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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 44

B.D. NR. 3356 - B.D. NR. 3452
4.12.1944-1.3.1945
3358 3359 3370 3371 3374  3386 3389 3390 3404 3406
3419 3420 3421 3422 3423  3428 3433 3434 3438 3439
3442 3443

 

Buch 44 3358

Fortschritt - Stillstand - Rückgang in der geistigen Welt.

6. Dezember 1944. B.D. NR. 3358.

In der geistigen Welt gibt es weder einen Stillstand noch einen Rückgang, sowie das Wesen im Erkennen steht, also in das Lichtreich eingegangen ist. Denn da es dann unentwegt Kraft empfängt, ist es auch unentwegt tätig, und jede Tätigkeit ist ein Wirken in Liebe, das geistigen Fortschritt bedeutet. Es können Licht- und Kraftempfänger im geistigen Reich niemals in Untätigkeit verharren, was gleich wäre einem Stillstand, oder niemals lieblos denken und handeln und somit einen Rückgang veranlassen. Sondern unentwegt strebt das Wesen zur Höhe, unentwegt vermehrt sich seine Kraft durch seine Abgabe, und immer helleres Licht kann es ausstrahlen und darum unvorstellbar selig sein. Denn der Zustand des Lichtes ist Seligkeit. Und darum muß auch einmal alles Geistige erlöst sein aus seinem finsteren Zustand, weil dies die Tätigkeit der Lichtwesen im geistigen Reich ist, die Finsternis zu durchbrechen, den lichtlosen Wesen Licht zu bringen. Nur werden endlose Zeiten vergehen, ehe alles Geistige im Zustand des Lichtes, also in unbegrenzter Seligkeit, steht. Und darum werden noch unzählige Schöpfungen benötigt, wo das Geistige ausreifen kann, und auch diese Schöpfungen sind Produkte des geistigen Liebewirkens. Die Tätigkeit der Lichtwesen im geistigen Reich ist verschieden, je nach ihrem Vollkommenheitsgrad, und besteht im Übermitteln von Licht und Kraft, im Übermitteln von Wissen dem Unwissenden und Zuführen von Lebenskraft - oder auch im Schaffen und Gestalten von irdischen Schöpfungen nach dem Willen Gottes, also einem Ausstrahlen der Kraft Gottes in erhöhtem Maß, daß diese Kraft sichtbar wird in Schöpfungen, die Leben in sich tragen, weil sie das noch unreife Geistige in sich bergen zum Zwecke des Ausreifens. Diese Schöpfungen also sind der Form gewordene Wille des Geistigen, das im Zusammenschluß mit Gott über ein Maß von Kraft verfügt und Seinen Willen durch diese Schöpfungen erfüllt und zum Ausdruck bringt. Es sind diese Schöpfungen Gottes Werke, weil Seine Kraft und Macht sichtbar wird an ihnen, doch unzählige Wesen wirken in Seinem Willen und beteiligen sich an der Gestaltung und Erhaltung aller materiellen Schöpfung, weil sie darin höchste Beglückung finden und die aus Gott ihnen ständig zuströmende Kraft zur Geltung bringen. Denn sie können nicht anders als tätig sein in Liebe und schaffen daher immer wieder neue Gelegenheiten zum Ausreifen des noch unentwickelten Geistigen. Es ist dies das Vorrecht der Kinder Gottes, die das Erbteil des Vaters antreten - die also schaffen und gestalten können gleich Ihm, unter Nützung der Kraft aus Gott, die ihnen unentwegt zuströmt, weil sie in innigstem Verband stehen mit Ihm. Und doch gibt es für sie keine Begrenzung ihrer Seligkeit - ihre geistigen Fähigkeiten werden niemals an einer Grenze angelangt sein, denn das Unbegrenzte ist das Merkmal der Vollkommenheit. Und so nähern sie sich Gott immer mehr, obgleich sie mit ihm verschmolzen sind auf ewig. Doch die ewige Gottheit Selbst ist eine Wesenheit, Die dennoch ständig angestrebt wird, weil Sie über alle Maßen vollendet ist und niemals in Ihrer Vollkommenheit erreicht werden kann. Also gibt es im Lichtreich nur ständige Aufwärtsentwicklung und ständig zunehmende Lichtfülle, doch was außerhalb des Lichtreiches ist, das verharrt im Stillstand, oder es geht in seiner Entwicklung zurück, weil es kraftlos ist und auf sich allein gestellt und daher auch keine Kraft empfangen kann, es sei denn, es entschließt sich aus freiem Willen zum Dienen in Liebe. Dann wird ihm Kraft vermittelt werden, und dann wird auch der Zusammenschluß stattfinden mit gleich-reifen Wesen, und es beginnt der langsame Aufstieg in die Sphären des Lichtes. Ist aber dieser Wille nicht vorhanden, dann verharrt es Ewigkeiten im kraftlosen, dunklen Zustand, oder es sinkt ab bis in die tiefsten Tiefen und verhärtet sich wieder in seiner Substanz, bis es wieder in neuen Schöpfungswerken gebannt wird zum Zwecke des Überwindens der Materie. Und dieser Zustand ist unvorstellbar qualvoll für das Geistige, es ist untätig, unfrei und unwissend, es ist Gott-fern und kraftlos. Es muß den Weg der Aufwärtsentwicklung zurücklegen bis zu dem Stadium der Willensfreiheit, bis es wieder geistige Kraft in Empfang nehmen kann, die Gott ihm durch Seine Boten vermittelt, sowie es selbst bereit ist, sie zu nützen zur Annäherung an Gott. Dann erst setzt die Tätigkeit der Lichtwesen ein, die nun das Wesen versorgen in Liebe und Geduld, um ihm den Zusammenschluß mit Gott zu ermöglichen, um es reif zu machen für das geistige Reich, für die Lichtsphären, in denen es zur Anschauung Gottes gelangen kann und selig ist, weil es ständig mit Seiner Kraft gespeist wird und also die Gottnähe fühlbar spürt, die es zum seligsten Wesen macht. Amen. B.D. NR. 3358.

 

Buch 44 3359

Freier Wille. Wissen um Gut und Böse. Neue Erde.

7. Dezember 1944. B.D. NR.3359.

Der menschliche Wille ist frei. Die Nutzung dieses Willens aber bedingt eine klare Erkenntnis dessen, was der Wille anstreben soll, wie auch dessen, was er anstreben kann, denn soll sich der Wille entscheiden, dann muß er nach beiden Richtungen tätig sein können. Und so muß es für den Menschen möglich sein, Gut und Böse auseinanderhalten zu können, ansonsten die Freiheit seines Willens nutzlos wäre oder angezweifelt werden könnte. Und darum gab Gott den Menschen den Verstand. Den Verstand nicht auszuwerten heißt also auch die Gabe des freien Willens unbeachtet lassen, und also hat der Mensch die Pflicht, den Verstand zu gebrauchen, andererseits er sich dafür verantworten muß. Und daraus ergibt sich auch die Notwendigkeit, nachzudenken über Sinn und Zweck des Lebens, weil dann auch alle anderen Fragen auftauchen, die zur freien Willensentscheidung durchdacht werden müssen. Und es ist dies zur geistigen Entwicklung unbedingt nötig, daß die innere Einstellung zu Gott, zum Guten, eine Klärung erfährt, daß der Mensch als Zweck des Erdenlebens ein inniges Verhältnis zu Gott erkennen lernt - daß also der freie Wille bewußt Gott anstrebt und somit das Gute bejaht. Er muß daher auch um die Macht des Bösen wissen, er muß auch dieses kennenlernen, um es verabscheuen zu können, also sich für eines von beiden entscheiden. Und darum kann das Schlechte nicht aus der Welt verbannt werden, ansonsten der Mensch diese freie Willensentscheidung niemals treffen könnte. Es muß dem Bösen ein Spielraum gelassen werden, in dem es sich austoben kann. Dies also ist der Einfluß des Gegners von Gott auf die Menschen, der ihm nicht verwehrt wird, weil er gleichzeitig die guten Kräfte zur Entfaltung bringen kann, also der Wille des Menschen veranlaßt wird, Gut oder Böse anzustreben. Folglich sind auch die schlechten Kräfte Gott dienstbar, denn sie verhelfen wider ihren Willen dem Geistigen zur Höhe, das seinen freien Willen recht gebrauchet. Sie machen aber oft ihren Einfluß geltend über ihre Berechtigung hinaus - indem sie, denen ihr Wirken von Gott aus nicht verwehrt ist, versuchen, das Wirken der guten Kräfte zu verhindern - indem sie den Menschen den freien Entscheid zwischen Gut und Böse unmöglich machen wollen - indem sie ihnen das Wissen um das Gute, um Gott, vorenthalten wollen, sie also den Willen des Menschen zu vergewaltigen suchen. Und darum setzt Gott ihrem Wirken ein Ende für lange Zeit. Er bindet die Kräfte, denen eine gewisse Freiheit zustand, auf lange Zeit, gleichzeitig aber auch die Menschen hindernd, ihren freien Willen zu gebrauchen, die sich noch nicht klar entschieden haben oder deren Entscheid ebenfalls dem Bösen Gewalt über sich einräumt. Und es bleiben nur noch am Leben, die sich aus innerem Antrieb, trotz der größten Versuchungen, für Gott entschieden haben und die darum keine Probe ihres Willens mehr benötigen, weil sie die schwerste Probe bestanden haben. Es können also nur Menschen im kommenden Zeitabschnitt die Erde beleben, denen diese Willensprobe auferlegt worden ist, die auch um das Wirken der Gegenkräfte wußten, ihnen ausgesetzt waren und ihnen doch entflohen sind kraft ihres freien Willens, denn nur diese haben einen Reifegrad erlangt, der ihnen eine Zeit auf Erden gestattet, wo sie dem Einfluß des Gegners von Gott nicht ausgesetzt sind, während die anderen, die versagt haben, den langen Entwicklungsgang noch einmal zurücklegen müssen, bis wieder zu dem Stadium, wo sie ihre Willensfreiheit gebrauchen können. Es muß den Menschen immer Gut und Böse gegenübertreten, und darum wird die Erde so lange ein Kampffeld beider Kräfte bleiben, wie unreifes Geistiges sich auf ihr verkörpert. Es wird die neue Erde zwar anfänglich nur Lichtwesen bergen, d.h., Menschen reifen Zustandes werden die neue Erde beleben und ständig Umgang haben mit den Lichtwesen des geistigen Reiches, und das Schlechte wird durch die Macht und den Willen Gottes verhindert sein, sich den Menschen zu nahen. Doch den ersten Menschen der neuen Erde braucht keine Probe mehr gestellt zu werden, und darum brauchen auch die negativen Kräfte nicht in Erdennähe zu sein, und es wird dies daran zu erkennen sein, daß auf der Erde ein Zustand tiefsten Friedens ist, ein Zustand gänzlicher Übereinstimmung und ein Zusammenleben der Menschen in vollster Harmonie, denn die Liebe regieret, und wo die Liebe ist, kann sich kein Gott-gegnerisches Wesen aufhalten. Doch es währet dieser Zustand nicht ewig, denn die späteren Geschlechter werden dem Gegner Gottes wieder Gewalt einräumen über sich selbst, sie werden bereitwillig den Versuchungen dessen nachkommen und sich im gleichen Maß von Gott entfernen, Der ihnen auf der neuen Erde ein Paradies schaffen wollte. Und also wird der Kampf zwischen Licht und Finsternis wieder von neuem beginnen, und es wird dieser andauern wieder bis zum Ende einer Erlösungsepoche, auf daß sich die Menschen frei entscheiden können, welchen Herrn sie über sich anerkennen; und sie werden in der Ewigkeit bedacht werden diesem freien Willensentscheid entsprechend - sie werden in der Finsternis schmachten müssen oder dem ewigen Licht entgegengehen, bis sie sich mit dem Urlicht vereinigt haben. Amen. B.D. NR. 3359.

