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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 27

B.D. NR. 1735 - B.D. NR. 1834
11.12.1940-27.2.1941
1735 1739 1741 1742 1757  1796 1797 1798 1800 1801
1803 1804 1805 1821 1822  1823 1824 1825 1826 1827
1828 1831 1832

 

Buch 27 1735

Liebe. Weisheit. Erkenntniskraft.

11. Dezember 1940. B.D. NR. 1735.

Was dem Menschen unbegreiflich erscheint, würde er, im Licht des Geistigen besehen, wohl zu fassen vermögen, und es ist auch nur auf dem Wege des Geistigen möglich, ihm Klarheit zu geben, denn sein Gedankengang kann erst dann so gelenkt werden, daß ihm eines nach dem anderen verständlich wird, daß er sich nun bejahend zu dem einstellen kann, was er vordem für unannehmbar hielt. Der Grundgedanke alles Seins ist die Liebe. Aus der Liebe ist alles entstanden, durch die Liebe wird alles belebt, und die Liebe ist der Schlüssel zur Erkenntnis alles dessen, was ist. Die Liebe ist die Pforte zur Ewigkeit, sowie die Liebe der Ausgang war. Aus der Liebe ward alles, und zur Liebe soll alles wieder werden, was sich getrennt hat von der ewigen Liebe. Und will der Mensch nun zum Erkennen kommen, will er wissen um die Wahrheit, will er die Lösung finden in jeglichem Problem, das göttliche Dinge, geistige Fragen oder die Schöpfung berührt, dann muß er unweigerlich sich zuvor zur Liebe gestalten, dann erst kann er in der Erkenntnis stehen. Das Wissen um die Wahrheit hängt vom Liebesgrad des Menschen ab. Und würde dem Menschen jegliche Wahrheit unterbreitet, würde ihm Aufschluß gegeben über alles, was er zu wissen begehrt, und er hätte die Liebe nicht, dann würde er nichts davon verstehen, er würde alles verneinen, er würde es als größten Irrtum ablehnen, denn er kann nicht begreifen, weil in ihm nicht das Licht der Erkenntnis entzündet ist, was wieder nur die Liebe vollbringt. Darum muß zuerst dieses Flämmchen genährt werden, das in ihm glimmt unter Schutt und Asche. Es muß der Mensch bereit sein, in Liebe zu dienen. Es gibt keine andere Möglichkeit, in die ewige Wahrheit einzudringen, und der Wahrheit-begehrende Mensch muß daher gleichzeitig die Liebe üben, um jene empfangen zu können. Die Liebe aber ist etwas Geistiges, sie ist etwas im Empfindungsleben sich Äußerndes, sie kommt aus dem geistigen Reich, wie sie auch wieder in das geistige Reich führt. Sowie der Mensch dieses Geistige mit irdischer Tätigkeit verknüpft, also das Empfinden in sich so zum Ausdruck bringt, daß er nun eine Tätigkeit verrichtet, die irdisch erkennbar ist, empfängt er wieder etwas Geistiges, und zwar die Liebetätigkeit der jenseitigen Wesen äußert sich nun. Es wird der Mensch in das Wissen um göttliche Weisheiten eingeführt. Er darf nun im Licht wandeln. Es muß unbedingt die Liebe sich zuvor äußern, ehe eine geistige Verbindung sich anbahnen läßt, weil ein Mensch, dem die Liebe mangelt, auch nicht das leise gesprochene innere Wort vernimmt. Menschen ohne Liebe sind weltlich eingestellt, sie haben kein Verlangen danach, zu erfahren, wie die Welt außerhalb der Erde beschaffen ist, weil sie diese einfach ablehnen. Sie wollen auch von einem Weiterleben im geistigen Reich nichts wissen, weil ihre Liebe eine verkehrte ist und nur sich selbst und dem gesteigerten Wohlleben auf Erden gilt. Wird dieses ihnen in irgendeiner Weise als wertlos hingestellt, so trifft dies ihre Eigenliebe, welche sie jedoch nicht aufgeben wollen, und sie verwerfen daher alles, was auf ein Leben außerhalb des Erdenlebens hinweisen könnte. Die Liebe zu Gott und zum Mitmenschen wird immer den Geisteszustand erhellen, die Eigenliebe aber jegliches Licht zum Erlöschen bringen, das in geistiger Nacht leuchten möchte. Entsprechend wird auch die Erkenntniskraft des Menschen sein, denn wer liebetätig ist, der wird die Wahrheit vermittelt bekommen und mit ihr zugleich die Kraft, sie auch als Wahrheit zu erkennen. Den anderen jedoch wird alles unverständlich bleiben, und ob es ihm auch noch so klar geboten wird, er fasset es nicht. Um sein Wissen zu vermehren, muß der Mensch die Liebe der geistigen Wesen in Anspruch nehmen, die Wahrheit auszuteilen gewillt sind dem, der gleich ihnen sich liebend betätigt. Denn alles, was in der Liebe steht, sucht sich zu verbinden, folglich muß der Mensch an Wissen zunehmen, so er sich bemüht, auch im Wirken in Liebe nicht nachzulassen. Ihm öffnen sich die Pforten des Himmels, und alle Weisheit wird ihm gelehrt nach dem Willen Gottes, Der die Wahrheit verbreiten möchte auf Erden und daher die Verbindungen vom Jenseits zur Erde segnet. Amen. B.D. NR. 1735.

 

Buch 27 1739

Verklärung Jesu. Mein Vater und Ich sind eins.

15. Dezember 1940. B.D. NR. 1739.

Das Problem der Verklärung Jesu nach Seinem Kreuzestod ist bei rechter Lösung gleichzeitig auch ein Verständlich-(machen) werden der Worte Jesu "Mein Vater und Ich sind eins." Es hat Gott Sich Selbst zum Opfer gebracht durch einen Menschen, Der alles Menschliche überwand aus Liebe zu Gott und Der deshalb Seine Seele so gestaltet hatte, daß Gott in aller Fülle Wohnung nehmen konnte in Ihm. Seine Außenform, Sein Körper, gehorchte völlig dem Willen der Seele und war gleichfalls nur dem Göttlichen zugewandt; also war jegliche Substanz zu Gott gerichtetes Geistiges, so daß es den irdischen Entwicklungsgang nicht mehr benötigte und somit nach dem leiblichen Tode eingehen konnte in das Reich des Geistigen in aller Vollkommenheit. Alles vollkommene Geistige schließt sich mit der Urkraft zusammen und wird durch innigste Verschmelzung eins mit Ihr. Der Entwicklungsgang des einst von Gott abgefallenen Geistigen dauert unendliche Zeiten und wird auch im Jenseits über zahllose Stufen zur Höhe führen, immer aber wird die Außenform, das noch weniger entwickelte Geistige, zurückbleiben und die Seele freigeben, die dann als geistiges Wesen den Zusammenschluß sucht mit ebensolchem reifen Wesenhaften im Jenseits. Die Außenhülle löst sich auf, und die einzelnen geistigen Substanzen treten wieder mit ähnlichen in Verbindung, um ihren Entwicklungsgang fortzusetzen. Der Leib Jesu aber war in seiner Reinheit und seinem Liebeswirken schon zu geistiger Vollkommenheit gelangt, und die unermeßlichen Leiden am Kreuz waren der letzte Läuterungsprozeß für das zur Form gewordene Geistige, so daß es völlig entschlackt sich der vollkommenen Seele anschließen konnte, also nicht mehr auf Erden zu bleiben genötigt war, und nun der Gottesgeist, die Seele und der Körper sich vereinigten, also eins wurden. Es war der Mensch Jesus der Mittler zwischen Gott und den Menschen - es ist aber nun Gott und Jesus Christus eins - es sind nicht zwei Wesenheiten, die nebeneinander zu denken sind, sondern es ist nur eine Wesenheit, Die alles Vollkommene in Sich aufnimmt. Es ist die Gottheit Jesu nicht anders vorstellbar als die ewige Gottheit Selbst, Die nur die Außenform des Menschen Jesus Sich angegliedert hat, d.h., Dessen geistige Substanzen sich verschmelzen durften mit der Urkraft, weil sie schon beim Ableben Jesu den Vollkommenheitsgrad erreicht hatten, der Vorbedingung ist zum innigsten Zusammenschluß mit Gott. Es ist der Leib Jesu durch das Verachten irdischer Freuden und strenge Selbstzucht zum Überwinder jeglicher Materie geworden und hatte sonach keinen weiteren Entwicklungsgang mehr nötig. Es konnten sich alle in ihm verformten geistigen Substanzen der Seele zugesellen und mit ihr zugleich das Erdental verlassen, um in Lichthöhen einzugehen. Es war also strahlendstes Licht von nun an die Umgebung dieser Seele, folglich mußte der Leib und die Seele Jesu in verklärtem Zustand die Erde verlassen, denn ein Wesen, das völlig mit Gott verschmolzen ist, mußte nun auch Licht und Kraft von Ihm entgegennehmen und also dieses in gleicher Weise ausstrahlen wie die ewige Gottheit Selbst, denn es war ja nun eins mit Gott, folglich auch Licht und Kraft in aller Fülle. Dieser Vorgang der Lichtausstrahlung bleibt den Menschen sonst verborgen, doch die unendliche Liebe Gottes zu den Menschen ließ die Verklärung Jesu sichtbar vor sich gehen, um ihnen ein Zeichen Seiner Macht und Herrlichkeit zu geben, um den Glauben derer zu stärken, die Seine Macht und Herrlichkeit in der Welt verkünden sollten, und um den Menschen den Beweis zu geben, daß Jesus den Tod überwunden hatte - daß es nun keinen Tod mehr gibt für die Menschen, die Ihm nachfolgen, die den gleichen Weg auf Erden zu gehen sich bemühen. Es ist die Verklärung Jesu eine vielumstrittene Frage für die Menschheit gewesen, und meist wurde sie als Fabel abgelehnt, weil den Menschen jegliches geistige Verständnis mangelt für das Endziel eines jeden Wesens - für den endgültigen Zusammenschluß mit Gott - für die Einswerdung mit Ihm - Jesus aber sagt: Der Vater und Ich sind eins. Denn in Ihm hatte der Zusammenschluß schon stattgefunden, Seine Seele war so gestaltet, daß sie Gott in sich aufnehmen konnte und also schon Licht- und Kraftempfänger aus Gott war, Er also lehren konnte alle Weisheit und wirken konnte durch göttliche Kraft. Er war vollkommen, wie Sein Vater im Himmel vollkommen war, und konnte schaffen und gestalten gleich Ihm. Sein Wesen war Liebe, Seine Worte waren Liebe, und so konnte Er wirken kraft Seiner großen Liebe zu den Menschen. Denn alles, was ist und geschieht, bringt nur die Liebe zustande. Sein Erdenlauf war eine endlose Reihe von Wundertaten ohne Prunk und Glanz, den Er aber beendete in strahlendem Licht - indem Er vor den Augen der Seinen Sich verklärte und aufstieg zur Höhe, zur ewigen Herrlichkeit. Amen. B.D. NR. 1739.

