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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 45

B.D. NR. 3453 - B.D. NR. 3578
1.3.1945-15.10.1945
3454 3467 3469 3479 3486   3492a 3492b 3493 3495 3496
3498 3499 3500 3501 3504a  3504b 3505 3506 3507 3510
3511 3512 3513 3516 3517   3518 3519 3520 3529 3535
3537 3538 3539 3540 3542   3543 3544 3545 3547 3548
3549 3550 3551 3552 3553   3554 3555 3556 3557 3558
3559 3560 3564 3571

 

Buch 45 3454

Fürbitte für die armen Seelen.

2. März 1945. B.D. NR. 3454.

Die Nacht des Todes umfängt alle Seelen, die bei ihrem Abscheiden von der Erde Gott fern sind durch einen lieblosen Lebenswandel, durch ihre Zugehörigkeit zum Gegner Gottes und also völlig verkehrten Willens sind. Diese verlieren mit dem leiblichen Tode ihre Lebenskraft und sind nun völlig kraft- und lichtlos den Mächten der Finsternis preisgegeben, die sie immer tiefer hinabzuziehen versuchen im geistigen Reich, d.h., ihr Wille wird stets mehr und mehr dem Bösen dienstbar, und nach unten kann es auch Kraft entfalten, weil diese ihm von unten her zugeht. Doch um den Willen in rechter Richtung tätig werden zu lassen, mangelt es ihnen an Kraft. Und also wären diese Seelen unrettbar verloren, wenn sich nicht liebende Wesen ihrer erbarmten - Menschen auf Erden, die in stiller Fürbitte ihrer gedenken und ihnen durch ein in Liebe zugewendetes Gebet Kraft vermitteln, die ihren Willen zum Guten lenkt, oder auch Lichtwesen, die immer wieder in die Nähe dieser kraftlosen Seelen kommen und sie zur Änderung ihres Willens zu bewegen suchen. Doch Kraft kann von jenen Lichtwesen ihnen erst dann zugewandt werden, wenn sie selbst willig sind, diese Kraft zu nützen zum Wirken in Liebe. Also es muß unbedingt erst der Wille dieser Seelen sich wandeln, und dazu verhilft die Fürbitte der Menschen auf Erden. Denn die Seele ist kraftlos und vermag nicht von selbst den Willen zu wandeln. Wird ihr nicht durch Fürbitte Kraft vermittelt, dann ist sie den Kräften der Finsternis preisgegeben, und der Aufstieg zur Höhe, das Lösen aus der finsteren Gewalt ist unsagbar schwer und erfordert lange Zeit. Denn die Seele ist in tiefster Unkenntnis, und darum ist sie auch völlig willenlos, ihre Lage im Jenseits zu ändern. Es ist das Gebet für die irrenden Seelen im Jenseits so überaus notwendig, soll diesen Seelen geholfen werden, und jede Gelegenheit sollen die Menschen nützen für diese armen Seelen, weil den Menschen noch Kraft zur Verfügung steht, die den notleidenden Seelen im geistigen Reich mangelt. Es ist ein Akt der Nächstenliebe, der nicht hoch genug bewertet werden kann, wenn die Menschen den Seelen helfen in ihrer größten Not, in ihrer Hilflosigkeit, weil sie ohne Kraft und ohne Licht den bösen Mächten ausgeliefert sind. Jedes Gebet für sie ringt sie jenen Mächten ab, und sowie die Seele die Wohltat eines in Liebe ihr geschenkten Gebetes empfunden hat, ist sie dankbar für jede Hilfeleistung, und sie nützet auch die Kraft des Gebetes in der rechten Weise. Sie wendet den Willen vom Bösen ab, sie hat Empfinden für das Leid der anderen Seelen, und sie beginnt selbst Liebe zu empfinden, je mehr Liebe ihr durch das Gebet der Menschen gegeben wird. Denn ein liebendes Gebet schmilzt die härteste Umhüllung, und darum kann nicht genug Liebe gegeben werden den Seelen, die in finsterster Geistesnacht aus dem Erdenleben geschieden sind und in völliger Kraftlosigkeit im Jenseits verharren, bis ihnen durch Fürbitte ihr Los erleichtert ist. Dann ist auch das Bemühen der Lichtwesen von Erfolg, die ihnen Kraft vermitteln, sowie die Seele bereit ist, diese Kraft zum Wirken in Liebe zu nützen. Denn dann ist ihr Wille in der rechten Richtung, er strebt nach oben, und diesem Willen wird nun auch Rechnung getragen. Doch die Fürbitte der Menschen auf Erden ist vorerst nötig, daß der völlig gebrochene Wille sich erhebe und nicht in verkehrter Richtung tätig werde. Die Kraft der Liebe aber bewirket einen Wandel des Willens. Und dann ist die Seele gerettet, denn sie beginnt ihren langsamen Aufstieg, sie ist den Mächten der Finsternis entronnen, weil die Liebe stärker ist und ein liebendes Gebet die Seele der Finsternis entreißen kann. Amen. B.D. NR. 3454.

 

Buch 45 3467

Verkehr mit der geistigen Welt.

6. und 7. April 1945. B.D. NR. 3467.

Jeglicher Verkehr mit der geistigen Welt ist nutzbringend für die Seele, sowie er in reinstem, geistigen Streben stattfindet, also der Mensch nach Wahrheit und Wissen verlangt, so er für seine Seele Vorteil zu erringen trachtet und nicht irdischer Ziele oder Begierden gedenkt. Und darum ist es für den Menschen nur förderlich, so er in das geistige Reich Einblick zu nehmen sucht, denn ihm wird dann von geistiger Seite Aufschluß gegeben, je nach seinem Verlangen. Seine Seele wird stets Nahrung finden, d.h., ihr Hunger nach geistigem Wissen wird gestillt werden, weil dies die Tätigkeit der Wesen im geistigen Reich ist, Wissen auszuteilen. Es kann aber dieser Verkehr mit der geistigen Welt nur hergestellt werden im festen Glauben an letztere. Ist dieser Glaube nicht vorhanden, dann wird keine Antwort ertönen aus dem Reich der Wissenden, sondern es suchen Gott abgewandte Kräfte, ihren Einfluß auf die Menschen geltend zu machen, indem sie das Denken derer verwirren, sie also bewußt mit Irrtum bedenken, um den Glauben an ein Lichtreich zu verdrängen. Doch geistige Kräfte sind stets am Werk, die sich des Denkens der Menschen bemächtigen wollen, denn der Kampf zwischen Licht und Finsternis höret nie auf, und der Wille des Menschen selbst lenkt den Ausgang zum Vorteil oder zum Nachteil für seine Seele. Will der Mensch die Wahrheit, will er Aufklärung über das geistige Leben, dann sind die Kräfte des Lichtreiches mächtig, und sie verdrängen die Kräfte der Finsternis - denn so er die Wahrheit sucht, sucht er Gott. Verfolgt der Mensch aber irdische Ziele, sucht er sein Wissen irdisch zu verwerten, so wird er von den Kräften mit Beschlag belegt, die ihn dem geistigen Reich immer mehr entfremden wollen. Und es wird ihm also das verlangte Wissen in einer Form geboten, daß es ihn nicht befriedigt oder ihn den Irrtum nicht erkennen läßt, dem er verfällt. Und so ist das Verlangen nach Wahrheit ausschlaggebend, darum auch immer der Mensch selbst verantwortlich für das, was ihm geboten wird, weil er selbst die sich ihm mitteilen-wollenden Kräfte heranruft durch sein Begehren. Doch Gottes Wille wird niemals den Verkehr mit der geistigen Welt verhindern, denn jeder Gedanke ist ein Anbahnen dieses Verkehrs, jeder Gedanke ist ein Herstellen der Verbindung mit geistigen Kräften, die immer bereit sind, zu antworten auf die Fragen der Menschen. Doch wie auf Erden die Menschen wertvolle oder seichte Gespräche führen und ihr Wissen also entsprechend bereichern können, so wird auch in der geistigen Welt das Gedankengut zur Erde geleitet, das die Menschen begehren - wertvolles geistiges Wissen den Suchenden, Wahrheitsverlangenden, und der Wahrheit entbehrendes oder nutzloses Geistesgut, das in Form von Gedanken gleichfalls den Menschen zugeht, die nur irdisch eingestellt sind und nicht geistig streben. Denn der Wille des Menschen selbst bestimmt das ihm zugehende Geistesgut. Es kann dieses unvorstellbaren Segen bringen, wie es aber auch ebenso schädlich und nachteilig für die Seelen sich auswirken kann. Und darum ist der bewußte Verkehr mit der geistigen Welt nur dann erstrebenswert, wenn das Verlangen nach der Wahrheit den Menschen durchdringt; für den irdisch gesinnten Menschen jedoch kann er eine Gefahr sein, und es ist darum ratsamer, ihn zu unterlassen, um den Kräften der Finsternis, die seinen Geist völlig zu verdunkeln suchen, den Einfluß zu erschweren. Denn der Reifezustand der Seele ist maßgebend, welche Kräfte sich dem Menschen nahen und mit welchem Geistesgut sie ihn bedenken. Doch es tritt der Mensch auch unbewußt in den Verkehr mit der geistigen Welt, sowie er nachdenklich ist und Fragen aufwirft, die ihm nun gedanklich beantwortet werden. Doch dieser unbewußte Verkehr ist insofern ungefährlicher, weil der Mensch glaubt, selbst der Urheber seiner Gedanken zu sein, und ihnen also nicht viel Wert beilegt, während den Kundgebungen aus dem geistigen Reich mehr Glauben geschenkt wird, was immer eine Gefahr bedeutet für die Menschen, zu denen die finsteren Kräfte Zugang haben. Der Gott zustrebende, ernstlich nach der Wahrheit verlangende Mensch aber ist durch sein Verlangen vor jenen Kräften geschützt. Er kann lauschen, er kann fragen und Antwort begehren, und er wird stets gewiß sein können, daß er nur von wissenden Kräften belehrt wird - daß Gott Selbst ihm die Wahrheit zuführt durch jene, weil er ernstlich nach der Wahrheit verlangt und somit auch nach Gott, Der die Wahrheit Selbst ist. Amen. B.D. NR. 3467.

 

Buch 45 3469

Menschen in der letzten Zeit. Gnaden.

9. und 10. April 1945. B.D. NR. 3469.

Es werden unzählige Menschen die Erde verlassen in einem Reifegrad, der keinen Fortschritt bedeutet für die Seele, d.h., sie wird auf der gleichen Stufe stehen wie am Anfang ihrer Verkörperung, und dies hat in der letzten Zeit vor dem Ende außerordentlich viel zu bedeuten, weil es für sie keinen Aufstieg im Jenseits mehr geben kann, ihr also jede Möglichkeit genommen ist, nachzuholen, was sie auf Erden versäumt hat. Es ist dies keine Ungerechtigkeit oder Vernachlässigung dieser Seelen, weil ihnen außergewöhnliche Mittel zur Verfügung standen - Gnaden, die ausreichen, um selbst ein völlig ungenütztes Erdenleben noch in der letzten Zeit auszugleichen, wenn der Mensch den Willen dazu hat. Sowie er aber keinerlei Gebrauch macht von der Gnadenzuwendung, trägt die Seele auch eine größere Verantwortung, sie lehnt sich erneut auf gegen die Liebe Gottes, und dies hat einen Rückfall an den Gegner Gottes zur Folge, der sich so auswirkt, daß sie ihm am Ende ihres Erdenlebens völlig hörig ist und es für sie keine Aufstiegsmöglichkeit mehr gibt, sondern sie den Gang durch die Schöpfung noch einmal zurücklegen muß. Der Gegner Gottes wütet in der letzten Zeit unvorstellbar, doch Gott teilet Seine Gnaden aus gleichfalls in unvorstellbarem Maß, so daß der Mensch nicht hilflos dem ersteren überlassen ist. Und es tritt an jeden Menschen auch die Gnade Gottes heran, doch es bleibt ihm freigestellt, ob er sie annehmen und nützen will oder nicht. Von seinem Entscheid hängt aber auch sein Reifezustand ab am Ende seines Erdenlebens, denn ohne Nützen der Gnade Gottes entwickelt er sich rückschrittlich, weil der Gegner Gottes große Gewalt hat über ihn. Und darum werden in der letzten Zeit die Menschen sehr wohl zu erkennen sein, die ohne Gott leben, denn sie sind völlige Werkzeuge des Satans, die nur seinen Willen ausführen und auf Erden ein Leben führen zum Schrecken derer, die Gott treu sind. Es ist nur eine kurze Zeit, da dem Satan in seinem Wüten freier Lauf gelassen wird, doch sie wird einen besonders starken Glauben erfordern und gleichfalls außerordentliche Gnadenzuwendungen benötigen, denn die Menschen werden bedrängt werden vom Gegner zum Abfall von Gott. Und nur, die starken Glaubens sind, halten stand im letzten Kampf. Doch auch jene benötigen viel Hilfe von Gott, und ihnen hat Er die Verheißung gegeben, daß die Tage verkürzt werden um der Gläubigen willen, auf daß sie nicht unterliegen, sondern als Sieger aus dem Kampf hervorgehen. Wer aber dem Gegner Gottes hörig ist, der ist zu jeder Untat bereit, und also ist sein Reifegrad so tief gesunken, daß es für ihn weder auf Erden noch im Jenseits eine Aufstiegsmöglichkeit gibt und er darum auf der Erde bleiben muß, jedoch gebunden in neuen Schöpfungswerken in völliger Unfreiheit des Willens und völliger Unkenntnis seiner eigentlichen Bestimmung, die ihm erst im letzten Stadium als Mensch zum Bewußtsein kommt. Gott sucht noch jene Seelen zu gewinnen, und Er tritt immer wieder ihnen entgegen, sie durch Leid und Trübsal hinweisend auf Sich. Doch nur wenige werden Ihm Gehör schenken und sich noch wandeln vor dem Ende. Dieses aber ist nicht mehr weit, denn die Zeit ist abgelaufen, die Gott dem Geistigen bewilligt hat zur Freiwerdung aus der Form. Und an den Zeichen der Zeit werden es die Gläubigen erkennen und sich vorbereiten, und Gott wird ihnen beistehen und sie hindurchführen durch alle seelischen und leiblichen Gefahren bis zur Stunde der Erlösung. Amen. B.D. NR. 3469.

 

Buch 45 3479

Weltuntergang.

10. Mai 1945. B.D. NR. 3479.

Der Weltuntergang ist das Ende einer Erlösungsperiode und der Anfang einer neuen Epoche, die wieder die Erlösung des noch unfreien Geistigen zur Bestimmung hat. Es wird vorerst die Erde als solche sich völlig verändern, d.h., ihre Außenform bleibt nicht die gleiche, sondern die Erdoberfläche wird gänzlich zerstört durch Kräfte des Erdinneren, und es hat dies verständlicherweise ein Vergehen jeglicher Kreatur auf der Erde zur Folge. Alle Lebewesen, Tier- und Pflanzenwelt, wird vernichtet, und selbst die härteste Materie, das Gestein, erfährt eine Veränderung in sich, und es bedeutet dies für die auf Erden lebende Menschheit das Ende, den Untergang dessen, was ihrem Auge ersichtlich ist, wenngleich die Erde als Gestirn noch bestehenbleibt. In Gottes ewigem Heilsplan ist diese Veränderung der Erde vorgesehen als ein Mittel zur Rückgewinnung des Geistigen, und so wird unweigerlich eintreten, was Gott seit Beginn dieser Erlösungsepoche verkündet hat durch Seher und Propheten. Die Menschen aber glauben es nicht und werden daher in tiefste Verzweiflung fallen, so sie unvorbereitet dieses Ende erleben. Daß alles Geschehen, jegliches Schöpfungswerk und jedes Geschöpf nur das geistige Ausreifen zum Ziel hat, ist den Menschen fremd, und da sie nicht mit dem geistigen Auge das Erdenleben betrachten, sehen sie nur den Ablauf irdischer Ereignisse und verneinen auch jede kosmische Veränderung, so auch einen Untergang dieser Erde. Und sie sind schwer zu belehren und darum auch nicht zu bewegen, ihr Leben dem nahen Ende entsprechend umzustellen und sich vorzubereiten. Jeden Hinweis lehnen sie ab und sind mehr denn je irdischen Gütern verfallen, deren Anstreben sie gänzlich vom geistigen Streben fernhält. Und selbst die Not macht sie den Vorstellungen nicht zugänglicher, die aus dem geistigen Reich gedanklich oder durch Mittler sie berühren. Und darum rückt auch die Zeit immer näher, wo die alte Erde aufgelöst wird, weil eine Änderung des Denkens, ein geistiger Aufstieg unter der Menschheit nicht mehr zu erwarten ist. Also sind die Menschen selbst bestimmend, wann das Ende ist, denn Gott ersah den Willen der Menschen von Ewigkeit, Er ersah die völlige Abkehr dieser von Sich, und Er ersah die Zwecklosigkeit eines Fortbestehens der alten Erde. Und in Seiner erbarmenden Liebe wendet Er neue Mittel an, um die Seelen der Menschen zu gewinnen. Er läßt eine neue Erde erstehen, die das gefallene Geistige wieder in sich birgt, das nun zwar wieder den qualvollen, langen Gang durch die neue Schöpfung gehen muß, jedoch einmal wieder die Möglichkeit hat, im freien Willen Gott zuzustreben und sich zu erlösen aus der Form. Und Er sucht den Menschen der alten Erde noch in der letzten Zeit diesen erneuten Gang durch die Schöpfung zu ersparen, indem Er sie immer und immer wieder hinweiset auf das Ende, auf die Stunde des Gerichtes und die Verdammung, indem Er Redner unter ihnen erstehen läßt, die Sein Wort verkünden, die den Menschen die Folgen ihres Lebenswandels vorstellen sollen, um sie zu bewegen, ihren Willen zu wandeln. Es werden aber in der letzten Zeit alle verfolgt werden, die Gottes Wort predigen, und es wird dies die schwerste Zeit sein für die Gläubigen, denen jeglicher Halt dadurch genommen werden soll. Doch dann offenbaret Sich Gott Selbst den Seinen, und Sein Wort wird mittelbar und unmittelbar ihnen ertönen, Er wird unter den Gläubigen Menschen erwecken, durch deren Geist Er Sich kundgibt. Und die Seinen werden gestärkt sein und ihren Glauben festigen, sie werden voll Zuversicht das Ende erwarten, sie werden standhalten und allen Drohungen durch die Welt trotzen, denn sie fühlen ihren Vater in der Nähe, und alle Furcht und Bangigkeit fällt von ihnen ab, sowie Sein Wort vernehmlich ertönt. Und Er wird mitten unter denen sein, die nach Ihm Verlangen tragen, Er wird Sich ihnen zeigen und durch Seine Gegenwart tiefsten Frieden in die Herzen derer senken, die Seiner Nähe würdig sind. Und ihr Bekennermut wird wachsen, sie werden ohne Scheu für den Namen Gottes eintreten, sie werden sich als Anhänger Christi bekennen und den Tod nicht fürchten, sie werden Sein Kommen erwarten und hoffen auf die Erlösung aus größter Not. Doch die Schar der Gläubigen wird klein sein - inmitten lebender Teufel werden immer nur wenige sein, die Gott im Herzen tragen und in inniger Verbindung stehen mit Ihm. Und wo Gott Selbst weilet sichtbar oder unsichtbar den menschlichen Augen, werden die Teufel machtlos sein, wenngleich sie den Anhängern Jesu nach dem Leben trachten und alle erdenklichen Mittel anwenden, um sie Ihm abtrünnig zu machen. Die Kraft Gottes ist stärker, und ihr gegenüber ist selbst der Gegner Gottes machtlos. Und das Ende wird kommen, wenn die Not unerträglich erscheint. Dann wird der Herr Selbst kommen in den Wolken und die Seinen heimholen in Sein Reich. Dann wird die alte Erde vergehen, es wird ein Untergang sein für alle Menschen, die auf Erden leben - es ist das Ende einer Erlösungsepoche und der Beginn einer neuen gekommen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 3479.

 

Buch 45 3486

Ende der Erde.

24. und 25. Mai 1945. B.D. NR. 3486.

Das ist das Ende der Erde, daß alle Erdenbewohner vertilgt werden, die nicht in das Reich Gottes gehören, die Gläubigen aber lebenden Leibes hinweggenommen werden von der Erde. Es ist also für die Erdenbewohner das Ende gekommen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Die Erdoberfläche erfährt eine totale Umwandlung, die so vor sich geht, daß kein lebendes Wesen auf ihr bestehen kann, daß Menschen, Tiere und Pflanzen vernichtet werden, d.h., daß ihre materiellen Substanzen sich auflösen, während das Geistige darin von Gott neue Umhüllungen zugewiesen bekommt, so daß es in anderen Außenformen seinen Entwicklungsgang fortsetzen kann, und zwar auf der neuen Erde, die Gott aus der alten Erde hervorgehen läßt. Es wird also die Erde an sich nicht vergehen, sich nur völlig verändern; ebenso wird das Geistige, das in den Schöpfungswerken gebannt war, nicht vergehen, jedoch sämtliche Schöpfungswerke werden ihr Ende gefunden haben, also ist auch für die Erdenbewohner das Ende der Welt gekommen und mit ihm die Erlösungsperiode abgeschlossen, während eine neue Erlösungsepoche ihren Anfang nimmt. Die der Erde entrückte Schar der Gläubigen wird dieses Ende erleben dürfen, es wird sich die Zerstörung der alten Erde vor ihren Augen abspielen, denn sie sind durch ihren Glauben in einem Reifezustand, daß sie in der Erkenntnis leben und ihnen der ewige Heilsplan Gottes verständlich ist. Sie stehen in inniger Gottverbundenheit und darum auch im Wissen um Seine Liebe und Weisheit, sie erkennen Seine Macht und loben und preisen Ihn und Seine Herrlichkeit. Und also wissen sie auch um den mangelhaften Geisteszustand der Menschen, die am Ende Gott-abgewandten Sinnes auf Erden leben, sie erkennen die Notwendigkeit der Umwandlung der alten Erde und sind bereit, zur Erlösung des gebannten Geistigen beizutragen. Und so wird ihnen auf der neuen Erde wieder eine Aufgabe zugewiesen, wenngleich sie reif sind für das geistige Reich und das Leben auf der neuen Erde nicht mehr benötigen. Es muß jedoch dem gebannten Geistigen wieder Gelegenheit geboten werden zur Aufwärtsentwicklung - und diese wird wieder durch menschlichen Willen geschaffen. Das Leben auf Erden nimmt seinen Fortgang, nur unter völlig veränderten Verhältnissen. Es ist für die Menschen die Erde ein paradiesischer Aufenthalt geworden, wo sie in Liebe tätig und überaus glücklich sind - es ist ein Ort des Friedens und harmonischer Verbundenheit, wo Gottes Segen sichtbar zutage tritt. Und den Menschen ist die Erinnerung belassen von der alten Erde, ihren Bewohnern und den harten Kämpfen vor dem Ende, doch nur wie ein Schemen berührt es sie, denn sie haben alles Schwere überwunden, sie sind als Sieger aus jenen Kämpfen hervorgegangen und mit Gott so innig verbunden, daß sie voller Kraft sich fühlen und frei und glücklich sind. Und es beginnt eine neue Erlösungsepoche, weil alles Geistige einmal diesen glücklichen Zustand erreichen soll und die Liebe Gottes zu Seinen Geschöpfen deren endliche Freiwerdung zum Ziel hat und Er immer wieder Möglichkeiten schafft, um Sein Ziel zu erreichen, ohne den freien Willen des Menschen zu beeinträchtigen. Und darum wird eine neue Erde entstehen. Es werden neue Schöpfungen wieder das Geistige in sich bergen und ihm zur Aufwärtsentwicklung verhelfen. Und es muß die alte Erde vergehen, um alles gebundene Geistige frei zu geben, auf daß dieses sich wieder in den neuen Schöpfungen verkörpern kann je nach seinem Reifezustand. Es muß ein Wandel sich vollziehen insofern, als daß das Geistige, das sich im letzten Stadium seiner Entwicklung befand und als Mensch die letzte Erdenlebensprobe ablegen sollte, in der es versagt hat, wieder gebannt wird in der festen Materie, während anderem strebsamen Geistigen eine neue Verkörperung zugewiesen wird, in der es schneller ausreifen und das letzte Stadium eher erreichen kann. Es wird die Menschheit am Ende wohl vertilgt werden, jedoch das Geistige besteht weiter und muß seinen Entwicklungsgang auf Erden wieder von neuem beginnen, weil es sich völlig wieder dem zugewandt hat, aus dessen Gewalt es sich frei machen sollte. Der letzte Gang auf Erden als Mensch muß in freiem Willen zurückgelegt werden, den der Mensch nützen kann nach seinem Gutdünken. Ist dieser Wille jedoch verkehrt gerichtet, so muß er auch die Folgen auf sich nehmen, da ihm jede Möglichkeit geboten wird, nach der rechten Richtung zu leben. Und es wird am Ende die Erde so voller Teufel sein, daß sie aufgelöst werden muß, soll dem Geistigen jemals Rettung werden, das sich in jenen Teufeln birgt. Es vergeht nur noch kurze Zeit, eine Zeit härtester Prüfungen und Leiden, die wohl genügen könnte, um auch die ärgsten Teufel zu wandeln, so sie ihren Willen recht nutzten. Mit dem Ablauf dieser Zeit aber ist unweigerlich das Ende der Welt gekommen, d.h. der Erde in ihrer jetzigen Gestaltung und der Bewohner, für die es keine Aufwärtsentwicklung im Jenseits gibt, sondern ein neuer Gang durch die Schöpfung nötig ist. Amen. B.D. NR. 3486.

 

Buch 45 3492a

Kampf zwischen Licht und Finsternis.

5. Juli 1945. B.D. NR. 3492a.

Es kämpfen gute und schlechte Kräfte um die Seele des Menschen und beiden ist große Macht gegeben von Gott, denn sowohl die Lichtwesen sind kraftdurchdrungen wie auch die Wesen, die Gott abgewandt sind, weil letztere die Kraft beziehen vom Gegner Gottes, dem sie als urgeschaffenem Geistwesen unbegrenzt zur Verfügung stand und sie ihm von Gott aus auch nicht geschmälert wird. Doch es können die Lichtwesen den Sieg davontragen, wenn der Mensch selbst sich ihnen überläßt, indem sein Wille Gott zugewandt ist und er dadurch dem Wirken der Lichtwesen keinen Widerstand entgegensetzt. Der Mensch selbst muß das Übergewicht herstellen durch seinen Willen. Sowie nun der Wille sich dem Bösen zuneigt, vermehrt er dessen Kraft, und seine Seele unterliegt dem Wirken des Gegners von Gott. Es ist aber der Mensch niemals schutzlos den bösen Gewalten ausgeliefert, sondern ständig sind die Lichtwesen bereit, um seine Seele zu ringen, ständig setzen die Lichtwesen ihre Kraft dagegen, und ständig suchen sie, den Willen des Menschen Gott zuzulenken, um das Übergewicht herzustellen und dadurch die bösen Gewalten zu besiegen. Daß aber letzteren das Recht eingeräumt wurde, die Seelen zu bedrängen, ist zur Erlösung des gefallenen und also gebundenen Geistigen notwendig, weil es sonst den freien Willen nicht gebrauchen könnte, in welchem die Erlösung allein stattfinden kann. Und es suchen nun beide Kräfte, den Willen des Menschen für sich zu gewinnen, beide suchen ihren Einfluß geltend zu machen auf die Seele, doch in verschiedener Richtung. Die Lichtwesen sind vom Willen Gottes durchdrungen, und ihr Bestreben ist es, den göttlichen Willen auf die Menschen zu übertragen, d.h., das Denken des Menschen so zu lenken, daß es voll und ganz der göttlichen Ordnung sich einfügt, daß sich der menschliche Wille voll und ganz dem göttlichen Willen unterstellt. In gleicher Weise streben die schlechten Kräfte ihr Ziel an - sie lenken das Denken des Menschen auf irdische Dinge, auf Vermehrung irdischer Güter, und sie suchen dadurch irdische Triebe im Menschen zu entfesseln, die Gott-widrig sind, d.h. jeglicher Liebe entbehren zu Gott und zum Nächsten, dagegen nur in der Eigenliebe geboren werden, die immer den Menschen herabziehen in das Reich des Gegners von Gott. B.D. NR. 3492a.

