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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 25

B.D. NR. 1520 - B.D. NR. 1623
14.7.1940-20.9.1940
1538 1543 1559 1568 1595  1604 1608 1609 1615

 

Buch 25 1538

Hergang der Katastrophe.

25. Juli 1940. B.D. NR. 1538.

Die Lehrkräfte des Jenseits bemühen sich in immer gleicher Weise um dich und suchen dich leicht aufnahmefähig zu machen, doch nicht immer ist dein Herz aufnahmewillig, und es entstehen dann solche Hindernisse, die das Aufnehmen erschweren. Es muß ungeteilte Aufmerksamkeit den Gaben des Himmels entgegengebracht und alle irdischen Gedanken gemieden werden, dann finden die Gedanken der jenseitigen Freunde leichten Eingang. Die göttliche Liebe sendet dir Boten entgegen, die dich stärken sollen in deinem Empfangswillen. Sie bringen dir eine Kundgabe, die in verständlicher Weise dir den Hergang der Katastrophen beschreibt, die entscheiden sollen über Tod und Leben des einzelnen. Die wenigsten Menschen beachten die Anzeichen der kommenden Zeit. Sie verwundern sich wohl über Abwechslungen oder Unregelmäßigkeiten, die sich in der Natur bemerkbar machen, gehen jedoch mit einer Leichtfertigkeit darüber hinweg. Sie sehen darin keine Äußerung des göttlichen Willens, sondern eben nur eine Zufälligkeit. Und also werden sie auch anfänglich den Erscheinungen keine Beachtung schenken, so das Naturgeschehen im Anzuge ist. Es werden durch Windhosen zuerst die Menschen aufmerksam gemacht werden auf ein heranziehendes Unwetter. Es wird dies so plötzlich kommen, daß Mensch und Tier in größte Bedrängnis kommen, denn sie vermögen kaum, dem heftigen Sturm Widerstand zu bieten, und dies wird der Anfang sein. In kleinen Abständen werden heftige Erdstöße spürbar sein, und es wird sich der Himmel verdunkeln, ein Donnergetöse wird vernehmbar sein, und es ist dies so furchtbar, daß unter Mensch und Tier eine Panik ausbricht, daß diese in der Flucht ihre Rettung suchen. Doch die Dunkelheit hindert sie, und die Not wird immer größer, das Getöse wird immer lauter, die Erderschütterungen immer heftiger, die Erde öffnet sich, und gewaltige Wassermassen brechen sich Bahn aus dem Erdinneren. Und wohin das Auge sieht - Wasser und Finsternis und ein unbeschreibliches Chaos unter den Menschen, die ihre entsetzliche Lage erkennen und in ärgster Bedrängnis sind. Es werden die Tage zuvor so strahlend sein, daß eine gewisse Sorglosigkeit die Menschen ergriffen hat, und es wird der Umsturz so plötzlich kommen, daß niemand Vorsorge treffen kann in irdischer Beziehung, diese aber auch völlig unnütz wäre, denn es widersteht diesen Elementen keine irdische Macht. Nur der gläubige Mensch spürt nun die göttliche Allmacht - und vertraut sich seinem Schöpfer an. Und ob auch sein Herz bangt und zagt, so er das Treiben der Elemente sieht, er harrt doch geduldig, bis ihm Hilfe kommt, denn er sendet seine Gedanken hinauf zu Ihm. Wer des Lebens Sinn und Zweck erfaßt hat, weiß, daß nun die Stunde der Entscheidung gekommen ist für einen jeden Menschen. Und er wird versuchen, geistige Hilfe zu bringen, wo es nur möglich ist, er wird die Unglücklichen trösten und sie zu Gott hinweisen; er wird helfen, indem er ein Lichtlein anzündet in tiefster Dunkelheit. Denn Gott wird jenen die Möglichkeit geben, zu wirken für Ihn - Jenen, die Ihn erkannt haben und sich Ihm zum Dienst anbieten, Ihnen wird ein reiches Betätigungsfeld zugewiesen werden, und der Samen wird auf guten Boden fallen, denn Gott verschonet, die Seiner achten oder in größter Not zu Ihm finden. Amen. B.D. NR. 1538.

