Zum vorigen Buch: 30    Zum Ende dieses Buches    Zum nächsten Buch: 32

Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
Home Deutsch Inhalt Verschiedenes
Home > Deutsch > Buch 31

Buch 31

B.D. NR. 2134 - B.D. NR. 2274
30.10.1941-24.3.1942
2142a 2142b 2143 2144 2145  2146 2165 2169 2172 2173
2174 2175 2205 2206 2211    2212 2213 2216 2217 2229
2234 2235 2242 2243 2246    2261 2262 2263 2270 2271
2272 2273 2274

 

Buch 31 2142a

Gestirne. Geistige und irdische Substanz.

6. November 1941. B.D. NR. 2142a.

Dem Problem der Erschaffung der Welt tritt nur der Mensch näher, dessen Gedanken Gott zugewendet sind, denn dieser grübelt nach über die Entstehung des Weltalls, über die Unendlichkeit und den Schöpfer aller Dinge. Er wird keine schnellen Schlüsse ziehen, er wird mutmaßen und Fragen stellen in Gedanken, und gedanklich wird ihm auch die Antwort zugehen, sowie er seiner Gedanken achtet. Die geringste Bereitwilligkeit, belehrt zu werden von wissenden Kräften, lohnet Gott in der Weise, daß Er diese beauftragt, den Gedankengang des Menschen in die rechte Bahn zu lenken, und also wird sein Denken der Wahrheit entsprechen, und er wird gleichsam aus sich selbst Weisheiten schöpfen. Es unterweiset ihn der Geist aus Gott, und also steht der Mensch in der Wahrheit. Die Welt ist das Produkt des göttlichen Liebewillens. Sie ist der zur Form gewordene Gedanke Gottes. Alles Greifbare und irdisch Sichtbare gehört der Erde an, dem Reiche der Materie. Doch außerhalb dieser ist die geistige Welt, dem menschlichen Auge nicht sichtbar, jedoch gleichfalls aus der göttlichen Schöpferkraft hervorgegangen. Denn das Weltall birgt unzählige Schöpfungen, deren Grundstoffe geistige Substanz sind, die das menschliche Auge nicht wahrnehmen kann, weil dieses nur irdische Materie sichten kann. Würde der Mensch diese geistigen Schöpfungen erschauen können, so wäre ihm ein großes Wissen erschlossen, jedoch sein freier Wille in Gefahr, denn was er schauen würde, wäre bestimmend für sein ganzes Erdenleben. Es muß ihm aber das Wissen darum verborgen bleiben, auf daß er seinen Erdenlebensweg völlig unbeeinflußt zurücklegen kann. Gottes Wille, Weisheit und Liebe ließ fortgesetzt Schöpfungen erstehen, die dem Menschen nur als ganz ferne Himmelskörper erscheinen, die er also in gleicher Beschaffenheit wie die Erde vermutet. Es sind diese Himmelskörper jedoch von so verschiedenartiger Gestaltung und den Erdenbewohnern gänzlich unzugänglich. Dennoch kann der menschliche Geist auch in diese Schöpfungen schweifen und, was er schaut und hört, zur Erde hinabnehmen. Und dies ist eine außerordentliche Gnade von Gott, denn der Mensch als solcher wird niemals in jenes Reich gelangen können, und daher würde ihm das Wissen darum gänzlich mangeln. So aber belehret ihn sein Geist in folgender Weise:
B.D. NR. 2142a.

 

Buch 31 2142b

Gestirne. Geistige und irdische Substanz.

7. November 1941. B.D. NR. 2142b.

Es gibt nichts im Weltall, was nicht seinen Ursprung hat in Gott. Folglich muß alles die göttliche Weisheit künden, d.h., es muß einem Plan entsprechen, den Gott in Seiner Weisheit entworfen hat. Zwecklos ist also nichts im Weltall, mag es auch dem Menschen so erscheinen. Die Himmelskörper nun entsprechen ihrem Zweck genau wie die Erde, wenngleich sie anders gestaltet sind. Alles im Weltall gibt dem noch unfreien Geistigen Möglichkeit, sich zur Höhe zu entwickeln. Das ist der einzige Zweck eines jeden Schöpfungswerkes. Es ist nun aber keineswegs anzunehmen, daß darum alle Schöpfungswerke aus der gleichen Substanz bestehen, daß also nur die irdische Substanz, die Materie, Aufnahmestation des unentwickelten Geistigen sein kann, denn diese Annahme würde bedingen, daß alles im Weltall aus der gleichen irdischen Substanz besteht. Sie würde ferner bedingen, daß alle Gestirne von den gleichen Wesen, von Menschen, bewohnt wären, dies aber ein Verharren in immer gleichem Zustand bedeuten, also im unentwickelten Zustand Leblosigkeit, d.h. Untätigkeit. Es würde ferner bedeuten ständige Dunkelheit, und also müßten alle Gestirne lichtlose Schöpfungen sein. Die höherentwickelten Wesen aber würden diese Schöpfung als unerträglichen Zwang empfinden, denn sie würden für ihre Lichtabgabe keine empfangswilligen Wesen finden, das Streben zu Gott also würde niemals Erfüllung finden, wenn das Wesen nicht aus seinem erdgebundenen Zustand erlöst würde und in freie Regionen käme, wo ein Wirken ohne Zwangshülle möglich ist. Also müssen auch Schöpfungen bestehen, die keinen Zwang mehr für das Wesen bedeuten. Jede irdische Substanz aber ist ein Zwang für das darin befindliche Geistige, folglich (muß diese ausscheiden), und es müssen Schöpfungen bestehen, die nur rein geistig erklärt werden können, weil sie nur rein geistige Substanz sind. Sie existieren, jedoch nicht dem menschlichen Auge sichtbar, sondern nur mit dem geistigen Auge wahrnehmbar. Sie sind also als geistige Schöpfungen anzusprechen, was soviel heißt, als daß sie erst nach dem Erdenleben erschaut werden können, daß sie die geistigen Wesen bergen, die schon das Erdenleben zurückgelegt haben und sich höher entwickeln sollen. Der Reifezustand der Wesen aber ist verschieden, folglich müssen auch die Schöpfungen verschieden sein, die nun dem Wesenhaften zum Aufenthalt dienen. Amen. B.D. NR. 2142b.

 

Buch 31 2143

Gestirne. Geistige und irdische Substanz.

7. November 1941. B.D. NR. 2143.

Für die Höherentwicklung des Geistigen ist die dienende Tätigkeit ausschlaggebend, und zwar wird je nach dem Aufenthaltsort auch eine bestimmte Tätigkeit von dem Wesen verlangt, und diese entspricht wieder der Beschaffenheit des Gestirns, das jene Wesen als Bewohner hat. Irdisch sichtbare und greifbare Substanz bedingt auch eine Tätigkeit, die wieder Sichtbares und Greifbares zustande bringt, und folglich muß auch die Seele, das Geistige, in einer Umhüllung sein, die greifbar und sichtbar ist. Es kann die Tätigkeit aber auch nur in rein geistigem Wirken bestehen, d.h. nicht an eine Form oder irdische Schöpfung gebunden sein und dennoch gleichfalls ein Dienen in Liebe sein, durch das das Wesen zur Vollkommenheit gelangt. Folglich braucht das Ausreifen dieser Wesen nicht von irdischen Schöpfungen, d.h. materiellen Schöpfungen abhängig gemacht werden. Es kann vielmehr in geistigen Regionen die Aufwärts-Entwicklung schneller und leichter vonstatten gehen. Jedoch die Tätigkeit in geistiger Umgebung ist schwer den Menschen zu beschreiben. Sie ist ihnen nicht begreiflich zu machen, weil sich der Mensch ein Leben ohne körperliche Außenform nicht vorstellen kann, doch bei Gott ist kein Ding unmöglich, und also schuf Er Dinge, die dem menschlichen Verstand unannehmbar erscheinen, die nach menschlichen Begriffen als nicht-seiend erklärt werden müßten, jedoch aus dem Universum nicht wegzudenken und also auch nicht zu leugnen sind. Und es sind dies die Gestirne, die den Menschen als am Himmel stehende Sterne sichtbar sind. Diese Sterne sind endlose Weiten voneinander-entfernt, sie sind immer eine Welt für sich. Gottes Allmacht, Weisheit und Liebe bezeugt eine jede Schöpfung, der Mensch aber fasset die Art der Gestirne nicht, solange er auf Erden weilt, denn ihm ist nichts vorstellbar, was nicht aus irdischer Substanz besteht. Das Geistige im Menschen aber ist auch eine von der irdischen Materie völlig unabhängige Substanz, und diese läßt alles irdisch Greifbare oder Sichtbare auf der Erde zurück, sowie sie durch das Tor der Ewigkeit in das geistige Reich eingeht. Und also ist der Aufenthalt der Seele nach dem Leibestode keine Schöpfung aus irdischer Substanz, sondern es sind dazu bestimmt die unzähligen Gestirne, die dem Menschenauge sichtbar sind als leuchtende Himmelskörper, in Wirklichkeit aber vom menschlichen Auge nicht erschaut werden können, weil sie keine irdischen Schöpfungen sind, die aber dennoch von Gott geschaffen wurden zur Höherentwicklung des noch unvollkommenen Geistigen. Amen. B.D. NR. 2143.

 

Buch 31 2144

Umbildung der Außenform nach leiblichem Tod. Geistig tot sein. Tätigkeit - Untätigkeit.

8. November 1941. B.D. NR. 2144.

Die Lebenskraft benötigt der Mensch zum Ausführen jeglicher Tätigkeit, also bedeutet Tätigsein auch Leben. Wird ihm diese Kraft entzogen, so ist er unfähig, sich selbst oder andere Dinge umzugestalten - er ist leblos. Die Außenform verändert sich aber dennoch in sich, sowie der Mensch leblos geworden ist. Sie löst sich auf, und dieser Prozeß währt so lange, bis jegliche Substanz wieder in eine neue Außenform aufgenommen worden ist, d.h., ist das Geistige aus der Form entflohen, so wird die zurückbleibende Form wohl ihrer einstigen Bestimmung enthoben, muß jedoch eine neue Bestimmung erfüllen - sie muß beitragen zur Vermehrung irgendwelcher neuen Außenform. Die Substanz löst sich auf, um einer neuen Außenform beigesellt zu werden. Dieser Vorgang benötigt wieder längere Zeit. Es löst sich also scheinbar die alte Form auf, in Wirklichkeit aber treten die geistigen Substanzen, aus der auch die irdische Außenform besteht, mit anderen geistigen Substanzen in Verbindung und bilden eine neue Außenform, weil das Geistige, das sich zur Außenform verdichtet hat, gleichfalls den Höherentwicklungsgang auf Erden durchmachen muß, denn es steht noch im Anfang seiner Entwicklung. Sowie nun wieder Geistiges diese neue Außenform zu seinem Aufenthalt zugewiesen bekommt, beginnt dessen dienende Tätigkeit, also es erwacht die Form zum Leben - denn Tätigkeit ist Leben. Jeglichem Schöpfungswerk strömt von Gott aus die Kraft zu, daß es sich dienend betätigen kann, ganz gleich, in welcher Weise, und jegliche Tätigkeit trägt dem Geistigen in der Form die Höherentwicklung ein. Folglich muß, was lebt - also tätig ist - unweigerlich in der Entwicklung fortschreiten. Nur der Zustand des Todes bedeutet einen Stillstand seiner Entwicklung. Jegliche Materie aber hat Leben in sich, denn sie verändert sich, nur in verschieden langer Zeitdauer. Selbst die festeste Form wird durch Einfluß von außen, der mit der Lichtstrahlung - also dem Wirken der Lichtträger - zusammenhängt, zur Tätigkeit angeregt, wenngleich dies dem menschlichen Auge nicht erkennbar ist. Aber es regt sich das Leben auch in dieser Form und bringt Veränderungen zuwege, die also ein Leben derer bestätigen. Völlig tot kann daher die Materie nicht genannt werden, obwohl sie dem Menschen leblos erscheint. Und doch gibt es einen Zustand der Leblosigkeit, und zwar im Stadium als Mensch. In diesem Stadium strömt dem Wesen das größte Maß an Lebenskraft zu, die es zu dienender Tätigkeit nützen soll. Und es kann doch in völliger Untätigkeit der Mensch durch das Erdenleben gehen - sowie er die ihm zugehende Lebenskraft nicht nützet, um die Aufgabe zu erfüllen, die Zweck seines Erdenlebens ist - wenn er das versäumt oder unterläßt, was ihm die Höherentwicklung einträgt. Wenn er das Wirken in Liebe außer acht läßt - die Tätigkeit, zu deren Ausübung Gott dem Menschen die Lebenskraft zuströmen läßt. Dann tritt ein Stillstand ein in seiner Höherentwicklung. Dieser bedeutet einen Zustand der Leblosigkeit, des Todes, und es ist dies das Schlimmste, weil dieser Zustand nur durch das Wesen selbst behoben werden kann - der Zustand des Todes aber ein Zustand der Kraftlosigkeit ist, also das Wesen sich nicht mehr selbst daraus befreien kann, weil es zuvor, als ihm die Kraft zuging, nicht wollte. Für die Außenform bedeutet der Tod nur eine Umgestaltung zu einer neuen Form, also gleichsam eine weitere Möglichkeit zur Höherentwicklung der geistigen Substanz, aus welcher die Außenform gebildet ist. Geistig tot zu sein aber ist das Entsetzlichste, weil die letzte Gnade, die dem Wesen zu Gebote steht, ungenützt gelassen wird - weil der Lebensstrom, den Gott diesem Wesen zuführt, nicht genützt wird zur dienenden Tätigkeit und das Wesen auf der gleichen Entwicklungs-stufe verharrt, auf der es stand bei Beginn der Verkörperung als Mensch. Ein geistiger Fortschritt ist ohne Tätigkeit nicht möglich, das Wesen ist durch seine Untätigkeit kraftlos geworden und geht kraftlos ins Jenseits ein. Amen. B.D. NR. 2144.

 

Buch 31 2145

Angst vor dem Tod. Moment des Abscheidens Qual oder Glück.