 

Buch 45 3492b

Kampf zwischen Licht und Finsternis.

18. Juli 1945. B.D. NR. 3492b.

Und es wird der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis Formen annehmen, die auf das nahe Ende hinweisen, denn das Böse gewinnt an Macht über die Menschen, die nicht die Kraft von Gott anfordern und nur durch diese fähig sind, Widerstand zu leisten, um als Sieger am Ende der Tage hervorzugehen. Es wird tiefste Finsternis sein in den Herzen jener, denn jegliches Licht sucht der Herr der Finsternis zu verlöschen, und es wird ihm gelingen, weil die Welt das Licht scheut, das Licht allein aber nur die Kraft zum Widerstand eintragen kann. Denn Gott Selbst ist das Licht, Gott Selbst ist die Wahrheit, und nur wo Wahrheit ist, leuchtet das Licht und durchbricht das Dunkel der Nacht. Von Gott allein kommt die Kraft, und jeder Mensch nimmt sie in Empfang, der die Wahrheit von Gott entgegennimmt im Verlangen nach ihr. Doch um die Menschen kraftlos zu machen und seinen Wünschen geneigt, sucht der Gegner Gottes die Wahrheit zu verdrängen und die Menschen in die Lüge und den ärgsten Irrtum zu verstricken. Und die Menschen wehren sich nicht, weil die Lüge ihnen mehr zusagt, weil sie weltlichen Geistes ist und der Mensch nur für die Welt lebt, nicht aber für das geistige Reich. Und so werden außerhalb dieses stehen die Überzahl der Menschen, und nur ein kleiner Teil wird das Reich Gottes suchen und sich von Gott Selbst die Kraft erbitten zur letzten schweren Prüfung auf Erden. Das Licht und die Finsternis streiten widereinander, im geistigen Reich wie auch auf Erden, das Licht hat wohltätigen Einfluß, wo sich die Herzen der Menschen ihm öffnen, die Finsternis aber zerstöret alles und schaffet ein unnennbares Chaos, sie verdunkelt alle Wege und führt fernab vom Ziel dem Reich dessen zu, der über die Finsternis herrschet, der voller Lüge und Lieblosigkeit ist und der darum als Gegenpol Gottes in der tiefsten Tiefe sein Reich hat, wo es nur Unseligkeit, Qualen und Verworfenheit gibt. Die Menschheit treibt der Finsternis zu, denn sie nimmt das Licht nicht an, das wie ein Blitzstrahl die Welt erleuchtet und überallhin seine Funken sendet, daß sie Nahrung finden und wieder als Licht aufflammen sollen. Die Menschheit wendet sich ab von der Helligkeit, weil das geistige Reich ihr nichts mehr bedeutet, weil ihr geistiges Wissen, die reine Wahrheit aus Gott, nicht begehrenswert erscheint, weil die Seelen die Einwirkung aus dem Lichtreich nicht mehr zu spüren vermögen, doch den Kräften der Finsternis ganz verfallen sind. Und die Zeit des Endes ist gekommen - die Kräfte der Finsternis werden gebannt und mit ihnen alles, was ihnen hörig war. Und das Licht wird leuchten - es wird die Lüge und der Irrtum verdrängt werden von der Wahrheit, denn nur Gott wird herrschen und leben in den Herzen der Menschen, die als Lichtträger aus dem Kampf des Lichtes gegen die Finsternis siegreich hervorgegangen sind. Amen. B.D. NR. 3492b.

 

Buch 45 3493

Wendung. Gottes Eingriff.

19. und 20. Juli 1945. B.D. NR. 3493.

Daß in kurzer Zeit schon eine Wendung eintritt, ist Mein Wille, der bestimmend ist im gesamten Universum. Seit Ewigkeit ist Mein Plan festgelegt, denn seit Ewigkeit weiß Ich um den Geisteszustand der Menschen dieser Erde in der letzten Zeit vor dem Ende. Und unaufhaltsam wickelt sich nun Mein Plan ab, der in aller Weisheit bedacht und von Meiner Liebe geleitet ist. Ich sah den gänzlichen Verfall der Menschheit voraus, Ich sah ihr Abstreben von Mir und ihre Triebhaftigkeit zu Meinem Gegner. Und Ich setzte darum der Menschheit ein Ende, die sich vollbewußt von Mir entfernen und Meinem Gegner zuwenden will. Und nun ist die Zeit herangekommen, und Meine Liebe greifet zu dem letzten Mittel, um die Menschen hinzuweisen auf das Ende, um sie noch in letzter Stunde zurückzureißen von dem Abgrund, dem sie zustreben. Durch Liebe und durch Leid suche Ich, sie zu gewinnen, in sanfter Wiese ermahne Ich sie, und wo diese sanften Ermahnungen nichts fruchten, suche Ich durch Leid auf die Menschen einzuwirken, weil sie Mich dauern und Ich ihren gänzlichen Untergang verhüten möchte. Doch es ist wenig Erfolg zu verzeichnen, und die Zeit geht ihrem letzten Ende zu. Und so vollendet sich eine Erlösungsperiode, deren Abschluß eine völlige Auflösung dessen bedeutet, was dem menschlichen Auge sichtbar ist - ein Vergehen der Erde in ihrer Außenform und aller Lebewesen auf der Erdoberfläche. Doch zuvor weise Ich noch einmal auf das letzte Geschehen hin, indem Ich örtliche Veränderungen in großem Ausmaß stattfinden lasse, um den Menschen das letzte Ende anschaulich zu machen, und ihnen noch eine Gnadenzeit bewillige, die sie nützen können zur Wandlung, so sie sich beeindrucken lassen von jenem Geschehen, das ihnen deutlich Meine Macht beweisen soll. Ich will Mich den Menschen noch einmal offenbaren, zwar in schmerzvollster Weise, doch nur ein solches Mittel kann noch Erfolg haben. Ich will den Menschen zeigen, daß sie nicht nur Menschenwillen ausgesetzt sind, der zerstörend und vernichtend sich auswirkt, sondern den Willen einer höheren Macht zu fürchten haben, dem niemand Einhalt gebieten kann. Ich will dadurch ihren Sinn dieser höheren Macht zulenken, auf daß sie in Verbindung treten mit Ihr durch das Gebet. Ich will, daß sie Mich rufen in der Not, um ihnen durch Meine Hilfe Meine Gegenwart spürbar zu machen, um sie zum Glauben an Mich zu bewegen. Versagt dieses letzte Mittel, so gibt es keine Rettung mehr für die Seelen der Menschen auf dieser Erde, und sie müssen unweigerlich den Gang durch die Schöpfung noch einmal zurücklegen, wovor Meine Liebe sie bewahren möchte. Und also ist dieses letzte Mittel, wenngleich es grausam erscheint, ein Werk Meiner Liebe und Barmherzigkeit, das aber nur von wenigen als solches erkannt werden wird. Ich muß die Menschheit in größeres Leid stürzen, weil das Leid zuvor keine Wandlung ihres Willens zuwege bringt; Ich muß ihnen weitere Lasten aufbürden, Ich muß sie in Lebensverhältnisse geraten lassen, die kaum tragbar erscheinen, um sie zu veranlassen, den Einen anzurufen, Der ihnen tragen helfen kann und will, Der aber auch anerkannt werden will, um Sich den Menschen helfend zu nahen. Und darum wisset, daß Ich Mich äußern werde, kraftvoll und gewaltig, wisset, daß nichts mehr Meinen Eingriff aufhalten kann, denn der Mir zugewandte Wille der Menschen allein vermag dies, dieser aber ist Mir ferner denn je. Und weil Mein Gegner seine Macht zu vergrößern sucht und keinen Widerstand findet bei den Menschen, werde Ich Mich zeigen offensichtlich, und Ich werde reden von oben mit eherner Stimme, so daß es nicht schwer sein wird, Mich zu erkennen, für jeden, der willig ist. Und wer Mich rufet, dem wird Hilfe werden in geistiger wie auch in leiblicher Not. Amen. B.D. NR. 3493.

 

Buch 45 3495

Geistige und materielle Schöpfungen.

22. und 23. Juli 1945. B.D. NR. 3495.

Ungezählte Welten bestehen in Gottes Schöpfung, deren Zweck die Aufwärtsentwicklung des Geistigen ist, das zu Gott zurückfinden soll. Und ungezählte Welten sind sonach Trägerinnen dieses Geistigen, das teils materiell gebunden, teils in geistigen Banden entsprechend seinem Reifezustand diese Welten bewohnt. Es sind nicht nur irdisch materielle Schöpfungen, denen die Aufgabe obliegt, Geistiges zu bergen, sondern da es verschiedene Grade der Entwicklung gibt, benötigt das Geistige nicht immer die Materie, sondern es kann auch in geistigen Schöpfungen seine Aufwärtsentwicklung fortsetzen, sowie es die irdische Materie durchwandert ist. Doch auch dann noch muß das Geistige Aufgaben erfüllen, die irgendwelche Schöpfungen benötigen, die sich dem geistigen Auge darbieten und unvergleichlich sind in ihrer Vielseitigkeit, Art und Bestimmung. An allen diesen Schöpfungswerken kann sich das Geistige erproben, es kann seinen Liebewillen zur Tat werden lassen je nach seiner Kraft- und Lichtfülle. Die geistigen Schöpfungen sind dem geistigen Auge erst dann sichtbar, wenn das Wesen in einem bestimmten Reifegrad steht. Zuvor befindet es sich in Welten - sofern es die Erde unreif verlassen hat - in denen es keinerlei Schöpfungen erkennen kann, weil es völlig dunkel um das Wesen ist. Also mehren sich auch mit dem Reifezustand die Schöpfungswunder, so daß das Wesen Ewigkeiten hindurch immer wieder neue Schöpfungen betrachten und an ihnen die unendliche Liebe Gottes erkennen kann. Die geistigen Schöpfungen sind um vieles reichhaltiger und dem menschlichen Auge völlig unvorstellbar. Sie geben ständig Kunde von dem Gestaltungswillen Gottes, von Seiner Liebe, die ständig Seine Geschöpfe zu beglücken sucht, und von Seiner unübertrefflichen Weisheit. Sie sind auch unzerstörbar, jedoch in sich veränderlich, weil das Geistige nicht ruht, sondern in ständiger Tätigkeit ist und geistige Schöpfungen wieder die Kraftäußerung vollkommener Lichtwesen sind, die ständig schaffen und erschaffen, um dem noch unentwickelten oder in niedrigem Reifegrad stehenden Geistigen Möglichkeiten zu geben, fortzuschreiten in der Entwicklung. Völlig unreifes Geistiges benötigt materielle Schöpfungen; von einem bestimmten Reifegrad an aber sind diese nicht mehr nötig, sondern sie werden durch geistige Schöpfungen ersetzt, die aber dem Wesenhaften gleichfalls Möglichkeit geben, zu hellstem Licht zu gelangen. Je weiter entfernt das Wesen von Gott ist, desto härter ist die Hülle, von der es umgeben ist, und desto materieller ist auch die Schöpfung, der es als Bewohner zugeteilt ist. Hat das Wesen die Erde verlassen in dem gleichen Gott-fernen Zustand, dann fühlt es sich noch von der gleichen materiellen Schöpfung umgeben, wenngleich das geistige Reich nun sein Aufenthalt geworden ist. (23.7.1945) Diese Schöpfungen stehen vor seinem geistigen Auge, weil das Verlangen nach ihnen noch so groß ist, daß sich die Seele selbst materielle Dinge schafft in Gedanken und sie nun in diesen sich zu bewegen glaubt. Es sind also keine geistigen Schöpfungen, entstanden durch den Willen Gottes und der Lichtwesen, sondern es sind Schaumgebilde, welche sich die Seele selbst vorgaukelt durch ihren Willen, die sie also in Wirklichkeit nicht ersieht mit ihrem geistigen Auge, sondern nur in der Erinnerung an die Erde vor ihren Sinnen erstehen läßt. Sie wird sich auch niemals an diesen Gebilden erfreuen können, weil sie stets verschwinden, sowie sie von dem Wesen benützt werden wollen, so daß die Seele sehr bald die Vergänglichkeit ihrer Schöpfungen erkennt, was Zweck derselben ist. Die geistigen Schöpfungen dagegen sind unvergänglich, nur in dauernder Veränderung, d.h., sie erstehen immer vollkommener vor dem geistigen Auge des Wesens, je weiter dieses in der Vollkommenheit steigt. Es sind immer wieder neue Gebilde, die es erschauen darf, in ungeahnter Herrlichkeit von der Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes zeugend und doch auch wieder zur Liebetätigkeit anregend, weil alle diese geistigen Welten Wesen bergen, die durch Kraftzuleitung sich höher entwickeln und daher dem beschauenden Lichtwesen zustreben, angezogen von der Lichtfülle, die von jenen Wesen ausstrahlt. Materielle Welten sind zumeist lichtlos und bedürfen erhöhter Fürsorge der Lichtwesen, doch es ist die Fürsorge um die Bewohner der materiellen Welten ein Erbarmungsakt der Lichtwesen, in welchen auch gleichzeitig die Beglückung liegt, weil die Liebe sie unentwegt dazu antreibt, erbarmend tätig zu sein. Geistige Welten strahlen selbst Licht aus, weil ihre Bewohner Lichtempfänger sind in verschiedenen Reifegraden. Und darum stehen die geistigen Welten mit den materiellen Welten in Verbindung; sie geben ihr Licht ab an die Stätten der Dunkelheit, der Empfangswilligkeit der Bewohner entsprechend, welche die geistigen Welten als leuchtende Gestirne erblicken können, die in bestimmten Bahnen das lichtlose Gestirn umkreisen. Die Lichtstrahlung geschieht aber nur geistig und wird also nur von den Bewohnern der materiellen Welt empfunden, die nach Licht Verlangen tragen und sich als Aufnahmegefäß gestalten durch ihren Lebenswandel. Erst im geistigen Reich ist die Lichtstrahlung sichtbar für das Wesen, das geistig zu schauen vermag durch seine Seelenreife. Und so sind unzählige Schöpfungen aus dem Gestaltungswillen Gottes hervorgegangen, die Seine unendliche Liebe entstehen ließ, um das unvollkommene Geistige zur Vollkommenheit zu führen und das vollkommene Geistige zu beglücken. Und Seine Macht und Herrlichkeit kommt in allen Seinen Schöpfungswerken zum Ausdruck. In seiner ganzen Größe erkennbar wird es jedoch erst dem Wesen, das in den Spähren des Lichtes die Seligkeit genießt, in der Nähe Gottes zu weilen und ständig von Seiner Liebekraft durchflutet zu werden. Denn das ist Seligkeit, Gottes Kraft und Macht zu spüren, von Seiner Liebe erfaßt zu sein und im gleichen Willen mit Gott tätig sein zu dürfen bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3495.

 

Buch 45 3496

Zeichen der Endzeit.

24. Juli 1945. B.D. NR. 3496.

Achtet der Zeichen, die sich mehren und das nahe Ende ankündigen, und ihr werdet erkennen, in welcher Phase der Endzeit ihr steht. Lasset nicht durch irdische Geschehen euren geistigen Blick euch trüben, sondern bringet sie in Zusammenhang mit dem geistigen Tiefstand, der in der letzten Zeit das Gebaren der Menschen kennzeichnet. Das lieblose Handeln der Menschen gegeneinander verrät jenen Tiefstand, der unmittelbar Anlaß ist, daß eine Erlösungsperiode ihren Abschluß findet. Der geistige Tiefstand der Menschen aber verrät gleichzeitig tiefstes Dunkel in ihnen, völlige Abkehr von Gott, von geistigem Streben und darum auch Unkenntnis, daß sie in der letzten Zeit leben, daß das Ende nicht mehr weit ist. Doch ihr, die ihr strebet und den göttlichen Willen zu erfüllen suchet, ihr, die ihr ein geistiges Leben führt neben dem irdischen, ihr sollt der Zeichen achten und euch auf das Ende vorbereiten. Und ihr werdet täglich tiefer eindringen in geistiges Wissen, ihr werdet wachsen in der Erkenntnis, und es werden euch die Zusammenhänge klarwerden von dem Zeitgeschehen und dem ewigen Heilsplan Gottes. Ihr werdet am irdischen Geschehen auch das Walten Gottes erkennen, Der alles, auch das größte Leid, als ein Heilmittel anwendet, so daß es für den einzelnen noch zum Segen sein kann. Gott hat dieser Zeit stets und ständig Erwähnung getan, Er hat die Menschen hingewiesen auf die Zeit des Endes und ihnen die Anzeichen vorausgesagt durch Seher und Propheten, nicht um den irdischen Verlauf des Weltgeschehens vorauszubestimmen, sondern um den Menschen die geistige Not zu veranschaulichen, die auch Ursache des irdischen Leides, des Chaos und weltlichen Verfalles ist. Die geistige Not soll erkannt werden, und ihr soll gesteuert werden. Die geistige Not aber ist zu erkennen an den Zeichen der Zeit. Und darum sollt ihr dieser Zeichen achten und wissen, daß ihr nun alle Sorge verwenden sollt auf eure und der Mitmenschen Seelen. Denn diese sind in größter Gefahr. Es wird in der Endzeit durch übertriebene Sorge um den Körper die Seele darben müssen, ja sie wird völlig abgedrängt werden durch Gott- abgewandte Kräfte von geistigem Streben und von Gott Selbst. Und in dieser Zeit der geistigen Not hat der Gegner Gottes große Gewalt über die Seelen, die aber der Wille der Menschen selbst brechen kann. Und darum wird ständig hingewiesen auf die Zeit des Endes, es wird der Zeichen Erwähnung getan, auf daß der Wille des Menschen angespornt werde zum Widerstand, auf daß der Mensch die Gefahr erkenne, in der die Seele schwebt, und auf daß er glauben lerne, daß Gott der Erde ein Ende gesetzt hat, sowie dieser geistige Tiefstand gekommen ist, der völlige Zugehörigkeit zum Gegner Gottes bekundet. Achtet der Zeichen, die das nahe Ende verkünden, und gehet nicht gleichgültig daran vorüber, sondern bereitet euch vor, denn das Ende wird furchtbar sein für alle, die der Mahnungen und Warnungen Gottes kein Gehör schenken und ihrem geistigen und leiblichen Untergang entgegengehen. Amen. B.D. NR. 3496.

 

Buch 45 3498

Geistige Führer.

26. Juli 1945. B.D. NR. 3498.

Den Menschen auf Erden sind geistige Führer beigegeben, teils selbst als Menschen unter ihnen verkörpert, teils geistig auf sie einwirkend; also ist kein Mensch völlig sich selbst überlassen während seines Erdenlebenswandels. Diese geistigen Führer treten ständig in Aktion, sowie der Mensch in Not der Seele sich befindet und sich nicht hartnäckig ihrer Hilfeleistung widersetzet. D.h., es muß der Mensch sich helfen lassen wollen, er muß seine Not empfinden und herauszukommen trachten, er muß also den Geisteszustand als mangelhaft empfinden und Verlangen tragen nach Hebung dessen, dann sind die geistigen Führer bereit und auch von Gott aus berechtigt, ihm beizustehen. Der Beistand wird den Menschen gewährt in Form von Aufklärungen über den Erdenlebenszweck und ihre Erdenaufgabe. Denn das Wissen darum muß den Menschen als erstes unterbreitet werden, auf daß sie dann ihrer Erdenaufgabe nachkommen können. Es müssen die Menschen einer geistigen Führung anvertraut sein, weil sie in ihrer Erkenntnislosigkeit völlig blind einhergehen und von sich aus niemals den rechten Weg finden würden. Eine Führung wird ihnen daher von Gott aus stets zugesellt sein, doch ihnen selbst unbewußt, welches Reich deren Heimat ist. Auch die als Menschen unter ihnen lebenden geistigen Führer werden nicht als solche erkannt, weil sonst ein gewisser Glaubenszwang ausgeübt würde, der hinderlich wäre zur geistigen Entwicklung. Dennoch muß jeder Lehrende auf Erden ein Abgesandter Gottes sein, ansonsten seine Lehre angezweifelt werden könnte. Doch auch die Gegenkraft Gottes sucht Einfluß zu gewinnen auf die Menschen, und dieser Einfluß wird immer der reinen Wahrheit aus Gott widersprechen. Daher gilt es stets zu prüfen, wessen Anteil das ist, was Menschen ihren Mitmenschen als Wahrheit zu unterbreiten suchen. Die rechte geistige Führung wird stets daran zu erkennen sein, daß sie das Denken der Menschen abzulenken sucht vom Irdischen und dem geistigen Reich zuwenden will. Die geistige Führung sucht gedanklich auf die Menschen einzuwirken, sie sucht zur Liebetätigkeit anzuregen, sie sucht den Menschen vom materiellen Streben abzubringen, und sie setzet die liebende, weise und allmächtige Gottheit in den Vordergrund. Die geistige Führung nimmt wenig Anteil am irdischen Leben, sondern lenket unausgesetzt die Gedanken auf das geistige Reich. Und sowie ein Mensch dieses Ziel anstrebt, sowie er den Mitmenschen in das geistige Reich einzuführen sucht, ist er von Gott den Menschen als Führer beigegeben und wohlgeeignet, ihnen beizustehen in geistiger Not. Denn er bereitet nur das Feld vor, auf daß die geistigen unsichtbaren Führer ihre Saat ausstreuen können und durch gedankliche Übertragung den Menschen einführen können in geistiges Wissen, auf daß sie ihn zum Liebeswirken anregen und also ihr Führeramt ausüben können und die Seelen betreuen, die ihrer Obhut anvertraut sind. Sind die Menschen jedoch Welt-zugewandten Sinnes, so geben sie den geistigen Führern kein Gehör - weder Mitmenschen werden sie belehren können, noch geistige Kräfte haben Einfluß auf sie, denn die Stimme der Welt übertönet die feinen Stimmen aus dem geistigen Reich. Und sowie der Mensch noch von der Materie gefesselt ist, fehlt ihm jegliches Verständnis für geistige Gabe. Dann ist es schwer, deren Seele zu gewinnen, sie entziehen sich der Fürsorge ihrer geistigen Betreuer, sie achten nicht ihrer Gedanken und sind nicht liebetätig und liebewillig. Dagegen schenken sie denen Gehör, die sich als Werkzeug des Gegners von Gott gebrauchen lassen, um den Menschen Irrtum zuzuleiten. Denn der Irrtum ist ihnen annehmbar, weil er sich mit ihren Wünschen und Begierden, mit ihren weltlichen Sinnen verträgt. Ihr Wissen aber ist Unwissenheit, es entbehrt jeglicher Wahrheit, es ist Menschenwerk und menschliches Gedankengut, das die Mitmenschen irreführt und ihnen die Erkenntniskraft trübt. Nur aus dem geistigen Reich kommt Wahrheit, und nur von Gott gesandte geistige Führer vermitteln diese. Deren Wirken aber ist abhängig vom Willen der Menschen selbst. Amen. B.D. NR. 3498.

 

Buch 45 3499

Geistige Schätze sammeln. Scheingüter.

27. Juli 1945. B.D. NR. 3499.

Alles, was die Welt bietet, sind Scheingüter, die ohne jeglichen Wert sind und ohne Bestand. Sie sind nur dem Menschen beigegeben zur Prüfung seines Willens, der sich abwenden soll von ihnen, um geistige Güter anzustreben, die wertbeständig und unvergänglich sind. Der Mensch, der in der Liebe lebt, lernt sehr schnell die Wertlosigkeit irdischer Güter erkennen, während ein Mensch, dem die Liebe zum Nächsten mangelt, vermehrtes Verlangen danach trägt, also seine Liebe eine verkehrt gerichtete ist, die anstrebt, was sie überwinden soll. Bevor er nicht diese Liebe bekämpft, ist ihm geistiges Gut nicht begehrenswert. Am Ende seines Lebens aber muß er sich trennen von allem Irdischen, und es wird ihm diese Trennung schwer- oder leichtfallen je nach seiner Einstellung zu den Scheingütern der Welt. Diese überwunden zu haben bedeutet ein leichtes Lösen von der Erde; doch wie mit Ketten wird der Mensch an der Erde zurückgehalten, der sein Herz verloren hat an die Materie, an tote Güter ohne Wert und Bestand. Seine Seele kann sich nicht lösen, und es bedeutet für sie einen schweren Kampf, in dem sie unterliegt, sowie das Ende gekommen ist. Und nun tritt sie völlig arm und bloß in das geistige Reich, das ihr nur das bietet, was die Seele begehrt hat auf Erden - wieder Scheingüter, zwar nicht mehr materiell, doch als Schaumgebilde sie ständig bedrängend, indem sie das Verlangen danach erhöhen, während die Erfüllung der Seele versagt bleibt, auf daß sie erkennen soll die Wertlosigkeit dessen, was sie anstrebte auf Erden. Geistige Güter aber besitzt die Seele nicht, da sie keine gesammelt hat auf Erden. Und ihr Los ist wenig beneidenswert. Nirgends findet sie, was sie sucht, und arm und dürftig weilt sie nun in trostloser Umgebung. Sie kann nichts austeilen, da sie selbst nichts besitzt, und daher auch nichts empfangen, weil dies Gesetz ist im geistigen Reich, daß jede Seele bedacht wird ihrem Liebewillen entsprechend, daß nur empfängt, wer gibt, und das Empfangen wie das Geben beseligend ist. Es wird ihr zwar von liebenden Seelen auch geistige Gabe geboten, um ihr zu helfen, jedoch eine Seele, die irdische Materie noch nicht überwunden hat und ständig nach deren Besitz verlangt, nimmt geistige Gabe nicht an, weil sie deren Wert noch nicht erkennt und sie ebenso wenig begehrt wie auf Erden. Sie muß zuvor ihr eigenes Verlangen ertötet haben, sie muß die Wertlosigkeit erkannt haben und nun nach beständigen Gütern streben, dann erst wird sie diesen Beachtung schenken, so sie ihr geboten werden, und dann erst sucht sie, geistige Schätze zu sammeln. Wer dies auf Erden schon erreicht, der geht unbeschwert ins Jenseits ein, und die geistigen Güter, die er auf Erden sich erworben hat, nimmt er mit in das geistige Reich. Und da er nun über Schätze verfügt, kann er auch mit diesen arbeiten, er kann austeilen und ständig neue Schätze empfangen zu seiner eigenen Beglückung, denn die Liebe treibt ihn zur Nutzung dessen, was er besitzt - er teilet aus und beglückt die Seelen, die bedürftig sind, aber empfangen wollen, um wieder geben zu können. Die Schätze der Welt sind so wertlos, und doch werden sie von den Menschen begehrt und mit allem Eifer angestrebt. Die geistigen Schätze aber beachten sie nicht, und darum fürchten sie auch das leibliche Ende, weil sie nur des Körpers, nicht aber der Seele gedenken. Und Gott kommt ihnen zu Hilfe, indem Er ihnen die Vergänglichkeit irdischer Güter zeigt, um sie zum Nachdenken zu veranlassen. Er gibt ihnen auch geistige Gaben und sucht sie zur Annahme derer zu bewegen, doch den freien Willen zwingt Er nicht, sondern Er läßt dem Menschen seine Freiheit, sich zu entscheiden für die Güter dieser Welt oder die Gaben aus dem geistigen Reich. Entsprechend ihrem Willensentscheid aber wird das Ende sein und der Eingang in das geistige Reich, denn die Seele schaffet sich selbst ihr Los je nach ihrem Begehren. Amen. B.D. NR. 3499.

 

Buch 45 3500

Begehren des göttlichen Wortes.

