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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 43

B.D. NR. 3276 - B.D. NR. 3355b
30.9.u.1.10.1944-3.u.4.12.1944
3276 3289 3291 3305 3306  3307 3308 3314 3316 3318
3321 3324 3330 3333 3339  3340 3343 3344 3348 3352

 

Buch 43 3276

Gnadenzeit. Redner - Vorläufer des Herrn.

30. September und 1. Oktober 1944. B.D. NR. 3276.

Vernehmet, was der Geist Gottes euch kündet. Es ist eine Gnadenzeit angebrochen, deren Segen ihr spüren könnt, so ihr willig seid, das Reich Gottes zu erstreben. Es ist ein immerwährendes Wirken der Lichtwesen erkenntlich, die Gnadengaben aus dem geistigen Reich den Menschen auf Erden vermitteln; es sind Lichtwesen auf Erden verkörpert, die den Menschen in der letzten Zeit als geistige Führer dienen; es wird das Denken der Gott-zustrebenden Menschen erleuchtet sein, und dadurch werden sie der Wahrheit näher sein; es wird die Liebe Gottes sich äußern in Zeiten der irdischen Not, indem sie Hilfe bringt, wo solche erbeten wird. Es werden gläubige Menschen außergewöhnliche Dinge vollbringen, und die Kraft des Glaubens wird offenbar werden. Und also werden Gnaden über Gnaden erkennbar sein, weil von der Gegenseite gleichfalls alle Mittel zur Anwendung kommen und die Menschen in geistige Bedrängnis geraten, in der ihnen Gott sichtlich Hilfe bringen will. Und in dieser Gnadenzeit steht ein Mann auf, dessen Geist von oben ist, dessen Seele mit dem Geist in sich völlig eins ist und der darum reden wird, was ihm der Geist enthüllt - vollste Wahrheit in verständlichster Form. Gott Selbst wird durch ihn reden, er wird die Menschen ermahnen auszuhalten oder sie warnen, Ihn aufzugeben. Und dieser Redner ist der Vorläufer des Herrn. So er auftaucht, ist das Kommen des Herrn nicht mehr weit. Und durch diesen Mann wird das Gnadenmaß beträchtlich erhöht, denn er wird für die Gläubigen eine große Stütze bedeuten, und den Ungläubigen wird durch ihn eine Gelegenheit geboten, zum Glauben zu kommen. Denn er wird großen Einfluß haben auf die Menschen, die ihn anhören, weil er voller Kraft und Macht ist. Seine Worte werden zünden und wie ein Lauffeuer das Land durcheilen, in dem er tätig sein wird. Er wird ohne Furcht und Scheu reden und die Menschen aufklären und sie hinweisen auf das Kommen des Herrn in den Wolken und auf das letzte Gericht. Doch er wird wenig Glauben finden, weil die Überzahl der Menschheit von Gott und dem Geistigen nichts mehr wissen will und sich daher in völlig verkehrtem Denken befindet. Also sie erkennet die außergewöhnliche Gnadengabe nicht an und nützet sie daher auch nicht, und deshalb ist das Ende unabwendbar, denn der Abgrund öffnet sich, der alles verschlinget, was Gott nicht erkennet und Sein Wort abweiset. Gott gibt unentwegt, und was Er gibt, ist eine unverdiente Gnadengabe, bestimmt, den Menschen zur Reife zu verhelfen auch in diesen Zeiten der Not. Ob es Leid ist oder Freude, immer dienet es dem Menschen, seine Seele zu Gott zu erheben, immer ist es ein Hinweis auf Ihn, ein Locken und Führen auf den rechten Weg - immer ist es Gnade. Und so dieser Mann kommen wird, erhöht sich auch das Maß von Gnade für die Menschen, denn er ist lichtumflossen, und er strahlet dieses Licht aus, das dem geistigen Reich entströmt. Er teilet Wissen aus, sein Wort ist voller Weisheit und Kraft, und es kann leicht angenommen werden, weil es voller Überzeugung dargeboten wird und den Menschen auch verständlich ist, die ihm nur aufmerksam Gehör schenken. Gott macht es in Seiner Liebe den Menschen leicht, glauben zu können, indem Er ihnen Seine Boten sendet, die über außergewöhnliche Kraft verfügen und schon daran als Boten des Himmels erkannt werden können. Doch er wird angegriffen von allen Seiten - und nur wenige erkennen seine Mission und halten an ihm fest, nur wenige stärken sich an seinen Worten; diese aber empfangen Kraft und Gnade im Übermaß, und sie sind fähig, standzuhalten gegen alle Anfechtungen durch die Welt, gegen alle Anfeindungen, die nun öffentlich zutage treten. Die letzte Zeit wird außerordentlich schwer sein, aber auch außerordentlich gnadenreich, denn Gott wird Sich überall zu erkennen geben, wo nur ein der Gnade sich öffnendes Herz in Not ist. Und also wird es auch möglich sein, den letzten Kampf auf dieser Erde erfolgreich bestehen zu können - daß die Seele ungefährdet daraus hervorgehen kann, daß sie das ewige Leben gewinnt, so sie vorzeitig abscheidet von der Erde oder bis zum Ende auf dieser Welt ausharret und vom Herrn Selbst geholt wird lebenden Leibes von dieser Erde, um ein neues Leben zu beginnen auf der neuen Erde. Amen. B.D. NR. 3276.

 

Buch 43 3289

Maßnahmen der Welt gegen geistiges Streben.

11. Oktober 1944. B.D. NR. 3289.

Weltliche Bestrebungen werden immer Zustimmung finden bei den Kindern der Welt, doch die dem geistigen Reich zugewandt sind, die werden sie verurteilen, denn sie richten sich gegen alles Geistige und bedeuten sonach eine Bedrohung derer, die geistig streben. Den Kindern der Welt aber sagen geistige Bestrebungen nicht zu, sie fühlen sich dadurch behindert und sind folglich einverstanden damit, daß letztere bekämpft werden. Und so werden sich die Menschen bald scheiden in Kinder des Geistes und Kinder der Welt, nur werden letztere die ersteren zahlenmäßig überwiegen und darum ihre Maßnahmen durchdrücken, weil die anderen zu schwach sind, um sich dagegen aufzulehnen. Und es hat dies eine starke Bedrückung derer zufolge, die im Glauben stehen und also das geistige Reich anstreben, und sie sind vielen Leiden und Drangsalen ausgesetzt um ihres Glaubens willen. Die Kinder der Welt sind völlig glaubenslos, sie wähnen sich aufgeklärt und den anderen geistig überlegen, und also fühlen sie sich berechtigt, vorzugehen gegen jene und jeglichen Glauben auszurotten, denn sie wissen nicht, welchen Segen sie sich selbst verscherzen durch ihre Glaubenslosigkeit. Ihr Sinnen und Trachten gilt nur irdischen Gütern, und ihrer Seelen gedenken sie nicht, weil sie nicht daran glauben, daß nach ihrem Erdenleben die Seele das geistige Reich betritt. Sie erkennen ein geistiges Reich nicht an, weil es nicht zu beweisen ist. Und von der Erde die größtmöglichsten Vorteile zu ziehen für den Körper ist des Menschen einzigste Sorge. Und so stehen sich beide Parteien gegenüber, zahlenmäßig klein die eine, jedoch stark durch den Glauben an einen allmächtigen Gott, Der in Seiner Liebe ihnen beistehen wird - und die große Masse, die wohl äußerlich stark erscheint, jedoch zu schwach ist, um gegen den Glauben anzurennen, um die kleine Schar abzubringen davon oder sie ihren Wünschen gefügig zu machen. Denn die Macht und Kraft ist bei denen, die mit Gott und für Gott kämpfen. Die Kinder der Welt aber werden immer härter vorgehen, je unerschütterlicher die geistig Strebenden in ihrem Glauben verharren. Denn die Kinder der Welt sind auch Kinder des Satans, und dieser wendet alle Mittel an, um Gott Seine Anhänger zu entreißen. Und darum bedienet er sich auch der Welt und ihrer Reize. Es wird für die Gläubigen eine Zeit bitterster Not kommen, die sie wohl leicht beheben könnten, so sie sich den Anforderungen der Welt fügen würden. Und daher wird es einen Kampf kosten, Gott treu zu bleiben, angesichts der Verlockungen durch die Welt und der äußerst kargen Lebensverhältnisse, unter denen die Gläubigen zu leiden haben. Doch die Welt wird die Anhänger des Glaubens nicht entwurzeln können. Sie haben die Welt schon überwunden und keine Freude mehr an Dingen, die vergänglich sind und nicht aus dem geistigen Reich kommen. Sie haben die Gnaden des geistigen Reiches verkostet, und diese geben sie nimmermehr hin für den irdischen Tand, für vergängliche Güter und alles, was der Welt angehört. Denn auch in den Zeiten bitterster Not strömen ihnen die Gnadengaben zu aus dem geistigen Reich, und diese entschädigen sie für alle Einschränkungen und Trübsale, die ihnen aus den weltlichen Maßnahmen erwachsen. Der feindliche Ansturm wird zwar sehr heftig sein und überzeugten Glauben erfordern, doch die kleine Schar der Streiter Gottes steht mit Jesus Christus in innigem Verband, und Er führet sie siegreich aus dem Kampf hervor. Denn Er leitet ihnen die Kraft zu, Er führet sie in den Kampf, und Er hilft ihnen alles Ungemach tragen, so daß sie nimmermehr überwunden werden können, wenngleich der Gegner noch so stark ist und brutal vorgeht. Denn im Glauben an Jesus Christus liegt die größte Kraft, und sie kämpfen mit den Waffen der Liebe, und gegen diese ist der Gegner machtlos. Wer die Welt liebt, der wird auch der Welt verfallen, doch die dem geistigen Reich zustreben, die locket die Welt nicht mehr, und also empfangen sie auch nur die Gaben aus dem geistigen Reich, sie werden aber auch unterstützt von den Kräften dieses Reiches, und deren Macht ist wahrlich größer als irdische Macht. Die Zeit des Kampfes ist kurz und also auch die Zeit der Leiden für die Gläubigen. Doch sie tragen den Sieg davon, denn sie werden ewig leben, während die Kinder der Welt ihren Tod finden körperlich und geistig - doch nimmermehr aufhören zu sein. Und dieser geistige Tod ist äußerst qualvoll, und sie haben ihn der Welt zu verdanken, die ihre Seelen in Fesseln schlug und von der sie sich nicht zu lösen vermochten. Sie suchten die Welt und fanden dabei den Tod. Die Gläubigen aber werden die Welt überwinden und das ewige Leben finden. Amen. B.D. NR. 3289.

 

Buch 43 3291

Gottes Stimme. Wirken des Satans. Glaubenskampf.

12. und 13. Oktober 1944. B.D. NR. 3291.