 

Buch 27 1741

Qualen der Seele im Jenseits. Verlangen nach irdischem Gut.

17. Dezember 1940. B.D. NR. 1741.

In welcher verzweifelten Lage der Mensch ist, dessen Verlangen nur der Welt und ihren Gütern gilt, das wird ihm erst nach seinem Ableben so recht verständlich. Denn was er nun begehrt, ist für ihn unerreichbar, und doch quält ihn das Verlangen danach unvorstellbar. Es ist die Gier danach weit größer wie auf Erden, eben weil sie unerfüllt bleibt. Das Verlangen nach geistigem Gut hat er nicht, er trachtet nur danach, sich das zu erringen, was im Erdenleben ihm begehrenswert erschien, und ruft alle diese Dinge in Gedanken herbei. Es wird nun auch solchen begehrlichen Gedanken entsprochen, d.h., alles ist da, was er begehrt, jedoch nicht mehr greifbar, sondern nur in seiner Vorstellung, so daß seine Gier aufs höchste steigt und doch stets unerfüllt bleibt. Es sind dies wahre Tantalusqualen so lange, bis er sich seines verzweifelten Zustandes bewußt wird und er sein Verlangen überwindet, d.h., bis er erkennt, daß er Phantomen nachjagt, die ewig unerreichbar bleiben. Dann erst beginnt er, über das Hoffnungslose seines Zustandes nachzudenken und die Möglichkeiten einer Änderung zu erwägen, und er findet nun auch Unterstützung der Wesen aus dem Lichtreich, die erst jenen Zustand benötigen, um helfend eingreifen zu können. Aber endlose Zeiten kann die verzweifelte Lage einer Seele dauern, bis sie endlich zum Erkennen dieser kommt. Und solange ist sie auch in Erdennähe, sie kann sich nicht lösen aus ihrer bekannten Umgebung, und sie überträgt daher oft ihre eigenen Begierden auf willensschwache Menschen gleicher Veranlagung. Sie sucht diese zu demselben anzuregen, was ihr als einzig begehrenswert erscheint. Und daher kann nicht genug auf das Gebet für solche Seelen hingewiesen werden, das ihnen Hilfe ist in der qualvollen Lage, indem es das Verlangen nach irdischem Gut schwächer werden läßt und gleichzeitig die Seele die Kraft eines solchen Gebetes empfindet, indem sie nun nachdenklich zu werden beginnt und so den ersten Schritt tun kann in das geistige Reich. Es soll das Gebet für die Verstorbenen immer dem noch schwachen Willen dieser gelten und ihnen dadurch die Kraft zugewendet werden, diesen Willen zu stärken, daß er zur Höhe verlangt. Amen. B.D. NR. 1741.

 

Buch 27 1742

Meine Aufgabe. Labung der Bedürftigen.

17. Dezember 1940. B.D. NR. 1742.

Nimm in Demut eine jede Gabe entgegen, die von oben dir geboten wird, dann erfüllst du den Willen Gottes und dienest Ihm. Denn was Er dir zugedacht hat, erfordert nur deine schrankenlose Hingabe an Ihn und deinen Willen, Ihm gehorsam zu sein. Es ringen unzählige Seelen auf Erden um die Erkenntnis, sie finden nicht mehr allein den Weg, der zu Gott führt, und sie bedürfen dringend einer Hilfe. Und diese Hilfe sollst du ihnen bringen, indem du sie aufmerksam machst auf Gottes Liebe und Güte, die sich so sichtlich äußert. Und so, wie du gibst, wirst du empfangen dürfen. Und deine Seele wird reichlich Nahrung entgegennehmen können und niemals zu darben brauchen. Und das Brot des Himmels wird niemals dir entzogen werden, solange du speisest die Bedürftigen. Es wird dir immer wieder neue Kraft vermitteln und dich stets und ständig beglücken. Dürr und trocken ist die Erde ohne das lebendige Wasser, leer und freudlos das Leben der Seele, die ohne Labung des Himmels bleibt. Und diesen Seelen sollst du helfen, ihnen den Labetrunk bieten und jede Gelegenheit nützen, das köstliche Gottesgeschenk auszuteilen, denn es wird große Not dadurch behoben, es wird Wahrheit verbreitet, es leuchtet das Licht und strahlet hellen Schein aus, und dieser Lichtschein lockt wieder Seelen herbei, die der Finsternis entfliehen möchten. Und Gott wird dein Bemühen segnen, Er wird dir Kraft geben, deines Amtes zu walten, Er wird dich leiten deiner Aufgabe entsprechend, und Er wird dich ausstatten mit allen Gaben, die du benötigst, um für Ihn zu wirken. Amen. B.D. NR. 1742.

 

Buch 27 1757

Gedanken geistige Kraft.

30. Dezember 1940. B.D. NR. 1757.

In der Erkenntnis stehend, betrachtet der Mensch sein Gedankengut nicht mehr als eigen erworben, d.h. als aus ihm selbst stammend, sondern als das, was es wirklich ist - als die Ausstrahlung geistiger Wesen, die ihr Wissen dem Menschen abgeben wollen und es also diesem so lange zu vermitteln suchen, bis er es als Gedankengut sich angeeignet hat. Ein jeder Gedanke ist demnach geistige Kraft, also etwas Geistiges, das sich aus dem jenseitigen Reich einen Weg gebahnt hat zur Erde, um von dem Gedanken-Apparat des Menschen aufgenommen zu werden, und ihm nun zum Bewußtsein kommt. Das Denken des Menschen muß nun folglich dem Geist des Wesens entsprechen, das von dem Menschen Besitz nimmt - oder dem sich der Mensch überläßt. Die Kraftausstrahlung der geistigen Wesen ist enorm, doch gleicherweise sind gute wie böse Wesen bedacht, diese Ausstrahlungen zur Erde zu senden, und immer wird diese Ausstrahlung empfangen werden von gleichgesinnten irdischen Wesen. So wird also jeder Mensch die gedanklichen Übermittlungen zugeführt bekommen, die seinem Wesen entsprechen - immer wird das ausgeteilt werden, was begehrt wird, und also Wahrheit dort geboten werden, wo der Mensch wahrheitshungrig ist, Lüge aber dort, wo gleichfalls die Lüge zu Hause ist. Das Gedankengut des Menschen wird demnach so beschaffen sein, wie es der Mensch selbst will, da er seinem Willen entsprechend auch bedacht wird von den geistigen Wesen. Es kann der Mensch nichts Eigenes hervorbringen, er ist völlig unfähig, aus sich heraus Gedanken entstehen zu lassen, eben weil Gedanken geistige Kraft sind, diese Kraft ihm aber erst zugewendet werden muß aus dem Reiche des Geistigen. Nur der unwissende Mensch glaubt sich selbst als Urheber seiner Gedanken. Er spricht nur die Meinung derer nach, die von der Welt sind, daß das Denken lediglich eine Funktion gewisser Organe ist und es völlig unabhängig von fremder Einwirkung zustande kommt, daß demnach der Mensch alle seine Gedanken selbst hegt und keine direkte oder indirekte Beeinflussung dem Denken zugrunde liegt - daß also gute oder böse, tiefe oder seichte Gedanken stets ihren Ausgang haben bei dem Menschen selbst, daher eigenes Verdienst seien. Die geistige Kraft dabei leugnet er ab, weil er solche überhaupt nicht anerkennt. Und daher sind solche Menschen auch nicht leicht von der Wahrheit zu überzeugen, so diese auf gedanklichem Wege vermittelt wurde, weil sie den Vorgang des Denkens noch nicht recht begreifen, also auch nicht glauben können. Das eigentliche Wesen des Gedankens ist ihnen noch etwas Unverständliches und wird es auch bleiben so lange, bis sie ihre eigene Unzulänglichkeit erkennen, wenn es gilt, tiefe Probleme zu lösen - wenn der Gedankengang versagt, so der Mensch aus sich heraus die letzte Erklärung geben soll. Erst wenn er sich vertrauend und die Wahrheit begehrend den geistigen Wesen zuwendet und sie um Aufklärung bittet, wird er an sich selbst erfahren, wie ihm nun geistige Kraft in Form von Gedanken zufließt, und er wird erkennen, daß er nicht der Urheber solcher Gedanken sein kann, sondern etwas Geistiges ihm vermittelt wird von geistigen Wesen aus dem jenseitigen Reich. Amen. B.D. NR. 1757.

 

Buch 27 1796

Das lebendige Wort muß erbeten werden.

30. Januar 1941. B.D. NR. 1796.

Das lebendige Wort zu hören ist eine außergewöhnliche Gnade, die ständig erbeten werden muß, da sie ungebeten nicht vermittelt werden kann. So wie das Verlangen des Erdenkindes aus tiefstem Herzen emporsteigt zum himmlischen Vater, wird es bedacht werden eben jenem Verlangen gemäß. Doch der Weg zu Ihm muß zuvor gegangen worden sein, es muß das Gebet die Brücke herstellen vom Menschen zu Gott, es muß das geöffnete Gefäß bereitgestellt sein, auf daß die göttliche Gnadengabe einströmen kann in dieses. Und so bietet Sich Gott Selbst den Menschen dar im Wort, denn Gott ist das Wort von Ewigkeit. Er verbindet Sich mit einem jedem Menschen, der Ihn sucht und nach Ihm verlangt, jedoch nicht immer so offensichtlich, denn Seine Gabe teilet Er so aus, wie sie ihrem Zweck entspricht. Es müssen den Menschen zuzeiten außergewöhnliche Beweise Seiner Liebe geboten werden, um in den Zweifelsüchtigen den Glauben stark werden zu lassen oder gänzlich Ungläubige zum Glauben zu bekehren. Alles, was zu den täglichen Lebenserscheinungen gehört, verliert seine Wirkung. Das Wort Gottes würde auch in dieser Form geboten den Menschen bald zur Alltäglichkeit werden und also ohne Eindruck bleiben auf die meisten Menschen. Daher ist dieser Vorgang nur dann auch äußerlich erkennbar, so es göttlicher Wille ist, d.h., so die Notwendigkeit vorliegt, der irrenden Menschheit den Beweis zu liefern vom sichtlichen Wirken Gottes, dann aber wird das Erdenkind zu jeder Stunde, an jedem Ort und in jeder Lebenslage das göttliche Wort vernehmen dürfen, so nur sein Wille die Verbindung herstellt mit dem himmlischen Vater und es aufmerksam horchet, was der Vater ihm kundtut. Seine Stimme zu vernehmen soll innigstes Begehren sein, es soll nichts anderes ersehnt werden und jede verfügbare Zeit benutzt werden, um dem Herrn zu dienen und gleichzeitig höchste Gnade zu empfangen. Amen. B.D. NR. 1796.