9. November 1941. B.D. NR. 2145.

Leben kann der Mensch und doch tot sein im Geist, und ebenso kann er sein leibliches Leben verlieren und erwachen aus dem Todesschlaf zum ewigen Leben. Und beides ist ihm freigestellt, er entscheidet selbst über Tod oder Leben seiner Seele und legt doch während seines Erdenlebens so wenig Wert auf diese Vergünstigung eines freien Entscheidens. Der Zustand des Todes ist jedem Menschen ein unbehaglicher Gedanke, sowie er mitten im Leben steht. Und doch tun die wenigsten Menschen etwas dazu, sich diesen Gedanken weniger unbehaglich zu machen. Sie können es mit Leichtigkeit, indem sie so leben, daß es keinen Tod mehr gibt für sie, daß sie wiedergeboren sind zum ewigen Leben. Und dann hat der Tod für sie den Stachel verloren, und es kann der Moment des Abscheidens von der Erde der herrlichste Moment sein, ohne Furcht und Schrecken oder bangende Ungewißheit um sein ferneres Schicksal. Das irdische Leben hinzugeben braucht nicht schmerzhaft zu sein, es kann die Seele sich lösen vom Körper ohne jeglichen Todeskampf, sowie sie des Körpers auf Erden nicht geachtet hat und die Vereinigung mit dem Geist ihr Streben auf Erden war. Dann ist der Geist schon zu Lebzeiten in das geistige Reich vorausgeeilt, denn er erkannte dieses als seine rechte Heimat. Er wird nun auch seiner Seele diese Heimat so schildern, daß auch sie Verlangen hat nach jenem Reich, und also hält Seele und Geist nichts mehr auf der Erde zurück. Der Körper aber ist bei solchen Menschen auch in einem gewissen Reifezustand und bedrängt die Seele nicht mehr. Folglich löst sich die Seele leicht von ihm und geht ein in das Reich des Friedens. Doch wo der Körper dem Geist in sich noch nicht die Freiheit gab, dort wird er auch noch größten Einfluß ausüben auf die Seele, und da der Körper an der Erde hängt, so wird er dieses Verlangen auch auf die Seele übertragen, und es sieht nun die Seele nur, daß sie den ihr liebgewordenen Aufenthalt auf der Erde verlassen muß, und da sie selbst die Stunde nicht aufhalten oder abwenden kann, befällt sie eine große Angst vor dem Nachher. Denn in der Stunde des Todes erkennt sie klar, was sie falsch gemacht hat und das belastet sie außerordentlich, und es wird für sie die Stunde des Todes zur Qual, denn sie geht ein in die Finsternis, wo helles Licht ihr leuchten könnte. Und ihr Zustand nun ist trostlos und voller Schrecken. Der Mensch hat gelebt auf Erden nur für sein körperliches Wohl, und also erntet er nun die Frucht seines Lebens. Es leidet der Körper und die Seele große Qualen, denn in das Reich des Lichtes eingehen kann die Seele nicht, folglich ist sie zur Untätigkeit verdammt, während die Seelen im Lichtreich ununterbrochen tätig sein dürfen und die Tätigkeit allein schon unendlich beglückend ist. Leben oder Tod ist das Los der Seelen, die das Erdenleben verlassen, und Leben oder Tod bestimmt der Mensch selbst während seines Erdenlebens. Und selig, so er noch rechtzeitig seinen Willen tätig werden läßt, daß er die Welt verachten lernt und rastlos arbeitet an sich. Dann wird auch ihm die Stunde des Todes willkommen sein, denn sie bedeutet für ihn Erwachen zum ewigen Leben - sie ist für ihn keine Stunde des Schreckens, sondern die endliche Erlösung aus gefesseltem Zustand. Amen. B.D. NR. 2145.

 

Buch 31 2146

Kampf gegen Christus. Beistand Gottes. Zweifel. Werkzeug.

10. November 1941. B.D. NR. 2146.

Es werden sich nur wenige Menschen finden, die in der Zeit des Kampfes gegen Christus mutig und offen für Ihn eintreten, denn der Glaube an den Beistand Gottes ist zu gering, und also fürchten die Menschen für ihr Leben und für ihre Freiheit, und sie geben zuletzt selbst ihren Glauben dahin, weil sie ihr Leben mehr lieben als ihre Seele. Und es werden sich nur wenige getrauen, so zu reden, wie sie denken, und es werden nur wenige den Beistand Gottes erbitten und ohne Furcht Jesus Christus bekennen vor aller Welt. Doch diese wenigen sind stark im Glauben. Sie wissen, daß nun die Zeit gekommen ist, die der Herr ankündigte bei Seinem Wandel auf Erden, die Zeit, da Er wieder zur Erde herniedersteigt, um die Menschheit wieder zu erretten aus tiefster Not. Sie wissen, daß die Mitmenschen in großer Not sind und daß ihnen Hilfe gebracht werden muß, und sie erkennen klar ihre Erdenaufgabe und suchen sie zu erfüllen. Also müssen sie frei und offen reden, daß das Denken der Mitmenschen angeregt und zu freiem Entscheid veranlaßt wird. Sie dürfen nicht ängstlich um die Auswirkung ihres Handelns fragen, sie müssen sich frank und frei bekennen zu Gott und also Seinen Willen zuerst erfüllen, bevor sie einer anderen Verpflichtung nachkommen. Und nun werden sie auf harte Proben gestellt werden. Es wird das göttliche Wort zerpflückt werden in einer Weise, daß nichts mehr zurückbleibt und auch der gläubige Mensch von Zweifeln befallen wird ob der Echtheit der Lehre Christi. Und in dieser seelischen Not wird Er Selbst Sich äußern und denen Kraft bringen, die wankelmütig werden, weil Er ihren Willen, Ihm zu dienen, erkennt. Und nun ist der Mensch nur ein Werkzeug in den Händen Gottes. Denn er führt aus, was Gott will, er redet und handelt nach Gottes Willen, und er fürchtet nicht die Welt und ihre Macht, sondern stellt sich unter göttlichen Schutz. Und das ist seine Stärke, denn wer mit Gott in den Kampf zieht, der wird jeglichen Widerstand besiegen; er wird stark sein, wo andere schwach werden, er wird reden, wo andere schweigen, er wird wirken, auch wenn es verboten ist, und er wird wissen, daß er recht handelt und daß er nicht anders handeln kann, denn ihm sagt es die innere Stimme, was er tun und lassen soll. Amen. B.D. NR. 2146.

 

Buch 31 2165

Gebet für die Seelen im Jenseits, die keine Liebe auf Erden erworben haben.

24. November 1941. B.D. NR. 2165.

Der Leidensweg einer unerlösten Seele ist den Menschen nicht zu beschreiben, und doch sollen sie wissen, daß es ein unvorstellbar trostloser Zustand ist, den sie ertragen muß, und dieses Wissen soll die Menschen antreiben, solchen Seelen hilfreich beizustehen, und deshalb ergeht an sie immer wieder die Mahnung, dieser Seelen nicht zu vergessen. Sie danken es den Menschen tausendfach, die ihnen in ihrer Qual Hilfe bringen durch das Gebet für sie. Die Seelen im Jenseits, die bei ihrem Abscheiden auf Erden Menschen zurücklassen, mit denen sie in Liebe verbunden waren, sind im Vorteil gegenüber jenen, die sich keine Liebe auf Erden erworben haben. Ersteren folgen liebe Gedanken und fromme Wünsche nach, in oder durch inniges Gebet für solche Seelen geht ihnen Kraft zu, und ihre Lage kann sich dadurch erheblich bessern. Jeder liebende Gedanke wird von den Seelen wohltätig empfunden und erweckt wieder Liebe, die sich nun äußert den gleichfalls leidenden Seelen gegenüber. Unsäglich darben und leiden müssen aber jene Seelen, die ohne Liebe auf Erden gelebt haben. Sie sind schnell vergessen, oder es wird ihrer nur in Lieblosigkeit gedacht, und dies wirkt sich entsetzlich auf ihren Zustand im Jenseits aus. Jeder gute Gedanke der Menschen auf Erden an die Seelen im Jenseits lindert ihre Qualen, jeder schlechte Gedanke erhöht sie, und die Seelen selbst können sich nicht wehren oder sich Liebe der Menschen erzwingen. Nun also wirkt sich die Liebe oder die Lieblosigkeit fühlbar aus und erleichtert der Seele das Ringen zur Höhe oder erschwert es ihr. Seelen, die gänzlich die Liebe der Erdenmenschen entbehren müssen, sind in der finstersten Umgebung allein auf sich angewiesen, und ihre Not ist unsagbar groß. Dieser Seelen soll ganz besonders auf Erden gedacht werden im Gebet, daß auch sie den Segen der Fürbitte spüren, daß sie die Kraft der Liebe an sich empfinden und dadurch eine Wandlung in ihnen vor sich geht. Denn sowie ein liebender Gedanke solche einsamen Seelen streift, merken sie auf und wenden sich dem Ausgangsort jenes Gedankens zu, sie kommen in die Nähe des Menschen, der ihrer erbarmend gedacht hat, und beobachten ihn und sein Wesen, sein Handeln und seinen Gedankengang. Sie werden auch niemals einen Menschen bedrängen, der ihnen Gutes tut, wenngleich sie selbst nur wenig guter Regungen fähig sind. Doch sie grübeln der Ursache dessen nach, daß ihr Leidenszustand in der Nähe jener Menschen sich verringert und sie durch das Gebet für die ringenden Seelen in der Finsternis fühlbare Erleichterung verspüren. Und sie lernen erkennen, daß die Liebe das einzige Mittel ist zur Verbesserung ihrer Lage. Und hat die Seele diese Erkenntnis gewonnen, dann wird sie weich und hilfswillig auch den anderen Seelen gegenüber, und sie ist der bittersten Not entronnen. Die Menschen auf Erden können unendlich viele Seelen erlösen aus ihrer Not, wenn sie sich vorzustellen versuchen die Hilflosigkeit dieser Seelen. Denn so sie einen Funken Liebe in sich spüren, muß das große Leid ihnen zu Herzen gehen und ihren Willen anregen, diesen Seelen zu helfen. Es sollen die Menschen in ihr Gebet diese armen Seelen einschließen, denen es an Kraft mangelt, sich selbst zu helfen, sie sollen Gott um Gnade und Erbarmen für diese Seelen anrufen, sie sollen ihnen ihre Liebe zuwenden und niemals eines Verstorbenen in Lieblosigkeit gedenken, um die Qualen dessen nicht zu vergrößern. Denn die Seele ist dann in größter Gefahr, daß sie gänzlich verhärtet und jegliche gute Regung in ihr erstirbt. Es sollen aber die Seelen erlöst werden, und dazu können die Menschen auf Erden unsagbar viel beitragen. Amen. B.D. NR. 2165.

 

Buch 31 2169

Lockerung der festen Form durch Gottes Willen.

29. November 1941. B.D. NR. 2169.

Eine unendlich lange Zeit vergeht, bevor das Wesen sich als Mensch verkörpern darf auf Erden, und diese Zeit ist die qualvollste während seines Entwicklungsganges zu nennen. Denn wenngleich die Außenform als Mensch für das Wesen auch einen Zwang bedeutet, ist er doch gering zu nennen gegenüber dem der vielen Außenformen zuvor. Besonders qualvoll für das Wesenhafte ist der Aufenthalt in der festen Form, denn bevor diese Hüllen aufgelöst sind, vergehen undenkliche Zeiten. Die Außenform als Mensch dagegen ist nur eine kurze Zeitspanne der Seele, dem Wesenhaften, als Hülle zugedacht, und es empfindet auch der Mensch diese Zeit nicht so sehr als Qual, weil der Körper, die Außenform, sich auch Annehmlichkeiten schaffen kann, die ihm den Aufenthalt auf der Erde nicht sonderlich qualvoll erscheinen lassen. Der Körper empfindet daher das Erdendasein so lange nicht bedrückend, wie er sich Erfüllung verschaffen kann. Er empfindet auch nicht den gefesselten Zustand, denn ihn fesselt nichts, als was die Menschen ihm als Fessel anlegen durch Anforderungen, die der Körper nicht leicht erfüllen kann. Für die Seele dagegen ist der Körper selbst die Fessel, die sie unfrei macht, und sie möchte dieser Fessel ledig werden. Die Seele wird daher so lange leiden unter ihrer Außenform, wie sie deren Verlangen nachkommt. Sie kann aber jederzeit die Fesseln lockern, je weniger sie des Körpers und seines Verlangens achtet. In den Vorstadien hat das Wesen gezwungen seine Tätigkeit ausgeführt, die ihm von Gott aus bestimmt wurde, und es war für das Wesen doch wieder eine Gnade, wenn es zu einer Tätigkeit berufen, d.h. zugelassen wurde, denn auch den Zustand mußte das Wesenhafte zuvor ertragen, daß es völlig untätig war - und zwar in der festen Form, die dem Wesenhaften zum ersten Aufenthalt auf Erden angewiesen wurde. Die feste Form umschließt das Wesenhafte undenklich lange Zeit, und diesen qualvollen Zustand muß es ertragen, weil es noch völlig Gott widersetzlich ist. Es kann aber das Wesen nichts dazu tun, die feste Form aufzulösen, um sich aus dieser frei zu machen. Die Veränderung der festen Form ist vom göttlichen Willen abhängig und wird nicht beliebig vorgenommen, sondern sie ist abhängig von der Bereitwilligkeit des Wesenhaften, eine dienende Tätigkeit zu verrichten. Ersieht Gott die Willigkeit des Gebannten in der festen Form, so lockert Er diese Form und weiset ihr nun irgendwelche Tätigkeit an, die dem Ausreifen des Geistigen in der Form zuträglich ist. Es muß aber der Veränderung solcher Außenformen ein gewisser Gewaltakt vorangehen, da diese Formen das in ihnen sich bergende Wesenhafte nicht frei geben. Gottes Wille genügt, feste Formen zu zerstören oder aufzulösen, und Gottes Wille wird überall diese Außenformen lockern, wo der Wille zum Dienen vorhanden ist. Ehe sich aber eine feste Form in sich so weit verändert hat, daß sie das Wesenhafte nicht mehr als Fessel drückt, vergehen Ewigkeiten. Darum greift Gott Selbst oft ein, um das Wesenhafte aus der harten Form zu befreien, und zwar durch planmäßige Umänderungen der Erdoberfläche, die immer dann stattfinden, wenn Gott dem Wesenhaften Gelegenheit geben will zur Höherentwicklung. Solche Umänderungen sind zu beobachten immer zu Zeiten, wo das schon reifere Geistige seine irdische Aufgabe nicht erfüllt, die darin besteht, die letzte Außenform zu überwinden, wenn das Wesen in der Verkörperung als Mensch nicht die Weiterentwicklung anstrebt, sondern den eigentlichen Erdenzweck unbeachtet läßt. Dann drängt das noch gänzlich Unreife zur dienenden Tätigkeit. Es verlangt nach den Vergünstigungen, die ein Freiwerden aus der Form nach sich ziehen. Und diese Willigkeit zum Dienen bestimmt Gott, die harte Außenform des Wesenhaften zu lockern und diesem also die Möglichkeit zu geben, sich frei zu machen. Und nun kann das Wesen den Erdenweg zurücklegen in dienender Tätigkeit, und es schreitet in seiner Höherentwicklung fort. Der Aufenthalt in den nunmehrigen Außenformen dauert nun nicht mehr so lange, wie ehemals in der festen Form, doch immer noch undenkliche Zeiten, bis das Wesenhafte das letzte Stadium als Mensch antreten kann, das ihm die gänzliche Freiwerdung aus der Form eintragen kann. Die letzte Zeit als Mensch auf Erden ist nur ein Augenblick, gemessen an der langen Zeit zuvor, und es ist für das Wesen keine unmögliche Leistung, sich frei zu machen durch rechten Lebenswandel vor Gott. Doch es steht ihm frei, wie er sein Erdenleben lebt, nur ist der gebundene Zustand nicht willkürlich beendet, so er das Erdenleben nicht genützt hat dem göttlichen Willen gemäß, und es wird das Leben im Jenseits dann gleichfalls eine Art Zwangszustand für ihn bedeuten, und dies wird ihm unvergleichliche Qualen im Jenseits eintragen. Amen. B.D. NR. 2169.

