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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 50

B.D. NR. 4053 - B.D. NR. 4176
31.5.1947-26.u.27.11.1947

Inhaltsverzeichnis von Buch 50

 

Inhaltsübersicht

4053 4054 4055 4056 4057  4058 4059 4060 4061 4062
4063 4064 4065 4066 4067a 4067b 4068 4069 4070 4071
4072 4073 4074 4075 4076  4077 4078 4079 4080 4081
4082 4083 4084 4085 4086  4087 4088 4089 4090 4091
4092 4093 4094 4095 4096  4097 4098 4099 4100 4102

4103 4104 4105 4106 4107  4108 4109 4110 4112 4113
4114 4115 4116 4117 4118  4119 4120 4121 4122 4123
4124 4125 4126 4127 4128  4129 4130 4131 4132 4133
4134 4135 4136 4137 4138  4139 4140 4141 4142 4143
4144 4145 4146 4147 4148  4149 4150 4151 4152 4153

4154 4155 4156 4157 4158  4159 4160 4161 4162 4163
4164 4165 4166 4167 4168  4169 4170 4171 4172 4173
4174 4175 4176

 

Buch 50 4053

Sünde wider den Geist.

31. Mai 1947. B.D. NR. 4053.

Als Sünde wider den Geist muß es betrachtet werden, wenn die Menschen das ihnen von Mir gebotene Wort als Wahrheit erkennen und sie es doch nicht annehmen wollen, d.h. Meine Diener auf Erden zurückweisen oder keinen Wert darauf legen, Mein Wort in Empfang zu nehmen. Es ist eine besondere Gnade, so dem Menschen Mein Wort vermittelt wird, denn es ist das Brot, das aus den Himmeln kommt und daher auch von besonderer Wirkung ist auf die menschliche Seele. Es ist gegeben durch die Stimme des Geistes, es ist Mein Geist, der sich mit dem Geistesfunken im Menschen verbindet, es ist höchstes Geistesgut, eine Gnadengabe von so unfaßbarem Wert, und es soll mit Dank empfangen werden und als köstliche Gnadengabe auch gewertet werden von dem, der es als Mein Geschenk erkennt, der sich von der Wahrheit berührt fühlt, der es inhaltsmäßig als wertvoll, als göttlichen Ursprungs anerkennen muß. Und verständlicherweise versündigt sich ein solcher Mensch gegen den Geist, so er Mein Wort gleichgültig hinnimmt, so er sich sträubt, den Inhalt sich zu geistigem Eigentum zu machen, indem er darüber nachdenkt und Stellung nimmt zu seinem Inhalt. Denn ihm bin Ich Selbst nahegetreten, und er beachtet Mich nicht; Ich habe an seine Tür geklopft und Einlaß begehrt, und er nimmt Mich nicht auf; Ich rede zu ihm, und er hört Mich nicht an; Ich biete ihm Brot und Wein an, Mein Fleisch und Mein Blut, und er weiset zurück, was ihm Erquickung und Stärkung sein soll für seinen Erdenlebensweg. Und wem Ich einmal nähergetreten bin, ohne Aufnahme gefunden zu haben, der wird sehr lange ringen müssen, ehe ihm wieder die Gnade zuteil wird; er wird nicht leichtlich wieder eingeladen werden von Mir zum Abendmahl, denn er nahm Meine erste Einladung nicht an. Und es ist die Sünde wider den Geist überaus schwerwiegend, denn sie kann völlige Erkenntnislosigkeit nach sich ziehen, es kann der Mensch völlig erblinden im Geist, weil Ich Selbst ihm dann die Erkenntnisfähigkeit nehme, so er einmal das Licht zu verlöschen sucht durch seine Weigerung, weil er wohl das Leuchten des Lichtes wahrnimmt und doch nicht den Weg beschreitet, der ihm hell erleuchtet wird; weil er lieber auf dem alten Weg weiterwandelt, von dem Ich ihn herüberleiten will auf den rechten Weg. Wer des Geistes Wirken erkennen kann, der hat auch die Verpflichtung, von dem Inhalt der Kundgaben Kenntnis zu nehmen, die Meinem Reich entstammen, denn Ich entbiete wahrlich ein köstliches Gut den Menschen auf Erden, und so der Glaube vorhanden ist, daß das geistige Gut von Mir seinen Ausgang nahm, muß es auch gewertet werden als göttliches Geschenk, es muß voller Freude empfangen und überallhin verbreitet werden, auf daß auch die Mitmenschen in den Segen Meiner Offenbarungen kommen, die nicht fähig sind, selbst die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen. Und die es als Mein Geschenk entgegennehmen, werden gesegnet sein, denn sie empfangen Mich Selbst und stehen fortan in Meiner Gnade. Ich Selbst bin nun bei ihnen, und Meine Gegenwart sichert ihnen ständige Führerschaft, ständige Hilfe in jeder Not und ein Gnadenmaß, das sie selbst durch ihre Liebe zu Mir erhöhen können und sicher ihr Ziel erreichen auf Erden - daß sie zum Lichtwesen sich gestalten, weil Mein Wort ihnen gleichzeitig Kraft vermittelt, weshalb verständlicherweise jeder Mensch leer ausgeht, der sündiget wider den Geist. Amen. B.D. NR. 4053.

 

Buch 50 4054

Überlieferung des göttlichen Wortes auf der neuen Erde.

1. und 2. Juni 1947. B.D. NR. 4054.

Eine kleine Schar nur wird es sein, die Mein Kommen erwartet vor dem jüngsten Gericht; wenige Menschen nur, die Ich zu den Meinen zählen kann, die im Glauben stark bleiben und Mich bekennen vor der Welt und die daher angefeindet werden in jeder Weise und um ihr Leben bangen müßten, wäre ihr Blick nicht geistig gerichtet und ihr Denken geistig gesinnt. Diese kleine Gemeinde aber weiß um das Ende, sie erwartet Mich im tiefsten Glauben und erträgt darum auch die äußerste Notzeit mit einer Standhaftigkeit, sie bekennet Jesus vor der Welt als Gottes Sohn, und darum hole Ich sie empor zu Mir und gebe ihnen einen paradiesischen Ort zum Aufenthalt, bis sie die neugestaltete Erde wieder betreten dürfen. Diese kleine Schar hat die Aufgabe, Mein Wort ihren Nachkommen zu überliefern, auf daß es wieder unverfälscht dargeboten wird, wie Ich es den Menschen übermittelt habe und als Grundlehre des Christentums auf der neuen Erde verbleiben soll. Denn Ich sorge auch weiterhin für die Meinen, und zu den Meinen gehören alle, die sich in Meinen Willen fügen, die danach trachten, zu Mir zu gelangen, und die deshalb auch liebetätig sind, weil das Verlangen nach Mir schon der Ausdruck ihres Liebeempfindens ist, der sich auch dem Nächsten gegenüber äußert. Diese also erfüllen Meine Gebote, und diesen übermittle Ich auch Mein Wort direkt oder indirekt. Mein Wort enthält die Lehre, die Jesus Christus auf Erden gepredigt hat, weil Er von Meinem Liebegeist durchdrungen war, denn der Mensch Jesus hatte die Vereinigung mit Mir gefunden schon auf Erden, und auf daß auch die Menschen auf der neuen Erde zu dieser restlosen Vereinigung mit Mir kommen sollen, müssen sie von der Lehre Christi unterrichtet werden, also die reine Wahrheit, die nun aus den Himmeln euch Menschen geboten wird, muß als Mein Wort mit hinübergenommen werden auf die neue Erde, wo sie in ihrer ganzen Tiefe und Weisheit erkannt wird als Botschaft aus der Höhe, als unmittelbare Belehrung Gottes. Und darum wird sie auch die Grundlehre bleiben auf lange Zeit, bis die Menschen wieder materieller geworden sind und wieder ihrerseits Verbesserungen und Änderungen vornehmen an Meinem Wort, was schon wieder der nächste Anlaß ist, von ihren Erkenntnissen abzukommen und ihren Geisteszustand zu verfinstern und Mich zu bestimmen, Mein Wort wieder zur Erde zu leiten. Doch vorerst wird es unverfälscht bleiben und Verbreitung finden. Es wird jedes Wort als Meine Gabe anerkannt werden, und die Menschen werden Mich lieben und Mir dienen, sie werden einander Liebe geben und glücklich sein auf Erden. Denn sie leben in ständiger Verbindung mit Mir und sind daher auch Licht- und Kraftempfänger, weil Meine Nähe sich so auswirken wird, daß sie kraftvoll und weise werden, wie Ich es verheißen habe. Amen. B.D. NR. 4054.

 

Buch 50 4055

Vaterworte an Seine Diener auf Erden.

3. Juni 1947. B.D. NR. 4055.

Alle eure Sorgen sind hinfällig, so ihr bedenket, wie nahe das Ende ist. Wer sich zur Arbeit für das geistige Reich entschlossen hat, der soll stets daran denken, welche Aufgabe ihm zugewiesen ist und welche Willenskraft er dazu benötigt, will er diese Aufgabe restlos ausführen. Und also soll er nur immer streben, erhöhte Willenskraft in Empfang zu nehmen, er soll sich an Mich wenden und solche anfordern, und Ich werde sein Gebet wahrlich nicht unerhört lassen, Ich werde durch Meinen Geist in ihm wirken, Ich werde sein Denken beeinflussen, seinen Willen in die rechte Richtung lenken und ihm so den Weg zu Mir zeigen, und er wird ihn einschlagen, weil Meine Liebe ihn zieht. Er ist Mein Eigentum, er hat sich selbst Mir als Eigentum hingegeben, und was Ich einmal besitze, gebe Ich ewiglich nicht mehr frei, Ich ziehe es mit verstärkter Kraft zur Höhe, Ich lasse es keinen Irrweg gehen, denn Ich gehe ständig neben ihm einher, es stützend und haltend, wenn es schwach zu werden droht oder in Gefahr ist zu fallen. Was Mein ist, das kann getrost jeden Schritt tun auf Erden, denn Ich breite Meine Hände unter dessen Füße und trage es hinweg über alle Fährnisse des Lebens. Es ist Mein Anteil geworden durch seinen Willen, und was Mein ist, kann nicht mehr verlorengehen. Und darum müsset ihr euch fügen in jede Veränderung eurer Lebenslage, ihr müsset in allem, was euch beschieden ist, Meinen Willen erkennen und wissen, daß Meine Liebe euch besonders gilt und sie Mich bestimmt, einzugreifen, wenn die Welt sich vordrängen will und die Meinen in Bann zu schlagen sucht. Gehet sorglos euren Weg, und vergesset nicht, daß Ich immer mit euch wandle, daß Ich euch blumenreiche Wege führe, weil Meine Liebe euch auch mit Freuden bedenken will auf Erden, wie ihr aber auch über Disteln und Dornen gehen müsset, weil Meine Weisheit dies als segensreich für eure Seelen erkennt. Und so lasset Mich nur euer ständiger Führer und Begleiter sein, rufet Mich, so ihr des Weges unkundig an einer Kreuzung stehet, und ihr werdet offensichtlich erfahren, daß Ich an eurer Seite stehe und euch sanft auf den Weg dränge, den ihr verfolgen sollet bis zum Ende - der euch zu Mir führt, in das geistige Reich, wo Seligkeit und Frieden euch erwartet, die nimmermehr ihr auf Erden finden werdet. Amen. B.D. NR. 4055.

 

Buch 50 4056

Zusammenarbeit für das Reich Gottes. (Persönlich)

5. Juni 1947. B.D. NR. 4056.

In voller Eintracht sollet ihr leben und euch Meine Gebote zur Richtschnur eures Lebenswandels machen, ihr sollt jede erdenkliche Hilfeleistung ausführen, so ihr dem Mitmenschen dadurch Liebe entgegenbringet und wieder Liebe erwecket. Ihr sollt euch nicht trennen, nicht einzelne Wege gehen, sondern miteinander wandeln, wie Ich es bestimmt habe seit Ewigkeit. Je inniger ihr verbunden seid in Liebe, desto mehr öffnet ihr eure Herzen den geistigen Strömungen, weil diese nur wirken können dort, wo Liebe ist. Dann aber wird auch euer Erdenleben erfolgreich für die Seelen zurückgelegt werden, so die Liebe vorherrschend ist, denn wo Liebe ist, ist auch Meine Gegenwart gewährleistet, und Meine Gegenwart bedeutet Aufstieg zur Höhe, Seligkeit schon auf Erden und dereinst in der Ewigkeit. Lasset nicht voneinander aus eigenem Antrieb, sondern bleibet verbunden, solange Ich euch nicht trenne durch Meinen Willen. Ihr habt eine Aufgabe, die ihr erfüllen müsset, und diese erfordert Zusammenarbeit - ihr habt eine Mission auszuführen, die von euch ganzen Einsatz fordert, und dieser Mission wegen habe Ich euch zusammengeführt, und es ist wahrlich nicht Mein Wille, daß eine Änderung von euch selbst getroffen wird, bevor Ich nicht ändernd eingreife in euer Leben, denn die Zeit muß erst erfüllt werden, und in dieser Zeit ist euer gemeinsames Wirken von größtem Segen, wenngleich ihr dies jetzt noch nicht erkennt. Doch viel zu schnell wird die Zeit da sein, von der geschrieben steht, und dann werdet ihr auch die Notwendigkeit eurer Bindung einsehen, ihr werdet euch Mir gänzlich anvertrauen und könnet dies nur im festen Glauben an Mich, den ihr noch zu größerer Stärke bringen müsset um der Mission willen, die auf euch wartet, weshalb Ich eure Schritte so lenke, daß sie vorerst euch unerklärlich sind. Noch vergeht eine kurze Spanne Zeit, und die sollet ihr nützen zu eifriger Liebetätigkeit, sowohl dem Mitmenschen gegenüber wie unter euch allein. Ihr sollt geben, was dem anderen begehrenswert dünkt, ihr sollt hilfsbereit sein und keinen Mangel an Kraft fürchten, denn Ich gebe euch diese in vermehrtem Maße, sowie die Stunde eures Wirkens für Mich gekommen ist. Und dann werdet ihr es einsehen, wie wichtig eure Zusammenarbeit ist im Dienst für das Reich Gottes. Dann werdet ihr Mich lieben mit aller Innigkeit, ihr werdet es erkennen als Mein Wirken und Walten, das nur der Erlösung des unfreien Geistigen gilt, wozu auch ihr Menschen gehöret, die Ich erretten will vor dem Untergang, bevor das Ende gekommen ist. Ihr aber sollet Mir dienen bis an das Ende. Amen. B.D. NR. 4056.

 

Buch 50 4057

Wirkung der Kraft aus Gott.

7. Juni 1947. B.D. NR. 4057.

Daß sich die Kraft aus Gott den Menschen mitteilt, die ihre Herzen Ihm öffnen, so sie im Geist und in der Wahrheit zu Ihm beten, ist erkennbar an dem Willen des Menschen, der sich stets mehr und mehr Gott zuwendet, das Gute anstrebt und das Böse verabscheut. Denn die Kraft aus Gott hat immer fördernde Wirkung, sie wird immer zu Gott hinführen, sie ist gewissermaßen das Anziehungsmittel, das Gott anwendet, um Seine Geschöpfe Sich Selbst wieder zuzulenken, und wer sich also von der Kraft Gottes durchströmen lässet, wer sie bewußt in Empfang nimmt, weil er sie innig begehrt, der wird auch mit Sicherheit sein Ziel erreichen, er wird den Zusammenschluß mit Gott finden, denn die ihn durchströmende Gotteskraft gestaltet sein Wesen so, daß es sich dem Wesen Gottes angleichet, zur Liebe wird und jede Kluft überbrücket, daß es sich endlich Gott völlig hingibt und so sich vereinigt mit der ewigen Liebe, die darum Kraft ungemessen den Menschen vermitteln möchte, um sie dadurch zu gewinnen für ewig. Wie aber die Kraft aus Gott sich äußert, das hängt vom Willen des Menschen ab, er kann bitten zu Gott in der Erkenntnis seiner Unzulänglichkeit, und das veranlaßt Gott, ihm beizustehen in jeder Schwäche, also kommt die Hilfeleistung für den Menschen in Form von Stärkung, die sich in erhöhter irdischer Tätigkeit sowohl als auch in vermehrtem geistigen Streben bemerkbar macht, daß der Mensch mit einer Selbstverständlichkeit den Weg geht, der nach oben führt. Er kann keinen anderen Gedanken mehr haben als den, sein Ziel zu erreichen auf Erden und Gottes Willen zu erfüllen, und sein Streben gilt Gott und läßt alles Irdische unbeachtet, soweit es nicht in seinen Pflichtenkreis gehört, in den ihn Gott Selbst gestellt hat. Gott ziehet ihn, denn Er will Seine Geschöpfe selig machen, und also ist es eine Gnade, es ist Gott Selbst, Der das Geistige im Menschen Sich zugewandt macht, vorausgesetzt, daß der Wille des Menschen Ihm das Recht einräumt, sich Seinem Willen unterstellt aus eigenem Antrieb und den göttlichen Willen jederzeit voranstellt und dies bekundet durch sein Gebet, das ihm Kraft und Gnade ungemessen einträgt. Amen. B.D. NR. 4057.

 

Buch 50 4058

Schwere Lebensverhältnisse. Gottes Führung und Hilfe.

7. Juni 1947. B.D. NR. 4058.

Völlig andere Lebensverhältnisse werden auch eine völlig andere Lebensführung bedingen, und es werden die Menschen sich vor Aufgaben gestellt sehen, die ihnen undurchführbar scheinen und die doch gelöst werden müssen, weil sie eine Lebensnotwendigkeit sind. Und nun werden sich die Meinen bewähren müssen, d.h., sie werden die Kraft des Glaubens erproben und vollvertrauend Meine Hilfe erwarten müssen, und es wird ihnen geholfen werden. Dies ist die Zeit, da die Menschen, die im tiefen Glauben stehen, den Ungläubigen ein Zeugnis geben werden, was der gläubige Mensch vermag, so er auf die Hilfe Gottes vertraut, so er sich Mir im tiefen Glauben überlässet und die größte Not Mir im Gebet vorträgt. Ihnen wird geholfen werden, und das Leben wird für sie erträglich sein, wenn auch sehr schwer.

Doch ihnen gab Ich auch die Verheißung, die Ich auch nun in Erinnerung bringe: daß Ich die Tage verkürzen werde um der Meinen willen. Und so rückt die Stunde immer näher heran, da Ich kommen werde in den Wolken, und es wird diese Meine Wiederkunft eine wahre Erlösung bedeuten für die Meinen, die in schwerster Bedrängnis sich befinden und Meine offensichtliche Hilfe benötigen. Solange sie noch auf Erden leben, sind sie auch den Leiden ausgesetzt, d.h., sie sind noch nicht völlig unempfindlich gegen Belästigungen und Bedrohungen von seiten der Welt. Doch die Stärke ihres Glaubens läßt sie alles Leid leichter ertragen, wenngleich es sie mitunter sehr stark berührt. Und so werden die Menschen sich in zwei Lager teilen, solche, die nicht glauben und daher wenig Verbindung haben mit der geistigen Welt, und solche, denen die Verbindung mit Mir alles ist und die nichts beginnen, ohne Meinen Segen erbeten zu haben, und die daher auch offensichtlich Meine Führung erkennen werden, weil sie durch ihre Liebe zu Mir auch Meine Nähe in sich verspüren und Meine Nähe stets Kraft bedeutet und also ein leichteres Überwinden dessen, was ohne die Kraft aus Mir viel schwerer auf den Menschen lastet. Und nun werden sich auch die Meinen erkennen an ihrer Glaubensstärke und sich zusammenschließen und gegenseitig sich vertrösten auf das Kommen des Herrn. Sie werden Mich erwarten voller Hoffnung und herbeisehnen in ihrer Liebe, und sie werden es fest glauben, daß Ich komme, und ihren Glauben enttäusche Ich nicht, Ich helfe ihnen, wo Hilfe erforderlich ist, und Ich komme, sie zu holen, so die Not unerträglich wird, auf daß sie nicht abfallen von Mir, auf daß sie standhaft bleiben bis zum Ende und sie eingehen können in das Paradies auf der neuen Erde, weil sie Mir treu blieben auch in der größten Not. Amen. B.D. NR. 4058.

 

Buch 50 4059

Ruf zur Tätigkeit für das Reich Gottes in der Nacht.

8. Juni 1947. B.D. NR. 4059.

Eine unvergleichlich schöne Aufgabe ist es, für das Reich Gottes tätig zu sein. Wer dieser Aufgabe gewürdigt wird, der soll alle Kraft darauf verwenden, und keine irdische Bindung soll ihn zurückhalten, wenn er sich von der Stimme Gottes gerufen fühlt. Und er wird den Ruf deutlich in seinem Herzen vernehmen, dann aber darf er nicht säumen, sondern er muß sich dem göttlichen Herrn und Meister zur Verfügung stellen, er muß als gehorsames Kind dem Ruf des Vaters folgen, er darf sich nicht widersetzen oder nur widerstrebend Folge leisten, sondern freudigen Herzens soll er die Arbeit verrichten, für die er sich selbst Gott zur Verfügung gestellt hat. Er besitzt einen reichen Schatz, der ihm vermittelt wurde, auf daß er seine Aufgabe erfüllen kann, auf daß er lehrend tätig sein, also seinen Dienst für Gott versehen kann zum Segen der Mitmenschen, die in geistiger Not sich befinden und dringend der Hilfe bedürfen. Gott Selbst hat ihn in Seine Schule genommen, Er hat ihn belehrt und ausgebildet als lehrende Kraft, und nun liegt es an ihm selbst, wie er diesen Schatz verwertet, doch er muß Rechenschaft ablegen für die kostbare Gabe, die er in Empfang nahm und sie weitergeben sollte an die Menschen, die unwissend sind. Und zu dieser Tätigkeit rufet euch Gott, so die Zeit des Wirkens für euch gekommen ist. Der Ruf wird erfolgen in der Nacht, wo keine menschliche Stimme das Ohr berührt und daher die Stimme Gottes klar und deutlich vernommen werden kann. Und es wird der Herr Seinen Knecht anweisen, es wird die Magd ihren Auftrag bekommen, es wird jeder, der Gott dienen will, angenommen werden und die Arbeit ihm zugewiesen je nach seiner Fähigkeit, und dann darf niemand zögern oder unschlüssig sein, was er tun soll - was Gott verlangt, soll ausgeführt werden, denn Gott wird für jede irdische Tätigkeit Ersatz zu schaffen wissen. Die geistige Arbeit aber kann nicht von jedem Menschen ausgeführt werden, sondern es gehören dazu geistig vorgebildete Menschen, die darum auch die Pflicht haben, ihr von Gott empfangenes Wissen zu nützen, ansonsten sie sich dereinst verantworten müßten vor Gott. Doch dies sollen die Diener wissen, daß Gott deren Lebensweg entsprechend ihrer geistigen Aufgabe auf Erden vorgezeichnet hat, daß also auch die Arbeit im Weinberg des Herrn ausgeführt werden kann mit bestem Erfolg, so jener nur den Willen hat, die geistige Arbeit jeder anderen Arbeit voranzusetzen, dann wird Gott auch für den Ausgleich sorgen, Er wird jegliche irdische Sorge übernehmen. Und auch die geistige Aufgabe wird durchführbar sein, denn auch die guten Kräfte aus dem geistigen Reich wirken mit und stehen dem Diener auf Erden bei in jeder Weise, sie werden ihn geistig und irdisch bedenken, sie werden ihn unterstützen mit Kraft, und er wird geistig sowohl als auch irdisch seine Aufgabe erfüllen können, er wird dienen können in jeder Weise, sowie er sich nur seinem göttlichen Schöpfer anvertraut und Ihn um Seinen Segen bittet. Amen. B.D. NR. 4059.

 

Buch 50 4060

Bedingungen zum Wirken des Geistes. Gottesverbundenheit durch Liebe.

9. Juni 1947. B.D. NR. 4060.

Aus allen Gebieten könnt ihr Wissen entgegennehmen, so ihr dies begehret und euch durch die Stimme des Geistes belehren lasset. Bedingung aber ist, daß ihr vorerst erfüllet, was Ich von euch fordere, was euch durch Meine Diener bekanntgegeben wird - daß ihr also Meine Liebelehre annehmet und danach handelt. Das ist die Voraussetzung, um dann auch in tiefes Wissen einzudringen. Empfanget ihr durch menschliche Belehrungen das gleiche Wissen ohne zuvoriges Liebeswirken, so werdet ihr nichts damit anzufangen wissen, ihr werdet es auch nicht lebendig weitergeben können an eure Mitmenschen, denn da es selbst noch nicht Eingang gefunden hat in euer Herz, fehlt euch sowohl die Gabe des Vortragens darüber als auch der Eifer der inneren Überzeugung, und es verhallt völlig wirkungslos an den Ohren derer, die es anhören, wenn nicht das zur Bedingung gemachte Liebeswirken den Zuhörenden fähig macht, mit Herz und Verstand die Weisheiten aufzunehmen. Dann wirket Mein Geist wie in jenen Menschen, er wird vom Geist in sich belehrt, wenn auch durch den Mund dessen, der selbst voller Verständnis ist für das, was er weitergibt. Die rechte Einstellung zu Mir, zu Meinen Geboten, ist Grundbedingung, um in wahrheitsgemäßem Wissen zu stehen, ganz gleich, in welcher Weise und in welcher Form jenes geboten wird. Und darum können diese Kundgaben, die als gedankliches Geistesgut den Menschen übermittelt werden aus dem geistigen Reich, niemals geprüft werden von einem Menschen, dem die Hauptsache fehlt - die Gottverbundenheit durch die Liebe. Ein gerechtes Prüfen und ein gerechtes Urteil bedingt unwiderruflich Wirken des Geistes, und Mein Geist wirket nur dort, wo jegliche Einwirkung von seiten des Gegners ausschaltet, wo der göttliche Geistesfunken die Verbindung mit dem Vatergeist von Ewigkeit herstellt, was nur durch ein Gestalten zur Liebe möglich ist. In jeder Lebenslage kann sich der Mensch zur Liebe gestalten, und daher kann auch jeder Mensch seinen Geist wirksam werden lassen, doch es muß auch das Aufnehmen des Geistesgutes geübt werden, ansonsten die Stimme des Geistes nicht vernehmbar ist, wie auch der Gedanken geachtet werden muß, so der Geist sich nicht hörbar äußern kann. Es ist keine Sprache der Welt, die der Geist führt, es sind Worte des Lichtes und der Liebe, Worte, die Erkenntnis vermitteln, tiefes Wissen und reinste Wahrheit und die Gottes große Liebe bekunden, die ein guter Vater zu Seinen Kindern spricht. Und also muß das Herz diese Worte aufnehmen, denn der Verstand allein kann wohl den Inhalt entgegennehmen, niemals aber in seiner Tiefe erfassen, weil das göttliche Wort empfunden werden muß, nicht nur angehört werden darf. Und dies ist Sache des Herzens, ansonsten die Liebe Gottes nicht erkannt und also auch nicht wirksam werden kann. Es ist das menschliche Herz der Sitz der Empfindung, d.h., die Seele teilt sich durch das Herz dem Körper mit, und also will auch der Geist sich durch das Herz äußern. Es schaltet sich der Geist in das Empfindungsleben der Seele ein und will so gleichfalls dem Körper zu Gehör gebracht werden; er will sich gewissermaßen mit der Seele vereinen zu gleichem Wirken. Er will die Seele hinüberziehen in das geistige Reich und auch den Körper seinem Willen gefügig machen. Und es muß also der Mensch mithelfen an dieser Einigung des Körpers mit der Seele, er muß wollen, daß er vom Geist in sich bedacht wird, daß er belehrt wird, und alles dazu tun, um die Stimme zu vernehmen, was erst dann möglich ist, wenn er durch ein uneigennütziges Liebesleben seine Seele so gestaltet hat, daß sie sich nun mehr dem Geist als dem Körper zuneigt, daß sie vom Herzen getrieben wird, Licht und Liebe zu begehren, auf daß nun ihr Verlangen erfüllt wird. Denn das ist Bedingung, daß nach Gaben des Geistes verlangt wird. Der Verstand allein aber wird wohl prüfen oder urteilen, niemals aber vom Empfinden beeinflußt, der Verstand allein fordert Beweise, die in geistigen Wahrheiten nicht geliefert werden können, das Herz aber begnügt sich und läßt sein Empfinden als Beweis gelten und wird daher zuverlässiger und richtiger urteilen und die Wahrheit als Wahrheit erkennen. Es besitzt sonach eine Fähigkeit, auf die der Verstand keinen Anspruch erheben kann. Und so ist es also verständlich, daß nur dann recht geurteilt werden kann über die Ergebnisse des Geisteswirkens, wenn der Prüfende selbst den Geist in sich zu Rate zieht und wenn er sich dessen Äußerungen würdig macht, d.h. alle Bedingungen erfüllt, die ihm das Wirken des Geistes eintragen. Denn nun wird auch sein Wissen vertieft und umfangreich, und ihm werden alle Zusammenhänge klar, die er bei nur Verstandesdenken niemals ergründen kann. Denn Gott verbirgt Sich den Menschen, die Ihm noch fernstehen, damit sie zu Ihm kommen und Seine Hilfe erbitten, daß sie Ihn anrufen um erleuchtetes Denken, denn dieser Anruf kommt aus dem Herzen und wird auch dem Herzen eintragen, was der Seele dienlich ist zur Vereinigung mit ihrem Geist. Das Herz wird empfangen dürfen Liebe und Gnade und niemals leer ausgehen, so es sich öffnet durch inniges Gebet zu Gott, Der dieses stets erhören wird. Amen. B.D. NR. 4060.

 

Buch 50 4061

Arbeit der Diener Gottes an den Formgläubigen. Kirche Christi.

11. Juni 1947. B.D. NR. 4061.

Eure Aufgabe ist es im besonderen, einzuwirken auf die vielen Gläubigen, die sich zur Kirche gehörig fühlen und doch nicht zu Meiner Kirche zu zählen sind, denn sie stehen nicht mehr auf dem Fundament des Glaubens. Sie haben ihre Kirche auf Sand gebaut, der unter ihren Füßen zerrinnen wird, so der Glaube erprobt werden soll. Sie wähnen sich gläubig und bekennen auch mit dem Munde alles, was ihnen die Kirche zu glauben vorschreibt. Dennoch ist keine Glaubenslehre in ihnen zur tiefsten Überzeugung geworden, keiner würden sie restlos beistimmen können, so sie ernstlich dazu Stellung nehmen müßten. Und dieser Formglaube, der nur angenommen wurde und nicht fallengelassen wird der Außenwelt wegen, ist fast noch schlimmer als der Unglaube, denn einem ungläubigen Menschen gegenüber kann in Form von Debatten, sogar in strittiger Weise, Aufschluß gegeben werden, während bei dem ersteren wenig Gelegenheit ist, ihn zu belehren, weil er wieder nur mit dem Munde sich zu allem bekennt und doch weit davon entfernt ist, überzeugter Vertreter dessen zu sein, was er mit dem Munde bekennet. Und er wird zu jenen gehören, die abfallen, so der Glaubensentscheid von ihm gefordert wird. Denn nun erst nimmt er Stellung zu den strittigen Fragen und wird keine Kenntnis haben und folglich auch nicht die Bedeutung und den Wert des rechten Glaubens erkennen und völlig unwissend hingeben das Wertvollste, den Glauben an Mich als Schöpfer des Himmels und der Erde, den Glauben an Jesus Christus als Erlöser der Welt und den Glauben an ein Fortleben nach dem Tode, der ihn dazu veranlassen würde, sein Leben auf der Erde der Verantwortung entsprechend zu führen, die er Mir als Vater und Richter von Ewigkeit schuldig ist. Sie werden aber keine Gnade finden vor Meinen Augen, denn die Gelegenheit wird ihnen des öfteren geboten, einzudringen in Glaubenswahrheiten und sich selbst einen lebendigen Glauben anzueignen, doch sie nehmen keine Belehrung an und treten auch nicht mit Gegenansichten an die Öffentlichkeit, sondern sie lassen nur immer den Mitmenschen im Glauben, selbst zu der Kirche zu gehören, die Ich als Mensch auf Erden gegründet habe. Ich faßte die gläubige Gemeinde in dem Wort "Meine Kirche" zusammen und werde immer nur die Menschen zu Meiner Kirche gehörig betrachten, die einen lebendigen Glauben ihr eigen nennen, denn Meine Kirche ist keine weltliche Organisation, sie ist nicht nach außen hin erkenntlich gemacht, sondern sie ist lediglich der Zusammenschluß gläubiger Menschen auf Erden, es ist Meine Gemeinde, die zwar klein, aber Mir überaus lieb ist. Die Formgläubigen aber stehen außerhalb Meines Liebestromkreises, können aber jederzeit angegliedert werden an Meine Gemeinde, so daß, was sie glauben zu sein, Wirklichkeit geworden ist, so sie den lebendigen Glauben besitzen und in seinem Besitz selig sind. Und es ist dies ein Zeichen des lebendigen Glaubens, daß sie mit Freuden reden über göttliche Dinge,daß sie geistige Gespräche suchen und voll Eifer führen und daß sie Aufklärung geben, wo die Mitmenschen im Dunklen tappen. Denn wer einmal Meiner Kirche angehört, der weiß auch Meine Schätze zu würdigen, er weiß um die Bedeutung der Zeit und um das nahe Ende. Er wird Meiner Kirche treu bleiben, denn für ihn gibt es auf Erden nichts mehr, was begehrenswert wäre. Der lebendige Glaube hat ihm dieses Wissen erschlossen, und er weiß auch um die erschreckende Auswirkung des Formglaubens, um das Los der Seele im Jenseits, und er wird auch alles dazu beitragen, sie aufmerksam zu machen auf die Gefahr, in der sie schweben; er wird versuchen, es ihnen verständlich zu machen, auf daß sie noch in letzter Stunde zum lebendigen Glauben gelangen können. Doch ob es Erfolg hat, ist lediglich vom Willen des Menschen abhängig, dessen Freiheit nicht beschnitten wird, soll die Seele sich aufwärtsentwickeln. Und doch ist es eure Aufgabe, soweit als möglich auf die Formgläubigen einzuwirken, schweben sie doch in größter Gefahr, und daher sind sie hilfsbedürftig, weil ihnen die Erkenntnis mangelt, und wo Hilfe nötig ist, soll sie geleistet werden, auf daß niemand sagen kann, an ihm seien die Gnaden der göttlichen Barmherzigkeit vorübergegangen. Ich will allen Menschen helfen, doch ob Meine Hilfe angenommen wird, das bestimmen die Menschen selbst, und Ich lasse ihnen ihre Freiheit. Amen. B.D. NR. 4061.

 

Buch 50 4062

Hölle. Gerichtete Materie.

13. und 14. Juni 1947. B.D. NR. 4062.

Solange das Geistige in der festen Form gebunden ist, kann von gerichteter Materie gesprochen werden, von der Seele, die sich im Gericht befindet, denn sie ist gebannt durch Beschluß Dessen, von Dem sie als Kraft einst ausgegangen ist. Gerichtete Materie ist sonach alles, was in unendlich langen Zeiträumen noch keine wesentliche Veränderung oder Auflösung erfahren hat, was also gewissermaßen noch kein Leben verrät, denn das darin gebundene Geistige ist völlig kraftlos und leidet entsetzliche Qualen, weil es sich nicht selbst befreien kann. Und es ist dies ein erbarmungswürdiger Zustand, es ist ein Zustand, der mit Hölle bezeichnet werden kann, der für das Wesen zur Ewigkeit wird und sich erst dann bessert, wenn das Wesen dem Licht zustrebt, d.h., wenn eine ihm angebotene Unterstützung nicht mehr abgelehnt wird. (14.6.1947) Es ist die Umgebung, die das Wesen unsagbar quält, denn es befindet sich in tiefster Dunkelheit. Die Materie hält es gefangen - es ist gefesselt und verharrt desto länger im Widerstand gegen Gott und wird immer kraftloser, denn die Liebekraft Gottes mangelt dem Wesen, das sich fern von Ihm hält, und mangelnde Liebekraft Gottes wirkt sich aus in ständiger Verhärtung, und so wird die Kerkerhaft des Geistigen nicht erträglicher mit der Länge der Zeit, sondern eher verschärft, soll das Wesen doch wieder zurückfinden zu Gott, von Dem es sich in freiem Willen entfernt hat, obwohl ihm die Möglichkeit geboten war, sich Ihm zu nähern. Dieser Zustand des Verhärtens der Materie tritt ein, wenn Gott dem Geistigen Seine Liebekraft entzieht, und da das Wesen nun einmal Kraft aus Gott zum Ursprung hat, alles Göttliche selig ist, Unseligkeit aber ein Zustand der Pein, so kann also die Gottferne als Hölle angesehen werden, denn es widerspricht gänzlich dem Urzustand und der Bestimmung des von Gott ausgegangenen Wesenhaften, obgleich ihm auch in der weitesten Entfernung von Gott das Bewußtsein seines Ichs fehlt, aber doch jegliche Qual empfindet. Doch die Erkenntnis mangelt ihm, denn diese ist die unausbleibliche Folge der Gottferne, in welcher das Wesenhafte steht. Folglich ist auch eine Änderung seines Zustandes, eine Verbesserung seiner Lage eine Frage endlos langer Zeit. Es ist eine Ewigkeit für das gebundene Geistige, und es würde niemals eine Änderung eintreten, so das Wesen allein sie bewirken sollte durch seinen Willen, denn dieser ist bis aufs äußerste geschwächt und erfährt keinen Auftrieb, wenn ihm nicht von seiten der göttlichen Barmherzigkeit Hilfe geboten wird. Und dieses geschieht unweigerlich, doch welche Zeiten Gott benötigt, um das Ihm widersetzliche Geistige zur Aufgabe seines Widerstandes zu bestimmen, das ist von den Menschen auf dieser Erde nicht zu ermessen, doch gänzlich fallen lässet Gottes Barmherzigkeit keines Seiner Geschöpfe, denn sie sind aus Seiner Liebe hervorgegangen, und die Liebe Gottes höret nimmer auf. Materielle Schöpfungen sind ein ständiger Beweis der Liebe Gottes, sie sind ein Ausdruck Seiner tiefsten Erbarmung und aber auch ein Zeugnis Seiner Gerechtigkeit, sowie die große Schuld einer Versündigung gegen Gott eine Strafe erfordert, ein Abbüßen der Sündenschuld. Und wieder findet der Begriff "ewige Zeiten" seine Anwendung, denn ein Mensch kann während seiner Lebensdauer keine Vergehen oder Auflösung oder Veränderung gewisser Schöpfungen feststellen, und diese sind es, die das zur Hölle verdammte Geistige in sich bergen. Und doch kommt einmal auch für das härteste materielle Schöpfungswerk der Zeitpunkt des Berstens, der das in ihm gebundene geistige Wesen frei gibt. Einmal ist die Barmherzigkeit Gottes größer als Sein Zorn, und einmal tritt auch das Geistige wieder in den Aufwärtsentwicklungsprozeß ein, einmal lassen die Qualen der Hölle nach, sie verringern sich, so der Gerechtigkeit Gottes die schuldige Sühne geleistet worden ist. Dann tritt die Liebe Gottes wieder in Kraft, und sie hebt das zutiefst Gefallene wieder zu Sich empor. Denn die Liebe Gottes überstrahlt alles, die Liebe Gottes lässet keine ewige Verdammnis zu, für die Liebe Gottes gibt es keine ständige Trennung von Ihm, denn Er verlangt nach Seinen Geschöpfen, und Er lässet nicht von ihnen, sondern suchet sie zu beglücken, weil sie Sein sind und bleiben werden bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4062.

 

Buch 50 4063

Macht und Herrlichkeit Gottes. Seine Liebe.

15. Juni 1947. B.D. NR. 4063.

Groß ist die Macht und Herrlichkeit Gottes, unendlich tief Seine Liebe, unübertroffen Seine Weisheit, und Seiner Vortrefflichkeit kommt nichts gleich, weder im Himmel noch auf Erden. Und dennoch steht Er in engster Fühlungnahme mit dem kleinen, ob seiner Unvollkommenheit unbedeutenden Geschöpf, dem Menschen. Der Mensch ist ein Teil von Ihm, und um dieses Teilchens willen lässet Er ihn nicht verlorengehen, Er streckt Seine Arme nach ihm aus, um alles, was Ihm zugewandten Sinnes ist, an Sein Herz zu ziehen und es auf ewig selig zu machen. Er steigt in die tiefste Tiefe, um das von Ihm Abgefallene, in die Tiefe Gesunkene emporzuheben, um es in einen Zustand zu versetzen, der das Verweilen des Geschöpfes in Seiner Nähe zuläßt. Er kommt dem Schwachen, Hilflosen entgegen und unterstützet es mit Seiner Kraft. Er vermehrt die Kraft dessen, der sie in Empfang nimmt von Ihm, Er wirket durch Seinen Geist in den Menschen, die Ihn lieben und sich Seinem Wesen anzupassen suchen, denn Er will auf ewig verbunden sein mit dem, was Er erschaffen, was aus Seiner Liebekraft hervorgegangen und zum Zwecke der Vervollkommnung auf Erden wandelt. Denn Seine Liebe ist grenzenlos. Sie kommt zum Ausdruck in Seinem Wort, das Seinem Munde entströmt als Kraft, den Weg zu Seinen Geschöpfen auf Erden nimmt und dort wirket je nach dem Willen des Empfängers - überall Kraft und Licht spendend dem, der es hungrigen Herzens entgegennimmt, und den Weg zu Sich weisend allen Menschen, auf daß sie diesen Weg beschreiten und ewig selig werden. Seine unendliche Liebe will geben allen, die bedürftig sind, sie will zur Vollkommenheit führen, was unvollkommen ist, sie will sich zusammenschließen, um zu beglücken, denn nur die Liebe ist glück-spendend, nur die Liebe ist vollkommen, und was ohne Liebe ist, ist auch der Nähe Gottes unwert, weil die ewige Liebe Sich nur zusammenschließen kann mit gleichem, mit Geschöpfen, die ebenfalls zur Liebe geworden sind. Und es ließ die Liebe Gottes darum Schöpfungen entstehen, deren einziger Zweck ist, das unvollkommene Wesenhafte aufzunehmen und es seiner Bestimmung gemäß heranzubilden zu Wesen, die Gott erkennen und Ihn lieben lernen und Ihm nun bewußt zustreben. Und so das Geschöpf in den seiner selbst bewußten, erkenntnisfähigen Reifegrad gelangt ist, führt Seine Liebe ihm nun auch die Kraft zu in Form Seines Wortes und gewährt ihm jegliche Unterstützung, auf daß es sein Ziel erreiche. Das Wort aber bezeuget Ihn Selbst, das Wort gibt Kenntnis von Seiner Macht und Kraft und Herrlichkeit, das Wort bekundet Seine Liebe und vermittelt Seine Weisheit, es spendet Licht und Kraft und führt alles der ewigen Seligkeit entgegen, was nur den Willen hat, zu Gott zu gelangen, zu dem Vater von Ewigkeit, Der auf ewig mit Seinen Kindern verbunden sein will, weil sie aus Seiner Liebe hervorgegangen sind. Amen. B.D. NR. 4063.

 

Buch 50 4064

Tätigkeit der Lichtwesen. Verbindung zur Erde.

17. Juni 1947. B.D. NR. 4064.

Überaus umfangreiches Wissen vermitteln die Lichtwesen im Willen Gottes den Menschen auf Erden, so diese annahmebereit sind. Doch letzteres ist Voraussetzung, ansonsten der Vorgang der Übermittlung aus dem geistigen Reich nicht stattfinden kann. Denn das Wissen, von Gottes großer Liebe dargeboten, würde ohne den Willen zur Annahme Glauben-zwingend auf die Menschen wirken, so ihnen mit dem Wissen auch die Erkenntniskraft gegeben würde, die für den annahmebereiten Menschen erst der Schlüssel zur Weisheit ist, die er aber stets mit dem Wissen empfängt, so er durch göttlichen Willen mit geistigen Gaben bedacht wird. Dann aber ist er unnennbar reich schon auf Erden, denn er besitzt etwas Unvergängliches, etwas, das Ewigkeitswert hat - er besitzt ein Wissen, das der Wahrheit entspricht und das ihm nimmermehr genommen werden kann, denn es erfüllt ihn ganz und gar, es ist von Herz und Verstand aufgenommen und kann ständig vermehrt werden, weil dem Menschen von Gott aus keine Grenzen gesetzt sind. Und doch stehen nur sehr wenige Menschen in diesem Wissen, nur sehr selten können die Lichtwesen geistiges Wissen zur Erde leiten, nur sehr selten sind wissenshungrige Menschen Gott-verbunden, daß Sein Wille diese würdigt, geistiges Gut zu empfangen, nur selten findet daher die reine Wahrheit Eingang bei ihnen, und die Finsternis auf der Erde beschattet das Licht, wenn sie es auch niemals zum Erlöschen bringen wird. Doch einem Gesetz muß sich alles beugen, im Himmel und auf Erden - der Unantastbarkeit des freien Willens. Und darum können die Lichtwesen nur dort wirken, wo im Menschen selbst sich der Wille regt, geistiges Wissen, göttliche Wahrheit, zu empfangen. Dann ergreifen sie jede Gelegenheit, um sich den Menschen auf Erden mitzuteilen, ist dies doch die vornehmste Liebetätigkeit dieser Wesen, das Licht, das ihnen leuchtet und das sie unsagbar beglückt, weiterzutragen, um Helligkeit zu bringen an dunkle Orte, um Licht in den Menschenherzen zu entzünden, um die Nacht des Geistes zu durchbrechen und die Herzen froh und selig zu machen. Denn das göttliche Wissen beglückt und befriedigt den, der hungert nach der Wahrheit. Es wird aber Gott niemals Seine Gabe vorenthalten dem, der danach verlangt, sondern ein jeder wird bedacht seinem Verlangen gemäß, und darum kann der eine ein umfangreiches Wissen sein eigen nennen, während dem anderen nur wenig geboten wird, denn des ersteren Verlangen ist größer, weshalb er auch von vielen Lichtwesen umgeben ist, die ihn gedanklich belehren und ihm geben, was sie selbst besitzen. Emsig sind sie in ihrer Tätigkeit, die Liebe zu dem Unwissenden treibt sie, ihnen ständig Wissen zuzuleiten. Doch annahmewillige Herzen finden sie nur wenige, weshalb diese wenigen außerordentlich reichlich bedacht werden, auf daß sie sich gleichfalls an der Arbeit beteiligen und geistiges Gut vermitteln, so es willig in Empfang genommen wird. Und es ist dies eins der größten Liebeswirken am Nächsten - ihnen die Wahrheit zugänglich zu machen, die von Gott ihren Ausgang nimmt und auch wieder zu Gott zurückführen soll alles Unerlöste, das noch in Unkenntnis dahingeht und daher auch nicht selig sein kann. Es ist dies Gottes Wille, daß die Wahrheit verbreitet werde, auf daß die geistige Nacht einem hellen Morgen weiche, dem bald das Licht des Tages folgen wird. Amen. B.D. NR. 4064.

 

Buch 50 4065

Lebensweg vorgeschrieben - Schicksal entsprechend dem Willen.

18. Juni 1947. B.D. NR. 4065.

Jeder Weg ist euch vorgeschrieben, und wenn ihr gleich glaubet, ihn selbst zu wählen. Ihr bestimmt zwar scheinbar selbst euren Lebensweg, ihr könnet ihn euch zuzeiten gestalten eurem Willen gemäß, doch Ich weiß von Ewigkeit um diesen Willen und habe ihm Rechnung getragen, und also ist euer Schicksal dem Willen entsprechend, d.h., euer Leben wickelt sich so ab, daß der Wille sich Mir zuwenden kann und überreich Gelegenheit hat, sich zu Mir zu bekennen. Wie er sich aber entscheidet, ist eure ureigene Angelegenheit, und Ich zwinge ihn nicht, ansonsten ihr Menschen nicht erst den Lebensweg zu gehen brauchtet, wollte Ich Mir vollkommene Wesen durch Zwang schaffen. Ich habe nur das Ziel, dem Geistigen zur höchstmöglichen Seelenreife zu verhelfen auf Erden, stoße jedoch allseitig auf Widerstand. Doch an ihrem Lebenslauf können die Menschen nichts ändern und müssen daher sich ergeben in alles fügen, wollen sie seelischen Vorteil erringen. Jedes Auflehnen dagegen, jedes Klagen und Murren verringert euren seelischen Erfolg, denn es bezeugt Mir-noch-abgewandten Willen oder höchst schwache Erkenntnis Dessen, Der euch das Leben gab. Denn so ihr Mich als die ewige Liebe erkennen würdet, müßtet ihr auch wissen, daß Ich euch nicht leiden lasse, wenn es nicht für euer Seelenheil nötig ist. Und darum sollet ihr leiden und dulden und Mir euer Erdenleben anheimstellen und sorglos jeden Tag dahingehen, nur Mich nicht ausschalten aus eurem Denken, dann übernehme Ich die Führung, und euer Leben wird wahrlich kein Leerlauf sein, ihr werdet Mir auch die schweren Stunden und Tage einst danken, denn sie tragen eurer Seele mehr Vorteil ein als ruhige, sorglose Tage. Und Ich weiß darum, Ich weiß um den Grad der Reife eurer Seele, Ich weiß um euren Willen, um eure Schwächen und euren Glauben, und Ich lasse alles so über euch kommen, daß kein Tag vergeblich gelebt zu werden braucht, daß ihr ausreifen könnet in kurzer Zeit und euer Ziel erreichen noch auf Erden. Amen. B.D. NR. 4065.

 

Buch 50 4066

Ende einer Epoche keine Weiterentwicklung im Jenseits, sondern Bannung.

19. Juni 1947. B.D. NR. 4066.

Der Erdengang, den die Seele zurücklegen muß, ist nur einmalig während einer Erlösungsperiode, d.h., daß die Seele sich aufwärtsentwickelt aus der festesten Materie bis in das Stadium als Mensch - daß sie sich in dieser Entwicklungszeit immer auf der Erde, d.h. in irdischen Schöpfungen, aufhält. Doch mit dem Ende des menschlichen Daseins beschließt die Seele auch diesen irdischen Entwicklungsgang und geht dann in das geistige Reich ein, unabhängig von ihrem Reifezustand. Denn das geistige Reich nimmt vollkommene und auch unvollkommene Wesen auf, nur daß die Sphären gänzlich verschieden sind, es also Lichtsphären gibt und auch ständige ewige Finsternis, daß nun die Seelen ebenfalls reifen können, die in den dunklen Sphären weilen, dies nur unendlich viel mehr Zeit bedingt, weil den Wesen im Unvollkommenheitszustand die Kraft mangelt. Und es besteht die große Gefahr, daß sie durch ihre Willensschwäche noch tiefer absinken, weil die finsteren Kräfte auf sie einwirken und sie herabzuziehen suchen in die Finsternis. Doch dann ist es ihre eigene Schuld, denn Hilfsmöglichkeiten hat sie durch die Liebe und Gnade Gottes, so daß sie ebensogut zur Höhe streben kann. Die Wesen des Lichtes stehen ihr bei und lassen auch ihre Strahlen in die Dunkelheit leuchten, um in den Seelen das Verlangen nach Licht zu wecken, womit denn der Aufstieg beginnt. Also gibt es im Jenseits, im geistigen Reich, immer noch die Möglichkeit, aus dem Unvollkommenheitszustand in den Vollkommenheitszustand zu treten und die versäumte Entwicklung auf Erden fortzusetzen im geistigen Reich. Anders aber verhält es sich mit dem Ablauf einer Erlösungsperiode. Dann gibt es keine Weiterentwicklung im geistigen Reich, sondern nur eine auf der untersten Stufe beginnende Aufwärtsentwicklung, die wieder den Gang durch die gesamte Schöpfung der Erde bedingt. Denn dann hat die Seele einen Tiefstand erreicht, der ihr ein Verweilen in geistigen Sphären unmöglich macht und der daher die Bannung in der festen Form zur Folge hat. Dieser Tiefstand tritt dann ein, wenn sich die Seele dem Gegner Gottes ganz zu eigen gibt, wenn sie selbst gegen Gott vorgeht, indem sie auf Erden alles Geistige bekämpft, also Gott gewissermaßen zu verdrängen sucht. Es ist dies ein Grad, der keine Aufwärtsentwicklung im geistigen Reich mehr zuläßt, den zwar auch Seelen haben können, die nicht bis zum letzten Ende auf Erden weilen, sondern schon vorher abgeschieden sind. Doch Gottes Liebe und Erbarmung lässet das Geistige nicht ganz in die Hände des Satans fallen, Er stellt es dem Wesen noch einmal frei, seinen Willen zu wandeln, und Er bannt es in der neuen Schöpfung und entzieht dadurch dem Satan die Gewalt über jenes, Er löst es gewissermaßen aus dessen Banden und gibt ihm eine Fesselung, die Seinem Willen unterstellt ist, und Sein Wille ist wahrlich auf die Erlösung des Wesens bedacht, nicht auf ewige Fesselung. Im Jenseits jedoch wäre ein Aufstieg aus dem geistigen Tiefstand nicht mehr möglich, weil sich die Seele durch ihre Hörigkeit dem Satan völlig verkauft hat und sie im geistigen Reich völlig kraftlos ist und ihren Willen niemals nach oben wenden würde. Da aber die Aufwärtsentwicklung im geistigen Reich gleichfalls vom Willen des Wesens abhängig ist, würde dieses entweder auf ewig in dem völlig licht- und kraftlosen Zustand verharren oder noch mehr absinken, was wohl auch ein Verhärten der geistigen Substanz zu Folge hat, jedoch in so unendlich langer Zeit, daß dafür keine Berechnungen anzuwenden wären, und was das heißt, vermag der Mensch als solcher nicht zu ermessen. Wenn sonach eine Entwicklungsperiode abgebrochen und von einer neuen Periode abgelöst wird, so ist das ein Werk übergroßer Liebe Gottes zu Seinen Geschöpfen, denn Er will ihre Leidenszeit verkürzen, wenngleich die Wesen selbst immer noch die Länge der Zeit bestimmen, die sie für ihre Vollendung benötigen, weil stets die Periode des freien Willens die Zeit des Mußzustandes ablöst und nun ausgenützt oder nutzlos vorübergehen kann. Immer ist der Wille ausschlaggebend, sowohl in der Entwicklungszeit auf Erden als auch im geistigen Reich und Gott weiß es, wann der Wille die nötige Stärke erreicht hat, um zur Höhe zu streben. Viele Menschen verlieren schon vor Ablauf einer Erlösungsperiode ihr zeitliches Leben, doch die zurückbleiben, die den jüngsten Tag noch auf Erden erleben, sind entweder Gott-verbunden oder komplette Teufel, für die ein Aufstieg im geistigen Reich durch ihren geistigen Tiefstand zur Unmöglichkeit geworden ist. Und darum wird das letzte Gericht scheiden die Böcke von den Schafen - nur gute und böse Menschen wird es zu richten geben. Die Guten holet Gott zu Sich und lässet sie die neue Erde im Paradiese erleben, während die Bösen ihre Strafe empfangen und doch auch dieses nur Gottes Liebe und Erbarmung beweiset. Denn Er will auch sie dereinst selig machen, weil Er nichts auf ewig von Sich getrennt wissen will, was Sein ist von Anbeginn. Amen. B.D. NR. 4066.

 

Buch 50 4067a

Elektronen.

21.-23. Juni 1947. B.D. NR. 4067a.

Kräfte, die sich in der Natur entfalten, können angesehen werden als eine Auswirkung der ewigen Schöpferkraft, als eine Folgeerscheinung, die jedem Menschen verständlich ist, der sich gedanklich damit befaßt. Es wird der Kraftstrom Gottes in die Unendlichkeit geleitet, und diese Kraft muß irgendwie in Erscheinung treten, ansonsten sie nicht als Kraft erkennbar wäre. Sie muß Dinge entstehen lassen oder in Bewegung setzen, sie muß Leben erzeugen. Es ist diese Kraftentfaltung also ein Beleben alles dessen, was aus der Hand Gottes hervorgegangen ist und wieder den Zustand erreichen soll, in dem es uranfänglich sich befand - wo es schaffend und gestaltend tätig war. Also müssen durch das immerwährende Ausströmen von Gottes Kraft auch immerwährend Schöpfungswerke entstehen, wie auch in diesen eine ständige Tätigkeit erkennbar sein muß. Diese Tätigkeit ist gewissermaßen das Leben des in den Schöpfungswerken verkörperten Geistigen, das, so es dem bloßen Auge erkennbar ist, das Schöpfungswerk in die Kategorie der Lebewesen einreiht. Es gibt aber auch winzige und winzigste Lebewesen, die das menschliche Auge nicht erkennen kann und die, so das Auge auch außergewöhnlich geschärft wäre, deshalb nicht zu erkennen sind, weil sie sich mit solcher Geschwindigkeit bewegen, daß sie nicht verfolgt werden können. Sie sind aber von unvorstellbarer Kraft und bilden gewissermaßen den Kern der gesamten Schöpfung, soweit diese als Materie dem Menschen ersichtlich ist. Sie bilden den Grundstoff, die erste Verformung der von Gott ausgehenden Kraft, es sind verdichtete Ausstrahlungen Gottes, lebendige Gebilde in unzähliger Vielheit, die im Zusammenschluß wohl als Materie sichtbar sind, die aber diesen Zusammenschluß noch nicht eingegangen sind und die deshalb in äußerster Geschwindigkeit sich bewegen, weil sie sich suchen und zueinander drängen. Es sind dies also geistige Substanzen von unvergleichlicher Stärke,die ungebunden und frei umherschwirren und so lange keine Form annehmen können, bis sie zueinander gefunden haben und sich nun stets mehr und mehr verdichten. (23.6.1947) Von Gott ausgehende Kraft ist an sich nicht teilbar, dennoch sind ihre Auswirkungen Einzelschöpfungen, die wieder jede für sich in unzählige substanzielle Teilchen zerfallen, würden sie zergliedert werden bis ins (Kleinste) Feinste. Und diese winzigen Substanzen sind in ständiger Bewegung, also können sie nichts Gebundenes sein, das kraftlos auf Hilfe angewiesen ist. Dazu wird es erst, wenn in unendlicher langer Zeit eine Vergeistigung dieser Substanzen stattfindet, d.h., wenn sie zu Trägern von geistigen Wesenheiten bestimmt sind, was erst eintritt, wenn sich nach Zusammenschluß Formen gebildet haben, wenn auch noch so kleinsten Ausmaßes. Es verdichtet sich also dann Kraft aus Gott zur Form, und dies ist die Entstehung der Materie, die wohl undenklich lange Zeit zur Entstehung benötigt, ehe sie dem menschlichen Auge sichtbar wird. Jede Form nimmt Geistiges auf, das sich zur Höhe entwickeln soll. Sowie also der Mensch kleine und kleinste Teilchen durch Forschung feststellen kann, sind sie auch schon belebt, ansonsten sie nicht substanziell bewiesen werden könnten. Und das diese Elektronen belebende Geistige ist das den Entwicklungsgang auf Erden beginnende unvollkommene Geistige, das in der Form gebunden wird. Es gibt keine gewaltigere Entdeckung während des Erdenlebens als die Feststellung, daß in der unendlichsten Verkleinerung der Anfang der gewaltigen Schöpfung zu finden ist, daß sich jegliches Schöpfungswerk also bis ins Unendlichste zerkleinern ließe, sofern mit Gottes Hilfe dieser Plan ins Werk gesetzt würde. Doch Menschen mit nur Verstandesdenken versteigen sich da in ein Gebiet, das sie niemals gänzlich beherrschen werden. Und es wird dieses Rätsel auch nicht mehr gelöst werden, solange die Erde noch steht. Amen. B.D. NR. 4067a.