 

Buch 27 1797

Pflicht der Verbreitung der göttlichen Offenbarungen.

30. Januar 1941. B.D. NR. 1797.

Unbeschreiblich verdienstvoll ist es, das Wort Gottes zu verbreiten. Das, was durch Gottes Gnade den Menschen vermittelt wird, soll nicht Alleingut des einzelnen bleiben, sondern weitergeleitet werden den vielen Menschen, die es benötigen zu ihrem Seelenheil. Es ist die Menschheit in arger Not, sie steht so fern von Gott, daß sie auch Seinen Willen nicht mehr erkennt und in völliger Unwissenheit durch das Erdenleben geht. Die Erdenaufgabe des Menschen aber erfordert das Wissen darum, was Gott von den Menschen verlangt, und also muß es ihnen vermittelt werden. Und deshalb erwählet Sich Gott Erdenkinder, die Ihm zu dienen bereit sind, und gibt ihnen den Auftrag, Seinen Willen den Menschen kundzutun. Er Selbst unterweiset sie zuvor, auf daß sie nun ihr Wissen weitergeben können an die Mitmenschen. Ohne tatkräftige Hilfe geht die Menschheit zugrunde, und tatkräftige Hilfe kann nur das Wort Gottes sein. Es wird aber zur Zeit von den Menschen alles abgelehnt, was an Gott gemahnt oder in der üblichen, traditionellen Weise von über Gott gelehrt wird. Und deshalb gibt Gott aufs neue den Menschen Sein Wort - Er gibt ihnen Aufschluß über ihre Bestimmung und ihre Aufgabe - Er will ihnen näherkommen durch Sein Wort, Er will sie vertraut machen mit allem, was die Schöpfung birgt; Er läßt sie den Zusammenhang aller Dinge erkennen und gibt ihnen die Gebote, die Grundbedingung sind für den Aufstieg zu Gott. Und willige Menschen sollen die göttliche Gabe verbreiten helfen; sie sollen emsig bestrebt sein, die göttlichen Offenbarungen der Menschheit zugänglich zu machen; sie sollen als eifrige Diener Gottes stets und ständig Sein Wirken verkünden; sie sollen die Mitmenschen teilnehmen lassen an dem köstlichen Gnadengeschenk, auf daß das göttliche Wort Eingang finde unter den Menschen, ihren Glauben stärke und sie anrege, alles zu tun, um Gott wohlgefällig zu leben - also die Gebote der Liebe zu Gott und zum Nächsten zu erfüllen. So der Mensch weiß um den Willen Gottes, kann er erst zur Verantwortung gezogen werden, wenn er diese nicht erfüllt. Die Unwissenden können zwar nicht zur Verantwortung gezogen werden, sie können aber auch nicht ihr Erdenleben ausnützen und zu hoher geistiger Reife gelangen, oder aber sie müssen außerordentlich liebetätig sein aus eigenem Antrieb, d.h., die Liebe muß in ihnen sein, dann aber werden sie auch wissen um den Sinn und Zweck des Erdenlebens und um ihre Aufgabe. Denn Gott teilet Sein Wort allen mit, die es begehren, nur nicht immer äußerlich sichtbar, sondern in Form von gedanklicher Übermittlung. Denen aber, denen das Wort so zugeht, daß sie es niederschreiben können, liegt auch die Verbreitung dieses Wortes ganz besonders ob, denn sie empfangen große Gnade und sollen daher auch geben. Sie sollen das Evangelium verkünden allen, die es nicht abweisen. Amen. B.D. NR. 1797.

 

Buch 27 1798

Stunde des Todes.

31. Januar 1941. B.D. NR. 1798.

Für viele Menschen ist der Augenblick des Todes zum Gegenstand unüberwindlicher Furcht geworden, sie bangen davor und schrecken vor jedem Gedanken daran zurück, und es ist dies immer ein Zeichen mangelnder Seelenreife. Unbewußt empfindet die Seele ihren mangelhaften Zustand und erkennt auch den Leibestod als Ende ihrer Erdenlaufbahn - sie empfindet es instinktiv, daß sie das Erdenleben nicht recht ausgenützt hat, und daher ist dem Menschen der Gedanke an den Tod etwas Schreckhaftes. Es beunruhigt ihn die Ungewißheit nach dem Tode, er ist voller Zweifel über ein Fortleben, jedoch auch wieder nicht gänzlich überzeugt davon, daß das Leben endgültig beschlossen ist. Und eben diese Ungewißheit über das Nachher ist es, was den Menschen bangen läßt vor der Stunde des Abscheidens von dieser Welt. Je reifer der Mensch ist, desto weniger berührt ihn der Gedanke an den Tod, und das hat seine Begründung in der Erkenntnis, daß das eigentliche Leben erst nach dem leiblichen Tode beginnt. Das Erdenleben leichten Herzens hingeben zu können ist Vorbedingung für das Eingehen in Lichtsphären, denn es hängt der Mensch dann nicht mehr an irdischem Gut, er hat die Materie überwunden. Alles, was der Mensch auf Erden zurückläßt, ist irdisches Gut, und das soll nicht mehr begehrt, sondern gern und freudig aufgegeben werden. Alles, was der Mensch lieb hat auf Erden, muß er hingeben können leichten Herzens, dann ist sein Scheiden von der Welt leicht. Nichts soll sein, woran der Mensch sein Herz hängt, ansonsten sein Lösen von der Erde immer ein Kampf wäre. Und darum muß jede Begierde frühzeitig überwunden werden, auf daß der Tod zu jeder Stunde an den Menschen herantreten und ihn niemals überraschen kann. Der Wille zu Gott ist gleichfalls bestimmend für das leibliche Ende des Menschen, denn wer zu Gott verlangt, der ist glücklich, so sein irdisches Leben beendet ist. Er ist geistig schon in jenen Sphären und sehnt nur noch die Stunde herbei, die ihn endgültig dahinbringt, wohin der Geist verlangt, wo seine wahre Heimat ist. Und es kann daher die Stunde des Todes wohl für den einen Bangigkeit, Angst und Schrecken bedeuten, dem anderen aber kann sie die Gewährung dessen sein, was der Mensch schon lange sich erträumt und erhofft hat. Sie ist für ihn die Stunde der Befreiung aus jeglicher Form, sie bedeutet für ihn den Eingang in das ewige Reich, in die ewige Herrlichkeit. Und was der Mensch als Tod ansieht, kann für ihn der Eingang in das ewige Leben sein, wenn er das Erdenleben bewußt, d.h. mit Gott, gelebt hat und also reif ist für das Leben in der Ewigkeit. Er kann für ihn aber auch wirklich Tod bedeuten, und dann spürt dies die Seele und schrecket vor jener Stunde zurück, die aber unweigerlich kommt, wenn die Zeit des Erdenlebens, die Gott dem Menschen gesetzt hat, vorüber ist. Und es soll daher jeder Mensch der Stunde seines Todes gedenken und im Hinblick darauf sein Erdenleben bewußt leben, d.h. arbeiten an seiner Seele, daß sie jenen Reifegrad erlangt, der ein leichtes und schmerzloses Hinübergehen von der Erde in das ewige Reich gewährleistet. Amen. B.D. NR. 1798.

 

Buch 27 1800

Das Geheimnis um göttliches Walten und Wirken.

