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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 41-42

B.D. NR. 3126 - B.D. NR. 3275
21.5.1944-29.u.30.9.1944
3133 3142 3151 3169 3195  3209 3210 3217 3219 3220
3221 3232 3234 3235 3237  3239 3243 3249 3250 3251
3252 3255 3256 3264

 

Buch 41-42 3133

Irdische oder geistige Kraftäußerung.

25. und 26. Mai 1944. B.D. NR. 3133.

Vollgläubig dürfet ihr eine jede Kundgabe entgegennehmen, denn sie (sind) ist reinste Wahrheit, weil Gott Selbst sie euch zuleitet. Und so euch etwas unverständlich erscheint, so unterbreitet es Ihm, Der euch nicht ohne Antwort lassen wird. Und Seine geistigen Hilfskräfte sind stets bereit, euch aufzuklären, wo noch Dunkel in euch ist, denn Gottes Wille ist, euch wissend zu machen, und Gottes Wille wird von jenen Lichtwesen stets erfüllt - Lichtwesen sind Empfänger und Zuleiter der Kraft aus Gott - ihre Tätigkeit besteht darin, alles Kraftlose mit der Kraft aus Gott zu erfüllen, so dieses sich aus freiem Willen Gott zuwendet. Es wird sich diese Kraft aber stets geistig auswirken, und darum wird diese Kraft nicht so offensichtlich zutage treten, daß sie dem Menschen erkennbar ist, der fernab vom Geistigen steht. Immer werden die geistigen Wesen, die nur den Auftrag Gottes erfüllen, die gedankliche Tätigkeit der Menschen ordnen, die im Verlangen nach der Wahrheit sich an Gott Selbst wenden. Es ist dies das geistige Wirken dieser Wesen, und es ist dieses Wirken immer erfolgreich, sowie die Menschen ihm keinen Widerstand entgegensetzen. Widerstand aber ist dann vorhanden, wenn der Mensch entweder gleichgültig ist der Wahrheit gegenüber oder solche begehrt unter Ausschalten der ewigen Gottheit, also rein verstandesmäßig in die Wahrheit einzudringen sucht. Dann können sich ihm jene Wesen nicht nähern, denn er ist umgeben von Wesen der Finsternis, die ihn in irriges Denken leiten wollen und also willkommene Aufnahme finden für ihre gedanklichen Einflüsterungen. Denn wider ihren Willen, also ohne Aufnahmewilligkeit, werden die Menschen nicht von Lichtwesen belehrt, ansonsten es eine zwangsmäßige Entwicklung wäre. Die finsteren Wesen können also gedanklich gleichfalls auf die Menschen einwirken, niemals aber einen geistigen Vorgang ausführen, der Kraft erfordert, der also den Menschen auch ersichtlich ist - indem etwas ersteht, was vordem nicht war und über die natürliche Fähigkeit des Menschen geht. Anders ist es mit dem Ausführen von Handlungen, die als solche im Bereich der menschlichen Fähigkeit liegen, nur mehr oder weniger körperliche Kraft benötigen. Diese werden ausgeführt mit der dem Menschen zuströmenden Lebenskraft, die auch verstärkt werden kann durch seine Willigkeit zu jenen Handlungen. Diese Lebenskraft wird ihm gleichfalls vermittelt durch geistige Wesen entsprechend seiner Willigkeit zum Guten oder Bösen. Es verfügen die Lichtwesen unausgesetzt über Kraft aus Gott, die sie ständig empfangen und weitergeben, wie auch die finsteren Wesen solche beziehen von ihrem Erzeuger, der seine Kraft von Gott empfängt, sie aber nützet zu Gott-gegnerischem Wirken. Die Einstellung zu Gott oder zu Dessen Gegner ist bestimmend, woher dem Menschen die Kraft zuströmt, wie auch der menschliche Wille sie nun nützet zu guten oder bösen Taten. Eine Kraftäußerung kann sich auf natürliche oder übernatürliche Leistungen erstrecken, sie wird aber immer als Lebenskraft bezeichnet werden müssen, weil diese Handlungen in jedem Falle ausgeführt werden von Menschen, denen eine gewisse Fähigkeit dazu eigen ist und die nur durch die Kraftzufuhr um beträchtliches erhöht werden kann. Der Vorgang einer Übertragung von geistigem Gedankengut in einer solchen Form, daß die Ergebnisse auch für andere Menschen sichtbar, also vernehmbar, sind, ist aber insofern anders zu bewerten, als daß es sich um eine rein geistige Kraftausstrahlung handelt, die weder zur Erhaltung des leiblichen Lebens noch zur Verstärkung der Körperkraft beiträgt, sondern nur die Höherentwicklung der Seele fördert.Und eine solche Kraftübertragung kann nur stattfinden von seiten der Wesen, die selbst Kraftempfänger aus Gott sind. Geistige Kraft aber mangelt den Wesen der Finsternis, und darum können sie solche nicht austeilen, und noch viel weniger können sie den Menschen zu einer Tätigkeit veranlassen, die geistige Kraft erfordert - daß etwas entsteht, wozu der Mensch ohne geistige Kraftzufuhr nicht fähig ist. Denn es müßte dann ein jeder Mensch ohne jegliches Hilfsmittel und in gleicher Zeit über die gleichen Themen Niederschriften machen können, wenn auch voneinander abweichend, sowie den Mächten der Finsternis die gleiche Kraft zur Verfügung stünde, die Menschen zu belehren. Die diesen Mächten zur Verfügung stehende Kraft nützen sie zu Werken der Lieblosigkeit und des Hasses, den Irrtum aber suchen sie durch gedankliche Beeinflussung zu verbreiten, doch auch nur dort, wo der Wille des Menschen dem Bösen zugewandt ist. Und darum muß eine Kraftübertragung in dieser Form, wo geistiges Wissen den Menschen vermittelt wird, immer als Wirken geistiger Kräfte angesprochen werden, die im Licht stehen, also Licht- und Kraftempfänger aus Gott sind, und somit als lehrende Kräfte zugelassen, d.h. von Gott angewiesen sind, Licht unter die Menschen zu bringen und die Weisheit, also die Wahrheit aus Gott, zu verbreiten. Es wird der Gegner Gottes zwar kein Mittel scheuen, die Lüge und den Irrtum den Menschen zuzuleiten, doch er bedienet sich dazu weltlich gesinnter und materiell denkender Menschen, und diese beeinflußt er auch in rein weltlicher und materieller Weise, so daß sie alle anderen Ziele verfolgen als geistige; und diese erkennen weder den Irrtum und die Lüge, noch verlangen sie nach der Wahrheit. Sie sind den gedanklichen Einflüsterungen der schlechten Kräfte geneigt, und nun sind sie aus eigenem Willen tätig an der Verbreitung jener, indem sie ihre menschliche Fähigkeit nützen, um den Mitmenschen Irrlehren zu vermitteln in Wort und Schrift. Diese Vermittlungen lassen aber nichts Außergewöhnliches erkennen, es kann nicht von außergewöhnlichem Wirken und übernatürlicher Kraft gesprochen werden, die aber unstreitbar die geistigen Niederschriften erkennen lassen. Amen. B.D. NR. 3133.

 

Buch 41-42 3142

Gesetzgeber. Göttliche Ordnung.

1. Juni 1944. B.D. NR. 3142.

Das Gesetz, das die Liebe Gottes gegeben hat und dem die göttliche Weisheit zugrunde gelegt ist, muß auch Liebe und Weisheit erkennen lassen. Es muß der Gesetzgeber etwas erreichen wollen, das Seinen Schöpfungswerken zum Segen gereicht, weil Er sie liebt; Er muß in weisester Erkenntnis der Mängel dieser Schöpfungen die göttliche Ordnung so bestimmt haben, daß diese Mängel behoben werden, sowie das Geschöpf diese Ordnung beachtet. Es gilt letzteres für das Stadium, da das Wesenhafte sich als Mensch verkörpert, weil in den Vorstadien das Wesenhafte in der Schöpfung nicht anders kann, als diese Ordnung aufrechtzuerhalten, da es sich im Mußzustand befindet, in einem Zustand, wo sein Wille gebunden ist und das Wesen gelenkt wird vom Willen Gottes, also das göttliche Gesetz erfüllen muß. Im letzten Stadium aber ist das Wesenhafte fähig, sowohl die Liebe als auch die Weisheit Gottes zu erkennen, es ist fähig, sowohl in der göttlichen Ordnung zu leben als auch dagegen zu verstoßen. Es besitzt aber auch die Fähigkeit, verstandesmäßig sowohl die Liebe als auch die Weisheit Gottes zu erkennen, weshalb es ihm leichtfallen kann, in der göttlichen Ordnung zu verbleiben. Nützt es aber die Gaben des Verstandes nicht, indem es das Walten und Wirken Gottes unbeachtet läßt, dann wird ihm weder die göttliche Liebe noch die göttliche Weisheit ersichtlich, und dann bemüht es sich auch nicht, die Gesetze zu erfüllen, wie es ihm während seines Erdenwandels als Aufgabe gesetzt ist. Dann verstößt es gegen jenes und kann verständlicherweise nicht das Ziel erreichen, vollkommen zu werden und von Gott mit der ewigen Seligkeit bedacht zu werden. Denn die Liebe und die Weisheit Gottes wählet wahrlich das rechte Mittel - und sind dies die Schöpfungen, denen die göttlichen Gesetze zugrunde liegen. Jedes Anpassen dieser göttlichen Ordnung von seiten des Menschen muß diesen vervollkommnen, während ein Verstoß gegen sie unweigerlich einen geistigen Rückschritt oder Stillstand bedeutet je nach der Weise dieses Verstoßes. Denn es vergeht sich dann der Mensch gegen die Liebe, und er achtet die Weisheit Gottes nicht, und für das Wesenhafte bedeutet dies ein erneutes Auflehnen gegen Gott im Stadium des freien Willens, das ihm gegeben wurde, um sich der ewigen Gottheit endgültig anzuschließen. Jedes Wort, jeder Gedanke und jede Handlung muß daher der göttlichen Ordnung angepaßt sein, was soviel heißt, als daß sie gleichfalls in der Liebe ihren Ursprung haben und stets die Weisheit Gottes anerkennen, ansonsten sie der göttlichen Ordnung zuwidergerichtet wären. Es muß sich das ganze Erdenleben abwickeln der göttlichen Ordnung gemäß, dann wird das Wesenhafte am Ende des Erdenlebens sowohl die übergroße Liebe Gottes wie auch Seine unübertreffliche Weisheit klar erkennen, die ihm zu ungekannten Herrlichkeiten verhelfen wollte und darum ein ewiges Gesetz gab, dessen Erfüllung ihm jene Herrlichkeiten einträgt. Dieses Gesetz ist leicht zu erfüllen von den als Mensch verkörperten Wesenheiten, so dieser sich selbst zur Liebe gestaltet, dann empfindet er nichts als Zwang, sondern nur als vorgezeichneten Weg zur Seligkeit. Dagegen wird der lieblose Mensch jede Forderung Gottes als ihn bedrückend und in seiner Freiheit beschränkend empfinden und sich dem Erfüllen jener Gesetze entziehen, er wird sich angetrieben fühlen, gegen die göttliche Ordnung zu verstoßen, er wird weder Weisheit noch Liebe darin sehen und sich ständig dagegen auflehnen, weshalb er das letzte Ziel auch nimmermehr erreichen kann, denn Gott geht von Seinen Forderungen nicht ab, die sich zwar nur auf das letzte Stadium der Verkörperung erstrecken, während in den Vorstadien nicht von Forderungen gesprochen werden kann, sondern der Wille Gottes, Seine Gesetzgebung, alle Geschöpfe beherrscht, also das Wesenhafte nicht anders kann, als dieser göttlichen Ordnung gemäß zu leben, und somit das göttliche Gesetz im Mußzustand erfüllt. Und es wird in diesen Vorstadien sich nichts Geschöpfliches auflehnen gegen die göttliche Ordnung, denn es hat zuvor seinen Willen bekundet, ehe ihm die jeweilige Verkörperung wurde. Als Mensch aber ist seinem Willen erneut Freiheit gegeben, und die Gegenkraft Gottes sucht ihn wieder für sich zu gewinnen. Also stellt die Gegenkraft Gottes dem Menschen die göttliche Ordnung als Zwang hin, dem er entfliehen zu suchen soll. Gott aber hat ihm den Verstand gegeben, durch den der Mensch die Liebe und Weisheit Gottes beachten und dadurch den Glauben an Gott gewinnen kann. Der Glaube aber trägt ihm auch die Kraft ein, in der göttlichen Ordnung zu leben, er trägt ihm die Kraft ein, selbst liebetätig zu sein und das Gesetz nicht mehr als Zwang, sondern als ein in Liebe und Weisheit angewandtes Mittel zur Gewinnung der ewigen Seligkeit anzusehen, und es wird ihm nun leicht sein, dieses Gesetz zu erfüllen. Und darum muß sich der Mensch auch verantworten, so er den Vorstellungen des Gegners Gehör schenkt, weil er seinen Verstand gebrauchen kann und er diese Gabe nicht nützet, ansonsten er die Haltlosigkeit, das Irrige jener Vorstellungen erkennen müßte. Doch der Wille des Menschen ist frei, und weder die Liebe noch die Weisheit Gottes zwingt die Menschen zum Erkennen, wenn der Wille Ihm nicht geneigt ist. Amen. B.D. NR. 3142.

 

Buch 41-42 3151

Eingriff Gottes

6. und 7. Juni 1942. B.D. NR. 3151.

Nur ein Auszug:

Und darum wird Gott Seine Stimme ertönen lassen unmittelbar nach der Ausführung eines Planes, der an Scheußlichkeit alles übertrifft, was Menschen sich bisher ausgedacht haben. Es ist nur noch wenig Zeit, es muß erst ein grauenvolles Geschehen sich abspielen, auf daß die ganze Welt achtgibt und desto vernehmlicher die Stimme Gottes hört.

 

Buch 41-42 3169

Vorzeitiges Abscheiden letzte Gnade.