28. Juli 1945. B.D. NR. 3500.

Achtet auf Meine Worte: Wer Mich zu hören begehrt, der strebt Mir bewußt entgegen, und Meine Vaterhand ziehet ihn liebevoll empor zu Mir. Denn es ist die Liebe in ihm rege geworden, die ihn zu Mir treibt, und so ist der Bann gebrochen, der das Wesen lange Zeit gefangenhielt; es ist aus dem geistigen Dunkel in den Stromkreis Meiner Liebe getreten und findet nun unweigerlich den Weg zur Höhe. Wer Mich zu hören begehrt, sei es durch Verlangen nach Meiner Stimme, die ihm im Herzen ertönt, oder Verlangen nach Meinem Wort, das er aus dem Buch der Bücher entgegennehmen will, sei es durch Mitteilung durch Menschenmund, der Mein Wort verkündet - er hat schon seine Zugehörigkeit zu Mir bewiesen durch das Verlangen, und seiner gedenke Ich von Stund an, und Ich nehme Mich voller Liebe seiner Seele an, daß sie nicht mehr zurücksinke in die Nacht des Todes, sondern lebe auf ewig. Und ihm lasse Ich jederzeit auch die Kraft zugehen durch Mein Wort, immer wird er gestärkt sein, ganz gleich, in welcher Weise er Mein Wort entgegennimmt. Und wer mit Mir Zwiesprache hält im Verlangen, mit Mir verbunden zu sein, dessen Gedanken lenke Ich recht, so er nicht fähig ist, Meine Stimme zu vernehmen. Ich ordne sie und lenke sie durch Meinen Geist, der nun in ihm wirken kann. Und so wird jeder Mir zugewandte Gedanke reichen Segen nach sich ziehen, denn Meine Liebe erfasset, der sich Mir nahet in Gedanken und in der Tat. Es wird niemand in die Tiefe versinken, dessen Herz zu Mir gefunden hat, dessen Wille Mich suchet und der mit Mir in Verbindung tritt durch Liebeswirken, gute Gedanken und inniges Gebet. Dieser höret auch auf Mein Wort, in welcher Form es ihm auch geboten wird. Und er erkennet in ihm die Stimme des Vaters von Ewigkeit, und also ist er gerettet für alle Ewigkeit. Das Verlangen nach Meinem Wort bezeugt das Verlangen nach Mir Selbst, Der Ich das Wort bin, die Wahrheit, und das ewige Leben. Wer Mein Wort begehrt, der begehrt auch die Wahrheit und er sucht der Finsternis zu entfliehen und somit dem geistigen Tode. Er findet den Weg zum Leben, der ihm gewiesen wird im Wort. Denn dieses lehrt die Liebe. Die Liebe aber erlöset alles Unfreie, Geknechtete und macht es frei und glücklich. Und darum gab Ich euch Mein Wort, weil Ich euch frei und glücklich machen will, und das Ziel erreichen wird nur der, der Mein Wort höret und es befolget - der in der Liebe lebt, wie Ich es durch Mein Wort gebiete. Nach Meinem Wort Verlangen tragen aber wird nur der Mensch, der liebewillig und liebefähig ist. Er achtet Meines Wortes, er sucht es auszuleben, er strebt danach, Meinen Willen zu erfüllen, weil die Liebe seines Herzens Mir gilt und er zu Meinem Wohlgefallen leben will, solange er auf Erden weilt. Wer Mein Wort begehrt, der fühlt sich als Mein Kind, das mit dem Vater vereint sein möchte für immer. Denn wer Mir-abgewandten Sinnes ist, der höret nicht auf Mein Wort, er flieht es, und er bleibt ohne Kraft, um das Ziel seines Lebens zu erreichen. Ohne Mein Wort aber kann niemand selig werden, ohne Mein Wort ist er kraftlos, geistig zu reifen, und ohne Mein Wort ist er fern Meiner Liebe, die sich im Wort äußert. Ich Selbst bin das Wort, und Ich werde nur dort sein, wo Ich im tiefsten Herzen begehrt werde. Denn Meine Gegenwart wäre eine Nötigung für den Menschen, der Meine Nähe nicht ersehnt, weil Meine Gegenwart Liebeausstrahlung bedeutet, die den Menschen dann wider seinen Willen erfassen und zur Vollkommenheit führen würde. Ich aber taste den freien Willen des Menschen nicht an und kann daher nur die Menschen mit Meiner Liebekraft bedenken, die im Verlangen nach Mir innig sie begehren. Und darum ist das Lesen oder Hören Meines Wortes ohne inneren Herzenstrieb nutzlos, es gibt dem Menschen nichts, es vermittelt ihm keine Kraft, keine Erkenntnis und keinen geistigen Erfolg. Mit Meinem Wort will Ich Selbst begehrt werden von einem liebenden Herzen, das Mir entgegendrängt. Des leisesten Rufes achte Ich, das kleinste Verlangen stille Ich, und den winzigsten Liebesfunken entfache Ich zu größerer Glut, auf daß Mein Geschöpf Meine Liebe spürt, so es einmal im Herzen Mich ersehnt hat. Und Ich lasse Mein Wort überall dort ertönen, wo ein leiser Gedanke an Mich aufgetaucht ist, um Mich erkenntlich zu machen und die Liebe zu Mir zu schüren. Und wer einmal Mein Wort im Verlangen nach Mir entgegengenommen hat und daraus Kraft schöpfte, der wird ewiglich bei Meinem Wort verbleiben, denn immer und immer wieder trete Ich ihm im Wort entgegen, und sein Verlangen wird gesteigert werden, bis er nicht mehr ohne Mein Wort leben kann und die innige Verbindung mit Mir herstellt, die unausgesetzt Kraft und Lichtzufuhr ihm einträgt und ihm das ewige Leben sichert. Wer Mein Wort begehret, der begehret Mich Selbst, und Ich werde im Wort bei ihm sein bis an das Ende der Welt und in Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3500.

 

Buch 45 3501

Überwindung der Welt.

29. Juli 1945. B.D. NR. 3501.

Der Hang zur Welt verringert den Zufluß geistiger Güter, und darum werden weltlich gesinnte Menschen weniger mit Spendern geistiger Gaben in Berührung kommen, sie stehen zu ferne dem geistigen Reich und erkennen dessen Abgesandte nicht, so sie ihm nahetreten. Denn Gott führet die Menschen zusammen, Er führet Seine Diener auf Erden denen zu, die das Wort Gottes anzunehmen gewillt sind, die als Anwärter des geistigen Reiches in Frage kommen durch ihren nicht gänzlich abgewandten und der Welt zugewandten Willen. Sie werden zwar keineswegs gezwungen zur Annahme des göttlichen Wortes, sondern sie müssen die geistigen Gaben als solche erkennen und freiwillig sich ihnen öffnen. Als Verächter der Welt erkennen sie auch den Wert göttlicher Offenbarungen und erschließen ihnen ihre Herzen. Der Weltmensch dagegen wird auch Gelegenheit haben zur Kenntnisnahme jener, doch seine Sinne spüren nichts von dem göttlichen Hauch, der ihn berühret, und gleichgültig oder schroff lehnt er ab, weil die Welt ihm Wertvolleres zu bieten dünkt. Und so bleiben wertvolle Gaben unbeachtet auf Erden, die im Jenseits den ganzen Reichtum seiner Seele ausmachen, denn nur das geistige Auge und Ohr sieht und hört etwas, diese aber sind bei den Weltmenschen völlig unausgebildet, und im Jenseits wirkt sich diese Unkenntnis als vollste Dunkelheit aus, die für die Seele ein qualvolles Los bedeutet. Geistig-strebende Menschen haben ein feines Auge und Ohr für geistige Gaben, sie spüren den Ursprung, denn das Göttlich-Geistige berührt ihre Seelen wohltätig, und daher werden die Diener Gottes von ihnen erkannt als Abgesandte des geistigen Reiches und ihre Gaben dankend in Empfang genommen. Dennoch sollen die Vertreter des göttlichen Wortes dieses auch in die Welt hinaustragen, sie sollen immer wieder versuchen, auch Weltmenschen zu gewinnen, wenngleich dies eine Arbeit ist, die Geduld und Liebe erfordert, weil sie oft abgewiesen werden und wenig Erfolg verzeichnen können. Doch nicht immer befriedigt die Welt die Menschen gänzlich, und jeder Mensch kommt in Situationen, wo er aufgeschlossen ist für eine Mitteilung aus dem geistigen Reich. Und diese Gelegenheiten sollen ausgenützt werden, auf daß sie doch noch zur Wandlung ihres Willens sich entschließen in Zeiten irdischer Not. Denn diese tritt an alle Menschen heran, weil Gott keines Seiner Geschöpfe ihrem Schicksal überläßt, sondern immer wieder Einfluß zu gewinnen sucht auf ihre Seelen. Die geringste Regung des Willens und dem geistigen Reich zugewandte Gedanken vermehren auch die Gelegenheiten, geistige Mitteilung entgegenzunehmen, denn Gott achtet ihrer und bedenket einen jeden nach seinem Verlangen. Doch die Welt muß überwunden werden, um den Wert geistiger Gaben vollauf schätzen zu können. Alles Geistige will vom Geist im Menschen erfaßt werden, dieser aber schlummert, wo die Welt noch den Menschen gefangenhält. Die Freigabe des Geistes, sein Erwachen, bedingt Hingabe dessen, was weltlich irdisch ist, und Verlangen nach dem geistigen Reich, der eigentlichen Heimat des Geistes. Und darum muß die Welt verachten lernen, wer dem Reich Gottes nahezutreten begehrt. Amen. B.D. NR. 3501.

 

Buch 45 3504a

Entwicklung der Erde vor den Menschen.

1. August 1945. B.D. NR. 3504a.

Der Anfang und das Ende einer Erlösungsperiode liegt so weit auseinander, daß von einer Ewigkeit gesprochen werden kann von den Menschen, die sich beide Zeitpunkte vor Augen halten. Es ist ein unendlich langer Zeitraum, weil die Entwicklung der einzelnen Schöpfungswerke Gottes eine bestimmte Zeit erfordert, da alles Gottes Gesetze zur Grundlage hat und auch die langsame Entwicklung wieder eine Bestimmung göttlicher Liebe und Weisheit ist, um auch dem darin sich bergenden Geistigen diese Aufwärtsentwicklung zu gewährleisten. Seit Beginn der Schöpfung liegen diese Gesetze allen sichtbaren Schöpfungswerken zugrunde, denn das von Gott abgefallene Geistige stand in so hartnäckigem Widerstand zu Gott, daß es seines Willens gänzlich beraubt und also völlig willenlos, d.h. gebundenen Willens, seinen Gang durch die Schöpfungswerke beginnen mußte. Und dies konnte nur in einer Weise vor sich gehen, daß sie gezwungen waren, sich den göttlichen Gesetzen anzupassen, die aber völlig dem Willen des einst freien Geistigen widersprachen. Das freie Geistige ist unentwegt tätig, also mußte das unfreie Geistige in Untätigkeit verharren, es mußte in einer Außenform gebannt werden, die ihm jede Tätigkeit verwehrte. Es strömte als ein freies Geistiges in die Unendlichkeit und entfernte sich im freien Willen von Gott. Durch die Entfernung aber erkaltete die geistige Substanz, sie erstarrte und gab nichts mehr in sich frei. Gott zog Seine Liebeglut zurück von dem Geistigen, das von Ihm abgefallen war, und alles Leben, alle Wärme entströmte ihm, und es blieb nur eine kalte leblose Masse zurück - der Urbeginn der Schöpfung. Endlose Zeiten vergingen, ehe diese leblose Masse einen Anflug von Leben erkennen ließ - endlose Zeiten vergingen, ehe sich geistige Wesenheiten entschlossen, ihren hartnäckigen Widerstand gegen Gott aufzugeben, ehe sie Verlangen trugen nach Licht und durch Aufgeben des Widerstandes sich Licht-empfänglich machten. Doch die geringste Willensänderung lockerte ihre Außenformen, ihre Fesseln, und es begann in der leblosen Masse ein leises Regen, eine kaum merkliche Tätigkeit - es veränderte sich die feste Masse, stellenweise gab sie dem Drängen des Geistigen in sich nach, barst auseinander und gab dem Geistigen Möglichkeit, geringfügig tätig zu sein. In wieder unendlich langen Zeiträumen entstanden Formen und Gebilde wunderbarster Art - es betätigte sich das Geistige nach göttlichem Naturgesetz, seine Tätigkeit wurde vom göttlichen Willen bestimmt und brachte Schöpfungen zustande mannigfaltigster Art. Der Widerstand gegen Gott ließ ständig nach, und darum wurde die Tätigkeit immer umfangreicher und die entstehenden Schöpfungen immer vielfältiger, zugleich auch immer fähiger, sich aufzulösen, weil ihre Substanzen nicht mehr so verhärtet waren, denn der nachlassende Widerstand bedeutete Licht- und Kraftzufuhr von Gott, also Leben und Tätigkeit und dadurch gelockerte Fesseln, d.h. weichere Außenformen, die aufzulösen keinen so langen Zeitraum benötigte. Doch unsagbar lange Zeit verging, ehe das Geistige die endlose Entfernung von Gott so weit verringert hatte, daß es zur letzten Willensprobe als Mensch zugelassen wurde. Also verging endlos lange Zeit von Beginn der materiellen Schöpfung, bis der erste Mensch, ausgestattet mit Verstand und freiem Willen, diese Willensprobe ablegen durfte. Und nun erst begann die Zeitepoche, mit welcher die Menschen rechnen, nun erst begann der Kampf des Lichtes mit der Finsternis. Es mußte sich das Geistige, das den endlos langen Gang durch die Schöpfung zurückgelegt hatte, beweisen, ob es seinen Widerstand gegen Gott endgültig aufgeben wollte oder im freien Willen sich wieder von Gott abwenden und dem Gegner Gottes aufs neue verfallen. B.D. NR. 3504a.

 

Buch 45 3504b

Erdenprobe. Neue Erde und ihr Entstehen.

2. August 1945. B.D. NR. 3504b.

Es ging also dem Menschenzeitalter eine Epoche der Entwicklung der Erde voraus, die erst die Schöpfung so gestaltete, daß für den Menschen auf Erden die Lebensbedingungen geschaffen waren, denn dies war Voraussetzung, daß nun der Mensch seine geistige Aufwärtsentwicklung beginnen konnte. Denn es mußte das Geistige, das als Mensch nun verkörpert war, dienen in Liebe, um endgültig frei zu werden aus der Gebundenheit, die ein verdienter Zustand war für seinen einstigen Willen zu herrschen. Denn es hatte Gott nicht anerkannt als seinen Ausgang, als seinen Schöpfer und Erzeuger, weil es Ihn nicht gelten lassen wollte, sondern sich fähig glaubte, aus eigener Kraft schaffen und gestalten zu können und seine Schöpfungen zu beherrschen. Es erkannte nicht an, daß diese unter Nutzung der Kraft aus Gott erstanden und also alles der ewigen Gottheit unterstand, was aus dem Willen des Gegners Luzifers und der Kraft aus Gott hervorgegangen war. Es unterwarf sich nicht und muß nun deshalb als Mensch den Willensgrad aufbringen, Gott als alleinigen Herrn und Schöpfer anzuerkennen und sich Seinem göttlichen Willen bedingungslos zu unterwerfen. Die Erde befand sich nun in einem Stadium, wo die göttliche Schöpfung menschliche Tätigkeit erforderte, um den Menschen Lebensmöglichkeit zu geben. Gott Selbst unterwies die ersten Menschen in ihrer Erdenaufgabe, deren Erfüllung ihre letzte Freiwerdung aus der Form gewährleistete. Doch nun setzte die Macht des Gegners von Gott ein, der über das Geistige in der Entwicklungsperiode zuvor keine Gewalt hatte. Der Mensch war mit freiem Willen ausgestattet, und diesen Willen suchte der Gegner Gottes für sich zu gewinnen. Von Gott aber war diese Prüfung zugelassen,weil sich der Mensch in vollster Willensfreiheit entscheiden sollte für Ihn oder Seinen Gegner. Dieser suchte den Menschen abzulenken vom Dienen in Liebe und ihn zu bestimmen, nach seinem Willen tätig zu sein, der oft auch der Wille des Menschen selbst ist. Solange Menschen auf Erden wohnen, stehen sie als Kampfobjekt zwischen Licht und Finsternis. Denn ihre Seelen werden von beiden Seiten umworben, die den Willen sich zulenken wollen. Das zuvor im Mußzustand Gott zustrebende Geistige kann die letzte Entfernung von sich zu Gott verringern, sie aber auch vergrößern, doch es muß unweigerlich auch die Folgen seines Entscheides tragen. Die Erde bietet unzählige Möglichkeiten für die geistige Aufwärtsentwicklung, jedoch auch ein Versinken in die tiefste Tiefe ist möglich, und beides bestimmt der Wille des Menschen selbst. Doch auch diese Entwicklungsperiode hat ein Ende, sowie der menschliche Wille keine Möglichkeit mehr ausnützt - sowie er die geistige Aufwärtsentwicklung völlig außer acht lässet und er also seine Erdenaufgabe nicht mehr erfüllt. Dann strebt das Geistige wieder zurück, dem Zustand zu, den es vor endlosen Zeiten schon überwunden hatte. Und Gott versetzet es auch in diesen Zustand, sowie das Ende der Erlösungsperiode gekommen ist. Er lässet wieder eine neue Erde erstehen und belebt die neue Schöpfung mit diesem Geistigen, das in der Entwicklungsperiode zuvor versagt hat. Und zwar wird jegliche Substanz aufgelöst, die Geistiges birgt. Es ist dies gleichbedeutend mit völliger Zerstörung dessen, was als irdische Materie dem Auge ersichtlich ist. Der Aufbau der neuen Erde aber geschieht nicht in der Weise wie zu Beginn der Schöpfung, denn das neue Menschengeschlecht bedarf der langsamen Vorentwicklung nicht mehr, da es die Prüfung auf der alten Erde bestanden hat und so weit in der Erkenntnis steht, daß ihm Zweck und Ziel jeglichen Schöpfungswerkes verständlich ist, also neue Schöpfungen unbedenklich vor den Augen der Menschen entstehen können, ohne für sie ein geistiges Hindernis zur Vervollkommnung zu sein. Die neue Erlösungsperiode ist also nur eine Fortsetzung der vorhergehenden, sie bedingt nur eine Wandlung der Außenform, eine Umgestaltung der Erdoberfläche zwecks neuer Entwicklungsmöglichkeiten durch Entstehen neuer Schöpfungen. Denn die Erde an sich bleibt bestehen, sie gibt nur für kurze Zeit laut göttlichem Plan das Geistige frei, das in neuen Schöpfungen wieder gebannt wird, um schneller auszureifen für die nächste Verformung. Die Menschen der neuen Erde stehen in einem Reifezustand, der ihnen ein paradiesisches Leben einträgt, und sie sind stets bereit, in dienender Liebe tätig zu sein. Folglich sind sie anfänglich keinen Widerständen ausgesetzt, die aber eine langsame Entwicklung der neuen Schöpfung unstreitbar für sie bedeuten würde. Gott schafft ihnen ein Paradies auf Erden, und dieses setzt Schöpfungen voraus von unvergleichlicher Schönheit und anmutigstem Zauber. Und diese Schöpfungen sind Werk eines Augenblicks. Unzählige Gedanken Gottes setzt Sein Wille als Werk in die Unendlichkeit im Augenblick. Ebenso wird die neue Erde erstehen, ohne Zeit zu benötigen, weil Seiner Macht und Seinem Willen nichts unmöglich ist und weil Seine Liebe und Weisheit überall mitwirkt, wo Sein Wille tätig ist. Menschlicher Verstand aber fasset dies nicht, er legt seine eigene Unzulänglichkeit auch dem göttlichen Wirken zugrunde. Doch nur der unvollkommene Mensch legt diesen Maßstab an. Da die neue Erde aber nur geistig reife Menschen als Bewohner tragen wird, ist deren Denken frei von Zweifeln an der Größe Gottes, und nichts ist ihnen unverständlich. Sie loben und preisen Gott und Seine Herrlichkeit, und die irdische Herrlichkeit trägt nur dazu bei, ihre Liebe zu Gott zu vertiefen, die ihnen ein friedvolles Leben sichert auf der neuen Erde, wo Gott mitten unter ihnen weilt, weil Er überall dort ist, wo die Liebe ist. Amen. B.D. NR. 3504b.

 

Buch 45 3505

Einfluß unreifer, früh verstorbener Seelen.

3. und 4. August 1945. B.D. NR. 3505.

Es weilen unzählige Seelen in Erdennähe, die abgeschieden sind ohne Erkenntnis der ewigen Gottheit, die blind im Geist in das jenseitige Reich eingingen und sich noch unbewußt ihres armseligen Zustandes in der Nähe der Menschen aufhalten, die auf Erden in ihrer Umgebung waren. Und diese Seelen treiben durch ihr Wünschen und Drängen oft die Menschen zu Handlungen und Reden, die ihrem Willen entsprechen, d.h., sie übertragen ihr Denken auf Menschen, die ihnen keinen Widerstand leisten, die gleichen Geistes sind und daher für den Einfluß jener Seelen empfänglich. Das schnelle Abscheiden von der Erde, oft mitten aus dem Leben durch Einwirken dämonischer Kräfte, dem zahllose Menschen zum Opfer fallen, versetzt die noch unreifen Seelen aus dem Zustand der Kraft in einen Zustand völliger Kraftlosigkeit. Sie fühlen, daß sie nichts mehr vollbringen können nach eigenem Willen, und suchen daher ihren Willen auf die lebenden Menschen zu übertragen, um durch diese noch zur Geltung zu kommen, um sie zu bestimmen, ihren Willen auszuführen. Und dieser ungünstige Einfluß aus dem geistigen Reich der Dunkelheit, wirkt sich auf Erden ganz besonders nachteilig aus, weil dadurch die Zahl der Ablebenden täglich größer wird und vielen Menschen die Möglichkeit genommen ist, ihren Reifezustand auf Erden zu erreichen. Die Erde ist zur Zeit umlagert von finsteren Gestalten, die den Kräften des Lichtes sogar den Zutritt zur Erde zu verwehren suchen und dort Erfolg haben, wo die Menschen teilnahmslos dem Geistigen gegenüberstehen. Die unreifen Seelen streben noch immer das gleiche an wie auf Erden, und ihr Verlangen übertragen sie auf die Menschen, (4.8.1945) die gleiche Gedanken haben, gleiche Begierden und gleichen Reifezustand. Und diese sind willige Ausführer dessen, was sie gedanklich zugeflüstert bekommen. Eine vermehrte Sterblichkeit, die widernatürlich ist, also als Folge menschlichen Hasses und menschlicher Lieblosigkeit auftritt, wird auch die Dunkelheit in den Sphären nächst der Erde verstärken, denn die Menschen haben ihr Erdenleben noch nicht ausgewertet, sie können die geistigen Erfolge noch nicht verzeichnen, die ihnen ein langes Erdenleben eintragen kann, sie sind zumeist leichtlebig und der Welt angehörend, und entsprechend ist auch ihr Verlangen nach dem leiblichen Tode, sowie nicht besonders schwere Lebensverhältnisse sie noch in letzter Stunde die Wertlosigkeit dessen erkennen lassen und ihr Denken sich noch vor dem Eingang in das geistige Reich wandelt. Dann wird die Seele auch nicht von tiefster Dunkelheit umfangen sein, sondern ab und zu Lichtstrahlen aufblitzen sehen, denen sie nachgeht und bald in hellere Umgebung kommt. Dann aber gilt ihr Verlangen nicht mehr ausschließlich der irdischen Materie, sie trennt sich leicht von der Erde und ihrer früheren Umgebung und findet im geistigen Reich einen Ersatz, der ihr wertvoller dünkt. In diese Sphären aber können sich die unreifen Seelen nicht erheben, sie sind wie mit Ketten an der Erde festgehalten und auch immer in der Nähe ihrer Angehörigen oder gleichgesinnter Menschen auf Erden. Und es wird der Geisteszustand dieser sich schwerlich heben, solange Kräfte aus dem Jenseits ihren Einfluß geltend machen. Und deren Unkenntnis ist nicht geeignet, aufklärend auf die Menschen einzuwirken, zudem erschweren sie den Lichtwesen den Zugang zu ihnen, und nur der ernsthafte Wille des Menschen selbst macht den Lichtwesen den Weg frei. Und darum zieht ein irdisches Chaos, durch Menschenwille angebahnt und viele Opfer fordernd, auch einen geistigen Rückgang nach sich, denn auch nach dem Tode des Menschen wirken noch seine Gedanken. Und es sollen sich die Menschen schützen vor dem Einfluß unreifer, frühzeitig verstorbener Menschen durch Gebet für sie und Bitten um Schutz durch die Lichtwesen, um rechtes Denken und Gottes Gnade und Kraft. Dann sind die Bestrebungen der dunklen Geisteskräfte fruchtlos, sie finden kein Gehör bei den Menschen und können keinen seelischen Schaden anrichten. Denn wieder ist es der Wille des Menschen selbst, ob er das Gute anstrebt, um mit guten Kräften in Verbindung zu stehen, oder nachlässig sich den drängenden Gedanken der schlechten Kräfte überläßt. Der Mensch kann sich schützen, er muß aber den Willen dazu haben und folglich schlechte Gedanken und Handlungen verabscheuen. Er muß selbst einen Weg wandeln, der den Geboten Gottes entspricht, dann ist jeglicher Einfluß aus dem geistigen Reich wirkungslos, der von niedrigen Kräften ausgeübt wird. Denn Lichtstrahlen dringen überall durch, wo nur Licht begehrt wird, wo das Gute angestrebt und geistiger Fortschritt ersehnt wird. Dort sind die Lichtwesen unentwegt tätig, und sie verjagen alle dunklen Gestalten um die Menschen, denn ihre Macht ist groß, sowie ihnen der Mensch diese Macht einräumt durch seinen Willen. Amen. B.D. NR. 3505.

 

Buch 45 3506

Vaterliebe. Führung Gottes.

5. August 1945. B.D. NR. 3506.

Was banget und zaget ihr? Nehme Ich nicht Anteil an eurem Schicksal, indem Ich euch stets Meine Hilfe verheiße? Bringet Mir nur volles Vertrauen entgegen und lasset euch führen, und Meine Führung ist wahrlich recht. Ihr könnt an Meiner Hand wohlgemut dahinschreiten, des Vaters Liebe schützet euch und lässet euch nicht zu Fall kommen. Doch kleine Mühseligkeiten müsset ihr überwinden, damit ihr desto fester nach der Hand des Vaters fasset, damit ihr Seiner Führung nicht vergesset, euch löset und allein den Weg zurücklegen wollt. Denn das ist für euch eine Gefahr. Darum schrecket nicht vor den Mühseligkeiten zurück, die euch täglich den Weg beschwerlich scheinen lassen, nehmet alle Hindernisse im vollen Vertrauen auf Meine Hilfe und ihr werdet sie leicht überwinden und wieder ruhig euren Weg gehen können. Denn Ich begleite euch stets und ständig, sowie ihr Meine Begleitung annehmen wollt. Und von Meiner Nähe wird Kraft auf euch überströmen, und also brauchet ihr nichts zu fürchten, was auch die Welt euch droht. Es ist Mein Wille oder Meine Zulassung, daß die Menschen noch in arge Not geraten um ihrer Seelen willen, die Mir noch abgewandt sind. Der Meinen aber nehme Ich Mich liebevoll an, wenngleich sie teilnehmen müssen am Leid und der Not der Allgemeinheit. Lasset Mich sorgen für euch, und machet eure Herzen von jeglicher Leibessorge frei. Und gedenket nur eurer Seelen, daß sie nicht zu darben brauchen; bleibet Mir verbunden, betet und übet die Liebe, und ihr werdet nimmermehr ohne Kraft sein, denn die Meinen vergesse Ich nicht, und jeden Ruf zu Mir höre und erhöre Ich. Und glaubet fest und ungezweifelt, daß Mir nichts unmöglich ist und daß Ich in der höchsten Not euch näher bin denn je. In Meinem Plan von Ewigkeit aber ist diese Not vorgesehen, jedoch nur als Hilfeleistung an den verirrten Seelen, die sonst verlorengehen. Wer aber glaubet an Mich, an Meine Liebe und Allmacht, der kann alle Sorgen fallenlassen, denn er wird als Mein Kind stets die liebevolle Vaterhand spüren dürfen, die es sorgsam betreuet auf seinem Lebenswege. Der geistige Tiefstand der Menschen erfordert eine Notzeit, die so einschneidend ist, daß sie den Menschen kaum tragbar erscheint. Und doch dürfet ihr, die ihr Mein seid, diese Notzeit nicht fürchten, denn solange ihr Mir verbunden bleibt durch inniges Gebet und Liebeswirken, durch euren Willen, Mir zum Wohlgefallen zu leben, seid ihr auch geschützt von dem verderblichen Einfluß dessen, der euch zu Fall bringen will. Und also haben auch die Mächte der Finsternis, die durch Menschen wirken wollen, wenig Einfluß auf euch. Sie können euch wohl schrecken, doch schaden können sie euch nicht, weil Ich vor euch stehe und jedes Unheil von euch abwende - sofern es nicht für eure Seele nötig ist. Darum glaubet und vertrauet, haltet euch an Mich, und Meine Vaterhand führet euch sorglich heraus aus jeder Gefahr. Amen. B.D. NR. 3506.