3. Februar 1941. B.D. NR. 1800.

Es ist euch Menschen das ein Geheimnis um das göttliches Walten und Wirken in der Schöpfung verborgen, d.h., es wird euch nicht äußerlich erkennbar sein, wie sich der Werdegang alles Wesenhaften vollzieht, wie geistiges und irdisches Wirken im Zusammenhang miteinander steht und welche Entwicklungsmöglichkeiten das Wesenhafte hat, um sich für das Endziel in der Ewigkeit vorzubereiten. Es muß dies auch gewissermaßen ein Geheimnis bleiben, solange der Mensch nicht tieferes Interesse daran hat, dieses Geheimnis zu lüften - jedoch wird es ihm nicht verwehrt, einzudringen in etwas für die Allgemeinheit Unergründbares. Es sind wohl Schranken gesetzt, die der Mensch aber niederreißen kann, wenn er es will. Es ist gleichsam ein Vorhang vorgezogen, der etwas verhüllt, was die Menschheit nicht fassen würde. Wer jedoch einen Blick hinter den Vorhang tun will, dem ist dieses nicht verwehrt; im Gegenteil, es wird ihm weitgehendst Aufschluß gegeben, er darf den Schleier, der über das Walten und Wirken Gottes gebreitet ist, lüften, sooft er es will. Daß nun Gott das Wissen darum der Allgemeinheit vorenthält, hat seine weise Begründung. Das leere Wissen - das nur der Verstand des Menschen, aber nicht das Herz aufnehmen würde, hätte keinerlei geistigen Wert und würde nur zu einer beispiellosen Verwirrung des menschlichen Denkens führen. Es kann geistiges Wirken nur mit dem Geist erfaßt werden, und wiederum ist nichts in der Schöpfung zu verstehen, solange nicht der geistige Zweck klargelegt wird, denn dem irdischen Schöpfungswerk liegen geistige Ursachen zugrunde. Der Wille, die tiefe Bedeutung alles dessen, was geschaffen ist, kennenzulernen, hat auch das Erschließen des Wissens zur Folge; es lernt dann der Mensch die irdische Bestimmung der Schöpfungswerke als nebensächlich erkennen und der geistigen Bestimmung die tiefere Bedeutung beimessen. Und nun lüftet er den Schleier, weil er wissend werden will. Es ist der Wille die Grundbedingung. Es soll nicht etwas vor den Augen des Nicht-Wollenden ausgebreitet werden, was den Wissen-Wollenden unsagbar beglückt, von ersterem aber völlig unbeeindruckt entgegengenommen würde. Was diesem nun Geheimnis bleibt, ist für den Wissen-begehrenden Menschen wie ein äußerst aufschlußreiches Buch, in das er sich nach Belieben vertiefen und tiefste Weisheit daraus schöpfen kann. Er beginnt nun die geistigen Strömungen zu begreifen, er erkennt das Wirken Gottes, er erkennt den Zusammenhang der einzelnen Schöpfungswerke miteinander und ihren Zweck; und nun begreift er auch seine Mission. Er lebt nun bewußt, während der Nicht-Wissende sein Leben nutzlos lebt, d.h. nur seine irdische Aufgabe erfüllt. Er läuft außerhalb des Vorhanges, er geht daran vorüber und weiß nicht, welche Herrlichkeiten sich dahinter verbergen. Die göttliche Liebe enthält keinem Menschen das Wissen um Sein Wirken und Walten vor. Nur stellt Gott Bedingungen. Also setzt der Mensch selbst sich die Grenzen. Erfüllt er die Bedingungen, so ist auch die Gabe unbegrenzt, die ihm nun geboten wird. Anderenfalls aber scheidet er sich selbst aus, er schließt die Augen, die sehen könnten, und die Ohren, die hören könnten. Er nimmt die göttliche Gnade nicht in Anspruch, zu seinem eigenen Schaden. Es könnte nun dieses geistig gewonnene Wissen von Mensch zu Mensch vermittelt werden, doch auch nun würde sich der Vorhang wieder vorschieben, denn es mangelt dem Menschen, der nicht ernstlich will, auch an der Kraft des Erkennens. Also ist wieder der Wille erforderlich, um das verstehen zu können, was ihm über das Wirken und Walten Gottes in der Schöpfung unterbreitet wird. Es kann der Mensch das Erdenleben zurücklegen, ohne die geringste Kenntnis gewonnen zu haben über dieses göttliche Geheimnis, einstmals aber wird es ihm offenbar werden, so er zur Höhe gelangt ist im Jenseits. Unstreitbar schneller schreitet er aber in der Höherentwicklung fort, so er auf Erden schon sich das Wissen darum aneignet, denn nun kann ihm all sein Denken und Handeln zum Segen werden, weil er das Leben bewußt lebt, weil er die geistigen Strömungen nützet und also in inniger Fühlungnahme steht mit der geistigen Kraft und ihrem Spender, der also gleichsam das Ziel erreicht hat, was einem jeglichen Schöpfungswerk von Gott gesetzt wurde - die bewußte Zuwendung zu Gott - die Ziel und Zweck aller Schöpfung ist. Das Wissen um alles macht es dem Menschen leicht, sich Gott zuzuwenden, der geringste Wille zu Gott vermittelt dem Menschen auch das Wissen, also muß immer erst er Wille tätig werden, dann aber kann der Mensch größten geistigen Erfolg verzeichnen, denn er wird wissend und tritt durch das Wissen und dessen Vermittlung auch in innige Verbindung mit Gott. Amen. B.D. NR. 1800.

 

Buch 27 1801

Unzerreißbares Band vom Jenseits zur Erde.

4. Februar 1941. B.D. NR. 1801.

Die Liebe Gottes läßt es zu, daß geistige vollkommene Wesen mit den unvollkommenen Erdenmenschen in Verbindung treten. In Seinem Willen werden Fäden gesponnen vom Jenseits zur Erde, und doch wird diesen Verbindungen nur wenig Beachtung geschenkt. Es müßte das größte Erlebnis sein für den Menschen, so er davon Kunde erhält, daß Gott Selbst Sich äußert und Seinen Willen kundgibt. Jedoch es berührt die meisten Menschen kaum, und nur eine ganz geringe Anzahl erkennt diesen Vorgang als etwas Ungewöhnliches an und ist beglückt durch die offensichtliche Gnadenzuwendung Gottes. Es ist wie ein undurchdringlicher Nebel, der sich über die Seelen der Menschen gebreitet hat, und die Strahlen der geistigen Sonne vermögen nicht, diesen Nebel zu durchbrechen. Und wiederum ist es, als wehrten sich die Menschen gegen das Erkennen. Sie wollen gar nicht aus dem Dunkel zum Licht geführt werden, sie empfinden ihren Seelenzustand nicht so mangelhaft, daß sie ihn beheben möchten; sie fühlen sich wohl in ihrer Unwissenheit und verlangen daher nicht nach Wissen, und das ist äußerst bedauerlich, denn die kostbarste Gnadengabe geht ungenützt an ihnen vorüber. Und selbst denen, die Gott suchen, mangelt es am rechten Verständnis, denn es sind diese nicht unbefangen. Sie haben sich in ihre gewonnenen Anschauungen verrannt und kommen von diesen nicht mehr los. Sie nehmen wohl Kenntnis vom göttlichen Wirken, doch ihre Herzen hungern nicht nach der göttlichen Weisheit, und also können sie diese auch nicht empfangen, oder aber sie sehen dieses Wunder nicht als solches an. Sie betrachten die empfangenen Weisheiten als menschliches Gedankenprodukt und legen ihnen daher nicht den tiefen Wert bei. Sie gehen auch nicht ein Jota ab von der Lehre, die Menschen ihnen vermittelten, und es läßt sich diese mit der göttlichen Lehre nicht ganz vereinigen. Sie weigern sich jedoch, die alte falsche Lehre dahinzugeben, und es können daher die Äußerungen Gottes noch so sichtlich vor sich gehen, es glauben immer nur die Menschen, die gänzlich unverbildet sind im Geist, d.h., deren Wissensgrad unbedeutend ist und die deshalb von der Welt nicht be geachtet werden. Diese werden ein feineres Empfinden haben und auch deutlich erkennen das Band, das Gottes innige Vaterliebe mit den Menschen auf Erden angeknüpft hat. Und dieses Band ist unzerreißbar. Gottes Liebe läßt etwas erstehen, was Bestand haben soll durch unendliche Zeiten. Er will vielen Menschen dadurch Rettung bringen, sie zur Erkenntnis führen und zum lebendigen Glauben, denn wer in diesem Vorgang das sichtbare Wirken Gottes erkennt, der muß auch unweigerlich zum tiefen, lebendigen Glauben gelangen; das ist der göttlichen Sendung sicherstes Zeichen, daß es den Glauben erfordert an eine unübertreffliche Gottheit und daß dieser Glaube größten Erfolg nach sich zieht. Kann der Mensch diesen Glauben aufbringen, dann wird es ihm auch leicht sein, Gottes Wirken anzuerkennen und zu verstehen, denn er erkennt auch dann ein Reich außerhalb der Erde an, und es ist ihm die Verbindung zwischen beiden durchaus nichts Unmögliches, weil er dann auch an die unendliche Liebe Gottes glaubt und in ihr die Begründung findet für alles, was ist. Gott gibt Sein Wort den Menschen, und dies ist Seiner Liebe sicherstes Zeichen, und selig, die es hinnehmen in tiefem Glauben und Gottes Willen, den Er dadurch kundtut, achten. Amen. B.D. NR. 1801.

 

Buch 27 1803

Verbindungen von der Erde zum Jenseits in Reifezustand.

6. Februar 1941. B.D. NR. 1803.

Darüber darf keine Unklarheit herrschen, daß nur der geistig fortgeschrittene Mensch die Verbindung mit jenseitigen Kräften herstellen kann mit dem Erfolg, daß ihm göttliche Weisheit und unbeschränktes Wissen vermittelt wird. Werden Verbindungen mit dem Jenseits ohne die erforderliche geistige Reife hergestellt, dann nützen solche Gelegenheiten ebenfalls unreife Wesen des Jenseits, und der Erfolg ist bewußte und unbewußte Irreführung durch schlechte und unwissende Kräfte. Vor solchen Verbindungen ist nur zu warnen, denn sie bringen weder den Menschen noch den jenseitigen Wesen geistigen Vorteil, sondern sind eine große Gefahr für diese. Gute geistige Kraft dürfen die Menschen jederzeit anrufen zum Schutz, zur Hilfeleistung und auch zur gedanklichen Belehrung. Und immer werden diese auch bereit sein für die Erdenkinder. Es genügt dann aber auch der stille Anruf in Gedanken. Sucht aber der Mensch eine sichtbare Verbindung herzustellen mit dem Erwarten, daß die jenseitigen Kräfte erkennbar sich äußern, dann ist eine gewisse geistige Reife Vorbedingung, daß sich nun wissende Kräfte kundtun, und zwar werden sich die Kräfte äußern, welche von dem wissenshungrigen Erdenkind begehrt und angerufen werden. Geistig unreife Menschen haben nicht das Verlangen nach der reinen Wahrheit, sondern suchen nur Aufschluß über irdische Fragen, und ihre ganze Wißbegierde besteht nur darin, möglichst viel vom irdischen Leben, von der Zukunft und von irdischen Erfolgen zu erfahren. Und also wird solchen Wünschen entsprochen von ebenfalls irdisch gesinnten Wesen des Jenseits. Verständlicherweise können aber solche Mitteilungen keinen Erfolg für die Seele eintragen, und daher wären sie besser unterblieben, wenn sie nicht den Menschen zum Nachdenken anregen über das Fortleben nach dem Tode und die eigentliche Aufgabe während des Erdendaseins. Dann können auch solche Verbindungen einen Vorteil für die Seele bedeuten, vorausgesetzt, daß der Mensch solche Gedanken nicht gleich verwirft, sondern sie nun der Anlaß sind, daß der Mensch in sich geht und sein Leben nun entsprechend ändert. Dann hat auch eine solche leichtfertigerweise hergestellte Verbindung Segen getragen, so der Mensch dann ernstlich die gedankliche Verbindung herstellt mit den guten, wissenden Kräften, da er nun an diese glaubt und sie nun anruft im vollsten Glauben an ihr Wirken. Amen. B.D. NR. 1803.

