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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 23-24

B.D. NR. 1353 - B.D. NR. 1519
25.3.1940-13.7.1940
1380 1382 1396 1398 1405  1407 1412 1418 1488 1493
1508

 

Buch 23-24 1380

Unerträgliche Not.

10. April 1940. B.D. NR. 1380.

Eine geraume Zeit noch, und es geht über die Erde eine fast unerträgliche Not. Es ist dies der Beginn einer Epoche, in der sich der Mensch wieder mehr seiner eigentlichen Bestimmung bewußt wird, denn diese Not läßt ihn zu Gott finden, ihn aber auch bei Ihm verbleiben in ferneren Zeiten. Und es wird diese Not sich äußern in ganz verschiedener Form, doch immer werden höhere Gewalten die Ursache sein, also niemals der Mensch aus eigener Kraft fähig, die Not abzuwenden oder zu verringern. Und also finden die Menschen den Weg zu Gott dadurch eher als zuvor, und darum vermittelt der Herr dem Menschen Sein Wort, auf daß er in dieser Zeit der Not einen Halt habe, auf daß er durch dieses Wort erstarke und sich aus ihm Kraft hole für die Zeit der schweren Prüfungen. Und wieder muß gesagt werden, daß nur dort, wo das göttliche Wort in Empfang genommen wird - wo das Licht aus den Himmeln leuchtet - auch eine spürbare Erleichterung der irdischen Not zutage tritt. Es wird der Mensch sich seinen Leidenszustand verringern können, so sein Wille zu Gott gerichtet ist. Es ist dies erster und letzter Beweggrund, daß Gott solche Not über die Erde gehen läßt. Und es wird kein Land davon verschont bleiben, es werden alle Menschen Leid ertragen müssen, weil der Sinn und Zweck des Leidens die Rückkehr zu Gott ist, weil die Gedanken, die sich von Gott getrennt haben, wieder sich Ihm zuwenden sollen. Doch Seinen Schutz verheißet der Herr denen, die Ihn lieben. Und so der Glaube an diese Verheißung stark ist, geht der Mensch unbeschädigt an Leib und Seele aus aller Trübsal hervor. Es nimmt der Vater im Himmel Selbst Sich dieses Kindes an, und Er geleitet es durch alle Gefahren hindurch. Es ist nun klar ersichtlich, daß nur das Zuwenden zu Gott Rettung bringt aus schwerster Not, jedoch nicht alle Menschen beugen sich dem göttlichen Willen, nicht alle Menschen ziehen die Konsequenzen und verringern ihren Abstand von Gott. Ihr Wille gilt vielmehr in verstärktem Maß der Rückgewinnung irdischer Güter und dem Wiederherstellen des alten Lebenszustandes. Und also hat jenen Menschen die große Not keine Änderung ihres Denkens gebracht, der Wille zur Materie, zum Bösen, ist erheblich stärker geworden, der Gedanke an Gott jedoch minimal oder gänzlich ausgeschaltet. Solchen Menschen das Wort Gottes nahebringen zu wollen ist erfolglos. Sie können anders nicht von der Vergänglichkeit irdischen Besitzes überzeugt werden, und so der gänzliche Verfall ganzer Landstrecken ihnen dies nicht deutlich genug zum Bewußtsein brachte, ist jeglicher Hinweis vergeblich. Der Hang zur Materie ist größer und wird auf Erden kaum überwunden werden können. Wiederum kann aber das Verlangen nach dieser nicht zu gleicher Zeit Verlangen nach Gott und Seinem Wort auslösen. Folglich wird der Mensch letzterem ablehnend gegenüberstehen. Und es ist dieser Zustand weit trostloser als zuvor, weil auch das letzte Hilfsmittel versagt hat und der Mensch nicht in seinem freien Willen behindert werden kann. Es sind dies die Seelen, die der Satan völlig in seiner Gewalt hat, nur das Gebet für solche Menschen kann einen verändernden Einfluß ausüben, sofern tiefe Liebe zu jenen Unglücklichen sie aus der Not der Seele befreien möchte. Amen. B.D. NR. 1380.

 

Buch 23-24 1382

Der Wille des Menschen wird gewertet, nicht die Tat. Seelenarbeit.

