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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 19-20

B.D. NR. 985 - B.D. NR. 1168
28.6.1939-9.11.1939
0987 1006 1008 1013 1015  1024 1055 1058 1086 1108
1118 1119 1120 1124 1126  1140 1141 1153

 

Buch 19-20 0987

Wahrheit.

30. Juni 1939. B.D. NR. 987.

Der Geist leitet euch in die Wahrheit, und alle Gedanken sind also, so ihr die Wahrheit begehrt, Kundgaben des in euch zum Leben erweckten Geistes. So ihr euch nun dieses vom Geiste Vernommene aneignet, also zu geistigem Eigentum macht, stehet ihr mitten in der Wahrheit und mitten in der Erkenntnis. Versuchet also zuerst, der Stimme in euch zu lauschen, d.h., lasset euren Gedanken freien Lauf, und was euer Herz gewillt ist anzunehmen, das erfasset, denn es legt euch der Herr das rechte Gefühl dessen, was recht ist, ins Herz, und ihr könnt somit nicht anders im Herzen empfinden als die reine Wahrheit. Nur wo euer verstandesmäßiges Denken die Stimme des Herzens übertönt, dort seid ihr in Gefahr, das Rechte zu verkennen und dem Geist der Lüge zu verfallen. Lasset euch von dem Gefühl leiten, und ihr werdet euch nicht auf falscher Fährte befinden, so das Verlangen nach der Wahrheit euch erfüllt. Beachtet ihr allzeit diese Vorbedingung, dann seid ihr geschützt vor allem Irrtum, denn es läßt die ewige Gottheit, Die in Sich Selbst die Wahrheit ist, nicht dem Irrtum verfallen, der in der Wahrheit zu stehen begehrt. Seine Vaterliebe will dem Kind auf Erden die Wahrheit vermitteln, und Seine Macht wehret allem Unreinen, Lügenhaften den Zutritt zu dem Herzen des Wahrheitssuchenden. Und der Quell, der Ausgang der Wahrheit, ist immer und ewig nur bei Ihm zu suchen. Wer sich nun der ewigen Gottheit Selbst anvertraut, befindet sich im Stromkreis Seiner Liebe, und er wird gespeist mit Seiner Kraft. Ein freies Verhältnis zu Ihm, geboren aus der Liebe und dem Verlangen nach seinem Schöpfer, macht auch den Zugang frei zu aller geistigen Kraft, und es kann sich der Geist im Menschen in Verbindung setzen mit dem göttlichen Urgeist und alles ihm als Geist Schaubare dem Menschen vermitteln; er wird jedoch nicht dem Menschen etwas offenbaren, was nicht mit der Wahrheit übereinstimmet, denn erweckter Geist ist an sich Wahrheit, und nur der unerweckte Geist kennt das Licht nicht, das da heißet Wahrheit. Der Mensch aber, dessen Geist noch unerweckt ist, befaßet sich nicht mit geistigen Dingen, sondern hanget noch der irdischen Welt an, oder er versucht, Geistiges wissenschaftlich, also auf rein materiellem Denken, zu ergründen, begehret also nicht die Wahrheit um der Wahrheit willen, sondern um Ehre, Ruhm und irdischer Güter willen. Und da Gott und alles Geistige nichts mit der Materie gemein hat, so kann die Wahrheit nimmermehr dem in der Materie Wühlenden von Gott als der ewigen Wahrheit Selbst zugehen. Und wieder erkennet ihr die Grenzen, die der Herr gezogen hat, daß Ihn und die Wahrheit erkennet, wer, der Welt abhold, sich nur dem Geistigen zuwendet, daß er immer und allzeit der Träger der Wahrheit sein wird und daher bedingungslos dem Wort Glauben geschenkt werden kann, das denen vermittelt wird, die den Herrn suchen in aller Kindlichkeit und Zuversicht - daß der Vater im Himmel ihr steter geistiger Führer ist und Er nur reine Wahrheit gibt dem Erdenkind durch den Gottesgeist, den es selbst in sich zum Erwachen brachte durch tätige Liebe und Wahrheitsverlangen. Amen. B.D. NR. 987.

 

Buch 19-20 1006

Die Seele wählt ihren Aufenthalt selbst.

14. Juli 1939. B.D. NR. 1006.

Es hat die Seele ihren Aufenthalt im Fleisch sich selbst erwählet, und es ist sonach der Einwand unbegründet, es sei der Mensch gezwungen das, was er auf Erden ist. Es hat das Wesen sogar eine genaue Darstellung des Erdenlebens zuvor bekommen, es ist ihm der Weg auf Erden vorgestellt worden, desgleichen auch der Reifegrad, der in ebendiesem Leben erreicht werden kann, und es hat das Wesen in vollstem Einverständnis sonach den Fleischleib angezogen und ist bewußt das geworden, wozu es seine Zustimmung gegeben hat zuvor. Wenn nun der Erdenwandel aus eigenem Verschulden ihm nicht die Reife bringt, so ist das lediglich dem Willen oder vielmehr Unwillen des Menschen zuzuschreiben, der das Leben nicht in der Weise nützet auf Erden, wie es genützet werden kann. Wer es versäumt, liebend tätig zu sein auf Erden, dessen Leben ist vergeblich gelebt, und es ist diese Betätigung in Liebe eben das Nötigste zur Erreichung des Vollkommenheitszustandes. Und so die Seele solches bedenket, daß ihr die Verkörperung als Mensch Fesseln aller Arten schlägt, wenn sie bedenkt, daß allenthalben Gelegenheiten geboten werden, diese Fesseln zu lösen und in kurzer Zeit einen wahrhaft hohen Reifegrad erreichen zu können, dann ist das Erkennen des verfehlten Lebens für sie so unsagbar bitter, daß die Reue um die versäumte Gelegenheit für sie die wahre Hölle bedeutet. Und aller geistigen Kraft kann es nicht gelingen, der Seele diesen Reuezustand zu ersparen, und darum setzet sie noch während des Erdendaseins der Seele gar mächtig zu - und sucht sowohl geistig als auch leiblich ein irregehendes Wesen zu beeinflussen und der Seele Verantwortungsgefühl zu wecken, auf daß sie erkennt ihre Aufgabe auf Erden und ihrem Befreiungswerk mehr Beachtung schenkt. Hat der Mensch einmal sich vorgestellt, daß nur sein Wille ihn befreit von seinen Fesseln, daß anderenfalls aber auch der verkehrte Wille das spätere Leben der Seele gefährdet, so lebte er nicht mehr gedankenlos in den Tag hinein, sondern sucht sich geistige Vorteile zu erringen, und gleichzeitig nützt er alle Gelegenheiten zur Ausübung der Liebe an dem Nächsten, denn es spüret die Seele gerade darin ihre eigentliche Aufgabe, zudem weilet sie auch gern in den Sphären, da sie den Körperdruck nicht spüret. Sie hat das Leben wohl auf sich genommen mit dem Vorsatz, es zu nützen, um die Vollkommenheit zu erreichen, doch es kommt das falsche Denken im Erdenleben zumeist davon, daß die Seele nicht rasch genug zum Erreichen dieses Zustandes kommt und sonach sich irdisch schadlos hält, d.h. die Scheingüter als rechtes Gut ansieht und die wahre Bestimmung auf Erden verkennt, dann aber die vermeintliche Schuld in einem sie außergewöhnlich belastenden Erdenleben sucht, während sie selbst sich diesen belastenden Zustand schafft. Ein rechtes, Gott wohlgefälliges Leben auf Erden in tätiger Nächstenliebe wird den Menschen so über sich hinauswachsen lassen, daß er der scheinbar mißlichen Verhältnisse gar nicht mehr inne wird und also ihm das selbstgewählte Leben im Fleisch vollste Erlösung bringt. Amen. B.D. NR. 1006.