 

Buch 27 1804

Maßnahmen der irdischen Macht gegen den Glauben an Jesus Christus.

8. Februar 1941. B.D. NR. 1804.

Es bleibt ein aussichtsloses Beginnen der Welt, die Menschen gänzlich von Christus zu lösen, also Seinen Namen ihnen zu entfremden und Seine Lehre auszurotten. Es wird zwar den Anschein haben, als solle dies der weltlichen Macht gelingen, doch nur bis zu einer gewissen Grenze wird sie den Menschen Zwang auferlegen können, Jesus Christus zu verleugnen, dann aber wird im gleichen Maß wie dagegen auch dafür gearbeitet werden. Und es werden die Jünger Jesu auch über eine Macht verfügen, welche die weltliche Macht weit übertrifft. Sie werden nur unter Anrufung Seines Namens Dinge vollbringen, die der weltlichen Macht unmöglich sind, und dies wird die Schar der Anhänger Jesu vergrößern, und nun wird der Glaube der Menschen ein lebendiger werden, und das Ansehen der weltlichen Macht wird im gleichen Maße schwinden, wie der Glaube an Jesus Christus wachsen wird. Und es wird die irdische Macht nicht mit Wohlgefallen solches betrachten, sie wird vielmehr mit aller Kraft versuchen, den Glauben an Jesus Christus zu erschüttern; sie wird eine drohende Haltung einnehmen und schärfste Strafen androhen denen, die sich für die Verbreitung des göttlichen Wortes einsetzen und sich also als Anhänger Jesu bekennen. Diese werden sich der irdischen Macht beugen sollen und großen Drangsalen ausgesetzt sein. Doch mag es auch irdisch erscheinen, als sei alle Macht auf Seiten derer, sie vermögen nichts gegen die Glaubenskraft der für Gott Streitenden. Diese werden sich äußern durch offensichtliche Zeichen und Wunder, die Gott Selbst wirkt in und durch die Gläubigen. Und wo die Gläubigen sich keinen Rat mehr wissen, dort wird Gott Selbst in Erscheinung treten und den Menschen sagen, was sie tun sollen, und es werden die Menschen sprechen, wann und wie Gott es will, und alle Maßnahmen, welche die Welt und ihre Vertreter ergreifen, um den Glauben an Gott, an den göttlichen Erlöser auszurotten, werden schwaches Menschenwerk sein. Sie werden wenig Erfolg haben, und dies wird ihre Empörung so steigern, daß sie Verfügungen über Verfügungen treffen, doch ohne rechten Erfolg, ohne zum Ziel zu kommen. Es werden in dieser Zeit wohl viele abfallen vom Glauben an Jesus Christus, die aber standhalten und sich zu Ihm bekennen, deren Glauben hält nun die schärfsten Prüfungen aus; sie geben nicht mehr hin, was sie besitzen, denn ihnen bedeutet Jesus Christus weit mehr, als was irdische Macht ihnen je bieten kann. Amen. B.D. NR. 1804.

 

Buch 27 1805

Lehre Christi. Erfüllen der zehn Gebote. Gebot der Liebe.

9. Februar 1941. B.D. NR. 1805.

Selten ist der Mensch zur Annahme einer Lehre zu bewegen, die ihm lästig erscheint, und daher muß sie ihm so geboten werden, daß jeglicher Mißton vermieden wird. Sie muß erst einmal sachlich begründet werden, und es muß der Mensch erkennen, daß nur die Liebe Gottes eine solche Lehre gibt um seiner Veredlung willen. Es wird dem Menschen gezeigt, was er tun soll und wie er sein soll, um vollkommen zu werden. Er muß unterwiesen werden, es müssen ihm Gebote vermittelt werden, und er muß sich allem, was gefordert wird, willig unterziehen. Dann ist die Lehre von oben erfolgreich, dann trägt sie ihm das ein, was ihr Zweck ist - den Reifegrad der Seele, der für das Eingehen in das ewige Leben Vorbedingung ist. Die Lehre Christi umfaßt nun alle Gebote, deren Erfüllung beiträgt zur Gestaltung der Seele nach dem Willen Gottes. Es werden den Menschen Richtlinien gegeben, an welche sie sich halten müssen; sie werden gelehrt von Gott, was recht und was unrecht ist, was sie tun und was sie lassen sollen. Und wollen sie nun Gott-wohlgefällig leben, wollen sie Ihm dienen, Seine Liebe sich erringen, so müssen sie sich genau an die Erfüllung dieser Gebote halten, auch wenn sie ihnen nicht sonderlich zusagen. Immer wird das Erfüllen der Gebote Gottes Selbstbeherrschung verlangen, es wird Entsagung oder Überwindung fordern, und immer wird der Mensch etwas aufgeben müssen, will er den göttlichen Geboten voll und ganz nachkommen. Denn es bedeutet das Erfüllen der Gebote stets Selbstverleugnung. Gott hat diese Gebote erlassen, weil die Menschen gerade das Gegenteil dessen anstreben, was Gott will und durch Seine Gebote zum Ausdruck bringt. Also muß Er den Menschen einen gewissen Zwang auflegen, sie müssen gleichsam ankämpfen gegen ein starkes Verlangen in ihnen, was sie jedoch nicht tun würden, so es nicht von Gott verlangt würde, und die Folge davon wäre, daß sie dem inneren Verlangen nachgeben würden und ihr Reifezustand höchlichst gefährdet wäre. Gott hat alles in Seinen Geboten festgelegt, was zu beachten für die Menschen notwendig ist, und Er hat diese Gebote zusammengefaßt in Seinem Gebot der Liebe: Gott über alles zu lieben und den Nächsten wie sich selbst. Wer diese beiden Gebote treulich erfüllt, der wird alles von selbst tun, was Gott durch die zehn Gebote die Menschen zu tun heißt. Und so wird die göttliche Lehre immer nur zur Liebe gemahnen, und wer sich bemüht, in der Liebe zu leben, der lebt auch ganz der göttlichen Lehre gemäß. Ihm werden keine sonderlichen Gebote gegeben werden brauchen, denn er wird aus sich heraus, weil in der Liebe lebend, jedem Menschen auch seine Liebe entgegenbringen; er wird vor allem zurückschrecken, was wider die göttlichen Gebote geht, denn da er sich schon zur Liebe gestaltet hat, kann er auch nicht anders als Liebe geben und wird sein Leben der göttlichen Lehre stets entsprechen. Amen. B.D. NR. 1805.

 

Buch 27 1821

Leuchtkraft der Sonne.

20. Februar 1941. B.D. NR. 1821.

Ein noch unerforschtes Gebiet ist die Leuchtkraft der Sonne, die wohl einem jeden Menschen körperlich spürbar und auch dem menschlichen Auge ersichtlich ist, die als etwas Selbstverständliches hingenommen wird und doch noch keine Erklärung fand, die der Wahrheit entspricht. Es mögen die Menschen noch so gründlich und exakt forschen, sie werden dieses Problem niemals lösen können kraft ihres menschlichen Verstandes. Denn es ist der Mensch nur befähigt, das auf der Erde und in ihrem Umkreis Befindliche zu ergründen, soweit es dem Erdkreis noch angehörig ist. Darüber hinaus aber ist menschliches Forschen unzulänglich. Es geht der Mensch von Naturgesetzen aus, die überall auf Erden wohl die gleichen sind, jegliche Schöpfungen außerhalb der Erde aber nicht mehr beherrschen. Und so wären also erstmalig die Grundbedingungen zu einer Erforschung unbekannter Schöpfungswerke nicht vorhanden, folglich können auch die Ergebnisse nicht einwandfrei sein, denn sie sind auf einer falschen Grundlage aufgestellt. Die Menschen aber sind von der Richtigkeit dieser Ergebnisse menschlichen Forschens überzeugt, obwohl sie bei tieferem Nachdenken, sofern sie gläubig sind, auf Widersprüche stoßen müßten. Entweder sind sie nicht tief gläubig, oder aber sie denken nicht nach. Und dann kann ihnen auch nicht der Irrtum aufgeklärt werden, und es ist daher unter den Menschen eine Ansicht verbreitet, die geradezu falsch genannt werden muß im Vergleich zur Wahrheit. Der Sonnenkörper birgt wie jedes andere Gestirn Lebewesen auf seiner Außenfläche, ist also belebt. Folglich kann dieser Körper keine glühende Masse sein, die unentwegt ihren Lichtschein zur Erde sendet. Es ist dieser Gedanke fast naiv zu nennen, denn ein fester Körper, der in ständigem Glühen ist, verliert seine Festigkeit, und er würde sonach auch an Form verlieren. Ebenso muß auch in Betracht gezogen werden, daß jedes Erglühen einer Masse brennbaren Grundstoff erfordert - daß also irgendwelche Materie sein muß, die vom Feuer ergriffen und dementsprechend aufgezehrt wird. Alles, was die Sonne birgt, müßte demnach irdische Materie sein, also ein Grundstoff, der zerstörbar wäre durch Feuer, durch ein Element, das gleichfalls irdisch bedingt ist. So nun aber sowohl die Materie als auch das Element in Wegfall kommt, ist keine Erklärung gegeben für einen leuchtenden Himmelskörper. Alles was außerhalb der Erde ist, unterliegt aber niemals den Naturgesetzen, die für die Erde gelten. Der menschliche Verstand faßt nur, was irdisch ihm mit gleichfalls irdischen Naturgesetzen belegt werden kann. Daß es aber in Gottes unendlicher Schöpfung vieles gibt, wozu das den Erdenmenschen zu Gebote stehende Wissen wahrlich nicht ausreicht, wird von jedem weisen und gläubigen Menschen anerkannt werden müssen, denn die Erde ist nur ein sehr winziges Schöpfungswerk im Vergleich zur Unendlichkeit. Und es ist verständlich, daß die Bewohner dieser Erde nicht restlos eingeweiht sein können in die Vorgänge und Beschaffenheit eines jeglichen Schöpfungswerkes. Dinge, die nie auf Erden bestehen, wozu keine Parallele auf der Erde zu finden ist, entziehen sich verständlicherweise dem Verstandeswissen des Menschen; er kann nicht rechnen mit Naturgesetzen, die er nicht kennt, die ihm deshalb unbekannt sind, weil die Bedingungen dafür nicht gegeben sind. Er kann sich daher auch ihre Auswirkungen nicht vorstellen, also auch keine Berechnungen aufstellen, da sie jeglicher Grundlage entbehren würden. Dennoch kann dem Menschen geistig darüber Aufschluß gegeben werden, nur muß er glauben, da ihm, solange er auf Erden lebt, nichts bewiesen werden kann. Jedoch es können auch die weltlich Forschenden ihre Ergebnisse nicht beweisen, sie müssen ebenfalls nur geglaubt werden, und sie werden geglaubt, weil der menschliche Verstand nicht ausreicht,Trugschlüsse zu erkennen und abzuweisen. Und es baut sich nun auf einem solchen Trugschluß ein ganzes Gedankengebäude auf und nimmt nun Form an durch feststehende Lehren. Es wird den Menschen eine irdisch-weltliche Anschauung unterbreitet, es wird eine Behauptung aufgestellt über einen Vorgang, die eine sehr mangelhafte Erklärung für das Entstehen des Lichtes - der Sonnenstrahlen - wären. Und in dieser falschen Anschauung leben nun die Menschen und geben sich mit einer solchen Erklärung zufrieden. Sie gewinnen dadurch ein falsches Bild, weil ihnen das Endziel der menschlichen Seele gänzlich unbekannt ist. Anderenfalls aber nehmen sie die Aufklärung über letzteres nicht an, wieder darum, weil ihnen eben alles irdisch, d.h. als natürliche Auswirkung, erklärt wird, wie das durch solche irrigen Lehren geschieht. Ist der Mensch gläubig, dann zögert er, die menschliche Weisheit anzunehmen, wenngleich er sich auch keine bessere Erklärung geben kann. Aber der Geist in ihm warnt ihn vor der Annahme solcher menschlichen Lehre. Dann betrachtet er die Schöpfung außerhalb der Erde als ein ungelöstes Rätsel, und das ist um vieles besser, als sich abgeschlossene Meinungen darüber zu bilden, die der Wahrheit gänzlich widersprechen. Denn einem Fragenden kann immer noch die rechte Erklärung gegeben werden durch geistige wissende Kräfte - einem schon Zu-wissen-Glaubenden ist schwerlich eine der Wahrheit entsprechende Aufklärung zu geben. Und doch hängt von der rechten Erkenntnis darüber so vieles ab. Amen. B.D. NR. 1821.