12. April 1940. B.D. NR. 1382.

Der Herzensdrang ist entscheidend für das Tun der Menschen, und jede Tat wird daher den Menschen kennzeichnen, welche Gesinnung ihm innewohnt. Es ist jedoch von Wichtigkeit, daß der Mensch zur Ausführung bringen kann, was er zu tun beabsichtigt. Oft aber wird er irgendwie daran gehindert. Es bleibt dann immer sein Wille der Maßstab seiner Gesinnung, nicht das, was er ausführt, so letzteres nicht seinem Willen entspricht. Es kann also der Mensch wohl zwangsweise eine gute Tat vollbringen unter irgendwelcher Beeinflussung, die ihm jedoch nicht angerechnet werden kann, weil sie nicht aus seinem inneren Gefühl geboren wurde und weil er sie niemals getan hätte ohne diesen Zwang - wie umgekehrt der Wille zur guten Tat, die nicht ausgeführt werden kann, als gute Tat angerechnet wird. Und so urteilet auch hier wieder der Herr in strengster Gerechtigkeit, Er erkennet die Herzen der Menschen, Er kennt jede Regung, jeden Gedanken, und Seinem Auge kann nichts verborgen bleiben. So ihr Menschen euch nun dem Glauben hingebet, daß alle guten Gedanken gewertet werden als vollbrachte Tat, so wird dies euer Denken veredeln, ihr werdet beginnen, euch stets Rechenschaft abzulegen über euer innerstes Empfinden, über alle Worte und Gedanken - ihr werdet sogar eine jede gute Tat mit kritischen Augen betrachten und immer euch fragen, ob sie ganz eurem Denken entsprochen hat. Und das ist Arbeit an der Seele, ständiges Sich-Beobachten, ständiges Höherstreben und ein überaus stark entwickeltes Wahrheits-Empfinden sich-aneignen - das alles ist bewußte Seelenarbeit. Es muß der Mensch sich erziehen zuerst zur Liebe, indem er fort und fort dem Mitmenschen zu helfen bestrebt ist - er muß eine gewisse seelische Überlegenheit haben gegenüber allem, was ihn überlisten könnte, etwas zu vollbringen, was nicht seinem innersten Herzensdrang entspricht - er muß also, so ihn schlechter Einfluß zu scheinbarer Erfüllung seiner Lebenslaufbahn drängen möchte, diesem seinen ganzen Willen entgegensetzen und der inneren Stimme Gehör schenken, die ihm seinen rechten Lebenswandel vorschreibt. Er muß also durch seinen Willen, Gott zu dienen, zu jeder guten Tat veranlaßt werden, er muß sich dies angelegen sein lassen, daß Wollen und Handeln immer übereinstimmt, daß also niemals die Tat vom Willen abweicht, sondern sich stets Wille und Tat in gleicher Richtung bewegen und nun sein Inneres geformt wird stets und ständig, bis der Wille ganz eins geworden ist mit dem göttlichen Willen und die Tat wertvoll ist vor Gott. Amen. B.D. NR. 1382.

 

Buch 23-24 1396

Einblick ins jenseitige Reich. Geistiges Schauen und Wiedergeben.

28. April 1940. B.D. NR. 1396.

Nur ein Auszug

Und so ist es nur beschränkt möglich, den Erdenkindern Kunde zu geben, und nur innigstes Verlangen danach entfernt den Schleier, der über alles gebreitet ist, solange das Wesen noch der Erde angehört. Doch dem ernstlich Strebenden ist es möglich, auch diesen Schleier zu lüften und bewußt zu schauen in das jenseitige Reich, doch dann ist auch sein Scheiden von dieser Welt nicht mehr weit. Amen. B.D. NR. 1396.

 

Buch 23-24 1398

Katastrophe. Vorhersage.

28. April 1940. B.D. NR. 1398.

Es ist ungeteilte Aufmerksamkeit vonnöten, um folgende Kundgabe in Empfang nehmen zu können: Die göttliche Weisheit hat ein Ereignis vorgesehen, dessen Auswirkungen ungeheuerlich sind. Es bereitet sich für allernächste Zeit schon eine Katastrophe vor, die durch irdische Macht weder aufgehalten noch abgeschwächt werden kann. Es werden unzählige geistige Wesen in Aktion treten und im göttlichen Auftrag das Innere der Erde in Aufruhr bringen, es wird sich die Erde spalten, und es werden Wassermassen hervorbrechen, es wird ein Vernichtungswerk von katastrophalem Ausmaß sich vollziehen, und dies wird namenloses Elend bringen über die Menschheit, die davon betroffen wird. Und dies geschieht in kürzester Zeit. Eine kleine Weile noch wähnet ihr Menschen euch mächtig und sicher vor aller Gefahr; ihr betrachtet nur das Weltgeschehen um euch und glaubet euch geborgen und außer Gefahr. Doch ihr vergesset, daß eine Macht gebietet über alles, in, auf und über der Erde. Und da ihr Den vergesset, Der alles regiert nach Seinem Willen, so wird Er durch die Naturgewalten zu euch sprechen, und ihr werdet Ihn vernehmen müssen, denn ihr könnt Seiner Stimme nicht entfliehen. Die Weisungen von oben beachtet ihr nicht, der Erde Leid ändert euer Denken nicht, doch die göttliche Stimme könnt ihr nicht übertönen, denn sie ist stärker als aller Lärm der Welt. Und darum wird euch dies verkündet zuvor, daß ihr den Herrn erkennet, so Seine Stimme ertönen wird. Die Welt wird zwar nichts davon hören wollen, sie wird rein irdisch der großen Not zu steuern versuchen, aber göttliches Walten beständig verneinen. Und viele werden sich jener Meinung anschließen und also nur das Elend sehen, nicht aber den göttlichen Willen daran erkennen, der um der Besserung der Menschheit willen ganze Landstrecken der Vernichtung preisgibt. Und dies wird die Zeit ankündigen, daß eine unverdiente Plage ein Land treffen wird und daß jenes Land in ärgste Bedrängnis kommt, und so irdisch keine Rettung mehr möglich erscheint, leget Gott Selbst Sich ins Mittel und weiset die Naturelemente an, einzugreifen in irdische Maßnahmen. Und es wird klein werden, was sich vorher groß wähnte, denn es wird seine Kraft und Macht benötigen, um aufzurichten, was zerstört ist. Es wird die Menschen brauchen zur Wiederherstellung seines eigenen Landes, das, vorher blühend, nun verwüstet und brachliegt und vieler Arbeitskräfte bedarf. Und dies wird die Zeit sein, da der Mensch sich befaßt mit anderen Fragen als bisher. Denn wer diese Zeit überlebt, steht wahrlich in der Gunst Gottes. Er hat bezeuget, daß er sich dem Herrn verbunden hat - er sandte seine Gedanken in größter Not zum Vater im Himmel, und der Vater erhörte das Gebet eines Menschen, der Ihn erkannte und in schwerster Not zu Ihm fand. Denn Er sendet alles Schwere ja nur über die Menschheit, daß sie den Glauben an Gott wiederfindet. Und so muß Er nun auch den völlig niedergerungenen Glauben gewaltsam zur Höhe bringen, indem Er Seine Allmacht den Menschen beweiset und der Welt zeiget, daß Er der Herr ist über Himmel und Erde. Amen. B.D. NR. 1398.

