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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 47-48

B.D. NR. 3687 - B.D. NR. 3821
15.2.1946-9.7.1946
3692 3700 3706 3707 3708  3722 3724 3727 3728 3729
3730 3731 3732 3740 3747  3748 3751 3752 3757 3758
3759 3791 3792 3793 3794  3795 3801 3802 3803 3804
3805 3806 3807 3808 3809  3810 3811 3812 3813 3814
3815 3816 3817 3818 3819  3820 3821

 

Buch 47-48 3692

Irdische Vorkehrungen nutzlos zur Katastrophe.

20. Februar 1946 B.D. NR. 3692

Vollkommen lösen müsset ihr euch von der Welt, so euch Meine Kraft erfüllen soll und ihr derer innewerden wollet. Und so werdet ihr auch in Stunden banger Not nur dann kraftvoll sein, so ihr es vermöget, alles Irdische unbeachtet zu lassen und euch Mir in Gedanken gänzlich hinzugeben. Derer, die diese innige Verbindung suchen in Stunden höchster irdischer Not, nehme Ich Mich ganz besonders an, denn sie beweisen Mir ihren Glauben, den Ich niemals enttäuschen werde. Und ihr selbst könnet nichts von euch abwenden, was Ich über euch kommen lasse, also sind auch alle Bemühungen erfolglos, deren ihr des körperlichen Wohles wegen euch unterziehet. Eure Sinne zu Mir richten und gläubig auf Meine Hilfe harren ist weitaus wertvoller, denn es trägt euch sicheren Erfolg ein, und Ich schütze euren Leib und die Seele, weil ihr gläubig seid. Und so Ich also Mich äußern werde durch die Naturgewalten, sende Ich euch zuvor noch untrügliche Zeichen des Herannahens einer Katastrophe, und dann gedenket Meines Wortes. Sammelt euch im Gebet, und was ihr tut, lasset nur dem geistigen Wohl gelten, sorget nicht für euren Körper, sondern suchet nur die innige Verbindung herzustellen mit Mir, auf daß Ich ungehindert auf euch wirken kann und euch leiten kann, ohne Widerstand zu finden durch irdische Ablenkung, die das Wirken Meines Geistes schwächt oder gar unmöglich macht. Treffet keine Anstalten zur Versorgung des Körpers, denn was Ich euch erhalten will, das bleibt euch erhalten, und was ihr verlieren sollet, das könnet ihr durch euren Willen nicht schützen. Ich weiß, was ihr benötigt, wie Ich auch weiß, was euch hinderlich ist zur Weiterentwicklung eurer Seelen. Und darum überlasset Mir jegliche Sorge um euch, um euer irdisches Gut und gedenket nur eurer Seele, weil ihr nicht wisset, ob auch eure letzte Stunde gekommen ist. Deshalb künde Ich Mich noch zuvor an, um euch in Meiner Liebe noch hinreichend Gelegenheit zu geben, euch zu verbinden mit dem geistigen Reich, mit Mir, Der Ich das Schicksal eines jeden einzelnen in Meiner Hand halte und es lenke zu eurem Besten. Wer sich Mir verbindet, ist in sicherstem Schutz, und er bedarf wahrlich nicht noch irdischer Schutzmaßregeln, die hinfällig werden können im Augenblick. Denn wieder will Ich augenscheinlich wirken, Ich will Mich erkennbar machen den Meinen, um ihren Glauben zu stärken, um sie heranzubilden zu rechten Arbeitern für Mein Reich, als welche sie nachher auftreten sollen. Sorget euch nicht, denn Ich sorge für euch; beachtet nur Meine Worte der Liebe, und lasset sie in eurem Herzen Widerhall finden. Und ermahnet eure Mitmenschen zu gleichem Verhalten, warnet sie vor übereifrigen Vorkehrungen für ihr irdisches Wohl, und leget es auch ihnen ans Herz, sich gläubig an Mich zu wenden und Mir sich selbst, Seele und Leib, zu empfehlen. Und wer eure Worte beherzigt, der wird wunderbar hindurchgeführt werden, entsprechend seiner Glaubensstärke. Und darum fürchtet nichts, was auch kommen mag, und ob ihr noch so sehr in bedrohlicher Lage seid. Mein Arm reichet überall hin zur Hilfe und auch zur Vernichtung. Wen Ich erhalten will, der bleibt erhalten, und wen Ich vernichten will, der kann sich nicht retten - er sorge nur, daß nicht seine Seele der Finsternis anheimfällt, dann ist auch er gerettet für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3692.

 

Buch 47-48 3700

Gedanken Ausstrahlung aus dem geistigen Reich.

28. Februar 1946. B.D. NR. 3700.

Nur ein Auszug:

Die Gedankentätigkeit ist wohl, irdisch gesehen, Funktion der Organe, die aber eigentlich nur das aufnehmen und verarbeiten, was aus dem geistigen Reich als Ausstrahlung die Organe berührt.
3700

 

Buch 47-48 3706

Ursprung der Gedanken.

7. März 1946. B.D. NR. 3706.

Ihr werdet belehret aus dem geistigen Reich. So euch dieser Gedanke faßlich ist, steht ihr auch im Glauben, und ihr nehmet dann ein Gedankengut entgegen, das keinen irdischen Ursprung hat, das also entweder aus dem Reiche des Unendlichen gekommen oder aus euch selbst geboren sein müßte, wollet ihr das erstere nicht anerkennen. Und so will Ich euch eine Erklärung geben, in welchem Zusammenhang euer eigenes Denken mit dem geistigen Reich steht. Ihr werdet schwerlich vermögen, einem Gedanken in euch die rechte Richtung zu geben, d.h., eine von euch selbst aufgeworfene Frage wahrheitsgemäß zu beantworten, so euch jegliches Wissen fehlt. Ihr könntet euch wohl eine Antwort geben, jedoch ohne Garantie für Wahrheit. Und Ich frage euch nun, woher ihr die Gedanken nehmet, die eurer Auffassung gemäß euer Hirn durchkreuzen. Ich frage euch ferner, wer euch die Gabe des Denkens verliehen hat und was der Gedanke an sich ist. Ihr könnet darauf wohl die Antwort geben: Es ist eine körperliche Funktion, die dem Menschen eigen ist, ohne daß sie ihm gegeben zu sein braucht. Das Denken an sich ist jedoch etwas Gewaltiges, so ihr einen Vorgang näher ins Auge fasset, der sich ohne jegliche wahrnehmbare Tätigkeit vollzieht, der keinem anderen Menschen ersichtlich ist und der auch keine wahrnehmbaren Folgen oder Auswirkungen hinterläßt. Es ist ein Vorgang, der überall und zu jeder Zeit stattfinden kann, ohne kontrolliert werden zu können von Außen-Stehenden. Also ist es schon ein Vorgang, der geistig anzusprechen ist, im Gegensatz zu jeglichem anderen Handeln des Menschen, wozu er seinen Körper benötigt in irgendwelcher Art. Was auch der Mensch tut, er nützt ein Organ seines Körpers zur Ausübung seiner diesem Körperteil zugewiesenen Funktion. Und immer wird dies auch erkennbar sein können. Nicht aber das Denken des Menschen. Dieses kann stattfinden in vollster Ruhe des Körpers, wenngleich der Mensch den Sitz des Verstandes, das Gehirn, als das Organ ansieht, das gleichfalls seine Funktion ausübt. Doch dessen Funktion besteht lediglich darin, gedankliche Ausstrahlungen aufzunehmen, so es von diesen berührt wird. Wo aber ist der Ursprung der Gedanken zu suchen, sonderlich dann, wenn es sich nicht um irdisch-wahrnehmbare, sondern um geistige Dinge handelt, die von den Sinnen des Menschen nicht erfaßt werden können. Blitzartig tauchen zuweilen Gedanken auf im Menschen, ohne daß zuvor dieser sich verstandesmäßig damit befaßt hat. Und auch jede Beantwortung einer sich selbst gestellten Frage ist gleichsam ein plötzlich auftauchender Gedanke, der also aus einem Reservoir kommen muß, wenn der Mensch schon glaubt, daß der Gedanke aus ihm selbst geboren wird. Irgendwo in ihm selbst muß dieses Reservoir sein, aus dem er bei reger Verstandestätigkeit das Gedankengut entnimmt. Und dieser Gedankenbehälter müßte sich somit entleeren und wieder gefüllt werden können, so er innerhalb des Menschen zu suchen ist, oder er muß als außerhalb des menschlichen Körpers sich befindlich erkannt werden, er muß im geistigen Reich gesucht werden, von wo aus jeder Gedanke ausgestrahlt wird in das Herz des Menschen, um von dort durch den Willen des Menschen von den Denkorganen aufgegriffen und verarbeitet zu werden. Es kann der Wille des Menschen stärker oder schwächer sein, von den ihn berührenden Ausstrahlungen Gebrauch zu machen, und dementsprechend ist auch die nach außen erkenntliche Fähigkeit eines Menschen, Dinge zu erklären und somit als wissend zu gelten. Ob und wann der Mensch der Wahrheit entsprechende Ausstrahlungen entgegennimmt, erfordert weitere Belehrungen, doch daß er diese Ausstrahlungen aus dem Reich des Geistigen entgegennimmt, steht fest und kann bei einigem Nachdenken auch Überzeugung werden. Denn nichts Irdisch-nicht-Wahrnehmbares entsteht durch menschlichen Willen, sondern es ist da als stets Gewesenes, es hat seinen Ausgang im geistigen Reich, wie alles Geistige Ausstrahlungen der Gotteskraft sind, die je nach dem Willen des Menschen ihm zugänglich ist. Der Gedanke aber ist gerade der Beweis dessen, daß der Mensch Träger ist von Geistigem und als irdisch gebundenes Wesen durch den Gedanken die Verbindung herstellen kann mit dem geistigen Reich. Er kann in Gedanken sich in jenes Reich erheben, er kann sich lösen von der Erde und in geistigen Gebieten gedanklich weilen. Und so er glaubt, daß solches Verweilen im geistigen Reich ein Gebilde der eigenen Phantasie ist, so diene zur Erklärung, daß der Mensch sich nichts denken oder vorstellen kann, was nicht besteht - daß alles, was sich der Mensch nur vorstellt, auch irgendwo vorhanden ist und die Gedanken gleichsam ein Widerschein dessen sind, was der Mensch kraft seines Willens zu ergründen sucht. Nur können die Bilder ihm verzerrt geboten werden, was aber wieder sein Wille veranlaßt. Nimmermehr aber ist der Ursprung des Gedankens das Gehirn des Menschen, sondern dieses nur der Apparat, der das aus dem geistigen Reich ihn berührende Gedankengut aufnehmen muß, soll es für den Menschen wahrnehmbar werden. Denn dies muß auch für den nichtgläubigen Menschen außer Zweifel sein, daß er selbst die Weisheit erst empfangen muß, daß er sie selbst nicht gebären kann, es sei denn, sie wäre in ihm. Dies aber erfordert einen stärkeren Glauben, denn dann muß er auch die Göttlichkeit in sich anerkennen, die als Geistesfunke in ihm schlummert und die ihn auch von innen heraus belehren kann wahrheitsgemäß. Dann aber wird ihm die gleiche Erklärung geboten, denn dann steht er in direkter Verbindung mit dem geistigen Reich, mit Mir, mit dem Vatergeist von Ewigkeit, Der ihn Selbst belehret. Und dann weiß er auch, daß jegliches Gedankengut Meine Ausstrahlung ist und daß er sich in vollster Wahrheit befindet, sowie er mit Mir, als dem Geber der Wahrheit, in Verbindung getreten ist. Amen. B.D. NR. 3706.

 

Buch 47-48 3707

Kommen in den Wolken. Letztes Ende.

8. März 1946. B.D. NR. 3707.

Meinem Kommen in den Wolken geht die größte Leidenszeit voraus, welche die Erde je gesehen hat, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Und darauf weise Ich die Menschen ständig hin und habe dies getan seit Beginn dieser Epoche, um eindringlich zur Bekehrung zu ermahnen, die nicht auf rechten Wegen wandeln. Und dieser Menschen wegen lasse Ich immer von Zeit zu Zeit Plagen über die Erde kommen, die ihnen das nahe Ende ins Gedächtnis rufen sollten, auf daß sie ernstlich ihrer Seelen gedenken und sich wandeln sollten. Doch das letzte Ende war noch nicht gekommen, die Erlösungsperiode hatte noch nicht den Zeitraum erreicht, den Ich gesetzt habe laut Meinem Plan von Ewigkeit. Es war die Erde noch nicht reif für das letzte Zerstörungswerk, die Seelen der Menschen desgleichen nicht zum völligen Untergang, d.h. zum Bannen in Schöpfungen einer neuen Erde. Doch Meine Voraussagen erfüllten sich immer wieder in Zeiten großer geistiger Not - es kam Drangsal und Elend über die Erde in erhöhtem Maß, so daß zu jeder solchen Notzeit das nahe Ende gefürchtet werden mußte. Und es war dies Mein Wille, daß den Menschen stets geheim blieb, wann das letzte Ende kommt. Mehr oder weniger waren solche Notzeiten auch von Erfolg für die davon betroffenen Menschen, daß sie wieder zu Mir zurückfanden und in ein anderes Verhältnis zu Mir traten als zuvor. Doch immer hartnäckiger wurden sie, und immer größer wurde ihr Abstand von Mir, ihr Widerstand gegen Mich. Und so ist nun die Zeit gekommen, wo keine Vorstellung, keine Ermahnungen und Warnungen mehr fruchten, wo die Menschheit ohne Eindruck bleibt auch dem härtesten irdischen Leid gegenüber, d.h., wo dieses nicht zuwege bringt, daß die Menschen Mich erkennen und mit Mir das rechte Verhältnis eingehen. Sie bleiben Mir abgewandten Willens, sie sind nur irdisch gesinnt und streben keinerlei geistigen Fortschritt an. Keine noch so harte Not vermag das Denken der Menschen zu wandeln, und so ist die Zeit des Endes unwiderruflich herangekommen, wie Ich es ersah von Ewigkeit. Die Erde hat aufgehört, Bildungsstation des Geistes für die sie belebende Menschheit zu sein, und sie wird daher aufgelöst und in ihren Schöpfungen total umgestaltet, auf daß eine neue Erlösungsperiode beginnen kann. Und also wird ein übergroßes Leid über die Erde gehen, auf daß sich noch sammeln die letzten, die Meine Stimme darin erkennen. Und die Meinen müssen dieses Leid mit erleben, von Mir zwar gekräftigt in außergewöhnlicher Weise, doch auch berührt von jenem, so daß sie mit Sehnsucht Mein Kommen erwarten, das Ich verkündet habe stets und ständig für das Ende dieser Erde. Und so die Not unerträglich wird, so die Gläubigen in größter Drangsal sich befinden und irdisch keine Rettung mehr ersehen, komme Ich Selbst. Und es wird ein Jubel sein unter den Meinen, so sie Mich ersehen in aller Herrlichkeit, doch ihren körperlichen Augen noch durch Wolken verhüllet, die die Kraft Meines Lichtes dämpfen, auf daß die Meinen, die noch der Erde angehören, Mich ertragen können. Jubeln werden sie und jauchzen ob der Erfüllung Meines Wortes. Doch die große Not zuvor, die Ich immer wieder ankündige durch Meine Seher und Propheten, durch Meine Diener auf Erden, hat ihren Glauben gefestigt, weil alles kommt, wie Ich es vorausgesagt habe, und also harren sie auch in vollster Zuversicht Meines Kommens in den Wolken. Und doch komme Ich plötzlich und unerwartet auch für die Meinen. Denn Ich verkürze die Tage der Not, weil sie unerträglich werden und Ich nicht will, daß die Meinen zaghaft werden der großen Bedrängnis gegenüber. Und so hole Ich sie in Mein Reich zur rechten Zeit, und dann kommt das Ende. Denn Mein Wort ist Wahrheit und erfüllet sich, und die Zeit des letzten Endes ist nun gekommen. Amen. B.D. NR. 3707.

 

Buch 47-48 3708

Geistige Wende.

9. März 1946. B.D. NR. 3708.

Eine geistige Umwälzung, also ein totaler Wandel des Geisteszustandes der Menschen, bedingt auch eine totale Umgestaltung alles dessen, was Träger des Geistigen ist. Es ist dies so zu verstehen, daß die sichtbaren Schöpfungen das Geistige vorerst frei geben müssen, auf daß es in neuer Verformung zur höheren Reife gelangen kann. Mithin muß auch das als Mensch verkörperte Geistige seiner Außenform ledig werden, denn dieses Geistige ist maßgebend für den Geisteszustand auf Erden, der zur Zeit einen Tiefstand erreicht hat wie nie zuvor in dieser Entwicklungsperiode und der also Anlaß ist von einer totalen Umgestaltung der Erde. Es muß zunächst dieses rückentwickelte Geistige in die Form gebracht werden, die seiner Reife entspricht, ehe das nun als Mensch verkörperte Geistige in einem erhöhten Geisteszustand sich bewegen kann, ehe also eine geistige Wende eintritt, in welcher der Mensch Gott näher ist und alles Gottferne ihn nicht mehr bedrängen kann. Eine solche geistige Wende bedingt sonach die Zerstörung sichtbarer Schöpfungen und auch körperlichen Untergang der Menschen, mit Ausnahme derer, die durch ihren Glauben und die Liebe die Verbindung mit Gott hergestellt haben und also Gott nahe sind und darum keinen nochmaligen Erdengang zu befürchten haben. Diese werden die geistige Wende erleben, sie werden durch ihren erhöhten Reifezustand Zeuge sein von der völligen Vernichtung alles Lebenden auf der Erde und der Zerstörung der Außenform jener und doch nicht selbst davon betroffen sein. Sie gehen zuvor durch die tiefste Tiefe menschlicher Gesinnung, um dann zur Höhe geführt zu werden durch Gottes große Liebe. Der zuvor lichtlose Zustand auf Erden weichet einem Zustand hellsten Lichtes, es wird ein Wechsel sein von ungeheurer Bedeutung, eine Umwandlung jeglichen Denkens der Erdenbewohner und das rechte Verhältnis zu Gott wird als erstes hergestellt sein, weshalb auch Glück und Seligkeit Anteil der Menschen auf Erden ist, die nun eine neue Entwicklungsperiode beginnen in vollster Harmonie und Liebeswirken. Und es kann diese geistige Umwälzung nicht eher vor sich gehen, bis sich die Geister zuvor restlos entschieden haben, bis sie selbst sich klar sind in der Richtung ihres Willens. Alle Halbheit muß sich entscheiden, es muß ein offenes Bekenntnis zu Gott oder Seinem Gegner vorangehen, denn Gott verdammt nicht, was ihm nicht als grundsätzlicher Gegner gegenübersteht. Ihn erbarmet jegliche Willensschwäche, und Er sucht sie zu beheben, Er sucht dem Schwachen Hilfe zu bringen, daß es den rechten Weg finde und ihn betrete. Doch so sich das Wesen entschieden hat zur Widersetzlichkeit gegen Gott, dann ist auch die Stunde des Endes gekommen, dann ist der Würfel gefallen, der das Los des Geistigen auf Ewigkeiten bestimmt. Dann ist der Tag des Gerichtes, die gänzliche Scheidung der Geister und die völlige Zerstörung dessen, was Geistiges auf Erden birgt. Dann ist der Zeitpunkt eingetreten, dem die geistige Wende folgt -  ein Zustand auf Erden, wo der Mensch nur Gott-zugewandtes Geistiges in sich trägt, wo er in Liebe und inniger Gottverbundenheit lebt in Frieden und Seligkeit, wo er wirket und schaffet dem Willen Gottes entsprechend - und wo alles in der Form noch gebundene Geistige aufwärtsstrebt und seinen unterbrochenen Entwicklungsgang fortsetzet, wo aber die harte Materie Träger ist des auf der alten Erde als Mensch verkörperten Geistigen, das nun seinen Entwicklungsgang durch die Schöpfungen der neuen Erde wieder beginnt und unter harten Bedingungen zurücklegen muß, um dereinst wieder zur freien Willensentscheidung zu gelangen. Und darum erwartet ihr Menschen keine geistige Wende auf dieser Erde, denn diese ist unmöglich geworden durch die allzu weite Entfernung von Gott, die nur noch in der erwähnten Weise verringert werden kann. Ihr müsset euch mit dem Gedanken einer gänzlichen Auflösung und Zerstörung der eurem Auge sichtbaren Schöpfungen vertraut machen, ansonsten ihr weder für das letzte Gericht noch für die neue Erde und ihren paradiesischen Zustand Verständnis aufbringen könnt. Ihr müsset glauben, was euch kundgetan wird, ansonsten ihr auch nicht das Kommen des Herrn erwarten könnt, das nur im tiefen Glauben an Gottes Allmacht, Liebe und Gerechtigkeit euch möglich erscheinen kann, das menschlich keine Erklärung finden würde und darum auch dann erst vor sich gehen wird, wenn der letzte Tag gekommen ist - wenn allem Ungläubigen ein Weiterleben als Mensch unmöglich gemacht wird und dem Gläubigen das Wunder des Kommens des Herrn keinen Glaubenszwang mehr bedeutet. Denn dem geistig Erweckten ist alles verständlich, weil ihm die Liebe und Allmacht Gottes Begründung ist für alles, was geschieht. Amen. B.D. NR. 3708.

 

Buch 47-48 3722

Das Himmelreich leidet Gewalt.