 

Buch 44 3370

Lebenskraft. Kraftlosigkeit. Kraftzufuhr.

17. Dezember 1944. B.D. NR. 3370.

Durch die Kraft wird der Wille erst zur Tat, also muß dem Wesen, das seinen Willen tätig werden lassen soll, erst Kraft vermittelt werden, solange es selbst nicht darüber verfügt. Und es gibt für das Wesenhafte einen Zustand der Kraftlosigkeit und einen Zustand der Kraftfülle, je nach seiner geistigen Beschaffenheit. Im Zustand der Kraftlosigkeit ist das Wesen also unfähig, eine Tat auszuführen trotz seines Willens, im Zustand der Kraftfülle aber kann es seinen Willen unausgesetzt zur Tat werden lassen, und dies ist ein Zustand der Vollkommenheit, der Seligkeit und also der Gottähnlichkeit. Dennoch braucht das Wesenhafte auch im Zustand der Unvollkommenheit, wo es nicht frei über Kraft verfügen kann, nicht untätig zu sein, weil es selbst die Möglichkeit hat, sich Kraft zu erwerben. Dies gilt sonderlich für die letzte Zeit seiner Entwicklung auf Erden und auch im geistigen Reich. Auf Erden bezieht es ständig Kraft, solange es lebt, d.h., das Leben an sich ist schon ein Kraftübermittlungsvorgang, der an der Ausführungsmöglichkeit seiner irdischen Tätigkeit erkennbar wird. Ohne Kraft würde das Wesen, das nun im Menschen verkörpert ist, nichts vollbringen können. Er kann also während seines Erdenlebens fortgesetzt tätig sein, und zwar seinem Willen entsprechend jede Handlung ausführend, soweit dies im Bereich der Möglichkeit liegt. Diese Kraft nun soll der Mensch nützen, um sich die eigentliche Kraft, dereinst im geistigen Reich tätig sein zu können, zu erwerben. Denn die geistige Kraft ist unterschiedlich von der Lebenskraft, wenngleich auch der Quell der Kraft derselbe ist - die ewige Gottheit, Die Ihre Wesen dem Zustand der Kraftlosigkeit entreißen will. Die Lebenskraft hört auf mit dem leiblichen Tode des Menschen, die geistige Kraft aber bleibt auch im geistigen Reich dem Wesen eigen, so er sie sich auf Erden angeeignet hat. Und darum verfällt das Wesen, das auf Erden letzteres versäumt hat, nach seinem Leibestode wieder in den Zustand der Kraftlosigkeit, der für das Wesen unsagbar qualvoll ist, weil es den Zustand der Kraft zuvor gekannt hat. Und dennoch kann es auch im geistigen Reich sich noch Kraftzufuhr erwerben, doch dann muß sein Wille danach streben - es muß sich erst dem göttlichen Gesetz der Liebe unterwerfen, ansonsten ihm die Kraft im geistigen Reich nicht vermittelt werden kann. Solange es aber dies nicht tut, verharrt es in Kraftlosigkeit, es ist unfähig, seinen Willen zu betätigen; und zumeist ist auch dieser Wille so schwach, daß es völlig apathisch in seinem kraftlosen Zustand verharrt in größter Qual und Unseligkeit. Doch die Wesen, die in vollster Kraftfülle stehen, lassen jene Wesen nicht in ihrer Not, weil es sie drängt, von ihrer Kraft abzugeben denen, die solche benötigen. Es kann aber die Kraftübertragung nur stattfinden, wenn die Wesen die Forderung Gottes erfüllen, sich zum Dienen in Liebe entschließen aus eigenem Antrieb. Und darum muß vor der Kraftübermittlung eine große Arbeit einsetzen an diesen armen Wesen; sie müssen belehrt und hingewiesen werden auf ihre Aufgabe im geistigen Reich, es muß ihr bisheriges falsches Denken recht gelenkt und also erst die Grundlage geschaffen werden, daß die Wesen sich wandeln zur Liebe, weil eher ihnen die Kraft nicht zugehen kann, bis sie sich aus eigenem Antrieb entschließen, die ihnen zuströmende Kraft zum Wirken in Liebe zu nützen. Dann erst ist die Kraftübermittlung möglich. Und darum steht auch den unvollkommenen Wesen stets die Möglichkeit offen, sich Kraft zu verschaffen, um dann auch ihren Willen in die Tat umzusetzen, denn erst das Tätigwerden ihres Willens ist für das Wesen im geistigen Reich beglückend, wie der Zustand der Kraftlosigkeit immer ein Zustand der Qual ist, denn das Wesenhafte ist ursprünglich dazu geschaffen, in vollster Freiheit schaffen und gestalten zu können nach seinem Willen. Und nur der Urzustand ist ein Seligkeitszustand für das Geistige, der darum Ziel alles Wesenhaften ist, solange es noch nicht unmittelbar Kraftempfänger von Gott geworden ist und also Kraft in aller Fülle in sich aufnehmen und auch abgeben kann. Dann erst ist das Wesen vollkommen und hat sein Ziel erreicht - es hat sich der Urkraft angeschlossen, von Der es ausgegangen ist. Amen. B.D. NR. 3370.

 

Buch 44 3371

Beenden des Kampfes. Räumliche Trennung.

17. Dezember 1944. B.D. NR. 3371.

Was immer für euch von Nutzen ist, das werdet ihr erfahren, so ihr euch von Mir selbst belehren lasset und also Meiner Stimme achtet, die leise vernehmlich in euch ertönt. Ihr habt eine überaus irrige Auffassung von dem weiteren Verlauf des Welt-geschehens, so ihr eine der streitenden Mächte als Sieger aus dem Ringen hervorgehend glaubt, denn Mein Wille hat es anders bestimmt, weil nicht das leibliche Wohlergehen, sondern das Heil der Seelen gefördert werden soll, und dies eine völlige Umwandlung ihres Lebens bedingt, die aber nur dann erfolgen kann, so alle irdischen Pläne hinfällig sind und die Menschheit einem außergewöhnlichen Ereignis gegenübersteht, das ihr Denken erschüttert. Ein normaler Ausgang des Völkerringens würde eine Umänderung des gewohnten Lebens nicht zur Folge haben, zudem ist keine der streitenden Mächte schuldlos, und also steht auch keiner Macht der Sieg rechtmäßig zu. Und daher durchkreuze Ich die Pläne der Menschen, ganz gleich, welchen Ausgang sie annehmen. Ich mache alle ihre Erwartungen hinfällig, und Ich bringe eine Lösung, die niemand erwartet und auch niemandem erwünscht ist, denn Ich beende den Kampf in einer Weise, daß er nicht mehr weitergeführt werden kann, selbst wenn die Menschen dazu willens wären. Denn Ich trenne die Kämpfenden räumlich voneinander, Ich lasse natürliche Hindernisse entstehen, die nicht so leicht überwunden werden können. Und Ich nehme also den Menschen jede Möglichkeit, weiterhin kämpfend gegeneinander vorzugehen. Und also wird das Ringen der Völker gegeneinander abgebrochen, es wird keine Entscheidung sein, es wird kein Besiegen einer Macht sein, sondern die Menschheit wird einsehen, daß ihre Macht zu Ende ist und daß die göttliche Macht anerkannt werden muß, die allzudeutlich erkennbar ist an diesem Ausgang. Ich werde das Ende herbeiführen und doch dadurch die Schuldigen empfindlich strafen, denn sie sehen sich getäuscht in ihrer Siegesgewißheit, sie sehen sich geschwächt und ohne Erfolg und einem großen Elend und großer Armut gegenüber. Und dieses Ende habe Ich kundgetan schon lange Zeit zuvor, auf daß ihr die Wahrheit Meines Wortes dadurch bewiesen habt, die ihr noch zweifelt. Ich setze ein Ende, wenn der Höhepunkt der Grausamkeit erreicht ist von seiten der Menschen, auf daß daran die Welt erkennet, daß ein Gott im Himmel ist, Der die Sünde strafet, die so offensichtlich zutage tritt - auf daß sie erkennet, daß nicht die Menschen den Ausgang bestimmen, sondern Ich Selbst - und dies anders, als es die Menschen erwarten. Und die Stunde ist nicht mehr fern. Und darum gebe Ich Mich denen kund, die an Meinen Eingriff glauben und um Mein Vorhaben wissen, die Ich beauftrage, die Menschen darauf hinzuweisen, und die Ich als Propheten unter die Menschheit sende. Denn diese soll zuvor gewarnt werden, weil Ich niemals ein solches Geschehen über die Menschen kommen lasse, ohne ihnen Kenntnis zu geben, auf daß sie ihr Seelenheil ernstlich bedenken und sich vorbereiten. Denn keiner weiß, wer davon betroffen wird . Es wird Mein Eingriff unzählige Opfer fordern überall dort, wo er stattfinden wird. Amen. B.D. NR. 3371.

 

Buch 44 3374

Das Geistige in der festen Materie und im Lebewesen.

