Zum vorigen Buch: 47-48    Zum Ende dieses Buches    Zum nächsten Buch: 50

Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
Home Deutsch Inhalt Verschiedenes
Home > Deutsch > Buch 49

Buch 49

B.D. NR. 3901 - B.D. NR. 4052
11.10.1946-30.5.1947

Inhaltsverzeichnis von Buch 49

 

Inhaltsübersicht

3901 3902 3903 3904 3905  3906 3907 3908 3909 3910
3911 3912 3913 3914 3915  3916 3917 3918 3919 3920
3921 3922 3923 3924 3925  3926 3927 3928 3929 3930
3931 3932 3933 3934 3935  3936 3937 3938 3939 3940
3941 3942 3943 3944 3945  3946 3947 3948 3949 3950

3951 3952 3953 3954 3955  3956 3957 3958 3959 3960
3961 3962 3963 3964 3965  3966 3967 3968 3969 3970
3971 3972 3973 3974 3975  3976 3977 3978 3979 3980
3981 3982 3983 3984 3985  3986 3987 3988 3989 3990
3991 3992 3993 3994 3995  3996 3997 3998 3999 4000

4001 4002 4003 4004 4005  4006 4007 4008 4009 4010
4011 4012 4013 4014 4015  4016 4017 4018 4019 4020
4021 4022 4023 4024 4025  4026 4027 4028 4029 4030
4031 4032 4033 4034 4035  4036 4037 4038 4039 4040
4041 4042 4043 4044 4045  4046 4047 4048 4049 4050

4051 4052

 

Buch 49 3901

Gut und Böse. Gesetz von Ewigkeit.

11. Oktober 1946. B.D. NR. 3901.

Auch das Böse ist von Mir zugelassen, jedoch niemals Mein Wille, denn das Böse widerspricht Meinem Gesetz von Ewigkeit, es ist eine verkehrte Willensrichtung, die von Mir abstrebt und etwas völlig Ungöttliches anstrebt - einen Zustand, der gänzlich dem Urzustand des von Mir Geschaffenen widerspricht. Gut und Böse anzustreben muß aber diesem von Mir Geschaffenen möglich sein, also muß Gut und Böse bestehen, will das Wesen vollkommen bleiben oder werden aus freiem Willen. Alles Meinem Gesetz von Ewigkeit Widersprechende ist böse, alles in Meiner ewigen Ordnung Verbleibende ist gut; daß aber das Wesen sein Verlangen nach jeder Richtung hin in sich spüren oder entwickeln kann, ist Mein Wille, und daß es jegliche Begierde in seinem Herzen empfinden kann, ist Mein Werk. Doch Meine Weisheit und Meine Liebe liegt dem zugrunde, daß Ich das Wesen so erschaffen habe, weil Ich es zur ewigen Seligkeit führen will und dies als Bedingung ein Zustreben zum Guten im freien Willen hat. Um Kraft entfalten zu können, muß auch ein Widerstand vorhanden sein - um gut zu sein, muß der Mensch auch die Möglichkeit haben, schlecht sein zu können und gut werden oder bleiben aus eigenem Antrieb, ansonsten seine Vollkommenheit pur ein Werk Meiner Liebe wäre, der jedoch der höchste Grad mangelt, weil der freie Wille unerläßlich ist, der aber zuvor erprobt werden muß. Das Böse kann nimmermehr gut genannt und als von Mir ausgehend hingestellt werden, wenngleich Ich auch dem Bösen Raum gewähre, wenngleich Ich es zulasse. Böses Denken, böses Reden und böses Handeln steht außerhalb Meiner göttlichen Ordnung. Würde ich es aber kraft Meines Willens verhindern, daß der Mensch böse denken, reden und handeln könnte, so wäre er kein freies, selbständiges und selbstwollendes Geschöpf, sondern lediglich ein Produkt Meiner Willenskraft, das aber niemals den Anspruch auf Vollkommenheit machen könnte. Ich aber will Mir vollkommene Geschöpfe bilden, die Ich mit Meiner Liebekraft durchstrahlen und also überaus selig machen will. Und dazu müssen sie die Willensprobe bestanden haben, aus eigenem Antrieb, im völlig freien Willen den höchsten Vollkommenheitsgrad anzustreben. Und das bedingt auch die Möglichkeit, absinken zu können in den Zustand der Unvollkommenheit, der weitesten Entfernung von Mir. Mein Wille ist und bleibt bis in alle Ewigkeit gut, und was sich Meinem Willen freiwillig unterstellt, wird gut sein und bleiben; was Meinem Willen entgegenhandelt, zieht also das Böse vor, und Ich hindere es nicht, jedoch es beraubt sich selbst seiner Vollkommenheit, es besteht die Willensprobe nicht und muß, so es abgesunken ist auch in die tiefste Tiefe, unweigerlich wieder zur Höhe streben in freiem Willen, wenngleich es eine endlos lange Zeit dazu benötigt, um wieder in den Grad der Vollkommenheit zu gelangen, der Meine Nähe zuläßt. Und eben darum muß seinem Willen ein Spielraum gegeben werden, der ewigen göttlichen Ordnung muß zuwidergehandelt werden können, was Ich aber nimmermehr gutheißen kann und was auch nimmermehr Mein Wille ist. Darum wird Gut und Böse bestehenbleiben so lange, bis alles Geistige erlöst ist, d.h., bis alles aus Mir Hervorgegangene die Willensprobe abgelegt hat, im freien Willen das Gute, Göttliche anzustreben, bis es aus freiem Willen zu Mir gefunden hat und als höchst vollkommenes Wesen nun alle Wonnen der ewigen Seligkeit genießen kann. Amen. B.D. NR. 3901.

 

Buch 49 3902

Zeichen des Geisteswirkens im Menschen.

12. Oktober 1946. B.D. NR. 3902.

Solcher Art Mein Wirken durch den Geist im Menschen ist, daß die Seele immer mehr von der Materie abstrebt und sich mit dem Geistesfunken in ihr verbindet. Wo Ich wirken kann, muß auch das Verlangen nach der Welt zurückgehen und das Verlangen nach Mir anwachsen, denn wo einmal Meine Kraft sich entfalten kann, dort verliert alles Irdische, alles Materielle an Wert, denn das Geistige überstrahlt das Weltliche und wird der Seele des Menschen immer begehrenswerter. Wo Ich Selbst wirken kann im Menschen durch Meinen Geist, dort teile Ich auch geistige Gaben aus, die den Menschen beglücken und ihn immer innerlicher werden lassen. Und so einet sich die Seele des Menschen mit ihrem Geist, und er bestimmt nun all ihr Denken, Wollen und Fühlen. Und der Körper gleicht sich bald dem Verlangen der Seele an, auch er tritt zurück von dem Verlangen nach irdischen Freuden und Gütern, er dienet der Seele nur noch zur Ausführung dessen, was der Geist von der Seele fordert. Er dienet ihr nur noch zum Ausüben von Werken der Nächstenliebe, zum Vermitteln geistiger und irdischer Gaben an seine Mitmenschen, die deren bedürftig sind. Und so Körper, Seele und Geist eins geworden sind im Wollen und Wirken, ist auch der Zusammenschluß mit Mir hergestellt, weil der Geist im Menschen ja Mein Anteil ist, weil er ewiglich untrennbar ist vom Vatergeist und weil Ich Selbst schon dort gegenwärtig bin, wo Ich durch Meinen Geist im Menschen wirken kann. Wo die Welt noch begehrt wird, wo der Körper und die Seele noch irdische Vorteile anstrebt, dort kann nimmermehr von Meinem Wirken durch den Geist im Menschen gesprochen werden, dort kann nur allein der Verstand tätig sein, selbst wenn geistiges Wissen der Gegenstand seiner Tätigkeit ist. Und dieses wird nimmermehr der Wahrheit entsprechen oder gänzlich von ihm unverstanden sein, so er die Wahrheit verstandesmäßig von einem in der Wahrheit-Stehenden übernommen hat. Mein Geisteswirken kommt in der Übermittlung geistiger Wahrheiten zum Ausdruck, doch dann benötigt der Mensch kein Zuführen seines Wissens von außen, sondern Mein Geist in ihm teilt es ihm mit - es kommt das Wissen aus ihm selbst, und das ist das sicherste Zeichen des Geisteswirkens im Menschen. Denn es übersteigt die natürliche Fähigkeit eines Menschen, verstandesmäßig etwas zu ergründen, wofür es auf Erden keinen Beweis gibt, ist aber vollauf verständlich für den Menschen, in dem Ich Selbst wirken kann. Er selbst bedarf keines Beweises mehr, um es als tiefste Wahrheit zu erkennen, denn da er selbst vom Geist in sich belehrt wird, geht ihm gleichzeitig auch die Erkenntniskraft zu, die aber allen denen mangelt, wo Mein Geist nicht wirksam sein kann. Meines Geistes Wirken besteht ferner in überaus reger Liebetätigkeit. Geistiges und Irdisches auszuteilen fühlt sich der Mensch gedrängt, und also ist da Mein Wirken erkennbar, wo die Liebe geübt wird. Denn dort muß Ich Selbst sein, weil Ich Selbst die Liebe bin, und Meine Liebekraft muß unausgesetzt auf den Menschen überströmen und ihn tätig werden lassen in jeder Weise. Immer aber wird seine Tätigkeit Meinem Willen entsprechen, weil Mein Geist ihn leitet und seine Gedanken ordnet. Und also wird der Mensch recht denken, reden und handeln und in seiner Erkenntnis reifen, er wird wissend werden, in der Wahrheit stehen und in der Liebe leben, so Ich Selbst durch Meinen Geist in ihm wirken kann; er wird den Zusammenschluß mit Mir finden schon auf Erden und ewiglich untrennbar mit Mir verbunden bleiben. Amen. B.D. NR. 3902.

 

Buch 49 3903

Verantwortung und Reue derer, die Gottes Gnadengabe nicht beachten.

13. und 14. Oktober 1946. B.D. NR. 3903.

Wer einmal der Gnade gewürdigt wird, in den Bereich der direkten Ausstrahlung Meines Liebegeistes zu treten, der wird sich dereinst verantworten müssen, so er an der Gnadengabe vorübergegangen ist, ohne sie angenommen zu haben, denn er hatte die Möglichkeit, überaus schnell zu reifen, so er Meinen Liebegeist in sich wirken läßt, so er das Licht aus den Himmeln in sich eindringen läßt und durch Befolgen Meines Wortes sich selbst Meiner weiteren Führung anvertrauen kann. Wer Meine Gnadengabe zurückweiset oder sie unbeachtet läßt, der bleibt auch nicht auf der Stufe seiner Entwicklung stehen, sondern er fällt zurück, denn seiner bemächtigen sich die Kräfte der Unterwelt, es sei denn, sie machen deren Wirken unschädlich durch eifrige Liebetätigkeit als Auswirkung des vernommenen Wortes, das von Mir Selbst ausgegangen ist und ihnen zugeführt wurde. Denn die Liebetätigkeit zuvor würde sie auch zu eifrigen Anhängern Meiner Lehre machen, weil sie durch Liebeswirken auch fähig sind, die Wahrheit zu erkennen und also auch Mich Selbst im Wort, das ihnen zugeht. Ich aber trete durch Meine Diener auf Erden auch jenen im Wort nahe, die noch von Mir entfernt sind durch ihren Mangel an Liebe und zeige ihnen den rechten Weg, zur Höhe zu gelangen. Ich lasse ihnen Rufer in der Wüste ihres Lebens zugehen, die ihnen Mein Wort bringen, auf daß ihr Lebensweg erleuchtet werde; wer aber jene Rufer nicht achtet, wer ihre Gabe abweiset, der wird den rechten Weg verfehlen und doch nimmermehr sich entschuldigen können, durch Unwissenheit in die Irre gegangen zu sein. Und also ist seine Schuld größer, und unsagbar wird auch seine Reue sein, so er im Jenseits in den Zustand des Erkennens kommt und die große Gnadengabe erkennt, die er ungenützt ließ auf Erden. Und es sind viele, die Meinem Wort keinen Glauben schenken, so es ihnen durch euch, Meine Diener auf Erden, dargeboten wird. Ihr werdet nur sehr wenige Anhänger finden, die tief gläubig sind und denen Meine Liebe und Meine Allmacht auch Mein Liebeswirken auf Erden begründen. Und es sind nur wenige, die Meine Stimme erkennen, weil sie selbst Meine Kinder sind durch ihre Liebe und ihren Glauben. Aber auch die anderen können Meine Stimme erkennen, so sie nur guten Willens sind. Denn diese Fähigkeit habe Ich in ihr Herz gelegt, und der geringste Wille zur Wahrheit weckt die Fähigkeit des Erkennens in ihnen. Dann wird Mein Wort selbst für sich sprechen, Meine Stimme wird in ihren Herzen Widerhall finden, sie wird sie wohltätig berühren und das Verlangen schüren, immer wieder Meine Stimme zu vernehmen - sie werden hungern nach Meinem Wort und sich stets an dem Quell einfinden, dem das lebendige Wasser entströmt. So aber nur wenige den guten Willen aufbringen, müssen sich auch die anderen für ihre Willensrichtung verantworten, denn Meine Gnadengabe ist ein Hilfsmittel von größtem Wert, ihrem Willen die rechte Richtung zu geben. In der Zeit des Endes aber sind die Herzen der Menschen verhärtet, ihr Denken ist in die Irre geleitet, und ihr Sinnen und Trachten gilt nur der Gewinnung irdischer Güter, und darum ist auch Meine direkte Liebeausstrahlung bei ihnen wirkungslos, sie entfliehen dem Licht der Gnadensonne (14.10.1946) und können daher von ihrer wohltuenden Wärme und Leuchtkraft nichts verspüren. Doch es wird ihnen das Ablehnen Meiner Gnadengabe als eine grobe Nichtbeachtung Meines Willens angerechnet werden, sie werden sich dereinst verantworten müssen, und ihre Reue wird groß sein, denn es währet endlos lange Zeiten, bis Ich wieder in Form Meines Wortes ihnen nahetrete, weil sie selbst sich die Gnade verscherzt haben, weil sie selbst Meine Liebe zurückgewiesen haben, die ihnen helfen wollte, sich zu erlösen in der letzten Zeit vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 3903.

 

Buch 49 3904

Sieg der Gerechtigkeit am Ende der Tage. Letztes Gericht.

15. Oktober 1946. B.D. NR. 3904.

Die Gerechtigkeit wird siegen, und ob es noch so sehr scheinet, als unterliege sie. Die Stunde wird kommen, da alle Sünden offenbar werden und da ein jeder sich verantworten muß, der Unrecht auf Unrecht häuft, das scheinbar ungesühnt blieb auf Erden. Ich lasse auch dem Teufel freien Lauf, Ich lasse die Menschen ausüben, wozu der Teufel in ihnen sie antreibt, auf daß das Maß voll werde, das Meine Richterhand dann ausschüttet zum Zeugnis der Sünde und des Verderbens derer, die Mir widerstreben, die sich an kein Gesetz mehr halten, das ihnen von Mir aus vorgeschrieben ist seit Ewigkeit. Die Sünde zieht das ewige Verderben nach sich, die Sünde fordert Meine Gerechtigkeit heraus, daß Ich sie aufdecke und grell beleuchte, daß Ich alle Schandtaten offenbar werden lasse. Und es wird ein Heulen und Wehklagen sein, so Ich zu Gericht sitzen werde über die Menschen, die gleich Teufeln wüten, und dies besonders in der letzten Zeit vor dem Ende. Nur noch kurze Zeit ist ihnen belassen zur Ausübung ihres schändlichen Willens, doch diese Zeit nützen sie in teuflischster Weise - sie achten keines Gebotes mehr, weder des von Mir gegebenen Liebesgebotes noch menschlich erlassener Gesetze, sie leben und handeln ihrem inneren Triebe entsprechend, der überaus böse ist und keine Grenzen mehr kennt, der von der Unterwelt angeregt ist und mit Kraft versehen wird und daher ungehindert wirken kann. Und die Meinen werden ihnen, menschlich gesehen, ausgeliefert sein, doch sie sind Meines Schutzes sicher und brauchen daher auch jene Teufel nicht zu fürchten, deren Macht zerschellt an Meiner Kraft. Und was Ich zur Ausführung gelangen lasse, das soll euch nicht beunruhigen, ihr sollt euch dennoch von Mir umsorgt wissen, Der Ich euer Schicksal stets so lenke, wie es zu eurem Besten ist und wie es seit Ewigkeit in aller Weisheit und Liebe von Mir beschlossen ist. Es muß sich die Zeit vollenden und darum muß auch das über die Erde gehen, was Ich ersah von Ewigkeit, was Ich angekündigt habe stets und ständig - es muß das teuflische Wirken ungehindert stattfinden können, weil Ich die Macht des Satans breche, so sein Maß voll ist. Auch er muß seinen Willen durchsetzen können, wo ihm von seiten der Menschen kein Widerstand entgegengesetzt wird, wo der Wille des Menschen selbst ihm das Recht dazu einräumt. Doch seinem Wirken sind Grenzen gesetzt, und so diese Grenze erreicht ist, binde Ich ihn und mit ihm alles ihm hörige Geistige. Und es wird wieder Friede sein unter den Menschen, die Mein sind und verbleiben bis in alle Ewigkeit. Es wird eine neue Zeit kommen, eine Zeit, wo jenen kein Zutritt gestattet ist zu den Menschen, weil diese sich voll und ganz Mir verbinden und also in sicherstem Schutz stehen. Ich aber verheiße auch in der Zeit seines Wütens vor dem Ende allen denen Meinen Schutz, die Mir angehören durch ihren Willen, Mir zu dienen und Mir zum Wohlgefallen auf Erden zu leben. Und darum brauchet ihr auch die letzte Zeit nicht zu fürchten, und so ihr nur von Teufeln umgeben wäret - ein Heer seliger Geister, die ausgestattet sind mit Licht und mit Kraft, umgibt euch und gewähret euch sicheren Schutz in Meinem Auftrag, denn Ich habe euch Meinen Schutz verheißen, und Ich verlasse euch ewiglich nicht, Ich bin ständig bei euch, so ihr Mich rufet, und Mein Arm wehret den Kräften der Finsternis, euch zu berühren, selbst wenn sie oft und drohend die Hände nach euch ausstrecken. Sie sollen sich austoben, doch einmal erreichet sie der Arm der Gerechtigkeit, und er machet ihrem Treiben ein Ende. Und diese Stunde ist nicht mehr fern, was ihr schon daraus erkennet, daß die Menschen immer teuflischer wüten gegeneinander, daß die Not und das Leid immer größer wird und daß die Menschen immer weniger Den fürchten, Der alle Macht hat über Himmel und Erde. Doch die Gerechtigkeit wird siegen, der Tag des Gerichtes wird kommen und hinwegraffen von der Erde, was reif ist für die Verdammnis, wie Ich es verkündet habe in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 3904.

 

Buch 49 3905

Gott Selbst als Lehrmeister. Wissen um den Heilsplan.

16. Oktober 1946. B.D. NR. 3905.

In aller Fülle könnet ihr Kraft und Gnade von Mir entgegennehmen, so ihr sie nur begehret und euch ihr öffnet. Also wird auch Mein Geist in euch wirken können je nach eurem Verlangen. Und er wird euch in alle Wahrheit leiten. Habet ihr nun Mich Selbst zum Lehrmeister, so muß auch euer Wissen ein vollendetes sein, d.h., ihr müsset in allen Gebieten wohl unterrichtet sein, die geistiges Wissen umfassen. Denn so euer Wissen Stückwerk ist, so ihr nicht die Zusammenhänge erkennt, wird euch auch Mein Walten und Wirken unverständlich bleiben, ihr werdet in Zweifelsfragen kommen und ohne Antwort bleiben, suchet ihr die Antwort anderswo als bei Mir zu erlangen. Und so müsset ihr vorerst um Meinen Heilsplan wissen von Ewigkeit, ihr müsset um das Verhältnis des Geschaffenen zum Schöpfer wissen, ihr müsset euch vorerst dessen bewußt sein, daß alles Erschaffene eine Bestimmung haben muß, ansonsten das Erschaffen wahrlich nicht das Zeugnis einer weisheitsvollen Macht wäre - ihr müsset Sinn und Zweck des Erschaffenen erkennen, weil ihr dann erst auch den Schöpfer Selbst erkennen könnt, Den Seine Liebe und Seine Weisheit dazu bewogen hat, Seinen Willen tätig werden und also Seine Allmacht walten zu lassen. Wisset ihr erst um diesen ewigen Heilsplan, so wird es euch nicht mehr am Verständnis mangeln, so euch eine Lehre aus den Himmeln geboten wird, und euer Wissen wird erweitert werden können nach jeder Richtung. Die Aufwärtsentwicklung des Geistigen ist und bleibt Sinn und Zweck alles dessen, was euch ersichtlich ist und sie ist Sinn und Zweck des Erdenlebens des Menschen. Diese Aufwärtsentwicklung muß aber in einem von Mir festgesetzten Zeitraum vor sich gehen, weil Meine göttliche Ordnung beachtet werden muß und diese eine Begrenzung einer Erlösungs- oder Entwicklungsperiode erfordert. Denn laut dieser Meiner Ordnung von Ewigkeit ist das Stadium der Entwicklung als Mensch nur im völlig freien Willen zurückzulegen. Ein freier Wille aber kann sich auch Meiner Ordnung von Ewigkeit widersetzen, und ein Widersetzen in erhöhtem Maß hat als Folge die Auflösung - also ein völliges Abstreben von Mir und somit Zurückweisen Meiner Kraft, die alles erhält. Und ziehe Ich Meinen Willen und Meine Kraft von dem Geschaffenen zurück, weil Ich wider den Willen des Menschen ihm solche nicht zuführen kann, so bedeutet dies ein Vergehen der Außenform und ein Erstarren des Geistigen in ihm. Etwas frei sich zur Höhe-entwickeln-Sollendes muß auch die Möglichkeit haben, sich Meiner Kraftzufuhr zu widersetzen, weil die Aufwärtsentwicklung im freien Willen vor sich gehen muß. Wird nun der Wille in erhöhtem Maß mißbraucht, also in verkehrter Richtung tätig, so ist dies ein Wüten wider Meine Ordnung von Ewigkeit, und dessen Folge ist völliger Verfall irdisch und geistig. Es muß dann eine Entwicklungsperiode zum Abschluß gebracht und eine neue wieder begonnen werden, die wieder in Meiner ewigen Ordnung anfängt und wieder jede Möglichkeit in sich schließt, in Freiheit des Willens Mir nahezukommen. Weiß der Mensch um Sinn und Zweck der Schöpfung und des Erdenlebens, weiß er also um Meinen ewigen Heilsplan, so begreift er auch, daß diese Epochen sich wiederholen müssen und dies Ewigkeiten dauert, bis alles Geistige den Gang der Aufwärtsentwicklung bis zu Mir zurückgelegt hat - und er wird auch dann wissen, wann der Zustand der Auflösung eingetreten ist, er wird es an dem geistigen Tiefstand der Menschheit erkennen, wann das Ende einer Erlösungsperiode zu erwarten ist, denn er wird wissen, wann das Gesetz der ewigen Ordnung übertreten wird, wie er auch erkennen wird, daß Ich nimmermehr diesen Zustand ändern kann in der Weise, daß Ich den Willen des Menschen unfrei mache und er also gezwungen in Meiner Ordnung leben muß, sondern daß Ich den Willen dessen binden muß in anderer Form, daß Ich ihm wohl die Möglichkeit einer Aufwärtsentwicklung belasse, doch nicht mehr als freies Wesen im Menschen, sondern daß Ich das Geistige erneut banne in der Materie und ein solches Bannen neue Schöpfungen erfordert, also auch zuvorige Auflösung der alten Schöpfungen, die ihren Zweck nicht mehr erfüllen. Und es geht dies periodenweise vor sich, wie es bestimmt ist seit Ewigkeit, denn Ich ersah die Willensrichtung der Menschheit von Ewigkeit voraus, und ihr entsprechend ist auch Mein Heilsplan festgelegt. Amen. B.D. NR. 3905.

 

Buch 49 3906

Gerechtigkeit gegen den Nächsten. Gottes Ordnung.

17. Oktober 1946. B.D. NR. 3906.

Fordert ihr göttliche Gerechtigkeit, so müsset auch ihr gerecht sein in allen Dingen. All euer Denken und Handeln muß Meiner ewigen Ordnung entsprechen, also Liebe bezeugen zu Mir und zum Nächsten. Was ihr wollet, das euch geschehe, was ihr für euch an Rechten in Anspruch nehmet, das müsset ihr auch eurem Nächsten zubilligen, ihr müsset ihn gleicherweise bedenken, wie ihr bedacht werden wollet von ihm, so ihr in gleicher Lage euch befindet; ihr müsset frei sein von Eigenliebe, wollet ihr dem Nächsten das antun und geben, was ihr für euch beansprucht. Und ihr müsset euch stets vor Augen halten, daß Ich euch bedenke eurer Einstellung zum Nächsten gemäß. Denket und handelt gerecht, so werdet ihr auch Meiner Gerechtigkeit sicher sein, denn so ihr entgegen Meiner Ordnung von Ewigkeit handelt, muß Ich euch das Unrechte eures Denkens und Handelns selbst erkennen lassen, d.h., ihr müsset deren Auswirkung auch an euch selbst verspüren, auf daß ihr wisset, daß ihr nicht in Meiner Ordnung lebet und euch wandelt. Die Welt ist voller Ungerechtigkeit, und doch kann Ich ihrem Treiben nicht gewaltsam Einhalt gebieten, ansonsten sie ihr Unrecht niemals erkennen und sich davon abwenden könnte. Doch Meine Gerechtigkeit kommt einmal zur Geltung. Dann aber ist es ein furchtbares Gericht für die, deren Wandeln nicht Meiner Ordnung entsprochen hat. Denn Sühne wird ein jeder Mensch leisten müssen für sein ungerechtes Denken und Handeln, sei es auf Erden oder im Jenseits oder in qualvoller erneuter Bannung in der Materie, denn da Ich höchst vollkommen bin, muß Ich auch höchst gerecht sein und die Sünder strafen, sowie sie zu Teufeln auf Erden ausarten und keiner irdischen Besserung mehr fähig sind. Doch scheinbar bleibt Meine Gerechtigkeit noch verborgen, scheinbar wende Ich Mein Angesicht noch ab von dem großen Unrecht, das in der Welt ausgeführt wird gedanklich und durch Taten krassester Lieblosigkeit. Scheinbar sehe Ich sie nicht, doch sie sind verzeichnet im Buch der Ewigkeit. Und kein Unrecht bleibt ungesühnt, dessen Vergebung nicht vollernstlich erbeten wird von einer sich bessern-wollenden-Seele. Und Meine Gerechtigkeit wird offenbar werden am Tage des Gerichtes, wo auch alle Sünden vor Mir offenbar werden und niemand sein Denken und Handeln vor Mir verbergen kann. Dann werden Mich loben die Meinen ob Meiner Gerechtigkeit und fürchten die Sünder, die Ich zur Verantwortung ziehe für ihre Taten. Und ob auch die Menschheit immer schlechter wird und Sünde über Sünde häufet - wisset, daß der Tag des Gerichtes für alles seine Sühne fordern wird und daß der Tag nicht mehr fern ist. Doch wieder sage Ich euch, daß das Maß erst voll sein muß, ehe Meine Liebe und Erbarmung zurücktritt und die Gerechtigkeit waltet. Denn die Zeit ist festgesetzt seit Ewigkeit, die dem Satan zu seinem Wirken auf Erden gewährt wird, wo aber auch solange eine jede Seele noch Möglichkeit hat, den Weg zu Mir zu finden und sich zu lösen aus der Macht des Satans mit Meiner Unterstützung, mit Meiner Kraft. Jeder Tag ist eine Gnade für das unvollkommene Geistige, wie er aber auch dem Gegner erhöhte Möglichkeit gibt, das Geistige in den Abgrund zu ziehen auf ewige Zeiten. Doch der Tag des Gerichtes beendet die Gnadenzeit und auch die Zeit des Wütens jener Macht. Und dann wird ein gerechtes Urteil gesprochen werden, und es wird Heulen und Zähneknirschen sein bei den Sündern, die ungestraft zuvor gewütet haben im freien Willen und dafür in die tiefste Finsternis gestoßen werden auf endlos lange Zeit. Amen. B.D. NR. 3906.

 

Buch 49 3907

Wissen um Ursache der Verkörperung. Nicht Willkür, sondern Zweck.

18. Oktober 1946. B.D. NR. 3907.

Daß Ich euch das irdische Leben gab, sehet ihr, die ihr nicht um den Zweck eures Erdenlebens wisset, als eine Willkür, als eine Schöpferlaune an, die euch in die Welt setzte nur zur Erfüllung irdischer Pflichten und Gesetze. Und da ihr nicht um die Ursache eurer Verkörperung auf Erden wisset, ist euch auch das letzte Ziel unverständlich, d.h. ihr glaubet nicht daran, so ihr euch nicht ernstlich über euren Daseinszweck Aufklärung zu schaffen sucht. Der ernstliche Wille nach einer solchen Aufklärung lässet euch auch dazu gelangen, denn Meine Himmelsboten sind ständig bereit, euch einzuführen in die Wahrheit, euch die rechten Gedanken zuzuleiten und euch also zu belehren über Sinn und Zweck des Erdenlebens und eure Erdenaufgabe. Solange ihr aber dieser Frage nicht nähertretet, solange ihr euch als willkürlich erschaffene Wesen auf Erden wähnet, solange ihr nicht mit der Schöpferkraft selbst euch verbunden fühlt oder diese Verbindung herzustellen sucht, solange werdet ihr auch nicht streben nach Vollkommenheit, d.h. die euch für die Erdenzeit gesetzte Aufgabe erfüllen. Denn einziger Sinn und Zweck eures Erdendaseins ist das Erreichen eines Reifezustandes, der euch frei macht von jeder materiellen Außenform sowohl als auch von jeder Umhüllung eurer Seele, die ihr die Lichtzufuhr verwehrt. Suchet euch zuerst mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß ihr unvollkommen seid, daß ihr wohl aus der ewigen Schöpferkraft hervorgegangen seid, die von Mir als einem höchst vollkommenen Wesen ausstrahlt, daß ihr also uranfänglich gleichfalls höchst vollkommen waret, doch zur Zeit eures Erdenwandels als Mensch diesen Vollkommenheitsgrad nicht mehr besitzet, ansonsten das Leben auf Erden für euch nicht eine Kette von Mühseligkeiten und Nöten bis zum Lebensende wäre. Suchet euch über den Druck, der ständig auf euch lastet, die rechte Erklärung zu geben - daß ihr ein Kreuz benötigt, daß ihr Leiden benötigt in mancherlei Form, um dadurch eine Wandlung und Umgestaltung eures Wesens zu erzielen, und daß dies Sinn und Zweck eures Erdenlebens ist. Doch findet euch nicht mit dem Gedanken ab, daß ihr nur willkürlich erschaffene Erdenbewohner seid, die kommen und vergehen, gleich allen anderen euch ersichtlichen Schöpfungen, denn das ist euer Tod, weil ein solcher Gedanke euch träge im geistigen Streben macht, weil ihr dann nicht anders als irdisch gesinnt sein könnt und weil zur Wandlung eures Wesens vorerst ein ernstes Nachdenken gehört über euch selbst und über euer Verhältnis zum Schöpfer. Wähnet ihr euch nur als Produkte einer willkürlich wirkenden Schöpferkraft, so muß euch die Regelmäßigkeit, die Ordnung jeglicher Schöpfungswerke nachdenklich machen, die eine Willkür ausschaltet, sondern durch ihre Gesetzmäßigkeit auf einen weisen Gesetzgeber schließen lassen, und ihr könnet daraus folgern, daß ein weiser Gesetzgeber nichts tut ohne Sinn und Zweck - daß ihr also auch Produkte seid einer in aller Weisheit wirkenden Macht - und ihr könnet auch bei ernstem Nachdenken die Liebe dieser Macht erkennen, so ihr beachtet, daß Sinn und Zweck aller Schöpfungen immer das Erhalten und Bestehen anderer Schöpfungen ist und daß für alle lebendige Kreatur gesorgt ist, daß sie ihr Leben erhalten und tätig werden kann. Ihr könnet die Sorge um alle Schöpfungen in der Natur nicht dem Schöpfer des Ganzen abstrittig machen, ihr müsset sie anerkennen, wenngleich euch manches nicht voll verständlich ist und euch unweise erscheinen mag, solange euch das Verständnis mangelt. Doch dann müsset ihr selbst euch als Wesen erkennen, die deshalb nicht vollkommen sind, weil ihnen das tiefe Wissen mangelt. Und ihr müsset also nach Vollkommenheit trachten, indem ihr nach dem Wissen strebet, indem ihr euch gedanklich befasset mit euch unverständlichen Problemen und darüber Aufklärung begehrt. Dann wird euch Aufklärung werden, und ihr werdet glauben lernen, ihr werdet euch bewußt werden, daß ihr geschaffen seid von der Liebe, Weisheit und Allmacht eines Wesens, Das höchst vollkommen ist, und ihr werdet dieses höchst vollkommene Wesen anstreben - ihr werdet bemüht sein, euch selbst in einen Zustand zu versetzen, in dem ihr euch Mir nahen könnt, und also eure Erdenaufgabe mit Eifer zu erfüllen suchen. Amen. B.D. NR. 3907.

 

Buch 49 3908

Entwicklungsgang der seligen Geistwesen auf Erden nötig zur Gotteskindschaft.

19. Oktober 1946. B.D. NR. 3908.

Auch das von Mir vollkommen Erschaffene und Mir im freien Willen treu verbliebene Geistige muß als frei ins Dasein gestelltes Wesen einen Entwicklungsgang auf Erden zurücklegen, will es den höchsten Grad der Vollkommenheit, die Gotteskindschaft, erreichen, der sie zur völligen Gottähnlichkeit erhebt und der darum nicht von Mir ihnen gegeben werden kann, sondern von ihnen selbst erworben sein muß. Überaus selig sind zwar jene Geistwesen schon in ihrem von Mir geschaffenen Zustand, in dem sie im freien Willen verharrten, obwohl auch ihnen die Möglichkeit gegeben war, sich von Mir zu entfernen und abzusinken gleich den anderen von Mir ins Dasein gerufenen Wesen. Sie weilen in hellstem Licht, sie stehen in vollster Erkenntnis und führen unausgesetzt nur Meinen Willen aus, der auch ihrem Willen entspricht. Dennoch sind sie vollkommen von Mir erschaffene Wesen, die erst zu Meinen Kindern sich gestalten müssen, zu Wesen, die vorerst jedem Einfluß preisgegeben sind, gutem und bösem, und sich völlig frei für den guten Einfluß entscheiden müssen, um Mich als selbstwollendes Geistwesen anzustreben und mit Mir sich zusammenzuschließen. Erst nach dieser Willensprobe, die im Fleisch auf dieser Erde abgelegt werden muß, hat das von Mir vollkommen erschaffene Geistige den höchsten Grad der Vollkommenheit erreicht. Es hat als Mein Kind sich für ewig mit dem Vater vereint und steht in höchster Lichtfülle, in Kraft und Macht, es steht in tiefster Weisheit und Liebe - es ist Mir gleich geworden, Mein Ebenbild, das unendlich beglückt ist von Meiner Vaterliebe und das auch Mein Herz mit Wonne erfüllt, weil die Liebe zu diesen Meinen Kindern unvergleichlich ist. Verkörpert sich das Mir treu verbliebene Geistige auf dieser Erde, so ist seine Erdenaufgabe gleichzeitig mit einer Mission verbunden, die der Errettung irrender Seelen aus tiefer geistiger Not gilt. Es sind die Erdenwege dieser Seelen besonders schwer passierbar, doch mit vollem Bewußtsein tritt die Seele ihre Erdenprobe an und nimmt jedes Los auf sich, so sie einmal willig ist, den Grad der Gotteskindschaft dadurch zu erreichen. Doch von Gott aus wird sie nicht bestimmt, die Erdenprobe abzulegen, sondern auch dieses Verlangen muß aus völlig freiem Willen hervorgehen und das Lichtwesen, das in höchster Seligkeit schwelgt, antreiben, diese Seligkeit einzutauschen mit einem kurzen, aber für die ihrer Mission unbewußten Seele sehr schweren Erdendasein. Es wird ihr zwar von seiten der Lichtwesen jegliche Hilfe auf Erden zuteil, doch auch von diesen muß die Willensfreiheit gewahrt werden, ansonsten sich die Seele nicht aufwärtsentwickeln kann. Eine solche Erdenprobe erfordert große Willenskraft, denn auch an diese Seele tritt die Versuchung durch die Welt besonders stark heran, und das Überwinden der Materie wird ihr manchen Kampf kosten, doch ein gänzliches Absinken in den Bann der Materie ist nicht zu fürchten, weil ihr Verlangen nach dem Reich, das sie verlassen hat, in ihr stärker ist als das Verlangen nach der Materie, obwohl sie sich auf Erden ihrer eigentlichen Heimat nicht bewußt ist. Und darum können ihr die Lichtwesen unausgesetzt beistehen und ihr jegliche Hilfe gewähren zur Erreichung ihres Zieles auf Erden. In der letzten Zeit vor dem Ende sind viele Lichtwesen auf Erden verkörpert, ist doch diese Zeit besonders günstig für ihre Aufwärtsentwicklung, für die Ablegung ihrer Erdenlebensprobe, weil die Menschen geistige Führer benötigen und dieses Amt ihnen vorwiegend übertragen wird als Mission. Es ist eine strenge Lebensschule, die solche Geistwesen absolvieren müssen, denn ob ihrer seelischen Fähigkeiten tragen sie auch eine weit größere Verantwortung für ihre Seelen, sie müssen ringen und kämpfen gleichfalls mit Begierden jeglicher Art, und ihr Leben ist ein Leben voller Entsagung und Entbehrungen, die sie jedoch nicht so schmerzlich empfinden, sowie ihr Streben nach oben in den Vordergrund tritt, was schon in frühester Jugend, aber auch erst im vorgeschrittenen Alter einsetzen kann. Denn die Freiheit des Willens bestimmt ihren Lebensweg bis zum leiblichen Ende, das für viele in der letzten Zeit auf Erden wirkende Lichtwesen mit dem letzten Ende zusammenfällt. Amen. B.D. NR. 3908.

 

Buch 49 3909

Last der Sünde im Jenseits. Sühne oder Vergebung.

20. Oktober 1946. B.D. NR. 3909.

Es fallen euch jegliche Sünden zur Last, die ihr begeht an eurem Nächsten und ihr somit auch wider Mich Selbst sündigt, Der Ich euch das Gebot der Liebe gab. Und ihr werdet an der Last eurer Sünde schwer zu tragen haben im Jenseits, so ihr nicht auf Erden schon sie abbüßet. Darum glaubet nicht, daß ihr straflos ausgehet, so ihr euch versündigt am Nächsten; glaubet nicht, daß es keinen gerechten Richter gibt, weil er sich nicht gleich euch in Erscheinung bringt. Und glaubet nicht, daß ihr darum frei seid von aller Schuld, weil euch die Mitmenschen das gleiche antun und Mein Liebegebot mißachten. Ihr stumpfet euer Gewissen ab, jedoch die Größe eurer Schuld verringert ihr nicht dadurch, denn euer Verstand bleibt rege, und er weiß wohl das Rechte vom Unrechten zu unterscheiden. Und euer Wille wird nicht gezwungen zu eurem Denken und Handeln, darum tragt ihr selbst die Verantwortung dafür, und ihr belastet euch unbeschreiblich, so ihr Sünde auf Sünde häufet - so ihr dem Nächsten Schaden zufügt, ihn bedränget und in krassester Lieblosigkeit an ihm handelt, anstatt ihn zu unterstützen in seiner Not, ihm zu helfen und ihm also uneigennützige Liebe entgegenzubringen, die allein wohlgefällig ist vor Meinen Augen. Ihr begebet euch selbst in die Gewalt des Satans, der eure Seelen nun nach seinem Willen bearbeitet, der euch herabzieht in das Verderben und von dem ihr als Lohn für eure Willigkeit nur vorübergehende Besserung eurer irdischen Lebensverhältnisse verspürt. Doch was soll dies euren Seelen frommen? Bringet das Maß eurer Sünden nicht zum Überlaufen, denn die Reue dereinst ist fürchterlich. Glaubet an einen gerechten Gott, Der euch zur Verantwortung zieht für alle eure Taten, und bittet Ihn um Vergebung eurer Schuld, bittet Ihn um Stärkung eures Willens zum Guten, um Kraft zur Ausführung von Taten der Liebe - bringet den Willen auf, gut zu sein, und es wird euch geholfen werden, ihr werdet euch aus dem Sumpfe der Sünde retten können, ihr werdet Vergebung finden schon auf Erden und Gnade vor Meinen Augen. Aber mißachtet Den nicht, Der euch das Leben gab, sprechet Ihm nicht die Gerechtigkeit ab, und erkennet eure Sünden, handelt nicht wider das Gebot der Liebe, das Ich Selbst euch gab zu eurem Seelenheil. Erbarmet euch der Schwachen und Kranken, und ihr werdet selbst Erbarmung finden bei Mir; lindert ihre Not, und Ich werde mit Meiner Hilfe stets bereit sein, so ihr in Not euch befindet. Denn so, wie ihr an euren Mitmenschen handelt, so auch werde Ich an euch handeln am Tage des Gerichtes, der kurz bevorsteht. Sündiget nicht, auf daß das Maß eurer Sünden nicht noch voller werde, auf daß die Last der Sünden euch nicht zu Boden drückt und ihr keine Gnade mehr findet am Tage des Gerichtes. Denn Ich weiß um jedes Unrecht, vor Meinen Augen bleibt nichts verborgen, für jeden Gedanken und jede Tat müsset ihr euch verantworten, und wehe dem, der von Meinem Gericht betroffen wird, der Meine Gerechtigkeit an sich verspüren wird, wenn seine Sünden offenbar werden. Seine Sühne wird hart sein, doch seiner Schuld angemessen, denn Ich bin ein gerechter Richter, wenngleich Meine Geduld und Barmherzigkeit endlos ist. Doch eurem Wirken sind Grenzen gesetzt, und so ihr diese überschreitet, ist auch die Stunde des Gerichtes gekommen, die Gerechtigkeit fordern wird für alle Sünden,wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 3909.

 

Buch 49 3910

Liebe aufbauende Kraft. Lieblosigkeit zerstörende Kraft.

21. Oktober 1946. B.D. NR. 3910.

Die stärkste Triebkraft auf Erden soll sein die Liebe - so aber die Habgier, die aus der Eigenliebe hervorgeht, größer ist als die Liebe, so verfehlt der Mensch seinen Erdenlebenszweck, und seine Verkörperung auf Erden trägt ihm keinen geistigen Erfolg ein. Und darum kann dem Menschen nicht ernst genug die Liebe gepredigt werden, die alleiniger Zweck seines Erdenlebens ist, denn das Dasein als Mensch ist nur eine kurze Phase in der Aufwärtsentwicklung des Geistigen, die aber auch die endlos lange Zeit der Entwicklung zuvor zunichte machen kann, so der Mensch in Freiheit des Willens sich nicht das göttliche Gesetz der Liebe zum Grundprinzip seines Erdenwandels macht. Das Gebot der Liebe muß immer wieder den Menschen als göttliches Gebot hingestellt werden, auf daß sie es beachten und danach leben. Und so es also mißachtet wird, handelt der Mensch der göttlichen Ordnung zuwider, und es wirkt sich das stets deutlich erkennbar aus. Es tritt alles aus dem Gleichmaß der Ordnung, zum Leidwesen der Menschen selbst, die ohne Liebe dahinleben. Denn selbst eine scheinbare Ordnung äußerer Lebensverhältnisse wird nur durch vermehrte Lieblosigkeit aufrechterhalten, die immer Schaden anrichten wird für den Mitmenschen, an ihm selbst oder an dessen Besitz. Alles Denken, Reden und Handeln, das die Liebe vermissen läßt, wird nachteilige Folgen haben für Seele und Körper dessen, der ohne Liebe dahinlebt. Es wird aber gleichzeitig, als gegen den Nächsten gerichtet, auch diesem Schaden zufügen und also Liebe tötend, nicht aber Liebe-erweckend sein. Denn jede Lieblosigkeit ist eine Triebkraft, die eine zerstörende Wirkung hat, entgegengesetzt der Liebe, die in sich eine Kraft ist, die aufbaut und erhält. Denn sie ist göttlich, und alles Göttliche ist belebende Kraft, also die Lieblosigkeit, als völlig entgegengesetzt, eine Kraft, die dem Tode zuführt. Das vorerst unwissende Wesen, der Mensch im Anfang seiner Erdenlaufbahn, muß daher in Kenntnis gesetzt werden von dem Segen der Liebe, wie auch von der Verderb-eintragenden Lieblosigkeit. Er muß belehrt werden und die Liebe ihm als Erstrebenswertestes auf Erden vorgestellt werden. Und so er gegen das Gebot der Liebe verstößt, muß er an sich selbst die Auswirkung der Lieblosigkeit empfinden. Darum wird Gott nie und nimmer hindernd eingreifen, so die Menschen bar jeder Liebe Handlungen vollführen, die gegen jegliche göttliche Ordnung verstoßen, denn die Liebe muß freiwillig geübt werden, und also kann des Menschen Wille nicht beschnitten werden, auf daß er an den Auswirkungen seines lieblosen Handelns, Redens und Denkens erkennen lerne, wie weit er sich von der ewigen Ordnung entfernt hat, und von selbst zurückstrebe - auf daß er sich im freien Willen wandle zur Liebe. Und darum wird auch die zerstörende Wirkung nicht abgeschwächt von Gott aus, und es kann daher nur ein Zustand größter Not und leiblicher Drangsal auf Erden sein, so die Liebe unter den Menschen geschwunden ist - wie aber auch das Liebeswirken das größte Leid lindert und den Menschen den rechten Weg zeigt, auch geordnete Lebensverhältnisse herzustellen, so sie nur willig sind zum Liebeswirken. Denn uneigennützige Liebetätigkeit wirket Wunder. Und wo die Lieblosigkeit Zerstörung im größten Ausmaß verursacht hat, dort kann Liebeswirken völligen Ausgleich schaffen, und es werden die Menschen in der Ordnung leben, die sich das ewige Gesetz der Liebe zum Grundprinzip machen, wie es Gottes Wille ist. Doch nur die Liebe stellt diese Ordnung wieder her, denn sie allein ist die Kraft, die schafft, belebt und erhält, sie allein ist die Kraft, die beglückt und die Menschen ihrem Endziel entgegenführt - sie allein trägt ihnen Erfolg ein, um dessentwillen der Mensch auf Erden wandelt - er entwickelt sich zur Höhe, er nähert sich Gott, Der die ewige Liebe ist, und seine Seele vereinigt sich mit Ihm durch die Liebe. Amen. B.D. NR. 3910.

 

Buch 49 3911

Wirklichkeit der Materie. (Christl. Wissenschaft Einwand).

22. Oktober 1946. B.D. NR. 3911.

Was zur Erhellung ihres Denkens beiträgt, gebe Ich den Menschen auf Erden kund durch das innere Wort, je nach dem Reifegrad und dem Bedarf des einzelnen. Doch nicht alles ist für ihn zu wissen nötig, solange er auf Erden wandelt, solange er noch nicht den Grad der Liebe erreicht hat, der ihn zur Aufnahme der Weisheit in aller Fülle befähigt. Es ist aber für den Menschen zuträglicher, daß er in einem geringeren Wissen steht, als daß er im Irrtum wandelt, und darum will Ich allzeit dort Aufklärung geben, wo die Gefahr besteht, daß sich der Mensch in irriges Denken verrennt, daß er verstandesmäßig in ein Wissen einzudringen sucht, was er nur auf dem Wege der Liebe durch das Herz entgegennehmen kann. Es ist ein großer Unterschied,ob die Welt mit allem, was auf und in ihr ist, als Mein Werk, als Mein zur Form gewordener Wille angesehen wird, oder ob sie als nicht in Wirklichkeit bestehend, als Phantasiegebilde menschlicher Sinne betrachtet wird, die von der Gedankenwelt des Menschen in Erscheinung gebracht werden können, die keinen Bestand hat als den, den der Mensch selbst ihnen gibt. Die Materie ist wohl als solche vergänglich, aber dennoch Mein Werk, das so lange besteht, wie es von Meinem Willen gehalten wird. Auch die Materie ist etwas Geistiges, dem Ich eine Form gab, auch sie ist eine Kraftstation Meiner ewig ausströmenden Liebekraft. Sie ist also gleichsam eine Form, die Meine Kraft aufnimmt, wie die Form selbst gleichzeitig durch Meinen Willen gefestigte Kraft ist. Sie ist wirklich, solange ihr sie seht, doch nicht beständig als Form, denn sowie Mein Wille sich von dieser Form zurückzieht, löst sie sich auf, und zwar wieder in geistige Substanzen, die Ich durch Meinen Willen wieder neu festige, solange die Entwicklung des noch unreifen Geistigen eine Außenform bedingt. Wohl ist also die Materie vergänglich, und ihr Vergehen könnet ihr mit eigenen Augen beobachten, doch solange ihr sie sehet, ist sie auch wirklich, sie ist da und beweiset Mich Selbst, d.h., sie zeugt von Meinem Schöpferwillen und Meiner Schöpferkraft. Und wisset ihr um die Bestimmung jeglicher Materie, jeglichen Schöpfungswerkes, dann werdet ihr auch die Materie achten und es ihr möglich machen, ihre Bestimmung zu erfüllen. Doch lieben sollet ihr die Materie nicht, d.h. sie anstreben und euch in ihren Besitz zu setzen trachten. Denn sie ist nur die Außenform des noch völlig unreifen Geistigen, dem ihr wohl helfen sollet und könnet durch rechte Nutzung der Materie, das ihr aber als weit unter euch stehendes Geistiges nicht anstreben sollt, um euch selbst nicht zu gefährden. Nichts ist ohne Sinn und Zweck,was Ich erstehen ließ, wozu also sollte Ich vor eure Augen Trugbilder stellen, denen jede Zweckmäßigkeit abgesprochen werden könnte? - So, wie euer Körper als Materie an sich Träger ist eurer Seele, des Geistigen, das sich aufwärtsentwickeln soll, so ist auch jegliches euch sichtbare Schöpfungswerk Träger von Geistigem, nur in verschiedenem Entwicklungsgrade, obgleich es vergänglich ist. Solange ihr es sehen könnt, ist es Mein zur Form gewordener Wille. Es kann die Aufwärtsentwicklung wohl auch in rein geistiger Schöpfung vor sich gehen, doch die Erde ist eine besondere Schule des Geistes, und ihre Schöpfungen haben einen besonderen Zweck und auch erfolgreiche Wirkung. Geistiges, das weitab steht von Mir, das sich in weitester Entfernung von Mir befindet, stellt sich selbst außerhalb Meines Liebestromkreises und beraubt sich also auch Meiner Kraftzufuhr. Und Geistiges, das kraftlos ist, verhärtet sich. Es wird also selbst zur Materie, und so wird auch die Erklärung faßlicher sein, daß die Materie verhärtetes Geistiges ist, dem aber dennoch durch Meine Liebe und Weisheit die Möglichkeit gegeben wird, sich zu erlösen, sich aufwärtszuentwickeln, wieder in den Stromkreis Meiner Liebe einzutreten und also auch Kraft zu empfangen, zuerst in geringem, dann in erhöhtem Maß, und dies Erweichung der Materie bedeutet - was euch nun auch die Verschiedenheit der Schöpfung erklärlich machen wird, von der Steinwelt, Pflanzenwelt, Tierwelt aufsteigend zum Menschen. Die Vergänglichkeit des Irdischen, der Materie, ist also kein Beweis der Unwirklichkeit dieser, denn unwirklich ist nur, was völlig bar ist geistiger Substanz, dann aber ist es euch auch nicht mehr sichtbar. Amen. B.D. NR. 3911.

 

Buch 49 3912

Vernichten und Zerstören der Materie wider Gottes Ordnung.

23. Oktober 1946. B.D. NR. 3912.

Wie sich das Geistige in der Materie zu ihr selbst verhält, so ist diese Materie auch zu bewerten. Empfindet es die Materie als Fessel, dann sucht es ihr zu entfliehen, es sucht sie zu sprengen, und so bringt die Materie es zuwege, daß sich der Wille des Geistigen wandelt, daß sich das Geistige zum Dienen entschließet, um seiner Fessel ledig zu werden. Das Geistige also empfindet die Materie als ein Gericht. Der Mensch aber strebt in seinem verkehrten Denken und Wollen die Materie an, die er überwinden soll während der kurzen Zeit seines Erdenwandels. Der Mensch kann im freien Willen sich von ihr lösen, nur die körperliche Hülle umgibt noch das Geistige in ihm, und diese Hülle ist nicht mehr so drückend, so daß er sie ertragen kann und sie daher weniger als Fessel empfindet, wo sein Wille in rechter Richtung tätig ist. Nur der verkehrt gerichtete Wille macht die Fessel spürbar, weil ihm dann durch Gottes Liebe und Weisheit gezeigt wird, daß sein Streben ein verkehrtes ist, weil er durch körperliche Belastung an sich selbst das Wertlose der Materie erkennen soll, um sie als unwichtig zu betrachten und nur dem Geistigen in sich Beachtung zu schenken. Dennoch bleibt der Mensch während seines Erdenlebens in ständiger Verbindung mit der Materie, weil er dieser, d.h. dem Geistigen in der Materie, helfen soll, sich zu lösen aus ihr - weil er der Materie eine Möglichkeit schaffen soll, ihren dienenden Zweck zu erfüllen - also sie zu nützen in rechter Weise. Die Liebe des Herzens darf der Materie nicht gelten, doch die Liebe zu dem Unerlösten in der Materie soll den Menschen bewegen, Materie zu verwerten und aus ihr wieder Formen zu schaffen, die sinn- und zweckvoll sind für das Erhalten und Bestehen anderer Schöpfungen, für Menschen und Tiere. Darum ist ein Vernichten und Zerstören von Materie wider Gottes Ordnung, solange der Zweck einer solchen Zerstörung nicht ein Umformen zu Schöpfungen ist, die dem Nächsten zum Segen gereichen. Nur in diesem Sinn darf die Materie begehrt und verwertet werden; niemals aber soll sich der Mensch an Materie zu bereichern suchen, niemals soll ihn ihre Gewinnung vom geistigen Streben abhalten, d.h., niemals darf er das Verlangen nach irdischem Besitz dem Streben nach geistigem Gut voransetzen, denn dann verkennt er das eigentliche Wesen der Materie, die in sich unreifes Geistiges birgt, das noch im Anfang seiner Entwicklung steht. Die langsame Aufwärtsentwicklung des von Gott in weitester Entfernung befindlichen Geistigen kann nur im gebundenen Willen stattfinden, weil es den freien Willen mißbraucht fort und fort und nimmermehr zu Gott zurückfinden würde. Es muß der verkehrte Wille des Geistigen in eine Richtung gelenkt werden, die es jedoch nicht einzuschlagen braucht, wenn es sich widersetzen will. Es muß ein Druck auf das Geistige ausgeübt werden, den das Geistige unerträglich empfindet und dem es entfliehen will. Das ursprünglich frei wirken-könnende Geistige wird durch einen harten Gegenwillen gehindert an seinem Wirken, und den harten Gegenwillen setzet ihm Gott Selbst gegenüber durch die Materie, durch eine äußerst harte Außenform, die das Geistige nicht zu durchbrechen vermag, weil es in seinem Gott-fernen Zustand völlig ohne Kraft ist. Für das kraftvolle Geistige ist die Materie kein Widerstand, sondern im Moment auflösbar. Es muß also das Geistige in der Materie seine Ohnmacht fühlen, ansonsten es nimmermehr dem Kraftquell von Ewigkeit zustreben würde. Und solange es Gott gänzlich widersetzlich ist, bleibt es in dem kraftlosen, also toten Zustand, bis es selbst in seinem Widerstand nachläßt, bis es bereit ist zu einer dienenden Tätigkeit, um seinen qualvollen Zustand um ein geringes zu verbessern. Je härter die Materie ist, desto Gott-widersetzlicheres Geistiges birgt sie in sich, und desto schädlicher wirkt sich das Anstreben von Materie auf den Menschen aus. Erst wenn der Widerstand gegen Gott um ein beträchtliches nachgelassen hat, ist auch die Außenform weicher und nachgiebiger, und das Geistige kann in immer kürzerer Zeit seiner Verformung entfliehen, um zuletzt im Menschen die letzte Willensprobe auf Erden durchzumachen, wo das Geistige zwar auch noch von einer materiellen Hülle umschlossen ist, die jedoch keinerlei Zwang mehr auf seinen Willen ausübt, den er aber nun recht gebrauchen muß, will er seiner materiellen Hülle ledig werden und als völlig freies Wesen wieder eingehen in das geistige Reich, will er seinen Urzustand wieder erreichen, schaffend und gestaltend tätig zu sein, wie es seine Bestimmung ist. Amen. B.D. NR. 3912.

 

Buch 49 3913

Nichts ist sinn- und zwecklos. Tätigkeit. Miniaturschöpfungen.

24. Oktober 1946. B.D. NR. 3913.

Ohne Sinn und Zweck ist nichts, auch nicht das kleinste Schöpfungswerk, das aus Meinen Händen hervorgegangen ist. Nur ist der Sinn und Zweck den Menschen nicht immer ersichtlich, und das läßt sie darum zweifeln an der Zweckmäßigkeit gewisser Schöpfungen. Würde euch das geistige Auge erschlossen sein, so würdet ihr eine ungeheure Tätigkeit überall erblicken, wo das Auge hinschweift, ihr würdet nichts in Untätigkeit Verharrendes sehen, denn selbst die anscheinend tote Materie, das festeste Gestein, ist von zahllosen Wesen belebt, die emsig wirken und eine langsame Veränderung dessen hervorbringen, das euren Augen leblos erscheint. Doch nur dem geistigen Auge ist solches ersichtlich, weil alles geistiges Wirken ist und die irdische Tätigkeit, die ihr verfolgen könnet mit euren leiblichen Augen, erst dann einsetzet, so ein bestimmter Reifegrad des Geistigen erreicht ist. Dennoch dienet auch die an sich untätig scheinende Materie insofern, als auch sie die Entwicklung dessen begünstigt, was in ihr gebannt ist, und daß sie wieder unzähligen Lebewesen kleinsten Ausmaßes eine Lebensmöglichkeit bietet, die eure Augen auch nicht zu schauen vermögen. Die Aufwärtsentwicklung des Geistigen bedingt unzählige Phasen, von denen ihr zu wenig Kenntnis habt, selbst wenn euch der Zweck und Sinn der Schöpfungswerke verständlich ist. Ehe das Geistige in dem Grad angelangt ist, daß seine Umhüllung Leben erkennen läßt, daß es also in dem, dem menschlichen-Auge-sichtbaren Lebewesen seinen Aufenthalt nehmen kann, hat es unzählige andere Verformungen durchleben müssen in den Miniaturschöpfungen, von denen ihr wohl Kenntnis habt, die ihr aber mit bloßem Auge nicht sehen könnet. Diese kleinsten und überkleinsten Schöpfungen aber könnet ihr dennoch nicht als sinn- und zwecklos ansehen, wenn euch auch deren Zweck verborgen ist, denn Meine Liebe lässet nichts erstehen, was nicht eine Bestimmung hätte für die Zeit oder auch für die Ewigkeit. Und so könnet ihr davon auch ableiten, daß Mein Wille in einem fort tätig bleibt, um Neues zu erschaffen, weil jedes Werk Meiner Hände der endlichen Erlösung dessen dient, was gebannt wurde zum Zwecke seiner Aufwärtsentwicklung. Denn im freien Willen würde diese niemals stattfinden, also ist das Geistige einen gewissen Zeitraum dem Mußgesetz unterstellt - d.h., Meinem Willen gemäß muß es eine dienende Tätigkeit ausführen, die seiner Außenform entspricht. Doch immer muß es sich zuvor bereit erklären dazu, ansonsten es auch zu diesen dienenden Tätigkeiten nicht zugelassen wird, so daß es also vorerst seinen Widerstand aufgeben muß, ehe Ich ihm die Möglichkeit einer Aufwärtsentwicklung gebe. Und weiterhin wird euch verständlich sein, daß die Materie als Mittel zur Erlösung des Geistigen geachtet werden soll insofern, als daß sie nicht mutwillig zerstört oder ihrer dienenden Aufgabe ferngehalten wird, sei sie noch euch tot scheinend oder auch Träger von Lebewesen jeglicher Art. Was euch zusteht, was ihr vernichten dürfet, ohne euch verantworten zu müssen, werdet ihr gefühlsmäßig erkennen, und was ihr zerstöret, um ihm eine andere Form zu geben, die wieder ihren dienenden Zweck erfüllen soll, wird Meine Zustimmung finden und gesegnet sein. Doch sehet nichts als sinn- und zwecklos an, denn bei jedem, auch dem kleinsten Schöpfungswerk hat Meine Weisheit und Liebe gewaltet und Mein Wille gewirkt. Menschliche Schöpfungen können wohl Weisheit und Liebe vermissen lassen, göttliche Schöpfungen niemals, und so ihr jegliche Materie, jegliches Lebewesen betrachtet als göttliche Schöpfung, werdet ihr sie achten und ihr verhelfen zur Erlösung. Amen. B.D. NR. 3913.

 

Buch 49 3914

Höchste Vollendung in der kurzen Erdenzeit möglich.

25. Oktober 1946. B.D. NR. 3914.

Die höchstmöglichste Vollendung werdet ihr auf Erden erzielen, so ihr nur guten Willens seid. Denn die Erdenlebenszeit genügt völlig, um euch zur Liebe zu gestalten und also Meinem Urwesen euch anzugleichen, was jede Unvollkommenheit ausschaltet. Doch da euer freier Wille ausschlaggebend ist, könnet ihr auch diesen Wandel zur Liebe auf endlos lange Zeit ausdehnen, und die Angleichung an Mich kann bei eurem Ableben auf Erden noch in so weiter Ferne liegen, daß ihr mehrere Entwicklungsperioden benötigt, denn Ich beschneide euren Willen wahrlich nicht, so es um die Gewinnung eurer Seelenreife geht, die allein im freien Willen erworben werden kann. Euer Entwicklungsweg vor der Verkörperung als Mensch war endlos lang und euer Zustand qualvoll und mühselig. Doch nur in der kurzen Erdenlebenszeit kann euch Aufschluß gegeben werden, nur in der kurzen Erdenlebenszeit könnet ihr belehrt werden über Sinn und Zweck des Lebens und über eure Aufgabe, denn nur als Mensch habt ihr die Fähigkeit, den Zusammenhang zu fassen und euch verstandesmäßig mit eurem Sein zu beschäftigen. Ziehet ihr nun aus diesen Belehrungen euren Nutzen, indem ihr ernsthaft darüber nachdenkt und euren Erdenlebensweg danach einzustellen sucht, so werdet ihr nicht erfolglos leben, sondern bald einen geistigen Aufstieg verzeichnen können. Ihr werdet euch befleißigen, Meine Gebote der Liebe zu erfüllen, und eure Erlösung aus den Fesseln der Materie nimmt ihren Anfang - der Wandel in Liebe erlöset euch restlos von jeglicher Unfreiheit, von geistiger Dunkelheit und von Kraftlosigkeit. Es muß das Wesen zuvor denkfähig sein, ehe es seinen freien Willen gebrauchen kann, und auf daß der Mensch ihn recht gebrauche, muß er auch recht belehrt werden. Darum ist ein Unterweisen der Menschen durch rechte Lehrer unbedingt nötig, wollen sie ihr Lebensziel erreichen, wollen sie vollkommen werden. Und jeden ernstlich Wollenden belehre Ich, wie Ich es verheißen habe - wie es ihm zuträglich ist. Und darum gab Ich dem Menschen den Verstand, Ich gab ihm die Denkfähigkeit, die er verwerten kann nach seinem Willen. Doch wird eine Gabe ungenützt gelassen, so muß unweigerlich auch der Erfolg ausbleiben, und es beendet der Mensch sein Erdenleben als gleiches unvollkommenes Wesen, wie er es begonnen hat. Doch beides steht ihm frei, höchste Vollkommenheit oder ein Zustand tiefster Dunkelheit und Unkenntnis, der Zustand der Unvollkommenheit. Und es ist entweder ein ewiges Leben in Licht und Kraft, also Seligkeit, sein Anteil oder ein erneuter Entwicklungsgang auf dieser Erde, so das Wesen so tief gesunken ist, daß die Aufwärtsentwicklung im geistigen Reich nicht ihren Fortgang nehmen kann, sondern eine Bannung in der Materie bedingt. Es muß dem Menschen immer wieder vorgehalten werden, welch große Verantwortung er seiner Seele gegenüber trägt, wie er durch seinen Willen einerseits sich höchste Seligkeit schaffen kann und sie andererseits durch endlose Qualen gehen läßt, so er den Willen verkehrt nützet. Und ein solches Unterweisen bedingt willige Lehrer, die in vollster Wahrheit stehen und darum auch wahrheitsgemäß dem Menschen Aufklärung geben können über eure Erdenaufgabe, über die Folgen einer rechten wie einer verkehrten Willensrichtung. Und dies wird auch verständlich werden lassen, warum Ich Selbst als Geber der Wahrheit in Erscheinung trete, warum Ich Selbst dafür Sorge trage, daß den Menschen rechtes Wissen zugeführt werde und es Zugang finde zu ihnen. Und so der Mensch sich verantworten soll, muß ihm auch die Möglichkeit zuvor geboten werden, sein Verstandesdenken zu gebrauchen und seinen Willen tätig werden zu lassen. Er muß Meine Gebote der Liebe kennenlernen und nun aus freiem Willen zu ihnen Stellung nehmen. Entsprechend wird sein Erfolg sein und die Dauer der Entwicklung zur Höhe. Doch einmal erreichet er sein Ziel - ob es Ewigkeiten währet oder er nach der kurzen Erdenlebenszeit zur Vollendung gelangt, ist seinem freien Willen anheimgestellt. Amen. B.D. NR. 3914.

 

Buch 49 3915

Not des Mitmenschen Antrieb zur Liebetätigkeit.

26. Oktober 1946. B.D. NR. 3915.

Das soll euch ständiger Antrieb sein zum Liebeswirken, daß ihr die Not des Mitmenschen sehet und euer Herz davon berührt werde, auf daß die Liebesflamme in euch aufleuchte und ihr das Verlangen habt, zu durchglühen auch das Herz des Mitmenschen, auf daß seine Not gelindert werde geistig und irdisch. Denn was ihr nicht aus Liebe tut, ist wertlos für eure Aufwärtsentwicklung. Ohne Erwartung eines Lohnes müsset ihr dem Nächsten Gutes erweisen, nur getrieben von dem Gefühl, helfen zu wollen und die Not zu verringern. Wer um des Lohnes willen Werke der Nächstenliebe verrichtet, der steckt noch zu sehr in der Eigenliebe und dessen Seele hat noch nicht den Lebenszweck erkannt - sich zur Liebe zu gestalten. Wer um des Lohnes willen liebetätig ist, der hat seinen irdischen Lohn schon empfangen und kann keinen geistigen Lohn erwarten. Der aber vom Herzen getrieben die Liebe übet, der tut es, ohne an Lohn zu denken, selbst wenn ihm der geistige Lohn gewiß ist; und dies ist die rechte Liebe, die nur gibt, ohne empfangen zu wollen, und die dennoch empfängt, mehr, als sie gibt. Und daher muß auch die große Not über die Erde gehen, um die rechte Liebe in den Herzen der Menschen aufflammen zu lassen, die oft zu träge sind, den glimmenden Funken in sich anzuschüren, auf daß er zur hellen Flamme werde. Viel Leid und Not könnte gelindert werden auf Erden durch rechte Liebetätigkeit, und der geistige Aufstieg wäre den Seelen gesichert. Doch die Menschen gehen zumeist achtlos am Elend des Mitmenschen vorüber, und es ist somit keine Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen, vielmehr Stillstand und Rückgang, und die irdische Not wird dadurch immer größer. Der Funke des göttlichen Geistes ruht in einem jeden Menschen, und also ist ein jeder Mensch auch liebefähig geschaffen, doch so er das Edelste in ihm verkümmern lässet, bleibt nur ein Zerrbild dessen übrig, was einstmals vollkommen war als Schöpfung Gottes. Denn so die Liebe dem geschaffenen Wesen mangelt, ist nichts mehr von Göttlichkeit in ihm, die geringste Rührung von dem Los des Mitmenschen aber entzündet den göttlichen Funken der Liebe, und das Wesen ist gerettet für die Ewigkeit, so es seinem innersten Gefühl nachgeht und also hilfsbereit dem Mitmenschen gegenüber seine Liebe angedeihen läßt. Aus dem kleinen Funken kann eine helle Flamme werden, und die Flamme wird sich mit dem ewigen Feuer verschmelzen - der Mensch wandelt sich zur Liebe, wie es seine Bestimmung ist auf Erden. Und so die große irdische Not solches zuwege bringt, ist sie von unermeßlichem Wert für die Seelen, denen noch die Liebe mangelt, und sie wird als eine große Gnade Gottes erkannt werden dereinst, wenn das Erdenleben mit Erfolg zurückgelegt worden ist. Wer gibt in Liebe, wird nimmermehr zu fürchten haben, daß er sich verausgabt, denn ihm wird seine Gabe vergolten werden, zeitlich und auch ewig; wer das wenige, das er besitzet, teilet mit einem Ärmeren, der wird selbst keine Not zu fürchten haben, denn mit ihm teilet Gott, und Dessen Gabe ist wahrlich ums tausendfache wertvoller. Wer gibt mit liebendem Herzen, der wird Gegenliebe erwecken, und was das bedeutet, daß die Liebe in sich vermehrt werde, das wisset ihr nicht. Doch ihr entreißet dem Satan, was er schon zu besitzen glaubt, ihr gebt dem Leben wieder, was tot war, ihr leitet dorthin Kraft, wo sie fehlt und übet dadurch die größte Barmherzigkeit an der Seele des Mitmenschen, der nun auch liebefähig und liebewillig ist und Gutes tut um des Guten willen. Und so ihr dies fasset, wird euch die große irdische Not auch verständlich sein, ihr werdet sie als Schickung Gottes ansehen und ertragen mit Ergebung in Seinen Willen, ihr werdet ihr zu steuern suchen durch Liebetätigkeit und gleichsam auch in der letzten Zeit erlösend tätig sein, denn nur die Liebe ist das Lösemittel, nur die Liebe gibt euch Freiheit, Kraft und Licht. Amen. B.D. NR. 3915.

 

Buch 49 3916

Todesschlaf. Auferweckung aus den Gräbern am jüngsten Tage.

27. Oktober 1946. B.D. NR. 3916.

Die Toten ruhen nur dem Leibe nach, d.h., der Leib ist jeder irdischen Tätigkeit enthoben, und das Irdisch-Materielle erfüllt seine ihm vom Schöpfer zugewiesene Bestimmung, indem es auch in seinem Auflösungsprozeß noch unzähligen Lebewesen Aufenthalt gewährt, bis es wieder völlig als geistige Substanz verflüchtet ist. Die Seele des Menschen aber hat an dem Ruhezustand des Körpers keinen Anteil mehr; sie kann wohl ohne Tätigkeit im Jenseits weilen, doch dieser Zustand ist kein Zustand der Ruhe, sondern ein Zustand ohnmächtigen Bewußtseins ihrer Existenz, ein Zustand größter Kraftlosigkeit, der qualvoll ist, weil er bewußt von der Seele empfunden wird. Darum also kann nicht von einer Ruhe der Toten gesprochen werden und noch viel weniger bei den Seelen, die einen Grad der Vollkommenheit erreicht haben, daß sie in Lichtsphären Eingang finden. Denn diese Seelen sind unentwegt tätig und sind selig in ihrer Tätigkeit. Und darum ist es irrig, zu reden von dem Schlafe der Toten bis zu ihrer Erweckung am jüngsten Tage. Eine Auferweckung der Toten wird wohl stattfinden an diesem Tage - es werden die geistig-Toten auf Erden erwachen aus ihrem Schlafe, so sie erkennen werden Gott in Seiner Größe und Macht und so sie sich vor Seiner Gerechtigkeit werden verantworten müssen. Doch dieses Erwachen wird furchtbar sein. Und so auch werden viele, die in den Gräbern ruhen, leiblich und geistig, die schon in jenseitigen Sphären weilen, zur Verantwortung gezogen werden, weil sie die Ruhe des Todes der lebenbezeugenden Tätigkeit vorziehen. Es werden auch jene Seelen am Tage des Gerichtes verurteilt werden zu erneuter Bannung in der Materie, auf daß sie nun den Ruhezustand zu verkosten bekommen, der ihnen begehrenswert schien und dem sie doch entfliehen konnten. Denn so eine Seele sich im Jenseits rückentwickelt, strebt sie selbst die Materie an, und ihrem Willen wird entsprochen werden - also wird die Erweckung aus den Gräbern am jüngsten Tage zu verstehen sein. Der Fleischleib hat wohl seine Ruhe gefunden insofern, als daß er der Seele nicht mehr zu dienen braucht, doch auch seine geistigen Substanzen müssen weiter ihren Zweck erfüllen nach göttlicher Bestimmung. Die Seelen aber sind zu bedauern, so sie nicht in den Zustand des Lebens eingehen können nach dem Tode des Leibes, und die Auferweckung am jüngsten Tage zum ewigen Leben oder zu ewiger Verdammnis ist nur so zu verstehen, daß den auf Erden Lebenden plötzlich die Erkenntnis kommen wird, das Erwachen aus tiefstem geistigen Schlaf, doch dem Bösen zum Gericht; denn die guten, Gott-zugewandten und Gottes Willen erfüllenden Menschen wissen um den Zustand des Lebens nach dem leiblichen Tode und fürchten letzteren nicht, und sie gehen auch zum ewigen Leben ein. Doch den erneuten Entwicklungsgang auf der neuen Erde durch ihre Schöpfungen werden auch viele Seelen gehen müssen, die schon lange abgeschieden sind von dieser Erde, die Zeit im Übermaß hatten im geistigen Reich, ihren Willen zu wandeln und tätig zu werden, die aber in ihrem kraftlosen Zustand verharrten und die Ruhe des Todes vorzogen und daher immer kraftloser wurden, so daß das Geistige selbst sich verhärtete und reif ist zu erneuter Bannung in irdischen Schöpfungen. Diese erstehen gleichsam aus ihren Gräbern, denn ihnen wird wieder eine neue Möglichkeit geboten, zum Licht des Tages zu kommen, wenn auch nach undenklich langem Zeitraum. Alles, was tot ist im Geist, wird erwachen am jüngsten Tage, doch nicht zum Leben, sondern zum Gericht. Selig, die nicht ruhen in diesem Todesschlaf, selig, die unentwegt tätig sind auf Erden oder im geistigen Reich und deren Tätigkeit nicht in irdischen Mühen besteht, sondern ihrer geistigen Entwicklung dient - selig, die leben im Geist, die sich nicht dem Trägheitsschlaf hingeben, die nicht die Ruhe suchen, denn sie werden leben in Seligkeit und den Tag der Auferweckung nicht zu fürchten brauchen. Amen. B.D. NR. 3916.

 

Buch 49 3917

Kurze Frist bis zum Ende um der schwachen Seelen willen.

28. Oktober 1946. B.D. NR. 3917.

Daß euch noch eine kurze Frist gegeben ist bis zum Ende, habt ihr Meiner übergroßen Liebe zu verdanken, die euch noch immer Möglichkeiten schaffen will, eure Seelen zu retten vor ewiger Verdammnis, d.h. vor erneuter Bannung in der festesten Materie durch endlos langen Zeitraum hindurch. Doch die Menschen sind in ihrer Verblendung unbelehrbar, sie glauben nicht an das Ende und richten daher auch ihr Leben nicht danach ein. Jedoch einzelne Seelen sind noch schwach, ihr Wille hat sich noch nicht endgültig entschieden, sie sind dem Satan noch nicht ganz verfallen, wenngleich sie auch nicht bewußt und ernsten Willens Mir zustreben. Und dieser Seelen wegen gehe Ich nicht von der festgesetzten Zeit der Auflösung ab, wenngleich die Menschheit schon lange den geistigen Tiefstand erreicht hat, der eine solche totale Auflösung zur Folge hat. Ich halte fest an der seit Ewigkeit bestimmten Zeit, und daher habt ihr noch eine kurze Gnadenzeit zu gewärtigen, die für euch zwar irdisch außerordentlich schwer tragbar ist, jedoch noch vereinzelten Seelen Rettung bringen kann, wie sie den Reifezustand derer beträchtlich erhöht, die Mein sind und diese schwere Zeit durchleben müssen. Doch um derer willen werden die Tage verkürzt werden, wie Ich es verheißen habe. Denn so die Endzeit in die letzte Phase eingetreten ist, ist fast keine Hoffnung mehr, noch Seelen zu gewinnen, und dann sollen Meine Anhänger erfahren die Wahrheit Meines Wortes - sie werden sich kaum der Zeit bewußt werden, so schnell werden die Tage vergehen, bis Ich Selbst komme, sie zu holen in Mein Reich - denn in dieser Zeit wird sich entschieden haben das Geistige in dem Menschen für oder gegen Mich. In dieser letzten Phase stehen offensichtlich die Teufel den Meinen gegenüber und klein wird die Zahl der letzteren sein, übergroß aber die Anzahl der Menschen, die wahre Teufel in Menschengestalt sind. Und dann kommt das Ende. Und darum nützet diese kurze Frist noch ausgiebig sowohl für eure eigene Seele als auch für die Seelen der Mitmenschen, die dringend der Aufklärung benötigen, denen Mein Wille kundgetan werden soll und denen ihr daher Mein Wort bringen müsset, die ermahnt und gewarnt werden sollen, auf daß sie nicht sagen können, völlig unwissend geblieben zu sein. Nützet die Zeit und arbeitet für Mich, wo immer euch Gelegenheit geboten wird. Denn Ich Selbst führe euch die Menschen zu, denen ihr geistig und irdisch helfen sollet, Ich Selbst führe euch die Wege und zeige euch, wo ein Hilfsbedürftiger weilet, der euch benötigt geistig und irdisch. Denn jede einzelne Seele erbarmet Mich, und Ich will ihr helfen und sie erretten vor ewiger Verdammnis. Und so ihr um euch nur Lieblosigkeit, Haß und Ungerechtigkeit sehet, so wisset, daß schwache Seelen inmitten der Teufel weilen, denen Hilfe gebracht werden muß, sollen sie nicht der Gewalt jener verfallen. Und dieser schwachen Seelen nehmet euch an, erweiset ihnen die Nächstenliebe, vermittelt ihnen Mein Wort, und gebt ihnen so das einzige kraftvolle Mittel in die Hand, stark zu werden und sich zu retten aus der Finsternis der Nacht in das Licht des Tages. Doch unwiderruflich neigt sich der Tag seinem Ende zu, und es wird die Nacht kommen, aus der sich keine Seele mehr selbst erretten kann. Es ist schon spät am Abend, doch die Helligkeit genügt noch, um verirrten Seelen den rechten Weg erkennen zu lassen, der sie dem Ziel zuführt, an dem Meine Boten und Führer stehen, die Unterstützung gewähren allen, die guten Willens sind. Amen. B.D. NR. 3917.

 

Buch 49 3918

Selbstloses Dienen in jeder Lebenslage. Armut. Gebewilligkeit.