 

Buch 25 1543

Auftauchen der Gedanken. Aufnahmefähigkeit.

28. Juli 1940. B.D. NR. 1543.

Aus der Fülle der Gedanken steigt immer jener Gedanke zur Oberfläche empor, der sich dem Willen des Menschen anpaßt - d.h., es ist der Wille selbst Ursache, in welcher Bahn sich das Denken des Menschen bewegt. Es ist das menschliche Gehirn voller Eindrücke; alle suchen in das Bewußtsein des Menschen zu dringen, jedoch es entscheidet sich der Wille für einen bestimmten Gedanken, und dieser wird nun weitergesponnen oder auch abgewiesen, je nachdem des Menschen Geist in Verbindung tritt mit dem Gottesgeist, sofern geistige Ergebnisse angestrebt werden. Es ist das keineswegs so zu verstehen, daß der Mensch nur solche Gedanken haben könnte, wie er sie als nur Mensch anstrebt. Es kann auch nun der Geist aus Gott tätig sein, indem er auch die Außeneindrücke auf den Menschen wirken läßt, so daß ein jeder der aufgenommenen Gedanken von Bedeutung sein kann, sofern der Mensch geistiges Wissen anstrebt und also Aufklärung begehrt. Während bei einem irdisch gesinnten Menschen nur der Denkapparat als solcher in Funktion tritt, also die Beantwortungen der gestellten Frage belanglos sind, da sie der geistigen Förderung des Menschen nicht dienen. Es kann also eine jede Frage geistig gestellt und also auch geistig beantwortet werden, sowie dieselbe Frage auch rein irdisch Beantwortung finden kann. Und so ist der Born, aus welchem dem Menschen Weisheit vermittelt werden kann, unerschöpflich, denn es wird stets und ständig der Geist aus Gott solche austeilen, denn göttliche Weisheit ist unbegrenzt. Nur davon hängt es ab, wieweit die menschliche Seele sich gestaltet hat, um das vom Geist ihr Vermittelte aufnehmen zu können. Sie muß sich in einen Zustand gebracht haben, daß sie die feinsten Schwingungen des Geistes spürt und das leiseste Klingen der Herzensstimme in sich vernimmt. Geben und belehren will der Geist aus Gott immer, doch nicht immer sind die Empfangsgeräte so sorgfältig eingestellt, daß sie die leisesten Schwingungen vernehmen. Es muß der Mensch sein Ohr willig der Welt verschließen, er darf keinem irdischen Gedanken in sich Raum geben, er darf nichts Fremdes als Störung einlassen, sondern er muß einzig und allein der Regungen in sich achten, die geistig bedingt sind, also vom Geist im Menschen der Seele vermittelt werden möchten. Anfänglich ist diese Stimme im Herzen des Menschen nicht leicht verständlich und erfordert größte Aufmerksamkeit und Ausschalten jeglichen irdischen Gedankens. Doch es kann der Mensch äußerst leicht zur mühelosen Entgegennahme von geistigen Botschaften gelangen, wenn er bestrebt ist, alles irdische Denken auszuschalten, und nur vom göttlichen Geist belehrt zu werden begehrt. Die Welt mit allem ihr Anhaftenden stört die innerliche Verbindung mit den reingeistigen Gebern göttlicher Wahrheit, also wird immer der Empfang schwierig oder auch ganz unterbunden sein, solange irdische Probleme den Menschen noch berühren und diese nicht völlig ausgeschaltet werden können zur Zeit, da eine Vermittlung von Geistesgut stattfinden soll. Es ist von ganz besonderer Wichtigkeit, daß alle Anreize der Welt gemieden werden müssen, soll die Seele geistig gefördert werden und der Mensch sein Wissen um geistige Wahrheiten vermehren, denn es ist jede irdische Ablenkung hinderlich, weil sie die Seele des Menschen unfähig macht, die geistige Stimme zu hören, und auf anderem Wege dem Menschen die göttliche Weisheit nicht vermittelt werden kann so, daß sie ungezweifelt aufgenommen wird. Und darum muß die Trennung von der Welt restlos stattgefunden haben, will das Erdenkind Einblick nehmen in die Wunder der göttlichen Schöpfung, die ihm anders vorenthalten bleiben nach dem weisen Ratschluß des Herrn. Amen. B.D. NR. 1543.