 

Buch 50 4067b

Elektronen.

23. und 24. Juni 1947. B.D. NR. 4067b.

Und dennoch wird dem wissenshungrigen Menschen Aufschluß gegeben, so er sich bittend an Gott wendet, denn Gott enthält dem Menschen auf Erden nichts vor an Wissen, wenngleich es Gebiete berührt, die fernab vom geistigen Wissen liegen. (24.6.1947) Es darf nicht verkannt werden, daß Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, Sich Selbst Seinen Geschöpfen zuneigt, um sie in der Wahrheit zu belehren, sowie es sich um geistiges Wissen handelt. Weltliches Wissen jedoch wird auch von Gott unterstützt, solange der Mensch auch in irdischer Tätigkeit mit Gott verbunden ist, d.h. auch seine irdische Arbeit dem Segen Gottes unterstellt und somit das Zugehörigkeitsgefühl zu Gott bezeugt. Dann kann er jederzeit an Gott seine Fragen richten, und sie werden ihm beantwortet werden. Anders dagegen ist es, wenn der Mensch seine Wißbegierde befriedigen will, um seine irdischen Kenntnisse zu erweitern, also geistiges Wissen nicht in Frage kommt. Dann wird Gott es ihm selbst überlassen, wie weit er eindringt in die Wahrheit, sofern er rein verstandesmäßig sie zu ergründen sucht. Doch Grenzen sind ihm dann stets gesetzt, denn Gott allein öffnet ihm diese, weil Er nicht übergangen werden will im Erforschen der Dinge, die Gott den Menschen scheinbar verborgen hält. Geistige Fragen aber löset Er jederzeit, und desto verständlicher, je reifer die Seele dessen ist, der Aufklärung sucht: Es verhalten sich die Gesetze der Natur genauso gegeneinander, wie sich das göttliche Prinzip im Menschen, die Liebe, zur ewigen Gottheit, zur Urkraft, verhält, d.h., Gott und die Liebe sind nicht ohneeinander zu denken, und der Mensch, der Gott erreichen will, muß auch die Liebe in sich tragen, ansonsten er nimmermehr mit Gott in Verbindung treten könnte. Ebenso verhält es sich mit den Naturgesetzen - das eine ist die Ergänzung des anderen, und alle Gesetze stellen die göttliche Ordnung her. Ein Verstoß dagegen schafft Unordnung und bedeutet gleichzeitig Entfernung von Gott, Der Selbst in der höchsten Vollkommenheit und Ordnung steht. Und so ist auch der Aufbau der gesamten Schöpfung in höchster Ordnung und Vollendung getätigt, unübertreffliche Weisheit stellte diese Ordnung auf, und tiefste Liebe lag ihr zugrunde. Folglich mußte auch das Wesenhafte, so es seine Entwicklungslaufbahn begann, in dieser Ordnung und Gesetzmäßigkeit sein Ziel erreichen, vollkommen zu werden. Es mußte sich bis in die kleinste Substanz durchdringen lassen von dem Kraftstrom der ewigen Liebe, ansonsten es zu einer Aufgabe unfähig blieb, die aber Zweck des Erdenganges für das Wesenhafte ist. Das Wesenhafte aber war durch seinen einstigen Abfall von Gott nicht mehr fähig, mit Gott Selbst in Verbindung zu treten, desgleichen auch nicht mit Seiner Kraft, die ja nur eine Ausstrahlung Gottes ist und somit etwas Göttliches, das mit Unvollkommenem sich nicht vereinigen kann. Also mußte vorerst etwas geschaffen werden, was sich zur Aufnahme des unreifen Geistigen eignete, was also so viel Göttliches barg, daß das Wesenhafte gespeist werden konnte, wenn es Verlangen trug nach Kraft, die ihm mangelte. Und so leitete Gott seine Kraftausstrahlung ins Weltall, daß sie die ganze Unendlichkeit berührte, doch in winzigstem Maße, denn dies schon genügte, um die ganze Unendlichkeit mit Seiner Kraft zu erfüllen. Also entstand ein unvorstellbares Leben, eine Bewegung im Universum, weil die Kraft Gottes an sich ewiges Leben, ewige Tätigkeit hervorruft. Und dieses Leben vermehrte sich durch Zusammenschluß winzigster Kraftfunken, es ergriff das Tote, Kraftlose im Universum, um es in den Tätigkeitsprozeß hineinzuziehen, so es sich erfassen lassen wollte. Es umschloß das Lebende das Tote, es hielt das Lebende das Tote gefangen, doch nicht im Haß, sondern in Liebe, denn die Kraft Gottes ist Liebe und wandelt sich nie. Solange nun diese winzigen Kraftfunken noch schwirren im Weltall, solange sie noch frei sind, d.h. in ständiger Bewegung, kann noch nicht von Materie gesprochen werden, wenngleich es der Beginn von dieser ist und die Kraftfunken - Elektronen - gewissermaßen die Urbestandteile der Materie sind. Sie werden erst zur Materie, so sie einmal sich gefestigt haben, d.h., wenn durch das unreife Wesenhafte, das nun die Elektronen in ihrer Beweglichkeit hindert, ein Verhärtungszustand eintritt, wodurch das Wesenhafte nun gebunden ist und die Kraftausstrahlung Gottes für eine bestimmte Zeitdauer in seiner Wirksamkeit nachläßt dem Willen Gottes gemäß, bis das gebundene Wesenhafte in seinem Widerstand zu erlahmen beginnt. Dann regt sich auch die Kraft wieder, und ein leises Leben macht sich bemerkbar auch in der härtesten Materie, so die Zeit der Bannung für das Geistige abgelaufen ist. Also sind die Elektronen in ihrem Beweglichkeitszustand wohl geistige Substanz, jedoch keine Substanz der sich nach unendlich langer Zeit entwickelnden Seele des Menschen, während die unreife Substanz, das gebundene Wesenhafte, dazu gezählt werden muß, denn dieses Wesenhafte beginnt nun seinen Aufwärtsentwicklungsprozeß, der mit dem Stadium als Mensch endet. Elektronen sind reinste Kraft aus Gott und darum unzerstörbar, sie sind gewissermaßen der Grenzübertritt aus dem geistigen in das irdische Reich, eine Ausstrahlung Gottes, die mit dem Eintritt in das irdische Reich Form annimmt, sowie im unfaßbar kleinsten Ausmaß von Form gesprochen werden kann. Das Reingöttliche verbindet sich mit dem Unvollkommenen aus Liebe und Erbarmung, weil sonst das letztere niemals sich zur Höhe entwickeln könnte, weil es total geschwächt ist und trotzdem Gott Widerstand leistet durch Nichtannahme Seiner Kraft. Und also erfaßt die Kraft das Unvollkommene, es bindend und ihm die Folgen und die Qualen des Verweigerns göttlicher Kraft spürbar machend, auf daß es selbst seinen Willen wandle und Gottes Kraft begehre, um wieder in Seine Nähe zu gelangen. Amen. B.D. NR. 4067b.

 

Buch 50 4068

Gottes Fürsorge um Seine Diener.

24. Juni 1947. B.D. NR. 4068.

Ihr, die ihr Mein Wort verbreiten sollet, euch werde Ich nicht in Not des Leibes und der Seele lassen, auf daß ihr sorglos und ruhig eures Amtes walten könnet, auf daß ihr nicht unfähig werdet, für Mich und Mein Reich tätig zu sein. Ihr könnet nur reden, so ihr selbst voll innerlichen Gleichmutes seid, so ihr euch gewissermaßen frei bewegen könnet im Denken und Handeln, ohne den Druck irdischer Nöte zu sehr zu spüren, denn eure Mission ist eine zu wichtige, als daß Ich sie gefährden lasse, indem Ich euch irdische Belastungen auferlege, die euch zu sehr ablenken von eurer geistigen Tätigkeit. Ich überlasse euch nicht mehr der Welt und ihren Versuchungen, wie Ich euch aber andererseits alles gewähre, was dazu beiträgt, euch heiteren Mutes zu machen, auf daß ihr gern und freudig und nicht mühselig und bedrückt für Mich arbeitet. Denn heitere Ruhe wird auch zum Erfolg beitragen, weil das Wort für Mich sprechen soll und ihr selbst, so ihr durchdrungen seid von Meinem Wort, heiteren Blickes auch das Wort weitergeben könnet und mehr Erfolg haben werdet an den Seelen eurer Mitmenschen. Darum gewähre Ich euch, was euch nicht zum Schaden gereichet für eure Seele. Und so ist euer Lebensschicksal bestimmt seit Ewigkeit, und nichts könnet ihr daran ändern durch eigenes Gestalten dessen, und so ihr dies allein schon bedenket, werdet ihr innere Ruhe gewinnen, ihr werdet euch keineswegs bedrückt fühlen, sondern heiter und sorglos eures Weges gehen, ihr werdet Ruhe und Frieden haben und auch ausstrahlen auf eure Umgebung, und ihr werdet in Meinem Auftrag tätig sein und werben für Mein Reich, und Meine Liebe und Gnade wird stets mit euch sein. Ich werde euch segnen, die ihr Mir dienen wollet. Amen. B.D. NR. 4068.

 

Buch 50 4069

Anzweifeln der Existenz Gottes in der Endzeit.

25. Juni 1947. B.D. NR. 4069.

Es gehört eine außergewöhnliche Verstandesschärfe dazu, wissenschaftlich den Beweis zu erbringen, daß die Existenz Gottes anzuzweifeln oder abzuleugnen ist. Und es wird dieser Versuch gemacht werden, auf wissenschaftlichem Wege das größte Problem zu lösen - die Frage: Gibt es einen Gott? - Es ist dies auch ein Zeichen der Endzeit, daß die Menschheit zu der wichtigsten Frage Stellung nimmt, jedoch weit mehr in negativem Sinne, denn sie sind willig, sich dieser Streitfrage und ihrer Beweisführung anzuschließen, denn ihr Glaube ist, wenn überhaupt vorhanden, nur sehr schwach, und der geringste Anstoß genügt, ihn zum Wanken zu bringen - Gibt es einen Gott? - Keine Frage ist wichtiger, und so sie ernsthaft gestellt wird von suchenden Menschen, bin Ich bereit, Aufklärung zu geben, und der Suchende wird wahrlich zufrieden sein mit der Erkenntnis, die ihm zugeht und die er nun auch überzeugt vertritt. So aber die Frage nicht von suchenden, sondern von besser-wissen-wollenden Menschen aufgeworfen wird, die nur die Antwort gelten lassen wollen, die ihnen bequem ist, und die nicht den Beweis erbringen wollen, daß Ich bin, sondern daß Ich nicht bin, werden sie niemals zu wahrheitsgemäßem Resultat kommen, trotz vieler scheinbar stichhaltiger Beweise. Sie gehören schon der Gegenmacht an, die sich selbst auf den Thron schwingen und Mich verdrängen will. Und es ist dies der Anfang des Endes, denn laut Gesetz von Ewigkeit entwinde Ich Meinem Gegner die Macht, so er die ihm zugestandene Grenze übertritt, was dann der Fall ist, so er Mich gänzlich aus den Gedanken der Menschen zu verdrängen sucht. Es wird ein harter Kampf sein, der um Mich geführt wird, mit gewaltigen Worten wird man die Meinen zu überzeugen suchen, daß sie einem Phantom nachjagen, alle religiösen Glaubenssätze und Lehren werden zerpflückt werden, und den Menschen, die nicht ganz feststehen, wird Stück für Stück verlorengehen, denn der Gegner weiß seine Worte so zu setzen, daß sie nicht ohne Eindruck bleiben, und da der Mehrzahl der Menschen das Wissen mangelt, da sie selbst in geistiger Blindheit dahingehen, erkennen sie nicht den Irrtum beim Gegner, wie sie aber auch nicht die Wahrheit in sich selbst suchen und finden können. Und sie werden wankend und fallen, so sie sich nicht an Mich in letzter Stunde anschließen, so sie nicht Mich (in letzter Stunde) um Erleuchtung bitten, die Ich einem Bittenden überaus gern gewähre, so er nur guten Willen hat zum Rechten und zur Wahrheit. Doch wer auf sich selbst vertraut, wer sich gleichfalls verstandesmäßig über dieses größte Problem Aufklärung zu schaffen sucht, der wird sich verrennen in die Finsternis, denn er jagt einem Irrlicht nach, er glaubt den überzeugten Worten der Weltweisen und bewundert deren Verstandesschärfe und ihre Folgerungen, und er gibt Mich auf - und richtet sich selbst. Und weil Ich um diesen Kampf weiß seit Ewigkeit, weil Ich den Schwachen helfen will wie auch denen, die Mich suchen, bringe Ich ihnen zuvor schon die Wahrheit nahe, und wer sich dieser Wahrheit befleißigt, wer sich würdig macht, sie zu empfangen, und im freien Willen danach strebt, der wird alle Verstandesschärfe der Weltweisen übertrumpfen, er wird wissend werden, er wird Urteilskraft empfangen, sein Geist wird erleuchtet werden, und nichts wird ihm seinen Glauben, seine Überzeugung, nehmen können, denn er ist von Mir selbst belehrt, und er hat den Beweis, daß Ich bin und daß Ich alle Meine Geschöpfe gewinnen will für die Ewigkeit. Und er wird Mir treu bleiben bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4069.

 

Buch 50 4070

Liebe.

26. Juni 1947. B.D. NR. 4070.

Unendlich tief ist Meine Liebe zu euch Menschen, und euer Erdenleben soll euch Beweis sein dafür, denn Ich gebe es euch, um auch eure Liebe zu gewinnen, die ihr Mir verweigert habt, weil ihr Mich nicht erkanntet. Ich werbe um eure Liebe so lange, bis ihr euch Mir selbst darbietet, bis ihr Mein geworden seid für ewig. Liebe ist Seligkeit, Liebe ist Zusammengehörigkeitsgefühl und das Verlangen, zu beglücken, zu geben. Und so ihr Menschen auf Erden Liebe empfindet, so werdet ihr nicht eher ruhen, bis der Gegenstand eurer Liebe in eurem Besitz ist, und dann werdet ihr glücklich sein. Und ihr könnet nur ganz schwach empfinden, weil ihr die Fülle der Liebe nicht ertragen könntet, die Ich euch zu geben bereit bin und die Mich bestimmt, immer wieder euch entgegenzutreten, auf daß ihr Mich erkennen sollet und Ich eure Liebe gewinne. Und darum werde Ich niemals etwas verurteilen, was die Liebe zur Ursache hat, denn so ihr im Herzen das heiligste Gefühl traget, wenn ihr reine Liebe empfindet, so ist das schon ein Angleichen an Mein Wesen, es ist ein Zeichen, daß ihr den Funken göttlicher Liebe entzündet habt, der euer Urwesen war, denn aus Meiner Liebekraft seid ihr hervorgegangen. Was sonach in Liebe sich zusammenschließt, hat Meinen Segen, denn es kann nicht verunreinigen, weil die Liebe rein und edel ist, solange der Wille, nicht zu sündigen, im Menschen vorspricht. Habet ihr aber Bedenken, könnet ihr das Rechte nicht vom Unrechten unterscheiden, so fraget Mich, und Ich will euch antworten. Und wieder sage Ich euch: Pfleget die Liebe - Sie ist das Göttliche, sie ist Mein Anteil, sie trägt euch über alles hinweg, sie führt euch nach oben, sie führt zu Mir, sie kann euch auch nur zu guten Gedanken und Handlungen antreiben, ansonsten es keine Liebe wäre. Denn eine Liebe, die eine verkehrte Richtung nimmt, ist wohl auch ein Verlangen nach Besitz, doch ein geistig Strebender wird wahrlich das rechte Gefühl dafür haben, ob die Liebe recht oder nur Eigenliebe ist, die nur begehrt und nicht geben will. Gebende Liebe ist immer göttlich und hat Meinen Segen, verlangende Liebe aber denkt niemals an den anderen, sondern nur an sich. Und das ist das Merkmal der Liebe, die von Mir gesegnet ist, daß sie beseligt und sich steigert, daß sie zu beglücken sucht und daß sie die Liebe zu Mir nicht verdrängt, d.h., daß Ich nicht ausgeschaltet werde aus den Gedanken, was jedoch stets der Fall sein wird, wenn die Liebe eine verkehrte Richtung nimmt, wenn sie nur Eigenliebe ist. Amen. B.D. NR. 4070.

 

Buch 50 4071

Ermahnung zum Versenken in Gottes Wort. Kraftspender.

27. Juni 1947. B.D. NR. 4071.

Vertrauet auf Meine Kraft, so ihr euch schwach fühlt, und jegliche Schwäche wird von euch abfallen. Und dann versenket euch tief in Mein Wort, und es wird die Kraft auf euch überströmen, weshalb ihr nichts weiter benötigt als nur Mein Wort und dieses Wort euch alles zu geben vermag, wenngleich euch das noch unverständlich ist. In Meinem Wort ist alle Kraft enthalten, und jeder vermag sie zu spüren, der im tiefen Glauben an Mich Mein Wort in sich aufnimmt, denn Ich gab euch die Verheißung: "Wer an Mich glaubt, der wird selig werden." Und Seligkeit gibt es nur in Verbindung mit Mir - Mein Wort aber ist Ich Selbst - Mein Wort ist Meine Ausstrahlung, die Kraft für jeden bedeutet, der sich Mir also im tiefen Glauben nähert. Ihr brauchet nicht kraftlos zu sein, ihr brauchet keine Schwäche zu fürchten, denn körperlich und geistig stärke Ich euch durch Mein Wort, und ihr werdet die Wahrheit Meines Wortes erkennen, so ihr den Reifegrad erreicht habt, daß ihr euch Mir schrankenlos hingebet und keine Bedenken mehr aufkommen lasset ob eurer Schwäche und scheinbaren Unfähigkeit, etwas zu leisten, was über eure Kraft zu gehen scheint. Nur was Mir noch fernsteht, dem mangelt es an Kraft, so es noch nicht so weit abgesunken ist, daß es von unten, von Meinem Gegner, Kraft zugeführt bekommt. Ihr wisset es nicht, wie machtvoll ihr sein könntet, so ihr glaubt. Und darum lehre Ich euch immer wieder, ringet um starken Glauben, lasset nicht nach im Gebet, und lebet in der Liebe, denn dann erstarkt auch euer Glaube und wird lebendig - und dann gibt es für euch nichts Unüberwindliches mehr; und nützet jeden Tag und jede Stunde, denn bald ist die Zeit gekommen, wo neue Nöte und Sorgen an euch herantreten, die ihr nur im tiefen Glauben an Mich werdet überwinden und ertragen können. Dann werdet ihr noch viel mehr Kraft benötigen und sie auch von Mir erhalten, so ihr euch vertrauensvoll an Mich wendet und um Gnade und Kraftzufuhr bittet. Ihr würdet voller Unruhe sein, so ihr Tag und Stunde wüßtet, da Ich Mich äußern werde, und darum sollet ihr die kurze Zeit nach Möglichkeit nützen, um eure Seelenreife zu erhöhen, denn dann müsset ihr hervortreten und die Mitmenschen belehren bei jeder Möglichkeit, besonders dann, wenn Fragen gestellt werden, wenn verzweifelte Menschen ratlos dem Geschehen und seinen Folgen gegenüberstehen und nach Gott rufen und doch ungläubig sind. Dann müsset ihr sie aufklären und Meine Liebe zu den Menschen hervorheben, die in Gefahr sind, sich gänzlich zu verlieren, und in anderer Weise nicht mehr auf den rechten Weg geführt werden können. Und dann müsset ihr selbst die Überzeugung haben, euer Glaube muß unerschütterlich sein, ansonsten ihr nicht werben könnet für Mich und Mein Reich, ansonsten ihr keine tauglichen Arbeiter seid in Meinem Weinberg. Ich werde euch jederzeit mit Kraft erfüllen, so ihr euch schwach fühlet und Mich anrufet um Beistand. Ich helfe euch in jeder irdischen und geistigen Not, auf daß ihr sichtlich Mich erkennet und glaubet. Amen. B.D. NR. 4071.

 

Buch 50 4072

Geistige Wiedergeburt.

28. Juni 1947. B.D. NR. 4072.

Die geistige Wiedergeburt zu erleben soll euer Ziel und euer Verlangen sein, dann tretet ihr auch in Verband mit Mir, und euer Aufstieg ist euch gesichert. Ihr seid in das Fleisch geboren, und in euch schlummert der Funke, der Mein Anteil ist, aber dieser Geistesfunke hat noch nicht das Leben, wenngleich ihr lebet auf Erden, ihr müsset ihm erst das Leben geben, also muß der Geist in euch seine Geburt erleben, und dies ist allein euer Werk. Es ist eure Aufgabe, von deren Erfüllung euer Leben in der Ewigkeit abhängt. Wiedergeboren zu sein im Geist heißt also, ganz unabhängig vom körperlichen Leben dem Geist in euch die Möglichkeit zu geben, in euer Leben zu treten, also gleichsam Anteil zu nehmen an allem, was ihr denkt, redet und handelt. Der Geist in euch, der Mein Anteil ist, will mitbestimmend sein in eurem Erdenleben, er will euch beraten, führen und belehren, er will sich Gehör verschaffen und die Seele zu sich hinüberziehen und also euch helfen, die Vereinigung mit Mir zu finden, auf daß ihr selig werdet. Wie aber erwecket ihr den Geist in euch zum Leben? Indem ihr den Willen Dessen tut, Der euch das Leben gab und Der den Geistesfunken in euch gelegt hat, um durch ihn die Verbindung herzustellen mit euch, die ihr Mir noch fernsteht und doch den Zusammenschluß mit Mir finden sollet noch auf Erden. Und Mein Wille ist, daß ihr Meine Gebote haltet, daß ihr Mich liebet über alles und den Nächsten wie euch selbst. Dann wird die Wiedergeburt des Geistes sehr schnell stattfinden, und er wird wirken können in euch. Und sein Wirken besteht vorerst im Ordnen der Gedanken, die nunmehr sich dem geistigen Reich zuwenden. Euer Denken wird geistig gerichtet sein - ihr werdet im Gegensatz zu dem Erdenleben zuvor euch befassen mit geistigen Dingen, ihr werdet die Welt nicht mehr in den Vordergrund stellen, sondern euer Verlangen wird den Dingen gelten, die das Seelenleben betreffen, ihr werdet des Lebens nach dem Tode gedenken, ihr werdet Mich suchen, und Ich werde Mich finden lassen. Denn der Geistesfunke in euch sucht die Vereinigung mit dem Vatergeist und will euch zum gleichen Streben veranlassen, er will euch lösen von der Welt und euch die Reize der geistigen Welt erschließen, und alles dieses wird ihm gelingen, so ihr ihm die Möglichkeit gebt zu wirken. Dann seid ihr wiedergeboren im Geist, und dann erreichet ihr auch sicher euer Ziel, denn Ich bin mit dem Geistesfunken ewiglich verbunden, und folglich seid ihr auch mit Mir verbunden, so ihr euch ziehen lasset von dem Geist in euch, so ihr ihn einmal zum Leben erwecket und dann euch seinem Einfluß hingebt. Seele und Körper wird nun Vorteil ziehen aus der Verbindung mit dem Geistesfunken in euch, Seele und Körper werden die irdische Welt hingeben, um sich mit der geistigen Welt zu verbinden, und Seele und Körper werden Mir zudrängen, weil der Geistesfunke nun das Denken, Fühlen und Wollen bestimmt und der geistig wiedergeborene Mensch sich völlig dem Einfluß des Geistes überläßt. Wer also wiedergeboren ist im Geist, der wird ewiglich nicht mehr in der Finsternis wandeln, er hat das Licht gefunden - er ist lebendig geworden und wird sein Leben nimmermehr verlieren - er wird leben in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4072.

 

Buch 50 4073

Lichterscheinung am Himmel. Kreuz Christi.

30. Juni 1947. B.D. NR. 4073.

Achtsam sollet ihr sein auf die Erscheinungen der Endzeit. Und so werden euch bald Veränderungen in der Natur auffallen, ihr werdet ein sonderbares Kräftespiel beobachten können, eine Erscheinung, die euch zu denken geben muß, so ihr sie betrachtet in der rechten Einstellung zu Mir, dem Schöpfer, Der auch diese Erscheinungen stattfinden lässet, um die Aufmerksamkeit aller Menschen auf Sich zu lenken. Und es wird euch auffallen, wie wenige Menschen die rechte Einstellung zu Mir haben, wie sie sich alles irdisch zu erklären suchen und auch von außergewöhnlichen Erscheinungen nicht sehr beeindruckt sind. Es wird dies eine Lichterscheinung sein, die sich am Tage zeigen wird, die ohne vorherige Anzeichen am Himmel sichtbar werden wird und keine andere Deutung zuläßt als einen Hinweis auf das Erlösungswerk Christi, denn sie ist in der Form eines Kreuzes mit unverkennbarem Antlitz des Erlösers. Und es wird diese Lichterscheinung Anlaß geben zu vielen Debatten, und dann sollen Meine Diener sich vorbereiten, denn es ist diese Erscheinung die Einleitung, sie ist gewissermaßen für alle Menschen bestimmt, denn sie kann von allen Menschen gesehen werden. Doch wie verschieden wird sie betrachtet, und wie wenig Verständnis bringt man ihr entgegen. Ich lasse ein sichtbares Zeichen am Himmel erstehen und finde dennoch zu wenig Aufmerksamkeit, Ich führe ihnen das Erlösungswerk vor Augen, auf daß sie glauben an Jesus Christus und selig werden, doch der Glaube an Ihn ist schon so gut wie verlorengegangen und wird auch durch diese Lichterscheinung nicht mehr gefunden oder verstärkt. Denn die Menschen sind allzu weltlich gesinnt und wollen nicht glauben, weil sie jegliche Verantwortung von sich abwälzen möchten, dies aber nicht könnten, so sie an Jesus Christus glauben würden. Und so wird auch die Lichterscheinung wieder nur für wenige Menschen ein Zeichen des Himmels, ein Zeichen der Endzeit sein. Der meisten aber bemächtigt sich wohl eine innere Unruhe, doch nur für kurze Zeit, um dann einer gespannten Aufmerksamkeit zu weichen, die aber nur der Erscheinung an sich gilt. Daß das nahe Ende damit zusammenhängt, glauben sie nicht, und sie verspotten nur die Gläubigen, die diese Voraussagen eines nahen Endes den Mitmenschen kundtun, um sie zu veranlassen, sich auf das Ende vorzubereiten. Sie werden wenig Glauben finden und dürfen doch nicht nachlassen in ihrer Arbeit für Mein Reich, denn solche Gelegenheiten sind eine besondere Gnade für die Menschen auf Erden, daß sie sich besinnen und den Gedanken in Erwähnung ziehen, daß übernatürliche Kräfte einwirken wollen auf die Menschen durch Naturerscheinungen außergewöhnlicher Art, daß die Erscheinung von Mir gewollt ist, um die Menschen hinzulenken auf das Ende. Es wird die Wissenschaft eine Erklärung geben und diese auch angenommen werden, doch wer geistig strebt, der wird Mich erkennen darin, und er wird jubeln und frohlocken ob des nahen Endes, denn die Welt bietet ihm nichts mehr, sein Herz aber ist voller Hoffnung auf das Leben nach dem Tode, und er sehnet sich die letzte Stunde herbei, die ihm auch Erlösung bringen wird aus irdischer Not, wie Ich es verheißen habe, daß Ich kommen werde in den Wolken, die Meinen heimzuholen in Mein Reich. Er weiß, daß dann auch die Stunde gekommen ist, wenn die irdische Not anwächst und keine irdische Hilfe mehr zu erwarten ist. Dann verkürze Ich die Tage, auf daß die Meinen Mir treu bleiben und standhalten bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4073.

 

Buch 50 4074

Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft.

30. Juni und 1. Juli 1947. B.D. NR. 4074.

Der Begriff Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft scheidet im Reich der reinen Geister aus, d.h., so der Grad der Vollkommenheit erreicht ist, ist der Begriff für die Seele hinfällig, es ist gewissermaßen alles in der Ewigkeit zeitlos. So kann die Seele rückschauend alles wieder erleben, sie wird nicht den Eindruck haben, in der Vergangenheit zu stehen, sondern als Geist entschwindet ihr der Begriff für die Zeit, denn Zeit und Raum ist etwas Abgegrenztes und daher vom Unvollkommenheitszustand nicht zu trennen. Etwas Begrenztes kann aber nicht im Vollkommenheitszustand Begleit-Erscheinung sein, denn für diesen Zustand gibt es keine Begrenzung. Und daher muß dann auch der Zeit- und Raumbegriff wegfallen, weil er immer eine Begrenzung in sich schließt. Es kann aber der Mensch sich keine Vorstellung machen, doch es muß ihm verständlich gemacht werden, weil dies viel zur Erklärung mysteriöser Erscheinungen beiträgt, die der Mensch sonst nicht zu glauben vermag. Es können reife Menschen, auch einer Mission wegen, Visionen haben, die weit in die Vergangenheit zurückgreifen und doch lebensnahe wiedergegeben werden, ohne jemals eine Verbindung mit der Vorzeit gehabt zu haben. Und dann kann nur die Erklärung angewandt werden, daß der Reifegrad jenes Menschen ihn zum Schauen vergangener Erlebnisse befähigt, daß er sich also dann loslöst von der Erde, seine Seele mit dem Geist in ihr in Sphären des Lichtes weilt und dort rückschauend die herrlichsten Erlebnisse hat und wiedergeben kann, soweit dies dem Menschen durch Gottes Willen zuträglich ist. Dann lebt also die Seele gewissermaßen noch auf der Erde, ist aber schon ein Anwärter des geistigen Reiches, nur daß seine Seele immer wieder zur Erde zurückkehrt, um die Eindrücke aus dem geistigem Reich auch auf Erden wiedergeben zu können, um den Glauben der Mitmenschen zu erwecken oder zu beleben. Es ist dies eine Mission, die gleichfalls eine Reife erfordert, will der Mensch Gott dienen und seine Erfahrungen weiterleiten, um die Mitmenschen anzuspornen zu reger Seelenarbeit, zum Erreichen des Vollkommenheitszustandes auf Erden. Denn die Menschen brauchen überzeugungstreue Hinweise, Belehrungen und auch Tadel, so sie es zu lau nehmen. Die Menschen brauchen von Zeit zu Zeit außergewöhnliche Erscheinungen, die sie zum Denken anregen, und so sie letzteres tun, sollen sie auch wahrheitsgemäß Aufklärung bekommen, so ihnen daran gelegen ist. Das Rückversetzen in die Vergangenheit ist aber nur in einem hohen Reifegrade möglich, und ist dies ein sicheres Zeichen der Vollkommenheit, die schon zum Eintritt in Lichtsphären berechtigt, und es weilt eine solcher Mensch nur noch seiner Mission wegen auf der Erde, ansonsten das Vermitteln der vergangenen Erlebnisse nicht ohne Glaubenszwang vonstatten gehen müßte, was aber laut Gottes Willen unterbleiben muß. Daher spielen sich auch so offensichtliche Beweise göttlichen Wirkens oft in aller Natürlichkeit ab, nur immer jenes Problem offen lassend, wie der Mensch zu solchen Kenntnissen kommt, wenn der Begriff geistigen Schauens ihm noch nicht verständlich ist. Immer nur ist geistig Aufklärung zu geben, und der Begriff der Raum- und Zeitlosigkeit wird auch dann erst verstanden werden können, so der Mensch durch eigenes Streben gleichfalls einen höheren Reifegrad erlangt hat, der ihm geistiges Wissen einträgt. Dann wird ihm auch die Aufklärung über mysteriöse Erscheinungen verständlich sein und nur seinen Glauben vertiefen. Amen. B.D. NR. 4074.

 

Buch 50 4075

Gottes Ruf zur Tätigkeit - Mission.

1. Juli 1947. B.D. NR. 4075.

Meiner Stimme sollet ihr Folge leisten, so der Ruf an euch ergehen wird, Mir zu dienen und also eure Mission zu erfüllen. Ihr werdet es deutlich im Herzen spüren, und jede Unklarheit wird ausschalten, ihr werdet euch auch innerlich gedrängt fühlen, für Mich tätig zu sein, und dann sollet ihr ohne Zögern diesem Drängen nachkommen, euch Mir bedingungslos hingeben, euch Meiner Führung überlassen. Und ihr werdet nun tun, wie es euch das Herz eingibt, denn durch dieses gebe Ich Selbst Mich kund. Wie klare Gedanken werdet ihr Meinen Ruf vernehmen und nicht wissen, ob Ich die Worte ausgesprochen habe, die in euch widerhallen. Und Mein Ruf wird euch froh und glücklich machen, und gern gebet ihr alles auf, um Mir Folge zu leisten. Dann wird zwar die Welt mit ihren Anforderungen an euch herantreten, doch auch diese werdet ihr mit Meiner Unterstützung erfüllen können, doch immer wird die Arbeit für Mich und Mein Reich eure Hauptarbeit sein, die ihr jeder Tätigkeit voranstellt, und so wird auch diese gesegnet sein und euch nicht zurückhalten von der geistigen Arbeit. Und das ist eure Aufgabe, daß ihr redet, wo ihr nur immer Gelegenheit habt, denn ihr könnet viel geben, weil ihr viel besitzet, ihr könnet lehren, weil ihr wissend seid, und ihr könnet stets und ständig Meinen Willen den Menschen kundtun, ihr könnet sie die Liebe lehren und ihnen also das Evangelium bringen, das ihr von Mir empfangen habt - ihr könnet den Mitmenschen den rechten Weg weisen und mit ihnen sprechen über das Ende. Ihr werdet niemals zu überlegen brauchen, was ihr reden sollt, denn so ihr für Mich arbeiten wollt, seid ihr auch von Meinem Geist erfüllt, sowie ihr nur geistig tätig seid, und dann werden auch eure Gedanken recht gelenkt, und ihr seid geschützt vor irrigem Denken und könnet euch sorglos Meiner Führung überlassen; nur wehren dürfet ihr euch nicht, indem ihr wider besseres Wissen euch weigert, indem ihr die Welt fürchtet und nicht Meiner Kraft und Stärke vertraut. Doch dann hält die Welt euch auch noch gefangen, und ihr seid nicht tauglich als Arbeiter in Meinem Weinberg. Wer aber Mich liebt, der höret auch auf Meine Stimme und folget Mir gern, und seiner nehme Ich Mich ganz besonders an, Ich helfe ihm, daß er sich von der Welt löse, Ich mache ihm auch das irdische Leben erträglich und mache ihn fähig zur geistigen Arbeit, Ich segne diese und führe ihm ständig die Menschen zu, denen er helfen soll in geistiger Not. Doch Ich sage euch dies alles zuvor, auf daß ihr achtsam sein sollet, auf daß ihr euch vorbereiten sollet auf euer Amt und Meines Rufes hören, der bald an euch ergehen wird, denn die Zeit neigt sich dem Ende zu, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4075.

 

Buch 50 4076

Ablehnung der Menschen. Kenntnis vom Heilsplan Gottes.

2. Juli 1947. B.D. NR. 4076.

Daß sich die Menschen so ablehnend verhalten gegen Meine Schriften, ist begründet damit, daß sie sich scheuen, eine Prüfung vorzunehmen, obwohl diese ihnen alle Bedenken zerstreuen würden, so sie es ernst nehmen. Dennoch muß es ihnen nahegebracht werden, sie müssen Kenntnis haben von dem außergewöhnlichen Wirken Gottes und Seiner Liebe, die Seinen Geschöpfen gilt. Denn einmal kommt die Stunde, da sie sich eure Worte ins Gedächtnis rufen, da sie keinen anderen Rettungsanker mehr haben als diese Meine Liebe, die ihr verkünden sollet stets und ständig. Und dann können noch vereinzelte Mich finden, so sie Mich nur anrufen um Erbarmen. Offensichtlich will Ich ihnen Meine Hilfe angedeihen lassen, doch wissen sollen sie um Sinn und Zweck des Erdenlebens, auf daß sie sich dann selbst die Frage vorlegen: Wie habe ich mein Leben ausgewertet? - Es ist nur noch eine kurze Frist, die euch noch bleibt bis zu dem Tage, da Ich das erste Mal in Erscheinung trete. Es sind nur noch Tage des Todes, die die Menschheit jetzt erlebt, denn sie nützt nicht die Zeit, wie es nötig wäre, und darum will Ich noch einen Schritt des Entgegenkommens machen. Ich nahe Mich euch zwar scheinbar nicht als ein Gott der Liebe, doch so keine Liebe mitsprechen würde, hätte Ich euch schon längst aufgegeben und würde nimmermehr warten, bis ihr zurückkehret. Nur die Liebe bestimmt Mich dazu. Sehet euch die Verwüstungen an, deren Urheber Menschen waren, und glaubet Mir, daß Ich nimmermehr ein Gleiches tun könnte - nur nehmen, was euch lieb und wert ist, und nichts wiederzugeben. Ich aber will euch geben unvergleichlich wertvollere Schätze, als ihr sie habet hingeben müssen. Um dieser gnadenreichen Zuwendung willen ließ Ich die Zerstörung durch Menschenhand zu, wenngleich euch das noch unverständlich ist. Ihr müsset hingeben, was hinderlich ist zum Empfangen Meiner Gnadengabe. Also müsset ihr euch ergeben fügen in Meinen Willen, so ihr durch Leid und Trübsal gehen müsset und alles verlieret. Euch, die ihr Mein seid, kläre Ich auf über Meinen Heilsplan von Ewigkeit, euch gebe Ich Kenntnis von dem Kommenden, auf daß ihr auch eure Mitmenschen belehren könnt, und Ich ermahne euch immer wieder, letzteres zu tun, auch wenn die Menschen ablehnen oder gleichgültig euch anhören. Es kommt die Zeit, da eure Worte in euren Herzen Widerhall finden werden, und sie werden nicht bei allen vergeblich gesprochen sein. Überraschend schnell wird eine Wendung eintreten, und dann wird nur allein Mein Wort euch Menschen Trost bieten und Kraft vermitteln. Für jeden Kraftempfänger wird das Leben noch erträglich sein. Ich sage es euch zuvor, auf daß ihr euch darauf einstellen könnet, doch irdisch werdet ihr nicht vorsorgen können, sondern nur allein eure Seele kann sich darauf vorbereiten, daß die kommende Zeit euch nicht niederdrückt, daß ihr sie durchlebet mit nach oben gerichtetem Blick. Es ist die Zeit des Endes, und sie währet nicht mehr lange, es ist die Zeit der großen Trübsal, die Ich angekündigt habe stets und ständig durch Seher und Propheten und die Ich nun auch wieder mit aller Dringlichkeit euch vorhersage und euch ermahne zu eifrigem geistigen Streben und warne vor Lauheit oder völlig weltlich gesinntem Denken. Und darum verkündet allerorten, was Ich euch kundgetan habe, redet ohne Scheu von Meinem Wirken, und machet den Mitmenschen ihre Seelenarbeit dringlich, denn die geistige Not ist größer noch als die irdische, und diese sollet ihr beheben helfen, wenngleich der Mensch kraft seines freien Willens auch eure Hilfe abweiset. Doch ihr sollt eifrige Arbeit leisten für Mein Reich, und Ich will euch dafür segnen. Amen. B.D. NR. 4076.

 

Buch 50 4077

Erhöhung des Wissens. Mitarbeiter Jesu.

5. Juli 1947. B.D. NR. 4077.

Es wird euch Menschen nur das Wissen vermittelt, wofür ihr aufnahmefähig seid, doch ihr selbst könnet letzteres erhöhen, so ihr ein tiefes Wissen verlangt. Ihr müsset aber dann zuvor euch innig verbinden mit dem Geber der Wahrheit, ihr müsset Ihm willige ergebene Diener sein, die ohne Widerrede Seine Weisungen entgegennehmen. Euer Sinnen und Trachten muß das geistige Reich bleiben, dann könnet ihr auch aus dem geistigen Reich Wissen ungemessen entgegennehmen. Und dann werdet ihr auch fähig sein, als Lehrer eurer Mitmenschen die schönste Aufgabe zu erfüllen auf Erden - eine Mission, die euch zu Mitarbeitern Jesu Christi macht. Ihr könnet das Erlösungswerk, das Er begonnen hat, fortsetzen schon auf Erden und auch sofort im geistigen Reich tätig sein eurer Bestimmung gemäß. Nur allein am Wissen liegt es, wie weit ihr euch erlösend betätigen könnet, und darum suchet, dieses Wissen zu erhöhen, und nützet jede Gelegenheit, die Verbindung herzustellen mit Gott, um die ewige Wahrheit, das kostbarste Geistesgut, von Ihm Selbst empfangen zu dürfen. Doch die Entgegennahme von diesem Geistesgut erfordert starken Willen, ein Überwinden irdischer Freuden und Überwinden der Materie, es erfordert Hingabe an Gott, Liebe zu Ihm und zum Nächsten und ein tief demütiges Herz, das sich also völlig dem Willen Gottes unterstellt. Habet ihr die Liebe in euch und bleibet ihr dadurch in steter Verbindung mit Gott, Der die ewige Liebe Selbst ist, dann genügt ein kurzer Stoßseufzer zu Ihm um Seine Gnade und Kraft, und eure Liebe wird erwidert werden, die Liebe Gottes wird euch zufließen in Form Seines Wortes, das mit Seiner Kraft gesegnet ist, und Sein Wort ist wahrlich für das Erdenleben das Wertvollste, was euch geboten werden kann, denn ihr werdet reifen an eurer Seele, ihr werdet einen Grad auf Erden noch erreichen, der euch zu Lichtwesen macht, so daß ihr bei der Beendigung des Leibeslebens in jene Sphären eingehen könnet, wo das Licht euch durchstrahlt und unsagbar selig macht. Und darum nützet euren Willen, machet euch fähig und wollet, daß ihr Lichtträger werdet auf Erden schon, daß ihr das göttliche Wort in euch vernehmet und dadurch reifet an Erkenntnis, daß ihr in der Wahrheit steht und über ein großes Wissen verfügt. Denn geistiges Wissen ist ein Reichtum, den ihr mit hinübernehmen könnet in das geistige Reich, der unvergänglich ist und einen Schatz für euch bedeutet, mit dem ihr arbeiten könnet, wollet ihr erlösend tätig sein. Amen. B.D. NR. 4077.

 

Buch 50 4078

Geistige Sonne.

6. Juli 1947. B.D. NR. 4078.

Die geistige Sonne ist für die Menschen aufgegangen, die sich zur Gotterkenntnis durchgerungen haben durch Gebet und Liebeswirken. In ihnen ist es hell geworden, ein strahlender Morgen hat die finstere Geistesnacht abgelöst, und der Tag wird ewig währen, ihm wird keine Nacht mehr folgen, denn wer einmal in der Erkenntnis steht, dem wird sie bleiben in Ewigkeit. Erst wenn die Sonne des Geistes einen Menschen bescheint, findet sein Herz den inneren Frieden, denn so es Tag ist, fallen alle Sorgen und Ängste der Nacht ab, es ist das Gefühl der Sicherheit, das den Menschen beherrscht, und dieses Gefühl gibt Ruhe und Frieden. Ab und zu kann wohl noch ein Wölkchen die Strahlen der geistigen Sonne verhüllen, es können trübe Momente im Leben des Menschen ihn beunruhigen, doch immer werden die Strahlen der Sonne durchbrechen, immer heller und durchdringender werden sie leuchten, bis zuletzt der Mensch völlig durchstrahlt ist und von ihrer Glut alles Unreine, Falsche aufgezehrt ist, bis die Strahlen keinen Widerstand mehr finden und der Mensch ganz durchgeistigt ist. Dann wird der Mensch leben - er wird leben in Ewigkeit. Denn die Sonne erweckt alles zum Leben, und nichts kann lebendig sein ohne ihre Strahlen. Wer in den Strahlen der geistigen Sonne dahinwandelt, dem wird sich ein Leben erschließen, das ihn beseligt, denn er wird in tiefstem Wissen stehen, und er wird selbst dieses Wissen ausstrahlen können, also gleichsam selbst zum Lichtträger werden, zu einer kleinen Sonne, die von der großen Sonne gespeist wird, die, von ihren Strahlen durchgeistigt, ein Geistesgut austeilen kann, denn die Strahlen der geistigen Sonne verlieren ihre Kraft nicht, und es wird das als Licht dargebotene Geistesgut den Mitmenschen vermittelt werden können, so daß auch ihnen wieder ein heller Morgen nach einer finsteren Nacht anbrechen kann. In der geistigen Sonne aber wandeln nicht viele, denn die Mehrzahl der Menschen meidet den hellen Lichtschein und zieht sich zurück. Und es sind dies die Menschen, die jeder geistigen Aussprache aus dem Wege gehen, die nicht wahrheitsverlangend, sondern eher verstockt sind oder zufrieden, so sie nichts wissen über das Fortleben. Andere aber nehmen das Wissen entgegen und verwerten es nicht, d.h., sie hören es nur mit den Ohren, nicht aber mit dem Herzen, sie empfinden nicht die Wohltat der Sonnenstrahlen, weil sie sich ihnen nicht aussetzen, und sie sind darum auch nicht lebendig, denn ihnen fehlt die Liebe, die ihnen auch die Wohltat der geistigen Sonnenstrahlen verständlich machen würde. Sie sehen den Sonnenaufgang nicht, sie bleiben in ihrem Dämmerzustand, denn sie begehren nicht das Licht, und also wird es ihnen auch nicht aufgehen, weil sie dem Stromkreis göttlicher Liebe entfliehen.Wieder andere sind völlig gleichgültig, so ihnen das Licht aus der Höhe dargeboten wird. Sie fühlen sich wohl in der Finsternis und suchen niemals den Zustand zu ändern, und daher bleibt es ewige Nacht in ihnen. Die Nacht aber ist keines Menschen Freund. Wo geistige Nacht ist, gerät die Seele in äußerste Not, es muß das Licht des Tages auf sie wirken, soll sie sich frei und glücklich fühlen, sie muß von der geistigen Sonne bestrahlt werden, will sie leben in Ewigkeit. Und sie kann der Nacht entfliehen, sie kann jederzeit dem strahlenden Morgen entgegengehen, denn es liegt nur am Willen des Menschen allein, daß er sich bemüht, zur Gotterkenntnis zu gelangen, daß er sich übet in der Liebe, durch Liebeswirken sich mit Gott verbindet, wenn auch unbewußt, daß er Gott nun spüret, Ihn anrufet im Gebet und sich Seiner Liebe und Gnade empfiehlt. Alles dieses muß vorangehen, will der Mensch zur rechten Erkenntnis gelangen, will er im rechten Denken und in der Wahrheit stehen, will er wissend werden und von Gott Selbst gelehret sein durch Seinen Geist. Dann aber steht er im Licht, dann ist die Sonne des Geistes für ihn aufgegangen, dann ist keine Nacht mehr, kein Dunkel ist über ihn gebreitet, er wird überall strahlende Helle finden, er wird im Licht des Tages den rechten Weg wandeln, der zum Ziel führt, er wird die Seele aus geistiger Not befreien, er wird ihr das Leben geben, und nichts mehr wird sie schrecken können, weil immer und überall der Eine sie begleitet, Den sie erkannt hat im Licht des Morgens, Der Selbst das Licht ist von Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4078.

 

Buch 50 4079

Wort Gottes Fleisch und Blut. Brot des Himmels. Einswerdung.

7. und 8. Juli 1947. B.D. NR. 4079.

Das Verlangen nach geistiger Kost ist ein sicheres Zeichen des Auftriebes zur Höhe, und diesem Verlangen wird immer entsprochen werden insofern, als daß Ich Meine Gabe austeile und die Menschen mit dem Himmelsbrot sättige, daß Ich sie an Meinen Tisch nehme und ihnen das Abendmahl biete, daß Ich sie Mein Fleisch und Mein Blut verkosten lasse, auf daß sie sich daran laben und selig werden. Ganz sicher werden sie das Ziel erreichen, eine hohe Seelenreife, die ihnen Meine Nähe sichert auf Erden und im geistigen Reich. Denn wer Mein Abendmahl zu sich nimmt, der ist Mir schon innig verbunden, und er wird Meine Nähe spüren, denn er höret Mich, er nimmt Mein Wort entgegen, er ißt Mein Fleisch und trinkt Mein Blut, und also empfängt er Mich Selbst, so er im Verlangen nach Mir sich speisen lässet mit dem Brot des Himmels, das Meine Liebe ihm spendet. Ich bin das Brot des Lebens, und wer Mich isset, der wird nimmermehr sterben in Ewigkeit. Ich habe diese Worte geredet zu den Menschen, und sie verstanden Mich nicht, weil den geistigen Sinn nur der fasset, der in sich die Liebe hat. Sie aber waren lieblos und nahmen daher wörtlich auf, was geistig verstanden werden mußte. Ebenso sind die Menschen der Jetztzeit noch nicht in die Tiefe Meines Wortes eingedrungen, auch sie verstehen nicht den geistigen Sinn und haben daher eine falsche Auffassung vom Abendmahl, von der Speisung am Tisch des Herrn. Sie sind wohl bemüht, Meinem Wort gemäß zu handeln und das Abendmahl zu empfangen, doch sie kennen Meinen Willen nicht, und so Ich ihnen diesen Meinen Willen kundgebe durch Meine erweckten Diener, glauben sie es nicht und halten daran fest, was sie als irrig schon übernommen haben. Ich Selbst biete Mich ihnen dar im Wort, und wer hungrigen Herzens Mich aufnimmt in sein Herz, der empfängt das Abendmahl, der wird von Mir gespeist und getränkt, der isset Mein Fleisch und trinket Mein Blut, d.h, der nimmt mit dem Wort Mich Selbst auf, der Ich das Fleisch-gewordene Wort bin von Ewigkeit. Mein Blut ist die Kraft, die ihn durchströmt, so er Mich Selbst aufnimmt in sein Herz, doch er muß verlangen danach, ansonsten er nur den leeren Schall vernimmt, ansonsten das Wort nicht lebendig wird in ihm. Wer aber nach Mir verlangt und Mein Wort zu hören begehrt, der lebt auch in der Liebe, denn die Liebe und Ich sind eins. Und niemand wird Mich begehren und lieben, dem Liebeswirken fremd ist. Immer aber spreche Ich vom Verlangen des Herzens, nicht vom Gestammel des Mundes, von leeren Worten, die das gleiche besagen, jedoch nicht im Herzen empfunden werden. Und dies soll die Menschen zu ernster Kritik veranlassen, ob und wann sie Mein Wort im Herzen begehren. Denn nur dann empfangen sie das Abendmahl, nur dann können sie überzeugt sagen: Ich Selbst bin im Wort bei ihnen. Und dann erleben sie das größte Mysterium, sie vereinigen sich mit Mir durch die Liebe. Das Verlangen nach Meinem Wort drückt die Liebe aus, die sie zu Mir empfinden, und die Liebe ziehet Mich an, die Liebe äußert sich Mir und dem Mitmenschen gegenüber. Der liebende Mensch wird unentwegt tätig sein und uneigennützig dienen dem Nächsten, und also wird er Meinen Willen erfüllen, wie es Mir wohlgefällig ist. Und ihm werde Ich ständig das Brot des Himmels verabreichen, ihn werde Ich ständig mit geistiger Kost versorgen, er wird niemals leer ausgehen an Meinem Tisch, er wird sich ständig mit Mir vereinigen, also kommunizieren bei jedem Empfang Meines Wortes, denn Ich Selbst bin das Wort und trete mit ihm in innigen Verband, so sein Herz verlangt nach geistiger Speise und geistigem Trank. Amen. B.D. NR. 4079.

 

Buch 50 4080

Gottes Liebe und Erbarmung in der letzten Zeit vor dem Ende.

8. Juli 1947. B.D. NR. 4080.

Gottes große Liebe und Erbarmung wird sichtlich zutage treten in der letzten Zeit vor dem Ende, wo die Gläubigen in härtester Bedrängnis leben. Es wird eine Zeit bitterster Not sein für die Menschen, die Ihm treu bleiben wollen, denn der Gegner wird rigoros vorgehen gegen jeden, der für seinen Glauben und für Jesus Christus und Seine Lehre eintritt. Die Maßnahmen, die getroffen werden, um die Glaubenslosigkeit durchzusetzen, werden von solcher Schärfe sein, daß die Menschen wenig Widerstand leisten und sich fast ausschließlich gegen Gott bekennen werden. Doch die im Wissen stehen um die Wahrheit, die in der Liebe leben und daher auch in der rechten Gotterkenntnis, die Jesus Christus als Erlöser anrufen um Seinen Beistand, diese werden auch in den Maßnahmen jenen erkennen, der als Antichrist angekündigt ist für die letzte Zeit vor dem Ende. Und sie werden daher desto fester stehen und voller Zuversicht auf Gottes Hilfe und auf Sein Kommen warten, und diese werden auch nicht enttäuscht werden. Ihnen wird Gottes große Liebe offenbar werden, denn Er ist ihnen nahe jederzeit, so daß Ihn auch erkennen könnten die Ungläubigen, so sie nicht schlechten Willens und daher völlig in der Gewalt des Satans wären. Doch wer noch schwach ist und Gott nicht gänzlich abtrünnig, den fasset die Erbarmung Gottes noch, und es werden ihm viele Beweise des göttlichen Wirkens geboten, so daß es ihm leicht gemacht wird, zu glauben und standzuhalten allen Bedrohungen durch die Welt. Nur der gute Wille darf nicht fehlen, dann strecket sich die Hand Gottes ihm entgegen noch in letzter Stunde. Was sich in dieser Zeit ereignet, das ist den Menschen schwer vorauszusagen, denn immer wieder ersinnt der Satan neue Pläne und überbietet sich an Grausamkeiten, an unmenschlichen Verfügungen und schandbaren Handlungen wider die Gläubigen. Scheinbar ist das Los der Gläubigen unerträglich, und doch werden sie so viel Kraft von Gott beziehen, daß sie alles Schwere ertragen können und die Not nicht so empfinden, weil ihr Blick himmelwärts gerichtet ist und die Welt und das Irdische sie nicht mehr lockt. Zudem hören sie die Stimme des Herrn - sie wissen, daß Er die Tage verkürzet, denn Seine Verheißung hat ihnen den Trost gegeben, und also rechnen sie mit jedem Tage, daß ihnen Erlösung wird aus der irdischen Not. Und dennoch kommt der letzte Tag auch für diese noch überraschend; er wird kommen, wenn keine Möglichkeit, Seelen zu gewinnen, mehr besteht, und es wird dies sehr schnell der Fall sein, denn die Scheidung wird bald vollzogen sein, der Bekennermut ist nur gering, und die Entscheidung für oder gegen Gott wird in kurzer Zeit gefordert, und darum wird sie auch der Auftakt des Endes sein, denn die Drangsal, der die Gläubigen nun ausgesetzt sind, gebietet die Hilfe Gottes, ansonsten auch die kleine Schar der Seinen die Schwäche befallen würde und Gott dies nimmermehr zulässet. Und so wird Er kommen als Retter in höchster Not und die Seinen zu Sich holen. Und dann kommt das Gericht, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4080.

 

Buch 50 4081

Reue der Seele im Jenseits.

10. Juli 1947. B.D. NR. 4081.

Ungeheuer belastend ist für die Seele im Jenseits das Bewußtsein, selbst ihre Lage verschuldet zu haben und jeder Möglichkeit beraubt zu sein, aus eigener Kraft ihren Zustand zu wandeln. Dieses Bewußtsein aber hat sie erst dann, wenn sich in ihr das Verlangen einstellt, sich eine Besserung zu schaffen. Zuvor ist sie apathisch, strebt weder nach oben noch nach unten, spürt nur eine Qual ohnegleichen und ist völlig willenlos, bis sich ihr durch Hilfe von Lichtwesen, die sich ihr in Verkleidung nahen, wieder eine Möglichkeit bietet, mit anderen Seelen zusammenzukommen, und nun in ihr der Trieb erwacht, in eine andere Umgebung zu kommen, im Glauben, dann auch dem qualvollen Zustand entflohen zu sein. Und nun wird es ihr erst klar, daß sie das nachholen muß, was sie auf Erden versäumte, daß sie wirken muß in Liebe. Und nun erkennt sie auch ihren Leerlauf auf Erden, und die Reue über die vielen ungenützten Gelegenheiten ist überaus tief. Bei gutem Willen wird sie bald eine Besserung spüren, denn sowie sie Reue empfindet, nützet sie auch jede Gelegenheit, liebend sich zu betätigen den notleidenden Seelen gegenüber, denn eine Seele, die verhärtet ist, wendet sich mehr nach unten und empfindet auch niemals Reue über ihre eigene Schuld, weil eine solche Seele durch Beeinflussung böser Kräfte niemals ihr Unrecht einsehen kann und sonach auch keine Reue empfindet. Erst die Erkenntnis ihrer Schuld vermag die Seele im Streben nach oben anzuregen. Und dann setzt auch das Liebeswirken ein, das ihr Kraft zuführt zum Aufstieg. Das Bewußtsein ihrer Schuld ist stets die Folge von Mitleid für die Seelen, die gleich ihr einen qualvollen Zustand zu erdulden haben, und diese Regung trägt der Seele schon die Hilfe der Lichtwesen ein, die nun nicht nachlassen, bis sie den Weg zur Höhe gefunden und betreten hat. Und je weiter die Seele in der Erkenntnis fortschreitet, desto emsiger kommt sie der Liebetätigkeit im Jenseits nach und leistet allen denen Hilfe, die noch unter ihr stehen, weil sie um deren Qualen weiß und sie ihnen verringern helfen möchte. Und diese Liebetätigkeit läßt die eigene Reue nun schwächer werden, hat sie doch nun die Möglichkeit, gleichfalls noch zu reifen, und wenn sie auch niemals den höchsten Grad erreichen kann, die Gotteskindschaft, die nur durch ein Liebeleben auf Erden erworben werden kann, so ist sie doch selig im Bewußtsein, Gott, Den sie nun über alles liebt, dienen zu können bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4081.