29. Oktober 1946. B.D. NR. 3918.

Alles was ihr tut, sollt ihr in dem Bewußtsein verrichten, den göttlichen Willen damit zu erfüllen. Darum müsset ihr all euer Denken, Reden und Handeln Ihm empfehlen, ihr müsset Seinen Segen dazu erbitten und euch also voll und ganz Seiner göttlichen Führung anvertrauen - ihr müsset euren Lebenswandel gänzlich Seinem Willen unterstellen, also nur wollen, daß dieser Ihm wohlgefällig sei und stets danach streben, Seine Liebe zu erringen. Dann werdet ihr weder Gott-widrig denken noch reden und handeln können, und euer Erdenwandel wird wahrlich nicht erfolglos bleiben für eure Seelen. Den Willen Gottes aber erfüllet ihr, so ihr euch die Liebegebote zur Richtschnur eures Lebenswandels macht, denn dann erfüllet ihr das wichtigste Gesetz, und Gott wird euch segnen, geistig sowohl als auch irdisch. Euer Erdenzweck ist, selbstlos zu dienen, und ihr könnet dies in jeder Lebenslage tun; ob ihr arm oder reich seid, groß oder klein, angesehen und mächtig oder unscheinbar schwach. Dienen könnet ihr ständig, so ihr nur dienen wollt. Jedem Menschen sind hinreichend Gelegenheiten gegeben, sich in dienender Nächstenliebe zu betätigen, und niemand soll glauben, stets nur empfangsbedürftig zu sein, und seine Gebewilligkeit zurückstellen, weil er selbst nichts besitze, um geben zu können. Selbst der Ärmste kann geben - denn so er nichts an materiellen Gütern besitzt, kann er doch Liebe geben und dadurch Gegenliebe erwecken – sein Wille kann gebebereit sein, und dann wird auch sein Wille bewertet gleich einer guten Tat. Doch Gott sieht allzeit nur auf das Herz, und darin bleibt ihm keine Regung verborgen. Eine nach außen scheinbare große Liebestat kann dennoch wertlos sein vor Gott, wenn nicht im Herzen die Liebe empfunden wird, welche die Tat zur Schau trägt; und die kleinste Gabe wird Gott wohlgefällig sein, so sie aus liebendem Herzen kommt. Und wer wahrhaft liebetätig ist, der wird auch opfern von dem wenigen, was er besitzet; er fragt nicht ängstlich, sondern teilet aus. Und es wird ihm zurückerstattet werden vielfach, denn wie ihr ausmesset, so wird euch zugemessen werden, spricht der Herr, und Sein Wort ist Wahrheit. Also soll keiner seinen Besitz ängstlich zurückhalten, so er im Willen Gottes zu leben sich bemüht, er soll geben freudigen Herzens, denn die Liebetätigkeit trägt ihm weit größeren Segen ein, als sein kleiner Besitz ihm je geben kann, denn er empfängt irdisch und geistig unvergleichlich mehr - er reifet an seiner Seele, er wird ständig recht geleitet, weil Gott Selbst sich derer annimmt, die Ihm zum Wohlgefallen leben wollen, und weil Seine Führung Sicherheit ist, das Ziel zu erreichen. Nur eines tut euch not, daß ihr in der Liebe lebet - daß euer Denken, Reden und Handeln stets von der Liebe des Herzens geleitet wird und daß ihr euch vollgläubig der Gnade Dessen empfehlet, Der euch das Leben gab zum Ausreifen eurer Seelen. Mit Seiner Gnade und Seiner Kraft vermögt ihr alles, auch in größter leiblicher und geistiger Not werdet ihr liebetätig sein können, so ihr euch mit der ewigen Liebe Selbst verbindet durch das Gebet, Die euch Kraft und Gnade ungemessen zukommen lässet, weil ihr euch Ihm nähern wollet durch Wirken in Liebe. Amen. B.D. NR. 3918.

 

Buch 49 3919

Lichtträger durch Lichtwesen geschützt bis die Mission erfüllt ist. Bannkreis.

31. Oktober 1946. B.D. NR. 3919.

Die im Licht stehen, brauchen die Finsternis nicht zu fürchten. Und so brauchen auch Meine Wahrheitsträger sich nicht zu fürchten vor dem Treiben der finsteren Kräfte, vor deren Verfügungen und Maßnahmen, wenngleich sie in tiefstem Haß geboren sind, wenngleich sie wie drohende Gespenster auf die Gemüter der Menschen einwirken. Die Lichtträger werden unbeschadet bleiben, denn sie unterstehen Meinem Schutz. Und Ich werde euch wahrlich ein sicheres Geleit geben und ob ihr mitten unter Teufeln wandelt. Denn die Finsternis verdrängt nicht das helle Licht, das euch umstrahlt, das Menschenaugen zwar nicht ersichtlich ist, das aber das niedere Geistige flieht, weil es in dem Licht auch seinen Herrn erkennt, mit dem es nicht in Berührung kommen will. Darum kann ein Lichtträger furchtlos denen gegenübertreten, die ihm Böses antun wollen, er wird sie in ihrem Vorhaben beirren, sie werden davon abstehen, wenn auch unter Drohungen und Verwünschungen; denn sie fühlen seine Überlegenheit, wenngleich sie irdisch sie nicht anerkennen wollen. Denn einem Lichtträger stehen auch viele Lichtwesen bei in jeder schweren Lebenslage, weil sie eine Mission, die überaus dringlich ist, nicht gefährden lassen durch Menschenwillen, vom Gegner regiert. So Ich Selbst Mir Arbeiter erwähle für diese dringliche Mission, so ist das ganze Lichtreich vom Willen beseelt, diese Arbeiter zu schützen, weil Mein Wille alle Wesen durchflutet, die Meinem Reich angehören. Und die Kraft jener Wesen ist wahrlich stärker als die Kräfte der Finsternis, wenn dies irdisch auch nicht so zum Vorschein kommt. Doch die Lichtträger selbst sollen es wissen, daß sie unantastbar sind von den Mir feindlich gesinnten Kräften. Sie sollen darum ohne Furcht sein, es ist ein Bannkreis gezogen um sie, vor dem jedes finstere Wesen zurückschreckt, will es nicht Mich Selbst herausfordern. Erst wenn die Mission des Lichtträgers erfüllt ist, wenn die Stunde seines Ablebens gekommen ist, löse Ich diesen Bannkreis, doch zum Gericht und zur ewigen Verdammnis dessen, der ihn durchbricht - für den Lichtträger selbst aber zu erhöhter Seligkeit. Solange er auf Erden wirket in Meinem Auftrag, kann er sich mitten unter die Teufel wagen und ihnen das Sündhafte ihres Tuns vorhalten. Sie werden ihn nicht zur Strecke bringen können, weil er Mein Sendling ist, Mein Diener, Mein Bote, der Reingeistiges den Erdenmenschen vermittelt, um sie zurückzureißen von dem Abgrund des Verderbens. Und dieses Wissen soll ihm Mut und Kraft geben, er soll glauben an Mich und Mein Wort und Meiner Gegenwart ständig sicher sein, solange er Mir dienet mit Eifer und seines Amtes waltet, solange er bereit ist, Mein Evangelium hinauszutragen in die Welt - den Mitmenschen das Licht zu bringen, das er von Mir Selbst empfangen hat. Die Erde liegt in tiefster Dunkelheit und muß erleuchtet werden, um die Erdenwanderer den rechten Weg finden zu lassen. Und wo ein solches Licht leuchtet, dort wird sich niemals das Licht-Scheuende aufhalten, sondern es wird dem Lichtschein entfliehen. In der geistigen Welt aber ist das Licht durchdringend, es leuchtet nicht verhüllt und wird darum stets von den Wesen der Finsternis als Licht empfunden werden, jedoch nicht begehrt - weshalb jeder Lichtschein geflohen wird, weil sie das Licht nicht auslöschen können, sein Schein ihnen aber Qualen bereitet. Denn hinter jedem Lichtträger stehe Ich als Urquell des Lichtes - und wo Ich bin, ist wahrlich die Macht des Bösen gebrochen. Amen. B.D. NR. 3919.

 

Buch 49 3920

Nachfolge Jesu. Lebensweg in Liebe und Selbstverleugnung.

1. November 1946. B.D. NR. 3920.

Wer nicht gleich Mir sanftmütig und geduldig ist, wer sich nicht darin in der Nachfolge übet, daß er alle Eigenschaften ablegt, die sich dem Wesen Meines Gegners anpassen, wer nicht unausgesetzt die Tugenden anstrebt, die ihn zu einem göttlichen Wesen stempeln, der wird schwerlich das Ziel erreichen, den Zusammenschluß mit dem Vater von Ewigkeit zu finden, Der in Sich pur Liebe ist und Der nur mit den Geschöpfen sich zusammenschließen kann, die Ihm gleich zur Liebe geworden sind. Mein Wandel auf Erden sollte euch zum Beispiel dienen, denn als Mensch war Ich den gleichen Versuchungen ausgesetzt wie ihr, weil Ich den Weg gehen mußte, der allein eine Seele zur Vollendung führen konnte. Ich mußte ankämpfen gleich euch gegen alle Begierden des Fleisches wie auch gegen alle Eigenschaften eines ungöttlichen Wesens, ansonsten Mein Lebenswandel euch nicht als Beispiel dienen konnte, so Ich frei von allen menschlichen Fehlern geboren die Erprobung Meines Willens hätte umgehen können. Ich mußte das Leben auf Erden in seiner Tiefe durchleben, d.h. zu den gleichen Sünden vom Körper aus die Möglichkeit haben, um sie aus freiem Willen zu unterlassen und allen Anreiz dazu zu meiden. Ich mußte gegen fleischliche Begierden ankämpfen und dadurch die Seele in Mir stark machen und willig, sich mit dem Geist zu einen. Die Sündhaftigkeit der Umwelt setzte Meine Liebe und Geduld oft auf harte Proben, doch wollte Ich sanftmütig und von ganzem Herzen demütig bleiben, durfte Ich Mich auch nicht überheben. Und Mich erbarmte die Schwäche der Mitmenschen, daß sie nicht Widerstand leisteten den Versuchungen, und Meine Liebe nahm zu. Ich wollte denen helfen, die am Boden lagen und sich nicht von selbst erheben konnten. Denn als Selbst Mensch wußte Ich um alle Schwächen eines Menschen, und diese Kenntnis verstärkte Meine Sanftmut und Geduld. Als Selbst Mensch konnte Ich Mich jederzeit in die Seele dessen versetzen, der sündigte, obgleich Ich Selbst ohne Sünde war, obgleich Ich Selbst kraft Meines Willens Sieger geblieben war in allen Versuchungen des Fleisches und der Seele. Doch Ich entnahm die Kraft dazu aus der Liebe, und jeder Mensch, der sich in der Liebe übet, wird auch die Kraft und den Willen aufbringen, anzukämpfen gegen seine Fehler und Schwächen, und auch er wird den Sieg davontragen, denn die Liebe selbst ist die Kraft. Und wer also liebetätig ist, der wird auch alle Tugenden üben, die ein göttliches Wesen kennzeichnen: er wird sanftmütig und geduldig sein, barmherzig, friedfertig, demütig und gerecht. Denn so er den Mitmenschen Liebe entgegenbringt, ist auch sein Denken voller Liebe, und er bekämpfet alle Schwächen und Fehler mit Leichtigkeit. Folget Mir nach - führet einen Lebenswandel gleich Mir in Liebe und Selbstverleugnung und ihr werdet euch frei machen von allen sündhaften Begierden, ihr werdet selbst nicht in Sünde verfallen, ihr werdet euch dem Wesen der ewigen Liebe angleichen und den Zusammenschluß finden mit ihr schon auf Erden, und die Erreichung eures Zieles wird euch gewiß sein. Und also müsset ihr auch allzeit euer Kreuz auf euch nehmen, gleich Mir, und ihr dürfet nicht ungeduldig werden, denn so ihr ernstlich Mich bittet um Beistand, helfe Ich es euch tragen, und eure Seele wird sich desto eher frei machen von irdischen Begierden, je williger sie das Kreuz trägt, das des Vaters Liebe ihr auferlegt hat, auf daß sie ausreifet. Folget Mir nach, und nehmet euch Meinen Lebenswandel auf Erden zum Beispiel, und nimmermehr werdet ihr in Sünde verfallen, ihr werdet euch erlösen kraft eures Willens und der Liebe, ihr werdet frei werden, unendlich selige Wesen werden, mit allen göttlichen Eigenschaften versehen, ihr werdet voller Licht und Kraft sein im geistigen Reich und selig leben in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3920.

 

Buch 49 3921

Voranstellen der geistigen Arbeit. Neuer Wirkungskreis.

2. November 1946. B.D. NR. 3921.

Was euch zur Erhöhung der Seelenreife gereicht, weiß Ich wahrlich am besten, und euer Erdenschicksal wird daher immer den Bedürfnissen der Seele entsprechend sein, die es Mir aber danken wird am Ende ihres Erdenlebens, daß Ich ihrer Bedürftigkeit Rechnung getragen habe. Das Erdenleben währet nur eine kurze Zeit und kann euch niemals Ersatz bieten für das, was der Seele verlustig geht, so der Körper mit seinen Wünschen zu sehr bedacht wird. Denn eure Seele benötigt Zurücksetzung jener Wünsche, alle Hindernisse für ihre Entwicklung müssen ihr hinweggeräumt werden, und solches wird immer der Körper zu fühlen bekommen in ihm wenig zusagender Weise. Doch verlasset euch stets auf Meine Liebe und Weisheit, glaubet, daß alles, was euch betrifft, von Meiner Weisheit als förderlich für euch erkannt und von Meiner Liebe euch auferlegt wird, und ergebet euch daher stets in Meinen Willen, auf daß ihr selig werdet. Ihr, Meine Diener auf Erden, aber müsset ganz besonders vorbereitet werden für euer Amt in der letzten Zeit vor dem Ende, ihr müsset das Geistige vor das Irdische setzen und euch jederzeit vor Augen halten, daß ihr euch in Meinen Dienst gestellt habt, daß ihr nicht zweien Herren dienen könnet, Mir und der Welt. Eure geistige Arbeit soll euch alles sein, zur geistigen Arbeit habe Ich euch berufen, und euer Erdenschicksal wird sich so gestalten, daß ihr diese Arbeit ungehindert vollbringen könnet - daß ihr emsig tätig sein könnet für Mich und Mein Reich, das nicht von dieser Welt ist. Ich werde euch dem Kreis zuführen, in dem ihr wirken sollet, und je nach eurer Liebe zu Mir und zu den Mitmenschen werdet ihr auch Erfolg verzeichnen können: Rettung irrender Seelen aus geistiger Finsternis. Bedenket, daß dies eure wichtigste Erdenaufgabe ist, für die ihr euch Mir in freiem Willen angetragen habt, bedenket, daß sie um vieles nötiger und dringlicher ist, als die Behebung irdischer Sorgen - bedenket, daß für letztere viele Menschen tauglich sind, für erstere aber, für die Behebung geistiger Not, nur wenige sich bereit erklären und daher die Not an geistigen Arbeitern auf Erden groß ist. Wo Ich aber solche finde, dort wird auch Mein Segen allzeit erkennbar sein, und ihre Schritte werde Ich so leiten, daß sie segenbringend wirken können, wo große Not ist. Ihr Meine Diener auf Erden, ihr wisset, daß die Zeit nur noch kurz ist bis zum Ende, und ihr sollt diese Zeit restlos nützen für Mich, ihr sollt Mein Evangelium hinaustragen in die Welt. Und Ich Selbst werde euch den Platz anweisen, wo ihr eure geistige Tätigkeit ausführen sollet in der kommenden schweren Zeit, die dem letzten Ende vorangeht. Wo die geistige Not groß ist, benötige Ich taugliche Arbeiter, um das brachliegende Feld zu bearbeiten, guten Samen zu legen und gute Früchte zu ernten. Und so gebet euch, zuversichtlich und willig euch Meinem Willen unterstellend, Meiner Führung hin, denn sie ist die allein rechte, sowohl für euch selbst als auch für die zahllosen Seelen, denen ihr Hilfe bringen sollt in geistiger Not. Harret in Geduld, bis Ich euch rufe. und nützet nur jeden Tag zur eigenen Seelenreife, nehmet Mein Wort entgegen hungrigen Herzens, und lasset euch von seiner Kraft durchfluten, leget alle eure Sorgen und Nöte, ob geistig oder irdisch, in Meine Hand, und lasset Mich Selbst für euch sorgen, und euer Erdenleben wird wahrlich kein Leerlauf sein, denn eine Mission zu erfüllen, wie die euch zugewiesene, erfordert Mir zugewandten Willen, tiefen Glauben und Liebe zu Mir und zum Nächsten. Und die Seele dessen muß reifen auf Erden, der mit dieser Mission betreut wird, denn Meine Gnade und Mein Segen ist ihm gewiß. Die Zeit bis zum Ende ist nur noch kurz, doch schwer für jeden einzelnen. Wer aber Kraft und Gnade von Mir bezieht, der wird sie auch ohne Schaden an seiner Seele überleben, er wird sie auswerten können und reich an geistigen Schätzen das Erdenleben hingeben, um ein seliges Leben dagegen einzutauschen in Meinem Reich, wo er für alle Entsagungen und Entbehrungen, die ihm das irdische Leben brachte, tausendfach entschädigt werden wird, weil er Mir treu blieb bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 3921.

 

Buch 49 3922

Strengste Selbstkritik, ob geistiges oder irdisches Gedankengut begehrt wird. Hellseher.

3. November 1946. B.D. NR. 3922.

Fallet nicht jenen Kräften zum Opfer, die Ich nicht angewiesen habe, euch ein Wissen zu vermitteln, das Ich Selbst euch verborgen halte. Denn was Ich euch sagen will, die ihr Mir dienet auf Erden, das sage Ich Selbst euch durch die Stimme des Geistes, und diese allein sollt ihr hören. Meinen Plan von Ewigkeit können wohl hellschauende Seelen in seiner Ausführung verfolgen, infolge ihres Reifezustandes, dieser aber verbietet ihnen von selbst, Einzelschicksale den Menschen zu offenbaren, denen Ich Selbst die innere Sehe noch nicht erschlossen habe, weil Meine Weisheit den Menschen zukünftige Dinge verborgen hält, deren Wissen nicht erforderlich ist zur Erlangung der Seelenreife. Ihr müsset zu unterscheiden lernen rein weltliche Vorgänge und geistiges Wirken. Ihr müsset wissen, daß Meine Boten, Meine Beauftragten, die über ein reiches Wissen verfügen, nur die Aufgabe haben, geistig zu wirken, d.h., den Mitmenschen beizustehen in geistiger Not und diese Hilfe durch irdische Nächstenliebe zu bekräftigen. Wer also von Mir eine solche Erdenaufgabe zugewiesen bekommen hat, dessen Amt ist es wahrlich nicht, die Mitmenschen über Dinge zu informieren, die Ich geheimhalte, weil dies zuträglicher ist für die Seelen. Nützet ein Mensch seine hellseherische Begabung aber dazu, so wird er von Kräften beeinflußt, die ihm nicht wohlwollen und er verfällt sehr leicht in Irrtum, seine Gabe, zu schauen, wird getrübt durch den Mir nicht wohlgefälligen Zweck. Und ihr werdet wahrlich keinen Vorteil haben von einem Wissen, das nicht Ich euch gab, sondern Menschenverstand, der aus dem Verband mit Mir heraustritt, so er irdische Vorgänge zu ergründen sucht. Und so müssen auch Meine Diener strengste Kritik üben an ihren Gedanken und möglichst jede Verschmelzung geistiger und irdischer Probleme vermeiden. Es ist dies von außerordentlicher Bedeutung auch für alle Kundgaben, die durch Meine Liebe den Menschen zugeleitet werden. Der Geist aus Mir vermittelt nur geistiges Wissen - und dieses ist lauterste Wahrheit. Jedes Eindringen-Wollen in irdisches Wissen, jede Frage, deren Beantwortung für die Seelen ohne Nutzen ist, zwingt den Geist aus Mir zur Untätigkeit, d.h., die Stimme der Welt übertönet seine feine Stimme. Und Kräfte, die bewußt den Menschen in Irrtum leiten möchten, sind an der Arbeit - es wird das Denken des Menschen auf rein irdische Fragen gelenkt, und dann schaltet das reine Geisteswirken aus. Diesen feinen Unterschied müsset ihr, Meine Diener auf Erden, jederzeit zu machen imstande sein, und ihr dürfet euch daher nicht an Niederschriften stoßen, die in weniger innigen Verbindung entstanden sind, wenn ihr nur das eine ins Auge fasset, ob sie eine rein geistige Wahrheit enthält oder eine Feststellung, die mit rein geistigem Wissen nichts zu tun hat. Die Übertragungen aus dem geistigen Reich unterliegen einer ständigen Kontrolle, und Lügengeister können sich nicht daran beteiligen, sowie es sich um die Übermittlung des göttlichen Wortes handelt. Denn Ich Selbst wache darüber und lasse keine Verunstaltung Meines Wortes durch finstere Kräfte zu. Schweifen aber die Gedanken des Aufnehmenden ab und verlangt er zeit- oder zahlenmäßig Aufklärung sich zu schaffen über gewisse Vorgänge oder Erfolge, so begehret er nicht Mein Wort, er begehret nicht mehr rein geistige Nahrung, die Ich stets unverfälscht ihm biete, und dann ist sein Denken auch Irrungen unterlegen, denn dann ist er nicht mehr als Mein Diener auf Erden tätig, im Sinne des Wortes - er ist nicht Aufnehmender Meines Wortes, sondern er nützet seinen Verstand wie jeder andere Mensch - er denkt unter Beeinflussung jener Kräfte, die Mein Wort zu entkräften suchen. Doch Ich gebe euch jederzeit Aufklärung darüber und fordere nur strengste Kritik an euch selbst, dann werdet ihr auch jederzeit Irdisches von rein Geistigem zu trennen vermögen und euch in vollster Wahrheit befinden. Und es sind solche Vorgänge und Zweifel auch darum von Mir zugelassen, um euch zu jener Selbstkritik zu veranlassen, weil dies von größtem Wert ist für die Erlangung der Seelenreife, daß ihr alles Irdische außer acht lasset, sowie ihr geistiges Gut empfangen wollet, von Mir Selbst geboten und darum auch der vollsten Wahrheit entsprechend, denn Mein Wille ist stets, euch in der Wahrheit zu unterweisen, doch euer Wille muß das gleiche anstreben, auf daß ihr nicht jenen Kräften zum Opfer fallet, die Feinde der reinen Wahrheit sind. Amen. B.D. NR. 3922.

 

Buch 49 3923

Tröstende Vaterworte.

4. November 1946. B.D. NR. 3923.

Ein jeder Weg ist gangbar für euch mit Meiner Hilfe. Und darum brauchet ihr nichts zu fürchten, was auch von euch gefordert wird. Daß Ich Mich stets eurer annehme, sollet ihr fest glauben und daher keine Bangigkeit aufkommen lassen, so euch Unheil droht. Wer Mich im Herzen trägt, ist überall und zu jeder Zeit in sicherstem Schutz, denn Ich Selbst führe ihn an der Hand, und der Weg, den er geht, wird passierbar sein trotz aller Hindernisse. Glaubet an Mich, fest und unerschütterlich, und jegliche Not bleibt euch ferne, doch Schwäche des Glaubens bedingt noch Nöte, auf daß er gefestigt werde durch Meine offensichtliche Hilfe. Wie oft habe Ich euch Meinen Schutz verheißen, die ihr Mir dienen wollet auf Erden, und furchtlos müßtet ihr jeglicher Gefahr ins Auge sehen, so ihr Meines Wortes gedenket. Und auf daß ihr nicht schwach werdet, vertiefet euch oft und innig in Mein Wort, lasset Mich zu euch sprechen und nehmet erhöhte Kraft in Empfang, indem ihr euer Herz öffnet Meiner Liebe, die euch speiset mit Meinem Wort, das Kraft in sich trägt. Strebet Mir zu, und lasset eure Gedanken ständig schweifen in das geistige Reich, und ihr werdet alles bewältigen, was von euch gefordert wird, ihr werdet irdisch eure Tätigkeit verrichten können und den irdischen Lebenskampf bestehen, wie ihr aber auch geistig werdet wirken können mit Erfolg. Bleibet nur in steter Verbindung mit Mir, und ihr werdet niemals kraftlos sein. Also brauchet ihr auch nichts zu fürchten von seiten der Welt, ihr brauchet nicht zaghaft zu sein ob eurer eigenen körperlichen Schwäche, denn zahllose Wesen stehen euch zur Seite, so ihr Hilfe benötigt, irdisch und auch geistig. Und ihnen ist wahrlich alles möglich, weil sie von Meiner Kraft durchflutet und mit Meinem Willen beseelt sind. Was also sollte euch schaden? Was sollte euch mutlos werden lassen? Solange ihr Meine Liebe besitzet, wird euch nichts mangeln, und Meine Liebe besitzet ihr, solange ihr Mein seid, durch euren Willen, durch Liebeswirken und bewußtes Streben zu Mir - solange ihr Mir dienen wollet, weil euer Herz euch zu Mir drängt. Und darum brauchet ihr ewiglich nichts zu fürchten, denn Meine Liebe entziehe Ich euch ewiglich nicht, nur ist sie euch nicht immer offenkundig, solange ihr auf Erden lebt und eure letzte Willensprobe ablegen sollet. Mein Wort aber versichert euch ständig Meine Liebe, Mein Wort verheißet euch ständigen Schutz und ständige Kraftzufuhr, und Mein Wort ist und bleibt ewige Wahrheit. Und darum haltet euch stets an Mein Wort. Lasset Mich zu euch sprechen, sowie ihr in Not des Leibes und der Seele seid, und ihr werdet immer wieder Trost und Kraft schöpfen können, und euer Glaube wird gestärkt werden, bis euch nichts mehr zu erschüttern vermag, was auch über euch kommt. Amen. B.D. NR. 3923.

 

Buch 49 3924

Liebe aufbauendes Prinzip - Lieblosigkeit zerstörendes Prinzip.

5. November 1946. B.D. NR. 3924.

Auch das unwandelbare Gesetz der Liebe kann umgestoßen werden im freien Willen. Es ist das Gesetz, das der göttlichen Ordnung zugrunde liegt und das darum an sich ewig unwandelbar ist und dessen Erfüllung Aufwärtsentwicklung, Aufbau und Erhaltung aller aus Gott hervorgegangenen Schöpfungen bedeutet. Wird dieses Gesetz umgestoßen, dann ist unweigerlich Rückwärtsentwicklung und Zerstörung die Folge. Und dem menschlichen Willen ist es anheimgestellt, sich unter dieses Gesetz zu stellen und also in der göttlichen Ordnung zu verbleiben oder entgegen der göttlichen Ordnung sich zu vergehen wider das Gesetz. Verständlicherweise sind die Folgen des rechten oder verkehrten Willens von unerhörter Bedeutung für das Geistige, das im Menschen zur letzten Willensprobe verkörpert ist. Denn gegen das Grundgesetz zu verstoßen, bedeutet, das eigentliche Element des Lebens zu zerstören, weil die Ursubstanz alles Erschaffenen Liebe ist - eine Kraft, die von Gott als der ewigen Liebe ausgeht, also auch die alles erhaltende Urkraft ist. Und so ist ein Verstoß gegen die Liebe ein Nicht-Beachten dieser Kraft und ihres Urquells, es ist ein Verstoß gegen die Liebe ein Gegenwirken und also zerstörend, wo die ewige Liebe aufbauend tätig war. Die göttliche Ordnung kann nicht bestehenbleiben, wo das Gesetz der Liebe nicht beachtet wird, und also ist geistiges und irdisches Chaos, geistiger und irdischer Verfall die unausbleibliche Folge davon, das zuletzt zur Auflösung führt. Dem menschlichen Verstand kann dies nicht faßlich gemacht werden, solange er sich selbst wider das göttliche Gesetz versündigt. Erfüllt er es aber, so ist ihm auch diese Erklärung verständlich, weil er die Kraft der Liebe sowohl selbst zu spüren vermag als auch hellen Geistes alle Zusammenhänge erkennt und sich also aufwärtsentwickelt. Ersteres aber schaltet jene Kraft gänzlich aus, die allein aufbauend und beständig ist, und er bleibt ein totes Geschöpf, solange er nicht von der Liebekraft durchflutet ist - im Zustand des Todes. Denn Leben schafft allein nur die Erfüllung des Grundgesetzes, Leben ist ohne Liebe nicht denkbar, Leben ist ein Zustand göttlicher Ordnung. Denn auch das Erdenleben als Mensch ist geistiger Tod, sowie es ohne Liebe geführt wird. Das aufbauende Prinzip bleibt die Liebe bis in alle Ewigkeit, das zerstörende Prinzip ist Lieblosigkeit und Haß. Und so können die Menschen nimmermehr ein Leben erwarten, ein Leben der Seele diesseits und jenseits, in denen das letzte Prinzip vorherrscht. Denn das Leben auf Erden ist nur ein Scheinleben, das zuletzt in nichts zerfällt. Wer aber dem göttlichen Prinzip huldigt, wer das Gesetz der Liebe beachtet und danach lebt, dessen Leben ist unzerstörbar, es bleibt unberührt von der zerstörenden Auswirkung der Lieblosigkeit, es ist ein Leben in vollster Kraft, weil er vom Urquell der Kraft ständig gespeist wird, weil er selbst durch ein Liebeleben sich mit der ewigen Liebe verbindet und also nimmermehr sein Leben verlieren kann, das im Grunde des Grundes nur gefestigte Liebekraft ist. Wer das begreift, der steht schon hoch in der Erkenntnis, die ihm nur die Liebe eintragen kann, das Einfügen in das ewige Gesetz und also Leben in göttlicher Ordnung. Und er braucht den Tod nicht zu fürchten, denn für ihn gibt es keinen Tod, er lebt und wird leben in Ewigkeit, vereint mit der ewigen Liebe, Die sein Ausgang war, Die als ewige Schöpferkraft gleichfort tätig ist und unzähligen Wesen das ewige Leben gibt. Amen. B.D. NR. 3924.

 

Buch 49 3925

Gottes Wort - Stiller Mahner. Laute Stimme - Naturkatastrophe.

26. November 1946. B.D. NR. 3925.

Achtet der immer wiederkehrenden Mahnungen von oben, und lasset sie nicht an euren Ohren verhallen. Denn jede Stunde und jeder Tag ist kostbar, so ihr euer Seelenheil in Betracht ziehet und emsige Arbeit leistet, bevor das Ende kommt. Lasset Mich nicht vergeblich rufen, lasset Mich nicht vergeblich an eure Herzen pochen, sondern nehmet Mich auf und öffnet Mir die Tür eures Herzens freiwillig, so Ich Einlaß begehre. Noch komme Ich als stiller Mahner zu euch, so Ich euch im Wort nahetrete, doch nicht lange mehr, dann tönet Mein Ruf laut und mächtig aus der Höhe, und ihr werdet erschrecken vor der Gewalt Meiner Stimme. Noch ist es euch selbst überlassen, ob ihr Mich anhören oder Mein Wort an euren Ohren verklingen lassen wollet. Dann aber werdet ihr Mich hören müssen, und Meine Stimme wird euch furchtbar berühren. Ihr werdet nicht mehr Meine Liebe zu erkennen vermögen, sondern euch beugen müssen vor Meinem Zorn, wenngleich auch dann noch Meine Liebe am Werk ist, nur euch nicht mehr als Liebe erkennbar. Doch Mein Wort ist euch noch ein Zeichen Meiner Liebe, denn es tönet sanft und mahnend, wie ein Vater zu seinen Kindern spricht, die er auf den rechten Weg leiten will. So Meines Wortes aber nicht geachtet wird, tritt Meine Macht in Erscheinung, und vor ihr werdet ihr erschrecken und in Todesfurcht geraten. Und für viele wird auch die Stunde des Todes gekommen sein, die Stunde des Ablebens von dieser Erde, und selig, wer Mich zuvor schon gefunden hat, daß er diese letzte Stunde nicht zu fürchten braucht. Und dieses bezwecket Mein Wort. Ich werbe um eure Liebe, Ich suche euch zu Mir zu ziehen, immer euren freien Willen berücksichtigend, Ich suche euch dem geistigen Reich zuzuleiten, und ermahne Ich euch darum, Abstand zu nehmen von irdischer Materie, von irdischem Streben. Denn nur dann bin Ich zu finden, so ihr der Welt mit ihren Freuden entsaget und mit Mir den Zusammenschluß suchet. Dann komme Ich Selbst euch entgegen und lasse euch ewiglich nicht mehr von Mir. Darum achtet Meines Wortes und gehöret nicht zu denen, deren Sinne Ich durch Meine Macht zu Mir lenken muß. Kommet von selbst zu Mir, indem ihr Verlangen traget nach Meinem Wort und euch von Mir unterweisen lasset, höret Mich an und beachtet, was Ich euch kundgebe. Glaubet an Mein Wort und wandelt euch zur Liebe, auf daß ihr Meinen Willen euch zum eigenen Willen machet und Meiner Liebe stets und ständig gewiß sein könnt. Denn das will Ich erreichen durch Mein Wort, daß ihr zur Liebe euch gestaltet, daß ihr arbeitet an euren Seelen und euch Meinem Wesen angleichet, das in sich pur Liebe ist. Und ihr werdet nicht erschrecken und euch zu bangen brauchen, so Meine Stimme laut und mächtig ertönet, denn ihr gehöret dann zu den Meinen, die Ich in Meine Obhut nehme in Stunden höchster Not und denen Ich Retter und Erlöser bin, wie Ich es verheißen habe. Die Stunde kommt unerwartet schnell, und ihr alle werdet Meiner Worte gedenken, denn Ich mahne euch ohne Unterlaß, auf daß ihr die kurze Zeit noch nützen könnet in jeder Weise. Gedenket eurer Seelen und lasset den Körper unbeachtet, denn er vergeht, aber die Seele bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit. Und darum helfet ihr, solange es euch noch möglich ist, zu schaffen und zu wirken auf Erden, und der ernste Wille dazu wird euch Kraft eintragen. Ihr werdet reifen und großen Nutzen davontragen, daß ihr Mich zu euch sprechen lasset, daß ihr Meinen Worten Glauben schenket und nach Meinem Willen zu leben euch bemühet. Und ihr werdet den Tag nicht zu fürchten brauchen, der unwiderruflich kommen wird in kürzester Frist - der euch den Beweis gibt von der Wahrheit Meines Wortes, von Meiner Macht und Stärke, und der den Eingeweihten auch ein Zeichen Meiner Liebe zum Unerlösten ist, das Ich retten will vor ewigem Untergang. Amen. B.D. NR. 3925.

 

Buch 49 3926

Ablauf der Entwicklungsperiode. Schwerer Lebenskampf.

1. Dezember 1946. B.D. NR. 3926.

Groß ist Meine Macht und unbeugsam Mein Wille, denn Meine Weisheit bestimmt ihn, und Meine Liebe lässet ihn zur Ausführung kommen. Und was Ich erkannt habe seit Ewigkeit als Heilsmittel für das von Mir entfernt stehende Geistige, das wende Ich auch unwiderruflich an, um diesem Geistigen zu Hilfe zu kommen in seiner Not, die Folge seiner Entfernung von Mir ist. Und Ich ersah von Ewigkeit den geistigen Tiefstand der Menschen in dieser Zeit, Ich ersah von Ewigkeit den verkehrten Willen, der die Entfernung von Mir vergrößert anstatt sie zu verringern. Und wo diese Gefahr besteht, halte Ich den Rückgang auf, Ich breche ihn ab, um einen noch tieferen Abfall zu verhindern, der wieder Ewigkeiten benötigen würde, um das Geistige in den Entwicklungsgrad zu versetzen, wo es den freien Willen nützen kann. Und also erfüllet sich die Zeit, eine Entwicklungsperiode geht dem Ende zu, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Und was sich nun vollzieht, ist das Werk Meiner Liebe, Meiner Weisheit und Meines Willens. Und ihr Menschen dieser Erde werdet Zeuge sein dessen, was geschrieben steht und was Ich immer wieder von neuem verkünde durch Meine Diener auf Erden. Denn ihr steht in der letzten Zeit, ihr werdet Großes erleben, schreckhaft für alle, die nicht glauben, und überwältigend erhaben für die, die Mich erkennen und Meines Wortes gedenken. Und sie werden trotz aller Not stets Meine Liebe und Meine Allmacht spüren und sich dieser vertrauensvoll überlassen. Und Ich Selbst werde sie führen, daß sie sicher ihr Ziel erreichen. Was sich jedoch abspielt auf und in der Erde, das ist dem menschlichen Verstand unvorstellbar, ist es doch einmalig und so außergewöhnlich, daß es niemand sich auszudenken vermag, in welcher Weise Meine Macht und Mein Wille in Erscheinung tritt. Die Menschen, die sich nicht vom Irdischen trennen wollen, werden zwar ständigen Aufbau anstreben, sie werden alles Verlorene wieder zu ersetzen suchen, sie werden irdisch schaffen und wirken, um sich in den Besitz von Gütern zu setzen, doch Ich werde immer wieder ihre Bestrebungen zunichte machen, auf daß sie die Nutzlosigkeit dessen erkennen, davon absehen und ernstlich ihrer Seelen gedenken, des Unvergänglichen, wie es Zweck und Ziel jedes einzelnen Menschen ist. Und darum wird der Lebenskampf seinen Fortgang nehmen, niemand wird zur Ruhe kommen, und niemand wird die Früchte seines irdischen Strebens genießen können, es sei denn, er ist gänzlich dem verfallen, der ihn von Mir abtrünnig machen will. Dann kann er wohl irdisch im Wohlleben stehen, doch er wird auch erkenntlich sein als Angehöriger des Satans, denn sein Handeln wird nur Lieblosigkeit und Haß verraten, und sein Wohlleben sollen sich die Mitmenschen nicht zum Vorbild nehmen. Die Ich aber noch nicht gänzlich verloren gebe, die müssen kämpfen - und ein schwerer Lebenskampf soll ihnen Beweis sein, daß Ich liebend ihrer gedenke und sie zu Mir ziehen will. Ich muß euch alles nehmen, was irdisch euch noch begehrenswert erscheint, will Ich eure Herzen gewinnen, euren Willen, der sich Mir zuwenden soll, ehe es zu spät ist. Und darum wird die kommende Zeit immer härter werden für euch, denn sie geht ihrem Ende zu. Doch sowie ihr euch Mir bedingungslos anvertraut, sowie ihr euren Willen dem Meinen unterstellt, sowie ihr Mich allein walten lasset und euch völlig ergebet in euer Schicksal, ist euch auch Meine vollste Sorge gewiß - und des Lebens Schwere wird erträglich sein für euch, die ihr Mein geworden seid durch euren Willen. Dann aber werden euch auch die letzten großen Geschehnisse nicht mehr erschrecken, ihr werdet wissen, daß sie Mein Werk und Mein Wille sind, ihr werdet auch erkennen, daß sie nur die letzten Mittel sind zur Gewinnung der irrenden Seelen, und ihr werdet auch wissen, daß bald die Erlösung naht, daß bald das Ende gekommen ist, wo Ich euch Selbst hole, um euch ein friedvolles, seliges Paradies zu bereiten, wo alle Not ein Ende hat. Doch Mein Beschluß ist unabwendbar, die Zeit ist erfüllet, von der geschrieben steht. Die Menschheit achtet nicht Meines Wortes und kann nur noch durch außergewöhnliches Geschehen anderen Sinnes werden, und um ihrer willen wird also über die Erde kommen, was unfaßbar und überaus grausam erscheint, doch Meine Liebe und Weisheit erkannte es von Ewigkeit als heilsam für die Seelen, und Mein Wille führt deshalb aus, was bestimmt ist seit Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3926.

 

Buch 49 3927

Erhörung des Gebetes im festen Glauben. "Vater, Dein Wille geschehe."

2. Dezember 1946. B.D. NR. 3927.

Alles könnet ihr von Mir erreichen, so ihr nur fest und unerschütterlich glaubet an Mich. Denn so ihr euch Meine übergroße Liebe zu euch vor Augen haltet, wisset ihr auch, daß Ich kein Gebet unerhört lasse. Ein fester Glaube an Mich schließt aber auch vollstes Vertrauen zu Mir in sich, er schließt die Gewißheit in sich, daß Ich in Meiner Weisheit auch alles erkenne, was für euch von Segen ist, und daß Ich euch nicht zu Schaden kommen lasse, indem Ich euch etwas gewähre, was euch nicht zum Heil gereicht. Und darum wird ein tiefgläubiger Mensch sich Mir bedingungslos hingeben, er wird es Mir anheimstellen, wie Ich ihn bedenken will, er wird nicht fordern, sondern demütig Mir seine Bitten vortragen, immer Meinen Willen voransetzen und sich Meiner Liebe und Gnade empfehlen. Und Ich werde ihn bedenken in aller Fülle, leiblich und geistig werde Ich ihn niemals darben lassen, denn das Gebet Meines Kindes überhöre Ich nie. So Ich euch aber die Erfüllung einer Bitte versage, zweifelt dennoch nicht an Meiner Liebe, denn gerade Meine Liebe ist es, die euch vor Unheil bewahren will. Und ihr selbst könnet nicht immer erkennen, wie sich die Erfüllung einer Bitte auswirkt. Darum traget Mir vertrauensvoll euer Anliegen vor, und überlasset alles Weitere Mir, und Meine Liebe bedenket euch so, daß euch der Weg zu Mir geebnet wird, daß ihr sicher euer Ziel erreichet, daß ihr als Meine Kinder ins Vaterhaus zurückkehret, um ein seliges Leben zu führen in Ewigkeit. Doch nützet stets und ständig die Kraft des Gebetes, rufet Mich an in jeder Lebenslage, kommet zu Mir, so ihr in Not seid, und gedenket auch Meiner in Stunden der Ruhe und des Friedens. Vergesset Meiner nicht, auf daß Ich auch euch nicht vergesse, stellet des öfteren die Verbindung mit Mir her durch inniges Gebet, und rufet Mich so ständig in eure Nähe, denn dann strömet Kraft ungemessen über auf euch, so ihr im freien Willen Mich suchet, so eure Gedanken Mir gelten und euer Herz Mir entgegendrängt. Ihr müsset von selbst den Weg zu Mir finden und darum die Brücke betreten, die Ich für euch geschlagen habe von der Erde zu Mir. Ihr müsset beten, denn im Gebet erhebt sich eure Seele in die Sphären des Lichtes, im Gebet betretet ihr die Brücke zu Mir, im Gebet tritt das Kind vor den Vater hin, es stellt selbst das Verhältnis eines Kindes zum Vater her, wie es Mein Wille ist. Und so Ich als Vater angerufen werde, so ein kindliches Herz Mir entgegenschlägt, erhöre Ich jedes Flehen, denn Ich enttäusche Meine Kinder nicht, die vollvertrauend zu Mir kommen. Und Meine Liebe teilet sich ihnen mit, Meine Liebe teilet Gaben aus ungemessen, Meine Liebe bedenket das Kind geistig und irdisch, und nimmermehr wird es Not zu leiden brauchen, sowie es wahrhaft kindlich bittet, d.h. im Geist und in der Wahrheit sein Gebet zu Mir sendet. Nützet alle die Gnade des Gebetes, denn alles könnet ihr erreichen im tiefen, lebendigen Glauben an Mich und Meine Liebe. Doch fordert nicht und klaget oder murret nicht, so Ich scheinbar euer Gebet nicht erhöre, denn dann ersieht Meine Vaterliebe für euch nur einen Schaden in der Gewährung eurer Bitte, und um euch davor zu bewahren, versaget sie sich. Doch wer allzeit seinen Willen dem Meinen unterstellt, der wird niemals enttäuscht werden, denn sein Gebet ist das rechte, Mir wohlgefällige, so er allen seinen Bitten hinzufügt: "Vater, Dein Wille geschehe." Amen. B.D. NR. 3927.

 

Buch 49 3928

Arbeiter im Weinberg des Herrn. Stunde der Ernte.

4. Dezember 1946. B.D. NR. 3928.

Gemeinsame Arbeit müsset ihr leisten und also für Mich und Mein Reich tätig sein. Ihr habt eine Aufgabe zu erfüllen und könnet jederzeit Meines Segens gewiß sein, so ihr euch diese Arbeit angelegen sein lasset. Und ihr werdet reichlich Gelegenheit haben, für Mich zu wirken in der letzten Zeit vor dem Ende, ihr werdet überall Menschen finden, die euren Zuspruch benötigen, die Aufklärung begehren und von euch unterwiesen sein wollen, so ihr ihnen den Quell eures Wissens nennet, denn die Not der Zeit wird dazu beitragen, daß die Menschen sich an jeden Strohhalm klammern und auch das nicht von der Hand weisen, daß Gott Selbst Sich ihnen durch euch offenbart. Sie werden leichter glauben können, so ihr ihnen das rechte Wissen vermittelt, und das in der rechten Weise. Denn die Menschen wollen schlicht und klar unterwiesen werden und lehnen ab, was ihnen in der alten Form geboten wird, weil es ihnen nicht annehmbar erscheint, so den Lehrenden die lebendige Überzeugung fehlt. Und diese soll aus allen euren Worten hervorleuchten, ihr sollt sprechen, wie es euch drängt und durch eure Arbeitswilligkeit Mein Wirken durch euch möglich machen. Denn eure Arbeit ist dringend, und vielen Seelen soll dadurch die Möglichkeit geboten werden, in Verbindung zu treten mit Mir, es soll ihr Denken hingelenkt werden ins geistige Reich, und ihr Wesen soll sich zur Liebe wandeln, angeregt durch euer Beispiel, durch das Verkünden Meines Wortes, das Meine Liebelehre umfaßt, und durch die Not, aus der sie Rettung suchen und finden sollen durch das Gebet zu Mir. Nehmet euch aller Irrenden an, die euren Weg kreuzen, wisset, daß Ich sie euch zuführe, auf daß ihr an ihnen die Arbeit verrichten könnt, die ihnen Mein Reich erschließen soll. Helfet ihnen geistig und irdisch, und lehret sie nur die Liebe, gebt ihnen Kenntnis von dem nahenden Ende, und arbeitet so ununterbrochen für Mein Reich. Und ihr werdet Meines Segens ständig gewiß sein können, Meine Gnade und Liebe wird euch zuströmen, und mit Meiner Hilfe werdet ihr auch jede irdische Lebenslage meistern, denn euch, die ihr für Mich tätig seid und Meinen Auftrag erfüllen wollet, lasse Ich nicht in der Not. Und wer sich beteiligt an dieser Arbeit, der wird offensichtlich Meinen Segen spüren, er wird an Erkenntnis reifen und Licht und Kraft empfangen, je nach seinem Eifer, Mir zu dienen. Denn Ich benötige viele Arbeiter für Meinen Weinberg. Die Stunde des Endes ist die Stunde der Ernte, in der Ich reiche Frucht sammeln will, und darum dinge Ich immer wieder Knechte und weise ihnen ihre Arbeit zu. Die Herzen der Menschen sind die urbar zu machenden Äcker, die guten Samen aufnehmen sollen, um dereinst reiche Frucht zu tragen. Wer Mir also dienet, den werde Ich segnen und mit Meiner Gnade überschütten. Wer Seelen gewinnet für Mich und Mein Reich, der schafft sich einen großen Gewinn für die Ewigkeit, denn er übet die Liebe, er ist erlösend tätig, er erwecket zum Leben, was leblos dahinwandelt auf Erden, und sein Los im Jenseits wird sein Seligkeit ohne Ende. Denn er gehört zu den Meinen, denen Ich alle Herrlichkeiten bereitet habe, er ist ein treuer Diener seines Herrn, und er wird auch den Lohn empfangen, wie Ich es ihm verheißen habe. Amen. B.D. NR. 3928.

 

Buch 49 3929

Fürchtet euch nicht, glaubet nur.

5. Dezember 1946. B.D. NR. 3929.

Fürchtet euch nicht, sondern glaubet nur. Wo alle menschliche Kraft versagt, wo irdisch keine Hilfe mehr möglich erscheint, ist Meine Macht nicht zu Ende, und immer wieder finde Ich Wege, die herausführen aus dem Dunkel, aus aller Not und Bedrängnis, irdisch und geistig. Hoffet auf Mich und Meine Hilfe, und Ich werde euch wahrlich nicht enttäuschen. Es wird in der letzten Zeit sehr oft an euch Schweres herantreten, doch niemals brauchet ihr zu verzagen, niemals zu fürchten, daß Ich ferne von euch bin. Denn in der Not bin Ich euch näher denn je. Nur glauben müsset ihr an Meine Liebe, die euch nimmermehr allein läßt, die euch nimmermehr der Not und dem Elend überlässet. Glauben müsset ihr an Meine Allmacht, die alles zu bewältigen vermag und für die es keine Grenzen des Schaffens gibt. Glauben müsset ihr an Meine Weisheit, die nicht willkürlich euch in Not und Bedrängnis geraten läßt, sondern sehr wohl erkannt hat seit Ewigkeit, was gut ist für eure Seele und deren Vollendung. Und so ihr tief und fest glaubet, wird euch nichts mehr erschrecken, denn ihr fühlet Mich stets in eurer Nähe und leget Mir all euer Leid und eure Sorgen zu Füßen, ihr stellet euch Mir und Meiner Gnade anheim, und ihr werdet nicht vergeblich Meine Hilfe erwarten. Fürchtet euch nicht, sondern glaubet nur. Was kann euch schrecken, was kann euch schaden, so ihr Mich habt, so ihr Meine Zusicherung habt, daß Ich euch immer und in allen Lebenslagen helfe - was kann euch schwach und mutlos werden lassen, so ihr euch ständig Meiner Kraft bedienen könnet, die euch zuströmt, so ihr nur darum bittet. Erfüllet Meinen Willen, erfüllet stets das Gebot der Liebe, dann seid ihr auch ständig im Besitz von Kraft und brauchet nichts mehr zu fürchten irdisch und geistig, denn dann seid ihr Mir verbunden, und Meine Gegenwart schaltet jede Not und Sorge aus, wenngleich sie irdisch gesehen an euch herantritt. Denn Ich nehme sie euch ab, und ihr könnet euch vollgläubig dieser Zusicherung überlassen, ihr könnet furchtlos jeden Weg gehen, und mag er noch so dornig und mühevoll erscheinen - Ich wandle stets neben euch und schütze und behüte euch, Ich gebe euch Kraft und ziehe eure Herzen zu Mir - und je mehr ihr euch von der Welt löset und euch Mir verbindet, desto weniger spüret ihr die irdische Not. Die Zeit des Endes ist gekommen, die große Anforderung stellt an euren Glauben, darum suchet nur einen festen unerschütterlichen Glauben zu gewinnen, betet darum ohne Unterlaß, und achtet jeglicher Hilfeleistung, auf daß ihr stark werdet im Glauben, und ihr werdet nicht zu fürchten brauchen, was auch an euch herantritt, denn ein fester Glaube bannet jedes Unheil, ein fester Glaube sichert euch Meine Hilfe, Meine Kraft und Gnade in jeder Not und Bedrängnis des Leibes und der Seele. Amen. B.D. NR. 3929.

 

Buch 49 3930

Entgegennahme der Kraft zum Wirken aus dem göttlichen Wort.

7. Dezember 1946. B.D. NR. 3930.

Ihr nehmet mit Meinem Wort auch die Kraft entgegen, zu wirken und zu schaffen geistig und irdisch. Und darum schaltet jede Sorge aus, wie ihr euer Leben werdet meistern können. Labet euch nur ständig an Meinem Wort, lasset euch speisen und tränken von Mir, und ihr seid wahrlich jeder Sorge enthoben, denn Ich Selbst sorge für euch, indem Ich euch eure irdischen Wege ebne und auch euer geistiges Wohl euch sichere, indem Ich euch hindurchführe durch jegliche Gefahr geistig und irdisch. Ich will, daß ihr Mein Wort entgegennehmet, daß ihr stets und ständig von Meinem Wort unterrichtet seid, daß ihr ein wahrheitsgemäßes Wissen gewinnet, welches euch nur Mein Wort vermitteln kann. Ich will, daß ihr reifet im Geist, daß ihr zu Führern eurer Mitmenschen euch heranbildet, und dies könnet ihr nur durch immerwährende Entgegennahme Meines Wortes, das hellstes Licht in euch entzündet und euch fähig macht, euren Brüdern Hilfe zu bringen für ihre Seelen. So ihr Mir taugliche Diener auf Erden sein wollet, müsset ihr selbst in einem Wissen stehen, das von Mir euch zugeleitet wird, und darum müsset ihr Mich stets und ständig zu euch sprechen lassen, auf daß Ich euch immer wieder von neuem unterweisen kann, auf daß Ich durch euch zu den Menschen reden kann, die, noch blind im Geist, dringend der Aufklärung bedürfen. Und so ihr also emsig für Mich tätig sein wollet, dürfet ihr nimmermehr Mein Wort ausschalten, ihr müsset es entgegennehmen, wo immer euch Gelegenheit geboten ist, ihr müsset jede Stunde nützen zu eifriger Seelenarbeit, und Ich werde alles andere für euch regeln, so daß ihr nimmermehr euch zu sorgen brauchet um irdische Dinge. Ich benötige euch, um indirekt zu wirken an den Menschen, die Mein direktes Wirken nicht mehr zulassen durch ihren mangelnden Glauben. Ich benötige euch, die ihr diesen schwachen Glauben wieder aufleben lassen sollet durch euer Wirken für Mich. Sprechet zu euren Mitmenschen von Meiner Liebe und immerwährenden Sorge um ihre Seelen, sprechet ihnen von Meinem Wirken durch euch, übermittelt ihnen Mein Wort, und übertraget so auch die Kraft auf jene, die Mein Wort mit dem Herzen aufnehmen. Und ihr selbst werdet außergewöhnlich gekräftigt sein geistig und irdisch, ihr werdet mit Freude und Hingebung eure Erdenaufgabe erfüllen, ihr werdet geistig Erfolg verzeichnen können und auch irdisch werden euch die Wege geebnet sein, denn Ich bedenke Meine Arbeiter mit aller Liebe und Fürsorge, wie Ich es verheißen habe. Schöpfet aus dem Brunnen Meiner Liebe, labet euch an dem Wasser des Lebens, nehmet Kraft in aller Fülle entgegen durch Empfang Meines Wortes aus der Höhe, vertiefet euch in den reichen Gnadenschatz und hebet ihn, lasset Meine Worte der Liebe immer wieder an euer Ohr klingen, nehmet sie mit dem Herzen auf, und stärket euch daran jeder Zeit, und überlasset jegliche Sorge Mir, denn Ich bin euer Vater, Der alle Bedürfnisse Seiner Kinder kennt und sie auch decken wird, wie es für euch gut ist. Und so euch Meine Vaterliebe diese Verheißung gibt, so fürchtet nicht mehr die irdische Not, sondern denket nur an die Not der Seelen der Mitmenschen und suchet ihnen Hilfe zu bringen. Und Mein Segen wird euch begleiten auf allen Wegen, und ihr werdet euer Ziel erreichen, weil Ich es bin, Der euch lenkt und leitet und an Dessen Hand ihr sorglos dahingehen könnet, so ihr nur Meinen Willen zu erfüllen trachtet, so ihr Mir dienen wollet auf Erden und im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 3930.

 

Buch 49 3931

Ermahnung zur emsigen Arbeit für das Reich Gottes.

8. Dezember 1946. B.D. NR. 3931.

Wo sich euch Gelegenheit bietet, sollet ihr reden für Mich und Mein Wort verbreiten, denn die Not ist groß um euch, und ihr könnet ihr nur dadurch steuern, daß ihr die Gedanken der Mitmenschen zu Mir hinlenket. Ich allein kann die irdische Not beheben, und Ich werde dies auch tun, sowie die Menschen selbst sich bemühen, vorerst die geistige Not zu beheben. Sie sind am Ende des Abgrunds, und nur der eigene Wille kann sie davon zurückreißen, denn sie selbst müssen erst wollen, daß Ich ihnen beistehe mit Meiner Gnade und Kraft, dann ist auch Meine Liebe bereit, ihnen zu helfen noch in letzter Stunde. Und deswegen müsset ihr ihnen Meine Lehre verkünden, ihr müsset sie in Kenntnis setzen von Meinem Wort, auf daß sie um Meinen Willen wissen, und, so sie gläubig Mein Wort annehmen, es auch auszuleben suchen. Und ihre Seelen werden gerettet sein. Und so ihr nun wisset, wie dringend nötig eure Arbeit ist für Mein Reich, so ihr bereit seid, diese Arbeit zu leisten, um den Seelen der Mitmenschen zu helfen, wird es euch auch verständlich sein, daß ihr, als in Meinem Dienst stehend, wohl versorgt seid, denn jeder Dienstherr sorgt für seine Knechte, und das um so fürsorglicher, je willigere Werkzeuge sie ihm sind. Und so rufe Ich euch immer wieder zu: Lasset jegliche irdische Sorge fallen, lasset euch nur eure geistige Arbeit angelegen sein, seid eifrig für Mich tätig, und Ich werde alles andere für euch tun, was ihr zum irdischen Leben benötigt, Ich werde eure Erdenwege ebnen und euch unbeschadet zum Ziel führen. Jeder Tag ist kostbar, und an jedem Tage sollt ihr arbeiten für Mich und Mein Reich. Immer wieder werden euch Menschen in den Weg treten, die ohne Kenntnis um ihre Erdenaufgabe dahingehen, immer wieder werdet ihr euch überzeugen können vom schwachen Glauben der Mitmenschen oder gänzlichen Unglauben, und immer wieder werdet ihr daher reden können für Mich, ihr werdet Zeugnis ablegen können von Meiner großen Liebe und Erbarmung - die sich euch durch Übermittlung Meines Wortes kundgetan hat. Überall werdet ihr Gelegenheit haben, zu reden in Meinem Namen und Aufklärung zu geben, Irrlehren zu berichtigen und also vollste Wahrheit zu verbreiten, wie es Mein Wille ist. Wie die Menschen sich einstellen, ist ihnen selbst überlassen, doch ohne Übermittlung der reinen Wahrheit, ohne Kenntnis Meines Wortes ist ihnen der Weg zu Mir verborgen, und ihr sollet sie hinweisen auf den rechten Weg, ihr sollt ihnen Meine Liebelehre verkünden und ihnen dringend ans Herz legen, daß sie sich wandeln sollen zur Liebe. Hören sie auf diese Ermahnungen, dann ist ihnen auch schon geholfen geistig und leiblich, denn sowie sie sich selbst bemühen, in der Liebe zu leben, wird auch ihre Lebenslage irdisch eine Besserung erfahren, weil Ich dann keine so harten Erziehungsmittel mehr benötige, um ihnen zu helfen, so sie einmal den Weg betreten haben, der zu Mir führt - den Weg der Liebe. Ermahnet sie zur Liebe und weiset sie hin auf Mich und Meinen Erdenlebenswandel, da Ich ihnen ein Liebeleben vorgelebt habe und ihnen geboten habe, in Meiner Nachfolge zu leben. Stellet ihnen eindringlich den Segen eines Liebelebens vor und die große Gefahr ihres geistigen Unterganges, so sie Mein Liebegebot nicht beachten, und kündet ihnen das nahe Ende an - und somit die Dringlichkeit einer Wandlung zur Liebe. Und ihr werdet rüstige Arbeiter sein in Meinem Weinberg und jeder Unterstützung Meinerseits gewiß sein können. Ihr selbst brauchet euch keinerlei irdische Sorge zu machen um euer Lebensschicksal, wie es gut ist für euch, so führe Ich euch und die Zusicherung Meines Schutzes kann euch wahrlich Gewähr sein für ein sorgloses Dasein, so ihr nur im festen, unerschütterlichen Glauben steht. Wen Ich aber als Arbeiter gedingt habe, dessen Glaube wird auch die Stärke erreichen, die nötig ist für sein Amt auf Erden. Ich lasse euch nicht in Not des Leibes und der Seele, die ihr Mir dienen wollet, und Meine Kraft wird euch durchfluten, so ihr euch einsetzet für Meinen Namen. Und darum banget und zaget nicht, fürchtet nicht irdische Belastung, sondern erhebt eure Augen und Herzen zu Mir, Der Ich euch segne auf Erden, weil eure Liebe zu Mir und zum Nächsten euch antreibt, für Mich tätig zu sein. Amen. B.D. NR. 3931.

 

Buch 49 3932

Körper - Seele - Geist. Göttlicher Funke. Erwecken des Geistes.

9. Dezember 1946. B.D. NR. 3932.

Auch ihr habt den göttlichen Funken in euch, die ihr euch von Mir abwendet, doch ihr spüret ihn nicht. Er liegt in tiefstem Schlaf, solange ihr selbst ihn nicht zum Leben erweckt, und also kann er nicht wirken in euch, und ihr lasset das Kostbarste auf Erden völlig untätig bleiben. Und es ist doch ein Teil von Mir, der in euch ruht, er ist die Verbindung von euch zu Mir, durch die ihr mühelos den Zusammenschluß mit Mir finden könnet, so ihr in euch sein Wirken zulasset. Und so könnet ihr leben auf Erden und doch tot sein im Geist, solange ihr nicht durch Liebeswirken dem Geistesfunken in euch das Leben gebt. Eure Seele kann vom Geist in ihr oder auch vom Körper, der äußeren Hülle, bestimmt werden zu ihrem Denken und Wollen. Verständlicherweise aber wird der Geist sie zu rechtem Denken und Handeln veranlassen, während der Körper nur rein materielle Gedanken aufkommen läßt und sie zumeist zu ihrer geistigen Entwicklung unzuträglichem Wollen und Handeln anregen wird. Und Ich legte euch darum den Funken von Mir in die Seele, auf daß (er, d. Hg.) ihr den Erdenweg erleichtert und sie sicher zum Ziel führen soll. Ihr aber, die ihr Mir fernsteht durch lieblosen Lebenswandel, die ihr keine Verbindung suchet mit Mir durch Gebet oder Liebeswirken, ihr lasset den Anteil aus Mir völlig unbeachtet, er hält in euch den Schlaf des Todes, und eure Seele wird nur einseitig bestimmt - sie trachtet nach irdischen Gütern, und sie sucht sich diese zu erringen auf falschem Wege, durch liebloses und ungerechtes Handeln am Nächsten, und sie verdickt dadurch die Hülle um sich, der Schlaf des Geistesfunken in ihr wird immer tiefer, denn nur die Liebe vermag ihn zu erwecken. Euch allen stehen die Hilfsmittel zu Gebote, allen Menschen habe Ich die Möglichkeit gegeben, auf leichterem Wege sich zur Höhe zu entwickeln, so sie nur Meine Gnadengaben nützen. Ich Selbst stehe mit einem jeden Meiner Geschöpfe in Verbindung durch den Geistesfunken, den jeder Mensch in sich trägt, und Ich mahne alle ständig zur Liebe, auf daß ihr den Segen eines Liebelebens spüret am Wirken Meines Geistes in euch. Doch ihr beachtet Meine Worte nicht, ihr lasset sie wirkungslos an euren Ohren verhallen, und ihr stellet nicht die Verbindung her mit Mir, indem ihr den Geistesfunken in euch sich mit dem Vatergeist vereinigen lasset durch Wirken in Liebe - und so bleibet ihr tot im Geist, eure Seele verhärtet sich, sie macht sich selbst unfähig, die Stimme des Geistes zu vernehmen, so er durch den Mitmenschen zu ihr spricht, und ihr Erdenleben ist ein Leerlauf, den sie am Ende mit bitterster Reue erkennen wird. Ich aber segne, die ihren Geist zu sich sprechen lassen, die ihm Gehör geben, die in der Liebe leben und also Mein Geisteswirken in sich zulassen. Und sie werden Mich Selbst spüren, denn Mein Anteil zeuget von Mir, Ich bin in ihnen Selbst gegenwärtig und bewahre sie vor jedem Rückfall, vor geistigem Niedergang, Ich ziehe sie zu Mir, denn sowie der Geistesfunke in ihnen Anschluß gesucht und gefunden hat an Mich, ist die Seele unzerreißbar mit Mir verbunden, der einmal erwachte Geistesfunke flammt auf und verbindet sich mit dem ewigen Feuer Meiner Liebe und kann nimmermehr verlöschen oder erkalten. Darum wandelt euch zur Liebe, ihr, die ihr noch ferne von Mir seid, suchet durch Liebeswirken den Anschluß an Mich, und erwecket den Geistesfunken in euch zum Leben, auf daß ihr gerettet seid für die Ewigkeit. Und eure Seele wird es euch danken ewiglich, denn dann ist sie vom Untergang gerettet, so der Geistesfunke sie bestimmen kann zur Führung des Lebenswandels auf Erden, so sie seiner Stimme achtet und sich ziehen lässet von ihm, so sie Mein Wirken in sich zulässet durch uneigennützige Liebeswerke und sich so erlöset von allem Übel, vom ewigen Tode. Amen. B.D. NR. 3932.

 

Buch 49 3933

Kraftzustrom. Aufnahmegefäß. Öffnen des Herzens.

11. Dezember 1946. B.D. NR. 3933.

In der Verbindung mit Mir liegt auch die Gewähr des Kraftempfanges, denn was ist wohl verständlicher, als daß Ich Mich derer annehme, die Mich suchen? Und suchen tut Mich ein jeder, der seine Gedanken zu Mir erhebt bittend oder fragend. Meine Kraftausstrahlung strömt ununterbrochen in die Unendlichkeit, dort wirkend, wo sich ein Gefäß findet zur Aufnahme, und als Aufnahmegefäß ist im besonderen jedes Menschenherz anzusehen, das Mir zugewandten Sinnes ist. Ein Gedanke an Mich zieht auch unwillkürlich Meine Kraft an, denn Ich teile Mich allem von Mir Geschaffenen mit, das keinen Widerstand Mir entgegensetzt. Und darin liegt eure Stärke, die Gewähr ständiger Hilfe durch Kraftzufuhr von Mir, daß ihr euch Mir nur öffnet, daß ihr nur eure Gedanken Mir zuwendet im Verlangen, Kraft von Mir zu beziehen, und sie wird euch erfüllen, eurem Verlangen gemäß. Wie sich diese Kraftzufuhr nun auswirkt, liegt an euch selbst, d.h. an eurem Willen, geistig zu reifen. Ihr könnt irdische und geistige Hilfe von Mir erbitten, und entsprechend eurer Bitte ist auch Meine Hilfe - entsprechend eurer Bitte werdet ihr von Kraft erfüllt, doch immer so, daß eure Seele den Nutzen davon ziehet. Es ist dies so zu verstehen, daß ihr durch die Verbindung mit Mir, die ihr gedanklich herstellt, immer in die Lage versetzt werdet, geistig zu reifen und also darum körperlich die Kraftzufuhr nicht immer zu spüren brauchet, wenngleich ihr Kraft beziehet von Mir. Irdisch komme Ich euch zwar gleichfalls zu Hilfe und stehe euch oft offensichtlich bei, doch das Ausreifen eurer Seelen ist Erdenlebenszweck, und jeden Mir zugewandten Gedanken werte Ich so für euch aus, daß ihr das Ziel auf Erden erreichen könnet - einen hohen Entwicklungsgrad eurer Seelen. Und darum sind oft irdische Notlagen erforderlich, die euch veranlassen sollen, innige Verbindung mit Mir zu suchen, auf daß nun der Kraftstrom in euch überfließen kann zu eurem geistigen Heil. Ohne Verbindung mit Mir ist dies nicht möglich, euer Herz muß sich Mir freiwillig öffnen, ansonsten ihr unberührt bleibt von Meiner Kraftausstrahlung, wenngleich die ganze Unendlichkeit davon erfüllt ist. Und so wird es euch auch verständlich werden, daß irdische Not ein dringendes Mittel ist, euch zum Öffnen eurer Herzen zu veranlassen. Gelten eure Gedanken Mir, dann seid ihr gerettet für die Ewigkeit, denn wer einmal mit Meiner Kraft durchflutet wird, der kann geistig nicht mehr verlorengehen; er wird von Mir herübergezogen in Sphären des Lichtes und der Erkenntnis, er geht nimmermehr in das Dunkel zurück, aus dem er sich frei gemacht hat durch die Mir zugewandten Gedanken und seinen Willen, mit Mir in Verbindung zu treten. Krafterfüllt seid ihr ständig, so ihr mit Mir lebt, und das in erhöhtem Maße, so ihr zur Liebe euch wandelt. Ein Zuwenden zu Mir in Gedanken setzt jedoch schon ein Liebewirken voraus, denn da Ich Selbst die Liebe bin, kann nur ein liebeerfülltes Herz, ein liebefähiges und liebewilliges Herz mit Mir die Verbindung suchen und herstellen. Und so wirket alles zusammen, Liebe und Kraft lassen euch reifen, und die irdische Not ist ein wirksames Mittel, euch zu Taten zu veranlassen, wo ihr eure Liebekraft nutzen könnet und sie dadurch vermehret. Kraft von Mir wird euch ständig erfüllen, so ihr Mir zugewandten Willens seid, doch wie sie sich auswirket an eurer Seele, das könnet ihr auf Erden nicht ermessen, nur daran könnet ihr die sichere Wirkung feststellen, daß es euch innerlich immer mehr zu Mir drängen wird, daß ihr Mich nicht mehr aufgeben wollet und daß ihr euer Glück darin findet, euch Mir zu verbinden im Gebet - denn ihr ziehet Mich Selbst, als die ewige Liebe, zu euch, Die euch ewiglich nicht mehr verlassen wird. Amen. B.D. NR. 3933.

 

Buch 49 3934

Aufgabe derer, die Gottes Stimme hören.

12. Dezember 1946. B.D. NR. 3934.

Wenigen nur ist es beschieden, die Stimme Gottes zu hören, da nur wenige sich Ihm so innig verbinden und tief glauben an Seine Liebe und also auch an Seine Äußerungen durch die Stimme des Geistes. Diesen wenigen aber ist auch eine Aufgabe zugewiesen worden, entsprechend der Gaben, die ihnen durch Gottes Liebe vermittelt wird. Ein fester Wille, diese Aufgabe zu erfüllen, gewährleistet auch den rechten Erfolg, denn Gott versieht einen solchen Menschen mit außergewöhnlicher Kraft, die ihn befähigt, geistig zu reifen und irdisch allen Anforderungen nachzukommen, welche jene Aufgabe an ihn stellt. Er wird ungehindert wirken können zum Wohl der Mitmenschen, er wird auch selbst fähig sein, zu reden nach dem Willen Gottes, weil Gottes Kraft selbst in ihm wirkt, sowie er sich der geistigen Aufgabe hingibt. Und die Stimme Gottes wird ihn stets und ständig unterweisen, Er Selbst wird ihn führen auf allen Lebenswegen, denn er ist nun ein Diener Gottes auf Erden, dessen Aufgabe zu wichtig ist, als daß er nicht von Gott jeglicher Unterstützung sicher sein könnte. Und sein Erdenschicksal ist gleichfalls entsprechend seiner Aufgabe, es wird sich immer so abwickeln, daß sein geistiges Reifen in den Vordergrund gestellt wird, daß er zunimmt an geistiger Kraft und in vollster Erkenntnis der Wahrheit steht. Ihm wird nichts verborgen bleiben, was in der Umwelt vor sich geht, auf daß er klar die geistige Notlage der Menschen erkennen und nun ihr steuern kann, soweit dies von ihm selbst abhängig ist, daß er immer dort auftreten kann, wo Hilfe erforderlich ist, wo der Menschen Denken noch verwirrt ist, wo irrige Lehren ein Reifen der Seele, eine Aufwärtsentwicklung verhindern, wo Licht begehrt wird und also ein Diener Gottes voll und ganz seiner geistigen Aufgabe nachkommen kann. Und darum braucht ein Mensch, der die Stimme Gottes zu hören vermag, sich selbst keinerlei Sorgen zu machen oder keinerlei Vorkehrungen zu treffen, wie er sich seinen Erdenlebenswandel gestalten soll. Er wird geführt, immer dorthin, wo er benötigt wird, wo geistiges Wirken möglich ist, wo Seelen sich befinden, die nur eine Hilfe benötigen, um auf den rechten Weg geleitet zu werden. Und so jener sich voll und ganz seiner Mission bewußt ist, kann er beruhigt sein Schicksal in die Hände Gottes legen. Er wird ihm ein treuer Führer sein, Er wird seine Füße lenken, daß sie stets den rechten Weg beschreiten, Er wird ihn stets an der Hand führen, dem rechten Ziel entgegen. Denn Er segnet einen jeden Arbeiter in Seinem Weinberg, Er segnet einen jeden, der sich Ihm zur Arbeit für das Reich Gottes angetragen hat und führt ihn sicher bis an sein Lebensende. Amen. B.D. NR. 3934.

 

Buch 49 3935

Keine Trennung von Gott, nur verringerte Kraft und Lichtverminderung.

13. Dezember 1946. B.D. NR. 3935.

Alle Meine Geschöpfe sind Produkte Meiner Liebe und können somit ewig nimmer von Mir aufgegeben werden, denn was aus Meiner Liebekraft hervorgegangen ist, ist auch untrennbar von Mir und unvergänglich, also muß Ich mit ihm verbunden bleiben bis in alle Ewigkeit. Doch da das von Mir Erschaffene mit freiem Willen ausgestattet ist, kann es selbst die Innigkeit der Bindung bestimmen, d.h., es kann sich selbst von Mir abwenden, wenngleich dies keine Trennung von Mir bedeutet, nur verringerte Kraft und vermindertes Licht. Ich Selbst verstoße Meine Geschöpfe nie und nimmer, doch entfernen sie sich im freien Willen von Mir, so berauben sie sich selbst der Kraft und des Lichtes, indem sie Meiner Liebekraftausstrahlung entfliehen, indem sie sich selbst außerhalb des Liebestromkreises stellen und somit wenig oder gar nicht von Meiner Kraftausstrahlung berührt werden. Dennoch verlieren sie Meine Liebe nicht, denn diese gilt Meinen Geschöpfen bis in alle Ewigkeit, und Meine ständige Sorge gilt dem Zurückführen der von Mir sich entfernt habenden Geschöpfe, weil diese in einem unglückseligen Zustand sich befinden, sofern sie ohne Licht und Kraft sind. Meine Sorge gilt unausgesetzt den Wesen, die nun ohne Erkenntnis sind und ihren Willen verkehrt nützen, und Mein Ziel ist, diesen Willen zu wandeln, daß er wieder sich Mir zuwende, daß er Licht und Kraft begehre und tätig wird, um in den Besitz von Licht und Kraft aus Mir zu gelangen. Und so ist Mein unausgesetztes Wirken im Universum und im geistigen Reich ein unausgesetztes Liebeswirken an dem erschaffenen Geistigen, auf daß es selig werde. Liebe ist Mein ganzes Wesen, und Liebe liegt daher auch allem zugrunde, was Meine Weisheit und Mein Wille durch Meine Kraft zur Ausführung bringt. Liebe liegt auch der großen Not auf Erden zugrunde in der letzten Zeit vor dem Ende, denn auch diese ist nur ein Mittel zur Rückgewinnung des von Mir abgefallenen Geistigen, das Ich nicht dem ewigen Verderben preisgeben will, d.h. für ewige Zeiten wieder in einen Zustand versinken lassen will, wo es unsäglich leiden muß im gebundenen Willen. Meine Liebe zu Meinen Geschöpfen ist grenzenlos, doch Meine Geschöpfe selbst erkennen sie nicht, sie wissen nicht um die Tiefe Meiner Liebe, ansonsten sie sich Mir bedingungslos hingeben würden und binnen kurzem einen hohen Grad von Seligkeit erreichten. So aber leisten sie Mir oft endlos lange Zeiten Widerstand, sie lassen sich nicht von Meiner Liebe ziehen, sondern entfliehen ihrer Wärme und erkalten daher aus eigenem Verschulden. Denn die Unkenntnis und Kraftlosigkeit ist Folge des Widerstandes gegen Mich und ihres Abstrebens von Mir. Doch solange Meine Geschöpfe nicht mit Mir vereint sind, werbe Ich um ihre Liebe, und Ich gebe sie nicht auf - bis auch das letzte Meiner Geschöpfe zu Mir zurückgefunden hat, bis alles im Stromkreis Meiner Liebe steht und sich nicht mehr zu lösen vermag von Mir bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3935.

 

Buch 49 3936

Gottes Hilfswille ist größer als die Not.

15. Dezember 1946. B.D. NR. 3936.

Größer als Gottes Hilfswille ist die Not niemals. Er weiß, weshalb Er sie über euch kommen läßt, und sowie sie ihren Zweck erfüllt hat, daß sie euch zu innigster Verbindung mit Ihm veranlaßt hat, wird Er sie auch beheben und euch sichtlich zu Hilfe kommen. Denn Seine Macht ist endlos groß, und Seine Liebe ist endlos tief. Und so ihr glaubet, daß Er euch nicht leiden lassen will ohne Grund, daß Er nur Gutes für eure Seelen damit bezweckt, brauchet ihr euch nur Ihm und Seiner Gnade empfehlen, und Er wird euch helfen in jeder Not und Bedrängnis. Doch immer müsset ihr das Los eurer Seelen voranstellen, immer müsset ihr zuerst darauf bedacht sein, seelisch zu reifen, d.h. den Willen Gottes erfüllen, denn nur allein deswegen seid ihr auf der Welt, daß ihr euch gestaltet nach dem Willen Gottes. Lasset ihr Seinen Willen unbeachtet, so müsset ihr durch Leid dazu veranlaßt werden; kommet ihr aber aus freiem Willen Seinem Willen nach, so wird auch stets das Leid für euch erträglich sein, wenngleich ihr es um eurer selbst und um eurer Mitmenschen willen auf euch nehmen müsset. Denn in einer Zeit geistigen Tiefstandes, wo die gesamte Menschheit nachlässig ist in der Erfüllung der göttlichen Gebote, wo sie nicht mehr lebt dem göttlichen Willen gemäß, muß auch über die gesamte Menschheit Leid und Not in verstärktem Maß kommen, soll sie sich wandeln und ihren Erdenlebenszweck erfüllen. Verständlicherweise werden auch die Menschen nun davon betroffen werden, die sich den göttlichen Willen stets zur Richtschnur ihres Lebenswandels machen, doch immer wird für diese die Not erträglich sein, immer wird Gottes Hilfe an ihnen offensichtlich zu erkennen sein, immer wird Er sie Seine Liebe fühlen lassen und ihnen beistehen, kraft Seiner Allmacht und Seiner Liebe, die immer bei den Seinen zum Ausdruck kommen wird. Denn Er will ihren Glauben festigen, Er will Sich Selbst ihnen offenbaren als immer hilfsbereiter, gütiger Vater, Der Seine Kinder nicht in der Not lässet, so sie zu Ihm rufen um Hilfe. Und jede irdische und geistige Notlage soll die Menschen dazu bewegen, Ihn zu rufen im Herzen, im Geist und in der Wahrheit. Denn durch innigen Anruf Gottes verbindet sich der Mensch mit Ihm und kann die Kraft von Ihm entgegennehmen, die nötig ist zum Ausreifen seiner Seele. Und immer wieder gibt Gott den Seinen Sich offensichtlich kund, und wer darauf achtet, der kann von Seiner Liebe und Fürsorge täglich und stündlich sich überzeugen, und er wird Ihn im Herzen preisen und loben und Ihm danken. Denn keine Not ist größer als die Macht und Liebe Dessen, Der sie sendet. Immer weiß Er einen Ausweg, selbst wenn irdisch die Not unüberwindlich erscheint. Darum glaubet an Ihn und zweifelt nicht an Seiner Liebe, denn sie erfasset euch und lässet euch nimmermehr aus, auf daß ihr Ihn erkennen sollet und Sein werdet und bleibet bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3936.

 

Buch 49 3937

Arbeit für das Reich Gottes dringend. Großes Arbeitsfeld.