 

Buch 19-20 1008

Saturn.

16. Juli 1939. B.D. NR. 1008.

Vergeblich ist die Mühe der Weltweisen, ein klares Bild zu erhalten über den inneren Aufbau der Schöpfungswerke, die außerhalb der Erde sich befinden. Es genügt nicht, zahlenmäßig festzustellen das Größenverhältnis anderer Weltkörper im Vergleich zur Erde, es genügt auch nicht, den Einfluß der Sonne auf diese Weltkörper und die Lichtstärke durch Gradmesser feststellen zu wollen. Es gehören vielmehr zum Erforschen dieser Weltkörper Menschen, die über ein enormes Wissen verfügen, und ein solches Wissen ist nur auf geistigem Wege sich anzueignen. Es gibt von der Erde keine Verbindung nach irgendwelchem Weltkörper, und es können Ewigkeiten darüber vergehen, es wird auch keine solche Verbindung geschaffen werden, jedoch geistig wieder gibt es keine Schranken, die einen Weltkörper von dem anderen trennen. Der weite Raum zwischen zwei Weltkörpern ist kein Hindernis, daß sich die geistigen Wesen miteinander verständigen können und gegenseitig sich Aufschluß geben über die von ihnen bewohnte Welt und ihre Beschaffenheit. Ein klares Bild zu geben über den der Erde am verwandtesten Weltkörper, den Saturn, ist Aufgabe eines diesen bewohnenden höheren geistigen Wesens, und es wird euch Menschen auf Erden eine Schilderung geboten, die unbestreitbar Aufschluß gibt dem darüber Aufschluß Begehrenden. Noch ist es keinem Erdenbürger gelungen, die Ausmaße dieses Weltkörpers festzustellen, denn es läßt sich die Größe zahlenmäßig nicht belegen, da die Menschen für den Umfang des Saturns keinen Maßstab haben. Es ist ein weit über alle irdischen Schätzungen hinausgehender Begriff und reicht für euch Menschen fast ins Unendliche. Der Grundstoff dieses Gestirns ist ebenfalls mit dem der Erde nicht übereinstimmen - er ist durchsichtiges, hellglitzerndes Metall von unvorstellbarer Leuchtkraft. Alle Wesen in dem Bereich dieses leuchtenden Stoffes sind in einem Zustand, daß sie mit dem strahlenden Licht im Einklang stehen. Sie haben ein überaus feines Empfinden für geistige Strömungen und sind verhältnismäßig weit vorgeschrittene geistige Wesen, die jedoch ihren Lichtzustand nicht durch bewußtes Streben erreicht haben, sondern wohlausgebildete Wesen durch Gottes Willen sind. Die Aufgabe dieser Wesen ist gleichfalls, irdisches Geistiges zu betreuen. Es ist auch ein ähnliches körperliches Leben wie auf Erden diesen Wesen eigen, nur daß auch das Größenverhältnis der Hüllen, die den Wesen zum Aufenthalt dienen, für menschliche Begriffe unfaßlich ist, demnach aber auch die geistige Kraft unbeschreiblich wirksam. Es haben die Wesen jedoch auch eine Tätigkeit zu erfüllen, und diese ist im Einklang stehend mit ihrer jeweiligen Verkörperung, denn auch diese Wesen sind in verschiedener Außenform auf der Oberfläche des Weltkörpers, nur haben sie eine Wandlungsfähigkeit, die jene auf Erden weit übertrifft, indem sie nicht als unvollendete geistige Wesen irgendwelche Außenform beleben, sondern gleichsam ihre Hülle jederzeit wechseln können, um eine ihnen gestellte Aufgabe in anderer Hülle leichter und besser erledigen zu können. Der Saturn birgt sonach Lebewesen, jedoch in einem bestimmten Reifegrad stehend, ansonsten ihnen der Aufenthalt auf diesem Weltkörper nicht zusagen würde, weil die Lichtfülle eine bestimmte Licht-Empfänglichkeit voraussetzt. Es sind diese Wesen den Menschen auf Erden schwer zu beschreiben, denn es rechnen da gewisse Gesetze mit, die den Menschen auf Erden völlig unbekannt sind. Es wäre wohl möglich, euch eine Darstellung zu geben, jedoch nur in Form von Bildern, die euch die Tätigkeit der Wesen veranschaulichen. Und diese Tätigkeit wieder ist in gewisser Beziehung ebensonötig für die Menschen auf der Erde, denn es ist das ständige Beleben der gesamten Flora die diesen Wesen gestellte Aufgabe, jedoch in einem Zusammenhang, der euch noch nicht recht verständlich ist. Die Wesen unter sich führen ein ähnliches Leben wie auf Erden in vollster Harmonie und geistiger Verbundenheit, entsprechend vollkommen sind auch ihre Wohnungen, und herrliche Schöpfungen ihrer eigenen Intelligenz gestalten die Oberfläche des Gestirns zu überaus reizvollem Aufenthalt. Die Schöpfung hat unzählige Gestirne aufzuweisen, und doch weicht ein jedes sowohl in der Gestaltung der Oberfläche als auch in den Lebensbedingungen der es bewohnenden Wesen voneinander ab. Desgleichen sind auch die Grundstoffe von immer anderer Art - doch eine Gottheit beherrscht und lenkt alle diese Schöpfungen nach Ihrem Willen. Und unzählige Möglichkeiten stehen so dem Wesen aus Gott zur Verfügung, auf daß es in der Ewigkeit stets und ständig in reger Tätigkeit Glückseligkeit empfangen und gleicherweise austeilen kann entsprechend seiner Vollkommenheit. Amen. B.D. NR. 1008.

 

Buch 19-20 1013

Sonne.

21. Juli 1939. B.D. NR. 1013.

Was bringt nun diese außerordentliche Leuchtkraft zustande? In welchem Zusammenhang stehen die Kräfte, um gleichzeitig ungeahnte Wirkungen körperlich und geistig zu entfachen und ein außergewöhnliches Licht zu entzünden und also unnachahmlich in jeder Beziehung zu bleiben? Wie verhalten sich die geistigen Strömungen zueinander, und welche sichtbare oder irdisch erklärbare Naturkraft liegt dieser Leuchtkraft zugrunde? Es sind dies alles Fragen, die so tief in geistiges Wissen hineinragen, daß der menschliche Verstand wahrlich zu gering ist, wollte er sich selbst diese beantworten. Nur wo gleichzeitig rein geistiges Wissen erstrebt wird, läßt sich darüber Aufklärung geben, denn nur im Wirken der Geisteskräfte liegt die Begründung dieses Schöpfungswunders. Unvergleichlich erhaben ist das Bewußtsein dessen, daß der Mensch gleichsam ein Recht hat, darüber Aufschluß zu bekommen, daß er jede Lücke seines Wissens ausfüllen darf und auch soll und daß sonach ihm keine Grenzen gesetzt werden, so ihn irgendwelche Fragen, die Schöpfung betreffend, interessieren. Gerade die Sonne mit ihrer Strahlenwirkung ist unbestritten das größte Rätsel in der Natur für die Menschen, und doch begehren sie wenig oder gar nicht die Unterweisungen, die ihnen von oben geboten werden und die wiederum allein maßgebend sein können, weil nur die Gottheit Selbst etwas ausführlich und verständlich erläutern kann, was unendlich entfernt von der Erde seinen Ursprung hat. Die neutrale Verbindung zweier Elemente ergibt einen neuen Stoff - und dieses Gesetz liegt allem zugrunde. Der Zusammenschluß unerforschter Kräfte dagegen erzeugt gewisse Reibungen, weil eine jede Kraft sich äußern und die andere verdrängen will. Wo nun solche Reibungen entstehen, muß der im Mittelpunkt stehende Körper, sei er nun fester Art oder nicht, sich entzünden, d.h. aufbegehren gegen die ihn bedrängende Kraft. Es ist also folglich jede Lichterscheinung ein Sich-Widersetzen der einen Kraft der sich-äußern-wollen-den zweiten Kraft. Und ebenso verhält es sich mit jeder geistigen Kraftströmung. Amen. B.D. NR. 1013.