23. März 1946. B.D. NR. 3722.

So lasset Mich euch eine Erklärung geben, in welcher Weise Ich Mein Wort verstanden haben will: Das Himmelreich leidet Gewalt, und nur, wer Gewalt brauchet, reißet es an sich. Es ist nicht eine Ausübung von Gewalt dem Mitmenschen gegenüber zu verstehen, sondern nur die Gewalt über sich selbst, über die eigenen Begierden, die dem Menschen zum Besitz verhilft, zur Einnahme des himmlischen Reiches in aller Herrlichkeit. Es kann ihm dies nicht gegeben werden, sondern er muß es sich erringen, er muß einen Kampf führen um das höchste Gut, um die ewige Seligkeit. Und solange der Mensch auf Erden weilt, wird dieser Kampf seinen körperlichen Begierden gelten müssen, deren Erfüllen immer hinderlich ist für die Erreichung des Zieles - geistige Aufwärtsentwicklung. Wer siegen will in diesem Kampf, der muß sich selbst Gewalt antun. Und also muß er kämpfen mit seinem Gegner, der in ihn stets körperliche Begierden, das Verlangen nach irdischen Gütern, hineinlegen wird, der ihn also locket mit weltlicher Pracht und irdischem Glanz. Auf alles zu verzichten, was ihm solcherart geboten wird, erfordert eine Willensstärke, es erfordert Gewalt an sich, kraft derer er aber ganz gewiß das Himmelreich an sich reißen wird, denn wer Mir zuliebe opfert, der empfängt in reichstem Maße, und was ihm geboten wird, was Ich ihm biete, ist wahrlich von unbeschreiblichem Wert. Nimmermehr kann das Himmelreich kommen zu Menschen, die lau und träge sind, die nicht ringen, sondern alles ihren Gang gehen lassen - die durch Worte nur und Wünsche ihr Verlangen nach dem Himmelreich bezeugen, die aber nimmermehr Worte und Wünsche zur Tat werden lassen. Und also ist die Zeit gekommen, wo mehr denn je Gewalt angewendet werden muß, soll das Himmelreich den Menschen offenstehen. Doch Ich komme in Meiner Liebe allen Kämpfenden entgegen - Ich helfe ihnen im Kampf gegen sich selbst, indem Ich ihnen die Verlockungen dieser Welt verringere, indem Ich ihnen die Hinfälligkeit und Vergänglichkeit alles dessen vor Augen stelle, was sie begehrten und was aufzugeben einen harten Kampf wider sich selbst erfordert - Ich weiß um die Schwäche des Menschen und bewerte seinen Willen, ihm also beistehend, so er nur Mich und Mein Reich erringen will, es ihm jedoch an Kraft mangelt, Gewalt anzuwenden wider sich selbst und seine Begierde. Und so fordere Ich nicht mehr Anwendung von Gewalt, als er fähig ist - Ich lasse ihn durch irdische Not gehen, um ihm das Himmelreich begehrenswert zu machen, und so er nur die geringste Gewalt anwenden will, wird es ihm auch gelingen, das Himmelreich an sich zu reißen. Doch immer muß sein Wille selbst tätig werden. Er muß gegen seine Begierden ankämpfen, er muß alles Weltliche verachten lernen und also opfern, was ihm lieb ist - und so seine Kraft und sein Wille dazu nicht ausreicht, wende Ich Gewalt an - Ich ziehe ihn zu Mir und nehme ihm, was er von selbst nicht aufgeben will. Und so er sich ergeben in Meinen Willen schickt, hat er den innerlichen Kampf bestanden. Er hat gleichfalls Gewalt angewendet und das Himmelreich an sich gerissen mit Meiner Unterstützung, die Ich keinem versage, der willig ist und Mir durch sein Gebet dieses bezeuget. Ihm steht das Himmelreich offen, und so er die kurze Erdenlebenszeit zurückgelegt hat, wird er aufgenommen von Mir in Mein Reich der Herrlichkeit, wie Ich es verheißen habe, und er wird ewig selig sein. Amen. B.D. NR. 3722.

 

Buch 47-48 3724

Stärke des Willens. Kraft und Macht.

24. März 1946. B.D. NR. 3724.

Ich bin der Herr des Himmels und der Erde, und Meinem Willen muß sich alles fügen. Was sich Mir widersetzet, entäußert sich selbst der Kraft, d.h., es weigert sich, Meine Kraft anzunehmen, und ist dadurch unvollkommen. Was sich aber freiwillig Meinem Willen unterstellt, beziehet Meine Kraft ungemessen und kann Mir gleich wirken in Vollkommenheit. Also ist Mein Wille und dessen Erfüllung maßgebend, in welcher Kraftfülle das Geistwesen steht, und so auch wird der Mensch auf Erden überaus mächtig und kraftvoll sein und seine Kraft gebrauchen können, um Außergewöhnliches zu leisten, so er sich völlig in Meinen Willen einfügt, also seinen Willen gänzlich dem Meinen unterstellt. Dann ist jegliches Denken und Handeln konform gehend mit Meinem Willen von Ewigkeit, dann kann weder Unordnung noch Kraftlosigkeit sein Anteil auf Erden sein, sondern er steht inmitten Meiner Kraftausstrahlung und kann unbeschränkt wirken nach jeder Richtung, doch nur, soweit es Meinem Willen entspricht. Zum Wirken niederer Art steht ihm Meine Kraft nicht zur Verfügung, denn sie verlässet augenblicklich den Menschen, so er sich außerhalb Meines Willens bewegt. Ist jedoch der Mensch einmal in Meine ewige Ordnung eingegangen, hat er sich einmal Meinen Willen zu eigen gemacht, dann ist der Rückfall in verkehrtes Wollen nicht mehr möglich, denn die einmal ihn durchflutende Kraft löst ihn von der Macht, die wider Meinen Willen wirket und alles Geistige an sich zu ziehen sucht. Dann ist ein Nützen der Kraft zu Werken wider Meinen Willen nicht mehr möglich, denn Meine Kraft hält ihn, und er ist unzerreißbar verbunden mit Mir, er hat sein Ziel erreicht für die Erde und auch für die Ewigkeit. Meinem Willen untersteht Himmel und Erde. Und nichts kann sich verändern entgegen Meinem Willen. Doch dem menschlichen Willen lasse Ich für die Zeit des Erdenlaufes volle Freiheit, Ich zwinge ihn nicht, sich dem Meinen zu unterordnen. Ist er aber einmal in Meine ewige Ordnung eingegangen, so geschah dies in völlig freiem Willen, unbeeinflußt und ohne jeglichen Zwang. Und darum erfasse Ich dieses Mir untertan gewordene Geistige voller Liebe und lasse es nicht mehr zurücksinken in die Ketten der Unfreiheit, in den Zustand der Unordnung, selbst wenn Mein Gegner ununterbrochen tätig ist, um das zu Mir Zurückgekehrte wiederzugewinnen für sich. Den Willen des Menschen kann er nicht zwingen, und jeder sonstige Einfluß scheitert an der Kraft, die der Mensch nun sein eigen nennt, denn er wirket nun im Verein mit Mir, und Mich Selbst kann der Gegner nicht außer Kraft setzen. Die Kraft seines Willens aber erprobt der Mensch zu wenig. Unerhörtes könnte er leisten, doch sein Glaube ist nicht stark genug, als daß er seinen Willen tätig werden ließe, und die Schwäche des Glaubens läßt die in dem Menschen wohnende Kraft nicht zur Auswirkung kommen. Er verfügt über Kraft aus Mir durch seinen Mir unterstellten Willen und nützet diese Kraft zu wenig. Er weiß oder glaubt es selbst nicht, wie mächtig er sein kann im Verband mit Mir. Denn er ist noch so weit irdisch, daß sein Denken sich den irdischen Naturgesetzen anpaßt, daß er nur das zur Ausführung kommen läßt, was ihm natürlich ausführbar scheint - er überschreitet nicht die Grenzen, die dem unvollkommenen Menschen gesetzt sind eben durch seine Unvollkommenheit, die er aber unbeachtet lassen kann, weil er sich durch das Unterstellen seines Willens, durch den Kraftzustrom aus Mir in einen Zustand der Vollkommenheit gesetzt hat, der ihm ein Wirken außer dem Rahmen des Natürlichen gestattet, das aber dennoch natürlich bleibt, weil es nur die Folge eines bestimmten Reifegrades der Seele ist, den der Mensch auch auf Erden erreichen kann. Durch mangelhaften Glauben setzt er sich selbst die Grenzen, die ihm von Gott aus nicht gesetzt sind. Es kann also der Mensch in vollster Kraft stehen und sie dennoch zu wenig nützen, weil ihn das menschlich irdische Denken zurückhält, wo allein er seinen Geist sprechen lassen sollte. Denn dieser wird ihn belehren und in ihm den tiefen Glauben zu festigen suchen, vermöge dessen er nun alles ausführen kann, was er will, unter Nützung der Kraft aus Mir. Dann wird er wirken auch zum Segen der Mitmenschen, dann erst wird die Kraft des Glaubens offenbar, denn dann erkennen die Menschen auch die Quelle der Kraft (Kraft der Quelle) an, aus welcher der Gläubige schöpfet, und sie selbst werden begehren zu trinken. Amen. B.D. NR. 3724.

 

Buch 47-48 3727

Wunderwirken in der Endzeit.

27. März 1946. B.D. NR. 3727.

Und in Meinem Namen werdet ihr Wunder zu wirken imstande sein. Denn es soll die Kraft und Macht Meines Namens offenbar werden am Ende der Tage. Der glaubenslosen Welt gegenüber ist dies kein Glaubenszwang mehr, denn die Mir abgewandten Menschen suchen sich alles natürlich zu erklären; Meinen Gläubigen aber mangelt es nicht an der Erkenntnis, und also wissen sie, daß nichts unmöglich ist, sowie es mit Meiner Kraft und mit Unterstellung unter Meinen Willen ausgeführt wird. Die letzte Zeit erfordert große Zeichen, auf daß Mein Wirken zutage tritt, auf daß noch zu Mir finden die letzten, die Schwachen im Geist, die dadurch Stärkung erfahren, auf daß ihr Entscheid der rechten Richtung gilt. Und es werden Meine Diener auf Erden über außergewöhnliche Kraft verfügen und diese anwenden können Schwachen und Kranken gegenüber, geistig und körperlich Hilfsbedürftigen, die nicht gänzlich ohne Glauben sind. Denn es wirket auch Mein Gegner in einer Weise, daß er sich selbst äußert durch falsche Propheten, daß er Menschen, die ihm hörig sind, Kraft zuführt, gleichfalls Dinge zu vollbringen, die übernatürlich scheinen, um die wahren Wunder, die Ich durch Meinen Geist wirke, zu entkräften und so die Gläubigen von Mir abwendig zu machen. Doch Meine Kraftzuleitung ist anderer Art, sie ist nicht von der Willensstärke eines Menschen, sondern von dessen Glaubensstärke abhängig, sie wurzelt im tiefen Glauben an Mich und Meinen Beistand, und die Liebe eines Menschen bringt sie zur Auswirkung, während überstarker Wille ohne Glauben an Mich sich von Meinem Gegner beeinflussen läßt und er dann ausführt, was Mein Gegner will, was niemals die Liebe zum Anlaß hat und niemals Liebeerweckend ist. Darum lenket euer Augenmerk darauf, ob die Wunder, die ihr sehet, Liebeswirken sind, ausgeführt an leidenden sich in Not befindlichen Mitmenschen, oder ob sie Werke sind zur Vermehrung irdischer Güter - ob es ein rein materielles Wirken ist, wo keinerlei Liebe zum Mitmenschen herausspricht. Denn bezwecket ein Wunder irdischen Glanz und Vorteil, dann ist es nicht von Mir gewollt und bewirkt. Befreit es aber den Menschen aus körperlicher oder geistiger Not, dann bin Ich Selbst am Werk und wirke durch Meine Diener auf Erden, denen Ich Kraft verleihe in erhöhtem Maß, um Mich Selbst zu offenbaren durch jene. Und Meine Diener werden es fühlen, wenn sie durch Mich veranlaßt werden, Wundertaten zu verrichten - sie werden nicht verstandesmäßig etwas ausführen, sondern plötzlich von innen heraus angetrieben werden zu Reden und Taten, sowie Meine Kraft sie durchströmt durch Meinen Willen. Dann setzen sie Mir keinen Widerstand entgegen, sondern sie wollen das gleiche, weil Ich ihnen dies durch Meinen Geist kundtue und sie dann reden und handeln als Meine Organe, sie führen Meinen Willen aus, nur den Mitmenschen durch die Person des Dieners auf Erden ersichtlich, denn die Zeit des Endes erfordert außergewöhnliches Wirken, auf daß Ich Selbst, Meine Macht und Kraft und Liebe, offenbar werde - auf daß die Gläubigen sich daran aufrichten und die Schwachen noch zu Mir finden in letzter Stunde, bevor das letzte Ende kommt. Amen. B.D. NR. 3727.

 

Buch 47-48 3728

Wer Mein Fleisch isset.

28. März 1946. B.D. NR. 3728.

Verbindet euch im Geist mit Mir, und ihr werdet schöpfen können aus dem Quell des Lebens, ihr werdet euch sättigen können mit dem Brot des Himmels, ihr werdet Kraft empfangen und nicht mehr zu darben brauchen trotz irdischer Not, denn Körper und Seele werden gestärkt sein, so ihr Mein Wort, das Brot des Himmels, entgegennehmet - Körper und Seele werden leben - ersterer, solange Ich es bestimmt habe, letztere aber in Ewigkeit. Eines nur tut euch not, daß ihr die Seele speiset, daß ihr die Nahrung ihr zuführet, die ihr das Leben gewährleistet, denn eine tote Seele in einem noch so lebensfreudigen Körper ist euer Verderben, sowie ihr das irdische Leben hingeben müsset; denn eine tote Seele ist kraftlos, doch nicht ohne Empfindung, und sie leidet unermeßliche Qualen in ihrem toten Zustand. Darum schaffet ihr das Leben, lasset sie nicht in dem toten Zustand in die Ewigkeit eingehen, sondern sorget, daß sie lebt und im jenseitigen Leben tätig sein kann, daß sie voller Kraft und darum auch selig ist. Und das Leben der Seele erfordert ein ständiges Zuführen von Nahrung, von geistiger Speise, auf daß sie kraftvoll wird und tätig sein kann. Ständig trage Ich euch als Spender geistiger Speise diese an und warte auf eure Bereitwilligkeit, sie in Empfang zu nehmen, ständig rufe Ich euch zum Abendmahl, um euch Mein Wort, Mein Fleisch und Mein Blut, darzubieten, um euch zu sättigen mit einer Speise, die eurer Seele das ewige Leben gewährleistet - und Meinem Ruf sollet ihr Folge leisten, ihr sollt kommen hungrigen Herzens und euch speisen und tränken lassen von Mir, ihr sollt Meine Gäste sein, die Ich beköstige mit allem, was eure Seele benötigt, um leben zu können. Ihr sollt Mein Abendmahl nicht geringschätzen, ihr sollt nicht daran vorübergehen und die Speise unberührt lassen, die Meine Liebe euch bietet - ihr sollt immer und immer Verbindung suchen mit Mir und euch beschenken lassen von Mir, d.h. nach Meinem Geschenk Verlangen tragen und es dankend in Empfang nehmen. Denn Ich kann euch nichts geben, so ihr nichts begehret, weil Meine Speise, das Himmelsbrot, gar köstlich ist und nicht vermittelt werden kann denen, die kein Verlangen danach tragen. Und darum muß euer Herz euch zu Mir treiben, ihr müsset mit Mir Verbindung suchen und Mich bitten um Nahrung für eure Seele, ihr müsset vollbewußt zu Mir hintreten und das Abendmahl empfangen wollen, Mein Wort, das Ich euch in aller Liebe biete, das geistige Speise und geistiger Trank ist, das Ich mit Meiner Kraft segne und das darum Leben-spendend ist für den, der es im Verlangen nach Mir und Meiner Liebe genießet. Und sein Verlangen wird gestillt werden und doch immer wieder ihn zu Mir hintreiben, denn wer einmal genossen hat von Meinem Himmelsbrot, wer einmal sich am Quell Meiner Liebe gelabt hat, der kehrt immer und immer wieder zu ihm zurück, er kann ohne die Nahrung seiner Seele nicht mehr bestehen, er wird ein ständiger Gast sein an Meinem Tisch, und Ich werde ihm das Abendmahl reichen können stets und ständig. Und seine Seele wird leben, sie hat den Tod überwunden, und sie kann nimmermehr in den Zustand des Todes zurücksinken, denn Meine Nahrung sichert ihr das ewige Leben, wie Ich es verheißen habe mit den Worten: Wer Mein Fleisch isset und trinket Mein Blut, der hat das ewige Leben. Amen. B.D. NR. 3728.

 

Buch 47-48 3729

Die Kirche Christi. Glaube - Fels.

29. März 1946. B.D. NR. 3729.

Die wahre Kirche Christi umfasset nicht die Anhänger dieser oder jener Geistesrichtung, dieser oder jener Organisation, sondern nur allein die Schar derer, die im lebendigen Glauben stehen. Vom Glauben allein hat es Gott abhängig gemacht, ob sich der Mensch zur Kirche Christi zählen kann. Darum wird Seine Kirche auch überall bestehen können, sie wird überall verbreitet sein, wo Menschen leben, die im Glauben an Jesus Christus stehen und Ihm zufolge auch ein Leben führen, das Nachfolge Christi genannt werden kann, das dem Willen Gottes entspricht, Der in Jesus Christus auf Erden wandelte, um den Menschen Seinen Willen kundzutun durch Sein Wort und Seinen Wandel auf Erden als lebendiges Beispiel Seines Wortes. Denn wer tief gläubig ist, der hält auch die Gebote Gottes, er wandelt in der Liebe und gestaltet sich zu einem Kind Gottes, er ist Anhänger der Kirche Christi und darum Anwärter auf Sein Reich. Der tiefe Glaube und also ein Leben in Liebe zieht das Wirken des Geistes Gottes im Menschen nach sich, und also wird die Kirche Christi stets und ständig von Seinem Geist erfüllt sein, sie wird nur wahr und recht predigen können, sie wird Weisheit lehren können und in voller Kraft des Glaubens stehen, d.h., sie wird auch andere Menschen, so sie willig sind, zu überzeugen vermögen von ihrem Wert, von ihrem Wirken im Auftrag Gottes, Sein Reich zu verkünden aller Welt. Doch nur die guten Willens sind, werden dies erkennen, den anderen aber bleibt ihr Wert verborgen, denn sie wissen nichts um die Merkmale der Kirche Christi - und sie wissen auch nicht Rechtes von Falschem zu unterscheiden. Wo aber weltliche Organisationen den Anspruch machen, die von Jesus Christus erwähnte Kirche Christi auf Erden zu sein, vertreten sie zumeist nur die äußere Form, nicht aber den Kern. Sie lehren wohl Christi Wort, doch erst der lebendige Glaube gibt dem Wort Gottes den rechten Sinn und den rechten Wert für die Seele des Menschen. Und es kann der lebendige Glaube in jeder kirchlichen Organisation sein, wie er auch in einer jeden fehlen kann, doch Anhänger Seiner Kirche ist nur, der diesen lebendigen Glauben sein eigen nennt. Der lebendige Glaube stellt aber zuerst das rechte Verhältnis zu Gott her durch Wirken in Liebe. Dadurch wird der Geist im Menschen erweckt, der ihn belehret, und dann kann der Mensch hell und klar erkennen, worin die Kirche Christi besteht - er kann wohl unterscheiden Gottes Willen und den Willen der Menschen unter dem Deckmantel christlichen Glaubens. Dann gehört er zur Kirche Christi, die keinen anderen Namen benötigt, die kein äußeres Merkmal aufzuweisen hat als nur die Wirksamkeit der Kraft des Geistes, die auch nach außen zu erkennen ist durch einen Lebenswandel in Liebe und Weisheit. Ist aber der Mensch Anhänger jener Kirche, dann ist er auch jener Kirche treu bis zum Ende, denn wer einmal im lebendigen Glauben steht, der hat auch in sich das Licht, das ewig leuchtet - er steht in der Wahrheit und wird nun auch aufklärend tätig sein können, weil der Geist in ihm ihn dazu treibt. Unerschütterlich ist sein Glaube und also wie ein Fels, der allen Anstürmen Trotz bietet - und die Pforten der Hölle werden nichts ausrichten wider einen solchen Glauben und nimmermehr die Kirche Christi zum Wanken bringen - wie es Christus verheißen hat. Seine Kirche ist unüberwindlich und wird es bleiben bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3729.

 

Buch 47-48 3730

Gabe zu lehren. Lehramt.

30. März 1946. B.D. NR. 3730.

Die Gabe, zu lehren in Meinem Namen, wird euch zuteil werden, so eure Mission einsetzet. Ihr werdet euch durchdrungen fühlen von Meinem Geist und nun auch mit Überzeugung reden können, denn Ich Selbst äußere Mich durch euch. Ich lege euch die Worte in den Mund, und doch wird auch euer Verstand es fassen, was ihr redet, was ihr, durch Meinen Geist getrieben, den Mitmenschen nun vermittelt. Denn es ist der Inhalt Meines Wortes, das euch zugeht von oben, aus dem Reiche des Lichtes, wo die Wahrheit ihren Ausgang hat. Und darum werdet ihr nur reine Wahrheit verbreiten, so ihr lehret in Meinem Namen. Es werden euch Gedanken zuströmen, die ihr auffanget mit Herz und Verstand, und es wird euch selbst mit innerer Freude erfüllen, daß ihr geistiges Gut, das überaus wertvoll ist, verbreiten dürfet. Und es wird die Liebe des Herzens euch treiben, euren Mitmenschen auszuteilen, was euch selbst beglückt. Denn der Lehrende ist reich an Wissen und somit von Mir aus berufen für sein Lehramt. Doch allen Ernstes muß er den falschen Lehrern und Propheten gegenübertreten und ihre Lehre zu entkräften suchen, soweit sie der Wahrheit nicht entsprechen. Er soll nicht fürchten, ihnen nicht gewachsen zu sein, denn wieder ist es nicht er selbst, sondern Mein Geist, der aus ihm spricht. Und Mein Geist ist jedem Menschenverstand überlegen, er kann die schwierigsten Probleme lösen, den größten Irrtum aufdecken und widerlegen, und er findet keinen Gegner auf Erden, der ihn an Weisheit übertrifft. Doch ihm muß Gelegenheit gegeben werden zum Wirken durch eure Willigkeit, auch jenen gegenüber das Lehramt zu übernehmen, d.h., ihr dürfet euch nicht sträuben oder zurückschreckenlassen, so euch menschliche Verstandesweisheit stellen will, um euch unschädlich zumachen oder eure Lehren zu entkräften. Dann tretet nur in innigen Verband mit Mir, und ihr werdet auch die größten Redner schlagen können, weil Ich es bin, Der durch euch Sich äußert, und Mir wahrlich niemand gewachsen ist. Lasset euch treiben durch euren Geist, er wird euch recht führen, er wird euch recht tun und reden lassen, er wird eure Gedanken ordnen, denn wem Ich ein Lehramt gebe, dem gebe Ich auch Meine Hilfe, es recht zu verwalten. Denn Ich will, daß die Wahrheit verbreitet werde, daß die Lüge und der Irrtum gebrandmarkt werde und daß der Menschen Denken in rechter Richtung sich bewege, denn nur durch die Wahrheit können die Menschen selig werden. Und darum sollet ihr, Meine Jünger auf Erden, euch als Wahrheitsträger Mir zur Verfügung stellen, wo und wann Ich euch benötige, und es wird euch dies durch Meinen Geist in euch kundgetan werden, so daß ihr jeder Verantwortung, falsch zu handeln, enthoben seid, denn wer sich Mir angetragen hat, den führe und lenke Ich Selbst, auf daß er Meinen Willen erfüllen kann. Amen. B.D. NR. 3730.

