werde. Andererseits aber steht es jedem Menschen frei zu prüfen, und es ist das wahrlich ratsamer, als abzulehnen ohne Prüfung. Wer darum Mich Selbst verwerfen will, weil er urteilt nach denen, die keine rechten Anhänger von Mir sind, sondern nur Namenschristen, der ist selbst auch zu verurteilen, denn ihr alle sollt prüfen und behalten das Beste. Eine ernste Prüfung aber wird auch zur Annahme Meiner Liebelehre führen, dann werdet ihr sie auch ausleben und ihre Wirkung an euch selbst erfahren. Lehnet ihr aber Meine Lehre ab, dann lehnet ihr auch Mich Selbst ab, und es wird euch das keinen Segen eintragen, denn ohne Mich könnet ihr nicht selig werden. Ich Selbst sprach durch den Menschen Jesus zu allen Menschen auf der Erde, Ich Selbst war es, Der für euch starb am Kreuz.

Ich wählte Mir nur eine Form, durch die Ich Mich euch sichtbar machen konnte. Also war der Mensch Jesus nur insofern der Mittler zwischen Mir und euch, als daß Ich durch Ihn schaubar sein konnte, sollte euer Bestehen gesichert sein. Daß die Form, der Mensch Jesus, Sich durch einen rechten Lebenswandel erst so bilden mußte, daß Er Mir zum Aufenthalt dienen konnte, war gleichzeitig für die Menschen ein Beispiel für die Auswirkung recht genützten Willens, denn Er zeigte den Menschen den Weg, der zur Vollkommenheit führt. Was aber aus Ihm sprach, das war Ich Selbst, es war Mein Wort, das Er predigte, also wurde Mein Wille den Menschen kundgetan durch Vermittlung des Menschen Jesus. Und sonach kann Er auch nicht abgelehnt werden, will man Mich Selbst anerkennen als Urheber der reinen Liebelehre Christi. Daß Mein Wort aber nicht nur Menschenwort ist, wird jeder spüren, der es auslebt, denn er wird die Wirkung an sich selbst erfahren, er wird weise werden und voller Kraft sein, denn er tritt dann gleichfalls in Verband mit Mir wie der Mensch Jesus, Der durch Seinen vorbildlichen Lebenswandel in aller Fülle Licht und Kraft von Mir entgegennahm und Der darum als göttliches Wesen anzusprechen ist, wenngleich Er als Mensch auf Erden gelebt hat. Und daher werde Ich immer wieder euch das Mysterium der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus zu erklären versuchen, immer wieder werde Ich euch Aufschluß geben, warum ihr Ihn nicht ablehnen dürfet, wollet ihr an Mich glauben und zu Mir gelangen. Denn Er und Ich sind eins, und wer Ihn ablehnet, der lehnet auch Mich ab, weil Er die verkörperte Liebe war, die Meine Ursubstanz ist von Ewigkeit, und Ich also in Ihm war und Meine Kraft durch Ihn zum Ausdruck kam. Sein Wort war Mein Wort, und das Wort war Ich Selbst. Amen. B.D. NR. 4420.

 

Buch 52 4421

Geistiger Hochmut der Führer.

28. August 1948. B.D. NR. 4421.

Der geistige Hochmut lässet die Menschen die Wahrheit nicht annehmen, die ihnen durch euch von Mir geboten wird. Sie fühlen wohl das Göttliche darin, nehmen aber Anstoß an dem Überbringer und wollen sich ihm nicht unterordnen. Es ist sonach auch die reine Wahrheit ohne Eindruck auf Menschen, die sie erkennen müßten kraft ihrer Urteilsfähigkeit, doch im Herzen können sie die Wahrheit nicht ablehnen, weil sie deren Wirkung verspüren als vermehrtes Wissen und Verständlichkeit dessen, was ihnen zuvor unverständlich war. Sie nehmen also von der Wahrheit Besitz, die sie verwerten, erkennen sie jedoch nicht als solche an den Mitmenschen gegenüber - sie sind unwahr gegen sich selbst. Es ist dies eine grobe Versündigung, weil sie gegen besseres Wissen ablehnen das Kostbarste, was ihnen geboten werden kann. Und dennoch muß Ich euch sagen, daß ihr recht daran tuet, ohne Scheu zu sprechen, wo es möglich ist. Auch als vermeintlicher Irrtum kann die Wahrheit Verbreitung finden, indem sie vorerst in gegnerischem Sinn den Menschen zur Kenntnis gebracht wird, worauf die Denktätigkeit des einzelnen einsetzt und dieser nun im freien Willen annehmen oder ablehnen kann und je nach seinem Lebenswandel sein Urteil fällt. Doch wie blind sind die Menschen im Geist, und welchem Irrlicht gehen sie nach. (29.8.1948) Jeder rechten Lenkung ihres Blickes trotzen sie und fühlen sich wohl in der Dunkelheit, und Ich vermag nichts auszurichten, wo so offener Widerstand entgegengesetzt wird. Sowie der Schleier vor ihren Augen fällt, erkennen sie licht und klar den Irrtum und Blindgang derer, die nur als Mitläufer durch das Erdenleben gehen und sich selbst nicht um den Weg kümmern, den sie beschritten haben. Und darum sollen die Führer den rechten Weg wählen, denn sie tragen eine große Verantwortung für alle, die ihnen folgen. So aber ein des Weges Kundiger ihnen Winke gibt, weil er sieht, daß der gewählte Weg vom Ziel abführt, sollen die Führer nicht erhaben vorübergehen und auf den ihnen Ratenden herabsehen; erkennen sollen sie die Hilfe von oben und dankbar annehmen. Es bereiten sich große Dinge vor, und fragend werden die Menschen dann die Auswirkungen verfolgen, die ohne Erkenntnis ihnen unverständlich bleiben. Ich will euch Aufklärung bringen, doch ihr höret nicht darauf, Ich will euch der kommenden Ereignisse wegen ein Lichtlein anzünden, denn es wird sehr dunkel werden um euch, eine Finsternis wird euch umhüllen, die nur Mein Licht aus den Himmeln durchdringen kann. Und ihr suchet das Licht zu verlöschen, ihr erfreuet euch nicht an seinem Schein, obgleich ihr das Licht sehet und seine Strahlen nicht unwirksam machen könnet. Ihr stellt es unter den Scheffel, und niemand hat eine Freude, niemand kann sich daran ergötzen - und es ist doch ein Licht aus den Himmeln. Ich aber habe euch gewarnt und euch Meine Liebe angetragen. Doch frei seid ihr in eurem Wollen, Denken und Handeln, Ich weise euch den Weg, zwinge euch aber nicht, ihn zu gehen. Amen. B.D. NR. 4421.

 

Buch 52 4422

Debatten. Einwände. Gegnerische Einstellung. Gottes Wirken.

29. August 1948. B.D. NR. 4422.

Lasset euch nicht in Zweifel stürzen durch Einwände, die den Geist Meines Gegners verraten, denn sie wollen die Wahrheit dessen antasten, das ihnen als Mein Wort zugeführt wird. Sie werden ankämpfen gegen euch, sie werden euch zu Lügnern stempeln wollen, zu Phantasten, die sich anmaßen, Mich hören zu wollen, sie werden so auf euch einreden, daß ihr darob schwach werdet und selbst in arge Zweifel kommet, die Ich aber immer wieder zerstreuen werde durch Mein Wort. Denn Ich höre jedes Gespräch, Ich weiß um die Gedanken eurer Gegner und um die Sinnes- und Willensrichtung jedes einzelnen, Ich weiß auch um euren Willen und eure Schwäche des Glaubens einem solchen Ansturm gegenüber. Und Ich werde euch treu zur Seite stehen und euch nicht der Willkür feindlicher Menschen ausliefern, Ich halte schützend Meine Hände über euch und spreche Selbst durch euch, wo sich die Gelegenheit bietet. Und Meinem Wort werden sie nicht standhalten können, denn von ihm geht Kraft aus, die in Bann schlägt, der dagegen ankämpft, so Ich Selbst die Wahrheit darbiete. Jeden Einwand werden Meine Diener widerlegen können, denn Ich werde euren Geist erleuchten, sowie dies notwendig ist für die Debatten, die Mich und Mein Wirken zum Anlaß haben. Einwände müssen folgerichtig widerlegt werden, es müssen die Gegner merken, daß der Sprecher voll und ganz zur Sache steht, daß ihm keine falschen Lehren entgegengestellt werden können, und darum muß er auch verstandesmäßig tätig sein, und auf daß er recht redet, muß Mein Geist in ihm wirken. Ihr könnet also unbesorgt euch jeder diesbezüglichen Prüfung stellen, ihr brauchet niemals zu fürchten, daß Ich Meinen Beistand euch entziehe, ihr brauchet auch keine Fragen zu fürchten, denn ihr werdet stets die rechte Antwort wissen und wahrlich besser als die Fragenden, die zuletzt nur von euch belehrt worden sind, auch wenn sie euch nicht anerkennen wollen. Das Wissen, das ihr besitzet, ist so umfangreich, daß ihr auf jeden Einwand antworten könnet, und jede Antwort wird Geist verraten dem, der ernst und gewissenhaft prüfet, ohne Vorurteil und ohne Absicht zu verwerfen, was ihm unbekannt ist. Und so wird auch der Gegner dazu beitragen, das Denken der Menschen anzuregen, und dann ist viel gewonnen, selbst wenn die Menschen nicht zugeben wollen, daß sie im Irrtum stehen. Wer ernsten und guten Willens ist, dessen Geist wird erleuchtet werden, und er wird erkennen, daß ihm nur reine Wahrheit geboten wird durch Meine Liebe. Amen. B.D. NR. 4422.

 

Buch 52 4423

Wirkung des göttlichen Wortes. Kraftzustrom. Mahnung.

30. August 1948. B.D. NR. 4423.

Das unmittelbare Zuströmen geistiger Kraft in Form Meines Wortes ist von überaus wohltuender Wirkung auf die Seele des Menschen, wenngleich er körperlich dies nicht empfindet. Es ist ein Zustand von geistiger Freiheit, denn die Seele fühlt sich nicht mehr vom Körper gefesselt, sie empfindet die Erdenschwere nicht, sie weilt vorübergehend in geistigen Sphären und sieht und höret dort, was sie dem körperlichen Menschen nicht wiedergeben kann, also dem Verstand des Menschen unfaßlich wäre und ihm daher auch nicht vermittelt wird. Daher empfindet die Seele auch oft das Verweilen auf der Erde als Qual, sie kann sich nur schwer zurückversetzen und muß sehr kämpfen, weil das Irdische sie belastet und sie nach der ewigen Heimat verlangt. Doch auch diese Not muß die Seele durchmachen als Ausgleich für die Gnade, mit dem geistigen Reich in Verbindung zu stehen und von Mir Selbst gespeist zu werden mit Kraft, mit Nahrung, die ihr ein ewiges Verweilen in jenen Sphären sichert. Solange sie auf der Erde lebt, wird auch die Erdenschwere einen Menschen belasten, der geistig aufwärts strebt. Gelingt es nun der Seele, auch den Körper für die Leiden und Nöte unempfindlich zu machen, daß auch der Körper das Irdische verachtet und dem geistigen Reich sich zuwendet, dann wird der Mensch über allem stehen und in Gleichmut und Seelenfrieden das Erdenleben ertragen und als kurze Übergangsstation betrachten für die Ewigkeit. Und dazu verhilft dem Menschen Mein Wort - die Kraft, die Form angenommen hat, um auch für das Erdgebundene wirksam sein zu können. Darum sollet ihr des öfteren Mein Wort lesen und in euch aufnehmen, und dann wird auch der Körper seine wohltätige Wirkung spüren, dann werden Seele und Körper gespeist werden und die Kraft der Seelennahrung entziehen; es wird der Mensch stark werden und widerstandsfähig, jede Arbeit zu leisten imstande sein und das Erdenleben nicht mehr so schwer empfinden. Und darum ermahne Ich euch stets und ständig, Mich zu euch sprechen zu lassen und Meine Himmelsgabe mehr auszuwerten. Ich gebe euch, doch ihr müsset auch annehmen, was Ich euch darbiete, es muß euer Herz sich öffnen und voller Begierde Mein Wort in sich einströmen lassen, und ihr werdet die Wirkung offensichtlich verspüren. Denn Ich will euch helfen, irdisch sowohl als auch geistig, und euch das rechte Mittel verraten, das ihr aber anwenden müsset, ohne zu zweifeln. Nehmet die Kraft von Mir in Empfang, die euch unbeschränkt angeboten wird, erquicket euch an Meinem Wort, und nehmet den Beweis Meiner Liebe entgegen, denn Ich weiß um alle eure Nöte und will euch helfen, weil Ich euch liebe. Amen. B.D. NR. 4423.

 

Buch 52 4424

Kampf Gottes und des Satans um Seelen der Menschen. Lockmittel.

1. September 1948. B.D. NR. 4424.

Wählet zwischen Mir und Meinem Gegner. Beide werben und kämpfen um eure Seele und um euren Willen, daß er sich zuwende dem, der ihn besitzen will. Und euch steht es frei, sich dem Werben von Mir zu ergeben oder den Feind zum Sieger werden zu lassen. Und da jeder mit anderen Waffen kämpft, wird auch jeder anderen Erfolg haben. Zu Mir werden sich diejenigen wenden, deren Herzen liebewillig sind, denn sie erkennen Mich als den Gott, Der in Sich Liebe ist. Die aber der Liebe bar sind, erkennen Mich auch nicht, wohl aber streben sie von selbst dem Gegner zu, denn sein Kampf um ihre Seelen besteht im Darbieten von Freuden und Lustbarkeiten dieser Welt - diesem Kampfmittel werden die meisten erliegen. Ich trete jedoch niemals gemeinsam mit Meinem Gegner auf, also wird auch Mein Werben um die Liebe der Menschen niemals verbunden sein mit Lockungen der Welt, welche die schwachen oder ungläubigen Menschen restlos gefangennehmen und wodurch ihnen die Kraft entzogen wird, in Liebe tätig zu sein. Es dauern Mich die Menschen, die dem Feind und Widersacher erliegen, denn Ich weiß um die Künste dessen, der euch in den Abgrund reißen will, und Ich suche euch zu Hilfe zu kommen, Ich rede zu euch, auf daß ihr Meine Stimme erkennen und euch durch sie von den Lockungen der Welt zurückhalten lasset. Aber Ich zwinge euch nicht, ihr müsset selbst euch Mir zu eigen geben und also Mir das Recht und die Macht einräumen, den Gegner aus eurem Gesichtskreis zu verdrängen. Ihr müsset Mich als euren Herrn anerkennen, und ihr müsset tief im Herzen Mein Bild tragen, d.h. zu allem, was Liebe heißt, euch hingezogen fühlen. Dann geltet ihr als Meine Anhänger, als Meine Nachfolger, und ihr könnet euch mit Recht dann die Meinen nennen. Und ihr werdet als die Meinen auch stets Meine Vaterhand spüren, es wird euch die Not der letzten Tage nicht so drücken, als es den Anschein hat, denn ihr könnet Mir alles aufbürden, was euch drückt, Ich werde es euch tragen helfen. (2.9.1948) Ihr dürfet keine Gegenmacht fürchten, so ihr an Mich glaubt. Denn Ich bin wahrlich stärker als der, der Mein Gegner ist, der euch gewinnen will. Er kann euch nicht schaden, so ihr es nicht wollt, so ihr Mir zugewandt seid im Herzen. Seine Macht tritt dann erst in Erscheinung, wenn der Mensch sich löst von Mir und herrenlos in der Welt steht, dann tritt er als Herr auf und schlägt euch in seinen Bann. Locken aber tut er euch schon vorher, und diesen Lockungen dürfet ihr nicht erliegen, denn was Mein Gegner euch vor Augen hält, womit er euch reizen will, das ist fern von Mir, und ihr müsset Mir den Rücken zukehren, wollet ihr seine Güter erringen. Und davor will Ich euch warnen, daß ihr diese Güter der Welt höher bewertet als Mich und Meine Gegenwart. Dann seid ihr für Mich verloren, und er hat euch gewonnen. Richtet ihr aber euren Blick zu Mir, nach oben, so wird ein sanftes Strahlen euer Auge erfreuen, es wird eure Herzen berühren und euch mit Liebe zu Mir erfüllen, und dann verachtet ihr die Güter der Welt, dann hat Mein Gegner jegliche Macht verloren über euch, und Ich habe euch gewonnen für ewig. Amen. B.D. NR. 4424.

 

Buch 52 4425

Hinweis auf Naturkatastrophe, Zerstörung und Lebenslage nachher.

2. September 1948. B.D. NR. 4425.

Großes hat die Welt schon erlebt, und noch Größeres wird sie erleben müssen. Ihr Menschen seid euch noch nicht der Zeit bewußt, in der ihr steht, und noch weniger ahnet ihr, welcher Zeit ihr entgegengeht. Der Hinweise achtet ihr nicht, und so ihr sie anhöret, glaubet ihr nicht, was euch verkündet wird. Und so werdet ihr voller Entsetzen die Ereignisse verfolgen, die in Kürze eintreten und die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich lenken. Und ihr werdet ständig hoffen auf Abhilfe, weil ihr es nicht fassen könnet, daß euer Erdenleben jeglicher Freuden bar seinen Fortgang nehmen soll. Doch irdische Hilfe wird euch nur zuteil, so ihr Mich verratet, und wenige nur werden Mir treu bleiben, ein schweres Leben auf sich nehmen und erkennen, daß die Zeit des Endes gekommen ist. Diese wenigen haben Meine Liebe, denn sie lassen sich nicht von Meinem Gegner blenden, sie verzichten auf irdisches Gut und irdische Freuden, sie nehmen das Kreuz auf sich und tragen es bis zum Ende, bis Ich komme, sie heimzuholen in Mein Reich. Die anderen aber glauben, das Leben zwingen zu können, denn sie glauben nicht an Mich, sie glauben nicht an ein Schicksal, wie sie auch nicht glauben an ein Fortleben nach dem Tode und an ein Sich-verantworten-Müssen vor einem Richter, Der alle ihre Gedanken, ihre Taten und ihren Willen kennt. Diesen Richter fürchten sie nicht, weil sie nicht an Ihn glauben. Er aber wird sich bemerkbar machen in Kürze schon, wenngleich auch da Meine Stimme nicht erkannt wird, weil der Wille dazu fehlt und der Gegner gleichfalls den Menschen zusetzt und ihnen das Leben schön vorstellt und sie zu rein materiellem Denken zu beeinflussen sucht. Und er wird großen Erfolg verzeichnen können, denn die Menschen sind weit mehr seine als Meine Anhänger, und sie wollen daher auch nichts vom Ende hören. Und dennoch werden auch sie entsetzt sein über die Größe der Zerstörungen, die durch die Elemente der Natur stattfinden werden. Verstockte Herzen aber werden nicht davon berührt, und ob ihnen auch Mein Wort vorgehalten wird, ob sie ernsthaft auf das Ende hingewiesen werden, sie lehnen eine göttliche Macht ab, sie betrachten es nur als eine Naturerscheinung und legen diesem Meinem Eingriff keine Bedeutung bei. Für sie ist die letzte Mahnung erfolglos, sie sinken immer tiefer und werden am Ende zu jenen gehören, die von Mir verstoßen werden in die Finsternis, denn sie ergreifen nicht die Hand, die sich ihnen entgegenstreckt, und also werden sie fallen in die Tiefe wieder auf lange Zeit. Amen. B.D. NR. 4425.

 

Buch 52 4426

Das irdische Reich und seine Herrscher. Irdische Pflichterfüllung - Geistige Arbeit.

3. September 1948. B.D. NR. 4426.

Verschreibt ihr euch der Welt, dann verschreibt ihr euch auch dem, der die Welt regiert insofern, als daß er die Menschen zu Sklaven ihrer Triebe macht, die nur auf weltliche Freuden und materielle Güter gerichtet sind. Und dann könnet ihr euch nur schwer von seiner Herrschaft frei machen. Stellet ihr aber die Verbindung her mit dem geistigen Reich, dann machet ihr euch Mir untertan, dem Vater von Ewigkeit, Der euch wahrlich andere Güter schenken will, als die Vergänglichkeit der irdischen Welt. Ihr steht zwar im irdischen Leben und müsset den Anforderungen dessen gerecht werden, ihr sollt auch nach Kräften eure Pflichten erfüllen, ihr sollt euch keineswegs ins Nichtstun versenken und glauben, daß ihr Mir dadurch dienet, daß ihr euch zurückziehet in die Einsamkeit und die irdische Tätigkeit vernachlässigt; ihr sollt rege sein und schaffen und wirken zum Wohl eurer Mitmenschen; es soll eure Erdenarbeit in aufbauender Tätigkeit bestehen, die den Mitmenschen zum Nutzen gereichet und ihr euch also in dienender Nächstenliebe betätigt, wenngleich die Arbeit eine euch auferlegte Pflicht ist. Doch nichts sollet ihr ohne Mich beginnen, immer Meinen Segen dazu erbitten, und Ich werde dann auch eure Arbeit segnen, Ich werde euch helfen, daß ihr sie bewältigt, daß ihr allen Anforderungen nachkommen könnt und doch auch eure geistige Aufgabe erfüllet, die Zweck und Ziel eures Erdenlebens ist. Doch niemals sollet ihr das Weltliche über das Geistige setzen. Jede übermäßige Sorge ist von Schaden für die Seele, wie sie auch unnötig ist, denn Ich übernehme jede Sorge um euer körperliches Wohl, so ihr eifrig für eure Seele sorget und diese Sorge allem voransetzt. Das irdische Reich und ihre Herrscher dürfet ihr nicht zu sehr begünstigen, wollet ihr nicht in Gefahr geraten, oberflächlich zu werden dem geistigen Reich gegenüber, strebet ihr aber dieses als erstes an, dann werdet ihr auch irdisch bedacht werden, und wahrlich besser, als ihr selbst es euch schaffen könnet, denn Ich sorge väterlich für die Meinen, sowie sie in Mir ihren Vater von Ewigkeit sehen, Den sie lieben und Ihm dienen wollen. Amen. B.D. NR. 4426.

 

Buch 52 4427

Rechte und falsche Vertreter. Wer Meine Diener höret, der höret Mich.

5. September 1948. B.D. NR. 4427.

Wer sich den Meinen entgegenstellt, der kämpfet wider Mich, denn aus den Reihen der Meinen gehen auch Meine Diener hervor, die euch Mein Wort bringen sollen als Gabe ihres Herrn. Höret ihr Meine Diener nicht an, so ist das ein Ablehnen Meiner Selbst, Der Ich durch Meine Diener zu euch komme im Wort. Ihr könnet Meine Vertreter auf Erden nicht von Mir trennen, nur wenn ihr offensichtliche Beweise habt, daß euch vom Feind eurer Seelen etwas gebracht wird, dürfet ihr es ablehnen. Offensichtlich zu erkennen ist dies aus den Gaben selbst, die euch dargeboten werden - so sie der Liebe entbehren, so sie zur Welt hinführen, also von Mir als der ewigen Gottheit euch abzudrängen suchen, dann ist euer Ablehnen berechtigt. Doch Meine von Mir erwählten Diener werden euch niemals etwas darbieten, was Meine Sendung anzweifeln könnte, denn die leiseste Prüfung schon weiset auf eine göttliche Gabe hin - sie strahlt nur Liebe aus, sie lehrt Liebe und wird von Meiner Liebe euch geboten. Wer aber vorgibt, Mich anzuerkennen, an Mich zu glauben, Meiner Kirche anzugehören, doch Mein direktes Wort nicht anerkennen will, der ist weit entfernt von Mir, denn wie will er vom Vater sprechen, wenn er Seine Stimme nicht erkennt? Und Ich rede wahrlich deutlich, so daß jeder willige Mensch Mich erkennen muß, und nur der erkennt Mich nicht, der nicht willig ist zu glauben, daß Ich Selbst spreche zu den Menschen. Er kann sich diesen Glauben erwerben durch ernstes Nachdenken, also muß zuvor der Wille vorhanden sein, sich zu öffnen, so Ich ihm Selbst gegenübertrete mit einem reichen Gnadenschatz. Ein Ablehnen nach reiflicher Prüfung werde Ich nicht verurteilen, selbst wenn der Mensch ein falsches Urteil fällt, so dieses das Ergebnis seiner ernsten Prüfung ist, doch immer wieder muß Ich es betonen, daß dann der Mensch auch Mich Selbst ablehnet, also seine Einstellung zu Mir so ist, daß er die Wahrheit nicht erkennen kann. Ich habe aus den Meinen Mir Diener erwählet, und diese sollt ihr hören, und von ihnen werdet ihr auch unterrichtet werden, welches die Merkmale der Wahrheit sind und wann ihr Menschen euch im Besitz der Wahrheit fühlen könnet. Denn sie sprechen in Meinem Auftrag, sie reden an Meiner Statt, und so ihr sie anhöret, höret ihr Mich an. Nicht aber sollet ihr denen euer Ohr leihen, die wohl auch Mein Wort predigen, doch es verbildet empfangen haben und verbildet weitergeben. Denn so sie Meine rechten Vertreter wären, würden sie gemeinsam mit euch, Meinen Dienern, wirken, sie würden empfangen unmittelbar aus Meiner Hand durch euch das rechte Wissen und auch es erkennen als solches. So sie jedoch euch entgegenstehen, können sie nicht Meine rechten Vertreter sein - und so sie euch bekämpfen, sind sie Diener des Satans, der sich jeder Maske bedienet, um die Wahrheit zu verdrängen. Die Wahrheit wird für sich selbst sprechen, die Wahrheit muß erkannt werden, so des Menschen Wille Mir, also der ewigen Wahrheit zugewandt ist. Und darum ist jeder als Mein Gegner zu betrachten, der euch entgegenwirket und euch nicht gelten lassen will als das, was ihr seid - Meine Jünger, die Ich Selbst erwählt habe, das Evangelium hinauszutragen in die Welt. Amen. B.D. NR. 4427.

 

Buch 52 4428

Scheideweg. Prüfungen der Getreuen. Innerliche Konflikte.

6. September 1948. B.D. NR. 4428.

Auch ihr, Meine Getreuen, werdet vor Scheidewege geführt und müsset euch nun schlüssig werden, welchen Weg ihr gehen wollet. Denn auch euch bleibt die Erprobung eures Willens nicht erspart, auch ihr könnet nur ausreifen durch ständigen Kampf, es sei denn, ihr wirket in vermehrter Liebekraft, dann wird euch auch die Entscheidung nicht schwerfallen, denn ihr erkennt klar und deutlich, welcher Weg der rechte ist, und euer Wille hat die Stärke, ihn zu gehen, wenn er euch auch steinig und dornenvoll erscheint. Vermehrte Liebekraft ist der Ausgleich, und also wird immer die Liebetätigkeit sich sichtlich auswirken an euch, ihr werdet alles meistern, so ihr in der Liebe lebt. Ein Liebeleben aber führt jeder Mensch, der nicht sich selbst in den Mittelpunkt stellt, sondern für seine Umwelt ein offenes Auge hat und helfend eingreift, wo er benötigt wird; ein Liebeleben führt jeder Mensch, der Gutes zu tun sich gedrängt fühlt, der seinen Lebensinhalt sucht und findet im Ausüben uneigennütziger Liebeswerke, der gut denkt, gut redet und gut handelt - d.h. im Denken, Reden und Handeln sich der ewigen Ordnung anpaßt, die Erhaltung und Aufbau im göttlichen Sinn bezweckt. Das Gefühl dafür, was gut ist, trägt jeder Mensch in sich, denn immer wird er an sich selbst die Auswirkung des guten wie des schlechten Denkens und Handelns verspüren, das von Mitmenschen ihm zugefügt wird, er wird sehr gut zu unterscheiden vermögen, was ihn beglückt oder schädigt. Und also soll er stets den Maßstab anlegen, und sein Empfinden wird ihn stets belehren, was gut und was schlecht ist. Und wer den Willen hat, gut zu handeln, der wird wahrlich nicht in irriges Denken geraten. Daß Ich euch, Meine Getreuen, auch in innerliche Konflikte geraten lasse, ist darum nötig, weil auch ihr entschlackt werden müsset von der Eigenliebe, die zuweilen das klare Denken trübt und euch vom Liebewirken zurückhält. Ihr aber sollet wachsen und Mir als Werkzeug dienen in kommender Zeit. Also müsset ihr alles ablegen, was noch hinderlich ist für Meine ständige Wohnungnahme in euren Herzen. Jedes Leid, jeder innere Kampf ist eine Vorbereitung, damit Ich Selbst von euch Besitz nehmen kann, um durch euch zu wirken. Ihr werdet oft am Scheidewege stehen, immer aber stehe Ich unsichtbar an eurer Seite und dränge euch liebevoll auf den rechten Weg. Ich helfe euch, daß ihr die Eigenliebe überwindet und in rastloser Nächstenliebe aufgehet - um euch so zu gestalten zur Liebe, auf daß Ich ganz in eure Herzen einziehen und darin verweilen kann. Amen. B.D. NR. 4428.

 

Buch 52 4429

Antichrist. Brutale Verfügungen.

7. September 1948. B.D. NR. 4429.

Eine sichtbare Macht wird euch beherrschen, die eine unsichtbare Macht nicht anerkennen will. Und diese Macht wird eure letzte Glaubensprobe herausfordern, denn sie streitet wider Mich und will auch euch zu Meinen Gegnern heranbilden. Und darum gehört eure ganze Glaubensstärke dazu, um ihr zu widerstehen. Viele werden sich unter das Zepter des Herrschers beugen, der ihnen weltlich goldene Berge verspricht, dafür aber Hingabe jeglichen Glaubens, jeglichen Geistesgutes fordert, das Anerkennen seiner Macht und Herrschaft und das Aberkennen eines Schöpfers von Ewigkeit, eines liebenden und gerechten Gottes, Der die Menschen einst zur Verantwortung ziehen wird für ihr Wollen, Denken und Tun. Und so steht er also wider Mich, und es wird ein letzter Kampf sein von kurzer Zeitdauer, aber schwer für Meine Gläubigen, weil sie bedrängt werden in einer unmenschlichen Weise, die ihnen das Bekennen Christi sehr schwermachen wird. Doch das Wissen um die reine Wahrheit, Meine offensichtliche Hilfe und die Hoffnung auf Mein Kommen und das Leben im Paradies auf der neuen Erde wird euch Kraft geben, auszuhalten und jedem Ansturm von seiten weltlicher Macht zu trotzen. Ihr habt Mein Wort, daß Ich euch nicht in der Not lasse, und darauf könnet ihr bauen felsenfest. Ich kenne die Meinen und stehe jedem einzelnen bei, so er sich nur auf Mich verlässet, so er an Mich glaubt. Der aber kommen wird, der wird die Menschen blenden durch die Schärfe seines Verstandes, sein umfangreiches Wissen, durch seine Verbindlichkeit anderen Herrschern gegenüber, und alle werden ihm das Recht zusprechen zu organisatorischer Tätigkeit mit dem Endziel des Verdrängens jeglicher Geistesrichtung. Denn er wird geistiges Streben hinzustellen suchen als falsch angewandte Lebenskraft, die für den Aufbau und die Verbesserung irdischer Bedürfnisse angewendet werden müßte. Und er wird überall Anhänger finden, die ihn anerkennen und nun gleichfalls vorgehen gegen jede geistige Arbeit. Und so werden Meine Diener auf Erden einen schweren Stand haben. Vorerst wird man euch alle Mittel nehmen wollen, die euch ein Betätigen in geistiger Hinsicht ermöglichen, wie ihr auch im einzelnen verfolgt werdet und der irdischen Gewalt Rechenschaft ablegen müsset über euer Denken und Handeln. Ferner werdet ihr auch in irdische Not gestürzt werden durch Verfügungen, die für den Gläubigen überaus hart und grausam erscheinen und es auch sind, so Ich euch nicht sichtlich beistehen und euch auf geistigem Wege erhalten würde. Und ihr werdet Meine Hilfe offensichtlich spüren, ihr werdet es fühlen, daß Ich bei euch bin und um die Not des einzelnen weiß und ihr auch abhelfe, so es an der Zeit ist. Der Antichrist wird kommen und mit ihm alle Anzeichen des nahen Endes. Denn sowie der Glaubenskampf einsetzet, könnet ihr mit Sicherheit mit dem Ende rechnen, das nicht lange auf sich warten läßt, weil der Glaubenskampf mit solcher Härte und in so brutaler Weise geführt wird, daß Ich Selbst kommen muß, um die Meinen zu retten aus tiefster Bedrängnis und sie emporzuholen in das Reich des Friedens. Und dann kommt das letzte Gericht, und die Macht Meines Gegners wird gebrochen auf lange Zeit. Amen. B.D. NR. 4429.

 

Buch 52 4430

Wert geistiger Unterweisungen.

9. September 1948. B.D. NR. 4430.

Ihr könnet den Wert geistiger Unterweisungen noch nicht ermessen, weil ihr noch zu sehr in irdische Materie verstrickt seid; ihr werdet aber bei einem Eingang in die Ewigkeit es erkennen, welchen Besitz ihr euer Eigen nennt oder wie schrecklich arm ihr seid, denn nur mit geistigen Werten könnet ihr euch in der geistigen Welt das Leben schaffen, das Seligkeit bedeutet. Was ihr nun auf Erden frei haben könnet, weil euch Meine übergroße Liebe etwas darbietet, was keinem Menschen vorenthalten wird, ob er es verdienet oder nicht, das müsset ihr auch im geistigem Reich erringen, so ihr nicht schon in einem Zustand geistiger Reife eingehet in das Jenseits. Und es erfordert dieses Erringen große Willenskraft, die ihr dann nicht mehr besitzet, weil ihr die Liebe zu wenig geübt habt auf Erden, die euch vermehrte Willenskraft einträgt. Ihr habt nun wohl auch die Möglichkeit, an geistigen Belehrungen teilzunehmen, jedoch immer nur unter der Voraussetzung, daß euer Wille sich im Liebewirken an mitleidenden Seelen äußert, daß ihr ihnen helfen wollet; und gerade dieser Wille wird euch mangeln, denn die Notlage, in der ihr euch befindet, die ihr leer und bloß ins geistige Reich eingehet, lässet euch nur an euer eigenes Schicksal denken, und die Not der anderen Seelen beachtet ihr nicht. Und es kann sich der geistige Reichtum daher selten nur vermehren, es sei denn, es wird euch viel Hilfeleistung entgegengebracht von seiten der Menschen auf Erden oder Lichtwesen, die mit euch in naher Berührung standen und euch zur Höhe zu ziehen suchen. Dennoch ist auch dann noch euer Wille ausschlaggebend. Seid ihr aber auf Erden schon unterrichtet und also beim Eintritt in das jenseitige Reich mit geistigen Gütern gesegnet, dann werdet ihr euch diese immer nur vermehren, wenngleich ihr ständig davon abgebt. Denn in euch ist der Liebewille überaus stark, und er kommet im Austeilen dessen, was euch beglückt, zum Ausdruck.

Solange ihr auf Erden wandelt, ist euch alles Irdisch-Materielle wichtiger als geistige Belehrungen, und doch stellen letztere einen weit größeren Wert dar, weil sie unvergänglich sind, während irdische Güter von heut zu morgen vernichtet werden können oder verlorengehen. Deshalb müsset ihr euch die Vergänglichkeit dessen vorstellen, was euch begehrenswert ist, um es verachten zu lernen, um euer Verlangen danach zu verringern. Entsprechend wird dann der Wert geistiger Güter für euch steigen, so ihr euch von ihnen ein seliges Leben im geistigen Reich erhoffet, Schätze, die ihr mit hinübernehmen könnet in die Ewigkeit und die euch auch nicht mehr genommen werden können. So ihr nun die außergewöhnliche Gnade habt, unmittelbar aus dem geistigen Reich belehrt zu werden, steht euch ein übergroßer Reichtum zur Verfügung, den ihr schon auf Erden verwerten könnet. Es muß euch die Liebe antreiben, ihn mit dem Nächsten zu teilen, ihm das gleiche vermitteln zu wollen. Ihr sollet mit euren Schätzen vor die Welt hintreten und sie den Menschen anbieten, die da darben und in geistiger Not sich befinden. Denn sie sind arm, und ihr sollt ihnen geben, was ihr reichlich besitzet, denn Ich will, daß denen geholfen werde, in den Segen geistiger Güter zu kommen, daß sie die Wahrheit vernehmen durch euren Mund, durch den Ich also Selbst Mich äußere, weil Ich will, daß die Seele bei ihrem Tode nicht arm und bloß eingehe in das geistige Reich. Amen. B.D. NR. 4430.

 

Buch 52 4431

Hinweis auf geistige Erschütterung (Rom?). Rechte Kirche Christi.

10. September 1948. B.D. NR. 4431.

Ihr Menschen auf Erden habt eine große geistige Erschütterung zu gewärtigen, denn Ich will euch zeigen, daß Mein Arm auch dorthin reicht, wo ihr auf festem Fundament gebaut zu haben glaubt. Ich will euch aufstören aus eurer selbstgefälligen Ruhe, auf daß ihr rege werdet und euch ernstlich fraget, was Ich wohl bezwecke und euch sagen will durch dieses sichtbare Zeichen Meines Mißfallens an eurem Bauwerk, das euch überaus gut und erhaben dünkt. Ich brauche in der letzten Zeit Arbeiter, die emsig für Mich und Mein Reich tätig sind; Ich brauche Diener, die lebendig glauben und das Wirken Meines Geistes in sich möglich machen durch ein Liebeleben nach Meinem Willen. Ich brauche gute Hirten für Meine Schafe und also eifrige Vertreter Meines Wortes, das in aller Reinheit den Menschen zugeführt werden soll und das Ich darum Meinen Dienern auf Erden auf direktem Wege vermittle, auf daß es unverfälscht den Menschen zugeleitet werden kann. Und dies ist die Arbeit Meiner Diener, der Arbeiter in Meinem Weinberg, denn die Zeit der Ernte ist gekommen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Und also wirke Ich offensichtlich außerhalb derer, die Meine Vertreter auf Erden zu sein glauben, und Ich Selbst habe Mir Meine rechten Vertreter erwählt, die erstere jedoch nicht als Meine Abgesandten anerkennen und Mein Wort daher nicht annehmen wollen. Und es ist darum vonnöten, daß Ich durch ein äußeres Zeichen Mich in Erscheinung bringe, auf daß die Menschen stutzig und nachdenklich werden. (12.9.1948) Denn es ist von dringender Notwendigkeit, daß die Menschen nachdenken über die Wertlosigkeit dessen, was Menschen erbaut haben, so es Meinem Willen nicht entspricht. Sie sollen nachdenken, in welcher Form Ich Meinen Willen erfüllt sehen will, was vor Mir rechten Wert hat und was allein für die Seele von Vorteil ist für die Ewigkeit. Sie sollen abgehen von vorgefaßten Meinungen, von traditionell übernommenem Geistesgut, das ohne Wert ist, weil es durch Äußerlichkeiten gekennzeichnet ist, die den Kern verhüllen und ihn unkenntlich machen. Es gilt die Klarstellung, welches die Kennzeichen der Kirche sind, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe, es gilt die Beleuchtung von irdischen Lehren, die darum als irrig anzusprechen sind, weil sie die Zugehörigkeit zu Meiner Kirche abhängig machen von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession, was niemals Meinem Willen entspricht. Alles nun, was organisatorisch aufgezogen ist, ist Menschenwerk, denn Meine Kirche ist nur ein rein geistiges Gebäude, sie hat im Denken und Streben, im Wollen und Handeln nach Meinem Willen ihr Fundament und wird niemals nach außen hin anders erkenntlich sein als in reger Liebetätigkeit und daraus entspringendem Erkennen und Verstehen alles dessen, was zu glauben Ich von euch Menschen fordere, was Ich euch unterbreite und als geistiges Wissen euch zuleite gedanklich oder durch das innere Wort. Das sichtliche Wirken Meines Geistes im Menschen - erleuchtetes Denken und überzeugter Glaube - ist das sichere Kennzeichen der Kirche, die Ich Selbst gegründet habe, was aber außerhalb einer kirchlichen Organisation eher anzutreffen ist, obzwar es auch innerhalb einer solchen die Menschen beglücken kann, sowie sie den Kern - Meine christliche Liebelehre - allem anderen voransetzen, dann aber werden sie auch erkennen, wie wenig wertvoll jegliche Zeremonie wie auch der gesamte Aufbau in weltlichem Stil für die Entwicklung der Seele ist, ja oft sogar hinderlich, weil tiefes innerliches Versenken und Streben nach inniger Verbindung mit Mir durch Äußerlichkeiten, die Augen und Sinne der Menschen gefangennehmen, erschwert wird.

Der Mensch, der erkannt hat, welches Glück in der innigen Verbindung mit Mir liegt, der den Weg ins geistige Reich gefunden hat und mit dessen Bewohnern in gedankliche Verbindung getreten ist, wird nimmermehr an Handlungen Gefallen finden, die offensichtlich ausgeführt werden. Er wird ihnen den Rücken zukehren, weil er sie als nicht von Mir gewollt erkennt und empfindet. Und es ist dies als geistiger Fortschritt zu verzeichnen, zu dem Ich allen Menschen verhelfen will, indem Ich die Augen aller richten werde auf ein Geschehen, das deutlich Meine Hand erkennen läßt. Ich will einen Zweifel in ihre Herzen senken, mit dem sie sich beschäftigen sollen, so sie guten Willens sind und die Wahrheit suchen. Ich werde das Fundament zum Wanken bringen, und wohl dem, der darin die Sprache Gottes erkennt. Er wird gewinnen, so er hingibt, denn er empfängt kostbare Gabe und tauschet wertlose Güter dagegen; er gliedert sich Meiner Kirche an, die nur rein geistig zu verstehen ist. Amen. B.D. NR. 4431.

 

Buch 52 4432

Jüngster Tag. Geschlossene Pforten zum Jenseits.

13. September 1948. B.D. NR. 4432.

Ob ihr den jüngsten Tag erlebet, das ist von entscheidender Bedeutung für die Ewigkeit. Denn an diesem Tage wird es nur Lebende und Tote geben, also nur noch Menschen, die zum ewigen Leben eingehen oder verdammt werden. Dann gibt es keinen Tod mehr, der nur rein körperlich als Tod anzusprechen ist, wo die Seele, obgleich unvollkommen, in geistige Sphären eingeht, wo sie sich noch weiter aufwärtsentwickeln kann. Am jüngsten Tage werden vielmehr die Pforten geschlossen bleiben im jenseitigen Reich, denn es gibt dann nur Lebende, die auf die neue Erde versetzt werden, also nicht den Leibestod schmecken, und Tote, die von der Erde verschlungen werden, d.h. ihren körperlichen Tod finden bei dem Vernichtungswerk und deren Seelen die Rückverkörperung in die festeste Materie erleben. Und so ist der letzte Tag auf dieser Erde gekommen, der ein Ende bedeutet für alles auf der Erde weilende Geistige und wo eine Aburteilung stattfindet, wo alles zur Verantwortung gezogen wird, was lebt auf Erden als Mensch. Dies ist der Tag, der verkündet ist seit Beginn dieser Erlösungsepoche, den Seher und Propheten voraussagten, der angezweifelt wird von allen, die nicht glauben und daher auch nicht im rechten Wissen stehen. Es ist der Tag, wo jede Schuld ihre Sühne findet und wo es wohl keinen Menschen gibt außer den Meinen, der nicht schuldig gesprochen werden wird. Doch für die Gläubigen wird dieser Tag ein Beenden jeglicher irdischen Not sein, für sie wird es ein Tag des Triumphes sein, wo sie Mich sehen in aller Glorie und der Erde entrückt werden; für die anderen aber ist es ein Tag des Schreckens, denn sie können ihrem Schicksal nicht entfliehen, sie haben keinen Glauben, um in ihrer Not nach Mir zu rufen. Und also sehen sie nur den sicheren Tod vor Augen und wissen nicht, daß sie nun auf endlos lange Zeit verbannt sind aus Meiner Nähe, weil sie in keiner Weise sich das Anrecht erwarben auf Mein Reich, dessen Herrscher Ich bin, das nur Seelen aufnehmen kann, die Mein Urwesen angenommen haben, also zur Liebe geworden sind. Und alle irdischen Schrecken eilen dem jüngsten Tag voraus, denn Ich will noch in letzter Stunde die Menschen ermahnen, ihre Hände nach Mir auszustrecken, auf daß Ich sie erfassen kann, bevor sie absinken in die tiefste Finsternis - bevor sie aus Meiner Nähe verbannt werden für ewige Zeiten. Ein jeder kann noch zu Mir kommen, so er die letzte Zeit gut nützet, und jedem stehen Gnaden zu ungemessen, doch Ich zwinge keinen, sich Meiner Gnade zu bedienen, sondern lasse jedem seine Freiheit. Doch der jüngste Tag wird eine Abrechnung sein für alle - Liebe und Seligkeit den Meinen bringen und Tod und Verderben für alle, die Meinem Gegner angehören, denn sie werden hinabgestoßen werden in die Finsternis und müssen ihre Sünden abbüßen laut göttlicher Gerechtigkeit. Amen. B.D. NR. 4432.

 

Buch 52 4433

Letzter Kampf. Offenes Bekennen Christi vor der Welt.

15. September 1948. B.D. NR. 4433.

Allem Geistigen wird der Kampf angesagt werden in der letzten Zeit vor dem Ende. Daran werdet ihr erkennen, welche Stunde der Weltenuhr geschlagen hat, daß sich der Tag dem Ende zuneigt. Ihr habt dann große Aufregungen zu gewärtigen, die durch rigorose Maßnahmen der weltlichen Macht hervorgerufen werden. Man wird euch bedrängen mit Fragen und Drohungen über eure Einstellung zu Christus und zum Glauben überhaupt. Man wird sich nicht scheuen, euch zu beobachten, eure Gespräche zu belauschen, und euch vor die Gerichtsbarkeit ziehen, auf daß ihr euch verantworten sollt für euer Reden und Handeln. Und dann ist die Zeit gekommen, wo ihr euch offen zu Mir bekennen müsset und ohne Furcht reden, wie ihr denkt und zu Mir steht. Dieses offene Bekennen vor der Welt fordere Ich als Beweis eurer Zugehörigkeit zu Mir. Ich Selbst weiß wohl, wie ihr in eurem Herzen denkt und fühlt, doch es ist ein letzter Kampf, wo eine Scheidung stattfinden soll der Böcke von den Schafen. Und es muß dieser letzte Kampf offen zum Austrag gebracht werden, auf daß auch der Kampf an sich offensichtlich ist, auf daß die Schuld der Gegner klar hervortritt vor der Welt, um auch die noch Unschlüssigen zur Entscheidung zu drängen durch das Verhalten der Gläubigen sowohl als auch derer, die ihre Feinde sind. Es wird der Kampf nur kurze Zeit dauern, und er wird überall geführt werden, nur in verschiedener Form. Immer wird die Lieblosigkeit gegen die Liebe ankämpfen, die materielle Welt wird die geistige Welt verhöhnen und drangsalieren, es werden zwei Lager deutlich erkennbar sein überall, wohin die Lehre Christi gedrungen ist und wo die göttliche Liebelehre das Prinzip dessen ist, was den Menschen gepredigt und von ihnen zu glauben gefordert wird. Und darum wird der Abfall von Mir in der ganzen Welt deutlich erkennbar sein; wo die christliche Liebelehre aber verbreitet ist, dort wird sich der Glaubenskampf in aller Schärfe abspielen, und das wird das Ende sein. Ihr Menschen könnet euch noch keinen Begriff machen von dem Gang der kommenden Ereignisse, und darum erscheint es euch unglaubhaft, doch es kommt, wie Ich es euch verkünde durch Meinen Geist, und die Zeit ist so nahe, daß ihr erschrecken würdet, wüßtet ihr den Tag und die Stunde des Unterganges. Und doch sollet ihr euch nicht bangen davor, denn eure Treue zu Mir sichert euch auch Meinen vollsten Schutz und Zuführung jeglicher Kraft, um standhalten zu können, und das Wissen darum wird euch zuversichtlich und glaubensstark machen, so daß ihr die Zeit überstehen werdet, zumal Ich die Tage verkürze, auf daß ihr selig werdet. Amen. B.D. NR. 4433.

 

Buch 52 4434

Fähigkeit der Diener Gottes, Menschen zu durchschauen. Scharfes Urteil.

16. September 1948. B.D. NR. 4434.

Ihr werdet den Geist dessen erkennen, der sich abwendet von Mir, denn euch werden alle Anzeichen bemerkbar sein, sowie ein Mensch nicht in Liebe mit Mir verbunden ist. Und also werden euch auch die Worte nicht täuschen können, die sein Mund ausspricht, um euch sein wahres Empfinden zu verbergen. Ihr werdet wenig Verständnis finden, so ihr geistige Gespräche führet, ihr werdet Unglauben feststellen können allen Voraussagen gegenüber und auch jenen Lehren, die zur Erklärung der schweren leidvollen Zeit beitragen sollen. Denn wer Mir fernsteht, der steht zu sehr im irdischen Leben und findet keine geistige Erklärung glaubhaft, er lebt nicht in Verbindung mit der geistigen Welt, und seine Gedanken sind wenig beeinflußt von wissenden Kräften, weil er ihnen keinen Zugang gewährt. Ihr werdet solche Menschen stets erkennen und wenig Anklang finden, und so sie euch auch anhören, habt ihr doch wenig Erfolg zu verzeichnen, wenig Willen, Meinem Wort Beachtung zu schenken, indem dieses ausgelebt wird. Und also werden sie sich auch nicht überzeugen können von der Wahrheit Meines Wortes, und der geistige Erfolg ist gleich Null. Doch ihr sollt darum nicht müde werden und keinen Anstoß daran nehmen, daß ihr nicht angehört werdet, wie es Mein Wort erfordert. Es wird sich euer Blick schärfen, ihr werdet zu urteilen vermögen, auf welcher Stufe der Entwicklung der einzelne Mensch steht, ihr werdet die Fähigkeit erlangen, auch durch eine Maske hindurchsehen zu können und euch also nicht täuschen lassen durch schöne Worte oder frommes Wesen, weil euren Blicken nichts entgeht und ihr wohl wisset, wie sich die Verbindung mit Mir und ein Leben in Liebe auswirket auf das Wesen eines Menschen. Zudem werden der rechten Hörer und Täter Meines Wortes nur wenige sein, die Mehrzahl aber steht Meiner Gabe von oben teilnahmslos gegenüber, ansonsten der geistige Tiefstand sehr schnell behoben wäre. Doch wo der Wille mangelt, ist wenig Erfolg zu verzeichnen. Ich gebe euch aber trotzdem den Auftrag, dessen Erwähnung zu tun, was Ich euch darbiete, auf daß keiner sagen kann, ungewarnt geblieben zu sein, denn nur durch das Wort kann der Bann gebrochen werden, nur durch das Wort von oben kann der Mensch zum Nachdenken veranlaßt und auf einen anderen Weg geführt werden. Das Wort selbst besitzt Kraft, erfordert aber den Willen des Menschen, um zur Wirkung kommen zu können; und wo Mein Wort - die Ausstrahlung Meiner Selbst - ohne Eindruck bleibt, dort gibt es wahrlich kein anderes Mittel, es sei denn, eine große irdische Not veranlaßt einen Menschen, die Bindung mit Mir herzustellen durch das Gebet. Dann trete Ich noch einmal an den Menschen heran durch sichtliche Hilfe und mache Mich ihm erkenntlich. Und dann wird auch Mein Wort nicht mehr ohne Eindruck bleiben. Darum verbreitet es allerorten, denn die große Not ist unausbleiblich, und was das Wort nicht zuwege bringt, kann die Not noch schaffen, und ihr Menschen werdet sie segnen, so ihr durch sie noch zu Mir gefunden habt. Amen. B.D. NR. 4434.

 

Buch 52 4435

Begründung des außergewöhnlichen Wirkens Gottes. Geistiger Reichtum.

17. September 1948. B.D. NR. 4435.

Öffnet euch zum Empfang Meiner Lichtausstrahlung, höret auf Mein Wort. So Ich Mich euch in Erscheinung bringe, indem Ich außergewöhnlich wirke, indem Ich euch Mein Wort aus der Höhe zuleite, müsset ihr wissen, daß dieser Akt nötig ist um eurer selbst willen. Ihr müsset wissen, daß ihr dann in einer Gefahr seid, in der Ich euch vernehmlich warnen und euch helfen will, ihr müsset ferner wissen, daß sich dann etwas vorbereitet, wovon Ich euch Kenntnis geben will um eurer Seelen willen. Denn bei allem, was geschieht, geht es nur um eure Seele, um ihre Aufwärtsentwicklung. Geht diese so vonstatten, daß euer Erdenleben voll und ganz ausgewertet wird, dann benötigt ihr nicht außergewöhnliche Beweise Meiner Liebe und Gnade, weil ihr durch einen Lebenswandel nach Meinem Willen euch in Meiner Liebe und Gnade sonnet und Mich erkennet und an Mich glaubt. Tritt aber ein Stillstand eurer Entwicklung ein, der nur zu bald zum Rückschritt wird, dann müsset ihr aufmerksam gemacht werden auf den Leerlauf eures Lebens, dann müssen euch Mahnungen und Warnungen zugehen von oben, und auf daß ihr dieser achtet, wirke Ich außergewöhnlich unter euch - Ich spreche aus der Höhe und wende euch somit eine außergewöhnliche Gnadengabe zu, weil Mich eure Not erbarmet und Meine Liebe zu euch übergroß ist. Darum höret Mich an: Bewertet euer Erdenleben nicht zu hoch, sondern gedenket dessen, was nach dem Tode sein wird, und lasset es euch sagen, daß ihr nicht mehr lange lebet auf Erden, sondern die Zeit nur noch kurz ist, bis Ich Selbst ein Ende bereite allem, was auf Erden lebt. Es wird all euer Streben auf Erden vergeblich sein, materielle Güter werdet ihr nicht halten können, doch geistige Güter könnet ihr noch viele sammeln in dieser kurzen Zeit, und diese sind ein Reichtum, der euch bleiben wird, den ihr mit hinübernehmen könnet in die Ewigkeit, der euch das Scheiden von dieser Welt leichtmacht, der eure Seele unsagbar beglückt und mit dem ihr arbeiten könnet, so ihr in das jenseitige Reich eingegangen seid, wo das wahre Leben erst beginnt. Sammelt euch diese Güter, indem ihr Mein aus der Höhe euch gebotenes Wort höret und danach lebet. Öffnet euer Herz, lasset Mich Selbst eintreten im Wort, erfasset den Geist desselben, indem ihr euch in Gedanken Mir verbindet und von Mir Erleuchtung erbittet, bleibet Mir verbunden durch Gebet und Liebeswirken, und ihr werdet also Mein Wort ausleben - ihr werdet im Gedanken an Mich tätig sein, und eure Tätigkeit wird Meinem Willen entsprechen - ihr werdet Werke uneigennütziger Nächstenliebe verrichten, die euch den rechten Lohn eintragen; ihr werdet reifen an eurer Seele, und euer Erdenleben wird nicht vergeblich gewesen sein. Amen. B.D. NR. 4435.

 

Buch 52 4436

Hingabe der Welt. Irdische Pflichterfüllung und Segen Gottes.

19. September 1948. B.D. NR. 4436.

Was bietet euch die Welt? So ihr es recht betrachtet, sind es nur Dinge, die euch für kurze Zeit das Erdenleben schöner gestalten, jedoch keinen bleibenden Wert haben. Und so ihr dagegensetzet, daß jeder Tag euch von dieser Erde abrufen kann, schaffet ihr, irdisch gesehen, nur für einen Tag, denn schon der morgige Tag kann euer letzter sein. Doch auch ein langes Erdenleben steht nicht im Verhältnis zu der Ewigkeit, und es ist nur unklug, für diese begrenzte Zeit sich zu versorgen und der Ewigkeit nicht zu gedenken. Befasset ihr euch aber einmal mit dem Gedanken an das Leben nach dem Tode, dann erkennet ihr erst, welchen Scheingütern ihr nachjagt, und dann werdet ihr das geistige Streben derer verstehen, die die Erde nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck erkannt haben. Und dann werdet auch ihr streben nach der Wahrheit, nach Erkenntnis und nach Mir, Der Ich euch dies alles vermitteln kann. Doch eines dürfet ihr nicht verfehlen, Mich als Beistand und Ratgeber anzurufen, daß Ich Mich eurer annehme und euch fernerhin führe auf der Lebensbahn, daß ihr Mich erwählet und Meinetwegen die Welt hingebet, d.h. keine großen Hoffnungen setzet auf ein Leben in äußerer Behaglichkeit, sondern tief innerlich ein Leben führet mit Mir, abseits von der Welt. Es ist diese Trennung dringend nötig, wie es auch nötig ist, daß ihr von der reinen Wahrheit Kenntnis nehmet, die euch, von außen kommend, durch die Weltmenschen nicht geboten werden kann. So ihr euch Mir empfehlet, gehe Ich mit euch und ebne auch die irdische Arbeit, denn niemand soll zu Schaden kommen, der für Mich und Mein Reich arbeitet. Ihr sollet wohl eure Pflicht erfüllen, d.h. den Posten ausfüllen, der euch zugeteilt ist, doch wer segnet euch die irdische Arbeit, so Ich es nicht tue? Ihr könnet nicht von selbst euch den Erfolg erzwingen, und so Mein Wille dagegen ist, könnet ihr nichts tun, obgleich ihr mühsam und unausgesetzt tätig seid. Umgekehrt aber kann Ich eure Arbeit begünstigen und euch in der Ausführung helfen. Ich aber fordere dagegen, daß ihr euch zuneiget Meiner euch von oben vermittelten Gabe, daß ihr dieser volle Beachtung schenket und für ihre Verbreitung Sorge traget. Dann könnet ihr völlig sorglos leben, denn jegliche Sorge übernehme Ich für euch. Kommet zuerst eurer geistigen Arbeit nach, und gesegnet wird sein alles, was ihr irdisch unternehmet, um die für die Erde euch zugewiesene Aufgabe zu erfüllen. Denn Ich versehe euch wahrlich besser als die irdische Welt. Doch von Meinen Bedingungen gehe Ich nicht ab, die Ich daran geknüpft habe, daß Ich als Vater euch, Meine Kinder, bedenke mit allem, was ihr benötigt geistig und irdisch. Amen. B.D. NR. 4436.