 

Buch 19-20 1015

Sonne.

22. Juli 1939. B.D. NR. 1015.

Es folgen drei Auszüge von B.D. NR. 1015:

Nicht selten führen Vermutungen zu Trugschlüssen, und es hat auch die Wissenschaft unglaublich geirrt, wenn sie annimmt, daß sich irgendwelche glühende Masse im Kernpunkt der Sonne befindet.

Es ist die Strahlenwirkung der Sonne auf ganz andere Gesetze zurückzuführen.

Es leuchtet die Kraft Gottes Selbst ohne jegliche Einwirkung von außen. Es ist die Kraft Gottes Licht in sich, es geht diese Kraft täglich und stündlich ohne Unterbrechung ins Weltall über, aufgenommen durch unzählige Geistträger und fortgeleitet wieder durch jegliches Wesen, sichtbar und unsichtbar. Und daher empfanget ihr in den Strahlen der Sonne unmittelbar die Lebenskraft aus Gott - daher muß zum Gedeihen eines jeden Lebewesens die Sonne diese Kraft austeilen, und es geht dies in einer Weise vor sich, die den menschlichen Begriffen völlig fremd und unverständlich ist, solange die Menschen dem Geistigen an sich zu wenig Wert beilegen, denn es ist ebendie Strahlenwirkung der Sonne ein reingeistiger Vorgang, der jedoch gleichzeitig auch äußerlich den Menschen sichtbar ist. Während alles andere Geistige ihnen verborgen ist resp. irdisch umhüllt, äußert sich hier die Tätigkeit der reifen geistigen Welt den Menschen schaubar, doch nicht als solche erkannt.

1015

 

Buch 19-20 1024

Wunder der Glaubensstärke und Kraft des Gebetes.

25. Juli 1939. B.D. NR. 1024.

Und ihr werdet der Welt bezeugen müssen, daß die Kraft Gottes durch euch wirket. Ihr werdet an ihrem Unglauben diese Kraft erproben, und sie werden darüber in Verwunderung geraten, doch es muß den Menschen bewiesen werden, daß die Macht hat, wer tief gläubig ist - es muß ihnen gezeigt werden das Wunder der Glaubensstärke und die Kraft des Gebetes. Es wird gebannt werden das Leid kraft dieses Glaubens, es wird gehorchen die Natur dem also im Dienst der ewigen Gottheit Stehenden, und es wird die Macht aus Gott denen gegenüber sich äußern, die aus weltlicher Macht gebieten wollen zum Schaden der Gläubigen. Und alles dieses wird nötig sein der Gott-Abtrünnigen wegen. Wer die Gottheit sucht, wird darin ein Licht erblicken und Christus nachfolgen, d.h., sein Herz wird die Wahrheit erkennen und den Weg der Wahrheit gehen. Und um dieser willen bedenket der Herr die Seinen auf Erden mit solcher Kraft. Und also wird größtes Verwundern sein über das ungewöhnliche Wirken der Menschen, durch die jedoch Gott Selbst wirkt. Wenn ihr daher die Anweisung bekommt, nach Gottes Willen zu handeln, dann widersetzet euch nicht dem göttlichen Wort, denn es braucht der Herr Seine Diener auf Erden, um Sich den Menschen kundzutun. Glaubet vielmehr fest und unerschütterlich, und befolgt in allem die Weisungen des göttlichen Heilands, denn nur das vollgläubige Befolgen des göttlichen Willens löst auch die außergewöhnliche Kraft in euch aus. Ihr werdet Dinge vollbringen in diesem Glauben, die euch über euch selbst hinausheben, so ihr nur immer im Geist tätig bleibt. Vergesset nicht, daß der Herr Selbst euch den Auftrag gibt, daß Er von euch nicht mehr verlangt, als ihr erfüllen könnt, und lasset euren Willen tatkräftig werden, auf daß ihr ausführet, was euch aufgetragen wird. Und ohne Zögern schließet euch alle zusammen und wirket mit vereinter Kraft. Sprechet offen und zu jedermann und höret ihre Bitten, so diese auch irdischer Not gelten, denn ihr sollt ihnen ja den Beweis liefern, daß der Vater im Himmel eine jegliche Bitte erfüllen kann, wenn es zum Vorteil eurer Seele dient. Wendet jeden Gedanken in irdischer Ruhepause dem göttlichen Heiland zu. Er lohnt euch eure Liebe und wird euch mit außergewöhnlicher Kraft bedenken, so ihr Sein Wort im Munde führet und tätig seid zur Errettung irrender Seelen. Und es wird alle Beklommenheit von euch abfallen, und ihr werdet klar und verständlich den Menschen kundtun, was euch der Vater gebietet, denn Sein Wille wird euch lenken, so ihr Ihm keinen Widerstand entgegensetzet. Amen. B.D. NR. 1024.

 

Buch 19-20 1055

Voraussage auf großes Geschehen.

13. August 1939. B.D. NR. 1055.

Gesegnet sei dein Beginnen. Um der Menschheit willen entfaltet sich eine ungeheuer emsige Tätigkeit alles dessen, was erlösend wirken kann. Und so ist wiederum ein Ereignis in Sicht, das alle Gemüter erregen oder sich lähmend auf den Schaffensgeist auswirken wird. Und an diesem großen Erleben wird der Widerstand so mancher Menschen scheitern - es wird zurückfinden manche Seele zum Vater, Den sie erkennet als Urheber aller irdischen Geschehen. Und um dieser willen lässet der Herr Seine Kraft und Macht in Erscheinung treten. Er, Der alle Herzen kennt, weiß auch, welche Seelen sich Ihm noch zuwenden können, und gibt diesen Seine Zeichen auf solche Art, daß wohl zahllose Menschen das Leben verlieren irdisch, jedoch auch viele das Leben gewinnen, das Leben, das währet für die Ewigkeit. Und es ist diese Zeit, die nun über die Erde kommt, mit Recht eine Zeit des Kampfes zu nennen, denn es wird so mancher Mensch auch im Kampf liegen mit sich selbst. Er wird einerseits seine Ansichten nicht dahingeben wollen, andererseits aber eine Macht und einen Willen erkennen und diesem Willen nicht widerstehen wollen und können. Und es muß der Mensch diesen Kampf durchfechten. Er muß aus freiem Willen dahingeben das eigene Denken, er muß dahingeben vorgefaßte Meinungen, er muß Herr zu werden versuchen über die in ihm auftauchenden Gedanken der Ablehnung und muß sich schließlich voll und ganz einsetzen für das, was er im Herzen als Wahrheit empfindet, und also nur der Stimme in sich Folge leisten, die ihn schon führen wird auf rechter Bahn, und so dieser Sieg erfochten ist, sind die Menschen nicht vergeblich gestorben, denen das leibliche Ende bestimmt war. Und es ist dies so kurz bevorstehend, daß überrascht sein wird auch der Wissende, und daher merket auf: Wo der Herr in Erscheinung tritt, gebend und belehrend, dort ist die Grenze des Geschehens. Es wird unberührt bleiben, der im Geist des Herrn wandelt, doch es wird getroffen die Erde innerhalb des Reiches, das die Tage zählt und sich brüstet seiner Kraft. Wieder ist eine Wende der Zeit gekommen, und wieder sieht die Welt auf dieses Land, und es beginnt auf das Land der Funke zu fallen, der von der Göttlichkeit zeugt. Der Funke, der den Brand entfacht und der nicht zum Austrag kommen wird, denn es wendet die Aufmerksamkeit der Welt sich jenem Geschehen zu, das weit größer ist als aller Hader und Streit der Welt. Sie achtet nicht mehr der Dinge, die menschlicher Wille heraufbeschworen, sondern nur noch der Weisungen von oben, und es wird aus ihren Angeln gehoben eine Tür, die bisher keinen Durchblick gestattete. Und nun erst erkennet der Mensch die Größe und Allmacht Dessen, Der alles Erdenleben lenkt und leitet - und selig, dem diese Mahnung nicht zu spät kommt. Amen. B.D. NR. 1055.