Eine kleine Weile noch, und euer Denken wird gewaltsam nach oben gelenkt werden, die ihr nur in die irdische Materie verstrickt seid und euch von ihr nicht lösen wollet. Doch ihr werdet es tun müssen, denn Gott Selbst wird euch alles nehmen, um euren Sinn Sich Selbst zuzulenken.Ihr Menschen ziehet keinen Nutzen aus der schweren Zeit, die über euch gekommen ist; ihr fragt euch nicht, was Anlaß ist von Not und Trübsal, und also wandelt ihr euch nicht, weil ihr euch selbst nicht erkennet. Und also hat die Not der Zeit noch keinen Einfluß auf euer Seelenleben gehabt, und darum greift Gott zu schärferen Mitteln, um euren Sinn zu wandeln. Er nimmt euch alles, woran euer Herz hängt, sowohl Menschen als auch Besitz. Und dies in kürzester Zeit. Und so zeigt Er Sich in einer Weise, die scheinbar die göttliche Liebe vermissen lässet. Doch ihr Menschen selbst wollt es so haben, denn die Liebe Gottes erkanntet ihr nicht, als sie sich äußerte. Sein Wort, das die Liebeausstrahlung Gottes ist, habt ihr nicht angenommen und in eurer Blindheit nicht erkannt, daß Gott Selbst euch in Seinem Wort entgegentrat. Also kommt Er in bitterem Leid, zwar wieder nicht erkannt von denen, die von der Materie gefesselt sind, denn diese suchen Gott nicht, und also können sie Ihn auch nicht finden. Er offenbart Sich wieder, doch in schmerzlichster Weise. Er kommt im Toben der Naturgewalten und lässet Seine Stimme ertönen, gewaltig und furchterregend, und alle sollen Ihn hören. Und wo diese Stimme ertönen wird, dort wird großes Elend sein nachher, denn empfindsam wird Er die Menschen treffen, die sich Ihm nicht beugen wollen unter das Gesetz der Liebe und die darum Seine Strenge fühlen sollen. Denn das Gesetz der Liebe wird mißachtet bis zur Unmenschlichkeit. Gott hat die Liebe gelehrt stets und ständig, Sein Gegner predigt den Haß, Gott gab die Wahrheit den Menschen, Sein Gegner durchsetzte sie mit Lüge und Irrtum, und nun gewinnt der Gegner die Oberhand, weil die Menschen ihm Gehör schenken, während sie Gott ablehnen. Sie lassen die Liebe unbeachtet, sie streben nicht mehr nach der Wahrheit, und ihr ganzes Handeln und Denken ist vom Gegner Gottes beeinflußt, so daß für die Wahrheit aus Gott der Mensch nicht mehr aufnahmefähig ist. Und dennoch offenbart Er Sich ihnen, auf daß sie Ihn erkennen sollen. Denn es wird Sein Wirken so offensichtlich sein, daß eine höhere Gewalt darin erkannt werden müßte. Doch nun setzen die Fragen und Zweifel ein über die Existenz Gottes, Der das von Ihm Geschaffene Selbst zerstört. Und diese Unsicherheit nützen die Gott-abgewandten Menschen, um den Kampf gegen den Glauben anzubahnen, dazu bietet ihnen das Zerstörungswerk durch die Naturgewalten eine willkommene Handhabe. Und die Menschen der betroffenen Gebiete sind die ersten, die ihren Ausführungen Glauben schenken - sie verwerfen ihren alten Glauben und streben mit vermehrter Kraft wieder die Materie an, d.h., sie suchen möglichst schnell die früheren Verhältnisse herzustellen. Und diese Zeit ist durch schwerste geistige Kämpfe gekennzeichnet. Denn nun toben sich die Menschen aus. Wer im Besitz der Gnade ist, wer den Blick nach oben wendet und die ihm zuströmende Gnade entgegennimmt, der wird sich wohl dem Treiben fernhalten und mit Entsetzen den Gang der irdischen Geschehnisse verfolgen. Denn er erkennt Gott, und er erkennt das Gott-Widrige des menschlichen Handelns. Und er suchet aufklärend zu wirken, wo immer ihm Gelegenheit geboten wird. Doch er wird wenig Erfolg haben, weil die Stimme der Welt ihn übertönt und ihrer lieber geachtet wird. So aber Gott Seine Stimme ertönen lässet, können sie noch aufmerksam werden und dieser Mahnungen der Mitmenschen gedenken, und es kann dies ihre Seelen retten. Denn die Zeit der Leiden nachher, die Not und karge Lebensführung, der schwer erscheinende Daseinskampf kann insofern günstig auf den Menschen einwirken, als daß er die Liebe zur Materie verliert und das geistige Streben als Lebenszweck erkennen lernt. Doch die Mehrzahl wird mehr als je die Güter der Welt zu besitzen trachten und keine Mittel scheuen, sie zu erwerben. Und dann wird die Lieblosigkeit der Welt erst unverhüllt zum Vorschein kommen. Und es wird dies ein schreckliches Leben bedeuten für die noch liebefähigen Menschen, denn sie werden ständigen Bedrohungen und Anfeindungen ausgesetzt sein und sich nicht wehren können, weil sie schwach und machtlos sind gegenüber denen, die der Welt zu Willen leben. Die Zeit wird hart sein, doch auch zu ertragen, wo die Kraft Gottes wirksam werden kann, wo der Wille der Menschen Gott zustrebt und der Mensch die Kraft von Gott anfordert - denn Gott verlässet die Seinen nicht, und je größer die Not ist, desto näher und fühlbarer ist Seine Hilfe. Und daran werden auch die Mitmenschen die Kraft des Glaubens erkennen und, so sie nicht ganz verstockt sind, nachdenklich werden. Um eine jede Seele wirbt die Liebe Gottes und macht es ihr wirklich möglich, zum Erkennen zu kommen. Doch da sich der Mensch im freien Willen entscheiden muß, kann nur in Form von Leid auf ihn eingewirkt werden, sowie er den sanften Mahnungen und Warnungen kein Gehör schenkt. Und da die Menschen Seines Wortes nicht achten, das ihnen leicht zur Erkenntnis verhilft, muß Er nun Seine Macht zur Geltung kommen lassen und in leidvoller Weise die Menschen zur Umkehr zu bewegen suchen. Es ist dies das letzte Mittel vor dem Ende und darum auch besonders schmerzlich für unzählige Menschen, doch es ist vorgesehen seit Ewigkeit, weil die gesamte Menschheit in einem Gott-widersetzlichen Willen steht, der nicht zu brechen ist durch die Sanftmut und Güte Gottes. Und so dieses Ereignis nicht eine Wandlung des Willens zuwege bringt, gibt es auf dieser Erde keine Rettung mehr für die Seelen, und sie müssen die Folgen ihrer Widersetzlichkeit tragen. Es muß die Seele den Gang durch die Schöpfung der neuen Erde wieder gehen und ein unsagbar qualvolles Los auf sich nehmen, bis sie nach endlos langer Zeit wieder zur freien Entscheidung ihres Willens zugelassen ist. Amen. B.D. NR. 3291.

 

Buch 43 3305

Gebet der Erweckten. Erfüllung.

24. Oktober 1944. B.D. NR. 3305.

Vernehmet den göttlichen Geist: In jeder Weise ist Gott darauf bedacht, den Menschen zum Heil ihrer Seelen zu verhelfen, und alles, was geschieht, was Er Selbst tut oder zuläßt, ist ein Mittel dazu. Und darum muß alles aus der Hand Gottes dankbar entgegengenommen werden, auch wenn es der Körper als Leid empfindet, weil es für die Seele dienlich ist. Und dieser Gedanke soll auch euer Gebet bestimmen, ihr sollt nur bitten um das Wohl eurer Seele und das Wohl eures Körpers dem Willen Gottes überlassen, weil Seine Liebe und Weisheit nur eurer Seele gedenket und das ewige Leben der Seele Ziel und Zweck alles dessen ist, was über euch kommet. Also sollet ihr beten, daß Gott eure Seele vor jeder Gefahr beschützen möge, und euren Körper sollet ihr ganz Ihm übergeben; ihr sollt es Ihm anheimstellen, wie Er ihn bedenket, und immer auf Seine Liebe und Weisheit vertrauen, die euch Gewähr sein müssen, daß alles gut ist, was Gott über euch sendet. Dies gilt für den erweckten Menschen, der um Sinn und Zweck des Leides weiß und der auch die geistige Not der Menschheit erkennt und um ihre Folgen weiß für die Seelen. Sein Bitten und Flehen soll stets dem geistigen Wohl gelten, es soll ein ständiges Gebet sein um Licht in der Finsternis der Zeit, es soll ein Ringen sein um geistige Güter, um festen Glauben, um Erkenntnis der Wahrheit und um geistiges Wissen, denn dies allein behebt die geistige Not und auch gleichzeitig die irdische Not, weil diese eine Folge der ersteren ist. Wer im Erkennen steht, dessen Gebet soll nur eine Bitte sein um Errettung aus der geistigen Not - dennoch kann er auch alle irdischen Nöte dem himmlischen Vater ans Herz legen, indem er sich voll und ganz Seiner Führung überlässet, indem er glaubt, daß er als Sein Kind liebevoll von Ihm behütet wird. Sein Glaube an die Liebe Gottes muß stark sein, dann wird auch jegliche irdische Sorge schwinden, denn so sich ein Kind vom Vater geliebt weiß, fürchtet es nichts mehr, weil Gottes Liebe von ihm abwendet, so es seiner Seele zuträglich ist. Der Mensch muß der Liebe Gottes gewiß sein. Und er wird dies sein, so er selbst in der Liebe steht. Je nach dem Grad seiner Liebe zu Gott und zum Nächsten und ihrer Betätigung erfüllt ihn die Liebe Gottes und wird ihm auch spürbar. Und es wird der liebetätige Mensch völlig sorglos sein auch in irdischer Not. Denn er vertrauet fest und kennt deshalb keine Sorge. Und das ist die Kraft der göttlichen Liebe, die ihn durchströmt, sowie er selbst liebetätig ist. Er wird nichts mehr aus eigener Kraft meistern zu können glauben, sondern sich voll und ganz dem Vater im Himmel überlassen und so auch alle irdischen Sorgen Ihm zu Füßen legen, weil er weiß, daß nur Gott sie ihm abnehmen kann, daß nur Gott sein Schicksal so lenket, wie es gut ist für ihn. Und also vertrauet er, daß Gott in Seiner Liebe ihm nicht mehr zu tragen auferlegt, als es für seine Seele nötig ist. Und sein Gebet wird eine Hingabe an den göttlichen Willen sein, er wird nicht fordern, sondern sich ergeben fügen in Gottes Willen und Bestimmung. Dennoch kann auch die Seele in großer leiblicher Not zu Gott flüchten und Ihn um Kraft und Stärke anrufen, denn oft kommt diese Not über einen Menschen, um ihn zur innigen Fühlungnahme mit Gott zu bewegen, so er in Gefahr ist, nachzulassen im Gebet. (24.10.1944) Und dann offenbart Sich Gott, indem Er die Bitten erfüllt, denn es soll die Kraft des Gebetes den Menschen bewiesen werden, auf daß sich die göttliche Verheißung erfülle: Bittet, so wird euch gegeben werden. Denn Gott nimmt Sich aller Seiner Kinder an, die in Ihm ihren Vater sehen und durch gläubiges Gebet dies Ihm bekunden. Gott aber weiß, wenn Seine Kinder in Not sind, Er kennt ihre irdischen und ihre geistigen Mängel und bedenket sie diesen entsprechend. Dem Bittenden wird gegeben, und die Innigkeit des Gebetes gewährleistet auch die Erfüllung. Doch des Gebetes Kraft wird erhöht, wenn die Erfüllung jeglicher Bitte dem Willen Gottes anheimgestellt wird, wenn sich der Mensch ergeben fügt in Seinen Willen, dann begibt er sich voll und ganz in die Führung Gottes, und dann gereichet ihm alles zum Heil seiner Seele. Gottes Wort lautet: Bittet, so wird euch gegeben werden - also darf der Mensch bitten um alles, er darf mit irdischen und geistigen Anliegen zum Vater kommen - er wird stets bedacht werden seinem Glauben gemäß. Ist er aber bereit, auf die Erfüllung einer Bitte zu verzichten, so dies der göttlichen Liebe und Weisheit entspricht, so unterstellt er sich gänzlich dem Willen Gottes. Und dieser hat wahrlich nur das Beste für den Menschen zum Ziel. Zumeist wird ihm auch Erfüllung werden, weil er in der Erkenntnis schon so weit vorgeschritten ist, daß kein Verirren an die Welt mehr zu fürchten ist, und dann wird Gott ihn geistig und irdisch bedenken, Er wird jede Not von ihm abwenden, Er wird ihm jede Prüfung leichtmachen und ihn liebevoll geleiten auf seiner Erdenbahn, und er wird nicht zu fürchten brauchen, daß Gott sein stilles Gebet nicht erhört. Denn Gottes Wille ist dann auch sein Wille, sowie er sich Ihm unterstellt hat, und Gottes Wille lenket auch sein Denken recht - er wird dann nur beten um das, was seiner geistigen Entwicklung förderlich ist, und niemals mehr seines Körpers gedenken, und dann gibt Gott ihm, was er benötigt für Seele und Leib. Denn Seine Verheißung erfüllet sich aufs Wort. Amen. B.D. NR. 3305.

 

Buch 43 3306

Menschen trotz schlechtem Willen Handlanger Gottes.

25. und 26. Oktober 1944. B.D. NR. 3306.