24. Juni 1944. B.D. NR. 3169.

Ungezählte Seelen gehen in unreifem Zustand bei ihrem Ableben in das geistige Reich hinüber, und ihr Los ist darum wenig beneidenswert. Das Lichtreich ist ihnen verschlossen, und sie sind in einer Umgebung, die ihrem unreifen Zustand angepaßt ist - die ihnen aber durchaus nicht zusagt, denn in diesen Seelen ist die Ichliebe besonders stark entwickelt, weshalb sie auch auf Erden wenig Liebe am Nächsten geübt haben und keinen hohen Entwicklungsgrad erreichen konnten. Die Ichliebe nun läßt sie ihr mangelhaftes Los besonders schwer empfinden, denn nirgends wird sie diese befriedigen können. Zwar stellt ihr das eigene Verlangen alles vor, was sie sich wünscht, doch sowie sie es zu ergreifen sucht, erkennt sie, daß es nur Trugbilder sind, und diese Erkenntnis ist desto quälender, je verlangender sie die irdischen Güter begehrt. Sie hat im Erdenleben die Materie noch nicht überwunden und nimmt das Verlangen danach mit in das Jenseits hinüber, und folglich hat sie auch nicht das Bedürfnis, auszuteilen und die Seelen, die ihr Los teilen, zu beglücken, weil sie auch auf Erden wenig Mitgefühl hatte für die Leiden und Sorgen der Mitmenschen. Und doch gewähret Gott auch diesen Seelen noch Gnaden und gibt ihnen erneut Entwicklungsmöglichkeiten, so daß sie auch im Jenseits noch zu höherer Reife gelangen können. Denn durch ihren Hang zur Erde, der allen unreifen Seelen eigen ist, halten sie sich noch vorwiegend in Erdennähe auf, und sie können nun die durch Menschenhand ausgeführten Vernichtungen sehen, sie erkennen daraus die Wertlosigkeit irdischer Güter, sie sehen die irdische Not auf Erden und können sogar dadurch sich veranlaßt fühlen, ihren Hilfswillen zum Ausdruck zu bringen. Und also trägt die irdische Not bei einzelnen Seelen zur Änderung ihres Denkens bei, und sie überwinden die Ich-Liebe und stehen nun im Anfang ihrer Höherentwicklung im Jenseits. Diese Gnade wird heut unzähligen Menschen noch von Gott gewährt, daß also die Lieblosigkeit der Menschen zwar ihr irdisches Ende herbeiführt, da das Erdenleben nicht genützt wird zum Zwecke der Höherentwicklung der Seelen, daß aber die nun abgeschiedenen Seelen sich dennoch in Erdennähe aufhalten dürfen, um nun an dem Leid und Elend der Menschen ihre Gesinnung zu wandeln, um die Wertlosigkeit irdischer Güter einzusehen und das Verlangen danach zu unterdrücken. Ist aber die Ichliebe außergewöhnlich stark, dann trägt auch diese irdische Not nicht zur Änderung bei, dann wird das Verlangen nur immer heftiger werden nach den Gütern der Welt, und die eigene Phantasie wird ihm alle Dinge vorgaukeln, die das Wesen sich ersehnt. Dann ist aber auch der Zustand außergewöhnlich quälend, und es ist die Seele in größter Gefahr, sich rückschrittlich zu entwickeln und die letzte Gnade im jenseitigen Reich nicht mehr zu nützen. Es ist diese Gefahr groß, und doch ist das Ableben vor dem letzten Ende für solche unreife Seelen noch eine Gnade, denn dann gibt es keine Möglichkeit mehr, zu reifen im Jenseits trotz niedrigen Reifegrades. Es ist darum das vorzeitige Ableben ein Beweis der göttlichen Liebe, die solchen Seelen noch Rettung bringen möchte, da sie im Erdenleben versagt haben. Es ist ein letztes Mittel, sich zur Liebe zu wandeln, und Gott lässet kein Mittel unversucht, um allem Wesenhaften noch Rettung zu bringen, ehe es zu spät ist. Doch wie es diese Mittel nützet, ist seinem freien Willen anheimgestellt. Amen. B.D. NR. 3169.

 

Buch 41-42 3195

Lichtsphären. Verschiedene Lichtstärke. Gotteskindschaft.

20. bis 22. Juli 1944 B.D. NR. 3195.

In der geistigen Welt gibt es viele Abstufungen, viele Grade der Seligkeit, die als Lichtstrahlungen in verschiedenster Stärke erkenntlich sind und dem Reifegrad der Seelen entsprechen. Sowie das Wesen, die Seele, in das Lichtreich eingegangen ist, ist Glück und Seligkeit ihr Anteil, weil es die Kraftausstrahlung Gottes in Empfang nehmen kann, was immer Seligkeit bedeutet, selbst wenn die Seele nur in geringem Maße bedacht werden kann ihrer Reife gemäß. Die Seligkeit aber steigert sich entsprechend dem Liebeswirken des Wesens, das immer ein Zunehmen seiner Kraft, also ein vermehrtes Durchstrahlen der göttlichen Liebe, bedeutet. Und das Wesen kann tätig sein ohne Beschränkung, es ist in einem Zustand des Lebens, der Freiheit und ständiger Liebe unter ständiger Nützung der Kraft aus Gott, weil fortgesetzt die göttliche Kraft diesem Wesen zuströmt und der Kraftempfang tiefes Glück in ihm auslöst. Das Wesen aber ist nun fortgesetzt tätig, es wirket wieder in Liebe, indem es die Kraft weiterleitet und unzählige Wesen damit beglückt und ihren geistigen Fortschritt fördert und gleichzeitig sich selbst zu immer größerer Vollkommenheit entwickelt, was wieder vermehrte Kraftzuwendung aus Gott zur Folge hat.Und immer leuchtender sind die Lichtstrahlen, die das Wesen nun umgeben. Es gibt keine Begrenzung in dem Reiche des Lichts, und Lichtsphären sind überall dort, wo die Wesen den Reifegrad erlangt haben, daß sie die göttliche Ausstrahlung in sich aufnehmen können, daß sie durchstrahlt werden von Seiner Liebekraft. Da aber die Fülle der Kraftentgegennahme der Höhe des Reifegrades entspricht, werden auch die Lichtsphären verschiedene Lichtstärken aufweisen, denn je vollkommener das Wesen ist, desto näher ist es der ewigen Gottheit, Die als Urlicht eine unvorstellbare Lichtfülle ausstrahlt auf alles Wesenhafte. Doch da das vollkommene Geistige keine Begrenzung kennt, so kann das Wesen stets näher und näher der ewigen Gottheit kommen, also ständig fortschreiten, es kann die Liebeausstrahlung direkt entgegennehmen, und es ist dennoch nicht gänzlich mit Ihm vereint, sowie es nicht die Gotteskindschaft erreicht hat. Denn diese bedeutet gänzliche Verschmelzung mit dem Urlicht, sie bedeutet unbegrenzten Kraftempfang und also höchste Glückseligkeit. Jedes Wesen im Lichtreich ist unaussprechlich glücklich und kann doch immer noch tieferes Glück empfinden, je mehr es selbst seine Liebe zum Ausdruck bringt und dadurch seinen Licht- und Kraftempfang steigert. Doch Grenzen kennt das einmal im Licht stehende Wesen im Jenseits nicht, und es ist dieses Bewußtsein gerade so überaus beglückend, daß das Wesen streben kann nach immer höherer Vollkommenheit und daß die göttliche Liebe gleichfalls in ihrer Kraftausstrahlung unbegrenzt ist. Immer aber ist Kraftempfang von Gott anders zu bewerten als der endgültige Zusammenschluß mit Ihm, der dem Wesen die Gotteskindschaft einträgt, denn dieses ist eins mit Gott, und seine Tätigkeit im geistigen Reich ist eine andere als die der Lichtwesen. Sie sind völlig aus sich heraus schaffend und gestaltend tätig und überaus glücklich, weil diese Tätigkeit den höchsten Grad der Liebe erfordert und daher ihre Seligkeit steigert ins unermeßliche. (22.7.1944) Der Eintritt in das Lichtreich erfolgt also schon, sowie die Seele die Reife erlangt hat, die eine Lichtdurchstrahlung zuläßt. Es sind aber dann unzählige Grade der Vollkommenheit und somit auch unzählige Stufen der Glückseligkeit, weshalb die Seele in immer neue Lichtsphären eingehen kann, die sich steigern stets und ständig. Denn es gibt keine Begrenzung dessen, was vollkommen ist. Es schwebt die Seele immer höher, sie nähert sich dem Urlicht, und sie ist dennoch nicht völlig mit dem Urlicht eins, so sie nicht das Recht der Gotteskindschaft erworben hat auf Erden. Den Zusammenschluß mit Gott hat sie aber gefunden von dem Moment an, wo sie Seine Liebedurchstrahlung empfindet, wo sie so geläutert ist, daß sie Kraft und Lichtstrahlen in sich aufnehmen kann. Denn von nun an hat sie auch das ewige Leben, sie kann tätig sein, also wirken in Liebe, und sie kann aufsteigen in unermeßliche Höhen, sie kann Licht und Kraft von Gott entgegennehmen und durch Zusammenschluß mit gleich reifem Geistigen jene vermehren und unaussprechlich selig sein. Wie aber die Lichtfülle für den Menschen auf der Erde unvorstellbar ist, so gibt es auch keine Vergleichsmöglichkeiten für die Seligkeit der Wesen, die den Eingang in die Lichtsphären gefunden haben. Denn der Mensch ist, solange er auf Erden weilt, ein unvollkommenes Geschöpf, er sieht und hört nur mit den Augen und Ohren des Körpers und kann sich die geistige Welt nicht vorstellen, die jeder Materie entbehrt, die nur geistig besteht und somit auch nur vom Geistigen im Menschen, von der Seele, geschaut und begriffen werden kann, doch auch nur dann, wenn die Seele einen bestimmten Reifegrad erreicht hat. Und darum kann die Menschheit sich von dem geistigen Reich keine Vorstellung machen, sie kann nur glauben, und dies auch nur dann, wenn sie willig ist und sich belehren lässet ohne inneren Widerstand. Sie kann aber danach streben, Aufschluß zu erhalten, und dann wird ihr manches begreiflich werden. Denn dann beginnen schon die ersten Lichtstrahlen zu wirken, und wie auf Erden von nun an ein langsames Reifen an Erkenntnis, an Licht, d.h. an Wissen um die reine Wahrheit, erkennbar ist, so steigert sich auch im jenseitigen Reich die Entwicklung des Wesens - es wird immer vollkommener, es schließt sich Gott immer mehr an - es ist unaussprechlich selig. Die Gotteskindschaft aber ist ein höherer Grad der Vollkommenheit, und sie schließet unendliche Wonnen in sich. Sie ist das Anrecht derer, die Gott auf Erden schon mit allen Sinnen anstreben, die Ihn lieben aus ganzem Herzen und Ihm dienen wollen in treuester Hingabe, die Leiden und irdische Nöte auf sich nehmen in Ergebung, die Seinen Willen zu erfüllen trachten und stets und ständig liebetätig sind, denn sie suchen sich auf Erden schon der ewigen Gottheit anzugleichen, und darum erfasset sie die Liebe Gottes, und Sie ebnet ihnen den Weg zu Sich. Doch deren Los ist nicht leicht auf der Erde, sie müssen viele Prüfungen ablegen, sie müssen Aufgaben auf Erden erfüllen, die große Kraft erfordern und einen festen Willen, zu Gott zu gelangen. Doch die göttliche Gnade steht diesen Seelen ungemessen zur Verfügung, so daß sie das Ziel erreichen, so sie es nur anstreben. Amen. B.D. NR. 3195.

 

Buch 41-42 3209

Zeichen der Endzeit. Glaubenskampf. Chaos.

1. und 2. August 1944. B.D. NR. 3209.

Den Zeitpunkt der geistigen Wende zu bestimmen (wissen?), würde der Menschheit nicht zuträglich sein, denn es ist ein genaues Wissen darum eine Beeinträchtigung des freien Willens, da sich dann der Mensch genötigt fühlen würde, seinen Lebenswandel zu ändern, so die vorbestimmte Zeit heranrückt. Dies ist aber nicht nach dem Willen Gottes, daß die Menschen in Kenntnis gesetzt werden zuvor, wann der Tag und die Stunde gekommen ist, da Er Gericht hält über sie, sondern sie sollen nur wissen, daß das Ende nahe ist, und an den Zeichen der Zeit dieses Ende erkennen. So aber gläubige Menschen Ihn um Aufschluß bitten, wird Er ihnen Antwort geben, so wie es ihrem Seelenheil dienlich ist. Es geht dem letzten Gericht die Endzeit voraus, und diese umfaßt eine Zeitspanne von nur wenigen Monaten, die durch einen außergewöhnlich rigorosen Glaubenskampf gekennzeichnet sind. Sowie der Glaubenskampf ganz offensichtlich geführt wird, sowie man alle Heimlichkeiten außer acht lässet und offen und rücksichtslos gegen alle geistigen Bestrebungen vorgehen wird, sowie Gebote und Verfügungen erlassen werden, die den Menschen jegliches geistige Streben untersagen, sowie man keines der göttlichen Gebote mehr achten wird, sowie eine Verfolgung einsetzen wird gegen alle gläubigen Menschen und diesen kein Recht mehr zugebilligt wird, ist die Endzeit in die letzte Phase eingetreten und das letzte Gericht täglich und stündlich zu erwarten. Bevor jedoch dieser Glaubenskampf entbrennen wird, wird die Menschheit sich in einem geistigen und irdischen Chaos befinden; es wird überall nur ein Rückgang zu erkennen sein, was auch in Betracht gezogen wird. Und dieser Rückgang wird veranlaßt werden durch Menschen, die vom Satan beherrscht sind. Er wird sich äußern in irdischen Vernichtungen und Zerstörungen, in lieblosen Verfügungen, in einem Gott-widrigen Lebenswandel, in Aufruhr und Empörung wider die herrschende Gewalt und brutale Unterdrückung durch diese, in Freiheitsbeschränkung und Umgehung von Recht und Gerechtigkeit. Diese Zustände aber werden eintreten nach einer gewaltigen Erderschütterung, die durch den Willen Gottes stattfinden wird, um ein Völkerringen zum Abschluß zu bringen, das menschlicher Wille nicht beendet. Es wird diese Erderschütterung für die davon betroffenen Menschen eine Umänderung ihres gewohnten Lebens bedeuten, eine Zeit größter Entsagungen und schwierigster Lebensverhältnisse, und es wird diese Zeit wohl geeignet sein für die Verbreitung des göttlichen Wortes, doch nimmermehr für eine weltlich-kirchliche Macht einen Aufschwung bedeuten. Es werden die Menschen zwar eifrig bestrebt sein, eine irdische Besserung ihrer Lebensverhältnisse zu erzielen. Doch diese Bestrebungen werden sich nicht vertragen mit geistigem Streben, mit dem Glauben an eine Macht, Die sie zur Verantwortung zieht, und mit den göttlichen Geboten, die Liebe fordern. Und darum wird alles angegriffen werden, was hinderlich ist, um das alte Wohlleben wieder herzustellen.