16. Dezember 1946. B.D. NR. 3937.

Werbet ununterbrochen für Mein Reich, gedenket der geistigen Not eurer Mitmenschen und achtet nicht die irdische Not, denn sie geht vorüber, doch die geistige Not bleibt bestehen und bereitet der Seele unsägliche Qualen, so das Erdenleben beendet ist. Lasset euch nur die geistige Not angelegen sein, und traget so zur Erlösung der Seelen auf Erden bei, und ihr verrichtet das größte Liebeswerk am Nächsten, so ihr dessen Seele vor dem ewigen Verderben rettet. Und darum werde Ich euch auch ständig mit Kraft erfüllen, daß ihr eurer Erdenaufgabe nachkommen könnet, darum werde Ich stets bei euch sein und bleiben im Wort, um euch ständig diese Kraft zuzuführen. Und glaubet, daß Ich bei euch bin und daß Ich euch jederzeit helfe, auch in jeder irdischen Not und Bedrängnis, auf daß ihr eure geistige Arbeit ausführen könnet in Meinem Willen, auf daß ihr reden könnet in Meinem Namen und denen das Evangelium bringen, die es benötigen und aufgeschlossenen Herzens sind, denen Ich Selbst euch zuführe, weil Ich ihnen Hilfe bringen will, weil Ich ihren Willen erkenne, der sich Mir zuwenden möchte, doch unentschlossen ist, weil den Menschen jegliche Erkenntnis mangelt. Und ihnen sollt ihr das Wissen vermitteln, das ihr von Mir empfangen habt. Ihnen sollt ihr Worte des Lebens bringen, auf daß sie erwachen und tätig werden nach Meinem Willen. Unsagbar wichtig ist eure Aufgabe in dieser Zeit, und alle Vorkehrungen treffe Ich, daß ihr arbeiten könnet ungehindert, wo eure Tätigkeit erforderlich ist. Und Ich trage allen Schwächen, allen Fehlern der Menschen Rechnung, Ich komme ihnen zu Hilfe, so Ich nur ihren nicht gänzlich Mir widersetzlichen Willen erkenne. Und darum werdet ihr ein Arbeitsfeld haben, wo ihr emsige Arbeit leisten müsset, ihr dürfet nicht lau und träge werden, ihr müsset unausgesetzt tätig sein, denn die Zeit ist kurz, und so duldet eure Arbeit keinen Aufschub. Doch wen Ich mit einer Arbeit betreue, wen Ich in Meine Dienste nehme, dessen irdisches Los lenke Ich auch seiner Arbeit entsprechend, und niemals brauchet er sich selbst zu sorgen um seinen irdischen Unterhalt, denn dafür sorge Ich, und wahrlich so, wie ein guter Herr für seine Knechte sorgt. Und wer für Mich tätig ist, der wird niemals Mangel leiden, er wird unbekümmert seinen Erdenweg zurücklegen können, so er nur seinen Blick himmelwärts richtet, zu Mir, zu seinem Vater von Ewigkeit, Dessen Liebe ein jedes Kind besitzet, das zum Vater vertrauensvoll aufblickt. Ich gebe ihm Kraft, zu wirken für Mich und Mein Reich, und decke auch alle irdischen Bedürfnisse, so er nur für Mich tätig ist und sich am Erlösungswerk auf Erden beteiligt, das in der letzten Zeit vor dem Ende überaus wichtig ist. Denn die Zeit ist nur noch kurz, sie geht dem Ende zu, und unzählige Seelen sind in Not, denen noch Hilfe gebracht werden soll vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 3937.

 

Buch 49 3938

Schicksal. Freier Wille.

16. Dezember 1946. B.D. NR. 3938.

Auch im Gott-fernen Zustand bleibt das Wesen nicht sich selbst überlassen, nur daß es sich keiner Fürsorglichkeit Gottes bewußt ist, weil es diese nicht begehrt. Dennoch läßt Gottes große Liebe und Erbarmung das Geschöpf nicht fallen, sondern lenkt es so, daß es die Entfernung jederzeit verringern kann. Und zwar ist im Stadium als Mensch diese Lenkung Gottes das Schicksal, der Lebenslauf, der an unzähligen Ereignissen reich ist, die dem Menschen Gelegenheit bieten, sich Gott zu nähern. In den Vorstadien bestimmt Gott Selbst die Lebensdauer wie auch die Tätigkeit des Wesens, und es kann das Wesen selbst daran nichts ändern oder sich dem Willen Gottes widersetzen. Es befindet sich im Stadium des gebundenen Willens und muß sich dem göttlichen Naturgesetz unterordnen, dadurch aber gleichfalls die Entfernung von Gott verringernd, bis es Ihm soweit nähergekommen ist, daß es im Zustand des freien Willens als Mensch diesen nun gebrauchen muß zur Annäherung an Gott. Als Mensch also ist sein Wille frei, doch sein Lebensschicksal ist ihm von Ewigkeit an vorgezeichnet, weil Gott ihm die größten Möglichkeiten bieten will zur Erreichung des Zieles, zur Annäherung an Gott. Denn Seine Sorge um das gefallene Geistige ist eine ständige und wo das Geistige selbst sich nicht Gott entgegendrängt, sucht Er es zu ziehen in Seinen Liebestromkreis, doch immer unter Achtung des freien Willens. Und darum ist das Lebensschicksal jedes einzelnen dazu geeignet, ihm zur seelischen Reife zu verhelfen, so er nur alle Gelegenheiten auswertet und sich der liebevollen Lenkung Gottes nicht widersetzet. Denn der eigene Wille kann auch Widerstand leisten insofern, daß er sich niemals einfügt in den Willen Gottes, daß er mit seinem Lebensschicksal niemals zufrieden ist und er sich auflehnet gegen den Schöpfer und Erhalter, daß er murret und klaget und also Gott nicht erkennen will und er sich von Ihm abwendet, indem er seinen Willen nützet zu bösem Handeln und Denken, um das Schicksal, das ihm nicht behagt, zu wandeln seinen Wünschen entsprechend. Dann ist die Liebe und die Erbarmung Gottes vergeblich tätig gewesen, dann entwindet sich der Mensch Seiner Führung, und er geht eigenmächtig einen anderen Weg, der weitab führt vom Ziel. Doch sein Wille ist frei, und Gott zwingt ihn niemals. Und Er hat auch diesem widerspenstigen Willen Rechnung getragen und seinen Erdenlauf entsprechend bestimmt seit Ewigkeit. Auch dann aber lässet Gott das Wesen noch nicht fallen, nur daß Er Mittel anwendet, die mitunter lieblos und grausam erscheinen den Menschen, die um Seinen Heilsplan von Ewigkeit nichts wissen. Doch Er suchet alles Geistige, das sich entfernt hat von Ihm, zurückzuleiten, und ob es auch Ewigkeiten dauert, einstmals wird es sein Ziel erreichen, denn Gott überlässet nichts seinem Schicksal, was von Ihm ausgegangen ist und sich im freien Willen entfernt hat von Ihm - bis es im freien Willen wieder zu Ihm zurückfindet und nun seiner Bestimmung von Ewigkeit nachkommen kann. Amen. B.D. NR. 3938.

 

Buch 49 3939

Gott offenbaret Sich jedem, der Ihn erkennen will.

17. Dezember 1946. B.D. NR. 3939.

Achtet aller Geschehnisse um euch, und ihr werdet auch Mich spüren stets und ständig in eurer Nähe. Denn immer wieder werdet ihr das Wirken jener Kräfte feststellen können, die euch übelwollen, die Finsternis über die Erde breiten und euch Mir entfremden wollen. Und immer wieder werdet ihr auch Mein Wirken erkennen können, das euch vor jenen Kräften schützet, das euch Licht gibt unentwegt und euch zu Mir zieht. Wer sehen will, der sieht auch, was um ihn vorgeht, und er weiß, weshalb das Erdenleben so schwer ist für die Menschen. Doch wer Meiner achtet, wer alles in Zusammenhang zu bringen sucht mit Meinem Willen und also auch den Mir widersetzlichen Willen der Mitmenschen erkennt, der wird nicht ungeschützt jenen Kräften gegenüberstehen, die auch ihn hineinziehen wollen in die Finsternis, denn von dessen Seite weiche Ich nicht, und Ich bringe Mich ihm offensichtlich in Erscheinung. Er soll den Glauben an Mich nicht verlieren, weil Ich nicht will, daß die Meinen an ihren Seelen Schaden leiden. Und immer wieder werde Ich Mich offenbaren dem, der nur in Gedanken an Mich um sich schaut, und jedes Ereignis in seinem Leben wird ihm Meine Nähe künden - er wird sehend werden, weil er sehen will. Den Meinen halte Ich Mich nicht verborgen, und wenn die Menschheit auch zweifelnd oder ungläubig fragt: Wo ist Gott in dieser Not? - Wollet ihr Mich sehen, so werdet ihr Mich auch sehen, doch Meine Gegenwart könnet ihr nur empfinden, so ihr sie ernstlich begehret, so ihr im Glauben an Mich zu Mir flüchtet mit allen euren Nöten und Anliegen, denn dann besitzet ihr auch den Glauben an Mich, dann zweifelt ihr nicht, daß Ich euch helfen kann und auch helfen will. So ihr aber diesen Glauben nicht in euch traget, kommet ihr auch nicht zu Mir im Gebet, und dann kann Ich Mich auch nicht euch offenbaren. Doch achtet aller Geschehnisse um euch, und ihr werdet auch die sichtliche Hilfe feststellen können bei denen, die an Mich glauben, ihr werdet Mein Wirken dort ersehen können, denn ihre Not behebe Ich jederzeit, auf daß auch ihr glauben lernet, die ihr noch ungläubig seid, auf daß auch ihr zu Mir findet und in allen Nöten den Weg zu Mir nehmet. Denn es ist überaus nötig für euch, daß ihr die Verbindung herstellt mit Mir, ansonsten ihr ohne Kraft bleibt und nicht geistig reifen könnet, wie es eure Erdenaufgabe ist. Schauet um euch, achtet des Lebens jedes einzelnen und erkennet Meine Fürsorge dort, wo ihr den Glauben findet an Mich. Denn diese sind die Meinen, die Ich allzeit bedenke, denen Ich gebe, was sie benötigen, und die Ich führe durch alle Gefahren des Leibes und der Seele hindurch. Und an ihnen nehmet euch ein Beispiel, handelt wie sie, denket wie sie, und stellet die Verbindung her mit Mir, und Ich will euch helfen, euer Ziel zu erreichen, Ich will euch helfen geistig und irdisch, so ihr nur Mich anerkennet und euch Mir demütig nahet, daß Ich euch annehme als Meine Kinder. Denn Ich weile sichtlich in eines jeden Nähe, der Mich zu sich ziehet durch innige Gedanken und Liebeswirken. Jeder, der sehen will, wird Mich auch erkennen im kleinsten Geschehen, er wird Meine Liebe und Fürsorge erkennen können, er wird die göttliche Führung erkennen in dem Lebensschicksal des einzelnen, er wird Mich Selbst erkennen können, denn Ich offenbare Mich jedem, der Mich erkennen will. Amen. B.D. NR. 3939.

 

Buch 49 3940

Kraft des göttlichen Wortes. Lebendiges Wasser.

22. Dezember 1946. B.D. NR. 3940.

Welcher Kraft ihr euch erschließet, die erfüllet euch. Gebt ihr euch der Kraft Meines Wortes hin, nehmet ihr Mein Wort entgegen offenen Herzens, so muß euch auch die Kraft von Mir erfüllen und euch stark und widerstandsfähig machen gegen alle Anstürme durch die Welt. Und euer irdisches Leben werdet ihr meistern können, wie ihr aber auch geistig den Erdenlauf mit Erfolg zurücklegen könnet, denn die Kraft aus Mir ist stärker als jeder Widerstand, sei es geistig oder irdisch. Die Kraft aus Mir beseitigt alle Hindernisse, sie wird sich immer aufbauend auswirken, und was der Mensch ausführen will - er wird zu jeder Leistung fähig sein, denn er steht in Verband mit Mir, und wo Ich wirken kann, ist alles möglich. Meine Kraft aber wird euch zugeführt stets und ständig mit Meinem Wort, und darum sollt ihr dieses begehren hungrigen Herzens, ihr sollt euch Mir Selbst erschließen, Mich anhören wollen und euer Leben danach einrichten, ihr sollt Mir stets die Möglichkeit geben, euch durch das Wort mit Meiner Kraft zu erfüllen, denn ihr benötigt stets und ständig Kraft aus Mir, sei es zu geistigem oder irdischem Wirken. Ohne Kraftzufuhr werdet ihr niemals bewältigen können, was auf Erden eure Aufgabe ist. Denn sie erfordert Meine Mitwirkung, weil ihr schwache, kraftlose Geschöpfe seid, auch wenn ihr scheinbar über große Lebenskraft verfügt. Ohne Meine Hilfe seid ihr den Kräften verfallen, die eure Schwäche ausnützen wollen, indem sie euch gleichfalls Kraft zuführen, die jedoch verderblich für eure Seele ist. Und diese Kraft äußert sich auffallend in irdischer Hilfe, jedoch geistigem Untergang. Denn der Ausgang der Kraft ist Mein Gegner, der seine eigene Kraft zu vermehren sucht durch fortgesetztes Besitzergreifen des von Mir Erschaffenen und also von Meiner Kraft Zeugenden. Er sucht es von Mir abzudrängen, um Meine Kraftzufuhr zu verhindern und es nun seinem Willen geneigt zu machen. Wer aber jene Kraft in Anspruch nimmt durch Hingabe des eigenen Willens an Meinen Gegner, der ist verloren für ewige Zeiten. Denn der aufbauenden Kraft müsset ihr euch öffnen, niemals aber der zerstörenden. Und diese geht allein von Mir aus und wird euch in Form Meines Wortes in Fülle dargeboten. Und darum holet euch immer Kraft, sooft ihr sie benötigt, aus Meinem Wort, und ihr werdet wahrlich keinen Schwächezustand zu verzeichnen haben, ihr werdet lebenswillig und auch lebensfähig sein, denn eines nur tut allen Menschen not, daß sie sich um die Nahrung der Seele sorgen, daß sie ihr die Kraft zum Leben zuführen, daß sie Mein Wort entgegennehmen, daß sie es begehren und durch ihr Verlangen ihnen ständig der Quell erschlossen wird, aus dem ihnen das lebendige Wasser entgegenströmt - das lebendige Wasser, Mein Wort, das Kraft in aller Fülle in sich birgt. Denn Ich habe Mein Wort mit Meiner Kraft gesegnet. Ich bin Selbst im Wort bei denen, die es aufnehmen, und wo Ich bin, muß auch jegliche Schwäche und Kraftlosigkeit behoben sein, und als Sieger muß der Mensch aus jedem Lebenskampf hervorgehen, geistig und irdisch wird er seine Erdenaufgabe lösen können, weil Ich Selbst ihm zur Seite stehe und ihn unterstütze mit Meiner Kraft. Amen. B.D. NR. 3940.

 

Buch 49 3941

Wer den geringsten Meiner Brüder aufnimmt, der nimmt Mich auf.

23. Dezember 1946. B.D. NR. 3941.

Versenket euch in Mein Wort, und ihr werdet jederzeit klar erkennen, woran es euch mangelt, denn in Meinem Wort trete Ich Selbst euch nahe, und Ich gebe euch Meinen Willen kund. Seid ihr nun nach Meinem Willen tätig, so wird es in euch zur Gewißheit werden, daß ihr euch aufwärtsentwickelt, denn ihr reifet in der Erkenntnis. Und also müsset ihr leben nach Meinem Wort, ihr dürfet nicht nur Hörer dessen sein, was Meine Gnade und Liebe aus der Höhe euch darbietet. Ihr müsset Mein Wort ausleben, und auch alle Meine Verheißungen werden an euch in Erfüllung gehen. Eine Meiner Verheißungen aber lautet: Wer den geringsten Meiner Brüder aufnimmt, der nimmt Mich auf. Also Ich bewerte seinen Liebesdienst am Nächsten überaus hoch, Ich bewerte ihn, als gelte er Mir Selbst, und entsprechend wird auch Mein Lohn sein. Denn von Mir aufgenommen zu werden, von Mir bedacht zu werden mit allem, was der Mensch bedarf, ist wahrlich die größte Gegengabe, die euch geboten werden kann, und so schließt diese Verheißung alles in sich, sie ist überaus trostreich für die armen, bedrückten und schwachen Menschen, so sie nur immer an ihren Mitmenschen handeln wie Brüder, so sie helfen, wo ihre Hilfe angefordert wird geistig oder leiblich. Niemals werde Ich einen Menschen verlassen, der dem Mitmenschen in seiner Not beisteht, immer wird er Meiner Hilfe gewiß sein können, und Ich sorge wahrlich für ihn in jeder Weise. Denn er ist ein Täter Meines Wortes geworden, er hat sich Meinen Willen zur Richtschnur seines Handelns und Denkens gemacht, er ist in Meinen Willen eingegangen, und folglich kann er jegliche Sorge Mir anheimstellen - Ich werde sie ihm abnehmen, weil er Mich aufgenommen hat . Und so ihr euch nur stets in Mein Wort versenket, dann wird euch auch das Erdenleben leicht werden, denn immer wieder ist dies abhängig von eurem Willen, wie weit er sich dem Meinen angleichet. Und Mein Wort gibt euch diesen Meinen Willen kund. Mein Wort enthält aber nicht nur Meine Forderung an euch, sondern es setzt euch auch in Kenntnis von der Auswirkung der Befolgung Meines Willens. Und da euch diese Kenntnis vermittelt wird, steht euch ein reicher Schatz zur Verfügung, den ihr nur zu heben brauchet, denn irdisch und geistig befindet ihr euch nun in Meiner Obhut, und ihr habt keinen Anlaß mehr, ängstlich zu sein oder euch Sorgen zu machen, welcher Art sie auch seien. Ich stehe als Vater, als Bruder, als Freund, als ständiger Helfer euch zur Seite, und Meine Hilfe ist euch sicherste Gewähr, daß ihr den Lebenskampf bestehet und auch geistig reifet, denn mit Mir und Meiner Kraft vermögt ihr alles. Darum vertiefet euch oft und lebendig in Mein Wort, nehmet es auf und lebet danach, und eine jegliche Verheißung wird sich an euch erfüllen, denn Mein Wort ist und bleibt ewige Wahrheit. Amen. B.D. NR. 3941.

 

Buch 49 3942

Aufgabe der Boten Gottes vor dem Ende.

24. Dezember 1946. B.D. NR. 3942.

Verkündet denen Mein Wort, die Ich euch zuführe. So ist es Mein Wille, denn die Zeit drängt dem Ende entgegen. Und darum werdet ihr stets die Wege gehen müssen, die Ich euch vorgezeichnet habe von Ewigkeit, und immer werdet ihr Meine Weisheit und Liebe erkennen in Meiner Führung, ihr werdet verstehen lernen, daß auch schwere Lebenslagen für euch erforderlich sind, um selbst daran zu reifen, denn je höher ihr selbst in der Entwicklung steht, desto erfolgreicher wird euer Wirken vor dem Ende sein, weil ihr dann lebendige Vertreter Meines Wortes seid. Mein Wort aber muß den Menschen nahegebracht werden, sie sollen wissen um die große Verantwortung, die sie ihrer Seele gegenüber tragen. Nur Ich Selbst kann ihnen rechten Aufschluß geben, und dies durch euch, denn Menschenmund muß verkünden, was von Mir ausgeht und von Mir zeuget. Durch Menschenmund will Ich reden zu allen Menschen, und ihr sollt Mir das Organ sein, durch das Ich ihnen Meinen Willen künde. Es ist eine große Aufgabe, die überaus segensreich ist für euch selbst und für eure Mitmenschen, und ihr werdet auch mit Freuden dieser Aufgabe nachkommen, ihr werdet selbst ein beglückendes Gefühl haben, so ihr in Meinem Namen tätig seid, und jede Gelegenheit zu nützen wird euer eifriges Bestreben sein. Doch ihr müsset euch völlig Meiner Führung überlassen; wie Ich euch lenke, so müsset ihr wandeln, und was Ich euch durch die Stimme des Geistes zu tun heiße, müsset ihr ohne Widerstreben ausführen und darum ständig auf die Stimme in euch hören, und ihr werdet tätig sein nach Meinem Willen. Unzählige Seelen sind in Not, denn sie stehen nicht in der Wahrheit, und jeder Irrtum ist eine Gefahr für die Seele. Ihnen die Wahrheit zu bringen ist ein Werk der Nächstenliebe, denn die Wahrheit allein macht frei, sie hebt die Not auf, und nur die Wahrheit führt zu Mir, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin.Wer also zu Mir gelangen will, der darf nicht falsche Wege gehen, ihm muß der rechte Weg gezeigt werden, und er muß ihn beschreiten. Er muß das Wort befolgen, das unmittelbar von Mir ausgeht und durch Meine Boten zur Erde geleitet und verbreitet wird. Und darum führe Ich Selbst Meine Diener den Menschen zu, die Aufklärung begehren, die im Irrtum dahingehen, und sie werden wirken können allerorten, überall werden sie guten Boden finden, wo sie aussäen und bebauen können, auf daß Ich reiche Ernte halten kann am Tage des Gerichtes. Überall, wo geistige Not ist, sende Ich Meine Boten hin, auf daß sie den Menschen das reine Evangelium bringen, wie Ich Selbst es ihnen verkündet habe. Denn die Zeit geht ihrem Ende zu, und großer geistiger Not kann gesteuert werden, so ihr Mir willige Diener seid, so ihr eintretet für Mein Wort und euch Meinen Segen und Meine Gnade dazu erbittet. Denn ihr seid Meine Stützen in der letzten Zeit vor dem Ende, ihr seid Meine Arbeiter, die Ich gedungen habe für Meinen Weinberg, ihr seid Meine Knechte, und euer harret große Arbeit, zahllose Äcker zu bebauen. Zahllose Seelen sind einzuführen in die Wahrheit, und so ihr dabei mithelfet, wird der großen geistigen Not gesteuert werden, und jede Seele, der ihr helfet, wird es euch danken ewiglich. Amen. B.D. NR. 3942.

 

Buch 49 3943

Gottes Schöpferwille. Geistige und irdische Schöpfungen.

25. Dezember 1946. B.D. NR. 3943.

Der Geist, der die Unendlichkeit beherrscht, ist in ununterbrochener Tätigkeit, denn Seine Kraftausstrahlung verringert sich nie, wie Er auch nicht müde wird, schaffend und gestaltend die Kraft zu nützen. Und so entstehen ständig neue Schöpfungen, geistig und irdisch. Er lässet Seine Gedanken materielle Form annehmen zur Erlösung des noch unfreien Geistigen, wie Er aber auch Wunderwerke geistiger Art erstehen läßt zur Beglückung der Wesen des Lichts, denen alle Herrlichkeiten der Himmel erschlossen sind. Sein Schöpfergeist und sein Schöpferwille sind unübertrefflich und nie endend und immer von Seiner übergroßen Liebe geleitet, die beglücken will alles, was aus Seiner Kraft hervorgegangen ist. Und ob auch Ewigkeiten vergehen, die Neuschöpfungen werden kein Ende nehmen, weil Seine Kraft sich auswirken muß, um sich in sich selbst zu vermehren. Das Geistige, das irdische - also materielle - Schöpfungen belebt, steht also in ständiger Verbindung mit dem Kraftzentrum und kann durch den Kraftempfang wieder in den Liebestromkreis Gottes eintreten, aus dem es sich einstmals im freien Willen entfernte. Es vermehrt also sowohl die eigene Kraft, wie es auch den Erlösungsprozeß des Geistigen begünstigt, das sich noch außerhalb des Liebestromkreises Gottes befindet. Alle materiellen Schöpfungen sind Mittel zur Erlösung des Geistigen, geistige Schöpfungen aber der Endzweck, d.h. unsagbare Beglückung des erlösten Geistigen. Und Gottes Schöpfungswille lässet nie nach, weil Seine Liebe unendlich ist. Er lässet aber auch Schöpfungen vergehen, und dies dann, wenn sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen - wenn das Geistige darin keinen Auftrieb mehr hat zur Höhe, wenn es sich Gott widersetzet und seinen Willen von Ihm abwendet. Dann löset Er Selbst auf, was Er erschaffen hat, um das Geistige in anderer Verformung zum Ziel gelangen zu lassen. Doch es ist das Auflösen Seiner Schöpfungen nur in periodenweisen Abständen vorgesehen, wie es Seine Weisheit von Ewigkeit erkannt hat als notwendig für das in den Schöpfungen gebundene Geistige. Geistige Schöpfungen dagegen sind unvergänglich, nur ändern sie sich ständig, und es entstehen immer herrlichere Gebilde, wie sie sich der menschliche Verstand nicht vorstellen und das menschliche Herz sich nicht erträumen kann. Doch auch eine jede neue Zeitperiode hat immer herrlichere Schöpfungen aufzuweisen, von denen der vergangenen abweichend und von Gottes Liebe, Allmacht und Weisheit zeugend, Der Sich in allen Schöpfungen offenbart. Unbesiegbar ist die Kraft, und darum wird Er nie aufhören, schaffend und gestaltend tätig zu sein, doch den Umfang Seiner Schöpfungen kann die Seele erst erkennen in einem bestimmten Reifezustand, so sie geistige und irdische Schöpfungen zu schauen vermag. Dann erst wird sie von Ehrfurcht und Liebe erfüllt sein ihrem Schöpfer gegenüber, Dessen Liebe auch sie erschaffen hat, um sie für ewig selig zu machen. Amen. B.D. NR. 3943.

 

Buch 49 3944

Zustand der göttlichen Ordnung - Seligkeit. Liebe. Urzustand.

26. Dezember 1946. B.D. NR. 3944.

Ihr alle seid zur Seligkeit geboren, nicht aber zur Verdammnis. Eure Bestimmung ist ein Wirken nach göttlicher Ordnung, und ein solches bedeutet immer Seligkeit, weshalb die göttliche Liebe euch unausgesetzt in den Zustand der Ordnung zu versetzen sucht, so ihr selbst in freiem Willen ihn verlassen habt. In der göttlichen Ordnung zu leben ist also erstes und letztes Ziel alles dessen, was lebefähig von Gott erschaffen worden ist. Dann aber ist das Erschaffene auch vollkommen, wie es war von Anbeginn. Es ist in der Liebe tätig, denn nur solche bedeutet Leben nach dem Willen Gottes. Wird das Gesetz der Liebe außer acht gelassen, so steht auch das Geschöpf außerhalb der göttlichen Ordnung, weil Liebe jeglichem Gesetz zugrunde liegt, weil ohne Liebe kein von Gott ausgehendes Gesetz denkbar ist. Also ist auch die Liebe der Inbegriff der Seligkeit, und Lieblosigkeit bedeutet Verdammnis, Qualen und ewiger Tod. Sowie die göttliche Ordnung hergestellt ist, weiß das Geschöpf auch um alles, es steht in der Erkenntnis und also im Licht - es durchschaut alles, erkennt alles, weiß um die Bestimmung jedes noch so kleinsten Schöpfungswerkes, es weiß um den Zusammenhang des Erschaffenen mit seinem Schöpfer, und dieser Zustand des Wissens ist beseligend, denn er treibt zu erhöhter Tätigkeit in Liebe und ständiger Kraftvermehrung, weil Liebeswirken Kraft erzeugt und also das Geschöpf in aller Kraftfülle steht und alles leisten kann, was es will. In der göttlichen Ordnung zu leben ist ein Zustand der Vollkommenheit, ein Zustand der Freiheit und der Gottverbundenheit, es ist der Zustand des uranfänglich Geschaffenen, der unweigerlich wieder erreicht werden muß, so er jemals verlassen wurde. Denn etwas Unvollkommenes kann nicht mit Gott in Verbindung bleiben, die Verbindung mit Ihm aber ist Seligkeit. Daß sich die Geschöpfe jedoch in einem unvollkommenen Zustand befinden, war freier Wille, den Gott wieder dem Zustand der Vollkommenheit zuzuführen sucht. Und also zeigt Er ihnen den Weg zur göttlichen Ordnung, Er zeigt ihnen den Weg zur Liebe, Er sucht ihren Willen umzugestalten, daß er von selbst in die göttliche Ordnung eingeht. Doch Er stößt auf Widerstand. In ihrer Unvollkommenheit erkennen die Geschöpfe Gottes, die Menschen auf Erden, nicht, daß sie die göttliche Ordnung außer acht lassen; sie wissen nicht um den Zusammenhang von sich zum ewigen Schöpfer, denn sie leben nicht in der Liebe, die allein ihnen Licht bringt. Und daher sind sie unselig auf Erden und bleiben es auch im geistigen Reich, weil sie außerhalb der göttlichen Ordnung leben. Doch einstmals müssen sie sich einfügen, denn auch das unseligste Geschöpf muß zurückkehren zum Vater, zu seinem Ausgang, auch das unseligste Geschöpf lässet Gott nicht fallen, sondern Er steht ihm so lange bei, bis es sich von selbst erhoben hat, bis es in den Zustand göttlicher Ordnung eingegangen ist, bis es sich zur Liebe gewandelt hat und nun durch Gottverbundenheit auch zur ewigen Seligkeit gelangt. Denn Seinem Gesetz von Ewigkeit liegt die Liebe zugrunde und die Liebe lässet nichts verlorengehen, nur daß der Zustand der Unvollkommenheit durch den Willen des Geschöpfes selbst verlängert werden kann und von Gott aus dem Geschöpf die Freiheit des Willens belassen bleibt, doch einmal wird auch das widersetzlichste Geschöpf zurückkehren zu Ihm, es wird den Weg der Liebe wandeln, es wird sich einfügen in die göttliche Ordnung und selig werden und bleiben bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3944.

 

Buch 49 3945

Rechtes Verhältnis zu Gott. Kraft und Gnadenzufuhr.

27. Dezember 1946. B.D. NR. 3945.

In welchem Verhältnis ihr selbst zu Gott stehet, so ist auch das Maß von Gnade und Kraft, das ihr empfanget. Ihr könnet ungemessen bedacht werden, so ihr nur das rechte Verhältnis zum Vater von Ewigkeit eingegangen seid, so ihr euch, Kindern gleich, dem Vater nähert und Ihn bittet. Ihr könnt euch aber auch fremd zu Ihm einstellen, Ihn wohl bittend als euren Gott, euren Schöpfer und Erhalter, und ihr werdet gleichfalls nicht vergeblich bitten, aber der Gnadenstrom wird euch nur schwach berühren, denn ihr öffnet ihm nicht euer Herz zu ungeteiltem Empfang. Ein bittendes Kind ist immer zum Empfang bereit, es begehrt, und sein Begehren wird gestillt. Und das Kind wird seinem Vater immer näherkommen, es wird Ihn immer mehr lieben, Ihm voll vertrauen und sich niemals von Ihm trennen wollen. Solange aber dieses rechte Verhältnis des Menschen zu Gott noch nicht hergestellt ist, mangelt es ihm an Kraft, und dann sucht er die Kraft eigenmächtig zu erringen, d.h., er nützet seine Lebenskraft in erhöhtem Maß, um sich dort Hilfe zu schaffen, wo er sie benötigt, obgleich sie ihm doch ungemessen zur Verfügung steht. Er sorgt dann überängstlich für das Irdische und bleibt auch zurück in der geistigen Entwicklung. Ohne göttliche Gnadenkraft ist der geistige Aufstieg nicht möglich, während ein irdischer Aufstieg, die Verbesserung irdischer Verhältnisse wohl durch Nutzung der Lebenskraft erreicht werden kann, jedoch dann immer auf Kosten der geistigen Entwicklung. Das rechte Verhältnis zu Gott aber gewährleistet beides, denn der himmlische Vater lässet Seine Kinder nicht in der Not des Leibes und der Seele, Er gewähret ihm jede Unterstützung geistig und irdisch, und also braucht ein rechtes Kind keinen Mangel zu fürchten, es braucht keine irdischen Sorgen zu fürchten, wie auch sein geistiger Aufstieg gesichert ist. Wer Gott noch in der Ferne sucht, wer Ihn noch nicht erkannt hat als stets liebevollen Vater, Der Seine Kinder mit Kraft und Gnade bedenkt, der wird auch noch mit großen irdischen Versuchungen zu kämpfen haben, ihn wird das Erdenleben noch gefangenhalten mit seinen Reizen, und er wird viele Anfechtungen zu gewärtigen haben, wovor ihn das rechte Verhältnis zum Vater schützet. Denn im gleichen Maß, wie der Mensch Gott zustrebt, strebt er von Seinem Gegner ab und folglich auch von der Materie, die Anteil dessen ist, der die Menschen zum Fall zu bringen sucht. Und darum ist das rechte Verhältnis zu Gott unbedingt nötig, will der Mensch die Welt überwinden, die Materie, die noch trennend steht zwischen ihm und dem Reingeistigen. Und so ein Kind die Gnadenkraft vom himmlischen Vater anfordert, wird es auch überreich bedacht werden und weit eher sein Ziel erreichen auf Erden wie der Mensch, der noch nicht das rechte Verhältnis zu Gott hergestellt hat; denn dessen Kraftzufuhr ist gering, weil er selbst sich nicht öffnet zu ungeteiltem Empfang. Denn Gott teilet Seine Gaben aus je nach Begehr, Er gibt unbeschränkt dem Bittenden, doch Er bedenket nicht wider dessen Willen, so sein Gebet nicht innig Gnade und Kraft anfordert, weil Er als Vater von Seinen Kindern angerufen werden will, auf daß Seine Kinder das Ziel erreichen. Amen. B.D. NR. 3945.

 

Buch 49 3946

Gelegenheit zur Gegenäußerung beim Verkünden des Evangeliums notwendig.

28. Dezember 1946. B.D. NR. 3946.

Jeder geistige Gedankenaustausch ist von Nutzen für die Seele des Menschen, und darum ist es immer ratsamer, einem Menschen zu einer Gegenäußerung Gelegenheit zu geben, als ihn mit geistigem Gedankengut zu überschütten und Gegenfragen unmöglich zu machen. Es wird das ihm vermittelte Geistesgut viel eher eigenes Gedankengut werden, was immer nur geschehen kann durch Stellungnahme dazu, bis es auch in ihm selbst zur Überzeugung wird. Fragen und Antworten erleichtern den Vorgang der Aneignung des Gedankengutes, es wird ferner das Denken eines Menschen so angeregt, daß sich die Lichtwesen nun einschalten können und die Gedanken der Menschen leiten, die ihnen anvertraut sind zur geistigen Führung. Ferner können Irrtümer leichter berichtigt werden, wie auch in dem Mitmenschen die Lust geweckt wird, einzudringen in tieferes Wissen, so er wahrheitsgemäß aufgeklärt wird und er dies an der Art der Belehrung erkennt, die ihm zuteil wird. Wissende Lehrer werden immer einen größeren Zuhörerkreis finden, und vom Wissen kann sich der Mensch nur dann überzeugen, so ihm Gelegenheit gegeben wird, Fragen zu stellen über das ihm dargebotene Wissen. Darum soll auch das Evangelium nach Möglichkeit so verkündet werden, daß es den Hörenden zur freien Aussprache veranlaßt, er soll angeregt werden zur Gegenrede, auf daß es einen tieferen Eindruck hinterläßt, auf daß es nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem Herzen aufgenommen wird. Dann wird es lebendig werden im Menschen, dann wird auch der Lehrende vom Geist Gottes geleitet werden, dann wird Gott Selbst sprechen zu den Menschen durch ihn, Er wird Selbst mitten unter denen sein, die Sein Wort predigen und in Empfang nehmen. Denn Seine Verheißung lautet: Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin Ich mitten unter ihnen. Er will Selbst zu euch reden durch den Mund des einzelnen, Er will eure Fragen beantworten und eure Gedanken ordnen, doch dazu müsset ihr Menschen auch selbst gedanklich tätig werden, dann erst sind die Belehrungen von Segen für euch, dann erst ziehet ihr den rechten Nutzen aus dem Wort Gottes, das euch jederzeit und allerorten vermittelt wird, wo ihr selbst es in Empfang zu nehmen begehrt. Und darum suchet des öfteren Zusammenschluß zwecks geistigen Gedankenaustausches, suchet euch Klarheit zu verschaffen, wo ihr noch unklar seid, durch Fragen euren Mitmenschen gegenüber, bittet Gott um rechte Lehrer, die euch wahrheitsgemäß Aufschluß geben können, und gebet euch nicht zufrieden mit der Darbietung des göttlichen Wortes in einer Form, die zu wenig Gelegenheit gibt zu eurer Entäußerung, denn nur durch Fragen und Antworten könnet ihr zunehmen an Wissen, weil dann erst das euch Vermittelte an Leben gewinnt und auch dann erst euch anspornt zum Befolgen des göttlichen Willens. Lasset allzeit den Lehrmeister von Ewigkeit unter euch weilen, auf daß Er Selbst eure Gedanken lenken und euch also unterweisen kann so, daß es euch zum Segen gereiche. Amen. B.D. NR. 3946.

 

Buch 49 3947

Zusammenschluß verschiedener Geistesrichtungen im Glaubenskampf.

29. Dezember 1946. B.D. NR. 3947.

Die verschiedenen Geistesrichtungen werden durch ihre Abweichung voneinander auch immer im stillen Kampf miteinander liegen insofern, als daß eine jede den Anspruch auf Wahrheit zu machen sucht und die andere daher nicht gelten lassen will. Und dennoch werden sie in der letzten Zeit zusammengehen, sofern sie nur die Lehre Jesu Christ als Grundprinzip haben und Seinen Namen bekennen, dann treten alle sonstigen Unterschiede in den Hintergrund, denn alles geistige Streben wird bekämpft werden und jeder geistig-Strebende daher Anschluß suchen am Nächsten, der gleichgesinnt ist. Und also wird sich dann aus jeder Geistesrichtung die Lehre Christi herausschälen, und ihre Anhänger werden zu der Gemeinde Gottes zu zählen sein, zu Seiner Kirche, die Er Selbst gegründet hat. Sie werden durch ihren Glauben an Jesus Christus dieser Kirche angehören, wenngleich sie verschiedene Geistesrichtungen haben. Eine jede wird abstoßen an äußeren Handlungen und Gebräuchen und nur die innere Bindung mit Jesus Christus anstreben, eine jede wird die Liebe pflegen, Liebe lehren und Liebe üben. Der Kampf gegen alle Geistesrichtungen wird besonders brutal durchgeführt werden, so daß die lauen, glaubensschwachen Menschen abfallen, so sie nicht im tiefen lebendigen Glauben stehen, denn sie können keinen Widerstand leisten, sie brechen unter der Last zusammen, die ihnen von weltlicher Seite auferlegt wird. Und Ursache davon ist der Irrtum, den eine jede Geistesrichtung aufzuweisen hat, an dem sie scheitern, so sie durch das ernste Vorgehen gegen sie zum Nachdenken darüber gezwungen werden. Wer in der Wahrheit steht durch Wirken in Liebe und rechte Unterweisung von seiten der erwählten Diener Gottes, der wird auch die Glaubensstärke aufbringen, und er wird in keiner Not wankend werden, denn die Wahrheit vermittelt ihm Kraft, und die Wahrheit gibt ihm auch Erkenntnis. Und so weiß er um das nahe Ende und die Rettung aus tiefster Not durch Gott Selbst. Durch irrige Lehren aber kann er diese Erkenntnis nicht finden, und er wird wankend werden im Glauben und abfallen, so er vor die ernsthafte Wahl gestellt wird, Jesus Christus zu bekennen vor der Welt oder Ihn zu verleugnen. Dann wird stark sein, der durch Liebeswirken sich aufnahmefähig für die Wahrheit aus Gott gemacht hat, er wird Widerstand leisten und keine weltlichen Maßnahmen zu fürchten brauchen, denn er hofft auf die Hilfe Gottes, und sie wird ihm werden in jeder Not des Leibes und der Seele. Dann wird die Kirche Christi nur klein sein, und Anhänger jeder Geistesrichtung werden sich in ihr bergen, und jeder Streit wird begraben sein, wie auch alle Äußerlichkeiten und zeremoniellen Handlungen wegfallen werden angesichts der großen Verfolgung, die alle Anhänger zu fürchten haben. Und auch dies ist gut für die seelische Entwicklung des einzelnen, daß er nur den Kern beachtet, daß er nur die christliche Liebelehre als diesen Kern erkennt und sein Glaube also gefestigt wird, je eifriger er diese Lehre befolgt. Die Schar der Gläubigen wird zusammenschmelzen, es wird nur eine kleine Herde sein, diese aber stehen in der Wahrheit, in der rechten Erkenntnis, und sie werden die letzten Tage härtester Prüfungen überstehen und als Sieger hervorgehen, denn die Kirche Christi wird siegen, und sie umfasset alle, die in der Liebe und im Glauben stehen, die Ihn anerkennen vor der Welt und von Seinem Geist erfüllt sind als Folge unausgesetzten Liebewirkens. Und aus allen Geistesrichtungen werden sich die Streiter für Christi einreihen und sich stellen zum letzten Kampf, und Gott Selbst wird ihr Heerführer sein, Gott Selbst wird sie schützen, und das Schild des Glaubens wird sie decken und sie unverwundbar machen - sie werden kämpfen für Christi Namen, und der Sieg wird auf ihrer Seite sein. Amen. B.D. NR. 3947.

 

Buch 49 3948

Wille zum Guten - Kraftzufuhr durch göttlichen Erlöser.

30. und 31. Dezember 1946. B.D. NR. 3948.

Der Wille zum Guten hat auch unfehlbar die Zufuhr von Kraft zur Folge, und darum wird jeder Mensch auch auszuführen imstande sein, was er will, weil er durch sein dem Guten zugewandtes Denken schon in Verbindung tritt mit dem Kraftspender von Ewigkeit. Und es wird gut handeln können, wer gut handeln will. Denn dies hat der göttliche Erlöser zuwege gebracht, Jesus Christus, durch Seinen Tod am Kreuze. Er erwarb den Menschen verstärkte Kraft und verstärkten Willen, Er hat den Tod überwunden, d.h. den gebundenen Willen frei gemacht, Er hat dem Gegner Gottes die Gewalt über den Willen des Menschen aus der Hand gewunden, so daß der Mensch wohl fähig ist, seinen Willen dem Guten zu schenken und auch zur Tat werden zu lassen. Das Erlösungswerk Christi war insofern von größter Bedeutung, als daß zuvor die Menschen in der Gewalt des Gegners von Gott waren und sich aus eigener Kraft nicht frei machen konnten, weil der Wille immer wieder durch ihn geschwächt wurde, solange sie dem Gegner Gottes nicht mit der wirksamsten Waffe entgegentraten, mit der Liebe, die Überwinderin auch des ärgsten Feindes der Seele ist. Und darum zeigte Gott durch Jesus Christus den Menschen den Weg, Er bewies ihnen die Kraft der Liebe und erwarb durch Seinen Tod am Kreuz für die Menschheit Kraftzufuhr und verstärkten Willen, so daß jederzeit der Mensch dem Gegner Gottes entfliehen kann, der an Jesus Christus als Erlöser der Welt glaubt und der durch die Liebe sich zum Anwärter der durch Seinen Tod erworbenen Gnaden macht. Ihm wird es wohl möglich sein, gut zu wollen und zu handeln, er wird nicht widerstandslos dem Feind der Seelen ausgeliefert sein, ihm wird, so er nur Gott zustrebt, auch stets die Kraft zuströmen zur Ausführung dessen, was Gott wohlgefällig ist. Darum verkörperte Sich die ewige Gottheit in einem Menschen, um allen Menschen den Beweis zu geben, daß es einen Weg gibt, den sie nur zu beschreiten brauchten, um frei zu werden aus der finsteren Gewalt. Die Menschen haben eine Aufgabe auf Erden zu erfüllen, und niemals wird diese Erfüllung im Bereich des Unmöglichen liegen. Doch vor dem Erlösungswerk waren die Menschen in äußerster seelischer Not durch ihre Willensschwäche den Versuchungen und Anfechtungen gegenüber, die aber von Gott aus Seinem Gegner zugebilligt waren. Durch starken Willen zur Liebetätigkeit hätten sie ihm Widerstand leisten können. Und dieser mangelte ihnen, und darum blieben sie in seinen Banden, es blieb das Streben zum Guten nur gedankliche Vorsätze ohne Ausführung. Und einige wenige empfanden diese Schwäche, und sie litten unter dem gebundenen Willen. Jesus Christus aber erlöste sie durch Seinen Tod am Kreuze. Er ging den Weg, den alle gehen müssen - den Weg der Liebe, der auch den Willen zum Guten verstärkte, weil er durch die Liebe Kraft aus Gott gewann und jeder Verantwortung Herr werden konnte. Er brach die Macht des Todes, denn tot ist, was gebunden am Boden liegt, was kraftlos ist und darum untätig bleibt. Und Er vollbrachte das Erlösungswerk nicht nur für die Menschen Seiner Zeit, sondern für alle Zeiten erwarb Er den Menschen die Gnade eines verstärkten Willens, die an Ihn glaubten und sich bewußt unter das Kreuz stellen, d.h., die selbst zu denen gehören wollen, die Er erlöst hat vom ewigen Tode. Ihnen wird es nicht an Kraft mangeln, sie werden gut sein können, wenn sie gut sein wollen, sie werden in der Liebe leben, also dem Menschen Jesus nachzufolgen suchen, weil sie Ihn anerkennen als Gottes Sohn, als Erlöser der Welt, in Dem Gott in aller Fülle war, weil Er durch die Liebe Sich mit Gott völlig geeint hatte und Er darum auch Macht und Kraft in aller Fülle besaß, um den Feind der Seelen zu besiegen, um ihm die Macht über die Seelen der Menschen zu entwinden. Denn die Liebe allein ist das Lösemittel aus feindlicher Gewalt, durch die Liebe allein wird der Mensch stark und mächtig, und er kann den Feind der Seele besiegen. Amen. B.D. NR. 3948.

 

Buch 49 3949

Hinweis auf Naturkatastrophe. Dringende Mahnung zur Vorbereitung.

1. Januar 1947. B.D. NR. 3949.

Euch allen, die ihr Mein Wort empfanget, euch rufe Ich zu: Bereitet euch vor auf die kommende Zeit, die große Veränderungen eurer Lebenslage bringen wird, die euch vor große Aufgaben stellen wird geistig und irdisch und die ihr darum nicht ernst genug nehmen könnet, so ihr an eurer Seele nicht Schaden nehmen wollet. Denn ihr müsset zuvor schon Kraft schöpfen, weil übergroße Anforderungen an euch gestellt werden, sowohl geistig als auch irdisch. Es wird das Erdenleben so schwer auf euch lasten, daß ihr nur mit Mir und Meiner Hilfe es ertragen könnet, und also müsset ihr als erstes mit Mir verbunden bleiben, ihr dürfet nicht in eurem Glauben wankend werden und denken, daß Ich euch verlassen habe, denn ihr könnt nur im Glauben an Mich Trost und Kraft finden, dann werdet ihr zu Mir kommen, und Ich werde euch helfen. Und ob auch um euch viele abfallen werden vom Glauben angesichts der großen Not, die unwiderruflich kommen wird - bleibet standhaft und Mir in euren Herzen zugewandt, und ihr werdet Mich und Meine Gegenwart spüren, ihr werdet allzeit die Hilfe finden, die Ich euch verheißen habe. Noch vermöget ihr nicht zu glauben an das, was Ich euch verkündet habe immer und immer wieder, noch scheint es euch zweifelhaft, daß Ich Selbst offensichtlich in Erscheinung trete. Doch die Stunde rückt immer näher und mit ihr ein völliger Umschwung der gewohnten Lebensverhältnisse. Und darauf sollt ihr euch vorbereiten, indem ihr euch zuvor schon löset von jeglicher Materie, indem ihr Mir allein eure weitere Lebensführung überlasset und im vollen Glauben an Mich nur noch sorget für eure Seele. Denn das Irdische könnet ihr euch nicht erhalten, und ob ihr noch so viel sorget, wenn Ich es für euch zuträglicher finde, daß ihr es verlieret. Doch was Ich euch erhalten will, das wird auch nicht von den Naturgewalten berührt werden, durch die Ich Mich äußere. Glaubet daran, daß Ich eines jeden Schicksal lenke Meiner Liebe und Weisheit entsprechend und daß jede ängstliche Sorge von euch unbegründet ist. Ich Selbst sorge für die Meinen so, daß sie zu möglichst hoher Seelenreife gelangen können noch auf Erden. Denn die Zeit bis zum Ende ist nur noch kurz, und es bedeutet dies für viele auch eine verkürzte Erdenlebenszeit; sie sollen und können jedoch auch in kürzerer Zeit das Ziel erreichen, weil Meine Liebe ihnen jede Möglichkeit erschließet. Darum nehmet Meine Worte ernst, rechnet mit einem baldigen Ende und mit der vor dem Ende eintretenden Naturkatastrophe, und erwartet sie täglich, denn sie kommt überraschend auch für die Meinen. Und vertrauet euch Mir schrankenlos an - Ich verlasse euch ewiglich nicht, so ihr nur Meiner gedenket, und Ich höre euch, so ihr im Herzen zu Mir rufet. Doch nützet die kurze Zeit zuvor ausgiebig, lasset alles irdische Streben, und suchet nur geistige Vorteile zu gewinnen. Und bleibet Mir treu auch in größter irdischer Not, und ihr werdet Mich als ständigen Helfer zur Seite haben, ihr werdet offensichtlich Meine oft wunderbare Hilfe erfahren, denn diese habe Ich euch zugesagt, und Mein Wort ist und bleibt ewige Wahrheit.Glaubet daran und also auch an die kommende große Notzeit, und bereitet euch darauf vor, indem ihr ständig Kraft schöpfet aus Meinem Wort, indem ihr Mich inniger denn je suchet und mit Mir in ständiger Verbindung bleibet durch Gebet und Liebeswirken, denn ihr werdet viel Kraft benötigen, auf daß ihr nicht schwach werdet, so Ich Mich Selbst äußere durch die Naturgewalten. Doch fürchtet nichts, was auch kommen mag, denn die Meinen schütze Ich, auf daß sie Mir in der letzten Zeit vor dem Ende starke Stützen auf Erden werden, die Mir helfen sollen, Mein Wort zu verbreiten, auf daß noch die Seelen gerettet werden, die eines guten Willens sind. Amen. B.D. NR. 3949.

 

Buch 49 3950

Ursache und Kräfte der Auflösung der Erde (Atomenergie).

2. Januar 1947. B.D. NR. 3950.

Alle Voraussetzungen zur Schaffung einer neuen Erde müssen vorhanden sein, bevor die alte Erde aufgelöst wird, d.h., eine totale Veränderung ihrer Außenform stattfinden kann. Es muß gewissermaßen die Erde einen Auflösungsprozeß erfahren, der alles in ihr gebundene Geistige frei gibt, auf daß dieses sich wieder neu verformen kann in Schöpfungen, in denen eine weitere Entwicklung für das Geistige möglich ist. Also muß der Vorgang der letzten Zerstörung ein so gewaltiger sein, daß von einer totalen Auflösung der Materie gesprochen werden kann. Es können nicht nur einzelne Strecken davon betroffen werden, sondern es müssen im Inneren der Erde Eruptionen stattfinden, die sich nach allen Richtungen hin auswirken, so daß die gesamte Erdoberfläche davon berührt wird, daß also nichts bestehenbleibt, was zuvor war, sondern bis ins kleinste aufgelöst wird. Und dazu geben die Menschen selbst Anlaß - sie versteigen sich in ein wissenschaftliches Gebiet, das ihre Verstandesfähigkeit übertrifft. Sie kennen die Naturgesetze und ihre Auswirkungen nicht, um ein solches Gebiet erforschen zu können, und sie bringen sonach Kräfte zur Auslösung, die sie selbst nicht mehr zu bannen vermögen. Doch Ich hindere sie nicht, denn auch diesen menschlichen Willen habe Ich Meinem Heilsplan von Ewigkeit zugrunde gelegt, weil dann auch die Zeit abgelaufen ist, die dem Geistigen zur Erlösung gewährt war. Es wird der Vorgang der letzten Zerstörung also wohl durch menschlichen Willen ausgelöst werden, doch auch insofern Meinem Willen entsprechen, als daß er eine sichere Aufwärtsentwicklung des Geistigen gewährleistet, das noch in fester Form gebunden ist und nach Tätigkeit verlangt, ansonsten Ich Experimente mißglücken lassen könnte, um die Menschen von ihrem Vorhaben abzubringen. Die Versuche werden daher örtlich stattfinden, jedoch keine Begrenzung haben, weil die ausgelöste Kraft nicht mehr eingedämmt werden kann und daher nach allen Richtungen hin elementar wirket. Denn die Erde hat einen beschränkten Raum, während die ausgelöste Kraft keine Beschränkung kennt und ihr alles zum Opfer fällt, was von ihr berührt wird. Vorstellbar in seiner Auswirkung ist für euch Menschen dieser Vorgang nicht, zudem wird er sich in einem Zeitraum abspielen, der euch jede Denkfähigkeit nimmt, es sei denn, ihr gehöret der kleinen Schar der Meinen an, vor deren Augen sich das letzte Vernichtungswerk abspielt, weil dies Mein Wille ist, daß sie Zeuge sind von dem Ende dieser Erde. Ihr könnet euch aber ein kleines Bild davon machen, wenn ihr euch vorstellt, daß eine Explosion stattfindet, die nichts Zusammengefügtes bestehen läßt, die also restlos alles zerstört und in kleinste Atome auflöst. Doch dem Vorgang, der nur kurze Momente braucht, gehen Erschütterungen und Feuerausbrüche voraus, die vollauf genügen, die Menschen in größte Panik zu versetzen, weil sie den sicheren Tod vor Augen sehen. Und nun ist auch zu verstehen, daß nichts mehr zurückbleiben kann, daß keine Schöpfung mehr bestehenbleibt, sondern nur noch in kleinste Atome aufgelöste Materie zurückbleibt, die aufs neue von Mir geformt wird kraft Meines Willens und Meiner Macht zu neuen, unvorstellbaren Schöpfungen, in denen die Weiterentwicklung des Geistigen ihren Fortgang nimmt. Und wieder wird es Schöpfungen geben in verschiedenen Härtegraden, doch die härteste Materie birgt das Geistige, das als Mensch die alte Erde belebt hat und seine geistige Entwicklung völlig unbeachtet ließ. Denn deren Seelen können eine Weiterentwicklung im geistigen Reich nicht erwarten, sie müssen den Gang durch die gesamte Schöpfung zurücklegen, und also beginnt eine neue Entwicklungsepoche, sowie die Zeit erfüllet ist, sowie menschlicher Wille sich soweit versteigt, Kräfte zur Auslösung bringen zu wollen, die zu beherrschen einen anderen seelischen Reifegrad erfordert, als ihn die Menschen am Ende dieser Erlösungsperiode besitzen, und die darum nimmermehr sich aufbauend, sondern nur zerstörend äußern werden. Amen. B.D. NR. 3950.

 

Buch 49 3951

Geistiger Tiefstand - Unkenntnis der Naturgesetze und ihre Auswirkung.

3. Januar 1947. B.D. NR. 3951.

Die Gesetze der Natur zu ergründen ist euch Menschen nur im beschränkten Maße möglich, weil dies Mein Wille ist, solange eure Seelenreife nicht einen bestimmten Grad erreicht hat. Ihr könnet aber jederzeit die Schranken, die Ich euch gesetzt habe, durchbrechen mit Meiner Hilfe, und dann ist euch jedes Gebiet erreichbar, jedes Wissen erschlossen, und jegliche Forschung ist euch möglich. Denn dann habt ihr Mich Selbst als Lehrmeister, Der euch wahrlich recht unterweiset auch in Gebieten, die menschliche Verstandestätigkeit erfordern, um zum rechten Ergebnis zu kommen. Und also müsset ihr dazu eine geistige Reife besitzen, ihr müsset mit Mir in Verbindung stehen im Denken und Handeln. Solange euch aber diese geistige Reife mangelt, werdet ihr Wahrheit und Irrtum nicht zu unterscheiden vermögen und also auch unfähig sein, Kräfte zu ergründen, deren Ursache und Wirkung festzustellen und sie entsprechend auszunützen. Ihr könnt wohl jederzeit Versuche anstellen und euer Wissen scheinbar vermehren, ihr könnet aber auch mit der Unterstützung jener Macht arbeiten, deren ständiges Bestreben das Zerstören Meiner Werke ist, über die sie selbst keine Gewalt hat. Und niemals werde Ich daher solche Versuche segnen, es sei denn, sie sind pur Werke der Nächstenliebe, Versuche, um der notleidenden Menschheit zu helfen, ohne eigenen Vorteil dadurch erzielen zu wollen. Dann werden euch auch alle Kräfte untertan werden, dann werdet ihr sie nützen können unbeschränkt und größte Erfolge zu verzeichnen haben, denn dann habt ihr auch einen bestimmten geistigen Reifegrad erreicht, der euch rechtes und wahres Denken gewährleistet, und ihr werdet eure Erfahrungen bereichern können und segensreich tätig sein. Die Menschheit ist aber nun auf einem Tiefstand angelangt, daß auch die Forschenden ohne Mich arbeiten, daß sie nur rein verstandesmäßig tätig sind und nur noch das Bestreben haben, sich die Kräfte der Natur dienstbar zu machen um irdischen Erfolges willen. Also habe Ich denen eine Grenze gesetzt, die sie bei ihrer falschen Einstellung zu Mir und zur Materie nicht überschreiten können. Und so werden ihre Forschungen und Berechnungen nicht irrtumsfrei sein, wenngleich sie von ihrer Richtigkeit überzeugt sind und darauf experimentieren. Nur teilweise sind die Gesetze der Natur euch bekannt, denn Meine Kraftausstrahlung ist ungeheuer, sie durchströmt die ganze Unendlichkeit, und zwar nicht willkürlich und planlos, sondern nach Meinem Grundgesetz von Ewigkeit verteilt auf alle Schöpfungen so, daß ihr Bestehen und Erhalten gesichert ist, solange ein Schöpfungswerk seine geistige Aufgabe zu erfüllen hat. Also ist die Kraft gewissermaßen gebunden, sie ist angepaßt in ihrer Stärke der Größe eines Schöpfungswerkes und wird, solange das richtige Verhältnis hergestellt bleibt, erhaltende und aufbauende Wirkung haben. Darum kann das Maß von Kraft nicht willkürlich erhöht werden, ansonsten die Wirkung eine zerstörende ist. Mir Selbst, als Schöpfer von Ewigkeit, steht wohl die Macht zu, die Wirkung aufzuheben oder sie so zu verteilen, daß durch Erstehen und Beleben neuer Schöpfungen ein Ausgleich geschaffen wird, dem Menschen jedoch mangelt ob seiner Unvollkommenheit diese Macht, und also fällt eine durch seinen Unverstand ausgelöste Kraft auf ihn selbst zurück, d.h., sie vernichtet nicht nur, die Meiner Naturgesetze unkundig sind, sondern sie vernichtet das ganze Schöpfungswerk, das Menschen zwecks Ausreifung ihrer Seelen trägt. Ich werde die Weisheit der Weisen zunichte machen und den Verstand der Verständigen verwerfen. Solange sie ohne Mich an Forschungen herangehen, wird ihr Denken getrübt sein und das Ergebnis falsch. Und die Folge wird sein eine nicht berechnete Auswirkung, ein Untergang des Schöpfungswerkes, dessen Erhaltung in rechtem Maß ihm zuströmende Kraft bedingt. Und so wird durch menschlichen Willen, der nicht Mich, sondern ausschließlich die Materie zum Ziel hat, das letzte Vernichtungswerk auf dieser Erde veranlaßt, ohne von Mir gehindert zu werden, weil die Zeit erfüllet ist und die gesamte Menschheit bis auf die kleine Schar der Meinen reif ist zum Untergang. Amen. B.D. NR. 3951.

 

Buch 49 3952

Zustand der Finsternis der Seelen im Jenseits und Hilfe durch Lichtwesen.

4. Januar 1947. B.D. NR. 3952.

Und euer Anteil wird sein Licht oder Finsternis. Im Licht werdet ihr weilen,52 so ihr dem Licht Zugang gewährt habt zu euch, so ihr es verströmen ließet in eure Herzen und dadurch die Finsternis verjagt habt, in der ihr weiltet, bis euch das Licht aus den Himmeln berührte. Finsternis aber ist euer Los, so ihr dem Licht entfliehet. Und die geistige Finsternis bedeutet einsames Umherwandeln, es bedeutet Verlassensein in dunkelster Umgebung ohne Ziel und ohne Hoffnung auf Veränderung eurer Lage. Die Seele, die jenseits in der Finsternis weilt, leidet daher unsäglich, weil sie zuvor das körperliche Augenlicht besaß und alles um sich erkennen konnte, nun aber das geistige Auge nötig ist, um Geistiges schauen zu können, die Seele aber völlig blind ist im Geist. Und so wird sie in einer trostlosen öden Gegend weilen, und so andere Seelen ihr begegnen, wird sie diese nicht zu erkennen vermögen und darum auf die Hilfe anderer Seelen angewiesen sein, daß diese sie führen, daß sie ihr ab und zu einen Lichtschimmer zukommen lassen, auf daß sie ihre Umgebung erkennen. Die im Licht stehenden Seelen aber nehmen sich jener armen Seelen an, doch ihre Hilfe ist beschränkt laut Gottes Willen, denn sie dürfen sie nicht wider ihren Willen bedenken mit Licht. Solange die Seele das Licht nicht entbehrt, muß sie in Finsternis schmachten, und ob dies noch so lange Zeit dauert. Sie muß nach Licht Verlangen tragen, ihr Zustand muß ihr unerträglich werden, und sie muß nach Änderung ihrer Lage verlangen, dann erst treten ihr Lichtträger nahe und geben ihr einen kleinen Schimmer ihres Lichtes ab - sie geben ihnen kleine Aufklärungen und je nach ihrer Willigkeit, diese anzuhören und anzunehmen, wird das Licht nun wirksam an ihnen. Die Unerträglichkeit ihrer Lage kann in ihr die Hilfswilligkeit erwecken oder verstärken, sowie sie mit anderen leidenden Seelen zusammentrifft. Deren Leid wird ihr ersichtlich sein, wenngleich sie nicht viel zu erkennen vermag, und sowie das Leid dieser Seelen ihren Hilfswillen anregt, wird es heller in ihr, und sie findet Gelegenheit, jener Seele zu helfen. Nun spürt sie einen Zustrom von Kraft, und sie verwendet diese Kraft zur Hilfeleistung und wird nun selbst unterstützt von seiten der Lichtwesen, die eine solche Seele nun nimmermehr verlassen. Sie empfängt, weil sie gibt, weil die Liebe in ihr erwacht ist und jegliches Liebeswirken auf Erden wie im Jenseits Kraftempfang zur Folge hat, Kraft und Licht aber stets beisammen sind - ihr Wille wird gestärkt, und sie reifet an Erkenntnis. Die Dunkelheit ist durchbrochen und ist vorerst einem Dämmerlicht gewichen, dem ein goldener Morgen folgt - so die Sonne des Geistes aufgegangen ist, d.h., Wissen auf jedem Gebiete ihr verabreicht wird von seiten der Lichtwesen, das die Seele beglückt und sie zu ständiger Liebetätigkeit antreibt, d.h. zum Austeilen dessen, was sie selbst besitzt, an die Seelen, die noch in tiefster Dunkelheit schmachten. Jede Seele kann der Finsternis entfliehen, jede Seele kann sich erlösen, doch immer muß ein liebender Gedanke Anlaß geben zur Vermittlung von Licht, denn ohne diesen dürfen die Lichtwesen nicht Gaben austeilen, weil der freie Wille das Licht anstreben muß, ansonsten es ewige Nacht um die Seele bleibt und ein Absinken in die tiefste Tiefe der Finsternis die Folge sein kann. Licht aber gehört zur Seligkeit, und so einer Seele die geistige Sehe erschlossen ist, wird sie ihre Aufgabe erkennen und Herrlichkeiten schauen und nimmermehr in die Finsternis zurücksinken. Amen. B.D. NR. 3952.

 

Buch 49 3953

Lichtträger auf Erden Organe der geistigen Lichtwesen. Deren Tätigkeit.

7. Januar 1947. B.D. NR. 3953.

Es weilen die Lichtwesen stets in Erdennähe in Erwartung, daß sich eine Seele öffnet für den Lichtstrahl aus der Höhe. Doch selten nur wenden die Menschen ihre Gedanken dem geistigen Reich zu, und darum können auch nur wenige gedanklich beeinflußt werden, wie es ihren Seelen dienlich ist. Der Wille der Menschen ist weit mehr der irdischen Welt zugewandt, und diese übertönet die Stimme aus der geistigen Welt. Und darum müssen auch auf Erden Stimmen ertönen, inmitten des weltlichen Trubels müssen Stimmen laut werden, die das gleiche künden, was die Lichtwesen den Menschen vermitteln möchten. Es müssen Menschen wiedergeben den Mitmenschen, was sie aus dem Lichtreich empfangen haben, und also sind sie gleichsam die Organe, durch die sich die Lichtwesen kundgeben, durch die sie sich Gehör verschaffen für die geistigen Gaben, für ihre gedankliche Ausstrahlung, die durch jene alle Menschen berühren sollen, die ihre Herzen öffnen dem geistigen Zustrom. Unentwegt sind die Lichtwesen tätig, weil ihre Mithilfe dringend erforderlich ist in der letzten Zeit vor dem Ende. Und so suchen sie das Denken der Menschen hinzulenken auf geistiges Gebiet, sie suchen sie einzuführen in die Wahrheit, indem sie die Unwissenden den Wissenden zuführen oder sie veranlassen zu geistigen Gesprächen, um nun gedanklich auf die Lehrenden und Zuhörenden einzuwirken, um dann selbst ihren Einfluß auszuüben auf alle, deren Gedanken bei den aufgeworfenen Fragen verharren. Dann kann ihnen die rechte Antwort zugehen, sie kann ihnen von seiten der Lichtwesen vermittelt werden, dann können die Lichtwesen wirken ihrer Aufgabe gemäß, sie können ihre Liebe zu den Menschen zum Ausdruck bringen durch Vermittlung der reinen Wahrheit, sie können tätig sein und unausgesetzt austeilen, was sie selbst empfangen von Gott - geistiges Wissen, das der Wahrheit entspricht. Jede geistige Unterhaltung auf Erden ist Wirken dieser Lichtwesen, die emsig bemüht sind, die Erdenkinder zu rechtem Denken zu leiten, und dies also durch gedankliche Übermittlung zu erreichen suchen, wenn die Menschen keinen Widerstand leisten durch allzu weltliche Einstellung, durch weltliches Verlangen oder bewußte Abwehr geistiger Gedanken. Sowie nun auf Erden Lichtträger arbeiten für das Reich Gottes, können die geistigen Lichtwesen erfolgreicher wirken, indem auch die Lichtträger von ihnen so beeinflußt werden, daß sie die rechten Gedanken den Mitmenschen gegenüber zum Ausdruck bringen und durch Belehrung anregend auf diese einwirken. Und so wird ununterbrochen geistige Arbeit geleistet, auf Erden wie im geistigen Reich, um die Not der Menschen zu verringern, um sie gedanklich auf den rechten Weg zu leiten, denn es ist in der letzten Zeit vor dem Ende dringend notwendig geworden, daß die Menschen belehrt werden aus der Höhe, daß ihnen ein Licht angezündet werde, daß ihnen die Wahrheit gebracht werde, auf daß ihre Seelen das Reich Gottes suchen und auch finden können. Denn die Zeit geht ihrem Ende entgegen, und die geistige Not auf Erden ist so groß, daß alles lichtvolle Geistige zur Hilfe bereit ist auf Erden wie im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 3953.

 

Buch 49 3954

Gottes Wort persönlichste Äußerung Seiner Selbst. Kein Tod - Ewiges Leben.

9. Januar 1947. B.D. NR. 3954.

Es sind Worte des ewigen Lebens, die euch gegeben werden, denn sie kommen aus dem Munde Gottes, Der Sich euch, Seinen Geschöpfen, offenbaren will. Gott aber ist Selbst das Leben von Ewigkeit, ununterbrochen strömet daher auch Seine Lebenskraft in die Unendlichkeit, und sie nimmt Form an in Seinen Schöpfungen und als persönlichste Äußerung Seiner Selbst im Wort, Er Selbst spricht zu euch Menschen eine Sprache, die ihr alle verstehen könnt, so euer Herz horchet auf Seine Stimme. Und so ihr sie vernehmet im Herzen tönend oder gedanklich, werdet ihr leben und nimmermehr den Tod schmecken in Ewigkeit. Sein Wort ist das Leben selbst, weil es vom ewigen Leben ausgeht. Denn Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit der unentwegt schaffende Geist, der ohne Unterlaß wirkende Schöpfer des Himmels und der Erde - d.h. geistiger und irdischer Schöpfungswerke, die Sein Leben in sich tragen und Seine nie endende Kraft bezeugen. Und so ist auch Sein Wort Kraft und muß auch als Kraft wirken in dem, der es aufnimmt in sein Herz. Und er muß dem Tod entfliehen, er muß selbst in einen Zustand geraten, wo er unentwegt tätig sein kann, wo er schaffen und beleben kann, weil er von der Kraft Gottes durchflutet ist. Und also habet ihr Menschen einen Kraftquell, einen Lebensborn, aus dem ihr schöpfen könnet stets und ständig, und jeder kraftlose Zustand muß euch fremd sein, so ihr euch an dem göttlichen Wort labet, und ihr werdet keine Schwäche zu fürchten brauchen, weder irdisch noch geistig, denn Gott Selbst spricht durch Sein Wort mit euch, und es bedeutet dies erhöhte Kraftzufuhr, so ihr dieser Gnade gewürdigt werdet, so ihr diese Gnade begehret und auf Seine Stimme lauschet, die fein und leise in euch ertönet. Ihr werdet leben und nimmermehr den Tod zu fürchten haben, und Leben bedeutet, Kraftfülle zu besitzen und jeder Anforderung gewachsen zu sein, die an euch gestellt wird geistig und irdisch. Um körperlich zu leben, müsset ihr Speise und Trank zu euch nehmen, euer geistiges Leben aber fordert das gleiche - Speise und Trank für die Seele. Damit bedenket euch Gott durch Sein Wort. Er gibt eurer Seele die Nahrung, die sie erhält und reifen lässet, die aus dem schwachen, kraftlosen Zustand des Todes ihr zu einem freien, kraftvollen Zustand des Lebens verhilft. Er speiset und tränket euch, auf daß ihr lebet. Genießet oft die Speise, die euch vom Himmel geboten wird, wisset, daß sie das Köstlichste ist, was euch auf Erden geboten werden kann, esset das Himmelsbrot und trinket von dem lebendigen Wasser, und danket dem Vater im Himmel für Seine Liebe und Gnade, die Er Seinen Kindern auf Erden zuwendet. Denn Er will, daß ihr lebet in Ewigkeit, daß ihr nicht dem Zustand des Todes verfallet, wo Seine Kraft euch nicht berühren kann, weil ihr selbst eure Herzen verschließet. Zum ewigen Leben seid ihr bestimmt, und nur Sein Wort kann euch in dieses einführen, darum nehmet es auf, lasset das Wort Selbst zu euch sprechen, und seid euch der übergroßen Gnade bewußt, die Gott Selbst euch zuwendet, weil Er euch liebt von Anbeginn und euch gewinnen will für ewig. Amen. B.D. NR. 3954.

 

Buch 49 3955

Belehrung durch Gott Selbst. Tönendes Wort. Jünger Jesu.

10. und 11. Januar 1947. B.D. NR. 3955.

Euer Wissen kann nach jeder Richtung hin erweitert werden, so ihr euch Mir als Schüler anvertraut und von Mir belehrt werden wollet. Dann könnet ihr jede Frage stellen und es wird euch Antwort werden. Doch lauschen müsset ihr nach innen, ansonsten ihr die Antwort nicht vernehmen könnet. Wie aber dieses Lauschen vor sich gehen muß, das ist euch fremd, weil ihr es nicht übet und ihr darum Meine Stimme nicht höret, obwohl sie zu euch spricht. Ihr müsset euch vorerst in die Stille zurückziehen, d.h. euch soweit von der Welt trennen, daß eure Gedanken ungehindert sich mit dem zu lösen-wollenden Problem befassen können. Ihr müsset ferner euch gedanklich mit Mir verbinden durch inniges Gebet, daß Ich euch gegenwärtig werde, so daß ihr also mit Mir Zwiesprache halten könnet, daß ihr mit Mir wie ein Kind zum Vater, wie ein Bruder zum Bruder oder Freund zum Freunde reden könnet ohne jegliche Scheu. Und dann müsset ihr euch gedanklich befassen mit dem Problem, das euch bewegt. Und es wird in euch hell werden, ihr werdet selbst Gedanken haben, die euch annehmbar erscheinen, von deren Richtigkeit ihr innerlich überzeugt seid und die auch darum richtig sind, weil ihr mit Mir Selbst in Verband getreten seid und Mir dadurch das Recht einräumt, eure Gedanken zu lenken in rechte Bahn. Ihr könnet aber auch Meine Stimme direkt in euch vernehmen, doch dieser Vorgang will geübt sein, denn er erfordert Ausdauer und völliges Abgeschlossensein von der Umwelt, d.h., eure Gedanken müssen sich gänzlich trennen können von allem, was euch umgibt. Dann könnet ihr leise gesprochene Worte vernehmen, gleichfalls gedanklich oder auch tönend, je nach dem Grade eurer Reife und Aufnahmefähigkeit. Das tönende Wort schlägt jeglichen Zweifel in euch nieder, und so ihr diesen Zustand erreichet, daß ihr Meine Stimme tönend in euch vernehmt, seid ihr die glücklichsten Menschen auf Erden, denn dann gibt es für euch keine Frage mehr, die euch unbeantwortet blieb, dann könnet ihr reden mit Mir und Antwort empfangen, wo ihr geht und steht, dann ist Meine Stimme lauter als die Stimme der Welt und wird sie stets und ständig übertönen. Und dieses tönende Wort hörten Meine Jünger auf Erden, und also konnte Ich sie unterweisen in aller Stille und ihnen auf jede Frage Antwort geben auch nach Meiner Auffahrt zum Himmel. Ich war bei ihnen im Geist und weile auch bei euch Menschen im Geist bis an das Ende. Und darum sollet ihr ringen um den Zustand der Seelenreife auf Erden, auf daß ihr Meine Stimme tönend in euch vernehmen könnet, und ihr sollt euch üben in der Entgegennahme Meines Wortes, ihr sollt gedanklich ständig mit Mir verbunden bleiben und alle Fragen Mir zur Beantwortung überlassen, ihr sollt horchen nach innen, und es wird euch Antwort werden, der ewige Lehrmeister Selbst wird euch unterweisen, wie Er es verheißen hat, daß Er euch in alle Wahrheit leitet. Amen. B.D. NR. 3955.

 

Buch 49 3956

Materie unwirksame Kraft. Erlösung durch erhöht wirksame Kraft. Menschenhände.

12. bis 14. Januar 1947. B.D. NR. 3956.

Gerichtete Materie ist die zur Form gewordene Kraft Gottes, die Ihm gänzlich widersetzlich geworden ist, indem sie als von Ihm geschaffenes Geistiges die Bestimmung nicht mehr erkannte, die dem Geistigen oblag. Also ist die Materie das in Gottferne stehende Geistige, das durch Gottes Willen gebunden wurde, d.h. seiner uranfänglichen Freiheit und Kraft beraubt, weil es selbst, also aus eigenem Willen der Kraft Gottes entflohen ist. Folglich ist die Materie wohl als einstmalige Kraftausstrahlung Gottes anzusprechen, jedoch ohne Kraftwirkung, es ist für die Zeitdauer der bestehenden Form ungenützt bleibende Kraft und also nicht der göttlichen Grundordnung entsprechend, wie alles, was Gott-widersetzlich sich einstellt, nicht in Seiner ewigen Ordnung stehen kann. Es wird aber von Gott einst ausgegangene Kraft nicht Ewigkeiten hindurch ohne Wirkung bleiben können, weil dies ein Verringern göttlicher Kraft bedeuten würde und dies ewiglich nicht möglich ist, sondern dieser unwirksam gewordenen Kraft wird erhöht wirkende geistige Kraft aus Gott entgegengesetzt, so daß der Vorgang der Kraftentfaltung, des Regens der brachliegenden Kraft, beginnt. Es wird das zur Form, zur Materie gewordene Geistige durch Einwirkung göttlicher Ausstrahlung angeregt zur Tätigkeit, die jedoch nun nicht mehr dem eigenen Willen, sondern dem Willen Gottes entspricht. Es muß sich das Ihm widersetzlich eingestellte Geistige unterwerfen, wenn es der Kraftzuwendung von außen teilhaftig werden will, wenn es wieder zur Tätigkeit zugelassen werden will und dadurch, wenn auch nach endlos langer Zeit, seinen Urzustand, unbeschränkte Kraftnutzung in Willensfreiheit, erreichen will. Es kann das Rückversetzen in diesen Urzustand nur geschehen durch außergewöhnliche Kraftentwicklung und Zufuhr dieser von seiten des im Willen Gottes wirkenden Geistigen, ansonsten die verhärtete Kraft, die Materie, ewig im Gott-widersetzlichen Willen verharren würde und ewiglich unerlöst blieb. Es muß Liebe zum Unerlösten eine erhöhte Kraftwirkung auslösen und dadurch das gebundene Geistige zur Aufgabe seines Widerstandes gegen Gott veranlaßt werden, dann erst wird auch die zur Materie geformte Kraft in ein Anfangsstadium von Tätigkeit versetzt. (13.1.1947) Erhöht auf die Materie einwirkende Gegenkraft hat zur Folge, daß die in ihr gebannte Kraft auflebt, daß sie sich zu äußern sucht, daß also eine geringe Veränderung an der Materie selbst durch das in ihr erwachende Leben zu spüren ist. Das gebundene Geistige wird sich seiner eigentlichen Bestimmung bewußt, es spürt einen verstärkten Drang in sich nach Tätigkeit, und es sucht diesen Drang zu befriedigen. In keiner Weise jedoch kann es frei wirken, sondern die Art der Kraftäußerung ist ihm vorgeschrieben, d.h., es muß nach göttlichem Willen tätig sein, es muß sich dem Gesetz der ewigen Ordnung unterstellen, es kann nicht selbst wollen in Freiheit, sondern jegliche Tätigkeit führt es aus in einem gewissen Mußzustand, vorausgesetzt, daß es die Kraft in sich zur Auswirkung kommen lassen will. Denn es kann auch der ihm zuströmenden Kraft Abwehr entgegensetzen, dann bleibt der regungslose Zustand der Materie bestehen, dann ist diese in einem Zustand des Todes, also völlig ohne Kraft und Leben scheinend. Und doch ist sie im Grunde des Grundes von Gott ausgehende Kraft, nur ohne jegliche Wirkung und somit der ewigen Ordnung widersprechend. Also kann die Materie an sich auch niemals etwas Begehrenswertes sein für das reifere Geistige, sondern sie muß erkannt werden als etwas Gott-widerspenstiges, solange ihr nicht eine dienende Tätigkeit obliegt. Der Zweck und Sinn eines Schöpfungswerkes, von Gottes- oder Menschenhand hervorgegangen, gibt auch der Materie erst den Wert, denn er beweiset den Willen des gebannten Geistigen zur Tätigkeit. (14.1.1947) Die Materie ist also etwas Unerlöstes, sie ist eine Kraftstation, die gewissermaßen außer Betrieb gesetzt ist und die durch eine starke Willenskraft von außen erst wieder in Betrieb gesetzt werden muß. Sie ist ferner eine Sammelzentrale von ins Weltall verströmender Lebenskraft, die als erhöht wirksam sich mit der unwirksamen Kraft zu verbinden sucht, um erhöhte Leistungen hervorzubringen, als welche nun jegliches Werden und Leben in der Natur sowohl als auch brauchbare Schöpfungen, aus Menschenhand hervorgegangen, anzusehen sind. Es ist die Materie verhärtete Kraft, während die ins Weltall verströmende Lebenskraft als von Gott direkt ausgehend noch in vollster Wirksamkeit und also überaus regsam und Leben-erweckend ist und alle jene untätigen Kräfte zur Tätigkeit treiben kann, sofern sie zu diesen Zutritt findet. Doch dies entscheidet der in der Materie gebundene Wille. Denn die Verhärtung der Materie war Folge des Gott-widersetzlichen Willens der von Ihm erschaffenen Wesen, also muß die Erweichung der Materie entsprechend des Aufgebens ihres Widerstandes gegen Gott stattfinden. Von sich aus würde das Wesenhafte in der Materie niemals den Widerstand aufgeben, durch die Zufuhr von Kraft aber, die den göttlichen Willen in sich trägt, kann eine Willensänderung des in der verhärteten Materie gebundenen Wesenhaften vor sich gehen, weil es die Wohltat einer wirksamen Kraft empfindet und dies Anreiz ist zu einer Tätigkeit, wo seine Kraft zur Entfaltung kommen kann. Die Materie ist also etwas Gott-Widersetzliches, solange sie nicht zur dienenden Tätigkeit zugelassen ist, sie hat aber ihren Widerstand aufgegeben, sowie die aus ihr geformten Schöpfungen einen dienenden Zweck verrichten. Und daraus geht hervor, daß auch der Mensch außerordentlich zur Erlösung der Materie beiträgt, sowie aus seiner schöpferischen Hand Dinge hervorgehen, die zum Nutzen von Mensch und Tier bestimmt sind, sowie er der Materie eine dienende Tätigkeit zuweiset, die dem in ihr gebundenen Wesenhaften die Möglichkeit gibt, sich einmal zu befreien und der sie umhüllenden Form zu entfliehen, sowie diese ihren dienenden Zweck erfüllt hat, also völlig unbrauchbar geworden ist und einer neuen Verformung harrt. Es ist darum die unermüdliche Tätigkeit der Menschen von größter Wichtigkeit, bedeutet doch der Mensch für die unerlöste Materie und für das darin gebundene Wesenhafte jene erhöhte Kraftäußerung, durch welche die ungenützte Kraft zur Tätigkeit angeregt wird, auf daß die Erlösung des Gebundenen beginnen kann. Amen. B.D. NR. 3956.

