Zum vorigen Buch: 31    Zum Ende dieses Buches    Zum nächsten Buch: 33

Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
Home Deutsch Inhalt Verschiedenes
Home > Deutsch > Buch 32

Buch 32

B.D. NR. 2275 - B.D. NR. 2419
25.3.1942-22.7.1942
2294 2296 2301 2302 2304  2309 2310 2311 2330 2340
2341 2342 2343 2352 2353  2354 2355 2358 2359 2360
2361 2362 2363 2367 2374  2376 2381 2388b 2396 2401
2402 2403 2408a 2408b

 

Buch 32 2294

Ankündigung des Endgerichtes. Paradiesischer Zustand.

9. April 1942. B.D. NR. 2294.

Die gnadenvolle Zeit des Erdenlebens geht ihrem Ende entgegen, und es wird daher das Ringen der beiden Mächte gegeneinander immer stärker, sucht doch eine jede noch recht viele Seelen für sich zu gewinnen. Und diese Zeit ist zu erkennen auch an äußeren Zeichen, auf daß die Menschen aufmerken und wissen, daß die Zeit nahe ist, die verkündet wurde in Wort und Schrift. Und wer der Zeichen achtet, der wird auch nicht überrascht sein, sondern sich vorbereiten auf das letzte Gericht, auf das Ende und die Entscheidung. Denn Gott kündet die Zeit zuvor an, und dies ist eine erneute Gnade für die Menschheit. Seine Liebe und Sein Erbarmen gilt Seinen Geschöpfen bis zur letzten Stunde, und Er nimmt einen jeden Sünder an, der noch zu Ihm findet und Ihn um Erbarmen bittet; Er ist unentwegt bereit, Gnaden auszuteilen, derer sich nur die Menschen zu bedienen brauchen, um dem endgültigen Untergang zu entgehen. Doch es werden Ihn nur wenige Menschen um Erbarmen anrufen, weil Gott nicht mehr erkannt wird und der Glaube an Ihn der Menschheit völlig mangelt. Und daher ist das Endgericht unabwendbar - es muß kommen und alles vernichten, was noch auf der Erde lebt, um eine Neugestaltung der Erde möglich zu machen, auf daß das Erlösungswerk des noch unreifen Geistigen wieder begonnen werden kann, dem göttlichen Willen entsprechend. Denn es ist das Wesenhafte, das noch nicht das letzte Stadium als Mensch erreicht hatte, in seiner Höherentwicklung gehindert, und also müssen ihm neue Möglichkeiten geboten werden, in denen dieses Wesenhafte weiterreifen kann. Die Zeitepoche, die nun beginnt, ist wieder dem Paradiese gleich, denn die Menschen leben in Frieden und schaffen sich durch ihre Liebe zueinander ein harmonisches und leid-freies Erdendasein, auf dem sichtlich der Segen Gottes ruht, weil die Menschen Seinen Willen erfüllen und ihre Herzen Ihm entgegenschlagen. Die Zeit des Kampfes ist vorüber, und eine Zeit des Dienens ist angebrochen, im Gegensatz zu der Zeit zuvor, die nur Kampf brachte, weil die Menschheit sich zum Dienen nicht mehr entschließen wollte. Und es wird das neue Menschengeschlecht in Liebe zu Gott erglühen, und das veranlaßt Gott, mitten unter ihnen zu weilen, denn Er ist dort, wo die Liebe ist. Das entartete Wesenhafte, das seinen Willen erneut mißbraucht hat, wird auch erneut gebannt, ihm wird der freie Wille wieder genommen, und die Menschen können nicht mehr bedrängt werden vom Widersacher, der sich dieser schwachen, ihm hörigen Wesen bediente, um auf die gläubigen Menschen ungünstig einzuwirken. Diese Macht ist ihm nun genommen, und es können die Menschen nun sich leichter zur Höhe entwickeln und einen Reifegrad erlangen auf Erden, den zu erreichen zuvor nicht möglich war. Der Kampf der lichtvollen Welt hat für kurze Zeit nun ein Ende gefunden, denn es stoßen diese Lichtwesen nun nicht mehr auf Widerstand, sondern die Menschen geben sich freiwillig ihrem Einfluß hin und leben nun so, wie es göttlicher Wille ist - in der Liebe und in geistiger Verbundenheit. Amen. B.D. NR. 2294.

 

Buch 32 2296

Göttlicher Eingriff. Zerstörung des Besitzes.

10. April 1942. B.D. NR. 2296.

Der Sinn und Zweck des Erdenlebens ist die endgültige Befreiung der Seele aus der Form. Gott verlangt nichts Unmögliches von seinen Geschöpfen, und hat Er dem Menschen diese Aufgabe gestellt für die Dauer seines Erdenlebens, dann stellt Er ihm auch alle Mittel zur Verfügung, um dieser Aufgabe nachkommen zu können. Und dennoch versagen die Menschen und lassen die Zeit und die Gnaden ihrer Verkörperung ungenützt vorübergehen. Und diese Willenlosigkeit bewegt Gott zu einem Eingriff von ungeheurer Tragweite. Er zerstört das, was die Menschen hindert, ihrer eigentlichen Bestimmung nachzukommen. Es ist dies der irdische Besitz, welcher die Gedanken und den Willen der Menschen so gefangenhält, daß sie ihrer Erdenaufgabe nicht nachkommen. Der irdische Besitz braucht in keiner Weise hinderlich zu sein, wenn er recht genützt wird auf Erden. Er kann vielmehr der Seele noch dazu verhelfen, frei zu werden, wenn sie das Verlangen danach überwindet und den irdischen Besitz im Dienst der Nächstenliebe verwendet. Dann hat die Seele den größten Widerstand auf Erden besiegt, sich also davon frei gemacht, weil sie die Materie überwunden hat. So aber der Besitz noch das Verlangen danach erhöht, ist er für die Seele eine Fessel, die jede Freiwerdung verhindert. Was Gott in Seiner Weisheit beschlossen hat, ist irdisch gesehen ein Zerstörungswerk von ungeheuren Ausmaßen und raubt den Menschen ihren ängstlich verteidigten Besitz. Es macht ihn also frei von einer Fessel, und nun könnte der Seele der Aufstieg zur Höhe leichter sein, sowie sie aus dieser göttlichen Sendung den rechten Nutzen zieht, so sie die Vergänglichkeit dessen erkennt und ihr Augenmerk nun den Gütern zuwendet, die unvergänglich sind, also Ewigkeitswert haben. Der Wille des Menschen entscheidet nun, und es ist der Mensch verantwortlich für diesen seinen Willen. Was ihm irdisch geraubt wurde, kann ihm tausendfach ersetzt werden, wenn er sich ergeben fügt in den göttlichen Willen und geistige Gaben begehrt als Ersatz. Angesichts des großen Elends, das der göttliche Eingriff nach sich zieht, wird so manchem Menschen das Erkennen kommen, daß das irdische Gut nicht angestrebt werden soll und nur dem Menschen zum Erproben seines Willens dient. Doch es sind die Menschen zur Zeit gänzlich der Materie ergeben, und desto schwerer wird sie das Zerstörungswerk treffen, und ihr Sinnen und Trachten wird das Zurückgewinnen der Güter sein. Und so wird diesem göttlichen Eingriff eine Zeit folgen, die offensichtlich den geistigen Zustand der Menschen kennzeichnet. Sie werden mit erhöhter Willenskraft sich das Erdenleben wieder so zu gestalten suchen, daß es dem Körper und seinem Wohlbehagen entspricht, und die Fesseln der Seele können sich nicht lockern und die Seele freigeben. Nur einige wenige werden in sich gehen und der göttlichen Stimme Folge leisten, die ihnen mahnend und warnend tönt und sie zum Nachdenken anregt über den eigentlichen Zweck des Erdenlebens. Um dieser wenigen willen läßt Gott das große Leid über die Menschen kommen, das allen helfen könnte aus der Not der Seelen. Doch der Wille des Menschen ist frei, und er kann sich entscheiden nach eigener Wahl. Amen. B.D. NR. 2296.

 

Buch 32 2301

Kampf um die geistige Oberherrschaft.

13. April 1942. B.D. NR. 2301.

Folgenschwer ist der Kampf um die geistige Oberherrschaft, der in einem Ausmaß entbrennen wird, wie ihn die Welt noch nicht erlebt hat. Es will das schlechte Geistige durch Gewaltmaßnahmen das Gute verdrängen, und es ist dies wahrlich ein solches Unterfangen, daß die göttliche Liebe nicht mehr untätig zusehen will und Selbst den Kampf zur Entscheidung bringen wird. Alle Bestrebungen zielen darauf hin, die Geistig-Suchenden so zu bedrängen, daß sie ihr Streben aufgeben, daß sie sich der Welt zuwenden und gewissermaßen dann die Welt den Sieg davontragen soll. Gelänge es der Welt, den Glauben an eine wesenhafte Gottheit und an den göttlichen Erlöser Jesus Christus auszurotten, dann hätte sie den Sieg über die anderen Gläubigen davongetragen, und die Auswirkung eines solchen Sieges wäre unübersehbar, denn es wäre dann die gesamte Menschheit reif zum Untergang, da jegliche geistige Höherentwicklung ausgeschlossen wäre. Es ist schon oft dieser Kampf geführt worden, jedoch noch niemals in so rücksichtsloser Form, wie er nun vorbereitet wird. Denn es arbeitet nun der Widersacher selbst, d.h., er scheut vor nichts zurück, um die Herrschaft über die Menschheit anzutreten, und er findet willige Vertreter, d.h. Menschen, die alles auszuführen bereit sind, und so wird die Not groß sein, in die die Gläubigen geraten. Man wird ohne Grund und Ursache schärfste Maßnahmen ergreifen und denen das Leben unerträglich zu machen versuchen, die noch den Glauben an Gott und den göttlichen Erlöser im Herzen tragen. Denn diese sind den Ungläubigen und Spöttern überlegen und können jeden Einwand widerlegen, und da Gott Sich in der kommenden Zeit des Körpers williger Erdenmenschen bedienen will, die den besonderen Angriffen der weltlichen Macht ausgesetzt sind, wird Er es nicht zulassen, daß diese Ihm-dienen-Wollenden so bedrängt werden, daß sie ihren Glauben aufgeben - im Gegenteil, Er wird diesen große Kraft zuwenden und ihren Glauben stärken, und nun werden sie ihrerseits in den Kampf ziehen, sie werden streiten für den Namen Gottes, und beide Parteien werden ihre Anhänger finden. Und es entbrennt nun der Kampf mit aller Schärfe, es ringt die gute geistige Welt mit den schlechten Elementen um die Oberherrschaft, und scheinbar behält die weltliche Macht das Übergewicht, denn es wird ihr gelingen, die Menschen so zu ängstigen, daß sie nur deswegen sich bereit erklären, ihren Glauben hinzugeben, weil sie die Maßnahmen nicht zu ertragen glauben. Und in dieser Not ist die Liebe Gottes unentwegt um die Menschheit besorgt. Er wird Seine kleine Herde treulich behüten und nicht zulassen, daß sie ein Opfer dieser Kräfte wird, die nun offensichtlich den Kampf gegen Gott führen. Amen. B.D. NR. 2301.

 

Buch 32 2302

Herz- und Verstandesdenken. Wahrheit.

14. April 1942. B.D. NR. 2302.

In der Erkenntnis stehend wähnt sich jeder Mensch, der eine Anschauung vertritt, die er sich verstandesmäßig gebildet hat. Es braucht jedoch nicht immer diese Anschauung der Wahrheit entsprechen. Gott gab dem Menschen Verstand und freien Willen, Er gab ihm aber auch ein Herz. Solange der Verstand ohne das Herz eine geistige Frage lösen will, wird er schwerlich der Wahrheit nahekommen, denn die Wahrheit geht von Gott aus und kann nur vom Geist entgegengenommen werden, nicht aber vom Körper, der doch Materie ist. Verstandesdenken ist lediglich die Funktion des Körpers - das Herz aber ist Sitz aller Empfindungen, das Herz birgt auch den göttlichen Liebesfunken in sich und somit den Geist, der da Anteil ist von Gott. Ein Gedanke, der geboren ist im Herzen, dessen Ausgang also der göttliche Geistesfunke ist, wird auch immer Anspruch auf Wahrhaftigkeit haben, denn der Geist vermittelt nur reinste Wahrheit. Ob aber der Gedanke im Herzen geboren ist oder nur Produkt des Verstandesdenkens ist, das hängt von der Liebefähigkeit des Herzens ab. Je tiefer der Mensch lieben kann, d.h. den Zusammenschluß erstrebt mit Gott durch Wirken in Liebe, desto klarer werden die Gedanken aus seinem Herzen emporsteigen und dem Menschen zum Bewußtsein kommen. Denn es sind diese Gedanken geistige Kraft, die den Gott-verbundenen Wesen entströmt und dem Herzen dessen zuströmt, der sich gleichfalls Gott verbindet durch die Liebetätigkeit. Während das Verstandesdenken lediglich die Funktion der körperlichen Organe ist, also ein Nützen der dem Menschen zugehenden Lebenskraft, die auch der Mensch nützen kann, der ohne Liebe dahinlebt, d.h., dessen Herz wenig liebefähig ist. Es muß also getrennt werden Verstandesdenken und Herzdenken. Letzteres wird immer die Wahrheit zuwege bringen, während das Verstandesdenken nicht Wahrheit zu sein braucht, wenngleich von gut entwickeltem Verstandesdenken gesprochen werden kann. Nur die Liebe ist entscheidend, d.h. maßgebend, für die Wahrheit. Es ist der Mensch über das Wesen des Gedankens zu wenig informiert, und darum wird ihm dieser Unterschied nicht klar. Der im Herzen geborene Gedanke hat mit dem verstandesmäßig gewonnenen Geistesgut nur das eine gemein, daß auch er dem Gehirn zugeführt werden muß, um dem Menschen ins Bewußtsein zu dringen, und das läßt den Menschen zu der Annahme kommen, daß jeglicher Gedanke im Gehirn seinen Ursprung hat, also verstandesmäßig erzielt wurde. Es ist jedoch das Gedankengut eines liebenden Menschen, also eines Menschen, dessen Leben ein ständiges Liebeswirken ist, ganz anders zu bewerten als das pure Verstandesdenken eines Menschen, der wenig liebefähig ist. Es wird ersteres der Wahrheit nahekommen, während letzteres keinerlei Garantie bietet für Wahrheit und Wissen. Denn die Wahrheit behält Gott Sich Selbst vor, und Er teilt sie nur denen aus, die Ihn anerkennen, Ihn begehren und dies durch Wirken in Liebe bekunden. Folglich wird ungezweifelt das angenommen werden können als Wahrheit, was einem liebenden Herzen entströmt, denn es sind solche Gedanken einer gewissen Kontrolle unterworfen durch die im Wissen stehenden geistigen Wesen, denen das Vermitteln der Gedanken obliegt und die darum gewissenhaft darüber wachen, daß der Mensch im rechten Denken steht. Denn durch seine Liebetätigkeit erwirbt sich der Mensch das Recht und den Anspruch auf den Beistand der Lichtwesen, die den Menschen nun schützen vor Gedanken, die der Wahrheit widersprechen. Amen. B.D. NR. 2302.

 

Buch 32 2304

Weltanschauung mit Jesus Christus.