Die weltliche Führung wird keineswegs ein Geschehen aufhalten können, das der göttliche Wille bestimmt hat seit Ewigkeit, sondern sie wird unbewußt dazu beitragen, d.h., menschlicher Wille ist Anlaß zu dem, was Gottes Wille zur Ausführung bringt, wenngleich der menschliche Wille eine ganz andere Auswirkung erwartet und vorgesehen hat. Die Menschen planen etwas Gott-Widriges, und Gott läßt es geschehen, lenkt aber die Auswirkung gewissermaßen zum Guten insofern, als daß der menschlichen Seele Vorteil daraus erwachsen kann, so sie sich nicht offensichtlich Gott-widersetzlich einstellt. Irdisch aber muß der Mensch auch die Folgen des Gott-widrigen Handelns und Denkens tragen, auf daß er daran erkenne, wie sich ein verkehrter Wille auswirkt, und er bestrebt ist, diesen verkehrten Willen zu wandeln. Doch was Gott letzten Endes beschlossen hat, das hält der Wille der Menschen nicht mehr auf. Und selbst weltliche Macht muß ihre Machtlosigkeit erkennen einem Geschehen gegenüber, das ohne menschliches Zutun sich abwickelt und von einer Macht zeugt, Die alles regieret. Weltliche Macht kann daher Verfügungen treffen unbehindert, sie kann aber nichts abwenden oder aufhalten dadurch, so der Plan Gottes anders ist. Und der Plan Gottes strebt eine Umwälzung an, die geistig bedeutungsvoll ist, sich aber auch irdisch bemerkbar machen wird. Denn nur durch eine Erschütterung des Denkens durch irdische Trübsal und Not ist eine geistige Wandlung der Menschen zu erzielen. Und darum nimmt Gott das verkehrte Denken der Menschen zum Anlaß eines Geschehens, das in der Natur zum Ausbruch kommt. Zerstörungen und Vernichtungen, die menschlicher Wille hervorrufen, bringen Kräfte der Natur zur Auslösung, mit denen die Menschheit nicht rechnet. Menschlicher Wille plant ein Vernichtungswerk von entsetzlichem Ausmaß, und göttlicher Wille läßt es in einem unvorstellbaren Ausmaß zur Auswirkung kommen, indem Er den Naturgeistern gebietet, sich aufzulehnen gegen den menschlichen Vernichtungswillen, die nun mit einer solchen Gewalt tätig sind, daß die Erde erbebt und unzählige Menschen ihr Leben verlieren. Und menschlicher Wille vermag keinen Einhalt zu gebieten, menschliches Eingreifen ist erfolglos, und es erkennt der IrdischMächtige seine Ohnmacht dem Schöpfer des Himmels und der Erde gegenüber. Doch er erkennt Ihn nicht an, er lehnt sich auf wider die Gewalt, die stärker ist als er, und er begibt sich dadurch völlig in die Gewalt des Satans, dem er schon hörig war zuvor. Und der Satan benützet ihn nun zum offenen Kampf gegen Gott. Und dies ist der Auftakt zu dem kommenden Glaubenskampf, der unabwendbar ist, in dem Sich Gott Seinem Gegner stellt - in dem die Gott-Getreuen streiten werden wider die Kinder des Satans und unter der Führung Jesu Christi auch den Sieg erfechten werden. Es ist der letzte Kampf, den der Gegner führt auf dieser Erde, denn er endet mit seiner Gefangennahme. Sowie er seine Macht so mißbraucht hat, daß er die Menschen in ein Denken zu drängen sucht, das völlig Gott-widrig ist, ist seine Macht ausgespielt, denn das Vorgehen gegen Gott Selbst kann nichts anderes als seine erneute Fesselung nach sich ziehen, weil sonst die Schöpfung ihren Zweck nicht mehr erfüllen könnte, weil dann dem in der letzten Entwicklungsstufe angelangten Geistigen jede Möglichkeit genommen wäre zum letzten Entscheid, zur endgültigen Freiwerdung aus der Form. Denn dieser letzte Entscheid ist Sache des freien Willens, der sich nach oben oder auch nach unten wenden kann, dazu aber auch unbedingt die Kenntnis haben muß von beiden Polen, denen er zustreben kann. Diese Kenntnis aber wird ihm vorenthalten durch das Wirken des Satans, so jegliches Wissen um Gott, um Jesus Christus, Seine Liebelehre und Sein Erlösungswerk untergraben wird und der Satan sich dazu der Menschen bedient, die seinen Gott-widrigen Willen in sich tragen. Denn dies ist eine Gefahr für alles Geistige, die unweigerlich abgebogen werden muß, indem dem Gegner Gottes jede Gewalt genommen wird und eine Zeit geistigen Friedens und hellsten Lichtes die Zeit des Kampfes zwischen Licht und Finsternis ablöst. Denn die Macht Gottes ist größer, und Sein Wille regieret Himmel und Erde. Und ob auch die Menschen auf Erden sich mächtig glauben, weil sie eine höhere Macht nicht anerkennen wollen - sie werden mit ihren Maßnahmen und Verfügungen immer nur die Handlanger der höchsten Macht sein, zwar im entgegengesetzten Willen arbeitend, und dennoch genützt werden zu dem Werk, das Gott Selbst vorgesehen hat seit Ewigkeit. Denn alle Kräfte müssen Ihm dienen, gute und schlechte; freiwillig und unfreiwillig werden diese Dienste geleistet, weil sie alle Seinem Willen unterstehen. Und also wird auch das Weltgeschehen seinen Gang gehen nach göttlichem Willen, wenngleich sich der menschliche Wille völlig wider Gott richtet und Werke vollbringt, die Wirken des Satans sind. Und Gott hindert sie daran nicht, doch sie beteiligen sich ungewollt an der Ausführung des Planes, der bestimmt ist seit Ewigkeit. Sie beschleunigen selbst das Gericht, das über sie hereinbrechen wird, das ein Ende bedeutet für diese Erde und alle auf ihr lebenden Menschen wie auch jeglicher Kreatur, bis auf die kleine Schar der gottgetreuen Streiter, die der Herr Selbst heimholen wird, bevor das Ende gekommen ist. Amen. B.D. NR. 3306.

 

Buch 43 3307

Größe der Schuld verhindert Eingang ins Jenseits. Bannung.

26. Oktober 1944 B.D. NR. 3307.

Die Größe der Schuld, welche die Menschheit auf sich ladet, nimmt täglich zu, und alle Menschen sind schuldig zu nennen, die Handlungen ausführen oder gutheißen, denen jegliche Liebe zum Nächsten abzusprechen ist. Wo Haß und Lieblosigkeit zum Durchbruch kommt, dort sündigen die Menschen, denn sie vergehen sich gegen die göttliche Ordnung, sie vergehen sich gegen die Gebote der Liebe zu Gott und zum Nächsten. Und also vermehren sie die Schuld mit jeder Handlung, die schlecht ist; und auch der macht sich schuldig, der eine solche Handlung nicht verabscheut, sondern ihr zustimmt. Die Folgen aber bedenken die Menschen nicht, sie müssen sie jedoch auf sich nehmen auf Erden oder im Jenseits, und da die Schuld ins ungemessene steigt, ist sie weder auf Erden noch im Jenseits tilgbar, denn die Erdenzeit ist zu kurz, und im Jenseits kann eine Aufwärtsentwicklung nur von einem bestimmten Grade an vor sich gehen, und diesen Grad erreichen die Menschen nicht mehr, die sich in dem Maße schuldig machen, daß sie sich täglich und stündlich in neuen Lieblosigkeiten vergehen. Und darum müssen sie weiter auf dieser Erde bleiben, sie können nicht in das geistige Reich eingehen nach ihrem Tode, sondern ihr Tod wird nur eine Wandlung ihrer Außenform bedeuten, ihre Seelen werden andere Umhüllungen bekommen und sich weiterhin auf der Erde bewegen nur in einem gänzlich unfreien Zustand. Denn durch ihre übergroße Schuld haben sie sich jegliche Freiheit verscherzt, und sie geraten in eine qualvolle Gefangenschaft, aus der sie sich nicht von selbst befreien können. Doch die Größe der Schuld erfordert eine Sühne, und da sie im geistigen Reich Ewigkeiten hindurch schmachten und leiden müßten, wollten sie ihrer großen Schuld ledig werden, so ist es ein Erbarmungswerk Gottes, daß Er eine andere Möglichkeit schafft, um diese Schuld abzubüßen und gleichzeitig der Freiheit wieder zuzustreben, wenn auch nach endlos langer Zeit der Seele eine erneute Freiheit des Willens beschieden ist. Es wird aber dennoch in einem Mußzustand zu einer Tätigkeit veranlaßt, die gleichzeitig eine Höherentwicklung bedeutet, während im Jenseits, im geistigen Reich dem Wesenhaften jegliche Kraft mangelt und auch der Wille zur Tätigkeit völlig lahmgelegt ist durch eigenes Verschulden. Also ist auch das scheinbar grausamste Werk des göttlichen Schöpfers ein Werk der Liebe an dem gefallenen Geistigen, das seine einstige Schuld ums Vielfache vergrößert hat durch Gott-widrige Handlungen, die es im freien Willen auf Erden ausführt. Und solange die Menschen nicht umkehren und sich zur Liebe wandeln, häufen sie Schuld auf Schuld auf sich, und die Folgen sind erschreckend, denn sie ziehen das Strafgericht Gottes unabwendbar heran und berauben sich selbst jeglicher Freiheit. Denn sie müssen sühnen laut göttlicher Gerechtigkeit, sie müssen alle Folgen auf sich nehmen - sie müssen den Gang noch einmal gehen durch die gesamte Schöpfung, bis ihnen erneut der freie Wille gegeben wird, um ihn nun nützen zu können zur endgültigen Freiwerdung aus der Form. Amen. B.D. NR. 3307.

 

Buch 43 3308

Inneres Drängen Gottes Weisung. Unterstellen des Willens.

27. Oktober 1944. B.D. NR. 3308.

Gott gibt euch Seine Weisungen durch euer Herz kund. Sowie ihr euch gedrängt fühlt in einem Vorhaben, sowie es euch von innen heraus treibt, ist es immer die Stimme Gottes, die euch Weisungen gibt, vorausgesetzt, daß ihr im Willen Gottes zu leben euch bemüht, also Ihn anstrebt und ihr euch Seiner Führung anvertraut. Sein Wille lenkt euch dann, indem ihr den gleichen Willen in euch traget, weil ihr euch Seinem Willen bewußt unterstellt habt; und dann dürfet ihr nur dem Drängen eures Herzens nachgeben, und es wird euer Handeln recht sein und Gott-gewollt. Doch prüfet euch ernstlich, welcher Macht ihr das Recht einräumet, euch zu lenken. Inniges Gebet zu Gott schützet euch vor der Gegenmacht; was ihr aber tut, ohne Gottes Segen erbeten zu haben, was ihr tut, um lediglich das Wohlleben des Körpers zu fördern, was ihr tut, die ihr völlig abseits stehet von Gott, das ist nicht Seine Weisung, sondern die Seines Gegners, und sie gereichen euch zum Schaden der Seele. Der Gott Zustrebende wird niemals zu fürchten brauchen, falsch zu denken und zu handeln, weil seine Einstellung zu Gott auch den geistigen Kräften Zugang gewährt zu ihm und nun ihnen die Berechtigung gibt, sich schützend an die Seite des Menschen zu stellen, also auch den Einfluß schlechter Kräfte abzuwehren. Nur das Verlangen nach Gott sichert dem Menschen göttlichen Schutz, und wer im göttlichen Schutz steht, der kann nicht fehlgehen, er kann nur das ausführen, was gut ist für seine Seele. Gott Selbst leitet ihn, und jeder Weg, den er beschreitet, ist wichtig und führt zum Ziel. Der Mensch handelt zwar nach eigenem Ermessen, sein Wille treibt ihn zu dieser oder jener Handlung, und doch ist es der Wille Gottes, der sich durch seinen Willen äußert, solange der Mensch dem inneren Drängen nachgibt. Läßt er jedoch dieses Drängen unbeachtet, dann leistet er Widerstand, er wird unentschlossen, sein Wille ist noch nicht gänzlich dem Willen Gottes untergeordnet. Und davor muß er sich in acht nehmen, denn es ist dies immer die Folge eines Nachlassens im Gebet. Je inniger seine Verbindung mit Gott ist, desto klarer sieht er den ihm vorgezeichneten Weg und desto williger folgt er den Weisungen Gottes, die sein Herz ihm kundgibt. Nur die Entfernung von Gott beraubt ihn des feinen Empfindens für den göttlichen Willen, denn dann ist er auf sich selbst gestellt und unsicher, was er tun und was er lassen soll. Und solche Zustände wertet der Gegner Gottes aus, indem er sich einschaltet in die Gedanken des Menschen, indem er ihn zu bestimmen sucht, seinen eigenen Vorteil jeder Handlung zugrunde zu legen. Und dann muß der Mensch kämpfen, er muß sich durchringen, um die Verbindung mit Gott wiederherzustellen, die ihm ein klares Denken einträgt, so daß er den Versuchungen widerstehen kann. Wer Gott sucht, der wird nicht fehlgehen, wer Ihn jedoch ausschaltet, dessen Weg geht in die Irre. Darum soll ohne Gebet um den Segen Gottes nichts in Angriff genommen werden, dann wird auch das Denken der Menschen recht geleitet sein, und jede Tätigkeit wird den Willen Gottes in sich tragen. Amen. B.D. NR. 3308.

 

Buch 43 3314

Geistiger Hunger. Kurze Zeit der Glaubensfreiheit.

1. und 2. November 1944. B.D. NR. 3314.