Und darum setzet der Glaubenskampf nicht lange nach dem göttlichen Eingriff ein, der das Weltgeschehen in andere Bahnen lenkt. Es werden die Ereignisse schnell aufeinanderfolgen, denn der geistige Tiefstand der Menschen beschleunigt sie, und der geistige Tiefstand ist erkennbar an dem lieblosen Handeln der Menschen, an ihrem Denken, das von tiefster Verdorbenheit zeugt und Handlungen vorbereitet, die als satanisch anzusprechen sind. Und daran werdet ihr Menschen auch den Zeitpunkt erkennen, wo Gottes Eingriff zu erwarten ist. Ihr werdet an dem Weltgeschehen selbst einen Zeitmesser haben, ihr werdet an den Handlungen, zu denen die Menschen fähig sind, ersehen, daß sie gänzlich sich von Gott entfernt haben, und dies wird eindeutig die Ansicht widerlegen, daß unter dieser Menschheit ein geistiges Aufblühen noch zu erwarten ist. Die Menschen, die treu zu Gott stehen, werden zwar ihr inniges Verhältnis zu Ihm verstärken, sie werden in Wahrheit Seine Kirche sein, die durch Elend und Drangsal sich behaupten wird. Jedoch klein ist das Häuflein derer, die Welt aber verleugnet Gott, sie feindet alles an, was für Gott ist, und diese geistige Not ist bezeichnend für das nahe Ende. Darum habet acht auf die Zeichen der Zeit, habet acht auf das Gebaren der Menschheit, auf ihren Abfall von Gott und ihren Hang zur Welt, so die Menschen offensichtlich unter dem Einfluß des Satans stehen, so sie ihm hörig sind und alles tun, was wider die göttlichen Gebote verstößt, so ihnen nichts mehr heilig ist, weder das Leben des Mitmenschen noch dessen Hab und Gut; so die Lüge Triumphe feiert und die Wahrheit angefeindet wird, wisset ihr, daß das Ende nicht mehr weit ist. Ihr werdet dann die Geschehnisse verfolgen können, wie es euch verkündet ist, denn es wird sich alles abspielen im Zeitalter eines Mannes, der gewissermaßen die Auflösung beschleunigt, der dem zerstörenden Prinzip huldigt, der also nicht aufbauend, sondern zerstörend tätig ist. Und mit dem Ende dieses Mannes ist auch das Ende der Welt gekommen, d.h. das Ende der Erde in der derzeitigen Gestaltung und das Ende der die jetzige Erde belebenden Menschen, die außerhalb derer stehen, die Gott angehören. Und so wisset ihr, daß keine lange Zeit mehr vergeht, daß keine lange Frist euch gegeben ist, daß das Ende in kürzester Zeit euch bevorsteht. Und ihr müsset euch darum vorbereiten, ihr müsset leben, als sei ein jeder Tag der letzte, weil ihr nicht wisset, wann ihr abberufen werdet und ob ihr das Ende noch erleben werdet auf Erden. So ihr aber benötigt werdet als Streiter Gottes in der Kampfzeit vor dem Ende, so lenket Gott auch euer Denken recht und ihr werdet es erkennen, wann die Zeit gekommen ist - die Zeit des göttlichen Eingriffes durch Entfesseln der Naturgewalten, die Zeit des Glaubenskampfes und die Zeit des letzten Gerichtes. Gott will, daß ihr die Menschen aufmerksam machet, also wird Er auch euren Geist erhellen und dieses Denken so lenken, daß ihr das Rechte erkennt und nur das als recht Erkannte aussprecht und den Mitmenschen vermittelt. Amen. B.D. NR. 3209.

 

Buch 41-42 3210

Kampf zwischen Licht und Finsternis. Letzter Entscheid.

3. August 1944. B.D. NR. 3210.

Unaufhörlich kämpft das Licht gegen die Finsternis. Es ist dieser geistige Kampf so bedeutungsvoll, doch die Menschen wissen es nicht, und sie unterstützen eher die Mächte der Finsternis, als daß sie durch Streben nach Licht Widerstand leisten. Und dieser geistige Kampf findet seinen Höhepunkt kurz vor dem Ende dieser Erde, denn dann wird der geistige Kampf sich nicht nur geistig abspielen, sondern in aller Öffentlichkeit, so daß auch die unwissenden Menschen ihn verfolgen und je nach ihrer Einstellung ihn fördern oder aufhalten werden. Denn der geistige Kampf - der Kampf zwischen Licht und Finsternis - nimmt Form an im Glaubenskampf, der ohne Rücksichtnahme geführt werden wird von Mensch gegen Mensch. Es ist dies eine Zeitepoche, die den Abschluß bildet für die derzeitige Menschheit. Es ist der Glaubenskampf unvermeidlich, soll er doch die letzte Entscheidung herbeiführen, die Entscheidung des einzelnen Menschen für oder gegen Gott. Das geistige Ringen von Licht und Finsternis besteht seit unendlichen Zeiten darin, daß die Kräfte des geistigen Reiches, gute und böse, die Seele des Menschen zu beeinflussen suchen, das sie ihr das Gedankengut zu übertragen suchen, daß sie selbst besitzen. Und so suchen die Lichtwesen, die Menschen emporzuziehen, ihr Denken zu veredeln und sie zum Streben nach Vollkommenheit zu veranlassen, während die bösen Kräfte sie herabzuziehen suchen, ihnen irdische Begierden ins Herz pflanzen und sie gänzlich vom geistigen Streben abdrängen wollen. Und diesen Kampf entscheidet der Wille des Menschen. Welchen Geisteskräften er sich überläßt, diese sind Sieger über die Seele. Der Wille der Menschen ist schwach, und deshalb ist der Gegner Gottes in seiner Macht gestärkt, und er versucht nun gänzlich die Menschheit zu gewinnen für sich, indem er das Wissen um Gott und Seine Macht, Weisheit und Liebe untergräbt und alles geistige Streben unterbindet. Und desto eifriger wirken die Wesen des Lichts; im gleichen Maß wird den Menschen Licht zugeführt von oben, und es geschieht dies nicht mehr nur rein geistig, sondern es wird so gegeben, daß es als Lichtwirken erkenntlich ist, daß ein sichtbares Zeichen der Liebe Gottes den Menschen zugeht. Es wird Sein Wort durch Lichtwesen auf Erden verbreitet, allen erkenntlich und ersichtlich, die es erkennen und sehen wollen. Und dieses Wort weiset auf den kommenden Glaubenskampf hin, auf einen Kampf, der nur das geistige Streben des Menschen zum Ziel hat, ein Kampf, der von einer Seite völlige Vernichtung und Ausrottung alles Geistigen anstrebt und von der anderen Seite nur das letzte Ziel hat, den Glauben an Gott, an Jesus Christus und Seine Lehre, unter den Menschen zu erhalten und zu befestigen. Und dieser Kampf wird nicht mehr heimlich geführt werden, sondern er wird die ganze Welt bewegen, verschieden zwar in seiner Form, jedoch alle Menschen zur Stellungnahme zwingend. Und nun werden wieder die guten und bösen Kräfte des geistigen Reiches tätig sein in außergewöhnlichem Maß. Die mit den Lichtwesen in Verbindung stehen, werden für den Glauben eintreten und nun von jenen gestärkt werden, es wird ihnen Kraft zugeleitet, die sie zu außergewöhnlichen Taten befähigt, denn um des Glaubens willen müssen den Menschen Zeichen gegeben werden, auf daß sie glauben können, so sie nur wollen. Ebenso aber werden von unten her die geistigen Kräfte wirksam sein. Sie werden die Menschen zu den lieblosesten Taten veranlassen und zur Ausführung derer ihnen auch die Kraft zuführen. Und also kämpfet das Gute wider das Böse und umgekehrt. Doch das Licht wird siegen, obzwar nur ein kleiner Teil der Menschen als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen wird, weil die Besiegten nun ihr zeitliches Ende finden und dies Bannung in der festen Form für sie bedeutet. Denn sie geben ihren Widerstand nicht auf und empören sich also aufs neue wider Gott, Der ihnen jegliche Gelegenheit geboten hat, ihren Widerstand gegen Ihn aufzugeben. Sie sind den Kräften der Unterwelt verfallen und müssen daher den endlos langen Entwicklungsgang auf Erden noch einmal zurücklegen, bis ihnen wieder der freie Wille zur letzten Entscheidung gegeben wird. Der Glaubenskampf ist unvermeidlich, ist doch das Ende der Erlösungsperiode gekommen, wo eine klare Scheidung der Geister erfolgen muß. Doch jedem Menschen wird zuvor die Möglichkeit gegeben, gefühls- und auch verstandesmäßig Stellung zu nehmen zu der wichtigsten Frage ihres Erdenlebens - Gott oder die Welt. Und wer sich selbst keine Antwort bisher gegeben hat, der wird nun gezwungen zum letzten Entscheid - und gute sowie böse Kräfte werden ihm die Antwort zuflüstern. Doch seinem Willen steht es frei, welchen Kräften er Gehör schenkt. Amen. B.D. NR. 3210.

 

Buch 41-42 3217

Segen der göttlichen Gabe, des Wortes Gottes.

9. August 1944. B.D. NR. 3217.

Nur ein kurzer Auszug:

Das Chaos der Endzeit wird viele Menschen auseinanderbringen und in eine irdische Not versetzen, die ihnen fast unerträglich dünkt.

 

Buch 41-42 3219

Verstärktes göttliches Wirken in der Endzeit.

12. August 1944. B.D. NR. 3219.

Nur ein kurzer Auszug:

Und in dieser Zeit dürfet ihr nicht lau und träge werden, ihr müsset streben allen Ernstes nach Vollkommenheit, ihr müsset euch zurückziehen von allen weltlichen Freuden und dürfet nur eures Zieles gedenken, denn dieses ist nicht mehr weit.

 

Buch 41-42 3220

Widerlegung der Wiederverkörperungslehre. Gerechtigkeit.

12. bis 14. August 1944. B.D. NR. 3220.