 

Buch 45 3507

Innere Einkehr. Gebetserhörung.

7. August 1945. B.D. NR. 3507.

Hebet eure Augen auf zu Mir, von Dem euch Hilfe kommt. Der Meinen gedenke Ich in größter Not, und Ich gewähre ihnen Meinen Schutz. Und was Ich euch verheißen habe, das erfüllet sich aufs Wort. Meine Verheißung aber lautet: Der Vater verlässet Sein Kind ewiglich nicht, so es Ihn nicht verläßt. Er führt es treulich sorgend an der Hand, auf daß es unbeschadet an Leib und Seele aus allen Gefahren hervorgehe. Darum werdet nicht ängstlich und verzagt, so die Not wächst und euch zu erdrücken droht. Lasset alles seinen Gang gehen, und horchet nur auf die Stimme eures Herzens, auf daß ihr fühlbar Meiner Nähe inne werdet und Trost und Kraft schöpfet aus dem Bewußtsein, niemals verlassen zu sein. Haltet des öfteren Einkehr in euer Inneres und redet mit Mir, und Ich will euch antworten, Ich will alle Zweifel und Bangigkeit verjagen und euch heiter und zuversichtlich machen, denn aus der Verbindung mit Mir schöpfet ihr Kraft und Gnade unentwegt. Und diese mangelt euch, so ihr banget und ängstlich seid. Seid ihr fähig, mit Mir innige Zwiesprache zu halten, so seid ihr auch starken Herzens, denn ihr fühlt euch nicht allein, sondern ständig von Meinem Schutz umgeben. Achtet ihr aber zu sehr auf die Welt, auf die Not um euch und auf deren Auswirkung, so kann Meine Kraft nicht widerstandslos auf euch überströmen, und ihr fühlet euch schwach. Nur die innige Verbindung mit Mir macht euch stark. Sprechet immer wie Kinder zu Mir, die ihrem Vater rückhaltlos alles anvertrauen, was sie drückt, und wie ein Vater werde Ich euch anhören und euch zu Hilfe kommen. Doch zweifelt nicht an Meiner Liebe und Macht - Ich kann euch helfen und Ich will euch helfen, sowie ihr Mir bedingungslos vertraut und demütig kindlich Mich bittet. Denn Ich liebe euch von Anbeginn, und Meine Macht ist unbegrenzt und bannet jegliches Unheil im Augenblick, so dies Mein Wille ist. Und darum hoffet und glaubet, kommet zu Mir in jeder Not und Bedrängnis, und lasset nicht ab, zu beten um Glaubensstärke. Vertrauet Mir, daß Ich euch bedenke mit größter Vaterliebe, daß Ich euch erhöre, so ihr innige Zwiesprache haltet mit Mir und Meine Gnade und Kraft begehret. Amen. B.D. NR. 3507.

 

Buch 45 3510

Geistige Nahrung. Suchet zuerst das Reich.

10. August 1945. B.D. NR. 3510.

Gott speiset die Hungrigen und Er tränket die Durstigen. Er gibt der Seele und dem Körper, was sie benötigen für ihren Erdengang, denn Seine Liebe lässet Seine Geschöpfe nicht in der Not. Er gibt der Seele das Brot des Himmels, und so sie dieses annimmt und sich dankbar daran labet, übernimmt Er auch die Sorge für den Körper, ihm das zu seiner Zeit bietend, was er benötigt für das irdische Leben. Er speiset die Hungrigen - die Verlangen tragen nach Nahrung der Seele. Dies ist Voraussetzung, denn die Speise, die Er vom Himmel herab den Menschen reicht, ist kostbar und wird nicht verschwendet an Menschen, die ihrer nicht achten, die satt sind von weltlichen Genüssen und kein Verlangen tragen nach Seelennahrung. Doch ihrer nimmt Gott Sich auch nicht an in irdischen Bedürfnissen, sondern Er überlässet ihnen selbst die Sorge darum. Auch sie werden die Bedürfnisse des Körpers decken können, denn ihnen hilft die Gegenmacht, um sie desto mehr an die Welt zu fesseln und somit an sich selbst. Doch immer wird es die Kraft des Menschen selbst, seine Lebenskraft, erfordern, sich das zu verschaffen, was er benötigt. Den Seinen aber führt Gott zu, was sie brauchen, sofern sie erst die Nahrung der Seele begehren. Sein Wort, das ihnen den Willen des Vaters im Himmel kundtut, das ihnen Seine Liebe, Weisheit und Allmacht predigt, das sie belehret, Trost und Kraft spendet und wahres Labsal ist für die Seele des Menschen, der sie hungrigen Herzens aufnimmt. Dieser wird getrost die Sorge um den Körper Gott überlassen können, Der wahrlich weiß, was er benötigt, und in väterlicher Liebe sorget, daß Seine Kinder nicht Mangel leiden. Er bietet Sein Wort, die Nahrung der Seele, in Liebe den Menschen, auf daß sie ihre Erdenaufgabe erfüllen und den Erdenwandel zurücklegen können mit Erfolg. Er will es ihnen möglich machen, das Ziel zu erreichen, frei zu werden von jeglicher Außenform und als Lichtwesen einzugehen in die Ewigkeit. Darum gab Er dem Menschen das Leben - also wird Er es auch erhalten, bis der Mensch sein Ziel erreicht hat, so er ernstlich danach strebt. Und also wird Er auch den Körper bedenken mit dem, was er benötigt zur Erhaltung, Er wird ihn wohlversorgen, auf daß er seiner Erdenaufgabe nachkommen kann. Er speiset und tränket die Menschen geistig und irdisch. Doch Er fordert Hunger und Durst der Seelen. Es ist dies eine Bedingung, die der Mensch erfüllen muß, um der väterlichen Fürsorge nicht verlustig zu gehen, er muß Verlangen tragen nach geistiger Speisung, weil dies gleichzeitig Verlangen ist nach Gott Selbst. Von Gott Selbst gespeist zu werden ist ein Gnadengeschenk von unermeßlichem Wert. Niemals aber teilet Gott Sein Geschenk aus an Unwürdige, die des Gebers nicht achten und auch Sein Geschenk verschmähen, so es ihnen geboten würde. Die geistige Nahrung ist unvergleichlich wertvoller und das Leben der Seele wichtiger als die Erhaltung des Körpers, des irdischen Leibes, der vergänglich ist. Doch Gott lässet nicht hungern und darben die sterbliche Hülle des Menschen, so dessen Seele danach trachtet, das ewige Leben zu gewinnen - so seine Seele hungert nach dem Brot des Himmels, nach der Nahrung, die väterliche Liebe ihr bietet als Wort Gottes, das Kraft gibt zur Aufwärtsentwicklung. Er gibt dem Körper, was er braucht, sowie der Mensch die Nahrung der Seele allen anderen Bedürfnissen voransetzt, und Er wird den Menschen führen durch jegliche Not der Zeit nach weisem Ermessen, immer das geistige Leben des Menschen berücksichtigend, Er wird ihn bedenken, wie es gut ist für seine Seele, denn Seine Verheißung lautet: Suchet zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch zufallen. Amen. B.D. NR. 3510.

 

Buch 45 3511

Gottes Wille oder Zulassung. Probezeit.

12. August 1945. B.D. NR. 3511.

Alles Gute ist Mein Wirken, denn niemals kann aus Meiner Macht und Meinem Willen etwas Schlechtes hervorgehen, weil Meine Liebe wirket als Kraft bei jeglicher Schöpfung, bei jeglichem Geschehen, das Meinen Willen zur Grundlage hat. Meines Gegners Wille aber wirket ohne Liebe und kann darum nur Schlechtes gebären. Seine Liebe ist krasse Eigenliebe voller schlechtester Triebe, die nur Verderben anstreben, um seine Macht zu vergrößern, und sein Wille ist daher Vernichtung und Zerstörung dessen, was aus Meiner Hand hervorgegangen ist, was gut und vollkommen und ein Werk unendlicher Liebe ist. Doch seiner Macht sind Grenzen gesetzt. Er mißbrauchte sie uranfänglich zur Schaffung neuer Wesen, die helfen sollten, Mich zu verdrängen, Meine Macht zu verkleinern und Mich ihm untertan zu machen, was ihm ewig nicht gelingen wird, weil Ich als Herr des Himmels und der Erde jederzeit die Kraft und Macht ihm entziehen kann, so dies Mein Wille ist. Meine Liebe aber erbarmte sich des Wesenhaften, das aus seiner Hand, aus seinem bösen Willen unter Nützung Meiner Kraft hervorgegangen war. Meine Liebe sucht es aus der Gewalt Meines Gegners zu befreien, sie sucht es seinem Vernichtungswillen zu entreißen und ihm zum ewigen Leben zu verhelfen. Und darum entzog Ich ihm die Macht über das Wesenhafte, das in gebundener Form den Weg zu Mir zurücklegen muß. Und also hat er über keinerlei Schöpfungswerk Macht, er kann nichts zerstören oder vernichten, was Mein Werk ist, weil diese Macht allein Mir zusteht und Ich sie anwende, wo Meine Liebe es für gut hält. Denn Mein Wirken ist immer gut, auch wenn es nicht erkannt wird. Des Gegners Machtbereich aber ist die Erde in dem Stadium der Entwicklung des Wesenhaften, wo es als Mensch verkörpert die letzte Willensprobe ablegen muß. Also hat er Macht über den Willen des Menschen in dieser Zeit, und diese suchet er zu nützen in jeder Weise. Er sucht den Willen zu schwächen für das Gute, er sucht im Menschen den Zerstörungs- und Vernichtungstrieb zu entfalten, um ihn zu veranlassen, das auszuführen, was sein Wille ist - Mein Werk zu zerstören. Dem menschlichen Willen aber gab Ich vollste Freiheit - und also vermag der Mensch dem Einfluß Meines Gegners Folge oder auch Widerstand zu leisten, je nach seinem Zugehörigkeitsgefühl, das er in sich selbst zur Entfaltung bringt. Und es kann der Mensch nun die schlechtesten Taten ausführen, ohne von Mir gehindert zu werden, wie er andererseits jedoch jegliche Unterstützung finden wird, so er Meinem Gegner Widerstand leisten will, so er selbst dem Guten zugewandt, er Mich sucht und also seine Zugehörigkeit zu Mir beweiset. Der schlechte Wille äußert sich zerstörend, der gute Wille aufbauend - jegliche Zerstörung durch Menschenhand ist satanisches Wirken, wenngleich es Meine Zulassung erfordert, um ausgeführt zu werden. Da aber das Erdenleben als Mensch eine Willensprobe ist, muß Ich ihm auch die Möglichkeit geben, sich nach jeder Richtung hin auszuleben. Ich darf ihn nicht hindern an der Ausübung schlechter Taten, wie Ich auch niemals seinen Willen zwingen werde zu guten Taten. Und darum ist Meinem Gegner von Mir aus die Macht belassen worden, während des Erdenlebens auf die Menschen einzuwirken, und diese Macht nutzet er desto mehr, je weniger Widerstand er findet. Einmal aber wird ein Zerstörungswerk sich vollziehen, das Meinen Willen zur Grundlage hat. Es werden Schöpfungswerke zerstört werden ohne Einwirken Meines Gegners. Doch auch dann noch ist Mein Wille gut und Mein Wirken ein Akt der Liebe und Barmherzigkeit, denn es bedeutet dieses Zerstörungswerk nur eine Umformung dessen, was besteht, zum Zwecke geistiger Aufwärtsentwicklung. Es ist für die betreffenden Schöpfungswerke ein Fortschritt und auch für die Menschen ein Mittel zur Gewinnung der Seelenreife, so sie im Mir zugewandten Willen stehen oder ihn dadurch gewinnen. Nimmermehr aber hat Mein Gegner daran einen Anteil, was als Naturgewalt zum Ausbruch kommt, sondern sein Wirken erstreckt sich nur auf das, was Menschenwille zur Ausführung kommen läßt. Und diesen sucht er stets und ständig zu beeinflussen. Und in der Zeit vor dem Ende ist sein Einfluß riesengroß. Und darum entwinde Ich ihm die Macht, auch über den Willen des Menschen - indem Ich wieder alles unreife Geistige binde in der Form, in neuen Schöpfungswerken und das reife Geistige seiner Macht gänzlich entziehe - indem Ich ihn selbst binde in der härtesten Materie auf lange Zeit, bis die Menschheit sich wieder so weit von Mir entfernt, daß sie ihm selbst dadurch die Freiheit gibt, auf sie einzuwirken. Dann hindere Ich ihn nicht, auf daß sich der Wille des Menschen neu erprobe. Amen. B.D. NR. 3511.

 

Buch 45 3512

Gott offenbart Sich durch die Schöpfung.

13. August 1945. B.D. NR. 3512.

Göttlicher Gestaltungswille ließ Werke entstehen, die sichtbar sind für das menschliche Auge, um ihnen Sich Selbst zu offenbaren in den Werken der Schöpfung. Sein Ziel ist es, den Menschen zum Erkennen Seiner Selbst zu leiten, um dann seine Liebe zu gewinnen und seinen Willen Sich Selbst zuzuwenden. Sowie Gottes Größe und Herrlichkeit, Seine Liebe, Allmacht und Weisheit erkannt wird, strebt auch der Mensch der höchsten Wesenheit zu. Doch ohne diese Erkenntnis wendet sich sein Sinn den Dingen zu, die ihm begehrlich erscheinen für das Leben auf der Erde. Es trägt der Mensch eine Liebe in sich, die jedoch eine verkehrte sein kann, so sie dem gilt, was vergänglich ist. Er wird immer etwas anstreben, und das Objekt seines Strebens soll göttlich sein - etwas Geistiges, das vollkommen ist, dann ist seine Liebe recht. Gott Selbst ist das vollkommenste Geistwesen, Das anzustreben tiefste Liebe erfordert. Darum muß Er auch erkannt werden, und darum offenbart Er Sich den Menschen, indem Er Schöpfungen vor ihren Augen entstehen läßt, die Seine Liebe, Allmacht und Weisheit bezeugen. Und es muß der Mensch Gott liebenlernen, der aufmerksam Seine Schöpfung betrachtet. Er muß Gottes Liebe fühlen und Seine Weisheit, die jedem Schöpfungswerk seine Bestimmung zugewiesen hat, und er muß in Ehrfurcht versinken Seiner Größe und Unübertrefflichkeit gegenüber. Das Erkennen der ewigen Gottheit hat unweigerlich die Liebe zu Ihm zur Folge, und es strebt der Mensch bewußt Gott zu, er sucht in Verbindung zu treten mit Ihm, er trägt sich selbst als Sein Geschöpf seinem Erzeuger an, um in Zusammenhang zu bleiben mit Ihm, weil er Ihn liebt. Die Liebe zu Gott ist die Triebkraft eifrigen Strebens, ohne Liebe gehört der Mensch der Welt an, weil diese seine verkehrte Liebe besitzt. Um Gott lieben zu können, muß Er aber erkannt werden, und Gott Selbst hilft den Menschen, Ihn erkennen zu lernen - Er zeigt Sich ihnen in Seiner Größe und Macht. Er ist in Seinen Schöpfungen den Menschen greifbar nahe, denn alles, was entstanden ist aus Seinem Willen, ist in seiner Ursubstanz geistige Kraft, also Ausfluß dessen, was Er Selbst ist - das Kraftzentrum, ein unversiegbarer Born der Liebekraft. Gott ist die ewige Liebe Selbst, Er ist Kraft und sonach in jedem Seiner Schöpfungswerke gegenwärtig, was dem Menschen verständlich wird, so er Gott erkannt hat, so er in das Wesen der Liebe eingedrungen ist durch eigenes Liebeswirken. Hat er diese Erkenntnisstufe erreicht, das Wesen und die Kraft der Liebe zu erfassen, dann sucht er Gott auch nicht mehr in der Ferne, sondern Er ist ihm in jedem Schöpfungswerk nahe, und seine Liebe zu Ihm wächst beständig und läßt ihn ständig reifen in der Erkenntnis. Und es kann ein jeder Mensch zum Erkennen der ewigen Gottheit kommen bei ernster Betrachtung Seiner Werke und ernstem Willen, einzudringen in ein ihm sonst verschlossenes Gebiet - Gottes Wirken und Walten im Universum. Gott stillt den Wissensdurst des Menschen, der Ihn zu ergründen sucht im Wahrheitsverlangen und Streben nach Erkenntnis. Denn Er will erkannt werden, Er will Sich den Menschen offenbaren, daß sie mit Ihm in Verbindung treten können; Er will geliebt werden von Seinen Geschöpfen, und darum gibt Er Sich zu erkennen als Selbst ein Wesen voller Liebe, Das in höchster Vollkommenheit steht und die Liebe Seiner Geschöpfe mit vollem Recht beanspruchen kann. Doch Er will die Menschen nicht zur Liebe zwingen, und darum steht es jedem frei, die göttliche Schöpfung zu sich sprechen zu lassen oder gleichgültig an ihr vorüberzugehen. Immer ist Gott den Menschen nahe in Seinen Werken, doch fühlbar nur denen, die Ihn zu erkennen suchen und daher vollste Aufmerksamkeit allen Dingen schenken, von denen sie umgeben sind. Diese werden Ihn fühlen und in Liebe zu Ihm entbrennen, sie werden Ihn zu ergründen suchen, sie werden ihre Gedanken schweifen lassen in die Unendlichkeit und Fragen aufwerfen, die von geistiger Seite beantwortet werden, und sie werden zur Erkenntnis gelangen, deren Folge ein Streben ist nach Vollkommenheit, um dem höchsten und vollkommensten Wesen sich nahen zu können, weil der Mensch es fühlt, daß dies das Endziel seines Erdenlebens ist, daß er sich einet mit Gott, aus Dessen Kraft er einst hervorgegangen ist. Amen. B.D. NR. 3512.

 

Buch 45 3513

Letzte Phase vor dem Ende.

14. August 1945. B.D. NR. 3513.

Die Menschheit ist nun in eine Entwicklungsphase eingetreten, die überaus bedeutsam ist, weil sie dem letzten Ende vorangeht laut Gottes Bestimmung von Ewigkeit. Völlige geistige Blindheit kennzeichnet die letzte Zeit vor dem Ende. Die Menschen sind in vollster Unkenntnis über ihren Erdenlebenszweck und ihre Aufgabe, sie pflegen keinerlei geistige Verbindung, sie stehen Gott fern durch ihre Lieblosigkeit und ihr völlig verkehrtes Denken, ihre Sorge gilt der Welt, der Erreichung irdischer Güter, und das geistige Leben wird gänzlich außer acht gelassen. Es ist also keine Zeit der Aufwärtsentwicklung, sondern es ist ein Stillstand eingetreten, der sich wandelt zur Rückentwicklung des Geistigen, das in dieser letzten Zeit als Mensch verkörpert auf Erden weilt. Es ist gewissermaßen die Erde als Entwicklungsstation des Geistigen hinfällig geworden, und es ist dies ein Zustand, der keine lange Dauer haben kann, weil nach Gottes ewiger Liebe und Weisheit nur eine ständige Fortentwicklung stattfinden soll und Er daher wieder neue Möglichkeiten schafft, die diese Fortentwicklung gewährleisten. Es ist eine Zeit größter geistiger Blindheit, die auch schwerlich behoben werden kann, weil sich der Wille des Menschen selbst wehrt, so ihm Licht gebracht wird. Denn in der Finsternis, in der sie weilen, blitzen Irrlichter auf, denen die Menschen zustreben. Es ist die Welt mit ihrem Glanz, den sie ersehnen und die ihr Denken voll und ganz gefangenhält. Am geistigen Stillstand, am Rückgang jeglicher geistiger Entwicklung werden die Menschen erkennen, wie nahe das Ende ist, sofern sie Gott verbunden sind und mit geistigem Auge das Weltgeschehen beachten. Sie werden wissen, daß das Kommen des Herrn nicht mehr weit ist. Doch eine harte Kampfzeit müssen sie bestehen zuvor, denn es gilt, eine Scheidung der Geister zu erzielen. Es muß sich der Weizen sondern von der Spreu, es muß, wer sich noch nicht restlos entschieden hat, sich klarwerden, wohin sein Wille strebt. Es muß der letzte Kampf ausgefochten werden, der überaus hart sein wird. Doch als Sieger werden hervorgehen, die Gott im Herzen tragen, denn ihnen ist Gott ständig nahe, Er führet sie Selbst durch diesen Kampf. Es sind nur wenige Menschen, doch diese stehen im Licht; sie sind wissend und schöpfen aus dem Wissen auch die Kraft zum letzten Widerstand gegen den Feind ihrer Seelen.Und also kämpfet das Licht gegen die Finsternis. Wenn dieser Kampf offen stattfinden wird, dann ist das Kommen des Herrn täglich zu erwarten, denn die Not wird groß sein für die Gottgetreuen, und in der größten Not wird Er als Retter erscheinen und sie heimholen in Sein Reich. Und die Erde in ihrer jetzigen Gestaltung hat ihre Bestimmung erfüllt. Sie wird durch Gottes Willen in ihrer Außenform zerstört und völlig gewandelt, um wieder als Bildungsstation des Geistigen in Funktion treten zu können nach Gottes weisheitsvollem Plan. Es stehen die Menschen der Jetztzeit schon in dieser letzten Entwicklungsphase, und also ist das Ende nicht mehr weit. Doch Gottes unendliche Liebe und Geduld verzeihet noch immer, Er gibt den Menschen noch jede erdenkliche Möglichkeit, aus der Finsternis in den Lichtschein Seiner Liebe zu treten. Doch das Ende kommt unweigerlich, denn die Menschen achten Seiner Liebe und Fürsorge nicht, denn sie sind Gott ferner denn je. Doch wer sich Ihm anschließet, der kann ohne Sorge das Ende erwarten, er wird nicht untergehen, denn seine Seele behütet Gott, und auch für seinen leiblichen Körper übernimmt Er die Fürsorge, wie es seiner Seele zum Besten dient. Amen. B.D. NR. 3513.

 

Buch 45 3516

Glaubenskampf letzte Phase der Endzeit.

17. August 1945. B.D. NR. 3516.

Der Gegner Gottes bearbeitet sein Feld mit Erfolg. Er rottet aus, was gut ist, und streut schlechten Samen aus, und das Unkraut überwuchert jedes andere Gewächs. Und so die Zeit der Ernte gekommen ist, werden nur wenige gute Früchte zu bergen sein, und alles Unkraut wird verbrannt werden. Wie oft schon hat Gott dieser Zeit Erwähnung getan und hingewiesen auf die Macht des Satans den Menschen gegenüber. Wie oft schon hat Er die Anzeichen kundgetan, unter denen des Satans Wirken erfolgreich sein wird, um die Menschen zu warnen, um sie zu ermahnen, achtsam zu sein seinen Fallstricken gegenüber. Doch diese Voraussagen bleiben unbeachtet, wie auch seine Gewalt über die Menschen sie nicht aufmerken läßt, in welcher Gefahr sie schweben. Willig geben sie sich seinem Einfluß hin, und willig führen sie aus, was er von ihnen verlangt - lieblose Handlungen, die alles gute Empfinden in ihnen ersticken, die sie reif machen für den Untergang. Es ist die Zeit des Endes, die so lange währet, bis sich die Geister geschieden haben - bis auch die Lauen, Unentschlossenen sich entschieden haben für oben oder für unten. Denn diese Scheidung der Geister muß noch stattfinden. Es müssen sich unzählige Menschen noch klarwerden, welchem Geist sie anhangen wollen, denn in vielen Menschen herrscht noch keine Klarheit darüber - sie sind blind im Geist, sie sprechen den Namen Gottes aus und wähnen sich Ihm zugehörig, obwohl ihr Denken und Handeln völlig Dessen Geboten widerspricht - während einzelne noch nach Erkenntnis ringen, das Böse zu verabscheuen beginnen und noch den Weg finden können zur Wahrheit und zum Leben, wenn sie Abstand nehmen von den Genüssen der Welt, wenn sie ernstlich ihrer Seelen gedenken. Und diese endgültige Scheidung muß die Endzeit noch zuwege bringen, und darum wird sie eine Zeit des Schreckens sein, eine Zeit, wo alle Triebe zur Entfaltung kommen, gute und schlechte, doch letztere in Übermacht, so daß das Gute es schwer haben wird, sich zu behaupten. Es wird allen Lastern und Begierden die Tür geöffnet sein, und immer mehr Anhänger wird die Welt finden, durch die der Gegner Gottes locket mit Erfolg. Doch auch Gott rufet die Seinen, und wer Seine Stimme vernimmt, der wird ihr auch folgen, weil er sie als die Stimme des Vaters erkennt. Und Er gibt den Seinen große Kraft zum Widerstand, Er stärkt die Schwachen, Er hilft den Schwachgläubigen, daß sie fest zu glauben vermögen, Er locket und rufet die Unentschlossenen und zeigt ihnen den rechten Weg, und Er nimmt Sich aller Menschen an, die ernsthaft streben, gut zu sein und Widerstand zu leisten gegen die schlechten Kräfte, die sie bedrängen. Und die Scheidung der Geister wird stattfinden - immer klarer wird sich der Gegensatz bemerkbar machen zwischen Gut und Schlecht, zwischen Gott-zugewandten und Gott-abgewandten Menschen, denn es wird eine offene Feindschaft einsetzen; die Schlechten werden vorgehen gegen die Menschen, die Gott anhangen, und sie zu vernichten suchen. Und dann ist die letzte Zeit gekommen, die Endzeit ist in die letzte Phase eingetreten, sowie der Kampf einsetzet gegen die Gläubigen. Dann tritt das Wirken Gottes sichtbar in Erscheinung, auf daß die Seinen diese Zeit überstehen, auf daß sie siegreich aus dem letzten Kampf hervorgehen, der sein Ende findet mit dem Kommen des Herrn in den Wolken, da Er die Seinen heimholen wird in Sein Reich und Gericht halten wird über die Erde - um selig zu machen, die an Ihn glauben, und in Banden zu schlagen die Anhänger Seines Gegners, den Er gleichfalls bindet auf lange Zeit. Amen. B.D. NR. 3516.

 

Buch 45 3517

Gottes Wirken im Menschen. Kraft.

18. und 19. August 1945. B.D. NR. 3517.