 

Buch 31 2172

Fürbitte für Gott-ferne Menschen.

2. Dezember 1941. B.D. NR. 2172.

In weitester Gottferne sind jene Menschen, die sich zu erhaben dünken, Gott anzurufen um Hilfe - die weder glauben können an eine Macht, die hilfsbereit und allmächtig ist, noch im Gebet eine Brücke sehen, die zur ewigen Gottheit führt - die daher auch keine Verbindung anknüpfen und somit gänzlich einsam stehen, wenn Schweres an sie herantritt, wo irdische Hilfe nichts mehr vermag. Denn so der Mensch in dieser Not nicht zu Gott findet, ist dies ein Beweis, daß er noch in krassem Widerstand gegen Gott verharrt, daß ihm das Erdenleben noch keine Höherentwicklung eingetragen hat, daß er demnach in einem sehr dürftigen Zustand ist, so er das Erdenleben aufgeben muß. Er hat noch nichts bewußt an sich getan, um auf eine höhere Stufe zu gelangen. Ihm mangelt es auch dazu an Kraft, da er diese nicht im Gebet angefordert hat. Und doch sollen auch jene Menschen den Segen des Gebetes verspüren, denn sie werden eine merkliche Nachgiebigkeit ihres Wesens feststellen können, sowie ein Mitmensch für diese bittet. Es vermag diese Fürbitte sehr viel, und es würde der größte Teil der Menschheit erlöst sein, möchte einer für den anderen bei Gott um Liebe und Gnade bitten. Es wäre dann der Ablehnungswille nicht mehr so groß, denn Gott erhöret das Gebet, das uneigennützige Nächstenliebe verrät, so um die Gabe des Erkennens für den Mitmenschen gebeten wird. Gottes unendliche Liebe ist sofort bereit, ein solches Gebet zu erfüllen, weil es die Liebe zum Mitmenschen bezeugt. Die Gottferne ist aber nur durch die Liebe zu verringern, und versagt das Wesen selbst, so kann ihm noch auf Erden durch Fürbitte geholfen und der rechte Weg gewiesen werden. Je ferner der Mensch der ewigen Gottheit ist, desto unfaßbarer ist ihm auch der Gedanke an Hilfe. Und darum wendet er sich auch nicht im Gebet an Gott. Da aber nur durch inniges Gebet eine Änderung des Denkens erreicht werden kann, soll der Mensch keine Möglichkeit versäumen, für seinen Mitmenschen, der noch schwach ist im Glauben, innig zu beten. Die Kraft des Gebetes ist enorm, und durch das gläubige Gebet erreicht der Mensch alles, und besonders auf den Geisteszustand wirkt es sich aus, d.h., der Mensch wird seinen Widerstand gegen alles Geistige aufgeben, er wird nachdenklich werden und das, was er zuvor beständig ablehnte, nun durchdenken und zu einem anderen Ergebnis kommen als zuvor. Es hat der Mensch, der für seinen Mitmenschen um geistige Erhellung betet, außergewöhnlichen Einfluß auf letzteren, und es äußert sich dies so, daß jener nun willig anhört, was ihm vermittelt wird, auch wenn er anfänglich dagegen eingestellt war, daß er es durchdenkt, und so es ihm später wieder zum Bewußtsein kommt, es gern und freudig annimmt. Und dadurch wird die Gottferne verringert. Inniges Gebet trägt größte Kraft ein und muß sonach am Mitmenschen sich auswirken, sowie dieses Gebet ihm gegolten hat. Darum sind die Gott fernen Menschen nicht hoffnungslos verloren, denn sowie sich jemand findet, der die große geistige Not derer erkennt und sie daraus befreien möchte, hat er selbst ein wirksames Mittel zur Hand - die innige Fürbitte bei Gott, die der zuvor unbelehrbare Mensch äußerst wohltätig empfindet und er sich dieser Liebe nicht verschließen kann. Und er wird auf den rechten Weg geleitet werden und doch noch zum Erkennen kommen, wenn auch oft erst nach langer Zeit; er ist aber nicht hoffnungslos dem Einfluß des Feindes ausgeliefert, sondern die guten ringenden Wesen werden den Sieg davontragen und den Menschen aus seinem Gott-fernen Zustand erlösen helfen. Amen. B.D. NR. 2172.

 

Buch 31 2173

Eingriff Gottes nötig für das reifere und unentwickelte Geistige.

3. Dezember 1941. B.D. NR. 2173.

Gott hat in Seiner unendlichen Liebe beschlossen, den geistigen Rückgang der Menschheit aufzuhalten, und Er bedienet Sich dazu des verkehrten Willens der Menschen, d.h., das, was die Menschen tun unter dem Einfluß des Widersachers, das läßt Gott zur Ursache werden von unsäglichem Leid und bitterer Not, um auf den geistigen Zustand der Menschen einzuwirken. Es findet die Menschheit nicht mehr zu Gott zurück, und sie ist in größter Gefahr, vom Widersacher gänzlich beherrscht zu werden. Und dies bestimmt Gott zum Eingriff Seinerseits, der irdisch zwar äußerst folgenschwer sich auswirkt, in geistiger Beziehung aber für die Menschheit segenbringend sein kann. Wo Leid ist, dort äußert sich immer die Liebe Gottes, wenngleich dies den Menschen nicht verständlich ist. Die Erde soll die Bildungsstation des Geistes sein, und sie ist es auch, sowie das irdische Erleben dazu beiträgt, die Seele in den Reifegrad zu versetzen, den sie benötigt für das Leben in der Ewigkeit. Es können aber die Menschen auch geistig völlig unbeeindruckt bleiben vom irdischen Erleben, und dies ist dann der Fall, wenn sie keinen Glauben haben an ein Leben nach dem Tode, wenn sie das Erdenleben nur als Selbstzweck betrachten und die Arbeit an der Seele gänzlich vernachlässigen. Dann ist ihr Erdenleben vergeblich gelebt, und niemals kann diese ungenützte Erdenzeit eingeholt oder ausgeglichen werden, und die Auswirkung eines solchen Erdenlebens ist so folgenschwer, daß Gott Erbarmen hat mit diesen Seelen und ihnen beistehen möchte, ehe es zu spät ist. Und Sein Beistand ist scheinbar ein Werk der Grausamkeit und doch von Seiner übergroßen Liebe beschlossen seit Ewigkeit. Gott vernichtet scheinbar, um zu retten. Er läßt geschehen, was die Menschen als Vernichtungswerk ansehen, was aber in Wirklichkeit einen geistigen Aufbau bezweckt, einen geistigen Fortschritt, der zwar für den Menschen vom freien Willen dessen abhängt - für unzählige Wesen aber, die noch unentwickelt sind, d.h. im Beginn ihrer Erdenlaufbahn stehen, gewiß ist. Denn diesen ist dadurch die Möglichkeit einer Höherentwicklung gegeben, und es wird daher von ihnen der Eingriff Gottes freudig begrüßt, werden sie doch aus endlos langer Gefangenschaft in der festen Form erlöst. Jeglichem Wesenhaften will die Liebe Gottes beistehen, sowohl dem noch im Anfang der Entwicklung stehenden als auch dem schon reiferen Geistigen, das in größter Gefahr ist, seine Erdenlebensprobe nicht zu bestehen. Und darum ist das kommende Geschehen unabwendbar, so leidvoll es sich auch auswirkt, denn noch besteht die Möglichkeit, daß die Menschen zum Erkennen kommen und sie gerettet werden vor dem ewigen Untergang. Denn Gottes Liebe ringt um eine jede Seele, solange sie auf Erden weilt, auf daß ihr unsägliches Leid im Jenseits erspart bleibe. Amen. B.D. NR. 2173.

 

Buch 31 2174

Dankbarkeit der durch das Gebet erlösten Seelen im Jenseits.

4. Dezember 1941. B.D. NR. 2174.

Je hilfswilliger der Mensch der Seelen im Jenseits gedenkt, desto inniger schließen sich diese Seelen wieder dem Menschen an, erkennen sie in ihm doch den Retter aus ihrer Notlage. Sie lösen die Verbindung mit der Erde erst dann, wenn sie die Hilfe der Menschen nicht mehr benötigen, wenn sie gewissermaßen reifer sind als jene und sich nun mit den Seelen im Jenseits verbinden, die im gleichen Reifezustand sind. Dann aber stehen sie wieder dem Menschen hilfreich bei, jedoch nicht mehr die Erdennähe begehrend, sondern sie suchen die Gedanken der Menschen in das geistige Reich emporzuziehen, sie suchen den Geist des Menschen von der Erde hinweg zur Höhe zu leiten, weil sie in jenem Reich glücklicher sind und die Erde jegliche Anziehungskraft für sie verloren hat. Der Menschen auf Erden aber vergessen sie nicht, und sie stehen besonders hilfreich denen bei, die ihren Leidenszustand verringert und sie aus ihrer Not und Pein erlöst haben durch Gebet und inniges Gedenken. Sind diese Seelen erlöst, dann steht ihnen selbst viel Kraft zur Verfügung, die sie dem Erdenmenschen zuleiten können, und das Ringen dessen auf Erden wird immer leichter werden, und sein geistiger Fortschritt wird unschwer zu erkennen sein. Denn nun schöpfen die erlösten Seelen aus einem unversiegbaren Born. Es ist ihre Seligkeit, helfen zu können, und ihre Liebe wird sich den Menschen auf Erden zuwenden, die noch zu kämpfen haben um das Heil ihrer Seelen. Sie tragen ihren Dank nun in der gleichen Weise ab, sie helfen dem Unerlösten, daß es frei wird von seiner Gebundenheit. Wie leicht können sich die Menschen das Streben zur Höhe machen, wenn sie durch ihre Hilfswilligkeit sich die Liebe der jenseitigen Wesen erworben haben und ihnen nun ihre Liebe vergolten wird. Es können dann die Menschen in einem Lichtzustand ins Jenseits eingehen, und der qualvolle Zustand der unvollkommenen Wesen bleibt ihnen erspart. Denn es ist dies auch geistiges Gut, was sich der Mensch auf Erden erwirbt. Er findet im Jenseits seine Lieben wieder, es gibt kein Getrenntsein derer, die in Liebe auf Erden verbunden waren und deren Liebe auch mit dem Leibestod nicht zu Ende war. Inniges Verstehen und beseligende Liebe verbindet auch nun die Wesen, weil der gleiche geistige Reifezustand die Auswirkung des gegenseitigen liebenden Gedenkens ist. Was es heißt, zur Erlösung einer Seele beigetragen zu haben, das wird erst im Jenseits den Seelen verständlich sein, wenn sowohl der Glückszustand als auch der Leidenszustand dem Wesen zum Bewußtsein kommt. Und darum ist auch das erlöste Wesen im Jenseits stets bereit, dem Unerlösten zu helfen, und seine Liebe erstreckt sich sowohl auf das jenseitige Reich als auch auf die Erde. Und darum sollen die Menschen auf Erden sich Freunde im Jenseits erwerben durch ihre stete Hilfsbereitschaft den Seelen gegenüber, die noch auf ihre Hilfe und Liebe angewiesen sind. Denn was sie aus Liebe diesen tun, wird ihnen ums vielfache vergolten werden. Amen. B.D. NR. 2174.

 

Buch 31 2175

Eruptionen Befreiungsakt für das Geistige in der festen Form.

5. Dezember 1941. B.D. NR. 2175.

Ewigkeiten sind schon vergangen, und Ewigkeiten werden noch vergehen, ehe die Vergeistigung alles dessen stattgefunden hat, was Ursubstanz der Schöpfung ist. Es ist dieser Prozeß so unvorstellbar mühevoll, und er erfordert unendlich lange Zeit, weil der anfängliche Widerstand des Geistigen nicht gewaltsam gebrochen werden kann, sondern dieses sich selbst entschließen muß, ihn aufzugeben, und daher in keiner Weise beschleunigend eingegriffen werden kann. Es kann nur durch außergewöhnlich harten Druck auf das Geistige dessen Widerstandswille erlahmen, und daher sind die sichtbaren Schöpfungen von einer Beschaffenheit, daß sie in ihrem Anfangsstadium fast unzerstörbar erscheinen und ihre Auflösung wieder nur durch gewaltsame Vorgänge möglich ist. Solche gewaltsame Auflösungen finden durch den Willen Gottes dann statt, wenn das Geistige so weit fügsam geworden ist, daß es den unerträglichen Zwangszustand nicht mehr benötigt. Dann lockert Gott die Fesseln dessen, indem die ehemals feste Form zerfällt und sich in neue Außenformen wieder zusammenfügt, die aber nicht mehr den so qualvollen Zustand für das Geistige bedeuten wie zuvor. Jede gewaltsame Auflösung ehemals fester Form ist für das darin gebannte Geistige ein Befreiungsakt, gleichzeitig werden aber auch solche Schöpfungen einer Änderung unterworfen, die schon reiferes Geistiges in sich bergen. Denn eine gewaltsame Auflösung der harten Substanz ist ein Vorgang, der spürbar ist für alles Geistige in weitestem Umkreis. Es ist kein allmählicher Zerfall in sich, sondern ein elementarer Ausbruch des Geistigen, dem Gott für Momente die Freiheit gibt, die es nützt, um das es gefangen Haltende zu sprengen. Solche Eruptionen bringen gewaltige Veränderungen der Schöpfung mit sich, die von der Zerstörung betroffen werden. Alles Geistige, auch das schon weiter Entwickelte, wird dadurch seiner alten Form ledig, verbindet sich mit frei gewordenem Geistigen und nimmt wieder in einer neuen Außenform Aufenthalt, je nach dem Willen dieses Geistigen, sich einer dienenden Bestimmung einzufügen. Und so wird durch eine solche gewaltsame Auflösung das Geistige wieder zur Ausübung einer dienenden Tätigkeit veranlaßt, die eine Lockerung seiner bisherigen Fessel für das Geistige bedeutet. Darum ist jede gewaltsame Zerstörung mit einer Freiwerdung, resp. Höherentwicklung des in der Form gebannten Geistigen verbunden, und es wird von diesem freudig begrüßt. Nur für das im letzten Stadium der Entwicklung stehende Geistige ist es ein leidvolles Geschehen, denn es beraubt dieses Geistige jeder weiteren Entwicklungsmöglichkeit auf der Erde und löst daher Schrecken und Entsetzen aus, so dieses den letzten Aufenthalt in der Form nicht genützt hat, solange es ihm möglich war. Doch um des unreifen Geistigen willen sind solche Eruptionen nötig, die anders aus ihrer festen Form nicht erlöst werden können. Denn sowie es sich nach unendlich langer Zeit des Widerstandes gegen Gott zum Dienen entschließt, gibt Gott ihm auch die Möglichkeit dazu. Amen. B.D. NR. 2175.