16. April 1942. B.D. NR. 2304.

Nur eine Weltanschauung, die Jesus Christus bejaht und somit auf der göttlichen Liebelehre aufgebaut ist, wird einem Volk zum Segen gereichen und ihm sowohl geistig als auch irdisch ein Aufblühen gewährleisten. Denn ein Volk, das sich eine solche Weltanschauung zu eigen gemacht hat, bleibt zutiefst verbunden mit dem Verkünder der göttlichen Liebelehre, es wird geistig reifen und irdisch nicht so großen Drangsalen ausgesetzt sein, weil es sich bemüht, dem Willen Gottes entsprechend zu leben, und daher auch keines großen Leides bedarf, das ihn wandeln soll. Ein Volk, das sich den göttlichen Erlöser zum Vorbild nimmt, das Ihn anerkennt und sich also bejahend zu Ihm einstellt, lebt nicht nur ein weltliches Leben und wird daher nicht nur materielle Interessen haben, sondern es strebt auch nach geistigen Gütern, es führt ein Innenleben und strebt zur Höhe, denn es ist durch seinen Glauben auch wissender, weil der Glaube von ihm Liebeswirken fordert und dieses ihm Wissen einträgt. Und wissende Menschen leben ihr Leben bewußt mit Gott, d.h., sie werden niemals sich abwenden von Ihm und der Welt ihren Tribut zollen. Sie sind also schon Überwinder der Materie geworden, weil sie, von der Liebe Gottes erfaßt, im Zusammenschluß mit Ihm ihr Lebensziel sehen. Ein Volk, das sich also frei gemacht hat von der Materie, steht auf einem hohen Reifegrad; es wird aber niemals sich durchzusetzen versuchen gegen andere Völker. Es ist friedfertig und hilfsbereit, es sucht nicht seine Macht zu erhöhen oder zur Geltung zu kommen, es lebt still für sich und in Zurückgezogenheit, wird also in der Welt wenig Ansehen haben, doch bei Gott in hohem Ansehen stehen. Ein solches Volk wird es auch nie verstehen können, daß je eine andere Anschauung sich Bahn brechen kann, die alles verneint, was göttlichen Ursprungs ist, die also auch die göttliche Liebelehre ausschaltet und durch menschliche Lehren ersetzen will. Doch es wird letztere keinen Bestand haben, und es wird das Volk ins Uferlose versinken, das ihr anhing, denn nichts bleibt bestehen, was nicht göttlichen Ursprungs ist, wozu auch eine Weltanschauung ohne Jesus Christus gezählt werden muß. Und ob die Menschen auch den Kampf gegen Ihn führen werden, Seine Lehre, die göttliche Liebelehre, werden sie niemals vernichten können, und eine Weltanschauung ohne Christus wird in sich zerfallen, so wie auch ein Volk, das sich diese Anschauung zu eigen macht, dem Verfall entgegengeht in längerer oder kürzerer Zeit. Amen. B.D. NR. 2304.

 

Buch 32 2309

Gottes Schutz. Rechtes Denken. Wahrheit oder Irrtum.

22. April 1942. B.D. NR. 2309.

Die Gedankentätigkeit einer sich zur Liebe formenden Seele ist dem göttlichen Schutz unterstellt, und so der Mensch gut sein will, wird er stets willig die rechten Gedanken aufgreifen, so sie vom Herzen emporsteigen und im Gehirn des Menschen festgehalten zu werden begehren. Der Wille des nach der Liebe strebenden Menschen bejaht die guten Gedanken und lehnt die schlechten Gedanken ab, und diesen Willen stärkt Gott, weil er das Streben des Menschen erkennt und alles Ihm sich zuwenden Wollende ergreift, also dem Menschen entgegenkommt, der Ihn zum Ziel hat. Es kann der gute Mensch nicht falsch denken, sowie sein Gedankengut im eigenen Herzen geboren ist, d.h., alles, was ihm unklar ist und Fragen in ihm auslöst, wird wahrheitsgemäße Gedanken in ihm zum Erwachen bringen und also eigen gewonnenes Gedankengut genannt werden können. Sind aber Belehrungen menschlicherseits vorangegangen, die von der Wahrheit abweichen, so gibt sich die Seele nicht rückhaltlos der ewigen Wahrheit hin, die da ist Gott Selbst - sie begehrt nicht Aufklärung, sondern wähnt sich aufgeklärt. Es sind die Gedanken nicht im Herzen geboren, sondern hineingepflanzt worden - der Wille des Menschen kann sich nicht frei machen davon, und die Liebe des Menschen wendet sich nicht ausschließlich der ewigen Gottheit zu, sondern sie gehört auch dem, was Menschenweisheit entstehen ließ. Es ist also der Mensch noch nicht von irdischer Liebe frei. Doch es muß der Mensch alles hinzugeben bereit sein, was er besitzt, will er die ewige Wahrheit in Empfang nehmen. Diese aber entschädigt ihn für alles, was er hingibt. Die Gedankentätigkeit ist ihm freigestellt, wird also nicht zwangsweise in einer bestimmten Richtung gelenkt, solange der Mensch selbst tätig sein will. Erst wenn er auch sein Denken der Leitung Gottes übergibt, wenn er Dessen Schutz und Segen erbittet und jegliches Gedankengut, das ihm zugeht, Seiner Obhut und Gnade empfiehlt, wird dessen Denken von Gott gelenkt und sich unweigerlich in der Wahrheit bewegen. Und es braucht der Mensch nicht zu befürchten, etwas Gott-Gefälliges hingeben zu müssen, denn sowie er sich schon in der Wahrheit befindet, geht ihm diese als Gedankengut wieder zu. Nur weigert sich das Herz, das zum Gehirn emporsteigen zu lassen, was nicht der göttlichen Wahrheit entspricht - d.h., rein willensmäßig (empfindungsmäßig?) lehnt der Mensch dann solche Gedanken ab, weil er sie nicht mehr voll und ganz bejahen kann. Und es trennt Gott die Wahrheit von dem Irrtum und gibt dem Menschen, der sich Ihm vollgläubig überläßt, die Erkenntnis dessen, was Wahrheit und was Irrtum ist. Wer die Weisheit schöpfen will aus den Büchern der Welt, wird ewiglich nicht zur Weisheit gelangen; wer aber in inniger Liebe zu Gott diesen um die Wahrheit angeht, dessen Weisheit wird alles übertreffen, was verstandesmäßig gewonnen wurde. Und es ist somit ein Merkmal gesetzt, wenn sich der Mensch in der Wahrheit bewegt. Immer aber wird die gleiche Wahrheit denen geboten, die Gott als die ewige Wahrheit bitten um die rechte Erkenntnis. Amen. B.D. NR. 2309.

 

Buch 32 2310

Willensschwäche - Manko. Verantwortlichkeit. Wort.

22. April 1942. B.D. NR. 2310.

Der geringste Widerstand verringert die Wirkung der Kraftausstrahlung aus Gott, weil der vollste Wille benötigt wird, um eine Gabe von Gott entgegennehmen zu können, ansonsten die Kraftzufuhr dem Wesen wider dessen Willen zugewendet und also eine Höherentwicklung im Zwang bedeuten würde. Nur die zur Erhaltung des Wesens notwendige Lebenskraft geht jedem Menschen auch ohne seinen Willen zu, doch kann er diese Lebenskraft auch ungenützt lassen für die Höherentwicklung, und er muß also erst seinen Willen tätig werden lassen zur Ausnützung jener ihm zugehenden Lebenskraft. Willensschwäche ist ein Manko, für das das Wesenhafte selbst verantwortlich gemacht wird, denn die Kraft zur Ausführung seines Willens geht ihm ständig zu, solange der Mensch auf Erden weilt, also was der Mensch will, das kann er auch ausführen, so es der Umgestaltung seiner Seele gilt. Denn diese erfordert nur ein Leben in Liebe - zur Liebe gestalten aber kann sich ein jeder Mensch, sowie er nur den Willen dazu hat. Er kann gut sein gegen seine Mitmenschen, und das ist alles, was Gott als Beweis seiner Liebe zu Ihm von den Menschen verlangt. Und um gut zu sein, braucht der Mensch nur zu wollen, dann wird er es auch können, denn die Kraft dazu gibt Gott ihm, indem Er ihm das Leben gegeben hat und es erhält. Er fordert von den Menschen nichts als Liebe, denn es sind die Menschen aus der Liebe hervorgegangen, und sie sollen nach endlos langer Zeit der Trennung von Dem, Der in Sich die Liebe ist, wieder zurückkehren zu Ihm, und dies können sie wieder nur durch die Liebe. Die Kraftausstrahlung aus Gott ist ein Zuwenden der göttlichen Liebe, also ein Gnadenakt, der Aufnahmefähigkeit und -willigkeit voraussetzt, denn die Liebesausstrahlung aus Gott kann nur denen zugewendet werden, die sich der Liebe Gottes würdig erweisen, sie begehren und also das Herz öffnen für den göttlichen Liebesstrom. Ihnen versagt sich die göttliche Liebe nicht, Sie schenkt Sich Selbst ihnen im Wort, das der größte Liebesbeweis Gottes zu den Menschen ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 2310.

 

Buch 32 2311

Wort Gottes. Akt der Barmherzigkeit Gottes.

23. April 1942. B.D. NR. 2311.

Welche Gnadengabe den Menschen zugeht mit der Vermittlung des göttlichen Wortes, ist ihnen schwer begreiflich zu machen, denn es ist das Wort die Verbindung zwischen Gott und den Ihm noch fernen Menschen - es ist das Wort gleichsam ein Entgegenkommen Gottes zu den Menschen, die noch keine Anstalten machen, zu Ihm zu kommen. Der das göttliche Wort aufnehmende Mensch hat zwar diese Verbindung hergestellt, es kommt das Wort aber nicht nur für ihn zur Erde, sondern durch ihn zu allen Menschen, auch zu jenen, die von selbst noch nicht die Nähe Gottes gesucht haben. Es ist dies ein Erbarmungsakt, der unfaßbar ist für die Menschen. Aus freiem Willen und eigenem Antrieb soll sich der Mensch für Gott entscheiden und den Zusammenschluß mit Ihm anstreben. Doch sein Wille ist sehr schwach und das Wirken des Widersachers stark, und er sucht den Willen des Menschen für sich zu gewinnen. Und es wäre der Mensch verloren, so ihm nicht Hilfe gebracht würde durch das Wort Gottes. Alles, was er aus eigenem Antrieb versäumt, wird ihm durch das Wort nahegelegt. Er wird eindringlich ermahnt, doch seinen Willen tätig werden zu lassen; es wird ihm die Bedeutsamkeit eines recht genützten Willens vorgestellt und ihm der Weg klar vorgezeichnet, den er auf Erden gehen soll, um endgültig frei zu werden für die Ewigkeit. Die unendliche Liebe Gottes äußert Sich, Sie steigt Selbst zur Erde hernieder und sammelt Ihre Schäflein. Es wäre dieses Wort wahrlich nicht vonnöten, wenn die Menschen sich aus eigenem Antrieb zur Liebe gestalten möchten, denn dann würden sie auch ohne Hinweis den rechten Weg gehen, sie würden wissend werden und durch das Betätigen in Liebe auch unmittelbar die Kraft von Gott empfangen, um ihren Lebenswandel in geistigem Streben zu führen. Doch der Wille zur Liebetätigkeit ist sehr schwach und daher auch die Erkenntnis minimal. Und Kraftlosigkeit ist die Folge, da die Kraft eine Zuwendung Gottes ist, die den Willen des Menschen bedingt. Nur Liebetätigkeit aus eigenem Antrieb und Entgegennahme des göttlichen Wortes lassen ihm die Kraft aus Gott zuströmen. Um aber die Erdenaufgabe dem Willen Gottes gemäß erfüllen zu können, benötigt der Mensch die Kraft aus Gott, und daher sucht Gott, immer wieder den Menschen diese zuzuleiten durch Sein Wort und sie durch dieses zur Liebetätigkeit anzuregen. Ohne diese ständigen Ermahnungen wären die Menschen verloren, denn sie sind noch zu sehr dem Einfluß des Gegners von Gott ausgesetzt, dessen Streben ist, sie gänzlich von Gott zu entfernen. Und also ringen zwei Mächte gegeneinander und suchen die Seelen für sich zu gewinnen. Der Wille des Menschen aber ist frei und kann sich entscheiden für eine jede Macht, und sie wären unweigerlich dem Gegner Gottes verfallen, so Gott ihnen nicht zu Hilfe käme durch Sein Wort, das Er immer wieder zur Erde leitet in Liebe und übergroßer Barmherzigkeit. Amen. B.D. NR. 2311.

 

Buch 32 2330

Lebensverhältnisse entsprechend dem Reifegrad der Seele. Wissen des Wesens vorher darum.

10. Mai 1942. B.D. NR. 2330.

Die Gnade der Verkörperung als Mensch wird dem Wesen erst dann gewährt, wenn es bereit ist, diesen letzten Weg zu gehen, d.h., wenn sein Wille sich dazu entschließt. Sowie das Wesenhafte den Gang der Entwicklung zurückgelegt hat in allen vorhergehenden Verkörperungen, hat es dadurch den Reifegrad erreicht, der Bedingung ist zur letzten Verkörperung als Mensch, der zwar auch verschieden ist und daher auch verschiedene Lebensverhältnisse im letzten Stadium bedingt. Und es wird dem Wesenhaften - der durch Zusammenschluß verschiedener Substanzen geschaffenen Seele - das Erdenleben vorgestellt, das sie zum Zweck der endgültigen Freiwerdung durchleben muß, und es (ist, d. Hg.) ihr noch immer freigestellt, ob sie den Wandel auf Erden gehen will oder nicht. Ihrer Erdenaufgabe voll bewußt, nimmt sie nun das Erdenleben auf sich, bereit, in diesem Zustand jeglichen Widerstand zu besiegen und sich frei zu machen aus der Form. Sie weiß auch um das Los, das sie zu ertragen hat, sie sieht aber zuvor nur die äußeren Lebensverhältnisse, nicht ihren geistigen Werdegang und fühlt sich vollauf stark genug, das Erdenleben zu meistern. Ihrem Reifezustand entsprechend, der in den verschiedentlichsten Abstufungen zuvor erreicht werden konnte, immer aber eine Verkörperung als Mensch zuläßt, ist ihr nun das Erdenleben beschieden, und mehr oder weniger leidvoll und entsagungsreich. Denn es muß der Seele die letzten Ausreifungsmöglichkeiten so geboten werden, daß sie sich in diesem kurzen Erdenleben zum Lichtwesen gestalten kann, wenn sie dieses ausnützt. Immer aber werden ihre Lebensverhältnisse so sein, daß sie Gelegenheit hat zu reger Liebetätigkeit, und ihr Ausreifen wird davon abhängig sein, wieweit sie ihr Leben mit Liebeswirken ausfüllt. In allen Lebensverhältnissen ist ihr dazu Gelegenheit geboten; hilfs- und dienstwillig kann der Mensch auch sein, dem es an Wissen mangelt, der also nichts weiß von der Auswirkung seines Lebenswandels in der Ewigkeit. Die Seele braucht sich nur zu entscheiden für gut oder böse auf Erden, und das kann sie in jeder Lebenslage, auch in den primitivsten Verhältnissen. Die irdischen Verhältnisse aber sind bedingt durch ihre Entwicklung in den Vorstadien. Ist das Wesen zuvor außergewöhnlich triebhaft gewesen, so muß es im Erdenleben gegen seine Triebe ankämpfen und benötigt dazu entsprechende Lebensverhältnisse, in denen sich die Seele entschlacken kann. Es ist die Seele in keiner Weise benachteiligt in Möglichkeiten einer Höherentwicklung, wenngleich es den Anschein hat, daß die irdischen Verhältnisse ihr hinderlich sind. Die Widerstände, die das Erdenleben für einen jeden einzelnen Menschen bietet, müssen überwunden werden, und es benötigt manche Seele größere Widerstände, und daher sind die äußeren Lebensverhältnisse ihr so zugeteilt, wie sie ihr dienlich sind. Gott weiß um die Gestaltung einer jeden Seele bei ihrer Verkörperung als Mensch, Er weiß auch um ihre Willensstärke, und Seine Liebe sucht jeder Seele den Entwicklungsgang leichtzumachen. Ist die Seele bemüht, jede Möglichkeit zu nützen, dann wird auch dem Menschen das ihm bestimmte Schicksal leicht tragbar sein, und Gott wird seinen Lebensweg verkürzen, sowie er bestrebt ist, seelisch zu reifen. Gottes Liebe führt die Menschen so zusammen, daß sie einander dienen können, daß einer den anderen unterweisen kann, daß einer dem anderen geben kann, was diesem mangelt, und so wird auch geistige Gabe einem jeden Menschen geboten, wenn auch in verschiedenster Form und verschiedenstem Maße. Doch immer wird das Dargebotene genügen, ihm den rechten Weg zu zeigen, den er wandeln soll, und seine Willigkeit allein ist ausschlaggebend, welche Vorteile seine Seele daraus zieht. Das Wissen um Gott wird gleichfalls allen Menschen nahegelegt - wenn nicht von Mensch zu Mensch,dann sind die geistigen Wesen tätig und geben ihm gedankliche Hinweise, und immer ist es ihm überlassen, geistige Gabe anzunehmen oder nicht, d.h., das was ihm gedanklich oder durch Menschen übermittelt wird, zu glauben oder abzulehnen. Und da Gott einem jeden Menschen Verstand und freien Willen gegeben hat, so ist er auch verantwortlich dafür, wie er beides nützet. Jeglicher gute Wille wird von Gott erkannt und ihm entsprechend Hilfe gewährt. Diese Hilfe ist ihm zuvor schon geworden durch endlose Zeiten hindurch, und es weiß das Wesenhafte auch vor seiner Verkörperung, daß die Kraft und Liebe Gottes ihm beisteht. Es muß aber das Erdenleben zurückgelegt werden ohne jegliche Rückerinnerung, um den freien Willen des Menschen nicht zu gefährden. Doch keine Seele verkörpert sich, ohne um ihren Erdengang zu wissen, und mit vollem Willen nimmt sie diese letzte Verkörperung auf sich, im Verlangen, endgültig frei zu werden von jeder Außenform. Amen. B.D. NR. 2330.