 

Buch 52 4437

Jünger der Endzeit. Irdische Bindungen. Sorge Gottes um Familie.

20. September 1948. B.D. NR. 4437.

Wie sich die Jünger trennen mußten von Ihren Familien, von Haus und Hof, um Mir nachzufolgen, so müssen auch die letzten Jünger bereit sein, alles hinzugeben, so sie in ihren Herzen den leisen Ruf vernehmen, für Mich zu wirken. Die Liebe zu Mir muß so groß sein, daß sie keine irdische Bindung Mir vorziehen, dann erst können sie als Meine rechten Jünger wirken in Meinem Auftrag. Solange die Erde sie noch fesselt, können sie nicht die innere Stimme vernehmen, die aber unbedingt nötig ist, um Mein Wort zu verbreiten, um die Mitmenschen lehren zu können. Es darf nichts euch lieber sein als Mein Wort, die Äußerung Meiner Liebe zu euch, und ihr müsset gern und freudig und zu jeder Zeit bereit sein, Mein Wort zu hören, direkt oder auch indirekt. Je mehr ihr in das Geistige, in die ewige Wahrheit Einsicht genommen habt, desto erklärlicher wird es euch sein, daß ihr euch restlos Mir schenken müsset, wollet ihr Mir als Werkzeug dienen, denn jede Verbindung von euch mit der materiellen Welt hindert Mich am Wirken durch euch. Und somit habt ihr auch eine Erklärung über das Problem wieweit Meine Diener frei bleiben sollen von festen Bindungen, die nicht dem geistigen Streben gelten, also nicht ein gemeinsames geistiges Ziel zu erreichen trachten. Meine Jünger mußten Weib und Kinder verlassen, um Mir nachzufolgen, und Ich segnete sie dafür. (21.9.1948) Wer Mich zum Ziel hat, darf seine Augen nicht rückwärts senden, wer dem geistigen Reich zustrebt, hat die Welt überwunden und kann daher auch ruhig die Welt lassen, ohne Schaden zu nehmen oder die Mitmenschen zu schädigen. Denn Ich übernehme dann die Sorge um die Seinen, die er bisher versorgt hat. Dann mache Ich ihm auch seine Erdenaufgabe leicht und teile sie ihm nur so weit zu, daß er gleichzeitig geistige Arbeit verrichten kann, d.h. den Mitmenschen Kenntnis geben von Zweck und Ziel des Erdenlebens. So Ich Meine Jünger dafür benötige, ist diese Aufgabe ihre wichtigste, dann aber sollen sie getrost hingeben, was sie an der Ausführung dieser Arbeit hindern könnte. Sie sollen sich frei machen und nun als Meine rechten Jünger Mein Wort verkünden und ohne Sorge sein. Wer aber die Welt mehr liebt als Mich, der ist nicht tauglich als Mein Jünger in der Endzeit, denn er kann nicht zweien Herren dienen, er kann nicht der Welt ihren Tribut zollen und gleichzeitig Mir zustreben; die Trennung muß erst vollzogen sein, ehe Ich ihn als Meinen Diener annehmen kann, der nicht mehr rückfällig wird und dem Meine Güter vollen Ersatz bieten für die Güter der Welt. Solange es aber noch etwas gibt, was Mir vorangesetzt wird, kann Ich nicht offensichtlich wirken in und an ihm, und darum muß er restlos die Welt überwunden haben, um Mir ein rechter Jünger zu sein in der letzten Zeit vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 4437.

 

Buch 52 4438

Dämonischer Einfluß auf Lichtträger. Kampf gegen Wahrheit.

21. September 1948. B.D. NR. 4438.

Der dämonische Einfluß ist besonders stark, wo die Wahrheit sich Bahn zu brechen droht, und darum werdet ihr des öfteren von Gedanken geplagt, die euch jene Wesen zuströmen lassen und die bezwecken sollen, euch für die Aufnahme oder Weitergabe der Wahrheit untauglich zu machen. Licht und Schatten sind stets beisammen, der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis findet immer statt, und der Wille des Menschen ist bestimmend, welche Kräfte den Sieg davontragen. Wo Licht, d.h. die Wahrheit, ist, dort drängen sich auch die finsteren Wesen zusammen, um es zu verlöschen, um die Wahrheit durch Lüge und Irrtum zu verdrängen. Und es wirkt sich dies so aus, daß den Lichtträgern jede geistige Arbeit erschwert wird, sowie sie selbst nicht den starken Willen aufbringen, unentwegt tätig zu sein für Gott und Sein Reich. Dann bezieht ein Lichtträger Kraft aus Gott und kann jedem Einfluß von dämonischer Seite Widerstand leisten, dann ist er stärker als jene Kraft, dann hat er das lichtvolle Geistige als Schutzwall um sich und kann jedem Einfluß, jedem falschen Gedanken, wehren. Die Willensstärke darf niemals nachlassen, dann richten auch die dämonischen Kräfte nichts aus. Doch spüren wird ein Wahrheitsträger stets die Nähe dieser Wesen, die gegen die Wahrheit ankämpfen insofern, als daß die geistige Arbeit schwerer vonstatten geht, daß Hemmungen und Hindernisse sie beeinflussen und der Mensch immer wieder von neuem Kraft anfordern muß von Gott und also immer inniger sich an Gott anschließen, will er nicht schwach werden und den dämonischen Kräften den Sieg überlassen. Doch er bleibt niemals ohne Hilfe, denn wo einmal das Licht zur Erde geleitet werden kann, dort sind unzählige Lichtwesen zur Abwehr bereit, und wer einmal Gott seine Dienste angetragen hat, der wird auch in Ihm einen treuen Helfer und Berater finden, Der ihn niemals dem Feind überlassen, sondern ihn gegen dessen Einfluß schützen wird. Amen. B.D. NR. 4438.

 

Buch 52 4439

Gedankengut. Ausstrahlungen geistiger Wesen. Irrlicht.

22. September 1948. B.D. NR. 4439.

Wie ihr das Gedankengut verwertet, das euch zugetragen wird, das ist bestimmend für eure Entwicklung. Es suchen euch lichte und finstere Wesen gedanklich zu beeinflussen, Kräfte, die voll des wahrheitsgemäßen Wissens sind, und solche, die sich gegen alles stellen, was Wahrheit ist, teils aus eigener Unkenntnis, teils aber auch aus bösen Motiven, um alles zu zerstören, was Licht und Kraft bedeutet. Diese Wesen nun streiten um den Besitz eures Willens, sie suchen auf euch ihre Gedanken zu übertragen; diese umspielen euch gleich Wellen, und euer Wille nimmt sie nun auf oder weiset sie ab, d.h., es greift das Herz sie auf und leitet sie weiter zum Gehirn, wo sie verarbeitet werden, also dem Menschen ins Gedächtnis gerufen werden, so er sie verwerten will - oder er lehnet sie ab, indem er sie nicht erst dem Gehirn zuführt zur Verarbeitung, also sie fallenläßt. Bewußt wird der Gedanke erst, so der Verstand sich damit befaßt; doch nicht der Mensch selbst ist Urheber des Gedankens, sondern es sind Ausstrahlungen aus dem geistigen Reich, die als Lichtstrahlen den Menschen berühren können oder auch als ein Truglicht, das dann als Schatten ihn begleitet, daß er also in Dunkelheit wandelt. Die Dunkelheit aber empfindet der Mensch nicht, weil er sich, solange er nicht im Licht wandelt, Irrlichtern zuwendet, also im Licht zu stehen glaubt, das aber keinen Schein verbreitet, keine Wärme ausstrahlt, das nichts erleuchtet, sondern nur ein Blendlicht ist. Soll nun das Gedankengut verwertet werden, dann stellt es sich heraus, welche Wirkung es hat, denn das rechte Licht, die wahren Gedanken, werden zünden und überall wieder ein Lichtlein aufflammen lassen, während ein Blendlicht keine Kraft hat, einen Schein von sich zu geben, doch von Menschen, die in der Dunkelheit wandeln, wohl angenommen wird, weil sie das helle, strahlende Licht der Wahrheit nicht kennen und seine Wirkung noch nicht an sich verspürt haben. Und es kann nun gearbeitet werden mit dem Gedankengut, sei es der wissenden geistigen Welt oder den Kräften der Finsternis entströmt, nur wird es verschiedene Wirkung haben auf den austeilenden und auf den empfangenden Menschen. Wer wahres Gedankengut weiterleitet, der wird stets mehr und mehr empfangen, ob er auch ständig davon abgibt. Und es wird seine Seele sich aufwärtsentwickeln, sie wird in immer hellerem Licht stehen, alles erkennen und alles verstehen - denn Licht hat eine überaus wohltuende Wirkung. Wer aber irriges Gedankengut weiterleitet, der wird dennoch in Dunkelheit gehen und spüren, daß er kein Licht in diese Dunkelheit hineinträgt, nur durch das Aufblitzen von Irrlichtern zeitweise im Licht zu stehen glauben, um hinterher in noch tiefere Dunkelheit zu fallen. Er wird trotz Zuleiten von Gedankengut ohne Verständnis bleiben, die Dunkelheit um ihn wird nicht weichen, bis er von den Strahlen eines rechten Lichtes berührt wird, bis er die gedanklichen Eingebungen aus dem Lichtreich annimmt, sich also dem Einfluß wissender Wesen hingibt, die allein ihm Licht und Wahrheit vermitteln können. Amen. B.D. NR. 4439.

 

Buch 52 4440

Zweck göttlicher Offenbarungen.

22. September 1948. B.D. NR. 4440.

Die ewige Gottheit Selbst offenbart Sich euch Menschen in Ihrer unendlichen Liebe und Erbarmung. Diese Offenbarungen sind von so großer Wichtigkeit, daß ihr Diener Gottes auf Erden eure ganze Kraft daransetzen sollet, sie zu verbreiten. Sie sind ein Zeichen der ständigen Sorge Gottes um Seine Geschöpfe, wie sie aber auch eine ununterbrochene Kette von Anregungen sind, die den Menschen helfen sollen, sich selbst zu finden und in den göttlichen Willen einzugehen. (23.9.1948) Die göttlichen Offenbarungen umfassen ein Wissen, das in alle Gebiete hineinreicht und das so umfangreich ist, weil das Verständnis für alles im Menschen geweckt werden soll, auf daß keine Lücke des Wissens Zweifel in die reine Wahrheit aufkommen lassen kann. Denn es ist Gottes Wille, daß sich die Menschen in der Wahrheit bewegen, um dadurch ihren Vater und Schöpfer von Ewigkeit erkennen und lieben zu lernen und sich Ihm nun aus freiem Willen zu unterwerfen, auf daß das Urverhältnis wieder zwischen Ihm und Seinen Geschöpfen hergestellt werde, das unbegrenzte Seligkeit für letztere bedeutet. Es hat der Mensch auch stets die Fähigkeit, die göttlichen Offenbarungen als solche zu erkennen, jedoch setzt dies immer seinen Willen voraus, und der Wille soll angeregt werden dadurch, daß diese Offenbarungen in einer Weise den Menschen vermittelt werden, die übernatürlich erscheint und die nachdenklich machen soll; es muß ihre Aufmerksamkeit darauf hingelenkt werden und somit in Gesamtheit auf das Geistige, weil der Mensch zur Zeit seines Erdenwandels sich durch die Materie gefangennehmen läßt und geistiges Gebiet von ihm gemieden wird aus Unwissenheit und oft falscher Einstellung zu Gott. Es kann aber das Interesse dafür geweckt werden durch Hinweise und Belehrungen und also auch Bekanntgabe des sichtlichen Wirkens Gottes durch einen Menschen, das aber für alle Menschen bestimmt ist und für alle Menschen Bedeutung hat. Es muß ihnen der Zusammenhang von Gott und Mensch zum Bewußtsein gebracht werden, auf daß sie nun von selbst in das rechte Verhältnis zu Ihm treten und nun sowohl erkenntnisfähig sind für das Wirken Gottes als auch für die ihnen vermittelten Lehren und durch das Wissen um Seinen Willen sich so gestalten, wie es nötig ist, um das Urverhältnis wieder herzustellen - rechte Kinder des Vaters zu sein mit Licht und Kraft und dadurch selbst weise und machtvolle Wesen, die schaffen und gestalten können nach eigenem Willen, der dann auch der Wille Gottes ist. Amen. B.D. NR. 4440.

 

Buch 52 4441

Ausmaß des Zerstörungswerkes.

24. September 1948. B.D. NR. 4441.

In welchem Ausmaß der Zerstörungsakt im Willen Gottes vor sich gehen wird, davon könnet ihr Menschen euch noch keine Vorstellung machen, denn es wird alles übertroffen, was je gewesen ist. Länder und Meere werden sich verändern, Flüsse werden aus den Ufern treten und so Bilder geschaffen werden, daß die Menschen sich in andere Gegenden versetzt glauben und dadurch schon ein unbeschreibliches Chaos entsteht, weil die Menschen einander nicht mehr finden. Ohne Ruhe werden sie umherirren, bis sich willensstarke Menschen finden, die Ordnung zu schaffen suchen, und sich der schwachen Menschen annehmen. Es wird die Not so groß sein, daß nur allein Liebe sie ertragen läßt, und wo einer für den anderen tätig ist, wird auch bald Erleichterung und Hilfe zu spüren sein, die ihnen sichtlich von oben zuteil wird. Wer sich nun an Gott wendet und Ihn im Herzen anrufet, dem wird geholfen werden, denn nun zeigt Sich Gott mit Seiner Liebe und Allmacht so deutlich, daß es den Schwachgläubigen leicht wird, einen festen Glauben zu erlangen, und diese Zeit ist für den Ungläubigen eine Gnadenzeit, wo er sich noch leicht wandeln kann angesichts der Erscheinungen, die in der Kraft des Glaubens begründet sind. Diese Erscheinungen werden allen zu denken geben, doch nur allein der Glaubenswillige wird seinen Nutzen daraus ziehen, während die anderen stets nur von Zufall sprechen und verbittert der großen Not gegenüberstehen, einen Schöpfer ablehnen oder Sein Handeln verurteilen. Die Größe des Unglücks kann sie nicht zur Besinnung bringen, alles suchen sie sich natürlich zu erklären, und geistige Zusammenhänge lehnen sie gänzlich ab. Sie bleiben auch hart und gefühllos dem erleben des Mitmenschen gegenüber und scheuen sich nicht, sich selbst die Lage zu verbessern auf Kosten der Mitmenschen, die zu schwach sind, sich zu wehren. Not wird überall sein, wo Gott gesprochen hat, und sprechen wird Er dort, wo größte geistige Not ist, auf daß die Überlebenden ein Warnzeichen erhalten, damit die Zeit bis zum Ende genützet werden kann und auch die Menschen der nicht betroffenen Länder zur Besinnung kommen angesichts der Katastrophe, die zu gewaltig ist, um außer acht gelassen werden zu können. Denn es wird die gesamte Menschheit von Angst erfaßt werden, daß sich die Naturkatastrophe wiederholt und eine völlige Zerstörung der Erde zur Folge haben könnte. Diese wird zwar kommen, jedoch nicht unmittelbar nach der Naturkatastrophe. Die Angst davor aber ist heilsam für viele, wird doch der Gedanke an ein plötzliches Ableben und an das Leben nach dem Tode in vielen Menschen rege und kann einen Wandel der Lebensführung zeitigen. Die Welt wird helfend eingreifen wollen, doch in dem Ausmaß es nicht können, wie Hilfe erforderlich wäre. Dennoch wird jeder liebe- und hilfswillige Mensch von Gott gesegnet sein, denn die große Not kommt darum über die Menschen, daß sie ihre Herzen erweichen und ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht werden, daß sie in Liebe wirken auf Erden, um die Seelenreife zu erlangen. Solange die Menschen nur sich selbst versorgen, stehen sie in der Eigenliebe und schreiten geistig nicht vorwärts. Die Not der Mitmenschen aber kann ihre Liebetätigkeit rege werden lassen, und dann erfüllen sie den Willen Gottes und also ihre Erdenaufgabe. Dann ist auch die größte Not von Segen, und sie erfüllet ihren Zweck. Amen. B.D. NR. 4441.

 

Buch 52 4442

Gottes Segen und Schutz den Mitarbeitern.

25. September 1948. B.D. NR. 4442.

Ihr habt Mir eure Mitarbeit versprochen, und so ihr diese nun leistet, will Ich euch segnen. Und Ich will euch die innere Überzeugung gewinnen lassen, daß ihr einer gerechten Sache dienet, Ich will euch auch verstandesmäßig das erkennen lassen, was ihr als reine Wahrheit empfanget von Mir und weiterleiten sollet. Ich will also, daß ihr Mich Selbst erkennet in dem Wort, das ihr in euch vernehmet gedanklich, durch Meinen Geist diktiert. Ihr sollt so überzeugt sein davon, daß Ich Selbst zu euch rede, daß ihr ohne Zweifel die Mitmenschen belehren könnet und daß (euch, d. Hg.) kein Einwand durch Gegenreden, daß Ich Selbst der Urheber bin, erschüttern kann. Ich will Meinen Dienern ihr Amt leichtmachen, Ich will, daß sie freudig arbeiten für Mich, daß sie den Wert geistiger Gabe erkennen, die ihnen von oben geboten wird als außergewöhnliche Gnade. Und so sie überzeugten Glaubens sind, treten sie auch voller Eifer für die Wahrheit ein. Und dann wird ihre Arbeit gesegnet sein, sie wird nicht ohne Erfolg bleiben, es werden irrende Seelen gerettet, indem sie in die Wahrheit geleitet und Mir zugeführt werden. Und wer euch anhöret, der höret Mich an. Ich kann Selbst zu den Menschen reden durch euren Mund. Was es bedeutet, Verbindung zu bekommen mit den Menschen, die Mir noch fernstehen, die selbst niemals in Verbindung mit Mir treten können durch ihre Lieblosigkeit, die Meine Nähe ausschließet, das werdet ihr dereinst erkennen, denn unzählige Seelen gingen verloren, weil sie selbst die Bindung mit Mir nicht herstellen und dazu nicht gezwungen werden können. So ihr aber als Mittler tätig seid, ist ein Weg geschaffen, auf den Willen jener einzuwirken, und es besteht die Möglichkeit, Kraft von Mir zu beziehen, die ihnen sonst nicht zugehen kann. Eure Mitarbeit ist daher so nötig und wird niemals von Mir aus gehemmt oder verhindert werden, Ich werde euch vielmehr unterstützen in jeder Weise, Ich werde euch die reine Wahrheit so darbieten, daß es euch drängt, sie weiterzuleiten, und eure Arbeit für euch zur Freude wird. Denn Ich will euch nicht verlieren als Helfer und Diener, Ich will, daß ihr immer reger werdet, daß euch nur noch die Arbeit für Mich und Mein Reich befriedigt, daß sie euch zu erhöhter Tätigkeit antreibt und ihr keine Gelegenheit ungenützt lasset, denn es ist die letzte Zeit, es ist die Zeit der Ernte, wo Ich viele Schnitter benötige, auf daß alle Arbeit in Meinem Weinberg getan ist, so der letzte Tag anbricht. Amen. B.D. NR. 4442.

 

Buch 52 4443

Darbietung des göttlichen Wortes große Hilfe.

26. September 1948. B.D. NR. 4443.

Mit der Darbietung Meines Wortes ist eine überaus große geistige Hilfe verbunden, denn es ist ein sichtbares Zeichen übernatürlichen Wirkens, so daß der Mensch wieder festen Fuß fassen kann, so er wankend geworden ist im Glauben. Er hat eine gewisse Garantie dafür, daß sein Denken richtig ist, so es ihn an ein Leben außerhalb der Erde glauben ließ, er kann sich mit Sicherheit in einem Gebiet bewegen, das ihm nur noch Phantasie erschien und als solche auch von weltlich gesinnten Menschen hingestellt wird. So aber berührt ein Strahl aus dem geistigen Reich die noch erdgebundenen Menschen, und nur deren Willen ist nötig, um den Strahl als vom geistigen Reich ausgehend zu erkennen. Ist aber dieser Wille vorhanden, dann ist auch schon die Verbindung geschaffen zwischen beiden Welten. Es ist eine Brücke gefunden, auf welcher der Mensch ungehindert in das geistige Reich gelangen kann. Und also kann er auch glauben. Durch die Darbietung Meines Wortes verhelfe Ich also dem Menschen zu einem überzeugten Glauben, wenngleich auch dieser noch vom freien Willen abhängig ist. Ich helfe ihm, bestimme ihn aber nicht zwangsmäßig zum Glauben. Und so ist daraus zu ersehen, daß Ich euch Menschen beistehe und mit Meiner Gnade ständig auf euch einwirke, daß ihr aber selbst die Gnade auf euch wirken lassen müsset, wollet ihr Meiner Hilfe teilhaftig werden. Die letzte Zeit bringt so große Erschütterungen mit sich, daß ein fester Glaube unbedingt nötig ist, um standzuhalten, und es würde niemand seinen Glauben behalten angesichts der brutalen Mittel, die zur Bekämpfung des Glaubens angewendet werden, wenn nicht mit Meiner Hilfe der Mensch einen überzeugten Glauben gewinnen könnte zuvor. Da die Zeit des Glaubenskampfes kurz bevorsteht, suche Ich auf die Menschen noch so einzuwirken, daß sie sich zuvor schon schlüssig werden können und das rechte Verhältnis mit Mir herstellen. Und darum spreche Ich zu euch durch einen Menschen, der Mein Wort direkt vernimmt und es auch weiterleiten kann. Es ist dies ein Gnadenakt, der bedingt ist durch die außerordentliche Schwäche der Menschen vor dem Ende. Die Entfernung von Mir ist zu groß und kann nicht leichtlich überbrückt werden, wenn nicht ein fester Glaube an Mich als liebender, weiser und allmächtiger Gott zugrunde liegt. Zu diesem festen Glauben nun suche Ich euch zu verhelfen, und darum offenbare Ich Mich euch, indem Ich von oben zu euch spreche in einer Weise, daß ihr Mich erkennen könnet, so ihr willig seid, so ihr die Gnaden in Anspruch nehmet, die Ich euch zufließen lasse in Meiner Liebe und Erbarmung mit den schwachen, in großer Not sich befindlichen Wesen, die von Mir einst ihren Ausgang nahmen und wieder zu Mir zurückkehren sollen. Denn sowie sie den Glauben an Mich gewinnen, sind sie gerettet für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4443.

 

Buch 52 4444

(Kann Gott leiden?) Liebe Gottes.

27. September 1948. B.D. NR. 4444.

Der Sich euch kundgibt aus übergroßer Liebe, Der wirbt um euch mit aller Beharrlichkeit, und Er gibt euch nicht auf, weil ihr Sein seid seit Ewigkeit. Seine Liebe ist unwandelbar, sie ist aber auch Gesetz in sich, d.h., nur Liebe kann sich zur Liebe gesellen, und da Gott die ewige Liebe Selbst ist, verlangt Er auch nach Liebe und sucht darum alle Seine Geschöpfe zur Liebe zu gestalten, auf daß Er Sich mit ihnen vereinigen kann. Und also sucht Er die Liebe Seiner Geschöpfe zu gewinnen und hat ewig kein anderes Ziel, weil der Zusammenschluß in Liebe Seligkeit bedeutet für das Geschöpf und auch die Seligkeit Gottes ständig erhöht. Gott ist vollkommen und als vollkommenes Wesen unbegrenzte Seligkeit zu geben fähig, wie Er aber auch umgekehrt solche empfangen will von Seinen Geschöpfen, die aus Seiner Liebekraft hervorgegangen sind. Seligkeit bereiten setzt aber immer Liebe voraus. So also Gott nach der Liebe Seiner Geschöpfe verlangt, weil Er Sich ihnen schenken will, muß das Entbehren der Liebe auch die gebende Liebe einschränken, also obgleich sie sich nicht verringern kann, wird doch ihre Kraft begrenzt, was auch verminderte Seligkeit bedeutet - bei der Fülle göttlicher Liebe erst dann erwähnenswert, wenn nahezu alle Geschöpfe sich von Ihm abwenden, also Ihm ihre Liebe verweigern - ein Zustand, der am Ende einer Erlösungsperiode in der Schöpfung eingetreten ist. (28.9.1948) Dann tritt eine unvergleichliche Sehnsucht an die Stelle der Seligkeit, die zwar nicht, wie auf Erden, leidvoll ist, jedoch vermehrten Hilfswillen und übergroße Barmherzigkeit zum Auslösung bringt. Es kann Gott niemals leiden, jedoch wird die sich vergrößernde Entfernung Seiner Wesen von Ihm vermehrte Kraftentfaltung zur Folge haben, also unentwegt wird die Liebe Gottes um die Liebe Seiner Geschöpfe werben, weil Er sie nicht aufgibt, und wenn Ewigkeiten darüber vergehen, bis sie sich Ihm in Liebe zuwenden. Ein Leidenszustand würde nur dann eintreten, wenn - was einst aus der Liebe Gottes seinen Ausgang nahm, unwiederbringlich verloren wäre an Seinen Gegner - was jedoch niemals möglich ist, weil die Fülle göttlicher Liebe nichts verlorengehen läßt, ja sogar Seinen Gegner selbst gewinnt, wenn auch in endlos ferner Zeit, für die menschlich keine Schätzung mehr möglich ist. Daß sich jemals die Liebe Gottes verringert, schaltet völlig aus, denn Liebe ist etwas so Gewaltiges, daß sie alles zwingt und die Kraft göttlicher Liebe genügen würde, sofort Sich Seine Geschöpfe geneigt zu machen, wollte Er sie in ganzer Fülle wirken lassen. Doch Seine Seligkeit erhöht sich, so Seine Geschöpfe selbst zu Ihm kommen und Ihm ihre Liebe antragen. Und darum wirket Er nur im geringsten Grad auf jene ein, immer den Willen anzuregen suchend, daß dieser Ihm zudränge. Wendet sich der Wille des Menschen ab von Gott, so läßt auch die Liebekraft Gottes nach, gibt ihn aber dennoch nicht auf. Das Werben um die Liebe Seiner Geschöpfe ist gleichfalls ein Akt der Seligkeit, was den Menschen zwar erst dann begreiflich ist, wenn sie selbst in erwidernder Liebe stehen, die auch niemals aufhören wird, zu werben um die Liebe des anderen. Erfüllte Liebe ist Seligkeit, unerwiderte Liebe aber ein Zustand der Vereinsamung, der sich als Kraftlosigkeit oder als erhöhte Krafterzeugung auswirkt - je nach Stärke der Liebe, weshalb die Wesen des Lichtreiches ständig in Liebe wirken können, wenngleich sie oft auf Widerstand stoßen von seiten der Menschen - weil sie von Liebe erfüllt sind und auch unerwiderte Liebe keine Schmälerung ihrer Kraft, sondern nur erhöhter Anreiz zur Tätigkeit ist. Die Menschen auf der Erde benötigen noch Kraftzufuhr, die ihnen durch Liebe zugeht und für sie daher Mangel an Liebe auch Mangel an Kraft und Tätigkeitsdrang bedeutet, also als Leidenszustand empfunden wird. Doch das Bewußtsein bleibt dem Menschen jederzeit, daß die Liebe Gottes ihm sicher ist, daß die Liebe des Menschen immer Erwiderung findet, so sie Ihm gilt, und daß Seine Liebe die wahre Seligkeit ist für jeden, der sie begehret. Amen. B.D. NR. 4444.

 

Buch 52 4445

Gottes Wille - Menschenwille. Freier Wille.

29. September 1948. B.D. NR. 4445.

Wie es beschlossen ist seit Ewigkeit, so geht das Weltgeschehen seinen Gang, d.h., menschlicher Wille bestimmt zwar den Verlauf, doch immer werden die Auswirkungen dessen, was durch menschlichen Willen angeregt wird, Meinem Willen entsprechen, also in irgendeiner Weise der Aufwärtsentwicklung der Menschen dienen, so diese den rechten Nutzen ziehen aus jedem Geschehen. Und so kann wohl die Absicht der Menschen eine gänzlich Meinem Willen widersprechende sein, doch so Ich etwas zulasse, verbinde Ich auch ein Ziel damit, und somit entspricht jegliches Geschehen Meinem Plan von Ewigkeit, weil Ich seit Ewigkeit weiß um den Willen der Menschen, um ihre Gedanken und Taten, und daher doch ein jeder frei wollen und handeln kann, er also keineswegs bestimmt ist, das auszuführen, was er tut. Daß Ich darum weiß, ist kein Beweis eines zwangsmäßigen Einwirkens auf den Willen der Menschen - was sie tun wollen, steht ihnen frei, doch wie sich ihr Tun auswirkt, unterliegt Meinem Willen. Und so werden die Menschen in der Endzeit Dinge vollbringen, die ihren materiellen Geist kennzeichnen, sie werden ihr irdisches Leben verbessern und sich Genüsse verschaffen wollen und darum Handlungen ausführen, die aber das Gegenteil zur Folge haben, weil Ich es so will - weil Ich weiß, daß die Verwirklichung ihrer Pläne nur völligen geistigen Rückgang bedeutet, und Ich also ihre Absichten durchkreuze, um indirekt ihnen zu verhelfen zur Seelenreife, wenngleich nur wenige dies erkennen und auch die Zahl derer klein ist, die um Meinen Plan von Ewigkeit wissen und in allem Meine Führung sehen. Mehr denn je werden Menschen in der Endzeit des Glaubens sein, daß sie es sind, die durch ihren Willen das Schicksal der Völker lenken, und doch sind sie nur die Figuren im Spiel. Sie werden von Mir regieret, doch immer unter Achtung ihres freien Willen, den Ich niemals antasten werde um der Menschen selbst willen. Wenn also durch Menschen ein Akt vollzogen wird, der nicht die Liebe zur Ursache hat, wenn dadurch weltliche Vorteile erstrebt werden, wenn er wider die christliche Nächstenliebe verstößt oder in Haß oder Lieblosigkeit gegen die Mitmenschen zum Ausdruck kommt, dann hindere Ich diese Handlungen nicht, Ich lasse auch da den Menschen freien Willen, aber Ich fordere auch Verantwortung von ihnen für jede Tat oder jeden Gedanken, der die Mitmenschen in irgendeiner Weise schädigt. Ob aber ihre Pläne zur Ausführung kommen mit dem Erfolg, den sie sich wünschen, ist ganz allein Mein Wille, und was nun auch geschieht, wird immer dem strebenden Menschen Gelegenheit geben, zu Mir zu finden, Mich zu erkennen und mit Mir in Verbindung zu treten. Und so dienet Mir auch die Unterwelt, d.h., auch sie kann Meinen Willen nicht aufhalten und wird sonach ungewollt nur dazu beitragen, daß Mein Plan von Ewigkeit zur Ausführung kommt, der die Erlösung des Geistigen bezweckt. Amen. B.D. NR. 4445.

 

Buch 52 4446

Rechte Lehrkraft. Gott als Lehrmeister. Schule des Geistes.

30. September 1948. B.D. NR. 4446.

Ich habe euch in Meine Schule genommen, um euch auszubilden zu tüchtigen Lehrkräften, die im Besitz der reinen Wahrheit sind und also lehren können zum Nutzen der Menschheit. Dieses Lehramt ist überaus wichtig in der letzten Zeit vor dem Ende, sind doch nur wenige Menschen befähigt, die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen und also gleichfalls direkt von Mir belehrt zu werden über ihre Erdenaufgabe, über ihren Schöpfer und Vater von Ewigkeit, über ihr eigentliches Verhältnis zu Ihm und über die Auswirkung rechten und falsch genützten Willens. Dieses Wissen muß ihnen in vollster Wahrheit unterbreitet werden, auf daß sie nicht irrigen Lehren zum Opfer fallen, denn viele werden sich anmaßen, lehrend aufzutreten, und ein jeder von ihnen wird sich für berufen halten, ohne jedoch von Mir berufen worden zu sein für ein Amt, das Wahrheitsträger benötigt, um recht versehen zu werden. Die reine Wahrheit allein bedeutet Helligkeit, die reine Wahrheit allein führt zu Mir, wie sie auch von Mir ausgeht, und darum nehme Ich Meine Diener für dieses Lehramt Selbst in die Schule und weihe sie in alles ein, was sie zu ihrer Mission benötigen. Und Ich unterweise sie wahrlich recht. Niemals werde Ich es dulden, daß anderes als reine Wahrheit denen vermittelt wird, die als dienende Kräfte auf Erden für Mich tätig sein wollen, und immer werde Ich Aufklärung geben, wo Zweifeln oder Unkenntnis ist, auf daß die Lehrenden völlig klar sehen, Einwände oder Widersprüche widerlegen können und Fragen jederzeit wahrheitsgemäß beantworten. (1.10.1948) Es muß die Wahrheit von Mir direkt in Empfang genommen werden, soll sie rein und unverfälscht sein, und immer wieder bilde Ich Mir daher geeignete Lehrkräfte aus, die erstmalig diese Wahrheit entgegennehmen durch die Stimme des Geistes und sich auch verstandesmäßig mit ihr auseinandersetzen, so daß sie dann in voller Überzeugung unterrichten können, wie es Mein Wille ist. Bekundet nun ein Mensch auf Erden Mir gegenüber seinen Willen, für Mich tätig zu sein, so ist er Mir ein willkommener Schüler, dem Ich tiefes Wissen zuleite und ihn für seine pädagogische Arbeit vorbereite. Also wird er erst selbst unterwiesen in gleicher Weise, wie er dann die Mitmenschen belehren soll, die außerhalb der Verbindung mit Mir stehen. Denn sie sollen zu Mir finden, sie sollen Mich erkennen lernen als einen liebevollen Lehrmeister, als einen Gott der Gnade und Gerechtigkeit, der Liebe und Weisheit; Ich will auch ihnen Mein Evangelium vermitteln und muß Mich daher derer bedienen, die Mich Selbst durch sich reden lassen. So Ich euch also unterweise, bin Ich auch Selbst in euch tätig, es ist Mein Mund, der zu euch Worte der Liebe spricht, es ist Mein Geist, der daraus euch entgegentönet, es ist Meine Liebe, die sich durch das Wort in euch äußert. Ihr seid nur die Form, derer Ich Mich bediene. Also unterweise Ich Selbst die Menschen durch euch, immer aber ist Meine Kraft am Werk, so ihr Menschen das Evangelium vernehmet durch jene, die von Mir das Wort in Empfang nehmen. So ihr also diese anhöret, höret ihr Mich an, und so ihr ihnen keinen Glauben schenkt, habt ihr auch keinen Glauben an Mich, ansonsten ihr Meine Stimme sofort erkennen möchtet als die Stimme eures Schöpfers, des Vaters von Ewigkeit. Darum achtet derer, die Ich euch zusende, und nehmet ihre Worte ernst, dann werdet ihr auch bald den Lehrmeister erkennen lernen und Seiner Schule euch angliedern, denn wahrlich sage Ich euch, ständig seid ihr von Lehrkräften umgeben, die alle in Meinem Auftrag tätig sind im geistigen Reich. Und sie sorgen dafür, daß ihr recht unterwiesen werdet, daß ihr die Wahrheit erkennen lernet und sie auch nimmermehr verlieret, auf daß ihr als Lehrkräfte auf Erden ihnen helfen könnet, die Menschen zu rechtem Denken zu erziehen, denn nur die Wahrheit verhilft euch Menschen zum Zusammenschluß mit Mir, zur ewigen Seligkeit. Amen. B.D. NR. 4446.

 

Buch 52 4447

Ruf Gottes wie ein gesprochenes Wort.

2. Oktober 1948. B.D. NR. 4447.

Ihr werdet Meinen Ruf hören wie ein gesprochenes Wort, und dann wird jeder Zweifel fallen, jede Schwäche überwunden sein, jede Unentschlossenheit wird von euch weichen, dann werdet ihr Mir gern und freudig dienen und Mir treue Arbeiter sein auf Erden. Die Wege, die ihr gehen sollt, werde Ich Selbst euch führen, es wird alles an euch herantreten, so daß ihr nur zu handeln brauchet, wie es euch von innen drängt, und jede Gegenbedenken werden schwinden, weil in euch noch Mein Wort nachtönet, weil ihr über dieses tönende Wort voller Seligkeit und Bereitwilligkeit seid und nun ganz im Dienst für Mich und Mein Reich aufgeht. Dann aber wisset ihr auch, daß die Stunde gekommen ist, wo eure Mission beginnt, und daß große Anforderungen gestellt werden an euch, weil die Not einsetzet, weil sich dann erfüllet, was Ich vorausgesagt habe durch Wort und Schrift. Ich Selbst melde Mich nun allen Menschen vernehmbar, Ich spreche durch die Elemente der Natur zu ihnen, weil sie Mich sonst nicht anhören wollen und die Zeit des Endes eine große Erschütterung des Denkens der Menschen gebietet. Und dann setze Ich auf euch die Hoffnung, daß ihr Mir auf Erden feste Stützen seid, daß ihr eure Mission ernst nehmet und Mir helfet an der Errettung zahlloser irrender Seelen. Ihr könnt es, und Ich verlange nichts Unerfüllbares von euch, denn Ich Selbst bin jederzeit mit euch und gebe euch Kraft, so daß ihr gewissermaßen nur das auszuführen braucht, was Ich euch gedanklich auftrage, und ihr euch immer nur Meiner Kraft zu bedienen brauchet - daß Ich Selbst also wirke durch euch, die ihr euch gänzlich Meinem Willen unterstellt durch bewußte Hingabe an Mich. Die Not um euch wird euch treiben zu eifriger Betätigung, überall werdet ihr versorgte, ängstliche Menschen finden, die euch dankbar sind für tröstenden Zuspruch, für aufklärende Worte, die ihnen Hoffnung geben auf Hilfe von oben, die ihren schwachen Glauben aufleben lassen oder auch gänzlich Ungläubige nachdenklich machen. Euer überzeugtes Reden wird ihnen wohltun, sie werden sich an euch halten, so daß ihr also ihnen kräftige Stützen sein könnet in der schweren Zeit, die ihr alle noch durchleben müsset. Doch Ich lege euch allen nur die Last auf, die ihr zu tragen fähig seid mit Meiner Hilfe. Nehmet ihr Meine Hilfe nicht in Anspruch, dann wird sie zu schwer auf euch lasten, so ihr euch nicht dem Satan verschreibet, der euch wohl auch helfen wird, doch dann ist eure Seele für ewig verloren. Wer an Mich glaubt und Mich vertrauensvoll bittet um Hilfe, der wird nicht vergeblich zu Mir rufen, und er wird, ohne Schaden an seiner Seele zu nehmen, die Zeit überstehen bis zum Ende. Tuet ihnen dies kund, ihr Meine Diener auf Erden, daß ein jeder sein Schicksal selbst in der Hand hält, daß es für jeden Menschen Hilfsmöglichkeit gibt, so er sie nur ergreifen will, daß Ich für einen jeden bereit bin und ihm das schwerste Kreuz tragen helfe, doch er selbst muß zu Mir kommen und Mich um Hilfe angehen, dann wird er sichtlich betreut werden, und jede Not wird für ihn erträglich sein. Amen. B.D. NR. 4447.

 

Buch 52 4448

Tönendes Wort und Bedingungen.

2. Oktober 1948. B.D. NR. 4448.

Des leisesten Empfindens müsset ihr achten, wollet ihr Meine Stimme in euch vernehmen. Und darum kann die Übertragung Meines Wortes nur stattfinden in völliger Abgeschlossenheit von der Welt. Ihr lebt zwar noch mitten in der Welt, doch es kann um euch herum alles in ein Nichts versinken, es kann völlig unbemerkt von euch bleiben, so eure Gedanken sich nach innen kehren und Mich suchen. Dann betrachtet ihr andere als irdische Sphären, dann weilet ihr schon im geistigen Reich, eure Seele hat sich hinübergeschwungen, während der Körper auf der Erde zurückbleibt, ohne jedoch die Verbindung mit der Seele verloren zu haben. Wem es gelingt, alle weltlichen Gedanken auszuschalten und sich zu konzentrieren, der wird es bald leise im Herzen sprechen hören und desto klarer, je mehr die Lösung der Seele vom Körper vollzogen ist, d.h., je mehr die Seele dem Reich zustrebt, wo Mein Wort seinen Ausgang hat, wo Ich Selbst weile inmitten der Wesen, die euch in Meinem Auftrag belehren, so die Belehrung nicht direkt von Mir ausgeht. Die Welt will zwar eine direkte Ansprache Gottes an die Menschen nicht wahrhaben, sie kann es nicht glauben, weil sie, d.h. die Weltmenschen, niemals diese feine Stimme zu hören vermögen, und immer nur das beachten, was der Körper fordert und was er leistet. Die Seele ist ihnen ein unglaubwürdiger Begriff, die Seele wird nicht von ihnen anerkannt und daher auch nicht akzeptiert, was die Seele empfängt aus dem geistigen Reich und den Menschen auf der Erde vermitteln will. Sie glauben es nicht, weil ihnen auch der Wille fehlt, die Bedingungen zu erfüllen, die ein Vernehmen Meiner Stimme möglich machen. Sie trennen sich nicht in Gedanken von der Welt, sondern streben diese unentwegt an, so daß ihnen keine Stunde innerer Einkehr bleibt, sie also niemals ein Innenleben führen, ohne solches aber das Vernehmen Meines Wortes undenkbar ist. Ich trete den Menschen nicht von außen nahe, sondern im Herzen komme Ich ihnen entgegen. Ich wirke zwar auch offensichtlich, so daß es äußerlich erkennbar ist, mit welchen Menschen Ich bin, welche Menschen von Mir Kraft empfangen - doch immer nur dort, wo ein Liebeleben geführt wird, wo Ich im Herzen Einkehr halten kann, weil Ich im Herzen gerufen werde. Ich wirke immer nur dort, wo ein Erdenkind fest an Mich glaubt und innige Liebe zu Mir empfindet, und beides sind Empfindungen der Seele, woran der Körper als solcher unbeteiligt ist. Wer Mich also hören will, der muß zu Mir kommen, und Ich bin nicht in der Welt, sondern im geistigen Reich, wenngleich Ich auch der Welt mit Meinem Willen vorstehe, doch nur allein deshalb, um auch die Weltmenschen zu gewinnen, sie herauszulocken aus dem Trubel der Welt in die Einsamkeit, um ihnen die Güter begehrenswert zu machen, die allein einen Wert haben für die Ewigkeit. Ziehet euch zurück in die Stille und lauschet in euch, und ihr werdet Mich hören klar und deutlich, so ihr jeden Gedankens achtet, solange ihr nicht das tönende Wort in euch vernehmet, was eine besondere Seelenreife und innigste Verbindung mit Mir voraussetzt. Doch Ich offenbare Mich einem jeden, der Meinen Willen erfüllt und Mich zu hören begehrt. Amen. B.D. NR. 4448.

 

Buch 52 4449

Stunde der Berufung. Ankündigung des Endes.

3. Oktober 1948. B.D. NR. 4449.

Die Stunde eurer Berufung rückt immer näher und wird auch euch überraschen, obwohl ihr davon Kenntnis habt. Scheinbar wohl ist ein Zustand der Ruhe eingetreten, der auch eure Arbeit für Mein Reich zurückgestellt erscheinen läßt, doch der Umschwung wird plötzlich kommen, und ein völlig neues Blickfeld wird sich euch eröffnen, ihr werdet abgedrängt vom Irdischen, und das Geistige wird in den Vordergrund treten, und dann beginnt eure letzte, aber überaus wichtige Mission auf dieser Erde. Dann wird auch jede irdische Sorge zurücktreten, denn von selbst regelt sich alles für euch, und Mein Wirken an euch wird so offensichtlich sein, daß über euch eine Ruhe kommt, die euch jede geistige Arbeit ausführen läßt. Es ist die Zeit gekommen, die Ich ankündigte fort und fort - es tritt die Erde in die letzte Phase ihrer Entwicklung ein, und überraschend schnell ist eine Weltlage geschaffen, die alle Menschen mit Spannung erfüllt. Wohl dem, der daran erkennt, wie nahe das Ende ist und wie sich alles erfüllt, was lange zuvor verkündet wurde durch Seher und Propheten. Es geht dem Ende zu. Ihr glaubt es nicht, weil ihr noch mitten in der Welt steht und alles nur rein weltlich, d.h. irdisch materiell betrachtet und für das Geistige keinen Sinn habt. Auch die kommenden Ereignisse werdet ihr nur rein weltlich ansehen und wieder nur für das leibliche Wohl Sorge tragen, doch eindringlich warne Ich euch davor und ermahne euch, nur für eure Seele noch zu sorgen, denn ihr steht kurz vor dem Ende. Immer wieder muß Ich euch diese Versicherung geben, weil euer Glaube schwach ist, so ihr überhaupt noch glaubet an Mich und Mein Wort. Doch so ihr Meinem Wort von oben nicht Glauben schenket und doch gläubig zu sein euch dünkt, so vergleichet das geschriebene Wort aus dem Buch der Väter - und ihr werdet dort nichts anderes finden, als was Ich euch sage aus der Höhe. So ihr aber jenes nicht verwerfen wollet, dann könnet ihr auch ein letztes Gericht mit allen vorhergehenden Anzeichen nicht ableugnen. Wer aber von euch will wissen, wann das Ende da ist - und wer von euch will es für gänzlich unmöglich halten, daß die Zeit jetzt schon gekommen ist? Und so Ich euch nun aufmerksam mache darauf, daß die Zeit erfüllet ist, so setzet Meinem Wort keine Zweifel entgegen, sondern glaubt, daß Ich es bin, Der euch dies sagt, daß Ich es bin, der um alles weiß, und daß Mein Plan festgelegt ist seit Ewigkeit. Demnach wird sich nun auch alles abwickeln, wie es bestimmt ist. Und so wird der Ruf an euch, Meine Diener und Jünger der Endzeit, bald an euch ergehen und große Veränderungen mit sich bringen. Dann aber gebt euch willig in Meine Hand, die euch führen wird sicher und behutsam über alle Fährnisse des Lebens, auf daß ihr eure Mission nun erfüllet nach Meinem Willen. Und Ich will euch segnen und jede Arbeit, die ihr leistet, für Mich und Mein Reich. Amen. B.D. NR. 4449.

 

Buch 52 4450

Ringen um starken Glauben.

4. Oktober 1948. B.D. NR. 4450.

Das Ringen um tiefen unerschütterlichen Glauben darf nicht nachlassen, ansonsten die Gefahr besteht, daß die Sorge um das leibliche Wohl die seelische Sorge übertrifft und der Mensch schwach wird in jeder Beziehung. Der tiefe Glaube allein gibt Kraft, im Glauben liegt die Gewähr jeglichen Gelingens, der Glaube gibt Ruhe und Frieden des Herzens, und jegliche Sorge schwindet, so der Mensch einen starken Glauben besitzet. Nicht die eigene Kraft bewältigt das Maß der Anforderungen, die an einen Menschen gestellt werden, sondern nur allein die Glaubenskraft, denn diese ist göttliche Kraft, sie strömet auf den Menschen über, der im tiefen Glauben Mir alle seine Nöte vorträgt, auf daß Ich ihm helfe. Der feste Glaube, daß Ich ihm helfe, sein Erdenleben zu meistern, sichert ihm auch die Kraft, die erforderlich ist zur Überwindung irdischer Anforderungen. Ist aber der Glaube schwach, dann wird der Mensch ängstlich, er lenkt sein ganzes Augenmerk nur auf seine irdische Tätigkeit, er wird lau im geistigen Streben und schreitet nicht vorwärts, was aber allein wichtig ist im Erdenleben. Ein fester Glaube ist Vertrauen zu Mir. Dieses darf euch nicht mangeln, denn wer kein Vertrauen hat zu Mir, der glaubt auch nicht an Meine Liebe und Meine Allmacht, also er glaubt nicht an ein vollkommenes Wesen, das in tiefer Liebe euch verbunden ist. Ringet um starken Glauben, lasset nicht nach, darum zu beten, euch vorzustellen, daß Ich mit Meinen Geschöpfen ewiglich zusammengehöre, daß ihr, die ihr aus Mir hervorgegangen seid, ständig umsorgt und betreut werdet und daß Ich euch nicht in der Not belassen will, so ihr euch selbst als Meine Kinder fühlet und nun auch als Kind zum Vater kommet und Ihn bittet um Hilfe. Ich will als erstes euer Vertrauen zu Mir, euren Glauben, daß Ich euch helfen kann und helfen will. Habt ihr diesen Glauben, so ist euch auch schon geholfen, denn niemals lasse Ich einen starken Glauben zuschanden werden. Verbindet euch im Geist mit Mir sprechet mit Mir und erwartet Meine Hilfe - und sie wird euch werden. Amen. B.D. NR. 4450.

 

Buch 52 4451

Wer einen Meiner Brüder aufnimmt. Gotteslohn. Hilfe den Dienern.

4. Oktober 1948. B.D. NR. 4451.

Ihr werdet euch einen Gotteslohn erringen, so ihr Meinen rechten Vertretern auf Erden Obdach gewähret, denn ihr gebet dann auch Mir Selbst Unterkunft, Der Ich mit ihnen bin, Den ihr wohl nicht erschauen, aber jederzeit wahrnehmen könnet, so ihr das Treiben Meiner Jünger verfolgt und ihre außergewöhnliche Mission erkennen werdet. Dann wird euch offenbar werden, daß sie nicht aus eigener Kraft tätig sind, sondern, von göttlicher Kraft durchströmt, Übernatürliches zu leisten vermögen. Und dann stehet ihr auch selbst im Segen göttlicher Offenbarungen, ihr dürfet mit empfangen und höret also Mich Selbst, so Ich durch Meine Diener mit euch spreche. Ihr nehmet dann Mich Selbst auf und könnet dann als Gegengabe Meine Liebe erwarten, die euch tausendfach lohnet, was ihr an Meinen Dienern tut. Denn wer Mein rechter Jünger ist, der wird an irdischer Habe arm sein gleich Mir, als Ich auf Erden wandelte, und er wird nichts sein eigen nennen und immer angewiesen sein auf die Liebe des Nächsten. Und daher sollet ihr sie aufnehmen und ihnen geben, was sie benötigen, aus wahrer christlicher Nächstenliebe. Und ihr werdet mehr empfangen, als ihr gebet, denn ihr gebet nur irdische Güter, Ich aber vermittle euch geistige Güter, die nicht vergehen können und die ihr also mitnehmen könnet in das geistige Reich. Daran aber erkennet ihr Meine rechten Diener, daß sie mittellos sind und in vieler Hinsicht angewiesen auf die Liebe des Nächsten, auf hilfswillige Menschen, daß sie unterstützt werden müssen von denen, die Mittel zur Verfügung haben. Ich führe euch Meine Diener zu, die ihr aufnehmen sollet, so sie euch bitten um Hilfe. Ihr werdet keineswegs zu Schaden kommen, doch unglaublich viel gewinnen, denn Meine Verheißung wird sich erfüllen: Wer einen Meiner Brüder aufnimmt, der nimmt Mich auf, und Mein Lohn ist wahrlich nicht gering bemessen. Und daran werdet ihr auch die Endzeit erkennen, daß Ich Diener berufe zum Wirken für Mich und Mein Reich, denn Ich habe es euch angekündigt, daß die Zeit der Ernte gekommen ist und daß Ich viele Schnitter benötige für diese Zeit. Auf daß nun Meine Diener arbeiten können, sollen sie entlastet sein von irdischen Sorgen und Menschen auf Erden finden, die ihnen treu zur Seite stehen, die ihnen irdische Sorgen abnehmen und sie unterstützen in jeder Weise, auf daß sie die geistige Arbeit ungehindert ausführen können. Und Ich will jene segnen, und Meine Gnade werden sie spüren, weil auch sie Anteil nehmen an dem Liebestrom, der sich ergießet über die Meinen, über alle, die mit den Meinen in Verbindung stehen, die sie nicht anfeinden, denn auch sie stehen unter Meinem Schutz, auch ihnen bin Ich Selbst nahe und äußere Mich ihnen gegenüber im Wort. Amen. B.D. NR. 4451.

 

Buch 52 4452

Gerichtete Materie. Gebundener Wille.

5. Oktober 1948. B.D. NR. 4452.

Die gerichtete Materie ist das Geistige in gefesseltem Zustand, das durch seinen Gott-widerstrebenden Willen sich selbst gerichtet hat, d.h. in den Zustand des gebundenen Willens versetzt worden ist durch Gottes Willen. Es kann also nicht mehr, wie es uranfänglich der Fall war, frei wollen und seinen Willen in die Tat umsetzen, sondern es ist völlig kraftlos und steht im Mußgesetz, es ist gezwungen, sich zu bewegen im Willen Gottes - es steht im gebundenen Willen. Dieser Zustand dauert Ewigkeiten hindurch und umfaßt endlos viele Verformungen und Entwicklungsstadien und geht durch zahllose Schöpfungen bis zum Stadium als Mensch, wo es dann aus dem gebundenen Willen heraustritt in die Freiheit des Willens, wo es dann, obgleich es noch gerichtet ist, sich erlösen kann, wenn es die Freiheit seines Willens recht nützet, d.h. zur Annäherung an Gott. Es ist also zuvor ein gerichtetes Wesen, das aus dem Gericht heraustreten kann in den Zustand geistiger Freiheit, der Kraft und des Lichtes. Es ist nun ein falscher Begriff, daß der Mensch durch die Sünde unter dies Gericht fällt, sondern er befindet sich schon im Gericht, so er als Mensch die Erde betritt, und ist solange noch im Gericht, wie er noch nicht wiedergeboren ist, also seinen Geist noch nicht zum Erwachen gebracht hat. Und je nach seinem Lebenswandel, der ohne Sünde, aber auch ein sehr sündiger sein kann, verdickt sich die Hülle um das Geistige, oder sie löset sich allmählich auf. Verharrt aber das Geistige als Mensch im Widerstand gegen Gott, dann besteht die große Gefahr, daß die ganze endlos lange Zeit einer Erlösungsepoche vergeblich gewesen ist für das Geistige, daß es den gleichen Gang noch einmal zurücklegen muß und also das Geistige wieder in der Materie gebunden wird, die es längst schon überwunden hatte. Dann tritt es wieder in das Mußgesetz ein, es wird wieder vom Willen Gottes gelenkt und ist gefesselt in der härtesten Materie, ein Zustand, der mit Hölle bezeichnet werden kann, weil er äußerst qualvoll ist für das Geistige, das uranfänglich geschaffen war in vollster Freiheit und Kraft und Macht und nun diese nicht mehr gebrauchen kann, bis es sich vollständig gewandelt hat und den Zusammenschluß mit Gott gefunden hat im freien Willen. Dann tritt das Wesen von selbst in den Willen Gottes ein und wird zum seligsten Geschöpf, wie es seine Bestimmung war von Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4452.

 

Buch 52 4453

Übernatürliche Kräfte. Übertragung aus dem geistigen Reich.