 

Buch 50 4082

Bei Gott ist kein Ding unmöglich.

11. Juli 1947. B.D. NR. 4082.

Wo keine irdische Hilfe mehr möglich erscheint, dort ist die Liebe Gottes oft deutlich erkennbar, die selbst das unmöglich Scheinende geschehen läßt, auf daß die Menschen an Ihn glauben lernen und Ihn lieben über alles. Für Gott gibt es keine Grenzen Seiner Macht, und was Er will, das geschieht. Also gibt es auch nichts, was unerfüllbar wäre, weil bei Gott alles möglich ist. Es quälen sich also die Menschen oft unnötig durch das Erdenleben, denn so sie Außergewöhnliches zu leisten imstande sein wollen, brauchen sie nur Gott um Hilfe anzugehen. Immer kann Er helfen, und immer wird Er helfen. Diesen Glauben können sie aber nur gewinnen durch Ausüben der Nächstenliebe, weil jedes gute Werk die Verbindung mit Ihm herstellt und dadurch Kraft-Entgegennahme gesichert ist, die als Ausstrahlung Gottes auch unweigerlich zu Gott zurückführen muß. Und er muß glauben lernen und wird dies auch, so er ernsthaften Willens zur Höhe strebt. In der letzten Zeit vor dem Ende werden sich die wunderbarsten Dinge ereignen, die sich übernatürlich ansehen und doch nur ihre Erklärung finden in dem Willen des Menschen und der Kraft des Glaubens. In ihnen liegt die ganze Erklärung alles dessen, was euch unverständlich dünkt, was aber eigentlich nur die Folge eines rechten Lebenswandels vor Gott ist. Und also genügt es nicht, daß die Menschen sich der Form nach Christen nennen, daß sie sich zur Kirche bekennen, der sie angehören, wenn sie nicht das Christentum leben, wenn sie nicht durch ihren Lebenswandel bezeugen, daß sie der Gemeinschaft der Gläubigen angehören, die die rechte Kirche Christi bildet. Es wird lebendiger Glaube gefordert und werktätige Nächstenliebe, um die Kraft des Geistes zur Wirksamkeit kommen zu lassen. Dann aber verfügt der Mensch auch über außergewöhnliche Kraft, denn es ist die Kraft aus Gott, die ihn durchströmt und für die es keine Begrenzung gibt. Es kann sonach der Mensch Ungewöhnliches vollbringen mit der Kraft aus Gott, wie aber auch Gott Selbst in Erscheinung treten kann in Form von Hilfeleistungen, die übernatürlich anmuten, weil sie oft dann eintreten, wenn keine Hoffnung auf Hilfe mehr besteht. Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Dies soll sich der Mensch in jeder schweren Lebenslage immer wieder sagen, und dann wird sein Glaube eine Stärke erfahren, daß es für den Menschen keine Notlage mehr gibt, daß er jede Not bannet mit seiner Einstellung zu Gott, mit seinem tiefen unerschütterlichen Glauben an Seine Hilfe und daher sorglos und zuversichtlich jeder Not gegenübersteht. Und dann wird Gott ihm auch helfen, weil Er einen starken Glauben nicht zuschanden werden lässet. Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Alles kann Er vollbringen, wenn Er will, und alles will Er vollbringen, wenn Seine Kinder Ihn als ihren liebenden Vater anrufen und Ihm bedingungslos vertrauen. Dann deckt Er alle Bedürfnisse der Seinen und hilft ihnen in allen irdischen Mühsalen und Bedrängnissen. Denn Er ist ein Gott der Liebe, und die Liebe wird stets geben und helfen, weil sie beglücken will. Amen. B.D. NR. 4082.

 

Buch 50 4083

Folgen der Beachtung wie der Nichtachtung göttlicher Ordnung.

12. und 13. Juli 1947. B.D. NR. 4083.

Erfüllet das Gesetz von Ewigkeit, und ihr werdet leben in Ewigkeit. Ersteres heißt, nach dem Willen Gottes, der Seinem Gesetz der Ordnung zugrunde liegt, leben und dadurch den Zusammenschluß zu finden mit Gott, der ewiges Leben verbürgt. Und so muß der Gesetzgeber zuerst erkannt und anerkannt werden, es muß sich der Mensch Seinem Gesetz unterordnen, er muß wollen, was Gott will, also seinen Willen frei dem göttlichen Willen unterstellen und also seine restlose Zugehörigkeit zu Gott bekunden und Ihm entgegendrängen im freien Willen. Dann ist der Widerstand gebrochen, der das als Mensch verkörperte Geistige endlos lange Zeit in Trennung von Gott verharren ließ. Trennung von Ihm aber ist Tod, Zusammenschluß mit Ihm Leben. Und wer einmal als Mensch den Zusammenschluß mit Ihm gefunden hat, der wird ewiglich nicht mehr getrennt sein von der ewigen Liebe, Die alles an Sich zieht, was Ihr nicht grundsätzlich widersteht. Es ist nun aber von besonderem Verdienst für einen Menschen, so er sich bemüht, mehr zu tun auf Erden, als seine eigentliche Aufgabe ist - nicht nur an seiner eigenen Aufwärtsentwicklung zu arbeiten, also dem Willen Gottes gemäß zu leben, sondern sich auch das Seelenheil der Mitmenschen angelegen sein zu lassen und eine Aufgabe zu übernehmen, die überaus segensreich ist, weil es eine Arbeit ist für das Reich Gottes. Es besteht die Aufgabe darin, den Mitmenschen den göttlichen Willen zu unterbreiten und ihnen den Weg zu zeigen, der zum Ziel, zum Zusammenschluß mit Gott führt. Also es muß der Mensch unterwiesen werden von den Folgen der Beachtung sowie der Nichtachtung der göttlichen Ordnung, auf daß dieser nun das ewige Leben anstrebe und nicht dem Tode verfalle. Es ist dies eine Mission, die durchaus dem göttlichen Willen entspricht, die aber dem Menschen nicht geboten wird, sondern pur ein Akt des freien Willens ist. Es ist also ein erhöhter Grad von Liebe zu Gott und zum Nächsten, der den Menschen bestimmt, sich Gott für diese Mission anzubieten, und es wird sein Wille von Gott doppelt gewertet und entsprechend gelohnet auf Erden schon durch außergewöhnliche Gnadenzuwendung, die wiederum den Menschen antreibt und auch befähigt, das mit dieser Arbeit verknüpfte Lehramt auszuführen. Die Gnadenzuwendung aber ist das göttliche Wort, das den Menschen in das erhöhte Wissen versetzt und ihn ausbildet für diese lehrende Tätigkeit. Folglich muß auch für einen Menschen, der das Wort Gottes direkt von Ihm vermittelt bekommt, unzweifelhaft der Tag kommen, wo seine Mission einsetzet, und es ist mit Sicherheit ein das göttliche Wort direkt empfangender Mensch auch von Gott berufen, so die Zeit gekommen ist für seine Tätigkeit auf Erden, für das Wirken für das Reich Gottes. (13.7.1947) Denn erst, wenn den Menschen Kenntnis gegeben wird vom Willen Gottes, von dem Gesetz der ewigen Ordnung, können sie zur Verantwortung gezogen werden. Doch bevor ihnen dieses Wissen nicht erschlossen wird, kann es ihnen nicht als Unrecht angerechnet werden, so sie wider das göttliche Gebot verstoßen. Darum müsset ihr als Arbeiter für den Weinberg des Herrn eifrig tätig sein und euren Mitmenschen das Evangelium zu übertragen suchen - den göttlichen Willen ihnen kundtun, um ihnen dadurch Hilfe zu gewähren, so sie in großer geistiger Not sind und weder um Sinn und Zweck des Erdenlebens wissen noch um die Dringlichkeit eines Wandels nach Gottes Willen. Dann erst können sie das Gesetz erfüllen, dann erst können sie in Verband treten mit Gott und außergewöhnliche Gnaden empfangen. Und selig, die noch vor der allgemeinen Auflösung das Wort Gottes in sich aufnehmen, denn ihnen wird es leichtfallen, das Gesetz Gottes kennenzulernen und sie werden großen Segen stiften bei denen, die noch tot sind im Geist. Denn diese können zum Leben erweckt werden und sich das ewige Leben sichern im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 4083.

 

Buch 50 4084

Welt - Scheingüter. Geistige Schätze im Jenseits.

14. Juli 1947. B.D. NR. 4084.

Die Welt mit allen euren Schätzen kann dem Menschen niemals das Gefühl der Nähe Gottes ersetzen, wie sie auch niemals eine ewige Seligkeit ihnen sichern kann im geistigen Reich. Es sind nur Scheingüter, die sie austeilt, und diese Scheingüter zerfallen in nichts, so der Mensch von der Erde scheidet. Was er dagegen aus dem geistigen Reich entgegennimmt, ist beständig, es ist ein Schatz von größtem Wert, denn er kann damit arbeiten und ihn dadurch ständig vermehren, wie er aber auch austeilen und ständig beglücken kann, die arm sind, und er doch nichts einbüßen wird von seinem Reichtum. Würden die Menschen auf Erden bedenken, wie wenig ihnen ihre irdisch gerichteten Begierden und ihre irdische Tätigkeit einträgt im Vergleich zur geistigen Arbeit, dann würden sie schon viel gewinnen, denn die Erkenntnis der Wertlosigkeit irdischer Güter ist schon eine Zunahme an Geistesgut, und ihr Streben danach würde sich erhöhen mit dieser Erkenntnis. Es schenkt aber der Mensch gerade diesen Gedanken wenig Beachtung, und so bleibt er unwissend, und er wird leer und arm am Ende des Lebens in Finsternis des Geistes hinübergehen in die Spähren, wo nur der geistige Reichtum gewertet wird. Er hat sich keinen erworben, denn zumeist fehlt den materiell gesinnten Menschen die Liebe, die einen Ausgleich schafft. Denn jedes Liebewirken auf Erden ist als geistiger Reichtum aufgespeichert und trägt der Seele im Jenseits ihren Lohn ein - Wissen und also ein Gedankengut, mit dem sie arbeiten kann. Darum ist die Liebe das Wichtigste auf Erden, weil ihre Auswirkung im Jenseits Licht und Kraft ist und Licht und Kraft für die Seele Glück und Seligkeit bedeutet. Denn Licht und Kraft ist die Ausstrahlung Gottes, es ist der Beweis der Nähe Gottes, Seiner Liebe und Seiner Herrlichkeit. Je tiefer und inniger die Liebe eines Menschen ist, desto fester schließt er sich an Gott an, und desto beglückender empfindet er Seine Nähe, die Erwiderung der Liebe und das Bewußtsein, Licht und Kraft in Fülle zu besitzen. Alles dieses aber geht den Seelen verloren, die in der Finsternis des Geistes das Erdenleben verlassen, denen keine Werke der Liebe nachfolgen in die Ewigkeit und die deshalb in äußerster Dürftigkeit und Armut in Sphären weilen, wo Nacht ist und es keinen Lichtfunken gibt, solange nicht die Liebe in den Seelen erwacht, die Liebe zu dem Mitleidenden, zu den Seelen, die in gleicher Not sind. Hat die Seele das Bedürfnis, diesen zu geben, um ihnen zu helfen, dann wird sie auch empfangen und abgeben können, jedoch ohne Liebe wird sie in geistiger Armut verbleiben, endlos lange Zeiten, und keinerlei Güter erwerben können. Denn die Liebe bleibt auf Erden wie im geistigen Reich erstes Gesetz, das unbedingt erfüllt werden muß. Amen. B.D. NR. 4084.

 

Buch 50 4085

Fülle göttlicher Gnade.

16. Juli 1947. B.D. NR. 4085.

In Fülle könnet ihr nehmen Gnade um Gnade. Welche Verheißung liegt in diesen Worten. Nicht zugemessen wird euch, sondern ihr selbst dürfet euch das Maß bestimmen, das euch zuteil wird. Bedenket dies, daß Meine Liebe euch keine Beschränkung auferlegt, sondern euch ungemessen bedenket, daß sie es euch selbst anheimstellt, wie ihr bedacht werden wollt, und daß ihr empfanget das Maß, eurem Willen entsprechend. Ihr dürfet es jederzeit erhöhen, ihr könnt aber auch Meine Verheißung unbeachtet lassen und nichts in Anspruch nehmen von dem, was euch zugeht. Dann aber werdet ihr lange leiden und kein Bedauern oder Hilfe finden, denn ihr wieset Mich zurück, da Ich euch die große Gnadengabe antrug. Euer Leben geht erfolglos für eure Seelen vorüber so ihr euch nicht der Gnaden bedienet, die euch zur Verfügung stehen. Also werdet ihr zwar nicht von Mir zur Rechenschaft gezogen, denn es ist euer freier Wille, den Ich nicht antaste, sondern Ich lasse euch volle Freiheit. Ihr habt aber wenig Erfolg, denn dieser hängt lediglich von der Gnade ab, die der Mensch für sich in Anspruch nimmt. D.h., da unter Gnade ein jedes Hilfsmittel zu verstehen ist, das Ich euch zuwende, um zur Höhe zu gelangen, so muß der Erfolg des Vorwärtsschreitens ausbleiben, so der tiefe Glaube fehlt an Mich und Meine Gnadenzuwendung in der Endzeit. Denn das Fehlen des Glaubens hat zur Folge, daß die Gnadenzuwendung nicht genützt wird, daß sie nicht durch Menschenwillen vermehrt wird, und dies ist Stillstand, der auch zum Rückschritt werden kann. Ich gebe euch, was ihr benötigt zum Aufstieg zur Höhe, Ich helfe euch stets und ständig, sowie ihr nur euren Willen nicht zurückziehet und Meiner Gnadengabe nicht achtlos gegenübersteht. Doch ihr selbst müsset bereit sein, Meine Gnadengabe in Empfang zu nehmen, ihr müsset bittend anfordern und dankend empfangen, was Meine Liebe euch bietet, und ihr müsset jederzeit euch vorstellen, daß ihr ohne Meine Gnadenzuwendung ewiglich nicht weiterschreiten könnet. Euer Ziel aber ist die Vereinigung mit Mir, die euch dann Kraft einträgt in aller Fülle, so daß ihr leben werdet und nimmermehr sterben könnet, denn euer Geist wird wach sein und euch das Leben geben, ihr werdet wiedergeboren sein im Geist und habet euer Ziel erreicht. Die Fülle Meiner Gnade aber lässet euch schon auf Erden dieses Ziel erreichen, darum fordert sie an und nützet sie, und lasset euch von Meiner Liebe bedenken, auf daß ihr selig werdet. Amen. B.D. NR. 4085.

 

Buch 50 4086

Völlige Auflösung und Umgestaltung der Erde.

17. und 18. Juli 1947. B.D. NR. 4086.

In einer sehr kurzen Zeitspanne wird die völlige Auflösung der Erde vor sich gehen, denn die Kräfte, die zur Auswirkung kommen, sind so elementar, daß nichts ihnen standhält, daß alles vernichtet wird, was auf der Erdoberfläche sowohl als auch im Inneren der Erde besteht an Schöpfungen jeder Art. Es kann also nicht von einer Teilauflösung gesprochen werden, sondern die Kraftentfaltung erstreckt sich über die ganze Erde, und so ist die gesamte Erde ein einziger Feuerherd, dem alles zum Opfer fällt, weil alles vom Feuer ergriffen wird. Und so wird wohl an einzelnen Stellen das Feuer langsamer um sich greifen, der Weisheit Gottes entsprechend, und zwar dort, wo den Seelen noch in letzter Stunde Gelegenheit geboten werden soll, um Gott um Hilfe zu rufen, wo also Menschen leben, deren Sinn noch zu wandeln ist kurz vor dem Ende. Doch vernichtet wird die Erde restlos, d.h., der Kern bleibt wohl bestehen, doch die gesamte Erdoberfläche erfährt eine Veränderung, die so gewaltig ist, daß man von einem Vergehen aller Schöpfungswerke sprechen kann. Es ist eine Umgestaltung der alten Erde auch nur dann erst nötig und möglich, wenn alle Schöpfungen der alten Erde vergangen sind und aus den Überresten die Schöpfungen der neuen Erde gebildet werden können, die wieder das Geistige, das noch inmitten seiner Entwicklung steht, aufnehmen sollen. Und dieses Geistige wird frei zu seiner großen Befriedigung, denn es verlangt nach der Aufwärtsentwicklung, um die Gnaden des Erdenlebens als Mensch auswerten zu können, und es drängt dieser letzten Verkörperung entgegen. Es wird also die neue Erde keine alten Schöpfungen aufweisen, sondern restlos werden diese zerstört und neu gebildet, und der Vorgang währet nur ganz kurze Zeit. Und zwar spielt sich die Zerstörung vor den Augen der Menschen ab, doch in ihrem großen Entsetzen achten sie nur auf sich selbst, d.h., sie sind in der Todesangst nur darauf bedacht, sich zu retten, was ihnen aber unmöglich ist. Dagegen werden die Gläubigen, die Gott vor der völligen Zerstörung entrückt, das Werk des Unterganges der alten Erde verfolgen können, denn es wird sich abspielen vor ihren Augen, auf daß die Macht und Herrlichkeit Gottes offenbar werde. Doch die Entstehung der neuen Erde bleibt ihren Augen verborgen, denn so sie von Gott dieser neuen Erde zugeführt werden, sind alle Schöpfungen schon bestehend, und den Augen der Gläubigen bietet sich ein vielseitiges Bild, völlig unbekannte Schöpfungen, herrlich anzusehen und in ihrer Zweckmäßigkeit alles übertreffend, was die alte Erde an Schöpfungen bietet. Die Zeitdauer des Entstehens dieser Schöpfungen aber können die Menschen auf der neuen Erde nicht ermessen, denn für die Zeit des Verweilens nach der Entrückung ist den Menschen jeglicher Zeitbegriff genommen, und ebenso wird ihnen auf der neuen Erde anfänglich der Zeitbegriff fehlen, da die Menschen schon einen hohen Reifegrad besitzen und dies zur Folge hat, daß Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für sie nur ein Begriff ist, so lange, bis sich die Menschen wieder materieller einstellen und dadurch auch wieder dem Gesetz von Zeit und Raum unterliegen. Und so ist die neue Erde in ihrem Entstehen völlig den Blicken der Menschen entzogen, doch auf geistigem Wege wird ihnen die Erklärung zuteil, und sie können daraus jederzeit das Wichtigste der göttlichen Lehre entnehmen, wie aber auch andererseits diese den Menschen selbst vermittelt wird auf direktem Wege, denn Gott wird mitten unter den Menschen weilen, die Ihn lieben, weil sie sich selbst zur Liebe gestaltet haben und Gott Selbst, wie auch Seine lichten Engel, die Menschen auf der neuen Erde belehret. Und so weilet das Urlicht mitten unter den Seinen und teilet Licht aus an alle, die dessen würdig sind. Amen. B.D. NR. 4086.

 

Buch 50 4087

Kurze Zeit im freien Willen. Lange Zeit im Mußzustand.

20. Juli 1947. B.D. NR. 4087.

Undenklich lange Zeiten waren nötig, bevor das Geistige sich inkarnieren durfte, dem die Verkörperung als Mensch zugebilligt wurde auf Grund eines bestimmten Reifegrades. Diesen Reifegrad mußte es sich vorher erringen und dies durch Dienen in Schöpfungswerken, deren Bestimmung das Erhalten und Fortpflanzen anderer Schöpfungen Gottes war. In dieser langen Zeit gab es für das Geistige nur ein Unterordnen unter den göttlichen Willen, um nun in der letzten Verkörperung als Mensch seinen Willen frei gebrauchen zu können. Die Zeit des freien Willens aber ist für das Geistige sehr kurz bemessen im Verhältnis zu der überaus langen Zeit zuvor. Es kann die kurze Zeit nun dem Geistigen vollkommene Reife bringen, sie kann ihm aber auch erneute Bannung eintragen, sowie das Wesen sich aufwiegeln lässet von schlechten Kräften, die es gedanklich zu animieren suchen. Ist aber der Mensch stark genug, Widerstand zu leisten diesem finsteren Einfluß, dann schreitet er sehr schnell zur Höhe. Die Mühsale und Nöte der letzten Zeit seiner Verkörperung können zuwege bringen, daß er sich im freien Willen Gott zu nähern sucht und sich freiwillig Gott unterstellt. Dann ist das menschliche Dasein für ihn nicht ergebnislos, er erreicht sein Ziel auf Erden, eine hohe Seelenreife und Freiwerdung aus der Form, er geht als freies Geistwesen ein in die Sphären des Lichtes. Dieser Zustand nun entspricht seinem Urzustand, in Kraftfülle wirken zu können in unbeschränktem Maß zur eigenen Beglückung. Und dieser Zustand währet bis in alle Ewigkeit. Also ist auch die endlos lange Zeit vor der Verkörperung als Mensch wieder nur eine kurze Phase im Verhältnis zur Ewigkeit. Es ist ein Übergang aus der materiellen Welt in die geistige Welt, der sich wohl über eine bestimmte Zeit erstreckt, aber im Zustand des Lichtes nicht mehr als lange Zeit empfunden wird, weil im Zustand der Seligkeit jeder Zeitbegriff ausgeschaltet ist und die Seele auch das vorangegangene Leid dankbar als Hilfe Gottes empfindet, die dem Geistigen den Aufstieg zur Höhe ermöglicht. Es wird also immer nur das Unvollkommene die Länge der Zeit spüren, das Vollkommen-Gewordene dagegen alles als segensreich erkennen, was vorangegangen ist und den Zustand der Vollkommenheit zur Folge hatte. Der ganze Aufwärtsentwicklungsprozeß setzt sich aus solchen Phasen zusammen, die jede für sich wohl eine Ewigkeit vorstellt, jedoch für das vollkommene Wesen nur eine kurze Zeit im Vergleich zur Ewigkeit bedeutet und dankbar als Liebesbeweis Gottes angesehen wird, Der das Unvollkommene erlösen helfen, also es zur Vollkommenheit führen will. Amen. B.D. NR. 4087.

 

Buch 50 4088

Geistiger Tod. Begriff "Leben".

22. Juli 1947. B.D. NR. 4088.

Leben kann der Mensch und doch geistig tot sein, wie er aber auch umgekehrt sterben und doch zum ewigen Leben eingehen kann, nur daß dieses ein geistiges Leben ist, während ersteres nur den Körper betrifft, wobei die Seele im Zustand der Lichtlosigkeit und folglich auch ohne Kraft ist, also ein Zustand des Todes ihr Los ist, selbst wenn sie inmitten einer freudenvollen Umgebung lebt. Denn das Erdenleben ist nur ein Scheinleben, das nicht von Bestand ist, doch der Mensch, der geistig tot ist, ist auch ohne Erkenntnis und setzt daher das Scheinleben vor das eigentliche Leben, das Leben des Geistes in der Ewigkeit. Doch was seid ihr Menschen im Grunde des Grundes? Ihr seid Geistiges, nur von einer materiellen Hülle umschlossen, und sobald diese Hülle fällt, die vergänglich ist, ist das Geistige in euch frei, ganz gleich, in welchem Zustand die Seele den Leib verlässet. Sie ist frei von ihrer Außenform, nicht aber jede Seele frei zum Wollen und zum Schaffen fähig. Das Wollen und Schaffen-Können aus sich heraus aber ist ihre Seligkeit, es ist der Zustand, der uranfänglich ihre Bestimmung war und der verlorengegangen ist. Wollen und Schaffen-Können aber ist gleichbedeutend mit Leben - unausgesetzt tätig sein können nach ihrem Willen. Auch auf Erden bedeutet "Leben" ein Sich-betätigen-Können ungehindert durch körperliche Schwächen und Gebrechen, denn ein Erdenleben, das letzteres zur Begleitung hat, wird nicht voll gewertet und gilt als Manko, solange der Mensch nicht im rechten Wissen über seine Erdenaufgabe steht. Auf Erden aber schafft sich auch der untätige Mensch zumeist einen Ausgleich durch Erfüllung irdischer Begierden und hilft sich so über seinen Schwächezustand oder über bewußte Untätigkeit - Müßiggang - hinweg, sich selbst einen Tag um den anderen raubend, der ihm zur Aufwärtsentwicklung seiner Seele gegeben wurde. Im geistigen Reich dagegen muß die Seele jedes Betäubungsmittel entbehren, sie muß den Zustand ihrer Untätigkeit bedrückend empfinden, er muß ihr zur Qual werden, auf daß sie ihm zu entfliehen sucht. Ihre Kraftlosigkeit hindert sie an einer eigenmächtigen Änderung ihres Zustandes, sie ist in jeder Hinsicht arm und muß darben, bis ihr Hilfe gebracht wird in ihrer Not durch das Gebet ihr auf Erden nahestehender Menschen. Denn wo Liebe ein solches Gebet ihr nachsendet in die Ewigkeit, dort kommt der Seele blitzartig ein Schimmer der Erkenntnis. Nützet sie diesen, so wird bald das Licht um sie stärker werden und die entsetzlichen Qualen der Lichtlosigkeit lassen nach. Aber das Verlangen nach Leben erwacht nun in ihr und regt sie an zur Betätigung, Betätigung im Jenseits aber ist: wirken in Liebe, wie auch auf Erden die Seele das ewige Leben gewinnen kann nur durch ein Liebeleben, das ihrer Seele erst das rechte Leben gibt. Und so braucht der Tod nimmermehr erschrecken einen Menschen, der auf Erden in Liebe zu wandeln sich bemüht, denn er wird nicht sterben, sondern leben in Ewigkeit. Doch für die anderen, die das irdische Leben nur allein bewerten, wird der Tod seinen Stachel behalten, denn sie sind wirklich im Zustand des Todes nach ihrem Ableben, nur daß sie nicht völlig ausgelöscht sind, sondern daß ihnen das Bewußtsein ihrer Existenz außergewöhnlich anhaftet und oft so, daß sie nur an sich denken und der Not der Seelen um sich nicht achten. Und dann sind sie in tiefster Gefahr, Ewigkeiten hindurch im Zustand des Todes verharren zu müssen, denn Leben kann nur die Liebe geben, weil das Gesetz der Liebe erfüllt werden muß auf Erden wie im Jenseits, weil ohne die Liebe kein Leben ist und der Mensch niemals selig werden kann. Leben und Tod können also dicht beieinander sein, das Ableben eines Menschen braucht nicht seinen Tod bedeuten, wie auch das Leben eines Menschen auf Erden nur dann Leben genannt werden kann, wenn der Geist unentwegt tätig ist, wenn sich der Mensch ein geistiges Ziel steckt und dieses eifrig befolgt; wenn er wirket in Liebe, wie es ihn sein Geist zu tun heißet, denn dieser wird nicht sterben, sondern leben in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4088.

 

Buch 50 4089

Reine göttliche Liebe Prinzip zu geben. Keine Sünde.

22. Juli 1947. B.D. NR. 4089.

Richtet den Blick nach innen, schärfet euer geistiges Ohr und lauschet, was Ich durch Meinen Geist euch kundtu'. Dann werdet ihr auch Meine Stimme vernehmen und Mein Bild tief im Herzen erschauen, ihr werdet in jeder Weise Meine Liebe erfahren, die Ich denen schenke, die sich Mir anvertrauen, denen Ich ein Führer sein will durch das ganze Erdenleben hindurch. Meine Liebe aber äußert sich sonderlich in der Erhöhung ihrer Seelenreife, die wohl durch Meine Liebe und Gnade erreicht wird, die aber auch erhöhte Liebe zu Mir zur Folge hat, so daß also Meine Liebe die ihre entzündet und zur hellen Flamme werden lässet und der Mensch zu vermehrtem Liebeswirken gedrängt wird. Wenn also in euch die Liebe entbrennt, dann wisset ihr auch, daß Ich Selbst in euch bin; ansonsten ihr nicht Liebe empfinden könntet - also bin Ich dem nahe, der Liebe gibt und Liebe übet. Und sein Wollen, Denken und Handeln bestimme Ich durch Meinen in ihm wirkenden Geist. Lasset euch dies gesagt sein, daß die Liebe alles veredelt, daß sie nichts Schlechtes gebären kann und daß sie immer Meine Gegenwart garantiert. Wann aber ist die Liebe rein, also göttlich? Wann ist sie als Liebeausstrahlung Meinerseits zu bewerten und zu erkennen? - Wenn es keine Eigenliebe ist, wenn das Prinzip, zu geben, vorherrscht und wenn die Gedanken des Menschen Mir gelten, wenngleich sie auch das Wohl des Nächsten betreffen. Denn die rechte Liebe wird sich immer auch irdisch auswirken, solange ihr Menschen auf Erden lebt. Es sind wohl wenige unter euch, die Mir ausschließlich ihren Blick zuwenden. Doch sowie der Nächste in deren Weg tritt, wird auch die gebende Nächstenliebe geübt werden, und weil dies ein Gesetz ist von Ewigkeit, daß die Liebe sich auswirken muß, daß sie zum Geben antreibt, daß sie zu beglücken sucht und in der Beglückung des Nächsten ihr eigenes Glück findet. Und diese Liebe ist göttlich, sie findet Mein Wohlgefallen, und sie wird von Mir gesegnet sein. Und niemals werde Ich verurteilen den, der Mir nahesteht durch die Liebe, der Mich Selbst in sich trägt, der Mein Gebot erfüllet, den Nächsten zu lieben wie sich selbst, der durch die Liebe zum Mitmenschen Mich Selbst an sich fesselt. Ich werde bei ihm verbleiben, denn er hat sein Herz Mir zum Aufenthalt hergerichtet, er ist Mein geworden durch die Liebe und kann nimmermehr Meiner Liebe verlustig gehen. Amen. B.D. NR. 4089.

 

Buch 50 4090

Begründung des Verlustes irdischer Güter.

24. Juli 1947. B.D. NR. 4090.

Völlig ungebunden müsset ihr euch fühlen, so ihr die höchste Stufe der Erkenntnis erreichen wollet auf Erden. Ihr müsset gleichsam dem Erdenleben entsagen können, um dafür ein besseres Leben einzutauschen, so Ich es euch nehme, und ihr dürfet nicht das geringste Bedauern empfinden bei dem Gedanken, aus eurer Umgebung, von euren Nächsten sowie von allem, was euch lieb ist, scheiden zu müssen. Ihr müsset alles hinzugeben fähig und willig sein, dann besteht keine Erdenbindung mehr, und euer geistiger Aufstieg ist euch gesichert. Verzicht leisten ist also das erste, was ihr üben müsset, und so Ich euch also etwas nehme, woran euer Herz gekettet ist, so helfe Ich euch nur, weil es euch schwerfällt, freiwillig zu verzichten, und so ihr Mich liebt, müsset ihr euch auch vollvertrauend in alles schicken, was euch bestimmt ist seit Ewigkeit, ihr müsset klaglos euer Schicksal ertragen, Mir dienen wollen und euch Meiner Führung voll und ganz überlassen. Dann wird die Seele reifen, und ihr werdet Ruhe und Frieden finden schon auf dieser Erde, denn nur das nehme Ich euch, was eine Gefahr bedeutet für eure Seele, was euch noch fesselt an die Erde und was hinzugeben ein Akt des freien Willens ist, der noch schwach in euch entwickelt ist und den Ich dadurch stärken will. Und somit wisset ihr, warum Ich euch schmälere an irdischen Gütern und weshalb ihr eine Zeit des Verlustes irdischer Güter durchmachen mußtet und welche Begründung Ich anführe, um euch auch verstandesmäßig die Wahrheit erkennen zu lassen. Denn allem, was geschieht, liegt tiefste Weisheit zugrunde, und euch, die ihr Mein Wort verbreiten sollet, euch will Ich auch eine wahrheitsgemäße Erklärung geben, seid ihr doch oft selbst betroffen von dem Schicksal, das aber in der letzten Zeit die Menschen fast ausnahmslos berührt. Den Mitmenschen sollet ihr Aufklärung geben, ist es ihnen doch unbegreiflich, daß ihnen alles genommen ist und der ewige Schöpfer solches zugelassen hat. Es ist zu eurem Besten, denn ihr seid mit der Materie noch zu eng verbunden und benötigt daher eine Unterstützung Meinerseits, die Ich euch auch geleistet habe, wenngleich ihr Meine Liebe und Weisheit darin nicht zu erkennen vermögt. Doch ihr wisset nicht, in welcher Gefahr eure Seele stand, und daß ihr nur gewinnen könnt, wenngleich ihr dessen verlustig ginget, was ihr liebtet auf Erden. Bald ist euer Leben vorüber, und nichts von irdischen Gütern folgt euch nach in die Ewigkeit. Darum ist es kein allzugroßes Opfer, freiwillig aufzugeben, was euch hinderlich ist zum geistigen Aufstieg, und ihr werdet es Mir danken, so das Ende gekommen ist und ihr euch frei fühlt von jeglicher irdischen Begierde. Amen. B.D. NR. 4090.

 

Buch 50 4091

(Persönliches).

25. Juli 1947. B.D. NR. 4091.

Was Gott zusammenfügt, das soll der Mensch nicht trennen. Dies sage Ich euch, in Dessen Macht es liegt, einen Bund zu segnen oder ihn aufzulösen. Ich sage es euch, auf daß ihr daraus erkennen sollet, daß weder euer eigener Wille noch ein Zufall euch zueinanderführte, sondern daß allein Mein Wille ausschlaggebend war und daß ihr diesem Willen euch unterwerfen müsset, wollet ihr Mich nicht betrüben und Mir zuwiderhandeln. Euer beider Schicksal ist euch vorgezeichnet, und es wickelt sich so ab, wie es bestimmt ist seit Ewigkeit. Ihr habt nur noch wenig Zeit und sollet in dieser kurzen Zeit Mir dienen mit ganzem Herzen, und ihr könnet dies nur in völliger Übereinstimmung, in restlosem Aufgehen des einen für den anderen. Und es ist darum viel Liebe zueinander erforderlich, denn gleiches Denken, gleiches Wollen und gleiches Handeln ist Voraussetzung zu einer geistigen Zusammenarbeit, die über den Rahmen des Natürlichen hinausgeht. Wie aber wollet ihr tätig sein, wenn Mein Geist nicht in euch wirken kann zu gleicher Zeit? Denn ihr seid eines auf den anderen angewiesen und müsset deshalb in harmonischem Verstehen zusammenleben, und das erfordert reine tiefe Liebe zueinander, die ihr pflegen müsset wie eine zarte Blume, die ihr hüten müsset wie einen Edelstein, denn die Liebe allein macht es möglich, daß Ich Selbst bei euch bin und euch zubereite für eure Aufgabe, für euer Wirken für Mein Reich. Wollet ihr, daß Ich voll und ganz Besitz nehme von euch, dann müsset ihr durch Liebewirken in den Stromkreis Meiner Liebe treten und immerwährend Kontakt mit Mir suchen. Und dazu findet ihr stets und ständig Gelegenheit, denn das tägliche Leben gebietet und fordert viel Liebeswirken sowohl gegenseitig als auch den Mitmenschen gegenüber. Und ihr dürfet nicht vergessen, daß ihr einander Liebe schuldig seid, daß ein jeder Anspruch auf die Liebe des anderen hat. Und deshalb sollet ihr gemeinsam wirken für Mich und Mein Reich, weil Ich liebewillige und liebefähige Herzen benötige und diese erkannt habe in euch. Nehmet Meine Worte ernst, lasset euch ermahnen zu ständigem Zusammenschluß, auf daß ihr zusammen arbeiten könnet mit Freude und Hingebung an Mich, Der Ich euch und eure geistige Tätigkeit segnen werde, wie Ich es euch verheißen habe. Amen. B.D. NR. 4091.

 

Buch 50 4092

Vorbildliches Liebeleben der Diener Gottes auf Erden.

27. Juli 1947. B.D. NR. 4092.

In Zeiten krassester Lieblosigkeit muß durch ein vorbildliches Liebeleben ganz besonders auf den Mitmenschen eingewirkt werden, auf daß er erkenne seine Fehler und Schwächen, auf daß er sich ein Beispiel nehme, so an ihn der Nächste herantritt mit einer Bitte. Es bleibt kein Mensch verschont von Leid und Not, es wird ein jeder angewiesen sein auf die Hilfe des anderen, und dann soll sich auch ein jeder bewähren, es soll der Liebewille in ihm angeregt werden und in Kraft treten. Ein gutes Beispiel kann mehr Segen stiften als nur belehrende Worte, ein gutes Beispiel gewinnet oft ein hartes Herz. Und ihr, die ihr freiwillig in Meinen Diensten steht, ihr wisset um die Auswirkung eines Liebelebens, ihr seid Kraft- und Lichtempfänger geworden, und ihr könnet sonach liebetätig sein irdisch und geistig - ihr könnet jederzeit geben, wenngleich geistige Gaben nicht so gewertet werden von den Mitmenschen, die selbst nicht in der Liebe leben. Doch auch das Austeilen irdischer Güter, Hilfe im täglichen Leben, ist ganz besonders bedeutsam bei eurer Arbeit für Mein Reich. Denn wo ihr solche austeilet, werdet ihr auch offene Herzen finden für die geistigen Gaben und Gegenliebe erwecken. Der großen Lieblosigkeit kann nur so gesteuert werden, daß die Meinen erkennbar sind durch Wirken in Liebe, daß sie offensichtlich aus dem Rahmen der Allgemeinheit heraustreten, daß ihr Lebenswandel die Mitmenschen anregt zum Nachdenken und zur Nachahmung. Denn die Liebe ist eine Kraft, die niemals wirkungslos bleibt. Im Liebewirken tritt Meine Kraftausstrahlung zutage, und so wirke Ich Selbst, wo Liebe geübt wird, und wo Ich wirke, kann auch der Erfolg niemals ausbleiben. Das Erwecken des geringsten Grades von Gegenliebe schon ist ein Erfolg, der nicht hoch genug bewertet werden kann, denn es verbindet sich dann der Mensch schon mit Mir und entwindet sich durch das kleinste Liebeswerk Meinem Gegner, dessen schärfste Gegenwaffe die Liebe ist. Der Liebe kann er nicht standhalten, und ein fortgesetztes Liebeswirken verdränget ihn ganz und gar. So nun ein Mensch sich zu wandeln beginnt, so er die Lieblosigkeit aufgibt und sich kleinster Liebesdienste befleißigt, spürt er merklich das Lösen von der Gewalt, der er bisher hörig war. So er darauf achtet und den Weg der Liebe fortsetzet, fühlt er sich auch freier und zu Gott hingezogen, er strebt Mich an dann unbewußt. Denn das Wissen um seinen Anfang und seine Bestimmung wird ihm noch nicht das Gefühl der Gegenwart Gottes eintragen, Liebeswirken aber lässet ihn ahnen, was ihm bisher verborgen war, und darum ist es überaus bedeutsam, im Mitmenschen den Liebesfunken zu entfachen, damit er selbst das Gefühl der Gottverbundenheit in sich spürt und es zu erhöhen sucht. Und wo er es nicht von selbst tut, dort soll es ihm durch gutes Beispiel vorgeführt werden, und so sein Herz noch nicht gänzlich verhärtet ist, wird eine ihm erwiesene Liebestat nicht ohne Wirkung bleiben, und dann ist eine Seele mehr gewonnen für Mein Reich, die sonst unweigerlich verloren wäre auf ewig. Amen. B.D. NR. 4092.

 

Buch 50 4093

Geistige Gespräche Beeinflussung der Lichtwesen.

27. bis 29. Juli 1947. B.D. NR. 4093.

Alle geistigen Gespräche sichern einen Erfolg, nur nicht immer unmittelbar danach. Es kann eine Zeit darüber vergehen, bevor sie verwertet werden, doch gänzlich ohne Eindruck bleiben sie nicht, sofern während des Gespräches beiderseitiges Interesse vorhanden ist. Höret dagegen ein Teil nur widerwillig zu oder lehnet er es innerlich ab, dann ist der Erfolg fraglich, es sei denn, das Schicksal versetzt ihn in Lebenslagen, wo er sich solche Gespräche in die Erinnerung ruft. Dann ist auch ein Erfolg zu verzeichnen, und er wird dankbar sein für die Belehrungen, die ihm aus dem geistigen Gespräch erwachsen sind. Und darum sollen Meine Diener jede Gelegenheit nützen, zu werben für Mein Reich. Sie sollen jede Gelegenheit ergreifen, von Meinem Wirken den Mitmenschen Kenntnis zu geben, sie sollen lehren, wo ein Belehren möglich ist, und stets bedenken, daß die geistigen Kräfte gleichfalls tätig sind und auf die Gedanken derer einwirken, die geistige Gespräche führen, und daß diese Kräfte auch nachträglich noch ihren Einfluß geltend zu machen suchen, indem sie sich immer wieder in die Gedanken der Menschen einschalten und ihnen die Reden in Erinnerung bringen und so also Meine Diener auf Erden ihnen behilflich waren, das Denken des Menschen in geistige Richtung zu lenken. Und diese geistige Tätigkeit liegt euch ob, denn erst dann ist volles Verständnis vorhanden für das von Mir gebotene Geistesgut, wenn der Mensch sich gedanklich damit auseinandersetzt, und das ist erst die Folge von Debatten geistigen Inhalts, vorausgesetzt, daß der Wille vorhanden ist, die Wahrheit zu erfahren. (28.7.1947) Sind die Menschen zu geistigen Gesprächen bereit, dann wird ihre Gedankenrichtung wie von selbst auf ein Thema gelenkt, das die Lichtwesen ihnen erklären wollen, auf daß jene vorwärtsschreiten in der Erkenntnis und im Wissen. Sie glauben zwar, selbst diese Frage aufgeworfen zu haben, doch es ist der Einfluß jener Wesen vorangegangen, denn diese stehen im Wissen um den Geisteszustand der ihnen anvertrauten Menschen, die sie nun dem göttlichen Willen gemäß zu belehren suchen. Es gehört aber unbedingt ein aufgeschlossenes Herz dazu, also es muß der Mensch den Willen haben, seine Kenntnisse zu erweitern, er muß nach der Wahrheit verlangen. Dann nehmen ihn die Lichtwesen in die Lehre, sie schalten sich nun oft in seine Gedanken ein. (29.7.1947) Wer nun das geistige Reich zum Ziel seiner Gedanken macht, der wird allzeit von seinen geistigen Betreuern so geführt werden, daß ihm Gelegenheit geboten ist zu geistigen Gesprächen, daß er sich nun seiner Gedanken entäußern kann und dadurch sowohl selbst Gewinn daraus zieht, wie auch der Redepartner sein Wissen bereichern kann je nach seinem Verlangen. Und sonach bestimmen auch die Lichtwesen gewissermaßen das Schicksal des Menschen, d.h., sie greifen auch in das irdische Erleben ein, jedoch mit dem Ziel des geistigen Fortschrittes derer, die ihnen anvertraut sind als Schützling. Stets aber lenken sie den Menschen nach dem Willen Gottes, so daß also das Schicksal des Menschen von Gott bestimmt ist seit Ewigkeit, von den Lichtwesen aber ausgeführt wird, wie der Wille des Menschen selbst ausschlaggebend ist an seinem Schicksal. Dann werden sie so auf die Gedanken des Menschen einwirken, daß er das unternimmt, was diesem von Vorteil ist zur geistigen Aufwärtsentwicklung. Es ist kein Zwang, der auf den Menschen ausgeübt wird, nur ein Vorstellen dieser oder jener Gedanken, den der Mensch nun frei aufgreifen oder verströmen lassen kann, und er wird auch seinen freien Willen gebrauchen, wenn er wenig Zwang verspürt und doch den geistigen Einflüssen Gehör schenkt, obgleich er glaubt, er gestaltet sich sein Leben selbst durch seinen freien Willen. Die geistigen Betreuer sind voller Liebe zu ihren Schutzbefohlenen und lenken auch deren Lebensschicksal so, daß immer die geistige Entwicklung gefördert werden kann, daß große seelische Gefahr abgewendet und die Verbindung mit Gott hergestellt und eifrig gepflegt werden kann, immer aber den freien Willen des Menschen achtend, also niemals Zwang-ausübend auf dessen Entscheidung. Ist aber der Mensch angenehm berührt von geistigen Gesprächen, suchet er solche oder weichet er ihnen nicht aus, dann wird er unvorstellbar viel gewinnen, denn nun kann mit Sicherheit geschlossen werden auf geistiges Wirken der Lichtwesen, und dann ist er auch seines Aufstieges sicher, denn wo Lichtwesen wirken können, ist der Mensch jeder Gefahr enthoben - er wird aufwärtsschreiten in seiner Entwicklung, er wird das Ziel erreichen auf Erden, er wird mit Gott in Verbindung treten und nimmermehr ohne geistigen Schutz und Hilfe sein. Amen. B.D. NR. 4093.

 

Buch 50 4094

Hinweis auf das Ende. Naturgeschehen.

31. Juli 1947. B.D. NR. 4094.

Eine kurze Zeitspanne vergeht nur noch bis zum Ende dieser Welt. Und in dieser kurzen Zeit wende Ich alle Mittel an, euch zur Umgestaltung eurer Seele zu veranlassen. Ich bringe Mich den Menschen zu Gehör, bevor noch das letzte Gericht zu erwarten ist. Also müsset ihr Menschen zuerst dieser Meiner Äußerung entgegensehen, bevor ihr mit dem letzten Ende rechnet. Doch dieses folgt dem Vorhergehenden sehr schnell. Immer wieder muß Ich euch das gleiche ankündigen, ansonsten ihr Meinen Worten zu wenig Glauben schenket; immer wieder muß Ich euch darauf hinweisen, weil ihr Menschen zur Zeit zu wenig geistig eingestellt seid, also auch Worte, die von oben euch geboten werden, nicht viel anders bewertet, als Menschenaussprüche, ja eher letztere anerkennet und beachtet als Belehrungen, deren Inhalt nur eurer Seele zustatten kommt. Was also soll Ich tun, um euch das, was notwendig ist für euer Seelenheil, eindringlich vor Augen zu halten? Wenn Mein Wort euch nicht zu bewegen vermag, die Arbeit an eurer Seele in Angriff zu nehmen, so muß Meine Stimme lauter ertönen, auf daß ihr erschrecket und Mich rufet in der Angst und Not, die euch befallen wird angesichts des Endes. Und auf dieses Ereignis, das sich in der Natur abspielt, weise Ich euch mit aller Dringlichkeit hin, gibt es doch erst Meinem Wort die Bestätigung seiner Echtheit, die die Menschen zumeist anzweifeln. Zuvor aber will Ich schon wirken auf die Menschenherzen, die empfänglich sind für Meine Liebe und Gnade, die Mein Wort als Zeichen der Liebe und Gnade erkennen und es darum annehmen mit Freude und Dank. Diese werden doppelten Segen haben aus dem letzten Mahn- und Warnzeichen. Sie werden selbst überaus im Glauben gestärkt sein und daher eifrig und überzeugt eintreten für Mein Wort und sich erfolgreich am Erlösungswerk Christi beteiligen können. Denn nun sind die Augen aller Gläubigen auf das Ende gerichtet, das sie mit Überzeugtheit erwarten und daher auch feststehen werden in jeglichem Kampf gegen Mich und Mein Reich. Dies bezwecke Ich durch Meine oftmaligen Ankündigungen zuvor, daß allen Menschen noch ein letztes Zeichen Meiner Liebe und Erbarmung zugeht, wenngleich es als solches nur selten erkannt wird. Den Meinen aber ist es verständlich, daß und warum Ich aus der Höhe spreche zu den Menschen und sie rechnen darum mit jedem Tag, daß Ich Meine Stimme ertönen lasse. Ich aber habe Meinen festen Plan und Ich spreche, wenn die Zeit gekommen, wenn ihr am wenigsten Mich erwartet, wenn ihr Mich untätig wähnet, wenn scheinbar eine irdische Not abgewendet ist. Doch es erfüllet sich, was vorausgesagt ist, in Wort und Schrift. Ich lasse ein Naturgeschehen sich abspielen von unerhörter Größe und Ausweitung, das unzählige Menschenleben kosten wird. Und doch ist dieses nur ein kleines Vorzeichen von der Zerstörung am letzten Tage, nur daß Ich Mich jetzt nicht sichtbar äußere, während kurz vor dem Ende Ich Selbst kommen werde, um die Meinen zu beglücken und sie heimzuholen in Mein Reich. Wer aber die Naturkatastrophe zuvor überlebt, der wird überzeugten Glauben gewinnen, so es ihm ernst darum ist. Und das bezwecke Ich, daß ein tief gläubiger Mensch nun seinen Mitmenschen gegenüber alles vertritt, was auf das letzte Ende Bezug hat. Denn dieses lässet nicht lange auf sich warten. So Meine Stimme von oben vernehmbar sein wird, geht ihr mit Riesenschritten dem Ende entgegen. Für viele wird zwar schon die letzte Lebensstunde geschlagen haben mit dem Ausbruch jener Naturkatastrophe, die unzählige Menschenopfer fordern wird, doch der Überlebenden wegen kündige Ich dies an, denn sie sollen daraus einen Nutzen ziehen für ihre Seelen, sie sollen glauben lernen und Mich als ihren Schöpfer und Erhalter, als Vater und göttlicher Freund erkennen lernen, sie sollen aus eigenem Antrieb zu Mir rufen, und so sie Meine sichtliche Hilfe erfahren haben, Mir zustreben; sie sollen Mich, nachdem sie Mich erkannt haben, mit liebendem Herzen zu erringen suchen und sich Meinen Willen zu eigen machen; sie sollen Mich, nachdem sie Mich gefunden haben, nicht mehr aufgeben, sondern Mir treu bleiben bis zum Ende. Und darum lasse Ich es zu, daß die Erde teilweise betroffen wird, von einem überaus großen Vernichtungssturm, auf daß das Denken derer, die überleben, sich wandle und Mir zuwende, Der Ich nach Meinen Geschöpfen verlange, die noch fern von Mir stehen und doch Meine Liebe besitzen, weil sie einstens ausgegangen sind von Mir und wieder zu Mir zurückkehren sollen. Denn Meine Liebe lässet nicht nach, Meine Liebe höret nimmer auf, sie gilt ewiglich dem von Mir Geschaffenen, selbst wenn es noch nicht den Weg zu Mir gefunden hat. Dann zeige Ich ihm immer wieder den Weg und biete Mich Selbst als Führer an denen, die sich Meiner Obhut anvertrauen und Mir folgen wollen, auf daß sie einmal ihr Ziel erreichen, auf daß sie ewig vereint sind mit Mir, wie es ihre uranfängliche Bestimmung war. Amen. B.D. NR. 4094.

 

Buch 50 4095

Herrlichkeit des geistigen Reiches.

2. August 1947. B.D. NR. 4095.

Und Ich habe keine größere Sorge, als euch teilhaftig zu machen an Meinem Reich, das mit seiner Herrlichkeit, mit seinen geistigen Schöpfungen ungeahnte Seligkeiten bietet, das darum erstrebenswert ist über alle Maßen. Um euch dies alles bieten zu können, müsset ihr Menschen aber auch davon unterrichtet sein, worin die ewige Herrlichkeit besteht, auf daß ihr danach trachtet, zur Seligkeit zu gelangen, und alle Bedingungen erfüllt, die Ich an das Erreichen der ewigen Seligkeit geknüpft habe. Ihr müsset unbewußt oder bewußt Meinen Willen erfüllen, d.h. von innen heraus zur Liebetätigkeit getrieben werden oder euch in der Liebetätigkeit üben, euch zur Liebe selbst erziehen, so ihr sie nicht in euch traget. Und weil ihr einen total geschwächten Willen habt und wohl nie diese Meine Bedingungen erfüllen würdet, so euch das irdische Leben vollauf Befriedigung geben würde, so komme Ich euch zu Hilfe in einer Weise, daß ihr zwar nicht Meine Hilfe erkennet, sondern eher noch zweifelt an Meinem Hilfswillen, wie auch an Mir und Meiner Existenz selbst. Ihr seid in der Erkenntnis so weit zurückgeblieben, ihr steht in der Erkenntnis derer, die nicht mehr in Verbindung sind mit der Urkraft, von Der sie ausgegangen sind. Ihr selbst habt keine Urteilskraft mehr und glaubet daher, was euch vorgetragen wird, ohne euch Rechenschaft darüber abzulegen, in wie weit das euch Gebotene der Wahrheit entspricht. Und darum ist Meine erste Sorge um das Seelenheil die Vermittlung der reinen Wahrheit. Diese müsset ihr als erstes aufnehmen in euer Herz, ansonsten ihr auch nicht die ewige Wahrheit Selbst anerkennet und Ihr zustrebet. Und daher komme Ich euch in jeder Weise zur Hilfe, Ich bringe euch das Licht zur Erleuchtung des noch dunklen Weges, Ich bringe euch die ewige Wahrheit. Ich leite sie euch zu durch Mein Wort und bestätige sie durch Mein sichtliches Einwirken. Ich erfülle, was Seher und Propheten schon lange zuvor euch verkündet haben. Ich verleihe Meinem Wort noch den Nachdruck, indem Ich unzählige Menschen in einen Angstzustand versetze, aus dem sie in ihrer Not noch zu Mir flüchten können. Ich wende gewissermaßen die schärfsten Mittel an, um ohne Zwang auf den Menschen einzuwirken, der noch nicht ganz schlechten Willens ist. Ich füge den Menschen viele Schmerzen zu, die noch zu sehr an der irdischen Materie hängen, um sie letztere überwinden zu lernen. Denn um das geistige Reich in aller Herrlichkeit genießen zu können, muß zuvor die Materie restlos überwunden worden sein. Mein Ziel ist euer Glück, und darum muß Ich euch jetzt ein Unglück zufügen - doch einstens werdet ihr Meine Fürsorge, Meine Liebe zu euch erkennen, und wohl denen, die dann an der Pforte des Himmels stehen, die sich nicht mehr von der Welt betören lassen um des geistigen Reiches willen. Wohl denen, die auf Erden schon von Meiner Liebe überzeugt sind, die alles Unglück ergeben auf sich nehmen und wissen, daß Ich ihnen nur das zusende, was ihnen zum Besten gereicht. Denn diese stehen im Glauben, und sie gehören zu den Meinen, ansonsten ihnen die Erkenntnis fehlen würde. Wer aber um Meine Liebe zu Meinen Geschöpfen weiß, der ist auch vom Unglück, von Leiden und Nöten, die irdisch sich auswirken, nicht so betroffen, wenngleich solche an sie herantreten, denn ihm verbleibt bei allem Schweren im Leben stets die Hoffnung und feste Zuversicht auf Meine Hilfe, weil er Meine Liebe auch im Leid erkennt und sich wie ein Kind dem Vater in die Arme wirft, hoffend auf Dessen Hilfe. Er weiß aber auch, daß das Erdenleben nur eine Schule ist für das Leben in der Ewigkeit und daß es daher schwer sein muß, soll der Mensch zur höchsten Seelenreife auf Erden gelangen. Und er hält sich an Meine Verheißung: "Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, das habe ich bereitet denen, die Mich lieben." Ich kenne wahrlich keine größere Freude, als Meine Geschöpfe selig zu machen, weil Ich sie liebe von Anbeginn und nimmermehr aufhören werde, sie zu lieben. Wenn Meine Geschöpfe Mich verlassen haben, so ruhe Ich dennoch nicht, sie wieder zurückzugewinnen. Denn Ich gebe in Ewigkeit nicht auf, was einst Mein war, und erreiche auch sicherlich ihre Rückkehr, jedoch oft erst in undenklich langen Zeiten. Um aber die Zeit ihres Fernseins von Mir, die auch eine Zeit der Unseligkeit ist, zu verkürzen, bringe Ich alle Mittel zur Anwendung. Und so auch in der letzten Zeit vor dem Ende, denn nun ist große Gefahr, daß sie Mich nicht mehr erkennen, daß sie Mich nicht mehr lieben und daher völlig abgewandten Sinnes Mich sogar verleugnen, wenn Ich ihnen nicht beistehe in einer Weise, daß sie Mich erkennen müssen und lieben können, so sie nur guten Willens sind. Doch alles, was Ich tu', ist in Meiner Liebe begründet, die nimmermehr endet und ewiglich Meinen Geschöpfen gilt. Amen. B.D. NR. 4095.

 

Buch 50 4096

Ernste Ermahnungen zur christlichen Nächstenliebe.

3. August 1947. B.D. NR. 4096.

Erkennet eure Schwächen, und suchet sie zu beheben - werdet nicht ungeduldig, wenn es gilt, euch in die Lage des anderen zu versetzen, und seid nachsichtig - kränket den anderen nicht, und nehmet das Liebegebot ernst, so der Nächste euch braucht, sei es zu tatkräftiger Hilfe oder auch aufmunterndem Zuspruch. Gebet keinen Anlaß zum Streit, sondern suchet eine Einigung in Liebe, nehmet euch ein Beispiel an Mir, Der Ich allen Menschen mit liebendem Herzen entgegentrat, um sie zu gewinnen für Mich. Und so sollet auch ihr euch stets bemühen, das Herz des anderen zu gewinnen, ihr sollt nichts unterlassen, was Liebe erwecken kann, denn nur in der Liebe kann auch volles Verstehen für die Schwäche des Nächsten zutage treten. Und so erprobet euch einer am anderen, lasset keine Gelegenheit ungenützt, da ihr mit einem lieben Wort oder liebendem Handeln Freude bereiten könnet, denn so ihr dem Nächsten Leid fernhaltet, so ihr ihm inneren Frieden gebet, tut ihr ein wahrhaft christliches Werk der Nächstenliebe, das euch Segen eintragen wird, denn ihr stärket ihn dadurch körperlich und geistig. Er wird selbst in den Zustand der Liebe versetzt, er empfindet Gegenliebe, und er wird nicht säumen, seine Liebe tätig werden zu lassen. Er wird nachlassen in der Eigenliebe. Habet Geduld und seid sanftmütig, friedfertig und demütig, und euer Leben wird ein leichteres sein, denn die Liebe ist die beste Waffe gegen Feindseligkeit, und Liebe verzeiht und duldet, sie gibt und beglückt, sie verbindet die Herzen, sie heilt die Wunden und wird niemals ohne Verständnis sein für die Schwächen und Fehler des Nächsten und zuletzt doch siegen, denn die Liebe ist Kraft, die alles erreicht, was sie will. Amen. B.D. NR. 4096.