 

Buch 49 3957

Sichtbare Schöpfung Reich des Gegners von Gott, der aber keine Macht darüber hat.

16. und 17. Januar 1947. B.D. NR. 3957.

Obwohl alles Sichtbare Gottes Kraft und Schöpferwillen bezeuget, ist doch die Schöpfung Anteil des Gegners von Ihm, denn ihre Substanzen sind das von dessen Willen durchdrungene Geistige, das sich also gegen Gott eingestellt hat. Und so muß jegliche sichtbare Schöpfung zu seinem Reich gezählt werden, nur der Mensch kann, obzwar gleichfalls materielle Schöpfung, schon während seines Erdenlebens seinem Reich entfliehen, wenngleich sein Körper noch erdgebunden ist und noch nicht restlos frei ist von Willensregungen, die seinen Einfluß erkennen lassen. Die Seele des Menschen aber kann seiner Welt schon gänzlich entflohen sein und in dem Reich weilen, das ihre eigentliche Heimat ist, wo allein die Kraft und der Wille Gottes tätig ist und wo darum auch keine irdischen Schöpfungen mehr bestehen, die Gott-entgegengesetzten Willen in sich tragen. Doch Gewalt über die sichtbaren Schöpfungen auf der Erde hat der Gegner Gottes nicht, obwohl es sein Reich ist. Es sind ihm verwandte Substanzen, aus denen die Schöpfung sich zusammensetzt, doch seinem Einfluß völlig unzugänglich, weil der Wille Gottes allein diese Schöpfung regiert. Und darum kann das in der Schöpfung gebundene Geistige ungehindert seinen geistigen Aufstieg fortsetzen, so es ihn einmal begonnen hat, es wird in keiner Weise vom Gegner Gottes in seinem Entwicklungsgang gestört werden können, denn er hat über die sichtbaren Schöpfungswerke nicht die geringste Macht. Darum aber sucht er ständig auf den Willen des Menschen einzuwirken, weil ihm die Beeinflussung dessen gestattet ist und er seine Macht nun ausgiebig auszunützen sucht. Sein Streben geht nun dahin, den menschlichen Willen so zu beeinflussen, daß er sich die Zerstörung von Schöpfungen jeglicher Art zum Ziel macht. Und da dies zumeist die Auswirkung eines lieblosen Lebenswandels ist, sucht er also vorerst die Liebe im Menschen zu ertöten und in ihm den Hang zur Welt zu erwecken, der ihn antreibt, sich Genüsse zu verschaffen auf Kosten seiner Mitmenschen. Sowie der Mensch sich einmal zu lieblosem Handeln hinreißen läßt, hat er sich in die Gewalt des Gegners von Gott begeben, und sein Denken und Handeln ist Gott-widrig. Und dann wird er sich immer mehr jenem Einfluß öffnen und ihm ein williger Diener sein auf Erden. Die materielle Welt ist sein Reich, d.h., gebannt in ihr ist das Geistige, das noch seinen Willen in sich trägt, also Gott widersetzlich ist, das aber dennoch zur Höhe strebt im Mußgesetz. Dieses Geistige nun sucht er zu befreien, auf daß es wieder zu ihm zurückkehre und seine Macht vergrößern helfe. Und darum sucht er den Menschen zur Zerstörung von Schöpfungswerken anzuregen aus Gründen der Lieblosigkeit. Denn auch auf ordnungsmäßigem Wege kann eine Zerstörung der Materie vor sich gehen und dem Willen Gottes entsprechen, so die Liebe Triebkraft jeglicher Tätigkeit des Menschen ist und eine Zerstörung der Materie nur den Zweck hat, neue Werke entstehen zu lassen, die von Nutzen sind und also zum Liebeswirken gerechnet werden können. Dann wird dem Geistigen in der Materie nur zum weiteren Aufstieg geholfen nach Gottes Willen. Und dann ist auch die Zeit abgelaufen, die dem Geistigen in jeglicher Form gesetzt ist; während der Gegner Gottes vorzeitig diese Entwicklung abzubrechen sucht und er dazu den Willen des Menschen benötigt, weil er selbst keine Macht hat über das aus Gottes Willen und Seiner Kraft Geschaffene, das zur Aufwärtsentwicklung des von Ihm einst abgefallenen Geistigen dient. Doch nur liebloses Handeln am Nächsten führt zur Zerstörung der Materie in seinem Sinne, und also hat der Gegner Gottes zweifache Pläne, die er durchzuführen sucht - das Geistige zu befreien und es in der Aufwärtsentwicklung zu hindern und gleichzeitig auch den Menschen selbst zu gewinnen, indem dieser durch seine Willfährigkeit seine ganze Entwicklung zuvor zunichte macht und er im letzten Stadium wieder dem hörig wird, der Anlaß ist seines unvollkommenen Zustandes und der alle Kraft aus Gott sich zuzuleiten sucht, um seine Macht zu vergrößern. Der Mensch selbst aber kann im freien Willen diese seine Pläne zunichte machen, so er durch Liebetätigkeit sich selbst in einen Vollkommenheitszustand versetzt und also sich ganz befreit aus der Gewalt seines einstigen Verführers und gleichzeitig auch zur Erlösung des unter ihm stehenden Geistigen beiträgt, so er in dienender Nächstenliebe die Materie umgestaltet zu nützlichen Dingen, indem er die Materie vor mutwilliger Zerstörung zu schützen sucht und ihr jederzeit die Möglichkeit gibt, ihre Bestimmung zu erfüllen, d.h., Menschen, Tieren oder sonstigen Schöpfungswerken Gottes zu dienen entsprechend ihrer Form. Nichts ist ohne Sinn und Zweck, und jedem Schöpfungswerk Gottes liegt eine weise Bestimmung zugrunde; und darum soll auch der Mensch in seiner Tätigkeit die Liebe und die Weisheit gelten lassen - es sollen unter seiner Hand nur solche Schöpfungen entstehen, die dem Nächsten zum Besten gereichen, und zur Zerstörung anderer Schöpfungswerke, von Gott- oder Menschenhand hervorgegangen, soll er nur seine hilfreiche Hand bieten, wenn das neu zu Formende eine Weiterentwicklung für das in der Materie gebundene Geistige gewährleistet. Mutwillige Zerstörungen jeder Art machen unsagbar viele geistige Wesenheiten frei, die je nach ihrer Reife oder Gottwidersetzlichkeit sich rächen oder Qualen erdulden müssen, bis sie wieder neu geformt werden und ihre unterbrochene Entwicklung fortsetzen können. Oft aber äußern sich diese wider ihren Willen frei gewordenen Wesenheiten in einer die Menschen belästigenden Weise, zwar nicht körperlich spürbar, jedoch auf die Seele des Menschen einwirkend, sie übermäßig auf die Materie richtend und also in ihr Triebe und Begierden auslösend, die ihrer Aufwärtsentwicklung äußerst schädlich sind und den Feind der Seelen frohlocken lassen ob seines Erfolges. Denn er läßt in dem Kampf um die Menschenseelen nicht nach, und er tritt ihnen mit allen Versuchungen nahe. Doch die Liebe macht den Menschen frei, und wer in der Liebe lebt, dem wird auch nicht die Materie mehr begehrlich sein; er wird rastlos tätig sein und durch seine Tätigkeit zur Erlösung dieser beitragen, und über ihn wird der Versucher niemals den Sieg davontragen. Amen. B.D. NR. 3957.

 

Buch 49 3958

Wüten des Satans in der Endzeit. Abfall vom Glauben.

19. und 20. Januar 1947. B.D. NR. 3958.

Die Zahl der Ungläubigen wird in der Endzeit anwachsen und die kleine Schar der Gläubigen fast zu erdrücken drohen. Und mit dem Abfall vom Glauben tritt auch das Wüten des Satans mehr und mehr in Erscheinung, denn die Menschen verlieren das letzte Verantwortungsgefühl einem gerechten Richter gegenüber, weil sie nicht an Ihn glauben. Und daher tritt Gott offensichtlich in Erscheinung, um erstmalig den Glauben der Seinen zu stärken, auf daß sie nicht wankend werden angesichts der Gottlosigkeit der Ungläubigen und ihrer weltlichen Erfolge. Er will aber auch diesen noch die Möglichkeit geben, sich zu besinnen, und nimmt sich daher der Seinen so augenfällig an, daß auch ein Ungläubiger die Kraft Gottes erkennen kann, daß er den Glauben zurückgewinnen kann, den er verloren hat, so er nur den kleinsten Willen dazu aufbringt. Gott wird Zeichen und Wunder tun durch Seine Werkzeuge auf Erden. Scheinbar also werden Seine Diener auf Erden Außergewöhnliches vollbringen, doch Gott Selbst äußert Sich durch diese, Er gibt Sich kund, und Er weilet sogar sichtbar unter den Seinen zum Zeichen, daß das Ende nahe ist, doch erkannt nur von denen, die Ihn lieben aus ganzem Herzen und Seine Gebote halten - die selbst zur Liebe sich geformt haben auf Erden und überaus rührig sind in ihrer Tätigkeit für Sein Reich. Und diesen wird auch eine außergewöhnliche Kraft innewohnen, weil Gott Selbst in ihren Herzen Wohnung nehmen kann und Seine Liebekraft sie erfüllt. Die Ungläubigen werden sich überzeugen können von dieser Kraft, sie werden zugeben müssen, daß eine höhere Macht am Werk ist, sofern sie nur willens sind, nachzudenken über die außergewöhnlichen Erscheinungen, welche die letzte Zeit vor dem Ende mit sich bringen wird. Doch sie sind allzu weltlich eingestellt und achten nicht auf jene, sie verachten die Gläubigen und verfolgen sie und bringen sie dadurch in schwere Nöte und Drangsal, aus denen nur die offensichtliche Hilfe Gottes sie stützet und ausharren läßt. Denn das Wirken Gottes unter den Seinen wird so offensichtlich sein, daß sie sich fest zusammenschließen und allen Anstürmen der Welt Widerstand leisten; fester denn je werden sie im Glauben sein und sich gänzlich Gott und Seiner Führung übergeben, daß sie weder irdische Not noch den Tod fürchten und daher auch alles leichter ertragen, was in der Zeit des Endes auf sie einstürmen wird. Wo Gott Selbst einmal in Erscheinung getreten ist, dort hat der Gegner Gottes kein Angriffsziel mehr, denn deren Glauben ist nicht mehr zu erschüttern. Und Gott wird den Seinen nahe sein, wie Er es verheißen hat. Er wird ihnen Trost und Kraft geben, Er wird sie belehren und Sein baldiges Kommen in Aussicht stellen, Er wird sie zu vermehrter Liebetätigkeit antreiben, denn Seine Gegenwart, ob weltlich oder geistig, wird die Menschen mit Liebe erfüllen zu Ihm und zu den Mitmenschen und also auch mit Kraft. In der Zeit des Endes aber ist das offensichtliche Wirken Gottes notwendig, denn auch dieses trägt zur Scheidung der Geister bei. Die noch Lauen und Unschlüssigen können sich entscheiden, welchem Lager sie angehören wollen, denn dazu wird ihnen noch ein letzter Anstoß gegeben. Sie können von der Kraft des Glaubens sich überzeugen, die auch der größten irdischen Not Herr werden wird, und ihre Einstellung zu Gott ändern, d.h. die rechte Einstellung zu Ihm herstellen. Wo Gott offensichtlich in Erscheinung tritt, dort wird Friede sein und Hoffnung trotz aller Trübsal, und da das Los der Gläubigen ein außerordentlich schweres ist, wird ersteres die Ungläubigen stutzen lassen. Und wer Seines Wortes achtet, wer Seinen Dienern auf Erden Gehör schenkt, dessen Willen wird sich wandeln, und jede willige Seele ergreift dann Gott in Seiner Liebe und Erbarmung, und Er hilft ihr und errettet sie von ewiger Finsternis. Er wird ihren noch schwachen Glauben beleben und ihnen die Kraft geben, auszuhalten bis zum Ende, bis Er kommen wird in den Wolken und die Schar Seiner Gläubigen zu Sich nimmt. Amen. B.D. NR. 3958.

 

Buch 49 3959

Liebe zu Gott. Köstlichste Gegengabe - Sein Wort.

21. Januar 1947. B.D. NR. 3959.

Gesegnet, die Mich im Herzen tragen, die zu Mir in allen Nöten des Leibes und der Seele flüchten und Meinen Schutz und Meine Liebe begehren. Ihnen will Ich allzeit ein treuer Vater sein. Ich vergelte ihnen ihre Liebe zu Mir tausendfach, denn womit Ich sie bedenke, das macht sie selig auf ewig. Ich komme Selbst zu ihnen im Wort. Immer wieder sage Ich euch dies, daß ihr Mich lieben müsset auf Erden, um von Mir wiedergeliebt und reich beschenkt zu werden mit Meiner Gnadengabe, die euch ein ewiges Leben gewährleistet. Doch so Ich im Wort zu euch komme, müsset ihr auch eure Herzen und Ohren öffnen zum Empfang, und dazu will Ich euch immerwährend anregen und euch ermahnen, niemals die köstlichste Gabe aus Meiner Hand unbeachtet zu lassen. Sie muß euch immer das Köstlichste bleiben, was ihr besitzet auf Erden, sie muß von euch mit hungernden Herzen begehrt werden, soll sie ihre Wirkung nicht verfehlen. Denn Ich biete euch wahrlich nichts Seichtes, nichts Halbfertiges, und darum sollet ihr es auch nicht gleichgültig annehmen, sondern es verlangen mit aller Glut des Herzens im Bewußtsein, von eurem himmlischen Vater versorgt zu werden mit dem Nötigsten, was ihr zur Erreichung der Seelenreife braucht. Haltet euch an Mein Wort, und alles Irdische wird seinen Reiz und Wert verlieren für euch. Horchet auf Meine Stimme, und die Stimme der Welt wird euch nur noch leise berühren. Nehmet mit dem Wort von Mir Kraft entgegen, und ihr werdet auch allen irdischen Anforderungen gerecht werden können - aber trachtet immer danach, daß Ich euch gegenwärtig bin und bleibe in Meinem Wort. Machet Mich zum König eures Herzens, Der alles in Besitz nimmt, und seid Ihm untertan in Liebe und Ehrfurcht. Dann wird Er in väterlicher Liebe euch regieren, Er wird euch Seinen Willen künden, Er wird euch königlich belohnen für eure Treue und Liebe. Er wird mit euch reden, und Sein Wort wird euch selig machen. Amen. B.D. NR. 3959.

 

Buch 49 3960

Erlösende Tätigkeit größtes Werk der Nächstenliebe.

24. Januar 1947. B.D. NR. 3960.

Erlösend tätig zu sein auf Erden ist die größte Nächstenliebe und also Gott wohlgefällig. Es ist eine Tätigkeit, die sowohl dem Körper als auch der Seele des Mitmenschen gilt. Denn die Not des Körpers wird abnehmen, je eifriger an der Seele gearbeitet wird. Erlösende Tätigkeit aber ist alles, was der Seele zur Freiheit verhilft, alles, was dazu dient, daß sie sich der Gewalt des Satans entwindet und zur Höhe entwickelt, alles, was ihr hilft, vollkommen zu werden. Diese erlösende Tätigkeit aber kann ein jeder Mensch ausführen und daher eine überaus segensreiche Nächstenliebe üben, besonders in der letzten Zeit vor dem Ende, wo unzählige Seelen in geistiger Not sich befinden, denen geholfen werden soll, denn ohne Hilfe sind ihre Seelen rettungslos verloren, da sie selbst keine Kraft mehr haben, sich zu befreien. Wenn ihr Menschen es euch vor Augen haltet, daß eine total geschwächte Seele dringend der Hilfe bedarf, so muß sich euer Herz zu dieser Hilfeleistung entschließen, so ihr nur einen Funken Liebe in euch spüret, denn es ist diese Schwäche der Seele kein vorübergehender Zustand, sondern er hält Ewigkeiten an, bis ihr von außen Hilfe gebracht wird. Die Seele ist zwar im Stadium als Mensch fähig, sich selbst zu erlösen, so sie sich dem Willen Gottes unterstellt und Seine Gebote hält. Doch da sie es nicht getan hat, ist sie jeder Kraft bar, und die Hilfe kann nur von seiten der Mitmenschen ihr zuteil werden, weil ein direktes Wirken Gottes zur Unmöglichkeit geworden ist, eben durch den Willen der Menschen selbst, der gänzlich verkehrt gerichtet ist. Gott aber sucht auch diesen Willen noch zu wandeln in der letzten Zeit, und darum sendet Er Seine Boten den Menschen zu, darum ermahnet Er sie ständig, erlösend tätig zu sein auf Erden, indem sie den Mitmenschen Aufklärung bringen und durch gutes Beispiel sie zu einem Lebenswandel in Liebe anregen, denn nur dadurch können sich die Seelen erlösen. Die Liebe also ist nötig, um auf Erden am Erlösungswerk sich zu beteiligen, und jeder Mensch wird gesegnet sein von Gott, der diese Liebe am Nächsten übet, denn diese Liebe ist wahrhaft uneigennützig, und es kann erlösende Tätigkeit nur ausgeführt werden von denen, die sich selbst verleugnen, die den Hang zur Welt überwunden haben und die also in Wahrheit Arbeiter im Weinberg des Herrn sind, die sich selbst zu einer Arbeit angetragen haben, die keine irdischen Erfolge nach sich zieht, sondern einzig und allein dem geistigen Wohl der Mitmenschen gilt, und eine solche Nächstenliebe muß Erfolge zu verzeichnen haben, sie wird nicht ohne Wirkung bleiben, es wird die Seelenarbeit am Nächsten nicht vergeblich getan sein, sofern der Wille dessen nicht gänzlich Gott-widersetzlich ist und er also auch den Bemühungen der Mitmenschen Widerstand leistet. Dann ist dessen Seele verloren für die Ewigkeit, denn die geistige Not ist zu groß, als daß sie auf Erden behoben werden kann in der kurzen Zeit, die noch zur Erlösung der Seelen den Menschen bleibt. Dann ist eine neue Bannung das Los der Gott-widersetzlichen Seele, ein Gang durch die Neuschöpfung der Erde, der wieder endlos lange Zeiten währet. Amen. B.D. NR. 3960.

 

Buch 49 3961

Vermittlung geistigen Wissens entsprechend seiner Würdigkeit.

24. Januar 1947. B.D. NR. 3961.

Ein jeder empfängt geistige Gaben nach seiner Würdigkeit und seinem Verlangen, und entsprechend wird auch das Verständnis dafür sein. Es mag der Mensch wohl zuweilen sich in geistige Sphären erheben, er kann aber dennoch weit mehr materiell eingestellt sein wie andere, und es kann die Entgegennahme geistigen Gutes wohl zeitweise stattfinden, doch es wird nicht zum geistigen Eigentum, weil es nicht tief genug in das Herz eindringt. Die Welt mit ihren Anforderungen drängt sich hervor und lässet das Geistige verblassen. Es können die Menschen also wohl zeitweise sich in den Besitz geistiger Gaben setzen durch indirekten Empfang, doch solche werden nicht sehr wirksam sein können an ihnen, weil sie das Verlangen danach nicht allem anderen voransetzen. Desgleichen kann das Verlangen aber auch größer sein, doch der Lebenswandel entspricht nicht immer dem Willen Gottes. Dann kann ihm geistige Gabe nur beschränkt geboten werden, jedoch immer in dem Maße, daß ihm Kraft zugeführt wird dadurch und er also dem göttlichen Willen gemäß leben kann, wenn er dies ernstlich anstrebt. Es kann der Mensch nur seiner Würdigkeit entsprechend bedacht werden, ansonsten seine Aufwärtsentwicklung beeinflußt würde, d.h., sein Wille genötigt würde zu einem Gott-gefälligen Leben und also auch geistigem Fortschritt. Geistige Gabe aber bedeutet als Kraftausstrahlung Gottes ein sicheres Mittel zum Aufstieg, sowie sie verlangend in Empfang genommen wird. Der Mensch selbst also erhöht oder verringert den Kraftempfang durch seinen Willen, und also muß er immer selbst an sich tätig sein, will er zur Höhe schreiten. Doch Gott trägt der kleinsten Willensregung Rechnung, Er ziehet ihn mit Seiner Liebe, sowie der Mensch nur keinen Widerstand entgegensetzt, sowie er sich nicht zu fest klammert an die Welt und somit die Gnadengabe Gottes unwirksam macht. Denn den Willen des Menschen zwingt Gott nicht, weil nur im freien Willen ein Vollkommenwerden möglich ist. Amen. B.D. NR. 3961.

 

Buch 49 3962

Geistiger Tod - Qual und Finsternis. Hilfe und Erbarmung Gottes.

25. Januar 1947. B.D. NR. 3962.

In der Nacht des Todes wird das Geistige schmachten müssen, das Mir im freien Willen Widerstand leistete, das Meine Liebe zurückgewiesen hat und keine Anstalten machte, sich zu erlösen. Es strebt nicht das Leben an, sondern den geistigen Tod, und also sank es in den Zustand tiefster Finsternis, es brach die Nacht über das Geistige herein, und diese wird es so lange gefangenhalten, bis Meine Liebe und Gnade wieder ihm einen kleinen Schimmer von Licht zuwendet, um in dem Geistigen das Verlangen nach Licht zu erwecken. Die Nacht des Todes wird qualvoll sein, weil das Geistige schon im Licht gestanden hat insofern, daß es Belehrungen entgegennehmen konnte im Stadium als Mensch, daß es denken und urteilen konnte. Es nimmt jedoch nichts von dem Wissen in die Nacht hinüber, aber die Finsternis quält das Wesenhafte ungemein. Doch nur durch einen Zustand der Qual kann es zu einer Änderung seines Willens gebracht werden, ansonsten das Wesen ewiglich in dem unerlösten Zustand verharrte und nimmermehr aufwärts streben würde. Es ist ein Todesschlaf, der keinerlei Ruhe bedeutete für das Geistige, sondern nur unausgesetzte Qual, undurchdringliche Finsternis und völlige Kraftlosigkeit, und das Wesen kann diesem Zustand nicht entfliehen, weil es nicht den Willen dazu aufbringt. Dieser ist total geschwächt, und solange dem Geistigen nicht Hilfe gebracht wird durch Kraftzufuhr, ist sein Zustand hoffnungslos - es ist finsterste Nacht, es ist ein Todesschlaf dessen, was zuvor lebte in Kraft und teilweiser Erkenntnis. Doch in einem, von dem Wesen selbst bestimmten Zeitraum, wird es sich wieder beleben, es wird durch Zufuhr von Licht und Kraft angeregt werden zur Tätigkeit, es wird die finstere Nacht vertauschen mit geringer Dämmerung, denn Meine Liebe und Erbarmung lässet nichts ewiglich leiden, sondern sucht dem tief Gefallenen und in der Finsternis Weilenden Hilfe zu bringen in seiner Not. Und also wird auch die nun kommende Nacht dereinst einem Morgen weichen, es wird eine Zeit kommen, wo die Materie das in ihr gebannte Geistige frei gibt und dieses den Gang zur Höhe wieder beginnen kann. Dann wird die finsterste Nacht durchbrochen sein, dann wird ein winziger Lichtstrahl das Geistige berühren und es anregen zur Tätigkeit, dann wird es erwachen aus dem Todesschlaf und dem Leben wiedergegeben sein, wenngleich es dessen noch nicht bewußt ist, weil der Zustand des Erkennens erst im letzten Stadium erreicht ist, weil dann erst das Wesen fassen und begreifen lernet, was seine eigentliche Bestimmung ist. Dann erst wird Tag werden in ihm, und diesen Tag kann es selbst zu einem lichtvollen, hell-strahlenden sich gestalten, wie er aber auch nur im Dämmerlicht, der Sonne des Geistes undurchdringlich, an dem als Mensch verkörperten Geistigen vorübergehen kann, je nach dem Willen dessen. Doch so einmal der Tag angebrochen ist, besteht auch die Möglichkeit, daß die Sonne des Geistes ihn durchstrahlt, daß also das Geistige restlose Erlösung findet, daß es in das Reich des Lichtes eingehen kann und lichtvoll bleibt in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3962.

 

Buch 49 3963

Richtung des Denkens und Wollens der Seele. Geist oder Körper.

26. Januar 1947. B.D. NR. 3963.

Je geringeren Widerstand die Seele dem Geist in sich entgegensetzt, desto offensichtlicher kann er sich äußern, und desto vernehmlicher ist seine Stimme dem Menschen, denn dann bestimmt die Seele auch die körperlichen Sinne und Organe zu ihren Funktionen, die dann dem Einfluß des Geistes entsprechen.Also muß das Denken und Wollen des Menschen sich vorerst auf das Innenleben beziehen, auf daß der Geist im Menschen wirksam werden kann.Und so kann vom Geist Gottes niemals ein Mensch erfüllt sein, dessen Denken und Wollen vorwiegend der Erhaltung und dem Wohlleben des Körpers gilt. Denn dann vermag weder die Seele die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen, noch könnte sie den Verstandesorganen geistiges Gut vermitteln, da dieser dazu gleichfalls aufnahmeunfähig wäre. Und so ist der ernste Wille, vom Geist in sich belehrt zu werden, erste Voraussetzung, daß er sich äußert, denn der Wille geht von der Seele aus und kann dem Geist oder dem Körper gelten. Und der Wille bestimmt die Gedanken, die jedoch dann vom Geist im Menschen ausgehen, sowie diesem das Wirken möglich gemacht worden ist. Dann aber kann der Mensch sich völlig seinem Einfluß überlassen, er wird stets recht denken und handeln, so er die Bedingung erfüllt, die das Wirken des Geistes zulassen. Erstmalig also muß das Denken und Wollen des Menschen auf sein Innenleben gerichtet sein, er muß die Seele bedenken wollen und nicht den Körper. Ferner muß er sich klar sein darüber, daß er eine Aufgabe zu erfüllen hat auf Erden, er muß sich klar sein, daß er das göttliche Liebegebot sich zur Richtschnur seines Lebenswandels machen muß, um den Willen Gottes zu erfüllen; er muß ferner nach reinster Wahrheit Verlangen tragen und solche innerlich suchen - er muß horchen nach innen, was Gott als der Geber der Wahrheit ihm durch Seinen Geist vermittelt. Er muß bitten um Seine liebevolle Belehrung, ansonsten ihm die köstlichste Gabe Gottes vorenthalten wird, weil er sie nicht entsprechend würdigt. Und also muß die Seele ständig arbeiten an sich, d.h. ihr Denken, Fühlen und Wollen ganz dem Willen Gottes anpassen und so sich zum Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes gestalten, der dann unbeschränkt wirken kann in ihm. Der Vorgang an sich ist eine Kraftübertragung aus dem geistigen Reich, d.h., Gott Selbst leitet Seine Ausstrahlung in das Herz des Menschen, der also nun Göttliches in sich birgt, das in Erscheinung treten muß, in Form von Wissen, von tiefster Weisheit, also lichtvollster Erkenntnis. Der Zustand des Wissens ist schon eine Angleichung an die ewige Gottheit, Die in Sich pur Licht und Kraft ist. Menschen, in denen der göttliche Geist wirken kann, werden stets lichtumflossen sein, doch nur dem geistig zu schauen Vermögenden erkenntlich, während das körperliche Auge nichts Sonderliches wahrnimmt, nur aus den äußerlichen Wirkungen, am vermehrten Wissen, der Mensch auf göttliches Geisteswirken schließen kann. Ist aber ein Mensch von Licht umflossen, dann ist er auch selbst Lichtträger, er ist gleichsam im Verband stehend mit der geistigen Welt eine Kraftstation geworden, die nun wieder ihrerseits abgeben kann und also die göttliche Ausstrahlung weiterleitet dorthin, wo sie ohne Widerstand aufgenommen wird. Jede Kraft- und Lichtzuleitung benötigt die Willigkeit des Empfangenden. Der geringste Widerstand jedoch verhindert sie, Widerstand aber wird durch Denken und Wollen entgegengesetzt - durch ein Abwenden der Seele vom Geist in ihr und ein Zuwenden zum Körper, d.h. ein Eingehen auf dessen Wünsche und Begierden. Dann einet sich die Seele mit dem Körper, anstatt ihrer Aufgabe gemäß die Vereinigung mit dem Geist in sich herzustellen, der dann für eine völlige Vereinigung mit dem Vatergeist von Ewigkeit Sorge trägt. Also wird es der Seele anheimgestellt, nach welcher Richtung sie sich wendet; von seiten des Geistes findet sie stets Unterstützung, von seiten des Körpers jedoch niemals. Dieser fordert ständig, während jener gibt und als einzige Gegenleistung Aufgeben des Widerstandes fordert, um ungehindert wirken zu können, d.h., seinen Einfluß auf die Seele voll und ganz zur Geltung zu bringen. Gelingt es der Seele mit Hilfe des Geistes auch den Körper ihren Wünschen geneigt zu machen, so ist auch die Vergeistigung des Körpers gewährleistet, d.h., seine materiellen Substanzen treten gleichfalls in den Zustand ein, der Lichtdurchstrahlung zuläßt, jeglicher Widerstand ist aufgegeben, und es hat dies zur Folge, daß die Seele in aller Klarheit des Geistes Stimme in sich vernimmt und sie auch dem körperlichen Ohr vernehmbar wiedergeben kann, daß also der Mensch die göttliche Stimme tönend in sich vernimmt und im hellsten Licht steht, d.h. von tiefstem Wissen erfüllt ist, weil Gottes Liebekraft in aller Fülle ihn durchströmt, weil die Vereinigung des Geistes im Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit stattgefunden hat und die Seele ausgereift ist und als Lichtwesen eingehen kann in das geistige Reich zu ungeahnter Seligkeit. Amen. B.D. NR. 3963.

 

Buch 49 3964

Voraussage für baldiges Ende. Schwacher Glaube daran.

29. Januar 1947. B.D. NR. 3964.

Ihr wisset, daß ihr kein langes Erdenleben mehr zu erwarten habt und daß ein jeder Tag eine Gnade ist für euch, auf daß ihr noch ausreifen könnet, so ihr die Zeit recht nützet. Ihr wisset dies durch Mein Wort, aber euer Glaube ist noch nicht tief genug, daß euch Mein Wort zu eifrigstem Streben anspornt, ihr zweifelt an der Wahrheit Meines Wortes, soweit es das nahe Ende betrifft. Und doch solltet ihr mit allem Eifer an euch arbeiten, denn das Ende steht nahe bevor. Immer wieder trete Ich an euch heran mit dieser Mahnung und warne euch vor einem lauen Dahinleben, immer wieder rufe Ich euch zu: Achtet Meines Wortes, vertiefet euch in dieses und lebet danach. Ihr wißt nicht, wann die letzte Stunde für euch gekommen ist, ihr wißt nicht, welche Zeit euch noch bleibt bis zum Ende, und ihr sollt daher leben, als sei ein jeder Tag der letzte für euch. Ich sende euch stets Meine dienstbaren Geister entgegen, die euch lichtvolle Gedanken übermitteln, die eure Sinne lenken ins geistige Reich, Ich sende euch auf Erden Meine Boten zu, die euch Kenntnis geben sollen von dem nahen Ende, die euch auf die Zeichen der Endzeit aufmerksam machen und in euch den festen Glauben erwecken sollen, die euch Mein direkt zur Erde geleitetes Wort vermitteln sollen. Und also suche Ich ständig euch den Ernst der Lage klarzumachen, um euch ein seliges Ende zu ermöglichen, doch ihr alle nehmet Meine Worte nicht ernst genug, euer Glaube ist noch zu schwach, als daß ihr entsprechend Meinem Wort euren Lebenswandel führtet, wenngleich ihr Mir zugewandten Willens seid. Und darum ermahne Ich euch immer wieder: Vertiefet euch in Mein Wort, lasset den Gedanken an das nahe Ende in euch lebendig werden, bereitet euch darauf vor, und nehmet alles Irdische weniger wichtig angesichts des Endes, angesichts der großen geistigen Not, die noch größer wird, je näher es dem Ende zugeht. Nehmet alle Kraft in Anspruch, um euch geistig aufwärtszuentwickeln, und überlasset Mir vollgläubig die Sorge um euren Leib. Nützet die kurze Zeit bis zum Ende, seid unentwegt tätig in Liebe, holet euch jederzeit Kraft aus Meinem Wort, ermahnet und belehret eure Mitmenschen, das gleiche zu tun und helfet euch also gegenseitig, auf Erden das Ziel zu erreichen, das Ich euch gesteckt habe, helfet euch gegenseitig, vollkommen zu werden, denn die Zeit ist nur noch kurz bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 3964.

 

Buch 49 3965

Irrige Glaubenslehren - Wahrheit aus Gott.

31. Januar 1947. B.D. NR. 3965.

Belastet euch nicht mit irrigen Glaubenslehren, so euch die Wahrheit geboten wird aus den Himmeln, aus dem Reiche des Lichtes, wo es keinen Irrtum und keine Lügen gibt. Und daß ihr mit dem Lichtreich in Verbindung steht, erkennet ihr daran, daß nur Worte der Liebe euch vermittelt werden, die zum Streben nach Vollkommenheit ermahnen, daß Gott, als die ewige Liebe, zum Ziel jeglichen Strebens gemacht wird, daß aufklärendes Wissen euch vermittelt wird und ihr also belehret werdet in einer Weise, daß euch Gottes Walten und Wirken verständlich ist und ihr auch vollste Klarheit über euren Daseinszweck bekommet. Und es wird euch dieses Wissen auch annehmbar erscheinen, sowie ihr es ernstlich prüfet mit dem Willen und dem Verlangen nach reiner Wahrheit, während irriges Geistesgut euch keine vollauf befriedigende Erklärung gibt und ihr entweder blind glauben müsset oder aus mangelhaftem Wissen in ständige Zweifel fallet, so ihr es ernst nehmet und die Wahrheit ergründen wollet. Was Gott Selbst euch bietet von oben, ist verständlich und darum auch ohne Zweifel anzunehmen, und es wird nur zur Vermehrung eures Wissens beitragen, irriges Gedankengut aber ist weit eher eine Belastung, denn es kann den Menschen erdrücken, so er ernstlich darüber nachdenkt und nicht wahrheitsgemäß aufgeklärt wird. Darum wird auch von menschlicher Seite aus blinder Glaube gefordert, weil rechte Aufklärung nicht geboten werden kann, denn die Lehrenden stehen selbst noch in mangelhaftem Wissen und können somit die Mitmenschen nicht recht unterweisen und in die Wahrheit einführen. Wer der Wahrheit aus dem Reiche des Lichtes gewürdigt wird, der wird auch über alle Fragen Aufschluß geben können, weil die reine Wahrheit in Gott ihren Ursprung hat und darum auch den Menschen hell erleuchten muß, der also durch Vermittlung der Wahrheit in Verbindung steht mit Ihm, denn Gott Selbst ist Licht, und Seine Nähe bedeutet Durchstrahlung mit Licht, also rechtes Denken und Erkennenkönnen des von Ihm Selbst dargebotenen Geistesgutes. Und also verbürgt das von oben den Menschen zugehende Wissen auch vollste Wahrheit, und bedenkenlos kann daher hingegeben werden als Irrtum, was nicht mit dem von oben kommenden Geistesgut übereinstimmt, denn von Gott geht nur Wahrheit aus, und erkennbar ist jederzeit der göttliche Ursprung eines Wissens, das nicht schulmäßig oder durch menschliche Belehrung erworben wurde. Amen. B.D. NR. 3965.

 

Buch 49 3966

Völliges Auflösen. Liebeswerk Gottes an dem Gefallenen.

1. Februar 1947. B.D. NR. 3966.

Erbarmend neigt Sich die ewige Liebe Ihren Geschöpfen zu, die in tiefster Finsternis schmachten und dem Untergang entgegengehen. Und darum bereitet sie dem Entwicklungsstadium des Geistigen ein Ende, um einen weiteren Rückgang zu verhüten und ihm neue Möglichkeiten zu schaffen, zur Höhe zu steigen. Je größer die geistige Not ist, desto dringender ist die Hilfe Gottes geworden, und eine andere Hilfe als völliges Aufösen ist erfolglos dem völligen Widerstand des Geistigen Gott gegenüber. Und dennoch ist die Auflösung, die Zerstörung des großen Schöpfungswerkes Erde, ein Akt größter Erbarmung und Liebe Gottes und gleichzeitig ein gerechter Ausgleich für das böse Tun der Menschen, welche die letzte Ausreifungsmöglichkeit völlig ungenützt lassen und ihren Willen mißbrauchen zu Handlungen krassester Lieblosigkeit. Der geistige Niedergang muß beendet werden, es muß eine neue Entwicklungsphase ihren Anfang nehmen, auf daß das noch in der festen Materie Gebundene seinen Aufstieg beginnen kann. Denn alles Geistige steht dem Herzen Gottes nahe, alles ist von Ihm einst ausgegangen und soll wieder zu Ihm zurückkehren, und Seine unendliche Liebe ist stets bemüht, ihm zur Rückkehr zu Sich zu verhelfen. Denn die Trennung von Ihm kann nicht ewig währen und von selbst findet das von Ihm einst Abgefallene nicht zu Gott zurück. Ewigkeiten können zwar vergehen, und diese Ewigkeiten setzen sich aus mehr oder weniger langen Entwicklungsperioden zusammen, die immer wieder mit geistigem Hochstand beginnen und mit geistigem Tiefstand enden, weil letzterer Anlaß ist zur Beendigung einer solchen Periode und immer eine Scheidung des Gott-zugewandten und Ihm-abtrünnigen Geistigen am Ende stattfindet, so daß die neue Periode immer mit den Menschen ihren Anfang nimmt, die Gott angehören, also geistig schon hoch entwickelt sind. Doch der freie Wille des Menschen ist Anlaß, daß sie nicht in diesem Gott-verbundenen Zustand bleiben und daher immer größere Entfernung zwischen sich und Gott eintreten lassen und dies auch absteigende Entwicklung bedeutet, die solche Ausmaße annimmt, daß Gott Selbst ein Ende macht, so der geistige Tiefstand erreicht ist, der eine Auflösung der Materie als Träger des Geistigen bedingt. Und darum wird immer der Anfang einer Erlösungsepoche einen paradiesischen Zustand bedeuten, während das Ende eine Zeit bitterster Not, Mühsal und geistiger Finsternis ist. Und über allem waltet die erbarmende Liebe Gottes. Nur der erleuchtete Mensch kann den Zusammenhang verstehen, und ihm ist auch die Aufgabe geworden, die Mitmenschen zu belehren und ihnen die Notzeit verständlich zu machen, auf daß auch sie nur die Liebe Gottes erkennen und sich ihr zuwenden sollen. Denn Gott will erkannt werden in Seiner Liebe, in Seiner Macht und in Seiner Weisheit, weil nur das Erkennen Seiner Wesenheit in den Menschen die Liebe zu Ihm erweckt und sie anspornt, Ihm zuzustreben. Doch in der Endzeit ist es schwer, Verständnis aufzubringen für geistige Belehrungen, und darum tritt Gott oft in anderer Weise an den einzelnen Menschen heran, in Form von großen leiblichen Nöten, die ihn veranlassen sollen, sich Ihm zuzuwenden im freien Willen, auf daß Gott ihn erfassen und ihn zu Sich ziehen kann. Doch wo die leibliche Not solches nicht zuwege bringt, ist jede Hilfe ausgeschlossen, und der Auflösungsprozeß muß einsetzen, sowie die Menschheit in solcher Gottferne steht, daß sie Ihn nicht mehr zu erkennen vermag. Denn Seine erbarmende Liebe lässet nicht dem völligen Untergang entgegengehen, was einst von Ihm seinen Ausgang nahm. Und also schafft Er neue Möglichkeiten zur Aufwärtsentwicklung - Er lässet eine neue Erde erstehen und belebt sie mit Schöpfungen herrlichster Art - Er schafft den Seinen ein Paradies auf Erden, und Er gibt dem noch unreifen Geistigen neue Formen, um auch ihm zu verhelfen zur einstigen Erlösung. Amen. B.D. NR. 3966.

 

Buch 49 3967

Glaubenskampf letzte Phase.

2. Februar 1947. B.D. NR. 3967.

Und so am Bollwerk des Glaubens gerüttelt werden wird, ist die Zeit des Endes gekommen und an jedem Tag das jüngste Gericht zu erwarten. Der Glaubenskampf wird in einer Form geführt werden, daß ihr Menschen untrüglich erkennen könnt, welche Stunde geschlagen hat, denn es ist ein sichtliches Vorgehen gegen alles, was für Mich ist und für Mich zeugt. Es wird ein Kampf sein, der nichts anderes zum Ziel hat, als das Wissen um Mich als die ewige Schöpferkraft, als Schöpfer und Erhalter aller Dinge, zu untergraben und den Menschen jeglichen Glauben zu nehmen an ein höchst vollkommenes Wesen, an eine Macht, die unübertrefflich ist in ihrer Weisheit und Kraft. Und dieser letzte Kampf ist von größter Bedeutung, ist er doch das Signal zum Stürzen Meines Gegners, zum Binden dessen auf lange Zeit. Denn dieser überschreitet nun die Grenzen, die Ich ihm gesetzt habe, er sucht Mich gänzlich auszuschalten und sich auf den Thron zu schwingen, um dadurch die Erlösung des noch unfreien Geistigen unmöglich zu machen, die nur stattfinden kann, so der Mensch im freien Willen Mir zustrebt. Dazu ist aber für ihn unbedingt das Wissen nötig um Meine Existenz, denn so er wählen soll seinen Herrn, muß er ihn kennenlernen und die Möglichkeit dazu haben. Diese Möglichkeit aber sucht Mein Gegner den Menschen zu nehmen, indem er in der Welt so wütet, daß er die Menschen gedanklich beeinflußt, Mich abzulehnen, d.h., Mich als nicht bestehend zu erklären und so die Kluft ungeheuer zu erweitern, die schon zwischen dem Menschen und Mir besteht. Doch dieses Recht steht Meinem Gegner nicht zu, und also entziehe Ich ihm seine Macht und Kraft auf lange Zeit, indem Ich ihn binde und mit ihm das auf Erden ihm verfallene Geistige, das seinem Einfluß zugänglich war und aus freiem Willen sich von Mir getrennt hat. Doch zuvor lasse Ich ihn wüten, auf daß sein Vorhaben allen ersichtlich ist, auf daß sie selbst Stellung nehmen sollen zu Mir oder zu Meinem Gegner, so sie vor den letzten Entscheid gestellt werden. Und es wird diese Glaubensprobe hart sein, doch unabwendbar. Es werden sie nur wenige bestehen, und zwar nur, die in der reinen Wahrheit unterrichtet sind und Mich erkannt haben als liebevollen Vater, als weisen Schöpfer und kraftvollen Lenker des Alls. Diese werden nicht wankend werden, sondern feststehen jeder Forderung der Welt gegenüber, Mich zu bekennen oder abzulehnen. Doch auch für diese wird es schwer sein, denn der Satan arbeitet mit allen nur erdenklichen Mitteln, um die Meinen abzudrängen von Mir. Mit List und Gewalt wird man eine Trennung von Mir zu erreichen suchen, und Mein Gegner wird Unterstützung finden von allen Seiten, denn die Menschen wollen selbst nicht mehr einer höheren Macht unterstellt sein, sie glauben, sich frei machen zu können von ihr, so sie sie ablehnen, und bedenken nicht, daß sie sich am Tage des Gerichtes verantworten müssen vor dieser Macht. Wer aber eingedrungen ist in die Wahrheit, wer durch seinen Geist belehrt worden ist, der wird auch den Glaubenskampf verfolgen können und durch die Übereinstimmung dessen mit Meinen Voraussagen die Wahrheit Meines Wortes erkennen, und er wird standhalten, denn er kämpfet mit Mir im vollen Bewußtsein Meiner Führerschaft, Meines Schutzes und Meines Sieges über den Satan. Dennoch wird er auch selbst kämpfen müssen mit dem Schwert des Mundes, er wird sich wehren müssen gegen alle Angriffe des Feindes, aber das Schild des Glaubens wird ihn decken, und seine Seele wird unbeschadet aus dem letzten Kampf hervorgehen. Wer aber nicht in der vollen Wahrheit steht, der wird nicht bestehen, sondern allzuleicht in das Lager des Feindes hinüberwechseln, er wird wankend werden im Glauben, denn ihm fehlt das Wissen, das ihm für alles Erklärung gibt, was als scheinbar nicht göttlichen Ursprungs Anlaß ist zu Zweifeln oder Unglauben. Wer im Wissen steht um die reine Wahrheit, der erkennt auch den Zusammenhang aller Geschehnisse mit der Entwicklung aller Geschöpfe, dem Unwissenden jedoch fehlt die Erkenntnis, die Überzeugung und daher auch der Glaube. Und darum soll das stete Augenmerk der in der letzten Zeit in Meinem Auftrag wirkenden Diener auf Erden sein, den Menschen das rechte Wissen zu vermitteln vom Sinn und Zweck der Schöpfung und der Aufgabe des Menschen auf Erden, sie sollen ihnen die Zusammenhänge klarmachen und stets darauf hinwirken, daß ihnen Mein Wille kundgetan wird, denn dann werden sie in der Erkenntnis reifen, und ihr Glaube wird stark werden und unerschütterlich, und auch aus dem letzten Glaubenskampf werden sie als Sieger hervorgehen am Tage des Gerichtes. Amen. B.D. NR. 3967.

 

Buch 49 3968

Einkehr nach innen. Lösen von der Welt und Materie. Erfolg Wahrheit.

3.-5. Februar 1947. B.D. NR. 3968.

Je größer das Verlangen des Menschen ist nach Wahrheit, desto tiefer dringt er in die Wahrheit ein. Gott als Geber der Wahrheit ist nichts unbekannt und so weiß er auch um jede Frage, die des Menschen Herz bewegt und Er beantwortet sie; und so ist es für euch Menschen eine Leichtigkeit, euer Wissen zu vermehren, so ihr nur Gott als die ewige Wahrheit zu euch sprechen lasset, d.h. so ihr lauschet auf die innere Stimme, die euch stets recht unterweiset. Ihr müsset in euch selbst die Antwort suchen, ihr dürfet sie nicht von außen kommend erwarten, dann werdet ihr direkt belehrt, und ihr könnet der vollsten Wahrheit gewiß sein. Achtet darum, was Er zu euch redet: Wollet ihr Mir dienen oder der Welt - wollet ihr euch Mein Wohlgefallen erringen oder euch in Ansehen setzen vor den Mitmenschen? Euer Wille allein bestimmt euer Handeln und eure innersten Gedanken, und darum wird eine geistige Wiedergeburt stets nur dann stattfinden können, wenn euch das tiefste Verlangen bewegt, mit Mir in Verband zu stehen, wenn ihr Mich suchet und euch völlig von der Welt zurückziehet, um euch mit Mir zu vereinen. Wie aber löset ihr euch von der Welt, so ihr doch darin leben müsset und euch vor eine irdische Aufgabe gestellt sehet, die ihr nicht vernachlässigen sollet? Wie stellt ihr das innige Verhältnis her mit Mir, wo ihr doch ständig unter den Mitmenschen weilet und dadurch doch immer wieder in Anspruch genommen werdet? Nur durch die Einkehr nach innen, durch ein Zurückziehen in die Einsamkeit, das aber allerorten und jederzeit geschehen kann eurem Willen gemäß und das desto inniger und ungehinderter vor sich geht, je weniger Außeneindrücke der Mensch in sich aufnimmt. (4.2.1947) Innigste Verbindung mit Mir fordert Lösen von jeglicher Materie, denn Ich Selbst bin als reiner Geist von Ewigkeit außerhalb der Materie stehend, wenngleich die Materie an sich gefestigte Kraft aus Mir ist, doch immer in einem gewissen Abstand stehend von Mir. Wer Mich suchen und finden will, der muß seinen Willen zuvor von der Materie abwenden, und da er jedoch inmitten der Materie weilet, da er selbst eine materielle Hülle hat, muß er sich in sein Innerstes zurückziehen. Dann wird er Mich finden, und die totale Lösung von der Materie geht dann vor sich, wenn dem körperlichen Auge jeder Eindruck von außen ferngehalten wird, wenn es sich schließt und keine materiellen Bilder mehr aufnimmt, denn diese spiegeln sich in der Seele des Menschen wieder und stören diese in der stillen Betrachtung und Einigung mit ihrem Geist. Geist und Materie sind entgegengesetzte Begriffe und werden auch immer im Gegensatz zueinander stehenbleiben, und da Ich Selbst als reiner Geist in euch wirken will, müsset ihr vorerst diese innere Trennung von der Materie vollziehen und ihr werdet Mir nähertreten, doch niemals die innige Verbindung mit Mir herstellen können, solange euer Auge und eure Sinne gefangengenommen sind von äußeren Eindrücken. (5.2.1947) Ich will, daß Meine Nähe allein begehrt wird, daß nichts mehr in euren Herzen Platz findet und daß ihr den Willen aufbringt, für Mich und Meine Nähe alles Irdische dahinzugeben, daß ihr euch gedanklich löset von dem, was wider Mich gerichtet ist. Und es ist jegliche Materie wider Mich gerichtetes Geistiges. Ich will auch, daß menschliche Gebräuche möglichst umgangen werden, denn sie lenken ab von einer innerlichen Sammlung, so sie nicht gedankenlos vollzogen werden, oder sie werden rein mechanisch ausgeführt und sind dann gleichfalls wertlos. Wer Mich ernstlich sucht, der muß vorerst die Verbindung lösen mit der Welt, und zur Welt gehört alles, was nicht geistig ist, was in Berührung steht mit irdischer Materie, was mit den körperlichen Sinnen des Menschen aufgenommen wird, was also die Seele gefangenhält, was sie hindert, sich mit dem Geist in sich zu verbinden. Erst wenn diese Lösung vollzogen ist, ist sie fähig, mit Mir so zu reden, wie es Mein Wille ist, damit Ich Selbst mit Meiner Liebe und Gnade im Herzen des Menschen wirken kann. Und Mir ist die stille, tiefe Verehrung wahrlich die liebste, und niemals kann sie ersetzt werden durch äußere Gebräuche und Handlungen, die unwillkürlich das Denken des Menschen beeinflussen, die ihn ablenken müssen vom Eigentlichen, von der rein geistigen Verbindung mit Mir. Ich sehe in eines jeden Menschen Herz und benötige wahrlich keine äußeren Beweise eurer Liebe zu Mir, und so, wie ihr euch Mir nähert, könnet ihr bedacht werden mit Meiner Liebe und Gnade, und ihr selbst bestimmt das Maß. Daher werdet ihr zwar keine unrechten Handlungen begehen durch äußerliche Zeremonien, durch menschliche Gebräuche, jedoch euch selbst schädigend, indem ihr den Zustrom Meiner Liebe und Gnade selbst verringert, solange noch ein anderer Gedanke als Ich in eurem Herzen Raum findet. Im Geist und in der Wahrheit sollt ihr euch Mir nähern, dann wird Mein Auge wohlgefällig auf euch ruhen - und dann werdet ihr selbst den Segen einer solcherart innigen Verbindung an euch verspüren, dann werdet ihr Mich gegenwärtig fühlen und selig sein. Und dennoch werdet ihr tief demütig bleiben in eurer Seligkeit, weil ihr euch der außerordentlichen Gnade bewußt seid, die euch zuteil wird, daß Ich in euren Herzen Wohnung nehme, und die Demut wird das Maß von Gnade erhöhen. Amen. B.D. NR. 3968.

 

Buch 49 3969

Los in der Ewigkeit entsprechend dem Willen. Materie falsche Liebe.

6. Februar 1947. B.D. NR. 3969.

Wonach der Mensch trachtet, das soll ihm werden, denn sein Wille allein bestimmt sein Los in der Ewigkeit. Trachtet ihr nach dem Reich Gottes, so werdet ihr es auch einnehmen und Mitbeherrscher aller Welten sein - doch trachtet ihr nach der Welt, nach Erfüllung irdischer Wünsche und Begierden, dann wird euch auch die Welt, d.h. das irdische Gut nicht verlassen, wenngleich ihr in das Jenseits eingegangen seid, denn eure Wünsche schaffen euch auch die Umgebung, in der eure Seele weilet. Nur werdet ihr nicht glücklich sein im Besitz jener Güter, denn ihr werdet ihre Unwirklichkeit sehr bald erkennen, also nicht mehr Erfüllung eurer Begierden finden, jedoch fortgesetzt verlangen, und dieses Verlangen wird euch peinigen, und darum müsset ihr danach trachten, auf Erden schon solcher Begierden ledig zu werden, ihr müsset geistiges Gut begehren, wollet ihr dereinst selig sein. Wonach ihr trachtet, das wird euer Anteil sein. Und also schaffet sich jeder Mensch selbst sein Los, und er soll sich daher der großen Verantwortung bewußt sein, denn es sind Ewigkeiten, die vor ihm liegen, Ewigkeiten, die er in Seligkeit verbringen kann oder in Unseligkeit durchleben muß. Denn es können Ewigkeiten vergehen, bis er die irdische Materie überwunden hat, weil im geistigen Reich die Versuchungen noch um vieles ärger sind, da er ihnen wenig Widerstand entgegensetzt, während er auf Erden sehr leicht davon loskommen kann, so er nur ernstlich will. Eine Seele, die überwunden hat und frei ins jenseitige Reich eingeht, ist unaussprechlich glücklich, denn ihrer harren weit herrlichere Genüsse, von denen ihr Menschen auf Erden euch keine Vorstellung machen könnt. Auch sie wird begehren, jedoch ständige Erfüllung finden, denn was sie begehrt, ist geistiges Gut, es ist die Liebeausstrahlung Gottes, die sie unendlich beseligt, die ihr ständiges Verlangen ist und ständig ihr zuteil wird. Und diese Liebeausstrahlung Gottes vergeistigt ihr ganzes Wesen, es gleicht sich immer mehr der ewigen Liebe an und fühlt sich von Ihr ständig angezogen, sie begehret unausgesetzt die Nähe Gottes, um bis in alle Ewigkeit mit Ihm verbunden und also unaussprechlich selig zu sein. Die Menschen auf Erden verlangen irdische Freuden, körperliche Genüsse und trachten nur immer nach materiellem Besitz. Und alles findet sein Ende mit dem Tode des Leibes. Nichts können sie hinübernehmen in das geistige Reich, so sie sich nicht geistige Güter gesammelt haben, die jedoch nur unter Rücksetzung irdischer Wünsche zu gewinnen sind. Und so sie sich noch vor dem leiblichen Tode trennen können von der Welt, so sie noch zuvor ihre Wertlosigkeit erkannt haben und sich mit Jenseitsgedanken befassen, können sie selig gepriesen werden, denn dann ist ihnen im geistigen Reich der Weg nach oben nicht mehr verschlossen, wenn auch unsagbar schwer zu erklimmen, doch dann streben sie nicht mehr irdisches Gut an und haben die argen Versuchungen nicht mehr zu fürchten, durch die eine Seele schwach wird und unfähig zum Widerstand. Dann werden sie sehr bald Unterstützung finden von seiten der Lichtwesen, die ihnen helfen, indem sie ihnen geistiges Gut austeilen, wenn auch in bestimmten Grenzen, bis sich die Seele selbst bemüht um Vermehrung, bis sie ihre Aufgabe im geistigen Reich erkannt hat und ihr nachzukommen trachtet. Was sie verlangt, wird ihr zuteil. Der Wille allein ist entscheidend, und auf daß sich der Wille recht entscheidet, werden die Menschen von Gott aus ständig unterrichtet von Seinem Willen, doch sie hören nicht auf Ihn, sie begehren weiter die Welt und bringen ihre Seelen in große Gefahr. Darum erbarmet Sich Gott ihrer, und Er zeigt ihnen offensichtlich, welchen Wert die irdische Materie hat, indem Er es zuläßt, daß sie den Menschen verlorengeht, indem Er ihnen immer wieder nimmt, was sie besitzen und woran sie ihr Herz hängen, ohne sich bewußt zu sein, daß es eine falsche Liebe ist, die in ihnen schlummert. Er nimmt ihnen, was sie freiwillig nicht hergeben wollen, um ihnen auf Erden schon zu zeigen, daß sie überwunden werden kann, um ihnen zu helfen, sich von dem Verlangen danach frei zu machen, sich mit wenigem zu begnügen und ihre Liebe geistigen Gütern zuzuwenden, die ungleich wertvoller und unvergänglich sind. Jeder irdische Verlust, der den Menschen trifft, ist eine Hilfeleistung Gottes, er ist eine sanfte Mahnung, sich abzukehren davon, und ein Zeichen der Vergänglichkeit alles Irdischen. Und wer offenen Auges um sich blickt, der kann Gottes Wirken überall erkennen, Der den Menschen helfen will, ihr Sinnen und Trachten geistig zu lenken, auf daß sie noch vor dem Leibestode die Materie verachten lernen und nur geistiges Gut anstreben - auf daß sie sich ein Los schaffen im Jenseits, das Seligkeit bedeutet - auf daß sie selig werden, weil es ihr Wille ist. Amen. B.D. NR. 3969.

 

Buch 49 3970

Entwicklung des Wesenhaften. Werden und Vergehen.

7. Februar 1947. B.D. NR. 3970.

Aus der festen Form, der harten Materie, erlöst zu werden ist ein erheblicher Fortschritt in der geistigen Entwicklung des Wesenhaften, und es bedeutet einen neuen Abschnitt unter leichteren Bedingungen als bisher. Denn nun tritt das Wesenhafte in das Stadium ein, wo es sich so betätigen kann, daß dies schon dem menschlichen Auge ersichtlich ist, wenn auch nun noch verschiedene Entwicklungsgrade auch verschiedene Tätigkeit bedingen; jedoch es ist der Untätigkeitszustand überwunden, und das Wesen kann dienen seiner Bestimmung gemäß. Und nun legt es auch den Weg durch die verschiedensten Schöpfungen in immer kürzeren Zeiträumen zurück, es benötigt eine bestimmte Form nicht so lange und kann sich bei jedem Wechsel mit anderem Wesenhaften zusammenschließen, um in der nachfolgenden Form eine immer ersichtlichere Tätigkeit auszuführen. Und so findet auch das ständige Werden und Vergehen von Naturschöpfungen seine Erklärung. Und die nun bevorstehende totale Auflösung jeglicher Schöpfung auf der Erde hat zur Folge, daß vorerst alles gebundene Geistige frei wird, daß es in einen Zustand gerät, wo ihm jede Möglichkeit zu dienen genommen ist, und daß es diesen Zustand als Qual empfindet, weil es noch nicht vollkommen ist, also Kraft besitzet und diese gebrauchen kann nach seinem Willen. Es ist noch immer seiner Kraft beraubt und fühlt sich nun auch noch der Lebenskraft beraubt, die ihm eine geringe Tätigkeit ermöglichte. Und dieses Geistige tobt daher in unvorstellbarer Weise, was sich in ungeheuren Stürmen äußert, bis es durch den Willen Gottes wieder in neuer Form gebannt wird. Der Vorgang der Neuschöpfung wird daher in kürzester Zeit vollbracht sein, auf daß das frei gewordene Geistige wieder seinen unterbrochenen Entwicklungsgang fortsetzen kann seiner Bestimmung gemäß, und kein menschliches Auge wird diesen Vorgang verfolgen können, der darum auch keine lange Zeit benötigt, sondern durch Gottes Macht und Kraft und Willen nur eines Momentes bedarf und eine völlig neue Schöpfung erstehen wird, die Seine Kraft und Herrlichkeit bezeugt allen Geschlechtern, die die neue Erde nun bewohnen werden. Amen. B.D. NR. 3970.

 

Buch 49 3971

Herz - Tempel Gottes.

8. Februar 1947. B.D. NR. 3971.

Daß euch das irdische Leben gegeben wurde, ist eine Gnade, für die ihr Mir ständig dankbar sein müsset, selbst wenn euch das Leid drückt und ihr keine irdischen Freuden aufzuweisen habt. Es ist nur eine Phase von kurzer Zeitdauer, in der ihr den Vollkomenheitsgrad erreichen könnet, wenn ihr recht lebet auf Erden. Um aber eine Gnadengabe recht zu nützen, müsset ihr vom Geber recht unterwiesen werden, in welcher Weise Er diese Gnadengabe ausgewertet haben will, ansonsten euch auch kein Vorteil daraus erwachsen und ihr auch nicht zur Verantwortung gezogen werden könntet. Also muß euch das Wissen darüber erschlossen worden sein, und darum muß Ich zu euch sprechen direkt oder durch Meine Diener auf Erden. Und ihr müsset Mich anhören oder den Worten Meiner Diener Beachtung schenken, weil anders euch das Wissen um Meinen Willen nicht vermittelt werden kann. Denn auch das geschriebene Wort ist von Mir ausgegangen und wird euch erst dann verständlich, so ihr Mich anerkennt und von Mir belehrt werden wollet. Und wo ihr nun Mein Wort entgegennehmet von Mir oder auch von Meinen Dienern auf Erden, dort bin Ich Selbst zugegen im Geist, und Ich rede durch Menschenmund, also muß auch der Ort gesegnet sein, da ihr Mich zu euch reden lasset, da ihr Meine Diener anhöret, denen ich Mein Wort in den Mund lege, sowie ein Menschenherz danach Verlangen trägt, Kenntnis zu nehmen von Meinem Willen, ansonsten ihr die Gnade des Erdenlebens nicht voll ausnützen könnet. Doch nun muß Mein Wille auch befolgt und Mein Wort ausgelebt werden, wodurch sich der Mensch selbst in den Zustand versetzt, Meine Stimme direkt in sich zu vernehmen. Dann kann er Mich überall und jederzeit gedanklich befragen, und es wird ihm Antwort werden, denn es ist sein eigenes Herz der Ort geworden, wo Ich gegenwärtig bin und ihn belehre. Und da Mein direktes Wort reinste Wahrheit und tiefstes Wissen garantiert, hat er nun wahrlich nicht nötig, anderswo das Wissen um Meinen Willen entgegenzunehmen, dann ist sein Herz selbst zum Tempel geworden, wo Ich weile und geistige Gaben austeilen kann. Und sowie der Mensch selbst sich zu einem Tempel Gottes hergerichtet hat, benötigt er keine anderen Stätten zum Empfang Meines Wortes, dann ruft er Mich durch einen innigen Gedanken zu sich, und Ich bin gegenwärtig, wo immer er weilet. Lasset darum alle euer Herz zum Tempel Gottes werden, lasset Mich Selbst einkehren bei euch, und öffnet Mir euer Herz, so Ich anklopfe und Einlaß begehre. Sowie ihr einmal Mein Wort vernommen habt durch Meine Diener auf Erden, das euch Meinen Willen kundtut, und ihr nach Meinem Willen zu leben euch bemüht, machet ihr Anstalten, Mir euer Herz zu öffnen und euch selbst zum Gotteshaus herzurichten - und so ihr guten Willens seid, helfe Ich euch, denn mit Meiner Liebe und Gnade bin Ich ständig bei euch, Meinen Geschöpfen, denen Ich das Leben gab, um sie zur Vollkommenheit zu führen. Amen. B.D. NR. 3971.

 

Buch 49 3972

Kampf des Lichtes mit der Finsternis.

10. Februar 1947. B.D. NR. 3972.

Auch in der geistigen Welt wütet der Kampf des Lichtes mit der Finsternis in erhöhtem Maß vor dem Ende dieser Erde, denn der Satan sucht auch dort noch die Seelen zu gewinnen, die ihm nicht mehr Widerstand zu leisten vermögen. Er sucht in ihnen irdische Begierden zu entfachen und ihnen dadurch Qualen zu bereiten, um sie zu immer größerer Auflehnung gegen Gott zu bestimmen und so ihre Entfernung von Ihm zu vergrößern. Doch ebenso sind die Lichtwesen am Werk und stehen in ihrer großen Liebe zu dem Unerlösten diesem bei, auf daß sie nicht wehrlos den Angriffen des Feindes ausgesetzt sind. Und immer wieder kämpfet die Liebe gegen den Haß, auch im geistigen Reich, sie kommt dem Gefallenen zu Hilfe und stellt sich oft schützend zwischen die kraftlosen Seelen und ihren Angreifer. Und auch dieser Kampf wird mit dem Tag des Gerichtes sein Ende haben, es wird auch im geistigen Reich eine Friedenszeit die Kampfzeit zuvor ablösen, denn auch dort wird eine Scheidung der Geister vollzogen, indem das Gott gänzlich Fernstehende gleichfalls aufs neue gebannt wird zum Zwecke der einstigen Erlösung. Es ist dies eine außerordentliche Gnade, daß dem Gott widersetzlichen Geistigen erneut die Möglichkeit gegeben wird, sich aufwärtszuentwickeln, wenn auch dem Mußgesetz unterliegend. Es ist eine Gnade insofern, als daß der Wille des gefallenen Geistigen wieder gebunden wird, so daß es nicht mehr weiter von Gott absinken kann, daß also auch dem Satan die Gewalt über dieses Geistige genommen wird, trotzdem es ihm hörig ist. Gott Selbst nimmt das Geistige wieder in Seine Schule, die unweigerlich ihm wieder, wenn auch in überaus langer Zeit, einen erhöhten Reifegrad einträgt, der zuletzt ihm auch freien Willen sichert. Es wird also nach dem letzten Gericht auf dieser Erde eine Zeit der Ruhe und des Friedens eintreten, wo die Lichtwesen auf Erden wie auch im Jenseits allein tätig sein werden, wo sie Licht verbreiten können, weil sie nicht auf Widerstand stoßen - wo auch im geistigen Reich das Unvollkommene willig ist, ihre Belehrungen anzunehmen, wo auch die Menschen auf Erden ständigen Umgang haben werden mit den Bewohnern des geistigen Reiches und direkte Belehrung und geistige Gaben nichts Außergewöhnliches sind, weil der hohe Reifegrad ihrer Seelen auch ein außerordentliches Wirken der geistigen Wesen zulassen, ohne daß ein Zwang an jenen Seelen dadurch ausgeübt wird. Denn der Satan hat seine Macht verloren auf lange Zeit, er kann die Menschen auf Erden nicht mehr bedrängen, die ihre Zugehörigkeit zu Gott bewiesen haben im letzten Kampf auf der alten Erde. Und auch das Geistige im Jenseits ist seiner Gewalt entzogen, denn was ihm hörig war, ist in der neuen Schöpfung gebannt, und die noch schwachen, aber willigen Seelen sind seiner Macht durch das lichtvolle Geistige entwunden worden. Und es gibt nun im geistigen Reich nur eine Aufwärtsentwicklung, keinen Rückfall mehr, und zwar so lange, wie auf Erden die Menschen in der innigen Verbindung mit Gott stehen und also auch bei ihrem Abscheiden von der Erde ins Lichtreich eingehen. Erst wenn die Innigkeit dieser Verbindung nachläßt, wenn die Menschen beginnen werden, neben Gott wieder die Materie zu stellen, lockern sie dadurch die Fesseln des Satans, sie geben ihm selbst die Freiheit, und somit liefern sie sich selbst wieder seiner Gewalt aus. Dann wird auch im geistigen Reich wieder der Kampf einsetzen zwischen Licht und Finsternis, denn dann ist auch sein Einfluß wieder größer auf die Seelen der von der Erde Abgeschiedenen, die er wieder mit List und Gewalt für sich zu gewinnen sucht. Licht und Finsternis werden ständig im Kampf liegen, doch immer wird das Licht am Ende den Sieg davontragen. Und wehe dem Geistigen, das so weit in die Tiefe, in die Finsternis gesunken ist, daß es eine neue Bannung in der festen Materie zu gewärtigen hat. Seine Aufwärtsentwicklung ist eine endlose Kette von Leiden und Qualen, und doch ist es ein Aufstieg, weil in dieser Entwicklungsphase der Fürst der Finsternis keinen Einfluß mehr auf das Geistige hat, weil es nur dem göttlichen Mußgesetz unterstellt ist und Gottes Wille immer und ewig die Aufwärtsentwicklung des Geistigen fördern wird, bis im letzten Stadium das Wesen selbst entscheiden kann, ob es sich Gott oder Dessen Gegner zu seinem Herrn wählt. Und erst wenn alle Wesen Gott als ihren alleinigen Herrn anerkennen, wird der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis ein Ende haben, und es wird ein Zustand ewigen Friedens sein. Amen. B.D. NR. 3972.

 

Buch 49 3973

Vertreter des echten Christentums in der Endzeit.

11. Februar 1947. B.D. NR. 3973.

Gläubige Christen gibt es nur sehr wenige zur letzten Zeit, und es ist daher ums Vielfache mehr zu bewerten, wenn diese wenigen aushalten und in ihrer Treue zu Gott verbleiben, weil ihnen von seiten der Mitmenschen äußerst schwer gemacht wird, zu glauben an Gott und im besonderen an Jesus Christus als Erlöser der Welt. Denn diese suchen alles herabzuziehen und als unwirklich hinzustellen, sie suchen den Glauben in seinen Grundfesten zu erschüttern, sie suchen verstandesmäßig den Gläubigen ihr irriges Denken zu beweisen, und wer nicht ganz fest steht, der wird umfallen. Und darum gehört unbedingt das Wissen um die reine Wahrheit dazu, daß dem Bestreben der Ungläubigen diese Wahrheit entgegengesetzt und ihnen ebensoscharf bewiesen werden kann, daß er sich im Irrtum bewegt. Nur wer im Besitz der reinen Wahrheit aus Gott ist, der kann Widerstand leisten, nur der ist fähig, den Falsch-Denkenden zu belehren und dem noch schwachen Gläubigen Kraft zu vermitteln, auf daß auch er Gott treu bleibe. Christen werden sich zwar noch viele Menschen nennen aus alter Tradition heraus und dennoch keine mehr sein, denn um ein Christ zu sein, muß auch ein Liebeleben geführt werden. Dann erst wird Jesus Christus und die Bedeutung Seines Erlösungswerkes erkannt und Ihm vollster Glauben geschenkt. Solange aber die Liebe den Menschen mangelt, genügt der geringste Anstoß, um jeglichen Glauben abzulegen, und also werden die Vertreter des echten Christentums nur noch in kleiner Anzahl auf Erden leben und daher ein äußerst schweres Leben führen, weil auch diese wenigen noch sich dem Denken jener anschließen sollen und von seiten der Welt alles in die Wege geleitet werden wird, das Christentum auszumerzen. Doch dann wird es sich zeigen, welche Kraft in der Liebe liegt und im tiefen, ungezweifelten Glauben - und über welche Stärke die Gläubigen verfügen in der letzten Zeit vor dem Ende. Und darum ist das Belehren der Menschen in der reinen Wahrheit nicht ernst genug zu nehmen, daher wird die Wahrheit von oben direkt ihnen dargeboten, auf daß der willige Mensch sie auch als Wahrheit erkennen und annehmen kann. Und darum ist emsige Arbeit geboten für Gott und Sein Reich, denn es bleibt nicht mehr viel Zeit bis zum Ende, doch die Zahl der Unwissenden ist riesengroß und soll noch verringert werden um die Zahl derer, die wohl schwach, aber guten Willens sind, auf daß sie nicht dem letzten Ansturm zum Opfer fallen, sondern gläubig ausharren und selig werden. Amen. B.D. NR. 3973.

 

Buch 49 3974

Gebet für arme Seelen.

12. Februar 1947. B.D. NR. 3974.

Vergesset nicht, die in der Not der Seele in das Jenseits hinübergegangen sind. Denn sie bedürfen eurer Hilfe. Sie sind zu schwach, um sich selbst helfen zu können, und euch ewiglich dankbar, so ihr ihnen beisteht und ihnen Kraft gebt durch euer Gebet. Die Liebe muß Anlaß zu diesem Gebet sein, die Liebe zum Schwachen, Unerlösten, das ihr nicht leiden lassen wollet, dem ihr das Leid verringern wollet, soweit es in eurer Kraft steht. So ihr auf Erden einen Blick tun könntet in jenes Reich der unerlösten Seelen, würde tiefes Erbarmen euer Herz erfüllen und euer Hilfswille angeregt werden, so nur ein Funken Liebe in euch glimmt. Denn ihr Los ist ein unsagbar trauriges, das, wenn auch selbstverschuldet, jede mitfühlende Seele zur Hilfe antreibt. In erschreckender Finsternis weilen sie, je nach dem Grade ihrer Unvollkommenheit, und ihre Umgebung ist, so sie diese schwach zu erkennen vermögen, öde und unfreundlich, und doch sind sie selbst zu schwach, den Ort ihres Verweilens zu verlassen und sich einen besseren Zustand zu schaffen, und daher ist ihre Not übergroß, weil ihnen alles Qualen bereitet. Und diese Qualen könnet ihr ihnen verringern, indem ihr euch der armen Seelen annehmet im Gebet, indem ihr euch voll Mitgefühl ihre große Not vorzustellen sucht und ihrer in innigem Gebet gedenkt - indem ihr ihnen ferner im Geist das Evangelium vortraget, d.h., ihnen den Segen der Liebe klarzumachen suchet und ihnen die Liebe als einzigstes Lösemittel vorstellet. Sowie es euch gelingt, den Liebesfunken in einer armen Seele zu entzünden, ist sie gerettet für die Ewigkeit, denn dann kann sie Kraft unmittelbar entgegennehmen aus dem Lichtreich, dessen Bewohner gleichfalls emsig tätig sind an jenen Seelen, nur dann erst in Aktion treten können, wenn in der Seele ein kleines Verlangen nach Licht und ein Fünkchen Liebe zu erkennen ist und wenn die Liebe so zum Ausdruck kommt, daß sie den mitleidenden Seelen helfen möchte. Dann wird ihr Kraft in vermehrtem Maß zugeführt, und nun beginnt der Aufstieg im geistigen Reich. Doch nimmermehr dürfet ihr die Seelen ihrem Schicksal überlassen, denn nur die Liebe erlöset, und nur ein in Liebe ihnen zugewandtes Denken kann ihnen Linderung ihrer Leiden verschaffen. Und darum muß euer Gebet aus dem Herzen kommen, es darf nicht nur ein Lippengebet sein, sondern die Liebe zu dem Schwachen, Hilflosen muß euch antreiben, Gott innig um Gnade und Hilfe zu bitten für diese Seelen, ihr müsset selbst von dem Gefühl getrieben sein, ihnen ihr Los zu erleichtern und ihr müsset des öfteren eure Gedanken ihnen zuwenden, die dies schon als Erleichterung empfinden und jedes liebende Gebet als Kraftzuwendung spüren. Vergesset diese Seelen nicht, denn sie brauchen euch und werden es euch ewiglich danken, so ihr ihnen geholfen habt aus der Tiefe zur Höhe, aus der Nacht ihrer Umgebung in das Licht zu gelangen. Amen. B.D. NR. 3974.

 

Buch 49 3975

Veränderte Lebenslage. Weltmenschen.

13. Februar 1947. B.D. NR. 3975.

Ein völlig weltlich gerichtetes Denken wird sich schwerlich in die veränderten Lebenslagen einfühlen und nur ständig sich mit einer Verbesserung derer befassen, und dies wird den Menschen auch abhalten von jeglicher Seelenarbeit. Wer die Materie zu seinem Herrn werden läßt, der wird sie auch niemals überwinden, und wem der Verlust irdischer Güter nicht eine Hilfe war zum Überwinden dieser, der wird sich mit vermehrtem Eifer darauf stürzen, sie wieder zu vermehren, und soll ihm wieder geholfen werden, so kann dies nur durch neuen Verlust geschehen, auf daß er die Vergänglichkeit der Materie erkennen lerne und daraus seelischen Nutzen ziehe. Doch vermehrtem irdischen Streben wird auch jeglicher Glaube zum Opfer fallen, und so werden sich schon deshalb getrennte Lager ergeben, die äußerlich erkennbar sind. Gläubige Menschen empfinden ihre irdisch bedrängte Lage als Sendung Gottes und sind daher nicht mehr auf die Vermehrung irdischer Güter bedacht, während der nach Besitz Strebende den Glauben verloren hat an eine Macht, die sich ihm durch das Geschehen, das ihm materiellen Verlust brachte, offenbaren will. Sein Verlangen nach der Welt ist größer, und darum erkennt er Gott nicht und richtet auch sein Leben nicht nach Seinem Willen ein. Und so wird eine überaus rege Tätigkeit einsetzen, und die Menschen werden sich ihre Lebenslage verbessern wollen, die durch den Willen Gottes außerordentlich schwer geworden ist. Und es wird das Denken eines Menschen nun offenbar werden - der in der Liebe Lebende wird dem Mitmenschen helfen, ihm das Leben erträglich zu machen, doch der Lieblose wird nur sein eigenes Leben sich neu gestalten wollen, er wird alles tun, um sich wieder ein Wohlleben zu schaffen, und auch nicht davor zurückschrecken, dies auf Kosten des Nebenmenschen zu tun. Und es wird bald deutlich erkennbar sein, mit wessen Unterstützung er arbeitet, wer ihm Kraft zu irdischem Schaffen verleiht und seine Seele dafür in Besitz genommen hat. Der Gläubige aber wird auch Hilfe finden in jeder Not, nur nicht nach außen ersichtlich, sondern die Kraft Gottes wird ihn überfluten, er wird auch jeder Lebenslage Herr werden und stets mit Gott in Verbindung bleiben, sein Glaube wird vertieft werden, die Liebe zur Materie zurückgehen, und es ist dies ein weit größerer Fortschritt als der vermehrte irdische Besitz des ersteren. Denn wer seine Seele verkauft um des irdischen Lebens willen, der rechnet nur mit der kurzen Erdenzeit, die jeden Tag für ihn zu Ende sein kann. Und er denkt nicht an die Ewigkeit, die für ihn entsetzlich qualvoll ist, weil die Materie ihn in gleicher Weise fesselt wie auf Erden. Und darum soll sich der Mensch frei zu machen suchen von jeglichem Verlangen danach, er soll die schwere Zeit mit Ergebung in Gottes Willen auf sich nehmen und desto inniger sich Gott anschließen, je mehr er irdisch hilflos ist. Denn Gott wird ihm helfen und Sich ihm durch die oft wunderbare Hilfe auch offenbaren. Und kurz wird für ihn nur die Zeit der Trübsal sein, endlos lange aber das Leben im geistigen Reich, wo er ledig jeder Materie unsagbar selig sein wird, weil er auf Erden schon zum Überwinder der Materie geworden ist. Amen. B.D. NR. 3975.