 

Buch 25 1559

Die Pforte zur Ewigkeit kann schon vor dem Tode durchschritten werden.

8. August 1940. B.D. NR. 1559.

Wem sich die Pforten zur Ewigkeit öffnen, dessen Erdenleben braucht nicht unbedingt beendet sein, denn er kann auch in diesem Leben schon Einblick nehmen dürfen in das Reich, das außerhalb des Erdenlebens besteht, er kann wissen um alles, ohne dem Erdenleben entrückt zu sein. Denn es kann der Mensch noch auf Erden einen Reifezustand erlangen, der ihm den Einblick in das ewige Reich gestattet. Sich mit jenem Reich außerhalb der Erde und dessen Bewohnern verbinden zu können ist ein Beweis dessen, daß die Pforten zur Ewigkeit nicht immer erst mit dem leiblichen Tode durchschritten werden, sondern daß es für manche Erdenkinder gar keine Schranken gibt, die ihnen den Eintritt in das Reich der Ewigkeit verwehren. Sie leben auf der Erde und sind doch ebenso auch in jenen Sphären zu Hause, weil der göttliche Geist in ihnen jegliches Hindernis überwindet und überall und zu jeder Zeit gegenwärtig sein kann - er also im Reich des Ewigen weilet auch dann, wenn der Körper noch auf der Erde festgehalten wird. Ein solches Erdenkind wird auch den Tod nicht schrecken - den leiblichen Tod, der die Menschen schrecket. Es wird mit dem Wissen um das ewige Leben ausgestattet sein, daß es nur den Augenblick herbeisehnt, wo es jegliche Bindung mit der Erde aufgeben kann. Es wird der Geist in seine wahre Heimat einziehen, er wird nun ständig dort sein, wo er während seines Erdendaseins nur zeitweise weilen konnte und also gleichsam nur dann Eingang fand in jenen Regionen, wenn der Wille des Menschen dies zuließ. Nun aber kann er dauernd dort sein, wohin sein Sehnen auf Erden ihn schweifen ließ. Und also hat der Mensch dann die Schrecken des Todes überwunden, wenn er bewußt während des Erdendaseins in jenes Gebiet einzudringen versuchte, das der Aufenthalt alles Geistigen ist nach Beendigung des Erdenlebens. Es schrecket ihn nicht mehr das Ungewisse des Nachlebens, er sieht auch nicht das Fortleben als etwas Zweifelhaftes an, er steht im Wissen, und das bedeutet, daß er auch das Wirken der Lichtwesen erkennt und sich diesen Lichtwesen übergibt, eben weil er die Folgen der Unwissenheit erkennt und sich selbst befreien will aus einem unwürdigen Zustand, der sein Los auf Erden ist, bevor er an sich selbst arbeitet, um die Verbindung mit dem Geistigen im Jenseits eingehen zu können. Es ist der Mensch um vieles besser daran, dessen Glauben ihn erkennen ließ die göttliche Liebe und Barmherzigkeit und der nach dieser Liebe und Barmherzigkeit Verlangen trug, denn sie ward ihm schon auf Erden. Es durfte das Erdenkind schauen in ein Gebiet, das Zeugnis ablegt von der unendlichen Weisheit des Herrn, es durfte selbst geistiges Wissen austeilen auf Erden und also die Schranken niederreißen, die den Erdenmenschen trennen von jenen Lichtwesen - es durfte schon auf Erden eingehen durch die Pforten zur Ewigkeit. Denn es nahm etwas entgegen, was geboten wurde unmittelbar von jenen Wesen, die dieses Lichtreich bewohnen, und also verliert der Tod alle Schrecken für jene Erdenkinder, die nur Gott dienen wollen und im Dienst für Gott wahre Überwinder des Todes wurden. Amen. B.D. NR. 1559.

 

Buch 25 1568

Grob-Stoffliches. Form. Substanz.