 

Buch 19-20 1058

Wesen der Materie.

15. und 16. August 1939. B.D. NR. 1058.

Wesenlos erscheinet dem Menschen die Materie und wesenlos alles, was nicht sichtlich Leben in sich birgt. Und er bedenket nicht, wie schwerwiegend gerade für alles Geistige der Aufenthalt in der Materie ist - wie ebendie Materie der Sammelort alles unreifen Geistes ist und welch wichtige Bestimmung daher der Materie zugedacht ist vom ewigen Schöpfer. Und also muß die Materie selbst aus dem Willen Gottes entstanden sein. Sie muß folglich als Form gewordener Wille Gottes etwas sein, was Bestand haben muß, sie kann nicht willkürlich wieder in Nichts zurücksinken, sondern sie muß bleiben - und ist also unvergänglich, jedoch in sich veränderlich. Und alles, was unvergänglich ist, muß Geist sein, aus dem Geist Gottes. Und dieses Geistige aus Gott ist mit einer für euch Menschen sichtlichen Hülle umschlossen, also ist das, was euch als Materie ersichtlich ist, verborgenes, d.h. umhülltes Geistiges, dessen Hülle jedoch einer ständigen Veränderung ausgesetzt ist, zum Zweck des Zusammenschlusses des Geistigen und also ständiger Vermehrung. Diese eindeutige Erklärung gibt euch Aufschluß über die strittige Frage, ob und wieweit die Materie wesenlos ist, und sie erläutert hinreichend die Wichtigkeit alles dessen, was in der Schöpfung sichtbar zutage tritt. Was besteht, ist alles Geist aus Gott, doch den Menschen auf Erden bleibt alles Geistige wiederum unsichtbar, muß jedoch dem menschlichen Auge erkennbar gemacht werden und also rein äußerlich schaubar sein. Und es läßt sich daher der Begriff Materie nicht anders verständlich machen, als daß unzählige geistige Wesenheiten in von Gott zu einem Zweck geschaffenen sichtbaren Hüllen Aufenthalt nahmen. Und es ist nun Aufgabe dieser Wesenheiten, die Hülle zu durchbrechen, also von jeglicher Hülle frei zu werden - d.h., die Materie zu überwinden. Nichts ist ohne Zweck in der Schöpfung, und nichts Schaubares bleibt unverändert, auch das Geistige ändert sich stets, jedoch dem menschlichen Auge nicht sichtbar, und dies läßt den Menschen zu der Annahme kommen, daß die Materie nichts Wesenhaftes, nichts Lebendes in sich birgt. Es kann der Mensch in der kurzen Erdenzeit nicht den Werdegang der Materie verfolgen, weil des öfteren unglaublich lange Zeit dazu gehört, ehe sich eine alte Form aufgelöst und zu neuer Form gewandelt hat. Und daher erscheint alles das, was langer Zeit bedarf, um sich zu verändern, dem Menschen als völlig tot, als wesenlos, denn wo der Mensch ein ständiges Umformen beobachten kann, dort gibt er schon ein gewisses Leben in sich zu, und wo ein Leben festgestellt wird, dort erkennt man auch eher die geistige Kraft an, die ebender Inbegriff von Leben ist. Je mehr nun der Mensch diesen Gedanken in sich Raum gibt, daß alles Geschaffene gleichsam Gottes Odem ist, daß der Odem Gottes aber nie und nimmer etwas Totes, Wesenloses sein kann, sondern stets und ständig zum Leben anregende Kraft, die alles zur Tätigkeit anregt, aber niemals in Untätigkeit verharrt, so betrachtet er die ihm sichtbare feste Form nimmermehr als unbelebte Masse, und ihm wird der Zusammenhang aller Schöpfungswerke klar, weil alle diese Schöpfungswerke Träger sind von unzähligen Wesenheiten, die einer Vereinigung in sich zustreben und dazu sowohl einer langen Zeit als auch einer Außenform bedürfen. Amen. B.D. NR. 1058.

 

Buch 19-20 1086

Bestimmung des Werkes. Zahlenmäßige Voraussage. Sendung von unfaßbarer Bedeutung.

8. September 1939. B.D. NR. 1086.

Es ist ein gewaltiges Werk, das durch deine Mitarbeit zustande kommen soll, und es werden dereinst die seltsamsten Meinungen gebildet werden über den Ursprung des Werkes, und man wird vermuten, daß alle Schriften nur in der Weise entstehen konnten, daß durch eine Konzentration in ganz bestimmter Geistesrichtung sich die schriftstellerische Begabung ausbildete und alles Entstandene nun also gewissermaßen die Folge dieser gedanklichen Konzentration sei - und ein Wirken übersinnlicher Kräfte nur krankhafte Einbildung des Schreibenden war. Nun bereitet jedoch der Herr etwas vor, das auch jenen Zweiflern zu denken geben wird. Er leget zahlenmäßig fest den Gesamtumfang des Werkes. Es werden 2000 (zweitausend) Kapitel erstmalig den Menschen geboten, die alles hinreichend erklären, was dem Menschen nötig ist, um selbst wieder unterweisen zu können die Unwissenden. Danach aber erhält das Werk eine besonders vorbereitete Kundgabe, durch welche den Menschen etwas unterbreitet wird, das ihnen völlig neu und außerordentlich aufschlußreich ist, denn es wird, wer diese Kundgabe gläubig aufnimmt, auch eine besondere Mission darin erkennen, die dem Schreibenden als Auftrag wird. Es wird der Herr Selbst Worte diktieren, die noch niemals der Menschheit zugegangen sind. Es sind dies die Worte, die in der schwersten Stunde der Herr zu den Seinen sprach, die aber niemals der Welt nahegebracht wurden, da die Erkenntnis-Fähigkeit für diese Worte der Menschheit bisher mangelte. Was Jesus auf Erden tat, ist aufgezeichnet worden, nicht aber diese Seine Worte, die so inhaltsschwer sind, daß selbst ein geschulter Geist sie nicht eingeben kann, sondern der göttliche Herr und Heiland allein der Vermittler dieser Worte sein muß. Und um diese Sendung zu empfangen, gehört ein überaus williges Herz, das in sich nur das Verlangen trägt, den Heiland in sich aufnehmen zu können, und dessen Sinne sich nur diesem heiligen Erleben zuwenden, und nur unter diesen Voraussetzungen kann dem Erdenkind solche Gabe vermittelt werden. Je inniger dieses Herz dem Heiland entgegenschlägt, desto klarer und verständlicher wird jenes Wort vermittelt werden können, denn es erfordert dies ein überaus williges, empfangsbereites Herz und stärksten Glauben. Und so diese Sendung dem schreibenden Erdenkind zugeht, ist eine Mission erfüllt von so unerhörter Bedeutung, die ihr Menschen nicht ermessen könnt. Und es soll dieses Werk dann bestehenbleiben durch endlose Zeiten hindurch und immerwährend zeugen von der unendlichen Liebe und Güte Gottes zu Seinen Kindern, von der Langmut, Geduld und Barmherzigkeit Dessen. Und nach Beendigung setzet der Kampf ein gegen das göttliche Wort, und nun wird es sich zeigen und offenbar werden, daß niemand diese göttlichen Worte widerlegen kann. Und es wird willig in Empfang genommen dort, wo noch Widerstand zu verzeichnen war bisher. Und so wird das Werk Eingang finden unter der Menschheit und allen denen Kraft und Gnade vermitteln, die sich dem Inhalt der Kundgaben nicht verschließen und also willig die Gnade Gottes in Empfang nehmen. Amen. B.D. NR. 1086.