 

Buch 47-48 3731

Lehrtätigkeit in der Notzeit - Endzeit.

31. März 1946. B.D. NR. 3731.

Eine gemeinsame Arbeit muß einsetzen für alle, die Ich dazu berufen habe, auf daß sie Mein Wort predigen in größter irdischer Not. Überall werden Menschen nötig sein, die Mich verkünden und die Mitmenschen belehren sollen, denn überall wird große Not sein, überall werden die Menschen verzagt sein und sich nicht mehr zurechtfinden können, so ihnen jegliche Kenntnis mangelt um Mein Walten und Wirken, um Zweck und Sinn dessen, was den Menschen zu tragen auferlegt ist; denn solange ihnen ihr Ziel unbekannt ist, wissen sie auch nichts um die Mittel, dieses Ziel zu erreichen. Und Ich werde daher die Schritte Meiner Diener hinlenken, wo ihre Wirksamkeit benötigt wird, wo Ich Herzen weiß, die bereit sind, sich zu öffnen und Mein Wort anzuhören. Und es wird ein jeder wirken können in seinem Kreise, und mehr oder weniger groß wird dieser Kreis sein, je nach der Lehrfähigkeit Meines Dieners auf Erden, der nun sein Amt antritt vollbewußt, für Mich und Mein Reich tätig zu sein. Darum greife keiner vor, sondern jeder warte geduldig, bis der Ruf an ihn kommet, bis Ich Selbst ihn anweise, vernehmbar durch sein Herz - denn alles nimmt zuvor seinen Gang nach Meinem Willen. Es wird wohl Glaubensstärke gefordert von den Meinen angesichts der Not, die überall zutage tritt, die für viele Menschen untragbar erscheint und die Ich doch zulasse, um die Herzen jener Mir zuzuwenden. Die Meinen wissen um den Zweck der Not und sollen dieses Wissen den Mitmenschen übermitteln, und darum lasse Ich auch für die Meinen die Not zu, um ihnen die Möglichkeit zu geben, auf den Mitmenschen einzuwirken durch die Kraft ihres Glaubens, die alles leichter ertragen und überwinden lässet. Den Meinen stehe Ich bei, sowie sie Mich rufen, und darum wird ihre Not auch allzeit erträglich sein, denn immer wieder wird ein Ausweg sein, wo menschlich keine Hilfe möglich erscheint. Sie aber sollen Mir dienen in dieser Zeit, sie sollen für Mich reden und Meiner Liebe, Weisheit und Allmacht Erwähnung tun, sie sollen Mich bekennen vor der Welt und den Mitmenschen die rechte Einstellung zu Mir anempfehlen, die allein ihnen Schutz und Hilfe sichert. Sie sollen lehren und Mich und Mein Wort verkünden, und dies immer, wenn es möglich ist, besonders aber in der großen Notzeit, die Meinem Eingriff auf Erden vorangeht und ihm auch folgen wird. Wo ihr große Not sehet, wisset ihr, daß euer Wirken erforderlich ist, und euer gemeinsames Wirken wird nicht ohne Erfolg sein, so ihr selbst glaubensstark seid und Mich stets und ständig im Herzen traget. Dann wird euch selbst die Not nicht schrecken, wenngleich ihr täglich Augen- und Ohrenzeugen davon seid. Denn ihr wisset, warum Ich sie zulasse, ihr erkennet ihre Notwendigkeit und den Segen, den ein jeder Mensch daraus ziehen kann. Und darum ist ein jeder einzelne von euch nötig zur Verbreitung Meiner Lehre, und jeder einzelne wird tätig sein können entsprechend seiner Fähigkeit, immer aber Meines Segens gewiß, weil Ich rüstige Arbeiter brauche für Meinen Weinberg in der Zeit, die dem letzten Ende vorangeht. Amen. B.D. NR. 3731.

 

Buch 47-48 3732

Übung zum Hören der Stimme des Geistes.

1. Apri 1946. B.D. NR. 3732.

Ihr vernehmet die Stimme des Geistes deutlich in euch, so ihr danach Verlangen traget und Gott dieses Verlangen selbst gedanklich kundtut. Denn durch diese gedankliche Willensäußerung macht ihr euch fähig, gedankliche Strömungen aufzunehmen aus dem geistigen Reich. So ihr nicht selbst Aufschluß begehret, kann euch kein Aufschluß werden, Gott aber kommt jedem Verlangen des Herzens entgegen und bedenket euch eurem Reifegrad und eurem Willen gemäß. Doch ihr müsset achtsam sein auf eure Gedanken, die, so ihr euch mit geistigen Problemen beschäftigt, in verschiedener Art euch zugehen. Sie werden euch verschieden berühren, annehmbar oder unannehmbar euch erscheinen, und so ihr zuvor innig gebetet habt um Erhellung des Geistes, könnet ihr dann unbedenklich annehmen oder fallenlassen, wozu es euch treibt, ihr könnet dann eurem Gefühl nachgehen, und ihr werdet das Rechte annehmen, das Falsche aber ablehnen. Je nach der Tiefe eures Wahrheitsverlangens berühren euch die Gedanken aus der geistigen Welt, so daß ein ernstlich die Wahrheit begehrender Mensch von irrigen Gedankenströmungen unberührt bleibt, weil dann der Einfluß irriger Kräfte nicht mehr genügt, das Denken des Menschen gefangenzunehmen, weil dann die Lichtwesen freies Wirken haben und der Mensch unbedenklich deren gedanklichen Übermittlungen sich öffnen wird. Ihr müsset euch üben in diesem Vorgang geistigen Wirkens, d.h., ihr müsset eurem Innenleben mehr Beachtung schenken, des öfteren in die Stille euch zurückziehen und bei einem Problem, über welches ihr Aufklärung wünschet, längere Zeit verharren in Gedanken. Jedoch immer muß dieser Übung inniges Gebet vorangehen, auf daß ihr die Verbindung herstellet mit Gott und also auch mit den geistigen Kräften, die in Seinem Willen wirken und deren Wirken in der Übermittlung vollwahren Geistesgutes besteht. Diese innige Verbindung schützt euch vor dem Zugang irriger Kräfte, deren Bestreben verständlicherweise ist, euer Denken zu trüben und zu verwirren, denn der Kampf der Finsternis gegen das Licht und umgekehrt liegt allem zugrunde und wird geführt werden noch ewige Zeiten. Wer aber Gott anerkennt als liebevollstes, weises und allmächtiges Wesen, wer bewußt mit diesem höchst vollkommenen Wesen in Verbindung tritt, wer ständig sich bemüht, Seinen Willen zu erfüllen, und dann nach diesen Voraussetzungen in der reinen Wahrheit zu stehen begehrt, den lässet Gott nicht den Kräften der Finsternis anheimfallen - Er unterweiset ihn Selbst gedanklich, und es braucht der Mensch nur sein Herz zu öffnen, zu horchen nach innen und seinen Gedanken Beachtung zu schenken, und er wird wahrlich auf rechter Fährte sein und Aufschluß erhalten, worüber er Aufschluß begehret. Denn Gott als die ewige Wahrheit will auch Seinen Geschöpfen die Wahrheit zuleiten, Gott als die ewige Liebe fordert aber auch den Willen der Menschen, sich gleichfalls zur Liebe zu formen, und wer dies anstrebt, der strebt auch die Wahrheit an, weil Gott, die Liebe und die Wahrheit nicht ohne einander zu denken sind. Und so ist jeder liebewillige, wahrheitsverlangende Mensch auch fähig, die Stimme Gottes, Der Sich durch den Geist im Menschen äußert, zu vernehmen - gedanklich oder in erhöhtem Reifezustand der Seele auch tönend, und immer wird es die gleiche Wahrheit sein, die dem Menschen geboten wird, die völlig eins ist mit dem Wort, das Gottes große Liebe den Menschen auf Erden direkt zuleitet durch erweckte Diener und Propheten, die in freiem Willen sich Ihm zum Dienst angeboten haben, um den irrenden Seelen zu helfen in größter geistiger Not. Denn die geistige Finsternis ist übergroß, und es bedürfen die Menschen dringend der Hilfe, wollen sie selig werden. Amen. B.D. NR. 3732.

 

Buch 47-48 3740

Tuet dies zu Meinem Gedächtnis. Abendmahl.

9. und 10. April 1946. B.D. NR. 3740.

Von Mir geht die Kraft aus, die Weisheit und auch das Leben. Und so muß Ich als Quell der Kraft und des Lichtes erkannt werden, und es muß die Verbindung mit Mir gesucht werden, um durch den Empfang von Kraft und Licht zum Leben zu gelangen. Also muß Ich Mich in euch wiederfinden können, d.h., Licht und Kraft, also Wissen um die ewige Wahrheit und als Folge davon Kraft in aller Fülle, muß in euch sein - Mein Geist muß in euch wirken - und Ich Selbst also in euch wirksam sein können, dann erst werdet ihr leben, aber das Leben auch in Ewigkeit nicht mehr verlieren. Ihr seid dann mit Mir vereint, und diese Vereinigung ist die wahre Kommunion. Die Vereinigung mit Mir ist unerläßlich, ansonsten ihr weder Kraft noch Licht empfangen könnet, denn der Zusammenschluß mit dem ewigen Urquell muß zuvor stattfinden, soll nun der Strom Meiner Liebe übergeleitet werden in das Herz des Menschen. Um aber jenen Zusammenschluß herzustellen, ist erstmalig der Wille dazu erforderlich, von Mir etwas in Empfang zu nehmen. Der Wille aber erfordert gedankliche Tätigkeit, also Ich muß als Quell und somit als Geber dessen, was der Mensch begehrt, erkannt werden von Herz und Verstand, und gedanklich muß der Mensch Mir zustreben. Dann erst wird der Wille tätig, und er erfüllt die Bedingungen, die den Zusammenschluß mit Mir herbeiführen. Der tätig gewordenen Wille ist gleich einem Wirken in Liebe. Dieses aber ist unerläßlich, und so ist Mein Liebegebot nimmermehr zu umgehen von denen, die wahrhaft kommunizieren wollen, die sich vereinigen wollen mit Mir. Teilet Gaben aus, speiset und tränket euren Nächsten, der hilfsbedürftig ist, lasset euch seine Not angelegen sein geistig und irdisch, gebet, wie Ich euch gegeben habe, erquicket die Seele und den Körper des Nächsten, erbarmet euch der Schwachen und Kranken, tröstet die Betrübten, richtet auf die Bedrückten, lindert die Not stets und ständig, immer im Hinblick auf Mich, Der Ich euch den Weg auf Erden vorgelebt habe. Teilet alles, was ihr besitzet, mit den Armen. Dann erfüllet ihr Mein Gebot der Liebe und somit die erste Bedingung zum Zusammenschluß mit Mir, denn dann erst kann Ich Mich mit euch vereinigen, wenn ihr euer Herz zur Liebe gestaltet habt, ansonsten eine Vereinigung mit Mir unmöglich ist, und ob ihr noch so viele äußere Formen berücksichtigt, die keinen Einfluß haben auf den Zustand eures (r) Herzens (Seele). Ich will euch das Leben geben, Kraft und Licht spenden im Übermaß, doch nimmermehr ist dies möglich, solange ihr nicht euren Willen tätig werden lasset, solange ihr nicht die Liebe übet. Wie ihr aber die Liebe üben sollet, habe Ich Selbst euch gelehrt und euch ständig ermahnet, Mir nachzufolgen. Denket an Mich und Meine Lehre, und dann handelt ihr entsprechend, und ihr werdet wahrlich zum Aufnahmegefäß Meines Geistes werden, ihr werdet also den Anteil Meiner Selbst in euch wirksam werden lassen. Ihr ziehet Mich Selbst zu euch durch Wirken in Liebe, und also vereinigt ihr euch mit Mir, dem Urquell der Kraft und des Lichtes von Ewigkeit, und ihr könnet sonach auch empfangen ohne Einschränkung Licht und Kraft - Wissen und Macht. (10. April 1946) Die Vereinigung mit Mir muß zuvor vollzogen sein durch Wirken in Liebe, dann erst kann Ich Selbst in euch gegenwärtig sein - auch im Geist, und dann erst kann Ich euch speisen und tränken mit geistiger Nahrung, mit Fleisch und Blut, mit Meinem Leib im geistigen Sinn. Denn Ich Selbst bin das Wort, also reiche Ich euch das Abendmahl, so Ich euch Mein Wort vermittle, das eurer Seele geistige Nahrung ist, Ihr könnet diese Nahrung wohl auch entgegennehmen ohne zuvoriges Liebeswirken, doch dann ist es kein Kommunizieren, keine Vereinigung mit Mir, denn dann ist es noch kein Abendmahl, es kann euch aber dazu führen, so ihr das Wort nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem Herzen entgegennehmet und danach lebet. Das Tätigwerden eures Willens, das Wirken in Liebe, stellt erst die geistige Vereinigung mit Mir her. Das Wirken in Liebe aber besteht im Geben, in unausgesetzem Mitteilen und Austeilen dessen, was ihr besitzet, was euch selbst beglückt, um auch den Mitmenschen, der dessen bedürftig ist, zu beglücken. Und so ihr dieses nicht übet, so ihr nicht Mir darin nachzufolgen sucht, werdet ihr nicht an Meinem Tisch gespeist werden können, ihr werdet nicht das Abendmahl halten können mit Mir, weil ihr euch selbst als Meine Gäste ausschaltet, weil Ich euch dann unnahbar bleibe, bis ihr selbst euch zur Liebe gewandelt habt, die Meine Ursubstanz ist und ewig bleiben wird. Nehmet ihr das Abendmahl entgegen in der von euch Menschen gewählten Form, so bleibt dies immer nur eine äußere Handlung, die erst dann den tiefen geistigen Sinn bekommt, so euer Herz von tiefer Liebe erfüllt ist, die aber nicht nur gefühlsmäßig euch bewegen darf, sondern in Werken uneigennütziger Nächstenliebe zum Ausdruck kommen muß. Denn nur, wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm. Dieses Mein Wort liegt auch dem von Mir eingesetzten Abendmahl zugrunde. Und immer sollet ihr euch Meinen Lebenswandel auf Erden vor Augen halten und Mir in allem nachfolgen. Und so, wie ihr austeilet, so wird euch auch zugeteilt werden, geistig und irdisch; ihr werdet, so ihr in innigem Verband stehet mit Mir durch die Liebe, gesättigt und gekräftigt sein jederzeit. Im Andenken an Mich ständig Werke der Liebe verrichten - und dadurch mit Mir die sichere Vereinigung herstellen, die euch das Zuführen Meines Wortes, Meines Fleisches und Blutes, gewährleistet - das ist der tiefe geistige Sinn dessen: Tuet dies zu Meinem Gedächtnis, den ihr alle wohl verstehen werdet, so euer Wille ernst ist, Meiner Worte geistigen Sinn zu ergründen. Amen. B.D. NR. 3740.

 

Buch 47-48 3747

Bedeutung des Erlösungswerkes.

Ostersonnabend 20. April 1946. B.D. NR. 3747.

Die Tiefe Meines Erlösungswerkes, seine umfassende Bedeutung für ewige Zeiten, werdet ihr auf Erden niemals ermessen, denn euer Verstand fasset es nicht, solange ihr nicht wiedergeboren seid, und dies in hohem Grade. Dennoch wird es euch verständlich sein können, daß ihr ohne Meine Erlösung verloren wäret endlos lange Zeit, denn um den Grad, der euch der Anschauung Gottes würdig macht, von selbst zu erreichen, würden ewige Zeiten vergehen, wenn ihr ihn überhaupt erreichtet. Doch wahrscheinlicher wäre es, daß ihr immer tiefer absinket durch eure Willensschwäche auf Erden, die im jenseitigen Reich nicht behoben werden kann ohne Meine Hilfe. Ich kam deshalb auf diese Erde, um euch aus einem Zustand der Qual und ewiger Hoffnungslosigkeit zu erlösen. Was die Menschheit in ihrer Willensschwäche nicht zuwege brachte zu ihrer geistigen Errettung, das mußte der Wille eines Menschen zuwege bringen, sollte der gesamten Menschheit Rettung werden. Dies werdet ihr begreifen können, daß, sollte der Menschheit geholfen werden, ihr der Weg gezeigt werden mußte und daß diese Aufgabe von einem Menschen gelöst werden mußte, ansonsten niemand sich bemühen würde, eine Arbeit an sich in Angriff zu nehmen, wenn sie nicht menschlich ausführbar ihm erscheint. Als Mensch mußte Ich ihnen das Leben vorleben, und dem Menschen Jesus muß der Mensch nachfolgen, der die Erlösung anstrebt. Ein überaus starker Wille gehört dazu, doch dieser war schwach, weil der Menschheit zur Zeit Meiner Niederkunft auf Erden der Glaube fehlte an einen Gott der Liebe, der Weisheit und der Allmacht. Die Glaubenslosigkeit der Menschen war Ursache des geschwächten Willens, und daher gab es für sie keine Rettung, bevor sie nicht glauben lernten und mit dem Glauben auch Stärkung des Willens erfuhren. Und Ich suchte ihnen als Mensch den Glauben wiederzugeben, Ich belehrte sie, Ich wirkte Wunder, um ihnen die Kraft des Glaubens zu beweisen. Ich gab ihnen den letzten Beweis der Wahrheit Meines Wortes .... daß Ich den Tod überwand, daß Ich auferstand als Mensch zum ewigen Leben. Und also mußte Ich als Mensch auch bereit sein, den schwersten Tod, den Kreuzestod, auf Mich zu nehmen, auf daß alle Menschen davon Kenntnis nehmen konnten, um auch Meine Auferstehung vom Tode erkennen zu können als Krönung, als Erfolg des starken Willens, zu Gott zu gelangen im Glauben an Ihn. Ich mußte im Gegensatz zu den Menschen einen starken Willen aufbringen, Ich mußte Mich töten lassen, um ihnen den Beweis zu geben, daß der Tod überwindlich ist. Und Ich vollbrachte dieses Werk, um die Menschen von ihrer Willensschwäche zu erlösen, die ewiger Tod bedeutet und ewige Zeiten unfaßbarer Qual. Ich starb für die Menschen am Kreuz den schmerzvollsten, bittersten Tod, weil Ich sie zum ewigen Leben führen wollte. Was die gesamte Menschheit nicht zuwege brachte, mußte die Liebe eines Menschen ausführen, der willensstark war im Gegensatz zur Menschheit, deren Wille völlig geschwächt war, weil sie nicht mehr glaubte - weil jegliche Verbindung ihr mangelte mit Mir und Ich daher ihr keine Kraft zuführen konnte. Und Ich zeigte durch den Menschen Jesus der gesamten Menschheit den Weg, auf welchem sie ungemessen Kraft von Mir beziehen konnte und also auch frei werden konnte aus dem Zustand des Todes. Ich vollbrachte das Werk der Erlösung als Mensch nicht für einen Menschen, sondern für alle, die glauben. Und für sie genügt das Erdenleben, um sich aus dem Zustand des Todes zu befreien und zum ewigen Leben zu gelangen.Was niemand vermag aus eigener Kraft, das vermag er mit Mir, im Glauben an den göttlichen Erlöser, an Jesus Christus, Der für die Menschen starb am Kreuz, um sie zu Überwindern des Todes zu machen. Wer an Mich glaubt, der hat den Tod überwunden, denn für ihn starb Ich, und seine Willensschwäche kann er beheben mit Meiner Hilfe, mit Meiner Gnade, die Ich durch Meinen Tod am Kreuz als Mensch erworben habe für die gesamte Menschheit - und er wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3747.

 

Buch 47-48 3748

Fortsetzung des Erlösungswerkes. Mission.

Ostern 21. April 1946. B.D. NR. 3748.

Und Meine Mission auf Erden muß fortgesetzt werden, indem Meine Liebelehre verkündet wird stets und ständig den Menschen, die guten Willens sind, auf daß alle der Gnaden des Erlösungswerkes teilhaftig werden, auf daß ihnen durch Liebeswirken verständlich werde, worin die Erlösung besteht, auf daß sie von innen heraus belehrt werden können durch Meinen Geist über Sinn und Zweck des Erdenlebens und ihre damit verbundene geistige Aufgabe. Zur Zeit Meines Erdenwandels lebte die Menschheit in finsterster Geistesnacht, und dies durch eigene Schuld, weil sie die Liebe außer acht ließ. Ich zeigte ihnen den Weg zum Licht und erwarb ihnen durch Meinen Kreuzestod auch die gleiche Fähigkeit, die Willensstärke, diesen Weg zu wandeln - Ich lehrte sie die Gebote der Liebe erfüllen und leitete sie dadurch in die Weisheit - in das Wissen um Ziel und Bestimmung jedes einzelnen Menschen und um die Mittel zur Erreichung dieses Zieles. Und die Mir nachfolgten, denen tat sich die Tür des Himmels auf, sie wurden frei von dem Druck, der endlos lange Zeiten auf ihren Seelen gelastet hatte. Sie erkannten, was es heißt, das ewige Leben zu besitzen - sie waren erlöst von der Gebundenheit, erlöst von der Unkenntnis, von der Kraftlosigkeit. Sie kamen Mir nahe und konnten Meine Liebekraft in Empfang nehmen, die Licht- und Kraftfülle für die menschliche Seele bedeutete. Doch für alle Zeiten war Mein Erlösungswerk vollbracht. Denn immer ist die Erde belebt von unreifem Geistigen, das noch in den Banden Meines Gegners schmachtet, das noch gefesselt am Boden liegt so lange, bis es sich durch eigenen Willen dieser Fessel entledigt. Doch es muß wissen um seinen Geisteszustand, um die Knechtschaft des Satans, um seinen Urzustand und um die Möglichkeit, diesen wieder zurückgewinnen - es muß diesem unreifen Geistigen der Weg gezeigt werden, es muß ihm Kunde gebracht werden von dem Erlösungswerk, das ein Mensch in übergroßer Liebe für die gesamte Menschheit vollbracht hat, auf daß sie frei werden von gegnerischer Gewalt. Und dieses Wissen muß den Menschen zugeleitet werden. Das ist die Mission, für welche Ich Diener auf Erden benötige, auf daß Mein Erlösungswerk fortgesetzt werde, solange die Erde besteht. Immer und immer wieder erwecke Ich Diener und Propheten, d.h. Mir ergebene Menschen, die für Mich jene Arbeit zu leisten willig sind, wozu Ich sie benötige. Und diese sollen Meine Liebelehre verbreiten und die Menschen ermahnen zu stetem Wirken in Liebe. Dann erst kann der Erlösungsprozeß beginnen, dann erst kann der Mensch wissend werden und bewußt anstreben, wozu ihm sonst jegliches Wissen mangelt als Merkmal seiner Unfreiheit, als Merkmal der Geistesnacht, in der die Menschheit dahinwandelt. Licht soll gebracht werden in das Dunkel, und Lichtträger sollen in Meinem Auftrag tätig sein, Mein Wort zu verbreiten, auf daß die Menschen angeregt werden, Mir nachzufolgen, auf daß sie glauben an Mich und Mein Erlösungswerk und sich durch diesen Glauben die Gnaden Meines Erlösungswerkes zunutze machen, auf daß ihr Wille gestärkt werde und sie den Gang zur Höhe zurücklegen können mit Meiner Unterstützung, mit Meiner Kraft, die jedem zur Verfügung steht, der sie begehrt und durch Liebeswirken sich ihrer würdig macht. Und es wird der Tod überwunden sein, es wird der Mensch den Tod nicht fühlen und nicht schmecken, er wird leben in Ewigkeit, wie Ich es verheißen habe. Amen. B.D. NR. 3748.