15. August 1940. B.D. NR. 1568.

Die grobe Verstofflichung ursprünglich geistiger Substanz wird sich so lange nicht umgehen lassen, wie eine Außenform nötig ist, um das Geistige in dieser Form zum Dienen zu zwingen. Das Geistige ist im ungebundenen Zustand auch ein freies Wesen, das über sich selbst bestimmen kann. Sobald jedoch dieses Geistige mit einer Hülle umgeben ist, wird es gehindert in seiner Selbstbestimmung. Es wird gefesselt eben durch eine stoffliche Hülle, die es nun in einer bestimmten Zeit überwinden muß, um wieder davon befreit zu werden. Alles Stoffliche um die geistige Substanz ist verdichtetes Geistiges, also in sich gleichfalls geistige Substanz, d.h. hervorgegangen aus der alles erschaffenden Macht, jedoch durch göttlichen Willen zur Form geworden, die unreifes Geistiges in sich bergen soll. Denn alles, was aus Gott hervorgegangen ist, ist geistige Substanz, nur ist der Reifegrad dieser Substanz verschieden, und also ist ein Unterschied zu machen zwischen dem in der Form befindlichen Geistigen und dem Geistigen, das zur Form geworden ist. Das Geistige in der Form ist durch den göttlichen Willen schon so weit entwickelt, daß es den Aufenthalt in den verschiedenen Formen oft wechseln darf, während das Geistige, das zur Form geworden ist, noch im Anfang seiner Höherentwicklung steht. Das noch unentwickelte Geistige ermöglicht nun dem schon reiferen Geistigen - die ihm bestimmte gestellte Aufgabe zu erfüllen. Es dient dadurch diesem Geistigen, indem es auch ihm verhilft zum Dienen. Und so schreitet alles in der Schöpfung in der Entwicklung vorwärts. Das grobe Stoffliche erscheint dem Menschen vergänglich ist aber in seiner Substanz ebenso wenig vergänglich, als das Geistige, das von der stofflichen Hülle umschlossen ist. Denn es zerfällt wohl scheinbar in nichts, löst sich aber in Wirklichkeit nur in seine Substanz auf, sofern es seine eigentliche Aufgabe erfüllt hat. Man unterscheidet also ein Fliehen des Geistigen aus der Form und ein Verflüchten der Form selbst. Das aus der Form frei gewordene Geistige sucht sich je nach dem Reifezustand eine neue Hülle - während die Form selbst sich auflöst in ihre Ursubstanz und so lange wieder flüchtiges Element ist, bis es wieder durch Gottes Willen sich verdichtet zu einer neuen Form. Das grobe Stoffliche ist also demnach nichts anderes als etwas Geistiges, das dem Willen Gottes entsprechend sichtbar wird für den Erdenmenschen - das also die Form annimmt, die Gott ihm bestimmt und die so lange Form bleibt, wie der göttliche Wille eine solche benötigt für das in der Höherentwicklung befindliche Geistige. Die Form ist sichtbar, solange das Geistige seine Aufgabe noch nicht recht gelöst hat, wird jedoch unsichtbar, so die Aufgabe erfüllt ist. Amen. B.D. NR. 1568.

 

Buch 25 1595

Erfüllen des Gebotes der Nächstenliebe ohne Liebe.