Ein helles Licht wird euch gegeben, so ihr den Willen habt, es leuchten zu lassen. Eine Zeit der Wirrnisse verwirrt auch das Denken der Menschen, die Denkfähigkeit wird schwächer, und sie können geistige Wahrheiten nicht mehr erkennen als solche, weshalb ein immerwährendes Zuleiten derer nötig ist und dies aufnahmewillige Menschen erfordert, durch welche geistiges Wissen den Suchenden übermittelt werden kann. Eine solche Unterweisung kann nun verschiedentlich stattfinden, sie kann ergänzen ein Wissen, das schon vorhanden ist, sie kann als völlig neues Wissen geboten werden, so der Mensch vorher in irrigem Denken stand, sie kann aber auch als Widerlegung falscher Lehren ein Gebiet klären, über welches noch Unklarheit herrscht unter den Menschen. Immer aber ist Voraussetzung, daß Gott-zugewandte Kräfte das geistige Gedankengut dem Menschen vermitteln, der als Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes sich bereit erklärt, Gott zu dienen durch Verbreiten der Wahrheit. Und diese Voraussetzung ist gegeben, sowie inniges Gebet um Zuführen der reinen Wahrheit einer jeden geistigen Unterweisung vorangeht. Alle guten geistigen Kräfte haben nur ein Ziel - das auf der Erde verkörperte Wesenhafte mit Gott zu vereinen, d.h., ihm dazu behilflich zu sein. Eine geistige Vereinigung besteht aber nur im Zustand des Lichts, d.h. im Zustand des Erkennens, das die Folge eines Liebelebens ist. Um diesen Zustand zu erreichen, ist dem Menschen das Erdenleben gegeben, in dem er seine Fähigkeiten ausbilden kann, die am Anfang seiner Verkörperung nur schwach entwickelt sind, aber je nach seinem Willen eine aufsteigende oder auch absteigende Entwicklung erfahren können. Sein Lebenslauf gibt ihm vollauf Gelegenheit zu dieser Entwicklung, sie hängt aber nicht von mehr oder weniger entwickelten Gaben des Verstandes ab, sondern allein nur vom Willen zum Guten, von der Einstellung zu Gott und also dem Wirken in Liebe - dem Streben nach Anschluß an Gott durch gute Werke. Nur allein dadurch kann der Mensch eine so hohe geistige Entwicklungsstufe erreichen, daß er in ein Lichtstadium eintritt schon auf Erden, d.h., daß er zur Erkenntnis gelangt. Dann ist die Angleichung an Gott schon vor sich gegangen, und dieser Zustand sichert der Seele des Menschen bei seinem Ableben den Eingang in das Lichtreich, in Sphären, wo sie sich an dem Erlösungswerk Christi beteiligen kann, wo sie fähig ist, anderen Seelen wieder zur Weisheit, zum Licht zu verhelfen, indem sie Liebe lehrt und also erlösend tätig ist. Diesen Grad der Vollkommenheit also können die Menschen mit Leichtigkeit erreichen, die nur den Willen haben zum Guten und die Verbindung mit Gott herstellen durch inniges Gebet. Daß die Menschen verschiedene Auffassungsfähigkeiten haben, daß sie mehr oder weniger intelligent sind, ist keineswegs bestimmend für diesen Willen zum Guten. Denn der Geistesfunke im Menschen wird durch die Liebe zum Erwachen gebracht. Die Liebe aber wird im Herzen geboren, und sie kann überaus rege sein in einem Menschen, dessen Verstandestätigkeit beträchtlich hinter der eines anderen Menschen zurücksteht. Und selbst, wo das Licht, die Erkenntnis der Wahrheit, nicht außerordentlich zutage tritt während des Erdenlebens, kann die Seele beim Eintritt in das jenseitige Reich lichtumflossen sein, d.h., die Erkenntnis kann ihr blitzschnell kommen und ein überreiches Wissen sie nun befähigen zu eifriger Liebetätigkeit im Jenseits. Und darum sind die Bedenken hinfällig, daß ein weniger entwickeltes Verstandesdenken das seelische Reifen beeinträchtigen könnte, daß also einer jeden Seele einmal die Gelegenheit geboten werden müsse, vorgeschrittene körperliche Fähigkeiten auszunützen, um eine erhöhte Reife zu erlangen auf Erden. Es können zwar solche Seelen auf Erden überaus segensreich wirken insofern, als daß sie ihre außergewöhnlichen Verstandesfähigkeiten in den Dienst des Mitmenschen stellen, um ihm geistiges Wissen zu vermitteln und ihn dadurch zu erhöhter Liebetätigkeit anzuregen. Es kann aber ebenso ein Mensch ohne besondere Anregung die Liebe zu höchster Entfaltung bringen, und es wird dieser Mensch unstreitbar zur höchsten Reife gelangen. Sein Denken kann aber gänzlich unkompliziert sein, es braucht keine höhere Weisheit erkennen zu lassen, und dennoch wird er gelenkt in seinem Denken und Handeln von guten geistigen Kräften, die ihn bedenken seiner Auffassungsgabe gemäß und ihn ständig antreiben zu vermehrtem Liebeswirken, um seine Vereinigung mit Gott zu erreichen. Denn die Liebe ist das Erste, aus ihr wird erst die Weisheit geboren, und diese Weisheit ist der Anteil der Seele, sowie sie in das geistige Reich eingeht. Die Liebe aber kann eine einmalige Verkörperung auf Erden voll zur Entfaltung bringen, weil die Liebe in jeder Lebenslage, in jedem Lebensschicksal, in jeder körperlichen und geistigen Verfassung geübt werden kann, weil dies nur zur Voraussetzung hat, daß der göttliche Funke im Menschen entzündet und zur höchsten Flamme entfacht wird, und dies der im Denken primitivste Mensch kann, so er nur den Willen hat, gut zu sein. Die Erkenntnis von Gut und Böse aber ist in ihm, weil beide Kräfte, gute und böse, um seine Seele streiten und also sein Denken von beiden geistigen Kräften beeinflußt wird und die Kräfte den Sieg über ihn tragen, denen sich sein freier Wille zuwendet. Wie aber sich sein Wille entscheidet, das ist bis zu einem gewissen Grade abhängig von seinem Glauben, von seiner Einstellung zu Gott und zu dem Erlösungswerk Christi, sowie er davon Kenntnis hat. Jesus Christus starb den Tod am Kreuze für die Schwachen, die aus sich nicht fähig waren, den Willen zum Guten aufzubringen. Niemand aber dünke sich, stark zu sein. Wenngleich er hohe geistige Fähigkeiten aufzuweisen hat, bedarf er doch der Gnaden des Erlösungswerkes, den von Jesus Christus erkauften starken Willen, um zum Lichtwesen reifen zu können während seines Erdenlebens. Und darum hat Jesus Christus den Ausgleich geschaffen, auf daß alle selig werden können, die eines guten Willens sind. Die Menschheit ist in ihrer geistigen Entwicklung zwar sehr zurückgeblieben, und sie beachtet keinerlei Fortschrittsmöglichkeiten. Es ist dies ein unverkennbarer Erkaltungsprozeß, der aber im freien Willen des Menschen seine Ursache hat und für den er sich auch verantworten muß. Folglich kann für etwas, was aus eigenem Verschulden eingetreten ist, der Mensch keine Vergünstigung erwarten. Eine Vergünstigung aber wäre es, wenn er die aus eigenem Verschulden versäumte oder vernachlässigte Entwicklung beliebig nachholen könnte in einer nochmaligen Verkörperung auf Erden. Denn er hat seinen freien Willen nicht in der rechten Weise gebraucht, wozu er aber in jeder Lebenslage fähig war durch das Erlösungswerk Christi, Der die Übermacht Seines Gegners über den Willen der Menschen gebrochen hat durch Seinen Tod am Kreuze. Es gibt darum keine Begründung für einen nochmaligen Erdenlebenswandel einer unvollkommenen Seele, die auf göttlicher Gerechtigkeit fußen könnte, denn sowie der Mensch versagt hat trotz Zuwendung von Gnaden, kann er nicht eine beliebige Wiederholung einer Verkörperung auf Erden beanspruchen, um zu dem gleichen Reifegrad zu gelangen, den ein Mensch mit gutem Willen während seines Erdenlebens erreichen kann, sondern er muß dann den weitaus schwereren Aufstieg im Jenseits zurücklegen als gerechten Ausgleich für seinen verkehrten Willen. Es haben die Menschen wohl verschiedene Erkenntnisse, verschiedenes Wissen und verschiedene irdische Fähigkeiten, und dies läßt sie oft zu der irrigen Ansicht kommen, daß das Reifen der Seele entsprechend diesen Fähigkeiten sich vollzieht. Es wird aber dann außer acht gelassen, daß nur die Liebetätigkeit ausschlaggebend ist, also nur das Liebeswirken die Aufwärtsentwicklung fördert. Liebe aber kann ein jeder Mensch üben, denn dazu ist nur der Wille des Menschen nötig, es ist dies ein Trieb des Herzens, der in keinerlei Zusammenhang (Abhängigkeit?) steht mit (von?) einem bestimmten Wissensgrad oder einer besonders entwickelten Verstandestätigkeit. Daß das Erkalten der Liebe verständlicherweise auch ein verringertes Wissen nach sich zieht, ist unbestreitbar, und darum tritt auch der finstere Geisteszustand besonders in Erscheinung, weil er die Folge der Lieblosigkeit ist, für die die Seele sich daher verantworten muß. Von einer Höherentwicklung kann erst dann gesprochen werden, wenn die Seele sich mit dem Geist verbunden hat, wenn sie also die Liebe übt und dadurch den Geistesfunken in sich zum Leben erweckt, der nun in ständiger Tätigkeit bleibt, d.h. die Seele anregt zu immerwährendem Liebeswirken. Folglich ist ohne Liebeswirken ein Stillstand der Entwicklung oder gar bei offensichtlicher Lieblosigkeit ein Rückgang zu verzeichnen. Es steht aber jedem Menschen das gleiche Gnadenmaß zur Verfügung, und die gleichen Gelegenheiten sind ihm gegeben zum Reifen der Seele. Nützet er nun solche nicht und lässet er auch die Gnaden ungeachtet, daß sie nicht an ihm wirksam werden können, so muß er auch laut göttlicher Gerechtigkeit die Folgen auf sich nehmen, d.h., er muß im Jenseits selbst mit dem Zustand fertig werden, in den er aus eigener Schuld, also verdientermaßen, geraten ist. Es wäre dann gewissermaßen eine Ungerechtigkeit, wenn ihm, der die große Gnade der Verkörperung nicht zu seinem Seelenheil ausgewertet hat, noch einmal die gleiche Gelegenheit geboten würde, nachzuholen, was er versäumt hat. Es wäre dies eine Ungerechtigkeit gegenüber denen, die ihr Erdenleben voll ausnützten unter Nichtbeachtung ihres Körpers, unter Verzichtleistung und ständiger Enthaltsamkeit der Freuden der Welt. Das tiefere Wissen ist nicht durchaus nötig, jedoch die Liebetätigkeit, und darum kann auch der unwissendste Mensch sich zur Höhe entwickeln, so er nur liebetätig ist, denn das Wissen geht ihm dann zu, sowie er es benötigt für seine Mitmenschen oder er in das geistige Reich eingeht. Denn dann kann er die Seelen im Jenseits beglücken mit seinem Wissen, das ihm blitzschnell nun vermittelt wird, auf daß er als Lichtträger wieder in Liebe wirken kann im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 3220.

 

Buch 41-42 3221

Anerkennen Christi. Schwacher Wille. Dämon.

15. August 1944. B.D. NR. 3221.

Der Dämon wütet und wird von den Seelen der Menschen immer mehr Besitz ergreifen, und die Menschen wehren sich nicht. Sie sind ohne Verantwortungsgefühl. Ihr Wille ist dem Bösen zugeneigt, und ihr Denken und Handeln entspricht diesem Willen. Und also steuern sie selbst dem Abgrund entgegen, sie beschleunigen den Auflösungsprozeß und somit ihren eigenen Untergang. Sie können zwar als geistige Wesen nicht vergehen, doch der Freiheit des Willens werden sie beraubt, weil sie diesen mißbrauchten während der Zeit ihrer teilweisen Freiheit. Und dieser Mißbrauch des Willens ist die Folge der Willensschwäche, die der Gegner Gottes ausnützet, um ihn in verkehrter Weise zu beeinflussen. Die Willensschwäche aber, die also Anlaß des völligen Verfalles und geistigen Unterganges ist, ist nur zu bannen durch das Anerkennen Jesu Christi und Seines Erlösungswerkes. Die Welt aber weiset Ihn ab. Selbst wenn sie Ihn noch dem Wort nach anerkennt, selbst wenn die Menschen sich als Anhänger Christi bezeichnen, sind sie weit davon entfernt, das Erlösungswerk zu begreifen, und noch viel weniger nehmen sie die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch, die dem Menschen einen verstärkten Willen eingetragen, also auch Widerstandskraft gegen das Böse ihm zuleitet. Christus und Sein Erlösungswerk erkennen heißt, um die Bedeutung des von Jesu gelebten Liebelebens zu wissen und nun, um die Gnaden des Erlösungswerkes empfangen zu können, auch das gleiche Liebeleben zu führen - also zu wissen, daß nur die Liebe erlösen kann und darum Jesus Christus und Sein Erlösungswerk nur anerkannt wird von Menschen, die sich zu diesem Liebeleben entschließen. Dieses Wissen mangelt der Menschheit und wieder darum, weil ihr auch die Liebe mangelt. Und die Folge davon ist ein äußerst geschwächter Wille, der zum Widerstand gegen die böse Macht nicht fähig ist. Es kann die Welt nicht dem Dämon widerstehen, weil sie sich selbst die Kraft verscherzt durch das Ablehnen Christi. Christus und Sein Erlösungswerk muß anerkannt werden, ansonsten die Welt ihrem Untergang entgegengeht, sowie sie von Ihm Kenntnis hat. Und es ist das Wissen um Jesus Christus auf Erden verbreitet worden. Die Annahme Seiner Lehre besteht aber nicht allein im Bekennen durch Worte, sondern in einem Leben in Liebe. Wo die Menschen untereinander liebetätig sind, dort ist das wahre Christentum, und in diesen Menschen wird auch der Wille stark sein, nach oben, zum Licht zu gelangen, und die Kraft wird ihnen zugeführt werden, dem Bösen zu widerstehen, denn die Liebeswerke tragen diese Kraft in sich und teilen sie dem Menschen mit. Diese also nehmen die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch, wenngleich es ihnen an Kenntnis mangelt vom Leiden und Sterben Christi am Kreuz. Haben sie aber diese Kenntnis, so werden sie auch Jesus Christus unweigerlich anerkennen, da in ihnen die Liebe lebt und diese die ewige Liebe, Die in Jesus Christus verkörpert war, erkennt. Die Welt aber hat diese Liebe nicht in sich; die Menschen, welche der Welt angehören, lieben nur sich selbst; und darum liefern sie sich dem Gegner Gottes aus. Sie lehnen Jesus Christus ab, weil Er ihnen die Nächstenliebe predigt, ihr Wille ist verhärtet wie ihr Herz, der harte Wille aber gibt sich dem zu eigen, der ihn verderben will. Der Mensch hat zu bösen Taten einen sofort bereiten Willen, zu guten Taten aber keinerlei Willensstärke, denn diese kann nur allein die Liebe zuwege bringen. Gute Werke aber sind ein Befolgen der Liebelehre Christi, zu guten Werken gesellt sich das innige Gebet um Kraft, und dem Anhänger Jesu stehen die Gnaden des Erlösungswerkes zur Verfügung. Ein Anhänger Jesu aber ist jeder Mensch, der in der Liebe lebt, der also Ihm nachfolgt und Sein Liebeswirken auf Erden anerkennt. Dieser wird dem Wirken des Bösen widerstehen können, und er wird einen immer stärkeren Willen aufbringen, so die letzte Zeit gekommen ist. Er wird auch vor der Welt bekennen, daß er der Kirche Christi angehört, und er wird standhalten, wenn der Satan wütet in der ärgsten Art. Seine Kraft nimmt er von Gott Selbst entgegen, und diese wird wahrlich genügen, um Herr zu werden über den, der seine Seele verderben will. Amen. B.D. NR. 3221.

 

Buch 41-42 3232

Erfüllung der Voraussagen.

25. August 1944. B.D. NR. 3232.

Allen Menschen lasse Ich Kunde zugehen von dem bevorstehenden Ende, denn auch Meine Gegner mache Ich aufmerksam, damit sie nicht einstens sagen können, es sei ihnen verborgen geblieben. Doch so sie ihr Ohr verschließen, so sie spotten oder verlachen, was in Form von Prophezeiungen ihr Ohr berührt, sind Meine Warnungen und Ermahnungen vergeblich, denn zum Glauben zwinge Ich keinen Menschen. Doch diese werden erbeben, so das Ende nahe ist, erkennen sie doch ihr verkehrtes Denken und auch die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage. Die Menschheit will nichts mehr annehmen, was aus dem geistigen Reich ihr geboten wird; sie ist so irdisch gesinnt, daß ihr jegliches Gefühl für geistiges Gut abgeht, Ich aber kann den Menschen nicht mehr bieten, als was sie anzunehmen bereit sind. Ich kann sie nicht durch offensichtliche Wunder zum Glauben zwingen, weil es Meine Geschöpfe sind, die ursprünglich in vollster Freiheit des Willens tätig waren und die durch einen Glaubenszwang ihre Freiheit gänzlich verlieren würden und also unvollkommen blieben bis in alle Ewigkeit. Ich kann nur durch Menschenmund Mich äußern und muß es ihnen überlassen, ob sie Mein Wort erkennen wollen durch unbedingtes Wahrheitsverlangen und uneigennützige Liebetätigkeit. Denn nun wird ihnen Mein Wort tönen, und sie erkennen den Geber des Wortes in jeder Mahnung und Warnung, und also beachten sie es auch. Doch welche Willenlosigkeit beherrschet die Menschen gerade diesen geistigen Kundgaben gegenüber. Sie nehmen nichts ernst und glauben, daß Gott die Geschehnisse so lenken wird, wie es ihrem Willen und ihrer Berechnung entspricht. Und wie wenig tun sie daher an ihrer Wesensgestaltung. Und es wird die Stunde kommen, ohne daß sie vorbereitet sind auf das nahe Ende. Sie verfolgen nur das Weltgeschehen und ziehen ihre Schlüsse daraus. Doch Ich werde sie aufschrecken und ihnen zeigen, daß Ich die Welt regiere und daß Ich wahrlich so bestimme, wie es euch Menschen dienlich ist. Und alles wird sich abwickeln Meinem Plan von Ewigkeit entsprechend - wie Ich es euch Menschen ankündige durch Meine Diener auf Erden. Und die Menschen werden nun erkennen müssen, daß Ich nur auf ihr Wohl bedacht war, daß Ich sie retten wollte und nur Widerstand bei ihnen fand. Denn nur der Wille zu Gott verbindet ihre Seelen mit Mir. Der Wille zu Mir aber gibt ihnen auch das Verständnis für Mein Wort, für Mein Handeln und Wirken in der letzten Zeit vor dem Ende. Und dann erst wird Mein Wort befolgt werden, sowie es noch Zeit ist, denn was Ich ankündige, geht buchstäblich in Erfüllung, weil Ich durch den Geist ein Wissen zur Erde leite, das voll und ganz der Wahrheit entspricht. Und darum muß sich alles erfüllen, was Ich euch Menschen verkündet habe lange Zeit zuvor, auf daß ihr daran erkennet, wann das Ende nahe ist. Amen. B.D. NR. 3232.

 

Buch 41-42 3234

Kraftquell. Schöpfungswerk Träger der Kraft.