 

Buch 32 2340

Göttliche Gerechtigkeit. Eingriff. Katastrophe.

19. Mai 1942. B.D. NR. 2340.

Die göttliche Gerechtigkeit wird offenbar werden durch die Auswirkung jenes Geschehens, das der Menschheit beschieden ist in kommender Zeit, denn es werden empfindlich getroffen werden die Länder, deren Regenten den Brand entfacht haben, der seine Ausdehnung genommen hat über die ganze Erde. Es soll offenbar werden die Schuld dieser Länder, indem ihnen nun ein Ereignis bevorsteht, das Menschenwille nicht abwenden oder abschwächen kann. Es sollen die Menschen der ganzen Welt erkennen, daß die Gerechtigkeit Gottes nichts ungestraft läßt und Er eingreift, so das Maß der Ungerechtigkeit voll ist. Gott gab den Menschen freien Willen, der nun mißbraucht wird in einer Weise, die Vergeltung erfordert, auf daß die rechtlich denkenden und handelnden Menschen die Hand Gottes erkennen und das verabscheuen, was jene gutheißen. Es hat das Ringen der Völker weit um sich gegriffen, und es kann der Brand nicht so leicht gelöscht werden. Und deshalb beendet Gott Selbst diesen Brand, indem Er den Menschen jede Möglichkeit nimmt, das Ringen fortzuführen, durch ein Naturereignis, das unvorstellbar ist in seiner Auswirkung. Er macht ohnmächtig, was vorher kraftvoll und mächtig war, und Er zeigt ihnen, daß Sein Wille und Seine Macht stärker ist. Und wer noch nicht gänzlich dem Gegner Gottes verfallen ist, der wird auch erkennen, wo dessen Wirken war, und sich eines rechten Lebenswandels befleißigen. Amen B.D. NR. 2340.

 

Buch 32 2341

Leid und Drangsal nachher. Kraft des Glaubens.

20. Mai 1942. B.D. NR. 2341.

Wie sich der geistige Tiefstand der Menschen auswirkt, wird bei diesem Eingriff Gottes erkenntlich sein. Es wird ein jeder nur an sich denken, und nur wenige werden im eigenen Leid auch der Mitmenschen gedenken und ihnen helfen wollen. Und doch wieder wird Hilfe gefordert werden von denen, die sich mächtig dünken, und ihre Macht werden sie nützen und Maßnahmen treffen, die das Leid noch vergrößern, denn der Schwache wird sich nicht wehren können und wird dem Starken müssen zu Willen sein und dessen Not lindern, während er selbst in der größten Drangsal ohne Hilfe bleibt. Und es beweiset dies wieder die große Lieblosigkeit, die Anlaß war zum göttlichen Eingriff und auch durch diesen nicht behoben werden wird. Doch erträglich wird die Zeit nur für die Menschen sein, die sich gläubig und voller Vertrauen Gott überlassen, die Ihn anrufen im Gebet und Seine Hilfe und Gnade erbitten. Ihnen wird der Beistand Gottes zuteil werden, und mag auch die äußere Not noch so belastend ihnen scheinen, sie werden nicht unterliegen, sondern die schützende Hand Gottes über sich spüren. Und es wird die Macht des Glaubens offenbar werden, denn es wird der Gläubige über Kraft verfügen, das schwere Erdenleben zu meistern und irdische Macht nicht zu fürchten brauchen, während die Menschen ohne Glauben fast zu zerbrechen drohen unter den Maßnahmen derer, die sich ihr eigenes Los zu verbessern suchen mit Hilfe jener Menschen, die ihnen keinen Widerstand entgegensetzen können und fast daran zugrunde gehen. Doch der Welt wird offenbar werden, daß irdische Macht nichts ausrichtet, denn es wird Gott gerade dort Seine Stimme ertönen lassen, wo Er Selbst zu wenig geachtet wird - wo Ehre und Ruhm allein begehrt wird und der Glaube nur noch zum Schein geduldet wurde. Und alle Gläubigen werden bedrängt werden, und dies bedeutet den Beginn eines neuen Zeitabschnittes. Und um den Menschen auf Erden es leichtzumachen zu glauben, kündet Er zuvor an, was der Welt bevorsteht, auf daß sie sich zu Ihm bekennen, so alles so kommt, wie es verkündet wurde. Amen. B.D. NR. 2341.

 

Buch 32 2342

Jesu Leiden und Sterben am Kreuz. Sühneopfer.

21. Mai 1942. B.D. NR. 2342.

Jesu Leiden und Sterben am Kreuz war das größte Liebesopfer, das je ein Mensch auf der Erde dargebracht hat. Es war kein Sühneopfer eines schuldigen Menschen, es war keine verdiente Strafe, sondern ein Opfer, das gebracht wurde für die Sündenschuld anderer Menschen aus tiefster Liebe zu diesen. Es war ein freiwilliges Sühneopfer, das die Mitmenschen loskaufen sollte von ihrer wohlverdienten Strafe. Unsäglich qualvoll war der Kreuzestod, und doch wählte ihn Jesus, weil Sein Körper leiden wollte aus übergroßer Liebe zur Menschheit. Er wollte etwas tun, wozu die Menschen nicht fähig waren, Er wollte Qualen auf Sich nehmen, um sie den Mitmenschen zu ersparen. Er wußte, daß der Menschen Los nach dem Tode Leiden und Qualen sind als gerechte Strafe ihres Abfalls von Gott, d.h. des Gott-entgegen-gesetzten Willens, und in Seiner Liebe wollte Er diese Leiden und Qualen verringern, indem Er selbst sie Sich auferlegen wollte, also Er freiwillig Leid trug, auf daß es jene nicht zu tragen brauchten. Und also wählte Er den qualvollsten Tod - den Tod am Kreuz und opferte diese unsäglichen Qualen Seinem Vater im Himmel auf. Er brachte Ihm das Sühneopfer, indem Er litt und starb für die sündige Menschheit. Und es war dieses Opfer Gott wohlgefällig. Denn Jesus war rein und schuldlos, Er war ohne Sünde. Es war nicht die geringste Schuld an Ihm, Er aber wählte den Tod, der die schwersten Verbrechen sühnte, der unsagbar qualvoll und entehrend war. Er ließ Seinen reinen Leib ans Kreuz schlagen von Menschen, die in ihrem Gott-fernen Zustand Anhänger des Satans waren, und es litt auch Seine Seele dadurch unvorstellbare Qualen nebst dem Körper. Denn Seine reine Seele empfand jede Sündhaftigkeit als Qual; die Seele, die zur Liebe geworden war, litt unter der Lieblosigkeit - und sie nahm doch diese Qualen auf sich, um dadurch das Los der Menschen erträglicher zu machen. Es war das Opfer in erbarmender Liebe Gott gebracht, und Gott nahm es wohlgefällig an. Es mußte der Mensch Jesus Sich völlig Seiner Liebe zur Welt entäußern, bevor Er dieses Opfer bringen konnte, Er mußte Sich frei machen von jedem Verlangen, Er mußte alles hinzugeben bereit sein aus freiem Willen, dann erst war Er zu diesem Opfertode fähig. Seine Liebe war so groß, daß sie nur noch den Mitmenschen galt, nicht aber Seinem eigenen Körper. Und weil diese übergroße Liebe Ihn bewog, ein solches Opfer zu bringen, nahm Gott es an. Und also erlöste Jesus die Menschheit von dem ewigen Tode durch Sein Leiden und Sterben am Kreuz, das jeden anderen Tod an Schmerzen und Qualen übertraf, weil Seine Liebe so groß war, daß Er alles zu ertragen bereit war um der Menschheit willen, die ohne Sein Erlösungswerk, ohne dieses Opfer am Kreuz, Ewigkeiten hindurch leiden müßte, wollte sie ihre unfaßbar große Sündenschuld selbst büßen (sühnen). Amen. B.D. NR. 2342.

 

Buch 32 2343

Tätigkeit der Lichtwesen. Vermitteln von Wissen.

23. Mai 1942. B.D. NR. 2343.

In der lichtvollen Welt ist die liebende Tätigkeit eine immerwährende, denn jegliche geistige Arbeit nehmen die Lichtwesen in Angriff, die ihnen den geringsten Erfolg verspricht. Sie sind unentwegt bereit, zu helfen, denn in ihrer Liebe wollen sie immer geben, beglücken und zu beglückender Tätigkeit anregen. Und da ihre Liebe nicht nachläßt, sondern sich immer mehr vertieft, muß auch ihre Tätigkeit sich erhöhen. Und es besteht ihre Tätigkeit im Verbreiten von Licht, d.h.Wissen. Es muß folglich durch die lichtvolle Welt unausgesetzt Wissen zur Erde geleitet werden, was sich so auswirkt, daß überall den Menschen durch empfangsfähige und willige Erdenkinder die Wahrheit gelehrt wird, daß ihnen diese geboten wird aus der Höhe, also ohne irdische Beihilfe oder Kontakt mit irdisch-wissenden Menschen. Und was die Lichtwesen den Menschen vermitteln, geht weit über den Rahmen des Bücherwissens hinaus, denn es berührt diese Weisheit Probleme, die ein Mensch niemals richtig lösen könnte, und die Spender dieser Weisheit, eben die Lichtwesen, teilen ihre Gaben so den Menschen mit, daß diese völlig eindringen können in die Wahrheit aus Gott, so der Wille in ihnen tätig wird. Und diesen Willen suchen die Lichtwesen so zu beeinflussen, daß die Menschen nur das wollen, was ihnen göttliche Weisheit einträgt. Und da die Lichtwesen ununterbrochen tätig sind, wird dies auch bald der Körper zu spüren bekommen insofern, als daß er kein Verlangen mehr hat nach irdischem Gut, sondern ihm das gewonnene Geistesgut so begehrenswert erscheint, daß seine Aufnahmewilligkeit und Aufnahmefähigkeit immer größer wird und folglich immer tiefere göttliche Weisheiten zur Erde geleitet werden können. Auch werden Menschen, die nach dem Willen Gottes zu leben sich bemühen, gedanklich in die volle Wahrheit geleitet werden, und so nun der Kampf entbrennt gegen das geistige Streben und gegen den Glauben, werden viele Menschen ihren Glauben verfechten, und zwar entsprechend den empfangenen Wahrheiten, denn es werden die Lichtwesen überall die gleiche Wahrheit verkünden. Infolgedessen wird sie sich unter der Menschheit Bahn brechen - es werden die Menschen im gleichen Denken stehen und so das gleiche verbreiten, denn sie werden nichts anderes als das den Mitmenschen mitteilen wollen, was in direkten Belehrungen vom Jenseits zur Erde geleitet wird - es wird die Menschheit, so sie willig ist, in rechtes Denken geleitet durch jene Lichtwesen, die sich in tiefer Liebe derer annehmen, die willig sind, die Wahrheit entgegenzunehmen. Amen. B.D. NR. 2343.

 

Buch 32 2352

Die Macht des Bösen erstreckt sich nicht über Schöpfungen.

30. Mai 1942. B.D. NR. 2352.

Es können sich keine geistigen Kräfte äußern, die unter dem Einfluß der bösen Macht stehen, solange das Geistige noch im gebundenen Willen steht, denn diesem Wesenhaften gegenüber ist die Gegenkraft Gottes machtlos. Nur an der Seele des Menschen, also an dem Geistigen, das in dem Stadium des freien Willens steht, kann sie sich erproben und tut dies auch in ausgiebigster Weise. Also werden immer die Menschen bedrängt werden von der Gott-gegnerischen Macht, niemals aber Schöpfungen beeinflußt werden können, die das noch unentwickelte Geistige in sich bergen. Diese Schöpfungen unterstehen allein dem Willen Gottes, und alles, was sich an jenen Schöpfungen vollzieht, ist Seinem göttlichen Wirken zuzuschreiben. Es ist darum total irrig, der satanischen Macht Erscheinungen zuzuschreiben, die der göttlichen Ordnung zuwider laufen, also an den Schöpfungen zutage treten. Jegliche Veränderung an Gottes Schöpfung hat auch Seinen Willen zum Anlaß, denn die Macht des Gegners von Gott erstreckt sich niemals über das, was Gott durch Seinen Willen an sichtbaren Schöpfungen erstehen ließ. Und darum kann das Wirken jener Macht nur an der menschlichen Seele zum Ausdruck kommen. Sie kann zwar durch Beeinflussung des menschlichen Willens diesen veranlassen, zerstörend sich in der Schöpfung zu betätigen, dann aber wird immer der Mensch der Ausführende sein, er wird also gewissermaßen im Auftrag der bösen Macht etwas tun, was jene selbst nicht ausführen kann, nämlich irgendwie den göttlichen Naturgesetzen entgegenhandeln. Wenn also angenommen wird, daß sich die Gott-feindliche Macht bei den Menschen dadurch Glauben verschaffen kann, daß sie Dinge verrichtet, die göttliche Kraft voraussetzen, so müßte Gott Seinem Gegner diese Macht erst geben, und dies entspräche nicht dem Wesen der ewigen Gottheit, Die voller Erbarmen und Liebe Sich allen Ihren Geschöpfen zuneigt und ihnen Hilfe bringen möchte in ihrer geistigen Not. Denn eine Hilfe wäre es wahrlich nicht, so die Menschen in ihrem Glauben irregeführt und Gott noch weniger erkennen könnten. Es würde dann den Menschen fast unmöglich gemacht, zu glauben, es würde Gott Seine Geschöpfe dem Gegner zuspielen, Er würde sie dem Gegner nicht nur überlassen, sondern sie dem entgegendrängen, aus dessen Macht Er sie befreien will. Doch die Liebe Gottes währet ewig. Er hilft der Menschheit, und Er wird ihr immer beistehen im Kampf gegen das Böse, niemals aber Seine Geschöpfe in eine solche Not bringen, daß sie Gott in dem Wirken dessen vermuten, der Sein größter Feind und Gegner ist. Allzeit wird die Gott-gegnerische Kraft zu erkennen sein von den Menschen, die rechtlich denken und handeln, und also werden diese auch nicht in die Not kommen, den Gegner Gottes für Gott Selbst anzusehen, es sei denn, sie sind jenem so ergeben durch ihren völlig verkehrten Wandel auf Erden, der ihnen jegliche Urteilskraft nimmt. Diese aber sind nicht mehr Seine Kinder, sondern Kinder des Satans, weil sie dessen Willen untertan sind und sich Gott gänzlich widersetzen. Amen. B.D. NR. 2352.