 

Buch 47-48 3751

Tiefe der göttlichen Liebe.

24. April 1946. B.D. NR. 3751.

Worte vermögen nicht, die Tiefe Meiner Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, auszudrücken, und ihr würdet es auch nicht fassen, wie stark die geistige Bindung zwischen Mir und euch ist. Und darum gebe Ich euch nicht auf, und so ihr noch so weit euch von Mir entfernen zu können glaubt durch eure verkehrte Willensrichtung. Ihr erkennt Mich nicht, Ich aber weiß, was ihr seid, und kann euch daher nicht aufgeben, weil dies unmöglich ist, denn ihr seid Produkte Meiner Liebe, ihr seid Erzeugnisse Meines in der höchsten Vollkommenheit stehenden Willens, also seid ihr in eurer Ursubstanz etwas Göttliches, ihr seid ein Teil Meiner Selbst. Ihr seid Geschöpfe, uranfänglich in höchster Vollkommenheit ins Dasein gerufen, die Ich lieben muß in Ewigkeit. Und es kann Meine Liebe zu euch nimmermehr vergehen oder sich verringern, sondern nur zunehmen an Kraft, je mehr ihr euch Mir zu entwinden sucht. Was von Mir abstrebt, besitzet Meine Liebe immer und ewig, und was sich Mir aus freiem Willen wieder zuwendet, das durchströme Ich mit Meiner Liebekraft und entziehe diese ihm ewig nimmer. Keines Meiner Geschöpfe lasse Ich gänzlich fallen, weil dies Meine übergroße Liebe nicht zuläßt. Doch ihr seid frei ins Dasein gestellte Produkte Meiner Schöpferkraft, und in Freiheit eures Willens bestimmet ihr selbst die Zufuhr Meiner Liebekraft. So nun aber Meine Liebe für euch unfaßlich groß ist und ihr euch dies vorzustellen sucht, so muß in euer Herz sich der Friede senken, denn es kann dem nichts geschehen, der sich von Meiner Liebe erfaßt und behütet weiß. Glaubet an Meine Liebe - und ihr seid selige Geschöpfe schon auf Erden, denn diese Gewißheit erfüllt euch mit Kraft und seliger Ruh. Ich weile bei einem jeden Meiner Geschöpfe, auch so es Mich nicht ruft, doch in wessen Herz der Liebesfunke entfacht ist, daß er zu Mir als die ewige Liebe von selbst hindrängt, der kann Meiner Gegenwart ständig gewiß sein, er ziehet Mich Selbst zu sich durch seinen Willen, und Ich lasse ihn nimmermehr von Mir. Glaubet an Meine Liebe. Stellet euch vor, daß alles, was ihr um euch sehet, nur erstanden ist aus Meiner Liebe heraus, die Meinen Geschöpfen von Ewigkeit gilt, und daß Meine Liebe nicht ruhet, bis tiefste Liebe von seiten Meiner Geschöpfe diese mit Mir verbindet, weil Meine Liebe sie nicht aufgeben will. Die Tiefe Meiner Liebe zu euch ist euch nicht verständlich zu machen, denn auf Erden kennet ihr diese Liebe nicht, Ich aber sage es euch, und also dürfet ihr euch geliebt wissen von eurem Vater, von eurem Schöpfer und Erhalter von Ewigkeit, und dieses Wissen soll euch innerliche Ruhe geben und einen Frieden, der nicht gestört werden kann, sowie ihr fest an Meine Liebe glaubet, denn dann weile Ich fühlbar in eurer Nähe, und nichts kann euch geschehen, als was zu eurem Seelenheil, zur endlichen Vereinigung mit Mir, euch dienlich ist. Amen. B.D. NR. 3751.

 

Buch 47-48 3752

Ringen um Glauben nicht erfolglos.

25. April 1946. B.D. NR. 3752.

Und dies sage Ich euch zum Trost, daß ihr nicht vergeblich ringet auf Erden, so ihr nur zu Mir zu gelangen trachtet. Denn Ich werte euren Willen und stehe euch bei, selbst wenn ihr es nicht offensichtlich erkennet. Ich ziehe euch, doch ihr müsset auch selbst Kraft anwenden und diese von Mir anfordern, ansonsten ihr nicht vollkommen werden könnt. Und darum müsset ihr euch zuweilen im Zustand der Kraftlosigkeit befinden und ihn zu überwinden trachten. Ihr müsset selbst tätig sein, und Ich werde euch segnen. Und so wird auch euer Glaube stärker werden, je öfter ihr am Boden zu liegen scheinet und euch mit Meiner Hilfe immer wieder erhebet. Das fasset ihr nicht, daß der Glaube Erschütterungen ausgesetzt sein muß, gegen welche er standhalten soll, und daß diese Erschütterungen Mein Wille oder Meine Zulassung sind, weil sie den Menschen zur Glaubensreife führen sollen. Ein starker Glaube läßt sich nicht mehr erschüttern, und dann hat der Mensch sein Ziel erreicht auf Erden. Solange er aber noch wankend wird in Fällen der Not, ist er noch nicht stark genug, und er benötigt Prüfungen, er benötigt Glaubensproben, die er im Vertrauen auf Mich auch bestehen kann. Wer zu tiefem unerschütterlichen Glauben gelangen will, der wird auch sein Ziel erreichen, denn Ich nehme Mich seiner besonders liebreich an. Und die irdische Not wird es bewerkstelligen, daß der Mensch sich so fest und innig mit Mir verbindet und er also Meiner Gegenwart bewußt ist, und dann wird er schrankenlos Mir vertrauen, also nimmermehr zweifeln an Mir, Meiner Liebe und Macht. Dann ist sein Glaube stark, und er trägt ihm innere Ruhe ein, er fürchtet nichts mehr von seiten der Welt, er fürchtet keine irdische Not, denn allem stellt er Meine Kraft gegenüber, die ihn durchströmt. Er weiß, daß er nicht allein ist, und er vertraut sich gänzlich Mir und Meiner Führung an. Ich will euch zu Mir ziehen, so ihr nur Mir im freien Willen zustrebet. Was wäre wohl selbstverständlicher, als daß Ich euch helfe in jeder Weise, weil Ich Selbst höchste Seligkeit darin sehe, daß ihr Mein werdet? Also wird keines Menschen Ringen ein vergebliches sein, es wird ihn zum Ziel führen, und jede Schwierigkeit, jede irdische oder geistige Not sind Mittel zum Fortschritt, denn die Verbindung mit Mir wird durch solche inniger, und Meine Kraftzufuhr ist dadurch gesichert. Wen aber Meine Kraft durchströmet, der erreichet alles - und wer Kraft und Gnade in Empfang nehmen will und dies durch inniges Gebet bekundet, der geht niemals leer aus, und die Auswirkung tritt klar zutage, so der tiefe Glaube vor der Welt bekannt werden soll. Dann wird jener nicht wankend werden, dessen Streben ständig die Verstärkung seines Glaubens war - dann wird auch Meine Kraftzufuhr offensichtlich in Erscheinung treten, auf daß der Mensch seinen Mitmenschen ein lebendiges Zeugnis abgebe von der Kraft des Glaubens, die jedem zugänglich ist, der um starken Glauben ringet, dessen Wille Mir gilt und den Ich deshalb zu Mir ziehe, weil er Mein war von Ewigkeit und Mein bleiben soll auf ewig. Der Wille, glauben zu können fest und unerschütterlich, ist auch Gewähr, einen starken, festen Glauben zu erlangen, denn einen solchen Willen segne Ich. Amen. B.D. NR. 3752.

 

Buch 47-48 3757

Lebendiges Wasser. Born des ewigen Lebens.

1. Mai 1946. B.D. NR. 3757.

Forschet und grübelt nicht, sondern lebet in der Liebe. Denn was erreichet ihr durch ersteres, wenn ihr die Liebe nicht habt? Nur irrige Verstandesergebnisse, die für eure Seelen nutzlos sind, nur dem Körper wohl zuweilen Vorteil eintragen, sowie euer Forschen und Grübeln materielle Dinge betrifft. Doch auch irdisches Denken wird gesegnet sein, so ihr gleichzeitig die Liebe übet, ohne solche aber die Seele noch mehr in die Materie verstricken, aus der sie sich befreien soll. Um geistige Dinge zu ergründen, genügt Forschen und Grübeln wahrlich nicht, sondern es trägt euch dies ohne die Liebe irrige Ergebnisse ein, denn ihr umgehet dann den Geber der Wahrheit, Der in Sich Liebe ist, Der die Wahrheit zuleitet dem Menschen, der sich Ihm anzugleichen sucht. Und darum suchet die Wahrheit dort, wo euch die Liebe ersichtlich ist, wo liebevolles Reden, Denken und Handeln euch dafür bürgt, daß der Geber der Wahrheit Selbst am Werk ist, sie auch zu verbreiten. Und dort schöpfet und labet euch, denn dort findet ihr den Quell des ewigen Lebens, den Born, dem lebendiges Wasser entströmt, wie es Gott verheißen hat. Er Selbst hat euch jenen Quell erschlossen, Er hat den Leib und die Seele des Menschen zum Träger Seines Geistes gemacht und euch dessen Wirken garantiert, sowie ihr in der Liebe lebet. Er hat zwar auch die Verstandestätigkeit jedem Menschen verliehen, doch rechte Tätigkeit des Verstandes, rechtes Denken macht Er abhängig von eurem Lebenswandel, weil dieser, so er Seinem Willen entspricht, erst die Wirksamkeit Seines göttlichen Geistes im Menschen auslöst. Die irdische und die geistige Welt sind zwei Welten, die einander entgegenstehen, ebenso ist der Verstand des Menschen und seine Geistestätigkeit einander entgegengesetzt, solange die irdische Welt sich nicht der geistigen Welt unterordnet. Erst das Verschmelzen beider wird auch ein gleiches Denken von Verstand und Herz zur Folge haben, d.h., es wird der Geist im Menschen dann den Verstand beherrschen, sowie die geistige Welt die Sinne des Menschen für die irdische Welt ertötet hat und sein ganzes Wesen erfüllt. Dann steht der Mensch in der Wahrheit, dann erfüllt ihn ein Wissen, das ihm vom Geber der Wahrheit Selbst dargeboten wird durch Seinen Geist, dann wird er nicht zu forschen und zu grübeln brauchen, denn dann belehret ihn die ewige Liebe Selbst, weil sein Lebenswandel ein Wirken in Liebe ist und dies Überwinden aller Materie bedeutet, also ein Aufgehen in geistigen Sphären, ein Leben in Gott. Dann wird der Leib des Menschen ein Gefäß des göttlichen Geistes sein, aus dem fortgesetzt lebendiges Wasser fließet, er wird ein unerschöpflicher Quell göttlicher Weisheit sein, ein Lebensborn, an dem sich laben kann, wer Labung begehret. Und wer daraus schöpfet, der wird leben in Ewigkeit, wie es Gott verheißen hat. Amen. B.D. NR. 3757.

 

Buch 47-48 3758

Rege Tätigkeit der Lichtwesen vor der Umgestaltung.

2. Mai 1946. B.D. NR. 3758.

Es ist ein Vorgang von größter Bedeutung, der sich im Universum abspielt durch die Umgestaltung der Erde, den auch die geistige Welt mit Aufmerksamkeit verfolgt, denn die Tätigkeit der geistigen Wesen, die im Licht stehen, ist durch diese bevorstehende Umwälzung eine überaus rege geworden, und sie wird nach jener in ein völlig anderes Stadium treten - d.h., die Verbindung der geistigen Welt mit der irdischen wird ungehindert vonstatten gehen, es werden die Menschen stets und ständig die Brücken zum geistigen Reich betreten und ununterbrochen belehrt werden können direkt. Und es ist das Bestreben der Lichtwesen, noch vor der Umgestaltung Seelen zu gewinnen, weil ihre große Liebe den Seligkeitsgrad erhöhen möchte, der nachher auf der neuen Erde anzutreffen ist. Allen Lichtwesen sind Seelen zur Betreuung zugewiesen, doch sie zu gewinnen und zu rein geistigem Streben zu veranlassen ist oft überaus schwer, wenn es nicht gar erfolglos ist, d.h. am Willen des Menschen scheitert. Den Willen zwangsmäßig zu brechen ist nicht zulässig und ihn zu gewinnen oft unmöglich, und darum sind auch den Lichtwesen die Geschicke des einzelnen anheimgestellt, und ihre Mittel bestehen darin, die Menschen in Notlagen kommen zu lassen, um ihre Seelen nachgiebiger zu gestalten und aufnahmefähig zu machen für ihre gedanklichen Einflüsterungen, die sie wandeln sollen. Und so führen die Lichtwesen immer nur den Willen Gottes aus, denn ihr Ziel ist die Gewinnung der einzelnen Seelen für das Reich Gottes. Es ist die Zeit nur noch kurz bis zum Ende, daher die Arbeit der Geistwesen überaus rege, denn sie erkennen in ihrem Lichtzustand die große geistige Not, und sie wissen auch um die Auswirkung dieser, sie wissen, was der Erde und allen darauf befindlichen Schöpfungen bevorsteht, und sie suchen zu retten, was sich nicht ihrer Hilfeleistung widersetzt. Alles Geistige, das unter dem Willen Gottes steht, das durch die Liebe Kraft- und Lichtempfänger aus Gott geworden ist, beteiligt sich mit größtem Eifer an der letzten Rettungsaktion, und so wird eine jede einzelne Seele ergriffen von ihrem Liebewillen und so zur Wandlung ihres Willens angeregt, teils durch gedankliche Belehrungen, teils durch Not und Drangsal und zuletzt durch die allgemeine Not, die noch über die Erde gehen wird durch den Eingriff Gottes. Jedes Hilfsmittel wird angewandt, um die Schar der Seinen zu vergrößern und dem Satan noch abzuringen vor dem Ende die Seelen, die noch schwach, aber nicht gänzlich verhärtet sind. Denn die bevorstehende Umwälzung, die das Ende der Erde in der jetzigen Form bedeutet, ist zu gewaltig, als daß nicht die geistige Welt Anteil nehmen würde in hohem Maß, deren Ziel und Streben stets und ständig die Erlösung des unfreien Geistigen ist. Und so sich die Menschen den geistigen Wesen des Lichtes sorglos anvertrauen, werden sie nur Vorteile für ihre Seelen daraus ziehen können, denn dann sind sie in bestem Schutz, und geistig und irdisch stehen ihnen die Lichtwesen bei, die nur den Willen Gottes ausführen, der gleichfalls allen Seinen Schutz und Seine Hilfe verheißet, die sich Ihm vollgläubig anvertrauen. Und darum brauchen die Menschen nichts fürchten, was auch kommen mag, solange sie gläubig sind und die Verbindung suchen mit Gott und mit den Lichtwesen, die nur die Ausführenden des göttlichen Willens sind, die Kraft- und Lichtempfänger von Ihm sind und solche wieder austeilen denen, die Kraft und Licht benötigen und empfangen wollen. Ständig seid ihr Menschen von diesen Wesen umgeben, und ständig könnet ihr daher Kraft und Licht entgegennehmen, so euer Wille dies anstrebt. Denn die geistige Welt nimmt regsten Anteil an der Notlage der gesamten Menschheit sowohl als auch des einzelnen und ist immer zur Hilfe bereit, weil dies Gottes Wille ist, daß jede menschliche Seele unter der Obhut geistiger Wesen steht und sie dies ausnutzen kann in hohem Maß. Denn die Zeit ist kurz bis zum Ende, und jeder Seele wird Gelegenheit geboten, noch zur höchstmöglichsten Reife zu gelangen, weshalb die Lichtwesen auch außergewöhnlich tätig sind, um dann auf der neuen Erde in steter Verbindung bleiben zu können mit denen, die durch ihre liebevolle Fürsorge den Reifegrad erreichen, der sie zu Bewohnern des Paradieses der neuen Erde berechtigt. Amen. B.D. NR. 3758.

 

Buch 47-48 3759

Liebe, Weisheit, Kraft Gottes erkennbar im Wort.

3. Mai 1946. B.D. NR. 3759.

Erkennet den Geist der Weisheit, der aus jedem Wort spricht, das euch durch Meine Liebe vermittelt wird. Denket darüber nach, und so es euch wohltätig berührt, wirket schon die Kraft Meines Wortes an euch, und ihr erkennet dann auch Meine Liebe, die euch das Wort zuleitet, um euch selig zu machen. Liebe, Weisheit und Kraft müssen immer erkennbar sein an allem, was göttlichen Ursprungs ist, denn Liebe, Weisheit und Kraft ist der Inbegriff Meines Wesens, und was von Mir ausgeht, muß Mein Wesen bezeugen, ansonsten ihm der göttliche Ursprung abgesprochen werden könnte. Ich Selbst bin das Wort und komme zu euch. Ich Selbst biete euch etwas gar Köstliches - Mich Selbst in Meiner Ursubstanz - Liebe, Weisheit und Kraft. Folglich müsset ihr durch Annehmen Meiner Gabe erfüllt werden von Kraft und Weisheit, und euer Herz muß sich gedrängt fühlen zum Liebeswirken, weil Liebe immer Gegenliebe auslösen wird, und also muß Ich Selbst in aller Fülle in euch sein, so ihr Mein Wort in Erkenntnis seines göttlichen Ursprungs entgegennehmet, so ihr Mich Selbst als Geber der Wahrheit anerkennet, die euch durch Mein Wort zugeleitet wird, und also aufgeschlossenen Herzens das annehmet, was Meine Liebe euch bietet. Da ihr selbst ein Teil seid von Mir, nur im unvollkommenen Zustand durch euren Willen, der Mir abwendig wurde, so kann dieser Wille, sowie er recht gerichtet ist, diesen Unvollkommenheitszustand wandeln in einen vollkommenen, wenn ihr bewußt mit Mir in Verbindung tretet, um die Ausstrahlung Meiner Selbst, Meiner Liebe und Kraft, in Empfang zu nehmen - wenn ihr also Kraft und Gnade von Mir begehret, die euch in Form Meines Wortes nun zugeht. Weisheit, Kraft und Liebe wird dann euer Anteil sein, ihr kehret wieder in den göttlichen Zustand zurück, der euer Urzustand war von Anbeginn, weil Ich Selbst dann in euch bin, weil ihr dann nicht mehr außenstehend seid, sondern euch mit Mir verschmelzet durch den Wandel eures Willens. Dann bin Ich Selbst in euch, wie auch ihr in Mir seid. Mein Wort, das Ich von oben Selbst euch biete, soll euch in diesen Zustand versetzen, ihr sollt es anhören, darüber nachdenken, es in die Tat umsetzen und also leben in Liebe. Dann werdet ihr hell und klar den Ursprung des Wortes erkennen, ihr werdet Mich erkennen, Meine Liebe, Weisheit und Kraft und also selbst erfüllt sein mit Liebe, Weisheit und Kraft, weil dies das Merkmal Meiner Gabe ist, daß euer Wesen sich angleichet dem Meinen, sowie ihr Mein Wort an euch wirksam werden lasset durch euren Willen. Denn Mein Wort bin Ich Selbst, und wo Ich bin, muß Liebe, Licht und Kraft in aller Fülle sein. Amen. B.D. NR. 3759.

 

Buch 47-48 3791

Entrückung. Vier Winde. Evangelium.

5. Juni 1946. B.D. NR. 3791.

Von allen vier Winden, aus allen Reichen der Erde, werde Ich die Meinen emporholen am Ende der Tage. Denn überall, wo Menschen wohnen, sind die Meinen vertreten, die Mich lieben von ganzem Herzen und auch ihren Nächsten und aus dieser Liebe heraus auch erkennen den wahren Gott, den Vater von Ewigkeit, Der in Sich Liebe, Weisheit und Kraft ist. Und überall, wo Menschen wohnen, wissen die Meinen, daß die Zeit des Endes gekommen ist, weil der Geist dessen erweckt ist, der in der Liebe lebt, und er durch den Geist also von Mir belehret wird über das, was kommt. In allen Himmelsrichtungen ist Mein Wort vernehmbar, und es wird den Menschen dargeboten aus dem Reiche des Lichts, und sie nehmen es auf je nach ihrer Fähigkeit - sie hören es als gesprochenes Wort im Herzen, sie nehmen es gedanklich auf, sie hören es durch Vermittlung Meiner Diener auf Erden, die erweckten Geistes sind. Und sie werden es immer als Wahrheit erkennen, weil sie nach dieser Verlangen tragen und durch ihren Lebenswandel, einem Wandel, der Meinem Liebegebot entspricht, sich würdig machen, von Mir belehrt zu werden. Und so wird das Evangelium verkündet in aller Welt, wie Ich es verheißen habe, denn Ich Selbst nehme Mich der Meinen an, Ich Selbst bedenke sie mit dem Nötigsten und Köstlichsten, das auf Erden ihnen geboten werden kann. Doch allen diesen wird der Glaubenskampf vor dem Ende nicht erspart bleiben, wenngleich er auch verschieden geführt werden wird - sie werden Mich bekennen müssen denen gegenüber, die ohne Glauben sind. Sie werden ihr Liebeswirken nicht verheimlichen dürfen, wenn solches von ihnen gefordert wird. Sie werden Drangsalen ausgesetzt sein um ihres Glaubens willen, bevor das Ende kommt. Und es werden alle Erweckten wirken können in ihrem Kreise, denn überall werden Ungläubige den Meinen gegenüberstehen, und diese zu sich herüberzuziehen soll das Bestreben aller derer sein, die von Mir die Wahrheit empfangen haben, die Mein geworden sind durch die Liebe. Und so die Not und Drangsal unerträglich zu werden scheint, komme Ich Selbst und hole die Meinen zu Mir in Mein Reich. Ich entrücke sie lebenden Leibes dieser Erde, die einer totalen Umgestaltung bedarf, und führe sie der neuen Erde wieder zu, so das Umgestaltungswerk vollbracht ist. Und es werden Menschen aller Nationen Meine Macht und Herrlichkeit preisen, denn überall, wo Menschen wohnen, werde Ich Meine Hand ausstrecken zur Rettung derer, die in äußerster Gefahr sind, und ihnen den Lohn geben für ihre Festigkeit im Glauben und für ihre Treue Mir gegenüber. Und dann wird die Erde vernichtet in ihrer Außenform vor den Augen aller, die Mir widersetzlich sind. Und es wird eine neue Erde erstehen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 3791.