 

Buch 23-24 1405

Empfangen des göttlichen Wortes ungewöhnliche Gnade.

2. Mai 1940. B.D. NR. 1405.

Es ist eine ungewöhnliche Gnade, das Wort des Herrn empfangen zu dürfen, gibt es doch dem Menschen auf Erden auch außergewöhnliche Kraft zum Streben nach oben. Der geringste Hinweis, so er befolgt wird, fördert die Seele in ihrer Entwicklung, und es bleiben ihr so viele Stunden der Zweifel und Glaubensschwäche erspart, die ein Mensch überwinden muß, der die innerliche Verbindung mit Gott nicht recht findet. Denn es ist das Empfangen des Wortes immer erst die Auswirkung der innigsten Verbundenheit mit dem himmlischen Vater. Und es wird der Vater stets die Kinder dementsprechend bedenken, die zu Ihm kommen in aller Vertrautheit und denen es Bedürfnis ist, in kindlichster Weise mit Ihm zu verkehren. Es ist immer die Stärke des Verlangens nach Gott der Maßstab, mit dem auch die Kraft aus Gott ihm zugemessen wird. Und es kann der Mensch Unglaubliches leisten, je inniger er mit Gott in Verbindung tritt, denn ihm geht auch unglaubliche Kraft zu. Das völlig Sich-dem-Herrn-Überlassen wird ein völlig-mit-göttlicher Kraft-Durchdrungensein nach sich ziehen, und dann ist dem Erdenkind möglich, was unfaßbar ist für die Mitmenschen. Es gehört nur der Wille dazu, Gott zu dienen und den Mitmenschen zu helfen, um der außerordentlichen Gnade des Empfangens göttlicher Worte gewürdigt zu werden. Denn es bezeugt dieser Wille, daß der Mensch die Gebote Gottes zu erfüllen bestrebt ist - Gott den Herrn, zu lieben über alles und den Nächsten wie sich selbst. Er begehrt gleichsam das Wort zur Errettung der Seelen seiner Mitmenschen, er erkennt die geistige Not und will sie beheben, indem er aufklärend die Mitmenschen beeinflussen möchte. Und dieser Wille trägt ihm das göttliche Gnadengeschenk ein, denn alles, was Gott dienen will, ist dem Herrn willkommen auf Erden wie im Jenseits. Nur das Dienen in Liebe bringt Erlösung, obzwar der Kampf auf Erden um die Errettung irrender Seelen oft ein schwerer ist und der gute Wille des Menschen zumeist auf harten Widerstand stößt. Gottes Liebe gilt unausgesetzt diesen Irrenden, und so der Mensch gleichfalls in der Liebe steht und sich nur dem Herrn als Mittler zur Verfügung stellt, kann die Liebe Gottes durch diesen Menschen wirken, ohne für den Menschen als Glaubenszwang in Erscheinung zu treten. Denn es wäre Gott wohl ein leichtes, Seinen Willen den Menschen hörbar kundzutun, doch die Folge davon wären nicht freiwillig zu Ihm Verlangende, sondern in Furcht und blindem Gehorsam Seine Gebote erfüllende Geschöpfe, die niemals als gerichtete Wesen die Kindschaft Gottes erlangen könnten. So aber Gott Sich eines Mittlers bedient, dem Er Seinen Willen offenbart - diese Offenbarungen nun einesteils den Mitmenschen stutzig machen, andererseits ihn aber nicht zwingen, sie als göttliche Offenbarungen anzunehmen, so ist dadurch dem Menschen die Willensfreiheit belassen; es macht kein Zwang den Menschen unfrei, und dies ist von größter Wichtigkeit. Es muß ein jeder Mensch aus eigenem Willen zum Vater kommen - er muß Gott suchen, so wird Sich Gott auch finden lassen, und Hinweise auf Gottes ewige Herrlichkeit werden dem Menschen genug geboten, so daß er seine Gedanken zu dem Schöpfer senden und Ihn auch begehren kann. Es ist das Bewußtsein, Kraft aus Gott empfangen zu können, etwas überaus Herrliches, es hebt den Menschen über die Erdenschwere hinaus, und sein Erdenleben ist wahrlich ein leichteres als ohne die Inanspruchnahme dieser göttlichen Kraft. Es sind also viele berufen. Einem jeden steht die Möglichkeit zu, die Kraft aus Gott zu nützen, sich in Verbindung zu setzen mit Ihm und also Träger der göttlichen Kraft zu sein. Doch nur wenige sind auserwählt - wenige nur nützen das göttliche Angebot und nehmen die Kraft bereitwillig in Empfang durch ihr Verlangen nach dem Herrn. Und also kann Gott nur wenige bedenken, die sich Ihm innig verbinden und gleichsam ihr Einverständnis dadurch erklären, mit Ihm und für Ihn wirken zu wollen. Dienen - Gott und dem Nächsten - das ist eure Lebensaufgabe, die ihr leicht und mühelos bewältigen könnt, so ihr euch der Kraft aus Gott bedienet. Und Gott teilet sie einem jeden mit, der sie in Empfang nehmen will. Ihr könnet die Gnade nicht ermessen, die euch allen zusteht, die ihr nur zu nützen brauchet und die euch unglaublichen Segen einträgt - die eure Höherentwicklung gewährleistet und euch noch auf Erden zu einem Lichtwesen gestalten kann, so ihr sie als solche erkennet und begehret. Und so euch das Wort zugeht, das euch in Kenntnis setzt vom göttlichen Willen, geht euch auch gleichzeitig damit die Kraft zu, diesen Willen zu erfüllen. Ihr dürfet nicht Sorge haben, daß ihr nicht ausführen könnt, was Gott von euch verlangt, denn Er Selbst ist bei euch im Wort, Er stärkt und kräftigt euch und macht euch fähig, alles zu tun, was Seinem Willen entspricht. Und darum sollt ihr ohne Bedenken euch allem unterwerfen, was Er von euch fordert. Denn so ihr nur wollt, gelingt euch alles, was göttlichem Willen entspricht. Unglaubliches vermag der Mensch zu leisten, dessen Wille nur Gott gilt - der Ihm nur entgegenstrebt, denn Gottes Weisheit und Liebe erkennt seinen Willen und gibt ihm Kraft zu seinem Vorhaben. Und es wird das empfangene Wort stets der größte Kraftspender sein. Wer dieses in sich aufnimmt, wird fühlbar der Kraft innewerden; es wird sein Glaube erstarken, seine Tatkraft rege werden und sein Wille stets und ständig sich dem göttlichen Willen unterstellen, und also wird der Mensch fähig sein, auf Erden schon erlösend zu wirken an sich und seinen Mitmenschen. Amen. B.D. NR. 1405.