27. Augsut 1944. B.D. NR. 3234.

Als Sammelpunkte geistiger Energien müssen alle Schöpfungen angesehen werden, doch zum offensichtlichen Ausdruck kommen jene in den Schöpfungswerken, die Leben verraten, wo also eine ständige Tätigkeit diese Energien beweiset. An diesen Schöpfungen werden also Kräfte erkannt, die in ihnen wirken, jedoch der Ursprung der Kraft wird verschieden aufgefaßt - und nicht selten völlig unabhängig von den Schöpfungswerken. Daß Gott Selbst der Kraftquell ist, von Dem alles Leben ausgeht, wird zumeist abgestritten - sowie der Mensch nicht einfältig glauben kann. Es wird wohl eine Kraft anerkannt, diese jedoch als von sich selbst ausgehend und in sich selbst begründet hingestellt. Denn das Verstandesdenken rechnet nur mit Dingen, die nachweislich vorhanden sind, nicht aber mit solchen, deren Vorhandensein nicht bewiesen ist. Es ist dies ein Stadium geistiger Unkenntnis, wenngleich irdisch der Mensch als wissend gilt. Die Kraft, die jedem Lebewesen zugeht, ist vorerst deutlich erkennbar, da ohne diese das Wesen leblos wäre. Diese Kraft ist aber auch in jedem anderen Schöpfungswerk, ansonsten es, gleichwie die Umhüllung eines Lebewesens nach seinem Tode, sich langsam auflösen würde. Solange es aber besteht und den Augen der Menschen ersichtlich ist, ist es auch Träger geistiger Kraft, die notgedrungen irgendwo ihren Ausgang haben muß. Denn diese Kraft ist unzerstörbar - sie kann wohl einem Gefäß zuströmen oder diesem entströmen, sie kann aber niemals sich in nichts verflüchten. Das Werden und Vergehen der Schöpfung zeugt nun offensichtlich von Zuströmen und Entströmen dieser Lebenskraft - also muß die Kraft irgendwo ihren Ausgang haben. Und dieser Ausgang ist das Kraftzentrum, es ist Gott Selbst - ganz gleich, welchen Begriff sich der Mensch von Gott macht. Wäre jedes Schöpfungswerk selbst Erzeuger der Kraft, die es belebt, so könnte das Schöpfungswerk nie und nimmer vergehen als solches, weil eine Kraft nicht aufhört zu sein. Also müßte auch der Mensch als solcher ewig unvergänglich sein, wenn er selbst, unabhängig von einem Kraftspender, aus sich heraus lebensfähig wäre. Denn da er während seines Lebens Träger einer Kraft ist, Kraft aber ewig unzerstörbar oder unlösbar ist, wäre er als Selbsterzeuger dieser Kraft schon als Mensch unsterblich. Entströmt die Kraft ihm aber, dann strömt sie vom Urquell zurück, oder es wird mit ihr ein neues Aufnahmegefäß gespeist, jedoch wieder vom Urquell aus. Ansonsten Tod und Geburt im menschlichen Dasein unmittelbar sich ablösen müßten, oder zumindest das Ableben des Menschen gleichzeitig die Geburt eines neuen Wesens bedingte. Immer muß ein Kraftquell anerkannt werden, von dem aus in einer gewissen Gesetzmäßigkeit die Kraft ausstrahlt und die jeweiligen Aufnahmegefäße speist. Und als Aufnahmegefäße muß alles betrachtet werden, was in der Schöpfung ersichtlich oder fühlbar ist. Ein jedes Schöpfungswerk ist Kraftträger, ein jedes Schöpfungswerk bezieht die Kraft aus dem Kraftzentrum und wird dadurch erst lebendig, d.h., es kann eine Tätigkeit verrichten, die ihm obliegt, eine Tätigkeit, die Daseinszweck ist und ständige Kraftzufuhr erfordert. Wie man nun den Kraftquell benennt, wie man ihn sich vorstellt, ist unwichtig, so er nur anerkannt wird und so die Abhängigkeit alles Geschaffenen von diesem Kraftquell erkannt wird. Dann wird der Mensch, der mit Verstandesdenken ausgestattet ist, auch die Zusammenhänge erfassen können, was er niemals kann, solange er selbst sich unabhängig wähnt von der ihn erhaltenden Kraft. Die Kraft bleibt immer und ewig, was sie ist, sie wandelt sich nicht, braucht sich nicht auf und verliert nicht an Wirksamkeit - sie ist da und kann nicht von selbst vergehen. Und da ständiger Tod und ständiges Vergehen in der Schöpfung ersichtlich ist, muß dies ein Entströmen dieser Kraft zur Ursache haben - also muß diese Kraft auch einstmals der Schöpfung zugeströmt sein - der Quell aber anderswo zu suchen sein als in den geschaffenen Dingen selbst. Der Kraftquell aber ist von Ewigkeit und wird bleiben bis in alle Ewigkeit. Der Kraftquell ist Gott Selbst, ein Wesen, Das in höchster Vollkommenheit steht, voller Kraft, Macht, Liebe und Weisheit ist und diese Kraft unentwegt ausströmt auf alles von Seiner Liebe Geschaffene nach einem unübertrefflich weisheitsvollen Plan. Amen. B.D. NR. 3234.

 

Buch 41-42 3235

Einigung der Seele mit dem Geist.

27. August 1944. B.D. NR. 3235.

Es ist ein überaus bedeutsamer Vorgang, wenn die Seele des Menschen sich mit dem Geist in ihr vereinigt, denn dann ist gewissermaßen die Wendung eingetreten; das materielle Dasein ist überwunden, wenngleich der Mensch noch auf Erden weilt, und die geistige Welt ist vorherrschend für den letzten Teil seines Erdenwandels. Es kann nun die Seele jede Äußerung des Geistes entgegennehmen, sie ist fähig, ihn zu verstehen, und sie nützet ihre Fähigkeit in ausgiebigster Weise. Sie läßt sich belehren und tritt somit in den Zustand des Wissens ein. Der Geist im Menschen ist unentwegt darauf bedacht, der Seele reichste Kenntnis zu vermitteln auf Gebieten, die der Seele sonst verschlossen sind und die sie nur mit Hilfe des Geistes betreten kann. Jede materielle Fessel aber ist ein Hindernis, um zu diesem Wissen zu gelangen, folglich muß die Seele erst die Materie überwunden haben, denn die Einigung der Seele mit dem Geist ist ein rein geistiger Vorgang, der keine irdische Bindung verträgt. Die Materie übt auf die Seele eine Wirkung aus, daß sie unfähig ist, die Stimme des Geistes in sich zu vernehmen. Die Seele muß völlig gelöst sein von jener und sich gänzlich dem Geist in sich überlassen, sie muß völlig widerstandslos sich seiner Kraft hingeben, die als Kraft aus Gott nun an ihr wirksam wird. Und also wird die Seele ins Erkennen geleitet, göttliche Weisheit wird ihr vermittelt, weil der Geistesfunke in ihr Anteil des göttlichen Geistes ist, dessen Gaben von höchstem Wert sind und die darum der Seele zur Vollkommenheit verhelfen müssen. Es wird nun die Seele nach göttlichem Plan ausgebildet, sie wird in ein Wissen eingeführt, das für sie geistigen Fortschritt bedeutet. Denn je mehr die Seele in der Erkenntnis steht, desto freier wird sie und desto fähiger, dieses Wissen zu verwerten. Und also betätigt sie sich nun in Liebe, indem sie dieses Wissen weitergibt an ihre Mitmenschen. Ein Wissen, das der Mensch vom Mitmenschen entgegennimmt, muß erst geprüft werden auf seine Wahrhaftigkeit, ein Wissen dagegen, das der Mensch aus sich selbst schöpft, das der Geist in ihm seiner Seele vermittelt hat, trägt die unbedingte Wahrheit in sich, und dies empfindet die Seele und vertritt daher ein solches Wissen voller Überzeugung. Und es wird dieses Wissen auch nicht ohne Eindruck bleiben auf den Mitmenschen, weil es voller Überzeugung dargeboten und jedem voll verständlich wird, weil es die Wahrheit in sich trägt und diese auch den Mitmenschen gefangennimmt, sowie er ernstlich nach Wahrheit verlangt. Und darum ist die Einigung der Seele mit ihrem Geist so bedeutungsvoll, weil sie nicht nur dem einen Menschen zur Wahrheit und also zur Reife verhilft, sondern auf weite Kreise segenbringend wirkt, weil die Wahrheit sich Bahn bricht und auch erkannt wird als solche von den Menschen, die wieder nach ihr streben, jedoch die Einigung ihrer Seele mit dem Geist noch nicht selbst hergestellt haben. Ihnen wird aber diese Einigung nicht schwer sein, sowie sie den ernsten Willen dazu haben, und dieser Wille wieder wird angeregt durch wahrheitsgemäße Belehrungen eines Menschen, dessen Geist erweckt ist. Amen. B.D. NR. 3235.

 

Buch 41-42 3237

Göttliche Offenbarungen. Irrlehren hinderlich.

29. August 1944. B.D. NR. 3237.

Eine unmittelbare Offenbarung Gottes ist gekennzeichnet durch das direkte Wort des Vaters an Sein Kind, und diesem Wort ist Glauben zu schenken, sowie der Empfänger des Wortes ein Mensch ist, der im Glauben und in der Liebe steht, der also Gott anstrebt. Es ist jedoch nicht immer die Voraussetzung gegeben, daß einem Menschen Weisheiten geboten werden können, sei es, daß er nicht beharrlich genug nach innen horcht oder er auch von Lehren gefangen ist, die der Wahrheit nicht ganz entsprechen, so daß er jede berichtigende Lehre als Werk des Gegners von Gott ansehen würde. Und darum erstrecken sich die göttlichen Offenbarungen nur auf persönliche Mahnungen und Warnungen, müssen aber dennoch anerkannt werden als solche. Das Verlangen eines Menschen, in persönlicher Verbindung zu stehen mit Gott, und der Glaube, daß dies möglich ist, sind die ersten Vorbedingungen, daß Gott Sich väterlich offenbart. In welcher Weise nun, das ist von der Auffassungsfähigkeit und Aufnahmewilligkeit des Menschen abhängig und auch von der Aufgabe, die ihm gestellt ist für sein Erdenleben. Soll er wieder lehrend tätig sein und stellt er sich selbst für dieses Amt Gott zur Verfügung, so werden die göttlichen Offenbarungen stattfinden gleich einem Unterricht und also auch tiefste Weisheiten enthalten, weil der Mensch selbst erst über ein Wissen verfügen muß, ehe er dasselbe verbreiten kann. Jedoch es gehört dazu völlige Widerstandslosigkeit, d.h., es darf der Geist Gottes, der Geber der Wahrheit, niemals auf Widerstand stoßen, so er die Wahrheit dem Menschen vermittelt. Widerstand aber ist jede Irrlehre, wenn sie nicht bedingungslos hingegeben wird und der Wahrheit Platz macht. Es kann nun aber ein Mensch tief gläubig sein und voll überzeugt, in der Wahrheit zu stehen, sein Lebenswandel entspricht auch dem Willen Gottes - doch ist er nicht fähig, als Diener Gottes die reine Wahrheit zu verbreiten, weil er sie selbst nicht besitzt - weil er nicht fragt und Antwort begehrt und diese erwartet, sondern sich als Träger der Wahrheit wähnt, und irriges Denken daher nicht berichtigt werden kann. Dieser kann nun wohl die Stimme Gottes vernehmen, weil er Ihn liebt und ein liebendes Herz befähigt ist zur Aufnahme des göttlichen Geistes, doch der Geist Gottes gibt dem Menschen nach seinem Verlangen - tröstende, ermahnende, warnende oder erzieherische Vaterworte, die Seine Liebe zu dem Erdenkind bekunden, oder auch weisheitsvolle Belehrungen und tiefstes Wissen dem Menschen, der dafür aufgeschlossen ist und sich dessen würdig macht. Das Verlangen des Menschen entscheidet, und darum wird ein jeder so bedacht, wie er begehrt. Der väterliche Zuspruch genügt dem einen, und er beendet sein Horchen nach innen, während der andere im Wissensdrang lauschet auf jedes Wort, das die göttliche Liebe ihm spendet. Gott beschränkt Seine Gaben nicht, Er gibt, solange sie begehrt wird; die Schranken aber setzt der Mensch selbst, denn sowie sein Verlangen nachläßt, sowie sein Wille nicht mehr tätig ist, er also das bewußte Horchen nach innen beendet, tönet auch die innere Stimme nicht mehr, die Zuleitung ist unterbrochen und kann erst wieder vonstatten gehen, wenn der Mensch durch Horchen nach innen sich bereit erklärt, die göttliche Gabe in Empfang zu nehmen. Und darum bestimmt der Mensch selbst das Maß an Wissen und auch die Art, in welcher jenes geboten wird. Ein von geistigem Wissen durchdrungener Mensch wird überaus schnell reifen, und deshalb ist es entschieden vorteilhafter, sich dieses Wissen von Gott Selbst bieten zu lassen, als es durch Studium sich anzueignen, denn letzteres braucht nicht unbedingte Wahrheit zu sein, sind doch Menschen die Übermittler und diese niemals Irrtumsfrei. Wer aber an diesem von Menschen übernommenen Geistesgut festhält und nicht einmal den Gedanken erwägt, daß ihm auch Irrtum vermittelt worden sein kann, dem ist das tiefe Wissen nicht zuzuwenden, denn er würde es nicht als Wahrheit gelten lassen, sondern auf irrige Geber schließen, so es nicht mit seinem alten Wissen übereinstimmt. Und daher sind zu Trägern der reinen Wahrheit nur solche Menschen heranzubilden, die völlig frei sind von irrigem Geistesgut und die darum ständig begehren, von Gott Selbst belehrt zu werden, um garantiert reine Wahrheit zu empfangen, denn diese kann Gott nun bedenken in aller Fülle und sie zu Seinen Vertretern auf Erden machen, und diese sind es, die nun lehren und das tiefe Wissen weiterleiten sollen an die Mitmenschen, weil sie dazu fähig sind und den festen Willen haben, ihren Mitmenschen zu helfen. Diese werden überreich ausgestattet mit Wissen, der göttliche Lehrmeister Selbst unterweiset sie, und Er bildet sie aus, auf daß sie nun in Seinem Namen lehren können, immer und überall, wo die Menschen für die reine Wahrheit aufgeschlossen sind. Amen. B.D. NR. 3237.

 

Buch 41-42 3239

Und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.