 

Buch 27 1822

Vorgang der Lichtausstrahlung.

20. Februar 1941. B.D. NR. 1822.

Der Vorgang der Lichtausstrahlung ist zu vergleichen mit einem fortgesetzten Liebeswirken. Es ist das insofern nicht recht verständlich, als die Lichtstrahlen ersichtlich sind, sich also als etwas Bestehendes nicht ableugnen lassen, wenngleich es kein Raum-benötigendes Schöpfungswerk ist - daß ein Liebeswirken aber eine Tat ist, die als Produkt eine neue Form ergeben müßte. Es ist aber das Licht mehr als ein Vorgang, als eine Form anzusehen, denn es ist nicht greifbar, jedoch wahrnehmbar. Es würde der Mensch auch keine Form daraus bilden können, und es ist dies wieder ein Beweis, daß das Licht eine Kraft ist aus dem überirdischen Reich, denn alles, was irdisch ist, läßt sich zur Form gestalten, sofern der menschliche Wille ernstlich tätig ist. Um die Lichtstrahlen aber irgendwie zu formen, gehört ein bestimmter Reifezustand geistiger Wesen, denen das obliegt. Es müssen diese Wesen völlig unabhängig sein von der Erde und ihren Gesetzen; sie müssen sich zu einer Tätigkeit entschlossen haben, die tiefe Liebe voraussetzt; sie müssen zu ständigem Geben bereit sein, und zwar geben wollen von einer Kraft, die ihnen selbst gleichfalls zuströmt. Es geht diese Kraft von Gott aus, ist infolgedessen geistige Substanz, die in sich leuchtend ist, weil alles, was von Gott ist, eine unvorstellbare Leuchtkraft besitzt. Denn Gott ist Selbst das Licht. Also ist jeder Sonnenstrahl erstmalig die Kraft aus Gott, die zur Erde geleitet wird durch unzählige Wesen, die wieder ihre Mission erfüllen, indem sie als Träger göttlicher Kraft fungieren. Zweitens aber sind die Sonnenstrahlen der Beweis unermüdlicher Tätigkeit dieser Wesen, sie sind gewissermaßen ein Reservoir, woraus unentwegt alles in der Schöpfung gespeist wird. Es spielt sich hier ein Vorgang ab, der erst dann verständlich ist, wenn erkannt wird, daß ohne dieses Weiterleiten der Kraft aus Gott die Schöpfung vergehen müßte, sie also abhängig ist von der Tätigkeit jener Wesen, die unentwegt diese Kraft-Vermittlung, das Weiterleiten an alles die Kraft Gottes Benötigende, zur Aufgabe haben - daß es also einen hohen Liebesgrad erfordert, um ständig zu geben, was diese Wesen selbst empfangen. Es ist diese Mission also ein Liebeswirken des vollkommenen Wesens an dem noch unvollkommenen Wesenhaften, das in der Schöpfung gebannt ist und die Kraftzufuhr aus Gott benötigt, die das aus der Form erlöste Geistige im Übermaß empfängt und kraft seiner Liebe zu dem Unerlösten stets und ständig diesem übermittelt. Es ist dieses die rein geistige Erklärung für einen Vorgang, der irdisch noch ungeklärt ist. Amen. B.D. NR. 1822.

 

Buch 27 1823

Eruptionen. Verschiedenartigkeit der Gestirne.

21. Februar 1941. B.D. NR. 1823.

Für das Universum gilt ein Naturgesetz - die Unzerstörbarkeit dessen, was ist. Es kann nichts vergehen, sondern nur sich verändern nach dem Willen Gottes. Und diese Veränderung geht wieder so vor sich, daß etwas unsichtbar wird, um anderswo sichtbar wieder in Erscheinung zu treten. Jedes noch so kleine Schöpfungswerk trägt dieses Gesetz in sich, so daß also der scheinbare Verfall nur eine Umformung dessen bedeutet, was zuvor war. Es können sonach auch große Schöpfungswerke wie die Gestirne eine andere Form annehmen, jedoch ist dies ein Vorgang, der sich über einen ungeheuren Zeitenraum erstreckt, der Tausende von Jahren erfordert nach irdischer Zeitrechnung, der also niemals von Menschen beobachtet werden kann, sofern es sich um grundlegende Veränderungen eines Schöpfungswerkes handelt. Zumeist sind dann Eruptionen der einzelnen Schöpfungswerke der Anlaß zur Neuformung bildung von gleichen Schöpfungen im verkleinerten Maß. Diese Neuschöpfungen weisen die gleiche Art und Beschaffenheit auf wie das Schöpfungswerk, aus dem sie hervorgegangen sind. Also es werden im Umkreis einer Sonne sich stets solche Gestirne befinden, wo gleiche Aufbaustoffe und gleiche Naturgesetze ihre Zugehörigkeit zu eben dieser Sonne erkennen lassen. Irdisch gesehen, kann nun die Sonne nichts anderes sein als ein unendlich vergrößertes Gebilde gleicher Beschaffenheit wie die sie umgebenden Planeten, da diese aus ihr hervorgegangene Schöpfungswerke sind. Folglich müßten auch alle diese Gestirne mit den gleichen Wesen belebt sein. Doch hier machen sich nun die gewaltigsten Unterschiede bemerkbar. Es birgt nicht ein Schöpfungswerk die gleichen Lebewesen in sich wie das andere, und folglich ist auch die äußere Beschaffenheit eines jeden Gestirns eine andere, und zwar immer den dieses bewohnenden Lebewesen angepaßt. Und das scheidet nun auch wieder eine gleiche Zusammensetzung in stofflicher Hinsicht Beziehung aus. Es ist also nur der Kern eines jeden Gestirns ein Grundstoff, die Außenhülle form jedoch den ihm zugewiesenen Lebewesen entsprechend. Alles im Umkreis einer Sonne Befindliche ist hervorgegangen aus dieser Sonne, d.h. von dieser ausgestoßen worden, hat aber von dem Moment seiner Selbständigkeit an die Beschaffenheit angenommen, die den Lebewesen entspricht, denen dieses Schöpfungswerk zum Aufenthalt werden soll. Die unendlich verschiedenen Reifegrade des noch unvollkommenen Geistigen erfordern auch unendlich viele Schöpfungen von unterschiedlicher Beschaffenheit, so daß darin schon die Begründung liegt für die Verschiedenartigkeit der Gestirne. Amen. B.D. NR. 1823.

 

Buch 27 1824

Unbekannte Naturkräfte Ursache des Lichtes.

22. Februr 1941. B.D. NR. 1824.

In der großen Entfernung aller Gestirne voneinander und von der Sonne, die sie unausgesetzt speist mit Licht und Kraft, ist die Erklärung zu suchen für den geringen Widerstand,den sich die einzelnen Schöpfungen entgegensetzen. Infolgedessen entstehen keine Reibungen, und also ist es auch unmöglich, daß eine dieser Schöpfungen lichtspendend sein oder werden könnte. Daß durch Reibungen Licht erzeugt wird, ist ein Naturgesetz, das sich über alle Schöpfungen erstreckt. Die Sonne dagegen ist das Muttergestirn, es ist das Schöpfungswerk, dem die Aufgabe obliegt, Wärme- und Lichtspender zu sein für alle jene Gestirne, die ursprünglich der Sonne zugehörig waren. Es ist die Sonne, mit irdischen Augen betrachtet, ein Feuerkörper, d.h., die Menschen schließen von der Licht- und Wärmekraft der Sonnenstrahlen, daß diese einen Ausgangsort bedingen, der in sich Feuer ist. Es ist diese Ansicht insofern irrig, als keinerlei Vorbedingung für einen solchen Brandherd gegeben ist. Die Atmosphäre, welche die Sonne umgibt, ist gänzlich abweichend von der der Erde, und es werden dadurch wieder Naturkräfte ausgelöst, für die der Mensch kein Verständnis hat, weil er ihr Vorhandensein nicht kennt. Diese Naturkräfte sind also gewissermaßen die Urheber der Lichtstrahlung, will man den Leuchtvorgang sich irdisch erklären. Das Ergebnis weltlicher Forschung stimmt jedoch insofern nicht mit der Wahrheit überein, als sich der Mensch irdische Vorgänge, in vergrößertem Maß wirksam, vorstellt, daß er dem Licht und der Leuchtkraft unbedingt einen Ursprung geben möchte, den er sich irdisch vorstellt, der aber in Naturkräften und Gesetzen zu suchen ist, über welche den Menschen das Wissen mangelt, das ihnen aber auch in dem Reifezustand auf Erden nicht vermittelt werden kann. Alle irdisch vorstellbaren Voraussetzungen scheiden aus, und jede Aufklärung darüber ist unannehmbar für den Menschen so lange, bis sein Geist in höhere Sphären Einblick nehmen darf. Dann erst wird ihm Aufschluß gegeben werden können. Solange der Mensch aber auf Erden weilt, ist er nicht aufnahmefähig dafür. Amen. B.D. NR. 1824.