Der geistige Hunger wird einsetzen, wenn den Menschen das irdische Leben nicht mehr lebenswert erscheint, und dann ist die Zeit gekommen, wo die Diener Gottes erfolgreich werden wirken können. Und es muß dann jede Gelegenheit genützet werden, daß den Menschen das Reich Gottes nahegebracht wird, daß ihnen Gottes Wort verkündet wird und sie in Kenntnis gesetzt werden von Seinem Willen. Es muß in ihnen der Glaube an Gott erweckt oder verstärkt werden, und sie müssen angehalten werden zum Gebet, zur Verbindung mit Gott, Der nun erst Seine Kraft austeilen kann, welche sie benötigen zu ihrer Entwicklung. Und es werden die Diener Gottes anfangs willig angehört werden, denn die Welt erscheint den Menschen vergänglich, und ihr Verlangen steht vorübergehend nach Dingen, die beständig sind. Und die Menschen werden regen Geistes sein und begierig das Wort Gottes entgegennehmen. Doch es wird diese Willigkeit nur kurze Zeit währen, und darum soll sie ausgewertet werden in jeder Weise. Und überall soll der Liebe Gottes Erwähnung getan werden, überall sollen die Menschen hingewiesen werden auf ihre Erdenaufgaben, sie sollen zum Liebeswirken angeregt werden, auf daß sie bald den Segen und die Kraft dessen verspüren. Sie sollen darauf hingewiesen werden, daß sie sich im kommenden Glaubenskampf bewähren müssen, wollen sie das ewige Leben sich erwerben. Und also soll emsig gearbeitet werden für das Reich Gottes, denn sehr bald wird diesem freien Glaubenszustand ein Ende bereitet werden durch Maßnahmen und Verfügungen, die jegliches geistige Werben, jede geistige Tätigkeit, unterbinden oder gänzlich unmöglich machen. Und von dieser Zeit an schwebt die Menschheit in größter Gefahr, d.h., sie kann diese Gefahr auch abwenden von sich, wenn sie dem Begehren der weltlichen Obrigkeit nachkommt. Dann hat sie zwar von jener nichts zu befürchten, doch sie verkauft ihre Seele, und diese ist unvergänglich. Die Seele des Menschen aber verspüret es und banget und fürchtet die kommende Zeit. Und darum ist sie auch besonders aufgeschlossen, weil sie es unbewußt empfindet, daß das Wort Gottes ihr Bestehen in Glückseligkeit sichert und daß es der alleinige Kraftquell ist, an dem sie sich stärken kann in Zeiten der Not. Und jedes Bestreben ist dadurch hinfällig geworden, das nicht der Erreichung Seines geheiligten Wortes gilt. Denn das göttliche Wort allein gibt den Menschen die nötige Kraft, standzuhalten wider alle Maßnahmen, die gegen den Glauben und somit gegen Gott gerichtet sind.

Das Verlangen des Menschen nach der Speise des Himmels wird groß sein, doch nur bei denen, die in dem göttlichen Eingriff, im Entfesseln der Naturgewalten, Gott erkennen, die diesen Vorgang als ein sichtbares Zeichen Gottes ansehen, daß Er das Gebaren der Menschen verurteilt und sie auf einen anderen Weg führen will. An diesen wird das Geschehen nicht spurlos vorübergehen, sie werden ihre Herzen zu Gott erheben und Sein Wort begehren, weil es ihnen Trost und Stärke, Aufklärung und Ansporn gibt, weil sie nun erst den Zusammenhang erkennen von allem, was sich in der Welt abspielt, und dem geistigen Zustand der Menschen. Und diesen soll das Brot des Himmels gereicht werden, wenngleich es anfangs eine etwas schwere Kost ist für die noch Schwachgläubigen. Dennoch hilft es ihnen ihrem Willen nach oben gemäß. Und auf daß dieser Wille ausgebildet werde, daß er Gut und Böse auseinanderhalte und sich für das Rechte entscheide, sollen die Arbeiter des Herrn unentwegt tätig sein, und sie sollen sich nicht entmutigen lassen, wenn sie auf Widerstand stoßen, und unbeirrt weiterwandern, dem Nächsten das Brot des Himmels bietend und Speise und Trank austeilend überall, wo Bedürftige der Nahrung harren. Denn kurz ist die Zeit dieses freien Wirkens. Der Satan arbeitet mit großer Hast, und er scheuet kein Mittel, um Gott zu verdrängen. Also setzet kurze Zeit darauf der Kampf ein gegen dieses freie Wirken. Und die Maßnahmen sind von einschneidender Bedeutung, sollen sie doch das gesamte geistige Streben unterbinden und das Denken der Menschen von Grund auf wandeln. Und nun wird sich bewähren, der das Wort Gottes begierig aufnahm, denn er wird die himmlische Speise nicht mehr missen wollen, er wird ohne die Tröstungen und Stärkungen Gottes nicht mehr bestehen können; er wird standhalten, weil er immer heißer begehrt und auch empfangen wird, was ihm Kraft einträgt zum Widerstand gegen alles der Seele feindlich Gesinnte. Je emsiger die Arbeiter des Herrn tätig sind in der Notzeit, desto erfolgreicher wird auch ihre Arbeit für das Reich Gottes sein. Denn haben sie in Überzeugung das Wort Gottes darbieten können, so wird es auch Wurzeln schlagen und nicht mehr ausgerottet werden können aus den Herzen derer, die aufnahmewillig sind. Und ist erst einmal der Same auf fruchtbares Erdreich gefallen, so wird er auch blühen, wachsen und gedeihen und gute Frucht bringen. Und darum braucht Gott zahlreiche Arbeiter, Er braucht Menschen auf Erden, die sich freiwillig in Seinen Dienst stellen, die sich von Ihm unterweisen lassen und nun unentwegt tätig sind, um jede Zeit und Gelegenheit auszunützen, wo sie erfolgreich wirken können für das Seelenheil der Menschen, wo sie den Menschen durch das Zuführen des göttlichen Wortes das geben, was sie dringend benötigen - Licht und Kraft - Erkenntnis und festen Willen zum Widerstand, wenn die Zeit der Entscheidung gekommen ist. Amen. B.D. NR. 3314.

 

Buch 43 3316

Verschiedene Sphären im geistigen Reich.

3. November 1944. B.D. NR. 3316.

Unmittelbar nach dem Leibestode verläßt die Seele den Körper und entschwebt in das geistige Reich, das je nach ihrem Reifezustand nahe oder weit entfernt von der Erde sein kann. Das ist zwar nicht räumlich zu verstehen, sondern die Entfernung ergibt sich durch die Verschiedenheit der Sphären, alle zwar dem geistigen Reich angehörend, weil sie abseits und außerhalb der irdisch-materiellen Welt liegen und die Seele, die noch unreif ist, einen sehr langen Weg zeitlich zu gehen hat, bevor sie in die Lichtsphären gelangt. Eine reife Seele dagegen ist blitzschnell nach ihrem Leibestode in jene Sphären versetzt, denn sie bedarf weder Zeit noch Raum, um die Entfernung von der Erde in die Lichtsphären zu überwinden. Ihr genügt allein die Kraft, die ihr Reifezustand der Seele eingetragen hat. Die unvollkommenen Seelen dagegen vermögen sich nicht so schnell von der Erde zu trennen, weil sie einmal kraftlos sind, um sich zur Höhe zu schwingen, und dann auch noch mit ihren Sinnen an den irdischen Dingen gefesselt sind. Sie wollen nicht von der Erde und bleiben also lange Zeit in Erdennähe, zumeist in der Umgebung, die sie zu Lebzeiten ihr eigen nannten. Folglich empfinden sie auch nicht sogleich den Wechsel aus dem irdischen in das geistige Reich. Denn es erscheint ihnen ihr Aufenthaltsort noch irdisch und sind sich oft die Seelen nicht bewußt, daß sie nicht mehr ihr körperliches Leben haben. Doch es befremdet sie, daß sie mit den Menschen auf der Erde nicht mehr die Verbindung herstellen können, daß sie sich nicht Gehör verschaffen können und von den Menschen unbeachtet gelassen werden. Dieser Umstand bringt sie langsam zum Erkennen ihrer Lage, zu dem Erkennen, daß sie nicht mehr auf der Erde weilen, sondern jenseits dieser im geistigen Reich. Solange die Seele noch irdisch gesinnt ist, vermag sie jedoch nicht, sich aus dieser Umgebung zu entfernen; sie ist noch erdgebunden, und es ist dies für sie ein quälender Zustand, weil ihr alles unerreichbar ist, was sie begehrt oder zu besitzen glaubt. Und sie soll nun langsam das Verlangen nach irdischen Gütern überwinden; erst wenn ihr dieses gelungen ist, entfernt sie sich mehr und mehr von der Erde, die Sphären nehmen andere Gestalt an, das Auge ersieht keine irdischen, sondern nur geistige Schöpfungen, je nach dem Reifezustand der Seele, d.h., das geistige Auge der Seele ist fähig, geistige Dinge zu schauen, die das unvollkommene Wesen nicht zu schauen vermag, wenngleich sie vorhanden sind. Scheidet jedoch eine reifere Seele ab von der Erde, dann vermag sie sofort im geistigen Reich ihre Umgebung zu unterscheiden, weil das geistige Auge diese Fähigkeit hat infolge ihrer Seelenreife. Eine solche Seele wird auch die Seelen erkennen, die ihr begegnen im Jenseits, während umgekehrt die unreifen Seelen dies nicht vermögen, d.h., sie erkennen nur die Seelen der gleichfalls in der Dunkelheit Wandelnden, die also im gleichen unvollkommenen Zustand sich befinden. Jedoch lichtvolle Wesen sind ihnen unsichtbar, und selbst wenn sie in Verhüllung ihres Lichtes sich ihnen nähern, erkennen sie diese nicht. Das geistige Auge erschließt sich erst in einem bestimmten Reifezustand, dann aber ist auch Licht um die Seelen, während geistige Finsternis die Seelen umgibt, die nichts zu schauen vermögen, weil ihnen die geistige Sehe noch verschlossen ist. Irdische Dinge dagegen stehen ihrem Verlangen entsprechend ihnen sichtbar vor Augen; es sind dies aber nur Truggebilde, die in Wirklichkeit nicht existieren, sondern durch das Verlangen der Seele ihr erscheinen, um jedoch einem Schemen gleich zu vergehen, sowie die Seele sie fassen und benützen will, denn an deren Vergänglichkeit soll die Seele erkennen, daß sie etwas Höheres anstreben soll als irdisch-vergängliche Güter. Solange die Seele also noch solche begehrt, werden sich ihr auch keine Lichtwesen nahen, denn materiell gesinnte Seelen schenken den Worten der Lichtwesen kein Gehör, so diese in der Umhüllung kommen und ihnen das Evangelium bringen wollen. Ihnen kann nur durch das Gebet eines Menschen Hilfe gebracht werden in dieser Lage, dann erst wenden sie sich von der Materie ab, und dann suchen sie im geistigen Reich Ersatz. Es kommen ihnen hilfswillige Wesen entgegen, die sie belehren und ihnen den Weg weisen zur Höhe. Und je williger sie die Belehrungen von den Lichtwesen annehmen, desto eher wird ihnen das geistige Auge erschlossen, und sie sind nun der Finsternis entrückt - sie sind in Sphären eingegangen, wo sie Licht empfangen und Licht abgeben dürfen. Sie haben den Weg zurückgelegt, der kurze, aber auch sehr lange Zeit dauern kann, je nach der Hartnäckigkeit, mit welcher die Seele die materiellen Güter anstrebt, die sie so lange an die Erde fesseln, bis sie überwunden sind, um nun eingeführt werden zu können von den Lichtwesen in die reine Wahrheit, um nun wirken zu können im Jenseits für das Reich Gottes, indem die Seele das Wissen nun austeilt an bedürftige Seelen, die noch in Finsternis des Geistes dahingehen. Amen. B.D. NR. 3316.

 

Buch 43 3318

Gewaltige Stimme Gottes. Ende des Kampfes.

4. und 5. November 1944. B.D. NR. 3318.