6. Oktober 1948. B.D. NR. 4453.

Übernatürliche Kräfte sind am Werk, wo die Übertragung des göttlichen Wortes auf einen Erdenmenschen stattfindet, denn der Mensch an sich bringt etwas zuwege, was er aus eigener Kraft nicht kann. Es tritt eine Fähigkeit zutage, die nur erklärt werden kann mit außergewöhnlichem Wirken unbekannter Kräfte. Will man letzteres nicht gelten lassen und eine rein natürliche Fähigkeit annehmen, dann müßte sich die Fähigkeit auch bei anderen Menschen feststellen lassen, ansonsten es eben etwas Außergewöhnliches bleibt, das seinen Grund haben muß. Und es ist darum die Annahme berechtigt, daß Kräfte am Werk sind, die der Mensch nicht kennt, so er in das Gebiet geistiger Übertragung noch nicht eingedrungen ist. Es treten beide Welten einander gegenüber, das geistige Reich schlägt eine Brücke zur irdischen Welt - unsichtbare Kräfte verbinden sich mit den Menschen auf der Erde und teilen sich gedanklich letzteren mit in einer Weise, daß die Gedanken festgehalten und auch den Mitmenschen zugeleitet werden können. Und die Gedanken sind geformte Belehrungen, die ein umfassendes Wissen enthalten. Es findet also eine Übertragung von wahrheitsgemäßem Wissen statt, das niemals Menschen in dieser Ausführlichkeit und in seinem Umfang darbieten können, also seinen Ausgang von Wesen nehmen muß, die überaus weise sind und eine lehrende Tätigkeit ausführen können. Diese Wesen sind nur insofern übernatürlich, als daß sie außerhalb der Erde oder besser gesagt, außerhalb irdischer Schöpfungen weilen, sonst aber Wesen in höchster Vollkommenheit sind, die ihre körperliche Hülle abgelegt haben und in das geistige Reich eingegangen sind. Diese Wesen suchen sich den Menschen mitzuteilen und ihnen von ihrem überreichen Wissen abzugeben in der Erkenntnis, daß Wissen beglückend ist und es den Menschen auf der Erde mangelt. Sie wollen in ihrer Liebe die Menschen beglücken und sie zur Vollkommenheit führen, und darum nützen sie jede Gelegenheit, sich den Menschen zu offenbaren, so diese eine Offenbarung aus dem geistigen Reich möglich machen durch ihren Willen. Dann fallen alle Schranken zwischen der irdischen und der geistigen Welt, dann ziehen die geistigen Wesen die Menschen in ihren Bereich, die Seele des Menschen löst sich von der Erde, sie entflieht dem Körper und nimmt Belehrungen entgegen aus dem geistigen Reich. Die übersinnlichen Kräfte äußern sich, und die Seele des Menschen vermag diese Äußerungen entgegenzunehmen, sie vermag die Gedanken der Lichtwesen als Worte in sich zu hören, die Worte bleiben nicht ohne Eindruck, sie prägen sich in der Seele ein, und die Seele nimmt sie mit zurück auf die Erde, sie übermittelt das Empfangene dem Verstand, und es ist nun der Mensch als solcher fähig, das von der Seele empfangene Geistesgut verstandesmäßig zu verarbeiten und als geistiges Eigentum zu behalten. Und auf daß die Menschen ein deutliches Zeichen dieses Wirkens geistiger Kraft haben, ist es dem empfangenden Menschen möglich, den geistigen Reichtum niederzuschreiben, also einen sichtbaren Beweis zu liefern für die Verbindung mit dem geistigen Reich, ansonsten sein Geistesgut als eigene Phantasie und die stattgefundene Übertragung als Einbildung von der Menschheit betrachtet werden könnte. Es kann der Mensch stets erkennen, wenn er nur will, doch seinem Willen ist kein Zwang auferlegt. Doch gesegnet, wer in jeder geistigen Übertragung göttliches Wirken erkennt, denn er wird großen Nutzen daraus ziehen für seine Seele, wozu die Lichtwesen allen verhelfen wollen. Amen. B.D. NR. 4453.

 

Buch 52 4454

Lebendiges Wasser.

7. Oktober 1948. B.D. NR. 4454.

Unerschöpflich ist der Quell des ewigen Lebens, dem das lebendige Wasser entströmt, und ständig wird sich daran laben können, wer nach dem lebendigen Wasser verlangt. Nimmermehr werde Ich Selbst diesen Quell zum Versiegen bringen, doch ihr Menschen könnet leicht dazu beitragen, daß der Strom schwächer fließt, so eure Seele den Ausgang verstopft, so ihr Hindernisse aufrichtet, so ihr wider die Natur handelt, also den Quell bewußt totlegen wollet. Wo einmal das Wasser des ewigen Lebens das harte Gestein durchbrochen hat, dort wird es nimmermehr mangeln an klarem, die Menschen erquickendem Wasser, und es wird sich jeder daran laben können, der Labung begehret. Und doch ist Menschenwille fähig, auch einen Quell abzusperren, wenn die köstliche Gabe, das frische, reine, gesunde Lebenswasser nicht erkannt wird als köstlich und der Mensch danach trachtet, seine Kraft unwirksam zu machen, da er sie nicht zu benötigen glaubt. Dann aber müssen sie es sich auch selbst zuschreiben, wenn alles verödet und verdorrt, wenn in weitem Umkreis kein rechtes Leben gedeihen kann, wenn die Menschen nur noch naturmäßig leben, geistig jedoch völlig ohne Leben sind, denn es mangelt ihnen an der Kraft, die sie aus dem Born des Lebens, aus dem ewigen Quell göttlicher Liebe schöpfen können. Lebenswasser ist Mein Wort, geboren aus der Höhe, vom ewigen Quell ausgehend und zuströmend allen denen, die sich öffnen als Gefäß, in das sich der Strom Meiner Liebe ergießen kann. Mein Wort erquicket alle, es ist Speise und Trank für die Seele, Mein Wort ist köstlicher Trank für alle Erdenwanderer, die Stärkung benötigen auf ihrem Erdenlebensweg. Und wo Mein Wort empfangen wird, dort hat sich der Fels geöffnet, um fortan frisches, lebenerweckendes Wasser zu geben. Dort ist der Glaube so stark, daß Meine Stimme vernehmbar ist. Wo ein Quell das Gestein durchbrochen hat, dort wird überall im Umkreis Vegetation sein, dort werden die Menschen gesunden an Leib und Seele, sowie sie sich laben werden an dem Quell, sowie sie Mein Wort ausleben und ihrem Empfinden gemäß auch die Mitmenschen bedenken, denn dann reichen sie die Becher mit klarstem Wasser auch jenen dar und beleben so auch ihre Umgebung. Wer am Quell des Lebens nicht vorübergeht, der wird den Tod nicht zu fürchten brauchen, denn für ihn gibt es wahrlich keinen Tod, er verlässet nur den Leib und geht in das ewige Leben über, denn er hat von dem Wasser des Lebens getrunken und kann ewiglich nicht mehr sterben. Er hat Mein Wort entgegengenommen, die ewige Wahrheit darin erkannt, und nimmermehr wird er davon lassen, was er von Mir empfangen hat, nimmermehr wird er den Quell zum Versiegen bringen, sondern sein Durst wird immer größer werden, je mehr er sich an dem Quell des Lebens labet, er wird trinken wollen ohne Unterbrechung, und er wird alles tun, um den Lebensborn rein zu halten, und er wird auch zu verhindern wissen, daß Mitmenschen den Quell verstopfen, weil er wachet und auch stark genug ist, jeden Schädling fernzuhalten, denn er holet sich ständig die Kraft aus Meinem Wort, aus dem Lebenswasser, aus dem Quell, den Meine große Liebe euch erschlossen hat. Amen. B.D. NR. 4454.

 

Buch 52 4455

Sammeln geistiger Schätze auf Erden. Reue im Jenseits.

9. Oktober 1948. B.D. NR. 4455.

Der Ärmsten einer wird sein im geistigen Reich, wer sich auf Erden nicht geistige Schätze gesammelt hat und also leer eingehet durch die Pforten des Jenseits. Und Ich möchte euch vor diesem Los bewahren, weil ihr bitterste Reue empfinden werdet, so ihr rückschauend die vielen Gelegenheiten erkennet, die ihr ungenützt ließet. Die Armut im geistigen Reich ist so bedrückend und hoffnungslos, daß sie euch quält und euren Willen völlig lähmt und ihr daher euch schwerlich aus dem qualvollen Zustand befreien werdet. Und es ist doch auf Erden so leicht, in den Besitz geistiger Güter zu gelangen, wenn ihr nur Meiner gedenket und mit Mir zu reden begehret. Dieses Verlangen schon garantiert euch die Zuleitung Meines Wortes in verschiedener Form. Ihr werdet immer dorthin geführt, wo ihr Mein Wort empfangen könnet, so ihr es nicht von Mir gedanklich entgegennehmet, d.h. in euren Gedanken Meine Stimme erkennet. Sicher aber ist, daß ihr euch innerlich gedrängt fühlen werdet zum Liebeswirken, sowie ihr gedanklich mit Mir in Verbindung tretet, also Mich zu erreichen suchet. Denn Ich melde Mich durch Meine Mahnung zur Liebe, weil Ich dann erst mit euch ganz in Verbindung treten kann. Also suche Ich euch als erstes zum Liebeswirken anzuregen und tue dies direkt durch die innere Stimme oder durch Hinweise und Ermahnungen von außen, durch Verkünder Meines Wortes, die nur die Liebe predigen. Höret ihr sie an und befolget ihr das Wort, das in Mir seinen Ausgang genommen hat, so sammelt ihr euch auch geistige Güter und erwerbet so einen Reichtum, der euch bleibt in Ewigkeit, der euch weder auf Erden noch im Jenseits genommen werden kann und der sich gleichfort vermehret, selbst wenn ihr ständig davon austeilet. Mit diesen Gütern gesegnet in das jenseitige Reich einzugehen ist wahrlich das Erstrebenswerteste, denn es sichert euch ein ewiges Leben, ein Leben im geistigen Reich in Tätigkeit, die allein beglückend genannt werden kann und von euch überaus wohltätig empfunden werden wird. Wer aber völlig leer eingehet, der kann sich nur schwer im jenseitigen Reich geistige Güter erwerben, obwohl es nicht ganz hoffnungslos ist. Denn auch dort wird den Seelen das Evangelium gepredigt, doch wie auf Erden steht es ihm frei, es anzunehmen; wie auf Erden hängt die Aufnahme lediglich vom Willen ab, der aber außerordentlich geschwächt ist und ohne Hilfe durch Kraftzuführung sich nicht recht entscheidet. Und auch diese Kraftzufuhr ist vom Willen der Seele bedingt, sie zu nützen zur Liebetätigkeit - oder von liebender Fürbitte eines Menschen, weshalb ihr Menschen nicht oft genug euch dieser armen Seelen erbarmen könnet, die eure Hilfe dringend benötigen, weil sie auf Erden versäumten, sich geistige Schätze zu sammeln, die ihren Zustand im Jenseits zu einem seligen machen. Ihre Not ist groß, doch die Menschen hören nicht auf Mein Wort, sie glauben nicht und gehen darum arm und finsteren Geistes ein in das jenseitige Reich. Amen. B.D. NR. 4455.

 

Buch 52 4456

Geistige Zwiesprache. Gegenwart Gottes. Zweifel - Sorgen.

10. Oktober 1948. B.D. NR. 4456.

Die klarste Antwort auf eure gedanklichen Fragen wird euch nicht befriedigen, so ihr nicht fest überzeugt glaubt, daß die gedankliche Antwort Meines Geistes Wirken ist. Solange ihr daran zweifelt, werdet ihr auch keinen inneren Frieden haben können, weil ihr euch ständig mit Gedanken plaget, die eine klare Antwort von Mir erfordern. Fühlet euch stets so innig mit Mir verbunden, daß ihr Meiner ständigen Teilnahme an eurem Leben sicher seid, dann werdet ihr auch glauben können, daß Ich mit euch lebe und jede Not und Sorge von euch kenne. Ihr müsset dieses Bewußtsein Meiner Anteilnahme und ständigen Gegenwart euch aneignen, dann wird auch euer Leben leicht sein, dann erfüllt euch das Gefühl der Zweisamkeit, die euch mit Kraft erfüllt, dann wisset ihr in Mir immer den starken Begleiter, Der euch über alle Hindernisse hinweghilft, Der euch führet und jeden Schritt bewacht, Der euch keinem feindlichen Angriff ungeschützt ausliefert, Der immer bei euch ist, weil Er euch liebt. Gewinnet nur den Glauben an Meine Liebe. Was ihr Mir anvertraut in Gedanken, in der Not des Herzens, das verhallt nicht ungehört an Meinen Ohren, und so ihr still und aufmerksam lauschet nach innen, werdet ihr auch Meine Antwort gedanklich vernehmen: nur glaubet, daß Ich durch die Gedanken mit euch spreche, und verwerfet sie darum nicht. Nach innigem Gebet zu Mir ist die Antwort Meines Geistes Wirken, die euch die innere Überzeugung gibt, richtig zu sein, denn so ihr Mich inständig bittet, bleibe Ich nicht still, weil ihr glauben sollet, daß Ich euch helfe. Ihr seid noch schwach im Glauben an Mich und Meine Liebe, und daher lebet ihr in der Unruhe, in Angst und Sorge und im Gefühl der Einsamkeit. Glaubet doch, daß Ich bei euch bin, glaubet, daß euch Meine Liebe gilt und daß Ich euch nimmermehr verlasse, und lasset dieses Bewußtsein Meiner Gegenwart so stark in euch werden, daß ihr darum nichts fürchtet, was von außen an euch herantritt. Denn Ich will euch den Frieden der Seele geben, der euch aber nur beglücken kann im Gefühl der Zweisamkeit mit Mir. Ihr seid niemals allein, und Mein Wort ist das sichtbare Zeichen Meiner Anwesenheit. Wie könnet ihr, die ihr Mein Wort empfanget, zweifeln an Meiner Gegenwart? Und was anderes als Zweifel daran ist eure Angst und Sorge, die hinfällig sind, so ihr fest und überzeugt glaubet, daß Ich bei euch bin und euch helfe in jeder Not und Bedrängnis des Leibes und der Seele? Und darum werdet ihr jede andere Hilfe entbehren können, so sie euch von seiten der Mitmenschen versagt wird. An Mich werdet ihr euch niemals vergeblich wenden, und darum kommet immer zu Mir, so ihr mühselig und beladen seid. Meine Liebe ist immer bereit, euch zu helfen, so ihr nur Meine Hilfe anfordert, so ihr im Geist und in der Wahrheit zu Mir betet und glaubet - denn einen starken Glauben lasse Ich nie zuschanden werden. Amen. B.D. NR. 4456.

 

Buch 52 4457

Ankündigung des Endes. Ihr habt nur noch wenig Zeit.

11. Oktober 1948. B.D. NR. 4457.

Es bleibt euch nur noch wenig Zeit, und ihr müsset euch ernstlich vorbereiten für den Tag, da sich ein Akt der Zerstörung vollziehen wird, wie er noch nicht erlebt worden ist. Und ob Ich auch immer wieder dieses euch ankündige, ihr steht Meinen Worten zweifelnd gegenüber und seid darum lau in eurer Seelenarbeit. Und ihr habt nur noch wenig Zeit. Doch anders als durch Mein Wort kann Ich euch nicht aufmerksam machen; glaubet ihr diesem nicht, so werdet ihr erschrecken, so die letzten Anzeichen in Erscheinung treten. Ich werde euch wohl kurze Zeit zuvor noch einmal warnen, doch auch diesen Worten werdet ihr nicht mehr Glauben schenken als den vorangegangenen Ankündigungen, weil euch Meine Langmut irritiert, weil ihr nicht verstehen könnt, daß Ich um der noch zu rettenden Seelen willen verzögere, wenngleich die Zeit längst erfüllt ist. Einige wenige sind noch zu retten, diesen will Ich den endlos langen Gang einer Wiederverkörperung auf der neuen Erde ersparen, und darum habe Ich Geduld und verzögere noch. Doch auch die letzte Frist nimmt ein Ende, darum nehmet Meine Worte ernst, daß euch nur noch wenig Zeit bleibt und ihr jeden Tag bereuen werdet, den ihr nicht recht ausnützet für eure Seele. Und überraschend schnell wird eine Wendung eintreten im Weltgeschehen, und wenige Tage genügen, um euch in eine völlig neue Lage zu versetzen. Und dann gedenket Meiner Worte, und stellet das Geistige vor das Irdische, denn die Sorge um letzteres ist belanglos, da ihr euch nichts erhalten könnet, was Ich euch nicht erhalten will, und es in Meinem Willen und Meiner Macht liegt, euch irdisch zu schützen und zu versorgen. Denket nur an eure Seele, seid hilfsbereit und gebewillig, wo die Not an euch herangetragen wird, und tretet mit Mir in innige Verbindung, auf daß ihr die Kraft empfanget, durchzuhalten und allen Anforderungen des Lebens gerecht zu werden. Holet euch ständig Kraft aus Meinem Wort, denn in ihm habt ihr einen Kraftquell, an dem ihr euch erquicken könnet und der niemals versiegen wird. Seid stets bereit für Mich, und Ich werde euch nicht verlassen, was auch über euch kommen mag. Amen. B.D. NR. 4457.

 

Buch 52 4458

Gefahr der Verflachung (kath.). Pflicht. Freier Wille.

11. Oktober 1948. B.D. NR. 4458.

Es sind unsagbar viele Menschen in der Gefahr, zu verflachen in geistiger Beziehung, weil sie sich eine Anschauung angeeignet haben, die irrig ist und ein ernstes Nachdenken über das Wichtigste unnötig erscheinen läßt. Was Gott fordert von den Menschen, ist lediglich Arbeit an der Seele und für das Erdenleben Erfüllung der Pflichten, in die der Menschen hineingestellt worden ist. Die Arbeit an der Seele ist aber das Wichtigste und kann nur von innen heraus geleistet werden, d.h., es muß eine Einstellung, die dem Willen Gottes entspricht, jegliches Denken, Wollen und Handeln bestimmen, es muß der Mensch, von innen getrieben, den Lebenswandel führen, der das Wohlgefallen Gottes findet. Und dieser Lebenswandel ist lediglich ein Leben in uneigennütziger Liebetätigkeit dem Mitmenschen gegenüber. Dann wird seine Seele ausreifen, dann leistet er die Arbeit an seiner Seele, die Zweck und Ziel seines Erdenlebens ist. Wie viele Menschen aber verstehen unter einem Gott-gefälligen Lebenswandel eine nach außen erkennbare Einstellung zu einer bestimmten Konfession. Wie viele Menschen sind der irrigen Ansicht, daß Gott ihnen gewisse Äußerlichkeiten zur Vorschrift gemacht hat, und sie bemühen sich diese gewissenhaft zu erfüllen, ohne jedoch die Reife ihrer Seele dadurch zu fördern. Sie leben nun zwar an sich nicht Gott-widrig, doch sie schreiten auch nicht vorwärts, sie sündigen nicht, sammeln aber auch keine geistigen Güter; sie sind nicht Gott-widersetzlich, aber auch nicht Gott-verbunden; sie tun nichts Schlechtes, aber auch nichts sonderlich Gutes, sie sind nicht kalt, aber auch nicht heiß, und sie bleiben daher auf immer gleicher Stufe stehen, sie steigen nicht aufwärts, sondern ihr Weg ist eben und führt daher nicht zum Ziel, das einen Aufstieg erfordert, ansonsten es niemals erreicht wird. Es sind nicht nur wenige Menschen, die in dieser Gefahr stehen, sondern eine große Zahl gehört zu jenen, die darum nicht zu belehren sind, weil sie fest überzeugt sind, den rechten Weg zu wandeln und die rechte Erkenntnis zu haben. Diesen Menschen aber mangelt eines: das Bewußtsein der eigenen Schwäche und das daraus entstehende Bedürfnis nach Anlehnung an den Einen, Dem sie angehören. Dieses Bewußtsein würde sie Rat und Hilfe erbitten lassen, die Gott ihnen nicht versagen wird, die aber auch darin besteht, daß sie in das rechte Erkennen geleitet werden. Menschen, die den göttlichen Willen nicht recht erkennen, müssen als erstes recht unterwiesen werden, und also ihre Unwissenheit einsehen und sie zu beheben suchen. Es ist dies ein tief demütiges Eingeständnis seiner Unvollkommenheit, das aber selten abgegeben wird. Weit mehr ist statt der Demut eine Selbstüberheblichkeit anzutreffen, und diese nimmt keine Belehrungen an, sondern ist von der Wahrheit und der Unfehlbarkeit eigenen Denkens überzeugt. Also findet die Wahrheit keinen Eingang, weil der Mensch sich schon im Besitz der Wahrheit wähnt, die ihm jedoch erst unterbreitet werden müßte. (12.10.1948) Und so richten unzählige Menschen ihr Augenmerk nicht auf die Umgestaltung ihres Wesens, wie es sein sollte, sondern sie begnügen sich mit der Innehaltung von Gesetzen, die ihnen als Wichtigstes erscheinen, weil sie nicht recht belehrt werden von denen, die sich aber Meine Vertreter auf Erden nennen. Wichtig aber ist nur, wie der einzelne Menschen sein tägliches Leben führt hinsichtlich des geistigen Lebens der Seele, wie also sein Verhalten in geistiger Beziehung ist, ob es mit dem Willen Gottes übereinstimmt, also ein Erfüllen Seiner Liebegebote darstellt. Das Liebegebot erstreckt sich aber vorwiegend auf den Umgang mit den Mitmenschen, mit dem Nächsten, dem das gleiche Maß an Liebe zugewendet werden soll, will der Mensch die göttlichen Gebote erfüllen. Verrichtungen, die nichts mit der Nächstenliebe zu tun haben, die also im Unterlassungsfalle keinen Schaden für den Mitmenschen bedeuten, sind also auch völlig bedeutungslos für die Erhöhung der Seelenreife, sie fallen dann in die Rubrik weltlicher Verrichtungen, die also irgendwelchem weltlichen Zweck dienen und daher als rein weltlicher Dienst nicht bewertet werden können für den Grad der Seelenreife. Gesetze, die dem Grundgesetz der Gottes- und Nächstenliebe beigefügt wurden, sind geeignet, dieses Grundgesetz weniger wichtig erscheinen zu lassen, und darum eine Gefahr für die menschliche Seele, so daß nicht eindringlich genug gerade die Gebote der Liebe gepredigt werden können, von deren Erfüllung das Heil der Seele und somit das ganze Leben in der Ewigkeit abhängt. Und es müssen die Menschen immer wieder darauf hingewiesen werden, daß sie ihren Willen verkehrt nützen, so sie ihn zur Ausführung menschlich erlassener Gebote anwenden und glauben, nun ihrer Pflicht nachgekommen zu sein, während sie an der Umgestaltung ihres Wesens keine Arbeit leisten und sonach auf der Stufe ihrer geistigen Entwicklung stehenbleiben, also während ihres Erdenlebens keine Fortschritte erzielen. Nur Liebetätigkeit wird gefordert, denn dadurch wird das Liebegebot erfüllt, das Gott als einzigstes den Menschen gegeben hat, auf daß sie selig werden. Amen. B.D. NR. 4458.

 

Buch 52 4459

Schwerer Kampf und Leid vor dem Ende. Sicherste Hilfe Gottes Wort.

13. Oktober 1948. B.D. NR. 4459.

Ihr Kinder Meiner Liebe müsset noch eine kurze Zeit durchhalten, bis euch Erlösung wird aus der Form. Es ist ein schwerer Kampf, den ihr noch zu bestehen habt, doch er wird nicht zu schwer sein für euch, weil Ich euch ständig nahe bin und euch Unterstützung gewähre jederzeit. Doch um eurer selbst willen müsset ihr noch durch Leid gehen, auf daß ihr geläutert seid und das letzte Gericht nicht mehr zu fürchten brauchet. Doch immer wieder gebe Ich euch die Versicherung, daß ihr nur noch kurze Zeit auf dieser Erde weilet, daß ein jeder Tag noch ein Geschenk ist, an dem ihr viel gewinnen könnt, so ihr euch ergeben fügt in alles Schwere, was über euch kommt. Es geht vorüber - und ihr werdet dereinst voller Dankbarkeit zu Mir aufschauen, Der Ich euch durch das Leid in den Grad versetzt habe, Mich anschauen zu dürfen, Der Ich durch das Leid eurer Seele zur schnelleren Reife verhelfe, weil die Zeit nur noch kurz ist bis zum Ende. Ihr seid alle Meine Kinder, Ich sehe wohl euer Leid, doch Ich weiß auch um die Notwendigkeit dessen, und so ist das Leid wieder nur Liebe zu euch, und ihr sollt es immer dankbar aus Meiner Hand annehmen, denn nichts kommt über euch, was Ich nicht weiß oder für euch als gut und segenbringend erachte. Doch verlassen von Mir seid ihr niemals, auch wenn es den Anschein hat, als höre Ich nicht euer Gebet. Jeder Ruf aus dem Herzen dringt an Mein Ohr, und zur Hilfe bin Ich stets bereit, nur ist sie euch nicht immer sofort erkennbar. Die Gnadengabe von oben - Mein Wort - wird euch stets ein sicheres Hilfsmittel sein, so ihr euch schwach wähnet oder gänzlich verzagt seid. Wendet euch an Mich im Gebet, und nehmet dann die Antwort entgegen durch Aufnahme Meines Wortes, und euch wird ein Frieden überkommen, und Meine Kraft wird auf euch überströmen, so daß ihr alles zu tragen fähig seid, was Ich über euch sende. Ihr brauchet nicht zu leiden, denn Mein Wort ist vollwertiger Ausgleich für alles, was ihr entbehret, was euch mangelt und euch elend macht. Jedes Leid und jede Sorge schwindet, so ihr Mein Wort leset und es in eure Herzen eindringen lasset. Denn Mein Wort bin Ich Selbst, und könnet ihr wirklich Leid empfinden, so Ich in eurer Nähe bin? Beweiset euren Glauben, und beherzigt Meinen Rat, lasset Mich zu euch sprechen, und nichts wird euch berühren, kein Leid wird euch drücken, sowie ihr in Verbindung tretet mit Mir. Amen. B.D. NR. 4459.

 

Buch 52 4460

Gottes Wort darf nicht zwingen zur Annahme. Freier Wille.

13. Oktober 1948. B.D. NR. 4460.

Ich gebe euch Meinen Willen kund, aber Ich zwinge euch nicht, ihn zu erfüllen. Denn Ich will, daß ihr aus Liebe zu Mir Meinem Willen entsprechend lebt, daß es also euer freier Wille ist, wie ihr euren Lebenswandel zurücklegt, und ihr also dann auch die Verantwortung tragt für eure Seele, die euren Willen bestimmt. Auf daß ihr aber um Meinen Willen wisset, trage Ich ständig Sorge, daß er euch unterbreitet wird, und also empfanget ihr Mein Wort. Wie es euch nun vermittelt wird, ist wiederum von eurer Einstellung zu Mir abhängig. Von außen herangetragen wird es denen, die noch nicht die rechte Einstellung zu Mir gefunden haben, auf daß sie das rechte Verhältnis herstellen, um Mein Wort auch innerlich vernehmen zu können. Gedanklich geht es denen zu, die suchend sind und ihre Gedanken in die Unendlichkeit senden. Ihnen geht Mein Wort in Form von Gedanken zu, die sie zwar als eigenen Ursprungs ansehen, die aber immer konform gehen mit der Verkündigung Meines Willens durch das geschriebene Wort. Noch andere begehren Mich zu hören, sie sind gläubig und halten stille Zwiesprache mit Mir, und ihnen kann Ich Mich durch die innere Stimme offenbaren. Ihnen geht also Mein Wort zu in reinster Form, es ist Mein geprägter Wille, der sich kundgibt denen, die als Arbeiter in Meinem Weinberg tätig sein wollen, die also Mein ihnen vermitteltes Wort an die Mitmenschen weitergeben sollen in Meinem Auftrag. Also sorge Ich dafür, daß das Evangelium in die Welt getragen wird, daß alle Menschen Kenntnis erhalten von Meinem Willen, den sie erfüllen sollen, wollen sie selig werden. Doch allen lasse Ich ihre Willensfreiheit. Und darum muß Mein Wort immer in einer Form dargeboten werden, daß es nicht zwingend die Menschen beeinflußt, und es kann deshalb wohl leicht als Mein Wort erkannt werden, darf aber niemals beweiskräftig sein, also als unbedingt göttlichen Ursprungs die Menschen zur Annahme zwingen. Und darum muß Ich euch immer wieder in Zweifeln geraten lassen, auf daß ihr euren Willen selbst gebrauchen müsset, der sich frei entscheiden soll zur Annahme oder zum Ablehnen dessen, was euch aus der Höhe geboten wird als reine Wahrheit. Denn niemals darf Mein Wort euch unfrei machen, es darf euch nicht bestimmen zum Glauben, wenn euer Glaube noch zu schwach ist. Das Wort selbst soll euren Glauben stärken, in freiem Willen sollet ihr ringen um starken Glauben und die Kraft dazu aus Meinem Wort schöpfen. Solange ihr aber noch schwachgläubig seid, kann Ich euch nicht durch offensichtlichen Beweis zu starkem Glauben führen, denn ihr sollt glauben, nicht aber wissen, d.h. ihr sollt durch Glauben zum Wissen gelangen, nicht aber durch bewiesenes Wissen den Glauben ausschalten, weil dann nicht mehr von freiem Entscheid gesprochen werden kann. Erfüllet Meinen Willen - lebet in der Liebe, und ihr werdet auch glauben können und keines Beweises bedürfen. Stellet das rechte Verhältnis her zu Mir. Betet um starken Glauben, bittet Mich, euch zu helfen, dann beweiset ihr durch euer Gebet schon den rechten Glauben, und ihr werdet eine Stärkung erfahren, daß jeder Zweifel in euch schwinden wird - ihr werdet glauben können, weil ihr den Willen dazu habt und Ich jedem helfe, der Mir im freien Willen zustrebt. Amen. B.D. NR. 4460.

 

Buch 52 4461

Brücke zu Gott - Gebet. Verringerung der Kluft.

15. Oktober 1948. B.D. NR. 4461.

Die Brücke zu Mir kann jederzeit betreten werden, und niemandem wird es verwehrt sein, Meine Gegenwart zu suchen. Ich Selbst habe sie euch erbaut, Ich habe die Kluft zwischen euch und Mir überbrückt, weil Ich nicht ewig getrennt von euch sein will, und Ich komme euch auch auf halbem Weg entgegen, nur müsset ihr selbst den Willen haben, zu Mir zu gelangen. Und ihr werdet unaussprechlich selig sein, wenn ihr das Ziel erreicht habt, das ihr von drüben nicht in aller Herrlichkeit erblicken könnet, das aber schon darum herrlich sein muß, weil es Mein Reich ist und weil ihr alles Irdische hinter euch lassen müsset, so ihr Mein Reich betretet. Die Brücke zu Mir ist das Gebet, der Wechsel eurer Gedanken aus der irdischen in die geistige Welt; ob es ein stiller Anruf ist zu Mir, ob es ein Verweilen eurer Gedanken in nicht-irdischen Sphären ist, immer suchet ihr dann das Reich, das nicht von dieser Welt ist, ihr suchet Mich zu erkennen, und euer Wille ist zu Mir gerichtet, ihr habt die Brücke betreten, auf der ihr nun fortan wandeln sollet, immer Mich als euer Ziel vor Augen. Und Ich erkenne euren Willen und komme euch entgegen, weil Mich jede Seele erfreut, die sich Mir zuwendet im freien Willen. So ihr nun innig betet und euch dabei Meiner Gegenwart bewußt werdet, seid ihr Mir schon weit entgegengekommen, die Kluft zwischen euch und Mir wird immer geringer, Meine Hand streckt sich euch entgegen und führet und ziehet euch. So ihr nun gar Meine Stimme vernehmen könnet, seid ihr bald am Ziel. Eindringlich rufe Ich euch zu: Nützet das Gebet, die Brücke, die Ich euch erbaut habe, verbindet euch oft in Gedanken mit Mir, bis ihr nimmermehr einen anderen Weg wählen möget als diese Brücke, die zu Mir führt, bis euch nur dieses Ziel begehrenswert erscheint, bis eure Seele die wahre Heimat erkannt hat und ihr die ganze Sehnsucht gilt. Betet im Geist und in der Wahrheit - Mir eure Schwäche eingestehend und Mich bittend um Gnade und Kraft für den weiten Weg, den ihr pilgern müsset, bis ihr an das Ziel gelanget. Und habt ihr Mich durch euer Verlangen gerufen, daß Ich euch entgegenkomme, dann wird euch der Weg nicht mehr weit oder beschwerlich erscheinen, dann wird sich der Abstand immer mehr verringern, die Brücke wird bald überschritten sein, und ihr wandelt dann in Gefilden, die euch lieblich anmuten; dann seid ihr schon in Meinem Reich, wenngleich sich euer Körper noch auf Erden befindet. Eure Seele aber weilet oben, sie hat ihr Ziel erreicht, sie hat Mich gefunden und lässet Mich nun nimmer, sie gibt Mich nicht mehr auf. Es hat das Kind heimgefunden ins Vaterhaus, weil es die Brücke genützet hat, die Meine Liebe allen Meinen Kindern auf Erden gebaut hat, auf daß sie selig werden. Amen. B.D. NR. 4461.

 

Buch 52 4462

Fähigkeit, Gottes Stimme zu vernehmen. Bedingungen.

16. Oktober 1948. B.D. NR. 4462.

Die Stimme des Geistes könnet ihr nur vernehmen, so euer Sinnen und Trachten Mir allein gilt, also ihr eure Gedanken gänzlich abwendet von der irdischen Welt. Damit soll nicht gesagt sein, daß ihr eure irdischen Pflichten nicht erfüllen oder ihr euch gänzlich in die Einsamkeit zurückziehen sollet. Denn dieses entspricht nicht Meinem Willen, doch mitten im Weltgetriebe müsset ihr Gelegenheit suchen, und ihr werdet sie auch finden, wo eure Seele sich trennet von der Welt, wo ihr in euch gehen könnet, wo ihr euch für kurze Zeit frei machet von jedem irdischen Gedanken, wo also eure Seele sich in Sphären schwingt, die mit der Erde nichts zu tun haben, wo Ich der Mittelpunkt des Denkens, Fühlens und Wollens bin, wo sie also Mich sucht und mit Mir zu reden begehret. Solche kurze Verbindungen mit Mir kann jeder Mensch herstellen, so er nur will, selbst mitten in der irdischen Arbeit kann er seine Gedanken auf Minuten Mir zuwenden, und Ich werde eines jeden Gedankens achten und ihn bedenken mit Meinem Wort, und so der Mensch längere Zeit gedanklich in Meinem Reich weilt, so er sich Zeit nimmt, innerliche Zwiesprache zu halten mit Mir, und der ihm als Antwort zugehenden Gedanken achtet, wird er die Fähigkeit, Meine Stimme zu vernehmen, in sich ausbilden, und bald wird sie ihm tönen wie ein leises, aber klar ausgesprochenes Wort im Herzen. Ihr alle könnet diese Fähigkeit in euch ausbilden, doch es gehört dazu ein völliges Abwenden von der Welt. Es darf nichts von außen an den Menschen herantreten, will er die Stimme von innen deutlich vernehmen. Und darum gehört auch eine große Willensstärke dazu, sich abzuschließen von der Außenwelt und nichts auf sich einwirken zu lassen, was Anteil dieser Welt ist. Ich muß begehrt werden und ganz allein sein Herz einnehmen können, ansonsten Ich ihm nicht gegenwärtig sein kann und er Mich auch nicht vernimmt. Niemand kann zweien Herren dienen. So Ich rede, muß alles andere schweigen, und wem Meine Liebe gehören soll, die im Wort zum Ausdruck kommt, der muß auch Mir seine Liebe schenken und sich willig lösen von allem Weltlichen, denn Meine Gabe ist kostbar und muß auch entsprechend gewürdigt werden. Amen. B.D. NR. 4462.

 

Buch 52 4463

Gabe der Prophetie.

17. Oktober 1948. B.D. NR. 4463.

Die Gabe der Prophetie soll nicht verkannt werden, sie soll nicht angesehen werden als Vorhersage irdischer Geschehen, um den Menschen einen Blick in die Zukunft zu gestatten, sondern als das, was sie wirklich ist - eine göttliche Erleuchtung, eine Vorausschau von Ereignissen, die im engsten Zusammenhang mit der geistigen Entwicklung der Menschen stehen und die darum Menschen in einem bestimmten Reifegrad eigen ist, damit die Menschheit gewarnt und ermahnt wird in geistiger Beziehung. Wer von Gott aus dazu berufen ist, den Menschen Zukünftiges zu verkünden, der wird niemals seine Gabe materiell auswerten wollen und keinerlei irdischen Vorteil anstreben oder erzielen. Er wird selbst auch nur unwillig jene Ankündigungen aussprechen, doch vom Geist in sich getrieben, den göttlichen Willen damit erfüllen, daß er weiterleitet, was ihm der Geist kundgibt. Gott benötigt Menschen, durch die Er Selbst Sich äußern kann, und Ihm steht es wahrlich zu, die Menschen auf kommende Ereignisse aufmerksam zu machen, die des einzelnen vorzeitiges Ende bedeuten können, denn Seine Liebe will dem Menschen einen Anstoß geben, seines Ergehens nach dem Tode zu gedenken, weil er solchen Gedanken wenig Raum gibt im Weltgetriebe. Einer Voraussage, die geistigen Inhalts ist und eine Wandlung anregen soll, kann jederzeit Glauben geschenkt werden, und ein Prophet dieser Art soll nicht verworfen oder überhört werden. Eine geistige Vorausschau bezeugt immer den Kontakt des Sehers mit Gott, weil Sein Gegner niemals die Menschen hinweisen würde auf schwere leidvolle Ereignisse, eine jede Prophezeiung, die göttliche Sendung ist, jedoch immer ein herannahendes Gericht ankündigt. Daß ein Mensch nun aus sich heraus solche Ankündigungen verbreitet, kann nur dann angenommen werden, wenn ein irdischer Erfolg oder Beweggrund nachzuweisen ist, der aber bei Menschen, die im Willen Gottes zu leben sich bemühen, ausscheidet. Und so sich ein Mensch bewußt in den Dienst Gottes stellt, wird auch sein Denken recht geleitet, denn Gott benötigt Menschen, die sich selbst hergeben als Organ, durch das Er Sich äußern kann. Zudem steht die Lichtwelt ständig hinter diesen Dienern Gottes und verhindert jeglichen falschen Einfluß, wo durch freien Willen eine Möglichkeit gegeben ist, Kundgaben aus dem geistigen Reich zur Erde zu leiten. Darum schenket den Propheten und Sehern der Endzeit Gehör - betrachtet sie als im Dienst Gottes stehend - nehmet ihre Wort ernst und glaubet, was euch Gott durch jene kundtut. Es ist die Gabe der Prophetie eine Gnadengabe an die Menschheit, die auch wieder erst genützt werden muß, soll sie wirksam werden. Wer ihnen Glauben schenkt, der wird auch seinen Lebenswandel nach Gottes Willen führen, er wird sich vorbereiten und seiner Seele gedenken, er wird in Anbetracht des Angekündigten an sich arbeiten, und dies allein ist Zweck einer geistigen Vorausschau, die nur Gottes Liebe und Barmherzigkeit bezeuget, Der den Menschen helfen will, ihre Gedanken vom irdischen ab- und dem geistigen Leben zuzuwenden - weil das Ende nahe ist. Amen. B.D. NR. 4463.

 

Buch 52 4464

Beweis für Wahrheit des Wortes. Antwort von Gott durch Mittler.

18. Oktober 1948. B.D. NR. 4464.

Euch steht es jederzeit frei, Mich zu fragen, wo ihr euch mit Zweifeln plaget, Ich höre euch und werde euch auch antworten. Doch überlasset es Mir, in welcher Form Ich euch die Antwort geben will, nur glaubet, daß Ich sie euch gebe. Bewertet sonach Meine Antwort, indem ihr sie nicht verwerfet, sondern ihr Beachtung schenkt. Immer wieder rede Ich zu euch und suche euch durch Mein Wort zu gewinnen, Ich suche euch alles verständlich zu machen und bin niemals ungeduldig ob eures Unwillens; doch oft stoße Ich auf Widerspruch, indem ihr trotz besserer Erkenntnis bei eurer vorgefaßten Meinung verharret und sonach auch keine Antwort brauchet, weil ihr sie euch selbst gebt. Doch Ich habe Mir noch eine Antwort vorbehalten, die euch überzeugen wird, doch werdet ihr dann von der Überzeugung nicht mehr den Vorteil für eure Seele haben, den ihr gewinnen könntet, so ihr glaubtet ohne den Beweis. Wie wollet ihr die Antwort haben, daß sie euch annehmbar wäre trotz eures Ablehnungswillens? Nur Ich Selbst kann sie euch geben und tue dies durch Vermittlung eines Menschen, der Mein Wort direkt entgegennimmt. Höret ihr ihn an, so höret ihr Mich Selbst - gilt Mein Wort durch dessen Mund nicht, so seid ihr unbelehrbar und würdet auch nicht glauben, so Ich euch mit einem Wunder entgegentreten würde. Ihr vergesset, daß Ich Mich euch nicht direkt offenbaren kann, solange ihr nicht tief gläubig seid. Ihr müsset alles für möglich halten, dann erst könnet ihr auch einer direkten Offenbarung von Mir gewürdigt werden, denn dann ist sie für euch keine geistige Nötigung mehr. Den Glauben zu gewinnen durch ein außergewöhnliches Zeichen wäre für euch ohne Nutzen, dagegen könnet ihr den Glauben euch aneignen, so ihr lebt nach Meinem Willen. Ein jeder Mensch kann glauben, sowie er liebt. Dann spricht das Wort selbst zu ihm, dann braucht er keinen Beweis für die Wahrheit des Wortes. Zudem soll der Mensch nur um sich blicken, er soll Vergleiche ziehen unter den Menschen, die Mein Wort aus der Höhe anerkennen und denen, die es abweisen. Dann werden sie einen Abstand wahrnehmen können, so sie die Verbindung mit Mir in Betracht ziehen, wieweit sie Form oder Leben ist. Und er wird zugeben müssen, daß denen, die an Mein Wort aus der Höhe glauben, es weit ernster ist um die Befolgung Meines Willens, daß sie ein geistig gerichtetes Leben führen, weil sie Mich spüren im Wort und Meine Nähe niemals ohne Eindruck bleiben wird und daher auch Erfolg zu verzeichnen ist. Mein Wort spricht für sich selbst. Wer Meinem Wort keinen Glauben schenkt, der hat es noch nicht mit dem Herzen, sondern nur mit dem Verstand aufgenommen. Dieser aber wird Meine Gegenwart nicht spüren, wohl aber das Herz, das euch auch belehren wird und euch Antwort gibt auf jede Frage, jeden Zweifel, weil im Herzen Ich Selbst Wohnung nehme und zu euch rede. Und ihr werdet Mich jederzeit vernehmen können, so ihr tief und unerschütterlich glaubt - denn Ich bleibe bei euch bis an das Ende. Amen. B.D. NR. 4464.

 

Buch 52 4465

Abendmahl.

19. Oktober 1948. B.D. NR. 4465.

Und ihr sollet Meine Gäste sein, die Ich lade zum Abendmahl. Ich will euch speisen und tränken mit köstlicher Nahrung der Seele, Ich will euren Leib vergeistigen, auf daß auch seine Substanzen teilnehmen können, so die Seele erquickt wird, auf daß er schneller reifet, weil dies möglich ist bei Menschen, die bewußt zu Mir hinstreben und Mein Wort zu hören begehren. Seid Meine Gäste und kommet gern zu Mir, um an Meinem Tisch das Abendmahl zu nehmen. Und Ich will euch ein Mahl bereiten mit himmlischen Speisen, mit köstlichem Manna, das euch Kraft gibt und eurer Seele geistige Nahrung ist. Ich enthalte euch nichts vor, wonach ihr Verlangen traget, Ich bin immer bereit für euch und setze köstliche Speise auf den Tisch, weil Ich euch liebe und euch als Meinen Gästen alles antun will, was euch Freude macht. Ihr aber sollet gern kommen und euch nach Mir sehnen, ihr sollt dankbaren Herzens die Einladung annehmen und euch vorbereiten zum würdigen Empfang - ihr sollet euch schmücken, um Mich zu ehren als Gastgeber, ihr sollt nicht draußen stehen bleiben, sondern eintreten in Mein Haus und also dadurch bekennen, daß ihr geladene Gäste seid, die ein Anrecht haben auf die Speisung am Tisch des Herrn, die zu Ihm gehören, die Seine Freunde sind und die Er darum bedenket, wie ein guter Gastgeber seine Freunde bewirtet und ihnen in Liebe darreichet die köstlichsten Gaben, sooft sie solche empfangen wollen. (20.10.1948) Wer an Meinem Tisch sich sättigt, der wird ewiglich nicht mehr hungern und dursten und doch voll Verlangen stets zu Mir zurückkehren, Meine Gegenwart ersehnend und aus Meiner Hand entgegennehmend, was ihm Meine Liebe bietet. Denn er wird sich ständig daran erquicken, er wird ständig im Gefühl erfüllten Verlangens selig sein und Mich begehren fort und fort. Und so wird ihm ständig Mein Wort zufließen, das Brot des Himmels, das ihm das ewige Leben sichert. Kommet alle zum Tisch des Herrn, wo köstliche Speisen für euch bereitstehen, haltet mit Mir das Abendmahl, lasset euch Fleisch und Blut reichen, genießet es, auf daß ihr erfüllt werdet mit Kraft. Nehmet Mein Wort entgegen, und höret Mich an, so Ich zu euch spreche, erkennet Mich als den liebevollsten Gott und Vater von Ewigkeit, als euren Freund und Bruder, und nehmet aus Meiner Hand entgegen, was euch Meine übergroße Liebe bietet. Tretet alle an Meinen Tisch, auf daß Ich euch mit der Nahrung versehen kann, die ihr benötigt für eure Seele, auf daß Ich speisen und tränken kann alle, die Hunger und Durst empfinden nach Meinem Wort, nach Meinem Fleisch und Meinem Blut. Amen. B.D. NR. 4465.

 

Buch 52 4466

Einfluß der Materie auf den Menschen.

21. Oktober 1948. B.D. NR. 4466.

Die gerichtete Materie übt großen Einfluß auf den Menschen aus insofern, als das darin gebundene Geistige ihn bedrängt, sich mit ihr zu vereinigen, was also sich auswirkt im Verlangen des Menschen nach ihrem Besitz. Es drängt sich das in der Materie gebundene Geistige in die Liebe des Menschen - es sucht sich ihm unentbehrlich zu machen, es strebt den Zusammenschluß mit dem Menschen an, weil es sich dadurch stärker fühlt im Widerstand gegen Gott. Denn es spürt auch den Widerstand, in dem der Mensch noch gegen Gott verharrt, bzw. es drängt den Menschen zu, die noch in ihrer Unreife Gott widerstehen. Und diese Menschen lassen sich auch leicht beeinflussen. Sie stehen selbst in größtem Verlangen nach der Materie, und also schließt sich Gleichgeistiges zusammen, das nur auf verschiedener Entwicklungsstufe steht. Der Mensch aber ist in Gefahr, von seiner schon höheren Entwicklungsstufe herabzusinken, so er sich an die Materie kettet, weshalb er nicht genug gewarnt werden kann, Materie anzustreben, und ständig ermahnt wird, sie zu überwinden. Das Geistige in der Materie kann zwar auch dienstwillig sein und dem Menschen in seiner Aufwärtsentwicklung helfen, wie auch umgekehrt der Mensch dem in der Materie gebundenen Geistigen zum Aufstieg verhelfen kann. Doch dann handelt es sich um Gebrauchsgegenstände, die nicht die Besitzgier des Menschen entfachen, also nicht die verkehrte Liebe im Menschen nach materiellem Besitz erwecken. Sowie die Materie dem Menschen dienet, ist auch der Widerstand gegen Gott schon gebrochen; Materie aber, die keinen dienenden Zweck erfüllt, wird oft ein vermehrtes Verlangen im Menschen erwecken, sie zu besitzen, und diese Materie ist es, die für die Seele des Menschen als Gefahr gilt, denn der Einfluß von ihr auf die Seele ist groß und kann sich so auswirken, daß die Seele selbst sinkt bis zu dem Stadium, in dem sie wieder in der Materie verkörpert wird. Dann hat das gebundene Geistige erreicht, was es wollte - es hat das freie Geistige zu sich herabgezogen und gewissermaßen die eigene Kraft verstärkt - der Mensch ist dem Einfluß des Gegners von Gott zum Opfer gefallen, der auf seinen Willen eingewirkt hat, ihn in verkehrter Richtung zu gebrauchen, der ihm die tote Materie ständig vorstellt, um ihn zum Rückfall zu bewegen, weil er dadurch sein Reich, seine Macht und Gewalt vergrößert und es die Gott-feindlichen Wesen zu ständigem Widerstand anregt. Was sich Gott zuwendet, geht ihm verloren, und dies versucht er mit allen Mitteln zu hintertreiben. Die Materie selbst, d.h. das in ihr gebundene Geistige, ist in seiner Unreife ihm noch hörig, wenngleich der Gegner Gottes nicht bestimmend auf das Geistige einwirken kann. Da das Geistige selbst aber den Widerstand gegen Gott nicht aufgegeben hat, drängt es auch den Menschen zu, die im gleichen Widerstand sich befinden, die vom Gegner Gottes auf die Materie hingewiesen werden, denen er die Materie als Lockmittel der Welt vors Auge stellt. Der Mensch kann sich jenem Einfluß entziehen oder ihm wehren durch seinen Willen, doch oft nützet er die Freiheit des Willens in verkehrter Weise und gibt dem Drängen des Feindes seiner Seele nach. Darum ist der Kampf gegen die Materie der eigentliche Kampf, den der Mensch im Erdenleben führen soll, denn so er diese überwunden hat, ist auch sein Aufstieg gesichert, weil es dann nichts gibt, was ihn auf der Erde zurückhält, und dann seine Seele sich aufschwingen kann in geistige Sphären, weil sie dann von nichts mehr gehindert wird im Flug zur Höhe und also keine Gefahr mehr besteht, zurückzusinken in das Stadium, das sie längst schon überwunden hat, und der Mensch gleichzeitig dann dem Geistigen in der Materie zum Aufstieg verhilft, die er nützet, und ihm dadurch zum Dienen verhilft, wodurch das Geistige in der Materie sich erlösen kann aus jeder Form, bis es endlich auch das letzte Stadium erreicht hat und dienen kann als Mensch im freien Willen. Amen. B.D. NR. 4466.

 

Buch 52 4467

Geistige Übertragungen von Segen für die Wesen im Jenseits.

22. Oktober 1948. B.D. NR. 4467.

Nur selten vermögen sich die Lichtwesen durchzusetzen insofern, als daß sie einen Menschen bewegen können, als Empfangsgerät zu dienen für direkte Übermittlungen aus dem geistigen Reich. Sie sind zwar unentwegt bemüht, gedanklich auf die Menschen einzuwirken, doch ein Gefäß, das sich öffnet den Ausstrahlungen jener Wesen, ist selten zu finden, und darum nützen sie dann aber jede Gelegenheit, sich durch ein solches geöffnetes Gefäß zu äußern, und sind ständig in dessen Nähe. Sowie eine Übertragung stattfindet, ist die Schranke gefallen zwischen der irdischen und der geistigen Welt, und es sind unzählige Wesen bereit, den geistigen Belehrungen zur Erde zuzuhören, weil dies ein Verweilen im Licht bedeutet und die Seelen aus dunklen oder wenig lichtvollen Sphären jedem Lichtstrahl zustreben, der sie wohltätig berührt. Und so gibt ein Mensch, der sich als Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes hergerichtet hat und nun in Verbindung steht mit wissenden Wesen, unzähligen Wesen im Jenseits Gelegenheit, ihr Wissen zu erweitern und dadurch zu reifen an Erkenntnis und sich aufwärtszuentwickeln. Und diese Seelen sind ewig dankbar dafür. Gleichzeitig aber nimmt der Mensch hellstes Wissen entgegen, er sammelt geistige Güter, die ihm niemals durch Besseres ersetzt werden können. Deshalb wird er unterstützt von allen jenseitigen Kräften. Ihm wird immer die Möglichkeit geschaffen werden, jene Verbindung mit dem geistigen Reich aufrechtzuerhalten, wissende und unwissende Wesen halten sich in seiner Nähe auf, doch immer Kräfte, die gut gesinnt sind, werden ihn belehren, und Seelen, die willig sind, werden jenen Belehrungen beiwohnen, und deshalb soll auch jede Gelegenheit genützt werden, die Verbindung mit dem geistigen Reich herzustellen, denn oft ist der Segen für jene Seelen im Jenseits größer als auf Erden, weil die Erdenmenschen ohne Glauben sind und von Kundgaben aus dem geistigen Reich nichts wissen wollen. Die Lichtwesen sind ständig bereit, ihr Wissen den Menschen auf Erden zu vermitteln, und daher überaus beglückt, so ihnen durch den Willen eines Menschen eine Gelegenheit geboten wird, lehrend einzuwirken auf ihn und durch ihn auf seine Mitmenschen. (23.10.1948) Ihre Arbeit im geistigen Reich besteht darin, den ihnen anvertrauten Menschen, die in der Dunkelheit des Geistes dahingehen, Licht zu bringen, d.h., wahres Gedankengut zu vermitteln, das durch gedankliche Übertragung vor sich geht, jedoch den Willen des Menschen selbst erfordert, um entgegengenommen zu werden. Ist nun ein Mensch insofern ihnen eine Hilfe, daß er seine Mitmenschen zu Gesprächen anregt über geistige Themen und dadurch gewissermaßen ihre Herzen öffnet, so können die Lichtwesen sich nun einschalten und sowohl auf den Sprecher als auch auf den Zuhörer einwirken und also wahrheitsgemäßes Wissen zur Erde leiten. Sehr selten können nun direkte Übertragungen durch das innere Wort stattfinden, wo aber die Verbindung hergestellt ist, dort sind die Lichtwesen ungemein rührig, und irdisch wie geistig stehen sie dem Empfangenden zur Seite, um die geistige Arbeit zu fördern in jeder Weise. Doch niemals dürfen sie den Willen dazu zwingen, weshalb also niemals bestimmend auf den Menschen eingewirkt werden darf, sondern dessen freier Wille die Verbindung mit der geistigen Welt anstreben und durchsetzen muß. Der Segen einer solchen Verbindung aber ist groß, denn wenngleich auf der Erde wenig Erfolg zu ersehen ist, nehmen die zahllosen Seelen im Jenseits teil an der Übermittlung und danken es dem Menschen ewiglich, der ihnen zum Licht, zur Erkenntnis und zum Wissen verhilft. Amen. B.D. NR. 4467.

 

Buch 52 4468

Macht des göttlichen Wortes. Gegenmittel für Leid.

24. Oktober 1948. B.D. NR. 4468.

Meine Liebe zu euch ist grenzenlos, und Ich erfülle euch jede Bitte, nur zuweilen in einer Form, daß ihr die Erfüllung nicht gleich erkennt, es euch aber einmal bewußt wird, in welcher Fürsorge Ich eurer gedenke. Die Endzeit bringt Nöte und Leiden verschiedener Art, weil ihr in Kürze ausreifen müsset, ansonsten ihr die letzte, schwere Prüfung nicht bestehen würdet. Ihr bleibt in dauernder Bekümmernis und sollet nur daran denken, daß Ich es bin, Der euch alles sendet, daß Ich um jede Not und Trübsal weiß, daß sie aber auch von Segen ist für euch. Darum banget und klaget nicht, sondern bleibet Mir in Liebe zugetan, wie auch Meine immerwährende Liebe euch gehört und Ich euch selig machen will. Die Macht Meines Wortes sollet ihr erproben, und ihr werdet bald erkennen, daß ihr ein wirksames Gegenmittel habt für jegliches Leid, für Furcht und Traurigkeit. Ich habe Mein Wort mit Meiner Kraft gesegnet. Warum nützet ihr sie nicht? Warum nehmet ihr die Kraft nicht in Anspruch, so ihr im Erdenkampf schwach zu werden droht und mutlos seid? Warum gebt ihr euch nicht seiner belebenden Wirkung hin? Ihr empfanget von Mir unausgesetzt den Beweis Meiner Liebe zu euch, ihr steht inmitten einer großen Gnade und seid so kleingläubig und wankelmütig, so ängstlich und schwach. Was Besseres könnte Ich euch wohl bieten als Mein Wort? So ihr irdisch keine Not und Sorgen hättet, würdet ihr nicht fähig, Mein Wort zu vernehmen, denn die Welt würde euch gefangenhalten und euch hindern an der innigen Verbindung mit Mir. Und darum nehmet ergeben diese Not auf euch, so ihr als Ausgleich Mein Wort empfanget, denn mit Meinem Wort besitzet ihr einen großen Schatz, den ihr nur nicht zu heben versteht. Lasset Mich im Wort zu euch sprechen stets uns ständig, nehmet zu Mir im Wort eure Zuflucht, versenket euch in den Ausdruck Meiner Liebe zu euch, und ihr werdet eine merkliche Kraftzuwendung spüren, ihr werdet keine Schwäche, keine Angst und Bedrückung und keinen Zweifel mehr empfinden - ihr werdet in voller Stärke das Erdenleben meistern und Mich loben und preisen ob Meiner Liebe und Gnade, und dann werdet ihr Mir rüstige Arbeiter sein im letzten Kampf auf dieser Erde. Ich segne euren Willen, Mir zu dienen, doch lasset ihn auch tätig werden durch Ausführung dessen, was Ich von euch verlange. Und immer wieder ermahne Ich euch, Mein Wort in euch aufzunehmen, weil Ich euch die Kraft Meines Wortes zuwenden will, weil Ich euch helfen will, euren Willen aber dazu benötige, sollet ihr den rechten Segen von Meiner Hilfe haben. Ihr müsset selbst ringen, weil ihr nur dadurch zum Glauben gelanget, zu dem tiefen Glauben, den ihr benötigt, um Mir treue Diener auf Erden sein zu können. Ihr müsset, was ihr von Mir empfanget, was ihr niederschreibt, selbst im Herzen erwägen, es muß lebend werden in euch, auf daß ihr dann auch überzeugt Mein Wort vertreten könnet, daß es auch auf den Mitmenschen die Wirkung nicht verfehlt und er die Kraft Meines Wortes an sich selbst verspürt. Stets wird euch geholfen werden in der Not, und desto eher, je mehr ihr Meinen Willen erfüllt. Mein Wille aber ist, daß ihr euch des öfteren versenket in Mein Wort, auf daß ihr Meiner Gegenwart bewußt werdet und glaubet. Und sowie euer Glaube tief ist, ist euch auch die Erfüllung jeglicher Bitte gewiß. Amen. B.D. NR. 4468.

 

Buch 52 4469

Mission. Gegenleistung für Empfang: Weiterleiten des Wortes.