 

Buch 50 4097

Erschaffung der Welt. Moses. Bildersprache.

4. und 5. August 1947. B.D. NR. 4097.

Lasset euch zu keinem Urteil hinreißen, solange ihr noch nicht vollerweckten Geistes seid. Es gibt so unendlich vieles, das euren Verstand belasten würde, so er es verarbeiten sollte, das aber doch göttliche Weisheit ist, also ein Wissen, das völlig der Wahrheit entspricht. Der Mensch kann in seiner Unzulänglichkeit nicht ein Teilchen davon erfassen, er kann auch nicht durch noch so scharfe Verstandestätigkeit Licht darüber empfangen, sondern er muß auf geistigem Wege darüber Aufklärung begehren und in Empfang nehmen. Er muß Gott zu sich sprechen lassen direkt oder in Form von Gedanken, die nach innigem Gebet um Erleuchtung in ihm aufsteigen. Was dem einen Menschen voll verständlich ist, kann dem anderen dunkleres Wissen sein als die tiefste Nacht, und also wird letzterer verwerfen, was der erste als reine Wahrheit erkennt und annimmt. Es kann aber eine Debatte darüber auch jenem Aufklärung geben, so er solche verlangt. Ebenso kann Gott auch in Form von Belehrungen durch Mitmenschen die Wahrheit austeilen, so Er durch ein Organ Sich Selbst äußern kann oder diesem in die Feder diktiert, was zu wissen nötig ist: - Es gibt verschiedene Erklärungen über den Schrifttext von der Erschaffung der Welt, und jede kann Wahrheit sein, wenn sie ihren Ausgang genommen hat von Dem, Der die ewige Wahrheit Selbst ist. Und es ist sonach vom Reifegrad des Belehrtwerdenden abhängig, welche Erklärung er benötigt. Er kann die Schöpfungstage betrachten, wie er will, er kann einen rein geistigen Zusammenhang erkennen wollen und wird entsprechend belehrt - er kann aber auch sich selbst als Mittelpunkt jeglicher materiellen Schöpfung betrachten und dementsprechend die überlieferten Aussprüche Moses auslegen oder sie als ihm unverständlich ad akta legen bis auf weiteres, d.h., bis seine Erkenntnisreife erhöht ist durch einen dem göttlichen Willen gemäßen Lebenswandel. Er wird nie zum restlosen Verständnis gelangen auf Erden, denn die göttliche Weisheit ist unerschöpflich, unergründlich, bevor nicht der Mensch vollkommen ist, wenngleich Gott den Menschen erleuchtet und ihm ein umfangreiches Wissen durch Seinen Geist vermitteln kann. Die Erschaffung der Welt kann den Menschen nicht anders als in Bildern klargemacht werden. Die Menschen zur Zeit Moses waren mit der Bildersprache vertraut, so daß sie nicht nur die irdische, d.h. die materielle Entwicklung der Erde darunter verstanden, sondern auch den geistigen Zusammenhang begreifen konnten, so sie diesen zu erfahren wünschten. Es sind die Worte Moses nicht oberflächlich gegeben, und sie können daher auch nicht ihrem Wortlaut gemäß zu verstehen sein, sondern Gott Selbst sprach zu Moses, und zwar für die gesamte Menschheit einer ganzen Erlösungsepoche, die einen endlos langen Zeitraum umfaßt. (5.8.1947) Und seine Rede war so gehalten, daß sie Anwendung finden konnte auf Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Sie erleuchtete sowohl die Zeit von Anfang bis zum Ende einer Erlösungsepoche als auch die Vorzeit und die noch kommende Zeitepoche, die von einem geistig Schauenden, wie Moses es war, klar und sicher vorausgesehen wurde, wenn auch der Mensch als solcher über zukünftige Dinge nicht Bescheid weiß. Dem geistig Schauenden aber enthüllt sich alles, und entsprechend ist auch sein Handeln. Moses gab also der Menschheit ein Licht, er stand in vollstem Übereinklang mit dem Willen Gottes, und er konnte daher auch aussprechen, was in ihm zur Aussprache drängte: Gott wollte nun den Menschen kundtun die Reihenfolge der irdischen Schöpfung, wobei jedoch zu bedenken ist, daß endlos lange Zeit dazu benötigt wurde und diese Zeit sowohl auf die geistige als auch auf die irdische Entwicklung bezogen werden muß. Die geistige Entwicklung betrifft immer als letztes das Wesenhafte in der Verkörperung als Mensch. Folglich muß die Aufwärtsentwicklung als Mensch auch zu vergleichen sein mit der langsamen Entwicklung der irdischen Schöpfung, und da erstere sich vollzieht in der göttlichen Ordnung, muß sie dem Entwicklungsgang der irdisch materiellen Welt gleichen, der auch in Gott-gewollter Ordnung seinen Lauf nahm. Nur der geistig strebende Mensch versteht den Zusammenhang und kann diese Feststellung machen, und dieser versteht auch den Sinn der Worte Moses ihrer geistigen Bedeutung nach. Eine verständlichere Erklärung ist jedoch nicht zu geben, solange nicht die Parallele gesucht wird von geistiger und materieller Aufwärtsentwicklung. Den Werdegang der materiellen Schöpfung den Menschen zu erläutern war wahrlich nicht von Bedeutung, und das Wissen darum bereichert den Menschen nicht. Dennoch war ihr Anfang dem geistigen Zustand des Wesenhaften entsprechend. Alles Folgende ergab sich aus dem Vorhergehenden. Es ist aber keineswegs abzuleugnen, daß Gott den Menschen ständig Hinweise gibt auf ihre Bestimmung, auf ihren Lebenszweck - die Höherentwicklung der Seele. Durch Moses geschah das gleiche in eben der Weise, daß die Menschen auf die Entstehung der irdischen Schöpfung aufmerksam gemacht wurden immer mit dem Hinblick auf das geistige Ziel. Und in der gleichen Weise erläuterte der Mensch Jesus die Worte Moses, getrieben vom Geist in Sich, und Ihm war die geistige Entwicklung des Menschen von größerer Bedeutung, so daß Er alles im Hinblick darauf erklärte, um die Menschen zu veranlassen, der eigentlichen Erschaffung der Welt die geringere Bedeutung beizulegen als der geistigen Entsprechung, der Parallele, die jedes irdische Geschehen aufzuweisen hat und die weit mehr beachtet werden muß, will der Mensch Erfolg verzeichnen für seine Seele. Es können noch viele andere Erklärungen geboten werden, und es ist dies auch der Fall, daß die Empfänger geistiger Kundgaben verschiedene Auslegungen darüber erhalten durch Geisteswirken. Dann aber ist von Zeit zu Zeit eine Aussprache nötig, und wo gleiche Ansichten, gleiche Erklärungen anzutreffen sind, dort kann auch von sicherem Geisteswirken gesprochen werden, denn eine jede Erklärung muß übereinstimmen mit der anderen und letzten Endes immer die Aufwärtsentwicklung des Geistmenschen betreffen, wenn auch in leichter oder schwerer zu fassenden Darstellung. Wo der Geist Gottes selbst wirken kann, ist auch das Verständnis garantiert. Amen. B.D. NR. 4097.

 

Buch 50 4098

Geistiges Wissen vermittelt Kenntnis des göttlichen Willens.

5. August 1947. B.D. NR. 4098.

Vieles ist euch noch verborgen, doch Meine Liebe setzet euch keine Grenzen eures Wissens, so ihr sie im freien Willen zu überschreiten suchet. Doch eines muß Ich von euch verlangen, daß ihr Meinen Worten Glauben schenket, daß ihr die Belehrungen als göttlich anerkennet und sie entsprechend verwertet. Denn ihr müsset eines euch sagen, daß Ich nicht aus Willkür zu euch rede, sondern Meine Weisheit und Liebe die Notwendigkeit ersieht - daß Ich um eure Hilflosigkeit weiß und sie beheben will. Und was Ich euch nun von oben verkünde, hat unbedingten Erziehungswert - es soll eure Seele gestalten zur Vollkommenheit. Folglich werde ich euch nicht mit einem Wissen belasten, dessen Besitz nicht sonderlich zur Erhöhung der Seelenreife beiträgt, denn dieses Wissen empfanget ihr im geistigen Reich, sowie ihr Licht- und Kraftempfänger geworden seid und als solche auch fähig, es zu verwerten für euch selbst und für die euch zur Betreuung übergebenen bedürftigen Seelen. Was euch aber mangelt, ist die Kenntnis um Meinen Willen. Und darum übermittle Ich diese euch als Erstes und Wichtigstes für eure Erdenaufgabe. Ich mache euch bekannt mit Meinem Willen, der lediglich das Erfüllen der göttlichen Ordnung betrifft, und stelle euch fort und fort den Segen uneigennütziger Nächstenliebe vor Augen, wie auch umgekehrt die Not der Seele, so ihr dieses Gebot nicht beachtet. Durch erhöhte Liebe zu Mir könnet ihr nun euer Wissen vertiefen, doch ihr müsset auch eine bestimmte geistige Reife besitzen, um den rechten Nutzen daraus zu ziehen. Ohne diesen Reifezustand ist das Wissen völlig nutzlos für euch, und darum gebe ich immer nur dem Seelenzustand des Menschen entsprechend, doch es ist ein jedes Wort lauterste Wahrheit, das von oben euch zugeführt wird durch Meine Liebe. Und je gläubiger ihr es aufnehmet, desto tiefer dringet ihr ein, und desto größeren Frieden und Ruhe überkommt euch, so ihr Meine Liebe und Weisheit erkennet und euch gleichsam Mir voll und ganz anvertraut, um weiteres Wissen zu empfangen und euch beglücken zu lassen von Mir. Ihr könnet noch um vieles reifen und göttliche Wahrheit entgegennehmen, doch dann darf euer Streben danach nie aufhören, ihr müsset stets an euer Ziel denken und jede Gelegenheit nützen, den Inhalt der Kundgaben aufzunehmen, auf daß ihr auch in den ungeteilten Segen derer kommt, damit ihr Mich lieben lernet und emsig an eurer Seelengestaltung arbeitet. Amen. B.D. NR. 4098.

 

Buch 50 4099

Mission der letzten Jünger vor dem Untergang. Werben Gottes um Arbeiter.

7. August 1947. B.D. NR. 4099.

Und ihr sollt Zeuge sein des letzten Geschehens auf dieser Erde. So Ich euch dazu berufen habe, steht euch also eine Mission bevor, die letzte, die Meine Jünger zu erfüllen haben auf dieser Erde vor ihrem Untergang - daß sie noch einmal die Verbindung zwischen Himmel und Erde herstellen, daß sie Mittler sind zwischen Mir und den Menschen in der Zeit härtester Bedrängnis der Gläubigen und tiefster geistiger Not der Ungläubigen. Diese Mission erfordert hilfswillige Kräfte auf Erden, die im freien Willen sich Mir zur Verfügung stellen, weil anders im Glaubenszwang auf die Menschen eingewirkt werden müßte und dies erfolglos wäre. Und da Ich sehr viele Arbeiter in Meinem Weinberg benötige, werbe Ich ununterbrochen um solche, Ich trete noch spät am Tage unter die Menschen, um Knechte zu dingen für die letzten Stunden. Wer stellt sich Mir zur Verfügung? - Wenige nur wollen eine Arbeit leisten, die zwar aussichtslos erscheint und doch von größtem Segen ist, wenngleich nur ein kleiner Erfolg zu verzeichnen wäre, denn eine gerettete Seele schon dankt es ihrem Helfer in Ewigkeit, daß sie ins Vaterhaus zurückgefunden hat und die unendlichen Qualen eines erneuten Erdenganges nicht mehr auf sich zu nehmen brauchte. Es eilt die Zeit, es duldet das Ende keinen Aufschub mehr, der Tag des letzten Gerichtes ist nahe, und unzählige Seelen schmachten in geistiger Finsternis, denen noch Licht gebracht werden soll. Und darum ist Mir jeder Arbeiter willkommen, und jeder, der für die Verbreitung Meines Wortes Sorge trägt, kann sich als Mein Knecht betrachten, der Mir überaus wert ist, so er willige Arbeit leistet für Mich. Wirket und schaffet, solange noch Tag ist - bringet Licht den Menschen, führet sie durch die Nacht in die Tageshelle, gebet ihnen Kenntnis von der Dringlichkeit eures Wirkens, indem ihr ihnen das nahe Ende ankündigt, indem ihr sie hinweiset auf die Ewigkeit, auf das Leben nach dem Tode und auf den Zustand ihrer Seelen. Ermahnet und warnet sie, wenngleich sie ungläubig euch anhören, euch verlachen oder ihre Weltweisheit euch entgegenzusetzen suchen. Es kommt sehr bald die Zeit, da sie eurer Worte gedenken werden. Denn deshalb führe Ich sie euch zuvor in den Weg, daß ihr schon die Vorarbeit leisten sollet, deren Segen dann erst erkennbar sein wird. Und darum erlahmet nicht, lasset euch nicht durch die Dauer der Zeit bis zur Erfüllung Meiner Voraussagen zurückhalten, und ermüdet nicht, denn eure Arbeit ist dringlich, sie muß geleistet werden, und ihr sollt darum stets tätig sein. Amen. B.D. NR. 4099.

 

Buch 50 4100

Gottes Barmherzigkeit ist größer als Sein Zorn.

7. bis 9. August 1947. B.D. NR. 4100.

Gottes Barmherzigkeit ist größer als Sein Zorn, und Seine Liebe ist endlos. Und wenngleich das letzte Gericht als Strafgericht anzusehen ist, wenngleich es über die Verurteilten ein schreckliches Los verhängt, es ist doch der Auftakt zu einer neuen Erlösungsepoche, es ist die zwingende Notwendigkeit für einen erneuten Aufstieg mit dem Endziel der restlosen Erlösung aus der Form. Und darum zürnet Gott nicht ewig, sondern es tritt die Barmherzigkeit Gottes an Stelle des Zornes, Er hilft dem Gefallenen wieder zur Höhe, wenn auch lange Zeit darüber vergeht. Gottes Liebe und Erbarmung überwiegt die Gerechtigkeit Gottes, obwohl dieser Genüge getan wird durch die Qualen des Gebanntseins. Er zürnet nicht ewig, während Seine Liebe ewig bleibt und dem gilt, was aus Seiner Kraft hervorgegangen ist. Es ist sonach das Geistige das Produkt Seiner Liebe und Weisheit und kann also nimmermehr vergehen, es kann wohl vom Zorn Gottes von Seinem Angesicht verbannt werden auf lange Zeit, doch stets kehrt Gott Sein Antlitz ihm wieder zu, weil die Liebe alles versteht und alles verzeiht. (9.8.1947) Das von Ihm Abgefallene ist schwach, und diese Schwäche erbarmet Ihn, denn Gottes Wesen ist tiefste Liebe, und die Liebe kann sich nie und nimmer abwenden, sondern findet nur das Glück in der Vereinigung mit dem, was als Funke sich einst absonderte von dem ewigen Feuer, von Gott, Der die Liebe Selbst ist. Seine Glut steigert sich und verzehrt alles, was sich Ihm nähert, und macht es zu seligsten Wesen, und wo das von Ihm einst Ausgegangene in Unseligkeit schmachtet, dort vertieft sich die Liebe und neigt sich voller Barmherzigkeit diesem Unseligen zu - die Liebe verdammet nicht ewig, weil dies ewige Entfernung von Gott bedeutete und dies niemals möglich ist, weil Gott die Liebe Selbst ist. Doch es kann der Zustand der Vereinigung nicht eintreten, solange das gefallene Wesenhafte diesem Widerstand leistet, weil die Liebe auch niemals zwingt, sondern nur zu beglücken sucht. Dann aber bleibt das Wesen auch unselig, und es ist dieser Zustand, der gleichzeitig Gottferne bedeutet, wo das Wesen die Liebe Gottes nicht mehr spürt, gleichsam ein gerichteter Zustand, ein Zustand der Verbannung und also zu bezeichnen als im Zorn Gottes stehend, wo das Wesenhafte jegliche Liebeausstrahlung Gottes entbehren muß aus eigener Schuld. Daß aber dieser Zustand kein Dauerzustand sein kann, geht daraus hervor, daß immer wieder neue Schöpfungen entstehen und daß diese wieder die Liebe Gottes bezeugen, Dessen Barmherzigkeit diese zum Aufenthalt des Ihm widersetzlichen Geistigen bestimmt hat; daß in ihnen wieder die Liebekraft Gottes zutage tritt und dem Wesenhaften darin die Möglichkeit gibt, den Zustand der Gottferne zu verringern und in immer engere Verbindung zu treten mit der Urkraft, um nach endlos langer Zeit im freien Willen sich dieser Urkraft gänzlich anzuschließen. Dann wird die Liebe Gottes immer offensichtlicher für das Wesen, so es als Mensch verkörpert die Liebe und Gnade Gottes zu erkennen vermag. Und nun kann es auch Gott lieben und im freien Willen den Zusammenschluß suchen mit Ihm. Und dann wird es selig werden, denn was von der Liebe Gottes einmal erfaßt wird, was einmal den Zorn Gottes nicht mehr zu fürchten hat, bleibt ewiglich in Seiner Gnade, es hat sich am Feuer der Liebe entzündet und ist selbst zur Flamme geworden, die Verschmelzung mit der ewigen Liebe findet unwiderruflich statt, sowie es sich ohne Widerstand hingibt, sowie es sich selbst zur Liebe gewandelt hat. Amen. B.D. NR. 4100.

 

Buch 50 4102

Wort aus der Höhe göttlichen Ursprungs - Tönendes Wort. Glaubensstärke.

11. August 1947. B.D. NR. 4102.

Aus der Höhe geht euch Mein Wort zu, d.h., lichtvolle geistige Wesen vermitteln euch dieses, so es nicht euch von Mir Selbst geboten wird. Und diesen Ursprung müsset ihr gelten lassen, sowie ihr ihn zu ergründen sucht, denn es ist Weisheit, die euch geboten wird, es ist ein Wissen, das menschlicherseits euch nicht vermittelt werden kann, weil Menschen ohne Meinen Beistand es niemals gewinnen können mit der Sicherheit absoluter Wahrheit. Glaubet ihr aber an göttlichen Ursprung, so muß es euch auch überaus wertvoll sein, ihr müsset es als kostbarstes Gut schätzen und zu vermehren suchen, ihr müsset es als reinste Wahrheit annehmen und ihm entsprechend leben und handeln. Also müsset ihr glauben und jedes Wort als Ausfluß Meiner Selbst entgegennehmen. Dann wird es auch nicht ohne Wirkung bleiben an euch. Ihr, die ihr gläubig seid, euch könnte Ich auch das Wort direkt aus der Höhe bieten, Ich könnte laut und vernehmlich zu euch sprechen ohne zwangsmäßig auf euren Glauben einzuwirken, doch dieser soll noch eine Festigkeit erreichen, er soll jedem Ansturm standhalten, und darum muß er immer wieder erprobt werden und auch durch Meine Gabe Prüfungen ausgesetzt sein, denn erst, wenn ihr bedingungslos jegliches Wort von Mir als Wahrheit annehmet, ist die Verbindung zwischen euch und der geistigen Welt so tief hergestellt, daß ein ständiger Verkehr ohne jede Vorbereitung stattfinden kann, denn dieser ist nötig in der kommenden Zeit, wo die Meinen angewiesen sind auf die Stärkung von oben durch Mein Wort, wo sie Meinen Zuspruch, Meinen Trost und Meine Hilfe benötigen werden in jeder Lebenslage, wo sie bedrängt werden und darum Meines Beistandes bedürfen. Dann können sie ihn nur durch die Entgegennahme Meines Wortes finden, und dann müssen sie sehr glaubensstark sein, daß Ich Mich tönend äußern kann, ohne ihren Glauben zwangsmäßig zu erhöhen. Die Tiefe des Glaubens muß von den Menschen selbst gewonnen werden, durch inniges Gebet und felsenfeste Überzeugung, daß sie inmitten göttlichen Wirkens stehen. Es darf kein Zweifel mehr in ihren Herzen auftauchen an der Wahrheit dessen, was Ich ihnen biete, sie müssen stets und ständig Meine Stimme erkennen und wissen, daß sie von Lichtwesen umgeben sind, die jede Störung verhüten, so der Mensch nur den ernsten Willen hat, in der Wahrheit zu stehen und von Mir unterrichtet zu werden. Dann erst wird Mein Wort die vollste Wirkung haben auf die Meinen, dann erst werden sie Meiner Gegenwart bewußt sein und in diesem Bewußtsein Ruhe und Frieden finden, wenngleich sie inmitten der feindseligen Welt stehen. Schwacher Glaube jedoch wirkt sich in Zweifeln aus, und wo an Meiner Gabe aus der Höhe gezweifelt wird, dort ist kein rechter Erfolg zu verzeichnen, weder sich selbst noch den Mitmenschen gegenüber. Denn dort verliert Mein Wort seine Wirkung, und es ist vergeblich zu euch geredet worden aus der Höhe. Glaubet fest und ungezweifelt, und ihr werdet einen überraschenden Erfolg haben für eure Seelen. Meine Liebe wird zu euch Worte der Liebe reden, und ihr werdet sie verstehen und selig sein. Meine Liebe wird euch Ratschläge erteilen, und ihr werdet leicht und sorgenfrei durchs Leben gehen können, und so Ich euch einen Auftrag erteile, werdet ihr ihn erfüllen ohne Zögern und Meine getreuen Diener und Knechte sein auf Erden. Darum müsset ihr zuvor einen starken Glauben erringen, und dazu seid ihr auch des öfteren Glaubensproben ausgesetzt, die ihr aber bestehen könnet, so ihr ständig Verbindung suchet mit Mir und Mich um Beistand bittet in jeder Not des Leibes und der Seele. Denn euch verlasse Ich ewig nimmer, die ihr Mein Wort empfanget aus der Höhe. Und Ich bin euch ständig gegenwärtig und vernehmbar, sowie ihr Mich zu hören begehrt. Und alle Meine Diener im geistigen Reich unterstützen Mich und helfen euch Menschen, wo Hilfe erforderlich ist. Amen. B.D. NR. 4102.

 

Buch 50 4103

Stimme des Geistes Gottes Stimme. Schutz vor irrigem Denken.

12. August 1947. B.D. NR. 4103.

Daß euch die Stimme des Geistes recht belehrt, brauchet ihr nie und nimmer bezweifeln, denn sie ist Gottes Stimme. Niemals brauchet ihr anzunehmen, daß andere als Gott-zugewandte Wesen euch beeinflussen können, so ihr euch zuvor Gott im Gebet empfehlet. Die Verbindung, die ihr durch das Gebet mit Gott herstellet, sichert euch gegen die Kräfte, die anderes als reine Wahrheit euch vermitteln möchten, und euer eigener Gedankengang wird niemals in die Irre führen, weil gute geistige Kräfte euch davor schützen, daß ihr das Gedankengut unreiner Wesen aufnehmet. Und doch müsset ihr stets darauf bedacht sein, daß ihr durch euren Willen selbst eine schlechte Beeinflussung ausschaltet, auf daß der Kampf zwischen der Lichtwelt und den Kräften der Finsternis nicht erst entbrennen kann, auf daß nur die guten Wesen zu euch Zugang haben, was nur der Wille des Menschen bewerkstelligen kann. Denn er allein ist ausschlaggebend, welche Kräfte sich ihm nahen. Ist euer Wille der Wahrheit zugewandt und demnach auch Gott Selbst, so wird euer Denken stets recht sein, es wird dem geistigen Gut entsprechen, das ihr empfanget durch das Wirken des Geistes in euch; es wird die Stimme des Geistes stets euch unterweisen in göttlichen Weisheiten, und alles, was ihr denkt, tut und redet, wird dem Willen Gottes entsprechen, Der durch Seinen Geist Selbst in euch wirket und durch Seine Gegenwart ständig alles unvollkommene Geistige euch fernhält und verhindert, euch zu bedrängen oder zu gewinnen. Ihr könnet euch Seines Schutzes völlig sicher wähnen, ihr könnet auch Seiner Liebe gewiß sein, die euch vor jedem Seelenschaden hütet, und ihr könnet jeden Rat, jede Belehrung und jede sonstige Kundgabe immer als Sein Wort betrachten, als Seinen zum Ausdruck gebrachten Liebesbeweis, den Er euch ständig geben will, auf daß ihr Ihn erkennet und liebet und in immerwährender Verbindung mit Ihm bleibt. Denn Er weilet gern, wo ein menschliches Herz sich Ihm öffnet, Ihn liebt und innig begehrt. Und es gibt keinen innigeren Zusammenschluß mit Gott als durch die Liebe. Wo Liebe geübt wird, dort wird Gott immer gegenwärtig sein und dem Erdenkind seine Liebe vergelten tausendfach. Der schönste Lohn auf Erden aber ist Sein Wort, das tönend im Herzen des Menschen klingt. Wer diesen Zustand erreichet, der kann sich überaus glücklich schätzen, hat er doch den unleugbaren Beweis, daß Gott ihn liebt und ihn beglücken will und dies durch das tönende Wort kundgibt. Dann aber gibt es keine Zweifel mehr, dann hat der Mensch auf Erden schon den Grad erreicht, den seine Seele benötigt zum Zusammenschluß mit Gott. Dann lebt er nur noch, um eine ihm zugewiesene Mission zu erfüllen, doch sein Sehnen gilt nun unausgesetzt dem geistigen Reich, um mit dem Ziel seiner Sehnsucht, mit Gott, aufs innigste verbunden zu sein und zu bleiben bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4103.

 

Buch 50 4104

Gottes Wille - Stimme des Herzens. Inneres Drängen.

13. August 1947. B.D. NR. 4104.

Euch, die Ich liebe, weil ihr Mir zustrebet, euch werde Ich es gefühlsmäßig in euer Herz legen, was ihr tun und was ihr lassen sollt. Und so ihr euch Mir anvertraut im Gebet, so ihr Mir vortraget, was euch drückt oder gedanklich bewegt, werdet ihr es im Herzen spüren, und wozu ihr euch nun gedrängt fühlt oder wonach ihr verlangt, das tuet, und es wird recht sein vor Meinen Augen. Wenn ihr euch Mir im Gebet anempfehlet, so könnet ihr nicht mehr sündigen, denn dann lasse Ich eine Sünde nicht mehr zu. Bittet ihr Mich um Meinen Schutz, so gewähre Ich euch diesen, und ihr könnet euch dann getrost der Stimme des Herzens überlassen, d.h. tun, wonach euer Herz Verlangen trägt. Ich bin euer Vater, Ich will, daß ihr vollvertrauend zu Mir kommt, und Ich will euch wahrlich so bedenken, wie ein liebender Vater es tut, Ich will euch geben, was euch beglückt, sofern es euch nicht zum Schaden gereichet. Und da ihr selbst es nicht ermessen könnt, was für euch gut oder der Seele schädlich ist, so kommet zu Mir, gebt euch Mir voll und ganz zu eigen, traget Mir eure Nöte vor, sei es geistig oder irdisch, und Ich will euch antworten, d.h. Meinen Willen in euer Herz legen, so daß ihr also das Rechte wollen werdet, was ihr dann auch ausführen könnt. Und so könnet ihr mit allen Anliegen zu Mir kommen, und ihr werdet niemals ohne Antwort bleiben, denn diese lege Ich in euer Herz. Nur müsset ihr auf die Stimme des Herzens achten, ihr müsset wissen, daß jedes innere Drängen immer der Einfluß von Kräften ist, die euch bestimmen wollen, etwas auszuführen oder zu unterlassen. Kräfte der Finsternis werden euch zur Sünde verleiten wollen, Kräfte des Lichtes zu Mir wohlgefälligem Handeln. Lasset die Kräfte des Lichtes auf euch Einfluß gewinnen, und niemals könnet ihr dann sündigen. Und diesen Kräften überlasset euch, sowie ihr stets mit Mir Verbindung suchet im Gebet, so ihr mit Mir Zwiesprache haltet und Mich in allen euren Nöten zu Rate ziehet. Ich liebe Meine Geschöpfe und habe nur ihr Seelenheil zum Ziel. Und wo dieses nicht in Gefahr ist, gewähre Ich ihm alles, auch irdische Freuden, so sie das geistige Streben nicht beeinträchtigen. Doch immer will Ich euer Mentor sein, immer sollt ihr Mir die Entscheidung überlassen und nach innigem Gebet euer Herz befragen, und es wird euch wahrlich recht leiten. Amen. B.D. NR. 4104.

 

Buch 50 4105

Eigenliebe. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

14. August 1947. B.D. NR. 4105.

Gott hat euch aufgetragen, einander zu lieben, Er hat euch ein Gebot gegeben, das ihr erfüllen müsset, wollet ihr selig werden. Und dieses Gebot fordert nichts als Liebe zu Ihm und zum Nächsten. Doch es umfasset die ganze Arbeit an eurer Seele, die ihr in den Vollkommenheitsgrad versetzen sollet, solange ihr noch auf Erden lebt. All euer Denken, Reden und Handeln soll diesem Liebegebot entsprechen, es muß im Geben- und Beglücken-Wollen zum Ausdruck kommen, im Helfen, Trösten, Aufrichten und Beschützen - es muß der Mensch seinem Mitmenschen antun, was ihn selbst beglücken würde, so er im gleichen Grade hilfsbedürftig wäre. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und also hat Gott dem Menschen einen Grad von Eigenliebe zugebilligt, an dem er stets ermessen kann, wie weit er das Gebot der Nächstenliebe erfüllt. Ist die Liebe des Menschen zu sich groß, dann hat er auch die Pflicht, den Mitmenschen in erhöhtem Maß zu bedenken, so er den Willen Gottes erfüllen will. Dann also muß auch seine Liebetätigkeit erhöht sein. Ist die Eigenliebe geringer und dem Menschen an der Erfüllung des göttlichen Willens gelegen, so wird die Nächstenliebe den Grad der Eigenliebe übertreffen, und es wird dies dem Menschen leichter fallen, denn er kann sich leicht von irdischem Gut trennen und dieses dem Mitmenschen zuwenden. Stets aber wird von euch Menschen gefordert, daß ihr euch in der uneigennützigen Nächstenliebe übet, und also müsset ihr auch Verzicht leisten können, ihr müsset opfern können zugunsten des Mitmenschen, den ihr beglücken wollt. Und desto leichter werdet ihr dies können, je mehr Liebe ihr dem Mitmenschen gegenüber empfindet. Auf daß aber das Gefühl der Liebe zum Mitmenschen in euch erwacht, müsset ihr euch vorstellen, daß ihr alle Kinder eines Vaters seid, daß ihr alle in der gleichen Kraft euren Ausgang genommen habt und also alle Geschöpfe aus Gottes Liebe seid. Dann werdet ihr den Mitmenschen als euren Bruder betrachten lernen, ihr werdet ihm Liebe entgegenbringen, ihr werdet ihm helfen wollen, so er in Not ist, und eure Hilfswilligkeit wird euch glücklich machen, denn sie beseligt an sich und trägt euch geistige Erkenntnis ein. Gebt ihr dem Nächsten, was euch selbst begehrenswert ist, so gibt auch Gott euch, was Sein ist. Er gibt euch die Wahrheit, Er gibt euch Licht und Kraft und Gnade - Er beglückt und bedenket euch gleicherweise nur mit Gütern, die Seinem Reich entstammen, die irdisch euch nicht geboten werden können. Er segnet aber auch irdisch euren Besitz, indem Er vermehret, was ihr opfert, wenn es für euer Seelenheil dienlich ist. So ihr euch also in Liebe zum Nächsten entäußert, werdet ihr nicht zu darben brauchen, denn die Liebe Gottes gibt euch gleicherweise, so ihr in Not seid, und Er bedenket nicht karg die Seinen, sondern Er teilet Seine Gaben ungemessen aus - sofern auch ihr opfert, ohne ängstlich zu rechnen, was ihr entbehren könnet. Treibt die Liebe euch zum Geben, dann werdet ihr nicht zögern oder karg austeilen und also auch reichlich von der ewigen Liebe bedacht werden. Und seid ihr des Gefühles der Liebe nicht fähig, dann müsset ihr euch erziehen zu uneigennütziger Liebetätigkeit, ihr müsset um euch blicken, und wo ihr Not sehet, eingreifen und helfenden Beistand leisten. So ist es Gottes Wille, und diesen Willen sollet ihr euch zum eigenen machen, dann wird euch die Liebetätigkeit dem Nächsten gegenüber beglücken in jeder Weise - ihr werdet selbst die Liebe in euch entfachen, bis sie zu einer hellen Flamme wird, die alles ergreift, was in ihre Nähe kommet. Denn die Liebe ist göttlich, sie geht von Gott aus und führt zu Gott zurück. Und darum ist das Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe das vornehmste Gebot, das auf Erden wie im Jenseits erfüllt werden muß, um mit der ewigen Liebe vereint zu werden und dadurch zur ewigen Seligkeit zu gelangen. Amen. B.D. NR. 4105.

 

Buch 50 4106

Verteilung irdischer Güter. Vorsorgen nicht Gottes Wille.

15. und 16. August 1947. B.D. NR. 4106.

Solange ihr Menschen nicht gleicher Meinung seid, seid ihr auch nicht gleichen Geistes, denn die Stimme des Geistes wird immer nur die Wahrheit künden, sie wird sich niemals widersprechen, also sich bei allen Menschen übereinstimmend äußern. Wer also auf die Stimme des Geistes lauschet, der kann auch überzeugt sein, die Wahrheit zu vernehmen als Antwort auf Fragen, die ihm gestellt werden. Ich aber enthalte euch keine Antwort vor, so ihr Mich selbst darum angeht; Ich gebe sie euch durch Meinen Geist, so er in euch wirken kann; Ich gebe sie euch in Form von klaren Gedanken, so ihr die Stimme des Geistes nicht selbst vernehmet, oder auch durch Meine Diener auf Erden, deren Belehrungen ihr getrost annehmen dürfet als reine unverfälschte Wahrheit. Was euch in Form von Gedanken zugeht, muß also übereinstimmen mit dem, was euch Meine Boten übermitteln, ansonsten ihr noch nicht erleuchtet seid, also ihr Meine Antwort nicht begehret habt, sondern eure Gedanken das Ergebnis von Verstandesdenken allein sind. Diesen Unterschied müsset ihr machen, daß ihr sehr wohl euch eine Antwort zurechtlegen könnet auf geistige Fragen, die keinen Anspruch hat auf absolute Wahrheit, so Ich dabei ausgeschaltet werde insofern, als daß ihr nicht Mein Urteil zuvor angefordert habt, ehe ihr euch eine eigene Meinung bildetet. Und daher werden bei den Menschen stets verschiedene Meinungen anzutreffen sein, und nun entsteht die Frage: Wer ist von Meinem Geist erleuchtet? Welches Ergebnis ist reine Wahrheit? Und es gibt im Zweifelsfalle wieder nur die eine Antwort: Unterbreitet Mir die Fragen, und Ich will sie euch beantworten, auf daß ihr zur Klarheit kommt. Ich teile Meine Gaben aus ungemessen, doch immer bedenkend, wie sie genützt werden vom Empfänger. Ich kann geben, Ich kann versagen. Ersteres, wo Meinem Willen entsprechend die Gabe verwertet wird, letzteres, wo man Meine Liebe und Mein Wirken nicht erkennt und darum auch Meine Gabe nicht würdigt. Ich kann wenig austeilen oder auch viel, und beides wieder hängt vom Empfänger ab und seinem unbedingten Glauben an Mich. Also wird ein gläubiger Mensch dauernd von Mir empfangen dürfen und keine Not zu leiden brauchen, denn Ich Selbst verausgabe Mich nie, habe also immer Gaben bereit, die Ich austeilen kann, auch wenn dies irdisch unmöglich erscheint, denn Ich bin doch der Herr über jegliche Schöpfung, und Mir steht es frei, auch die Früchte Meiner Schöpfungen zu verteilen nach Meinem Ermessen. Und es kann der eine haben, während der andere leer ausgeht, und dies zu Zeiten irdischer Notlagen sowohl als auch irdischen Wohlstandes, denn die Verteilung irdischer Güter liegt Mir allein ob. Und darum braucht ein gläubiger Mensch nicht vorzusorgen, weil dies Meine Sorge allein ist, worüber ein Mensch verfügen soll. (16.8.1947) Und so ihr die verschiedenartige Verteilung irdischer Güter bei euren Mitmenschen betrachtet, müsset ihr selbst zugeben, daß dies nicht vom Menschen allein abhängt, sondern in gewisser Beziehung schicksalsmäßig vor sich geht, daß der Mensch selbst es nicht immer in der Hand hat, sich die Lebensverhältnisse seinem Wunsch gemäß zu schaffen. Und letzten Endes müsset ihr, so ihr gläubig seid, diese Verteilung von Mir ausgehend ansehen, daß Ich sowohl gute als auch schlechte Lebenslagen den Menschen bereite, je nach der Notwendigkeit für das Ausreifen der Seele. In gleicher Weise also ist die Versorgung des Körpers Mein Werk und geht entsprechend der Glaubensstärke vor sich. Und es wird der schwachgläubige Mensch nicht so felsenfest auf Meine Hilfe bauen und darum auch kleinlich sein in der Sorge um seinen Körper, wo er nur Mich vertrauensvoll bitten dürfte, um jeder Sorge um sein körperliches Wohl ledig zu sein. Ein Versorgen auf lange Sicht hinaus entspricht nicht Meinem Willen, denn Mein Ziel ist, euch zu höchster Glaubensstärke zu entwickeln, und selten werdet ihr Menschen erkennen, daß Ich euch offensichtlich zur Seite stehe, daß Ich euch erhalte und alle eure Bedürfnisse decke, oft in einer Weise, die ganz aus dem Rahmen des Natürlichen heraustritt, um eben dadurch euren Glauben zu festigen und ihn zu solcher Stärke zu bringen, daß es keinen Zweifel an der Erfüllung jeglicher Bitte mehr gibt und daß der Mensch sich keinerlei Sorge zu machen braucht um die Erhaltung seines Körpers, solange er auf Erden lebt. Diese Glaubensstärke garantiert auch restlose Versorgung, entsprechend wohl dem Geisteszustand der Allgemeinheit, jedoch auch den Bedürfnissen des einzelnen angepaßt. Ich weiß es wahrlich, was die Menschen benötigen, und der Meinen, d.h., derer, die im freien Willen Mich anstreben und Mich als ihren Vater von Ewigkeit anerkennen, derer nehme Ich Mich ganz besonders an, und Ich werde es verhüten, daß ihr Glaube zuschanden werde. Und darum nehme Ich oft den Menschen, was sie in der Absicht, sich zu versorgen für spätere Zeiten, zusammengetragen haben, da sie sonst lange Zeit dazu benötigen, sich Mir im tiefen Glauben vertrauensvoll zu entäußern und Meine Hilfe zu erbitten und zu erwarten. Denn Ich will erkannt werden von den Menschen, Ich will ihnen ein treusorgender Vater sein, und Meine Kinder sollen jedes Anliegen zu Mir tragen, sich Mir anvertrauen und gläubig Meine Hilfe erwarten. Und sie werden nie und nimmermehr Not leiden, denn Ich habe ihnen die Verheißung gegeben: Suchet zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch zufallen. Amen. B.D. NR. 4106.

 

Buch 50 4107

Wer Meine Gebote hält - zu dem will Ich kommen und Mich offenbaren.

19. August 1947. B.D. NR. 4107.

Lasset Mich zu euch sprechen an allen Orten, zu jeder Zeit und in allen Lebenslagen, in Freuden und Leiden, in Nöten und Sorgen des Körpers und der Seele, indem ihr eure Gedanken Mir zuwendet und Meine Stimme zu hören begehret. Und Ich will zu euch reden, und jeder soll Mich vernehmen, der Meine Rede erwartet. Denn Ich habe euch die Verheißung gegeben, daß Ich Mich offenbaren will dem, der Mich liebt und Meine Gebote hält, der also Mir entgegendrängt und in der Liebe lebt. Wer Mein Gebot erfüllet, der wird auch Meine Sprache erkennen, er wird Meine Offenbarungen entgegennehmen und selig sein in der Erkenntnis, daß Ich zu ihm rede. Das Bewußtsein, Worte der Liebe von Mir zu vernehmen, wird ihn beglücken, und desto inniger wird er Mir zustreben und immer verlangender auf Mein Wort horchen in der Stille, er wird Mir sein Herz öffnen, und Ich Selbst werde bei ihm einziehen, in seinem Herzen Wohnung nehmen und mit ihm Mich verbinden und steten Verkehr pflegen mit ihm. Und das ist der Zustand, den ihr Menschen alle auf Erden anstreben sollet, durch das Wort in ständiger Verbindung mit Mir zu stehen, gedanklich diese Verbindung herzustellen und in seliger Vereinigung mit Mir Mein Fleisch und Mein Blut zu genießen, d.h., Mein Wort mit seiner Kraft entgegenzunehmen. Habt ihr diesen Zustand auf Erden erreicht, so könnet ihr getrost euch als Meine Kinder fühlen, ihr könnet mit jedem Anliegen wie ein Kind zum Vater kommen, ihr dürfet euch von Mir geliebt wissen, und ihr brauchet in keiner irdischen Not euch ängstigen oder euch verlassen fühlen, denn Ich bin nun ständig bei euch, Ich bewache jeden Schritt, den ihr gehet, Ich führe und beschütze euch, und Ich erfülle euch jede Bitte, die ihr im Geist und in der Wahrheit an Mich richtet. Denn Ich höre euren Ruf, und so er noch so heimlich zu Mir emporgesandt wird. Denn Ich liebe euch, die ihr den Willen in euch traget, zu Mir zu kommen. Und da Mich übergroße Liebe mit euch verbindet, werde Ich es auch nicht zulassen, daß ihr in die Irre gehet, so ihr an einem Scheidewege nicht wisset, wohin ihr euch wenden sollet. Ich dränge euch ganz sanft dem rechten Wege zu, Ich fasse euch an der Hand, auf daß ihr nicht strauchelt, Ich erleuchte euch den Weg, so es dunkel geworden ist und ihr ihn nicht mehr recht zu erkennen vermögt. Und immer wieder werdet ihr Meine Stimme vernehmen dürfen, und dies soll euch Gewißheit geben, daß Ich Selbst bei euch bin. Ihr sollet die Erde nur als Übergangsstation betrachten, um auf ihr den Grad zu erreichen, der Meine Nähe zuläßt. Habet ihr ihn aber erreicht, so brauchet ihr irdisch nicht das Geringste mehr zu befürchten, denn dann seid ihr als Anwärter des geistigen Reiches vorgemerkt, und diese erreichen ihr Ziel unwiderruflich. Was irdisch euch also noch auferlegt ist, das soll euch nicht schrecken, denn das ist nur ein vorübergehender Zeitabschnitt von überaus kurzer Dauer, den ihr nicht mehr allein zurücklegt, sondern in steter Begleitung von Mir auch gegen alles Unheil gefeit seid. Herzen, in denen Ich Aufenthalt genommen habe, sind unweigerlich Mein, und was in Meinen Besitz übergegangen ist, das lasse Ich ewiglich nicht mehr von Mir, und diese Versicherung soll euch das Leben leichter tragbar machen, ihr sollt ihr Glauben schenken und euch stets als Meine Kinder fühlen, die unter Meiner Führung sicher in ihr Vaterhaus zurückkehren. Amen. B.D. NR. 4107.

 

Buch 50 4108

Hinweis auf Geschehen. Chaos. Baldiges Kommen.

21. August 1947. B.D. NR. 4108.

Erwartet Mein Kommen bald, denn es ist nicht mehr viel Zeit bis zum Ende. Ihr werdet in Kürze Dinge erleben, die euch bestätigen, was Meine Liebe euch lange schon kundgetan hat - daß die letzte Phase vor dem Ende bereits ihren Anfang genommen hat. Ihr werdet euch fragen, weshalb Ich noch solches Unheil zulasse, warum Ich so große Not über die Menschen kommen lasse, und immer nur kann Ich euch die Antwort geben, daß es nötig ist für die Menschheit, die Mich noch nicht erkannt hat und jegliches Geschehen nur mit irdischen Augen betrachtet, niemals aber die geistige Entwicklung des Menschen damit in Zusammenhang bringt. Es sind unwiderruflich die letzten Wehen, und unwiderruflich kommt auch bald das Ende. Und immer wieder weise Ich euch Menschen darauf hin, sollet ihr doch nicht weltlich gerichteten Sinnes durch das Erdenleben gehen, das nur noch kurze Zeit währet und für euch noch von größter Bedeutung sein kann, so ihr euch noch in letzter Zeit auf eure Bestimmung besinnt und ihr entsprechend das Leben ausnützet. Ihr Menschen seid jedoch lau und gleichgültig Meinen Ermahnungen und Warnungen gegenüber, denn ihr glaubet nicht an Mein Wort. Und Ich kann euch keine weiteren Beweise geben von der Wahrheit Meines Wortes, denn ihr müsset ohne Einfluß den rechten Weg gehen, ihr müsset von selbst euch getrieben fühlen, das zu tun, was Mein Wille ist, ansonsten ihr nicht reifen könnet an euren Seelen. Doch einen offensichtlichen Beweis könnet ihr aus dem kommenden Geschehen entnehmen, denn Ich trete euch dadurch außergewöhnlich nahe, Mich offenbarend denen, die Kunde haben von Meinen Gnadengaben, und ihnen also diese bestätigend, so daß sie Mich erkennen können. Und dies sage Ich euch, die ihr Mir dienen wollet, mit Bestimmtheit, daß ihr keine lange Lebensdauer mehr habt und daß euch eine Mission obliegt, die keinen Aufschub mehr duldet, und daß ihr um dieser Mission willen euch zuvor überzeugen sollet von der Wahrheit Meines Wortes, auf daß ihr dieses ohne jegliche Hemmung verbreiten könnet. Und so werdet ihr alles in Erfüllung gehen sehen, was Ich euch verkündet habe in Wort und Schrift. Und ihr werdet die Welt verachten lernen und euch eingehender mit dem geistigen Reich befassen, zu eurem Vorteil, zur Umgestaltung eurer Seele. Mir stehen zahllose Lichtwesen zur Verfügung, und durch diese wirke Ich immer wieder auf euch Menschen ein, indem Ich eure Gedanken ständig auf das Kommende hinlenke, indem Ich euch so lange durch Not und Elend gehen lasse, bis ihr selbst einen Untergang der Erde herbeisehnet, um den harten Bedrängungen durch die Mitmenschen zu entgehen. Und dann bereitet ihr euch auch langsam auf das Ende vor, denn nun glaubet ihr daran und bemühet euch, Mir zum Wohlgefallen auf Erden zu leben. Ein unbeschreibliches Chaos wird die Zeit ablösen, und dann erwartet vertrauensvoll Meine Hilfe aus der größten Not; denn Ich habe sie euch zugesichert und lasse euren Glauben nicht zuschanden werden. Und also habet ihr durch diese Meine Worte die größte Sicherheit, daß euch kein Leid geschehe, wenngleich von allen Seiten es an euch anstürmen wird. Ihr aber müsset Mir eure Liebe geben, und so ihr Mich liebet, werdet ihr nach Mir verlangen, und darum komme Ich, um euch zu holen von der Stätte des Verderbens in Mein Reich, wo ihr nimmermehr verfolgt werdet, wo nur Ich allein herrsche und dem Bösen kein Zutritt gestattet ist. Und alle Not wird zu Ende sein für die Gläubigen, für die anderen aber wird die Not erst anheben, wie Ich es verkündet habe - sie werden verdammt werden in die Finsternis - sie werden gebannt werden auf der neuen Erde in Schöpfungen, die ihr euch nicht vorstellen könnet, bis ihr selbst die neue Erde beleben werdet. Amen. B.D. NR. 4108.

 

Buch 50 4109

Gott als Vater, Freund und Bruder wirbt um die Liebe.

22. August 1947. B.D. NR. 4109.

Ich will euch ein liebevoller Vater sein, ein weiser Führer und Berater, ein treuer Freund und Bruder, Ich will euch alles geben, was ihr benötigt auf Erden, Ich will euch seelisch und leiblich bedenken, Ich will für euch sorgen ohne Unterlaß, und nimmermehr sollt ihr euch von Mir verlassen glauben; Ich will in jeder Not euch beistehen und euch schützen gegen alle Angriffe eurer Feinde, sei es geistig oder auch irdisch, Ich will alle Gnadengaben über euch ausschütten, und immer sollet ihr Meine Liebe erkennen, die Ich von Anbeginn für euch hege und die nimmermehr abnehmen wird bis in alle Ewigkeit. Doch von euch verlange Ich eines, daß ihr euch Mir zu eigen gebet und daß ihr Mir zustrebet, daß ihr Mich liebet, wie ein Kind seinen Vater liebt. Habe Ich nur diese Liebe, dann kann Ich euch erfassen mit Meiner Liebekraft und euch voll und ganz gewinnen für ewig. Und um diese Liebe werbe Ich ununterbrochen. Und darum suche Ich euch in die Wahrheit zu leiten, in das Erkennen Meiner Selbst und Meines Heilsplanes von Ewigkeit; denn erst müsset ihr wissen, daß ihr Meine Geschöpfe seid und in welchem Zusammenhang ihr als Meine Geschöpfe mit Mir, dem ewigen Schöpfer, steht. Ihr müsset euch der großen Verantwortung vor Mir bewußt sein und nun entsprechend leben, auf daß ihr Gnade findet vor Meinen Augen. Und es muß euer Herz euch dazu treiben, dann erst erkenne Ich eure Liebe, und dann gehöret ihr zu den Meinen, denen Ich Mein Reich verheißen habe, denn dann werdet ihr Mich suchen, und so ihr Mich gefunden habt, nicht mehr von Mir lassen; dann suchet ihr den Zusammenschluß mit Mir, und ihr bittet Mich um Kraft, weil ihr Mich erkennet als euren Herrn und Schöpfer. Und ihr werdet demütig vor Mich hintreten, und ihr werdet so sein, wie ihr Mir gefallet, voller Liebe und Vertrauen, in aller Kindlichkeit dem Vater eure Nöte darstellend. Und Ich werde eure Bitten erhören, Ich werde euch jedes Anliegen erfüllen, weil sich Meine Liebe zu euch so äußert, daß Ich euch glücklich machen will auf Erden schon und dereinst in der Ewigkeit. Und darum müsset ihr hören auf Mein Wort, denn durch Mein Wort lernet ihr Mich erkennen, sowie ihr Mein Wort aufnehmet in euer Herz, darüber nachdenket und nun so lebet, daß ihr Mir wohlgefallet. Dann werdet ihr Mich auch lieben und im Besitz Meiner Liebe zu euch eure Seligkeit sehen. Und dann kann Ich Selbst zu euch kommen, Ich kann euch durch Meine Nähe beglücken zeitlich und ewig. Ich kann euch bedenken je nach eurer Würdigkeit mit geistigen Gaben, Ich kann euch aufnehmen in Mein Reich, so ihr das Erdenleben beendet habt, und euch selig machen bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4109.

 

Buch 50 4110

Erkenntnis der Wertlosigkeit des Irdischen. Nachleben.

24. August 1947. B.D. NR. 4110.

Was kann euch das Erdenleben noch bieten, so ihr erkannt habt, daß das Leben im geistigen Reich um vieles wertvoller ist, daß es doch das eigentliche Leben ist, dem nur eine Vorbereitungszeit vorangeht - das Leben der Seele in der Verkörperung als Mensch. Und so diese Vorbereitungszeit sich dem Ende zuneigt, muß sich dann jeder Gedanke auf das Nachleben richten, es muß dieses Nachleben mit Sehnsucht erwartet werden, weil es das Leben in der letzen Hülle ablöst und die Seele als freier Geist in Sphären eingeht, die überaus wohltuend sie berühren, so die Seele nur einen bestimmten Reifegrad erreicht hat. Alles Irdische muß angesichts dieser Erkenntnis an Reiz verlieren und jeder Tag nur als Zwischenstation angesehen werden. Und also kann der Mensch auch nicht von dem Wissen um das nahe Ende schreckhaft berührt werden, denn so er in der Erkenntnis steht, ist ihm Ursache und Zweck dessen bekannt, und das Wissen darum trägt nur noch zum schnelleren Lösen von allem bei, was der Erde angehört. Es muß der Mensch ruhig werden in seinem Inneren, er muß sich nur konzentrieren auf das geistige Wissen, er muß danach trachten, jeder Versuchung auszuweichen, und sich voll und ganz Gott zu eigen geben, auf daß er erfaßt werde von Seiner Liebe, und er wird dann nur in Gott leben, und sein Erdenlauf wird nicht vergeblich gewesen sein. Es ist aber das Wissen um die ewige Wahrheit eine Gnadengabe, die der Mensch sich selbst erwerben kann und muß durch uneigennützige Nächstenliebe; diese aber ist immer ein Überwinden der Ichliebe und also ein Verzichtleisten aus eigenem Antrieb auf irdische Freuden und Genüsse. Folglich muß der Mensch zuerst etwas hingeben, bevor er empfangen kann, er darf die Erde mit ihren Reizen nicht als begehrenswert ansehen, sondern er muß sie verachten lernen, dann erst entäußert er sich dessen, was den Mitmenschen noch wertvoll ist. Er gibt es den notleidenden Nächsten und empfängt dafür etwas Reingeistiges - es öffnen sich ihm die Sphären des Lichtes und strahlen dieses aus in sein Herz, das sich nun mehr und mehr vom Irdischen löset und dafür geistiges Wissen eintauscht, das ihn nun das geistige Leben bewußt anstreben lässet. Das Ende wird für solche Menschen nicht überraschend kommen, denn durch das Wissen stehen sie im tiefen Glauben und durch den Glauben wieder im Wissen um den ewigen Heilsplan Gottes, um Sinn und Zweck des Erdenlebens und um die Wertlosigkeit irdischer Materie. Sie leben bewußt und mit Gott und werden das Leben mit Freuden eintauschen gegen die ewige Seligkeit. Amen. B.D. NR. 4110.

 

Buch 50 4112

Gott als Lehrmeister.

25. Augsut 1947. B.D. NR. 4112.

Der gnadenreiche Akt geistiger Belehrung kann nicht geleugnet werden, so ein Mensch Einblick nimmt in ein Geistesgut von umfangreichem Ausmaß und ernsthaft darüber nachdenkt. Er muß dann eine Kraft als Ursprung anerkennen, so er es sich nicht natürlich erklären kann. Der geistig erweckte Mensch kann wohl eine Erklärung geben, denn er weiß es, daß der Lebenswandel des Empfängers Belehrungen möglich macht - er weiß es, daß Gott jeden Menschen belehrt, der Ihn als Lehrmeister anerkennt und sich in Seine Schule begibt. Dennoch bleibt es eine Gnade von größter Bedeutung, die nicht jeder Mensch aufweisen kann, wenn die Art der Belehrung in einer Weise vor sich geht, daß sie in Form von Niederschriften den Empfänger beglückt, daß sie also auch für die Mitmenschen überaus bedeutsam ist. Dann kann wohl erkannt werden, daß Gott Sich den Geisteszustand der Menschen angelegen sein läßt, daß Er nicht nur den einzelnen belehren will, sondern auch dessen Umwelt die Möglichkeit gibt, aus dem Quell der ewigen Wahrheit zu schöpfen, denn geistige Belehrungen sind unwiderlegbar reinste Wahrheit, weshalb, wer in der Wahrheit stehen will, den Geist Gottes als Lehrkraft haben muß. Ist der Wille zur Wahrheit vorhanden, so ist auch immer der Geist Gottes bereit, zu wirken an und in den Menschen, und er leitet sie in die Wahrheit, wenn auch in verschiedener Art. Immer aber ist es eine Gnadengabe, die der Mensch empfängt, und diese Gnadengabe muß begehrt und dankend in Empfang genommen werden. Dies ist Voraussetzung, daß der Mensch in rechtes Denken geleitet wird und auch die innere Überzeugung gewinnt, recht zu denken, so er noch nicht vom Wirken des Geistes unterrichtet ist. Das Wissen darum ist schon ein erhöhter Grad der Seelenreife, ein Beweis nur für diesen Menschen selbst, nicht aber für die Mitmenschen, denen das Wissen noch nicht vermittelt werden konnte. Denn solange sie nicht selbst nach der Wahrheit streben, ist auch ihre Erkenntniskraft nur schwach. Und folglich müssen sie erst angeregt werden, die Wahrheit zu suchen und den Geber der Wahrheit anzurufen, daß Er ihnen jene vermittelt, daß Er sie Selbst in die Schule nimmt und sie belehrt. Und Gott wird Sich nicht vergeblich bitten lassen. Amen. B.D. NR. 4112.

 

Buch 50 4113

Gott als Lehrmeister auch durch Mittler.

28. Augsut 1947. B.D. NR. 4113.

Was ihr von Mir empfanget, gilt nicht nur für den einzelnen Menschen, für den Empfänger selbst, sondern jeder, der durch diesen Mein Wort vernimmt, ist gewissermaßen Mein Schüler, den Ich Selbst belehre. Daß die Fähigkeit, zu empfangen, verschieden ist und oft gänzlich fehlt, berechtigt nicht zu der Annahme, daß dem Menschen nicht die Möglichkeit geboten wird, in die Wahrheit einzudringen, wie umgekehrt nicht der andere deshalb weise wird, d.h. voll des geistigen Wissens ist, weil er in direkter Verbindung steht mit Mir. Allein ausschlaggebend ist nur der Wille des Menschen, einzudringen in die Wahrheit, und der Lebenswandel in uneigennütziger Nächstenliebe. Also gebe Ich auch jedem Menschen Antwort, so er solche begehrt. Erstmalig durch Übermittlung Meines Wortes an Meine Diener auf Erden, denen Ich neben ihrer Fähigkeit, Mein Wort im Herzen zu vernehmen und es niederzuschreiben, auch die Fähigkeit gebe, alles recht zu erkennen und zu verwerten, d.h., in Sprachgewandtheit frei darüber zu reden. Also ist gleichfalls von Mir gelehrt, wer Mein Wort durch einen Mittler empfängt, denn er wird es als Mein Wort erkennen. Ist aber der Fall eingetreten, daß Mein Wort durch öfteres Übermitteln an seiner Reinheit verloren hat, dann wird auch der nach Wahrheit-verlangende-Mensch nicht mehr voll überzeugt sein, sondern (Gegen) einwände machen wollen, die ihm dann erst wieder von Meinen geweckten Jüngern widerlegt werden können. Die reine Wahrheit wird immer überzeugend wirken auf einen von Meinem Geist belehrten Menschen. Wo blieb Meine Liebe, Meine Weisheit und Meine Kraft, so Ich nicht einem die Wahrheit ernstlich begehrenden Menschen sie gewähren möchte? In welchem Verhältnis würde Ich stehen zu euch, Meinen Kindern, so ihr hilflos der Willkür Meines Gegners überlassen bliebet? Ich fordere nur euren Willen, daß er sich Mir zuwende vollen Ernstes - daß ihr innerlich erkennet, wie unwissend und unvollkommen ihr seid, und darum Mich bittet, euch zur Kenntnis der reinen Wahrheit zu führen. Dieser zum Ausdruck gebrachte Wille trägt euch auch unweigerlich die Wahrheit ein. Die wenigsten Menschen aber bringen diesen Willen auf, und doch kann Ich sie nicht entgegen ihren Willen zu rechtem Denken beeinflussen, weil Mein Gegner ebenso Anteil hat an ihnen und sie ihren Willen ihm frei zugestanden haben. Also muß erst die Trennung von ihm willensmäßig vollzogen worden sein, bevor Ich mit Meiner Gnadenkraft auf den Menschen einwirken kann. Dann aber bin Ich nur darauf bedacht, dem Menschen das Erkennen des Irrtums leichtzumachen, weil dieser das größte Hindernis ist zur Erlangung der Seelenreife. Was von Meinem Gegner kommt in der Absicht, Mich zu verdrängen, kann niemals von Mir geduldet werden, sondern es muß bekämpft werden mit Ausdauer und Geduld. Und darum wird niemals Mein Gegner triumphieren, wo nur der geringste Wille zur Wahrheit vorhanden ist. Amen. B.D. NR. 4113.