 

Buch 49 3976

Geistiges Schauen. Tätigkeit des Geistigen in der Materie.

14. Februar 1947. B.D. NR. 3976.

Alles, was ihr sehet, hat Ewigkeitswert nur, so ihr es mit geistigem Auge betrachtet, so ihr das geistige Leben darin zu schauen vermögt, das die sichtbare Materie den körperlichen Augen verborgen hält. Dieses geistige Leben ist unvergänglich, muß sich aber zuvor durch die Materie hindurcharbeiten, um im Stadium der Freiheit schaffen und wirken zu können ohne Ende. Solange es noch von der Materie umhüllt ist, ist es zwar auch nicht gänzlich untätig, doch es ist diese Tätigkeit minimal und zeitbedingt, sie wechselt ständig und ist nicht der Kraft angemessen, über die das Geistige ursprünglich verfügte, und darum ist es ein unvollkommener Zustand für das Geistige, solange seine Tätigkeit einer Beschränkung unterliegt, während das vollkommene Geistige schaffen kann unbeschränkt und überaus selig ist in seinem Kraftbewußtsein. Und dann ist es auch nicht mehr dem Zeitgesetz unterworfen, sondern es bleibt emsig tätig in einer für den Menschen unvorstellbaren Weise, weil diesem die Kraftfülle eines Lichtwesens unvorstellbar und unausdenkbar ist. Und darum ist das Geistige auch unglückselig, solange es von der Materie umschlossen ist, die es einesteils am freien Wirken hindert und andernteils den Grad der Kraftlosigkeit erkennen läßt, in dem das Geistige sich befindet. Und es wird der Mensch, der geistig zu schauen vermag, in der harten Materie kaum die Tätigkeit des Geistigen erblicken können, sondern nur in den Schöpfungen, die eine weniger harte Umhüllung für das Geistige bedeuten - in der Pflanzen- und Tierwelt, wo das Leben schon zu erkennen ist auch dem körperlichen Auge, doch dem geistigen Auge sich eine weit umfangreichere Tätigkeit darbietet. In diese Tätigkeit Einblick nehmen zu können ist überaus lehrreich und erschließt dem Schauenden erst richtig den Zweck der Schöpfung. Doch es gehört dazu auch ein hoher Reifegrad des Menschen, um das geistige Wirken auch in der materiellen Schöpfung sehen zu können. Dann aber erkennt er auch Gott in Seiner übergroßen Liebe, in Seiner unübertrefflichen Weisheit und Seiner Kraftfülle. Er ist dann selbst schon zu einem Lichtwesen geworden, das in Gottes Nähe weilen darf, und seines Bleibens auf der Erde ist nicht mehr lange, denn der Reifegrad, der geistiges Schauen zuläßt, erübrigt das weitere Erdenleben, sofern nicht der Mensch eine Mission zu erfüllen hat, die ihn noch längere Zeit auf Erden hält. Doch vermöge des geistigen Schauens ist er selig schon auf Erden, da er sich jederzeit in den Zustand versetzen kann, der ein Verweilen im geistigen Reich zuläßt und er nicht mehr erdgebunden ist, er also auch die Umhüllung seiner Seele durch die körperliche Außenform nicht mehr als Last empfindet, weil er sich jederzeit von ihr lösen kann, bis er seinen Leib gänzlich ablegt und eingehen kann als Lichtwesen in das geistige Reich, um dort gleichfalls tätig zu sein in aller Kraft für ewig. Amen. B.D. NR. 3976.

 

Buch 49 3977

Liebeswirken. Starker Glaube. Leiblicher Unterhalt.

15. Februar 1947. B.D. NR. 3977.

In jeder Lebenslage könnet ihr Gutes tun, so das Herz euch dazu treibt. Und so wird auch die kommende Zeit euch in Situationen bringen, wo ihr selbst hilfsbedürftig seid, jedoch immer werdet ihr auch Liebe am Nächsten üben können, immer werdet ihr geben können, so ihr gebebereit seid, denn eurem Liebewillen entsprechend wird auch euch Hilfe von oben zuteil werden, und was ihr gebt, wird euch vielfach zurückgegeben werden, geistig sowohl als auch irdisch, und ihr werdet viel Not lindern können mit Meiner Unterstützung, denn Ich will, daß ihr dadurch schon einen festen Grund gewinnet, um den Mitmenschen das Evangelium zu predigen, um auch sie in den Segen des Wirkens in Liebe aufmerksam zu machen, und ihr nun für Mich und Mein Reich tätig sein könnet, wie es eure Aufgabe ist. Und es werden die Mitmenschen an euch selbst die Wahrheit Meines Wortes erkennen können, sie werden an der steten Hilfe Meinerseits ihren Glauben festigen können, sowie sie nur bereit sind, ebenfalls das Gebot der Nächstenliebe zu erfüllen, und ihr Wille sich also Mir zuwendet. Es wird die Not so groß sein, daß ihr jede Hilfe als außergewöhnlich erkennen könnt, denn eure irdische Lage ist nicht beneidenswert und kann doch für jeden einzelnen erträglich sein, der sich Mir nur vollgläubig überlässet und sein Schicksal vertrauensvoll in Meine Hände legt. Denn seiner nehme Ich Mich augenfällig an, wie Ich es euch verheißen habe, Ich helfe ihm irdisch und geistig, Ich führe ihn Wege, die stets erfolgreich beschritten werden, weil Ich neben ihm schreite und wahrlich weiß, wohin Ich ihn führe. Ich werde euch geben, was ihr irdisch benötigt, um euren Körper zu erhalten, wie Ich aber auch euch täglich geistig speisen werde, auf daß ihr niemals ohne Kraft seid. Wer also glaubt, der wird keine Not haben, und wer sich Mir schrankenlos hingibt, der brauchet sich nicht mehr zu sorgen um den leiblichen Unterhalt, denn Ich sorge für ihn. Doch ihr müsset euch Mein Wort fest in das Gedächtnis prägen, ihr müsset einen starken Glauben gewinnen, indem ihr euch vorstellet, daß Ich niemals euch eine Unwahrheit sage und daß ihr euch also fest darauf verlassen könnt, was Ich durch Mein Wort euch verheißen habe - Meinen ständigen Schutz und Schirm und liebevollste Fürsorge an Meinen Kindern. Strebet Mir zu, und jegliche Not wird euch fernbleiben. Nur eines tut not, daß Ich tiefgläubige Vertreter Meines Wortes auf Erden habe, die durch ihren Glauben Mein Wort selbst bestätigen, denn durch einen solchen tiefen Glauben können auch die Mitmenschen für Mich und Mein Reich gewonnen werden, und die Zahl der Meinen kann sich erhöhen. Und so ist also euer Wirken in kommender Zeit so überaus wichtig, daß ihr jeglicher Unterstützung Meinerseits gewiß sein könnet und selbst keine Not zu fürchten brauchet, wenngleich ihr alles verlieret durch Meinen Willen, denn was Ich euch nehme, kann Ich euch jederzeit zurückgeben, so ihr nur fest und unerschütterlich glaubt. Amen. B.D. NR. 3977.

 

Buch 49 3978

Zustand der Vollkommenheit - Licht- und Kraftfülle.

16. Februar 1947. B.D. NR. 3978.

Im Zustand der Vollkommenheit gibt es keinen Mangel an Kraft und Licht, d.h., es ist dem Wesen jede Tat ausführbar und jedes Wissen eigen, also es ist weder beschränkt in seiner Macht, noch in seiner Weisheit. Und es bedeutet dies ein Wirken nach dem Willen Gottes, weil die Weisheit nichts anderes als Gottes Willen anerkennen kann und also die Kraft nützet entsprechend ihrer Bestimmung. Kraft- und Lichtfülle ist sonach das Ziel, das zu erstreben ist für die Ewigkeit. Kraft und Licht gehen von Gott aus und Kraft- und Lichtfülle bedeutet engste Gottverbundenheit, also einen Gott-ähnlichen Zustand, ein Angleichen an Sein Wesen, das in sich Liebe ist. Und so muß, was vollkommen ist, auch tiefste Liebe in sich tragen, es muß die Liebe erst das Wesen für den Empfang von Licht und Kraft gestaltet haben - es kann das Wesen nur im Zustand der Liebe göttliche Macht und tiefes Wissen besitzen. Und so geht daraus hervor, daß ihr Menschen auch so lange nicht in das letzte Wissen eingeführt werden könnet, wie ihr nicht völlig zur Liebe geworden seid, daß ihr also niemals auf Erden in alles eindringen werdet, was euch wissenswert erscheint, wenngleich dies im Bereich der Möglichkeit liegt, die überaus innige Verbindung mit Gott voraussetzt und vollstes Aufgehen in Dessen Willen. Solange aber der Mensch auf Erden weilet, hält die Erde ihn auch noch gefesselt, und diesem Zustand trägt Gott in Seiner Liebe auch Rechnung, den Menschen immer so bedenkend mit Kraft und Licht, wie es für ihn körperlich und geistig von Vorteil ist. Denn bevor ein Wesen nicht vollkommen ist, würde es Licht und Kraft mißbrauchen, sowie diese seinen Reifegrad übersteigt. Es würde der Mensch mit einem Wissen, das seinen Reifegrad überflügelt, nichts anzufangen wissen oder es nicht dem Willen Gottes gemäß verwerten, und also würde es ihn auch nicht selig machen, vielmehr seine Gedanken verwirren, andererseits er aber Aufklärung erhalten wird, worüber er Aufklärung begehrt, denn es ist sein Verlangen danach entscheidend, ob Gott ihm durch Seinen Geist Aufschluß gibt. Und sein Verlangen wird immer entsprechend sein seiner Liebetätigkeit und Willigkeit. Doch es gibt auch ein Wissen, das die dem Menschen noch gänzlich verborgenen Dinge aufdeckt; es gibt Weisheiten, die Gottes Größe und Herrlichkeit offenbaren und die vorbehalten sind dem Heer seliger Geister, die in Gottes Nähe weilen; es gibt ein Wissen, das unendlich beglückt und dem alles Lichtvolle zustrebt, das der Verstand der Menschen auf Erden nicht zu fassen vermag, ein Wissen, das auch ein Übermaß von Kraft erfordert, um dem Willen Gottes entsprechend ausgewertet zu werden. Und also erfordert es einen überaus hohen Reifegrad, den ihr Menschen auf Erden kaum erreichet. Und so ist also euer Wissen auf Erden abhängig von eurer Seelenreife, und ihr müsset ständig danach trachten, diese zu erhöhen, um den Licht- und Kraftzustrom zu vermehren, und ihr müsset wissen, daß ihr selbst das Wissen bestimmt, das euch geboten wird; daß es wohl keine Grenzen gibt von Gott aus, ihr aber selbst die Grenze setzt, welche ist das Maß von Vollkommenheit eurer Seele. Trachtet danach, vollkommen zu werden, und euch werden immer neue Gebiete erschlossen werden, jedoch immer eurem irdischen Fassungsvermögen angemessen, das ihr zwar ständig erhöhen könnt durch Gestalten zur Liebe, denn die Liebe ist erste Voraussetzung zum Empfang von Licht und Kraft in aller Fülle. Amen. B.D. NR. 3978.

 

Buch 49 3979

Begründung von Leid und Not in der letzten Zeit.

18. Februar 1947. B.D. NR. 3979.

Eine kurze Zeit des Wohllebens auf Erden kann für jeden einzelnen Menschen einen geistigen Rückgang zur Folge haben, denn sowie der irdische Daseinskampf ausscheidet, ist die Seele ungemein empfänglich für Reize jeglicher Art, und sie leistet daher auch wenig Widerstand, so die Versuchungen durch die Welt an sie herantreten. Da jedoch in der Endzeit für die Seele ein verstärktes Ringen erforderlich ist, um ihr Ziel noch zu erreichen, muß ihr jede Gelegenheit genommen werden, lau und träge zu werden in ihrem Streben nach oben. Und daher wird immer wieder Leid und Not an sie herantreten, und dafür soll ein jeder Mensch dankbar sein, denn es sind die letzten Mittel, sie vor zu tiefem Rückfall zu bewahren. Irdisches Wohlergehen kann nur für eine schon reife Seele ohne Schaden sein, diese aber benötigt keine irdischen Reichtümer, keine körperlichen Genüsse und auch keine offensichtlich guten Lebensverhältnisse, sondern sie fühlt sich in jeder Lebenslage wohl, selbst wenn diese dem Mitmenschen als mühselig und dürftig erscheint, wie umgekehrt auch scheinbar gute Lebensverhältnisse einer unreifen Seele nicht genügen können und sie fortgesetzt gieret nach größerem Besitz, also ihres Seelenzustandes nicht achtet und in großer Gefahr ist. Es tritt nicht ein Ereignis, das als Not und Mühsal die Seele berührt, vergeblich an den Menschen heran, immer wieder sucht Gott ihn dadurch zu gewinnen für Sich, daß er seine Kraftlosigkeit spüret und sich an Ihn um Hilfe wendet, immer wieder folgen daher Ereignisse aufeinander, die eine Seele in Aufruhr versetzen und das Augenmerk des Menschen von weltlichen Freuden und Genüssen abwenden, denn die Seele muß immerwährend kämpfen, und sie darf nicht lau werden. Gott weiß, was ihr dienlich ist, und Er schafft ihr unausgesetzt neue Ausreifungsmöglichkeiten, weshalb ein fortgesetzter irdischer Daseinskampf unerläßlich ist. Doch ohne Kraft lässet Er niemals eine Seele, die solche begehrt und sich an Ihn vertrauensvoll um Hilfe wendet. Er gibt ihr, was sie benötigt irdisch und geistig, doch dem Körper entzieht Er um der Seele willen, was die Seele gefährden könnte. Und darum werdet ihr Menschen keine erhebliche Besserung eurer Lebenslage zu erhoffen haben, sondern immer wieder wird ein Ereignis das andere ablösen, was euch zu erhöhtem Lebenskampf zwingt. Doch es ist die letzte Zeit vor dem Ende, und sie ist nur noch kurz und für einen jeden Menschen erträglich, so er die Verbindung herstellt mit seinem Schöpfer und Erhalter, mit seinem Vater von Ewigkeit. Dann wird er aus der für ihn schweren Zeit nur seelischen Nutzen ziehen und dereinst auch den Segen derer erkennen, er wird Gott danken für Seine Fürsorge, für alles Leid, das zur Erhöhung der Seelenreife beigetragen hat, das ihn bewahrt hat vor dem ewigen Untergang. Amen. B.D. NR. 3979.

 

Buch 49 3980

Zuwendung des göttlichen Wortes von größter Wichtigkeit.

19. Februar 1947. B.D. NR. 3980.

Daß die Zuwendung Meines Wortes für euch Menschen von größter Wichtigkeit ist, wird nur von wenigen begriffen, während die Mehrzahl Meiner Gabe keine Beachtung schenkt. Und die unausbleibliche Folge davon ist, daß den Menschen jegliches Wissen mangelt vom bevorstehenden Ende oder der Glaube, so ihnen das Wissen vermittelt wird. Mein Wort ist der Ausgleich für alles Schwere, das den Menschen der Endzeit nicht erspart bleiben kann. Mein Wort ist das einzigste Kraftmittel, um alles Schwere zu überstehen, und wer Mein Wort hat, wer mit Mir in einer solchen Verbindung steht, daß er Mich Selbst durch die Stimme des Geistes vernehmen kann, wer Mich anhöret, so ihm durch Meine Diener auf Erden Mein Wort vermittelt wird, dem steht ein Schatz zur Verfügung, den er nur zu heben braucht - und er wird unbeschadet an seiner Seele den Erdenweg zurücklegen bis zum Ende - denn das Ende kommt bald - ihr Menschen, glaubet Meinem Wort! Lasset euch warnen und mahnen, gehet ab von eurem Lebenswandel, und strebet ernstlich eine Reinigung eurer Seele an, wandelt euch selbst, indem ihr eure Gedanken abkehret von der Welt und euch ernstlich mit eurem Erdenlebenszweck befaßt. Lasset euch durch Mein Wort Aufklärung geben darüber, und bereitet euch also vor für ein schnelles Ende, das euch allen beschieden sein kann, die ihr nun auf Erden wandelt. Denn die Zeit ist erfüllet, und was nun kommt, sind die letzten Wehen vor dem Ende. Und alle weltlichen Ereignisse sollten euch zu denken geben, denn es kommt, wie es geschrieben steht - es erfüllet sich, was durch Propheten und Seher immer wieder den Menschen verkündet wurde - es kommt das Ende. Ihr Menschen traget selbst dazu bei, daß dieses keinen Aufschub mehr duldet, weil ihr Mich nicht mehr anhöret, weil ihr ohne Glauben seid und euch also von Mir entfernt, weil ihr Meinem Gegner zuviel Macht und Recht einräumet und so euch zu seinen Knechten macht und gegen Mich streitet. Ich aber suche euch durch Mein Wort noch in Mein Lager herüberzuziehen, auf daß ihr nicht zu den Besiegten gehöret, sondern als Sieger hervorgehen könnet. Ihr aber achtet Meines Wortes nicht, ihr legt ihm keine andere Bedeutung bei als menschlichen Worten, die ihr überhöret, weil sie euch nicht angenehm klingen. Und doch spreche Ich Selbst zu euch, weil Meine Liebe Mich treibt, euch zu retten aus der Gewalt Meines Gegners, höret Mich an und errettet euch selbst. Bringet den Willen auf, euch belehren zu lassen, und ihr werdet die Dringlichkeit dessen einsehen, daß Ich Selbst von oben zu euch spreche. Ihr werdet auch eure Kraftlosigkeit erkennen, die Ich beheben möchte durch Mein Wort. Und so nehmet die köstlichste Gabe in Empfang, die Ich von oben euch biete, denn sie allein ist das Mittel, euch Erleichterung zu schaffen in jeder geistigen und irdischen Not. Ich komme Selbst zu euch im Wort. Begreifet dies und achtet die Gabe, die ein liebendes Vaterherz Seinen Kindern zuwenden will, um ihnen zu helfen. Höret Mein Wort an und befolget es, und öffnet Mir eure Herzen, wenn Ich Einlaß begehre. Und euch werden alle Schrecknisse nur schattenhaft berühren, es werden die Tage verkürzt werden, auf daß sie nicht in aller Schwere auf euch lasten, ihr werdet Kraft haben in euch, die ihr von Mir beziehet durch Entgegennahme Meines Wortes und Ich Selbst werde bei euch sein und euch führen bis an euer Lebensende, das dann ein seliges sein wird, so ihr durch Mein Wort gekräftigt ihm entgegengeht. Amen. B.D. NR. 3980.

 

Buch 49 3981

Lichtwesen geistige Betreuer der Menschen.

20. Februar 1947. B.D. NR. 3981.

Die lichtumflossenen Wesen im geistigen Reich stehen in engster Verbindung mit Mir und haben daher auch den gleichen Willen, und sie verfügen über große Kraft, ihren Willen zur Ausführung zu bringen. Und also sind sie gewissermaßen die Ausführenden Meines Willens, sie sind Meine Diener, Meine Bevollmächtigten, deren Tätigkeit Meinem Heilsplan von Ewigkeit entspricht. Und sie betreuen unzählige Wesen auf Erden wie im Jenseits. Alles, was lebt, also in einem bestimmten geistigen Reifegrad steht, muß auch so betreut werden, daß es sein Ziel erreicht, weil es ohne Hilfe niemals den rechten Weg gehen würde; es muß ständig geleitet werden, und diese Führung und Betreuung ist das Amt aller Wesen, die von Licht und Kraft durchstrahlt sind, deren Liebe zu Mir und zum Unerlösten so tief ist, daß sie tun, was stets Meinem Willen entspricht - das Unvollkommene zu erlösen. Unzählige Lichtwesen sind in Meiner Nähe und rastlos tätig - also können auch unzählige Menschen auf Erden ihre Fürsorge genießen, und jedes einzelne Schicksal kann beachtet, jedes Geschehen für den Menschen so gelenkt werden, daß dieser ausreifen kann, wie es seine Bestimmung ist. Doch die Freiheit des Willens tasten auch diese Lichtwesen nicht an, so daß trotz größter und liebevollster Fürsorge auch ein Zurücksinken in die Finsternis nicht ausgeschlossen ist, wenn das Wesen selbst sich dem Willen und der Fürsorge der Lichtwesen widersetzt, wenn es also Mich Selbst nicht anerkennt und weder Kraft noch Licht begehrt. Dann schaltet auch die Fürsorge des lichtvollen Geistigen aus solange, bis ersteres von selbst sich Mir zuwendet und dadurch auch den Lichtwesen Freiheit läßt, selbst einzuwirken auf jenes. Doch kein Mensch auf Erden braucht die Hilfe und Liebe der Lichtwesen zu entbehren, kein Mensch wird von Mir aus gering bedacht oder vernachlässigt, sondern eines jeden Schicksal entspricht seinem eigenen Willen, und dieser bestimmt das Maß von Hilfe und Kraft zur Erlösung. Und da die Lichtwesen Ausführende Meines Willens sind, ist also ihre Lenkung gleich der Meinen und ihre Fürsorge auch die Meine. Es kann daher immer von Meinem Wirken und von Meiner Hilfe gesprochen werden, denn die Lichtwesen sind als zu Mir gehörig ein Teil Meiner Selbst, wenngleich sie als Einzelwesen das Glück Meiner Durchstrahlung mit Kraft und Licht und das Glück einer fortgesetzten Tätigkeit für Mich empfinden. Diese Tätigkeit aber besteht nur in der Ausführung dessen, was Meine Liebe und Weisheit als gut und erfolgreich für die einzelnen Seelen erkennt. Und so kann das ganze Weltall voller hilfsbedürftiger Seelen sein, es wird nicht eine Seele die göttliche Fürsorge zu entbehren brauchen, weil auch das Lichtreich unendlich ist und die Seligkeit dieser im Lichtreich sich befindlichen Seelen darin besteht, von Mir Aufgaben entgegenzunehmen und sich in der Erfüllung zu überbieten. Was Mein geworden ist durch Gestaltung zur Liebe, steht auch in unmittelbarer Verbindung mit Mir, und Mein Wille, Meine Kraft und Meine Weisheit erfüllen ein solches zur Liebe gewordenes Wesen, so daß es sich ewiglich nicht mehr von Mir trennt und nun voller Liebe sich dem Geistigen zuwendet, das diese Seligkeit nicht mit ihm teilen kann, seiner Unvollkommenheit wegen, und das zu erlösen die Lichtwesen drängt. Es steht dem Unerlösten mit der gleichen Liebe gegenüber wie Ich Selbst, aus Dessen Liebekraft alles hervorgegangen ist. Folglich wird es sich auch aller Meiner Geschöpfe annehmen, sie betreuen und ihre Lebenslage lenken, so daß ein jeder Mensch auf Erden seinen geistigen Betreuer hat und dieser wieder, als völlig Mir verbunden, nichts anderes wollen und denken kann als Ich Selbst und sonach das Geschöpf sich von Mir Selbst geführt und betreut fühlen kann und es auch ist. Ich stehe über allem, und ein Heer seliger Geister umgibt Mich, doch auch das kleinste unscheinbarste Wesen genießet Meine Fürsorge, Meinen Schutz und wird nicht vergessen von Mir, und ob dies auch den Menschen unverständlich ist, weil ihr Wissen und ihre Kraft nur beschränkt ist und sie diese Beschränkung auch bei Mir voraussetzen, so lange, wie sie selbst unvollkommen sind und sich von der Macht und dem Licht des Vollkommenen keinen Begriff machen können. Amen. B.D. NR. 3981.

 

Buch 49 3982

Anlaß der verschiedenen Geistesrichtungen. Zweifel. Wahrheit.

21. Februar 1947. B.D. NR. 3982.

Beachtet den Werdegang der verschiedenen Geistesrichtungen, und ihr werdet bestätigen müssen, daß vorerst Zweifel oder Gegenmeinungen bestehen mußten, die mehrere gleichgesinnte Menschen zum Gedankenaustausch anregten und die schließlich zum Aufstellen neuer Lehren führten, mehr oder weniger erfolgreich, je nach der Anzahl der Zweifler und Wahrheitssucher. Immer wird den Suchenden das Verlangen nach der Wahrheit innewohnen, und doch gibt es verschiedene Geistesrichtungen, also voneinander abweichende Glaubenslehren. Und dies findet seine Erklärung im Wesen der Anhänger, besonders derer, aus denen die umformenden Gedanken hervorgegangen sind. Ihr Lebenswandel ist ausschlaggebend, wie weit sie sich in der Wahrheit befinden, denn vom Lebenswandel allein ist es abhängig, wie weit Gott, als Geber der Wahrheit, Sich an seiner gedanklichen Arbeit beteiligt. Wollt ihr Menschen in der Wahrheit stehen, dann müsset ihr unbedingt durch einen Gott-gefälligen Lebenswandel euch in den Zustand versetzen, daß Er Selbst euch die Wahrheit vermitteln kann durch recht geleitetes Denken, so ihr nicht Seine Stimme in euch vernehmet, doch auch ernsthaft im Verlangen nach der Wahrheit stehen, ansonsten ihr nicht fraget und also auch nicht Antwort bekommen könnt. Zu Fragen aber werden euch erst die Zweifel veranlassen, und Zweifel werden euch befallen, so ihr ernstlich nachdenket über das, was euch gelehrt wird. Also ist dringend erforderlich, daß ihr euch gedanklich auseinandersetzet mit dem Geistesgut, das euch von außen vermittelt wird, ansonsten nie und nimmer eine andere Geistesrichtung eingeschlagen werden könnte. Und euch selbst bleibt es überlassen, ob nun euer Denken recht oder falsch gelenkt wird. Recht aber wird es immer sein, so ihr Gott bittet um Seinen Beistand, so ihr euch befleißigt, Seinem Willen nachzukommen, der in Seinem Wort zum Ausdruck kommt, das euch überall vermittelt werden kann. Suchet Gott und ihr werdet Ihn finden, suchet die Wahrheit und sie wird euch werden, doch nur rein verstandesmäßig werdet ihr sie nicht ergründen können, wofür die verschiedenen Geistesrichtungen euch einen Beweis geben. Doch dafür sollen sie euch einen Beweis geben, daß deren Anhänger selbst gedanklich tätig waren, daß sie durch Zweifel an der Wahrheit des eigenen Besitzes sich veranlaßt fühlten, eine ihnen zusagende Glaubenslehre zu suchen, und daß diese Gedankentätigkeit erste Voraussetzung ist, um zur reinen Wahrheit zu gelangen. Ohne eigenes Nachdenken ist sie nicht zu gewinnen und das eigene Nachdenken muß zum Bewußtsein der Unfähigkeit führen, von selbst in die Wahrheit einzudringen, und es muß Gott als die ewige Wahrheit angerufen werden um Unterstützung. Wer aber den Weg zu Gott findet, der wird sich auch stets bemühen, Seinem Willen entsprechend zu leben. Und also wird er alle Vorbedingungen erfüllen - er wird in der Liebe leben, Gott anerkennen und nach der Wahrheit Verlangen tragen. Und so er nun seiner Gedanken achtet, so er bei der strittigen Frage länger verweilt und dann die ihm zuströmenden Gedanken als göttlichen Ursprungs anerkennt, wird er eingeführt in die reine Wahrheit, und sie wird ihm volle Befriedigung geben. Er wird die innere Überzeugung haben, recht zu denken und keinen Zweifeln darüber mehr ausgesetzt sein. Denn Gott als die ewige Wahrheit will diese auch den Menschen zuleiten, die derer würdig sind. Und einer so gewonnenen Geistesrichtung werden sie auch treu bleiben und überzeugend auch für deren Wahrheit eintreten können den Mitmenschen gegenüber. Amen. B.D. NR. 3982.

 

Buch 49 3983

Anwesenheit Gottes bei geistigen Gesprächen.

22. Februar 1947. B.D. NR. 3983.

Jedes geistige Gespräch zieht Meine Anwesenheit hinzu, sowie es ernsthaft geführt wird und also in den Menschen selbst eine Zustimmung, nicht aber eine Abweisung zu erkennen ist. Und Ich beteilige Mich an jedem Gespräch, indem Ich die Gedanken der einzelnen ordne ihrem Wesen entsprechend, indem Ich Meinen Geist in ihnen wirksam werden lasse, auf daß dieser sie belehre von innen. Und darum finden geistige Gespräche stets Meine Zustimmung, selbst wenn sie in Kampfstimmung geführt werden, wenn verschiedene Meinungen vertreten werden. Und Ich Selbst werde dann durch den Menschen sprechen, der sich Meinem Wesen anzugleichen sucht, der sich durch die Liebe so geformt hat, daß er Meine Stimme in sich vernimmt oder er klare Gedanken auszusprechen vermag, die jedem nachdenkenden Menschen annehmbar erscheinen. Denn wo geistige Fragen erörtert werden, dort weile Ich mit großer Freude, sind es doch Beweise dafür, daß nach der Wahrheit gesucht wird und daß Ich Selbst im Mittelpunkt jeglicher geistigen Unterhaltung stehe. Folglich suche Ich ihnen die Wahrheit zuzuleiten, ihre Gedanken ordnend und so lenkend, daß sie die rechte Richtung einschlagen und den Menschen vollste Klarheit geben. Doch der Wille zur Wahrheit muß vorhanden sein, es darf nicht nur gestritten werden, um eigene Meinungen durchzudrücken, sondern um der Wahrheit selbst willen, weil dann Meine Gegenwart garantiert ist, wie Ich aber ganz gewiß Mich fernhalte, so nur irdische Interessen Anlaß einer geistigen Unterhaltung sind, wo also im gegnerischen Falle Debatten geführt werden mit dem Endzweck, Mich zu verdrängen, den Glauben zu erschüttern und den Menschen den Beweis zu liefern, daß es keine Verbindung gibt zwischen Himmel und Erde, zwischen den Menschen und ihrem Schöpfer - wo also auch um geistige Dinge gestritten wird, nur im Sinne Meines Gegners. Dort wird auch er selbst weilen und die Gedanken der Menschen verwirren, so daß ihnen jedes klare Denken verlorengeht, daß sie also nie und nimmer zur Wahrheit gelangen können. Wo Ich anerkannt werde, dort weile Ich, wo Ich abgelehnt werde, dort weilet Mein Gegner, und entsprechend sind auch die Ergebnisse einer geistigen Unterhaltung. Doch segensvoll für die Menschen ist es, wenn auch an einer gegnerisch geführten Unterhaltung ein Mir ergebener Mensch sich beteiligt, den Ich dann unterstützen kann, durch den Ich Selbst Mich äußern kann, um die Menschen zu belehren und sie von ihren falschen Gedanken abzubringen. Denn dann ist Meine Gegenwart nötig und auch möglich, weil ein Aufnahmegefäß bereit ist, wo Ich Meinen Geist einfließen lassen kann. Dann findet ein geistiger Kampf statt, ein Kampf des Lichtes mit der Finsternis, an dem sich die Menschen beteiligen, und vom Willen nach der Wahrheit ist es abhängig, welche Erfolge eine solche Unterhaltung hat. Doch Ich segne alle, die ihre Gedanken schweifen lassen in das geistige Reich, denn nur dann kann ihnen Wahrheit werden, so sie diese ernstlich begehren. Amen. B.D. NR. 3983.

 

Buch 49 3984

Bekämpfung des Irrtums. Finsternis. Wahrheit.

23. Februar 1947. B.D. NR. 3984.

Eine ungewöhnliche Not macht ungewöhnliche Hilfe erforderlich, und ungewöhnliche Not bedeutet es, wenn die Menschen im Irrtum dahinwandeln, denn Irrtum ist Finsternis, Irrtum ist Unkenntnis der Wahrheit und daher ein Weg, der niemals zum Ziel führen kann. Das Ziel aber ist Gott, und so Gott nicht erreicht werden kann, so dies unmöglich gemacht wird, ist dringende Hilfe erforderlich. Es muß der Irrtum bekämpft und die reine Wahrheit dafür geboten werden, denn nur die Wahrheit ist der Weg zum ewigen Leben. Also muß die Wahrheit einen ungewöhnlichen Weg nehmen, auf daß sie als solche erkannt und beachtet werde. Sie muß so offensichtlich den göttlichen Ausgang erkennen lassen, daß die Menschen stutzen und dem ihnen Gebotenen Beachtung schenken, dann erst werden sie diese gegen den Irrtum abwägen und sich belehren lassen, daß sie einen anderen Weg einschlagen müssen, um zum Ziel zu gelangen. Solange sie jedoch am Irrtum festhalten, bleibt ihnen der Segen der Wahrheit verborgen - die Kraft, die göttliche Wahrheit birgt und ausstrahlt. Es müssen die Menschen das Liebegebot als erstes beachten, dann erst sind sie fähig, die reine Wahrheit zu erkennen und sich vom Irrtum frei zu machen; denn zum Erkennen der Wahrheit als solche und also Ablehnen des Irrtums gehört Urteilskraft, die eine Folge uneigennützigen Liebewirkens ist. Und auf daß es der Mensch ernst nehme, weil es nötig ist, daß die reine Wahrheit durchdringt auf Erden, leitet Gott diese Wahrheit auf einem nicht gewöhnlichen Wege zur Erde durch Sein Wort, das Er durch die Stimme des Geistes einem Menschen vermittelt, und Er ermahnt sie dringend zum Liebeswirken - auf daß die Finsternis weiche, auf daß vor den Menschen hell und klar der Weg liegt, den sie beschreiten sollen und der sicher zum Ziel führt. Es leben die Menschen dahin, ohne ernstlich ihrer Seelengestaltung zu gedenken, und doch stehen viele im Glauben, ihrer Erdenaufgabe nachzukommen durch Erfüllung gewisser Pflichten und Gebräuche, die aber ihre Seelenreife nicht im geringsten erhöhen. Und das ist der Irrtum, der überaus schädigend ist für die Seelen der Menschen und der darum nicht ernst genug bekämpft werden kann. Nur die Erfüllung des göttlichen Liebegebotes trägt zur Erhöhung der Seelenreife bei, und solange die Liebe nicht geübt wird, ist jeder geistige Fortschritt unmöglich. Der Irrtum aber, von dem unzählige Menschen befangen sind, muß auch als Irrtum gebrandmarkt werden, ansonsten er nicht abgelegt und durch die reine Wahrheit ersetzt werden kann. Solange die Menschen glauben, Gottes Wohlgefallen zu erringen durch Befolgen menschlicher Gebote, solange sie diese als wichtig ansehen und das göttliche Liebegebot erst in zweiter Linie beachten und zu befolgen suchen, solange vergeuden sie Kraft, ohne einen Schritt weiterzukommen. Denn der Irrtum führt nicht zu Gott - d.h., ob auch die Menschen sich überbieten im Befolgen menschlich erlassener Gebote, sie kommen dadurch nicht einen Schritt näher zu Gott, sondern sie müssen Sein Gebot erfüllen, das Liebe fordert zum Nächsten und das keinerlei äußerliche Bestätigungen benötigt, sondern nur Sache des Herzens ist. Jegliche Kraft zu verwenden auf Betätigung in uneigennütziger Nächstenliebe ist dem Willen Gottes gemäß, und wer danach trachtet, der wird auch im Besitz der reinen Wahrheit sein und den Irrtum erkennen als solchen, er wird ihn abzulegen suchen und zur Seelenreife gelangen, er wird sein Ziel erreichen, Gott nahezukommen. Amen. B.D. NR. 3984.

 

Buch 49 3985

Wert und Wirkung des göttlichen Wortes.

24. und 25. Februar 1947. B.D. NR. 3985.

Den Wert Meines Wortes ermessen könnet ihr erst nach Ablegung eurer körperlichen Hülle, wenn ihr erkennen werdet, daß Mein Wort euer seelisches Ausreifen zuwege gebracht hat, daß es euch Licht und Kraft gab für den Erdenweg und daß es Meine direkte Ausstrahlung ist, die niemals ohne Wirkung bleiben kann. Und die Wirkung Meines Wortes ist Licht und Kraft. Ihr werdet wissend durch Mein Wort. Das Wissen wird euch zwar auch in einer Weise geboten, daß euer Wille tätig werden muß, es aufzunehmen und zu geistigem Eigentum zu machen. Ihr könnet in einem hohen Wissensgrad stehen, so ihr euch ernstlich vertiefet in Mein Wort, so ihr euren Wissensdurst stillen wollet und im Verlangen nach tiefer Weisheit euch labet am Quell Meiner ewigen Liebe. Dann werdet ihr beim Eingehen in das Lichtreich ein überaus reiches Wissen besitzen und entsprechend selig sein, weil ihr diesen Besitz nützen könnet nach eurem Willen. Viel besitzen bedeutet, viel geben zu können, und viel geben trägt euch erhöhte Seligkeit ein, denn ihr empfanget weit mehr als ihr gebet. Auf Erden werdet ihr auch empfangen entsprechend eurer Gebewilligkeit. Mein Wort wird euch zwar stets dargeboten werden, um euch vorerst zur Gebewilligkeit anzuregen, es wird euch durch Mein Wort vorerst das Liebegebot kundgetan - doch wahrheitsgemäßes Wissen empfanget ihr erst, so ihr dieses Liebegebot erfüllet, denn die Liebe ist das Feuer von dem das Licht ausgeht, und eines ohne das andere ist nicht denkbar. Und so wird das Licht desto heller leuchten, je größer die Flamme der Liebe ist - das Wissen wird tief und umfassend sein bei dem, der in der Liebe lebt. Und dieses Wissen, die reine Wahrheit aus Mir, wird dem liebenden Menschen so dargeboten, wie Ich es zuträglich finde für seine Bestimmung auf Erden. Überaus reiches Wissen wird sein Anteil sein, so er erlösend tätig sein will und er sich Mir freiwillig zur Verfügung stellt, denn dann benötigt er das Wissen für seine geistige Arbeit. Zahllose Seelen aber stehen auf Erden in geringerem Wissen trotz eifriger Liebetätigkeit, die jedoch blitzartig in vollster Erkenntnis stehen, sowie die Seele den Leib verlässet, auf daß sie im Jenseits nun tätig sein können ihrer Bestimmung nach. Je nach seinem Verlangen und seiner Erdenaufgabe wird der Wissensgrad eines Menschen sein, und ein wissensdurstiger Mensch wird, so er recht lebt auf Erden, stets im hellsten Licht wandeln, denn Ich Selbst nehme Mich seiner an und belehre ihn, direkt oder indirekt. Ich leite seine Gedanken recht, Ich führe ihm Mein Wort zu. Ich setze ihn in Kenntnis von Meinem Wirken auf Erden und spreche zu ihm durch Mein Wort, das unmittelbar aus der Höhe den Menschen zugeht. So er gedankliche Fragen stellt, werde Ich ihm Antwort geben, und sein Wissen wird einen Umfang annehmen, daß er reich beglückt davon sich gedrängt fühlt, dieses Wissen zu verwerten seinen Mitmenschen gegenüber, denn das rechte Wissen trägt ihm die Erkenntnis ein von der Dringlichkeit einer Hilfe, und er wird in seiner Liebe stets bereit sein zur Hilfe und sich also gleichfalls am Erlösungswerk beteiligen, und sein Wille wird gesegnet sein. Amen. B.D. NR. 3985.

 

Buch 49 3986

Erhöhtes Wissen verpflichtet. Erklärung für Art des Wissens.

27. Februar 1947. B.D. NR. 3986.

Euch steht jederzeit die Möglichkeit offen, Aufklärung zu bekommen über Fragen, die euch bewegen, sowie ihr nur ernstlich Antwort begehret. Also könnet ihr auch jederzeit euer Wissen erweitern, und ihr werdet nie im Stillstand zu verharren brauchen - doch ihr müsset diese Möglichkeit nützen. Ich Selbst gebe, was Ich für eure Seelen als nötig und heilsam erachte; Ich belehre euch in dem Maße, wie es für die Erfüllung eurer Erdenaufgabe zuträglich oder nötig ist, doch ihr selbst könnet jederzeit das Maß erhöhen durch eigenen Willen, so ihr anfordert, was euch zu mangeln scheint, und Ich werde es euch gern gewähren, denn Ich stille das Verlangen der Meinen, so es ihnen nicht zum Schaden gereicht. Erhöhtes Wissen verpflichtet aber auch zur Nutzung dessen. Was ihr von Mir empfanget, müsset ihr auch weitergeben, ansonsten es ungenützte Kraft von Mir blieb. Wollet ihr nun tätig sein für Mich, indem ihr bereit seid, Meine Kraft auf die Mitmenschen überströmen zu lassen - indem ihr ihnen euer Wissen vermittelt, das ihr von Mir empfangen habt, dann wird euch sicher keine Grenze des Wissens gesetzt werden von Mir aus, sondern ihr werdet eindringen können in alle Gebiete, die euch sonst verschlossen sind. Je nach der Arbeitswilligkeit Meiner Zuhörer teile Ich aus, und nun wird es euch auch verständlich sein, daß Ich als erstes Meinen Dienern auf Erden das Wissen vermittle, das die Zeit des Endes betrifft, weil sie in dieser Zeit ihres Amtes walten sollen, wozu ein bestimmtes Wissen erforderlich ist. Es wird euch verständlich sein, daß Meine Diener Aufschluß geben müssen über das, was die Herzen der Menschen am meisten bewegt - über die Materie, die von den Menschen noch so hoch eingeschätzt wird und deren Wert daher eingehend beleuchtet werden muß, auf daß sie das Geschehen in der Endzeit als von Mir zugelassen verstehen lernen. Auf daß der Lehrende auch jeden anderen Einwand widerlegen kann, ist ihm wohl auch ein erweitertes Wissen zuvor geboten worden, doch dieses Wissen ist nicht unbedingt nötig für die Menschen, denen geistige Hilfe gebracht werden soll. Diese sollen lediglich hingewiesen werden auf das nahe Ende, auf die Verantwortung, die sie ihrer Seele gegenüber tragen, und auf die Dringlichkeit eines Wandels ihrer Seelenbeschaffenheit, auf die Dringlichkeit emsiger Seelenarbeit, auf daß sie nicht untergehe am Tage des Gerichtes. Dennoch wird auch dem Wissensdurst des einzelnen Rechnung getragen, so ihn Fragen bewegen, die er Mir zur Beantwortung vorstellt. Was ihr anfordert, um was ihr Mich vertrauensvoll bittet, das wird euch gegeben werden, sei es geistiges oder irdisches Gut - so ihr nur glaubet. Denn Ich lasse weder Körper noch Seele darben und bedenke sie, wie es heilsam ist für beide. Und dem Wissen eines Mir Dienen-Wollenden sind keine Grenzen gesetzt, solange er dieses Wissen nützen will, um für Mein Reich auf dieser Erde zu wirken. Denn dies ist das Wichtigste in der kommenden Zeit, daß Meine Diener rastlos tätig sind, weil das Ende nahe ist, und daß sie helfen aus der Finsternis zu erretten, die eines guten Willens sind. Amen. B.D. NR. 3986.

 

Buch 49 3987

Gott als Lehrmeister. Er läßt Sich finden.

28. Februar 1947. B.D. NR. 3987.

Wer Mich sucht in Gedanken, dem nahe Ich Mich, und schalte Mich Selbst in seine Gedanken ein, d.h., Meines Geistes Kraft verbindet sich mit dem Geistesfunken im Menschen, und also ist der Zusammenschluß hergestellt mit Mir für die Dauer seiner gedanklichen Tätigkeit, die Mich zum Ziel hat. Und dann wird das Denken des Menschen recht sein, denn Mein Geist ordnet und lenket es. Und so können nun gedanklich alle Fragen aufgeworfen werden, sei es, daß der Mensch für sich allein Antwort begehrt oder auch Gespräche führt mit den Mitmenschen - es wird ihnen die rechte Antwort werden, weil Ich Selbst als Lehrmeister bei denen weile, die Mich suchen. Wie weit aber das Streben zu Mir dem Menschen innewohnt, das weiß Ich wahrlich am besten, und darum bedenke Ich einen jeden Menschen verschieden, je nach seinem Verlangen und dem Erfüllen der Bedingungen, die Meines Geistes Wirken möglich machen. Und es wird oft scheinen, als bedenke Ich die Menschen ungerecht, so das Streben des einen dem Mitmenschen nicht äußerlich bemerkbar ist. Doch wer in die Stille sich zurückzieht, der braucht sein Streben nicht zur Schau zu tragen, aber er findet die Verbindung mit Mir leichter, und er kann darum Mir ein eifriger Schüler sein, während es dem Mitmenschen nicht gelingt, sich nach innen zu kehren, weil er sich nicht übt und er darum auch Meine leise Stimme nicht zu hören vermag. Dann ist die Verbindung mit der Welt noch zu groß und diese ist das Hindernis, das zuvor hinweggeräumt werden muß, will der Mensch Mich finden und Meine Stimme hören. Der Geist im Menschen wendet sich ab von der Welt, er sucht nur die Verbindung mit dem Vatergeist. Darum aber nahe Ich Mich einem jeden, dessen Herz Mich begehrt, und Ich lasse Mich finden von einem jeden, der Mich suchet - denn wer Mich suchet, der hat auch die Liebe in sich, und sonach verlanget er nach Mir, dem Urquell der Liebe. Und er wird auch sein Ziel erreichen, mit Mir auf ewig verbunden zu sein, denn wer in der Liebe lebt, der ist in Mir, und Ich bin in ihm. Und er wird Mich auch spüren als gegenwärtig, weil Ich Mich finden lasse von dem, der Mich suchet. Also wird er auch Meiner Gegenwart bewußt sein und sonach glücklich schon auf Erden. Ihm kann nun die Welt nichts mehr bieten, weil sein Verlangen anderen Gütern gilt, Gaben, die Meine Liebe ihm bietet durch Worte, die er gedanklich oder tönend vernehmen wird und die ihm das Köstlichste sind, was er auf Erden empfangen kann, weil sie aus dem geistigen Reich kommen, weil es Meine Stimme ist, die er vernimmt, die Stimme des Vaters, Der zu Seinem Kinde spricht. Wer in der Liebe lebt auf Erden, der ist auch das seligste Geschöpf, weil er nun Mich nimmermehr zu missen braucht, denn Ich durchstrahle ihn mit Meiner Liebekraft, und er nimmt reiches Wissen in Empfang. Nun kann der Geist in ihm sich äußern, und er wird auch gehört und verstanden werden, und seine Seele wird sich einen mit dem Geist und auch den Körper willig machen, daß auch seine Substanzen sich vergeistigen, solange er auf Erden Hülle der Seele ist. Ich aber ziehe alles an Mich, was sich Mir angleichet, indem es sich zur Liebe gestaltet. Es gibt nun keine Trennung mehr, keine Kluft von dem Menschen zu Mir, so er in der Liebe lebt. Dann bin Ich ihm nahe und jederzeit für ihn erreichbar, dann kann er Mein Wort vernehmen stets und ständig, er kann mit Mir Zwiesprache halten, so er sich nur zurückzieht in sein Kämmerlein - so er innerliche Betrachtung hält und lauschet auf Meine Stimme. Er braucht Mich nun nicht mehr zu suchen, denn er hat Mich gefunden, und er entfernt sich nun nicht mehr von Mir, weil Meine Nähe ihn beglückt, weil Mein Wort ihm höchste Seligkeit ist, weil er voller Kraft und Licht ist, die auf ihn überströmen und ihm Meine Gegenwart bezeugen. Suchet, so werdet ihr finden - klopfet an, so wird euch aufgetan. Haltet gedanklich Zwiesprache mit Mir, und ihr werdet Meine Antwort vernehmen, ihr werdet reifen und sicher zum Ziel gelangen, zur Vereinigung mit Mir in Seligkeit. Amen. B.D. NR. 3987.

 

Buch 49 3988

Gottes Wort größte Gnadengabe.

1. März 1947 B.D. NR. 3988.

Große Gnade wird euch zuteil durch Zuleitung Meines Wortes. Ihr steht mit dem geistigen Reich in Verbindung, ihr lebet nicht mehr nur in dieser Welt, sondern die eigentliche Heimat könnet ihr betreten jederzeit und euch von dort Kraft holen für alle Nöte und Leiden der Erdenzeit. Und ihr könnet jene durch gläubiges Gebet Mir anvertrauen und Mich bitten, es für euch zu tragen, denn ihr habt durch Mein Wort Kenntnis von Meiner übergroßen Liebe, Allmacht und Weisheit und wisset euch, so ihr glaubet, stets geborgen in Meinem Schutz. Das Wissen darum vermittle Ich euch durch Mein Wort, und so es direkt aus den Himmeln euch geboten wird, ist euch auch das Glauben daran leichter gemacht, denn was Ich euch kundtue, bewahrheitet sich, und also könnet ihr jeden Zweifel fallen lassen, ihr könnet, so ihr noch schwachgläubig seid, nur Mein Wort ausleben und also die Probe aufs Exempel machen, und ihr werdet erkennen, daß Mein Wort Wahrheit ist, daß es Mein Wort ist, das euch geboten wird aus der Höhe. Ihr empfanget eine für euch unfaßbare Gnadengabe, ein Geschenk, das ihr nicht genug würdigen könnet, denn es setzt euch ständig in die Lage, selbst Licht und Kraft austeilen zu können und also ein großes Werk der Nächstenliebe zu verrichten und dadurch erlösend auf Erden zu wirken und selbst überaus schnell zu reifen an eurer Seele. Meine Liebe gibt euch jede Möglichkeit eines raschen Aufstiegs, doch ihr müsset auch selbst alles beitragen, daß die Gnadengabe an euch wirksam werden kann, denn dies ist allein von eurem freien Willen abhängig, ob und wie weit ihr Meine Gnadengabe nützet. Ihr müsset euch dessen bewußt sein, daß es ein Geschenk von Mir ist, das ihr in eurem Reifezustand nicht verdienet, das aber Meine Liebe euch zuwendet, um euch würdiger zu machen, auf daß ihr euch Mir nahen könnet. Und darum müsset ihr vorerst Mein Wort befolgen, ihr müsset ihm Glauben schenken, daß sich euer Reifezustand erhöht, so ihr tut, was Ich durch Mein Wort von euch verlange. Dann werdet ihr auch die Wahrheit Meines Wortes erkennen an seiner Auswirkung und Meine Gnadengabe als ein außerordentliches Geschenk dankbar entgegennehmen. Würdiget es, werdet nicht lau und träge, sondern lasset die Zuleitung Meines Wortes für euch ein ständiges Wunder sein, das euch mit Dank und Liebe erfüllt gegen den Spender; wisset, daß ihr einen überaus großen Vorteil haben könnet, so ihr nicht achtlos daran vorübergeht. Haltet euch eure Unwürdigkeit vor Augen, und bemühet euch, Meiner Liebe und Gnade würdig zu werden, indem ihr Meinen Willen erfüllet, den Ich euch durch Mein Wort kundgebe. Schätzet die Gnadengabe, indem ihr sie immer wieder auf euch wirken lasset, vertiefet euch in Mein Wort, nehmet es hungrigen Herzens entgegen, und lasset euch erquicken, denn eure Seele benötigt Stärkung und Labung, auf daß sie ausreifen kann noch auf Erden. Und also gebe Ich euch die Nahrung der Seele, geistiges Brot und lebendiges Wasser, Ich speise und tränke euch ständig durch Mein Wort, das aus der Höhe euch geboten wird, weil Ich euch liebe und euch selig machen will. Amen. B.D. NR. 3988.

 

Buch 49 3989

Starker Glaube und Vertrauen auf Gottes Hilfe.

2. März 1947. B.D. NR. 3989.

Das volle Vertrauen auf Meine Hilfe ist die sicherste Gewähr, und so liegt es also stets an euch selbst, in welchem Maße ihr Meine Hilfe erfahret und mit welcher Härte euch die irdische Not drückt. Denn diese behebe Ich eurem Glauben gemäß, ist doch der Sinn und Zweck der Not, euch zu gewinnen und euren Glauben an Meine Liebe und Allmacht in euch zu verstärken. Geistige Not dagegen werde Ich entsprechend eurem Liebewillen beheben, entsprechend dem Verlangen nach Mir. Denn die geistige Not empfindet ihr dann erst als Not, wenn ihr an Mich glaubet und Mich bewußt anstrebt, dann wird euch erst die Unvollkommenheit eurer Seele klar, und ihr empfindet dies als Not und erbittet euch dann Meinen Beistand, Meine Hilfe und Gnade, um vollkommen zu werden. Dann werdet ihr auch niemals eine Fehlbitte tun, denn euer Wille, euch zu wandeln, ist nun Gewähr dafür, es gelingt euch mit Meiner Hilfe. Eure Seele aus geistiger Not zu erretten ist aber um vieles wichtiger, solange ihr auf Erden weilet, denn die irdische Not findet ihr Ende mit eurem irdischen Ableben, die Not der Seele aber bleibt bestehen und kann nur durch eigenen Willen behoben werden, der aber äußerst schwach ist im Jenseits, wenn er auf Erden nicht schon eine Wandlung der Seele angestrebt hat. Erkennet als erstes eure geistige Not, und wendet euch demütig an Mich um Hilfe, und dann stellet Mir eure irdische Not vertrauensvoll vor, und auch von dieser werde Ich euch frei machen. Ich werde eingreifen, so daß ihr Mich erkennen könnt, und mit Bestimmtheit dort, wo die Meinen weilen, wo ein starker Glaube fest Meine Hilfe erwartet ohne Zweifel und Bedenken. Dort bin Ich ständig zur Hilfe bereit, um einen solchen Glauben nicht zum Wanken zu bringen und einen schwachen Glauben noch zu stärken. Und so ihr noch schwachen Glaubens seid, so vertiefet euch in Mein Wort, und vermehret durch die Kraft Meines Wortes auch die Kraft eures Glaubens. Denn so ihr Mich zu euch sprechen lasset, kann Ich gleichzeitig geistige Not beheben und wird Mein Wort nicht wirkungslos an euch bleiben, ihr werdet, so ihr guten Willens seid, es fühlen, daß Ich nur Worte der Wahrheit zu euch reden, daß Meine Liebe euch geben will, was euch mangelt, daß Ich euch geistig und irdisch bedenken will, um euch zu gewinnen für Mich, um einen tiefen unerschütterlichen Glauben in euch zum Ausreifen zu bringen. Denn dieser macht euch frei von aller Schwäche des Leibes und der Seele. Ein starker Glaube ist eure eigene Stärke, denn dann wisset ihr auch, daß ihr niemals ohne Hilfe seid und daß ihr alles bewältigen könnet mit Meiner Unterstützung, mit Meiner Kraft, die ihr selbst euch aneignen könnet durch den Glauben. Immer wieder muß Ich euch daher Glaubensproben auferlegen, immer wieder irdische Not kommen lassen, auf daß nun euer Glaube auflebet, auf daß ihr Mir eure irdische Not vorstellet und nun vollvertrauend Meine Hilfe erwartet. Und sie wird euch werden, weil Ich euch auch verhelfen will zu starkem Glauben, auf daß ihr auch größeren Nöten ohne Sorgen und Angst gegenübersteht, auf daß ihr ihnen immer Meine sichere Hilfe entgegensetzet und Ich sie nun von euch nehmen kann. Denn Ich enttäusche wahrlich nimmer ein gläubiges Erdenkind, das auf die Hilfe des Vaters vertraut. Meine Liebe wird irdische und geistige Not von euch nehmen, so ihr an Mich und Meine Liebe glaubt. Amen. B.D. NR. 3989.

 

Buch 49 3990

Entstehen der neuen Erde im Augenblick.

4. März 1947. B.D. NR. 3990.

Dem Untergang der alten Erde folgt der Aufbau einer neuen Erde. Dies ist vorgesehen seit Ewigkeit, und Gottes Wille und Kraft wird tätig zu einem Werke sinn- und zweckvollster Art. Neue Schöpfungen werden die Menschen erfreuen, die gewürdigt werden, die neue Erde zu beleben. Und diese Schöpfungen werden entstehen im Augenblick - doch nicht vor den Augen der Menschen, die noch an dem Ort des Friedens weilen, wohin sie entrückt werden vor dem Untergang der alten Erde. Sie sehen wohl die alte Erde untergehen, sie sehen das Zerstörungswerk, dem sie selbst durch Gottes große Liebe entgangen sind, sie sehen aber nicht das Entstehen der neuen Erde, sondern werden dieser zugeführt nach Beendigung eines Werkes, das Gottes große Macht und Herrlichkeit offenbart. Und Gott vollbringt das Wunderwerk im Augenblick, Sein Wille läßt Seine Gedanken und Ideen zur Form werden, denn der langsame Entwicklungsgang, der bei der Schaffung der alten Erde beachtet wurde, ist nun unnötig geworden, weil das Geistige, das die neue Schöpfung beleben soll, schon diesen langsamen Entwicklungsweg zurückgelegt hat, weil dieser Gang unterbrochen wurde und nun also nur Schöpfungswerke nötig sind, die das ihrer Fortentwicklung harrende Geistige aufnehmen, was im Moment der Schöpfung geschieht. Das Geistige, das als Mensch die letzte Erdenlebensprobe nicht bestanden hat, wird aufs neue gebannt in der festen Materie, die jedoch auch anders als auf der alten Erde zusammengefügt ist insofern, als daß sie neue, den Menschen völlig unbekannte Stoffe aufweiset, die an sich schwer auflösbar sind, jedoch den Menschen zur Nutznießung dienen werden in einer ihnen bald verständlich werdenden Weise, und dadurch also das Geistige darin zum Dienen zugelassen wird, sowie die Materie ihren dienenden Zweck erfüllet, was jedoch wieder vom Willen des Geistigen abhängig ist. Auch die anderen Schöpfungen sind unvorstellbar für die Menschen der alten Erde, und daher werden sie unsagbaren Jubel auslösen, weil sie das Auge und das Herz entzücken ob ihrer Schönheit und Bestimmung. Alles frei gewordene Geistige wird in diesen Neuschöpfungen Aufenthalt nehmen und nun die unterbrochene Entwicklung fortsetzen können, denn den Menschen der neuen Erde wird die Bestimmung jedes Schöpfungswerkes sofort klarwerden, da sie in einem hohen Reifegrad stehen und gewissermaßen von Gott Selbst durch die Stimme des Geistes belehrt werden auch in der Anwendung jener Schöpfungswerke in ihrem täglichen Leben. Es wird ein Leben der Freuden und des Friedens sein in Gott, denn die Neuschöpfungen tragen erheblich dazu bei, daß die Liebe der Menschen zu Ihm erheblich zunimmt und sie völlig in Seinem Willen aufgehen. Sie werden auch keine Not zu leiden brauchen, denn Gott sorget für sie väterlich und bedenket sie leiblich und geistig im Übermaß. Der Zeitbegriff für die Länge ihres Fernseins von der alten Erde ist ihnen genommen worden, so daß sie nicht wissen und nicht ergründen können, in welchem Zeitraum die Neugestaltung der Erde vor sich gegangen ist. Sie setzen ihr Leben fort, wie sie es auf dem Ort des Friedens nach der Entrückung geführt haben, sie befinden sich in ständiger Tätigkeit und in ständigem Wirken in Liebe, sie sind innigst mit Gott verbunden und kennen keinen anderen Willen als den Seinen - sie leben in einem paradiesischen Zustand in Seligkeit und Frieden, und so beginnt wieder eine neue Erlösungsepoche mit geistig reifen Menschen, die nicht mehr bedrängt werden vom Feind ihrer Seelen und darum ungehindert den Weg zur Höhe zurücklegen können, die auf Erden noch zu reinsten Lichtwesen sich gestalten und völligen Zusammenschluß mit Gott finden - die also wahre Kinder Gottes sind und alle Seligkeiten der Nähe Gottes genießen können schon auf Erden. Amen. B.D. NR. 3990.

 

Buch 49 3991

Erfüllung des göttlichen Willens - Erfüllung des Liebegebotes.

5. März 1947. B.D. NR. 3991.

Es ist unter der Erfüllung Meines Willens immer das Erfüllen Meines Liebegebotes zu verstehen, denn dieses schließt alles in sich, was Ich von euch Menschen verlange. So ihr euch Meine ständige Aufforderung, den Nächsten zu lieben wie euch selbst, ernstlich bedenket, werdet ihr jede Handlung, die nicht recht ist nach Meinem Willen, erkennen als Unrecht, weil sie dem Nächsten zum Schaden gereicht leiblich oder auch geistig. Immer muß die Liebe Grundprinzip eures Denkens und Handelns sein, dann werdet ihr auch niemals gegen Mein Gebot der Liebe verstoßen. Und ihr werdet achten des Nächsten Besitz, seine Ehre, ihr werdet ihn als Bruder behandeln und ihn nicht zu schädigen suchen an Leib und Seele. Die Liebe ist also das größte Gebot, und diese predige Ich stets und ständig, denn ihr Menschen pfleget sie so wenig und verfallet dadurch leicht dem, der ohne Liebe ist und sie auch in euch zu ersticken sucht, um euch von Mir zu trennen. Und darum lasset ihr auch Meine Gebote unbeachtet, ihr suchet euren Besitz zu vermehren auf Kosten des Nächsten, ihr suchet dem irdischen Leben alle Reize abzugewinnen, und dies oft unter Anwendung von Mitteln, die jeder Liebe zum Mitmenschen entbehren. Also vergeht ihr euch wider Mein Gebot, ihr lebet nicht nach Meinem Willen. Und dann könnt ihr niemals euer Ziel erreichen - Verschmelzung mit Mir durch die Liebe. Denn Ich habe euch das Liebegebot nur gegeben, um euch den Weg zu zeigen, auf dem ihr zum Zusammenschluß mit Mir kommen könnet. Mein Gebot gilt insbesondere für die, die abseits von Mir stehen, denn der Mir Zustrebende benötigt kein Gebot, er wird niemals Meinem Willen zuwiderhandeln, weil in ihm der Liebefunke schon entfacht ist, ansonsten das Verlangen nach Mir ihn nicht erfüllen würde. Wer aber noch bar jeder Liebe ist, der bedarf Meines Gebotes, auf daß er an diesem sein Handeln und Denken ermessen kann, und also sind ihm Richtlinien gegeben, so daß er erkennt, wann und wie er gegen die Liebe sündigt, und er wird sicheren Erfolg haben, so er sich Mein Gebot der Nächstenliebe vor Augen hält bei allem, was er denkt und tut. Er wird das Eigentum des Nächsten achten, er wird ihm jeglichen Schaden fernzuhalten suchen, er wird ihn geistig und irdisch als Bruder betrachten, und so er seinem Nächsten also Liebe entgegenbringt, wird er auch Mich lieben, denn die Erfüllung Meines Willens dem Nächsten gegenüber hat auch Zunahme an Erkenntnis zur Folge. Ich werde ihm nicht mehr fremd sein, und er wird suchen mit dem Wesen, das ihn erschaffen hat, in Verbindung zu treten. Denn die Liebe allein verschafft ihm Licht, und darum ist das Liebegebot das einzige und größte, das Meinen Willen kundgibt. Amen. B.D. NR. 3991.

 

Buch 49 3992

Lebendige Verbindung. Rechtes Gebet.

5. März 1947. B.D. NR. 3992.

Die lebendige Verbindung mit Mir wird hergestellt durch inniges Gebet. Um aber recht, d.h. in inniger Liebe zu Mir beten zu können, muß der Mensch an Mich glauben als an seinen Vater von Ewigkeit, Der, weil Er die Liebe Selbst ist, Sich jedem Seiner Geschöpfe zuneigt, so es Ihn rufet. Er muß ferner auch glauben an Meine Macht, ansonsten er Mich nicht um Hilfe angehen würde in der Not des Leibes und der Seele. Der Glaube an Meine Liebe und Meine Allmacht macht den Menschen zutraulich und zuversichtlich, und er sucht gedankliche Verbindung mit Mir, sein Herz öffnet sich Mir, weil es Mich aufnehmen möchte, und also werde Ich lebendig in seinem Herzen, d.h., er steht im Bewußtsein Meiner Gegenwart, so er zu Mir betet im Geist und in der Wahrheit - kindlich und demütig und doch zuversichtlich auf Hilfe hoffend. Immer stellt das innige Gebet die Verbindung her mit Mir, und immer wird das betende Erdenkind empfangen irdisches oder auch geistiges Gut, wie Ich es als heilsam für dieses erachte. Je bewußter nun diese Verbindung mit Mir gepflegt wird, desto kraftvoller wird der Mensch auf Erden wirken können, und er fühlt sich dann auch nicht mehr schwach, denn Meine Nähe belehrt ihn eines anderen, Meine Nähe gibt ihm das Bewußtsein von Kraft und Gnade, die von Mir ihren Ausgang nimmt. Es darf der Mensch sich niemals die Vorstellung machen, daß Gott in der Ferne zu suchen ist und daß Er als Geist Sich nicht mit den Menschen auf Erden verbindet. Ich gehe jederzeit diese Verbindung ein, weil Ich jedem Geschöpf als letztes Ziel die Vereinigung mit Mir gesteckt habe und also sofort ergreife, was sich Mir in freiem Willen zu nähern sucht. Und der freie Wille äußert sich im Gebet, denn niemals wird der Mensch zum Gebet gezwungen, das Gebet, das aus dem Herzen kommt, ist immer ein freiwilliges Verbinden mit Mir, dem der Glaube an Mich und Meine Liebe zugrunde liegt. Und der sichere Erfolg eines rechten Gebetes ist Kraftzufuhr für die Seele, denn die Verbindung mit Mir muß eine Wirkung erkennen lassen, weil Meine Nähe immer einen erhöhten Reifegrad nach sich zieht, und dies wird nicht immer der Körper, wohl aber die Seele, empfinden, und sie wird zum Ziel gelangen. Die lebendige Verbindung mit Mir ist das sicherste Mittel, um vollkommen zu werden, denn wer Meine Kraft empfängt, der schreitet auch zur Höhe, Ich ziehe ihn, weil er Mir zustrebt. Und was Ich einmal erfasse, lasse Ich ewiglich nicht mehr von Mir. Wer so betet, daß er zu Mir spricht im Herzen, der wird Mich auch zu hören vermögen, denn alle seine Worte und Gedanken beantworte Ich, sowie er nur Mich reden lässet, d.h. lauschet, was Ich ihm sagen will. Wer sich innig Mir verbindet, der horchet auch auf Meine Stimme, er verlangt Aufklärung, und Ich gebe sie Meinem Kind, weil es den Vater darum bittet, Ich bedenke es leiblich und geistig, d.h., Ich erhöre sein irdisches Flehen und enttäusche es nicht, indem Ich Mich versage, wie Ich auch seinen Geisteszustand in Betracht ziehe und das Kind versorge mit dem, was ihm mangelt - geistiges Gut, das seiner Seele zustatten kommt. Denn Ich liebe Meine Kinder und bedenke alle, die sich im tiefen Glauben an Mich verbinden. Amen. B.D. NR. 3992.

 

Buch 49 3993

Umgestalten der Materie. Tätigkeit - Segen. Erlösung.

7. März 1947. B.D. NR. 3993.

Es ist die göttliche Liebe nicht immer erkennbar, doch stets am Werk, den Menschen zu helfen, sowie allem Geistigen, das noch unerlöst schmachtet in materieller Form. Jede Veränderung ist eine Hilfe, und darum soll sich auch der Mensch beteiligen am Umgestalten dessen, was als Materie ihn umgibt, wenn es keinen dienenden Zweck erfüllt. Auch eure Liebe zum Unerlösten kommt darin zum Ausdruck, daß ihr ihm beisteht in geistiger Not, und das könnet ihr tun, sowie ihr ihm dienende Möglichkeiten erschließet. Alles, was euch umgibt, leidet Qualen, so es sich nicht betätigen kann, denn den Willen dazu hat es und ist immer auf Grund seines Willens der Form einverleibt worden, die als Bestimmung eine dienende Tätigkeit hat, also muß der Mensch dazu beitragen, daß das Geistige nicht gehindert wird zu dienen, um dessen Qual nicht zu verlängern, sondern ihm zu helfen, frei zu werden aus seiner Form. Des Menschen Sinnen und Trachten aber geht dahin, Besitz zu erringen, Reichtümer zu sammeln, und folglich wird er nur einen kleinen Teil von materiellem Besitz seiner eigentlichen Bestimmung zuführen, während der andere weit größere Teil seines Besitzes untätig bleibt, weil er nicht zu dienender Tätigkeit zugelassen wird. Und so ist es zu verstehen, wie notwendig eine Auflösung der Form jenes Geistigen geworden ist, das lange Zeit hindurch schon in der Materie gebunden war, ohne seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt worden zu sein; es ist verständlich, daß Gott Selbst dem Geistigen hilft, wo des Menschen Hilfe versagt, wo seine Gier nach irdischem Besitz ihn zum Sammeln materieller Güter antrieb, ohne der eigentlichen Bestimmung jener Güter Rechnung zu tragen. Es ist verständlich, daß Gott jene Güter den Menschen genommen hat und Er dadurch dem noch in der Materie befindlichen Geistigen erhöhte Möglichkeit gibt, zu dienen und sich zu erlösen. Und Er übt gleichzeitig auf den Menschen einen Druck aus, sich an dem Erlösungswerk zu beteiligen, indem Er ihn in Lagen der Not geraten läßt, die ihn antreiben soll, materielle Umgestaltungen vorzunehmen, um unbrauchbare Materie wieder brauchbar zu machen. Dem Menschen sind unzählige Möglichkeiten gegeben, schaffend und gestaltend tätig zu sein in Zeiten, wo jeglicher Besitz zerstört worden ist, und diese Möglichkeiten soll er erschöpfen, auf daß es ihm selbst und dem Geistigen in der Materie zum Segen gereiche, auf daß überall rege Tätigkeit einsetze. Denn diese allein ist erlösend und erhöht den Reifegrad des Geistigen, während Untätigkeit ein Stillstand der Entwicklung des Geistigen bedeutet und niemals die Zustimmung Gottes finden wird. Das Sammeln irdischer Güter wird nur dann segensreich sein, wenn eine erhöhte Tätigkeit daraus entsteht, wenn alles darin gebundene Geistige zugelassen wird zu einer Tätigkeit, die seiner Bestimmung entspricht - wenn die materiellen Güter die Verwendung finden, die ihrer Art entsprechen. Und dazu müssen die Menschen verhelfen, denn das Geistige in der Materie ist zumeist auf die Hilfe des Menschen angewiesen insofern, als daß dieser ihm die Bestimmung zuweisen muß oder neue Schöpfungen durch seinen Willen und seine Lebenskraft erstehen lassen muß, wo dem Geistigen die Möglichkeiten zu dienen genommen wurde. Und darum ist eifriger Hände Arbeit von großem Segen, darum wird verringerter materieller Besitz stets zu eifriger Tätigkeit antreiben und dies sowohl für das Geistige in der Materie als auch für den Menschen selbst von größtem Vorteil sein, denn der Erlösungsprozeß alles Geistigen kann nur seinen Fortgang nehmen, so ihm ein Dienen ermöglicht wird und es dadurch die Außenform immer wieder überwinden kann, bis es als Mensch selbst dienende Tätigkeit verrichten und sich dadurch endgültig erlösen kann. Amen. B.D. NR. 3993.

 

Buch 49 3994

Licht aus der Höhe. Völlige Finsternis.

9. März 1947. B.D. NR. 3994.

In einer Zeit völliger Lichtlosigkeit muß Ich euch Menschen verstärktes Licht senden, sollet ihr sehend werden und den rechten Weg zu Mir finden. Und völlige Lichtlosigkeit wird dann herrschen, wenn sich die Menschen nicht mehr selbst nach der Wahrheit sehnen oder wenn sie als Wahrheit alles entgegennehmen, was ihnen geboten wird und was stark von Irrtum durchsetzt ist. Das Licht der Wahrheit ist Mein Wort, denn Ich Selbst bin die ewige Wahrheit, und von Mir geht das Licht aus. Was aber den Menschen auf Erden als Mein Wort vermittelt wird, hat seinen hellen Lichtschein verloren, es ist nur noch die Schale, die einstens den Kern barg. Der Kern kann zwar bei gutem Willen noch gefunden werden von dem Menschen, der ernstlich nach der Wahrheit strebt, denn er besteht in der reinen Liebelehre, die Ich Selbst den Menschen auf Erden predigte, um sie aus dem Zustand der Lichtlosigkeit in den hellen Zustand zu versetzen, der Zweck und Ziel des Erdenlebens ist, um sie zum Erkennen der Wahrheit aus Mir zu führen. Denn Licht ist Weisheit, Licht ist Wissen um Mich und Meinen Heilsplan von Ewigkeit. Wer im Licht steht, der wird auch die Wohltat des Lichtes empfinden, wer in der Finsternis dahinwandelt, der weiß nicht um Sinn und Zweck des Erdendaseins, und er sucht diesen in der Welt, er strebt und schafft emsig nur für das Irdische und lässet das Geistige unbeachtet. Er kennt den Weg nicht, weil es dunkel ist um ihn und er zu wenig nach dem Licht verlangt, nach dem Wort, das von Mir ausgeht, von Mir zeuget und zu Mir hinführt. Dieses Wort wird ihm zu wenig dargeboten, weil er es zu wenig begehrt. Ihr Menschen wisset nicht um die Kraft Meines Wortes, so ihr im ernsten Verlangen danach es entgegennehmet - ihr achtet der Zeremonien und menschlich erlassenen Gebote mehr als Meines Wortes - doch dieses allein ist wichtig zu nehmen, das Wort allein ist es, das euch Helligkeit gibt, so ihr es befolget, denn mit dem Wort geht euch Licht zu, das von oben euch überströmet eurem Verlangen gemäß. Wollet ihr den Irrtum erkennen, so müsset ihr euch belehren lassen, ihr müsset Wahrheit vom Irrtum unterscheiden lernen und, so euch beides geboten wird, euch selbst entscheiden, was ihr annehmen wollet. Ihr müsset dem Licht, das Meine Liebe euch zuströmen lässet, auch Zugang gewähren - ihr müsset Mein Wort beachten, das aus der Höhe euch geboten wird, oder vollernsten Willens nach der Wahrheit es anderswo entgegennehmen, denn es wird immer Mein Wort sein, so ihr Mich Selbst zu hören begehret. Fasset es, daß euer Verlangen allein ausschlaggebend ist, ob ihr Wahrheit oder Irrtum entgegennehmet. Fasset dies, auf daß es euch verständlich ist, warum die Menschheit in Lichtlosigkeit dahinwandelt, warum sie sich nicht mehr in der reinen Wahrheit befindet, die gleichzeitig auch Licht bedeutet, denn das Verlangen nach der Wahrheit ist nicht vorhanden. Und darum findet auch der Irrtum Zugang und wird doch nicht als Irrtum erkannt. Immer wieder suche Ich die Menschen auf die Wahrheit hinzuweisen, doch scheu ziehen sie sich zurück, sie fliehen das Licht und begnügen sich mit dem Dämmerlicht, das ihnen jede klare Erkenntnis unmöglich macht. Sie geben sich zufrieden mit einem mangelhaften Wissen und könnten doch in tiefste Weisheit eingeführt werden, so sie Meines Lichtes aus der Höhe achteten, das ihnen als außergewöhnliche Gnadengabe vermittelt wird. Sie könnten einen unermeßlichen Schatz heben und gehen achtlos daran vorüber. Irrtum aber nehmen sie dauernd in Empfang, und sie verschlimmern dadurch ihren lichtlosen Zustand. Lasset euch aufklären, setzet euch nicht selbst Grenzen eures Wissens, denket selbst nach und nehmet nicht gedankenlos entgegen, was euch geboten wird unter dem Deckmantel Meines Willens. Kommet zu Mir und bittet Mich um Zuleitung reinster Wahrheit, gebet euch nicht zufrieden mit Geistesgut, von Menschen euch dargeboten, sondern fraget immer zuerst Mich um Rat, bittet Mich um Beistand, um rechtes Denken, und begehret innig, in der Wahrheit zu stehen - und sie wird euch werden, ihr werdet sie erkennen als Wahrheit, ihr werdet sie als Licht wohltuend empfinden und nimmermehr aus dem Lichtschein Meines Wortes treten wollen, denn Mein Wort allein ist Licht, das weithin leuchtet, das jede Dunkelheit in euch verjagt, euch rechtes Erkennen gibt und euch Mir entgegenführt. Mein Wort ist ewige Wahrheit, denn es geht von Mir Selbst als der ewigen Wahrheit aus. Und wer in der Wahrheit steht, der wird sie nimmermehr verlieren, er wird sie als geistiges Gut mit hinübernehmen in das Reich, das seine wahre Heimat ist, und er wird leben in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3994.

 

Buch 49 3995

Kommunismus.

10. März 1947. B.D. NR. 3995.

Vom Gesichtspunkt des Kommunismus aus betrachtet dürfte es keine Unterschiede geben sowohl in den äußeren Lebensverhältnissen als auch in der Lebensführung des einzelnen. Doch niemals entspricht dies dem Willen Gottes, Der Selbst vielerlei Unterschiede beachtete im Lebensschicksal der Menschen. Zwar sollen die Menschen stets bestrebt sein, dem Nächsten das gleiche zukommen zu lassen, was sie selbst besitzen und was sie beglückt, doch immer muß es dem Menschen freistehen, wie er sich zu dem Gebot der Nächstenliebe einstellt, er darf nicht gezwungen werden zur Teilung seines Besitzes, wie ihm aber auch andererseits sein Besitz nicht genommen werden darf, so er ihn rechtlich erworben hat. Und ein Unterschied der Größe des Besitzes wird immer sein und bleiben, solange die Arbeitskraft und Arbeitslust der Menschen verschieden ist und diese niemals auf ein gleiches Maß gebracht werden kann, soll der freien Entwicklung des einzelnen nicht Einhalt geboten werden. Es wäre eine Welt voller Eintönigkeit, so Gott Seine Schöpfung nicht unterschiedlich geschaffen hätte und so Er nicht dem Menschen die Fähigkeit gegeben hätte, sich sein Leben zu gestalten nach seinem Willen und seiner Kraft, denn beide müssen zur Anwendung kommen, dies ist Zweck und Ziel des Erdenlebens. Der Wille des Menschen kann in verschiedener Richtung gehen, die dem Menschen zuströmende Lebenskraft kann verschieden genützet werden, wie sie auch schon von Gott aus verschieden verteilt ist, folglich muß die Tätigkeit der Menschen unterschiedlich sein wie auch verständlicherweise der irdische Erfolg, und schon dadurch ergeben sich unterschiedliche Lebensverhältnisse, weil sie auch bestehen müssen im menschlichen Dasein. Gerechtigkeit in allen Dingen soll zwar jeder Mensch seinem Mitmenschen widerfahren lassen, doch das bedeutet nimmermehr absolute Gleichheit. Denn gerade die Verschiedenheit des Erfolges ist ein Antriebsmittel zu erhöhter Tätigkeit, und Tätigkeit ist immer segensreich, während der Tätigkeitsdrang sofort eine Hemmung erfährt, so der Erfolg niemals dadurch erhöht wird und nicht-ausgenützte Lebenskraft auch geistigen Stillstand oder Rückgang bedeutet sowohl für den Menschen selbst als auch für die Entwicklung des in der Materie gebundenen Geistigen. Ununterbrochene Tätigkeit gewährleistet ununterbrochene Aufwärtsentwicklung. Und darum ließ Gott sowohl die Lebensschicksale unterschiedlich sich auswirken, um den Tätigkeitsdrang des einzelnen zu erhöhen - wie Er auch die Menschen im allgemeinen verschieden bedenkt mit irdischen Gütern, mit Fähigkeiten und irdischen Erfolgen. Denn im gemeinschaftlichen Leben soll gleichfalls der Gedanke der Nächstenliebe geweckt werden und zur Tätigkeit anregen. Sowie aber die Menschen einen Ausgleich der Lebensverhältnisse schaffen wollen durch Enteignen des einen und Zuwenden dem anderen, sowie das Streben der Menschen dahin geht, alle Unterschiede zu beseitigen, wird auch der Trieb zu eifrigem Schaffen unterbunden, wie aber auch gerechtes Handeln und Denken in Frage gestellt wird. Denn die Menschen werden dann nicht mehr nach ihrem Wert bedacht, sondern auch der durch seine Gesinnung oder seine Trägheit wertlos gewordene Mensch empfängt im gleichen Maß. Es müssen Unterschiede sein, es muß hohe und niedrige Menschen auf Erden geben, auf daß die dienende Nächstenliebe sich entfalten kann - es muß Reichtum und Armut geben, ansonsten die Menschheit ohne jegliches Streben wäre und der Tätigkeitswille herabsinken würde auf ein Minimum. Nur durch Liebe kann der Not und dem Elend des einzelnen gesteuert werden, niemals aber durch eine Aktion, die sich über viele Menschen erstreckt, deren Zweck Gleichschaltung und Egalisierung der Lebensverhältnisse ist, die aber nimmermehr von Segen wäre für die Menschheit. Es wäre dies auch gleichbedeutend mit einem Durchkreuzen-Wollen göttlicher Schicksalspläne, was aber den Menschen nicht gelingen wird, denn wo auch irdisch ein Ausgleich hergestellt wird, setzet Gott erhöhte Anforderungen an die Menschen, oder Sein Wille macht zuschanden, was Menschenwille aufzubauen sucht, so dies dem göttlichen Willen nicht entspricht. Amen. B.D. NR. 3995.