 

Buch 47-48 3792

Wille zum Glauben. Rechtes Gebet. Liebeswirken.

6. Juni 1946. B.D. NR. 3792.

Ihr Kindlein alle, die ihr schwachgläubig seid, empfehlet euch im Geist MeinerGnade - so ihr betet, bittet Mich um Stärkung des Glaubens. Und euer Gebet wird Erhörung finden. Denn so ihr bittet, wird euch gegeben werden, so ihr Mich anrufet im Geist und in der Wahrheit, wird euch zugehen, was ihr geistig benötigt, und auch das, was euer Körper bedarf zu seiner Erhaltung. Und euer Glaube wird eine Stärkung erfahren, weil ihr willig seid zu glauben und dies durch euer Gebet bekundet. Und ein starker Glaube wird euch frei und glücklich machen, die irdische Not wird euch nicht in dem Maße drücken wie den Glaubenslosen, weil die Kraft des Glaubens euch durchströmt und euch widerstandsfähig macht gegen jegliche Not. Einen schwachen Glauben stärke Ich, einen toten Glauben belebe Ich, und in einem glaubenslosen Menschen kann Ich den Glauben erwecken, doch immer muß eure Hingabe an Mich vorangehen, es muß das Gebet zu Mir emporsteigen oder ein tief im Herzen empfundener Gedanke das Verlangen nach rechtem Glauben ausdrücken, dann werde Ich tätig und bedenke den Menschen seinem Verlangen gemäß. Und darum wird ein jeder zu glauben vermögen, wenn er nur ernsten Willens ist. Er wird glauben können, sowie er Verstand und Herz tätig werden läßt, sowie er sein Empfinden mitsprechen läßt und nicht nur auf die Äußerung des Verstandes allein hört. Will der Mensch glauben, dann wird sein Herz von Empfindungen bewegt werden, die er dann beachten soll - er wird in einer Art Schwäche das Anlehnungsbedürfnis verspüren an eine starke Macht, und er soll diesem Gefühl Folge leisten, er soll sich hingeben an diese Macht, Die er unwillkürlich verspürt, Die nur ein wenig anerkannt werden will, um den Menschen zu ergreifen und ihn nimmermehr von Sich zu lassen. Doch der Wille muß vom Menschen selbst ausgehen. Und es wird der Mensch gläubig werden mit Meiner Hilfe, sein anfangs schwacher Glaube wird gestärkt werden, er wird lebendig werden, sowie der Mensch Werke der Liebe verrichtet, denn dann fällt es ihm leicht zu glauben, weil er durch die Liebe schon mit Mir verbunden ist und Mich nicht mehr ablehnen kann. Darum, so ihr schwachgläubig seid, übet die Liebe - vermehrt euer Liebeswirken, und eure Glaubensstärke wird wachsen, denn die Kraft der Liebe kommt im verstärkten Glauben zum Ausdruck. Erwecket den Glauben zum Leben durch Werke der Liebe, und nimmermehr werdet ihr zu klagen brauchen über Glaubensschwäche, sondern fest und unerschütterlich wird euer Glaube werden, je mehr ihr Mein Gebot der Liebe erfüllet. Und betet - bleibet Mir innig verbunden durch das Gebet, durch Mir zugewandtes Denken, auf daß Ich euch erfasse und nimmermehr auslassen kann. Gebet Mir euren Willen und euch selbst ganz zu eigen, und Ich werde euch bedenken leiblich und geistig, wie es eurer Seele dienlich ist. Amen. B.D. NR. 3792.

 

Buch 47-48 3793

Lauf des Weltgeschehens gemäß der Entwicklung.

7. Juni 1946. B.D. NR. 3793.

Der geistigen Entwicklung gemäß geht auch das Weltgeschehen seinen Gang, und also wird auch das Chaos immer größer werden, weil die Menschheit ständig rückschreitet in der Entwicklung. Denn sie entfernt sich immer mehr vom Liebepol und strebt dem Gegenpol zu, der völlig bar jeder Liebe ist. Und dies muß sich irdisch auswirken in völligem Durcheinander, in völliger Unordnung und also in einem für die Menschen unerträglichen Dasein, in irdischer Not, in Erkenntnislosigkeit, Irrtum, falschem Denken und Handeln und zuletzt völligem Untergang, weil in solcher Unordnung nichts ewig bestehen kann. Und also treibt die Menschheit ihrem geistigen und leiblichen Untergang entgegen, und das ist das Ende. Wo noch eine Aufwärtsentwicklung vor sich geht, dort wird auch der Zustand der Unordnung nicht in dem Maße anzutreffen sein, doch dem allgemeinen Zustand auf Erden ist auch das Leben des Einzelnen angepaßt, erträglicher nur deshalb, weil dieser sich zu Gott hält und Seine Hilfe in Anspruch nimmt. Weltlich gesehen aber reiht sich ein Geschehen an das andere an, immer dem Entwicklungsgrad der Menschen entsprechend, und da diese Entwicklung also rückschrittlich vor sich geht, so folgen auch immer größere Lieblosigkeiten einander, d.h., irdische Maßnahmen und Verfügungen beschwören immer mehr Unheil herauf für die Menschen, das Leid und die Not wird immer größer, denn die Menschheit lebt ohne Gott und kann daher auch nur solche Pläne zur Ausführung bringen, die der Gegner Gottes ihr unterbreitet. Und daher wird weltlich keine Besserung zu erwarten sein, denn wo eine Besserung angestrebt wird, dort muß die Liebe vorherrschen, diese aber ist erkaltet, und die Lieblosigkeit gebärt nur Gott-Widriges. Und wo eine Besserung ersichtlich ist, dort nur auf Kosten der Mitmenschen, die in vergrößerte Drangsal dadurch gestürzt werden. Es ist das Treiben des Satans in der Endzeit offen ersichtlich und erkennbar jedem, der erkennen will. Und der Zeitpunkt rückt immer näher, wo seine Macht gebrochen wird auf lange Zeit. Zuvor aber lässet ihm Gott volle Freiheit, denn der Menschen Wille ist ihm zugewandt und vermehrt selbst seine Kraft auf Erden. Und nur die Menschen, die Gott zustreben im freien Willen, können sich seiner Macht entziehen, weil sie von der Kraft Gottes durchströmt sind und das Wirken der Gegenkraft Gottes klar erkennen. Doch alle Menschen können durch das Weltgeschehen auch den erkennen, der ohne Liebe ist, und sie können bei ernstem Willen sich frei machen von ihm. Denn Gott hat das Gesetz der Liebe in eines jeden Menschen Herz gelegt und dem Menschen Verstand gegeben, klar zu erkennen, sowie gegen dieses göttliche Gesetz gesündigt wird. Und darum lässet Er auch das große Weltgeschehen sich so abwickeln, daß es den Menschen die Augen öffnen kann, wenn sie sehen wollen. Und es liegt ihnen selbst ob, sich zum Guten oder zum Schlechten - zum Liebeswirken oder zu Taten der Lieblosigkeit zu bekennen. Entsprechend wird auch sein Erdenleben sich mehr oder weniger in der Ordnung bewegen und auch der Grad seiner Erkenntnis sein. Und auch das letzte Ende wird ihm nicht überraschend kommen, so er der Zeichen achtet und des Weltgeschehens, das entsprechend dem Willen der Menschheit seinen Lauf nimmt. Amen. B.D. NR. 3793.

 

Buch 47-48 3794

Willensfreiheit. Abbruch der Entwicklung.

8. Juni 1946. B.D. NR. 3794.

Dem menschlichen Willen lasse Ich seine Freiheit. Was das bedeutet, und warum es nicht anders zulässig ist, das werdet ihr erst verstehen können, so ihr wiedergeboren seid im Geist, so ihr Kenntnis habt von Meinem Heilsplan von Ewigkeit, von der Erlösung des Geistigen, das unfrei ist. Dann erst werdet ihr die Notwendigkeit einsehen, daß die Menschen selbst sich zuvor wandeln müssen, wollen sie eine Änderung ihrer Lebenslage erzielen, wenngleich Ich der Herr bin über Himmel und Erde und alles nur möglich ist durch Meinen Willen oder Meine Zulassung. Wie sich der Mensch selbst zu Meinen ewigen Gesetzen einstellt, wie er sich selbst einfügt oder auflehnt gegen Meine ewige Ordnung, so ist auch das Los auf Erden und im geistigen Reich, das er sich selbst bereitet. Ich werde nie und nimmer den Willen des Menschen gewaltsam brechen, nur durch allerlei Mittel Meine Geschöpfe zu bewegen suchen, ihren Willen selbst zu wandeln. Und ein solches Mittel ist auch die große Not, die über die Erde geht, die jedoch von Menschen selbst veranlaßt ist durch eben ihren verkehrten Willen. Ich muß sie austoben lassen um ihrer selbst willen, will Ich nicht die Möglichkeit unterbinden, als freies Geschöpf dereinst auch den Willen zu gebrauchen in der rechten Richtung und vollkommen zu werden. Was aus Meiner Kraft hervorgegangen ist, war und bleibt Göttliches, das nimmermehr in unfreiem Zustand verbleiben kann, selbst wenn es sich aus eigenem Willen in diesen versetzt hat. Nehme Ich aber dem Menschen die Willensfreiheit, dann bleibt das Geschöpf ewiglich unfrei, es kann nie wieder in seinen Urzustand zurückkehren, den es nur im freien Willen erreichen kann. Oder aber Ich muß dem aus Mir hervorgegangenen Geschöpf jegliche Kenntnis nehmen von seiner Bestimmung und es dann leiten nach Meinem Willen. Dann aber ist es ein gerichtetes Wesen, das noch weit von der Göttlichkeit entfernt ist. Soll es seinem Urzustand jedoch näherkommen, dann muß ihm die Freiheit des Willens gegeben werden, und es muß nun den Willen gebrauchen in der rechten Weise. Dazu gab Ich ihm das Leben als Mensch, Ich gab ihm die Fähigkeit, zu denken und zu handeln, und Ich werde seinen freien Willen niemals ausschalten, bevor seine Probezeit auf Erden abgelaufen ist. Doch einen mißbrauchten Willen muß Ich erneut binden auf lange Zeit, ihm die Freiheit erst dann wieder zurückgebend, wenn es wieder die Gnade hat, als Mensch verkörpert den Weg auf Erden zu wandeln und erneut die letzte Willensprobe abzulegen. Es ist dies Gesetz seit Ewigkeit, das Ich nicht umstoßen kann, weil dies Meinem Gesetz von Ewigkeit widersprechen und das Wesenhafte seiner Göttlichkeit völlig berauben würde, denn was von Mir ausgegangen ist, bleibt immer und ewig Mein Anteil, dem als letztes Ziel das Erreichen des Urzustandes gesteckt ist, wozu der freie Wille unumgänglich notwendig ist. Und ob dieser freie Wille Taten der krassesten Lieblosigkeit gebärt, Ich werde ihn nicht binden vor der Zeit, nur durch Meinen Willen dort wieder die Ordnung herstellen, wo der freie Wille des Menschen genützt wird zur Annäherung an Mich. Doch so die Stunde gekommen ist, die Ich als Ende bestimmt habe seit Ewigkeit, bricht Mein Wille die Aufwärts- oder Rückentwicklung ab. Dann wird erst wieder ein Zustand der Ordnung hergestellt, der das Binden des total verkehrten Willens bedingt, auf daß die Erlösung des unfreien Geistigen erneut ihren Anfang nehmen kann, denn Ich höre nie auf, für das aus Mir hervorgegangene, aus freiem Willen von Mir abgefallene Geistige zu sorgen, daß es seine Freiheit zurückerhalte, daß es seinen Urzustand erreiche und dereinst selig werde. Amen. B.D. NR. 3794.

 

Buch 47-48 3795

Lasset Mich Wohnung nehmen im Herzen.

Pfingsten 9. Juni 1946. B.D. NR. 3795.

Lasset Mich Wohnung nehmen in euren Herzen, lasset Mich wirksam werden in euch und also mit aller Kraft in euch sein. Dies ist euer Ziel auf Erden, daß ihr euch so gestaltet, daß Mich nichts mehr hindert, bei euch zu weilen, und ihr durch die Vereinigung mit Mir zu Meinen Kindern werdet auf ewig. Ihr müsset jedoch zuvor alles Unreine aus euren Herzen entfernen, weil Ich nicht weilen kann, wo Unrat ist, wo Meine Ordnung von Ewigkeit noch nicht hergestellt ist, die Meine Geschöpfe umgestoßen haben durch eigenen Willen. Erst wo Ordnung ist, wo Mein Gesetz von Ewigkeit beachtet wird, dort kann auch Ich Selbst sein und euch beglücken zeitlich und ewig. Mein Gesetz von Ewigkeit aber fordert Liebe, und ohne Liebe dahinwandeln heißt auch, in Unordnung leben, die Meine Gegenwart ausschließt. Also müsset ihr euch zur Liebe gestalten, und ihr werdet voll und ganz Meinen Willen erfüllen, und so ihr Meine Gebote der Liebe haltet, seid ihr Mir wohlgefällig, Ich nahe Mich Selbst euch, Ich finde gut zugerichtete Wohnung vor in euren Herzen und kann darin Aufenthalt nehmen, und ständig dürfet ihr nun Umgang pflegen mit Mir. Ihr traget nun Meinen Geist in euch, euch selbst erkennbar, denn ihr könnet ihn vernehmen stets und ständig. Es gibt nun keine Trennung mehr zwischen dem Geistesfunken, der in euch ruht, und dem Vatergeist von Ewigkeit, denn ihr traget Mich Selbst in eurem Herzen, ihr habt euch durch die Liebe mit Mir vereint. Suchet alle dieses Ziel zu erreichen, lasset Mich auf Erden schon Aufenthalt nehmen in euren Herzen, und ihr werdet selig sein schon auf Erden. Denn was Mein Geist euch bietet, sind Schätze für die Ewigkeit, die euch mehr beglücken als irdisches Gut, das ihr dann auch nicht mehr begehret, so ihr Mich Selbst aufgenommen habt in eure Herzen. Mein Geist führet euch in alle Wahrheit, Mein Geist gibt euch Erkenntniskraft. Ich Selbst lehre euch stets und ständig höchste Weisheiten, Ich gebe euch Speise und Trank und übernehme jede Sorge um euer geistiges und körperliches Wohl. Denn nun bin Ich der Herr in Meinem Hause, Ich schalte und walte in euch, die ihr Mich in freiem Willen aufgenommen habt in euer Herz, in Mein Haus, das Ich nie und nimmer verlasse, so ihr es Mir einmal zur Wohnung angeboten und wohl vorbereitet habt. Und Meine Gegenwart ist nun eure Seligkeit. In Meiner Gegenwart fühlet ihr euch wohl geborgen, Ich bin den Verlassenen ein Tröster, Ich bin den Geängsteten Beschützer, Ich bin den Meinen Freund und Bruder, wie Ich allen Meinen Kindern der treusorgendste Vater bin von Ewigkeit. Und Ich teile unausgesetzt Gnadengaben aus, Kraft und Licht, wie Ich es verheißen habe. Ich bedenke die Meinen, weil sie Mir das Recht gegeben haben, für sie zu sorgen, weil sie Mir ihre Herzen selbst angeboten haben und zum Empfang hergerichtet durch die Liebe. Und so erfüllet sich Mein Wort, denn es ist Wahrheit und wird Wahrheit bleiben bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3795.

 

Buch 47-48 3801

Richtung des Willens bestimmt den Einfluß geistiger Kräfte.

15. Juni 1946. B.D. NR. 3801.

Welchem Geist ihr euch zuwendet, der wird euch beherrschen. Euer eigenes Denken und Wollen bestimmt auch die Kräfte, die sich euch nahen, und sie gewinnen Einfluß auf euch. Doch unterstützt werdet ihr jederzeit in eurem Denken und Wollen von geistigen Kräften, denn es wird um euch gestritten im geistigen Reich, und sowohl die guten wie auch die bösen Kräfte suchen euch zu gewinnen. Ihr selbst aber gebet den Ausschlag, wer über eure Seelen siegt. Und so traget ihr eine große Verantwortung für eure Seele, denn euer Wille bestimmt das Schicksal in der Ewigkeit. Sowie euer Wille gut und gerecht ist, verlieren die Gegenkräfte die Gewalt über euch, denn dann stehen euch die Kräfte des Lichtes zur Seite, gegen welche jene Kräfte machtlos sind. Wendet ihr euch aber willensmäßig selbst jenen Kräften zu durch Lieblosigkeit und ungerechtes Denken und Handeln, so treten die Lichtwesen von euch zurück, weil sie wider euren Willen euch nicht bestimmen dürfen, und ihr seid gänzlich den ersteren ausgeliefert, die euch immer tiefer hineinstoßen in das Verderben, die eure Gedanken völlig in die Irre leiten und euch antreiben zu Handlungen Gott-widriger Art. Und darum nehmet eure Gedanken in acht, seid wachsam, daß sie nicht auf Abwege geraten, zwinget euren Willen selbst in die rechte Richtung, und wisset, daß ihr jederzeit Unterstützung findet, so ihr den geringsten Willen zum Guten in euch aufkommen lasset. Ihr selbst seid allein zu schwach, und es sind geistige Kräfte immer bereit zur Unterstützung. Doch ihr müsset ihnen selbst das Recht einräumen, euch zu helfen, weil wider euren Willen sie nicht tätig werden dürfen laut göttlichem Gesetz, das die Freiheit des Willens sichert. Ebenso ist aber auch die Gegenkraft nicht fähig, euren Willen zu zwingen zu schlechtem Handeln und Denken. Auch sie können erst wirksam werden, so ihr selbst ihnen euch ausliefert durch verkehrte Willensrichtung. Nützet euren Willen recht, strebet nur das Gute an, seid gerecht im Denken und Handeln, und wendet euren Willen Gott zu. Und ihr werdet eine merkliche Stärkung erfahren an eurer Seele, ihr werdet bereitwillig Liebeswerke verrichten, ihr werdet das Gute bejahen und das Schlechte verabscheuen, denn euch wird nun Kraft zugeführt, euren Willen in die Tat umzusetzen, ihr werdet durch die Liebe auch in der Erkenntnis reifen, ihr werdet Jesus Christus, den göttlichen Erlöser, als Inbegriff der Liebe anerkennen, und euer Wille wird nimmermehr sich abwenden von Ihm, sondern durch Seine Gnade verstärkt werden, weil alles gute Geistige kämpfet, um euch für ewig für das Reich Gottes zu gewinnen. Nur euren Willen richtet recht, und der Erfolg wird euch sicher sein. Entwindet euch selbst den geistigen Kräften, die euch verderben wollen, durch recht gerichteten Willen. Strebet Gott zu, dem Guten, und lebet in der Liebe. Und ihr werdet auch jeder Verantwortung enthoben sein, denn von Stund eurer rechten Willensrichtung an steht ihr unter dem Einfluß lichtvoller Geistwesen und könnet euch ihnen sorglos überlassen. Strebet Gott an, und ihr werdet Ihn erreichen, ihr werdet den Zusammenschluß mit Ihm finden auf Erden oder dereinst in der Ewigkeit, weil euer Wille in Freiheit sich für Ihn entschieden hat. Amen. B.D. NR. 3801.

 

Buch 47-48 3802

Trostreiche Ermahnung zum Glauben.

16. Juni 1946. B.D. NR. 3802.

Wie zaghaft und ängstlich seid ihr doch, und wie stark könntet ihr sein im festen Glauben an Mich und Meine Hilfsbereitschaft. Kein Ding ist unmöglich, denn Meine Macht bewältigt alles, und selbst die unmöglich scheinende Hilfe kann euch gewährt werden, so ihr nur glaubet. Und darum brauchet ihr vor nichts zurückzuschrecken, ihr brauchet euch durch keine Not oder Sorge niederdrücken zu lassen, sowie ihr Mir diese im festen Glauben an Meine Liebe und Allmacht übergebet. Dann helfe Ich euch und löse auch das schwerste irdische Problem. Denn Ich verlasse die Meinen nicht und bin ihr Helfer in jeder Not und Gefahr. Wo sonst sollte wohl Meine Liebe und Macht in Erscheinung treten, wenn nicht bei denen, die Mir zustreben im freien Willen und in ihrer Kindesliebe auf den Vater vertrauen, daß Er ihnen beistehe in jeder Not? - Wo sonst sollte die Kraft des Glaubens Anwendung finden, wenn nicht bei denen, die in Wahrheit Meine Kinder sind, weil sie Mich anerkennen und lieben und allzeit Meinen Willen zu erfüllen trachten? Sprechet ihr von Gottes übergroßer Liebe, so wird diese sicher ausstrahlen auf Seine Geschöpfe, denn die Liebe erfasset alles und sucht den Zusammenschluß. Und so drängt auch das Herz des Vaters zu Seinen Kindern hin und will ihnen Liebe geben ohne Maß, um sie zu beglücken zeitlich und ewig. Und die Liebe des Vaters äußert sich in ständiger Hilfsbereitschaft, im Fernhalten jeder Gefahr, im Bilden des Kindes zu tiefster Weisheit und Erkenntnis. Doch das Kind muß ohne Widerstand sich bedenken lassen vom Vater, dann wird es reifen und mit inniger Liebe seinem Vater anhangen und unaussprechlich selig sein. Und kann es dann wohl eine Not für euch geben, welche die Liebe des Vaters nicht abzuwenden vermöchte? So vertrauet Mir schrankenlos und werdet nicht ängstlich, so eine Not an euch herantritt durch Meine Zulassung oder Meinen Willen - Ich will euren Glauben prüfen und stählen, auf daß er immer unerschütterlicher werde, und je weniger ihr versaget, desto näher bin Ich euch, weil Ich euch ewiglich nicht mehr verlasse, so ihr einmal zu Mir gefunden habt. Und wie es kommt, so ist es gut für euch, denn ihr erkennet wahrlich nicht die Dringlichkeit und den Zweck dessen, was euch irdisch beschieden ist. Ich aber weiß, wie euch am besten geholfen werden kann, und Meiner Führung könnet ihr euch schrankenlos anvertrauen, ihr brauchet nicht einen Augenblick ängstlich zu sein, sondern nur immer zu Meiner Liebe eure Zuflucht nehmen, die euch nimmermehr entzogen wird. Glaubet fest und unerschütterlich, daß Ich euch helfe. Und Meine Hilfe wird nicht ausbleiben, auf daß ihr offensichtlich die Kraft des Glaubens erkennet, auf daß ihr Mich und Mein Wirken spüret und als Meine Kinder euch immer inniger Mir anschließet, bis nichts mehr euch vom Vaterherzen zu trennen vermag, was auch geschehe um euch. Und daher könnet ihr völlig sorglos jeden Tag erwarten, und ihr sollt auch dann fest glauben, so eine große Unruhe um euch spürbar werden wird, denn jedes unheilvolle Geschehen bannet ihr durch euren Glauben, wie Ich es verheißen habe, daß die Kraft des Glaubens alles vermag - daß bei Gott kein Ding unmöglich ist. Amen. B.D. NR. 3802.