20. Dezember 1944. B.D. NR. 3374.

Ein wesentlicher Unterschied besteht zwischen dem noch in der festen Materie gebundenen Geistigen und dem Geistigen, das zur Belebung der äußeren Form zugelassen ist, wo also die Hülle des Geistigen eine sichtliche Tätigkeit aufweiset, so daß sie als lebend angesprochen wird. Das Geistige in der festen Materie ist noch gänzlich Gott-abgewandt, also Ihm widersetzlich, und es ist ihm daher jegliche Freiheit genommen. Es muß einen äußerst qualvollen Zwang erdulden, denn die äußere Form gibt nicht nach, sie ist unbeweglich und unzerstörbar und läßt das Geistige in sich nicht frei. Und es muß das Geistige endlose Zeiten in diesem Zwangszustand verharren, bis es in seinem Widerstand gegen Gott nachläßt, bis es sich gewissermaßen unter Ihn beugt und sich Seinem Willen zu fügen beginnt. Dann läßt auch der Zwang nach, es verspürt das Geistige eine Erleichterung der Außenform, bis durch den Willen Gottes diese gesprengt wird und das Geistige in ein freieres Stadium eintritt, zwar auch noch in fester Materie, doch einem bestimmten Zweck dienend, so daß es nun schon eine Tätigkeit ausführen kann, die seinen weiteren Entwicklungsgang einleitet. Es muß der Widerstand gegen Gott stets mehr und mehr nachlassen, es muß das Geistige bereit sein, den Weg des Dienens zu gehen, dann wird Form auf Form sich auflösen, bis die letzte feste Außenhülle fällt und das Geistige Schöpfungen beleben darf, also in einer Schöpfung Leben erkennbar ist. Es ist nun die Außenform nichts Starres, Festes mehr, sondern sie ist beweglich, sich ständig ändernd und in irgendeiner Weise tätig, wenn dies auch dem menschlichen Auge anfangs noch schwer erkennbar ist. Und von nun an wechseln die Außenformen immer häufiger, das Geistige hält sich darin nicht lange auf, sondern steigt von Stufe zu Stufe, und immer mehr Leben verrät die Form, die es beziehen darf, bis dann das Leben so offensichtlich erkennbar ist, daß von Lebewesen gesprochen werden kann, denen eine bestimmte Aufgabe zugewiesen ist. Das Geistige darin ist schon in einem bestimmten Reifegrad und wird also zugelassen zu einer Tätigkeit, die wieder für ein anderes Schöpfungswerk oder für ein anderes Lebewesen von Nutzen ist, und also dienet das Geistige und erlöset sich dadurch von seiner jeweiligen Außenhülle. Und also muß ein ständiges Vergehen der alten Hülle und ein ständiges Werden und Entstehen einer neuen Hülle vor sich gehen, was in der gesamten Schöpfung Gottes auch immer wieder ersichtlich ist. Und es muß die Außenhülle immer wieder das Geistige frei geben, sowie es sich zum Dienen entschließt, was von Gott stets erkannt wird, weshalb Er dem Verlangen des Geistigen Rechnung trägt, ihm eine neue dienende Tätigkeit zuzuweisen. Das Geistige in den Lebewesen ist sonach schon bedeutend weiter vorgeschritten, denn sein Wille ist nicht mehr Gott-widersetzlich, so daß es auch bald den Reifegrad erreicht, der zur letzen Verkörperung auf Erden als Mensch benötigt wird. Die Entfernung zwischen diesem im Menschen verkörperten Geistigen und dem Geistigen, das noch in der festen Materie gebannt ist, ist verständlicherweise sehr groß, und darum ist es ein Zeichen des geistigen Rückganges, wenn ein Mensch diese feste Materie anstrebt, also irdische Güter zu vermehren trachtet und sein Herz an Dinge hängt, die noch völlig unreifes Geistiges in sich bergen. Es ist dies eine Gefahr für den Menschen, denn das Geistige zieht ihn in seinen Bann, es zieht ihn herab und erschwert ihm so den Weg zur Höhe, während der Mensch, der die Materie unbeachtet läßt, viel freier ist und leichter zur Höhe schreitet. Ihn hält nichts auf der Erde zurück, er kann sich weit eher lösen und wird auch die letzte Form verlassen wollen, und er spürt es, daß er niemals das begehren soll, was er schon längst überwunden hat. Amen. B.D. NR. 3374.

 

Buch 44 3386

Das urgeschaffene Geistige und sein Fall.

31. Dezember 1944. B.D. NR. 3386.

Das urgeschaffene Geistige stand in höchster Vollkommenheit. Es war aus Gottes Willen in höchster Vollendung hervorgegangen, es war mit allen Gaben ausgestattet, es stand in Macht- und Kraftfülle, denn es war geschaffen als Ebenbild Gottes, an dem Er Selbst Gefallen fand und das darum Seine volle Liebe besaß. Seine Liebe ließ etwas entstehen, was Er beglücken wollte, und unübertreffliche Weisheit und Kraft kam in dem geschaffenen Geistigen zum Ausdruck. Und dieses urgeschaffene Geistige stand im freien Willen, weil die Vollkommenheit ohne freien Willen nicht zu denken ist. Der freie Wille aber brachte das Wesenhafte zum Fall. Denn eines unterschied das geschaffene Geistige von seinem Schöpfer - es bezog seine Kraft aus Gott, Der Selbst der Kraftquell war von Ewigkeit. Und es wollte das Geistige diesen Unterschied nicht gelten lassen. Seine Kraft und Macht war unerschöpflich, daß es sich lösen zu können glaubte von dem Kraftzentrum, daß es als selbst kraftspendend bestehen zu können glaubte und vermöge seiner eigenen Kraft die Kraft Gottes schmälern, also Gott Selbst sich untertänig machen wollte. Und da es im freien Willen stand, wurde es von Gott in seinem Vorhaben nicht gehindert, wenngleich es unausführbar war. Der Wille aber genügte, um dieses urgeschaffene Geistige sündig zu machen. Ihm blieb jedoch die Kraft nach wie vor belassen, Gott entzog sie ihm nicht, weil, was vollkommen aus Seiner Hand hervorgegangen, nimmermehr durch Seinen Willen unvollkommen wurde und die Kraftfülle zur Vollkommenheit gehörte. Und dies nützte nun das sündig gewordene Geistige aus. Es ließ nun durch eigenen Willen und der Kraft aus Gott wieder geistige Wesen hervorgehen, es schuf das urgeschaffene Geistige unzählige Wesenheiten gleichfalls in höchster Vollendung, denn dazu stand ihm die Kraft aus Gott zu Gebote, und also ward auch diesem Wesenhaften der freie Wille gegeben. Gott aber konnte es nimmermehr gutheißen, weil der Wille des urgeschaffenen Geistigen war, durch die Schaffung der Wesenheiten Gott die Kraft zu entziehen und sich selbst über Ihn zu erheben. Also nützte es die Kraft aus Gott zum Wirken gegen Ihn, und es bestimmte das erschaffene Wesenhafte zum gleichen Vorgehen gegen Gott. Gott aber betrachtete auch das aus dem Willen des Gegners hervorgegangene Wesenhafte als Sein Eigentum, da es aus Seiner Kraft entstanden war. Doch da es freien Willen hatte, sollte es selbst entscheiden, wem es angehören wollte. Und es entschied sich für den Gegner Gottes, denn dieser hatte in das von ihm geschaffene Wesenhafte seinen Willen gelegt, der wider Gott gerichtet war. Die ursprüngliche Vollkommenheit des Wesenhaften aber bedeutete auch volle Erkenntnis, also es fiel das Wesenhafte nicht aus Unkenntnis von Gott ab, sondern gleichfalls aus Überheblichkeit und dem Vorsatz, Gott zu entthronen. Also wurde auch dieses Wesenhafte sündig. Doch aus der Liebe Gottes ist alles hervorgegangen, denn die Kraft Gottes war Seine Liebe. Und diese Liebe kann ewig nicht vergehen. Also ergriff sie auch das Wesenhafte, das von Gott sich abwandte, um es wieder Sich zuzuleiten, doch da das Wesenhafte mit freiem Willen ausgestattet ist, kann es nicht wider dessen Willen zu Gott gerichtet werden, sondern es muß sich selbst von der Liebe Gottes so angezogen fühlen, daß es aus freiem Willen sich Ihm zuwendet. Und dieses Zurückleiten zu Sich Selbst ist Gottes ewiger Heilsplan, der Seiner gesamten Schöpfung zugrunde liegt und der, wenn auch nach endlos langen Zeiten, nach Ewigkeiten einmal zum Ziel führen wird, daß alles Wesenhafte seinen Urzustand zurückgewonnen hat und wieder in höchster Vollkommenheit sich mit Gott vereinigt, von Dem es als Kraft einstmals ausgegangen ist. Amen. B.D. NR. 3386.

 

Buch 44 3389

Maßnahmen gegen Liebeswirken.

2. Januar 1945. B.D. NR. 3389.

Forderungen wird die Welt an euch stellen, die ihr nimmermehr erfüllen könnt, so ihr Gottes Gebote achtet. Ihr sollt zwar der weltlichen Obrigkeit untertan sein, doch so offen von euch verlangt wird, daß ihr Seinem göttlichen Willen entgegenhandelt, daß ihr also das Gebot der Nächstenliebe unbeachtet lasset und sündiget durch liebloses Handeln, dann sollt ihr Gott allein als eure Obrigkeit anerkennen, auf daß ihr eure Seele nicht um irdischen Vorteils willen verlorengehen lasset. Und darum sollet ihr euch den Willen Gottes fest einprägen, ihr sollt wissen, warum ihr ihn erfüllen müsset und welche Folgen euch ein Handeln wider Seinen Willen einträgt. Ihr sollt wissen, wie überaus nötig das Liebeswirken auf Erden ist und daß nur die Liebe allein euch erlösen kann - ihr sollt ferner wissen, wie unbeständig irdische Güter sind und welch unvorteilhaften Tausch ihr eingehet, so ihr um dieser Güter willen euer Seelenheil hingebet. Ihr werdet arg bedrängt werden, und es wird nicht leicht sein, den Anforderungen der Welt Widerstand zu leisten, doch ihr werdet es können, sowie ihr Gott um Kraft bittet und euch desto mehr Gott anschließet, je mehr die Welt euch von Ihm trennen will. Denn dies allein bezwecket sie mit ihren Plänen und Maßnahmen, daß die christliche Liebelehre ausgeschaltet und somit Gott Selbst den Menschen entfremdet wird, Der nur durch die Liebe gefunden werden kann. Die Menschen wissen nichts von der Kraft der Liebe, ansonsten sie versuchen würden, diese zu erwerben. Sie kennen nur die Eigenliebe, und sie suchen ihren Besitz zu vermehren auf Kosten des Nächsten. Und also achten sie kein Gebot der Nächstenliebe, und sie fordern das gleiche von den Mitmenschen, anstatt sie zur Liebe anzuregen. Und sie werden die Menschen hart bedrängen, die sich die Gebote Gottes zur Richtschnur machen, weil letztere nicht im Einklang stehen mit den Geboten der weltlichen Obrigkeit. Und dann sollen sie ernstlich prüfen, wieweit der Wille Gottes erkennbar ist in den Anforderungen der weltlichen Obrigkeit. Was dem Nächsten zum Schaden gereichet, darf nimmermehr ausgeführt werden, so es zu umgehen ist, d.h., soweit der Mensch nicht durch Zwangsmaßnahmen unfähig ist, sich zu wehren. Und der Körper soll Leid und Drangsal auf sich nehmen, so er dadurch eine sündige Handlung abwenden kann. Denn seine Seele wird es ihm dereinst danken, indem sie ihm beisteht in seiner späteren Aufwärtsentwicklung. Zudem ist die Not des Körpers nicht von langer Dauer, die Seele aber muß im Jenseits büßen, so sie auf Erden das Gebot der Nächstenliebe nicht beachtet und um irdischen Vorteils willen sich fügt in das Verlangen der Welt, die Lieblosigkeit fordert von den Menschen. Denn so diese herrschet, dann regieret der Teufel die Menschen, und diesem dürfet ihr euch nicht unterwerfen. Ihr müsset ihm Widerstand entgegensetzen, selbst wenn ihr stark bedrängt werdet und für euer leibliches Leben fürchten müsset, denn ihr rettet dadurch eure Seele vor dem Untergang und durch euer Beispiel auch die eurer Mitmenschen, so ihr die Liebe übet, auch wenn die Welt euch daran hindern will. Amen. B.D. NR. 3389.

 

Buch 44 3390

Geistiges Wissen verpflichtet zur Weitergabe.