31. August 1944. B.D. NR. 3239.

Und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen die kleine Schar Meiner Gläubigen, denn sie werden Mir treu bleiben auch in der größten irdischen Bedrängnis, ihr Glaube wird so tief und unerschütterlich sein, daß selbst die Mächte der Finsternis vergeblich daran rütteln werden und es ihnen nicht gelingen wird, den Sieg über jene davonzutragen. Denn die Meinen werden Mich Selbst zum Heerführer haben, und gegen Mich wird selbst die Hölle machtlos sein, deren Macht sonst nicht zu unterschätzen ist. Der starke Glaube aber ist wie eine Mauer, die allen Anstürmen standhält, und alle gehören Meiner Kirche an, die diesen starken Glauben ihr eigen nennen. Wer an Mich glaubt mit aller Festigkeit, der braucht nichts mehr zu fürchten, von welcher Seite es auch kommen mag. Zwar sind es immer schlechte Kräfte, die diesen starken Glauben zu erschüttern suchen, und es erfordert den Willen zum Widerstand. Doch wer im Glauben steht, der weiß auch um Meine Liebe und Meine Allmacht, und darum fürchtet er keinen Gegner, sondern er tritt ihm mutig entgegen, er besiegt ihn mit Meiner Kraft. Die Kraft aber schöpft er aus dem Glauben an Mich, er weiß, daß Ich ihm zur Seite stehe, er vertraut auf Meine Hilfe, und seinen tiefen Glauben lohne Ich. Meine Hilfe ist ihm gewiß. Und so wird der Gläubige aus dem letzten Streit siegreich hervorgehen, er wird das Ende überleben, während die Glaubenslosen untergehen; er wird die Kraft des Glaubens spüren und sie auch den Mitmenschen beweisen können, während die Ungläubigen schwach und hilflos sein werden angesichts des Unterganges der Erde, den aber die Gläubigen nicht zu fürchten brauchen, denn sie bleiben unversehrt, wo Tausende und Abertausende ihr Leben verlieren. So brutal auch vorher der Kampf geführt werden wird, daß wirklich von der Hölle gesprochen werden kann, letztere wird keine Triumphe feiern, denn so klein auch die Zahl der Gläubigen ist, sie kann nicht niedergerungen werden, weil der tiefe, unerschütterliche Glaube dies verhindert. Denn der Gläubige kämpft mit Mir, und Ich bin sein sicherster Schutz. Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Diese Verheißung habe Ich Meiner Kirche gegeben, und Meine Kirche besteht aus den Tiefgläubigen, die in lebendiger Verbindung stehen mit Mir und Meine Nähe auch stets fühlen werden, die Mich im Wort erkennen und darum auch furchtlos sind, weil sie die Kraft Meines Wortes spüren und dieses Wort dem Feind ihrer Seelen entgegensetzen. Er wird wohl noch arg wüten, bevor ihm seine Herrschaft entwunden wird, und er wird alle Mittel anwenden, er wird alle Pforten öffnen und seine Helfershelfer bestimmen, den Menschen zum Fall zu bringen; er wird ihm sicheren Glauben nehmen wollen, doch jede Mühe wird vergeblich sein. Die an Mich glauben, sind Meine Kinder, und diese lasse Ich nicht in der Not der Seele. Ich gebe ihnen Kraft und Stärke auszuhalten, Ich helfe ihnen, daß sie sich desto inniger an Mich anschließen, je mehr der Feind sie von Mir trennen will. Und er wird vergeblich anrennen an dem Bollwerk, das der starke Glaube ist und bleiben wird für alle Kräfte der Unterwelt, die nimmermehr dieses Bollwerk einzureißen vermögen, weil es auf einen festen Grund gebaut ist, auf einen starken Felsen, auf überzeugten Glauben, der nie und nimmer verlorengehen kann, so einmal der Mensch ihn gewonnen hat. Denn der überzeugte Glaube erkennt Mich und er hoffet und bauet auch auf Mich. Und der Mensch, der überzeugten Glaubens ist, der lässet Mich nicht fallen, er ist Mir treu auf Erden und hält Mir die Treue bis zum Ende, und keine Kraft der Unterwelt hat je Gewalt über ihn, selbst die ärgste Hölle nicht, d.h., der Fürst der Unterwelt ist machtlos dem gegenüber, der im Glauben an Mich Meinen Beistand erbittet. Amen. B.D. NR. 3239.

 

Buch 41-42 3243

Segen des Gebetes. Kraft aus Gott.

3. September 1944. B.D. NR. 3243.

Das ist die Macht des Gebetes, daß ihr euch mit Gott verbindet und dadurch euer Herz öffnet zum Kraftempfang. Ihr betretet die Brücke zu Ihm, und Er kommt euch entgegen, und Er teilet aus, was euch mangelt, was ihr nur von Ihm in Empfang nehmen könnt - Kraft aus Gott. Denn diese benötigt ihr, und sie kann euch nur zugeführt werden, so ihr sie anfordert, so ihr Gott anerkennet durch das Gebet. Denn durch das Gebet beweiset ihr den Glauben an Ihn, an Seine Macht und Seine Liebe, ansonsten ihr nicht zu Ihm beten würdet. Und der Glaube ist erste Voraussetzung, daß die Kraft Gottes euch zuströmen und an euch wirksam werden kann, denn nur im Glauben an Ihn und Seine Macht und Liebe öffnet ihr euch dem Zustrom Seiner Kraft und empfanget sie also bewußt. Ihr setzet ihr keinen Widerstand entgegen, und eure Seele wird diese Kraft verspüren als Anregung, als Streben nach Vollkommenheit. Es ist dies der Segen des Gebetes, auch wenn es eine irdische Bitte ist, die Gott nicht erfüllt um des Seelenheiles willen, kommt doch die Kraft, die aus der Verbindung mit Gott erwächst, der Seele zugute, sie gereicht ihr zum geistigen Fortschritt, denn jede Verbindung mit Gott trägt ihren Segen in sich, äußerlich nicht immer erkennbar, doch von der Seele wohltätig empfunden. Sowie ein Erdenkind betet, ist es der Macht des Gegners von Gott entronnen; ein betender Mensch wird von der Liebe Gottes ergriffen, und er steht in Seinem Schutz. Ein betender Mensch ist demütig und empfängt darum auch Gnade, denn so der Mensch überheblichen Geistes ist, betet er nicht, oder aber sein Gebet ist Form, ohne tiefes Empfinden, denn zum rechten Gebet gehört die Demut des Herzens, das Eingeständnis der Schwäche und das Unterwerfen dem Willen Gottes. Dem Demütigen aber gibt Gott Seine Gnade. Und in der Gnade Gottes zu stehen muß der Seele geistigen Erfolg eintragen, denn Gnade empfangen heißt immer der Hilfe Gottes gewiß sein,die er zu seinem Aufstieg benötigt. Sowie der Mensch betet, verringert er die Entfernung von sich zu Gott, er tritt Ihm näher, und Gott entziehet Sich ihm nicht. Er neigt Sich voller Liebe dem zu Ihm flehenden Kind entgegen, und jede Annäherung an Gott stärkt die Seele, weil von Gott Kraft ausstrahlt auf das Wesen, das solche begehrt. Und darum ist das Gebet das erste, um geistig reifen zu können, es ist die bewußte Verbindung mit Gott ein unbewußtes Glaubensbekenntnis, und der gläubige Mensch kann ständig der Hilfe Gottes gewiß sein, selbst wenn die Hilfe in anderer Form ihm geboten wird, als er sie begehrt hat. Niemals aber bleibt ein Gebet ohne Wirkung auf die Seele, weil es dieser immer die Kraft aus Gott eintragen wird, ohne welche der Mensch niemals reifen kann, und weil diese Kraft das köstlichste Gut ist, das dem Menschen auf Erden vermittelt werden kann, trägt sie ihm doch die geistige Reife ein, die unbedingt nötig ist zum ewigen Leben. Amen. B.D. NR. 3243.

 

Buch 41-42 3249

Freiheit des Willens. (Prädestinationslehre)

9. September 1944. B.D. NR. 3249.

Die Sonne des Geistes soll aufgehen und die Finsternis verjagen - wo Dunkelheit ist, soll Licht werden, wo Verständnislosigkeit und Unkenntnis herrscht, dort soll licht und klar das Wort Gottes Aufschluß geben, denn Gott Selbst ist es, Der die Menschen belehret, so sie Sein Wort empfangen wollen. Und Er gibt ihnen diese Belehrungen wahrlich in der rechten Form, ihrem Willen zur Wahrheit nachkommend und ihrer Aufnahmefähigkeit und Würdigkeit entsprechend. Und dies ist Sein Wort: Versuchet, euch den göttlichen Willen als Grundprinzip zu denken, nach welchem alles sich vollzieht im Himmel und auf Erden - versuchet, diesen göttlichen Willen als Erstes gelten zu lassen, und ihr werdet dann jegliches Geschehen nur von dieser Seite betrachten, daß der göttliche Wille daran nicht unbeteiligt sein kann, denn ohne (Seinen) Gottes Willen kann kein anderer Wille zur Geltung kommen - selbst wenn er völlig gegnerisch ist. Jeglicher Wille, ob gut oder böse, muß erst durch Seinen Willen sanktioniert werden, bevor er in Tätigkeit treten kann, also liegt jeglichem Geschehen der göttliche Wille zugrunde, was jedoch nicht besagt, daß Gott das gutheißt, was der böse Wille gebärt. Dennoch könnte auch der böse Wille nicht sein, so nicht der Mensch von Gott aus befähigt wäre zu wollen, also jeglicher Wille im Willen Gottes begründet ist. Niemals aber bestimmt Gott den Menschen, Gutes oder Böses zu wollen, sondern die Richtung seines Willens bleibt ihm selbst überlassen, und dieses ist der freie Wille. Daß der Mensch wollen kann, ist Gottes Gabe, Gottes Bestimmung oder auch eine Gnade Gottes - was er aber will, ist seine eigene Bestimmung, darin läßt Gott ihm vollste Freiheit, wenngleich er zwar auch gehindert werden kann, das auszuführen, was er will. Dennoch ist sein Wille in Aktion getreten, die Richtung seines Willens hat er Gott gegenüber bekundet, und diese Richtung des Willens ist es, für die er sich verantworten muß. Und die göttlichen Gebote sind der Maßstab für guten oder bösen Willen. Niemals also wird Gott den menschlichen Willen zu beeinflussen suchen, gegen Seine Gebote zu verstoßen, jedoch ihm die Gedanken ins Herz legen, Stellung zu nehmen zu einem der Gebote. Also es wird Gut und Böse immer an ihn herantreten, es wird auch laut göttlicher Bestimmung der Wille im Menschen rege - wie er sich jedoch entscheidet, steht dem Menschen frei. Und Gott wird ihn durch irdische Geschehen zur Äußerung seines Willens veranlassen, und darum treten die irdischen Geschehen so an ihn heran, wie sie seinem Willensentscheid am günstigsten sind. Und dies ist das Schicksal, seine vorbestimmte Lebensbahn, die allen seinen Anlagen Rechnung trägt und ihm die größte Möglichkeit gibt, seinen Willen in rechter Richtung tätig werden zu lassen. Die Freiheit des Willens wird sehr oft falsch verstanden, denn sie wird auf Ausführung irdischer Tätigkeit bezogen, und man nennt ein verhindertes Ausführen dessen, was der Mensch will, unfreien Willen. Die Ausführungsmöglichkeit ist völlig unabhängig vom Willen selbst. Dieser ist frei, d.h., der Mensch bestimmt selbst die Richtung, die der Wille nimmt, und die Freiheit seines Willens wird niemals angetastet werden von Gott aus. Es kann aber die Willensfreiheit mißbraucht werden zu Gott-gegnerischem Wirken sowohl als auch zu Gott-gegnerischem Denken. Auch dann nimmt der Mensch die Kraft aus Gott in Anspruch, d.h. die Lebenskraft, die ihm zuströmt, und folglich in gewissem Sinne die Zustimmung Gottes, weil ohne Seinen Willen nichts geschehen kann und ohne Seinen Willen der Mensch auch nicht denkfähig wäre. Und dennoch kann nicht davon die Rede sein, daß Gott den Willen des Menschen bestimmt hat zu seinem Denken und Handeln. Wenn auch Gott Selbst den Willen in den Menschen gelegt hat, so hat Er doch nicht diesen Willen gerichtet zu guten oder bösen Taten. Und dies muß auseinandergehalten werden, ansonsten ein freier Wille verneint werden müßte und der Mensch nimmermehr die Anwartschaft haben könnte auf Vollkommenheit. Es beziehen die Menschen die Freiheit des Willens zumeist auf rein irdische Handlungen, Gedanken oder Geschehen, und sie machen darin oft die Erfahrung, daß sie sehr unfrei sind, weil Handlungen, Gedanken und Geschehen nicht immer ihrem Willen entsprechen. Dann äußert sich der Wille Gottes offensichtlich, und sie fechten die Lehre vom freien Willen eifrig an. Doch auch dann noch sind Wille und Ausführungsmöglichkeit verschiedene Begriffe, denn der Mensch kann dem Willen jederzeit die Richtung geben, die ihm beliebt. In geistiger Hinsicht aber wird der Wille stets ausgeführt werden können, denn was der Mensch will, dazu geht ihm auch die Kraft zu, nur daß sein Wille auch den Ursprung der Kraft bestimmt, daß die Kraft ihm von oben oder auch von unten zugeleitet wird, er sich also der Kraft ausliefert, der sein Wille sich zuneigt. Doch auch dann gibt Gott Seine Zustimmung, d.h., Er hindert den Entwicklungsgang des Menschen nicht, obgleich er von Ihm wegführt, weil Er dem Wesen die Freiheit des Willens gegeben hat und ewig diese Freiheit nicht aufheben wird, so es das letzte Stadium auf Erden als Mensch auslebt, das ihm die letzte Reife eintragen soll. Amen. B.D. NR. 3249.