 

Buch 23-24 1407

Zerstörungswerk durch Menschenhand.

3. Mai 1940. B.D. NR. 1407.

Es ist nichts im Weltall verborgen vor dem Herrn. Es ist kein Schöpfungswerk, das nicht in seinen feinsten Bestandteilchen vom ewigen Schöpfer erkannt und gewollt wäre; es ist nichts darin, was sich Seinem Willen entzieht. Es gibt nichts Willkürliches, nichts, das entstanden wäre ohne den Willen und das Wissen des Herrn. Es kann sonach nichts seinen Entwicklungsweg gehen, ohne ständig vom ewigen Schöpfer betreut zu werden, da ohne Seinen Willen nichts geschieht und auch nichts gegen die göttliche Ordnung verstoßen kann. Denn es wird vom Willen des Schöpfers das gesamte Schöpfungswerk bestimmt, und es hat keine Macht Gewalt über das Geringste, was Gott geschaffen hat. Es ist also nun zu verstehen, daß jeglicher Vorgang auf Erden sowohl als auch außerhalb der Erde dem Willen Gottes gemäß sich abspielt, soweit er naturmäßig erkennbar ist - also Vorgänge, die mit menschlicher Handlungsweise nichts zu tun haben, welche den freien Willen des Menschen zur Voraussetzung haben. Gottes Wille äußert sich überall, in jeder Pflanze und jeder Blume, in jedem Lebewesen, in jedem naturmäßigen Vorgang, in allem, was in, auf und über der Erde vorgeht, woran der menschliche Wille unbeteiligt ist. Jedoch kann die Gegenmacht sich nicht an den Schöpfungswerken erproben, sie ist völlig unbeteiligt daran, wenngleich es scheinen mag, als seien schlechte Kräfte tätig, sofern Vernichtungswerke oder Naturkatastrophen das Walten einer großen Macht erkennen lassen. Es kann diese Gegenmacht nur den Willen des Menschen beeinflussen, sich Mittel zu schaffen und sich dieser dann zu bedienen, um gleichfalls vernichtend und zerstörend wirken zu können. Doch diese Schöpfungswerke entstehen durch den freien Willen von Menschenhand, sind also weder Gott-gewollt, noch von Gott gesegnet, da sie immer nur der Einwirkung böser Macht auf den menschlichen Willen zuzuschreiben sind. Denn Gott bedienet Sich nicht solcher Mittel, um zu zerstören. Es genügt Sein Wille, und es sind alle Elemente ihm untertan. Niemals aber kann etwas Seinem Willen entsprechen, was wider Seine Gebote gerichtet ist - das Leben oder Hab und Gut des Nächsten zu schädigen oder zu vernichten. Es ist alles von Gott geschaffen, und Menschenhand soll nicht eingreifen in Seinen Schöpfungswillen. Es ist alles von Gott gegeben, und Menschenwille soll nicht zerstören oder Besitz nehmen dem Mitmenschen. Wo jedoch der Zerstörungsakt notwendig ist, ist Gottes Kraft und Macht wahrlich groß genug, um der Notwendigkeit entsprechen zu können. Und so wird Er Sein Angesicht abwenden von jeglichem Zerstörungswerk, das von Menschenhand ausgeführt wird und das den Mitmenschen schädigen soll. Es ist Sein Wille, daß ihr euch liebet untereinander und einer dem anderen Liebes zu tun bemüht ist. Ihr sollet alles Unheil voneinander abwenden, nicht aber euch gegenseitig solches zufügen. Und so einer des anderen Recht bricht, so er ihn zwingt, sich zur Wehr zu setzen, begeht er die größte Sünde, denn er achtet nicht jenes Gebot, das der Herr als Erstes und Einzigstes den Menschen gegeben hat. Er liebet weder Gott noch seinen Nächsten und wendet seinen Willen an, dem Widersacher zu dienen, der Haß und Lieblosigkeit säet, um die Seelen zu vergiften. Er ist in dessen Dienst getreten und säet gleichfalls Haß und Lieblosigkeit unter die Menschen. Des Schöpfers Liebe ließ alles erstehen, der Widersacher selbst hat keinerlei Macht über die Schöpfungswerke Gottes, also bedient er sich des freien Willens der Menschen, um göttliche Schöpfungen zu vernichten. Und Gott gebietet dem freien Willen des Menschen nicht, bis die Zeit der Reife gekommen ist - bis die Stunde gekommen ist, da der Herr dem Treiben des Widersachers Einhalt gebietet. Amen. B.D. NR. 1407.