Laut und eindringlich wird die Stimme Gottes ertönen, und das Schicksal der Völker wird sich entscheiden, denn Gott Selbst wird das Urteil sprechen durch die Naturgewalten. Und Seinem Richterspruch wird sich niemand widersetzen können, denn er wird gerecht sein und die Menschen treffen, die großes Elend verschuldet haben und ihr Unrecht nicht einsehen wollen. Es wird ein überaus trauriges Geschehen sein, und zahllose Menschen werden ums Leben kommen, doch es ist das Geschehen auch unaufhaltsam, weil die Menschen durch nichts mehr erschüttert werden können, was Menschenwille bewerkstelligt, und darum durch ein Geschehen aufgestört werden müssen, das menschlicher Wille nicht abwenden oder beenden kann und das darum ein großes Entsetzen hervorruft, weil ein jeder den Tod vor Augen sieht und sich gefaßt machen muß auf das zeitliche Ende. Und es rückt dieses Geschehen immer näher, es vergeht Tag für Tag, ohne daß die Menschheit sich wandelt, und die Langmut Gottes zögert noch immer, um den Menschen noch Gelegenheit zu geben zur Umkehr, bevor Seine Stimme ertönt. Doch nun neigt sich auch das Weltgeschehen seinem Ende zu, weil das Naturgeschehen sich vorbereitet, weil das Erdinnere in Aufruhr gerät und nur des Momentes harrt, wo Gott den Naturgewalten Freiheit gibt, daß sie sich entfesseln können. Denn die Menschen finden kein Ende, also greift Gott ein und gebietet Einhalt. Schlimmes wird beendet, aber noch Schlimmeres wird die Folge davon sein, denn die Menschen geraten in furchtbare Not und sind in völliger Ratlosigkeit den entfesselten Naturgewalten gegenüber. Sie können weder flüchten, noch ihr Wüten aufhalten oder verringern, sie sind ihnen ausgeliefert und haben nur einen Retter, Dem sie sich anvertrauen können in ihrer Not, Den sie anrufen können um Hilfe und Der die Macht hat, ihnen zu helfen. Doch wenige nur erkennen Ihn an, wenige fühlen sich schuldig und harren ergeben auf Seinen Richterspruch in der Erkenntnis ihrer Sündhaftigkeit. Und dieser wenigen wird Gott Sich auch annehmen in den Stunden der Vernichtung, die göttlicher Wille kommen läßt, weil anders die geistige Not nicht behoben werden kann und die irdische Not durch Menschenwillen ständig in die Höhe getrieben wird. Und weil die Menschen kein Ende finden, bestimmt Gott das Ende eines Kampfes, der die ganze Welt bewegt. Und es wird ein Entsetzensschrei über die Erde hallen, der die Menschen erstarren läßt, denn die Größe des Unglücks lässet alle aufhorchen und zittern vor einer Wiederholung. Und dies bezwecket Gott, daß die gesamte Menschheit Anteil nimmt, daß sie horchet auf Seinen Richterspruch, daß sie erkennet die Schuldigen und Gottes Gerechtigkeit. Denn noch wähnet sich jeder Kämpfende im Recht, noch wird die Macht allein bewertet und nicht das Recht, und es kann der Segen Gottes nicht auf Handlungen ruhen, die verabscheuungswürdig sind, weil sie gegen das göttliche Gebot der Liebe verstoßen.

Und Gott wird die Menschen strafen mit dem gleichen, das sie tun - nur daß Sein Zerstörungswerk noch gewaltiger ist, auf daß sie Ihn daran erkennen. Denn auch das Geistige empöret sich, das, noch unfrei, aus der göttlichen Ordnung herausgerissen wird und diesen Zustand qualvoll empfindet, denn ob es auch durch menschlichen Willen frei wurde, es kann sich nicht seiner Freiheit erfreuen, weil es nicht die Freiheit der Vollkommenheit ist, sondern dem Geistigen die Möglichkeit einer Tätigkeit genommen ist, worüber es sich empört. Und es wird sich betätigen, wo ihm Gelegenheit geboten wird. Insbesondere aber wird es sich verbinden mit dem noch gebannten Geistigen und dieses gleichfalls zur Sprengung seiner Hülle zu bewegen suchen, wobei es ihm behilflich ist. Es sucht dadurch die Menschen zu zwingen, sich wieder aufbauend zu betätigen, damit ihm wieder die Möglichkeit gegeben ist, neue Schöpfungen zu beziehen, um den Entwicklungsgang fortsetzen zu können. Und Gott hindert das durch menschlichen Willen frei gewordene Geistige nicht, wie Er auch Seine Zustimmung gibt, so sich die Materie im Erdinneren rührt, so das Geistige dem Licht zustrebt und seine Hülle zu sprengen sucht. Es zieht Gott für kurze Zeit Seinen Willen zurück, und Er läßt dem Willen des Geistigen freien Lauf, was jedoch, da dieses noch völlig unreif ist, ein Zerstörungswerk von ungeheurem Ausmaß bedeutet. Und so stellt sich dem menschlichen Willen ein Wille entgegen, der ersteren übertrumpft, der scheinbar jede göttliche Liebe und Weisheit vermissen läßt und der die volle Zustimmung Gottes findet. Doch die Menschheit beugt sich nicht vor Gott, sie hält nicht in ihrem Vernichtungskampf ein, sie ist von Dämonen befallen und läßt sich von ihnen treiben, sie verfällt immer mehr der bösen Gewalt und zeigt dies in ihren Werken und Maßnahmen. Und um diesem Niedergang Einhalt zu gebieten, tritt Gottes Wille und Allmacht offensichtlich in Aktion. Er rüttelt die Erde und mit ihr die Menschheit, auf daß sie zur Besinnung komme und sich wandle. Denn es ist die letzte Zeit, die noch genützt werden kann für die Seelen. Und darum lässet Gott Seine Stimme ertönen, kraftvoll und gewaltig, und Er rufet den Menschen zu: Haltet ein in eurem Wüten, das eure Seelen ins Verderben reißt; wandelt euch, ehe es zu spät ist, und gedenket Dessen, Der da regieret über Himmel und Erde, Der euer Schöpfer und Erhalter ist und Dessen Liebe ihr mit Füßen tretet. Besinnet euch auf euer Ende, denn es steht nahe bevor. Amen. B.D. NR. 3318.

 

Buch 43 3321

Letztes Gericht. Sündenstrafe und Gnadenakt.

7. und 8. November 1944. B.D. NR. 3321.

Furcht und Schrecken wird die Menschen befallen angesichts des Endes und ihrer Hilflosigkeit, denn bis auf die wenigen Gottgetreuen mangelt es allen am Glauben an einen liebevollen, weisen und allmächtigen Gott, an ein Fortleben nach dem Tode und an ein geistiges Reich. Sie glauben nur, was sie sehen, und sehen dessen Untergang, und also ist ihr Zustand hoffnungslos. Sie haben das irdische Leben zu hoch bewertet, und sie erkennen nun ihre Machtlosigkeit, es nur um eine Stunde zu verlängern, und die Unvollkommenheit ihrer Seelen jagt ihnen eine entsetzliche Angst ein, denn sie fürchten den Tod. Sie spüren es unbewußt, daß die Seele einem überaus qualvollen Zustand entgegengeht, daß es für die Seele kein Ausgelöschtsein gibt, und in ihrer mangelhaften Seelenreife müssen sie daher das Ende fürchten oder zum Glauben kommen. Der gläubige Mensch sieht dem Ende mit einer Ruhe entgegen, weiß er sich doch behütet, solange er auf Erden lebt und auch das Leben nach seinem Tode schrecket ihn nicht, ist es für ihn doch das eigentliche Leben, das ihm Zweck und Ziel des Erdenlebens war. Doch die letzte Zeit wird fürchterlich sein, denn es werden sich alle Kräfte der Finsternis zusammentun und wüten gegen das Lichtvolle auf Erden, um es herabzuziehen in die Finsternis. Und die Gläubigen geraten in die äußerste Bedrängnis, woraus der Tod ihnen als Erlösung erscheint. Und darum sehnen sie die letzten Stunden herbei, sie erwarten gefaßt den Abruf von dieser Erde und hoffen auf das Kommen des Herrn, das dem letzten Gericht vorangeht. Und daraus schöpfen sie die Kraft zum Widerstand. Doch der Satan wütet, bis die letzte Stunde gekommen ist. Die Menschen überbieten sich in Grausamkeiten und gehen unerhört gegen die Gläubigen vor. Da ereilet sie das Gericht. Flammen schlagen aus der Erde hervor und verzehren alles, was sie ergreifen. Und es sehen die Menschen den Tod vor Augen, dem sie nicht entrinnen können. Doch ihre Not und Angst wiegt nicht das Maß von Sünden auf, das sie auf sich geladen haben in der Zeit der Verfolgung gegen die Gott-Getreuen, denn dieses Maß ist übervoll und kann nur durch die Bannung in der festen Materie abgegolten werden, daß das Wesenhafte in dieser die Schuld abträgt durch lange Zeit der Gefangenschaft. Und es wird kein Mensch seinem Schicksal entgehen, das er sich selbst durch seinen Lebenswandel geschaffen hat. Die Angst und das Entsetzen werden übergroß sein für die Schuldigen, die Seligkeit beim Kommen des Herrn desgleichen für die Gläubigen, und es wird alle Not auf Erden ein Ende haben für lange Zeit. Es können sich die Menschen keine Vorstellung machen von dem Vorgang, der sich abspielen wird am letzten Gericht. Die Macht Gottes strafet alles Ihm Widersetzliche. Der Satan selbst wird gebunden und mit ihm alle Kräfte, die ihm hörig waren. Und die Erde wird zu dieser Zeit eine Stätte lebendiger Teufel sein, voll und ganz in der Gewalt ihres Herrn. Doch nicht gezwungen, sondern freiwillig sind sie ihm gefolgt und darum auch alle Gegner Gottes, die den Zorn Gottes nun verspüren werden.   Sie müssen büßen für ihre Sündhaftigkeit, sie müssen unsagbare Qualen auf sich nehmen, weil sie sich in äußerster Gottferne befinden und dies totale Kraftlosigkeit und härteste Gefangenschaft bedeutet, ein Zustand, der für das einst kraftvolle, in Freiheit sich bewegen könnende Geistige unvorstellbar qualvoll ist, da es das Bewußtsein der Existenz nicht verliert. Und dennoch ist auch dieser Akt des Bannens in der festesten Materie ein Gnadenakt Gottes, um diesem Geistigen doch zur Freiwerdung zu verhelfen, um ihm die Möglichkeit zu geben, den Urzustand wieder zu erreichen. Doch die Größe der Sündenschuld bestimmt auch das Maß der Qualen; es sind die Qualen wohl eine Strafe, eine Sühne für die Sünden, aber gleichzeitig ein Besserungsmittel, ein Mittel zur Wandlung des gänzlich Gott-fernen Geistigen zu Wesen, die Gott anstreben. Daß dieses Mittel von einer solchen Härte ist, die den Menschen grausam erscheint, verschuldet die Menschheit in der letzten Zeit auf dieser Erde selbst, weil sich das Geistige, das sich schon im Stadium des freien Willens befindet, zur äußersten Tiefe rückentwickelt, trotz aller entgegenkommenden Hilfe Gottes, die das Geistige davor bewahren möchte. Die Menschen sprechen der Liebe Gottes Hohn, sie achten nicht Seines Wortes, nicht Seiner Diener und Propheten, sie lassen alle irdischen Geschehen eindruckslos an sich vorübergehen; ihr freier Wille wendet sich nach unten, dem zu, der wider Gott kämpft, und also werden sie ihm gleich. Es kann dies nur eine gänzliche Verbannung von Gott nach sich ziehen, und diese gänzliche Verbannung ist immer ein Zustand größter Qual, weil nur die Gottnähe für das Wesen beglückend ist und die Gottferne völlig dem Urzustand des Wesenhaften widerspricht. Will nun Gott dem gefallenen Wesenhaften Gelegenheit geben, wieder zu Ihm zurückzukehren, so muß dieses die Qualen der Entfernung von Ihm durchkosten, auf daß es aus eigenem Willen sich wandle und wieder Gott zustrebe. Anfänglich zwar ist es so Gott-widersetzlich, daß es diesen Willen nicht aufbringt, und daher dauert der Aufenthalt in der festen Materie endlos lange Zeiten. Doch Gott weiß darum, wann die Hartnäckigkeit des Willens nachzulassen beginnt, und Er lockert dann auch die Hülle des Geistigen, und desto schneller, je nachgiebiger das Geistige in der Form sich erzeigt. Es ist dies der einzige Weg, auf welchem das Geistige wieder in den Zustand des freien Willens gelangen kann, der es nun wieder vor die Entscheidung stellt. Denn diese muß unbedingt in völliger Willensfreiheit getroffen werden. Also ist auch das kommende Gericht nur ein Akt zur Rückgewinnung des Geistigen, wenngleich es mit einer harten Sühne für das Sündenmaß verbunden ist, das die Menschen in der letzten Zeit vor dem Ende auf sich laden. Eine Aufwärtsentwicklung, also Wandlung des Willens auf dieser Erde, gibt es nicht mehr, und darum wird jegliches Leben beendet. Es beginnt wieder eine Zeit in Gottverbundenheit und Schuldlosigkeit für die wenigen, die Gott zuvor von der Erde nimmt, die Er bestimmt hat zur Fortpflanzung des Menschengeschlechtes, nachdem allen anderen Menschen das leibliche Leben genommen ist, sie also die wenigen Guten, Gott-getreuen Menschen nicht mehr bedrängen können. Denn dies ist das Ende, daß Gott scheidet das Gute vom Schlechten, daß Er die Guten lohnet und die Bösen strafet, daß erstere ein paradiesisches Leben führen dürfen auf der neuen Erde und letztere verurteilt sind zu endlos langer Gefangenschaft. Amen. B.D. NR. 3321.