 

Buch 31 2205

Fragenbeantwortung durch jenseitige wissende Wesen.

7. Januar 1942. B.D. NR. 2205.

Jeder geistige Gedanke stellt die Verbindung her mit der jenseitigen Welt, jeder geistige Gedanke ist eine Kraftäußerung der geistigen Freunde, deren Tätigkeit darin besteht, Kraft zu vermitteln den Wesen, die kraftlos sind. Denn Wissen ist Kraft, und die jenseitigen Wesen, die im Wissen stehen, wollen das Wissen auch auf die Menschen übertragen in Form von Gedanken, ihnen also Antwort geben auf Fragen, die sie gedanklich an wissende Kräfte richten, wenn sie auch nicht bewußt die Antwort anfordern. Fragen stellt der Mensch unbewußt, sowie er über etwas nachdenkt, was sich seinem Wissen entzieht. So er nun längere Zeit bei einer Frage verweilt, treten die wissenden Kräfte in Aktion - sie flüstern dem Menschen gedanklich die Antwort zu, d.h., dem Menschen springen Gedanken zu, und da er über das Wesen des Gedankens noch nicht informiert ist, sieht er sich selbst als Urheber dieses Gedankens an und das Ergebnis als eigenes Verstandes-Produkt. Dennoch baut er auf diesen Gedanken wieder auf - also er bleibt mit den gebenden jenseitigen Wesen in Verbindung - er wird belehrt von diesen, während er im Glauben ist, verstandesmäßig das Problem gelöst zu haben, das ihn zu jener Frage veranlaßt hat. Was der Gedanke wirklich ist, kann den Menschen nicht so faßlich erklärt werden, und darum stoßen gerade diese Kundgaben oft auf Widerstand. Eigenes Denken wird dem Entstehen des Werkes unterlegt, und daher auch die Glaubwürdigkeit dessen angezweifelt, was über jeden Zweifel erhaben ist. Und erst wenn der Mensch sich über das Wesen des Gedankens klar wird, mißt er diesen Vermittlungen tieferen Wert bei. Und doch wird der Mensch die Kraftvermittlung selbst spüren können, denn so ihm der Wahrheit-entsprechende Gedanken zugehen, empfindet dies seine Seele wohltätig, und sie treibt seinen Willen an, den Mitmenschen das Ergebnis seines Denkens mitzuteilen, und also wirket der Mensch nun ebenfalls als Kraftspender, indem er das Wissen weitergibt, das im Grunde des Grundes Kraft aus Gott ist. Kraft regt zur Tätigkeit an, folglich wird niemand untätig sein können, der Kraft empfängt. Es wird jeder Gedanke, der aus dem geistigen Reich dem Menschen vermittelt wird, diesen dazu veranlassen, darüber zu reden, und so stellt sich der Mensch unbewußt in den Dienst des reifen Geistigen, indem er zur Verbreitung dessen beiträgt, was wissende Kräfte ihm vermittelt haben. Folglich steht die irdische Welt ständig mit der geistigen Welt in Verbindung, denn letztere ergreift einen jeden Gedanken und sucht ihn zu beantworten, sowie der Fragende längere Zeit bei seiner Frage verweilt. Amen. B.D. NR. 2205.

 

Buch 31 2206

Werden und Vergehen.

8. Januar 1942. B.D. NR. 2206.

Vergehen ist das Los dessen, was euch ersichtlich ist, und doch kann es nicht sinn- und zwecklos genannt werden, denn die Vergänglichkeit jedes einzelnen Schöpfungswerkes ist gleichzeitig Bedingung zum Werden neuen Lebens. Es ist dies sowohl geistig als auch materiell zu verstehen, denn sowie das Leben aus einer Form flieht, entsteht aus der Außenform etwas Neues durch Verbindung mit anderen ebenfalls sich auflösenden Außenformen, und das entflohene Geistige belebt wieder, mit gleich reifem Geistigen in sich vermehrt, neue Außenformen, und also entstehen immer wieder neue Schöpfungen, sowie alte Schöpfungen sich aufzulösen scheinen. Werden und Vergehen ist der ewige Kreislauf, der eine immerwährende Höherentwicklung bezweckt. Werden und Vergehen betrifft aber nur das euch Sichtbare - das darin sich bergende Geistige ist unvergänglich, es bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit. Folglich wird alles Sichtbare, die Materie, das Geistige wohl frei geben nach festgesetzter Zeit, das Geistige selbst aber sucht sich eine neue Verformung, d.h. wieder irdische Materie so lange, bis es eine solche nicht mehr benötigt. Dann erst beginnt das eigentliche Leben, das nie mehr aufhöret, sondern ewig währt. Ewigkeiten hindurch währt der Kreislauf des Geistigen durch die Form, denn für menschliche Begriffe ist diese Zeit so lang, daß von Ewigkeit gesprochen werden kann. Und dennoch ist es nur ein flüchtiger Moment im Vergleich zur nie endenden Ewigkeit in freiem Zustand. Alles Sichtbare strebt diesen freien Zustand an, alles Freie dagegen wendet sich wieder dem Sichtbaren zu, d.h. dem darin gebannten Geistigen, und schafft ihm neue Möglichkeiten zum Freiwerden. Also läßt das freie Geistige für das unfreie Geistige sichtbare Schöpfungen entstehen, welche das unfreie Geistige überwinden muß, um daraus frei zu werden. Das Erstehenlassen solcher Schöpfungen ist die Tätigkeit des Geistigen, das im Vollkommenheitszustand im Gott-gleichen Willen die Kraft aus Gott nutzet zum Erschaffen und Beleben von Schöpfungswerken verschiedenster Art. Also ist Entstehen und Vergehen wieder vom Willen des freien Geistigen abhängig, das aber in der Liebe zum unfreien Geistigen und in tiefster Weisheit das dem Geistigen Dienlichste entstehen läßt, wie es dem göttlichen Willen entspricht. Darum wird das Entstehen und Vergehen der sichtbaren Schöpfungswerke auch eine gewisse Gesetzmäßigkeit erkennen lassen, weil tiefste Weisheit dabei tätig ist und nichts planlos oder ohne Sinn und Zweck ersteht, was die Schöpfung aufweist. Und darum muß auch eine so planvolle Schöpfung höchste Entwicklungsmöglichkeit dem unreifen Geistigen bieten; es muß das Vergehen des Sichtbaren genauso notwendig und für das Geistige erfolgreich sein als das Entstehen; es muß das Vergehen kein Ende dessen bedeuten, was ist, sondern nur eine Veränderung, weil das, was aus göttlicher Schöpferkraft hervorgegangen ist, nicht mehr vergehen kann, wenngleich es dem menschlichen Auge so erscheint. Also findet nur eine dauernde Veränderung dessen statt, was Geistiges in sich birgt, wie auch das Geistige sich ständig insofern verändert, als es sich in sich selbst vermehrt, indem sich das der Form entflohene Geistige zusammenschließt mit gleichem und daher auch immer neue Außenformen benötigt, in denen es den folgenden Reifegrad erringen kann, der wieder den Zusammenschluß mit gleich-reifem Geistigen zur Folge hat. Der scheinbare Abbau sichtbarer Schöpfungen bedeutet sonach geistigen Aufbau, d.h. Zusammenschluß geistiger Potenzen, und es ist daher das Vergehen alles Sichtbaren genauso notwendig wie das Entstehen neuer Schöpfungen. Und ob auch Ewigkeiten darüber vergehen, es wird dem noch gebannten Geistigen durch die Liebe des schon freien Geistigen jegliche Entwicklungsmöglichkeit geboten, und also wird auch dieses Geistige dereinst frei und steht wieder dem unerlösten Geistigen bei. Und so lange wird auch die sichtbare Schöpfung bestehen, die sich dauernd verändert, weil nur durch die stete Veränderung eine Fortentwicklung des Geistigen möglich ist. Werden und Vergehen. Ohne dieses gibt es keine Erlösung. Denn alles Unfreie wird erst frei, so es zum ewigen Leben erwacht, so es den Gang auf Erden durch die Schöpfung zurückgelegt hat, durch ständiges Verändern seiner Außenform, durch immerwährendes Werden und Vergehen. Amen. B.D. NR. 2206.

 

Buch 31 2211

Weltgericht. Entrückung.

14. Januar 1942. B.D. NR. 2211.

Das Weltgericht wird über die Menschen hereinbrechen plötzlich und unerwartet. Und es wird hinwegraffen von der Erde jegliche Kreatur, denn es wird sich die Erde in sich verändern. Es wird durch einen glühenden Feuerstrom alles vernichtet werden, was lebend genannt werden kann, und die Erde wird ein anderes Aussehen erhalten, unvorstellbar für die Menschen, die jetzt die Erde bewohnen. Doch dies soll ihnen verkündet werden, denn es werden unter ihnen einige sein, die sowohl die alte als auch die neue Erde erleben werden, und diese sollen zeugen, welche Wunder Gott an ihnen gewirkt hat. Denn sie werden den Untergang der alten Erde erleben im Fleisch und doch nicht davon betroffen werden, denn ihnen naht Sich der Herr, und Er hebt sie von der Erde hinweg. Es sind diese wenigen glaubensstark und Gott in Liebe ergeben, sie leben nach dem Willen Gottes und werden aufs äußerste bedrängt von den Menschen, denen jeglicher Glaube mangelt. Und also sind sie in größter Gefahr, und aus dieser errettet sie der Herr, indem Er Selbst kommt und sie emporholt. Und es findet eine Scheidung statt, es wird getrennt das Gute vom Bösen, das Gläubige vom Ungläubigen. Es entwindet Gott dem Satan die Macht über das Geistige, indem Er dieses erneut bannt in der festen Form. Und also wird die Erde neu gestaltet. Es ist nichts, was bestehenbleibt in seiner alten Form, denn die Zeit ist beendet, die Gott dem Geistigen gegeben hat zur Freiwerdung aus der Form. Es ist eine neue Epoche im Zeitraum der Erlösung, und dies werden die Menschen staunend feststellen, die dieser neugestalteten Erde zugeführt werden, um den Stamm eines neuen Geschlechtes zu bilden. Diese wissen von der alten Erde und erleben nun die neugestaltete Erde. Und sie erkennen die Größe Gottes, Seine Weisheit und Allmacht und Seine unendliche Liebe. Denn ihren Augen bietet sich ein Bild, das sie staunend und ehrfurchtsvoll in sich aufnehmen. Ein Reich des Friedens, lieblich und anmutig anzuschauen, ungemein reizvolle Schöpfungen mannigfaltigster Art, doch gänzlich abweichend von denen der alten Erde. Und die Menschen werden frohlocken und jubeln und jauchzen, daß ihnen diese große Gnade zuteil geworden ist, die neue Erde zu erleben. Und sie werden die Schrecken des Weltgerichtes vergessen, das sie erlebten, wenngleich sie davon nicht betroffen wurden. Denn Gott läßt vor ihren Augen sich jenen Vorgang abspielen, der Vernichtung bringt allem, was auf der Erde lebt; doch sie selbst gehen unversehrt daraus hervor, denn Gott versetzt sie lebend an einen Ort des Friedens, bis Er das Wiedergestaltungswerk vollbracht hat und sie der Erde wieder zuführt. Liebe, Friede und Eintracht wird nun die Menschen verbinden, die diesen Umwandlungsprozeß erleben dürfen; sie werden Gott loben, Ihm danken und Ihn anbeten in tiefster Ehrfurcht, sie werden leben nach Seinem Willen, und Gott wird sie segnen und aus ihnen ein neues Geschlecht hervorgehen lassen, das lange Zeit nicht bedrängt werden kann vom Widersacher, weil diesem jegliche Macht genommen ist. Und diese Zeit wird sein eine Zeit des Friedens und der Verbundenheit mit Gott, denn Gott weilet mitten unter ihnen, weil die Liebe in diesen Menschen wohnt. Amen. B.D. NR. 2211.

 

Buch 31 2212

Geistiger Niedergang.