 

Buch 27 1825

Mußzustand. Licht - Einfluß auf Unerlöstes.

23. Februar 1941. B.D. NR. 1825.

In jede Materie dringt das Licht des Geistes, d.h., das in der Materie sich bergende Geistige wird von dem Geistigen außerhalb der Materie ständig beeinflußt, das zu tun, was zur Erlösung führen muß. Es ist also das Geistige außerhalb der Materie das von Gottes Willen Beherrschte oder, besser gesagt, dem göttlichen Willen sich Unterstellende. Es wird daher den Einfluß so ausüben, wie es Gott bestimmt. Diesem Geistigen obliegt somit das noch im Anfang seiner Entwicklung stehende Geistige in der Materie, und es führt letzteres nun aus, was das reife Geistige will. Es ist dies der Mußzustand, den jedes Wesen durchmachen muß, bevor es seinen freien Willen als Mensch bekommt. Gleichzeitig aber bringt das reife Geistige dem noch Unentwickelten seinen Zwangszustand in der gebannten Form zum Bewußtsein und regt es an zur Tätigkeit, denn dem Wesen ist dann der lichtlose Aufenthalt in der festen Form zur Qual, und so ein Lichtwesen diese Dunkelheit durchbricht und einen Schimmer des Lichtes dem Geistigen in der Form zukommen läßt, wird das Verlangen nach Licht in dem Wesen geweckt, und dann führt es auch willig aus, was von ihm verlangt wird, und lockert so etwas die Hülle. Es kann der Geist nun schon bedeutend leichter mit dem Geistigen außerhalb in Verbindung treten. Licht ist also gleichzeitig Mittel und Zweck. Licht zuströmen heißt lichthungrig werden lassen; nach Licht verlangen heißt Erfüllung. Denn dem verlangenden Wesen wird Licht gegeben. Es ist daraus ersichtlich, welche Liebe die ewige Gottheit mit Ihren Geschöpfen verbindet, daß sie den Willen in sich tätig werden lassen können, d.h., sie führen zwar in der Form nur den göttlichen Willen aus, es ist jedoch von großem Vorteil für das Wesen, wenn der eigene Wille schon der gleiche ist wie der göttliche Wille, solange es noch im Mußzustand steht. Ein solches Wesen wird die Erdenlaufbahn viel erfolgreicher zurücklegen, es wird eine jede Form nach kurzem Aufenthalt wieder verlassen können, da es willig ausführt, was für das Wesen Erlösung bedeutet. In welcher Weise jedoch das reife Geistige dem gebannten Geistigen beisteht, ist schwer zu erklären. Es sind dies geistige Strömungen, die jedes Schöpfungswerk spüren muß und die nun das schlummernde Geistige zum Erwachen bringen. Nur das ganz widerspenstige Geistige verharrt in seinem Gott-widersetzlichen Willen, und daher ist dessen Außenform noch sehr hart, daß selbst die Liebe der reifen geistigen Wesenheiten nicht vermag, den starren Sinn zu brechen, da dem im Widerstand gegen Gott verharrenden Wesen das Licht nur höchst selten schimmert und der starre Sinn daher nicht leicht gebrochen werden kann zum eigenen Leidwesen, denn es erkennt durch seinen Mangel an Licht nicht, daß es Hilfe gibt für das unreife Wesenhafte, und begehrt daher diese Hilfe auch nicht aus eigenem Antrieb. Daher wird es oft auch gewaltsam aus seinem Starrsinn aufgeschreckt, damit es in einem Zustand vorübergehender Freiheit nun den Vorteil eines freien Zustandes kennenlernt und dann desto verlangender nach Licht strebt, also die geistig reifen Kräfte nun Zugang haben und entsprechend erfolgreich das gebannte Geistige beeinflussen können, auf daß es nun eifrig dem nachkommt, was von ihm verlangt wird, und die Härte der Form um sich nun bedeutend nachzulassen beginnt, nun die Freiwerdung aus diesen Formen verhältnismäßig schnell erfolgt und der Geist aus Gott ungehindert Zutritt hat zu dem in der Materie sich bergenden Geistigen, das nach Erlösung schmachtet. Amen. B.D. NR. 1825.

 

Buch 27 1826

Geistige Erklärung der Eruptionen. Dienen im Licht.

24. Februar 1941. B.D. NR. 1826.

Um das Geistige seine Verbannung fühlbar werden zu lassen, muß ihm sowohl der eigene Zwangszustand als auch die Freiheit des Willens erkenntlich gemacht werden. Es muß das eine als Qual empfinden und das andere als erstrebenswert betrachten, dann erst wird es das Seinige dazu tun, aus dem ersteren Zustand frei zu werden, um zur Freiheit des Willens zu gelangen. Also müssen die Wesen des Lichtes letzteres ausstrahlen auf Schöpfungswerke, dessen Geistiges noch in völliger Dunkelheit schmachtet. Dieses muß den Lichtstrahl angenehm empfinden und ihn nun gleichfort begehren. Es muß also zur Höhe verlangen, wo Licht in aller Fülle ist. Es ist jedoch jede Lichtstrahlung die Folge einer dienenden Tätigkeit, also das Dienen in irgendeiner Form geht voraus, ehe eine regelrechte Lichtstrahlung erfolgen kann. Es ist zwar eine jede Außenform der Lichtstrahlung ausgesetzt, doch ganz verhärtetes Geistiges wendet sich von dieser ab und braucht unendlich lange Zeit, ehe es sich dem Licht öffnet, d.h. dieses auf sich wirken läßt. Dann aber bricht das Verlangen danach mit elementarer Gewalt durch. Dann drängt alles zur Oberfläche, was vordem in der Tiefe war, und strebt nach dem Licht, und dann wird alles verlangende Geistige durch Eruptionen aus seiner langen Gefangenschaft befreit und geht in veränderter Außenform seinen Entwicklungsgang weiter. Und vor einer so gewaltigen Eruption steht nun auch die Erde, deren gefesselte geistige Wesenheiten nach Befreiung verlangen, nach Licht und dienender Tätigkeit. Und es drängt gerade dann das in der Tiefe und Lichtlosigkeit schmachtende Geistige zur Höhe, wenn das Geistige auf der Erde die ihm zugehende Lichtfülle nicht nützt und diese gewissermaßen unbeachtet bleibt. Dann sucht sich das unentwickelte Geistige diese Lichtfülle anzueignen, und es strebt mit elementarer Gewalt danach, was durch Naturkatastrophen zum Ausdruck kommt und grundlegende Änderungen schafft in bezug auf geistige Strömungen. Denn das zur Erdoberfläche gelangende Geistige nimmt nun in starkem Maß eine jede geistige Strömung wahr und entzieht daher geistige Kraft den schon höherentwickelten Wesen, die selbige nicht achten und sie ungenützt lassen, was oft das leibliche Ende dieser Wesen auf Erden bedeutet. Das unentwickelte Geistige nimmt sich geistige Kraft, indem es nun seine Außenform erheblich verändert, d.h. dem Licht einen Zugang bereitet hat. Und nun kann dieses Geistige seinen Entwicklungsgang auf Erden zurücklegen, also ungehindert dem Licht zustreben, es muß nur die ihm zu Gebote stehende Kraft nützen durch dienende Tätigkeit. Ist aber das Verlangen nach Licht erst einmal in dem Geistigen erwacht, dann sträubt es sich auch nicht mehr, in irgendeiner Weise zu dienen, denn es empfindet diese Tätigkeit als Mittel zum vermehrten Lichtempfang und spürt gleichzeitig die dadurch gelockerte Fessel seiner Außenform, und obgleich der Entwicklungsgang nun einem Mußgesetz entspricht, ist das Wesen doch auch selbst bereit, diesen zu gehen, sein eigener Wille ist, obgleich unfrei, übereinstimmend mit dem göttlichen Willen. Amen. B.D. NR. 1826.

 

Buch 27 1827

Kommen in den Wolken. Entrückung?

24. Februar 1941. B.D. NR. 1827.

Eine kleine Weile noch, und ihr werdet Mich kommen sehen in den Wolken, und ihr werdet jubeln und jauchzen und frohlocken, daß sich erfüllet die Schrift. Und die Gerechten werden Meine Stimme hören, und sie wird ihnen lieblich erklingen. Die aber Mich verleugnen, werden starr sein vor Entsetzen und fliehen wollen vor Mir. Doch das Gericht wird sie ereilen, wo es auch sei; denn so der Tag herangekommen ist, den Ich bestimmt habe für das Gericht, wird ein jeder zur Verantwortung gezogen werden und dem Gericht nicht entfliehen können. Und Meine Getreuen werden Mir Lob und Dank singen, daß Ich Mich ihnen offenbare, und sie werden Mich anbeten im Geist und in der Wahrheit, und so sie Mich schauen, werden sie durchdrungen sein von tiefster Liebe zu Mir und fortan Mir dienen mit innigster Hingabe. Denn Ich werde willige, Mir ergebene Diener benötigen nach der Zeit des Gerichtes. Ich will eine Gemeinde gründen und ihr einen Auftrag erteilen; Ich will, daß die Menschen sich vereinen, die Mich erkennen und Meine Lehre verkünden, und so sie zusammenwirken, soll die Gemeinde überall mächtig sein. Ich will aber ausscheiden, die unduldsam und hoffärtig sind, denn diese gefährden das Häuflein Meiner Gläubigen. Ich will mitten unter diesen sein und darum muß tiefste Demut und Liebe den Menschen innewohnen, bei denen Ich Einkehr halte. Und so Ich in den Wolken throne, werde Ich zu Mir emporheben, die Mich also lieben, daß ihre Herzen Mir entgegenschlagen. Und Ich will sie führen an einen Ort, wo kein Leid und keine Trübsal ist. Und Ich will ihnen bereiten ihre neue Heimat, Ich will die Erde neu gestalten und sie herrichten zur Aufnahme jener Mir treuen Diener, und sie werden fortan tätig sein für Mich und in Meinem Willen. Und nun wird eine Zeit des Friedens auf Erden sein, die Menschen werden in der Liebe leben, Gott ehren und lieben, sie werden in Wahrheit Meine Kinder sein, zu denen Ich Selbst herniedersteige, um mit ihnen das Gastmahl zu halten. Ich werde die Menschen zusammentun und ihren Bund segnen, und es wird ein neues Geschlecht hervorgehen, das geistig hoch entwickelt ist und Mein Wort von Mir entgegennimmt - das sich demütig vor Mir beugt und doch in tiefster Liebe mit Mir verbunden ist. Amen. B.D. NR. 1827.