Alles muß der Mensch hinzugeben bereit sein, will er voll und ganz die Kraft Gottes entgegennehmen, will er sie in aller Fülle in sich einströmen lassen und dadurch Übernatürliches leisten können. Wer alles hingibt, wer sein Herz völlig gelöst hat von irdischen Gütern, von der Welt und ihren Reizen, der hat die Eigenliebe überwunden, und seine Liebe kann nur noch die rechte sein, die Liebe zum Nächsten und somit zu Gott, und er wird sich betätigen stets und ständig im Liebeswirken, er wird mit Gott dadurch in engste Verbindung treten und Seine Kraftausstrahlung unmittelbar entgegennehmen können. Denn es besteht kein Hindernis mehr, sein Wille ist Gott zugewandt, und sein Handeln entspricht dem Willen Gottes. Sich lösen von der Welt heißt zusammenschließen mit Gott - doch diese Trennung muß erst stattgefunden haben, ehe der Mensch widerstandslos sich der Kraftzufuhr aus Gott öffnet. Der Wille dazu muß durch die Tat bewiesen werden, denn der Wille nach Zusammenschluß kann auch bei den noch Lauen, der Welt zugewandten Menschen bestehen, er muß aber erst zur Ausführung kommen durch ernsthafte Überwindung dessen, was dem Menschen irdisch begehrenswert erscheint. Dann aber empfängt er mehr, als er hingegeben hat, denn die Kraftausstrahlung aus Gott wird ihn unendlich mehr beglücken, er wird im Vollbesitz der Kraft aus Gott das irdische Leben meistern, jedoch als erstes ein geistiges Leben führen und über Schätze verfügen, die seinem Leben reichen Inhalt geben, die er niemals mehr missen möchte und die ihn zu ständiger Tätigkeit in Liebe anregen. Er wird ein Wissen sein eigen nennen, das in Gott seinen Ursprung hat und darum reinste Wahrheit ist; er wird hoch stehen in der Erkenntnis, und diese wird ihn frei und glücklich machen. Er wird keine Schwäche mehr kennen, keine Furcht und Bangigkeit, denn die Kraft aus Gott läßt solche nimmermehr aufkommen, und sein ständiges Bestreben wird sein, den Willen Gottes zu erfüllen, Ihm zu dienen und dem Nächsten zur gleichen Seligkeit auf Erden zu verhelfen, die ihm beschieden ist. Die Kraft aus Gott aber wird ihn auch befähigen, Dinge zu vollbringen, die außergewöhnlich sind und über die Kraft eines Menschen hinausgehen - sein Wille wird jene Stärke erreichen, daß er alles vermag im Glauben an die in ihm wirkende Kraft Gottes. Gibt es kein Hindernis mehr in ihm selbst für den Zustrom der Kraft Gottes, so gibt es auch keine Grenzen für das Wirken dieser, denn Gott ist es nun, Der in ihm wirket, und der Wille des Menschen wird nun auch der Wille Gottes sein, so der Zusammenschluß mit Gott stattgefunden hat. Ununterbrochenes uneigennütziges Liebeswirken und restloses Aufgeben irdischen Verlangens trägt dem Menschen den Zusammenschluß mit Gott auf Erden ein, und nun wirket auch die Liebe Gottes offensichtlich im Menschen und bedenket ihn mit geistigen Gütern ungemessen - mit der Zuwendung des göttlichen Wortes, das als unmittelbare Ausstrahlung Gottes der größte Kraftquell ist, an dem er sich nun stärken und laben kann. (19.8.1945) Es wirket Gott Selbst in ihm - und es muß der Mensch nun kraft- und machtvoll sein. Sein Wille wird nur ausführen, was Gottes Wille ist, und Gottes Wille wird zur Tat werden durch einen Menschen, der in der Kraft Gottes steht. Den Mitmenschen aber erscheint es übernatürlich, weil sie die Kraft Gottes nicht in sich spüren und auch für deren Wirken kein Verständnis haben. Doch so sie selbst die irdische Materie überwinden würden, so sie sich gleichfalls lösen möchten von ihr, wären ihnen die gleichen Dinge möglich und der Vorgang außergewöhnlichen Wirkens durch Menschen erklärlich, weil mit der Kraft zugleich das Licht dem Menschen zuströmt, das Wissen um geistiges Wirken. Licht und Kraft sind eins, und darum erscheint dem wissenden Menschen nichts übernatürlich, sondern nur als erhöhter Grad des geistigen Fortschrittes. Er weiß, daß alles Unvollkommene kraftlos und lichtlos ist, daß aber Kraft und Licht Anteil dessen ist, der ernsthaft nach Vollkommenheit strebt und Stufe für Stufe sich aufwärtsentwickelt. Und darum wird der wissende Mensch auch jegliche Furcht verlieren der Welt gegenüber, weil er sich in innigem Verband mit Gott stehend weiß und Dessen Kraft jederzeit in Anspruch nehmen kann und also er gefeit ist gegen die Angriffe durch die Welt bis zu der Stunde, die ihm Gottes Wille gesetzt hat für sein leibliches Ende. Und darum fürchtet er niemanden, vermag jedoch den Mitmenschen Furcht einzuflößen, die seiner Kraft und Macht unwissend gegenüberstehen. Als Überwinder der Materie fällt auch von ihm jede Fessel der Materie, er steht in geistiger Freiheit, und das bedeutet auch Macht über die Materie, weil diese dem Willen Gottes untersteht, der im Kraft-durchströmten Menschen zum Ausdruck kommt. Gott wirket in ihm - und der Zustand des Menschen muß Seligkeit sein - sich voll und ganz dem Wirken Gottes hingeben zu können und ständig tätig zu sein nach Seinem Willen. Er wird seinen Willen nur gebrauchen zum Wirken in Liebe, um die Mitmenschen hinzuweisen auf die Liebe Gottes, die köstliche Gabe zuwendet dem Menschen, der sich mit Ihm zusammenschließt, der die Materie überwindet und also ungehindert die Kraft aus Gott in sich einströmen läßt durch fortgesetztes Wirken in Liebe. Er wird die Menschen hinweisen auf die Kraft der Liebe, die nun sich äußert in offensichtlicher Weise, er wird sie einweihen in die Kraft und Macht des göttlichen Wortes, das zur Liebe erziehet und Wegweiser ist zu Gott. Er wird den Menschen ihre Erdenaufgabe vorstellen und sie zu bewegen suchen, sich gleichfalls von der Materie zu lösen, die wertlos und vergänglich ist, auf daß sie geistige Güter empfangen können - auf daß auch an ihnen die Kraft Gottes sich äußert - auf daß Gott Selbst in ihnen wirken kann. Amen. B.D. NR. 3517.

 

Buch 45 3518

Erwerben der Weisheit. Forschen und grübeln.

20. August 1945. B.D. NR. 3518.

Forschet und grübelt nicht, sondern betet und horchet in euch, so ihr weise werden wollet. Denn Weisheit ist geistiges Wissen, das der Wahrheit entspricht, das niemals durch Forschen und Grübeln gewonnen werden kann, euch aber gern und in aller Fülle geboten wird von dem Geist in euch, der Gottes Anteil ist von Ewigkeit. Setzet euch in Verbindung mit dem Geist in euch, indem ihr ihm sein Wirken ermöglicht, indem ihr ihn zum Erwachen bringt durch Liebeswirken und dann aufmerksam lauschet, was er euch kündet. Diesen Vorgang verstehen kann nur der Mensch, der ihn selbst erlebt hat, der die Bedingungen erfüllte, die das Wirken des Geistes voraussetzt - der liebetätig ist auf Erden. Und dieser hat an sich die Erfahrung gemacht, daß sich die Stimme des Geistes in ihm äußert, sowie er sich abschließet von der Welt und aufmerksam nach innen horchet, bis sie sich kundgibt. Ohne Liebeswirken aber kann der Geist Gottes in ihm nicht wirksam werden, ohne Liebeswirken wird daher auch niemals der Mensch weise werden, der forschet und grübelt. Er wird einen Vorgang für unmöglich halten, der ihm wahres Wissen einträgt, solange er nicht selbst die Probe gemacht hat, die ihm reichen Erfolg verheißt. Die geistige Verbindung muß hergestellt werden, um geistiges Wissen zu empfangen, das der Wahrheit entspricht. Und geistiges Wissen allein ist wertvoll, geistiges Wissen allein ist beständig und soll darum als erstes angestrebt werden. Irdisches Wissen wird dem Menschen dann gleichfalls nach Bedarf zugehen, sowie er zuerst trachtet nach Weisheit, nach Wissen, das alles Irdische überdauert. Je nach seiner irdischen Aufgabe wird ihm auch irdisches Wissen zugehen, denn der Geist in ihm lenket nun alle seine Gedanken, sowie der Mensch ihm seine Wirksamkeit ermöglicht hat. Doch niemals darf er irdischen Erfolg anstreben um irdischen Lohnes willen, sondern wieder muß ihn die Liebe zu den Mitmenschen treiben, auch irdisch eifrig tätig zu sein. Und jedes Verlangen, das der Liebe des Herzens entspringt, wird erfüllt werden, denn nun kann der Geist Gottes in ihm ungehindert wirken, weil keine Gefahr mehr besteht, daß der Mensch sein Herz an die Welt verliert und also auch irdischer Erfolg ihn nicht mehr gefährden kann. Denn der Mensch bewertet den irdischen Erfolg nicht anders als erhöhte Freudigkeit, geben und austeilen zu können den Bedürftigen. Und sowie irdisches Wissen dazu verwandt wird, den Mitmenschen zu beglücken, ihm zu helfen in leiblicher Not, wird er auch gesegnet sein, und ihm wird auch geistiges Wissen garantiert sein, und dann erst wird er weise sein - er wird Weisheit besitzen, von Gott Selbst geboten, doch niemals durch Forschen und Grübeln erworben. Gott stellt Seine Bedingungen für das Erwerben der Weisheit, dem wahren Wissen aus Gott. Und wer diese Bedingung erfüllt, der kann wahrlich schöpfen aus dem Quell der Weisheit. Und sein Wissensdurst wird gestillt werden, und er wird wieder belehren können seine Mitmenschen, er wird auch ihnen den Weg weisen können, zum rechten Wissen zu gelangen. Er wird ihnen die Liebe predigen, die allein das Wirken des Geistes zuläßt und darum unbedingt geübt werden muß, will der Mensch wahrhaft weise sein. Amen B.D. NR. 3518.

 

Buch 45 3519

Ende der Welt. Tag des Gerichtes.

21. und 22. August 1945. B.D. NR. 3519.

Das Ende wird kommen, wenn niemand es erwartet. Es wird eine Zeit sein, in der die Gott-abgewandten Menschen im vollsten Lebensgenuß stehen, während die Gott-Getreuen in banger Not schweben und das Kommen des Herrn erwarten. Die ersteren aber wenden nicht einen Gedanken dem bevorstehenden Ende zu, sie leben ohne Skrupel in den Tag hinein, sie halten kein Maß in irdischen Genüssen, schwelgen und sündigen und stehen gänzlich unter dem Einfluß des Satans. Es wird eine Zeit sein, wo scheinbar eine Besserung der Lebensverhältnisse eingetreten ist, wo die irdische Not behoben ist für die Menschen, die sich dem Verlangen der Oberherrschaft fügen, wo nur die Menschen leiden müssen, die geächtet sind um des Glaubens willen. Und mitten in diesen Freudentaumel kommt das Gericht -   überraschend auch für die Gott-getreuen, weil nichts vorher den Anschein hat, daß eine Änderung ihrer traurigen Lage eintritt. Die Menschheit ist voller Sündenschuld, sie hat sich gänzlich von Gott gelöst und Seinem Gegner zugewandt, sie hat dessen Anteil auf Erden empfangen, irdische Freuden im Übermaß, und das Sinnen und Trachten der Menschen wird immer schlechter und kommt in dem Handeln gegen die Gläubigen zum Ausdruck, die ohne Erbarmen drangsaliert werden und hilflos sind ihrer Macht und brutalen Gewalt gegenüber. Sie leisten volle Arbeit für den Satan, und die Menschen sind reif für den Untergang. Und so kommt das Ende, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Es wird ein Tag sein voller Entsetzen für die Menschen, die Erde wird sich spalten, Feuer wird hervorbrechen aus dem Innern der Erde, und alle Elemente werden in Aufruhr sein. Und die Menschen werden zu fliehen versuchen und in unbeschreibliche Panik geraten, doch wohin sie sich auch wenden, es ist überall dasselbe, sicherer Untergang. Es ist das Ende gekommen für alle, die gottabgewandten Sinnes sind - und die Erlösung aus größter Not für die Seinen, die lebenden Leibes entrückt werden und so dem leiblichen Ende entgehen. Gott hat die Zeit angekündigt schon lange zuvor, doch geachtet wird Seiner Voraussagen nicht, und so werden die Menschen sich plötzlich in einer furchtbaren Lage sehen, woraus keine Rettung ist. Der Untergang der alten Erde ist beschlossen seit Ewigkeit, wann er aber stattfindet, ist den Menschen verborgen, und so erleben sie ihn zu einer Zeit, wo sie sich sicher und als Herren der Welt glauben, wo sie dem Leben an Genuß abzugewinnen suchen, was nur möglich ist, wo sie gänzlich von der Welt gefangen sind und darum Gott ausschalten aus ihrem Denken. Und so bringt Gott Sich in Erinnerung. Er zieht zur Rechenschaft, was sich versündigt an Ihm, weil es Ihn nicht anerkennt. Er hält Gericht über alle Menschen und scheidet sie voneinander, indem Er die Seinen zu Sich emporholt in Sein Reich und die anderen wieder in Bann schlägt - indem Er sie ihr leibliches Ende finden läßt in entsetzlicher Weise und ihre Seelen erneut gefangennimmt, d.h. den Willen des Geistigen bindet, so daß es in Unfreiheit des Willens wieder den Weg der Entwicklung zurücklegen muß in der neuen Schöpfung. Es ist ein grausames Geschehen und doch ein Akt göttlicher Gerechtigkeit, denn die Sündhaftigkeit der Menschen hat ihren Höhepunkt erreicht. Sie stehen im Dienst des Satans und sind selbst pure Teufel geworden, für die es nichts anderes geben kann als leibliche Vernichtung und geistige Gefangenschaft, auf daß die Gottgetreuen ihrer ledig werden und ein Leben in Frieden und Eintracht führen können auf der neuen Erde. Und ob Gott auch verziehet und immer wieder Geduld hat, dieweil die Sündhaftigkeit zunimmt - das Ende kommt unwiderruflich und zu einer Zeit, wo es nicht erwartet wird. Denn auch die Gläubigen werden stutzen, weil alles Weltliche sich durchzusetzen scheint, weil die Macht derer steigt, die die Welt vertreten, und die Gläubigen macht- und rechtlos geworden sind durch jene. Und also steht die Welt scheinbar fest und ist doch ihrem Untergang so nahe - bis der Tag gekommen ist, den Gott festgesetzt hat seit Ewigkeit, den niemand vorherbestimmen kann und der doch laut Gottes Plan die endgültige Auflösung dessen bringen wird, was auf der Erde ist. Gott allein weiß den Tag, die Menschen sollen ihn stets erwarten und sich darauf vorbereiten, auf daß sie zu denen gehören, die Gott zuvor entrückt, auf daß sie nicht zu jenen gehören, die verdammt werden am Tage des Gerichtes, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Amen. B.D. NR. 3519.

 

Buch 45 3520

Ohnmacht des Starken gegen Naturkatastrophe.

22. August 1945. B.D. NR. 3520.

Des Mächtigen Stärke auf Erden wird nichts vermögen gegen das Toben der Naturgewalten, so Gott durch diese sprechen wird. Klein und schwach wird er sein und die Naturkatastrophe über sich ergehen lassen müssen, denn Einer ist stärker als er. Der Herr ist über Himmel und Erde. Dessen Stärke wird erkennbar sein, und kein Mensch kann sich Ihm widersetzen und der Natur Einhalt gebieten in ihrem Wüten. Denn sie gehorchet nur dem Willen Gottes, wo aber der Wille Gottes selbst am Werk ist und die Naturelemente in Aufruhr bringt, um Seine Kraft und Macht zu beweisen, dort bestimmt Er auch das Ende und den Ablauf eines Geschehens, das unvorstellbar ist in seinem Ausmaß und seiner Auswirkung. Doch es sollen die Menschen Ihn erkennen lernen, sie sollen eine höhere Macht spüren, Der sie ausgeliefert sind, und sich mit Ihr in Verbindung setzen durch Anerkennen und stillen Bittruf um Hilfe. Sie sollen ferner erkennen lernen, wie klein und schwach der Mensch ist Ihm gegenüber, selbst wenn ihm auf Erden große Gewalt zugesprochen wird, selbst wenn auf Erden seine Macht unbegrenzt erscheint. Vor Gott ist auch der Mächtigste klein und gering, und Er kann seine Macht zerstören im Augenblick. Dagegen kann machtvoll sein der schwächste Mensch auf Erden, so er die Kraft aus Gott nützet und mit ihr wirket. Dann kann er im Willen Gottes handeln und selbst der Natur gebieten, und sie wird ihm gehorchen. Denn dann ist der Wille des Menschen dem Willen Gottes untertan, und dann wirket Gott Selbst, Dem alles untersteht, Himmel und Erde und alle Elemente. Doch diese werden auf Erden klein und gering erscheinen, denn ihre Stärke liegt im Glauben und in der Liebe, in einem kindlichen Gemüt, das stets und ständig Verbindung sucht mit dem Vater von Ewigkeit. Ihre Stärke liegt in der Demut des Herzens, die niemals auf Erden etwas vorzustellen sucht, sondern still und bescheiden dahingeht und also vor den Mitmenschen niemals als Herrscher gelten will. Wer aber stark und mächtig ist auf Erden, der suchet die Welt zu beherrschen, die geistige Stärke aber mangelt ihm. Und darum wird er seine Ohnmacht erkennen müssen, wenn Gottes Stimme von oben ertönt, und als schwacher Mensch wird er sich fürchten vor den Naturgewalten, weil er sich ihnen rettungslos ausgeliefert sieht. Und also könnte er auch den Glauben gewinnen an eine höhere Macht, Die er über sich erkennen müßte. Doch zumeist hindert ihn sein überhebliches Wesen daran, sich zu unterwerfen. Er will seine Macht nicht abtreten, er will herrschen und bestimmen. Und darum muß er seine Machtlosigkeit fühlen, auf daß ihm noch in letzter Stunde die Erkenntnis komme und er sich unterwerfe. Dann sind die schweren Stunden auch für ihn zum Segen geworden, selbst wenn er sein Leibesleben verliert, sowie er noch angesichts des Todes sich Dem unterwirft, Der ihn erschaffen hat und Der um seinetwillen Seine Stimme ertönen läßt, um ihn zu gewinnen für die Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3520.

 

Buch 45 3529

Formglaube. Überzeugter Glaube.

30. August 1945. B.D. NR. 3529.

In Zeiten größter irdischer Not klärt sich der Geisteszustand der einzelnen Menschen insofern, als daß der Glaube entweder gefestigt wird oder gänzlich verlorengeht, so es zuvor nur ein Formglaube war, der die Menschen noch nicht überzeugen konnte. Es fallen viele ab vom Glauben, ihre Blicke sind noch zu sehr irdisch gerichtet, und sie können das Weltgeschehen und ihr eigenes Schicksal nicht in Einklang bringen mit der ewigen Gottheit, von Der sie sich ihrer Unkenntnis wegen nur ein glückliches Erdenleben erwarten. Sie wollen nur einen Gott anerkennen, Der ihnen alle Annehmlichkeiten des Lebens schenkt, doch daß sie selbst sich ein Wohlergehen auf Erden verscherzen durch ihren Lebenswandel, durch ihre Gottferne, ist ihnen unverständlich. Je schwerer nun die Not an sie herantritt, desto mehr entfernen sie sich von Ihm, sie lehnen Ihn ab, ergeben sich nicht in ihr Schicksal, sondern murren und klagen und suchen sich selbst den Notzustand zu verringern durch ungerechte Handlungen und liebloses Vorgehen gegen den Nächsten. Ihr Glaube an Gott war nur ein Formglaube, der einer ernsten Prüfung nicht standhielt, der aber auch wertlos war und erst zum überzeugten Glauben werden muß. Es sind nur wenige Menschen, die sich in Zeiten der Not enger an Gott anschließen, weil sie fest an Ihn glauben und sich von diesem Glauben nicht abbringen lassen. Sie sehen die Leiden an als das, was sie sind, als ein Mittel, wodurch Gott die Ihm abtrünnigen Menschen gewinnen will. Sie bitten Gott unentwegt um Kraft und sind nun auch fähig, das Leid zu ertragen. Der Glaube gibt ihnen diese Kraft, und Gott verlässet die Seinen nicht, d.h., die an Ihn glauben und zu Ihm flüchten in jeder Not. Der Zustand jener Ungläubigen aber ist hoffnungslos, solange sie nur dem irdischen Geschehen Beachtung schenken und nicht nachdenken über Sinn und Zweck dessen. Es muß aber eine Klärung erfolgen, denn der Formglaube ist kein Glaube, wie Gott ihn fordert - er ist schulmäßig übertragen worden auf die Menschen und ist an ihnen selbst noch nicht lebendig geworden; es ist ein toter Glaube, der nicht die Seele fördert in ihrer Entwicklung und daher einer starken Prüfung bedarf, auf daß sich der Mensch durch diese klar werde über sein Denken und seine Einstellung zu Gott. Wer Ihn abweiset, beeindruckt durch die Not und das irdische Geschehen, durch das eigene Schicksal, der wird durch größere Prüfungen hindurchgehen müssen, um den Glauben doch noch zu gewinnen, oder er wird verlorengehen und am Ende zu jenen gehören, die verdammt sind, die zu den Gegnern Gottes zählen und darum die gerechte Strafe empfangen, die wieder den Gang durch die neue Schöpfung zurücklegen müssen zum Zwecke ihrer Erlösung. Die Gläubigen werden ebenfalls starken Prüfungen ausgesetzt sein, doch ein überzeugter Glaube läßt sich nicht so leicht erschüttern, und Gott steht denen bei, die Ihm treu sind, die allen Prüfungen standhalten und sich desto inniger an Gott anschließen, weil sie fest an Ihn und Seine Liebe, Allmacht und Weisheit glauben. Und dieser feste Glaube wird ihnen gelohnt werden am Tage des Gerichtes, wo Gott Selbst sie einführt in das Paradies, wo alle Not ein Ende findet und sie in der Gegenwart Gottes überaus glücklich sind. Amen. B.D. NR. 3529.

 

Buch 45 3535

Zeit des Endes. Voraussagen.

2. September 1945. B.D. NR. 3535.

Nur ein Auszug.

Unabänderlich ist der Beschluß Gottes, die Erde umzugestalten und neue Schöpfungen entstehen zu lassen, die Träger geistiger Wesenheiten werden sollen zum Zweck der Erlösung. Und seit Ewigkeit ist auch die Zeit festgesetzt, wann diese Umgestaltung, der die Auflösung der alten Erde vorangeht, stattfinden wird, denn Gott weiß seit Ewigkeit, wann die Menschheit auf dem Tiefstand angelangt ist, der eine Neugestaltung der Erde erfordert, auf daß die Geister endgültig voneinander geschieden werden, die Gott nahe und Gott fernstehen. Ewigkeiten sind vergangen in dieser Entwicklungsperiode, doch da Gott Selbst ihr ein Ende gesetzt hat, muß dieses Ende einmal eintreten, wenngleich dies den Menschen unfaßlich scheint. Gott aber hat es angekündigt seit Beginn der Zeitepoche, wo Menschen die Erde beleben.
3535

 

Buch 45 3537

Ich bin, Der Ich bin.

4. und 5. September 1945. B.D. NR. 3537.

Ich bin, Der Ich bin, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ich bin ohne Anfang und ohne Ende. Denn Ich bin ein Geist, Der in Sich Kraft und Liebe ist, aus Dem alles hervorgeht, was ist, der Wille und Denkfähigkeit besitzt und somit in aller Weisheit wirket. Ich bin, Der Ich bin - ohne Mich ist nichts, und ohne Mich kann nichts bestehen, was ist. Ich bin die Kraft, Die das ganze Weltall durchströmt, der Wille, Der alles regieret, und die Liebe, Die alles erhält, was aus Meiner Macht hervorgegangen ist. Von Mir nahm alles seinen Ausgang, was an sichtbaren und unsichtbaren Schöpfungen das Weltall erfüllt, und ewiglich bleibt das von Mir Geschaffene im Zusammenhang mit Mir, denn Kraft ist nicht teilbar, sie ist nicht zu trennen von dem Kraftquell, sie bleibt, was sie ist - Ausstrahlung Meiner Selbst. Alle Schöpfungen sind der Form gewordene Wille, der mit der Kraft wirket und Meine Gedanken zur Tat werden läßt. Doch Ich Selbst bin Schöpfung und Schöpfer zugleich, denn sie birgt Meine Kraft, die Ursubstanz Meiner Selbst, in sich, also muß Ich Selbst auch überall sein, wo Schöpfungen von Mir zutage treten. Ich bin ein Geist, Der allmächtig ist, liebevoll und weise, Der ständig tätig ist und also wirket in Liebe und Weisheit, Dem nichts unmöglich ist, weil die Kraft der Liebe unvorstellbar ist und sie keine Grenzen kennt. Ich bin ein Geist und also ohne Zeit und Raum, Ich bin von Ewigkeit und überall, nichts bleibt Mir verborgen, nichts ist Mir unerreichbar, denn Ich bin das vollkommenste Wesen, und aus Mir geht nur Vollkommenes hervor. Was in Mir seinen Ausgang nahm, war Geistiges, das als Mein Ebenbild gestaltet war in aller Vollkommenheit und von Meiner Liebekraft belebt wurde. Es war ein Teil von Mir, unlösbar mit Mir verbunden, es war Meine Ausstrahlung, der Ich eine Form gab, die nun als freies, selbständiges Wesen gleich Mir schaffen und gestalten konnte durch Meine Kraft, die gleichfort dem Wesen zuströmt. Und Mein Geist durchflutet alle Wesen, die von Mir ausgegangen sind. Und also bin Ich Selbst in ihnen, und Ich werde nie aufhören, zu sein, wie auch das Wesenhafte, das von Mir seinen Ausgang nahm, niemals vergehen kann, weil es ein Teil von Mir, von Meiner Liebekraft ist. Und so zeuget alles von Mir, was Ich geschaffen habe, wie alles Meine Kraft in sich birgt, denn ohne diese kann nichts bestehen. Sichtbar und unsichtbar dem menschlichen Auge wirke Ich, und Mein Wirken ist immer die Kraftäußerung von Mir, Der Ich bin von Ewigkeit zu Ewigkeit. Wer Mich erkannt hat, der sieht Mich überall, er weiß Mich überall gegenwärtig, und er fühlt Mich, denn mit jedem Atemzug nimmt er die Kraft von Mir entgegen, die ihm Meine Nähe verrät. Und jeder denkende Mensch müßte Mich erkennen, denn nichts ist, was nicht zeuget von Mir. Das Sein und Werden jeglichen Schöpfungswerkes ist in Mir bedingt, und jede Kreatur ist mit Meiner Kraft und Meinem Geist belebt, und das Leben allein schon ist Beweis Meines Seins, es ist Beweis eines Schöpfers, Der Seinem Werk das Leben gab, da sich kein Wesen das Leben selbst geben und erhalten kann. Und Leben trägt alles in sich, was ersichtlich ist, denn selbst die tote Materie lebt, es bleibt nichts unverändert in seiner Außenform bestehen, also ist es in sich tätig, wenn auch in minimalstem Maß, und Tätigkeit ist Leben. Ich war, Ich bin und Ich werde bleiben in Ewigkeit - das vollkommenste Wesen, Das alles vermag kraft Seines Willens, Seiner Liebe und Seiner Weisheit, Das schaffend und gestaltend Sich betätigt, Das unzählige Wesenheiten geschaffen hat und sie beglücken will bis in alle Ewigkeit. Niemals wird ein Wesen an Meine Vollkommenheit heranreichen, und dennoch ziehe Ich alles zu Mir empor in Meine Nähe, um Seligkeit zu spenden durch Meine Kraftausstrahlung, die alles durchströmt, was Verlangen trägt nach seinem Ausgang - also durch unmittelbare Kraftübertragung den Zusammenschluß mit Mir gefunden hat, Der Ich war, Der Ich bin und bleiben werde von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3537.

 

Buch 45 3538

Tote Materie. Tätigkeit. Leben.

5. und 6. September 1945. B.D. NR. 3538.