 

Buch 23-24 1412

Weltgeschehen Ursache sowie Mittel zur Behebung der geistigen Not.

10. Mai 1940. B.D. NR. 1412.

In der Erkenntnis der Notlage einer geistig gesunkenen Menschheit wird euch auch das Weltgeschehen verständlich sein, das sowohl Ursache wie auch Mittel zur Behebung dieser Notlage ist. Es ist ein außergewöhnlicher Tiefstand zu verzeichnen insofern, als keinerlei Anstalten von seiten der Menschen getroffen werden, sich vorzubereiten für ein geistiges Leben nach dem irdischen Ableben. Und es sind die Folgen dieser Gleichgültigkeit nicht abzusehen. Unverantwortlich ist es, so sich der Mensch nicht um sein Seelenheil bemüht. Denn seine Nachlässigkeit hat zur Folge, daß seine geistigen Fähigkeiten unentwickelt bleiben und also der Mensch dahinlebt ohne den geringsten geistigen Fortschritt verzeichnen zu können, und es ist sein Leben nicht zweckentsprechend gelebt. Dagegen wird dem geistig strebenden Menschen ein natürlicher Ausgleich geboten; er lebt sein Leben bewußt, und also wird es auch nicht ohne Freude sein, nur sind diese Freuden anders gestaltet als die des irdisch strebenden Menschen. Er findet Trost und Erbauung im göttlichen Wort, er findet nun erst den rechten Lebensinhalt, und er entbehrt nichts Äußerliches, weil er es nicht anstrebt. Er besitzt die innere Zufriedenheit, ihn schrecket nicht irdische Not, denn er begehrt anderes als irdisches Gut. Also wird ihn auch das Weltgeschehen nicht in dem Maß berühren, daß es seinen inneren Frieden stört; vielmehr wird dieses Weltgeschehen dazu beitragen, seinen Glauben zu festigen. Wo aber keine derartige Einstellung vorhanden ist, dort ist das Weltgeschehen Ursache zum völligen geistigen Niedergang. Nimmer will der Mensch das Geistige anerkennen, er setzt sich wohl zuweilen in Verbindung mit Wissenden, doch nur aus Eigennutz. Er hofft nur Kenntnisse zu erlangen, die er irdisch gut verwerten kann, bedenkt aber nimmermehr seine Seele. Er glaubt, ohne Vorkenntnisse und geistige Einstellung eindringen zu können in ein Gebiet, das aber Arbeit an sich selbst und Liebetätigkeit zur Voraussetzung hat, und diese Ansicht ist irrig. Denn was er nun sammelt an Erfahrungen wird ihn niemals zum Ziel kommen lassen. Er kann dieses Gut nicht nutzen, ihm fehlt der Schlüssel, der ihm das geistige Gebiet erst aufschließt; er empfängt etwas, was ihm nicht verständlich ist, und ist sonach davon völlig unbeeindruckt. Er wird dieses Empfangene nun aber nicht verwenden können, weil geistiges Gut nur dann verständlich ist, so es vom Herzen angestrebt wird, d.h. der Mensch selbst sich würdig macht des Empfangens. Es soll nun die Not auf Erden im Menschen jenen Trieb wecken, der nur das Geistige anstrebt - es soll die Not die Menschen so bilden, daß in ihnen geistiges Interesse erwacht und der Wunsch rege wird, sich zu bilden im geistigen Wissen um der Wahrheit willen. Dann wird auch diese Not von Segen sein für die Menschen und der geistige Tiefstand behoben werden, denn nur dieses bezwecket Gott, daß der Mensch erkennet seine Erdenaufgabe und sie erfülle. Amen. B.D. NR. 1412.

 

Buch 23-24 1418

Göttliches Eingreifen. Voraussage.