 

Buch 32 2353

Falsche Christi. Zeichen und Wunder.

31. Mai 1942. B.D. NR. 2353.

Es werden falsche Christi auferstehen, und sie werden in Meinem Namen Zeichen und Wunder tun. Dies habe Ich euch angekündigt, und Meine Worte sind Wahrheit. Doch wie falsch suchet ihr, euch diese Worte zu erklären, wenn ihr annehmet, daß einer bösen Kraft, einem Abgesandten des Satans, die gleiche Macht innewohnt, die Mich Zeichen und Wunder wirken ließ während Meines Wandels auf Erden. Himmel und Erde unterstehen allzeit Meinem Willen, sie werden von Meinem Willen regieret, und dieser Mein Wille erhält jegliche Schöpfung, weil ein Mir entgegen-gerichteter Wille den Verfall dessen bedeuten würde, was Ich erstehen ließ, so Ich ihm darüber Macht zubilligen würde. Und doch werden Zeichen und Wunder getan werden, die aber immer nur den Menschen als solche erscheinen, die seine Anhänger sind, denn es sind diese blind im Geiste, und sie wissen nicht um den wahren Zusammenhang aller Dinge, und sie werden als Zeichen und Wunder alles betrachten, was ihnen außergewöhnlich erscheint, was jedoch einem jeden Menschen möglich ist unter Aufbietung seiner ganzen Willenskraft. Ihr alle habt Fähigkeiten in euch, die ihr nur zu entwickeln brauchtet, um vieles vollbringen zu können. Doch eure Willensschwäche hindert euch daran, eure Fähigkeiten auszunützen, und daher erscheint euch als Wunder, was aber im Bereich der Möglichkeit eines jeden einzelnen liegt. Und so werden euch alle Zeichen und Wunder, deren Ich Erwähnung getan, erklärlich sein für jeden im Licht wandelnden Menschen, doch auf überirdische Kraft schließen lassen jene, die noch in der Dunkelheit des Geistes dahingehen. Und sie werden göttliche Kraft denen zusprechen, die Meine Gegner sind, doch unter Meinem Namen auftreten, um die Menschheit zu blenden. Je tiefere Geistesnacht die Menschen umfängt, desto leichter wird es sein, sie an Wunder glauben zu lassen, sie werden jedes außergewöhnliche Wirken böser Kräfte als solche gelten lassen, dagegen das außergewöhnliche Wirken des Lichtes - der Menschen, deren Willen Gott zugewandt ist - nicht anerkennen, und das allein schon ist ein Zeichen, daß die Menschheit im Bann dessen ist, der Gott zu bekämpfen sucht. Und doch werden sie sich Meines Namens bedienen - d.h., sie werden sich als Heilsbringer ausrufen, sie werden durch sich und ihre Lehren der Menschheit Rettung verheißen aus jeglicher Not, denn so nur suchen sie, diese für sich zu gewinnen, daß sie sich als Gesandte, als Vertreter Dessen bezeichnen, Der alle Macht hat über Himmel und Erde. Und es ist ein jeder ein falscher Christus, der eine falsche Lehre predigt unter Meinem Namen - und diese Lehre zu bekräftigen sucht durch außergewöhnliches Wirken, das aber nimmermehr als Wunder anzusehen ist. Amen. B.D. NR. 2353.

 

Buch 32 2354

Rechte Nachfolger Christi. Liebeleben.

31. Mai 1942. B.D. NR. 2354.

Meine rechten Nachfolger sind von Meinem Geist durchdrungen, und so sie in Meinem Namen Zeichen und Wunder tun, wirke Ich Selbst durch sie. Und es muß ihr Lebenswandel gleich sein Meinem Wandel auf Erden als Mensch, also es muß ein Leben in Liebeswirken sein, und so sie nun Meine Lehre predigen und Mich anrufen zur Bekräftigung dessen, was sie lehren, werden sie auch wirken können gleich Mir, also Wunder vollbringen, an denen die Menschen die Wahrheit ihrer Sendung erkennen. So aber Menschen kommen in Meinem Namen und der Welt das Heil bringen wollen - so sie sich als Christus ausgeben, nicht aber auch als Christus leben, werden auch ihre Zeichen und Wunder nicht echt sein, d.h. nicht ein Wirken mit Hilfe der Kraft aus Mir, sondern es werden die Menschen die Kräfte der Natur auszunützen verstehen, ihre Fähigkeit aber nicht offen bekennen, sondern die Menschen im Glauben lassen, daß ihnen als Abgesandte Gottes alle Kraft zur Verfügung stehe, auf daß sie großen Anhang finden und sie ihre irdische Macht vermehren können. Denn es suchen die falschen Christi und die falschen Propheten nur Anerkennung, Ruhm und Ehre von seiten der Menschen. Sie streben nach Weltreichtum, nach Macht und Ansehen, sie geben nicht Gott die Ehre, sondern suchen Ihn zu verdrängen und sich selbst an Dessen Stelle zu setzen. Und daran sollt ihr Menschen deren Treiben erkennen, daß sie wohl in Meinem Namen predigen, doch nicht in Meinem Namen Zeichen und Wunder tun, die wahrhaft als Wunder anzusprechen wären. Denn falsche Wunder wird ein jeder vollbringen können, doch vollbringen wollen nur die Menschen, die völlig glaubenslos sind, also in engster Verbindung stehen mit dem Fürsten der Finsternis, der seine Macht nützet, um den Willen des Menschen seinem Willen gefügig zu machen. Und dieses Nützen des Willens bringt Dinge zuwege, die dem Menschen als Wunder scheinen, solange er selbst in geistiger Dunkelheit sich befindet. Amen. B.D. NR. 2354.

 

Buch 32 2355

Gott speiset die Seinen in Zeiten der Not. Gnaden.

1. Juni 1942. B.D. NR. 2355.

Welche Gnadenfülle dem unmittelbar empfangenen Wort Gottes entströmt, das werdet ihr Menschen erst erkennen, so euch jede Möglichkeit genommen ist, das Wort Gottes anderswo entgegenzunehmen. Es werden Zeiten kommen, wo nichts mehr gemahnt an die Tätigkeit zur Verbreitung von Glaubenslehren, die bisher den Menschen offen dargeboten wurden - es wird eine Zeit kommen, da nur im geheimen sich die Menschen zusammenfinden werden, um zu hören von der Liebe Gottes, von Seinem Willen und Seinem Wirken, und es werden sich die Menschen fürchten müssen, daß ihnen diese Zusammenkünfte als Verbrechen angerechnet werden. Und das ist die Zeit, die Gott vorausgesehen und die Ihn zu außergewöhnlichem Wirken veranlaßt hat, um diesen Menschen das Brot des Himmels reichen zu können in unmittelbarer Form. Wie es die Menschen wollen, so läßt Er es geschehen, doch Er kommt denen zu Hilfe, die unter jenem Willen leiden müssen. Und was ihnen genommen wird von Menschen, das gibt Gott Selbst ihnen wieder, Er Selbst kommt zu den Menschen und speist und stärkt und tröstet sie. Er duldet nicht, daß sie darben müssen, aber Er gibt ihnen eine Speise, die unvergänglich ist, Er speist sie mit dem Brot des Himmels, Er führt ihnen eine Nahrung zu, die unmittelbare Kraftübermittlung von Gott ist. Denn Er weiß, daß die Menschen solche benötigen; Er weiß, daß sie in Lagen kommen, wo ihr Glauben in Gefahr ist; Er weiß um ihre Glaubensschwäche angesichts solcher Gefahren, und darum bietet Er ihnen Sein Wort, das alle Angst und Sorge verstummen läßt. Denn Er steigt Selbst zur Erde hernieder im Wort und ist also mitten unter denen, die Sein Wort gläubig annehmen. Und also werden die Menschen glaubensstark und unverzagt alles über sich ergehen lassen und dennoch fröhlich sein. Sie werden sich schmähen lassen, sie werden jegliche Verfolgung tragen mit Geduld und in ihnen nur die Wahrheit des göttlichen Wortes erkennen, und ihre Kraft wird sich vermehren, ihr Glaube immer tiefer und unerschütterlicher werden. Und die Welt werden sie nicht mehr fürchten, so sie sich Dem unterstellt haben, Der auch über die Welt regieret. Wo das Wort Gottes dargeboten wird, dort weilet der Herr mitten unter den Menschen, und Er labt und stärkt sie für den Kampf, den sie um Seinen Namen willen führen sollen. Es ist die Zeit nahe, wo der Widersacher sich zu diesem Kampf rüstet, wo er den Willen der Menschen bestimmt zum skrupellosen Vorgehen gegen alle Menschen, die im Glauben stehen. Es ist die Zeit gekommen, wo sich die schlechten geistigen Kräfte die ihnen hörigen Menschen suchen, durch welche sie ungehindert wirken können. Und es wird deren größter Ehrgeiz sein, alles zu verhindern, was geistiges Streben begünstigt, und alles zu vernichten, was zu Gott hinweiset oder Jesus Christus als Erlöser der Welt anerkennt - also jegliches Wissen um göttliche Weisheiten zu unterbinden, dagegen mit satanischer List sich selbst zur Geltung zu bringen. Und es werden die Anhänger der Welt ihnen zu Willen sein; sie werden, als schon Gott-fern, keine Bedenken haben, alles Geistige hinzugeben, und sich mit irdischen Genüssen begnügen, also dem Gegner Gottes huldigen, der sich selbst auf den Thron erheben will. Er wird herrschen eine Zeit, doch die Kraft des Glaubens soll offenbar werden an denen, die ihm widerstehen und Gott als ihren alleinigen Herrn anerkennen. Denn was der Gegner Gottes ihnen bietet, wird immer nur weltliches Gut sein, das keinen Bestand hat. Er wird den Menschen Ehre und Ruhm versprechen, die ihm zu willen sind, und die anderen bedrohen, die ihrem Glauben treu sind. Und also stellt er sich gegen Gott. Er ist Sein Widersacher, Sein Feind, der alles daransetzt, um die Oberherrschaft über die menschliche Seele zu gewinnen. Doch es wird ihm dies nicht gelingen bei den Seelen, die Gott ergeben sind. Nur wo die Lieblosigkeit vorherrscht, dort wird er Triumphe feiern und sich ihnen als Gott vorstellen, und die Blindheit derer erkennt ihn an. Die Seinen aber schützet Gott vor dessen Einfluß, indem Er Seine Kraft ihnen vermittelt auch dann, wenn der Gegner Gottes dies verhindern will. Er läßt ihnen Sein Wort zugehen und ist im Wort Selbst bei ihnen, Kraft und Gnade austeilend und segnend, die Ihm treu sind und Ihm dienen wollen. Denn eins tut not in der kommenden Zeit - daß das göttliche Wort verbreitet wird, das Er Selbst den Menschen zugehen läßt und das Er mit Seiner Kraft gesegnet hat. Amen. B.D. NR. 2355.

 

Buch 32 2358

Göttliches Wort. Quell. Liebe. Wissen. Licht.

5. Juni 1942. B.D. NR. 2358.

Nur das kann dem Willen Gottes entsprechen, was die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe zur Richtschnur hat, denn so der Mensch diesen Geboten entsprechend lebt, wird er niemals gegen den göttlichen Willen verstoßen. Folglich muß ein Erdenwandel, dem nicht die göttlichen Gebote zugrunde liegen, der also dem Willen Gottes widerspricht, nutzlos sein für die Seele, weil er ihr keine Höherentwicklung einträgt. Die Seele befindet sich also dann in einem Zustand der Unreife, der nur durch Zuwendung von Gnade behoben werden kann, und diese geht ihr zu durch Darbietung des göttlichen Wortes, das der Seele vorstellt, daß sie in Gefahr ist und ihr Erdenleben falsch lebt. Diese Gnadenzuwendung kann nun angenommen, aber auch abgelehnt werden, je nach ihrem Willen; sie ist aber das einzige Mittel, daß der Mensch sein Erdenleben ändert und sich den göttlichen Geboten unterwirft. Und es muß ihm zu diesem Zweck die Folgen eines verkehrten Lebenswandels vorgestellt werden, sowie auch das Leben im Licht, das eine Seele erwartet, die sich dem Willen Gottes unterworfen hat. Doch niemals können diese Folgen dem Menschen so bewiesen werden, daß er glauben muß, folglich wird der Ursprung des göttlichen Wortes immer angezweifelt werden können, wenn dies der Mensch will. Er wird entgegensetzen, daß immer Menschenwerk ist, was als göttliches Wort verbreitet wird, und niemals davon sich überzeugen lassen, daß ein Mensch aus einer Quelle geschöpft habe, die durch Gottes große Liebe den Menschen zugänglich gemacht wurde, um ihnen ein Wissen zu vermitteln, das der Wahrheit entspricht. Sie werden dies nur verstehen und glauben können, so sie einen rechten Lebenswandel führen, ein Leben in Liebe, das ihnen die Erkenntnis einträgt. Dann wird es ihnen nicht mehr verwunderlich erscheinen, daß Gott Selbst der Quell ist, Der den Menschen lebendiges Wasser zuströmen läßt - dann werden sie auch ohne Beweis glauben können, was ihnen über die Folgen eines falschen Lebenswandels gelehrt wird, und aus eigenem Antrieb dem Willen Gottes gemäß leben. Sie werden ein Leben führen in Liebe und wissen, daß sie dann auch unentwegt schöpfen können aus dem Strom des Lebens, daß sie göttliche Weisheiten empfangen aus Seiner Hand. Also wird immer ein Liebesleben bestimmend sein für den Reifegrad der Seele, weil es den Grad des Wissens erhöht und vom Wissen der lichtvolle Zustand der Seele abhängig ist. Das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe ist sonach nicht auszuschalten und muß als erstes erfüllt werden, auf daß die Folgen eines Liebelebens sich in vermehrtem Wissen äußern, und darum müssen die Menschen zur Liebe angehalten werden und dies wieder durch Vermittlung des göttlichen Wortes, das die Menschen zur Liebe ermahnt und erzieht. Sowie der ungläubige Mensch, der Gott als Ursprung Seines Wortes ableugnen möchte, selbst liebetätig ist, wird Ihm jeder Zweifel schwinden. Er wird das Wort als Äußerung Gottes ansehen müssen, denn sein liebefähiges Herz nimmt es an und gibt ihm gleichzeitig das Verständnis dafür. Und es ist nun nicht mehr möglich, daß sich des Menschen Zweifel bemächtigen, sowie er ein Leben führt in ständigem Liebeswirken. Denn da nun Gott ihn an sich zieht, Der ja die Liebe Selbst ist, erkennt er auch Sein Wort, Seine Stimme, und er nimmt widerspruchslos und ohne Bedenken alles als Wahrheit hin, was ihm durch die Liebe Gottes geboten wird - was ihm als göttliches Wort vermittelt wird. Das göttliche Wort erzieht zur Liebe, die Liebetätigkeit trägt dem Menschen das Wissen ein, und vermehrtes Wissen steigert wieder die Liebe zu Gott und zu Seinen Geschöpfen. Und immer helleres Licht, d.h. ein immer hellsichtigerer Zustand, wird das Los dessen sein, der auf Erden liebend tätig ist. Und daher kann die Weisheit nimmermehr bei den Weltweisen gesucht werden, so es diesen an der Liebe mangelt, während sie jedoch die Wahrheit als solche erkennen werden, so sie gleichzeitig ein Leben in tätiger Nächstenliebe führen. Denn diese werden auch Gott anerkennen als Quell Seines Wortes, sie können nicht anders, weil sie durch das Leben in Liebe sich gleichsam mit Ihm schon verbunden haben und also auch Sein Wirken erkennen. Amen. B.D. NR. 2358.