25. Oktober 1948. B.D. NR. 4469.

Wenn euch durch Meine Liebe ein Wissen zugeleitet wird, wenn Ich Selbst Mich euch offenbare und euch in die ewige Wahrheit einführe, so ist auch damit eine Mission verbunden, für die Ich euch durch Meine Offenbarung tauglich machen will. Ihr empfanget von Mir eine kostbare Gabe, für die Ich eine Gegenleistung von euch fordere, die nur darin besteht, daß ihr das, was ihr empfanget, auch an die Mitmenschen weitergebt. Denn allen Meinen Geschöpfen gilt Meine Liebe und Sorge um ihr Seelenheil, alle Meine Geschöpfe wandeln in der Finsternis, solange sie nicht in Verbindung stehen mit Mir. Auf daß sie aber diese Verbindung herstellen, müssen sie belehrt werden, und dies ist eure Mission, es ist der Dienst, den Ich von euch fordere, die ihr Mir zuliebe für Mich tätig sein wollet. Sowie ihr Mir aber euren Willen hingegeben habt, traget ihr keine Verantwortung mehr für euer Handeln und Denken, denn Ich Selbst wirke schon in euch, weil sich euer eigener Wille Mir nicht mehr widersetzet. Den Eigenwillen aufgeben aber tut ihr stets, so ihr euch mit Mir verbindet zur Entgegennahme Meines Wortes, Meiner Offenbarungen, die durch den Geist in euch eurem Herzen und dem Verstand vermittelt werden. Habt ihr den Willen, Mir zu dienen, für Mich und Mein Reich tätig zu sein, habt ihr den Willen, Meine Gebote zu erfüllen und Mir zum Wohlgefallen auf Erden zu leben, dann seid ihr schon Mein, und ihr werdet nun stets das tun, was Ich will, weil Mein Geist in euch wirket und dieser nicht gegen Meinen Willen euch bestimmen wird. Nur eine Gefahr besteht, daß ihr die Verbindung mit Mir abbrechet im freien Willen, daß ihr Mir untreu werdet und euch an die Welt und also an deren Herrscher, an Meinen Gegner, verkaufet um schnöden weltlichen Lohnes willen. Diese Gefahr aber brauchet ihr nicht mehr zu fürchten, die ihr Mein Wort innerlich höret, denn euch wird die Welt nichts mehr bieten können, was Mein Wort übertrifft, und die köstliche Gnadengabe werdet ihr nimmer missen wollen und darum immer wieder Mich suchen, um Meine Stimme zu vernehmen. Und darum werdet ihr eure Mission erfüllen können, ihr werdet euch willig leiten lassen von Mir und dem inneren Drängen stets nachgeben, so die Gelegenheit an euch herantritt, wo ihr reden sollet in Meinem Namen. Ich weise euch Selbst die Arbeit zu, sowie die Stunde eures Wirkens für Mich gekommen ist, wie Ich aber auch zuvor schon euren Lebensweg bestimme eurer Mission entsprechend, und ihr werdet oft Meine Führung spüren, es wird euch Mein Walten und Wirken offensichtlich sein, denn Ich habe von euch Besitz ergriffen und lasse euch ewiglich nimmer. Und es ist Mein Geist, der euch beherrschet, der euer Denken, Wollen und Handeln bestimmt, also werdet ihr gelenkt von Mir und könnet unbesorgt alles an euch herantreten lassen, denn es kommt nicht anders, als es Mein Wille ist, und wie es kommt, ist es gut für euch und erfolgreich für die Mitmenschen. Und so wartet Meinen Ruf ab, der euch in eine neue Lebensaufgabe hineinstellt, und vertraut Mir, daß Ich euch sicher zum Ziel führe, daß ihr alles werdet leisten können mit Meiner Hilfe und daß Ich Selbst bei euch bleibe bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4469.

 

Buch 52 4470

Verschiedenes geistiges Wirken: Weisheit, Schauen, Weissagung. (Konnersreuth)

26. Oktober 1948. B.D. NR. 4470.

Nur dort kann Mein Geist wirksam werden, wo die Menschen sich Meinem Urwesen angeglichen haben, wo sie sich zur Liebe gestaltet haben. Wie das Leben des einzelnen sonst ist, welcher Konfession er angehört und welcher Abstammung er ist, das ist belanglos, und darum kann ein jeder andere Gewohnheiten pflegen, es kann ein jeder andere Sitten und Gebräuche ausüben, es kann ein jeder in anderen Glaubenslehren erzogen worden sein - sowie er ein Liebeleben führt nach Meinem Willen, kann er auch von Meinem Geist erfüllt sein und Übernatürliches zustande bringen. Das Wirken des Geistes ist aber insofern verschiedener Art, als daß dem einen Menschen tiefste Weisheit, tiefstes geistiges Wissen vermittelt wird, während der andere geistig zu schauen vermag, also Dinge sehen und erleben kann, die mit dem geistigen Reich, mit Mir Selbst und der Schar der reinen Geister im engsten Zusammenhang stehen. Er kann also einen Blick tun in das geistige Reich, das aller Menschen letztes Ziel ist. Bei wieder anderen ist die Gabe der Weissagung das Wirken des Geistes, so daß sie in die Zukunft zu schauen vermögen und die kommenden Ereignisse sich vor ihren Augen abspielen sehen. Auch diese sind erfüllt von Meinem Geist, so daß sie reden müssen zu ihren Mitmenschen über ihre Gesichte und über ihre prophetische Gabe. Vergangene, gegenwärtige und zukünftige Dinge zu schauen ist das Zeichen eines schon hohen Reifegrades des Menschen, dem jeder Zeitbegriff genommen ist, sowie er den Blick geistig richtet und also nun geistig in Sphären weilet, fernab der Erde, seinem derzeitigen Wirkungskreis. Solchen Menschen ist durchaus Glauben zu schenken, sowie ihr Leben ein vorbildliches Liebeleben darstellt. Dann können keine anderen als Lichtwesen sich durch sie kundgeben, dann wirket Mein Geist in jenen Menschen, denn sie sind durch die Liebe Mir verbunden und können niemals abseits Meines Willens stehen und handeln und denken nach eigenem Willen. Liebe also ist sicherstes Zeichen Meiner Gegenwart, Liebe ist die Gewähr für Mein Wirken, ganz gleich, in welcher Form das Wirken des Geistes zum Ausdruck kommt. Mein Geist kann und wird also auch dort wirken, wo ein Mensch in verkehrter Glaubensrichtung erzogen wurde, wo sein Denken in falsche Bahn gelenkt wurde durch unfähige Lehrer, in denen Mein Geist nicht wirken und ihnen die reine Wahrheit vermitteln konnte. Es kann aber dennoch durch ein rechtes Liebeleben der also in falschem Denken Stehende Meines Geistes Wirken an sich erfahren, doch in anderer Form als durch Zuleiten von wahrheitsgemäßem Wissen - denn ein solches würde zuweilen im Widerspruch stehen zu den ihm vermittelten Glaubenslehren und dem Empfangenden wenig nützen. Also wirket Mein Geist vorerst so, daß er den Menschen in geistige Sphären Einblick nehmen lässet, die ihm bildlich die Wahrheit vermitteln, so daß ihm geistige Begebenheiten vor Augen gestellt werden, die sich mit den Lehren jeder einzelnen Konfession decken, die der Wahrheit entsprechen, so daß also das Geisteswirken stets nur Wahrheit zeitigen wird, wenngleich die Form verschieden ist. (27.10.1948) Es soll den Menschen ein Beweis geliefert werden von der Wahrheit dessen, was gelehrt wird, aber nicht mehr urkundlich bewiesen werden kann, dann erstreckt sich das Wirken des Geistes auf in der Vergangenheit liegende Begebnisse, und er wird solche dem Menschen sichtlich werden lassen, in dem er wirken kann, auf daß dieser zeuget von Dingen, die anders nicht mehr bewiesen werden können. Vergangenes und Zukünftiges werden solche Menschen mit geistigen Augen schauen, und stets muß ihnen das Wirken Meines Geistes zugesprochen werden, das einen tiefen starken Glauben bedingt, der dort anzutreffen ist, wo die Liebe ist. Wahrheitsgemäßes Wissen kann nicht überall von der Höhe zur Erde geleitet werden, weil zur Annahme dessen ein völlig neutrales Herz gehört, das frei ist von einer bestimmten Lehre, das gewissermaßen keinen Widerstand bietet durch eigenes, der Wahrheit widersprechendes Geistesgut. Es muß bedingungslos annehmen, was ihm von oben dargebracht wird. Und daher darf der Mensch nicht gebunden sein an ein Wissen, das ihm von außen zugetragen wurde und nicht der Wahrheit entspricht. Und daher ist ein Geisteswirken in dieser Form selten möglich, weil zumeist die Suchenden sich schon einer Geistesrichtung angeschlossen haben, während die außerhalb jeder Geistesrichtung stehenden Menschen selten suchend sind, vielmehr überhaupt keinen Glauben haben, der Glaube an Mich und Mein Wirken aber erste Voraussetzung ist, daß Mein Geist in einem Menschen wirksam werden kann. Ein Mensch, der in der Liebe lebt, im Glauben aber schwach ist, setzet Meinem direkten Wirken in ihm durch den Geist ebenfalls ein Hindernis entgegen, ansonsten Ich weit mehr Mich durch Menschenmund äußern könnte; doch ein direktes Wirken, ein Übertragen Meines Wortes auf einen Menschen wollen sie nicht anerkennen, weil ihnen dieser Glaube mangelt. Und so kann Ich wohl ihre Gedanken ordnen und ihnen Verständnis geben für die alleinige Wahrheit, Ich kann sie auch gedanklich einführen in ein Wissen, das sie von außen nicht entgegennehmen können, doch immer werden sie ihre Gedanken als eigene ansehen und Mein Wirken an ihnen nicht ersehen wollen. Wo aber Mein Geist wirken kann in offensichtlicher Weise, wo Liebe und Glaube eine direkte Übertragung Meines Wortes auf einen Menschen ermöglichen, dort tritt die Kraft des Geistes deutlich in Erscheinung, und dort sollten sich alle Menschen Aufklärung holen, weil sie dann der vollsten Wahrheit gewiß sein können, weil Ich Selbst es bin, der ihnen diese Aufklärung gibt durch eines Menschen Mund und Hand. Und Ich werde immer dafür Sorge tragen, daß ein Wahrheitsquell denen das lebendige Wasser spendet, die durstig sind; Ich werde immer dafür Sorge tragen, daß Wahrheitsträger auf Erden wandeln, die den Mitmenschen rechte Führer sein können, die ihnen nur das vermitteln, was sie von Mir empfangen haben, die zum Aufnahmegefäß des Geistes sich hergerichtet haben und darum ständig durch Meinen Geist unterwiesen werden in der Wahrheit, auf daß sie diese weitertragen und lehrend tätig sind nach Meinem Willen. Amen. B.D. NR. 4470.

 

Buch 52 4471

Absolute Wahrheit.

28. Oktober 1948. B.D. NR. 4471.

Euch, die ihr die Gnade habt, direkt belehrt zu werden aus der Höhe, kann wohl ein Wissen erschlossen werden, das völlig der Wahrheit entspricht, und darum könnet ihr das, was euch vermittelt wird, auch stets als Wahrheit vertreten. Es ist aber dennoch zu verstehen, daß Menschen, die nicht in dieser Weise belehrt werden, daran zweifeln und eher das als Wahrheit ansehen, was durch eifriges Nachdenken, durch rege Verstandestätigkeit als Ergebnis gewonnen wurde. Und da diese Ergebnisse ganz verschiedener Art sind zumeist und die Menschen sich weder der einen noch der anderen Begründung oder Ausführung verschließen können oder wollen, auch das Richtige kraft ihres Verstandes niemals zu erkennen vermögen, ist die Behauptung aufgestellt worden: Die Wahrheit ist relativ. Doch da irren die Menschen gewaltig. Und sie verwerfen mit dieser Behauptung auch den Urheber der Wahrheit, das Wesen, Das von Ewigkeit besteht in dieser konkreten Wahrheit, Das Sich niemals wandeln kann, ansonsten es unwahr würde wider Sich Selbst. Die Wahrheit ist Grundgesetz. Wie die Dinge liegen, muß von Ewigkeit begründet sein, denn die Wahrheit ist gleich der ewigen Ordnung, dem Gesetz, das ewig unumstößlich ist, weil es aus Gott, dem vollkommensten Wesen, Das Sich niemals widersprechen kann, hervorgegangen ist. In der Erdenzeit steht es zwar dem Menschen frei, kraft seines freien Willens von der Wahrheit abzuweichen, das Gesetz der ewigen Ordnung umzustoßen, doch stets wird es sich zum Schaden des Menschen selbst auswirken, weil es widergesetzlich ist, weil es nicht übereinstimmt mit der Wahrheit, die den Menschen zugeführt wird von Gott Selbst. Es gibt eine Wahrheit, und diese ist bei Gott. Alles Gott Zustrebende sucht zuerst in diese Wahrheit einzudringen, die sein Anteil war und ist im Zustand der Vollkommenheit, die aber getrübt oder verunstaltet ist und nicht erkannt wird im Zustand der Unvollkommenheit. Vollkommenheit und Wahrheit sind nicht zwei Begriffe, sondern eins ergibt sich aus dem anderen. Wo also noch verschiedene Anschauungen als Wahrheit gelten, ist auch der Reifegrad der Menschen verschieden, der die Urteilsfähigkeit bestimmt und die helle Erkenntnis des Göttlichen, wozu die reine Wahrheit zählt. Der Reifegrad eines Menschen bedingt einen dem göttlichen Willen entsprechenden Lebenswandel, er bedingt ein Anpassen an die ewige Ordnung, an das Gesetz der Liebe, in der Sich die ewige Gottheit Selbst bewegt. Dann steht der Mensch in vollster Wahrheit, und er erkennt auch, daß es nur eine Wahrheit geben kann, daß diese nur von Gott als der ewigen Wahrheit ausgehen kann, und er erkennt auch, daß es Ziel des Menschen auf Erden ist, in den Besitz der Wahrheit aus Gott zu gelangen, und daß darum diese Wahrheit zu finden sein muß, sie also auch nicht abgestritten werden kann, ansonsten jeglicher Glaube an Gott hinfällig wäre, an ein Wesen, Das vollkommen war, ist und bleibt bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4471.

 

Buch 52 4472

Aufheben der Naturgesetze. Macht des Satans am Ende.

29. Oktober 1948. B.D. NR. 4472.

Ihr müsset euch von Mir belehren lassen, wollet ihr in der Wahrheit stehen, und so auch müsset ihr Mich anhören, so Ich zu euch reden will. Ich will immer mit euch reden, um euch aufzuklären, weil ihr alle noch sehr im Irrtum wandelt und viel Aufklärung benötigt: Dem Gesetzgeber von Ewigkeit steht es wahrlich frei, auch die Gesetze umzustoßen, so es Seinen ewigen Heilsplan begünstigt, so Seelen dadurch zu gewinnen wären für die Ewigkeit. Doch selten nur mache Ich von diesem Recht Gebrauch, weil Meine Weisheit von Ewigkeit erkannte, wie überaus günstig sich Meine Gesetze auf die Gewinnung der Seelen für Mein Reich auswirken, und Ich darum keinen Anlaß habe, sie aufzuheben. Doch in der letzten Zeit vor dem Ende hebe Ich so manches Gesetz auf - wie Ich es angekündigt habe durch Seher und Propheten, daß die Kräfte des Himmels sich bewegen werden, auf daß die Menschen die Zeit des Endes erkennen an den Anzeichen. In dieser Zeit werdet ihr Dinge erleben, die naturmäßig unmöglich sind und auch den Forschern und Gelehrten einen Beweis geben, daß Ich die Natur lenke und nach Meinem Ermessen auch naturwidrige Ereignisse eintreten lassen kann. Und diese Zeit macht sich auch Mein Gegner zunutze, indem er gleichfalls seiner Kraft sich entäußert und gleichfalls Wunder verrichtet, jedoch gänzlich anderer Art, weil er den Abfall der Menschen von Mir bezweckt und daher sich selbst als gleich stark und machtvoll den Menschen vorstellen will. Und diesem seid ihr Menschen nun ausgeliefert, sowie ihr nicht selbst Kenntnis habt von Mir und Meinem ewigen Heilsplan. Der Satan wird stets auf eure Gedanken so einzuwirken suchen, daß ihr euch abwendet von Mir. Er will euch jede Kenntnis von Mir nehmen, er will allein herrschen über euch, doch nicht zum Segen, sondern euch zum Verderben. Und so Ich dies zuließe, wäret ihr alle verloren. Ich aber beschränke seine Macht keineswegs, sondern stelle euch Menschen selbst es anheim, ob ihr sie ihm geben wollet oder ob ihr euch ihm verweigert und euch Mir zugesellt. Ich kämpfe also auch um euch, und zwar mit der Wahrheit, Ich bringe euch Licht und lasse euch dann den Weg selbst wählen, den ihr gehen wollet, doch Ich erleuchte euch diesen Weg, Ich will nicht, daß ihr im Dunkeln wandelt und den rechten Weg nicht finden könnet. Doch auch Mein Gegner lässet Licht aufblitzen, aber es sind nur Truglichter, die euch blenden und in desto größere Dunkelheit versetzen, so daß ihr in große Gefahr geratet, den rechten Weg zu verfehlen und in den Abgrund zu stürzen. Die Wahrheit aber leuchtet hell und klar, und diese bringe Ich euch und will darum zu euch reden, und ihr sollt Mich anhören. Seid ihr in der Wahrheit unterrichtet, so werdet ihr nimmermehr Meinem Gegner das Recht über euch einräumen, denn dann durchschauet ihr ihn und wisset um sein Wesen, um seine schlechten Pläne und um euer Los in der Ewigkeit, so ihr ihm verfallet. Und ihr werdet ihn meiden und in Meine Arme flüchten, denn die Wahrheit zeigt euch auch Mein Wesen, das nur Liebe ist für alle Meine Geschöpfe - nimmermehr werde Ich es zulassen, daß euch Menschen das Wissen um eure Bestimmung gänzlich vorenthalten wird, nimmermehr werde Ich euch Meinem Gegner kampflos überlassen, und nimmermehr wird er sich auf den Thron schwingen dürfen, indem er euch, Meine Geschöpfe, gänzlich beherrschen und euch von Mir mit Gewalt abdrängen kann. Doch zwangsweise werde Ich nicht auf euch Menschen einwirken, immer wird es euch freistehen, euch von Mir belehren zu lassen, Meine Lehre anzunehmen und so also auch in das rechte Wissen geleitet zu werden. Höret ihr Mich aber an, so werdet ihr euch auch seiner Macht entwinden, denn auch er kann euch nicht zwingen, wohl aber euch ihm hörig machen, so ihr ihm nicht Widerstand entgegensetzet. Und zum Widerstand gegen ihn will Ich euch helfen durch Zuleiten der reinen Wahrheit .... denn diese gibt euch Kraft und verstärkten Willen, euch Mir zuzuwenden und ihm zu entfliehen. Die Macht des Satans also ist groß, und ihr werdet am Ende der Zeiten Dinge erleben, die euch seine Kraft beweisen, doch sie erstreckt sich nicht auf Schöpfungen, die noch Träger des gebundenen Geistigen sind. Also er kann wohl auf den Menschen einwirken, indem er dessen Willen zu beeinflussen sucht, und es werden diese Menschen mit seiner Unterstützung Außergewöhnliches vollbringen können, doch über den Menschen hinaus reicht seine Kraft nicht, und darum trete auch Ich am Ende ganz besonders hervor, um seiner Macht entgegenzuwirken, d.h., den Menschen einen Beweis zu geben von Meiner Existenz, soweit dies ohne Glaubenszwang möglich ist. Ich greife offensichtlich in die Gesetze der Natur ein. Ich hebe Gesetze auf, kündige dies aber vorher an, wie Ich es stets getan habe, um den Menschen die Wahrheit Meines Wortes zu beweisen und Mich als Schöpfer und Lenker, als allmächtiger Gott zu offenbaren, auf daß sie glauben und wissen, daß die Zeit des Endes gekommen ist. Ich kündige Mich an und trete in Erscheinung, so es an der Zeit ist. Was nie zuvor beobachtet wurde, wird dann zutage treten, was völlig unmöglich war, wird durch Meinen Willen möglich werden, und die Wissenschaft wird vor Rätseln stehen, die ihr unlösbar sind. Ich hebe die Gesetze der Natur auf - was das heißt, kann sich kein Mensch vorstellen, weil es noch nicht erlebt wurde zuvor. Doch auch dies gehört zu Meinem Plan von Ewigkeit, daß der Macht des Satans in der Endzeit Meine Macht und Kraft gegenübergestellt wird und daß die Menschen sich nun frei entscheiden können, welcher Macht sie untertan sein wollen. Denn nun stehen sich wieder menschliche Kräfte und unerklärliche übernatürliche Kraft gegenüber. Durch erstere finden Zerstörungen statt, die Werke des Satans sind, weil Haß, Lieblosigkeit, Besitzgier und alle schlechten Triebe die Ursache dazu sind, während Mein Wirken auf keinen menschlichen Einfluß zurückgeführt werden kann, also andere als menschliche Kräfte die Ursache sein müssen und daher den Gläubigen ein sichtlicher Beweis sind, daß das Ende gekommen ist. Wer nun in der Wahrheit unterrichtet ist, dem wird es leicht sein zu glauben. Und darum sollt ihr zu Mir kommen, ihr sollt von Mir die Wahrheit erbitten und sie annehmen, so Ich sie euch direkt oder durch Meine Boten zuführe. Amen. B.D. NR. 4472.

 

Buch 52 4473

Jünger der Endzeit. Verbreiten der Wahrheit.

2. November 1948. B.D. NR. 4473.

Meine Jünger der Endzeit sind beauftragt, euch Menschen das zu vermitteln, was euch zur Seligkeit verhilft - Mein Wort, das in aller Reinheit ihnen von oben durch Meine Liebe zugeleitet wird. Daß Ich Mir diese Jünger Selbst erwählt habe, muß euch verständlich sein, wenn ihr bedenkt, daß die Lehre, die als Meine Lehre Verbreitung findet auf Erden, nicht mehr rein und unverbildet ist und Ich es nicht zulassen kann, daß die Wahrheit immer mehr verdrängt wird; daß Ich darum Sorge trage, den Menschen wieder die reine Wahrheit zuzuführen und daß dies nur in der Weise geschehen kann, daß sie ein Mensch empfängt in Form Meines Wortes, das direkt von Mir ausgeht und darum vollste Wahrheit verbürgt. Meine Vertreter dem Namen nach nun könnten Mir gleichfalls als Empfänger dienen, so sie nach Meinem Willen lebten, d.h. ein rechtes Liebeleben, ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe führen würden und - was sehr wichtig ist - an Mein direktes Geisteswirken glauben könnten. Doch dieser Glaube mangelt ihnen, weil ihnen auch die Kenntnis um Mein Geisteswirken verlorengegangen ist. Und so muß Ich Mir Selbst Meine Jünger suchen und sie ausbilden als Träger der Wahrheit, Ich muß Mich denen offenbaren, die diesen Glauben in sich tragen, die kein Ding unmöglich halten, weil Gott alles möglich ist. Diesen nun bringe Ich Mein Evangelium mit dem Auftrag, es weiterzutragen in die Welt. Ich habe nun eine rechte Freude an denen, die Meinem Auftrag nachkommen im Eifer, Mir zu dienen, die also ständig bereit sind, auf die innere Stimme zu lauschen, und sich durch nichts von außen abbringen lassen von ihrem Vorhaben, das wahrlich überaus segensreich ist für sie selbst und auch für die Mitmenschen. Denn Ich benötige diese Mitarbeiter auf Erden zum Verbreiten der reinen Wahrheit, weil sie anders als durch Menschenmund nicht geboten werden kann den Menschen, die noch schwach im Glauben sind und die direkte Verbindung mit Mir nicht eingehen, um Mich Selbst hören zu können. Der Akt der Übertragung der Wahrheit wird den Menschen zwar immer unverständlich bleiben, solange sie nicht selbst tief gläubig sind und in der Liebe leben. Und darum wird auch dem Verbreiter der Wahrheit immer Zweifel entgegengesetzt werden, was aber Meine Jünger der Endzeit nicht stören soll in ihrer Arbeit für Mich und Mein Reich. Die Wahrheit wird sich durchsetzen, sie wird siegen, wenn auch nach schwerem Kampf gegen den, der als Fürst der Lüge die Wahrheit verdrängen will und darum voller Feindseligkeit gegen die Wahrheitsträger vorgehen wird. Die Wahrheit ist von Mir, und also kämpfet auch der Wahrheitsträger mit Mir. Das Ende aber ist nahe, und nur wer die Wahrheit besitzet, wird am Ende nicht untergehen, sondern als Mein Anhänger ins Paradies der neuen Erde eingehen. Und darum ist die Mission Meiner Jünger von größter Dringlichkeit, denn das Ende ist nahe und mit ihm das letzte Gericht. Amen. B.D. NR. 4473.

 

Buch 52 4474

Werktätige Nächstenliebe. Zusammenschluß mit Gott.

2. November 1948. B.D. NR. 4474.

Werktätige Nächstenliebe verbindet euch mit Mir. Darum sollet ihr sie üben, ansonsten Ich nicht in eurer Nähe weilen kann, ansonsten Ich euch nicht gegenwärtig bin. Wie aber sieht es in der Welt aus? Wie weit sind die Menschen von Mir entfernt, weil sie ohne Liebe dahinleben, weil sie nur ihr eigenes Wohl im Auge haben und der Not der Mitmenschen nicht achten. Sie sind fern von Mir . Ihr Menschen wisset nicht, was das bedeutet, wenn Ich euch nicht gegenwärtig sein kann, ihr wisset nicht, wie kraftlos ihr seid, wie wenig ihr tun könnet für eure geistige Entwicklung, die doch das Ziel und der Zweck eures Erdenlebens ist. Ihr seid ohne Licht und ohne Kraft, wenngleich ihr auf Erden machtvoll seid und irdisch Großes schaffet. Habt ihr die Liebe nicht, dann ist all euer Streben auf Erden nichtig, denn der Leibestod macht allem ein Ende, ihr müsset alles zurücklassen, was ihr auf Erden euch geschaffen habt, denn nur Werke der Liebe folgen euch nach in die Ewigkeit. Und Ich will euch doch gewinnen für die Ewigkeit, Ich will, daß ihr euch in den Strahlen Meiner Liebesonne wärmet, daß ihr lebet in Licht und Seligkeit, daß ihr nach Mir Verlangen traget und Ich euer Verlangen stillen kann, stets und ständig. Ich will euch zu Anwärtern Meines Reiches machen und euch besitzen auf ewig. Und alles dieses ist euer Anteil, sowie ihr in der Liebe tätig seid, sowie ihr werktätige Nächstenliebe übet und also Mich zu euch ziehet, Der Ich Selbst die Liebe bin. Machet eine Probe, bringet den Willen auf, Dienste der Nächstenliebe zu verrichten, im Gedanken an Mich teilet Gaben aus, die ihr selbst von Mir empfangen habt und die euch selbst beglücken, lasset niemals den Nächsten darben, so er euch bittet um Gaben der Liebe, stellet eure Ichliebe zurück, und ihr werdet den Erfolg spüren, indem ihr gedanklich euch mit Mir befasset, indem ihr nach der Wahrheit suchet und sie auch finden werdet, denn dann werdet ihr von selbst in der Liebe leben, weil Meine Nähe euch dazu treibt. Mit Meiner Nähe beglücke Ich jeden, der um Meines Wortes willen in der Nächstenliebe tätig ist. Haltet dieses Gebot, und so ihr es als einzigstes erfüllet, wird es wahrlich genügen, euch Meine Nähe zu sichern. Und seid ihr Mir also verbunden, dann seid ihr auch gewonnen für das geistige Reich. Ihr müsset dieses Gebot erfüllen, wollet ihr selig werden - ihr müsset einander helfen, in geistiger wie auch in irdischer Not, auf daß auch Ich dann euch helfen kann im selben Maß. Ich kann euch erst dann nahetreten, wenn ihr Mir eure Liebe beweiset, indem ihr sie dem Mitmenschen gegenüber äußert. Ihr seid alle Meine Geschöpfe, ihr seid Meine Kinder und Ich euer Vater von Ewigkeit, und also sollet ihr auch untereinander euch behandeln, daß ihr einander Gutes tut, daß ihr Not lindert und Hilfe leistet, wo sie benötigt wird. Dann werde Ich euch ständig gegenwärtig sein, und ihr werdet im Bewußtsein Meiner Gegenwart schon auf Erden den Frieden finden, den Ich euch verheißen habe. Amen. B.D. NR. 4474.

 

Buch 52 4475

Neubannung in der Materie.

3. November 1948. B.D. NR. 4475.

Es ist ein endlos weiter Weg zu gehen für die Seele, bevor sie die körperliche Hülle als Mensch beziehen kann. Und es ist dieser Gang so entsetzlich qualvoll, daß mit Recht von der Hölle gesprochen werden kann, besonders, solange die feste Materie noch ihre Umhüllung ist. Dann spürt das Geistige die Fessel, das Unfreie, und besonders deshalb, weil ihm dieses Stadium zumeist nach dem Stadium der Willensfreiheit beschieden ist. Zumeist ist der Neubannung in der Materie die Verkörperung als Mensch vorangegangen, wo er versagt hat. Diese Neubannung in der Materie ist auch nun wieder bevorstehend, und es ist für die Menschen noch immer die Gelegenheit geboten, ihr zu entgehen, wenn sie den kurzen Erdenlauf, den sie noch zurücklegen müssen bis zum Ende, auswerten und die Zeit zu eifriger Seelenarbeit nützen. Noch sind sie im Besitz des freien Willens und der Lebenskraft, die ihnen auch ein Ausführen ihres Willens ermöglicht. Im Zustand der Neubannung ist der Wille gebunden, so daß das Geistige nur noch nach Gottes Willen sich bewegen kann und muß; auch steht ihm nicht die geringste Kraft zur Verfügung so lange, bis es den Widerstand gegen Gott aufgibt und eine kleine Zufuhr von Kraft erhoffen kann. Wüßten die Menschen um diesen qualvollen Zustand, dem sie entgegengehen, so würden sie alles tun, um ihm zu entgehen. Daher soll ihnen davon Kenntnis gegeben werden. Doch am Glauben mangelt es, und bewiesen darf es ihnen nicht werden, ansonsten ihr Lebenswandel nach Gottes Willen zwecklos wäre, also nur aus der Furcht heraus, nicht aber im freien Willen so zurückgelegt würde, wie es nötig ist, um der Neubannung zu entgehen. Die Menschen werden aufmerksam gemacht und ihnen die Verantwortung vor Augen gestellt, doch ihr Entscheid ist frei bleibend. Es ist aber verständlich, wie überaus schwerwiegend dieser Entscheid ist und in welch tiefer geistiger Not sich die Menschheit befindet, die nicht an das Ende glaubt und an ein jüngstes Gericht. In jeder Weise wird eingewirkt auf den einzelnen Menschen, auf daß er sich besinne und seinem Seelenzustand Beachtung schenke, und Gott lässet wahrlich nichts unversucht, um die Seelen der Menschen zu gewinnen, doch so den Menschen jeglicher Glaube fehlt, richtet auch Sein Wort nichts aus, durch das die Menschen in die Wahrheit geleitet werden und ein großes Wissen entgegennehmen könnten, dann aber auch den Lebenswandel dem Willen Gottes gemäß führen würden. Dennoch ist es von größter Wichtigkeit, den Menschen das göttliche Wort zu unterbreiten, auf daß noch einige wenige es annehmen und ihre Seelen bewahrt bleiben von einem nochmaligen Gang durch alle Schöpfungen der neuen Erde, auf daß sie am Ende eingehen können in das Reich des Lichtes, in die ewige Seligkeit. Amen. B.D. NR. 4475.

 

Buch 52 4476

Ermahnung zur Arbeit für Gott und Sein Reich.

4. November 1948. B.D. NR. 4476.

Wer Mir also dienet, daß er redet für Mich und Mein Reich, der gibt sich Mir Selbst hin, auf daß Ich durch ihn reden kann, und er wird dafür Meinen Segen empfangen. Ich will ihm Kraft verleihen zum Wirken für Mich, und also wird er auch Erfolg haben, und die Menschen werden Meinen Worten Gehör schenken und sie im Herzen verarbeiten. Jede Seele, die durch euch, Meine Diener, mit Mir in Verbindung tritt, wird sich Meiner Liebe erfreuen können, sie wird Mein Wirken spüren als Verlangen nach der Wahrheit und Verlangen nach Mir, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin - und sie wird ihr zuteil werden. Werbet für Mich und trachtet danach, Licht zu bringen in das Dunkel, das über der Erde liegt. Traget Meine Liebelehre in die Welt, unterweiset, die euch Gehör schenken, und kläret sie auf über Mein Wirken und über das nahe Ende. Belehret sie über ihre Erdenaufgabe, und ermahnet sie zur Liebe, gebet ihnen Meinen Willen kund, und haltet sie an, diesen zu erfüllen, und tuet Gutes allen, die euch in den Weg treten. Gehet mit gutem Beispiel voran, auf daß ihr die Mitmenschen gewinnet für Meine Lehre, die Liebe predigt und Liebe gibt, die von Mir ausgeht und zu Mir hinführt, und machet euch selbst dadurch zu Meinen Dienern, daß ihr Meine Liebelehre weitertraget - und ihr werdet euch Mein Wohlgefallen erringen, Ich werde euch den Lohn geben, den Ich euch verheißen habe, Ich werde euch ständiger Schützer und Begleiter sein und wie ein Vater sorgen für euch, weil ihr Mir helfen wollet, die irrenden Seelen auf den rechten Weg zu führen und diesen zu erleuchten mit dem Licht, das von Mir seinen Ausgang genommen hat. Und eure Arbeit wird gesegnet sein. Amen. B.D. NR. 4476.

 

Buch 52 4477

Weltlich gesinnte Diener Gottes.

5. November 1948. B.D. NR. 4477.

Weltlich gesinnte Diener Gottes gibt es viele auf Erden, und diese sind wahrlich nicht die rechten Vertreter Meiner Lehre, weil sie nicht in der Wahrheit stehen, die aber für ein Amt erforderlich ist, das die Verbreitung Meiner Lehre zum Ziel hat. Denn es muß die Wahrheit in aller Reinheit den Menschen dargeboten werden, soll ein Erfolg für die Seelen gezeitigt werden. "Ihr müsset alle von Gott gelehret sein", so steht es geschrieben, und dieses Wort ist Wahrheit, denn nur Gott als die ewige Wahrheit kann euch das Wissen vermitteln, das der Wahrheit entspricht. Also könnet ihr wohl Geistesgut von außen entgegennehmen, doch es muß erst Mein Geist in euch wirken, bevor ihr das von außen an euch Herangetragene als Wahrheit erkennet und euch innerliche Überzeugung gibt, daß das Wort von Mir ist. Es ist darum unbedingt Geisteswirken erforderlich; Mein Geist aber stellt Bedingungen an euch, die ihr erst erfüllt haben müsset, bevor er wirksam werden kann. Eine davon ist gänzliche Hingabe an Gott - innigste Verbindung mit Mir, die aber nicht stattfinden kann, so ihr der Welt noch zu sehr verbunden seid. Denn niemals kann das Auge nach außen und nach innen gerichtet sein; zudem ist die Welt das Reich Meines Gegners, Mein Reich aber ist die geistige Welt, von wo euch die reine Wahrheit dargeboten wird. Also muß die Welt gemieden werden, das Herz muß sich bereitwillig davon lösen, weil es nach dem geistigen Reich Verlangen trägt, und also ist geistiges Streben erste Voraussetzung, daß ein Diener Gottes in der Wahrheit steht. Dann erst wird er das geschriebene Wort erkennen können als Wahrheit, dann erst ist sein Denken erleuchtet, so daß er als Mein Vertreter auf Erden wirken kann und in Meinem Namen, zu Meiner Ehre und zum Segen der Mitmenschen tätig ist. Amen. B.D. NR. 4477.

 

Buch 52 4478

Schicksal. Ausreifungsmöglichkeiten. Prüfungen.

5. November 1948. B.D. NR. 4478.

Jeder Gedanke an Mich, jeder Ruf zu Mir berührt Mich, und Ich lasse ihn nicht unbeachtet. Und so habe Ich Kenntnis von dem ganzen Gefühlsleben des Menschen und weiß um seine innersten Regungen und so auch darum, wie sein Wille beschaffen ist. Und kommt dieser Wille Mir entgegen, dann findet der Mensch in Mir den treuesten Freund und fürsorgendsten Vater, denn dann weiß Ich, daß er zu den Meinen zählen will und nehme ihn mit Freuden auf. Und dann ist dessen Schicksal nur eine Kette von Ausreifungsmöglichkeiten, denn ihm will Ich zur ewigen Seligkeit verhelfen und ihm auch das Erdenleben erträglich machen, was nur mit Meiner Unterstützung möglich ist. Ein Mensch, der sich Mir hingibt, gewinnt alles; wer sich aber Mir versagt, dem wird auch noch das genommen, was er sich bisher erworben hatte, was ihm durch Meine Gnade vermittelt wurde und er unbeachtet ließ. Dem Ringenden strecke Ich Meine Hände entgegen, weil er Mir zustrebt; doch wer Mir den Rücken zukehrt, den lasse Ich dorthin gehen, wo es ihn verlockt, denn Meine Warnungen verhallen ungehört an seinen Ohren. Und es braucht keiner, der zu Mir will, zu fürchten, daß er sein Ziel nicht erreicht. Ich weiß um den Willen des einzelnen, und seine Seele hüte Ich vor dem Abfall von Mir. Und darum könnet ihr ohne Sorge sein, so Ich euch die Versicherung gebe, daß ihr zum Ziel gelanget, denn Meine Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, ist zu groß, als daß Ich euch dem Gegner überlassen könnte, so ihr zu Mir verlangt. Und wenngleich ihr oft durch harte Prüfungen gehen müsset, so soll euch der Gedanke immer tröstend sein, daß die Prüfungen von Mir kommen und nur darum, daß eure Seele reifet in kürzerer Zeit, weil nicht mehr viel Zeit ist bis zum Ende. Bald habt ihr die Erdenlebensprobe bestanden und könnet eingehen in Mein Reich als freie, selige Geister - und ihr werdet das Ziel erreichen und mit Mir euch vereinigen, weil Ich euch gegenwärtig bin, sowie ihr im Gebet Mich rufet und Mein Wort zu empfangen begehret. Ich bin bei euch und bleibe bei euch bis zum Ende; darum glaubet und liebet und hoffet, auf daß ihr als Meine Kinder eingehet in Mein Reich, so ihr von dieser Erde scheidet. Amen. B.D. NR. 4478.

 

Buch 52 4479

Zweifel an Wahrheit der Kundgaben. Naturkatastrophe.

6. November 1948. B.D. NR. 4479.

Ihr sollt euch nicht mit Zweifeln plagen, und darum gebe Ich auf jede Frage Antwort, die ihr im Herzen erwäget und die euch Unruhe macht. Warum könnet ihr nicht glauben, daß die Zeit nur noch kurz ist, da ihr auf Erden wandelt? Warum wollet ihr nicht Meine Ankündigung wörtlich nehmen und euch ernstlich vorbereiten auf ein schnelles Ende? Warum erscheint euch ein Nichteintreffen Meiner Voraussagen wahrscheinlicher - warum glaubt ihr nicht einfach Meinem Wort und harret der Dinge, die da kommen sollen? Wie Ich es euch sage, so ist es, und so wird es kommen, und ihr alle werdet überrascht sein über die plötzliche Wendung, die ihr nicht erwartet, weil sie eher kommt als ihr glaubt. Wen Ich zu Trägern der Wahrheit auserwähle, wem Ich eine solche Aufgabe zugewiesen habe, Mein Wort direkt zu empfangen und es für die Mitmenschen niederzuschreiben, den werde Ich um der Wahrheit willen schützen vor einem Einfluß, der Meinem Wirken entgegengerichtet ist. Er steht in Meinen Diensten, und nimmermehr lasse Ich es zu, daß Mein Gegner sich seiner bedient, um Irrtum neben die Wahrheit zu setzen. Ich will auch nicht, daß Meine Diener selbst unklar sehen, daß sie schwach sind im Glauben und zweifeln, wo sie die Wahrheit verbreiten sollen mit Überzeugung. Und darum spreche Ich immer wieder zu ihnen und weise sie auf die kommende Zeit hin, die ihnen den Beweis bringen wird, daß Mein Wort reinste Wahrheit ist. Daß noch eine kurze Zeit vergeht, soll euch keineswegs unsicher machen in euren Reden. Ihr könnet jedes Wort vertreten, was durch euch aus der Höhe aufgenommen worden ist, und ihr brauchet niemals zu fürchten, eigenes, der Wahrheit widersprechendes Geistesgut eingeflochten zu haben, denn ihr steht in Meinen Diensten. Daß Ich euch als Meine Diener aufgenommen habe, beweiset euch die Zuleitung Meines Wortes. Wer aber einmal Mein Diener ist, der führt nur noch den Willen seines Herrn aus und dessen Wille ist völlig dem Meinen untergeordnet. Darum wird er nur das tun, was Ich will, und ganz besonders in der geistigen Arbeit, die der Verbreitung der reinen Wahrheit gilt, Meinen Schutz genießen. Er wird nur Wahrheit empfangen und aufnehmen, und er braucht wahrlich keinen irrigen Zusatz zu fürchten. Ich wiederhole nochmals, daß ihr kurz davorsteht, die größte Erschütterung zu erleben, die auf dieser Erde vor sich gegangen ist. Wer sie übersteht, der wird von einem Wunder sprechen können, doch viele von denen, die Kenntnis davon haben durch euch, Meine Diener und Propheten der Endzeit, werden Meinen Eingriff überleben, weil sie als Zeugen dienen sollen, daß Ich Mich zuvor kundgetan habe und also Mein Plan von Ewigkeit daraus ersichtlich ist. Und darum zögere Ich so lange, auf daß noch vielen Menschen Gelegenheit gegeben wird, Kenntnis zu nehmen von Meinem Walten und Wirken und von Meiner Offenbarung durch die Elemente der Natur. Doch die Zeit ist bald abgelaufen, dann gibt es keinen Tag des Aufschubes mehr. Ihr würdet erschrecken, wüßtet ihr, wie nahe das Geschehen ist, das Ich ankündige fort und fort. Ihr dürfet nicht zweifeln, so Ich Selbst euch dies kundtue, ihr sollt glauben ohne Bedenken, ihr sollt wissen, daß Ich Selbst es bin, Der zu euch redet, und daß Ich nichts anderes als reinste Wahrheit euch vermittle und euch wahrlich davor schütze, die Wahrheit mit Irrtum zu durchsetzen. Lasset euren Glauben stärker werden, auf daß ihr mit vollster Überzeugung eintreten könnet für Mein Wort, das euch aus der Höhe zugeht, weil es Mein Wille ist, daß ihr Kenntnis davon habt, um euch vorzubereiten und Mich um Kraft zu bitten, die ihr wahrlich benötigen werdet, so der Tag gekommen ist, der euch die Wahrheit Meines Wortes beweiset. Amen. B.D. NR. 4479.

 

Buch 52 4480

Ihr müsset von Gott gelehret sein.

7. November 1948. B.D. NR. 4480.

Und alle sollet ihr von Gott gelehret sein. Mein Geist muß in euch wirken, auf daß ihr einer geistigen Belehrung Verständnis entgegenbringen könnt, ganz gleich, in welcher Weise euch diese zugeht. Werdet ihr direkt belehrt von Mir, so ist es auch erst eine Folge oder ein Zeichen Meines Geisteswirkens in euch; empfanget ihr die Unterweisungen von außen, durch Meine Diener auf Erden, durch Mitmenschen, die in der Wahrheit unterrichtet sind, oder durch das geschriebene Wort, so werdet ihr es auch dann erst verstehen, wenn ihr durch den Geist in euch Aufklärung empfanget, wenn der also in euch wirken kann, der Mein Anteil ist - wenn ihr also einen göttlichen Lehrmeister habt. Und diesem sollet ihr euch alle anempfehlen, ansonsten jede Belehrung von außen für euch nutzlos ist. Göttliches will mit dem Geist erfaßt werden, und Menschenverstand allein kann es nicht begreifen, und versucht er es, ohne den Beistand des Geistes in sich aufzunehmen, dann wird es als Menschenwerk, verbildet und unverständlich, in einer Form zutage treten, die mit der reinen Wahrheit nichts mehr gemein hat, und es werden die Menschen dann nicht wissend, sondern im Irrtum stehend sein. Ihr müsset euch also von Gott belehren lassen - ihr dürfet Mir, so Ich euch belehren soll, keinen Widerstand entgegensetzen, und also müsset ihr als erstes die Verbindung suchen mit Mir durch inniges Gebet und dann, so ihr Mir Fragen vorlegt, nach innen horchen und auf die Antwort warten. Und diesen Vorgang beachten die meisten Menschen nicht, und sie harren nicht, bis in ihnen die Antwort klar und deutlich aufsteigt, ihre Gedanken schweifen ab, und sie machen dadurch eine Belehrung unmöglich, die ihnen aber sicher zuteil wird, wenn sie sich Mir hingeben und nach innen lauschen. Inniges Gebet und das Verlangen nach rechter Antwort wird sie auch klar und wahrheitsgemäß denken lassen, denn Ich erleuchte den Geist dessen, der nach Mir rufet und Mich darum bittet. Dann kann er sich auch als von Mir gelehrt betrachten, und Ich werde ihn wahrlich nicht anders unterweisen als den Empfänger Meines direkten Wortes, denn was Mein Geist den Menschen vermittelt, ist immer und überall das gleiche, weil die Wahrheit sich niemals verändern kann. Und so habt ihr alle die Möglichkeit, euch die reine Wahrheit zu verschaffen, so ihr zu Mir kommt und Mich darum angehet; Ich werde euch jederzeit ein rechter Lehrmeister sein und euch in die Wahrheit einführen, sowie ihr danach verlangt. Amen. B.D. NR. 4480.

 

Buch 52 4481

Tönendes Wort.

8. November 1948. B.D. NR. 4481.

In einer ganz besonders gläubigen Verfassung müsset ihr sein, wollet ihr das tönende Wort in euch vernehmen. Ihr müsset von der Liebe zu Mir ganz durchdrungen sein und dadurch auch Mir so verbunden, daß ihr Mich gegenwärtig fühlt, daß ihr Mich gewissermaßen spürt und also auch Meine Stimme hören könnet als klar gesprochene Worte, die euch ganz seltsam berühren werden. Meine Gegenwart ist euch nun zur Gewißheit geworden, ihr habt nun einen Beweis von dem, was ihr bisher nur geglaubt habt; da aber euer Glaube tief ist, kann Ich euch auch den Beweis liefern, ohne euch in den Zustand eines gezwungenes Glaubens zu versetzen. Doch einen Zustand tiefster Ruhe und stiller Seligkeit zieht diese Gnadengabe nach sich und erhöhten Willen zu geistiger Tätigkeit. Doch es wird vorerst kein Dauerzustand bleiben, sondern nur eine Krönung besonders liebender Hingabe an Mich, bis die eigentliche Mission einsetzet, die ein ständiges Vernehmen-Können Meines Wortes erfordert. Doch es steht euch selbst frei, mit Mir in innige Verbindung zu treten, so ihr es wollt, und darum ist ein ständiges Aufwärtsstreben nötig, ein öfteres Versenken in euch und Lauschen auf Meinen Geist, der sich euch immer kundgibt, so ihr ihn zu vernehmen begehrt. Und ihr werdet zunehmen an Seelenreife, ihr werdet eifrig nun geistige Arbeit verrichten und Meiner Liebe und Gnade stets gewiß sein können. Amen. B.D. NR. 4481.

 

Buch 52 4482

Gott der Liebe. Nicht Gott des Zornes.

9. November 1948. B.D. NR. 4482.

Erkennet die Liebe Gottes in Seinem Walten und Wirken und nicht Seinen Zorn, denn alles, was Er tut oder geschehen läßt, ist nur zu eurer Vollendung, niemals aber als Ausdruck Seines Zornes anzusehen. Zwar kann Er auch ergrimmen über die Macht des Satans, die dieser zum Schaden der Seelen anwendet, doch immer wieder sucht Gott an den Seelen auszugleichen durch Seine Liebe, was der Widersacher mit seinem Haß verschuldet hat. Denn Er ist weitaus größer als Sein Gegner, und Er führt den Kampf gegen ihn mit einer Waffe, die den Sieg bringen wird. Seine Waffe ist die Liebe, der nichts widerstehen kann - und Seine Liebe ist begleitet von unendlicher Geduld, weshalb Er auch nichts aufgibt, was sich Ihm anfänglich widersetzt. Er gewinnt es endlich durch Seine Liebe, doch Seine Geschöpfe sind nicht immer gewillt, Seine Liebe zu erkennen, sondern sie sehen Gott an als einen strafenden Gott, als einen Gott des Zornes und der Vernichtung. Daß aber auch scheinbare Vernichtungswerke in Seiner tiefen Liebe begründet sind, daß sie nur Mittel der Liebe sind, um die Vollkommenheit der Seele zu fördern, wollen die Menschen nicht einsehen, weil es ihnen an Verständnis mangelt eben durch ihren Mangel an Liebe, der ein Zeichen ihrer Unvollkommenheit ist. Ein Gott des Zornes würde alles vernichten. Der Gott der Liebe aber ist auf die Erhaltung alles dessen, was aus Ihm hervorgegangen ist, bedacht, und sowie sich ein Vernichtungswerk auf der Erde abspielt, ist es doch nur ein Akt der Wandlung, nicht aber völliger Vernichtung und nur zum Zwecke der Erhaltung und Vervollkommnung dessen, was wandlungsbedürftig ist, weil es sich von seinem Schöpfer trennen wollte, aber seinen Weg unweigerlich zu Ihm finden muß. Und so spricht auch aus solchen Vernichtungswerken nur die große Liebe Gottes, denn nichts geht dabei verloren, nichts kommt zu Schaden, sondern tritt nur in einen anderen Zustand ein, der ihm den Weg nach oben ermöglicht. Selbst das letzte Vernichtungswerk auf dieser Erde, das eine völlige Zerstörung Seiner Schöpfungen auf der Erde zur Folge hat, bezweckt nur die Rückgewinnung des zutiefst gefallenen Geistigen und ist von Gottes Liebe und Weisheit beschlossen seit Ewigkeit, auf daß das Geistige nicht noch tiefer absinkt und eine Rückkehr zu Ihm unmöglich macht. Seine Liebe begründet alles, Seine Liebe bestimmt alles, Seine unendliche Liebe erreicht auch alles, was Er will, und niemals wird etwas anderes als Liebe Seinen Willen bestimmen. Liebe ist die Urkraft, aus der alles hervorgegangen ist, und diese Urkraft zersplittert sich nie, sie bleibt ewig unveränderlich und gilt sonach auch ewig Seinen Geschöpfen, mit denen Er verbunden sein will in Liebe auf ewig. Was sich im freien Willen von Ihm trennen wollte und dadurch in einen Gott-fernen Zustand geriet, das ist aus dem Liebestromkreis herausgetreten und will aber von Gottes Liebe wieder erfaßt werden, weil es sonst unselig ist. Und darum gilt diesem Unseligen Seine immerwährende Sorge, die in einer Weise zum Ausdruck kommt, daß scheinbar der Zorn Gottes sich äußert, was jedoch nur dem Blinden im Geist so erscheint, der von den Mitteln, die Gottes Liebe in Anwendung bringt, kein Wissen hat. Zweck und Endziel alles Geschehens ist die Rückgewinnung des von Gott Abgefallenen, weil die Liebe Gottes nichts verlieren will, nichts aufgibt und nichts Seinem Gegner überlässet, was aus Seiner Liebe hervorgegangen ist. Und so wird auch das Geistige sich einmal Seiner Liebe ergeben, das noch in weitestem Abstand von Gott verharrt, weil Seine Liebe alles überwindet, alles besiegt und alles in Besitz nimmt, um es ewig selig zu machen. Amen. B.D. NR. 4482.

 

Buch 52 4483

Gebet im Geist und in der Wahrheit Voraussetzung zum Wirken des Geistes.

10. November 1948. B.D. NR. 4483.

Ihr könnet die Stimme des Geistes in euch nur vernehmen, nachdem ihr euer Herz öffnet durch inniges Gebet. Und dieses Gebet muß im Geist und in der Wahrheit zu Mir gerichtet sein, ansonsten Ich Mein Ohr verschließe und ihr vergeblich harret auf göttliche Erleuchtung. Dies ist ein Gesetz, das erfüllt werden muß, was aber nicht immer erfüllt wurde, wo die Erleuchtung des Geistes erforderlich war, um in der reinen Wahrheit unterwiesen zu werden. Wer als Lehrer und Leiter verantwortlich ist für die Seelen derer, die er unterweiset, der muß vorerst selbst in der Wahrheit stehen und durch innige Verbindung mit Mir das Zuleiten der Wahrheit möglich machen, er muß wissen, daß Ich und die Wahrheit eins sind, daß also die Wahrheit nicht empfangen werden kann ohne Mich und daß die Verbindung mit Mir zuvor hergestellt werden muß, ansonsten auch die Verbindung mit der Wahrheit nicht erreicht werden kann. Die Verbindung mit Mir ist aber vom freien Willen des Menschen abhängig, und dieser muß sich daher von selbst Mir zuwenden, was durch inniges Gebet geschieht, durch Gebet im Geist und in der Wahrheit. Wer so betet, der wird auch Meine Stimme vernehmen, dessen Gedanken werden so gelenkt werden, daß sie sich in der Wahrheit bewegen, wenngleich Mein Wort ihm nicht tönend vernehmbar ist wegen mangelnder Seelenreife. Denn dieses setzt einen bestimmten Reifegrad voraus, der nicht von allen um die Wahrheit bittenden Menschen erreicht wird. Und darum können auch Menschen, die verstandesmäßig vorgehen, in der Wahrheit stehen, so sie zuvor die innigste Verbindung mit Mir hergestellt haben, jedoch muß auch ihr Lebenswandel Meinem Willen entsprechen, es muß ein Leben in Liebe von ihnen geführt werden, weil sonst Mein Wirken an ihnen durch den Geist unmöglich ist. Denn Ich, die Liebe und die Wahrheit sind eins. Immer wieder muß euch Menschen dies erklärt werden, daß ihr an den Früchten den Geist der Menschen erkennet und also niemals dem ein rechtes Denken zubilligen könnet, der nicht nach Meinem Willen lebt, und so werdet ihr immer einen Maßstab haben, so ihr die Ausführungen eines Menschen auf ihre Glaubwürdigkeit prüfen wollet. Wer in der Liebe lebt, Mich anerkennt und die Wahrheit sucht, der wird auch in der Wahrheit stehen, und sein Denken wird recht sein, denn dessen Geist erleuchte Ich, auf daß durch ihn die Wahrheit Verbreitung finde. Amen. B.D. NR. 4483.

 

Buch 52 4484

Die Lehre der Dreieinigkeit Gottes.

11. November 1948. B.D. NR. 4484.

Ihr habt die Gabe, euren Verstand gebrauchen zu können, und sollet diese Gabe auch nützen. In irdischer Beziehung zwingt euch das Leben dazu, und ihr kommt diesem Zwang ohne Widerstreben nach. Es ist für euch eine Selbstverständlichkeit, daß ihr über alles nachdenkt, was in Berührung tritt mit euch, daß ihr forschet und grübelt und also verstandesmäßig euch bereichert an irdischem Wissen. Wenig oder gar nicht aber nützet ihr den Verstand, um geistiges Wissen euch anzueignen aus eigenem innerem Antrieb. Ihr lasset euch wohl solches zutragen von außen und nehmet es an, ohne euren Verstand in Tätigkeit gesetzt zu haben, ohne zu prüfen oder darüber nachzudenken. Ihr verarbeitet es nicht mit dem Verstand, und also nützet ihr diesen nicht, oder ihr mißbrauchet ihn, indem ihr ihn tätig werden lasset zu gänzlich falschen Folgerungen, weil ihr empfangenes Geistesgut annehmet ohne Prüfung. Der euch den Verstand gab, fordert auch Rechenschaft darüber, wie ihr ihn genützt habt. Zahllose Menschen wandeln im Irrtum dahin, weil sie nicht nachdenken über Lehren, die ihnen Anlaß geben sollten zur Prüfung, weil sie einfach unannehmbar sind in der Form, wie sie den Menschen dargeboten werden.

Ihr weiset zwar jede Prüfung mit dem Hinweis zurück, daß ihr als Mensch nicht fähig seid, ein richtiges Urteil zu fällen, und habt auch insofern recht, daß euer Verstand allein dazu nicht ausreichet. Doch immer wieder muß entgegengesetzt werden, daß die Erleuchtung durch den Geist jederzeit angefordert werden kann und auch angefordert werden muß, um schwerste Probleme wahrheitsgemäß zu lösen, und daß Gott dem Ernstlich-Wollenden niemals Seinen Beistand versagen wird. Und so ist es auch dem Menschen möglich, sich Aufklärung zu verschaffen auf Fragen, die der Verstand allein nicht beantworten kann. Desto nötiger aber ist es, Gott dann um Unterstützung zu bitten, wenn der Mensch sich selbst unfähig fühlt, recht zu urteilen. Es ist dies ratsamer, als Lehren anzunehmen, die dem Menschen schwer annehmbar erscheinen, denn was ein Mensch vertreten will als Wahrheit, das muß ihm selbst auch voll und ganz erläutert werden, weshalb die Belehrungen von oben fortgesetzt zur Erde geleitet werden, die Licht bringen in die Dunkelheit des Geistes. Und dunkel ist es überall, wo die Wahrheit verdrängt oder verschleiert wird, wo Irrlehren verbreitet sind und von den Menschen als Wahrheit vertreten werden. Und diese Dunkelheit soll durchbrochen werden vom Licht - Lüge und Irrtum soll von der Wahrheit verdrängt werden, es soll aufgedeckt werden, wo die Menschen falsch unterrichtet sind, weil nur die Wahrheit zum ewigen Leben führt und weil nur die Wahrheit göttlich, Irrlehren aber Gott-gegnerisch sind.