 

Buch 43 3324

Lichtsphären. Wiedersehen. Seligkeit.

10. November 1944. B.D. NR. 3324.

Einer Lichtwolke gleich wird sich die reife Seele erheben nach ihrem Leibestode aus dem irdischen Bereich in die jenseitigen Sphären, und dann hat sie jegliche Materie überwunden, dann ist sie frei von jeder Fessel, sie ist wieder, was sie ursprünglich war, ein freies Geistwesen voller Licht und Kraft. Sichtbar und erkennbar ist sie nur dem gleichfalls reifen Geistigen, das also geistig zu schauen vermag, während sie dem unreifen Geistigen unsichtbar bleibt, also auch nicht von ihm erkannt werden kann. Und darum kann es zwischen dem reifen und dem unreifen Geistigen, also zwischen den von der Erde abgeschiedenen Seelen, die in verschiedenem Reifezustand in das Jenseits eingehen, auch so lange kein Wiedersehen geben, bis das unvollkommene Geistige einen bestimmten Reifegrad erlangt hat, der ihm die Lichtsphären eröffnet. Das unvollkommene Geistige ist zwar von den Lichtwesen zu erkennen, denn diese erschauen alles, und es ist ihnen nichts verborgen; also kennen sie auch eine jede Seele, die noch in der Dunkelheit des Geistes sich befindet; sie können aber nicht von jenen erkannt werden. Das Sehnen der Seelen nach ihren Lieben ist aber mitunter so stark, daß es eine Triebkraft ist zur Höherentwicklung im Jenseits, sowie die Seele in das Stadium des Erkennens eingetreten ist und von der Möglichkeit eines Aufstiegs im geistigen Reich durch Liebeswirken weiß. Dann ist sie rastlos tätig, weil das Verlangen nach ihr nahestehenden Seelen sie unablässig zur Höhe treibt. Denn sie erkennt ihresgleichen und weiß daher, daß sie ihre Lieben auch wiedersehen wird, und dieses Bewußtsein gibt ihr immer wieder Kraft, und diese Kraft wird ihr von ebenjenen Wesen zugeführt, die das Ziel ihres Sehnens sind; sie können den Seelen Kraft zuleiten, doch unerkannt von ihnen. Nähern sie sich ihnen, um ihnen helfend Ratschläge zu erteilen, dann verhüllen sie sich, weil die unreifen Seelen ihre Lichtfülle nicht ertragen können. Jene sehen sich also von Wesen umgeben, die ihnen jedoch fremd sind und die scheinbar keiner anderen Lichtsphäre angehören als sie selbst. Doch da sie ihnen mit Rat und Tat beistehen, sind ihnen die unvollkommenen Seelen dankbar und gewogen, und sie befolgen ihre Ratschläge. Und so ziehen die reifen Wesen ihre Lieben zu sich hinan, bis sie einen Reifegrad erreicht haben, wo sie Lichtempfänger werden. Dann vermögen sie auch, geistig zu schauen, sie erkennen ihre Umgebung, sie erkennen die Lichtwesen gleicher Reife, und ihre Seligkeit nimmt ständig zu, weil sie sich mit jenen zusammenschließen können, weil sie ihre Lieben wiedersehen und nun ihrerseits wieder jenen beistehen, die in der Dunkelheit des Geistes schmachten. Erst wenn der Reifegrad erreicht ist, der das geistige Schauen zuläßt, ist die Seele frei von jeglicher Belastung, denn dann steht auch sie im Licht, in der Erkenntnis der reinen Wahrheit und in der Liebe. Und jegliche Tätigkeit, die sie nun ausführt, ist beglückend, weil nur die Liebe sie dazu treibt und Liebeswirken immer Seligkeit auslöst. Das Verschmelzen mit gleich reifen Seelen, die sich in innigster Harmonie ergänzen, ist die eigentliche Seligkeit, denn es ist innigste Liebe, die den Zusammenschluß sucht und findet. Und Liebe ist immer beglückend, so sie dem rein Geistigen gilt, denn sie ist gebend, nicht verlangend. Und doch gipfelt diese Liebe im Verlangen nach Gott, im endgültigen Zusammenschluß mit Ihm. Und dieses Verlangen wird stets erfüllt, denn Gott begehren darf das Wesen jederzeit, und es kann auch jederzeit auf das Stillen seiner Sehnsucht rechnen, denn Gott gibt unablässig, Er teilt ständig Seine Liebe aus und macht die Bewohner des geistigen Reiches dadurch zu den seligsten Wesen. Es ist deren Seligkeit unvorstellbar, denn Liebe und Licht erfüllet jene Sphären, wo die Wesen in der Nähe Gottes weilen dürfen, Der die ewige Liebe und das Urlicht Selbst ist. Amen. B.D. NR. 3324.

 

Buch 43 3330

Welterneuerung. Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben.

14. November 1944. B.D. NR. 3330.

Die Welterneuerung kann erst dann einsetzen, wenn die alte Welt restlos zerstört ist, und so wird sich auch das Wort erfüllen:   Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Es ist dies geistig und irdisch zu verstehen, es wird eine totale geistige Umwälzung stattfinden, und daher muß auch geistig zuvor eine Zerrüttung, ein Zustand der Auflösung eintreten, wie auch irdisch nichts bestehenbleiben wird, was zuvor war. Und beides wird der menschliche Wille selbst vollziehen. Irdische Schöpfungen werden durch Menschenwillen zerstört, irdische Einrichtungen und Verhältnisse werden unhaltbar sein und also irdisch viele Veränderungen getroffen werden, die sich zuletzt als Auflösung der Materie auswirken werden. Und ebenso wird geistig diese Auflösung zu beobachten sein, denn es gehen anfänglich alle Geistesrichtungen gegeneinander, es wird eine von der anderen angefeindet, es wird gegen eine jede vorgegangen von seiten der irdischen Gewalt, und zuletzt wird der Glaubenskampf entbrennen, der alles geistige Streben unmöglich machen will. Es ist von seiten der Menschen ein AusrottenWollen jeglichen Glaubens an etwas Unvergängliches, Geistiges und an eine höhere Macht. Und Gott läßt auch dieses zu, weil dies alles der geistigen Wende vorangehen muß, denn es soll aus dem Chaos etwas Neues hervorgehen, etwas Reines, Geläutertes, starkes Geistiges, und das erfordert endgültige Vernichtung und Auflösung der alten Welt. Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben. So der Mensch aufmerket, erkennt er den Verfall, und also weiß er auch, daß das Ende nicht mehr weit ist. Und ob auch alles im geistigen und irdischen Chaos unterzugehen droht, der Mensch selbst soll sich daraus erretten, er soll standhalten und nicht diesen Verfall auf sich übergreifen lassen. Und ob auch alles um ihn versinket, er soll sich über Wasser halten; er soll stets die Hände ausstrecken nach oben, er soll sich ziehen lassen von der göttlichen Vaterliebe, auf daß er nicht untergehe, wenn alles versinkt. Er soll wollen aus tiefstem Herzen, daß er die neue Welt erlebe, daß er aus dem geistigen und irdischen Chaos unbeschadet hervorgehe, gesund an seiner Seele und voller Hoffnung auf eine neue Zeit, die geistig und irdisch friedvoll ist, weil Gott Selbst den Menschen nahe ist, die diese letzte Zeit der Auflösung überstehen. Denn das Schlechte wird untergehen, es wird nicht mehr auf Erden toben können und also auch nicht mehr die Menschen bedrängen, die Gott verbunden sind durch die Liebe. Und darum erneuert sich die Welt, es ist nicht mehr die alte Erde, denn kein Stein wird auf dem anderen bleiben, und die alte Erde muß diesen Umgestaltungsprozeß durchmachen, sie muß zu einer neuen Erde werden auch rein materiell, es müssen Schöpfungen vergehen und neue erstehen, weil die geistige Erneuerung auch gleichzeitig eine Erneuerung der irdischen Schöpfungen bedingt - es kann nichts bleiben wie zuvor, weil den Schöpfungen ein neuer Zweck zugewiesen wird und darum sich die alte Schöpfung völlig auflösen muß laut Gottes ewigem Heilsplan. Alles wird gewandelt werden, doch nicht vergehen auf ewig, es wird eine andere Form annehmen, weil die alte Form ihren Zweck nicht mehr erfüllt. Und es muß dies vor sich gehen, weil es bestimmt ist seit Ewigkeit - und weil der Wille der Menschheit dort angelangt ist, wo er sich weit mehr zerstörend als aufbauend betätigt, und dies ein Verstoß gegen die göttliche Ordnung ist. Also muß dies sich so auswirken, daß irdisch und geistig ein Chaos entsteht, und dies ist das Ende der alten Erde. Daraus aber geht hervor eine neue Welt - eine Welt des Friedens, ein geistiges und irdisches Paradies - in dem die Liebe regieret, weil die ewige Liebe Selbst unter den Menschen weilt, die Ihr treu blieben auch im schwersten Kampf. Amen. B.D. NR. 3330.

 

Buch 43 3333

Vergeistigung der Substanzen des Körpers.

17. November 1944. B.D. NR. 3333.

Der Körper soll der Seele zur geistigen Reife verhelfen, indem er sich selbst aufgibt, indem er jede Begierde unterdrückt und nur das Verlangen der Seele zur Geltung kommen läßt, die sich, so der Körper sie frei gibt, ganz dem Geist in sich hingibt, also seinem Verlangen und seinem Drängen nachgibt. Je mehr der Körper sich dem Verlangen der Seele anschließt, desto mehr vergeistigt sich also auch die materielle Außenform der Seele, und es braucht diese dann keinen so langen Erdenweg mehr zurücklegen, wohingegen ein vollständig materiell eingestellter Körper noch nach seinem Leibestod lange Zeit benötigt, ehe er sein Begehren überwunden hat. Es sind gleichsam die geistigen Substanzen der Außenformen jener Seelen verfeinert, sie sind nicht mehr so grobstofflich, wenngleich sie noch irdische Materie sind. Die Seele zieht ihn mit hinüber in das Bereich des Geistes, dem sie jede Herrschaft über sich eingeräumt hat, und der Körper folgt ihr willig, er leistet auf alles Verzicht, was ihm sonst begehrenswert erschien, er ist völlig widerstandslos und daher auch nicht mehr der Welt zugewandt. Und es wird ein Mensch schneller reifen, so Körper und Seele dem Geist in sich untertan sind. Dieser regieret sie nun in Liebe und Weisheit - was er verlangt, führt die Seele und der Körper aus, und dies trägt zum geistigen Fortschritt bei. Denn die Seele wird die Stimme des Geistes vernehmen können, weil der Körper gleichzeitig bereit ist, indem er der Seele jede Störung fernhält, indem er sich selbst in den Zustand versetzt, daß sich die Stimme des Geistes äußert. Denn es muß sich der Körper völlig lösen von der Welt, er muß sein körperliches Ohr verschließen und der Seele das Horchen überlassen, auf daß diese es ihm dann vermittle. Je weniger die Seele vom Körper behindert wird, desto vernehmlicher ertönet ihr die Stimme des Geistes. Der Körper aber trägt auch großen Erfolg davon. Er überwindet viel leichter die Materie, er ist gewissermaßen gekräftigt durch die Speise, welche die Seele entgegennimmt, er vergeistigt sich immer mehr, und die Seele nimmt bei ihrem Abscheiden von der Welt geistige Substanzen des Körpers mit in sich auf. Die irdisch materiellen Bestandteile des Körpers werden keinen so langen Reifeprozeß durchzumachen haben, mitunter sogar zur Bildung einer neuen Menschenseele zugelassen werden, wo sie sich völlig vergeistigen können. Wo Seele und Körper dem Geist entgegendrängen, ist eine solche Vergeistigung gewährleistet, wenn auch Gottes ewige Ordnung innegehalten wird in der Aufwärtsentwicklung des Geistes. Es kann jedoch der Gang der Aufwärtsentwicklung erheblich verkürzt werden, wenn der Widerstand des Geistigen gebrochen ist, d.h., wenn das Geistige selbst jeden Widerstand aufgibt, was stets der Fall ist, wenn sich der Körper löset von allem, was er sonst anstrebt, wenn er der Seele das geistige Streben erleichtert, indem er selbst sich ihr anschließt und jede irdische Fessel zu sprengen sucht durch bewußte Hingabe und Unterstellen dem Geist in sich, der Seele und Körper nun an sich zieht, und eine rasche Aufwärtsentwicklung beider nun die Folge ist. Amen. B.D. NR. 3333.

 

Buch 43 3339

Geistige Kraft. Himmelsbrot. Hunger.