 

Buch 41-42 3250

Freiheit des Willens. (Prädestinationslehre)

10. September 1944. B.D. NR. 3250.

Dem menschlichen Willen gebiete Ich nicht, sondern Ich lasse ihm seine Freiheit. Ich bleibe wohl ständig an ihm tätig, indem Ich ihm fortgesetzt die Kraft zuführe, als selbständiges Wesen wollen, denken und handeln zu können. Und also bin Ich Urheber seines Lebens wie auch seines Denkens und Wollens. Denn Ich muß, was einmal aus Meiner Hand hervorgegangen ist, auch ständig in den Zustand versetzen, seinen Zweck erfüllen zu können, der einem jeden Schöpfungswerk, einem jeden Produkt Meiner Liebekraft, zugrunde liegt, ansonsten Meinem Wirken die Weisheit abgesprochen werden könnte, die jedoch unleugbar überall zutage tritt, so der Mensch auf einer gewissen Erkenntnisstufe angelangt ist und für Mein Walten und Wirken ein offenes Auge hat. Versorge Ich aber alles Geschaffene ständig mit Lebenskraft, um bestehen zu können, so ist verständlicherweise alles Leben, alle Tätigkeit, von Meinem Willen abhängig und folglich auch jegliche organische Tätigkeit des Menschen, die erst Mein Wille in Funktion treten läßt, und somit Ich es bin, Der im Menschen wirket - sowohl das Wollen als auch das Vollbringen; denn Ich gab dem Menschen als höchstes Schöpfungswerk auf der sichtbaren Erde diese Fähigkeit. Ohne diese Gabe aber wäre der Mensch kein freies, selbständiges Wesen und also auch nicht fähig, sich selbst zur Höhe zu entwickeln. Doch Ich gab ihm auch die Freiheit seines Willens, d.h., es steht ihm frei, die Gabe des Wollens und des Vollbringens zu nützen nach jeder Richtung hin, und niemals wird er durch Mich gezwungen, diese oder jene Richtung einzuschlagen, nur liebevoll so geleitet auf seiner Lebensbahn, daß er vor Entscheidungen gestellt wird, weil dies der Zweck seines Erdenlebens ist, daß er seinen freien Willen recht nütze. Ich will selige Geschöpfe aus allen Menschen machen, doch die Seligkeit hängt von dem Willen zum Guten ab. In aller Willensfreiheit sich für das Gute entscheiden trägt der Seele die höchste Seligkeit ein. Ist aber der Mensch gut als Folge einer Beeinflussung von Mir, dann ist er kein freies, selbständiges Wesen mehr, und ohne Freiheit gibt es keine Seligkeit. Der freie Wille ist es, der stets und ständig gewahrt werden soll, sowohl im irdischen als auch im geistigen Reich, soll alles Wesenhafte dereinst zu Meinem Ebenbild sich gestalten. Und es ist die Frage über den freien Willen so überaus wichtig, daß dem Menschen auch immer Antwort darauf gegeben wird, auf daß sich sein Denken nicht im Irrtum bewegt und ihm dadurch die Erlösungslehre völlig unverständlich wird. Ich unterweise euch Menschen stets in der Wahrheit, so ihr euch vertrauensvoll an Mich Selbst wendet um Aufschluß solcher Fragen, und Ich leite euch diese Wahrheit zu, so ihr sie nicht selbst in euch vernehmet, denn euer Wissen ist mangelhaft, so ihr in entscheidenden Fragen falsch unterrichtet seid und darauf dann aufbauen wollt. Die Freiheit des Willens darf nie und nimmer abgestritten werden, ansonsten ihr euch selbst zu Maschinen herabsetzt, die willenlos alles über sich ergehen lassen müssen, was Ich, der Herr der Schöpfung, will. Wohl ist Mein Wille ausschlaggebend, doch nimmermehr bestimme Ich den Entwicklungsgang des einzelnen Wesens, wie Ich auch nimmermehr seinen Willen in eine bestimmte Richtung dränge und sonach die Freiheit des Denkens beeinträchtige, sondern die Entscheidung ist dem Menschen selbst überlassen, und wie seine Entscheidung ist, so ist auch sein Reifezustand. Die Gnaden wende Ich jedem einzelnen ungemessen zu, und so ist auch sein Wille zur Annahme Meiner Gnaden allein entscheidend, wieweit diese an ihm wirksam werden können und welche Kraft ihm nun zur Verfügung steht, seinen Willen in die Tat umzusetzen. Meine Liebe gilt allen Meinen Geschöpfen, und allen Geschöpfen wende Ich daher auch das gleiche Gnadenmaß zu, doch wie sie es verwerten, steht ihnen frei, denn Ich gebiete wohl über Himmel und Erde, aber den menschlichen Willen zwinge Ich nicht. Amen. B.D. NR. 3250.

 

Buch 41-42 3251

Chaos. Glaubenskampf.

11. September 1944. B.D. NR. 3251.

Und es wird kommen, wie es geschrieben steht. Eine geistige Wandlung steht bevor, jedoch erst nach einem Zustand äußerster Verwirrung, irdischer und geistiger Ratlosigkeit, deutlich erkennbaren satanischen Wirkens und höchster irdischer und geistiger Not. Denn dieses alles muß vorausgehen, auf daß daraus ein neues geistiges Leben hervorgehe, das nun von denen geführt wird, die sich in dieser Endzeit behaupten, die das geistige Leben über das irdische setzen und sich nicht bestimmen lassen, von Gott abzufallen. Diese erleben die neue Zeit, die geistige Wandlung und also auch die Wandlung der alten Erde, und ihnen wird die Größe Gottes offenbar werden, Seine Weisheit, Allmacht und Liebe. Scheinbar ist die ewige Gottheit dem Menschengeschlecht in der letzten Zeit fern, doch in Wahrheit näher denn je, denn Er wirbt um eines jeden Menschen Seele, und darum ist das ganze Leid auf der Erde, weil es ein letztes Mittel ist zur Gewinnung derer. Und es ist das Leid auch ein Zeichen der Liebe Gottes, Der an das Herz des einzelnen pocht, um Sich ihm vernehmbar zu machen. Und so die letzte Zeit gekommen ist, nimmt das Leid und die Trübsal kein Ende mehr, auf daß der Mensch abschließe mit den Freuden der Welt, auf daß er seine Gedanken hinwende auf die Ewigkeit, auf daß er die Erde verachten lerne und nur ihren geistigen Zweck erkenne. Und dann wird ein unsagbar trauriger Vorgang sich abspielen, ausgeführt an den Gläubigen, die treu zu Gott stehen. Es wird dieser einen letzten Ansturm gegen den Glauben bedeuten, es wird eine Entrechtung eingeführt werden, die alle Gläubigen aus dem Kreis der Allgemeinheit ausstoßen soll; es wird eine Zeit unsagbarer Leiden für diese Gläubigen kommen, jedoch nur den Mitmenschen so scheinen, denn die Gläubigen selbst verspüren das Leid nicht in dem Maße, wie es den Anschein hat, da die Kraft Gottes ihnen beisteht und sie fähig macht, das ihnen auferlegte Los zu tragen. Je nach der Tiefe des Glaubens ist auch die Tiefe des Leides, das vor der Welt zwar unerträglich erscheint, doch dem Gläubigen keine so große Last ist, daß er es nicht zu ertragen vermag. Die Welt aber versuchet, Triumphe zu feiern, die Menschen werden materieller denn je eingestellt sein, sie werden weltlichen Genüssen nachjagen, sie werden skrupellos nehmen, was ihnen begehrenswert erscheint ohne Rücksicht auf die Mitmenschen, und sie werden Unrecht auf Unrecht, Sünde auf Sünde häufen und sich vergehen gegen die göttlichen Gebote, weil sie Gott nicht mehr anerkennen und dies bezeugen in dem offen geführten Kampf gegen die Gläubigen. Und es ist nur eine kleine Schar, die verstreut unter den Menschen lebt, die das nahe Ende erkennt und gefaßt erwartet. Denn sie wissen, daß das Ende auch das Kommen des Herrn mit sich bringt, und harren gläubig auf Ihn, Der ihnen Rettung bringen soll aus tiefster Not. Und Gott segnet ihren tiefen Glauben, indem Er Sich ihnen offenbart, wo immer die Not groß ist und die Menschen Stärkung benötigen. Er ist bei ihnen zu jeder Zeit, denn jeder gläubige Gedanke ruft Ihn herbei. Doch noch bleibt Er unsichtbar, nur in einzelnen Fällen tritt Er sichtbar in Erscheinung, bis dann die Stunde gekommen ist, wo Er die Seinen entrücket, wo Er sie emporhebt lebenden Leibes, bevor das Vernichtungswerk an der Erde vor sich geht. Und dann ist die große irdische Not beendet, denn die Gläubigen können nicht mehr bedrängt werden, so sie die neue Erde wieder in Besitz nehmen, um als Stamm des neuen Menschengeschlechtes eine neue Erlösungsperiode zu beginnen. Denn alles Böse ist gebannt und also unschädlich gemacht. Amen. B.D. NR. 3251.

 

Buch 41-42 3252

Anerkennen Jesu Christi. Binden des Satan.

11. und 13. September 1944. B.D. NR. 3252.

Der geistige Zusammenbruch ist unvermeidlich, so Christus nicht mehr anerkannt wird und die Menschen zu Gott nicht mehr das rechte Verhältnis herstellen, denn dann sind sie haltlos und in größter geistiger Not, weil sie ihrem Untergang entgegengehen. Der geistige Niedergang hat auch den irdischen Zusammenbruch zur Folge, denn alles löset sich auf, sowie ihm die geistige Grundlage genommen ist. Ohne Gott kann nichts bestehen, wo aber das Geistige völlig in den Hintergrund gedrängt wird, wird auch Gott nicht mehr anerkannt, und es ist dies das Schlimmste, was die Menschen tun können, daß sie Gott verleugnen, denn sie beschleunigen dadurch auch ihren eigenen Untergang, und sie schwächen oder verlieren vorerst ihre Erkenntniskraft, sie erkennen die Not nicht, in der sie sich befinden. Sie sind nur darauf bedacht, irdischen Anforderungen nachzukommen, und geben für die irdische Welt alles auf, was sie geistig zur Höhe führen könnte. Und die Folge ist ein geistiger und irdischer Zusammenbruch und ein schreckhaftes Ende leiblich und irdisch. Der Glaube an Jesus Christus könnte dieses verhindern, doch ohne Ihn findet die Menschheit nicht mehr die Kraft, sich zu wandeln, und sie sinket immer weiter ab und zieht also das Ende unweigerlich heran, weil ohne Gott nichts bestehen kann. Die Gewalt des Satan ist übergroß, weil die Menschen selbst ihm Macht einräumen über sich, doch es kann nur der Mensch siegen über ihn, der durch Jesus Christus über eine Stärke des Willens verfügt, dem nichts widerstehen kann. Wo aber der Glaube an Jesus Christus verlorengegangen ist, dort wütet der Gegner Gottes mit verstärkter Gewalt. Und seine Waffen sind der Haß und die Lieblosigkeit, die zerstörend und vernichtend wirken in jeder Weise, jedoch immer nur durch den Willen des Menschen, da der Gegner Gottes über die anderen Schöpfungswerke keine Gewalt hat. Und also bedienet er sich des Willens der ihm hörigen Menschen, um zu vernichten und zu zerstören, um das von Gott in der Schöpfung gebannte Geistige frei zu machen wider den Willen Gottes. Und dieses frei gewordene Geistige, in einem tiefen Entwicklungsgrad stehend, übt nun auch verheerende Wirkung aus auf seine Umgebung, sei es die Naturwelt, Pflanzen und Tiere, oder auch die Menschen. Es entsteht ein Chaos ohnegleichen, ein Chaos, das nicht geeignet ist zur seelischen Aufwärtsentwicklung des Menschen und auch des noch gebundenen Geistigen in der Schöpfung, und es würde dieses Chaos bis zur endgültigen Zerstörung dessen führen, was dem menschlichen Willen zugänglich ist, so nicht Gott Selbst Seine Macht geltend werden läßt und dem Treiben des Satans ein Ende setzt. Von der Zeit an, da sich die Menschen vermessen, gegen Gott Selbst vorzugehen, d.h., allem Göttlich-Geistigen den Kampf anzusagen und insbesondere den Glauben an Jesus Christus unter den Menschen auszurotten, tritt auch das Wirken Gottes offensichtlich in Erscheinung, desto merklicher, je weiter dieser Kampf gegen Gott vorgeschritten ist.

Denn soll dem Menschen die Möglichkeit einer Höherentwicklung bleiben, so muß ihm auch das Wissen um Gott, Der im Menschen Jesus zur Erde niederstieg, um die Menschheit zu erlösen, erhalten bleiben, ansonsten die Menschen völlig schutz- und kraftlos dem Wüten des Satans ausgeliefert wären und unweigerlich untergehen müssen, geistig und auch irdisch. Die Entscheidung, die Zweck des Erdenlebens ist, könnte von ihnen nicht mehr verlangt werden, da sie nur das eine, das Böse, kennenlernen und ihnen das Gute, Göttliche, verborgen blieb. Sowie aber der Satan gegen Gott Selbst vorgeht, lässet Gott ihn Seine Macht fühlen. Er entwindet ihm die seine und bindet ihn auf lange Zeit. Und dieses Binden geschieht in der Weise, daß er mit den ihm hörigen Menschen, die seine Knechte waren auf Erden, die in Haß und Lieblosigkeit ausführten, was er von ihnen forderte, wieder in die neue Schöpfung gebannt wird, in die härteste Materie, die seine Kerkerhaft bleibt, damit er das gute Geistige nicht bedrängen kann, dem nun der Weg zur Höhe erleichtert ist für lange Zeit. Die geistige Aufwärtsentwicklung erfordert zwar Kraft und Widerstand, sie erfordert Entscheidung zwischen Gut und Böse, und also muß dem Guten auch immer das Böse entgegengesetzt sein, auf daß die Menschen sich entscheiden können, auf daß sie ihren freien Willen tätig werden lassen können.

Jedoch auf der neuen Erde stehen die Menschen alle unter dem Zeichen des Kreuzes, sie sind aus tiefstem Herzen Anhänger Christi, sie stehen in engster Verbindung mit Gott, sie haben sich schon entschieden durch die überaus schwere Kampfzeit zuvor, in der sie Ihm treu geblieben sind, und benötigen vorerst keine Gegenkraft, wider die sie sich behaupten sollen. Und solange sie in dieser innigen Verbindung mit Gott bleiben, ist auch der Gegner Gottes gebunden, dessen Fesseln erst wieder der Wille des Menschen lockert. Denn sowie die Verbindung mit Gott nachzulassen beginnt, wenden sich die Sinne des Menschen wieder der Materie zu, die das gefallene Geistige in sich birgt - und mit ihrem Verlangen lockern sie dessen Bande, und so tritt langsam der Gegner Gottes durch den Willen des Menschen wieder in Aktion. Und es beginnt der geistige Kampf, der Kampf zwischen Licht und Finsternis, wieder von neuem. Und immer muß Jesus Christus im Mittelpunkt stehen, soll der Kampf gegen die Finsternis siegreich enden; denn das Lichtvolle auf Erden und im Jenseits ist das durch Jesu Christi Blut erlöste Geistige, und zum Licht kann unwiderruflich nur der gelangen, der Jesus Christus als Erlöser der Welt und Gottes Sohn anerkennt, ansonsten die Macht des Satans so groß ist über ihn, daß er ihn in die Finsternis hinabzieht zum ewigen Verderben. Und immer wird das Verleugnen Christi zum Zusammenbruch irdisch und geistig führen, weil dann die Menschheit einen Pakt schließt mit dem Gegner von Gott, weil sie sich gänzlich von Gott entfernt und dies Auflösung jeglicher Form bedeutet, die nun ihren Zweck, den Zweck der Höherentwicklung der Seele, nicht mehr erfüllt und darum durch Gottes Willen vergeht, d.h. sich in sich verändert, so ihr Gott wieder eine neue Bestimmung zuweiset. Denn Gottes Macht wird jede gegnerische Macht überwinden, Er wird den Gegner binden, so seine Stunde gekommen ist. Amen. B.D. NR. 3252.

 

Buch 41-42 3255

Neuer Entwicklungsgang. Bannen des Geistigen.