Unmerklich ist die Veränderung, die an der scheinbar toten Materie vor sich geht, und darum kann der Mensch kein Leben darin feststellen. Doch in langen Zeiträumen nimmt auch diese Materie eine andere Form an, weil jede Tätigkeit, auch die minimalste, eine Neugestaltung oder Umformung der Materie zuwege bringt und Tätigkeit Leben ist. Es ist der Umformungsprozeß, wenn er nicht durch Menschenhand ausgeführt wird, oft von sehr langer Dauer bei Schöpfungswerken, auf die der menschliche Wille wenig Einfluß hat, also bei Naturschöpfungen, denn er wird dem göttlichen Willen gemäß sich vollziehen. Gott weiß um den Widerstand des in der Materie gebundenen Geistigen, und je nach dessen Willen zur Tätigkeit verringert sich die starre Leblosigkeit; die Tätigkeit setzt ein nach dem Willen Gottes, und die Materie wandelt sich, wenn auch in kaum merklicher Weise. Und es gibt nichts in der irdischen Schöpfung, was diese langsame Umwandlung nicht aufzuweisen hätte, wenngleich das menschliche Auge es nicht ersieht, weil sie überaus langsam vor sich geht. Doch alles in der Schöpfung auf Erden befindet sich in langsamer Aufwärtsentwicklung, dem Mußgesetz unterworfen. Folglich verharrt auch nichts in der gleichen Form, sondern es verändert sich, teils langsam, teils schnell, je nach dem Widerstand, den das Geistige in den Schöpfungswerken Gott entgegensetzt. Und also gibt es auf Erden nichts Totes, d.h. in sich Lebloses, sondern alles birgt Leben, denn das Geistige auch in der härtesten Materie hat den Drang nach Tätigkeit, und es liegt nur an seinem Willen, ob es diese Tätigkeit ausführen kann, im Gegensatz zu dem Zustand des Todes im Jenseits, wo dem Geistigen jegliche Kraft fehlt zur Tätigkeit, wo es völlig untätig verharrt, aber dennoch im Bewußtsein seiner Existenz ist. Darum ist der Zustand des gebundenen Willens in der Materie dem Zustand des Todes im Jenseits noch vorzuziehen, weil er einmal sich verbessert, wenn auch nach endlos langer Zeit, weil das Geistige in der Materie den Drang hat nach Freiheit und den Willen nur in rechter Richtung zu lenken braucht, wohingegen der Wille des Wesens im Jenseits völlig geschwächt ist und es ihn darum nicht mehr nützet. Es verharrt völlig willenlos im toten Zustand und versinkt immer mehr in die Tiefe, bis es als erkaltete Masse genützet wird, als Hülle des Geistigen, als selbst Materie, die nun von dem Willen des sich in ihr bergenden Geistigen abhängig ist, wie lange die Materie unverändert besteht. Denn es muß ein Unterschied gemacht werden zwischen dem Geistigen, das gebunden ist in der Materie, und der Materie selbst, die gleichfalls Geistiges ist, doch um vieles Gott-widersetzlicher. Die harte Materie an sich könnte daher tot genannt werden, doch das in ihr sich bergende Geistige gibt ihr Leben, so daß auch für sie einmal der Prozeß der Auflösung beginnt und somit auch der Anfang der Aufwärtsentwicklung in einer neuen Erlösungsepoche. Das Geistige in der Materie kann aus ihr entfliehen, sowie sie zerstört wird, und in einer neuen Form, die weniger hart ist, seine Entwicklung fortsetzen, doch die Materie selbst ist noch nicht aufgelöst und wird wieder von Geistigem in entsprechendem Widerstandswillen belebt, so daß die Materie oft endlose Zeiten solchem Geistigen Aufenthalt gewährt, ehe sie selbst sich auflösen kann. Der Zustand des Todes ist so qualvoll, daß er die tiefste Hölle bedeutet, und die Kräfte der Unterwelt sind erst zufrieden, so sie die Seele in diesen Zustand gebracht haben, weil er äußerste Gottferne bedeutet, also Entziehung jeglicher Kraft aus Gott. Gott aber erbarmet Sich auch dieses Geistigen und gibt ihm die Möglichkeit, sich wieder zu erlösen aus dem toten Zustand. Doch Ewigkeiten vergehen, bevor dieser Erlösungsprozeß einsetzt, der wieder unendliche Zeiten erfordert, ehe er beendet ist. Amen. B.D. NR. 3538.

 

Buch 45 3539

Gnade.

6. September 1945. B.D. NR. 3539.

Die Liebe und die Gnade Gottes ist unerschöpflich, und also kann nichts verlorengehen, denn immer ist Gott bereit, zu helfen, daß wieder zu Ihm zurückfindet, was sich verirrt hat. Die Hilfe, die das Verirrte unverdient empfängt, ist Gnade, und diese steht ungemessen den Menschen zu, weil Gottes Liebe sie gewinnen will für ewig. Solange der Mensch auf Erden lebt, kann er den Gnadenschatz in Anspruch nehmen, er wird ihm nimmermehr verwehrt werden, sondern desto reichlicher ihm zur Verfügung stehen, je mehr sie begehrt wird. Die göttliche Liebe ist immer bereit zu geben, und also teilet sie auch die Gnade aus unbeschränkt, und wer sich nun Seiner Gnade bedient, der ist gerettet vor dem ewigen Untergang, er hat den Weg gefunden, der zu Gott führt, er hat die Hilfe Gottes angenommen und kann nun nicht mehr fehlgehen. Gottes Liebe und Gnade begehren darf jeder Mensch, sie wird ihm auch zuströmen, und er braucht sie nur zu nützen, und sie wird wirksam werden an ihm. Also es muß nur der Wille des Menschen bereit sein, das Herz zu öffnen für den Zustrom von Liebe und Gnade - er muß empfangen wollen, um überreich bedacht zu werden von Gott. Und darum muß er beten um Zuwendung von Gnade. Dadurch bezeuget er Gott seinen Willen, sich von Ihm helfen zu lassen, er tritt schwach und demütig vor Ihn hin im Gebet, und er wird wahrlich nicht leer ausgehen, denn das Gebet um Zuwendung von Gnade wird ihm stets erfüllt, weil es das geistige Wohl betrifft und dieses stets Erhörung findet. Wer um Gnade bittet, der erkennt seine Unzulänglichkeit und möchte sie mit Gottes Hilfe beheben. Er ist nicht überheblichen Geistes, sondern demütig im Herzen, und dem Demütigen gibt Gott Seine Gnade. Alles, was sich schwach fühlt, wird von Gott gestärkt, und dies ist Gnade. Was hilflos ist, wird Hilfe finden bei Gott, weil Seine Liebe sich dem Schwachen, Hilflosen zuneigt und Er ihm beisteht. Es ist ein Geschenk, das dem Menschen zuteil wird, weil es aus eigener Schuld in den Zustand der Schwäche geraten ist und Gott ihm helfen will, sich zu erheben daraus. Doch weil er ein Geschenk Gottes ist, muß die Gnade auch bewußt erbeten werden, es muß der Geber der Gnadengabe angegangen werden, auf daß Seine Liebe dem Menschen zuwendet, was er benötigt, um wieder zur Höhe zu gelangen. Es soll das Verirrte wieder zu Gott zurückfinden, und es kann dies nicht aus eigener Kraft. Darum erbarmet sich die Liebe Gottes, und sie öffnet den Gnadenquell, sie teilet ungemessen aus - sie wendet den Menschen alle Hilfsmittel zu, die seine Rückkehr zu Gott ermöglichen, und dies ist Gnade. Alles, was dem Menschen verhilft zur Höhe, ist Gnade. Und Seine Liebe wird nie enden und immer wieder dem Menschen Gnaden zuwenden, bis er sein letztes Ziel erreicht hat, bis die Rückkehr zu Gott stattgefunden hat, die erstes und letztes Ziel des Menschen auf Erden ist. Amen. B.D. NR. 3539.

 

Buch 45 3540

Wirksamkeit der Gnade.

8. September 1945. B.D. NR. 3540.

Der leiseste Widerstand verhindert den Zustrom der göttlichen Gnade und deren Wirksamkeit, wenngleich die göttliche Liebe stets und ständig die Menschen mit Gnadengaben bedenken will. Es ist unbedingt das Öffnen des Herzens, der Wille und das Verlangen nach Gottes Gnade, erforderlich, daß sie am Menschen wirksam wird, weil die Gnade Gottes ein sicheres Mittel zur Erreichung seelischer Reife ist, die der Mensch aus freiem Willen anstreben und erreichen muß. Eine ohne seinen Empfangswillen ihm gebotene Gnadengabe würde seine Entwicklung fördern, ohne daß sein Wille gewandelt wäre, was aber Zweck und Ziel seines Erdenganges ist. Wieweit nun des Menschen innerstes Verlangen ist, unterstützt zu werden von Gott, kann auch nur Gott allein beurteilen, doch schon dem geringsten Willen trägt Er Rechnung und gewähret dem Menschen Seine Hilfe. Er gibt ihm Seine Gnade, und sie wird auch ihre Wirksamkeit haben an ihm. Die Erkenntnis eigener Unzulänglichkeit ist der erste Schritt, sich die Gnade, die Hilfe Gottes, zu wünschen und zu erbitten, denn im Bewußtsein seiner Schwäche streckt er verlangend die Hände aus nach Rettung, und also öffnet er sich dem Zustrom der Gnade, die Gott ungemessen austeilt jedem, der sie begehrt. Jedes Hilfsmittel, das den Menschen fördert in seiner seelischen Entwicklung, ist Gnade, durch Gottes große Liebe ihm geboten, auf daß er selig werde. Es ist ein Geschenk, das jedoch nur ausgeteilt wird an Schwache, Bedürftige, die sich ihres Zustandes bewußt sind und die demütig in ihrer Schwäche vor Gott hintreten, um Seine Gnade bittend. Es muß diese Bedingung von Gott gestellt werden, weil Er den freien Willen des Menschen achtet, eine Gnadengabe wider den Willen des Menschen aber einen Zwang bedeutet, der das Ausreifen der Seele beeinträchtigt. Es stellt Gott den Menschen jedes erdenkliche Hilfsmittel zur Verfügung, doch Er drängt es ihnen nicht auf, sondern fordert die Bereitwilligkeit, es anzunehmen und des Gebers zu achten in Dankbarkeit und Liebe, dann aber wird der Mensch mühelos den Weg zur Höhe zurücklegen und reichen Erfolg für seine Seele verzeichnen können. Denn was Gott in Seiner unendlichen Liebe den Menschen zuwendet, muß Erfolg eintragen, sofern es wirksam werden kann an ihnen durch ihren Willen. Amen. B.D. NR. 3540.

 

Buch 45 3542

Härte des Glaubenskampfes.

9. September 1945. B.D. NR. 3542.

Eine große Verwirrung wird herrschen während des letzten Glaubenskampfes unter den Menschen, die nicht im lebendigen Glauben stehen, die nur den Formglauben aus Tradition angenommen haben und ihn nicht lebendig werden ließen durch die Liebe und durch Nützen ihres Verstandes, auf daß der Glaube in ihnen ein überzeugter wurde. Es werden die Ereignisse sich überstürzen und viele wankend machen im Glauben, weil ihnen die Erkenntnis fehlt aus Mangel an Liebeswirken. Denn dieses hat die Weisheit zur Folge, also auch Erkennen und Wissen um den ewigen Heilsplan Gottes, der allem Geschehen zugrunde liegt. Es nützen die Menschen die Gaben des Verstandes zu wenig, indem sie versäumen, nachzudenken über Glaubenslehren, die ihnen von außen vermittelt worden sind. Und solche Glaubenslehren sind noch nicht gedankliches Eigentum geworden, sie sind nicht ernstlich geprüft worden auf ihre Wahrhaftigkeit und werden daher auch nicht überzeugt vertreten werden können, vielmehr wird der Mensch stark erschüttert werden und selbst in der Gefahr stehen, den Glauben fortzuwerfen und das aus eigener Schuld. Gott hat dem Menschen die Gabe des Verstandes gegeben, auf daß er sie nütze, auf daß er alles durchdenke, was ihm an geistigem Gut geboten wird durch Mitmenschen. Glaubenslehren, die kritiklos angenommen werden, ohne selbst Stellung dazu genommen zu haben, sind kein eigenes Geistesgut, und sie werden nicht Widerstand halten der starken Erschütterung des Denkens, die der kommende Glaubenskampf bringen wird. Dann werden die Menschen ernstlich vor Fragen gestellt, die sie beantworten müssen sich selbst und der Welt gegenüber und deren Antworten stark im Widerspruch stehen zu den Glaubenslehren und, da ihr Glaube ein toter ist, sie ihn bedenkenlos fallenlassen. Selbst die vor der Welt gläubig Erscheinenden halten nicht stand, denn ihnen fehlt selbst die Überzeugung, da sie ohne jedes tiefere Wissen, ohne Erkenntnis sind. In einer Zeit, wo Entscheidung gefordert wird, tritt die geistige Armut ganz besonders zutage. Denn selbst die werden versagen, die sich feststehend wähnten, angesichts der Bedrohungen durch die Welt. Denn in dieser Zeit gibt nur eines die Kraft - das von Gott Selbst zur Erde geleitete Wort, das aus der innigen Verbindung mit Ihm als Folge des lebendigen Glaubens den Menschen zugeht. Denn dieses Wort gibt den Menschen volle Erkenntnis und so überzeugten Glauben, daß sie fest stehen zu Gott und sich auch durch die ärgsten Bedrohungen nicht wankend machen lassen. Und dieses Wort muß vernommen werden, soll der noch tote Glaube ein überzeugter, lebendiger werden. Es ist der Kraftquell, an dem sich die SchwachWerdenden stärken können, aus dem sie unentwegt ein Wissen schöpfen können, das ihnen helles Licht gibt und ihren Glauben zu solcher Stärke wachsen läßt, daß sie ihn nimmermehr hingeben um irdischer Güter willen, daß sie Widerstand leisten dem Begehren der Welt und treu verharren in ihrer Liebe zu Gott, Den sie bekennen vor aller Welt. Die Zeit des Kampfes wird kurz sein, aber hart, doch ohne Kraft zum Widerstand wird niemand bleiben, der das reine Wort Gottes hört und es annimmt, denn es wird ihm die Glaubensstärke eintragen, die alles überwinden hilft, und Gott Selbst wird mit ihm sein. Amen. B.D. NR. 3542.

 

Buch 45 3543

Herstellen der Verbindung mit geistigem Reich.

9. September 1945. B.D. NR. 3543.

Es können keine geistigen Gaben den Menschen zugeleitet werden, die keine geistige Verbindung herstellen mit den Lichtwesen des geistigen Reiches oder mit Menschen, die unmittelbar Empfänger geistiger Gaben sind. Denn sie sind nicht auszuteilen gleich materiellen Dingen, die sichtbar und greifbar sind für die Menschen, sondern es sind Güter, die einzig und allein als Gedankengut anzusprechen sind und die daher nur übertragen werden können durch gedankliche Übermittlungen, also die Gedankentätigkeit eines Menschen erfordern, um in Besitz genommen werden zu können. Sowie der Mensch also seine Gedanken lenkt in geistiges Gebiet, setzt er sich unbewußt mit jenen Kräften in Verbindung, deren Tätigkeit darin besteht, das Denken zu beeinflussen. Und dann kann geistige Gabe von diesen in Empfang genommen werden. Da dies also Voraussetzung ist, erwirbt sich der Mensch selbst geistigen Reichtum, oder er verbleibt in geistiger Armut. Es kann nun zwar durch Mitmenschen das Geistesgut dem Menschen zugeführt werden in Form von Schriften oder durch Reden. Doch das Annehmen dieser erfordert unbedingt eigenes Nachdenken, also wieder die Verbindung mit geistigen Kräften. Denn Wort oder Schrift bleiben tot und also ohne Eindruck, wenn sie nicht durch gedankliche Tätigkeit erst geistiges Eigentum des Menschen geworden sind. Und damit ist zu erklären, daß das von Gott der Erde zugeleitete Wort so wenig Aufnahme findet, weil die Menschen kein Verlangen haben nach Geistesgut und darum versäumen, die Verbindung mit der geistigen Welt herzustellen, weil sie das Wort zumeist nur anhören, ohne darüber nachzudenken, und es also völlig eindruckslos an ihren Ohren verhallt. Und es bleibt daher auch ohne Wirkung, es ist nur ein tönendes Wort, das nicht zum geistigen Eigentum wird, es ist keine geistige Kraft, solange es nur mit dem Ohr und nicht mit dem Herzen vernommen wird, weil der Verstand des Menschen es nicht verarbeitet. Also ist es eine geistige Gabe, die nicht als solche erkannt wird und darum wirkungslos bleibt. Doch Gott achtet den freien Willen des Menschen und zwingt ihn nicht, Seine Gabe anzunehmen, was jedoch der Fall wäre, wenn sie an ihm auch wirksam würde, ohne daß der Mensch selbst durch Nachdenken seinen Willen bezeugt, geistige Gabe in Empfang zu nehmen. Gott läßt ihm freien Willen, Er stellt es ihm selbst anheim, wie er die Gnadengabe verwerten will, die ihm erst dann geistigen Reichtum einträgt, so er selbst die Verbindung herstellt mit wissenden Kräften, die ihn belehren in der Wahrheit. Dann erst erkennt er auch deren Wert, wenngleich sie nicht irdisch sichtbar oder greifbar sind, und dann wirken sie sich segensreich an ihm aus; er erkennt sie als göttliches Geschenk, das ihm seelische Reife einträgt, und er sucht seiner würdig zu werden durch einen Gott-gefälligen Lebenswandel. Amen. B.D. NR. 3543.

 

Buch 45 3544

Prüfen des Ursprungs geistigen Wissens.

10. September 1945. B.D. NR. 3544.

In der Ermangelung von rechtem Wissen vertritt der Mensch oft ein Scheinwissen, und das mit einer Zähigkeit, die allein dem Vertreter des rechten Wissens zusteht. Doch es ist dies auch eine Auswirkung der Kräfte von unten, die bemüht sind, den Irrtum in der Welt zu verbreiten, und sich dazu jedes Menschen bedienen, der durch seinen niedrigen Reifezustand bereit ist, ihre Gedanken aufzunehmen. Es ist ein ewiger Kampf zwischen Licht und Finsternis, zwischen Wahrheit und Lüge. Und dieser Kampf wird desto heftiger geführt, je mehr sich die Menschen dem einen oder dem anderen zuneigen. In der Endzeit aber tobt der Kampf in einer Weise, die augenfällig auf das Ende hinweiset. Denn es werden sich unter dem Deckmantel geistigen Strebens viele Vertreter von Irrlehren berufen glauben, den Mitmenschen ihr Wissen zu übermitteln, und es wird von seiten der lichtvollen Geistwelt übergroße Arbeit erfordern, dieses Wissen zu entkräften und statt seiner die reine Wahrheit den Menschen zugänglich zu machen. Geistiger Zustrom von rechtem Wissen wird immer erkennbar sein an den Vertretern selbst, denn rechtes Wissen wird nur dort sein, wo ein rechtes Liebeleben geführt wird nach den Geboten Gottes, Der uneigennützige Nächstenliebe fordert von den Menschen, die immer das Eindringen in göttliche Weisheit zur Folge hat. Und es muß aufgemerket werden, ob Liebetaten in völliger Uneigennützigkeit ausgeführt werden, denn jegliche Eigenliebe ist ein willkommenes Angriffsziel des Gegners von Gott, des Fürsten der Lüge, der gedanklich auf den Menschen einwirkt, ihn an seinen Eigenwert glauben läßt, seine Eigenliebe dadurch vermehrt und ihn untauglich macht zum Erkennen von Wahrheit und Irrtum. Es muß der Mensch strengste Selbstkritik üben, er muß ständig streben nach Vollkommenheit und in tiefster Demut Gott um Gnade und Kraft bitten, um Schutz vor irrigem Denken. Ist er aber von seinem Gedankengut eingenommen, dann muß er sich ernstlich die Frage vorlegen, welchem Quell es entströmt - ob es rein verstandesmäßig erworben oder ihm ohne Verstandestätigkeit zugeströmt ist, denn die reine Wahrheit wird den Menschen wie ein Blitz erleuchten, oft ohne Grübeln und Forschen, und dann sind es Ausstrahlungen reiner Geister, die ihn berühren, so er tief und innig die Wahrheit begehrt ohne jeglichen eigennützigen Gedanken. Wird dagegen ein Wissen in augenfälliger Weise dem Menschen dargeboten, ohne gedankliche Tätigkeit, in klarst verständlicher Form, dann ist jenes Wissen als unbedingte Wahrheit anzunehmen, denn dann ist die Übertragung auf den Menschen ein Vorgang von Kraftausstrahlung, über die nur Lichtwesen, also Träger des Wissens, verfügen können, während Gedankengut, das der Mensch durch gedankliche Tätigkeit gewonnen hat, auch Beeinflussung von Wesen der Finsternis sein kann und dies eine strenge Prüfung erfordert. Licht und Finsternis werden ständig gegeneinander streiten. Das Licht aber ist erkennbar für jeden, der es nur erkennen will. Die finsteren Kräfte aber suchen den Willen des Menschen nach der reinen Wahrheit zu schwächen und in ihm die Eigenliebe zu verstärken, so daß er mit einer Zähigkeit festhält an dem von ihm vertretenen Gedankengut, weil er es erworben zu haben glaubt durch erhöhte Verstandestätigkeit, durch Fähigkeit, tiefe geistige Probleme zu lösen. Es ist dies ein Zeichen von Überheblichkeit, die die tiefe Demut des Herzens verdrängt und den Kräften der Finsternis Zutritt gestattet zum Herzen des Menschen. Und darum soll ernstlich geprüft werden, welchen Ursprung geistiges Wissen hat, und Gott soll angerufen werden um Erleuchtung des Geistes, so dem Menschen ein Wissen dargeboten wird, das den Anspruch auf Wahrheit erhebt. Und Gott wird dem Menschen helfen, das Rechte zu erkennen, Er wird ihm helfen, die Wahrheit vom Irrtum zu trennen, so er ernstlich die Wahrheit begehrt. Amen. B.D. NR. 3544.

 

Buch 45 3545

Ablehnen des Wortes. Naturgeschehen. Reue.

11. September 1945. B.D. NR. 3545.

Und wer sich an Meinem Wort stößt, der hat Mich noch nicht erkannt. Wer daran zweifelt, daß Ich Mich offensichtlich äußere, der glaubt auch nicht an Meine Liebe und Allmacht, ansonsten er darin die Begründung suchen würde. Und wer sonach Mein Wort als Werk des Gegners oder als Menschenwerk ansieht, der steht nicht in Verbindung mit Mir durch Liebeswirken und Gebet, ansonsten er Mich erkennen würde in jedem Wort, das durch Meinen Willen ihm vermittelt wird. Und ihm kann Ich nicht mehr erkennbarer gegenübertreten als in dem Naturereignis, das ihm die Bestätigung bringen soll dessen, was Ich durch Mein Wort zuvor verkündet habe. Dieser Beweis wird genügen, ihn die Wahrhaftigkeit Meines Wortes erkennen zu lassen, jedoch ihm jegliche Kraft nehmen, so er selbst dabei das irdische Leben verliert. Dann ist unvorstellbare Reue sein Los im geistigen Reich und ein Zustand völliger Dunkelheit. So Meine Barmherzigkeit aber ihn am Leben belässet, ist dies eine Gnade von unschätzbarem Wert, denn er hat dann auf Erden noch die Möglichkeit, sich einzusetzen für das Wort, das er zuvor abgelehnt hat, weil er es nicht erkannte als Mein Wort. Er kann ein eifriger Vertreter Meines Wortes werden in der letzten Zeit vor dem Ende, und er wird dann dankbar die große Gnade anerkennen, daß Ich ihm das Leben beließ. Auch das Naturereignis wird beitragen zur Scheidung der Geister, denn es wird das Denken vieler erschüttern, die nicht feststehen im Glauben, deren Wissen zu gering ist, um auch darin Meine Liebe und Weisheit zu erkennen. Die schwere Lebenslage nachher wird sie auflehnen gegen alles Geistige, und bereitwillig werden sie dem Ansinnen der Welt nachkommen, den Glauben hinzugeben an Mich und vorzugehen gegen alle, die Mir treu verbleiben. Und dann wird Mein Wort, das sie zuvor vernommen haben, sich segensreich auswirken, denn wer Kenntnis hat durch dieses von Meinem Plan und dem bevorstehenden Naturgeschehen, der wird die Wahrheit des Wortes bestätigt sehen und desto fester daran glauben, und auch die noch Schwachgläubigen werden gestärkt sein dadurch. Ich bringe den Menschen den Beweis, doch er wird sehr schmerzhaft von denen empfunden werden, die ungläubig Meinem Wort gegenüberstehen. Dennoch habe Ich auch mit diesen Erbarmen, und ihr Los wird sein ihrem Willen gemäß. Zum Erkennen der Wahrheit wird jeder kommen, doch so dies erst im Jenseits der Fall ist, dann ist sein Los überaus bedauernswert, weil dann die Reue übergroß ist, so er an die Möglichkeit auf Erden denkt, die er ungenützt gelassen hat. Amen. B.D. NR. 3545.

 

Buch 45 3547

Erklärung des Vorganges des Schreibens. Wahrheit.

13. September 1945. B.D. NR. 3547.

Die Darbietung Meines Wortes ist ein rein geistiger Vorgang, der nur von einem Menschen getätigt werden kann, der die innige Verbindung mit Mir herstellt und nun bewußt lauschet nach innen. Denn da der Mensch selbst nicht gedanklich tätig zu werden braucht, sondern nur Empfänger von gedanklichen Ausstrahlungen ist, muß er sich in einen Zustand versetzen, daß diese Ausstrahlungen ihn berühren können, und dieser Zustand ist der des völligen Losgelöstseins von der irdischen Welt und ein Versenken ins geistige Reich, d.h. eine bewußte Abkehr vom Irdischen und Hinlenken der Sinne auf Mein Reich, das nicht von dieser Welt ist. Die geistigen Ausstrahlungen berühren nun das Herz des Menschen in Form von Gedanken, die der Empfänger nun niederschreiben kann. Je leichter sich der Mensch zu lösen vermag von seiner irdischen Umgebung, desto ungehinderter geht das Übermitteln geistigen Gedankengutes vonstatten. Die Streitfrage, von welchen Geistern die Übertragungen der Gedanken ausgehen, beantwortet sich von selbst durch den Inhalt jener. Wo Liebe gelehrt wird, wo Mein Erlösungswerk eingehend behandelt wird, kann nur Ich Selbst der Ausgang sein, und es müssen die gedanklichen Übermittlungen als Mein Wort erkannt werden. Jeglicher Darbietung Meines Wortes muß das innige Gebet vorangehen, ansonsten der Vorgang nicht stattfinden kann, ansonsten der Mensch eine rein irdische Arbeitsleistung vollbringen müßte, die aber auch dann noch irrtumsfrei wäre, weil auch die Gedanken des Menschen gelenkt werden von den Wesen des Lichtes, um eine Gefährdung des Wortes, das den Menschen zugeleitet werden soll, zu verhindern. Es gilt dies nur für Fälle, wo die Verbindung mit Mir weniger tief ist, denn ein Mensch, der von Mir berufen ist zur Arbeit für Mein Reich, der dazu berufen ist, Mittler zu sein zwischen Mir und den Menschen, die Mich nicht anstreben, der ist von Mir geprüft, und sein Denken wird nicht in die Irre gehen, weil sein Wille gut ist und er Mir also dienen will. Daß sich Trug- und Lügengeister seines Willens und seiner Hand bedienen, verhüte Ich, wie auch jeglichem unwissenden Wesen der Zugang zu ihm verwehrt ist, so er für Mich tätig sein will. Und es ist jede Aufnahme ein Akt der Willensfreiheit, sie ist die Bezeugung seines Willens, Mir dienstbar zu sein, und so erfasse Ich seinen Willen und lenke ihn, und es führt dann der Mensch nur Meinen Willen aus. Es ist dieses geistige Gut nicht zu vergleichen mit menschlichem Gedankengut, das durch eigenes Nachdenken, ohne die bewußte Hingabe des Willens an Meinen Willen, erworben wird. Denn da der Mensch freien Willen hat, kann er seinen Gedanken auch die Richtung geben, die ihm beliebt. Er wird nicht von Mir gezwungen zu rechtem Denken, wie er auch nicht gehindert wird, falsch zu denken. Und also haben auch alle geistigen Kräfte zu ihm Zutritt, die er nun begünstigt durch seinen Willen. Gibt aber der Mensch bewußt seinen Willen Mir hin, so kann er nur noch Meinen Willen in sich tragen, denn niemals werde Ich ihn den Kräften überlassen, die noch im Mir entgegengesetzten Willen stehen. Was zu Mir verlangt, das nehme Ich in Besitz und lasse es ewiglich nicht mehr von Mir. Und erst, so sich ein Mensch Mir bewußt anträgt, also seinen Willen Mir hingibt, kann Ich ihn berufen zu einem Amt auf Erden, wo er für Mich tätig sein soll. Dann aber ist er auch geschützt vor irrigem Denken, vor schlechtem geistigen Einfluß, denn es gilt, Mein Wort, das Meine Liebe zur Erde leitet - zu empfangen und zu verbreiten, und Ich werde wahrlich Mein Wort schützen vor unreinem, unwahren Inhalt, das von gegnerischer Seite den Menschen unterbreitet werden will. Wo Mein Wort empfangen wird, dort ist Wahrheit, und irrige Lehren scheiden aus, weil irriges Denken Einfluß schlechter Kräfte ist, die zu einem Menschen, der Mir dienen will, keinen Zutritt haben, solange er für Mich tätig ist. Ein rein geistiger Vorgang kann nur rein geistig sich abwickeln, es muß unbedingt eine Gedankenübertragung stattfinden, weil eigenes Denken, d.h. Nützen der Verstandestätigkeit, längere Zeit erfordert, um geistige Ergebnisse zu zeitigen in dieser Form. Es ist also eine Kraftäußerung erkennbar, die immer nur von Kraftspendern, also Lichtwesen, die Kraftempfänger sind, ausgehen kann. Und dies garantiert auch reine Wahrheit, denn alles Lichtvolle steht in der Wahrheit, und die ewige Wahrheit bin Ich Selbst. Amen. B.D. NR. 3547.