3. September 1940. B.D. NR. 1595.

Das Gebot der Nächstenliebe verpflichtet euch wohl zu Handlungen, die dem Nächsten dienen, doch so ihr nur diese Handlungen vollbringt, ohne in euch das Gefühl der Liebe zum Nächsten zu verspüren, so seid ihr wohl bemüht, dem göttlichen Gebot nachzukommen, und es wird euch dies als guter Wille angerechnet werden, jedoch es entbehren solche Taten der erlösenden Kraft. Es ist mehr eine Folge dessen, daß ihr Gott fürchtet, nicht aber, daß ihr Ihn liebt - daß ihr wohl Seine Macht anerkennt, nicht aber Seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit. Einen mächtigen Herrn werdet ihr fürchten, einen lieben, gütigen und barmherzigen Herrn aber wiederlieben mit aller Innigkeit eures Herzens. Und also kennt ihr Gott nur als den Gesetzgeber an, ihr achtet Sein Gebot, aber ihr vernehmt nicht in diesem Wort die Stimme der Liebe, die euch ja nur die Kraft zufließen lassen möchte, indem sie euch zur Liebe mahnt. Es ist die Liebe der einzige Weg, auf dem ihr in den Besitz des Köstlichsten, der Kraft aus Gott, gelangen könnt; also müßt ihr dieses Gefühl in euch erst zu erwecken suchen, ihr müßt euren Nächsten betrachten als euren Bruder, der aus dem gleichen hervorgegangen ist, wie ihr selbst. Ihr müßt euch seine Leiden und Sorgen vor Augen halten und mit ihm fühlen und nun ihm dieses Leid zu verringern suchen. Ihr müßt die göttlichen Gebote erfüllen, weil euch das Herz dazu treibt, und ihr müßt immer euch selbst in die gleiche Lage denken, dann werdet ihr Mitgefühl haben mit dem Nächsten und ihm sein Los zu verbessern versuchen oder ihm tragen helfen. Und dann kann euch die Kraft aus Gott zufließen, ihr empfanget die Liebe, die ihr gebt, tausendfach zurück, denn wie ihr messet, so wird euch zugemessen werden. Und Gottes Liebe empfangen zu dürfen macht euch selbst das Leben leicht, und ihr werdet dann mit vollen Händen austeilen wollen dem, der darbet an Leib und Seele. Jedoch immer müsset ihr die Liebe entzünden in euch - und alles tun aus freiem Willen, nicht nur, um eurer Pflicht nachzukommen. Denn jedes in Liebe vollbrachte Werk erweckt Gegenliebe, und es wirket dann erst der Mensch erlösend, so die Liebe in ihm tätig wird. Amen. B.D. NR. 1595.

 

Buch 25 1604

Irdische Sorgen. Mangelnder Glaube und Vertrauen.

9. September 1940. B.D. NR. 1604.

Es quälen sich die Menschen mit Sorgen, die unberechtigt sind, wenn sie um ihres Leibes Wohlergehen bangen, und sie nehmen sich selbst dadurch die Fähigkeit, die Arbeit an ihrer Seele zu vollbringen. Es ist so unwesentlich, wie der Körper sein Leben auf dieser Erde verbringt, wichtig dagegen, welche Fortschritte die Seele macht, und daher soll eure ganze Sorge nur der Seele gelten. Und ob es auch scheinet, als gerate der Körper in Not, so genügt ein vertrauensvolles Gebet zum Vater im Himmel, und es wird jede Not behoben sein. Doch das ist es, was euch mangelt, der Glaube, daß Einer euch helfen kann und daß Dessen Liebe so groß ist, daß Er euch helfen will. So ihr jedoch nicht glaubt, beraubt ihr euch selbst dieser Hilfe. Der Mensch soll wissen, daß alles - Leid und Freude, Glück und Ungemach - vom himmlischen Vater Seinem Kinde auferlegt wird und daß alles eine Prüfung ist, um dessen Glauben zu stärken. Erst wenn ihr alles als Gottes Schickung betrachtet, wird in euch der Glaube stark werden, und ihr werdet euch und eure Sorgen dem himmlischen Vater anvertrauen und Ihn bitten, sie von euch zu nehmen. Nichts geschieht gegen den göttlichen Willen, um alles weiß Gott, und diese Erkenntnis wird euch still und ergeben tragen lassen, was Gott euch sendet. Amen. B.D. NR. 1604.

 

Buch 25 1608

Göttliche Ordnung. Chaos. Lenkung dessen zum Segen.