3. Januar 1945. B.D. NR. 3390.

Fortgesetzt werdet ihr unterwiesen, auf daß euer Wissen sich vermehre, und fortgesetzt geht euch auch Kraft zu, die ihr nützen müsset wieder zu geistiger Arbeit. Und darum gebrauchet diese Kraft, indem ihr zur Verbreitung dessen beitraget, was euch durch die geistige Unterweisung zugeht, gebrauchet sie, indem ihr weitergebet, was ihr selbst empfangen habt. Niemals soll geistige Kraft ruhen, d.h., niemals soll der Mensch untätig bleiben, der über Kraft verfügt, und also soll auch geistige Kraft unentwegt genützet werden, ansonsten sie dem Menschen entzogen wird, der sie brachliegen läßt. Geistige Arbeit aber ist alles, was dazu beiträgt, daß der Mitmensch wissend wird. In welcher Weise nun diesem das Wissen vermittelt wird, ist belanglos, nur daß es ihm vermittelt wird, ist wichtig. Und diese Aufgabe habt ihr, die ihr das Geistesgut von Gott empfanget, direkt oder durch Seine Werkzeuge. Jeder, dem geistiges Wissen dargeboten wird, der es aufnimmt und durch Nachdenken darüber es zum geistigen Eigentum werden läßt, hat erst selbst einen Segen davon, so er es weitergibt in Liebe. Denn ist es ihm selbst wertvoll geworden, dann soll er auch seinem Nächsten davon abgeben, ansonsten die Eigenliebe in ihm noch mächtig ist und er wenig Segen spüren wird von der Gnade Gottes. Niemals soll geistiges Gut brachliegen bleiben, will der Mensch nicht in Gefahr kommen, daß es ihm gänzlich entzogen wird. Denn dies ist göttliches Gesetz, daß empfängt, wer gibt, weil die uneigennützige Nächstenliebe Voraussetzung ist, daß der Mensch empfangen kann. Der nach geistiger Wahrheit Strebende soll achtsam sein auf seine Empfindungen - sein Verlangen wird erfüllt werden, aber dies verpflichtet, auch dem zu geben, der gleich ihm verlangend die Wahrheit begehrt. Es verpflichtet ferner, die Wahrheit auch dorthin zu leiten, wo noch Irrtum ist, denn die Wahrheit soll den Irrtum verdrängen. Und darum muß ein Wahrheitsträger emsig bemüht sein, überall Licht hineinzutragen, wo noch Dunkelheit ist. Und es ist dies geistige Arbeit, die nimmermehr ausgeschaltet werden darf, so der Mensch in der Gnade steht, belehrt zu werden aus dem geistigen Reich. Denn es ist der Mensch immer nur das Organ der Lichtwesen, die Wahrheit austeilen wollen an alle Menschen, insbesondere an die, die ihnen zur Obhut, zur geistigen Führung, anvertraut sind. Selten nur können die Menschen selbst die feine Stimme der Lichtwesen vernehmen, und darum bilden sich diese ihre Werkzeuge aus,die nun statt ihrer sprechen sollen. Und diese Tätigkeit soll ein Lichtempfänger niemals vernachlässigen, er soll reden, wo ihm Gelegenheit geboten ist, er soll sich mitteilen durch Wort und Schrift, er soll jeden Tag und jede Stunde nutzen und also die Arbeit ausführen, zu der er sich selbst Gott angetragen hat, und ständiger Erfolg wird ihm beschieden sein. Er selbst wird geistigen Erfolg verzeichnen können und desgleichen auch die Menschen, die von ihm geistig bedacht werden. Diese Mahnung ergeht an alle, die am Quell des ewigen Lebens gelabt werden und sich Kraft und Stärke holen im göttlichen Wort. Denn jeder steht in einem Pflichtenkreis, in dem er emsig wirken kann, und er soll dies nicht versäumen, ansonsten er sich unwürdig macht, bedacht zu werden mit der Wahrheit, die ihm von oben geboten wird. Denn es ist kostbares Gut, und es soll zum Segen der Menschen weitergegeben werden, auf daß die große geistige Not behoben wird, die Anlaß ist zum geistigen Niedergang der Menschheit und auch irdische Not und Drangsal zur Folge hat. Amen. B.D. NR. 3390.

 

Buch 44 3404

Falsche Propheten. Endzeit.

14. Januar 1945. B.D. NR. 3404.

Nur gänzlich unreife Seelen nehmen die Kraft von unten in Anspruch und werden daher auch genützt vom Fürsten der Unterwelt zu dessen Wirken. Was der Gegner Gottes auch beginnt, um gegen Gott zu kämpfen, er bedienet sich dazu immer williger Menschen, die seinen Willen zur Ausführung bringen, weil ihm selbst die Macht über jedes Schöpfungswerk entzogen ist. Und darum bestimmt er die Menschen, seinen Willen auszuführen, und diese gehorchen ihm, weil sie sich ihm verbunden fühlen durch ihre Neigungen und Triebe, die kaum voneinander abweichen. Es sind dies also Seelen, die noch völlig materiell eingestellt sind, die dem Gegner Gottes zugewandt sind und mit denen er darum leichtes Spiel hat. Menschen, in denen solche Seelen verkörpert sind, sind ganz und gar in der Gewalt dessen. Er aber stattet sie aus mit großer Kraft, so daß sie stets ausführen können, was der Gegner Gottes ihnen vorschreibt. Weil sie sich völlig von Gott abgewandt haben, werden sie doppelt bedacht mit Kraft, und ihnen sind daher Dinge auszuführen möglich, die sonst über die Kraft eines Menschen gehen. Und also geschehen auch Zeichen und Wunder von seiten der Gott feindlich eingestellten Menschen, so diese bereit sind, ihre Kraft nach außen hin wirken zu lassen. Und dann werden diese oft als von Gott gesandt angesehen ihrer Wundertaten wegen, und vor diesen warnet euch Gott, und Er hat dies immer getan, indem Sein ständiger Hinweis auf die falschen Propheten in der Endzeit auf diese Gefahr aufmerksam macht, denn sie sind eine Gefahr für solche, die noch nicht fest im Glauben stehen und die nicht in der Liebe tätig sind. Gott hat dieser Abgesandten des Satans immer Erwähnung getan, um die Macht dessen anzukündigen, die er in der Endzeit über die Menschen gewinnen wird. Er warnet die Seinen davor, in die Fangnetze der falschen Propheten zu geraten, und er kennzeichnet sie dadurch, daß auch sie Christus bekennen werden - den Bringer des Heils - doch nicht den Erlöser der Welt. Und darauf achtet, daß Jesus Christus hat die Welt erlöst. Der Christus aber, von dem die falschen Propheten reden, soll noch kommen und den Menschen das Heil bringen. Und sie werden viele verführen und den Menschen zurufen: Sehet, hier ist Christus. Doch ihnen folget nicht - sondern erkennet, daß sie Abgesandte des Satans sind, die ihr fliehen sollet, auf daß sie euch nicht verderben. Und so sie Wunder wirken, achtet ihrer nicht, denn sie bedienen sich dazu der Kraft von unten. Und ihr werdet sie erkennen, denn es spricht keine Liebe aus ihnen, weder aus ihren Worten noch aus ihren Taten. Was sie tun, bezeugt nur ihre Macht, nicht aber ihre Liebe, und die Macht ist eine Gabe des Satans. Und ihr könnet sie wohl erkennen, so ihr euch die Liebe immer zur Richtschnur eures Denkens und Handelns macht. So werdet ihr auch merken an den Wundern der falschen Propheten, daß sie kein Liebeswirken, sondern ein Wirken dessen sind, der der Hölle entstammt. So ihr selbst in der Liebe und im Glauben stehet, werdet ihr euch nicht täuschen lassen, doch die Lauen sind in Gefahr, die nicht die Merkmale der Liebe in sich tragen. Diese kann der Gegner Gottes gewinnen, sie werden die falschen Propheten nicht erkennen und willig folgen, wohin sie von ihnen geführt werden, denn die Kräfte von unten haben Gewalt über jene, die Gott fernstehen, die Ihn zwar noch dem Wort nach, nicht aber im Herzen anstreben. Und diese warnet Gott ganz besonders, daß sie sich nicht verführen lassen durch das Blendlicht eines Wunders. Und Er gibt ihnen ein klares Merkmal, daß immer die Liebe erkennbar sein muß, wo die Kraft Gottes, die sich durch Seine Propheten äußert, wirksam wird. Und wo die Liebe nicht erkennbar ist, dort hat der Satan sein Reich, und dieses sollt ihr fliehen, denn die Kräfte von unten werden jeden unreifen Menschen, d.h. jeden lieblos denkenden und handelnden Menschen beeinflussen, und diese werden ihnen hörige Diener sein, die ausführen, was der Fürst der Unterwelt verlangt. Denn es ist die Zeit des Endes, und diese nützet er zum Wirken gegen Gott und gegen alles Geistige, das sich Gott zuwendet, bis die Stunde gekommen ist, wo Gott ihn bindet und mit ihm alle Menschen, die ihm hörig sind. Amen. B.D. NR. 3404.

 

Buch 44 3406

Das Folgende ist ein Auszug von:

Kampf zwischen Licht und Finsternis.

15. und 16. Januar 1945. B.D. NR. 3406.

Denn es kämpfet der Gegner Gottes mit List und Gewalt und mit größter Ausdauer, weil er weiß, daß seine Macht bald zu Ende ist, weil er weiß, daß er gebunden wird und seinen Einfluß auf die Menschheit nicht mehr geltend machen kann. Und so ist die Erde umlagert von guten und schlechten Kräften, von Lichtwesen und Wesen der Finsternis, und ihr Ringen gilt den Seelen, die noch blind daherwandeln. Die Lichtträger auf Erden und im Jenseits arbeiten in Liebe, und sie suchen Erlösung zu bringen den in der Finsternis schmachtenden Menschen. Die Wesen der Finsternis aber sind vom Haß getrieben, sie suchen die Menschen durch liebloses Handeln in den Abgrund zu stürzen, wo ewige Nacht ist. Und also findet ein ständiger Kampf statt wider diese Seelen, der beendet sein wird am Tage des letzten Gerichtes, wenn das ewige Licht Selbst zu Gericht sitzen wird und Licht und Finsternis voneinander scheidet. Denn dies ist das Ende, daß das Licht leuchten wird und die Nacht völlig bezwingt, daß die Wahrheit siegen wird und die Kräfte der Finsternis mit ihrem Anhang gestürzt werden in den tiefsten Abgrund, in undurchdringliche Finsternis, in das Reich, dem sie angehören durch eigenen Willen. Amen. B.D. NR. 3406.

 

Buch 44 3419

Entgegennahme des göttlichen Wortes Akt größter Willensstärke.