14. Mai 1940. B.D. NR. 1418.

Es ist ein vergeblicher Kampf, den die Welt gegeneinander führt, denn sie wird zu keinem befriedigenden Ergebnis kommen. Es ist vom Herrn des Himmels und der Erde beschlossen, daß dieser beendet werde in anderer Weise, als es die Welt erhofft. Doch es wird dieses Ende unbeschreiblich sein. Es wird das Kampfgetöse noch übertönt werden von der Stimme Gottes, die von oben tönt. Sie wird eine maßlose Verwirrung anrichten unter den Menschen, denn es wird kein menschlicher Befehl ihr Einhalt gebieten können, und machtlos müssen die Menschen die Sendungen des Herrn über sich ergehen lassen. Und nun wird es einem jeden einzelnen überlassen bleiben, die Hand Gottes zu erkennen und sich ihr unterzuordnen oder sich aufzulehnen gegen das ihn betreffende Schicksal. Denn es soll der Menschheit Denken gewaltsam hingelenkt werden zu Gott, und gesegnet, der diesen Weg findet und Gott als den Urheber alles Geschehens erkennt und sich Ihm und Seiner Gnade empfiehlt. Doch es werden dies nur wenige sein, denn der Menschen Geist ist verblendet, ihre neuzeitlichen Aufklärungen haben sie den Glauben an ein Wesen, Das alles bestimmt auf Erden, verlieren lassen, und in ihrer erhabenen Einstellung finden sie schwer den Weg zu Gott zurück, und diese geistige Überheblichkeit ist ihr Verderb. Nur wer sich klein und machtlos fühlt und Gott um Hilfe anruft, der wird sein Leben behalten, ob er es auch irdisch hingibt. Doch der Gottes Hilfe nicht zu benötigen glaubt, der hat sein Leben verspielt irdisch und geistig. Und so ihm Gott dennoch das irdische Leben läßt, ist dies nur ein Akt größter Barmherzigkeit, auf daß er die Erkenntnis doch noch gewinnen soll auf Erden. Denn der Herr kennt die Herzen, Er sieht in die fernsten Winkel, Er erkennt jede Regung und lässet nicht untergehen, was zu retten noch möglich ist. Und wer inmitten der Schrecknisse Gott den Herrn anruft um Hilfe, in dessen Herz wird eine wunderbare Ruhe einziehen, er wird das irdische Leben plötzlich als wertlos erkennen, so nicht der tiefe Glaube dieses begleitet, und diese Erkenntnis läßt ihn nun willig dahingeben, was ihm zuvor begehrenswert erschien. Er übergibt sich willig dem Herrn und nimmt aus Dessen Hand nun entgegen - Leben oder Tod. Er gibt jedoch nur seinen Körper hin, um im Jenseits zum Leben zu erwachen. Und also ist sein Abscheiden von der Welt nicht Untergang, sondern Auferstehung zu einem besseren Leben. Der göttliche Wille weiset einem jeden seinen Platz an, Er wird von der Welt nehmen, dessen Zeit beendet ist, und wird der Welt zurückgeben, dessen Erdenwandel noch nicht vollendet ist. Denn nichts ist willkürlich, was geschieht, sondern alles von Gottes Weisheit und Liebe bestimmt. Doch wer auch dann noch nicht die Hand Gottes erkennt, dessen Seele ist in arger Not, denn für sie gibt es kein Mittel zur Rettung. Sie hat die Entfernung von Gott unendlich vergrößert während ihres Erdendaseins und strebt wieder dem gebannten Zustand entgegen, also ist ihr Wandel auf Erden völlig nutzlos, da sie Gott nicht erkennt. Und um solcher Seelen willen läßt Gott Seine gewaltige Stimme ertönen. Verhallt aber auch dieser Ruf ungehört, so ist dieser Seelen Los nur ewige Verdammnis. Amen. B.D. NR. 1418.

 

Buch 23-24 1488

Kraft aus Gott.

23. Juni 1940. B.D. NR. 1488.

Was das Erdenkind empfängt, ist Kraft aus Gott, denn die Lichtwesen übermitteln diese Kraft, die sie zuvor in Empfang genommen haben, nun den Wesen, die solche begehren und dankend entgegennehmen. Und Kraft aus Gott ist ein Teilchen Seiner Selbst. Kraft aus Gott ist geistige Substanz, die wieder das Geistige im Menschen vermehrt. Kraft aus Gott ist das Bindeglied zwischen Gott und Seinen Geschöpfen - und diese Kraft in Empfang nehmen zu dürfen ist unvorstellbare Gnade,denn es äußert Sich Gott Selbst und Seine Liebe in jeder Kraftzuwendung, die das Erdenkind beglückt. Es muß die Kraft aus Gott begehrt werden, um empfangen werden zu können; sie geht nicht unangefordert dem Menschen zu, und daher versuchen die Lichtwesen, vorerst im Menschen das Gefühl der Schwäche zu erwecken, damit er nun um Kraft bittet und diese ihm also zugehen kann. Es muß der Mensch nach dem Gebet um Kraft sein Herz öffnen und also empfangsbereit sein. Er muß bewußt den göttlichen Zustrom in sich aufnehmen, er muß voller Liebe und voll Verlangen sein nach Gott und Seiner Kraft, er muß sich selbst bereit machen, daß Gott an ihm wirken kann, dann kann jegliche Kraftzufuhr ungehindert in das Herz eindringen, und es wird dies empfunden werden als Glaubens- und Willensstärke, als vermehrte Liebe, vermehrtes Wissen und schrankenlose Hingabe an Gott . Und steht nun der Mensch in der Erkenntnis, von Gott ausgegangen zu sein, von Gottes Liebe geleitet zu werden, im Glauben an Gott Unglaubliches leisten zu können und sich selbst gestalten zu können dem göttlichen Willen gemäß, so weiß er um seinen Erdenlebenszweck, lebt in der Liebe, und ein jeder Gedanke gilt seinem Schöpfer. Und dies alles ist Kraft aus Gott, die unvorstellbar wirkt, weil sie unmittelbar von Gott ausgeht und durch Lichtwesen dem begehrenden Menschen vermittelt wird. Es ist diese Kraft nichts irdisch Greifbares, nichts irdisch zu Beweisendes und nichts zeitlich Begrenztes, sondern es ist nur reingeistiges Produkt, das nur vom Geist empfunden wird, daher von den Weltmenschen als etwas völlig Fremdes abgewiesen wird, als Phantasie. Und doch ist diese Kraft das Kostbarste, was auf Erden der Mensch sich aneignen kann, denn sie ist göttlichem Gnadenquell entströmt und geht ungemessen dem Menschen zu, der danach dürstet. Es ist die Kraft aus Gott Sein Geist, Der den Menschen einführt in alles Wissen. Dieser Geist vermittelt ihm das göttliche Wort als größte Gnadengabe, auf daß diesem Quell das lebendige Wasser entströmet, das wiederum nur die Kraftäußerung der göttlichen Liebe ist. Wer von diesem Wasser trinken wird, den wird nimmer dürsten in Ewigkeit. Also verheißet der Herr dem Sein-Wort-empfangenden Erdenkind ewige Labung, und es muß also die Kraft, die Seinem Wort entströmt, alles Irdische überdauern und sich in der Ewigkeit auswirken. Und diese unvorstellbare Gnade wendet der Vater im Himmel jenen zu, die ihr Herz öffnen und Ihm Eingang gewähren im Wort. Denn es ist das Wort Gottes ewig - es wird nie vergehen, denn göttliche Kraft ist ewig nicht zerstörbar und soll stets und ständig begehrt werden zur Hebung des Geistes und zur Ausführung alles dessen, was Gott von den Menschen fordert. Denn Gott ist ein Gott der Liebe, Der Seinen Geschöpfen die Kraft gibt, das zu erfüllen, was Er verlangt, und diesem Gott der Liebe sollten die Menschen danken ohne Unterlaß. Amen. B.D. NR. 1488.