 

Buch 47-48 3803

Unterstellen des Willens. Übernatürliche Kraft.

17. Juni 1946. B.D. NR. 3803.

Eine übernatürliche Kraft steht euch zur Verfügung, so ihr euch Meinen Willen zum eigenen Willen macht. Dann wirke Ich in euch, und wahrlich Dinge, die über eure natürliche Fähigkeit hinausgehen. Wie aber muß euer Wille beschaffen sein, daß er sich völlig dem Meinen angleichet? Ihr dürfet nichts mehr wollen, was Meinem Gesetz von Ewigkeit widerspricht, was wider die göttliche Ordnung ist, die allein Meinen Willen in sich trägt. Ihr müsset also jederzeit euch Meinen Willen angelegen sein lassen, ihr müsset allzeit tun, was Ich von euch verlange, d.h. Mein Gebot der Liebe erfüllen. Denn Liebe liegt Meinem Gesetz von Ewigkeit zugrunde, Liebe bewegt Meinen Willen, Liebe ist Meine Ursubstanz, Liebe ist die Kraft, die alles erhält - und Mein Wille kann immer nur sein, sich das Gesetz der Liebe zum Grundprinzip zu machen, dann aber seid ihr auch im Vollbesitz der Kraft aus Mir, Der in Sich die Liebe ist.Und dann könnet ihr auch wirken unbegrenzt, ihr könnet Dinge vollbringen, die rein menschlich nicht möglich sind, doch mit der Kraft der Liebe ausführbar für jeden Menschen, der sich unter Mein Gesetz gestellt hat. Darum suchet euer Wesen völlig zur Liebe zu wandeln, und nichts wird eurem Wirken dann unerreichbar sein. Ihr werdet gebieten können über Menschen und Tiere, über die Elemente der Natur, denn immer ist es dann Mein Wille, der euch bewegt, und Meinem Willen und Meiner Kraft ist nichts unmöglich. Dann seid ihr auch jeder Verantwortung enthoben, denn sowie Mein Wille euch beherrschet, weil ihr euch freiwillig Mir unterstellt habt, handelt ihr diesem entsprechend, und was ihr nun tut, muß recht sein und Mir wohlgefällig. Und also könnet ihr überaus mächtig sein schon auf Erden, weil ihr euch jederzeit Meine Macht aneignen dürfet, so ihr gleichen Willens seid mit Mir, und dann werdet ihr vom Geist in euch gedrängt zu diesem oder jenem Gedanken und Handeln. Und ihr werdet ausführen können, was ihr wollt, denn ihr denket und handelt dann mit Mir und mit Meiner Kraft. Ihr werdet Leid und Not abzuwenden fähig sein, so euch die Liebe treibt, dem Mitmenschen zu helfen, und ihr werdet den Elementen gebieten können, Kranke heilen und Wunder wirken können aller Arten, denn es ist nur Meine Kraft, die dann durch euch zum Ausdruck kommt, und mit Meiner Kraft ist euch nichts unmöglich. Ich will es also, daß euer Wille sich völlig dem Meinen unterstelle, so daß ihr dann nichts anderes wollen könnt als Ich und Ich nun wirken kann durch euch. Amen. B.D. NR. 3803.

 

Buch 47-48 3804

Wachsamkeit gegen den Feind der Seelen.

18. Juni 1946. B.D. NR. 3804.

Wachsam sollet ihr sein, daß ihr dem Feind eurer Seelen nicht zum Opfer fallet, denn er ist ständig darauf bedacht, euch in die Irre zu leiten und euch durch allerlei Blendmittel vom rechten Wege abzudrängen. Er kommt auch im Gewande eines Führers, und er suchet so euer Vertrauen zu gewinnen; er verspricht, euch sicher zum Ziel zu führen, jedoch sein Ziel ist die Welt - also er verspricht euch irdische Vorteile, Hilfe in irdischer Bedrängnis, er sucht euch die Wege zu ebnen, doch alles unter einer Bedingung - eure Seele ihm zu überlassen, also eure Sinne und Gedanken zu lösen von Gott, vom geistigen Streben. Und all seine Versprechungen werden Taten der Lieblosigkeit fordern; jeder Mensch, der sich irdische Vorteile schaffen will, wird dies nicht vermögen, so er in der Liebe leben will. Also muß er das eine oder das andere aufgeben, er muß wissen, daß er seine Seele verkaufet, so er sich sein irdisches Leben zu einem Wohlleben gestalten will. Er muß wissen, daß jeder Versuch dazu auf Anregen dessen vor sich geht, der die Seele verderben will. Und er muß wachsam sein - er muß zu Gott seine Zuflucht nehmen, daß Er ihn schütze vor dem Einfluß des Feindes, er muß bitten um Stärkung seines Willens zum Guten und zur Verzichtleistung auf irdische Güter. Denn was tauschet ihr ein, so ihr euch auch ein irdisches Leben in Wohlstand und Behaglichkeit schaffet? Nur ein unerträgliches Los für die Seele im jenseitigen Reich. Denn kommet die Notzeit über euch, so hat sie auch ihren weisen Sinn und Zweck, solange sie von Gott Selbst zugelassen ist. Der Feind eurer Seele aber setzet gerade in der Notzeit den Hebel an - er sucht euer Sinnen und Trachten nun darauf zu richten, was euch mangelt an irdischen Gütern, er sucht eure Gier danach zu verstärken und eure Gedanken gefangenzunehmen und davor schützet euch nur die Kraft eures Willens. Denn was er verspricht, ist nur Blendwerk, es nützet euch nur die wenigen Tage eures Erdenlebens, um dann in ein Nichts zu versinken und eure Seelen in äußerster Dürftigkeit zurückzulassen. Leistet freiwillig Verzicht auf das, was nur den Körper beglückt, der Seele aber keinen Nutzen einträgt, lebet in Dürftigkeit des Körpers auf Erden, und bedenket dafür eure Seelen mit geistigem Gut, das unvergänglich ist und euch nachfolget in die Ewigkeit. Seid wachsam allen Versuchungen gegenüber, und bleibet im Gebet. Bittet um Kraft und Gnade und Stärkung eures Willens. Und es wird euer Begehren geringer werden, die irdischen Güter werden euch nicht mehr so verlockend erscheinen, ihr werdet Widerstand leisten können gegen alle Einflüsterungen des Feindes und als Ausgleich geistiges Gut entgegennehmen können, das eure Seelen tausendmal mehr beglückt, weil es euch das ewige Leben einträgt. Amen. B.D. NR. 3804.

 

Buch 47-48 3805

Geistiger Tiefstand. Ende einer Erlösungsperiode.

19. Juni 1946. B.D. NR. 3805.

Es ist ewig kein geistiger Fortschritt zu erwarten, so die Menschheit den Tiefstand erreicht hat, daß sie Gott nicht mehr erkennt, und anerkennt. Denn dann ist sie völlig getrennt von Gott und also auch ohne jene Kraftzufuhr, die allein geistigen Aufstieg gewährleistet. Eine geringe Entfernung von Gott kann leicht behoben werden, denn immer noch steht dann das Geistige im Stromkreis göttlicher Liebe, und deren Kraft treibt es unweigerlich zur Höhe. Ist aber die Entfernung so groß geworden, daß das Geistige außerhalb dieses Stromkreises weilt, dann ist es auch völlig kraftlos, und eine Annäherung an Gott ist ihm nicht mehr möglich, weil dann die Gegenkraft mehr Einfluß hat, die es zu sich herabzieht. Ist die Menschheit aber auf diesem Entwicklungsgrad angelangt, d.h., hat sie sich so weit rückentwickelt, dann hat das Geistige auch das Recht verwirkt, auf der Erde ein Dasein als Mensch zu führen, weil dies als alleinigen Zweck die Höherentwicklung hat und es diesen Zweck völlig außer acht ließ. Dann also hört für diese Menschheit eine Entwicklungsperiode auf. Die Erde stößt gewissermaßen alles Geistige von sich, das auf einer höheren Entwicklungsstufe sich befindet, sowie es dieser Entwicklungsstufe nicht entsprechend lebt und handelt. Und dann ist ein Erlösungsabschnitt beendet laut göttlichem Willen. Und es kann ein jeder Mensch selbst den Zeitpunkt erkennen, sowie er der geistigen Entwicklung der gesamten Menschheit Beachtung schenkt. Ist ein Tiefstand erreicht, wo die Lieblosigkeit klar zutage tritt, ist das Wirken der Gegenkraft Gottes darin erkennbar, daß statt ständigem Aufbau überall Zerstörung stattfindet - ist das Leben und Treiben der Menschheit gänzlich Gott-widrig und also gegen alle göttliche Ordnung, so ist auch nicht mehr zu erwarten, daß im freien Willen die Menschheit sich wieder in die göttliche Ordnung einfügt, und dann muß sich laut Gesetz von Ewigkeit eine Auflösung alles dessen vollziehen, was Geistiges in sich birgt zum Zwecke völlig neuer Bannung, um in unendlich langer Zeit endlich zu dem Ziel zu gelangen, wieder in Gottnähe zu weilen im freien Willen. Es gibt für ein entartetes Menschengeschlecht keine andere Aufstiegsmöglichkeit, sowie es diesen Tiefstand erreicht hat, daß jegliche Liebe erkaltet ist, weil dann der Kraftstrom göttlicher Liebe nicht mehr wirksam werden kann und dies völliges Verlieren an die Gegenkraft Gottes bedeutet. Doch Gott in Seiner großen Erbarmung entwindet Seinem Gegner das ihm Hörig-Gewordene, indem Er es erneut in der Schöpfung bannt, auf die der Gegner Gottes keinen Einfluß mehr hat. Also ist auch das Rückversetzen in die härteste Materie nur ein Werk göttlicher Barmherzigkeit, denn für das in weitester Gottferne Stehende wird wieder eine neue Möglichkeit geschaffen, den Weg der Aufwärtsentwicklung zu gehen, was als Mensch nicht mehr möglich war. Und einmal schlägt auch ihm die Stunde der Erlösung, wenn auch nach unendlich langer Zeit. Doch es geschieht ihm kein Unrecht, wenn es in die harte Materie rückversetzt wird, denn der Wille ist so verhärtet Gott gegenüber, daß er selbst Anlaß ist, daß Gott ihn bindet auf endlos lange Zeit. Denn er wandelt sich nicht mehr, so ein geistiger Tiefstand erreicht ist, wo die Menschen Gott nicht mehr erkennen. Amen. B.D. NR. 3805.

 

Buch 47-48 3806

Gott kommt Selbst zu den Menschen im Wort.

20. Juni 1946. B.D. NR. 3806.

Der mitten unter euch weilet im Geist, Den höret an, so Er zu euch spricht. Er gibt Sich euch in einer Weise kund, daß ihr Ihn wohl zu erkennen vermögt, so ihr gläubig seid, denn Seine Worte in Liebe klingen nicht anders als die Worte, die Er Selbst auf Erden sprach in der Hülle des Menschen Jesus. Es ist die gleiche Lehre, die euch nun vermittelt wird durch Sein offensichtliches Wirken durch Menschenmund; Er bedienet Sich einer menschlichen Hülle, um durch sie zu euch zu sprechen und die immer und ewig gleichbleibende Lehre euch nahezubringen. Und es ist wahrlich Sein Wort erkennbar als göttlichen Ursprungs, denn es lehret nur die Liebe, die nur göttlich gerichtete Wesen vertreten, weil die Liebe unmittelbare Ausstrahlung Gottes ist und zu sich zieht, was wieder in der Liebe steht. Und so also eine Lehre das Liebegebot zum Inhalt hat, so sie den Menschen zur Liebe erziehen will, geht sie auch von Dem aus, Der die ewige Liebe Selbst ist. So diese Liebelehre nun aber in einer Weise den Menschen vermittelt wird, daß geistige Kraft erkennbar ist, daß die Zuleitung auf geistigem Wege vor sich geht, so muß unbedingt Gott Selbst als Quell anerkannt werden, wo die Kraft ihren Ursprung hat, und es muß der Glaube daran auch die Wirksamkeit dessen erhöhen, was von Gott seinen Ausgang nimmt. Nehmet Sein Wort auf als Gottes Wort, und ihr werdet ungeahnten Segen daraus ziehen, denn dann stärkt es euch irdisch und geistig, weil ihr bewußt die göttliche Liebeausstrahlung entgegennehmt. Er ist Selbst bei euch im Wort - bedenket dies im Herzen und gebt euch vollgläubig seiner Gnadenwirkung hin. Er lehret euch Selbst, Er unterrichtet euch von Seinem Willen, von eurer Bestimmung, Er weiset euch den rechten Weg, Er gibt euch Verheißungen und spornt euch an, so zu leben, daß sich Seine Verheißungen an euch erfüllen; Er zieht euch mit jedem Wort zu Sich, Er wirbt um eure Liebe und ist also unausgesetzt bemüht, euch in Sein Reich hinüberzuleiten, um euch auf ewig zu beglücken. Offensichtlich ist Er unter den Seinen tätig, doch um Ihn zu erkennen, müsset ihr glauben an Seine Liebe, Weisheit und Allmacht - an Ihn Selbst, daß Er ist und ihr Seine nie von Ihm zu trennenden Geschöpfe seid. Dann werdet ihr auch die Gnadengabe in ihrem Wert ermessen können, soweit dies auf Erden möglich ist. Und Sein Wort wird wirksam werden an euch, es wird euch zum Leben erwecken, das ihr nimmermehr verlieret und also selig seid in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3806.

 

Buch 47-48 3807

Tiefstes Wissen erreichbar durch die Liebe.

21. Juni 1946. B.D. NR. 3807.

Alle Gebiete werden euch erschlossen werden, so ihr auf dem Wege der Liebe sie zu erforschen trachtet. Dann gibt es für euch keine Grenzen des Wissens, denn diese sind allein dem Verstand des Menschen gesetzt, nicht aber dem Herzen, das vom Geist in sich das weiteste Wissen entgegennehmen kann ohne Einschränkung. Denn das ist das Zeichen des Vollkommenen, daß es unbegrenzt ist. Ist also der Geist aus Gott in euch tätig, so muß auch Sein Wirken unbegrenzt sein, sowie ihr selbst die Hindernisse aus dem Wege geräumt habt, die Sein Wirken unmöglich machen. Und dem Geist aus Gott ist nichts fremd, Er beherrschet alle Gebiete, und so dringt der Mensch durch seinen Geist in das tiefste Wissen ein, sowie er sich selbst durch die Liebe gestaltet hat zum Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes. Gott ist mit Seinen Geschöpfen aufs innigste verbunden, so diese Ihm nicht Widerstand leisten, und also muß Seine Kraft und Sein Licht auch durchleuchten, was in Seiner Nähe weilt. Und das bedeutet hellste Einsicht in das Walten und Wirken Gottes, Kenntnis vom Erlösungsplan, vom Sinn und Zweck des Erdenlebens und der Bestimmung des von Gott Geschaffenen. Und so der Mensch darüber unterrichtet ist durch den göttlichen Geist, ist ihm auch jeder sonstige Zusammenhang klar, sein Wissen wird sich nach jeder Richtung hin erweitern, es wird für ihn keine Dunkelheit, keine Unkenntnis mehr geben, und er wird durch seinen Willen frei werden aus der Knechtschaft dessen, der jegliche Dunkelheit des Geistes verschuldet hat. Doch erst, so der Mensch das Wissen vom Geist in sich empfangen hat, kann er den Anspruch darauf erheben, in Wahrheit wissend zu sein. Weltliches Wissen kann zwar der Mensch auch durch Studium oder Zuleitung von außen erwerben, doch dieses Wissen ist belanglos für die Ewigkeit, denn es schwindet mit dem Moment des Todes und folgt der Seele nicht in das geistige Reich. Allein wertvoll ist nur das geistige Wissen, das irdische Dinge wenig berührt, dagegen die geistige Welt betrifft und darum unvergänglich ist. Und dieses Wissen ist nur auf dem Wege der Liebe zu erreichen, soll es der Wahrheit entsprechen und die Aufwärtsentwicklung der Seele fördern. Und um dieses Wissen zu erwerben, dazu lebt der Mensch auf Erden, denn der Besitz des Wissens ist Folge eines rechten Lebenswandels, der in einem Leben in Liebe besteht. Gottes Liebe sucht den Menschen ständig einen reichen Wissensschatz zu vermitteln, indem Er die Menschen Selbst belehrt durch Seine rechten Diener auf Erden. Und Sein Wort wird immer als erstes Liebeswirken predigen, es wird die Menschen auf den Weg der Liebe hinweisen, auf daß dann auch der Mensch zur Weisheit aus Gott gelange. Denn in der Wahrheit unterrichtet zu sein ist das Kostbarste für die Menschen, solange sie auf Erden weilen. Denn dann erkennen sie auch ihre Bestimmung, sie erkennen Gottes übergroße Liebe und suchen sich ihr anzugleichen. Doch nur die reine Wahrheit bringt den Zustand des Erkennens zuwege, und darum führt auch nur die reine Wahrheit zu Gott, Der Selbst die Wahrheit ist. Wahrheit, Liebe und Gott sind eins - wo die Liebe ist, wird Gott Selbst als Lehrmeister wirken und die Menschen in die Wahrheit einführen - wo die Wahrheit ist, wird Gott als die ewige Liebe erkannt und der Zusammenschluß mit Ihm gesucht, und das Streben nach Ihm führt zur Vollkommenheit, die Ziel eines jeden Wesens ist, das aus Gott hervorgegangen ist in aller Vollkommenheit und durch eigenen Willen unvollkommen wurde. Darum erwecket den Geist in euch durch die Liebe, und ihr werdet eindringen können in die tiefsten Tiefen göttlicher Weisheit, wie es Gott euch verheißen hat. Amen. B.D. NR. 3807.

 

Buch 47-48 3808

Wohnungen in des Vaters Haus. Ewige Heimat.

22. Juni 1946. B.D. NR. 3808.

Und Ich will euch einführen in Meines Vaters Haus. So Ich euch diese Verheißung gegeben habe, dürfet ihr selig sein in dem Bewußtsein, dereinst als Kinder Gottes die Wonnen des ewigen Lebens zu genießen, denn Mein Wort ist Wahrheit, und Meine Verheißung erfüllet sich, so ihr Meinen Willen erfüllet. Alle Not wird für euch ein Ende haben, jede irdische Sorge abfallen, und in Freiheit des Geistes, ungebunden durch irdische Materie, werdet ihr weilen dürfen in jenen Gefilden, die dem Reich der seligen Geister angehören und überaus herrlich sind. Auf Erden könnet ihr die Seligkeit nicht fassen, die in jenem Reich den Seelen beschieden ist, und dennoch sollet ihr Meinem Wort Glauben schenken und so leben, daß des Vaters himmlische Wohnungen von euch bezogen werden können nach eurem Ableben auf dieser Erde - die Wohnungen, die des Vaters Liebe für die Seinen hergerichtet hat und die wahrlich der Aufenthalt derer sein werden, die Mein geworden sind durch ihren Willen und einen Lebenswandel in Liebe. Was sorget ihr euch dann noch um euer leibliches Wohl, so ihr wisset, daß euer Erdenleben nur ein kurzer Übergang ist zum wahren Leben in der Ewigkeit? Nützet euer Erdenleben nur zur rechten Gestaltung eurer Seelen, und euer Los im Jenseits wird ein unvergleichlich seliges sein, denn euch wird alles gegeben werden, wonach euer Herz Verlangen trägt. Doch sorget, daß das Verlangen des Herzens nicht dem Körper gilt, denn dieser vergeht, was aber ewig bleibt, ist nur geistiges Gut, und dieses begehret von ganzem Herzen. Dann wird eure Seele in überaus schöner Gegend weilen, sie wird sich bewegen in Schöpfungen, die ihr auf Erden nicht zu ahnen vermögt, und sie wird in ihrer Heimat sein, im Vaterhaus, wo die Nähe des Vaters sie unendlich beglückt und Seine Liebe ihr alles zukommen läßt, was ihre Seligkeit erhöht. Denn Meine Liebe zu euch, Meine Kinder auf Erden, ist übergroß, und Ich bereite euch allen ein seliges Leben, so ihr zu Mir zurückkehret aus freiem Willen. Denn in Meinem Hause sind viele Wohnungen, und alle harren auf euch, daß ihr sie einnehmet und Meine Herrlichkeiten zu schauen vermögt, die Ich für euch bereitet habe. Lebet auf Erden in Liebe, und Meine Liebe wird euch im geistigen Reich beschieden sein. Wendet eurem Nächsten in Liebe zu, wessen er bedarf leiblich oder geistig, und Meine Liebe wird euch zuwenden im gleichen Maß, denn wie ihr ausmesset, so wird auch euch zugemessen werden in Meinem Reich. Und glaubet an Meine Verheißung, so wird das kurze Erdenleben, das euch noch beschieden ist, trotz aller Not erträglich sein für euch, denn was euch auch auf Erden genommen wird - Ich bedenke euch in Meinem Reich tausendfach, so ihr freiwillig hingebet und euch also löset von der Materie, um geistiges Gut zu empfangen. Denn kurz ist die Zeit eurer irdischen Not, ewig aber währet euer Leben in der Ewigkeit, und der Seligkeiten in Meines Vaters Hause wird kein Ende sein. Amen. B.D. NR. 3808.