21. November 1944. B.D. NR. 3339.

Die geistige Kost muß von hungerndem Herzen aufgenommen werden, ansonsten sie wirkungslos bleibt. Gott bietet der Seele eine Nahrung, sowie aber nach irdischer Speise der Körper verlangt, so muß auch die Seele Verlangen tragen nach der himmlischen Speise, und der Grad des Verlangens bestimmt auch den Grad der Wirkung. Eine hungernde Seele ist für die geistige Speise das richtige Aufnahmegefäß, sie wird die Kost aus den Himmeln verarbeiten und auch spüren, welche Kraft und Stärke ihr mit der himmlischen Kost zuströmt. Sie wird nicht zu darben brauchen, so sie nur verlangt; sie wird sich auch nicht einzuschränken brauchen, weil die Seele niemals übersättigt ist von geistiger Kost, so sie sich voll und ganz erschließt, um geistige Speise und Trank zu sich zu nehmen. Der Körper aber sucht dann nicht mehr irdische Genüsse, sein Verlangen danach läßt nach, je mehr die Seele sich kräftigt am Quell des ewigen Lebens. Denn nun bedeutet dem Menschen das Erdenleben nicht mehr soviel, daß er dem Körper ständig irdische Genüsse verschaffen will. Sein Sinnen und Trachten ist das geistige Reich, geistige Nahrung und Stärkung der Seele. Und ein so begehrender Mensch wird wohlversorgt geistig und auch leiblich, denn ihm wird nichts mangeln, weil er das Heil seiner Seele dem Wohl des Körpers voransetzt und sich nicht genügen läßt an irdischer Nahrung, die wohl der Körper benötigt, aber zum Ausreifen der Seele sehr wenig beiträgt. Begehret der Mensch aber geistige Kost, so wird auch die körperliche Nahrung nicht ohne Einfluß sein auf die Entwicklung der Seele, denn dann ziehet sie aus allem, was der Körper zu sich nimmt, die geistigen Substanzen heraus, die sich ihr angliedern und ihre geistige Kraft vermehren. Die geistige Kost wird von Gott Selbst den Menschen geboten unmittelbar oder durch Seine himmlischen Diener, die im Vollbesitz geistiger Kraft stehen und fortgesetzt Speise und Trank austeilen denen, die bedürftig sind und ihre Gabe freudig in Empfang nehmen. Wer hungert und dürstet, der wird auch das Brot des Himmels nicht abweisen, er begehrt es mit allen Sinnen, denn er glaubt, verschmachten zu müssen, so er nicht gespeiset wird, und er wird daher nicht gleichgültig die köstliche Gabe empfangen, die ihm von oben geboten wird. Er wird bitten und danken für jede Gabe und nimmermehr am Tisch des Herrn vorübergehen, denn ihm wird ein Abendmahl geboten, das ihm köstlicher dünkt als alle Güter und Freuden der Welt. Und stets ist er eingeladen teilzunehmen, stets wird ihm durch die göttliche Liebe das Brot des Himmels dargereicht, so er Verlangen danach hat. Und wer einmal die himmlische Speise verkostet hat, der wird sie nicht mehr missen wollen, denn sie ist überaus köstlich, und sie versetzet die Seele in einen Zustand der Reife, denn sie macht sie fähig, zu arbeiten für das geistige Reich. Die himmlische Kost gibt Kraft und Ausdauer, Mut und Entschlossenheit. Es wird der Mensch stark werden im Glauben, emsig im Liebeswirken, furchtlos im Bekennen seines Glaubens vor der Welt und daher tätig für das Reich Gottes. Denn alle Schwäche fällt von ihm ab, so er geistige Speise entgegennimmt, die Gott Selbst ihm bereitet und in Seiner Liebe ihm darbietet - das Himmelsbrot, das überaus wirkungsvoll die menschliche Seele berührt - Sein Wort, das als geistige Nahrung denen zugeführt wird, die es begehren und verlangenden Herzens entgegennehmen aus Seiner Hand, die immer zu geben bereit ist. Amen. B.D. NR. 3339.

 

Buch 43 3340

Verkürzung der Endzeit.

22. November 1944. B.D. NR. 3340.

Groß ist die Zahl derer, die sich Mir entgegenstellen, die keine geistige Verbindung haben, d.h. ihre Gedanken nur in irdischen Bahnen bewegen und daher den Boten des Himmels kein Gehör schenken, auf daß ihre Gedanken gelenkt werden könnten dem ewigen Ziel entgegen, und diese bieten ein willkommenes Angriffsfeld für Meinen Gegner. Denn den Einflüsterungen seiner Kräfte schenken sie Gehör. Und also gewinnt er sie für sein Lager und bestimmt sie zum Kampf gegen Mich. Ihrer nehme Ich Mich noch an, bis sie Mir tiefste Feindschaft ansagen. Wo Ich noch eine schwache Seele weiß, gebe Ich ihr Gelegenheit, zum Erkennen zu kommen, und Ich lasse nicht ab, um diese Seelen zu werben, Ich bringe ihr Mein Wort nahe, Ich lasse ihr Meine Boten in den Weg treten, und Ich nütze jede Gelegenheit, sowie sie Mir nicht ganz abwendig ist, um ihr Denken zu ändern. Doch solche Seelen sind in der Überzahl, und sie werden zum Schrecken Meiner Kinder hausen und wüten unter dem Einfluß Meines Gegners. Und die Zahl steigt täglich, denn es fallen auch noch die Unentschlossenen ab, die noch nicht in der Tiefe des Glaubens stehen und die lau und träge dahinleben, wenn auch noch dem Wort nach Mir ergeben, doch im Herzen stehen sie Mir noch fern und können daher auch den Versuchungen nicht widerstehen. Die Welt wird sie mehr reizen als ihre Seligkeit, und also geben sie Mich hin, so sie vor die Entscheidung gestellt werden. Und es ist nur ein kleines Häuflein, die Mir treu bleiben bis an das Ende. Um ihrer willen verkürze Ich die Zeit, denn ob auch die Trübsal immer stärker wird, sie wird keinen Meiner Gegner bewegen, die Feindschaft gegen Mich aufzugeben und in Mein Lager zu kommen. Und darum soll die Zeit verkürzt werden um der Meinen willen, auf daß sie nicht schwach werden und dem Feind der Seelen zum Opfer fallen, auf daß ihre Leiden nicht länger dauern, als nötig ist zur Vollendung des letzten Geschehens auf dieser Erde. Und Ich werde ihnen beistehen in der großen Not und sie stärken durch Meine Gegenwart, Ich werde sichtbar und unsichtbar unter ihnen weilen, und Meine Nähe werden sie fühlen und stark bleiben, bis Ich komme und sie erlöse aus ihrer Not. Und dann wird das Ende sein für jegliche Kreatur, denn nur die Meinen bleiben erhalten, während alles andere untergeht, d.h. gebannt wird aufs neue in den Schöpfungen der neuen Erde zum Zwecke ihrer geistigen Aufwärtsentwicklung, auf daß auch das Mir Abtrünnige den Weg zu Mir findet, wenn auch nach endlos langer Zeit. Amen. B.D. NR. 3340.

 

Buch 43 3343

Gemeinsames Liebeswirken in der Endzeit.

24. November 1944. B.D. NR. 3343.

Die Meinen werden sich eng zusammenschließen müssen, wollen sie in der letzten Zeit nicht schwach und mutlos werden. Sie müssen einander aufrichten und sich Mut zusprechen, sie müssen vereint Meine Hilfe erbitten und gläubig erwarten, sie müssen sich jede Gelegenheit zunutze machen, Mein Wort zu hören, die Liebe zu üben und innere Zwiesprache zu halten mit Mir, auf daß sie immer wieder gekräftigt an ihr Tagewerk gehen können und den Anforderungen der Welt gerecht werden, soweit sie nicht umgangen werden können. Denn die Zeit wird hart sein für einen jeden, und wer sich die Kraft nicht holt von Mir, wer nicht die Kraft Meines Wortes auf sich wirken läßt, dem wird sie untragbar scheinen und ihn zu Boden drücken. Ich aber habe für die Meinen allzeit den Kraftspender bereit - Mein Wort, das aus den Himmeln euch geboten wird. Wer dieses hat, der wird auch diese Zeit durchhalten können, er wird nicht achten der Drangsal und die Not nicht so fühlbar spüren, er wird immer wieder herausgeführt, denn Ich Selbst breite Meine Hände aus über ihn, daß ihm kein Leid geschehe - Ich Selbst führe ihn an der Hand, daß sein Fuß nicht strauchle, und Ich Selbst richte ihn auf und tröste ihn durch Mein Wort, so er verzagt ist und sein Herz bangen will. Und darum wird Mein Wort der einzige Kraftquell sein, und zu Meinem Wort müsset ihr euch zusammenfinden, ihr müsset Mich zu euch sprechen lassen zu jeder Zeit, in Not und Trübsal, in Bangigkeit und Bedrängnis, ihr müsset auf Meine Stimme hören und tun, was Ich von euch verlange - Liebe geben stets und ständig, denn nur durch Liebeswirken ist die Not zu lindern. Denn dann ziehet ihr Mich Selbst zu euch, und mit Mir werdet ihr alles überwinden. Und so ihr auch euren Feinden Liebe entgegensetzet, werdet ihr auch geistige Erfolge erzielen können, denn wo ihr Liebe gebet, gewinnet ihr die Herzen, und ihr schwächt so die Macht des Gegners. Und ihr werdet viel Gelegenheit dazu haben, weil die Not alle Menschen in die Lage versetzt, sich Hilfe zu erbitten. Dann werdet ihr euch bewähren müssen, ihr werdet einander mit gutem Beispiel vorangehen und die Liebe praktisch ausüben müssen, und Ich will euch die Möglichkeit geben, hilfreich tätig zu sein, auf daß ihr die Mitmenschen anspornet und sie erziehet zur Liebe. Und jeder Kreis soll sich behütet wissen von Mir, der sich zusammenschließt im geistigen Streben, der Mir zu dienen bereit ist und Mein Wort begehrlich in sich aufnimmt. Ich werde immer mitten unter den Menschen sein, die Mich zum Ziel haben, Ich werde ihnen offensichtlich zu Hilfe kommen in der Not, Ich werde die einzelnen zueinander führen, auf daß sie Mir gemeinsam dienen können, Ich werde ihnen allen Schutz angedeihen lassen, so daß sie niemals zu bangen brauchen, denn niemals wird die Not größer sein als Der, Der sie über die Menschheit kommen läßt. Wer Mich anerkennt, als Herrn und Schöpfer des Himmels und der Erde, der wird nur seine Gedanken gläubig und vertrauend zu Mir zu erheben brauchen, und Ich werde ihn nicht enttäuschen. Sein Glaube ist auch Gewähr für Meine Hilfe, sein Glaube ruft Meine Gegenwart herbei, und Sein Glaube läßt Meine Vaterliebe offenbar werden - er wird nicht vergeblich zu Mir rufen, er wird Erhörung finden in jeder Not. Und darum gehet unverzagt der kommenden Zeit entgegen, lasset Mich walten und fürchtet euch nicht, denn Meine Liebe und Allmacht wird die Zeit beenden und euch, Meine Getreuen, hindurchführen zur ewigen Glückseligkeit, und ihr werdet Mir danken und Mich loben, daß ihr diese Gnadenzeit durchleben durftet, denn sie trägt denen, die Mir treu bleiben, vermehrten Segen ein - ein Paradies auf Erden und ein glückseliges Leben dereinst in der Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 3343.

 

Buch 43 3344

Fülle der göttlichen Gnade in der Endzeit.