 

Buch 50 4114

Gott als Lehrmeister auch durch Mittler.

28. bis 30. August 1947. B.D. NR. 4114.

Vermittler von Mir zu den Menschen werden immer nur die sein können, die sich einer regen Tätigkeit befleißigen auch in irdischer Beziehung. Sie müssen willig und fähig sein zu einer ständigen Arbeit. Denn diese verlange Ich, so jemand in Meine Dienste tritt, und muß sie erst recht verlangen, so es gilt, einen Mir dienenden Knecht auszubilden und ihn zu einer Tätigkeit vorzubereiten. Nur wer irdisch pflichtgetreu und emsig ist, der kann zu einer Arbeit herangezogen werden, die wohl Geistiges berührt, jedoch auch Nützen der Körperkraft erfordert, also gewissermaßen irdisch genannt werden kann. Wer also tauglich für diese Arbeit von Mir befunden wird, dem wird Meine Gnadengabe zugewendet werden, die dann aus seinen Händen hervorgehend angesehen werden kann, so lange, bis der Mitmensch selbst eine Arbeit in Angriff nimmt - seine Seele zu gestalten nach Meinem Willen, der ihm durch die von oben gebotene Gnadengabe kundgetan wird. Dann begreift er die Dringlichkeit einer Übermittlung von oben, und er erkennt die rein geistige Aufgabe dessen, der in Meinem Auftrag tätig ist. Wer aber diese Seelenarbeit außer acht lässet, der wird niemals die Kundgaben als von oben kommend betrachten, sondern nur eine irdische Arbeit darin ersehen, die seiner Ansicht nach völlig unnütz ist. Ich aber lege großen Wert darauf, und lasse nicht nach, auch Meinen Dienern die Dringlichkeit vor Augen zu halten, und Ich ermahne sie stets von neuem, überaus rührig zu sein und sich nicht durch abfällige Reden der Mitmenschen beirren zu lassen, denn es geht um das Höchste, es geht um das Los der Seele in der Ewigkeit. Wer sich dies ernsthaft vor Augen hält, der schenkt auch den Kundgaben mehr Beachtung, und sie werden nicht ohne Erfolg bleiben. (29.8.1947) Um aber die Kundgaben aufnehmen zu können, muß der Empfänger erstmalig daran glauben, daß sie von oben stammen. Fehlt dieser Glaube, dann ist es auch nicht möglich, daß sich Lichtwesen einschalten in die Gedanken des Aufnehmenden. Und dann ist auch der Mitmensch geneigt, zu glauben an eine Beeinflussung menschlicherseits, und er lehnt es ab. Der Glaube an Mein Wirken im Menschen durch Meinen Geist ist unbedingt nötig, um eine solche Gnadengabe von Mir zugewendet zu bekommen. Und darum wird es selten sein, daß Ich Mich in dieser Weise äußern kann, trotz des Willens der Menschen, in Meinem Willen zu leben, und trotz des Glaubens an Mich, Meine Liebe, Allmacht und Weisheit. Denn erst der Glaube veranlaßt den Menschen, zu horchen nach innen, und dann kann er die innere Stimme vernehmen, wenn er sensibel ist, d.h. jede Empfindung auswerten kann. Denn die innere Stimme zu vernehmen ist verfeinertes Empfinden und gleichfalls eine Notwendigkeit, denn von dem irdischen zum geistigen Reich Verbindung herzustellen erfordert ein dem geistigen Reich zugewandtes Denken, das aber gepaart sein muß mit dem festen Willen, Gott zu dienen. Beides trägt dem Menschen verfeinertes Empfindungsvermögen ein, und nur dadurch ist es möglich, Meine Stimme zu vernehmen. Doch die kommende Zeit ist so schwer und wird leichte und schwachgläubige Menschen wankend machen. Ich aber gebe jedem Menschen Möglichkeit, (30.8.1947) Kenntnis zu nehmen von der ewigen Wahrheit, und spreche deshalb nicht nur direkt, sondern durch Mittler zu allen Menschen, also nehmen diese gewissermaßen das gleiche entgegen, wie die direkt von Mir gelehrten Diener auf Erden, nur daß Ich durch deren Mund zu ihnen rede, um einen Glaubenszwang auszuschalten bei denen, die noch schwach sind im Glauben. Denn das von Mir gesprochene Wort muß ihnen so dargeboten werden, daß sie es im freien Willen entgegennehmen oder es auch ablehnen können. Und darum behalte Ich Mir auch die Art des Übermittelns vor, indem Ich auch Meinen Dienern die Worte so in den Mund lege, wie sie dem Mitmenschen am dienlichsten sind, um ihn zum Nachdenken anzuregen. Und darum werden auch die Gespräche den Verlauf nehmen, den Ich als günstig erachte, d.h., es werden Meine Diener so reden, wie es Mein Wille ist, so sie für Mein Wort eintreten, so sie für Mich tätig sind, also Gespräche führen im Rahmen des Geistigen. Wo der Mensch empfindlich ist, muß er angefaßt werden, sollen die Worte nicht ohne Eindruck bleiben, und wo er sich in irrigem Denken befindet, dort muß der Kampf einsetzen, denn es muß der Irrtum als erstes bekämpft werden, und es ist dies nicht mit Toleranz zu erreichen, mit einer Rücksichtnahme auf alte Tradition. Wer für Mich kämpft, der muß mit dem Schwert des Mundes kämpfen, er darf nicht Menschen zuliebe Mir untreu werden; es muß ihm Mein Wort wichtiger sein als die Zuneigung eines Menschen, dessen Leben oder Anschauungen Meinem Wort widersprechen. Und darum erwähle Ich Mir furchtlose, unerschrockene Streiter auf Erden, die den geringsten Widerspruch gegen Mein Wort aufdecken, die mit Eifer eintreten für alles, was sie durch die innere Stimme vernommen haben, die, so sie einmal Meine Wahrheit erkannt haben, nicht mehr davon abgehen und jede Gelegenheit nützen, sie zu verbreiten. Und ihre Arbeit wird gesegnet sein. Wieweit sie jedoch erfolgreich ist für die Mitmenschen, ist deren Willen und Verlangen nach der Wahrheit völlig überlassen. Denn ihr Wille ist frei. Ich will den Menschen helfen, die Wahrheit zu erkennen, und biete sie ihnen dar, jedoch sie anzunehmen, dazu zwinge Ich sie nicht, sondern lasse ihnen ihre Freiheit. Amen. B.D. NR. 4114.

 

Buch 50 4115

Nehmet hin und esset - das ist Mein Fleisch und Mein Blut.

31. August und 1. September 1947. B.D. NR. 4115.

Den Meinen rufe Ich zu: Rüstet euch und rechnet damit, daß ihr bald gerufen werdet und euch an eure Arbeit begeben müsset, für die Ich euch gedingt habe. Die Tage sind gezählt, und es sind wenige, die euch noch beschieden sind. Und dann werdet ihr euch von der Wahrheit Meines Wortes überzeugen können und stark werden im Glauben. Bis dahin aber werdet ihr noch vielerlei Bedrängnissen ausgesetzt sein, die teils von außen, teils von innen kommen, auf daß ihr euch immer inniger an Mich anschließet, und Ich euch mit Kraft erfüllen kann, die euch fähig macht, allen Widerständen Trotz zu bieten und willige Arbeiter für Mich zu werden. Ich dränge euch ständig zu eifriger Seelenarbeit, weil Ich es weiß, wie nötig es für euch ist, daß ihr nicht lau werdet. Ich bin Selbst bei euch, und ich lenke eure Gedanken immer wieder in das geistige Reich, Ich rege euch an, Verbindung zu suchen mit jenem, und sende euch Boten entgegen, die, aus dem Lichtreich kommend, euch ständig belehren eurem Fassungsvermögen gemäß. Und Ich Selbst gebe euch Aufschluß, worüber ihr nur solchen begehret. Ich will nicht, daß ihr euch mit Zweifeln plaget, also will Ich sie durch Zuleiten der reinen Wahrheit verjagen, und so ihr nun aufgeklärt seid und selbst davon überzeugt, daß ihr die Wahrheit besitzet, wird es ein leichtes sein, für Mich zu arbeiten, denn dann tretet ihr auch ein für das, was Ich lehre durch Meinen Geist im Menschen. Und dieser spricht in euch, wie Ich Selbst zu euch sprechen würde, so Ich mitten unter euch weilte. Und also könnet ihr Mich fragen jederzeit, und die rechte Antwort wird euch werden. Denn sowie der Ruf an euch ergehet, müsset ihr die irdische Arbeit zurückstellen und vorerst tun, was Ich euch heiße durch die innere Stimme. Und als erstes will Ich euch jeglichen Zweifel nehmen, der euch noch beschwert und den ihr ablegen sollt. Ich will eure Fragen beantworten, auch wenn ihr sie nicht laut aussprechet, denn Ich weiß um alle eure geheimsten Gedanken, um die Stärke eures Willens und Glaubens: (1. September 1947) Haltet euch erstmalig an Mein Wort, das euch von oben geboten wird. Dieses Wort kommt direkt von Mir, oder es wird euch zugeleitet durch Lichtwesen, die nur Meinen Willen ausführen und euch so belehren, wie es Mein Auftrag ist. Im gleichen Sinne hat auch der Mensch Jesus auf Erden gelehrt, denn Er war gleichfalls ein Lichtwesen, und Er sprach an Meiner Statt zu den Menschen, also auch in Meinem Willen. Es war also Sein Wort das gleiche Wort, das von Mir ausging, und so konnte Er mit Recht sagen: Wer Mich höret, der höret den Vater, denn der Vater und Ich sind eins. Meine Stimme ertönte in Ihm, Meine Kraft wirkte in Ihm, und Mein Geist nahm voll und ganz Aufenthalt in dem Menschen Jesus, Der sonach als durchstrahlt von Mir, gänzlich vereint war mit Mir. Und diese gänzliche Vereinigung war die Folge eines vorbildlichen Liebelebens, eines Lebens in uneigennütziger Nächstenliebe, wie Ich sie fordere von allen Menschen, die vollkommen werden wollen. Also zieht ein Leben in Liebe die völlige Vereinigung mit Mir nach sich und diese wieder die Vermittlung Meines Wortes, die Ausstrahlung Meiner Selbst. Ich bin das Wort, also ist das Wort Gott. Das Wort empfangen und aufnehmen ist geistige Speisung - es ist Himmelsbrot, das von Mir Selbst geboten wird dem, der Hunger und Durst danach empfindet. Und so Ich den Menschen das Himmelsbrot darbiete, sage Ich: Nehmet hin und esset, das ist Mein Fleisch und Mein Blut, denn Ich Selbst bin doch das Wort - Fleisch und Blut im geistigen Sinn. Anläßlich einer leiblichen Speisung, des Abendmahles mit Meinen Jüngern, suchte Ich ihnen die geistige Speisung verständlich zu machen; Ich wollte sie anregen, des öfteren geistige Kost entgegenzunehmen, Mein Fleisch und Mein Blut zu genießen im Gedenken an Mich, weil sie dann stets mit Mir sich vereinigen und voller Kraft sein konnten. Daß Ich dabei das irdische Brot brach und den natürlichen Wein trank mit Meinen Jüngern, das war nicht so sehr von Bedeutung, denn Meine Jünger verstanden Mich, weil sie geweckten Geistes waren, weil sie in der Liebe lebten und also auch Verständnis hatten für Meinen bildlichen Vergleich. Zudem sollten sie sich an Mir ein Beispiel nehmen - auszuteilen von allen Gütern an den Mitmenschen, der dessen bedarf - sie zu speisen körperlich und geistig, und Ich knüpfte daran die Verheißung, ihnen Mich Selbst zu geben - sie sollten volle Vereinigung finden mit Mir durch Austeilen alles dessen, was sie besaßen und was dem Nächsten mangelte, auf daß sie dann Mein Wort empfingen, durch das Ich Mich allen denen offenbare, die mit Mir vereinigt sind durch Wirken in Liebe. Daß die Menschen aus Meinen Worten einen Vorgang geschaffen haben, der nur als rein äußerlich betrachtet werden kann, der nur dann eine Berechtigung hat, sinngemäß stattzufinden, wenn der Mensch vorerst durch ein Liebeleben sich Meine Gegenwart gesichert hat, habe Ich nicht gehindert, wie Ich das auch niemals tun werde, um die Willensfreiheit nicht zu beschneiden; doch ständig gebe Ich den Menschen die rechte Erklärung durch geistig erleuchtete Menschen, die nun auch das rechte Verständnis für Meine Worte haben und sie weiterleiten werden. Ohne dieses aber erfüllen sie nur eine Form, die an sich belanglos ist und nur dann an Wert gewinnt, so des geistigen Sinnes geachtet wird, so die Menschen Mein Wort entgegennehmen hungernd und dürstend, so sie also sich von Mir speisen lassen mit dem Himmelsbrot, mit Meinem Fleisch und Meinem Blut, um mit Mir vereinigt zu sein und ewiglich zu bleiben. Amen. B.D. NR. 4115.

 

Buch 50 4116

Untergang der alten Erde, Erleben im Fleisch. Mahnung.

2. und 5. September 1947. B.D. NR. 4116.

Dies gab Ich euch kund, daß ihr den Untergang der alten Erde noch erleben werdet im Fleisch, und Ich wiederhole es, auf daß ihr glaubet. Euer Glaube ist schwach, und ihr wehret euch innerlich dagegen, daß ihr in der letzten Zeit stehet. Doch Mein Geist spricht immer und immer wieder zu euch und gibt euch den Zeitpunkt des Endes als nahe bevorstehend an. Warum wollet ihr dies nicht glauben? So ihr doch andererseits euch der Wahrheit Meiner Kundgaben nicht verschließen könnet? Und warum hoffet ihr und rechnet mit einem Aufstieg, mit einer Besserung der irdischen Verhältnisse? Warum erscheint euch der Gedanke an ein Ende, verbunden mit einer totalen Zerstörung der alten Erde, unglaubwürdig und unannehmbar? Weil ihr selbst gern noch leben möchtet, weil ihr noch nicht vorbereitet seid und weil ihr euch zuwenig versenket in Mein Wort, das euch in aller Klarheit die Notwendigkeit einer Totalumgestaltung der alten Erde darlegt und euch zum tiefen Glauben führt, so ihr euch mit Mir zugewandtem Willen hineinversenket und jedes Wort als aus dem Himmel kommend aufnehmet und danach lebet. Sogar ihr, die ihr Mein Wort verbreiten sollet, lasset euch von Zweifeln plagen, und ihr vertretet daher Mein Wort nicht überzeugt genug, ihr lasset euch von Gegeneinwänden schwach machen. Euer Glaube ist nicht stark genug, trotz eures guten Willens, Mir zu dienen. Das Leben tritt mit seiner Wirklichkeit an euch heran, und es ist euch nicht möglich, es mit der geistigen Bestimmung der Menschen in Einklang zu bringen, und die Folge davon ist, daß ihr nicht eifrig genug euch dafür einsetzet, was Ich euch kundtu', die kommende Zeit betreffend. Ihr nehmet selbst Mein Wort nicht ernst genug, weshalb Ich immer wieder das gleiche zu euch sprechen muß: dringende Hinweise auf das nahe Ende. Ihr werdet es im Fleisch noch erleben. - Sagt euch das nicht genug? Wisset ihr, wie hoch euer Lebensalter sein wird? Kann euch nicht auch ein kurzes Leben beschieden sein? Ich allein weiß den Tag, der der letzte sein wird, und Ich halte ihn geheim, jedoch ankündigen will Ich euch, daß er nicht mehr fern ist und daß ihr Mir dienen werdet bis zum Ende. Also müsset ihr den Tag erleben, und dies sollet ihr glauben! Und ihr werdet Mir gute Arbeiter sein, denn ein überzeugter Glaube lässet euch auch überzeugt reden; und solche Diener brauche Ich auf Erden, daß sie eindringlich auf die Menschen einwirken und ihnen vorstellen, wie nötig Mein Wirken auf Erden ist und in welcher geistigen Not die Menschheit schwebt, so ihr nicht Hilfe gebracht wird. Ihr empfanget Mein Wort, und ihr seid sonach schon in der Erkenntnis fortgeschritten - und ihr wollet nicht glauben, wenngleich ihr es nicht abweiset oder euch gegnerisch einstellet. (5.9.1947) Und darum rede Ich immer eindringlicher auf euch ein, denn ein tiefer Glaube ist nötig, wenn eure Worte bei den Mitmenschen Erfolg haben sollen. So ihr selbst die Überzeugung habt, daß das, was ihr höret durch die Stimme des Geistes, volle Wahrheit ist, seid ihr auch rechte Vertreter Meines Wortes auf Erden, und ihr leihet Mir dann nur euren Mund, daß Ich Mich Selbst durch diesen äußern kann. Und es ist dies eure Aufgabe in kommender Zeit, daß ihr das Sprachorgan seid für Mich, weil anders Ich Mich den Menschen nicht offenbaren kann, es aber unbedingt nötig ist, daß sie Mich Selbst vernehmen, wenngleich sie nicht immer Meine Stimme zu erkennen vermögen. Die Not der letzten Tage tritt mit solcher Schwere an die Menschen heran, daß sie ohne Meine Hilfe, ohne Mein Wort verzweifeln müßten. Rede Ich Selbst aber zu ihnen, so werden sie stark sein und auch der größten Not Widerstand leisten können, denn Meine Worte werden ihnen Kraft vermitteln, und darum sollet ihr Mir eure Dienste leisten, weil ohne allen Zwang auf die Menschen eingewirkt werden muß und weil Ich Selbst immer anwesend sein kann, wo ihr als Mittler die Menschen in geistige Gespräche verwickelt und also der Kontakt hergestellt wird zwischen Mir und den zu belehrenden Menschen, die dringend Mein Wort benötigen, wollen sie durchhalten bis zum Ende. Und das Ende kommt bald. Dies rufe Ich euch immer wieder zu, und ihr sollet Meinen Worten Glauben schenken und mit vollster Sicherheit der Zukunft entgegengehen, die sich so enthüllen wird, wie Ich es euch lange zuvor schon angekündigt habe durch Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4116.

 

Buch 50 4117

Großes Leid - Große Gnade.

7. September 1947. B.D. NR. 4117.

Übergroßes Leid ist eine besondere Gnade, wenngleich euch dies unbegreiflich ist; denn Meine Liebe will euch Menschen nicht versinken lassen im Taumel der Welt und stellt diesem gegenüber Stunden finsterster Not, um euch zum Besinnen zu veranlassen, ansonsten die Seele leer ausgehen würde und keinen Erfolg zu verzeichnen hätte in ihrer geistigen Entwicklung. Das Leid ist stets als ein Mittel anzusehen, den Menschen hilflos und seiner Schwäche bewußt zu machen, und sowie das Leid dazu beiträgt, daß sich die Seele Mir zuwendet, daß sie Mich angeht um Hilfe und sich demütig Mir anvertraut, ist es von großem Segen und daher als eine Gnadengabe anzusehen. Denn das Leid führt zu Mir, während durch die Freuden der Welt sowie jeden irdischen Genuß das Gegenteil erreicht wird. Leid veranlaßt den Menschen zum Beten, und ohne Gebet ist keine Verbindung von euch zu Mir möglich. Ohne Gebet kann euch die Gnadengabe nicht zugeleitet werden, denn das Gebet bekundet den Willen und das Verlangen nach Mir, und also kann Ich dem Menschen entgegenkommen und ihm als Erfüllung seiner Bitte geben, wessen er bedarf. Bleibt aber der Mensch von Leid verschont, so verharrt der Körper in der Abwehr des Geistes, so dieser sich der Seele kundtun möchte, auf daß der Mensch die rechte Führung und Belehrung entgegennehmen kann. Letzteres aber ist unbedingt nötig für den geistigen Aufstieg, für das Erreichen eines hohen Reifegrades der Seele, daß diese vom Geist unterwiesen wird und also die Seele mit dem Geist sich einet. Dazu muß Ich aber unbedingt mit Meiner Kraft ihr Hilfe gewähren und also vorerst darum angegangen werden, weil der freie Wille des Menschen ausschlaggebend ist, dieser aber wird zur Entscheidung gedrängt im Leid. Es kann das Leid auch ein Menschenherz verhärten, dann treibt der Mensch ab und strebt nicht mehr die Höhe an, und dann gibt es kein anderes Mittel, das erfolgreicher wäre. Zumeist aber führt das Leid zu Mir hin, zumeist vervollkommnet sich der Mensch durch Leid, und dann hat dieses seinen Zweck erfüllt. Dann aber sollet ihr Mir auch dankbar sein für solches und es auch als Gnade anerkennen, denn es ist irdisches Leid kein Dauerzustand und überaus segensreich, so ihr selbst nur wollet, daß ihr reifet. Dann werdet ihr es Mir danken ewiglich, und im Zustand des Erkennens ist euch auch das irdische Leben leichter erklärlich, und ihr findet euch auch in der großen Notzeit zurecht, denn ihr lebt dann euer Leben nicht mehr allein, sondern mit Mir, weil ihr im Gebet euch Mir erschließet und nun Kraft empfanget, die ihr wieder nützen könnet nach eigenem Willen und nützen werdet mit Sicherheit zum geistigen Aufstieg, wie es eure Bestimmung ist. Amen. B.D. NR. 4117.

 

Buch 50 4118

Einwirken der Lichtwesen auf das Schicksal. Wahrheit des göttlichen Wortes.

8. September 1947. B.D. NR. 4118.

Alle Kundgaben haben ihren Ursprung in Mir, sowie sie nach innigem Gebet als Stimme des Geistes vernehmbar sind. Es wäre also widersinnig, anzunehmen, daß Ich Mir jemals widersprechen könnte, und darum ist es geboten, einer jeden Kundgabe Wert beizulegen, und so wird auch deren Sinn leichter verständlich sein. Ich stelle euch geistige Betreuer zur Seite auf Erden, und Ich gebe diesen auch das Recht, auf euer Erdenleben einzuwirken insofern, als daß sie euch führen auf euren irdischen Wegen, daß sie euer Schicksal lenken und fügen nach Meinem Willen. Und so wird sich euer Erdenleben gestalten immer so, wie es für euer seelisches Ausreifen dienlich ist. Es kann wohl kaum von einer restlosen Erfüllung auf Erden gesprochen werden, weil dann das Ausreifen in Frage gestellt wäre. Es müssen vielmehr ständige Kämpfe stattfinden, durch welche der Mensch ausreifen kann, dem es ernst ist um seinen geistigen Aufstieg. Sowie aber dieser angestrebt wird und die Gefahr nicht mehr besteht, daß der Mensch sich wieder an die Welt verliert, tragen sie auch den irdischen Wünschen Rechnung, weil dies Mein Wille ist; und auch dann ist eine geistige Aufwärtsentwicklung garantiert, wenngleich ein irdisches Glück konform geht mit einer geistigen Arbeit. Dann aber ist es Mein Wille, den die geistigen Betreuer ausführen, und dann kann der Mensch beruhigt sein Erdenglück genießen, es wird ihm keinen geistigen Nachteil eintragen, sowie das Gebet des Menschen stets lautet: Vater, Dein Wille geschehe. Ein überstarkes Begehren kann wohl die geistige Arbeit des Menschen beeinflussen, indem sie weniger eifrig ausgeführt wird, doch dann sind die geistigen Betreuer entsprechend tätig, um dem Begehren Schranken anzulegen, d.h., sie gestalten das Leben schicksalsmäßig und bestimmen den Menschen zur Verzichtleistung, jedoch niemals zwangsweise, sondern nur durch gedanklichen Einfluß, um ihn von dem überstarken Begehren abzubringen und ihn wieder, so er ergeben ist in Meinen Willen, mit Meiner Gnadengabe zu überschütten. Doch ein Mir zustrebendes Kind ist Mir überaus lieb und wird treulich von Mir behütet bis zum Ende. Und ihm erhöre Ich auch jegliche Bitte, Ich nehme Mich aller seiner Wünsche an und schenke ihm auch auf Erden schon Glück und Freude, so es nur nach Mir verlangt und Mich nicht ausschaltet aus seinem Begehren, sowie es Mir mit Liebe sich nähert und jede Bitte vertrauensvoll Mir vorträgt. Denn Meine Liebe ist stets zu geben bereit und schaffet den Meinen auch auf Erden einen Zustand der Seligkeit und des Friedens. Amen. B.D. NR. 4118.

 

Buch 50 4119

Erkennen der Stimme Gottes.

9. und 10. September 1947. B.D. NR. 4119.

Wer Mich liebt, der erkennt auch Meine Stimme, und er wird ihr Folge leisten. Wer aber die Welt liebt, dem ist Meine Stimme fremd, denn sie tönet ihm nicht nach Wunsch. Und darum wird auch Meiner Stimme von oben nicht geachtet werden, weil nur wenige Menschen von der Welt sich abkehren, die meisten aber noch Sklaven der Welt sind und also unfähig, Meine Stimme zu erkennen. Und dennoch äußere Ich Mich auch ihnen gegenüber, um sie stutzig zu machen. Denn es sind verschwindend wenige, wo ihr, Meine Diener auf Erden, Erfolg haben werdet, (10.9.1947) weil den Menschen der Glaube vollständig mangelt, daß Ich zu den Menschen auf Erden spreche in einer Form, die Meine Liebe zu ihnen kundgibt. Es ist nur die große Liebe zu Meinen Geschöpfen, die Mich veranlaßt, Mich zu offenbaren, weil sie in großer Not sind und Ich ihnen helfen will; weil Ich sie nicht zwangsmäßig beeinflussen möchte, ansonsten Ich hörbar von oben sprechen würde in einer Weise, daß sie Mich erkennen müßten. Ich will erkannt werden, doch es muß der Wille dazu von Meinen Geschöpfen selbst ausgehen. Dann trete Ich ihnen so offensichtlich nahe, daß es ihnen leichtfällt, an Mich zu glauben und Mir Liebe entgegenzubringen. Und dann ist auch das rechte Verhältnis von Meinen Geschöpfen zu Mir hergestellt, das Verhältnis eines Kindes zum Vater - dann kann Ich es erfassen und in Meine besondere Hut nehmen, Ich kann ihm geben, was es benötigt, und Ich kann es einführen in die Wahrheit, und diese wird erkannt werden als von Mir ausgehend und vollen Glauben finden. Und es wird Mir ein williger Knecht sein, wer Meine Stimme einmal erkannt hat, denn er ist glücklich, Mir dienen zu können, weil er Mich liebt. Und so wird die Liebe und die Gabe des Erkennens immer zusammen sein. Nur wer Liebe zu Mir empfindet, der wird fähig sein, in Meinem Wort, Meiner Gnadengabe von oben, den göttlichen Ursprung zu erkennen und demnach es aufzunehmen als eine Offenbarung, die wohl an alle Menschen gerichtet ist, die aber den Willen zu Wahrheit fordert, ehe sie von Wirkung ist auf die Menschen. Sie werden den Segen Meiner Stimme erfahren an sich selbst, sie werden glücklich sein schon auf Erden und niemals kraftlos werden können, denn wer von Mir Selbst eine Gnadengabe in Empfang nimmt, der ist Mein Kind, dem Ich stets verhelfen will zur Kraft, auf daß es nicht schwach durchs Erdenleben gehe und seinen Erdenlebenszweck erfüllen kann. Amen. B.D. NR. 4119.

 

Buch 50 4120

Johannes 14, 15-26.

11. September 1947. B.D. NR. 4120.

Und in jeder geistigen Not bin Ich ihm nahe und stärke und tröste es, jede irdische Not behebe Ich, sowie es seiner Seele dienlich ist. Immer aber höret es Meine Stimme, so es lauschet nach innen und Mich hören will. Denn Ich bin als liebender Vater immer darauf bedacht, Mein Kind zu beglücken in Form Meines Wortes, das Meine tiefe Liebe zum Ausdruck bringt. Und so werde Ich Meine Mir in Liebe zustrebenden Kinder auch fähig machen, Mein Wort zu vernehmen, und sie werden es als Stimme des Vaters erkennen. Und daran sind wieder die Meinen zu erkennen, daß ihnen Meine Gnadengabe, Mein Wort, überaus lieb ist, daß sie es nicht mehr missen wollen, so sie Mich einmal gehört haben, und daß sie es dankbar in Empfang nehmen von Meinen Dienern, die Mittler sind von Mir zu ihnen. Denn alle werden von Meinem Geist belehrt, in allen kann Ich wirken, wenn auch in verschiedener Art. Wer Mich liebt, der erfüllt Meine Gebote, und wer Meine Gebote erfüllt, der zieht Mich in seine Nähe, und Ich kann Mich ihm offenbaren. Meine Offenbarung aber ist die kostbarste Gnadengabe, die ein Mensch auf Erden empfangen kann. Ich Selbst teile Mich ihm mit, Ich rede mit ihm, Ich belehre ihn, und Ich lasse ihn nimmermehr aus, und so werde Ich in sein Herz einziehen, Ich werde Wohnung bei ihm nehmen und Mich mit ihm verbinden - Ich werde ihn erfüllen mit Meinem Geist, mit Meiner Kraft, und die Verbindung mit Mir bedeutet Seligkeit auf Erden schon und dereinst in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4120.

 

Buch 50 4121

(Persönliches.)

12. September 1947. B.D. NR. 4121.

Und so gehet gemeinsam euren Weg bis zum Ende, unter Meiner Führung, mit der Zusicherung Meiner Hilfe in allen Lebenslagen, in jeder irdischen und geistigen Not und im besonderen in eurer geistigen Arbeit, die nunmehr Zweck und Ziel eures Zusammenschlusses sein soll. Und lasset keine Zweifel in euch aufkommen ob der Wahrhaftigkeit dessen, was durch die Stimme des Geistes euch vermittelt wird, denn im tiefen ungezweifelten Glauben liegt eure Stärke und der sichere Erfolg eurer geistigen Arbeit. Was ihr auch beginnet, ziehet Mich zu Rate, lebet euer Leben nicht ohne Mich, lasset Mich täglich euer Begleiter sein, und bittet Mich um Meinen Segen. Und Ich werde nimmermehr von euch gehen, Ich werde euch betreuen, euch Aufschluß geben, wo es nötig ist, und euch allzeit ein weiser und liebevoller Berater sein, ein Freund und Bruder und überaus guter Vater, Dem ihr schrankenlos euch anvertrauen könnet. Und so ihr nun um Meinen Willen wisset, so befolget ihn, versäumet nicht die Zeit, die euch zum Wirken bleibt für Mich und Mein Reich, und bedenket, daß ihr verbunden sein müsset, bevor Ich das Ende einleite mit Meinem Eingriff; denn diesem folgt eine Zeit, die sehr schwer ist für alle, in der ihr schon wirken müsset, wollet ihr Erfolg haben. Und diese Verbundenheit muß sowohl innerlich stattgefunden haben als auch nach außen für die Welt, was euch dann auch voll und ganz verständlich werden wird. Ihr wisset noch nicht um das Kommende, Ich aber weiß um euer Schicksal, um euere Lebenslage und weiß daher auch, was nötig ist für euch, um eure Aufgabe erfüllen zu können, für die Ich euch erwählt habe. Denn die Zeit ist kurz und jede Stunde kostbar. Darum nützet sie, und befolget Meinen Rat. Schließet euch inniglich zusammen, und seid Meines Segens gewiß, der euch begleitet auf allen euren Wegen. Amen. B.D. NR. 4121.

 

Buch 50 4122

Lehramt - Lehrkraft - Wahrheitsgemäßes Wissen.

13. September 1947. B.D. NR. 4122.

Ein Lehramt kann nur von Menschen verwaltet werden, die bereit sind, sich das dazu erforderliche Wissen anzueignen, ansonsten sie niemals als Lehrkraft tätig sein können. Es ist nun überaus wichtig, daß diese Lehrkräfte unterwiesen werden von wirklich Wissenden, d.h., der Belehrende muß selbst in der Wahrheit stehen, er muß über ein Wissen verfügen, das ihn befähigt, solches weiterzugeben, und darum ist es verständlich, daß das höchste Wissen, die göttliche Wahrheit, erstmalig göttlichen Ursprung haben muß, daß der dieses Wissen Empfangende also wahrheitsgemäß unterrichtet ist, weil der Ursprung, Gott, die ewige Wahrheit Selbst ist, daß demnach Gott Selbst als Lehrmeister anzusehen ist und daher auch die Verbreiter der göttlichen Wahrheit von Gott gelehret sein müssen, wollen sie wieder lehren auf Erden unter den Menschen. Er wird auch stets die Menschen selbst erwählen, die in seinem Auftrag nun tätig sind und das Evangelium hinaustragen in die Welt, und Er wird es zu verhindern wissen, daß Seine Schüler falsches Wissen entgegennehmen oder die reine Wahrheit ihnen unverständlich dargeboten wird. Ferner wird Er auch die von Ihm erwählten Lehrkräfte schützen vor irrigem Denken oder irrigen Einflüsterungen schlechter Kräfte, wie Er umgekehrt aber auch die Lichtwesen, d.h. wissende Kräfte, anweisen wird, geistig auf die Menschen einzuwirken, die dem Lehramt einmal vorstehen sollen. Und diese Lichtwesen können wieder nur die reine Wahrheit aus Gott austeilen, weil sie nur den Willen Gottes erfüllen und als Lichtwesen unentwegt Wissen empfangen und es verwerten können. Wer aber einmal für das Lehramt bestimmt ist, den lässet Gott nimmermehr aus, ist doch die Berufung durch Gott erst erfolgt nach freiwilliger Hingabe des Menschen an Ihn, nach Unterstellen des Willens unter den göttlichen Willen, und also das Streben zu Gott so offensichtlich kundgetan wurde, daß Gott nun ihn nimmermehr zurücksinken lässet in den Zustand der Trennung von Ihm. Er erfaßt das freiwillig zu Ihm Zurückkehrende und nimmt es nun als Sein Eigentum in ständige Obhut. Und Er betreut es mit einer Aufgabe - für Ihn zu wirken auf Erden und tätig zu sein als Verbreiter der göttlichen Wahrheit. Also unterrichtet Er als erstes den Menschen seiner Aufgabe gemäß - Er bildet ihn aus als lehrende Kraft, Er gibt ihm das Wissen, das er nun weiterleiten soll an die Mitmenschen, auf daß diese frei werden vom Irrtum und sich die reine Wahrheit aus Gott aneignen. Wer aber von Gott gelehret ist, der muß unweigerlich auch anerkannt werden als Lehrkraft, wenngleich ihm weltliches Studium mangelt und er niemals von Menschen belehrt wurde. Das rechte Wissen muß von Gott Selbst kommen. Es kann aber weitergeleitet werden und nun den Mitmenschen zugeführt, die wohl auch die reine Wahrheit verunstalten können, so ihr Wille solches anstrebt. Diese hindert Gott nicht, immer aber wird Er wieder die reine Wahrheit direkt zur Erde leiten, und dies offensichtlich, sowie ein Mensch bereit ist, sich von Ihm unterweisen zu lassen. Denn Sein Wille ist stets und ständig, daß die Wahrheit verbreitet werde, und also erwählet Er Sich Seine Diener auf Erden, die das Evangelium hinaustragen sollen in die Welt. Amen. B.D. NR. 4122.

 

Buch 50 4123

Vermehrtes Ringen eines Lichtempfängers auf Erden - Ausgleich.

15. September 1947. B.D. NR. 4123.

Wer die Fähigkeit besitzt, das Wort direkt von Gott in Empfang zu nehmen, d.h., wem es gelingt, sich zu konzentrieren, daß er die überaus feine Stimme des Geistes zu hören vermag, der wird verständlicherweise durch diese Gnadengabe eine höhere Seelenreife erzielen können, so er den ernsten Willen dazu hat. Er wird aber um so mehr ringen und kämpfen müssen, er wird seinen geistigen Vorteil in gewisser Beziehung ausgleichen müssen durch schwere Lebenslagen, durch seelische Nöte und irdische Bedrängnisse, um sich die Gnadengaben rechtmäßig zu verdienen, also er muß gewissermaßen sich das geistige Gut, das ihm einen schnelleren Aufstieg sichert, erwerben und im Kampf darum standhalten, ansonsten es eine ungleiche Verteilung der Aufstiegsmöglichkeiten von Gott aus wäre. Es wird jedem Menschen von Gott das geboten, was ihm zur Reife seiner Seele dienlich ist. Und es braucht der eine weniger, der andere mehr Widerstände, an denen er ausreifen soll, jedoch das Ziel, Vollkommenheit auf Erden, kann jeder Mensch erreichen, weil Gnadengaben entsprechend dem Willen zugeteilt werden. Ist der Wille gut, d.h., strebt er ernstlich Gott an, dann wird sein Lebensweg eine ununterbrochene Kette von Gnadenempfängen sein, und auch die Versuchungen durch die Welt, die Anstürme von außen, werden geringer sein. Doch eine Seele, die nicht kämpfen muß, wird lau und gleichgültig und reifet nicht, sondern bleibt stehen auf ihrer Entwicklungsstufe. Und das will Gott verhindern, und Er sucht daher den Empfänger geistiger Gaben anzuregen, sich zu lösen von allem Irdischen und nur geistig zu schaffen, Er sucht das Verlangen nach letzterem zu erhöhen, Er stellt aber auch die Welt mit ihren Reizen dem Menschen vor Augen und lässet ihn daran sich erproben. Er führt ihn ständig an der Hand über Wege, die steinig und dornig sind, Er führt ihn, und Seine Führung ist wahrlich die rechte, wenngleich der Mensch es nicht begreifen kann, weshalb ihm mitunter Lasten auferlegt werden, die ihm schier untragbar erscheinen. Durch ständiges inneres Ringen macht sich der Mensch aufnahmefähig für das göttliche Wort, wie auch für den Kraftzustrom, denn die Not treibt ihn zu Gott, zum Vater, und die Verbindung mit dem Vater durch innige Zwiesprache ist immer erfolgreich, denn Gott entlässet niemals ein bittendes Kind ungestärkt. Was dem Menschen geboten wird aus der Hand Gottes, ist immer kostbar und muß entsprechend verwertet werden. Gott weiß um alles, was den Menschen noch verborgen ist, so auch weiß Er, was denen dienlich ist, die Sein Wort empfangen, Er wird helfen, wo Hilfe nötig ist, Er wird den Druck von ihnen nehmen, der sie belastet, so die Zeit gekommen ist, und Er wird alles segnen, was dazu beiträgt, den Menschen innerlich werden zu lassen. Die feste Verbindung mit Gott ist des Menschen erstes und letztes Ziel, um dessentwillen wird das Leben des einzelnen oft schwerer sein, jedoch sofort nachlassen, wo der Zweck erfüllt ist, wenn der Mensch mit Gott in Verbindung getreten ist durch inniges Gebet oder vertrauensvolles Unterbreiten aller Nöte und Sorgen dem himmlischen Vater. Dann wird Seine Vaterliebe wieder offenbar werden, es wird die Sonne durchbrechen durch trübes Gewölk, es wird ein Tag sein, strahlend und heiter, wo die Seele wieder auflebet und Gott zu dienen bereit ist und sich mit Feuereifer für ihre geistige Arbeit einsetzet und dadurch Ihm dienet als treuer Arbeiter in Seinem Weinberg. Amen. B.D. NR. 4123.

 

Buch 50 4124

Wahrheit der Kundgaben.

15. September 1947. B.D. NR. 4124.

Und das soll euch zur Gewißheit werden, daß Meine Gnadengabe nimmermehr von euch verbildet werden kann, solange ihr mit Mir so verbunden seid, daß das Empfangen Meines Wortes die Folge innigen Gebetes ist, daß ihr Mich um Erleuchtung des Geistes bittet und ihr euch Mir vertrauensvoll nahet, bittend um Meinen Beistand in irdischer und geistiger Not. Der Anruf eures Vaters im Himmel schützet euch vor irrigen Gedanken, vor falscher Wiedergabe des Empfangenen und mangelndem Verständnis dessen, was Mein Geist euch vermittelt. Ihr könnet euch Mein Wort getrost zu eigen machen, ihr könnet es als reinste Wahrheit vertreten und zur Richtschnur eures täglichen Lebens machen, ihr brauchet nicht zu fürchten, daß Ich eine Irreführung durch schlechte Kräfte zulasse, wie ihr auch niemals annehmen dürfet, daß Ich irdischen Nöten teilnahmslos gegenüberstehe und euch in solchen belasse, denn dies würde Meine große Liebe zu euch in Frage stellen. Ich aber will nur euer Glück, und Mein Wort soll euch zu einem glückseligen Leben verhelfen. Durch Mein Wort werde Ich niemals einen Menschen irreleiten, jedoch einen Irregeleiteten zur Wahrheit zu führen suchen, und also muß Mein Wort Wahrheit sein. Und daß es Mein Wort ist, geht daraus hervor, daß Ich immer nur euch zur Liebe ermahne, weil ihr, so ihr diese Meine Ermahnungen befolget, auch licht und klar erkennen werdet, daß ihr nur Umgang mit lichten Geistern haben könnet, weil die Liebe niemals schädigen will oder eine Schädigung zulässet. Übet ihr selbst die werktätige Nächstenliebe, dann werdet ihr auch voll überzeugt sein von dem Urheber der geistigen Sendung, und es wird kein Zweifel mehr in euch sein. Denn wer sollte euch zur Liebe ermahnen, wenn nicht Der, Der die Liebe Selbst ist? Ihr könnet wohl eine Trennung von Kundgaben geistigen und irdischen Inhalts machen, doch niemals letztere für unmöglich halten, solange Ich als euer Führer und Berater auch die Obhut über euer irdisches Leben übernommen habe und euch also auf geistigem Wege unterweise, was ihr tun und lassen sollet. Auch irdisch habe Ich euch Meine Hilfe zugesagt, und da Ich will, daß ihr wie Kinder zum Vater kommet mit allen euren Anliegen und Nöten, werde Ich auch wie ein liebevoller Vater euch antworten und euch helfen, wo Meine Hilfe erforderlich ist. Und darum zweifelt nicht an der Wahrheit Meines Wortes, sondern nehmet alles hin als von Mir gegeben, und richtet euch danach, und ihr werdet leben nach Meinem Willen, ihr werdet keine falschen Wege gehen, sondern ständig von Mir geleitet sein bis an euer Lebensende. Amen. B.D. NR. 4124.

 

Buch 50 4125

Letztes Gericht. Vergeistigung der Erde.

16. September 1947. B.D. NR. 4125.

Ein strenges Gericht wird abgehalten werden am Ende der Zeiten, d.h., es kommt eine Zeit, da die Beschaffenheit der Erde nicht mehr irdische Materie genannt werden kann, sondern wo sich alle Stoffe vergeistigt haben, daß also auch die Erde eine mehr geistige Schöpfung geworden ist, wie es unendlich viele im Weltenraum gibt, die aber eine jede für sich Anspruch macht, Bildungsstation des Geistes zu sein. Und eine solche Bildungsstation des Geistes bleibt auch die Erde, nur daß sowohl ihre Schöpfungen als auch ihre Bewohner vergeistigt genannt werden können, daß das Leben der Geschöpfe unter anderen Bedingungen sich abspielt und auch ihre Aufgabe nicht mit jener jetzigen zu vergleichen ist. Eine solche Epoche wird nach unendlich langem Zeitraum auch die jetzige Erde durchmachen müssen, und von dieser Epoche sprach Jesus zu Seinen Zuhörern auf Erden. Jede materielle Schöpfung macht diesen Entwicklungsweg durch, d.h., sie ist anfangs nur gerichtete Materie und erhebt sich in endlos langer Zeit, in Ewigkeiten, die nie von Menschen zu schätzen sind, auf eine völlig andere Stufe; sie vergeistigt sich mehr und mehr und kann zuletzt nur noch als geistige Schöpfung angesprochen werden. Doch diese Zeiträume sind unermeßlich lang, denn zuvor muß erst alles gebannte Geistige diesen irdisch materiellen Weg gehen, auf daß dann die Materie als gänzlich überwunden gelten kann. Und also wird auch nun noch endlos lange Zeit vergehen, bis die gänzliche Vergeistigung auf Erden eingetreten ist. Und diese Zeit bis dahin umfaßt wieder einzelne Entwicklungsphasen, die eine jede für sich von den noch unwissenden Menschen als Ewigkeit angesehen werden muß, weil viele Generationen in einer solchen Phase zum Ausreifen kommen müssen, um einen bestimmten Reifegrad zu erreichen, der dann dem Vergeistigen auf der Erde gleichkommt. Eine jede Phase beginnt mit Menschen von hoher geistiger Reife und endet mit Menschen, deren Hang nach unten so stark ist, daß ihm Erfüllung wird, daß sie wieder gebannt werden in Schöpfungen der nachfolgenden neuen Erde. Endlos lang für menschlichen Begriff sind zwar auch diese Entwicklungsphasen, doch immer finden sie einmal ein Ende,  und immer wieder beginnt eine Epoche der Entwicklung von neuem. Doch am Ende der Zeiten wird die Vergeistigung der ehemalig materiellen Schöpfung immer schneller vor sich gehen, und die Willensproben, wozu eine jede Periode gehört, werden immer mehr zurücktreten können, weil es allen Geschöpfen dann gleich gehen wird - sie alle verlangen das Angesicht Gottes zu sehen und streben daher Gott immer inniger an, oder aber sie sind von der Gegenkraft schon zu weit entrückt worden, als daß sie noch zu Gott zurückfinden. Und darum müssen diese später in geistigen Schöpfungen auch als Geist auf den Stätten weilen, wohin es sie zieht und dies ist die härteste Strafe, die Gott widersetzliches Geistiges treffen kann, ist es doch ein Zustand völliger Blindheit, ein Zustand der Knechtschaft, wo ein Dienen nur wider den Willen des Dienenden stattfindet, der Mensch aber keinen anderen Weg gehen kann, als fortgesetzt zu dienen, bis er seinen Widerstand aufgibt. Es ist dies auch ein göttliches Gesetz, daß sich jeder Vorgang abspielt im kleinen und dann in unendlich vielfacher Abänderung sich wiederholt. Jesus sah das Ende dieser Zeit voraus, ihr Menschen aber könnet euren Blick nur richten auf die Zeiten, wo Menschenmögliches vorgesehen ist . Ihr alle rechnet nur mit einem jüngsten Gericht. Es wird sich aber dieses immer wiederholen, solange Erlösungsepochen laut göttlichem Willen ihren Abschluß finden. Ein jedes Gericht endet mit der Aburteilung dessen, was dem Gegner angehört, und Aufnahme derer in Lichtsphären, die Gott treu blieben auch in größter Not. Und so wird auch das letzte Gericht eine totale Störung alles dessen mit sich bringen, was noch materiell ist, entstehen aber wird eine völlig geistige neue Erde, aber erst nach so unendlich langer Zeit, daß dessen nicht Erwähnung getan zu werden braucht, um die Menschen jetzt nicht in Sicherheit zu wiegen und ihnen eine neue Entwicklungszeit zu verkünden, in der sie ihrer Meinung nach das Versäumte nachholen könnten. Es kommt das Gericht unwiderruflich bald, das eine Erlösungsepoche von der nachfolgenden trennt. Dies sollen die Seher und Propheten verkünden, die Gott dazu berufen hat, denen Er Selbst durch Seinen Geist es kundtut, denn es ist nötig für die gesamte Menschheit, daß sie sich das nahe Ende vor Augen halte, sich wandle in der Lebensführung und an der Seele arbeite, denn nicht lange mehr, dann ist die Zeit vorüber, die noch als letzte Gnadengabe der Menschheit belassen bleibt. Bald ist die letzte Stunde da und mit ihr das Gericht, das eine restlose Scheidung des Reinen vom Unreinen vollziehen wird. Amen. B.D. NR. 4125.

 

Buch 50 4126

Stille vor dem Sturm. Sichtbares Erscheinen des Herrn.

16. - 18. und 19. September 1947. B.D. NR. 4126.

Eine Zeit banger Nöte und Leiden liegt vor euch, und ihr könnet die Zeit zuvor, in der ihr jetzt lebt, wie eine Stille vor dem Sturm betrachten, wo ihr noch ein Leben führet im Rahmen des Althergebrachten, wo ihr auch noch von einem Wohlstand sprechen könnet, gemessen an der Dürftigkeit und den Entbehrungen, die euch danach erwarten. Und dennoch ist es eine Zeit der Gnade, eine Zeit, wo Ich offensichtlich erkennbar bin, wo das Leben immer nur dann erträglich sein wird, wenn ihr euch Mir in Gedanken tief verbindet, weil ihr dann niemals allein seid, sondern immer Mich als Schutz und Schirm um euch haben könnet. Und Ich werde Mich euch auch offensichtlich zu erkennen geben, einzelnen werde Ich Mich nahen in der Gestalt Dessen, Der Mich in ganzer Fülle in Sich barg. Und wo die Liebe zu Mir stark ist, dort wird man Mich erkennen, auch wenn Ich als Mensch unter den Menschen weile, denn Mein Auge sagt es ihnen, wer Ich bin, und ihre Herzen entflammen in heißester Liebe zu Mir, die sie niemals einem Mitmenschen darbringen könnten. Und Ich komme ihnen mit heißester Liebe entgegen, Ich werde sie aufklären, wo sie unwissend sind, und ihnen Trost zusprechen in Stunden der Not, und sie werden schwerste Situationen überwinden und nicht verzagen, denn sie spüren Meine Hilfe, und wo Ich ihnen sichtbar nahe trete, dort sind sie voller Kraft und tiefen Glaubens. Und so dieser ein Menschenherz erfüllt, gibt es keine drückende Not mehr, denn sie verlassen sich nun stets voll und ganz auf Mich, und Ich enttäusche ihren Glauben wahrlich nicht. Doch wer ohne Mich dahinwandelt, der wird die Not der Zeit kaum ertragen können. Ich kann ihn nicht in der geistigen Not belassen und muß daher mit irdischer Not ihn empfindlich treffen, bis er nachläßt in seinem Widerstand gegen Mich, bis er gläubig wird und von Mir Hilfe erwartet. Also seid ihr alle bangen Nöten und Leiden ausgesetzt, durch die Ich euch restlos gewinnen möchte. Jedoch auch Kraft und Gnade stehen euch in aller Fülle zur Verfügung, die euch helfen, Mich zu gewinnen. Ich will nur eure Liebe, und besitze Ich diese, dann komme Ich euch entgegen - in der letzten Zeit auch sichtbar, um euren und der Mitmenschen Glauben zu stärken, weil ihr außergewöhnliche Stärkung und Tröstung benötigt. Also brauchet ihr auch nicht die schwere Zeit zu fürchten, die euch bevorsteht, denn mit Meiner Hilfe werdet ihr sie überstehen. Eine Gnadenzeit bleibt es dennoch, und die Bürde, die Ich euch auferlege, kann leicht für euch sein, so ihr nur die Gnadenzuwendung recht nützet. Mich zu erringen, Mich schauen zu dürfen mit leiblichen Augen ist wahrlich auch das Kreuz wert, das ihr tragen müsset bis zum Ende. Doch als Kreuzträger biete Ich Mich auch denen an, die zu Mir ihre Zuflucht nehmen und Mich um Meinen Beistand bitten. Und Ich verkürze um derer willen die Tage bis zum Ende. Ich weiß um alle Nöte des einzelnen, und die Mir treu sind, die sind Meine rechten Kinder, die wahrlich nicht vergeblich rufen zu Mir um Hilfe. Darum erschrecket nicht ob Meiner Ankündigung, gehet zielsicher und ruhig dem Kommenden entgegen, löset euch von der Welt und erwartet Mich. Und Ich werde kommen - zuerst einzelnen erscheinend, um dann die Meinen emporzuholen in Mein Reich - um sie hinwegzuführen von der Stätte des Verderbens in das Reich des Friedens, allwo sie ein seliges Leben führen werden wie im Paradies. Amen. B.D. NR. 4126.

 

Buch 50 4127

Kreuz. Mein Joch ist sanft und Meine Bürde leicht.

20. und 21. September 1947. B.D. NR. 4127.

Nehmet euer Kreuz auf euch und folget Mir nach. Und Ich werde neben euch gehen und es euch tragen helfen, denn Meine Liebe lässet euch nicht leiden, wo sie euch das Leid abnehmen kann, ohne eurer Seele zu schaden. Wenn euch aber das Kreuz drückt, dann wisset, daß dies nötig ist für eure Seelenreife. Und bedenket, daß Ich um eure geistige Not weiß und diese als erstes zu beheben suche, denn die Seele ist in größerer Gefahr als der Leib, so die Stunde des Todes gekommen ist. Bedenket, daß alle Not ein Ende hat mit dem Ende dieser Erde und daß dieses Ende nicht mehr weit ist. Und darum suchet, euch so zu gestalten, daß dann der Aufenthalt in Lichtsphären euch gesichert ist, daß ihr den irdischen Leib mit Freuden hingebet und ihn eintauschet gegen ein Leben im Jenseits in voller Freiheit, so ihr die Willensprobe auf Erden bestanden habt. Und dieses Leben wird euch für alles entschädigen, was ihr gelitten habt auf Erden, und ihr werdet niemals mehr nach dieser Erde verlangen. Und je mehr das Leid euch drückt, desto eher werdet ihr das Erdenleben hingeben müssen (dürfen?) und doch geläutert sein für das geistige Reich. Und ihr werdet es Mir danken ewiglich, daß Ich euch leiden ließ um eurer selbst willen. Dennoch gebe Ich euch einen Trost, daß euch das Leid durch inniges Gebet zu Mir abgewendet werden kann, daß Ich es von euch nehme, so ihr vertrauensvoll wie Kinder zum Vater kommt. Dann nehme Ich Mich eurer liebreich an, und Ich trage das Kreuz für euch, d.h., Ich finde eine Lösung, (21.9.1947) die gleich ist einer Verringerung der Not. Ich erleichtere euch das Kreuz, daß es euch nicht mehr so schwer drückt, und ihr werdet es tragen können, weil ihr die Kraft dazu beziehet aus Mir. Mein Joch ist sanft und Meine Bürde leicht. Ich Selbst gab euch dieses Wort. Wollet ihr zweifeln an seiner Wahrheit? Also glaubet stets, daß jedes Kreuz für euch tragbar ist, so ihr nur mit Mir zugewandten Blicken jegliche Last traget, und so es euch schwer dünkt, betrachtet es als ein Zeichen Meiner Liebe zu euch, denn die Ich leiden lasse ohne Schuld, denen will Ich Mein Reich schon auf Erden zugänglich machen, weil Ich weiß um ihre Willensrichtung, um ihr Liebewirken auf Erden und um ihren Seelenzustand, den Ich erhöhen will. Und darum nehmet alles Leid geduldig auf euch, es ist nur zu eurem Besten euch auferlegt, und niemals werdet ihr in der gleichen Zeit euer Ziel erreichen, so ihr verschont bleibt von Leid, so ihr kein Kreuz aufgebürdet bekommt, so euch das Erdenleben Erfüllung aller eurer Wünsche gibt und anderes mehr. Und so ihr wisset um Mein Wort, daß es ein Zeichen Meiner großen Liebe zu euch ist, so ihr in irdische Not geratet, die euch fast am Leben verzweifeln lässet, so klaget und murret nicht, sondern ergebt euch in euer Schicksal und denket, daß euer Vater im Himmel wahrlich Seinen Kindern nicht Leid aufbürdet, so es nicht weit größeren Segen tragen würde für eure Seele, deren Ausreifen das Ziel jedes Menschen auf Erden ist. Amen. B.D. NR. 4127.

 

Buch 50 4128

Nur wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm.