 

Buch 32 2359

Verantwortung. Gedankliche Übermittlung des Wortes Gottes.

7. Juni 1942. B.D. NR. 2359.

Und darum ist der Mensch auch verantwortlich, wie er sein Leben lebt, weil ihm durch das Wort Gottes Kenntnis gegeben wird von Seinem Willen. Denn Gott spricht auch in anderer Weise zum Menschen als nur durch die direkte Vermittlung. Er lenkt die Gedanken eines jeden einzelnen so, daß sie Gott erkennen können, so sie nur willig sind. Er hat um den Menschen herum zahllose Wunderwerke erschaffen, die alle Zeugnis ablegen von seinem Schöpfer, also die Gedanken des Menschen immer wieder auf Ihn lenken. Diese Gedanken können zwar abgelehnt oder fallengelassen werden. Es ist der Mensch nicht gezwungen, so sie einmal auftauchen, ihnen nachzuhängen, also auch nun hängt das Erkennen der ewigen Gottheit vom Willen des Menschen ab, Sie zu bejahen, denn der willige Mensch spinnt solche auftauchende Gedanken weiter aus und gibt dadurch den ihn betreuenden Lichtwesen die Möglichkeit, auf ihn einzuwirken, d.h., sie lenken seine Gedanken dem rechten Erkennen entgegen und regen ihn zu immer neuer Gedankentätigkeit an. Daher kann ein Mensch ohne jegliche Einwirkung von außen, ohne Übermittlung des göttlichen Wortes von seiten der Mitmenschen, sich weit näher der Wahrheit befinden und hat diese sozusagen durch eigenes Nachdenken erworben, weil er keinen Widerstand entgegengesetzt hat dem Wirken der Lichtwesen, die ihn gedanklich unterwiesen haben. So ist jegliches Schöpfungswerk, jegliches Geschehen und Erleben um den Menschen dazu angetan, ihn dem Erkennen der ewigen Gottheit zuzuleiten, denn durch all dieses spricht Gott Selbst zu den Menschen, um es dann noch durch das direkt gesprochene Wort, das Er den Menschen zugehen läßt, zu bekräftigen, so daß also der Mensch aus letzterem sich immer wieder die Bestätigung holen kann, daß sein Denken der Wahrheit entspricht. Dann wird er so lange nicht von der Wahrheit abweichen, wie er sich widerstandslos dem Wirken Gottes durch die Lichtwesen hingibt. Sowie er einen inneren Widerstand empfindet und diesem Empfinden nachgibt, also unwillig dem ihm Gebotenen gegenübersteht, ist er schon der Gegenmacht verfallen, die ihm diesen Willen eingibt, ihn also von Gott und dem Erkennen Dessen abwenden will. Sowie der Gedanke an ein höchstes und vollkommenstes Wesen, Dem gegenüber der Mensch sich zu verantworten hat für seinen Lebenswandel, ihm lästig oder unangenehm ist, wirkt schon der Gegner Gottes auf den Menschen ein. Und dann treten die Lichtwesen verstärkt in Aktion insofern, als daß sie nun dem in Gefahr befindlichen Menschen das Wort Gottes zugehen lassen durch Menschenmund. Er wird nun gewarnt und gemahnt, und das, was ihm gedanklich nicht zusagen will, wird ihm eindringlich vorgestellt, doch die Entscheidung bleibt ihm selbst überlassen, denn er muß sein Erdenleben in vollster Willensfreiheit leben, ansonsten es ihm nicht die endgültige geistige Freiheit eintragen kann. Von Gott aus aber werden dem Wesen alle Möglichkeiten geboten, alle Gnaden und Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, die es nur zu nützen braucht, solange es auf Erden wandelt in der Verkörperung als Mensch. Amen. B.D. NR. 2359.

 

Buch 32 2360

Wiedergeburt des Geistes.

7. Juni 1942. B.D. NR. 2360.

Der Wendepunkt im Leben ist die Wiedergeburt des Geistes - der Moment, wo ihr bewußt der Geisteskraft inne werdet, die euch durch Meine Liebe zuströmt. Sowie ihr fühlet, daß ihr unzertrennlich mit Mir verbunden seid, sowie ihr euch bewußt werdet, daß es ohne Mich kein Sein gibt für euch, sowie ihr Mich fühlet in eurer Nähe und nun dieses Bewußtsein euer ganzes Leben bestimmt, drängt der Geistesfunke in euch Mir als seinem Vatergeist entgegen, und nun seid ihr erwacht zum eigentlichen Leben, ihr seid wiedergeboren im Geist. Und nun strebet ihr Mir bewußt entgegen, euer Wollen und Denken ist Mir zugewandt, euer Handeln Meinem Willen entsprechend. Und nun erfasse Ich euch und ziehe euch zu Mir empor. Ich lasse euch keinen Schritt mehr allein gehen, überallhin begleite Ich euch, Ich bin um euch und achte eines jeden Gedankens, der Mich suchet. Ich höre jede Frage eures Herzens, jeden Bittruf, jeden Seufzer nach Meiner Liebe, und Ich helfe euch, auch wenn ihr es nicht gleich spüret. Die Liebe zu euch ist grenzenlos, und Meine Sorge um euch immerwährend, und so lasse Ich keines Meiner Geschöpfe ohne Beistand. Und Meiner Kinder gedenke Ich ganz besonders, denn diese sind Meine Kinder, die zu Mir gefunden haben, die aus eigenem Antrieb sich Mir anvertrauen. Ihnen gehört Meine ganze Liebe. Die geistige Wiedergeburt ist gleich der aufgehenden Sonne - immer strahlender erscheint diese am Firmament, bis sie in ihrer ganzen Pracht am Himmel steht, licht- und wärmespendend Meine Schöpfungswerke durchstrahlt und neue Schöpfungen zum Leben erweckt und am Leben erhält. Ist der Mensch wiedergeboren im Geist, so gibt es keinen Stillstand mehr. Immer heller und strahlender wird es um ihn, denn ihn durchstrahlet ja Meine Liebekraft, Mein Geist. Und also nimmt er ständig zu an Licht und Kraft, und er strahlet sein Licht gleichfalls aus auf alles, was ihn umgibt. Die geistige Wiedergeburt ist das Erwachen zum ewigen Leben, und es wird der geistig Wiedergeborene gleichfalls das Leblose zum Leben erwecken können, denn wo sein Licht hinfällt, dort durchdringt es mit seinem hellen Schein die Dunkelheit, und wo Licht ist, ist Leben - wo Licht ist, bin Ich Selbst, und Ich bringe allen das Leben, die es begehren, die es bewußt von Mir verlangen, die sich gleichfalls sehnend Mir zuwenden, also Mich anerkennen. Ich gebe euch Mein Wort und damit das sichtbare Zeichen Meiner Liebe, Ich gebe euch Kraft, die sich wieder äußert im vermehrten Verlangen nach Mir, denn dieses Verlangen ist das Zeichen, daß Mein Vatergeist den Geistesfunken in euch zu Sich zieht - und so sollt ihr glücklich sein, wenn ihr Sehnsucht empfindet nach Mir, denn ebenso drängt Mein Geist dem euren entgegen. Und eure Herzen können sich nicht mehr von Mir lösen, denn Ich lasse sie nicht, so sie sich Mir einmal hingegeben haben.

Ich bin der Geist der Wahrheit, Ich bin das Leben, Ich bin die Liebe und der Urgrund alles Seins. Wen Ich mit Meiner Liebe bedenke, der wird sein von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er wird leben und sich in der vollsten Wahrheit befinden; es wird kein Trug und kein Schein dort sein, wo er ist; er wird sein, was Ich bin - ein Geist voller Macht und Kraft aus Mir. Er wird Liebe ausstrahlen und unvorstellbar glücklich sein, wieder den Geschöpfen Meinen Geist vermitteln zu können, wieder zum Leben erwecken zu können, was leblos war. Er wird Mir in allem ähnlich sein, denn Mein Geist durchflutet ihn, und also kann er nichts anderes sein, als Ich bin, ein Wesen voller Liebe, Kraft, Weisheit und Macht. Und also werdet ihr in Ewigkeit die glücklichsten Geschöpfe sein, in Liebe miteinander verbunden und Mir immer nahe. Und was ihr begehret, werdet ihr empfangen, denn ihr werdet nur Meine Liebe begehren, und diese durchstrahlt euch fortgesetzt, auf daß ihr tätig sein könnt zu eurer unendlichen Beglückung in Meinem Reiche, das eines jeden Anteil ist, der sich mit Mir verbindet in Zeit und Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 2360.

 

Buch 32 2361

Beenden des Völkerringens.

6. Juni 1942. B.D. NR. 2361.

Ein gewaltiges Ringen der Völker findet seinen Abschluß nach göttlichem Ratschluß. Es ist dies keineswegs dem Wunsche der Völker entsprechend, vielmehr werden diese mit Entsetzen den Ausgang ersehen, der gänzlich ihren Erwartungen widerspricht. Doch des Menschen Wille ist machtlos, wo Gottes Wille sich äußert. Und jeder Tag zuvor bedeutet für die Menschen noch ein Geschenk, so sie diese Tage nützen für ihr Seelenheil, indem sie sich der Welt ab- und Gott zuwenden möchten, bevor Gott Sich offensichtlich zu erkennen gibt. Unsagbar schweres Leid hat die Menschen schon betroffen und doch nur wenige der ewigen Gottheit nähergeführt, denn die Menschheit achtet nicht dessen, was Gott ihr entgegenbringt, sondern was die Welt ihr bietet. Sie nützet also die Gnade Gottes nicht, suchet aber unausgesetzt irdisches Gut zu vermehren. Und selbst, wo Hab und Gut der Menschen zerstört wird, ist ihr ganzes Streben nur darauf gerichtet, das Verlorene zurückzugewinnen. Und desto erbitterter wird das Ringen gegeneinander, das nimmermehr irdisch ausgefochten werden kann und daher von Gott beendet werden muß, soll es nicht zum völligen Zusammenbruch führen und zur völligen Gottlosigkeit. Denn es mangelt den Menschen am Glauben an einen gerechten und weisen Gott, ansonsten sie an dem Weltgeschehen schon erkennen müßten, wie weit die Menschheit sich entfernt hat von Gott und warum ein solches Weltgeschehen von Gott aus zugelassen wurde. Denn Sein Wille hindert den Willen der Menschen nicht, auszuführen, was sie heraufbeschworen haben durch ihre Lieblosigkeit. Das kommende Ereignis aber wird große Zweifel aufkommen lassen über das Vorhandensein einer Gottheit, Die Selbst vernichtet, was Sie durch Ihre Macht erschaffen hat. Doch nur dort werden Zweifel auftauchen, wo der Mensch nicht in der Liebe tätig ist. Der liebende Mensch hingegen wird erleuchtet sein und wissen, daß nichts geschehen kann ohne Gottes Willen, also er wird in dem Ereignis eine Sendung Gottes erkennen. Und er wird wissen, daß nichts ohne Zweck und Sinn über die Erde gesandt wird und daß alles irgendwie der Seele zum Heil gereichen kann. Auch er wird stark erschüttert werden durch die Größe des Geschehens, aber er wird auch erkennen, daß die Menschheit aufgerüttelt werden muß aus ihrem glaubenslosen Dahinleben, auf daß sie sich besinnt und einen anderen Lebenswandel einschlägt, um Gott näherzukommen. Und gesegnet, wer aus diesem kommenden Ereignis noch Nutzen zieht für seine Seele, denn dieser verlieret nichts, sondern gewinnt nur, wenngleich sein irdischer Besitz zerstört wird. Er hat Gott dadurch gefunden und unendlich mehr gewonnen, als er dahingegeben hat. Amen. B.D. NR. 2361.

 

Buch 32 2362

Brot des Himmels Nahrung der Seele. Suchet zuerst das Reich Gottes.

8. Juni 1942. B.D. NR. 2362.

Die geistige Speisung dürfet ihr Menschen nicht außer acht lassen, denn es ist das Wichtigste im Erdenleben, daß euch das Brot des Himmels zugeführt werde zur Nahrung eurer Seelen. Der leibliche Körper kann nicht bestehen ohne Nahrung, desgleichen auch die Seele, die aber die Nahrung noch dringender benötigt, weil sie unvergänglich ist und der Mangel an geistiger Speise sich in einem unvorstellbar qualvollen Zustand auswirkt, der weit schlimmer ist als das Vergehen. Jegliche Aufbausubstanz zur Erhaltung des Körpers wird diesem zugeführt durch die irdische Nahrung, und dennoch hat das Erhalten dessen nur den einen Zweck, der Seele Aufenthalt zu gewähren, auf daß sie ihre Erdenaufgabe erfüllen kann. Um aber diese erfüllen zu können, muß der Seele Nahrung zugeführt werden, die ihr Kraft gibt, und es ist diese Speise das Brot des Himmels, das Wort Gottes, das die Liebe Gottes ihr bietet als Wegzehrung auf ihrem Wandel durch das Erdental. Und es wird keine Seele hungern und zu dürsten brauchen, die solche begehrt. Myriaden Gott-dienender Wesen teilen die göttliche Gabe, das Brot des Himmels, den Erdenmenschen aus. Sie stehen überall am Wege des Erdenwanderers und bieten es den Hungernden und Durstenden an, auf daß sie sich daran laben und gekräftigt ihren Weg fortsetzen können. Und es ist das Brot des Himmels das Wort Gottes - es ist die köstlichste Gnadengabe, die Gott bereithält für euch Menschen, und ihr werdet seiner Kraft innewerden, so ihr in großer Not euch befindet. Wie ein frischer Trank euch erquickt, so wird allzeit das göttliche Wort euch laben und stärken, denn das ist die Verheißung Jesu, daß, wer von dem Wasser trinkt, das Er den Menschen bietet, nicht mehr dürsten wird in Ewigkeit. Und Sein Wort ist Wahrheit. Gott Selbst ist der Quell, aus dem das lebendige Wasser entspringt. Gott Selbst ist das Brot des Lebens, das Er zur Nahrung der Seele euch Menschen darbietet, auf daß ihr es in Empfang nehmet und euch stärket. Und daher soll die geistige Speise als erstes begehrt werden. Irdische Speise geht euch dann gleichzeitig zu, denn Gott lässet nicht körperlich darben, die zuerst ihrer Seele gedenken, was Er gleichfalls verheißen hat mit den Worten: Suchet zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch zufallen. Ihr brauchet nimmermehr zu bangen um euer körperliches Wohl, ihr brauchet euch auch keine Sorgen zu machen, in welcher Form euch die Nahrung zugeht, wenn irdisch dies nicht möglich erscheint. Gottes Wort ist Wahrheit, und so ihr daran glaubet, erfüllt sich Seine Verheißung. Er wird euch stets bedenken, geistig und leiblich, sowie ihr euch mit Ihm verbindet und Seine Gaben empfangen wollt. Doch die geistige Speise müsset ihr als erstes begehren, denn eure Seele benötigt diese auf ihrem Weg zur Höhe, und um eurer Seele willen hat euch Gott das Erdenleben gegeben, das auch irdische Nahrung bedingt. Also wird euch Gott wahrlich geben, was ihr zur Erhaltung des Körpers benötigt, so ihr um eurer Seele willen den Körper zu erhalten trachtet. Und es wird die geistige Speise, das Wort Gottes, auch den Körper zu erhalten imstande sein, denn es ist dies Kraft aus Gott, die unmittelbar dem Menschen zuströmt durch Sein Wort, und diese Kraft erhält alles, sie erhält auch den Körper, sowie irdische Nahrung ihm entzogen wird. Denn die Kraft Gottes ist es, die jegliches Schöpfungswerk erhält, das aus dieser Kraft hervorgegangen ist. Nimmt also der Mensch die unmittelbare Kraftausstrahlung Gottes in Empfang, so wird er auch keiner anderen Speisung bedürfen und doch bestehen können, so dies der Wille Gottes ist. Und es wird in der kommenden Zeit der Wille Gottes sein, daß durch außergewöhnliche Erscheinungen die Kraft des göttlichen Wortes offenbar werde, die denen zuströmt, die fest und unerschütterlich glauben und Gottes Gebote halten. Denn so der Mensch willig ist, zuerst seine Seele zu bedenken, und für sie das Brot des Himmels begehrt, so wird er gesättigt werden seelisch und körperlich, denn Gottes Liebe ist unwandelbar und Sein Wort ist Wahrheit: Sorget nicht, was ihr essen und trinken werdet, sondern suchet zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch zufallen. Amen. B.D. NR. 2362.