Und so gilt es, eine Lehre zu beleuchten, die vom Feind der Seelen verworren und gänzlich verbildet sich Eingang verschafft hat unter den Menschen, und zwar deshalb, weil diese die Gabe des Verstandes nicht nützten und ohne Prüfung annahmen, was ihnen dargeboten wurde: die Lehre der Dreieinigkeit Gottes. Es ist diese Lehre völlig unverständlich, d.h., verstandesmäßig nicht zu fassen und zu begreifen, es ist eine Erklärung der ewigen Gottheit, die darum unannehmbar ist, weil sie widersinnig ist, also der Mensch, so er sich dazu bekennt, nicht mehr nachdenken darf, oder, so er darüber nachdenkt, sich nicht dazu bekennen kann.

(12.11.1948) Die ewige Gottheit in eine engbegrenzte Form bringen zu wollen ist ein Zeichen der Unvollkommenheit der Menschen, die diese Lehre annehmen. Jede Form ist ein engbegrenzter Begriff, das Wesen Gottes aber ist unbegrenzt, weil es etwas überaus Vollkommenes ist. So ist auch etwas höchst Vollkommenes nicht teilbar, denn Vollkommenheit ist ein Zustand des Geistigen, niemals aber kann etwas Geistiges eine Dreiteilung erfahren - es kann also niemals von einem dreipersönlichen Gott gesprochen werden, weil das ein undenkbarer Begriff ist, der zu völlig falschen Ansichten über das Wesen der Gottheit führt.

Gott Vater - Gott Sohn - und Gott hl. Geist - diese Begriffe berechtigen nicht zu der Annahme, daß drei Personen sich als ewige Gottheit zusammenschließen, also diese drei einen Gott bilden, wohingegen die Wesenheit Gottes durch diese drei Begriffe den Menschen verständlich gemacht werden kann, wenn "Vater" als Liebe, "Sohn" als Weisheit und "Geist" als Kraft erklärt werden. Und es ist dies auch die allein rechte Erklärung, die der Lehre der Dreieinigkeit Gottes zugrunde liegt, jedoch im Unverständnis dessen in falscher Auslegung die irrige Lehre entstehen ließ, daß drei Personen in einer Gottheit enthalten sind. Der Geist Gottes, der Teilbegriff der Wesenheit Gottes, ist niemals zu personifizieren, er ist nicht in eine Form zu bringen nach menschlichem Begriff, er ist eine unendliche Fülle von Licht und Kraft, die von einem überstarken Liebewillen gelenkt und genützet wird. Das Licht ist Gott - die Kraft ist Gott - und der Liebewille ist Gott - es ist nicht eines ohne das andere, es schließt alles Göttliche diese Dreiheit in Sich; es ist das Zeichen der Vollkommenheit, so Liebe, Weisheit und Kraft einem Wesen innewohnen, und es ist dann zum Ebenbild Gottes geworden. Doch immer ist es nur ein Wesen - keine Form, sondern etwas Unendliches, Geistiges, das keiner Form bedarf, um zu sein, und das alle Formen sprengen würde, so diese sich nicht vorher vergeistigt hätten, daß sie Liebe, Weisheit und Kraft in Fülle fassen kann, ohne zu vergehen.

Eine solche Form war der Mensch Jesus, Der von Gott ausersehen war, Träger der ganzen Fülle von Liebe, Weisheit und Kraft zu sein, um den Menschen als vorstellbare Gottheit zu dienen, damit sie glauben können an ein Wesen, Das, in höchster Vollkommenheit stehend, doch mit den unvollkommenen Menschen, Seinen Geschöpfen, in Zusammenhang steht. Diese Form war aber nur irdisch, sie stand gewissermaßen nur den mit leiblichen Augen Sehenden zu Gebote, weil der Geist keiner Form bedarf, um doch geschaut werden zu können - die Vorstellung: Vater, Sohn und hl. Geist als drei getrennte Wesen - wenn auch unter dem Zusatz: sie sind eins - ist irreführend, weil dann die Menschen in Gefahr stehen, eine Trennung vorzunehmen, indem sie jede Person einzeln anrufen und dadurch das Bewußtsein von drei Personen verstärken, also das rechte, wahrheitsgemäße Empfinden für einen Gott verlieren, an Den allein sie sich wenden sollen in jeder irdischen und geistigen Not. Selbst der Mensch Jesus, Der auf Erden als Einzelwesen wandelte, um Gott in aller Fülle in Sich aufzunehmen, wurde eins mit Ihm, was Seine Himmelfahrt bezeugte, weil der Körper sich völlig vergeistigt hatte und alle Substanzen sich der ewigen Gottheit angliedern konnten und sonach nicht mehr zwei getrennte Wesen, die vollkommen waren, (12.11.1948) existierten, sondern es war nur eine Gottheit, Die Liebe, Weisheit und Kraft in höchster Vollendung war. Gott Vater, Gott Sohn und Sein Geist, der die ganze Unendlichkeit erfüllt, durch den alles zur Ausführung kommt, was Sein Wille bestimmt. Es ist das Wesen der ewigen Gottheit, das durch diese Begriffe Vater, Sohn und hl. Geist gekennzeichnet wird. Es geht die Weisheit - der Sohn - vom Vater der Liebe aus, die alles durchströmende Kraft wirket, was der Vater und der Sohn beschließen. Gott ist allmächtig und überaus weise und liebevoll. Dieser Begriff ist verständlicher und löst das Problem der dreieinigen Gottheit auf das einfachste, und nur geistig blinde Menschen können diese einfache Lösung nicht fassen oder anerkennen, weil sie irregeleitet sind durch geistig blinde Führer, die unerleuchtet sind und sich auch nicht belehren lassen. Amen. B.D. NR. 4484.

 

Buch 52 4485

Am Ende Abfall vom Glauben. Lebendiger Glaube. Nachdenken über Lehren.

13. November 1948. B.D. NR. 4485.

Eine geringe Anzahl nur wird es sein, die Mir treu bleiben bis zum Ende, denn die Not zuvor wird noch viele Menschen zum Abfall bringen, weil sie nicht im lebendigen Glauben stehen und in der Zeit der Entscheidung erst sich klar werden müssen, wie wenig sie glauben von dem, was sie bisher vertreten haben. Und ihr Glaube ist darum so schwach, weil sie nicht durch Liebeswirken ihn gefestigt haben und weil sie auch noch nicht in die Wahrheit eingedrungen sind - weil das, was sie glauben sollten, nicht der Wahrheit entsprach und daher auch nicht ihren Glauben stählen konnte. Die Erkenntnis des Irrtums mangelt ihnen, weil die Liebe nicht das Wirken des Geistes zeitigte, das ihre Erkenntnisfähigkeit ausgebildet hätte. Und so wird am Ende ein erschreckender Abfall sein vom Glauben, die Menschen werden Mich verraten und verleugnen, sie werden ohne Kampf hingeben, was als kostbarstes Gut verteidigt werden sollte, um schnöden weltlichen Lohnes willen, um sich Annehmlichkeiten für den Körper zu schaffen, der nur kurze Zeit auf Erden weilt. Es ist am Ende ein so trauriger Zustand, daß nicht schnell genug der letzte Tag kommen kann, um noch die wenigen zu retten, die Mein sein wollen und kämpfen um ihren Glauben. Denn ihr Los ist hart und schwer, und angesichts des irdischen Wohllebens derer, die Mich verraten, ist es für sie auch maßlos schwer, Mir treu zu bleiben; doch sie stehen in der Wahrheit und also auch im Wissen um das nahe Ende und ihr Glaube ist tief und unerschütterlich. Und so erwarten sie in ihrer Not überzeugt Mein Kommen, und Ich lasse ihren Glauben nicht zuschanden werden, Ich hole sie heim in das Reich, das ihnen bereitet ist als paradiesischer Aufenthalt, bis Ich sie wieder der Erde zuführe. Es kann darum nicht genugsam hingewiesen werden auf die Notwendigkeit des lebendigen Glaubens, auf das Eindringen in Glaubenslehren und Nachdenken darüber, um über Unklarheiten Aufschluß zu erhalten, und es müssen die Menschen auf Irrlehren aufmerksam gemacht werden, an denen sie dann unweigerlich scheitern, wenn ein Entscheid von ihnen gefordert wird. Und darum belehre Ich unentwegt Meine Diener auf Erden von oben und stelle ihnen die Gefahr der irrigen Lehren vor, Ich mache sie bekannt mit solchen, auf daß sie dagegen ankämpfen, wo Gelegenheit geboten ist. Denn der Kampf gegen den Glauben ist unabwendbar, weil eine Scheidung nötig ist und ein Bekennen vor der Welt für Mich und Meinen Namen. Doch es sollen sich nicht sicher fühlen, die einer kirchlichen Gemeinschaft angehören, so sie nicht wahre Anhänger Meiner Kirche sind - der Gemeinschaft der Gläubigen, die im lebendigen Glauben stehen. Denn das ist ausschlaggebend, ob die Menschen sich zu Mir bekennen und Mir treu bleiben bis zum Ende. Der lebendige Glaube fordert Liebeswirken, ansonsten es ein toter Glaube bleibt, der nicht standhält im letzten Kampf auf dieser Erde. Amen. B.D. NR. 4485

 

Buch 52 4486

Reines Evangelium. Zusätzliches Menschenwerk. Aufgabe der Jünger.

14. November 1948. B.D. NR. 4486.

Meine Abgesandten werdet ihr jederzeit zu erkennen vermögen, so ihr ernsten Willens seid zu prüfen. Ihr müsset dann stets Meine Liebelehre euch vor Augen halten und daran den Maßstab anlegen, ob das von Meinen Dienern Dargebotene dieser Lehre entspricht. Niemals aber dürfet ihr daran Anstoß nehmen, daß Meine Diener auf Erden nicht lehren oder eintreten für das, was Menschen hinzugefügt haben, daß sie sich nicht für Sitten und Gebräuche einsetzen, die lediglich Menschenwerk sind, und daß sie letztere verurteilen und als schädlich für die Gewinnung der Seelenreife bekämpfen. Meine Diener sollen euch das reine Evangelium bringen so, wie Ich es zur Zeit Meines Erdenwandels gelehrt habe und wie es jetzt nicht mehr auf dieser Erde besteht. Sie sollen das Evangelium von zusätzlichem Menschenwerk säubern, und sie können dies auch tun, weil sie nur das den Menschen übermitteln, was ihnen durch Geisteswirken von oben zugegangen ist. Dieses Evangelium, Meine Liebelehre, wird von euch in der Form, wie es euch jetzt gereicht wird, niemals beanstandet oder als irrig erklärt werden können, und darum schon sollet ihr Meiner Diener achten und sie anhören im Bewußtsein, von ihnen nur gute Gabe zu erhalten. Und so ihr guten Willens seid, müsset ihr es dann selbst zugeben, daß die Abweichungen nur sich erstrecken auf das, worauf Ich keinen Wert lege, ja sogar sich Meinem Willen widersetzt. Ich weiß es wahrlich am besten, was euch hindert an der Aufwärtsentwicklung, und will euch die Hindernisse entfernen, Ich will, daß ihr leichter den Weg nach oben findet, zu Mir und also zum Ziel, zum ewigen Leben. Ich sende euch daher Meine Boten zu, daß sie euch belehren und aufmerksam machen auf alles, was eine Gefahr ist für die Seele. Und so Ich euch niemanden zusenden würde, wie wolltet ihr dann zur Wahrheit gelangen, so sie euch auf Erden nicht mehr recht geboten wird? Bringet den Geist in euch zum Erwachen, auf daß Ich euch direkt belehre, und er wird euch das gleiche sagen, was Ich euch durch Meine Diener sagen lasse, weil ihr selbst den Geist in euch nicht erwecket. Und gebet gern und ohne Bedenken hin, was nicht in Verbindung mit Meiner göttlichen Liebelehre steht, was ihr als Menschenwerk daran erkennen könnet, daß das Nichtbefolgen oder Nichtinnehalten von Lehren oder Geboten niemandem einen Schaden einträgt, außer vielleicht der Organisation, die diese Lehren oder Gebote aufgestellt hat. Ich habe nur die Liebe den Menschen gepredigt und gewarnt vor jedem Verstoß gegen die Liebe, der immer dem Mitmenschen einen Schaden zufügen wird oder gar gegen das von Mir gegebene Gesetz der Ordnung verstößt. Und dieses Gebot der Liebe sollet ihr erfüllen. Meine Diener auf Erden bringen euch die gleiche Lehre, rein und unverbildet, wie sie diese von Mir empfangen haben und wie Ich Selbst sie lehrte auf Erden. Und darum höret sie an und prüfet, so ihr unschlüssig seid, und ihr werdet bei gutem Willen sie als Meine Abgesandten erkennen müssen, denn Meine Liebelehre spricht für sich selbst. Und daß Ich gegen alles Menschenwerk ankämpfe, daß Ich Meine Diener beauftrage, dagegen vorzugehen, ist wahrlich nötig, weil Ich um die Auswirkung von Menschenwerk weiß, so die Zeit des Glaubenskampfes einsetzet, und Ich euch Menschen davor bewahren will, schwach zu werden und von Mir abzufallen, und Ich darum schon zuvor die Lehre bereinige, weil nur die reine Wahrheit euch Kraft und Glauben gibt, um auszuhalten bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4486.

 

Buch 52 4487

Geistiges Schauen.

15. November 1948. B.D. NR. 4487.

Der Zustand des bewußten Schauens tritt dann ein, wenn die Seele lichtempfänglich ist durch außergewöhnliche Läuterung, die durch Liebe oder Leid vor sich gegangen ist. Dann ist die Seele so vergeistigt, daß sie Einblick nehmen kann in das geistige Reich, daß sie in Verbindung treten kann mit Lichtgestalten, die sie zu erkennen vermag, so sie also in einem hellsehenden Zustand ist. Es können Menschen diesen Reifegrad erreichen, ohne daß sie bewußt danach streben, d.h., sie können ausersehen werden um ihrer Mitmenschen willen, um diesen einen Dienst zu erweisen. Sie stehen für kurze Zeit in unmittelbarer Verbindung mit Lichtgestalten, nach denen sich das Herz sehnt, und diese Lichtgestalten werden auch dem Verlangen des Herzens nachkommen und sich den Erdenkindern zuneigen, weil sie von tiefer Liebe zu ihnen erfüllt sind und jede Gelegenheit nützen, diese Liebe zum Ausdruck zu bringen. Sie teilen Liebe aus dem Willen Gottes gemäß, und da sie selbst voller Licht und Kraft sind, können sie diese auch ausstrahlen, um die Menschen zu beglücken. Geistiges Schauen ist also die wahrheitsgemäße Erklärung für Erscheinungen solcher Art, daß sie nur von einem Menschen gesehen werden, während die Mitmenschen diese Wahrnehmungen nicht machen können. Es ist also weder Selbsttäuschung noch Betrug, sondern nur ein Beweis für die Fähigkeit einer geläuterten Seele, in das geistige Reich Einblick zu nehmen. Ebenso ist auch eine solche Seele fähig, der Erde innewohnende Naturkräfte zu spüren und sie durch die hellseherische Gabe finden zu lassen. Es ist dies ein Zeichen überaus tiefer Empfindsamkeit, einer Sensibilität, die der unvollkommene Mensch nicht besitzt, die durch körperliches Leid sich entwickelt hat und in der Weise zum Ausdruck kommt, daß der Körper im hellseherischen Zustand von diesen Kräften angezogen wird und nun wie unter Zwang diesen Kräften Gelegenheit gibt, sich zu entfalten, daß also gewissermaßen von einem solchen Menschen nur das Ventil geöffnet wird, auf daß die Mitmenschen zur Nutznießung solcher Kräfte kommen können, so es Gottes Wille ist. Es stehen also Lichterscheinungen und Wunderkräfte der Erde insofern im Zusammenhang, als daß von den Lichtwesen eine geläuterte Seele dorthin geführt wird, wo der Körper nun durch die übergroße Sensibilität die Kräfte spürt, und daß dort die Seele geistig zu schauen vermag, daß ihr das geistige Auge erschlossen ist und der Mensch dann im rückversetzten Zustand mit irdischen Eindrücken vermischt Bericht erstattet, der nun gefärbt ist entsprechend der Erziehung, der Umgebung und den Kenntnissen, die ihm von außen zugeführt wurden. Die Welt, d.h. die Menschen, die davon keine Kenntnis haben, wird zweifeln oder keine rechte Erklärung finden, doch dem geistig Erweckten sind solche Vorgänge verständlich, und er wird zu unterscheiden vermögen, was Wahrheit ist und was menschlicherseits entstellt wiedergegeben wird, doch es sind nur wenige, die fähig sind, rechte Aufklärung darüber zu geben, daß die Seele Dinge zu schauen vermag, die den Mitmenschen verborgen sind, und daß den Trägern dieser Seelen Glauben zu schenken ist. Amen. B.D. NR. 4487.

 

Buch 52 4488

Himmel und Hölle.

17. November 1948. B.D. NR. 4488.

Wer sich Mir zu eigen gibt, den lasse Ich ewig nicht mehr fallen. Doch wer im Widerstand gegen Mich verharrt, der steht in großer Gefahr, Meine Liebekraft ganz entbehren zu müssen und in seiner Ursubstanz zu verhärten, ein überaus qualvoller Zustand, den Ich verhüten möchte. Diese Wahrheit nun, die seit Beginn den Menschen nicht verheimlicht wurde, hat den Begriff "Himmel und Hölle" geschaffen, eines seligen und eines unseligen Zustandes, der in der Vorstellung des Menschen räumlich begrenzt ist, bis zuletzt die eigentliche Wahrheit - der Zustand - in der Vorstellung der Menschen zurücktrat und nur noch der Ort bestehenblieb, den sich die Phantasie in allen Farben ausmalte, und dadurch vielen irrigen Gedanken Raum gegeben wurde, so daß die Wahrheit gänzlich entstellt ist und der Mensch keine Kenntnis mehr davon hat, was eigentlich Himmel und Hölle bedeutet. Leben und Tod sind Himmel und Hölle. Emsige, beglückende Tätigkeit in strahlendstem Licht ist Leben - Kraftlosigkeit, Ohnmacht und tiefste Dunkelheit ist Tod. Und jeder Zustand kann nach oben und nach unten ständig zunehmen, bis das höchste Ziel, selige Verschmelzung mit Mir, oder der tiefste Absturz, endlos weite Entfernung von Mir, erreicht ist. Unvorstellbar ist die Seligkeit, unvorstellbar die Qual und das Leid der Verdammten, die Ewigkeiten schmachten und keine Kraft zur Erlösung mehr haben. Dieser Seelen sollet ihr gedenken. Irrig ist die Lehre, daß es keine Erlösung mehr aus der Hölle gibt, daß diese Seelen auf ewig von Mir verdammt sind. Nicht Ich verdamme sie, sondern sie selbst haben die Verdammnis gewählt, nicht Ich stürze sie in die Tiefe, sondern sie selbst sind dem tiefsten Abgrund zugestrebt; doch Meine Liebe lässet nichts auf ewig in dieser weiten Entfernung, und darum gibt es auch aus der Hölle eine Erlösung, weil Ich auch für diese Wesen gestorben bin am Kreuz und ihre Schuld auf Mich nahm, weil Meine Liebe größer ist als Mein Zorn, als Meine Gerechtigkeit. Auch die Hölle wird ihre letzten Opfer herausgeben müssen, d.h., auch die festeste Materie wird einmal aufgelöst werden und das Geistige darin frei werden zum Zwecke des Aufstieges zum Leben. Denn die Hölle, wie ihr Menschen sie euch vorstellt, besteht nicht als ein ewig brennender Feuerherd, sie ist kein Ort, der die Verdammten birgt; die Hölle ist ein Zustand, dessen Qualen nicht zu beschreiben sind, ein Zustand, der auf Erden damit beginnt, daß die Menschen Mich nicht anerkennen, also sich lossagen von Mir und ohne Meine Liebekraft bleiben. Sie leben dann wohl noch das körperliche Leben ohne Mich und empfinden den kraftlosen Zustand, den die Entfernung von Mir mit sich bringt, noch nicht als Qual, doch sowie das Leibesleben zu Ende ist, setzen die Qualen ein: das Bewußtsein, völlig ohne Kraft und doch zu sein. Es ist anfangs noch die Möglichkeit, im Jenseits den Widerstand aufzugeben, so die Seele den Vorstellungen wissender Wesen Gehör schenkt, doch selten nur werden diese Möglichkeiten ausgewertet, und die Seele sinkt immer tiefer, und die Entfernung von Mir wird immer größer, die Kraftlosigkeit nimmt zu bis zur endlichen Verhärtung - zur Neubannung in festester Materie.

Dann ist eine endlos lange Entwicklungsperiode vorübergegangen ohne Erfolg für das einstmals in der Materie gebundene und nun freie Geistige, das als Mensch aus eigenem Antrieb streben sollte danach, jeder materiellen Fessel ledig zu werden. Daß es nun versagt hat, ist sein freier Wille, denn Ich lasse es wahrlich nicht fehlen an direkten Mahnungen und Warnungen. Die Hölle hat aber weit größere Anziehungskraft als der Himmel - und es strebt der Mensch mit größtem Eifer doch wieder die Materie an, die die Seele längst überwunden hatte. Und sie ist nun auch sein Los - sie wird wieder die Hülle des Geistigen, das bei seiner letzten Willensprobe versagte. Die Hölle hat ihre Pforten weit geöffnet, und freiwillig gehen durch diese Pforte zahllose Seelen ein in die Finsternis. Die Hölle wird triumphieren, d.h., ihr Fürst hat zahlenmäßig großen Erfolg, jedoch Ich entwinde ihm alle diese Seelen, die Ich in der neuen Schöpfung wieder einzeuge und Meinem Gegner jegliche Macht über diese Wesenheiten nehme, indem Ich ihn gleichfalls binde mitten in die Erde - d.h. die festeste Hülle wird ihm als Fessel gegeben, die er nicht eher verlassen kann, bis durch Menschenwillen er wieder an die Macht kommt, indem die Menschen wieder materielle Güter begehren und sich von Mir stets mehr und mehr entfernen. Dann kämpfet er wieder um die Seelen, und dieser Kampf ist zugelassen, auf daß sich die Seelen bewähren und sich entscheiden für Mich oder für ihn, weil ohne rechten Entscheid kein Mensch selig werden kann. Amen. B.D. NR. 4488.

 

Buch 52 4489

Entstehung der Materie. Was ist Materie?

18. November 1948. B.D. NR. 4489.

Es besteht ein Gesetz, demzufolge jegliche Materie der Auflösung entgegengeht, sowie ihre Substanzen unbrauchbar geworden sind, also gewissermaßen die Bindekraft verloren haben. Sie zerfällt dann in sich selbst und kann auch in ihren Restbestandteilen nur noch eine Neuformung erfahren mit anderer Materie zusammen. Der Vorgang der Auflösung der Materie findet im Universum stets und ständig statt, wo irdisch materielle Schöpfungen bestehen, wie aber auch ständig Materie neu entsteht, also immer wieder Stoffe zusammengefügt werden unter Verwendung aufgelöster Materie. Der Mensch kann wohl die Materie an sich auf ihre Bestandteile untersuchen, er kann aber nicht feststellen den Ursprung und die Urbestandteile dessen, was sein Auge sieht. Er sieht nur das immerwährende Werden und Vergehen und Entstehen wieder neuer Schöpfungen, doch was ursprünglich war, das weiß er nicht, so es ihm nicht durch seinen Geist kundgetan wird. Denn die Materie ist eine Neuschaffung, sie ist nicht von Ewigkeit. Sie besteht, ist dem menschlichen Auge sichtbar und ist doch im Grunde des Grundes Geistiges, also Kraft, die man nicht sehen kann mit leiblichen Augen. Sie ist eine Ausstrahlung Gottes, durch Seinen Willen zur Form geworden. Unverständlich ist dieser Akt und wird es auch bleiben - es ist: sich von Gott entfernende Kraft, die sich festigt bis zur Verhärtung, je weiter sie sich von Gott entfernt. Also ist diese Kraft mit Willen beseelt, nur ist dieser Wille gebunden, so er von Gott abstrebt. Es ist Geistiges, das den Gott-widersetzlichen Willen in sich trägt, während das Geistige, die Kraftausstrahlung Gottes, die in Seinem Willen verbleibt, auch in Seiner Nähe bleibt und Lichtschöpfungen ergibt, also den schöpferischen Willen Gottes anregt zu Gebilden herrlichster Art, die aber ständig wandlungsfähig sind, dabei unvergänglich und die Wesen entzückend, die als völlig im Willen Gottes stehend, Seine Kraftausstrahlung empfangen zu gleichfalls schöpferischer Tätigkeit. Was also völlig dem Willen Gottes entspricht, ist nicht materiell, was materiell sichtbar ist, trägt in verschiedenem Grade den Gott-widersetzlichen Willen in sich und ist darum zur Form gewordenes Geistiges, von Gott ausgehende Kraft, die nicht so bleibt, wie sie von Gott ausgeht, so sie sich von Gott entfernt.

Von Gott sich entfernende Kraft aber vermindert sich in ihrer Wirksamkeit, die Materie erscheint ohne Leben, sie ist im Zustand des Todes, der Kraftlosigkeit und also daraus folgender Untätigkeit - ohne Leben, das ununterbrochene Tätigkeit bedeutet. Wäre das Geistige völlig empfindungslos, dann würde der Kraftlosigkeitszustand von dem Geistigen nicht gespürt, doch weil das Geistige den Freiheitszustand gekannt hat zuvor als freier Geist in Gottnähe - oder auch als Mensch im letzten Stadium der Entwicklung auf dieser Erdenschöpfung - und sich seiner Existenz voll bewußt ist, empfindet es den kraftlosen Zustand als Qual, die nun wohl dazu beitragen kann, den Widerstand gegen Gott aufzugeben, was erkennbar ist durch eine minimal beginnende Tätigkeit, die eine baldige Veränderung der harten Materie zur Folge hat. (19.11.1948) Je mehr Leben ein Schöpfungswerk verrät, desto geringer ist die Entfernung von Gott geworden und desto mehr nimmt das Geistige seine ursprüngliche Beschaffenheit an, es wird wieder zu Kraft und Licht, je näher es Gott kommt, bis es zuletzt wieder innig mit Gott verschmolzen ist. Die Materie ist also von Gott ausgegangene Kraft, die sich verdichtet und zuletzt verhärtet hat, je weiter sie von Gott entfernt ist. Die Materie an sich ist vergänglich, weil sie sich wieder auflösen kann in ihren Urzustand, die Kraft aber ist unvergänglich, sie bleibt bestehen, weil sie eine Ausstrahlung Gottes ist, die sich wohl in ihrer Form verändern, aber niemals gänzlich vergehen kann. Die Veränderung der Materie aber ist gleichfalls Gesetz, sie kann nicht ewig so bestehenbleiben, wie sie in Erscheinung tritt, weil sie stets mit der Kraft aus Gott, die noch als Kraft wirksam ist, in Berührung kommt und diese Wirksamkeit eben als Veränderung der Materie zum Ausdruck kommt. In welchem Grade die Kraft aus Gott auf die Materie einwirkt, ist abhängig von dem Widerstand des Geistigen, das diese Materie birgt. Aber auch der stärkste Widerstand gegen Gott wird einmal gebrochen, weshalb auch von Zeit zu Zeit Gewaltauflösungen in der Schöpfung vor sich gehen, die jegliche Materie zerstören und in anderer Form wieder erstehen lassen, weil die Kraft aus Gott unentwegt tätig ist und auch das aus ihr hervorgegangene Geistige zu höchster Tätigkeit veranlassen will, weil Tätigkeit allein beseligend, weil sie allein Leben ist. Amen. B.D. NR. 4489.

 

Buch 52 4490

Arbeiter im Weinberg des Herrn.

20. November 1948. B.D. NR. 4490.

Der Wille, für Mich zu wirken, genügt, um euch auch dafür fähig zu machen. Welches Amt dem einzelnen dann zugewiesen wird, ist abhängig von der Stärke des Willens und der Ausdauer, die er in der Arbeit für Mein Reich zeigt. Immer aber wird ihm die Möglichkeit gegeben, in die Wahrheit einzudringen, immer wird diese ihm von irgendeiner Seite erschlossen werden, und zumeist in ganz natürlicher Weise, durch Gespräche, durch Hören oder Lesen Meines Wortes und durch eigene Gedanken; also wird er, so er für Mich und Mein Reich spricht, auch die Wahrheit vertreten, weil diese ihm annehmbar erscheint, auch wenn sie ihm von außen geboten wurde, weil sein Geist schon in ihm wirksam ist durch seinen Willen, für Mich tätig zu sein. Er macht sich dann selbst zu einem Diener, und er wird auch in der rechten Weise Mir seine Dienste leisten. Bedingung aber ist, daß sein Wille ernst sei - daß er tief im Herzen das Verlangen empfindet, für Mich zu wirken, daß er nicht nur schöne Worte redet und sich selbst gefällt und daß er darum oft heimliche Zwiesprache hält mit Mir und so Meine Zustimmung erfleht und sie auch findet. Er muß es ernst meinen, dann wird er Meines Segens und Meiner Hilfe stets gewiß sein können. Dienstleistungen kann jeder Mensch Mir verrichten, denn Mein Weinberg ist groß, und der Arbeiter darin benötige Ich viele angesichts des nahen Endes, wo jeder Dienstwillige erhöhte Arbeit leisten muß, um Erfolg zu haben. Und Ich bin wahrlich ein gerechter Herr, Ich lohne einen jeden nach Verdienst, denn Ich weiß auch, daß die Arbeit am Ende schwer sein wird, doch mit Meiner Hilfe auch ausführbar. Einem jeden Arbeiter in Meinem Weinberg stehen geistige Betreuer zur Seite, ihm ratend und helfend, wo es nötig ist. Die Hauptarbeit aber besteht darin, mit den Menschen über geistige Dinge zu reden, weil dadurch das Denken derer angeregt wird und nur so die Mitmenschen veranlaßt werden können, ein Innenleben zu führen, also zum Geistigen Stellung zu nehmen. Und stets und ständig sollen sie der Liebe Erwähnung tun, denn nur die Liebe kann einen geistigen Fortschritt bewirken, nur durch die Liebe ist eine Aufwärtsentwicklung möglich, und nur ein Liebeleben ist gleich einem Acker, der gute Früchte trägt. Wer sich nun freiwillig dieser Arbeit für Mein Reich unterzieht, der kann auch stets mit Meiner Unterstützung rechnen, geistig sowohl als auch irdisch, denn Ich nehme ihn gern auf in Meine Dienste, und das bedeutet auch gänzliche Sorge um sein körperliches und geistiges Wohl. Ich werde ihn erhalten und ihm stets geben, was er benötigt für sein Amt auf Erden, das ihm zugewiesen wird seiner Reife gemäß, aber stets Meine volle Zustimmung finden wird, so er für Mich und Mein Reich tätig sein will. Denn Ich segne alle, die Mir dienen, und ganz besonders in der letzten Zeit vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 4490.

 

Buch 52 4491

Wegbereiter sollt ihr Mir sein auf Erden.

20. November 1948. B.D. NR. 4491.

Ihr sollt Mir auf Erden Wegbereiter sein, dazu habe Ich euch gedungen, weil Menschen zu Menschen reden müssen, daß sie Mir ihre Herzenstür öffnen und Mir Einlaß gewähren. Denn Mich Selbst können sie nicht hören, solange sie nicht alles aus ihrem Herzenskämmerchen hinausgeschafft haben, was Meine Einkehr verhindert. Solange vernehmen sie auch Meine Stimme nicht. Doch was Ich ihnen zu sagen habe, müssen sie erfahren, ansonsten sie keine Anstalten treffen, Mir ihr Herz zur Wohnungnahme zu bereiten. Darum benötige Ich euch, daß ihr vor Mir zu ihnen eingeht, daß ihr ihnen zurufet: Der Herr kommet und will eintreten bei euch. Euren Ruf können sie hören, ob sie ihn aber befolgen, steht ihnen frei. Doch so sie euch angehört haben, wissen sie auch, daß Ich folge und an ihre Tür anklopfe, und selig, die Mich einlassen - selig, die sich vorbereitet haben für Mein Kommen, denen eure Worte Anlaß gaben zur Arbeit an sich selbst. Bei allen spreche Ich vor, die durch euren Mund die Ankündigung erfahren haben, und eure Arbeit öffnet Mir so manche Herzenstür, die Mir sonst verschlossen blieb. Wegbereiter sollet ihr Mir sein auf Erden - vor Mir hergehen sollet ihr und hören, was Ich Selbst euch sage, auf daß ihr Mein Wort dann verkündet und redet in Meinem Namen. Und je eifriger ihr nun in Meinem Namen tätig seid, desto eindringlicher wird Mein Wort auf die Menschen wirken, es werden sich die Türen von selbst öffnen, und die Herzen werden harren auf das Kommen des Herrn, Den Sein Diener angekündigt hat, denn ein guter Redner vermag viel. Auf daß ihr aber gute Redner seid, nehme Ich Selbst von euch Besitz und spreche durch euch, unerkannt zwar von denen, die ihr empfangsfähig machen sollet für Mein Kommen, doch von euch erkannt, weil ihr Mir in Liebe dienet, weil Ich in euren Herzen schon wirken kann durch eure freiwillige Hingabe an Mich. Und so wird euer Amt kein zu schweres sein, ihr werdet von Mir gelenkt werden und geführt an alle Pforten, wo Ich Eingang finden möchte, und ihr werdet stets so reden, wie es für den einzelnen zweckmäßig ist. Nur ermüden dürfet ihr nicht und lau werden in eurer Arbeit für Mich. Und darum müsset ihr selbst Mir oft Eingang gewähren in eure Herzen, indem ihr Mich auch zu euch reden lasset, indem ihr Mich Selbst zu hören begehret und also Verlangen danach traget, von Mir gespeist zu werden, das Abendmahl zu halten mit Mir, wie Ich es euch verheißen habe - siehe, Ich stehe vor der Tür, und klopfe an, wer Mir auftut, zu dem will Ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten. Öffnet mir alle die Tür und lasset Mich eintreten bei euch, ebnet Mir die Wege, die ihr für Mich arbeiten wollet, und ladet so alle Gäste ein zum Abendmahl, auf daß sie gestärkt werden und die Nahrung für ihre Seelen empfangen aus Meiner Hand, denn nur dann können sie selig werden, wenn Ich Selbst sie speise mit dem Brot des Lebens. Amen. B.D. NR. 4491.

 

Buch 52 4492

Abendmahl.

21. November 1948. B.D. NR. 4492.

Das Genießen von Brot und Wein ist das Zeichen dessen, was ihr tun sollet, wollet ihr selig werden. Ihr müsset Brot und Wein zu euch nehmen, d.h. der Seele Nahrung zuführen, indem ihr das Brot des Himmels mit seiner Kraft euch einverleibet, indem ihr Mein Wort aufnehmet und ihm die Kraft entziehet, indem ihr also eure Seele speiset mit der Nahrung von oben, die Meine Liebe euch bietet. Ich wollte euch dies alles verständlich machen, daß die Seele ebenso nahrungsbedürftig ist wie der Leib und daß sie gespeist werden müsse gleicherweise wie der Körper, indem sie Brot und Wein zu sich nimmt. Doch niemals ist das Zuführen der Seelennahrung abhängig von äußerlicher Speisung mit Brot und Wein. Es war dies nur ein Vergleich, der Meinen Jüngern anschaulich machen sollte, wessen sie bedürfen und was sie ihren Mitmenschen bieten sollten, auf daß sie selig werden. Es geht allein nur um das Leben der Seele, und daß die Seele keine Zufuhr von irdischem Brot und irdischen Wein benötigt, geht klar hervor. Ich aber habe nur immer euer geistiges Leben im Auge gehabt, Ich habe nur das Leben der Seele euch sichern wollen und werde daher keine äußerliche Formel verlangen, wo allen Ernstes nach Seelennahrung getrachtet wird. Der Hunger und Durst nach Meinem Wort allein genügt, um mit dem Brot des Lebens gesättigt zu werden, das vom Himmel kommt, das in Wahrheit Mein Fleisch und Mein Blut ist, das der Seele Bestehen sichert, das sie mit Kraft durchströmt und ihr also das ewige Leben gibt. Niemand kann durch den äußeren Genuß von Brot und Wein der Seele Nahrung zuführen, so er nicht im tiefsten Herzen verlangt nach Meinem Wort, so er nicht verlangt, von Mir gespeist zu werden mit dem Himmelsbrot. Denn dieser allein kommt zu Mir und nimmt mit Mir das Abendmahl, der Mich zu sich sprechen läßt, der seiner Seele die Nahrung zuführt, die sie erhält und selig macht. Und niemand kann daher durch den äußeren Genuß von Brot und Wein sich als Mein Gast fühlen, der an Meinem Tisch gespeist wird mit Seelennahrung. Nur die Lauheit der Menschen Meinem Wort gegenüber konnte dieses Mißverständnis Meiner Worte und Handlung zeitigen, denn sowie der Mensch allen Ernstes um das Leben seiner Seele bemüht ist, geht ihm auch von selbst das Verständnis dafür auf, was Meine Worte besagen sollten, und niemals wird sich dann ein Mensch genügen lassen an einer Äußerlichkeit - die jedem nachdenkenden Menschen nur als bildlicher Vergleich erscheinen wird, wie sie es denn auch wirklich war. Daß die Menschen Meiner Kirche in der ersten Zeit auch die äußere Form wahrten, war insofern berechtigt, als daß sie in engem Zusammenschluß sich dann stets Mich Selbst vergegenwärtigten, daß sie wirklich zu Meinem Gedächtnis zusammenkamen und Mein Wort aufnahmen in Gemeinschaft. Und Ich war mitten unter ihnen und erfüllte sie mit Meinem Geist, sie waren also in Wahrheit Meine Gäste, mit denen Ich das Abendmahl hielt. (23. November 1948) Ich brach das Brot und reichte es ihnen dar - Mein Wort ertönte in ihnen. Und sie übten das gleiche, auch sie teilten einander das Brot aus - sie tauschten aus, was Ich ihnen durch die Stimme des Geistes kundtat. Die ersten Jünger verstanden, was das äußere Zeichen zu bedeuten hatte, doch die Nachfolgenden legten schon dem äußeren Zeichen die größere Bedeutung bei, und so ist es verblieben, und wenige nur fassen den tiefen Sinn und halten in Wahrheit mit Mir das Abendmahl, weil wenige nur so innerlich mit Mir verbunden sind, daß sie Mich Selbst zu hören begehren, daß ihnen Mein Wort so köstlich und wertvoll ist, um danach zu hungern und zu dürsten, so daß Ich sie einladen kann, mit Mir das Abendmahl zu nehmen, daß Ich ihnen das Brot des Himmels austeilen und sie mit dem Wein der Wahrheit laben kann ihrer Seelen zum Heil. Wer so innig Mir verbunden ist, der lebt stets in Meinem Gedächtnis, er wird Mich stets gegenwärtig sein lassen, wo immer er weilt und was er auch tut, also wird er auch zu jeder irdischen Mahlzeit Mich als Gast bei sich haben, er wird stets Meiner gedenken und immer Verlangen haben, Meine Gegenwart zu spüren durch Mein Wort - er wird so durchdrungen sein von der Liebe zu Mir, daß er auch seinen Mitmenschen Kenntnis gibt, daß er austeilt, was er selbst besitzet, geistige und irdische Gaben, weil es ihn drängt zu Taten der Liebe, sowie er mit der Liebe Selbst innerlich verbunden ist. Seine Seele nun empfängt ständig Nahrung und teilt auch ständig Nahrung aus, und dieser wird ständig kommunizieren, in Meiner Gemeinschaft weilen und auch Meiner Gegenwart bewußt sein. Verstehet es doch, ihr Menschen, daß der Akt der Kommunion nicht nur eine Augenblickssache ist, der vollzogen wird durch nur äußerlichen Genuß von Brot und Wein; verstehet es, daß Ich mehr verlange als nur eine zeitbedingte Hingabe. Es muß euer Herz völlig hergerichtet sein zu Meiner Aufnahme, es muß ein Reinigungsakt zuvor vollzogen worden sein, der nur ein Liebeleben bedingt, und ein liebender Mensch wird auch dann begehren ein Zeichen der Gegenliebe, er wird Mich Selbst zu hören begehren - er wird also zuvor selbst austeilen, um dann wieder zu empfangen aus Meiner Hand eine köstliche Gegengabe - Mein Wort, das als Nahrung der Seele für ihn unentbehrlich ist. Und so er danach verlangt, wird er auch gesättigt werden, er wird Mein Fleisch essen und Mein Blut trinken - Ich werde das Abendmahl halten mit ihm und er mit Mir. Amen. B.D. NR. 4492.

 

Buch 52 4493

Hinscheiden eines irdischen Machthabers. Wendung.

23. November 1948. B.D. NR. 4493.

So euch Kunde zugehen wird vom Hinscheiden eines irdischen Machthabers, dann seid ihr an dem Zeitpunkt angelangt, den ihr den Anfang des Endes benennen könnet. Dann wird die Welt zu einem Brandherd werden, die Flammen werden auflodern, hemmungslos wird der Haß wüten, und die Menschheit wird von Grauen erfaßt werden, denn sie ersieht sich keinen Ausweg mehr aus der Gefahr, die unabwendbar ist. Und nun werdet ihr von Mir gedrängt zum Reden, denn wenn alles in Aufruhr ist, wird eurer sich eine große Ruhe bemächtigen, weil ihr klar erkennet, daß die Zeit nahe ist, da Ich Selbst in Erscheinung trete, und ihr dies also den Menschen kundtut, die euch anhören. Es werden die Menschen nach allen Seiten hin sich von Feinden umgeben sehen und daher keine Hoffnung haben auf eine friedliche Lösung. Und darum wird die Angst riesengroß sein, wo kein Glaube vorhanden ist an den Einen, Der allein helfen kann. Und so wird man nur achten auf die Vorgänge in der Welt. Die Menschen werden sich ängstlich zu versorgen suchen, weil sie die große irdische Not hereinbrechen sehen, sie werden ängstlich irdische Güter zu sichern suchen und Anstalten treffen zur Flucht, wenngleich es ihnen aussichtslos erscheint. Und nur die Gläubigen bleiben besonnen, und ihrer bediene Ich Mich nun, um einzuwirken auf die Mitmenschen, die in ihrem Unglauben unglücklich und verzweifelt sind. Und Ich suche noch einmal, Mich ihnen nahezubringen, Ich lasse Meine Diener auf sie einreden und spreche Selbst durch sie zu ihnen Worte der Liebe und des Zuspruchs. Ich warne sie, zu fliehen und nur ihres körperlichen Wohles zu gedenken; Ich stelle ihnen das Aussichtslose ihres Vorhabens vor und ermahne sie, auszuharren und ihr Schicksal in Meine Hände zu legen, und also geht alles seinen Lauf. Der Brand ist entfacht und wird nicht mehr gelöscht werden durch Menschen, doch Ich Selbst werde ihn zum Erlöschen bringen, indem Ich andere Elemente ihm entgegensetze, indem Ich Selbst denen entgegentrete, die gegenseitig sich zu zerfleischen suchen. Und es ertönet Meine Stimme von oben. Eine Naturkatastrophe wird die Erde heimsuchen und die Kämpfenden auseinanderreißen; es wird ihnen eine Macht gegenübertreten, der keiner der Streitenden gewachsen ist. Stunden nur wird dieser Vorgang dauern, aber eine völlig veränderte Weltlage schaffen, völlig veränderte Verhältnisse und ein anfangs unübersichtliches Chaos, größte irdische Not und unsagbar viel Trauer und Not unter den Menschen. Doch ihr müsset dieses alles ertragen, denn es geht auf das Ende zu, und viele Läuterungsmöglichkeiten müssen noch geschaffen werden, weil die Menschen alle nur noch eine kurze Lebensdauer haben und ausreifen sollen in kürzester Zeit. Das Ende ist nahe, und sowie diese Zeit einsetzet, könnet ihr mit Sicherheit auch bald den letzten Tag erwarten und das letzte Gericht, auf daß sich erfüllet, was verkündet ist durch Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4493.

 

Buch 52 4494

Glaube und Liebe - Ständige Gegenwart Gottes.

24. November 1948. B.D. NR. 4494.

Es genüge euch zu wissen, daß Ich im Geist ständig unter den Meinen weile, daß ihr niemals allein seid, so ihr euch zu Mir bekennt im Herzen und vor der Welt. Und so ihr davon überzeugt seid, kann euch nichts mehr erschrecken oder euch im Glauben wankend machen. Dieser Glaube an Meine immerwährende Gegenwart macht euch aber auch zu den Meinen, die dann auch in der Liebe leben, weil sie an Mich glauben, oder auch tief und lebendig glauben, weil sie in der Liebe leben. Denn Glaube ohne Liebe ist nicht zu denken, weil eines aus dem anderen hervorgeht. Der Glaube kann stets gewonnen werden, so sich ein Mensch bemüht, liebetätig zu sein ohne jeglichen Eigennutz, weil dadurch der Geist in ihm geweckt wird, der den Menschen gedanklich so belehret, daß er zu glauben vermag; daß ihm alles einleuchtend ist, was ihm vorgestellt wird, was ihm durch Meine Diener auf Erden oder durch Mein geschriebenes Wort gelehrt wird als Glaubenswahrheit. Und darum müssen die Menschen, die das Gebot der Nächstenliebe erfüllen, auch stets gleicher Meinung sein in Glaubensdingen, weil Mein Geist überall das gleiche lehrt und weil Ich verhüte, daß die Meinen untereinander uneins sind. Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, bin Ich mitten unter ihnen. Und Ich werde wahrlich euch die Wahrheit vermitteln und dafür Sorge tragen, daß die Meinen in der alleinigen Wahrheit stehen. In der Endzeit werden die Meinen heftig angegriffen werden und sich verantworten müssen für ihr Denken und Handeln. Dann sollet ihr euch nur vergegenwärtigen, daß ihr nicht allein den feindlichen Angriffen gegenüberstehet, daß ihr immer Mich Selbst zur Seite habt, daß ihr euch nicht zu fürchten brauchet, was ihr reden und mit welchen Worten ihr euch rechtfertigen sollet vor jenen, denn Ich Selbst lege euch die Worte in den Mund, sowie ihr nur für Mich und Meine Lehre eintretet. Der Glaube an Meine Gegenwart wird euch immer sicher und furchtlos auftreten lassen, ihr werdet Mich nicht in der Ferne suchen, sondern stets gewiß sein, daß Ich euer ständiger Begleiter bin und euch nicht allein lasse in irdischer oder geistiger Not. Und so werdet ihr standhalten im letzten Kampf, bis euch endgültige Erlösung wird durch Meine Liebe. Amen. B.D. NR. 4494.

 

Buch 52 4495

Geistige Kraftzufuhr durch Gebet und Liebeswirken.

25. November 1948. B.D. NR. 4495.

Geistige Kraft ist erforderlich, will der Mensch sich frei machen aus dem Zustand, der ein gefesselter ist als Folge des einstigen Abfalles von Mir. Diese geistige Kraft steht jedem zur Verfügung, muß aber angefordert werden durch Gebet oder erworben werden durch Liebeswirken. Immer also muß der Wille des Menschen tätig geworden sein, mit Mir in Verbindung zu treten. Es kann zwar der Mensch Liebeswerke verrichten ohne bewußtes Streben zu Mir, ohne daß der Verstand dabei beteiligt ist, während bei dem Gebet auch der Verstand tätig ist, der zwar ohne Mitwirkung des Herzens ein Gebet zeitigt, das nicht an Mein Ohr dringt, doch in Verbindung mit dem Herzen stets erreichen wird, um was der Mensch bittet. Es wird also ein Ruf nach Kraftzufuhr, nach Meiner Hilfe, der aus dem Herzen kommt, stets die Zuwendung von Kraft zur Folge haben, und es wird sich auch ein Mensch, der fähig ist, innig, d.h. im Geist und in der Wahrheit, zu beten, innerlich gedrängt fühlen zum Liebeswirken, denn dies ist schon Meine Antwort, ein Beweis Meiner ihm zuströmenden Geisteskraft, daß die Liebe in ihm erwacht zu Mir und auch zu den Mitmenschen und ihn Werke uneigennütziger Nächstenliebe verrichten lässet, die ihm vermehrte Kraft eintragen, und er also nun sich erlösen kann. Er sprengt die Fessel, die seine Seele bisher gefangenhielt, sie wird frei und strebt nun unaufhörlich zur Höhe, sie drängt dem geistigen Reich entgegen, ihrer wahren Heimat - sie entflieht dem Zustand der Gebundenheit, und sie wird ihren Willen jederzeit nutzen nach Meinem Willen, weil sie ihren Widerstand gegen Mich aufgegeben hat. Ein Mir zugewandter Gedanke schon kann euch Menschen die Kraft eintragen, das Rechte zu wollen und das Rechte zu tun - weshalb ihr wahrlich nichts Schweres zu leisten habt, um die Erlösung aus dem gebundenen Zustand einzuleiten, immer ist es nur euer Wille, die Verbindung mit Mir im Herzen herzustellen, doch diesen müsset ihr selbst aufbringen, ansonsten ihr im Zwang handelt, was euch keinen Erfolg eintragen kann. Erbittet euch Kraft, und ihr werdet empfangen, denn so ihr geistig reifen wollet, werdet ihr keine Fehlbitte tun. Ich stehe euch bei, daß ihr das Ziel erreichet, frei zu werden aus jeglicher Form, frei zu werden aus den Banden des Satans, um wieder in den Urzustand eingehen zu können, als lichte, kraftvolle Wesen in aller Freiheit zu wirken und zu schaffen zur eigenen Beglückung. Amen. B.D. NR. 4495.

 

Buch 52 4496

Schließen der Pforten in das geistige Reich am Ende.

25. November 1948. B.D. NR. 4496.

Die Pforten in das geistige Reich werden sich schließen mit dem letzten Tage des Bestehens dieser Erde. Denn das Geistige, das als Mensch auf Erden die Glaubensprobe nicht bestanden hat, kann nicht mehr im Jenseits das auf Erden Versäumte nachholen, sondern es hat sich selbst dieser Gnade beraubt, weil es zu tief abgesunken ist, als daß noch eine Aufwärtsentwicklung im geistigen Reich möglich wäre. Und ebenso gehen die Gläubigen zuletzt nicht mehr in das geistige Reich ein, denn sie werden lebenden Leibes entrückt, um nun an einem paradiesischen Ort Aufenthalt zu nehmen, bis das Werk der Umgestaltung der Erde vollendet ist, die ihnen dann wieder als Aufenthalt zugewiesen wird. Dann wird auch im geistigen Reich der Kampf zwischen Licht und Finsternis für eine lange Zeit beendet sein, weil die Macht des Satans gebrochen ist und er für lange Zeit wieder in Fesseln gelegt ist, was auch im geistigen Reich sich auswirkt als Kampfstille und Sieg des lichtvollen Geistigen. In der Endzeit aber wird das geistige Reich noch viele Seelen aufnehmen, denen die Gnade gewährt wird, ihre Aufwärtsentwicklung fortzusetzen, die also noch abberufen werden von der Erde, bevor sie sich in das Lager des Gegners schlagen; die zu schwach sind und daher Gnade finden vor den Augen Gottes. Die Endzeit wird noch viel zur Läuterung solcher Seelen beitragen, und das große Leid, das über die Erde geht, erleichtert ihnen das Abscheiden von der Welt und öffnet ihnen das Tor in das geistige Reich, das sie aufnimmt, wenn auch noch in wenig reifem Zustand. Doch ein Absinken in die tiefste Tiefe ist für sie nicht mehr zu befürchten, wofür sie Gott danken, sowie sie ihre Lage erkennen. Zuletzt aber bleiben die Pforten geschlossen - und es wird erstaunlich sein, mit welcher Sorglosigkeit die Menschen in letzter Zeit dahinleben, wie wenig sie des Todes gedenken und wie sie nur noch dem Körpergenuß leben und weder an eine Seele glauben noch an ein Fortleben nach dem Tode. Und wenn diese Zeit gekommen ist, ist auch jegliche Aufwärtsentwicklung der Seele ausgeschlossen, weder auf Erden noch im Jenseits, weil der Glaube an Gott vollständig erloschen ist und ein geistiges Leben gänzlich ausgeschaltet ist. Dann wird der letzte Tag die Menschen überraschen, die mit Schrecken ihr leibliches Ende gekommen sehen, die, den Tod vor Augen und ohne Glauben, völlig verzweifelt sind und Teufeln gleich gegeneinander wüten. Dann wird die Lieblosigkeit des einzelnen zum Durchbruch kommen und die Schlechtigkeit der Menschen ihren Höhepunkt erreichen - während die Gläubigen nur noch ihres himmlischen Vaters gedenken und Sein Kommen in den Wolken erwarten. Es gibt dann nur noch Gott-getreue Menschen und solche, die zu Teufeln geworden sind. Und darum muß das Ende kommen, auf daß auch der Sündhaftigkeit ein Ende bereitet und der Glaube der Seinen von Gott gelohnet wird. Amen. B.D. NR. 4496.

 

Buch 52 4497

Forschungsmäßig kann geistiges Gebiet nicht ergründet werden.

27. November 1948. B.D. NR. 4497.

Forschungsmäßig ist euch kein geistiges Gebiet zugänglich, und es wird ein vergebliches Bemühen sein, ein wahres Bild dessen zu bekommen, was jenseits des Irdischen ist. Forschungsmäßig könnet ihr wohl alle irdischen Probleme lösen und euch auch Beweise für die Richtigkeit eurer Ergebnisse verschaffen, doch niemals wird es euch gelingen, für geistige Behauptungen Beweise zu erbringen, und folglich werdet ihr auch niemals die Wahrheit derer vertreten können, solange ihr nicht auf dem Wege des Glaubens und der Liebe eingedrungen seid in Gebiete, die euch sonst verschlossen sind. Und so werden die Menschen auch niemals ergründen können die Zusammenhänge irdischer Schöpfungen mit dem Schöpfer von Ewigkeit, suchen sie auf rein wissenschaftlichem Wege darüber Aufschluß; wie sie auch nicht den Entwicklungsgang des Menschen oder dessen Seele erforschen können. Sie können nur vermuten und entsprechend ihrer geistigen Einstellung mehr oder weniger der Wahrheit nahe sein. Doch es gibt keinen beweisbaren Anhaltspunkt, demzufolge sie klare Begründungen oder Behauptungen aufstellen könnten. Es ist dies ein besonderes Wissen, das von Gott jenen Menschen vermittelt wird, die mit Ihm in Verbindung stehen durch einen tiefen Glauben und tätige Nächstenliebe; es ist ein Wissen, das nur in einem bestimmten Reifegrad dem Manchen vermittelt werden kann und das mit Verstandestätigkeit nichts zu tun hat, das also nicht durch Forschungen gewonnen wird, sondern ein Selbstformen zur Vollkommenheit zur Voraussetzung hat, wenngleich auch der Verstand dann tätig werden muß, um das gewonnene Wissen recht zu verwerten. Sinn und Zweck der Schöpfung, Sinn und Zweck des Erdenlebens kann mit nur Verstandesdenken nicht begriffen werden, und die größte Gelehrsamkeit ist nicht fähig, Gottes Pläne, Seine Weisheit und Seine Liebe annähernd zu durchschauen, wohingegen Gott dem gläubigen, Ihm ergebenen Menschen, der sich Seinem Willen unterstellt, Einblick nehmen läßt und ihm auch die Fähigkeit gibt, den göttlichen Plan zu begreifen. Es ist aber dann nicht der Verstand, sondern das Herz, das in das Walten und Wirken Gottes Einblick nimmt, und darum muß der irdische Forscher auch erst sein Herz so gestalten, daß es empfindungsmäßig die Wahrheit erkennt, daß es also ohne Verstandestätigkeit ein Wissen zugeführt erhält, das keineswegs bewiesen werden kann, dennoch aber als Wahrheit erkannt wird und auch vertreten werden darf, weil mit der Wahrheit der Mensch auch die volle Überzeugung gewinnt, in der Wahrheit zu stehen. Er wird aber dann niemals sagen können, durch Nachdenken oder scharfe Verstandestätigkeit zu dem Ergebnis gelangt zu sein, vielmehr der Welt gegenüber keine Belege haben, die seine Behauptungen oder Annahme rechtfertigen. Doch er selbst wird daran glauben, so er durch die Stimme des Herzens Aufschluß erhalten hat, während er forschungsmäßig sich angeeignetes Gedankengut niemals innerlich als feststehende Wahrheit vertreten kann, so er ehrlich ist wider sich selbst, solange er Gott ausschaltet, also Ihn nicht als alleinigen Geber der Wahrheit anerkennt und Ihn um Seinen Beistand bittet. Amen. B.D. NR. 4497.