22. September 1947. B.D. NR. 4128.

Es muß in euch die Liebe aufflammen, wollet ihr mit Mir vereinigt sein. Nur wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm. Und so müsset ihr euch im Herzen angetrieben fühlen, dem Mitmenschen Liebe zu geben, ihn zu beglücken und seine Zuneigung zu gewinnen, ihr müsset euch in steter Harmonie mit ihm befinden, ihr müsset des Nächsten Freund und Bruder sein, ihr müsset Freud und Leid mit ihm teilen und immer bemüht sein, ihm sein Los auf Erden zu erleichtern, und stets muß es euer Wille sein, ihn geistig recht zu leiten, weil dies die wichtigste und schönste Betätigung in Liebe ist, seine Seele zu retten oder zu fördern. So euch die Liebe treibt, also ihr im tiefsten Innern euch gedrängt fühlt zum Liebeswirken, bin Ich mit Euch eng verbunden, denn das Gefühl der Liebe ist schon Meine Besitznahme von euch, es ist ein Überströmen Meiner Liebekraft auf euch, das Folge eures Willens ist, der sich dem Guten zuwendet, also ein Zuwenden zu Mir unbewußt. Ich kann euch alle wohl ziehen an Mein Herz, Ich kann in euch die Liebe entzünden im Augenblick und würde euch dann alle gewinnen für Mich, wenn Ich dies wollte - doch dann hätte Ich keine Geschöpfe, die Mein Ebenbild wären, sondern nur gerichtete Wesen, denen der freie Wille als Zeichen ihrer Göttlichkeit fehlte. Ich aber will mit vollkommenen Wesen wirken und schaffen, Ich will ihnen höchstes Glück geben, weil Meine Liebe zu ihnen unendlich tief ist, und kann dies aber nur in einem gewissen Grade, den die Menschen auf Erden erreichen sollen und auch können. Und darum muß Ich euch ständig ermahnen zu eifriger Liebetätigkeit, weil Ich mit euch verbunden sein will, um nun erst in aller Fülle in euch wirken zu können und so die Liebekraft zu vermehren, auf daß ihr selbst zu göttlichen Wesen werdet, wie es eure uranfängliche Bestimmung war. Ich will mit euch eins sein, doch ihr müsset diese Einswerdung bewerkstelligen im freien Willen. Und darum müsset ihr selbst die Liebe üben, ihr müsset euch unentwegt befleißigen, gute Werke zu verrichten, ihr müsset eure Gefühle wandeln, so sie noch nicht als Liebe in euch entflammt sind, ihr müsset gut sein wollen, dann werdet ihr es auch können, denn einen solchen Willen segne Ich und gebe euch Kraft zur Ausführung. Ihr müsset mit Mir verbunden sein wollen, und Ich werde zu euch kommen und euch in Besitz nehmen, um euch niemals wieder frei zu geben und von euch Mich zu lösen. Denn Meine Liebe ist so tief, daß sie nicht eher Ruhe gibt, bis der gänzliche Zusammenschluß stattgefunden hat, weil dies der Urzustand war, weil Meine Geschöpfe von Mir ihren Ausgang nahmen, weil sie Kraft sind aus Mir, die unweigerlich wieder zu Mir zurückkehren muß. Amen. B.D. NR. 4128.

 

Buch 50 4129

(Vaterworte) Chaos. Aufgabe der Arbeiter für das Reich Gottes.

23. und 24. September 1947. B.D. NR. 4129.

Es wird ein unbeschreibliches Chaos sein, das den Menschen noch bevorsteht, die Meinen Eingriff, das Wüten der Naturelemente, überleben werden, und niemand wird die Kraft haben, aufbauend tätig zu sein außer den Meinen, die aus ihrer Verbundenheit mit Mir Kraft schöpfen können unentwegt. Diese werden auch die schwersten Lebensverhältnisse meistern, sie werden Großes leisten, weil ihnen offensichtlich geholfen wird durch außergewöhnliches Wirken Meinerseits, denn ihr tiefer Glaube an Mich lässet ein solches Wirken zu. Und sie werden ein Arbeitsfeld finden von weitem Ausmaß. Überall werden Menschen sein, die ratlos in der Welt dastehen und den schweren Verhältnissen nicht gewachsen sind. Und diese zum Glauben zu bringen an Mich und Meine Liebe, ihnen ein schwaches Erkennen der Wahrheit zu geben, sie zu werktätiger Nächstenliebe anzuregen und ihnen also Kenntnis zu geben von Meinem Wort, das wird in der kommenden Leidenszeit ihre Aufgabe sein, der ihr gut nachkommen könnet, so ihr Mir tüchtige Arbeiter sein wollet und wirken für Mich und Mein Reich. Dann aber müsset ihr selbst auch durch die Leidenszeit gehen, Ich kann euch nicht Not und Elend fernhalten, wo die gesamte Menschheit davon betroffen wird, sondern Ich muß Mich darauf beschränken, euch mit Kraft zu erfüllen, auf daß ihr die Notzeit überstehet. Doch dies erfordert ständige Verbundenheit mit Mir, tiefsten Glauben und Liebe zu dem Nächsten. Dann könnet ihr auftreten als Lehrer für Mich, und ihr selbst werdet geführt werden, wie es Mein Wille und Meine Weisheit bestimmt hat seit Ewigkeit. Und darum sollet ihr überall reden, wo es nur möglich ist, denn was ich einmal sage, erfüllet sich zum Leidwesen unzähliger Seelen, die Mir noch sehr fernstehen, und zur Freude derer, die zu Mir gefunden haben. Ihnen sollet ihr das Evangelium bringen, ihr sollt ihnen Kunde geben von der Gnadenzeit bis zum Ende, von Meinem Wirken außergewöhnlicher Art und von dem großen geistigen Erfolg des Erfüllens Meines Willens, den Ich durch euch den Menschen kundgebe. Ihr sollt sie unterweisen von der Auswirkung eines Liebelebens, von den Folgen rechten Denkens und Handelns. Und so es euch gelingt, sie zum Glauben zu bringen, sie zu gewinnen für Meine Lehre, habt ihr erfolgreich gearbeitet für Mich, und ihr selbst werdet Segen haben geistig sowohl als auch irdisch und also entlohnet werden schon auf Erden durch Zuwendung außergewöhnlicher Gnaden während der äußerst schweren Lebenslage der letzten Tage. (24.9.1947) Ihr werdet keinen Mangel haben, weder irdisch noch geistig, ihr werdet mit Kraft erfüllt wirken können für Mein Reich, ihr werdet allen Anfechtungen standhalten und auch der Welt gegenüber bestehen können, ihr werdet mutig und zuversichtlich sein und euch keineswegs unter die Maßnahmen derer beugen, die Mir feindlich gegenüber stehen, und ihr werdet Mein Wort empfangen stets und ständig, und das wird die größte Gnadengabe sein, die euch die Tage bis zum Ende erträglich werden läßt. Denn ihr werdet Mich spüren, ihr werdet Meiner Gegenwart bewußt sein und dadurch über alle Maßen glücklich, weil Ich Mich euch auch zeigen werde, so erhöhte Kraft für euch erforderlich ist. Und darum werdet ihr, die ihr Mein seid, auch die letzten und schwersten Tage ertragen und geduldig ausharren, bis Ich komme, euch zu holen in Mein Reich. Doch unsagbar schwer werden sie lasten auf denen, die keinen Glauben haben an Mich und die deshalb Meinem Gegner verfallen sind rettungslos. Denn ihrer harret ein schreckliches Ende. Sie bleiben in seiner Gewalt und werden aufs neue gebannt, auf daß sie dereinst von seiner Machtherrschaft frei werden können, wenn auch nach undenklich langer Zeit. Amen. B.D. NR. 4129.

 

Buch 50 4130

Fassungsvermögen für geistige Kundgaben. Sinneswandlung.

25. bis 27. September 47. B.D. NR. 4130.

Wie sich der Mensch zu den geistigen Vermittlungen einstellt, so ist auch sein Fassungsvermögen für diese Kundgaben. Und so können zwei Menschen das gleiche Wissen empfangen, und doch kann es sie verschieden berühren. Die Kundgaben selbst sind zwar leicht verständlich für jeden geistig Strebenden, jedoch für einen Menschen, der rein irdisch eingestellt ist, ein völlig fremdes Gebiet. Sie stammen aus dem geistigen Reich und haben das geistige Reich auch zum Inhalt, also erscheinen sie dem Weltmenschen auch unwahrscheinlich, wie ihm alles Geistige unwirklich und also unglaubwürdig vorkommt. Auch eine nähere Erklärung wird für ihn nicht von Erfolg sein. Er kann es nicht fassen, weil er sich auch nicht in ein Gebiet vertiefen will, das ihn (26.9.1947) schreckhaft berührt. Denn seine Seele weiset alles von sich, was über ihre Erkenntniskraft geht. Sie weiset es von sich als völlig ihrem Zustand widersprechend, sie will sich nicht Anforderungen unterstellen, die ihrem Willen entgegengerichtet sind. Das Wollen einer weltlich gerichteten Seele ist aber stets der Materie zugewandt, und geistiges Streben ist ihr nicht reizvoll, sondern hinderlich ihren weltlichen Interessen. Ihr Ziel sind irdische Güter, und daher begehret sie weder geistiges Gut noch verwertet sie solches, so es ihr ohne Begehren angeboten wird. Und darum ist von einem Weltmenschen selten Verständnis zu erwarten, es sei denn, die Welt enttäuscht ihn derart, daß nun die Seele Ersatz sucht, und zwar instinktmäßig dort, wo unvergängliche Güter ausgeteilt werden. Ein solcher Wandel der Gesinnung kann eintreten nach irdischen Fehlschlägen, nach Trübsal und großer irdischer Not, die dann einen hohen Zweck erfüllt hätten, wofür die Seele nach ihrer Erkenntnis überaus dankbar ihrem Schöpfer gegenüber ist. Doch sie muß im freien Willen Verbindung suchen mit dem geistigen Reich durch Nachdenken oder fortgesetzte Liebetätigkeit, dann wird sie auch für die Kundgaben aus der Höhe Verständnis haben, und ihrem Verlangen nach Wahrheit entsprechend wird auch ihre Urteilskraft sein, sie wird reifen in der Erkenntnis, sie wird einen Schatz empfangen an geistigem Wissen, sie wird es nimmermehr missen wollen und sich bemühen, den Willen Gottes zu erfüllen und also in göttlicher Ordnung zu leben. Dann aber ist sie auch schon Anwärter des geistigen Reiches geworden, von wo ihr das Wissen vermittelt wird. Sie ist zum Träger der Wahrheit geworden, zu einem Lichtempfänger, und sie kann nun Wahrheit austeilen, sie kann das Licht leuchten lassen - d.h., der Mensch kann von seinem Wissen Gebrauch machen und andere Unwissende belehren, er kann für das Reich Gottes arbeiten. Aber auch nur der Mensch ist als Arbeiter für das Reich Gottes anzusprechen, der mit dem geistigen Reich in Verbindung steht, d.h., der das Wissen aus der Höhe empfangen hat, oder so es ihm durch Mitmenschen zugeführt wurde, müssen die Lichtwesen auf ihn dergestaltig eingewirkt haben, daß es voll und ganz geistiges Eigentum geworden ist. Er darf es nicht nur mit den Ohren angehört haben, sondern Herz und Verstand müssen tätig geworden sein nach der Entgegennahme von Geistesgut, dann erst hat es ihm die Erkenntnis eingetragen, und dann erst werden geistige Gaben - Kundgaben geistigen Inhalts - recht ausgewertet und sichern dem Menschen geistigen Aufstieg - einen erhöhten Reifegrad seiner Seele. Amen. B.D. NR. 4130.

 

Buch 50 4131

Gerechtigkeit. Gleichberechtigung. Gegenliebe.

28. und 29. September 1947. B.D. NR. 4131.

Auch das Gerechtigkeitsgefühl unterliegt einem Gesetz. Es ist wohl eine vielfache Steigerung möglich, dennoch ist auch eine Einschränkung geboten in Fällen, wo es sich um Gleichberechtigung handelt. Denn immer muß berücksichtigt werden, daß sowohl Geben wie Empfangen erstmalig dem Liebegesetz unterworfen sind. Das Geben wird von der Liebe bestimmt, und zwar muß die Liebe Triebkraft des Gebens sein, und so muß jede Gabe in dem Empfangenden Liebe erwecken. Denn die Liebe ist Ursubstanz alles dessen, was dem Menschen sichtbar ist, wie sie auch unentwegt allen Schöpfungswerken zuströmen muß, sollen sie bestehenbleiben. Und deshalb ist die Kraft der Liebe nötig, soll das Dargebotene Gegenliebe erwecken und so die Kraft in sich vermehrt werden. Das Geben beweiset die Liebe, das Empfangen aber kann auch ohne Liebe vonstatten gehen, wird aber dann entsprechend wirkungslos bleiben, es sei denn, der Empfangende nimmt aus eigenem Antrieb teil an geistigen Gaben, die von oben kommen und wieder nach oben führen. Irdische Gaben können sich nur irdisch auswirken, d.h., es muß der gebende Teil damit rechnen, (29.9.1947) daß seine Gabe wohl angenommen wird, jedoch nicht anders bewertet wird als eine Selbstverständlichkeit und daher auch wenig oder keine Gegenliebe erweckt, was als geistiger Mißerfolg anzusprechen wäre. Es ist dann der Wille des Gebers allein von Bedeutung, nicht aber die Tat an sich. Immer ist der Grad der Liebe maßgebend, der einen Menschen zum Geben drängt, und darum kann das Geben nicht verallgemeinert werden, da der Liebegrad nicht immer und allen Menschen gegenüber gleich ist; es muß vielmehr der Mensch strenge Selbstkritik üben, ansonsten er Handlungen als Liebetätigkeit ansieht, die lediglich Auswirkungen der Erziehung oder Angewohnheiten sind, die nicht die Liebe zum Mitmenschen zur Triebkraft haben. Es ist kein Zweifel, daß das Verhalten der Menschen in letzterer Form anerkennenswert ist und somit auch nicht unterbleiben soll; jedoch jede Tat, die von der Liebe getragen ist, hat Ewigkeitswert, weil ihre Auswirkung erhöhte Seelenreife ist. Taten der Liebe erhöhen den Geisteszustand der Menschheit auf Erden, Taten der Gerechtigkeit können wohl mit Liebe gepaart sein, sind jedoch zumeist von dem Gefühl offizieller Rücksichtnahme getrieben, sie können ausgeführt werden mechanisch, ohne daß das Herz daran beteiligt ist, und werden daher auch niemals als Liebetat dem Menschen in die Ewigkeit nachfolgen. Gerechtes Denken und gerechtes Handeln wird gefordert von den Menschen, denn das Gegenteil wirkt sich schädigend aus für den Nächsten und ist sonach eine Lieblosigkeit, es ist ein Verstoß gegen das Liebegebot. Folglich kann gerechtes Denken und gerechtes Handeln als Erfüllung des Liebegebotes gelten. Unter Gerechtigkeit ist aber nicht immer Gleichberechtigung zu verstehen - weil Anspruch auf absolute Gleichheit nicht immer und von allen Menschen erhoben werden kann. Denn auch da gibt es Gesetze, die dem göttlichen Willen unterliegen. Der Mensch soll wohl darauf bedacht sein, sich selbst nach keiner Richtung hin zu überheben, also für sich selbst nicht mehr beanspruchen, als er geben will, er soll dem anderen zukommen lassen, was ihm selbst begehrenswert dünkt, jedoch muß dieser Wille frei bleibend sein, er darf nicht zwangsmäßig in eine Richtung gelenkt werden, was jedoch der Fall ist, wenn der Grund des Gebens eine anerzogene Form ist, der Genüge getan wird. (29.9.1947) Darum prüfet euch ernst, welches Gefühl euch treibt, so ihr euren Gebewillen zur Tat werden lasset. Lasset euch nicht genügen an einer korrekten Handlung, der jegliche Wärme fehlt, sondern folget dem Drängen eures Herzens, dann wird die Liebe euch bestimmen, und jegliches Denken, Wollen und Handeln wird gut sein. Gerecht aber handelt in Fällen der Not, wo nicht nur einer auf eure Hilfe angewiesen ist, sondern diese überall erforderlich ist. Dann versaget sie nicht dem einen, während ihr den anderen bedenket, sondern bemühet euch einer gerechten Verteilung und Beurteilung. Bereitet Freude, wo ihr könnt, und suchet keine ängstliche Begrenzung innezuhalten, denn dies erstickt die Liebe, es erwecket keine Gegenliebe, und wo die Liebe fehlt, ist kein geistiger Fortschritt, wenngleich ihr irdisch gewissermaßen Ordnung geschaffen habt, doch die göttliche Ordnung muß als erstes erfüllt werden, und nach göttlichem Gesetz ist die Liebe das Erste. Wo ihrer geachtet wird, werden alle anderen guten Eigenschaften folgen, worin auch die Gerechtigkeit eingeschlossen ist. Amen. B.D. NR. 4131.

 

Buch 50 4132

Erfüllen des göttlichen Willens. Befolgen des göttlichen Wortes. Liebe.

30. September 1947. B.D. NR. 4132.

Wer sich nicht unter Meinen Willen beuget, der wird auch schwerlich Mein Reich erben, denn er kann niemals als Mein Kind die gänzliche Vereinigung mit Mir eingehen. Es ist jedoch eigene Angelegenheit eines jeden Menschen, wie er sich zu Mir und Meinem Willen, also zu Meinen Geboten, einstellt, und darum wird er weder gezwungen noch gehindert werden an der Ausübung von Taten, die seine Willensrichtung beweisen. Er kann sich frei entscheiden nach oben oder nach unten, doch er ist verantwortlich für seinen Entscheid, weil ihm zuvor Kenntnis vermittelt wurde von Meinem Willen, den er als erstes respektieren sollte. Und Mein Wille wird euch kundgetan durch Mein Wort, das ihr laut und deutlich vernehmen könnet direkt, geboten von Meiner nie endenden Liebe den Menschen, die im tiefen Glauben stehen an Mich und Meine Macht. Diesen gegenüber kann Ich Mich Selbst äußern und doch nur im Rahmen des Natürlichen, um die Freiheit des Willens nicht anzutasten. Doch Ich gebe den Menschen einen Beweis der Wahrheit Meines Wortes, indem Ich ihnen die Möglichkeit gebe, zuvor sich in Kenntnis zu setzen von Ereignissen, die sich in der Natur abspielen laut Vorhersage. Ich spreche durch einen Menschen zur gesamten Umgebung. Wer Mich anhöret, der hat viel gewonnen, denn was Ich einem Menschen verspreche, wird wahrlich in Erfüllung gehen. Wer Mich anhöret, der kann nicht verlorengehen, er steht mit dem geistigen Reich in Verbindung und wird nimmermehr ohne Führung von seiten der Lichtwesen verbleiben - wer Mein Wort anhöret. Jedoch nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem Herzen es aufnimmt und es befolget. Und so er es nun befolget, erfüllet er Meinen Willen, er beugt sich unter das Gesetz der Liebe, dessen Erfüllung Ich als einziges, aber Erstes fordere, weil davon die ewige Seligkeit abhängt, die restlose Vereinigung mit Mir und die völlige Umgestaltung eures Wesens zur Liebe. Alles, was der Mensch tut, um Meinen Willen zu erfüllen, muß also von der Liebe diktiert sein, soll er Erfolg haben für seine Seele, ansonsten es ein menschlich erlassenes Gebot wäre, ohne Wert und Auswirkung für die Ewigkeit. Ich aber ebne euch den Weg zur Seligkeit, indem Ich euch Meinen Willen kundgebe. Darum lasset euch Meinen Willen angelegen sein, und ihr werdet es Mir danken bis in alle Ewigkeit, daß Ich es euch leichtmache, Mir zu Willen zu sein. Und glaubet, daß Ich große Macht habe und diese nützen will für Meine Kinder, denen Ich ein Reich bereiten will in der Ewigkeit, das ihnen alle Herrlichkeiten erschließt. Glaubet dies und bemühet euch, alles zu tun, was Meinem Willen entspricht, auf daß ihr selig werdet. Amen. B.D. NR. 4132.

 

Buch 50 4133

Geistige Kommunion Ersatz für Entsagungen und Enttäuschungen.

1. Oktober 1947. B.D. NR. 4133.

Die geistige Kommunion muß dir Ersatz bieten für das, was dir versagt wird, denn du empfängst Mein Wort als Zeichen Meiner Liebe, und du kannst aus der Verbindung mit Mir stets die Kraft schöpfen zu erneutem Liebeswirken. Es ist wohl eine Verzichtleistung, die nicht Meinen Willen zum Anlaß hat, jedoch für die Seele nicht von Schaden, insofern, als daß sie desto inniger zu Mir hindrängt und auch von Meiner Liebe ergriffen wird. Denn Ich versage Mich keinem Meiner Geschöpfe, Ich ziehe an Mich, was Mir nicht Widerstand leistet, und beglücke, was sich Mir hingibt. Und so du also Mein Wort empfängst, verhülle Ich nicht mehr Mein Angesicht, sondern Ich lasse es leuchten, und seine Strahlen fallen in dein Herz. Und sie werden zünden, das Feuer der Liebe wird lichterloh brennen und seine Funken nach allen Richtungen verstreuen, und sie werden nicht mehr verlöscht werden können, denn ihre Glut ist zu groß, es ist ein Feuer, das Mich zum Ausgang hat, das ewige Feuer, heiße und unvergängliche Liebe. Und es muß sonach die Liebe alles erwecken zum Leben, was in ihren Stromkreis tritt. Der Liebe kann nichts Widerstand leisten, weil dies Mein Wille ist und in Meinem Plan von Ewigkeit auch das vorgesehen ist, was Auslösung der Liebe bringt. Die rechte Liebe gleichet aus und versagt sich nicht, sie duldet und verzeiht, sie gibt und beglückt, sie nimmt Anteil an den Leiden und Nöten des anderen, wie sie aber auch im Zusammenschluß das höchste Glück ersieht. Wer aber Mein Wort hat, der soll nicht die Liebe entbehren, er soll sich nur Mir anvertrauen und Mich allein walten lassen, und sein Lebensweg wird wohlgeordnet sein, er wird erkennen, was ihm zur Seelenreife verhilft, und nimmermehr zweifeln an Meiner Liebe und Gnade, die alles ihm gewähret und nichts versagen will. Amen. B.D. NR. 4133.

 

Buch 50 4134

Werben Gottes um Arbeiter für den Weinberg. Verbreitung des göttlichen Wortes.

1. Oktober 1947. B.D. NR. 4134.

Ungeheuer wichtig ist es, für die Verbreitung Meines Wortes Sorge zu tragen zu einer Zeit, wo die gesamte Menschheit auf dem Tiefstand angelangt ist in geistiger Beziehung. Niemand nimmt Mein Wort wichtig, niemand stellt das rechte Verhältnis zu Mir her, selbst die sich gläubig dünken, suchen Mich in der Ferne, und die wenigen Mir ergebenen Menschen, die den rechten lebendigen Glauben haben, werden nicht ernst genommen, sie werden ob ihres tiefen Glaubens verlacht und nur widerwillig angehört, so sie für Mich und Mein Wort eintreten, um Mich ihnen nahezubringen. Es ist ein Zustand, der nicht bestehenbleiben kann, denn die Menschen führen ein Leben ohne Mich, wenngleich sie den Schein wahren und nach außen sich Mir verbunden bekennen. Doch sie kennen Mich nicht und können daher nicht von Meiner Liebe durchstrahlt werden. Sie führen ein Leben, das dem Zustand des Todes gleicht - unerweckten Geistes, völliger geistiger Blindheit. Sie wissen nicht, was ihnen bevorsteht, sie wissen nichts von der Endzeit und ihren Erscheinungen, von den Anforderungen, die sowohl das irdische Leben als auch Ich Selbst an den Menschen stelle, sie wissen nichts von Meiner Liebe und Gnade, von Meiner Erbarmung und ständigen Hilfsbereitschaft - sie leben und sind doch tot im Geist. Und daher muß ihnen, wo immer es möglich ist, Mein Wort zugeführt werden, es muß ihnen von dem Segen der Liebe gepredigt werden, sie müssen um Meinen Willen wissen und um ihren Seelenzustand, auf daß sie die Arbeit einer Wandlung ihrer Seelen beginnen, denn es ist nicht mehr viel Zeit. Doch nur Menschen auf Erden können ihnen Aufschluß geben, und diese wieder unterweise Ich Selbst, und Ich lege ihnen in den Mund, was sie sagen sollen, wie Ich auch ihre Schritte lenke immer jenen zu, die in Not sind und Meiner Gnadengabe von oben zugänglich. Denn Ich weiß um die geistige Verfassung eines jeden Menschen und trage allen Verhältnissen Rechnung. Doch so ihnen Mein Wort dargeboten wird und sie nehmen es nicht an, kann Ich ihnen in anderer Weise nicht helfen, denn mit Meinem Wort lehnen sie Mich Selbst ab. Wer Mich aber aufnehmen will, der muß auch Kenntnis nehmen von Meinem Wort, ansonsten er auch nicht die Bedeutung Meiner Gegenwart erfassen kann. Und darum werbe Ich ununterbrochen um willige Diener auf Erden, denn Mein Wort soll Eingang finden unter den Menschen, die guten Willens sind. Und darum nehmet jede Gelegenheit wahr, ihr, die ihr als Arbeiter im Weinberg euch Mir angetragen habt - scheuet euch nicht, von Mir zu reden und Meines außergewöhnlichen Wirkens Erwähnung zu tun, stellet den Mitmenschen das Ende vor, die Bedeutung der letzten Zeit und das letzte Gericht, und arbeitet so für Mein Reich, und Ich will euch segnen. Denn diese Arbeit ist so dringend, daß jegliche andere Arbeit unbeachtet bleiben soll, bevor nicht die geistige Arbeit verrichtet worden ist. Mein Wort ist absolute Wahrheit, und wer sich danach richtet, der braucht wahrlich keinen Tod zu fürchten, wenngleich ihm dieser nahe ist angesichts des Endes und des Vernichtungswerkes, das kommen wird durch eine große Erschütterung der Erde, die in Bälde euch beschieden ist. Nehmet Meine Worte ernst, denn sie werden nicht mehr lange ertönen, um dann von oben herab zu Gehör zu kommen. Dann aber wird es furchtbar sein, denn nur wenige stehen im Glauben, daß sie dieser Katastrophe gefaßt entgegensehen. Ich aber will die ganze Welt aufstören in ihrer Ruhe, und es wird geschehen, wie Ich es verkündet habe. Und ihr sollt die Menschen vorbereiten, solange noch Zeit ist, ihr sollt reden, als ob der nächste Tag schon die Katastrophe bringen könnte. Dann wird eure Rede nicht ohne Eindruck bleiben, und einige wenige werden sich raten lassen, sie werden keinen Widerstand leisten und somit von Mir erfaßt werden. Und Ich werde euch eure Tätigkeit für Mich und Mein Reich lohnen. Doch der schönste Lohn wird der Dank sein der Seelen, die durch euch zurückgefunden haben ins Vaterhaus. Amen. B.D. NR. 4134.

 

Buch 50 4135

(Persönliches.)

4. Oktober 1947. B.D. NR. 4135.

Es geschehen Zeichen und Wunder an denen, die Mir angehören wollen, weil Ich Selbst Mich derer annehme, die sich Mir anvertrauen in ihren Nöten. Ich bleibe ihnen nicht fern, sondern Ich höre ihren Ruf und erhöre ihre Bitten. Und da Ich euch Meine Hilfe zugesichert habe in geistiger und irdischer Not, so sollet ihr sie auch offensichtlich erfahren, denn ihr, die ihr Mir dienen wollet, ihr sollt den Mitmenschen Kunde geben von Meiner Liebe und Fürsorge, von Meinem Wirken an euch und von der Wahrheit Meines Wortes. Und darum lasse Ich euch auch in Nöte kommen, aus denen euch nur Meine Hilfe retten kann, wo es keinen anderen Ausweg gibt, als daß Ich Mich eurer annehme und die Herzen empfänglich mache für jegliche Gnadengabe, wozu auch die Äußerung Meines Willens gehört, den zu beachten Ich euch aufgetragen habe um eurer selbst willen. Es ist nur noch eine kurze Frist, die euch gegeben ist, um euch vorzubereiten in stillem Zusammenleben, in geistiger Ausbildung und Formen eurer Seelen. Dann tritt das Leben noch einmal in ganzer Schwere an euch heran auf kurze Zeit, doch ihr werdet es meistern. Diese Versicherung gebe Ich euch, auf daß ihr euch halten könnet an Mein Wort, auf daß ihr stark seid im Geist, euch gegenseitig aufrichtet und nimmermehr voneinander lasset. Was ihr tun wollet, werdet ihr ausführen können, weil die Kraft der Liebe in euch wirket und keine Schwäche mehr zulässet. Und Ich gebe euch die Zeit an, da eure Mission beginnet. Es wird eine Zeit größter Aufregung vorangehen, die Welt wird alle Aufmerksamkeit auf sich lenken, die Menschen werden bangen vor der Zukunft, denn sie sehen einen Brand entstehen, der nicht leicht zu löschen ist. Doch es muß dies alles vorangehen, ansonsten Meinem Eingriff zu wenig Beachtung geschenkt wird, denn Ich trete in Erscheinung, wenn der Höhepunkt erreicht ist, wenn es keinen Ausweg mehr gibt als grenzenlose Vernichtung. Dann sollen die Menschen Mich hören, und dann werdet auch ihr bereit sein müssen und Mich verkünden allen denen, die Ich euch zuführe. Und dann zögert nicht, sondern dienet Mir, gehet den Weg, den Ich euch vorschreibe, und arbeitet für Mich und Mein Reich, denn es eilet die Zeit, und es sind nur wenige Tage bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4135.

 

Buch 50 4136

Vorläufer des Herrn vor Seinem Kommen. Hilfe dringend nötig.

5. und 6. Oktober 1947. B.D. NR. 4136.

Außergewöhnliche Gnadengaben können den Menschen geboten werden, und sie gehen daran vorüber, als begegne ihnen Alltägliches. Sie machen sich nicht die Mühe einer ernsten Prüfung, sondern sie hören das, was ihnen als wertvollste Gnadengabe dargeboten wird, wenden es aber nicht auf sich selbst an und bilden sich daher auch nicht nach Meinem Willen. Und so geht die Gnadenzeit vorüber, ohne einen nennbaren Segen nach sich zu ziehen. Das Ende ist nahe, in jeder Weise mache Ich Mich ihnen bemerkbar, alle Hilfsmittel wende Ich an, um ihre Herzen zu öffnen, auf daß Ich Eingang finde bei ihnen, um sie selbst belehren zu können, und daher ist doppelte Arbeit geboten für die kommende Zeit, und Meine Diener sollen ihre Aufgabe ernst nehmen und sich in keiner Weise selbst betrügen und glauben, ganze Arbeit geleistet zu haben. Die kurze Zeit bis zum Ende erfordert außergewöhnliches Wirken Meinerseits und außergewöhnlich eifrige Tätigkeit Meiner Diener auf Erden, sollen die Seelen gerettet werden, die in äußerster Not sich befinden. Der Erfolg wird für euch zwar gering sein, so hat es den Anschein, denn viele werden euch abweisen, doch vergeblich wird eure Arbeit nicht getan sein. Es wird aber einer kommen und die gleichen Worte reden zu den Menschen, wie ihr sie von Mir empfangen habet. Und die Menschen werden vergleichen und stutzig werden, weil sie den gleichen Inhalt dessen erkennen, was durch Rede und Schrift ihnen schon zugeführt worden ist. Und wieder ist den Menschen eine große Gelegenheit geboten, die Lebensführung zu wechseln und sich zu gestalten nach Meinem Willen. Denn die Kundgaben von oben sind so offensichtlich übereinstimmend mit dem Evangelium dessen, der Mein Vorläufer ist bei Meinem letzten Kommen. Nur eine kleine Schar erkennt das außergewöhnliche Licht und weiß, welche Stunde geschlagen hat. Die meisten aber gehen an einer Gnadengabe vorüber, die ihnen durch Meine Liebe immer und immer wieder angetragen wird. Ihnen kann jedoch nicht mehr geholfen werden, denn es ist ihr freier Wille, der annimmt oder ablehnet und den Ich niemals zwingen werde. Doch bald ist die Gnadenzeit vorüber, bald ist die Uhr abgelaufen, und der letzte Schlag wird ertönen. Und was bis dahin nicht zurückgefunden hat zu Mir, wird noch ewige Zeiten in Gottferne verbleiben und also in einem unglückseligen Zustand, den abzuwenden Meine Liebe immer wieder versucht - doch der Erfolg liegt bei euch Menschen selbst. Amen. B.D. NR. 4136.

 

Buch 50 4137

Dringende Mahnung Gottes.

8. Oktober 1947. B.D. NR. 4137.

Das Kranke will Ich heilen, das Schwache stärken, das Gefallene aufheben, das Betrübte trösten, den Verwaisten will Ich ein Vater sein, den Unwissenden ein Lehrer, und wo eine irrende Seele ratlos am Wege steht, dort will Ich Selbst Mich als Führer anbieten, um sie vor dem Irrweg zu warnen, der sie in den Abgrund führt. Und alle Menschen, die Meine Hilfe benötigen und sich helfen lassen wollen, werden sie sichtlich erfahren, auf daß sie glauben, daß ein Gott im Himmel ist, Der Sich ihrer annimmt und sie nicht allein lässet in der Not. Nur Widerstand dürfen sie Mir nicht leisten, weil Ich dann Meinen Willen zurückziehe, um ihre Willensfreiheit nicht zu beschneiden. Sehr wohl könnte Ich ihnen dennoch Meine Hilfe aufdrängen, doch es wäre dann keine rechte Hilfe, sondern nur ein Hindernis zum Aufstieg ihrer Seele, die in vollster Freiheit den Weg zur Höhe zurücklegen muß, will sie selig werden. Und darum kann Ich euch Menschen nur durch Mein Wort Kenntnis geben von Meiner Liebe zu euch und von Meinem Hilfswillen. Und so ihr nun von selbst zu Mir kommt, kann Meine Liebe an euch tätig werden, und ihr werdet es Mir danken ewiglich, daß Ich Mich eurer angenommen habe. Und so fallen euch alle Nöte und Leiden selbst zur Last, so ihr euch nicht helfen lassen wollet, und dann ist das Erdenleben unsagbar schwer für euch, und schwerlich werdet ihr euer Ziel erreichen, wenn Meine Liebe nicht an euch wirksam werden kann. Ich aber lasse euch dennoch nicht, und schaffe Ich es nicht in diesem Erdenleben, dann müsset ihr zwar noch einen neuen Erdenwandel durchmachen, doch einmal werdet ihr das Ziel erreichen und euch von Meiner Liebe erfassen lassen, und eure Not wird behoben sein auf ewig. Jetzt aber richte Ich noch einmal ganz dringend an euch die Mahnung, Meinem Wort zu folgen und euch Meiner Führung anzuvertrauen, denn viel Zeit bleibt euch nicht mehr auf dieser Erde. Nützet jeden Tag zur Annäherung an Mich, höret Meinen Rat, und lasset euch unterweisen von denen, die Meine rechten Vertreter sind auf Erden, die Mein Wort euch zuführen, das sie von der Höhe, von Mir, empfangen, um es den Mitmenschen zuzuleiten. Höret sie, denn sie sind Meine Diener auf Erden, die an Meiner Statt reden und euch Kunde geben sollen von Meinem Willen, von Meinem Wirken und Meiner Liebe zu euch. Höret sie an, und befolget Meinen Willen, und ihr werdet sehr bald auf den rechten Weg geleitet sein und mit Sicherheit euer Ziel erreichen in der kurzen Zeit, die euch bleibt bis zum Ende. Lasset euch von Meiner Liebe erfassen, und ihr werdet ewig selig sein. Amen. B.D. NR. 4137.

 

Buch 50 4138

Geistige Knechtschaft.

9. und 10. Oktober 1947. B.D. NR. 4138.

Wo die geistige Knechtschaft vorherrscht, ist wenig Erfolg zu verzeichnen für Meine Vertreter auf Erden, denn den Menschen wird in umfangreicher Weise das Wissen vorenthalten, andererseits aber sind sie gebunden an traditionelle Überlieferungen, die sie nie und nimmer hingeben wollen und die sich jedoch dem entgegenstellen, was ihr, Meine Diener auf Erden, vertretet und ihnen zu übermitteln sucht. Es muß eine gewaltige Arbeit einsetzen, um die reine, von Mir auf Erden den Menschen gegebene Lehre zu scheiden von zusätzlichem Menschenwerk. Wo nun Freiheit des Geistes herrscht, dort kann durch Rede und Gegenrede Klärung geschaffen werden. Wo jedoch der Mensch durch Gebote und Verbote gehindert wird, sich selbst frei zu entscheiden, dort ist eine Reinigung der gefälschten Lehre schwer durchzuführen, und dort wird es auch nicht gut möglich sein, die Menschen zu gewinnen für die Offenbarungen aus der Höhe, also für die reine Wahrheit. In geistiger Knechtschaft aber verharren die Menschen so lange, wie sie bedingungslos annehmen, was ihnen gelehrt wird, ohne selbst darüber nachzudenken, ansonsten sie auf Widersprüche stoßen würden, die ihnen Grund geben möchten, zu zweifeln an der absoluten Wahrheit des ihnen Vermittelten. Erst der Zweifel muß einsetzen, bevor der Mensch aufnahmefähig ist für die reine Wahrheit, so er sich im Irrtum befindet. Und Irrtum ist alles, was mit der von Mir Selbst gebotenen Lehre nicht übereinstimmt. Also könnet ihr Menschen euch diese stets zur Richtschnur nehmen, denn was durch die Stimme des Geistes den Menschen verkündet wird, ist reine, absolute Wahrheit und kann jederzeit auch als solche vertreten werden. Es werden jedoch auch auf jener Seite Beweise erbracht werden von der Richtigkeit desen, was der reinen Wahrheit widerspricht. Doch diese Beweise sind nicht vollwertig, sie entstammen zum Teil menschlichen Darstellungen, die sanktioniert worden sind, zum Teil aber auch unklaren Berichten, denen bewußt der Stempel der Glaubwürdigkeit aufgedrückt wurde, um das Fundament einer Organisation dadurch zu stärken, die eine Machtstellung einnehmen wollte. Und so sind die Mitglieder dieser Organisation von selbst in ein falsches Denken gelenkt worden, aus dem sie sich nicht selbst befreien wollen oder können. Jeder Wahrheitsträger, der bestrebt ist, Irrlehren zu widerlegen oder nur als zweifelhaft hinzustellen und zu beleuchten, wird einen schweren Stand haben jenen gegenüber, denn ihnen ist ungezweifeltes Glauben an die Richtigkeit dessen, was ihnen gelehrt wird, geboten, und also sind sie geistig unfrei, sie befinden sich in einer Knechtschaft, die vom Satan gewollt und von den Menschen ohne Gegenwehr geduldet wird. Und sie können sich nicht aus dieser Knechtschaft befreien, solange sie nicht den festen Willen haben, zur Wahrheit zu gelangen, und Mich anrufen um Meinen Beistand. Dann bezeugen sie Mir den Mir zugewandten Willen, und dann wird ihnen auch wahrlich die Kraft zugehen, sich zu lösen aus der Gewalt dessen, der der reinen Wahrheit Feind ist. (10.10.1947) Dann werden sie auch von innen heraus in Zweifel geraten ob der Wahrheit dessen, was ihnen gelehrt wird; sie werden die Wahrheit begehren, und Ich werde sie ihnen zuleiten in einer Form, daß sie von ihnen angenommen werden kann. Und dann haben auch ihre Macht verloren, die in Diensten dessen stehen, der wider die Wahrheit ankämpft. Dann werden sie nicht zu der Schar der Mitläufer gehören, die bedenkenlos annehmen, was aber durchdacht werden soll, aber weitaus glücklicher sich fühlen im Besitz der reinen Wahrheit, die sie auch als solche erkennen werden. Doch die Gelegenheit wird allen geboten, Stellung zu nehmen zu dem ihnen vermittelten Geistesgut, denn ein jeder wird in die Lage kommen, über Streitfragen zu diskutieren, doch wie lange solche ihr Denken bewegen, liegt wieder am freien Willen des Menschen. Und darum ist auch jeder verantwortlich für sein Geistesgut, wenngleich auch die Lehrenden sich zu verantworten haben, die geistiges Gut austeilen, das nicht ihr eigenes Gedankengut geworden ist, sondern auch von ihnen gewissenlos weitergeleitet wurde, ohne daß sich der Lehrende die innere Überzeugung für die Wahrhaftigkeit verschafft hatte. Wer aber ein Lehramt ausübt, der muß auch das Gedankengut vertreten können, was immer nur möglich ist, so er selbst sich gedanklich damit auseinandersetzt. Unterläßt er dies, so muß er sich verantworten vor Mir als der ewigen Wahrheit Selbst, die Ich einem jeden biete, der nur ernstlich danach Verlangen trägt, um Meinen Gegner zu entkräften, dessen eifrigstes Bestreben ist, die Wahrheit zu untergraben und die Menschen in irriges Denken zu leiten. Und Ich werde wahrlich den Sieg davontragen, denn Mein Gegner wird unterliegen am Ende der Tage, während Mein Wort, das Licht aus den Himmeln, die reine Wahrheit, bestehenbleiben wird, wenngleich Himmel und Erde vergehen werden. Amen. B.D. NR. 4138.

 

Buch 50 4139

Widersetzen dem Willen Gottes. (Persönlich)

11. Oktober 1947. B.D. NR. 4139.

Wer sich Meinem Willen widersetzet, der wird keine Ruhe finden in diesem Leben, so er einmal erkannt hat, daß Ich als Herr und Schöpfer regiere die gesamte Welt und daß Ich Mich auch dem winzigsten Wesen zuneige, so dieses Meine Fürsorge bedarf. Und dieses Erkennen wird jedem Menschen kommen, der einmal Mein Wort in Empfang nahm durch den Mund eines Dieners auf Erden und es zu seinem Herzen sprechen ließ. Wer unberührt geblieben ist von Meinem Wort, der wird keine Schuld auf sich laden, so er Meinen Willen nicht erfüllt, wenngleich er von innen heraus dazu angetrieben wird; doch ihm fehlt die Erkenntnis, und also wird er auch nicht zur Verantwortung gezogen. Wo aber für tieferes Wissen auch die Erkenntniskraft erworben wurde, ist ein Verstoß gegen Meinen Willen eine Nichtachtung oder offene Auflehnung gegen Mich Selbst, die auch entsprechend gebüßt werden muß. Und so habt ihr zu gewärtigen, daß Ich Meine Gnadengabe euch entziehe, daß euer Blick getrübt wird und daß ihr den geistigen Reichtum verlieret und eine große Leere im Herzen zurückbleiben wird, die euch unfroh und schwach machen wird dem irdischen Leben gegenüber, bis euch das Verlangen nach Meiner Liebe und Gnade übermannt und ihr innig um die Zuwendung Meines Wortes bittet; und dann wird Meine Gnade euch wieder leuchten, vorausgesetzt, daß ihr Meinem Willen nachkommt und tuet, was Ich euch geboten habe. Denn Mein Wille ist unabänderlich, und Ich weiß es wahrlich am besten, was nötig ist für euch, um treue Arbeiter zu werden für Mich und Mein Reich. Und so lasset euch ermahnen, und befolget Meinen Willen, und werdet nicht nachlässig in eurem Streben, arbeitet eifrig, und suchet euren Mitmenschen Meine Gnadengabe zugänglich zu machen, nehmet selbst in Empfang, was Meine Liebe euch bietet, und wertet es aus, ansonsten ihr geschwächt seid im Wollen und im Ausführen dessen, was ich durch Mein Wort von euch verlange. Holet euch die Kraft aus Meinem Wort, und ihr werdet Mir treue und willige Arbeiter sein und stets Meinen Willen erfüllen. Amen. B.D. NR. 4139.

 

Buch 50 4140

Inneres Wort - Gnadengabe. Zweifel. (Persönlich)

12. Oktober 1947. B.D. NR. 4140.

Warum zweifelt ihr an Meinem Wort? Welche Gnadengabe ihr empfanget, das könnet ihr noch nicht fassen, denn es ist die innere Stimme ein großes Geschenk von Mir, das Ich zwar einem jeden gewähre, doch einen überaus hohen Reifegrad erfordert, den heut die Menschen nicht mehr aufweisen. Dennoch ist Meine Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, so groß, daß Ich euch zu Meinen Kindern umbilden möchte und darum in einer Zeit geistigen Tiefstandes Mein Wort, das Licht von oben, unerläßlich ist. Und darum gebe Ich euch Menschen ein Geschenk, indem ich dich erwählte, Mittler zu sein zwischen Mir und euch. Und Ich gab dir auch die Fähigkeit, Mein Wort aufzunehmen und zu verstehen; es ist ein großes Gnadengeschenk, wenngleich dein Wille erst dieses Geschenk ermöglichte. Und ein solches Geschenk soll dich froh und glücklich machen, es soll dir Kraft geben und Trost in jeder noch so schweren Lebenslage, es soll dir eine Stütze sein, wenn irdische Stützen versagen, und du zweifelst an der Wahrheit des Wortes, das aus der Höhe dir zugeht? Gib dich Mir vollkommen zu eigen, und jeglicher Zweifel wird schwinden aus deinem Herzen. Was anderes könnte Ich wohl wollen, als dich zu erhalten für eine Aufgabe, die überaus wichtig ist in der Zeit tiefsten Notstandes der Menschheit. Und wenn dich Leid drückt, dann soll dies auch nur dazu beitragen, dich Mir inniger zustreben zu lassen. Doch Meiner Hilfe wirst du stets gewiß sein können, denn Ich will, daß du arbeitest für Mein Reich, und werde dich niemals dafür untauglich werden lassen durch übergroßes Leid. Und wenn Ich dir die Versicherung gebe, daß ihr zusammen wirket in kommender Zeit, so schlage jeden Zweifel nieder und glaube, denn die Stärke des Glaubens gewährleistet auch den sicheren Erfolg. Ich will keine Trennung, Ich will auch keinen Rückgang deines seelischen Lebens, Ich will, daß die Liebe sich verstärke, weil ohne die Liebe kein Wirken Meinerseits in euch möglich ist. Darum gib du den Kampf auf, lasse Mich walten, und vertraue dich Mir und Meiner Liebe schrankenlos an, denn Ich versage Mich nie, Ich bin immer bereit, euch beizustehen, und Ich weiß um jede Not, die deine Seele durchlebt, doch Ich weiß auch, was zu deinem Besten ist und ihr zur Reife gereicht. Doch Ich kann euch nur raten und euch Meinen Willen kundtun. Und so ihr Meinen Rat befolget, wird auch Mein Segen euch stets begleiten, und ihr werdet glücklich sein. Amen. B.D. NR. 4140.

 

Buch 50 4141

Aufgabe der Diener Gottes. Mittler zwischen Gott und den Menschen.

12. Oktober 1947. B.D. NR. 4141.

Daß euch eine geistige Aufgabe gestellt worden ist, müsset ihr gleichfalls ungezweifelt glauben, und ihr dürfet euch keinesfalls leicht darüber hinwegsetzen oder säumig sein in der Erfüllung. Gott dienen zu dürfen ist eine besondere Auszeichnung, die wohl den Willen des Menschen voraussetzt, jedoch auch einen höheren Reifegrad, der zu einer ungewöhnlichen Arbeit befähigt. Gott dienen zu dürfen verpflichtet aber auch, es mit vollstem Einsatz zu tun, es verpflichtet zu emsiger Tätigkeit und größter Bereitwilligkeit, die gestellte Aufgabe gewissenhaft zu erfüllen. Und wiederum ist die Erfüllung einer solchen Aufgabe überaus wichtig und bedeutungsvoll, denn die geistige Not der Menschheit gebietet es, daß letztere Beistand findet, daß Gott Selbst ihr Hilfe bringt durch eben Seine Diener auf Erden. Und dieser Dienst der notleidenden Menschheit gegenüber soll ernst genommen werden, sind doch unzählige Seelen auf Hilfe angewiesen. Die Hilfe aber besteht darin, daß ein Mensch Mittler ist zwischen jenen und Gott, Der durch diesen Mittler der Menschheit Kunde gibt von Seinem Willen und die Menschen zu rechtem Denken und einem Lebenswandel in Liebe zu führen sucht. Da die Menschen aber selbst nicht mehr die Verbindung mit Gott herzustellen vermögen, so muß ein Mensch sich dazu bereit erklären, als Mittler mit Gott in Verbindung zu treten, um nun Seine Weisung entgegenzunehmen und sie gleichsam weiterzuleiten an die Menschen zu deren Heil. Es ist diese Aufgabe so überaus wichtig und ihre Erfüllung so dringend nötig, daß Gott dem Ihm-dienen-Wollenden jede Möglichkeit gibt, seiner Aufgabe nachzukommen, und daß Er also ihm auch jeden Schutz, jeden Beistand und jede Gnade gewährt, auf daß der Mittler seines Amtes walten kann in Ruhe und ständige Arbeit leisten kann für das Reich Gottes. Und darum dürfet ihr nicht zweifeln daran, daß ihr eine Mission zu erfüllen habt, und so ihr glaubet, werdet ihr auch eifrig tätig sein und keine Gelegenheit versäumen, für Gott und Sein Reich zu wirken, wo immer es nur möglich ist. Dann werdet ihr die geistige Arbeit allem voransetzen, und ihr werdet es niemals zu bereuen brauchen, denn so ihr arbeitet für Gott und Sein Reich, wird Er es euch auch lohnen - Er wird euch Gnade zuwenden im Übermaß, auf daß ihr euch am Erlösungswerk Christi beteiligen könnet schon auf Erden und dereinst in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4141.

 

Buch 50 4142

Geistige Kommunion. Vorgang. (Geburt)

13. Oktober 1947. B.D. NR. 4142.

Geistig kommunizieren ist ein Vorgang, der ungemessene Gnadenzuwendungen verbürgt, denn es ist die Vereinigung mit Mir Selbst, Der Ich Gnaden austeile im Übermaß. Durch die geistige Kommunion tritt die Seele des Menschen in ein Stadium der Verklärung, sie gehört nicht mehr der Erde an, sondern steht mit dem Geist in sich in so inniger Verbindung, daß sie gleichsam selbst vergeistigt ist und in diesem Zustand die Seligkeit der Verbindung mit dem Vatergeist empfindet, ohne daß der Mensch mit seinen körperlichen Sinnen etwas spürt. Es ist lediglich Anteil der Seele, die sich von der Erde und gewissermaßen auch vom Körper gelöst hat und in geistigen Sphären weilt. Ich Selbst erfasse sie voller Liebe und strahle die Liebe auch in sie aus, Ich erfülle sie mit Kraft, die sie befähigt, völlig geistig zu fühlen und zu denken und nur das zu wollen, was Meinem Willen entspricht. Es ist die geistige Kommunion ein Zustand völliger Willenshingabe an Mich, denn mit Mir vereinigt sein kann nur die Seele, die jeglichen Widerstand aufgegeben hat und Mir in tiefster Liebe sich hingibt, also Mein Urwesen annimmt und selbst zur Liebe wird. Diese Umgestaltung ihres Wesens vollzieht sich durch Liebeswirken des Menschen zunächst, dem dann inniges Verlangen nach Mir Selbst folgt, das so stark ist, daß die Seele Mich zu hören und zu spüren begehrt. Durch dieses Verlangen zieht die Seele Mich Selbst an sich, weil die Liebe den Zusammenschluß sucht und findet und weil Ich, als die ewige Liebe Selbst, kein anderes Ziel kenne, als vereinigt zu sein mit Meinen Geschöpfen und sie mit Meiner Liebe zu beglücken. Und darum komme Ich jedem Verlangen einer liebenden Seele nach, und Ich beglücke sie, indem Ich Meine Gegenwart ihr kundtue durch Mein Wort - auf daß sie fühlet Meine Gegenwart, auf daß sie Meiner Nähe gewiß ist und einen unleugbaren Beweis Meiner Liebe empfängt - Meine Ausstrahlung, Mein Wort, Mein Fleisch und Mein Blut. Die geistige Kommunion ist die innige Vereinigung mit Mir, die niemals ohne Folgen bleiben kann. Es wird die Seele wiedergeboren, sie tritt aus ihrer Hülle heraus, sie wird frei aus einer Kerkerhaft, sie tritt in das Leben, denn Mein Geist verbindet sich mit ihr und erweckt sie zum Leben, sie wird geistig tätig, und sie nimmt Gnadengaben in Empfang - ein reiches Wissen, das ewige Wahrheiten umfaßt. Sie befindet sich nicht mehr im Zustand des Todes, sondern sie lebt ein neues Leben, in Licht und Kraft, im Wissen und in der Liebe. Und Ich bin ständig mit ihr vereint, denn wer einmal geistig kommuniziert, der will die Vereinigung mit Mir nicht mehr missen, er sehnet sich ständig nach Meiner Gegenwart und Meiner Liebe, und sein Sehnen wird ständig erfüllt werden. Denn eines Wiedergeborenen Seele kehrt ständig wieder zu ihrem Ausgang zurück, sie fühlt sich als Geist ins Reich der Geister gehörig, sie fühlt sich als Kind dem Vater eng verbunden, sie bleibt in ständiger Liebe und trennt sich daher ewiglich nicht mehr von Mir. Und die Erde hält sie nur noch so lange gebunden, bis sie von ihrem geistigen Reichtum, von ihrem durch die geistige Kommunion empfangenen Gnadenschatz abgegeben hat an ihre Mitmenschen, um ihnen gleichfalls das unsagbare Glück der geistigen Vereinigung mit Mir zu verschaffen, um ihnen zu verhelfen zur Seligkeit, die sie selbst gefunden hat durch die Liebe. Amen. B.D. NR. 4142.

 

Buch 50 4143

Vorgang der Vermittlung des göttlichen Wortes. Geist - Seele - Körper.

14. Oktober 1947. B.D. NR. 4143.

So die Seele sich einigt mit ihrem Geist, hat der Körper das Anrecht auf die Seele verloren, d.h., körperliche Wünsche weiset die Seele zurück, weil sie dem Wunsche des Geistes widersprechen. Es ist daher der Akt der Verbindung von Seele und Geist nur in solchen Zeiten möglich, wo der Körper nicht so in Anspruch genommen ist, daß er irdische Tätigkeit ausführen muß, wo das Denken und Wollen, also die Seele, ganz dieser Tätigkeit gilt. Es kann die Tätigkeit des Menschen zwar dem göttlichen Willen entsprechen, jedoch die Wirksamkeit des Geistes hängt von der völligen Hingabe der Seele an den Geist ab, weshalb ein Zurückziehen des Menschen in die Stille erforderlich ist, wo der Geist sich der Seele zu Gehör bringen kann, insbesondere dann, wenn das der Seele vermittelte Geistesgut auch für die Mitmenschen bestimmt ist, also niedergeschrieben werden soll. Daher sind die Kundgaben aus dem geistigen Reich, die also Ausstrahlungen des Vatergeistes auf den Geistesfunken im Menschen sind, nur entgegenzunehmen in Zurückgezogenheit, wo sich die Seele hemmungslos an den Geist hingeben kann. Dann kann auch eine restlose Verbindung stattfinden zwischen Seele und Geist, so daß durch den Geist Gott Selbst Sich äußern kann, daß sich die Seele vergeistigt und in den Momenten der Verbindung mit dem Vatergeist von Ewigkeit Sein Wort empfängt, versteht und es dann dem Menschen zu Gehör bringen kann, der Verlangen hat, die Ergebnisse der Zurückgezogenheit zu vernehmen. Dann erst stellt die Seele den Zusammenschluß mit dem Körper her und teilet ihm mit, was sie aus dem geistigen Reich entgegengenommen hat. Amen. B.D. NR. 4143.

 

Buch 50 4144

Tätigkeit und Fähigkeit des Wesens im Mußzustand.

15. Oktober 1947. B.D. NR. 4144.

Auch das unscheinbarste Geschöpf auf Erden genießet Gottes Liebe und Fürsorge, denn es ist aus Seiner Liebekraft hervorgegangen und auf ewig untrennbar verbunden mit Ihm. Es hat aber auch einen Daseinszweck zu erfüllen, und darum wurde ihm das Leben gegeben, sei es als Mensch oder Tier, im freien oder im Muß-Zustand. Jedem Geschöpf ist eine Aufgabe zugewiesen, die es erfüllen muß. Kommt es nun dieser Aufgabe nach, dann wird es frei aus der jeweiligen Form und kann sich in einer höheren Form wieder neu verkörpern. Also muß jedes Geschöpf eine Tätigkeit verrichten, die jedoch stets von der vorhergehenden abweicht, weil verschiedene Fähigkeiten entwickelt werden müssen, die sich im Laufe von unendlich vielen Verkörperungen wohl wiederholen, aber immer dem Entwicklungsgrad des Wesens angepaßt sind. Vor der Verkörperung als Mensch unterliegt die Tätigkeit jener Geschöpfe dem Willen Gottes und vollzieht sich daher in einer gewissen Gesetzmäßigkeit, weshalb den Geschöpfen immer die gleichen Fähigkeiten eigen sind, die dann das Wesen in einer Verformung kennzeichnen. Und so gibt es vor der Verkörperung als Mensch unendlich viele Verformungen, und in einer jeden ist die Aufgabe des Wesens anders, und jede Tätigkeit entspricht dem göttlichen Willen, Seiner unübertroffenen Weisheit und Seiner übergroßen Liebe. Sie hat das Ausreifen der Geschöpfe zur Folge, den sicheren Aufstieg zur Höhe, zur letzten Verkörperung als Mensch, dessen Daseinszweck wieder die Aufwärtsentwicklung der Seele ist. Und in dieser letzten Entwicklungsperiode nimmt sich die göttliche Liebe ganz besonders Ihrer Geschöpfe an, die nun aus eigenem Antrieb, nicht mehr dem Mußgesetz unterworfen, eine Tätigkeit verrichten müssen, die aber immer die Aufwärtsentwicklung der Seele sichern soll. Jegliche Tätigkeit als Mensch aber muß dienende Liebe beweisen, dann entspricht sie dem Willen Gottes und wird auch gesegnet sein. Auch nun ist die Liebe Gottes unentwegt Seinen Geschöpfen zugewandt. Und sie äußert sich sonderlich darin, daß sie dem Menschen Gelegenheiten schafft, wo er sich dienend betätigen kann. Jede irdische Arbeit ist eine solche Gelegenheit, und dementsprechend, wie der Mensch sich einstellt zu einer Arbeit, ist auch seine geistige Entwicklung, immer von dem Liebegrad abhängig, der den Menschen beim Ausüben seiner Tätigkeit beseelt. Der göttliche Wille aber beendet den Erdenlauf einer jeden Seele zu einer von Ihm in Seiner Weisheit bestimmten Zeit, um dann das Wesen, ob vollkommen oder unvollkommen, in das geistige Reich zu versetzen, wo es weiter von Seiner Liebe betreut wird und auch nun in dienender Liebe sich betätigen muß, um vollkommen zu werden und um endlich als Ziel den Zusammenschluß mit Gott zu finden, der einziger Zweck jedes Wesens ist auf Erden und im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 4144.

 

Buch 50 4145

Ermahnung Gottes an Seine Diener.