15. Januar 1942. B.D. NR. 2212.

Die Menschen der Gegenwart erkennen nicht, wohin sie treiben. Sie leben und sind doch tot im Geist. Sie finden keine Verbindung mit Gott, weil sie Ihn nicht suchen. Die irdische Welt bedeutet ihnen alles, darüber hinaus aber geht ihr Gedankengang nicht. Und daher ist jeder Tag nutzlos verbraucht im geistigen Sinn - die Höherentwicklung ist in Frage gestellt, ja oft ist ein geistiger Rückschritt zu verzeichnen, der ungeheuer folgenschwer sich auswirkt. Und ob auch die Menschen hingewiesen werden auf ihre eigentliche Erdenaufgabe, sie schenken solchen Vorstellungen kein Gehör, weil wieder die Welt und ihre Anforderungen ihnen allein wichtig erscheinen. Und also ist ihr Erdengang ein verfehlter, es ist die Erde für diese Menschen nicht, was sie sein soll. Und Gottes Liebe und Weisheit läßt nicht zu, daß die Menschen ihr Erdenleben mißbrauchen, daß sie ihm einen anderen Zweck geben, als Gott es bestimmt hat, denn Seine Anordnungen sind weise und unübertrefflich. So aber der Mensch die Weisheit Gottes nicht mehr erkennt, so mißachtet er auch Dessen Anordnungen, und dies kann nur zum Untergang dessen führen, was sich aufwärtsentwickeln soll. Eine Aufwärtsentwicklung kann aber nur dann vor sich gehen, wenn der Mensch Fühlung nimmt mit dem Geistigen und die Welt unbeachtet läßt. Die Menschheit aber ist entgeistet, sie hastet und jagt irdischen Zielen nach, sie ist unfähig zu einer geistigen Verbindung, weil sie unwillig ist, denn Geistiges anzustreben erscheint ihr wertlos, da es keinen irdischen Erfolg einträgt. Und es ist dies geistiger Niedergang - es ist dies ein Zustand, dem Gott nicht tatenlos zusieht, sondern den Er zu beheben sucht, indem Er die Menschen aus der geistigen Lethargie wachrüttelt durch Ereignisse, die das Denken der Menschen stark erschüttern. Gott hat alle Macht, und Er wird wahrlich auch den Menschen Seine Macht beweisen, auf daß sie Ihn erkennen lernen und ernsthaft nachzudenken versuchen über den Sinn und Zweck des Erdenlebens. Und also nimmt Er den Menschen zuerst das, was bisher ihr Denken in Anspruch nahm - irdisches Gut und irdische Freuden. An der Vergänglichkeit dessen sollen sie zuerst den Unwert erkennen und nach Zeiten der Enttäuschung nachdenken über das einzige Wertvolle - über das Verhältnis des Menschen zu Gott. Er sucht in ihnen das Verlangen nach unvergänglichem Gut zu erwecken, indem Er alles das dem Verfall preisgibt, was bisher ihr Denken beherrschte. Und das ist der Zweck der kommenden Ereignisse, die Gott unweigerlich über die Menschen kommen lassen muß, auf daß sie den Rest ihres Lebens noch ausnützen zum Heil ihrer Seelen, die bisher jeglicher Sorge entbehren mußten. Amen. B.D. NR. 2212.

 

Buch 31 2213

Vaterworte. Furchtlose Streiter.

16. Januar 1942. B.D. NR. 2213.

Der in Sich die Liebe ist, gibt dir folgende Kundgabe: In Meinem Reich tätig zu sein ist eine Aufgabe, die Mut und Entschlossenheit erfordert, denn ein Wirken für Mich zieht die Anfeindung der Welt nach sich. Wer nun den Willen hat, diese Aufgabe zu erfüllen, um der Menschheit zu helfen, der wird wahrlich nicht zu fürchten brauchen, daß es ihm je an Kraft mangelt. Und ihn will Ich stärken und ihn die geistige Überlegenheit finden lassen, so er solchen Anfeindungen ausgesetzt ist. Und dann wird er mutig und kraftvoll auftreten, er wird nicht zaghaft die Folgen seines Widerstandes bedenken, sondern er wird wissen, daß er Meinen Willen erfüllt, und diese Gewißheit macht ihn ruhig und siegessicher. Jeder Gedanke, der Mich streift, verbindet ihn mit Mir, und wo Ich zugegen bin, dort ist wahrlich keine Niederlage zu fürchten. Ich will nur, daß Meiner gläubig gedacht wird, daß der Mensch zu Mir seine Zuflucht nimmt, wenn ihm Gefahr droht. Denn jeder Gedanke ruft Mich, und Ich bin sofort bereit, Meinem Kind zu helfen, weil es Meiner gedenkt. Und Ich werde wahrlich nicht in Not und Bedrängnis lassen, die Mir dienen wollen und Meine Kraft und Unterstützung bedürfen. Und so nun der Ruf an dich ergeht, Meines Wirkens Erwähnung zu tun, dann soll dich keine Gegenrede zurückhalten, dann bekenne frei und offen, daß du für Mich tätig bist, und fürchte dich nicht - sondern glaube, daß Ich dir nahe bin und dir jedes Wort in den Mund lege und daß du sonach nichts Falsches reden kannst, sondern aussprichst, was Ich durch dich den Menschen sagen will. Ich muß Mich eines willigen Menschen bedienen, der sich Meinem Willen völlig unterstellt; Ich kann nicht direkt zu ihnen sprechen, weil die Menschen zu ungläubig geworden sind und keinen Kontakt mit Mir herstellen. Ich muß die Erdenbewohner auch irdisch bedenken, d.h., Ich kann Mich ihnen nicht geistig nähern und also ihnen auch nichts Geistiges bieten. Ist aber ein Mensch willig, Mich anzuhören, so kann Ich ihm Meine Kraft vermitteln, so daß er nun ausführt, was Ich ihm auftrage - daß er spricht, was Ich reden will zu den Menschen - daß er handelt, wie Ich handeln würde, so Ich Selbst mitten unter ihnen wäre. Wer sonach willig ist, für Mich zu wirken, dem gebe Ich Meine Kraft in reichstem Maße, und er wird frei und ohne Bedenken aussprechen, daß er in meinem Sold steht. Denn Ich brauche mutige Streiter, die so furchtlos auftreten, daß die Welt aufmerksam wird. Ich brauche Streiter, die sich zusammenschließen und sich nicht schrecken lassen von den Maßnahmen weltlicher Machthaber. Ihnen sende Ich ein Heer Meiner Engel entgegen, so der Kampf hart zu werden droht, und es wird niemals einer Meiner Streiter schutzlos dem Gegner ausgeliefert sein. Ich Selbst bin ja bei ihm, und Meine Kraft ist wahrlich unbesiegbar und Meine Liebe zu denen übergroß, die für Mich eintreten und für Meinen Namen streiten. Und was auch kommen mag, Ich weiß um alles, und es muß alles so kommen, wie Ich es für gut und nutzbringend für die Seelen halte. Ich suche noch viele Seelen zu retten und bediene Mich dazu derer, die Mir ihre Dienste anbieten aus freiem Willen, denn diese allein kann Ich benützen als Meine Werkzeuge. Und ihre Hingabe lohne Ich mit Meiner Liebe. Ich lasse Meine Kraft in sie überfließen und nehme ihnen jede Bangigkeit . Ich gebe ihnen ein mutiges Herz. Ich lege ihnen in dieses Herz die Zuversicht, daß Ich stets in der Nähe bin, und unerschrocken werden sie nun reden und Mich bekennen vor aller Welt. Amen. B.D. NR. 2213.

 

Buch 31 2216

Irdische Umgebung, Fähigkeiten und Wissen belanglos zum Reifen der Seele.

19. Januar 1942. B.D. NR. 2216.

Es ist ohne Bedeutung für die Höherentwicklung der Seele, in welcher Umgebung diese ihre Verkörperung auf Erden durchlebt. Es ist auch ganz belanglos, welche irdischen Fähigkeiten der Mensch besitzt und auf welcher Stufe er im irdischen Wissen steht. Es kann der Mensch irdisch die höchsten Vorzüge aufweisen, er kann in allen irdischen Gebieten und Fähigkeiten wohl bewandert sein, er kann auch in einem hohen Wissensgrad stehen, und doch kann er geistig bedeutend tiefer stehen als ein Mensch, der im Erdenleben alle diese Vorzüge nicht besitzt und geistig sehr hoch entwickelt ist; ja oft ist die geistige Reife weit eher erkennbar dort, wo alle irdischen Vorzüge ausscheiden, denn es sind diese Menschen innerlicher und Gott-verbundener, weil sie in ihrer Seelenarbeit nicht durch irgendwelche Außeneinflüsse beeinträchtigt werden. Es hat mitunter den Anschein, als könne eine wohlgestaltete Seele nur in einem wohlgestalteten Körper wohnen, als könne die Wahrheit nur dort sein, wo Weisheit gelehrt oder empfangen wird, und als sei der Grad des Wissens abhängig von mehr oder weniger hoch entwickeltem Verstandesdenken des Menschen, und doch können gerade jene scheinbaren Vergünstigungen ein Hindernis sein, die das Reifen des Menschen in Frage stellen. Es kann der Mensch, dessen Denken sonst scharf und folgerichtig ist, gerade in geistiger Beziehung größten Irrtum vertreten, Irrtum aber wird niemals zum geistigen Fortschritt verhelfen. Allein das Leben in Liebe trägt solchen ein, und darum braucht der Mensch durchaus keine weltlich anerkannten Vorzüge zu haben und kann doch geistig auf einer sehr hohen Stufe stehen, weil die Liebe ihm innewohnt, diese aber erst den Menschen wahrhaft erhebt. Der Wille, Gott zu dienen, kann ebensostark entwickelt sein bei einem Menschen, der irdisch ganz klein und niedrig dasteht, denn eben dieser Wille zieht Gott als die ewige Liebe an, diese aber verhilft dem Menschen oder dessen Seele zuerst zur geistigen Reife, und also kann eine wohlgestaltete Seele sich weit eher bei einem Menschen entwickeln, der seine Aufmerksamkeit nicht teilt zwischen geistigem und irdischem Erleben. Er hat es gewissermaßen etwas leichter, weil die Anfechtungen von außen nicht so auf ihn einstürmen, während der Weltmensch der über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und diese aber nicht nützet für das Heil seiner Seele, weit hinter jener Seele zurückstehen kann. Amen. B.D. NR. 2216.

 

Buch 31 2217

Notwendigkeit des Leides.

20. Januar 1942. B.D. NR. 2217.

Das Leid soll euch Menschen zur Einsicht kommen lassen, daß ihr noch falsche Wege wandelt auf Erden, daß ihr in eurem Denken noch nicht geläutert seid oder daß ihr euch noch in weitester Gottferne befindet. Sowie ihr an euch selbst nicht arbeitet, sowie ihr glaubt, keine Erziehung mehr nötig zu haben, bleibt ihr in eurer geistigen Entwicklung stehen, und dann muß Gott euch Leid senden, auf daß ihr euch eurer Mängel bewußt werdet und ihr euch Ihm innig anschließet im Gebet. Dann wird nur ein geringes Maß von Leid nötig sein, daß ihr die Verbundenheit mit Gott suchet, und Er kann es wieder von euch nehmen, sowie euer Denken recht gerichtet ist. Zumeist aber steht die Menschheit in weitester Gottferne, und dann findet sie auch durch Leid nicht zu Ihm zurück. Dann bäumen sich die Menschen auf wider die Macht, Der sie doch ohnmächtig gegenüberstehen, und desto größeres Leid müssen sie tragen. Denn nimmt Gott ihnen das Leid, so fallen sie in ihre alten Fehler und ihre Überheblichkeit zurück, sie erkennen weder Gott noch ihre Unvollkommenheit, und also streben sie nicht Gott entgegen, indem sie sich zur Vollkommenheit zu gestalten suchen. Es sind nur sehr wenige Menschen, denen Leid erspart bleiben kann, weil sie bewußt an sich arbeiten, und es sind nur wenige, denen Sich Gott nahen kann, daß Er ihnen das Leid tragen hilft, so solches um der Menschheit willen auch an ihnen nicht vorübergehen kann. Und deshalb wird die Erde heimgesucht in einer Weise, daß ein leidvolles Geschehen das andere ablöst, und es wird eine große Bedrängnis kommen über die Menschen, deren Erdenwandel nicht dem göttlichen Willen entspricht. Denn die harte Not wird den Menschen wandeln, so wie sie ihm untragbar erscheint, und das ist der Zweck des Leides. Gott ist mit Seiner Hilfe immer bereit, so die Menschen Ihn anrufen, und sie können sich selbst das größte Leid in Kürze unwirksam machen durch inniges Gebet. Doch wie selten finden die Menschen den Weg zu Ihm, wie selten steigt ein tiefes, kindliches Gebet zum Vater im Himmel empor, daß Er Sich dem Bittsteller zuneigen und ihm seine Bitte erfüllen kann. Hart und verschlossen werden die Menschen, wo sie doch zutraulich bittend alles erreichen könnten. Und darum vermehren sie das Maß ihrer Leiden, sie treiben sich gewissermaßen immer tiefer in Leid und Not, und sie erkennen darin nicht die Liebe Gottes, die ihnen helfen möchte. Amen. B.D. NR. 2217.

 

Buch 31 2229

Gedankliche Stellungnahme zu Glaubenslehren.

5. Februar 1942. B.D. NR. 2229.

Es ist ein geistiges Unvermögen, ein Mangel an geistigem Wissen und Erkenntniskraft, wenn der Mensch sich in der Wahrheit stehend wähnt, der sein Wissen von Menschen entgegengenommen hat, ohne selbst jemals dazu gedanklich Stellung genommen zu haben. Glauben heißt wohl etwas für wahr halten, was nicht bewiesen werden kann. Dennoch muß alles, was zu glauben gefordert wird, ernstlich durchdacht werden; so aber alles, was gelehrt wird, blindlings angenommen wird, so ist dies kein lebendiger, kein überzeugter Glaube, sondern nur ein planmäßiges Übertragen einer Lehre und ein gedankenloses Annehmen derselben. Und ein solcher Glaube kann wahrlich nicht vor Gott bestehen. Es genügt nicht, wenn Einwände gegen Glaubenslehren mit Redensarten widerlegt werden, die wiederum eingelernt, d.h. übernommen wurden, nicht aber sinnvoll oder überzeugend eine Lehre begründen. Die Wahrheit muß sich ganz klar und unwiderlegbar begründen lassen, sie muß gleichsam für sich selbst sprechen. Es kann aber nicht etwas Wahrheit sein, was zusammenhanglos und ohne Begründung als Glaubenslehre aufgestellt worden ist, und jeder denkende Mensch hat die Pflicht und das Recht, Aufklärung zu fordern, so ihm eine Glaubenslehre unverständlich ist oder unannehmbar erscheint. Kann ihm diese Aufklärung von Menschen nicht in befriedigender Weise gegeben werden, dann soll er Gott Selbst um Aufklärung bitten, und erst, so ihm diese gedanklich gegeben wird, so er selbst in seinem Herzen die Glaubenslehre bejahen kann, dann kann von überzeugtem Glauben gesprochen werden. Gott fordert nicht einen blinden Glauben - denn dann wären die Worte "ich glaube" nur leere Worte - doch es kann der Mensch auch tiefen Glauben haben an etwas, was ihm nicht bewiesen werden kann, sowie sein Herz sich bejahend dazu einstellt. Dies aber ist erst die Folge des Nachdenkens, und gefordert wird das Nachdenken über eine jede Glaubenslehre deswegen, weil sonst der Mensch alles glauben müßte, was ihm unterbreitet wird. Das nun der Widersacher darauf bedacht ist, jede Wahrheit mit Irrtum zu durchsetzen, und ihm von Gott aus sein Vorhaben nicht gewehrt wird, so hat nun der Mensch die Pflicht, die ihm zugehenden Lehren auf ihre Wahrhaftigkeit hin zu prüfen, d.h., sie zu durchdenken und dann erst anzunehmen, was ihm annehmbar erscheint. Und nun liegt es an ihm selbst, ob er dazu göttlichen Beistand erbittet. Diese Bitte wird ihm Erkenntniskraft eintragen, denn ohne den Beistand Gottes ist sein Urteilsvermögen wahrlich zu gering. Ist sein Wille gut und also der Wahrheit zugewandt, dann wird er sehr wohl zu unterscheiden wissen, ob ihm die reine Wahrheit oder Irrtum dargeboten wird. Amen. B.D. NR. 2229.