 

Buch 32 2363

Gedankenapparat. Zustrom guter oder schlechter Kraft.

9. Juni 1942. B.D. NR. 2363.

Aus dem Reiche des Geistigen strömt euch unentwegt Gedankengut zu, das ihr nur aufzunehmen braucht, um es euch selbst zu eigen zu machen. Euer Wille ist bestimmend, welcher Art das Gedankengut ist, das ihr erfasset, denn ihr könnt sowohl die geistige Übermittlung des Lichtes als auch der Finsternis euch zum Eigentum machen, je nach eurem Willen. Der Gedankenapparat des Menschen ist so fein konstruiert, daß er in Tätigkeit gesetzt wird bei jeglicher Ausstrahlung, d.h., sowie die Gedanken gleich einer Welle ihn umspülen, tritt er in Tätigkeit, indem er entgegennimmt, was ihm zusagt, also vom Willen des Menschen begünstigt wird. Denn dieser entscheidet sich - er gewährt gewissermaßen einem Teil Zutritt, während er das andere zurückweist, und dies je nach seiner Einstellung zum Guten, Göttlichen oder zur Gott-feindlichen Macht. Denn die Gedanken-Zuströme von beiden Mächten, von den lichtvollen oder finsteren geistigen Kräften, empfindet der Mensch nun wohltätig oder unangenehm und nimmt daher die einen an, während er die anderen abweiset. Also ist die Grundeinstellung zu Gott maßgebend, welches Gedankengut des Menschen Wille auf sich wirken läßt, denn was einmal sein Gedankenapparat aufgenommen hat, das bleibt in ihm zur immerwährenden Verfügung, denn es kommt stets an die Oberfläche, sowie sich der Mensch damit befassen will. Ist nun der Wille des Menschen dem Guten zugewandt, so wird auch das Gedankengut dementsprechend sein, d.h. nur solche Mitteilungen in sich enthalten, die aus dem Lichtreich ihm zuströmen, also dem göttlichen Willen nicht widersprechen. Es wird sich der Mensch befassen vorwiegend mit geistigen Dingen und weltliche Dinge außer acht lassen, er wird geistigen Hunger verspüren und also das entgegennehmen aus den geistigen Übermittlungen, was seinem Verlangen entspricht, während er das andere unbeachtet läßt. Und so bildet sich jeder Mensch sein Gedankengut selbst; zugetragen wird es ihm von allen Seiten, d.h., gute und böse Kräfte bemühen sich, ihre Gedankenwelt dem Menschen zu erschließen und ihn geneigt zu machen zur Annahme dessen, was sie ihm darbieten. Verbindet sich nun der Mensch in Gedanken oder im Gebet mit Gott, so wird er verständlicherweise auch das Gedankengut entgegennehmen, das ihm von Gott-verbundenen Kräften zugeht, und es wird von diesen Kräften dem Einfluß der Gegenmacht gewehrt, und dies wieder äußert sich im Willen des Menschen, der also sich nun bejahend oder verneinend einstellt zu dem ihm gebotenen Gedankengut. Und deshalb kann der nach Gott verlangende Mensch beruhigt sein, daß er auch im rechten Denken steht, denn er macht sich selbst durch das Verlangen nach Gott aufnahmefähig für den geistigen Zustrom guter Kräfte und empfindet das Gedankengut der Gegenkraft als falsch und ablehnungswert. Die guten geistigen Kräfte bilden sein Urteilsvermögen für gut und böse eifrig aus und wachen darüber, daß der willige Mensch keinem schlechten Einfluß verfällt. Amen. B.D. NR. 2363.

 

Buch 32 2367

Kraft des Glaubens in kommender Zeit.

13. Juni 1942. B.D. NR. 2367.

Die Kraft des Glaubens wird offenbar werden in einer Weise, die selbst die ablehnendsten Menschen stutzig machen wird. Es wird der gläubige Mensch das lebendige Zeugnis sein für die Wahrheit dessen, was er vertritt, denn er wird Dinge vollbringen, die den Naturgesetzen zuwiderlaufen - er wird unter dem Anruf Jesu Christi sich die Kraft Dessen aneignen, und es wirket nun der Herr Selbst durch ihn. Denn es wird der Mensch in Lagen kommen, wo nur der starke Glaube an Gott ihn aufrechterhält, und diesen Glauben läßt Gott nicht zuschanden werden. Und also können die Gläubigen unverzagt der kommenden Zeit entgegensehen, sie werden trotz aller Drangsale im Schutz des Allerhöchsten stehen, und wo irdische Maßnahmen unerträglich erscheinen, geht ihnen die Kraft zu, ihrer Herr zu werden. Und auch diese Zeit ist vorgesehen seit Ewigkeit; es soll die Menschheit erkennen, daß Gott mit denen ist, die zu Ihm stehen, sie soll die Wahrheit des göttlichen Wortes erkennen und sich überzeugen können, was die Kraft des Glaubens vermag. Es wird der gläubige Mensch eine Waffe haben, gegen welche der Gegner machtlos sein wird, denn selbst die Kräfte der Natur werden seinem Willen untertan sein, sowie er diese benötigt zu seinem Schutz oder als Beweisführung der Wahrhaftigkeit des göttlichen Wortes. Und er wird das Böse zu bannen vermögen, so es ihm Schaden zufügen will. Er wird sichtbar im Schutze Gottes stehen, wenngleich seine irdische Vernichtung vorgesehen ist.Und auch diese Zeit ist angekündigt in Wort und Schrift, denn Gott sah die Zeit voraus und die Notwendigkeit Seines offensichtlichen Wirkens durch Menschen, und also nützet Er, die Ihm treu ergeben sind, und stattet sie mit großer Kraft aus, auf daß sich Seine Verheißung erfüllet: "Ihr werdet noch größere Dinge tun" und "Was ihr den Vater in Meinem Namen bittet, das wird Er euch geben." Und die Not wird einen starken Glauben zeitigen, denn die Anhänger Jesu werden in arge Bedrängnis kommen, und das Wort Gottes wird ihnen der einzige Trost- und Kraftspender sein. Und aus ihm werden sie schöpfen, und merklich wird die Kraft auf sie überströmen. Unverzagt und zuversichtlich nehmen sie alles entgegen, immer der Hilfe Gottes gewärtig, die durch Sein Wort ihnen zugesichert ist. Und also hat das Wort Leben, es bewahrheitet sich, weil es zum Leben erweckt wird, weil die Menschen genau nach ihm leben und also auch die Verheißungen an ihnen sich erfüllen müssen, wie es verkündet ist zuvor. Und wer diesen tiefen Glauben sein eigen nennt, an dem zerschellt die irdische Macht, denn er hält ihr immer die Macht Gottes entgegen und ist furchtlos und der Hilfe Gottes sicher. Und also wird er unverwundbar sein von jener, solange er ein Streiter Gottes ist. Amen. B.D. NR. 2367.

 

Buch 32 2374

Geistiger Gedankenaustausch förderlich.

19. Juni 1942. B.D. NR. 2374.

Jeder geistige Gedankenaustausch zeitigt einen Erfolg für die Seele, denn er bereichert diese an Wissen, oder er berichtigt Irrtümer und verbreitet also die Wahrheit, und daher ist er überaus wertvoll insofern, als daß die Menschen dadurch zum Nachdenken angeregt werden, während die Belehrungen von nur einer Seite leicht die Menschen müde werden läßt, weil die Gedanken abschweifen, sowie nicht gegenseitiger Austausch stattfinden kann, der eher belebend als ermüdend wirkt. Es ist dies ohne Frage wertvoller, denn erst, was Leben gewinnt, kann sich günstig auswirken für die Seele.

Die geistige Welt kann nur durch gedankliches Fragen ergründet werden, da die Antwort darauf von den geistigen Wesen selbst gegeben wird, und es sollte der Mensch seine Zeit nützen, sich oft einer gedanklichen Unterweisung hinzugeben, also oft die Gedanken schweifen lassen in geistige Gebiete und darauf Antwort erwarten. Sowie sich nun der Mensch mit seinen Mitmenschen darüber austauscht, ist der Gedankenflug ins geistige Reich sehr begünstigt, denn Rede und Gegenrede lenkt des Menschen Sinn immer wieder dem geistigen Gebiet zu. Es kann ihm irdischerseits kein Beweis gegeben werden, daß seine Gedanken der Wahrheit entsprechen, jedoch die Übereinstimmung der Resultate des Denkens derer, die geistig streben und deren Ziel des Forschens die jenseitige Welt ist, ist diesen größere Sicherheit für die Wahrheit als irdische Beweisführung. Und mit überzeugter Sicherheit gehen sie ihren Weg, immer geleitet von jenen Wesen, deren Obhut sie anvertraut sind und die auch die Menschen zusammenführen, daß sie sich gegenseitig auf diesem Weg stützen; denn so sie gemeinsam wandeln, können sie nicht fehlgehen. Der geistige Gedankenaustausch zwischen gleichgesinnten Menschen fördert die Seelenreife, er steigert das Wissen und auch den Eifer zur geistigen Tätigkeit, denn die Lehren und Ermahnungen, die ihnen von seiten der Lichtwesen gedanklich zugehen, setzen sie auch in die Tat um, sich gegenseitig anspornend und zur Arbeit an der Seele anregend. Und immer wieder suchen sie, Menschen in ihren Kreis hineinzuziehen, denn das ist der deutlichste Beweis einer rechten geistigen Einstellung - einer rechten Verbindung mit Gott und den Lichtwesen – daß sie den Mitmenschen geben wollen, was sie selbst empfangen. Also können sie das Gedankengut nicht in sich verschließen, sondern es treibt sie, damit zu arbeiten, es weiterzugeben und die Mitmenschen zur Annahme dessen zu bewegen, was ihnen wertvoll erscheint. Es ist dieser Gedankenaustausch doppelt wertvoll, ist er doch die beste Gelegenheit, auch andere Menschen in Verbindung zu bringen mit der geistigen Welt, die sie nun herstellen durch Nachdenken über das Vernommene, durch Fragen, die sie sich selbst oder den Mitmenschen stellen und die ihnen wohl scheinbar von diesen beantortet werden, die aber indirekt schon die Übermittlung des geistigen Gedankengutes der jenseitigen Lichtwesen sind. Geben sich nun die Menschen diesen Betrachtungen hin, die in die geistige Welt greifen, so haben sie keine irrige Aufklärung zu befürchten, solange sie ernstlich gewillt sind, der Wahrheit näherzukommen, und Gott zum Ziel ihres Strebens haben. Die innerlich bejahende Einstellung zu Gott schützet sie vor falschen Übermittlungen, denn sie hat das ausschließliche Wirken jener Wesen zur Folge, die Gott verbunden sind und also in der Wahrheit stehen. Gedanklich forschen und grübeln mit Gott-zugewandtem Herzen ist sicherste Gewähr für rechtes, d.h. wahrheitsgemäßes Denken, denn sie sind es nicht, die sich die Antwort geben, sondern wissende Kräfte treten in Aktion in Form gedanklicher Übermittlung, die also der Wahrheit entsprechen müssen. So nun Menschen sich zusammenfinden, die gleichen Geistes sind, d.h., die im ernsten Verlangen nach der Wahrheit stehen und Gott im tiefsten Herzen anerkennen und Ihn begehren, wird auch ihr Denken nicht voneinander abweichen, und nur Gott-abgewandte Menschen bringen Gegeneinwände, oder zur Klärung gewisser Fragen ist noch eine scheinbare Unsicherheit in dem einen oder dem anderen, die durch gegenseitigen Gedankenaustausch behoben wird und nur wieder zu vermehrtem Nachdenken (anregen) Anlaß geben soll. Und darum ist es sehr förderlich für die geistige Entwicklung, daß sich Menschen zusammenfinden, um gemeinsam ihre Gedanken in geistiges Gebiet schweifen zu lassen, denn der gegenseitige Austausch dieser Gedanken ist ungemein segensreich für jeden einzelnen, bringt er ihm doch die Bestätigung der Wahrhaftigkeit dessen, was ihm gedanklich zugeht, die ihm anders nicht geboten werden kann. Amen. B.D. NR. 2374.

 

Buch 32 2376

Gottes Liebe sendet Leid, aber auch Hilfe.

21. Juni 1942. B.D. NR. 2376.

Die Gott lieben, denen wird alles zum Besten gereichen. Wohl sorget ihr euch um euer tägliches Leben, und ihr lasset sogar eure Seele unbeachtet, ihr gedenket nur eurer irdischen Sorgen und seid noch wenig davon überzeugt, daß sie ja nur von Gott geschickt sind, auf daß ihr Seiner gedenken sollt. Gott sucht eure Liebe zu gewinnen und kommt in Form von Leid und Not Selbst zu euch, doch ihr erkennet Ihn nicht - jedes Leid, jede Sorge kann für euch eine Sprosse auf der Leiter nach oben sein, wenn sie eure Gedanken Gott zulenken; dann gereicht euch alles zum Besten. Ihr überwindet sie mit Leichtigkeit, ihr habt kein Versagen eurer Kraft zu fürchten, denn Der, Der sie euch auferlegte, hilft euch auch tragen, so ihr nur Seiner gedenkt mit einem stillen Bittruf um Seine Hilfe und Gnade. Des Menschen Herz ist oft verzagt, wo es froh und heiter sein könnte, denn niemals ist die Not so groß, daß sie nicht behoben werden könnte mit Gottes Hilfe. Gott meistert alles, Ihm ist alles untertan. Sein Wille regieret, und also kann Er wohl auch dem Menschen das Leid abnehmen, so Er es will. Und daß Er es will, liegt allein in eurer Hand. So ihr Ihm eure Sorgen vortraget und Seine Hilfe erbittet, ist Er immer dazu bereit, denn Er liebt euch und ist für euer Wohl bedacht, um euer geistiges Wohl, das erst dann euer Anteil ist, wenn ihr mit Ihm verbunden seid. Und deshalb will Er, daß ihr diese Verbindung herstellt, daß ihr im Gebet euch vereinigt mit Ihm, daß ihr Ihn rufet, auf daß Er bei euch sein und verweilen kann. Und so ihr lau werdet und die Gefahr ist, daß ihr Seiner vergesset, muß Er euch durch Leid und Sorgen wieder zurückführen zu Sich, bis ihr nicht mehr ohne Ihn sein könnt und euch hingebend Seiner Liebe und Fürsorge überlasset. Der Gang auf Erden mit Gott ist um vieles leichter trotz scheinbaren äußeren Bedrängnissen, denn die göttliche Liebe gibt euch Kraft. Seine Liebe wendet sich denen zu, die Ihn im Herzen tragen, deren Gedanken Ihn suchen und deren Bitten zu Seinem Ohr dringen. Ihnen wird Er stets Helfer sein in jeglicher Not, Er wird ihnen in irdischen Nöten und Sorgen beistehen, und Er wird alles zum Heil ihrer Seelen dienen lassen, zum geistigen Fortschritt, der Sinn und Zweck des Erdenlebens ist. Denn Seine Liebe sucht unentwegt Gegenliebe zu erwecken, und wer sich Ihm innig zuwendet, der wird von Seiner Liebe erfaßt. Und was nun auch über den Menschen kommt - es ist Sein Wille und dienet ihm nur zu seiner Vollendung. Amen. B.D. NR. 2376.