 

Buch 52 4498

Fähigkeit, göttliche Weisheiten durch das Herz aufzunehmen.

28. November 1948. B.D. NR. 4498.

Göttliche Weisheiten müssen zutiefst im Herzen gesucht werden, denn bloßer Menschenverstand wird sie weder erklären noch begreifen können, so nicht das Herz dabei beteiligt ist. Darum können göttliche Weisheiten nur empfangen werden von Menschen, die ein tiefes innerliches Leben führen, die sich oft in die Stille zurückziehen, d.h. ihre Gedanken abkehren von der Welt, von irdischen Sorgen und irdischen Plänen, die sich versenken und das Reich zu ergründen suchen, das jenseits der irdischen Welt ist. Solche Menschen belohnet Gott, indem Er ihnen einen Einblick gewährt in die verborgensten Dinge, indem Er sie schauen läßt in Seinen Wirkungskreis, indem Er ihnen Seinen Plan von Ewigkeit kundtut und ihnen zugleich das Verständnis gibt, alles zu begreifen und den Zusammenhang zu fassen. Die größten Mysterien sucht Er ihnen zu enthüllen, obwohl das Fassungsvermögen des Menschen nicht ausreicht, eine erschöpfende Erklärung aufzunehmen, solange er nicht in einem Reifegrad steht, daß er vom Licht der Weisheit durchleuchtet werden kann. Doch mit fortschreitender Entwicklung des Menschen steigt auch das Fassungsvermögen, und es ist daher wohl möglich, schon auf Erden in tiefe Geheimnisse einzudringen, also tiefe göttliche Weisheit sich zu eigen zu machen, doch dann auch nur für die Empfänger selbst verständlich, während der Mitmensch nicht weiß, was er damit anfangen soll, weil ihm jedes Verständnis um den Zusammenhang aller Schöpfungswerke mit dem ewigen Schöpfer mangelt. Dennoch soll sich der reifere Mensch bemühen, auch dem Mitmenschen Kenntnis zu geben, weil das Wissen des einen den anderen anspornen kann zu geistigem Streben und weil Licht gebracht werden soll in die Finsternis, die über die Menschheit gebreitet ist, die in völliger Unkenntnis geistiger Wahrheiten dahingeht und ihren Erdenzweck nicht mehr erkennt, wie sie auch nichts weiß über das Endziel des einzelnen Menschen, das mit allem Eifer angestrebt werden soll während des Erdenlebens. Die Frage: "Wozu leben wir Menschen eigentlich?" steht bei den meisten Menschen offen, und sie geben sich auch nicht die Mühe, sie zu beantworten oder eine annehmbare Antwort zu suchen. Sie stellen oft jene Frage, ohne aber ernstlich eine Antwort zu begehren oder die anzuhören, die ihnen eine Antwort darauf geben, denn sie lassen immer nur den Verstand sprechen, niemals aber das Herz - d.h., sie achten nicht auf ihre Empfindungen, die ihnen deutliche Antwort wären. Sie übertönen die Stimme des Herzens und wenden sich voll und ganz nur der Welt zu, also sind sie auch nicht fähig, göttliche Weisheiten aufzunehmen, die ein Abschließen von der Welt erfordern. Und so bleibt es dunkel und lichtlos in der Welt, und nur wenigen kann durch die innere Stimme Aufschluß gegeben werden. Diese wenigen aber werden glücklich sein und bleiben, denn sie nehmen göttliche Weisheit mit in das geistige Reich hinüber, von wo sie ihren Ausgang genommen hat, während die anderen in tiefster geistiger Dunkelheit das jenseitige Reich betreten, weil sie das Licht auf Erden nicht gesucht haben. Amen. B.D. NR. 4498.

 

Buch 52 4499

Rechtfertigung für Abweisen der Wahrheit. Gott als Richter.

30. November 1948. B.D. NR. 4499.

Ihr könnet euch in keiner Weise rechtfertigen, so euch zum Vorwurf gemacht wird, die Wahrheit abgewiesen zu haben, denn es stand euch völlig frei, sie anzunehmen, so ihr dazu den Willen hattet. Die Wahrheit wird euch zugetragen, denn dafür sorge Ich, daß sie jedem einzelnen zugeführt wird, wenn auch in verschiedener Form, und je nach Annahmewilligkeit wird sein Wissen um die reine Wahrheit erweitert. Wer aber sich verschließet, der kann nicht gewinnen, nur verlieren das wenige, das er besitzet. Wer schwachen Glaubens ist, wird durch Zuführen der reinen Wahrheit einen verstärkten Glauben gewinnen, wer aber abweiset, der wird auch noch den schwachen Glauben verlieren. "Wer viel hat, dem wird noch hinzugegeben werden, wer aber wenig hat, dem wird auch noch das wenige genommen werden." So sind diese Worte zu verstehen. Es mangelt dem Menschen nicht an Urteilskraft, so es gilt, die Wahrheit als solche zu erkennen, denn da Ich Selbst es will, daß ihr in der Wahrheit stehet, werde Ich euch auch dazu befähigen, sie zu erkennen, nur muß euer Wille bereit sein, die Wahrheit aus Meinen Händen entgegenzunehmen, und diese Bereitwilligkeit erkläret ihr dadurch, daß ihr es euch angelegen sein lasset zu prüfen, was euch unterbreitet wird, daß ihr euch gedanklich damit befasset, das Für und Wider erwäget und so das Verlangen ausdrücket, die Wahrheit anzunehmen, so ihr sie als solche erkennet. Und dann werde Ich euer Denken recht leiten, dann werdet ihr nur gewinnen, niemals aber verlieren. Und dafür werdet ihr zur Verantwortung gezogen, wie ihr euch der Darbietung Meines Wortes, der reinen Wahrheit, gegenüber verhalten habt. Ich gebe euch wahrlich ständig Gelegenheit, Kenntnis zu erlangen von Meinem Willen, immer wieder werdet ihr hingewiesen auf Mein Wort, überall könnet ihr es entgegennehmen, so ihr selbst Verlangen danach traget. Doch weil ihr materiell seid, ist euch Mein Wort lästig, warnet es euch doch vor dem Streben nach der Materie und ermahnet euch sie zu überwinden. Ihr aber hänget euer Herz an die Güter dieser Welt und wollet daher nichts wissen von dem, was aus der geistigen Welt kommet. Euer Wille versagt oder ist verkehrt gerichtet, wo er ebensogut recht gerichtet sein könnte. Und dafür werdet ihr zur Rechenschaft gezogen und es wird keiner sagen können, ohne Wissen geblieben zu sein von Meinem Wort und von Meinem Willen.

Ich werde euer Richter sein, wo Ich euer Vater sein wollte, weil ihr Meine Liebe zurückweiset und nicht höret auf Mein Wort. Als Richter aber kann Ich nur dann auftreten, so Ich eine Schuld bei euch finde, und diese besteht darin, daß ihr Mich als Vater nicht anerkennt und daher auch Meines Wortes nicht achtet. Ihr habt euch daher selbst des Kindschaftsrechtes beraubt, Ich kann dann nicht mehr wie ein Vater an euch handeln, sondern muß euch als Richter gegenübertreten und euch verurteilen ob eures Mir abgewandten Willens. Und also warne Ich euch eindringlich vor der Geringschätzung Meines Wortes, eines Geschenkes, das euch Meine große Liebe anbietet, das ihr nicht verdienet als Mir noch widerstrebende Geschöpfe, das Ich aber dennoch euch zuwende, um euch zu helfen, Mich zu erkennen und lieben zu lernen. Ist aber eure Widersetzlichkeit noch so ausgeprägt, daß ihr Meiner Stimme entflieht oder sie zu übertönen sucht, dann seid ihr auch nicht Meine rechten Kinder, dann gehöret ihr noch Meinem Gegner an, und darum halte Ich über euch Gericht. Und ihr werdet schuldig gesprochen werden, eure Widersetzlichkeit wird zur Folge haben, daß Ich Mich abwende von euch, daß der Abstand zwischen Mir und euch immer größer wird und euch dies Verhärtung eurer Substanz einträgt, daß ihr wieder zur Materie werdet, die euch hinderte, das Geistige, Mein Wort aus der Höhe, anzunehmen. Und ihr seid gerichtet, weil ihr selbst es nicht anders wolltet. Amen. B.D. NR. 4499.

 

Buch 52 4500

Überwinden der Materie. Freiwillige Entsagung.

1. Dezember 1948. B.D. NR. 4500.

Was Ich euch nicht geben will, könnet ihr euch aus eigener Kraft nicht erringen, es sei denn, ihr arbeitet mit Unterstützung dessen, der euch verderben will und euch daher irdisch eure Wünsche erfüllt, um euch für sich zu gewinnen. Und darum müsset ihr wählen zwischen Wohlstand, den ihr mit seiner Kraft euch schaffet, oder einem bescheidenen Dasein, das eurer Seele dienlich ist, solange ihr noch materiell gesinnt seid. Habt ihr die Materie überwunden, so daß euer Herz nicht mehr danach verlangt, dann kann Ich euch reichlicher bedenken, und ihr werdet auch irdischen Reichtum in der rechten Weise verwerten, so daß er euch zur Seelenreife dienen kann, daß ihr ihn auswertet in tätiger Nächstenliebe, daß ihr damit Segen stiftet, Arme bedenket und also Not lindert und Liebe erwecket, indem ihr Liebe gebt. Darum murret nicht, so ihr darben müsset, sondern wisset, daß ihr dann noch läuterungsbedürftig seid, daß Ich euch erziehen will und das Mittel anwenden muß, das euch heilet, wo ihr krank seid. Und dann trachtet danach, euch zu üben in der freiwilligen Entsagung, verzichtet gern und löset euch im Herzen von dem, was Ich euch vorenthalte, werdet frei von jeglichem Verlangen nach der Materie, und Ich werde euch bedenken eurer seelischen Reife gemäß, auf daß ihr nicht Schaden nehmet an der Seele, so dem Körper Erfüllung gewährt wird. Was ihr gern aufgebt und Mir zuliebe opfert, das will Ich euch zuwenden, auf daß euer Leben ein leichteres werde, doch immer erst dann, so ihr bereit seid, es zu entbehren. Dann weiß Ich, daß es für euch keine Gefahr mehr bedeutet, und kann euch unbedenklich in den Besitz irdischer Güter kommen lassen, die ihr nun auch Meinem Willen entsprechend nützen werdet. Doch gebet euch nicht um irdischer Güter, um des Körpers Wohlbefinden willen in die Hände des Satans. Das Erdenleben geht schnell vorüber, und ihr müsset alles zurücklassen, was ihr euch mit seiner Hilfe erworben habt, und dann seid ihr auf ewige Zeiten in seiner Gewalt, und er wird den Tribut von euch fordern - ihr müsset die irdischen Güter teuer bezahlen, die Seele muß büßen, was der Körper auf Erden genossen hat. Davor will Ich euch bewahren, so Ich euch versage, was ihr euch ersehnet. Amen. B.D. NR. 4500.

 

Buch 52 4501

Kundgabe auf Einwand: Es gibt keinen Gott, Der das Geschehen zuläßt.

2. Dezember 1948. B.D. NR. 4501.

Unverständlich wird Mein Walten und Wirken stets den Menschen bleiben, die nicht mit Mir verbunden sind, denn ihnen kann Ich nicht die Beweggründe darlegen, die Mich bestimmen, den Menschen freien Lauf zu lassen, so sie sündigen wollen. Alles, was Ich tue, alles, was Ich unterlasse, und alles, was Ich zulasse oder verhindere, hat seinen Grund, den ihr Menschen nicht wisset und auch nicht versteht ohne Erklärung. Diese Erklärung aber kann Ich nur geben unter gewissen Voraussetzungen, wie überhaupt alles, was geschieht, der ewigen Ordnung angepaßt ist, deren Gesetzgeber Ich Selbst bin. Ich könnte wohl die Menschen verhindern am Ausüben schlechter Taten, Ich könnte sie strafen oder sie zu stummen Dienern der Gerechtigkeit machen, dann aber wäre ihr Wille unfrei, sie wären nicht fähig zu eigenem Wollen und nicht zu eigenem Handeln und könnten dann nimmermehr vollkommen werden, d.h., trotz der Möglichkeit, schlecht zu sein, das Gute zu wählen und somit den Mir zugewandten Willen zu bekunden. Ich lasse also dem Triebe der Menschen freien Lauf. Daß sich nun in der endlos langen Zeit die Menschheit vorwiegend zu schlechten Handlungen hinreißen läßt, die teuflischen Einfluß verraten, ist nur Beweis dafür, daß die gesamte Menschheit den freien Willen schlecht nützet, daß sie also die Möglichkeit, sich dem Guten zuzuwenden, nicht auswertet und also Meinem Gesetz der ewigen Ordnung widerstrebt. (3.12.1948) Ich werde aber dennoch diesem Treiben erst Einhalt gebieten, so das Maß von Schlechtigkeiten seine Grenze erreicht hat, so keine Möglichkeit mehr besteht, daß sich die Menschen ändern, daß ihr Wille noch umgeleitet werden kann, daß er sich Mir, also dem Guten, zuwendet. Solange aber noch die Möglichkeit besteht, daß der eine oder der andere sich besinnt, daß er sich seines Erdenlebenszweckes bewußt wird, lasse Ich zu, was Menschen in ihrem Haß und ihrer Lieblosigkeit ausführen wollen, auf daß sie selbst an der Auswirkung ihres Handelns das Böse erkennen und verabscheuen lernen, auf daß sie freiwillig sich wandeln. Zudem ist die Zeit gekommen, wo der Satan große Gewalt hat. Nicht, daß er Meine Macht und Kraft übertrumpft, sondern auch seine letzte Zeit ist gekommen, die er nützet, um sein Reich, seine Macht zu vergrößern, weil er weiß, daß er nur noch wenig Zeit hat, aber in seiner geistigen Finsternis und Überheblichkeit glaubt, Mich vom Thron stürzen zu können. Wer nicht um Uranfang und Endziel alles Geistigen weiß, um Meinen Heilsplan von Ewigkeit, um Sinn und Zweck der Schöpfung und Sinn und Zweck des Erdenlebens, dem wird auch der Gedanke an einen starken Gegner von Mir absurd erscheinen, doch er kann es glauben, daß zweierlei Kräfte im Kampf miteinander liegen, daß gute und böse Kräfte kämpfen um die Oberherrschaft - daß diese Kräfte nun je einem starken Willen untertan sind und daß dieser Wille von je einer Wesenheit ausgeht. Wie er nun diese Wesenheit benennt, ist belanglos, doch sie wirken in der Unendlichkeit, wenngleich ihr Wirkungskreis ein gänzlich verschiedener ist - unbegrenzt bei Mir und in Grenzen gehalten bei Meinem Gegner, der auch trotz seiner Macht von Meinem Willen abhängig ist. Daß ein Kampf geführt wird zwischen Gut und Böse, ist offensichtlich; warum er geführt wird, ist nur dem geistig Geweckten, dem nach der Wahrheit hungernden Menschen verständlich zu machen, doch dieser wird jederzeit eine vollwahre, ihn überzeugende Erklärung erhalten, so er sie anstrebt und Mich darum bittet. Amen. B.D. NR. 4501.

 

Buch 52 4502

Darbieten des göttlichen Wortes in Liebe. Erfolg gesichert.

3. Dezember 1948. B.D. NR. 4502.

Es ist wahrlich nicht bedeutungslos, in welcher Weise euch Mein Wort zugeführt wird, denn der Liebegrad, in dem Mein Wort dargeboten wird, ist oft ausschlaggebend, ob ihr es annehmet oder ablehnet. Alles, was ausgeteilt wird, soll in Liebe gegeben werden, ansonsten es nicht zu Herzen spricht, vom Herzen aber angenommen werden muß. Ein von Liebe erfüllter Mensch gibt so, daß er Gegenliebe erweckt, und es ist dies bei der Darbietung Meines Wortes von größter Bedeutung, weil dann volles Verständnis garantiert ist, sowie die Liebe beteiligt ist, die das Erwachen des Geistes bewerkstelligt. (4.12.1948) Ohne Liebe bleibt Mein Wort tot und verständnislos, es wird dahingesprochen, hat aber keine Kraft, weil es dann nur leerer Schall ist ohne Leben. Will der Mensch den Mitmenschen beglücken, dann ist schon die Liebe zum Nächsten vorherrschend, und was er dann austeilet, dringt zu Herzen, wird dort angenommen und je nach eigenem Liebewillen empfunden als wertvolles Geschenk, als Gabe der Liebe. Wo die Liebe des Gebers erkennbar ist, wird der Ablehnungswille schwächer sein, strömt dann das Wort doch schon auf den Empfänger eine Kraft aus, der er sich nicht verschließen kann und will. Es müssen daher die Vertreter Meiner Lehre liebewillig und liebetätig sein, um zur Entgegennahme Meines Wortes aus der Höhe tauglich zu sein und um Mein Wort mit seiner Kraft den Mitmenschen zugänglich zu machen, weil das bloße Weiterleiten des äußeren Wortes ohne Eindruck bleibt, es also sehr leicht etwas Formelles sein kann, ein Predigen Meiner Lehre berufsmäßig ohne Leben und also auch ohne geistigen Erfolg. Dann ist Mein Wort ohne Kraft, weil es nur mit den Ohren angehört wird, aber nicht zum Herzen dringt. Denn die Kraft spürt nur die Seele, und zwar im Zustand liebenden Empfindens und dessen Erwiderung. Regungen, die der Mensch als solcher kaum beachtet, können der Seele größtes Glück bereiten und vom Körper nicht gespürt werden, und so die Seele nun in einer solchen liebenden Empfindung Mein Wort vernimmt, steht sie inmitten der Kraftausstrahlung, deren Quell Ich bin. Ist sie selbst nicht liebewillig und Mein Wort wird ihr aber in Liebe angeboten, dann dringt die Kraft ebenfalls in sie, und sie läßt sich davon durchströmen ohne Widerstand. Der Liebegrad des Empfangenden und des Gebenden beeinflußt überaus die Wirkung Meines Wortes, und es muß daher das Augenmerk darauf gelenkt werden, daß das Verbreiten Meiner Lehre niemals durch Zwang oder Gewaltmaßnahmen vor sich gehen darf, sondern geduldig, sanftmütig, liebevoll und doch eifrig müssen Meine rechten Vertreter sein, wollen sie Erfolg haben und Mir auf Erden treue Diener sein. Es genügt nicht, daß Mein Wort nur verlesen wird oder mit festgelegten Redewendungen den Menschen zu Gehör gebracht wird. Lebendig muß es werden dadurch, daß der Prediger in erbarmender Liebe seinen Mitmenschen helfen will, daß er sie in die Wahrheit und dadurch in das rechte Erkennen Meiner Selbst leiten möchte und durch seine Liebe die Herzenstür der Zuhörer geöffnet wird. Dann wird Mein Wort Eingang finden bei den Menschen, es wird empfunden werden als göttlich, als Wahrheit und angenommen, weil seine Kraft der Seele wohltut, die den göttlichen Ursprung erkennt und sich durch Mein Wort zu Mir hingezogen fühlt. Amen. B.D. NR. 4502.

 

Buch 52 4503

Breiter Weg ins Verderben, schmaler Weg zur Höhe.

5. Dezember 1948. B.D. NR. 4503.

Der Weg, den ihr gehen sollet, ist gangbar, sowie ihr euren Blick himmelwärts richtet, sowie ihr begehret, zu Mir zu gelangen, und kein anderes Verlangen im Herzen heget, als mit Mir wieder vereinigt zu sein. Ich verlange wahrlich nichts Unerfüllbares von Meinen Kindern, Ich warne sie nur, den breiten Weg zu betreten, der wohl bequem und unbeschwerlich erscheint, jedoch weitab vom Ziel führt, den die Kinder der Welt gehen, die sich verlieren an Meinen Gegner. Der Weg, den ihr beschreiten sollet, ist schmal und wenig reizvoll, und deshalb zögern die Menschen, ihn zu betreten, und doch führt er einem herrlichen Ziel entgegen, das ihr alle erreichen sollet. Zudem treten euch des öfteren Lichtgestalten in den Weg, die euch geleiten und euch aufmerksam machen auf Hindernisse, auf Steine und Klippen und Gestrüpp, auf daß ihr nicht fallet oder Schaden nehmet an ihnen. Ihr könnet diesen beschwerlichen Weg ganz sorglos gehen, wer ihn betreten hat, der geht nicht mehr ohne Schutz einen Schritt weiter. Doch auf den breiten Weg hinüberschauen dürfet ihr nicht, weil von dort euch Truglichter blenden, die euren Weg dunkel erscheinen lassen.Wendet den Blick ab davon, sehet auf zu Mir, und ein mildes Licht wird euch den Weg erleuchten, das euch wohltut und sich verstärkt, je näher ihr dem Ziel kommt. Und vertrauet euch voll und ganz Mir an, dann kann Ich euch entgegenkommen, eure Hand ergreifen und euch führen bis an euer Lebensende - bis der Weg breit und eben wird und in eurem Vaterhaus endet - bis euch das Reich aufnimmt, das eure rechte Heimat ist, das lichtdurchstrahlt und wunderlieblich anzuschauen ist, das aber nur über diesen engen, beschwerlichen Weg erreicht werden kann. Mühseligkeiten müssen überwunden werden, doch sie sind überwindbar mit Meiner Hilfe, was euch aber erwartet, ist aller Beschwerlichkeiten und Mühsalen wert. Der breite Weg aber führt in die Finsternis - er ist schön und reizvoll, solange der Mensch auf Erden wandelt, doch er führt in die Irre und zuletzt in ein dunkles unheimliches Reich, ins Verderben. Meidet diesen Weg, suchet nicht euch den Erdengang leichtzumachen, denn er ist nur kurz, das Leben nach dem Tode aber endlos lang, und darum strebet dem rechten Ziel entgegen, und lasset euch nicht abschrecken, wenn der Weg euch auch weniger reizvoll erscheint. Betretet ihn, und strecket die Hände aus nach Mir - und Ich werde euch führen, auf daß ihr sicher euer Ziel erreichet. Amen. B.D. NR. 4503.

 

Buch 52 4504

Geistige Verbundenheit. Seelen ohne irdische Bindungen.

5. Dezember 1948. B.D. NR. 4504.

Eine geistige Verbundenheit kann bestehen, wo keinerlei irdische Bindungen vorliegen, wo die Seelen jedoch so aufeinander abgestimmt sind, daß sie sich ergänzen und in vollster geistiger Harmonie leben. Solche Seelen können sich finden, ohne körperlich beieinander zu sein, doch dann ist sich der Mensch dessen nicht bewußt, daß seine Seele eine solche geistige Verbindung eingegangen ist, denn die Seelen finden sich ohne Beteiligung des Körpers, es ist ein rein geistiges Zusammenleben, wovon der Mensch als solcher nichts weiß. Sowie jedoch die körperliche Hülle fällt, streben die Seelen zueinander und ergänzen sich im geistigen Reich und lassen ewig nicht mehr voneinander. Solche Seelen sind nun gezwungen, auf Erden ein Doppelleben zu führen; sie erfüllen erstmalig die eigentliche Erdenaufgabe, ihren Körper zu beleben und ihn anzuregen zur geistigen Bestimmung, und sind gleichzeitig auch der ihnen gleichgesinnten Seele behilflich, deren Körper zu vergeistigen, auf daß der Zusammenschluß beider Seelen stattfinden kann, was erst dann möglich ist, wenn beide Seelen die körperliche Hülle verlassen haben. Zuvor können sie sich jedoch vereinigen, sowie der Körper im Ruhezustand die Seele frei gibt. Dann lebt also die Seele ihr zweites Leben - sie weilt in anderer Umgebung, in völlig anderer Lebenslage, sie gibt und empfängt Liebe, weil sie sich völlig mit der anderen Seele verbunden fühlt. Sie streben gemeinsam zur Höhe, denn sowie eine Seele geistig eine zweite Seele gefunden hat, ist sie schon fortgeschritten in ihrer Entwicklung, ansonsten es keine Harmonie gibt, sondern nur gegnerische Abwehr. (6.12.1948) Es kann nun wohl ein Mensch sich einsam fühlen, weil er sich der seelischen Bindung nicht bewußt ist, doch dieses Gefühl der Einsamkeit trägt wieder zur erhöhten Seelenreife, bei und je weiter sie in der Entwicklung fortschreitet, desto mehr kann sie sich vergeistigen, also schon auf Erden den Erfolg haben, des öfteren in geistigen Sphären zu weilen und der Erde entrückt zu sein. Die Seele lebt dann ein vom Körper getrenntes Leben, der Körper nimmt nicht daran teil, weil seine Funktionen ausgeschaltet sind, so er sich im Ruhezustand befindet. Die seelischen Fähigkeiten und Errungenschaften aber nimmt sie mit in jene Sphären und kann demnach großen Segen stiften, so sie selbst viel besitzet an geistigem Reichtum, wie sie aber auch viel gewinnen kann, weil die mit ihr verbundene Seele ihrem Reifezustand entsprechend gleichfalls geistigen Reichtum aufzuweisen hat, den sie nun gegenseitig austauschen und sich dadurch unsagbar beglücken können. Wo solche geistige Bindungen bestehen, ist jede Gefahr einer Verflachung, eines Stillstandes oder Rückganges vorüber, die Menschen streben unausgesetzt zur Höhe, und dieses Streben lässet sie auch sich gegenseitig finden, wenn sie auch als Mensch sich unbekannt sind. Sie streben ein gemeinsames Ziel an, und in diesem Streben fühlen sich die Seelen gegenseitig angezogen. Denn die Seele schläft nicht, sondern geht unausgesetzt dem Licht nach in ihrem Drang zur Höhe, und oft kehrt sie nur widerwillig zurück in ihre körperliche Hülle, die sie jedoch nicht gänzlich verläßt, um nun den Erdenlebensweg weiter zurückzulegen, bis sie ihren materiellen Leib verlassen darf und nun sich gänzlich vereinigt mit der Seele, zu der sie sich hingezogen fühlt. Amen. B.D. NR. 4504.

 

Buch 52 4505a

Verstehen des Wortes garantiert für Suchende.

8. Dezember 1948. B.D. NR. 4505a.

Vermehret ständig euer Wissen, und suchet es durch Mich zu gewinnen. Dann ist das Dunkel der Nacht durchbrochen, es ist hell in euch, das Licht der Erkenntnis ist in euch hell aufgeflammt, und so ihr Mich erkennet, werdet ihr Mich auch lieben und Meine Gebote halten. Also ist Mein Wort das Erste und Wichtigste, denn nur Mein Wort kann euch wissend machen, nur durch Mein Wort lernet ihr Mich erkennen und lieben, und nur Mein Wort gibt euch Meinen Willen kund und ermahnet und warnet euch zum Guten und vor dem Bösen. Und also müsset ihr Mein Wort hören und dorthin gehen, wo es euch geboten wird, so ihr es nicht direkt von Mir in Empfang nehmet. Überall zwar könnet ihr es entgegennehmen, doch nicht überall sind Menschen bereit, das reine unverbildete Wort den Menschen zu übermitteln, und was ihnen dargeboten wird, ist nicht mehr rein und unverfälscht. Ich aber will, daß ihr wissend werdet und in aller Wahrheit unterrichtet seid. Und auf daß ihr Meine Stimme erkennet, so Ich zu euch Worte der Liebe und Weisheit rede, mache Ich Mich zuvor erkenntlich. Ich trete keinem Meiner Geschöpfe plötzlich nahe, sondern bereite sie darauf vor, indem Ich sie durch Leid veranlasse, in Meine Nachfolge einzutreten - also zu lieben und zu leiden - immer mit Ergebung in Meinen Willen. Dann wird der Mensch sich auch selbst so gestalten, wie es Gottes Wille ist, er wird reifen an Weisheit, er wird im Erkenntniszustand leben. Ich Selbst will euch mit Wissen segnen, Ich will euch einführen in Mein Walten und Wirken, auf daß ihr wieder lebendig glauben lernet. Es muß euch der Glaube an Mich in einer Form geboten werden, daß ihr auch fähig seid zu glauben, wenngleich auch euer Verstand dabei tätig ist.

Ich Selbst unterweise euch und zünde das Licht an in euren Herzen, das euch erleuchten soll inmitten geistiger Dunkelheit und aus Meinen Händen werdet ihr ein umfangreiches Wissen entgegennehmen können, so es euer Wille ist und ihr Mich darum bittet, denn Ich teile die Wahrheit aus an alle, die sie begehren. Amen. B.D. NR. 4505a.

 

Buch 52 4505b

Verstehen des Wortes garantiert für Suchende.

9. Dezember 1948. B.D. NR. 4505b.

Die Mich suchen, denen ist auch Mein Wort verständlich, denn ihr Sinnen und Trachten ist geistig gerichtet, und also verstehen sie auch die geistige Sprache, die nicht weltliche Dinge berührt, sondern Kunde gibt vom geistigen Reich, vom geistigen Leben des Menschen und seinem letzten Ziel. Wer Mich suchet, dem bietet nicht die Erde die letzte Erfüllung, sondern er weiß, daß nur bei Mir das rechte Leben zu finden ist, er weiß, daß er Mein Anteil ist, und strebt deshalb zu Mir zurück. Und ihm wird Mein Wort verständlich sein, er hört und liest den Sinn heraus, er weiß, wie Ich Mein Wort verstanden haben will, und bemüht sich dem geistigen Sinn des Wortes gemäß zu leben, und also erfüllet er Meinen Willen. Alles habe Ich durch Beispiele den Menschen zu erklären versucht, durch Bilder machte Ich es ihnen verständlich, und es verstanden Mich, die Mir zustrebten, die gut waren oder gut zu sein sich bemühten. Die anderen aber ärgerten sich an Mir, weil sie wörtlich nahmen, was geistig zu verstehen war. Und so auch legen heut noch die Menschen Mein Wort verschieden aus, je nach ihrem Reifezustand und ihrem Willen, der Mir zu- oder abgewandt ist. So manche lesen nur das Wort und bleiben daran hängen, sie nehmen Anstoß, weil sie den tiefen Sinn nicht verstehen. Andere wieder befolgen ängstlich nur das äußere Wort, sie lassen sich an irdischen Verrichtungen genügen, ohne des geistigen Sinnes zu achten. Und so ziehen diese Menschen nicht den Vorteil aus Meinem Wort für ihre Seele. Für sie bedeutet Mein Wort nichts weiter, als was sie selbst daraus lesen in ihrer Unkenntnis, in ihrem lichtlosen Zustand. Und sie könnten unsagbar viel daraus entnehmen, sie könnten unentwegt schöpfen aus einem Kraftquell, dem kein anderer gleichkommt, so sie Meines Wortes geistigen Sinn erfaßten und danach lebten. Doch ihr Herz entscheidet - drängt dieses Mir zu, dann wird auch Meines Wortes Kraft an ihnen wirksam werden, denn dann ist ihr Wille gleichsam der Schlüssel zur Herzenstür, durch die Ich eintreten kann und Licht hineintragen, und es wird der Mensch erkennen und wissen, wie Ich Mein Wort verstanden haben will. Ich stelle für das Verstehen Meines Wortes die Bedingung, daß des Menschen Herz Mich suchet, nicht nur sein Verstand. Und darum ist viel Unklarheit unter den Menschen, weil zumeist nur der Verstand tätig ist, der sich aber festrennen wird, so er sein Herz nicht befragt. Ich führe ihn ein durch das Herz in die Wahrheit, Ich mache ihm Mein Wort verständlich, Ich zünde ihm ein Lichtlein an, so er nur Mich um Rat bittet bei seinem Suchen und Forschen, so er sich Mir verbindet im Gebet oder in Gedanken - so er Mich zu erkennen sucht. Dann erscheint ihm Mein Wort nicht mehr verschleiert, es enthüllt sich in hellster Klarheit und spricht zu seinem Herzen, und dann benötigt er nicht mehr das geschriebene Wort, dann rede Ich Selbst zu ihm, und er wird Mich hören. Amen. B.D. NR. 4505b.

 

Buch 52 4506

Besondere Gnade - Verpflichtung. Wissen um Heilsplan - Aufklärung.

10. Dezember 1948. B.D. NR. 4506.

Es ist für euch eine besondere Gnade, im Wissen zu stehen um den Zusammenhang von euch, als Meinen Geschöpfen, mit Mir, dem Schöpfer von Ewigkeit, um Zweck und Ziel des Erdenlebens und Meinen Heilsplan von Ewigkeit. Dieses Wissen gibt euch Erklärung für alles Geschehen, ob es leid- oder freudvoll ist, ob es Aufbau oder Zerstörung zur Folge hat, ob es Meinem Willen entspricht oder nicht. Immer werdet ihr Mein Walten und Wirken verfolgen können und auch die Mitmenschen darüber aufklären können, welche Bedeutung allem Geschehen zu geben ist. Und so seid ihr gewissermaßen im Vorteil euren Mitmenschen gegenüber, solange diese nicht von ihrem freien Willen den rechten Gebrauch machen und sich von euch Aufschluß geben lassen, solange sie euch nicht anhören, so ihr ihnen die Wahrheit zutragen wollet. Ihr seid im Vorteil und doch auch wieder entsprechend belastet, denn das Wissen, das ihr besitzet, verpflichtet zur Weitergabe, wollet ihr euch des Besitzes würdig erweisen. Es genügt nicht, daß ihr selbst euch nur ein Wissen aneignet, sondern ihr müsset ständig damit arbeiten, soll es Segen stiften euch selbst und euren Mitmenschen. Es ist so viel Unklarheit unter den Menschen, irrige Ansichten sind verbreitet, und dadurch wird der Glaube der Menschen schwach und ist in Gefahr, gänzlich verworfen zu werden, was das Darbieten der reinen Wahrheit verhindern kann. Ihr besitzet die reine Wahrheit, darum traget sie weiter, erwerbet euch selbst das Anrecht darauf, durch Meine Gnade wissend geworden zu sein, indem ihr austeilet, was ihr empfangen habt, und so Aufklärung bringet auf Fragen, die zu beantworten nur der Mensch befähigt ist, der von Mir gelehrt wird durch die Stimme des Geistes. Ihr, die ihr Mich höret, übermittelt geistiges Gut denen, die Mich nicht zu hören vermögen, jedoch auch im Wissen stehen möchten, gebet ihnen Kenntnis von der außergewöhnlichen Gnadengabe, und gebet ihnen Kenntnis von Meiner Liebe zu allem Unvollkommenen, dem Ich helfen will, zur Vollkommenheit zu gelangen. Ihr besitzet viel und könnet euren Reichtum noch vermehren, so ihr ihn weitergebt, so ihr die Mitmenschen belehret, wie Ich euch belehret habe. Dann bringet ihr Licht in das Dunkel, das über der Erde lagert, dann durchbrechet ihr die Nacht des Geistes, und es wird Licht werden in vielen Herzen, die nach der Wahrheit verlangen und sie nicht direkt von Mir empfangen können. Helfet allen, die unwissend sind und nach Wissen verlangen, denn zu ihnen will Ich reden durch euch, auch sie will Ich belehren, wie Ich euch belehret habe, auf daß sie Mich erkennen und lieben lernen. Amen. B.D. NR. 4506.

 

Buch 52 4507

Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind.

11. Dezember 1948. B.D. NR. 4507.

Und Ich bin bei euch, so ihr Meinen Namen aussprechet, so ihr euch nur mit Gedanken befasset, die Mich zum Ziel haben. Dann bin Ich mitten unter euch. Glaubet dies und seid euch Meiner Gegenwart bewußt, sowie ihr von Mir sprechet, und stellet euch vor, daß Ich an jede Herzenstür anklopfe und Einlaß begehre, und daß ihr Mich nicht abweisen dürfet, so ihr euch Mein Wohlgefallen erringen wollet. Ihr sollet euch selbst öffnen, so Ich zu euch reden will, durch Wort oder Schrift, durch Gedanken oder durch Meine Diener auf Erden, die euch Mein Wort bringen. Denn so ihr Mein Wort annehmet, nehmet ihr Mich Selbst auf in euer Herz, so ihr es befolget, haltet ihr mit Mir das Abendmahl, denn dann lebt ihr Meinem Willen gemäß, den Ich durch Mein Wort euch kundtue - in der Liebe, und ihr verbindet euch durch die Liebeswerke mit Mir, ihr stellt eine so innige Verbindung mit Mir her, daß ihr es vernehmet, so Ich zu euch Worte der Liebe spreche und also euch speise mit Seelennahrung, so Ich euch das Brot des Himmels, Mein Fleisch und Mein Blut, darbiete - so Ich also Selbst zu euch komme im Wort. Lasset Mich oft bei euch weilen, lasset eure Gedanken zu Mir schweifen, und führet des öfteren geistige Gespräche, auf daß Ich euch stets gegenwärtig sein kann, denn Ich Selbst habe euch die Verheißung gegeben: Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, bin Ich mitten unter ihnen. Und wo Ich weile, dort könnet ihr nur gewinnen, denn Ich teile stets Meine Gaben aus, weil Ich euch, Meine Geschöpfe, liebe und euch beglücken will. Und ihr selbst könnet das Maß Meiner Gnadengabe bestimmen, ihr könnet viel empfangen, wie ihr aber auch Meine Liebe zurückweisen könnet, indem ihr der Welt euer Auge zuwendet - indem ihr geistige Gespräche abbrechet, und weltliche Interessen in den Vordergrund treten lasset. Ich lasse euch gewähren und zwinge euch nicht, Mich anzuhören, doch ihr selbst beraubt euch vieler Güter. Ich kann euch nur so bedenken, wie euer freier Wille es zuläßt, Ich biete euch wohl Meine Gnade an, dränge sie aber nicht euch auf, doch Meiner Gegenwart gehet ihr verlustig, so ihr euch von Mir abwendet, denn Ich will begehrt werden, um Mich schenken zu können. Dennoch gebe Ich euch nicht auf - immer wieder sende Ich Meine Boten zu euch, die den Weg für Mich bereiten sollen, und Ich folge ihnen, so ihr Anstalten machet, Mich aufzunehmen. Und so könnet ihr ständig die Gnade in Anspruch nehmen, ständig könnet ihr bei Mir zu Gast sein, so ihr nur Meiner gedenket und die Welt nicht mehr beachtet. Denn wahrlich bedenke Ich euch besser, als die Welt euch geben kann. Darum lasset Mich nicht vergeblich anklopfen, sondern höret auf Meine Stimme und folget ihr, lasset euch einladen zum Abendmahl, und seid Meine Gäste, auf daß Ich euch erquicken kann leiblich und geistig mit Speise und Trank. Amen. B.D. NR. 4507.

 

Buch 52 4508

Gottes Wort. Gleichnisse. Bildersprache. Unlust der Menschen.

12. Dezember 1948. B.D. NR. 4508.

Ihr werdet den Sinn Meiner Worte erst dann verstehen, so es euch ernst ist darum, in der Wahrheit zu stehen. Ich habe stets in Gleichnissen geredet zu den Menschen, um sie zum Denken anzuregen, ansonsten die Worte an ihren Ohren verklungen wären, so sie nicht den ernsten Willen hatten, darüber nachzudenken. Ich ließ ihren Gedanken freien Lauf und legte ihnen daher alles entsprechungsweise nahe. Durch die Bildersprache sollte in ihnen das lebendig werden, was Ich ihnen zu sagen hatte. Und Ich erreichte dadurch bei jenen Menschen mehr als mit einer trockenen Lehre, die ihnen unverständlich blieb, bevor sie nicht durch ein Liebeleben tiefere Erkenntnis besaßen. Und in dieser Weise ist auch Meine Lehre niedergeschrieben worden nach Meinem Willen. Und wieder gehört nur der ernste Wille des einzelnen dazu, einzudringen in den Kern Meiner Lehre, der durch Gleichnisse und bildhafte Umschreibung verhüllt worden ist, um den Menschen anzuregen, darüber nachzudenken. Es ist dies wahrlich eine geringe Anforderung, sich Mein Wort zum Inhalt der Gedanken zu nehmen, ernstlich nachzudenken über Sinn und Zweck jener Worte, die Meine Liebelehre enthalten, und jeder, der den ernsten Willen hat, wird auch bald den Sinn verstehen und selbst fähig sein, eine rechte Erklärung im Streitfall zu geben. Denn Ich will, daß sich die Menschen austauschen über Mein Wort, dann erst werden sie den rechten Segen davon haben, dann erst geht das Samenkorn auf, das in das Erdreich gepflanzt wurde. Rede und Gegenrede bleiben haften im Gedächtnis mehr als ein geschriebenes Wort, über das hinweggelesen wird, so der Mensch nicht das Bedürfnis hat, ein tieferes Wissen zu schöpfen aus der Schrift, die Mein Wort wiedergibt. Durch Rede und Gegenrede wird der Mensch gezwungen zur Stellungnahme und zur Entäußerung seiner Gedanken. Darum ist es weit erfolgreicher, einen Austausch der Gedanken zu pflegen im kleinen Kreis, als Mein Wort anzuhören, ohne eine Gegenäußerung tun zu dürfen, denn es nimmt der Verstand des Menschen wohl Mein Wort auf, nicht aber das Herz, welches nun darauf angewiesen ist, daß durch den Willen des Menschen der Verstand angehalten wird, auch dem Herzen zuzuleiten, was er durch Hören aufgenommen hat. Zumeist aber entfällt dem Verstand das Vernommene, ohne daß das Herz davon Kenntnis genommen hat, und dann sind Meine Worte völlig bedeutungslos, weil ihr Sinn dem Verstand verborgen, dem Herzen aber offenbar wäre. Und Ich habe daher Mein Wort in dieser Form von den Jüngern niederschreiben lassen, wohl bedenkend die Unlust der meisten Menschen, sich eingehend mit diesen Meinen Worten zu beschäftigen. Doch vom Nachdenken darüber habe Ich es abhängig gemacht, wieweit Mein Wort ihnen verständlich wird. Amen. B.D. NR. 4508.

 

Buch 52 4509

Ermahnung für Arbeiter im Weinberg des Herrn.

13. Dezember 1948. B.D. NR. 4509.

Euch wird ein großes Arbeitsfeld zugewiesen, so ihr die Tätigkeit für Mich und Mein Reich beginnen sollet, und ihr brauchet nicht zu fürchten, daß ihr sie nicht bewältigen könnet, denn je nach eurer Fähigkeit werdet ihr dorthin gestellt, wo ihr erfolgreich wirken könnet. Mein Ruf an euch ergeht in deutlichster Weise, so daß ihr nicht mehr zögern werdet und freudig Mir dienet. Auf daß ihr aber fähig seid für eure Arbeit, müsset ihr stets die Kraft von Mir in Anspruch nehmen, es darf für euch keine Trennung mehr geben zwischen euch und Mir, das innige Verhältnis eines Kindes zum Vater muß hergestellt sein, auf daß ihr nicht mehr die Welt fürchtet, sondern stets in Mir einen liebevollen Beschützer wisset, Der euch allem Ungemach der Welt gegenüber schützet, Der euch treu zur Seite steht und euch ständig mit Rat und Tat unterstützt. Erst wenn ihr dieses Verhältnis hergestellt habt, seid ihr tauglich für den Dienst, den ihr Mir leisten sollet - offen und furchtlos vor der Welt Mich zu bekennen und euren Mitmenschen Meine Liebelehre zu predigen, ihnen den Leerlauf ihres Lebens vorzuhalten und Mein Wort zu verkünden. Ihr selbst müsset so vollauf überzeugt sein von dem, was ihr zu den Mitmenschen redet, daß eure Wort zünden in den Herzen der anderen, daß sie also Leben gewinnen und nicht ohne Eindruck bleiben bei den Mitmenschen. Es sind unzählige Seelen in Not und warten auf Hilfe, und es sind dies die Menschen, die sich noch nicht völlig Meinem Gegner ergeben haben und doch auch nicht lebendig glauben können an einen Gott der Liebe, Allmacht und Weisheit. Diesen sollt ihr durch lebendige Sprache, durch Darbieten Meines Wortes aus der Höhe den lebendigen Glauben an Mich wiedergeben, ihr sollt ihnen Kenntnis geben von Meinem offensichtlichen Wirken an euch und von eurer Mission, die sich auf die Mitmenschen erstreckt, auf daß auch sie sich betreut fühlen und sich willig Mir als ihrem Schöpfer und Vater von Ewigkeit hingeben, auf daß sie das gleiche Verhältnis zu Mir herstellen, das eines Kindes zum Vater. Dann sind sie gewonnen für Mein Reich, sie sind gewonnen für die Ewigkeit. Und viele werdet ihr antreffen auf dem Wege, den Ich euch führe. Viele sind in geistiger Not und doch noch zu retten, so ihnen die Wahrheit vermittelt wird, so sie durch euch Worte der Liebe von Mir hören, denen sie sich nicht verschließen können und wollen. Es ist ein großer Acker, den ihr urbar machen sollet, den ihr reinigen sollet von Unkraut und mit gutem Samen besäen sollet, auf daß Ich eine reiche Ernte erziele. Diese Arbeit ist euer Dienst für Mich, zu dem Ich euch bald rufen werde und euch nur immer ermahne, eifrig zu sein in eurer geistigen Tätigkeit und jede Stunde zu nützen, auf daß ihr selbst ausreifet und eure Mission ausführen könnet zu eurem und eurer Mitmenschen Segen, denn die Zeit eilet, und das Ende ist nahe. Amen. B.D. NR. 4509.

 

Buch 52 4510

Gerechtigkeit. Sühne für Sünden. Gericht.

13. Dezember 1948. B.D. NR. 4510.

Es fordern die Menschen Meine Gerechtigkeit heraus, denn sie sündigen in einem fort. Sie sind über alle Maßen unduldsam, sie haben keine Liebe im Herzen, sie sind voller Hochmut, voller sinnlicher Begierden, sie sind ohne Mitgefühl für den Nächsten, voller Mißgunst und Neid und durch ihre Lieblosigkeit fähig zu schlechtesten Handlungen. Und also sündigen sie wider Mein Gebot der Nächstenliebe und wider Mich Selbst, Der Ich ihnen dieses Gebot gegeben habe. Wer aber Mein Liebegebot verletzet, der geht Meiner Liebe verlustig, er entfernt sich von Mir und verhärtet sich mehr und mehr, bis Ich ihn wieder ins Gericht nehme, d.h. seine Neubannung in der Materie stattfindet. Dann ist Meiner Gerechtigkeit Sühne getan, doch gerichtet hat sich der Mensch selbst, nur liegt Mein Gesetz von Ewigkeit diesem Vorgang zugrunde, der mit Recht eine Strafe genannt werden könnte, wenn er nicht gleichzeitig ein wirksames Erziehungsmittel darstellte, also immer wieder Meine Liebe zu dem Geschaffenen durchstrahlen ließ, also niemals als Zorn anzusehen ist. Gerechtigkeit schaltet niemals die Liebe aus, Gerechtigkeit fordert aber auch Sühne, auf daß die Sünde selbst entkräftet wird. Denn Meine Geschöpfe leiden unter der Sünde und können nur durch eine gerechte Sühne dieses Leid verringern oder aufheben. Ein sündiger Mensch also befindet sich im Gericht, d.h. in einem gebannten Zustand, der leidvoll ist. Er muß Genugtuung leisten, er wird gezwungen, das zu tun, was er freiwillig nicht getan hat als Mensch - er muß dienen. Freiwillig dient der Mensch, so er in sich die Liebe erweckt. Laster und Untugenden aber verdrängen die Liebe, und er suchet zu herrschen, wo er dienen sollte, und sein Denken und Handeln ist sündhaft. Und so nun eine Wandlung im Stadium als Mensch nicht mehr zu erwarten ist, wird er in einen Zustand versetzt, wo das Geistige gezwungen ist zu dienender Betätigung, um wieder den freien Zustand zu erreichen, und es die Willensprobe des freien Dienens noch einmal ablegen kann. Es ist dieser Entwicklungsgang von Mir aus nur Gerechtigkeit, doch nicht im Zorn, sondern in der Liebe begründet, und immer vom Menschen selbst im freien Willen bestimmt, so daß er sich selbst in das Gericht stürzt, sowie er sündigt gegen das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe. Amen. B.D. NR. 4510.

 

Buch 52 4511

Lebensschicksal dem Willen der Menschen entsprechend.

14. Dezember 1948. B.D. NR. 4511.

Euch ist ein Maß zugemessen an Leid und Mühsal, das ihr im Erdenleben auf euch nehmen müsset, um auszureifen an eurer Seele. Dieses Maß entspricht der Länge eurer Lebensdauer, dem Willen und der Seelenreife des einzelnen Menschen, weshalb es verschieden reichlich erscheint dem Menschen, der noch nicht in das tiefere Wissen um Zweck und Ziel des Erdenlebens eingedrungen ist. Es ist keine Zufälligkeit, daß des einen Leben schwerer und mühevoller beschaffen ist, während dem anderen manches erspart bleibt, sondern Gottes Wille hat das Schicksal des einzelnen gestaltet, wie es für seine Seele am zuträglichsten ist. Doch ihr Menschen könnet selbst viel dazu beitragen, euch das Leben zu erleichtern, weil jederzeit der Hilfswille Gottes bereit ist, so ihr Ihn rufet und Seine Hilfe erbittet. Also schaffet ihr euch gewissermaßen das Übermaß von Leid selbst, denn stets steht euch die Gnade des Gebetes zu, die ihr nur zu nützen brauchet, um auch der größten Sorge ledig zu sein. Denn das Gebet kann den gleichen Erfolg haben für die Entwicklung der Seele wie ein Maß von Leid - es sucht der Mensch Gott, Dem er sich verbinden will - wozu das Leid ein gutes Mittel ist. Nur die Verbindung mit Gott soll hergestellt werden, den Weg dazu kann sich der Mensch wählen, und er kann daher sein Schicksal bestimmen und für sich erträglich gestalten, so er in steter Verbindung bleibt mit Gott durch das Gebet oder durch werktätige Nächstenliebe, die die Gegenwart Gottes zur Folge hat, also eine direkte Verbindung mit Ihm auslöst, weil Gott Selbst die Liebe ist und also Sich mit dem Menschen zusammenschließen muß, der zum gleichen Wesen sich gestaltet durch die Liebe. So also ein Mensch übermäßig leiden zu müssen glaubt, soll er sich vor Augen halten, daß sein Wesen noch wandlungsbedürftig ist, ansonsten es vom Wesen Gottes durchstrahlt werden könnte, was jegliches Leid ausschließt. Er muß leiden, um zu Gott zu flüchten, und durch inniges Gebet Seine Ausstrahlung anfordern, die ihm niemals versagt ist und desto wirksamer und belebender den Erdenmenschen berührt, je mehr sich dieser Gott verbindet. Der Zusammenschluß mit Gott schaltet jegliches Leid aus, also braucht nur danach gestrebt zu werden, um das Maß von Leid und Mühsal zu verringern und dennoch zu reifen an der Seele. Amen. B.D. NR. 4511.

 

Buch 52 4512

Widerstand der Menschen. Kraftlosigkeit.

15. Dezember 1948. B.D. NR. 4512.

Auch Meine Kraft ist unwirksam, so ihr widerstanden wird, ansonsten Meine Kraft Zwang bedeutete. Ihr Menschen müsset zuerst den Widerstand aufgeben, dann werdet ihr auch merklich Meine Kraft spüren und euch derer bedienen. Der Widerstand gegen Mich besteht in der Stellungnahme zu Mir und zu der Welt. Solange ihr die Welt vor Mich setzet, ist euer Wille noch verkehrt gerichtet, und dies verhindert auch die Kraftwirkung an euch, denn Meine Gnade und Kraft steht euch ständig zur Verfügung, kann aber nur empfangen, d.h. wirksam werden bei inniger Hingabe an Mich und Abkehr von der Welt. Die Welt muß zwar noch so weit beachtet werden, wie es der Pflichtenkreis bedingt, in den ihr gestellt worden seid zur Erfüllung der irdischen Aufgabe, doch ob ihr pflichtmäßig etwas tut oder euer Sinnen und Trachten nur darauf richtet, das ist ein Unterschied, der auch das Maß Meiner Gnadenzufuhr bestimmt. Lasset euch nicht von der Welt betören, denn sie kann euch nicht ewig beglücken, jedoch völlig ablenken von Mir; setzet Mich an erste Stelle, und ihr werdet erkennen, wie leicht ihr auch das Erdenleben meistert, wie Mein Segen euch begleitet und euch Meine Hilfe sichtbar wird. Was ist wohl verständlicher, als daß ihr Meiner Kraft innewerden müsset, so ihr euch verbindet mit Mir? Doch wendet ihr euer Herz ab von Mir und der Welt zu, so verschließet ihr auch euer Herz der Kraft aus Mir, und ihr suchet sie in der Welt, könnet sie aber nicht finden. Das Leben mit Mir wird euch niemals schädigen, denn auch weltlich werdet ihr so gestellt sein, daß eure Bedürfnisse gedeckt sind - mehr aber ist vom Übel, es sei denn, euer Herz bleibt völlig unberührt davon, und dies sollet ihr anstreben. Lernet verachten, was die Weltmenschen begehren; was ihr besitzet, das teilet mit dem Nächsten, und was euch fehlet, das stellet Mir anheim, ob Ich es euch geben will. Und kommet immer vertrauensvoll wie Kinder zu Mir, Ich werde euch nichts versagen, was ihr erbittet, so ihr euch Mir hingebet und Mein sein wollet, so ihr Mich vor die Welt stellet und Meine Kraft also an euch wirksam werden kann. Amen. B.D. NR. 4512.

 

Buch 52 4513

Zusicherung des Schutzes zur Zeit der großen Not. Zerstörungsakt.

15. Dezember 1948. B.D. NR. 4513.

Ihr habt Mein Wort, daß Ich euch nicht in der Not lasse. So nun die Stunde kommen wird, da um euch alles wanket, und der sichere Tod euch vor Augen steht, gedenket Meiner Worte und fürchtet euch nicht. Dann halte Ich Meine Hand schützend über euch und lasse euch kein Leid geschehen. Dann vertrauet auf Mich, Der Ich allein euch helfen kann, Der Ich auch den Elementen der Natur gebiete, euch zu schonen, die ihr Mir dienen wollet. Und ihr werdet leben, wenn auch der Tod um euch reiche Ernte halten wird, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Denn ihr sollet zeugen von der Wahrheit Meines Wortes, ihr sollet nachher reden, auf daß von Mund zu Mund weitergeht, was Ich euch biete aus der Höhe. Ihr sollt den Überlebenden Kraft und Trost spenden, ihr sollt die Ungläubigen aufklären und sie aufmerken machen auf den Willen Gottes, der ihnen kundgetan wird durch euch. Ihr sollt die Zweifler belehren und die Menschen warnen, die Mich verleugnen, die Mich nicht anerkennen wollen, Ihr sollt alle Menschen hinweisen auf das letzte Gericht, auf den Tag, der ein Ende bedeutet auf dieser Erde für alle Menschen, gute und böse. Zu dieser Arbeit benötige Ich euch und schütze darum auch euer Leben, und so Ich euch diese Zusicherung gebe, könnet ihr völlig sorglos dem Kommenden entgegensehen, denn stets werde Ich euch helfen, so ihr in Not seid, und euch auch stets Kraft geben, durchzuhalten in irdischer Drangsal, die ihr noch auf euch nehmen müsset um eurer Seelenreife willen. Nicht lange mehr lebet ihr in der Ordnung, nur noch kurze Zeit ist euch vergönnt, irdisch zu sorgen und aufzubauen. Dann kommt der Tag, der alles wieder zerstört, was ihr euch mühselig errichtet habt - der Tag, der so gewaltige Veränderungen mit sich bringen wird, daß ihr nicht mehr zu leben wünschtet, so ihr nicht um alles wüßtet. Dann wird an euren Glauben starke Anforderungen gestellt. Dann werdet ihr beweisen müssen, wie weit ihr eingedrungen seid in geistiges Wissen, in die Wahrheit, denn diese allein gibt euch Kraft, wohingegen verzagen wird, wer nicht in der Wahrheit steht, denn dieser verliert jeglichen Glauben an einen Gott der Liebe und der Allmacht, denn ihm ist Mein Walten und Wirken unverständlich. Diese sollet ihr aufklären und ihnen Kenntnis geben von Meinem Heilsplan, von ihrer Erdenaufgabe und ihrer Bestimmung. Ihr sollt sie hinweisen auf das nahe Ende und ihnen Kenntnis geben von eurem Wissen darum und eurer Mission. Und selig, die euch Glauben schenken, die sich eure Lehren zu Herzen nehmen und sich Mir zuwenden. Der Tag ist nahe, darum seid eifrig in eurer Tätigkeit für Mich und Mein Reich, nützet jede Stunde, und bedenket, daß nur das Geistige Bestand hat, das Irdische aber vergehet und darum nicht wichtig genommen werden soll. Denn eines nur tut not, daß ihr eure Seele bewahret vor dem Schaden, den Körper schütze Ich oder löse eure Seele von der Hülle, so ihre Zeit gekommen ist. Amen. B.D. NR. 4513.

 

Buch 52 4514

Der Geist gibt dem Wort das Leben.