 

Buch 31 2234

Daseinskampf. Kampf in den Vorstadien. Kampf als Mensch.

13. Februar 1942. B.D. NR. 2234.

Jeglicher Daseinskampf trägt zur Höherentwicklung der Seele bei, so der Mensch die Widerstände überwindet, d.h. seine Kraft entfaltet, um in dem Kampf Sieger zu bleiben. Es ist das Kämpfen ein Nützen der Kraft, die einem jeden Lebewesen zuströmt von Gott. Es ist die jedem Menschen zustehende Lebenskraft recht angewendet, wenn sie gebraucht wird zum Besiegen aller Widerstände. Ein Leben ohne Widerstände würde keinerlei Kraftentfaltung fordern, also auch kein Nützen der Lebenskraft bedingen, und dann könnte die Seele auch keinen Fortschritt verzeichnen, denn letzterer kann nur möglich sein mit Unterstützung Gottes - d.h. durch Zustrom göttlicher Kraft. In jedem Stadium der Entwicklung vor der Verkörperung als Mensch muß das Wesen diesen Kampf bestehen, es muß sich zur Wehr setzen, denn immer wird es bedrängt werden in einer Weise, die seine Kraftentfaltung zur Folge hat. Und immer wird es das Schwächere besiegen, und es ist dies von Gottes Weisheit so zugelassen, weil dadurch wieder neue Höherentwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden. Also ist es auch gottgewollt, daß das Schwächere in diesem Kampf erliegt, weil sich jegliche Kreatur nur höher entwickelt und niemals den Reifegrad auf Erden erreicht, der eine neue Verformung überflüssig machen würde. Also wird das Wesen so lange im Kampf stehen mit dem Stärkeren, bis es in seine letzte Verformung als Mensch übergegangen ist. Dann ist sein Kampf aber nicht mehr ein rein äußerlicher, d.h., es darf nicht ein Mensch den anderen kraft seiner Stärke vernichten oder besiegen, so daß sich zuletzt nur noch das Starke auf Erden behaupten könnte, sondern es muß das Starke seine Stärke in anderer Weise gebrauchen - es muß das Schwache unterstützen, es muß das Starke helfen, Widerstände zu besiegen, auf daß es dem Schwachen dienet. Dann wendet der Mensch seine Kraft gut an, er nützet sie nach dem göttlichen Willen, indem er wohl die Widerstände bekämpft, nicht aber den Schwachen gänzlich besiegen will, denn sonst mißbraucht er die Kraft aus Gott, er nützet diese Kraft dann zu einem Werk, das wider Gottes Ordnung und wider Seine göttliche Liebe verstößt. Er versündigt sich insofern, als daß er etwas gleich ihm zur Höhe Strebendes lieblos behandelt, indem er ihm die Höherentwicklungsmöglichkeit nehmen will - sowie er seine Kraft gebraucht, um das Schwächere zu beherrschen. Es soll der Mensch der Widerstände Herr zu werden versuchen, nicht aber soll er, was sich ihm entgegenstellt, wie äußerlich zu überwinden trachten, denn es ist wahrlich ein Akt größter Kraftentfaltung, wenn er versucht, in Liebe alles, auch das Schwache, anzuerkennen als auch ein Geschöpf Gottes und er nun nur gegen das ankämpft, was seiner geistigen Höherentwicklung schadet und dieses also überwindet. Amen. B.D. NR. 2234.

 

Buch 31 2235

Das Wort Gottes ist mit Seiner Kraft gesegnet.

14. Februar 1942. B.D. NR. 2235.

Welche Kraft das von oben vermittelte göttliche Wort ausströmt, wird den Menschen erst dann zum Bewußtsein kommen, wenn die Not auf Erden so groß sein wird, daß sie nur aus ihm Trost und Hilfe schöpfen. Wenn keine irdische Macht ihnen Hilfe bringen kann, dann ist immer noch Einer bereit zu helfen. Und dieser Eine kommt dann im Wort zu den Menschen und bringt ihnen Erquickung und Kraft, so sie zu unterliegen drohen. Er hat Sein Wort mit Seiner Kraft gesegnet - das werden die Menschen spüren und voll Verlangen Sein Wort aufnehmen, weil ihnen damit fühlbar die Kraft aus Gott zuströmt. Und sie werden diese Kraft benötigen, sie werden sich zusammenfinden auch an verborgenen Orten, um Speise und Trank aus den Himmeln entgegenzunehmen, weil auf Erden es nicht mehr dargeboten werden darf. Sie wollen nicht entbehren und loben Gott dankbaren Herzens, daß Er Sich ihrer Not annimmt und sie mit geistiger Kraft versorgt, die ihnen unentbehrlich ist. Denn es hungern ihre Herzen danach, sie hungern nach den Worten der Liebe und Gnade, denn Gottes Wort gibt ihnen Kenntnis von Seiner Fürsorge und immerwährenden Hilfsbereitschaft, und es dringt das Wort tief ein in die Herzen derer, die es zu hören begehren, es gibt den Menschen Zuversicht und Hoffnung, es vertieft ihren Glauben und vermehrt ihre Liebe, es spornt ihr Streben an und verbindet sie mit der geistigen Welt, und diese Verbindung macht das Überleiten der Kraft aus Gott möglich und diese auch wirksam. Göttliche Kraft kann nicht wirkungslos bleiben, sowie sie dankbaren Herzens entgegengenommen wird; sie muß sich wohltätig auswirken, sie muß belebend auf den Menschen wirken und kann in keiner Weise ersetzt werden durch menschliche Gaben, denn was Menschen bieten, wird sich immer nur körperlich auswirken können - das Wort Gottes aber ist Kraft für die Seele, es stärkt und belebt die Seele, wenngleich der Körper karg bedacht wird und also Not leiden muß. Darbet aber die Seele, dann ist das Leid übergroß, und dieses Leid kann nur das göttliche Wort bannen und der Seele Ruhe und Frieden geben. Darum wird in der kommenden Zeit das Verlangen nach göttlicher Tröstung groß sein und sich steigern zu innigem Begehren, und Gott wird dieses Begehren stillen und durch das Wort den Menschen Trost und Hilfe zukommen lassen, Er wird ihnen allen Kraft und Gnade übermitteln, die durch das Annehmen Seines Wortes sich mit Ihm verbinden. Er wird sie nicht darben lassen, sondern ihren Hunger stillen, und wer also gespeist wird vom Herrn Selbst, dem wird es nicht an Kraft mangeln in der kommenden Zeit - er wird stets den Blick nach oben wenden, von wo ihm Hilfe kommt. Amen. B.D. NR. 2235.

 

Buch 31 2242

Jüngstes Gericht.

23. Februar 1942. B.D. NR. 2242.

Der Dämon des Hasses und der Lieblosigkeit vergiftet die Welt, und dies bedeutet den Beginn des geistigen Zusammenbruches, des geistigen Verfalls - es bedeutet den Untergang sowohl geistig als auch irdisch. Es muß, was völlig zur Lieblosigkeit geworden ist, als verloren gelten für die Ewigkeit, d.h., es kann sich auf Erden nicht das ewige Leben erwerben, sondern Tod, also völlige Leblosigkeit, ist sein Los für ewige Zeiten. Folglich ist die Erde als Erlösungsstation für dieses Geistige unnötig geworden, da es keine Möglichkeit ausgenützt hat, und darum ist die Aufenthaltszeit für das Geistige auf Erden beendet - eine Erlösungsepoche findet ihren Abschluß, so, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Eine Jahrtausende währende Entwicklungszeit endet mit einem Gericht, mit einer Scheidung des Erlösten und des Unerlösten - des Gott zugewandten und des Gott gänzlich fernen Geistigen. Es richtet Gott Seine Geschöpfe, d.h., Er trennt endgültig die Seinen von den Anhängern des Satans, Er gibt ersteren ein freies Leben in Seligkeit und bindet die Gegner erneut in der Form, in der Materie, die sie begehrten und darüber Gott vergaßen, also sich Ihm gänzlich entfremdeten. Es sind dies die Lebendigen und die Toten - die nun gerichtet werden, die ihren Lohn und ihre Strafe empfangen von Gott nach Seinen Worten, denn Gott ist gerecht, und Er teilt aus nach Verdienst. Leben werden, die Gott erkannt haben, die Ihn lieben und Seinen Willen erfüllen; doch zum ewigen Tode verdammt sein, die Ihn nicht anerkannten und sich Seinem Gegner zuwandten und deren Leben nur Lieblosigkeit war. Gott hat wohl eine unendliche Geduld mit Seinen Geschöpfen, und Er schiebt immer noch den Tag hinaus; doch Seine Geduld wird nicht gewertet von der Menschheit, denn die Gott nicht anerkennen, denen fehlt auch jeder Glaube an ein Strafgericht Gottes, und jeder Hinweis darauf ist erfolglos. Und so wird es kommen unerwartet für die Menschen, die keinen Glauben haben, und größten Schrecken auslösen, den Gläubigen aber Rettung bringen in größter Not, denn sie sind in äußerster Bedrängnis um ihres Glaubens willen. Und es muß die Scheidung nun stattfinden, weil es für die Ungläubigen, die in vollster Lieblosigkeit dahinleben, keine Möglichkeit einer Besserung mehr gibt, denn jegliche Prüfungen zuvor, Leid und irdische Not, sind erfolglos und des Satans Macht über diese Menschen ungeheuer, denn sie ergeben sich ihm und trachten den gläubigen Menschen nach dem Leben. Es ist dies die Zeit des völligen Verfalls, die dem letzten Gericht vorangeht, das das Ende der derzeitigen Erde bedeutet und den Beginn einer neuen Zeitepoche, die geistig außerordentlich bedeutungsvoll ist, weil Gott das Böse erneut bannt auf undenklich lange Zeit. Amen. B.D. NR. 2242.

 

Buch 31 2243

Jüngstes Gericht. Ende einer Zeitepoche der Erlösung.

24. Februar 1942. B.D. NR. 2243.

Die gesamte Menschheit wird gerichtet am jüngsten Tage, und ein jeglicher, ob gut oder böse, wird seinen Lohn empfangen. Und also wird eine Scheidung sein des Guten vom Bösen, des Gerechten vom Ungerechten, des Gläubigen vom Ungläubigen, und Gott Selbst wird zu Gericht sitzen und einen jeden lohnen oder strafen nach Verdienst. Dieses Gericht ist unabwendbar und beschließet einen bedeutungsvollen Zeitabschnitt, eine Gnadenzeit, die dem Unerlösten auf Erden gewähret war durch Gottes übergroße Liebe. Es war diese Zeit eine Zeit unaufhörlichen Ringens des lichtvollen Geistigen mit der Finsternis, es war eine Zeit des Kampfes alles Wesenhaften, das zur Höhe strebt, und in dieser Zeit hatte das Wesenhafte die Möglichkeit, zum Lichtwesen sich zu entwickeln, so es nur wollte. Doch es wurde von Gott auch dem Wesenhaften eine Grenze gesetzt, indem der Zeitabschnitt vorbestimmt war seit Ewigkeit, der für die Erlösung dem Wesenhaften zur Verfügung stand. Und es war diese Zeit wahrlich so bemessen, daß sie vollauf genügte zur restlosen Erlösung, jedoch sie wurde nicht genützt in dem Maße, wie sie genützt werden konnte, und es blieben zahllose Möglichkeiten unbeachtet, weil das Wesenhafte seinen freien Willen nicht gebrauchte oder ihn mißbrauchte und sich aufs neue kettete an die Macht, aus der es sich befreien sollte. Für diesen freien Willen und dessen Nutzung muß sich nun das Wesen verantworten am Tage des Gerichtes, und es wird je nach seinem Willen sich wenden zum Himmel oder zur Hölle - zum Licht oder zur Finsternis - es wird nichts anderes sein Los sein, als was es durch seinen Willen sich selbst geschaffen hat. Es wird Geist in aller Freiheit sein, so es auf Erden dies angestrebt hat, oder wieder gebannt sein in der festen Materie, die es auf Erden begehrt hat mit allen seinen Sinnen. Ersteres ist ein Zustand der Glückseligkeit, letzteres ein Zustand der Qual und unvorstellbaren Leidens - erneute Gefangenschaft durch endlose Zeiten hindurch in qualvollster Reue und Hilflosigkeit. Doch Gott ist gerecht - denn in Seiner Liebe war Er Ewigkeiten hindurch bemüht, dieses Wesenhafte zur Freiheit zu führen. Es standen ihm alle Hilfsmittel zu Gebote, die Gnaden des Erlösungswerkes erwarb Er den Wesen durch Seine Menschwerdung und Seinen Tod am Kreuze, Er war unendlich langmütig und geduldig, doch eines mußte Er ihnen lassen - den freien Willen. Und diesem entsprechend muß Er nun auch die Menschen richten, so der Tag gekommen ist, der diese Gnadenzeit beendet. Denn dieser freie Wille ist entartet, er wird nur noch genützt zum Wirken für den Gegner Gottes, und also muß er wieder gebunden werden auf endlose Zeiten hinaus. Es ist das jüngste Gericht der Anfang und das Ende - eine neue Zeitepoche beginnt, und die alte ist beendet, das Erdenleben hat seinen Abschluß gefunden für alles Wesenhafte, das auf Erden verkörpert war, teils in den Schöpfungswerken, teils im Fleisch. Doch es entsteht eine neue Schöpfung, die wieder das Geistige in sich birgt, das seinen Erdenweg noch nicht zu Ende gegangen ist, jedoch den letzten Verkörperungen nahe war. Denn dieses Geistige hatte seinen freien Willen noch nicht zurückerhalten, kann also auch nicht zur Verantwortung gezogen werden am Tage des Gerichtes. Die gesamte Menschheit aber wird sich verantworten müssen vor Gott am jüngsten Tage, und ihre Sündhaftigkeit wird offenbar werden, und nur eine kleine Anzahl Gerechter wird vor den Augen Gottes bestehen können und eingehen in das Reich des Friedens. Amen. B.D. NR. 2243.