27. Januar 1945. B.D. NR. 3419.

Es sind nur wenige Menschen im Besitz des direkten Wortes, weil nur wenige so willensstark sind, daß sie bewußt nach innen horchen und also auch den Glauben haben an das Wirken Gottes im Menschen durch Seinen Geist. Dieser Glaube ist Vorbedingung, er ist aber auch lebendig geworden durch Ausüben der Nächstenliebe, und der Mensch ist durch letzteres zu einem Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes geworden. Er muß aber unbedingt auch den Willen aufbringen, den Unterweisungen durch den göttlichen Geist zu lauschen. Und dies erfordert Liebe und Überwindung - Liebe zu Gott und Überwindung aller Schwächen und Fehler. Der Mensch muß ständig an sich arbeiten und den Willen haben, Gott nahezukommen. Er muß also das geistige Streben über das Irdische setzen, und also muß er auch die geistige Arbeit mit einer Gewissenhaftigkeit ausführen, und dazu gehört zuerst die Arbeit des Empfangens, die einen überaus starken Willen voraussetzt, denn es ist die tägliche Entgegennahme des göttlichen Wortes ein Akt größter Willensstärke, weil dieser immer wieder von neuem tätig werden muß, denn nur dann kann dem Menschen die göttliche Geistesgabe dargeboten werden. Obwohl der Mensch nur das Werkzeug Gottes ist, dessen Er Sich bedient, um in natürlicher Weise zu den Menschen sprechen zu können, ist doch der freie Wille des Menschen ausschlaggebend, und er ist also nicht gezwungen oder in krankhaftem Zustand ohne seinen Willen zu schreiben veranlaßt, sondern er kann völlig frei handeln und braucht keineswegs sein Ohr und Herz zu öffnen. Dann aber ist auch die Entgegennahme von göttlichem Geistesgut unmöglich. Und darum finden sich nur wenige Menschen, die sich völlig freiwillig erbieten und die nun täglich beharrlich nach innen horchen - die also wollen und ihren Willen auch zur Tat werden lassen, indem sie sich abschließen von der Welt, die innige Verbindung mit Gott herstellen, Ihn bitten und auf die Erfüllung ihrer Bitte harren. Es erfordert dies Zeit und Aufgeben dessen, was der Körper für sich verlangt. Wer seinen Körper zu sehr liebt, d.h. im irdischen Wohlleben nur den Zweck des Erdenlebens sucht, der ist völlig unfähig, diesen Willen aufzubringen, denn der Körper wird immer wieder diesen zu schwächen versuchen, und es wird der Mensch zuletzt dem Verlangen des Körpers entsprechen, er wird nachlässig und träge werden, er wird auch nur schwachen Glauben haben an die Liebe und Güte Gottes und Ihn nicht um Seine Gnadengabe bitten, und dann kann sie ihm auch nicht zugehen. Und es sind nur wenige Menschen bereit, Gott ihren Willen hinzugeben und sich völlig lenken zu lassen von Ihm. Diese wenigen aber sind rechte Arbeiter im Weinberg des Herrn, sie haben sich bewiesen als treue Anhänger Gottes, und deshalb empfangen sie auch ständig Kraft, um ihren Willen stark werden zu lassen, Sie sind immer wieder von neuem bereit, nach innen zu horchen. Und das Ergebnis ist göttliches Geistesgut, das unvorstellbar segensreich sich auswirken kann, so auch der Mitmensch wieder den Willen aufbringt, sich von jenem belehren zu lassen. Der Wille muß immer von neuem tätig werden, weil Gott keinen Menschen zwingt, sich Seinem Reich und somit auch Seiner Gnade zuzuwenden. Wer aber diesen Willen aufbringt, den segnet Gott, und er wird größte Erfolge verzeichnen können, sowohl für seine eigene Seele als auch für die des Mitmenschen. Und er wird ein erfolgreicher Arbeiter sein im Weinberg des Herrn, und ihm steht Kraft und Gnade in reichstem Maße zur Verfügung. Amen. B.D. NR. 3419.

 

Buch 44 3420

Rückschlag. Gott gebietet Halt.

28. Januar 1945. B.D. NR. 3420.

Ein unvergleichliches Geschehen wird eine Änderung der Notlage herbeiführen, denn es wird der irdische Kampf dadurch beendet werden, um jedoch eine neue Epoche einzuleiten, die nicht weniger leidvoll sein wird. Denn um das Erdenleid von der Menschheit abzuwenden, müßten sie sich ernsthaft wandeln, doch den Willen dazu bringen sie nicht auf. Es ist ein gewaltiger Rückschlag zu erwarten, ein Ereignis, das völlig unerwartet kommt und das ungeheuer folgenschwer sich auswirkt. Es wird sich keine Macht eines vermeintlichen Sieges erfreuen, es wird auch keine klare Entscheidung zustande kommen in dem Ringen der Völker gegeneinander, sondern es wird eine Lösung erfolgen von dritter Seite - Gott Selbst wird das letzte Wort sprechen in diesem Kampf, der allein irdische Ziele zum Anlaß hatte. Gott wird die Pläne der Menschen zunichte machen und Seinen Willen in Aktion treten lassen. Es ist aber zuvor noch eine harte Prüfung nötig, es muß der Kampf noch einen Höhepunkt erreichen, der fast unmöglich erscheint, der aber von ganz kurzer Dauer ist, jedoch die Verworfenheit der Menschen so recht erkennbar werden läßt. Dann greifet die Hand Gottes ein, und sie gebietet Einhalt. Es wird eine Not beendet, doch sehr bald abgelöst von einer anderen Not, die nicht weniger die Menschen bedrücken wird, weil die erste keine Erfolge gezeitigt hat. Die Menschen selbst sind die Urheber allen Leides, das über sie kommt, denn sie bessern sich nicht, wenngleich sie immer und immer wieder gemahnt und gewarnet werden. Doch Sein Wille geschieht, und nicht menschlicher Wille bestimmt den Verlauf eines Geschehens, wenngleich menschlicher Wille es veranlaßt hat. Und darum kann der Plan der Menschen noch so sorgsam ausgearbeitet sein, so er dem göttlichen Plan nicht entspricht, wird er nicht zur Ausführung kommen können - Gott wird ihn korrigieren, und die Menschen werden handeln müssen nach Seinem Willen. Und es sind die Menschen nun am Ende ihres Wirkens, denn den weiteren Verlauf bestimmt Gott Selbst, wenngleich die Menschen ihn angebahnt zu haben glauben. Gottes Wille ist entscheidend, und er wird in Kürze erkennbar werden, weil eine neue Kampfzeit ihren Anfang nimmt, die nicht irdische, sondern geistige Ziele zum Anlaß hat. Amen. B.D. NR. 3420.

 

Buch 44 3421

Eingriff Gottes. Plan von Ewigkeit.

29. Januar 1945. B.D. NR. 3421.

Durch das Weltgeschehen soll der geistige Tiefstand behoben werden, und die große Not soll zur Annäherung an Gott beitragen - also hat das irdische Geschehen den Zweck, die Menschen ihrer eigentlichen Bestimmung zuzuführen, sie zu bilden für das eigentliche Leben dereinst im geistigen Reich. Es ist das gesamte Geschehen daher dem göttlichen Plan von Ewigkeit entsprechend, wenngleich niemals etwas Gottes Zustimmung finden wird, was menschlicher Wille verschuldet, weil es offensichtlich das Werk Seines Gegners ist. Dennoch nimmt Er auch dieses Wirken mit in Seinen ewigen Heilsplan auf, Er läßt es geschehen, gewissermaßen als Auftakt aller Umwälzungen in der Endzeit. Es kann für die Menschen nur noch eine Besserung geben, so sie sich von Grund aus ändern, also einen höheren Reifezustand anstreben. Und wenn das Schicksal des einzelnen oder das gesamte Geschehen in der Welt diesen höheren Reifegrad der Seele eingetragen hat, dann war es nicht ohne Erfolg, und es hat dann selbst der Gegner Gottes indirekt dazu beigetragen, daß Gott Seine Schäflein zurückerhält, daß sie sich Ihm anschließen und von Ihm Selbst betreut werden. Und es ist die Seele nicht mehr rettungslos verloren. Und so dienet alles im gesamten Universum und ist Seinem ewigen Willen unterworfen. Also auch die Kräfte der Finsternis sind Gott untertan, und folglich bestimmt Gott Selbst den Verlauf alles dessen, was sich im Universum abspielt, ganz gleich, ob es guten oder bösen Willen zum Anlaß hat. Gott ist gerecht, Er wird niemals einen schlechten Gedanken oder eine schlechte Tat belobigen, doch zur Ausführung läßt Er sie kommen, auf daß die Mitmenschen erkennen sollen, daß sie nicht Gott-gewollt sind, daß sie die Auswirkung solcher Gedanken oder Taten spüren, um aus freiem Willen davon Abstand zu nehmen. Doch Er wird die Menschen auf das Unrecht ständig aufmerksam machen, und besonders in der Weise, daß Er die schlechten Pläne der Menschen nicht gelingen läßt. Und so lenket Er auch nun wieder einen durch menschlichen Haß und Zerstörungswillen erkenntlichen Plan einem völlig anderen Ende zu, als die Menschen rechnen. Er zeigt aber vorher erst die Verworfenheit jener, auf daß die Menschen sich besinnen, auf daß sie sich zu wandeln bemühen, auf daß der geistige Tiefstand behoben werde und die Menschen Gott näherkommen, Der ihr einziges Ziel sein soll auf Erden. Denn wenngleich ihnen der freie Wille belassen bleibt, so greift doch Gott ein, wenn dieser freie Wille mißbraucht wird und die Menschen dadurch geistig in Gefahr kommen. Und ein solcher Eingriff Gottes wird auch nun das Weltgeschehen in andere Bahnen lenken, weil der Wille der Menschen es zu einem Unrecht werden ließ, das ihre Verdorbenheit deutlich kennzeichnet. Doch die Not auf Erden wird nicht geringer werden, denn sie ist nötig, da sich die Menschen nicht wandeln und in Lagen gebracht werden müssen, wo sie die Verbindung suchen sollen und können mit Gott, auf daß ihre Seelen gerettet werden aus größter geistiger Not. Denn es ist die Zeit des Endes, die noch genützet werden soll, ehe es zu spät ist. Amen. B.D. NR. 3421.

 

Buch 44 3422

Leid - Gnadenmittel.