 

Buch 19-20 1108

Wirkung der geistigen Strömung auf die Wesen um uns.

23. September 1939. B.D. NR. 1108.

Ohne Zögern schreite deinen Weg und gib dich in Gottes Schutz, so wird ein jeder Gang segensreich sein, und alle Pforten werden dir geöffnet sein, die zum Wissen führen. Und bedenke, daß Geistiges dich umgibt und jedes Zuwenden zu Gott spürt und gleichsam Anteil nimmt an jeder geistigen Strömung, die dich berührt. Die lebendige Gottverbundenheit ist von so mächtiger Wirkung, strömet doch unaufhaltsam geistige Kraft von Gott zur Erde, und es wird erfüllt alles Wesenhafte, das dich umgibt, mit dieser Kraft. Und was sich so den in der Höherentwicklung befindlichen Lebewesen mitteilt, trägt wieder dazu bei, das Geistige in ihnen auszureifen. Alle Kreatur, alle Pflanzenwelt und alles Gestein seufzt unter der Last seiner Außenform, und die Menschheit könnte allen diesen Wesenheiten viel geben, so sie selbst sich in geistige Verbindung setzen möchte und der ihr zufließende Kraftstrom auch allem Geistigen in der Umgebung vermittelt würde. Und es steht darum auch alle Kreatur unter der Auswirkung des verkehrten Lebens der Menschen. Auch sie spürt den geistigen Rückgang der Menschheit und leidet gleichfalls darunter, denn alle Liebekraft, die sich erlösend auswirkt, mangelt der Menschheit, und dies läßt sonach auch die Wesen darben, denen also zuwenig Liebe zugewendet wird. Alles, was in der Liebe tätig ist, muß Kraft empfangen und Kraft austeilen - das Licht, das erhellt, muß auch leuchten weit im Umkreis, und wer also in Gottverbundenheit die Kraft aus Gott anfordert, wird so reichlich damit bedacht, daß auch er wieder abgeben kann und dies auch tut unbewußt. Und diese Kraft erquicket, was mit ihr in Berührung kommt, was sich öffnet, um sie aufzunehmen - sie kennt keine Hindernisse, sie dringt ein durch alle Poren, sie ist in jedem Lufthauch, sie ist übertragbar gleich einem Gedanken, sie belebt und regt wieder zur Tätigkeit an, und so ist alles Mitempfänger dessen, was durch das gläubige Erdenkind vom Vater erbeten wird. Und so ihr die Allgewalt dieser Kraft ermessen könntet, würdet ihr hoch emporgehoben durch den Gedanken, allem, was um euch ist, beistehen zu können in seinem unerlösten Zustand, ihr würdet hilfsbereit sein dem winzigsten Wesen gegenüber, denn ihr erkennet dann in allem das gleiche - ein Schöpfungswerk Gottes, dessen Entwicklungsgang ihr schon vor endlos langer Zeit zurückgelegt habt. Und euer Wille wäre ständig, diesen geistigen Wesen zu helfen, die es euch danken zur rechten Zeit. Amen. B.D. NR. 1108.

 

Buch 19-20 1118

Das göttliche Wort.

27. September 1939. B.D. NR. 1119.

Nur ein Auszug

Der Werdegang aller anderen Geschöpfe ist der nach Gottes Willen. Der Werdegang des Menschen jedoch bezw. der menschlichen Seele ist allein ihr eigener Wille - und richtet sich danach, wie ihre Einstellung ist zum Wort Gottes.

 

Buch 19-20 1119

Verschiedenartigkeit der Schöpfungen.

27. September 1939. B.D. NR. 1119.

Die Schöpfung, so wie sie der Mensch sieht, ist nur ein verschwindend kleiner Teil des Schöpfungswerkes und läßt aber keineswegs Rückschlüsse ziehen auf die Wunder der göttlichen Schöpfung, die den Augen des Menschen verborgen sind und auch sein müssen, da diese nicht in solcher Art sind, daß der Mensch sie fassen könnte. Was der Mensch zu schauen vermag, ist immer angepaßt seinem Begriffsvermögen, jedoch weiset die gesamte Schöpfung so vielerlei Wunderwerke auf, die völlig anders in Art und Form sind als die Erde. Beim Betrachten der zahllosen Schöpfungen, die dem Menschen zugänglich sind, muß die Frage aufgeworfen werden, ob einzig und allein diese Gebilde auf der Erde bestehen oder auch noch auf anderen Gestirnen oder Weltkörpern das gleiche Gesetz waltet und auch die gleichen Schöpfungen bestehen. Und es muß dieses verneint werden. In unzähligen Variationen sind die Gestirne geschaffen, und es kann sich der Mensch kein Bild davon machen, wie verschieden ein jedes Gestirn in sich ist und wie sie, die doch dem einen Gesetzgeber unterstellt sind - so verschiedenartige Geschöpfe bergen und doch wieder alle diese Schöpfungen dem gleichen Zweck dienen, zur Vollendung der Seele beizutragen. Die Geschöpfe haben überall eine gewisse Wandlungsfähigkeit ihrer Außenform, und sie beleben also den Stern, dem sie zugewiesen sind, und erfüllen dort ihre Aufgabe, die ihnen gestellt wurde von Anbeginn. Dies muß zuvor klargestellt sein, ehe der Mensch Einblick nehmen kann in die Vielseitigkeit der Schöpfungen, die ihm nicht sichtbar sind. Und es ist dies auch nur zu dem Zweck gestattet, daß sie in kommender Zeit der irdischen Erscheinungen mehr Beachtung schenken, so ihnen das Entstehen der Schöpfung verständlich gemacht wird und auch die kommenden Umänderungen von geistiger Seite aus beleuchtet werden....
(Unterbrechung)
B.D. NR. 1119.

 

Buch 19-20 1120

Forscherarbeit. Gestirne. Venus.