16. Oktober 1947. B.D. NR. 4145.

Verbleibet Mir treu, öffnet Mir eure Herzen, und lasset Mich Eingang nehmen, lasset Mich wirken in euch, die Ich Mir erwählet habe zur Mitarbeit, auf daß Mein Wirken wohl in Erscheinung treten kann, doch für die Menschen in dunkler Geistesnacht verhüllet ist, weil helles Licht sie blenden würde und nur zum Schaden ihrer Seelen sich auswirken könnte. Euch benötige Ich zur Hilfe, und Ich muß euch darum so zubereiten, daß ihr Mir taugliche Werkzeuge seid in kommender Zeit, die für die gesamte Menschheit außerordentlich schwer sein wird, für euch aber erträglich, weil Ich bei euch bin und euren Lebensweg ebne, daß ihr ihn sicheren Fußes zurücklegen könnet bis zum Ende. Ständig will Ich euch mit Meinem Wort beglücken, Ich will zu euch reden liebevolle Vaterworte, Ich will euch Trost geben in Stunden der Not, die auch an euch nicht vorübergehen können, weil ein banges Erleben das andere ablösen wird. Ich will euch stärken und anspornen zu nimmermüder Arbeit für Mich und Mein Reich, Ich will eure Zungen lösen, euer Denken ordnen, und Ich will durch Meinen Geist in euch wirken und euch hellstes Licht, klarste Erkenntnis und tiefstes Wissen schenken, Ich will eure Herzen entzünden zu einer großen Liebesflamme, auf daß ihr euch der Mitmenschen annehmet, die in großer geistiger Bedrängnis dahinleben und eure Hilfe benötigen. Lasset Mich ständig bei euch weilen, rufet Mich, auf daß Ich zu euch kommen kann, und machet euch mit Meinem Wort vertraut, ist es doch ein Kraftspender, ein Labetrank und Speisung für die Seele, und bleibet im Gebet Mir innig verbunden, dann werdet ihr niemals zu fürchten brauchen, in einen schwachen Zustand zu verfallen, und jeder Lebenslage Meister sein. Nur eines verlange Ich von euch, daß ihr euch Meinen Willen zu eigen machet, daß ihr Mir nicht widerstrebet, sondern nur Meine Gebote haltet - Mich über alles liebet und euren Nächsten wie euch selbst. Doch überleget euch, was diese Gebote fordern - und erfüllet sie dann, und Mein ständiger Segen, Meine Liebe und Gnade wird euch gewiß sein, und ihr werdet Mir treu bleiben und ausharren bis zum Ende, und ihr werdet Mir willige Diener sein, durch die Ich Selbst wirken kann, wo Mein Wirken erforderlich ist. Amen. B.D. NR. 4145.

 

Buch 50 4146

Schicksal. Schule. Verschärfte Mittel.

17. Oktober 1947. B.D. NR. 4146.

Der euch das Leben gab, bestimmt auch über euer Schicksal, und Seinem Willen untersteht sowohl euer irdisches als auch euer geistiges Leben, letzteres zwar insofern von eurem Willen abhängig, daß ihr euch den Grad eurer Vollkommenheit selbst schaffet, jedoch euer geistiges Reifen fördernd durch immerwährende geistige Eindrücke, die gewissermaßen durch irdische Eindrücke hervorgerufen werden, weshalb das Schicksal eines jeden Menschen vorbestimmt ist entsprechend dem Willen des Menschen nach Vollendung. Und so müsset ihr auf Erden immer durch die Schule gehen, die eure Seele benötigt, denn Gott hat es erkannt von Ewigkeit, welchen Gang eure geistige Entwicklung nimmt, Er weiß auch um den Reifegrad, den die Seele bei ihrem Ableben erreicht hat, Er weiß um die Lebensdauer des einzelnen, und Er muß oft vor dem Leibestode verschärfte Mittel anwenden, um die Seele zu fördern in ihrer Entwicklung. Dann tritt das Leben in ganzer Härte an den Menschen heran und zwingt ihn dadurch, sich von jedem irdischen Verlangen frei zu machen, auf daß die Seele nur noch nach Gott verlangt und so ihre letzte irdische Fessel ablegt, um völlig frei und entschlackt einzugehen in das geistige Reich. Es ist zuweilen ein Zustand äußerster Not für eine Seele nötig, auf daß sie sich ganz ihrem Schöpfer und Lenker anvertraut und jegliche Bindung mit der Welt auflöst. Dann aber erreicht sie einen hohen Reifegrad, der ihr restlose Beglückung und also vollauf Entschädigung im geistigen Reich einträgt. Sie empfängt geistig tausendfach wieder, was irdisch ihr genommen wurde oder ihr versagt blieb. Und das soll der Mensch bedenken, daß Gott ihn nicht in Willkür leiden lässet, sondern immer nur ein Ziel verfolgt, ihn selig zu machen auf ewig. Und so die Schule, die er absolvieren muß, nicht ohne Erfolg bleiben soll, dann muß oft alle Strenge angewandt werden, ansonsten sich der Mensch nicht geistig bilden könnte in einer kurzen Zeit, die ihm laut Bestimmung von Ewigkeit noch bleibt bis zum Ende. Und da das Ende nicht mehr lange auf sich warten läßt, setzet nun die Not ein in oft einen Gott der Liebe vermissen lassenden Weise. Und dennoch bestimmt die unendliche Liebe Gottes selbst den Erziehungsweg, den die Seele gehen muß, und darum sich der Mensch stets der Liebe Gottes empfehlen, dann wird seine Seele aus jedem Erleben ihren Nutzen ziehen, sie wird reifen in kurzer Zeit und in hohem Entwicklungsgrad in das geistige Reich eingehen, sowie sie ihren Körper, ihre letzte Hülle, verläßt und nach unendlich langer Zeit des Gebundenseins ewige Freiheit genießen kann. Amen. B.D. NR. 4146.

 

Buch 50 4147

Gabe des Empfangens bleibt, Gabe des Belehrens kann entzogen werden.

18. Oktober 1947. B.D. NR. 4147.

Selten nur kann Ich Mich äußern in der Weise, daß eine regelmäßige Übermittlung Meines Wortes zur Erde stattfindet durch den Willen eines Menschen, der Mir dienstbar ist. Selten nur wird eine solche Verbindung hergestellt, die nicht nur gedankliche Ergebnisse zeitigt, sondern schriftliche Aufzeichnungen zur Folge hat, die den Mitmenschen zur Verfügung gestellt werden können. Und selten nur besteht daher die Möglichkeit, den Menschen Aufklärung zu geben und jede geistige Frage zu beantworten. Es ist eine Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen Mir und den Menschen, die offensichtlich sich auswirkt zum Zeichen, daß ein ungezwungener Verkehr mit Mir möglich ist und daß er die Zuwendung Meines Wortes zur sichtbaren Folge hat. Und es ist darum verständlich, daß von Mir aus niemals eine solche Verbindung aufgelöst wird, sondern daß Ich sie begünstige und den Menschen liebevoll betreue, der diese Verbindung mit Mir herstellt, und daß Ich ihm in jeder Weise behilflich bin, daß er sich irdisch sowohl als auch geistig zurechtfindet auf Erden, um ihn nicht zu verlieren, weil seiner eine große Aufgabe harrt, die eben nur von (einem, d. Hg.) solchen Menschen ausgeführt werden kann, der sich Mir ganz und gar hingibt und darum auch sündenfrei ist, so daß Mein Geist durch ihn sich äußern kann. Wer nun für Mich tätig ist, der braucht nimmermehr zu fürchten, daß ihm diese Gnadengabe entzogen wird, weil, wer einmal in dieser innigen Verbindung mit Mir steht, nicht so weit sich verirren kann, daß er das Wirken des Geistes in ihm zur Unmöglichkeit macht. Er wird nicht mit Willen Mir ungehorsam sein, er wird Mich zu Rate ziehen in jeder Angelegenheit des menschlichen Lebens und also auch niemals Mein Wort zu entbehren brauchen, weil er Mir niemals so abtrünnig werden kann, daß er Mir bewußt widerstrebt. Doch wohl entziehen kann Ich ihm die Gabe, den Mitmenschen aufzuklären, wenn dieser sich unwürdig macht Meiner Belehrung. Denn von der Art der Wiedergabe einer Vermittlung hängt es ab, wieweit das tiefere Wissen verständlich ist für den Mitmenschen. Und also kann sehr wohl der Aufnehmende die Gabe des Empfangens göttlicher Weisheit behalten und mit Meinem vollen Willen ständig fortlaufend unterwiesen werden, doch der Zuhörer kann wenig beeindruckt bleiben, und Meine Gnadengabe geht völlig wirkungslos an ihm vorüber, und er wird diesen Zustand als qualvoll empfinden und darben, jedoch jede Gelegenheit erfassen, wo er wieder Mein Geisteswirken empfinden und es verfolgen kann. Amen. B.D. NR. 4147.

 

Buch 50 4148

Liebevolle Vaterworte.

19. Oktober 1947. B.D. NR. 4148.

Nehmet in Empfang, was Meine Liebe euch bietet, und stärket euch daran jederzeit. Und so euch irdische Sorgen drücken, betrachtet sie als von Mir euch auferlegt, und traget sie mit Ergebung, und so sie euch unerträglich erscheinen, kommet zu Mir, und Ich will sie euch tragen helfen oder sie euch ganz abnehmen, d.h. euch Kraft geben oder Hilfe senden, so daß die Not behoben ist, die euch belastet hat. Und so werdet ihr niemals leer ausgehen, so ihr euch an Mich wendet, denn ein Vater versagt sich den Kindern nicht, die ihn lieben und sich seine Liebe erringen wollen durch Erfüllen seiner Gebote. Und ihr werdet Mich daher jederzeit bereit finden, euch mit Gnadengaben zu beglücken, ihr werdet stets Worte der Liebe von Mir vernehmen, so ihr innere Einkehr haltet. Ihr werdet niemals zu darben brauchen und auch Meiner Liebe niemals verlustig gehen, weil Ich immer gebebereit bin und sowohl geistig wie auch irdisch Meine Güter austeilen will denen, die sie benötigen. Ich lasse keinen leer ausgehen, jedoch Ich verteile Meine Güter verschieden dem Verwertungswillen des einzelnen entsprechend. Und so auch sollet ihr im Geben nicht ängstlich sein und immer bedenken, daß Ich es bin, der alle eure Güter, ob irdisch oder geistig, segnen und vermehren kann, daß Ich euch wiedergeben kann, wessen ihr euch entäußert, und daß Ich es auch tun werde, nur mit anderem Maß austeilend, so ihr aus Liebe bedenket euren Nächsten. Nichts wird euch mangeln, so ihr den Nächsten nicht in Not lasset, denn Meine Güter sind nicht begrenzt und Meine Liebe noch viel weniger, und also werdet ihr empfangen dürfen ungemessen, so ihr nur eure Gaben recht verwertet und sie also nützet, um in uneigennütziger Nächstenliebe zu wirken. Und brauchet ihr dann euch zu sorgen um eure Bedürfnisse, so Ich euch die Versicherung gebe, sie zu decken? Brauchet ihr zu fürchten, daß ihr im Lebenskampf erlahmen könnet, wenn Ich euch zur Seite stehe und ihr euch niemals von Mir verlassen glauben brauchet? Glaubet nur an Meine Liebe, und jede Sorge wird von euch abfallen, glaubet an Meine Allmacht, und ihr werdet nicht mehr zweifeln, daß Ich in jeder Not euch helfen kann und euch auch helfen will, weil Ich euch liebe. Glaubet an Meine Weisheit, die nur das Leben euch so gestaltet, wie es gut ist für eure Seele. Und so könnet ihr unentwegt Gaben von Mir in Empfang nehmen, irdisch werde Ich euch bedenken und geistig euch nicht darben lassen, sowie ihr Mein Wort in Empfang nehmet und daraus alle Kraft schöpfet, die ihr benötigt für euren Erdenlebensweg, um ihn zurücklegen zu können nach Meinem Willen. Amen. B.D. NR. 4148.

 

Buch 50 4149

Ernten werdet ihr, wie ihr aussäet. Wie ihr ausmesset, wird.

21. Oktober 1947. B.D. NR. 4149.

Ernten werdet ihr, was ihr aussäet, und Mich werdet ihr stets als gerechten Richter erkennen müssen, so Ich zulasse, daß sich die Früchte eurer Aussaat - die Folgen eures Lebenswandels und eures Wirkens auf Erden, deutlich zeigen als Leiden oder Freuden, als Nöte oder Segnungen jeglicher Art. Ich will es, daß ihr Mich erkennet, daß ihr nichts als Zufall ansehet, sondern stets und ständig Meine Fügung, Meine Hand ersehet, was auch über euch kommt. Und Ich will es, daß ihr euch Rechenschaft ablegt, wieweit ihr selbst euer Schicksal verschuldet habt, so es euch schwer tragbar zu sein scheint. Jede Lieblosigkeit zieht geistige Schwäche nach sich, jede Tat der Liebe wirkt sich in erhöhter Erkenntnis aus. Und so könnet ihr bei strenger Selbstkritik an eurem Geisteszustand ermessen, wieweit ihr die Liebe übet. Stets werdet ihr glücklich sein, Mir zustreben, euer geistiges Wissen zu erweitern suchen und Mich also zu hören begehren, direkt oder durch Meine Diener, so ihr gebet - geistige oder irdische Güter. Wie ihr ausmesset, so wird euch zugemessen werden, d.h., ihr werdet kein Manko zu verzeichnen haben, so ihr nur bestrebt seid, mit Mir durch die Liebe in Verbindung zu treten. Wo aber die Liebe mangelt, dort ist auch Mein Wirken nicht möglich - geistig oder irdisch Reichtümer auszuteilen, und wo Lieblosigkeit vorherrscht, wird auch noch das verlorengehen, was der Mensch besitzet. Es muß das Handeln eines Menschen sich auswirken an ihm selbst, es muß zurückschlagen auf ihn, ansonsten Meine Gerechtigkeit in Frage gestellt wäre, es müssen die Früchte der Aussaat entsprechen, selbst wenn es mitunter nicht sofort erkennbar ist, weil Meine Geduld oft verziehet, um den Menschen Gelegenheit zu geben, sich zu besinnen und zu wandeln, wenn ihr Denken nicht recht ist. Und so es einem Menschen ernst ist um seine geistige Entwicklung, um die Erhöhung der Seelenreife, um geistigen Fortschritt, erweitertes Wissen und Annäherung an Gott, muß auch sein Leben ein unverkennbares Liebeswirken sein; er muß sich bemühen, Liebe zu geben seinen Mitmenschen, auszuteilen, was er besitzet an irdischem oder geistigem Gut, er muß schenken und beglücken, er muß liebetätig sein im Sinne des Wortes, dann wird er auch die Früchte seines Wandelns auf Erden sammeln, weil Ich gerecht bin und jeden bedenke, wie er Meiner Gaben würdig ist. Amen. B.D. NR. 4149.

 

Buch 50 4150

Mangel an Vertrauen. Bittet, so wird euch gegeben werden.

22. Oktober 1947. B.D. NR. 4150.

Wohl vernehmet ihr Mein Wort, und ihr könnet euch dadurch Meinen Willen zu eigen machen, ihr seid auch willens, Mir zu dienen und für die Verbreitung Meines Wortes Sorge zu tragen - ihr lebt auch bewußt und strebet einen höheren Geisteszustand an - ihr bemühet euch auch, in der Liebe zu leben, und stehet des öfteren gedanklich in Verbindung mit Mir, doch eines mangelt euch noch: das schrankenlose Vertrauen auf Meine Hilfe in jeder Not des Leibes und der Seele. Doch gerade dieses Vertrauen ist erst das Merkmal Meiner Kinder, daß sie zum Vater kommen und Ihm ihre Nöte vortragen im Glauben an Meine sichere Hilfe. Nicht der geringste Zweifel darf in euch auftauchen, ihr müsset euch hineinversetzen in die Liebe eures Vaters und Schöpfers und Erhalters zu Seinen Geschöpfen. Seid ihr fähig, euch von der Liebe des Vaters erfaßt zu fühlen, so wird auch jeder Zweifel in euch schwinden, denn dann erkläret euch Meine Liebe alles, dann wisset ihr, daß Ich nicht anders an euch handeln kann, als euch alles zu gewähren, was ihr erbittet, weil die rechte Liebe sich niemals versagt, sondern mit dem Gegenstand ihrer Liebe sich vereinigt sehen will, und daß Ich also stets euch gewähren möchte, was gut ist für euch, auf daß ihr nicht zu Schaden kommet. Doch euer Verstand fasset es nicht, und ihr seid noch viel zu sehr mit dem Verstand tätig, wo allein euer Herz entscheiden soll; euer Verstand fragt und grübelt und kommt schlecht zu einem befriedigenden Ergebnis. Euer Herz aber hat das rechte Empfinden, und es sagt euch immer wieder, daß nur Meine Liebe bestimmend ist und daß diese Liebe euch ewiglich gelten wird, so ihr nur nach ihr Verlangen traget. Und darum müsset ihr euch nur würdig machen Meiner Liebe, und niemals werdet ihr dann eine Fehlbitte tun, denn Ich gewähre euch alles, so ihr nur durch Erfüllen Meines Liebegebotes zu den Meinen gezählt werden könnet, zu denen, die keine Heimat mehr haben auf Erden, sondern ihre wahre Heimat im geistigen Reich ersehen, und die darum sich sehnen nach einer Verbindung mit Mir, ihrem himmlischen Vater von Ewigkeit. Ihr müsset nur immer an Meine Liebe denken, und euer Vertrauen wird sich erhöhen, und dann habt ihr selbst die Gewähr für die Erfüllung jeglicher Bitte, und dann werdet ihr nicht mehr zweifeln, weil Ich euch die Verheißung gegeben habe: Bittet, so wird euch gegeben werden, klopfet an, so wird euch aufgetan. Amen. B.D. NR. 4150.

 

Buch 50 4151

Kraft der Liebe.

23. und 24. Oktober 1947. B.D. NR. 4151.

Die Kraft der Liebe ist überwältigend, und doch wird sie zu wenig erkannt und genützet. Sie ist wie ein reißender Strom, der alles erfaßt und mit sich führt, sie ist wie ein Feuer, dem nichts standhält, das alles verzehrt, was in seine Nähe kommt. In der Liebe liegt eine ungewöhnliche Stärke, doch es muß eine reine Liebe sein, ansonsten sie Triebe zur Auslösung bringt, die herabziehen. Eine reine Liebe kann und muß wieder Gegenliebe erwecken, wie eine Kraft auch eine Gegenkraft auslöst. Und darum wird sie auch Erwiderung finden, wenn auch nicht unmittelbar als Folgeerscheinung, sondern erst dann, wenn die Liebe auf den Mitmenschen gewirkt hat. Sie muß gewissermaßen erst dessen Herz berühren, bevor die Gegenliebe erwacht und also zurückstrahlt. Es ist dies ein Urgesetz, daß die Liebe als Kraft wirket und daß sie als solche auch eine ungeheure Gewalt hat. Es ist ein Urgesetz, daß sie sich verdoppeln muß, sowie zwei Wesen sich zueinander hingezogen fühlen, daß aber das eine passiv, das andere aktiv sich verhält und daß darum die Liebe des einen stärker sein muß, ansonsten sie nicht aufbauend, also als Kraft spürbar wäre. Es ist die Liebe von Gott ausgehend und somit so lange als göttlich zu bezeichnen, wie sie nur geistiges Gut anstrebt. Es kann aber auch die Liebe eines Menschen dem Mitmenschen gelten, und auch dann noch kann sie göttlich sein, so das Prinzip der gebenden Liebe vorherrscht. Dann wird sie ebenfalls Gegenliebe erwecken, sie muß dann aber völlig frei sein von Eigennutz, und ihr Ziel muß stets sein, Glück zu geben und zu bereiten. (24.10.1947) Wer gebende und beglücken-wollende Liebe in sich trägt, der ist wahrhaft Mir verbunden und beziehet ständig Kraft aus Mir. Denn eine solche Liebe wird stets zur Tätigkeit drängen, sie muß sich entäußern ihrer Kraft, und dieser Trieb hat immerwährende Tätigkeit zur Folge. Tätigkeit aber ist Leben, und sonach steht der Mensch erst dann im Zustand des Lebens, wenn er voll der Liebe ist. Denn Liebeswirken erst beendet den Zustand des Todes, der die Seele zuvor umfängt. Liebeswirken ist eine vom Geist ausgehende Tätigkeit, die nicht mit irdischer Tätigkeit verglichen werden kann, selbst wenn sie sich irdisch auswirkt. Der Zustrom von Kraft aus dem geistigen Reich wird den Menschen immer zu erhöhtem Liebeswirken antreiben, und sonach sich ständig die Kraft in sich vermehrt. Körperlich zwar wird der Mensch nicht sonderlich berührt davon, doch sein ganzes Empfindungsleben erfährt eine Vertiefung, er ist überaus sensibel und vernimmt daher die Stimme des Geistes in sich, die nur leise und fein ertönt und von den körperlichen Sinnen nicht vernommen werden kann. Diese Stimme des Geistes ist also die Auswirkung von Liebetätigkeit und Liebetätigkeit wieder die Auswirkung liebenden Empfindens im Herzen, dieses wieder eine Ausstrahlung Meiner Selbst, die Ich dem zufließen lasse, der Mich liebt, d.h., der Meine Gebote erfüllt, der Meinen Willen zu tun sich bemüht, der Mir bewußt zustrebt, d.h. Mich anerkennt und an Mich glaubt. Immer ist Liebe Kraft, ob sie von Mir ausgeht und Meine Geschöpfe berührt oder zu Mir zurückkehrt in Form uneigennütziger Liebetätigkeit. Und diese Kraft wird ununterbrochen ins Weltall verströmen, denn Ich Selbst, als die ewige Liebe, will geben und beglücken und Meine Geschöpfe in den Zustand der Seligkeit erheben, Ich will, daß sie leben und durch ständige Tätigkeit die Kraft aus Mir in Empfang nehmen und austeilen, weil sie zum Geben und Beglücken-Wollen antreibt. Amen. B.D. NR. 4151.

 

Buch 50 4152

Ernte. Schnitter. Gott als Lehrmeister.

25. Oktober 1947. B.D. NR. 4152.

Das geistige Streben soll euch verbinden und keine Trennung mehr zulassen. Gemeinsames Erleben soll euch reifen lassen, und jeder soll zur Höhe streben aus innerstem Antrieb, jeder soll sich als Beauftragter Gottes fühlen, der eine Mission zu erfüllen hat, und Gott bitten um Kraft und Gnade, diese Mission Seinem Willen gemäß ausführen zu können. Und ihr werdet reichlich Arbeit finden, so ihr in Seinen Dienst euch stellt, denn Er braucht willige Arbeitskräfte zur Urbarmachung eines Feldes, das reiche Frucht tragen soll. Er braucht Menschen zur Aussaat, wie Er auch für die Zeit der Ernte Schnitter braucht, die Ihm dienen und emsig tätig sind. Hat Gott euch erwählet, so seid euch dieser Auszeichnung bewußt und machet euch ihrer würdig. Denn es ist eine ganz besondere Gnade, Sein Wort in Empfang nehmen zu dürfen, das euch vorbereitet für jene Mission, das euch wissend macht und fähig, das Wissen weiterzuleiten an eure Mitmenschen. Darum seid euch dieser Gnadengabe bewußt, und nehmet voller Dank hin, was Gottes Liebe euch bietet, erfüllet aber auch Seinen Willen, der euch kundgegeben ist durch Sein Wort. Jedes geistige Gespräch wird euch fördern, es wird euch erweitertes Wissen eintragen, und dieses Wissen wird euch beglücken, denn es ist geboten von oben, von Gott Selbst, Der Seine Diener anweiset, euch zu unterrichten, und Der Sich Selbst als Lehrmeister euch offenbaret, euch in Seine Schule nimmt und göttliche Weisheit euch vermittelt. So Er Selbst euch belehret, seid ihr jeglichem Irrtum fern, und es fließt euch die Wahrheit zu in reinster Form, denn Seine Liebe ist übergroß, Seine Weisheit ist unergründlich und Seine Macht unvorstellbar. Liebe und Weisheit und Allmacht aber könnet ihr in jeder Kundgabe feststellen und darum glücklich sein, daß euch Sein Wesen aufgeschlossen wird und ihr die Fähigkeit besitzet, zu fassen, was Sein Geist euch kundtut. Und darum schätzet diese Gnadengabe, machet euch ihrer würdig, werdet nicht lau und gleichgültig, sondern begehret sie aus ganzem Herzen, und empfanget sie mit Dank, so wird euch euer geistiges Streben Segen eintragen, ihr werdet vorwärtsschreiten in eurer Entwicklung und sicher euer Ziel erreichen - restlose Vereinigung mit der ewigen Liebe, Die euch gewinnen will für ewig. Amen. B.D. NR. 4152.

 

Buch 50 4153

Verhältnis eines Kindes zum Vater.

26. Oktober 1947. B.D. NR. 4153.

Ihr sollt Mein werden und euch nicht mehr trennen von Mir, ihr sollt einen Bund schließen mit Mir, euch Mir hingeben und nichts mehr verlangen als Meine Liebe, und so ihr in diesem Stadium der Entsagung alles Irdischen angelangt seid, könnet ihr getrost euer Leben lassen, denn dann habt ihr die letzte Probe auf Erden bestanden, und ihr seid reif für das geistige Reich. Doch was ist dazu nötig, daß ihr diesen Grad der Liebe zu Mir erreichet, der euch selig macht auf ewig? Ihr müsset in dem Verhältnis eines Kindes zum Vater stehen, dann werdet ihr nichts anderes mehr begehren, als mit Mir vereinigt zu sein, denn das Kind verlangt nur zum Vater, weil es seine väterliche Liebe spürt und sich in dieser wohlgeborgen weiß. Das Kind ist schwach und verlangt Schutz und Beistand, es verlangt nach Gaben, die ihm nur die Liebe des Vaters spendet, und es kommt vertrauend zu ihm und bittet ihn voll kindlicher Demut, und der Vater versagt dem Kind nichts, weil er es liebt. Ihr alle müsset euch als Meine Kinder fühlen und dieses Vertrauen zu Mir haben, daß ihr Mir alle eure Sorgen, Nöte und Leiden vortraget und gläubig darauf wartet, daß Ich sie euch abnehme, daß Ich sie behebe und euer Los auf Erden euch erträglich gestalte. Und so schließet ihr ein Bündnis mit Mir, eurem Vater von Ewigkeit, ihr vertrauet euch Mir an, und ihr fühlet euch dadurch Mir so nahe, daß ihr ohne Scheu sprechet und auch bemüht seid, Mein Wohlgefallen zu erringen und dadurch wieder Meine Liebe, und ihr selbst werdet auch das Bewußtsein haben, als Meine Kinder Meine Liebe zu besitzen, und dieses Bewußtsein wird euch inneren Frieden geben und Kraft in aller Fülle. Und dennoch werdet ihr euch nicht überheben, ihr werdet tief demütig bleiben und mit Meiner Gnade überschüttet werden - Ich kann nun wirken in euch, Ich kann durch Meinen Geist zu euch sprechen, und ihr werdet Mich vernehmen können - die Verbindung mit Mir wird euch reichsten Segen eintragen, ihr gehöret Mir nun an, und Ich lasse euch ewiglich nicht mehr von Mir. Der Zusammenschluß hat stattgefunden, der das Ziel aller Menschen sein soll auf Erden, auf daß sie eingehen können in das Reich des Friedens, so das Erdenleben beendet ist. Amen. B.D. NR. 4153.

 

Buch 50 4154

Gedankliche Ausstrahlungen. Geistige Kräfte.

27. und 28. Oktober 1947. B.D. NR. 4154.

Geheime Kräfte wirken alle Zeit, im Verband stehend mit der Urkraft, dem Schöpfer des Alls, mit Gott, Dem alles untersteht im geistigen Reich sowohl als auch in der materiellen Welt. Diese Kräfte sind es, die unentwegt tätig sind und auf die Gedanken der Menschen einwirken, die ihnen zur Betreuung anvertraut sind. Gedanken sind geistige Strömungen, die zugeleitet werden von jenen Kräften den Menschen; ob sie aber von diesen aufgenommen werden, liegt den Menschen selbst ob. Und daher suchen die geistigen Kräfte, den Willen des Menschen zu lenken in einer bestimmten Richtung, auf daß nun der Wille bereit ist, die Gedankenwellen, die ihn umspielen, aufzunehmen und dem Verstand zur Bearbeitung vorzulegen, auf daß dann sowohl die Seele als auch der Verstand einen Nutzen davon haben. Diese Kräfte sind nun am Werk, eine totale Wandlung des Denkens zu erreichen, und sie nehmen jede Gelegenheit wahr, ermahnend und warnend den Menschen beizustehen, und daher versuchen diese Kräfte, geistige Lichtwesen, erstmalig das Denken des Menschen auf das geistige Reich zu richten, und zu diesem Zweck wird ihnen schicksalsmäßig das irdische Leben erschwert, auf daß sie es leichter hingeben und dort Ersatz suchen, wo sie nicht enttäuscht werden können. (28.10.1947) Vielfach zwar ketten sich die Menschen nach schweren Schicksalsschlägen noch mehr an das irdische Leben, und dann ist es für die geistigen Kräfte schwer, sich zu Gehör zu bringen, denn die gedanklichen Ausstrahlungen werden nicht angenommen. Der Mensch verharrt in seinem völlig materiellen Denken und ist für das geistige Reich verloren. Wo sich aber nur wenige zusammenfinden und dessen Erwähnung tun, was ihre Gedanken bewegt, wo nur ein Mensch gesprächsweise geistige Sphären berührt, dort können auch jene Kräfte wirken und sich gedanklich äußern, und die ihm sich nicht entgegenstellenden Menschen werden ein gedankliches Wissen erwerben, das sie innerlich befriedigen und von ihnen als Wahrheit erkannt wird. Und dieses Wissen übermittelt zu bekommen in gedanklicher Weise ist Erleuchtung des Geistes, die eines jeden Menschen Gnadenzuwendung ist, der seinen Willen richtet in das geistige Reich im Verlangen nach Erkenntnis, nach der Wahrheit, und diese von Gott durch Seine Lichtwesen zugeführt erhält. Es ist rechtes Denken nicht dem Verstand entstammend, sondern dem geistigen Reich, es ist der Geist aus Gott tätig, den im Menschen schlummernden Geistesfunken, der Sein Anteil ist, zu wecken und durch diesen nun die Seele zu unterweisen, die sich dann dem Menschen zu Gehör bringt, was nun auch Verstandestätigkeit erfordert, auf daß das Wissen des Menschen geistiges Eigentum wird. Auf daß nun der Menschen Geist erleuchtet werden kann, ist es nötig, daß er durch irgendwelche Eindrücke oder Gespräche der Mitmenschen hingelenkt wird in das Bereich des Geistigen, daß er sich gedanklich beschäftigt mit geistigen Problemen und nun die wissenden Kräfte des geistigen Reiches den Auftrag Gottes ausführen und auf die Gedanken der Menschen einwirken können, ihnen die Wahrheit aus Gott vermitteln, die allein zu Gott führt und den Menschen das ewige Leben sichert. Amen. B.D. NR. 4154.

 

Buch 50 4155

Enttäuschung der Menschen - Besserung. Göttlicher Eingriff.

29. Oktober 1947. B.D. NR. 4155.

Eine große Enttäuschung werden die Menschen erleben, die sich eine Besserung der Lebenslage erhoffen und jegliche Arbeit verrichten im Hinblick auf eine bessere Zeit. Sie glauben, sich durch Menschenhände und Menschenwillen das Leben umgestalten zu können, sie glauben an einen Aufstieg in jeder Hinsicht, sie führen alle Arbeiten aus, die einer Versorgung auf lange Sicht hinaus gleichkommen, sie sind überaus mühsam in unwichtigen Dingen, aber das Wichtigste lassen sie unbeachtet - Fürsorge zu treffen für das jenseitige Leben. Ihre Gedanken kreisen ständig um irdische Pflichten, um irdische Genüsse, um irdischen Wohlstand. Das geistige Leben aber ist ihnen völlig gleichgültig, und so ist es verständlich, daß sie von Gott abstreben, wenngleich sie Seinen Namen im Munde führen, denn die Reize der Welt sind stärker, und die Welt ist Anteil dessen, der Gott entgegenarbeitet und Ihn verdrängen will. Und da sie dem Gegner Gottes mehr Rechte einräumen durch ihr Verlangen, wird ihnen auch erfüllt, was sie begehren, doch von ihrer Seele nimmt er gleichfalls Besitz, und ein Lösen aus seiner Gewalt erfordert eine Willensstärke, die irdisch gesinnte Menschen nicht aufbringen. Für diese Menschen wird die Enttäuschung übergroß sein, so die Erde heimgesucht wird durch göttlichen Willen, so die Naturkatastrophe alle ihre Hoffnungen zunichte machen und sie in äußerst dürftige Lebenslagen versetzen wird, die allen ihren Plänen und Hoffnungen widersprechen. Es wird eine bittere Zeit sein für alle Weltmenschen, die sie kaum ertragen können, denn nun sehen sie die Unmöglichkeit einer besseren Lebensführung ein und sind zu keiner aufbauenden Arbeit fähig. Sie murren und klagen und lehnen einen Schöpfer und Erhalter aller Dinge ab, denn sie vermögen Gott nicht zu erkennen in jener Not, die durch das Vernichtungswerk eingetreten ist. Eine geistige Erklärung der kommenden Zeit nehmen sie nicht an, denn ihre weltliche Einstellung nimmt ihnen jede Fähigkeit einer rechten Beurteilung, und daher werden sie völlig ratlos der neugeschaffenen Lage gegenüberstehen, bis Gott Sich ihrer erbarmt und sie entweder von der Erde nimmt oder ihnen erneute Möglichkeit gibt, Kenntnis zu nehmen von Seinem Wort, um sich ernstlich umstellen zu können, so sie dazu den Willen aufbringen. Dennoch ist es die einzige Möglichkeit, denn der Hang nach der Welt ist zu groß, als daß er abgelegt würde, wenn nicht Gott mit diesem Zerstörungswerk gleichzeitig eine Hilfsaktion verbunden hätte, um ihnen zum Lösen von der Materie Gelegenheit zu geben. Denn diese muß als erstes überwunden werden, will der Mensch selig werden, will er auf Erden seine eigentliche Aufgabe kennenlernen und sie zu erfüllen trachten. Es ist der göttliche Eingriff durch die Natur das letzte Hilfsmittel, im freien Willen sich dem geistigen Streben zuzuwenden und die Erde mit ihren Reizen überwinden zu lernen. Amen. B.D. NR. 4155.

 

Buch 50 4156

Zeit der Ernte. Schnitter. Arbeiter im Weinberg. Propheten.

30. und 31. Oktober 1947. B.D. NR. 4156.

Ihr werdet die Zeit der Ernte erleben, von der geschrieben steht, daß der Weizen von der Spreu gesondert wird und die Früchte der Äcker in die Scheunen gesammelt werden. Und es wird der Herr Seine Knechte anweisen, pflichtgetreu ihre Arbeit zu leisten, Er wird sie aussenden, daß sie als fleißige Schnitter die Ernte einbringen, daß sie darauf bedacht sind, ihrem Herrn die Scheuern zu füllen, und nicht eher ruhen, bis die letzten Früchte unter Dach gebracht sind, bis sie Ihm sagen können: Herr, unsere Arbeit ist getan. (31.10.1947) Diese Zeit ist nahe, und allen, die für das Reich Gottes arbeiten, alle, die Gott Seelen zuführen wollen, die Seine Liebelehre zu verbreiten suchen, die den Menschen Kunde geben vom Walten und Wirken Gottes, diese sind Seine Knechte, die Er gedungen hat, auf daß die Arbeit geleistet werde, die dringend nötig ist vor dem Ende, vor dem Tage, da die Spreu vom Weizen geschieden wird. Und dieser Tag ist nicht mehr fern, immer wieder wird es den Menschen gesagt durch den Mund der Propheten, durch den Mund derer, die Gott dienen und sich Ihm voll und ganz zur Verfügung stellen. Immer wieder bedienet Gott sich ihrer, um durch sie zu sprechen zu allen, die Ihn anhören wollen. Doch schnell wird die Zeit vergehen, es wird eine überaus eifrige Tätigkeit einsetzen müssen, um noch bis zum letzten Tag reiche Ernte zu bergen. Doch der Lohn wird wahrlich der Arbeit wert sein. Noch in letzter Stunde braucht Gott Arbeiter für Seinen Weinberg, und Er wirbt um solche ohne Unterlaß, denn die Dringlichkeit des Endes erfordert übermäßige Arbeit, und das umso mehr, je größer die geistige Not ist unter der Menschheit. Wer stellt sich zur Verfügung? Wer scheut die Arbeit nicht für Gott und Sein Reich? Wer hat Erbarmen mit den irrenden Seelen und will helfen, sie zu retten vor ewiger Verdammnis? Wer höret die Stimme des Herrn, Der Knechte rufet zum Dienst für Sich? Ihr alle werdet die Zeit erleben, da Gott Ernte halten wird, und ihr alle sollt auf Seinen Ruf hören und euch Ihm zur Verfügung stellen. Wohl ist die Arbeit schwer, und sie erfordert viel Geduld und Liebe zu den Mitmenschen, doch tausendfach segnet Gott euch eure Mühe, und Er fordert nicht mehr von euch, als ihr leisten könnet. Und Er überschüttet alle mit Seiner Gnade, die in Seinen Dienst treten, denn das Ende ist nahe, und Eile ist geboten, weil seit Ewigkeit der Tag bestimmt ist, da das letzte Gericht gehalten wird. Amen. B.D. NR. 4156.

 

Buch 50 4157

Tönendes Wort.

1. November 1947. B.D. NR. 4157.

Das tönende Wort im Herzen zu vernehmen ist Meiner Liebe untrüglichstes Zeichen. Es klingt wie ein leise gesprochenes Wort, fein und zart und doch hell und klar. Es erfüllt euch Menschen mit herzinniger Freude, denn es ist so ungewöhnlich wohltuend, daß ihr es ständig zu hören begehrtet, so Ich euch nicht ernüchtern möchte, auf daß ihr auch im irdischen Leben bestehen könnt. Denn die Seligkeit, Meine Nähe zu spüren, beraubt euch der Ruhe, und darum muß Ich auch stets verhüllt euch Mich nahen, ob im Wort oder in Meiner Gegenwart, und euch davor bewahren, überschwenglichen Gemütes zu werden, das nicht für diese Welt taugt. Die Liebe zu Mir ist zwar wie ein unlöschbares Feuer in euch entfacht, doch lasse Ich es nicht in hellen Flammen auflodern, um eurer selbst willen. Ich aber weiß, wann euer Herz tiefer reiner Liebe zu Mir fähig ist und wann Ich daher tönend Mich in euch äußern kann. Ihr aber wisset nicht den Liebegrad, der dieses Meiner Liebe sicherstes Zeichen zuläßt, und darum müsset ihr zu erhöhter Liebe angetrieben werden und oft durch Leid, das euch Mir in die Arme drängen soll. Denn wen Ich mit Meiner Liebe erfaßt habe, den lasse Ich ewiglich nicht mehr, Ich lasse ihn aber auch nicht auf gleicher Entwicklungsstufe stehen, Ich will, daß er sich Mir nähert, daß er immer vollkommener werde, daß er zuletzt nur noch Mich allein begehret - und dieses setzt ein völlig schlackenloses, Mir geöffnetes Herz voraus. Verstehet ihr, daß Ich euch nur dazu verhelfen will und ihr durch Läuterungsschulen hindurch müsset, um in Meiner Nähe selig sein zu können? Um Mein gesprochenes Wort hören zu können und also von Meiner Gegenwart vollauf überzeugt zu sein? Verstehet ihr, warum ihr Leid und Elend durchmachen müsset, warum Ich euch zu ständiger Liebetätigkeit ermahne und euch ständig die Möglichkeit gebe, in Liebe zu wirken? Verstehet ihr, warum ihr dienen müsset, um dereinst herrschen zu können, warum ihr in Demut euch beugen müsset, um von Mir emporgehoben zu werden? So ihr Mein Wort tönend in euch vernehmet, werdet ihr dies alles verstehen und Mir danken von ganzem Herzen, denn dann stehet ihr auch in reifer Erkenntnis, und ihr werdet für alles Verständnis haben, was in der Welt, um euch und an euch selbst geschieht. Alles ist nur in Meiner übergroßen Liebe begründet, alles hat nur den Zweck, euch die Annäherung an Mich begehrenswert zu machen und euch zu verhelfen dazu. Denn nur im Verband mit Mir könnet ihr selig werden. Die Einswerdung mit Mir ist euer Ziel, weil ihr Mein Anteil seid von Ewigkeit, das Ich nimmermehr aufgebe oder an Meinen Gegner abtreten will. Und habt ihr nur den geringsten Willen nach dieser Vereinigung mit Mir, dann werdet ihr auch sicher das Ziel erreichen, denn Meine Liebe ergreifet alles, was ihr zustrebt, und der Liebe höchstes Ziel ist endgültiger Zusammenschluß mit Mir auf ewig. Und wüßtet ihr um die Tiefe Meiner Liebe, so würde euch eine beglückende Ruhe durchströmen. Ihr aber sollet ringen und bitten um Kraft, ihr sollt emsig tätig sein und arbeiten an euch, um zur höchsten Vollkommenheit zu gelangen. Dann aber werde Ich Selbst in euren Herzen wohnen, Ich werde zu euch sprechen, und ihr werdet Mich hören dürfen zu jeder Zeit und an jedem Ort, so oft und so lange, wie eure Seele dies verträgt, solange ihr noch auf Erden weilet. Einst aber werdet ihr Mich ständig vernehmen dürfen, ständig in Meiner Nähe weilen können und ständig von Meiner Liebe beglückt sein, und eure Seligkeit wird kein Ende nehmen - ihr werdet ewig selig sein. Amen. B.D. NR. 4157.

 

Buch 50 4158

Mittler zwischen Gott und den Menschen. Jesus Christus.

2. bis 4. November 1947. B.D. NR. 4158.

Der Mittler zwischen Gott und den Menschen war Jesus zu einer Zeit, wo die Verbindung mit Gott von seiten der Menschen nicht mehr hergestellt wurde und es daher unmöglich war, daß Gott Selbst Sich ihnen kundgeben konnte durch das innere Wort. Es war gewissermaßen ein Bindeglied zwischen ihnen und Gott nötig geworden, und es mußte die Möglichkeit geschaffen werden, den Menschen den Willen Gottes zu übermitteln, und es konnte dies nur durch einen Menschen geschehen, der in einem so hohen Reifegrad seiner Seele stand, daß er das innere Wort zu hören vermochte, daß Gott Selbst also durch diesen Menschen Sich äußern konnte, ohne daß die Freiheit des Willens dadurch gefährdet wurde. Es kann dieser Akt sich nur abspielen in vollster Übereinstimmung des Willens des Menschen mit dem göttlichen Willen und daher totaler Unterwerfung des eigenen Willens unter den Willen Gottes, und diese völlige Unterwerfung hat die Fähigkeit, Gottes Stimme zu hören zur Folge, und da die göttliche Stimme (3.11.1947) überaus fein und zart klingt, vermag sie nur der Mensch zu hören, der aufmerksam nach innen lauschet. Der Mensch Jesus war voller Liebe zu Seinen Mitmenschen, Er Selbst vernahm die Stimme Gottes in Sich - (4.11.1947) und in Seiner Liebe suchte Er, den Mitmenschen Kenntnis zu geben von dem, was Er von Gott Selbst vermittelt bekam. Denn Gott sprach zu allen Menschen durch Jesus, und also war Er nur die Hülle, durch die Gott Selbst Sich äußerte. Es war die Verbindung von Gott zu den Menschen so dringend nötig geworden, denn ohne Vermittlung des göttlichen Willens war niemand fähig, seiner Bestimmung auf Erden nachzukommen, sich zu formen nach dem Ebenbild Gottes, sich zu gestalten zur Liebe, denn die Menschen waren zur Zeit Jesu Christi völlig der Liebe bar und dadurch endlos weit von Gott entfernt. Es bestand eine Kluft, die nur zu überbrücken war durch Liebeswirken, und es wären die Menschen unrettbar verloren gewesen, hätte Gott ihnen nicht einen Retter gesandt in Jesus Christus, Der die Kluft kraft Seiner großen Liebe zu den Menschen überbrückte, Der einen Weg herstellte von den Menschen zu Gott - den Weg der uneigennützigen Nächstenliebe. Dadurch sollten sie wieder in den Zustand kommen, das Wort Gottes zu vernehmen, Ihn Selbst zu hören und Seine Rede als göttlich zu erkennen und alles zu befolgen, was Gott von den Menschen verlangte. Die Menschen dieser Zeit jedoch stellten die Verbindung mit Gott Selbst nicht her, sie übten sich weder in der uneigennützigen Nächstenliebe, noch glaubten sie an einen Gott, Der zu ihnen reden wollte. Jesus wußte um diesen Zustand der Menschen und Er wollte ihnen helfen, indem Er Sich Selbst erbot, die Bedingungen zu erfüllen, die an das Vernehmen des göttlichen Wortes direkt geknüpft waren. Und also formte Er Sich erstmalig zur Liebe und trat dadurch in so innigen Verband mit Gott, daß Er erwählt wurde als Mittler, daß Gott Selbst Seinen Leib als Hülle bezog, um Seinen Glanz, Sein alles verzehrendes Liebesfeuer, zu verbergen vor den Menschen, die in so dunkler Geistesnacht dahingingen, daß helles Licht ihnen unerträglich war. Es bediente Gott Sich eines Menschen, und Er redete durch Dessen Mund. Dennoch wurde Er nur von wenigen erkannt. Wenige nur lebten dem göttlichen Willen gemäß, so daß sie auch das Göttliche im Menschen Jesus erkannten und Sein Wort als von Gott gesprochen annahmen. Die Mehrzahl setzte Zweifel in Sein Wort, sie erkannten Ihn nicht, weil sie sündig und ohne Liebe waren. Und in dieser gleichen Not sind auch nun wieder die Menschen, die keinen Glauben haben an Gott und durch ihr liebloses (Wesen) Leben so entfernt sind von Ihm, daß sie Sein Wort nicht vernehmen können. (4.11.1947) Und wieder benötigen sie Mittler - Diener, durch deren Mund Gott Sich äußern kann, um den Menschen in ihrer geistigen Not Mahnungen und Warnungen zukommen zu lassen, ihnen das Gebot der Liebe zu geben und Richtlinien für ihren Lebenswandel, auf daß sie nicht in den Abgrund gerissen werden von Seinem Gegner, sondern zur ewigen Seligkeit gelangen. Und diese Diener müssen so innig mit Gott verbunden sein, daß sie fähig sind, Sein Wort zu vernehmen, sie müssen durch Liebeswirken und Gott-zugewandten Willen diese Fähigkeit sich erworben haben; die Liebe zu den Mitmenschen muß sie bestimmen zur Hilfeleistung geistiger und irdischer Art. Sie müssen ferner ganz unabhängig sein von religiösen Organisationen, d.h., sie dürfen nicht in ein falsches Denken hineingedrängt werden, das sie hindern kann, das reine Wort Gottes aufzunehmen und zuwiderlaufende Lehren abzulehnen - denn sie sollen das von Gott empfangene Wort mit allem Eifer zu verbreiten suchen als alleinige, ewige Wahrheit. Ein Mittler zu sein zwischen Gott und den Menschen, die Verbindung herzustellen mit dem geistigen Reich ist wohl die schönste Aufgabe auf Erden und stellt jede irdische Tätigkeit in den Schatten. Es ist eine Aufgabe, die einen Gnadenreichtum einträgt von unschätzbarem Wert, doch es ist ein solches Amt auch verpflichtend, denn wer viel hat, muß auch viel austeilen, und er wird für seinen Reichtum auch verantwortlich gemacht, wie er ihn verwaltet hat. Ein Mittler zu sein zwischen Gott und den Menschen ist wahrlich von größter Bedeutung, es ist das Verringern einer Kluft, die durch die Lieblosigkeit der Menschen schon fast unüberbrückbar geworden ist. Die Liebe eines Menschen aber kann eine Brücke schlagen, und unzählige Menschen können diese Brücke betreten und wieder fähig werden, das göttliche Wort zu vernehmen. Und darum wird Gott Seine Diener auf Erden segnen, die im freien Willen sich erbieten, den Mitmenschen einen Dienst zu erweisen, der sich auswirket für die Ewigkeit, und Er wird stets darauf bedacht sein, ihnen mit Liebe und Gnade beizustehen, auf daß sie ihre Mission erfüllen können - taugliches Werkzeug zu sein für Gott, Der zu den Menschen reden will in Zeiten tiefster geistiger Not, Der ihnen helfen will, weil sie Seine Hilfe dringend benötigen, denn die Zeit geht ihrem Ende zu. Amen. B.D. NR. 4158.

 

Buch 50 4159

Gabe der Prophetie.

5. November 1947. B.D. NR. 4159.

Die Gabe der Prophetie wird nur dem Menschen verliehen, der davon Gebrauch macht in der rechten, d.h. Gott-gewollten Weise - der seinen Mitmenschen verkündet, was er zu schauen oder zu hören vermag als Diener Gottes. Niemals kommt ein Gericht über die Menschen ohne zuvorige Ankündigung, niemals bleiben sie ungemahnt. Warnungen und Mahnungen aber müssen durch Menschenmund ihnen zugehen, denn es sollen sich die Menschen im freien Willen entscheiden für gut oder böse, und so müssen sie auch ungezwungen urteilen dürfen über die Voraussagen und sich gläubig oder ungläubig einstellen können, es muß ihnen überlassen bleiben, sich auf Grund der Voraussagen zu wandeln, d.h., zu einem Gott-gefälligen Lebenswandel zu entschließen, sie dürfen sich keineswegs dazu gezwungen fühlen, und also müssen die Voraussagen in einer Weise ihnen vermittelt werden, die ihren freien Willen nicht beeinflußt. Menschenmund spricht sie im Auftrag Gottes aus, und jeder gläubige Mensch wird dem Diener Gottes ohne Zweifel glauben, doch im allgemeinen wird seinen Ausführungen wenig Glauben entgegengebracht werden, weil man ein Vorhersagen von großen Ereignissen für unmöglich hält wie auch, daß Gott Selbst durch Seher und Propheten Sich äußert über zukünftige Dinge. Da aber im nur geistigen Interesse die Menschen auf kommende Ereignisse aufmerksam gemacht werden um ihrer Seelenarbeit willen, ist einzelnen Menschen die Fähigkeit gegeben, in die Zukunft zu sehen, was jedoch nicht verallgemeinert werden kann, sondern nur im Dienst Gottes Stehenden kann Glauben geschenkt werden, weshalb sich nicht Menschen anmaßen sollen, zukünftige Dinge aufdecken zu wollen, die nicht von Gott den Auftrag dazu haben. Es muß der Geist Gottes ihnen kundtun, was den Mitmenschen offenbart werden soll, und es müssen Ermahnungen für einen Gott-gefälligen Lebenswandel verbunden sein mit diesen Offenbarungen, ansonsten sie zwecklos, wenn nicht gar schädlich sind, denn um irdische Wißbegierde damit zu befriedigen, läßt Gott unter den Menschen keine Seher und Propheten erstehen. Doch da der geistige Tiefstand der Menschheit ein Gericht notwendig macht, werden die Menschen zuvor gewarnt, und es wird ihnen das Wissen um die Entwicklung irdischer Geschehen erschlossen, jedoch immer in Verbindung mit dem geistigen Wohl der Menschen, weshalb Seher und Propheten immer unter den Menschen erstehen werden, so die Menschen in Gefahr sind, einem kommenden Gericht zum Opfer zu fallen, und sie ihrer Seelen noch gedenken sollen, bevor es zu spät ist. Doch wer von Gott aus berufen ist, für Ihn zu wirken auf Erden, dem ist auch von Gott die Gabe gegeben, zukünftige Dinge vorauszusagen. Und ihnen kann vollster Glauben geschenkt werden, denn bald wird ihnen auch der Beweis erbracht werden, denn alle Voraussagen werden sich erfüllen. Amen. B.D. NR. 4159.

 

Buch 50 4160

Kampf zwischen Licht und Finsternis.

6. November 1947. B.D. NR. 4160.

Es wird ein ewiger Kampf bleiben zwischen Licht und Finsternis, d.h., es werden Ewigkeiten vergehen, bis das Licht die Finsternis völlig überwunden hat und nur noch ein unendliches Lichtreich besteht, wo keine Finsternis mehr eintreten kann. Es wird aber dann auch kein Kampf der Geister gegeneinander mehr stattfinden, sondern tiefste Liebe verbindet alle geistigen Wesen im gemeinsamen Wirken für Gott. Das Streben nach Vollkommenheit wird nie aufhören und somit eine neue Basis geschaffen sein für die Tätigkeit aller Wesen im geistigen Reich. Denn diese gilt dann nicht mehr der Erlösung irrender Seelen, weil das Lichtreich nur erlöste Seelen birgt, sondern es ist ein gegenseitiges Anspornen zu immer größerer Vollendung, ein ständiger Zusammenschluß des gleich reifen Geistigen und verstärktes Wirken durch ständig vermehrte Kraft, die ausschließlich genützet wird zur Annäherung an Gott - zu eifriger Liebetätigkeit, denn Wirken in Liebe bleibt ewiglich das erste Gesetz im geistigen Reich. Doch sie wendet sich hauptsächlich dem Schaffen und Gestalten geistiger Schöpfungen zu, dem Beglücken geistig gleichgesinnter Seelen, die im Zusammenschluß sich finden, um mittels vermehrter Kraft neue Schöpfungen erstehen zu lassen, die wieder anderen geistigen Wesen zu immer höherer Vollkommenheit verhelfen. Es ist ein unentwegtes Leben, d.h. ständige Tätigkeit in lichtvollster Umgebung, jedoch vom Verlangen getrieben nach dem Angesicht Gottes, nach Seiner Liebe und Seinem Wort, nach ständiger Ausstrahlung Gottes, die unsagbares Glück auslöst. Und dieses Verlangen findet ständig Erfüllung und wird doch niemals geringer, denn die Liebe Gottes wird immer erstrebenswert bleiben auch für das lichtvollste vollkommene Geistige, und darum wird auch die Seligkeit kein Ende nehmen, es werden die Wesen im geistigen Reich in Ewigkeit selig sein. Amen. B.D. NR. 4160.

 

Buch 50 4161

Liebe erweckt Gegenliebe. Liebe siegt.

7. November 1947. B.D. NR. 4161.

Die Macht der Liebe ist groß, und sie trägt den Sieg davon. Und so der Mensch sich schwach fühlt, dann ist seine Liebe nicht stark genug, ansonsten ihn Kraft durchströmte und er jeder Situation Meister wäre. Denn die Liebe zwingt alles, und selbst ihren Gegner gewinnt sie für sich. Sie erweckt Gegenliebe, sofern sie nicht vorzeitig den Kampf aufgibt, d.h., sofern der Mensch in seinem Werben um die Liebe des Mitmenschen nachläßt. Dann begibt er sich selbst der Kraft, der Gegner, der Mitmensch, ist stärker als er, er nützet nicht die Kraft der Liebe, die alles zwingt und niemals erfolglos sein kann. Sie muß sich ein Ziel setzen, dieses Ziel muß aber auch dem Willen Gottes entsprechen insofern, als daß es nicht die Liebe zu Gott ausschaltet oder übersteigt, und die Liebe zu Gott bedingt völlige Unterwerfung unter Seinen Willen. Also kann die Liebe wohl dem Nächsten gelten und den Zusammenschluß mit Ihm zum Ziel haben, doch immer soll das stärkste Verlangen Gott aufgeopfert werden und aus Seiner Hand entgegengenommen, was Er dem Menschen schenkt. Und je nach der Stärke der Liebe und des Glaubens wird auch die Kraft der Liebe und des Glaubens in Erscheinung treten - die Liebe wird siegen - denn Gott Selbst als die ewige Liebe wirket nun, und Er gewinnt für Sich, was Er einmal in Liebe erfaßt hat. Die Liebe ist etwas Göttliches, was niemals ohne Kraft sein kann, und der Liebe kann niemand widerstehen. Es kann aber auch erst dann eine Vereinigung in Liebe stattfinden, wenn Gott Selbst diese gutheißt, wenn Er Selbst Sich dieser Vereinigung anschließt, indem Er sie für die Seele des Menschen heilsam erachtet, wenn sie nicht deren Entwicklung gefährdet. Niemals aber ist dies der Fall, wenn sich der Mensch ohne Widerstreben dem göttlichen Willen unterstellt. Dann ist seine Seele nicht mehr in Gefahr, und dann kann und wird Gott ihm gewähren, was sein Herz begehrt, Er wird die Liebe auflodern lassen, Er wird Sich Selbst verbinden mit dem Menschen, und jeglicher Widerstand wird aufgegeben werden, denn so Gott Selbst Besitz ergreifen will, wird Ihm nicht mehr die Liebe verweigert werden, und die Bindung wird fest und von Ewigkeitsdauer sein, weil die Liebe die größte Kraft ist. Amen. B.D. NR. 4161.

 

Buch 50 4162

Verhältnis zu Gott - Liebe oder Ehrfurcht, Achtung, Verehrung.

9. November 1947. B.D. NR. 4162.

Es hat ein jeder Mensch von Mir aus das Recht, über sich selbst zu bestimmen, welches Verhältnis er zu Mir einnehmen will. Er kann Mich als Vater, als Bruder oder Freund betrachten, wie er aber auch in Mir nur seinen Gott sehen kann, das höchste vollkommenste Wesen, Dem er sich untertan machen will und Dessen Gebote er erfüllen will, weil er Mich als höchste Macht anerkennt. Dieses letztere Verhältnis aber wird nie im Menschen die tiefe Liebe zu Mir zur Begleitung haben, sondern nur Ehrfurcht und Bewunderung, Achtung und Verehrung. Ich aber will Liebe, Ich will ein inniges Verhältnis zu Mir hergestellt wissen, denn Liebe allein ist Seligkeit. Wie arm ist ein Mensch, der die Liebe entbehrt, und wie reich der zu nennen, der sie besitzet. Ich habe wohl Freude an der Demut dessen, der sich Mir als höchste Macht unterstellt, der Mich anerkennt und Mein Wohlgefallen erringen will, Ich werde ihm auch entgegenkommen und ihn mit Meiner Liebe bedenken, doch immer nur ist Mein Ziel, seine Einstellung zu Mir zu wandeln in das rechte Verhältnis - in das Verhältnis eines Kindes zum Vater, einer Braut zum Bräutigam, in das Verhältnis, das die Liebe zum Fundament hat. Denn diese kann Ich erwidern, Ich kann Mich entäußern dessen, was Mein Urwesen ist, Ich kann Meine Liebe ausstrahlen lassen, also mit Meiner Ursubstanz beglücken, die als Kraft dem Gegenstand Meiner Liebe zuströmt. Ich kann Meine Geschöpfe erfassen und sie an Mich ziehen - Ich kann sie selig machen auf ewig. Jeder Mensch aber hat freien Willen, Ich werbe um seine Liebe, um sein Vertrauen und komme ihm als Vater entgegen, indem Ich ihn mit Meiner Fürsorge bedenke, Mich seiner annehme in Not und Bedrängnis und ihm ständig Meine Gnade zuwende. Doch wo Meine Liebe nicht die gleiche Erwiderung findet, wo nicht das Herz Mir entgegendrängt im heißen Verlangen nach Zusammenschluß mit Mir, wo nicht das Kind nach Seinem Vater rufet und sich Ihm in kindlichem Vertrauen nähert, zuversichtlich Seine Hilfe erwartend in jeder geistigen und irdischen Not, dort kann Ich Mich auch nicht in Meiner Vaterliebe offenbaren, wenngleich Ich als Gott, als alles schaffende und erhaltende Kraft immer erkennbar sein werde und Meine Geschöpfe nicht leer ausgehen lasse, die Mir zustreben. Dennoch lasse Ich nicht nach, um deren Liebe zu werben, sie in das rechte Verhältnis zu Mir hineinzudrängen, immer zwar den freien Willen achtend, doch den Menschen in Lagen bringend, wo er als Kind zum Vater flüchten kann und er also ein zutrauliches Verhältnis herstellen und Mich gänzlich gewinnen kann für sich. Dann erst wird er schnell vorwärtsschreiten, weil Meine Liebekraft nun ungehindert auf ihn einströmen kann und dies Aufwärtsentwicklung der Seele bedeutet, die Ziel und Zweck seines Erdenlebens ist. Amen. B.D. NR. 4162.