 

Buch 31 2246

Katastrophe.

28. Februar 1942. B.D. NR. 2246.

Die nahende Unwetterkatastrophe ist von entscheidender Bedeutung für alle Menschen insofern, als auch das Weltgeschehen dadurch eine Änderung erfährt, die Menschen aber nun vor andere Aufgaben und Ereignisse gestellt werden, die nicht weniger schwer und leidvoll sich auswirken. Es ist eine bange Zeit, die zunächst die Überlebenden durchmachen, denn sie wissen nicht, ob und wann sich diese Naturkatastrophe wiederholen wird. Viele Menschen wissen auch nichts über den Verbleib ihnen nahestehender Menschen, viele werden ganz allein und verlassen zurückbleiben, und Trübsal und Kummer wird überall anzutreffen sein, und es wird fast kein Haus sein, das nicht traurige Menschen birgt, und in dem Lande, wo die Stimme Gottes gesprochen hat, keine Stadt, die nicht Trümmer aufzuweisen hat. Und dann wird sich die Liebe bewähren müssen, und es wird einer dem anderen das Leid tragen helfen müssen, wollen die Menschen sich das Leben erträglich gestalten und nicht gänzlich verzweifeln. Das Leid auf Erden hat nur andere Formen angenommen, es kann aber den Menschen noch nicht gänzlich genommen werden, solange sie sich nicht zu Gott bekehren und ihre geistige Aufgabe zu erfüllen trachten.Und darum müssen auch jene nun betroffen werden, die durch das Weltgeschehen bisher unberührt blieben. Und also löset eine unvorstellbar schwere Zeit die Zeit des Weltenbrandes ab, spürbar überall, wo die Lieblosigkeit vorherrscht. Die Menschen können sich eine Naturkatastrophe in dem Ausmaß nicht vorstellen, wie sie der Erde bevorsteht, und sie wird auch anfangs nicht in ihrem Ausmaß erkannt werden, denn es wird langer Zeit bedürfen, ehe die Kunde davon die Welt durcheilt hat, und diese Ungewißheit erhöht das Leid und die Sorge, ist doch jegliche Verbindung mit der Umwelt abgeschnitten und schwer wieder herzustellen. Und die Menschen werden bedrängt werden von der herrschenden Gewalt und zur Ausübung von Verrichtungen herangezogen werden, die fast über ihre Kräfte gehen, und sie werden sich nicht wehren können und ein hoffnungsloses Leben führen ohne Aussicht auf Besserung. Und doch ist solches Leid nötig, sollen die Menschen ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt werden, d.h. die Verbindung mit Gott anknüpfen und sich dort Rat und Hilfe erbitten. Und dann soll ihnen das Wort Gottes nahegebracht werden, dann soll ihnen gepredigt werden vom Wirken Gottes, von Seinem Willen und Seiner göttlichen Liebelehre, dann sollen sie hingewiesen werden auf das Leben nach dem Tode, auf die Vergänglichkeit alles Irdischen, auf den Sinn und Zweck des Erdenlebens und ihre Aufgabe, die in der Gestaltung ihrer Seelen besteht und in einem dem Willen Gottes entsprechenden Erdenlebenswandel. Bald ist die Stunde gekommen, da Gott zu den Menschen sprechen wird in einer Weise,daß die ganze Welt in Aufruhr kommen wird. Denn eine Nacht wird unsägliches Elend über die Menschen bringen, deren Länder von dieser Katastrophe betroffen werden, und der anbrechende Tag wird entsetzlich sein, denn er wird den Überlebenden ein Bild der Verwüstung zeigen, das alle Befürchtungen und alle Vorstellungen übertrifft. Doch der Wille Gottes ist unabänderlich, denn Er weiß um die Notwendigkeit einer Erschütterung des menschlichen Denkens, Er weiß um die Not der Seelen, und um ihnen zu helfen in dieser Not, wird es sich vollziehen so, wie es bestimmt ist seit Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 2246.

 

Buch 31 2261

Erneuter Gang durch die Schöpfung. Feste Form.

15. März 1942. B.D. NR. 2261.

Unsagbar qualvoll ist der Aufenthalt in der festen Form, denn es spürt das Geistige den Zwang und kann sich nicht daraus befreien. Der Widerstand gegen Gott ist aber in diesem Geistigen so stark, daß eine andere Außenform diesen nimmermehr brechen würde, und also ward die feste Form, das Gestein in seiner mannigfaltigsten Art, dem Geistigen als Hülle beigegeben so lange, bis der Widerstand gebrochen ist und das Wesenhafte darin bereit ist, den Weg auf Erden im Dienen zurückzulegen. Erst diese Bereitwilligkeit trägt dem Wesenhaften eine Erleichterung ein, nämlich eine Lockerung seiner Außenhülle und sonach eine etwas weniger feste Außenform. Also ist es dem Wesenhaften selbst überlassen, welche Zeitdauer es in dieser Qual schmachten will, denn sein Wille allein macht es frei, sein Wille ändert den qualvollen Zustand in einen erträglicheren. Daß diese festen Formen eine so unendlich lange Dauer ihres Bestehens haben, liegt allein an der Widersetzlichkeit des ihnen innewohnenden Geistigen, das seinen Zustand jederzeit ändern könnte, wenn es diesen Widerstand gegen Gott aufgeben möchte. Folglich hat dieses Geistige kein unverdientes Leid zu ertragen, sondern es ist selbst der Urheber seiner Qualen durch seinen verkehrten Willen. Und Gott weiß um dessen Willen und hat es deshalb in jene Außenformen einverleibt, die seinem widersetzlichen Wesen entspricht. Das Wesenhafte, das schneller seinen Widerstand gegen Gott aufgibt, belebt vorwiegend solche Gesteinsarten, die zur schnelleren Auflösung gelangen, d.h., die infolge von Naturkatastrophen oder Erderuptionen immer wieder zersprengt werden und daher das in ihnen sich bergende Geistige in kürzerer Zeit frei geben. Des Wesens Widersetzlichkeit ist Gott von Ewigkeit her bekannt und der ganze Entwicklungsgang daher gleichfalls von Ewigkeit ihm vorgeschrieben, weshalb nichts Wesenhaftes einen unverdienten Zustand zu ertragen hat, sondern je nach seiner Einstellung zu Gott von der Außenhülle umgeben ist, die seinen Willen wandeln soll, wenn auch dies erst nach undenklich langer Zeit der Fall ist. Und ein solcher qualvoller Aufenthalt wird das Los unzähliger jetzt noch die Erde bewohnender Menschen sein, die durch ihre völlige Lieblosigkeit sich jegliches Recht verscherzen, in geistiger Freiheit zu leben, d.h., tätig sein zu dürfen. Ihnen war durch Jahrtausende der Weg gewiesen und die Möglichkeit gegeben, diese geistige Freiheit sich zu erwerben, doch sie mißbrauchten im letzten Stadium ihrer Entwicklung von neuem ihren freien Willen und müssen daher auch erneut diesen unendlich langen Weg zur Freiwerdung zurücklegen, denn es ist ihr eigener Wille, und der neue Aufenthalt entspricht nur ihrem Handeln und Denken auf Erden in vollster Lieblosigkeit. Amen. B.D. NR. 2261.

 

Buch 31 2262

Geistige Verbundenheit.

15. März 1942. B.D. NR. 2262.

Die geistige Verbundenheit der Menschen untereinander ist von größtem Vorteil für die Seele des einzelnen, denn es wird der Mensch angeregt zu geistiger Tätigkeit, zum Nachdenken und zur Arbeit an seiner Seele. Er ist dazu keineswegs gezwungen, sondern er wird aus eigenem Antrieb sich zu vervollkommnen suchen, und dann wird das Wort Gottes an ihnen wirksam und der Glaube lebendig. Gegenseitiger Gedankenaustausch ist die rechte Übermittlung des göttlichen Wortes, denn ein jeder, der im Wissen steht, soll geben und der Unwissende fragen und empfangen. Dann findet kein planmäßiges Übertragen von Glaubenslehren statt, sondern ein jedes Wort hat Leben und wird wieder Leben erwecken. Und darum soll der Umgang mit geistig strebenden Menschen gepflegt werden, denn nur in dieser Weise bricht sich die Wahrheit Bahn, die durch das Wort Gottes den Menschen zugeführt wird. Und dann erst wird das Wort in die Tat umgesetzt, es wird Liebe geübt, und die Liebe schreitet in ihrer Höherentwicklung vorwärts. Und es wird dann auch Friede und Eintracht unter den Menschen sein, denn wer Empfänger des Lichtes und der Kraft aus Gott ist, der wird in aller Liebe diese wieder austeilen wollen und in wohltuender Weise auf die Mitmenschen einwirken, und es wird das Gegenliebe erwecken und also einen Zustand unter den Menschen auslösen, der dem Willen Gottes entspricht - Eintracht und Verbundenheit und ein gegenseitiges Dienen in Liebe. Das Wort Gottes ist in Liebe gegeben, und es erzieht zur Liebe, folglich muß jede Lieblosigkeit verbannt sein dort, wo Gott Selbst im Wort zu den Menschen spricht. Und darum werden die Menschen stets zusammenhalten und sich gegenseitig in Leid und Not beistehen, denn die Liebe verbindet sie, und so ist auch alles Leid leichter zu ertragen, wo gleichzeitig geistiges Streben die Menschen zu Schwestern und Brüdern werden läßt. In einer Welt, wo das geistige Streben zu unterbinden versucht wird, ist die geistige Verbundenheit doppelt segensreich, gibt sie doch den Menschen Kraft zum Widerstand und Ansporn zu geistiger Tätigkeit, während der einzelne in großer Gefahr ist, zu erliegen, d.h., seinen Widerstand aufzugeben und sich der ihn bedrängenden Macht zu ergeben. Doch der Mensch ist stark, so er sich verbunden weiß mit Menschen gleichen Geistes. Er schöpft immer wieder neue Kraft aus dem gegenseitigen Gedankenaustausch, denn so wahrhaft tiefes geistiges Streben die Menschen verbindet, wird der Geist aus Gott unter ihnen wirksam sein und sich äußern, und es wird den Seelen Kraft und Gnade zufließen, so daß sie sich gestalten nach göttlichem Willen, denn alles muß reifen, was gemeinsam zur Höhe strebt. Amen. B.D. NR. 2262.

 

Buch 31 2263

Glaubensnot und Gottes Beistand.

16. März 1942. B.D. NR. 2263.

Die Stimme Gottes wird zu vernehmen sein in der ganzen Welt, auf daß alle Menschen den Herrn der Schöpfung erkennen und Ihn fürchten lernen. Denn Er ist wohl ein Gott der Liebe, wo jedoch Seiner Liebe nicht geachtet wird, dort wird Er ein Gott der Strenge sein und mit eherner Stimme zu den Menschen sprechen. Und dann ist es noch Zeit, sich Ihm zuzuwenden, denn eine kurze Gnadenzeit folgt dieser Seiner letzten Mahnung noch, welche die Menschen noch ausgiebig nützen können. Diese Zeit wird zwar bitter und hart sein, denn es werden die Menschen darben müssen und sich gänzlich umstellen auf die nun eintretenden Lebensverhältnisse. Sie werden sich bescheiden müssen mit einem kargen Leben, das wenig Genuß und desto mehr Mühe und Arbeit sein wird. Und sie werden ein solches Leben nicht zu ertragen glauben und jeglichen Halt verlieren, so sie diesen nicht in Gott finden. Und dann werden sich die Menschen wieder scheiden in solche, die das Nachdenken über ihre Lage Gott näherbringt, und solche, die dann jeglichen Glauben fallenlassen und alles verneinen, was mit Gott und dem geistigen Streben zusammenhängt. Um der wenigen willen aber, die noch zu Gott finden, ist diese Gnadenzeit noch der Erde gegeben. Und es erfüllet sich, wie es geschrieben steht. Es streitet nun die geistlose Welt gegen die wenigen Gläubigen, um sie von ihrem Glauben abzubringen, und sie wendet jedes Mittel an, ihr Ziel zu erreichen. Denn sie sieht in dem Glauben an Gott ein Hindernis, eine Hemmung für ihre schändlichen Pläne, die zur Wiederherstellung der alten Lebensverhältnisse durchgeführt werden sollen. Und also will die Welt, d.h. die Menschen, die der Welt ergeben sind und nur weltlichen Reichtum und Genuß anstreben, jeglichen Glauben ausrotten, und es ist ihnen dazu jedes Mittel recht. Sie entziehen den Gläubigen jegliche Nahrung und verweigern ihnen den Rechtsbeistand, sie kämpfen grausamer gegen diese wie ein Feind gegen den andern und suchen sie dadurch zum Abfall vom Glauben zu bringen. Und das ist die Zeit, wo Gott an den Glauben der Menschen hohe Anforderungen stellt - wo sich der Glaube bewähren soll und große Dinge bewirken wird. Denn Gott verläßt nicht Seine Gemeinde, Er steht ihr bei in dieser großen Not, und Er wird sie wohlversorgen, so sie nur gläubig Ihm vertrauen. Und es werden oft wunderbar gestärkt werden jene, denen alles entzogen wurde, sie werden die Kraft aus Gott unmittelbar bekommen, und sie werden diese aus dem Wort Gottes schöpfen, das Kraftquell ist und bleiben wird auch in dieser kommenden Zeit, die wohl große Anforderungen stellt an die Gläubigkeit der Menschen, aber auch überreich ist an Gnade - denn Gottes Macht und Kraft und Liebe wird offenbar werden. Amen. B.D. NR. 2263.

 

Buch 31 2270

Herrschende Gewalt dem Volk entsprechend.