28. September 1939. B.D. NR. 1120.

Die unermüdlichste Forscherarbeit kommt diesem Ziel nicht näher, solange nicht gleichzeitig Beistand begehrt wird von geistiger Seite, denn der Forscher gehet ohne Kenntnisse an eine Arbeit, die nur geistig zu bewerkstelligen ist. Vom menschlichen Gesichtskreis aus müßten alle Schöpfungswerke, auch die außerhalb der Erde, die gleiche stoffliche Legalität besitzen, und sie müßten weiter den gleichen Naturgesetzen unterworfen sein, da anders von den Menschen ein Bestehen und Erstehen nicht denkbar ist. Nun liegen aber allen Schöpfungen andere Naturgesetze erstmalig zugrunde, dann ist auch die Zusammensetzung in stofflicher Beziehung so grundverschieden bei jeglichem einzelnen Schöpfungswerk und außerdem auch die Grundbedingung zur Existenzmöglichkeit der die Schöpfungen bewohnenden Wesen so voneinander abweichend, daß die menschliche Wissenschaft hier vor einem völlig unlösbaren Rätsel stehen würde, so sie an die Erforschung dieser Schöpfungswerke eben rein wissenschaftlich herangehen würde. Und alle bisherigen Ergebnisse sind völlig wertlos, da sie der Wahrheit nicht im geringsten nahetreten. Der Sinn des Menschen, das Fassungs- und Beurteilungsvermögen reicht nicht über die Erdensphäre hinaus, und es sind nur wenige Möglichkeiten, andere Schöpfungen so zu erklären, daß sie dem Menschen begreiflich sind. Die Grundelemente, die der Mensch zum Verständnis ihres Wirkens kennen muß, sind völlig bedeutungslos in anderen Gestirnen, und es kann das Wissen darum nicht benützt werden zur Feststellung irgendwelcher Erscheinungen, die man klären möchte. Um in die Geheimnisse anderer Schöpfungswerke einzudringen, gehört zuvor ein völliges Lösen aus der irdischen Sphäre, ein Freimachen von allem auf der Erde Sichtbaren, es muß der Mensch sich geistig verbinden mit den Geisteskräften jener Welten und als Neuling alle diesbez. Erklärungen entgegennehmen. Und nun versuche, ob dir dies gelingen wird. Ein Stern von unbeschreiblichem Reiz ist das Gestirn, dem ihr den Namen Venus gegeben habt. Ihr dürfet euch nimmermehr ein Gebilde vorstellen, das der Erde gleich ist, es sind in regelmäßigen Abständen lichte Gegenden, die abwechslungsreich und überaus reizvoll den Beschauer anmuten. Es sind diese Gegenden belebt von Wesen sonderbarster Art nach menschlichen Begriffen. Der Aufenthalt in diesen Gegenden ist für diese Wesen nur vorübergehend, da auch dieses Gestirn den Wesenheiten zur Weiterentwicklung dient. Die gesamte Oberfläche des Gestirns ist lieblich anzusehen und bietet ihren Bewohnern einen seligen Aufenthalt für kurze Zeit, da sie diesen immerwährend wechseln. Diese Welt ist so abweichend von dem irdisch Verständlichen, daß nur ein geistiges Erleben, ein Schauen, dem Menschen die Eindrücke vermitteln kann und daß es auch dann noch unsagbar schwer ist für den Menschen, diese Eindrücke wiederzugeben, daß der Mitmensch sich ein Bild machen kann. Und doch besteht auch zwischen jenem Gestirn und der Erde eine geistige Verbindung, die es möglich macht, belehrt zu werden, nur gehört darum ein gewisser geistiger Reifezustand, der das mangelnde menschliche Wissen ersetzt und also erste Bedingung ist, um einzudringen in Gebiete, die anders dem Menschen verschlossen bleiben. Amen. B.D. NR. 1120.

 

Buch 19-20 1124

Gebet. Kraft des Geistes.

2. Oktober 1939. B.D. NR. 1124.

In direkter Verbindung zu stehen mit geistiger Kraft fördert ungemein die geistige Entwicklung der Seele, die in unvollendetem Zustand die Unterstützung dringend benötigt. Es ist ein bewußtes Erbeten dieser Kraft von unschätzbarem Wert und muß also auch Erfolge zeitigen, die deutlich erkennbar sind. Ein unverbesserlicher Leugner dieser Kraft aber findet die Unterstützung nicht, und sein Seelenzustand ist unweigerlich davon betroffen; d.h., es ist der Seele keine Gelegenheit geboten, sich selbst zur Höhe zu bringen, sie kann sich nicht entwickeln und bleibt also das, was sie war, bevor sie den menschlichen Körper belebte. Und nun ist hierin wieder die Erklärung zu finden, weshalb der Geisteszustand der Menschen ein so niedriges Niveau aufweist. Es ist erklärlich, daß eben der Mensch, der sich auf seine eigene Kraft verläßt, nicht mehr fortschreitet, sondern immer in dem gleichen Zustand verharrt und also sein Leben ein nutzloses genannt werden kann, wenn ihm nicht von einer Seite Aufklärung wird. Also muß der Mensch vorerst darauf hingewiesen werden, daß ihm unbegrenzte Kraft zur Verfügung steht, daß diese Kraft aber erst dann in Erscheinung tritt, wenn der Mensch durch sein Gebet darum seinen Willen bekundet zur Empfangnahme, und also wird er nun bedacht, mögen sich ihm auch Widerstände noch und noch entgegensetzen. Es dringet diese Kraft unbeeinflußt von irdischen Hindernissen allmählich so zu dessen Seele, daß sie spürbar die Erleichterung bemerkt, daß sie von nun an sich im Licht stehend wähnt, daß sie eifrig einen bestimmten Weg verfolgt, der ihr das Ziel sicher verheißt - und daß sie nun plötzlich erleuchtet ist von diesem Licht, das da ist die ewige Wahrheit. Sie suchet nicht mehr, denn sie hat gefunden - sie zweifelt nicht, denn sie glaubt - sie forschet nicht, denn sie weiß. Sie nimmt alles an, was der Geist in ihr verkündet, und also äußert sich in ihr die göttliche Kraft und macht ihr nun den Aufstieg zur Höhe leicht. Es ist also diese Kraft nimmermehr ein Phantom, sie ist vielmehr spürbar und von so außerordentlicher Wirkung, daß diese auch rein äußerlich schon erkenntlich ist - denn auch das ganze äußere Leben des Menschen nimmt andere Formen an. Es kann einfach der Mensch nicht im Alten verharren, so des Geistes Kraft in ihm wirkt. Es bewirkt diese, daß alles fortschreitet, sowohl die seelische Entwicklung als auch körperlich eine größere Sensibilität für alles, was geistig ist - und sonach eignet sie den Menschen für geistiges Schauen und Erleben. Sie macht die Seele empfänglich für alles Hohe und Reine, sie leitet sie in höhere Sphären und öffnet ihren Blick für alles Vollkommene - denn sie hat dereinst die gleiche Mission und muß sonach eine immerwährende Steigerung erfahren. Sie muß im Licht zu stehen begehren und darf dieses Licht nicht unter den Scheffel stellen, auf daß es leuchte im Umkreis und also gleichsam den noch Irrenden als Wegweiser dient. Amen. B.D. NR. 1124.

 

Buch 19-20 1126

Voraussage. Naturgeschehen. Verheerende Krankheit.