15. September 1944. B.D. NR. 3255.

Der Gang der Entwicklung des Geistigen wird abgebrochen durch göttlichen Willen. Was unendliche Zeiten hindurch in ständiger Aufwärtsentwicklung war und nun am Ende versagt, d.h. stillsteht oder zurückgeht in der Entwicklung, das wird verhindert am weiteren Rückgang und wieder erneut gebunden. Denn ein Rückgang oder Stillstand der Entwicklung kann nur im Zustand des freien Willens vor sich gehen, während der gebundene Wille immer eine Aufwärtsentwicklung bedeutet, zwar im Mußzustand, jedoch auch weitgehendst dem Willen des Wesenhaften angepaßt, der Gott ersichtlich ist zu jeder Zeit. Das Binden des freien Willens bedingt nun wieder neue Außenformen, die entsprechend der Härte des widersetzlichen Willens sind und nun wieder das Geistige in sich bergen müssen, das den Entwicklungsgang von neuem beginnt. Es kann in Gottes ewiger Ordnung und Gesetzmäßigkeit nur eine Aufwärtsentwicklung geben, wo Sein Wille tätig ist; und nur der freie Wille des Menschen kann diese Ordnung umstoßen. Bis zu einem gewissen Grade greift Gott nicht in den freien Willen des Menschen ein, Er läßt ihm völlige Freiheit, wie er die letzte Verkörperung auf Erden für seine geistige Entwicklung ausnützt. Besteht jedoch die Gefahr, daß jegliche geistige Aufwärtsentwicklung unterbunden wird, daß auch das Gott-zustrebende Geistige in den Zustand der Lichtlosigkeit hineingerissen wird, dann gebietet der göttliche Wille Einhalt, indem er das Seinem Willen zuwiderhandelnde Geistige seines freien Willens beraubt - indem Er es bindet wieder in der festesten Form, um ihm zur Wandlung seines widersetzlichen Willens jede Möglichkeit zu geben, die unwiderruflich einmal geschehen muß, wenn auch Ewigkeiten darüber vergehen. Denn jegliche Entscheidung muß im freien Willen stattfinden, und der freie Wille setzt immer ein Reifestadium voraus, wo sich das Geistige wieder als Mensch verkörpern kann. Ewigkeiten vergehen für das Wesenhafte, das diesen freien Willen immer wieder in verkehrter Weise tätig werden läßt, und darum müssen immer härtere und schwierigere Aufgaben ihm gestellt werden, auf daß es endlich seinen Widerstand gegen Gott aufgebe und sich Ihm im Zustand des freien Willens zuwende. Verständlicherweise wird daher immer am Ende einer Entwicklungsperiode ein überaus starkes Wüten des Gott-abgewandten Geistigen einsetzen, weil es spürt, daß es bald seiner Macht beraubt ist, und weil es nun sucht, auch das Lichtvolle in seine Gewalt zu bekommen, weil es dadurch die Macht Gottes zu verringern glaubt. Und dieser Kampf mit dem Licht nimmt kurz vor dem Ende solche Formen an, daß nur ein gewaltsamer Eingriff Gottes das Lichtvolle schützet, denn die Macht des Gegners ist durch die freiwillige Unterstützung der Menschheit ungeheuer stark geworden, und immer bedeutet dies das Ende. Denn Gott nimmt ihm die Macht, sowie der Kampf gegen das Licht unverhüllt zutage tritt, sowie die Menschen, die dem Licht zustreben, gezwungen werden sollen, sich der Finsternis zuzuwenden. Dann richtet sich der Kampf des Satans gegen Gott Selbst, und dann findet er in Ihm seinen Meister. Das Binden in der Form beraubt alles finstere Geistige jeglicher Kraft und Macht. Es kann sich nun in keinem Schöpfungswerk nach eigenem Willen betätigen, sondern es muß nun nach Gottes Willen tätig sein, es muß dienen im Mußzustand und dadurch den Gang der Höherentwicklung zurücklegen, es muß in endlos langer Zeit sich wieder zu dem Reifezustand bringen, der ihm die letzte Verkörperung einträgt auf Erden - als Mensch, unter Nutzung des freien Willens. Solange der göttliche Wille allein bestimmend ist, gibt es keine Rückentwicklung, und also muß das Wesenhafte reifen, solange es im gebundenen Willen ist, wenngleich auch die Stärke des widersetzlichen Willens die Außenform und sonach auch das Maß der Qualen des Gebundenseins bestimmt. Erst wenn Gott Seinen Willen zurückzieht von dem Wesenhaften insofern, als daß Er ihm die Freiheit seines Willens gibt, es also über sich selbst bestimmen kann, ist die Gefahr, daß die Aufwärtsentwicklung einen Stillstand oder einen Rückgang erfährt, und dies wieder bis zu der Grenze, die Gott gesetzt hat. Dann bricht Er den Gang der Entwicklung für das Wesenhafte ab, und es muß diese nun aufs neue beginnen in einer neuen Erdperiode, die wieder für seine endgültige Erlösung bestimmt ist, so sie im letzten Stadium recht ausgenützet wird. Denn nur das Vollkommene kann seiner Außenform ledig werden und nur durch rechte Nützung seiner Willensfreiheit kann das Geistige im Menschen vollkommen werden. Amen. B.D. NR. 3255

 

Buch 41-42 3256

Arme Seelen. Reue. Liebende Hilfe.

15. September 1944. B.D. NR. 3256.

Wenn ihr Menschen das Erdenleben zurückgelegt habt und in das geistige Reich eingegangen seid, so erscheint euch die Zeit eures Wandels auf Erden nur wie ein Augenblick, sowie euch die Rückerinnerung gegeben wird über die unendlich lange Zeit vor eurer Verkörperung als Mensch. Und dann erkennet ihr auch die große Gnade, die das letzte Stadium eurer Entwicklung für eure Seele gewesen ist, und gesegnet, der sie genützt hat und dem sie den Eingang in das Lichtreich eintrug, der sich keine Selbstvorwürfe zu machen braucht, daß er die Gnaden des Erdenlebens ungenützt vorübergehen ließ. Denn die Reue im Jenseits ist doppelt qualvoll, weil die Seele erkennt, daß sie nichts mehr gutmachen kann, was sie auf Erden verfehlt oder versäumt hat, wenn die Seele erkennt, welche unvorstellbaren Qualen der endlos lange Erdengang umfaßt hat und wie leicht dagegen das kurze Leben als Mensch war, das sie nicht entsprechend gewertet hat. Die Reue über ein falsch gelebtes Erdenleben ist so quälend und bedrückend für die Seele, daß sie allein schon dadurch unsagbar büßet und ihren qualvollen Zustand verschlimmert; doch das Erdenleben mit seinen vielen Möglichkeiten zum Reifen ist nun vorüber, und es muß die Seele die Folgen auf sich nehmen entsprechend ihrem Erdenlebenswandel. Sie muß nun im Jenseits den Entwicklungsgang fortsetzen, doch unter weit größeren Schwierigkeiten als auf der Erde, sowie ihr der Eingang in das Lichtreich noch verwehrt ist. Ihr Menschen wisset nicht, wie arm eine solche Seele ist, die noch in der Finsternis weilt, und welche erbarmende Liebe sie benötigt, wenn ihr Hilfe gebracht werden soll. Und ihr alle sollt euch solcher Seelen erbarmen, ihr sollt ihnen die Liebe geben, ansonsten sie ewiglich nicht erlöst werden können, weil sie allein zu schwach sind, weil die Liebe allein ihnen Kraft gibt und die Seelen sich von den Menschen diese Liebe erhoffen und erbitten. Denn das lichtvolle Geistige kann erst dann diesen Seelen beistehen, wenn sie sich bereit erklären, anderen Seelen zu helfen. Um aber diesen Hilfswillen in sich aufkommen zu lassen, muß ihr Wille gestärkt werden, und dies bewirket nur die Kraft, die ihnen durch Liebe der Menschen auf Erden zugeführt wird. Unerlöste Seelen, also solche, die das Erdenleben nicht recht ausgenützt haben oder gänzlich ohne geistiges Streben gelebt haben auf Erden, sind in größter Not, weil sie völlig kraftlos sind und einen völlig geschwächten Willen haben. Diesen Seelen beizustehen ist eines der größten Liebeswerke, die der Mensch verrichten kann. Er soll unentwegt beten für solche Seelen, er soll ihnen in Gedanken vorhalten, daß sie sich liebend betätigen müssen auch im Jenseits, er soll ihnen immer und immer wieder die Liebe predigen, er soll mit ihnen reden in Gedanken und ihnen Kraft zuwenden durch seine Liebe, die von der Seele wohltätig empfunden wird, weil sie ihren Leidenszustand lindert. Und die Seelen danken es den Menschen ewiglich, die sie aus ihrem qualvollen Zustand erlösen durch ihre liebende Hilfe. Sowie sie sich selbst beteiligen können am Erlösungswerk, sowie sie anderen Seelen ihr Leid verringern können durch Zuführen von geistigem Wissen, das sie sich aber erst erwerben müssen. Durch ihren Willen zu helfen ist ihre größte Not behoben, und ihre Reue läßt im selben Maß nach, wie sich der Hilfswille erhöht. Denn nun erkennt sie, daß sie im geistigen Reich benötigt wird, und ihr Eifer läßt sie das eigene Leid vergessen. Sie trachtet danach, geistige Güter zu sammeln, um sie wieder austeilen zu können; sie hat sich einen neuen Wirkungskreis geschaffen und suchet nun nachzuholen, was sie auf Erden versäumt hat - Liebe zu geben. Und nun setzet sie ihren Entwicklungsgang im geistigen Reich fort, dank der Hilfe, die ihr das liebende Gedenken der Menschen auf Erden gebracht hat, für das sie ewig dankbar sind. Amen. B.D. NR. 3256.

 

Buch 41-42 3264

Neue Schöpfungswunder der neuen Erde. Spröde Materie.

22. September 1944. B.D. NR. 3264.

In jeder einzelnen Entwicklungsphase wird das Wesenhafte so lange gebunden gehalten, bis es die Reife erlangt hat, die es zur letzten Verkörperung als Mensch benötigt, also - es beginnt wieder mit der Fessel in der harten Materie, sowie es in der Entwicklungsphase zuvor als Mensch versagt hat, um durch die Stein-, Pflanzen- und Tierwelt den Gang bis zum Menschen wieder zurückzulegen. Das Geistige dagegen, das in der vergangenen Epoche das letzte Stadium noch nicht erreicht hat, jedoch durch die letzte Zerstörung der Erde von seiten Gottes frei geworden ist, wird in den Außenformen gebunden, die wieder seiner Reife entsprechen, d.h., der unterbrochene Entwicklungsgang in der alten Epoche wird fortgesetzt in der neuen Entwicklungsphase - auf der neuen Erde. Und darum wird auch die neue Erde wieder mit den verschiedensten Schöpfungen versehen sein, nur in ganz neuer, von denen der alten Erde abweichender Art. Und so vollziehen sich wieder neue Wunder der Schöpfung, die den zuerst die neue Erde belebenden Menschen auch als Wunder vor Augen treten, als Beweise der Herrlichkeit Gottes, als Beweise Seiner Liebe, Allmacht und Weisheit. Denn was die neue Erde aufweisen wird, das setzt die Menschen in höchstes Erstaunen, und in Bewunderung werden sie Gott lobpreisen, Ihn lieben und aus vollstem Herzen danken. Und das Wesenhafte schreitet nun in seiner Entwicklung vorwärts. Das in der festen Materie Gebundene jedoch empfindet seine Fessel als große Qual und sucht sie zu sprengen. Je nach der Härte seines Willens wird es ihm gelingen, oder sein Versuch wird vergeblich sein; doch Gott trägt dem Willen des Wesenhaften Rechnung, ist doch die Materie auf der neuen Erde von größter Festigkeit und Härte, damit der Wille des darin gebundenen Wesenhaften gebrochen werde, damit das Wesenhafte seinen Widerstand endlich aufgebe. Daher wird bei dem geringsten Wandel des Willens die Form gelockert - was irdisch soviel besagt, daß die feste Materie auf der neuen Erde wohl außergewöhnlich hart, aber auch sehr spröde ist und daher entsprechend leicht zerspringen oder zerbersten kann, sowie der Wille Gottes das Befreien aus dieser Gefangenschaft vorgesehen hat. Und ebenso sind auch die anderen Schöpfungen von kürzerer Lebensdauer, denn es soll eine schnelle Wandlung des Geistigen vor sich gehen, was wohl auch möglich ist, jedoch gleichfalls von der Willigkeit des Geistigen zum Dienen abhängt. Nur soll das Wesenhafte schneller die letzte Verformung als Mensch erreichen können als in den bisherigen Entwicklungsphasen, so es nicht gänzlich Gott-widersetzlichen Willens ist. Und darum werden die ersten Menschen der neuen Erde Wunder über Wunder erleben, sie werden von diesen auch berührt werden, so daß in ihnen die Liebe zu Gott stets größer wird, daß sie durch diese Liebe Ihm immer inniger sich anschließen und in Seiner Gnade leben, doch ihnen sind auch diese Wunder verständlich, sie wissen, daß es nur Zeichen der übergroßen Liebe Gottes sind, Der alles Geistige gewinnen will für Sich und ihm jede Möglichkeit bietet zum Wandel seines Willens. Und es wird dies lange Zeit so sein, bis auch das zu Anfang noch in der Pflanzen- und Tierwelt Gebundene das Stadium der Verkörperung als Mensch erreicht. Dann wird mehr und mehr das Verständnis für das Wunderbare der göttlichen Schöpfung im Menschen verschwinden, es wird der Sinn nach der Materie wieder geweckt sein und dadurch auch der Einfluß des Satans wieder stärker auf den Menschen durch dessen eigene Begierde nach dem, was noch unreifes Geistiges in sich birgt. Und dann wird die Verbindung mit Gott nachlassen, und der Kampf zwischen Licht und Finsternis wird sich wieder verstärken, der anfangs ruhen konnte, weil alles lichtdurchströmt war, was im freien Willen die Erde bewohnt. Denn der Entwicklungsgang des Wesenhaften bleibt in jeder Phase der gleiche - es muß sich das Geistige in der festen Form so lange aufhalten, bis es willig ist, den Weg des Dienens zu gehen durch Schöpfungswerke, die nicht mehr so harte Fesseln bedeuten, und es muß nun in diesen dienen, bis es eine gewisse Reife erlangt hat, die ihm nun einen Zustand einträgt, wo es im freien Willen dienen soll, aber nicht mehr dazu gezwungen wird wie in den Vorstadien. Und dann darf es nicht versagen, ansonsten der ganze Entwicklungsgang zuvor nutzlos zurückgelegt ist. Denn der freie Wille des Menschen entscheidet, ob dies seine letzte Verkörperung auf Erden ist oder er wieder von neuem durch die gesamte Schöpfung hindurchgehen muß, ob er sich im letzten Stadium dem Licht zuwendet oder von finsteren Kräften sich gefangennehmen läßt und er wieder in der festen Materie gebannt werden muß auf ewige Zeiten. Amen. B.D. NR. 3264.

 

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