24. November 1944. B.D. NR. 3344.

Die Fülle der göttlichen Gnade wird den Menschen in der Endzeit zufließen, so sie deren besonders bedürftig sind. Es gibt nichts für den Menschen Unüberwindliches, so er sich der göttlichen Gnade bedient, und es wird auch keinem Menschen diese Gnade vorenthalten, der sie anfordert im Gebet, der Gott um Hilfe anruft. Und nur darauf wird es ankommen, ob der Mensch sich öffnet dem Zustrom der göttlichen Gnade, ob er einen verlangenden Gedanken zu Gott sendet, oder sich Ihm völlig abweisend entgegenstellt - und er sich dadurch jeglicher Gnadengabe verschließt. Tritt er in Verband mit Gott nur durch seinen Ihm zugewandten Willen, so wird er auch über Gnade verfügen können, weil diese ihm dann ungemessen zusteht. Steht er aber abseits von Gott, dann kann ihm auch die Gnade Gottes nicht zugehen, denn diese erfordert den Willen des Menschen, das Anerkennen Gottes durch das Gebet. Schon ein Gott zugewandter Gedanke genügt, daß Er Sich dem Menschen liebevoll zuneigt und ihn mit Seiner Gnadengabe bedenkt - doch niemals kann diese dem Menschen geboten werden, der Gott-gegnerisch eingestellt ist, weil dann die Gnade Gottes ein Zwangsmittel wäre zur Wandlung jenes Menschen. Gnade ist zwar immer ein unverdientes Hilfsmittel, ein Geschenk, das durch die Liebe Gottes dem Menschen zugewandt wird, dennoch setzt dieses Geschenk den Willen des Menschen voraus, eine Gabe anzunehmen, und diesen Willen fordert Gott, um jenen nicht unfrei zu machen. In der Endzeit werden sich die Menschen eines Übermaßes von Gnade bedienen können, denn je größer die Not ist, desto liebevoller bedenket Gott, die sich Ihm bittend nahen, und Er läßt auch jenen die Gnaden zugehen, die noch verstockten Sinnes sind. Doch wirksam können sie erst werden, so der Mensch selbst willens ist, sie anzunehmen. Und darum wird die Fülle der Gnade nur der kleine Kreis derer erkennen, die Gott treu sind und Ihn im Herzen tragen. Diese werden überaus reich bedacht werden, weil sie bitten und auf Erfüllung ihrer Bitte harren - weil sie alle Nöte vor Ihn hintragen und um Kraft bitten für ihren Erdenlebensweg. Deren Bitten werden nicht ungehört verhallen. Es wird ihnen Hilfe werden in jeder Not, in allen Lebenslagen und zur rechten Zeit. Und dies ist Gnade, daß Gott offensichtlich den Seinen beisteht, daß Er sie stärkt und tröstet, daß Er sie stets einen Ausweg finden läßt in irdischen Nöten, daß Er Sich ihrer leiblichen und seelischen Bedürfnisse annimmt und daß Er ihnen Sein Wort sendet. Er wird offensichtlich wirken und durch Seine Werkzeuge zu den Menschen sprechen, auf daß sie dadurch kraftvoll und mutig werden und allen Versuchungen standhalten. Er wird die Menschen zusammenführen, daß sie einander beistehen und sich stärken sollen. Und alles dies ist Gnade, es sind Hilfsmittel, die ihnen seelische Reife eintragen sollen und die schwere Zeit vor dem Ende ertragbar machen. Doch wer sie nicht begehret, der hat auch keinen Anteil an der Gnadenzuwendung, denn der Strom göttlicher Liebe erfasset nur, die sich Ihm zuwenden, die anderen aber stehen außerhalb des Stromkreises der Liebe Gottes, und dies durch eigene Schuld. Denn Gott stößt keinen zurück, der sich Ihm naht, Er entzieht Sich keinem, der Ihn anerkennt, Er teilet unentwegt aus dem, der Seine Gnadengabe in Empfang nehmen will. Doch der sie abweiset, der wird leer ausgehen und dies bitter büßen müssen am Ende seiner Tage - Er wird am Tage des Gerichtes der Vernichtung anheimfallen, vor der die göttliche Gnade ihn bewahren kann, so sie angenommen und genützet wird in der Erkenntnis, daß diese allein ihn retten kann vor dem ewigen Untergang. Amen. B.D. NR. 3344.

 

Buch 43 3348

Naturereignis. Gute und schlechte Menschen Opfer.

27. November 1944. B.D. NR. 3348.

In der Stunde der höchsten Not werden viele Menschen zu Gott rufen, doch nicht jeder Ruf wird aus dem Herzen kommen, denn die Gefahr, in der sie schweben, nimmt ihnen jede Denkfähigkeit, und also werden sie nur mit den Lippen Gott ansprechen, und ihr Gebet wird ungehört verhallen. Nur die ihre Gedanken zu Ihm zu senden vermögen, wenn auch nur für Momente, denen wird Gott beistehen, entweder, um sie zu erretten aus Leibes Not, oder ihrer Seele noch Gnaden bietend vor dem Ende. Es ist nicht immer der Tod als größtes Übel anzusehen, denn so der Mensch angesichts des Todes noch zu Gott gefunden hat, ist er ein wirksames Mittel gewesen zu seiner Errettung, die mehr wert ist als die Erhaltung des Leibeslebens in Finsternis des Geistes. Und darum werden unzählige Menschen ihr Leben verlieren in kurzer Zeit, teils den Mitmenschen zur Warnung, teils ihrer eigenen geistigen Not wegen. Aber auch Gerechte werden abberufen von der Erde, deren Lebenslauf beendet ist laut Gottes Willen. Denn wo Gott Selbst erkennbar ist, wo die Kräfte der Natur in Aufruhr geraten, die dem Willen Gottes unterstehen, dort ist auch Sein Wille bestimmend, wer diesem Geschehen zum Opfer fällt. Es werden Reife und Unreife von der Erde gehen müssen, doch so eine Seele noch vor ihrem Tode Gott erkannt hat, ist auch ihre geistige Weiterentwicklung im Jenseits gesichert und das beendete Erdenleben nur ein Segen für sie. Und die irdische Not wird groß sein und allen noch die Möglichkeit bieten, zu Gott zu finden. Denn das Naturereignis wird sich vorher ankündigen. Es werden außergewöhnliche Zeichen auf ein außergewöhnliches Ereignis schließen lassen, so daß ein jeder Mensch zuvor noch sich besinnen kann, und er wird auch durch Mitmenschen hingewiesen werden auf die höchste Macht, den Lenker des Himmels und der Erde, so daß er Zeit und Gelegenheit hat, sich mit Ihm zu verbinden in innigem Gebet. Doch nun zeigt sich die Gottferne der Menschheit, denn nur wenige lassen Ihn gelten, nur wenige wenden sich in ihrer Angst und Bedrängnis an Ihn um Schutz und Hilfe. Die meisten lehnen Ihn ab bewußt und unbewußt, sie verfolgen das Naturschauspiel immer in der Hoffnung einer baldigen Beendung, und die Stunde der Not trifft sie daher um so gewaltiger, weil sie sich völlig verlassen fühlen, da ihnen jeglicher Glaube mangelt. Doch auch von diesen Gott-fernen Menschen bleiben viele am Leben, denen Gott noch die Möglichkeit gibt, nachher zur Erkenntnis zu kommen. Es werden gute und schlechte Menschen ihr Leben verlieren, und es werden gute und schlechte Menschen das Leben behalten, denn diese Naturkatastrophe ist noch keine Scheidung der Geister, sondern nur eine letzte Mahnung vor dem Endgericht, aus der alle Menschen ihren seelischen Nutzen ziehen sollen. Doch es steht ihnen frei, wie sie diese letzte Mahnung auswerten - sie können zum Erkennen kommen vor oder nach der unheilsvollen Nacht, sie können aber auch ihr altes Denken behalten, und es kann das große Geschehen ohne Eindruck auf ihre Seelen bleiben. Und so werden auch nachher Gott-feindliche Menschen am Werk sein, um jeglichen Glauben an Gott zu zerstören, und sie werden dieses Naturereignis anführen als größten Beweis Seines Nichtseins, sie werden als größte Gottesleugner hervorgehen aus einem Geschehen, das sie zum Glauben zurückführen sollte, und der Kampf wird darum offensichtlich entbrennen zwischen denen, die das Geschehen stark und gläubig gemacht hat, und jenen, die es überlebt haben trotz ihrer Glaubenslosigkeit; und also geht alles dem Ende entgegen, nachdem der Menschheit noch eine kurze Gnadenzeit zugebilligt ist nachher bis zum letzten Gericht. Amen. B.D. NR. 3348.

 

Buch 43 3352

Gotteskindschaft. Übermaß von Leid auf Erden.

30. November und 1. Dezember 1944. B.D. NR. 3352.

Um die Gotteskindschaft auf Erden zu gewinnen, muß der Mensch sich gestalten zur Liebe und sich dadurch fähig machen, den Zusammenschluß mit Gott schon auf Erden herzustellen, so daß er völlig gereift in die jenseitigen Lichtsphären eingehen kann, so er von der Erde scheidet. Er muß also durch Liebeswirken seine Seele so geläutert haben, daß Gott Selbst in ihr Wohnung nehmen kann und sein Geist sich mit dem Vatergeist vermählt. Und dann hat der Mensch seine Erdenaufgabe restlos gelöst und sein Ziel erreicht und als Lichtwesen Eingang gefunden in das geistige Reich, wo es nun schaffet und wirket. Doch es erfordert dieser Reifegrad ein völliges Verzichtleisten auf irdische Güter. Sowie der Mensch noch an der Materie hängt, ist diese Verschmelzung mit der ewigen Gottheit unmöglich, denn das Herz ist noch nicht völlig entschlackt von Begierden und somit auch noch nicht vorbereitet zur Aufnahme des göttlichen Geistes, und dann muß der Mensch viel Leid auf sich nehmen, um die letzte Läuterung der Seele zu bewerkstelligen, und darum werden auch die überaus guten und frommen Menschen viel Leid auferlegt bekommen, auf daß die Läuterung der Seele vor sich geht. Wo ein besonders schweres Leid die Menschen bedrückt und dennoch tiefer Glaube in Erscheinung tritt, dort kann die Seele vor ihrer Verkörperung sich ein besonders schweres Erdenleben erwählt haben, um zu dem letzten Ziel, der Gotteskindschaft, zu gelangen auf Erden. Denn dieses Ziel muß auf Erden angestrebt und erreicht werden, und immer wird es die schwersten Lebensbedingungen erfordern, weil die Seele völlig rein und schlackenlos in das jenseitige Reich eingehen muß und dies einen besonders wirksamen Läuterungsprozeß bedingt. Denn immer ist das Leid ein Hilfsmittel, um das geistige Ziel zu erlangen. Es soll zu Gott hinführen, so die Seele noch Gott abgewandt ist, oder es soll die Seele läutern und kristallisieren, daß sie als reinstes Wesen in Gottnähe kommen kann, um nun die seligste Vereinigung eingehen zu können mit Ihm. Es muß Leid und Liebe zusammenwirken zur Vergeistigung eines Menschen auf Erden, und darum soll der Mensch, der in der Liebe steht, das Leid nicht fürchten, sondern es ergeben auf sich nehmen in Gedanken auf das hohe Ziel, das er erreichen kann auf Erden, denn er hat sich selbst seinen Erdenweg erwählet in der Erkenntnis, daß dieser ihm zur höchsten Reife verhilft, wenn sein Wille sich nicht widersetzet. Doch die Wonnen der Gotteskindschaft wiegen alles Leid im Erdenleben ums Tausendfache auf. Und die Erdenzeit ist kurz, sie ist wie ein Augenblick im Zeitraum der Ewigkeit. Und sowie der Mensch im tiefen Glauben steht, kann er auch stets die Kraft von Gott entgegennehmen, alles zu ertragen, was ihm auferlegt ist, denn sein Gebet wird dann innig zu Gott gerichtet sein, und Gott Selbst wird ihn stärken und ihn zum Überwinder des Erdenlebens machen. Gott Selbst holet Sein Kind zu Sich, so es die Erdenlebensprobe bestanden hat und nun als reines Wesen von der Erde scheidet. Doch immer wird sein Erdenlauf durch Liebe und Leid gekennzeichnet sein, weil ohne solches die Seele nicht völlig rein wird zur Aufnahme Gottes im Herzen des Menschen und diese innige Verbindung mit Gott auf Erden schon stattfinden muß, ansonsten die Seele nicht standhält den Versuchungen der Welt, ansonsten ihr auch das Leid nicht vollste Läuterung eintragen kann, weil ihr die Kraft fehlt, um dieses Leid klaglos zu tragen, und jedes Murren oder Aufbäumen dagegen noch das völlige Unterwerfen unter den Willen Gottes vermissen läßt. Doch die Seele muß eins werden mit Gott - Sie muß in der innigsten Verbindung stehen mit Ihm, sie muß selbst das Leid wollen und auch dieses als ein Geschenk Gottes dankbar entgegennehmen in der Erkenntnis, daß es die letzten Schranken zwischen Gott und sich niederreißt und daß nur ein Überwinden dessen ihm die höchste Seligkeit einträgt - ein Kind Gottes zu werden mit allen Rechten und Pflichten. Und dieses ist das Ziel aller Menschen auf Erden, doch nur wenige erreichen es. Nur wenige sind so innig mit Gott verbunden durch die Liebe, daß sie auch im Leid Seine übergroße Vaterliebe erkennen, die ihnen das seligste Los bereiten möchte in der Ewigkeit. Ihr Los auf Erden ist nicht beneidenswert, doch im jenseitigen Reich nehmen sie die höchste Stufe ein - sie sind in unmittelbarer Nähe Gottes und darum unaussprechlich selig, denn sie können als Seine rechten Kinder schalten und walten nach ihrem Willen, der auch stets der Wille Gottes ist. Sie können erschaffen und gestalten und immer wieder zur Erlösung dessen beitragen, das noch in Gott-ferne der verschiedensten Schöpfungen bedarf, um sich zur Höhe zu entwickeln. Und dies ist das seligste Los, das vollauf entschädigt und die Leiden des Erdenlebens aufwiegt und darum das Ziel aller Menschen sein soll auf Erden. Amen. B.D. NR. 3352.

 

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