16. Dezember 1948. B.D. NR. 4514.

Mein Geist gibt Meinem Wort das Leben. Das Wort allein kann leerer Schall sein dem, dessen Ohr es nur berührt, wenn Mein Geist nicht in sein Herz eindringen kann, um Mein Wort in ihm lebendig zu machen. Und darum kann Mein Wort ausgesprochen und auch angehört werden und doch ohne Eindruck bleiben, denn es ist tot, solange Mein Geist nicht wirken kann. So Mein Wort aber von Mir ausgeht, ist es von Meinem Geist geformt und auch belebt. Denn von Mir geht es nur aus, so ein Herz sich aufnahmefähig gemacht hat, also wo der Geistesfunke mit dem Vatergeist die Verbindung herstellen konnte durch Liebeswirken. Dort wird auch Mein Wort verstanden werden, es wird leben und zur Tätigkeit anregen. Es ist von Meinem Geist belebt. Darum kann auch das geschriebene Wort, das Buch der Väter, nur verstanden werden, so Mein Geist hindurchweht - so es gelesen oder angehört wird im Zustand der Verbindung des Geistesfunken im Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit. Ansonsten es auch nur ein totes Wort bleibt, das vom Ohr aufgenommen und vielleicht auch vom Verstand verarbeitet wird, aber im Herzen keinen Widerklang findet und daher auch keine Wirkung auf den Menschen ausüben kann. Es ist ein totes Wort so lange, wie nicht im Menschen der Geist erweckt ist; es wird dem Menschen nichts weiter geben, es wird gelesen und aus Mangel an Verständnis wieder zur Seite gelegt oder verworfen. Der Geist aber wird erst geweckt durch die Liebe. Ein Mensch ohne Liebe nimmt selten oder gar nicht das Buch der Väter zur Hand, weil es ihm nichts sagt, weil er kein Verständnis findet für das geschriebene Wort, obgleich es von Mir seinen Ausgang genommen hat. Liebeswirken aber erleuchtet sein Herz, er erfaßt den Sinn, und das Wort geht ihm zu Herzen, es regt ihn an, es zu befolgen. Mein Geist wirket in ihm, und er gewinnt geistiges Gut, er wird wissend und steht in der Wahrheit - er ist zum eigentlichen Leben erwacht, denn nun beginnt seine Aufwärtsentwicklung, das innere Leben regt sich, er strebt nach Vollkommenheit, weil sein Geist ihn dazu antreibt - Mein Wort gewinnt Leben in ihm. Solange das tote Wort ihn nur berührt hat, ist es ohne Eindruck geblieben; das Wort, das lebendig wird, wandelt auch das Wesen des Menschen, denn nun spreche Ich Selbst zu ihm, und er nimmt Mein Wort auch als Meine Liebesäußerung an, als ein Gnadengeschenk, das ihm wertvoll ist und dessen er sich würdig machen will. Er strebt Mir zu und erfüllt Meinen Willen, den Ich ihm durch Mein Wort kundgebe und den Mein Geist ihm verständlich macht. Er ist zum Leben erwacht und wird dieses Leben ewiglich nicht mehr verlieren. Amen. B.D. NR. 4514.

 

Buch 52 4515

Bedingung für rechte Vertreter Gottes: Geisteswirken und wahrheitsgemäßes Wissen.

17. Dezember 1948. B.D. NR. 4515.

Wer sich Mein Vertreter nennen will auf Erden, der muß auch seine Mitmenschen belehren, der vollsten Wahrheit gemäß. Also muß er selbst sie besitzen und sonach von Meinem Geist eingeführt sein durch Mein Wort in die reine Wahrheit. Er kann nicht lehren, so er nicht selbst den Sinn erfaßt hat, so es ihm nicht voll verständlich ist, wie Mein Wort aufzufassen ist, das tief geistig nur zu verstehen ist. Er muß also innerlich so zu Mir stehen, daß Ich Selbst durch Meinen Geist in ihm wirken kann, dann erst ist er ein rechter Vertreter Meines Namens, dann kann er für Mich und Mein Reich tätig sein und zum Segen der Mitmenschen auf Erden wirken. Es genügt nun aber nicht, so der Mensch zu Mir sagt: "Herr, Herr .... " , so er Mich wohl mit dem Munde bekennet und seine Verbundenheit mit Mir durch Worte zum Ausdruck bringen will. Ich sehe allein nur auf das Herz, das aber Meine Augen durchdringen und Mir nicht der kleinste Winkel verborgen bleibt. Ich weiß um einen jeden Gedanken des Menschen und weiß daher auch um das innerste Seelenleben einen jeden, der sich Mein Vertreter nennt auf Erden. Und Ich kann gemäß Meiner Ordnung von Ewigkeit nicht von den Bedingungen abgehen, die Ich an das Wirken Meines Geistes im Menschen geknüpft habe. Ich kann nicht dessen Denken erleuchten, der sich nicht gestaltet hat zur Aufnahme Meines Geistes; er wird stets in Unkenntnis wandeln, Mein Wort wird ihm unverständlich sein und bleiben, und er wird demnach nicht als Lehrer seiner Mitmenschen tauglich sein, solange er nicht die innige Verbindung mit Mir durch Wirken in Liebe hergestellt hat, die dann auch das Wirken des Geistes nach sich zieht. Und da Ich also die Herzen der Menschen wohl zu durchschauen vermag, suche Ich Mir Selbst die geeigneten Herzen aus, die als Aufnahmegefäß Meines Geistes tauglich sind, und ergieße in sie die Wahrheit. Ich bilde sie Selbst zu Lehrkräften aus, weil es dringend nötig ist, daß die Menschen aufgeklärt werden, daß ihnen Mein Wort in reinster Form zugeleitet wird, daß sie die Wahrheit finden, so sie diese suchen. Und diesen Meinen rechten Vertretern auf Erden werde Ich auch stets mit Meiner Kraft zur Seite stehen, so daß sie unbedenklich lehren können und stets in Meinem Willen tätig sind. Es soll die Wahrheit verbreitet werden, und Ich segne jeden, der dazu beiträgt, der sich so gestaltet, daß Ich Selbst durch ihn wirken kann - daß er in Wahrheit Mein Vertreter ist, der Mein Wort verkünden und Meinen Willen den Menschen bekanntgeben kann und dadurch Licht bringt allen Menschen, die im Dunkeln wandeln und Licht begehren. Amen. B.D. NR. 4515.

 

Buch 52 4516

Verlangen nach Gottes Wort. Dringende Mahnung.

18. Dezember 1948. B.D. NR. 4516.

Lasset euch belehren und nehmet Mein Wort entgegen, wo immer es euch geboten wird. Denn Ich spreche zu euch, sowie ihr das Verlangen habt, Mich zu hören. Wie euch nun Mein Wort übermittelt wird, das überlasset Mir, denn ein jeder von euch ist anders aufnahmefähig, und jedem einzelnen entsprechend trete Ich nahe im Wort, immer aber bin Ich Selbst gegenwärtig, so ihr Mein Wort zu hören begehret, weil Ich Selbst das Wort bin von Ewigkeit. Doch immer sollt ihr dessen eingedenk sein, daß ihr das volle Verständnis für Mein Wort erst dann findet, so ihr Mich im Geist und in der Wahrheit bittet um volles Verständnis dessen, was als Mein Wort euch geboten wird. Dann wird das Anhören Meines Wortes auch von Segen sein für euch, dann höret nicht nur das Ohr, sondern auch das Herz, und es erkennet Meinen Willen. Dann werdet ihr auch bestrebt sein, ihm gemäß zu leben, und dann werdet ihr auch des öfteren Zwiesprache halten mit Mir und gedankliche Belehrungen entgegennehmen, die euer Wissen erweitern und kostbares Geistesgut sind, also werdet ihr euch geistige Reichtümer sammeln für die Ewigkeit. Immer wieder muß Ich euch anspornen, Mein Wort zu hören, ansonsten ihr ohne Kraft bleibt für eure Aufwärtsentwicklung und euch auch wahrheitsgemäßes Wissen fehlt. Ich will mit euch reden jederzeit; machet euch also dies zunutze, und höret Mich an, und ihr werdet es wahrlich nicht bereuen, ihr werdet eure Kenntnisse erweitern und immer wieder euch belehren lassen, so ihr einmal Mein Wort direkt empfangen habt von Mir durch das innere Wort oder durch Meine Boten, die euch das innere Wort vermitteln. Denn dieses Wort beweiset euch Meine Gegenwart, es beweiset euch Meine Liebe und Sorge um euch, die Ich zurückgewinnen will für die Ewigkeit. Um eurer selbst willen höret Mich an, denn ohne Mein Wort könnet ihr nicht selig werden. Amen. B.D. NR. 4516.

 

Buch 52 4517

Ende der Erlösungsperiode. Totale Wandlung der Erde.

19. Dezember 1948. B.D. NR. 4517.

Die Erde trägt viel Unseliges, das seiner Erlösung harrt. Doch die Zeit ist überschritten, die ihm zur Erlösung gesetzt war, weshalb es einem neuen Stadium entgegengeht, wo die Aufwärtsentwicklung zum Teil fortgesetzt, zum Teil von neuem begonnen wird. Die Menschheit steht fast auf niedrigster Stufe der geistigen Entwicklung, bis auf wenige Menschen, die schon vom Licht berührt sind und die irdische Hülle ablegen können. Und nun muß eine totale Wandlung einsetzen, es muß dem Geistigen eine neue Form gegeben werden, die wieder einen gewissen Druck ausübt, um das Geistige zu beeinflussen, sich zu wandeln. Eine solche Wandlung ist nötig geworden, will Ich Meine Geschöpfe nicht gänzlich aufgeben und für ewig verlieren, d.h. sie so weit absinken lassen, daß eine Rückkehr zu Mir durch den Widerstand gegen Mich unmöglich wird. Das Geistige ist sich in seiner Finsternis nicht bewußt, daß es sich jeglicher Kraft beraubt und nur noch Kraft zum Bösen von Meinem Gegner empfängt, durch die es immer unseliger wird. Dieser totalen Kraftlosigkeit erbarme Ich Mich und entziehe das Wesen dem Einfluß des Gegners. Und so beginnt eine neue Entwicklungsperiode zur Rettung des abgefallenen Geistigen. Zuvor aber wird noch ein heftiger Brand entfacht zur Läuterung dessen, was noch nicht lichtdurchlässig ist, aber sich dem Licht zugedrängt fühlt, was dem milden Schein nicht entflieht, wenn auch sein Wille zu schwach ist, sich selbst seiner Wärme auszusetzen. Dieser Brand wird wüten und alles aufstören, er wird zeitmäßig nur ganz kurz sein, aber von einer Intensität, daß seine Auswirkung eine ganz gewaltige ist. Und die einzelnen Menschen werden gewaltsam zum Entscheid gedrängt - für Mich oder für Meinen Gegner. Dann aber geht das Geistige unwiderruflich den ihm vorgeschriebenen Gang - im Licht oder in der Finsternis. Ihr Menschen werdet keine Ruhe mehr finden auf dieser Erde, denn der Brandherd ist in kurzer Zeit geschaffen, und alle werdet ihr in Mitleidenschaft gezogen. Es ist ein Reinigungsfeuer in des Wortes wahrster Bedeutung, dem ihr nun ausgesetzt seid, das euch aber kristallklar läutern kann, so nicht die Hüllen um eure Seelen so verhärtet sind, daß selbst das stärkste Feuer nichts ausrichtet, dann aber diese Hülle sich noch mehr verhärtet und als festeste Materie wieder die Seele umgibt, die es selbst nicht anders wollte. Und so wird sich alles Geistige selbst den Himmel oder die Hölle schaffen nach seinem Willen. Denn die Zeit ist abgelaufen, die ihm zur Erlösung gegeben war. Amen. B.D. NR. 4517.

 

Buch 52 4518

Schicksal mit Ergebung tragen.

19. Dezember 1948. B.D. NR. 4518.

Ich habe Meine Engel angewiesen einzugreifen, wo menschlicher Wille versagt. Denn die Zeit gebietet es, daß sich die Menschen selbst einen Weg suchen, um dem drohenden Unheil zu entfliehen. Ich aber werde ihnen helfen, so die Dringlichkeit nicht erkannt wird, und so werden Zufälligkeiten in Erscheinung treten, die aber nur Meine Fügung sind, also nach Meinem Willen das Schicksal des einzelnen beeinflussen. Es wissen die Menschen nicht, daß sie in ständiger Obhut sind von jenen Wesen, denen sie zur Betreuung anvertraut sind, die, im göttlichen Willen stehend, das Leben des einzelnen bestimmen, die also in Meinem Auftrag eingreifen in deren Leben. Ich lasse aber dennoch den freien Willen unangetastet, auf daß der Mensch nicht gezwungen wird, sondern sich frei entscheiden oder zum Guten bekennen soll. Und er braucht nichts weiter zu tun, als ohne Widerstand sein Schicksal hinzunehmen und nicht zu murren oder zu klagen. Denn Ich weiß, was einem jeden dienlich ist und in welchen Verhältnissen die Seele des Menschen ausreifen kann, und trage diesem Rechnung. Und so werden alle Ereignisse ineinandergreifen, und von selbst wird eine Lage geschaffen, die völlig außerhalb jeder Berechnung liegt. Dann aber sollet ihr auch Mein Wirken erkennen und dankbar sein, daß Ich Mich eurer so annehme und euch Lichtwesen zur Seite stelle, die euch betreuen, weil ihr sonst für die geistige Arbeit untauglich würdet und euren Mitmenschen nicht dienen könnet. Ich habe euch aber eine Mission aufgetragen und euch daher auch in die Obhut Meiner Engel gegeben, die alles für euch tun, solange ihr für Mich tätig seid. Mein Wille allein entscheidet, und wahrlich so, wie es gut ist für euch. Und so sollet ihr jede Sorge fallenlassen und ruhig und heiter euren Lebensweg gehen, der immer wieder Sonnenschein bringen wird und auch niemals zu schwer gangbar ist für euch, solange ihr euch Mir anvertraut, solange ihr Mir entgegendränget und für Mich und Mein Reich tätig seid. Amen. B.D. NR. 4518.

 

Buch 52 4519

Tabernakel.

21. Dezember 1948. B.D. NR. 4519.

Verstehet es, daß Ich nicht eng begrenzt Mich aufhalten kann in eigens dafür bestimmtem Gefäß, in irdischer Materie, an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten, sondern daß Ich überall dort bin, wo ein Herz sich zur Liebe gestaltet hat. Nur ein liebendes Herz kann sich rühmen, Mich in sich zu bergen, von Meiner Gegenwart beglückt zu sein, denn Meine Ursubstanz ist Liebe, und also kann Ich nur weilen, wo Liebe sich äußert. Niemals aber kann ein irdisches Gefäß Träger Meines ewigen Geistes sein. Es ist diese Annahme nur Gedankenprodukt geistig blinder Menschen, die sich einen gänzlich falschen Begriff machen von Meiner Wesenheit, die wohl die ganze Unendlichkeit erfüllt und also überall gegenwärtig ist, die aber nimmermehr sich birgt in einem begrenzten Gefäß, wie es den Menschen gelehrt wird. Was macht die Menschheit aus der ewigen Gottheit. Welch geistige Armut bezeugt dieser Glaube, und wie fern werden die Menschen der Wahrheit gehalten durch falsch unterrichtete Lehrer. Wie kann ein Geist, der die Unendlichkeit beherrscht, Aufenthalt nehmen in einer materiellen Form, die - wie der geistig geweckte Mensch weiß - das Geistige birgt, das noch auf einer sehr niedrigen Stufe der Entwicklung steht. Wenn Ich das Herz eines Menschen mit Meiner Gegenwart auszeichne, so trete Ich in Verbindung mit dem im letzten Stadium der Entwicklung stehenden Geistigen, Ich erfülle gewissermaßen die Seele, das Geistige im Menschen, mit Meiner Liebekraft, dem Ausfluß Meiner Selbst. Und je nach der Liebewilligkeit eines Menschen vermehrt sich der Zustrom von Kraft und erfüllt sonach das ganze Herz; also Ich Selbst bin dem Menschen nun gegenwärtig, Ich ergreife Besitz von ihm, wie er aber auch Mich in ganzer Fülle in sich birgt. Was sollte Mich wohl bewegen, Mich in einem noch toten Gegenstand zu bergen, der an sich Mir widersetzliches Geistiges ist. Meine Gegenwart würde jegliche Form zum Schmelzen bringen, so sie von Meiner Liebekraft durchströmt würde, und jeder denkende Menschen wird das Unsinnige dieser Vorstellung erkennen und solche Lehren verwerfen; die Menschen aber sind von einfältigem Sinn, und sie lassen sich nicht belehren, sondern halten daran fest, was zu glauben von ihnen gefordert wird. Und sie erweisen eine übergroße Verehrung einem toten Gegenstand, dem sie selbst einen Inhalt zugeschrieben haben, der das höchste und verehrungswürdigste Wesen vorstellen soll. Nur ein reines liebefähiges Menschenherz ist der Tempel, in dem Ich Selbst Mich aufhalte, und darum brauche Ich nicht gesucht zu werden an bestimmten Orten, zu bestimmten Zeiten und in bestimmter Form - sondern ein jeder Mensch soll sich herrichten zu dem Gefäß, in dem Ich Aufenthalt nehmen will, ein jeder Mensch soll sein Herz zur Liebe gestalten, dann werde Ich als die ewige Liebe in ihm Wohnung nehmen, dann wird er Mich überall und zu jeder Zeit anbeten und verehren können, Ich werde ihm ständig gegenwärtig sein, denn Mein Geist wird sich mit dem seinen vereinen, weil Ich Selbst in ihm bin. Amen. B.D. NR. 4519.

 

Buch 52 4520

Untrügliches Zeichen des geistigen Tiefstandes: Ablehnen des göttlichen Wortes.

22. Dezember 1948. B.D. NR. 4520.

Dies besagt genug, daß ihr, Meine Diener auf Erden, wenig Anklang findet, so ihr den Menschen Mein Wort bringet als Gabe eures Herrn. Ihr, die ihr geistig geweckt seid, die ihr euch Mir verbindet in Gedanken und durch Liebeswirken, ihr wisset und glaubet es, daß Ich Selbst zu euch spreche; ihr bietet also Mein Wort dar als Gottes Wort. Und also müsset ihr auch erkennen, wie weit die Menschen von Mir entfernt sind, daß nur sehr wenige Mich Selbst als Urheber des Wortes gelten lassen, daß die Menschen es also nicht glauben, daß Ich Mich ihnen gegenüber direkt äußere und somit auch nicht die Lehren annehmen. Sie erkennen nicht die Stimme das Vaters und Schöpfers von Ewigkeit. Dies ist ein untrügliches Zeichen des geistigen Tiefstandes der Menschen. Das, was ihr, Meine Vertreter auf Erden, ihnen vermittelt, wird abgelehnt, und was dagegen ihnen geboten wird von denen, die sich Meine Vertreter nennen, obschon sie nicht von Mir berufen sind, wird als reine Wahrheit akzeptiert und mit einem Eifer vertreten, den sie aber an Irrtum und Lüge verschwenden. Wer um die reine Wahrheit weiß, der weiß auch um die geistige Dunkelheit derer, die Mein Wort ablehnen, und ob sie auch noch so eifrige Diener sich dünken. Sie haben Mich noch nicht erkannt und wollen von Mir zeugen. Sie wollen Meine Herde leiten und kennen selbst den rechten Weg nicht; sie wollen lehren und sind selbst unwissend und dabei überheblichen Geistes, daß sie sich nicht belehren lassen, selbst wenn Ich Selbst im Wort ihnen gegenübertrete. Wenn sie also Mein Wort nicht erkennen, erkennen sie auch nicht Mich Selbst. Und es geht daraus hervor, daß die Zeit des Endes gekommen ist, weil die Menschheit durch nichts mehr zu Mir zurückgeführt werden kann, so sie Meinem direkt aus der Höhe gesprochenen Wort nicht Beachtung schenkt. Es gibt kein Mittel, durch das Ich Mich ihnen kundtun kann, als daß Ich Selbst durch euren Mund zu den Menschen spreche, und die Meinen, d.h., die Mir zustreben in freiem Willen, die ihre Gedanken oft zu Mir erheben, werden auch Meine Stimme erkennen. Und sie werden wissen, wer von den Mitmenschen zu den Meinen gehört, denn dies sind die Kinder Meines Gegners, die Mein Wort und somit Mich Selbst ablehnen, wenngleich sie sich Meine Diener nennen, denn die von Mir erwählten Diener erkennen Mich und Mein Wort und sind sonach Mir eng verbunden, während die anderen sich immer mehr entfernen von Mir, so sie nicht annehmen, was Ich ihnen als besondere Gnadengabe sende. Amen. B.D. NR. 4520.

 

Buch 52 4521

Kosmische Veränderungen.

23. Dezember 1948. B.D. NR. 4521.

Wo sich kosmische Veränderungen zeigen, die das Eintreffen einer Naturkatastrophe ankündigen, dort könnet ihr auch mit Sicherheit Mein Wirken an den Menschen feststellen durch zuvorige Hinweise, Ermahnungen und Warnungen jeglicher Art, durch seherische Vorausschau besonders Gott-ergebener-Menschen und durch vermehrtes Einwirken der Lichtwesen auf jene, die ihnen Zutritt gewähren durch ihren Mir ergebenen Willen und diesem Willen entsprechenden Lebenswandel. Wo Naturereignisse häufiger in Erscheinung treten, dort sind auch die Menschen Meinen Hinweisen zugänglicher, und dort ist auch zumeist die Begründung gegeben von häufigen Veränderungen der Naturschöpfung durch ebensolche Naturereignisse, denn das darin gebundene Geistige strebt die Aufwärtsentwicklung an, wo die Menschen ein mehr fügsames Wesen haben, und kommt dort schneller zur Reife. Doch nach Meinem Heilsplan von Ewigkeit werden nun auch Naturschöpfungen betroffen von Meinem direkten Einwirken durch die Naturelemente, wo solches sonst selten ist. Die schon endlos lange Zeit gebundenen Kräfte drängen nach der Freiwerdung und finden Meine Unterstützung. Auch dort wird nun das angekündigt, was in der Natur vor sich gehen soll. Die Menschen werden aufmerksam gemacht, wenngleich sie Meinen Mahnungen und Warnungen, Meinen Hinweisen nicht zugänglich sind. Auch die kosmischen Veränderungen werden in Erscheinung treten und könnten jedem Menschen zu denken geben; und Seher und Propheten erstehen, denen die Gabe der Weissagung zur Pflicht macht, dessen Erwähnung zu tun, was sie sehen oder hören durch geistige Verbindung. Doch der Willens- und Glaubensfreiheit wegen geht alles seinen naturmäßigen Gang, und auch kosmische Veränderungen werden wissenschaftlich erklärt und beunruhigen die Menschen deshalb nicht. Doch jegliches Geschehen, jeglicher Vorgang in der Natur kann wohl naturmäßig erklärt werden, hat aber immer eine geistige Begründung und Erklärung, und diese ist wichtiger zu beachten als die rein naturmäßige, denn die naturgemäßen Auswirkungen könnet ihr durch euer Wissen nicht aufhalten oder abschwächen, die geistige Auswirkung aber könnet ihr zu euren Gunsten auswerten und somit der naturmäßigen Auswirkung euch beruhigt ausliefern. Ihr seid Herr darüber, so ihr glaubt, also den geistigen Nutzen aus eurem Wissen gezogen habt. Dann seid ihr Herr auch über die Natur. Wisset ihr, was das bedeutet? Auch den Elementen der Natur Einhalt gebieten zu können aus eurem Willen heraus, der auch Mein Wille ist, so ihr innig mit Mir verbunden seid? Und auch das frei gewordene Geistige wird euch als Herrn anerkennen - ihr werdet auch der Materie Beherrscher sein, und sie wird sich euch willig unterordnen. Dies verstehet ihr noch nicht in seiner ganzen Tiefe, doch so ihr diesen Grad erreicht habt, wird es euch verständlich sein, was ihr vollbringen könnet mit Meiner Kraft, über die ihr nun verfügen könnet unbeschränkt. Doch wie wenige Menschen nur erreichen diesen Reifegrad durch tiefen unerschütterlichen Glauben an Mich und Meine Liebe und schrankenlose Hingabe an Mich. Ihnen aber wird offenbar werden Meine Macht und Herrlichkeit, und sie werden verkünden Mich in aller Welt. Sie werden reden für Mich stets und ständig, weil sie getrieben sind von Meinem Geist, weil sie dieser Welt schon nicht mehr angehören, sondern kurz vor ihrer Vollendung stehen. Amen. B.D. NR. 4521.

 

Buch 52 4522

Worte an Wahrheitsträger.

23. Dezember 1948. B.D. NR. 4522.

Euch steht etwas bevor, das zur Wendung dessen beiträgt, was euch bedrückt, und das trotz allem Leid euch den inneren Frieden bringen wird. Ihr seid Meine Diener auf Erden und werdet von Mir betreut, und so lenke Ich eure Schritte, daß ihr zusammen wandelt im gemeinsamen Dienst für Mich und Mein Reich. Kurze Zeit nur bleibt euch noch, dann ist der irdische Kampf vorüber. Was diese kurze Zeit an Leid und Trübsal noch über euch bringt, das nehmet geduldig auf euch, denn Ich entlohne es euch tausendfach, so ihr aushaltet bis zum Ende. Und auf daß es euch leichter werde, gebe Ich euch auch den rechten Begleiter für den Erdenweg, auf daß ihr euch stützet gegenseitig, auf daß einer dem anderen das Leid tragen hilft, das um der Seelenreife willen euch noch beschieden ist. Doch als Wahrheitsträger will Ich euch nicht verlieren, und darum wache Ich über euch, auf daß ihr euch nicht verlieret, weder an die Welt noch an den Irrtum, d.h., die Welt ist eine Gefahr für euch, weil sie euch vom Verlangen nach der Wahrheit fernhält. Der Irrtum ist die gleiche Gefahr, denn er trennt euch gleichfalls von Mir, Der Ich die ewige Wahrheit bin. Und mag es auch scheinen, als erfülle Ich euer Gebet nicht. Ich habe euch eine Aufgabe gestellt, die ihr gemeinsam erfüllen werdet, und diese bedingt eine Seelenreife, die nur durch inneren Kampf erreicht wird. Doch Ich lasse euch nicht aus den Augen, und Meinen Worten könnet ihr Glauben schenken. Ich führe euch zueinander, weil eine Trennung der Arbeiter für Mich und Mein Reich unzuträglich ist. Ich liebe euch, denn ihr seid alle Meine Kinder, und Ich will auch den Zusammenschluß Meiner Kinder gegenseitig fördern, sowie es dem geistigen Streben und der Mitarbeit für Mein Reich dienlich ist. Dann wird Mein Segen auf jeder Verbindung ruhen, und Ich Selbst werde euch dazu verhelfen. Amen. B.D. NR. 4522.

 

Buch 52 4523

Zeichen des Endes.

24. Dezember 1948. B.D. NR. 4523.

Untrüglich sind die Anzeichen, die das letzte Ende ankündigen, doch nur für den von Bedeutung, der sie in Verbindung mit dem Geistigen betrachtet, weil sie sich im Rahmen des Natürlichen abspielen und daher nur dann erkannt werden als angekündigte Merkzeichen des Endes, wenn die Menschen selbst an ein Ende glauben, also so eingestellt sind, daß sie alles Geschaffene in Zusammenhang bringen mit dem Schöpfer und alle Geschehnisse mit Seinem Willen. Dann ist es ihnen leicht, zu glauben an ein Walten und Wirken Gottes, dann wissen sie auch, daß nichts von selbst kommt, sondern alles vom Willen Gottes gelenkt wird. Dann aber wissen sie auch, daß dem Buch der Väter Glauben geschenkt werden muß, das ein Ende ankündigt seit Beginn der Erlösungsepoche. Und diese Ankündigungen wurden bekräftigt und wiederholt von Jesus Christus, Der gewissermaßen ein Stadium dieser Epoche zum Abschluß brachte und ein neues einleitete, jedoch immer mit dem Hinweis auf das Ende, auf den Abschluß einer langen Erlösungsperiode, die nun zu Ende geht. Auf daß nun diese Erlösungperiode erfolgreich sei für die Seelen, hat Er Selbst das Erlösungswerk vollbracht, und es wurde dadurch möglich, in kurzer Zeit zu geistigen Wesen zu reifen, die eine materielle Erde nicht mehr benötigten. Doch es wurde das Erlösungswerk zu wenig genützt. Und so ist die Erde als Erlösungsstation des Geistigen noch nicht auszuschalten, nur muß sie in neuer Form wieder erstehen, soll die Erlösung des unfreien Geistigen ihren Fortgang nehmen können - also muß sie zuvor zerstört und vernichtet werden, um etwas Neues daraus hervorgehen zu lassen. Daß diese Entwicklungphase abgegrenzt ist, ist verständlich, denn Gott hat dem Geistigen stets eine bestimmte Zeit zugebilligt zur Freiwerdung aus der Form, die an Seine Gesetze der ewigen Ordnung gebunden ist. Diese Zeit ist nun abgelaufen, und folglich müssen sich auch die Anzeichen bemerkbar machen, denn Gott lässet niemals die Menschen ungewarnt oder ungemahnt, auf daß sie die letzte Zeit noch ausgiebig nützen können für ihre Seelen. Einmal nimmt auch die längste Erlösungperiode ein Ende. Doch nur dem Gläubigen wird dies als Wahrheit erscheinen, und daher wird auch nur der Gläubige die letzten Anzeichen erkennen und ihnen Beachtung schenken - er wird es wissen, daß er nun in der letzten Zeit lebt und ernstlich seiner Seele gedenken muß. Amen. B.D. NR. 4523.

 

Buch 52 4524

Die Welt lag in Banden. (Weihnachtskundgabe)

25. und 26. Dezember 1948. B.D. NR. 4524.

Friede soll sein euch Menschen auf Erden, so ihr guten Willens seid. Und darum kam Ich Selbst als Mensch zur Erde, um euch den Frieden zu bringen, d.h., den Weg zu zeigen, auf dem ihr zum Frieden des Herzens gelangen könnt. Denn die Welt lag in den Banden des Satans und mußte erlöst werden von ihm. Und so lieferte sich ein Mensch seiner Bosheit aus, indem er ihm alle Macht einräumte und wider ihn ankämpfte. Er stellte sich ihm zum Kampf; nicht, daß er ihm zu entfliehen suchte, sondern alle Macht sollte er an ihm entfalten, und er wollte ihm widerstehen, er wollte als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen, um die Menschen zu erlösen, um sie dem Satan zu entreißen. Denn die Welt lag in Banden. Und so auch liegt ihr wieder in Banden, und der Retter Jesus Christus hat Sein Erlösungswerk vergeblich gebracht für die Menschen, die nun auf Erden wandeln und nicht an Ihn glauben. Wieder ist die Not riesengroß, wieder wütet der Satan und übt große Macht aus, wieder sind die Menschen entfernt von Mir und brauchen Hilfe. Wieder kämpfe Ich aus der Höhe wider ihn, indem Ich dorthin die Wahrheit leite, wo die Lüge und der Irrtum als Waffen des Satans vertreten sind. Die Welt liegt in Banden. Wie eine Fessel liegt die Finsternis des Geistes über der Menschheit, sie kann sich nicht frei machen, weil sie nicht will, daß das Licht der ewigen Wahrheit die Dunkelheit durchbricht. Sie liegt im Banne dessen, der der Finsternis Herrscher ist. Und also muß Ich ihr wieder Erlöser sein, doch in anderer Weise. Ich muß dem Widersacher seine Macht entwinden, Ich muß ihn gefangensetzen, auf daß der Bann gebrochen ist, auf daß wieder Frieden herrschet unter den Menschen, der Friede in Mir, der allen denen beschieden ist, die mit Mir und für Mich leben wollen. Ich bringe ihnen den Frieden, denn Ich sprenge die Fesseln und gebe allen die Freiheit, die guten Willens sind. Ich komme wieder zur Erde, in den Wolken erscheine Ich allen, die an Mich glauben, und hole sie heim in das Reich des Friedens, bevor Ich den in Bann schlage, der ihr Feind ist und sie verderben will. Und so wird auch wieder der Retter erstehen in größter Not. Es wurde euch einst ein Kind geboren. Es stieg aus der Höhe zur Erde nieder, und so auch weilet Es heut auf Erden im Geiste derer, die sich von Ihm erlösen lassen, und Ich werde mit ihnen in den Kampf ziehen wider den Satan, Ich werde den Frieden bringen denen, die guten Willens sind. Amen. B.D. NR. 4524.

 

Buch 52 4525

Du bist Petrus der Fels. Lebendiger Glaube - Kirche Christi.

27. Dezember 1948. B.D. NR. 4525.

Wer sich zu Meiner Kirche zählen will, der muß im lebendigen Glauben stehen, denn einen toten Glauben sehe Ich nicht an, weil dies die Bezeichnung "Glaube" nicht verdient. Und sonach habt ihr Menschen schon das rechte Merkmal Meiner Kirche und auch die Erklärung Meiner Worte: "Du bist Petrus, der Fels, auf dir will Ich Meine Kirche bauen." Nur auf einem rechten Glauben ist Meine Kirche gegründet. Was aber ist ein rechter Glaube? Etwas für wahr halten, was nicht bewiesen werden kann - so lautet eure Erklärung. Dennoch ist kein blinder Glaube damit gemeint, kein gedankenloses Annehmen von Glaubenslehren, weil dies keinen überzeugten Glauben gebären kann. Es muß aber der Mensch die innere Überzeugung besitzen ohne Beweise. Dies ist rechter Glaube, ansonsten es nur ein Wortspiel wäre, so von Glaube geredet wird. Nur ein überzeugter Glaube ist ein lebendiger Glaube, niemals aber ein blindlings übernommener Glaubenssatz, der nur nicht abgewiesen wird. Petrus besaß einen überzeugten Glauben, und daher führte Ich ihn an als Fels, der Meine Kirche tragen sollte. Und immer wieder werde Ich diesen Glauben zur Bedingung machen für die Zugehörigkeit zu Meiner Kirche, denn Ich begnüge Mich nicht mit denen, die nur mit dem Munde sich zu einer Lehre bekennen, denen aber die innere Überzeugung mangelt. Ein lebendiger Glaube ist Bedingung, weil nur dann die Kraft des Glaubens zutage tritt, wo die innere Überzeugung anzutreffen ist. Daß Ich von den Menschen mehr fordere, als nur das bloße Bekennen mit dem Munde, muß jedem denkenden Menschen klar sein, könnten doch die unsinnigsten Lehren dem Menschen unterbreitet und der Glaube daran gefordert werden.

Dies aber mache Ich unmöglich durch Meine Worte, in denen Ich den Menschen einen Maßstab angebe - der Fels Petrus - der Meine Kirche tragen soll. Daraus geht hervor, daß ihr Menschen euch also zu jeder Glaubenslehre stellen müsset, daß ihr, um überzeugt glauben zu können, gedanklich dazu Stellung nehmen müsset und also verständlicherweise nicht jede Glaubenslehre annehmen könnet, daß eine irrige Lehre von euch erkannt werden muß, weil ihr nicht die Überzeugung gewinnen könnet von der absoluten Wahrheit dessen, was zu glauben von euch gefordert wird. Ihr werdet bei ernstem Nachdenken sehr wohl zu unterscheiden vermögen, welche Lehren der Wahrheit entsprechen und welche Lehren abgelehnt werden müssen. Und so werdet ihr auch rechte Anhänger Meiner Kirche sein und bleiben, so ihr im lebendigen Glauben stehet, und Ich werde euch segnen. Amen. B.D. NR. 4525.

 

Buch 52 4526

Entscheidung zwischen geistiger und irdischer Welt.

28. Dezember 1948. B.D. NR. 4526.

Wählet zwischen Mir und Meinem Gegner - wählet zwischen dem geistigen Reich und der irdischen Welt. Wisset, daß euch das geistige Reich verlorengeht, so ihr die irdische Welt erringet, und wisset, daß ihr auch Mich verlieret und der Widersacher euch in seine Fangnetze zieht, so ihr nach irdischen Gütern trachtet und Meiner nicht achtet. Die Welt hingeben heißt Mich gewinnen, die Welt besitzen heißt Mich verlieren. Immer aber ist das Verlangen des Herzens maßgebend, wieweit ihr die Welt oder Mich begehret. Denn auch auf Erden könnet ihr Güter euer eigen nennen, doch wie ihr im Herzen zu ihnen steht, das bestimmt auch eure geistige Entwicklung und den Besitz von geistigen Gütern; wer nur vom Verlangen nach irdischen Gütern erfüllt ist, der hat keinen Sinn für geistige Dinge, der ist von Mir so fern, das geistige Reich ist ihm so unwahrscheinlich, er ist ohne Glauben und auch ohne Nächstenliebe, denn er hat nur das leibliche Wohl im Auge und schaffet und wirket nur für sich selbst, für die leibliche Hülle, die bald vergeht. Ihr müsset euch entscheiden, denn je nach eurer Einstellung werdet ihr bedacht werden, in geistigem Reichtum stehend, so ihr Mich begehret und die irdischen Güter unbeachtet lasset, oder euch weltliche Vorteile erringen, so ihr sie anstrebt und mit der Unterstützung Meines Gegners euren Erdenweg wandelt. Dann aber entfernt ihr euch von Mir und geht dem Reich der Finsternis zu. Und davor möchte Ich euch bewahren. Die Kinder der Welt sind nicht glücklich zu nennen, wenngleich sie scheinbar froh und frei dahinleben. Denn nichts ist von Bestand, was ihnen zufällt, was sie besitzen oder erstreben.Alles vergeht und sie selbst gleichfalls, und was ihnen bleibt, ist Elend und Finsternis. Die aber Mich und Mein Reich anstreben, sind wohl arm zu nennen auf Erden, sie werden auch oft durch Leid und Trübsal gehen, doch die Seligkeit ist ihnen gewiß, so sie der körperlichen Hülle ledig sind. Dann wird ihnen vergolten tausendfach, was sie auf Erden entbehren mußten und was sie nun besitzen, ist von Bestand, es vergeht ewiglich nicht mehr und wird euch seliger machen, als je auf Erden euch Glück beschieden sein könnte. Doch den freien Entscheid müsset ihr treffen, ohne Zwang müsset ihr wählen zwischen Mir und Meinem Gegner, und entsprechend wird euer Los auf Erden und auch im Jenseits sein. Amen. B.D. NR. 4526.

 

Buch 52 4527

Nützung der Gnade. Freier Wille. Stärkung des Willens.

29. Dezember 1948. B.D. NR. 4527.

Nichts wird euch vorenthalten bleiben, was eurer Seele zum Nutzen gereicht. Und da die Wahrheit der Seele größter Förderer ist, wird sie euch stets und ständig zugeleitet werden, so ihr aufnahmewillig seid. Dies also ist Voraussetzung, daß ihr es wollt, aufwärtszuschreiten in eurer Entwicklung, daß ihr also in der Wahrheit zu stehen begehrt. Der Wille ist euer, er ist frei und wird von Mir in keiner Weise beeinflußt, jedoch in jeder Weise gefördert, so er die rechte Richtung nimmt. Alles, was Ich euch gebe, alles, was zur Förderung eurer Seelenreife beiträgt, ist ein Geschenk von Mir, das Ich, als die ewige Liebe, dem biete, das, einst von Mir abgefallen, noch nicht freiwillig zu Mir zurückgekehrt ist. Es sind Gnadengeschenke, die ihr Menschen nicht verdient, die aber Meine Liebe euch zuwendet, um euch zu gewinnen. Dennoch sind alle Gnadengeschenke unwirksam, so euer Wille sich gegen Mich richtet, denn erst der Mir unterstellte Wille macht die Gnade zum wirklichen Hilfsmittel, erst, so euer Wille aus eigenem Antrieb Mir zustrebt, können die Gnaden an euch wirksam werden. Es ist sonach nur von euch abhängig, ob ihr den Weg zur Höhe zurückleget, ob ihr Mich als Ziel erreichet, ob ihr vollkommen und also selig werdet. Es ist euer Wille, der dies bestimmt, der in seiner Freiheit nicht von Mir angetastet wird. Doch diesen Willen stärke Ich, so ihr darum bittet, aber dann ist er schon Mir zugewandt, ansonsten ihr nicht zu Mir beten würdet. Der Wille ist euer - und der Wille bestimmt das Gnadenmaß, das von euch genützt wird, doch von Mir aus steht euch ein unbegrenztes Gnadenmaß zur Verfügung. Wer also glaubt, aus eigener Kraft schaffen zu können an seiner Seligwerdung, dem muß entgegengesetzt werden, daß wohl alle Kraftzuwendung von Mir ausgeht, daß es also wohl Meine Kraft ist, die in ihm wirket, daß er selbst aber diese Kraft anfordern kann und muß, bevor sie an ihm wirksam werden kann, und dies immer erst den Mir zugewandten Willen voraussetzt, der nicht von Mir bestimmt oder gerichtet wird, sondern von euch selbst gerichtet werden muß. Niemals also kann eure Seligwerdung von Mir bestimmt sein, wenngleich Ich um euren Willen weiß seit Ewigkeit. Denn so ihr ernstlich darüber nachdenkt, wäre das Erlösungswerk Christi völlig zwecklos, das lediglich des geschwächten Willens wegen vollbracht wurde, das dort Hilfe gewähren sollte, wo der Mensch allein zu schwach war - den Willen recht zu nützen, um frei zu werden aus der Form. Wohl könnet ihr Menschen nichts ohne Meine Gnade, denn euer ganzes Erdenleben ist ja nur eine Gnadengabe von Mir. Doch da es um die freie Aufwärtsentwicklung der Seele geht während des Erdenlebens, mache Ich alles abhängig von eurem freien Willen, den Ich euch gegeben habe, auf daß ihr vollkommen werden könnet, ansonsten Ich ja nur gerichtete Geister hätte und dann die gesamte Schöpfung nicht nötig wäre, so Mein Wille die Wesen bestimmen würde zur Seligwerdung. Mein Wort muß euch stets als Aufklärung gelten, das immer so gegeben wird, wie es euch verständlich ist, und das euch stets die reine Wahrheit zuführt, auf daß ihr recht geleitet seid in eurem Denken und daher auch in der Richtung eures Willens. Amen. B.D. NR. 4527.

 

Buch 52 4528

Hinweis auf Naturkatastrophe. Überraschung.

30. Dezember 1948. B.D. NR. 4528.

Auch ihr, Meine Getreuen, werdet überrascht sein von der plötzlichen Wendung in irdischer Hinsicht. Ihr werdet einen letzten Hinweis erfahren, doch auch seiner zu wenig achten und darum auch zu wenig vorbereitet sein. Ich aber will euch noch einmal Kenntnis geben, daß die Tage gezählt sind und ihr sicher damit rechnen könnt, in einen neuen Lebensabschnitt einzutreten, der euch allzudeutlich das nahe Ende anzeigt. Ich habe euch dies gesagt, und Ich sage es euch immer wieder, daß ihr die Generation seid, die das Ende erlebt. Und auf daß ihr daran glaubt, daß das Ende nahe ist und noch die letzte Möglichkeit habt, euch ernstlich vorzubereiten, kündige Ich euch Meine zuvorige Offenbarung durch die Elemente der Natur an. Ich will, daß ihr glaubet, und mache es euch leicht zu glauben. Ich gebe euch ferner kund, was ihr erlebet, und beweise euch die Wahrheit Meiner Worte, auf daß ihr auch glaubet an das Ende und entsprechend die letzte Zeit nützet für eure Seele. Ihr aber zweifelt und seid lau in eurer Seelenarbeit; selbst ihr, Meine Getreuen, nehmet Mein Wort nicht so ernst, daß ihr euch ganz darauf einstellen möchtet. Und so Ich nun in Erscheinung trete, werdet ihr genauso überrascht sein trotz der Ankündigung zuvor. Wer aber Meinem Wort Glauben schenkt, der braucht keine nochmalige Warnung, denn er erwartet Mich täglich und weiß, daß nur noch kurze Frist ist. Und diesem werde Ich Mich offenbaren in untrüglicher Weise, denn er soll noch kurz zuvor zeugen, auf daß die Mitmenschen gläubig werden, so Ich in Erscheinung trete. Er wird Mich spüren, Ich werde ihm stets gegenwärtig sein, und daher wird er auch zeugen können von Mir und eifrig für Mich reden. Und seinen Eifer segne Ich und lasse ihm ganz offensichtlich Meine Hilfe zuteil werden, so die große Not beginnt. Die Frist ist abgelaufen. Glaubet dies und erwartet Mich und Ich werde kommen. Ein starker Glaube zieht Mich an, ein starker Glaube lässet Meine Gegenwart zu und macht Meine Offenbarung möglich und dadurch auch die schwere Lebenslast leichter, weil Ich auch Meinen Schutz denen zugesagt habe, die an Mich glauben und zu den Meinen zählen. Und sie werden wissen, daß die Zeit gekommen ist, wenngleich auch sie überrascht sind, daß in Erfüllung geht, was Ich verkündet habe stets und ständig durch Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4528.

 

Buch 52 4529

Neujahrsbotschaft: Widerstand der Menschen gegen Gott.

Neujahrsnacht 1949. B.D. NR. 4529.

Der Menschen Widerstand gegen Mich ist groß, und nur Meine übergroße Liebe bewahret sie vor dem gänzlichen Absturz in die Tiefe. Doch die Entfernung von Mir kann nicht verringert werden, solange sie ihren Widerstand nicht aufgeben. Widerstand aber ist jede Zurückweisung Meiner Gnade, und Gnade ist alles, was euch zur Höhe führt, Mir entgegen, und somit den Urzustand wieder herstellen hilft. Gnade ist also auch die Zuleitung Meines Wortes, das euch die reine Wahrheit vermittelt, ein Wissen, das dazu beiträgt, Mich zu erkennen, zu lieben und Meine Gebote zu halten. Dieses Wissen muß der Mensch entgegennehmen, ansonsten er ein falsches Bild von Mir als Schöpfer und Vater von Ewigkeit erhält. Mangelndes Wissen beeinträchtigt die Liebe zu Mir, und falsches Wissen führt ab von Mir. Dies muß vorausgeschickt werden, soll der Mensch es begreifen, daß und warum die Wahrheit überaus wichtig ist für die Höherentwicklung der Seele. Wo die Wahrheit nicht vertreten ist, ist der Weg zu Mir versperrt, und über Irrtum bin Ich nicht zu erreichen, und so wird es auch verständlich sein, daß Ich den Menschen eine besondere Gnadengabe zuleite: Mein direktes Wort aus der Höhe, weil jede Irrlehre berichtigt werden muß, soll er in seiner Entwicklung aufwärtsschreiten, denn Ich Selbst als ewige Wahrheit kann es nicht dulden, daß neben Mir der Irrtum und die Lüge einhergeht. Und darum muß Ich vorerst die irrigen Lehren berichtigen, und Ich benötige nur Menschen, die sich Mir im freien Willen zur Verfügung stellen, die gewillt sind, Meine Lehre in aller Reinheit entgegenzunehmen und sie weiterzugeben an die Mitmenschen. Denen bringe Ich Mein Wort nahe, in verschiedener Form zwar, aber immer des gleichen Inhalts; ob sie es nun direkt von Mir entgegennehmen oder durch Mittler, ob sie es lesen oder hören, das ist ihrem Reifezustand und ihrer Aufnahmewilligkeit angepaßt. Darum kann Mein Wort an vielen Orten in aller Reinheit empfangen werden, denn auch das geschriebene Wort kann einem Menschen das gleiche Wissen vermitteln, so er es im Verlangen nach der Wahrheit aufnimmt in sein Herz und sein Gedächtnis. Immer wird er dann durch Meinen Geist in rechtes Denken gelenkt werden und also in der Wahrheit stehen. Wo aber der Wille des Menschen dem Meinen sich aber widersetzet, wo der Mensch sich nicht Mir hingibt, sondern gewissermaßen aus dem eigenen Verstand heraus hinter die Wahrheit kommen will, dort wird es schwer möglich sein, die Wahrheit darzubieten. Der Widerstand gegen Mich aber ist groß, denn alle, die auf ihrem Geistesgut verharren, die störrisch festhalten an einem Gedankengut, das ihnen von außen zugetragen wurde, leisten diesen Widerstand, weil sie nicht willig sind, dieses Gedankengut gegen bessere Erkenntnis herzugeben. Und so ist erst einmal die Frage zu stellen: Was berechtigt euch, gerade dieses euer Geistesgut als Wahrheit anzusehen, wo doch verschiedene Geistesrichtungen, verschiedene Konfessionen auch verschiedene Lehren vertreten? Ihr müsset euch bei ernstem Nachdenken zugestehen, daß ihr keinen Beweis habt, gerade das rechte Wissen zu besitzen - es sei denn, ihr könnet ein direktes Geisteswirken nachweisen, das aber dann stets das gleiche Gedankengut zeitigen wird. Daß es euch so gelehrt wurde, ist kein Beweis, daß euch die Wahrheit vermittelt wurde. Ihr müsset euch stets vor Augen halten, daß der Mensch im freien Willen steht und daß er, solange er noch unvollkommen ist, durch den Einfluß des Widersachers sich immer mehr zu dem bekennen wird, was seiner Unvollkommenheit entspricht, daß er also entweder vollkommen sein muß, um in der Wahrheit zu stehen, oder aber im Bewußtsein seines mangelhaften Zustandes und seiner Unkenntnis als Folge derer aus der Tiefe die Hände emporstrecken muß zum Licht, zum Urquell der Wahrheit, auf daß seine Hand erfaßt werde und er emporgezogen wird in das Reich des Lichtes. Er muß bitten und sich beschenken lassen - nicht aber verstandesmäßig forschen und grübeln, ohne das demütige Eingeständnis seiner Unfähigkeit dazu. Die Menschheit ist zu sehr überzeugt davon, in der Wahrheit zu stehen, und darum kann ihr schwer die reine Wahrheit zugeführt werden. Jeder denkende Mensch aber müßte durch die Verschiedenheit dessen, was als Wahrheit angesehen wird, in Zweifel geraten ob seines eigenen Wissens und also die Wahrheit nun dort suchen, wo sie ihren Ausgang hat. Ich komme nun den Menschen entgegen, indem Ich Wahrheitsträger zu ihnen sende, doch diese finden offenen und versteckten Widerstand. Wie aber wollet ihr in den Besitz der Wahrheit gelangen? In welcher Form soll sie allen denen dargeboten werden, daß sie Annahme findet, ohne daß der freie Wille beeinträchtigt wird? Es liegt nur an eurem Widerstand, den Ich nicht gewaltsam breche, der aber doch schuld ist an der großen Finsternis, die über die Erde gebreitet ist. Zwangsmäßig könnte Ich wohl alles erreichen, doch in aller Freiheit müsset ihr nach Vollkommenheit trachten, und darum wird es immer nur wenige Menschen geben, denen Ich die reine Wahrheit direkt zuleiten kann, wie auch die Zahl jener nicht groß sein wird, die das Wort aus der Höhe durch euch annehmen, wenngleich nach allen Richtungen Mein Liebestrom fließet und überall die Wahrheit Eingang zu finden sucht in irgendwelcher Form. Und zumeist sind es geistige Unterhaltungen, die den Anlaß geben könnten zu bittenden Gedanken an die ewige Wahrheit. Und keiner wird es bestreiten können, zu geistigen Gesprächen Gelegenheit gehabt zu haben. Immer nur kommt es auf den inneren Widerstand an, der durch den Einfluß des Satans oft der reinen Wahrheit entgegengesetzt wird. Das Verlangen nach Mir und also nach der Wahrheit aber bricht den Widerstand und macht den Menschen fähig zur Annahme Meines Wortes, durch das er in der Wahrheit unterrichtet wird. Amen. B.D. NR. 4529.

 

Buch 52 4530

Gottes Liebe und Erbarmung.

2. Januar 1949. B.D. NR. 4530.

Erbarmend schaue Ich auf die Erdenbewohner, die in ihrer Verblendung trachten und jagen nach materiellen Gütern und die kurze Erdenzeit, die ihnen zur Erlösung gegeben ist, ungenützt lassen. Ich weiß um ihre mangelhafte Reife, Ich sehe ihren Leerlauf des Lebens, Ich sehe die geistige Not und das Schicksal, dem sie entgegengehen nach Beendigung ihres Leibeslebens, Ich sehe ihren Willen, ihre verhärteten Herzen, ihren Unglauben und ihre Kraftlosigkeit und Unfähigkeit, sich zu retten, und dieser Zustand dauert Mich. Meine Liebe gilt diesen Unglückseligen, denen keine Rettung gebracht werden kann, weil sie sich nicht retten lassen wollen. Und Meine Liebe ersinnt immer neue Mittel, ihren Willen Mir zuzuwenden; denn Ich will keine Seele verlieren, Ich will sie zurückgewinnen und besitzen für ewig. Allen Menschen trete Ich nahe in Form von Leid, das ihre Herzen nachgiebig machen soll und empfänglich für Meine Liebe und Gnade; zu allen Menschen spreche Ich Selbst durch das Leben, und alle Menschen suche Ich auf die Brücke zu drängen, die zu Mir führt. Ich suche sie zum Beten zu veranlassen, auf daß Ich ihnen beistehen kann. Ich weile Selbst auf dieser Erde unter den Menschen, die Mich nicht mehr erkennen, Ich rede zu ihnen durch Meine Diener und werbe unausgesetzt um ihre Liebe, denn Mein Erbarmen ist übergroß, weil Meine Liebe unendlich ist. Und Ich habe wenig Erfolg, denn die Gier nach der Materie überwiegt, die Menschen sind zu irdisch gesinnt und denken nicht an ihre Seelen. Dennoch gebe Ich sie nicht auf, denn einmal wird auch die verstockteste Seele zu Mir zurückfinden, einmal wird sie sich von Meiner Liebe berührt fühlen und verlangend sich Mir nahen, einmal wird sie Mein werden, wenngleich es Ewigkeiten dauert, denn Meine Liebe ist Kraft und Leben, und Meine Erbarmung kennt keine Grenzen. Und so muß Ich einmal zurückgewinnen jede Seele, und ob sie in tiefster Dunkelheit schmachtet - einmal wird sie streben nach dem Licht und also auch nach Mir. Amen. B.D. NR. 4530.

 

Buch 52 4531

Kommen in den Wolken. Entrückung. Ende.

4. Januar 1949. B.D. NR. 4531.

Und Ich komme zu euch, um euch zu holen in Mein Reich. In Stunden der Not gedenket dieser Verheißung, und harret auf Mich und Meine Hilfe, glaubet fest daran, daß Ich als euer Retter komme, so die Not unerträglich ist. Und fürchtet euch nicht, denn Ich bin stärker als der, der euch verderben will. Wisset, daß es Mir ein leichtes wäre, ihn zu vertilgen; doch damit wäre nichts erreicht, denn die vielen, die seine Anhänger sind, würden sein Werk fortsetzen, so sie nicht gleichfalls vernichtet würden. Dies aber geht nicht an, denn was aus Meinem Schöpfergeist hervorgegangen ist, das bleibt bestehen in Ewigkeit, es kann nicht vergehen, weil es Kraft ist aus Mir, die unvergänglich ist. Doch aus seiner Gewalt werde Ich euch erretten, indem Ich ihn in Bann schlage und mit ihm alle, die ihm hörig sind. Ihr aber werdet eingeführt in das Reich des Friedens, wo ihr wie im Paradiese leben werdet, bis Ich euch wieder der neuen Erde zuführe, die ihr nun beleben sollet nach Meinem Willen. Niemand wird dieser Verheißung, dieser Prophezeiung Glauben schenken, denn so Ich komme in den Wolken, hebe Ich die Naturgesetze auf, indem Ich euch lebend emporhebe zu Mir, vor den Augen eurer Mitmenschen, die Meinem Gegner verfallen sind. Sie erleben also gewissermaßen etwas Naturwidriges, woran sie jetzt nicht glauben wollen. Ihr aber, die ihr Mein seid, ihr wisset, daß bei Mir kein Ding unmöglich ist, und so wisset ihr auch, daß Ich die Naturgesetze ausschalten oder aufheben kann, so es Meinem Heilsplan von Ewigkeit zuträglich ist. Ihr wisset um Sinn und Zweck der Schöpfung und Meinen ewigen Heilsplan, also wisset ihr auch, daß es ein Ende gibt und daß ihr in der letzten Zeit vor dem Ende steht. Folglich zweifelt ihr auch nicht an dieser Ankündigung, die Ich den Menschen schon zugehen ließ seit Beginn dieser Erlösungsperiode. Ihr haltet es für möglich, und ihr sollet fest daran glauben, auf daß ihr dann die schwere Zeit überstehen könnet, immer in Gedanken und in der Hoffnung auf Meine sichere Hilfe und Mein Kommen von oben. Was euch die Menschen auch antun an Bösem, das seht ihnen nach, denn sie werden ihre Strafe empfangen, und diese wird bitter sein. Sie werden euch sehen emporgehoben vor ihren Augen, während um sie der Tod lauert und sie sich nach keiner Richtung retten können; sie werden von der Erde verschlungen werden, und ein elendes Los wird ihnen beschieden sein auf der neuen Erde. Ihr aber werdet den gerechten Ausgleich empfangen, jede Not wird ein Ende haben, frei und froh werdet ihr auf der neuen Erde leben inmitten eines Paradieses, inmitten der Liebe und in direkter Verbindung mit Mir, Der Ich oft unter den Menschen weilen werde, die zur Liebe geworden sind. Und das ist das Ende, das vorausgesagt ist durch Seher und Propheten, immer und immer wieder, das seit Beginn dieser Erlösungsepoche angekündigt wurde, auf daß die Menschheit glaubet. Doch niemand nimmt diese Prophezeiungen ernst, doch der Tag wird kommen, der dieses alles bringen wird, und das letzte Gericht, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4531.

 

Buch 52 4532

Inanspruchnahme der Kraft aus Gott.