12. September 1940. B.D. NR. 1608.

Für das Weltall gilt nur ein Wille. Und dieser Wille regieret alles Geistige sowie auch irdisch Schaubare, d.h. Sein gesamtes Schöpfungswerk, das ja durch Seinen Willen entstanden ist. Soweit nun dem göttlichen Willen Folge geleistet wird von dem Geistigen sowohl, das noch in der Form gebannt ist, als auch dem Geistigen, das jeder Fessel ledig ist, ist die göttliche Ordnung völlig hergestellt, und es kann nur ein Höherentwickeln alles Geistigen die Folge davon sein. Der Zustand des freien Willens aber, der dem Geistigen zur letzten Erlösung gewährt wird, ist für dieses oft die größte Gefahr, denn es beginnt gegen den göttlichen Willen zu revoltieren. Es räumt also durch seinen Willen dem Gegenpol Gottes eine gewisse Macht ein, die sich nun dem göttlichen Willen entgegenstellt. Und diesen Willen zwingt Gott nicht, und daher ist während der Verkörperung als Mensch die irdische Schöpfung gewissermaßen einer anderen Macht preisgegeben, sowie der Mensch selbst dazu die Zustimmung gibt. Also stellt sich nun der menschliche Wille bewußt gegen den göttlichen Willen und wird nicht daran gehindert, muß aber die Folgen des verkehrten Willens auf sich nehmen. Der göttliche Wille gilt immer der Vollendung, dem Guten, dem lichten Zustand Seiner Wesen und der Vermehrung guter geistiger Kraft, während der Wille des Gegners nur das Gegenteil anstrebt und der Mensch durch seinen Willen dieses Bestreben unterstützt, also begünstigt. Und nur dadurch ist es möglich, daß auf Erden ein Chaos ohnegleichen ist, daß geistig sowie irdisch ein Zerfall zu verzeichnen ist, daß sich die Elemente der Unterwelt so deutlich bemerkbar machen und die Menschheit dem Untergang immer mehr entgegengeht. Denn der Widersacher will dies so, er will alles zunichte machen, was von Gott zeugt, und Dessen Macht an sich reißen. Und es gelingt ihm das insoweit, als der Wille des Menschen ihm gefügig ist. Jedoch zwingen kann er diesen Willen nicht, ihn nur derart schwächen, daß er sich ihm völlig unterstellt. Daher ist der Zustand des freien Willens insofern eine Gefahr für das Wesen, daß er dieses wieder zurückwerfen kann in tiefste geistige Nacht, die es nun schon zum größten Teil überwunden hatte. Der göttliche Wille regiert aber dennoch alles, was besteht, wenngleich Er dem Wesen den freien Willen läßt und Er den Willen des Widersachers nicht bannt. Er lenkt auch alles durch diesen bösen und verkehrten Willen Hervorgerufene wieder so, daß es dem Menschen dennoch die Freiwerdung aus dieser Gewalt eintragen kann. Die Menschen verursachen selbst alles Unheil, das sie trifft, und doch kann dieses Unheil ihnen wieder zum Segen gereichen, also ist wohl der freie Wille Anlaß zu den entsetzlichsten Vorgängen auf der Erde, und doch können diese dem einzelnen Menschen wieder die Erkenntnis bringen - sie können Anlaß sein zur völligen innerlichen Umgestaltung, zur Abkehr von dem, der Urheber des Entsetzlichen war. Was der menschliche Wille verschuldet, kann durch den göttlichen Willen zum Gegenteil dessen werden, was es eigentlich sein sollte. Es kann völliger Zerfall und unbeschreibliches Chaos plötzlich die Gedanken des Menschen ordnen und dem göttlichen Willen untertan machen, und jede Tat, die böser Wille gebar, kann zur Rettung irrender Seelen führen, indem diese das Verabscheuungswürdige erkennt und sich nun voll Verlangen ihrem Schöpfer zuwendet und nun endgültig ihren Willen dem göttlichen Willen unterstellt. Amen. B.D. NR. 1608.

 

Buch 25 1609

Forschen mit und ohne Gottes Hilfe. Wahrheit.

12. und 13. September 1940. B.D. NR. 1609.