 

Buch 32 2381

Bitten der armen Seelen um das Gebet.

24. Juni 1942. B.D. NR. 2381.

Lasset die Bitten der Toten zu euch sprechen. Verwehret ihnen nicht eure Fürbitte, so sie sich euch in Erinnerung bringen, und wisset, daß sie namenlos leiden müssen ohne eure Hilfe. Das Los einer unerlösten Seele ist überaus traurig, und keiner von euch weiß, ob eine Seele erlöst ist oder in diesem qualvollen Zustand schmachtet und eurer Hilfe bedarf. Nur durch das Gebet könnt ihr diesen armen Seelen Hilfe bringen, denn sie spüren dann eure Liebe, und diese gibt ihnen Kraft, ihr eigenes Los zu verbessern. Sie wandeln ihren Willen, und dies ist vorerst nötig, um eine Änderung ihrer traurigen Lage herbeizuführen. Die Seelen sind dankbar auch für die kleinste Unterstützung, weil sie nur auf euch angewiesen sind oder auf die erbarmende Tätigkeit der Seelen, die schon einen höheren Reifegrad erlangt haben. Diese aber dürfen ihnen ihre Hilfe erst dann zuwenden, wenn ihr Wille eine Änderung ihres derzeitigen Zustandes verlangt. Der Wille aber ist bei solchen Seelen schwach, wenn nicht gar ganz untätig, und darum können sie oft undenkliche Zeiten schmachten müssen, wenn sie keine Unterstützung erhalten durch die Fürbitte, die ihnen die Kraft einträgt, den Willen zu wandeln, d.h., tätig werden zu lassen. Wüßtet ihr um die Not solcher Seelen, dann würdet ihr sie nicht vergeblich bitten lassen. Denn jeder Gedanke an einen Verstorbenen ist ein Sich-in-Erinnerung-Bringen dieser und ein Hilferuf in ihrer Not. Die Menschheit ist so lieblos gegeneinander und ohne Glauben an ein Fortleben nach dem Tode. Darum gedenket sie auch der Verstorbenen nicht, worunter diese überaus leiden. Sie drängen sich immer und immer wieder in die Gedanken des Menschen und wollen ihn dadurch veranlassen, ihrer im Gebet zu gedenken. Die Not im Jenseits ist groß, und es drängen sich daher auch die Seelen der unbekannten Verstorbenen in die Nähe dessen, der voller Mitleid der armen Seelen gedenkt. Denn sie empfinden jede Gebetszuwendung als Wohltat, als Vermehrung ihrer Kraft und nach oben gewandtem Willen. Und die Menschen, die voller Erbarmen sind auf Erden, sind ständig umlagert von hilfsbedürftigen Seelen, weil sie sich von jenen Hilfe erhoffen. Der Wille, solchen Seelen zu helfen, ist schon eine Kraftzuwendung für sie, und jeder liebende Gedanke, der sie umschließt, stärkt ihren Willen. Und dann können gebefreudige Wesen im Jenseits diesen Seelen zu Hilfe kommen und ihnen Kraft übermitteln, die sie benötigen, um das unsägliche Leid im Jenseits zu verringern. Welche Gnadengabe das Gebet ist, wissen die Menschen nicht recht zu würdigen. Alles können sie erreichen durch rechtes Gebet, denn Gott Selbst hat ihnen diese Gnade geboten und ihr keine Begrenzung gesetzt. Doch im Jenseits kann die Seele sich nicht selbst helfen, sondern ist auf die Hilfe angewiesen, und diese Liebe und Hilfe sollt ihr ihnen zuwenden, um sie dem qualvollsten Zustand zu entreißen und ihnen den Beginn ihrer Selbsterlösung möglich zu machen. Hat die Seele den Punkt der Willenlosigkeit überwunden, dann gilt ihr Streben nur noch dem Aufstieg, und ihre größte Not ist behoben. Die Kraft jedoch muß ihr von liebender Seite zugeführt werden durch die Fürbitte, denn nur das Wirken in Liebe bringt der Seele Erlösung, und wo sie selbst zu schwach ist, in Liebe wirken zu können, dort soll ihr der Mensch liebreich beistehen, auf daß sie die Kraft übermittelt bekommt, die sie zum Aufstieg benötigt. Und darum vergesset nicht der armen Seelen - sie bitten euch inständig darum, daß ihr ihnen helfen möget. Amen. B.D. NR. 2381.

 

Buch 32 2388b

Kommendes Ereignis. Eingriff Gottes. Notzeit.

29. Juni 1942. B.D. NR. 2388b.

Nur der Anfang:

Wenige Menschen nur werden Nutzen ziehen für ihre Seelen aus diesem Ereignis, das sich in kurzen Abständen dreimal wiederholen wird. Es wird die Menschen der Denkfähigkeit berauben, denn es ist so gewaltig, daß jegliche Überlegung schwindet und alles in ein wüstes Durcheinander gerät. Nur Seine Kinder behütet der Herr offensichtlich, denn Er benötigt sie nachher zum Wirken für Ihn.

 

Buch 32 2396

Verschiedene Ergebnisse. Wiedergeburt des Geistes. Von Gott berufen.

5. Juli 1942. B.D. NR. 2396.

Der Geist, der Weisheit austeilt, kann nur göttlichen Ursprungs sein, und daher kann dieser Geist niemals irren. Es ist sonach alles zu glauben, was durch Geisteswirken entstanden ist, auch wenn es schwer annehmbar ist. Es bleibt nur zu prüfen, ob das Entstandene Geistwirken oder menschliches Erzeugnis ist. Und es ist dies sehr leicht festzustellen. Es muß zuerst in Betracht gezogen werden, welchen Zweck der Mensch damit befolgt, daß er dem Mitmenschen davon Kenntnis gibt - ob irdische Vorteile dadurch erzielt werden sollen oder lediglich der Gebewille ihn antreibt. Es muß weiter geprüft werden, ob das Entstandene geistige oder irdische Themen berührt, es muß die Art des Entstehens beachtet werden und die Einstellung des Menschen, dessen Geisteswirken geprüft werden soll, zu Gott. Es kann niemals rein verstandesmäßig ein Werk entstehen, das nur rein geistigen Inhalts ist, ohne die Mithilfe Gottes, also das Wirken Seines Geistes. Denn der Wille, geistige Probleme zu lösen, hat schon das Wirken des Geistes zur Folge, und ist dieser Wille Gott zugewandt, so muß unweigerlich der Mensch im rechten Denken stehen, d.h. das Gedankengut aus der geistigen Welt entgegennehmen, das ihm von gleichfalls Gott-verbundener Geisteswelt zuströmt. Und so bleibt nur die Frage offen, weshalb verschiedene Ergebnisse verbreitet werden konnten, die alle als Geisteswirken hingestellt wurden. Es ist ein Unterschied zu machen, ob ein Mensch berufen ist dazu, göttliche Geistesgaben entgegenzunehmen und zu verbreiten, oder er sich selbst dazu berufen wähnt - ob er sich selbst ein Amt aneignet, bevor er die innige Verbindung mit Gott hergestellt hat, bevor er wiedergeboren ist im Geist. Die Wiedergeburt des Geistes muß vorangegangen sein, ehe der Geist im Menschen wirksam werden kann. Die Wiedergeburt des Geistes ist aber nicht immer vorangegangen, und trotzdem wurden unter Nützung des Weltverstandes geistige Fragen aufgeworfen und beantwortet, und also entstanden Lehren, die voneinander abweichen und die alle den Anspruch machen, als Wahrheit anerkannt zu werden. Es wurden also geistige Probleme nur verstandesmäßig gelöst, die wahrheitsmäßig aber nur vom Geist aus Gott gelöst werden können. Der Geist Gottes kann aber nur wirksam sein, wenn der Mensch wiedergeboren ist im Geist, wenn er in inniger, schlichter Verbindung steht mit Gott und nichts anderes ersehnt, als göttliche Wahrheit zu empfangen im tiefsten Bewußtsein seiner Zugehörigkeit zu Gott und im heißen Verlangen nach der endgültigen Vereinigung mit Ihm. Ihm strömt die reinste Wahrheit zu, und die Ergebnisse solcher Menschen müssen unweigerlich übereinstimmen. Den Grad der Hingabe an Gott können Menschen nicht beurteilen, Gott aber ersieht ihn, und Er erwählet, die Ihm dienen sollen, weil Er ihren Willen und ihre Bereitschaft dazu erkennt. Es muß ein inniges Verhältnis bestehen zwischen dem Menschen und Gott, denn dieses innige Verhältnis ist Voraussetzung zur Wirksamkeit des Geistes in ihm und durch ihn. Es kann aber das innige Verhältnis auch nur scheinbar vor den Menschen hergestellt werden, von denen, die sich berufen glauben und es doch nicht sind. Denn weder Verstand noch Rang, weder Konfessionen noch Ämter sind ausschlaggebend für das Wirken des Geistes, sondern nur die Beschaffenheit des Herzens, die vor Gott aber nicht verborgen bleibt. Folglich kann nicht dort die Weisheit und die Wahrheit gesucht und erwartet werden, wo menschlicher Wille einen Beruf daraus gemacht hat, denn die Berufung muß allein von Gott kommen, und berufen wird der Mensch sein, der sich durch Liebeswirken Seiner Gnade würdig macht, der durch Liebeswirken die Fesseln des Geistes löst, also seine Seele öffnet dem geistigen Zustrom von außen. Diese erwählet Gott zu Seinen Mitarbeitern, indem Er ihnen die Wahrheit vermittelt, auf daß sie wieder lehrend diese weitergeben können. Und wer also von Gott gelehret ist, dessen Wissen wird übereinstimmen und keine Abweichungen voneinander enthalten. Doch zumeist werden diese Menschen zu finden sein außerhalb derer, die für sich das Recht, zu lehren, in Anspruch nehmen. Sie werden nicht zu jenen gehören, die durch Studium sich ein Wissen erworben zu haben glauben; sie werden zu finden sein in den Reihen derer, die unbeachtet ihren Erdenweg wandeln; sie werden keine Ämter haben oder solche anstreben; sie werden nicht die Welt begehren und ihre Güter, sondern durch freiwillige Verzichtleistung sich die größte Gnade erwerben - das Wort Gottes in Empfang nehmen zu dürfen und von Gott Selbst gelehrt zu werden. Es ist also die Wiedergeburt des Geistes zuvor unerläßlich, es muß der Zustand eingetreten sein, daß der Mensch bewußt die Verbindung sucht mit Gott, daß er Ihm dienen will, weil er sich als Sein Geschöpf fühlt und den Zusammenschluß mit Ihm begehrt in der Erkenntnis, daß dies sein Urzustand und seine uranfängliche Bestimmung ist (war?). Diese Erkenntnis macht das Wirken des Geistes in ihm möglich und den Menschen auch für die Wahrheit aufnahmefähig, denn ohne die Erkenntnis wäre ihm die Wahrheit unverständlich, und sie würde nimmermehr als Wahrheit erkannt werden. Schulmäßig kann die Wahrheit wohl vermittelt, also weitergeleitet werden, doch um sie erfassen zu können, muß der Geist Gottes im Menschen wirken können, was Liebetätigkeit zuvor bedingt. Menschen, die zu lehren sich berufen fühlen, sind jedoch nicht immer liebetätig und liebefähig, also auch zum Lehren unfähig, denn sie können nur weitergeben, was sie besitzen. Ihnen mangelt jedoch die Weisheit, wie ihnen die Liebe mangelt. Und was sie nun austeilen, kann niemals als göttliche Wahrheit angesprochen werden, denn diese behält Gott Sich vor, sie denen bietend, die Er erwählet, weil sie sich Seiner Gnade würdig erzeigen. Amen. B.D. NR. 2396.

 

Buch 32 2401

Umgang mit Verstorbenen. Seelen in Erdennähe.

8. Juli 1942. B.D. NR. 2401.

Es sind unzählige Seelen in Erdennähe, deren Reifezustand ein sehr niedriger ist und die darum noch immer das Verlangen nach der Erde in sich tragen, weil ihnen die höheren Sphären noch unzugänglich sind. Diesen Seelen ist es oft noch nicht bewußt, daß sie der Erde nicht mehr angehören, d.h., sie wissen es noch nicht, daß sie das Leibesleben auf Erden beendet haben, und halten sich daher noch in ihrer alten Umgebung auf und wollen sich mit den Menschen verständigen, ohne jedoch von ihnen vernommen zu werden. Und es dauert mitunter lange, ehe es ihnen klargeworden ist, daß sie mit der Erde nichts mehr zu tun haben. Es dauert lange, bis sie sich in ihre neue Umgebung gefunden haben und endgültig von der Erde fernbleiben. Es ist dieses Stadium der Unwissenheit wenig befriedigend für die Seele, denn nirgends findet sie Verständnis und Hilfe, weil sie sich an die Menschen wendet, die ihr nicht helfen können in der Weise,wie sie Hilfe begehrt.Erst die Erkenntnis, daß sie für immer abgeschieden ist von der Erde und daß die Menschen ihr nur durch Gebet beistehen können, veranlaßt die Seele, über ihren derzeitigen Zustand nachzudenken und die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, daß sie diesen Zustand selbst ändern kann, und nun achtet sie auf jede Gelegenheit, die ihr einen anderen Reifegrad einträgt. Nun erst geht sie in sich und sucht sich Rechenschaft abzulegen, und dann wird sie oft von bitterer Reue erfaßt, daß sie das Erdenleben nicht so genützt hat, wie Gott es wollte. Und in dieser Reuestimmung wird sie oft von den Lichtwesen aufgesucht, die jedoch in einer Umhüllung zu ihr kommen, daß sie nicht als Lichtwesen erkannt werden. Diese machen sie aufmerksam auf das Leid der anderen Seelen und suchen in ihr das Mitgefühl für diese zu erwecken. Und nun ist ihre innere Gesinnung entscheidend, ob die Lichtwesen sie mit Kraft bedenken oder sie wieder ihrem Schicksal überlassen,bis das Mitgefühl für die notleidenden Seelen das eigene Leid überwiegt und nun die Lichtwesen erneut auf sie einwirken und dann mit Erfolg. Die Erde ist von unzähligen Wesen umgeben, die gleichsam noch auf Erden leben, doch unerkannt von den Menschen,die das für nicht-seiend erklären, was sie nicht sehen und greifen können, und die deshalb auch nicht glauben wollen, daß die Seelen der Verstorbenen die zurückbleibenden Menschen umgeben. Denn nur das geistige Auge könnte sie sehen, das leibliche Auge aber ist blind, folglich können die Seelen sich in keiner Weise bemerkbar machen, weil die Menschen darauf nicht reagieren, denn sie sind von den göttlichen Naturgesetzen abhängig, in die Gott Selbst sie hineingestellt hat. Sie sehen und hören nur mit körperlichen Organen, die Seelen der Verstorbenen aber wollen mit geistigem Auge erblickt werden. Und also gibt es zwischen den Seelen der Verstorbenen und den Menschen auf Erden keine Verbindung, in rein weltlichem Sinn verstanden; es gibt nur eine rein geistige Verbindung, die erst dann angeknüpft werden kann, wenn der Mensch auf Erden den Willen hat, mit den Seelen zu harmonieren, d.h., wenn der Mensch auf Erden an ein Fortleben der Seele glaubt und sich als Folge dieses Glaubens mit diesen Seelen zu verständigen sucht. Diese bewußte Fühlungnahme mit der geistigen Welt ist Voraussetzung, daß zwischen den Menschen und den Seelen im Jenseits ein Kontakt hergestellt werden kann, durch welche eine gegenseitige Verständigung möglich ist. Und nun kommt es darauf an, wer wissender ist, der Mensch oder die Seele im Jenseits. Denn der wissende Teil soll den unwissenden Teil belehren.Ist die Seele im Jenseits in sehr unreifem Stadium,so kann der Mensch ihr sein Wissen vermitteln, indem er mit der Seele spricht, was die Seelen sehr gut verstehen und vernehmen können.Ist aber der Mensch unwissend, so wird er von wissenden Geistwesen belehrt, sowie sein Wille die Belehrung verlangt.Und also können die Menschen auf Erden segensreich wirken an den Seelen, die in Erdennähe sind, denn diese haben zumeist eine mangelhafte Reife, mit wenig Wissen und daher wenig Kraft. Ihnen kann durch Übertragung des Wissens in liebendem Gedenken insofern geholfen werden, als daß die Seelen sich nun leichter von der Erde lösen und ihre Aufmerksamkeit nun den gleichfalls leidenden Seelen im Jenseits zuwenden. Dadurch kann die Liebe in ihnen erweckt werden und sie nun in weiteres Wissen geleitet werden durch die Lichtwesen, welche die Sinnesänderung der Seelen erkennen und nun ihrerseits helfend den Seelen beistehen. Amen. B.D. NR. 2401.