20. März 1942. B.D. NR. 2270.

Dem Willen des Stärkeren muß sich das Schwache fügen und vor seiner Gewalt sich beugen. Doch vor Gott ist dies nicht recht, denn Er hat keinen der Menschen zum Richten und zum Herrschen über den Mitmenschen bestimmt außer der Gewalt, die Er über das Volk als herrschende gesetzt hat, das nicht mehr fähig ist, sich die göttlichen Gesetze zur Richtschnur zu nehmen. Ein solches Volk benötigt ein Oberhaupt, das ihm vorschreibt, was es zu tun und zu lassen hat, und es wird die herrschende Gewalt desto strenger gegen das Volk vorgehen, je weniger sich dieses an die Gesetze hält, die von Ewigkeit bestehen und deren Gesetzgeber Gott Selbst ist. Jedoch ist auch dieser herrschenden Gewalt von Gott aus geboten, in Liebe ihres Amtes zu walten. Und so sie sich daran hält, wird ihre Regierung gerecht sein und das Volk so leiten, daß es von selbst wieder zur Zucht und Ordnung zurückkehrt und eine strenge Regierung nicht mehr benötigt, also auch von ihr befreit wird. Ist aber das Volk gänzlich lieblos geworden, so wird es auch eine gänzlich lieblose Oberherrschaft haben, die wieder das Volk drangsaliert oft bis zur Unerträglichkeit und doch von Gott dies zugelassen wird, auf daß ein solches Volk noch zum Erkennen komme. Es ist zwar nicht nach dem göttlichen Willen, daß sich eine Macht Übergriffe erlaubt, die gegen jegliches Liebesgebot verstoßen. Und alles, was gegen den göttlichen Willen verstößt, wird auch entsprechend sich auswirken. Es müssen die Menschen wissen, was recht ist vor Gott, und sie müssen daher jede Handlung verabscheuen, die deutlich sichtbar das Wirken einer Gott-gegnerischen Macht erkennen läßt. Sie dürfen nicht selbst zustimmen oder die Handlungsweise derer gutheißen, sondern sie müssen dafür Sorge tragen, daß nach Möglichkeit die Lieblosigkeit verringert wird, sie müssen Sorge tragen, daß der Gott-feindlichen Macht keine Gelegenheit gegeben wird, ihre Kraft und Macht entfalten zu können. Also müssen die Menschen sich selbst in der Liebe erziehen, dann wird auch die strenge Oberherrschaft keine lange Dauer haben, denn Gott nimmt sie wieder, so sich die Menschen so weit selbst gestalten, daß sie eine strenge Regierung nicht mehr benötigen. Umgekehrt aber wird der Druck durch eine irdische Gewalt immer stärker werden, je weniger sich die Menschen in der Liebe üben, und ein Volk, das gänzlich lieblos geworden ist, wird schwerlich eine Erleichterung zu erwarten haben. Es wird sich unter die herrschende Gewalt fügen müssen zu seinem Leidwesen, denn Lieblosigkeit löst wieder Lieblosigkeit aus, und ein solches Volk wird schwerlich zur Zucht und Ordnung gelangen. Amen. B.D. NR. 2270.

 

Buch 31 2271

Ablehnen des Wortes Gottes ist Zuwenden zum Gegner Gottes.

21. März 1942. B.D. NR. 2271.

Der Gegenpol Gottes wird angestrebt, sowie sich der Mensch dem göttlichen Wort verschließt, denn dann wehrt er sich gegen den Zustrom der Kraft aus Gott, und das schon ist ein Zuwenden zum Gegner Gottes. Wer das Wort Gottes ablehnt, der lehnt auch Gott Selbst ab, denn Gott ist das Wort. Und so er Gott im Munde führt, ist dies nur eine Redensart, die er gebraucht, ohne Gott zu erkennen. So Gott Selbst aber Sich ihm nähert, setzt er seinen Willen dagegen und kann nicht zwangsweise Gott zugeführt werden. Und dennoch glaubt er, seinen Willen recht zu nützen und Gott treu zu sein, wenn er in einer falschen Vorstellung aufgewachsen ist, und er bleibt nur dieser falschen Vorstellung treu. Er hält mit einer Zähigkeit an seinen alten Anschauungen fest und kann nicht davon überzeugt werden, daß er eine irrige Lehre vertritt, weil ihm diese Überzeugung nicht zwangsweise beigebracht werden kann, sondern sie aus eigenem Antrieb von ihm gewonnen werden muß. Es muß das Herz tätig sein, er muß den Trieb in sich spüren, die Wahrheit zu ergründen, und mit Gott Selbst in innige Fühlung treten, dann wird er erkennen, ob und wann er in der Wahrheit wandelt. Das Wort Gottes wird ihn über alles aufklären, doch nimmermehr kann ihm Klarheit werden, wenn er das Wort Gottes abweist. Der Gegner Gottes aber bestärkt seinen Willen zur Ablehnung, er wird ihm gedanklich zusetzen, und er wird auch Erfolg haben, denn der Wille der Menschen ist viel eher geneigt, dessen Irrtum-durchsetzte Lehren anzunehmen als die göttliche Wahrheit. Und so ist der Mensch im Verband mit dem Gegenpol Gottes stehend, und sein Denken und Handeln entspricht diesem. Er wird nicht selbst tätig, sondern verharrt in dem, was ihm zuvor geboten wurde, und das ist sein Fehler, daß er sich etwas angeeignet hat, ohne ernstlich zu prüfen, und nun vor einer ernstlichen Prüfung zurückschreckt, weil er nichts anderes will, als was er besitzt - er fürchtet sich davor, die Fadenscheinigkeit dessen zu erkennen, was er besitzt, und vertritt es daher desto eifriger. Gott aber versucht immer wieder, auch diese Menschen auf den Weg der Wahrheit zu leiten, und Er kommt ihnen immer wieder nahe, sowie sie ihre Gedanken zu Ihm erheben. Denn nur durch ernsthaftes Nachdenken können sie zur Wahrheit kommen, und Er wird immer wieder die Menschen zum Nachdenken veranlassen, um sie der Macht des Gegners zu entreißen und ihnen Sein Wort darbieten zu können und mit diesem Wort auch die Kraft. Amen. B.D. NR. 2271.

 

Buch 31 2272

Widerlegen gegnerischer Ansichten. Lehrende Tätigkeit auf Erden.

22. März 1942. B.D. NR. 2272.

Jede gegnerische Ansicht regt zum Nachdenken an und kann daher einem ernstlich Forschenden zum Vorteil gereichen, denn erst das Nachdenken schafft geistiges Eigentum, indem nun erst ein gedankliches Ergebnis haftenbleibt und der Mensch, so er einmal Stellung dazu genommen hat, nun auch darüber reden kann. Geistiges Eigentum kann man erst das nennen, was so tief eingedrungen ist, daß es aus dem Gedächtnis nicht beliebig ausgeschaltet werden kann - und was dem Menschen annehmbar und voll verständlich ist. Es ist dies Geistesgut, das unvergänglich ist, das aber auch wieder ausgeteilt werden kann, ohne verringert zu werden. Und es wird das Austeilen solchen Gutes mit voller Überzeugung geschehen, denn was dem Menschen selbst verständlich und annehmbar erscheint, das will er verständlicherweise auch weitergeben denen, die noch unberührt sind davon. Und es ist dies ein segensvolles Vorhaben, das immer die Gnade Gottes zur Folge haben wird. Lehrende Kräfte auf Erden gibt es nur wenige, diese aber müssen selbst glauben können, was sie reden; und wo der Glaube noch nicht ganz stark ist, muß der Mensch zum starken Glauben geführt werden. Und daher werden ihm oft Widerstände in den Weg gelegt in Form von Widersprüchen, die der Mensch zu widerlegen sucht und er dadurch erstarkt in seinen Ansichten. Daß er sich in der Wahrheit befindet, wird ihm zwar oft abgestritten werden. Es wird aber der Mensch selbst erkennen, wenn sein Denken noch falsche Wege geht. Gott leitet die Wahrheit zur Erde zu dem Zweck, daß sie weitergegeben werde, und zwar unverfälscht so, wie Gott Selbst den Menschen belehrt hat. Verschiedene Ansichten lassen darauf schließen, daß nicht alle Menschen in der Wahrheit stehen, und es ist letzteres wieder davon abhängig, wieweit die Menschen nach Gott Verlangen tragen, denn diese allein sind im Besitz der Wahrheit. Doch der Austausch der verschiedenen Ansichten ist deshalb von Vorteil, weil sich die Menschen entäußern und nun ein klares Bild bekommen können, das ihnen Aufschluß gibt über Wahrheit und Unwahrheit. Und so der Mensch rechtlich denkend ist, wird er auch das rechte Empfinden haben über den Wert der strittigen Ansicht und nun je nach Wichtigkeit ihren Inhalt vertreten den Mitmenschen gegenüber und also tätig sein im Verbreiten der Wahrheit und im Kampf gegen die Lüge. Amen. B.D. NR. 2272.

 

Buch 31 2273

Verschiedene Geistesrichtungen. Wahrheit abhängig vom Liebegrad.

23. März 1942. B.D. NR. 2273.

In jeder Geistesrichtung ist ein Körnchen Wahrheit verborgen, vorausgesetzt, daß sie das Streben nach Gott als Bedingung hat. Daß aber die verschiedenen Geistesrichtungen nicht übereinstimmen, liegt daran, daß sie zumeist auf Verstandesdenken aufgebaut sind. Und das Denken der Menschen geht nicht immer gleiche Wege, weil der Liebesgrad der Menschen verschieden ist. Und so ist Gott dem einen Menschen näher als dem anderen, sowie er sich im Liebeswirken mit Gott zusammenschließt, und folglich wird dieser Mensch auch näher der Wahrheit sein, da Gott Selbst die Wahrheit ist. Wo aber die Liebe schwächer wird, kann das Verstandesdenken noch so gut ausgebildet sein, es wird doch von der Wahrheit abweichen, und das Ergebnis des Denkens ist von dem des ersten verschieden. Und also ist es verständlich, daß nicht alle Anschauungen übereinstimmen, wenngleich sie dasselbe Problem berühren, also sich auf das Wesen der ewigen Gottheit und Ihr Walten und Wirken beziehen. Doch das Suchen und Forschen auf diesem Gebiete ist Gott wohlgefällig, und Er wird Sich niemals solchen Suchenden verschließen. Er wird ihnen geben je nach Würdigkeit und ihrem Wahrheitsverlangen. Der mit menschlichem Verstand-Forschende lebt nicht so sehr in der geistigen Welt. Er sucht aus bestehenden Schriften und Überlieferungen sich ein Gebäude aufzubauen, er nimmt also gleichsam ein Körnchen Wahrheit mit herüber in sein Werk und baut nun darauf auf, doch er ist ohne innere Erleuchtung, ohne innere Verbindung mit Gott, und deshalb wird er nie klar und hell schauen können und immer im dunkeln tappen, wenngleich er seine Ansichten als Wahrheit vertritt. Steht aber der Mensch in der Liebe,dann ist er mit Gott verbunden, er wird Seine Kraft empfangen, und Kraft ist Licht. Er wird wissen um die Wahrheit, denn sein Geist belehret ihn, und dann kann er nicht anders als wahr denken. Und eine so entstandene und gewonnene Geistesrichtung entspricht der Wahrheit voll und ganz. Wenn es nun einem solchen erleuchteten Menschen gelingt, den Vertreter einer anderen Geistesrichtung zum rechten Wandel vor Gott zu bewegen, so daß dieser zuerst sich in einen erhöhten Liebesgrad versetzt, dann wird er keinen Anstoß nehmen an des ersteren Lehren. Er wird seine Ansichten fallenlassen und sich denen anschließen, die unter den rechten Voraussetzungen gewonnen wurden, denn dann erkennt er diese als Wahrheit, weil die Liebetätigkeit immer die Wahrheit und das Erkennen derer zur Folge haben wird. Es ist dies verständlich, denn in ihm ist Gott, und wo Gott ist, wird auch jede Dunkelheit schwinden. Und darum wird sich der Mensch immer der Geistesrichtung anschließen, die unter den gleichen Voraussetzungen entstanden ist, die auch seine Wesensart begründen. Erhöhte Liebetätigkeit muß wahres Denken zeitigen. Wo diese aber mangelhaft ist, dort steht der Mensch im falschen Denken. Doch der Wille, Ewigkeitsprobleme zu lösen, findet die Zustimmung Gottes und wird daher mit Wahrheit gelohnt, soweit dies zulässig, also dem Liebegrad entsprechend ist. Amen. B.D. NR. 2273.

 

Buch 31 2274

Kampf für Jesus Christus. Heer der Streiter Gottes.

24. März 1942. B.D. NR. 2274.

Das Heer der Streiter Christi kämpft den gerechten Kampf. Es verteidigt die Gläubigen gegen die Anhänger der Welt, denn sie werden aufs äußerste bedrängt. Und weil dieser Kampf ein gerechter ist, wird auch der Sieg auf seiten derer sein, die Jesus Christus verteidigen. Und es wird mit dem Schwert des Mundes gekämpft werden, und der Herr Selbst wird der Heerführer sein, und Seine Streiter werden Ihm folgen, wohin Er sie auch führt. Und ob Er auch nur eine kleine Schar aufzuweisen hat, die unter Seinem Banner in den Kampf ziehen, sie werden dennoch den anderen an Kraft überlegen sein, denn wo Gott Selbst den Kampf segnet, dort wird niemals zu fürchten sein, daß die kämpfende Schar überwältigt wird und der Gegner als Sieger hervorgeht. Denn Seine Schar hat große Macht, und diese Macht schöpft sie aus dem Glauben an Jesus Christus. Und ihren Glauben enttäuschet Gott nicht, und unsichtbar greift Er dort ein, wo Gefahr droht. Denn es ist Sein Wille, daß für Seinen Namen gekämpft wird, und also wird Er die Streitenden nicht ohne Unterstützung lassen. Und so stellt Er nun Sein Heer zusammen, und Er ermahnet sie, fest zu sein im Glauben, auf daß Er wirken kann durch sie, auch wenn sie ihrer körperlichen Fessel noch nicht ledig sind. Denn Gott will die Seelen gewinnen, die noch schwach sind im Glauben, Er will ihnen die Vergänglichkeit alles Irdischen verständlich machen, auf daß sie ihr Sinnen und Trachten richten auf das Wichtigste - auf die tiefe Verbindung mit dem Gott der Liebe, der Allmacht und der Weisheit. Sie sollen sich Ihm nähern in innigem Gebet und um ihr geistiges Wohl bitten, alsdann ist Er zu jeder Gnadengabe bereit, und Er stärkt auch ihren Glauben. Und so nun der Kampf beginnt, sind diese auch willig, als rechte Streiter für Ihn und Seinen Namen zu kämpfen, denn sie werden stark sein, weil sie glauben, und Sein Name wird ihnen heilig sein, weshalb sie auch für Jesus Christus streiten werden in der kommenden Zeit. Amen. B.D. NR. 2274.

 

Home Deutsch Inhalt Verschiedenes

Zum vorigen Buch: 30    Zum Anfang dieses Buches    Zum nächsten Buch: 32