 

Buch 23-24 1493

Göttliches Eingreifen. Detonation.

26. und 27. Juni 1940. B.D. NR. 1493.

Es wird in einer Zeitspanne von wenigen Stunden eine gewaltige Detonation nach der anderen erfolgen, und es wird sich dies ereignen in der Frühe des Tages und anhalten bis zum nächsten Morgen, und die Menschen werden bangen um ihr Leben und um ihr Hab und Gut. Sie werden kopflos sein und ohne jeglichen Halt, denn sie achten nicht der wiederholten Mahnungen, die ihnen zuvor zugehen; sie sehen erstarrt auf das Vernichtungswerk, das sie nimmer für möglich hielten. Es ist ein unvergleichliches Chaos, das jene Stimme aus der Höhe hervorruft. Es muß jedoch zuvor noch große Arbeit geleistet werden. Es müssen arge Gefahren, die das irdische Leben ernstlich bedrohen, den Menschen nahegebracht werden, um ihnen schon kleine Hinweise zu geben auf die Vergänglichkeit dessen. Es muß auch eine zeitweise Veränderung der Lebensverhältnisse gleichfalls den Menschen zum Nachdenken veranlassen, wie unbeständig das irdische Leben und alles damit Zusammenhängende ist. Und es muß ihm dann möglichst das Wort Gottes nahegebracht werden, damit er nun einen Zusammenhang alles Irdischen mit dem göttlichen Willen zu erkennen vermag, wenn er will. Dann erst achtet er der Anzeichen und beginnt Stellung zu nehmen dazu, d.h., er entscheidet sich für oder gegen Gott. Ist es ihm nun möglich, sein Herz zu lösen von irdischem Besitz und einen höheren Lebenszweck in seinem Dasein zu erkennen, so wird ihm das sichtliche Eingreifen Gottes ein sichtbarer Beweis sein von der Berechtigung seiner innersten Empfindungen - irdisches Gut als wertlos zu erkennen, dagegen das Wissen um göttliche Wahrheit und einen tiefen Glauben als einzig begehrenswert anzustreben. Und diese Erkenntnis läßt ihn der großen göttlichen Sendung gewissermaßen ruhig gegenüberstehen. Es erkennt die Seele die Notwendigkeit dessen und nimmt sie ergeben und gefaßt entgegen. Und nun wird es sich zeigen, wie tief das göttliche Wort eingedrungen ist und welche Kraft der Mensch daraus zu schöpfen bereit ist. Es ist dies das Wichtigste, daß der Mensch eine gewisse Verbindung herstellt mit Gott, daß er durch Entgegennahme des göttlichen Wortes Gott Selbst und Seine Kraft auf sich wirken läßt und daß er sich nun formt diesem Wort entsprechend. Würde der Mensch das Wort Gottes hören und danach leben zuvor, so wäre ein so gewaltsames Eingreifen nicht nötig, so aber ist dies das einzige Mittel, die Menschen zum Entgegen-Nehmen des Wortes Gottes zu bewegen. Gott erkennt den Geisteszustand der Menschen und wendet in Seiner Liebe das letzte Mittel an, damit die Menschheit nicht restlos verlorengehe, was ohne Gottes Wort unweigerlich der Fall ist. Es wird so mancher Mensch sich aufbäumen wollen, er wird sein Leben zu erhalten versuchen mit aller Gewalt, er wird sich nicht beugen wollen und niemals eine höhere Gewalt anerkennen, doch er wird auch seine Ohnmacht erkennen, und wohl ihm, wenn er noch in letzter Stunde einen Herrn über sich anerkennt und sich und sein Leben Ihm übergibt - wenn auch er sich ergreifen läßt von der göttlichen Liebe, indem er flehend die Hände emporstreckt. Denn Gott läßt wahrlich nichts zwecklos über die Menschen kommen, und Er wird einem jeden beistehen, der in dieser Sendung den göttlichen Herrn erkennt und sich Ihm und Seinem Willen unterstellt. Amen. B.D. NR. 1493.

 

Buch 23-24 1508

Krise. Gewaltsames vorzeitiges Beenden. Naturkatastrophe.