 

Buch 49 3996

Bedrängen der Wahrheitsträger durch Gegner Gottes. Hilfe Gottes.

10. März 1947. B.D. NR. 3996.

Eine geistige Aufgabe zu erfüllen erfordert überaus starken Willen, denn der Gegner Gottes wird ganz besonders auf diesen Willen einzuwirken bemüht sein, um den Menschen davon abzubringen, für die reine Wahrheit einzutreten, was Aufgabe eines Menschen ist, der sich in den Dienst Gottes gestellt hat. Es werden immer zwei Strömungen unter den Menschen sein, Anhänger und Vertreter der reinen Wahrheit und solche, die dem Irrtum anhangen, und immer wird das Licht gegen die Finsternis ankämpfen müssen, weil der Fürst der Lüge ständig die Wahrheit zu entkräften und den Irrtum an ihre Stelle zu setzen sucht. Der Fürst der Finsternis kämpft an gegen Gott, die Lüge gegen die Wahrheit, die Finsternis gegen das Licht. Und es wird dieser Kampf währen, solange die Erde besteht als Bildungsstation des Geistigen, das sich erlösen soll. Dieser Kampf wird besonders dann klar zutage treten, wenn die Wahrheit offensichtlich aus der Höhe zur Erde geleitet wird. Dann wendet der Gegner Gottes alle erdenklichen Mittel an, um sie zu verdrängen, und er kommt dann auch als Lichtgestalt, um hinterlistig sich einzuschleichen und festzusetzen, wo ihm zu wenig Widerstand geleistet wird. Und als erstes sucht er die Wahrheitsträger unschädlich zu machen, indem er jede Gelegenheit nützet, ihren Willen zu brechen, indem er sie zu beeinflussen sucht, die Arbeit für Gott aufzugeben und in den Freuden der Welt Ersatz dafür zu suchen. Gelingt es ihm nicht, durch die Welt einen Diener Gottes zu reizen, dann geht er schärfer vor, indem er alle geistigen Erfolge an den Mitmenschen zu untergraben sucht, indem er auf letztere einwirkt und sie zu gegnerischer Einstellung beeinflußt und sonach den Verbreitern des Lichtes ihre Mission auf Erden erschwert in jeder Weise. Und es gehört nun ein starker Wille dazu, trotz diesem Gegenwirken die Aufgabe auf Erden durchzuführen, es gehört ein überaus starker Glaube und hingebende Liebe zu Gott dazu, Ihm ein treuer Knecht auf Erden zu bleiben, den Gegner zu erkennen und zu verabscheuen und die Arbeit an den Mitmenschen mit Ausdauer und Eifer durchzuführen und zuletzt als Sieger ihm gegenüberzustehen, wenn der letzte Kampf bestanden sein wird. Doch Gott lässet keinen Seiner Diener und Arbeiter auf Erden ungestärkt, Er hilft ihm jederzeit, so er schwach zu werden droht, so sein Wille zu starken Erschütterungen ausgesetzt wird durch ständiges Einwirken des Feindes der Wahrheit. Dann tritt Er Selbst ebenfalls in Erscheinung, und Ihm muß der Gegner weichen. Die Wahrheit wird auch stets den Irrtum verdrängen, wenn nicht die Menschen selbst sich wehren und den Irrtum der Wahrheit vorziehen. Dann läßt Gott ihnen den Willen und gibt ihnen, was sie selbst begehren. Dann trägt wohl der Gegner Gottes seinen Sieg davon, doch er wird sich dessen nicht lange erfreuen, er gewinnt nur das für sich, was ihm schon lange gehört, nicht aber, was Gott zustrebt und darum auch von Gott erfaßt wird und ewiglich nicht mehr verlorengehen kann. Wer aber Vertreter der Wahrheit auf Erden ist, dessen Wille wird jederzeit Stärkung erfahren durch die Zuleitung des Lichtes aus der Höhe. Und sein Wille wird nicht mehr geschwächt werden können in dem Maße, daß er die Wahrheit hingibt oder nicht für diese eintritt. Denn er findet selbst an seinem Dienst Gefallen und geht voller Eifer einer Arbeit nach, die Gott Selbst ihm aufgetragen hat und die er darum auch segnet. Sein Segen aber bedeutet ständige Hilfe, Zufuhr von Kraft und immerwährende Zuleitung Seines Wortes, das als ständiger Kraftquell seiner Seele auch die Reife eintragen wird, die ihn gänzlich frei macht aus der Gewalt der Finsternis und ihn jeder Beeinflussung dunkler Mächte entzieht. Und er wird voller Kraft sein und eintreten für Gott und die ewige Wahrheit, er wird auf Erden ein tüchtiger Arbeiter sein im Weinberg des Herrn. Amen. B.D. NR. 3996.

 

Buch 49 3997

Abfall von Gott und Weg der Rückkehr. Licht - Finsternis.

11. März 1947. B.D. NR. 3997.

Aus dem Lichtreich seid ihr hervorgegangen und wandelt nun in der Finsternis, und das aus eigener Schuld. Gott ist das Licht von Ewigkeit, und also war Er der Ursprung, und was von Ihm seinen Ausgang nahm, mußte wieder Licht sein, denn das Licht strahlt aus und verbreitet Licht. Und dennoch ist das von Ihm Ausgegangene in die Finsternis gesunken, es verlor seine Leuchtkraft, weil es dem Urlicht entfliehen wollte, weil es sich nicht speisen lassen wollte von dem ewigen Urquell des Lichts und weil es sich selbst als lichtvoll erkannte und keine Zufuhr von Licht zu benötigen glaubte - weil es sich Gott gegenüber mächtig wähnte, also sich überhob. Nicht Unkenntnis veranlaßte das Lichtvolle zur Überheblichkeit gegen Gott, denn es stand in höchstem Wissen, und eben dieses Wissen war, weil alles umfassend, Anlaß zu seiner Überheblichkeit, und darum war seine Überheblichkeit eine Sünde gegen Gott von größter Bedeutung, denn es suchten die Geschöpfe Gottes ihren Schöpfer, das höchste und vollkommenste Wesen, herabzusetzen, denn sie erkannten Ihn nicht mehr an. Sie wurden sündig und fielen in die Finsternis, d.h. in einen lichtlosen Zustand, wo ihnen jedes Erkennen, jedes Wissen verlorenging. Gott zog Seine Liebekraft von dem Geschaffenen zurück, das Ihm entfliehen wollte, Er nahm ihm, was sein überhebliches Denken verursacht hatte - das Wissen und somit die Erkenntnis, was es war und was es sein sollte. Doch Er gab ihm auch die Möglichkeit, wieder zur Erkenntnis zu gelangen und in seinen Urzustand zurückzukehren, weil es Seiner Liebe und Weisheit nicht entspricht, von dem von Ihm Geschaffenen auf ewig getrennt zu sein. Es kann sich frei machen von der großen Sünde des Abfalls von Gott und dadurch auch wieder in den Zustand des Lichtes zurückkehren, doch dann muß es jegliche Überheblichkeit aufgeben, es muß die Nähe Gottes anstreben, es muß wieder in Seinen Licht- und Liebekreis eintreten und sich durchstrahlen lassen. Es muß der Finsternis entfliehen wollen und Licht begehren. Ihr Menschen aber, die ihr das von Gott Abgefallene verkörpert, wandelt noch in tiefster Finsternis, denn euer Wille strebt nicht Gott an, und darum tretet ihr auch nicht in Seinen Lichtkreis ein, und ihr seid noch weit von Gott entfernt - ihr scheut das Licht, und ihr bleibt ohne Wissen, ohne jegliche Erkenntnis. Und doch seid ihr fähig, die Gottferne in kurzer Zeit aufzuheben, eine Kluft zu überbrücken, die ihr selbst euch geschaffen habt, denn Gott steht euch in jeder Weise bei mit Seiner Liebe und Gnade, um euch dem Urzustand zuzuführen, den ihr freiwillig verlassen habt. Doch ihr müsset ihn auch freiwillig wieder zu erreichen suchen, er kann euch nicht wider euren Willen zurückgegeben werden, ansonsten ihr unvollkommen bleiben würdet bis in alle Ewigkeit. Habet ihr aber den Willen, zum Ausgang des Lichtes zurückzukehren, strebet ihr selbst das Licht an, dann wird es euch auch werden, dann tretet ihr in den Zustand der Erkenntnis, ihr werdet wissend, d.h., ihr gewinnt das verlorene Wissen zurück, und ihr gebet nun jegliche Überheblichkeit auf, ihr nahet euch Gott in demütiger Liebe, und Seine unendliche Liebe, die Er euch niemals entzogen hat, nimmt euch wieder auf und führet euch eurer einstigen Bestimmung zu - ihr dürfet wirken in Licht- und Kraftfülle und werdet unvorstellbar selig sein. Ihr Menschen auf Erden, entfliehet der Finsternis, suchet das Licht, und wo ein schwacher Lichtschimmer leuchtet, dort wendet euch hin und tretet in diesen Schein, und er wird immer stärker werden, bis ihr umstrahlet seid von höchstem Licht. Nehmet diesen Zuruf ernst, denn niemals werdet ihr euch in der Finsternis wohl fühlen, denn nach eurem Ableben werdet ihr sie als unsägliche Qual empfinden, und nur das Licht wird euch Seligkeit bereiten, doch dann wird es euch weit schwerer sein, zum Licht zu gelangen. Darum nützet die Erdenzeit, strebet nach Erkenntnis, strebet Gott an, das ewige Licht, und lasset euch von Ihm wieder in den Zustand der Erkenntnis versetzen, nahet euch wieder dem Schöpfer und Vater von Ewigkeit in Liebe und Demut, und Er wird euch annehmen und euch verhelfen zur Seligkeit, die ihr nur in der Vereinigung mit dem Urlicht findet, von Dem ihr einst ausgegangen seid. Amen. B.D. NR. 3997.

 

Buch 49 3998

Ermahnung zum Verbreiten der Kundgaben. Nahes Ende.

13. März 1947. B.D. NR. 3998.

Achtet der Kundgaben, die auf das nahe Ende hinweisen, denn sie sind eine besondere Gnadengabe, wenngleich ihr Inhalt euch schreckhaft berührt. Es sind die letzten Mahnworte ein Liebesbeweis Gottes, Der euch noch kurz vor dem Ende helfen will, auf daß ihr bewahrt bleibet vor geistigem Untergang. Und sie werden immer lauter werden, die Mahnworte werden immer dringlicher ertönen, denn die Menschheit schwebt in größter Gefahr. Doch der Glaube an die Wahrheit der Kundgaben fehlt, und daher werden sie nicht ernstgenommen, die göttliche Stimme wird nicht erkannt, und die Mahnungen verklingen an den Ohren der Menschen und lassen keinen tieferen Eindruck zurück. Der Seher und Propheten wird nicht geachtet, das Augenmerk der Menschen richtet sich auf irdische Güter, die Sorge um die Seele unterbleibt, und die göttliche Liebe bleibt unerkannt; die Menschen geben sich zufrieden mit der Welt des Scheins und streben nicht die geistige Welt an, die allein wertvoll und beständig ist. Und Gott kann sich nicht mehr offensichtlicher äußern als durch die Elemente der Natur - denn diese sind dem Willen der Menschen unzugänglich, folglich kann nur eine Macht sich diese untertan machen, Die überaus kraftvoll ist. Und dieses Wesen wird Sich offenbaren, so die Stunde gekommen ist, die gesetzt ist seit Ewigkeit. Und darauf weiset Gott stets und ständig hin, auf daß sie an der Wahrheit der Kundgaben auch den Geber dessen kennenlernen und sich Ihm nun unterwerfen. Denn es werden viele, die Kenntnis genommen haben von jenen Kundgaben, die große Gnade haben, am Leben zu bleiben, und diese werden den Beweis der Wahrheit haben und nun voller Eifer dafür eintreten. Und darum sollen diese Kundgaben verbreitet werden, sie sollen allen zugänglich gemacht werden, die den Weg dessen kreuzen, der sie empfangen hat von oben, es soll ohne Scheu davon gesprochen werden, denn darum offenbaret Sich Gott durch die Stimme des Geistes, daß Sein Wille den Menschen kundgetan wird, und darum gibt Er Seinen Plan von Ewigkeit den Menschen bekannt, damit sie aus dem Wissen Nutzen ziehen - damit sie an sich arbeiten, solange noch Zeit ist. Und die Zeit ist kurz. Glaubet dies und lebet, als sei der morgige Tag der letzte für euch. Und lasset Gott nicht vergeblich zu euch sprechen, horchet auf Seine Stimme und glaubet, daß Er Selbst euch mahnen und warnen will in Liebe und Sorge um eure Seelen. Er will euch nicht unvorbereitet den Tag erleben lassen, wo eine unfaßbar große Naturkatastrophe euch überraschen und eine Änderung des Lebens für euch Menschen bringen wird, die ihr euch nicht vorstellen könnt. Er Selbst wird Sich äußern, und erkennen können wird Ihn jeder, der guten Willens ist. Immer und immer wieder bringt Er Sich zu Gehör und weiset euch hin auf jenen Tag, dem in nicht allzulanger Zeit das letzte Ende folgen wird, der Tag des Gerichtes und der völlige Untergang dessen, was auf der Erde ist. Und die den Tag der Naturkatastrophe überleben, die können von einer außergewöhnlichen Gnade reden, denn es wird ihnen nun leichtgemacht zu glauben, weil alles eintrifft, wie es vorausgesagt ist. Darum soll eifrig jenes Ereignisses Erwähnung getan werden, es sollen die Kundgaben verbreitet werden immer mit dem Hinweis, daß keine lange Zeit mehr bleibt, daß die Sorge um die Seelen überaus wichtig ist und daß das Irdische möglichst unbeachtet bleiben soll, weil es nichtig ist, denn jeglicher Besitz wird den Menschen genommen, die am Irdischen hängen, auf daß sie erkennen die Wertlosigkeit der Materie und den Willen Gottes, Der geben und nehmen kann und dies tut, so wie es der Seele des Menschen zuträglich ist, die Er vor dem ewigen Verderben retten will. Amen. B.D. NR. 3998.

 

Buch 49 3999

Wort Gottes - Fleisch und Blut.

15. März 1947. B.D. NR. 3999.

Wer Mich empfangen will, wer Mein Fleisch essen und Mein Blut trinken will, der muß Mich begehren, nicht nur dem Wort nach, sondern im tiefstem Herzen, dann erst kann Ich Mich ihm nahen und ihm Mich Selbst darbringen in Gestalt Meines Wortes, denn das Wort bin Ich Selbst, das Wort ist Mein Fleisch und Mein Blut. Die Vereinigung mit Mir kann sonach erst dann stattfinden, wenn der Mensch Liebe zu Mir empfindet und diese Liebe durch die tätige Nächstenliebe zum Ausdruck bringt. Ist das Herz liebeerfüllt, dann muß es sich auch ständig seiner Liebe entäußern, und es wendet nun diese den Mitmenschen zu, die ihrer bedürfen. Durch seine Liebe aber zieht es Mich Selbst zu sich, und Ich offenbare Mich ihm, Ich teile Mich ihm mit, indem Ich Mich Selbst im Wort ihm nahebringe, auf daß es sich durch Entgegennahme dessen mit Mir verbindet, und dies ist die geistige Kommunion - die ihr Menschen euch alle zum Ziel setzen sollet, denn ihr werdet unnennbaren Segen ziehen aus der Verbindung mit Mir, die euch das lebendige Wort einträgt. Denn nun empfanget ihr von Mir Selbst das Wissen um Meinen Willen, und je nach der Erfüllung Meines Willens wird euer Wissen vertieft, weil Ich Selbst Mich euch nun offenbare, weil Ich alle Schleier lüfte, die zuvor gebreitet waren über Mein Walten und Wirken, über Meinen Erlösungsplan von Ewigkeit. Ich führe euch ein in dieses Wissen, das euch beglückt und zu reich gesegneten Menschen auf der Erde macht, das euch über eure eigene Bestimmung aufklärt und das euch darum als geistiger Schatz verbleibt, so ihr das Erdenleben hingeben müsset. Ich offenbare Mich euch, Ich enthülle euch alle Geheimnisse, Ich komme Selbst zu euch und spreche mit euch durch Meinen Geist. Und dies kann nur geschehen durch die geistige Kommunion, durch den Zusammenschluß mit Mir durch die Liebe. Fasset es, daß anders als in der Liebe Ich Mich nicht verbinden kann mit einem Menschen, daß also die Liebe erste Bedingung ist, um Mich Selbst zu empfangen, um Mein Fleisch und Mein Blut genießen zu können, um Mein Wort entgegenzunehmen, daß es im Herzen Widerhall findet. Denn lesen oder hören könnet ihr wohl Mein Wort, doch im Wort Selbst bei euch weilen kann Ich erst, so ihr die Bedingungen erfüllt habt, die Ich an eine Vereinigung mit Mir stelle, die das Wort erst zu Meinem Fleisch und Meinem Blut werden lassen - so ihr zur Liebe euch gestaltet und Ich Selbst in euren Herzen Wohnung nehmen kann. Inniges Begehren Meines Wortes bekundet auch das Verlangen nach Mir Selbst und bezeuget die Liebe zu Mir, und dann zögere Ich wahrlich nicht, dem Verlangen nachzukommen und Mich zu offenbaren. Dann aber wird der Mensch auch Meine Gegenwart spüren, er wird es fühlen, daß Ich Mich mit ihm vereinigt habe, er wird durch die Entgegennahme Meines Wortes, Meines Fleisches und Meines Blutes innerlich beglückt sein, er wird sich sättigen und Kraft schöpfen können, und er wird reifen an seiner Seele. Die Vereinigung mit Mir muß dies alles bewirken, weil Ich nun Selbst im Menschen wirken kann, weil Ich sein ganzes Wesen nun erfüllen kann mit Meiner Kraft, mit Licht und mit Liebe - weil Ich ständig Mich ihm nun offenbaren kann, weil Ich nun mit ihm reden kann durch Meinen Geist, daß Ich euch in alle Wahrheit leiten kann, wie Ich es verheißen habe. Amen. B.D. NR. 3999.

 

Buch 49 4000

Inhalt der Bibel Liebelehre. Erklärung Jesu. Aufzeichnungen.

16. März 1947. B.D. NR. 4000.

Der Geist in euch muß euch lehren, ansonsten ihr ohne Wissen bleibt. Er kann aber erst dann in Tätigkeit kommen, so ihr in der Liebe lebet. Und darum bestand vorerst Meine Mission als Mensch auf Erden in der Übermittlung der göttlichen Liebelehre, denn diese mußte erst durch Befolgen den Menschen so umgestalten, daß der Geist in ihm in Aktion treten konnte und dann erst weitere geistige Vermittlungen möglich waren. Die Menschen aber waren zur Zeit Meines Erdenwandels so weit von der Liebe abgewichen, daß sie immer wieder und eingehender auf die Folgen ihrer Lieblosigkeit hingewiesen und das Liebegebot ihnen ständig vorgehalten werden mußte, und nur wenige konnte Ich in tiefes Wissen einführen. Doch dieses Wissen allgemein den Menschen zu vermitteln wäre nicht weise von Mir, weil es ohne die Liebe ein totes Wissen bleibt ohne Auswirkung. Und darum sind auch die Aufzeichnungen Meiner Jünger durch Meinen Willen in einer Form erhalten geblieben, die wohl tiefes Wissen vermissen lassen, jedoch die Liebelehre zum Inhalt haben, und wer diese befolget, der dringt auch in tieferes Wissen ein, so er ernstlich danach verlangt. Ich Selbst habe wohl auf Erden Wissen in Fülle ausgeteilt, doch Ich kannte auch die Herzen Meiner Zuhörer, Ich wußte um ihren Liebegrad, ihren Willen und um die Erkenntnis Meiner Person, die Meine Zuhörer veranlaßte, das ihnen gebotene Wissen als alleinige Wahrheit anzunehmen. Ich belehrte auch Meine Jünger und machte sie fähig durch Ausgießung Meines Geistes nach Meiner Auffahrt zum Himmel, wieder das gleiche ihren Mitmenschen zu vermitteln, was sie durch den Geist empfingen, und also waren auch die Menschen wohlversorgt, denen die Jünger das Evangelium brachten, doch da ein Liebeleben stets die Voraussetzung ist, um tiefes geistiges Wissen zu verstehen und in den Segen dessen zu kommen, sollte der Nachwelt das Gebot der Liebe weitergegeben werden, und darum wurde dieses in Meinem Auftrag von den Jüngern niedergeschrieben, auf daß es erhalten blieb so, wie es von Mir auf Erden gelehrt wurde. Und auch Mein Lebenswandel, der allen Menschen zum Beispiel dienen sollte, war Inhalt der Aufzeichnungen, die der Menschheit als Nachlaß Meiner Jünger hinterblieben, die aber tieferes Wissen vermissen lassen, weil dies Mein Wille ist. Denn wer das Wissen aus dem Buche schöpfen will, das wohl Mein Wort in sich birgt, und hat die Liebe nicht, der würde nichts damit anzufangen wissen, weil das geistige Wissen das Licht ist, das durch die Liebe entzündet wird, das erst dann strahlen kann in vollster Leuchtkraft, wenn der Geist im Menschen geweckt ist und nun der Mensch von innen erleuchtet wird. Schulmäßig übermitteltes Wissen hätte nur dann einen Wert, wenn es geprüft und verarbeitet werden kann, um gedankliches Eigentum zu werden, was aber immer nur unter Assistenz des Geistes möglich ist, weshalb die Liebe unerläßlich ist. Was also ist verständlicher, als daß durch Mich Selbst auf Erden wie auch durch die nach Meinem Willen entstandenen Aufzeichnungen immer nur die Liebe gelehrt wurde und immer nur das Liebegebot als Erstes und Wichtigstes den Menschen vorgestellt werden muß? Was ist verständlicher, als daß der Mensch nicht oft genug ermahnt werden kann, dieses Gebot zu befolgen, um zur seelischen Reife zu gelangen? Jedes weitere Wissen ist nur die Folge eines Liebelebens und wird dem einzelnen Menschen vermittelt, wie es für ihn von Nutzen ist. Denn sowie sein Geist in Tätigkeit gesetzt ist, kann er ungemessen das Wissen empfangen, denn er selbst bestimmt den Grad der Weisheit, in dem er wandeln will, und er braucht es dann nicht aus Büchern entgegenzunehmen, sondern es wird ihm direkt geboten aus dem geistigen Reich, was aber nur der Mensch verstehen kann, der durch Befolgen Meines Liebegebotes den Geist in sich erweckt hat, was niemals denen begreiflich sein wird, die ohne Liebe dahinleben und ihr Wissen aus Büchern zu erwerben suchen. Dieses ist nur totes Wissen, das Leben aber gibt erst der Geist - das volle Verständnis gibt erst die Liebe. Amen. B.D. NR. 4000.

 

Buch 49 4001

Voraussage, Kampfbeil, Letzte Phase.

17. März 1947. B.D. NR. 4001.

Es sind höhere Gesetze, die das Weltgeschehen bestimmen, wenngleich menschlicher Wille großen Anteil daran hat. Es ist der Gesetzgeber von Ewigkeit Selbst, Der alles lenkt und regiert und Der die Auswirkung menschlichen Willens Seinem Plan von Ewigkeit anpaßt. Und so wird scheinbar das Kampfbeil begraben, doch der Brand ist noch nicht erstickt, er glimmt weiter, um plötzlich als mächtiges Feuer hervorzubrechen mit vernichtender Wirkung. Und es geht in Erfüllung, was vorausgesagt ist durch die Stimme des Geistes. Es beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die Menschen, und wohl denen, die das irdische Leben nicht zu hoch bewerten; wohl denen, die die Welt des Scheins erkannt haben und nicht ihre Sklaven sind; wohl denen, die um den Sinn und Zweck des Erdenlebens wissen, die sich ein höheres Ziel gesteckt haben als nur die Erfüllung irdischer Begierden und Freuden. Diese werden den Lebenskampf aufnehmen, den die kommende Zeit mit sich bringen wird. Sie werden Sieger sein und bleiben. Es wird die Menschheit in eine neue Phase eintreten, ein schweres Ringen wird einsetzen für den einzelnen, große irdische Nöte wird er durchleben müssen und geistig den größten Kampf bestehen, den letzten Glaubenskampf, der dem letzten Ende vorangeht. Und es wird dies unwiderruflich kommen, wie es verkündet ist, denn die Zeit ist abgelaufen, und der geistige Tiefstand gebietet Einhalt, der jüngste Tag wird die gesamte Entwicklung des Geistigen auf der Erde abbrechen, auf daß sie ihren Fortgang nehmen kann auf der neuen Erde. In diese letzte Phase nun tritt die Menschheit in Kürze ein, und das Weltgeschehen wird den Eingeweihten, im geistigen Wissen Stehenden erkennen lassen, wann sie beginnt. Denn zuvor müssen die irdischen Geschehen ihren Gang gehen, es muß der Brand von neuem entfacht werden, auf daß die Not ihren Höhepunkt erreicht und der göttliche Eingriff begründet ist - auf daß Gott Selbst die Kämpfenden zurechtweiset, auf daß Er ihnen die Waffen aus der Hand windet und über alle ein großes Unheil kommen läßt, so daß die Blicke aller Menschen sich auf die Länder richten, wo Gott deutlich gesprochen hat. Denn Er Selbst wird Sich zu erkennen geben, Er wird eine Sprache reden, die jedem verständlich ist, der sie verstehen will. Und Er wird auch Sich offenbaren den Gläubigen, Er wird im Geist bei den Menschen sein, Er wird unter ihnen wirken und mit Kraft erfüllen, die voll des Glaubens sind. Denn diese werden Seine Gegenwart benötigen, sie werden Seine Hilfe brauchen, weil die Not der Zeit auch sie berührt und der Kampf gegen die Gläubigen an Heftigkeit zunimmt, je näher das Ende ist. Es wird die letzte Phase nur von kurzer Zeitdauer sein, aber überaus schwer auf den Menschen lasten und nur erträglich sein mit Gottes Hilfe. Doch ein jeder wird den Kampf bestehen, der in Gott und mit Gott lebt, der Ihn liebt und Seine Gebote hält, denn dieser ist niemals allein, und er wird die Gegenwart Gottes spüren und allzeit Kraft schöpfen können aus Seinem Wort, das Er in Seiner Liebe den Menschen vermittelt, auf daß sie Gott treu bleiben und ausharren bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 4001.

 

Buch 49 4002

Ermahnung zur geistigen Arbeit.

19. März 1947. B.D. NR. 4002.

Im vollsten Einsatz müsset ihr stehen, so ihr Mir dienen wollet auf Erden. Und das bedeutet, daß ihr euch restlos eurer Aufgabe widmen sollt, daß ihr jede Gelegenheit nützen und für Mich arbeiten sollet, weil es nötig ist. Nur die geistige Arbeit behält ihren Wert, nur geistiges Streben hat Ewigkeitserfolg, während jegliche irdische Tätigkeit hinfällig ist mit dem Moment des Abscheidens von der Erde. Die irdischen Pflichten sollen zwar erfüllt werden, doch die geistige Tätigkeit allem vorangesetzt und als erstes vollbracht werden, ansonsten auch die irdische Arbeit nicht gesegnet ist. Und darum wird jederzeit Meinen Dienern auf Erden Beistand werden von oben, so sie solchen benötigen zwecks Erfüllung geistiger und irdischer Aufgaben, und sorglos können Meine Diener ihren Erdenweg wandeln, weil Ich jeden unebenen Weg ausgleiche, wo sie wandeln sollen; und wenn Ich euch diese Verheißung gebe, so könnet ihr wahrlich glauben, daß euer Weg immer passierbar sein wird, weil Ich Selbst mit euch gehe, wohin ihr auch eure Schritte lenket. Nur müsset ihr immer eure Augen zu Mir erheben, ihr dürfet euch nicht umdrehen nach der Welt und Meiner führenden Vaterhand euch entziehen, denn dann geratet ihr leicht auf Nebenwege, die wieder zur Welt hinführen, und dann werdet ihr die Arbeit für Mein Reich schwerlich zu leisten imstande sein. Ihr aber seid nötig in kommender Zeit, eure Aufgabe ist von großer Dringlichkeit, sie ist wichtig und unaufschiebbar, und darum ermahne Ich euch immer wieder zu eifriger Tätigkeit, und Ich werde nie aufhören, euch zu mahnen, auf daß ihr immer wieder Meine Stimme höret und befolget, was zu tun Ich euch heiße. Euer Leben geht schnell vorüber, darum achtet dessen nicht besonders, die Seele aber soll für die Ewigkeit versorgt werden, und ihr müsset ihrer daher weit mehr gedenken und darum geistig überaus tätig sein, selbst wenn der Körper dadurch benachteiligt wird. So ihr Mich suchet jederzeit, werdet ihr stets gewinnen, suchet ihr die Welt, so werdet ihr verlieren. Die Welt bietet euch aber keinen Ausgleich für das, was ihr verlieret, doch was Ich euch biete, das ist kostbar und durch nichts zu ersetzen. Und das haltet fest und lasset es euch nicht nehmen, indem ihr den Versuchungen nicht Widerstand leistet. Bleibet in reger geistiger Tätigkeit, und der Versucher wird sich euch nicht nahen, denn erstere sichert euch die Verbindung mit Mir, die euch schützet vor jeder Gefahr der Seele, die euch stark macht und fähig, jegliche Arbeit zu leisten und also erfolgreiche Arbeiter in Meinem Weinberg zu sein. Amen. B.D. NR. 4002.

 

Buch 49 4003

Irrtum und Wahrheit. Lebenswandel. Erkenntniskraft. Beeinflussung.

19. März 1947. B.D. NR. 4003.

Der Mensch wird am Erkennen der Wahrheit gehindert, solange er sich den Kräften ausliefert, die der Wahrheit Feind sind, d.h. sie kann ihm in reinster Form geboten werden, doch ihm mangelt die Urteilskraft, das Verständnis für deren Wert, weil die schlechten Kräfte seine Gedanken verwirren und er also den Gedanken Zugang gewährt, die ihm von jenen Kräften vermittelt werden und die irrig sind. Er könnte sich wohl gegen diese gedankliche Beeinflussung wehren, wenn das Verlangen nach der Wahrheit sehr stark in ihm wäre, doch auch dies mangelt ihm, und er nimmt allzu willig das Gedankengut entgegen, das der Wahrheit widerspricht. Er wird also auch nicht die Wahrheit als solche erkennen, weil er unter Beeinflussung schlechter Kräfte auch einen schlechten Lebenswandel führt, und daraus geht hervor, daß die Welt voller Irrtum ist, weil die gesamte Menschheit nicht mehr nach dem Willen Gottes lebt, daß der Mehrzahl der Menschen die Fähigkeit mangelt, die Wahrheit vom Irrtum zu unterscheiden, weil sie unter dem Einfluß solcher Geisteskräfte stehen, die selbst blind sind im Geist und also keine Wahrheit vermitteln können. Die gedankliche Tätigkeit der Menschen entspricht ihrem Willen; ist dieser Gott zugewandt, dann wird er auch nach dem Willen Gottes leben, dann wird sein Geist ihm auch Wahrheit vermitteln, weil dieser Anteil Gottes ist und er niemals Irrtum oder Unwahrheit austeilet, weil der Mensch dann auch in Verbindung steht mit allen Kräften, die Lichtempfänger sind und also nur Licht vermitteln können. Und Licht ist Wahrheit, Licht ist von Gott ausgehend, also reinstes Wissen göttlichen Ursprungs. Und einem den Willen Gottes erfüllenden Menschen können sich keine schlechten Kräfte nahen, ihn können sie nicht gedanklich beeinflussen, er wird gedankliche Ausstrahlungen, die ihn gleich Wellen umstrahlen, abweisen, er wird ihnen keinen Zugang gewähren, dagegen sich den Ausstrahlungen öffnen, die aus dem Reiche des Lichtes ihn berühren, und auch stets diese Gedanken als Wahrheit erkennen, weil ihm zugleich die Erkenntniskraft zuströmt als Gnadengabe Gottes, Dessen Willen er erfüllt. Denn Gott gibt tausendfach zurück, was der Mensch Ihm hingibt - und die Erfüllung des göttlichen Willens ist Hingabe des Eigenwillens. Also empfängt er reinste Wahrheit aus Gott in verschiedenster Form - durch gedanklich übermitteltes Geistesgut, als gesprochenes Wort oder auch als Wort vermittelt durch Menschenmund, jedoch von Gott ausgehend. Immer aber ist es Wahrheit, sowie der Mensch sich bemüht, den Willen Gottes zu erfüllen. Und immer wandelt der Mensch im Irrtum, der Gott fernsteht durch einen lieblosen, dem göttlichen Willen widersprechenden Lebenswandel. Er wird niemals im Besitz der Wahrheit sein, denn er wird sie nicht erkennen, so sie ihm geboten wird, oder sie abweisen, weil ihm der Irrtum annehmbarer erscheint so lange, bis er selbst seinen Lebenswandel ändert, bis er dem göttlichen Willen sich unterstellt. Amen. B.D. NR. 4003.

 

Buch 49 4004

Ewiger Kreislauf. Ständiger Zusammenschluß. Kraft.

20. und 21. März 1947. B.D. NR. 4004.

In den göttlichen Schöpfungswerken verdichtet sich die Kraft aus Gott und wird zur Form. Was das menschliche Auge erblickt, bezeugt also sowohl den Gestaltungswillen Gottes als Seine Allmacht, die alles zur Ausführung bringen kann, was Gott will. Allmacht und Wille aber sind von der Weisheit regieret und von der Liebe gekrönet. Wo Liebe, Weisheit und Allmacht wirken, können nur höchst vollkommene Schöpfungswerke entstehen, d.h., sie müssen Sinn und Zweck erkennen lassen, und auch ihre Bestimmung muß wieder der Liebe und Weisheit Gottes entsprechen, sie muß das Vervollkommnen des noch Unvollkommenen sein. Die Gott entströmende Kraft vermehrt sich ständig, sie strömt den kleinsten, im Weltall schwirrenden Wesenheiten zu, treibt sie zum Zusammenschluß, bis sich endlos viele wesenhafte Substanzen gefunden haben, gelenkt vom Willen Gottes, und als Neuschöpfung dem menschlichen Auge ersichtlich ist. Alles Wesenhafte ist mit einem Willen beseelt, der zwar nicht mehr über sich selbst bestimmen kann, jedoch seine Richtung Gott zu- oder abgewandt sein kann. Und dementsprechend ist auch die Form, zu der das Wesenhafte durch Gottes Willen und Kraft gestaltet ist. Denn Gottes Wille und Weisheit hat als letztes Ziel dem Wesenhaften das Erreichen der Vollkommenheit gesetzt, das Erreichen des Zustandes, der den Zusammenschluß mit Gott Selbst zur Folge hat. Durch ständigen Zusammenschluß mit gleich reifem Geistigen wird die Kraftausstrahlung Gottes auch ständig in Anspruch genommen, denn sie ist die Anregung, derzufolge die Wesenheiten sich suchen und verbinden. Die Kraft aus Gott ist Liebe, und Liebe wird immer das Verlangen nach Zusammenschluß erwecken, weshalb die gesamte Schöpfung auch die zur Form gewordene Liebekraft Gottes genannt werden kann. Ihre Ursubstanz ist Liebe, wie sie auch stets die Liebe Gottes bezeuget dem, der ernstlich über Sinn und Zweck der Schöpfung nachdenkt und wieder Liebe im Menschen erwecket, so er Gott als die ewige Liebe erkannt hat durch Seine Werke. Die Zweckmäßigkeit der Schöpfung kann aber nur in einem gewissen Reifezustand vom Menschen erkannt werden, und zwar dann, wenn die göttliche Liebekraft auch in diesen einströmen kann, die dann wieder das Geistige in ihm zum Leben erweckt, daß es gleichfalls den Zusammenschluß mit gleich reifem Geistigen herzustellen sucht. Dieser Zusammenschluß wird aber dann nicht mehr auf irdischen Schöpfungen erreicht, sondern nun erhebt sich das Geistige im Menschen in reingeistige Sphären und stellt mit den Bewohnern dieser Sphären die Verbindung her. Es ist also gleichsam ein Kreislauf - die von Gott ausgehende Kraft strömt in das Weltall, belebt unzählige Wesenheiten, treibt sie zum Zusammenschluß und verdichtet sich also zur Form, je nach dem Widerstandswillen Gott gegenüber zur festen oder leicht löslichen Materie, bis durch ständigen Zusammenschluß sich die Seele des Menschen geformt hat, die nun wieder durch Kraftzufuhr, je nach Empfangswilligkeit, sich selbst so formt, daß sich geistige Wesen aus dem Lichtreich, aus nicht materieller Schöpfung, mit ihr verbinden und sie hinüberziehen in die Sphären des Lichtes, daß sie nun durch erhöhtes Streben auch den Zusammenschluß mit Gott finden kann, auf Erden oder im geistigen Reich - und nun die von Ihm ausgegangene Kraft wieder zu Ihm zurückgeströmt ist, in sich vermehrt, weil eine ständig wirksame Kraft immer wieder neue Kraft erzeugt. Dieser Kreislauf wickelt sich ab nach göttlichem Grundgesetz, immer im bestimmten Zeitraum sich wiederholend, und er ist daher ein ewiger Schöpfungsprozeß, ewig werden neue Formen hervorgehen aus dem Gestaltungswillen Gottes, da Seine Liebe, Weisheit und Kraft nie endet, da Seine Liebe ständig zu beglücken sucht, Seine Weisheit die rechten Wege kennt, um das noch Unvollkommene in den Zustand zu versetzen, der Seligkeit bedeutet, und da seine Kraft sich entwickeln muß, weil Kraft Leben ist und Gott als ewige Liebe Selbst unentwegt tätig sein muß und Er Sich also in Seinen Werken manifestiert. Wie der Prozeß der Aufwärtsentwicklung vor sich geht, kann nur von dem Menschen begriffen werden, dessen Geist erweckt ist, der schon den Zusammenschluß des in ihm schlummernden Geistesfunken mit dem Vatergeist von Ewigkeit hergestellt hat oder sich ständig bemüht, ihn herzustellen, der bewußt Gott zustrebt und dadurch auch in der Erkenntnis reifet. Diesem ist Schaffen und Gestalten des göttlichen Schöpfers durch Seine Werke verständlich geworden, denn zu ihm spricht Gott durch die Schöpfung, so er nicht durch die Stimme des Geistes direkt belehrt werden kann. Und dann ist die Seele des Menschen auch aus ihrem gebannten Zustand herausgetreten, dann kann sie wohl noch dem Körper nach auf Erden weilen, doch sich jederzeit in geistige Sphären erheben, denn so sie Gott erkannt hat, strebt sie Ihm bewußt entgegen, und ihr Verweilen auf der Erde wird nicht lange mehr währen. Das Geistige in ihm kehrt zurück zu seinem Ausgang von Ewigkeit, es vereinigt sich mit dem Lichtvollen, es vereinigt sich mit Gott und wird unbeschreiblich selig sein. Amen. B.D. NR. 4004.

 

Buch 49 4005

Gotteskindschaft. Übergroßes Leid. Seliges Sterben.

21. März 1947. B.D. NR. 4005.

Die restlose Erlösung eines Menschen auf dieser Erde macht das Abscheiden dessen zu einem Zustand höchster Seligkeit, denn seine Seele verläßt den Körper ohne jeglichen Schmerz und Kampf und erhebt sich ins geistige Reich, wo sie von zahllosen Lichtwesen in Empfang genommen und ihrer wahren Heimat zugeführt wird. Diese restlose Erlösung aber ist Folge eines uneigennützigen Liebewirkens auf der Erde, wodurch sich die Seele völlig entschlackt hat und nun ständig Licht und Kraft entgegennehmen kann, was ihren geistigen Aufstieg sichert. Selten aber ist ein Mensch so von Liebe durchdrungen, daß er als Anwärter der Gotteskindschaft gelten kann; denn um ein Kind Gottes zu werden mit allen Rechten eines Kindes als Seine rechten Erben, muß viel Leid über die Menschen kommen, die streben, jedoch nicht ernstlich genug ihrer Seelen gedenken. Die Leiden müssen zur völligen Entschlackung der Seele beitragen, will die Seele das höchste Ziel erreichen. Dann hilft Gott ihr durch übergroßes Leid, daß sie auf Erden schon sich dessen entledigen kann, so sie nur Gott gegenüber jeden Widerstand aufgegeben und sich zur Liebe gewandelt hat. Das Leid wird niemals zu verdammen sein, denn es kann jederzeit behoben werden, weil es sich im gleichen Maß verringert, wie der Mensch die Liebe in sich antreibt zur höchsten Entfaltung. Leid oder Liebe wird stets erlösen, Liebe und Leid zusammen die Seele aber in den Zustand versetzen, daß sie ganz lichterfüllt die irdische Welt verlässet und das Erbe des Vaters im Himmel antreten kann. Darum dürfet ihr Menschen auf Erden nicht murren und klagen, so euch die Liebe des Vaters großes Leid auferlegt, so Er euch ein Kreuz zu tragen gibt, das euch drückt und zu schwer dünkt, und Er will euch dadurch helfen, ein höheres Ziel zu erreichen. Denn nach dem Leibestod werdet ihr erst den Segen des Leides erkennen und Gott dankbar sein für dieses Mittel, das Er an euch zur Anwendung brachte und das Seine Liebe und Weisheit erkannte als sicheren Erfolg für eure Seelen, denn was es bedeutet, als Gotteskind in das Jenseits eingehen zu können, das könnet ihr auf Erden nicht ermessen. Es ist die innigste Verbundenheit mit Gott, die Licht- und Kraftentgegennahme aus der Quelle, es ist ein Zustand höchster Seligkeit, ein Zustand des Schaffens und Gestaltens nach eigenem Ermessen, weil der göttliche Wille auch in den Gotteskindern wohnt und sie ständig mit Gott und in Seinem Willen wirken können unbeschränkt und unaussprechlich selig sind in ihrer Licht- und Kraftfülle und sie diese nun nützen, wie es ihnen ihre Liebe zum Unerlösten eingibt. Sie werden austeilen und empfangen dürfen ohne Einschränkung, und sie werden die Wonne der Gott-nähe genießen und ewig selig sein. Amen. B.D. NR. 4005.

 

Buch 49 4006

Grenzen des Wissens. Überschreiten derer.

22. und 23. März 1947. B.D. NR. 4006.

Geistige Gebiete sind den Menschen verschlossen, solange sie nicht dem Willen Gottes gemäß ihr Leben führen, denn es ist eine Grenze des Wissens gesetzt, wo der natürliche Verstand allein arbeitet ohne innere Regung, die vom Herzen ausgehend erst den Verstand beleben soll. Das geistige Wissen aber kann erworben werden, es können die Grenzen überschritten werden auf einem Wege, wo der Verstand des Menschen nicht tätig zu sein braucht, und er wird Gedankengut empfangen, das keineswegs unbedeutend genannt werden kann, denn es betrifft ein Wissen, das zwar nicht bewiesen werden kann, das aber dennoch tiefste Weisheit verrät und auch logisch begründet werden kann. Es betrifft geistige Gebiete, die deshalb nicht mit dem Verstand ergründet werden können, weil sie außerhalb menschlicher Kenntnis liegen, und es muß daher auch aus dem geistigen Reich den Menschen vermittelt werden. Es kann dies nur durch Gedanken-Übertragung vor sich gehen, die aber zuerst das Herz berühren, ehe sie vom Verstand verarbeitet werden können. Das Herz ist aber erst dann empfangsfähig und empfangswillig, wenn es sich zur Liebe gestaltet hat, ansonsten es für die geistigen Ausstrahlungen keine Empfangsstation ist und also eine Übertragung aus dem geistigen Reich nicht stattfinden kann. Geistiges Wissen ist aber so umfangreich, daß der Mensch, der aufgeschlossenen Herzens ist, ständig belehrt werden könnte, ohne daß der Quell erschöpft würde, und ungemessen könnte er Weisheit entgegennehmen. Doch dann muß auch sein Verstand tätig sein, wenn er das empfangene Geistesgut festhalten will und es gewissermaßen erst zum geistigen Eigentum werden lassen will. Und dann erst wird es ihn beglücken, denn solange der Mensch auf Erden weilt, muß auch sein Körper und mit ihm die Organe die Tätigkeiten verrichten, die ihre Aufgabe sind und also muß der Verstand erfassen und verarbeiten, was das Herz entgegennimmt aus dem geistigen Reiche, und er wird ein umfangreiches Wissen zu verarbeiten haben und dieses nun auch weitergeben können. Wer aber nur den Verstand in Anspruch nimmt, wessen Herz sich den geistigen Strömen verschließet, der wird auch nur aus dem irdischen Reich die Eindrücke entgegennehmen und nicht über ein Wissen verfügen, das geistige Gebiete betrifft. Sein Wissen wird gering sein, wenngleich es von den Mitmenschen anerkannt wird, denn es ist völlig ausgelöscht, so die Stunde des leiblichen Endes gekommen ist, während geistiges Wissen unvergänglich ist, in das geistige Reich mit hinübergenommen wird und für die Seele einen Reichtum bedeutet, mit dem sie nun arbeiten kann im Jenseits zu ihrer eigenen Beglückung. Denn sie soll nun Wissen austeilen und kann dies nur, wenn sie solches besitzt. Arm und unwissend dagegen steht die Seele dessen im Jenseits, der auf Erden, jeder Liebe bar, nur seinen Verstand tätig werden ließ und mit diesem allein in das geistige Wissen eindringen wollte. Denn ihm sind Grenzen gesetzt, die er nicht überschreiten kann, bevor er sich zur Liebe gewandelt hat. Amen. B.D. NR. 4006.

 

Buch 49 4007

Außergewöhnliche Gnadenzuwendung von freiem Willen abhängig.

24.-26. März 1947. B.D. NR. 4007.

Auch das geistige Wissen muß erworben werden, es geht nicht dem Menschen ohne dessen Willen und Tätigkeit zu, wenngleich es eine offensichtliche Gnadengabe ist. Doch das Darbieten dieser Gnadengabe setzt einen Lebenswandel nach dem Willen Gottes voraus und den Willen, die Gnade Gottes an sich wirksam werden zu lassen. Bewußt muß der Mensch mit Gott in Verbindung treten durch das Gebet und unbewußt durch Liebeswirken, er muß sich im Gebet dem Vater von Ewigkeit hingeben, er muß den eigenen Willen aufgeben und sich dem Willen Gottes gänzlich unterstellen, also sich Ihm zu eigen geben. Dann ergreifet Gott ihn und bedenket ihn mit Gnaden im Übermaß. Es ist ein Akt des freien Willens, so der Mensch die Verbindung herstellt mit Ihm, der aber unnennbaren Segen nach sich zieht. Der Wille wird in keiner Weise gezwungen, sich in einer bestimmten Richtung zu bewegen, der Mensch kann ihn ganz verschieden gebrauchen; begibt er sich aber völlig des eigenen Willens, lässet er nur Gott walten und nimmt er alles ergeben aus Gottes Hand entgegen, dann wird er wahrlich nicht zu Schaden kommen, Gott wird ihn bedenken im Übermaß, und zwar mit geistigen Gaben, die ihren Wert nicht verlieren, mit Licht und mit Kraft - mit einem Wissen, das alles irdische Wissen überwiegt. Niemals aber wird ein Mensch dieses Wissen empfangen können, der selbst nichts dazu tut, um der Gnade Gottes teilhaftig zu werden. Was ihm begehrenswert ist, das wird er erbitten von Gott im festen Glauben, daß ihm seine Bitte erfüllt wird. Er kann aber nicht mit einer kostbaren Gabe bedacht werden, so er nicht die Verbindung herstellt mit Ihm im Gebet. Dieses aber ist nur möglich, wenn er an Ihn glaubt als Liebe, Kraft und Weisheit - und den überzeugten Glauben kann er nur gewinnen durch Nachdenken über den Schöpfer und das Verhältnis des Menschen zu Ihm. Also ist unbedingt nötig, daß die Menschen Stellung nehmen zu solchen Fragen, die innerliche Einkehr und geistiges Forschen bedingt. Es muß gedankenloses Annehmen von Lehren, die geistige Gebiete berühren, allemal ein Hindernis sein, eine Schranke, die das Übermitteln von außergewöhnlichen Gnadengaben ausschließt. Es bleibt das Herz des Menschen verschlossen, das Gefäß, worin sich der Geist Gottes ergießen möchte, öffnet sich nicht, denn der Mensch begehrt nichts, was er schon zu besitzen glaubt. Er schafft sich durch das vermeintliche Wissen ein Hindernis, ihm mangelt es am Willen, von Gottes Gnadenzuwendung Gebrauch zu machen, und also wird er bedacht seinem Empfangswillen entsprechend, und so dieser schwach ist, kann er auch nur wenig Wissen entgegennehmen, er wird nicht zunehmen an Erkenntnis, sondern in immer gleichem Wissen stehen. (26.3.1947) Also kann wohl von einer Gnadengabe gesprochen werden, wenn einem Menschen geistiges Wissen vermittelt wird, jedoch hat er im freien Willen diese Gnadengabe angefordert und sich auch ihrer würdig gemacht, und sowie die Freiheit des menschlichen Willens in der Weise genützt wird, daß der Mensch erhöhte Seelenreife anstrebt, wird ihm Gnade über Gnade zuteil werden, denn Gott beschränket diese nicht, wo der Wille vorhanden ist, die Gnade an sich wirksam werden zu lassen. Dem menschlichen Willen aber ist von Gott aus volle Freiheit gelassen, er wird weder zum Streben nach oben noch nach unten gedrängt, es ist auch nicht die Richtung des Willens abhängig vom Wissen, denn auch der an Kenntnis arme Mensch kann wollen, und es werden ihm von jeder Seite Gedanken zugehen, gute und schlechte - wofür er sich entscheidet, steht ihm völlig frei. Sofern ihm aber geistiges Wissen vermittelt wird von menschlicher Seite, sollte es ihm so wichtig sein, daß er gedanklich zu allem Stellung nimmt, was ihn zu Gott hinführen soll. Sowie ihm Glaubenslehren vermittelt werden, soll er darüber nachdenken, was Gott von dem Menschen verlangt, und er soll vorerst selbst mit Ihm in Verbindung treten, dann wird er auch von Gott erfaßt werden und je nach seinem Verlangen in die Wahrheit geleitet. Also es muß der Wille vorhanden sein, Gott nahezukommen und den Weg zu wandeln, der von Gott gezeigt ist, der Sein Wohlgefallen findet. Wer dies anstrebt, der wird wahrlich nicht in Unkenntnis bleiben, er wird nicht im Irrtum belassen, denn sein Wille hat die Tür des Herzens geöffnet, in das nun ungehindert die Gnade Gottes einströmen kann. Je nach dem Willen des Menschen ist das Maß von Gnadenzuwendung. Ist der Wille stark und erfüllt er den Menschen gänzlich, dann wird ihm auch außergewöhnliche Gnadengabe zuteil, die aber andererseits auch verpflichtet, empfangenes Wissen weiterzuleiten und die Mitmenschen aufmerksam zu machen, daß auch sie den Weg wandeln, der zum Erkennen führt. Und so sich der Empfänger von außergewöhnlichen Gnadengaben im freien Willen bereit erklärt, sie zu nützen zum Segen der Mitmenschen, wird er auch dementsprechend bedacht mit geistigem Wissen, das in alle Gebiete hineinragt, die sonst den Menschen verschlossen sind. Denn es ist der Wille Gottes, die Wahrheit zu verbreiten, doch kann dies nur unter gewissen Voraussetzungen geschehen, denen immer der freie Wille zugrunde liegt. Amen. B.D. NR. 4007.

 

Buch 49 4008

Gotteskindschaft. Jesus Christus Einswerdung mit Gott.

26. März 1947. B.D. NR. 4008.

Das geistige Ziel des Menschen soll das Erringen der Gotteskindschaft sein, denn dazu ist ihm die Möglichkeit gegeben, daß er sich während der Zeit seines Erdenlebens zu einem hellsten Lichtwesen entwickeln kann und in völliger Gottverbundenheit von der Erde scheidet. Es ist dies die Einswerdung mit Gott, die auch Jesus Christus auf Erden erreicht hat und die alle Menschen erreichen können, wenn sie im vollen Ernst danach streben. Es geht nicht über die Kraft eines Menschen, erfordert nur den starken Willen, so zu leben, wie Jesus Christus auf Erden gelebt hat, in uneigennütziger Liebe zum Nächsten. Uneigennützige Nächstenliebe hat Jesus den Menschen gepredigt, und sie ist und bleibt der Kern der christlichen Lehre, sie ist der Inhalt des Evangeliums, das Seine Jünger in der Welt verbreiten sollten. Die Auswirkung eines christlichen Liebelebens aber ist etwas unvergleichlich Herrliches - es ist der Mensch zum Kind Gottes geworden, zu Seinem Erben, und es tritt in alle Rechte des Vaters ein - es kann sich gleich Ihm schaffend und gestaltend betätigen und in höchster Seligkeit seine Kraft gebrauchen, die es durch die innige Verbindung mit Gott erfüllt. Es gibt wohl unzählige Grade von Seligkeit, von Licht und Kraft; je nach dem Grade der Reife befinden sich die Seelen in einem seligen Zustand, so sie nur Licht- und Kraftempfänger sind, also einmal in das Lichtreich Eingang gefunden haben. Doch um unendlich vieles glückseliger ist ein Gotteskind, denn es hat den Grad der Vollkommenheit erreicht, der innigste Nähe und Verbindung mit Gott zuläßt. Es fühlt sich nicht mehr getrennt von Ihm, es fühlt sich eins mit Ihm und hat doch das Bewußtsein seiner Einzelexistenz, es besitzt noch seinen freien Willen, der aber völlig sich dem Willen Gottes angeglichen hat, es ist ein seliger Zustand der Zweisamkeit, ein ständiges Begehren und Gewähren der Liebe Gottes, es ist seligste Harmonie, unentwegte beglückende Tätigkeit und immerwährendes Zur-Höhe-Streben, denn die Vollkommenheit hat keine Begrenzung, und ständiges Streben gehört auch zur Seligkeit, weil es niemals erfolglos ist. Und diesen höchsten Grad der Seligkeit kann der Mensch auf Erden schon erreichen, so er den ernsten Willen hat. Doch nur wenige streben ihn an, wenige nur nehmen das Schicksal ergeben auf sich, das ihnen auferlegt ist, um ausreifen zu können in kurzer Zeit. Denn trotz eifriger Liebetätigkeit muß die Seele entschlackt werden durch Leid, will sie das Licht in aller Fülle in sich aufnehmen können. Sie muß kämpfen auf Erden und viel Leid und Entbehrungen ertragen, sie muß den Weg wandeln, den Jesus auf Erden ging, lieben und leiden, sie muß das Kreuz tragen bis zum Ende. Dann wird die Seele sich verschmelzen mit Gott, sie wird eins werden mit Ihm, sie wird Sein Kind sein und bleiben bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4008.

 

Buch 49 4009

Gott milder, aber gerechter Richter. Abbüßen auf Erden.

27. März 1947. B.D. NR. 4009.

Es ist die ausgleichende Gerechtigkeit Gottes, daß die Menschen, die anderen übelwollen, oft durch das gleiche Übel gestraft werden und sie noch auf Erden abbüßen müssen, was sie an Sündenschuld auf sich geladen haben. Es ist jedoch wieder eine Gnade, wenn ihnen auf Erden die Möglichkeit zur Buße gegeben wird und sie ihre Schuld nicht in der ganzen Schwere hinübernehmen müssen in das jenseitige Reich, wo es um vieles schwerer ist, der Schuld ledig zu werden. Auf Erden kann die Strafe sie das Unrecht erkennen lassen, sie können bereuen und dadurch leichter büßen, während im Jenseits das Erkennen weit schwerer ist und sie durch Qualen nur immer verstockter werden können. Jedoch nicht immer sieht der Mensch sein Unrecht ein und bereut es, sondern zuweilen ist er noch mehr bedacht, den Mitmenschen zu schädigen, wenngleich er selbst die Auswirkung des bösen Willens zu spüren hat. Dann aber ist er verhärtet, und er nimmt seine Schuld mit hinüber ins jenseitige Reich. Dies muß vorausgeschickt werden, um nun verstehen zu können, warum unendlich viele Menschen in der Endzeit großes Leid zu tragen haben, warum sie oft in bitterster Not von seiten der Mitmenschen keine Hilfe bekommen, denn auch sie standen der Not der Mitmenschen gefühllos gegenüber in Zeiten, wo sie helfen konnten, so ihnen der Wille nicht gemangelt hätte. Und so sie an ihre Sünden und Unterlassungen denken und an sich selbst schärfste Kritik üben, so sie sich nun selbst erkennen und ihr Unrecht bereuen, wird auch die Strafe für sie ertragbar sein, und ihre Schuld kann auf Erden schon kleiner werden, und dann ist auch die Notzeit von Segen für diese, denn sie brachte ihnen Gnade, sie können ernstlich mit sich zu Rate gehen, ihr Unrecht Gott gegenüber eingestehen und Ihn um Vergebung bitten. Und dann wird die Größe der Schuld wahrlich verringert werden, denn Gott ist ein milder Richter, und wo Er ersieht, daß der Mensch sein Unrecht bereut, läßt Er seine Strafe nach und vergibt ihm. Doch ohne das Eingeständnis seiner Schuld kann er nicht Vergebung finden, weil Gott wohl ein milder, aber gerechter Richter ist. Amen. B.D. NR. 4009.

 

Buch 49 4010

Gottes Wort Ersatz für irdischen Verlust.

28. März 1947. B.D. NR. 4010.

Für das irdische Leben ist euch ein Wissen beschieden, das euch Ersatz bieten soll für das, was ihr hingeben müsset, was ihr verlieren müsset, um für Mich taugliche Arbeiter zu werden, die keinen anderen Willen mehr haben, als Mir in Treue zu dienen. Es ist kein weiter Weg mehr, den ihr noch zurücklegen müsset, doch entsagungsvoll und reich an Leiden. Und dennoch brauchet ihr euch nicht zu fürchten, solange ihr in der Gnade steht, Mein Wort zu empfangen, das euch stets Kraft vermitteln wird, um den schweren Lebenskampf durchzufechten. Es ist ein unvergleichlich schöneres Amt, für Mich tätig zu sein, als jede irdische Aufgabe für euch sein kann, denn der Erfolg übertrifft jegliches irdische Glück und jede irdische Tätigkeit. Nur von Mir dürfet ihr euch nicht abwenden, Mich müsset ihr stets im Herzen tragen, und ihr werdet auch stets von Mir gesegnet sein. Irdisch zwar habt ihr kein leichtes Los zu gewärtigen, doch geistig steiget ihr desto sicherer zur Höhe, geistig erreichet ihr eine Stufe, die dem Ziel nahe ist, und einst werdet ihr es einsehen, mit welcher Liebe Ich euch geführt habe und euch durch Läuterungsschulen hindurchgehen ließ, auf daß ihr selig werden sollet. Stärket euch stets und ständig mit Meinem Wort, lasset euch nicht niederdrücken durch irdische Fehlschläge und Enttäuschungen, bleibet als Meine Arbeiter immer Meiner Hilfe und Liebe gewiß, und sie wird euch nicht entzogen werden, sie wird euch stets zuteil werden, so ihr Hilfe benötigt. Denn euer Glaube kann vieles bannen, was euch Sorge macht, euer Glaube vermag Leid zu wandeln in Ruhe und Frieden. Doch traget stets euer Kreuz in Ergebung, denn alles, was über euch kommt, ist von Meiner Weisheit und Liebe bestimmt und wahrlich nur zu eurem Besten, wenngleich ihr auf Erden leer ausgeht, doch dafür tauschet ihr geistige Güter ein, und diese sind unvergleichlich wertvoller und behalten ihren Ewigkeitswert. Das Erdenleben aber vergeht und mit ihm auch irdisches Glück und irdischer Reichtum. Schließet euch immer fester an Mich an, und es wird wahrlich nicht euer Schaden sein. Und nehmet ständig Mein Wort in Empfang, das euch ein reiches Wissen vermittelt, denn im Besitz dieses Wissens seid ihr reich - wenngleich euch irdisch alles genommen ist. Daß Ich euch aber karg bedenke, hat seinen tiefen geistigen Grund, denn Ich brauche euch als Arbeiter für Meinen Weinberg, und Ich weiß es, wie Ich treue Arbeiter gewinne, die nur Mir zu dienen bereit sind. Und Ich wende alle Mittel an, weil Ich sie benötige in der letzten Zeit vor dem Ende und weil das Ende nicht mehr weit ist. Amen. B.D. NR. 4010.

 

Buch 49 4011

Menschliche Zeitbestimmung des Endes. Auch Jünger Jesu unwissend. Verkürzen der Tage.

31. März 1947. B.D. NR. 4011.

Auch die menschliche Zeitbestimmung des Endes ist unzutreffend, sowie sie verstandesmäßig errechnet oder von Menschen unerweckten Geistes angegeben wird. So sie das Ende in Bälde ankündigen, kommen sie jedoch der Wahrheit näher. Sie können aber auch den Zeitpunkt des Endes noch weit hinausschieben, und es wäre dies eine Irreführung, die nachteilige Folgen hat für die Seelen der Menschen. Denn wer das Ende nicht in Kürze erwartet, der wird auch niemals die Seelenarbeit ernstlich in Angriff nehmen, und dies ist der Zweck solcher Ankündigungen, daß die Menschen sich zu wandeln bemühen und dies nur können, wenn sie ständig an sich arbeiten und sich das nahe Ende vor Augen halten. Darum weiset Gott unausgesetzt auf das Ende hin und läßt die Menschen aber stets im ungewissen über den Zeitpunkt des Endes. Und selbst Seine Diener, die gedanklich mit Ihm in Verbindung stehen, werden nicht von dem genauen Zeitpunkt unterwiesen, doch je fester sie im Glauben stehen, je mehr sie in der Liebe leben, werden sie auch wissen, daß sie selbst in der Endzeit stehen, denn sie beachten die Erscheinungen, die Gott Selbst durch Seinen Sohn Jesus Christus als Zeichen des Endes den Erdenmenschen ankündigte. Auch der Mensch Jesus wußte nicht den Tag und die Stunde des Endes, und Seine Ankündigungen waren auch in allen Zeiten anzuwenden, so daß auch Seine Jünger mit dem nahen Ende und der baldigen Wiederkunft Christi rechneten, die mit dem Ende verbunden war. Auch Seine Jünger waren erweckten Geistes und konnten nicht Tag und Stunde bestimmen. Und so wird auch bis zum Ende von menschlicher Seite keine sichere Angabe gemacht werden können, nur können die Zeichen der Zeit in Betracht gezogen und daraus auf das nahe Ende geschlossen werden, das einmal unwiderruflich kommen muß, weil sich das göttliche Wort erfüllen muß. Doch ernstlich Strebende werden sich auch ernstlich befassen mit den Gedanken des Endes der Welt, des Tages des Gerichtes und der Erfüllung aller Prophezeiungen, die darauf hinweisen.Und ihnen werden auch die Augen geöffnet, daß sie die Zeichen des Endes erkennen, und ihr Denken wird recht sein. Sie werden wissen, daß sie selbst in der Zeit leben, daß sie sich mit dem Gedanken vertraut machen müssen, um zu denen zu gehören, die eine Zeit unsäglicher Mühsal und Nöte durchleben müssen, weil diese dem Ende vorangehen. Doch auch ihnen hat Jesus eine trostreiche Versicherung gegeben, daß Er die Tage verkürzen will um der Auserwählten willen, auf daß sie selig werden. Und so also der Mensch glaubt, daß die Endzeit gekommen und jeden Tag das letzte Gericht zu erwarten ist, braucht er sich nicht zu bangen - er wird die Kraft haben, alles zu ertragen, solange er Gott zustrebt und er zu den Seinen gehört. Doch auch nur dann wird er die Zeichen der Endzeit erkennen, ansonsten er mit einem nahen Ende niemals rechnen wird, weil er nicht glaubt. Die Gläubigen aber wissen, welche Stunde geschlagen hat - sie wissen, daß das Ende nahe bevorsteht, wie es Gott verkündet hat in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4011.

 

Buch 49 4012

Bekennen Christi. Lebendiges Christentum.

31. März 1947. B.D. NR. 4012.

Wer sich zur Kirche Christi zählt, der muß Ihn auch bekennen vor der Welt, so dies von ihm gefordert wird. Er darf Christus nicht verleugnen, er muß für Ihn und Seine Lehre eintreten, und er muß selbst nach Seiner Lehre leben, er muß an das Erlösungswerk glauben und durch ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe seine Zugehörigkeit zu Ihm beweisen, und dann erst kann er ein rechter Christ genannt werden, dann erst steht er im lebendigen Christentum, das nicht in einer Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche besteht, sondern in der rechten Nachfolge Jesu. Und die wahren Anhänger Seiner Kirche werden arg angefeindet werden von seiten der Welt, man wird sie verfolgen und unter Drohungen zum Abfall von der Kirche Christi zwingen wollen. Und dann müssen sie standhalten der Welt gegenüber, dann müssen sie sich offen zu Ihm bekennen, selbst wenn sie fürchten müssen, ihr Leibesleben dabei zu verlieren. Ein Tod für Jesus Christus wird die Seele zum Leben erwecken für ewig. Wer aber der Welt Konzessionen macht, wer nicht den Mut hat, ihr Widerstand zu leisten, der sorgt wohl für sein irdisches Leben, aber seine Seele verkauft er, und was die Welt ihm bietet, ist wertlos für die Ewigkeit. Und darum sollte dem Menschen die Wahl leicht sein, angesichts des nahen Endes, das eine Zerstörung jeglicher Materie bringen wird; und dann wird der Mensch alles hingeben, der in und für Christus lebt. Ihn wird keine Drohung der Welt schrecken oder ihn bewegen, eine falsche Entscheidung vor Gott zu treffen, er wird mutig und tapfer sein allen Anschuldigungen der Welt gegenüber, und dann wird auch die Verheißung Jesu in Erfüllung gehen: Wer Mich vor der Welt bekennet, den will auch Ich vor Meinem Vater bekennen. Die Zuneigung der ewigen Liebe wird der Mensch erringen laut Seiner Verheißung. Dann wird Er Selbst zu den Menschen kommen und ihnen das Evangelium bringen, Er wird in den Herzen der Seinen Wohnung nehmen, und sie werden den größten Lohn in Empfang nehmen dürfen. Gott Selbst wird im Menschen sein und ihn mit reichstem Wissen versehen, Er wird im Wort bei ihm sein bis ans Ende. Amen. B.D. NR. 4012.

 

Buch 49 4013

Wille des Wesenhaften im Mußzustand.

1. April 1947. B.D. NR. 4013.

Auch im Zustand der Unvollkommenheit vor der Verkörperung als Mensch hat das Wesenhafte einen Willen, nur, daß er unfrei ist, daß er sich gewissermaßen von Mir ab und Meinem Gegner zuwendet, daß aber das Wesenhafte nicht dem Gegner zustreben kann, sondern von Mir emporgezogen wird, also zwangsweise sich in Meine Ordnung von Ewigkeit einfügen muß und so der Abstand von Mir verringert wird. Es kann aber das Wesenhafte auch völlig willenlos sein, d.h. weder Mich noch Meinen Gegner anstreben, dann ist es nun auch ohne Widerstand Mir gegenüber, und dieser Zustand genügt, um ihm erleichterte Entwicklungsbedingungen zu stellen. Das Aufgeben des Widerstandes also bedeutet, daß vorerst Mein Gegner ausgeschaltet worden ist, daß das Wesen ihm nicht mehr zudrängt, also sein Wille diese Richtung nicht mehr sucht. Dann leistet es auch Mir keinen Widerstand mehr, und es kann nun von Meiner Kraft berührt werden, die so wirket, daß sich der Wille nun doch regt, sich mit der Kraft zu verbinden. Das Wesen selbst ist sich aber seines Willens nicht bewußt, da es in tiefster Unkenntnis weilt, also ein Zustand geistiger Blindheit und Finsternis das Wesen umfängt, bis seine Entwicklung schon vorgeschritten ist und es sich langsam seines Willens bewußt wird. Doch auch dann ist es nicht fähig, seinen Willen recht zu gebrauchen, er wird immer noch bestimmt zur Tätigkeit von Meinem Willen, d.h., das Wesen kann nicht anders als nach dem Gesetz der Ordnung die Kraft gebrauchen, die es von Mir bezieht zum Zwecke der Aufwärtsentwicklung, bis es in das letzte Stadium seiner Entwicklung auf Erden kommt, bis es als Mensch sich verkörpert und nun der freie Wille ihm wieder zurückgegeben wird, den es einst besessen, aber mißbraucht hat. Bis zu einem gewissen Grade hat es nun seinen Widerstand gegen Mich aufgegeben, wenn es sich dessen auch noch nicht bewußt ist. Doch sonst würde es niemals die Gnade der Verkörperung als Mensch empfangen, es würde nicht zur letzten Erdenlebensprobe zugelassen, wenn es nicht den Widerstand gegen Mich aufgegeben hätte insofern, als daß es nicht mehr dem Gegner zustrebt. Ziehe Ich es zur Höhe während des endlos langen Ganges durch die gesamte Schöpfung im gebundenen Willen, so muß es aber dann im freien Willen den Gang zur Höhe fortsetzen, ansonsten es sehr leicht in den Zustand zuvor zurückfallen kann, wo es wieder Meinem Gegner sich zuwendet und dann sofort von ihm ergriffen und herabgezogen wird in die Tiefe. Als Mensch ist das Wesen dann auch nicht mehr ohne Verantwortung, während es im Zustand des gebundenen Willens der Verantwortung enthoben ist, nur Ewigkeiten im Widerstand gegen Mich verharren kann, wenn es jeder Kraft beraubt keine Zuwendung von Kraft von Mir begehrt. Denn dann ist das Wesen empfindungsgemäß in einem unglückseligen Zustand, und jede Kraftzuwendung verbessert diesen Zustand. So sich aber das Wesen wehrt gegen die Kraftzufuhr, indem es sich keiner Tätigkeit unterziehen will, sondern in Abwehr der Kraft aus Mir Ewigkeiten hindurch untätig bleibt, verharrt es auch im Widerstand gegen Mich, und es kann ihm nicht geholfen werden, bis es keinen Widerstand mehr leistet, sondern die ihm zuströmende Kraft aus Mir entgegennimmt und tätig wird, wenn auch im Mußgesetz. Doch jede Tätigkeit ist erlösend und führt zur Höhe. Jede Kraftzufuhr ist Liebe zu dem Unvollkommenen, und jede Annahme der Kraft bedeutet Aufgeben des Widerstandes gegen Mich und muß zur Erlösung führen, wenn auch anfangs das Wesen selbst daran keinen Verdienst hat, sondern die Tätigkeit ausführt in einem gewissen Zwang. Dennoch bedeutet Tätigkeit Leben, und Leben bedeutet Zuwendung Meiner Kraft. Geht nun dem Wesen in erhöhtem Maß diese Kraft aus Mir zu, dann ist sein Widerstand immer kleiner geworden, bis es sich ganz Meinem Willen einfügt, also auch die gleiche Tätigkeit ausführen würde, wenn dies vom freien Willen des Wesens abhängig wäre. Doch zur Probe seines Willens wird es erst im Stadium als Mensch zugelassen, und dann kann es bewußt den Willen gebrauchen, und so er ihn in der rechten Richtung nützet, wird er sich restlos erlösen, während er auf Erden wandelt. Amen. B.D. NR. 4013.

 

Buch 49 4014

Vorzeichen der völligen Auflösung. Wille der Menschen.

2. und 3. April 1947. B.D. NR. 4014.

Daß sich der Vorgang einer völligen Auflösung auf Erden vorbereitet, ist allzu klar ersichtlich, denn es sind die durch Menschenwillen entstandenen Zerstörungen schon der Auftakt; sie sind die ersten Anzeichen, denn in solchem Ausmaß hat die Welt Vernichtungswerke noch nicht erlebt, und darum müßten sie jedem einzelnen zu denken geben. Es ist eine Zeit irdischer Not daraus entstanden, die fast jeden Menschen berührt, so daß auch ein jeder Mensch die Schlußfolgerung daraus ziehen kann, die dahin lautet, daß die Zeit gekommen ist, derer Erwähnung getan wurde von Beginn der Erlösungsepoche an in Wort und Schrift. Wer um sich blickt, der sieht auch den geistigen Verfall der Menschheit, der unweigerlich eine totale Auflösung nach sich zieht. Es könnte wohl durch Gottes große Liebe und Erbarmung diese noch hinausgeschoben werden, doch die Not der Zeit gebietet es, daß die Entwicklung des Geistigen abgebrochen wird, ansonsten die ewige Gottheit nicht anerkannt, vielmehr gänzlich aus dem Bereich menschlichen Denkens verdrängt würde. Und es bedeutet dies für das schon im letzten Stadium verkörperte Geistige einen ungeheuren Rückschritt, den Gott also aufhalten will und daher jegliches in der Materie gebundene Geistige frei gibt, auf daß es sich neu entscheide für Gott oder gegen Ihn. Daß nun schon vor der gänzlichen Auflösung durch Gottes Willen widerrechtlich so viel Geistiges frei wird, als Werk der Menschen oder durch menschlichen Willen zur Ausführung gebracht wurde, weiset aber auffällig auf die letzte große Auflösung hin. Der menschliche Wille ist zwar indirekt wieder Anlaß, denn er ist wider Gott gerichtet, weshalb er erneut gebunden wird und dies Auflösung jeglicher Schöpfungswerke bedingt. Und Gott spricht Sein Urteil nach Recht und Gerechtigkeit. Er zieht zu Sich, die Seinen Willen in sich tragen, die sich Ihm unterstellen. Und Er bindet die Ihm gänzlich fernstehenden Menschen in den Schöpfungen der neuen Erde, Er verhilft dem noch unreifen Geistigen zur Höherentwicklung, Er löset das in der harten Materie Gebundene und gibt jeglichem Geistigen erhöhte Möglichkeit, sich aufwärtszuentwickeln. Es wird einen Abbruch der Entwicklung für das gesamte Geistige auf Erden bedeuten und ebenso einen erneuten Aufstieg, weil nichts ewig verdammt wird, sondern immer wieder die Möglichkeit hat, sich Gott wieder zu nähern, so es sich zu weit von Ihm entfernt hat. Doch in einem geistigen Tiefstand, wie er in kommender Zeit zu erkennen ist, ist eine totale Auflösung der Schöpfungswerke von dringender Notwendigkeit und größtem Nutzen, nur muß sie von Gott Selbst ausgehen, und Sein Wille muß zum Ausdruck kommen, auf daß Gott als Urheber einer solchen Auflösung erkannt wird. Was vorangeht an Zerstörungen jeglicher Art, hat nicht den göttlichen Willen zum Anlaß, ist aber dennoch von Gott zugelassen, auf daß die Menschen selbst das unrechte Denken und Handeln erkennen, auf daß sie frei sind in ihrem Denken und Handeln und ihren Willen nach einer Richtung hin tätig werden lassen. Sein Wille leitet nun das letzte Zerstörungswerk ein, nachdem Er Sich vorher noch einmal offensichtlich zu erkennen gegeben hat, nachdem Er sich offenbart hat der Menschheit durch die Natur. Es wird dies schon ein Vernichtungswerk sein von ungewöhnlichem Ausmaß, wird aber noch übertroffen durch das letzte totale Auflösungswerk, das bald danach folgen wird. Denn die Erdenbewohner haben das Recht verwirkt auf ein langes, friedvolles Erdenleben, weil sie es nicht nützen nach dem Willen Gottes, und also wird eine Wandlung der von Ihm erschaffenen Werke vor sich gehen, und alles Geistige wird in einer neuen Form wieder verkörpert nach der Auflösung der alten und Schaffung einer neuen Erde, entsprechend seinem Reifezustand. Denn Gott ist unendlich liebevoll, überaus weise und allmächtig - und Sein Wille ist, selig zu machen alle Seine Geschöpfe, und Seine Weisheit findet die rechten Wege. Amen. B.D. NR. 4014.

 

Buch 49 4015

Göttliche Offenbarung größter Gnadenquell.

4. April 1947. B.D. NR. 4015.

Eine göttliche Offenbarung dürfte kein Mensch unbeachtet lassen, denn es ist ein unschätzbarer Gnadenquell; wo Sich Gott Selbst äußert, hat Er die Absicht, den Menschen zu helfen in ihrer Aufwärtsentwicklung, und Er will sie auf den rechten Weg führen, weil sie einen Irrweg eingeschlagen haben, und Gott offenbart Sich nur in einer Zeit geistiger Not, wenn die Menschen Gefahr laufen, von Ihm abzufallen, oder in irriges Denken geraten sind. Dann sucht Er ihnen die Wahrheit zuzuleiten, und die Wahrheit kann nur von Ihm Selbst zur Erde geleitet werden. Gibt es wohl etwas Gewaltigeres, als von Gott Selbst unmittelbar belehrt zu werden? Gibt es wohl etwas Köstlicheres, als von Ihm selbst gespeist zu werden mit einer Seelennahrung, die alle Kraft in sich birgt? Kann dafür wohl ein Ersatz geboten werden, der annähernd die gleiche Wirkung hätte? Ist das Wort Gottes nicht das kostbarste Gnadengeschenk, das ein Mensch auf Erden in Empfang nehmen kann? Sein Wort, die unmittelbare Ausstrahlung Seiner Selbst, ist von einem Menschen vernehmbar und kann dem Mitmenschen zugeleitet werden, auf daß dieser gleichfalls in den Segen dieser kostbaren Gnadengabe gelangen kann. So Gott Selbst zu den Menschen spricht, müßte auch der Antrieb größer sein, Sein Wort zu befolgen, es müßte den Willen zur Tätigkeit antreiben, wie überhaupt der Wille des Menschen durch das Wort in die rechte Richtung gedrängt werden müßte. Doch dies wird immer nur dann der Fall sein, wenn die Menschen es glauben, daß das Wort von oben kommt, daß es eine direkte Vermittlung der göttlichen Wahrheit ist, denn der Glaube daran spornt erst den Menschen an, dem Wort gemäß seinen Lebenswandel zu führen. Und diesen Glauben kann der Mensch gewinnen, so er ernsthaft prüfet und Gott um Erhellung seines Denkens bittet. Dann wird er es wohl in seinem Herzen spüren, welche Gnadengabe er empfängt. Dann wird ihn der Besitz des göttlichen Wortes selig machen, dann wird er es nimmermehr vermissen wollen und sich ständig von Gott Selbst speisen lassen mit dem Brot des Himmels, mit der Nahrung, die das Leben der Seele sichert und darum so überaus wertvoll und köstlich ist. Hungern sollet ihr danach, dann werdet ihr auch die Kraft verspüren, die euch durch Entgegennahme der Himmelsspeise zuströmt, und ihr werdet sie nimmermehr entbehren wollen, weil ein so kostbares Gnadengeschenk durch nichts auf Erden ersetzt werden kann. Euer Verlangen danach wird immer stärker werden und euch auch unfehlbar zu Gott hinführen, denn Gott ist die Wahrheit, und Gott ist das Wort von Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4015.