 

Buch 32 2402

Bewußtes Anfordern der Gnade durch Gebet. Nicht-glauben-Wollen.

9. Juli 1942. B.D. NR. 2402.

Die bewußte Inanspruchnahme der göttlichen Gnade trägt höchsten geistigen Erfolg ein. Sowie der Mensch im Gebet die Gnade Gottes erbittet, bekennt seine Seele sich zu Gott, und einem Gott zugewandten Wesen strömt unaufhörlich die göttliche Kraft zu, da ohne diese Kraft die Seele sich nicht zur Höhe aufringen kann. Gott aber will das Wesenhafte zu Sich emporziehen und wird daher immer bereit sein, diesem Wesenhaften zu helfen, daß es sein Ziel erreiche. Es darf der Mensch nur empfangen wollen, um nun auch zu empfangen, was zu seiner Höherentwicklung nötig ist. Das Gebet aber beweist des Menschen Willen zu Gott, und so kann ihm jedes Hilfsmittel - die göttliche Gnade - geboten werden, und der Aufstieg zur Höhe wird dadurch leichtgemacht. Die Menschen aber nehmen die ihnen zustehende Gnade nicht sehr oft in Anspruch. Sie verbinden sich nicht im Gebet mit Gott, um Dessen Kraft für ihren Lebenswandel zu erbitten, und können daher auch nicht geistig reifen, weil die Zuwendung der Gnade nicht erfolgen kann, so sie nicht bewußt begehrt wird. Gottes Liebe und Gnade wirket zwar ständig und ohne Unterschied an den Menschen insofern, als diese immer wieder in Lagen kommen, wo sie den Anschluß an Gott suchen könnten im Gebet, doch dieses setzt den Glauben an eine Macht voraus, Die hilfs-willig und fähig ist, und dieser Glaube mangelt der Menschheit, und also begehret sie nicht den Kraftzustrom einer Wesenheit, Die sie nicht anerkennt. An diese Wesenheit zu glauben ist aber ein leichtes, so der Mensch ernstlich darüber nachdenkt. Das Nachdenken aber ist seinem Willen anheimgestellt, und folglich ist die Glaubenslosigkeit unentschuldbar. Es kann niemals gesprochen werden von Nicht-glauben-Können, (sondern) vielmehr ist die Glaubenslosigkeit ein Nicht-glauben-Wollen, das somit auch den Zustrom der göttlichen Gnade zur Unmöglichkeit macht, weil sie nicht bewußt angefordert wird im Gebet. Und darum ist der Mensch, der nicht beten kann, ein armseliges, bedauernswertes Geschöpf, dem nur noch geholfen werden kann durch liebende Fürbitte, daß sein Sinn sich wandle und er zur Erkenntnis komme. Durch Fürbitte eines Menschen kann dem Mitmenschen Gnade zugewendet werden, doch das Nützen dieser steht ihm wiederum frei, denn ein Wesen, dem die göttliche Gnade wider seinen Willen zuströmen möchte, würde auch wider seinen Willen in einen höheren Reifegrad gedrängt, der ihm nicht zusagen würde, weil das Wesen die Unfreiheit spürt, es also empfindet, daß über seinen Willen hinweg sein Zustand gewandelt wurde und dies keine Seligkeit für das Wesen bedeutet. Unerschöpflich sind die Gnaden, die dem Menschen zur Verfügung stehen, doch des Menschen Wille muß sie bewußt anfordern. Die Gnadenzuwendung ohne das Gebet ist unmöglich, wenngleich das ganze Erdenleben als eine große Gnade anzusehen ist, denn es wurde dem Wesenhaften durch Gottes übergroße Liebe gewährt, auf daß es Ihm nahekommen kann. Doch auch diese Gnade kann erfolglos bleiben, wenn der Mensch sich dessen nicht bewußt ist, daß das Erdenleben, die Verkörperung als Mensch, eine Gnade ist - wenn er das Erdenleben nur rein irdisch wertet und darum auch nur irdisch ausnützt und jede geistige Höherentwicklung unbeachtet läßt. Amen. B.D. NR. 2402.

 

Buch 32 2403

Göttliches Geisteswirken. Kampf gegen Lüge und Irrtum.

10. Juli 1942. B.D. NR. 2403.

Aus lichten Höhen senkt sich der Geist Gottes herab, um Licht zu bringen in das Dunkel der Erde. Und er erfüllet die Herzen derer, die im Licht zu wandeln begehren und dieses weitertragen wollen. Im Licht zu wandeln heißt, wissend zu sein, sich in der ewigen Wahrheit zu befinden, im rechten Denken zu stehen und göttliche Weisheiten entgegenzunehmen. Also teilt der Geist Gottes stets und ständig die Wahrheit aus Gott den Menschen aus - er erleuchtet sie und gibt ihnen Erkenntnis auf allen Gebieten und Antwort auf alle geistigen Fragen. Der Geist aus Gott irret nie, sondern er gibt in klar verständlicher Weise die ewige Wahrheit den Menschen, die Wahrheit zu empfangen begehren. Und es sind diesem Empfangen keine Grenzen gesetzt, denn göttliche Gabe kann unbegrenzt entgegengenommen werden, da sie etwas Vollkommenes ist und eine Begrenzung oder Einschränkung niemals mit der Vollkommenheit in Einklang steht. Göttliches Geisteswirken kann aber nur dort in Erscheinung treten, wo ein Mensch der Vollkommenheit entgegenstrebt, denn dies ist Voraussetzung, daß es dem Wesen ernstlich darum zu tun ist, der ewigen Gottheit nahezukommen - der also bewußt einen Zustand anstrebt, der Mängel und Fehler ausscheidet. Der Wille, vollkommen zu werden, ist also erste Bedingung, soll sich der Geist Gottes über den Menschen ergießen. Und es muß nun der Mensch diesen Willen tätig werden lassen und sich eines Lebenswandels befleißigen, der gottgewollt ist - er muß einen Lebenswandel führen in Liebe und Gottverbundenheit, er muß alle schlechten Triebe bekämpfen, alles Göttliche, Gute anstreben und also sich so gestalten, daß er ein Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes wird, daß dessen Wirken auf kein Hindernis stößt und er sich ergießen kann in aller Fülle in das ihm sich öffnende Gefäß - in das Herz des nach Vollkommenheit strebenden Menschen, der nach der Weisheit aus Gott Verlangen trägt. Der Geist Gottes wirkt überall und unverkennbar dort, wo der Mensch bewußt Gott dienen will, weil Gott auf Erden Wahrheitsträger braucht, die sich erbieten, die Wahrheit weiterzuleiten. Nur wenige Menschen erkennen die Bedeutsamkeit dieser Aufgabe, und es bieten sich daher auch nur wenige Menschen Gott zu diesem Dienst an, und wiederum muß der Wille aus eigenem Antrieb sich zum Dienen entschließen. Es zieht diese Dienstwilligkeit die Zuwendung von Gnaden nach sich, die der Mensch kaum ermessen kann, denn Gottes Liebe erfaßt ihn und bildet ihn aus für eine Aufgabe, die von ungeheurer Bedeutung ist. (10.7.1942) Es gilt den Kampf gegen die Lüge, gegen den Irrtum auf der Erde zu führen und an dessen Stelle die reine Wahrheit aus Gott zu verbreiten unter den Menschen. Es muß zu diesem Zweck der Irrtum ausgeschieden und darum zuvor als Irrtum erkannt werden. Und es ist dies wiederum nur möglich, wenn die Wahrheit dem Irrtum gegenübergestellt wird, also die Wahrheit die Lüge verdrängen kann. Es muß die Wahrheit so für sich selbst sprechen, daß der Irrtum gern dafür hingegeben wird. Die Lüge und der Irrtum gehören der Erde an, die Wahrheit aber kommt von oben und muß der Erde zugeleitet werden, und dies von willigen Wesen, die Gott dienen. Ebenso aber muß die Wahrheit empfangen werden auf der Erde von dienstwilligen Menschen. Nur das Unterstellen des Willens unter den göttlichen Willen hat zur Folge, daß die Kraft aus Gott, Sein Geist, überströmen kann von Wesen zu Wesen und also auch zur Erde. Und dieser Kraftzustrom äußert sich bei dem Menschen als vermehrtes Wissen, als Erkenntnis der ewigen Gottheit. Es wird der Mensch eingeführt in die göttliche Wahrheit, und dieses durch den Geist aus Gott, der sich herabsenkt auf jene Menschen, die sehnend und gläubig das Wirken des Geistes begehren zum Zwecke der Aufklärung solcher Menschen, die noch völlig unwissend sind. Amen. B.D. NR. 2403.

 

Buch 32 2408a

Starker oder geschwächter Wille zum Empfangen. Liebe zu Gott.

13. Juli 1942. B.D. NR. 2408a

Das bewußte Sich-Versenken in einen geistigen Zustand erfordert erhöhte Willenskraft und muß daher stets und ständig geübt werden, weshalb der Mensch nicht davon ablassen soll, um nicht lau und unfähig zu werden für eine Aufgabe, die ein solches Versenken bedingt. Es muß der Mensch sich üben im Ausschalten jeglicher Gedanken, will er die feine Stimme in sich vernehmen; und ferner muß er aufmerksam lauschen nach innen. Der Geist Gottes ist stets bereit, göttliche Gabe darzubieten, doch die Seele nicht immer fähig, das ihr Gebotene aufzunehmen. Und sowie die Seele sich nicht völlig aufschließet, kann ihr der Geist die göttliche Gabe nicht vermitteln, oder aber die Seele vernimmt nur unklar und ihr nicht recht verständlich, was ihr der Geist aus Gott mitteilen will. Es ist aber der Geist gebewillig, und er hat kostbares Gut auszuteilen, weshalb die Seele jede Möglichkeit nützen sollte, um kostbare Gabe zu empfangen. Denn diese bedeutet für die Seele geistigen Reichtum, der unvergänglich ist. Es sind dem empfangenden Erdenkind keine Grenzen gesetzt, wenn nur der Wille des Menschen so stark ist, daß er sich völlig löst von der irdischen Welt. Sowie ihm dies gelingt, kann sich schon der Geist aus Gott äußern und nun den Menschen belehren. Das Horchen nach innen erfordert größte Selbstüberwindung, denn es muß alles Denken ausgeschaltet werden, auf daß nur geistiges Gut vom Herzen zum Gehirn geleitet werden kann. Und diese Gnade ist die Folge von rechtem Lebenswandel vor Gott und von vermehrtem Liebewirken, und darum wird desto leichter der Mensch seine Gedanken ausschalten können, je tätiger er die Nächstenliebe ausübt. Desto klarer und verständlicher werden ihm die Gedanken zuströmen, bis der Mensch ohne Anstrengung den Zustand erreicht, wo ihm die Gedanken unaufhaltsam und ohne Pause zuströmen und ebenso wiedergegeben werden können, denn dann ist des Geistes Wirken so stark, daß es dem Menschen unweigerlich ein reiches Wissen eintragen muß. Zuvor aber muß der Mensch noch sehr ringen und beten, und zwar desto mehr, je schwerer es ihm fällt, in innige Fühlungnahme zu treten mit Gott und Seinen Wesen im Jenseits. Durch inniges Gebet kann er die Kraft aus Gott anfordern, die er benötigt für seine Seele, daß sie die Stimme des Geistes in sich vernimmt und also die göttliche Gabe in Empfang nehmen kann. Amen. B.D. NR. 2408a.

 

Buch 32 2408b

Starker oder geschwächter Wille zum Empfangen. Liebe zu Gott.

14. Juli 1942. B.D. NR. 2408b.

Des Geistes Wirksamkeit wird abgeschwächt, wenn des Menschen Wille nicht stark genug ist, sich den Einflüssen von außen zu widersetzen. Der Geistesfunke im Menschen nimmt wohl den Zustrom aus dem geistigen Reich in Empfang, er vermag aber nicht, der Seele des Menschen die Geistesgaben verständlich zu machen, oder auch, die Seele des Menschen ist nicht fähig, das ihr Gebotene zu vernehmen, weil der Wille nicht ausschließlich der göttlichen Gabe gilt. Und das so lange, bis er die Stärke aufgebracht hat, sich abzuwenden von allem, was dem Körper begehrenswert erscheint. Es ist jede Verbindung mit der geistigen Welt ein Akt völliger Hingabe an diese, also muß das Irdische, das körperliche Verlangen zurückgestellt werden, und wo der Wille dazu nicht aufgebracht werden kann, dort ist ein ungehindertes Wirken des Geistes nicht möglich, ansonsten die Gnade Gottes dem Menschen zuströmen würde wider dessen Willen, der aber gänzlich dem Empfangen dieser Gnade zugewandt sein muß. Der Wille des Menschen allein ist bestimmend, denn er bezeugt den Liebesgrad des Herzens. Die Liebe zu Gott kommt immer im Willen des Menschen zum Ausdruck, und so wird auch der Wille zum Empfangen entsprechend der Liebe des Menschen zu Gott sein. Drängt das Herz Gott entgegen, so ist auch der Wille stark, jedes Hindernis zu überwinden; ist der Wille aber schwach, so ist auch das Verlangen des Herzens nach Gott nicht groß, und also können die Strömungen aus dem geistigen Reich nicht so wirksam werden, daß sie der Seele vermittelt werden können. Inniges Gebet vermehrt wohl die Willensstärke, doch auch diese Innigkeit ist abhängig von der Liebe zu Gott, so daß es also verständlich ist, daß die Empfangsfähigkeit nicht immer die gleiche ist, wenn der Mensch sich nicht in immer gleichem Liebewillen und Liebewirken befindet. Es muß der Mensch ständig geben wollen, denn er wird dann auch ständig empfangen dürfen, denn ersteres bezeugt seine Liebe zu Gott, seinen Ihm zugewandten Willen, der Vorbedingung ist, daß der Geist aus Gott wirken kann. Und je tiefer und inniger die Hingabe ist, desto verständlicher vernimmt die Seele, was der Geist ihr vermitteln möchte, denn sie löset dann jede Bindung mit der irdischen Welt und nimmt die Gaben aus der geistigen Welt entgegen. Geistige Gabe ist kostbares Gut, das nun auch entsprechend begehrt und empfangen werden soll und daher den ungeteilten Willen des Menschen benötigt, um in seinen Besitz übergehen zu können. Je größer der Empfangswille des Menschen ist, desto größer ist auch der Gebewille der geistigen Wesen, die ihm die geistigen Gaben vermitteln können, die aber auch den göttlichen Gesetzen unterworfen sind, also nur wirken können mit vollster Übereinstimmung des Menschen, die in einem starken Willen zum Ausdruck kommt. Amen. B.D. NR. 2408b.

 

Home Deutsch Inhalt Verschiedenes

Zum vorigen Buch: 31    Zum Anfang dieses Buches    Zum nächsten Buch: 33