30. Januar 1945. B.D. NR. 3422.

Die gnadenvolle Endzeit wird von den Menschen nicht als solche erkannt, denn sie wissen nicht um den Segen des Leides, sie wissen nicht, daß das Leid auch eine Gnade ist, durch welche die Seele noch gerettet werden kann, die sich in Gottferne befindet und ewig nicht zum Ziel gelangen kann, wenn sie die Gottferne nicht verringert durch Liebeswirken. Und Liebeswirken kann die Folge großen Leidens sein. Gott gibt den Menschen Gelegenheit, sich in der Liebe zu üben, denn das Leid nimmt Formen an, daß der Mitmensch zum Liebeswirken angeregt wird, sowie er nicht völlig verhärtet ist. Was ein Mensch nicht von selbst tun würde in einer Zeit geordneter Verhältnisse, das kann er doch aus innerem Antrieb verrichten angesichts der übergroßen Not. Er kann sich des Mitmenschen annehmen und ihm hilfreich beistehen, es kann das Flämmchen der Nächstenliebe in ihm entzündet werden, und dann hat seine Seele größten Vorteil gezogen aus der irdischen Not. Unentwegt ist Gott darauf bedacht, die Seelen noch zu erhöhter Reife zu führen oder sie in den Zustand zu versetzen, daß ihre Seelenhülle sich löst, auf daß sie vor dem Ende der Tage wenigstens in den Zustand des Erkennens ins jenseitige Reich eingehen kann oder sich aus eigenem Antrieb der kleinen Gemeinde anschließt, die ausharret bis zum Ende im Glauben an Jesus Christus, den göttlichen Erlöser. So der Mensch durch Leid zu diesem Ziel gelangt, dann ist für ihn das Leid die letzte Rettung, es ist eine Gnade, die ihm noch gewährt wird kurz vor dem Ende. Denn ohne Leid verharrt er in dem Zustand der Gottferne, weil die Liebe nicht in ihm tätig wird. Die Mittel, die Gott anwendet, um den Seelen der Menschen zu helfen, müssen kurz vor dem Ende besonders scharf sein, sollen sie nicht ohne Wirkung bleiben. Und die Menschen in ihrer geistigen Blindheit sehen nur die Schärfe jener Mittel, nicht aber ihren Segen. Sind sie aber durch Liebeswirken in einen hellen Zustand versetzt, sind sie in die Schar der Streiter Christi eingetreten, dann blicken sie voller Dankbarkeit auf die Tage ihrer körperlichen Not zurück, sie erkennen den Zweck und den Segen der Leiden und auch die Liebe Gottes, die stets bedacht ist auf das Ausreifen der unvollkommenen Seelen. Es ist die Zeit bis zum Ende nicht mehr lang, die Menschen aber stehen so tief in ihrer geistigen Entwicklung, daß sie einer bedeutend längeren Zeit bedürfen, um jene nachzuholen. Folglich müssen sie eine Schule durchmachen, in der sie schneller reifen können, wenn sie jede Lebensprobe bestehen, wenn sie jede Gelegenheit nützen. Sie müssen ein Läuterungsfeuer bestehen, die Umhüllung ihrer Seelen muß geschmolzen werden durch Leid und Liebe, dann ist es möglich, daß sie sich in dieser kurzen Zeit noch so vervollkommnen, daß sie am Ende zu jenen gehören, die für Jesus Christus streiten. Und dann ist ihnen die ewige Seligkeit gesichert. Und je eher ein Mensch aus freiem Willen die Liebe übt, zu der ihn das Leid der Mitmenschen antreiben soll, desto leichter tragbar wird ihm letzteres scheinen, denn so durch Leid der eigentliche Zweck erreicht ist, je eher also der Mensch sich der Gnade bedient hat, desto eher kann dieses auch von ihm genommen werden. Die Gnaden der Endzeit werden erst so recht im geistigen Reich erkannt werden, denn der Mensch als solcher hat auf Erden nicht den Überblick, er erkennt nicht die große geistige Not, er weiß nicht, in welcher Gefahr er schwebt, so er versagt, und welch ungeheurer Begriff es ist, eine nochmalige Entwicklungsperiode durchleben zu müssen. Diese Erkenntnis wird ihm erst im geistigen Reich beschieden sein, und dann wird er dankbar sein für jede Hilfe, die ihm in Form von Leiden auf Erden zuteil geworden ist. Dann erst wird er erkennen, welches Gnadenmaß Gott den Menschen auf Erden zugebilligt hat und daß ohne Leid es nimmermehr möglich war, das Ziel zu erreichen. Solange er aber auf Erden lebt, ist ihm die Gelegenheit geboten zur Höherentwicklung seiner Seele, und so lange stehen ihm auch Gnaden zur Verfügung. Und das Leid ist eine der größten Gnaden, ist es doch das wirksamste Mittel, den Menschen zur Liebetätigkeit zu erziehen. Und darum wendet Gott dieses Mittel an, bevor das Ende gekommen ist, um noch Seelen zu gewinnen für Sein Reich, um ihnen zu helfen, daß sie nicht ewig verlorengehen. Amen. B.D. NR. 3422.

 

Buch 44 3423

Fortgang der Not. Stätten des Friedens.

31. Januar 1945. B.D. NR. 3423.

Es geben sich die Menschen falschen Hoffnungen hin, so sie sich von der kommenden Zeit Besserung erwarten, denn diese wird nur für wenige Menschen erträglich sein. Nur die Menschen, die Mir verbunden sind durch Gebet und Liebeswirken, werden weniger belastet sein; die anderen dagegen müssen eine Zeit der Entsagung und schwersten Lebenskampfes durchmachen, um sich für die letzte Erdenlebensprobe vorzubereiten, für den Kampf gegen den Glauben. Not und Trübsal zuvor soll bewirken, daß sie Mich rufen, daß sie Mich erkennen lernen, daß sie Mir dann treu bleiben und eintreten in die Schar Meiner Streiter. Sowie sie mit Mir verbunden sind, wird die Not und Trübsal gelindert, sie werden kraft ihres Glaubens alle Schwäche überwinden, und Ich werde ihnen jede Erleichterung verschaffen, wenn sie um der Mitmenschen willen erstere erdulden müssen. Und darum kann inmitten größter Not auch eine stille Insel des Friedens sein; es können inmitten menschlicher Teufel auch Gott verbundene Menschen leben, denen erstere nichts antun können, denn eine dichte Schutzwand umgibt sie, die von guten geistigen Wesen gebildet ist. Und es wird also überall Stätten geben, wo Meine Liebe und Gnade waltet im Gegensatz zu denen, wo Mein Gegner sein Wesen treibt und wo daher kein Frieden und keine Ruhe aufkommen kann. Ich aber bilde Mir Selbst die Stätten des Friedens, weil Ich die Meinen kenne und ihnen jederzeit ihr Leben erträglich machen werde. Und diese Stätten sollen von den Mitmenschen auch erkannt werden als Stätten des Friedens, weil Ich will, daß sie in der Not dahinflüchten und Worte des Trostes und der Stärkung entgegennehmen von denen, die selbst im Frieden leben und solchen nun auch austeilen können, indem sie Mein Wort weiterleiten, indem sie den Glauben erwecken an Meine Weisheit, Liebe und Allmacht. Denn dieser Glaube kennzeichnet die Stätte des Friedens. Er wird aber sehr wenig vertreten sein unter der Menschheit, und darum wird auch nur selten ein Hort des Friedens entstehen können, denn die Menschheit erkennt Mich nicht mehr, und sie ist Mir fern. Und wo Ich Selbst nicht weilen kann, ist kein Friede, kein Glück und kein Licht. Und es wird die Welt weiter in Dunkelheit und irdischer Not sein trotz Beendigung einer Kampfphase, die bitteres Leid über die Menschen gebracht hat, denn sie sind selbst nicht willens, Belehrungen anzunehmen von seiten derer, die aus der Verbundenheit mit Mir ständig Weisheit schöpfen. Und darum ist die Notzeit nicht so schnell beendet, wenngleich der irdische Kampf seinem Ende entgegengeht. Denn nur, wer Mir zustrebt, den kann Ich bedenken und ihm ein leichteres Dasein schaffen. Für den größten Teil der Menschheit aber bleibt das Erdenleben weiterhin ein schwerer Kampf, bis sie sich Mir fügen und sich Meinen Willen zu dem ihrigen machen. Amen. B.D. NR. 3423.

 

Buch 44 3428

Der rechte Glaube.

5. Februar 1945. B.D. NR. 3428.

Der rechte Glaube vermag euch in die tiefste innerliche Ruhe zu versetzen, denn dann überlasset ihr sorglos alles dem Herrn und Schöpfer des Himmels und der Erde, Der euer Vater ist von Anbeginn. Wer einen tiefen Glauben sein eigen nennt, der ist auch innig verbunden mit Ihm, denn an Gott glauben heißt auch, Ihn anzustreben, um in die Nähe des vollkommensten Wesens zu gelangen. An Gott glauben heißt auch Ihn lieben aus tiefstem Herzen, weil der Mensch Ihn als vollkommenstes Wesen anerkennt. Und daher wird der gläubige Mensch auch stets Kraft von Gott empfangen und durch diese in einen Zustand der Ruhe und des Friedens versetzt, der für ihn beglückend ist, denn nun fürchtet er nichts mehr, sondern er gibt sich vertrauensvoll seinem Vater von Ewigkeit hin. Der rechte Glaube wird daher nicht so leicht erschüttert werden können, er ist von einer Stärke, daß er nicht wankt auch dem größten Ansturm gegenüber, denn der gläubige Mensch holt sich die Kraft aus Gott, und ihm wird daher nichts undurchführbar dünken, ihm wird nichts unmöglich scheinen, und er wird alles meistern, weil die Glaubenskraft unbegrenzt ist. Denn der gläubige Mensch tut nichts von sich allein, sondern alles mit Gott, er holt sich jederzeit die Kraft an der Quelle, er nimmt sie in Anspruch, weil er durch die innige Verbindung mit Gott sich als Sein Kind fühlt und daher bedenkenlos annimmt, was ihm geboten wird. Doch nur der gläubige Mensch stellt dieses innige Verhältnis zu Gott her, das ihm auch unbegrenzte Kraftzufuhr einträgt. Und wendet der Mensch nun diese Kraft an, so gibt es für ihn nichts Unüberwindliches mehr, er braucht nichts zu fürchten, denn er ist nun Herr jeder Situation. Zum tiefen Glauben gelangt der Mensch aber nur durch werktätige Liebe. Ohne Liebe kann er zwar auch dem Wort nach gläubig sein, doch die Kraft des Glaubens mangelt ihm, denn diese Kraft ist erst die Folge der Liebetätigkeit. Also es wird der Glaube erst lebendig durch die Werke. Ohne die Werke ist der Glaube tot, d.h. ohne Kraft, es ist kein rechter Glaube voller Überzeugung, sondern nur ein angelerntes Wissen an einen Gott der Liebe, Allmacht und Weisheit, das aber erst dann Glaube genannt werden kann, wenn der Mensch so überzeugt ist, daß er die innigste Verbindung herstellt mit Ihm und nun auch Seine Kraftausstrahlung begehrt und empfängt und sie dann auch nützet. Dann wird der Glaube lebendig, seine Kraft äußert sich, und es kann der Mensch Dinge vollbringen, die göttliches Wirken verraten, denn es ist die Kraft aus Gott, die nun tätig wird und die ein jeder Mensch anwenden kann, der im rechten, lebendigen Glauben steht. Amen. B.D. NR. 3428.

 

Buch 44 3433

Grausames Geschehen. Verheißung. Hilfe.

8. Februar 1945. B.D. NR. 3433.

Es bereiten sich große Dinge vor, und euer Herz wird frohlocken ob der Wahrheit Meines Wortes, wenngleich ihr erzittern werdet über das grausame Geschehen, das der Welt nun offenbar wird. Ich weihe euch ein in Meinen Plan, indem Ich euch kundgebe, daß Ich Selbst nun eingreife, bevor ihr, Meine Gläubigen, in dieses Geschehen hineingezogen werdet. Vernehmet daher Meine Stimme: Ihr werdet jeder Gefahr entgehen und doch in großer Not schweben, weil alles um euch im Aufruhr ist. Doch wie auf einer Insel werdet ihr leben unter Meiner Obhut, und ihr werdet nichts verspüren von dem Treiben des Satans - ihr werdet bangend harren, bis euch Hilfe kommt. Denn nun bricht das Unheil herein über die Menschen, deren Herzen vom Satan regiert werden, die das Leben unzähliger Menschen opfern für ihre schändlichen Pläne und ohne Erbarmen ein Vernichtungswerk ausführen, das nur noch durch Meinen Eingriff beendet werden kann. Nehmet dieses Mein Wort zum Trost. Ich werde euch erretten aus aller Not, darum hoffet und harret und bleibet Mir verbunden im Gebet, und ihr werdet Kraft empfangen, auszuharren, bis euch Hilfe kommet. Amen. B.D. NR. 3433.

 

Buch 44 3434

Göttliche Schöpferkraft und Gestaltungswille.

10. und 11. Februar 1945. B.D. NR. 3434.