4. Oktober 1939. B.D. NR. 1126.

Noch eine kürzeste Frist setze Ich euch, auf daß ihr euch besinnet und den Weg verlasset, den ihr nun auf Erden wandelt. Und so die Stunde gekommen ist, die den Untergang derer herbeiführen soll, werdet ihr es erkennen am Licht des Tages, wie es weichet zu ungewöhnlicher Zeit, und ihr werdet in der Finsternis das letzte Anzeichen erblicken. Ihr werdet zum letzten Mal gewarnt und wiederum gemahnet zur Umkehr, denn noch kann der einzelne für sich das ewige Verderben abwenden, noch ist ihm die Möglichkeit geboten, seine Seele zu retten, und er gibt sein Leben dann nur hin, um es wiederzuempfangen. Doch diese Stunde wird furchtbar sein, denn es erbebet die Erde, es stürzet das Wasser hervor und überflutet mit Brausen und Tosen das Land, und die Menschheit erkennt, daß sie machtlos ist dem Treiben der Naturgewalten gegenüber. Und die Verzweiflung wird groß sein und das Entsetzen unbeschreiblich, so das nahende Ende ihnen erkennbar ist. Und eine große Anklage gegen die Gottheit wird ertönen, doch ihrer eigenen Schuld gedenken sie nicht. Sie bleiben verstockten Sinnes selbst in dieser großen Not bis auf wenige, denen Ich sichtbar beistehen werde. Denn es sollen nicht restlos vertilgt werden, die Gott dem Herrn die Ehre geben und ihre Schuld Ihm bekennen. Und es wird das Gericht nur kurz sein, und so die Sonne wieder durch die Wolken bricht, ist das Entsetzen der Nacht beendet - doch der irdische Schaden unübersehbar. Strahlender als je wird die Sonne scheinen, ruhig und mild die Luft zu spüren sein, und alles wird im Licht der Morgenröte den Augen der Überlebenden sich darbieten, doch das Entsetzen wird die Menschen nicht froh werden lassen, bevor sie sich nicht Mir übergeben haben und alle weiteren Wege Mir Selbst überlassen. Und Mein Geist wird diese Schwachen erleuchten, sie werden plötzlich sehend werden, und das Entsetzen weicht einer höheren Erkenntnis, sie loben und preisen Mich und sind glücklich und dankbar, daß Ich Mich ihrer erbarme und sie ausersehen habe zur Fortpflanzung des Geschlechtes - und ihre Liebe zu Mir wird entflammen, und sie werden wetteifern, Mir ihre Dienste anzubieten, und Ich werde sie auserwählen zu Meinen Dienern, und nun wird geistige Kost diesen geboten werden, und der überaus großen geistigen Not wird ein Ende gesetzt sein und ein neues Zeitalter beginnen, das geistiges Streben in den Vordergrund stellt und weltliches Verlangen nur noch schwach erkennen läßt. Die teilnehmen an diesem großen Geschehen, werden dessen gedenken bis zu ihrem Ende, denn offenkundig äußerte Sich der göttliche Schöpfer. Es geht ein Sendbote Gottes durch das Land und lässet zuvor seinen Mahnruf ertönen. Es wird zuvor die Welt voller Entsetzen das Land meiden, das Not und Elend überträgt auf alle Menschen durch Krankheit und Seuchen aller Art. Es wird eine verheerende Krankheit die Menschen befallen, und sie werden keine Rettung finden, und dies wird der Anfang sein des Endes. Und nun das neue Reich entstanden ist, beherrschet dies ein gerechter Richter, ein gütiger weiser Monarch, der, ohne Widerstand zu finden, anerkannt wird überall, und ob auch die Welt des Scheins zur Zeit noch alles beherrschet, sie wird zerfallen und weichen müssen der neuen Zeit, und es wird Wahrheit und Gerechtigkeit das Merkmal sein, daß eine Trennung stattgefunden hat von allem Unreinen - daß die Lüge und der Schein weichen mußte, weil es Mein Wille war. Amen. B.D. NR. 1126.

 

Buch 19-20 1140

Nähe des göttlichen Herrn. Kommen in den Wolken des Himmels.

17. und 18. Oktober 1939. B.D. NR. 1140.

Wehret nicht den Gedanken, die des Vaters Nähe verkünden. Denn alles, was euch hinweiset auf Vergängliches, ist ein Mahnruf Seiner Liebe, und je mächtiger Er euch an das Herz greift, desto spürbarer äußert Sich der Vater, und Er streckt euch Seine Hände entgegen, auf daß ihr sie ergreifen sollt. Und daher achtet dessen, wie immer und immer wieder diese Seine Liebe sich euch kundgibt, indem Er eure Gedanken hinlenkt auf alles, was Ihn erkennen läßt. Denn so der Mensch willig ist, erkennet er Sein Walten und Wirken in allem, was ihn umgibt. (18.10.1939) Er erkennet Ihn und gibt sich Ihm zu eigen, denn er weiß es nun auch, zu welchem Zweck ihm das Erdenleben gegeben ward. Und er hat nur das Verlangen, sich der Liebe Gottes würdig zu erweisen, er unterwirft sich demütig Seinem Willen und bleibet so in engstem Verband mit der ewigen Gottheit, Der er sein Bestehen verdankt. Der Vater im Himmel möchte alle Seine Geschöpfe im Verband mit Sich stehend wissen, Er möchte Seine unendliche Vaterliebe übertragen auf alle Seine Geschöpfe und die Entfernung derer von Sich verringern helfen, und so wählet Er ein Mittel, das wohl schmerzlich, jedoch erfolgreich sein wird für viele Erdenkinder. Er nähert Sich euch in einer Weise, daß ihr Ihn spüren werdet, und das teils beglückt, teils entsetzt. Denn Er wird jenen Sich bemerkbar machen, die Ihn als Fabelwesen nur zur Geltung kommen lassen wollen. Ihnen wird plötzlich ein Licht leuchten, das sich verändert in Form und Leuchtkraft, und dieses Licht wird einen wohltätigen Einfluß ausüben auf die noch nicht ganz Verstockten. Doch den Gläubigen wird Er Sich kundtun durch Zeichen, die allen Zweifel an Seiner Liebe und Allmacht verstummen lassen; denn Er wird kommen in den Wolken des Himmels, Er wird sichtbar herniedersteigen und in die Herzen derer einkehren, die Ihn lieben und Ihm gläubig vertrauen. Und diese Einkehr wird gleich sein einer Krönung. Denn wer die Nähe des göttlichen Herrn zu spüren bekommt, wird sich emporgehoben fühlen in die Gefilde ewiger Seligkeit, und ihm wird kein irdischer König gleichkommen, denn sein Verhältnis zu Gott brachte ihm das Wundervollste, das ihm im Erdenleben beschieden sein kann - Speise und Trank aus den Himmeln, geboten von Seinen Engeln und Dienern im Himmel. Und Gott der Herr steigt Selbst herab und bringt Sich Seinen Kindern dar, und es wird Ihn schauen können, der Ihn verlangend erwartet - es wird Ihn spüren, der Seine Nähe ersehnt, und es wird Seiner Vaterliebe gewürdigt werden jedes Kind, das diese begehrt. Denn der Vater gibt dort, wo Er Seine rechten Kinder Seiner harrend weiß, Er stärket, denen es an der Tiefe des Glaubens gebricht, Er vermehret die Willenskraft derer, die Ihm dienen wollen, und Er greift dort gewaltsam ein, wo Seiner bisher nicht geachtet ward. Denn nun wird die Welt aufmerken müssen, so der Herr die Zeit für gekommen erachtet. Und sie ist nahe - das göttliche Wirken nimmt bereits seinen Anfang. Darum wehret euch nicht, sondern kommet dem Vater liebreich entgegen, so Er euch Seine Liebe antragen möchte, und leget alle eure Herzen in Seine Hände, auf daß Er euch segne und euch alle zum rechten Ziel führe. Amen. B.D. NR. 1140.

 

Buch 19-20 1141

Weg zur Wahrheit. Geistiger Einfluß. Gedanke - Ausstrahlung.