 

Buch 27 1828

Göttliche Ordnung. Sünde.

24. februar 1941. B.D. NR. 1828.

Nur ein Auszug:

In der göttlichen Ordnung zu leben heißt sich ohne Widerstreben den Gesetzen anpassen, die Gott für alle Seine Schöpfungswerke gegeben hat. Es muß gleichsam der inneren Stimme geachtet werden, was sie zu tun dem Menschen vorschreibt, dann wird sich der Mensch auch in der göttlichen Ordnung befinden, d.h. den göttlichen Willen achten und befolgen. Und dann geht er auch den Gang der Höherentwicklung. Jegliches Schöpfungswerk außer dem Menschen befindet sich in der göttlichen Ordnung, da es im gebundenen Willen steht, d.h. alles das nun tun muß, was göttlicher Wille ist und also übereinstimmt mit den Gesetzen, die Gott gab von Ewigkeit. Nur der Mensch ist fähig, diese Gesetze umzustoßen, d.h., gegen diese Gesetze zu verstoßen, weil sein Wille frei ist und dies auch genützt werden kann in einer Weise, die dem göttlichen Willen, der göttlichen Ordnung, widerspricht. Es wirkt sich aber ein solches Zuwiderhandeln der göttlichen Ordnung schädigend aus für seine Seele, indem es den Höherentwicklungsgang gefährdet, ja sogar oft ausschaltet. Denn Gott hat in Seiner Weisheit alles so geordnet, daß es nicht willkürlich von den Menschen geändert werden kann, ohne Schaden nach sich zu ziehen. Es ist vielmehr das genaue Leben nach der göttlichen Ordnung die einzige Gewähr dafür, daß der Mensch vorwärts schreitet auf seinem Gang zur Höhe. So er sich nun von der Stimme des Herzens lenken läßt, wird er niemals gegen die göttliche Ordnung verstoßen, denn diese ist der stille Leiter und Mahner auf seinem Lebensweg, der dort sich meldet, wo der Mensch abzuweichen droht von der Gott-gewollten Ordnung.
1828

 

Buch 27 1831

Zusammenschluß mit Gott.

26. February 1941. B.D. NR. 1831.

Ein heiligmäßiges Verlangen ist es, mit dem göttlichen Herrn und Heiland vereinigt zu sein. Es ist wahrlich nichts, was dem gleichkommt; es gibt keinen beseligenderen Glückszustand als die Vereinigung mit Ihm, und es soll diese Vereinigung daher auch der Inbegriff jeden Verlangens sein. Was der Erde angehört, soll freudig dahingegeben und das Seligste dafür eingetauscht werden; alles Leid der Erde soll der Mensch willig auf sich nehmen und immer nur des süßesten Lohnes gedenken - des Zusammenschlusses mit Gott, der alles Leid und alle Qualen aufwiegt - der alle Not und diesirdische Trübsal beendet. Es ist dieser Zusammenschluß etwas so unvorstellbar Beglückendes, daß alles Schwere zuvor klein dagegen erscheint und - wüßte der Mensch davon - er noch viel mehr Leid geduldig auf sich nehmen würde, um nur dieser himmlischen Gnade gewürdigt zu werden. Und doch soll es jedes Menschen Bestreben sein, auch ohne dieses Wissen den Zusammenschluß mit Gott herbeizuführen. Die Liebe zu Ihm und zu seinem Nächsten soll ihn in jenen Zustand versetzen, der Vorbedingung ist für das höchste Glück. Denn er gestaltet sich dann gleichfalls zur Liebe, und er muß unweigerlich dann der ewigen Liebe näherkommen, es muß sich das Wesenhafte in ihm mit der Urkraft verschmelzen, und also muß er wieder sein, wo er ehedem war - in Gott. Eine Vereinigung mit der höchsten Wesenheit muß ihm nun auch alles eintragen, was göttlicher Anteil ist - Licht und Kraft. Und dies bedeutet ewige Herrlichkeit, Glück und Frieden. Denn im Licht zu stehen heißt, um alles zu wissen, der Finsternis entronnen zu sein und fortan erlösend tätig sein zu dürfen zur eigenen Beglückung. Und teilnehmen zu dürfen an göttlicher Kraft heißt, gestalten und erschaffen zu können gleich Ihm, geben und austeilen zu können, zu handeln und zu denken im göttlichen Willen und also ein Leben zu führen, das allen Wünschen entspricht, denn der Zusammenschluß mit Gott ist das Endziel eines jeden Wesens. Und es können die Menschen diesen beglückenden Zustand schon auf Erden erreichen, so sie sich zur Liebe gestalten. Sie können diese unfaßbare Gnade noch zur Zeit ihres Erdenwandels in Empfang nehmen durch das Vernehmen des tönenden Wortes im Herzen. Den göttlichen Willen auf Erden sich ständig zur Richtschnur zu machen und immer nur bestrebt sein, Ihm näherzukommen, läßt das Herz zur Liebe werden, der liebende Mensch aber kann nicht anders als Liebe geben, also gibt auch Gott ihm, und zwar Sich Selbst im Wort. Und so das Erdenkind die göttliche Stimme im Herzen tönend zu vernehmen vermag, hat der Zusammenschluß mit Gott stattgefunden und kann ewig nicht mehr gestört werden. Denn was Gott erfaßt hat mit Seiner Liebe, läßt Er ewig nicht mehr von Sich, und darum kann der Mensch nun nicht anders, als sich mit seinem Leben einzusetzen für seinen göttlichen Herrn und Heiland, für Seinen Namen und Seine Lehre. Er wird Ihn bekennen vor aller Welt und dieser ein Zeugnis ablegen von göttlicher Kraft, denn diese strömet so offensichtlich auf (in) einen solchen Menschen über, daß er der Welt beweisen kann die Kraft und Stärke des rechten Glaubens, den er nun vertritt den Menschen gegenüber, die ihm nach dem Leben trachten. Denn er fürchtet nicht den Leibestod, hat er doch das ewige Leben gefunden durch die Vereinigung mit dem Herrn. Amen. B.D. NR. 1831.

 

Buch 27 1832

Tönendes Wort Beweis.

26. Februar 1941. B.D. NR. 1832.

Der untrüglichste Beweis des Zusammenschlusses mit Gott ist das tönende Wort. Es ist wie himmlische Musik, die im Herzen klingt - es ist ein unvergleichlich schöner Zustand, der im Menschen Seligkeit auslöst, und es ist das Gefühl süßester Zweisamkeit, denn es verspüret der Mensch die Nähe des Herrn. Und nichts auf Erden wiegt diesen beglückenden Zustand auf, nichts anderes kann solche Seligkeit spenden als die Nähe des göttlichen Herrn und Heilands. Und doch sind nur wenige Menschen in einem solchen Liebesgrad stehend, daß sie des tönenden Wortes gewürdigt werden. Es bietet Gott Selbst das Herrlichste dem Menschen auf Erden an, aber nur wenige begehren dieses köstliche Geschenk, das das Leben auf Erden zu einem Paradies gestalten kann. Wenige nur geben ihr Herz gänzlich dem Heiland hin und begehren nichts mehr von der Welt.Wenige nur gehen in der Liebe zum Nächsten auf und teilen alles, was sie selbst besitzen, mit ihm - wenige geben alles hin, um wieder alles empfangen zu können. Je williger das Erdenkind ist und je weniger es dem göttlichen Wirken Widerstand entgegensetzt, desto eher wird es die Stimme Gottes in sich vernehmen können, denn die feinsten geistigen Schwingungen müssen beachtet werden, und voller Innigkeit muß das Herz zu Gott verlangen. Es sollte der Mensch nur danach streben auf Erden, denn so er dies erreicht hat, ist er gefeit gegen alle Anfechtungen des Bösen. Er verlangt nichts mehr vom Leben als nur die göttliche Liebe, die sich hörbar äußert. Es schweigen alle Wünsche, so der Herr Selbst spricht im Herzen des Menschen, und dann unterweiset Er das Erdenkind, und so dieses Seine Stimme hörbar vernimmt, verstummt jeder Zweifel. Es ist aber auch nur eine solche innige Verbindung herzustellen im tiefsten Glauben, denn so der Mensch nicht glaubt, daß bei Gott kein Ding unmöglich ist, wird er auch nicht so ausdauernd in sich hineinhorchen, um die göttliche Stimme zu vernehmen. Und ob auch den Menschen das Wissen darüber vermittelt wird, ihr Glaube ist zu gering, als daß sie alles daransetzen würden, eines solchen Geschenkes sich würdigzuerweisen. Unnennbaren Segen trägt das tönende Wort dem Menschen ein, denn er schreitet dadurch merklich zur Höhe. Mit dem Hören des Wortes empfängt der Mensch unvorstellbare Kraft und Gnade, und die innige Verbindung trägt ihm unnennbaren geistigen Vorteil ein, denn mit dem Herrn verbunden zu sein schon auf Erden erfordert einen Reifegrad, der dem Menschen bei seinem irdischen Ableben das Eingehen in die Lichtsphären einträgt, in denen er Gott schauen darf von Angesicht zu Angesicht. Amen. B.D. NR. 1832.

 

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