 

Buch 50 4163

Geistige Kost. Kommet zu Mir, Ich will euch erquicken.

10. November 1947. B.D. NR. 4163.

Nehmet geistige Kost entgegen, so oft es euch möglich ist. Ihr steht im Beginn einer so schweren Zeit, daß ihr darauf bedacht sein müsset, euch widerstandsfähig zu machen gegen Nöte und Leiden aller Art. Ihr werdet viel Kraft benötigen, wollet ihr sowohl eurer irdischen als auch eurer geistigen Aufgabe nachkommen, und diese Kraft vermittelt euch Mein Wort. Darum ermahne Ich euch immer wieder, Meine Gnadengabe auszunützen; Ich mache euch aufmerksam auf die Nöte der kommenden Zeit und warne euch Menschen nur davor, gedankenlos in den Tag hineinzuleben, dem Körper alle Wünsche zu erfüllen und die Seele darben zu lassen, denn es geht lediglich um das Wohl der Seele - um euer Leben in der Ewigkeit. Ich möchte euch dazu verhelfen, daß ihr selig werdet, doch euer Wille muß tätig werden, und ihr dürfet nicht glauben, daß die ewige Seligkeit mühelos erworben werden kann, daß sie euch zufällt entgegen eurem Willen, ohne eigenes Zutun. Ihr müsset euch dessen bewußt sein, daß mit eurem Leibestode die Möglichkeit vorüber ist, aus eigener Kraft zu wirken, daß ihr jede ungenützte Gelegenheit bitter bereuen werdet, so ihr zur Erkenntnis kommt, was das Erdenleben für euch gewesen ist. Nur eine ganz kurze Zeit bleibt euch noch, doch sie genügt, so ihr den ernsten Willen habt zum Ausreifen eurer Seelen, denn Ich sorge dafür, daß sich euch tausenderlei Möglichkeiten bieten, eure eigentliche Lebensaufgabe, das Wirken in uneigennütziger Nächstenliebe, zu erfüllen. Doch eines dürfet ihr nicht unterlassen, euch Mein Wort zu eigen zu machen, Kraft und Trost daraus zu schöpfen, weil ihr, die ihr Mein Wort zu euren Herzen sprechen lasset, mit Mir Selbst euch verbindet und ihr dadurch großen Segen für eure Seele beziehet. Lasset euch nicht genügen daran, daß euch Mein Wort ab und zu geboten wird, sondern suchet selbst hungrigen Herzens die Gelegenheit, euch in seinen Segen zu setzen - "Kommet zu Mir, Ich will euch erquicken." Lasset Mich des öfteren zu euch sprechen, seid nicht lau und gleichgültig, sondern eilet euch und schaffet in euch einen Vorrat an Kraft, auf daß ihr glaubensstark werdet und heiter und ruhig auch den schwersten Lebensweg gehen könnet, Meiner Gegenwart ständig bewußt bleibt und also mit Mir wandelt dem Ziel entgegen - im Lichtreich völlig vereint zu sein mit Mir. Nehmet jedes Wort ernst, das euch durch Meine Diener auf Erden zugeführt wird, denket darüber nach, wie dringend ihr Meine Ermahnungen benötigt, in welcher Gefahr ihr schwebt, so ihr nachlasset in eurem Streben, so ihr Meinem Wort, das euch in tiefster Liebe angesichts der großen Not geboten wird, zu wenig Bedeutung beimesset. Ihr steht in einer großen außergewöhnlichen Gnade, daß ihr Mein Wort empfanget - nützet diese Gnadenzuwendung, speiset eure Seele mit dem Himmelsbrot, lasset sie nicht darben, denn sie benötigt geistige Nahrung. Darum beachtet mehr eure Seele als euren Körper, beachtet mehr das geistige als das irdische Leben, denn das letztere wird euch große Enttäuschung bringen, die ihr ihm zuviel Wert beileget. Euch aber, die ihr geistig strebet, wird auch ein schweres irdisches Leben nicht zu schrecken brauchen, ihr werdet es mit Mir zurücklegen, so ihr stets und ständig Mich im Wort zu euch sprechen lasset. Amen. B.D. NR. 4163.

 

Buch 50 4164

Mein Reich ist nicht von dieser Welt.

11. und 12. November 1947. B.D. NR. 4164.

Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Und so wird auch alles, was zur Erlangung Meines Reiches führen oder beitragen soll, nicht weltlicher Art sein, sondern nur geistiges Gepräge haben können. Es sind Meine Worte, die Ich auf Erden sprach, nur geistig zu verstehen, und es muß das Befolgen Meines Wortes sich geistig auswirken, wie es auch nur dadurch zum Ausdruck gebracht werden muß, daß jede Handlung immer Herzenstrieb ist, d.h., innere Regungen sind allein ausschlaggebend, wieweit der Mensch Besitz ergreift von Meinem Reich. Weder weltliche Gebräuche können das Anrecht auf Mein Reich erhöhen noch werktätige Hilfe, die dem Nächsten erwiesen wird, ohne daß das Herz dabei beteiligt ist. Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Glaubet ihr wohl, daß Ich denn weltliche oder symbolische Handlungen verlange, um euch dieses Mein Reich zugängig zu machen? Glaubet ihr, daß Ich an Äußerlichkeiten Gefallen haben kann, die eher eine Gefahr sind, weil im Menschen dadurch tiefe innerliche Regungen abflauen, die Äußerlichkeiten aber ablenken und zuletzt nur allein noch beachtet werden. Ich habe wahrlich durch Mein Wort keine Anregung dazu gegeben, doch den Menschen genügte nicht die innere Bindung mit Mir, durch die sie zu hoher Seelenreife gelangen und also Mein Reich auf Erden schon einnehmen können, und sie legten großen Wert auf Erfüllung gewisser Gebräuche, die für die Gewinnung Meines Reiches jedoch völlig belanglos sind. Wer Meine Gebote hält - Mich liebt über alles und den Nächsten wie sich selbst, der kann sich auch mit Recht ein Anwärter Meines Reiches nennen. Niemals aber ist es möglich, dieses zu gewinnen, so Meiner Gebote nicht geachtet wird. Wie oft jedoch vermisse Ich das Befolgen Meines Liebegebotes bei denen, die streng an Äußerlichkeiten festhalten, die sich streng an die Gebote halten, die menschlicherseits Meinem Liebegebot beigefügt wurden. Wie genau wird oft innegehalten, was Menschen den Mitmenschen gebieten, doch Ich achte dessen nicht, solange die Seele nicht daran beteiligt ist - (12.11.1947) wenngleich Ich auch den Willen derer segne, die im Glauben sind, Mir dadurch zu dienen, weil ihnen die Wahrheit noch nicht zugeführt wurde. Mein Wille aber ist, daß die Wahrheit durchdringe und verdränge, was ihr widerspricht. Mein Wille ist sonach, daß für die Wahrheit eintrete, wer sie von Mir empfängt. Mein Wille ist, daß der Irrtum gebrandmarkt wird, daß die Menschen belehrt werden, die noch in irrigem Denken sich befinden, daß ihnen Aufklärung gegeben werde von denen, die Meine Diener sind auf Erden, die Ich dazu erwählt habe, die Wahrheit zu verbreiten, die Mein Wort hören und sonach in der reinen Wahrheit von Mir Selbst unterrichtet sind. Denn es geht um die raschere Entwicklung der Seele. Ihr habt nur noch wenig Zeit und könnet doch einen erheblichen Vorsprung gewinnen, so ihr lebet nach Meinem Willen - alles Äußere unbeachtet lasset und intensiv an eurer Seele arbeitet, sowie ihr Mein Liebegebot allem Denken, Reden und Handeln zugrunde legt und Mein Wort in Empfang nehmet, wo immer es euch geboten wird. Mein Wort zu hören ist dringend notwendig, und wo es euch geboten wird, dort werdet ihr auch Segen empfangen, so eure Seele danach hungert und durstet. Und Mein Wort sollet ihr hören. Meines Wortes wegen sollet ihr den Ort aufsuchen, wo es euch vermittelt wird, so ihr nicht direkt von Mir belehret oder durch Meine Diener euch Mein Wort zugeleitet wird. Ihr sollt euch keineswegs an Gesetze gebunden fühlen, die nicht von Mir ihren Ausgang genommen haben, denn der Gesetzgeber von Ewigkeit bin Ich, und Mein Gesetz von Ewigkeit lautet: Liebe Mich über alles und deinen Nächsten wie dich selbst. Dann werdet ihr sicher Mein Reich gewinnen, das nicht von dieser Welt ist. Amen. B.D. NR. 4164.

 

Buch 50 4165

Wahrheit nur Ursprung in Gott.

12. November 1947. B.D. NR. 4165.

Nur das ist Wahrheit, was in Mir als der ewigen Wahrheit seinen Ursprung hat. Es gibt nur eine Wahrheit, und diese wird von Mir Selbst zur Erde geleitet durch Meinen Geist. Ihr Menschen, begreifet dies, daß nimmermehr die Wahrheit von Menschen ihren Ausgang nehmen kann, denn der Mensch ist als unvollkommenes Geschöpf so lange von der Wahrheit entfernt, wie er nicht mit Mir verbunden ist, weil die Wahrheit außerhalb von Mir nicht sein kann. Die Entfernung von Mir bedeutet gleichfalls falsches Denken, Unkenntnis und Mangel an Erkenntniskraft. Folglich wird der Mensch nicht die Wahrheit vom Irrtum zu unterscheiden vermögen; stets aber im Zustand der Gottferne sich dem Irrtum zuneigen, weil dieser seinem unvollkommenen Wesen entspricht. Erst wenn er mit Mir verbunden ist, nimmt er die Wahrheit aus Mir an und erkennt sie auch als solche. Und ob ihm auch die Wahrheit von Mir nicht in außergewöhnlicher Form geboten wird durch das innere Wort, so wird doch sein Gedankengang recht sein, denn das Denken wird vom Geist gelenkt, er wird erleuchtet sein und daher auch in der Wahrheit stehen. Immer muß daher als erstes die Bindung mit Mir hergestellt werden, und dies erfordert Zurückgezogenheit und innerliches Versenken in geistige Probleme, Fragen, die der Mensch sich zu beantworten wünscht, innige Gedanken an Mich und Bitten um Meine Hilfe, um rechtes Denken - um Erleuchtung des Geistes. Dann also begehrt er die Wahrheit, und dann wird sie ihm auch werden. Dann muß der Mensch aber auch Vergleiche ziehen mit dem Geistesgut, was menschlicherseits ihm geboten wurde, und er wird erkennen, daß letzteres erheblich abweicht von dem, was ihm von Mir aus vermittelt wird. Denn die Wahrheit auszuteilen behalte Ich Mir Selbst vor. Was aber von Mir kommt, was offensichtlich von Mir seinen Ausgang nimmt, das kann mit größter Sicherheit als reine Wahrheit angenommen und auch vertreten werden, und darum erwähle Ich Mir auf Erden Diener, die von Mir direkt ein Wissen in Empfang nehmen, das als reine Wahrheit angesprochen werden muß, weil es nachweislich keinen anderen Ursprung hat als das geistige Reich, da der Akt der Übertragung außergewöhnlich vor sich geht, menschliches Gedankengut also ausschaltet. Und nun kann getrost dieses von Mir zur Erde geleitete Geistesgut als Maßstab für zu prüfendes Wissen angelegt werden. Was mit ihm übereinstimmt, ist Wahrheit, was davon abweicht, kann als Irrtum abgelehnt und auch entsprechend gebrandmarkt werden. Denn Irrtum ist Aussaat des Satans, Irrtum ist ein Mittel Meines Gegners, um Mich zu verdrängen aus den Herzen der Menschen und seine Macht zu erhöhen. Ihr Menschen seid zu nachsichtig gegen den Irrtum, ihr erkennet nicht seine große Gefahr, und darum bekämpfet ihr ihn nicht, sondern ihr duldet ihn. Ich aber kann ihn nicht dulden und beauftrage daher Meine Diener, unnachsichtig dagegen anzukämpfen und jegliche Toleranz fallenzulassen, so es gilt, Irrtum aufzudecken und die Wahrheit dagegenzusetzen. Ich fordere, daß Meine Diener mit dem Schwert ihres Mundes kämpfen, und statte sie aus mit allen Gaben, um erfolgreich vorzugehen gegen alles, was der Wahrheit aus Mir widerspricht, was nicht in Mir seinen Ausgang hat. Nur Ich allein teile die Wahrheit aus, aber Ich bedenke alle, die in der Wahrheit stehen wollen, denn das Verlangen nach der Wahrheit beweiset auch das Verlangen nach Mir Selbst, und Ich werde Mich niemals versagen, wie Ich aber als Gegengabe auch fordere, daß der Empfänger der Wahrheit dafür eintrete den Mitmenschen gegenüber, die noch unter der Gewalt dessen stehen, der wider alles ankämpfet, was von Mir kommt, und der als Fürst der Lüge stets bedacht sein wird, die reine Wahrheit zu untergraben, auf daß Ich nicht mehr erkannt werde, auf daß die Menschen in der Finsternis wandeln und das Licht fliehen, das ihnen durch Meine Liebe immer wieder leuchtet, allen, die im Licht zu stehen begehren. Amen. B.D. NR. 4165.

 

Buch 50 4166

Akt der Sündenvergebung. Jesus Christus als Erlöser.

13. und 14. November 1947. B.D. NR. 4166.

Der Akt der Sündenvergebung kann auch nur als Zeremonie angesehen werden, wenn die geistigen Voraussetzungen zur Vergebung der Sündenschuld fehlen. Sowie sich der Mensch sündig fühlt und zu Gott seine Sündenschuld trägt, sowie er die Sünden aufrichtig bereut und Gott um Vergebung bittet, wird ihm auch von Gott die Sünde vergeben und um Jesu Christi willen die Schuld erlassen, denn dafür starb der Mensch Jesus am Kreuze, daß die Sündenschuld der gesamten Menschheit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft getilgt wurde. Und so ist also erste Voraussetzung zur Vergebung der Sünde der Glaube an das Erlösungswerk Christi und der Wille, zu jenen zu gehören, die durch das Blut Christi erlöst worden sind von ihrer Sündenschuld. Aufrichtige Reue Gott gegenüber und also die Erkenntnis, durch die Sünde sich gegen Gott vergangen zu haben, Sein Gebot der Liebe verletzt zu haben, ist eine weitere Voraussetzung, die den Akt der Sündenvergebung rechtfertigt. Es kann der Mensch zwar mit Worten eine Reue bekunden, während sein Herz nicht berührt ist, er also nicht unter dem Druck seiner Sünden leidet und somit auch nicht erkennt, wie schwer er sich vergangen hat gegen Gott und Seine Gebote. Dann kann auch nicht die Sündenschuld von ihm genommen werden, dann bleibt er mit seiner Sünde behaftet, (13.11.1947) bis er sich seiner Schuld bewußt ist und sie ihn drückt, so daß er Gott um Vergebung angeht. Es hat der Mensch jedoch keine Veranlassung, den Mitmenschen gegenüber seiner Sünden Erwähnung zu tun.(14.11.1947) Wohl hat dies das eine für sich, daß er sich in der Demut übt, so er seine Schwächen und Fehler offen bekennt, doch mit der Vergebung seiner Sünden hat dieses offene Bekenntnis einem Menschen gegenüber nichts zu tun. "Welchen ihr die Sünden nachlassen werdet, denen sind sie nachgelassen, und welchen ihr sie behalten werdet, denen sind sie behalten." Diesen Ausspruch Jesu führet ihr als Begründung an, doch ihr bedenket dabei nicht, daß Jesus zu Seinen Jüngern gesprochen hat, zu denen, die (durch, d. Hg.) ihren Lebenswandel eine seelische Reife erlangt hatten, die sie hellschauend und hellhörend machte. Ferner sprach Jesus von den Sünden, deren Folgen körperlich sichtbar waren und Anlaß, daß die Sünder bei den Jüngern, die sie als große Gottesmänner erkannten, Hilfe, d.h. Abwendung ihrer Leiden, suchten. Es ist daraus der Akt allgemeiner Sündenvergebung nach dem Bekenntnis der Sünden einem Menschen gegenüber entstanden, der aber wieder nur als eine Umgestaltung der Lehre Christi anzusehen ist, als eine Irreführung insofern, als daß die Menschen zumeist von dem Bekenntnis ihrer Sünden die Vergebung derselben abhängig glauben (machen), dieses Bekenntnis aber zu einer formellen Angelegenheit des öfteren wird, während die tiefe innere Reue, das Bekennen der Schuld gegen Gott und Verabscheuen der Sünde und der ernstliche Wunsch einer Besserung nur in einem schwachen Anflug das Herz des Menschen berühren, die Vergebung der Sünden aber nur allein davon abhängig ist. Dieses innere Schuldbekenntnis muß Gott gegenüber stattfinden. Es ist dazu kein Mittler nötig und es ist somit die Ohrenbeichte wieder nur ein von Menschen der Lehre Christi hinzugefügtes Gebot, das aber überaus starke Beachtung findet, jedoch im Widerspruch steht zu dem Willen Gottes, Der jede Äußerlichkeit durch wahre innerliche Hingebung an Gott, durch völlig geistiges Erleben und Ausleben Seiner Gebote ersetzt haben will. Denn jede Äußerlichkeit ist eine große Gefahr für den Menschen, daß sie sich selbst zu wenig beobachten, sich nur die menschlich hinzugefügten Anforderungen angelegen sein lassen und dadurch verflachen und lau werden in ihrer Seelenarbeit. Denn es beweiset der geistige Rückgang der Menschen, daß der Wille, die Sünde zu verabscheuen, der Folge tiefer Reue ist, nicht vorhanden oder zur Tat geworden ist, was unbedingt der Fall wäre, wenn der Akt der Sündenvergebung nicht in eine solche Form gebracht worden, sondern stets nur innere Angelegenheit jedes einzelnen wäre. Dann würde sich der Mensch selbst zu einem verbesserten Lebenswandel erziehen, so er nur guten Willens wäre. So aber werden auch die Willigen lau und gleichgültig durch falsche Unterweisungen und Darstellungen der Sündenvergebung, die nicht von Gott aus so gewollt ist, wie sie den Menschen hingestellt wird. Vor Gott hat nur wahre Innerlichkeit Wert, und jede äußere Form findet nicht Sein Wohlgefallen und demnach nicht Seine Zustimmung. Amen. B.D. NR. 4166.

 

Buch 50 4167

Glaubenskampf. Zerfall von Menschenwerk. Kirche Christi.

14. November 1947. B.D. NR. 4167.

In der letzten Zeit vor dem Ende wird es sich zeigen, welche Widerstandskraft die Menschen aufbringen, die der wahren Kirche Christi angehören, im Gegensatz zu denen, die dem Menschenwerk mehr huldigen und dieses werden zerfallen sehen angesichts des Glaubenskampfes. Denn es wird eine Zeit sein, wo es keine Kompromisse geben wird, wo jeder sich klar entscheiden muß, wo die Glaubenslehren bis ins kleinste zerpflückt werden und daher auch Nachdenken erfordern und wo alles Äußerliche der ernsten Kritik nicht standhält und daher verurteilt und abgelehnt werden wird. Und dann werden die Menschen erst erkennen, wie wertlos es war und welche Gnade und Kraft im rechten Glauben liegt und in der innigen Bindung mit Mir, die frei ist von jeder Äußerlichkeit. Die Menschen werden etwas zerfallen sehen, was sie als beständig hinstellen, und sie werden erkennen müssen, daß der Glaube derer weit stärker ist, die ohne jegliche zwangsmäßigen Gebote sind und die Mir näherstehen durch ihren Lebenswandel und ihren Willen, der Mich ständig suchet und anstrebet. Und es werden alle kirchlichen Verrichtungen unter die Maßnahmen jener fallen, die gegen das Geistige ankämpfen, und dann wird sich nur der Mensch bewähren, der im tiefsten Inneren nach Mir verlangt, der Mein Wort empfängt und mit Meinem Wort auch Meine Kraft. Dann wird vieles in Wegfall kommen, was heut den Menschen wichtig erscheint, und sie werden es hingeben müssen und sich begnügen mit einer stillen inneren Einkehr ohne äußere Handlungen, ohne Prunk und Glanz und ohne lehrende Kräfte, die nicht von Mir erleuchtet und daher untauglich waren für das Amt eines Seelsorgers. Und sie werden anerkennen müssen Meine Diener auf Erden als von Mir Selbst auserwählt und beauftragt, die Mitmenschen zu belehren und ihnen die Wahrheit zuzuleiten. Und selig, die dann die Wahrheit annehmen, die sich bemühen, in Meinem Willen zu leben und die kurze Zeit bis zum Ende zu nützen für ihre Seelengestaltung, denn diese werden standhalten und ausharren bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4167.

 

Buch 50 4168

Gottes Wort reinste Wahrheit. Zweifel. Liebe Gottes.

15. November 1947. B.D. NR. 4168.

Die Lehren, die ihr von Mir empfanget, verbürgen euch reinste Wahrheit, und doch setzet ihr ihnen Zweifel entgegen. Ihr sollt aber euch selbst den Beweis schaffen und könnet dies nur, so ihr streng nach Meinem Wort lebet, also nach Meinem Willen tätig werdet. Denn dann wird euer Leben ein ununterbrochenes Liebeswirken sein, das euch klarste Erkenntnis einträgt und ein durchaus sicheres Gefühl für die Wahrheit. Und lasset es euch angelegen sein, Mich Selbst ständig um rechtes Denken zu bitten, und Ich werde euch nicht in die Irre gehen lassen, Ich gehe auf Schritt und Tritt neben euch, so ihr Mir nur die Führung überlasset und euch Mir zuversichtlich anvertraut. Der Begriff Wahrheit kann nur auf eines angewendet werden - auf ein Wissen, das von Mir Selbst euch Menschen vermittelt wird. Dieses Wissen könnet ihr annehmen ohne jegliche Prüfung, denn es ist euch doch wohl verständlich, daß eine Prüfung Meines Wortes eurerseits eine Vermessenheit wäre, da der Prüfende als Mensch nicht die Fähigkeit besitzt, recht zu urteilen, und er ferner kein Recht hat, göttliche Offenbarungen einer Prüfung zu unterziehen. Er muß vielmehr bedingungslos annehmen auch entgegen seiner eigenen Ansicht, weil er sonst seinen Glauben an ein Wirken Gottes in dieser Weise in Frage stellt; glaubt er an Gott und an Seine Liebe, Weisheit und Allmacht, so muß er diesen Glauben zugrunde legen und folgern, daß die Liebe Gottes den Menschen die reine Wahrheit zuleiten will, daß die Weisheit Gottes den Menschen das rechte Wissen darbietet, das ihnen zum geistigen Fortschritt nötig und auch dienlich ist; und daß die Allmacht Gottes jeder Irreführung durch schlechte Kräfte Einhalt gebietet, sowie der Mensch Ihn um Seine Unterstützung angeht. Stellet ihr Menschen euch eindringlich dies alles vor Augen, dann werdet ihr Meinen Worten keinen Zweifel mehr entgegensetzen, denn Meine Vaterliebe zu euch, Meinen Geschöpfen, ist übergroß; sie will euch retten, niemals aber euch in ein Denken versinken lassen, das sich für eure Seele schädigend auswirkt. Rufet Mich an in Gedanken, sprechet mit Mir und horchet auf das, was Ich euch als Antwort zugehen lasse. Und dann verlasset euch fest darauf, denn Ich habe sowohl die Macht als auch das Recht, jede schlechte Kraft von euch zurückzuweisen und fernzuhalten, und daß Ich es tu', dafür muß euch Meine Liebe Garantie sein, die ihr anderenfalls Mir absprechen könntet, denn lässet wohl ein Vater seine Kinder in der Finsternis, wenn sie nach Licht verlangen und er Licht in aller Fülle abgeben kann? Wird ein Vater es übers Herz bringen, einem Kinde, das ihm gehorsam ist und seinen Willen erfüllen will, eine Irrtum-durchsetzte Lehre zugehen zu lassen? - Bedenket dies, und jeglicher Zweifel muß in euch schwinden. Meine Liebe in euch ist grenzenlos, also wird sie euch nur das geben, was ihr benötigt und euch geistig reifen lässet - die reine Wahrheit, die von Mir ausgeht und nimmermehr verbildet werden kann von niederen Kräften, solange ihr euch Mir verbindet im Gebet und um Erhellung des Geistes bittet. Dann wird Mein Geist sich auf euch senken und euch belehren der vollsten Wahrheit gemäß. Amen. B.D. NR. 4168.

 

Buch 50 4169

Göttliche Offenbarungen können ohne Prüfung angenommen werden. Liebe.

17. November 1947. B.D. NR. 4169.

Eine göttliche Offenbarung soll und muß ernst genommen werden, ansonsten der Empfänger ihrer nicht würdig ist. Es gibt wohl verschiedene Möglichkeiten, irdische Probleme zu lösen, es können irdische Dinge verschieden betrachtet werden, es kann eine irdische Frage verschieden beantwortet werden, je nachdem sich der Mensch dazu einstellt, jedoch in geistiger Beziehung gibt es nur eine Wahrheit, es gibt nur eine Lösung, und diese Lösung gibt Gott Selbst denen, die sie begehren und ihrer würdig sind. Und trotz der Würdigkeit ist das Übermitteln der Wahrheit durch Offenbarungen des Geistes eine ganz besondere Gnade, die anerkannt werden muß, wie auch das, was Gott durch Offenbarungen den Menschen vermittelt, über jeden Zweifel erhaben ist und daher ohne jegliche Prüfung angenommen werden darf. Sowie Gott Selbst als Quell der geistigen Offenbarungen anerkannt wird, wird auch Seinen Vermittlungen kein Zweifel entgegengesetzt. Doch gerade der Quell geistiger Offenbarungen wird des öfteren angezweifelt, und dann ist der Mensch auch nicht restlos davon überzeugt, daß der Inhalt der Wahrheit entspricht. Doch das Wort spricht selbst für sich, und es redet eine Sprache, die von allen wohlverstanden wird, die in der Liebe leben. Es können Menschen, denen die Liebe innewohnt, die sich ständig höher und höher entwickeln, sich auch völlig bejahend zu dem Inhalt der Kundgaben einstellen, denn sie fassen die Wahrheit und sind in ihrem Gedankengut auf völlig rechter Fährte, es wird ihnen nichts unglaubwürdig vorkommen, sondern mit voller Überzeugung nehmen sie jedes Wort an und richten ihr Leben danach ein. Doch schwerer fällt es einem Menschen, bedingungslos zu glauben, so ihm die Liebe mangelt. Denn diesen ist das Wirken Gottes unverständlich, und ebenso können sie auch nicht volles Verständnis aufbringen für den Inhalt, denn die Liebe ist der Schlüssel zur Wahrheit, die Liebe ist unerläßlich, will der Mensch in die Wahrheit eindringen und das durch Annahme göttlicher Offenbarungen. Und diesen kann nur der eine Rat gegeben werden, sich im Liebeswirken zu üben, denn nur dadurch wird ihnen alles verständlich, und jeglicher Zweifel schwindet. Durch die Liebe verbindet er sich mit Gott und kann folglich auch von Gott Selbst belehrt werden. Und dann wird er in der Wahrheit stehen, er wird ein tiefes Wissen empfangen dürfen, es wird ihm leicht sein, zu glauben, denn die Wahrheit spricht für sich selbst, und das Wort Gottes wird stets reine unverbildete Wahrheit sein, weil es von Dem ausgeht, Der die ewige Wahrheit Selbst ist. Amen. B.D. NR. 4169.

 

Buch 50 4170

Gottes Ruf im Herzen.

18. und 19. November 1947. B.D. NR. 4170.

Dem Gebot der Stunde müsset ihr Folge leisten, d.h., ihr müsset euch bereit halten, auf daß ihr, so Mein Ruf in eurem Herzen ertönt, Mir dienstbar seid ohne Zögern, denn die Stunde ist nahe, da ihr euer Amt antreten sollet. Und dies ist das Zeichen und der Beweis der Wahrheit Meines Wortes, daß euch keine weltlichen Verpflichtungen mehr wichtig erscheinen, so ihr Meine Stimme vernommen habt, die euch deutlich anweiset, was ihr tun sollt. Ihr werdet kein Verlangen haben nach dieser Welt, sondern einzig und allein in der geistigen Arbeit eure Freude finden, und es wird euch geholfen werden, ihr nachzukommen, weil Ich es so will. Es wird eine geistige Dürre vorangehen, eine Zeit, wo ihr hungern werdet nach Meinem Wort, nach reger Betätigung auf geistigem Gebiet und wo euch jede Möglichkeit fehlt, geistige Debatten zu führen. Mein Wort werdet ihr zwar empfangen, und Meine Liebe wird euch betreuen stets und ständig, doch ihr werdet allein stehen inmitten einer lebenshungrigen Welt, die euch nichts zu geben vermag. Ihr werdet wenig Verständnis finden bei den Mitmenschen und dadurch niedergedrückt sein, euch jedoch fester an Mich anschließen, und also wird der Hunger nach Meiner Seelenspeisung immer stärker werden, bis ihr Mich plötzlich hören werdet in euch. Und dann ist eure Stunde gekommen, die Stunde, da eure Mission beginnt. Und Ich werde sorgen, daß ihr das Amt antreten könnet, daß jede Hemmung von euch abfällt, jedes Bedenken und jegliche Furcht von euch weichet. (19.11.1947) Ihr werdet nur nach Meinem Willen reden, denken und handeln, ihr werdet Mich Selbst vertreten auf Erden, d.h. reden, was euch Mein Geist eingibt, ihr werdet zeugen von Mir als lebendige Vertreter Meines Wortes, ihr werdet als Meine Jünger wieder vor die Menschen treten und ihnen Meine Lehren verkünden mit dem Zusatz, daß das Ende nahe ist und daß Ich Selbst kommen werde, zu holen die Meinen, so die Zeit gekommen ist, die Ich bestimmt habe seit Ewigkeit. Und auf daß ihr reden könnet frei und ungehindert, stelle Ich euch Menschen zur Seite, die euch weltlich eine Stütze sein sollen, die als treue Trabanten euch begleiten, die euch Schutz und Schirm sind vor der Welt, wenngleich ihr ständig unter Meinem Schutz stehet und Ich euch nicht verlasse bis zum Ende. Doch Meine Sorge gilt euch auch rein irdisch, und ihr sollt in Sorglosigkeit eures Amtes walten, denn eure Mission wird eure Kraft aufbrauchen voll und ganz, und darum sollet ihr jeder irdischen Sorge ledig sein. Das eine aber fordere Ich von euch, daß ihr die Gaben, die ihr von Mir empfanget, weiterleitet und also euren Mitmenschen zugänglich machet; daß ihr sowohl schriftlich als auch mündlich Mein Wort in die Welt traget, daß ihr die Wahrheit verbreitet und also von Meinem Wirken den Mitmenschen Kunde gebt, auf daß ihre Gedanken hingelenkt werden auf das geistige Reich. Und Ich will euch segnen, sowie ihr Mir dienet, Ich will euch Kraft geben bis zum Ende und euch eure Arbeit lohnen dereinst in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4170.

 

Buch 50 4171

Arbeit für Gott und Sein Reich.

20. November 1947. B.D. NR. 4171.

Und so beginnet eine neue Zeit für euch, eine Zeit emsiger Tätigkeit für Mich und Mein Reich - und ihr werdet es nicht bereuen, Mir eure Dienste angeboten zu haben, denn ihr werdet einen Segen der Arbeit spüren, ihr werdet Meine Kirche vermehren, der Kreis der Gläubigen um euch wird sich vergrößern, und ihr werdet lehren können, und ständig wird Mein Geist durch euch sich kundtun, ihr werdet Meiner Nähe stets gewiß sein, und dieses Bewußtsein gibt euch Sicherheit den Mitmenschen gegenüber, die euch feindlich gesinnt sind. Denn ein Kampf der Wahrheit gegen die Lüge und den Irrtum wird es bleiben, weil die Menschheit schon zu tief in den letzteren verstrickt ist. Dennoch werden die Menschen anfangs ein offenes Ohr haben, und diese Zeit nach der Naturkatastrophe muß genützt werden, weil ihr dann frei reden könnet, ungehindert von irdischer Gewalt. Und darum brauche Ich für diese Zeit treue Arbeiter, darum werbe Ich ununterbrochen um solche, gilt es doch, denen Hilfe zu bringen, die das Schicksal verhärtet hat und die überall suchen und sich eine Erklärung geben möchten für Ursache und Zweck jenes Naturereignisses, weil sie noch einen geringen Glauben haben an eine göttliche Gerechtigkeit, und es ist dann ganz besonders wichtig, diese Menschen zu bedenken und ihnen zu geben, wonach sie Verlangen tragen: Licht und Kraft, volle Erkenntnis und lebendigen Glauben an Mich, Der Ich durch euch Selbst zu ihnen spreche, um sie an Mich zu ziehen und durch Meine Gegenwart zu beglücken. Ihr werdet große Arbeit zu leisten haben und daher irdisch so gelenkt werden, daß ihr völlig frei euch jener Arbeit hingeben könnt. Und darum sollet ihr euch bereit halten und Meines Rufes harren, und so er in euch ertönet, nicht zögern, ihm nachzukommen. Denn Ich werde euer Schicksal so lenken, daß ihr jederzeit euch Mir zur Verfügung stellen könnet, weil die Zeit dringende Arbeit erfordert. Ihr aber sollet einen hellen Blick bekommen und ein verfeinertes Gefühl und also stets wissen, wo eure Arbeit erforderlich und erfolgreich ist. Und Ich werde euch die Menschen zuführen, denen Ich durch euch Hilfe bringen will und die den guten Willen haben zu glauben. Denn Ich nehme Mich aller Menschen an, die noch nicht gänzlich in der Gewalt Meines Gegners und guten Willens sind. Ihnen komme Ich mit Meinem Wort nahe, zu ihnen will Ich sprechen durch euch, und Ich will sie gewinnen für Mich und Mein Reich, auf daß sie ewig selig werden. Amen. B.D. NR. 4171.

 

Buch 50 4172

Scheinbare Widersprüche im Wort Gottes.

22. November 1947. B.D. NR. 4172.

Stoßet euch nicht an Widersprüchen, die scheinbar in Meinem Wort enthalten sind, sondern bedenket, daß euer Verstand nicht alles faßt, was der Geist aus Mir euch vermittelt. Nehmet alles hin im guten Glauben an Mich und Meine Liebe, Weisheit und Allmacht, daß alles, was euch geboten wird aus der Höhe, mit irdischen Weisheiten nicht verglichen werden kann; daß selbst das euch unmöglich Scheinende möglich ist im Reich der freien Geister. Es sind zwei Welten, die geistige und die irdische Welt, und beide stehen im Gegensatz zueinander. Mein Ziel aber ist, die irdische Welt zu vergeistigen, sie zu bilden in der Weise, daß sie sich der geistigen Welt anschließen kann, um zuletzt selbst eine geistige Welt zu sein. Und es kann auch auf der Erde, inmitten der irdischen Welt, eine geistige Welt geschaffen werden durch Zusammenschluß jener Menschen, die mit dem geistigen Reich in Verbindung stehen, geistiges Gut empfangen, geistig streben und also der irdischen Welt abgewandt sind, nur noch die Tätigkeit erfüllen, die ihnen für ihr Erdenleben zugewiesen worden ist. Diese also werden gleichfalls im Gegensatz zu den weltlich gesinnten und der irdischen Welt angehörenden Menschen, und auch ihr Denken wird scheinbar im Widerspruch stehen zu dem Denken der Allgemeinheit, denn ein zur geistigen Welt gerichteter Blick sieht anders, das Ohr hört anders, und die Seele empfindet anders als sonst üblich, und der irdisch gesinnte Mensch versteht ihn nicht. Dann liegen zwei Welten beieinander, und ihre Bewohner können in verschiedener Entfernung von Mir stehen, wenngleich sie beisammen sind. Dem einen wird verständlich sein, was er von Mir vernimmt, dem anderen ist und bleibt es unhörbar oder fremd, so es ihm vermittelt wird. Und dieses müsset ihr gelten lassen, wollet ihr urteilen über Meine Gaben aus der Höhe. Was Ich dem einen gebe, entspricht seiner seelischen Reife, und es braucht keineswegs falsch zu sein, wenn es dem anderen unverständlich erscheint. Dann ist nicht die Gabe selbst anzuzweifeln, sondern der Reifegrad des Menschen unzulänglich, um geistiges Gut fassen zu können. Es handelt sich dann um ein Wissen, das über das irdische Wissen hinausgeht, nicht um Gebote oder Kundgaben, die Meinen Willen den Menschen klarmachen sollen, sondern um tiefere Weisheiten, die Gebiete berühren, die außerhalb menschlicher Kenntnis liegen. Dann muß Mein Wort Garantie für Wahrheit sein, denn weder Prüfungen noch eigene Erkenntnis können euch einen Beweis schaffen. Menschen erweckten Geistes aber können es glauben, d.h. mit vollster innerer Überzeugung als Wahrheit hinnehmen, weil sie weniger ihren Verstand sprechen lassen als ihr Herz. Denn das Herz steht mit Mir in Verbindung, es empfindet der Mensch die Wahrheit, und er nimmt nicht den Verstand in Anspruch, um einen Beweis dessen zu suchen, was ihm innere Überzeugung ist. Strebet die geistige Welt an, und euer Denken wird geistig gerichtet sein, d.h., ihr werdet auch geistiges Gedankengut fassen können. Schaffet euch auf Erden schon die Welt, die euer eigentliches Ziel ist. Löset euch von der irdischen Welt, indem ihr sie nicht mehr begehret, sondern nur eure Erdenaufgabe zu erfüllen suchet - euch zu gestalten zu Wesen, die in der Liebe zu Mir und zum Nächsten ihr höchstes Streben sehen und sich Mir dadurch nahen, die ihr Wesen dem Meinen anzugleichen suchen durch Werke uneigennütziger Nächstenliebe. Und ihr werdet hellen Geistes sein und tiefste Weisheit zu fassen vermögen, die aber nimmermehr der irdischen, sondern nur der geistigen Welt entstammt und überaus wertvoll ist. Und nichts mehr wird euch als Widerspruch erscheinen, was euch aus der Höhe geboten wird, ihr werdet glauben können, d.h. voll überzeugt sein, ihr werdet in der Wahrheit stehen. Amen. B.D. NR. 4172.

 

Buch 50 4173

Gottes Sorge um die Seinen.

22. November 1947. B.D. NR. 4173.

Wer sich Mir anvertraut, der braucht keinen Mißerfolg zu fürchten, Ich werde seine Sache wahrlich vertreten und ihm helfen, wenngleich es nach menschlicher Ansicht hoffnungslos erscheint. Und Ich wiederhole es, daß Ich die Meinen nicht in der Not lasse und daß Ich auch irdisch ihre Schritte lenke und ihre Wege ebne, weil Ich ein Freund und Bruder der Meinen bin und immer zur Hilfe bereit. Und Ich sage euch, die ihr Mein geworden seid durch euren Willen und eure geistige Tätigkeit, ihr stehet unter Meinem besonderen Schutz und habet keinen Anlaß zur Mutlosigkeit. Glaubet es, daß es gut ist so, wie es über euch kommt, und seid dankbar Dem, Der euer Schicksal in Seiner Hand hält. Leiden und Freuden werden abwechseln in eurem nur noch kurzen Erdendasein, nehmet beides mit Dank entgegen und wisset, daß es so Mein Wille ist, wie es kommt, und daß nichts geschieht ohne Meine Zustimmung, weil Ich weiß, was eure Seele benötigt zum Ausreifen. Doch in jeder Not dürfet ihr zu Mir kommen, und die Tiefe eures Glaubens, die Zuversicht auf Meine liebevolle Hilfe wird stets belohnt werden - euch wird geholfen werden, weil Ich euch liebe und euer treusorgender Vater bin. Daß ihr für Mich und Mein Reich auf Erden tätig sein sollet und Ich euch dazu ausbilde, muß euch Beweis sein, wie nahe ihr Mir stehet und daß Ich euch nimmermehr verlieren will als Arbeiter in der letzten Zeit vor dem Ende. Wer aber einmal in Meinen Diensten steht, der soll auch seinen Dienst verwalten können, und als sein Dienstherr übernehme Ich auch jegliche Sorge um ihn und also auch die Sorgen, die ihn drücken, weil er noch auf der Erde lebt und noch nicht restlos sich von ihr lösen kann. Und so gebe Ich ihm, was ihm begehrenswert ist, sowie es seiner Seele nicht schadet. Darum glaubet und hoffet und vertrauet euch Mir an, und sichtlich werdet ihr Meine Hilfe erfahren. Amen. B.D. NR. 4173.

 

Buch 50 4174

Ruf zur Tätigkeit. Mission der Diener Gottes.

23. und 24. November 1947. B.D. NR. 4174.

In welcher Weise ihr Meinen Ruf zur Tätigkeit für Mich und Mein Reich vernehmen werdet, das kommt auf den Reifezustand jedes einzelnen Meiner Diener auf Erden an, denn viele Arbeiter benötige Ich für Meinen Weinberg, und jeder, der willig ist, wird die Arbeit zugewiesen bekommen, die er bewältigen kann, je nach seiner Fähigkeit, die wieder von der Reife seiner Seele abhängig ist. Es wird sich der eine innerlich gedrängt fühlen, zu reden von geistigen Dingen, zu werben für Mich und die Mitmenschen zum Glauben zu führen; diesen rufe Ich durch den inneren Drang, Ich lege ihm gewissermaßen seinen Auftrag in sein Gefühl, und er wird diesem Gefühl Rechnung tragen und dem inneren Drängen nachkommen. Ein anderer wird die innere Stimme vernehmen, er wird einen Gedankengang einschlagen, gleichfalls innerlich getrieben dazu. Er wird von Gedanken nicht loskommen, die ihn nun so bewegen, daß er darüber sprechen muß, und Ich werde ihm die Menschen in den Weg führen, die er nun von seinem Denken in Kenntnis setzen und mit ihnen geistige Gespräche führen wird, die den Mitmenschen zum Denken anregen und so also gleichfalls für Mein Reich geworben wird. Ich werde Mich aber auch tönend Meinen Dienern zu Gehör bringen, wo ein besonders hoher Reifezustand dieses zuläßt. Ihnen werde Ich klar und verständlich kundtun, in welcher Weise sie tätig sein sollen, wohin sie ihre Schritte lenken und was sie lehren sollen. Und diese haben eine ganz besondere Mission - sie werden dort Mein Wort verkünden müssen, von Meinem Geist in sich getrieben, wo Mein Gegner offensichtlich wirket - wo irrige Lehren verbreitet werden durch Menschen, die sich wohl auch Meine Diener nennen, jedoch die reine Wahrheit von Mir noch nicht empfangen haben, weil sie diese nicht annehmen wollen. (24.11.1947) Diese Mission erfordert eine besondere Fähigkeit - eine gute Rednergabe, die der Mir-Dienende nicht zu besitzen braucht, die ihm aber zur Zeit seines Wirkens für Mich zufällt, weil er einen bestimmten Reifegrad erlangt hat, der das Wirken durch Meinen Geist zuläßt. Es muß der Mensch aber gleichzeitig verstandesmäßig fassen, was er, durch Meinen Geist getrieben, ausspricht. Er muß feindlichen Angriffen gewachsen sein und alles widerlegen können, was ihm entgegengesetzt wird auf die Darbietung Meines Wortes. Er hat zwar auch nur die Aufgabe, Mein Wort, die reine Wahrheit aus Mir, zu verbreiten, doch er wird auch frei reden müssen, weil sich Reden und Gegenreden ergeben, wobei eine rege Verstandestätigkeit unerläßlich ist. Zudem müssen die Gegner, die über ein umfassendes Wissen verfügen, eine geistige Überlegenheit Meines Dieners anerkennen, sollen sie dem Gebotenen Beachtung schenken, denn es wird um große, tiefe Probleme gestritten werden, die aber allein nur ein erweckter, von Meinem Geist erleuchteter Mensch wird lösen können, der Mich Selbst zum Lehrmeister hat und darum auch sicher auftritt und sich nicht fürchtet, denen zu widersprechen, die sich klug und weise dünken. An diese Diener wird ein besonderer Ruf ergehen, sie werden Meine Stimme tönend in sich vernehmen, so daß sie selbst völlig sicher sind, um Meinen Willen zu wissen, und ihm sich nun voll und ganz unterstellen. Gewinnen sie einen jener Lehrenden für Mich und Meine Lehre, für die absolute Wahrheit, die sie nur von Mir Selbst durch euch empfangen können, dann ist ein großer geistiger Erfolg zu verzeichnen, denn er wird dann gleichfalls sich für die Wahrheit einsetzen und in größerem Kreise lehrend tätig sein, und dadurch wird vielen Menschen Mein Wort zugeführt werden in reinster Form zum Segen aller. Wer für diese Mission bestimmt ist, der kann mit voller Überzeugung sich ein Diener Gottes nennen, denn er wird reden an Meiner Statt, er wird nur das tun, was Mein Wille ist, er wird von Mir gelenkt werden und jeden Schritt in Meiner Begleitung gehen, er wird nur das Sprachorgan sein für Mich, damit Ich Selbst Mich den Menschen kundgeben kann, ohne ihre Glaubens- oder Willensfreiheit anzutasten. Und darum benötige Ich solche Mir ergebenen Diener dringend in der letzten Zeit vor dem Ende, weil überall und ständig gearbeitet werden muß, um Mein reines Wort den Menschen nahezubringen, das mit Meiner Kraft gesegnet ist, das aber auch unmittelbar von Mir stammt und zur Erde geleitet wird, um die Menschheit vom Irrtum zu befreien. Amen. B.D. NR. 4174.

 

Buch 50 4175

Jesusknabe Gott und Mensch.

25. November 1947. B.D. NR. 4175.

Fordert Aufklärung, und sie wird euch werden. Auf wen sich der Geist Gottes herabsenkt, der vermag auch wahrheitsgemäß Antwort zu geben auf Fragen, die ihm gestellt werden in geistiger Hinsicht. Es ist das Mysterium der Menschwerdung Gottes ein so schweres Problem für die Erdenmenschen, daß sie niemals restlos belehrt werden können, es sei denn, sie nehmen vom Geist Gottes selbst die Erklärung in Empfang, so daß sie von dem Empfänger geistiger Botschaften wohl verstanden werden, aber nicht den Mitmenschen verständlich zugeleitet werden kann. Der Mensch Jesus wurde zwar geboren auf wunderbare Weise, und Seine Geburt war begleitet von überirdischen Erscheinungen jeglicher Art. Dennoch war und blieb der Körper vorerst irdisch materiell; die Seele entstammte dem Lichtreich und war somit ohne Sünde zur Welt gekommen, und folglich konnte Gott Sich Selbst durch diese Seele offenbaren, Er konnte wirken, weil nichts vorhanden war, was Seinem Wirken sich als Hindernis entgegengestellt hätte. Also war Gott und Mensch zugleich in dem Jesuskind - alles dem menschlichen Auge Schaubare war Mensch, Der aber dem Kinde das Leben gab, Der die Menschen anzog und sie zur Anbetung veranlaßte durch Seine Nähe, war Gott. Die ewige Gottheit Selbst offenbarte Sich und wurde auch erkannt von denen, die guten Willens waren, deren Herzen liebefähig und liebewillig waren und die darum dem Geist Gottes sich öffneten zum Wirken in ihnen. Zur Zeit der Geburt Jesu kamen nur Menschen in Seine Nähe, die vom Geist Gottes hingeführt wurden, die also Gott Selbst würdigte, das Kind zu schauen, denen Er Sich durch das Kind näherte und in denen Er auch das Bewußtsein erweckte, in der Nähe Gottes zu sein. Einem anderen als solchem Menschen aber wäre das Kind nur rein menschlich erschienen, nicht anders wie andere Kinder, wie es auch war Seinem irdischen Körper nach. Und so auch sahen Ihn in Seiner Jugend und in späteren Jahren die Menschen, denn Er trat nicht offensichtlich mit Seiner Göttlichkeit, mit Seinem vom Geist Gottes erfüllten Wesen hervor, wenngleich Er Sich stets mehr und mehr mit Gott vereinigte durch Sein vorbildliches Liebeleben, das auch Seinen Körper vergeistigte und zu einem Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes machte. Doch es war der Mensch Jesus, Der Sich Selbst durch Liebetätigkeit gestalten mußte zu einer würdigen Hülle des Gottesgeistes, auf daß dieser in aller Fülle in Ihm sich bergen und durch Ihn wirken konnte unbegrenzt. Was aus Ihm sprach, Wunder verrichtete und selbst dem Tode gebot, war Gott Selbst, was den Menschen schaubar war, war Mensch. Der Glaube an die göttliche Sendung des Menschen Jesus ließ auch die Menschen Gott in Ihm erkennen, sowohl als Kind als auch in Seinen Lehrjahren, wo gleichfalls wieder die Ihn erkannten, die selbst gleichen Geistes waren, die also ein Leben führten dem göttlichen Willen gemäß und daher sich auch Seinem göttlichen Wesen erschlossen. Für sie war es ohne Zweifel, daß Gott Selbst in Ihm Sich barg und durch Ihn wirkte. Doch die menschliche Außenform ließ auch in jenen mitunter Zweifel aufkommen, weil auch sie das Mysterium der Menschwerdung Gottes und des völligen Zusammenschlusses von Gott und Mensch nicht fassen konnten, wie es auch nie restlos geklärt werden kann den Menschen, die nicht geistig geweckt sind. Diese würden es wohl mit ihrer Seele erfassen können, jedoch niemals kann es rein verstandesmäßig so dargestellt werden, wie es zum vollen Verständnis nötig wäre. Doch nie und nimmer kann und darf dem Jesuskind die Gottheit abgestritten werden, denn Dieses war würdig der höchsten Gnade, daß Gott Selbst Sich in Ihm barg, daß Er Sich offenbarte denen, die Ihn liebten und nach Seinem Willen lebten. Amen. B.D. NR. 4175.

 

Buch 50 4176

Menschwerdung Gottes.

26. und 27. November 1947. B.D. NR. 4176.

Das gewaltigste Problem ist die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Und doch kann ein Mensch mit kindlichem Glauben ohne Verstandesschwierigkeiten darüber hinweggehen, es kann ihm einfach erscheinen, eben weil er glaubt - für ihn ist Jesus Christus Gott, und er glaubt es auch mit vollem Recht, denn göttlich ist, was durch die Liebe sich mit Gott zusammengeschlossen hat. Daß dieser Zusammenschluß das von dem Menschen Jesus in kurzer Erdenzeit erreichte Endziel eines Menschen überhaupt war, bleibt jedoch ebenfalls eine Wahrheit, die weder der schärfste Verstand noch das gläubigste Herz abstreiten kann, denn um den Grad der Vollkommenheit zu erreichen, der eine Seele göttlich macht, muß unbedingt ein Liebeleben im freien Willen, aus eigenem Antrieb geführt werden, und zwar im Stadium als Mensch, und es darf in keiner Weise auf den Willen eingewirkt werden in einem gewissen Zwangszustand. Ein schon vollkommenes Wesen betritt die Erde nur zum Zweck einer Mission. Es wird diese Mission auch erfüllen, aber niemals auf Grund seines schon hohen Reifegrades vor der Verkörperung als Mensch, sondern sein Leben muß gleich jedem anderen Menschen ein in Willensfreiheit geführter Kampf sein gegen Schwächen und Fehler jeglicher Art. Er muß den Grad der Vollkommenheit, der ihn zu einem göttlichen Wesen stempelt, frei wollen, danach trachten und erreichen durch Liebeswirken, das er auch unterlassen kann, wie er auch nach unten seinen Willen richten könnte, weil er seinen Willen frei gebrauchen kann. Er muß genausogut schlecht wie gut sein können, wie ihm auch jede Entscheidung dereinst angerechnet wird. In keiner Weise wirkt Gott auf eine solche Seele ein, wie er aber auch nicht zuläßt, daß sie dem Gegner verfällt unfreiwillig, also von diesem gezwungen wird zum Abfall von Gott oder Handeln wider Dessen Willen. Diese Entscheidungsfreiheit mußte auch dem Menschen Jesus zugebilligt werden, sollte Sein Erlösungswerk nicht an Wert verlieren, wie auch Seine Göttlichkeit Verdienst eines nach Vollkommenheit ringenden Menschen sein mußte, Der als Vorbild der gesamten Menschheit dienen und zur Nachahmung Seines Lebenswandels anspornen soll. (27.11.1947) Jesus lebte den Menschen ein Leben nach göttlichem Willen vor, folglich muß es auch einem Menschen möglich sein, zur gleichen Vollkommenheit zu gelangen. Er war ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, folglich muß es möglich sein, unter der Assistenz Jesu Christi zu Gott zu gelangen; also mußte Jesus auch den Menschen menschlich nahestehen, Er mußte den gleichen Gang auf Erden gegangen sein und zu beiden, zu Gott und zu den Menschen, in einem vertrauten Verhältnis stehen, in einem Verhältnis, das von tiefster Liebe getragen war, daß Er für die Menschen eine so große Liebe empfand, daß Er ihnen helfen wollte; wie Er aber auch für die ewige Gottheit die Liebe empfand, die Gott fordert, um Ihm unbegrenzte Macht und Kraftfülle zu geben, daß Er Selbst Sich einte mit Ihm, was aber immer voraussetzt, daß Jesus ein Mensch war, Der sein Ziel erreichte - als Mensch geboren wurde und als Gott in aller Herrlichkeit auffuhr zum Himmel. Er war in keiner Weise bevorzugt ausgestattet, daß ihm der Erfolg Seines menschlichen Daseins ohne jegliche Mühe und in aller Selbstverständlichkeit gelungen wäre, vielmehr hatte Er ungewöhnlich zu kämpfen gegen Anfechtungen unreiner Geister, die um Seine Mission auf Erden wußten und sie zu verhindern suchten. Die Versuchungen traten an Ihn in jeder Weise heran, und es gehörte Seine ganze Willensstärke dazu, standzuhalten und Seine körperlichen Wünsche dem Wünschen des Geistes und der Seele anzugleichen, denn Sein Außenleib war Mensch mit Fleisch und Blut, Seine Sinne empfanden in ungewöhnlichem Maße das Schöne und Reizvolle der irdischen Welt, und sie begehrten nach der Erfüllung, und Er versagte sie doch dem Körper aus Liebe zur Not-leidenden Menschheit, denen Er nur Hilfe brinen konnte durch Aufopferung Seiner Selbst, indem Er durch Verzichtleistung und Entsagung einen höheren Reifegrad Seiner Seele erzielte, der Ihn zum Zusammenschluß mit Gott führte. Die Vereinigung mit Seinem Vater von Ewigkeit aber befähigte Ihn erstmalig zu Seiner Mission, die göttliche Liebelehre auf Erden zu verbreiten und den göttlichen Willen den Menschen kundzutun, wie sie Ihm aber auch andererseits die Kraft gab, das schwerste Opfer zu bringen, das je ein Mensch auf Erden Gott und den Menschen dargebracht hat - Schuldlos den Kreuzestod auf Sich zu nehmen und unvorstellbar zu leiden seelisch und körperlich aus Liebe zur Menschheit, um ihr, die in großer Sündenschuld ein entsetzliches Los im Jenseits zu gewärtigen hatte, Hilfe zu bringen und sie vor einer ewigen Verdammung,vor dem Absinken in die tiefste Finsternis, zu bewahren. Der Mensch Jesus setzte das geistige Leben vor das irdische, Sein Wille war stärker als Sein körperliches Verlangen, und so siegte Er im Kampf gegen Sich Selbst und gewann dadurch den höchsten Preis - die Liebe der ewigen Gottheit, Die Sich Ihm zu eigen gab, Die Ihm ohne Einschränkung zuströmte und als Kraft auf Ihn wirkte. Und Er wurde mächtig und weise, Er war erfüllt von Licht und Kraft, das Wesen Gottes nahm gänzlich von Ihm Besitz. D.h., Körper und Seele gestalteten sich zur Liebe und wurden sonach göttlich, weil die Ursubstanz der ewigen Gottheit Liebe ist und folglich ein göttliches Wesen sein muß, wer die Liebe in sich trägt und sich also mit Gott, der ewigen Liebe, vereint .... Jesus war Gott und Mensch .... Gott war Sein Wesen, Mensch war Sein Leib, der das göttliche Wesen, die Liebe, in sich barg. Spricht man also von Jesus als Gott, dann ist Sein Wesen gemeint, die geistige Gestaltung Seiner Seele, das Aufgehen in reiner, selbstloser Liebe und dadurch Formen Seiner Seele zum Ebenbild Gottes. Und da Jesus den Sieg über Sich errungen hatte, vergeistigte sich Sein Körper und ordnete sich gänzlich dem Willen der Seele unter. Und also war Jesus lichtdurchstrahlt, lichtumflossen und Er fuhr als reinster Geist, doch durch Seinen Willen auch schaubar den Jüngern, nach Seinem Tode auf in den Himmel. Denn Er hatte den Tod überwunden, Er hatte die Welt erlöst aus dem Schwächezustand, in den sie geraten war durch die Sünde .... Er hatte das Erlösungswerk vollbracht als Mensch, weil anders es kein Opfertod gewesen wäre und kein Löschen der ungeheuren Sündenschuld, in die die Menschheit geraten war. Amen. B.D. NR. 4176.

 

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