 

Buch 47-48 3809

Geistige Führer. Erdenweg. Wegweiser.

23. Juni 1946. B.D. NR. 3809.

Des rechten Weges unkundige Menschen irren ab und entfernen sich vom rechten Ziel, anstatt sich ihm zu nähern. Und daher bedürfen sie eines guten Führers, eines Wegweisers, der den rechten Weg kennt und überall dort warnet und zur Aufmerksamkeit mahnet, wo die Gefahr ist, in einen falschen Weg einzubiegen und den rechten Weg zu verfehlen. Wer aber des Weges kundig ist, der kennt auch das Ziel und wird nun voller Eifer den Mitmenschen helfen, auch dieses Ziel zu erreichen. Das Ziel des Erdenlebens aber ist das geistige Reich in aller Herrlichkeit. Und der Weg zu diesem ist mühevoll und eng, er ist nicht leicht gangbar, doch kurz, so er ohne Aufenthalt zurückgelegt wird, so der Mensch nicht zögert oder immerwährend zurückblickt und einen leichter passierbaren Weg sucht. Dann kann das Ziel schnell erreicht werden, d.h., es kann noch auf Erden der Mensch einen Grad der Vollkommenheit erreichen, daß er das Reich Gottes in sich trägt, daß ihn die Erdenschwere nicht mehr drückt, daß er den Zusammenschluß mit Gott gefunden hat, bevor er seines irdischen Leibes ledig ist. Dann aber breiten sich vor seinem geistigen Auge weite Gefilde aus, die ihn mit Seligkeit erfüllen, dann sind alle Geschehnisse und Mühen des Weges vergessen, denn sie wiegen nicht die Herrlichkeiten auf, die ihm nun beschieden sind. Und dann ist die Seele dankbar der Führung, die sie betreut hat auf dem Erdenwege. Die rechte Führung aber ist Gott Selbst, Der durch Sein Wort die Menschen auf Erden unterweiset und ihnen also Kenntnis gibt vom rechten Wege, der zu Ihm führt. Und Er beauftragt willige Diener auf Erden, das Amt der Führung zu übernehmen, d.h., den Menschen Sein Wort zu bringen, Er unterweiset zuvor Seine Diener in der rechten Wahrheit, auf daß diese dann den Mitmenschen gegenüber Vermittler sind, auf daß auch diese Kenntnis nehmen von der Wahrheit, vom Wort Gottes, das Seinem geheiligten Munde entströmt und von Ihm direkt zur Erde geleitet wird durch Seine Boten. Und ständig werden daher am Wege die des rechten Weges kundigen Führer auftreten und die Wanderer recht leiten, ihnen Kenntnis geben von den Gefahren, die sie beachten sollen, von dem Ziel und von der Kraft aus Gott, die jedem zur Verfügung steht, der den Weg beschreitet mit dem ernsten Vorsatz, das Ziel zu erreichen, das da ist die ewige Seligkeit. Und diese Führer sollen angehört werden, ihre Ratschläge und Ermahnungen sollen beachtet werden, denn sie sind von Gott aus bestellt, sie sind den Menschen beigegeben, daß sie nicht in die Irre gehen, daß sie nicht sagen können, den rechten Weg nicht gefunden zu haben, sondern jederzeit ihn betreten und verfolgen können, so sie ernsten Willens sind, das Ziel zu erreichen. Diese Führer verkünden euch das Wort Gottes, welches ist der rechte Weg. Denn das Wort Gottes ist Wahrheit, weil Gott die ewige Wahrheit Selbst ist; es führt dem Ziel entgegen - dem ewigen Leben - und wer sich durch das Annehmen und Befolgen des göttlichen Wortes Gott Selbst zum Führer erwählet, der kann nimmermehr den rechten Weg verfehlen, er erreichet sein Ziel - er wird leben in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3809.

 

Buch 47-48 3810

Geistige Führer. Erdenweg. Wegweiser.

Zeit der Trübsal.

24. Juni 1946. B.D. NR. 3810.

In jüngster Zeit schon werdet ihr erneuter Drangsal ausgesetzt sein, ihr werdet in Nöte kommen, die euch schier zu erdrücken drohen; doch dann wisset, daß Ich euch näher bin denn je. Überlasset euch voll und ganz Meiner Führung, und bleibet Mir nur in eurem Herzen treu, daß ihr Mich erkennet und bekennet trotz aller Not, dann verlasse Ich euch wahrlich nicht, und Meinem Wort könnet ihr vollsten Glauben schenken. Doch die Not muß kommen, auf daß sich erfülle, was geschrieben steht, auf daß die Zeit der großen Trübsal allen Menschen erkenntlich ist und auch als letzte Zeit vor dem Ende erkannt werden kann. Die Welt will keine Regelung der irdischen Verhältnisse in Liebe, sondern sie schürt zu erneutem Ringen und Kämpfen der Völker gegeneinander, und es tritt das Weltgeschehen in eine neue Phase von kurzer Zeitdauer. Es wird eine erneute Spannung der Völker große irdische Not nach sich ziehen, die Mein Wille dann beenden wird, so es an der Zeit ist. Doch ihr, die ihr Mein seid, brauchet auch diese Notzeit nicht zu fürchten, wenngleich sie auch euch berühren wird in mancherlei Weise. Sie ist für euch wieder nur eine Glaubensprobe, die ihr bestehen könnet, so ihr euch fester denn je an Mich anschließet und euch Meiner Führung und Hilfe zuversichtlich überlasset. Was sich ereignet in kürzester Frist, wird euch Beweis sein Meines Wortes, und dann haltet euch nur an Mich, Ich werde euch helfen in jeder Not und Gefahr. Denn alles ist überwindlich mit Meiner Hilfe, nichts ist Meiner Kraft und Macht unmöglich, und keine Bitte lasse Ich unerhört, so ihr an Mich glaubet und aus tiefstem Herzen zu Mir rufet. Ich bin euch nahe und lenke euer Schicksal nach Meinem Willen, und so ihr dies glaubet, wird jede Not für euch erträglich sein. Die Umwelt aber, eure Mitmenschen, die nicht zu Mir finden, bedürfen noch größerer irdischer Not, sollen sie sich im freien Willen wandeln und zu Mir um Hilfe rufen. Und darum muß auch diese kurze Phase von euch Menschen durchlebt werden, auf daß eure Seelen daraus Nutzen ziehen. Doch Mein Eingriff beendet sie, dem jedoch eine andere Not folgen wird, wenngleich die erstere behoben ist. Es ist die Zeit der Trübsal vor dem Ende, und wohl dem, der die Zeit des Endes darin erkennt - er wird Trost und Hoffnung schöpfen aus einem jeden Meiner Worte, er wird nicht verzagen, sondern inniger denn je sich Mir verbinden und unbeschadet an seiner Seele hindurchgehen durch alle irdischen Nöte und Gefahren, weil Ich Selbst ihn an der Hand führe, weil Ich ihm Kraft vermittle und Licht. Amen. B.D. NR. 3810.

 

Buch 47-48 3811

Ende der Trübsal. Gericht. Neue Erde.

25. Juni 1946. B.D. NR. 3811.

Doch auch die Zeit der Trübsal geht vorüber, und ihr folgt eine Zeit tiefsten Friedens und himmlischer Seligkeit für alle, die an Mich glauben und Mir treu bleiben bis zum Ende. Und so wie die Zeit der Not gekommen ist über die Erde, so wahr ist auch Meine Verheißung der Friedenszeit, denn Mein Wort ist ewige Wahrheit, und es muß sich erfüllen, es muß wieder eine Zeit folgen, wo es keinen geistigen Tiefstand mehr gibt und darum auch jegliche irdische Not ausgeschaltet ist, wo die Menschen in engster Gott-verbundenheit leben und darum auch glücklich sind. Doch zuvor muß eine Sichtung stattfinden, die mit der großen Not begonnen hat und in der Zeit der Trübsal ihren Fortgang nimmt, wo die Menschen sich entscheiden müssen für Mich oder Meinen Gegner. Und nur eine übergroße Trübsal bringt dies zuwege, denn die Menschen sind verhärtet und glaubenslos geworden und benötigen schärfste Erziehungsmittel zwecks Besserung. Doch auch diese Zeit nimmt ein Ende, und das soll den Meinen zum Trost sein, daß Ich die Tage verkürze, auf daß nicht die Meinen von Mir abfallen in der Zeit größter Bedrängnis. Ihrer harret ein seliges Los auf der neuen Erde. Und die an Mein Wort glauben, werden in dieser Verheißung Kraft finden und standhalten jedem Ansturm der Welt gegenüber. Denn Ich verlasse die Meinen nicht und komme Selbst, sie zu holen, wenn der Höhepunkt der Not erreicht ist. Mit Meiner Kraft und Gnade sind auch die schwersten Tage zu ertragen, der Lohn aber ist euch gewiß - ein seliges, friedvolles Leben nach dieser Zeit der Trübsal, wo ihr Mich loben und preisen werdet, wo ihr Mir danken werdet aus tiefstem Herzen, wo Ich bei euch Selbst weilen werde sichtbar und spürbar, weil ihr voller Liebe seid. Darum fürchtet die Zeit der Trübsal nicht, ertraget sie im Hinblick auf das Ende, nehmet sie ergeben auf euch, denn sie kann noch Rettung bedeuten für die verirrten Seelen und ihnen den nochmaligen Erdengang durch die gesamte Schöpfung ersparen. Und erkennet aus allem, was noch über die Erde kommet, die Wahrheit Meines Wortes, denn Ich habe es lange vorausgesagt, auf daß ihr fester werden sollet im Glauben, auf daß ihr euch vorbereiten könnet darauf und also geistig reifet. Erkennet Meine Liebe, wenngleich die Menschen schmerzlich getroffen werden durch Meinen Willen oder Meine Zulassung. Für eure Seelen ist diese Notzeit von großer Dringlichkeit, doch sie geht vorüber, sie währet nicht lange um der Meinen willen - sie muß weichen einer Zeit köstlichsten Friedens auf der neuen Erde, den alle genießen werden, die Mein sind und Mir treu bleiben bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 3811.

 

Buch 47-48 3812

Restlose Hingabe an Gott. Werkzeug.

26. Juni 1946. B.D. NR. 3812.

In der restlosesten Hingabe an Mich findet ihr auch tiefsten Frieden. Denn dann hat jegliche Gewalt ihre Macht über euch verloren, seien es Menschen oder Geistwesen, die Mir abgewandten Willens sind. Und alles gute, Mir zugewandte Geistige bedrängt euch nicht, sondern es kann euch nur beglücken. Die restlose Hingabe an Mich ist Bekundung vollster Unterwerfung unter Meinen Willen, und dann beherrschet euch nur ein Wille, und dieser geht von Mir aus, und ihr könnet somit nur in der rechten Ordnung leben, d.h. denken und handeln, was euch immer den innersten Frieden eintragen wird. Dann ist die Wandlung eures Willens erfolgt auf Erden, ihr seid nicht mehr Mir widersetzlich, sondern Mir verbunden und könnet sonach nicht mehr in den Zustand der Unordnung zurückfallen, der für euch ein Zustand der Qual ist, ein Zustand innerer Zerrissenheit, Furcht und Kraftlosigkeit. Was sich Mir voll und ganz hingibt, das ergreife Ich und führe es fürsorglich weiter auf dem Wege, den es beschritten hat. Die völlige Hingabe an Mich ist ein Zeichen tiefen Glaubens, ein Anerkennen Meiner als liebevollste Kraft und Macht, Der sich der Mensch nun vertrauensvoll überlässet. Und einen solchen Glauben benötige Ich, um nun durch diesen Menschen auch den Mitmenschen näherzutreten, ansonsten eine Offenbarung an diese unmöglich wäre, solange sie selbst nicht die Reife haben, Offenbarungen entgegenzunehmen. Einen Mir sich gänzlich hingebenden Menschen kann Ich nun nützen als Mein Werkzeug, als Mein Organ, durch das Ich Selbst Mich äußern will. Denn bei ihm finde Ich keinen Widerstand mehr für Mein Wirken, und er wird, weil er nun gleichen Willens ist mit Mir, reden und handeln nach Meinem Willen, er wird als Mensch den Mitmenschen das übermitteln, was Ich als Gott ihnen vermitteln will, aber nicht offensichtlich kann, um die Glaubensfreiheit des Menschen nicht zu unterbinden. Dennoch ist es Mein Wirken, wenngleich es den Mitmenschen als Wirken Meines Dieners auf Erden erscheint. Er ist Mir durch die Hingabe an Mich ein taugliches Werkzeug geworden, und er wird seiner Aufgabe nun mit Freude und Eifer nachkommen, er wird von Meinem Geist getrieben, zu reden und zu wirken für Mich und Mein Reich. Es muß der Mensch das eigene Wollen völlig aufgegeben haben, er muß sich Mir völlig überlassen, sich Meiner Führung anvertrauen und ständig Meine Gegenwart begehren, er muß gedanklich mit Mir verbunden bleiben, und Ich erfasse ihn, und all sein Denken und Handeln ist nun Mein Wille, Meine Kraft und die Äußerung Meiner Liebe zu den Mitmenschen, denen Ich durch ihn Rettung bringen will in geistiger Not. Er ist nun der Mittler geworden zwischen Mir und jenen, und seine Tätigkeit wird ihm tiefsten Frieden eintragen, denn er trägt nun Meinen Willen in sich und wirket und schaffet mit Mir durch Meine Kraft. Amen. B.D. NR. 3812.

 

Buch 47-48 3813

Schicksal entsprechend dem Willen.

27. Juni 1946. B.D. NR. 3813.

Daß ihr euch in Not und Drangsal des Leibes und der Seele befindet, ist Meinem Wissen nicht verborgen, wie aber auch eure Geistesrichtung, der Wille eures Herzens zum Guten oder Bösen. Und dieser bestimmt eure Lebensbahn, er bestimmt die Ereignisse, die schicksalhaft an euch herantreten, er bestimmt auch die Auswirkung der im bösen Willen ausgeführten Handlungen der Mitmenschen, wie auch Mein Eingreifen nach Meinem Willen. Denn Ich suche die Not der Seele zu beheben, Ich suche ihr Rettung zu bringen, weil Ich um die Folgen der geistigen Not in der Ewigkeit weiß, um den lichtlosen Zustand, der der Seele weit größere Qualen einträgt als die größte irdische Not. Ist der Wille des Menschen gut, dann bedarf die Seele weniger scharfer Erziehungsmittel, und ihr Lebenslauf wird nicht so große Prüfungen aufweisen, so ihr eine bestimmte Zeit zum Ausreifen gewährt ist. Doch am Ende dieser Erlösungsepoche werden viele Seelen nur eine kurze Lebensprobe zu bestehen haben, und verständlicherweise wird diese ihrer Kürze wegen schwerer sein, auf daß die Seele zum Ziel zur Reife gelange. Es ist dies die Folge ihrer langen Widersetzlichkeit Mir gegenüber, die sie nicht eher zur Verkörperung auf Erden zugelassen hat; und da nach Meinem Plan von Ewigkeit das Ende dieser Erlösungsperiode festgesetzt ist, wird die Zeit, die den letzten Menschen zur Verkörperung gewährt ist, immer kürzer und entsprechend schwerer. Doch das Endziel ist das gleiche und kann von jeder Seele erreicht werden bei ernstem Streben nach Vollkommenheit. Doch auch diese in den letzten Menschen dieser Erde verkörperten Seelen tragen verschiedenen Willen in sich, teils Mir zu-, teils Mir abgewandt, und diese Verschiedenheit des Willens bestimmt auch die verschiedenen Lebensschicksale und die Auswirkung der Taten, welche der Wille gebärt. Das schwerste Leid werden die Menschen zu tragen haben und daran zu zerbrechen drohen, und doch können auch unter ihnen Menschen leben, die voller Kraft sind und denen das Leid nicht unerträglich dünkt. Denn Ich Selbst bestimme die Schwere des Leides, die Härte der Not je nach dem Willen der Menschen, den Ich kenne und zu wandeln suche eben durch jene Not. Und weil der Wille der Menschheit in der Endzeit immer mehr sich abwendet von Mir, muß auch die Drangsal größer werden, soll noch ein Erfolg für die Seelen erzielt werden. Doch keinen Menschen bedenke Ich ungerecht, denn Ich weiß um die Gesinnung jedes einzelnen und trage dieser Rechnung. Und darum bedenke Ich die Meinen in der Endzeit mit besonders reichen Gnadengaben, mit außergewöhnlicher Kraft und übergroßer Liebe, weil Ich weiß, wie schwer für sie die letzte Erdenlebensprobe ist, die sie bestehen sollen, um Mir nahe sein zu können. Ich kenne den Willen eines jeden Menschen und segne ihn, sowie er gut ist. Ich wende dem Menschen jede erdenkliche Gnade zu und helfe ihm bis zum Ende, um ihn dann zu Mir zu holen in Mein Reich. Und Ich verkürze die Tage der Not, um eben dieser Meinen willen, Ich beende die Zeit der Trübsal mit dem Tage Meines Kommens in den Wolken, auf daß sich Mein Wort erfüllet, das Seligkeit verheißet denen, die ausharren bis zum Ende. Amen. B.D. NR. 3813.

 

Buch 47-48 3814

Liebe und Leid Läuterungsmittel.

28. Juni 1946. B.D. NR. 3814.

Liebe und Leid sind die einzigsten Läuterungsmittel für die Seele auf dieser Erde. Und so der Mensch die Liebe ausschaltet, muß das Maß von Leid erhöht werden um ihrer selbst willen. Doch jederzeit kann die Menschheit diesen Leidenszustand beenden oder erträglicher machen, so sie sich bemüht, das göttliche Liebegesetz zu erfüllen, das zur Herstellung der göttlichen Ordnung unbedingt erfüllt werden muß. Dann auch wird der Mensch irdisch in der Ordnung leben, er wird von hartem Leid verschont sein, denn seine Seele reifet durch Liebeswirken - sie wandelt sich zur Liebe, und das ist ihre eigentliche Bestimmung. Die Seele ist in finsterer Umhüllung, sie muß sich entschlacken, ehe das Licht in sie dringen kann. Sie ist in völliger Unkenntnis und muß alle Fehler und Mängel beseitigen, um zur rechten Kenntnis der Wahrheit zu gelangen. Und diese Entschlackung geschieht durch die Liebe und das Leid. Hat die Seele guten Willen, dann lebt sie auch in der Liebe, und die Kraft aus Gott durchbricht jegliche Hülle der Seele, denn die Zufuhr aus Gott ist eine unmittelbare Folge eigenen Liebewirkens. Versäumt die Seele aber dieses, so hilft ihr Gott dennoch, jedoch in Form von Leid, das die Seele in den Zustand des Liebewirkens versetzen soll, das ihr jegliche Härte nehmen soll, das sie formen soll nach Gottes Willen. Das Leid ist zwar ein hartes Erziehungsmittel, kann aber zum Erfolg führen insofern, als daß die Seele ihre Fehler ablegt, die in ihr bisher keine Liebe aufkommen ließen, Hochmut, Zorn, Haß, sowie jegliche Härte des Herzens schmelzen kann, wenn sie von großem Leid betroffen wird. Dann kann sie sich wandeln, sie kann sich bewußt sein ihrer Schwäche und Kraftlosigkeit, demütig werden und um Hilfe rufen. Und es wird ihr geholfen werden, denn Gott ist ständig zur Hilfe bereit, weil die Rückgewinnung jeder Seele Zweck alles dessen ist, was Er geschehen läßt. Doch um wie vieles leichter könnten sich die Menschen ihr Erdenlos gestalten, so sie die Liebe nicht außer acht ließen, so sie das wirksamste Läuterungsmittel anwendeten - die Liebe zu Gott und zum Nächsten. Wer liebetätig ist und Leid zugleich ertragen muß, dessen Seele wird einen hohen Reifegrad erreichen auf Erden, doch die Kraft aus Gott unterstützet sie stets und ständig und sie erkennet auch den Segen des Leides und lehnet sich nicht dagegen auf. Doch im einzelnen könnten die Menschen viel Leid von sich abwenden, so sie nur in der Liebe tätig wären. Solange ihnen aber der Glaube daran fehlt, solange sie im Herzen verhärtet sind und die Liebe ausschalten aus ihrem Leben, müssen sie leiden, und das im verstärkten Maße, je näher es dem Ende zugeht. Denn sie haben nicht mehr lange Zeit und bedürfen der wirksamsten Erziehungsmittel, sollen die Seelen gerettet werden vor ewiger Verdammnis - vor endlos langer Zeit erneuter Gefangenschaft in den Schöpfungen der neuen Erde, wovor Gott jede Seele bewahren möchte und ihr darum jede Hilfe angedeihen läßt, wozu auch das große Leid auf Erden zählt. Lebet in der Liebe und ihr werdet das Leid verringern, doch ohne Liebe kann niemand selig werden. Amen. B.D. NR. 3814.

 

Buch 47-48 3815

Schöpfet Kraft aus Meinem Wort.

29. Juni 1946. B.D. NR. 3815.

Schöpfet Trost und Kraft aus Meinem Wort. Immer wieder sage Ich euch dies, weil ihr nur dadurch reifen könnet, daß ihr mit dem Wort auch Meine Kraft entgegennehmet, die euren Aufstieg gewährleistet. So Ich Selbst zu euch spreche, so ihr Mich Selbst zu hören begehret, löset ihr euch von der Welt, und ihr empfanget durch das Öffnen eures Herzens die Ausstrahlung Meiner Liebe, die da ist Kraft und Gnade. Und ihr werdet Sieger bleiben in jedem Lebenskampfe. Mein Wort versichert euch immer wieder Meine Liebe, die geben will, die euch beglücken will zeitlich und ewig. Mein Wort ist der größte Beweis Meiner Liebe zu euch, denn Ich gebe euch mit Meinem Wort das sicherste Mittel in die Hand, vollkommen zu werden, also auch Mir immer näherkommen zu können, und Meine Nähe bedeutet Seligkeit. Denn Mein Wort kündet euch Meine Liebe, und Mein Wort lehret euch Liebe, weil ihr vorerst zur Liebe euch gestalten müsset, ehe ihr Meine Nähe ertragen könnet. Und also ziehe Ich euch mit Meinem Wort zu Mir, und ihr ziehet Mich zu euch, so ihr Mein Wort begehret und es aufnehmet hungrigen Herzens. Dann werdet ihr auch die Kraft Meines Wortes verspüren, ihr werdet euch sättigen können jederzeit, ihr werdet euch Trost holen können, so ihr dessen bedürftig seid; Mein Wort wird euren Glauben stärken, eure Liebe zu Mir erhöhen, Mein Wort wird euch anspornen zu immer regerer Geistestätigkeit und euch zur Erkenntnis führen. Und darum schöpfet jederzeit aus dem Quell der Kraft, aus dem Born des Lebens, nehmet Mein Wort entgegen und labet euch daran, und jegliche Schwäche wird von euch abfallen, ihr werdet auch das irdische Leben meistern, denn ihr wirket dann mit Meiner Kraft, weil Ich Mein Wort mit Meiner Kraft gesegnet habe. Amen. B.D. NR. 3815.