 

Buch 45 3548

Das Geheimnisvolle der göttlichen Offenbarungen.

14. September 1945. B.D. NR. 3548.

Das geheimnisvolle der göttlichen Offenbarung besteht darin, daß Gott Sich in offensichtlicher Weise zu erkennen gibt den Menschen, die keine offizielle Geistesrichtung vertreten, sondern nur durch ihren Lebenswandel sich als Anhänger der Kirche Christi erweisen - die also leben, wie Christus die Menschen gelehrt hat auf Erden, und dadurch gleich Ihm vom Geist Gottes erfüllt werden. Zudem müssen sie glauben an das Wirken des Geistes, an Gottes ewige Liebe, die sich den Menschen kundtun will. Sie müssen den innigen Verkehr mit Gott für möglich halten, sie müssen glauben, daß Gott Sich äußert, sowie Er darum angegangen wird, und da dieser Glaube nur selten anzutreffen ist, bleiben göttliche Offenbarungen immer für die Menschen etwas Geheimnisvolles, wenngleich sie nur eine natürliche Folge des tiefen Glaubens und der innigen Verbindung mit Gott sind. Geheimnisvoll bleibt dem Menschen alles, was er nicht irdisch sich erklären kann. Eine göttliche Offenbarung kommt aus dem geistigen Reich und wird daher auch nur geistig die Erklärung finden. Darum muß aber der Mensch selbst ein geistiges Leben führen neben seinem irdischen, um an sich selbst die Wahrheit der göttlichen Offenbarungen feststellen zu können, soweit das Wirken des Geistes dem Menschen durch diese erklärt wird. Und so er dann ernsthaft an sich arbeitet, d.h. entsprechend den göttlichen Offenbarungen, die Gottes Willen zum Ausdruck bringen, seinen Lebenswandel führt, wird er selbst zu jenen gehören, die der direkten göttlichen Offenbarung gewürdigt werden. Für ihn selbst ist es dann kein Geheimnis mehr, sondern nur ein beglückendes Wissen, mit Gott so innig verbunden zu sein, daß er Seine Stimme vernehmen kann. Daß Gott nun durch Seine Offenbarungen den Menschen ein Wissen unterbreiten will, das der Wahrheit entspricht, bedingt einen Mittler, einen Menschen, der fähig ist, in inniger Verbindung das Wort Gottes aufzunehmen, und gewillt ist, es weiterzutragen in die Welt. Und also wählet Er Sich Seine Diener auf Erden. Er macht sie zu Seinen Aposteln, denen Er wieder Sein Wort lehret und die Er zu Trägern der Wahrheit auf Erden heranbildet. Und es ist die Art Seines Lehrens geheimnisvoll, jedoch nur für den Ungläubigen und Unwissenden, weil dieser Gott nicht anerkennt und daher auch Sein Wirken nicht erkennen will. Wer aber an Gott glaubt, an Seine Liebe und Allmacht, dem ist nichts unmöglich und unbegründet, was außergewöhnlich erscheint. Und dieser Glaube befähigt ihn auch zur Entgegennahme des göttlichen Wortes. Er läßt sich also belehren von Gott Selbst - und er empfängt sonach göttliche Weisheit. Gott Selbst offenbart Sich ihm durch Seinen Geist. Es ist dies etwas so Gewaltiges, Erhabenes, es bezeugt die übergroße Liebe eines Wesens, Das in Seiner höchsten Vollkommenheit Sich herabläßt zu Seinen unvollkommen gewordenen Geschöpfen, indem Es mit diesen spricht. Ein überaus beglückender Vorgang für den Menschen, der sich als Sein Kind fühlt und der in der Vaterliebe die Erklärung findet, und ein geheimnisvoller Vorgang für den, der die Kraft der göttlichen Liebe nicht kennt, jedoch die Offenbarungen nicht abweisen kann. Wer darum berufen ist, sie entgegenzunehmen, der gehört zu den Auserwählten, die eine Mission zu erfüllen haben auf Erden. Und da sie in der Erkenntnis stehen, sind sie willige Diener Gottes, sie lassen sich führen von Ihm und leisten Ihm keinen Widerstand, sie haben ihren Willen Gott unterstellt und sind nur das Organ, durch welches Gott Selbst zu den Menschen redet, weil sie dringend Seines Wortes bedürfen. Gott offenbart Sich den Menschen stets in Zeiten der Not, und es muß dies immer erkannt werden als Wirken des Geistes, der sich nur dort entfalten kann, wo der Glaube tief ist und der Lebenswandel eines Menschen den göttlichen Geboten entspricht - wo die Lehre Christi befolgt wird und der Mensch dadurch in innigem Verband steht mit Gott, Der ihn nun erfüllt mit Seiner Kraft und Selbst in ihm nun wirket. Amen. B.D. NR. 3548.

 

Buch 45 3549

Keine Vernichtung - nur Umformung.

15. September 1945. B.D. NR. 3549.

In Meiner Macht liegt es, alles zu vernichten, was wider Mich ist, und so müßte Ich auch den Menschen den Kampf ansagen, die Mich nicht anerkennen, die Meinen Geboten zuwiderhandeln und also wider Mich sind, wenn nicht die Liebe zu Meinen Geschöpfen Mich davor zurückhalten und Mich bestimmen würde, ihnen zu helfen, auf daß sie Mich finden. Denn die Liebe zu dem, was Ich geschaffen habe, bleibt ewiglich, und sie findet immer Mittel zur Rückgewinnung dessen, was sich Mir entfernen zu können glaubt. Meine Liebe und Mein Erbarmen sind darauf bedacht, dem das Leben zurückzugeben, was tot ist im Geist. Denn was aus Mir ist, vernichte Ich ewiglich nicht, es bleibt bestehen, nur in mehr oder weniger seligem Zustand verharrend. Und darum tritt Meine Liebe und Mein Erbarmen an die Stelle Meiner Macht und Stärke. Ich schone Vergängliches und gebe dem Unvergänglichen die Möglichkeit, zurückzufinden zu Mir. Doch das Geistige selbst bestimmt die Zeitdauer durch die Dauer seines Widerstandes gegen Mich. Dem Geistigen ist eine Zeit zugemessen worden zu seiner Freiwerdung, die es durch eigenen Willen verkürzen oder auch verlängern kann, je nach seiner Einstellung zu Mir. Ist diese Periode abgelaufen und das Geistige noch nicht erlöst, dann lasse Ich es dennoch nicht gänzlich fallen, Ich bewahre es auch dann noch vor der Vernichtung und verhelfe ihm wieder zu neuen Möglichkeiten, sein letztes Ziel zu erreichen und frei zu werden aus der Form und als glückseliges Wesen in das geistige Reich einzugehen. Doch willkürlich geht der Freiwerdungsprozeß nicht vonstatten, sondern er wickelt sich Meinem ewigen Heilsplan entsprechend ab. Und so ist jegliches Geschehen schon vorbestimmt seit Ewigkeit, denn Ich weiß seit Ewigkeit um den Reifegrad jeder einzelnen Seele wie auch des gesamten Menschengeschlechtes, Ich weiß um den Reifegrad des Geistigen im gesamten Universum, und dementsprechend wird auch Mein Wille und Meine Kraft tätig. Dauernde Veränderungsmöglichkeiten sind für das Geistige Vorbedingung für seine Entwicklung, und dauernde Umformungen sind daher Mein Wille und Mein Werk. Solange eine Form genützet wird zur Weiterentwicklung, bleibt sie bestehen, wird sie ungenützt gelassen, vergeht sie rein materiell, und das Geistige bezieht eine neue Form, entsprechend seinem Tätigkeitswillen. Ist nun der Zustand eingetreten, daß alle Meine Schöpfungswerke auf der Erde ihren Zweck nicht mehr erfüllen, daß materielle Schöpfungen durch den Willen Meines Gegners unter Nutzung des Willens des Menschen zerstört werden, daß die Menschen selbst durch Hingabe ihres Willens an Meinen Gegner die Erdenzeit nicht ausnützen zur Freiwerdung, zu ihrer letzten Erlösung, dann bleibt auch die Erde nicht mehr bestehen in ihrer jetzigen Form, sondern das Geistige in und auf ihr benötigt andere Formen, und Meine Liebe entspricht seiner Not. Sie läßt das Alte vergehen und etwas Neues erstehen, so daß dem Willen, dem Reifegrad und der Liebe des Geistigen auf der alten Erde Rechnung getragen wird - daß es die Form wieder belebt, der seine Liebe und sein Wille gilt. Und ob es auch erscheint, als sei Meine Macht und Mein Wille tätig, um endgültig zu vernichten, was Mir widersetzlich ist - Meine Liebe und Mein Erbarmen schafft nur neue Möglichkeiten für das Geistige, das dies noch nicht erkennt, daß es sich aufwärtsentwickeln kann, denn Meine Liebe ruhet nicht eher, bis das Geistige sein Ziel erreicht, das einstens von Mir ausgegangen ist und wieder zu Mir zurückkehren soll. Amen. B.D. NR. 3549.

 

Buch 45 3550

Verantwortung für Gedankenrichtung.

16. September 1945. B.D. NR. 3550.

Der Wille des Menschen selbst ist bestimmend, welche Richtung seine Gedanken nehmen, und darum ist er auch für sein Denken verantwortlich. Es drängen sich wohl vielerlei Gedanken auf, d.h., verschiedene geistige Ausstrahlungen berühren in Form von Gedanken das menschliche Herz und wollen empfangen werden. Und nun muß der Wille des Menschen tätig werden und sein Herz öffnen dem Gedankengut, das ihm zuströmt, und er kann nun annehmen oder ablehnen .... d.h. bei den ihm zugehenden Gedanken länger verweilen oder sie schnell abweisen. Und dieser Wille entspricht seinem Wesen, seinem geistigen Reifezustand. Und es wird der reifere Mensch bei guten Gedanken verharren, während der noch unreife Mensch Gefallen findet an Gedanken schlechter Art, aber dennoch auch fähig wäre, gutes Gedankengut entgegenzunehmen, sich zu überwinden und die schlechten Gedanken auszuschalten. In Versuchung kommen zwar alle Menschen, indem die schlechten Geisteskräfte sich Zugang zu verschaffen suchen und ihren gedanklichen Einfluß geltend machen. Doch am Willen des Menschen scheitern ihre Versuche, sowie der Mensch gut ist und keinen Gefallen findet an den gedanklichen Ausstrahlungen der schlechten geistigen Welt. Es machen sich zwar die meisten Menschen nicht klar, was die Gedanken eigentlich sind. Sie glauben, durch Verstandestätigkeit sie selbst zu erzeugen, und wären auch bei dieser Vorstellung für ihre Gedanken verantwortlich, denn auch dann wäre der Wille bestimmend für die Gedankenrichtung des Menschen. Und dieser Wille kann, so er schwach und unentschieden ist, gestärkt werden durch Gebet um rechtes Denken. Deshalb ist der Mensch nicht wehrlos den geistigen Kräften ausgesetzt, die ihn zu schlechtem Denken veranlassen wollen, sondern sowie nur sein Wille gut ist, wird auch seine Kraft erhöht werden, sich zu wehren gegen Geistesgut, das unzuträglich ist für seine Seele. Denn die Gedanken sind Urheber der Taten und also auch des Lebenswandels, den der Mensch auf Erden führt. Und deshalb soll er wachen über seine Gedanken, er soll sich stets Rechenschaft ablegen, in welche Richtung er gedrängt wird durch das Gedankengut, ob es zu gutem oder bösem Handeln anregt, und er soll sich wehren gegen letztere, er soll, so er zu schwach ist, Zuflucht nehmen zum Gebet, und er wird immer Kraft empfangen zum Widerstand, er wird in rechtes Denken geleitet durch die Geistwesen, die ihn betreuen, und nur des Bittrufes harren, um ihre Kraft und Macht entfalten zu können, um den Wesen zu wehren, die den Menschen bedrängen, und um das Geistesgut ihm zu vermitteln, das von ihnen ausgeht und gut und wertvoll ist, weil diese geistigen Wesen Licht- und Wahrheitsträger sind und ihre gedanklichen Ausstrahlungen, so sie in Empfang genommen werden, geistige Höherentwicklung gewährleisten. Und wie der Wille des Menschen ist, so ist auch sein Gedankengut, denn der Wille allein ist entscheidend. Amen. B.D. NR. 3550.

 

Buch 45 3551

Letzte Entscheidung. Bekennen vor der Welt.

17. September 1945. B.D. NR. 3551.

Und so wird sich euer Wille entscheiden müssen vor dem Ende, und es bleibt euch nur die Wahl zwischen Mir und Meinem Gegner - denn nun verlange Ich klaren Entscheid und gebe Mich nicht zufrieden mit dem Schein des Glaubens, sondern offen muß sich der Mensch bekennen zu Mir, und dies wird nur der Tief-Gläubige vermögen, der in voller Überzeugung Meiner Unterstützung die Welt nicht fürchtet und für Mich mutig eintritt. Die Lauen und Scheingläubigen aber werden abfallen und sich dem Lager Meines Gegners zuwenden, und immer mehr werden sich sondern die Meinen von der großen Schar der Anhänger des Satans. Denn da nicht mehr viel Zeit bleibt, muß die Trennung stattfinden und wird dies eine Zeit bitterster Not für die Gläubigen bedeuten, die aber in der Erkenntnis stehen und darum auch das Ende und Mein Kommen gefaßt erwarten, die also ausharren bis an das Ende und selig werden. Noch steht es jedem Menschen frei, Fühlung zu nehmen mit Mir, zu prüfen, was an Geistesgut ihnen geboten wird, und sich mit gutem Willen der Wahrheit zu nähern. Doch es wird die Zeit nicht ausgenützet, bis dann die Menschen gedrängt werden zum Entscheid und sie bedenkenlos jeglichen Glauben wegwerfen,weil sie innerlich noch niemals ernstlich Stellung dazu genommen haben und sie deshalb das Geistige als wertlos erklären und sich mehr denn je der Welt zuwenden, die ihnen alles verspricht, so sie sich für die Welt bekennen und den Glauben fallenlassen. Und sie gedenken nur ihres Leibeslebens, nicht aber des Lebens der Seele, und sie verkaufen sich also an die Gegenmacht, die nur dieses Ziel anstrebt, die Menschen von Mir zu trennen. Und also wird es immer deutlicher zutage treten, wie wenige Menschen Mich im Herzen tragen, und daran allein schon ist das Ende ersichtlich, denn die Erde kann nicht weiterbestehen, wo Meine Kraftzufuhr nicht mehr in Empfang genommen wird, denn der Wille des Menschen verhindert dies, sowie er nicht mehr an Mich glaubt. Also wird auch die Erde aufhören, das zu sein, was sie bisher war - sie wird durch Meinen Willen vorübergehend ihrer Bestimmung enthoben, sie wird verändert in ihrer Außenform, um wieder der Entwicklung des Geistigen zu dienen in neuer Form, sowie die Scheidung der Geister endgültig stattgefunden hat. Und dessen sollt ihr, Meine Gläubigen, achten, daß Ich euch alles zuvor verkünde, auf daß ihr nicht wankend werdet im Glauben - daß ihr die Not nicht fürchten dürfet, weil ihr unter Meinem Schutz stehet, und ihr alles über euch ergehen lassen müsset um Meinetwillen, denn Ich lohne es euch tausendfach, so ihr ausharret und Mir treu bleibet. Was auch die Welt euch bieten will, es ist alles vergänglich, und euer Leben währet nur noch kurze Zeit; was aber Ich euch biete, ist beständig und wird euch beglücken bis in alle Ewigkeit. Und so ihr nun zu offenem Entscheid gezwungen werdet, dann werdet nicht ängstlich und kleingläubig, denn Ich habe euch dies alles vorausgesagt, um euch stark zu machen im Glauben und euch die Wahrheit Meines Wortes zu beweisen, auf daß ihr aus diesem Kraft schöpfet in der letzten Zeit. Und Ich verheiße euch immer Meinen Schutz und Meine Hilfe, also könnet ihr euch getrost Meiner Führung überlassen und überzeugten Glaubens auf Mein Kommen hoffen, das euch erlösen wird aus größter Not. Denn Ich verlasse die Meinen ewiglich nicht. Amen. B.D. NR. 3551.

 

Buch 45 3552

Gottes Führung und Beistand.

18. September 1945. B.D. NR. 3552.

So verlasset euch gänzlich auf die Führung eures Vaters im Himmel, und trachtet nur danach, Seinen Willen zu erfüllen. Rufet euch immer ins Gedächtnis, daß euer Lebensweg euch vorgeschrieben ist und daß ihr ihn zurücklegen müsset, wie es Gottes Wille ist, daß ihr aber auch Leid und Not für euch erträglich machen könnt, sowie ihr die Fühlungnahme mit Gott nicht verlieret, denn dann berühren sie euch nur schemenartig, das Leid wird euch nicht niederdrücken, sondern nur stählen und widerstandsfähig machen für die Drangsal, welche die letzte Zeit mit sich bringt. Es ist nur noch ein kurzer Kampf, den ihr zu bestehen habt, der aber eure ganze Kraft erfordert. Und ihr werdet auch diesen siegreich ausfechten, so ihr euch stets auf die Hilfe des himmlischen Vaters verlasset. Denn Er ist bei einem jeden, der Seine Nähe begehrt. Schöpfet Kraft aus dieser Gewißheit, und fürchtet euch nicht, was auch kommen mag - unter Seinem Schutz seid ihr wohl geborgen, wenn auch nach außen eure Lage noch so gefahrvoll erscheint. Denn ihr habt Sein Wort, und somit lagert ihr euch am Quell der Kraft und dürfet schöpfen, sowie ihr Verlangen habt, euch zu stärken und zu laben. Es ist Sein Wille, daß ihr gespeist und getränkt werdet, so ihr hungert und dürstet, und deshalb hat Er euch den Quell erschlossen, den Born, aus dem unaufhaltsam lebendiges Wasser entströmt, dessen Genuß euch davor schützet, dem ewigen Tode zu verfallen. Und so ihr das ewige Leben zu gewinnen trachtet, brauchet ihr euch nimmermehr um Erhaltung des irdischen Lebens zu sorgen, um euer Schicksal und um irdische Geschehen - denn alles dieses richtet Gott nach Seinem weisen Ermessen für euch zum Segen, Er Selbst führt euch an der Hand, und Er weiset auch Seine Himmelsboten an, euch zu betreuen geistig und irdisch. Und so leget ohne Sorge euren Erdenweg zurück, glaubet und vertrauet und fürchtet nichts, was euch unüberwindlich erscheint - ihr werdet das Leben meistern mit Gottes Hilfe, denn Er verlässet euch ewiglich nicht. Amen. B.D. NR. 3552.

 

Buch 45 3553

Letzter Kampf. Glaubenskampf.

19. und 20. September 1945. B.D. NR. 3553.

Leistet dem Ansinnen der Welt nicht Folge, so dieses den göttlichen Geboten widerspricht, so es gegen den göttlichen Willen gerichtet ist oder den Glauben an Ihn in Gefahr bringt. Und fürchtet nicht die Drohungen durch weltliche Machthaber, die euch zwingen sollen zur Aufgabe eures Widerstandes. Verharret bei dem, was euch die Stimme des Herzens gebietet, durch die Gott Selbst euch mahnet, Ihm treu zu bleiben. Und fürchtet euch nicht, daß ihr schutzlos seid den Machthabern gegenüber, denn der Eine steht euch schützend zur Seite, Dessen Macht größer ist und Der alles vernichten kann, was sich groß dünkt auf dieser Erde. Und so ihr wisset, daß Er euch zur Seite steht, wird eure Kraft wachsen, denn im Glauben und Vertrauen auf Ihn liegt allein eure Stärke der Welt gegenüber, und ihr werdet Sieger sein und bleiben. Und darum suchet, zuvor einzudringen in tieferes Wissen um euren Erdenlebenszweck, um Gottes Liebe und Seinen Erlösungsplan. Und das Wissen wird euch überzeugten Glaubens werden lassen, den nichts erschüttern kann, auch nicht die Anstürme, die ihr um des Glaubens willen zu erwarten habt. Und so ihr auch karg bedacht werdet und euer Körper scheinbar größter Not ausgesetzt ist, auch die irdische Not wird Gott für euch erträglich machen und euch zuwenden, was ihr zur Erhaltung des Körpers benötigt, so ihr Ihm nur treu bleibt und ausharret, denn Er Selbst wird Trost- und Kraftspender sein, Er wird den Körper auch wunderbar zu erhalten wissen, wenn es ihm durch menschlichen Willen an allem gebricht - Seine Macht ist größer, und Seine Liebe lässet die Seinen nicht in der Not. Und ob auch die Welt und ihre Machthaber sich stark dünken und von den Kräften der Unterwelt unterstützt werden im Wirken gegen Gott und gegen die Ihm anhangenden Erdenkinder - Gott sendet Seine Boten zur Erde, auf daß sie den bedrängten Menschen zu Hilfe kommen, und sichtbar und unsichtbar werden diese wirken, und die Gläubigen werden sich in ihrem Schutz sicher fühlen, weil sie sie erkennen als Abgesandte Gottes und weil Gott Selbst durch diese Boten spricht und ihnen Kraft und Trost vermittelt. Je größer die irdische Not ist, desto merklicher wird auch die Gegenwart Gottes sein für die Seinen, und sie werden alles ergeben auf sich nehmen, was ihnen durch die irdischen Machthaber beschieden ist, doch immer mit der frohen Gewißheit, daß es nur kurze Zeit währet und Gott Selbst sie erlösen wird aus ihrer Not. Scheinbar wird der völlige Untergang der Gläubigen bewerkstelligt, doch fester denn je ist deren Glaube, weil Gott Selbst so offensichtlich in Erscheinung tritt, daß ihnen dadurch Kraft zum Widerstand erwächst. Wer sehen will, der wird sehend werden, wer hören will, der wird die Stimme Gottes vernehmen, und jede Bangigkeit und Furcht wird schwinden aus den Herzen der Seinen. Wie ein Bollwerk wird der Glaube und die Lehre Christi angefochten werden, aber es werden standhalten und Sieger bleiben, die Jesus Christus als Heerführer haben, die Seine Streiter sind auf Erden und darum von Ihm heimgeholt werden in Sein Reich. Darum lasset euch nicht beirren, was auch gegen euch unternommen wird - flüchtet zu Gott in eurer Not, und Er wird euren Ruf hören, Er wird euch nicht ohne Schutz lassen, denn ihr sollt die Stützen sein, ihr sollt euren Mitmenschen als Zeugnis dienen, was die Kraft des Glaubens vermag, auf daß sich die Schwachen an euch aufrichten und Glaubensstärke gewinnen und auf daß die Gegner ihre Machtlosigkeit erkennen euch und eurem Glauben gegenüber. Es ist der letzte Kampf des Lichtes gegen die Finsternis auf dieser Erde, den ihr Menschen durchzufechten habt, um dann als Sieger einzugehen in das Reich des Friedens, in das Paradies auf der neuen Erde. Amen. B.D. NR. 3553.

 

Buch 45 3554

Welt des Seins. Welt des Scheins.

21. September 1945. B.D. NR. 3554.

Aus der Welt des Scheins tritt die Seele in die Welt des Seins, in die geistige Welt, die das eigentliche Reich der Seele ist. Doch nicht immer vermag sie diese geistige Welt zu erkennen, denn sowie sie unvollkommen von der Erde scheidet, nimmt sie die Welt des Scheines noch hinüber, nur nicht mehr materiell, sondern als gedankliche Phantome, also noch mehr Scheinwelt, die vor ihren Augen in nichts vergeht, so sie die Güter in Besitz nehmen will. Für die vollkommene Seele aber beginnt nun erst das wahre Leben, sie erkennt sich selbst in ihrer Beschaffenheit, weiß um ihre geistige Aufgabe und ist durch das Wissen erst zu einem Wesen geworden, das sich seiner Kraft bewußt ist und darum auch glückselig ist. Sie weiß nun auch, daß jegliche Entwicklungsphase zuvor nötig war, um das Ziel, das wahre Leben der Seele, zu erreichen, sie weiß, daß zuvor es nur ein Scheinleben war, ein Übergang aus den Sphären der Dunkelheit in die Sphären des Lichtes; sie weiß, daß die Dunkelheit kein ewiger Zustand ist, während das Licht ist und bleibt bis in alle Ewigkeit. Denn was einmal im Licht steht, wird niemals mehr in die Dunkelheit zurückfallen, es wird ewig leben und jeden Zustand zuvor als leblosen Zustand erkennen - es hat diesen Zustand überwunden und ist in die Welt des Seins zurückgekehrt, von der es einstmals ausgegangen war. Das Scheinleben will sich in den Vordergrund stellen, und zumeist räumt die Seele ihm Macht ein über sich, d.h., sie ist willig, alles das zu tun, was dem Körper die Annehmlichkeiten des Scheinlebens verschafft, und sie tut für sich selbst nichts, denn die Arbeit für sich wäre die Bemühung um das wahre Leben, die sie aber völlig außer acht lässet. Und darum wird durch Gottes Willen das Scheinleben immer wieder in aller Schwere an die Seele herantreten; Gott Selbst will ihr zeigen, was die irdische Welt in Wirklichkeit ist, indem Er den Körper oft in Not geraten läßt, indem Er ihm nimmt, was er als wertvoll begehrt, indem Er zusammenfallen läßt, was sich der Mensch aufgebaut hat, um ihm die Unbeständigkeit dessen zu zeigen, was er zum Ziel seines eifrigen Strebens und seiner Erdenarbeit macht. Er will ihn zur Erkenntnis führen, daß die irdische Welt nur eine Scheinwelt ist, die keinerlei bleibenden Wert hat für ihn, um ihm die Notwendigkeit der Arbeit an seiner Seele vor Augen zu führen, die ein beständiges Leben sichert, ein Leben in der geistigen Welt, die nicht nur scheint, sondern ist, was sie vorstellt - die Welt des Lichtes, wo alles kraftdurchströmt ist und glückselig, wo es kein Vergehen mehr gibt, keinen Rückgang, keine Not und keine Unkenntnis, wo alles lebt und tätig ist im Willen Gottes, Dessen Liebe das Vollkommene ungemessen bedenkt und beglückt, das als Bewohner der geistigen Welt in inniger Verbindung steht mit Gott und in der Erfüllung Seines Willens durch immerwährende Tätigkeit seine höchste Beglückung findet in der Welt des Seins - in der Welt, die nimmermehr vergeht, sondern bleibt, was sie ist, bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3554.

 

Buch 45 3555

Nur die Liebe erlöset auf Erden und im Jenseits.