 

Buch 49 4016

Ich klopfe an und ihr nehmet Mich nicht auf.

Kartreitag 4. April 1947. B.D. NR. 4016.

Wer Mich nicht anhöret, der beraubet sich selbst der größten Gnade, und er wird es bereuen dereinst, so er zur Erkenntnis gekommen ist, was Meine Offenbarung für den Menschen bedeutet. Ich Selbst steige zur Erde hernieder und neige Mich Meinen Geschöpfen zu, die nicht den geringsten Versuch machen, in Meine Nähe zu gelangen. Ich rede zu ihnen, wie ein Vater zu seinen Kindern redet - Worte der Liebe - und suche ihre Herzen zu gewinnen und Meine Kinder selig zu machen, indem Ich sie belehre und sie einführe in die ewige Wahrheit. Ich biete ihnen geistigen Reichtum, einen Schatz, der unverwüstlich ist und den ihr auch nur von Mir empfangen könnt, für den es auch keinen Ersatz gibt, weder auf Erden noch im Jenseits, und der euch ewiges Leben sichert. Für die Ewigkeit sorge Ich vor, daß sie für euch glückselig sei, daß ihr lebet und nicht dem geistigen Tode verfallet. Und darum komme Ich Selbst zu euch im Wort, weil Ich euch zu glückseligen Geschöpfen machen will. Und ihr nehmet Mich nicht auf. Ihr lasset Mich vergeblich anklopfen, und ihr öffnet Mir nicht die Tür eures Herzens, das Ich besitzen möchte, weil Ich euch liebe. Und ihr werdet es dereinst erkennen, welch kostbares Gnadengeschenk ihr unbeachtet ließet, und die Reue wird groß sein. Doch Ich kann euch nicht bestimmen, Mein Wort anzunehmen, denn ihr seid freien Willens und müsset selbst über euch bestimmen, und auch das Köstlichste, Mein Wort, muß Ich euch so darbieten, daß ihr nicht gezwungen seid, es anzunehmen. Und darum muß Ich es euch in einer Weise übermitteln, daß ihr den göttlichen Ursprung wohl glauben, aber nicht beweisen könnet, denn ein Beweis dessen wäre Glaubenszwang, den Ich niemals anwende, sollet ihr den Grad der Vollkommenheit erreichen. Doch es wird euch leichtgemacht zu glauben, daß das Wort von Mir ausgeht, Der Ich das Wort Selbst bin von Ewigkeit. Denn Mein Wort lehret nur die Liebe, und wer ernstlich prüfet, der wird auch nur Liebe darin erkennen, und der göttliche Ursprung wird ihm unzweifelhaft sein, denn Liebe beweiset immer Göttlichkeit, weil die Liebe und Ich eins sind. Wer aber ablehnet, ohne zu prüfen, der hat auch kein Verlangen nach Mir, nach der Wahrheit, nach der Liebe, nach Gnade und nach dem ewigen Leben. Und er wird es selbst zu verantworten haben, daß er Mir nicht Gehör schenkte - und er wird sich auch wenig vorbereiten für die Ewigkeit. Er wird dahinleben ohne Gedanken, wie sich sein Leben nach dem Tode des Leibes gestalten soll, er wird nur seinem Erdenleben Beachtung schenken, und Meine Stimme wird er nicht vernehmen, weil er sie übertönen läßt von der Stimme der Welt. Und es wird das Ende kommen, der Tag, wo alles hinweggeräumt wird und nur die gerettet werden, die Mein geworden sind, die Mein Wort annehmen und danach leben und also einen reichen Gnadenschatz zur Verfügung haben, der sie selig machen wird im geistigen Reich - in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4016.

 

Buch 49 4017

Was ist Glaube?

6. April 1947. B.D. NR. 4017.

Der Mensch soll selig werden durch seinen Glauben. Was aber ist Glaube? Wann kann der Mensch mit Recht von sich sagen, daß er glaubt? Werden ihm geistige Lehren unterbreitet, so wird er dafür niemals einen Beweis fordern oder erbringen können, denn das Geistige steht außerhalb seiner Verstandestätigkeit und wird nimmer unter Beweis zu stellen sein. Also muß der Mensch, so er glaubt, etwas für wahr halten, was nicht bewiesen werden kann. Und dennoch wird von ihm, so er selig werden will, mehr gefordert als nur ein blinder Glaube, der darin besteht, daß der Mensch nichts dagegenredet, also er scheinbar das ihm dargebotene Gedankengut annimmt. Es wird von ihm gefordert, daß er sich innerlich völlig bejahend dazu einstellt, daß er eine Lehre annimmt, weil er innerlich davon überzeugt ist, auch ohne davon einen Beweis zu haben. Diese innere Überzeugung wird aber immer das Produkt einer gedanklichen Tätigkeit sein, einer Stellungnahme zu dem, was zu glauben von ihm gefordert wird. Und diese Stellungnahme muß ohne äußeren Zwang von ihm selbst ausgehen, es muß ihn gleichsam eine Lehre gedanklich so lange beschäftigen, er muß Für und Wider erwägen, bis er sich selbst zu einer Ansicht durchgerungen hat, die er nun aber auch überzeugt vertreten kann, wenn er um eine Äußerung angegangen wird. Es muß die Glaubenslehre durchdacht werden, bevor sie eigentliches Gedankengut werden kann, ansonsten man nur von einem blinden Glauben sprechen muß, der völlig wertlos ist vor Gott. Zu welchem Ergebnis er durch Nachdenken gelangt, ist abhängig von seinem Willen zur Wahrheit und seinem Verlangen nach Gott, das ihn auch unbewußt zur Liebetätigkeit antreibt. Einen ernstlich die Wahrheit Suchenden wird Gott wahrlich nicht im Irrtum lassen, so er sich selbst der Wahrheit würdig macht durch seinen Lebenswandel. Doch da in der Welt der Irrtum verbreitet ist, da überall der Fürst der Lüge Finsternis zu verbreiten sucht und jedes Licht verlöschen möchte, ist es verständlich, daß der Irrtum Platz gegriffen hat unter der Menschheit, da Gott den freien Willen eines jeden achtet und auch Sein geheiligtes Wort, das reinste Wahrheit verbürgt, dem freien Willen der Menschen ausgeliefert ist; folglich muß es dem Willen des Menschen auch überlassen sein, zu glauben oder nicht, so er die einzelnen Lehren prüfet und Stellung zu ihnen nimmt. Um dies aber überzeugungsgemäß zu können, muß er unbedingt prüfen, d.h. sich gedanklich damit befassen, und so nun sein Verlangen ernst ist und er die Bedingungen erfüllt, die Gott stellt, um geistiges Gut austeilen zu können, wird auch sein Denken erhellt werden und es ihm klar und einleuchtend sein, wozu sein Herz sich bejahend einstellt. Und dann kann er auch ohne Beweis überzeugt sagen: Ich glaube. Wie sonst könnten wohl irrige Lehren als solche erkannt werden, und wie könnte Gott wohl Verantwortung fordern von den Menschen, so es in Seinem Willen wäre, daß die gedankliche Tätigkeit ausgeschaltet wird und bedingungsloser Blindglaube an deren Stelle tritt? Dann wären nicht die Menschen verantwortlich, sondern nur die wenigen, die diese Lehre zu verbreiten suchen und jeden Widerstand unmöglich machen wollen durch die Forderung des blinden Glaubens. Doch Gottes Wille ist das nicht, setzt doch durch die gedankliche Tätigkeit auch erst die Seelenarbeit ein, die im ersten Falle zumeist unbeachtet bleibt. Durch die gedankliche Tätigkeit wird erst die Verbindung hergestellt zum geistigen Reich, und die Lichtwesen können dann in Aktion treten und ihre eigentliche belehrende Tätigkeit beginnen, was aber unmöglich ist, so der Mensch blind glaubt. Und er wird sicher zu einem befriedigenden Resultat kommen, so es ihm ernst ist um das wahrheitsgemäße Wissen, um seine Stellungnahme zu Gott und um seine Seele. Denn Gott lässet nicht in der Finsternis, die das Licht suchen, und stets wird den Menschen das gedankliche Ergebnis befriedigen, so er es gewonnen hat nach gläubigem Gebet zu Gott, Der allein ihm Aufschluß geben kann, ob und wann er sich im rechten Denken bewegt. Glaubet ihr an einen Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht, so genügt dies vollständig, um auch einen überzeugten Glauben zu gewinnen an Lehren, die von Gott ausgegangen sind, wie auch zu erkennen, was menschlich hinzugefügt wurde und wieweit dies der Wahrheit entspricht. Denn Gott als die ewige Wahrheit wird ihm stets helfen und sein Denken ordnen, Er wird ihm Urteilskraft geben, so er nur willig ist, das Rechte zu erkennen und sich für die Wahrheit, für das von ihm als Wahrheit Erkannte, einzusetzen den Mitmenschen gegenüber - denn Gott will, daß die Wahrheit verbreitet werde, weil sie allein zur Höhe führt und selig macht. Amen. B.D. NR. 4017.

 

Buch 49 4018

Rechtes Denken der Diener Gottes. Zusammenführen zwecks Belehrung.

6. April 1947. B.D. NR. 4018.

Euer Denken wird recht geleitet, so ihr Mir dienen wollt und in ständiger Verbindung mit Mir bleibt durch euer Gebet und werktätige Nächstenliebe. Und so werdet ihr nicht zu fürchten brauchen, daß euer Denken, Fühlen und Wollen sich in anderer als Mir wohlgefälliger Richtung bewegt, sofern euer Streben ist, Mein Wohlgefallen zu erringen. Denn dann seid ihr guten Willens, und ihr habt jeglichen Widerstand gegen Mich aufgegeben, dann seid ihr schon Mein durch euren Willen. Und die Meinen werde Ich stets hüten vor irrigem Denken und auch nicht zulassen, daß sie Irrtum verbreiten durch Reden oder auch durch Schweigen, wenn Reden vonnöten ist. Ich bediene Mich Meiner Diener auf Erden, um auf die Mitmenschen einzuwirken, um ihnen in rein menschlicher Weise ihre Fehler vorzuhalten, oder auch, um ihre Gedanken so zu lenken, daß sie von selbst in Meinen Willen eingehen, daß sie Einkehr halten in sich selbst und an sich arbeiten, um eine höhere Seelenreife zu erlangen. Und es ist Mir jederzeit möglich, denen Meine Diener zuzuführen, die seelische Hilfe benötigen, doch Ich werde dies stets in einer Weise tun, die nicht außergewöhnlich erscheint, um auf die Menschen keinen Glaubenszwang auszuüben. Und so können beliebige Gespräche geführt werden, sie werden zum Nachdenken veranlassen und können auch von guter Wirkung sein, so es dem Menschen ernst ist um seine Aufwärtsentwicklung. Und also werden Meine Diener nur in Meinem Willen reden und handeln, und ihr Denken wird vom Geist in sich, der Mein Anteil ist, geordnet sein, also wird er denken und reden müssen, wie es für den Mitmenschen zuträglich ist, wenngleich dieser menschliche Schwächen und irriges Denken dem von Mir Beauftragten anhängen möchte. Ich weiß, wem geistige Hilfe not tut, und führe nicht willkürlich Menschen zusammen, sondern nur zu dem Zweck, daß sie sich ergänzen und belehren sollen. Und mag es auch scheinen, als unterliege der eine in seiner belehrenden Tätigkeit, mag es auch scheinen, als rede er aus sich selbst und vertrete er lediglich seine eigene Meinung - er steht in Meinem Dienst und führet nur aus, was zu tun Ich ihn heiße, denn auch der natürlichsten Mittel bediene Ich Mich, auf daß der Mensch sein Ziel erreiche - möglichst hohen Reifegrad der Seele, solange er auf Erden weilt. Denn durch Menschenmund rede Ich zu allen, die Mein Wort benötigen, das Ich auch in der menschlichsten Weise ihnen bieten kann, so es gilt, den freien Willen zu achten und doch auf Menschen einzuwirken, denen noch das rechte Verständnis mangelt. Amen. B.D. NR. 4018.

 

Buch 49 4019

Entgegensetzen eines starken Willens dem Gegner Gottes.

7. April 1947. B.D. NR. 4019.

Nur ein starker Wille vermag sich durchzusetzen, so es gilt, eine Mission für das Reich Gottes auszuführen, und ihm von allen Seiten Widerstand entgegengesetzt wird. Dann wird der schwache Mensch nachlassen in seiner Tätigkeit, während ein starker Wille sich nicht beirren läßt und geraden Wegs sein Ziel verfolgt und erreicht. Jede Tätigkeit für das Reich Gottes wird sich die Nachstellung des Gegners von Gott zuziehen, und dessen Bestreben wird ständig sein, das Wirken für Gott zu unterbinden oder unmöglich zu machen. Und so werden einem Diener Gottes ständig Gegner erwachsen unter den Mitmenschen, die ihn von der Nutzlosigkeit seiner Arbeit für das Reich Gottes zu überzeugen suchen, um in ihm den Trieb zur eifrigen Tätigkeit zu ersticken. Es sind dies die Menschen, die sehr stark vom Gegner Gottes beeinflußt werden und seinen gedanklichen Einflüsterungen Gehör schenken. Der Gegner Gottes aber ist ein Feind der Wahrheit, und darum wird er stets die Wahrheit bekämpfen, er wird Sorge tragen, daß die Diener Gottes ständig von den Mitmenschen bedrängt werden, daß diese die geistige Arbeit als unwichtig hinstellen und auch Zweifel in die Herzen jener Vertreter der göttlichen Lehre streuen. Er wird überall am Werk sein, wo die Möglichkeit besteht, Seelen zu gewinnen für das Reich Gottes, und nur, wo der Diener Gottes einen starken Willen ihm entgegensetzt, wo er sich nicht beirren lässet durch Widerstände jeglicher Art, dort wird auch Erfolg zu verzeichnen sein. Dann wird er nicht nachlassen, und seine Verbundenheit mit Gott verstärkt auch seinen Willen zur Tätigkeit für Ihn. Es arbeitet der Gegner Gottes mit List und Gewalt, und wo er bei dem Beauftragten Gottes nichts ausrichtet durch Zweifel, dort sucht er die Menschen zu hindern an dem Annehmen des göttlichen Wortes, er sucht sie in ein anderes Fahrwasser zu lenken, damit sie die kostbare Gabe unbeachtet lassen oder sich von Ihm abwenden. Ständig aber streut er Unkraut aus zwischen den göttlichen Samen, er sucht durch Irrlehren die Wahrheit zu untergraben und zu verdrängen. Und wieder muß der Diener Gottes kraft seines Willens ihm Widerstand bieten, er muß sein geistiges Wissen anwenden und jeden Einwand widerlegen, so es ihm möglich ist. Er darf nicht müde werden, sondern er muß sich die große geistige Not vor Augen halten, die Gott bewogen hat, den Menschen offensichtlich zu Hilfe zu kommen, und Ihm nun ein treuer Diener sein, der eifrig arbeitet für seinen Herrn, um Dessen Willen zu erfüllen. Denn die Not ist groß, und ein guter Arbeiter im Weinberg des Herrn kann viel Arbeit leisten, und er wird auch Sieger werden über den Feind der Seelen, so er nur Gott um starken Willen bittet und um Hilfe in eigener geistiger Not. Amen. B.D. NR. 4019.

 

Buch 49 4020

Zweifeln an Gottes Offenbarungen. Naturelemente.

9. April 1947. B.D. NR. 4020.

Wie dringend ist für euch die Zuwendung Meines Wortes, und wie selten findet es Glauben. Ständig lasset ihr euch von Zweifeln plagen ob der Wahrheit dessen, was euch durch Meine Diener vermittelt wird. Ihr weiset zurück, was euch nicht annehmbar erscheint und was doch unabwendbar ist laut Bestimmung von Ewigkeit. Ich weihe euch, die ihr erweckten Geistes seid, ein in Meinen Heilsplan, auf daß ihr erkennen sollt die Zeit des Endes und auch eure Mitmenschen auf das Ende hinweisen könnet. Ich gebe euch die Zeichen an und habe seit Beginn dieser Erlösungsepoche die Auswirkung des geistigen Tiefstandes vorausgesagt, um euch die Möglichkeit zu geben, euch vorzubereiten, auf daß das Ende für euch ein seliges sei. Doch Meine Ankündigungen werden nicht ernstgenommen, also offenbare Ich Mich immer wieder, und zwar nicht nur durch das Wort, das von Mir ausgeht und von Mir zeuget, sondern auch denen will Ich erkennbar sein, die Meinem Wort keinen Glauben schenken, die sich nicht durch Meine Diener auf Erden belehren lassen und die auch völlig ungläubig den Voraussagen eines nahen Endes gegenüberstehen. Ihnen will Ich in anderer Weise nahetreten, ihnen will Ich Mich zu erkennen geben als Herr der Schöpfung, Dem kein menschlicher Wille standhalten kann - Ich will ihnen die Macht gegenüberstellen, die Menschenwille nicht brechen oder besiegen kann - Ich will zu ihnen eine Sprache reden, die laut vernehmlich ist, mit Donnerstimme will Ich reden, und die Naturelemente werden Mir gehorchen und von Mir zeugen. Und es ist dies das letzte Mahnwort, das Ich spreche, um dann die Geschehnisse ihren Gang gehen zu lassen bis zum Ende. Und diese letzte Äußerung Meiner Macht und Kraft ist eine Gnade für die gesamte Menschheit, doch wirksam wird sie auch nur für eine kleine Anzahl sein, denn wer Mich nicht anerkennt, der sieht auch in dem gewaltigen Naturgeschehen nichts Außergewöhnliches, sondern einfach ein Spiel der Natur, selbst wenn er einsieht, daß er diesem Spiel nicht gebieten kann. Und dennoch gehe Ich nicht von Meinem Plan von Ewigkeit ab und Ich künde es immer wieder an, daß Ich Mich in Erscheinung bringe durch eine Naturkatastrophe von solchem Ausmaß, wie es die Welt noch nicht erlebt hat. Warum Ich es tue? Die Zeit drängt dem Ende entgegen, die Menschen gehen lau und träge durch das Leben - sie begreifen nicht den Ernst der Zeit, und darum sollen sie aufgestört werden, Ich Selbst will ihnen nahetreten, denn in der großen Not, die den Körper betrifft, so sie den Tod vor Augen sehen, wird ihnen doch der Gedanke an den Schöpfer kommen, und einige wenige werden den Weg zu Mir finden und ihn beschreiten. Und um dieser wenigen willen wird sich erfüllen, was verkündet ist in Wort und Schrift. Wohl werden zahllose Menschen ihr Leben verlieren und im unvollkommenen Zustand in das jenseitige Reich eingehen, doch ihnen will Ich ein milder Richter sein und das letzte Opfer, das sie Mir bringen durch ihren frühen Tod, werten, indem Ich ihnen die größten Ausreifungsmöglichkeiten biete im geistigen Reich und ihnen Unterstützung gewähre in jeder Weise. Doch unwiderruflich werde Ich reden durch die Natur, und ihr alle werdet Zeuge sein und euch von der Wahrheit Meines Wortes überzeugen können, das rein und klar von der Höhe kommt, weil es Mein Wille ist, daß ihr nicht unvorbereitet etwas erlebt, was so gewaltig ist, daß es das Denken aller erschüttern müßte, so sie nur noch ein wenig glauben an einen Schöpfer und Erhalter des Himmels und der Erde. Wer aber Mir verbunden ist, der soll nicht zweifeln an Meinem Wort, denn Ich äußere Mich durch Meine Diener auf Erden und will, daß Mein Wort weitergeleitet und als reine Wahrheit aufgenommen werde und daß jeder Zweifel aus den Herzen der Meinen verbannt werde, weil Ich Selbst es bin, Der Sich äußert, und niemals dulden werde, daß Mein Wort von Irrtum durchsetzt den Menschen zugeht, die eines guten Willens sind - die Mir dienen wollen und darum als Arbeiter in Meinem Weinberg von Mir gedingt sind für die letzte Zeit vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 4020.

 

Buch 49 4021

Ungezweifelter Glaube der Diener Gottes. Schutzwall - Wahrheit.

10. April 1947. B.D. NR. 4021.

Ihr, die ihr den Menschen das Evangelium bringen sollet, ihr müsset euch fest an Mein Wort halten und bedingungslos glauben, daß Ich euch reinste Wahrheit vermittle. Denn so Ich Diener auf Erden benötige zum Weiterleiten Meines Wortes, das Ich aus der Höhe euch darbiete, wähle Ich Mir solche Menschen aus, die wahrheitsliebend sind und daher durch ihren Willen zur Wahrheit den schlechten Kräften wehren, also ihrem Einfluß nicht unterliegen. Ich will euch zu Lehrern heranbilden, auf daß ihr eure Mission ausführen könnet und eure Mitmenschen in der Wahrheit unterrichtet. Also müsset ihr als erstes reine Wahrheit von Mir empfangen, sollet ihr solche weitergeben. Was also ist verständlicher, als daß Ich Selbst Mein Wort schütze vor irrigen Zuleitungen, daß Ich Meine Diener auf Erden mit einem Schutzwall guter Wesen umgebe, die die unwissenden Kräfte hindern, sich in die Gedanken Meines Dieners einzuschalten? Die reine Wahrheit soll verbreitet werden, und darum leite Ich sie aus der Höhe, aus dem Reiche des Lichtes, zur Erde nieder, damit sie unverbildet denen geboten werden kann, die danach Verlangen tragen. Und also könnet ihr die Kundgaben aus der Höhe im vollen Glauben annehmen als reinste Wahrheit, denn sie gehen von Mir aus, und es ist Mein Wille, daß sie weitergeleitet werden, weil die Zeit dem Ende entgegendrängt. Denn Ich will die Menschen warnen und mahnen vor dem Kommenden, Ich will ihnen jede Möglichkeit erschließen, sich vorzubereiten, weil es plötzlich und unerwartet kommen wird auch für die Wissenden. Und darum kündige Ich ihnen an, daß sie viel Not und Trübsal zu erleben haben. Ich kündige ihnen an, in welchen Geisteskampf sie geraten werden kurz vor dem Ende, wie sie als Meine Bekenner standhalten müssen, wollen sie selig werden. Und Ich kündige ihnen an, daß Ich Mich zuvor noch offensichtlich äußern werde, um noch die Menschen zu gewinnen, die schwach sind im Glauben oder unschlüssig, nach welcher Seite sie sich wenden sollen, so Entscheid von ihnen gefordert wird. Es ist diese Äußerung die letzte Mahnung vor dem Ende, und unzählige Menschen werden das Leben verlieren, doch Meine Weisheit und Liebe hat es beschlossen seit Ewigkeit, weil Ich den geistigen Tiefstand ersah, in dem die Menschheit sich am Ende befindet, und weil Ich auch um die Wirksamkeit der Mittel weiß, die Ich zur Anwendung bringe. Doch Ich lasse die Menschen nicht ungewarnt und bereite sie also darauf vor, indem Ich das kommende Geschehen ankündige, was Ich getan habe seit Beginn dieser Erlösungsepoche durch Seher und Propheten. Und ihr Menschen sollt Meinem Wort Glauben schenken und wissen, daß alles kommen wird, wie Ich es euch verkündet habe. Ihr sollt wissen, daß der Tag sehr nahe ist und daß er einen Aufruhr bringen wird auf der ganzen Erde, denn er ist zu gewaltig, und er wird schwere Folgen nach sich ziehen für die Menschen, wo Ich sprechen werde laut und deutlich und allen vernehmbar. Ich will den Menschen helfen, den Glauben zu gewinnen an Mich, die ohne Glauben dahinleben, und Ich will denen zur Stärke des Glaubens verhelfen, die schwach und unentschlossen sind, und darum kündige Ich Meinen Eingriff an, der in einer überaus großen Naturkatastrophe besteht, deren Folgen unübersehbar sind. Doch es ist die Zeit des Endes, und unwiderruflich wird auch dieses unwiderruflich herankommen in kürzester Frist. Und darum lasse Ich kein Mittel zuvor unversucht, durch das Ich noch Menschen gewinnen kann für Mich, und Ich beauftrage Meine Diener, dessen eifrig Erwähnung zu tun, was durch Mein Wort ihnen verkündet wird und lauterste Wahrheit ist. Amen. B.D. NR. 4021.

 

Buch 49 4022

Seelische Erschütterungen - Prüfungen. Gottes Liebe.

13. April 1947. B.D. NR. 4022.

Der Gegenstrom, der aus dem Reiche der Finsternis Meine Diener auf Erden berührt, vermag oft starke seelische Erschütterungen zuwege zu bringen. Und dennoch ist dies von Mir zugelassen, wird doch der Mensch dadurch zu erhöhtem Ringen angetrieben, und seine Seele löset sich desto leichter von der materiellen Welt, je mehr sie sich im Gebet zu Mir flüchtet. Es ist dies eine Notwendigkeit, von den Menschen oft nicht erkannt als heilsam, wie ein ärztlicher Eingriff schmerzend, der aber das Leben erhalten kann. Ich sorge für die Meinen wohl körperlich, doch für die Seele muß ein jeder selbst sorgen, und auf daß er nicht in seiner Arbeit ermüde, lasse Ich Proben über ihn kommen, die ihn gewissermaßen zwingen zum Tätigwerden und dennoch nur Meine Liebe bezeugen, denn es erreichet die Seele schon auf Erden einen höheren Reifegrad, so sie Mir zugewandt ist in jeder Prüfung und zu Mir ihre Zuflucht nimmt. Mein Gegner ringet zwar gleichfalls um diese Seele, und er sucht sie zum Abfall zu bringen, er sucht sie mit irdischen Erfüllungen zu reizen, hat auch die Kraft, irdische Erfüllung zu gewähren, die dann in Anwendung kommt, wenn die Seele Mich aufgibt, wenn das Verlangen nach irdischem Glück und Wohlergehen überwiegt und die Welt dem Menschen reizvoller erscheint als die Zuwendung Meiner Liebe und Gnade, die der Mensch rein körperlich nicht spürt. Und also kann sich der Mensch wohl irdisches Glück verschaffen, doch dann verkauft er dafür seine Seele. Die Meinen aber lasse Ich nicht mehr von Mir, Ich halte sie, daß sie Mir nicht mehr verlorengehen, und Ich gebe ihnen, was Ich verheißen habe, den Frieden, den ihnen die Welt nicht geben kann - so sie nur der Versuchung standhalten, so Ich ihnen mehr bin wie die Welt - und die Meinen werden auch nimmermehr Mich aufgeben wollen, weil die Kraft Meiner Liebe schon in ihnen wirksam geworden ist und weltliche Genüsse ihnen keinen Ersatz dafür geben können. Was also das Erdenleben an Leid und Trübsal noch bringt - nehmet es hin als von Mir gewollt oder zugelassen, und wisset, daß es nur zu eurem Besten ist, daß es nur eure Seelenreife erhöhen soll. Klaget und murret nicht, sondern seid fröhlich in der Gewißheit, daß ihr doch Meine Liebe besitzet, die zu verlieren ein unersetzlicher Verlust wäre, denn dies bedeutet Finsternis für die Ewigkeit. So aber werdet ihr im Licht stehen, ihr werdet von Meiner Liebe durchstrahlt überaus glücklich sein, so ihr das irdische Leben beendet habt - ihr werdet stete Erfüllung eures Sehnens finden - eure Seele wird leben in Ewigkeit, und sie wird nimmermehr zu darben brauchen, weil Meine Liebe ihr alles gewähret, um sie zu beglücken - Liebe, Licht und Kraft. Denn keines Menschen Auge hat es je gesehen und kein Ohr je gehört, was Ich bereitet habe denen, die Mich lieben. Amen. B.D. NR. 4022.

 

Buch 49 4023

Gnade. Gottes Wort größte Gnade.

15. April 1947. B.D. NR. 4023.

Gnade fließet euch zu im Übermaß - denn Gnade ist das ganze Erdenleben für euch, Gnade ist alles Leid, das über euch kommt, und Gnade ist, daß ihr ständig von Mir geführt werdet bis an euer Lebensende. Euer ganzes Leben ist eine ununterbrochene Gnade in seinen einzelnen Erlebnissen für euch, denn nichts tritt willkürlich an euch heran, sondern alles ist in Voraussicht eures Willens von Mir euch auferlegt, wie es für eure seelische Entwicklung dienlich ist. Also ist es auch eine Gnade, wenn euch ein außergewöhnlich schweres Erdenleben beschieden ist, denn dann habt ihr auch die Möglichkeit, außergewöhnlich zu reifen. Die größte Gnade aber ist die Zuwendung Meines Wortes. Denn Mein Wort ist das wirksamste Hilfsmittel, und es führt sicher zum Ziel, so ihr es an euch wirksam werden lasset. Alles, was dazu beiträgt, eure Seele zu wandeln, euren Willen Mir zuzukehren und euch geistig streben zu lassen, ist eine Gnade. Und so stehet ihr während eures Erdenlebens inmitten von Gnadengaben, die ihr nur zu nutzen brauchet, d.h. euch aufschließen ihrer Wirkung, indem ihr nur wollet, daß euer Erdengang erfolgreich für die Seele zurückgelegt wird, indem ihr also Mich erkennet und zum Ziel wählet. Und dann werdet ihr auch sicher euer Ziel erreichen, denn wer da zu Mir kommen will, den ziehe Ich, und der Aufstieg wird ihm leicht sein. Er darf nicht vergessen, daß er in der Tiefe ist und aufwärts streben muß, um zu Mir zu gelangen, und daß er darum ständig Meine Hilfe benötigt, und jedes Mittel, das Ich anwende, um ihm das Erklimmen der Höhe leichtzumachen, ist eine Gnade. Wenn ihr so die Bedeutung des Wortes "Gnade" erfasset, dann werdet ihr auch niemals zu fürchten brauchen, daß das Ziel für euch unerreichbar ist. Lasset euch ziehen von Mir, und leistet Mir nur keinen Widerstand, höret Mein Wort an, nehmet es in eure Herzen auf und befolget es, dann erfüllet ihr Meinen Willen, und dann wird auch jede Gnadenzuwendung für euch von Wirkung sein, euer Verlangen nach Mir wird verstärkt, euer Glaube an Mich vertieft und eure Liebe zu Mir inniger werden, denn das bewirket Meine Gnade, daß ihr euch immer mehr abwendet von der Welt und euch Mir tiefer verbindet, denn die Gnade geht von Mir aus und führt auch wieder zu Mir zurück, so der Mensch sich ihrer Wirkung nicht verschließt. So euch nun aber Mein Wort direkt aus der Höhe geboten wird, steht euch eine Gnadengabe zur Verfügung, deren Wert ihr nicht ermessen könnet - Ich spreche Selbst mit euch - gibt es wohl etwas Gewaltigeres und Wirkungsvolleres, als Mich Selbst reden zu hören und mit dem Wort Kraft in aller Fülle entgegennehmen zu können? Kann darüber noch ein Zweifel bestehen, daß Mein Wort sicher zum Ziel führt? Ist Mein Wort nicht der sprechendste Beweis dafür, daß Ich die Willigen zu Mir ziehe? Daß Ich euch liebe und dem ewigen Leben zuführen möchte? So ihr also diese Gewißheit habet, Meine Liebe zu besitzen, so ihr durch die Entgegennahme Meines Wortes Meine Liebe zu euch spüret, könnet ihr dann noch zweifeln, daß Meine Gnade euch ungemessen zur Verfügung steht, und könnet ihr dann noch ängstlich sein, ob ihr euer Ziel erreichet? Mein Wort könnet ihr jederzeit und an allen Orten entgegennehmen, direkt oder durch Meine Diener auf Erden, und so ihr jede Gelegenheit nützet, Mich anzuhören, und Meinen Willen euch nun zum eigenen machet, werdet ihr stets inmitten der Gnade stehen und sicher euer Ziel erreichen, eure Seele wird ausreifen auf Erden, und ihr werdet in das Licht eingehen können, so für euch der jüngste Tag gekommen ist. Amen. B.D. NR. 4023.

 

Buch 49 4024

Gewaltiges Naturgeschehen - Gottes Sprache.

16. April 1947. B.D. NR. 4024.

Eine deutliche Sprache wird Gott reden, die alle Menschen berühren müßte, so diese ihr nur Gehör schenkten. Doch wer nicht an Gott glaubt, der erkennt Ihn auch nicht, so Er aus der Höhe zu den Menschen sprechen wird laut und vernehmbar, und er lässet den letzten Mahnruf an sich vorübergehen, er beachtet ihn nur rein naturmäßig und sucht sich Erklärung zu geben für einen Vorgang, der gewaltig ist, weil er in seinen Ausmaßen alles übertrifft, was die Menschheit bisher erlebt hat. Und er wird sich auch eine Erklärung selbst geben, denn die Gedanken dazu werden ihm vom Gegner Gottes zugespielt, und er nimmt sie willig an. Als Gottes Stimme wird das gewaltige Naturereignis nur von denen erkannt, die an Ihn glauben, Ihn lieben und dadurch im Wissen stehen um die Zeit des Endes, um den geistigen Tiefstand der Menschen und um die letzten durch Seher und Propheten lange zuvor angekündigten Mahn- und Warnzeichen, denn diese sehen, daß sich alles erfüllt, wie es vorausgesagt ist, und so wissen sie auch, daß und warum Gott Sich Selbst äußert durch die Naturelemente, und sie hören Ihn Selbst und fürchten sich nicht, weil sie zu den Seinen gehören, die Seinen Schutz genießen, wie Er es verheißen hat. Doch sie werden keinen Glauben finden bei den Mitmenschen, so sie ihnen den Sinn und Zweck des gewaltigen Naturgeschehens erklären wollen und es als Gottes Willen und Seine Stimme hinzustellen suchen; sie werden lachen ob des Glaubens jener, sie werden in ihrem Unglauben verharren, keine Belehrungen annehmen und nicht den geringsten Nutzen daraus ziehen, sondern Sünde auf Sünde häufen und gegen die vorgehen, die an ihrem Glauben festhalten. Viele Menschen werden zwar ihr Leben verlieren, und diese Tatsache ist den Ungläubigen ein Grund mehr, die Existenz Gottes zu leugnen, weil sie darin keineswegs einen liebenden und weisen Schöpfer zu erkennen vermögen oder aber einen Gott nicht lieben könnten, Der so gegen Seine Geschöpfe handelt, daß Er ihnen das Leben unter furchtbarsten Umständen nimmt, ohne daß sie selbst es wollen. Wer aber um den ewigen Heilsplan Gottes weiß, den verwundert es nicht, denn er erkennt die Notwendigkeit des göttlichen Eingriffes, zum Heil der Seelen, die verlorenzugehen drohen. Und die Liebe jener wird immer größer werden zu Gott, und sie werden nicht von Ihm lassen, trotzdem sie ein weit schwereres Leben führen müssen als die Glaubenslosen, denen vom Fürsten der Finsternis alles zugewendet werden wird, was ihre weltlichen Sinne erstreben. Jene aber fordern nichts mehr von der Welt, denn ihre Blicke sind in das geistige Reich gerichtet, sie begehren nur noch geistige Güter, Schätze, die nicht von Rost und Motten verzehrt werden können, die unvergänglich sind und daher weit begehrenswerter als die Güter dieser Welt. Und daher werden sie auch die Drangsal und Nöte des Körpers nicht in dem Maße verspüren, wie es den Anschein hat. Denn sie sind von geistiger Kraft erfüllt durch ihren Glauben und werden daher jeder Lebenslage Herr werden, und Gott wird ihnen so offensichtlich beistehen, daß selbst die Ungläubigen stutzen und nachdenklich werden. Und dann ist die Zeit gekommen, da auch sie zur Umkehr gedrängt werden und nun ihr Wille entscheidend ist, ob sie selig oder unselig das letzte Ende erleben. Gott gibt den letzten Menschen unzählige Gelegenheiten, doch Er stellt es ihnen selbst anheim, ob und wie sie diese Möglichkeiten ausnützen; Er hilft ihnen in jeder Weise, am deutlichsten aber ist Seine Hilfe erkennbar, so Er durch die Naturelemente Sich Selbst äußert, denn sowie die Menschen Ihn zu erkennen vermögen, werden sie Ihm auch zustreben und nach Seinem Willen leben. Und dann sind sie gerettet für die Ewigkeit, während die glaubenslosen Menschen verloren sind für ewige Zeiten, wenngleich Gott Sich auch dieser Menschen erbarmt, indem Er die Zeit beendet und so den weltlich gerichteten Seelen die Möglichkeit nimmt, gänzlich abzusinken in die Finsternis, und Er ihnen einen erneuten Erdengang gewähret, auf daß sie dereinst wieder im Zustand des freien Willens sich entscheiden können für Gott oder Dessen Gegner - für das Licht oder die Finsternis. Amen. B.D. NR. 4024.

 

Buch 49 4025

Gnade. Wille. Gnadenmaß.

17. und 18. April 1947 B.D. NR. 4025.

Alles, was zur Erlangung der Seelenreife beiträgt, ist Gnade und also ein Geschenk Gottes, das euch unverdient zugeht. Ihr müsset wissen, daß ihr Menschen euch durch die Entfernung von Gott in einem Zustand befindet, wo ihr unbewußt die Liebe Gottes, d.h. Seine Kraftausstrahlung, zurückweiset, wo ihr euch gewissermaßen außerhalb des Liebestromkreises befindet und Seine Kraft daher euch nicht berührt, wenn nicht Seine übergroße Liebe euch eine Zuwendung machen würde trotz eures Abstandes von Ihm; ihr müsset wissen, daß ihr von selbst niemals die Entfernung von Gott verringern würdet. Und diese Zuwendung ist also ein unverdientes Geschenk, das Gott allen wohl anbietet, jedoch niemanden zwingt, es anzunehmen, das aber nur wirksam wird, so der Mensch annahmebereit ist. Es kann also die Seele des Menschen reifen, sie kann aber auch die Gnadenzuwendung unbeachtet lassen und keinerlei geistigen Fortschritt erzielen. Dann aber gibt es auch kein Mittel zur Vollendung, denn es fehlt ihr dann die Kraft, weil es ihr am Willen gebricht. Gott gibt unentwegt, weil Er Seinen Geschöpfen helfen will, doch als freie selbständige Wesen stehen sie im freien Willen und werden nimmermehr gezwungen, die ihnen dargebotenen Hilfsmittel anzunehmen, und so ist der freie Wille entscheidend. Folglich ist der Wille das erste, wenngleich der ganze Lebenslauf des Menschen eine Kette von göttlichen Gnadenzuwendungen genannt werden kann, doch erfolgreich erst dann, wenn der Mensch selbst es will, dann erst wird die Gnade wirksam und erst als Gnade erkannt. Es ist aber der Begriff Gnade den Menschen noch nicht klar insofern, als daß sie glauben, daß Gott diese verschieden austeilt, daß Er nach Willkür die Menschen bedenket, so daß diese auch Seinem Willen entsprechend selig werden, d.h. auf Erden ausreifen können oder in ihrer Unvollkommenheit verharren. Für sie bedeutet das Wort Gottes ein Geschenk aus der Höhe, das der eine empfängt, während der andere leer ausgeht. Und diese Auffassung ist irrig, gibt sie doch von der Liebe Gottes einen ganz falschen Begriff, die allen Seinen Geschöpfen gleich gilt und keines von der Seligkeit ausschließt, also auch allen die gleiche Möglichkeit bietet, vollkommen zu werden. Die Fülle der Gnade jedoch kann der Mensch selbst vermehren oder verringern, je nach seiner Einstellung zu Gott, seinem Verlangen nach Gottes Hilfe und dem Erschließen seines Herzens jeglicher Gnadenzufuhr. Er braucht sich nur voll und ganz Gott hinzugeben, sich Ihm empfehlen und seinen Willen Gott unterstellen, und es wird ihm Gnade ungemessen zugehen, die er dann auch nützen wird dem Willen Gottes entsprechend. Und es wird für ihn der Aufstieg zur Höhe nicht mehr schwer sein, denn seine Hingabe an Gott sichert ihm auch Gottes Führerschaft und Unterstützung, wo sein Erdenweg Klippen und Hindernisse aufzuweisen hat. Und das ist das sicherste Zeichen, daß Gott sein Führer ist, wenn der Mensch Seine Stimme zu hören vermag, wenn Gott ihm Seine Liebe bezeuget durch Sein Wort, denn dieses ist die größte Gnade, die auf Erden einem Menschen geboten werden kann - von Ihm in Seinem Willen unterrichtet zu werden, von Ihm ein Wissen zu empfangen, das nur durch die innere Stimme dargeboten wird und von Ihm mit einer Mission betreut zu werden, die einen gewissen Reifegrad voraussetzt. Eine außergewöhnliche Aufgabe erfordert auch außergewöhnliche Gnadenzuwendung, die aber nicht von Gott aus willkürlich die Menschen berührt, sondern deren völlig Gott-zugewandten Willen zur Voraussetzung hat. Und so können wohl die Menschen im Maß unterschiedlich Gnadenempfänger sein, jedoch niemals von Gott aus unterschiedlich bedacht werden, sondern selbst das Maß von Gnade bestimmen, das sie entgegennehmen. Doch unweigerlich führt die Gnade den Menschen zu Gott, unweigerlich kann er ewig selig werden, so er sich der göttlichen Gnade erschließet, denn ein göttliches Geschenk hat auch die Kraft in sich, und Wirkung dieser Kraft ist die geistige Vervollkommnung, die Angleichung an Gottes Wesen, die Gestaltung zur Liebe und sonach Vereinigung mit der ewigen Liebe, die unaussprechlich selig macht. Amen. B.D. NR. 4025.

 

Buch 49 4026

Wesen der Lichtgestirne. Engelsgeister. Gotteskindschaft.

19. und 20. April 1947. B.D. NR. 4026.

In welcher Fülle die ewige Gottheit Ihre Liebekraft ausstrahlt in die Unendlichkeit, kann von einem Menschen nicht ermessen werden, solange er noch auf Erden weilt, denn er kennt nur die ihm sichtbaren Schöpfungen, die nur ein winziges Teilchen der Gesamtschöpfung ausmachen. Gott aber erhält die gesamte Schöpfung durch Zuwenden Seiner Liebekraft. Ungezählte Schöpfungswerke sind sonach Träger Seiner Kraft, ungezählte Gestirne tragen in ihnen verkörperte Wesen, deren Leben durch Zuströmen Seiner Kraft gesichert ist. Und allen diesen Wesen gibt Er Sich zu erkennen als Schöpfer und Erhalter, sowie sie in einem bestimmten Reifegrad stehen, der ihnen Erkenntniskraft einträgt. Zumeist sind es Wesen von hoher Intelligenz, nicht zu vergleichen mit den Menschen dieser Erde, die wohl auf einer niederen Entwicklungsstufe stehen, jedoch das höchstmöglichste Ziel erreichen können, die Gotteskindschaft, die zu erringen auf anderen Schöpfungen nicht möglich ist. Doch in der Erkenntnis sind sie weiter vorgeschritten als die Menschen dieser Erde. Sie werden von Geistwesen aus dem Lichtreich geleitet und in hohes Wissen gesetzt, sie haben auch die Fähigkeit, dieses Wissen zu verwerten, und sind geistig überaus rührig, weil in ihnen der Begriff des Ebenmaßes stark entwickelt ist und sie jede Unebenheit als Mangel an Reife und Mangel an Wert der Geschöpfe ansehen. Und sie suchen diesen auszugleichen durch Übertragen von Wissen, das ihnen zugeht in einer Weise, daß es von ihnen auch als göttlichen Ursprungs erkannt und anerkannt wird; also sind die Wesen auch Gott-verbunden, Den sie als höchsten Geist von Ewigkeit anerkennen, lieben und sich Seinem Willen anzupassen suchen. Ihr Lebenswandel ist auch dem Willen Gottes entsprechend insofern, als daß er nicht in Lieblosigkeit geführt wird, sondern stets brüderliche Liebe die Wesen untereinander verbindet, die ihre höchste Pflicht darin ersehen, auszuteilen denen, die nicht besitzen, was jene beglückt. Also stehen sie auch gewissermaßen im Licht - (20.4.1947) und dennoch sind es Wesen, die noch ausreifen müssen, die den Weg zur höchsten Vollendung noch gehen müssen, denn was sie besitzen, ist nicht durch eigene Willenstätigkeit erworben, sondern ihnen als Vorstufe zu dieser freien Willensprobe gegeben, so sie einen anderen Entwicklungsgang nehmen als die Menschen dieser Erde, deren Seelensubstanzen sich von der Tiefe herauf entwickeln mußten durch ihren einstigen Abfall von Gott. Es gibt auch urgeschaffene Geistwesen, die Gott nicht abtrünnig waren, jedoch ihren Willen noch nicht insofern erprobt haben, als daß ihnen alle Reize des Gegners von Gott vorgestellt werden und sie diesen Widerstand leisten sollen. Erst dann hat ein Wesen den Weg zur höchsten Vollkommenheit beschritten, wenn es diese Probe auf der Erde bestanden hat. Unzählige Schöpfungen bestehen, unzählige Reifegrade können erreicht werden durch das Leben auf diesen Schöpfungen, unzählige Möglichkeiten werden den Geistwesen erschlossen, und alles sind Schulen des Geistes, jedoch in ihrer Wirksamkeit und ihren Bedingungen verschieden. Und Gottes Gestaltungswille hat keine Grenzen, und Seine Gedanken werden ununterbrochen zur Tat, zur Form, und Seine Liebekraft belebt ununterbrochen diese Formen, die nur durch Seinen Willen gefestigte Gedanken sind. Alle Wesen der Lichtschöpfungen sind glücklich, und dennoch ist der Glückszustand unterschiedlich und begrenzt, Leid ist jedoch nur auf der Erde Begleiterin der Seele und im verstärkten Maß in jenseitigen Gefilden, wo die Seelen weilen, die ihre Erdenlebensprobe nicht bestanden haben, die versagten im freien Willen; während die Wesen der Lichtgestirne niemals Gott ernstlich Widerstand leisteten und daher auch Leid ihnen ferngehalten wird, bis auch sie den Weg auf Erden zur Ablegung der Willensprobe beschreiten, um den höchsten Grad der Vollkommenheit zu erreichen. Gottes Liebe, Licht und Kraft erfüllt die ganze Unendlichkeit, und unfaßbar für den Menschen sind die Vielseitigkeiten der Schöpfungen, das Leben der Bewohner und die Entwicklungsmöglichkeiten, die dem Geistigen geboten sind, um unaussprechlich selig zu werden. Es ist das ganze Universum erfüllt von der Kraft Gottes, es ist die sichtbare und die unsichtbare Welt Produkt Seines Liebewillens, sie ist erschaffen zum Ausreifen des noch unvollkommenen Geistigen und zur Aufwärtsentwicklung dessen, was in die Tiefe sich verirrt hat und zu Gott zurückkehren soll. Die Erde aber hat eine besondere Bestimmung - sie allein bietet die Möglichkeit dem auf ihr verkörperten Geistigen, zur Gotteskindschaft zu gelangen, dem höchsten Grad der Vollkommenheit; und darum müssen auch reinste Engelsgeister diesen Weg gehen, um zu Gotteskindern zu werden, was das Bestehen einer Willensprobe bedingt, die nur auf Erden abgelegt werden kann. Dann aber werden seligste Wesen in Gottes Nähe weilen, die vollkommen sind und schaffen und gestalten können in freiem Willen, der auch Gottes Wille ist, unter Nutzung der Kraft aus Gott - wie es uranfängliche Bestimmung war. Amen. B.D. NR. 4026.

 

Buch 49 4027

Sicheres Zeichen des Endes kleine Schar der Streiter für Gott.

21. April 1947. B.D. NR. 4027.

Daß die Zeit nun erfüllet ist, geht daraus hervor, daß Meine Streiter nur vereinzelt zu finden sind, Menschen, die so in ihrer Liebe zu Mir, in der Liebe zur Wahrheit und zum Guten aufgehen, daß sie keine feste Bindung zur Welt mehr haben, sondern in ständiger Verbindung bleiben mit Mir gedanklich oder durch Wirken in Liebe - Menschen, die sich einsetzen für ihren Glauben und die das Bedürfnis haben, die Seelen der Mitmenschen zu gewinnen für Mein Reich und für Meine Lehre - die darum kämpfen mit dem Schwert ihres Mundes - die ständig erfüllt sind mit Meinem Geist und in denen Ich also Selbst wirken kann. Diese werden nicht viel anzutreffen sein, und wo sie weilen, werden sie unbeachtet ihres Weges gehen oder angefeindet werden. Und es ist dies ein sicheres Zeichen des Endes, daß die Meinen nur eine kleine Herde bilden, denen Ich aber ein guter Hirt bin, Der Seine Schäflein zusammenhält, Der sie hütet, daß keines sich verlaufe oder verlorengehe. Von den Meinen lasse Ich keinen mehr aus, sie werden sich finden und eine kleine Gemeinde bilden unter sich, und sie werden darin ihre höchste Befriedigung sehen, daß Ich sie in Meinen Dienst genommen habe, daß Ich sie mit einer Mission betreue, Mir Stützen zu sein in der letzten Zeit vor dem Ende. Die gut und wahr sind, das sind Meine Streiter, denn der gute Wille und das Verlangen nach absoluter Wahrheit kennzeichnet Meine Streiter, die auch den letzten Kampf bestehen werden, weil Ich nimmermehr die verlasse, die Mich nicht verlassen, sondern in Mir den liebevollen Vater sehen, Der Seine Kinder nicht zu Schaden kommen läßt, auch wenn sie in irdische Nöte kommen als Folge ihrer Standhaftigkeit. Die Mich als ihren Vater von Ewigkeit betrachten, werden auch väterlich betreut werden, so diese Zeit erfüllet ist. Sie werden als Meine rechten Kinder im Paradiese weilen, sie werden die selige, friedvolle Zeit auf der neuen Erde erleben, die den letzten Kampf auf der alten Erde ablösen wird, wie es vorgesehen ist von Ewigkeit. Ich werde die Meinen sammeln am jüngsten Tage, die wenigen Menschen, die Mir treu bleiben in der Kampfzeit zuvor, die Mich erkannt haben und darum Mich nimmermehr aufgeben können. Und Ich werde sie zu Mir holen, wie Ich es verkündet habe. Und also könnet ihr Menschen mit Bestimmtheit das nahe Ende erwarten, so ihr um euch schauet und nur wenige findet, die Mich so tief im Herzen tragen, daß sie ständig von Mir, von geistigen Dingen reden, wofür die Mitmenschen wenig Verständnis haben. Dort aber weile Ich Selbst, wo Meiner Erwähnung getan wird in Gesprächen, und Ich werbe um die Seelen derer, die Mir fernstehen, auf daß sich die Zahl der Meinen noch um ein weniges erhöhe, bevor die Zeit erfüllet ist, die das letzte Ende bringen wird - den Untergang der alten Erde und zuletzt das Gericht, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4027.

 

Buch 49 4028

Kirche Christi. Petrus, der Fels. Weltliche Organisationen.

22. April 1947. B.D. NR. 4028

Die zu Meiner Kirche gehören, werden sich finden und eng zusammenschließen, und ihr Wille wird stets sein, in der Wahrheit zu wandeln, in der Liebe zu leben und Mir zu dienen in Zeit und Ewigkeit. Denn sie tragen Meinen Geist in sich, sie haben den Geistesfunken, der Mein Anteil ist, zum Leben erweckt, und sie sind so zum Mitglied Meiner Kirche geworden, die Ich Selbst gegründet habe. Und Ich werde sie segnen immerdar. Wer in der Wahrheit steht, d.h., wer von Meinem Geist in sich gelehrt wird, der weiß auch, daß Liebe und Glaube die Grundmauern Meiner Kirche sind; er weiß auch, wie Ich Mein Wort verstanden haben will: "Du bist Petrus, der Fels, auf dir will Ich Meine Kirche bauen." Er weiß ferner, daß keine Organisation, die Menschen gebildet haben, darunter zu verstehen ist, sondern daß Meine Kirche alle Menschen umfaßt, die das rechte Verhältnis zu Mir hergestellt haben durch ihren Willen und ihre Liebe zu Mir und zum Nächsten. Ich fordere von den Menschen nur Erfüllung Meines Liebegebotes und starken Glauben und habe denen die ewige Seligkeit versprochen, das ewige Leben, die an Mich glauben - an Mich glauben aber heißt, Meine Lehre anzunehmen als göttlich und ihr entsprechend zu leben. Und denen versprach Ich das ewige Leben. Und also müssen diese auch zu Meiner Kirche gehören, zur Gemeinschaft der Gläubigen, die Ich Meine Kirche nenne. Benötigen sie aber nun einen weltlichen Zusammenschluß, der hergestellt wird durch die Zugehörigkeit zu einer Organisation, die von weltlicher Seite ihren Ausgang nahm? -

Diese Frage ist von so großer Wichtigkeit, daß sie eingehend betrachtet werden muß. Es gibt keine Organisation, die sich rühmen könnte, in Mir ihren Gründer zu haben, doch kann eine jede voll und ganz sich Meiner von Mir gegründeten Kirche angliedern. Also könnten ihre Mitglieder sich als zu Meiner Kirche gehörig fühlen, so sie sich zum Fels des Glaubens gestalten. Es muß als erstes in einer Organisation der Charakter Meiner Kirche vorherrschen, es müssen die Anhänger von tiefstem Glauben erfüllt sein an Mich, dann umfaßt also die weltlich gegründete Kirche Meine Gläubigen, und diese wieder können in jeder Organisation sich als Anwärter Meines Reiches betrachten, denn sie gehören Meiner Kirche an, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe. Meine Worte sind rein geistig zu verstehen, d.h., sie enthalten nur die Aufforderung zu unerschütterlichem Glauben, und von diesem abhängig ist das Wirken des Geistes, der Meiner Kirche sicherstes Wahrzeichen ist, denn wer den rechten Glauben hat, der hat auch die Liebe, weil der rechte Glaube nur lebendig ist durch Werke der Liebe. Und das Zeichen des Lebens ist die Äußerung Meines Geistes im Menschen. Wer also vom Geist belehrt wird, wer erfüllt ist von seiner Wahrheit, der kann sich mit Recht zu Meiner Kirche zählen, er gehört zu den Meinen, und er wird auch voller Überzeugung eintreten für Meine Lehre, denn er selbst hat sie aufgenommen mit Herz und Verstand, sie hat seinen Glauben verstärkt und ihn frei und glücklich gemacht, und es treibt ihn die Liebe dazu, den Mitmenschen das gleiche zuwenden zu wollen.

Es ist nun aber keineswegs Bedingung, daß eine weltlich-kirchliche Organisation die Menschen erst zu Anwärtern für das geistige Reich macht, denn wieder ist es nur das Herz, auf das Ich sehe, der Wille des Menschen und seine Gedanken. Drängen sie Mir zu, dann hat er auch Mich schon gefunden - schweifen sie ab vom Reingeistigen, dann wird eine kirchliche Organisation keine Änderung dessen herbeiführen, denn was unter Zwang geschieht, hat keinen Wert vor Meinen Augen. Das Verlangen nach Mir aber kann in jedem Menschen erweckt werden nur durch Bekanntgabe Meines Wortes. Das ist es, weshalb Ich die weltlich-kirchlichen Organisationen nicht verdamme, sondern insofern unterstütze, als daß Ich auch die in ihnen wirkenden Lehrkräfte unterstütze, soweit dies angängig ist und ihr Leben gleichzeitig Meinen Geboten entspricht. Und gehört einer von ihnen Meiner von Mir gegründeten Kirche an, daß er also fest und unerschütterlich glaubt an Meine Liebe, Macht und Weisheit, dann erfülle Ich ihn mit Meinem Geist, auf daß er erfolgreich einwirken kann auf die Schar seiner kleinen Gemeinde, auf daß auch sie das Wort begehren, durch das allein sie ausreifen können. Dennoch ist es weit verdienstvoller, so der Mensch von sich heraus ringet und suchet, so er auf seine innere Stimme achtet, die ihm ständig das Rechte kund tun wird und ihn anhalten wird zum Wirken in Liebe. Befolget er diese Stimme, dann kommt er Mir bedeutend früher näher, er faßt Mein Wort lebendig auf, er nimmt es auf in sein Herz, und er lebt es auch aus - er wird in Wahrheit der Kirche Christi angehören, die unüberwindlich ist und selbst den stärksten Anstürmen, die höllische Kräfte noch zum Ende unternehmen werden, standhalten wird. Denn auch diese Verheißung habe Ich den Menschen gegeben, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden, denn Meine Kirche ist unveränderlich, und sie bleibt bestehen bis an das Ende. Und sie wird auch der Grundstock alles geistigen Strebens auf der neuen Erde sein. Es wird jeder Meiner Kirche angehören, weil nur die tiefgläubigen, Mich über alles liebenden Menschen diese neue Erde beleben werden, während alles andere abfällt, sowie sie nur Mitglieder von weltlich kirchlichen Organisationen sind, die ohne inneres Leben sind. Amen. B.D. NR. 4028.

 

Buch 49 4029

Antichrist – Heilsbringer? Maßnahmen gegen alles Geistige.

23. und 24. April 1947. B.D. NR. 4029.

Das ist der Geist des Antichristen, der sich zwar unter dem Deckmantel des Heilsbringers den Menschen nähert, jedoch völlig Gott-abgewandten Willens ist insofern, als daß er einen Gott der Liebe nicht anerkennt, wie er überhaupt alles Geistige als übernatürlich, somit nicht beweisbar, also nicht-seiend, ablehnt. Und ihm wird auch das Wesen Christi so fremd sein, daß er an Dessen Erlösungswerk und Seine Mission auf Erden nicht zu glauben vermag und er Ihn daher als nur Phantasiegestalt hinzustellen sucht und alle Vorkehrungen trifft, diese Gestalt aus den Herzen der Menschen zu verdrängen. Sein eigenes Wesen entspricht nicht dem Wesen Christi, und darum ist es verständlich, daß er Ihn als geistigen Feind betrachtet und bekämpfet. Es ist der zu erwartende Antichrist eine Persönlichkeit, die aus dem Rahmen des Natürlichen heraustritt; es ist ein außerordentlich begabter Mensch, dessen besondere Stärke in seiner Weltsicherheit liegt, in seinem Auftreten denen gegenüber, die die Verantwortung tragen für das Wohl des Volkes. Und darum wird er Erfolg verzeichnen können, man wird ihm die von ihm angestrebte Oberherrschaft zubilligen, man wird annehmen, durchgreifende Änderungen zum Besten der Allgemeinheit durch ihn erwarten zu können. Und sie werden ihn alle anerkennen, er wird diese Vorzugsstellung ausnutzen zu Maßnahmen jeglicher Art. Sonderlich aber wird er einschreiten gegen den Geist des Übersinnlichen, gegen alle religiösen Verbindungen sowie auch gegen Kirchen oder geistige Strömungen, die Jesus Christus und Seine Lehre zum Grundgedanken haben. Denn er wird die Nächstenliebe als einen Schwächezustand hinstellen, der unter allen Umständen bekämpft werden muß. Und wer sich seinem Bestreben anschließt, der gilt gleichfalls als Antichrist, er gilt als Gott-gegnerisch und wird sich auch als lieblos erweisen gegen seinen Nächsten und daher auch in geistiger Blindheit dahingehen, denn er gehört dem Reich des Satans an. Doch als Herrscher über viele wird der Antichrist großen Aufruhr anstiften durch seine Maßnahmen, die jeder Menschlichkeit entbehren und nur dazu angetan sind, Haß und Unfriede unter die Menschheit zu tragen, die Liebe zu ersticken und in größte geistige Not zu versinken. Und dann ist das Gegenwirken Gottes von größter Dringlichkeit, und es erklärt dies das offensichtliche Wirken Gottes durch Seine Diener auf Erden, denn auch Er muß auf Erden denen erkenntlich sein, die Seinem Lager angehören, Er muß genauso außergewöhnlich wirken, auf daß Er nicht abgewiesen werden kann, sondern anerkannt werden muß, so die Menschen willig sind, den rechten Weg zu gehen, und sich bewußt oder unbewußt dem Schöpfer des Himmels und der Erde zuwenden, von Ihm Hilfe erbittend in geistiger Not. Und dann ist das Ringen des Guten gegen das Böse besonders heftig, denn die Stunde des Endes rückt immer näher, und die Scheidung der Geister muß sich vollziehen bis zum jüngsten Tage.... Und diese Scheidung kann nur stattfinden, wenn die Menschen ernstlich vor die Wahl gestellt werden, Gott anzuerkennen oder Ihn abzuleugnen. Diese Frage wird sie zum Entscheid zwingen, und auf daß sie akut werde, tritt der Gegner Gottes offensichtlich in Erscheinung, indem er seine Abgesandten auf der Erde beeinflußt, Maßnahmen zu treffen und durchzudrücken, die gottfeindliches Denken verraten. Und so beginnt der letzte Kampf auf dieser Erde - der Glaubenskampf, der Kampf gegen Christus, der zur Folge hat, daß die Menschen sich nun endgültig für oder wider Ihn entscheiden. Und dann kommt das Gericht - denn im freien Willen wenden sie sich Gott zu oder ab, und für den freien Willen müssen sie sich verantworten. Es ist dieser Kampf unabwendbar, bringt er doch klar das Wesen des Antichristen zutage, wie auch die gesamte Menschheit sich nun klarwerden kann über das Denken und Handeln dessen, der unter der Maske eines Heilsbringers auftritt, um seine schändlichen Pläne auszuführen, der offen gegen Gott kämpft und dafür wieder auf lange Zeit gebunden wird in der Erde, von wo er sich nicht eher frei machen kann, bis ihm wieder durch Menschen geholfen wird, die durch ihre falsche Liebe zur Materie die Fesseln des Satans lockern. Doch Jesus Christus wird niemals verdrängt werden können, Er wird Sieger bleiben am jüngsten Tage, und Seine Lehre wird alle Herzen erfüllen, und Seine Anhänger werden sie mit hinübernehmen, so sie entrückt werden, und also wird sie auch auf der neuen Erde als geistiges Wissen hochgehalten, sie wird ausgelebt, und es werden die Menschen im höchsten Wissen stehen und in tiefster Liebe zu Gott erglühen. Und nimmermehr kann sie verdrängt werden vom Gegner Gottes, weil ihm jegliche Macht auf lange Zeit genommen ist. Amen. B.D. NR. 4029.

 

Buch 49 4030

Überraschend schnelles Kommen des Weltgerichtes.

26. April 1947. B.D. NR. 4030.

Auch das Weltgericht wird für die Meinen überraschend schnell kommen, denn wenngleich sie auch wissen, daß das Ende nahe ist, rechnen sie nicht mit der überaus kurzen Frist, die noch bis dahin der Menschheit gegeben ist. Es ist nur noch ein erschreckend kleiner Zeitraum, der euch Menschen noch vergönnt ist auf dieser Erde, denn die letzte Phase hat schon ihren Anfang genommen, und sie währet nicht lange. Und was sich jetzt noch abspielt, sind schon die Vorboten, und jeder Tag verkürzet die Frist, weil der jüngste Tag festgesetzt ist seit Ewigkeit. Ihr aber, die ihr um Meinen Plan wisset, ihr dürfet euch keine falsche Vorstellung machen von der Zeit, die euch noch bleibt bis zum Ende. Denn ihr müsset denen, die ihr belehren sollet, eindringlich das nahe Ende vor Augen stellen, und darum müsset ihr selbst fest und ungezweifelt daran glauben, daß euch allen nicht mehr viel Zeit bleibt. Und also gebe Ich euch immer wieder Hinweise darauf, daß die Zeit in Kürze abgelaufen ist und daß ihr selbst sie erleben werdet, wenngleich es euch jetzt noch unmöglich erscheint. Sehr schnell werden die Ereignisse aufeinanderfolgen, die das Ende heranziehen, d.h., der geistige Tiefstand wird bald erreicht sein und allen ersichtlich, die ihren Blick geistig richten. Und so Ich gesprochen habe durch die Naturgewalten, wird auch bald der letzte Kampf einsetzen, der Kampf gegen Mich, der das Binden des Satans zur Folge haben wird. Und so werdet ihr, Meine Gläubigen, ganz sicher es wissen, daß die letzte Stunde bald gekommen ist, so dieser letzte Kampf einsetzet, dann aber ist eure Arbeit für Mein Reich dringendste Notwendigkeit, obwohl ihr zuvor schon fleißig die Äcker, die da sind die Menschenherzen, bearbeiten sollet. Denn das jüngste Gericht kommt schneller, als ihr annehmet. Und wer noch im Zweifel ist, der lasse sich belehren von Mir, daß Mein Wort Wahrheit ist und daß Ich stets davon euch Kenntnis gegeben habe, daß Ich dieses Mein Wort nicht verschleiert den Menschen biete, sondern es wörtlich aufzufassen ist, weil Ich will, daß ihr, die ihr Mir dienen wollet, recht unterrichtet seid, um selbst den Mitmenschen gegenüber das vertreten zu können mit Überzeugung, was ihr lehret in Meinem Namen. Die Zeit ist abgelaufen, und unwiderruflich ist der Tag bestimmt. Euch aber rufe Ich zu: Rechnet mit Sicherheit damit, daß ihr selbst den Tag erlebet, und verkündet es auch den Mitmenschen, daß sie Zeuge sein werden von dem gewaltigen Vernichtungswerk am Ende dieser Erlösungsperiode. Und ermahnet sie zu rechtem Lebenswandel, auf daß für sie der letzte Tag nicht zum Gericht, sondern zur Erlösung werde. Amen. B.D. NR. 4030.

 

Buch 49 4031

Einigung der Seele und des Körpers mit dem Geist.

27. April 1947. B.D. NR. 4031.

Was ihr zu hören vermögt durch die innere Stimme, ist bedeutungsvoll für Seele und Leib und soll also von beiden beachtet werden, d.h., es soll die Seele, das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen, dadurch angeregt und auch der Körper bestimmt werden, Folge zu leisten dem, was die Seele nun denkt, fühlt und will. Der Körper kann trotz der Vorstellung der Seele doch Widerstand leisten; es kann der Mensch, wenngleich er innerlich davon überzeugt ist, anders handeln zu müssen, doch ausführen, was wohl dem Körper zuträglich, aber der Seele schädigend ist, dann ist das Erkennen des Rechten wohl vorhanden, der Wille aber zu schwach, es zur Tat werden zu lassen. Der Wille gehört zwar der Seele an, doch der Wille ist ausschlaggebend für das Tun des Körpers. Ist der Wille nun stark genug, dann bestimmt er den Körper zu Handlungen, die zuträglich sind für die Seele, dann zieht die Seele gewissermaßen den Körper mit in das geistige Reich, sie ist nicht mehr materiell gesinnt, d.h., irdische Begierden haben nicht mehr das Übergewicht, wenngleich der Mensch noch auf Erden lebt und immer wieder den Kampf damit zu bestehen hat. Doch der Geist im Menschen zieht die Seele gar mächtig, und ist es ihr einmal gelungen kraft ihres Willens, den Körper zurückzuhalten von seinem Streben nach der Welt, ist es ihr einmal gelungen, körperliches Verlangen zu schwächen und der Seele geneigt zu machen, dann entfernt sich der Körper stets mehr und mehr vom Irdischen, d.h., er weilt wohl noch in der alten Umgebung, sein Begehren aber ist nur schwächer geworden und wird zuletzt nur noch dem gelten, was die Seele ihm vermittelt. Auch der Körper wird seine Befriedigung finden im Verweilen im geistigen Reich, und die Einigung der Seele und des Körpers mit dem Geist kann nun viel leichter vonstatten gehen als zuvor, wo die Seele noch mit dem Körper ringen mußte, d.h. wo ihr Wille noch zu schwach war, um Widerstand zu leisten den Annehmlichkeiten der Welt, und das Bestreben nach irdischem Gut vorwiegend war. Doch dieser Kampf muß vorangehen, ansonsten der Geist im Menschen sich nicht Gehör verschaffen kann, ansonsten der Mensch auch nicht die feine Stimme des Geistes zu hören vermag. Und darum ergeht an euch Menschen ständig die dringende Mahnung: Lasset das Weltliche weitmöglichst unbeachtet, schöpfet aus dem Quell des Lebens, lasset den Geist in euch sprechen, der euch weit mehr zu geben vermag, als die Welt an Freuden und Genüssen euch bieten kann. Richtet all euer Denken, Fühlen und Wollen auf das geistige Reich, sooft ihr dies vermöget, übet auch die irdische Tätigkeit mit nach oben gerichtetem Blick aus, lasset eure Gedanken des öfteren zur Höhe schweifen, rufet Gott an und empfehlet euch Seiner Liebe und Gnade. Und euer Streben wird immer geistiger werden, das Irdische wird euch nur noch soweit berühren, wie es zur Erhaltung des Körpers unbedingt nötig ist, und eure Seele wird reifen an Erkenntnis, es wird lichtvoll in euch werden und eine himmlische Ruhe einziehen in euer Herz, denn ihr habt die Welt überwunden. Amen. B.D. NR. 4031.

 

Buch 49 4032

Alle Materie geistig belebt.

28. und 29. April 1947. B.D. NR. 4032.

Auch die an sich leblos scheinende Materie trägt Leben in sich und muß daher als Träger von Geistigem anerkannt werden, wenngleich es euch auch nicht verständlich ist, daß etwas Wesenhaftes die härteste Materie zum Aufenthalt zugewiesen bekommen hat, worin es sich scheinbar nicht entfalten kann, also zur Untätigkeit gewissermaßen gezwungen ist. Doch Gott weiß um den Willen dieses Wesenhaften und hat ihm entsprechend die Umhüllung ihm gegeben. Doch solange der Wille des Geistigen Gott widersetzlich ist, ist es auch nicht gewillt, eine Tätigkeit zu verrichten nach dem Willen Gottes, also ist ihm auch die Möglichkeit versagt, sich dienend zu betätigen. Tätigkeit aber bedeutet Leben, ein untätiges Wesen wird also in einem toten Zustand verharren, und daher wird seine Hülle, die Materie, unendlich lange Zeit unverändert bleiben. Und dennoch ist sie von etwas Wesenhaftem bewohnt, das eine harte Außenform als ständigen Druck, als Fessel, spürt, um nun dazu angetrieben zu werden, seinen Widerstand aufzugeben, auf daß ihm Erleichterung seines qualvollen Zustandes wird. Es ist die Materie selbst gleichfalls Geistiges, das Gott-widersetzlich ist, das also seinen Entwicklungsgang erst beginnt. Dieses Geistige aber kann sich ebenfalls nur durch Dienen erlösen, und sein Dienen besteht darin, daß es dem schon reiferen Geistigen eine Hülle ist, die ihm das Dienen ermöglicht. Es kann also durch seine Bereitwilligkeit, dem Geistigen in seiner Aufwärtsentwicklung zu helfen, selbst reifen und langsam den Grad gewinnen, der auch ihm selbst eine Hülle einträgt und in welcher es zum Dienen zugelassen ist. Doch es währet die Entwicklungsprozedur eine geraume Zeit, so daß also die Materie an sich lange Zeit benötigt, bevor sie gänzlich aufgelöst ist und von einem Überwinden dieser gesprochen werden kann. Es muß aber nun der Entwicklungsgang fortgesetzt werden, und dies so lange, bis viele geistige Wesenheiten sich vereinigt haben und was durch immer vollkommenere und größere Formen zum Ausdruck kommt. Solange die geistigen Wesenheiten die sogenannte tote Materie zum Aufenthalt haben, so lange ist der Zustand dieser Wesenheiten gleichbleibend, d.h., sie verharren im Gott-widersetzlichen Willen und können daher keine Änderung ihrer Umgebung und ihrer Außenform erwarten. Im Wissen von Ewigkeit ist aber die Materie so gefügt, daß das am ehesten in seinem Widerstand nachlassende Geistige den äußeren Rand der Materie belebt, weshalb auch die in endlos langer Zeit sich vollziehende geringe Veränderung von außen dem menschlichen Auge schwach erkennbar ist, während das Innere der Materie unverändert bleibt und das darin Gebundene nicht eher frei gibt, bis der Wille und die Macht Gottes eingreift und die Materie zerstört oder zerstören lässet. Dann kann auch das innere Geistige den Weg zum Licht nehmen, so es willig ist. Hat es einmal den Weg zum Licht gefunden, dann drängt es ihm auch entgegen, denn auch die harte Materie spürt die Wohltat des Lichtes und läßt in seinem Widerstand gegen Gott immer mehr nach. Es ist aber der Zustand des Geistigen in dieser Materie ein völlig anderer als der in der weicheren Verformung, in der Pflanzen- und Tierwelt, wo das Leben ersichtlich ist für das Menschenauge und darum auch etwas Wesenhaftes darin anerkannt wird. Denn in dieser Verformung kann das Geistige sich schon freier bewegen und tätig sein, wenn auch nach göttlichem Gesetz. Die harte Materie jedoch birgt gleichfalls Geistiges in sich, nur darum leblos, weil es völlig kraftlos und durch die Außenhülle gleichsam gefesselt ist. Etwas Gefesseltes kann sich nicht bewegen und erscheint darum tot, bis es die Fessel gesprengt hat. Es kämpfen gewissermaßen geistige Substanzen gegeneinander - die Materie besteht aus unreiferen geistigen Substanzen, die im Zusammenschluß das schon reifere Geistige nicht entweichen lassen wollen, weil es ihre Bestimmung ist, jenem Aufenthalt zu gewähren. Das Geistige in der Materie hat schon einen höheren Intelligenzgrad, nur ist es durch seinen Widerstand gegen Gott außer Kraft gesetzt und kann sich daher nicht wehren oder frei machen von der ihm lästigen Fessel. Wird aber die Materie zerstört, dann entflieht es und bezieht eine andere Form, weil es wider Gottes Willen die Freiheit weder nützen noch wohltuend empfinden kann. Ist der Zerstörungsakt dem göttlichen Willen gemäß vor sich gegangen, dann wird das Geistige eine Verformung beziehen, die Fortentwicklung für dieses bedeutet, während bei unplanmäßiger Zerstörung - durch menschlichen bösen Willen - das Geistige wieder eine gleiche Form sucht, trotz der Qual, die es darin erduldet hat, weil alles Geistige vor der Verkörperung als Mensch dem Mußgesetz Gottes unterworfen ist. Jegliche Materie muß jedoch als Hülle von Geistigem angesehen werden, das sich zur Höhe entwickeln soll, solange, wie diese Materie etwas Brauchbares vorstellt, so lange sie noch verwendet werden kann zu Dingen, die einen dienenden Zweck erfüllen. Wird nun diese Materie durch Menschen zu Schöpfungen aller Art verwendet, dann verhilft der Mensch dem Geistigen in der Materie zum Dienen und also zur Aufwärtsentwicklung, und darum ist emsiges Schaffen eines Menschen unvorstellbar segenbringend im geistigen Sinn, denn alles Geistige in der Materie drängt dem Zustand des Lebens entgegen, das in gelockerten Formen erst möglich ist, nachdem sich bestimmte geistige Substanzen zusammengefunden haben zu gemeinsamem Wirken. Der Gang der Aufwärtsentwicklung geht sonach so vor sich, daß jede Verformung als Hülle geistiger Substanz betrachtet werden muß, die ständig wechselt, jedoch im Beginn langen Zeitraum benötigt, bis der Zustand der Tätigkeit, der Zustand des Lebens einsetzt, dann aber sich die in der Form befindlichen Seelensubstanzen mehren, also wohl von einer Seele gesprochen werden kann, die jedoch nicht mit einer Menschenseele verglichen werden darf, weil letztere alle Seelensubstanzen vereinigt. (28.4.1947) Und so müsset ihr euch nun vorstellen, daß alles, was ihr sehet, von geistigen Wesenheiten belebt ist, jede Wesenheit ist ein Miniaturseelchen, deren unzählige die menschliche Seele bilden. Auch die Materie selbst wird diesen Gang gehen, so ihre Substanzen so weit ausgereift sind, daß sie nun als selbst Wesenheit Aufenthalt nehmen können in dem, was sie zuvor selbst waren - feste Materie. Es sind also gewissermaßen zwei Entwicklungsgänge zurückzulegen im Mußzustand - einmal als Materie, dann aber auch als in der Materie gebundene Wesenheit, nur daß dieser zweite Entwicklungsgang bedeutend rascher geht, denn die Materie wird schneller zerstört als total aufgelöst, und solange sie brauchbar ist - also zu Dingen verarbeitet werden kann, die einen nützlichen Zweck haben - entflieht das Geistige darin auch nicht, nur ist es oft lange Zeit ohne Tätigkeit und leidet daher. Ist es dann Bewohner der mehr lebenverratenden Außenform, dann wird auch letztere einen rascheren Verwesungsprozeß durchmachen, weil die Substanzen der äußeren Form schon ausgereifter sind und bald selbst eine Außenform benötigen, um weiter aufwärtszusteigen. Den Gang durch die gesamte Schöpfung muß alles Geistige zurücklegen, ansonsten es nicht in einer Menschenseele das letzte Stadium durchleben könnte, denn diese ist gebildet aus allen irdischen Schöpfungen im kleinsten Maß. Alles, was der Mensch zu sehen vermag, ist in seiner Seele enthalten und so kunstvoll zusammengefügt, daß ihr nicht aufhören werdet zu schauen und zu staunen, so ihr als reine Geistwesen eure eigene Seele betrachtet. Ihr höret es, aber ihr fasset es nicht, solange ihr auf Erden weilet, dennoch wird euch Kenntnis davon gegeben, auf daß ihr, die ihr zum Lehramt berufen seid in der letzten Zeit vor dem Ende, recht unterrichtet seid, auf daß ihr euch den Gang der Aufwärtsentwicklung wahrheitsgemäß vorstellen könnt und auch Aufschluß geben könnt, so es von euch gefordert wird. Doch das Wissen davon ist nicht unbedingt nötig für Menschen, die geistig wenig streben und denen daher vor allem das Liebegebot gepredigt werden soll, auf daß sie ihre Seelengestaltung in Angriff nehmen. Nur sollen sie wissen um den endlos langen Gang ihrer Seele zuvor, auf daß sie sich der großen Verantwortung bewußt sind, die sie ihrer Seele gegenüber tragen. Amen. B.D. NR. 4032.

 

Buch 49 4033

Stunde des Todes. Erklärung für Leiden.