Die einzige Möglichkeit einer lückenlosen Aufklärung weiset der verstandesmäßig Forschende zurück mit der Begründung, daß ihm für solcher Art gewonnene Lösungen keine Garantie für die Wahrheit geboten werden könne. Und doch gibt es keinen anderen Weg, um der reinen Wahrheit näherzukommen als durch geistiges Forschen. Es kann der irdische Wissenschaftler bis ins kleinste Beweise erbringen, er wird doch irren, solange er unglaubwürdig ist und sich selbst für fähig hält, geistige Probleme zu lösen. Und daher gehen die Ergebnisse der so Forschenden sehr weit auseinander, so wie sie in ihrer Einstellung zu Gott ebenfalls verschieden sind. Und es wird immer seine Ansichten mit Überzeugung vertreten können, der mit Gottes Hilfe an das Erforschen solcher geistigen Probleme herangeht, irrend aber sein und bleiben, der Gottes Hilfe dazu nicht zu benötigen glaubt. Und es werden sich die Forschenden nur einig sein, so sie gleichen Glaubens, d.h. gleichen Geistes sind. Denn denen geht auch die rechte Lösung von oben zu. Und doch wird gerade dieser Weg übergangen, weil die Welt der Jetztzeit exakte wissenschaftliche Arbeit den geistig gewonnenen Erfolgen vorzieht, und so nimmt die Menschheit ohne Widerstreben dieselbe an und weist beharrlich die reine Wahrheit ab. Und ein Vorgang von unerhörter Bedeutung, das Wirken des göttlichen Geistes, bleibt unerkannt und ungenützt, und nur wenige Gläubige schöpfen daraus ihr Wissen, und doch stehen nur diese allein in der Wahrheit, denn sie nehmen an, was Gott Selbst ihnen bietet, die reine, unverfälschte göttliche Lehre, das reine Wort Gottes und somit vollste Aufklärung über alles, was die göttliche Schöpfung birgt während das verstandesmäßig erworbene Wissen trotz angeblicher Beweisführung sehr lückenhaft ist und niemals restlos befriedigen wird. Es hat gerade die Wissenschaft Thesen aufgestellt, die der Wahrheit mehr oder weniger widersprechen, und anstatt der Wahrheit näherzukommen, entfernt sich die Menschheit mehr und mehr davon. Und dort, wo die Wahrheit zu finden ist, baut sich der menschliche Wille eine unüberwindliche Schranke auf. Der Mensch weigert sich, in dieser Weise zu forschen, und nimmt das Verstandesdenken nun erst recht in Anspruch, um für die Entstehung geistiger Resultate eine ihm zusagende Erklärung zu finden. Es ist daher unmöglich, durch wissenschaftlich Forschende die reine Wahrheit zu verbreiten. Selbst die Forscher, welche im tiefen Glauben andere, d.h. der Wahrheit entsprechende Ergebnisse der Allgemeinheit nahebringen möchten, werden auf heftigen Widerstand stoßen und bekämpft werden von ihren Gegnern, die nur ihren eigenen Verstand sprechen lassen und Gottes Wirken völlig ausschalten. Es haben solche Ergebnisse keinerlei Wert und werden doch als einzig wertvoll erachtet, und also ist das Denken des Menschen gänzlich verbildet, denn er zieht seine Schlüsse und Folgerungen aus irrigen Lehren und kommt somit immer weiter in irriges Denken hinein. Nur dort ist die reine Wahrheit entgegenzunehmen, wo tiefster Glaube den Segen Gottes zu jeder geistigen Arbeit erbeten hat. Diese allein wandeln in der Wahrheit, denn sie wurden von der ewigen Wahrheit Selbst unterwiesen. Es kann nie und nimmer ein solcher Mensch im Irrtum sich befinden, denn Gott Selbst schützet ihn davor, so der Mensch durch sein Gebet sich in die Obhut Gottes begeben hat. Der Kern der Wahrheit wird also immer und ewig Gott Selbst sein und alles, was mit Gott begonnen wird, der Wahrheit entsprechen, ohne Gott jedoch keine Garantie für solche gegeben sein, mag der Mensch verstandesmäßig noch so eifrig das zu belegen suchen, was er behauptet - es wird seine Ansicht erheblich abweichen von der des sich Gott Unterstellenden, weil die Ergebnisse aus verschiedenen Quellen stammen und nur dem göttlichen Quell allein die Wahrheit entströmen kann, da Gott die Wahrheit Selbst ist. Amen. B.D. NR. 1609.

 

Buch 25 1615

Vorgang der Vermittlungen. Gabe zu schreiben Gnadengeschenk.