22. September 1945. B.D. NR. 3555.

Weder auf Erden noch im Jenseits ist ein geistiger Aufstieg möglich ohne Liebetätigkeit, denn die Liebe allein führt zu Gott, die Liebe allein verringert die Entfernung vom Menschen zu Gott, und die Liebe allein bringt den Zusammenschluß mit Gott zuwege. Es ist darum auf Erden das größte Gebot, liebetätig zu sein, ansonsten das Erdenleben nutzlos gelebt wird und die Seele in gleicher Entfernung von Gott in das Jenseits eingeht, wie sie stand vor ihrer Verkörperung als Mensch. Es ist aber das Erdenleben die letzte Gnade für das Geistige auf der irdischen Welt - dann beginnt das Leben in der Ewigkeit, im geistigen Reich, das auch ein Zustand des Todes sein kann, ein Zustand der Kraftlosigkeit, der niemals Leben genannt werden kann. Und nun gibt es wieder nur die einzige Möglichkeit, durch Liebeswirken aufwärtszusteigen - doch ein Wirken in Kraftlosigkeit ist unmöglich, und darum ist die Seele in größter Not, weil sie erst Kraft entgegennehmen muß, um in Liebe wirken zu können. Und diese Entgegennahme von Kraft ist wieder von ihrem Willen abhängig, der gerichtet sein muß auf Liebetätigkeit an anderen Seelen. Eine kraftlose Seele ist aber überaus willensschwach, wenn sie nicht gar völlig Gott-abgewandten Willens ist und sich den Kräften der Unterwelt zu eigen gibt. Und ein geschwächter Wille vermag kaum, für sich selbst eine Änderung der Lage anzustreben, noch weniger gedenkt die Seele der mitleidenden Seelen und nützet ihren Willen recht, d.h., sie trägt den Willen in sich, ihnen zu helfen. Doch nur dieser Wille, liebetätig zu sein an notleidenden Seelen, vermittelt ihr die Kraft, die sie nun nützen kann und dadurch selbst den Weg zur Höhe beschreitet. Bevor nicht die Seele den Liebewillen in sich zur Entfaltung bringt, ist ihr Zustand trostlos und hoffnungslos, denn nur die Liebe allein bringt Erlösung aus ihrer Qual. Und darum ist der Aufstieg im Jenseits um vieles schwerer als auf Erden, und es kann endlose Zeit vergehen, ehe die Seele sich zum Wirken in Liebe entschließt, während auf Erden der Mensch im Vollbesitz seiner Lebenskraft ist und der geringste Anlaß ihn zu einer Tat der Liebe treiben kann, die er also auch sofort ausführen kann, weil er dazu fähig ist. Die Unfähigkeit des Wesens im Jenseits ist ein Zustand äußerster Qual, denn das Wesen empfindet sie nach dem Erdenleben als eine Fessel, derer sie nicht ledig wird. Und da sie auf Erden ohne Liebe dahinging, weiß sie auch nicht um deren Kraft. Sie ist nun auf die Hilfe anderer Seelen angewiesen, die sie durch Vorschläge zum rechten Willen zu bewegen suchen, und auf das Gebet der Menschen auf Erden, daß ihr Kraft zugeführt werde, der ihrem geschwächten Willen gilt. Niemals kann Erlösung durch andere Wesen stattfinden, die Seele muß sich selbst erlösen durch die Liebe. Dies ist göttliches Gesetz, das nimmermehr umgangen werden kann. Und darum schafft Gott auf Erden unzählige Möglichkeiten, die dazu dienen sollen, die Liebe im Menschen zu entfachen, so daß er nun wirket und dadurch an seiner Seele ausreifet, so daß er nicht als kraftloses Wesen das Jenseits betritt, sondern schon Kraftempfänger ist, d.h. selbst als Lichtwesen eingehen kann in die Ewigkeit, wenn auch in verschiedener Lichtstärke, doch immer fähig, mit seiner Kraft wieder in Liebe zu wirken an den notleidenden Seelen und den Lichtgrad ständig zu erhöhen. Denn die Liebe muß geübt werden auf Erden wie im geistigen Reich, sie ist das Bindemittel zwischen den Seelen und Gott, weil Gott Selbst die Liebe ist und das Wesen nur den Zusammenschluß findet mit Ihm, so es selbst zur Liebe geworden ist. Amen. B.D. NR. 3555.

 

Buch 45 3556

Glaube an Jesus Christus. Kampf.

23. September 1945. B.D. NR. 3556.

Der Glaube an Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt wird eine starke Prüfung erfahren, doch er wird bestehenbleiben, er wird nicht ausgerottet werden können trotz aller Bemühungen der Welt. Er wird von der kleinen Schar der Gott-getreuen verfochten werden voller Mut und Entschlossenheit, denn Jesus Christus Selbst gibt ihnen die Kraft, Seinen Namen und Seine Lehre zu vertreten, Ihn zu bekennen vor der Welt. Ohne Jesus Christus gibt es keine Erlösung, denn die Macht der Hölle ist zu groß und gewinnt Gewalt über die Menschen, denen nicht Hilfe gebracht wird durch eine noch größere Macht, durch Jesus Christus, Der als wahres Kind Gottes auf Erden den Kreuzestod auf Sich nahm, um die Macht des Bösen zu brechen. Nur durch Ihn findet der Mensch Rettung aus den Fesseln jener, und nur, wer an Ihn glaubt, der kann erlöst werden, nur, wer an Ihn glaubt, der ruft Ihn um Hilfe, um Stärkung seines Willens an, und er ist fähig, sich der Gewalt des Gegners von Gott zu entwinden. Und darum wird Gott es nimmermehr zulassen, daß der Glaube an Jesus Christus verlorengeht, daß er ausgerottet wird durch Menschenwillen, der nur der Ausführende des satanischen Willens ist. Und sowie der Glaube ernstlich in Gefahr ist, daß die Menschen ihn hingeben für die Welt, wird Gott die Macht des Satans selbst brechen, denn es kämpfet dieser wider Ihn mit unzulässigen Mitteln - er sucht das Wissen um Gott, Seine Liebe und Sein Erlösungswerk den Menschen vorzuenthalten, und also ist dies ein Zwang des freien Willens des Menschen, der um beider Wirken wissen muß, um sich entscheiden zu können. Und darum wird das Ende kommen, sowie ernstlich gegen den Glauben vorgegangen wird. Darum wird dieser letzte Kampf eine starke Prüfung bedeuten für die Gläubigen, doch Sieger werden diese bleiben, weil Jesus Christus Selbst mit ihnen kämpft, weil Er Kraft vermittelt allen, die Ihm treu sein wollen, die zu Ihm ihre Zuflucht nehmen und sich Ihm anvertrauen im tiefen Glauben, Rettung zu finden bei Ihm. Im Bekennen des Namens Jesu und Seiner Liebelehre entscheidet sich der Mensch, und er sagt sich von Seiner Gegnerschaft endgültig los. Doch er muß dazu eine Willensstärke aufbringen, über die er aus eigener Kraft niemals verfügt; doch so er den göttlichen Erlöser bekennt vor der Welt, ist sein Wille schon gestärkt durch Ihn, Der gestorben ist am Kreuz, um die Menschen aus ihrer Willensschwäche zu erlösen, um ihnen einen starken Willen zu erkaufen mit Seinem Blut. Und es braucht niemand zu fürchten, den letzten Kampf nicht bestehen zu können, denn sowie er an Jesus Christus glaubt und für Seinen Namen streiten will, gehört er zu der kleinen Schar, deren Bekennermut wachsen wird, je schwerer die irdische Not an ihn herantritt, denn das ist das Wirken Gottes an ihm, daß die Kraft des Geistes ihn überkommt, die wiederum nur im Glauben an Jesus Christus wirksam werden kann, die ihn über alle irdische Not hinaushebt, ihn stark macht und fähig, der Welt und ihrem Ansinnen zu trotzen, die ihn den letzten Kampf mit Erfolg ausfechten läßt und ihm den endgültigen Sieg einträgt. Und es wird der Glaube erhalten bleiben bis an das Ende der Welt, und es wird auf der neuen Erde wieder gepredigt werden von Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt. Amen. B.D. NR. 3556.

 

Buch 45 3557

Kommen in den Wolken. Entrückung.

24. September 1945. B.D. NR. 3557.

Ein ungewöhnliches Brausen wird die Luft erfüllen, so der Tag des Gerichtes im Anzuge ist. Und es wird dies für die Menschen das letzte Zeichen sein, jedoch nur als solches erkannt von den Gläubigen, die es mit großer Freude erfüllt. Denn nun erwarten sie das Kommen des Herrn. Es gehört ein starker Glaube dazu, Gott in den Wolken kommend zu erwarten, denn es ist ein Vorgang von so außergewöhnlicher Art, daß die Gottlosen nur höhnen und spotten, so davon zu ihnen gesprochen wird. Das Brausen werden sie wohl auch vernehmen, doch den Herrn in den Wolken sehen sie nicht, und darum schenken sie auch dem ungewöhnlichen Getön in der Luft wenig Beachtung und lassen sich nicht in ihrem Leben stören, sie sind ausgelassen und skrupellos und gehen ihren Vergnügungen nach. Die Gläubigen aber werden sich sammeln und frohen Herzens sich vorbereiten für den Empfang des Herrn. Sie stehen am Ende ihrer irdischen Kraft und wissen, daß ihre Leidenszeit nun beendet ist, und einmütig bekennen sie sich in letzter Stunde für Gott, wenngleich dies Verlust des irdischen Lebens bedeuten soll, weil die Welt unbarmherzig gegen sie vorgeht. Doch das Erscheinen des Herrn macht einen Strich durch die Rechnung der Gottlosen. Denn plötzlich sehen sie die Schar der Gläubigen sich vom Erdboden erheben und emporschweben zur Höhe. Und gleichzeitig ertönen furchtbare Donner, und die Menschen werden voller Entsetzen inne, daß etwas Furchtbares über sie hereinbricht. Durch den ungewöhnlichen Vorgang der Entrückung erstarrt, sind sie unfähig zu denken, sie suchen zu fliehen und sehen überall das gleiche - aus der Erde hervorbrechende Feuerflammen, vor denen es kein Entrinnen gibt. Und sie finden ein Ende in schrecklichster Art, denn es gibt keine Rettung für die Menschen, die gleich Teufeln auf der Erde wüten und voller Sünde sind. Die Schar der Gottgetreuen aber sieht das Ende der alten Erde; vor ihren Augen spielt sich das göttliche Vernichtungswerk ab, während sie selbst ihm entgangen sind und wohlgeborgen an einem Ort des Friedens weilen, wie es Gott verheißen hat. Dies ist das Ende einer Erlösungsperiode und der Beginn einer neuen, sowie die alte Erde wieder neu gestaltet ist durch den Willen Gottes. Dann werden die Gottgetreuen weiterleben als Stamm des neuen Menschengeschlechtes, mit welchem die neue Erlösungsepoche beginnt. Nur dem wissenden, tief in der Erkenntnis stehenden Menschen ist der Vorgang der Entrückung verständlich und darum glaubhaft, doch er krönet eine Zeit banger Nöte und Leiden, er ist der Abschluß und der Beweis der Herrlichkeit Gottes, Der auch den Seinen ein Los bereitet, das von Seiner Herrlichkeit zeuget. Es ist ein Akt tiefster göttlicher Liebe zu Seinen Geschöpfen, die in Ihm ihren Vater von Ewigkeit erkennen, die zu Ihm zurückgefunden haben und eins geworden sind mit Ihm durch die Liebe - unter denen Er nun Selbst weilen kann, weil es kein Hindernis gibt für die göttliche Liebe, so der Mensch selbst zur Liebe geworden ist. Amen. B.D. NR. 3557.

 

Buch 45 3558

Das rechte Gebet. Erhörung.

25. September 1945. B.D. NR. 3558.

Verlanget von Mir, was ihr wollt, Ich will es euch geben - doch ziehet immer zuvor den Geist in euch zu Rate, ob euer Verlangen Meinem Willen entspricht, ob ihr eure Seele dadurch in Gefahr bringt. Und der Geist in euch wird euch lehren und euch die rechten Gedanken ins Herz legen, so daß ihr die Erfüllung eurer Bitten Mir gänzlich anheimstellt und also auch bedacht werdet von Mir, wie es euch dienlich ist. Ich erfülle jede Bitte, die aus tiefstem Herzen emporsteigt, wie Ich es euch verheißen habe mit den Worten: Bittet, so wird euch gegeben werden - klopfet an, so wird euch aufgetan. Doch das Gebet muß in rechter Weise zu Mir gerichtet sein, und dazu gehört auch das völlige Ergeben in Meinen Willen - ansonsten es kein Gebet, sondern nur ein Fordern ist, das nicht Meinem Willen entspricht und dessen Erfüllen auch nicht von Segen ist für euch. Sowie ihr aber in euch geht und Meinen Geist zu euch sprechen lasset, sowie ihr euch schrankenlos Mir hingebt und Mich bittet um Beistand und Kraft, beweise Ich euch Meine Hilfsbereitschaft und Meine Liebe, und Ich erfülle die Bitte ihrer restlosen Ergebenheit wegen. Jedes rechte Gebet findet Erhörung, und ob euer Gebet recht ist, das wird euch der Geist in euch kundtun, so ihr ihm die Möglichkeit dazu gebt, indem ihr euch zurückzieht in die Einsamkeit und ihm Gehör schenkt, d.h. im Gedanken an Mich Aufschluß verlangt, ob ihr mit eurer Bitte euch Mir nahen dürfet. Und der Geist in euch wird eure Gedanken lenken, wie es recht ist, und so ihr nun betet, wird euch euer Vater im Himmel erhören. Unzählige Gebete steigen von der Erde empor, und doch berühren nur wenige Mein Ohr, weil die Menschen versäumen, den Geist in sich zu Rate zu ziehen, weil sie glauben, sich immer das erbitten zu dürfen, was ihrem Körper mangelt, ohne ernstlich ihrer Seelen zu gedenken. Und also erkennen sie die Not nicht als Mahnung, an ihrer Seelenreife zu arbeiten, und das Erfüllen ihrer Bitte wäre für sie keine Hilfe, wenn es auch irdisch den Anschein hätte. Erst muß das innige Verhältnis eines Kindes zum Vater hergestellt sein, und dann steigt auch das Gebet in der rechten Weise zu Mir empor, denn das Kind weiß, daß der Vater ihm jede Bitte erfüllt, die ihm nicht schadet. Denn das rechte Verhältnis garantiert auch das Wirken des Geistes, weil der Vater Sein Kind nicht ohne Beistand lässet, es belehret und erziehet, und dies durch Seinen Geist. Und es wird ein rechtes Kind dem Vater alles anheimstellen und Ihm doch sorglos vertrauen, daß es in Seinem väterlichen Schutz geborgen ist und den rechten Weg wandelt. Und dann wird das Kind kein Gebet vergeblich zu Mir senden, es wird Erhörung finden in jeder Not des Leibes und der Seele, wie Ich es verheißen habe. Amen. B.D. NR. 3558.

 

Buch 45 3559

Vollkommenheit. Göttliche Ordnung. Liebe.

26. September 1945. B.D. NR. 3559.

Was sich zur Liebe gestaltet hat, ist eins mit Gott. Und da der Zusammenschluß mit Gott das Ziel des Menschen auf Erden und alles Geistigen im Jenseits ist, muß Liebeswirken sowohl auf Erden wie im Jenseits göttliches Gesetz sein, das erfüllt werden muß. Wo aber diesem Gesetz zuwidergehandelt wird, ist der Abstand von Gott groß, und er kann nur von dem Wesen selbst verringert werden durch Unterstellen unter das Gesetz der Liebe. Die Liebe Gottes äußert sich auch in unwandelbarer Ordnung, und immer wird in dieser Ordnung verharren das Geistige, das sich liebend betätigt. Wird das Gesetz umgestoßen, so zieht dies auch einen Zustand der Unordnung, ein Chaos und zuletzt Verfall nach sich. Dies ist auf Erden zu konstatieren in Zeiten, wo das Denken der Menschen lieblos geworden ist, wie auch im geistigen Reich, wo sich die Unordnung gleichfalls auswirkt im Zustand der Seelen, die in der Dunkelheit weilen. Das Wesen der Liebe muß erkannt werden, um zu verstehen, daß ohne Liebe nichts Vollkommenes sein kann, nichts Harmonisches und nichts Beglückendes. Gott ist die Liebe, und was mit Gott in Verband treten will, muß gleichfalls Liebe sein, ansonsten es sich nicht in der Ordnung bewegt, die von Anbeginn dem Erschaffenen zugrunde gelegt war, denn was aus der Liebe Gottes entstanden ist, konnte nichts Unvollkommenes aufweisen, und Vollkommenheit ist gleichbedeutend mit vollendeter Ordnung. Und also muß auch das Leben des Menschen auf Erden wie der Seele im Jenseits nach vollendeter Ordnung seinen Gang gehen, dann wird es auch in uneigennütziger Liebe geführt sein, es wird das Liebeswirken zum Grundprinzip haben, und somit nähert sich das Wesen dem Urzustand, es gestaltet sich wieder zur Liebe und kann mit Gott sich zusammenschließen, Der in Sich die Liebe ist. Nur im Liebeswirken ist göttliche Herkunft zu erkennen, dann überwiegt die Kraft aus Gott, die Ursubstanz jeglicher Schöpfung ist, während ein liebloses Leben den Gott abgewandten Willen erkennen läßt, dessen Ausgang vom Gegner Gottes war. Sein Bestreben ist und wird bleiben ewiglich das Auflösen der Ordnung, also ein Trennen des aus Gott Hervorgegangenen von Gott, was völlige Unordnung und Unvollkommenheit bedeutet. Wo also die Liebe außer acht gelassen wird, wo Unordnung herrscht und Chaos, dort ist auch das Regime dessen erkennbar, der Gott entgegensteht. Dort ist die Zugehörigkeit zu dem bewiesen, dessen Wille die Kraft aus Gott nützte zum Wirken gegen Gott. Und dort kann nimmermehr der Zusammenschluß mit Gott stattfinden, weil die Wesen ohne Liebe niemals die Gegenwart Gottes ertragen könnten, weil sie völlig aus der göttlichen Ordnung herausgetreten sind, weil sie sich nicht unter das Gesetz beugen von Ewigkeit, das Vollkommenheit fordert und Anerkennen des Gesetzgebers, ansonsten es als Gott-widrig verbannt wird in die äußerste Ferne. Gottes Liebe ist unwandelbar, und so ist auch sein Gesetz unwandelbar, was in der Liebe seine Begründung hat. Und es wird alles Lieblose getrennt bleiben von Gott, bis es sich wieder zur Liebe gestaltet hat. Dann erst kann die Vereinigung stattfinden mit dem Urgrund der Liebe - mit Gott. Amen. B.D. NR. 3559.

 

Buch 45 3560

Wissen um Zeitpunkt des Endes.

27. September 1945. B.D. NR. 3560.

Ungemein irrig ist es, den Zeitpunkt der Auflösung als fernliegend zu erklären, und dieser Irrtum ist schadenbringend für die Seelen, weil sie der Mahnungen und Warnungen der letzten Zeit nicht achten. Ebenso irrig aber ist es, die Zeit bestimmen zu wollen, denn dieses Wissen ist den Menschen verborgen. Darum weiset Gott durch Seher und Propheten immer auf das nahe Ende hin, um die Menschen anzuspornen, einem schnell eintretenden Ende gemäß zu leben, um sie der Verantwortung ihren Seelen gegenüber bewußt werden zu lassen und sich ständig auf das Ende vorzubereiten. Das Ende ist nahe, doch den Tag weiß niemand außer Gott. Die Zeichen der Zeit weisen auf das Ende hin, doch es wird kommen plötzlich und unerwartet, für alle Menschen, auch für die Gläubigen, die wissend sind und dem nahen Ende gemäß zu leben sich bemühen. Menschensinn und Menschenverstand wird niemals in den göttlichen Plan von Ewigkeit einzudringen imstande sein und darum weder die Zeit noch die Art des Endes bestimmen können. Nur wo der Geist Gottes tätig ist, belehret Er die Menschen, in welcher Weise das Ende stattfindet, jedoch immer den Tag und die Stunde offenlassend, da es geschieht. Denn diese hat Gott Sich vorbehalten und das Wissen darum den Menschen verborgen. Die Gläubigen vermögen an dem Tiefstand der geistigen Entwicklung die Zeit des Endes zu erkennen, und so sie täglich dieses sowie das Kommen des Herrn erwarten und mit Gott in innige Verbindung treten, werden sie es auch spüren, wenn der Tag des Gerichtes im Anzuge ist. Wer aber die Zeit vorher bestimmen will, wer eingeweiht zu sein glaubt ohne offensichtliches Wirken des Geistes, der wird irren mit seiner Ankündigung, und ihm sollen die Menschen keinen Glauben schenken, denn er trägt nur dazu bei, den Unglauben an das Ende zu verstärken. Selbst der Vorläufer des Herrn, der von Gott Selbst zur Erde gesandt ist zur Rettung der noch Unentschlossenen, selbst dieser wird keinen Tag angeben. Auch er wird das nahe Ende künden und die Menschen ermahnen, es täglich und stündlich zu erwarten. Er ist vom Geist Gottes erleuchtet, und der Vatergeist, Der in ihm und durch ihn Sich äußert, weiß wahrlich den Tag und die Stunde. Und doch hält auch er dies noch den Menschen geheim, weil es ihnen nicht taugt, zu wissen darum. Und so wird die Stunde kommen plötzlich und unerwartet, wie es Gott verkündet hat - mitten in den Freudentaumel der Welt wird Seine Stimme ertönen, den Ungläubigen zum Schrecken, den Gläubigen aber zum Trost und zur Freude. Amen. B.D. NR. 3560.

 

Buch 45 3564

Willensschwäche. Todesgefahr. Naturgeschehen.

1. Oktober 1945. B.D. NR. 3564.

Schwach ist der Mensch und hilflos den Mächten der Finsternis preisgegeben, so er nicht Gott anruft um Hilfe. Doch diese Schwäche wirkt sich nur an seiner Seele aus, weshalb er auf Erden stark und mächtig sein kann und einer Hilfe scheinbar nicht bedarf. Es ist sein Körper, der bedacht wird mit Kraft von unten, so er Gott außer acht lässet und dadurch seine Zugehörigkeit zu Seinem Gegner bekennt. Die Seele aber ist schwach und verzagt, sie ist gefesselt und empfindet die Fessel als Qual, ohne sich von ihr lösen zu können ihrer Willensschwäche wegen. Und nur der Anruf Gottes, der Anruf Jesu als Erlöser der Welt, kann ihr zur Willensstärke verhelfen, so daß sie den Körper bestimmen kann, seine Lebensführung zu ändern und sich voll und ganz Gott zuzuwenden, d.h., daß der Körper mit der Seele übereinstimmt und nun andere Ziele als weltliche verfolgt. Ohne Gottes Hilfe und Gnade erreichet der Mensch nichts, und seine Seele bleibt in dickster Umhüllung, in Dunkelheit und darum ohne Erkenntnis. Und wenngleich sein irdisches Leben keinen Kraftmangel erkennen läßt, der Leibestod beendet den Kraftzustand, und die Seele geht völlig kraftlos ins jenseitige Reich ein. Das Erdenleben hat sie umsonst gelebt, ohne jeglichen geistigen Erfolg, ihre irdischen Erfolge sind vergänglich und ohne Einfluß auf das Leben in der Ewigkeit. Und so werden unzählige Seelen ins Jenseits eingehen, nackt und bloß und in Finsternis weilen, weil sie auf Erden Gott nicht anerkennen und Ihn anrufen um Gnade. Und dieser Seelen gedenket Gott, indem Er sich ihnen ganz besonders kundtun will, indem Er Sich ihnen in außergewöhnlicher Weise zu erkennen geben will. Er versetzt sie in eine Lage, wo irdische Kraft und Stärke nichts vermag, wo sie hilflos einer anderen Macht preisgegeben sind, wo die Naturelemente ihnen diese Macht verkörpern und sie diesen scheinbar rettungslos ausgeliefert sind. Er versetzt sie in eine Lage, wo sie Ihn anrufen müssen, ohne jedoch ihren Willen zu zwingen. Angesichts der Todesgefahr, in der sie schweben, sollen sie zu Ihm finden, sie sollen eine Macht erkennen lernen, Die stärker ist als jede irdische Macht, und sich dieser Macht hingeben im gläubigen Vertrauen, daß Sie helfen wird. Die Stunde der Todesgefahr kann noch eine Wandlung des Sinnes einzelner Menschen zuwege bringen, und dann sind diese gerettet, selbst wenn sie das Leibesleben verlieren, denn sie gehen anderen Sinnes in das Jenseits ein und können dort leichter den Weg finden, der zur Höhe führt. Die aber am Leben bleiben, können noch dieses nützen bis zum Ende zu ihrer geistigen Reife. Um der wenigen willen wird Gott sprechen und Sich zeigen der Menschheit, Er wird das letzte Mittel anwenden vor dem Untergang, das noch eine Änderung des Denkens herbeiführen kann bei denen, die nicht gänzlich verstockten und verhärteten Herzens sind. Und um dieser wenigen willen zögert Er noch immer mit der endgültigen Vernichtung der Erde, denn jede Seele suchet Er zu retten vor dem nochmaligen Gang durch die Schöpfung, die sich retten lassen will. Doch wer Ihn auch dann noch nicht erkannt hat, der muß ohne Erbarmen jenen Weg zurücklegen, für Ihn gibt es auf dieser Erde keine Möglichkeit mehr, sich zu wandeln, denn er hat sich voll und ganz den Mächten der Finsternis verschrieben und geht daher auch in dessen Reich ein, in das Reich der gebannten Geister, die büßen müssen für ihre Sünden durch endlos lange Zeit des Gebundenseins in der festen Materie, in den Schöpfungen auf der neuen Erde. Amen. B.D. NR. 3564.

 

Buch 45 3571

Meine Stimme wird von oben ertönen.

8. Oktober 1945. B.D. NR. 3571.

Und Meine Stimme wird von oben ertönen. Sie wird gewaltig sein, und die Menschen werden sie vernehmen müssen, auch wenn sie Meiner sonst nicht achten. Sie werden den Blick zur Höhe wenden müssen und je nach ihrem Seelenzustand willig oder unwillig. Denn sie sehen sich einer Macht preisgegeben, der sie nicht mehr entrinnen können. Meine Sprache wird zwar nur bei wenigen das Herz berühren. Doch diesen wird geholfen sein, selbst wenn leibliche Hilfe ausbleibt. Doch zumeist wird nur Angst und Sorge um das leibliche Leben vorherrschen, und Meine Stimme genügt nicht, daß sie ihr Folge leisten und zu Mir zurückkehren trotz größter Not und Bedrängnis. Daß Meine Stimme denen gilt, die fernstehen von Mir, wollen sie nicht erkennen, und verstockten Herzens werden sie nur versuchen, sich zu retten, und doch ohnmächtig sein den Naturgewalten gegenüber. Jeglichen Halt werden sie verlieren, denn der Erdboden wird wanken, die Luft wird erfüllt sein von tosendem Sturm, und ein jeder wird auf sich selbst angewiesen sein, weil keiner dem anderen beistehen kann. Und Meine Stimme wird von oben ertönen. Mit Donnerstimme werde Ich reden, und alle Elemente der Natur werden Meinem Willen gehorchen, sie werden für Mich sprechen und Meine Macht bezeugen. Ich trete den Menschen offensichtlich gegenüber und zwinge sie nicht zum Glauben an Mich, denn immer noch bleibt es ihnen offen, das Wirken der Naturkräfte gelten zu lassen, Mich Selbst aber abzuleugnen als das Wesen, Das auch die Naturkräfte lenkt nach Seinem Willen. Und so wird auch das letzte Erziehungsmittel vor dem Ende keinen Glaubenszwang bedeuten für die Menschen, obwohl es deutlich genug für Mich sprechen müßte und auch erkennbar sein wird für die Menschen, die guten Willens sind, die nicht gänzlich hörig sind Meinem Gegner, der sie von Mir trennen will auf ewig. Es wird sich erfüllen, was Ich verkündet habe durch Meinen Geist.

Die Erde wird erbeben, und die Elemente der Natur werden unübersehbaren Schaden anrichten und unzählige Menschenleben als Opfer fordern. Doch es ist dies bestimmt seit Ewigkeit, weil auch dieses Ereignis ein Hilfsmittel ist, das Ich anwende, um noch Menschen zu gewinnen für Mich, weil die Not und Bedrängnis anderer Art nicht genügt, daß sie zu Mir zurückfinden, und Ich eine scharfe Zuchtrute schwingen muß über die verhärtete Menschheit. Und das ist gewißlich wahr, daß Ich nicht ruhen werde, bis Ich alle Meine Geschöpfe wieder zurückgewonnen habe. Und so höret Meine Liebe nimmer auf, die sie vor dem Untergang erretten will, auch wenn die Liebe nicht erkennbar ist in Meinem Wirken. Doch wer Meiner Stimme achtet, der wird auch Meine Liebe spüren, und er wird Mir dankbar sein bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3571.

 

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