Die Erde in ihrer Beschaffenheit legt Zeugnis ab von dem Gestaltungswillen Gottes, Der unentwegt Seine Kraft ausstrahlt und in Seinen Schöpfungswerken Form gewinnen läßt. Tiefste Weisheit ist erkennbar für jeden Menschen, der jene Werke näher betrachtet, und sowie er nachdenkt über Sinn und Zweck derer, erkennt er auch die Liebe Gottes. Daß Gott Sich Selbst manifestiert in Seinen Werken, geht daraus hervor, daß diese Werke unzerstörbar sind in ihrer geistigen Substanz - daß also die Form wohl vor den Augen der Menschen sich verändert, jedoch niemals gänzlich vernichtet werden kann ihrer Substanz nach, weil diese Kraft aus Gott ist, die nimmermehr aufhört zu sein. Der Veränderungsprozeß geht aber nach göttlichem Gesetz vor sich, solange nicht der menschliche Wille diesem zuwiderhandelt. Was aus Gott hervorgegangen ist, wird also immer wieder eine andere Gestalt annehmen, sowie es sichtbar ist dem menschlichen Auge, jedoch in seiner Substanz immer das gleiche bleiben - Geistiges, also Kraft aus Gott, das, in verschiedenem Reifegrad stehend, sich stets seiner selbst unbewußt ist, doch frei oder unfrei sein kann. Ursprünglich ist dieses Geistige frei aus Gott hervorgegangen und, weil es die Ausstrahlung Seiner Selbst war, auch höchst vollkommen. Daß es unfrei wurde, war die Folge davon, daß es abdrängte von Gott, daß es sich selbst von Gott entfernte durch seinen Willen. Dennoch blieb es Kraft aus Gott, es konnte sich ewiglich nicht lösen vom Urquell der ewigen Kraft, nur wurde es durch seinen Willen unvollkommen. Und darum ließ Gott ständig Schöpfungswerke entstehen, Er bannte die Kraft in der Form, die Sein Wille als Gesetz dem Geistigen zur Fessel gab - das nun gebunden wurde dadurch, aber nicht aufhörte zu sein. Es ist die göttliche Schöpferkraft unvergänglich, sie ist Ausstrahlung Gottes und es kann ewiglich nicht vernichtet werden, was von Gott ausgeht, also in Ihm seinen Ursprung hat. In irdischen Schöpfungen kommt sie sichtbar zum Ausdruck, doch es birgt das Sichtbare wieder unsichtbares Geistiges, das gleichfalls als Ausstrahlung Gottes erkannt werden muß. Der Wille, die Weisheit und die Liebe Gottes sind unentwegt tätig, um die von Ihm ausgehende und fortstrebende Kraft wieder zu Sich zurückzuleiten, was Er wohl kraft Seiner Allmacht tun kann im Zwang, es aber nicht tun will, weil Seine unendliche Liebe ihn daran hindert, das ursprünglich Freie unfrei zu machen. Denn Unfreiheit ist der Zustand der Unvollkommenheit. Gott in Seiner Vollkommenheit will aber nur Vollkommenes in Seiner Nähe haben. Also sucht Er, das durch eigenen Willen, durch sein Abstreben von Gott unvollkommen-gewordene Geistige zu Sich zurückzuleiten, indem Er es bindet, um es zu veranlassen, freiwillig Ihm wieder zuzustreben. Und also bindet Er es in der Form, in den mannigfaltigen Schöpfungswerken, die Sein Gestaltungswille entstehen läßt stets und ständig; denn da die Kraft nie und nimmer verlorengehen kann, gibt es nur zwei Möglichkeiten – immer größere Entfernung von Gott und daraus folgende Unwirksamkeit oder Zurückfluten zur Urkraft, was höchste Wirksamkeit bedeutet, was unbegrenzte Kraft und Macht für das Wesenhafte zur Folge hat, das nun schaffen und gestalten kann gleich Gott, d.h. im Gott-gleichen Willen zu seiner eigenen unbegrenzten Seligkeit. Amen. B.D. NR. 3434.

 

Buch 44 3438

Gottes eherne Stimme. Endphase.

16. Februar 1945. B.D. NR. 3438.

Die Größe und Allmacht Gottes wird offenbar werden zu einer Zeit, da die Menschen völlig hoffnungslos sind und tief am Boden liegen. Denn Gott will Sich zeigen allen denen, die an Ihn glauben, jedoch zu schwach sind, um ihren Glauben zu vertreten vor der Welt. Er will Sich kundtun den Seinen, die vollvertrauend auf Seine Hilfe harren, und Er will auch die Ungläubigen aufrütteln und ihnen noch Licht bringen in die Dunkelheit des Geistes. Darum offenbaret Er Sich laut und vernehmlich. Seine Stimme tönet gewaltig und kann nicht überhört werden, denn Er spricht zu den Menschen durch die Naturgewalten in einer Weise, daß alle Ihn vernehmen müssen. Zuvor läßt Er dem Willen der Menschen freien Lauf, Er läßt es zu, daß sie gegeneinander wüten und zu wahren Teufeln werden, doch Er setzet ihrem Treiben ein Ende, so sie sich selbst als zugehörig zum Satan bekannt haben durch ihre Werke. Der Wille der Menschen selbst bestimmt die Zeit Seines Eingriffs, und die Not der Seinen findet ein Ende dadurch. Die Welt aber wird einen Vorgang verfolgen und voller Entsetzen dessen Auswirkung erwarten. Gott aber macht einen Plan zuschanden, um jedoch einen anderen zur Ausführung zu bringen, weil Er den Menschen Seine Allmacht und Seine Gerechtigkeit beweisen will, die an Ihn glauben. Doch das Leid und die Not nimmt kein Ende, nur daß die Gläubigen gestärkt sind durch den Eingriff Gottes und sich vollvertrauend Gott überlassen, d.h. ihr Schicksal ergeben auf sich nehmen in der Hoffnung, daß Gott ihnen die Kraft geben wird, alles zu ertragen, was ihnen auferlegt wird. Und so wird sich das Weltgeschehen wenden, und eine völlig andere Lösung wird die Menschen überraschen, die es überleben. Es werden die Hoffnungslosen wieder neue Hoffnung schöpfen, es werden die Müden Kraft sammeln und tätig werden, und es wird jedem Menschen ausgeteilt werden nach seinem Verlangen - irdische und geistige Kraft, und entsprechend wird auch der Aufstieg sein. Körper und Seele werden ihre Vorteile suchen, und selig, der diese Zeit nützet für sein Seelenheil. Denn nun bleibt nur noch kurze Zeit bis zum Ende, und es muß diese Zeit eifrig genützet werden von denen, die noch einen Tiefstand zu verzeichnen haben, der ihre Seele in Gefahr bringt. Doch auch die Gläubigen müssen viel Kraft anfordern, auf daß sie ihre letzte Erdenlebensprobe bestehen, auf daß sie standhalten und ausharren bis ans Ende. Denn die Scheidung der Geister erfordert einen neuen Kampf, der nur um geistige Güter geht - der Kampf gegen den Glauben an Jesus Christus, den Erlöser der Welt. Und es wird die letzte Phase dieser Erlösungsperiode eingeleitet durch den Eingriff Gottes. Er wird Sich den Menschen offenbaren dadurch, Er wird mit eherner Stimme zu ihnen reden, und wohl dem, der diese Stimme höret, sie versteht und sich zu Herzen gehen läßt - wohl dem, der das Weltgeschehen beachtet und es sich geistig zu erklären versucht - denn ihm wird die Sprache Gottes verständlich sein, und er wird seiner Seele gedenken vor dem Ende. Amen. B.D. NR. 3438.

 

Buch 44 3439

Paradies der neuen Erde. Kampf von Licht und Finsternis.

17. Februar 1945. B.D. NR. 3439.

Nur das Gute bewähret sich im letzten Kampf, denn es steht in direkter Verbindung mit Gott und wird also Widerstand leisten können bis zum Ende. Das Böse aber neigt sich dem Gegner Gottes zu, wird von ihm erfaßt und in die Tiefen des Abgrundes hinabgezogen. Dies ist das Ende einer Erlösungsperiode und gleichzeitig der Anfang einer neuen, auf daß die Aufwärtsentwicklung des unfreien Geistigen seinen Fortgang nimmt in einer neuen Zeitepoche, die wieder mit dem Paradies auf Erden beginnt. Denn das Gute, das siegreich aus dem letzten Kampf hervorgehen wird, d.h., die Menschen, die in der Liebe zu Gott und zum Nächsten stehen, werden den Lohn ihrer Beharrlichkeit, ihrer Treue zu Gott, nun davontragen, indem ihnen ein Erdenleben in tiefstem Frieden beschieden ist, wo Leid und Kummer verbannt und Seligkeit an deren Stelle getreten ist. Sie werden in Harmonie ihrer Seelen ein Leben voller Eintracht führen, gegenseitig sich Liebe geben und daher ständig Liebe empfangen dürfen von Gott, Der als ewige Liebe mitten unter ihnen weilt. Sie können nicht mehr vom Feind ihrer Seelen bedrängt werden; denn dieser ist mit seinem Anhang gebannt auf lange Zeit, und also kann er keinen Einfluß mehr ausüben auf die Menschen, die Gott-verbunden leben auf der neuen Erde. Sie kennen keine Furcht, keinen Zweifel, denn sie stehen im Licht, im Wissen, als Folge ihres Liebelebens. Und dieser Zustand ist ein Zustand der Vollkommenheit, der auch das Eingehen in das Lichtreich sichert. Doch noch ist ihnen eine Zeit auf Erden gegeben, weil sie den Stamm bilden sollen für das neue Menschengeschlecht, das diese neue Erde beleben soll. Und es können nur gute Menschen die Bewohner der neuen Erde sein, denn sie haben jeglichen Hang zur Materie abgelegt, weil sie Gott erkannt haben und Ihn lieben aus tiefstem Herzen und folglich auch wissen um ihre Erdenaufgabe und ihr letztes Ziel. Ihnen kann Gott Sich nun nahen sichtbar und unsichtbar, Er kann im Wort ständig unter ihnen weilen, Er kann sie belehren und ihren Geist erhellen, denn sie setzen Ihm keinerlei Widerstand entgegen durch ihren Willen oder der Materie zugewandtes Denken. Und solange dieser Zustand unter den Menschen auf der neuen Erde ist, solange sie in inniger Gottverbundenheit sich Kraft und Seligkeit holen von Ihm Selbst, so lange wird es auch ein Paradies bleiben, wo selige Menschen wohnen, denen Leid und Not fernbleiben. Doch auch dieser Zustand wird eine Änderung erfahren, jedoch erst nach langer Zeit. Dann wird die Materie wieder ihren Reiz ausüben auf die Menschen, die lauer werden in ihrer Liebe zu Gott. Und dann geben die Menschen selbst dem Gegner Gottes das Recht, sie zu bedrängen, denn durch das Anstreben der Materie wenden sie sich selbst dem zu, der in der Materie gebunden ist. Und er nützet dies, er sucht den Willen der Menschen stets mehr und mehr der Materie zuzuwenden und von Gott abzudrängen. Denn beides zugleich kann der Mensch nicht anstreben. Immer wird er das eine um des anderen willen aufgeben müssen, und darin liegt die Gefahr, daß die Menschen wieder ihr Herz an die Materie hangen und Gott verlassen. Und es beginnt wieder der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis - es beginnt das Ringen der Gott abgewandten Kräfte um die Macht über die Menschen. Doch auch die Lichtwesen ringen um deren Seelen, jedoch immer wird der Wille des Menschen selbst entscheiden, welche Macht Oberhand gewinnt, bis wieder das Wüten des Satans offensichtlich wird und wieder das Ende einer Erlösungsperiode gekommen ist. Amen. B.D. NR. 3439.