16. September 1940. B.D. NR. 1615.

Eine unwandelbare Liebe veranlaßt Gott immer wieder, Sich den Menschen zu nähern und ihnen Sein Wort zu vermitteln, denn diese Liebe lässet nicht zu, daß der Mensch in Irrtum wandle, der den Willen nach der Wahrheit in sich trägt. Je stärker das Wahrheitsverlangen im Menschen ist, desto mehr zieht er die ewige Wahrheit zu sich heran und vernimmt nun die göttliche Stimme in sich, die sich zumeist gedanklich äußert, jedoch auch hörbar vernehmlich sein kann. Der Geistesfunke im Menschen ist es, der die Verbindung sucht mit dem göttlichen Geist, und so nun der Mensch seiner Gedanken achtet, wird er die Wahrnehmung machen, daß sich diese vorwiegend mit geistigen Fragen beschäftigen und der Mensch sich gewissermaßen selbst diese Fragen beantwortet. Und diese Antwort vermittelt ihm der Geist aus Gott. Wer sein Innenleben pflegt, wer oft die Stimme in sich sprechen läßt, d.h. seinen Gedanken freien Lauf läßt, jedoch sich möglichst frei zu machen sucht von irdischen Gedanken, der wird unerhörte Erfolge verzeichnen können. Er wird nachdenken über viele Probleme, und so er Verlangen trägt nach der Lösung dieser, auch eine ganz klare und befriedigende Lösung finden. Er wird sich ein Bild zurechtmachen, scheinbar seinem eigenen Denken entsprossen, es wird ihm zusagen und auch gänzlich der Wahrheit entsprechen, denn der Wille zur Wahrheit gab dem Geist in sich die Freiheit, sich zu äußern, und das nun gedanklich ihm zugegangene Bild ist die Äußerung des göttlichen Geistes im Menschen. Denn jeder nach der Wahrheit verlangende Mensch findet Gnade vor Gott - weil dieses Verlangen unbewußt Gott Selbst gilt. Es will der Mensch das Rechte erkennen, und Gott als das Rechte läßt Sich erkennen. Er läßt Sich finden von einem jeden, der Ihn suchet. Der Vorgang der Vermittlung geistiger Wahrheiten trägt den Stempel göttlicher Liebe. Es wird niemals in gleicher Weise ein Erdenkind fähig sein, Vermittlungen zu empfangen, die der Wahrheit nicht entsprechen. Denn wohl kann der Gegner Gottes durch seine Hilfskräfte den Gedankengang eines Menschen beeinflussen, sich der Lüge zuzuwenden, wenn er selbst unwahr und Gott abwendig ist - niemals aber wird er die Macht haben, in so außergewöhnlicher Weise Niederschriften entstehen zu lassen, denn diese Gabe ist ein Gnadengeschenk Gottes, das nur durch den Willen, Gott zu dienen, erworben werden kann. Es ist die Entstehung der Schriften an sich ein Zeichen göttlicher Liebe und Allmacht, die nicht willkürlich von gegnerischer Macht übertragen werden kann auf Menschen, die abseits der ewigen Gottheit stehen, zum Zwecke bewußter Irreführung der Mitmenschen. Und also ist diese Entstehung allein schon ein Beweis des Wirkens guter geistiger Kraft, es ist ein Vorgang, der sich nicht oft wiederholt und der auch nicht beliebig beendet wird, denn das Erdenkind, das sich einmal dazu bereit erklärt hat, ist von der göttlichen Liebe erfaßt und will die köstliche Gabe nicht mehr missen, schwebt doch der Geist in Regionen, die ihm nun begehrenswerter sind als das irdische Leben, und sonach der Mensch freiwillig niemals etwas hingeben möchte, was ihm weit begehrenswerter dünkt. Die göttliche Liebe ist deutlich erkennbar am Werk, und Sie gibt den Menschen einen Beweis Ihrer Kraft und Macht. Sie ist unaufhörlich bemüht, die Menschen zum Glauben zu bewegen, Sie kommt Selbst in Erdennähe, nimmt Sich Ihrer Geschöpfe erbarmend an, die Göttliche Liebe sucht Sich im Wort verständlich zu machen, Sie ist unwandelbar und immer und ewig nur darauf bedacht, Ihren Geschöpfen das ewige Reich in aller Herrlichkeit zugänglich zu machen, und also steigt die Liebe Selbst zu ihnen herab auf die Erde und belehret sie in Wort und Schrift - auf daß das unvergängliche reine Wort Gottes den Menschen geboten werde nach Seinem Willen. Amen. B.D. NR. 1615.

 

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