4. Januar 1949. B.D. NR. 4532.

Nehmet die Kraft von Mir in Anspruch, und bereitet euch vor auf ein außergewöhnliches Geschehen, das euch in Kürze überraschen wird. Nur mit Meiner Kraft seid ihr fähig, die Prüfungen zu bestehen, die euch daraus erwachsen, daß ihr Mein Wort verbreitet als Sendung von oben. Ich stehe euch immer zur Seite, Ich verlasse euch nicht, doch weltlich werdet ihr keine Stütze finden, nur geistig strebende Menschen erkennen euch an und suchen euch zu helfen, doch die Welt hindert sie daran. Die Hilfe aber kommet offensichtlich, und dann wisset ihr, daß Ich am Werk bin, daß Ich euch niemals in der Not lasse, so ihr nur Mir vertrauet. Und dieses Vertrauen sollet ihr euch aneignen, indem ihr euch versenket in Mein Wort, sooft ihr könnt. Euer Glaube wird eine Stärkung erfahren, die ihr nimmermehr gewinnet, so ihr nicht die Kraft des Wortes in Anspruch nehmet. In der Not aber werdet ihr sie spüren, so ihr innig mit Mir euch verbindet und niemals das Gefühl des Verlassenseins, der Einsamkeit und Hilflosigkeit haben werdet. Und dann werdet ihr furchtlos Rede stehen, so ihr euch verantworten müsset, und Mein Geist wird es euch geben, was ihr reden sollet. Darum erschrecket nicht, wenn sich Mein Wort erfüllet an euch - sowie ihr euch für eure geistige Arbeit verantworten sollet, könnet ihr jeglichen Schutzes gewiß sein, selbst wenn euch die Welt drohend gegenübersteht. Nur eines lege Ich euch ans Herz: Kraft zu schöpfen aus Meinem Wort, bevor der Welt schändliches Wirken beginnt, weil sie die Kraft des Wortes fürchtet, ansonsten sie nicht gegen euch vorgehen würde. Denn die Welt - d.h. Gegnerschaft des Geistes - zeigt sich auch dort, wo sie Mich zu vertreten vorgibt. Die Welt ist alles, was gegen Mich vorgeht, Mein Wort aus der Höhe angreift und also Mir entgegenwirket. Dieser Welt aber seid ihr nicht unterlegen, denn sie ist Mein Gegner, folglich stehe Ich wider sie und also an eurer Seite, und mit Mir werdet ihr siegen auch über die stärksten Gegner und brauchet daher niemanden zu fürchten, so ihr in Meinem Namen tätig seid für Mich und Mein Reich. Amen. B.D. NR. 4532.

 

Buch 52 4533

Geistige Wende. Totale Umwandlung der Erde.

6. Januar 1949. B.D. NR. 4533.

Dies könnet ihr euch zur Gewißheit werden lassen, daß die Welt vor einer Wende steht, geistig sowohl als auch irdisch. Die Erde selbst steht vor einer totalen Umwandlung, vor einer Umgestaltung ihrer Oberfläche wie auch großer innerer Umformungen, und die Menschen müssen sich gleichfalls auf einen Vorgang gefaßt machen, der sich geistig auswirken wird, denn alles Lebende auf Erden, Mensch und Tier, hat aufgehört zu sein, sowie die Umformung der Erde vor sich geht. Es ist also wohl verständlich, daß die gesamte Wandlung geistige Gründe hat, daß eine neue Geistesschule geschaffen wird, die jedoch eine zuvorige Vernichtung alles Alten bedingt. Doch wie zur Zeit, so kann die Erde nicht weiterbestehen, soll sie nicht völlig zwecklos unter den anderen Schöpfungen und Gestirnen durch das Weltall kreisen. Ein Wandel muß eintreten, und dieser Akt der Umwandlung wird von den Menschen erlebt, denen Gott die Gnade gibt, die letzten Ausreifungsmöglichkeiten zu nützen. Denn Gott hat die letzte Zeit des Bestehens dieser Erde gesegnet, indem Er Gnaden über Gnaden den Menschen zukommen läßt und diese wohl fähig sind, völlig auszureifen bis zum letzten Tage. Daß die Gnadengaben außer acht gelassen werden, daß sie vom größten Teil der Menschen nicht empfangen, also angenommen werden, ist nur ein Beweis, daß die letzte Zeit gekommen ist. Wenige werden also nur den letzten Akt der Umwandlung verfolgen können, weil sie im Willen Gottes stehen und darum auch Kenntnis haben von Seinem Heilsplan von Ewigkeit. Diesen wird der Wandlungsakt keinen Schaden zufügen, denn sie werden vor dem letzten Zerstörungswerk der alten Erde entrückt und fallen also der Wandlung nur insofern anheim, daß sie ihren Aufenthalt vertauschen gegen ein Reich des Friedens, bis sie wieder der völlig umgestalteten Erde zugeführt werden als Stamm des neuen Menschengeschlechtes. Die anderen aber haben bis zum letzten Tage noch reichlich Gelegenheit, sich selbst zu wandeln und also auch zu retten. Denn sowie die geistige Umwandlung in ihnen vorgegangen ist, die Rückkehr der Seele zu Gott, Dem sie bisher im härtesten Widerstand abtrünnig waren, sind auch diese Seelen Anwärter des Reiches der Seligen und brauchen den Untergang der alten Erde nicht mehr zu fürchten. Es wird von den Schöpfungen der alten Erde nichts mehr bestehenbleiben, wie auch kein Mensch am Leben bleiben wird, der nicht zuvor durch Gottes Liebe entrückt wurde. Restlose Zerstörung der gesamten Erdoberfläche hat auch das Ende jeglicher Kreatur zur Folge, und wo noch eine Seele wandlungsfähig war, wird auch diese Wandlung vollzogen sein zur Stunde des letzten Gerichts. Die geistige Wandlung also ist maßgebend für den Menschen, ob er das Ende dieser Erdperiode überleben wird und als Kind Gottes die neue Erde beleben darf. (6.1.1949) Wandlungsfähig wären die Menschen alle noch, doch wandlungswillig sind nur wenige, und sonach wird sich auch der Wandlungsakt an der Erde vollziehen, weil der Wille der Menschen nicht mehr die rechte Richtung nimmt und die Erde ihrer eigentlichen Bestimmung nicht mehr entspricht. Das Erdenleben wird mißbraucht. Und so steht die gesamte Menschheit vor einer geistigen Wende, die sich aber nicht mehr auf der alten Erde vollziehen wird und nur von wenigen Menschen bewußt erlebt wird, während der größte Teil der Menschen wohl auch in ein völlig anderes Entwicklungsstadium eintritt, also auch von der geistigen Wende berührt wird, jedoch in sehr rückschrittlichem Sinn - sie verlieren das Leibesleben und führen das Dasein in ganz anderer Form weiter. Das "Leben" hat aufgehört, und der Zustand des "Todes" umfängt das Geistige, weil es als Mensch versagt hat, weil es die Wandlungsmöglichkeit nicht ausgenützt hat, um sich zu erlösen. Im Universum aber bedeutet der Wandlungsakt eine völlig neue Erlösungsperiode und den Abschluß einer Epoche, die überaus beachtlich war, weil Gott Selbst Sich auf der Erde verkörperte, um der Menschheit die Wandlung vom Menschen zum göttlichen Wesen vorzuleben, die alle Menschen an sich vollziehen sollen. Die Erde, die Seinen irdischen Lieb trug, muß nun auch dem verhärteten Geistigen, der festen Materie, zur Erlösung verhelfen, es muß jegliche Kreatur eine Wandlung ihrer Außenform erfahren, es muß alles in der Form Gebundene unter dem Stadium als Mensch dem Auftrieb zur Höhe nachkommen können, was durch eine totale Umwandlung der Erde wohl möglich ist, denn die Liebe des Gottmenschen Jesus galt auch dem noch unerlösten Geistigen und wollte auch ihm helfen durch Sein Erlösungswerk. Geht nun dieser Erlösungsabschnitt zu Ende, so bedeutet das auch ein Ende für alle Schöpfungen in, auf und über der Erde, auf daß dann eine Weiterentwicklung in den Schöpfungen der neuen Erde den Anfang nehmen kann für alles noch zu erlösende Geistige, das je nach seinem Willen Gott gegenüber die verschiedenen Formen beleben wird bis zu seiner endgültigen Erlösung. Amen. B.D. NR. 4533.

 

Buch 52 4534

Rechte Lehrkraft. Wahrheit - Irrtum.

7. Januar 1949. B.D. NR. 4534.

Die Menschen müssen sich einer guten Lehrkraft übergeben, wollen sie recht unterrichtet werden, doch eine Belehrung brauchen sie, solange sie nicht zu Mir Selbst in die Schule gehen. Direkt von Mir belehrt werden könnten sie zu jeder Zeit, doch es fehlt am Wissen darum und am Glauben. So müssen sie nun das Wissen anderswo entgegennehmen und sollen nur darauf achten, daß der Lehrende selbst in der Wahrheit steht und also sie recht belehren kann. (9.1.1949) Es muß ihnen selbst so wichtig sein, in der Wahrheit unterwiesen zu werden, und deshalb sollen sie auch prüfen, woher der Lehrende sein Wissen genommen hat; sie sollen sich erst klar darüber werden, in welchem Verhältnis der Lehrende zu Mir steht. Dazu zwar müssen sie selbst erst glauben an Mich als Schöpfer und Vater von Ewigkeit, sie müssen innerlich eine Gottheit anerkennen und das Bestreben haben, diese Gottheit kennenzulernen. Das ist erste Voraussetzung, ansonsten kaum ein Mensch in geistiges Wissen einzudringen versuchen wird. Es muß ein Unterschied gemacht werden zwischen Menschen, die sich belehren lassen, und solchen, die belehrt werden wollen. Erstere lassen sich widerstandslos in eine Schule drängen, sie lassen sich von Lehrkräften ergreifen, die Subjekte suchen, denen sie ihr Wissen, ihre Anschauungen vermitteln wollen. Letztere suchen sich selbst eine Schule, um Wissen zu empfangen, und diesen ist es ernst um die Gewinnung der Wahrheit. Diesen Suchenden komme Ich entgegen und führe ihnen die rechte Lehrkraft zu. Doch da auch Mein Gegner eure Seele gewinnen will, wird er nicht verfehlen, auch die Vertreter des Irrtums ihnen in den Weg zu führen. Es werden auch untaugliche Lehrkräfte den Weg dessen kreuzen, der die Wahrheit sucht, und darum sollen euch Hinweise gegeben werden, daß und wie ihr prüfen sollet, um euch den rechten Lehrkräften anzuvertrauen. Und wieder sei es gesagt, daß euer Augenmerk erst darauf gelenkt sein muß, wie der Lehrende selbst zu Mir steht, ob er Mein Wort lebendig vertritt oder nur seine Lippen Mein Wort weitergeben, was dem ernstlich Suchenden sehr bald erkennbar ist, denn das lebendig wiedergegebene Wort zündet im Herzen des Zuhörers, während das tote Wort ermüdet und den Menschen unlustig macht zuzuhören. Es kann nun zwar der nach der Wahrheit hungernde Mensch auch aus diesem toten Wort einen gewissen Nutzen ziehen, dennoch wird er es spüren, daß solche Belehrungen ihn nicht befriedigen, daß er nach mehr verlangt, und dann soll er diesem Verlangen nachgeben und sich eine andere Lehrkraft suchen. Lehrkräfte aber, die den Menschen anregen zu eifrigen Debatten, die Mein Wort lebendig wiedergeben und im Herzen Widerhall finden, die selbst Gott-verbunden sind und dies durch ein gütiges liebevolles Wesen erkennen lassen, sind die rechten Vertreter Meines Wortes und im Besitz der Wahrheit. Und diesen könnet ihr euch vertrauensvoll überlassen, sie werden euch recht belehren und dazu beitragen, daß ihr selbst bald die innige Verbindung herstellet mit Mir und somit von Meinem Geist direkt belehrt werden könnet gedanklich oder durch das innere Wort. Der Ursprung ihres Wissens kann zwar bei beiden Lehrkräften der gleiche sein, beide können durch Studium die Kenntnis gewonnen haben, und dennoch sind ihre Fähigkeiten als Lehrkraft verschieden und somit auch ihr Wissen je nach ihrer Seelenreife reinste Wahrheit oder mit Irrtum durchsetzt. Darum müsset ihr stets achten auf den Lebenswandel, den der Lehrende führt, wie weit der Mensch in der Nachfolge Christi lebt, d.h., wie weit er von der Liebe zum Nächsten durchdrungen ist, die seinem ganzen Wesen den Stempel aufdrückt und immer erkennbar sein wird, weil die Liebe sich selbst nicht verbirgt. Die Wahrheit wird immer dort sein, wo die Liebe ist, weil sie nicht schulmäßig gewonnen, sondern erst durch Geisteswirken, das Folge eines Liebelebens ist, erkannt und in Besitz genommen werden kann. Und so wird einem Lehrenden stets anzumerken sein, ob er eigenes Gedankengut oder nur Worte empfindet, die im Herzen noch nicht den rechten Widerhall gefunden haben und daher nicht lebendig wiedergegeben werden können. Prüfet die Lehrenden, und suchet euch die geeignete Lehrkraft aus, denn mit beiden werdet ihr in Berührung kommen. Die rechten werden euch von Mir zugeführt, doch auch den anderen der Zutritt zu euch nicht verwehrt, weil ihr euch selbst entscheiden sollet und dies auch könnet, so ihr ernsten Willens seid, in der Wahrheit unterwiesen zu werden. Amen. B.D. NR. 4534.

 

Buch 52 4535

Speisung der Seele. Gottes Sorge um das Irdische.

10. Januar 1949. B.D. NR. 4535.

Ernähret euch nicht nur irdisch, sondern gedenket eurer Seele, daß auch sie Speise benötigt und dringender als der Körper. Ihr sorget zuviel um euer irdisches Wohl und bedenket nicht, daß alles hinfällig ist mit der Stunde des Todes, daß aber schon der morgige Tag euch das Ende des Leibeslebens bringen kann und eure ängstliche Sorge dann völlig unnütz ist. Was ihr aber der Seele zugewendet habt, das behält sie, und das allein ist das Fundament des neuen Lebens im jenseitigen Reich, es ist das Kapital, mit dem allein ihr arbeiten könnet. Immer wieder will Ich euch hinweisen darauf, daß euer Erdenleben nicht mehr lange währet und daß ihr ernstlich gedenken sollet der Zeit danach, daß ihr euch für diese Zeit versorget, daß ihr euch ein annehmbares Los schaffet für die Ewigkeit. Führet ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe, und gedenket des öfteren Meiner, verbindet euch bewußt mit Mir, und bittet Mich um Meinen Beistand, und ihr werdet euch auch irdisch nicht mehr zu sorgen brauchen, denn dann sorge Ich für euch. Wie leicht mache Ich euch das Erdenleben, so ihr nur Meine Sorge und Hilfe annehmen möchtet, so ihr die Bedingungen erfüllet, die Mich die Sorge um euch übernehmen lassen. Irdische Sorgen brauchtet ihr euch nicht zu machen, so ihr nur für eure Seele sorgen würdet. Sie hungert und darbt, während der Körper bedacht wird mit Speise und Trank und jeglicher Lust der Welt. Gebt der Seele Nahrung, und reichet ihr das Brot und den Wein des Lebens dar - speiset sie mit Meinem Wort, denn sie hungert danach; gebt ihr geistige Kost, auf daß sie reifet während des Erdenlebens, auf daß nicht eine schwache, kümmerlich ernährte Seele in das jenseitige Reich eingeht, sondern die Seele selbst gestärkt ist in der Stunde des Todes, daß sie sich leicht löset vom Körper und kraft- und lichtvoll durch das Tor der Ewigkeit eingeht in das Reich des Lichtes. Ihr selbst müsset ihr dazu verhelfen, daß sie zunimmt an Kraft und Licht, ihr dürfet nicht so sehr des Körpers achten und seiner Wünsche, sondern ihr müsset nur das Begehren der Seele stillen und ihr zukommen lassen, was sie benötigt, dann wird auch der Körper ernährt werden und erhalten, was er benötigt. Doch eines tut not, daß ihr der Seele Speise und Trank zuführet, auf daß sie nicht unfähig wird für das geistige Reich. Amen. B.D. NR. 4535.

 

Buch 52 4536

Macht des Bösen. Starker Glaube. Kommet alle zu Mir.

11. Januar 1949. B.D. NR. 4536.

Das ist die Gewalt des Bösen, der zu verderben sucht, die Mein sein wollen. Er läßt nicht ab von ihnen und suchet jede Gelegenheit auszunützen, die Seelen abzudrängen von Mir. Und er schaffet stets Gelegenheiten, indem er den Menschen zur Welt zurückzuziehen sucht und ihn schwach machen will. Dann ist großer Widerstand erforderlich, der wiederum große Kraft benötigt, die allein Ich ihm zuwenden kann. Stärket euch durch Mein Wort, dann nützet ihr den Kraftquell - ihr setzet euch mit Mir in Verbindung, und Ich kann euch Kraft zuführen ungemessen. Wie oft schon habe Ich euch die Versicherung gegeben, daß ihr Meinen besonderen Schutz genießet, so ihr für Mich und Mein Reich tätig seid. Warum haltet ihr euch nicht an Mein Wort, warum ist euer Glaube so schwach und droht immer wieder zu versagen? Nur ein starker Glaube wird euch zu innerem Frieden kommen lassen, und diesen könnet ihr erringen, so ihr nur Mich zu euch sprechen lasset und Meine Worte im Herzen erwäget. Dann wird auch der Widersacher keine Macht haben über euch, dann wird er euch gewähren lassen und euch fliehen, weil ihr ihm die Macht gegenüberstellet, die stärker ist als er. Ein starker Glaube bannet jedes Unheil und kann auch einem schwachen Menschen ungeheure Kraft verleihen, so daß er nichts zu fürchten braucht, so er nur glaubt. Und diese Kraft müsset ihr euch aneignen, dann seid ihr allen Anstürmen des Lebens gewachsen und Herr über Leben und Tod. Denn selbst dem Tode könnet ihr gebieten, so ihr fest und unerschütterlich glaubt. Angst und Furcht aber ist ein Zeichen von schwachem Glauben und also auch Mangel an Vertrauen auf Meine Hilfe. "Rufet Mich an in der Not, kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken." Warum rufet ihr euch nicht diese Verheißung ins Gedächtnis, warum zögert ihr und suchet allein fertigzuwerden mit dem, was euch schwer und unüberwindlich dünkt? - Erbittet euch Meinen Beistand, und er wird euch werden. Holet euch Kraft aus Meinem Wort, und ihr werdet jegliche Schwäche verlieren - gehet keinen Schritt ohne Mich, und euer Weg wird eben sein, denn Ich lasse euch nicht in der Not, so ihr zu Mir rufet um Hilfe. Amen. B.D. NR. 4536.

 

Buch 52 4537

Irdisches Wissen bedeutungslos gegen geistiges Wissen.

11. Januar 1949. B.D. NR. 4537.

Wahrlich sage Ich euch, euer Geist wird euch Größeres kundtun, als je euch die Wissenschaft belehren kann. Niemals werdet ihr Irrtum empfangen, so ihr die Wahrheit begehret. Darum werdet ihr auch die Weltweisheit entbehren können, sie wird euch wenig Nutzen eintragen, denn ihr erkennet auch sehr bald die Wertlosigkeit, weil euch Mein Geist aufklärt über den eigentlichen Sinn und Zweck eures Lebens. So ihr dieses Wissen besitzet, ist jedes andere Wissen unbedeutend, ihr könnet euch reich nennen, wenngleich die Weltmenschen kein Verständnis haben dafür und irdisches Wissen dem geistigen Wissen vorziehen. Doch letzteres ist von Bestand, während ersteres vergeht mit dem Moment des Todes. Wem aber geistiges Wissen aus der Höhe zugeht, der soll keinen Wert mehr legen auf diesirdische Kenntnisse, denn beide zusammen wird er nicht aufnehmen können mit Herz und Verstand, weil eines das andere zu verdrängen sucht, weil beides zusammen eine Belastung bedeutet für den Menschen und die Gedankenwelt unklar und verworren sich ihm widerspiegelt. Lasset euch genügen an den geistigen Belehrungen, wisset, daß ihr sehr schnell reifen sollet und alleinigen Wert nur das hat, was euch der Geist aus Mir kundtut. Wisset, daß Weltwissen hinfällig ist, sowie der letzte große Kampf einsetzet, sowie die letzte Phase ihren Anfang nimmt. Was Ich euch sage durch euren Geist, das wird euer geistiges und auch irdisches Leben sichern, doch weltliches Wissen werdet ihr nicht mehr verwerten können; nur Werke der Nächstenliebe, die irdische Wissenschaft erfordern, werden Segen eintragen denen, die sie ausüben, wenngleich auch ihnen geistige Wahrheiten weit mehr seelischen Vorteil bringen. Meines Geistes Stimme ist wahrlich unersetzlich, die irdische Wissenschaft aber wird nicht durchaus benötigt, es sei denn, sie sucht Aufklärung zu bringen, um die Menschen vom Irrtum zu heilen, der den Glauben an Mich untergräbt. Dann aber ist auch der irdische Wissenschaftler schon von Meinem Geist erfüllt, und er schöpft seine Kenntnisse von Mir, Der Ich ihn auch in irdischer Beziehung unterstütze. Sowie ihr aber dem irdischen Wissen mehr Beachtung schenkt, tritt Mein Geist zurück und verhält sich still und abwartend, und dann ist es von euch selbst abhängig, ob er seine Belehrungen fortsetzt, ob er euch geistige Wahrheiten vermittelt. Solange ihr in der Welt steht, müsset ihr zwar auch den Posten gewissenhaft ausfüllen, der euch zugewiesen ist, dennoch sollt ihr oft den Geist in euch wirksam werden lassen, der euch in einer Stunde mehr der Wahrheit gibt, als ihr durch irdische Lehrer je erfahren könnet. Amen. B.D. NR. 4537.

 

Buch 52 4538

Ausbreitung des göttlichen Wortes. Sickerndes Wasser.

12. Januar 1949. B.D. NR. 4538.

Was euch zugeht von oben, ist bestimmt für alle Menschen. Dies besagt vorerst, daß es jedem, der davon Kenntnis nimmt, zum Seelenheil verhelfen kann, daß es also für jeden Menschen ein Gnadenmittel bedeutet, das ihm den Aufstieg zur Höhe sichert, so er es nützet. Es wird nicht bei dem einen oder dem anderen seine Wirkung verlieren, so dieser nicht selbst die Wirkung unmöglich macht durch sein Verhalten oder seine Einstellung dem göttlichen Wort gegenüber. Es ist also in Wahrheit ein Quell, an dem sich jeder laben kann. Es kann nun aber der Kreis, der davon Kenntnis nimmt, kleiner oder auch größer sein, je nach dem Tätigkeitswillen dessen, der es als Mein Jünger hinaustragen soll in die Welt. Mein Wort spricht für sich selbst, und wo es einmal Anklang gefunden hat, wird es auch wieder Verbreitung finden; Mein Wort wird nicht die Kraft verlieren, doch es erfordert eine rege Betätigung für Mich und Mein Reich, soll es große Verbreitung finden. Ihr Menschen könnet alle viel dazu beitragen, so ihr dessen Erwähnung tut, was an euch herangetragen wird. Und ein jeder wird dies auch von selbst tun, so er von Meinem Wort berührt wird im Herzen, dann drängt es ihn, das gleiche den Mitmenschen zu vermitteln, und es wirbt dann Mein Wort für sich selbst. In welchem Umfang es sich nun durchsetzet, hängt jedoch vom Willen der Menschen ab, ob sie sich belehren lassen und köstliche Gabe von oben in Empfang nehmen wollen. Denn der Wille ist frei und wird von Mir aus in keiner Weise beeinflußt. Das Wort aus der Höhe wird weite Kreise ziehen, wenngleich der Ausgangsort auf der Erde versteckt von der Öffentlichkeit erscheint. Wie ein Wässerchen wird es nach allen Richtungen sickern und immer wieder durstende Menschen erquicken, doch die Welt achtet seiner nicht, und derer, die Gefallen daran finden, gibt es nur wenige, weil den Menschen anderes begehrlicher ist als Mein Wort. Immer nur einzelne nehmen es an, und darum wird die Wahrheit nur wenig Verbreitung finden, wenngleich Meine Jünger emsig arbeiten für Mich. Und so liegt es nicht an Mir, daß die Welt nicht Kenntnis nimmt von Meiner Gabe, von der Wahrheit, die allein ihnen Rettung bringt, sondern die Menschheit selbst will dies Licht nicht, sie will im Dunkeln bleiben und sucht eher das Licht zu verlöschen, als in den Lichtkreis zu treten. Doch wo ein verlangendes Herz ist, leite Ich auch wahrlich den Gnadenstrom Meiner Liebe hin, denn Ich zeige Meinen Jüngern die Wege, die an ihrer Tür vorbeiführen, und überall klopfe Ich an durch jene. Und wo nur ein kleiner Spalt geöffnet wird, sickert das lebendige Wasser hindurch. Wer also glaubt an Mein Wort, dem wird es nun ständig zuströmen und wieder weite Kreise ziehen, weil es ein Lebenswasser ist, das nie stillsteht und auch stets eine belebende Wirkung hat an dem, der sich seiner Wirkung hingibt. Daß Mein Wort jedoch, an der Menschheit gemessen, so wenig Beachtung und Verbreitung findet, liegt am Widerstand des Menschen selbst, den Ich nimmermehr gewaltsam breche. Doch Gelegenheit biete Ich wahrlich genug, wer aber nützet sie? - Einst aber wird bittere Reue sein bei allen, denen Ich Mein aus der Höhe gebotenes Wort zugeleitet habe und seine Abweisung erfuhr. Denn es ist ein unschätzbares Gnadengeschenk, das Meine Liebe euch Menschen bietet, doch ihr erkennet nicht seinen Wert, weil ihr die Welt liebt und nach ihren Schätzen Verlangen traget. Amen. B.D. NR. 4538.

 

Buch 52 4539

Abwehrwille der Menschen dem göttlichen Wort gegenüber.

14. Januar 1949. B.D. NR. 4539.

Beachtlich ist es, wie wenige Menschen sich der Wirkung des göttlichen Wortes hingeben, wie wenig sie Notiz nehmen davon, daß es ihnen in außergewöhnlicher Weise zugeleitet wird, und wie oft sie sich innerlich dagegen auflehnen und still oder offen abweisen. Es sind die Menschen schon stark beeinflußt vom Gegner Gottes, der ihnen die Urteilsfähigkeit trübt und den Willen geschwächt hat, und darum erkennen sie nicht und wollen nicht erkennen, was ihnen fehlt und was ihnen Hilfe bringen könnte. Es erscheint ihnen das Wichtigste gänzlich unwichtig, sie beachten nur des Körpers Ansprüche und sind geistig wenig interessiert. Und so ist es auch zu erklären, daß das göttliche Wort immer nur vereinzelt als Wahrheit erkannt und als Licht seine Strahlen aussendet in den Umkreis. Es werden nur wenige Menschen sein, die an sich selbst die Kraft des göttlichen Wortes verspüren und dadurch also seelisch reifen. Es wird das Evangelium wohl überall hingetragen werden, aber nicht überall geöffnete Türen finden, und so leuchten nur vereinzelt die Lichtlein auf und können das Dunkel der Nacht, das über die Erde gebreitet liegt, nicht verscheuchen. Nur dort wird es hell und klar sein, wo das Licht aus der Höhe angezündet ist, wo das direkt gebotene Wort in Empfang genommen wird, das in seiner Wirkung auf die Menschen unübertrefflich ist. Und so liegt es nicht am Wort selbst, es liegt auch nicht an der Tätigkeit der Boten Gottes, sondern am Abwehrwillen der Menschen, daß das göttliche Wort nicht die Verbreitung findet, die nötig ist, soll die Menschheit geistig gesunden und sich vorbereiten auf das letzte Gericht. Unzählige Fäden sind gesponnen zwischen Himmel und Erde, von der Erde selbst gehen ebenso zahlreiche Fäden nach allen Richtungen, überallhin dringt die Kunde von dem außergewöhnlichen Wirken Gottes, und es könnte sonach auch nach allen Richtungen Verbreitung finden, doch immer wieder laufen sich die Fäden tot, und es ist bei Achtung des freien Willens unmöglich, das göttliche Wort den Menschen zuzuführen, solange der Wille innerlich dagegensteht. Also muß unentwegt geworben und gearbeitet werden, und sowie nur ein einzelner Mensch die Botschaft aus der Höhe annimmt, ist ein großes Rettungswerk vollbracht, und um dieser einzelnen Seelen willen leitet Gott Sein Wort zur Erde, auf daß sie den Weg finden zu Ihm, bevor das Ende kommt, bevor es Nacht wird und jegliches Licht verlöscht. Amen. B.D. NR. 4539.

 

Buch 52 4540

Schicksal. Läuterungsmöglichkeiten.

14. Januar 1949. B.D. NR. 4540.

Lehnet euch nicht auf gegen das Schicksal, so es euch hart dünkt, ansonsten ihr euch auflehnet gegen Mich. Ich weiß es, daß und wie ihr leidet, daß aber auch dieses Leid für eure Seele nötig ist. Und so ihr für euch selbst ein besseres Los in der Ewigkeit wünschet, müsset ihr das Erdenleben betrachten als eine kurze Vorbereitungszeit für das eigentliche Leben in der Ewigkeit, die euch herrichten soll für dieses. Tauglich könnet ihr aber erst dann sein für das geistige Reich, so eure Seele Meine Nähe ertragen kann. Dieser Zustand also muß auf Erden erreicht werden, um ein Anwärter zu sein für das geistige Reich, und das erfordert eine strenge Schule, wo die Seele Läuterungsmöglichkeiten ausgesetzt ist, die ihr Erfolg eintragen sollen und auch werden, so sie willig ist. Also muß das Leben solche Läuterungsmöglichkeiten bieten, und diese bestehen nur in Gelegenheiten zu dienender Nächstenliebe oder in Leiden verschiedentlichster Art. Ihr Menschen seid nun im Liebeswirken sehr lau geworden und brauchet daher das zweite Läuterungsmittel - Leid in verschärfter Form. Niemals würde Ich die Menschen leiden lassen, weil Meine Liebe zu Meinen Geschöpfen übergroß ist. Doch ohne Leid würde kein Mensch reifen, sondern in größter Gefahr schweben, sich gänzlich von Mir zu lösen und der Materie anzuhangen. Und dieses will Ich verhindern, und so wende Ich oft Gewaltmittel an, Ich trete euch durch leidvolle Geschehen nahe, um euch zu veranlassen, zu Mir zu kommen, euch mit Mir zu verbinden und von Mir direkt die Kraft entgegenzunehmen, um nicht zu erliegen. Ich weiß um eure Entwicklung, um euren Willen seit Ewigkeit, und darum ist auch euer Schicksal Mein Werk und in weiser Voraussicht seiner Erfolgsmöglichkeit euch auferlegt. Und ihr sollt darum nicht murren oder klagen, sondern stets dessen eingedenk sein, daß Ich euch alles zugedacht habe, Freude und Leid, und so euch das Leid übermäßig drückt, erinnert euch daran, daß euer Erdenleben nicht mehr lang ist, daß aber erhöhtes Leid euch auch den geistigen Fortschritt sichert. Freuet euch, daß ihr leiden dürfet, denn Meine Liebe hat es euch zugedacht, weil Ich euch helfen will, vollkommen zu werden, um auf ewig mit euch vereint zu sein. Amen. B.D. NR. 4540.

 

Buch 52 4541

Existenz Gottes. Weltweise. Herz und Verstand.

15. Januar 1949 B.D. NR. 4541.

Dem Weltweisen fällt es oft schwer, an eine Gottheit zu glauben, weil sein Verstand andere Schlüsse zu ziehen genötigt ist durch ein Wissen, das aber nicht ganz der Wahrheit entspricht. Schon eine irrige Ansicht über die Entwicklung der Erde führt zu falschen Vorstellungen, und dann ist es schwer, einen ewigen Schöpfer gelten zu lassen, ein Wesen, Das durch Seine Kraftäußerung wohl erkennbar sein müßte, jedoch zumeist nicht erkannt werden will. Die Wissenschaft sucht alles zu beweisen. Wo ihr dies nicht möglich ist, gibt sie aber nicht ihre Unfähigkeit zu, sondern sie erkennt einfach nicht an, was ihrer Forschung unzugänglich ist. Und also baut sie auf einer falschen Anschauung auf, und zuletzt ist der Weg zur ewigen Gottheit so schwer zu finden, selbst wenn der Wille dazu vorhanden ist. Jegliche Forschung sollte damit beginnen, die Existenz Gottes klarzustellen, die zwar nicht bewiesen werden kann, doch geglaubt wird voller innerer Überzeugung. Dann wird jede Forschung einen schnellen und erfolgreichen Verlauf nehmen. Um aber zuerst zu diesem überzeugten Glauben zu gelangen, muß der Mensch trotz Verstandesschärfe letztere vorerst ausschalten und sich dem Empfinden des Herzens hingeben, er muß jegliche Wissenschaft beiseite lassen und einem Kind gleich sich von innen belehren lassen, d.h. als Wahrheit annehmen, was er sich empfindungsgemäß vorstellt oder wünscht. Er muß gewissermaßen wachen Auges träumen. Dann wird immer eine Gottheit ihm vorschweben, Die alles leitet und lenkt und von Der er sich getragen weiß. Der innerste Wunsch eines Menschen ist und bleibt eine starke Macht über ihm, nur der Weltverstand sucht diesen Wunsch zu ersticken, weil zum Verstand auch der spricht, der eine Gottheit verdrängen will, der aber zum Herzen des Menschen nicht gelangen kann und darum desto ärger den Verstand des Menschen zu beeinflussen sucht. Durch das Herz äußert Sich Gott, durch den Verstand Sein Gegner, wenn nicht das Herz stärker ist und den Verstand mit auf seine Seite zieht. Dann ist es auch möglich, verstandesmäßig Gott zu erkennen, und dann streben Herz und Verstand der ewigen Gottheit zu, dann wird auch die Wissenschaft auf anderem Fundament aufbauen, sie wird andere Schlüsse ziehen, die wahrlich keine Fehlschlüsse sind, denn sowie eine Forschung mit dem Glauben an eine Gottheit ihren Anfang nimmt, wird sie nicht ohne Erfolg bleiben und auch der Wahrheit nahekommen, ganz gleich, auf welchem Gebiet sie einsetzt. Dann wird Wissenschaft und Glaube nicht mehr im Widerspruch zueinander stehen, sondern sich nur ergänzen, und dann erst ist das Wissen frei von Irrtum, wenn es harmoniert mit dem Glauben an Gott als allmächtiges, weises und liebevolles Wesen, Das allem vorsteht, was war, ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4541.

 

Buch 52 4542

Entwicklung der Seele unabhängig von körperlichen Vorzügen.

16. Januar 1949. B.D. NR. 4542.

Die Beschaffenheit des irdischen Körpers hat nichts mit der Entwicklung der Seele zu tun, sie wirkt nur verschieden auf die Seele ein, so daß einem jeden Menschen vollauf Gelegenheit geboten ist, auszureifen auf Erden. Geistige Fähigkeiten können wohl zu einer schnelleren Vollendung führen, sind aber andererseits auch eine Gefahr für den Menschen, daß er sie auswertet in irdischer, d.h. materieller Weise und die Seele eher hindert als unterstützt in ihrem Aufwärtsstreben. Ein gut entwickelter Verstand sollte wohl leicht erkennen können den ewigen Schöpfer und Sein Wirken, doch zumeist ist ein primitiver Mensch gläubiger, der weniger den Verstand als sein Herz sprechen läßt, während der Verstandesmensch sich oft anmaßt, kraft seines Verstandes alles ergründen zu können, und daher ablehnt, was zu ergründen ihm nicht möglich ist. Was aber der Verstand allein nicht kann, ist mit der Kraft und Gnade Gottes möglich. Und so kann man wohl sagen, daß es eine Gnade ist, glauben zu können und in geistige Wahrheiten einzudringen, eine Gnade, die als Geschenk Gottes auch eine Aufwärtsentwicklung der Seele zeitigen muß. Dieses Gnadengeschenk aber will angefordert oder angenommen werden, ansonsten es unwirksam bleibt. Gott hat dem Menschen das Erdenleben gegeben zwecks Vervollkommnung der Seele, die noch in weitem Abstand weilt von Gott. Die Seele ist durch ihren mangelhaften Zustand schwach und unwissend, sie würde aus eigener Kraft niemals den Weg zur Höhe einschlagen und zurücklegen, so ihr Gott nicht helfen wollte stets und ständig. Und diese Hilfe ist Gnade, die in vielerlei Form an den Menschen herantritt, den Willen dessen wohl stark anregend, aber nicht ihn zwingend. Läßt sich nun der Mensch davon anregen, so wird die Gnade wirksam an ihm, verhält er sich ablehnend oder untätig, dann nützet er die Gnade nicht und kann nicht vorwärtsschreiten. Oft aber wird die Gnade Gottes nicht erkannt als solche, und nur offensichtliche Erscheinungen geistiger Entwicklung werden als Gnade von oben betrachtet und anerkannt. Daß aber ein jeder Mensch unentwegt Gnade empfangen kann und der Gnadenquell Gottes sich niemals erschöpft, ist den Menschen unbekannt, ja sie gehen sogar von der falschen Voraussetzung aus, daß die Menschen verschieden von Gott bedacht werden schon in ihrer körperlichen Beschaffenheit und also deshalb auch verschieden reifen können. Soviel steht fest, daß körperliche Vorzüge, Gaben, Talente und besondere Fähigkeiten ein seelisches Reifen oft erschweren, weil immer erst der Wille tätig werden muß und dieser viel eher geneigt ist, solche Vorzüge irdisch auszuwerten. Es sind also wohl gewissermaßen Gnadengaben, doch so sie nicht genützt werden, völlig unwirksam. Der Mensch steht ständig inmitten von Gnaden, weil die Liebe Gottes ständig auf Mittel bedacht ist, ihm zu verhelfen zur Höhe. Alles was an ihn herantritt, ist eine Hilfsmöglichkeit, und also ist auch alles Gnade, die stets wirksam sein wird, wenn der Mensch bewußt um Zufuhr von Gnade bittet, wenn er sich ständig verbindet mit Gott in Gedanken, durch Gebet oder durch Liebeswirken. Dann wird er auch die Gnaden nützen dem Willen Gottes gemäß. Eine Gnadengabe von besonderer Wirkung aber ist Sein Wort, das euch Menschen aus der Höhe geboten wird. Und wieder ist ausschlaggebend, ob es von den Menschen angenommen wird, ob die Gnadengabe wirksam wird an dem einzelnen und er Vorteil für seine Seele daraus ziehen will. Wer Gottes Wort hat, wer es annimmt aus der Höhe oder aus dem Munde Seiner Diener auf Erden, der hat wohl eine außergewöhnliche Ausreifungsmöglichkeit, also ist er im Besitz einer überaus großen Gnade Gottes, doch auch diese Gnade kann achtlos verworfen werden, so sie nicht als Gnade erkannt werden will. Und wieder kann der primitiv denkende Mensch im Vorteil sein, der sich empfindungsmäßig zu dem göttlichen Wort bekennt, während der mit allen Fähigkeiten gesegnete Mensch nur seinen Verstand sprechen läßt und verwirft, was das Herz gläubig annimmt. So können Gnaden ungemessen dem Menschen zugehen - sie wollen als Gnaden erkannt und angenommen werden, ansonsten sie völlig wirkungslos sind und bleiben und der Mensch in seiner Entwicklung stehenbleibt, weil er die Gnaden nicht nützet, die Gott aber in Seiner unendlichen Liebe allen Seinen Geschöpfen zuwendet, weil Er will, daß alle selig werden. Amen. B.D. NR. 4542.

 

Buch 52 4543

Letzte Stunde. Einbruch der Nacht. Lichtträger.

17. Januar 1949. B.D. NR. 4543.

Die Weltenuhr zeigt die letzte Stunde an. Wisset ihr, was das bedeutet? Daß ihr kurz vor dem Ende steht, daß dann eine Nacht anbricht von entsetzlicher Dunkelheit für alles Geistige, das nicht zum Licht, zu Mir, gefunden hat. Noch aber ist leichtes Dämmerlicht gebreitet über die Erde, noch gibt es Lichtstrahlen, die im Umkreis leuchten und es den Menschen möglich machen, den Weg zu finden. Und diesen Lichtstrahlen sollet ihr euch zuwenden, ihr sollt nicht glauben, daß sie ständig leuchten, denn so die Nacht hereingebrochen ist, wird auch dieses Licht dorthin getragen werden, wo es keine Finsternis gibt, wohin ihr Menschen aber nicht mehr gelangen könnet, so ihr nicht zuvor schon den rechten Weg eingeschlagen habt. Beeilet euch, denn nur noch kürzeste Zeit brennen die Lichtlein, die eure Rettung sein können. Die ersten Schatten der Nacht senken sich schon herab, und was die Nacht bedeutet für euch Menschen auf dieser Erde, das gebe Ich euch ständig kund. Größte Finsternis umfängt euch und macht euch unfähig zu jeglicher Tätigkeit. In qualvoller Umgebung werdet ihr weilen und euch nicht frei machen können von den Fesseln, in die ihr geschlagen werdet ob eures Verlangens nach den Gütern dieser Erde. Und es wird kein Leben mehr in euch sein, keine Kraft zur Tätigkeit, denn die Finsternis lähmet alle Kraft, die der Mensch sonst sein Eigen nannte. Und die Nacht wird endlos währen, ehe wieder ein Strahl des Lichtes durchbrechen wird. Noch ist Licht auf Erden trotz der vorgeschrittenen Tageszeit, noch leuchtet Meine Gnadensonne vereinzelt und sucht auf die Menschenherzen einzuwirken, noch liegt der Weg nach oben erkenntlich vor euch, noch treten euch immer wieder Lichtträger in den Weg, euch aufmerksam machend auf die Unebenheiten und Gefahren, die euch drohen, so die Nacht euch überrascht. Doch ihr könnet den Weg noch zu Ende gehen, so ihr nicht säumig seid; er ist nur ganz kurz, und die einbrechende Nacht kann euch schon am Endziel finden und euch nicht mehr schaden, wenn ihr nur euch beeilet, auf den rechten Weg zu gelangen, und dem Licht nachgeht, das allerorten angezündet ist für die irrenden Wanderer, auf daß sie recht gehen und zum Ziel gelangen. Doch wehe, wenn die Nacht sich niedersenkt und ihr in der Finsternis steht und kein Lichtlein mehr erblicken könnet - dann ist euer Los entschieden, dann gibt es für euch endlose Zeiten keine Helligkeit mehr, ihr müsset schmachten in der Nacht des Todes, und euer Los wird ein bitteres sein durch eigene Schuld. Amen. B.D. NR. 4543.

 

Buch 52 4544

Folget Mir nach.

18. Januar 1949. B.D. NR. 4544.

Folget Mir nach, und ihr werdet das Ziel schon auf Erden erreichen, das euch gesetzt ist seit Anbeginn. Ihr müsset euch eines Liebelebens befleißigen, das euch Dem ganz naheführt, Der die ewige Liebe Selbst ist. Und so ihr euch nun Meinen Erdenwandel vor Augen haltet und ihr Mich um des Erlösungswerkes willen um Verstärkung eures Willens bittet, wird es euch auch ein leichtes sein, in der Liebe zu leben, denn Ich helfe euch und führe euch ständig Gelegenheiten zu, wo ihr euren Liebewillen tätig werden lassen könnet, so es euch dazu drängt. Mein Leben auf Erden war nur ein Ausüben uneigennütziger Nächstenliebe. Und die Folge war der Zusammenschluß des Vaters, der ewigen Liebe, mit Mir, so daß Ich über Seine Kraft und Macht, über Licht und Weisheit verfügen konnte gleich Meinem Eigentum. Ich war erfüllt von Seinem Geist, von Seiner Kraft und Seinem Licht. Und also war Mir alles möglich, weil Gott Selbst in Mir wirkte. Ich habe als Mensch den Beweis geliefert, daß es nichts Unmögliches ist, voll des göttlichen Geistes zu sein, daß also ein jeder Mensch fähig ist der Wunder und Zeichen, die Ich gewirkt habe, daß der Mensch selbst sich dazu formen kann, daß er als Ebenbild Gottes sich alle Kräfte dienstbar machen kann und also auch alles vollbringen, was er will. Folget Mir nach. Euch steht die ganze Kraft Gottes zu Gebote, Er legt euch keine Beschränkung auf, Er gibt ungemessen, und ihr dürfet euch alles dessen bedienen, was Er austeilen will, weil Er euch liebt. Folget Mir nach - lebet ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe, und ihr werdet vollkommen werden und euch ständig der Liebe und Gnade Gottes erfreuen können. Ich spreche als Mensch zu euch, wie Ich als Mensch auf Erden wandelte, Der göttliche Kraft Sich gleichfalls erringen mußte durch ein Leben in Liebe, die zum Zusammenschluß mit der ewigen Gottheit auch nur gelangen konnte durch die Liebe. Ich zeige euch den Weg, den ihr nur zu beschreiten brauchet, um auch dann die Wahrheit Meines Wortes zu erkennen. Lasset euch von Mir auf diesen Weg drängen, leistet Mir keinen Widerstand, versuchet euch im Liebeswirken, und eure Kraft wird sich steigern, euer Liebewillen angeregt werden, denn die Liebe selbst ist Kraft und so ihr sie ausübet, strömt auch das, was ihr gebet, wieder als Kraft zu euch zurück. Versuchet es, lasset euch Meine Worte zu Herzen gehen, lasset euch rufen von Mir, und folget Mir nach. Ich bin der Rufer in der Wüste eures Lebens. Alles droht zu verdorren um euch, so ihr nicht mit dem göttlichen Liebestrom das trockene Gebiet bewässert - so ihr nicht durch die Liebe alle guten Triebe zur Entfaltung bringet und die Kraft in euch vermehret. Lasset Meinen Ruf nicht ungehört verhallen, achtet seiner und bedenket, daß Ich nichts Unmögliches von euch fordere, denn Ich Selbst gab euch als Mensch ein Beispiel dafür, was die Liebe und der Wille eines Menschen zu leisten imstande ist. Folget Mir nach, und ihr werdet selig sein und bleiben bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4544.

 

Buch 52 4545

Notwendigkeit und Segen der geistigen Arbeit.

19. Januar 1949. B.D. NR. 4545.

Nur was ewig bleibt, ist von Wert für die Seele, und nur, was der Seele Erfolg einträgt, soll angestrebt werden, ansonsten der Mensch seine Kraft verschwendet, die ihm gegeben wird zwecks Aufwärtsentwicklung der Seele. Des Menschen Gedanken kreisen ständig um irdische Fragen und Verpflichtungen, doch dem geistig Strebenden werden alle diese Fragen gelöst, und jeder Beistand wird ihm gewährt zur Erfüllung irdischer Pflichten. Und darum ist das geistige Streben das Wichtigste, kommet doch der Mensch dann beiden nach insofern, als daß ihm geistige Wesen beistehen auch bei irdischen Anforderungen, sowie der Mensch zuerst seiner Seele gedenket und deren Anforderungen entspricht. Euch Menschen aber fehlt der Glaube an die Unterstützung durch jenseitige Kräfte, weshalb euch irdische Sorgen stets und ständig drücken und euch hindern an der geistigen Tätigkeit, die ihr für Mich und Mein Reich zu leisten euch Mir angeboten habt. Weshalb traget ihr Bedenken, der Arbeit nicht gewachsen zu sein? Wenn Ich euch Meinen Beistand zusage, könnet ihr bedenkenlos jegliche Arbeit verrichten, sie wird von Mir gesegnet sein und daher auch immer für euch ausführbar, sowie ihr die geistige Arbeit allem voranstellt und euch dadurch Meinen Segen sichert. Ich brauche euch und helfe euch daher auch in jeder Weise. Die geistige Not der Menschen wird immer größer, die Hilfsmöglichkeit immer geringer, weil sich wenige Menschen nur finden, die ihre Sinne geistig gerichtet haben und daher tauglich sind als Bindeglied zwischen Mir und den Menschen. Durch diese nur kann Ich den Menschen helfen in ihrer großen Not, weil Ich durch sie zu ihnen reden kann.

Und es ist nötig, daß Ich zu den Menschen rede - sie erkennen zwar Meine Stimme nicht, sie legen den Worten, die durch Menschenmund an ihr Ohr dringen, keine große Bedeutung bei; dennoch müssen sie es vernehmen, was Ich ihnen zu sagen habe, auf daß sie keine Unkenntnis vorschützen können, so sie sich verantworten müssen. Sie sollen Kenntnis haben von Meinem Willen und diese Kenntnis von Meinen Dienern auf Erden entgegennehmen. Verständlicherweise werde Ich nun auch Meinen Dienern geben auf Erden, was sie benötigen, weil sie bereit sind, Mir zu dienen. Doch immer müssen sie die Tätigkeit für Mich und Mein Reich in den Vordergrund stellen, dann wird ihnen jede irdische Sorge abgenommen, sie werden versorgt werden wie Kinder, denen die ganze Vaterliebe gilt. Die Arbeit für Mein Reich ist äußerst wichtig, denn die irdische Welt vergeht, die Seele aber vergeht nicht mit ihr, sondern sie führt ihr Leben weiter im jenseitigen Reich, und ihrer soll daher als erstes gedacht werden, dann wird auch die irdische Arbeit gesegnet sein, sie wird geleistet werden können, weil dem Menschen Unterstützung von geistigen Wesen gewährt wird, der als Arbeiter im Weinberg des Herrn tätig ist. Amen. B.D. NR. 4545.

 

Buch 52 4546

Erreichen der Gotteskindschaft.

20. Januar 1949. B.D. NR. 4546.

Ihr seid nun in ein Stadium der Entwicklung eingetreten, wo es die letzte Entscheidung gilt, die ihr noch auf Erden zu treffen habt. Es ist dies das Ende eurer Erdenlaufbahn, daß ihr euch offen bekennen müsset, welcher Macht ihr untertan sein wollet und wo dieser Entscheid nun für euer Los in der Ewigkeit bestimmend ist. Sonach ist dann euer Entwicklungsgang auf Erden beendet. (22.1.1949) Eure Seele tritt dann aus der Sphäre irdisch materieller Schöpfungen in die geistige Sphäre ein, wo sie nun auch noch ihren Entwicklungsgang fortsetzen kann, so sie die dazu nötige Kraft hat, aber auch verharren kann in ihrem Entwicklungsgrad oder zurücksinken in einen früheren Grad der Entwicklung. Doch eine Möglichkeit ist ihr genommen - den Grad der Gotteskindschaft zu erwerben, den sie aber auf Erden erringen kann. Der letzte Entscheid des Menschen auf dieser Erde ist darum so bedeutungsvoll, weil er das Kindschaftsrecht zur Folge hat, so er richtig ist, also der Mensch die Erdenlebensprobe im Willen Gottes bestanden hat. So dieser letzte Glaubensentscheid von euch Menschen gefordert wird, müsset ihr euch der Tragweite dessen bewußt sein, denn dann entscheidet ihr selbst über eure Ewigkeit, euch steht das Köstlichste zu Gebote, mit Händen zu greifen, das Ziel und Streben der Menschen auf Erden sein soll: die Gotteskindschaft. Es werden große Anforderungen an euch gestellt, und unter schwersten Bedingungen müsset ihr euch den Lohn erwerben, doch der Kampf, der euch daraus erwächst, dauert nur kurze Zeit, um einem herrlichen Sieg zu weichen - das seligste Los in der Ewigkeit. Die Gotteskindschaft zu besitzen ist gleichbedeutend mit fühlbarer Vaterliebe, ständiger Gegenwart Gottes, Licht und Kraft unbegrenzt und immerwährender Anschauung Gottes und ein ständiges Verweilen in lichtvollster Umgebung, sei es im geistigen Reich oder auf der neuen Erde, die als Paradies den Kindern Gottes nun zum Aufenthalt wird für den Beginn der neuen Erlösungsepoche. Die Seligkeit wiegt wahrlich die Härten und Leiden der letzten Kampfzeit auf dieser Erde auf, zudem werden die Menschen außergewöhnliche Stärkung erfahren, die den Willen haben, Gott treu zu bleiben und Seinen Willen zu erfüllen. Es wird also wohl den Ungläubigen untragbar erscheinen, was die Gläubigen für ihren Glauben auf sich nehmen, doch der Gläubige selbst wird durch die Kraft- und Gnadenzufuhr von Gott fähig sein, jeder Drangsal standzuhalten. Denn er ist schon auf einem Entwicklungsgrad angelangt, wo Gottes Kraft unmittelbar auf ihn überströmen kann. Dennoch wird es auch schwache Menschen geben, die in Gefahr sind abzufallen und derer Gott Sich erbarmet, weil Er um ihren Willen weiß von Ewigkeit. Und es werden daher noch zuvor viele in das geistige Reich eingehen, auf daß sie dort ihren Entwicklungsgang fortsetzen können und nicht in die Gefahr des Abfalls von Gott geraten ob ihrer Willens- und Glaubensschwäche. Doch unweigerlich nimmt die Entwicklung auf dieser Erde ein Ende. Unweigerlich wird die Erde mit ihren Schöpfungen eine totale Umwandlung erfahren, unweigerlich wird alles Leben auf ihr ersterben, der Tod wird reiche Ernte halten, dies aber geistig gesehen, denn wer am Ende noch am Leben bleibt, der gehört in die Schar jener Gotteskinder, die lebenden Leibes entrückt werden von dieser Erde, alle anderen aber sind eine Beute des Todes, die ihr Leibesleben verlieren und deren Seelen auch als völlig geistig tot in die härteste Materie, in die Neuschöpfungen der Erde, gebannt werden, weil eine Aufwärtsentwicklung im geistigen Reich für sie unmöglich geworden ist. Das jetzt zu erwartende Ende ist überaus bedeutsam und kann euch Menschen nicht verantwortungsvoll genug dargestellt werden. Doch beachten werden diese Hinweise nur wenige, nur der kleine Kreis Gottgetreuer, die nach der Kindschaft Gottes streben und darum auch unterrichtet sind von dem ewigen Heilsplan Gottes, von dem Ende und dem letzten Gericht. Und diesen wird das Wissen auch die Kraft verleihen auszuhalten, bis der Herr Selbst in den Wolken kommt, um die Seinen heimzuholen, so es an der Zeit ist. Amen. B.D. NR. 4546.

 

Buch 52 4547

Ausgleichende Gerechtigkeit. Sünde und Sühne.

24. Januar 1949. B.D. NR. 4547.

Der Gott der Gerechtigkeit gleicht alles aus, und so wird das Gebaren der Menschheit wohl seine Sühne finden, doch nicht immer so, wie die Menschen es für richtig halten. Gottes Weisheit erkennt die Schwäche der Menschen, den sittlichen Reifegrad und den mangelhaften Zustand der Seelen, und so greift Er mitunter zu Mitteln, die auch das Gegenteil bewirken können, weil der Mensch selbst der Tiefe zustrebt, solange er dort noch einen Vorteil erhofft. Er muß sich daher erst frei zu machen suchen von irdischen Begierden, ansonsten das Unrecht immer größer wird und die Gerechtigkeit Gottes stets mehr und mehr auszugleichen hat, was schwerste Zeit auf Erden und ein oft unerträgliches Los im Jenseits bedeutet. Denn jedes Unrecht muß gesühnt werden, es sei denn, der göttliche Heiland und Erlöser nimmt die Schuld auf Sich und sühnet sie durch Seinen Kreuzestod, was aber völlige Hingabe an Ihn voraussetzt und den Willen zu einem Lebenswandel nach Seinen Geboten. Dann hat der Mensch schon die Stufe einer Besserung erreicht, die ihm die Vergebung seiner Sünden sichert. Wer aber nicht an das Erlösungswerk Christi glaubt, muß unweigerlich die Schuld selbst abbüßen auf Erden oder im Jenseits. Die Welt aber liegt unermeßlich tief in der Sünde, und unermeßlich groß ist daher auch die Not, die sich irdisch auswirkt und Ungerechtigkeiten über Ungerechtigkeiten neu gebärt. Wer sie erkennt und verabscheut, der hat keinen Teil mehr daran, doch er wird darunter leiden, weil die Finsternis von jedem nach Licht verlangenden Menschen als Qual empfunden wird. Doch die Stunde des Gerichtes ist nicht mehr fern, die Vergeltung bleibt nicht aus, und darum sollt ihr Menschen nicht an der Gerechtigkeit Gottes zweifeln. Es muß dem Willen des Menschen sowohl als auch dem Treiben des Satans freier Lauf gelassen werden, auf daß sich die Menschen entäußern ihrer wahren Triebe, auf daß der Willensentscheid jedes einzelnen getroffen werde, der gut oder böse sein kann, und daher auch Gutes und Böses gesehen werden muß, um es zu tun oder zu verabscheuen. Aber denket nicht, daß die Sühne ausbleibt. Denn einmal kommt der Tag, wo sich jeder einzelne verantworten muß für sein Denken, Wollen und Handeln - und je näher das Ende ist, desto deutlicher erkennbar ist das Wüten der Mächte der Finsternis und daher auch der Ansturm gegen die Gerechten, die zurückschrecken vor den Teufeln in Menschengestalt und nach Gottes Gerechtigkeit rufen. Die Sühne aber bleibt nicht aus. Amen. B.D. NR. 4547.

 

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