6. Juli 1940. B.D. NR. 1508.

Es geht die Menschheit einer Krise entgegen, die nicht unbedenklich ist, denn es besteht größte Gefahr, so sie nicht als solche erkannt und ihr entsprechend begegnet wird. Es können sich die wenigsten Menschen vorstellen, wie ungeheuerlich sich der geistige Tiefstand auswirkt auch in der Gestaltung der Erdoberfläche. Es ist unverständlich, solange der Mensch nicht weiß, welche Aufgaben auch die gesamte Natur hat im Höherentwicklungsprozeß alles Geistigen. Es muß ein jedes Wesen Kraft aus Gott empfangen, also wird diese Kraft auch in alles geleitet, was als Schöpfungswerk den Menschen sichtbar ist. Es ist dies zunächst nötig lediglich für die Erhaltung dessen, was Gott geschaffen hat. Die eigentliche Aufgabe aber ist, daß sich das Geistige zusammenschließt und also durch die Vermehrung in sich zu höherem Reifegrad gelangt. Dieser Zusammenschluß geht naturmäßig vor sich, d.h., der göttliche Wille bestimmt die einzelnen Wesenheiten, sich mit anderen zu verbinden, indem Er allen Seinen Schöpfungen ihre Bestimmung zugewiesen hat, die nun auch erfüllt werden müssen, weil die Wesenheiten gezwungen sind, das zu tun, was Gott ihnen als Aufgabe gestellt hat. Es ist aber das Stadium des freien Willens für diese noch in dem gebundenen Zustand sich befindlichen Wesen eine große Gefahr insofern, als die Menschen ihren Willen in Gott entgegenwirkender Weise gebrauchen können und nun die gebundenen Wesen in große Not bringen, indem sie den noch nicht beendeten Gang in einer Form vorzeitig beenden, also das Wesen wohl aus der jeweiligen Form befreien, dieses jedoch noch nicht den Reifezustand erlangt hat, der für die nächste Form Voraussetzung ist. Es ist also das nun ungebundene Geistige gewissermaßen seiner Tätigkeit enthoben, die es zuvor leisten mußte, kann die nächste Form noch nicht beleben und muß also zwangsmäßig untätig sein, was für das Wesen ein qualvoller Zustand ist. Denn nun ist sein Entwicklungsgang gehemmt, es ist eine Stockung eingetreten, die das Wesen eigenmächtig nicht beheben kann. Es muß nun gewaltig ringen, um wieder in eine neue Form einverleibt zu werden, und dieses Ringen geschieht in einer Weise, daß es das noch in der Form befindliche Wesenhafte gewaltig bedrängt, d.h. es antreibt zu rascherer Tätigkeit; daß also das ungebundene Geistige seinen Tätigkeitsdrang überträgt auf das noch gebundene Geistige und dieses nun außergewöhnlich rege ist - was in unnatürlicher Weise, d.h. in vermehrtem Wirken zum Ausdruck kommt. Es ist dies scheinbar also eine Unregelmäßigkeit - ein Abweichen oder eine Veränderung der bestehenden Naturgesetze, ist aber doch dem göttlichen Willen entsprechend, da der verkehrte Wille des Menschen selbst Veranlassung dazu ist und den also im Entwicklungsgang gehinderten Wesenheiten der rechte Ausgleich zugebilligt werden muß. Die Auswirkung dieser vermehrten Tätigkeit aber wird dem Menschen wieder spürbar sein, und zwar in ihm wenig zusagender Weise. Es wird, was ursprünglich bestimmt war, den geistigen Wesenheiten lange Aufenthalt zu gewähren, nun durch die erhöhte Tätigkeit zu ungewohnter Zeit das Geistige in sich freigeben. Es werden also gewissermaßen außergesetzliche Naturerscheinungen außergewöhnliche Folgen haben. Es sind dies die Katastrophen, die in der Natur bedingt sind, die also wohl direkt nicht vom Willen des Menschen abhängen, indirekt aber doch die Folgen sind des verkehrten Willens. So nun der Geisteszustand der Menschen so tief ist, daß sie keinerlei Verbindung haben mit Gott, daß sie weder ihre Erdenaufgabe erkennen noch den Sinn und Zweck der Schöpfung, noch den Höherentwicklungsgang aller Wesenheiten und ihren eigenen endlos langen Erdenweg, scheuen sie auch nicht davor zurück, eigenmächtig in diese Schöpfung einzugreifen, die einen anderen Zweck hat als den der Ausbeutung von Menschenhand, und dieses Eingreifen, das entsetzliche Wirkungen hat eben auf jene frühzeitig frei werdende Wesen, zieht nun unabwendbare Folgen nach sich, die gerechterweise wieder von den Menschen getragen werden müssen, obgleich es ihnen oft nicht begreiflich erscheinen will, daß sie die eigentliche Ursache jener verheerenden Katastrophen sind durch eben ihren verkehrten, Gott entgegengerichteten Willen. Und es hat nun die Erde eine solche gewaltsame Freiwerdung des Geistigen zu erwarten, es wird durch das Gebaren der Menschheit dieser Prozeß beschleunigt, es drängt das gewaltsam frei gewordene Geistige zu immer regerer Tätigkeit sowohl außerhalb als auch im Inneren der Erde, und es hemmt Gott nicht diese Tätigkeit, da der Mensch selbst eingegriffen hat unberechtigterweise und also eine von Gott dem Wesen in Liebe gewährte Verkörperung beendete wider Gottes Willen. Alles Geistige, was Ungerechtigkeit erleidet, darf sich sein Recht verschaffen, also sind die Katastrophen,obgleich gänzlich dem Naturgesetz zuwider scheinend, Seinem Willen entsprechend, müssen also als göttliche Sendungen anerkannt und bewertet werden. Die Menschen jedoch, die dem Willen Gottes gemäß leben, die ihren Willen dem göttlichen Willen unterordnen und also wohl unterrichtet sind von Gottes Liebe, Allmacht und Weisheit, können jeglicher Sendung von oben gefaßt entgegentreten. Sie werden, wenn auch die Katastrophe ihr leibliches Ende bedeutet, nichts verlieren auf Erden, sondern die Herrlichkeiten Gottes werden ihnen offenbar, und sie werden Lob und Dank singen ihrem Schöpfer bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 1508.

 

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