19. Oktober 1939. B.D. NR. 1141.

Der Weg zur Wahrheit soll von allen beschritten werden, denn nur dadurch gelangt ihr zur rechten Erkenntnis. Wer im festen Vertrauen auf Gott die Frage richtet an die wissenden Kräfte, dessen Gedanken werden auch dem rechten Wissen zugeführt. Wer jedoch mutmaßet, diesen und jenen Gedanken bewegt und wieder verwirft, der stehet nicht im Glauben an Gott, und also ist sein Denken nicht bestimmt und klar, sondern verworren und wechselnd. Denn es sind die Gedanken nur geistige Übermittlungen derjenigen Wesen, die euch beeinflussen, und es gewinnet die geistige Macht über euch Gewalt, der ihr selbst euch ausliefert. Euer Zuwenden zu Gott bezeigt euren Willen, euch dem göttlichen Einfluß zu überlassen, doch wer Gott abweiset oder Ihn nicht beachtet, locket selbst die Gegenkräfte herbei und gibt sich in deren Gewalt. Und so kann sich alles Denken eines tief gläubigen, sich Gott hingebenden Menschen nur in der Wahrheit bewegen, da ihm die göttlichen Kräfte reinste Wahrheit vermitteln, und so ist der Mensch selbst der Urheber sowohl des rechten wie des falschen Denkens. Er bestimmet selbst den Grad der Wahrheit, in dem er zu wandeln gedenkt. Die vielerlei Meinungen unter der Menschheit sind alle darin begründet, daß auch die Einstellung zu Gott - der Glaube - ganz verschiedenartig gestaltet ist. Je oberflächlicher das Verhältnis ist zu Gott und je seichter der Glaube, desto mehr entfernen sich die Menschen von der reinen Wahrheit. Während der immer tiefer und fester werdende Glaube auch die Menschen zu immer tieferer Erkenntnis führt. Und darum nützet alles Verstandes-Wissen dem Menschen nicht, so er nicht gleichzeitig in der ewigen Gottheit seinen Ausgang und sein Ende erkennt - so also in ihm der tiefe Glaube wurzelt, daß er als Geschöpf Gottes in einem bestimmten Verhältnis zu Ihm steht und dieses Verhältnis auch ein bestimmtes Verhalten in der Erdenzeit der Gottheit gegenüber bedingt. Nur der gläubige Mensch wendet sich in allen Fragen, die ihn beschäftigen, bittend an Gott, daß ihm Erleuchtung werde, und daher kann auch nur der gläubige Mensch der rechten Antwort gewürdigt und die Wahrheit also ihm klarstens vermittelt werden. Alles, was vollkommen ist, steht im engsten Verband mit Gott, kann also nichts anderes als von Gott-Gewolltes ausstrahlen. Und jeder Gedanke ist die Ausstrahlung göttlicher Wesen, den der Mensch auf Erden empfangen kann und auch ablehnen. Der willige, Gott zugewandte Mensch wird jedoch annehmen, denn er erkennt die Wahrheit dessen, was ihm vermittelt wird, da sein Wille nach der Wahrheit verlangt und ihm solche also zugeht. Und er wird stets abweisen, was ihm von unlauterer geistiger Seite vermittelt werden möchte, denn es ist der Geist aus Gott, der in ihm wirket. Und dieser Geist weiß die Wahrheit wohl zu unterscheiden von der Lüge. Er wehret sich gegen die Lüge und weiset sonach jeden falschen Gedanken ab, denn er ist ja selbst der Ausfluß der Göttlichkeit und kann niemals in den Bann der Lüge geraten, doch jederzeit wird er sich zur Wahrheit bekennen, die doch gleichfalls göttlich ist und also vom göttlichen Geist im Menschen erkannt wird, weil der Mensch bewußt sich im Glauben an Gott mit der ewigen Wahrheit in Verbindung setzt. Es erklärt dieser Vorgang in verständlicher Weise, wann der Mensch den Weg zur Wahrheit beschritten hat und wann ihm reine Wahrheit gewährleistet ist. Amen. B.D. NR. 1141.

 

Buch 19-20 1153 Naturerscheinungen. Temperatur. Stern. Voraussagen.

30. Oktober 1939. B.D. NR. 1153.

Es eilet die Zeit, und der Menschen Sinn ändert sich nicht, es gehen unzählige Seelen zugrunde, so der Herr ihnen nicht in letzter Stunde noch Seine Liebe anträgt und ihnen den entsetzlichen Untergang alles Irdischen vor Augen führt. Und daher achtet der Tage, die sich wesentlich unterscheiden werden von der sonst üblichen Jahreszeit. Je niedriger die Sonne steht, desto helleren Schein wird sie von sich geben, und es wird eine ungewöhnliche Temperatur die Menschen in Erstaunen setzen. Und dies wird Anlaß geben zu Vermutungen aller Art. Man wird teils hoffnungsfroh der kommenden Zeit entgegensehen, teils ängstliche Bedenken haben, und es wird der Mensch geneigt sein, ein übernatürliches Walten anzuerkennen. Jedoch gedenken die wenigsten ihres Verhältnisses zu Gott. Sie erkennen es nicht, daß Gott Selbst ihr Denken Sich zuwenden möchte, sie bemühen sich auch nicht, einen Zusammenhang zu suchen in den außergewöhnlichen Naturerscheinungen. Ja, sie gewöhnen sich sehr schnell daran und ziehen nicht den geringsten Vorteil daraus für ihre Seele. Denn so sie nur aufmerken möchten, würde ihnen der Ruf aus der Höhe verständlich sein. So sie aber ihres Verhältnisses zum Schöpfer nicht gedenken, bleiben sie irdisch gesinnt und nehmen nichts ihnen geistig Gebotenes an. Und es sind alle diese außergewöhnlichen Naturerscheinungen Äußerungen des geistigen Wirkens jener Kräfte, die Gott untertan sind und willig, Ihm zu dienen. Es werden sich erneut geistige Strömungen bemerkbar machen und diese den Menschen in Erscheinung treten auf mannigfache Art, und doch wird der Menschheit Denken sich wenig damit befassen, denn ungeheuer wirket auch die Macht der Finsternis, und diese kämpfet gegen alles geistige Erkennen - sie sucht abzuschwächen das Göttliche, und so wird die Menschheit nur immer irdischem Geschehen Beachtung schenken und dem Wirken der Gottheit in der Natur teilnahmslos gegenüberstehen, obgleich in sichtlich wohltätiger Weise die Menschen davon berührt werden. Nur eine kleine Zahl sieht Gottes Hand sich den Menschen entgegenstrecken und suchet die Mitmenschen aufzuklären, doch nur die Wohltat, die körperlich spürbar ist, erkennt man an, nicht aber eine Weisung von oben, die eine Änderung des menschlichen Denkens bewirken soll. Und in diese Zeit des Wohlbehagens, hervorgerufen durch außergewöhnliche Wirkung der Sonne zu ungewöhnlicher Zeit, fällt ein Ereignis, das auch jedem geistig Blinden zu denken geben sollte. Es löst sich ein Stern vom Firmament und verändert seine Bahn. Es wird dieser Stern eine Leuchtkraft haben, die alle anderen weit übertrifft, er wird hell erstrahlen des Nachts und sich der Erde nähern, so daß auch diese Erscheinung wieder ungewöhnlich ist für die Menschen und doch gleichzeitig ein Beweis dessen, daß der Schöpfer des Himmels und der Erde alle Gewalt hat und also auch den Sternen ihre Bahn vorschreibt nach Seinem Willen. So dieser Stern sichtbar ist, geht die Menschheit immer mehr dem geistigen Wendepunkt entgegen. Es wird ihr so viel Hilfe geboten in geistiger Beziehung, daß sie wahrlich nur ihren Willen benötigt, um diese Hilfe sich anzueignen, doch ihr Sinn wird immer verstockter, ihr Denken immer verblendeter. Und es ist die Zeit nicht mehr fern, deren der Herr Erwähnung tat auf Erden, daß eine Tür aus ihren Angeln gehoben wird, so der Mensch sein Herz verschließet allen geistigen Strömungen. Es wird das Licht leuchten auch dort, wo es gemieden wird, denn der Lichtstrahl wird so hell sein, daß er alles durchdringet, und es wird sehen müssen auch der geistig Blinde, nur wird sein Wille dennoch ablehnend sein, und das Ende wird sein, daß er von dem Licht verzehrt wird. Denn alles, was hell, licht und klar ist, bannet die Finsternis. Und es besieget das Licht die Finsternis insofern, als die Dunkelheit weichen muß, wo einmal das Licht der Wahrheit sich Bahn gebrochen hat. Und es wird die Lüge und der Schein in sich zusammenfallen, jedoch die Wahrheit wird bleiben bis in alle Ewigkeit. Amen. B.D. NR. 1153.

 

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