30. April 1947. B.D. NR. 4033.

Ihr wisset nie, wie euer Ende ist, und sollet darum täglich die Barmherzigkeit Gottes anrufen, daß sie sich euch zuwende in der Todesstunde. Selbst wenn ihr lebet nach dem Willen Gottes, kann euer Ende ein schweres sein, wenn es dazu dienen soll, euch völlig zu entschlacken und frei zu machen für ewig. Gottes Weisheit und Liebe gilt euch bis zur letzten Stunde auf dieser Erde, und so eure Seelen noch wandlungsfähig sind, wird euch noch Gelegenheit gegeben in der Stunde des Todes. Und darum müssen oft Gott-ergebene Menschen körperlich leiden, und die Menschen finden keine Erklärung dafür, weil sie die Liebe Gottes darin nicht zu erkennen vermögen, und doch bedenket die göttliche Liebe die Menschen mit diesem Leid, weil es das beste Ausreifungsmittel ist, das in kurzer Zeit der Seele noch den Grad eintragen kann, der Lichtdurchstrahlung im Jenseits zuläßt, und die Seele dankt es ihrem Schöpfer, so sie frei geworden ist und Gottes große Liebe und Erbarmung erkennt. Und so müssen alle Leiden als ein Liebesbeweis Gottes angesehen werden, und selbst das Ende ist ein seliges, so es von Leid begleitet ist, wenngleich es dem Menschen nicht so erscheint, denn die Seele löst sich wohl mit Schmerzen von dem Körper, erhebt sich aber sofort zur Höhe in das Reich der seligen Geister, sie verläßt nicht nur leiblich, sondern auch geistig die Erde, und sie nimmt auch die ausgereiften Substanzen des Körpers mit, denn jeder Leidensgrad auf Erden löset die Hülle auf, welche die Seele noch umschließt. Und selig der Mensch, der noch auf Erden sich restlos frei machen kann von unreifem Geistigen - er hat das Erdenleben genützet zur Erlösung, und er lehnet sich auch nicht mehr gegen den Willen Gottes auf. Er wird in der Stunde des Todes wohl ringen um den Frieden der Seele, niemals aber körperliches Leid als unberechtigt empfinden, denn seine Seele weiß, daß es zu Ende geht, daß auch das körperliche Leid ein Ende hat und daß die Seele ihren Vorteil daraus zieht, selbst wenn sie dann nicht mehr fähig ist, diese Erkenntnis dem Körper zu übermitteln. Der Körper aber trennt sich von der Seele, sowie er ihre Vollkommenheit empfindet, weil dann seine Aufgabe erfüllt ist, dieser Seele Aufenthalt gewährt zu haben. Die Stunde des Todes kann für euch alle schwer sein, sie kann aber auch für euch ein seliges Einschlafen sein, um dann im Lichtreich zu erwachen, wenn sie kein Leid mehr benötigt, wenn sie den Zusammenschluß mit Gott auf Erden schon gefunden hat und Er sie nun heimholet in Sein Reich, in euer Vaterhaus, um euch selig zu machen. Doch ihr wisset es nicht, wie euer Ende ist, und darum bittet Gott um Erbarmen, bittet Ihn um Seine Gnade und um Kraft, so Gott für euch noch Leid benötigt, und ihr werdet auch die Stunde des Todes ertragen, es wird nur der Körper leiden, die Seele aber wird voller Freuden aus dem Körper scheiden und sich aufschwingen in die Sphären des Lichtes. Amen. B.D. NR. 4033.

 

Buch 49 4034

Ankündigungen durch Seher und Propheten.

2. Mai 1947. B.D. NR. 4034.

Was Ich durch Seher und Propheten euch Menschen verkünde, soll ernst genommen werden. So ist es Mein Wille, und wollet ihr Meinen Willen erfüllen, so nehmet nicht lau und gleichgültig entgegen, was euch Meine Liebe bietet. Gleichgültig aber seid ihr, so ihr Mein Wort wohl anhöret, jedoch euer Leben nicht Meinen Voraussagen entsprechend einrichtet, so ihr nicht ernstlich eine Wandlung eures Wesens anstrebt und Mein Liebegebot erfüllet. Durch Meine Ankündigungen will Ich euch warnen vor einem Leerlauf des Lebens, Ich will euch ermahnen, die Zeit noch auszunutzen, die euch bis zum nahen Ende noch bleibt, Ich will euch zu geistigem Streben anregen und alle eure Gedanken geistig lenken, auf daß ihr ausreifet in der Zeit, die ihr noch auf Erden weilet. So ihr aber Mein Wort, Meine Prophezeiungen, nicht ernst nehmet, lasset ihr alle diese Hinweise an euren Ohren verhallen, und Mein Mahnen und Warnen war vergeblich. Und so nun die Stunde kommt, da ihr abberufen werdet, werdet ihr nur ein geringes Zeugnis beanspruchen können, denn ihr habt versagt auf Erden und Meine liebende Vaterhand nicht ergriffen, als sie euch geboten wurde. So ihr einen geistigen Betreuer habt, müsset ihr euch ihm bedingungslos anvertrauen, denn er führet euch sicher recht. Nun aber in der Endzeit will Ich Selbst euer Führer und Betreuer sein, und so ihr Mir nur ein wenig Vertrauen entgegenbringet, brauchet ihr wahrlich nicht mehr selbst für euch zu sorgen, weder körperlich noch geistig; denn diese Sorge übernehme Ich Selbst, nur müsset ihr achten, daß ihr ständig Kraft von Mir entgegennehmet, die euch den Weg zur Höhe gewährleistet. Und diese Kraft kann euch nur zugehen in Form Meines Wortes. So Ich euch nun durch dieses Wort Kenntnis gebe von dem Bevorstehenden, so ist es eine sehr große Gnade für euch, denn ihr habt nun die Möglichkeit, durch rechten Lebenswandel euch Meine Zuneigung zu erringen, in solchem Maße, daß Ich nimmermehr von euch gehe, daß Ich euch erfasse und hinaufziehe zur Höhe. Nun aber mache Ich es ganz besonders dringlich, weil euch nicht mehr lange Zeit bleibt zum Wandeln eurer Seelen. Und darum trete Ich mit jeder Offenbarung, mit jeder Kundgabe, euch nahe und rufe euch, und so ihr die Stimme des Vaters erkennet, werdet ihr dieser auch Folge leisten, ihr werdet gleich verirrten Schäflein der Stimme des guten Hirten achten, ihr werdet Seinem Ruf nachkommen, und dies wird euer größter Vorteil sein. Wer aber Meiner Stimme nicht achtet, der wird auch schwerlich Verbindung finden mit Mir, und so nun die Stunde des Endes gekommen ist, wird er schwach sein und seinen Blick nicht himmelwärts richten, weil er noch zu sehr erdgebunden ist. Und dies will Ich abwenden von euch, Ich will euch helfen und sende euch daher immer wieder aus der Höhe Mein Wort und zugleich auch die Begründung Meines Wortes, auf daß ihr es immer ernster nehmet, auf daß ihr es höret und leset, wo immer euch Gelegenheit gegeben ist. Glaubet Meinem Wort, glaubet es, daß nicht mehr viel Zeit bleibt bis zum Ende, auf daß ihr vollernstlich eure Seelenarbeit in Angriff nehmet, auf daß euch noch viel Gnade erwachse, denn die Zeit ist tiefernst, und es ist dringend nötig, daß ihr es euch vorzustellen suchet, daß das Ende euch überraschet und ihr keine Zeit mehr habt für eure eigentliche Erdenaufgabe. Höret Mich an und glaubet Meinem Wort, und es wird euch immer und ewig mit Kraft erfüllen, Ich werde Selbst Mich eurer annehmen können, sowie ihr Mich suchet in Gedanken. Und alles Schwere werdet ihr meistern können, weil dies Mein Wille ist, daß denen viel Kraft zugeht, die ihren Glauben an Meine Macht und Liebe bewahren, und Ich helfe ihnen zum geistigen Aufstieg. Amen. B.D. NR. 4034.

 

Buch 49 4035

Mission der Diener Gottes.

3. Mai 1947. B.D. NR. 4035.

Die Stärke des Glaubens kennzeichnet eure seelische Reife, und eure Bindung mit Mir wird desto fester sein, je weiter ihr geistig fortgeschritten seid. Der geistige Fortschritt aber besteht in der Erkenntnis eures Verhältnisses zu Mir, eurer Erdenaufgabe und eures Zieles, der Bestimmung im geistigen Reich. Nur der fortgeschrittene Mensch wird dieses Wissen besitzen, dann aber auch tief gläubig sein, denn Mich als seinen Vater von Ewigkeit zu erkennen muß auch einen tiefen Glauben zur Folge haben. Und also muß er auch voller Kraft sein und jede geistige und irdische Aufgabe erfüllen können, und er wird nun vollbewußt Mir dienen wollen, denn die Erkenntnis Meiner Selbst erhöht auch seine Liebe zu Mir, die ihn bestimmt, sich Mir zum Dienst anzubieten. Und Ich nehme ihn an. Ich benötige Menschen, die in einer bestimmten geistigen Reife stehen und besonderen starken Glaubens und festen Willens sind, denn die Aufgabe, die Ich ihm stelle, erfordert beides, um erfüllt werden zu können. Nur ein starker Glaube wird es zuwege bringen, daß er sich auf einem außergewöhnlichen Wege belehren lässet, und Meine direkten Belehrungen sind nötig, denn ihre Aufgabe ist, ein Wissen zu verbreiten, das nur Ich ihnen wahrheitsgemäß bieten kann, das nur von Mir seinen Ausgang nehmen und daher in außergewöhnlicher Weise Meinem Diener zugehen kann. Dieses Wissen kann aber nur dem Menschen geboten werden, der schon auf einer bestimmten Stufe geistiger Reife steht, weil Wissen Licht ist und Lichtzufuhr nur nach Erfüllung von Bedingungen vermittelt werden kann, deren eine tiefer, ungezweifelter Glaube ist, welcher auch ausschlaggebend für seinen Lebenswandel ist. Solche Diener brauche Ich in kommender Zeit und bilde sie Mir daher aus für eine Mission, die dringend ist, weil die Menschen in großer geistiger Not sind. Die Dringlichkeit ihres Wirkens in kommender Zeit erklärt aber auch die Fürsorge, die Ich allen denen angedeihen lasse, die sich Mir freiwillig zur Verfügung stellen. Wie sich nun diese Meine Fürsorge äußert, das wird euch, die ihr Mir dienen wollet, erst klarwerden nach beendeter Mission, wenn ihr erkennen werdet, wie euer Lebensweg, euer Erdenschicksal ablaufen mußte, weil eure Mission damit verbunden war. Und ihr werdet Meine Liebe und Sorge um euch erkennen, die immer euch gilt, selbst wenn euch scheinbar eine Last auferlegt wurde. Ich weiß um euer Ziel, um eure Fähigkeit und um euren Willen, und ihnen entsprechend werte Ich euch aus, d.h., Ich gebe euch die Aufgabe, die ihr erfüllen könnt mit Meiner Kraft. Und auf daß ihr diese Kraft anfordert, müsset ihr oft schwere Wege gehen, doch immer werden sie passierbar sein, wenn ihr sie mit Mir geht, wenn ihr Meine Hilfe und Führerschaft erbittet und euch Mir vollgläubig überlasset. Denn Mein Blick ist weiter als der eure, und Ich sehe euch wirken für Mich und Mein Reich. Zu dieser Mission werdet ihr ausgebildet, nicht allein durch Mein Wort, sondern auch durch euer tägliches Erleben, das euch ausreifen soll, auf daß ihr Mir tüchtige Arbeiter werdet, auf daß ihr redet in Meinem Namen und den Menschen das Evangelium bringet. Denn es ist die Zeit des Endes, die genützet werden soll zur Errettung der Seelen, die in großer geistiger Not sind. Amen. B.D. NR. 4035.

 

Buch 49 4036

Geistige Wende.

4. - 5. Mai 1947. B.D. NR. 4036.

Von einer geistigen Wende kann erst dann gesprochen werden, wenn eine Zeit des Tiefstandes abgelöst wird von einer Zeit, wo die Menschen geistig auf einer hohen Stufe stehen und Gott eng verbunden sind, wo sie fortschrittlich sich entwickeln, entgegen der Zeit zuvor, wo nur Stillstand oder Rückgang zu verzeichnen war. Es kann aber eine solche geistige Wende nicht eintreten, bevor nicht auch der Tiefstand erreicht ist, denn dieser muß die endgültige Scheidung bringen von geistig hochstehenden und gänzlich unreifen Seelen, denn ehe diese Scheidung nicht vollzogen ist, ist auch kein paradiesischer Zustand auf Erden möglich. Dieser aber wird stets der Anfang einer Entwicklungsphase sein, ansonsten nicht Gott Selbst unter den Seinen weilen könnte. Es kann sonach kein Zweifel darüber sein, daß das letzte Ende bald gekommen ist, wenn der Mensch Umschau hält und die Mitmenschen beachtet; auch die große irdische Not muß Beweis sein, daß die gesamte Menschheit im geistigen Tiefstand verharrt; und nur ein Auflösen alles dessen, was Geistiges birgt, kann diesem Zustand ein Ende setzen. Und darum braucht der Mensch nicht zu zweifeln, daß er bald Zeuge sein wird eines Vernichtungswerkes, wie es noch nie erlebt worden ist. Denn alle Anzeichen deuten darauf hin; die Lücken menschlichen Wissens werden nun von Gott Selbst ausgefüllt, und nach menschlichem Ermessen steht der letzte Tag nicht mehr lange aus. Und dennoch bleibt der Tag und die Stunde des Endes dem Menschen verborgen. Daß aber eine geistige Wende bald zu erwarten ist, geht daraus hervor, daß die Menschheit bereits den Tiefstand erreicht hat, der einen Umschlag in das Gegenteil bedingt. Wären die Menschen willig, sich zu wandeln, um den geistigen Tiefstand kraft ihres Willens zu beheben, so könnte zwar von einem geistigen Aufstieg gesprochen werden, doch niemals von einer geistigen Wende. Denn der Zustand, der den Charakter einer geistigen Wende trägt, muß völlig entgegengesetzt sein dem Zustand zuvor, und ein solcher Zustand ist auf dieser Erde nicht mehr zu erwarten - der Zustand eines friedvollen In Gott-Lebens, der ein Wandel in hellstem Licht, d.h. klarster Erkenntnis und tiefstem Wissen, ist, ein Zustand in Kraft und Seligkeit. Und dieser muß das Entgegengesetzte ablösen, Finsternis des Geistes, Unkenntnis und Kraftlosigkeit und daher auch Unseligkeit. Und dieses sind die Zeichen eines nahen Endes, daß die Menschen ohne Gott leben, ohne Glauben und ohne Liebe wandeln sie auch in dunkler Nacht, im Irrtum, und ihre Willensschwäche vermag nicht, eine Änderung herbeizuführen. Und darum macht Gott diesem Zustand ein Ende - Er löst die alte Erde auf und beendet das Leben aller Geschöpfe auf ihr - Er schafft eine neue Erde, neue Schöpfungen und verkörpert alles Geistige seinem Entwicklungsgrad angemessen, und das bedeutet für das auf der alten Erde als Mensch verkörperte Geistige ein Rückversetzen in die härteste Form, in die Materie, weil er versagt hat in seiner letzten Erdenlebensprobe, weil es Gott nicht mehr erkennt und anerkennt und darum lichtlos ist. Auf der neuen Erde aber wird ein hoher Reifegrad unter den Menschen anzutreffen sein, denn sie leben in innigster Gott-verbundenheit und Seligkeit und Frieden. Amen. B.D. NR. 4036.

 

Buch 49 4037

Tarnung des Satans. Lichtgestalt.

7. - 9. Mai 1947. B.D. NR. 4037.

Auch der Gegner Gottes hat seine Tarnung, wenn es gilt, die Menschen zu Fall zu bringen und zur Abkehr von Gott zu bewegen. Er kommt gleichfalls als Lichtgestalt und blendet die Menschen, so daß sie nicht mehr das Rechte zu erkennen vermögen und sein falsches Spiel nicht durchschauen. Er ist immer dort anzutreffen, wo die Menschen leichtgläubig sind, d.h. gedankenlos annehmen, was ihnen als Wahrheit geboten wird, und also auch nicht darüber nachdenken, wenn sich dunkle Kräfte äußern unter dem Truglicht des Frommen. Doch auch dieses Ränkespiel ist zu durchschauen von dem, der ernst nach der Wahrheit sucht und verlangt. Nur gibt es nur wenige, denen die Wahrheit so wertvoll ist, daß sie alles prüfen und nur annehmen, was ihnen glaubwürdig erscheint. Und so werden in der letzten Zeit diese dunklen Kräfte eifrig bemüht sein, das Denken der Menschen zu verwirren, indem sie sich zusammenschließen und vereint wirken, um Erscheinungen zustande zu bringen, die Engel des Lichtes vortäuschen sollen und doch Kräfte der Finsternis sind. Und sie suchen auf leichtgläubige Menschen einzuwirken, ihnen Irrtum zu vermitteln und sie auf falsche Wege zu führen, und sie haben bei diesen auch zumeist Erfolg, weil sie sich keine Klarheit verschaffen in wichtigen Fragen, weil sie sich von unwissenden Lehrern belehren ließen und also irrige Lehren entgegengenommen haben, die von Gott wegführen, Der die ewige Wahrheit Selbst ist. Und auf solche irrige Lehren bauen jene Kräfte auf, die sich als Lichterscheinung nun wieder äußern und den Irrtum verstärken, um die Menschen von Gott abzudrängen. Den Menschen fehlt zumeist das Urteilsvermögen, und sie können Irrtum von Wahrheit nicht unterscheiden, und so nehmen sie bedingungslos alles an, ohne sich gedanklich damit auseinanderzusetzen, um auf den Irrtum zu stoßen, ihn als Irrtum zu erkennen bei gutem Willen zur Wahrheit. Es werden diese Lichtgestalten doch zu entlarven sein von tiefgläubigen Menschen, in denen der Geist geweckt ist, der ihn hellhörend und hellsehend macht. Durch das Wissen um die Wahrheit, das durch die Stimme des Geistes ihm vermittelt wurde, ist er fähig, jeden Irrtum als solchen zu erkennen, und so wird er auch ablehnen sowohl den Irrtum als auch den Geber, den er unzweifelhaft als finstere Kraft erkennt, wenngleich er unter der Maske eines Lichtträgers sich verbirgt, denn der Geist aus Gott lehret anders, und was nicht mit diesem Geistesgut übereinstimmt, das kann unbedenklich als Unwahrheit verworfen und gebrandmarkt werden. Zudem werden auch die angeblichen Lichtgestalten selbst nicht bestehen können vor denen, die vom Geist Gottes erfüllt sind, denn sie werden sehr bald durchschaut, weil keine Liebe aus ihnen spricht, sondern ihr Bestreben darauf hinausgeht, daß die Menschen sich zur Welt wenden, so sie den geistigen Weg schon beschritten haben, und daß die anderen gehindert werden, den rechten Weg zu erkennen, wozu ein Liebeleben nötig ist. Daher achtet darauf, wie sich solche Lichtgestalten äußern, achtet darauf, ob sie auf Gott Selbst hinweisen, ob sie den direkten Verkehr mit Gott begünstigen oder Gott ausschalten, irdische Taten erfüllt sehen wollen, die zur Erreichung der Seelenreife nicht beitragen; achtet darauf, und ihr werdet alle nicht aus dem Lichtreich kommenden Geistwesen erkennen und abweisen, denn wer den Willen hat zur Wahrheit, der erkennt auch unbedingt alles, was gegen die Wahrheit gerichtet ist, und sein Blick wird hell und scharf werden, auf daß er Widerstand leistet und auch die Mitmenschen in die reine Wahrheit leiten kann, so diese dazu willig sind. Jedoch der Gegner Gottes wird große Macht haben über die leichtgläubigen Menschen, und den in der Wahrheit stehenden und die dunklen Mächte erkennenden Menschen wird es große Mühe kosten, jene vom Irrtum zu überzeugen, und so wird es zu erklären sein, daß sich in der letzten Zeit auch die Erscheinungen häufen werden, die nicht in Gott ihren Ursprung haben, jedoch von vielen Menschen als göttliche Offenbarungen angesehen werden, wo der Gegner Gottes als Engel des Lichtes die Menschen zu gewinnen sucht, sie dadurch in die finsterste Nacht versetzend. Denn seine Anhänger wollen nicht davon abgehen, sie wehren sich, so ihnen der Irrtum verständlich gemacht wird, und wenngleich sie keinen direkten Seelenschaden nehmen, sind sie doch unzugänglich für die reine Wahrheit. Und es ist dies so überaus wichtig, weil die Wahrheit allein zu Gott führt und weil eine jede Erscheinung aus dem geistigen Reich so gedeutet wird, wie es der Gegner Gottes beabsichtigt, denn seine Gedanken liegen der Auffassung der Menschen zugrunde, und er wird immer den Irrtum unter dem Deckmantel der Frömmigkeit verbreiten und doch niemals auf das Ende hinweisen, so daß die Menschen gehindert werden, sich vorzubereiten auf das Ende, wie es Gottes Wille ist. Und darum soll eifrig dagegen angekämpft werden, gilt es doch, die vielen Menschen, die noch in der Finsternis wandeln, zu retten aus den Klauen des Satans. Amen. B.D. NR. 4037.

 

Buch 49 4038

Brot des Himmels. Geistige Sonne. Stimme des guten Hirten.

10.-13. Mai 1947. B.D. NR. 4038.

Versäumet nicht, eurer Seele die Kost zu bieten, die ihr das ewige Leben sichert, versorget sie reichlich mit Nahrung, lasset nicht nach in eurem Streben nach Vollkommenheit. Dann werdet ihr euch auch Mein Wohlgefallen erringen, und Meine Liebe wird euch umsorgen und hüten, und nichts wird euch mangeln, körperlich und geistig werden eure Bedürfnisse gedeckt sein, und ihr werdet in vollster Wahrheit stehen, ihr werdet wissend werden und doch keinen anderen Lehrmeister brauchen als Mich, ihr werdet mit jeder Frage zu Mir kommen können, und Ich werde euch niemals ohne Antwort lassen. Begehret also Mein Wort, denn dies setze Ich zur Bedingung, so ihr gesättigt werden wollet mit dem Brot des Himmels, mit der Seelennahrung, die euch ständig zur Verfügung steht. Begehret sie, verlanget danach, und so sie euch geboten wird, labet euch daran und schöpfet unentwegt aus dem Born des Lebens und ihr werdet empfangen Kraft und Licht. Jegliche Schwäche wird euch fernbleiben und voller Weisheit werdet ihr sein. Und daran erkennet ihr, daß Meine Gabe, göttlich ist, ihr erkennet den Wert Meiner Gabe und ihr werdet selig sein, daß Ich Mich eurer annehme in jeder geistigen Not und auch in jeder irdischen Bedrängnis. Was Ich euch gebe, ist nichts Neues, sondern die ewige Wahrheit, d.h., sie muß, wenn sie Wahrheit bleiben soll, unverändert bleiben, wie sie von Mir ausgegangen ist. Menschlicher Verstand aber verändert viel, er sucht ständig zu verbessern. Und da Meine Gabe jedes Verbessern-Wollen unnötig macht, ist es verständlich, daß nur eine Veränderung dessen erzielt werden kann, was als ewige Wahrheit von Mir ausgeht. Also ist es auch verständlich, daß Mein Wort nicht so erhalten bleibt und es immer wieder einer Reinigung bedarf, soll es als Mein Wort auf Erden verbreitet werden. Und darum biete Ich Selbst Mein Wort immer wieder denen dar, die hungern und dürsten nach der Nahrung der Seele. Und diese werden in der Wahrheit stehen, sie werden nicht zu befürchten brauchen, ein mangelhaftes Wissen entgegenzunehmen oder es falsch zu verstehen, weil die Übermittlung der reinen Wahrheit Mein Wille und Mein Ziel ist, solange Menschen auf Erden wohnen, weil nur die Wahrheit zum ewigen Leben führen und der Seele zur Vollkommenheit verhelfen kann. Und Ich werde darum Meinen Dienern auf Erden ein immer getreuer Begleiter sein, Ich werde sie Wege führen, wo ihnen die Menschen begegnen, die nach Meinem Himmelsbrot hungern, die Verlangen haben nach Seelennahrung und deren Leben Liebeswirken ist, weshalb sie auch nach Mir verlangen. Ihnen trete Ich durch Meine Diener Selbst nahe, ihnen gebe Ich Aufschluß über Fragen des Herzens, ihnen lege Ich die Gedanken ins Herz, so daß sie Meine Diener um Belehrung angehen, und dann spreche Ich Selbst durch diese, und also empfangen die hungernden Menschen von Mir Selbst das Brot des Himmels, die volle Wahrheit, die ihrer Seele geistige Nahrung ist. Und es wird die Seele sich aufwärtsentwickeln, sie kann nicht zurückbleiben in der Entwicklung, so sie von Mir Selbst die Speise entgegennimmt, die Ich mit Meiner Kraft gesegnet habe, die also nimmermehr wirkungslos bleiben kann. Und wo Meine Diener emsig tätig sein können, dort wird bald helles Licht die geistige Nacht erleuchten, und die Menschen werden sich nicht mehr vor der Finsternis fürchten, denn für sie ist der Morgen angebrochen, dem bald der helle Tag folgen wird, wo der Sonne Schein hindurchbricht und jegliche Dunkelheit verjagt. Und so einmal die geistige Sonne aufgegangen ist für die Menschen, gibt es keine Nacht mehr, dann wird das Licht ewig leuchten und für die Seele eine unendliche Wohltat bedeuten. Denn ihr Urzustand war hellstes Licht und die Dunkelheit eine Folge der Sünde wider Mich, eine Folge der Überheblichkeit und Abkehr von Mir. Nun aber ist sie in Liebe Mir verbunden auf ewig, und sie muß daher auch unaussprechlich selig sein. Darum lasset die Seele auf Erden nicht darben, gebet ihr, was sie dringend bedarf - geistige Nahrung, Speise und Trank aus den Himmeln, gebet ihr Mein Wort, indem ihr den Willen aufbringet, dieses zu empfangen direkt oder indirekt. Und die Seele wird Anteil nehmen an Mir, an Meinem Wort, so euer Wille Mir zugewandt ist - lasset nicht das Köstlichste an ihr vorübergehen, lasset nicht das lebendige Wasser verströmen, ohne daß ihr euch daran labet, schöpfet und trinket aus dem Born des Lebens und sättigt euch an dem Wort, das Meine Liebe euch bietet. Und wollet ihr ganz besonders bedacht werden, dann übet euch, daß ihr Mich Selbst zu hören vermögt, lauschet nach innen und achtet eurer Gedanken, und Ich werde zu euch sprechen, fein und leise, doch ihr werdet Meine Stimme erkennen, die Stimme des guten Hirten, Der Seine Schafe rufet, weil Er keines davon verlieren will. Ihr werdet als Meine Kinder die Stimme des Vaters erkennen, denn wer sich in tiefster Liebe Mir nähert, dem neige Ich Mich zu mit Meiner Vaterliebe, und das Kind wird Meine Liebe spüren und wird glücklich sein im Besitz der Wahrheit, die es von Mir empfängt, und es wird Mir immer näherkommen durch die Wahrheit und sich zuletzt verbinden mit der ewigen Wahrheit - es hat sein Ziel erreicht und wird selig sein auf ewig. Amen. B.D. NR. 4038.

 

Buch 49 4039

Schwäche der Menschen. Sünde. Liebe.

13. und 14. Mai 1947. B.D. NR. 4039.

Schützet euch vor unsauberen Gedanken, Worten und Handlungen, und ihr werdet recht wandeln vor Gott. Kein Gebot wird euch gegeben, sondern nur Ermahnungen und Warnungen, die aber in euer Herz gelegt werden als Stimme des Gewissens. Ihr seid im Besitz des freien Willens und könnet sonach tun und lassen, was ihr wollt, und so könnet ihr auch das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe unbeachtet lassen, trotzdem es ein Gebot ist. Ebenso aber könnet ihr auch euren Lebenswandel mehr oder weniger dem göttlichen Willen entsprechend führen, denn dieser göttliche Wille setzt als letztes Ziel die Vollkommenheit der Seele, und um diese zu erreichen, muß der Mensch an sich arbeiten und alles ablegen, was seine Unvollkommenheit kennzeichnet. Die Seele muß Herr werden über den Körper, sie muß dessen Verlangen dem ihrigen anpassen, sie muß zur Höhe streben, also geistige Güter höher einschätzen als irdische, sie muß die Welt überwinden und das geistige Reich anstreben. Der einfachste Weg dazu ist die Liebe. Ein liebender Mensch wird stets mehr Verlangen haben nach geistigem Gut als nach irdischen Freuden und irdischem Besitz. Er wird aber dennoch die Welt nicht restlos überwinden, solange er noch inmitten der Welt lebt. Und es wird ihm dies auch nicht zur Sünde angerechnet werden, nur als ein Hindernis zum Erklimmen der letzten Sprosse auf der Himmelsleiter. Und mit diesem Hindernis muß der Mensch selbst fertig werden. Gott verdammet ihn nicht, sondern Er hilft ihm, sich frei zu machen von Begierden und Lastern. Er weiß um die Schwäche der Menschen und trägt diesen Rechnung, weil Er die Menschen liebt und ein liebender Vater seinen Kindern gewähret, was ihnen nicht Schaden einträgt für die Seele. Und so wird auch der Mensch schwache Stunden haben, und Gott wird sie ihm nachsehen, Er wird ihn nicht verurteilen ob seiner Schwäche. Er sündigt nicht, nur strebt er nicht die Höhe an, so er der Erde zu sehr den Tribut zollet, und die Seelenarbeit danach muß desto intensiver einsetzen, je mehr er der Welt angehört hat, d.h. seinem Körper Erfüllung gab. Doch das Maß spricht nun mit, denn sowie das irdische Verlangen das geistige Wirken überwiegt, bringt der Mensch sich selbst um den Segen Gottes, und dann mangelt es ihm an Kraft zum Aufstieg. (14.5.1947) Wer aber mit Gott verbunden bleibt mitten im Strudel der Welt, wer keine Gelegenheit ungenützt läßt und ständig darauf bedacht ist, Gottes Gnade und Hilfe zu erbitten, wer mit jedem Anliegen zu Ihm kommt um Rat, den wird Gott nicht fallenlassen in Stunden der Not des Leibes und der Seele. Und Sein Hilfsmittel ist Liebe. Wo Liebe ist, gibt es keine Sünde, wo die Liebe aber fehlt, dort wird der Mensch achten müssen auf sich und seine Gedanken. Er soll ständig sich selbst kontrollieren, er soll sich nicht zum Sklaven seiner Triebhaftigkeit machen, er soll sich zur Liebe erziehen, denn alles, was Liebe bezeuget, ist edel und gut, und was Liebe vermissen läßt, kann leicht zur Sünde werden. Gott aber sieht die Herzen der Menschen, und Er lenkt allzeit die Gedanken der Seinen, Er wird nicht zulassen, daß sie in Sünde fallen - wie Er aber auch ein milder Richter sein wird den Schwachen, die Ihn lieben. Amen. B.D. NR. 4039.

 

Buch 49 4040

Erlösungsepoche mit Jesus Christus.

15. Mai 1947. B.D. NR. 4040.

Der Tag des Gerichtes ist der Abschluß einer Erlösungsepoche, die überaus bedeutsam war in der Entwicklung des Geistigen. Denn in dieser Epoche war Jesus Christus auf der Erde, der Abgesandte Gottes, ein Sohn des Lichtes, Der aus dem geistigen Reich herniederstieg, um die Menschheit zu erlösen. Es war die Entwicklung des Geistigen stehengeblieben, es war kein Fortschritt mehr zu verzeichnen, es war kein Streben mehr zu Gott, zum Licht, zur ewigen Wahrheit. Und die Liebe war erkaltet unter den Menschen - es war ein geistiger Tiefstand auf Erden, der Hilfe bedingte, ansonsten sich alles Geistige wieder an den verlor, der Ursache der großen Finsternis in der geistigen Welt gewesen ist. Die Hilfe war dringend erforderlich und konnte nur in Form eines Lichtstrahles aus dem Himmel geleistet werden. Es mußte ein Wesen des Lichtes den Gang auf Erden zurücklegen, um die Menschen zu belehren und ihnen gleichzeitig den rechten Erdenwandel vorleben als Beweis, daß das erfüllt werden konnte, was Gott von den Menschen, die sich frei machen wollten aus der Gewalt Seines Gegners, verlangte. Und ein solches Wesen des Lichtes war Jesus Seiner Seele nach, während Sein Körper Mensch war mit allen Schwächen und Regungen, die des Menschen Natur kennzeichnen, die Er bekämpfen mußte gleich wie jeder andere Mensch. Seine Seele strebte wohl Gott entgegen, ohne um ihren Ausgang zu wissen, denn als Mensch war ihr jede Rükkerinnerung genommen, es mußte der Mensch Jesus den gleichen Gang gehen auf Erden, ansonsten Sein Erlösungswerk nicht so gewertet werden konnte, ansonsten es kein Sühneopfer gewesen wäre, das Er Gott für die Sünden der Menschheit antrug. Und also mußte der Mensch Jesus ringen und kämpfen. Er mußte den gleichen Kampf gegen die Finsternis bestehen, der gefordert wird von allen Menschen, der niemandem erspart bleiben kann, der ewig selig werden will. Und Er ging als Sieger aus dem Kampf gegen die Finsternis hervor und lieferte also den Menschen den Beweis, daß ein Sieg möglich ist, so er ernstlich angestrebt wird. Denn wenngleich Seine Seele nach Gott, nach ihrer wahren Heimat, Verlangen trug, mußte Sein Körper doch dem Irdischen den Tribut zollen, und jeder Fortschritt war ein Akt des freien Willens, jeder erhöhte Grad der Reife war die Folge des Überwindens der Welt, der Lohn des Kampfes gegen Sich Selbst, gegen alle irdischen Begierden und Verzichtleistungen auf irdische Freuden und Genüsse. Und diesen Willen brachte der Mensch Jesus auf - Er machte Sich Selbst frei und suchte und fand den völligen Zusammenschluß mit Gott schon auf Erden. Und Er erlöste gleichzeitig die gesamte Menschheit aus den Fesseln des Todes, denn Gott nahm das Opfer an, das ein schwacher Mensch für die gesamte Menschheit Ihm darbrachte. Und so war diese Erlösungsperiode von ungeheurer Bedeutung für die Menschheit sowohl als auch für das Geistige, das noch schmachtet in der Materie und den langen Weg der Entwicklung noch zurücklegen muß. Dieses Geistige spürt die Erleichterung und drängt seiner Verkörperung als Mensch entgegen, um die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch nehmen zu können zwecks endgültiger Erlösung aus der Form. Doch das als Mensch verkörperte Geistige achtet dessen nicht oder nur sehr wenig und läßt eine Gnadenzeit an sich vorübergehen, die es auswerten müßte und könnte mit größtem Erfolg. Die Menschheit faßt die Bedeutung dieser Epoche nicht und bleibt in Sünde und Schuld. Und so ist eine Beendigung der dem Geistigen zur Aufwärtsentwicklung gewährten Erlösungsepoche vorgesehen und von Ewigkeit der Tag bestimmt, da Rechenschaft gefordert wird von den Lebendigen und den Toten - der Tag des Gerichtes, an dem sich alle verantworten müssen für ihre Einstellung zu Jesus Christus und für ihren Lebenswandel; an dem sie ihren Lohn oder Strafe in Empfang nehmen je nach Verdienst. Und ihr Menschen gehet mit Riesenschritten diesem letzten Tag entgegen. Seid euch der ungeheuren Bedeutung dessen bewußt, und nützet die überaus kurze Zeit noch aus für euer Seelenheil. Nehmet zu Jesus Christus eure Zuflucht, und bittet Ihn um Beistand, und Er wird euch noch in letzter Stunde erlösen, so ihr euch von Ihm erlösen lassen wollet, so ihr glaubet an Seine Sendung und ihr Ihn als Gottes Sohn anerkennt, Der von oben herabgekommen ist, um die Menschen frei zu machen aus der Gewalt des Satans. Glaubet an Ihn und bittet Ihn um Kraft, und ihr werdet den letzten Tag nicht zu fürchten brauchen, er wird für euch nicht zum Gericht, sondern zur Erlösung sein, so ihr euch nur Ihm und Seiner Gnade empfehlet. Amen. B.D. NR. 4040.

 

Buch 49 4041

Erneuerung der Welt.

16. Mai 1947. B.D. NR. 4041.

Daß sich die Welt erneuern muß, ist auch naturgesetzlich begründet, denn alles Untaugliche hat die Berechtigung verwirkt zu sein und muß durch Besseres ersetzt werden. Ob und wann es untauglich ist, kann nur Ich allein beurteilen, denn auch Werke, die scheinbar ihren Zweck nicht erfüllen nach menschlicher Ansicht, haben einen gewissen Tauglichkeitsgrad, und Ich lasse von Mir aus diese Werke bestehen, solange es Meine Weisheit als gut erkennt. Doch nach menschlichem Ermessen wäre die Zeit der Auflösung unzweckmäßiger Schöpfungen noch lange nicht gekommen, weil sie nicht um Sinn und Zweck der Schöpfungswerke im allgemeinen wissen wie auch nicht um den Zustand der Menschheit, der gänzlich von dem Ziel abweicht, das ihr gesteckt ist seit Ewigkeit. Der Mensch ist das untauglichste Schöpfungswerk geworden durch eigenen Willen; er nützet weder Lebenskraft noch seinen Willen zur Ausübung dessen, was seine eigentliche Bestimmung ist während seines Erdenlebens; er lebt dahin, nicht achtend Meiner Gebote, nicht achtend seiner Aufgabe als Mensch und nicht achtend seines Schöpfers und Erhalters von Ewigkeit. Er kann Mich nicht mehr erkennen, weil sein Blick gewandt ist zu dem, was Meinem Gegner angehört, weil sein Sinn nur auf die Welt gerichtet ist, die ihm verhelfen sollte zur Erlangung der Seelenreife, die ihm zur Erprobung seines Willens beigegeben wurde und die nun sein Trachten und Verlangen völlig irdisch gerichtet hat. Also sind die Mittel zur Erreichung der Vollkommenheit zwecklos geworden, der Mensch selbst hat sein Daseinsrecht verwirkt, denn er als höchstentwickeltes Schöpfungswerk auf dieser Erde strebt nicht mehr die Höhe an, sondern er steht still oder geht zurück in seiner Entwicklung. Und will Ich ein völliges Versinken in die tiefsten Tiefen verhindern, dann muß Ich den Zustand beenden, Ich muß auflösen und neu formen, was seinem Zweck nicht mehr entspricht, denn unsagbar viel Geistiges strebt die letzte Verformung als Mensch auf der Erde an, und diesem muß die Möglichkeit gegeben werden, sich aufwärtszuentwickeln. Der Mensch aber muß wieder zurück in längst überwundene Materie, weil er selbst diese anstrebt mit aller Gier des Körpers, mit jeder Faser des Herzens. Und dies bedingt totale Auflösung des Bestehenden und Neuformung von Schöpfungswerken, die dem Reifezustand des Geistigen entsprechen, das sich darin wieder verkörpern soll. Den Reifezustand der Menschen kann nur Ich klar erkennen, der geistig geweckte Mensch aber sieht gleichfalls den Tiefstand der Entwicklung, so er aufmerksam das Gebaren der Menschen betrachtet, und er weiß, daß bald die Stunde der Auflösung gekommen ist. Er kann auch aus der Zerstörung durch Menschenwillen seine Schlüsse ziehen, er weiß um Sinn und Zweck der Schöpfung und auch um das Nichtnützen im Sinne des Schöpfers, und ihm wird es verständlich sein, daß und warum die Zerstörungen stattfinden konnten und daß sie nur die Vorzeichen sind von der großen Zerstörung durch Meinen Willen, der dann die gänzliche Auflösung der Erde folgen wird in kurzer Zeit. Denn das Gesetz muß sich erfüllen, alles, was Meinem Gesetz der ewigen Ordnung zuwider gerichtet ist, muß in sich selbst zerfallen, so die Zeit gekommen ist. Amen. B.D. NR. 4041.

 

Buch 49 4042

Ein liebender Mensch geht nicht verloren.

17. Mai 1947. B.D. NR. 4042.

Menschen, die sich die Liebe zur Richtschnur ihres Lebenswandels machen, werden niemals verlorengehen, selbst wenn sie gedanklich sich noch auf falscher Fährte befinden und der reinen Wahrheit ablehnend gegenüberstehen. Sie sind beeinflußt von Kräften, die um solche Seelen besonders stark kämpfen, und da ihr Wille sich noch nicht klar entschieden hat, da der Mensch noch nicht vollbewußt Gott zustrebt, suchen jene Kräfte gedanklich auf ihm einzuwirken, und sie haben Erfolg insofern, als daß die Gedankentätigkeit dessen nun weniger rege ist, so es gilt, die Wahrheit zu ergründen, daß der Mensch wenig Willen hat, der Wahrheit nahezukommen. Dennoch schützet ihn die Liebe davor, daß er in die Irre geht. Denn durch Wirken in uneigennütziger Nächstenliebe hat er sich Gott schon zu eigen gegeben, Der ihn nun nimmermehr fallenlässet. Die Liebe ist die größte Kraft, und gegen sie kämpfen alle niederen Kräfte vergeblich an. So also ein Mensch in der Liebe lebt, ist das Ringen jener Kräfte um die Seele dessen umsonst, denn Gott hält die Seele, weil Er ein großes Anrecht auf sie hat. Und das Erkennen der Wahrheit ist ihm gewiß, sowie er nur der Anregung Folge leistet, gedanklich Stellung zu nehmen zu dem ihm dargebotenen Geistesgut. So ein liebender Mensch darüber nachdenkt, wird sein Urteil auch richtig sein, und er wird zu trennen vermögen Irrtum von der Wahrheit und letztere bewußt anstreben. Deshalb kann ein liebender Mensch niemals verlorengehen, weil die Liebe ihn davor schützt, weil er durch die Liebe mit Gott verbunden ist und er Ihn nicht ableugnen wird. Und also äußert auch Gott Selbst Sich ihm gegenüber, indem Er Sich in Erscheinung bringt in einer Form, daß des Menschen Denken angeregt wird und er aus der Lethargie des Geistes erwacht. Der Geist in einem liebenden Menschen will tätig sein, er ist erwacht zum Leben durch die Liebe, aber noch nicht zur Tätigkeit zugelassen, solange der Wille des Menschen noch unentschieden ist, solange der Mensch sich sträubt, nachzudenken über Fragen, die das geistige Gebiet betreffen. Doch bei der geringsten Willenswandlung tritt der Geist des Menschen in Funktion, und dann ordnet er das Denken des Menschen, er gibt ihm Aufschluß von innen heraus, er gibt dem Menschen Erkenntniskraft und zieht so zuerst die Seele und dann den Körper auf seine Seite, und sein Einfluß wird wahrlich nicht gering sein. Ein liebender Mensch kann nicht verlorengehen, denn ihn hält Gott, und Er überlässet ihn nicht Seinem Gegner. Nur muß der Mensch den Willen haben, den Weg zu Gott einzuschlagen. Und dieser Weg wird ihm gezeigt, Gott lenkt das Schicksal jedes einzelnen, und wahrlich so, daß er immer Gelegenheit hat, den rechten Weg zu betreten, Er tritt ihm so offensichtlich entgegen, denn durch den Lebenswandel in Liebe steht Gott dem Menschen so nahe, daß Er jederzeit erkenntlich ist, und wer Ihn nun ernstlich suchet, der findet Ihn, er wird die Wahrheit als solche erkennen und ernstlich begehren, und seine Seele ist gerettet für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 4042.

 

Buch 49 4043

Aufopferung an Gott.

18. Mai 1947. B.D. NR. 4043.

Was euch lieb ist auf Erden, sollet ihr Mir opfern, d.h. Mir freiwilligen Herzens überlassen und es Mir anheimstellen, was Ich euch davon geben will. Dann erst ist eure Liebe zu Mir so tief, daß Ich sie erwidern kann so, daß ihr ewig selig seid. Euer Opferwille bezeugt eure Liebe zu Mir, denn solange ihr noch am Irdischen hänget, ist eure Liebe nur klein. Ich will eures Herzens König sein, Ich will den ersten Platz darin besitzen, Ich will immer und ewig in euch herrschen, weil Ich euch ganz erfüllen will mit Meiner Liebekraft und dies nur geschehen kann, so ihr alles andere aus eurem Herzen verbannt, so ihr nur Mich allein begehret und Mir alle Rechte einräumt über euch. Und Ich will euch beglücken zeitlich und ewig, denn Meine Liebe ist köstlicher als alles Irdische, Meine Liebe erhebt euch in geistige Gefilde, von wo es euch nimmermehr zurückzieht zur Erde, weil dort Seligkeit ist ohne Maßen und ihr die Nichtigkeit irdischer Güter und Freuden erkennen lernet. Gebet euch Mir zu eigen und verachtet die Welt. Lasset euch nicht betören durch ein Scheinglück, das ohne Bestand ist, euch aber von Mir entfernt. Haltet euer Herz rein, und bereitet es vor zum Empfang für Mich, Der Ich bei euch einziehen will, um Meine Königsherrschaft anzutreten. Und erringet so den Sieg über euch selbst, indem ihr Mir alles aufopfert, Glück und irdischen Wohlstand, und nur Mich dagegen einzutauschen begehret. Ich will euch wahrlich nichts nehmen, sondern euch nur geben, und also sind Meine Ratschläge nur von tiefster Liebe ausgehend, denn ihr erkennet noch nicht, was Meine Wohnungnahme in euren Herzen bedeutet, ihr wisset noch nicht um das übergroße Glücksgefühl, das Meine Liebe in euch auslöset, so ihr ganz Mein geworden seid. Doch dann erst könnet ihr dies erfassen, wenn ihr keinem anderen Wunschgedanken mehr Raum gebet, als mit Mir vereinigt zu sein. Und deshalb ziehe Ich euch unentwegt an Mich, Ich enthalte euch alles vor, auf daß ihr überwinden lernet, auf daß ihr freiwillig Verzicht leistet auf das, was euch wünschenswert erscheint, daß ihr es hingebet um Meinetwillen, um Meine Liebe dadurch zu erringen. Gebet es Mir freiwillig, auf daß Ich es euch nicht zu nehmen brauche und euch Schmerzen zufügen muß um eurer selbst willen. Und Ich will euch einen Reichtum geben, der euch nicht genommen werden kann; Ich will euch das Glück des Zusammenschlusses mit Mir geben, das an Seligkeit nimmermehr übertroffen werden kann und das ihr darum anstreben sollet unter völliger Verzichtleistung dessen, was euer Herz auf Erden erfreut. Opfert Mir alles auf und tauschet dafür Meine Liebe ein - und ihr werdet unnennbaren Gewinn erzielen für die Ewigkeit. Amen.B.D. NR. 4043.

 

Buch 49 4044

Dornenvoller Weg. Gnade Gottes.

19. Mai 1947. B.D. NR. 4044.

Euer Weg ist schwer und dornenvoll, doch Kraft und Gnade steht euch ungemessen zur Verfügung. Und so ist auch der schwerste Weg erfolgreich zurückzulegen, so ihr euch nur Meiner Gnadengabe bedienet, die euch Kraft in aller Fülle zuführt. Ich Selbst habe ihn euch vorgezeichnet, und da Meine Liebe und Weisheit allem zugrunde liegt, könnet ihr wahrlich unbeschwert die Tage hinnehmen, wie sie an euch herantreten, ihr brauchet euch nicht bedrückt zu fühlen, sondern könnet ständig hoffen auf Meine Hilfe und Meine euch zuströmende Kraft, so ihr diese nur nützen wollet. Nur an Meine große Liebe zu euch müsset ihr glauben, dann wird auch alles für euch erträglich sein; so ihr euch von Meiner Liebe getragen fühlt, wird auch das Schwerste euch leicht vorkommen, denn dann wisset ihr, daß ihr um eures Seelenheils willen den Erdenweg zurücklegen müsset, den Ich als erfolgreich für euch erkannt habe, und dann wird euch eine Ruhe überkommen auch in schwerster Lebenslage, denn ihr fühlet Mich stets neben euch und lehnet euch vertrauensvoll an Mich an. Ein ebener Weg führt euch niemals zur Höhe, und jeder Aufstieg ist mühevoll, solange ihr ohne Kraft seid, erfüllt euch aber die Kraft aus Mir, dann könnet ihr auch jedes Hindernis mühelos nehmen. Der Kraft aus Mir könnet ihr euch aber jederzeit bedienen, so ihr Mein Wort entgegennehmet, so ihr euch labet am Quell des Lebens, so ihr Mich zu euch sprechen lasset und Meine Himmelsgabe begehret - so ihr Mich Selbst im Wort aufnehmet in euer Herz. Dann wird jegliche Schwäche von euch abfallen, ihr werdet euch vertrauensvoll Mir empfehlen, und Ich werde euch tragen über alle Fährnisse des Lebens, über Klippen und Gestein hinweg, zur Höhe. Und abfallen wird alles Leid und aller Kummer von euch, denn mit Meiner Hilfe ist alles überwindlich, mit Meiner Hilfe erreichet ihr sicher euer Ziel. Darum holet euch ständig neue Kraft aus Meinem Wort, nehmet es hungrigen Herzens entgegen, lasset euch speisen und tränken von Mir und wisset, daß Mein Wort der Kraftquell ist von Ewigkeit, weil Ich Selbst das Wort bin und ihr von Mir jederzeit Kraft in aller Fülle beziehen könnet, wie Ich es euch verheißen habe. Amen. B.D. NR. 4044.

 

Buch 49 4045

Glaube. Starkes Ringen.

20. Mai 1947. B.D. NR. 4045.

Es ist ein immerwährendes inneres Ringen erforderlich, um zu starkem Glauben zu gelangen, und dies setzt einen starken Willen voraus, das, was an Lehren den Menschen vermittelt wird, annehmen zu können, d.h., von der Wahrheit dessen überzeugt zu sein. Ein rechter Glaube kann gewonnen werden, folglich ist er auch als ein Geschenk anzusehen, doch es muß der Mensch auch dazu bereit sein, das Geschenk anzunehmen, also wieder muß sein Wille sich beteiligen, ansonsten der Mensch nicht glauben kann. Glauben-Wollen hat unbedingt auch das Glauben-Können zur Folge, der Wille allein ist maßgebend, mit welcher Stärke der Glaube ihn erfaßt. Ihr müsset im tiefsten Inneren die Überzeugung gewinnen von der Richtigkeit dessen, was zu glauben von euch gefordert wird, dann erst könnet ihr sagen: ich glaube. Um aber diese Überzeugung gewinnen zu können, muß der Mensch auch eine gewisse Arbeit zuvor leisten, ansonsten jener Glaube niemals in ihm aufleben kann. Er muß den Willen zu glauben durch seinen Lebenswandel zum Ausdruck bringen, denn der Wille allein, ohne die Tat, ist nicht vollwertig, daher auch nicht von Wirkung. Sein Lebenswandel aber soll sein ein Wirken in uneigennütziger Nächstenliebe. Durch dieses verbindet er sich nun mit Gott, an Den zu glauben er gelehrt wird. Die Verbindung mit Gott lässet ihn nun Seine Nähe spüren, er wird sich einer Kraft bewußt, die ihn durchströmt, selbst wenn er diesem Gefühl keinen Ausdruck geben kann. Sowie er aber mit Gott verbunden ist durch Wirken in Liebe, wird in ihm auch die Überzeugung aufsteigen, daß es ein Wesen gibt voller Liebe, Weisheit und Macht, und er kann nun bewußt sagen: Ich glaube an dieses Wesen. Dann also ist der Glaube in ihm lebendig geworden. Ferner muß er Stellung nehmen zu allem Geistesgut, was ihm geboten wird, was zu glauben von ihm gefordert wird. Und wieder ist es die Liebe, die in ihm wirket, daß sein Geist von innen heraus ihm gedanklich Aufklärung gibt, worüber er sie begehrt. Also das ihm vermittelte Gedankengut wird ihm von seinem Geist so verständlich gemacht oder ihm das Unannehmbare enthüllt, daß er nun mit Überzeugung entweder annehmen oder ablehnen kann, und dann kann wieder von lebendigem Glauben gesprochen werden. Und so ist auch der Glaube an Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt zu verstehen, daß der Mensch zuvor das Wissen darum aufnehmen muß, daß er es gedanklich verarbeiten und nun selbst Stellung dazu nehmen muß, daß er dies nur kann, so er die Liebe übet, so er Ihm nachfolget, auf daß durch die Liebe der Geist sich entfalten kann, der ihm rechtes Denken gewährleistet; und vollbewußt erkennt nun der Mensch Jesus Christus an. Er glaubt an Ihn und gibt sich Ihm nun in diesem Glauben hin. Der Glaube muß errungen werden, es muß der Mensch den guten Willen haben, glauben zu können, und nun alles tun, was ihm einen tiefen unerschütterlichen Glauben einträgt. Und dazu muß er um Kraft und Gnade bitten, daß sein Wille nicht erlahme, daß er wandle auf Erden nach dem Willen Gottes - sowie er den Glauben an Gott schon gewonnen hat. Gott kennt die geringste Regung des Herzens, und wo Er den Willen findet, der sich dem Guten zuwendet, dort wird Er auch Seine Gnade hinlenken, die dann je nach dem Willen des Menschen angenommen und verwertet wird. Der Wille allein aber ist entscheidend, welches Gnadenmaß er nützet, und der Wille des Menschen wird ihn auch zum Gebet veranlassen, das niemals unerhört bleibt, sondern ihm vermehrte Gnadenzuwendung sichert, die das Erkennen-Können und somit den überzeugten Glauben gewährleistet. Amen. B.D. NR. 4045.

 

Buch 49 4046

Wille garantiert Kraft.

21. Mai 1947. B.D. NR. 4046.

Was euch zur Aufgabe gesetzt ist, müsset ihr erfüllen wollen, dann geht euch auch die Kraft zu, es zu können. Und ihr müsset euch jederzeit bewußt sein, daß ihr eine besondere Aufgabe zu erfüllen habt, die auch besonders viel Kraft benötigt, und ihr daher in besonderer Gnade stehen müsset, dies aber immer euren Willen bedingt. Die euch zugewiesene Aufgabe aber ist entsprechend dem Willen, den Gott von Ewigkeit ersah und daher auch euer Erdenschicksal so gestaltet, daß es sich eurer Aufgabe anpaßt und euer Wirken für das Reich Gottes immer ausführbar sein wird in jeder Lebenslage, in die ihr laut Gottes ewigem Willen versetzt werdet. Mag es auch zuweilen scheinen, als sei eure Tätigkeit für das Reich Gottes undurchführbar, Gott weiß um euren Willen, er weiß um die Dringlichkeit eures Wirkens für Ihn angesichts der großen geistigen Not; Er hat kein anderes Ziel, als den Menschen zu helfen in dieser Not, und wer Ihm dabei helfen will auf Erden, den nimmt Er in Seinen Dienst und weiset ihm auch sein Tätigkeitsfeld zu, wo er erfolgreich tätig sein kann. Will ein Mensch für Gott wirken auf Erden, dann wird er stets angenommen werden als Sein Arbeiter, als Sein Knecht, der Ihm treue Dienste leistet, und dann wird sein Lebensweg auch so von ihm zurückgelegt werden, daß immer die geistige Arbeit sich aus den jeweiligen Verhältnissen ergibt, wie es Gottes Wille ist. Es braucht der Mensch sich nur Seiner Führung vertrauensvoll zu überlassen und ständig seiner Arbeit zu gedenken. Er darf nicht lau und träge werden und der Welt den Tribut zollen, so sie ihn locket. Doch wer Gott dienen will, über den hat die Welt ihre Macht verloren, und ihren Versuchungen hält er stand, weil Gott den nicht mehr fallenlässet, der sich Ihm zum Dienst angetragen hat, weil dessen Aufgabe so ungeheuer wichtig ist in der letzten Zeit vor dem Ende. Denn die Menschen erkennen Gott nicht, und selbst die Suchenden gehen oft einen falschen Weg, der Führer und Rufer achten sie nicht, und unsagbar viel Kraft geht verloren, weil sie ungenützt bleibt. Auch die Kraft des göttlichen Wortes verströmet, ohne das rechte Gefäß zu finden, das geöffnet bereitgestellt ist. Und es ist von besonderer Dringlichkeit, die Menschen in den Segen des göttlichen Wortes zu setzen, des Wortes, das durch Gottes große Liebe von oben zur Erde geleitet wird, das Seine Macht und Herrlichkeit bezeuget und Seine übergroße Liebe und Weisheit, das Kunde gibt von dem ewigen Heilsplan, von der erbarmenden Liebe Gottes zum Unerlösten. Das Wissen darum ist so wichtig in der letzten Zeit, gibt es doch dem Menschen Kraft zum Widerstand, so die letzte Glaubensprobe von ihm gefordert wird. Und dieses göttliche Wort zu verbreiten ist Aufgabe dessen, der Gott dienen will auf Erden. Und wo auch sein Weg ihn hinführt, immer wird er Gelegenheit haben, Sein Wort den Menschen nahezubringen, denn die Kraft des Wortes ist unentbehrlich für jeden einzelnen, weil die letzte Zeit außergewöhnliche Kraft erfordert, so der Mensch durchhalten und Gott treu bleiben soll. Und darum bildet Gott Sich auf Erden Licht- und Kraftträger aus - Menschen, die Sein Wort direkt in Empfang nehmen und weiterleiten können. Und Er wird ihnen stets die Möglichkeit geben, zu wirken in Seinem Willen, weil Er den Willen Seiner Diener auf Erden kennt und Er sie stets segnen wird für ihren Willen. Amen. B.D. NR. 4046.

 

Buch 49 4047

Erfüllung des Liebegebotes von allen gefordert.

22. und 23. Mai 1947. B.D. NR. 4047.

Ich habe euch ein Gebot gegeben, daß ihr einander lieben sollet, und so ihr dieses Gebot haltet, erfüllet ihr Meinen Willen. Nicht aber habe Ich eure Seelenreife abhängig gemacht von der Erfüllung irdisch erlassener Gebote, was jedoch eindeutig den Menschen gelehrt wird. Es ist nun aber um vieles besser, solche von Menschen erlassene Gebote unbeachtet zu lassen, als sie zu befolgen, ohne Meines Gebotes der Liebe zu gedenken, denn erstere werte Ich nicht, wenngleich sie peinlichst befolgt werden. Es ist dies von so großer Wichtigkeit, daß die Menschen darüber aufgeklärt werden, worin Mein Wille besteht und was wohlgefällig ist vor Meinen Augen. Denn dafür haben sie schon lange keinen Maßstab mehr, und ihr Manko in geistiger Beziehung kennen sie nicht an. Daher ist es ratsam, mit allem Eifer und Ausdauer diesem Meinem Gebote nachzukommen, sich Meinen Willen zu eigen machen und nun an sich zu arbeiten, daß Meine Liebe ihn durchdringen kann und er nun nur noch Meinen Willen gelten läßt. (23.5.1947) Je mehr der Mensch sich Meinen Willen zur Richtschnur seines Lebenswandels macht, desto mehr gleicht er sich Meinem Wesen an, während das Erfüllen menschlich erlassener Gebote keinen Wandel seines Wesens zur Folge hat. Mein Wille aber ist, das Gebot der Nächstenliebe zu erfüllen, wodurch er auch gleichzeitig seine Liebe zu Mir bezeugt. Und diese Nächstenliebe soll geübt werden stets und ständig. Es kann ein Mensch sich selbst zur Liebe gestalten, er kann so durchdrungen sein von der Liebe zum Nächsten, daß diese ihn zum ständigen Wirken veranlaßt, daß sie also Triebkraft seines Denkens, Redens und Handelns ist. Dann wird er auch den Mitmenschen ein Vorbild sein, er wird ihnen nicht nur das rechte, Mir wohlgefällige Leben auf Erden vorleben, sondern auch die Auswirkung seines Liebelebens wird erkennbar sein. Er wird von Meinem Geist erfüllt sein, d.h., er wird von Mir wahrheitsgemäßes Wissen empfangen und dieses an die Mitmenschen weiterleiten können. Die Auswirkung der tätigen Nächstenliebe aber ist gleichzeitig ein Beweis von zunehmender Seelenreife und auch ein Beweis für die Bedeutsamkeit der Erfüllung Meines Liebegebotes. Die Menschen nehmen Mein Gebot nicht ernst genug, und doch ist es das Wichtigste ihres Erdendaseins, denn von seiner Erfüllung ist das ganze Leben in der Ewigkeit abhängig. Was also ist verständlicher, als daß Ich dieses Gebot Meinen Jüngern gab mit dem Auftrag, in die Welt zu gehen und alle Völker zu belehren, sie über die Auswirkung eines Liebelebens und die schlimmen Folgen der Lieblosigkeit aufzuklären, auf daß sie zur Seelenreife gelangen konnten noch auf Erden? Ich Selbst habe auf Erden die Liebe gepredigt, Ich Selbst habe ihnen ein Liebeleben vorgelebt, und Ich Selbst habe ihnen bewiesen, zu welcher Weisheit und Wunderkraft Ich gelangte durch die Liebe. Und Ich ermahnte alle, die es ernst nahmen, zur Nachfolge. Doch die Menschen kehren sich nicht daran, doch mit fanatischem Eifer beachten sie, was Menschen Meinem Liebegebot beigefügt haben, was aber mit uneigennütziger Nächstenliebe nicht den geringsten Zusammenhang hat. Und sie halten Meine Gebote für nicht durchführbar - und geben sich dadurch den Beweis, daß sie nicht glauben an die Wahrheit Meines Wortes, an Meine Weisheit und Meine Liebe, ansonsten sie jedes Wort aus Meinem Munde ungezweifelt annehmen und auch befolgen müßten. Was Ich von den Menschen verlange, das muß immer und ewig auch durchführbar sein und von allen Menschen angenommen werden können. Und nur der freie Wille kann sie hindern an der Ausübung der von Mir geforderten uneigennützigen Nächstenliebe. Und darum soll der Mensch sich zuerst über Meinen Willen in Kenntnis setzen, er soll ihn sich zu eigen machen, also den Eigenwillen aufgeben und gänzlich in Meinem Willen aufgehen, dann aber wird er ihn auch ausführen können, und zwar in jeder Lebenslage, weil Mein Gebot nicht nur für einzelne Menschen gegeben ist, sondern für alle, für die gesamte Menschheit, die fern der Liebe dahinlebt und daher auch in größter Unkenntnis ist, weil Kenntnis erst die Folge eines Liebelebens ist, das Ich denen zum Gebot gemacht, die zur Höhe schreiten und in hellstem Licht stehen wollen. Amen. B.D. NR. 4047.

 

Buch 49 4048

Vorläufer des Herrn.

Pfingstsonnabend 24. Mai 1947. B.D. NR. 4048.

Was den Menschen in der Endzeit geboten wird an Gnade und Liebesbeweisen Gottes, das kann sie vollauf entschädigen für die Nöte und Leiden dieser Zeit, denn es sichert ihnen einen raschen Aufstieg, so sie nur die Gnadengabe auswerten und nach Seelenreife trachten. Es ist die Zeit, von der geschrieben steht, daß Gott im Geist bei den Seinen weilen wird bis an das Ende; es ist die Zeit, da die Menschen Ihn kommen sehen in den Wolken, wo die Verbindung zwischen Himmel und Erde auffällig sein wird nicht nur in der Phantasie des Menschen, sondern in Wirklichkeit werden Lichtwesen auf Erden tätig sein und Licht verbreiten, und wo die Menschen belehrt werden aus der Höhe, wo Gott im Wort Selbst zur Erde niedersteigt und den Seinen das Brot des Himmels darbietet, wo die Menschen schöpfen können stets und ständig aus dem Quell des Lebens, weil Gott Selbst ihnen den Lebenstrank anbietet, um ihnen Kraft zu vermitteln. In dieser Zeit wird einer von sich reden machen, der bestimmt ist, der letzte Bote zu sein vor dem Herrn, der Ihn ankündigen wird als Sein Vorläufer und der den Menschen die Wahrheit sagen wird, der ohne Scheu redet, obgleich er selbst dadurch in Gefahr kommt, ergriffen zu werden. Doch ihm gilt die Welt nichts mehr, und er tauschet gern das irdische Leben gegen das ewige Leben ein, er fürchtet daher auch nicht die Welt, denn er weiß, wie nahe das Ende ist und was den Menschen bevorsteht, die nicht daran glauben. Auch sein Erscheinen ist eine außergewöhnliche Gnade, werden sie doch durch ihn ständig aufmerksam gemacht auf das nahe Ende und also angeregt zur Seelenarbeit, und ihre Blicke werden hingelenkt auf die Ewigkeit; und ihm wird auch eine außergewöhnliche Kraft innewohnen, so daß er Kranke heilen kann und Hilfe dort, wo solche erforderlich ist und von seiten der Mitmenschen unmöglich erscheint. Denn er wird ein vorbildliches Liebeleben führen, und der Geist Gottes wird ihn erfüllen. Gott Selbst wird wirken durch ihn, und wer ihn anhöret, der höret Gott Selbst, er höret Sein Wort durch Menschenmund, doch so, wie es von Gott ausgegangen ist. Und diese Zeit ist gekommen, die letzte Gnadenzeit, die großen Erfolg bringen kann für die Menschen, die nach Vollkommenheit streben. Und ob sie auch irdisch unsagbar leiden müssen, so sind sie doch im Vorteil, so sie nur die Gnaden nützen, denn nun wissen sie auch, daß das Ende nahe ist, weil sie in ihm den Vorläufer des Herrn erkennen und voller Freude nun Ihn Selbst erwarten, Der auch bald erscheinen wird, um die Seinen zu erlösen aus größter Not und sie zu führen in ein Land des Friedens, wie Er es verheißen hat. Amen. B.D. NR. 4048.

 

Buch 49 4049

Ausgießung des Geistes. Jünger.

25. und 26. Mai 1947. B.D. NR. 4049.

Ihr habt eine Mission zu erfüllen, gleichwie Meine ersten Jünger auf Erden, die Ich hinaussandte in die Welt, um den Menschen das Evangelium zu verkünden. Wer aber in Meinem Auftrag ein Amt verwaltet, der muß auch von Mir die Fähigkeit dazu haben, und so müsset ihr als Meine Diener auf Erden ausgebildet werden für dieses Amt, ihr müsset als Meine Jünger der Endzeit sehr rührig sein, denn wieder gilt es, den Menschen das Evangelium zu bringen. Folglich müsset ihr gewissermaßen von Mir in Empfang nehmen, was ihr wieder den Mitmenschen vermitteln sollet. Und diese Aufgabe erfordert Wirken des Geistes, der als Funke Meines göttlichen Geistes im Menschen schlummert, bis er, durch ein Liebeleben zum Erwachen gebracht, sich nun äußern will, und seine Äußerungen können als unbedingte Wahrheit angenommen werden. Das Wirken des Geistes hängt vom Willen des Menschen selbst ab. Nicht jedem wird die Gnade zuteil, jedoch nicht, weil Ich den einen weniger als den anderen bedenke, sondern weil die Gnade des Wirkens durch den Geist nicht angefordert oder der göttlichen Gnadengabe nicht geachtet wird und diese doch das Köstlichste ist, was auf Erden den Menschen geboten werden kann als Mein Geschenk. Ein Geschenk muß freudigen Herzens entgegengenommen werden, es muß geschätzt und entsprechend gewertet werden, es muß vor allem ein geöffnetes Herz bereit sein, den Gnadenstrom in sich einfließen zu lassen, d.h., es muß der Mensch wollen, daß Gott in ihm wirket, und sich Meines Wirkens würdig machen. Dann ergießet sich Mein Geist über den Menschen, der zu einer Mission auf Erden auserwählt ist, weil er sich Mir freiwillig angetragen hat. Diese Ausgießung des Geistes fand nach Meiner Auffahrt in den Himmel statt als Auftakt des Wirkens Meiner Jünger, auf daß sie nun ihrer Aufgabe nachkommen konnten und das reine Wort weiterleiten konnten, das Ich Selbst auf Erden gelehrt habe. Um dieses Mein Wort zu verkünden, mußten Meine Jünger vorerst unterwiesen werden, sie mußten über ein Wissen verfügen, daß sie auf jede an sie gerichtete Frage die wahrheitsgemäße Aufklärung als Antwort geben konnten. Also mußten sie selbst in der Wahrheit stehen. Und diese Wahrheit vermittelt euch Menschen Mein Geist. (26.5.1947) Ihr alle könnet Aufnahmegefäße Meines Geistes werden, über euch alle will Ich Meinen Geist ausgießen, so ihr willig seid, euch zum Aufnahmegefäß zu gestalten durch Wirken in Liebe. Denn Ich Selbst bin Liebe, und Mein Geist ist Meiner Liebe Kraft, und so muß auch das Gefäß, in das Meine Kraft überströmen will, Liebe sein, es muß das Herz liebewillig und liebefähig sein, und dazu muß sich der Mensch selbst gestalten. Dies ist Meine Forderung, ansonsten Ich niemals in euch wirken kann. Es ist dies eine Lehre, die Ich Meinen Dienern auf Erden gab, die sie verbreiten sollten unter den Mitmenschen, um sie zu veranlassen, gleichfalls das Wirken des Geistes in sich möglich zu machen, denn wo Ich durch Meinen Geist wirken kann, ist der Aufstieg zur Höhe garantiert, wo Ich wirken kann, dort ist Licht, und wo Licht ist, ist auch Leben. Ich will euch Menschen das ewige Leben geben, darum sende Ich euch Meine Diener auf Erden zu, die ihr anhören sollet; denn sie sind Meine Schüler, Meine Jünger der Endzeit, die wieder von Mir auserwählt sind, weil Ich sie als taugliche Arbeiter erkannt, gedingt habe für eine wichtige Tätigkeit kurz vor dem Ende. Mein Evangelium soll wieder hinausgetragen werden in die Welt. Meine Weisheit erkennt die Dringlichkeit, und Meine Liebe will Hilfe bringen, wo große geistige Not ist. Ich Selbst will zu den Menschen sprechen und benötige dazu euch, die ihr willig seid, Mir zu dienen. Und Ich wirke zuvor in euch, ehe Ich durch euch die Menschen einführen kann in die Wahrheit. Ich will bei euch bleiben bis an das Ende. Die Menschheit weiß wohl um die Ausgießung des Geistes über Meine Jünger, doch sie weiß nicht mehr, daß Ich alle Menschen damit beglücken will und daß nur der Wille des einzelnen bestimmend ist, ob Mein Geist in ihm wirksam sein kann. Und darum sollet ihr, Meine Jünger, ihnen Kenntnis geben, ihr sollt Mich durch den Geist in euch reden lassen, ihr sollt weitergeben, was ihr höret, was ihr empfanget aus dem geistigen Reich als direkte Ausstrahlung Meiner Selbst. Ihr sollt in der letzten Zeit vor dem Ende Mich Selbst durch euch wirken lassen, denn Ich brauche Organe, durch die Ich Selbst Mich äußern kann, auf daß gestärkt werden in ihrem Glauben die Meinen und den Glauben gewinnen können, die Mir noch fernstehen oder schwachen Willens sind. Denn bald ist das Ende da und die Gnadenzeit abgelaufen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 4049.

 

Buch 49 4050

Arbeiter im Weinberg.

26.-28. Mai 1947. B.D. NR. 4050.

Einer großen geistigen Aufgabe gewachsen sein kann nur der Mensch, der sich zur Arbeit für das Reich Gottes freiwillig Gott anträgt, denn dieser hat den Willen, der ihm auch die Kraft einträgt. Der Wille, geistig zu wirken, ist unbedingte Gewähr dafür, daß er zu einer solchen Aufgabe herangezogen wird, weil Gott viele Arbeiter für Seinen Weinberg braucht, aber nur sehr wenige sie annehmen wollen. Sie kann aber niemals einem Menschen aufgebürdet werden ohne dessen Willen, denn die Ausbildung für dieses Amt ist eine besondere Gnade, die eine Aufwärtsentwicklung garantiert, also der Mensch auch ohne seinen Willen zur Höhe schreiten würde, was jedoch nicht zulässig ist, soll er dereinst vollkommen werden. Und zudem kann eine solche Aufgabe nur von einem Menschen ausgeführt werden, der in einem bestimmten Reifegrad steht, und dieser Reifegrad garantiert erst das Wirken des Geistes, wie er auch eine völlige Hingabe an Gott, ein Unterstellen unter den Willen Gottes, zur Folge hat, und immer muß eines das andere ergänzen. Ein Unterstellen unter den Willen Gottes aber bedeutet stets Gott-gefälliges Denken, Reden und Handeln und verständlicherweise einen reichen Kraftempfang, so daß also der Wille des Menschen dem göttlichen Willen sich völlig unterordnet und der Mensch nun mit Inanspruchnahme göttlicher Kraft alles zu leisten imstande ist und auch eine geistige Aufgabe sehr leicht ausführen kann. (28.5.1947) Nur muß sich der Mensch selbst für diese Aufgabe Gott anbieten. In keiner Weise darf er beeinflußt worden sein von geistigen Kräften, weder für noch gegen seinen Entschluß. Dann legt er selbst eine Willensprobe ab, die äußerst günstig sich auswirkt für seine Seele. Er hat dann die Erdenlebensproben schon bestanden und könnte von der Erde abscheiden, wenn er nicht nötig wäre als Mitarbeiter an der Erlösung der irrenden Menschen, denen er in seinem Liebesdrang helfen möchte in ihrer Not. Denn der Gott-zugewandte Wille und die dem Nächsten geltende Liebe gestalten den Menschen so, daß sich der Geist Gottes über ihn niedersenkt. Nur ein vom Geist Gottes erfüllter Mensch verfügt über geistigen Reichtum in dem Maße, daß er eine Mission ausführen kann - die Mitmenschen zu belehren der vollsten Wahrheit gemäß. Diese Mission ist überaus wichtig in der letzten Zeit vor dem Ende, so daß Gott jeden Diener ausbildet, der Ihm freiwillig seine Dienste anbietet. Einen jeden wird Er an den Platz stellen, wo er seiner Reife gemäß wirken kann, ein jeder wird Kraftempfänger seinem Liebewillen und seiner Aufgabe entsprechend sein, denn diese können sehr verschieden sein. Doch immer wird Gott Seine Diener segnen und ihnen das Arbeitsfeld anweisen, je nach ihrer Seelenreife, nach ihrem Willen und nach ihrer Liebe. Amen. B.D. NR. 4050.

 

Buch 49 4051

Kreuzträger Jesus. "Kommet alle zu Mir."

29. Mai 1947. B.D. NR. 4051.

Der Sich ans Kreuz schlagen ließ für euch Menschen, Dessen Liebe will euch auch jedes irdische Kreuz tragen helfen, so ihr nur Ihn anerkennet und Ihm euer Kreuz aufbürden wollet. Denn Ihn erbarmet jeder Mensch, der sich im Leid befindet, der in seinen Sorgen und Leiden zu Ihm flüchtet, Ihn um Seinen Beistand bittend und fest auf Seine Hilfe vertrauend. "Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken." Das sind Seine Worte, die voller Liebe und Trost euer Herz erfüllen, die ihr euch in jeder Not des Leibes und der Seele ins Gedächtnis rufen sollet - "Ich will euch erquicken." Und so wird Er alles Schwere von euch nehmen, Er wird es euch tragen helfen, so daß ihr die Last nicht mehr spüret. Denn Sein Wort ist Wahrheit, und nur der feste Glaube daran ist Vorbedingung, daß ihr im Leid und in der Not Hilfe findet, sowohl geistig als auch irdisch. Und wer also zu Ihm seine Zuflucht nimmt, wer sich unter Sein Kreuz stellt und Ihn anrufet als Erlöser der Welt, dem wird bald geholfen werden, denn das ist das Verdienst des Menschen Jesus, daß er all sein Leid und Seine Schmerzen Gott aufopferte für die leidende Menschheit, daß Er bereit war, ein Sühneopfer darzubringen - daß Er Sich als reinstes Lichtwesen auslieferte den Schergen und Henkersknechten, die durch ihre Zugehörigkeit zum Satan Ihm vielfache Qualen bereiteten, weil Seine Reinheit sich innerlich auflehnte gegen die schwarzen Seelen Seiner Peiniger. Doch Er trank den Kelch des Leidens bis zur Neige und brachte so Gott ein Sühneopfer dar für die gesamte Menschheit, die nun die übergroße Gnadengabe auswerten konnte, die alle Lasten Ihm aufbürden kann und jederzeit einen bereitwilligen Kreuzträger findet, so sie nur glaubt an Jesus Christus als Erlöser und Gottes Sohn. Doch allen Gläubigen rufet Er zu: "Wer Mich liebt, der nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir nach." Wer sich gleich Ihm zur Liebe gestaltet, den wird das Kreuz nicht allzusehr drücken, weil die Nachfolge Jesu auch dem Menschen zugleich die Gegenwart Gottes sichert, Der in jedem Werk der Liebe - Nachfolge Jesu - zugegen ist. Amen. B.D. NR. 4051.

 

Buch 49 4052

Liebe. Sünde.

30. Mai 1947. B.D. NR. 4052.

Dem göttlichen Prinzip der Liebe setzen sich stets finstere Kräfte entgegen und wirken also negativ auf das Geistige ein, das sich im freien Willen auf Erden befindet. Sie suchen es zur Lieblosigkeit zu bewegen, wie sie aber auch unter dem Deckmantel der Liebe Triebe im Menschen auslösen, die hinabziehen und die Hülle der Seelen verhärten, anstatt sie zum Schmelzen zu bringen. Und von solchen finsteren Kräften werden die Menschen ständig bedrängt, die es sich zum Prinzip gemacht haben, den göttlichen Willen zu erfüllen. Denn ihnen wird der göttliche Wille als undurchführbar hingestellt, daß der Mensch in seelische Konflikte gerät, so er Gott über alles und den Nächsten lieben soll und gleichzeitig dem Mitmenschen einen Liebesdienst verweigern soll, der auch für ihn selbst eine Freude ist. Es sind die finsteren Kräfte überaus eifrig in der Irreführung der Gedanken dessen, der sich Gott zu eigen geben will. Und dennoch ist das Liebegebot Gottes voll und ganz zu erfüllen auch von den Menschen, die ausschließlich geistig tätig sind, sowie sie nur den festen Willen haben, Gott anzugehören und Ihm zu dienen. Dann werden sie von Seiner Vaterhand geführt, und wahrlich den rechten Weg, so daß sie unentwegt Liebe geben können und auch selbst von Seiner Liebe durchströmt werden, die sich wieder in Liebeswirken am Nächsten auswirkt. So kann also ein hohes geistiges Ziel verfolgt werden, es können die Gedanken geistig gerichtet sein, es kann die Liebe stets und ständig geübt werden, und es kann doch der Mensch auch irdisch den Mitmenschen beglücken und im Geben auch empfangen dürfen. Und er wird den göttlichen Willen nicht mißachten, er wird sich ihm unterstellen und als Liebesbeweis Gottes auch auf Erden glücklich sein dürfen, ohne sein geistiges Streben zu unterbrechen, denn Gott Selbst hat die Führung seines Lebens übernommen, Er wird zu verhindern wissen, was dem Geistig-Strebenden ernsten Schaden an seiner Seele zufügen könnte - wie Er aber auch Seine Gnadengabe auf Erden austeilet denen, die Sein sind durch ihren Willen und die Liebe zu Ihm. Wer das Rechte tun will vor Gott, der kann nicht sündigen, wenngleich die Kräfte der Finsternis ihn dazu verleiten möchten, denn Gott Selbst stellt Sich schützend zwischen den Menschen und jene Kräfte; Er ist dem Menschen so nahe, daß das Prinzip der Liebe nicht erschüttert werden kann, da die Liebe alles Denken und Handeln bestimmt und daher auch alles gut ist, was der Mensch tut, der Gottes Willen zu erfüllen trachtet. Denn dies ist bestimmend, daß der Mensch in der Liebe lebt - dann wird auch Gott ihm Seine Liebe schenken und ihn nicht fallenlassen. Amen. B.D. NR. 4052.

 

Home Deutsch Inhalt Verschiedenes

Zum vorigen Buch: 47-48    Zum Anfang dieses Buches    Zum nächsten Buch: 50