 

Buch 44 3442

Lichtwesen. Direkter Anruf Gottes.

19. Februar 1945. B.D. NR. 3442.

Alle Lichtwesen sind die dienstbaren Geister Gottes - sie sind die Ausführenden des göttlichen Willens, sie sind die Boten, die Kraft und Licht überbringen den Menschen auf Erden wie auch den noch unreifen Seelen im geistigen Reich. Sie stehen in der Liebe und ergreifen daher alles Hilfsbedürftige, sowie dies Gottes Wille ist. Denn auch ihr Tun und Lassen untersteht dem göttlichen Gesetz, das dem Ausreifen des noch unreifen Geistigen zugrunde liegt. Die Liebe der Lichtwesen ist so groß, daß sie wahrlich nichts in der Not ließen, wenn ihnen nicht eine Schranke gesetzt wäre von Gott aus. Und diese Schranke bestimmt der Wille des Menschen auf Erden wie auch der Seele im Jenseits selbst. Jeder Gott-zugewandte Gedanke und jede Bitte zu Ihm oder den Lichtwesen um Hilfe reißt diese Schranke ein, denn nun dürfen diese tätig sein nach ihrem Willen, der auch der Wille Gottes ist. Sie empfangen ständig Kraft aus Gott, sie sind also mächtig und können darum den bittenden und zu ihnen rufenden Wesen jede Hilfe angedeihen lassen, sie können den Menschen auf Erden schützen, sie können ihn belehren und leiten auf den rechten Weg, sie können Not lindern, wie sie aber auch den Menschen in schwere Lebenslagen führen können, so er diese um seiner Seele willen benötigt. Jeder Gott-zugewandte Gedanke gibt ihnen diese Möglichkeit, denn nun sind sie auch von Gott der Obhut jener Lichtwesen übergeben, die immer nur die Ausführenden des göttlichen Willens sind, die Gott tätig werden läßt zu ihrer eigenen Beglückung. Denn das lichtvolle Geistige hat den Zusammenschluß mit Ihm schon gefunden und wirket und schaffet aus Seiner Kraft in Seinem Willen. Darum genügt stets das Gebet zu Gott um Hilfe in der Not, daß auch Seine Boten tätig sind und das Erdenkind umsorgen und behüten. Und ebenso ist jeder ins geistige Reich gesandte gute Gedanke Verbindung-herstellend mit jenen Wesen, die jede Gelegenheit nützen, um ihre eigentliche Mission auszuführen, den Menschen lichtvolle Gedanken zu übermitteln, sie recht beten zu lehren, ihr Verlangen nach Gott zu erhöhen, sie zur Liebetätigkeit anzuregen und also ständig in erlösendem Sinne sich der Menschen anzunehmen, die ihnen zugewandt sind durch Gebet und gute Gedanken. Immer ist der Mensch von diesen Lichtwesen umgeben, jedoch völlig unwirksam bleiben sie, so er keine Verbindung mit ihnen herstellt, so er nicht an ihr Vorhandensein und an ihre Kraft glaubt, sich also nicht ihnen bewußt übergibt mit der Bitte um ihre Fürsorge und Betreuung. Denn sie sind laut göttlichem Gesetz verhindert, dem Menschen ungerufen zu Hilfe zu kommen, da diese Hilfe keinen geistigen Erfolg zeitigen würde, sondern ihm die Gelegenheit genommen wäre, aus innerstem Antrieb Gott um Hilfe anzugehen, also die Verbindung mit Ihm herzustellen, die Voraussetzung ist, um Kraft zum geistigen Reifen zu empfangen. Die Verbindung mit Gott herzustellen ist so überaus wichtig, daß jede Gelegenheit dazu genützet werden soll, und darum soll der Weg zu Ihm direkt gegangen werden, denn Er Selbst hat den Menschen das Gebet gegeben als Brücke zu Ihm, die er beschreiten kann immer und überall. Es ist das Gebet eine Gnade Gottes, durch die Er Sich Selbst erreichbar macht für jeden Menschen, und diese Gnade soll genützet werden, denn sie hat einen unschätzbaren Kraftzustrom zur Folge, der wieder durch Seine Boten den Menschen vermittelt wird nach Seinem Willen. Es können die Menschen schöpfen aus diesem Gnadenquell, denn niemals werden sie erfolglos zu Ihm rufen, selbst wenn sie irdisch den Erfolg nicht gleich verspüren. Doch die Seele wird niemals leer ausgehen, weil jeder Anruf Gottes unzähligen Lichtwesen die Erlaubnis gibt, in liebender Fürsorge tätig zu sein, und der Mensch dadurch geistig reifet. Denn Gott und das lichtvolle Geistige sind eins - was Gott will, führen Seine Engel aus, und es kann der Mensch sich ständig behütet und umsorgt wissen, so er innig Gott anrufet um Hilfe und seine Gedanken bittend sendet in das geistige Reich. Amen. B.D. NR. 3442.

 

Buch 44 3443

Personifizierung Gottes.

20. bis 22. Februar 1945. B.D. NR. 3443.

Der Glaube an eine wesenhafte Gottheit setzt keineswegs eine personifizierte Gottheit voraus, weshalb sich der Mensch nicht einen engbegrenzten Begriff machen darf von Gott, Der allgegenwärtig ist und über Zeit und Raum erhaben. Er erfüllt alles mit Seinem Geist, das ganze Weltall, das ganze geistige Reich - und Er ist darum nicht vorstellbar als Person, die nach menschlichem Begriff räumlich begrenzt ist. Vielmehr muß von einer Personifizierung Gottes gänzlich abgesehen werden, will der Mensch annähernd die höchste und vollkommenste Wesenheit Gottes sich vorstellen. Wohl hat Gott Sich Selbst in einer menschlichen Form Seinen Geschöpfen anschaulich gemacht, indem Er den Leib Jesu mit Seiner Gottheit erfüllte und sich in verklärtem Zustand den Menschen zeigte, auf daß sie sich nun in Jesus Christus die ewige Gottheit vorstellen konnten. Doch so die Seele ihren Leib abgelegt hat und ins Lichtreich eingeht, wird es ihr klar, daß die ewige Gottheit in Ihrem Wesen niemals von Menschenverstand erfaßt werden kann und daß die Verkörperung in Jesus Christus den Menschen während ihres Erdenlebens den Glauben an eine wesenhafte Gottheit erwecken oder festigen soll, weil ihnen dieser Glaube sonst schwerfallen würde, er aber nötig ist, um eine Verbindung mit Gott herzustellen durch das Gebet. In Jesus Christus ist also den Menschen die ewige Gottheit schaubar geworden, Die in erbarmender Liebe Sich Selbst ihnen nahezubringen sucht, um sie zum Gebet zu Sich, zur Herstellung der Verbindung mit Sich zu veranlassen. Jesus Christus war die Form, in Der Sich die ewige Gottheit barg für die Menschen auf der Erde. Im Lichtreich wird die gleiche Form geistig geschaut werden von den Wesen, die den Reifegrad erlangt haben, um zur Anschauung Gottes zu gelangen. Es ist aber die wesenhafte Gottheit überall gegenwärtig und darum niemals in einer begrenzten Form erschöpft. Und Sie kann darum auch nicht als persönliche Gottheit angesprochen werden, weil dies ein Begriff ist, der nur für das Erdenleben, für den Menschen selbst, anzuwenden ist, der als isoliert im Weltall stehendes Einzelwesen den Anspruch des Anerkennens einer Persönlichkeit erhebt, also unter Person immer ein menschliches Lebewesen zu verstehen ist. Daß dieser Begriff niemals auf die ewige Gottheit anwendbar ist, geht daraus hervor, daß Gott ein Geist ist - der Geist aber niemals etwas Begrenztes, in einer Form Gebundenes ist, sowie er vollkommen ist. Die höchste Vollkommenheit ist sonach über alle Begriffe frei und durchstrahlt die ganze Unendlichkeit, sie ist allgegenwärtig, weil ihre Ursubstanz die Liebe ist, die gleichfalls nicht begrenzt ist und daher auch nicht als Form vorstellbar ist. Der Mensch hat nur ein begrenztes Fassungsvermögen, er kann sich nicht mehr vorstellen als Dinge, die auf Erden vorhanden sind, solange er noch unerweckten Geistes ist. Und darum sucht er, auch die ewige Gottheit sich als Person vorzustellen, sowie er an einen wesenhaften Gott glaubt, an einen Gott, zu Dem er beten kann. Und Gott kam diesem rein menschlichen Verlangen entgegen, indem Er Sich in Jesus Christus verkörperte, d.h. den Menschen zeigte, wie ein Mensch, der nach dem Wohlgefallen Gottes lebt, auf Erden den Zusammenschluß mit Gott finden kann und also eins wird mit Ihm. Er wollte den Menschen den Weg zeigen, das Endziel, die gänzliche Vereinigung mit Gott, zu erreichen. Die Ausstrahlung der göttlichen Wesenheit erfüllte den Menschen Jesus, folglich war nur noch die Außenhülle, die körperliche Form, menschlich, die Seele und der Geist aber göttlich, sie hatten sich voll und ganz wieder mit Gott zusammengeschlossen, von Dem sie ausgegangen waren. Doch die ewige Gottheit hat Sich nicht erschöpft, weil dies für das vollkommenste Wesen unmöglich ist, daß Es je eine Begrenzung findet in einer Form. Dennoch ist die ewige Gottheit etwas Wesenhaftes, d.h. geistige Kraft, der Wille und Denkfähigkeit zugesprochen werden muß, also ein Wesen, mit Dem der Mensch in innige Fühlungnahme treten kann auch durch seinen Willen und sein Denken. Denn es ist das Wollen und Denken des Menschen auch nicht an die äußerliche Form gebunden, sondern Anteil des Geistigen, das in der menschlichen Form verkörpert ist. Sowie die körperliche Hülle abfällt, bleibt das Geistige, das Wesenhafte, weiter fähig, zu denken und zu wollen, nur daß diese Fähigkeit seinem Reifezustand entsprechend schwächer oder stärker sein kann, während die ewige Gottheit als vollkommenstes Wesen Ihren Willen und Ihr Denken in tiefster Weisheit und unvorstellbarer Kraft zur Ausführung bringt. Die körperliche Form des Menschen ist nur ein Mittel zum Zweck für die Dauer des Erdenlebens. Doch wer an die Unsterblichkeit der Seele glaubt, dem wird es auch verständlich sein, daß die äußere Form, die Person, zur Fortexistenz der Seele nicht benötigt wird. Dennoch bleibt die Seele ein Einzelwesen in ihrem Bewußtsein, selbst wenn sie sich mit gleich reifem Geistigen zusammengeschlossen hat - wie auch die ewige Gottheit gleichfort das höchste und vollkommenste Wesen bleiben wird auch für die höchsten Lichtwesen, die den Zusammenschluß mit Ihr gefunden haben - die völlig vereint sind mit Gott und doch im Bewußtsein ihrer eigenen Existenz unsagbar selig sind, weil sie stets und ständig die Liebekraft Gottes empfangen und empfinden, Der als ewiger Vater mit ihnen in innigster Verbindung steht. Amen. B.D. NR. 3443.

 

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