 

Buch 47-48 3816

Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir.

30. Juni 1946. B.D. NR. 3816.

Die Annäherung an Gott findet statt durch jedes Werk der Liebe. Denn Gott ist die ewige Liebe Selbst, und so ein Werk der Liebe geübt wird, einigt sich der im Menschen glimmende Liebesfunke mit dem Feuer der göttlichen Liebe - Gott Selbst kommet dem Menschen nahe, Der in Sich Liebe und Kraft ist. Dies zu verstehen ist nur dem im Geist geweckten Menschen möglich und doch nicht anders erklärbar. Verständlich aber wird es jedem Menschen, so er selbst die Liebe übet, dann spüret er Gott um und in sich, er fühlt sich selbst dem Wesen der Gottheit nahe, er zweifelt nicht mehr an Gottes Existenz, denn die ewige Liebe Selbst belehret ihn und gibt ihm die Erkenntnis um das Wesen der Liebe, um deren Ursprung und Kraft. Der liebetätige Mensch ist in ständiger Verbindung mit dem Urquell der Liebe, er bezieht ständig Kraft aus Gott, denn die göttliche Liebe Selbst wirket nun in ihm. Der liebetätige Mensch kann auch nimmer ohne Glauben sein, denn was er selbst in sich spürt, an das glaubt er auch, folglich erkennt er auch die höchste Wesenheit an, weil Sie Selbst Sich ihm zum Bewußtsein gebracht hat durch die Liebe. Denn die Liebe ist keine Eigenschaft, sie ist das Wesen selbst. Dies zu verstehen ist für den Menschen dieser Erde zu schwer, wird aber der Seele klar verständlich sein, so sie die Erdenschwere ablegt und ins geistige Reich eingeht. Auf Erden bleibt es ihr ein Geheimnis, das sie nicht zu enthüllen vermag, nur wird im Menschen das Bewußtsein der Gegenwart Gottes immer stärker, je mehr er in der Liebe lebt, und folglich kann er sich die Liebe ohne Gott und Gott ohne die Liebe nicht mehr vorstellen. Und so ist der Begriff Gott mit dem Begriff Liebe unzertrennlich verbunden, und der Mensch schreitet der vollsten Erkenntnis des Wesens der Liebe entgegen. Wessen Herz zur Liebe sich gewandelt hat, der ist also auch ständig in Gott-nähe - Gott Selbst weilet in ihm, die Einigung des im Menschenherzen ruhenden Geistesfunken mit dem ewigen Vatergeist hat stattgefunden, weil der Liebesfunke sich mit dem Feuer der ewigen Liebe verschmolzen hat. Der Mensch lebt nun in Gott und Gott ist in ihm. Doch nur durch Liebeswirken kann die Vereinigung mit Gott hergestellt werden, eine andere Verbindung ist unmöglich, weil das Wesen der ewigen Gottheit Liebe ist und sich nur das gleiche mit Ihr vereinigen kann. "Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm." Dies sind Seine Worte, die völlig wörtlich zu nehmen sind und die keine andere Erklärung zulassen. Und darum lehret Sein Wort nur die Liebe, auf daß die Menschen die Verbindung mit der ewigen Liebe herstellen, weil dies der Zweck des Erdenlebens ist, daß sie sich Gott angleichen, daß sie den Zusammenschluß anstreben, auf daß sie durch die Liebe selig werden, auf daß sie ewig in der Nähe Gottes weilen können, Der die ewige Liebe Selbst ist. Amen. B.D. NR. 3816.

 

Buch 47-48 3817

Gottes Eingriff. Letzte Phase vor dem Ende.

5. Juli 1946. B.D. NR. 3817.

Des Lebens Schwere tritt allzudeutlich an euch Menschen heran, als daß ihr daran nicht die Zeit des Endes erkennen könntet. Doch es muß kommen, wie es geschrieben steht, auf daß sich erfüllet Mein Wort. Unfaßbar mag es euch sein, daß Ich ein solches Leid zulasse, daß Ich nicht eingreife, wo die Lieblosigkeit der Mitmenschen klar zutage tritt, doch der Kelch muß ausgetrunken werden bis zur Neige, und einstens werdet ihr es erkennen, daß nur Meine Liebe bestimmend war, um euren Seelen zu helfen, die nicht erkennen wollen, welche Stunde für sie geschlagen hat. Es bleibt euch nur noch kurze Zeit bis zum Ende eurer Tage, und so ihr irdisch geborgen wäret, gingen eure Seelen verloren. Ich aber will sie noch gewinnen für Mich und schreite darum nicht eher ein, bis laut Plan von Ewigkeit die Zeit vollendet ist. Und sie neigt sich dem Ende zu. Und Ich melde Mich offensichtlich in kürzester Frist, Ich spreche Selbst mit Donnerstimme, noch einmal die Menschen warnend und mahnend und ihnen den Beweis gebend, daß Menschenwille und Menschenmacht zerbricht Meinem Willen gegenüber. Ich trete so plötzlich in Erscheinung, daß alle weltlichen Pläne und Maßnahmen zunichte werden im Augenblick. Und auf dieses Mein Wort könnet ihr bauen, und so ihr nur Anstalten treffet, eure Seelen in den Zustand zu setzen, daß ihr den Tag nicht zu fürchten brauchet, da Ich Mich äußern werde durch die Naturgewalten, könnet ihr unbesorgt den Tag erwarten - er wird euch frei machen, so oder so - er wird andere irdische Verhältnisse mit sich bringen für die Überlebenden oder die Seele befreien von ihrer körperlichen Hülle. Und darum sorget, daß eure Seele wirklich frei werde, indem ihr euch zuvor schon löset von allem, was euch lieb ist auf Erden, indem ihr nur ihrer gedenket und euch also vorbereitet auf ein schnelles leibliches Ende. Bald ist das Maß der Lieblosigkeit voll und Ich gebiete Einhalt. Bald werdet ihr vernehmen, daß sich die Völker zu neuem Kampf rüsten, und dann könnet ihr täglich Meinen Richterspruch erwarten. Denn dann ist die Zeit erfüllet, die Ich bestimmt habe von Ewigkeit, dann tritt die Erde in die letzte Phase ein vor dem Ende - wo sich die Meinen bewähren müssen, wo sie Mich bekennen sollen vor der Welt - wo Meine Gnade und Meine Kraft offensichtlich in Erscheinung tritt, wo der Satan wüten wird in ärgster Weise und wo Ich Selbst mitten unter den Meinen sein werde im Geist, um sie hindurchzuführen durch alle Nöte und Gefahren. Und dann kommt das Gericht - das Ende dieser Erde in ihrer jetzigen Form und das Ende unzähliger Menschen, die in weitester Ferne von Mir stehen und darum aufs neue gebannt werden zum Zwecke ihrer einstmaligen Erlösung. Und alles wird kommen, wie Ich es gesagt habe, denn Mein Wort ist und bleibt Wahrheit bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3817.

 

Buch 47-48 3818

Gottes Lenkung. Zukunftssorgen.

6. Juli 1946. B.D. NR. 3818.

Ich Selbst werde euch führen und leiten, und darum fürchtet euch nicht, was auch kommen mag. Mein Arm ist stark und mächtig, und Ich trage jede Last für euch, so ihr sie Mir vertrauensvoll aufbürdet, weil ihr an Mich glaubt. Und Ich schreite ständig neben euch, Ich lasse euch nicht allein, und in dieser Gewißheit könnet ihr jeden Weg gehen, den ihr gehen müsset laut Bestimmung von Ewigkeit. Er wird euch leichter werden, so ihr Mich als ständigen Begleiter in eurer Nähe wisset, an Den ihr euch stets halten könnet und Der euch immer hilft, so ihr schwach zu werden droht. Es ist Mein Wille, daß ihr in sicherem Schutz seid, wenn sich Mein Wort erfüllet. Es ist Mein Wille, daß ihr Mich dann laut verkündet allen, die euch anhören; daß ihr für Mich tätig seid in dem Kreis, dem Ich euch zuführe, denn Ich weiß es, wer euch benötigt, wem ihr Hilfe bringen sollet in geistiger Not. Und alles ist vorbereitet, weshalb ihr euch keine Zukunftssorgen zu machen brauchet, denn Ich Selbst sorge für euch, so ihr für Mich tätig seid, wie ein Herr für seine Knechte sorgt, so diese ihm willige und tüchtige Arbeiter sind. Ich sorge für euch, wie ein Vater für seine Kinder sorgt, so ihr Mir eure Zugehörigkeit zu Mir durch eure Willigkeit, Mir zu dienen, zum Ausdruck bringt. Und darum überlasset jede Sorge Mir, denn auch die kleinsten Bedürfnisse bedenke Ich, weil Ich euch liebe und euch helfen will im Lebenskampf, auf daß ihr all euer Sinnen und Trachten nur eurer Seele widmet, auf daß ihr unbeschwert nur das geistige Ziel verfolgen und also zur Höhe streben könnet. So leget Mir vertrauensvoll euer irdisches Wohl in die Hand. Und Ich werde alles regeln und ordnen, wie es euch dienlich ist, und ihr werdet Meine Liebe erkennen, Meine Macht und Meine Weisheit. Doch zweifeln dürfet ihr nicht, denn nur die Stärke des Glaubens sichert euch Meinen restlosen Beistand. Überlasset euch Mir vollgläubig, und Ich sorge wahrlich für euch jetzt und immerdar. Stärket euch stets und ständig an Meinem Wort, lebet in der Liebe, wachet und betet, und lasset alles an euch herankommen, ohne Furcht und Bangen, und handelt, wie ihr euch innerlich gedrängt fühlet. Ich wache über euch und verlasse euch nicht, ihr steht in Meinem Schutz, und nichts kann euch passieren, als was eurer Seele zum Besten gereicht. Denn Mein Wille lenket alle Geschehnisse, und Mein Wille lässet nur das zu, was euch zur Seelenreife verhilft. Und Meine Liebe wird euch alles erträglich machen, so ihr nur an Mich glaubt und euch Mir sorglos anvertrauet. Amen. B.D. NR. 3818.

 

Buch 47-48 3819

Schicksal. Ergebung in Gottes Willen.

7. Juli 1946. B.D. NR. 3819.

Was euch beschieden ist laut göttlichem Willen von Ewigkeit, das müsset ihr auf euch nehmen, und je nachdem ihr es traget, wird es für euch von Segen sein. Unterwerfet ihr euch dem göttlichen Willen, so nehmet ihr ohne Murren und Klagen euer Los auf euch, denn dann steht ihr auch im Glauben an Gottes Liebe und Allmacht und erwartet Seine Hilfe ohne Zweifel. Und dann wird Gott euch auch helfen. Lehnet ihr euch aber innerlich auf gegen die Schickung Gottes, klaget ihr verdrossen und suchet ihr euch zu wehren, dann wird euch die Last desto härter drücken, oder auch, es wird euch Erleichterung werden von unten, es wird euch der beistehen, der euch für sich gewinnen will, um euch zu verderben. Denn bei denen, die noch zuviel Eigenwillen in sich tragen und den Willen Gottes noch nicht anerkennen, findet er guten Boden für seinen Einfluß, er findet Gehör, und er hat die Seele gewonnen. Es ist das Schicksal eines jeden Menschen seinem Willen entsprechend, darum auch unter dem gleichen Schicksal der eine mehr leidet als der andere, weil ihm die Ergebung in Gottes Willen mangelt. Um die Gott-widerspenstige Seele noch zu retten, muß die Not noch härter an sie herantreten, bis sie erkennt, daß ein höherer Wille wirket und sich diesem nun bedingungslos unterwirft. Und so brauchet ihr Menschen auch niemals zu glauben, daß ihr euch selbst euer Erdenschicksal leichter gestalten könnt durch diese oder jene Vorkehrung. Ihr könnet durch eigenen Willen euch wohl euren Lebenslauf ändern, niemals aber die Schwere dessen, denn alle Ereignisse treten an euch heran in der Schwere, wie ihr sie benötigt für eure Seele, und euer Maß an Leid müsset ihr auf euch nehmen, ganz gleich, welchen Weg ihr einschlaget - ihr entfliehet nicht eurem Schicksal, weil dieses bestimmt ist seit Ewigkeit. Nur durch die Unterwerfung eures Willens macht ihr es für euch erträglich, denn dann hat es seinen Zweck erfüllt, und ihr bedürfet nicht mehr solcher schmerzhaften Mittel, sondern euer Leben kann leichter von euch zu Ende geführt werden. Darum lehnet euch nicht auf gegen den Willen Gottes, erkennet in allem, was euch trifft, den Willen Gottes, klaget und murret nicht, sondern traget still ergeben, was Gott euch sendet, und Er wird es wieder von euch nehmen, sowie ihr euch völlig Seinem Willen unterwerfet. Und glaubet fest, daß Er euch jederzeit helfen kann und will, und die Stärke des Glaubens wird jedes Unheil bannen. Gott will euch nur gewinnen, aber nicht verlieren an den, der Sein Gegner ist, der seinen Willen Ihm völlig abgewendet hat und auch Seine Geschöpfe von Ihm abzudrängen sucht, indem er eben deren Willen gleichfalls zu Gottwidersetzlichkeiten anzuregen sucht. Und darum fallet nicht jenem zum Opfer, der euch verderben will, sondern erkennet in Gott euren Herrn und unterwerfet euch Ihm - und es werden die härtesten Schicksale für euch von Segen sein. Amen. B.D. NR. 3819.

 

Buch 47-48 3820

Freier Wille.

8. Juli 1946. B.D. NR. 3820.

Aus Mir seid ihr hervorgegangen, und zu Mir sollt ihr wieder zurückkehren, um auf ewig Mein zu bleiben und alle Wonnen des Himmels zu genießen. Mein Plan von Ewigkeit hat nichts anderes zum Ziel, als den endgültigen Zusammenschluß Meiner Geschöpfe mit Mir, der aber im freien Willen dieser Geschöpfe stattfinden muß, ansonsten sie nicht Meine Kinder sein könnten, die schaffend und gestaltend tätig sein sollen in aller Vollkommenheit. Und so Meine Geschöpfe ihren freien Willen nützen zur Annäherung an Mich, gehört wahrlich nur eine kurze Zeit dazu, um zu Meinem Ebenbild zu werden, um vollkommen zu werden, wie der Vater im Himmel vollkommen ist. So sich aber im freien Willen Meine Geschöpfe selbst die Zeit verlängern, wehre Ich ihnen nicht, doch Meine Schuld und Mein Wille ist dies wahrlich nicht; jedoch Ich helfe ihnen stets und ständig zur Erreichung des Zieles, wenn auch mit Mitteln, die ihnen so lange unverständlich erscheinen, wie sie noch nicht in der Erkenntnis stehen. Ich werbe unausgesetzt um die Liebe Meiner Geschöpfe, denn diese ist Voraussetzung, daß sie ihren Willen recht gebrauchen und Mir zustreben. Erst so das Geschöpf von der Liebe zu Mir erfüllt ist, sucht es sich mit Mir zu vereinigen, und dann ist die Zeit bis zum Zusammenschluß mit Mir nur noch kurz - dann steht es kurz vor dem Ziel. Meine Geschöpfe sind aus Meiner Liebekraft hervorgegangen, also ist ihre Ursubstanz Liebe, die unweigerlich wieder zur ewigen Liebe zurückkehren muß, so sie sich von ihr entfernt hat. Denn die Kraft aus Mir ist unteilbar, sie kann nicht verlorengehen, es kann nur das Geschöpf sich selbst nicht mehr erkennen als das, was es ist und in dieser Unkenntnis sich von Mir fernhalten so lange, wie es den kraftlosen Zustand, der Folge der Entfernung von Mir ist, ertragen will. Verlangt es nach Kraft, so verringert sich schon die Entfernung von Mir, und es strebt dem Urzustand entgegen, wo es im Vollbesitz von Kraft in der höchsten Erkenntnis stand. Meine Geschöpfe aber mußten, um höchst vollkommen zu sein, auch völlig frei sein im Denken und Wollen, und sie mußten ihren Willen auch nach allen Richtungen hin gebrauchen können, sie mußten, als gut und vollkommen von Mir geschaffen, auch im freien Willen gut und vollkommen bestehenbleiben, und darum wurde ihm nach jeder Richtung die Möglichkeit gegeben, sich zu entfalten. Und fielen sie auch in die tiefste Tiefe, so der Wille sich nach der verkehrten Richtung äußerte, so müssen sie doch unweigerlich wieder zur Höhe gelangen, doch auch im freien Willen, weil sonst die Vollkommenheit ausgeschaltet wäre. Und nur die Liebe zu Mir, zu dem Ausgang ihrer selbst, läßt ihren Willen in der rechten Richtung tätig werden, weshalb Ich unausgesetzt werbe um ihre Liebe, weshalb Ich Meinen Geschöpfen stets und ständig nahetrete im Stadium des freien Willens, wo dieser sich erproben muß. Nichts geht verloren in Ewigkeit, was von Mir ausgegangen ist; auf daß es aber nicht Ewigkeiten in der Entfernung von Mir schmachten muß, wende Ich alle Mittel an, denn nur Meine Nähe bedeutet für das von Mir Erschaffene Glück und Seligkeit, jegliche Entfernung von Mir aber Unseligkeit, Finsternis und Kraftlosigkeit - einen Zustand, der für das in aller Freiheit und Kraft Hervorgegangene größte Qual ist. Doch um wahre Kinder aus Meinen Geschöpfen zu bilden, die alle Rechte des Vaters besitzen und das Erbe des Vaters antreten sollen, kann Ich ihrem Willen keinerlei Einschränkung auferlegen. Sie müssen von selbst zu Mir finden, sie müssen Mich lieben von ganzem Herzen und Mir entgegendrängen, und Ich werde sie mit Freuden an Mein Herz ziehen und sie selig machen bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3820.

 

Buch 47-48 3821

Dringende Mahnung zum Lösen von der Materie.

9. Juli 1946. B.D. NR. 3821.

Erfasset die Zeit und richtet euer Leben danach ein. Wer sich in dieser Zeit nicht von den Gütern der Welt zu lösen vermag, der wird einen schweren Stand haben in der letzten Zeit vor dem Ende, denn ihm wird alles genommen werden, so er nicht zu den ganz Verworfenen gehört, denen alles gegeben werden wird, auf daß sie sich gänzlich von Mir lossagen. Ich muß euch dann gewaltsam das nehmen, was ihr freiwillig nicht aufgeben könnt, will Ich euch davor retten, dem ganz zu verfallen, der euer ewiges Verderben will. Denn die irdische Materie ist sein Anteil und darf nimmer euer Lebensprinzip sein, sondern ihr sollet die Materie nur nutzen zur Deckung der nötigsten körperlichen Bedürfnisse, um eure Seelen desto reichlicher bedenken zu können. Denn dies allein tut not in der kommenden Zeit, weil euch nur noch kurze Zeit bleibt bis zum Ende. Füllet ihr sie aber aus mit der Sorge um euer leibliches Wohl, dann wird die Seele karg bedacht werden und unsäglich zu leiden haben, will Ich sie noch erretten vor dem Untergang. Darum entziehet dem Körper alles Entbehrliche, und bedenket damit euren Nächsten, der hilfsbedürftig ist, denn die Not wird groß sein durch Meine Zulassung. Erkennet die letzte Zeit vor dem Ende daran, daß eine große Not über die Erde geht, die ihr allein nicht abwenden könnet und die noch verschärft wird durch Meinen Willen, durch Meinen letzten Eingriff vor dem Ende. Dann müsset ihr alle es erkennen, daß Ich euch nur das wenigste für den Körper belassen will, daß Ich eure Sinne mehr auf die Seele, auf das Geistige richten will, und beuget euch ergeben Meinem Willen. Lasset den Körper unbeachtet, und sorget nur noch für eure Seele, dann übernehme Ich die Sorge um euer leibliches Wohl und erhalte euch bis zum Ende, und ihr werdet auch den letzten Lebensabschnitt ertragen können, weil Ich euch helfe. Und so machet euch frei von aller irdischen Materie, löset euch im Herzen davon, und was ihr besitzet, teilet gern mit dem Nächsten, der hilfsbedürftig ist. Und ihr werdet trotz äußerlich einfachster Verhältnisse nicht zu darben brauchen, ihr werdet leben und wirken können, weil eure Seele doppelt empfängt, was euer Körper hingibt. Ich muß euch die irdischen Güter nehmen, so ihr sie nicht freiwillig aufgebet, Ich muß eine gewaltsame Lösung bewerkstelligen, so ihr zu schwach seid, euch selbst davon zu trennen. Um weites besser jedoch ist es, so ihr die Trennung im Herzen zuvor schon vollzieht, so ihr euch nicht mehr zum Sklaven der Materie machen lasset, sondern frei aus euch heraus Mir alles anheimstellt, so ihr alles, was ihr besitzet, Mir aufopfert. Dann gebe Ich euch zurück, was ihr benötigt, und mache euch auch das irdische Leben leichter, und ihr werdet die Zeit bis zum Ende recht nützen für die Seele. Denn so Ich euch sage, daß euer Leben nur noch kurz ist, wofür sorget ihr dann noch ängstlich? Alles irdische Gut müsset ihr zurücklassen mit eurem Leibestode, die Seele aber bleibt noch daran gekettet auch im geistigen Reich, so sie sich nicht zuvor schon gelöst hat auf Erden. Und dazu will Ich ihr verhelfen, auf daß sie auf Erden schon überwinden lernet und frei wird von jeglichem Verlangen danach. Löset euch von der Materie. Diesen Ruf lasse Ich dringlicher denn je erschallen, denn die Sorge um eure Seele ist das Wichtigste in kommender Zeit. Amen. B.D. NR. 3821.

 

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